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Berührt, geführt

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Das Schachblog von FAZ.NET

19. Jan. 2017
von Alexander Armbruster
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1946
     

Carlsen, der Fußballer

CarlsenFußball2

Jan-Christian Schröder gehört zu den größten Nachwuchs-Hoffnungen im deutschen Schach. Mit 17 Jahre ist er Großmeister geworden. Mehrfach hat er für die F.A.Z. den jüngsten WM-Kampf zwischen Weltmeister (und erfolgreichem Titelverteidiger) Magnus Carlsen und Sergej Karjakin analysiert. Schon vorab schätzte er eine Eigenschaft Carlsens als sehr wichtig ein: den Siegeswillen. „Ich persönlich habe Carlsens Siegeswillen übrigens auch schon zu spüren bekommen, allerdings nicht beim Schach sondern – beim Fußball! Während des Qatar Masters im Dezember 2015 wurde abends nach den Partien immer Fußball gespielt. Niemand auf dem Platz war es so wichtig zu gewinnen wie Magnus. Und niemand war so sauer über ein Gegentor wie er“, schrieb Schröder für uns.

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19. Jan. 2017
von Alexander Armbruster
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1946

     

15. Jan. 2017
von Stefan Löffler
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Kunst des Schmeichelns

Marcel Duchamp (1887 – 1968) ist ein Glücksfall für das Schach. Er war eine der Schlüsselfiguren der Kunst des 20. Jahrhunderts und verschrieb sich doch zeitweise völlig dem Spiel. Er gewann ein paar Turniere, trat für das französische Nationalteam an, komponierte Endspielstudien und verfasste eine Schachrubrik. Er war der erfolgreichste aber weder der einzige Schachspieler noch der einzige Künstler seiner Familie. In jungen Jahren, als er noch selbst Leinwände füllte, porträtierte er seine Brüder Gaston (der den Künstlernamen Jacques Villon annahm) und Raymond Duchamp-Villon (ein halber Künstlername als Brücke zwischen den Brüdern) vertieft ins Schachspiel, während sich ihre Frauen langweilen.

Marcel Duchamp: Die Schachpartie, 1910 (Abb.: Fundació Miro)Marcel Duchamp: Die Schachpartie, 1910 (Abb.: Fundació Miró)

Während seines langen Lebens verführte Duchamp immer wieder andere Künstler, sich mit Schach zu befassen, und in der Folge auch die Kunstvermittler. Das zeigt sich nirgends schöner als in der Ausstellung „Fi de Partida“ (Endspiel – Duchamp, Schach und die Avantgarden) in der Fundació Joan Miró in Barcelona.

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15. Jan. 2017
von Stefan Löffler
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11. Jan. 2017
von Alexander Armbruster
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Kopf-an-Kopf-Rennen in der Bundesliga

Nach urlaubs- und winterferienbedingter Blogpause wollen wir uns mit einem Blick auf die Schachbundesliga zurückmelden. Diejenigen, die auf eine spannende Saison gehofft haben, sind bislang zumindest nicht enttäuscht worden. Klar, der Vielfachmeister Baden-Baden hat erwartungsgemäß jedes Aufeinandertreffen gewonnen und liegt mit zwölf Punkten an der Tabellenspitze. Dieses aber nur, weil er der (überraschende) Vorjahresmeister Solingen ein schlechteres „Torverhältnis“ aufweist – Baden-Baden hat 36,5 Brettpunkte auf dem Konto, die Solinger zwei weniger.

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11. Jan. 2017
von Alexander Armbruster
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28. Dez. 2016
von Stefan Löffler
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Ein starkes Schachjahr

Ein aufregendes Schachjahr geht in diesen Tagen mit zahlreichen Opens und den Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach zu Ende. Aufsteiger des Jahres ist der 23jährige Wesley So.

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Wesley So (Foto: Lennart Ootes)

Er begann das Jahr auf Platz 10 der Weltrangliste und schloss es auf Rang vier ab. Zwischendurch gewann er die Spitzenturniere in St. Louis und London, die Gesamtwertung der Grand Chess Tour und damit 295 000 Dollar sowie mit dem Team der Vereinigten Staaten die Schacholympiade.

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28. Dez. 2016
von Stefan Löffler
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06. Dez. 2016
von Stefan Löffler
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1504 Figuren im Kopf

Spielt Schach ohne aufs Brett zu schauen, aber nicht ohne zu radeln: Timur Gareev (Foto: Lennart Ootes)Er kann Simultanschach ohne aufs Brett zu schauen, aber nicht ohne zu radeln: Timur Gareev (Foto: Lennart Ootes)

19 Stunden Spielzeit. 48 Partien. 1504 Figuren im Kopf und je 1350 eigene und gegnerische Züge. 35 Siege, 7 Remis, 6 Niederlagen. Das ist der neue Weltrekord im Blindsimultanschach, aufgestellt von Timur Gareyev am vergangenen Wochenende in Las Vegas. Respekt!

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06. Dez. 2016
von Stefan Löffler
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01. Dez. 2016
von Alexander Armbruster
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Carlsen hat’s verdient – trotz allem

Magnus Carlsen ist Schach-Weltmeister geblieben. Obwohl er in diesem Wettstreit lange brauchte, um seine Form zu finden (wirklich zeigte sich seine Überlegenheit erst in den Schnellschachpartien zum Schluss), ist er schlicht und einfach der bessere Schachspieler gewesen auch während dieser WM. Dass derzeit kein anderer Mensch auf dem Planten das Spiel auf den 64 Feldern so gut beherrscht wie er, ist ohnehin unbestritten; es drückt sich ganz unabhängig vom WM-Duell in Carlsens hoher Spielstärkenzahl aus. Die Weltrangliste führt er schon lange unangefochten an.

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01. Dez. 2016
von Alexander Armbruster
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30. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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Carlsen bleibt Weltmeister

Carlsens Kalkül ist aufgegangen. Der beste Spieler der Welt zeigte sich im Stechen in Weltmeisterform. Er hat das Stechen dominiert und mit 3:1 gewonnen. Als er auf die Bühne kommt, applaudieren die Zuschauer nicht nur, sondern bringen dem Norweger, der an diesem 30. November 26 Jahre alt wird, ein Geburtstagsständchen, bevor er Fragen beantwortet.

Vier Schnellpartien mit je 25 Minuten plus zehn Sekunden pro Zug waren angesetzt. Die erste Partie wird remis, ohne dass das Gleichgewicht ernsthaft gestört worden wäre. In der zweiten Partie wird Karjakin von Carlsen langsam überspielt, konnte aber eine zwischenzeitlich verlorene Stellung sehenswert in ein Patt retten. In der dritten gewinnt Carlsen sehenswert durch ein feiner Bauernopfer. Und in der vierten Partie krönt der alte und neue Weltmeister das Match mit einem prächtigen Damenopfer 50. Dh6+! zum Abschluss:

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30. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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30. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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Doch, so kann eine WM entschieden werden

Heute Abend entscheidet sich nun wirklich, wer Schachweltmeister wird oder bleibt. In vier Partien mit kürzerer Bedenkzeit treten Titelverteidiger Magnus Carlsen und sein Herausforderer Sergej Karjakin gegeneinander an, setzt sich auch dann keiner durch, mündet dieser „Tie-Break“ in eine sogenannte Armageddon-Partie: Weiß muss mit einer Minute Bedenkzeit mehr diese gewinnen, sonst geht der Titel an den Schwarzspieler. Unerhört. Unerhört?

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30. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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29. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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Was für eine Enttäuschung

Was für eine Enttäuschung. Schachfans rund um den Globus hatten sich auf ein wirklich spannendes WM-Finale eingestellt. Nach elf Runden hatten Schachweltmeister Magnus Carlsen wie auch sein Herausforderer Sergej Karjakin jeweils fünfeinhalb Punkte in ihrem Zweikampf erzielt. Beide hatten vor der letzten Begegnung einen Tag Zeit zum Regenerieren, Varianten analysieren, Eröffnungen vorbereiten.

Die Erwartung, gerade der favorisierte Titelverteidiger würde mit den weißen Steinen eine harte und lange Auseinandersetzung suchen, war groß und eindeutig. Peter Swidler, ein aus Russland stammender Schachgroßmeister, der selbst zur erweiterten Weltspitze gehört, teilte über Twitter mit, wie aufgeregt er schon sei, diese Begegnung live kommentieren zu dürfen.

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29. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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28. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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Entschuldigung für diese Partie!

Carlsen versucht gar nicht erst, etwas aus den weißen Steinen zu machen, sondern strebt schamlos ein Remis an. „Ich entschuldige mich bei den Schachfans, die eine lange Partie erwartet haben“, sagt er, nachdem er und Karjakin in kaum mehr als einer halben Stunde dreißig Züge in der zwölften Partie (hier nachspielbar – aber besser nicht, weil äußerst langeweilig) abgespult haben. Für die letzte reguläre Partie begannen die Tickets bei 200 Dollar. Wenigstens gelten die für Partie zwölf gekauften Tickets nun auch am Mittwoch, wenn die Schach-WM im Stechen entschieden wird.

Sorry Leute, Mittwoch seht ihr mehr. Carlsen vor der WM-Spielstätte am South Street Seaport. (Foto: Max Avdeev for Agon Limited)Sorry Leute, am Mittwoch seht ihr mehr. Carlsen vor der WM-Spielstätte am South Street Seaport. (Foto: Max Avdeev for Agon Limited)

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28. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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28. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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Das wirklich große Finale

Nach elf Runden steht es fünfeinhalb zu fünfeinhalb: Spannender hätte die Situation vor der letzten Runde der Schachweltmeisterschaft in New York kaum sein können. Titelverteidiger Magnus Carlsen und sein für Russland spielender Herausforderer Sergej Karjakin liegen gleichauf, und das nicht nur nach Punkten. Wie die bisherigen Begegnungen in diesem WM-Duell zeigen, ist die nach der eigentlich ziemlich aussagekräftigen Wertungszahl deutlich höhere Spielstärke des Norwegers just in diesen Tagen offenbar nicht viel größer.

Woran das liegt, darüber lässt sich munter spekulieren. Ist Carlsen, wie man in solchen Fällen sagt, einfach nicht „in Bestform“? Die Vorteile, die er in den Runden drei und vier nicht verwertete, sprechen dafür. Zumal er eigentlich derjenige der beiden Kontrahenten ist, der weniger Lampenfieber gehabt haben dürfte – immerhin ist es sein dritter WM-Zweikampf, die ersten beiden gewann er souverän, Karjakin steht zum ersten Mal in einem Finale um die Schachweltmeisterschaft.

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28. Nov. 2016
von Alexander Armbruster
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27. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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Ein gutes Remis

„Gute Partie, gutes Remis, gute Matchsituation für beide, gute Perspektiven, gute Show, gut, gut“ tweetet Teimur Radschabow, ein aserbaidschanischer Großmeister, der mit Karjakin und Carlsen schon des öfteren die Klingen gekreuzt hat, nach der elften WM-Partie (hier Nachspielen). Für Feuer sorgt einmal mehr Carlsen, der mit Schwarz hier nicht auf c3 zurückschlägt, sondern mit d6-d5 unter Bauernopfer die Initiative übernimmt.

Selbst wenn der Druck riesig ist, macht Schach Karjakin und Carlsen Spaß (Foto: Ole Kristian Strøm. VG)Auch wenn der Druck riesig ist, markieren Karjakin und Carlsen nach der elften WM-Partie gute Laune. (Foto: Ole Kristian Strøm. VG)

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27. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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25. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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Nur Karjakin sieht es nicht

Als in der zehnten Partie (hier nachspielen) Carlsen über seinen 20. Zug nachdenkt, erwarten alle, dass gleich die Hände geschüttelt werden zum Remis und Sergei Karjakin mit einem leichten Schwarzremis dem Weltmeistertitel einen großen Schritt näherkommt. Zögerlich und ungeschickt zieht Magnus Carlsen seinen angegriffenen Springer von f3 nach d2. Auch er hat gesehen, was er gerade mit dem Abtausch der Läufer auf e6 und Öffnung der f-Linie angerichtet hat. Doch anstatt in der Stellung unten, wie sich dank der mitlaufenden Computer schnell herumgesprochen hat, mit 20. … Sxf2+ 21. Kg2 (21. Kg1 Sh3+ 22. Kg2 Shf4+ 23. gxf4 Sxf4+ 24. Txf4 exf4 ist gut für Schwarz) 21. … Sh4+! 22. Kg1 (22. gxh4? Dg6+ und Schwarz gewinnt) 22. … Sh3+ 23. Kh1 Sf2+ ein Remis zu erzwingen, denkt Karjakin nicht mal eine Minute nach und zieht 20. … d5.

Endlich gewonnen. Carlsen kann wieder lachen. (Foto: Max Avdeev for Agon Limited)Endlich gewonnen. Carlsen kann wieder lachen. (Foto: Max Avdeev for Agon Limited)

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25. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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24. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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Knallerzug ohne Knalleffekt

In der neunten Partie (hier zum Nachspielen) lässt sich Carlsen mit Schwarz auf eine lange Theorievariante ein. Karjakin kann erstmals die ganze Partie über Druck machen und hat zwischenzeitlich Siegchancen. Wahrscheinlich verpasst er sie, als er in der folgenden Stellung einen Läufer auf f7 in die schwarze Stellung knallt, statt mit Dd3-b3 den Druck zu verstärken.

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24. Nov. 2016
von Stefan Löffler
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23. Nov. 2016
von Jan Sprenger
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Die verhängnisvolle Einstellung des Weltmeisters

Das Unvorstellbare ist passiert. Nach acht Partien der Weltmeisterschaft liegt Titelverteidiger Magnus Carlsen, als großer Favorit ins Rennen gegangen, gegen seinen Herausforderer Sergei Karjakin in Rückstand. Dessen Spiel war weitgehend sicher und solide, aber selten machte er den Eindruck, den Weltmeister vor große Probleme stellen zu können. Selbst in den wenigen Situationen, in denen er in Vorteil gelangte, entschied er sich meistens für den sicheren Weg Richtung Remis anstelle des Spiels auf drei Ergebnisse.

Karjakin hat also eine disziplinerte, aber keine überragende Leistung gezeigt. Kein einziges Mal konnte er aus der Eröffnung oder dem Mittelspiel Druck auf den Weltmeister aufbauen. Wie kommt es, dass Carlsen dennoch ins Hintertreffen geraten ist?

Blickt Weltmeister Carlsen noch durch? (Foto: Max Avdeev for Agon Limited)Blickt Weltmeister Carlsen noch durch? (Foto: Max Avdeev for Agon Limited)

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23. Nov. 2016
von Jan Sprenger
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