Zur Sicherheit

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Von den Alpen bis zum Hindukusch, von der Kieler Förde bis in den Golf von Aden: Die Kräfte der Bundeswehr sind längst über den halben Globus

Zahlen zur Piraterie

Die Bundesregierung hat ein paar Zahlen zum Thema Piraterie vor Somalia zusammengestellt. Wobei man zur Beurteilung natürlich in Rechnung...

Die Bundesregierung hat ein paar Zahlen zum Thema Piraterie vor Somalia zusammengestellt. Wobei man zur Beurteilung natürlich in Rechnung stellen sollte, warum diese Auskünfte verbreitet werden: es soll die Haltung der Regierung untermauert werden, dass die Reeder für die Sicherheit ihrer Schiffe in erster Linie selbst sorgen und nicht auf Sicherungsmannschaften von Bundespolizei oder Bundeswehr setzen sollten (siehe dazu auch die Beiträge auf Faz-Net hier und hier). Es handelt sich also um eine absichtsvolle Auswahl. Trotzdem sind die Fakten wissenswert, die wir hier (der Leserlichkeit halber im Indikativ) wiedergeben:

Von den 3659 Schiffen deutscher Reeder laufen 570 unter deutscher Flagge. Die anderen laufen überwiegend unter den Flaggen von Ländern wie Panama, Liberia, Antigua und Barbuda, Honduras. Es wird geschätzt, dass durch Ausflaggen bis zu 500.000 Euro pro Schiff und Jahr eingespart werden können.

Vor Somalia gibt es jährlich rund 30.000 Passagen. 2010 fuhren davon 688 Schiffe unter deutscher Flagge. Im ersten Halbjahr 2011 waren es schon 619 deutsche Schiffe.

Piratenangriffe weltweit:
2009: 406;
2010: 445, davon 69 gegen Schiffe deutscher Reeder.

Piratenangriffe vor Somalia:
2009: 266;
2010: 259;
2011: 189 bislang (vorige Woche), davon 19 Entführungen zum Zweck der Lösegelderpressung.

Derzeit (vorige Woche) befinden sich am Horn von Afrika 13 Handelsschiffe und ein Fischereischiff mit 350 Seeleuten, Fischern und Seglern in der Hand von Piraten.

Seit 2008 wurde ein Schiff unter deutscher Flagge vor Somalia gekapert und entführt.

Seit 2008 wurde nach Erkenntnissen der Bundesregierung von deutschen Reedereien rund 23 Millionen US-Dollar an Lösegeld gezahlt.

Im zweiten Quartal 2011 erhielt die Bundesregierung bei etwa 100 Passagen im Monat zwischen 9 und 18 Meldungen über Mängel beim Eigenschutz von Schiffen: Fehlende Anmeldungen beim „Maritime Sedurity Centre _ Horn of Africa“ und „United Kingdom Maritime Trade Operations“ sowie unterlassener Außenschutz (z.B. Stacheldraht an Bordwand).