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Berührt, geführt

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Unser größtes Talent bei der WM

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Das deutsche Team bei der WM in Batumi; links oben ist Vincent Keymer.© Deutscher SchachbundDas deutsche Team bei der WM in Batumi; links oben ist Vincent Keymer.

Gerade ist die sogenannte Kadetten-Weltmeisterschaft zu Ende gegangen, der Wettstreit der um die Weltspitze im Schach in den Altersklassen U8 bis U12. Vincent Keymer, das größte deutsche Schachtalent dieser Tage, hat den fünften Platz belegt. „Keymer zieht die Schachfiguren so virtuos, dass selbst hartgesottene Experten wie die früheren Weltmeister Kasparow und Anand ins Staunen geraten. Das größte deutsche Schachtalent seit Emanuel Lasker, heißt es. Der wurde 1894 Weltmeister. Lange ist es her“, schrieb mein Kollege Michael Eder im Frühjahr über ihn – da hatte er seine Familie besucht und groß darüber in unserer Zeitung berichtet; zum Text geht es hier entlang.

Wie sehr Keymer hervorsticht, ist auch daran zu erkennen, dass er in seiner Altersklasse zur Weltspitze gehört, wenn es um die aussagekräftigen Spielstärkenzahlen (Elo) geht: In der Rangliste der Teilnehmer stand er auf Platz drei – nur hinter dem indischen Wunderkind R Praggnanandhaa und dem Usbeken Javokhir Sindarov.

Kein anderer Spieler aus der deutschen Delegation gehörte denn auch im Vorfeld des im georgischen Batumi ausgetragenen Turniers zu den Favoriten für einen Medaillenplatz. Im Turnier selbst setzte sich dann – im Schach wie in anderen Sportarten gar nicht unüblich – schlussendlich dann doch nicht der Favorit durch. Es siegte der Amerikaner Nikhil Kumar vor seinem Landsmann Andrew Hong, danach folgte R Praggnanandhaa. (Zur Tabelle geht es hier entlang, zum Resümee des Deutschen Schachbundes hier und wer Partien nachspielen möchte, findet sie hier.)

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