Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Aussterben für Anfänger

| 157 Lesermeinungen

Pentite! schreit der Komtur. No! NO! brüllt Don Giovanni zurück, unbelehrbar und aufrecht, und mir wird warm um das Herz. So wie in Mozarts Oper möchte ich zur Hölle fahren, nur so, uneinsichtig, konsequent und ohne jede Heuchelei. Wobei es in meinem dann sehr fortgeschrittenen Alter kaum zu erwarten ist, dass ich kurz davor noch eine Zerlina umsäusle. Aber einen Skandal wird es dennoch geben - und nur, weil ich mich an den edelsten römischen Prinzipien der Weitergabe von Vermögen und Tradition orientiere.

Als Kind war ich vollkommen amoralisch. Ich belog und bestahl meine Mutter ohne Gewissensbisse, ich habe sogar versucht, sie umzubringen.
Claire Goll, Ich verzeihe keinem

Nachdem vorhergehende Versuche nichts gebracht haben, möchte die britische Regierung heute ihren bedrohten Banken ein weiteres Rettungspaket zuwerfen . Weil man in Downing Street 10 vermutlich genau so viel milliardenteuren Sachverstand wie in Hamburg, Kiel und Frankfurt besitzt, wird man die Probleme der britischen Banken nach dem bewährten Muster umfassend lösen, mit dem man sich auch aller Sorgen der britischen Automobilfirmen in den 80er Jahren entledigt hat. Daran werden auch meine umfangreichen Unterstützungsmassnahmen nichts ändern, mit denen ich zwar Briten von den Alpenpässen, nicht aber vom Staatsbankrott fernhalten kann. Immerhin, auch der Inhalt des heutigen Pakets beweist hinlänglich, dass es nicht an mir gelegen hat:

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Ich könnte mich stundenlang über die eleganten Linien, das hohe Silbergewicht und die zierlichen Bocksbeine und Hufe begeistern, auf denen die Sauciere steht. Ich könnte über diese Beinchen auf lukullische Ideen kommen, oder gar überlegen, welche frivolen Dinge man damit nach dem Essen treiben könnte – elegantes Aufbringen von Honig und anderen Dingen auf Frauenkörper sollte man keinesfalls dem schnöden Plastik der Ehehygiene überlassen – aber kaum etwas könnte mir in diesen Zeiten ferner als ein Paarungsakt liegen, da ich mit den schlimmen Folgen solcher Betätigung konfrontiert werde.

Ein Skandal erschüttert nämlich unser Städtchen, man darf das nicht erzählen, so schlimm ist das – es ist nämlich so, dass Frau P., die ihre Tochter nach alter Sitte religiös erzogen hat, die Kontrolle verlor, allerdings nicht in Gestalt von Drogen, Tätowierungen oder einem Job bei der Bildzeitung, wie man das vielleicht in diesen Tagen zügelloser Verkommenheit erwarten würde. Nein, der Tochter war der Glaube der Mutter zu lasch, und so suchte sie eine Sekte auf, die neben ihrer Seele und absoluten Gehorsam auch Geld wollte. Geld, das unlängst in großer Menge auf Konten eines reichlich prominenten Erbfalls zutage trat und, wie nun die Anwälte zwischen Mutter und Tochter klären müssen, nicht wirklich berechtigterweise in der Sekte verschwand.

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Die Tochter jedenfalls, das weiß man, obwohl darüber nicht geredet werden darf, beruft sich nun darauf, dass es für ihre Erzeugerin doch egal sei, denn auch Frau Mama werde bei ihrem eigenen Tod nichts mitnehmen können. Imaginieren Sie an dieser Stelle eine kleine Pause, um diese Botschaft in Ihr Bewusstsein sinken zu lassen, und denken Sie sich meine Frage „Noch einen Tee“ dazu, die Ihnen die Gelegenheit böte, noch schnell das Thema zu wechseln. Nein? Prima. Denn es sind solche greisliche Krawatten, wie wir in Bayern sagen, mit denen es mir und Freunden aus der aussterbenden besseren Gesellschaft leicht fällt, eine kategorische Ablehnung jeder Vermehrung vorzutragen.

Ich lehne Kinder ab. Es gibt wenig, was mich so aus der Ruhe bringt, wie ein quengelndes Balg in meinem Rücken in einer Schlange, aus der es keine Fluchtmöglichkeit gibt. Wir, meine geschätzten Freundinnen und ich, sehen absolut nicht ein, warum wir unser von Wohlstand, Lebensfreude und Touren in die Schweiz geprägtes Leben zwischen dem Ufer des Tegernsees und dem Foyer der Oper zugunsten von Duzizidu und hässlicher alter Weiber aufgeben sollten, die ihre fazialen Faltenansammlung in Kinderwägen stecken. Waren unsere Urgrossmütter noch wahre Wurfmaschinen, hielten sich unsere Großmütter merklich zurück, unsere Eltern kamen dank Pille selten über das Einzelkind hinaus, und wir sind uns der Tradition bewusst und bringen die Sache zu ihrem algebraisch-logischen Abschluss. Zumal wir aus eigener Anschauung sehr genau wissen, wie extrem teuer so ein verzogenes Balg in unseren Kreisen wird, selbst wenn es nur Papas Sportwagen in den Baum setzt und nicht mit dem Vermögen der Erbtante christistischen Gruppen bezahlt, die im Papst einen Verräter des Glaubens an die Juden sehen.

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Und bevor jetzt die übliche Frage kommt: Nein. Mir fehlt nichts. Ich habe auch lange genug Angehörige im Altersheim besucht, um zu wissen, dass all die süßen kleinen Bratzen zu 99% später nicht im Traum daran denken, etwas ähnliches zu tun. Auch unsere ultrakatholischen, besseren Töchter schieben im Zweifelsfall die eigenen Kinder vor, um so selten wie möglich das Spital aufzusuchen. Wir werden alle einsam sterben, der Unterschied ist nur, ob die Kinder in Barbados oder nicht existent sind – im zweiten Fall wird man sich vielleicht eine bessere Unterbringung leisten können. Meine Großmutter war so intelligent, diese Mechanismen zu kennen, hielt sich gar nicht mehr bei diesem sentimentalen Blödsinn auf und stellte im Bezug auf das Aussterben die Frage, die einzige Frage, die in diesem Kontext schwer zu beantworten ist: „Was machen wir dann mit unserem ganzen Sach?“

Das ist wahrhaftig ein Problem. Nachdem ich die Vorstellung eines Leben nach dem Tod grässlich finde – irgendwann reicht es, und falls nicht: Könnte man wenigstens die Deppen tot sein lassen? – sind Grabbeigaben wenig sinnvoll. Obwohl ich oft von der Auflösung von Bibliotheken profitiere, finde ich die Vorstellung entsetzlich, dass es meinen mühsam zusammengetragenen Papierschätzen dereinst ähnlich ergehen könnte. Und nur zu oft sehe ich, wie die besten Stücke bei Auktionen in die Hände von Leuten gelangen, die sie kaufen, weil sie teuer sind, und nicht, weil sie etwas davon verstehen. Die Frage, was wir mit unserem Sach machen, berührt in mir Schichten, in die nie ein Kinderwunsch wird vordringen können.

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Allerdings ist Nachwuchs zu diesem Zweck so sinnlos wie eine Geldbörse einer Nobelmarke, die exakt das kostet, was man an Geld besitzt. Stiftungen dagegen haben den Nachteil, dass sie schon bald von CSU-Politikern und anderen Nebenwirkungen unseres politischen Systems unterwandert und ausgeblutet werden. Die Lösung jedoch ist überraschend einfach und mit allerbester Tradition gesegnet: Wir werden uns am römischen Adoptivkaisertum orientieren. Denn genau so, wie die Ausrutscher, Gewalttaten und Irren der vorhergehenden und nachfolgenden Dynastien die Unbrauchbarkeit des Prinzips „Kinder“ belegen, bewiesen  Adoptivkaiser wie Marc Aurel und Trajan das Primat der Kompetenz und der Erfahrung vor all den Neros, Caligulas und Konstantins und ihren Schrecken. Es war die beste Lösung für das römische Reich, das goldene Zeitalter, bevor es immer neue, machtgierige Clans hinabführten in die Fressnäpfe für anstürmende Barbaren.

Unsere Reiche nun werden wir ähnlich angenehm weitergeben. Nicht alle sind in unserem Umfeld schon auf der Stufe angelangt, auf der ich mich befinde; sie pflanzen sich fort und bringen ihren Kindern bei, dass dies etwas vollkommen richtiges ist. So manches Kind wird sich anders entwickeln, wie etwa die junge Frau T., die, wie man allgemein in meinem Umfeld weiß, im Schulchor mit ihrer göttlichen Stimme verzaubert und im normalen Leben das Gegenteil ihrer engelsgleichen Erscheinung darstellt, in der die mütterlich-taiwanesischen Gene glücklicherweise breite Schneisen durch das bayerische-formlose Erbmaterial des Vaters geschlagen haben. Die junge Frau T. ist das absolute Gegenteil der oben geschilderten Frau P.. Sie wird sicher einmal eine große Dame, und ich denke, dass man solchen Frauen gerne das antragen kann, was vom Besitz nach einem erfüllten Leben noch übrig ist. So eine Tochter wäre vielleicht gar nicht so entsetzlich schlimm, aber warum sollte man sich dem Risiko eines christistischen Fehlschlags aussetzen, wenn es andere bereitwillig tun?

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Wenn ich also mit diesem Dasein abgeschlossen habe, werde ich mich nach einer geeigneten Person umschauen, sie finden und entsprechend bedenken. Ich möchte nicht verhehlen, dass ich mir keinesfalls Juristen oder gar BWLer erwähle; für meinen Nachlass braucht es eine Kunstgeschichtlerin oder eine nicht ganz erfolgreiche Mezzosopranistin, schöngeistig sollte sie sein, ein selbstbewusstes Auftreten kann nicht schaden, und ideal wäre es, wenn ihre Frau Mama in jungen Jahren sehr schön und ihr Gatte sehr blöd gewesen wäre. Dann nämlich hätte ich auch im Sterben noch etwas von meinem Sach: Nicht nur die Gewissheit, dass all unser Besitz in den besten Händen ist. Ich werde ein letztes Mal für einen Fetzenskandal sorgen, denn natürlich redet man darüber nicht, aber man wird sich schon fragen müssen, wieso der gerade diese Tochter… also, die Mutter, die war ja früher, da hörte man so Sachen… und der Mann, also bei dem hat man sich schon immer… und die Tochter, also, wenn man die so anschaut, die ist auch ein ganz anderer Typ, die kommt mehr dem Erblasser nach… also, man darf das ja nicht gleich denken, aber…

Lachend werde ich dieses Dasein verlassen. Und man wird noch lange über mich sprechen. Von Adoptivkaisern lernen heißt ruhmvoll Aussterben lernen.

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157 Lesermeinungen

  1. Oh nein, so eine Sache artet...
    Oh nein, so eine Sache artet dann doch in „Don sucht den Super-Erben“ aus, oder?
    Im oben genannten Abschnitt steckt ein logischer Fehler:
    „Wenn ich also mit diesem Dasein abgeschlossen habe, werde ich mich nach einer geeigneten Person umschauen, sie finden und entsprechend bedenken“…
    Wenn Du schon tot wärest, müsstest Du das „Casting“ ja als Geist abhalten. Gut, sicherlich imposanten als alle DSDS-Topfmodel-Popstars-Events zusammen, aber doch nicht richtig „stofflich“.
    Interessante Frage: Gilt ein Testament, welches von einem Toten aufgesetzt wurde?

  2. "Mit dem Dasein abschliessen"...
    „Mit dem Dasein abschliessen“ bedeutet nicht sterben, sondern sich in das Unvermeidliche fügen und alle dafür nötigen Vorbereitungen treffen.

  3. Lachend werde ich dieses Blog...
    Lachend werde ich dieses Blog verlassen.

  4. Das sei Ihnen von Herzen...
    Das sei Ihnen von Herzen gegönnt.

  5. Hui, na Sie traun sich was!...
    Hui, na Sie traun sich was! Bin mal gespannt, ob Sie jemand auf Ihrem Niveau widerlegen wird oder obs nur Platitüden + Beschimpfungen regnen wird.

  6. Genau der Don bringt es wieder...
    Genau der Don bringt es wieder auf den Punkt! Echte Etiquette erweist sich im Abgang mit Stil! Dann wenn es eng wird, noch stilvoll aufzutreten macht den Unterschied zwischen Gentlemen und Möchtegern!
    Chapeau Don Chapeau

  7. Ladyjane, ich stehe für alles...
    Ladyjane, ich stehe für alles zur Verfügung. Mir ist durchaus bewusst, dass ich mich damit aus der Riege der most eligeble Bachelors katapultiert habe, aber das können beide Seiten verschmerzen. Glauben Sie, es mag lustig sein, von mir zu lesen, aber mit mir zu leben, ist kein Vergnügen.

  8. Werter Vetter, wir müssen...
    Werter Vetter, wir müssen doch zumindest auch seelenverwand sein.
    Als hättet Ihr meine Gedanken aufgeschrieben!!

  9. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    diesmal nur ein Satz: 100 % Zustimmung, die Gedanken, was nach dem Ableben mit der Bibliothek und den Bildern und Möbeln passieren wird, treiben mich seit geraumer Zeit um, Ihre Lösung scheint mir die einzig Richtige zu sein.
    Nur: was passiert mit der Autosammlung?

  10. Sehr geschätzer Don: Sie...
    Sehr geschätzer Don: Sie bringen es schon wieder so präzise auf den Punkt, dass ich mich jeglicher weiterer Kommentare enthalte und mit zustimmenden Applaus schmunzelnd dem was da nun noch kommen mag beiwohnen werde…
    @hugoservatius: auch automobile Pretiosen wollen bewegt werden, gerne stehe ich zur Verfügung …

  11. Lieber Don, ich wünsche Ihnen...
    Lieber Don, ich wünsche Ihnen dennoch erst einmal ein langes Leben! Immer schön regelmässig frischen Möhrensaft trinken…., bzw. noch besser: Pimms No 1!

  12. Dieses schwer zu...
    Dieses schwer zu kontrollierende Kapital »Kind«, das einem nach einer leichtsinnigen Investition aus dem Schoß fällt, kann einen wie eine ausgewachsene Wirtschaftskrise heimsuchen… einfach gräßlich!
    Dieser Snobismus und diese Dekadenz sind übrigens durchaus unterhaltsam und machen sich genau hier – an dieser Stelle – ausnehmend gut. Auch dieses anachronistische Dandytum das Sie zur Schau tragen, passt wie der Säbel in den Gürtel.
    Sie sind so gebildet! Ich will ein Kind von Ihnen!
    Bitte lassen Sie sich von meiner Sekretärin einen Termin geben!
    Hochachtungsvoll, …na! Sie wissen schon…

  13. Eines zurückliegenden Tages...
    Eines zurückliegenden Tages hatte ich dem Don A. in sein Blog (das Blog) einen Kommentar geschrieben. Ich regte an, zu irgendeiner Person, wem auch immer, und sei es widerwillig, etwas freundliches anzumerken, und tat das in keineswegs unfreundlichem Ton. Dazu etwas Spiegelei, wie das so üblich ist in eine(r) Blog.
    Als Rückmeldung kam: „Ich mag dich auch nicht“.
    Ich war irritiert. Das hielt, zugegeben, sogar eine Zeit lang an, wenn auch nicht Tag und Nacht. Inzwischen habe ich weitere Werke des Don und dieses gelesen und muss sagen, dass er seinerzeit in aller Kürze durchaus richtig formuliert hat.

  14. Lieber Hugo S., einen Teil der...
    Lieber Hugo S., einen Teil der Sammlung bitte an unseren Don abtreten, …bevor er sein schwer verdientes Geld in einen kleinen Sunbeam steckt und uns damit die freie Fahrt am Stilfser Joch nimmt!

  15. Wehrter Don Alphonso, bevor...
    Wehrter Don Alphonso, bevor Sie in so fulminanter, anregender und die Nachwelt quälender Weise Ihre Schätze weitergeben, möchte ich Sie fragen ob nicht ein Museum mit wirklich exorbitanten, fast schon ordinären Eintrittspreisen Sie im Gedächtniss all derer lassen würde, welche heute schon in gensequenzierter Auslese Ihren “ süssen“ Nachwuchs in Stellung bringenden Leute, einen schöne Teestunde bescheren würde.
    Herzlichst P.

  16. …dass jene Säule die wir...
    …dass jene Säule die wir dort oben sehen, schon von Geburt an einen Konflikt in sich getragen hat. Welchen? Na, ich glaube…

  17. Werter Don,
    ein Ansatz, der...

    Werter Don,
    ein Ansatz, der einem gewissen Charm nicht entbehrt. Doch was halten Sie von der Alternative, sich der Mühsal der Aufzucht von Nachkommenschaft durch den Einsatz von Personal und zu diesem Zwecke vorgesehenen Institutionen zu entziehen. Mein Chef, Seniorpartner einer Rechtsanwaltskanzlei, hat unlängst eine unserer Praktikantinen in den Winterurlaub eingeladen, mit der Auflage seine beiden Kinder zu betreuen um ihm und seiner Gattin derartige Mühsal zu ersparen. In Zukunft werden diese Kinder ihre Erziehung und Ausbildung wohl vornehmlich durch ein gehobenes britisches Internat oder dergleichen erfahren.
    Falls auf diese Weise – sagen wir nach dem dritten Versuch – noch immer kein geeigneter Stammhalter gezeugt worden ist, bin ich gerne bereit mir einen Adoptivkaiser zu suchen

  18. Lieber Don
    Eine Frage zu...

    Lieber Don
    Eine Frage zu Ihren Ausfuehrungen:
    Sie schreiben:
    “mir und Freunden aus der aussterbenden besseren Gesellschaft” leicht fällt, eine kategorische Ablehnung jeder Vermehrung vorzutragen.
    Sie schreiben im Beitrag
    “mir und Freunden aus der aussterbenden besseren Gesellschaft”:
    “Ich darf an dieser Stelle zugeben, dass viele meiner geschiedenen oder alleinstehenden Altersgenossinnen” und weiter unten
    „Natürlich sähe es die öffentliche Empörung gerne, würde ich hier nun die Makel dieser Geschöpfe aufzählen, ihre Neurosen, ihre Unsicherheit, der vergebliche Wunsch nach einem Kinde“
    ?Handelt es sich bei den Freundinnen aus dem heutigen Artikel um die Altersgenossinen aus dem alten Artikel und wenn ja:
    Wie ist „kategorische Ablehnung der Vermehrung“ mit dem „vergeblichen Wunsch nach einem Kinde“ in Einklang zu bringen?
    Beste Gruesse
    Beobachter

  19. Sehr geschätzter Herr...
    Sehr geschätzter Herr Shylock,
    ich bin mir sicher, daß der Herr Alphons meine Autos nicht will, die haben schließlich alle Berliner oder Hamburger Kennzeichen, was sagen da die Nachbarn am Tegernsee?

  20. Schade, dass Sie nichts von...
    Schade, dass Sie nichts von Wiedergeburt halten. So ein Kreislaufmodell hätte auch seinen Charme. Der ganze Rümpel landet wieder auf dem Flohmarkt, weil die Erben-Banausen nichts damit anfangen können und ein wiedergeborener Don Alphonso – vielleicht nennt er sich dann auch Don Sisyphos – sammelt all die Gegenstände neu ein, die er in seinem vorherigen Leben schon mal besessen hat.

  21. Bitte kein Museum. Da wird es...
    Bitte kein Museum. Da wird es nur von Ignoranten – zum Beispiel noch viel zu reichen Russen – angegafft und angegrabbelt – einfach widerlich.
    Oder man macht es wie die Buddenbrooks: Bevor der „missratene“ Erbe alles zu Grunde richtet, selber liquidieren.
    Adoption war im übrigen auch später noch im europäischen Adel ein beliebtes Mittel der Besitzstandswahrung. Wer keinen „natürlichen“ Erben hatte, adoptierte einen Neffen. Damit das Gut nicht wieder an die Krone fällt.

  22. Sind nicht die meisten Herren...
    Sind nicht die meisten Herren Ihres Standes, die in Ihrem Alter unverheiratet und kinderlos sind, entweder schwul oder impotent? Oder spricht man darüber nicht in Ihren Kreisen?

  23. Hatten Sie denn nie das...
    Hatten Sie denn nie das Bedürfnis, Ihre Habichtsnase, Ihren Überbiss, Ihren Langschädel mit Hilfe einer Artgenossin hochzuzüchten ?

  24. Mandela Herrenstolz, in meiner...
    Mandela Herrenstolz, in meiner Klasse war ein Ärztesohn, der sich immer sehr abfällig über Frauen – nur zum Beischlafe gut – ausliess. Dann machte er seinen Zivildienst, und bei seiner ersten Krankenschwesterparty war er so besoffen, dass er mit der ersten – und sicher nicht schönsten – Krankenschwester im bett landete, sie mit Zwillingen schwängerte und anschliessend auch noch heiraten musste.
    Weder schwul noch impotent. Nur durch die Erfahrung anderer gewitzt und kundig im Umgang mit dem Kondom, denn auf Frauen kann man sich nicht verlassen.

  25. (und sollte das als...
    (und sollte das als Beleidigung gemeint gewesen sein: Mit Kindern würde ich mir vermutlich auch einreden, dass schwul oder impotent noch viel schlimmer ist.

  26. Das überhaupt Gegenstände...
    Das überhaupt Gegenstände vererbt werden können, ist angesichts dieser Aussage eines E-bucht Mitarbeiters schon als Ausnahmefall zu werten: „Da die Lebenszyklen der Produkte immer kürzer werden, wächst der Bedarf, Produkte der Vorsaison oder Restposten schnell zu verkaufen“, sagte der neue Deutschland-Chef Frerk-Malte Feller der F.A.Z..

  27. etiterum, meine Knollennase,...
    etiterum, meine Knollennase, mein schiefes Kinn und die niedrige Stirn sind allesamt der Ansicht, dass es fein ist, wie es ist. Und mit Kinderhasserinnen kann man schlecht nachwuchs züchten.

  28. Eine sehr elegante Art, den...
    Eine sehr elegante Art, den inzestuösen Dynastien der besseren Gesellschaft frisches Blut zuzuführen. Und wahrscheinlich effektiver als die bei bereits degenerierten Vertretern derselben beliebte Blutauffrischung durch Verkäufe von Titeln gegen Mittel. Obwohl auch bei dieser Methode Irrtümer nicht gänzlich auszuschliessen sein werden.

  29. Danke für all die warmen...
    Danke für all die warmen Worte; sie werden mir ein schönes Andenken sein, wenn der Provinzmob mit mir wegen dieser Zeilen ferig ist.
    Hugoservatius, nachdem alte Menschen schlecht Auto fahren, gehe ich davon aus, dass hier nichts anderes als ein Problem mit der Vericherung zurückbleibt.

  30. Prof. Dr. Brinkmann, meine...
    Prof. Dr. Brinkmann, meine Grosstante konnte sehr präzise Karten legen und hat mir ein Alter von mindestens 94 zugesagt. Ich bin zuversichtlich und gelassen.
    Sie wissen schon, ich bedaure, aber Sekretärinnen sind nicht mein Ding. Kein Sex zu Bürozeiten.

  31. Schade, werter Don Alphonso....
    Schade, werter Don Alphonso. Würden Sie sich nämlich mit Stücka drei bis fünf Rabauken segnen, welche zunächst einen formidablen Beitrag zur Erosion Ihrer Nerven und späterhin Ihrer in den Tegernseeer Kellerverliesen versteckten Schätze leisten würden, hätten Sie keine Zeit und gegebenenfalls nicht mehr die – natürlich – finanzielle Kraft, mir all die schönen Silber- und vor allem Lederwaren (vorzugsweise ganzbändig, erstausgabig, 18. Jahrhundert-ig, kupfervignettig) vor der Nase wegzukaufen… Insofern wünsche ich Ihnen, aber nur mit entsprechend böse beißenden Gewissensbissen, ein paar durchaus unsorgfältig verarbeiteter Kondome in Necessaire-Gepäck. Dafür gönne ich Ihnen dann aber auch eine (beispielsweise) Krankenschwester, die zu der schönsten ihrer Art zählt.

  32. JMense, wie so ziemlich jeder...
    JMense, wie so ziemlich jeder hatte ich auch einmal das Vergnügen mit einer krankenschwester und darf deshalb als geheilt, für den Rest meines Daseins geheilt gelten. Ich fürchte, ich kann Ihnen weder bei der Befreiung von der Krankenschwester noch bei der Überlassung meines küntigen Eigentums behilflich sein, wünsche aber weiterhin viel Spass mit der Spritzenkünstlerin.

  33. Lieber Usedomer,
    Titel sind...

    Lieber Usedomer,
    Titel sind unverkäuflich. Lediglich der Name kann erworben werden. Zumindest in Deutschland. Ich las von einem Geschäftsmann in einem anderen eropäischem Land, dass er nun einen Titel erhält. Da folgt die Tochter dem Vorbild des Vaters beim Thema Biodiversität.
    Aber in Deutschland können Titel (samt der daraus resultierenden Rechte und Pflichten) nur noch durch Geburt oder Heirat erworben werden. Und letzteres nur von Frauen.
    Aber das gehört nicht in den Bereich des Bürgertums (3. Stand), sondern in den des 1. Standes.
    Übrigens, lieber Don, sagte mir mal ein vorgesetzter Offizier auf See: „Seemann, schlag im Hafen kein fremdes Kind, es könnte Deins sein!“
    Auf jeden Fall kann ich Dons Einstellung zum Thema Kinder gut verstehen, mein Bruder hält es ähnlich. Gut für meine älteste Tochter, deren Pate er ist.

  34. da ist sie wieder, die...
    da ist sie wieder, die brücke, der rubikon, was weiss ich, die man erst überschritten haben muss, um die spur eines hauches einer ahnung zu bekommen, wie es wirklich ist, kinder zu haben.
    von hunden ganz abgesehen.
    setzen, drei minus.

  35. Bergstutzer, es ist doch so:...
    Bergstutzer, es ist doch so: Ich muss keine heisse Herdplatte anfassen um zu wissen, dass mir das nicht zusagt. Meine Freundin jedoch hat gleich zwei Hunde, und die sind wirklich famose Burschen.
    .
    Ich bitte folgenden Link mit Vorsicht zu betrachten, die Verfasserin ist mir persönlich bekannt und sicher eine grandiose Mutter, aber der Beitrag beschreibt halt auch, wie es ist:
    http://www.julieparadise.de/2009/02/24/es-ware-gelogen/
    Man kann es keinem verübeln, wenn er darauf keine Lust hat.

  36. Jammerschade, hätte mich so...
    Jammerschade, hätte mich so auf Alphonsino jun. und Alphonsinchen gefreut, die uns als noch mehr herrlich missratene Kunstfiguren weiterhin erheitern werden, wenn der Alte schon über dem Styx ist.

  37. Diese Sicht der Dinge ist...
    Diese Sicht der Dinge ist nicht edel, oder stilvoll, sondern die vulgäre Realität. Distinktionsgewinn können sie aus der ästhetischen Überforderung die sie angesichts von noch-nichterwachsenen verspüren, nicht ziehen. Die ist in unserem Land Massenware und so schal, geschmacklos und abgeschmackt wie ein Opel, Bionade oder Claudia Roth.

  38. Shylock, es gibt Dinge, die...
    Shylock, es gibt Dinge, die ein Mann selbst tun muss. Ein Auto kaufen und damit auf dem Pass liegen bleiben gehört fraglos dazu, selbst wenn es sich vermutlich ein wenig wie Kinder haben anfühlt.
    Wertes Paulchen, angesichts der kommenden Inflation wird es ohne extreme Preise gar nicht gehen. Aber was immer da kommen mag: Von einem Musuem des ausgestorbenen Bürgertums wird man vermutlich wenig halten. Sollte die FAZ aber diese Seiten länger vorhalten, wäre das Problem kostenfrei zu lösen. was wiedrum die nachwuchserhalter freuen dürfte.

  39. Ein Glück, dass Sie die Sache...
    Ein Glück, dass Sie die Sache zu ihrem algebraisch-logischen Abschluss brngen wollen.

  40. hecknerh, man schreibt so...
    hecknerh, man schreibt so etwas in einen Rext und überlegt, wie lange es dauert, bis jemand dies Bemerkung bringt. Sie haben das den Von-Der-Leyen-Gedächtnispreis gewonnen und dürfen so viel Meerwasser trinken, wie sie möchten. Aber lassen Sie die Fische in Ruhe.

  41. Die hier vorgetragenen...
    Die hier vorgetragenen Gedanken lassen leider nur einen selbsterwählten Erben zu. Das ist schade, denn das reizende Tagebuch dieser Dame aus der „Lob der reichen Erben“-Geschichte hätte ich sehr gerne und würde es mit der gleichen Wertschätzung bewahren, während die Bibliotheken und die Musik und die anderen Dinge doch in andere Hände müssten.

  42. "Doch was halten Sie von der...
    „Doch was halten Sie von der Alternative, sich der Mühsal der Aufzucht von Nachkommenschaft durch den Einsatz von Personal und zu diesem Zwecke vorgesehenen Institutionen zu entziehen. “
    Madrisa, ich fürchte, auch das geht ins Geld, und gerade in Zeiten wie diesen kann man nie genug davon haben. Bei Kindern liegt der Fall anders. Und ich bin nur so lange einigermassen wohlhabend, solange keine hohen Zusatzkosten – wie etwa für ein neues Auto für echten Gebrauch – dazu kommen. Zu viele Barchettas wurden schon wegen Nachwuchs verkauft. Das ist mir unter keinen Umständen zuzumuten. Und am Ende wird man ja doch mit dem Nachwuchs konfrontiert. Nein, ich denke, man sollte keine halben Sachen machen.

  43. Ich verstehe das Problem nicht...
    Ich verstehe das Problem nicht das einige heucheln? Weltweit sterben tagtäglich Kinder in Massen, der Planet ist zum Bersten voll und ein paar Egoisten äußern ihren Wunsch auf eigene Kinder, einzig dem Ego und dem nationalstaatlichen Ausbau verpflichtet? Weit entfernt von Debilitätsbekundungen im Geiste einstiger Mutterkreuze sind wir nicht mehr und was ist gewonnen? Abseits von diesen Dingen, was gibt man jenen in ausgeprägtem Egoismus gezeugten Kleinsten mit auf die Reise? Ab welchem Zeitpunkt ist einem die Zukunft des eigenen Sprößlings egal? In welcher weit entfernten Realität leben heutige Zeitgenossen, die noch unverblümt ihren Kinderwunsch hegen und andere stigmatisieren ob deren ehrlicher und von Logik geprägter Meinung?

  44. Aufgrund Ihrer häufigen...
    Aufgrund Ihrer häufigen Referenzen zu Silbergeschirr: ich hoffe doch sehr, Ihnen ist „Jeeves Saves the Cow Creamer“ geläufig. Ansonsten zur unterhaltsamen Lektüre empfohlen.

  45. Es ist schön, Don Alphonso,...
    Es ist schön, Don Alphonso, eine solche Position wie die Ihrige heute gegen den Strom der Reproduktionsvertreter so demostriert zu sehen, in aller Angreifbarkeit – denn die souveränere Position, je nach weiteren inneren Bestimmungen unter Umständen die sogar kältere, wäre wohl die, in dieser Frage völlig gleichgültig zu sein. Fast das einzige, was mich, der ohne solche Kälte, aber auch ohne Kinderwunsch einstweilen kinderlos geblieben bin, in dieser (angestrebten) Neutralität gelegentlich und mit zunehmendem Alter stechender beunruhigt, sind die Sonette Shakespeares, die ersten 12 oder 17 in der Zählung, jene die Stefan George die „fortpflanzungsreihe“ genannt hat, „wo der sinn mehr verborgen“ liege (eine künstliche Verrätselung). Sehen Sie sich, wenn Sie es nicht ohnhin präsent haben, vielleicht das Sonett Nr. 8 noch einmal an. Von diesen privaten Irritationen abgesehen, kann ich Ihnen aber nur beipflichten, daß bloß nicht aussterben zu wollen sicher eines der peinlichsten Motive ist, sich Kinder zu wünschen. Daß es notwendigerweise schuldhaft ist, ein Kind zu haben – einem anderen Menschen nicht nur das Leben, sondern auch den Tod zuzumuten – kann einem Elternpaar, bei denen sich mehr als ein Naturvorgang vollzieht, nicht entgehen.

  46. Tja, so ärgerlich isses,...
    Tja, so ärgerlich isses, wenn’s noch nichtmal mehr für’n Kindermädchen reicht. Die Möchtegern-Pseudo-Reichen werden aussterben…. (erinnert mich an „Tod eines schlechten Dieners“).
    Gruß, hf

  47. Lieber CVS,

    die Hochzeiten...
    Lieber CVS,
    die Hochzeiten zur Erlangung des Titels werden natürlich auch gerne mit den entsprechenden Mitteln arrangiert. Das hat eine lange Tradition. ;-)

  48. Kinderkriegen hat nichts, aber...
    Kinderkriegen hat nichts, aber auch gar nichts mit Logik zu tun, sondern einzig mit Evolution. Und jeder der hier Beteiligten war selbst Kind, hat also Bringschuld: nennt sich Verantwortung gegenüber Anderen.
    Logik ist nur Entschuldigung für sich nicht verantworten.

  49. Nun, old Red, ich denke, dass...
    Nun, old Red, ich denke, dass Shakespeares eigenes Ende, das nun wahrlich nicht angenehm und ausserdem indirekt der Brut geschuldet war, bestes Zeugnis von den Problemen derartiger Beziehungen ablegt. Auch sein Testament, das gegen seine Frau von sagenhafter Hartherzigkeit war, zeigt doch, dass Christopher Marlowe, was Familie angeht, den besseren Lebensansatz hatte. Aber das konnte er ja nicht wissen, als er seinen schwulen Freud beschwor, es mal mit was anderem zu versuchen. Ausserdem, allzu ernst dürfte er das ohnehin nicht gemeint haben.

  50. Wladiwost, wie wir in dieser...
    Wladiwost, wie wir in dieser Krise gerade sehen, kann man Bringschulden auch sehr gut bündeln, weiterverkaufen und versichern. Nichts anderes werde ich tun. Das ist nur legitim. Die Welt ist voll mit Leuten, die sich darum reissen.

  51. Meine Guete, drei Stunden und...
    Meine Guete, drei Stunden und immer noch Kuschelrunde.
    .
    Old Red, diesen Satz verstehe ich nicht: Daß es notwendigerweise schuldhaft ist, ein Kind zu haben – einem anderen Menschen nicht nur das Leben, sondern auch den Tod zuzumuten – kann einem Elternpaar, bei denen sich mehr als ein Naturvorgang vollzieht, nicht entgehen.

  52. Das müßte ich nachlesen, Don...
    Das müßte ich nachlesen, Don Alphonso, danke sehr für Ihre Antwort. Ja, zum Ernst: In Prosa scheinen die Argumente zu zerfallen oder schwer erträglich. Mit dem Schluß von Sonett 3 ist ja auch die Position des entschieden Kinderlosen in fast heroischer Weise ins Wort gesetzt: „But if thou live, remember’d not to be, / Die single and thine image dies with thee.“ Hinter dem Kinderhaß scheint hier aber auch ein verborgener Selbsthaß offengelegt zu werden. Mich rührt andererseits die Selbstlosigkeit derer, die sich so bereitwillig in die Generationenkette einschmieden. Ja, es scheint mir das Gute, kann ich in einem schwachen Augenblick denken – aber vielleicht ist solches quälerisches Denken auch nur wieder die verfeinerte Art, sich zu genießen? Und hat die Überlegung, Kinder zu haben, als Träumerei und in ihrer Schwebe gehalten nicht einigen poetischen Reiz, den weder die offensive Verhärtung und Verneinung noch die weichen Ausstöße der Neulinge unserer Gattung je einholen kann? Von Kindern träumen – ist das nicht wunderbar?

  53. Lieber Wladiwost, dieser...
    Lieber Wladiwost, dieser Verantwortung gegenüber den anderen stelle ich mich gerne und trage mein Scherflein zur Vermeidung von Überbevölkerung bei. Im übrigen, da wir bei der Thematik Evolution angelangt sind, ist diese Art von Geburtenregulierung im Tierreich usus. In schlechten Zeiten oder bei Überbevölkerung gibt es weniger Nachwuchs. Außerdem geht die Evolution teils viel härter zu Gericht und so mancher grunddämliche Nachwuchs der im Laufe der Menschheitsgeschichte in herangewachsener Form gelegentlich sein Unwesen trieb, wäre der Menschheit erspart geblieben. Warum also nicht die Intelligenz nutzen, die einem die Evolution mit auf den Weg gab?

  54. @Damenwahl: lies "dem" statt...
    @Damenwahl: lies „dem“ statt „denen“

  55. Ich fürchte Don, mit diesem...
    Ich fürchte Don, mit diesem Beitrag haben Sie es bei allen langstudierten Kunsthistorikerinnen und anderen Bildungsbürgerinnen bei denen stürmisch die biologische Uhr tickt verscherzt. Ich hoffe, Sie können damit leben….

  56. Qwladiwost: wieso habe ich...
    Qwladiwost: wieso habe ich eine Bringschuld, Kinder zu kriegen, weil ich selber auch mal Kind war? Bestenfalls habe ich eine Schuld gegenüber meinen Eltern, die als Kind empfangene Fürsorge zurückzugeben, wenn meine Eltern alt und auf Hilfe angewiesen sind. Und ist es nicht viel verantwortungsvoler, diesem geschundenen Planeten nicht immer noch mehr neue Konsumenten zuzumuten? Wer Kinder gern hat, soll doch bitte welche adoptieren, da tut er was Gutes. Alles andere ist doch nur ein Einknicken des Menschen vor seinen selbstsüchtigen Genen – biologisch verständlich möglicherweise, doch gewiss ein Zeichen charakterlicher und ethischer Schwäche… wie es spätestens Perversionen wie künstliche Befruchtung oder gar Leihmutterschaft zeigen.

  57. Warum ist es denn...
    Warum ist es denn erforderlich, seine Eitelkeit über das eigene Ableben hinaus zu pflegen? Hätte ich mir eine famose Silbersammlung à la Don zugelegt, so erfreute ich mich im Zuge meines Daseins an ihr. Ob sie aber anschließend stückweise den Weg in die Hände von ignoranten Kulturverweigerern fände, um darin eine Sauce Hollandaise aus der Tüte anzurühren, wäre mir, der sich zu diesem Zeitpunkt die Radieschen von unten betrachtet, vermutlich ziemlich egal.

  58. Honni soit qui mal y...
    Honni soit qui mal y pense…
    Was aus den Kindern wird, beantwortet die Frage, was man selber taugt. Die Verweigerungshaltung Kindern gegenüber ist die gleiche Einstellung, wie die, die den Kettenbrief unterbricht, weil man selbst schon profitiert hat.
    Das ist nicht unethisch oder gar unmoralisch: kann man machen.
    Der Preis dafür ist zu zahlen, wenn man nichts mehr ändern kann: im Alter.
    Eine Adoption ist meiner Meinung nach die sicherste Methode, enttäuscht zu werden, erst Recht, wenn sie im Alter erfolgt. Man kann sich lediglich sicher sein, dass es dann jemanden gibt, der ungeduldig darauf wartet, dass der Erbfall endlich eintritt.

  59. Da erwischt du mich grade auf...
    Da erwischt du mich grade auf dem falschen Fuße, lieber Don.
    Mal davon abgesehen das es die Toleranz gebietet auch diese Ansicht der Dinge vergnüglich zu lesen,so muss ich zugeben…ich habe zuviel davon :-) und es behindert mich im Leben keineswegs.
    Sollte man einem begnadeten Blogschreiber die Zukunft vermießen,weil keiner ihn gezeugt hat? Maler,Dichter,Denker,Schwerverbrecher?
    Da man nicht weiß was in der Wundertüte steckt, ist es wohl für manch einen ein unkalkulierbares Risiko.
    Ich habe da eher das Naturell eines Spielers,sehr dilettantisch..aber mit großem Vergnügen.

  60. ist noch nicht lang her, da...
    ist noch nicht lang her, da schrieb ich gleiches wie sie. mein sohn wurde gerade drei. und in den tagebüchern meines vaters finden sich auch die gleichen gedanken. ist schon sehr lustig, das hinterher zu lesen.
    da war der/die(das?) richtige einfach noch nicht dabei.

  61. Ja, Sie haben es erkannt:...
    Ja, Sie haben es erkannt: Outsorcen, verkaufen, fremdgebären. Wie auch immer Sie es nennen wollen, es ist doch einzig, die Mühsal der Kinderziehung nicht selbst erbringen oder zu Lebzeiten zahlen zu wollen.
    Denn zahlen müssen Sie es, und wenn es nur das Erbe ist, was dann nach Ihrem sicher stilvollen Ableben verschleudert/verschachert/gewinnbringend angelegt wir.

  62. Kinder bekommen ist das...
    Kinder bekommen ist das Irrationalste, was man tun kann, weil nur die Lasten relativ klar sind (selbst im Best Case…. vom GAU, dass der Sprössling ein Massenmörder wird zu schweigen, denn daran sind dann immer die Eltern „schuld“, im Erfolg hingegen sonnen sich viele), der Nutzen hingegen ist nicht messbar.
    Und wer da von Bringschuld spricht, weil man ja schließlich selbst auch geboren wurde: die gibt es nicht. Wenn die Welt an etwas wirklich nicht leidet, dann an Unterbevölkerung. Nicht jede Tradition muss fortgesetzt werden, und vor allem nicht von Jedem gleich. Wir wurden nicht vorher gefragt, ob wir ins Leben treten, also kann man daraus keine Fortsetzungspflicht ableiten.
    Ich habe selbst zwei Kinder und finde das gut so. 5 schöne Minuten am Tag können soviel geben, dass alle Lasten vergessen sind. Es geht aber beileibe nicht allen Eltern so (wenn sie ehrlich sind).
    Aber ich finde auch jeden sehr ehrlich, der offen zugibt, dass er keine direkten genetischen Kopien seiner selbst ins Leben setzen will. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft ist ja auch nicht jeder Landwirt, Banker oder Gefängniswärter. Obwohl er isst, Geld benutzt und froh ist, dass nicht alle bösen Menschen frei rumlaufen.
    Es gibt m. E. mehr gute Gründe gegen als Argumente für Kinder um jeden Preis und in jedem Kontext. Besser ein rationales Nein zum Kind als tumbe „Traditionalisten“, die dann meinen ein Fernseher und ein Gamboy nimmt einem die Last ab, sich als Einziger mit den Abkömmlingen zu beschäftigen, wenn sie richtig nerven (krank sind, gelangweilt, überreizt, hormonell durcheinander) oder die Schulen übernehmen schon die Sozialisation.
    Letztlich ist es ein Spiel mit der Statistik: kinderabstinente Gene sterben stärker aus als kinderaffine, weil sie sich selbst durch ihr Verhalten dezimieren, von Generation zu Generation. Sollte sich der Effekt ausbreiten, würde das Bevölkerungswachstum, das diesen Planeten zerstört, sich abschwächen. Doch darauf zu hoffen, lässt sich aus den Zahlen der letzten 120 Jahre leider nicht ableiten.

  63. wladiwost, ich wusste gar...
    wladiwost, ich wusste gar nicht, dass ein solches Gesetz existiert. Ich wusste nicht mal, dass Kinder kriegen eine Rechtsangelegeheit ist. Oder hat ihnen das die Evolution zugewispert? Und weil ich mal Kind war, muss ich wieder ein Kind haben. Merkwürdig, dass soviele Leute ihre Gene weiter geben wollen. Sind die wirklich so toll? Wissen die Kinder, dass ihr Erzeuger in Verantwortung gegenüber der Evolution handelt? Noch niemand scheint hier Kinder aus Liebe zu ihnen bekommen zu haben. Was natürlich auch heftig ist. Schliesslich setzt man sie in eine Welt, die alles Andere als gemütlich ist. Nur die wenigsten haben es in der Hand, was aus Ihnen wird. Kaum einer hat die Mittel dafür zu sorgen, dass wirklich Voraussetzungen für ein gutes Leben geschaffen werden. Wobei es ja auch einige Überraschungen geben kann. Von Finanzkrise bis Klimawandel. Aber man liebt sie ja. Und, da gebe ich Don Alphonso recht, es gibt doch genügend, die ein elendes Leben führen und denen mit ein paar Euros geholfen wäre.

  64. Oldest Red, in der Forschung...
    Oldest Red, in der Forschung geht man teilweise davon aus, dass Shake-Speare, wie er sich selbst nennt, dem männlichen Geschlecht nicht ganz unzugetan war, und es sich beim ersten Teil der Sonette um eine von der Familie bezahlte Schrift an einen bekannten Homosexuellen war, dem er nahe gestanden ist – daher auch der behutsame „Eigentlich macht es mit Männern mehr Spass aber Kinder müssen nun mal sein“-Ton.
    (Komisch, was man sich so alles merkt.)

  65. Beobachter, 12:52 Uhr: Was ich...
    Beobachter, 12:52 Uhr: Was ich im Text über die reichen Erben sagen wollte ist: Das öffentliche Empfinden würde es gerne sehen, wenn ich ihm von einem verdeckten Kinderwunsch neben einigen anderen Makeln erzählen könnte – aber genau das kann ich nicht. Warum, wird in diesem Beitrag ausgeführt: Sie wollen es gerade nicht.

  66. @ Goldenes Kind

    Ich für...
    @ Goldenes Kind
    Ich für meinen Teil bevorzugen den rechtzeitigen Abgang bevor mich meine Kinder füttern müssen :-).
    Eine Bringschuld den Erzeugern gegenüber ist meist utopisch, da Belastungen aller Art mit fadenscheinigen Gründen meist abgelehnt werden.
    Um der Evolution Genüge zu tun,ist das ständige Auswechseln vorteilhafter als durch renitente Langlebigkeit dem Planeten zuviel zuzumuten,sowie dem Steuerzahler.

  67. Und ich hielt es für Liebe....
    Und ich hielt es für Liebe. Bezahlt!!

  68. Über kein Werk wurde so viel...
    Über kein Werk wurde so viel gerätselt. Der gute Dichter jedenfalls hatte so seine moralischen Defizite, das ist weithin bekannt, vielleicht infolge der unerfreulichen Ehe, man konnte ihn durchaus Druck aussetzen, und vielleicht war es einfach eine Gemengenlage – erfülle Deine Pflicht, und dann geht es weiter mit dem Spass. Wüsste man definitiv, wer der Angesprochene ist, wäre es leichter, und dazu kommt noch die schwierige Erklärung, wie es überhaupt zur Ausgabe kam. Desto weiter man sich von den diversen Legenden entfernt, desto dürftiger wird das, was man von Shakespeare wirklich weiss.

  69. Herrentorte, 13:05 - ja, das...
    Herrentorte, 13:05 – ja, das wäre was, wenn man sich alles selbst zuschanzen könnte. Ich denke aber, dass ich nach dieem Leben wenig Chancen als mehr auf eine Wurmexistenz hätte, und bis ich mich von da an wieder hochgedient hätte – lassen wir das. Neue Menschen sollten auch mal dürfen, finde ich.
    cvs, oh, sicher, einen Teil werde ich selbst verbrauchen, das steht ausser Frage. Ich habe noch grosse Pläne in diesem Leben, die mit hohen Kosten verbunden sind. Ich muss aber gestehen, dass ich nur selten reiche Russen mit dem typischen Klimnim im Museum sehe – und wenn dann, hätten die ganz sicher kein Interesse an jemandem wie mir.
    .
    Und wer nicht konnte, griff ab und an einfach zu seinem Knecht und – ganze Generationen der feinsten Häuser sind so entstanden, und auch in meiner Familie findet sich ein Zweig einer Kohlengrossistin, bei der man nicht weiss, ob man sie als Frühform der Emanzipierten oder als Spätform des liderlichen Lebens des 18. Jahrhunderts werten soll. Die Gerüchte jedenfalls sagen Schlimmstes.

  70. Franz, das meiste, was ich...
    Franz, das meiste, was ich besitze, diente sicher schon Menschen, die sich keine Sorge mehr um das Altersheim machen müssen. Wenn etwas 100 Jahre funktioniert, wird es sicher nohmal 100 Jahre halten. Und schnelllebige Dinge wie Digitalkameras kaufe ich grundsätzlich nicht neu. Man wäre ja blöd.
    Usedommer, Inzest ist bei uns gar nicht so das arge Problem, aber prinzipiell finde ich, dass sich auch meine bessere gesellschaft ab und an umstellen sollte. Im Prinzip weiss doch ein jeder, wer meine Vorfahren sind und was sie getrieben haben. Mit so einem Wechsel müssen sie sich vollkommen neu orientieren. Das gefällt mir.

  71. @wolfram500: "Eine Adoption...
    @wolfram500: „Eine Adoption ist die sichersate methode, enttäuscht zu werden“???!!! Da geht mir als adoptiertem Kind die Hutschnur hoch. Aber klar, genetisch verwandte Familien sind ja so viel besser, zeigt ja die Geschichte, sieht man immer wieder. Kein Streit, keine Entfremdung, keine enttäuschten Eltern – niemals! Und natürlich weiß man nur bei den eigenen Genen, was man hat, alles andere ist ja eh Müll… schade, dass SIe hier nicht unter Ihrem richtigen namen schreiben, ich wüsste zu gerne, auf welchem Gebiet Sie den Nobelpreis gewonnen haben, da Ihre Gene ja so einzigartig sind. Oder ist es anders rum, gehören Sie zur dummen Mehrheit und würden auf keinen Fall ein Kind adoptieren wolen, das dann womöglich Gott behüte klüger ist als Sie?

  72. LEPORELLO (als im letzten Akt...
    LEPORELLO (als im letzten Akt von Don Giovanni Figaros Hochzeit erklingt)
    „Die Musik kommt mir äusserst bekannt vor!“

  73. Vor dem Hintergrund, den Sie...
    Vor dem Hintergrund, den Sie andeuten, daß es sich bei den Anfangssonetten (auch inhaltlich) um eine Auftragsarbeit handeln soll, wird die der Sphäre des Erbrechts und des Geschäftswesens entlehnte, mir oft befremdliche Metaphorik („This fair child of mine/ Shall sum my count“ etc.) ja recht doppelbödig, ironisch vielleicht gegen den eigenen Auftrag, so daß es eine solche These auch am Sprachmaterial wohl Indizien findet. Aber das wird die Forschung, die einer solchen Spur folgt, sicherlich schon ausgiebig erörtet haben. Mir schien sich hinter diesem Rechnungswesen in der Sprache allerdings doch ein tieferes Geheimnis zu verbergen, dessen profane Lösung mir natürlich nicht behagen kann. Was die moralischen Defizite des Dichters betrifft, so ist gerade deren Darstellung ja eine wirkliche Qualität dieser Sonette (vide CXXI).

  74. Nun ja Don, der Kinderwunsch...
    Nun ja Don, der Kinderwunsch ist keine Sache der Vernunft. So wie es auch der Sexualtrieb nicht ist. Rational betrachtet ist das F… genauso absurd wie das Kinderkriegen. Und da beides wenigstens ursächlich zusammenhängt, wäre das Eine ohne das Andere entbehrlich? Mal ehrlich, dem Zeugungsakt oder auch dem von Ihnen präferierten Nicht-Zeugungsakt und seinen Derivaten wird doch, wenn man es auf den Ertrag herunterbricht eine ihm nicht angemessene Bedeutung beigemessen. Wegen der 5 cm vor und zurück stürzen sich Menschen ins Unglück, bringen sich oder Andere um, grämen sich im Nichterfolg ein Leben lang, lassen sich ins Gefängnis stecken, vernachlässigen ihre Gesundheit, hadern mit dem lieben Gott wegen der Abmessung von geschlechtsspezifischen Körperteilen, pumpen sich mit Drogen voll oder quälen sich sogar in Mucki-Buden. Wozu das alles? Erklärbar? nicht einmal von Dir, lieber Alfons. Meine beiden Söhne haben haupsächtlich Konsumverzicht, Arger Sorgen, Konflikte, Gespräche mit Lehrern, Grübeln über den Sinn von was auch immer ausgelöst. Aber es gab und gibt, wenn auch nur selten und mikroskopisch kurz, Momente unglaublichen Glücks. Und die sind es wert.

  75. Ich glaube mich erinnern zu...
    Ich glaube mich erinnern zu können, dass es Schopenhauer war, der Sex als unerfreulichen Juckreiz beschrieb, aber ich beschreibe ja auch Schopenhauer als den unerfreulichen Juckreiz der Philosophie.
    .
    Dergestalt nun darf ich sagen, dass man auch ohne all diese Irrungen seinen Spass haben kann. Ich zumindest. Was andere daraus machen, Clickstrecken, Bordellreisen, Viagra-Spam – mei. Schlimm. Aber ganz sicher nicht verzichtbar. (Fragen Sie in 70 Jahren nochmal nach, dann sehe ich das vielleicht auch wie Schopenhauer)

  76. cvs, sollte Ihre jüngere...
    cvs, sollte Ihre jüngere Tochter den obigen Anforderungen entsprechen, dürfen Sie beizeiten gern vorstellig werden. Sie kennen das ja: Sua passion predominante e la giovin principiante. Nicht ganz so wie bei Leporello, aber ich würde sicher auch keine opamordende Mitfünfzigerin in dieser finalen Lage beglücken. Schliesslich sollen ja die anderen das Gerede bekommen.
    .
    Vroni, dergleichen heult man mir an vielen Orten die Ohren voll, in diversen Alterklassen, man spielt sogar mit Anzüglichkeiten, um mir da ein weiches Herz zu entlocken, aber wo nichts ist, kann auch nichts weich werden.

  77. Oldest Red: bitte, ich bin...
    Oldest Red: bitte, ich bin heute nicht so schnell, warum ist es schuldhaft, Kinder zu bekommen? Oder habe ich da die Ironie nicht kapiert?
    .
    Dem restilchen Maennerzirkel: mir wird Angst und Bange… sehe ich doch alle Chancen, irgendwann mal husband material mit Vaterqualitaeten aufzutreiben, klaeglich dahin schwinden. Vielleicht sollte ich anfangen, statt Jane Austens Emma Alices Emma zu lesen.

  78. Damenwahl, ich rate zum...
    Damenwahl, ich rate zum Libretto von Cosi fan tutte.

  79. Heisst das, es sei zuviel...
    Heisst das, es sei zuviel verlangt, husband material und Vaterqualitaeten in einer Person zu suchen, so dass ich eines von beiden ausserehelich auslagern muss? Oder soll ich Paschtu lernen und mir einen reichen Afghanen suchen? Oder mir ein Vorbild an Fiordiligi nehmen und standhaft wie ein Fels sein in meinen Bemuehungen?

  80. Liebe Damenwahl, keine Panik!...
    Liebe Damenwahl, keine Panik! Ich habe mal den Verdacht, dass die meisten in dieser Runde keine gestandenen FAZ-Leser im besten Alter sind, von denen Ihnen vielleicht einer zu Diensten sein könnte, sondern eher urbane Mittzwanziger, die im Moment ihre Diss im Kopf + bestimmt keinen Sinn für Familiengründung haben. Also tun Sie bloß nichts Überstürztes, von wegen Emma oder Afghane, wohin soll das denn führen? Machen Sie sich eine schöne Tasse Tee + lesen was Erbauliches, nix da aufrührerische Libretti, einen schönen Roman, vielleicht Nick Hornbys About a boy, das wird Ihnen Hoffnung geben+ guten Schlaf bringen. Und morgen überlegen wir dann weiter.

  81. damenwahl,

    das Problem ist...
    damenwahl,
    das Problem ist eher, dass beide Qualitäten manchmal vielleicht vorhanden sind, wenn man vor der Entscheidung steht, später aber, wenn erstmal Kinder da sind, unterschiedlich stark abbauen, so dass Differenzen zwischen beiden Faktoren deutlich werden;
    Geht einem aber als Mann genauso :-)

  82. Werte Lady Jane,
    bitte...

    Werte Lady Jane,
    bitte illuminieren Sie mich, was denn nach Ihrer geschätzten Meinung nach ein gestandener FAZ-Leser ist !!!

  83. Wie kommt es eigentlich, dass...
    Wie kommt es eigentlich, dass in Blogs immer eindeutiger Männer-Überschuss ist? Ist jedenfalls mein Eindruck……

  84. "Mit einer Scham musste ich...
    „Mit einer Scham musste ich noch fertig werden: ich hatte meine menschliche Schlichtheit noch nicht zurückgewonnen. ..Manchmal versetzte mich die Heftigkeit meines Eigensinns noch in Angst. Es war ein kindischer, dämonischer Eigensinn, der nur noch durch allerkleinste Gründe, Grundlosigkeiten eigentlich, gerechtfertigt wurde,wie etwa der, dass mir das „Ich hatte es ja kommen sehen“, zu schaffen machte. Mein Stolz, kein alltägliches Leben führen zu wollen, war nur Kinderei, weil ich diesen Weg ja doch einschlug und weil ich liebte. Ich liebte Odile ganz schlicht, ganz einfach, wie ein Mann eine Frau liebt, wie er sie lieben soll. Seit ich um meine Liebe wursste, wuchs sie und wurde stärker als meine Scham: auf die Niederlage dieser Scham konnte ich jetzt hoffen. ..Gewolltes Unglück, kindische Naivität, der Stolz fesselten mich, meine hinausgeschobene Kindheit schuf mir ein Alter, und das alles hielt ich für meine Freiheit. Nachdem die Fesseln gesprengt, die Illusionen zerstört waren, fürchtete ich nicht mehr, „normal“ zu sein: ich wusste, dass ich von dort hörher reichen konnte. Ein Mensch sein in der Welt, in der ich leben musste, das war eine schwierige, mühevolle Aufgabe, weitaus schwieriger jedenfalls, als sich auf die Zähne zu beissen oder auf den Haaren zu gehen. Wenn ich wirklich nach Grösse suchte, durfte ich nicht glauben, sie in den verschiedenen pathologischen Infektionen zu finden: Schluss mit dem hämischen Lachen.“
    R. Queneau („Odile“)

  85. "Die Schande des Genies, einer...
    „Die Schande des Genies, einer Familie zu entstammen, wird dadurch getilgt, daß es keine hinterläßt.“
    Karl Kraus

  86. verehrter Don, die...
    verehrter Don, die Ausgangsfrage war meiner erinnerung nach, was mach ich mit dem ganzen Zaster ( O-Ton: dement und von allen erben verlassen, festgeklammert am Rollattor in der Seniorenresidenz. ) Also, bevor Sie stiften gehen, gehen Sie in einer Stiftung (!) auf…und ein.Und besudeln nicht Ihre private parts mit Karbolmäuschen und zarten Münchner Perlhühnern…Allerdings ist mein Nachbar, Prinz ( Fürst!!) Schaumi mit ebeneiner solchen zwecks Nachfoge liiert, angeblich über Partnership.de. Degoutant! Stand in Vanity!! Um es mit meinem Freund Gerhard ( Stadelmacher ) zu sagen, in einem seiner fulminantesten Kritiken „Herr, schmeiß Hirn ra !!!“ Notabene: Ich bin eine gestandene Faz- Leserin…seit meinem ermäßigten und erschlichenen Studentenabo vor 3o Jahren Cheerio !

  87. meyer, wenn mich die Damen mit...
    meyer, wenn mich die Damen mit der biologischen Zeitbombe nicht mögen und andere in das Verderben reissen, ist das nur gut für meine spätere Auswahl. Die anderen dürfen gerne kommen.
    .
    Müller-Lüdenscheid, ich habe ein Fach studiert, in dem es sehr stark um genau das Problem des Nachruhms geht. Ohne spätere Erinnerung wäre die Archäologie verloren, und es scheint viele Menschen der Wunsch umzutreiben, auf die eine oder andere Art nachzuwirken und die Finger im Spiel zu haben. Mir gefällt es, wenn ich etwas altes in der Hand habe, und es mein Leben bereichert, und ich würde das später auch gerne irgendwie tun, wenn ich schon lange verstorben bin. Und sei es nur, weil ich einige Dekaden der Hüter meines Hauses war.

  88. wolfram500, was adoptierte...
    wolfram500, was adoptierte Kinder angeht, kenne ich nur das absolute Gegenteil. Für die obige Idee etwa stehen einige gewisse Personen Pate, über die ich hier nicht schreiben kann und will, weil sie es vermutlich nicht wollten, aber soviel kann ich sagen: Einwandfrei. Mitunter etwas strebsam und überperfekt, aber dennoch einwandfrei.

  89. Liebe Ladyjane, Latifundius,...
    Liebe Ladyjane, Latifundius, vielen Dank fuer die troestenden Worte. Dann hoere ich jetzt erst mal wieder die Zauberfloete oder Haensel und Gretel.
    Und breche vorher noch eine Lanze fuer Kinder: ich lebe im Momement unfreiwillig mit einem dreijaehrigen Bengel zusammen (nicht meiner), er schreit manchmal, er springt abends auf meinem Bett rum und nervt mich, schmollt ohne Grund, ist aber trotzdem putzig. Macht mir abends immer die Tuer auf, plappert wie ein Papagei alles nach und ist so aufgeweckt und froehlich, dass mir das Herz aufgeht. Ich kenne Menschen, die ganz bewusst sagen, sie haetten lieber einen Porsche, statt Kinder grosszuziehen. Und auch wenn ich mich in diesem Kreis damit endgueltig als „eligible bachelorette“ disqualifiziere, finde ich: Autos werden ueberschaetzt.

  90. Kommt darauf an, was man vor...
    Kommt darauf an, was man vor hat – auf einem Kind würde noch nicht mal ich den Jaufenpass runterfahren.
    .
    Jedenfalls sind Sie mit dieser Haltung ganz extremely eligeble, schliesslich ist es das, was allgemein begehrenswert macht, nicht diese Verirrungen chronischer Libertinärer, die am Totenbett dann doch die beichte und das kennt man ja alles. Ansonsten bin ich der letzte, der etwas gegen Jugend hätte, solange sie über 18 ist und die Sache mit dem Kondom ernst nimmt.

  91. Don Alphonso, wer hat ein...
    Don Alphonso, wer hat ein schadhaftes Gebiss, das Sie nicht illuminiert haben möchten?? Nur damit ich rechtzeitig weggucken kann.

  92. wunderbar zu lesen! danke...
    wunderbar zu lesen! danke wiedermal für ein paar minuten bester unterhaltung in meinem tristen alltag …

  93. Pardon, der Kommentar war eine...
    Pardon, der Kommentar war eine Antwort auf ein an anderer Stelle angebrachtes Gähnen über meine Werke, den ich versehentlich hier eingestellt habe (bei über 100 Kommentaren pro Tag verliert man irgendwann den Überblick).

  94. Was ich unsittlich finde, ist...
    Was ich unsittlich finde, ist Kinder gegen Barchettas, englisches Silber oder
    ähnlich materielles auszuspielen.
    Dass Ihnen,DonA. die Beschreibung vom Warten in der Supermarktschlange mit Kind im Rücken, nicht die gleiche Poesie abringt, wie die Linienführung ihrer Sauciere,
    spricht doch nur für Ihre Menschlichkeit, die eben,wie bei jedem eine gewisse
    Begrenzung, zeigt.
    Nur mit der „ich lehne Kinder ab“-Haltung, ist es freigestellt, dass man Sie gut
    der Koketterie zuordnen kann-weniger im Glauben ein weiches Herz zu finden,
    als vielmehr der Tatsache,dass Sie das Kinderargument benutzen müssen,
    um Ihr entschiedenes Dasein zu begründen.
    schliesslich ist es auch keine Haltung von Ihnen sondern eine Ent-haltung in der Sache.
    Und wo Sie Stütze versprochen haben,können Sies ja auch`gerne so halten.
    Danke .

  95. Menschen, die keine Kinder...
    Menschen, die keine Kinder mögen und sie deshalb auch nicht bekommen, handeln wesentlich sozialer als Menschen, die… ach, den Rest gibt es bei der Supernanny.

  96. Kurz, wirklich ganz kurz nur...
    Kurz, wirklich ganz kurz nur (und vor Lektüre der letzten Absätze dieses Textes) dachte ich ja daran, mich dir als Erbling anzubieten – nicht zuletzt der Bibliothek wegen….
    Tröstlich nur, dass ich aufgrund unseres relativ geringen Alterunterschieds bei beiderseitigem statistischem Ableben ohnehin nur von meinem etwa 72. bis 84. Lebensjahr davon nutzgenossen hätte.

  97. Quallenregen, das Wort...
    Quallenregen, das Wort „kalkuliertes Risiko“ stösst in meinen von new Ecconomy und Wirtschaftskrise abgehärteten Ohren auf extreme Verschlussreflexe. Wenn man Risiko kalkulieren könnte, wäre es keines.
    ichtunichtgut, manche haben das Zeug zu Renegaten. Und andere sterben für ihre Überzeugung. Und ich wie das zu tun gedenke, steht oben. Aber bitte, es ist nur mein Weg, ich lasse anderen gern ihren Spass.

  98. Manfred, wer wäre ich, da zu...
    Manfred, wer wäre ich, da zu widersprechen? Ich gedenke als verstockter Häretiker zu enden, und nicht als Schaf zu Tode gestreichelt zu werden.
    .
    wingthom, ich glaube einfach, dass Aussterben im Grossen dazu gehört wie Sterben im Kleinen. Mit den Genen jedoch würde ich das nicht erklären, denn wenn es danach ginge, oh weh, dann würde ich jetzt sicher keine Kommentare beantworten.

  99. nurmalsozwischendurch, das...
    nurmalsozwischendurch, das Problem gibt es in den meisten Blogs. Vielleicht schreiben Männer mehr, und Frauen denken mehr. Dann aber wäre es kein Problem. Für die Frauen.

  100. Was ich nun wieder unsittlich...
    Was ich nun wieder unsittlich finde, kleinerberg, ist die Penetranz, mit denen die Zeugenden den anderen, die aus wohlerwogenen Gründen kinderlos sind, erklären möchten, dass nur mit dem Kinde die höchste Stufe der moralischen Existenz erreichbar ist. (Es sind ja auch nie die Kinder, die dergleichen vertreten; das sind immer nur die Eltern.)
    Von mir aus kann sich gerne jeder freiwillig zum Objekt der staatlichen Biopolitik machen und damit glücklich sein. Aber warum gehört die Abwertung der Kinderlosen augenscheinlich zu diesem Glück dazu?

  101. Schon 100 Kommentare, und der...
    Schon 100 Kommentare, und der fundamentale Denkfehler des guten D. ist noch keinem aufgefallen. Nun denn: Dass dem Herrn eine allzu intensive Beschäftigung mit respektive Belästigung durch den Nachwuchs und seine negativen Begleiterscheinungen nicht übermäßig gut tut, wurde überzeugend und korrekt dargelegt.
    Nicht einleuchtend ist hingegen, wieso Mann ob dieser Erkenntnis auf die unbestreitbaren Vorzüge der Vermehrung verzichten sollte, als da wären die Fortführung der eigenen Sippschaft, die unproblematische Lösung der Erbenfrage, die Freude über einen gut geratenen Zögling (ja, auch das gibt es! Warum sich immer am Schlechten orientieren?) und sicher noch einiges mehr.
    Dabei hat doch die Natur selbst eine viel bessere Lösung parat. Denn ein einzelner Herr bekommt in der Regel keine Kinder, und die, die üblicherweise noch daran beteiligt sind, sind nicht nur von Natur aus besser geeignet, sich mit all den Widrigkeiten der Kleinkinderzucht zu befassen, sondern sie tun es, wenn sie denn von der rechten Art sind, sogar noch mit Freuden und würden sich eine übermäßige Einmischung des aus Gründen der Genetik und Sozialisation prinzipbedingt hierin sowieso inkompetenten Herrn aufs Schärfste verbitten.
    Nicht dass wir uns falsch verstehen: Auch ein Mann hat natürlich gewisse Pflichten zu erfüllen, zu denen zuvörderst eine standesgemäße Ausstattung des gesamten Familienzweigs mit den erforderlichen Finanzmitteln, darüberhinaus aber auch eine angemessene(!) Unterstützung der Gattin mit Rat und Tat (und zweckmäßigerweise auch dem bereits erwähnten Kindermädchen) bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zählt.
    Windelwechsel, Barchettaverzicht oder Anstehen im Supermarkt gehören dazu jedoch nicht, es sei denn man hat bei der Partnerwahl geschlampt oder mit der finanziellen Potenz ist doch nicht so weit her, wie es für eine Stütze der Gesellschaft angemessen wäre. Wer sich das eine oder das andere nicht zutraut, ist in der Tat wohl besser beraten, es bleibenzulassen. Aber vielleicht ist das ja auch genau das, was uns der Autor eigentlich sagen wollte.

  102. Unkalkuliertes Risiko.... war...
    Unkalkuliertes Risiko…. war meine Aussage,lieber Don
    Das Spielcasino in Baden Baden läge mir doch erheblich näher ,wenn nicht so sonderliche Gerüche von Damen weit über dem Zenit, durch diese Haus ziehen würden,…als schnödes Papier im Sinkflug das mir jemand mit den Worten vom Kalkuliertem Risiko angedreht hätte.
    Was mich wieder darauf bringt unsere Alterspyramide doch eher oben zu kappen als unten :-)

  103. @Nörgler

    Ich kann ihnen...
    @Nörgler
    Ich kann ihnen leider nicht ganz folgen.Alle Kommentare zusammengenommen ergibt sich eher das gegenteilige Bild dessen,was sie bemängeln.
    Toleranz und gegenseitiger Respekt steht beiden Fraktionen gut zu Gesicht,würde aber Don Alphonso sicherlich einiges an Lesevergnügen kosten.

  104. c., Beda Venerabilis hat auch...
    c., Beda Venerabilis hat auch sehr viele Zeichen über die Berechnung des Osterfestes geschrieben, ohne dasss ihn jemand auf seinen grundsätzlichen Fehler hingewiesen hätte: Dass das jüdische Jahr generell anders als das christliche Jahr berechnet wird. Abgesehen davon: Was ist jetzt nochmal mein grundsätzlicher Fehler?

  105. Es ist ja wirklich...
    Es ist ja wirklich erstaunlich, wie angeregt sich die anwesenden Herren über die Kinderfrage austauschen; dann und wann fällt einem auf, daß die (bessere) Hälfte der maßgeblich Beteiligten fehlt, aber das ficht hier niemanden nachhaltig an, die feinen Andeutungen der höheren Bildung fliegen hin und her; und ganz selten trommelt sich einer virtuell auf die Brust wie Tarzan. Ich hatte ja noch nie das Vergnügen, einen Herrenclub von innen zu betreten, aber ungefähr so wie hier stelle ich mir das vor…

  106. Guten Morgen liebe...
    Guten Morgen liebe Damenwahl,
    meine Frau und ich haben gestern diesen Beitrag samt Diskussion gemeinsam gelesen und uns gemeinsam amüsiert. Vielleicht ist das hier aber auch nur ein Beweis dafür, dass Männer genauso süchtig nach Klatsch und Tratsch wie Frauen sind. Oder sogar süchtiger.

  107. Lieber c., irgendwie habe ich...
    Lieber c., irgendwie habe ich den Eindruck, dass die groß angekündigte neue Erkenntnis nichts anderes war, als die Wiederholung von vorher gesagtem. Und wie sagt doch der Humanist? Repitita non placet.
    Zur Erklärung: Die Variante Kindermädchen scheidet unabhängig der Liquidität generell aus. Punktum.

  108. Guten Morgen Don,

    ich...
    Guten Morgen Don,
    ich fürchte, dass meine zweite Tochter die Voraussetzungen nicht erfüllt. Der „Fetzenskandal“ wäre kein Skandal der Herkunft, sondern ein Skandal des Neids. Und der macht keinen Spass. Niemandem.
    Meine Tochter sieht mir zum einen zu ähnlich, zum Beispiel die braunen Augen, und zum anderen wohnen wir noch nicht lange genug in Oberbayern.
    „Mater certa, Pater incertus“ träfe in dem Kontext nicht zu.
    Und ansonsten tendieren meine Töchter doch eher zum Ballet, als zum Gesang.

  109. Höhere Bildung..?...
    Höhere Bildung..? hier?…lol…
    Vielleicht hat der ein oder andere in etwa einen Wortschatz wie Shakespeare,jenseits der 30000,ist deswegen aber noch lange nicht auf selbigem Niveau.Deutsche Standartsprache umfasst etwa 70000,,grob kalkuliert.
    Wenn nun die Kenntnis eines Großteils des gesamten Deutschen Wortschatzes ein Hinweis auf Bildung sein soll….gekauft!…leider ist zwischen Bildung und Intelligenz noch eine kleine Hürde,..da hilft auch ein BWL Studium nicht weiter,wie man täglich vor Augen geführt bekommt.
    Von daher…nichts gegen Shakespeare…(sorry wenns nun weh tut)..aber Gedichte von Charles Bukowski liegen mir um längen näher, in der heutigen Zeit.

  110. Es scheint mir auch durchaus...
    Es scheint mir auch durchaus möglich, dass hier dem feinen Herrn die Trauben einfach zu sauer sind …

  111. Hey, werter Don, hört man da...
    Hey, werter Don, hört man da ein lauter werdendes Seufzen des Blogger-Meisters über all die herbeiströmenden User-Lehrlinge, vor allem über ihre anschwellende Zahl heraus?! Dann ein guter Tipp – schreiben Sie nicht über die Hisballaballas, diese Infantil-Terroristen; davon glauben deren Produzenten alles zu verstehen, um mitreden zu können. Nein, wie wäre es mit Kindern aus den geistigen Lenden – mit alten Büchern. Ab und zu belieben Sie Neugierige wie mich zu locken mit Fotos schwer lesbarer Bücherrücken aus der Ingolstädter Jesuitenbibliothek. Wie wäre es – ehe ich mir die Augen endgültig ausgucke – mit dezent eingestreuten Hinweisen zu den bloggopublik gemachten Autoren? Vor Wochen meine ich schon neben Torquato Tassos „Gerusalemme liberata“ den ollen Claude Lacroix, Theologia moralis entdeckt zu haben. Und jetzt rätsle ich an „Paleari Aeretica(?) Opera“ herum. Ist das eine jesuitische Sammlung der Schriften des verhaßten Humanisten Aonius Palearius?? Aufklärung tut not!
    .
    Und wenn wir schon beim Decodieren sind … Das Ergonym „Don Alphonso“ riecht sehr verdächtig nach dem Gründer des Redemptoristen-Ordens Alphonso Maria de Liguori, immerhin dem Patron der Moraltheologen. Gestehen Sie – Dekadenz ist Ihnen ein willkommenes Substrat für lustvolle Jeremiaden, die Müllhalden dieser Welt (bei Liguori die in Neapel, bei Ihnen der Berliner „Sumpf“ und die Hamburger Schmuddelszenarien) rufen nach Geruchsverstärker und zugleich nach „Erlösung“. Sie sind ein postmoderner Redemptorist!

  112. Ach je - ein Freund einfacher...
    Ach je – ein Freund einfacher Erklärungen. Nun ja.
    Quellenregen, wie alles ist Bildung relativ. Ich würde für mich nicht in Anspruch nehmen, hier mehr als eine begrenzt kluge Plauderei abzusondern, aber es dürfte immer noch zu den besseren Bereichen der Internetkommunikation gehören. Inweiweit sich das dann erhebt – und die aus dem Stegreif diskutierte Bedeutung der Sonette gehört durchaus dazu – bleibt der Anspruchshaltung der Kommentatoren überlassen.

  113. Liebe Damenwahl, da gibt man...
    Liebe Damenwahl, da gibt man sich Mühe + was machen Sie, schlagen meine wohldurchdachten Ratschläge in den Wind + sich die Nacht um die Ohren am Rechner. Ts. Also dieses Herrenrundige hab ich an mancher Stelle auch schon empfunden, ich freu mich, wenn Sie sich oder Georgina Darcy oder die nette Vroni zu Wort melden. Dass die Diskussion um Kinder irgendwie doch nicht so inspirierend war, lieht vielleicht daran, dass es für Eltern abseits der „von der Leyen-Sphäre“ schwierig ist, was einigermaßen Interessantes dazu zu sagen. Vielleicht ist es so, es ist grässlich + es ist schön + Punkt. Ist in der schönen Literatur übrigens seltsamerweise genauso. Wo gibt’s was über Leben mit Kindern? Rühmliche Ausnahmen: Katherine Mansfield oder in der Gegenwart: Alice Munro, beispielsweise Der Traum meiner Mutter, das ist brillant, dicke Empfehlung!

  114. Kampfstrampler, der Tasso...
    Kampfstrampler, der Tasso kommt aus Perugia, 1785, und das andere ist tatsächlich die Werksausgabe von Aonius Palearius, besorgt von Friedrich Hallbauer, Jena 1728. Ich sammle Jesuitica und deren Todfeinde und Hassobjekte gleichermassen. Auch den Lacroix haben Sie richtig erkannt – das ist der Herr mit dem Königsmord.
    .
    Natürlich könnte man die Schrauben anziehen und die Themen verschärfen, dass die Knochen krachen, und mit einer angenehmen Bibliothek im Rücken wäre es ein leichtes, sich als Lehrmeister aufzuspielen, aber auch, wenn Kommentare manchmal eine rechte Plag sind: Es ist schön, dass es sie gibt. Und die Attitüde mancher Fäuletonisten, sich mit angelesenem Wissen als Kenner auszuspielen, ist nicht der Weisheit letzter Schluss:
    http://oldeurope.blogger.de/stories/812035/
    .
    Dann doch wirklich lieber Kommentare. Zumal sie ja etwas Leben in die sonst eher ruhigen Hallen von FAZ.net bringen. Ich mag und brauche das. . Was nun meinen Namen geht, möchte ich auch Cosi fan Tutte in den Ring werfen, einen gewissen Marquis Donatien Alphonse und nochwas, sowie den in Bayern hochverehrten Alfons Goppel – wie es beliebt.

  115. Werter Vetter,
    vielleicht...

    Werter Vetter,
    vielleicht sollte man lieber sagen: “ den zu Recht hochverehrten Alfons Goppel „

  116. Darf man das dann als Dons...
    Darf man das dann als Dons Beitrag zur Arbeitsmarktflaute für Geisteswissenschaftler sehen?

  117. Alfons Goppel? K.S.St.V, SA,...
    Alfons Goppel? K.S.St.V, SA, NSDAP, CSU – ich glaube dann doch nicht, dass dieser Mensch, so gut er in späteren Jahren auch gewesen sein mag, das Vorbild für das Akronym „Don Alphonso“ war.

  118. Sein Leben begann Don Alphonso...
    Sein Leben begann Don Alphonso im Jahre 1999 als Pate einer humoristischen Radioeinspielung bei einer Sendung, in der es um Journalistenschulen ging – diese viertelmafiösen Einrichtungen und Beziehungsnetzwerke, die Gerüchten zufolge bestimmen, wer was schreibt und was wird. Nun heisst das entsprechende Institut der alleinseligmachenden Staatspartei von Gottes Gnaden „Alfons Goppel Stiftung“, und deren Patron, den wir auftreten liessen, war ein hübsch breiter, bayerischer Mafiosi. Danach produzierte Don Alphonso auch Radiowerbung für diese Sendung (Will ein Journalist was freches schreiben, schneidet Don Alphonso iihn in Scheiben), machte mit Pressemitteilungen zur Sendung seinen Weg ins Internet, betätigte sich eine Weile als Freizeithenker und Hobbywürger in der New Economy, und jetzt…
    .
    Nun.

  119. ...
    @nicole/26.02./17:53
    Aus Ihren Worten spricht die Unbekümmertheit der Jugend, die nur "schwarz" oder weiss" als Unterscheidung akzepiert. Ich hätte allerdings wenigstens erwartet, dass Sie eine Entschuldigung von mir fordern.
    @ DA: von etwas enttäuscht sein, heisst nicht, das es schlecht sein muss – es kann auch bedeuten, dass man Anderes erwartet hatte. Genau das hatte ich gemeint. Im übrigen glaube ich nicht, dass irgendjemand, dem Sachen/Gegenstände so viel bedeuten, "lachend diese Dasein verlassen" wird.

  120. cvs, in der Todesnot frisst...
    cvs, in der Todesnot frisst der Teufel auch Balletratten. Noch allerdings ist es nicht soweit, dass ich mich am Bühnenausgang herumtreiben würde.
    .
    Ich habe mir jetzt mal die Kommentare anderer Beiträge und Autoren angeschaut. Mal abgesehen von einem Beitrag über eine angebliche Schleichwerbung, in dem sich gar seltsame Wesen mit sehr seltsamen Thesen austoben, ist es kein spezifisches Problem dieses Blogs, sondern eines der FAZ im Allgemeinen. Leider.

  121. Ach, wolfram500, der Tod ist...
    Ach, wolfram500, der Tod ist ein steter Begleiter am Berg und in der Archäologie, ich kenne ihn, und liebe es, über ihn zu schreiben. Wenn ich in Kirchen bin und ihn dort finde, bin ich immer ganz entzückt. Das ist halt so in Bayern. Ich schreibe auch oft über meinen Tod:
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/457630/
    Es muss sein. Es geht nicht anders. Und wenn, dann möchte ich froh dabei sein.

  122. Wohl wahr,wohl war lieber...
    Wohl wahr,wohl war lieber Don….mir liegt der Inhalt wahrlich näher als die Verpackung….wobei ich durchaus auch Geschenkpapier schätze, bei dem einem nicht das Auge tränt .

  123. Damenwahl, Eltern schenken...
    Damenwahl, Eltern schenken Kindern das Leben. Es bleibt aber eine mißliche Situation – auch wenn Sie selbst mit den Bedingungen Ihrer Existenz vollkommen einverstanden sind – , daß sich dieses Geschenk nicht ablehnen läßt. Man muß das nicht Schuld nennen, das war sicher etwas zugespitzt. Eine naheliegende Alternative wäre, daß Sie selbst diese Existentialschuld übernehmen und, vielleicht ein reiferer aber nicht weniger spekulativer Standpunkt, die volle Verantwortung dafür übernehmen, daß Sie da sind.

  124. Wurde- und hat der Don jemals...
    Wurde- und hat der Don jemals geliebt?

  125. Da müssen Sie die fragen, die...
    Da müssen Sie die fragen, die das von sich behauptet haben. Bei meiner Grossmutter würde ich mein Leben darauf wetten.

  126. Nun lieber Don, wenn Sie...
    Nun lieber Don, wenn Sie Kinder hätten, würden Sie zu jenen gehören, die meine Frage mit einem `Ja´beantworten könnten.

  127. Wie Sie dem obigen Zitat von...
    Wie Sie dem obigen Zitat von Claire Goll entnehmen können, kann man sich da auch sauber täuschen.

  128. Lieber Don,

    hoffe du erlaubst...
    Lieber Don,
    hoffe du erlaubst ein wenig Kritik an deinem Standpunkt: Die Verurteilung des Kinderzeugens ist unsouverän. Etwas mehr Distanz im Sinne von: „Es gibt Dinge, die sind gut, und ich tue sie dennoch nicht.“ hielte ich für angeraten.
    Grüße
    Franz

  129. Wehrter Don Alphonso, es gilt...
    Wehrter Don Alphonso, es gilt den Kontext , in welchem Claire Goll, Mutter einer Tochter, diesen Satz geschrieben hat, zu beachten. Gerade Madame Goll, hätte die Frage mit einem `Ja´ beantworten können.
    Vielleicht sollten Sie mal einen Blick in den Gedichtband `Poèmes d´amour´werfen.

  130. Der Kontext liegt hier vor...
    Der Kontext liegt hier vor mir, im nächsten Satz ist von Rattengift die Rede. Man sollte sich damit abfinden, dass Eltern wie auch Kinder die Hölle auf Erden sein können.
    .
    Und deshalb, lieber Franz, würde ich mir auch eher die Zunge abbeissen, bevor ich etwas zugunsten der üblichen Sichtweise pauschal mit dem Wort „gut“ belege. Kinder sind zur Erhaltung einer Art nötig, die noch nicht schlüssig bewiesen hat, dass sie selbst nötig ist.

  131. Mal was zu den vorbildgebenden...
    Mal was zu den vorbildgebenden Adoptivkaisern: Die brauchten schlicht einen Sohn, um zu überleben (Usurpationen waren an der Tagesordnung). Ein Erbe verhinderte das lame-duck-Phänomen und stabilisierte die Erwartungshaltung, wo denn die Knete bleiben würde und damit die Zuständigkeit für Brot und Spiele und die Finanzierung des Heeres. Durch nichts sonst war der Kaiser legitimiert, verfassungsrechtlich gabs die Position nicht – man spielte ja weiterhin Republik. Zum Zwecke der Lebensversicherung nahmen die Kaiser gern mal den gefährlichsten Rivalen, sonst auch den nächsten Anverwandten an Sohnes Statt. „Guter Nachfolger“ war kein Kriterium, das ist reine Propaganda und Blabla der zukurzgekommenen und entmachteten Senatsaristokratie, z.B. Tacitus. Und die „schlechten“ Kaiser wie Caligula haben der Senatsaristiokratie nur deutlicher als andere gezeigt, wer das Sagen hat – z.B. indem sie ihr Pferd zum Konsul ernannten. Das war möglicherweise durchaus rationale Politik.
    Kurz und gut: Die Adoptivkaiser hatten in der harten Realität ein ganz anderes Problem als Sie, Don Alphonso. Oder droht bereits ein Berliner Zukurzgekommener den Rubikon bzw. Main zu überschreiten und das Amt des Don Alphonso zu usurpieren? Dann allerdings kann ich nur raten: Adoptieren Sie auf Teufel komm raus, auch wenns ein sonorer Bass ist.

  132. Mein Verweis auf den...
    Mein Verweis auf den Herrenclub war keineswegs als Vorwurf gemeint, die Damen und hoeheren Toechter sind selber schuld, wenn sie nicht mitreden wollen. Und zweifelsohne sind manche Kommentare ausserordentlich lesenswert und unterhaltsam.
    .
    Oldest red: jetzt habe ich es verstanden, danke! Ob das allerdings schon schuldhaft ist? Natuerlich hat der Kinderwunsch auch eine egoistische Komponente, aber schuldhaft finde ich sehr hart formuliert. Darueber muss ich noch mal eine Runde nachdenken…

  133. Ergebensten Dank, geschätzter...
    Ergebensten Dank, geschätzter Don, mein jesuitisches Wochenende ist gerettet. Milder Hochmut führt mich nun zum Verspeisen feuilletonistischer Häppchen. Dem vielgeschmähten „FülldieTonn“ sind Sie wohl doch nicht ganz gerecht geworden – befangen in der Haßliebe der wahren Connoscenti, die jene zeilenquälenden Generalisten sich im Dickicht der Details verheddern sehen. Bildungsbürger erinnern mich immer an den Katholischen Volkswartbund, der voller Ingrimm und Inbrunst sich über die neuesten Anzüglichkeiten beugte: „Und nun, liebe Brüder, wollen wir uns doch noch einmal diesen verwerflichen Szenen zuwenden – oh, mein Gott“.
    .
    Gut, ich gestehe, der „Redemptorist Don Alphonso“ – ein süffisantes Trugbild. Eher hatte ich bei Ihnen schon an Alphonse Daudet gedacht: „Tartarin sur les Alpes“. Übrigens waren bereits die Tegernseer Mönche recht bissige Literaten: Froumund (kam aus Ellwangen), der Ruodlieb-Dichter, auch Metellus, der seinen bösen Herzog Arnulf ins Scheyerner Moos verfrachtete. Ihre Nachlaß-Verwaltungen sind ansonsten herzhaft verfrüht. Wie sagten immer meine uralt gewordenen Großtanten unisono: „Junge, Du wirst bestimmt so alt wie wir. Bosheit konserviert“.

  134. "Nun lieber Don, wenn Sie...
    „Nun lieber Don, wenn Sie Kinder hätten, würden Sie zu jenen gehören, die meine Frage mit einem `Ja´beantworten könnten.“
    bwahaha… was’n Bullshit!

  135. "Kinder in die Welt zu setzen,...
    „Kinder in die Welt zu setzen, ist die egoistischste menschliche Handlung, die man sich vorstellen kann.“ Woher das Zitat stammt, ist mir entfallen. In UvdL-Zeiten scheint aber gerade das Gegenteil dessen zu gelten. Wer sich größtenteils auf Kosten der Allgemeinheit „reproduziert“, ist an Altruismus kaum zu überbieten. Das erinnert doch schwer an die Zeiten, als es ein Mutterkreuz für die gebärfreudigen Mütter im Geiste einer UvdL gab, wenn sie dem Führer Nachwuchs für die Front schenkten.
    Heutzutage muß man Kinder gebären für die Rente, für die Wirtschaft, zur Steigerung der Nachfrage, für den geistigen Fortschritt, weil es sich so gehört. Wer den Nachwuchs verweigert, wird zwar gesellschaftlich nicht mehr geächtet wie weiland, gehört aber vom Zeitgeist auf dem Bürgersteig vermittels Kinderwagen oder Puky-Klapprad überrollt. Wer dann noch eine schnöde volkswirtschaftliche Gesamtrechnung über die Lebenszeit eines neuen deutschen Erdenbürgers von der Wiege bis zur Bahre aufmacht und vom Steuerzahler getragene Ausbildungskosten, staatliche Transferzahlungen an Familien, Steuervorteile, Krankenkassenleistungen und sonstige finanzielle Zuwendungen, die an die Existenz von Nachwuchs gekoppelt sind, gegenrechnet gegen die vom Nachwuchs zu erwartenden Steuer- und Sozialabgabenzahlungen im Laufe von dessen Arbeitsleben, wobei Krankheitskosten im Alter und Rente wieder zu subtrahieren sind, der setzt sich des Vorwurfs aus, ein widernatürlicher Kinderhasser zu sein, zumindest schwul und/oder impotent, solange es sich um einen reproduktionsfähigen Mann wie den Don handelt. Die volkswirtschaftlichen Gesamtrechner haben indes einen schweren Stand gegen die „Reproduktions-“ und „Kunst-Fertilitäts-Fraktionen“, die die „In-Vitro-Vereinigung von Mann und Frau“ jetzt wieder von der gesetzlichen Krankenkasse für gesellschaftliche Kreise ermöglichen wollen, die sich ihren primär egoistischen Kinderwunsch auf Kosten der Allgemeinheit weder qua göttlicher Vorhersehung noch vermittels eigener finanzieller Mittel erfüllen können. Aber die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung ist auch eine ex-post-Rechnung für jeden Einzelnen, wenn die letzte Klappe im wahrsten Sinne des Wortes gefallen ist. Zuvor werden die regierungsamtlichen Statistiker immer behaupten, jeder neue Erdenbürger wäre auch ein ökonomischer Gewinn, ganz gleich, ob in einem Haushalt aufwachsend, der Kinder als primäre Einkommensquelle bzw. manifeste Anspruchsverbriefung gegen die Allgemeinheit betrachtet. Aber in einer arbeitsteiligen Gesellschaft muß es nach David Ricardo auch die Leute geben, die für den Nachwuchs sorgen, den dann andere finanzieren ganz im Sinne des volkswirtschaftlichen Prinzips, jeder spezialisiere sich auf das, was er am besten kann zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen.
    Jedem Neugeborenen wird jetzt noch im Kreissaal eine 11-stellige Nummer auf die Stirn gebrannt als Kainsmal des deutschen Steuervogts nach dem Motto: du bist mein Arbeitsvieh, bedenke, was dich erwartet, wenn du die qualifizierte Bevölkerungsmehrheit der Nettoempfänger staatlicher Wohltaten verlassen willst, so was trägt natürlich ungemein zur Motivation für den späteren Lebensweg bei.
    Sind wir nicht schon eine mit mehr als 250 Nasen pro Quadratkilometer übervölkerte Zwangsgemeinschaft, wo man auf weitere Steigerungsraten auf über 83 Millionen Nasen gut verzichten kann ? Bangladesh ist „bevölkerungsärmer“ pro Quadratkilometer als Deutschland, nur zur Regenzeit ändert sich das Verhältnis. Der Don beschreibt den „sozialen Stress durch Überbevölkerung“ auch hier in unserem Lande immer gern als das O*el-Phänomen auf Paßstaraßen. Der soziale Stress durch Überbevölkerung ist bei Tieren übrigens nachgewiesen, und wer die Übertragung des Phänomens auf den Menschen bestreitet, der stelle sich bitte zu Sommerferienbeginn auf einer bundesdeutschen Autobahn wie der A6 oder A8 am Samstag hinten im Stau an und doziere dann über all die lieben Mitmenschen, die da vor ihm stehen.

  136. Nachtrag zum Egoismus:...
    Nachtrag zum Egoismus: natürlich ist die Selbst-Reproduktion das Egoistischste, was man so tun kann. Denn wer kann sich schon wehren und vor allen Dingen mit welchen Mitteln gegen die Ergebnisse bzw. Hinterlassenschaft solch perfiden Treibens triebhafter Selbstverwirklicher auf Kosten der Allgemeinheit ?
    Und auch nach dem Ableben der „ihren freien Willen Verwirklichthabenden“ läuft uns deren Abkömmling, selbst wenn er Nettozahler im System ist, auf die Füße, nimmt uns die Vorfahrt, geht uns auf den Geist.
    Ist das grundgesetzlich verbürgt im Artikel 1 des Grundgesetzes, dass jeder ein Grundrecht hat, sich sinnvoll oder sinnlos zu vermehren, ohne für die Konsequenzen seines Tuns auch nur in irgendeiner Weise verantwortlich gemacht werden zu können ? Wo bleibt die Verursacherhaftung ? Wer fragt danach, ob der Betreffende wirtschaftlich potent genug ist, oder ob das Selbstverwirklichungsprojekt namens Selbst-Reproduktion ganz überwiegend bis ganz von anderen bezahlt wird ?

  137. Wivo, natürlich kann man die...
    Wivo, natürlich kann man die politische Ausgangslage nicht vergleichen. Man muss aber zugeben, dass es hätte schlechter, sehr viel schlechter laufen können als unter den Adoptivkaisern, und warum sollte man den guten, sinnvollen Kern dieser Geschichte nicht bewahren?
    .
    Abgesehen davon bin ich der festen Überzeugung, die meisten Berlinerinnen in 4 Wochen so korrumpieren zu können, dass sie absolut keine Lust mehr hätten, die Gestade des Tegernsees zu verlassen. Die lehnen es nur ab, weil sie es nicht kennen. Gerade übrigens Mütter: Deutschlands schönster Kinderspielplatz ist die Strasse runter, und der erste Rodelhang beginnt, wo der Garten aufhört.

  138. Kampfstrampler, glaubt man...
    Kampfstrampler, glaubt man Walter von der Vogelweide, so konnte man in Tegernsee besser dichten als Gäste bewirten. ich jedenfalls habe das Vergnügen, weder einen Lehrmeister gehabt zu haben, noch auf einer Journalistenschule gewesen zu sein. Was ich weiss, habe ich mir selbst angelesen, und was ich kann, habe ich mir selbst beigebracht. Ich fühle mich in dieser Lage durchaus wohl, zumal ich nicht gezwungen bin, mich mit anderen zu vergleichen.

  139. Umverteiler, da sind genug...
    Umverteiler, da sind genug Punkte genannt, um ein Kinderhasser – und besonders – Elternhasserblog zu machen. Allein die Damen, die ihre gescheiterte berufliche Dränglerei nun mit dem Kinderwagen ausleben und dafür auch noch Rücksichtsnahme bei den Getroffenen einfordern, wären einen eigenen Beitrag wert. Solange Kinderkriegen aber nicht als Hobby- was es ist – und nur als soziales Engagement – was es ganz sicher nicht ist – gesehen wird, bleibt noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

  140. Don Alphonso, dass es unter...
    Don Alphonso, dass es unter den Adoptivkaisern besser lief, lag mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an der Adoption. So wie es umgekehrt nicht daran lag, dass es schlechter lief (wenn es denn überhaupt schlechter lief – das ist schon fraglich), wenn leibliche Söhne nachfolgten. Das ist Propaganda der Senatsaristokratie (die immerhin damit das Bild der Nachwelt maßgeblich geprägt hat, das muss man zugeben).

  141. @wolfram500/27.02./11:51
    Warum...

    @wolfram500/27.02./11:51
    Warum sollte ich eine Entschuldigung „fordern?“ Was bringen denn Entschuldigungen, die nicht von Herzen kommen? Und außerdem, wir kennen uns nicht, also ist es sowieso egal, ob was SIe von mir denken oder ich von Ihnen halte.
    Was das „Schwarz-weiß-Denken“ angeht: vielen Dank, zuviel der Ehre. Ich weiß im konkreten Fall gar nicht, womit ich dieses Kompliment verdient habe. Ich finde vielmehr, Sie sind derjenige, der eine absolute Aussage getroffen hat, gestützt auf… ja, was? Viel Erfahrung mit Adoptionen? Wohl kaum. Und ich erlaube mir ganz einfach, ihre absolute Aussage ebenso absolut für unausgegorenen Müll zu halten, gestützt auf: meine persönliche Erfahrung, die langjährige Beschäftigung mit der Thematik, und natürlich meinen jugendlich klaren Verstand und meine brilliante Intelligenz…

  142. Ich stell mir grad vor, wie so...
    Ich stell mir grad vor, wie so ein WiWi-Bürschen mit der Gießkanne auf seinem Schreibtisch kniet, Fuß auf dem Vorlesungsskript, Schluck Wasser ins Notenbook + sich den Dez am Fenster anhaut, das ihm dann ins Kreuz schwingt (siehe 3. von rechts). Aber wahrscheinlich hat das in Ermangelung einer Gießkanne nie stattgefunden, das Bäumchen ist ja nicht mal aus seinem zu kleinen Plastiktopf raus. Da hätte eine Kollwitzplatzmama bestimmt eine Lösung gefunden.

  143. oje, da ist jemand nur erzogen...
    oje, da ist jemand nur erzogen worden, aber nicht liebgehabt worden. ein grundlegendes gesselschaftliches problem übrigens, weshalb es dann „blagen“, „bratzen“ und was noch alles gibt und hysterische, ebenfalls nie liebgehabte muttis, die obskure ratgeber lesen müssen und die mit ihren lieben, aber gestressten, kleinen oft zu recht tatsächlich nerven. egal. anderes thema.
    mit dem wort „werfen“ allerdings habe ich ernsthafte probleme, das steht einem wohlerzogenen der besseren gesellschaft nicht wirklich an.
    mich und die kleinschreibung jetzt wieder zu entschuldigen, das kind will spielen.

  144. <p>Es sind zwei Bücher und...
    Es sind zwei Bücher und zwei Bäume. Mein Anteil an der Welt ist damit geleistet, auf Weiteres – angeblich gehört auch eine nacht im gefängnis daz – verzichte ich. Abgesehen davon sage ich ja auch nicht den Vätern dieses Landes, dass sie endlich ein Buch schreiben sollen.
    .
    [Edit; Der Kommentar bezog sich auf einen inzwischen gelöschten Kommentar von einen, den man vermutlich ungestraft als sexistischen Cretin bezeichnen dürfte. Das hat man davon, wenn man auf Treu und Glauben einfach freischaltet, ohne vorher genau zu lesen]

  145. Umverteiler, vielleicht ist...
    Umverteiler, vielleicht ist Ihnen kürzlich eine Sportbuggy-Mama über den Fuß gefahren. Das muß ja sehr weh getan haben, wenn Sie so wütend sind. Wenn Sie sich mal von der Destruktion der Konstruktion zuwenden würden, welche Maßnahmen würden Sie konkret befürworten? Öffentliche Schulen schließen? Fortpflanzungsverbot für Nettoverdiener mit weniger als sechsstelligem Einkommen? Kriterien zur Berechtigung des Kinderwunsches ins Grundgesetz aufnehmen? Und wo stände Ihre Volkswirtschaft, wenn plötzlich alle Ihren klugen Ratschlag beherzigten und keine Kinder mehr bekämen?

  146. Wivo, dann bleiben immer noch...
    Wivo, dann bleiben immer noch die Beispiele, die ich realiter kenne. Es ist also genug Raum, das römische Prinzip zu verbessern. Und ob man wirklich alles auf den Senat und dessen schreibende Propagandisten abschieben kann, wage ich auch zu bezweifeln.

  147. Verflixt, ich fürchte, besser...
    Verflixt, ich fürchte, besser als meine Familie kann eine Familie wirklich nicht sein, in welcher Hinsicht auch immer, und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Trotzdem muss es doch erlaubt sein, in der Weitergabefrage andere Wege einzuschlagen als die, die aus Zeiten tradiert sind, in denen es an Pille, Aufklärung und Mirabeau-Werksausgaben mangelte. Wer das anders betreibt – von mir aus! Aber wenn ich das betreibe, erwarte ich Rücksichtsnahme auf den guten Ruf meiner Familie.

  148. damenwahl, ich habe mal eine...
    damenwahl, ich habe mal eine mit einer SUV-Strafsteuer kombinierte Kinderstrafsteuer vorgeschlagen – wirklich nur vorgeschlagen – und hatte dann ein ganzes Cayenne-Fahrerforum am Hals. Ich verstehe es durchaus, wenn man in solchen Fragen angesichts der geballten Lobby nachdenkt, das Problem direkt am Nachschub für solche Leute anzugehen. Wie gesagt: Niemand fordert hier bethlehemische Zusatzvorstellungen.

  149. Ich kann das nicht beurteilen,...
    Ich kann das nicht beurteilen, in meinem Umfeld und Alter laufen die meisten Damen und Herren in der Karrierespur. Wenn Sie und Umverteiler solch drastische Worte finden, dann muß das ja in Ihren Kreisen eine echte Zumutung sein, und ich drücke Ihnen beiden mein herzliches Beileid aus. Bei aller berechtigten Kritik der militanten Kampfmamis – die auch gerne pointiert sein darf – finde ich aber doch, daß ein klein bißchen Moderation eher zur Zierde gereicht als maßlose Polemik.
    Und bin immer noch gespannt auf Umverteilers Antwort …

  150. Es war einfach ein Gedanke,...
    Es war einfach ein Gedanke, den man denken dürfen muss – wenn man sich SUV anschaut und hört, dass die Fussgängermörder sehr oft gebaut werden, um bessere Kinder unbeschadet in den Kindergarten zu bringen, denkt man schon darüber nach, ob man das Problem nicht an der Wurzel angehen soll. Das ist nicht militant, ich ramme auch keinem den Ellenbogen rein. Ich bin nur der Ansicht, dass ich als Fussgänger in der Nähe von Kindergärten und Schulen nicht zur bedrohten Spezies werden soll. Denn auf der anderen Strassenseite ist eine Schule, und obwohl bei uns absolutes Halteverbot vor meiner Einfahrt gilt, was steht dort? Und wo ist die Fahrerin? 90 Meter weiter bei ihresgleichen beim ratschen. Und wenn man etwas sagt, bekommt man zu hören, dass es ja für die Zukunft des Landes ist.

  151. Wenn es um SUVs geht, bin ich...
    Wenn es um SUVs geht, bin ich ganz bei Ihnen. Und bei militanten Kampfmamis grundsätzlich auch (nicht Sie sind militant, sondern die Kampfmamis! – obwohl, Sie gelegentlich auch). Wie gesagt: wer Kinder bekommt hat eine ganze Menge egoistischer Gründe (nicht nur, aber auch) und sollte die nicht mit gesellschafts-wohlfährtige Raison kaschieren, sondern dazu stehen.
    Freie Meinungsäußerung findet ohnehin immer meine Zustimmung, Kritik an Mißständen auch, ebenso wie die pointierte Verteidigung einer individuellen Position. Vielleicht bin ich ein bißchen beschränkt in meiner Auffassung, aber ich finde derlei Debatten sollten entweder konstruktiv oder unterhaltsam sein. Und so warte ich auf konstruktive Erleuchtung durch Umverteiler, was er mir konkret mit seinem Beitrag sagen wollte. Falls er nur unterhalten wollte, mangelt es mir vielleicht einfach an Hintersinn und Empfänglichkeit dafür.

  152. Dass Adoption eine...
    Dass Adoption eine vernünftige Lösung sein mag, will ich nicht bestreiten. Nur das Vorbild römische Adoptivkaiser relativieren. Unterschiede zwischen den Kaisern sind auch da nicht zu bestreiten. Sicher dürfte aber sein, dass das Kriterium „guter“ Nachfolger kaum eine Rolle für die Auswahl gespielt haben dürfte, sondern, wie gesagt, das Gewicht als Rivale oder die Nähe der Verwandtschaft. Es war letztlich tatsächlich einfach Ersatz für den fehlenden Sohn, was man nicht zuletzt an Marc Aurel sieht. Der philosophischste und reflektierteste Kopf in der Reihe machte seinen Sohn zum Nachfolger. Warum? Schlicht deshalb, weil er als erster wieder einen hatte. So einfach war das. Adoption war kein frei gewähltes Prinzip (wie in diesem Beitrag), sondern eine Verlegenheitslösung. Das ist aber in der Tat kein Einwand gegen Ihre Argumentation als solche, sondern nur gegen diese Parallelisierung, und damit bestenfalls marginal. Ihre Argumentation ist in höchstem Maße unterhaltsam und anregend – in vielerlei Hinsicht, wie man auch an dieser Diskussion ganz abseits des eigentlichen Themas sieht.

  153. Geschätzter Autor. Ich lese...
    Geschätzter Autor. Ich lese Ihren BLOG in erster Linie weil es mir viel Spaß macht. Besonders sind die Kommentare lesenswert. Wie schnell und wie sich die Gemüter an Themen wie diesem erhitzten und die Dinge in Schwarz und Weiss sehen. Herrlich. Eigentlich hätte ich ein bisschen mehr Größe und Gelassenheit erwartet mit diesem Thema umzugehen. Es ist meine Erfahrung, dass ganz besonders bei diesem Thema in erster Linie die getroffenen Hunde bellen. Immerhin zweimal hatte man und frau mir gegenüber zugegeben, dass man dem Kinderwunsch nicht nachgekommen wäre (ups, ein Wortspiel…), hätte man vorher wirklich gewusst, was es bedeutet (und ich meine WISSEN, nicht das was man allgemein so erahnt). Aber nun, da sie da sind, die Kinder nicht mehr missen möchte. Auch das Eingeständnis, die Schönfärberei von mit Kindern Gesegneten, oder Verfluchten, gegenüber Kinderlosen entspringt oft genug in nicht zu unterschätzendem Maße dem Neid auf die Freiheit und Selbsbestimmtheit. Mein größte Hochachtung vor denen die sich der Kindeserziehung mit Hingabe und Aufopferung (nicht zu verwechseln mit Selbstaufgabe!) widmen. Und meine Hochachtung an diejenigen, die sich dafür entscheiden, keinen Nachwuchs zu zeugen. Mit seiner Entscheidung leben ist, oder kann, in jedem Fall ins Glück führen.

  154. @Damenwahl: " ... (der)...
    @Damenwahl: “ … (der) gehört aber vom Zeitgeist auf dem Bürgersteig vermittels Kinderwagen oder Puky-Klapprad überrollt.“
    Liebe höhere Tochter Damenwahl, ich darf beglückt berichten, dass mir noch keine Super-Mammi oder neuerdings auch kein Super-Pappi konkret mit dem Kinderwagen über den Fuß gerollt ist, ganz im Gegensatz zu den offenbar schmerzhaften Erfahrungen, von denen der Don zu berichten weiß.
    Ich hatte auch bewußt vom „Zeitgeist“ als Lenker des Gefährts gesprochen und gehofft, dieser Aphorismus würde allgemein verstanden und nicht personifiziert.
    Wie Sie sicherlich richtig erfaßt haben, stellen meine 2 Beiträge eine sehr pointierte Sichtweise dar, die nicht deckungsgleich mit meinen ganz persönlichen Ansichten ist. Um bei des Don Blogthemen zu bleiben, die Verweigerung, sich fortzupflanzen, ist eine intellektuelle Haltung, die die Charakterisierung DEKADENZ im wahrsten Wortsinn vollauf verdient. Der Verfall einer Gesellschaft beginnt zeitlich mit der Verweigerung, seine Gene und seine Wertvorstellungen über die eigene Existenz „hinüberretten“ zu wollen, möglicherweise, weil da nichts generationenübergreifend Erhaltenswertes vorhanden ist ? Vielleicht ist es ja nur eine intellektuelle Geringschätzung seiner selbst, während andere vor jedem Fortpfanzungsakt überhaupt nicht reflektieren oder des Reflektierens intellektuell gar nicht fähig sind ?
    Ihnen sollte aber schon aufgefallen sein, dass Ironie und Überspitzung ein ganz wesentlicher Bestandteil dieses Blogs ist, der davon lebt, nicht der herrschenden Political Correctness zu folgen. Auch das macht ihn so erfolgreich.
    Der herrschende Zeitgeist, ausgedrückt in der veröffentlichten Mehrheitsmeinung, hält die individuelle Fortpflanzung für eine „staatstragende“, altruistische Beschäftigung. Auch wenn Sie meine Meinung nicht teilen, das Kinderkriegen wäre das so zumindest Egoistischste, was man sich vorstellen kann, dann würde es mich sehr nachdenklich machen, die Mehrheitsmeinung kritiklos und unreflektiert zu übernehmen und Kinder „für die Gesellschaft gebären“ zu wollen.
    Dennoch steht es Ihnen natürlich frei, meine Argumentation zu zerpflücken und ad absurdum zu führen, Sie sind herzlich dazu eingeladen.

  155. Lieber Umverteiler, da haben...
    Lieber Umverteiler, da haben sie mich aber voellig falsch verstanden. Ich habe mich gefragt, ob Ihnen eine der militanten Kampfmamis ein Leid angetan hat, weil Sie so… – emotional involviert schienen. Aber ich bin doch froh zu hoeren, dass das nicht der Fall ist, Sie unversehrt sind und hier nur ein bisschen rumprovozieren wollen. Trotzdem frage ich mich immer noch: was wollten Sie mir damit sagen? In welchem Punkt zum nachdenken anregen? Es muss irgendwas mit Volkswirtschaft und Kosten zu tun haben, aber was? Polemik nur um der Polemik willen finde ich hohl, wenn man Positionen lautstark vertritt, sollte man sie aus diskursiv verteidigen koennen – aber das ist wiederum meine persoenliche Meinung.
    Ihren Standpunkt, dass der Kinderwunsch und seine Ausfuehrung zum Teil egoistischer Natur sind, teile ich durchaus. Da ich derzeit keine Kinder habe, darf ich mich sogar zu denen zaehlen, die anderer Leute Kinderwunsch querfinanzieren. Was ich gerne tue. Gelegentlich sehe ich im Supermarkt Kinder, die ich lieber nicht subventioniert haette, und gelegentlich ganz reizende junge Menschen, bei denen ich meine Steuergelder gut angelegt weiss. Mit diesem Arrangement kann ich leben. Was Sie (oder Ihr provokatives Pseudonym) hingegen wuenschen, ist mir immer noch unklar. Ihre Argumentation wuerde ich gerne zerpfluecken, aber ich suche immer noch nach so etwas wie einer Argumentation – und finde nur Polemik, daher muss ich leider passen.
    Hoehere Tochter bin ich nicht, aber ich nehme es mal ganz naiv als Kompliment.

  156. Seit einer Woche schreit das...
    Seit einer Woche schreit das Kleinkind meiner adligen Nachbarn jede Nacht.
    Ich wünschte, sie hätten sich auch fürs Aussterben entschieden!

  157. danke für diese Zeilen, wenn...
    danke für diese Zeilen, wenn es Sie nicht gäbe D.A. man müßte sie gerade erfinden
    (wenn Sie mal nicht wissen was sie mit all Ihren silberikännchen machen sollen
    ich verwende sie damit kein Buchsbäumchen eingehen muß ,als Gießkanne – vorher
    allerdings noch einen guten Grüntee getrunken)

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