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Blog: Sanchos Esel
Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot über die Ampel fahren: Madrid liegt zwar in Europa, erstaunt das deutsche Gemüt aber immer noch. Paul Ingendaay beschreibt spanische Zustände am Morgen danach.

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Alle Beiträge zum Thema "Stierkampf"

Verlogen sind wir nicht – aber vielleicht dumm und vergesslich (2)

Vor einigen Jahren schrieb Mario Vargas Llosa in seiner regelmäßigen Kolumne für El País eine glühende Verteidigung des Stierkampfs. Ob Picasso, García Lorca, Miró und andere allesamt kulturlose Gesellen gewesen seien, fragte der Schriftsteller, dass sie sich von Ritual der Tauromachie hätten anziehen lassen? Ob es ihre Kunst ohne Stiere überhaupt gäbe? Mehr 06.03.2010, 21:55 Uhr von Paul Ingendaay 139 0 0

Tod am Morgen oder: Das Selbstbild einer streitlustigen Gesellschaft

Heute habe ich mich in die Internetausgaben spanischer Zeitungen versenkt, besonders in die minütlich anschwellende Rubrik der Leserkommentare. Ich wollte wissen, was die Menschen über den Tod des siebenundzwanzigjährigen Daniel Jimeno Romero aus Alcalá de Henares denken. Jimeno Romero wurde heute morgen beim Stierlauf der "Sanfermines" von Pamplona tödlich verletzt. Mehr 10.07.2009, 19:49 Uhr von Paul Ingendaay 25 0 0

Eine spanisch-deutsche Kulturgeschichte der Missverständnisse (2)

Ich wollte unbedingt noch die Sache mit dem Kölner Dom erzählen. Also. Vor ein paar Jahren kündigte mir ein spanischer Bekannter an, er fahre zum erstenmal in seinem Leben nach Köln und freue sich sehr darauf. Besonders der Kölner Dom, der interessiere ihn. Er habe viel von ihm gehört. Auch, dass er sehr schön sei. Ich nickte dazu. Der Kölner Dom ist sehr schön. Ich kann es nicht anders sagen. Mehr 15.06.2009, 10:03 Uhr von Paul Ingendaay 25 0 0

Kleine Gemeinheiten aus dem Betrieb (4) : "Operación Gürtel"

Esperanza Aguirre, die frühere spanische Kulturministerin, ehemalige Senatorin und gegenwärtige Ministerpräsidentin der Region Madrid, hat schon wieder meine Aufmerksamkeit gefesselt, und zwar durch einen Satz von sechs Wörtern: „Die PP ist eine rechtschaffene Partei." Mehr 08.03.2009, 23:35 Uhr von Paul Ingendaay 3 0 0

Geboren 1961 in Köln. Studium der Amerikanistik, Anglistik, Hispanistik und Germanistik in Köln, Dublin (Trinity College) und München. Seit 1989 Essays und Rezensionen für die F.A.Z., daneben Lehraufträge an der Universität München. Promotion. Von 1992 bis 1998 Redakteur im Literaturblatt. 1993 erschien die literaturwissenschaftliche Studie „Die Romane von William Gaddis“. Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 1997. Seit 1998 Feuilletonkorrespondent für Spanien und Portugal mit Sitz in Madrid. Als Buchherausgeber: Javier Marías, „Alle unsere frühen Schlachten“ (Fußballstücke, 2000). Seit 2002, zusammen mit Anna von Planta, Herausgeber der 34-bändigen Werkausgabe von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag. Im Jahr 2002 erschien die „Gebrauchsanweisung für Spanien“ (Piper Verlag), die inzwischen in zehnter Auflage vorliegt, 2006 beim Verlag SchirmerGraf der Roman „Warum du mich verlassen hast“, für den der Autor den aspekte-Literaturpreis des ZDF sowie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld erhielt. 2011 erschien der Roman „Die romantischen Jahre“ (Piper Verlag).