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Berührt, geführt

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Das Schachblog von FAZ.NET

17. Feb. 2017
von Stefan Löffler
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Schach unterm Hidschab

Seit einer Woche stehen die Schachwebsites voller Bilder wie diesem. Die Frauen-Schach-WM findet in Teheran statt. „Erste Hidschab-Schachweltmeisterschaft“ höhnte der englische Großmeister Nigel Short. Wer teilnehmen will, darf nur Gesicht und Hände zeigen. Der größte Teil der Haare muss bedeckt sein. Die Teilnehmerinnen gehen, wie man sieht, durchaus kreativ damit um. Doch welch eine Aufregung gab es im Vorfeld. Nazi Paikidze-Barnes, eine Amerikanerin georgischer Herkunft, führte eine Kampagne gegen die Entscheidung und rief zu ihrem Boykott auf. Ihr Name stand in zahlreichen internationalen Medien. Was man zur Einordnung noch alles wissen musste, fehlte oder ging unter.

So hat es die Georgierin Sopiko Guramischwili gelöst.

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17. Feb. 2017
von Stefan Löffler
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14. Feb. 2017
von Alexander Armbruster
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Anands geheime Computerwaffe

Schnellere, leistungsfähigere Computerprogramme krempeln nahezu alle Lebensbereiche um. Viele Arbeitsplätze und Berufsbilder verändern sich, die Kindererziehung ebenfalls, das Aufwachsen sowieso. Und auch das Schach. Ausprägungen davon gibt es zahlreiche. Wer moderne Partien nachspielt auf Weltspitzenniveau, findet seltener klare „Themen“, wie sie noch in klassischen Lehrbüchern (à la Nimzowitsch beispielsweise) vorkommen; eine Partie dominierende Prinzipien wie das Spiel mit oder gegen einen Isolani, offene Linien oder unterschiedlich wertvolle Leichtfiguren sind selten anzutreffen, wenn überhaupt. Ein wichtiger Grund dafür sind die Computer, ist sozusagen „Big Data“ im Schach – und die Devise: Was geht, das geht. An die Stelle eine persönlichen Einschätzung tritt das klare Rechenergebnis.

Der frühere Weltmeister Viswanathan Anand hat das gerade eindrucksvoll erzählt. Während eines Gesprächs in der indischen Denkfabrik Chennai International Centre (CIC) hat er unter dem Titel „Chess: Evolution from Mind to Machine“ teils ganz persönliche Einblicke in seine Karriere und das Thema gegeben, wie die indische Zeitung „Firstpost“ berichtet.

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14. Feb. 2017
von Alexander Armbruster
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03. Feb. 2017
von Stefan Löffler
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Hou Yifans missratener Handel

Während der Schlussrunde des bestbesetzten und wohl auch bestorganisierten Schach-Opens der Welt, des Tradewise Gibraltar Masters, das gestern zu Ende ging, rückten die Weltklassespieler und der Kampf um den mit 23000 Britischen Pfund (27000 Euro) dotierten ersten Platz zwischenzeitlich in den Hintergrund. Die Weltmeisterin Hou Yifan, derzeit die Nummer 112 der Weltrangliste, kam 25 Minuten zu spät, eröffnete nach kurzem Nachdenken wie ein blutiger Anfänger mit den Zügen 1. g2-g4 und 2. f2-f3 und gab nach fünf Zügen auf. Dabei hätte ihr ein durchaus möglicher Sieg gegen den indischen Großmeister Lalith Babu mindestens 8000 Pfund, ein Remis immerhin noch 2200 Pfund mehr Preisgeld eingebracht. Hou fühlte sich nicht in der Lage, eine Partie zu spielen. Sie sagte, sie sei verärgert und unglücklich darüber gewesen, dass sie in den vorangehenden neun Runden gegen sieben andere Frauen gelost wurde, und sie hoffe, dass die Paarungen in Zukunft fairer durchgeführt werden. Sie sprach das Wort nicht aus, aber damit stand der Vorwurf der Manipulation im Raum.

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03. Feb. 2017
von Stefan Löffler
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31. Jan. 2017
von Stefan Löffler
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Aller Ruhm gebührt Ihm

Wesley Sos Lauf hält an. In Wijk aan Zee hat der 23-jährige gerade sein drittes Weltklasse-Turnier in Folge gewonnen. In der Weltrangliste ist im Moment nur noch Weltmeister Magnus Carlsen vor dem tiefgläubigen, für die Vereinigten Staaten spielenden Filipino.

Auf die Frage, wem er für Unterstützung danken möchte, beginnt er „zuallererst Gott, aller Ruhm gebührt Ihm“. Dann dankt er seiner Stiefmutter und seiner Stiefschwester dafür, ihn drei Wochen lang in die Niederlande begleitet zu haben.

Wesley So mit seiner Stiefmutter und Stiefschwester (Foto: Tata Steel Chess)Wesley So mit seiner Stiefmutter und Managerin Lotis Key und seiner Stiefschwester Abbey (Foto: Tata Steel Chess)

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31. Jan. 2017
von Stefan Löffler
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23. Jan. 2017
von Stefan Löffler
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Der peinlichste Moment

Magnus Carlsen hatte seinem Gegner Anish Giri gerade erlaubt, einen Bauern in eine Dame umzuwandeln, um nun, da waren sich die Kommentatoren sicher, seine siebte Partie beim Tata Steel Masters im holländischen Badeort Wijk aan Zee mit Schach, Schach und Matt abzuschließen. Oder vielmehr, dass Giri nach dem folgenden, ja völlig auf der Hand liegenden Zug aufgeben würde. Doch welch ein Schock:

Statt 56. Tc8+ (und nach Wegzug des Königs 57. Tf7+ Kh6 58. Th8 matt) zog der Weltmeister 56. Lf7+. Nach 56. … Kh8 57. Th5+ Kg7 58. Lxe6+ Kf6 59. Th6+ Ke5 60. Lh3 Dd2+ 61. Lg2 Dxh6 62. Txc6 drückte Carlsen zwar noch fünfzig Züge lang, aber die Stellung war und blieb remis. Nach der Partie stellte sich heraus, dass auch Giri den banalen „Dreizüger“ nicht gesehen hatte. Doch die Demut der Ahnungslosigkeit wich schnell. „Das ist der peinlichste Moment in Carlsens Karriere. Für mich interessiert sich niemand, aber er ist schließlich eine Legende, und er tut mir jetzt richtig leid“, stichelte Giri und wies darauf hin, dass Carlsen ihn zwar oft überspiele, aber dann fast nie auch schlussendlich besiegt habe. Carlsen wäre wohl lieber bis nach dem Turnier ahnungslos geblieben, was er da ausgelassen hat. Aber das ist im Computerzeitalter natürlich völlig undenkbar.

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23. Jan. 2017
von Stefan Löffler
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19. Jan. 2017
von Alexander Armbruster
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Carlsen, der Fußballer

Großmeister am Ball: Loek van Wely am Ball, verfolgt von Magnus Carlsen (Foto: Tata Steel Chess)© Tata SteelGroßmeister am Ball: Loek van Wely (in blau) verfolgt von Magnus Carlsen (Foto: Tata Steel Chess)

Jan-Christian Schröder gehört zu den größten Nachwuchs-Hoffnungen im deutschen Schach. Mit 17 Jahre ist er Großmeister geworden. Mehrfach hat er für die F.A.Z. den jüngsten WM-Kampf zwischen Weltmeister (und erfolgreichem Titelverteidiger) Magnus Carlsen und Sergej Karjakin analysiert. Schon vorab schätzte er eine Eigenschaft Carlsens als sehr wichtig ein: den Siegeswillen. „Ich persönlich habe Carlsens Siegeswillen übrigens auch schon zu spüren bekommen, allerdings nicht beim Schach sondern – beim Fußball! Während des Qatar Masters im Dezember 2015 wurde abends nach den Partien immer Fußball gespielt. Niemand auf dem Platz war es so wichtig zu gewinnen wie Magnus. Und niemand war so sauer über ein Gegentor wie er“, schrieb Schröder für uns.

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19. Jan. 2017
von Alexander Armbruster
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15. Jan. 2017
von Stefan Löffler
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Kunst des Schmeichelns

Marcel Duchamp (1887 – 1968) ist ein Glücksfall für das Schach. Er war eine der Schlüsselfiguren der Kunst des 20. Jahrhunderts und verschrieb sich doch zeitweise völlig dem Spiel. Er gewann ein paar Turniere, trat für das französische Nationalteam an, komponierte Endspielstudien und verfasste eine Schachrubrik. Er war der erfolgreichste aber weder der einzige Schachspieler noch der einzige Künstler seiner Familie. In jungen Jahren, als er noch selbst Leinwände füllte, porträtierte er seine Brüder Gaston (der den Künstlernamen Jacques Villon annahm) und Raymond Duchamp-Villon (ein halber Künstlername als Brücke zwischen den Brüdern) vertieft ins Schachspiel, während sich ihre Frauen langweilen.

Marcel Duchamp: Die Schachpartie, 1910 (Abb.: Fundació Miro)Marcel Duchamp: Die Schachpartie, 1910 (Abb.: Fundació Miró)

Während seines langen Lebens verführte Duchamp immer wieder andere Künstler, sich mit Schach zu befassen, und in der Folge auch die Kunstvermittler. Das zeigt sich nirgends schöner als in der Ausstellung „Fi de Partida“ (Endspiel – Duchamp, Schach und die Avantgarden) in der Fundació Joan Miró in Barcelona.

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15. Jan. 2017
von Stefan Löffler
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11. Jan. 2017
von Alexander Armbruster
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Kopf-an-Kopf-Rennen in der Bundesliga

Nach urlaubs- und winterferienbedingter Blogpause wollen wir uns mit einem Blick auf die Schachbundesliga zurückmelden. Diejenigen, die auf eine spannende Saison gehofft haben, sind bislang zumindest nicht enttäuscht worden. Klar, der Vielfachmeister Baden-Baden hat erwartungsgemäß jedes Aufeinandertreffen gewonnen und liegt mit zwölf Punkten an der Tabellenspitze. Dieses aber nur, weil er der (überraschende) Vorjahresmeister Solingen ein schlechteres „Torverhältnis“ aufweist – Baden-Baden hat 36,5 Brettpunkte auf dem Konto, die Solinger zwei weniger.

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11. Jan. 2017
von Alexander Armbruster
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28. Dez. 2016
von Stefan Löffler
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Ein starkes Schachjahr

Ein aufregendes Schachjahr geht in diesen Tagen mit zahlreichen Opens und den Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach zu Ende. Aufsteiger des Jahres ist der 23jährige Wesley So.

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Wesley So (Foto: Lennart Ootes)

Er begann das Jahr auf Platz 10 der Weltrangliste und schloss es auf Rang vier ab. Zwischendurch gewann er die Spitzenturniere in St. Louis und London, die Gesamtwertung der Grand Chess Tour und damit 295 000 Dollar sowie mit dem Team der Vereinigten Staaten die Schacholympiade.

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28. Dez. 2016
von Stefan Löffler
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06. Dez. 2016
von Stefan Löffler
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1504 Figuren im Kopf

Spielt Schach ohne aufs Brett zu schauen, aber nicht ohne zu radeln: Timur Gareev (Foto: Lennart Ootes)Er kann Simultanschach ohne aufs Brett zu schauen, aber nicht ohne zu radeln: Timur Gareev (Foto: Lennart Ootes)

19 Stunden Spielzeit. 48 Partien. 1504 Figuren im Kopf und je 1350 eigene und gegnerische Züge. 35 Siege, 7 Remis, 6 Niederlagen. Das ist der neue Weltrekord im Blindsimultanschach, aufgestellt von Timur Gareyev am vergangenen Wochenende in Las Vegas. Respekt!

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06. Dez. 2016
von Stefan Löffler
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01. Dez. 2016
von Alexander Armbruster
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Carlsen hat’s verdient – trotz allem

Magnus Carlsen ist Schach-Weltmeister geblieben. Obwohl er in diesem Wettstreit lange brauchte, um seine Form zu finden (wirklich zeigte sich seine Überlegenheit erst in den Schnellschachpartien zum Schluss), ist er schlicht und einfach der bessere Schachspieler gewesen auch während dieser WM. Dass derzeit kein anderer Mensch auf dem Planten das Spiel auf den 64 Feldern so gut beherrscht wie er, ist ohnehin unbestritten; es drückt sich ganz unabhängig vom WM-Duell in Carlsens hoher Spielstärkenzahl aus. Die Weltrangliste führt er schon lange unangefochten an.

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01. Dez. 2016
von Alexander Armbruster
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30. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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Carlsen bleibt Weltmeister

Carlsens Kalkül ist aufgegangen. Der beste Spieler der Welt zeigte sich im Stechen in Weltmeisterform. Er hat das Stechen dominiert und mit 3:1 gewonnen. Als er auf die Bühne kommt, applaudieren die Zuschauer nicht nur, sondern bringen dem Norweger, der an diesem 30. November 26 Jahre alt wird, ein Geburtstagsständchen, bevor er Fragen beantwortet.

Vier Schnellpartien mit je 25 Minuten plus zehn Sekunden pro Zug waren angesetzt. Die erste Partie wird remis, ohne dass das Gleichgewicht ernsthaft gestört worden wäre. In der zweiten Partie wird Karjakin von Carlsen langsam überspielt, konnte aber eine zwischenzeitlich verlorene Stellung sehenswert in ein Patt retten. In der dritten gewinnt Carlsen sehenswert durch ein feiner Bauernopfer. Und in der vierten Partie krönt der alte und neue Weltmeister das Match mit einem prächtigen Damenopfer 50. Dh6+! zum Abschluss:

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30. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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30. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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Doch, so kann eine WM entschieden werden

Heute Abend entscheidet sich nun wirklich, wer Schachweltmeister wird oder bleibt. In vier Partien mit kürzerer Bedenkzeit treten Titelverteidiger Magnus Carlsen und sein Herausforderer Sergej Karjakin gegeneinander an, setzt sich auch dann keiner durch, mündet dieser „Tie-Break“ in eine sogenannte Armageddon-Partie: Weiß muss mit einer Minute Bedenkzeit mehr diese gewinnen, sonst geht der Titel an den Schwarzspieler. Unerhört. Unerhört?

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30. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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29. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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Was für eine Enttäuschung

Was für eine Enttäuschung. Schachfans rund um den Globus hatten sich auf ein wirklich spannendes WM-Finale eingestellt. Nach elf Runden hatten Schachweltmeister Magnus Carlsen wie auch sein Herausforderer Sergej Karjakin jeweils fünfeinhalb Punkte in ihrem Zweikampf erzielt. Beide hatten vor der letzten Begegnung einen Tag Zeit zum Regenerieren, Varianten analysieren, Eröffnungen vorbereiten.

Die Erwartung, gerade der favorisierte Titelverteidiger würde mit den weißen Steinen eine harte und lange Auseinandersetzung suchen, war groß und eindeutig. Peter Swidler, ein aus Russland stammender Schachgroßmeister, der selbst zur erweiterten Weltspitze gehört, teilte über Twitter mit, wie aufgeregt er schon sei, diese Begegnung live kommentieren zu dürfen.

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29. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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28. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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Entschuldigung für diese Partie!

Carlsen versucht gar nicht erst, etwas aus den weißen Steinen zu machen, sondern strebt schamlos ein Remis an. „Ich entschuldige mich bei den Schachfans, die eine lange Partie erwartet haben“, sagt er, nachdem er und Karjakin in kaum mehr als einer halben Stunde dreißig Züge in der zwölften Partie (hier nachspielbar – aber besser nicht, weil äußerst langeweilig) abgespult haben. Für die letzte reguläre Partie begannen die Tickets bei 200 Dollar. Wenigstens gelten die für Partie zwölf gekauften Tickets nun auch am Mittwoch, wenn die Schach-WM im Stechen entschieden wird.

Sorry Leute, Mittwoch seht ihr mehr. Carlsen vor der WM-Spielstätte am South Street Seaport. (Foto: Max Avdeev for Agon Limited)Sorry Leute, am Mittwoch seht ihr mehr. Carlsen vor der WM-Spielstätte am South Street Seaport. (Foto: Max Avdeev for Agon Limited)

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28. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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