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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Fluchtwährung für viele Reiche

| 106 Lesermeinungen

Nichts beschreibt den moralischen Niedergang meiner Klasse besser als heute übliche Gesprächsthemen, die früher so unvorstellbar wie der Bordellbesuch des Sohnes oder eine Scheidung der Tochter gewesen wären. Über Fluchtwährungen sprach man nicht. Aber nachdem ich am Samstag selbst erleben musste, wie der Staat seinen Bürger beim Transfer zum Schweizer Franken im Wege steht, sollte man dies ansonsten schamhaft verschwiegene Sujet durchaus hier debattieren.

DER REICHE: Oh hätt‘ ich nie mit Schätzen mich beladen!

Calderón,  Das grosse Welttheater

Zu den unangenehmen Seiten der Finanzkrise gehört leider auch eine deutliche Verschiebung der Interessen der Betroffenen: In den USA werden aus konsumfreudigen Hausbesitzern insolvente Mieter, in Irland entdeckt man wieder die Freuden der Kartoffelzucht, und wenn ich hinter der Mauer erzähle, dass ich am Bodensee auf einer Vorbesichtigung war, ignoriert man meine Kunstschilderungen und stellt die Frage, ob ich in der Schweiz war und, wenn ja, ob ich Kontrollen gesehen habe. Tatsächlich traf ich zwischen Überlingen und Meersburg auf eine polizeiliche Strassensperre, aber ich steuerte nur einem schmutzigen SLK, und so erwischte das Los der Schwarzgeldsuche den Volvo hinter mir. Da habe man es wieder, sagte der Vater von Susi, der Staat setze alles daran, die Armen mit Versprechungen hinzuhalten und die Wissenden bei der Rettung ihres Vermögens zu behindern. Kurz, man spricht heute wieder über Fluchtwährungen, statt über Konzerte.

Bild zu: Fluchtwährung für viele Reiche

Tatsächlich helfen die staatlichen Garantien für Spareinlagen zwar den normalen Leuten, aber ausgerechnet denen nicht, die in Deutschland am Schlimmsten von der Finanzkrise betroffen sind: Denen, die man als vermögend bezeichnen könnte. Angesichts des Besitzes und des Verlustrisikos dieser Gruppe sind die Garantien lächerlich niedrig. Dieses Fünftel der Gesellschaft hat einen Grossteil der Börsenverluste zu verkraften, die Ausfälle bei den Rohstoffspekulationen und den Umstand, dass viele Fondsanlagen im Moment kaum zu Geld gemacht werden können. Nur die wenigsten sind vor allem in erstklassigen Immobilien investiert; die meisten haben dagegen auf Schwellenländer oder hochverzinste Anleihen gewettet, sich Zertifikate ohne Sicherheit aufschwatzen lassen oder gedacht, sie seien schlauer, wenn sie im Grauen Kapitalmarkt Luxushotels finanzieren. Es betrifft in der Folge Hersteller bester Seidenstoffe, Delikatessenhändler und Winzer, während die Importeure von Kleider aus Sklavenproduktion, Genfrass und ungesunder Brause fröhliche Urstände feiern.

Vom Schicksal begünstigt sind die Kommunisten, deren blaugelederte Marxausgabe aus der DDR wieder gefragt ist. Die chinesische Überproduktion versorgt den Spieltrieb finanzschwacher Handyangeber mit sagenhaften Sonderangeboten für neuen Mobilmüll. Die Krise belohnt Personen, die seit mehr als 9 Jahren meine Pässe mit ihren O*el A*tras blockierten, und sich nun für 2.500 Euro Subvention das nächste Blechübel aus Rüsselsheim, Rumänien oder Korea kaufen, statt sich zu überlegen, für diesen Betrag eine hübsche Freisprechanlage in einen neuen SLK bauen zu lassen, oder den Kofferraum des Aston Martins mit dem formschönen Gepäck des Hauses zu füllen. Ein SLK dagegen verbrennt beim Beschleunigen auf 230 nach der Kontrolle auf der regennassen Uferstrasse in 15 Sekunden 2 Liter, die der Staat nicht ersetzt. Super Plus! Auch das ist eine Art, die soziale Schere zu schliessen.

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Das jedoch ist in seiner räuberischen Wirkung nichts, absolut nichts gegen den Versuch der Staaten, der drohenden Deflation mittels einer knalligen Inflation Herr zu werden, indem überschuldete Staaten ihren überschuldeten Banken das schuldenfinanzierte Kapital geben, um überschuldeten Bürgern mit neuen Schulden den Kauf von Fernsehern überschuldeter chinesischer Firmen, Autos insolventer Autohersteller und Häusern aus der Insolvenzverwaltung zu ermöglichen – so in etwa sieht das Rettungspaket des neuen US-Präsidenten Obama aus, deren Anleihen beim Zusammenbruch des Ostblocks 1989 offensichtlich sind. Mit Inflation kann man natürlich auch hierzulande Schulden entwerten, den durch Plasmabildschirm und TV-Spiel rotbilanzierten Wähler gewinnen und im Zweifelsfall darauf verweisen, dass es keinen anderen Weg gibt: Die USA und England machten es auch, und zöge man mit der Entwertung nicht nach, könnte man nichts mehr exportieren. Selbst diese Ausrede wird nur nötig sein, wenn Griechenland, Italien, Irland und Spanien nicht allein den Euro so beschädigen, dass selbst die Briten ihren Peso zu halbwegs günstigen Kursen eintauschen können.

Was wir, die wir viel, wenn nicht gar alles ausser unseren 53 Zimmern, den Autos, der Uhrensammlung und dem Familiensilber zu verlieren haben, also wirklich bräuchten, wäre also ein sicherer Hafen, in dem unser Besitz die schweren Zeiten überdauert. Gold wäre eine Möglichkeit, aber es ist inzwischen sehr teuer und nachgerade wegelagerisch steuerbelastet, und man kann damit, ähnlich wie mit einem Zimmer, dem Hepplewhite-Sideboard oder Seidenteppich, nicht einfach auf dem Markt einkaufen. Darin besteht in den besseren Kreisen Einigkeit, wie auch im Umstand, dass es nicht mehr so leicht wie früher ist, eine passende Fluchtwährung zu finden, wohin wir unser Vermögen schieben könnten.

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Ich denke, man versteht das Drama, das unsere Gesprächsthemen beherrscht. Denn den Euro haben wir schon, der britische Peso dürfte allenfalls für Besitzer russischer Rubel gut aussehen, und der Dollar ist die Reservewährung eines globalen Finanzsystems, das keine Reserven mehr hat. Bliebe also noch der Schweizer Franken. Der Franken, der derzeit auf historischen Höchstständen zum Euro ist, den die Schweizer vergeblich abzuwerten versuchen, und der relativ unbeschadet von Inflation und Kriegen das 21. Jahrhundert erreichte. Ganz im Gegensatz zur Goldmark, der Schatzanweisung, der Rentenmark, der Reichsmark, der D-Mark, und was da sonst noch an Hyperinflation, Währungsreform, Ölkrise und Systemzusammenbruch in Deutschland war. Die Schweiz hat eine beneidenswert niedrige Inflationsrate, ein stabiles politisches System und ein Bankgeheimnis, das teilweise erklärt, warum unser Staat maximal die Einfuhr von 10.000 Euro pro Person und Reise erlaubt. Mehr, als der DDR-Rentner an Ostmark in den Westen nehmen durfte. Die Regelung ist trotzdem hochgradig prohibitiv und singlefeindlich, wenn man eine halbe Million verbringen und in Franken wechseln möchte.

Es gibt natürlich auch einiges, was gegen den Franken spricht. So hat die Schweiz mit der Credit Suisse und der UBS zwei international tätige Grossbanken, die fraglos zu den Verlierern der Krise gehören. Es bleibt zu hoffen, dass sie bei ihrer Pleite klug genug sind, die Folgekosten ihren britischen, irischen und amerikanischen Töchtern zu überlassen. Die Schweiz ist vom internationalen Bankengeschäft stark abhängig, und wird hier den ein oder anderen Rückschlag verkraften müssen. Natürlich kann die Schweizer Wirtschaft nicht tatenlos zusehen, wenn Euro, Peso und Dollar abgehen wie eine Lawine am Matterhorn. Das schöne Alpenland wird mit unschönen Entwertungen nachziehen müssen, wie sie es schon 1936 getan haben. Aber erst, nachdem alle anderen Währungen stark gelitten hatten. Und selbst in diesem Fall bliebe abzuwarten, ob dieses kleine Land wirklich die Kraft hat, sich, wie von der Nationalbank angekündigt, gegen den Aufwertungsdruck der geballt zufliessende Finanzkraft zu wehren. Der Schweizer Export wird leiden, aber, das muss man der Schweiz leider auch mal sagen dürfen, sie hat lange gut vom Schwarzgeld anderer Nationen gelebt, und es steht nirgendwo geschrieben, dass sie dereinst daran nicht ersticken muss. Sollte sie die Abwertung trotz all der Milliarden schaffen, kann man ja wieder in den solide entwerteten Euro – oder wie auch immer dann die Währung heisst, Renteneuro vielleicht – wechseln.

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Es gibt also durchaus hohe Risiken mit dem Franken, aber bitte: Welche Fluchtwährung ist im Moment besser? Es geht in den Volvos auf der Uferstrasse also nicht um Gewinn, sondern nur um die nicht risikobehaftete Rettung des Bestandes mangels besserer Möglichkeiten. Was sonst brächte den Chefarzt dazu, sich  bei Meersburg der Kontrollgefahr mit wirklich schönem Blick auf das allzu ferne Schweizer Ufer des Bodensees auszusetzen. Es mag etwas zynisch klingen, aber seien wir ehrlich: Niemand, wirklich niemand hat etwas davon, wenn die Reichen verarmen, und danach alle in den gleichen Säcken und Aschen gehen. Irgendwer muss nachher wieder Aston Martins kaufen, und auch wenn Marx wieder beliebt ist – mit seiner blauledernen Gesamtausgabe wird man auch in Zukunft kaum mehr als einen Satz Radmuttern erwerben können. Damit aber kommt nicht zu den Auktionshäusern in Überlingen.

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106 Lesermeinungen

  1. und wieder ein Bericht aus der...
    und wieder ein Bericht aus der Zukunft – Bei mir ist es erst 11:31 :-)

  2. Ich kämpfe noch etwas mit der...
    Ich kämpfe noch etwas mit der Einstellung, die fast so anspruchsvoll wie die Anlage KAP ist, wenn man keine Stiftung in Liechtenstein sein Eigen nennt.

  3. Jetzt ist die Zeit auch...
    Jetzt ist die Zeit auch geändert – dafür taucht dein Artikel unter faz.net im Hauptbereich links auch auf – ist das jetzt als interne Beförderung zu sehen? Ich dachte, da dürfen nur die „offiziellen“ Redakteure schreiben … oder ist das auch wieder eine Frage der Einstellung?
    Gruß L.

  4. Ich vermute, er passt einfach...
    Ich vermute, er passt einfach in eine Zeit, in der das Geld nicht in die Schweiz und der Minister nicht in den Ruhestand darf.

  5. "Vom Schicksal begünstigt...
    „Vom Schicksal begünstigt sind die Kommunisten, deren blaugelederte Marxausgabe aus der DDR wieder gefragt ist.“
    die einbände der mew-ausgabe waren wohl kunstleder, bei einem evp von 13,50 (mark der ddr, heute sinds eur 24,90).
    die marxexegeten kann man vergessen. das sind nützliche idioten, manchmal fehlt es sogar am nützlich. da lohnt sich noch eher ein blick auf engels, der erkannt hatte, was es mit den anfängen der globalisierung auf sich hatte (eigentlich war es david ricardo mit seinem komparativen kostenvorteil) und der davon profitierte.
    die mit dem blick für die zukunft lesen längst die rötlichbraun gebundenen w. i. lenin, werke, 40 bde, 12,40 eur/stck, immer noch bei dietz, wie die blauen schmöker auch. die sed-kader (und die der blockflöten) wissen noch, wie für das volk regiert wird, ob es will oder nicht.
    zur frage nach der fluchtwährung: diamanten, wenn man sie selber wohlfeil herstellen kann.
    ansonsten: ein abgelegener bauernhof in annehmbarer gegend (z. b. pfalz; oberrhein; badisches, wüttembergisches, bayerisches hinterland des bodensees; bayerisch schwaben), mit ausreichend land zum bewirtschaften.

  6. Ich sah die gesammelten Werke...
    Ich sah die gesammelten Werke „damals“ nur im Regal des Brechthauses; ich habe dagegen mit meinem Zwangsumtausch Brecht aufgekauft in Ausgaben, die längst zu Staub zerfallen. Aber es stimmt, die Einbände hatten etwas von Plaste und Elaste. Inhaltlich jedoch, und das ist 20 Jahre nach dem Mauerfall doch überraschend, sind sie erschreckend modern. Wer nicht gerade Grubündner ist, ist heute auf die eine oder andere Art Salonsozialist. man fragt sich ja, wann sich der sozialistische Block der Christsozialen gründet, wenn das mit den Interventionen so weiter geht.
    Letzthin las ich, dass man am Tegernsee allgemein von der Krise noch nichts merke, und ich glaube, dass man gut beraten ist, einfach den Reichen in ihre Verstecke zu folgen. Und Almhirten wird man auch immer brauchen.

  7. Diamanten sind nicht knapp....
    Diamanten sind nicht knapp. Die Nummer funktioniert auch nur, solange das Marketing des Kartells funktioniert. Dann doch lieber Gold. Das ist wenigstens USt-frei. Ein Gut ist so schrecklich immobil. Aber immerhin kann es einen ernähren.

  8. Kann jemand den Artikel in...
    Kann jemand den Artikel in zwei, drei verständlichen Sätzen zusammenfassen, damit ich ihn verstehe?

  9. Kannitverstahn: nein. Deshalb...
    Kannitverstahn: nein. Deshalb ist er ja auch so lang. Aber im Kern geht es um die Sicht der Reichen auf das Problem, wohin mit dem ganzen schönen Geld in der Krise, und welche Probleme drohen dabei.
    Holgi, bei Goldstücken kann man davon ausgehen, dass nachher keiner wechseln kann. Nimm mal ein Kilo und versuche, damit einen Emmentaler zu kaufen. Das erklärt das Problem, und nicht an jeder Kasse ist eine Metallfeile.

  10. @kannitverstahn:
    Nein, es geht...

    @kannitverstahn:
    Nein, es geht nicht um einen konkreten Inhalt, sondern um weitgehend freie Assoziationen zum Thema Währung, Finanzkrise, Geldanlage, Reich gegen Arm und so weiter. Alles wesentliche steht ironisch-subtil zwischen den Zeilen (der Volvo wird an der Grenzkontrolle angehalten, der SLK nicht, etc). Der Vorteil dieser Art zu schreiben ist, dass man nichts begründen muss und auch nicht kritisiert werden kann.

  11. <p>Sagen wir mal so: Es...
    Sagen wir mal so: Es erlaubt, sich tatsächlich auf dem feinen Leder des SLK wohl zu fühlen und dennoch eine gewisse Distanz zu dem zu haben, was all das – das Leder, das Auto, die Klasse, die nicht ganz so Klasse – so darzustellen beliebt.
    In der Suppe schwimmen, sie aber nicht trinken – das ist wohl das angemessene Lebenskonzept. Manche werden sagen, es sei opportunistisch, ich aber sage, Gelegenheiten soll man nützen.

  12. Herrlich .. :-)...
    Herrlich .. :-)

  13. Die ideale Zeit real irreale...
    Die ideale Zeit real irreale Vermögen zu verschenken … somit erwirbt man sich wenigstens Ruhm … und der verblaßt langsamer als andere Vermögensarten.

  14. Lieber Herr Alphons,
    (ja, ich...

    Lieber Herr Alphons,
    (ja, ich habe Sie trotz Ihres mir von Ihresgleichen durchaus vertrauten Zynismus – der offensichtlich eine Berufskrankheit der Journalisten ist – durchaus liebgewonnen), vielen Dank für den Link zur Aston-Martin-Collection! Hab‘ gleich ein bißchen was bestellt!
    Überhaupt frage ich mich, ob Sie nicht ein verkappter Motorredakteur der FAZ sind, so oft, wie Sie Ihre Schilderungen aus der gehobenen Gesellschaftsschicht mit Beispielen aus der Autowelt illustrieren.
    Wäre Ihr Autogeschmack nicht teilweise von zweifelhafter Güte (Fiat Barchetta, Mercedes SLK – Sie haben es mit den Sekretärinnen-Autos, gell?), könnte man fast annehmen, daß sich hinter Ihrem Adelspseudonym der stets geschätzte Philip Waldeck (…fragen Sie mal den Herrn Peters aus dem Motorressort nach ein Paar Texten dieses Autors!) verbirgt, der ist zwar Österreicher, aber wer weiß?
    Allerdings, Kritik muß ich auch dieses Mal üben:
    Neu ist es nicht, daß selbst in Krisenzeiten die Schweiz und Ihre Währung eine sichere Bank ist, eigentlich sollten Sie bei Ihrer Herkunft über solche Selbstverständlichkeiten nicht weiter reden müssen, und überhaupt: So richtig arm sind wir (also Sie und ich, und unsere besseren Freunde) doch durch diese Krise nicht geworden, oder? Hätten wir von allem so viel, wie vom Geld, dann hätten wir doch keine Probleme!

  15. So isses Marco,
    stellt sich...

    So isses Marco,
    stellt sich mir die Frage ob Ruhm dann als Immaterielles Anlagevermögen zu aktivieren ist …

  16. Atril: Das kommt nur auf deine...
    Atril: Das kommt nur auf deine Lobbyarbeit bei IFRS/US-GAAP-Standardsettern an, die reagieren auf jeden Bewertungswunsch nach Wunsch. Bei deiner Anfrage sollte jedoch mindestens ein Schlagwort wie Finanzkrise, verändertes Marktumfeld, systemische Notwendig o.ä. erscheinen. Dies hat schon bei der Abschaffung der lästigen regelmäßigen Goodwill-Abschreibungen geholfen und so mancher Deutscher Bank Quartalsergebnisse gerettet.
    … und da Ruhm nicht hoch genug einzuschätzen ist (hohe Nachfrage = funktionierende Markt) sollte auch jeder den Wert selbst festlegen dürfen.

  17. "Flucht"geld (und Fluchtwagen)...
    „Flucht“geld (und Fluchtwagen) sind wohl momentan eindeutig angeraten …
    Allerdings hat der Schweizer Franken angesichts des angeschlagenen Finanzplatzes und des „Notverkaufs“ der Goldreserven der SNB eine eher ungewisse Zukunft. Aber letztendlich geht es ja um die Relativperformance.
    Und da ist Hartgeld in dieser Situation wohl weit besser als Papiergeld.
    Aber man muß das Gold ja nicht gleich kiloweise kaufen. Das geht wegen des „Geldwäschegesetzes“ sowieso nicht mehr (anonym).
    Es gibt ja auch sehr gängige und schöne große und kleine Münzen (mwst-frei) – und sonst noch Silbermünzen.

  18. nun hat die Schweiz...
    nun hat die Schweiz bedauerlicherweise ihren Goldschatz seit 1998 beträchtlich gesenkt. Und der Geldumlauf (Geldmenge M3) hat sich so auf das 30-fache des Schatzes gesteigert. Auch die Schweiz ist mit der Zeit gegangen, hat ihren „Markennamen“ vermarktet und liefert heute, wie andere Firmen auch, ein stark in der Qualität gefallenes Produkt. Es ist also nicht mehr wie in den dreissiger Jahren.
    Und natürlich gibt es für Länder, die in Wahrheit eine Bank sind, wie Irland, Island oder die Schweiz, in einer Finanzkrise besondere Probleme. Zusätzlich zu UBS und Credit Suisse gibt es auch von der Swiss Re Bedauerliches zu berichten. Ebenso von der Ikone unter den Privatbanken für den sehr begüterten privaten Vermögensbesitzer Julius Bär. Selbst in der Schweiz ist es sicher nicht üblich sich wegen Peanuts umzubringen, wie vor Weihnachten der Chef des Bankhauses. Und wenn schon in anonymer Brief fast zur Halbierung des Kurses führt, müsste dies die Vermögenden unter uns sehr nachdenklich stimmen. Richtig finde ich den Hinweis, dass die Schweiz als Luxusboutique industrieller Erzeugnisse dank Generationen währschafter ETH-Absolventen auch unter der sinkenden Zahlungsfähigkeit zu leiden hat. Bleiben also im Wesnetlichen nur die Basler Fabriken (in die Innenstadt sollten Sie trotzdem mal chauffieren, Don Alphonso).
    Ganz wesentlich vermisse ich auch den Hinweis, dass die Neutralität der Schweiz , die während des Ost-West-Konfliktes für diskrete Geschäfte und diplomatische Vorstösse so nützlich war, nicht mehr so recht gewürdigt wird. So kommt es, dass die USA vor kurzem für ihre Staatsbürger das Bankgeheimnis knackte (UBS ist nur der Anfang). Ganz unfein wurde ein UBS-Vertreter mit Gefangenschaft bedroht – Geschäftsusancen, die deutlich den Verfall der bürgerlichen Moral bezeichnen. Und damit fällt auch das solide Schweizer Bankgeheimnis, das doch die Basis für die Fluchtwährung war. Ganz schlecht sieht es ja auch seit Jahren für Diktatoren aus – obwohl das jetzt den normalen FAZ-Blogleser eher weniger betrifft. Auch dieses Ranwerfen an die EU, wie gestern in der Abstimmung, bedeutet sicher nichts Gutes.
    summa summarum könnte es nicht zielführend sein, was die Rettung des noch übrig gebliebenen Geldschatzes betrifft, wenn man diesen in Fränkli umsetzt. Aber ich denke mir, dass das edle Anliegen von Don Alphonso, die Luxusproduktion als Arbeitsplatzbeschaffer zu retten ( wie weiland ja schon der Adel argumentierte) bereits in weitaus kompetenteren Gremien „ventiliert“ wird. Selbst die Wirtschaftswoche gibt hier schon online gratis (banale) Tipps. So dass es sicher noch weitere Lösungen gibt.

  19. Hugoservatius, Zynismus ist...
    Hugoservatius, Zynismus ist heute wohlfeil, und gegen den neuen Wirtschaftsminister, der als Kompetenz angibt:
    „Guttenberg selbst beteuerte, er sei kein Neuling in Wirtschaftsthemen. „Mitverantwortung in einer Beteiligungsgesellschaft, die im Besitz der Familie ist“, habe ihn früh mit wirtschaftlichen Zusammenhängen vertraut gemacht.“
    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EEE21D86CE9294960815BD9DC26C4FCA7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    bin ich Mitglied im Kinderchor der Kultusgemeinde Ohel Jakob. Und ich finde durchaus, dass auch Reiche das Recht auf eine von Unwissenheit und neid ungeschmälerte Besprechung ihrer Sorgen und Belange ausserhalb von Hinterzimmern und Lobbyistenvereinigungen haben.
    Ich komme aus einer Autostadt. Ich habe dort als Fahrer gearbeitet. Als Strafe renne ich jeden Höhenmeter, den ich in den Bergen fahre, auch zu Fuss auf Berge hoch, aber ich sage offen, dass mir das Fahren im Roadster Freude bereitet. Zur Barchetta stehe ich felsenfest – wer die nicht mag, ist die noch nicht eine enge Passstrasse hochgejagt – und der SLK ist nicht der Meinige, obwohl durchaus ein feiner Wagen. Aston Martin DB 7 gibt es in England schon gebraucht für etwas über 15.000 britische Peseten.
    Ich habe allerdings schon den Einruck, dass das Thema „Geld in der Schweiz“ lange Zeit aus den täglichen Gesprächen verschwunden war, und jetzt – auch bei einer jüngeren Generation – eine Renaissance erlebt. Man muss keine S-Klasse mehr über den Bodensee schippern, die Jugend rast erst über das Stilfser Joch und besucht dann die üblichen Häuser im schönen Müstair.
    Was die Verluste angeht – und jetzt wird es ernst – erstens macht es nie Spass, Geld zu verlieren. Und in vielen Bereichen war es üblich, wie Firmen mit Schulden zu agieren, sprich, man hat steuermindernde Fonds nicht mit Vermögen, sondern mit Schulden gekauft. Und da gibt es eine Vielzahl von brettharten Fällen. Bei uns, hinter der Mauer, gab es sogar einen Fall, in dem eine Zwangsversteigerung im Bereich des Möglichen gewesen ist. Es ist im Moment wirklich nicht lustig, wenn man sich genauer umhört. Lustig wird es erst, wenn ich darüber schreiben würde, aber…

  20. Wo bitteschön gehört die...
    Wo bitteschön gehört die CreditSuisse zu den Verlierern? Bislang ist das eine der schweizer Banken, welche noch keine Miliardenschweren Abschreibungen kassieren musste. Weder durch Supprime- noch bei der Finanz-Kriese!

  21. @mmaltensen

    ziemlich krass...
    @mmaltensen
    ziemlich krass was du für ein verschobenes bild von der schweiz hast. heisst es nicht, man sollte zuerst mal vor der eigenen einfahrt kehren, bevor man die anderen bemängelt?
    der schweizer wirtschaft geht es im allgemeinen gesehen nicht schlecht. richtig ist, dass auch sie zurückstecken musste. dies aber vorallem weil die schweiz als primäres dienstleistungsland exportleistungen anbietet für andere länder. so wie deutschland.
    eu-beitrittsspekulationen sind nach wie vor eher ungern gesehen in der schweiz. stehen aber auch besser da als auch schon. warum? weil man erkennt, dass man zu europa gehören möchte, aber nicht von einem europäischen rat in dikatur genommen werden möchte. warum konnte sich die schweiz so neutral verhalten über die vielen jahre hinweg? warum hat die schweiz eine so gut funktionierende demokratie über hunderte jahre hinweg? gründen sicherlich nicht von ungefähr.
    bankgeheimnis: ist halt so, wenn die USA eine ubs unter druck setzen, dass man dann mit informationen herausrückt über US-bürger, welche steuern hinterziehen. ist ja auch richtig so. aber grundsätzlich behaltet sich die schweiz das bankgeheimnis vor. oder kennst du einen schweizer, der schonmal in der schweiz sein bankkonto offen legen musste, weil eine bundesbehörde interesse an deinen finanzen hat? ICH NICHT.
    grüsse aus CH

  22. Wie sagte Harry Lime nicht so...
    Wie sagte Harry Lime nicht so schön?
    „In den dreißig Jahren unter den Borgias hat es nur Krieg gegeben, Terror, Mord und Blut, aber dafür gab es Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance. In der Schweiz herrschte brüderliche Liebe, fünfhundert Jahre Demokratie und Frieden. Und was haben wir davon? Die Kuckucksuhr!“
    Ich aber sage:
    „Auf die richtige Mischung kommt es an.“

  23. Gwunderi, so leid es mir als...
    Gwunderi, so leid es mir als Kontograubündner tut – aber es gibt schlechte Neuigkeiten von der Credit Suisse:
    http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE51800N20090209
    8 satte Milliarden Franken Jahresverlust. Das ist nicht „gut durchgekommen“. das ist eine katastrophale Performance in jeder Hinsicht.

  24. (Disclaimer: Das Folgende gilt...
    (Disclaimer: Das Folgende gilt natürlich nur, wenn die damit betraute Volksbak oder Sparkasse nicht insolvent geht….)
    Statt des mit Risiko behafteten Ausflugs in die Schweiz bietet sich ein kostenloses Fremdwährungs-Girokonto an. Beim örtlichen Geldinstitut des Vertrauens (mit mit großem V-E-R-T-R-A-U-E-N … also nicht die grünen Schweden oder bunten C**i Amerikaner).
    Es gibt Überweisungs-Limits etc. Zinsen gibt es auch nicht. Aber der direkten Hyperinflation entgeht man. Wenn sie denn kommt.

  25. Doch, alle grossen Banken...
    Doch, alle grossen Banken haben versagt.
    Und bitte, bitte, wieso nur auf die Schweiz eindreschen? Wer hat den das ganze Gold gekauft, das die Nationalbanken vertschuttet haben? Und wer weiss denn, ob die alles verkauft haben? Banker lassen sich vielleicht blenden, aber strohdumm sind sie nicht.
    Wenn die teutonische Bundesschatzkammer ihre Golddeckung beibehalten hätte, wäre Deutschland heute das Land mit der Fluchtwährung Nr. 1. Leider ging das nicht. Wenn man eine Internationale Gegenfiatwährung aufbauen will, sind „unnütze“ Goldreserven ein Dorn im Auge. Und weil Frankreich schon seit John Law monetär nix mehr auf die Reihe kriegte, war es doch praktisch den Deutschen diese Reserve wegzunehmen.
    Betreffend Metall kaufen: Jede Kaste hat ihr Metall. Aufm Bau habe ich schon gesehen, wie sie nach Feierabend Kupfer gestrippt haben, um es dann für gutes Geld dem Schrotthändler abzuliefern. Einer hatte mir erzählt, dass er mit ein paar mal strippen in die Ferien geht.
    Andere haben Gold, dritte horten Silberkugeln, falls der Inflationswerwolf angetanzt kommt. Das Goldvreneli wird mancher Familie die Würde bewahren; hey, wenn sogar meine Grossmutter wettert, dass die Banken das Gold schlechtgeredet haben und es jetzt zulassen, dass sich der Wert dermassen nach oben bewegt ist die Botschaft der schlechten Währungen angekommen.
    Zu einem diversen Portfolio gehört in ein gutes Haus ein doppelter Monatssatz Goldvreneli hat jemand in einer schweizer Familienzeitschrift geschrieben. Denn so ein Ding hält die Familie ein Tag über Wasser. Wenn sie spart drei. Es gibt also durchaus noch Münzen, die gehandelt werden. Mit fünfzehn Kilo könnte man ein Haus kaufen.

  26. Booooster, da gibt es...
    Booooster, da gibt es allerdings einen kleinen Nachteil: „Ich habe ein Fremdwährungskonto bei der Volksbank Blankenbüttel“ klingt sehr zurückhalten. „Ich muss nach Müstair in Graubünden, wegen dem Konto da, ich kann also morgen leider nicht, und am Tag drauf bin ich sicher noch in Meran“, das hat schon was von alter Generaldirektorenherrlichkeit. Will man wirklich eine Dividende im realen Leben, so ist das der richtige Ansatz.
    Und generell würde ich ohnehin nur einer Bank vertrauen, die mir die Bilanz in die Hand drückt. da gibt es nicht viele. ich finde es aber schön, dass diese Bank auch einen Kredit an leute gibt, die historische Bergtschafe in Graubünden pflegen. Das ist doch gleich was anderes, wenn man an eine satte Almwiese denkt, statt an einen Panzer in Mittelasien.

  27. Der Artikel beweist es...
    Der Artikel beweist es offenkundig: dem Geld entwächst die Sorge. Wohin mit den Talern, die man sich so schwerlich durch gute Investitionen versucht hat zu mehren? Tja, ohne den Geist mit Geld richtig umzugehen, wird selbst der reichste Mensch nicht glücklich…
    Ich sehe jeden tag Menschen, die ihre Chancen und Möglichketien nicht ausnutzten und im Alter Ihrer Jahre über Ihre hinterlegten Kreuzer wachen, aols ob sie im Tode sich damit einen extra großen Obulus für Styx und Hades kaufen könnten. Aber irgenwann wird man die Einsicht entfalten (wenn den überhaupt), dass die Maden und Würmer einen Wunden in den häutgen Pelz fressen, während die liebe erbende Verwandtschaft das mit den Finanzen macht, was der besorgte Mensch in seinen ganzen Leben säumte, zu tun: Leben und Glück finden. Das ist wirklich nicht einfach und verlangt Tugendhaftigkeit. Das glücklichste Erlebnis meines Lebens kostete mich 4 Wochen und vielleicht 500 EUR. Dieses Europa von Süd nach Nord zu Fuß durchquerend – und bei alledem gewann ich etwas äußerst wertvolles: einen Einblick in die einfachen, sorgenfreien Dinge des Lebens – ein Reichtum, der mir höher wiegt als alles Gedümpel über Finanzen, Schweiz und Anlagen…….
    ….

  28. Mist. Ich dachte der Weg mit...
    Mist. Ich dachte der Weg mit dem Schiff über den Bodensee sei der beste … Jetzt wird schon auf ganz normalen Uferstraßen auf der deutschen Seite gefilzt?

  29. Exakt an dieser Stelle...
    Exakt an dieser Stelle Richtung Westen:
    http://maps.google.de/maps?f=d&source=s_d&saddr=B31&daddr=&hl=de&geocode=FXol2AId0guNAA&mra=mr&sll=47.697603,9.272375&sspn=0.01398,0.027637&gl=de&ie=UTF8&t=h&z=16
    Unmittelbar vor der Parkbucht war die Kontrolle, und manche wurden rausgewunken. Besonders nett: Das liegt hinter einer Kurve, das heisst, schnell umdrehen und wegfahren ist da wohl nicht so klug.
    (Darf man sowas überhaupt noch schreiben?)

  30. Lieber Herr Alphons,
    ich bin...

    Lieber Herr Alphons,
    ich bin erschüttert. Auch über den neuen Wirtschaftsminister, aber noch mehr über das Viertel hinter Ihrer Mauer.
    Fonds – ist das nicht so eine etwas peinliche Anlagemöglichkeit für besserverdienende Dentisten und Ladeninhaber?
    So etwas gibt es in Ihrer Welt? Ich nahm an, daß man dort, wie in jeder besseren alten Familie üblich, einige schöne Mietshäuser, ein Paar Unternehmensbeteiligungen (alter Markt, natürlich), ein bißchen Ländereien und Wald und einen guten Draht zur Bank Julius Bär in Zürich hat. Fonds?!? Grausig!
    Schleichend stellt sich bei mir die Erkenntnis ein, daß Sie wohlmöglich Ihre Möbel kaufen mußten?
    Aber mit dem gebrauchten DB 7 sind Sie auf einem guten Weg, auch wenn mein Vater diesen mit den Worten „it’s just a Jag in a drag!“ kommentierte, alte Schule halt.

  31. Ich könnte hier vieles über...
    Ich könnte hier vieles über die Performance von Mercedes Benz Aktien (blaue 1000er im Original!) erzählen, aber das wäre alles andere als freundlich. Und natürlich sind die 53 Zimmer da oben ein Hinweis für den Teil des Besitzes, bei dem ich Aschentonnen und Leitungen inspiziere – man kennt das ja: Von den reichen Leuten kann man das Sparen lernen. Mein Kredo lautet seit jeher: Immobilien, Immobilien, Immobilien.
    Bei Fonds haben Sie alles dabei, deren Initiatoren machen ab 100.000 Anlagevermögen keinen Unterschied, das ist heute nicht mehr so wie früher.
    Ich überlege gerade… aber ausser einem Schrank am Tegernsee – da brauchte ich eine spezielle Grösse – ist alles aus dem Fundus. Also, meinem Fundus. Nicht aus den Immobilienfonds. Allerdings habe ich neue Matratzen gekauft, nach 150 Jahren ein Akt der Notwenigkeit. Wie schon oben erwähnt, von den reichen Leuten…

  32. Leider zähle ich Sie, lieber...
    Leider zähle ich Sie, lieber Herr Alphonso, nicht zu den „reichen Leuten“ dieser Welt. Da trügt ihre Impression ein wenig. Reichtum würde ander höhere Werte im Lesevergnügen bieten….

  33. <p>Oelsen, jenseits der...
    Oelsen, jenseits der Schweizer Grenzen ist das Vreneli unbekannt. Ich kenne es auch nur, weil ich bei meinem letzten Besuch in Graubünden von einem begleiter darauf hingewiesen wurde. Ein deutsches Äquivalant existiert nicht, weil hierzulande nichts mehr ist, was irgenwie vor 1945 einmal war – und der Zeit der Goldmark würde ich jetzt auch nicht nachweinen. Soweit ich weiss, ist von allen Währungen der Franken aber immer noch der mit der mit Abstand höchsten Golddeckung.
    Aber wer will: In den üblichen Alpendörfern kann man es bei jeder Raiba kaufen.

  34. Monitudo, ich muss mal was...
    Monitudo, ich muss mal was über den Unterschied zwischen „reich“ (entspricht tatsächlich vielleicht 10% der Bevölkerung“) und den „reichen Leit“ aus dem bayerischen Sprichwort (entspricht jeden, der nicht zur Miete wohnt und eventuell sogar selbst vermietet) schreiben. Das sind ganz unterschiedliche Begriffe von Reichtum.

  35. Und vielleicht eines noch: Ich...
    Und vielleicht eines noch: Ich sage es wie meine Grossmutter, wenn die Frage kommt, wie arm, reich oder was auch immer ich bin:
    Mir langt´s.
    Damit ist eigentlich alles gesagt.

  36. ....wirklicher "Reichtum" ist...
    ….wirklicher „Reichtum“ ist selbst in der einfachsten Brust eines Mietshausbewohnenden Menschen von freiem und gerechtem Geist zu Hause….

  37. Natürlich. Trotzdem glaube...
    Natürlich. Trotzdem glaube ich nicht an Seelenadel durch Armut. Was ich allerdings glaube ist, dass man mit einem gewissen Vermögen eher grosszügig und höflich ist.
    Wäre es nicht so, und jeder mit seiner Lage gleichermasen glücklich und zufrieden, könnte man sich jede Form des Klassenkampfes sparen.

  38. (Darf ich fragen, warum...
    (Darf ich fragen, warum eigentlich Bild Nummer 3 noch keine Erwähnung gefunden hat?)

  39. @fazleser

    ja, wem es wann...
    @fazleser
    ja, wem es wann warum schlechter geht – Schweiz oder Deutschland – das war nun wirklich nicht mein Thema. Ebenso meinte ich das mit der Bank ökonomisch – wegen des Themas. Und wie in Obwalden und Nidwalden über Demokratie und EU gedacht wird, weiss ich schon. Da möchte ich mich überhaupt nicht einmischen. Deine Frage, warum sich die Schweiz so lange neutral verhalten konnte, wäre ausführlich nur beitragssprengend zu beantworten. Aber vielleicht soviel: Am Anfang ein verlorener Krieg, der das Veltlin kostete, was die Schweizer – bzw. die Bündner und die mit den Bündnern verbündeten Eidgenossen – fürderhin auf solche Abenteuer verzichten liess. Beständige innerschweizerische Auseinandersetzungen: Katholische gegen reformierte Kantone, Stadt gegen Land, Patriziat gegen Zünfte, Bürger gegen Adel. So dass sich die Schweizer eher selbst neutralisiert haben als bewusst neutral zu bleiben. Die „ewige Neutralität“ ist erst ein Produkt des Wiener Kongresses und war vor allem gegen die Unterstützung für Frankreich gerichtet (wir erinnern uns: Schweizer Garde kämpft bis zum letzten Blutstropfen in den Tuileries gegen die aufständischen Franzosen). Die Neutralität war weder besonders friedfertig – innerschweizerisch mehrere Kriege, Aufstände, Bürgerkriege – noch demokratisch. Ein grosser Teil der heutigen Schweiz war bis zum Wiener Kongress Untertanenland – das Waadt oder Thurgau zum Beispiel. Dort herrschte vorwiegend Stadtpatriziat oder die Schweizer Eidgenossenschaft , die Bevölkerung dortselbst hatte nicht viel zu sagen. Und die Neutralität nach dem Krieg war halt eine von den Grossmächten gewollte und für die Schweiz sehr lohnende Angelegenheit – finanziell und politisch. Diese Funktion ging nach dem Ende des Ostblocks verloren. Weshalb auch Politiker und Wirtschaft schwer darum kämpfen, dass die Neutralität nun nicht schädlich wird. Blöd, dass halt das Schweizervolk die Sache mit der Neutralität ernster genommen hat (jedenfalls bis gestern) als es gemeint war.

  40. <p>Der Vorschlag zur...
    Der Vorschlag zur Etablierung einer Zentralbank stammte von dem deutschen Bankier Paul Warburg. Die durch den Bankrott der Knickerbocker Trust Co. und die bedrohliche Lage der Trust Company of America im Herbst 1907 ausgelöste schwere Finanz- und Bankenkrise riss 243 Banken in den Abgrund, weil es keine Institution gab, die ihnen temporär Geld zur Überwindung ihrer Zahlungsschwierigkeiten zur Verfügung gestellt hätte. Zufällig war diese Krise wenige Monate zuvor von dem Bankier John Pierpont Morgan in einer Rede vor der New Yorker Handelskammer angekündigt worden, verbunden mit dem Ruf nach einer Zentralbank. Die Krise eignete sich bestens zur Unterstützung dieser Forderung. Morgan sollte später bei deren Umsetzung im Hintergrund eine wesentliche Rolle spielen.
    Ursprünglich Teilhaber des Bankhauses Warburg in Hamburg, hatte Paul Warburg 1893 während eines Aufenthalts in den USA die Tochter von Salomon Loeb vom New Yorker Bankhaus Kuhn, Loeb & Co….. Mehr hier
    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2314
    [Edit: Sorry, maxximm, aber mit dem Reinpasten von ganzen Beiträgen komme ich in schwerste urheberrechtliche Probleme, deshalb habe ich es verkürzt und mit einem Link zur Quelle versehen. Don]

  41. Bild 3: Vielleicht der...
    Bild 3: Vielleicht der passende Ort für Wertpapiere und Währungen aller Art, die in Kürze wertlos sind und die man sich deswegen an entsprechenden Ort schieben kann? Oder ist es einfach nur die Aussicht, die der Herr in Bild 4 geniesst?
    Zum Thema Franken, mag ja sein, dass der Franken die zukünftige Last Man Standing Währung ist, aber der Weg dahin könnte dann so hart werden, dass ich nicht weiss, ob ich meine Assets an einen Ort verschieben will, wo ich nicht kurzfristig rankomme (von Frankfurt ist es halt etwas weiter in die Schweiz).

  42. Ich denke, dass Neutralität...
    Ich denke, dass Neutralität im Moment wieder ganz schwer im Kommen ist. Eigentlich müsste die ganze Welt zusammenarbeiten, aber Russland spielt mit dem Gas, die USA rumpeln gegen China, China bekommt Sozialprobleme, überall ist der Protektionismus am Auferstehen, und niemand wird das amerikanische machtvakuum ungenutzt vorüber gehen lassen. Da ist plötzlich wieder viel Raum für Blockbildung. Mittelfristig ist Neutralität keine dumme Idee.

  43. Ich wollte wegen Bild drei nur...
    Ich wollte wegen Bild drei nur erzählen, dass es auch am Bodensee Leute gibt, die andere Dinge als Geld im Blick haben. Dieser Nachlass etwa… die betreffende Person hatte schon einen etwas, sagen wir mal, weiter gefassten Begriff von Gier, so zumindest schliesse ich aus den präferierten Nippsachen.

  44. @ Bild 3: Hätte es nicht...
    @ Bild 3: Hätte es nicht Nippelsachen heißen müssen ?

  45. "Vieles, was der bisherige...
    „Vieles, was der bisherige CSU-Generalsekretär als Befähigungsnachweis für das Staatsamt aufzuweisen hat, wurzelt in seiner Familie. Wer sich über Jahrhunderte halten und dann noch ein gewisses Vermögen vorweisen kann, versteht überdurchschnittlich viel von Wirtschaft.“
    Das ist so schlim, dass es schon fast wieder schön ist.

  46. Nun, man muss natürlich...
    Nun, man muss natürlich zugute halten, dass die Welt voll ist mit verarmten Adligen, und so manches Haus den Niedergang auch ohne den Russen, den Türken oder die Karolinger aus eigener Kraft vollbracht hat. Sprich: Es könnte noch schlimmer sein.

  47. So, so, Don Alphonso "outet"...
    So, so, Don Alphonso „outet“ sich beruflich, er sichtet also den Nachlaß von reichen Mitbürgern.
    Er ist sowas wie ein „Kunstsachverständiger“, ein „Sachwalter schöngeistiger Dinge“ im weitesten Sinn, was wohl auch folgende „Kunstgegenstände“ einschließt: Literatur bzw. Belletristik, antike Möbel und Inneneinrichtungsgegenstände, Trophäen, Silberkannen, Bilder und Teppiche, Nipp(el)sachen aus Porzellan, etc. Daher auch die vielen schönen Fotos hier im Blog, doch nicht alle aus gesichteten Nachlässen, Don, dann wären die vielen Fotos auch erklärbar ;-)
    In seiner Funktion kommt er viel ‚rum, meist in gemieteten, für den Kunstexperten standesgemäßen Karossen, vielfach in den „gutbetuchten Regionen“ Deutschlands: Bodensee, Tegernsee, Hochtaunus et altera, wobei die Liste schnell endet.
    Die Themen dieses „Zielpublikums“ sind auch seine, wie absentiere ich mich erfolgreich vom „gemeinen Volk“ (um nicht „Pöbel“ zu sagen) ? Wie erhalte ich moralische Werte, nein lassen wir das, materielle Werte vor dem Zugriff des deutschen Steuervogts ? All das sind die täglichen Konversationsthemen mit der bemitleidenswerten, gutsituierten Kundschaft, bei denen der Don „aktiv mitleiden“ muß, deren Argumente er sich aber nicht zu eigen macht, sondern die er in diesem Forum teils kritisch-ironisch, teils empathisch in blumenreicher Sprache vorstellt.
    Schließlich kommen wir ja aus der Weststadt und nicht aus Marzahn und sind Schöngeist, nicht schnöder Techniker bzw. Naturwissenschaftler.

  48. mit Stil verarmen könnte auch...
    mit Stil verarmen könnte auch noch so ein Trend werden.

  49. Irgendwo las ich, dass der...
    Irgendwo las ich, dass der Herr zu Guttenberg aus einer „Trockenbau-Monarchie“ stammt und insofern dem Müllermeister an wirtschaftlicher Kompetenz in nichts nachsteht.

  50. Zwischen Überlingen und...
    Zwischen Überlingen und Meersburg ist die Polizei lediglich auf der Suche nach Kiffern.

  51. <p>Äh, nein. Ich besuche...
    Äh, nein. Ich besuche Auktionen, und das Bild, von dem man oben zwei Ausschnitte sieht, hat es mir so angetan, dass ich auf der Vorbesichtigung war.
    Ich bin ein Opfer der Mutter eines Freundes, deren Haus voller Chinoiserien war, meiner Grosstante, die ein sagenhaftes Geschick für die Rettung von Biedermeiermöbeln besass, meiner Grossmutter, die nie etwas wegwarf, und meiner Lieblingszeitschrift World of Interior. Ich bin ein ziemlich extremer Mensch, wenn es um Nachhaltigkeit geht, und rechne dabei nicht in meiner Lebenszeit. Ausserdem habe ich ein paar Fächer aus dieser Richtung studiert.
    Meistens sitze ich in meinen beiden Wohnsitzen und fahre mit dem eigenen Auto, aber wenn jemand auch dorthin will, nehmen wir auch mal dessen Auto, und so war das auch am Bodensee, wo ich das Steuer auf der Heimfahrt übernommen habe. Ich liebe Bayern, die Berge und Italien, aber nicht, weil es reich ist. Hochtaunus finde ich schrecklich, und habe es in meinem Roman auch entsprechend spiessig dargestellt.
    Das Thema dieses Blogs ist, über das öffentlich zu reden, worüber man nicht redet, und dabei beide Seiten der Mauer zu betrachten, die die Klassen trennt. Es ist ein Blog über Klassen, die es gibt und die in der Demokratie gern negiert werden. Das finde ich schade, denn Klassen sind spannend und höchst unkorrekt. Zum Beispiel gibt es im beschriebenen Viertel, in dem alle reich sind, niemanden, der sich als reich bezeichnen würde. Da tun sich Konfliktfelder und Spannungen auf, da stimmt etwas nicht mit dem Selbstbild, und darauf reagiert diese Kunstfigur des Don Alphonso mal so und mal so. Man darf ihn gerne dumm finden, denn er ist nicht weise angelegt. Man darf ihn auch verachten, denn er braucht keine Freunde. Vermutlich aber kann man an ihm das eine oder andere lernen, was so sonst nicht geschrieben steht. Es gibt zum Beispiel so gut wie nichts zum Thema Geldverbringung in die Schweiz aus der Perspektive derjenigen, die es tun. Das, denke ich, sollte man ändern.

  52. Bitte um Nachsicht:...
    Bitte um Nachsicht: „Trockenbau-Dynastie“ muß es korrekterweise heißen:
    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Guttenberg-CSU-Wirtschaftsminister;art122,2726836
    Und ich lege Wert auf die abschließende Charaktereigenschaft „Der stets korrekt gekleidete und frisierte Guttenberg ist verheiratet und hat zwei Kinder.“, was ihn endgültig „ministrabel“ macht.

  53. Es waren keine typischen...
    Es waren keine typischen Kiffergölfe, die da angehalten wurden, aber selbst wenn: Wie fies ist das, wenn man sich downdressed, das Auto vom Sohnemann nimmt und das Geld unter dem Müll auf dem Rücksitz verbirgt – und dann fliegt man damit auf einer Kifferkontrolle auf?

  54. Gold im Kilobereich mag schwer...
    Gold im Kilobereich mag schwer eintauschbar sein in der Krise. Mit Krügerrändern aber dürfte man sein Geld sicherer haben als in Franken. Und wem die Krügerränder noch zu riskant sind, nimmt halt Silbermünzen. Wenn ich das richtig erspüre- ich hatte Ende 2007 die Wahl zwischen geilen Anlagen wie z.B. Lehmann-Papieren oder Silber und habe mich gegen den Rat der Fachleute für das riskante Silber entschieden-werde ich dieses Jahr wohl einen hübschen Gewinn mitnehmen.

  55. "Kiffergölfe" :-D - super!...
    „Kiffergölfe“ :-D – super!

  56. Kiffergolf hin - Kiffergolf...
    Kiffergolf hin – Kiffergolf her, wer mehr als 10 TEuronen im PKW mitnimmt, lebt immer gefährlich. Und wenn das Geld in der Aldi-Tüte unter Müll auf dem Rücksitz liegt, ist die Meldung ans Wohnsitzfinanzamt unumgänglich (auch schon bei weniger als 10 TEuronen, Ermessensspielraum der Beamten).
    Erstes Kriterium für sogenannte „Verdachtslose Kontrollen“ der Bundespolizei (vormals Zoll und Bundesgrenzschutz) ist das PKW-Kennzeichen, „einheimische“ Kennzeichen am Bodensee (KN oder FN) reduzieren das „Rauswink-Risiko“ ungemein. Es sei denn, es ist die Landespolizei, und die sind auf lokale Kiffer aus ;-)

  57. Wenn die Volvos jetzt zwecks...
    Wenn die Volvos jetzt zwecks Schwarzgeldsuche angehalten werden, sollte mans wohl doch besser mit dem alten Bugatti versuchen. Formschoen wie Bild 3. Und unterm Kotfluegel (sic!) ist sicher noch Platz fuer die Plastiktuete mit – nun ja – Vrenerli. Oder einfach Papiergeld. So einen Wagen
    http://www.welt.de/vermischtes/article2961680/Seltener-Bugatti-stand-50-Jahre-lang-in-der-Garage.html
    winken auch Zoellner gerne durch. Noch sicherer waers mit einer Don Alphonse hinterm Steuer (das Durchwinken), aber fuer den Wagen steigt das Risiko dann mit. Also: Keine Fluchtwaehrung ist perfekt. Aber sie darf ja zumindest perfekt aussehen.
    Ein SLK, und dann noch verschmutzt, macht eben nicht mal mehr auf der Flucht was her. Hat Don Alphonso denn eine ADAC-Bugatti-Pannenstatistik?

  58. Ich kann die Route Tegernsee...
    Ich kann die Route Tegernsee -> Achenpass ->Innsbruck ->Reschenpass ->Stilfser Joch -> Graubünden nur empfehlen. Äh. So als Tour mit dem Auto. Eine Barchetta mit Miesbacher Kennzeichen und vielen Beulen ist kein Grund, jemanden anzuhalten.
    Allerdings möchte ich nochmal betonen: Es ist nicht verboten, in der Schweiz ein Konto mit normal versteuertem Geld zu haben. Selbst wenn der Staat da ein Gewese macht. Und auch, wenn manche Raibas im Bodenseeraum keine Konten für Deutsche eröffnen. Zuoz, St. Moritz und Davos sind sowieso schöner, wie auch die Strecke.

  59. <p>Driver, das mit dem...
    Driver, das mit dem Oldtimer sieht leicht aus:

    Aber der Herr mit dem Mercedes Cabrio blieb auf 2400 Meter Höhe auf der italienischen Seite liegen. Und ich kam in Müstair an. Ich glaube, ich könnte auf einen „Italian Job“-Moment mit einem Haufen Geld neben einem Oldtimer mitten auf dem Stelvio dann doch verzichten.

  60. Werter Don, für Sie als...
    Werter Don, für Sie als Buch-Autor und passionierten Bergwanderer hätte ich da noch eine Buch-Bestseller-Idee parat, Arbeitstitel „35 idyllische und abgeschiedene Wanderwege im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet“. Beim unzweifelbar riesigen Erfolg eines solchen unscheinbaren Wanderführers könnte die Fortsetzung „40 idyllische und abgeschiedene Wanderwege im deutsch-österreichischen Grenzgebiet“ heißen. Beide Titel müssen handliche, leicht verstaubare Taschenbücher sein, eine Wanderkarte mit Routenbeschreibung hebt jeweils den ideellen Wert ungemein. Die Bücher landen natürlich ganz unschuldig in der Reiseführer-Abteilung des Buchhandels und nicht auf dem Index wie die speziellen „Lebenshilfen“ des Autoren-Kollegen Anton-Rudolf Götzenberger, der in seiner „Staatsgefährdung“ dicht auf Jerome D. Salinger und seinen „Catcher in the Rye“ folgt, welcher ja offensichtlich Pflichtlektüre für Mörder und Attentäter ist.
    Die meisten Schwarzgeldtransporteure fliegen doch auf, weil sie „ausgetretene Pfade“ nutzen, ob nun unterwegs im „Kiffergolf“, im Volvo mit falschem PKW-Kennzeichen, im falschen Zug oder auf der Bodenseefähre. Bleibt was, ja richtig, die Fortbewegung auf des „Schusters Rappen“. Wenn eins sicher ist und man sich die Physiognomie des durchschnittlichen deutschen Bundespolizeibeamten ansieht, dann weiß man genau, die können sich nicht weiter als 1 km von ihrem fahrbaren Untersatz wegbewegen, was die grüne Grenze zur unkontrollierbaren No-Go-Area für die Staatsgewalt macht.
    Werter Don, warum nicht Promi-Autoren wie Manuel Andrack (ehemals Harald Schmidts Assi in grauen Vor-Pocher-Zeiten) kopieren und „eingängigere“ Regionen und Buchtitel finden als „Du musst wandern: Ohne Stock und Hut im deutschen Mittelgebirge“. Der Titel ist ungefähr so plakativ wie „Wanderer, kommst du nach Liechtenstein, geh nicht vorbei, tritt mitten rein.“

  61. Bei allem Verständnis für...
    Bei allem Verständnis für Steueroptimierung, aber Liechtenstein nun ist ein Land, das man stilvoll nur im Schützenpanzer anfahren sollte. Grundlegende Ratschläge – wie etwa die Schweiz nie direkt anfahren – sind Bestandteil jedes besseren Tennisclubabends. Allerdings sind auch Wanderer nicht sicher, ganz im Gegenteil:
    http://www.blick.ch/news/schweiz/artikel64698
    Ich kann wirklich nur raten, keine krummen Touren zu machen, sondern ab und zu mal in die Schweiz zu fahren.

  62. D A: "In der Suppe schwimmen,...
    D A: „In der Suppe schwimmen, sie aber nicht trinken – das ist wohl das angemessene Lebenskonzept. Manche werden sagen, es sei opportunistisch, ich aber sage, Gelegenheiten soll man nützen.“
    Was ist es, das einen kultivierten Menschen gegen die eigenen Erkenntnis handeln läßt? Bequemlichkeit, Unaufrichtigkeit gar?
    Wie sagte es der Großvater Guttenberg, der Format statt Pomade hatte, in seinen Memoiren, den „Fußnoten“, so treffend, nachdem er kurzzeitig Sympathie für H. Wehner empfand, ihn dann jedoch näher kennenlernte: „Ich war um eine Erfahrung ärmer“.

  63. Was ich damit meine: Die...
    Was ich damit meine: Die Unfähigkeit, die Klasse zu schätzen, gepaart mit der Unfähigkeit, ausserhalb der Klasse zu existieren. Die Klasse zu kennen, ohne die Klasse zu sein.
    Das Problem ist ja nicht nur die Mauer, sondern auch die Unzumutbarkeit dessen, was jenseits der Mauer kommt. Und dergestalt kann man wenigstens darüber berichten, ohne nur fremder Besucher zu sein. Das ist dann auch der Grund, warum sich das hier so anders als Vanity Fair, AD und diverse Konsumentenbeilagen liest.

  64. Ich stimme zu, der bipedale...
    Ich stimme zu, der bipedale Transfer des realen Geldes ist dem digitalen Transfer (bei dem wegelagererartige Gebuehren anfallen) vorzuziehen. Allerdings ist auch das Gewicht des Papiers nicht zu unterschaetzen. Gil Grissom konnte so in Vegas schon einen Versicherungsbetrug aufklaeren: Der Inhalt des Tresors war einfach zu schwer zum Wegtragen. Wieviel (Summe und Gewicht) past denn in einen zuenftigen Wanderrucksack??
    Das mit der „Physiognomie des Staatsdieners“ moechte ich nicht kommentieren. Vielleicht muessen die auch einfach immer in deutschen Autos herumfahren, weil die Lobby das ausgehandelt hat. Aber mit 20kg Gepaeck plus Verpflegung koennte auch der eine oder andere Wandersmann bald alt aussehen. Wie schuetzt man die Fracht gegen Naesse und Kaelte?
    Es tauchen weitere Stilfragen auf bezueglich des dezenten Barchetta-Parkplatzes, der waidmaennischen Kleidung und des unvermeidlichen „Mobil-Muells“ fuer den Notfall. Oder gilt auch auf dieser Route die goldene Regel: Kein Spass ohne Risiko … ?

  65. Zitat: !(...) ein...
    Zitat: !(…) ein Bankgeheimnis, das teilweise erklärt, warum unser Staat maximal die Einfuhr von 10.000 Euro pro Person und Reise erlaubt.“
    Das ist falsch. 10.000 Euro darf man ohne Anmeldung in die Schweiz einführen. Wenn Sie es vorher angeben, dürfen Sie so viel Geld in die Schweiz einführen, wie es Ihnen beliebt. Formulare für ehrliche Steuerzahler gibt es in jedem Zollamt.

  66. D A: Das mag Ihnen (in diesem...
    D A: Das mag Ihnen (in diesem Blog) nicht gefallen: aber Ihre Antwort (besonders der 1. Abs.) ist für mich ansprechend und überzeugend. Vielleicht war meine Kritik (ebenso gestern in Ihrem Blog) auch von der Unfähigkeit des Kegeljungen geprägt, den Wurf desjenigen, der in der Öffentlichkeit kegelt, fachgerecht zu beurteilen.
    Was la Barchetta betrifft (s. 13.30 Uhr), hätte ich Ihnen gern meine Hausstrecke von Bozen zum Karersee empfohlen. Aber die hat man wegen übervoller Geldspeicher in Alto Adige durch jährlich einen Tunnelneubau nun endgültig wohnmobil- und Astra-kompatibel gemacht. Und trotzdem hat „mein“ See mehr zu bieten als Ihrer.

  67. Excellent timing: Die beiden...
    Excellent timing: Die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse sind laut NZZ gerade im Begriff, noch diese Woche neue Milliardenrekorde an Verlusten aufzustellen.

  68. Hell&Schnell, wenn ich mehr...
    Hell&Schnell, wenn ich mehr als 10.000 Euro exportiere und angebe, dann hat das mit Bankgeheimnis nichts mehr zu tun. Und gerade, wenn ich mein geld schon nach allen Regeln versteuert habe, finde ich, dass es dann wirklich genug ist mit dem Wissen des Staates. Ob ich es nun ohne Zinsen als Bargeld in ein Schweizer Safe lege oder in Verbier 10 Flaschen Champagner auf der Piste auskippe, ist meine Sache.

  69. Bitte verzeihen sie die Frage...
    Bitte verzeihen sie die Frage aber gibt es einen Zusammenhang zwischen DonAlphonso hier und DonAlphonso der blogbar.de führt?

  70. Der Don Alphonso hier ist eine...
    Der Don Alphonso hier ist eine Kunstfigur und hat ein spezielles Thema, der Don Alphonso dort ist sein Autor und hat ein ganz anderes Thema.
    dunnhaupt: Das war absehbar, aber wie schon oben erwähnt, ist das eher kein direktes Schweizer Problem. Wenn die HBOS und RBS in Londom pleite gehen, haben London, Dublin und New York ein Problem. Sollten die UBS und die CS pleite gehen, haben neben Zürich auch London, Dublim und New York ein Problem.

  71. Die Flucht in den Schweizer...
    Die Flucht in den Schweizer Franken bzw. vor dem deutschen Steuervoigt ist absolut klassenübergreifend in Deutschland. Darin unterscheidet sich das Bürgertum in nichts von anderen gesellschaftlichen Klassen.
    Das zeigt schon der Querschnitt des Publikums, das in gewissen Geldhäusern im Aufzug in den diskreten 2. Stock ins „Private Banking“ gefahren wird. Das südlich der Landesgrenzen liegende Vermögen von Deutschen dürfte höher sein als das im Inland angelegte, ganz genau weiß das natürlich niemand, nur der BND interessiert sich brennend dafür und ist gern bereit, deutsche Steuergelder in unbegrenzter Höhe zwecks Informationsbeschaffung zu „investieren“, wie wir aus jüngster Vergangenheit wissen.
    In Zeiten, wo dreistellige Milliardenbeträge des Steuerzahlers in Banken und Garantien für Industrie-Arbeitsplätze „investiert“ werden, heiligt der Zweck, Steuermehreinnahmen zu tätigen, natürlich jegliches Mittel, an kompromittierende Informationen gegen Steuerpflichtige zu kommen. Steinbrück: „Die 5 Millionen waren das beste Geschäft meines Lebens.“
    Und natürlich gibt es nur ganz wenige wie Don Alphonso, die die Erträge ihres Schweizer Kontos beim heimischen Finanzamt am Tergernsee deklarieren. Damit darf sich der Don auch der besonderen Aufmerksamkeit seines Sachbearbeiters auf dem Finanzamt erfreuen, wahrscheinlich wird sich noch ein Betriebsprüfer um den guten Don kümmern nach dem Motto, wer schon was da drüben hat, der könnte ja noch mehr dort verstecken. Mit ziemlicher Sicherheit ist ein offizielles Konto in der Schweiz ein massiver Verdachtsgrund für Steuerhinterziehung.

  72. Driver, jeder muss selbst...
    Driver, jeder muss selbst wissen, was er tut. ich würde da keinem was einreden, ich würde mich an die Gesetze halten und das tun, was möglich ist, ohne dass ich es lang und breit erklären muss. Ich würde zu Fuss allerdings nicht über die Berge wandern, sondern eher irgendwo im Vinschgau einen Schweizer Postbus nehmen, was jaa auch sehr nett ist. Zu meinem Erstaunen jedenfalls war oben am Umbrail weder ein Italiener noch ein Schweizer zu sehen, keiner hat mich aufgehalten ode irgendwas gefragt. Das war am 10. Oktober, als alles knapp vor dem Crash war – vielleicht sind die Zöllner auch zusammen runter ins Tal und haben alles in der Schweizer Sicherheit geparkt.
    Generell finde ich, dass man die Flucht der Währung keinesfalls als schnöden Geldtransport auffassen sollte, sondern als kulturelle Bereicherung und lebende Tradition. Ich würde dringend raten, in Müstair eine Tuorta da Nusch zu kaufen, in Naturns in der goldenen Rose zu nächtigen und zu essen, über Meran und das Cafe Imperial heimzufahren, auf jeden Fall auch das Cafe Häusler in Sterzing zu besuchen, bei Rossi Wurtwaren zu kaufen und –
    wissen Sie was? Wir machen das anders. Wenn es Frühling wird, bringe ich einen symbolischen Euro mit der Barchetta in die Schweiz, und berichte dann hier darüber.

  73. Delphinmetzger, das hier,...
    Delphinmetzger, das hier, soviel ist klar, ist nicht der FAZ-Kuschelclub, hier darf man sich reiben und auch erbost sein, denn es wird heiss und scharf serviert. und gegessen, was auf den Tisch kommt. Gerade beim weinerlich besprochenen Thema des sozialen Ausgleichs und der Chancengleichheit sollte man nicht so schreiben, dass die unten freudig nicken und die oben mokant lächeln. Ich schreibe keine Plaster, ich packe Salz in Wunden. Und wenn keiner zufrieden lächeln kann, ist es gerade recht.
    Umverteiler, das halte ich für übertrieben. Denn 1. liegen bei den Deutschen 8 Billiarden auf der hohen Kannte. Soviel Platz ist in der ganzen Schweiz nicht. Und ich muss 2. bedauern: Für jemanden, der aus beruflichen Gründen sowieso dauernd in den Alpen unterwegs ist, sind Konten im Ausland bei kleinen Kassen völlig normal. Bei Julius Bär und Co. wäre das sicher was anderes, aber das ist nicht meine Welt. Meine Überlegung sieht einfach so aus, dass ich, sollte der Euro hier dem britischen Peso folgen, ich ohne Müh an Bahnhofswechselstuben und Vorbestellung bei der Bank mit einer Überweisung mein Geld zu Franken machen möchte. Das ist alles.

  74. Ne, ne, Don, das kann man doch...
    Ne, ne, Don, das kann man doch nun wirklich nicht vernünftigen, intelligenzbegabten Foristen weismachen:“wenn ich mehr als 10.000 Euro exportiere und angebe, dann hat das mit Bankgeheimnis nichts mehr zu tun. Und gerade, wenn ich mein geld schon nach allen Regeln versteuert habe, finde ich, dass es dann wirklich genug ist mit dem Wissen des Staates. Ob ich es nun ohne Zinsen als Bargeld in ein Schweizer Safe lege oder in Verbier 10 Flaschen Champagner auf der Piste auskippe, ist meine Sache.“
    Also ne, kein vernünftiger Mensch gibt seinen Kapitalexport von mehr als 10.000 Euro in die Schweiz beim Zoll an, der Wisch liegt spätestens eine Woche später beim heimischen Finanzamt vor mit absolut totsicherer Nachfrage, ob die 10 Flaschen Champagner wirklich auf der ohnehin schon vereisten Piste in Verbier ausgekippt wurden. Und das „ohne Zinsen ins Fach legen“ ist auch ziemlich weltfremd, wovon werden die Safe-Gebühren bestritten, aus der unverzinsten und auch im SFR der Inflation unterlegenen Substanz ? Und dass bereits „rechtmäßig versteuertes“ Geld dem Wissen des Staates entzogen werden sollte, davon war auch der niederrheinische Adel der Zum Winkels überzeugt.
    Außerdem hat der Staat innerhalb einer möglichen Hartz IV Prüfung ein Recht darauf zu erfahren, ob im ausländischen Wertfach noch Bargeld in Hinsicht eines verwertbaren Vermögens rumliegt. Also ist korrekterweise ein Verschaffen von Bargeld ins nicht mitteilungspflichtige Ausland an sich schon ein Verbrechen gegen den Sozialstaat ;-)

  75. Ich halte diesen Aspekt von...
    Ich halte diesen Aspekt von Hartz IV für hochgradig unerfreulich, und würde er mich treffen: Ich würde das Geld einfach durchorgeln. Grad mit Fleiss. Oder zumindest so umsetzen, dass ich noch was davon hätte. Das Problem, das wirklich schlimme Problem ist, dass dieser Aspekt sich gegen absturzgefährdete Bürger richtet und es ihnen extrem schwer macht, auf Basis ihres – zumeist gewohnten und obendrein sauber erarbeiteten – Polsters wieder aus dem Loch zu kommen.

  76. 8 Billionen "Volksvermögen"...
    8 Billionen „Volksvermögen“ könnte stimmen, wobei der gesamte Immobilienbestand (wie der Name schon sagt) nicht mobil ist. Grob die Hälfte des Volksvermögens „steckt“ in Immobilien, so dass wir „nur noch“ von 4 Billionen Geldvermögen sprechen. Was davon wirklich im Ausland liegt, wissen nur die sprichwörtlichen Gnome.
    Was mich ja ungemein interessieren würde, der Statistik aber nicht zugänglich ist, schafft die Abgeltungssteuer eine Repatriierung oder zumindest einen Stopp des Vermögensabflusses aus D in Richtung Süden ? Vordergründig würde ich sagen: ja, 26KommaIrgendwas Prozent Maximalbesteuerung sollte jedem „Großkapitalisten“ doch entgegenkommen, aber der Vertrauensverlust und das Mißtrauen gegen den deutschen Staat und dessen Einstellung zu Eigentum und Bankgeheimnis/Persönlichkeitsrechte dürfte überwiegen. Es dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis jede Geldtransaktion mit der 11-stelligen Steueridentifikationsnummer von Sender und Empfänger ausgestattet werden muß, wir dürfen hier großes Vertrauen in das großkoalitionäre Gespann Schäuble/Steinbrück setzen.
    Wie sagte doch ein Blogger an anderer Stelle, hier Grundgesetz Artikel 14 „Eigentum verpflichtet, Enteignungen zugunsten des Gemeinwohls sind möglich“, dort Artikel 26 der Schweizer Verfassung „Das Eigentum wird gewährleistet“.

  77. @ Coin
    "Zwischen Überlingen...

    @ Coin
    „Zwischen Überlingen und Meersburg ist die Polizei lediglich auf der Suche nach Kiffern.“
    Meine Kiffer-Zeiten haben geholfen mir vorzustellen, wie es sich anfühlen muss, sich von schweizer Zöllnern in verdächtig unrote Augen schauen zu lassen.

  78. Auf das Risiko hin, einige der...
    Auf das Risiko hin, einige der Diskussionsteilnehmer nachhaltig zu desillusionieren: das Schweizer Bankgeheimnis ist inzwischen fast genauso löchrig wie ein Schweizer Käse. Eidgenössische Banken unterliegen wie alle anderen europäischen Institute den Pflichten zur Geldwäschebekämpfung (andere Rechtsgrundlage, selbes Prinzip), so daß sich eine Bank bei fast allen Transaktionen über die Identität des Auftraggebers und die Herkunft der Gelder Klarheit verschaffen muß. Das Nummernkonto ist schon vor Jahren ein Kollateralopfer der EU-Bürokratie geworden. Schweizerische wie deutsche Banken unterliegen beide grundsätzlich der Verschwiegenheitspflicht über ihre Kunden, solange kein Verdacht auf eine Straftat besteht. In dem Fall kann ein Land per Rechtshilfe um Auskunft ersuchen, und sofern die Straftat in beiden Ländern kriminalisiert ist, sind Schweizer Banken genauso auskunftspflichtig wie jedes deutsche Institut. Die feinen Unterschiede liegen in der Frage der Schweizer Straftatbestände – und bestimmte Formen der Steuerhinterziehung fallen dort gerade nicht darunter. Die Deklarierungspflicht am Grenzübergang hat nichts mit Steuer- oder Kapitalflucht zu tun, sondern ergibt sich ebenfalls aus den Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung.
    Unterscheide also:
    Verbringung von unversteuerten Einkünften ins Ausland (z.B. aus Nebenverdienst als Wanderführer im Grenzgebiet) ist Hinterziehung der Einkommensteuer. Überführung nach Versteuerung hingegen, um dem drohenden „Euro-Peso“ (Don) auszuweichen, ist keine Straftat – die Verheimlichung von im Ausland angefallenen Kapitalerträgen hingegen sehr wohl wieder (zumindest bei uns). Rechtmäßig erworbene und versteuerte Beträge von mehr als 10.000 Euro nicht zu deklarieren läuft dem Zollverwaltungsgesetz zuwider, ist aber nur eine Ordnungswidrigkeit.
    Und wenn Sie das Geld in der Schweiz nur ausklenkern oder gebündelt in den Safe legen wollen, ist das dem deutschen Staat tatsächlich herzlich egal, in beiden Fällen geht er ohnehin leer aus. Der Don hat also prinzipiell Recht, das ist in der Tat seine Sache. Vielleicht können Sie sogar die Schließfachmiete gegen eventuelle andere Kapitalerträge aufrechnen (Ihr Steuerberater hilft bestimmt gerne weiter bei den Feinheiten der Anlage KAP). Wobei ich die Idee mit dem Sprudelwasser charmanter finde… hört sich nach mehr Spaß an.

  79. ... das ist jedenfalls mein...
    … das ist jedenfalls mein unqualifiziertes Verständnis des Sachverhalts. Da ich aber selbst noch keinen Anlaß hatte, mich in solchen Angelegenheiten in hügeligen Nachbarländern rumzutreiben (und kein Steuerberater bin), lasse ich mich gern eines besseren belehren!

  80. Ich kann ja verstehen dass der...
    Ich kann ja verstehen dass der Don bemüht ist hier den Eindruck zu erwecken, lediglich versteuertes Geld in die Schweiz zu bringen – wir sind immer noch auf der FAZ-Homepage.
    But let’s get real for a second……:
    Wenn der erwartete Gewinn das erwartete Risiko übersteigt, dann macht man es halt. Das ist reiner Instinkt. Weil aber das Risiko mit steigenden Beträgen einfach nicht proportional mitwächst tut man es eben tendenziell erst in der Region Zumwinkel. Drunter ist es eher ein Ausdruck von Dummheit.
    So einfach ist das.
    Das mit dem sozialen Aspekt ist eher nur für eine Minderheit der potenziellen Täter ein Thema, das war auch schon immer so.
    Bei mir weckt das Thema Bargeldschmuggel Erinnerungen an gute alte Zeiten. Darum jetzt mal ein möglicherweise nicht ganz ernst gemeintes Angebot:
    Ich nehme 2% plus Spesen, und schaffe jedem vertrauenswürdigen Interessenten die Scheine mindestens 100km rein in die Schweiz an einen Ort seiner Wahl. Meine Referenzen: 6 Jahre (bzw mehrere Zentner) Marihuanaschmuggel (CH-D sowie NL-D) ohne einmal aufgeflogen zu sein.
    Wer selber losziehen will:
    Es gibt eine Menge besserer Möglichkeiten als sich einfach ins Auto zu setzen und loszuheizen. Einige hier haben das schon angedeutet.
    Allerdings gehört schon mehr dazu als die richtige Verkleidung und Reiseroute. Man muss es tun um der Sache selbst willen, denn es ist eben auch ein sehr schönes Spielchen.
    Der Moment unmittelbar nachdem man den auf der Lauer liegenden Beamten gelinkt hat ist vermutlich mehr wert als jeder finanzielle Gewinn aus der Aktion. Jedes Mal aufs Neue. Und ich vermisse dieses Gefühl, denn ich bin allein aus familiären Gründen nicht mehr dabei.
    Ich kann jedem nur raten sich ganz genau zu überlegen, warum er das tun will. Grundvoraussetzung ist ein absolut reines Gewissen, man sollte direkt stolz darauf sein.
    Dann fällt auch das Nachdenken über die Art der Durchführung leichter. Denn man muss dabei völlig mit sich im Reinen sein. Schliesslich wird man in die Haut einer Art Kunstperson schlüpfen, gegen die Don Alphonso noch ein offenes Buch ist.
    Man sollte durch die Augen des Beamten auf sich selbst schauen, das ist eigentlich der Kern der Sache.
    Also, wer sich das zutraut, dem kann ich nur sagen: Viel Vergnügen!
    Wenn ich mir die Klientel allerdings genauer vorstelle so muss ich sagen, dass es trotz der Vorteile hinsichtlich des Volumens des Schmuggelguts im Vergleich zu Marihuana erheblich schwerer ist. Denn Geld sieht man den Leuten weniger an, daher muss man extrem perfekt sein bei der Camouflage.
    PS: DER VERFASSER DISTANZIERT SICH HIERMIT AUSDRÜCKLICH VON SCHMUGGEL JEDER ART UND MÖCHTE NIEMANDEN AUFFORDERN ODER ANLEITEN, KRIMINELLE HANDLUNGEN ZU BEGEHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    HAHAHAHAHAHAHA

  81. hey Don, noch eine Bitte um...
    hey Don, noch eine Bitte um ein kurzes Statement.
    falls mein Beitrag doch zuviel des Guten war, dann lass es mich doch bitte wissen. Letztlich wollte ich den potenziellen Bargeldtouristen nur mal zeigen dass es keine Kleinigkeit ist sowas erfolgreich durchzuziehen, ohne sich dabei vollends auf sein Glück verlassen zu müssen.
    Wer dazu in der Lage ist, braucht keine Anleitung. Und wer es nicht drauf hat, der sieht es vll ein wenn er das gelesen hat, hmmmmm?

  82. Übrigens: Gratulation zum...
    Übrigens: Gratulation zum „Meistgelesenen Blog“ der FAZ-Homepage.
    Ich kenne die anderen nicht, aber Du hast die Ehre mit Sicherheit verdient!

  83. Der Schreibstil ist locker,...
    Der Schreibstil ist locker, leicht und angenehm zu lesen, das muss man dem Autor zugestehn.
    Aber der Inhalt dieses Artikels ist sowas von reaktionär, konservativ und gründet auf einem Menschenbild, dass ich sehr verachtenswert finde:
    Wenn die sogenannten Reichen das Rísiko eingehen, dass eine so rasch angestrebte Vermögensentwiclung mit sich bringt, dann müssen sie auch akzeptieren, dass dies mal nach hinten losgehen kann, das ist eine logische Konsequenz derselben.
    Die Meinung des Autors hat einen zynischen Charakter, da es nunmal Fakt ist, dass Lohnarbeiter bei Gewinnen der Reichen nix davon haben, wenn diese sich allerdings mal verspekulieren, müssen die Steuerzahler in Form des Staates ran.
    Und dann wird sich noch über das Risiko der Reichen bei der ach so wirtschaftsfördernden Spekulation beschwert!
    Ist das nicht ein Witz dieser Appel?!
    Wozu braucht man überhaupt Aston Martin hierzulande? Damit sich eine Minderheit von der Mehrheit abheben und sich feiern kann? Wenn es weniger Aston Martin Käufer gibt, wird das Geld eben in andere Wirtschaftszweige investiert, wo besteht hier die dringende Notwendigkeit?!
    Ich könnte diesen Text noch weiterführen, doch ich denke, es ist einigermaßen deutlich geworden, dass der Inhalt dieses Feuilletons so ziemlich nichtssagend und zumindest fraglich ist.
    Vielen Dank für Lesen!

  84. Lieber JAJA, Sie werden...
    Lieber JAJA, Sie werden tausende von Artikeln finden, die gar nicht aufhören können sich zu empören über Perversion so eines Verhaltens, selbst wenn deren Autoren die Buffets der Industrie wegfressen, mit Rezensionseemplaren schachern und sich anderweitig benehmen, dass es dem Ruf des Standes als korrupte Bande trefflich Vorschub leistet.
    Was Sie nicht finden werden, ist eine ehrliche Debatte über solche Themen, in denen jemand versucht, das Problem von der anderen Seite aus zu thematisieren. Natürlich ist es hier nicht so geschrieben, dass es ernsthaft um Verständnis heuchelte, aber wenn man Probleme besprechen will, sollte man die andere Seite auch kennen. Kein Mensch wird wegen der Krokodilstränen der taz aufhören, Liechtenstein zu besuchen, niemand kümmert sich um öffentliche Moral, wenn es um das eigene Geld geht. Im Übrigen bezweifle ich auch, dass die anderen Klassen irgendwie besser wären.
    Sehen Sie es einfach als radikalen Standpunkt, der sich nicht die Mühe macht, Sie zu belügen. Das ist sicher weniger zynisch als die übliche Empörung der Sonntagsreden, wenn danach grosszügig Schlupflöcher geöffnet werden.

  85. Umverteiler, ich glaube, ganz...
    Umverteiler, ich glaube, ganz so locker ist die Flucht in den Süden auch nicht, dass es jeder gerne macht. Diejenigen, von denen ich das weiss – pikanterweise sind die damit aufgeflogen – würden es wohl nicht nochmal machen. Ich denke, für jeden, den es erwischt, lassen 50 die Finger davon. Insofern würde ich es eher dem Fall Zumwinkel zuschreiben, wenn jetzt etwas Ruhe an der Front eintritt.
    Damenwahl, natürlich ist es dem deutschen Staat theoretisch egal, aber wenngleich ich Herrn Steinbrück so traue, dass ich ihn sogar in die Schweiz mitnehmen würde, weiss man nie, was noch kommt. Die Risikofaktoren sehe ich ausserhalb der Politik, die natürlich ein Recht auf Steuern hat. Ich glaube einfach nicht, dass unser System stabil ist, ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, also schlafe ich besser im Wissen, dass im Falle eines grossen Zusammenbruchs ein wenig Polster an einem höhergelegenen Ort gebracht werden kann, und ich einfach nur schnell was überweisen muss.

  86. de.simonsito, jeder darf sich...
    de.simonsito, jeder darf sich hier um seinen eigenen Kopf und Kragen reden. Steuerhinterziehung finde ich doof, Sicherheiten bilden dagegen ist in meinen Augen ein Recht jedes Bürgers, und die dafür notwendigen Vorsorgen angesichts der Kontrollen muss man eben berücksichtigen, Ich persönlich bin foh um jeden Schwarzgeldfreund, den sie erwischen, und bin nur etwas genervt, wenn ich in eine Strassensperre gerate, obwohl ich nur nach München möchte.

  87. Sehr geehrtes JAJA,
    das der...

    Sehr geehrtes JAJA,
    das der Herr Alphons ein typischer Sprößling einer vormals besseren Familie aus dem süddeutschen Raum ist, der seine Abneigung gegen seine Herkunft ebenso wie gegen sich selbst mit krawattenlosen Prada-Hemden, weißen Apple-Computern und eben einer erheblichen Portion Zynismus zukleistert, dürfte mittlerweile klar sein.
    Nicht absprechen kann man ihm jedoch eine gewisse Pointiertheit im Umgang mit Themen, an die sich die wenigsten Kolumnisten herantrauen, eben weil sie nicht PC sind. Und konservativ wird erst seit der sozialdemokratisierung unserer Gymnasien in den siebziger Jahren als Schimpfwort benutzt.
    Und Eines noch:
    Die Frage, wozu man einen Aston-Martin (hierzulande) braucht, kann nur stellen, wer es bevorzugt, Toyota zu fahren.
    Niemand braucht einen Aston-Martin, ebensowenig wie niemand ein Bild von Kandinski braucht, eine Uhr von Patek Phillipe, eine Villa von Le Corbusier, eine Plastik von Stephan Balkenohl. Aber es ist ein Stück Kulturgut und wenn man einen der aufgezählten Gegenstände besitzt, hegt und pflegt und vielleicht jemandem, der ihn zu schätzen weiß, weitervererbt, verschafft er einem erhebliches Wohlbefinden.
    So sind sie, die Konservativen.
    Herr Alphons,
    ich bitte um Pardon dafür, daß ich Ihre Kolumne in Schutz nehme, Sie wissen, eigentlich versuche ich ja, meine Abneigung gegen Sie aufrecht zu erhalten.

  88. Werter Don, die "romantische...
    Werter Don, die „romantische Verklärung des Bargeldschmuggels“ eines „de.simonsito“ kann sicherlich nicht jeder nachvollziehen, ängstliche Seelen oder gesundheitlich Angegriffene sollten einfach Abstand nehmen von solch nervenaufreibenden bzw. blutdrucktreibenden Abenteuern ungeachtet der von „Damenwahl“ wohl treffend dargestellten juritischen Situation, was steuerlich erlaubt ist und was nicht.
    Es soll aber auch Zeitgenossen geben, die einen gewissen „Kick“ erleben, etwas eigentlich Unrechtmäßiges (oder für unrechtmäßig Gehaltenes) zu tun. Diese Adrenalinausschüttung „werde ich erwischt oder bin ich schlauer als die Beamten“ scheint das moderne Pendant zum atavistischen „Jagdfieber“ des Höhlenmenschen zu sein, die „Gefahr des eigenen Untergangs“ auf der einen Seite, die Belohnung durch den den Jagderfolg auf der anderen Seite.
    Übrigens gibt’s denselben Kick, etwas vermeintlich Illegales zu tun, auch für Leute wie Don, die nur ganz ehrlich und gesetzeskonform das bereits in D versteuerte Geld in einem Schweizer Schließfach deponieren, selbst bei weniger als 10.000 Euro im Cabrio ;-)
    Ich kann’s jetzt mangels Erfahrung nicht mit Tandem-Fallschirmspringen oder Bungee-Jumping vergleichen und weiß auch nicht, ob es sich als normaler „Wochenend-Nervenkitzel“ eignet nach dem Motto „was machst Du Aufregendes am nächsten Wochenende“ – „och, nur ’n bißchen vermeintliches Schwarzgeld über die Grenze und zurück tragen“.

  89. Wer im Übrigen meint, dass...
    Wer im Übrigen meint, dass Vorsorge nicht nötig wäre und die da ben schon wüssten, was zu tun ist:
    http://ftalphaville.ft.com/blog/2009/02/10/52272/within-24-hours-the-world-economy-would-have-collapsed/
    Da gab es also am 18. September noch so einen elektronischen Bank Run in den USA, jaja. Und ich frage mich schon, wie oft man den noh bremsen kann.

  90. Journalisten-Artikel über...
    Journalisten-Artikel über lustiges Vermögenverschieben finden entgegen Dons Meinung durchaus statt. Zwar etwas älter von 2004, aber hat was:
    „Obwohl die Freigrenze für jede Person noch bei 15.000 Euro Bargeld liegt, gehen den Beamten immer mehr Schwarzgeld-Schmuggler ins Netz. Im vergangenen Jahr fanden die Zollbeamten im Mieder einer Seniorin aus Berlin 88.000 Euro, aus dem Büstenhalter einer 62-Jährigen aus Hessen quollen 19.000 Euro. Eine Frau aus Nordschwaben holte bei der Kontrolle einen Gefrierbeutel mit 14.500 Euro aus ihrem Schlüpfer, zwischen den Scheinen fand sich zusätzlich ein Notizzettel über ihre sämtlichen Schwarzgeldanlagen. “
    Quelle dieser erfreulich kreativen, und sehr privat-bürgerlichen Ideensammlung: http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,288659,00.html

  91. Auch ein ganz erhellender...
    Auch ein ganz erhellender Bericht zum Thema:
    http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,599671,00.html

  92. "O*el A*tras"

    Diese...
    „O*el A*tras“
    Diese Schreibweise ist inzwischen nicht mehr chick, sie ist das was man gemeinhin InternetKanakisch nennt.
    #k.

  93. Ich habe versprochen, hier...
    Ich habe versprochen, hier keine unanständigen Wörter zu verwenden, also muss ich, sobald es um Rüsselsheimer Strassensperren geht, diese Sternchen setzen.

  94. Man sehe dem Unkundigen die...
    Man sehe dem Unkundigen die Frage bitte nach, aber ist der Transport von anderen Wertgegenständen über die Grenze in gleicher Weise reglementiert wie der von Bargeld? Goldbarren beispielsweise müssten doch sowohl in Deutschland wie auch auf der anderen Seite einen annähernd gleichen Marktwert haben.
    Es stellt sich mir eine weitere Frage: Wenn ich als Dienstleistungsunternehmen A-GmbH in Deutschland USB-Sticks verkaufe, auf denen wertvolle Daten gespeichert sind und die die B-GmbH andernorts zum selben Preis abzüglich einer angemessenen Gebühr zurückkauft, woraufhin die A-GmbH wieder zum vollen Preis bei ihr kauft, fallen nach meiner Auffasung nur Steuern für den Gewinn der B-GmbH an, sehr rechtens, aber der Kunde befindet sich mit seinem Bargeld in der Schweiz. Um keinem Geldwäscheverdachtsgesetz zu unterfallen kosten die USB-Sticks € 6000 hier und € 5800 dort. DIe A GmbH und B GmbH handeln ganz offiziel und überweisen sich ihr Geld.
    Es dürfen auch andere wertvolle und unauffällige Gegenstände gehandelt werden, bei konsequentem Weiterdenken Inhaberschuldverschreibungen. Gibt es nach der Auffassung der geneigten Barvermögensoptimierer einen Hinderungsgrund?
    Mit sportlicher Freude
    Franz
    Nachtrag: Ein weiterer Beruf, den ein Ehrenmann in der heutigen Zeit ausüben kann, ist die Einfuhr von Trinkalkohol auf flachen Holzboten nach Skandinavien.

  95. Die oben verlinkten...
    Die oben verlinkten Goldvreneli wären in gewisser wohl so ein Fall, nachdem der Nennwet nur 20 Franken ist. Man hört auch recht viel aus den Bereichen Kunstmarkt und Schmuck.
    Irgendwann muss ich mal die Geschichte des M-Preis gleich hinter dem Achenpass aufschreiben, das ist dann der kleine Grenzverkehr der besseren Gesellschaft. Übrigens, zur Zeit der hohen Benzinpreise sah ich oft ganze Kofferräume voller Benzinkanister in Österreich.

  96. Hmmm?
    Mein Apple ist silber....

    Hmmm?
    Mein Apple ist silber.

  97. Ich bin noch mal...
    Ich bin noch mal Spielverderber: grundsaetzlich gelten die Vorschriften fuer Bargeld sowie gleichgestellte Zahlungsmittel, also auch Edelmetalle und Wertpapiere. Legierte Goldmuenzen jedoch, da bin ich ueberfragt.
    In jedem Fall ist die Resonanz auf dieses Thema… eh, „bemerkenswert“?

  98. 20.000 Zugriffe. Mhm. Wir...
    20.000 Zugriffe. Mhm. Wir leben in spannenden Zeiten.

  99. Schon mal was von...
    Schon mal was von Kondatriev-Wellen (Zyklen), ich hoffe ich habe das richtig geschrieben, gehört, treffen die Finanzmärkte so ca. alle 80-90 Jahre, d.h seit der letzen grossen Depression 1929/30 könnte es wieder soweit sein, das es nicht so wie immer ist, d.h. kaufen wenn alle verkaufen, sonderen diese „Krise“ wird die Länder wieder sie sind in die Pleite führen oder glaubt wirklich jemand daran, dass die Schulden jemals bezahlt werden? Das Ende wird erreicht, wenn aus den (aus den Bürgern herrauspressbaren) Staatshaushalten nicht mal mehr die Zinsen bezahlt werden können. Dieser Punkt ist nicht mehr allzufern.
    So, was kann man/frau im Angesicht des Untergangs tun?? Ob die Schweiz dabei hilfreich ist, (zu weit weg vom Rhein/Main-Gebiet), wage ich zu bezweifeln. Vielleicht doch den Champus trinken, statt ihn auf der Piste zu versenken??

  100. Die im Eingangszitat...
    Die im Eingangszitat geäußerte Klage ist die des Schatzbildners, dessen Probleme Marx im 1. Band als Voraussetzung der Kapitalbildung behandelt. Da hier im Blog zudem Silber(waren) thematisch sind, und hinsichtlich der Marxschen Theorie Unklarheiten bereits über die Materiatur der Buchdeckel bestehen, zwischen denen sie sich befindet, lasse ich den Trierer Gelehrten einmal selbst zu Wort kommen:
    „Neben der unmittelbaren Form des Schatzes läuft seine ästhetische Form, der Besitz von Gold- und Silberwaren. Er wächst mit dem Reichtum der bürgerlichen Gesellschaft. ‚Soyons riches ou paraissons riches.‘ (‚Laßt uns reich sein oder reich erscheinen‘) (Diderot.) Es bildet sich so teils ein stets ausgedehnterer Markt für Gold und Silber, unabhängig von ihren Geldfunktionen, teils eine latente Zufuhrquelle des Geldes, die namentlich in gesellschaftlichen Sturmperioden fließt.“ (Das Kapital, Band 1, p 147f)

  101. 6-zylinder, die Schweiz...
    6-zylinder, die Schweiz verankt ihren Aufstieg dem Umstand, dass Währung und Banken – die damals noch regional agierten und nicht so vernetzt waren – die letzte grosse Krise hervorragend überstanden haben. Und natürlich hofft man, dass Postbanken und Raiffeisenbanken auch diesmal besser durch die Stürme kommen, weil Alpentäler doch etwas anderes als Manhatten sind. Ich bin kein Guru und möchte auch keiner sein, nur auf Wellen – da würde ich mich auch nicht verlassen wollen.

  102. Ja, das immer wieder begonnene...
    Ja, das immer wieder begonnene und weggelegte kapital, das Salzpackerl für meine Desideratenwunde., Gibt es eigentlich ein Alter, ab dem man das Kapital leichter packt?

  103. @Don Alphonso
    Was ich mit den...

    @Don Alphonso
    Was ich mit den Kondatriev-Wellen ausdrücken wollte ist, dass ich die Eingangsfrage dieses Blogs durchaus sehr ernst nehme, nämlich dass man (nicht nur Reiche) sich dringend auf die Suche nach „sicheren“ Anlagen machen sollte, da, meiner Meinung nach, diese Krise eben anders ist als eine normale Rezession. Es geht hier auch nicht um „Nebelbomben“ aufs Finanzamt, sondern, wenn ich Sie richtig verstehe, um die legale Sicherung des legal erwirtschafteten Vermögen. Ob dabei der SFR allerdings diese Rolle übernehmen kann? Und ob die Schweiz dies kann und WILL? Denn wenn der SFR immer weiter steigt, werden auch die Schweizer nicht mehr glücklich damit sein. Hier im Odenwald kann ich wahrscheinlich auch in einer massiven Krise meine Brötchen nicht in SFR bezahlen, dann schon eher in Edelmetallen. Und im Ernst, es können doch nicht ca. 80 Mio. Deutsche für den Fall der Fälle die Schweizer Grenze „belagern“, um dann schnell zu flüchten wenn alles zusammenkracht, wie hier von anderen erwähnt (Wohnsitz nähe Schweiz). Nein, als Normalbürger kann sich die Suche nach Anlagealternativen nicht auf die Schweiz beschränken. Ich gebe gerne zu, dass ich das Patentrezept auch noch nicht gefunden habe, von daher diversifizieren, allerdings keine US-Dollars mehr, die werden z.Zt. schneller gedruckt, als man sie ausgeben kann.

  104. Ach so, die "Basisversorgung",...
    Ach so, die „Basisversorgung“, d.h. Essen und Trinken sollte man auch nicht vernachlässigen und da gebe ich Ihnen Recht, ein Schweizer Hersteller produziert Wasserfilter für Globetrotter, mit denen man auch aus Oberflächen-/Brackwasser Trinkwasser machen kann. In diesem Punkt ein Hoch auf die Schweiz! Denn wenn die Krise weitergeht (und weiter und weiter), könnte auch die öffentliche Versorgung mit Grundbedürfnissen wie Strom und Wasser gefährdet sein. Wer ist ernsthaft darauf vorbereitet? Ich meine hier nicht 20min Ausfall, sollte nicht aber kann ja mal vorkommen, sondern Tage oder Woche(n). Strom ist immer wichtig, ohne Strom kein Wasser (Pumpen), kein Benzin an der Tankstelle (wieder Pumpen), keine Heizung im Haus (um diese Jahreszeit besonders lästig), usw. Vielleicht ist ein Notstromaggregat eine der ersten sinnvollen „Fluchtwährungen“ und ein Wasserfilter und haltbare Nahrung?!

  105. Weil das Borgias-Zitat immer...
    Weil das Borgias-Zitat immer weider kommt. Die Schweizer haben die Kuckucksuhr nicht erfunden. Das musste auch Welles zur Kentnnis nehmen: „When the picture came out, the Swiss very nicely pointed out to me that they’ve never made any cuckoo clocks.“
    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Third_Man

  106. Für mich als Eu'ler gibt es...
    Für mich als Eu’ler gibt es nur eines Gold, Schweizer-Franken und noch ein paar Singapur Dollar, die haben sich ebenfalls prächtig entwickelt. Man muss ja nicht alles auf den Franken setzen …
    So langsam wird es spannend ich glaube, dass gegen September die Misere richtig beginnt, wenn der Dollar gegen Süden verläuft, so fällt mir nur noch eines ein: „Gold ahoi!“ … hoffen wir mal, dass es nicht so kommt, es spricht aber zur Zeit einiges dafür.

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