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Dritte Lesung: Wehrpflicht weg

24.03.2011, 16:51 Uhr

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Donnerstag nachmittag 17:30 Uhr: Der Bundestag hat den Abschied von der Wehrpflicht beschlossen. Das Ende passte zu dem ganzen Vorgang, seit vor nicht einmal einem Jahr der damalige Verteidigungsminister zu Guttenberg erstmals davon gesprochen hat, dass die Wehrpflicht nicht mehr tabu sei. Eine einstündige Debatte im spärlich besetzten Plenum, dann zwei schnelle Abstimmungen, zweite Lesung, dritte Lesung, einmal die Hand heben, einmal aufstehen, das war es. Auf der Regierungsbank: Der (neue) Verteidigungsminister de Maizière, seine beiden und ein paar weitere Parlamentarische Staatssekretäre, dahinter Beamte des Verteidigungsministeriums und der Generalinspekteur; kein weiterer Minister, von der Kanzlerin und dem Vizekanzler ganz zu schweigen, denn es passiert ja wahrlich Wichtigeres in der Welt. Deswegen wurde die Schlusslesung ja auch auf den späten Nachmittag gelegt. Gegenüber sitzt einsam der Wehrbeauftragte. Im Plenum sind nur die ersten zwei, drei Reihen belegt, und es ist auch nur die „zweite und dritte Reihe“ des Fraktionspersonals da; rühmliche Ausnahme: Unionsfraktionschef Kauder. Allerdings sei zugegeben: Oben in der Galerie sind die Plätze für die Presse noch spärlicher besetzt.

Wie immer man in der Sache zu der Aussetzung der Wehrpflicht stehen mag: Das war unwürdig. Wir nehmen uns vor, das Protokoll der Debatte von 1957 herauszusuchen, als die Wehrpflicht in der Bundeswehr eingeführt wurde, und es hier einzustellen.

 

Veröffentlicht unter: Wehrpflicht

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