Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das Buchsbäumchen der Apokalypse

| 114 Lesermeinungen

Wie eine Naturgewalt erscheint die alles verschlingende Finanzkrise, ohne Anfang und Ende und ohne greifbare Verantwortliche; erdacht in fernen Banktürmen und erduldet vom Einzelnen, der sich gezwungen sieht, Gold zu raffen oder die Schweiz zu besuchen, um sein Erspartes zu retten. In Wirklichkeit aber ist der Kern unserer Apokalypse die simple Frage, wie unsere Elite zu Kugeln gestutzte Buchsbäumchen behandelt.

Madl im Bett, Bua im Bett, Bett aus der Feder, Feder am Vogel, Vogel im Ei, Ei im Nest, Nest beim Blatt, Blatt am Zweig, Zweig am Ast, Ast am Baum, Baum in der Au.
Drunt in da greana Au, (Trad.)

In Osteuropa bittet man Sie, liebe westeuropäische Leser aus den wohlhabenden Ländern, dieser Tage um die milde Spende von erheblich unter 1000 Euro pro Person . Diese Wohltat ist nur ein erster Schritt und zahlbar durch Ihre Regierung an das notleidende Osteuropa, das, durch Schulden bei Ihren Banken – wie etwa der Bayerischen Landesbank – momentan am Abgrund steht. Und droht, den Euro und die EU mit in den Abgrund zu ziehen, was Sie hätten verhindern können, wenn sie ebenfalls für die Teilung Europas eingetreten wären. Was weniger als 1000 Euro für Sie persönlich bedeutet, wissen Sie, aber natürlich haben Sie keine Ahnung, was nun eigentlich wirklich der Anlass ist, welche Leute dahinterstecken, weshalb nun Osteuropa diese 180 Milliarden Euro haben möchte, zu denen Sie beitragen werden. Nichts jedoch ist leichter, als diesen Kommplex zu erklären, denn wenn ich nun seit einem halben Jahr aus dem Fenster sehe, steht dort die Begründung: Es ist das Buchsbäumchen der Apokalypse.

Bild zu: Das Buchsbäumchen der Apokalypse

Es steht dort draußen vor einem Wohnheim und ist offensichtlich tot. Zu Lebzeiten war es hübsch und zu zwei Kugeln gestutzt, wie die Buchsbäume in den Parks des Rokoko, es war auch üppig und sicher nicht ganz billig. Eine bessere Frau Mama hat es einem besseren Kinde gekauft, als es von daheim auszog und seine Studien in meiner Heimatstadt begann. Wie man am ausgewachsenen Zustand der Kugeln erkennen kann, lebte das Buchsbäumchen eine Weile, und dann muss das bessere Kind beschlossen haben, dass Giessen zu viel der Arbeit ist, und hat es vertrocknen lassen. Vielleicht waren auch Läuse daran, die zu bekämpfen zu viel Stress bedeutet hätte. Als das Buchsbäumchen dann gänzlich braun und tot war, stand es einen schönen Spätsommertages in der freien Luft vor dem Fenster, und erfreut mich, der ich gegenüber wohne, jeden Morgen beim Aufstehen mit seinen nunmehr kahlen Ästen.

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Weitet man den Blick, kann man erkennen, dass das Bäumchen recht einsam vor einer Fassade mit vielen Fenstern steht. Hinter jedem dieser Fenster wohnt ein Student, und die meisten sind nicht irgendwas und irgendwo. Sie sind hier, weil sich hier am Ort eine der elitärsten Einrichtungen für Wirtschaftswissenschaften der Republik befindet. Hier studieren Sie Powerpoint und Auditing, Marketing und bei StudiVZ, ob die Dame in der dritten Reihe schon einen Freund hat, oder noch für die Abendgestaltung verfügbar ist. Die Universität hat natürlich auch ein Leitbild, ein christliches Leitbild sogar, das da lautet: „Die Studierenden sollen befähigt werden, Führungs- und Fachaufgaben im nationalen und internationalen Umfeld verantwortungsbewusst, sozial- und fachkompetent zu erfüllen.“ Das Buchsbäumchen, das seit einem halben Jahr seinen Kadaver ausstellt, spricht leider eine andere Sprache: Da ist also einer, der seinen Müll allen anderen zumutet, nachdem er es nicht für notwendig befand, sich um die Gabe seiner Eltern zu kümmern. Und Dutzende anderer Studenten sehen keinen Anlass, dieser Person auf dem Gang einen Wink zu geben, seinen Müll nicht mehr der Allgemeinheit zuzumuten.

Man verstehe mich nicht falsch; im israelischen Jaffa etwa ist es auf dem Flohmarkt vollkommen normal, alten Müll auf den Dächern vorrätig zu halten, aber dort verkauft man ihn – in diesem Fall jedoch sprechen wir über exakt jene Kaste, die in wenigen Jahren nicht ehrlich gefälschte Teppiche rund um das Jaffa Hostel verkauft, sondern als Funktionselite in Banken und Firmen über Geldströme, Schulden und Investitionen entscheiden wird. Keiner von denen wird sich mit einem Sachbearbeiterposten zufrieden geben. Wer hier ist, wurde schon bei der Bewerbung ausgesiebt. Das sind die Besten. Trotzdem steht dort das Buchsbäumchen der Apokalypse seit 6 Monaten, und diese unsere Elite, unter denen einer verantwortungslos sein Ableben zu verantworten hat, entzieht sich nun der Verantwortung, das Problem so schneidig anzugehen, wie sie später Abteilungen aufgeben, Humanrohstoffe abbauen und Kassiererinnen feuern werden, die angeblich Bons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen haben sollen. Im eigenen Hinterhof, unter Kollegen, hinter den Fassaden ist man ja gar nicht so. Später würde keine Putzfrau ihren Lohn erhalten, die auch nur ein Blatt Papier im Gang herumliegen lassen würde, aber unter sich kann man schon mal. Elite. Sie verstehen. Hält zusammen. Netzwerke. Und so.

Bild zu: Das Buchsbäumchen der Apokalypse

Ausserdem hat es dem Staat und der Kirche gefallen, das Problem optisch abzuschließen. Diesen Ausblick hat nicht jeder, denn der Buchsbaum steht erhöht auf einer Eingangshalle. Davor ist eben jenes Wohnheim, für das man einige alte Bäume fällte. Es wartet nicht nur mit dem Buchsbäumchen der Apokalypse auf, es versperrt auch den Blick aus all den Baudenkmäler, in die es von oben hineinbefohlen wurde, um die Elite zu beherbergen. Geradeaus sehen Sie etwa das Wohnhaus des Gegenreformators Eck, das rosa Gebäude im Hintergrund ist die ehemalige bayerische Landesuniversität, das Monstrum verdeckt den Chor der schönsten bayerischen Hallenkirche, dazu noch das berühmte Jesuitenkolleg, Teile der Revolutionsarchitektur von Klenze, es grenzt direkt an mein eigenes Kollegiatsgebäude an, und verschandelt auch noch den Ausblick, wenn man eine der schönsten Asamkirchen verlässt und sich nach rechts wendet. Dafür aber hat die Elite inmitten wirklich hinreissender Bausubstanz einen hochmodernen, hellgrauen Klotz mit Schiessscharten zur Strasse, der sie einstimmt auf die Herrschaftsarchitektur des Geldes, in dem es immer jemanden gibt, an den man das eigene Versagen deligieren kann. Und andere, die wegschauen. So wie damals beim Buchsbäumchen. So funktioniert Elite: Herausragen und sich um den Rest nicht scheren. Nur so.

Und weil die Finanzwelt nicht nur voller vertrockneter Buchsbäumchen ist, die man vernachlässigte, anderen zumutete und sich reichlich sicher fühlte – so als Elite hinter unnahbaren Mauern zwischen Menschen, die erst gar nicht gefragt wurden, ob sie das so wollen -, weil man ganze blühende Bilanzlandschaften über dürre Felder powerpointete und Ernten ausschüttete, die es gar nicht gab, wird man Sie in Osteuropa nach Milliarden fragen, damit man sich in den Banken von den zurück gezahlten Krediten aus Ihrem Geld wieder viele, schöne, neue Buchsbäumchen hinstellen kann. Neue, bessere Buchsbäumchen, die allesamt so schön sauber, reinlich und nach Wohlstand aussehen, damit Sie auch sonst Ihr restliches Geld eben jenen Banken geben. Ich aber sehe zum Fenster hinaus und weiß schon, warum mein Geld in einem niedrigen Haus an einem Schweizer Dorfplatz ist, und die Bilanz dieser Bauernbank Kredite an die Züchter historischer Schafrassen oben auf dem Stelvio aufweist. Dort gibt es keine Elite, und auch keine Buchsbäumchen der Apokalypse.

Bild zu: Das Buchsbäumchen der Apokalypse

Begleitmusik: Wenn ich demnächst dort wieder hinfahre, werde ich Musik von einem echten Genie – und nicht  nur selbsternannter Elite – hören, der sich Zeit seines Lebens geweigert hat, einen Job in der Londoner City anzutreten, und im schönen Newcastle upon Tyne als Organist tätig war und blieb: „Concertos in seven parts done from the lessons of Domenico Scarlatti“ von Charles Avison, in einer Aufnahme des Ensembles „Cafe Zimmermann „, erschienen beim kleinen und feinen Label Alpha. Überhaupt sollte man sich an alles halten, was klein & fein ist.

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114 Lesermeinungen

  1. Don Alphonso, ich bewundere...
    Don Alphonso, ich bewundere Ihr Angargemnt. Sie kommentieren Kommentare bis spät in die Nacht (02:25 Uhr) und sind bereits am nächsten Tag um 10:00 Uhr wieder online um weiter zu kommentieren. Und zu allem Überfluss schaffen Sie es uns mit einem neuen Beitrag zu unterhalten. Haben Sie noch ein Privatleben?

  2. Ich wollte diese Woche mal...
    Ich wollte diese Woche mal ausprobieren, ob ich es auch viermal schaffe – was in meinen Augen eigentlich das Minimum für ein gut laufendes Blog ist. Die Antwort ist: So lala. Ich glaube, die Qualität würde auf Dauer leiden, denn einfach nur was hinschmieren, damit etwas da steht, will ich nicht. Trotzdem kann es sein, dass es auch nächste Woche mehr zu lesen gibt, aber dann kann ich schlecht freischalten, was die Debatte limitieren dürfte.
    .
    Ich habe aber noch Privatleben, keine Sorge.

  3. Wie mir das auf den Zeiger...
    Wie mir das auf den Zeiger geht, dieses ständige Versichern, ja doch ein Privatleben zu haben oder sein Geld selbst zu verdienen. Auch wenn’s offensichtlich gar nicht geht, angesichts der zu beobachtenden Blogaktivitäten.

  4. <p>Auch auf die Gefahr hin,...
    Auch auf die Gefahr hin, Ihren Zeiger zu entlasten:
    1. schreibe ich schnell
    2. mache ich das schon so lange, dass das Moderieren nebenbei läuft. Und ich habe durchaus auch noch was anderes zu tun. Und trotzdem immer noch Privatleben.
    3. werde ich Ihnen trotzdem keine Einblicke in mein Privatleben geben.
    Ich wurde gefragt, also gab es eine Antwort. Wo war nochmal Ihr Problem?

  5. Danke, dass Sie einige meiner...
    Danke, dass Sie einige meiner schwarzen Gedanken ueber die selbsternannte Elite so huebsch formulieren, wie ich es nie koennte.

  6. Nach 6 Monaten war es einfach...
    Nach 6 Monaten war es einfach mal Zeit – gern geschehen.

  7. Nein, ich will die Einblicke...
    Nein, ich will die Einblicke ins Privatleben gar nicht. Mir geht es nur darum, dass Leute, die de facto rund um die Uhr bloggen/kommentieren/moderieren, dazu auch einfach stehen sollten. Diese in der Vergangenheit immer wieder in Blogs aufgetretenen Versicherungen, man habe natürlich ein umfangreiches Privatleben usw. und das ganze, ständige Herunterspielen der Zeit, die das Bloggen in Anspruch nimmt, das nervt.
    Es ist eine Reaktion auf einen empfundenen sozialen Druck, zu dem ja auch Sie in der Vergangenheit mit beigetragen haben, mit Aussagen von dem wahren Leben, das da draußen sei, und davon (sinngemäß), wie arm es sei, die ganze Zeit „vor der Kiste zu hängen“ etc.
    Sollen die Leute doch alle selbst entscheiden, wie lange sie vor der Kiste sitzen, bloggen wollen etc. – aber dann bitte auch einfach dazu stehen. Darum geht’s mir.

  8. Es ist mir schon jetzt zur...
    Es ist mir schon jetzt zur Gewohnheit geworden, regelmäßig hier vorbeizuschauen, ob’s was Neues gibt. Auch diesmal: gut geschrieben, schön angeknüpft an das Müllthema von neulich, die Zusammenhänge zwischen dem kleinen und dem großen Schlimmen auf den Punkt gebracht. Muss ich mal so sagen.

  9. Es wird einfach...
    Es wird einfach tagesbegleitend wie Radio hören. Das dauerte jetzt 20 Sekunden.

  10. Moment.... Da ist ja mein...
    Moment…. Da ist ja mein Buchsbäumchen! Es gehört mir! Ich habe es bei meinem Auszug aus dem Wohnheim leider dort vergessen. Don, könnten Sie netterweise ein Auge drauf haben und es ein Mal die Woche bitte gießen. Ein Düngerstäbchen würde ihm zur Zeit auch nicht schaden…. Danke für die Mühe, übernächstes Jahr komme ich vorbei um es abzuholen…..

  11. Es hat einfach auch eine Menge...
    Es hat einfach auch eine Menge damit zu tun, wie Leute ihre Aufmerksamkeit zuteilen können, schlicht und ergreifend eine Frage dessen, wie sie kognitiv funktionieren. Ich glaube, dass dieser Aspekt am ernsthaft betriebenen Bloggen viel zu selten thematisiert worden ist. Immer ist im Zusammenhang mit dem Bloggen davon geredet worden, was die Leute denn wollen. Es ist aber auch eine Frage dessen, was man prinzipiell kann, wie man funktionieren kann. Wie gut man in der Parallelbearbeitung von verschiedenen Dingen ist, ob man seine Aufmerksamkeit effizient aufteilen kann. Ich kann so etwas nicht und viele andere sicher auch nicht. Das spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, ob man persönlich bloggen möchte oder nicht.

  12. @ stöhn

    Da kann ich...
    @ stöhn
    Da kann ich weiterhelfen: Die Männer meiner Umgebung sind – in der Regel – weniger multitasky. Sie machen nur eine Sache, dann eine rauchen, dann die nächste Sache.
    Frauen sind es schon seit Jahrhunderten, Kochlöffel in der Hand, Kind auf der Hüfte und am Fuß den Schrubber :-)
    Da ist Don eine echte Ausnahme. Also meine Damen, er ist noch solo.

  13. Auf die Gefahr hin, als...
    Auf die Gefahr hin, als kleinlicher Erbsenzähler zu erscheinen: Der Bloomberg-Artikel spricht von 230 Milliarden US-$ = 180 Milliarden EUR. Fehler?

  14. Vroni: DAS kann ich nun...
    Vroni: DAS kann ich nun wirklich nicht multitasken – bitte eine nach der anderen.

  15. Müller-Lüdenscheid - ...
    Müller-Lüdenscheid – danke, Sie haben recht. Es ist geändert.

  16. Hahaha!...
    Hahaha!

  17. @ stöhn: Wo ist denn da das...
    @ stöhn: Wo ist denn da das Problem?
    Fragen Sie z.B. auch die Kunsthistoriker, die eh schon im Museum völlig mit dem Job überlastet sind, wann DIE noch in der Freizit die zusätzliche Forschung für Aufsätze, Kataloge etc. schreiben und ob die noch Privatleben haben?
    Die Doktoranden, Die Jniorprofessoren an der Uni, die anderen Forscher, oder weis der Henker wen noch von der denkenden Zunft?
    Auch das ist durch äusseren Druck bedingt, ganz sicher… aber in gewisser Weise sucht man sich ja eine derartige Rolle auch selbst aus..

  18. @Hiwwelhuber: Sie geben meinem...
    @Hiwwelhuber: Sie geben meinem spontan gewählten Nutzernamen plötzlich wieder einen Sinn, haben Sie doch offensichtlich überhaupt nicht gelesen, worum es in meinen Kommentaren ging. Macht aber auch nichts. Mir war der Austausch mit Don Alphonso und Vroni ein Vergnügen, von denen ich mich freundlich verabschiede, um meine Aufmerksamkeit wieder im Monomodus auf meine Arbeit zu richten. Schönen Abend noch!

  19. @ stöhn: Und, mit Verlaub,...
    @ stöhn: Und, mit Verlaub, Sie scheinen in sehr engen Kreisen zu denken?

  20. Werter Vetter,
    herrlich die...

    Werter Vetter,
    herrlich die Begleitmusik für die Fahrt ins Münstertal, egal ob über den Ofen oder durchs Vintschgau.
    Aber irgendwie kann ich mich nicht so recht mit der Barchetta anfreunden. Sie passt nicht so recht!
    Wenn es denn schon statt des Briten eine Italienerin sein muss, dann doch vielleicht diese
    http://www.sunsetclassics.com/1959-alfa-romeo-veloce/images/1959-alfa-romeo-veloce-spider.jpg

  21. …dass Sie recht haben. Das...
    …dass Sie recht haben. Das war nicht schwer. In Zeiten sauren Regens geht so manches schwache Bäumchen ein. Auch der eine oder andere Bergahorn – an einem windigen schweizer Pass. Nur was ist die Essenz? Meine ist eine andere – Sie wissen schon: Das Gegenstück zum Leben ist nicht der Tod, es ist die Gefühllosigkeit…

  22. ...So funktioniert Elite:...
    …So funktioniert Elite: Herausragen und sich um den Rest nicht scheren. Nur so…
    mon cher Don Alphonso, je t’embrasse..
    well said!

  23. @ stöhn stööööööööhn...
    @ stöhn stööööööööhn und gut nacht…

  24. @Vroni

    meiner Erfahrung nach...
    @Vroni
    meiner Erfahrung nach empfinden es die meisten Frauen durchaus als Vorteil, wenn sich Männer gleichzeitig nur mit einer Sache beschäftigen…

  25. Sehr treffend, der Artikel....
    Sehr treffend, der Artikel. Sozusagen dem Übel an die Wurzel gegangen. Es ist tatsächlich so: in bestimmten Kreisen wird ein unumstößliches Bekenntnis zur Elite verlangt. Legitimität von Herrschaft wird nach außen durch formale Qualifikation gestiftet. Hier wird allerdings Unfehlbarkeit eingetrichtert. Das immunisiert gegen andere Meinungen. Die viel beschworene Beratungsresistenz ist anerzogen und untrennbar mit dem Elitebegriff verbunden. Zweifel und Bescheidenheit sind da nicht angebracht.

  26. Mal generell: Fällt jemandem...
    Mal generell: Fällt jemandem was auf in Bezug auf Dreck und die letzten Tage?

  27. Das Wohnheimfoto zeigt...
    Das Wohnheimfoto zeigt natürlich auch,dass es in Ihren Kreisen zu einer
    Bürgerinitiative o.ä., mangels Vereinzelung, vielleicht nicht kommt-um so etwas zu verhindern.
    Nicht das Buxbäumchen,eben das Wohnheim. Wie konnten Sie das zulassen?
    Der Buxbumbesitzerin unterstelle ich mal beste Absichten: die Natur wird`s richten.
    Ansonsten,bis auf das obere, sind es immer auch die fast haptischen Fotos,
    die mir sehr gefallen.

  28. 1. Kein Bayer beschwert sich,...
    1. Kein Bayer beschwert sich, wenn man in Bayern solche Probleme anspricht.
    .
    2. Kein Berliner regt sich auf, dass man das nicht schreiben darf, dass es Bashing ist, dass es in Heidelberg noch schlimmer aussieht.
    .
    Vielleicht sind Berliner wirklich einfach intolerant, gehässig und extrem piefig.

  29. Vielleicht sehen die Berliner...
    Vielleicht sehen die Berliner ihren Dreck einfach nicht mehr und sind dann sauer, wenn es andere tun.

  30. nach meiner überzeugung haben...
    nach meiner überzeugung haben wir es oft mit einer herkunftselite zu tun, die fast deckungsgleich der bildungselite entspricht. und das ist eigentlich der knackpunkt. denn die herkunftselite wird dank ihrer bildungsmöglichkeiten per se zur elite erklärt. das fatale ist, dass das eine das andere nicht ausschließt, aber auch nicht zwangsläufig einschließt.
    was bleibt, ist der verkrampfte umgang mit eliten. einerseits die ewige zwangsunterstellung nur monetärbegründet das etikett “elite” zu tragen, andererseits die skepsis der elite selbst gegenüber, woher sie auch kommen mag.
    das gebäude mit den schiessscharten, wollte ich noch anmerken, ist wirklich ausnehmend hässlich. für das buchsbäumchen kommt die pflanzenklappe leider zu spät, das finde ich nicht gerecht.

  31. Berliner sind die neuen...
    Berliner sind die neuen Ultrachristen; Ausserhalb von Berlin gibt es keine Hoffnung. Da kann man aufräumen oder Dreck rumliegen lassen, man kann Berge haben und unverseuchte Seen, oder in der Kläranlage baden und ein Schild mit „Spree“ daneben aufstellen – es wird nie Berlin sein.
    .
    Nur wenn man Berlin anspricht… das heilige Gerlin…

  32. Die Studenten dieser...
    Die Studenten dieser selbsternannten Eliteuni werden so gut wie alle irgendwo als bessere Sachbearbeiter landen. Ich habe seit einigen Jahren einen ausgezeichneten Blick auf die heute unter unter ~30-jährigen (Bald-)Funktionseliten und die KU/WFI ist im Gegensatz zu vielen anderen (auch deutschen) Universitäten definitiv nicht übermässig vertreten.

  33. Dreck:
    Es fällt mir auf, dass...

    Dreck:
    Es fällt mir auf, dass der unaufgeräumte Dreck vergangener Tage
    wieder hervor tritt und sich mit neuem Dreck vermischt. Und die
    Dreckspatzen maulen:“Der ist nicht von mir, der war schon vorher da“.

  34. Grüaß Gott miteinand. Jo...
    Grüaß Gott miteinand. Jo mei, dös geht fei net! Ihr könnts doch net Euern Pflanzenmüll so rumstehn lossn in unserem scheenen Bayern…. Saupreissn….

  35. @kopfschütteln....
    @kopfschütteln.
    Herkunftselite = Bildungselite? Höhöhöhö. Wo haben Sie das denn her? Weil Privatschulen angeblich besser sein sollen als die öffentlichen? Der Begriff Elite wird heute überwiegend mit Korruption in der Dritten Welt verbunden. Ganz unverkrampft z.B. bei Politikwissenschaftlern. Da wundert es doch, wie selbstverständlich sich viele zur Elite zählen. Manch einer davon hält auch den richtigen Umgang mit der Austernzange für Bildung. Von daher gesehen wäre der Begriff „Bildungselite“ natürlich eh reine Definitionssache.

  36. Ihr Gedanke ist klar und man...
    Ihr Gedanke ist klar und man kann darüber reflektieren. Über sich selbst. Bin ich überall immer der, der ich vorgebe zu sein? Ist es nicht lächerlich im Anzug eine Rolle zu spielen und sobald alles vorbei ist an das Gegenteil zu denken? Ist das wie ich mich sehe in meinem Leben tatsächlich vorhanden? Wenn ich privat für alles gleichgültig bin, sollte ich öffentlich Verantwortung übernehme oder tue ich das aus Eitelkeit oder einer eigenen oder fremden Erwartung zu entsprechen?

  37. es geht beides: Buchs und...
    es geht beides: Buchs und Bux.
    Aber was nicht geht,fiel mir vorhin ein, als ich das Gerippe vor Augen hatte:
    Buchsbaum geht nicht IM Haus-er stinkt, und zwar im Ausmaß von unkastrierter
    Katerpisse.
    D.h. unter anderm: Sie kannten die Umstände der „Gabe“ nicht und erzählen aber anhand, wie es ist mit dem Schmetterlingsschlag am andern Ende des Wirtschaftsstudiums.
    Jetzt lassen Sie sich auch noch dazu hinreissen zu schreiben,dass es „die Berliner“ gibt die untolerant,gehässig,sonstwas sind.
    Aber Sie haben unfreiwillig etwas vor der Nase,was ich in meiner Berliner
    Zeit nicht hätte tauschen wollen mit meinem Blick auf den Westhafen( feine
    Industriearchitektur).

  38. Wir sollten allen Bayern das...
    Wir sollten allen Bayern das Wahlrecht zur nächsten Bundestagswahl entziehen und die FAZ in Bayern zum doppelten Preis verkaufen. Und der Seehofer und der Don bekommen Einreiseverbot für Berlin.

  39. Wozu dient eigentlich das...
    Wozu dient eigentlich das Eingabefeld „Ihre Webseite“? Kann ich dort eine angeben, die ich liebe oder hasse, wenn ich keine eigene besitze? Und was ist, wenn ich mehrere Webseiten betreibe so wie der Don? Und prüft der Don außer dem Kommentar auch die Webseite? Und wann geht der Don schlafen?

  40. Jetzt. Ich werde also auch...
    Jetzt. Ich werde also auch nicht mehr freischalten, bis morgen früh. Sie sollten bitte Ihre eigene Website eingeben – falls es nicht Ihre ist, lösche ich es. Ein Einreiseverbot für Berlin fände ich fein, wo ich doch ohnehin seit 13 Monaten nicht mehr dort war. Sie können dafür auch gerne eine Mauer bauen.

  41. hab´ das auch noch...
    hab´ das auch noch runtergewürgt. Alles. … ein Euro dreissig … vertrocktneter Buchs. Pseudoeliten. Vorher schon Niggemeier. Jetzt auch noch demnächst „Denkmodelle für die großen Zeitfragen“. Bitte höchstens noch ein hauchdünnes Pfefferminzbonbon … und dann einen Eimer für Monsieur. Und sich selbst am besten auch nicht mehr ganz so freischalten

  42. @Berlin: Wann verstehen sie...
    @Berlin: Wann verstehen sie endlich, daß diejenigen „Berliner“ , eben die zugereisten Bioanade-Biedermeier, die die Stadt dann vereinnahmen. Kein Berliner, der ein „echter“ ist (haha), fühlt sich doch als Berliner, Nein, Berliner ist man nur auf Teneriffa, Sylt oder im Prenzlauer Berg & Mitte, dort eben aber nur per Selbstbezichtigung aer dafür aus Berufung und als Lebenslüge.
    Das mit den Ultrachristen paßt übrigens, da diese Lifestyle-Guerilla in großer Zahl aus dem Piet-Cong-Delta stammt.
    Lieber Don, es gibt tausende „Berlins“ , doch sie reden nur von den verzogenen Gören irgendwelcher Restdeutschen, die hier squatten. Wenn sie schon beleidigen, dann nicht wegen der Möchtegerns. Für Sido, Juhnke, Hertha, Biermann oder Kathi Witt und auch Dreck in Mahrzahn oder Filz in Spandau, die Landesbank, Wowereit usw. halten wir gerne die andere Wange hin, und lästern mit, lachen über uns. Aber dieses Krebsgeschwür der südwest-Grünprotestanten und ihrer Niklas-kinder, das will doch selbst hier keiner mitansehen.
    Ich war gestern zufällig in einer hip-siffigen Vernissage: die Hornbebrillten unrasierten rumstehlebenskünstler; alles Jungs und Mädels aus Landjuggend, den Pfadfindern oder ähnlichen Hintergründen, die nun in der „großen Stadt“ (haha), fernab der Eltern ihre Pubertät verlängern.
    Unglaublich langweilige Menschen. Aber natürlich MUESSEN die in Berlin sein. Puh.

  43. Gott, was für ein häßliches...
    Gott, was für ein häßliches Wohnheim! Da war ja mein Studentenwohnheim für Unterschichtenkinder und Ausländern in (jetzt kommts) Berlin erheblich behaglicher. Die armen Elitessen. Denen bleibt auch nichts erspart.

  44. Trapanal, Sie irren sich....
    Trapanal, Sie irren sich. Dieses Gebäude hat einen Architektenwettbewerb hinter sich, eine grosse Kommission, und einen Preisträger, und in der Stadt, deren Verwaltungegebäude ebenso scheusslich ist, ist man stolz darauf. Das ganze war obendrein auch noch hübsch teuer.

  45. nnier, eine Idee dieses Blogs...
    nnier, eine Idee dieses Blogs ist es auch, nicht nur einzelne Nummern abzuzünden, sondern lange, sich ergänzende Linien zu entwickeln über das, was gemeinhin zu kurz kommt: Tod etwa, Müll, Innenansichten von Eliten.
    .
    evm. da war so viel Schnee drauf, der würde für Wochen und Monate reichen. Leider ist da nichts mehr zu wollen: Das Stück ist tot. Und wenn sich hier erst mal rumgesprochen hat, dass sich die hochheilige Uni eine Blösse in der FAZ gegeben hat, wird vielleicht Bewegung in die Sache kommen.

  46. Don Ferrando, werter Vetter,...
    Don Ferrando, werter Vetter, die Barchetta ist gerade noch auf dem Weg zum Klassiker. Sie ist noch nicht lange genug eingestellt, aber in drei, vier Jahren wird man sie wieder suchen. haben wollen. Erst die Studenten, dann die Mitlebensgekriselten. Dann wird sie zum Jugendtraum, und man wird ihre klassischen Linien schätzen. Sie ist jetzt schon schöner als ihr vater, der 124 Spider, und sie ist ein grandioser Wagen für Kurven. Flink, agil und gierig. Ich wüsste keinen, dem sie beim Fahren nicht ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.
    .
    Sie wissen schon, es ist noch nicht mal Gefühllosigkeit: Diese Menschen kennen keine Schmerzen. Die sind so. Und das nächste Mal werden sie einfach aufpassen, dass es keine Kamera gibt. Sie werden die nie so treten können, dass sie Schmerz empfinden. Nie. Es sei denn, Sie treten wirklich.
    .
    JoeKotsch, nichts zu danken – es war mir einfach ein Bedürfnis.

  47. alpenfoen, aus solchen...
    alpenfoen, aus solchen Gründen bin ich wirklich dankbar um Katastrophen wie die New economy, die einfach mal einen gewissen Teil dieser Kohorten auslöschen und dem Rest einen Vorgeschmack auf die Endlichkeit des Daseins liefern. Wenn es dann noch diejenigen derbröselt, die sich mit einem teuren MBA für etwas Besseres halten, ist da Vergnügen um so grösser.
    .
    kleinerberg, danke für das Lob. Wir haben damals wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, aber das Problem ist, dass das Umfeld weitgehend der Kirche selbst gehört, die das hier verbrochen hat. Oder es gehört den Komplizen der Stadt. Es sind wenigstens diese Verbrechen, die geholfen haben, dem Elend in der Verwaltung und seinen kuttenleckenden Nachwurf mit der letzten Wahl das gottheuchelnde Maul einzutreten. Nach guter bayerischer Sitte.

  48. kopfschütteln, das würde ich...
    kopfschütteln, das würde ich bezweifeln. Da muss ich mir nur die Herkunftselite meiner heimat und deren Bücherregale anschauen. Bildung wird, soweit sie nötig ist, konsumiert, aber nicht wirklich verinnerlicht. Nur so kann man Butzenscheibenimitate und Pseudokubismus in der Archutektur der Stadt begreifen, und die Kinder sind auch nicht besser. Das allerdings reicht, um oben zu bleiben. Leider.
    .
    Es gäbe hier genug Flächen für Guerilla Gardening. Aber das würde hier nie einer machen. Man müsste ja das Laub wegbringen.
    .
    nm, das zähe Fortkommen der hiesigen Elite ändert leider nichts daran, dass die anderen auch nicht besser sind. Egal ob WHU oder St. Galle, die ganzen Schuuls of Mänätschment und wie sie alle heissen: Die spucken überall den gleichen Typus aus. Es gab mal in München eine telekommunikationsfirma, in der betrieben ein paar solcher Abgänge einen Extraserver nur für ihren Pr0n und machten den Admin rund, der ihn abschalten wollte.

  49. Hervorragend analysiert, kann...
    Hervorragend analysiert, kann aus eigener Anschauung nur beipflichten. Was übrigens die Frage nach der Definition von „Elite“ angeht: die, die geselschaftlich als „Elite“ gelten, haben sich da ja wohl selbst gründlich disqualifiziert. Elite, das sind Menschen, die denken und fühlen können, die ethische Grundsätze haben und auch danach leben, die sich bemühen, privat oder beruflich, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, die Schönheit zu schätzen wissen – und, ganz wichtig, die cojones (oder, wie eine mexikanischstämmige Freundin mal sagte, ovares) haben…

  50. Guten morgen lieber Don,

    kann...
    Guten morgen lieber Don,
    kann man bedingungslos so unterschreiben,sehr schön.
    Das Niveau der Eliten befindet sich in etwa auf Höhe der Investmentbanker,genauso deren Ansehen.
    Man soll nicht alle übern Kamm scheren..Wissenschaftseliten nehme ich mal aus..aber der kärgliche Rest ist eine Ansammlung von Versagern.
    Stimmt nicht,sorry…immerhin hat sich zumindest bei der Machtelite die Erkenntnis eingestellt das der Frieden ihnen mehr nutzt,als gegenseitiges Abschlachten,zum Wohle ihrer monitären Ausstattung.
    Ein Beweis der Unfähigkeit sind die Netzwerke…jemand der mit Leistung überzeugt braucht keine Netzwerke,is eher was für Warmduscher um dem Leistungsvergleich zu entgehen.Vitamin B Kindchen.
    Ach..Menschen mit klarem Verstand,Ethik und dem Herz am richtige Fleck..das sind für mich die wahren Eliten…leider gibts deren weniger als Schandflecke des Unvermögens.
    Eine klare Trennung ( Charles Bukowski)
    Ich lebe in einem alten Haus,
    wo nichts in Siegesgeschrei ausbricht,
    Geschichtsbücher wälzt
    oder Blumen pflanzt.
    Manchmal fällt meine Uhr herunter.
    Manchmal ist meine Sonne ein Panzer,
    der in Flamme aufgeht.
    Ich will nicht eure Armeen oder eure Küsse oder euren Tod.Das habe ich alles selber.
    Meine Hände haben Arme,meine Arme haben Schultern,meine Schultern haben mich….Ich habe mich,ihr habt mich nur wenn ihr mich sehen könnt;
    aber ich will nicht,das ihr mich seht.
    Ihr sollt nicht sehen,daß ich Augen im Kopf habe und gehen kann;
    ich will nicht auf eure Fragen antworten,ich will euch nicht amüsieren,und ihr sollt auch mich nicht amüsieren oder anöden mit Gerede über irgend etwas.
    Ich will euch nicht lieben;ich will euch nicht retten.Ich will eure Arme nicht und eure Schultern auch nicht.
    Ich habe mich,ihr habt euch.
    Dabei solls bleiben.
    Um die Qualen auf den Höhepunkt zu bringen,lieber Don.

  51. Industriedesign?...
    Industriedesign? Verwaltungseliten?? Ha – kann so nicht stimmen. Man lese nach die Apokalypse 9,2ff., wenn die fünfte Posaune erschallt: „Da stieg Rauch aus dem Schacht auf, wie aus einem großen Ofen, und Sonne und Luft wurden verfinstert … Aus dem Rauch kamen Heuschrecken über die Erde … Es wurde ihnen gesagt, sie sollten dem Gras auf der Erde, den grünen Pflanzen und den Bäumen KEINEN Schaden zufügen, sondern nur den Menschen, die das Siegel Gottes nicht auf der Stirn haben. Es wurde ihnen befohlen, die Menschen nicht zu töten, sondern nur zu quälen, fünf Monate lang … In jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen, aber nicht finden … Und die Heuschrecken sehen aus wie die Rosse, die zur Schlacht gerüstet sind; auf ihren Köpfen tragen sie etwas, das goldschimmernden Kränzen gleicht, und ihre Gesichter sind wie Gesichter von Menschen, ihr Haar ist wie Frauenhaar, ihr Gebiß wie ein Löwengebiß, ihre Brust wie ein eiserner Panzer; und das Rauschen ihrer Flügel ist wie das Dröhnen von Wagen, von vielen Pferden, die sich in die Schlacht stürzen“.
    .
    Tja – bis zur „Offenbarung“ ist es also noch weit. Nicht einmal die Möchte-gern-Heuschrecken können uns erschrecken – sie sind nur kleine Buchsbaum-Quäler.

  52. Lieber Don Alphonso,

    vielen...
    Lieber Don Alphonso,
    vielen Dank für die kurzweiligen Minuten, der Beitrag über die Elite war herrlich. Als Beschäftigter einer großen Bank erlebe ich das Wirken der sogenannten Eliten hautnah mit. Ich habe gestern mit einem Kollegen gesprochen (Londoner City) der mir versicherte, dass es schon wieder „rundgehe“ bei einigen, da es ja immer noch große Investoren gibt – Pensionskassen etc., die gerne ihr Geld anlegen möchten.
    So dreht sich das Finanzrad weiter, und bald werden die ersten wieder nach Investments suchen, die Ihnen mehr Rendite bringen als Staatsanleihen (oder vom Staat garantierte Anleihen). Mein letzter Chef war ein Idiot, aber sein Spruch „Gier frißt Gehirn“ ist mir in den letzten 2 Jahren oft durch den Kopf gegangen.
    Schönes Wochenende…

  53. Haben Sie mich um 11 Uhr rum...
    Haben Sie mich um 11 Uhr rum hier übersehen, schnüff, vergessen freizuschalten, schnief. Ich versuchs nochmal so ungefähr: Stelle mir gerade vor, wie so ein WiWi-Bürschchen guten Willens aber ohne Sinn + Verstand mit der Gießkanne in der Hand auf seinem Schreibtisch kniet, Fuß auf dem Vorlesungsskript, Schluck Wasser ins Notebook, wie er sich beim Rausbeugen den Dez am Fenster anhaut, welches ihm dann ins Kreuz schwingt (siehe. 3. Fenster von rechts). Aber wahrscheinlich hat diese Szene in Ermangelung einer Gießkanne + guten Willens nie stattgefunden, das Bäumchen ist ja nicht mal aus seinem viel zu kleinen Plastiktopf raus … Da hätte eine Kollwitzplatzmama bestimmt eine Lösung gefunden.

  54. Bedaure, Sie haben es unter...
    Bedaure, Sie haben es unter dem falschen Kommentar eingetragen, freigeschaltet ist es:
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/02/28/7143.aspx

  55. Sorry! So viel zum Thema...
    Sorry! So viel zum Thema Frauen + Multitasking … Da konzentrier ich mikch jetzt doch mal aufs Wäscheaufhängen, sonst geht da auch noch was schief.

  56. don alphonso, ich bin...
    don alphonso, ich bin schockiert über ihre privaten umstände. in welche ecke berlins hat sie das schicksal geweht? selbst wenn dieses gebäude ein krankenhaus und kein sozialbau wäre – selbst bescheidene eigentumsbutze würde es nicht besser machen – ein solches umfeld ist unwürdig. noch unwürdiger ist es allerdings, diesen beschämend geschmacklosen ausblick auch noch zu veröffentlichen. ihre kollumne ist für mich geschichte.

  57. Schöner Artikel. Noch...
    Schöner Artikel. Noch schöner wäre er meines Erachtens, wenn der Verfasser wüsste, wie man „Straße“ oder „Schießscharte“ schreibt, und dies auch täte. So aber bleibt ein kleiner Eindruck von…. ja, von was? Neid auf Bildung?

  58. Was ich ja immer ganz reizend...
    Was ich ja immer ganz reizend finde, sind die ß-Totalitaristen. Ich habe lange für die Schweiz gearbeitet, da gibt es diese Form nicht. Mit Bildung hat das auch nichts zu tun, nur mit Gequengel von Strebern.

  59. Ryu, prima, eine Parvenü...
    Ryu, prima, eine Parvenü weniger, den ich freischalten und aus reiner Höflichkeit das Gesülz beantworten muss!

  60. Fein ziselierte Beschreibung...
    Fein ziselierte Beschreibung des vermeintlichen Fehltritts eines HighPotentials.
    Egal ob Männlein oder Weiblein – es hat sich bestimmt um einen Vertreter der „Jungen Wilden“ gehandelt haben, welcher schlicht und einfach Pflanzenschutz betrieben hat weil auf der Bude ständig Party ist. Die Entfernung des Buchsbaums hat daher vermutlich in bester Absicht stattgefunden. Die größten Kollateralschäden entstehen in bester Absicht. Wer nichts macht … macht auch nichts falsch. Nur die Elite unserer Gesellschaft ist in der Lage die Prioritäten richtig zu setzen: 1. Party – 2. Buchsbaum – der Rest … nachrangig.

  61. Die Wohnsituation an der KU...
    Die Wohnsituation an der KU kann ich nicht beurteilen, aber an anderen selbsternannten Elite-Unis werden solche Hundehütten nur von bedauernswerten Stipendiaten bewohnt, oder solchen, die sich durch die Aufnahme eines Kredits von vorneherein für das gesellschaftliche Leben dieser Institute disqualifiziert haben (und es sich auch gar nicht leisten könnten). Wer wirklich Elite ist, kann sich eine anständige Behausung leisten, wo das Parkhaus für den Z3 oder TT Teil des Leistungspakets ist. Und Auditing studiert da niemand, der etwas auf sich hält, denn das ist Job für Zweitligisten. Wer will schon Häkchenmacher werden? Allenfalls die bereits erwähnte Stipis…

  62. Sehr geehrter...
    Sehr geehrter Don,
    LoL….Parvenü..freischalten…hehe…bissle dünnhäutig die gehobene Gesellschaft und wenig souverän…ich bitte um etwas gehobene Gelassenheit.

  63. Wenn er es ernst meint, merkt...
    Wenn er es ernst meint, merkt er es nicht. Und wenn er nur droht und dann um die Ecke lurt, hat er sich die Torte ins Gesicht verdient. Das ist der Zweck der Übung.
    .
    Und ohne hier jemandem zu nahe treten zu wollen: Es gibt an die 100, 150 nicht freigeschaltete Kommentare, die keinen Zweifel dran lassen, dass ab und an ein klarer Hinweis nicht schlecht ist. Ich mag Kommentare, aber das heisst nicht, dass ich jedes Genöle dreilagig extraweich abwische.

  64. Lieber Don Alphonso,
    Ihre...

    Lieber Don Alphonso,
    Ihre umfassende ästhetische und sozialhistorische Einordnung des Buchskrüppels möchte ich noch um eine Analyse seiner Iknonographie ergänzen. Sie haben haben darauf hingewiesen, daß die Plazierung des Toten und Unansehlichen im öffentlichen Raum durch Leistungsträger-Aspiranten als Symbol für die Dysfunktionalität des modernen Elite-Bewußtseins interpretiert werden kann. Dem stimme ich zu. Ihre Betrachtung der räumlichen Einordnung des Objektes in den trivial-postmodernen und geschichtsnegierenden Raum der Wohnheimfassade erlaubt auf die Losgelöstheit dieses Bewußtseins von gesellschaftlichen Kontexten zu schließen.
    Nur die bedauernswerte Konifere selbst, was sagt uns die Wahl gerade dieses Objektes? Wieso steht da das Gerippe eines Bäumleins, und nicht etwa eine wackelige Ikealampe, die Pappmaché-Plastik der Kunst-auf-Lehramt studierenden Exfreundin oder ein ungeliebter Raclettegrill? Ist es etwa eine Metapher für die Wissenschaft, die in den Räumen hinter den (bah! mit provinzieller Jugendlichkeits-Symbolik zitronengelb und grau akzentuierten Fenstern) gebüffelt wird? Tun die Wirtschaftswissenschaften nicht genau dieses: die Vielfältigkeit der Lebenswirklichkeit ihres Blattwerks berauben, auf das steife Gerippe einfacher Prinzipien und Kassifikationen auszudörren, um schließlich daraus ein simples Weltbild abzuleiten, das ich hier als den „(H.W.) Sinn der Weisen“ bezeichnen möchte: „Jeder ist sich selbst der nächste, und das ist gut so (solange er nicht auf Hartz IV ist.)“

  65. ah ja, die neue Elite hat kein...
    ah ja, die neue Elite hat kein Verantwortungsgefühl. Warum auch? Und Ahnung hat sie auch nicht. Warum auch? Die meisten studieren doch sowieso BWL. Und bitte was ist daran Wissenschaft? Doppelte Buchführung ist ein Algorithmus und der wissenschaftliche Gehalt von den diversen Buchhaltungen und Kostenrechnungen ist auch eher dürftig. Das Ganze wird mit etwas Mathematik aufgepeppt, damit man auch was zum Auswählen hat und der eine oder andere scheitert. Damit es nach Leistungselite aussieht. Abgesehen von den Grundrechenarten und der Zinseszinsrechnung wird aber praktisch nichts gebraucht. Weil leider müsste man immer ein paar Zahlen aus der Zukunft kennen, um jetzt etwas auszurechnen. oder das Ganze läuft nur unter „ceteris paribus“ und die Modellvereinfachungen sind so beschaffen, dass sie eh nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Aber das reicht doch! Schliesslich soll die Elite doch eher den Erfolg repräsentieren. Das muss sie in den Schädel bekommen, dass es darum geht und worin er besteht. Eine Denkungsart, die halt immer weiss worauf es ankommt, Gewinn machen und dafür den Gewinner repräsentieren, auf dass er mehr wird – sozusagen einen „Goodwill“ ad personam schaffen. Dafür sind Fallstudien und Powerpoint-Präsentationen gerade recht. Und dafür müssen (!) sie sogar angeben. So zu tun als wüssten sie wos langgeht. Der Personenkult feiert in der Marktwirtschaft wahre Triumphe – Greenspan, Schrempp, Gates usw.. Gehts gut macht man Karriere, gehts schief, meistens fällt man weich. Im übrigen: Dass es früher besser war, na ja. Eine bessere Welt hat sie schon immer versprochen. Geblutet und geschuftet für die Ambitionen der Elite wurde schon immer von Anderen. Die Rechnung hat sie nie selber bezahlt, obwohl sie auch früher viel von Verantwortung geredet hat. So, nichts Neues.

  66. @mmaltensen

    So ist...
    @mmaltensen
    So ist es….deswegen würde ich Wirtschaftswissenschaften nicht wirklich als selbige bezeichnen.Soviele Versager wie dieser sogenannte Wissenschaftszweig herausgebracht hat, ist wirklich erbärmlich.
    Irgendwie habe ich immer den Eindruck die heißen alle von Dänyken…wobei ich um Gottes willen von dessen Thesen noch mehr halte als von deren ihren..und das will was heißen.
    Ich muss nun aber auch kurz innehalten und selbige in kleinem Umfang in Schutz nehmen.
    Auch wenn es keine Wissenschaft ist…so kommt doch ab und an ein zur Vernunft tendierender Mensch aus den Reihen der Wirtschaft, der mit einer Unternehmung Erfolg und den ein oder anderen Arbeitsplatz geschaffen hat.
    Ich denke hier an Familienunternehmen,kleine Firmen bis zum Mittelstand.
    Aktiengesellschaften,Banken sonstige Glücksritter und Abzocker, schließe ich da durchweg aus.

  67. Stefan, mein Mitleid, wenn Sie...
    Stefan, mein Mitleid, wenn Sie für den Hamburger Biermann eine Wange hinhalten wollen. Das würde ich nicht tun, und wenn er aus Karlskron stammte. Und Sido, der PR-Spieler schlechthin? Berlin? Oh je.
    .
    Es gäbe da fraglos viel zu tun, aber am Ende ist es halt eine Stadt, die weniger ist als die Summe ihrer einzelnen teile, und deshalb kann man sie ähnlich gut festmachen, wie „den“ Westen. Wenn ich aber über „Berlin“ schreibe, steht in der Regel dabei, welches „Berlin“ ich meine. es gibt dafür noch keinen besseren Begriff.

  68. Lieber Don Alphonso,

    ich bin...
    Lieber Don Alphonso,
    ich bin neu. noch nie habe ich mich für einen blog eingeschrieben. zu mittelmäßig war mir das geschriebe. aber dann, dann stieß ich an einem langweiligen büronachmittag auf ihre artikel zu vanity fair. mit welcher lust sog ich ihre zeilen auf! mit welcher begierde verschlang ich ihr lob der reichen erben! endlich eine wahre stütze der gesellschaft. ein licht in dunkler nacht. ein wahrer heroe, dachte ich. endlich ein blog den niemand im digitalen nirwana versinken lassen sollte der noch an das gute wahre und schöne glaubt.
    aber dann. aber dann kamen buchsbäumchen, aussterben und müll. kein müll, aber nicht das was ich erwartet habe. sollten ihre vorherigen artikel nur eine sternchnuppe gewesen sein. ein genieblitz, nie wiederholt und unwiederbringlich?
    und dann muss ich lesen, dass Sie bestrebt sind „den blog am leben zu erhalten“. dafür sei es nun mal notwendig, schreiben Sie, viermal wöchentlich zu veröffentlichen. welch trauriger irrtum! schon andere, viel niedere gestalten, sind ihm erlegen. mir fallen spontan zwei aus jüngster fernsehgeschichte ein, kein vergleich, zugeben. aber trotzdem erwähnenswert: harald schmidt hatte, glaube ich, eine monatlich, oder so, ausgestrahlte sendung, die recht pointiert war. stefan raab hatte eine monatlich, glaube ich, ausgestrahlte sendung, die sich davon nährte, die irrtümer der letzten wochen zu komprimieren. beide erlagen, wohl gesprochen, dem selben irrtum beides auch wöchentlich leisten zu können. realistischerweise sind sie schlicht dem schnöden mammon erlegen. ihre sendungen sind seit dem inhaltsleer und unerträglich geworden. entsagen Sie diesem schicksal!
    machen Sie es wie steven spielberg. lassen Sie das publikum bis zum schluss auf den „weißen hai“ warten! niemand gewinnt, wenn Sie auf „teufel komm raus“ produzieren. gute texte brauchen zeit. schreiben Sie über das was Sie im innersten bewegt. nur dann bleiben Sie die stütze der gesellschaft, die nicht im moloch der unreflektiertheit versinkt! alles andere wäre eine „dekadente“ verschwendung ihrer so hoffnung spendenden möglichkeiten.
    mit den besten wünschen
    ca

  69. Danke für die warmen Worte....
    Danke für die warmen Worte. Allein, es handelt sich da um ein Missverständnis: Ich muss nicht viel schreiben, um das Blog am Leben zu erhalten, dem geht’s prächtig. Ich schreibe normalerweise recht festgelegt an drei Tagen die Woche, Mintag, Mittwoch und Freitag, was die ganze Sache sehr statisch und unspontan macht. Also wollte ich diese Woche mal schauen, wie es sich auswirkt, wenn ich mehr schréibe – sowiohl auf mich und das, was ich schreibe, als auch auf die Reaktionen. Also: Wie läuft es, wenn ich nicht quasi eine Kolumne schreibe, sondern frei von der Leber weg blogge. Das war der Sinn der Übung; einfach ein besseres Gefühl für dieses neue Blog zu bekommen.

  70. Sehr geehrter Herr Alphonso,...
    Sehr geehrter Herr Alphonso, als kleines Dankeschön für Ihre engagierten Blog, der unsere schöne Spree-Metropole regelmässig – und durchaus auch kritisch – thematisiert, möchten wir – der Tourismusverband Berlin – Sie ganz herzlich zu einem verlängerten Wochenende in unsere Stadt einladen. Wir freuen uns auf Ihre baldige Antwort. Herzlichst Ihr Tourismusverband Berlin

  71. missverständnis?
    ich glaube,...

    missverständnis?
    ich glaube, Sie lieber Don Alphonso unterliegen einem missverständnis. es geht nicht um Ihr befinden. welcher künstler fühlst sich schon „prächtig“? ich vergass zu erwähnen, dass maupassant erst ein halbes leben verschwenden musste, um uns den wert einer madelaine schmackhaft zu machen. wo bleibt michelangelo, der bis zum morgengrauen mit blutigen fingern skulpuren behauen hat um uns schlussendlich nicht weniger zu hinterlassen als die sixtinische kapelle?
    um wieder einen ausflug ins mediale zu wagen: sie haben „das auge des tigers“ verloren. allzu bequem erscheint ihnen der ausblick von ihrem schreibtischstuhl. allzu mühsehlig die bösen geister eines hemingway. schade!
    gleichwohl, ich freue mich auf bessere zeiten,
    ihr ca

  72. Wenn ich mir um eins keine...
    Wenn ich mir um eins keine Sorgen mache,dann um gute bis höchst anspruchsvolle Blogbeiträge von Don.Wenn ich auch sonst an nichts glaube…das ist bei mir beinahe schon eine Gewissheit.
    Die nächste Sternstunde wird kommen,das wird nicht einmal unsereins verhindern können..und ich bemühe mich wirklich :-)..nach kräften…
    Also..schwinge den Federkiel..geißele die Tinte,… und sollte es irgendwann mal klemmen…ein Schluck Likör aus Kloster Ettal würde selbst Shakespaere wieder erwecken..oder ist er daran gestorben…hm.. da bin ich mir bei dem Gebräu nicht sicher.

  73. ca, bedaure, aber diese...
    ca, bedaure, aber diese Beiträge von wegen „wie gut war´s früher“ und „das war doch damals besser“ kenne ich seit nunmehr einer Dekade, und würde es stimmen, sässe ich ohne Leser in irgendeiner Ecke des Netzes. Das Zitat war offensichtlich falsch wiedergegeben, und ich bin immer gut damit gefahren, das – und nur das – zu tun, was ich für sinnvoll halte. ABgesehen davon ist das hier keine Literatur, sondern nur Plauderei. Jeder weitere Anspruch ist optional, aber nicht garantiert einlösbar.
    .
    Lieber Toursimusverband, danke, aber es gibt in Berlin schon genug korrupte, verlogene und heuchelnde Journalisten, deren Zahl würde ich dergestalt gekauft nur sinnlos mehren.

  74. Bon soir ca, wer sich über...
    Bon soir ca, wer sich über Mittelmäßigkeit beschwert, sollte sich bittschön selbst ein bisschen Mühe geben. Und wenn schon die abgedroschensten Beispiele, dann doch bitte korrekt. Das mit den Madeleines war Proust. Mit lustvoll erbsenzählerischem Gruß.

  75. No. 6, ich kenne die jungeste...
    No. 6, ich kenne die jungeste Wilde – die inzwischen nicht mehr hier ist – und selbst dieses Partytier hat völlig verzweifelt angerufen, als sich beim Streichen der Zimmerwand in Orange die Tapete gelöst hat, und sass da wie ein Häufchen Elend. Die sind hier wirklich recht zahm. Manchmal sturzbesoffen und unfassbar verantwortungelos. Zur Illustrierung:
    .
    Es gab da eine Studentin, die so um 2003 rum Bilder von den Leuten bei den Parties und danach gemacht hat. Eines der Bilder wurde in der Tiefgarage aufgenommen: Ein besoffener Komilitone, der es hinter das Steuer seines Wagens geschafft und die Karre angelassen hatte, dann aber mit offener Tür über dem Lenkrad eingeschlafen ist. Sie haben davon ein Bild gemacht und es online gestellt… so sind sie.

  76. Damenwahl, das Problem hier...
    Damenwahl, das Problem hier ist, dass der Wohnraum in der Altstadt extrem begrenzt ist – sieht man mal von den Glücklichen abm die zwei Wohnungen haben, eine grosse für das Wohnen und eine kleine für das Arbeiten. Die Mietpreise sind fast auf Münchner Niveau, man sah schon WG-Zimmern für 20 Euro pro Quadratmeter. Da überlegt man sich schon, ob man nicht auf Wohnheime zurückgreift. Kurz: das Angebot ist serh viel kleiner als die Nachfrage. Zudem sind Studenten nicht die beliebtesten Mieter. es ist hier halt vieles anders als anderswo.

  77. Kaffeetrinker, fast habe ich...
    Kaffeetrinker, fast habe ich auch den Eindruck, diese Wissenschaft betreffend, jedoch habe ich sie nicht studiert und zu meiner Zeit BWLer auch kräftig verachtet – niemand, der etwas auf sich gehalten hat, hat das studiert, nur die Töchter von Sekretärinnen gingen nach Passau, kauften Barbourjacken und endeten als Betreiberinnen von mässig erfolgreichen Mütterwebseiten im Internet, während ich mikt meiner „Hungerleiderstudium“, wie sie das nannten, nun bei der FAZ mitbestimme, wie das Urteil der Geschichte über sie ausfällt – manchmal justieren sich Klassen eben ganz von alleine ein, egal wie man sich dagegen wehren mag. Daran ändern auch Modetorheiten wie ein BWL-Studium nichts.
    .
    Insofern mag das auch mmaltensen beruhigen: Zwar schuftet man unten genauso, aber gerade dieser Nachwuchs schafft es oft genug, sich aus dem Rennen zu kegeln. Ich könnte und ich werde da ganz nette Geschichten erzählen von Leuten, die in der New Economy schon fast ganz oben waren, dann abstürzten, sich bis 2008 mit ihrer Marktforschungs, PR- und Zahlenakrobatikpinseleien wieder in eine gute Ausgangslage für die erhoffte Karriere brachten – und nun schon wieder vor den Trümmern stehen. Nicht nur der S&P-Index ist wieder auf 1996. Sie sind jetzt knapp vierzig und exakt wieder dort, wo sie das erste Praktikum nach dem Studium gemacht haben.

  78. Quallenregen, freut mich, dass...
    Quallenregen, freut mich, dass Du das so ähnlich siehst. Allerdings als Versager würde ich unsere Elite nicht bezeichnen. Versagen heisst doch aus Gründen, die in der Person liegen, etwas nicht können, was „man“ durchaus können kann. Die Aufgabe eines (Top-)Managers ist es ja tatsächlich wirtschaftlichen Erfolg zu haben, sprich aus Geld mehr Geld zu machen (so ziemlich alle betrieblichen Kennzahlen drehen sich ja darum). Dafür stellt er Kalkulationen auf und trifft Entscheidungen. Ob diese zutreffen, das ist eben von x Dingen abhängig: Der Konkurrenz, der Einschätzung der Banken, der Nachfrage auf dem Markt, technologischen Entwicklungen, politischen Entscheidungen usw.. So eine Finanzkrise wirft alles über den Haufen, und plötzlich sind alle Kalkulationen Makulatur. Nur weil ein paar „master of the universe“ entschieden haben, dass es allmählich zu riskant wird. Alles schlicht in der Summe nicht voraussehbar.
    Also von der Sache her eine Unmöglichkeit. Das sieht man ja auch an den wechselhaften Karrieren unserer Wirtschaftselite. Greenspan, Schrempp etc. waren Gott und nun sind es Teufel. Weil man im Vorhinein nicht sagen kann, ob eine Entscheidung richtig oder falsch ist, gibt es den Personenkult – eine Unternehmerpersönlichkeit, charismatische Persönlichkeit, geborener Unternehmer usw.., der in der Kehrseite, den „Versager“ enthält. Der Witz ist nur, dass es „beim Managen“ ja auch gerade um das Gegenteil, geht – nämlich so zu tun als hätte man alles im Griff. Wie ja der altertümliche Begriff der „Unternehmensführung“ belegt. Das enthält auch die Gemeinheit, den „Kostenfaktoren“ weis zu machen, dass der Erfolg ihnen nützt und sie in dem Management einen Garanten des Erfolgs haben, damit sie schön mitmachen. Das alles gehört zum Job der Wirtschaftselite, wenn schon ist Blenden wesentlicher Bestandteil ihrer Profession.

  79. @mmaltensen

    Versagen würde...
    @mmaltensen
    Versagen würde ich es schon nennen wollen…auf eine Karte zu setzen von der man weiß das sie gezinkt ist..ist entweder vollkommen dilettantisch oder jenseits der geistigen Fähigkeit.

  80. @mmaltensen

    Das Herrn...
    @mmaltensen
    Das Herrn Greenspans „Zinsamoklauf“ aus den Jahren 2001/2002 eine neue gigantische Spekulationsblase auslösen würde war absehbar und vorhersagbar.
    Die einzige Frage blieb war: Wo? Ich kenne ein paar Leute die schon damals auf den Immobilienmarkt tippten. Die gleiche Leute sehen heute den Dax bei unter 2.500 Punkten und ich bin fast geneigt ihnen zu glauben.
    Die ersten Warnungen vor den Praktiken (Subprime) gab es 2004, ab 2006 hörte man sie regelmäßig. Es war nur schlicht und einfach nicht opportun gegen den allgemeinen Konsens zu reden. Das Blendwerk, was in gewissen Finanz- und Politikkreisen inszeniert worden ist hat hervorragend funktioniert.
    Es ist übrigens im Moment interessant zu beobachten wie gewisse Kreise nach ein paar Monaten „Schockstarre“ wieder anfangen dazu übergehen aktiv „Wirtschaftspropaganda“ zu betreiben, die einzig und allein dazu dient von ihrer Mitschuld abzulenken und die „Krise“ als Unglück darzustellen das durch höhere Gewalt über sie gekommen ist.
    @Don:
    Wenn das hier zu sehr vom Thema abweicht, kann das gerne gelöscht werden.

  81. Aber bitte... Das ist doch...
    Aber bitte… Das ist doch ziemlich nah am Thema. Gelöscht wird nur Gefasel, Dummheit und Beleidigung sowie bekannte Störer.

  82. @Alter Sack

    Da musste man...
    @Alter Sack
    Da musste man nicht Tippen :-)…schon vor gute 10 Jahren wurden die Praktiken einer Münchner Hypobank öffentlich dargelegt….100% Finanzierung include Provision des Vermittlers,überteuerte Objekte usw. als Kapitalanlage für Kleinverdiener.Steuerabschreibung als Lockmittel für Gutgläubige.

  83. @ 28. Februar 2009, 08:52: Das...
    @ 28. Februar 2009, 08:52: Das freut mich. Und manchmal muss gar kein expliziter Masterplan dahinterstecken. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal so einen Esoterikersatz sagen würde. Aber man findet nicht nur seine Themen, sondern die Themen finden einen. Immer wieder.

  84. alter Sack, ja unter 1000...
    alter Sack, ja unter 1000 Experten gibt es immer ein paar, die es schon gesagt haben. Das ist ja auch kein Wunder. Schliesslich geht es um Spekulation und was eine Blase ist oder was nur eine Vorwegnahme von Wachstum, das ist schon die Frage. Aber selbst das Wissen, dass es irgendwann wieder nach unten geht, hilft ja einem Manager nicht wirklich weiter. Setzt er auf „Konsolidierung“ und es geht weiter aufwärts, scheitert er an seinen expansiveren Konkurrenten bevor es wieder nach unten geht und hat gar nichts von seiner Kalkulation. Und es ist sogar noch die Frage, ob er in einer Krise wirklich besser da steht, als sein Konkurrent. Oder wie es ein US-Bankenmanager ungefähr sagte: Wenn die Musik spielt, muss man aufstehen und tanzen. Wenn im Jahr 2002 ein Manager auf das Platzen einer „Blase“ gesetzt hat und „sein“ Unternehmen darauf „ausgerichtet“ hat, dürfte er kaum das Jahr 2008 als CEO erlebt haben.
    Was die Beurteilung der Entwicklung als Blase betrifft: Blase oder Wachstum, das ergibt sich ja erst im Nachhinein. Schliesslich wird die Sache zur Blase in dem Augenblick, wo ein paar Bankmanager entscheiden, dass es eine Blase ist. Die Spekulation leitet doch selbst das Ende des Wachstums ein, das sie hervorgerufen hat. In dem Augenblick, in dem einer halbweg relevanten Bank im Interbankenhandel kein Kredit gegeben wurde und die Konkurrenten das nicht als Spinnerei – äh Fehlspekulation – betrachtet haben und ihrerseits auch den Kredit verweigert haben, in dem Augenblick ist erst die Blase da. Das hätte auch noch ein paar Jahre so weiter gehen können. Man kann das analysieren und sein Urteil fällen, man kann auch schon im Vorhinein seine Zweifel haben, aber für die Entscheidungen unserer Manager ist das ziemlich irrelevant. Aber bitte, ich will ja nicht diese verteidigen, sondern nur mal drauf hinweisen, dass es in der Natur der Spekulation liegt, dass sie nicht zuverlässig vorhersehbar ist. Sonst gäbe es sie ja nicht. Und jede strategische Unternemensentscheidung enthält eben Momente der Spekulation über das Verhalten der Konkurrenz, den Verlauf der Konjunktur, die Absetzbarkeit der Produkte usw.. Zu glauben, es wäre möglich in einer Marktwirtschaft das zu ändern, das halte ich für verkehrt.

  85. und noch ein Nachtrag:...
    und noch ein Nachtrag: Greenspan hat ja nicht von ungefähr seine Niedrigzinspolitik betrieben. Hätte er das nicht gemacht, ja dann wäre halt die Blase schon im Jahre 2001/2002 da gewesen. Der Absatz wäre eingebrochen, die Alageinvestitionen und Kredite im Verhältnis dazu viel zu hoch. Typische Blase eben. Und davor gab es schon die LCTM-Krise usw..

  86. @Quallenregen:

    Ach ja, die...
    @Quallenregen:
    Ach ja, die Schrottimmobilien. Da haben Sie alle daran verdient, nur nicht die Käufer der Objekte. Dann die Derivate, Zertifikate, und Optionen, die wieder allen was brachten, nur nicht denjenigen die sie erwarben. Vom Neuen Markt zwischendurch will ich gar nicht erst anfangen.
    Die einzige Frage die sich mir stellt ist, womit die Finanzbranche, im Falle das es irgendwann wieder aufwärts geht, ihre Kunden als nächstes ins offene Messer laufen lässt. Oder ob Sie erst auf eine neue Generation von Anlegern warten muss, denen Sie dann sagen kann: Diesmal wird alles anders.

  87. To see a world in a grain of...
    To see a world in a grain of sand… Ganz still und leise, fast melancholisch, dieser Blogeintrag (nennt man das so?), diesmal gar nicht wadlbeißend. Eine ganz neue Seite, interessant.

  88. @mmaltensen ua.: Ich bin...
    @mmaltensen ua.: Ich bin hocherfreut zu hören, dass offensichtlich nicht nur ich der BWL die Wissenschaftlichkeit abspreche. Dieses nonplusultra Fach der Banausen, die nicht nicht mal die Renaissance zeitlich einordnen können! (Keine Übertreibung, wirklich gehört.) Diese racaille war allerdings mehr als erfolgreich, mit ihrem Verständnis von Wissenschaft und Bildung sämtliche Feuilletons von HH bis Muc zu infiltrieren und ihre Botschaft zu verkünden, die da lautet: was keinen Profit bringt, gehört abgeschafft.
    Folglich: Geisteswissenschaften sind nutzlos.Wozu sich also noch mit sumerischer Keilschrift, die Rolle von Renaissancefürstinnen als Mäzenatinnen oder der chinesischen Erfindung des Porzellans rumschlagen? Latein, Sanskrit, Klassisches Chinesisch? Wer braucht denn Geschichte? Oder Kenntnis von irgendwas, das älter ist als 50 Jahre? Das bringt doch keinen Profit!

  89. @Georgiana
    Wenn das...

    @Georgiana
    Wenn das BWLer-Bashing einsetzt, gebe ich gerne folgende Anekdote aus meinen Studientagen zum besten: Ich sitze in einem Seminar, zu meiner Linken ein vietnamesischer Gaststudent, zu meiner Rechten ein Wirtschafter mit blondem Igelschnitt. Der Dozent erinnert zum Ende daran, daß in der Folgewoche Fronleichnam sei, die Veranstaltung also nicht stattfinde. Der Vietnamese, ein sehr höflicher und kluger Mensch, fragt mich, was es denn mit diesem Fronleichnam auf sich habe. Ich schildere ihm kurz die Bedeutung der Hostie in der christlichen Liturgie und erzähle von der Lütticher Nonne, die sich über den Leib Christi in Ekstase visionierte, bis ich von folgendem Ausruf zu meiner Rechten unterbrochen werde: „Was ist denn das für ein Wissen, wofür braucht man denn das?!“
    .
    Der Jammer mit dem Proletariat dieser Tage ist doch, daß es aus die Weisheit „ne supra crepidam sutor iudicaret“ in das bauernschlaue „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ überführt hat.

  90. @mmaltensen:

    Danke für die...
    @mmaltensen:
    Danke für die ausführliche Antwort.
    Noch eines zum Nachtrag:
    Es ist klar das die erwähnten massiven Zinssenkungen Greenspans im Zusammenhang mit der Krise Anfang des Jahrtausends die Konjunktur und den Aufschwung wieder in Fahrt bringen sollten. Vielleicht sollten die Damen und Herren aber in den verantwortlichen Positionen einmal vorher über die längerfristigen Nebenwirkungen nachdenken. Ich befürchte das auch diesesmal Massnahmen, die kurzfristig Linderung bringen, mittel- und langfristig noch grössere Verwerfungen nach sich ziehen werden.

  91. Re: @Berlin:

    Ja, Biermann,...
    Re: @Berlin:
    Ja, Biermann, bitte, ich will nichts vereinnahmen. Soll er sich selbst verorten, da wo er meint, streichen sie ihn, und ersetzen sie bitte durch Detlef Soost. Ist Frau Merkel auch Hamburgerin? Soll jeder selber wissen.
    Und ja, das „Berlin“, welches sie anprangern, das existiert, und ja, es ist
    dasjenige, welches nach außen getragen wird, und ja, von albernen Hochglanzmagazinen und merkwürdigen Hipstern.
    Nur: unterschätzen sie nicht die Volksschläue (in Geschmacksfragen) der Insulaner und den kleinbürgerlichen Wall der Bewohner der ehem. Hauptstadt der DDR. Man hielt sich nie für etwas Besseres, oder gar für Metropolenbewohner. Dies ist eben eine Anspruchshaltung, die von außen kommt, personell, wie ideell.
    Selbst die Spontikolonisten, die nun in Kreuzberg langsam aussterben haben einen Fluchtort jenseits der Leistungsgesellschaft gesucht, geschaffen, und dann die Klappe gehalten. Das was solche“Zeckenbezirke“ sympathisch macht, ist das Fehlen von Strebern, wie sie im Reihenhaus-Wessiland in verkrampfter Bemühtheit und ohne wahre Weltoffenheit die Regel sind. Schon mal Punks aus Schwaben gesehen? Ein amüsanter Anblick.
    Aber das „neue Berlin“? Kleingeister, die Kordlochhosen tragen, und trotz Streberkrampf nicht wirklich erfolgreich sind. Und wenn doch, sich flugs ein Haus in der alten Heimat kaufen. Ach ja, und Politiker.
    Gruß aus Spandau

  92. Maupassant und Madelaine? Ich...
    Maupassant und Madelaine? Ich bin mir da nicht ganz sicher, Kosmostraveller. Aber: „Dem Manne kann geholfen werden.“ (Goethe, Faust)

  93. @Stefan
    "Kordlochhose": das...

    @Stefan
    „Kordlochhose“: das klingt nach einem modesüdigen Komparativ zur gewöhnlichen, unförmig-schmuddeligen Kordhose aus dem Lokalkünstlervernissagenmilieu, nur, um Himmels willen, so sind da die Löcher? Ich will mir das gar nicht vorstellen… oder doch, bitte, beschreiben Sie, ich möchte mich ein wenig gruseln!

  94. Muss noch schnell einen...
    Muss noch schnell einen Schenkelklopfer zum besten geben.
    Als ich gestern mit dem Vierrad unterwegs war,kam eine nette Einspielung.
    Einer der Radiosender in dieser Gegend macht für sich Werbung in dem er Unternehmen darlegen lässt ,warum diese grad bei diesem Sender werben.
    Als dann dieses Unternehmen zum Schluss der Senderbeweihräucherung noch Werbung in eigener Sache machte..wir beraten sie zur Rentenvorsorge auf Investmentbasis…musste ich lachen wie lange nichtmehr….die nullkommanull Schamgrenze der Gierigen oder der letzte Versuch aus nichts noch was zu machen.

  95. Und hier ist sie wieder...
    Und hier ist sie wieder versammelt. Die Elite jenseits der Elite. Wenn doch nur die Lösung der Probleme darin bestünde, sein Geld in Schweizer Franken angelegt zu haben, könnte ich beruhigt sein. Immerhin liegt ein Großteil meiner Altersversorgung in Liechtenstein in eben dieser Währung. Nur leider ist dem nicht so. Auch die Elite jenseits der Elite pfeift nur im Walde.
    Gruss aus Baku
    Ernst Wilhelm

  96. @Kaffeetrinker: Schmunzel......
    @Kaffeetrinker: Schmunzel… Ich sollte vielleicht anfangen, mir eine Anekdotensammlung mit den besten Spottgeschichten über BWLer anzulegen. Nur das Problem bei der Geschicht: Diese Bande hält sich ja für die Crème de la crème, nicht nur der Haupstadt sondern der Menschheit, Herren (Damen gibts da eher weniger) des Universums, movers und shakers ohen Fehl und Tadel. Und in dieser Hybris wurde sie vom ganzen Medienmainstream (inklusive dieses geschätzten Blatts) unterstützt, bis letztes Jahr klar wurde, welchen Schlamassel uns diese ganze Bagage eingebrockt hat.
    @Stefan: Auch ich bitte auch um näheres zu der interessanten Spezies der „Kordlochhosen“. Ansonsten: Punks aus Schwaben oder anderswo sind mir jederzeit willkommen. Sie machen das Leben bunt, vor allem in grauen Wintertagen. Und unter blauen, grünen und pinken Iros stecken oftmals kluge Köpfe. Ansonsten: nieder mit dem „neuen Berlin“, da gehe ich ganz d´accord.

  97. nörgler, und wer ist...
    nörgler, und wer ist madelaine?

  98. Verehrter Don Alfonso,

    Ich...
    Verehrter Don Alfonso,
    Ich nehme Bezug auf Ihre Stellungnahme zu meiner Stellungnahme.
    Das Verhalten des besoffenen Komilitonen der Photographin bezeichne ich als vorbildlich. Selbstverständlich Elite – denn er hat es noch bis hinter das Steuer seines Wagens geschafft. Ein Mann ohne starken Willen wäre im Straßengraben liegengeblieben, oder schlimmer noch – im Appartement mit dem Kopf über der Keramik eingeschlafen.
    Das Streichen der Zimmerwand in Orange dagegen führt aber geradewegs hin in eine Finanzkrise. Es stellt sich nämlich die Frage nach Sachverstand und Verantwortung, denn wenn jemand seine Zimmerwand in Orange streicht, ist er verantwortlich dafür, daß sich die Tapete ablöst oder der geliebte Trinker sich eine andere Junge Wilde sucht (auch wenns zum Heulen ist).
    Wir stellen aber in der Finanzkrise fest, daß selbige Dame – ohne Sachverstand und Verantwortung – nicht einmal heulen muß, wenn sie aus dem Gröbsten raus ist. Engagiert sie dann auch noch den richtigen Rechtsverdreher, so wird es ihr zweifellos gelingen, die Partygäste für das Ablösen der Tapete zur Verantwortung zu ziehen, um auf ihre Kosten danach die Bude weiss streichen zu lassen … bevor sie versehen mit ausreichender Apanage auf die Bahamas umsiedelt. Keine Frage, daß der Buchsbaum noch als großzügige Spende an den Nachmieter geht, welcher, in bester Absicht natürlich, mehrere Rettungspakete schnürt bevor er feststellt, daß man einen toten Hund nicht wieder lebendig machen kann.
    Das Appartmenthaus ist in bester Absicht errichtet worden. Niemand kann etwas dafür, das es inzwischen nur noch von weisser Farbe zusammengehalten wird.

  99. @ nörgler + mmaltensen, ich...
    @ nörgler + mmaltensen, ich verweise auf meine Schlaumeierei hierselbst von gestern, 23 Uhr 51. Und Ergänzung aus dem echten Leben: Madeleines schmecken mistig, auch in Frankreich. Zu erfahren, dass sich daran ein grandioses, schlaflosigkeitsverursachendes Romanwerk entzündete, war schon desillusionierend.

  100. Jetzt - nachdem mit einem...
    Jetzt – nachdem mit einem multimilliardenteuren Tarifabschluß im öffentlichen Dienst Streiks der Müllabfuhr abgewendet sind – wird die Besitzerin das Buchsbäumchen sicherlich schnell und guten Gewissens entsorgen.

  101. Lieber Don,

    das musste nu...
    Lieber Don,
    das musste nu nicht veröffentlichen…
    Mir ist grad nur aufgefallen das Thomas Strobl in seiner Blogübersicht Leser und Kommentare anzeigen lässt…bei Don sind nur die Kommentare erwähnt.

  102. Tu ich aber :-)
    .
    Meines...

    Tu ich aber :-)
    .
    Meines Erachtens macht man sich mit den Abrufzahlen ein wenig zum Sklaven der Clikcs. Und es bringt Leser dazu, sich an den Klicks zu orientieren, stat am Inhalt. Ich habe keine Ahnung, wieviele Leser meine anderen Blogs haben, und ich komme damit sehr gut zurecht. Bei der FAZ ist es für mich nicht zu übersehen, aber trotzdem ist es egal.

  103. Ladyjane, ja aber die...
    Ladyjane, ja aber die Madeleines dieses kleinen Bäckers im IV Arrondissement, die sind ganz vorzüglich. Und dass dieses Werk dir den Schlaf geraubt hat, ist wohl ausgleichende Gerechtigkeit. Mich überkam eine grosse Schläfrigkeit und die Tasse Tee fiel um, als mein Körper nach vorne gegen das Teetischchen im Stil des fin de siecle sank.

  104. Don, hatten Sie denn...
    Don, hatten Sie denn eigentlich mal einen persönlichen Kontakt mit einem Studenten vom Wohnheim gegenüber? Sind Sie mal ins Gespräch gekommen?

  105. Ja. Es gibt dort Studenten,...
    Ja. Es gibt dort Studenten, die im Herbst meine Weinstöcke beklauen, und manche fragen auch, ob sie das dürfen. Aber ich sehe meine Aufgabe nicht als Nachhilfeerzieher. Und öffentliche Blossstellung hat sich seit jeher als Mittel zur Einfügung in Normen bewährt.

  106. @Georgina:
    Nun, der...

    @Georgina:
    Nun, der Unterschied zwischen Kordlochhose und Kordhose ist so wie der zwischen Großstadt-Punks und Schwaben-Punks: Die einen siffen und duften aus Nachlässigkeit/Verweigerungshaltung und Überzeugung, bis die Kleidungsstücke durch Gebrauch in Fetzen am Riechleib hängen. Die zweite Kategorie wäscht sich und die Modeobjekte, und duftet weder nach Bier oder Absintherbrochenem. Ich will da garnicht die „Authenzität“ aufs Tapet bringen das verwirrt nur, geht am Wesen vorbei.
    Im übrigen hat Christian Ankowitsch in der F.A.S. von gestern den Artikel geschrieben, den Don Alphonso hätte schreiben wollen. Wobei man Dons Beitrag als süpplemang auffassen kann, eben aus der Benimmecke.

  107. Den werten Gören der so...
    Den werten Gören der so genannten besseren Gesellschaft ist’s tatsächlich egal, ob ein Blick in eine historisch gewachsene Stadt mehr oder weniger verschandelt wird durch ihre Behausung: Sie ziehen eines Tages weiter wie der buchstäbliche Heuschreckenschwarm. Unverwurzelt, (neusprech: „flexibel“) wie sie sich selbst preisen, geht’s auf ein Praktikum in Singapur, regiert man eine Filiale in Rio, trifft sich MBO-seminaristenwichtig in New York, fabuliert sich im so genannten ‚Englisch‘ globalweit in ‚Meetings‘ zusammen, verschickt die eigene Brut wiederum ins Internat an die raue Küste Ostenglands oder an einen Südhang des Wallis, jettet zum Putten oder Shoppen nach L.A. – kurz: Lebt unverwurzelt und abgeschottet. Man hat keine Heimat, nicht einmal eine Heimat in der Sprache, nicht einmal eine Verortung durch einen festen Freundeskreis. Man ist überall und nirgends und daher gedankenweit weg von jeglicher Verantwortlichkeit. Denn warum sollte ich überhaupt irgendetwas gehegt und gepflegt sehen wollen (wie einen mitteldeutschen Stadtkern, wie einen Buchsbaum, wie einen Bankenkunden späterhin, dem meine ‚Profession‘ zu gelten hätte), wenn von mir morgen schon ein neuer Stadtkern bewohnt wird, der noch nicht verschandelt wurde, wenn mein Müll und meine Fehlentscheidungen ganz liebedienerisch von ‚der Gesellschaft‘ entsorgt werden, wenn ich für nichts stehe und für nichts einstehe?

  108. Ich habe mir als...
    Ich habe mir als Naturwissenschaftler immer die Augen gerieben, mit wieviel Mumpitz und Chichi sich die Betriebswirtschaftsleere umschleiert, um als jahrelang studierbare ‚Wissenschaft‘ daher kommen zu können. Ein bisschen Bauchgefühl, ein wenig gesunden Menschenverstand, eine Prise Witz und Esprit und Bauernschläue – und die notwendigen Zutaten für das ‚Wirtschaften-Können‘ sind zusammen gestellt. Was von wirklich erfolgreichen Kaufleuten und Unternehmensgründern häufig genug bestätigt wird: Viele von ihnen haben nicht studiert, haben sogar die Schule abgebrochen, manchen haben eine Lehre gemacht, andere reiften durch erste Handelserfahrungen auf der Straße… BWL ist für mich das, was man den jungen Damen in viktorianischen Zeiten angedeihen ließ mit Handarbeits- und Reitunterricht: Ein netter Zeitvertreib mit geringem Nutzwert und geringer intellektueller Herausforderung. Und der Aphorismus ‚Wer nichts wird, wird Zwischenwirt – oder Betriebswirt‘ klingt noch bejahend in meinen Ohren.

  109. Es heißt 'delegieren'....
    Es heißt ‚delegieren‘. Schreiben seltsamerweise alle Westgermanen falsch. Genauso, wie sie ‚Bedrouille‘ sagen, statt ‚Bredouille‘. Ein kollektives Trauma als Auslöser?
    Und Kati Witt kam aus KM-Stadt, soweit ich weiß. Heute Chemnitz. Nicht aus Berlin. Gut, aus’se Zone. Himbeer/Brombeer, alles dasselbe.
    Ansonsten philosophiemäßig geiler Beitrag. Leider verspätet. Jetzt in der Krise gegen die untergehende ‚Elite‘ zu wettern, ist billig. Es sei denn, er wurde prophylaktisch geschrieben, um zu verhindern, daß uns die ‚Partei der Besserverdienenden‘ (FDP, wer’s vergessen hat. Anscheinend ‚Besserverdienende‘ synonym für ‚Elite‘ gebraucht.) nach der nächsten Wahl auf das Dach der Empfangshalle stellt wie den nach Katzenpisse riechenden Baum.

  110. Sehr geehrte Frau Darcy,
    Ihre...

    Sehr geehrte Frau Darcy,
    Ihre Einschätzung des BWL-„Studiums“ teile ich, ja mehr noch, ich halte Betriebswirtschaftslehre keineswegs für einen akademischen Studiengang, die wissenschaftliche Komponente der Forschung ist tatsächlich nicht gegeben, sondern nur für ein Schmalspurstudium zur Erlangung des Abschlusses als Kaufmannsgehilfe in sechs Semestern.
    Allerdings halte ich Ihre Einschätzung der Wertschätzung der BWL’ler für überzogen, so wichtig hat man diese Berufsgruppe nie genommen, schließlich gibt es ja auch noch die Volkswirte, und ich bin mir sicher, viele der gescholtenen Personen Ihres letzten Kommentares sind eher dieser Berufsgruppe zuzuordnen, übrigens darunter durchaus respektable Akademiker, früher „Nationalökonomen“ genannt. (Nein ich habe nicht VWL studiert!)
    Sehr geehrter Herr Stefan,
    als Charlottenburger, der von Zeit zu Zeit gerne auch ‚mal eine Cordhose ohne Löcher zum Tweed trägt, ist mir durch Ihren Kommentar klargeworden, warum die Spandauer sogar eine eigene Zeitung haben und man so furchtbar lange fahren muß, bis man in Spandau angekommen ist: Sie leben dort draußen in einer anderen Welt! Auch Berlin verändert sich, und nicht nur zum schlechteren, die „Zugezogenen“, sind nicht alle schlecht und nur weil Mitte als schick gilt, ist es ja nicht ablehnenswert.
    Glücklicherweise muß sich der alte Westen Berlins ebenso verändern, wie der alte Osten Berlin, wenn daraus etwas Neues entsteht, schmeckt daß vielen nicht, die sich in ihrer Welt eingerichtet haben.

  111. Nebenbei, auch zu...
    Nebenbei, auch zu empfehlen:
    http://www.amazon.de/George-Frideric-Handel-Concerti-US/dp/B000001VFN/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=music&qid=1236025569&sr=8-2 .
    Übrigens gibt es auch eine schöne Aufnahme der Brandenburgischen Konzerte von denselben (falls Bach noch schmecken sollte).
    mit Gruß,
    KL

  112. Das Bäumchen wurde erst...
    Das Bäumchen wurde erst überdüngt dann zuviel gegossen,
    hat „Wasserschösse“ (längliche, dünne Äste ) gebildet ,stand
    schattig und könnte auch an Wurzelfäule verendet sein.
    Assiziationsketten sind manchmal eben wie Luftschlangen.

  113. c.cramer, die FDP wird noch...
    c.cramer, die FDP wird noch eine ganz eigene Betrachtung bekommen, die sich wohler verdient, als 18%
    .
    rapeth, die Todesursache ist keinesfalls klar, nur der Tod und die Verwahrung danach.

  114. seit wann leben Läuse auf...
    seit wann leben Läuse auf Buchsbäumchen hab ich ja noch nie gesehen und im
    Haus wirds wohl keinen Kater geben der seine Duftspuren hinterläßt aber es stimmt wer das Kleine nicht achtet wie soll der im Großen bestehen

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