Berührt, geführt

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Das Schachblog von FAZ.NET

13. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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Zu viel Einblick

Nach der bisher kürzesten und uninteressantesten Partie der WM, einem weiteren Remis, gab es in der anschließenden Fragerunde statt Fragen auch Wortmeldungen, die von den Spielern mehr Risiko und Aufregung einforderten. „Eine solche Partie bringt das Herz nicht zum Rasen. Heute ist wenig Aufregendes passiert“, gab Magnus Carlsen zurück. Aufregendes passierte allerdings abseits des Bretts. In der Nacht zum Dienstag veröffentlichte der St. Louis Chess Club, dem Fabiano Caruana angehört, ein Video über seine WM-Vorbereitung. Es gewährte mehr Einblick, als dem Herausforderer recht war. In dem dreieinhalbminütigen Film war ein Screenshot von Caruanas Notebook zu sehen, auf dem eine Liste mit Analysen von Eröffnungsvarianten aufscheint. Das Video verschwand nach kurzer Zeit wieder vom Netz – aber nicht, ohne dass die Medien und Team Carlsen davon Notiz nahmen.

Das Video über Caruanas Training zeigt einen Bildschirm mit einer verräterischen Liste von Analysen und Partien.

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13. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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12. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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Wo bleiben die Daumenschrauben?

Dritte Partie, drittes Remis. Wird der WM-Kampf Magnus Carlsen etwa schon langweilig? Der Titelverteidiger fand die Frage daneben: „Quatsch, fragt mich wieder, wenn wir neun Remis haben.“ Das erste Mal in diesem Match kam Weiß am Montag besser aus der Eröffnung. In diesem Fall Fabiano Caruana. Carlsen stellte sich gedanklich bereits auf eine langwierige Verteidigung ein. Doch mit einem schlappen Läuferzug warf sein Herausforderer allen Vorteil weg. In der Folge tauschte Carlsen die gegnerischen Figuren, die ihm gefährlich werden konnten, nämlich Türme und Damen, ab. Unmerklich erarbeitete er sich das etwas angenehmere Endspiel. Nun erwartete Caruana, dass Carlsen das macht, was er weltmeisterlich kann, nämlich langsam die Daumenschrauben anzuziehen. Doch an diesem Londoner Abend war Carlsen nicht der gefürchtete Foltermeister.

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12. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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11. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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Nochmal zur ersten Partie – Eine Analyse von Robert Hübner

Oft – wenn natürlich auch nicht immer – ist die erste Partie richtungsweisend für den weiteren Verlauf eines Schachzweikampfes. Dies gilt hier umso mehr, als die Anzahl der Partien in den Weltmeisterschaftskämpfen auf zwölf Partien begrenzt worden ist. Als man noch 24 Spiele austrug, war eher die Möglichkeit gegeben, sich von einem Fehlstart zu erholen oder eine ungünstige Stimmungslage abzuschütteln. Angesichts der Bedeutung für die weitere Entwicklung der Ereignisse will ich versuchen, einige kritische Momente dieser ersten WM-Partie in London (hier kann man die Züge nachspielen) flüchtig zu besprechen und vorsichtige Schlüsse auf die Verfassung der Spieler daraus zu ziehen. Der unentschiedene Ausgang nach so vielen verpassten Chancen muss bei Carlsen Enttäuschung ausgelöst haben, Caruana wird er Auftrieb gegeben haben.

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11. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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10. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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Oh shit, ich bin seiner Variante!

Die zweite Partie verlief unter weitgehend umgekehrten Vorzeichen wie die erste. Dieses Mal kam Fabiano Caruana der Vorbereitung des Weltmeisters zuvor, in dem er eine Variante auspackte, die in den Siebzigerjahren gespielt wurde und dann in Vergessenheit geriet. Magnus Carlsen verstand, was die kritische Erwiderung war, doch er wollte den Kampf auf keinen Fall da suchen, wo sein Herausforderer sich besser auskannte. Später verwarf Carlsen ein Springeropfer auf f7, weil er ahnte, dass Caruana auch das analysiert hatte. Dabei hätte Carlsen die Figur leicht zurückerhalten und vielleicht sogar etwas Initiative behalten. Stattdessen manövrierte er sich in ein schlechteres Endspiel und musste sich von Caruana quälen lassen. Zur allgemeinen Erleichterung dauerte es nicht annähernd so lange wie umgekehrt am ersten Tag, bis das Remis perfekt war.

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10. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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10. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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Sieben Stunden Folter

Als Magnus Carlsen während Fabiano Caruanas Zeitnot seine mindestens vierte Chance ausließ, gleich die erste WM-Partie für sich zu entscheiden, realisierten Kommentatoren auf allen Kanälen: Jetzt wird es ein verdammt langer Abend. Glücklich, wer jetzt nicht pro Partie, sondern pro Stunde bezahlt wurde. Oder noch besser pro Zug. Erst nach 115 Zügen fügte sich Carlsen ins Remis. Am Ende fehlten nur neun Züge zur bisher längsten Partie in der Geschichte der Schachweltmeisterschaften zwischen Karpow und Kortschnoi. Oder sieben Züge zu Carlsens längster WM-Partie gegen Anand. Wobei sich laut Carlsen die aktuelle länger anfühlte, weil mehr Leben in dieser Partie war. Eine fünfte Gewinnchance gab ihm Caruana nicht mehr. Nach der Zeitnotphase hielt die Verteidigung des Herausforderers, der trotz der weißen Steine früh in die Defensive geraten war. Von den sieben Stunden, die das Spiel dauerte, stand er gut fünf Stunden mit dem Rücken zur Wand.

Vor dem ersten Zug wusste Caruana, links, noch nichts von der Folter, die ihm bevorstand (Foto: Nadja Pantelejewa/WorldChess)

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10. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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08. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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Es muss nicht immer Zweikampf sein – diesmal schon

Magnus Carlsen ist kein großer Fan langer Zweikämpfe. Ginge es nach dem Weltmeister, würde der wichtigste Titel im Schach nicht nach zwölf Partien zwischen nur zwei Kontrahenten sondern in einem K.o.-Turnier mit vielen Teilnehmern vergeben. Mir erscheint der K.o.-Modus zu erratisch, und das geht wohl den meisten so. Bei den Frauen wird der Titel gerade letztmals in einem K.o.-Turnier mit 64 Teilnehmerinnen ausgespielt. In Zukunft, so hat der neue FIDE-Präsident Arkadi Dworkowitsch angekündigt, findet wie bei den Männern ein Kandidatenturnier statt, für das sich die Halbfinalistinnen dieser K.o.-WM qualifizieren. Aus meiner Sicht als Berichterstatter liegt die Wahrheit dazwischen. Ich habe das Glück, den fünften WM-Kampf Kasparow – Karpow noch erlebt zu haben. Es dauerte elf Wochen, aber die Partien und die Atmosphäre waren großartig. Es war DAS Schachereignis 1990. Danach folgten einige einseitige Matche (Kasparow gegen Short und Anand) um kam vor, dass der offensichtlich beste Spieler nicht mit von der Partie war (Kramnik – Leko 2004, Anand – Gelfand 2012).

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08. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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01. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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Kult um Lasker

Bis 1921 muss man zurückgehen, seit letztmals ein Deutscher um die Schachweltmeisterschaft spielte. Emanuel Lasker stellte sich in Havanna seinem damals schon übermächtigen kubanischen Herausforderer José Raul Capablanca. Ein paar Jahre zuvor, 1908, gab es sogar ein deutsches WM-Duell zwischen Emanuel Lasker und Siegbert Tarrasch, das sie teils in Düsseldorf, teils in München austrugen. Weil der Geburtstag des einzigen kanonisierten deutschen Weltmeisters 150 Jahre zurückliegt, hat ihm der Deutsche Schachbund unter seinem vorigen Präsidenten Herbert Bastian und mit Segen des Weltschachbunds dieses Jahr gewidmet. Die Veranstaltungen und Veröffentlichungen nehmen schier kein Ende. Dutzende Vereine organisieren Veranstaltungen zum „Lasker-Tag des Schachs“. Auf der Website des Schachbunds kann man jeden Monat ein Lasker-Quiz lösen. Gleich 16 Preise verleiht die Emanuel-Lasker-Gesellschaft im Lauf des Jahres, um sich und ihren Namensgeber im Gespräch zu halten. Selbst Teilnehmer von Jugendmeisterschaften werden mit Vorträgen beglückt.

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01. Nov. 2018
von Stefan Löffler
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08. Okt. 2018
von Stefan Löffler
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Parallele Welten

Eine Schacholympiade ist ein einziger gewaltiger Irrtum. An den Spitzenbrettern des Mannschaftswettbewerbs spielen die stärksten Großmeister und Großmeisterinnen der Welt die Hackordnung zwischen den Nationen aus. An den Tischen mit den höchsten Nummern stößt man auf Hobbyspielerinnen, die noch nie in einem Schachverein waren und mitunter nicht einmal mit dem Schäfermatt vertraut sind. Dazwischen wimmelt es von Mannschaftskapitänen, Schiedsrichtern, Delegationsleitern und freiwilligen Helfern. Unbeteiligte Zuschauer dürfen nur auf die Tribüne, von wo sie praktisch gar nichts mitbekommen. Aber ergeht es den anderen viel besser?

Sie sind um den halben Globus gereist, haben aber von Georgien außer dem Flughafen und den unwirklichen Fassaden Batumis, das einen im Kaukasus beispiellosen, von russischem Geld getriebenen Bauboom hinter sich hat, nichts gesehen. Vor und nach den Runden bleiben die Spieler in ihren Hotels. Einige beklagen sich über das Essen, scheuen aber doch den Weg in eines der vielen Restaurants, wo sie für eine Handvoll Lari exzellent versorgt würden. Ins Schwarze Meer schaffen es auch nicht viele, obwohl ihr Hotel am Strand liegt. Am Internet ziehen sie sich rein, was an den anderen Tischen los war. Oder sie lassen sich vom Computer zeigen, was sie am eigenen Brett alles nicht gesehen haben. Auf die Idee, die Partie mit dem Gegner nachzubesprechen, kommt niemand mehr.

Sie begegnen einander beim für die Schacholympiaden typischen Schlangestehen vor den Metallscannern vor jeder Runde. Oder bei der Bermudaparty in der Nacht vor dem einzigen spielfreien Tag. Dort wummern elektronische Beats gegen jede sinnhaltige Kommunikation an. Dabei würden so viele gerne anbandeln. Bei keinem anderen Schachwettbewerb sind auch nur annähernd so viele Frauen da.

Wie wäre es mal mit Speed Chess Dating? Oder mit einer allabendlichen Comedyshow? Irgendwer müsste die schachlichen Reinfälle des Tages doch aufgreifen und das, was sich gerade in der FIDE abspielt. Wo ein Vertreter des Kremls mit quasi unlimitiertem Budget die Macht erkauft. Die FIDE wirkt wie eine Parellelwelt, deren Bewohner in Raumschiffen namens Sheraton und Hilton auf sicherem Abstand zum Schachvolk bleiben.

Der mittlere Schacholympiadespieler ist in den Zwanzigern, der mittlere Delegierte beim FIDE-Kongress geht auf die sechzig zu. Spieler haben in der FIDE nichts zu melden. Ausgerechnet der neue Mann aus dem Kreml hat versprochen, das zu ändern. Aber er hat noch viel versprochen. Vor allem fünf Millionen Dollar jährlich, die er, das ist also seine Vorstellung von Korruptionsbekämpfung, direkt an die nationalen Verbände verteilen will. Das könnte noch Ärger geben mit den Mittelsmännern, die weiterhin mitschneiden wollen.

Eine Mogelpackung ist schon der Name Schacholympiade. Er genießt Bestandschutz, weil die Veranstaltung bis 1924 zurückgeht, als der damals überfällige Weltverband während der Olympischen Spiele in Paris gegründet wurde. Anders als der Begriff Olympiade nahelegt, finden Schacholympiaden nicht alle vier Jahre statt sondern alle zwei. Und Schach wird, anders als ein endlich abgesetzter FIDE-Präsident neben vielen anderen Lügen behauptet hat, natürlich nie olympisch werden.

Eine Schacholympiade ist viel teurer und komplexer als ein Weltmeisterschaftskampf, bringt aber weniger Publizität. Dass sich überhaupt alle zwei Jahre ein Ausrichter findet, der rund 2000 Spieler und Funktionäre zwei Wochen lang freihält, ist die vielleicht größte Errungenschaft dieses oft unterschätzten Weltverbands. In Batumi klappte es, weil der lange Zeit beste Spieler Georgiens in der Politik Karriere macht und der wichtigste Energieversorger des Landes, der bereits die vorige Schacholympiade in Baku sponserte, wieder dabei ist. In zwei Jahren findet sie – zum zweiten Mal – im sibirischen Chanti-Mansisk statt, in vier Jahren dann im weißrussischen Minsk. Andere Bewerber gab es einstweilen nicht. Das letzte Mal in einer westlichen Demokratie, 2014 im norwegischen Tromsö, ging es zwischen den Organisatoren und der FIDE gründlich schief. Ein Professor für Sportmanagement hat eine Fallstudie darüber verfasst.

08. Okt. 2018
von Stefan Löffler
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25. Jun. 2018
von Stefan Löffler
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Kater im Klub

Leuven, Paris, vorher Berlin und Stavanger, demnächst St Louis. Die Schauplätze wechseln, die Protagonisten bleiben die gleichen: Sie heißen Anand, Aronjan, Caruana, Karjakin, Mamedscharow, Nakamura, So und Vachier-Lagrave. Binnen der letzten vier Wochen haben sie 72 Turnierpartien mit klassischer, schneller und Blitzbedenkzeit gespielt – ganz überwiegend gegeneinander. Zu diesem elitären Klub gehört eigentlich auch Grischtschuk, der einmal nicht dabei war und daher 18 Partien weniger auf dem Buckel hat. Im August erwarten diese neun Profis nochmal 36 Turnierpartien. Wieder fast nur gegeneinander. Sechs der Genannten trafen auch schon beim Kandidatenturnier im März je zweimal aufeinander. Am Sonntag in Paris häuften sich die Patzer, dass das Zuschauen wehtat. Selbst Nakamura, der diesen zur Grand Chess Tour zählenden Wettbewerb gewann, erklärte sich anschließend für schachmüde und urlaubsreif. Zum faden Beigeschmack kommt, dass Weltmeister Carlsen dem Klub heuer fernbleibt.

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25. Jun. 2018
von Stefan Löffler
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19. Jun. 2018
von Stefan Löffler
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Vom Kreml an die Schachspitze?

Russland will in der FIDE das Sagen behalten. Darum schickt der Kreml ein politisches Schwergewicht vor. Arkadi Dworkowitsch hat seine Kandidatur für die Wahl während der Schacholympiade im georgischen Batumi am 3. Oktober bekanntgegeben. Zehn Jahre war er die rechte Hand des früheren Präsidenten und heutigen Ministerpräsidenten Russlands Dimitri Medwedew. Bis Mai war Dworkowitsch selbst einer von dessen Stellvertretern. Derzeit steht der 45 Jahre alte Wirtschaftsexperte dem Organisationskomitee der Fußball-WM und Russlands IT-Schmiede Skolkowo-Stiftung vor. Aber es geht Russland sicher um mehr, als einem verdienten Staatsmann ein weiteres Amt zu verschaffen. Dworkowitsch soll wohl auch beitragen, das durch Staatsdoping ramponierte Image der Sportnation Russland aufzubessern.

Arkadi Dworkowitsch – jetzt OK-Vorsitzender der Fußball-WM, ab Oktober FIDE-Präsident? (Foto: Kreml)

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19. Jun. 2018
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08. Jun. 2018
von Stefan Löffler
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Die zwei Besten

Eigentlich wollte Fabiano Caruana gar nicht in Stavanger antreten. Dafür, dass ihn im November das wichtigste Match seiner Karriere erwartet, ist sein Terminkalender zu voll. Doch die norwegischen Veranstalter wollten nicht wie 2016, als Sergei Karjakin kurz vor dem Turnier ausbüchste, wieder ohne Carlsens nächsten WM-Herausforder dastehen. Also überredeten sie Caruana, die Reise anzutreten. Wahrscheinlich hat er es zwischenzeitlich bereut. Auf dem Weg machte der 25jährige Amerikaner in Baden-Baden Halt, um für seinen deutschen Verein im Stichkampf um die Deutsche Meisterschaft anzutreten. Sein Team gewann zwar, doch er verlor gegen Anish Giri. Zusammen mit seinem Sekundanten Rustam Kasimdschanow in Stavanger angekommen wurde er gleich in Runde eins gegen Carlsen gelost. Auch diese psychologisch so aufgeladene Begegnung mit dem Weltmeister verlor Caruana. Für seine mentale Stärke spricht, dass er das nominell bestbesetzte Einladungsturnier 2018 am Ende trotzdem gewann.

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08. Jun. 2018
von Stefan Löffler
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09. Mai. 2018
von Stefan Löffler
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Großmeister leben länger

Wer Großmeister wird, hat eine um mehr als sieben Jahre höhere Lebenserwartung als der Durschnitt der Bevölkerung. Das ergab eine in der Public Library of Science Studie von An Tran-Duy, David Smerdon und Philip Clarke, die die biografischen Daten von Großmeistern einzeln mit der gleichen Alterskohorte im gleichen Land abgeglichen haben.

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09. Mai. 2018
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27. Apr. 2018
von Stefan Löffler
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Ein Schachfest in Berlin aber keine Party

Vor zehn Jahren fanden binnen sechs Wochen in Bonn die Schach-WM und in Dresden die Schacholympiade statt. Damals erwarteten viele, dass die beiden Spitzenveranstaltungen den Schachvereinen mehr Leben einhauchen. Mancher erhoffte sich einen Schachboom in Deutschland. Doch mehr als einige Wochen verstärkter medialer Aufmerksamkeit war nicht. Die Stagnation in den Verbänden und den meisten Vereinen ging weiter. Was nicht nur an der unprofessionellen Öffentlichkeitsarbeit lag sondern auch daran, dass die beiden Events nebeneinander herliefen, als hätten sie nichts miteinander zu tun. Das ist 2018 anders als 2008. Nach dem Kandidatenturnier im März und dem Grenke Classic und Open in der Osterwoche trifft sich die deutsche Schachszene über das um den 1. Mai verlängerte Wochenende in Berlin schon wieder. Anlass ist die zentrale Endrunde der Schachbundesliga. Um diese herum finden offene Turniere, Vorträge, Verbandstreffen und eine Konferenz statt. Man redet miteinander, arbeitet zusammen. Das stimmt optimistisch, dass dieser Schachfrühling kein Strohfeuer bleiben wird.

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27. Apr. 2018
von Stefan Löffler
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10. Apr. 2018
von Stefan Löffler
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Siegen auf Russisch

Viel hatte Fabiano Caruana nicht von sich erwartet. Schließlich lagen zwischen seinem Sieg im 14 kräftezehrende Runden langen Kandidatenturnier und dem Grenke Classic nur ein Tag voller Interviews, ein Tag im Zug und ein Tag, um sich an eine andere Stadt und ein anderes Hotelzimmer zu gewöhnen. Dagegen kamen fast alle seine Konkurrenten ausgeruht nach Karlsruhe. Also hatte sich der Amerikaner gesagt, er spiele das Turnier zum Spaß. Nun hat er das Grenke Classic, das nach drei Runden in Karlsruhe in Baden-Baden fortgesetzt wurde, mit einem Punkt Vorsprung gewonnen. Und nicht nur das: Genau sieben Monate vor seinem WM-Kampf gegen Magnus Carlsen hat er sich Platz zwei in der Weltrangliste zurückgeholt. Eine Schwäche hat der Herausforderer allerdings gezeigt.

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10. Apr. 2018
von Stefan Löffler
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