Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Arm und klamm in Heiligendamm

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Was in der Unterschicht der insolvente Zocker bei Anrufsendungen im TV, ist in der besseren Gesellschaft der Betroffene durch die Irrungen des grauen Kapitalmarktes. Man kennt das: Flauschige Versprechungen, grandiose Luftschlösser, exklusives Investorenumfeld, dann ein paar Probleme, und bevor man weiss, wie einem geschieht, steht eine brutale Kapitalerhöhung bevor, und die Altinvestoren werden nur noch nachrangig mit Zinsen bedient. Etwas ähnliches bahnt sich gerade beim mondänen - oder was man in der Ostzone und Berlin dafür hält - Seebad Heiligendamm an, worüber ich am anderen Ende der Republik - nun, sagen wir mal, ein paar Randglossen aufdschreiben möchte möchte. Ohne Prospekthaftung, natürlich.

Die Öffentlichkeit freute sich über die Entdeckung, dass sie trotz ihres vielen Geldes so scheussliche Monstren waren, und man war allerorten rundum zufrieden.

F. Scott Fitzgerald, Die unmögliche Figur

1931 war kein besonders schönes Jahr, für die meisten. Zu den Nichtmeisten gehörte Tante B., die aus Bayern kommend in Hamburg einen Senfhersteller mit notorischer Zigarre im Mund geheiratet hatte. So erzählt eines ihrer vielen Photoalben, die bei uns im Keller dem Vergessen entgegenmodern, in diesem Jahr nicht von Wirtschaftskrise oder Arbeitslosigkeit, sondern vom Urlaub fern der üblichen Sorgen. Links (die Dame im rechten Fenster) mit dem landestypisch gekleideten Generaldirektor in Bad Wiessee am Tegernsee, und rechts in Bad Doberan, mit der sogenannten Perlenkette von Heiligendamm im Hintergrund.

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Man würde fehl in der Annahme gehen, dass ich an eben jenen Tegernsee gezogen wäre, weil mir die Zwei- bis Viersamkeit mit Tracht und Wadlstrümpfen besser gefiele als die elegante splendid isolation in Heiligendamm. In den Erzählungen von Tante B. war Heiligendamm nur noch eine verblasste Erinnerung, die nach dem Krieg und erfolgreicher Immonbilienspekulation in der Trümmerwüste von St. Pauli durch Urlaube auf Sylt überlagert wurde. Spätestens 1939 war es mit dem angenehmen Leben an der Ostsee vorbei, dann kamen die Wehrmacht, die Russen und die Kommunisten. Tante B. zog nach dem Tod des Generaldirektors zurück in die bayerische Provinz, und hat Heiligendamm nie wieder gesehen. Trotzdem bin ich einer der wenigen, deren Familientradition sowohl vom mondänen Ostseebades und als auch vom beliebten Tegernsees erzählen kann.

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Denn was Heiligendamm für Preussen, war der Tegernsee für die Bayern. In Kreuth herrschte reger Kurbetrieb, bayerische Könige, österreichische Kaiser und russische Angehörige der Zarenfamilie trafen sich hier im Sommer, und wer seit der Mitte des 19. Jahrhunderts etwas auf sich hielt, hatte hier eine Villa, oder zumindest ein paar Wochen Sommerfrische. Die Wittelsbacher wohnen immer noch hier, und eine Wohnung am See gilt im Süden vielen immer noch als Lebensziel. Hier ist man. Nach Heiligendamm dagegen muss man hin. Das muss man gesehen haben, sagen die Medien. Heiligendamm hat eine enorme Presse als wieder auferstandene Legende an der Ostsee, und geht es nach dem Immobilienunternehmer, der die Anlage mit ihren Villen 1996 gekauft und 2003 teilweise wieder eröffnet hat, so stünde sie in einer Reihe mit Biarritz, Cannes und dem Lido von Venedig. Dazu aber passt überhaupt nicht die Nachricht, dass sich gestern die Hotelgruppe Kempinski mit sofortiger Wirkung vom dortigen Grand Hotel getrennt hat, und es wieder dem Besitzer, der Fundus-Gruppe und ihrem Gründer Anno August Jagdfeld überlässt. Höchst unschön sollen die Geschichten sein, die zum Bruch führten; von nicht eingehaltenen Versprechen und Missmanagement ist da die Rede, von Beschwerden der Gäste und einem stockenden Ausbau der Anlagen. Nun will die Fundus-Gruppe das Projekt alleine betreiben – und eine Kapitalerhöhung von 41 Millionen vornehmen, nachdem zu Beginn von Investoren 127 Millionen eingesammelt wurden und, von Ihnen, werte Leser, und leider auch von mir, über einen öffentlichen Zuschuss 50 Millionen in das kadaverknochenweisse Grand Hotel am Strand geflossen sind. Die Kapitalerhöhung stelle ich mir in Zeiten wie diesen als reichlich amüsantes Unterfangen vor, nachdem die Hypovereinsbank schon 2007 einen 15-Millionen-Kredit gekündigt hat.

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Ich könnte hier nun vieles erzählen über die Töcher gewisser Starnberger, die unstandesgemäss Golf statt Boxster fahren, weil sich die eitlen Hoffnungen des Herrn Papa bei Zeichnung von Fundus-Fonds nicht erfüllt haben. Ich könnte die vielfältigen und unschönen Prozesse aufzeigen, die zwischen Investoren und der Fundus-Gruppe geführt wurden, oder von der Ödnis erzählen, die das aufdringliche „Russen“-Quartier 206 – auch aus dem Hause Fundus – in Berlin erfüllt. Ich könnte andere Dinge erwähnen, die im krassen Gegensatz zu den Ansprüchen der Möchtegern-Elite im von Fundus verantworteten Adlon und China Club stehen, die besonders im Hause Conde Nast immer genehme Berichterstattung finden. Fundus kann man so und so sehen, man kann die Prachtbauten und hohen Ansprüche des Gründers loben, oder auf die jüngst erfolgte Zwangsversteigerung der Gutenberggalerie in Leipzig mit nicht minder hohem zweistelligen Millionenschaden für die Anleger verweisen – ich aber bin, wie die Bilder zeigen, aller Plag abhanden am Tegernsee, es ist sehr angenehm hier, und das hat seinen Grund.

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Der Tegernsee hat eine durchlaufende bürgerliche Tradition. Hier könnte niemand wie in Heiligendamm einfach öffentlichen Raum am See zugunsten zahlender Gäste schwer zugänglich zu machen. Es gibt hier keine Exklusivität im Sinne des Ausschlusses der anderen, die man so gerne in Heiligendamm mit fünf Sternen in Anspruch nimmt. Man kann hier mit der Bummelbahn aus München anfahren und in ein Strandcafe gehen, einfach so. Heiligendamm ist dagegen der Versuch, an die Legende des durch Klassen definierten 19. Jahrhunderts anzuknüpfen, weil das 20. Jahrhundert mit seinen Betreiberinsolvenzen, Krisen, Nazis und, für Freunde gepflegter Dünkel noch schlimmer, Zeiten als spottbilliges Ferienbad sozialistischer Kader nicht ganz zur Mythenbildung passend war. Heiligendamm wollte keine Mischung und kein Nebeneinander, Heiligendamm wollte die Elite inmitten der Ödnis von Mecklenburg-Vorpommern, nahe Rostock und anderer Orte, wo niemand wohnt, den man kennt. Dieses am Ende in der Ostsee gnädig ersäufte Nichts wurde erfüllt vom Innendesign der Gattin von Herrn Jagdfeld, die man bei Conde Nast für eine Stardesignerin hält und deren Einrichtung keinen russischen Oligarchen nach dem dreimonatigen Besuch seiner mittelsibirischen Uranaufbereitungsanlage enttäuschen würde. Auch freie Journalisten mit einem Monatseinkommen von durchschnittlich 1500 Euro sind begeistert von der Eleganz, die sie dort erwartet, und voll des Lobes für einen Lebensstil, der ihnen mangels Vergleichsmöglichkeiten als gehoben erscheint. Ja, ich würde es auch nicht ausschliessen wollen, dass Metzgermeistersgattinnen aus Vierharting nach dem Besuch wirklich wünschten, auch so ein isabellabraunes Pseudobiedermeier und neochinesischen Plunder, so eine Art Merkmal dieser stilbildenden Interieur-Schule der Berliner Schwippschwagerrepublik, daheim zu haben.

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Misery loves company, würde ich sagen, wenn es um die real existierenden Besucher der Anlage geht, wollte ich den Conde Nast Stil mit seinem Denglisch kopieren, der Nazimöbel als „Thirties“ schick, chique findet. Denn auch, wenn hier die Legende wortreich beschworen wird: Es gibt keine bürgerliche Verbindung mehr. 65 Jahre sind zwei Generationen des radikalen Bruchs voller Krieg, Völkermord und Totalitarismus, und zu lang, um mehr übrig zu lassen als eine Legende. Eine Legende ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Und so findet man im Internet überall billigste Angebote, um die leeren Räume des Kempinski Grand Hotel mitsamt Legende an den Mann zu bringen, und zumindest so etwas wie regen Betrieb und Auslastung vorzutäuschen. 81 Euro für Heiligendamm, sagt sich dann die Metzgermeistersgattin, das kann sie sich auch mal leisten, den Grossbürger für eine Woche nachmachen, an der Legende partizipieren und daheim im Konzertverein mitreden, und vielleicht sogar erzählen, dass die in real Schweine hütende Grossmutter vor dem Krieg auch schon immer dort Urlaub gemacht hat. Ach, haben Sie auch das 81-Euro-Sonderangebot gebucht, möchte ich dann zurückgiften. Und damit klarstellen, dass Heiligendamm keine Legende lebt, sondern der misslungene Versuch eines Ausschlusses von eben jenen vulgären Leuten ist, die man danach mit Sonderangeboten wieder in diese Zone ohne Landschaft, Tradition und Zukunft locken muss. Mag sein, dass der Service für Ostdeutschland exzellent ist, und das Ambiente sich zaghaft über das Niveau von Einrichtungsshows im TV erhebt – aber unsereins würde es nicht überraschen, sässe angesichts des real existierenden Preisniveaus am Nebentisch eine gewisse Tine Wittler oder der Swingerclub „FKK-Freunde Neuruppin“, und deshalb fahren wir da nicht hin, oder zahlen gar die Preise, die am Empfang gefordert werden. Exklusivität geht anders. Das Bürgertum, das man an der Ostsee gerne hätte, lebt nicht in Legenden, sondern in Traditionen. Man ist, was man ist, und nicht das, was man laut Werbung und gekaufter Presse sein sollte. Man wohnt nicht bei Neureichen. Herr Jagdfeld verweist, wenn er nicht gerade Werte beschwört, gerne auf seine Selfmade-Karriere. Es überrascht nicht, dass er und der isabellabraune Stil seines Hauses in der nach Tünche plärrenden Berliner Republik etwas gelten, dass er mit Heiligendamm das potemkinsche Dorf einer grossen Vergangenheit betreibt, dort hinter einem Zaun texanische Ölmillionäre und uckermärkische Politiker beherbergt

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– und den Unterschied zwischen konstruierten Legenden und fälschungssicheren Traditionen nicht kennt.

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  1. Alles nicht falsch, wirklich....
    Alles nicht falsch, wirklich. Nur: das Metzgermeisterpäärchen fällt kaum auf – so leer wie H’damm in der Regel ist, verläuft sich alles. Die paar Leutchen die einige recht nette Tage auf billo zu schätzen wissen finden sich eh schnell zusammen, und die anderen, naja. Zu besichtigen ist diese Trennung beim Frühstück im alten Kurhaus, wenn sich Grüppchen bilden die zwischen sich und den erwähnten Metzgern, Schrotthändlern und Drückerkolonneninhabern sehr viel leere Tische, fast einen sozialen Graben lassen.
    Es fehlt in der Aufzählung der Objekte jedoch der Quellenhof – Absicht?

  2. Also ich verstehe ihre Blogs...
    Also ich verstehe ihre Blogs nicht. Zum Einen reden sie ironisch bis abfällig vom den traditionellen Wohlhabenden (z.B. in ihrem ersten Blog, dass es sich in ihrer Heimatstadt mit einer Mauer abgrenzt ), um sich dann wieder über Emporkömmlinge und Metzgermeister auszulassen.
    Ich weiß nicht, ob sie die Sicht, die das Bürgertum einnimmt karikieren wollen oder ob das ihre Sicht ist, aber dann sollten sie das Bürgertum ja nicht ironisch betrachten. Oder sie betrachten einfach alle negativ?
    viele grüße

  3. Kleine Erklärung: Das Ganze...
    Kleine Erklärung: Das Ganze hier ist ein Weblog, oder auch Blog. Das, was Sie ansprechen, sind Blogbeiträge. So ähnlich wie Buch und Seiten.
    Was ich darstelle – und was auch tatsächlich einer der Treiber hinter dem Niedergang des Bürgertums ist – ist seine Atomisierung in den letzten Jahrzehnten. Man kann heute nicht mehr von dem Bürgertum sprechen, es gibt viele Arten, und der Klassenkampf von oben ist längst auch ein Klassenkampf zu Seite. Wenn sich die Nachbarn eine E-Klasse kaufen, sollte es schon eine S-Klasse sein, wenn der Geschäftspartner ein Segelboot am Chiemsee hat, kann man mit einem Motorboot am Gardasee kontern. Die Abgrenzung und das Freund-Feind-Schema lässt sich an vielen Punkten festmachen, und ich schreibe in etwa so drüber, wie man es ausdrücken würde, gäbe es keine Konventionen, die das sauber zudecken. Betrachten Sie es als Ehrlichkeit in einer Welt, die ohne Unehrlichkeit nicht überleben würde.

  4. Quellenhof - ich wusste doch,...
    Quellenhof – ich wusste doch, da war noch was…
    Natürlich kann man sich gegenseitig davonlaufen. Und man kann das Ensemble auch als Unterstützung wissender Kreise durch hochbezahlte Ärzte des Grossraums München betrachten. Dennoch, allein schon die Region… im Berg zum Beispiel, also bei uns, verläuft sich der Preiss schnell und ist unsichtbar, aber wo es so flach ist, stechen diese Leute doch immer so deutlich hervor… Ich werde damit einfach nicht warm, aber wer mag, darf sich gerne untersützt von Leuten fühlen, die dachten, sie bekämen Prestige und Rendite (höhö).

  5. Der Preiss, der Preiss ......
    Der Preiss, der Preiss … nicht vergessen, der Preiss lies den Bayern bis vor kurzen grosszügig an den Zitzen des Länderfinanzausgleiches saugen, ohne den es dort unten nur eine zurückgebliebene Ödnis, mit Karrieren im Hopfenzupfen, gäbe. Insofern ist der Preiss mittelbar der Brandbeschleuniger der Immobilienpreise um die bayrischen Seen.
    Klar das man ihn dafür hasst, wer liebt denn schon seinen Wohltäter?
    Im übrigen ist die neue Zeit in H’damm bereits angebrochen:
    Man rufe gerade jetzt mal dort an, und nach ca. 5 Min läuten geht eine maulfaule Kraft ans Telefon die den Anrufer auf die Internet-Buchungsplattformen von Leading Hotels of The World und Select Hotels Deutschland verweisst. DDR-Charme im 5-Sterne – Gewand.
    Ganz sicher der richtige Weg … die Anleger würden sich freuen das zu wissen …

  6. Dafür lassen wir den Preiss...
    Dafür lassen wir den Preiss ja auch unbeschadet auf den Berg – das sind Fortschritte, ohne Zweifel. Allerdings war der See schon seit dem Zuzuug der bayerischen Könige teuer. Sehr teuer. Vor der grossflächigen Einführung moderner Reisetechnik die teuerste bayerische Region, was man so hört.
    Hätte ich dort investiert, und Kempinski wäre abgesprungen, ich hätte heute sicher schlecht geschlafen. Wenn Fundus das Hotel so verwaltet wie die Fonds, dann, also, wer weiss, wann dort der Verkehrswert festgesetzt wird. Teurer Urlaub in der ostdeutschen Krisenzone ist in der jetzigen Wirtschaftslage allenfalls noch antizyklisch. Ich wäre auch überrascht, wenn die wirklich die 41 Millionen problemlos bekämen. Aber vielleicht schaffen sie ja einen Bailout durch befreundete Berliner Kreise – Rettungsfonds China Club, oder so ähnlich.

  7. Wie ist das eigentlich, wenn...
    Wie ist das eigentlich, wenn man sich nun Antiqutäten gebraucht kauft, so richtig mit ein paar Schrammen, ein klassisches Wedgewood-Service, ist das dann immer noch unecht oder wird es dann in drei Generationen echter – frag ich mal so als junger Freund der günstigen antiken Flohmarktmöbel.
    Ich könnte natürlich auf den Gründerzeittisch noch ein in Ledergebundenes Buch legen, damit da ja kein modernes Magazin verstaubt.

  8. hmmm ....
    also konkurrenz...

    hmmm ….
    also konkurrenz oder wettkampf um anerkennung (wie ich den klassenkampf zur seite nennen würde), hat es doch schon immer gegeben … das liegt meiner Ansicht nach in der menschlichen Natur und nicht so sehr an der atomisierung des bürgertums
    Aber was ich meine:
    wer Steuern sparen will -) schlecht
    wer sich mit einer Mauer abgrenzt -) schlecht
    wer sich nicht maßgeschneiderte Hemden am Flughafen kauft -) schlecht
    Metzgermeister, die sich mal was gönnen -) schlecht
    die Tatsache, dass man am Tegernsee länger lebt als anderswo -) schien mir auch eher negativ beurteilt zu werden
    Die obige Auflistung beinhaltet meiner Ansicht nach verschiedene Gruppen in der Gesellschaft und alle werden eher negativ beurteilt. Gibt es denn ihrer Ansicht nach auch Menschen (eine Gruppe von Menschen), die das richtige tut? Welcher Gruppe würde sie sich zuordnen?

  9. Was für ein brillianter...
    Was für ein brillianter Artikel Herr Fitzgerald. Ich gebe Ihnen in fast allen Punkten recht. Nur sei mir eine Anmerkung erlaubt. Gäbe es keine Visionäre wie Herr Jagdfeld und seine Frau – stellt sich für mich die Frage wer und ob Heiligendamm, Adolon etc. durch jemanden anderen belebbar gewesen wäre. Ich wage es zu bezweifel. Über geschmack läßt sich wie immer streiten. Das Geschäftsgebahren der Fundusgruppe im Falle Heiligendamm, Tacheles, Gutenberggalerie etc. wird nicht gutgehen. Wir sind alle sehr gespannt. Warnen möchte ich die Anteileigner, die offen sehen sollten, dass sie eine Nachschußplficht haben.

  10. Ich würde sagen, es ist eine...
    Ich würde sagen, es ist eine Frage der Haltung. Hingebungsvolle Sucher, die grosse Mühen auf sich nehmen, und sich selbst das Wissen aneignen, sind bewundernswert – reiche Schnösel, die einen Freund beauftragen, das Passende zusammen suchen lassen, sind natürlich weniger erfreulich.
    Man muss eben meinen Standpunkt sehen: Wie ich leben: Gut.
    Spass beiseite, diese Kunstfigur ist natürlich eingegrenzt in ihrer Sichtweise, macht aber selbst auch oft genug Fehler, siehe das Hemd. Und sollte man sie dabei erwischen, hat sie wie jeder andere natürlich auch eine gute Ausrede bei der Hand. Und natürlich sind alle Metzgermeistersgattinnen böse, ausser diejenigen, die ich kenne.

  11. To bavaria with love,...
    To bavaria with love, gewissermassen:
    http://www.sam-lazay.de/Koenig%20Ludwig.html
    (Das ist die oft erwähnte, gut gekleidete Leiche, die keine hätte werden müssen wenn sich preissische Werber der Sache angenommen hätten)
    Verkehrswert?
    Nach der Definition des Verkehrswertes wird sich dieser für H’damm äusserst schwer ermitteln lassen, denn er setzt einen Markt voraus – in diesem Falle also ein Augenwisch ohne Basis.

  12. Zu den Visionen zweierlei:

    1....
    Zu den Visionen zweierlei:
    1. man kann sich auch prima mit drittklassigen Gewerbeimmobilien in Berlin und deren Fonds ruinieren.
    2. Das Problem bei Heiligendamm war, dass es nur als Gesamtkomplex verkauft werden sollte. Das war ein Riesenfehler, weil man sich damit einem einzigen Visionär ausgeliefert hat. Drei, vier Gruppen, verschiedene Nutzungen, und man hätte vielleicht besser eingreifen können. Aber so hat der Visionär so ziemlich alles bekommen, was er wollte. Und das Ergebnis sieht man ja.
    Ich habe allerdings keinen Zweifel, dass die gleiche Sucht nach Grandezza über kurz oder lang auch bei anderen durchgeschlagen wäre. Vielleicht nicht ganz so dominant, was gar nicht so schlecht wäre – ans Adlon erinnere ich mich jedenfalls mit eher gemischten Gefühlen.

  13. Langsam frage ich mich, ob...
    Langsam frage ich mich, ob verrückt werden nicht die einzige Möglichkeit ist, diesem Irrsinn unserer Tage zu entgehen. Dürrenmatt? Die Physiker? Eine Überlegung wert…
    ;-)

  14. Blogger bei der FAZ?...
    Blogger bei der FAZ?

  15. Die oben erwähnte Galerie in...
    Die oben erwähnte Galerie in Leipzig brachte irgendwas über 12 Millionen bei angeblich 78 Millionen Investition, wenn ich richtig informiert bin. In diesem Verhältnis plus noch ein wenig würde ich den Verkehrswert erwarten. Deshalb bin ich bei der Kapitalerhöhung in diesem Umfang auch etwas, wie soll ich sagen, in gewissen Zweifeln.

  16. Wie ihr Tegernsee, so gibt es...
    Wie ihr Tegernsee, so gibt es noch weitere versprengte „Inseln“ der bürgerlichen Erholung, die sich erfolgreich der Luxus-Separation erwehren und so auf eine lange Tradition friedlichen Nebeneinanders der Schichten zurückblicken können. Als Beispiel möchte ich die ostfriesische Insel Juist nennen, die mit strengen Auflagen und nordischer Kühle jedem Immobilienunternehmer das Leben schwer macht und diesen auf die Nachbarinsel Norderney verdrängt. Das Ergebnis sieht man an der Skyline der jeweiligen Strandpromenade und noch um einiges mehr am Querschnitt der Kurgäste, die am Festland auf die Überfahrt/Flug in ihr Erholungsgebiet warten. Man für alle Unwissenden erwähnen, dass beide Inseln Norddeich als „Nabel zu Deutschland“ besitzen und somit ein Urlaub immer mit dem kritischen Beäugen der Anderen beginnt. Übrigens kann man nur auf Norderney seinen Luxusschlitten nebst operierter Gattin richtig präsentieren, Juist ist dagegen autofrei.

  17. Oh das ging aber fix. Auf...
    Oh das ging aber fix. Auf http://www.kempinski-heiligendamm.com existiert Heiligendamm nicht mehr.
    Man muss schon Google Cache bemühen:
    http://209.85.129.132/search?q=cache:i19AO5wdJtgJ:www.kempinski-heiligendamm.com/+heiligendamm&hl=de&ct=clnk&cd=4&gl=de&client=firefox-a
    Wie bucht man das Ding jetzt für 81 Euro? Bei Lidl?

  18. Sehr geehrter Herr Alphons,
    es...

    Sehr geehrter Herr Alphons,
    es fällt mir schwer, dies zuzugeben, aber diesmal habe ich Ihren Beitrag mit vergnügter Zustimmung gelesen.
    Natürlich ist Heiligendamm die Kopfgeburt eines neureichen, Rolls-Royce fahrenden Spekulanten, dessen Frau mit der Kopie Caesar Pinnau’scher Interieurs der neuen Reichskanzlei dem Zahnmediziner, sechs-Semester-BWL-Studenten und der Bauunternehmersgattin aus Kaltenkirchen das Gefühl gibt, nunmehr in der gehobenen Welt angekommen zu sein, schlimmer jedoch ist die totale Zerstörung der historischen Bausubstanz durch die Entkernung und den Neubau der Gebäude hinter den ausgehöhlten Fassaden.
    Und: Funktionieren konnte das Konzept natürlich nicht. Tradition kann keine mehr vorhanden sein, nach tausendjährigem Reich und DDR-Tristesse, ohne jegliche Infrastruktur in der Umgebung. Tradition muß sich entwickeln.
    Außerdem: Die leere Hüllen einer untergegangenen Zeit mit Appartments und Spa’s zu füllen, funktioniert einfach nicht, die Gesellschaft, die solche Räume in der historischen Dimension bewohnen kann, wurde durch die sozialdemokratische Nivellierung ebenso zerstört wie durch die Umbrüche in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Ein La Martina T-Shirt sieht einfach doof aus in einem historischen Seebad. Ähnlich wie ein abgetragener Lodenjanker im Fiat Barchetta…

  19. Auf meiner historischen...
    Auf meiner historischen Weltkarte wird Heiligendamm dem Großherzogtum Mecklenburg zugerechnet und auch von jenem begründet. Mit Preußen hat dies rein gar nichts gemein. Preußische Seebäder liegen in Pommern, West- oder Ostpreußen.

  20. Wie definiert sich denn für...
    Wie definiert sich denn für Sie das Bürgertum?- wenn selbst die Töchte von geblendeten Papas Golf fahren müssen.
    Ich Falle Heiligendamm denke ich dass es einfach falsches Marktverhalten der Akteure war und ist. Angebot und Nachfrage regeln den Preis- und das Image sollte danach dann ausgerichtet werden-nicht anders herum.

  21. Man kann sich mit Schaudern...
    Man kann sich mit Schaudern nur abwenden, vom Heiligendamm des Herrn Jagdfeld. Wenn man den sehr aufwendig gestalteten Verkaufs-Prospekt 1995 gesehen hat, und noch alle Tassen im Schrank hatte, so war man angewiedert in mehrfacher Hinsicht. (Es war erkennbar: „ein unmoralisches Angebot!“) Natürlich hat Herr Jagdfeld seine Schrotthändler, Metzgermeiser, Finanz-Betrüger, Swinger-Club-Besitzer sowie befreundete Bau-Fachleute, -Akquisiteure und Halbseidene jeglicher Coloeur (auch Russische) als Zeichner gefunden, die ihr Schwarzgeld dort gut untergebracht haben. Arm und klamm ist von dieser Klientel niemand. Sie haben diese Situation schlicht und ergreifend verdient. Hoffentlich folgen in und um Berlin noch einige nach.

  22. Die Mehrheit wird froh sein,...
    Die Mehrheit wird froh sein, dass Immobilienspekulationen der Art „Investieren dort, wo der Luxus sich zu Hause fühlt“ nicht mehr so angesagt ist, wie es vor der Krise der Fall war. Denn wären in Heiligendamm tatsächlich die Milliardäre eingezogen, wie beabsichtigt – wahrscheinlich sogar von einigen der dort aktiven „Die Linke/PDS“-Politikern, würde die Preisentwicklung in der Region wohl den Weg der Spekulationsblase gehen. Weil sich diese Kalkulation aber vorerst zerschlagen hat, kann der Normalbürger in dieser wunderschönen Region des Landes noch einigermaßen bezahlbaren Urlaub machen und sich – wenn er will – dort zu vernünftigen Preisen ansiedeln. Damit ist allen geholfen: Die Snobs und Großbürger sitzen am südlichen Ende der Republik um den Tegernsee herum und pflegen ihr Distinktionsbedürfnis. Ihre Antipoden, die Normalos und Kleinbürger, fahren an die schöne Ostsee. Beide Spezies laufen sich nicht über den Weg. Es gibt keine Schlägereien.

  23. Herrentorte, das Schöne ist...
    Herrentorte, das Schöne ist doch: Selbst am Tegernsee wird man kaum jemanden finden, der sich nicht für normal hält. Normal ist Münchner Süden eben etwas anderes als in Bremen, und da kommt man dann auch tatsächlich mit einem reinen Geldansatz nicht weiter. Tatsächlich sind hier Leute, die man in Berlin als reich einordnen würde, ganz normale Durchschnittsbürger. Und ich selbst kratze da auch mit. Was lernen wir daraus? Dünkel und Geld sind unabhängig voneinander. Übrigens kenne ich keinen Fleck Deutschlands mit mehr Dünkeln als Berlin-Mitte.
    Generell sehe ich, dass der Osten einfach zu gross für einen echten Boom ist. Das sah man in Leipzig, Dresden, Rostock, und auch an der Ostseeküste. Sehr viel Land, und nur die wenigsten wollen bleiben. Rügen ist da vielleicht die Ausnahme, weil es eine Insel ist und nur begrenzt Platz hat. Das ist dann das Tegernseeszenario mit der Nachfrage, die grösser als das Angebot ist.

  24. Fakt ist, dass mit der...
    Fakt ist, dass mit der Refinanzierung der deutschen Einheit vermittels der kalt enteigneten Sozialversicherungsrücklagen durch Kohl-Genscher (wohl wohl inspiriert druch das Modell der Göttinger-Gruppe) die fiskalisch-politische Priorität der ost-elbischen Gebiete für die gesamtdeutsche Nation dokumentiert wurde.
    Daraus folgt schlüssig und bedingungslos, dass Heiligendamm wegen weiner imposanten und alles überragenden nationalen Bedeutung für die Wiederherstellung der natürlichen Gesellschaftsordnung, notfalls mit einer Zwangsanleihe, die von allen Beziehern der ALG-II-Subventionen zu erheben ist, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Leistungsträger in Wirtschaft, Politik und Verwaltung nicht zu beschädigen.
    Dies vorweg geschickt, muss ferner darauf hingewiesen werden, dass es ja wohl nicht sein kann, dass wir es uns verunmöglichen lassen, einander auf den Emporen und in der Suiten dieses fürstlichen und aristokratischen Hotels zu begegnen, nachdem wir nach des Tages oder gar der Wochen schwerer Arbeit zu erholen suchen. Wie und wo sonst sollten wir uns miteinander austauschen über die Führungsarbeiten, die wir als Führungskräfte und Führungselite zu Wohle und zum Nutzen der Nation zu leisten haben?
    Mit Verlaub muss auch darauf hingewiesen werden, dass es sich ja wohl für das gesamte Bedienstetenvolk geziehmt, sich ihrer vollkommen inakzeptablen Konsum- und Freßorgien in solchen Etablisments wie KiK-Shops, McDonalds- und KFC-Buden in Zukunft zu enthalten, ganz allein schon um der Volksgesundheit wieder zu die erforderliche Aufmerksamkeit zu zu wenden und die entsetzliche Fettsüchtigkeit dieser Schweinfraßkonsumenten zu reduzieren.
    Bei genauer Betrachtung der schon an Schweinköpfe erinnernden Personen, die in den TV-Bildsendungen angeboten werden, muss man sich des Erbrechens erwehren.
    Es bleibt bei der alten Wahrheit: Notfalls gilt es zu sterben, damit Deutschland leben kann. Und das Leben, nun, das findet ja wohl doch nur in Heiligendamm, im Adlon und demnächst im Berliner Stadtschloss statt.

  25. Gehöre zwar nicht wirklich...
    Gehöre zwar nicht wirklich zum Stammklientel dieser Häuser, aber wie es der Zufall will, war ich 2008 sowohl im Seehotel (Überfahrt) als auch am hier beschriebenem anderen Ende der Republik.
    Und wenn ich den Aufenthalt auf den Terrassen der „Weißen Stadt“ mit den gewonnenen Kontakten im Wellnessbereich am Malerwinkel vergleiche, bin ich doch froh, nicht in der Lage gewesen zu sein, einen dieser (Theater)-Fundus- Fonds zu zeichnen.
    Ein toller Weblog, bitte weitermachen!
    Nur etwas habe ich vermisst: Eine kleine Anspielung auf die handgefertigten Tapeten. Deren Anbringung ist den ostdeutschen Handwerkern wohl nicht gelungen. Da hat Frau Jagdfeld Experten aus England einfliegen lassen, die sich im Umgang mit stilvollem Ambiente einfach besser auskennen (Kostenmanagement ist das A und O eines Bauprojekts). Aber da sind wir ja schon wieder bei einem anderen Thema.
    Da ich „auf halber Strecke in die Ukraine“ (oder auch Hauptstadt genannt) wohne, ist für mich die Pyramide immer noch das sensationellste Objekt aus dem Hause Fundus. Im schönen Marzahn, waren Sie da schon mal? als Konträrfaszination zum Tegernsee…
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/fondsnachrichten/fondsanbieter-fundus-verkauft-problemimmobilie-pyramide;984724

  26. Herzlichen Glückwunsch über...
    Herzlichen Glückwunsch über diesen Artikel. Als ehemaliger Einwohner dieses Ortes hatte ich beim Lesen ein köstliches Vergnügen. Es gibt keine weiteren Ort auf der Welt in dem sich in konzentrierter Form soviel Dummheit, Arroganz, soziale Apartheit und Größenwahn angesammelt hat. Quasi zum Plasma verdichtet warten wir jetzt darauf, das das unappetitliche Gebräu auseinander fliegt. Und besonders schönen Dank auch an den Westen der Republik, hier könnt ihr mal sehen, was unsere Pappnasen aus Landes- und Kommunalpolitik mit euren Fördermittel für einen Unsinn treiben. Wieviel Fördermittel sind versenkt worden – 60 Millionen ?

  27. Don Alphonso beschreibt das...
    Don Alphonso beschreibt das Bad sahnemäßig, geht runter wie die Escada-Anleihe. Sind da mal mit dem Hubi drüber geflogen. Aber echt,ob Heiligendamm,Kudamm,Tacheles oder Tegernsee, ist doch alles langweilig.Da ham meine Hühner hier in Thailand mehr Show zu bieten. Gibts denn die Metzgersgattinnen noch, die den Goldrand von altn KPM-Tellern abkratzn?Die solln doch lieber gelben Reis kaufen!Na, kocht mal weiter eure Suppe.

  28. Ich freue mich sehr auf die...
    Ich freue mich sehr auf die Beiträge von Don. Seine Texte erlauben mir, die bleierne Sozialpyramide, mit mehr Verständnis auszutragen. Es hat eine neutralisierende Wirkung, wenn ich seine Texte mit den Eigenen konfrontiere. Mit anderen Worten, wenn ich von unten komme, mordsgebildet bin und keinen Job finde, wenigstens bin ich nicht der einzige, der sich das Leben nehmen darf. Und ich habe mich als Kaufmann immer gefragt, was wollen eigentlich die wirklich Reichen. Und ich würde gerne Philipp Schmidt widersprechen, die Blogs sind nicht negativ. Zumindest wird einem klar, dass das Doofe im Leben nicht direkt von den Reichen, sondern vielmehr von der dazwischenw(h)andelnden Halbwelt kommt.

  29. Ich glaube, das weiss keiner...
    Ich glaube, das weiss keiner so genau. Ich könnte mal nachforschen, aber allein im Grandhotel stecken nach Angabe eines scheinbar nur noch im Cache verfügbaren Plans 50 Millionen: http://209.85.129.132/search?q=cache:3aTW_kthqXIJ:www.fundus.de/pub/heiligendamm_pp.htm+fundus+heiligendamm+41+millionen&hl=de&ct=clnk&cd=7&gl=de&client=firefox-a Was dann sonst noch an Arbeitsförderung, Zusatzbetrieben und ähnlichen Teilen des Firmengeflechts geflossen ist, dürfte auch nicht allzu wenig sein. Ich denke aber, dass Fundus keine Lust haben wird, das zu veröffentlichen. Man muss aber sagen, und das geht auch an Fredericus Secundus, dass die Mittel nicht etwa den dort gar nicht so häufigen Elitevertretern zugute kam, sondern neben Fundus vor allem denen, die quasi subventionierten Urlaub machen. Meines Erachtens war es ein extremer Fehler, ausgerechnet Tchibo als Vertriebspartner zu wählen. Damit macht man seine Reputation kaputt. Aber auch diverse Luxushotels der Hauptstadt oder was man dafür hält haben oft Publikum aus Bussen, das den Vollzahler ratlos zurück lässt. Es gibt einfach zu viele Hotels.

  30. "... Klassenkampf zur Seite...
    „… Klassenkampf zur Seite …“ Muhuhaha
    Wie klein kariert, kleinbürgerlich muss man sein um damit Zeit zu verschwenden, um dies bewußt wahrzunehmen, um sich darüber aufzuregen. Ich hatte schon vergessen das es solche Leute noch gibt …

  31. Das macht doch jeder. Die...
    Das macht doch jeder. Die Fussballfans, die sich verprügeln, die Motorsportclubs, die Unfälle bauen, Neuburg vs. Ingolstadt und Köln vs. Düsseldorf, Sie gegen ihren Nachbarn aus dem 3. Stock… nur die Berliner Schwaben halten sich immer für was Besseres.

  32. Wenn Sie in Heiligendamm...
    Wenn Sie in Heiligendamm schlechten Stil anprangern, wäre es interessant zu wissen wo Sie guten finden – doch nicht am Tegernsee oder in der Maximilianstrasse (oder auf Sylt, Timmendorf, Baden-Baden, Kö?)
    Ostdeutschland wird auch nahezu eine Generation nach dem Beitritt in den deutschen Medien mit Verachtung gestraft. Ich plädiere für eine Sichtweise jenseits des Tunnelblicks – Überall in Deutschland gibt es schöne und weniger schöne Gegenden, Provinz und Metropolen, reiche und arme Gebiete.
    Heiligendamm ist eine gute Idee, die nicht zuende gedacht wurde. Die Ostseeküste in Meck-Pomm ist wunderschön – man muss sich darauf natürlich vorurteilsfrei einlassen und sie entdecken. Also – schön geschmeidig bleiben, die Fragen der Zukunft haben mit OST- und WESTdetuschland so garnichts zu tun…

  33. Schmunzelnd...
    Schmunzelnd inhaliert…
    …endlich, nach 20 Jahren „Deutschland – ein (bitte selbst eintragen)-Märchen“ kommt die Wahrheit über die Hunde-Zone (wir wussten es ja!) und dem Schaftlacher-Oberland Flair ins Bewusstsein zurück. Nur in welches? Das von depperten Bauern im Süden mit dem Charme verunglückter Hühnerzüchter, die zügig ins Verlagswesen einstiegen, um – eben nur grandioser zu scheitern? Oder in das brackwasserverseuchte gischtige Nichts revoltierender Zonen-Zombies, die auch vorher noch nie „da“ waren? Authentizität findet im feuchten Klima des darumherums statt. Der Darm entleert sich furios in einem Rutsch. Was oben schwimmt – bleibt oben.

  34. Nana, Herr Alphons, wieso...
    Nana, Herr Alphons, wieso werfen Sie denn ständig alle Berliner in den selben Vogeltopf? Zur Zeit fliegen hier nur Krähen und die haben ja bekanntermassen ein sehr ausgepägtes Sozialverhalten. ;) Auge aushacken und so…
    Dieser Blogeintrag ist meines Erachtens Ihre bisherige Glanzleistung. Don Alphonso und FAZ: funktioniert! Mein Gefühl sagt mir, dass auch ihre anderen Blogs dadurch etwas mehr, nunja, sagen wir ‚Balance‘ bekommen haben. Weiter so!
    Ihr Schlittenbilder lösen übrigens ein fieses Heimweh nach den Alpen aus…

  35. Toller Blog,

    ich muss Ihnen...
    Toller Blog,
    ich muss Ihnen aber leider mitteilen das Heiligendamm niemals zu Preußen gehörte, sondern sogar man glaubt es kaum vom mecklenburgischen Herrschergeschlecht der Obotriten begründet wurde.
    Dem Rest des Artikels kann ich nur Zustimmen, in diesem Milieu des Prekariats ist kein anderes Ergebnis zu erwarten gewesen, die besserverdienenden und alten Bildungsbürgerfamilien der größeren nähergelegenen Städte Rostock, Wismar und Lübeck, dürfte dieser Zoo anwidern, was man voll und ganz verstehen kann.
    Die Landes- und Kommunalpolitik Mecklenburgs hat hier wieder einmal bewiesen das ganze Generationen politisch nicht fähig sind in der heutigen Bundesrepublik mitzuhalten, bis auf einzelne Personen, hoffen wir auf jene die die DDR nicht mehr erlebt haben, und das jene unfähigen Gestalten die nach der Wende als Westdeutsche sozusagen weggelobt haben und heute im Osten Landratsposten und ähnlich hohe Ämter bekleiden doch bald die Lust verlieren.
    Ein Mecklenburgischer Bürger

  36. Die Fundus-Homepage ist ja...
    Die Fundus-Homepage ist ja auch sehr bezeichnend – Letztes Presse-Update von Juli 07 :-) Den Rest kann man sich ja denken … ansonsten danke für den schönen Link zum Term Sheet im Kommentar von 14:06. Das Thema für die Anlager ist ja nicht der Return on Investment, sondern vielmehr der Return of Investment im allgemeinen. Ob die Erstanleger vorrangig oder nachrangig ihre Zinsen bekommen ist ziemlich zweitrangig gegenüber der Frage, ob und wie viel sie irgendwann von ihrem Investment wiedersehen werden.
    Ganz unabhängig von der Fundus-Gruppe wäre ein passendes Thema ja auch die Ignoranz der vermögenden Anleger gegenüber den (mehr oder weniger) versteckten Kosten in geschlossenen Fonds jedweder Gestaltung, solange man *Steuern* sparen kann.

  37. Wohlbetuchte Bildungsbürger...
    Wohlbetuchte Bildungsbürger hielten sich von jenen Orten immer fern, die den Neureichen und der Schickeria vorbehalten blieben. Wer einst auf sich hielt, ging bescheidener nach Badenweiler (nicht Baden-Baden), an den Chiemsee (nicht Tegernsee), und nach Rügen (nicht Heiligendamm). Viel dürfte sich da kaum geändert haben.

  38. Das Kunsthaus Tacheles in...
    Das Kunsthaus Tacheles in Berlin hat aktuell ein „Schwarzbuch Fundus“ herausgebracht. Darin erfährt man so einiges über die dubiösen Geschäftspraktiken der Fundus Gruppe u.a. in Heiligendamm oder beim Berliner Hotel Adlon.

  39. Hugoservatius, den Genuss...
    Hugoservatius, den Genuss nehme ich mit dem gebührenden bedauern zur Kenntnis – soll nicht wieder vorkommen. Das Problem mit den Spas ist aber, dass es sie inzwischen überall gibt, sie überall das gleiche Programm haben, und überall gleich aussehen. Warum sollte man durch die Zone des Todes an ein langweiliges Pseudomeer, wenn es das gleiche überall gibt, nur ohne die spezifisch Heiligendammer Tchibotouristenschar? Es geht doch nicht um das, was jeder hat. Oder jeder in einem Viertel Jahr nachbauen kann.
    Badner, Juist ist halt sehr weit im Norden, und Norden ist immer so ein Problem für mich. Ich brauche Berge. Ganz dringend. Und die Strecke nach Norden tut mir immer sehr weh. Aber natürlich wären Sylt und Co. für mich besonders problembehaftet, da klingt Juist besser.

  40. was sich heute so zur besseren...
    was sich heute so zur besseren Gesellschäft zählt, hat meine Mutter immer mit Emporkömmlingen bezeichnet. Stützen der Gesellschaft? Mitnichten. Sie sind für mich die eigentlichen Schmarotzer der Gesellschaft.
    Ihr Artikel ist amüsant und die ronie trifft es.

  41. Historiker, ich mache auch...
    Historiker, ich mache auch Frankfurter mit dem Hinweis rum, dass sie mal preussisch waren. Ausser Bayern war vermutlich alles mal preussisch, und Mecklenburg hat das Vergnügen, besonders preussisch zu sein. Selbst wenn es mecklenburgisch ist.
    alte Dame
    dem Bürgertum werden wir hier noch tiefer nachkriechen. Tatsächlich ist eine gewisse materielle Sorglosigkeit ein primärer Wesenszug; es kann schlimm, aber nicht so schlimm kommen. Wer es erst mal auf ein gewisses Niveau geschafft hat, sürzt kaum mehr völlig ab, weil die Netzwerke ab einem bestimmten Grad eingreifen.

  42. Wossi aus Schwerin, generell...
    Wossi aus Schwerin, generell wollte ich mal was über die Sicht des westlichen Bürgertums auf den Osten schreiben, das zu oft allenfalls im grünen Gewölbe und im Bergmann-Kiez war und das mit Osten verwechselt. Ich habe in meiner Berliner Zeit ein paar „urban explorations“ gemacht, etwa in Vockerode oder in den schlechteren Ecken von Wittenberg.
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/129819/
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/141159/
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/128310
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/255804/
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/256437/
    Es gibt Geschichten, die waren mir eigentlich zu hart: Neustadt an der Orla etwa, wo Neonazis einer Schülerin am helllichten Tag den Arm ausrenkten, und ein paar Schnösel einem hocherfolgreichen Präventionsprojekt den Geldhahn abdrehten.
    Ich weiss, dass man das im Osten nicht gern hört, aber ich verstehe jeden, der nicht bleiben will.

  43. ich habe im vergangenen...
    ich habe im vergangenen spätsommer in heiligendamm urlaub gemacht. es ist landschaftlich sehr schön, und der ruhefaktor ist garantiert. das hotel war bequem und teuer, der service war teilweise sehr schlecht, und das essen war definitiv zu teuer, für das, was es war. insgesamt wirkte alles sehr steril.
    schöner ist es im umland, wenn man etwas landeinwärts in die dörfer fährt. dort schlägt allerdings der osten durch, es ist alles sehr provisorisch und weitestgehend ohne stil. wenn man glück hat, gibt es gutes essen (isnbesondere fisch), allerdings muss man sich mit plastiktischdecken und nippes abfinden, was meinem empfinden nach den genuss durchaus schmälert. als ganz übel aber habe ich die anwesenheit von bestimmten russischen urlaubern empfunden.
    mir kam es so vor, als könne man an der ostseeküste nur zwischen ruhe und sterilität auf der einen seite und ursprünglichkeit und proletentum auf der anderen seite wählen. oder man geht gleich auf ein segelboot und legt nur zum essen an.
    sehr viel schönes ist es in mecklenburg mehr so im landesinneren. aber auch da muss man sich auskennen. es gibt beispielsweise ein paar wenige sehr gute golfhotels. natürlich bleibt man da aber dann sehr unter sich.
    in bayern habe ich noch nie urlaub gemacht. schweiz, österreich, südtirol, ja, aber nicht in bayern. in meiner generation (40-50) kommt man nicht ohne weiteres darauf, was aber natürlich an sich schon eine infragestellung der eigenen bürgerlichen vorstellungen ist. es gibt vorurteile, und diese scheinen nicht im herkömmlichen sinne bürgerlich zu sein – oder doch?
    der bergmann-kiez allerdings war noch nie osten. kreuzberg mag derweil verwaltungstechnisch mit friedrichshain fusioniert sein, aber dieser teil berlins lag immer schon im westen. über dieserlei verwechslungen kann man regelmäßig verzweifeln. erst gestern wurde ich auf dem weg zur arbeit von einem zahnbespangten, dunkin‘-donuts-kauenden teenager auf der friedrichstraße mit der frage angesprochen: „wissen sie, wo hier die mauer ist?“ es stimmt schon: man mit diesen dingen – und das künstliche heiligendamm gehört sicher ebenso dazu wie der retortenhafte potsdamer platz – historisch gesehen auf dauer nur verrückt werden.

  44. Heiligendamm ist für mich so...
    Heiligendamm ist für mich so etwas wie der Phaeton von VW. Ein gutes Produkt aber ohne Charme, geschweige denn Verstand für die vielen Details, welche Upperclass Services auszeichnen.

  45. Bayern trifft in unserer...
    Bayern trifft in unserer Generation auf Vorurteile wie „spiessig“ und „derb“, und eine Weile war das auch reichlich jodelverstilt und neobarock. Aber das hat sich in den letzten 20 Jahren spürbar geändert. Es ist noch immer nicht perfekt, aber man hat den Eindruck, dass etwas geschieht.
    Es dauert eben, es muss eine natürliche Entwicklung sein, die die Leute auch wollen. Ideal ist es in Orten wie Meran, Sterzing oder Brixen, die einfach so geblieben sind, wie sie waren. Aber da kann weder eine brutale Neumoderne helfen, die nicht gelebt wird, noch das Verharren im ostdeutschen Stil. Das heisst, natürlich dürfen die – aber es ist halt nicht für jedermann geeignet.

  46. Latifundiius, die Seite ist...
    Latifundiius, die Seite ist tatsächlich – nun – überraschend für so eine Firma, die eigentlich das Beste anbieten will. Keine Ahnung, warum das so schlampig daherkommt. Allerdings ist der Vertrieb von Fonds ohnehin kein Geschäft über Webseiten, wenn es um grosse Summen geht. Ich kann mal drüber schrieben, wie das normalerweise so gemacht wird. Im Kern stehen sog. Sonderausgaben grosser Wirtschaftsblätter, in denen sich sowas immer sehr schön liest, und eine Art Investor-wirbt-Investor-Programm.

  47. Berliner Schwalbe, es ist...
    Berliner Schwalbe, es ist angedacht, den armen Alphons irgendwann in diesem Jahr erneut Berlin auszusetzen, und das macht ihn jetzt schon kratzbürstig. Er übt für den grossen Schlag. Ob es wirklich funktioniert, wird man erst nach ein paar Wochen sagen können. Ich bin immer noch in der Probierphase. Und auch, wenn das Kommentarverhalten relativ gesehen sehr gut ist, könnte man da noch etwas dran machen. Vielleicht schreibe ich in Zukunft „Bitte kommentieren Sie, wenn Sie Lust haben. Ich freue mich“ drunter. In der FAZ geht es da ein wenig steifer zu, als andernorts.
    Heiligendamm ist Mecklenburgisch, danke für das Lob. Ich werde das bei zukünftigen Bemerkungen zu Heiligendamm beherzigen, aber im Volksmund ist bei uns oberhalb von Berlin alles Preussen. Die Folgen der Politimporte und ihrer generösen Ader sieht man ja überall: Quimoda, Silicon Sachsen, Zeiss, die ganzen bis zur Halskrause eingeschmierten Ostimmobilienfonds, es ist leichter, die erfolgreichen Beispiele zu bennen, als die lange, lange Liste der Peinlichkeiten. Allerdings bekommt das im Westen kaum einer mit. Da gibt es eine selektive Wahrnehmung, die geprägt ist vom Durchrauschen auf der Autobahn, und wer ist schonm mal in Halle gewesen, oder Chemnitz?

  48. ja leider. halle ist...
    ja leider. halle ist inzwischen übrigens eine sehr hübsche stadt geworden. wirklich richtig schöne städte sind görlitz und bautzen. alles das ist ab etwa höhe nordrheinwestfalen vollkommen unbekannt.

  49. Also, als ich das letzte Mal...
    Also, als ich das letzte Mal in Halle war – 2007 – gab es noch ganze runtergekommene Strassenzüge. Wie so oft: Wehe, man verlässt die Villenviertel oder die Altstadt.

  50. mais oui, es gibt schönes und...
    mais oui, es gibt schönes und weniger schönes, aber doch mehr schönes als nicht schönes, vor allem, wenn man weiß, wie das vorher lange zeit ausgesehen hat. ich war jedenfalls sehr erstaunt. halle hat ja mehrere kunsthochschulen, und dieser einfluss macht sich offenbar zunehmend auch im stadtbild bemerkbar. klar, kann man nur wissen, wenn man mal hinfährt. halle ist dabei ja aber nur was kleines – aber in görlitz muss man mal gewesen sein!
    weißt du, was ich im westen kreuzhässlich finde? frankfurt am main. und den ganzen grützkram drum herum. und als nächstes mannheim.

  51. Comme ci, comme ca, tu veux ou...
    Comme ci, comme ca, tu veux ou tu veux pas.Alles nette Plaudereien, wo waren wir wos schön is. Oder wie im Quartett: BergmannstraßnKiez trifft auf Halle, da wirds dann archeologisch und gleich schreibt noch einer über Burg Giebichenstein und die Dessauer. Raus aus dem Biedermeier, is doch wurscht ob einer seinen Rücken an die Stuhllehne klebt. Die Welt is doch offn. Also wieso blos nur bis Meran. Auf, gleich hin zu den Wilden, gebt das bürgerliche dem Vietcong.Wieso blos kricht mein Hund Carrot nicht mit,daß die Eidechse längst im Loch im Boden verschwunden is.Weil der konservative Blick dafür zu langsam ist.Also wech hier aus diesm bürgerlichn Lager.Darf man Meck-Pom schreiben? Das wird da schon noch,das war früher mal Grund des Meeres un da sieht man erst mal garnix weil alles so langsam dauert. Hab mal von nem Freisinger gehört der jetzt auf Sardinien lebt.Also gehts doch.Wirklich, nicht steif sondern locker sollte man vom Berg runter kraxeln sonst sin die Fußnägel wech.

  52. Thairat, schön, dass es Ihnen...
    Thairat, schön, dass es Ihnen nicht gefallen hat. Wenn ich das so sagen darf.
    Ohne jede Frage gibt es auch im Westen Regionen, denen Schönheit und Chame fehlt. FFM hat halt das Pech gehabt, dass im Zentrum nach dem Krieg nichts mehr stand, und die Politik einfach eine autofreundliche Stadt haben wollte. Aber was nutzen ganze Strassenzüge Gründerzeit, wenn sie verfaulen? Und da ist im Osten wirklich noch extrem viel im Argen, besonders Richtung Polen.

  53. Da wird wohl jede spitze...
    Da wird wohl jede spitze Klammer in Kommentaren durch deren HTML-Maskierung ersetzt. (Einfach mal in den Quelltext sehen) auf: < zu: > . Wenn das nicht grundsätzlich abgeschaltet werden kann, dann wird das nix mit durchgestrichenem (oder sonstwie formatiertem) Text, egal mit welchem HTML-tag: ohne unmaskierte spitze Klammern kein HTML. Schade.

  54. es ist einiges im argen, aber...
    es ist einiges im argen, aber vieles hat sich doch sehr gut entwickelt. wie gesagt, man ist erstaunt, wenn man mal hinfährt. und an manchen orten im osten ist man im nachhinein froh, dass das historische pech dieser orte gerade darin bestand, dass nichts wegbetoniert wurde, sondern dem verfall überlassen. so konnte man dann doch noch einiges retten, was unter anderen bedingungen nach ’89 wohl schlicht nicht mehr da gewesen wäre. natürlich gibt es auch endlos bausünden (im osten wurden ja eher kostengünstige satellitenstädte hochgezogen als altbauten restauriert), aber eben auf beiden seiten, nicht bloß im osten.
    egal. ein bürgerliches interesse täte diesen orten in jedem fall gut, denn für eine bestandserhaltung braucht es politik und geld. bürgerliche ignoranz und unkenntnis richtet hingegen weiterhin schaden an. übrigens gibt es gerade in polen meisterliche restaurateure, die seit jahrzehnten mit vorliebe vom klerus engagiert werden, um u.a. kirchen in bayern zu restaurieren. aber nicht nur dort.

  55. Heiligendamm hat inzwischen...
    Heiligendamm hat inzwischen das Zeug zu einer erstklassigen Farce: man streitet über die Abnutzung von Teppichen.
    http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=3473351
    ich würde es vielleicht so ausdrücken: Alter Geldadel würde das nicht tun.

  56. @ Itha: Also wen Ffm für Sie...
    @ Itha: Also wen Ffm für Sie hässlich sein soll, DANN waren Sie aber noch nie in Ludwigshafen, das topt!

  57. <p>Wat hatte Autor mit...
    Wat hatte Autor mit Heiligendamm? War er schon mal da? Eine Ruine reiht sich an die nächste, das ganze zwischen Bundesstrasse und Kiesstrand der gröber nicht sein könnte. Drummerum Gegend die mit stinkelangeweilig hinreichend beschieben ist. Tang und tote Quallen als Tageshöhepunkt. Der TotalAskese steht dort nur der Touriverkehr der ewigglotzenden entgegen die ihre Wallfahrt mit dem angenehmen Gefühl beenden das die „Reichen“ es so toll auch nicht haben.
    Irgendein Immobilien****er hat es geschafft mit einem Hotelmarkennamen Geld einzutreiben und die übliche Weißkalkkulisse für LuxusSurrogatsüchtige aufzustellen. Wer sich, ausserhalb der Industriebeamten Incentive Welt in selbige(s) begibt, selbst schuld.

    [Edit: Bitte, ein wenig Zurückhaltung, danke. Don]
    Eine totgeburt, war auch jedem klar. Ausser Bewohnern von Welten die Hügelkanten mit Horizont verwechseln.

  58. Sorry wenn ich den BlogTon...
    Sorry wenn ich den BlogTon verfehlte,

  59. Ich muss immer wieder mit...
    Ich muss immer wieder mit entsetzen feststellen wie hoch doch die Mauern , in einem vereinten Europa , schon innerhalb von Deutschland sind . Ob im Beitrag oder den Komentaren immer wieder Osten , Ostdeutschland und das nach 19 Jahren . Aber wenn ich schon einmal bei diesem Thema bin , wer hat sich denn das sogenante “ VOLKSEIGENTUM “ sozusagen angesaugt ? Wer hat den Heiligendamm an die Investoren Verkauft ? Die Leute die seit 19 Jahren an den Hebeln sitzen wo kommen sie denn her ? Der Großteil dieser sogenannten Manager , Politiker ( ausgenommen unserer Kanzlerin , die aber auch schon wieder vom aroganten Oberpeinlichwessi Herrn Steinmeier abgelöst werden soll ) wo haben sie denn Ihre Wurzeln ? Sie wurden bestimmt nicht in einer Staatlichen Frauenklinik geboren . Als Sohn eines selbständigen DDR Handwerksmeisters ,war es mir und meinen Eltern immer versagt geblieben in solchen Objekten wie Heiligendamm oder anderen gewerkschaftlich organisierten Ferienheimen Urlaub zu machen .

  60. Wirklich? Ohne das bewerten zu...
    Wirklich? Ohne das bewerten zu wollen, habe ich schon den Eindruck, dass man sehr genau merkt, auf welcher Seite der Mauer man gerade ist, von Berlin mal abgesehen, das ein Sonderfall mit übergreifender Unfreundlichkeit ist. Natürlich wurde im Osten viel falsch gemacht, aber das kann man ja wohl kaum jemandem anlasten, der Kohl ganz sicher nicht gewählt hat. Ich fürchte, jede Lösung wäre irgendwie unperfekt gewesen. Allerdings wäre die Idee „Geld rüberpumpen und die alten Kader machen lassen“ vielleicht auch nicht so toll gewesen.
    Im „alten“ Heiligendamm, das ziemlich verrottet war, hat man übrigens wohl nicht viel versäumt. Ich hatte das Vergnügen, 1990 noch ein richtiges, ostdeutsches Ferienrevier kennenulernen, mit Parolen und Wandmalereien, was durchaus seinen Reiz hatte – nur kam ich da gerade aus einem feinen Hotel in Florenz.

  61. der 2. Teil ! Wir mussten in...
    der 2. Teil ! Wir mussten in einfache überteuerte Privatquartiere ausweichen um überhaupt an der Ostsee zu sein oder wir leisteten uns einen Urlaub im INTERHOTEL , wenn man ein Zimmer bekam . Am 06.02.2009 besichtigte ich zum 1. mal das Grand Hotel Heiligendamm . Ich muss sagen der Darß , Rügen und Usedom sind mir lieber . Aber wenn gut betuchte Menschen oder vermögende Menschen mit“ neuen Geld „dort Urlaub machen wollen sollen Sie . Andere bekannte Urlaubsgebiete sind doch auch schon mit diesen Leuten übersät . Nur sollte doch bitte ein wenig Stil und Elegance gewahrt bleiben . Ich glaube das täte unserer verrückten Welt ganz gut , und wenn ich auf der Terasse in Heiligendamm sitzen würde , bei einem gepflegten 10,- € Kännchen Kaffee , wäre ich auch nicht erfreut ,wenn es wie in der Düsseldorfer Altstatt abgehen würde . Sorry auch das Flair der D´dorf Altstadt liebe ich . Für die schöne Region Meck-Pom wünsche ich mir , daß die “ In “ west “ Seifenblase wie so viele andere nicht Platzt .

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