Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Menschenjagd in den Bergen I

| 62 Lesermeinungen

In der guten alten Zeit war es Sport, das Geld in die Schweiz zu bringen. Heute gilt es als Vergehen, man wird verfolgt und überwacht, der neue Finanzminister mag es im Gegensatz zu alten Schatzmeistern nicht, und zu allem Elend will ab heute auch die Schweiz den Transfer scharf kontrollieren. Der letzte grosse Sport der besseren Gesellschaft ist in Gefahr, aber ich werde hier und heute überprüfen, ob es wirklich so schlimm geworden ist. Ein Mann, ein Auto, eine Strecke, eine Lieferung.

Hinweg, törichte Vorurteile! Nur furchtsame Seelen sind euch untertan!
Comte de Mirabeau, Der gelüftete Vorhang

Es gibt exklusive Sportarten, die nie den niederen Schichten zugänglich sein werden, und die immer Teil der besseren Gesellschaft bleiben: Was dem Briten das Polospiel und dem Amerikaner seine Yacht vor Long Island, ist dem Deutschen vom schwäbischen Mittelständler bis zum Hamburger Kaffeeröster, vom Münchner Waffenschieber bis zum Berliner Lobbyisten die Menschenjagd in den Bergen. Es ist ein Sport mit vollem Risiko, man kann dabei alles verlieren, und trotzdem gilt seit Generationen: Man gehört erst dazu, wenn man erzählen kann, wie man den Jägern entwischt und den Staat und seine Büttel besiegt hat.

Die Menschenjagd in den Bergen hat klare, einfache Regeln und kann mit einem Mindesteinsatz von 10.001 Euro pro Person gespielt werden, und nach oben gibt es keine Grenzen. Dem gemeinen Volk als „Geldtransfer zur Steuerhinterziehung in die Schweiz“ bekannt, ist die Jagd Gegenstand mannigfaltiger Erzählungen beim Essen, in Parteizentralen und an Gräbern. Es ist echter Sport für echte Männer, die nur lachen können über den weinerlichen PRler aus Berlin, der seine Fälschung des Fahrtenbuches über Twitter verkündet, oder den feigen Sachbearbeiter, der den Staubsauger für die Frau über das Büro absetzt. Keiner von denen riskiert etwas, es geht ihnen um ein paar lumpige Kröten, aber hier auf den Pässen und Jochen auf dem Weg in die Schweiz geht es um alles. Es ist Sport, wie er sein soll: Eine existenzielle Erfahrung, es ist echtes Eigentum in echter Krise, stilsicher in schnellen Wägen mit dunkelgrauem Bargeld, verruchten Tafelpapieren und anderen Werkzeugen des Steuerteufels umgesetzt.

Bild zu: Menschenjagd in den Bergen I

Früher gab es klare Abmachungen zwischen den Jägern und den Gejagten. Wer an der Grenze erwischt wurde, zahlte heftig an den deutschen Staat, der dafür eine Menge elitenfeindlicher Gesetze bereithält, und ausserdem sogar wissen will, woher das Geld kommt. Das kann sehr unschön werden, wenn man sich etwa als Abgeordneter vom Atomkraftwerksbetreiber einen angenehmen Beratervertrag hat zukommen lassen, den die Sekretärin in all der Hektik anzugeben vergessen hat. Hatte man aber erst mal Razzien und die Grenze hinter sich gelassen, erwartete einen nur noch der Schweizer Zöllner: Ein Freund, der genau wusste, dass dieser Sport der Schweiz als Ziel dicke Geldzuflüsse bescherte, die Wirtschaft förderte, das Land stabilisierte und am Ende auch seinen Lohn mitbezahlte. Der Schweizer Zöllner ist bei der Menschenjagd in den Bergen die Zielflagge. Man wollte aussteigen und sie abbusseln. Bis zum 28 Februar 2009.

Denn ab gestern, dem 1. März 2009, ist aus dem verehrten Freund nichts anderes als ein neuer, schnöder Predator auf Staatskosten geworden. Bedrängt durch amerikanische Behörden und deutsche Finanzminister, hat sich die Schweiz entschieden, ihre Sportfreunde zugunsten der politischen Anwanzung zu verraten. Während der deutsche Finanzminister immerhin noch die unregistrierte Mitnahme von 10.000 Euro pro Person in die Schweiz erlaubt, will die Schweiz nur noch die unregistierte Einfuhr von 10.000 Franken erlauben. Natürlich könnte man das mit ordnungsgemäss versteuertem Geld jederzeit tun, aber wo bleibt da der Sportsgeist?

Schlimmer noch: Diese Vorgabe wird brutal unter den Stützen der Gesellschaft wüten, denen dieses Blog gewidmet ist. Man stelle sich nur mal den alten Kommerzienrat vor, der glaubt, es geschafft zu haben, und nun dem Schweizer Zöllner erklären muss, dass ihm das Vermögen gar nicht gehört, sondern von seinem Verband zur politischen Landschaftspflege gestiftet wurde. Batz, trifft ihn der Schlag, und wer muss dann die Krankenhausrechnung und die Reha im Luxusressort in Bad Wiessee für den armen, alten Mann bezahlen? Die Allgemeinheit in Deutschland. Oder nehmen wir – gerade in Hessen kennt man sich damit ja aus – den Schatzmeister einer Volkspartei, der mit einem Geldkoffer erwischt wird, und dem das jüdische Vermächtnis nicht geglaubt wird. Man wird ihn verfolgen, öffentlich abwatschen und zu unser aller Kosten pensionieren, wonach er zu unser aller Kosten eine Politikberatungsgesellschaft betreibt, statt seiner Partei zur Last zu fallen. Es mag der Sport der Reichen und Schönen sein, aber wenn die Schweizer nun für eine steigende Abschussrate sorgen, werden wir alle die Rechnung zahlen.

Bild zu: Menschenjagd in den Bergen I

Ist es wirklich so schlimm? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden. Nachdem sich die „Stützen der Gesellschaft“ in jahrhundertealter Tradition befinden, und natürlich zur eigenen Klasse eine höhere Affinität ausweisen, als zu einem Staat, der allen Ernstes alle Bürger auszuplündern gedenkt, um uns mit Opels zwangszubeglücken – übrigens: Wenn ein Autofabrik für diesen Sport ungeeignet ist, dann ist es Opel – werden wir keine Kosten und Mühen scheuen, um den ehemaligen Freund aufzusuchen, in seine Augen zu schauen und ihn zu fragen, ob er uns nun wirklich verfolgen will. Wir weden überprüfen, ob man wirklich in den Parteien zittern muss, ob man Waffenhändler auf die Kanalinseln zwingt, ob das alte Europa seinen alten Hinterhof für real existierende Politiktransaktionen verloren hat. Wir werden dazu eine ausgesprochen schwere Route wählen: Durch vier Länder, vom Tegernsee ins Inntal nach Österreich, dann hinüber nach Italien, und erst von dort aus in die Schweiz. Viermal also haben Staaten die Gelegenheit, uns in den Bergen nachzustellen, als da sind:

– der deutsche Zivilfahnder als Hauptfeind in seinem schnellen BMW 530i, der wirklich etwas zu gewinnen hat.
– der österreichische Zöllner auf seinem Steyr Waffenrad von 1912 und seinem zwei Haflinger-PS starken Pferdeschlitten – man hat sich in Osteuropa verspekuliert und gerade eine Finanzkrise, mehr geht dort beim besten Willen nicht mehr. Ausserdem ist eine Verhaftung in Österreich wegen Geldtransfer so unwahrscheinlich wie die Festnahme in Las Vegas wegen Teilnahme am Black Jack.
– die italienische Finanzpolizei, mit ihren Alfa 147 2.0 Twinsparks ein wahrlich stilvoller und schneidiger Gegner.
– der Schweizer Zöllner in seinem Wachhaus.

Bild zu: Menschenjagd in den Bergen I

Wir aber fahren eine silberne 1995er Fiat Barchetta mit frischem Tüv, Sportauspuff, Bremsbelägen und 139 PS, haben eine Silberkanne im Kofferraum, nehmen in einer flachen Ledermappe als Dummy auf dem Beifahrersitz wertvolles Papier aus der Papierfabrik Gmund mit, wo auch sonst Geld und Aktien erstellt wird. Wir verheimlichen nicht, dass wir zur Gattung der gejagten Menschen gehören: Wir tragen Féraud und Rolex, unser Gepäck ist edel, wir lächeln zynisch und rechnen mit allem. Es ist Sport, es ist der letzte Sport, in dem man unter seinesgleichen ist. By fair means.

Heute Nacht werden wir in einem alten Adelssitz in Naturns Schlutzkrapfen essen, oder in einer ungemütlichen Zelle unangenehme Fragen beantworten. So Sie nichts von uns hören, halten Sie besser Ihren Generalsekretär zurück und überlegen Sie sich, ob Monaco nicht auch ein netter Ort ist. Nun gilt es.

Ein Mann, ein Auto, eine Lieferung, eine Strecke.

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  1. Tennissocken???...
    Tennissocken???

  2. Beige Herrensocken. Das ist...
    Beige Herrensocken. Das ist nur das Licht auf 2000 Meter. Ich habe keine Tennissocken. (Ich suche gerade Socken für die Reise raus. Ich hätte welche in Schwarz mit beigen Rauten, wenn das genehmer ist.)

  3. Bei den Armen ist es eher der...
    Bei den Armen ist es eher der Gang zum Trödler, weniger aus sportlichen Motiven heraus denn aus Gründen des Überlebens. Seit Januar bringt man mir, der ich einen kleinen Trödelladen betreibe, Gold in allen Erscheinungsformen. Und auch sonst wird aus den Kellern und Dachböden hervorgeholt, was vor wenigen Monaten noch “ Familienerbstück“ und “ absolut unverkäuflich“ war.Dafür hat sich der Umsatz im Laden halbiert, ist aber bis jetzt nicht schlimm, denn bei ebay hat das Verkaufsvolumen sich verdoppelt. Irgendein Frustkauf der „freigestellten“ VW-Zeitarbeiter muß halt die Seele wieder ins Lot bringen.
    Spannende Zeiten also, nicht nur für den “ Finanzwilderer“ in den Alpen.

  4. Einspruch: Ein Opel ist für...
    Einspruch: Ein Opel ist für den Zweck wahrscheinlich nicht schlechter geeignet als ein – Entschuldigung – Fiat. Jedenfalls wenn man seine Chancen gegenüber den Jägern verbessern will. Will man sich hingegen offen als potentielles Ziel präsentieren, sind beide Marken suboptimal.
    Apropos: Erkennen Zöllner keine Gruen, oder warum muss es Rolex sein?

  5. Immerhin sind das sie Zeiten,...
    Immerhin sind das sie Zeiten, von denen man später wird erzählen können. Vieles war zu satt und zu zufrieden, jetzt stürzen wieder Titanen und Schäfflers stürzen vobei, Richtung Hartz IV. Krisen bringen immer auch Krisengewinnler hervor. Interessante Zeiten fürwahr.
    .
    (Ausserdem, wenn ich durchkomme, bringe ich auch Fresspakete mit. Kaminwurzen sind ja heute in der Kleinmarkthalle unbezahlbar geworden)

  6. foster, natürlich ist Opel...
    foster, natürlich ist Opel unauffällig, aber eben schon so unauffällig, dass es nicht mehr „by fair means“ ist. Man macht das ja nur wirklich geheim, wenn man Schatzmeister odersonstige Politikermemme ist.
    .
    Echte Männer fahren Roadster, S-Klasse, Audi R8, oder britische Gentlemen´s Carriages.

  7. Werter Vetter,
    leider ist im...

    Werter Vetter,
    leider ist im -sonst sehr schönen- ersten Bild ein kleiner Stilbruch gescehen. Zum dem herrlichen -seufz- 50 Mark Schein gehört natürlich der ebenso herlliche grüne Reisepass vergangener Eigenstaatlichkeit.
    Auch nicht stilecht – denn der bespoke suit ist das falsche outfit- aber dafür ungleich effektiver ist die Fahrt mit dem Motorrad über Pässe und Joche ins schöne Münstertal! Und bislang ward am Umbrail immer freie Fahrt für Zweiräder!

  8. Stilistisch deal wäre der...
    Stilistisch deal wäre der kolumbianische Diplomatenpass eines Konsuls, das gebe ich zu. Aber auch das wäre unsportlich.

  9. Sehr erbauliche Veränderungen...
    Sehr erbauliche Veränderungen und Herausforderungserhöhung für die Stützen der Gesellschaft…
    Wenn man denn nun Steinbrück hieße,müsste einem sofort die Vergnügungssteuer ins Auge springen,bei dieser launigen Darstellung dieses Bergsports.
    Sportförderung kommt wohl nicht in Frage..diese Sport ist gradezu prädestiniert für Dopingsünder..und eine Trainerlizenz ist wohl eher schwierig zu erwerben,aber für Adrenalinjunkies gradezu empfehlenswert.
    Steht schon ein Termin für die nächste Jagt fest und wo kann man sich anmelden?

  10. Don Alphonso ,wir wissen...
    Don Alphonso ,wir wissen alle,daß es früher einmal RICHTIGES GELD gab,mit dem man nicht nur in der Schweiz,sondern auch sonstwo im Ausland und vorallem auch im eigenen Land etwas anfangen konnte .Es ist also nicht notwendig,uns mittels eines ,die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten schürenden Stilllebens in eine nostalgische Depression zu stürzen.Das machen die tagsaktuellen Neuigkeiten schon.

  11. Tut mir leid, Ihr Experiment...
    Tut mir leid, Ihr Experiment ist zum Scheitern verurteilt, weil man Sie überall durchlassen wird. Und warum? Echte Steuersünder fahren Hecktriebler.

  12. Ich bin sehr gespannt auf das...
    Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Hier (hinterm Häuschen mit dem Zöllner) munkelt man, dass man zwar kontrollieren werde, aber die Infos die man erhält sollen noch nicht weitergegeben werden (wohin, ist noch die Frage).
    Vielleicht stellt sich das als ähnlich absurdes Theater heraus, wie das Schengen-Abkommen. Wir erinnern uns: keine Kontrollen mehr am Übergang, dafür aber im Hinterland (mit dem lustigen Nebeneffekt, dass jetzt das halbe Rheintal andauernd kontrolliert wird, obwohl manche Leute einfach nur zur Arbeit fahren und gar nicht über den Rhein gegangen sind).
    Todesmutig wollte ich bei der letzten Transitfahrt über Basel, genauer gesagt Rheinfelden, mal gucken wie das so läuft. Darum habe ich brav beim Übergang von DE nach CH die 6 Flaschen Wein beim Zöllner angegeben. Der fragte nämlich wie immer direkt an der Grenze, ob man was dabei habe. Der redselige Beamte im Häuschen, der mir 3.25 Franken Zoll abnahm, erzählte dann erstaunliches: Nein, natürlich würde man nicht im Umkreis kontrollieren. Wer also rotzfrech an der Grenze durchgewunken wird, ist zumindest an diesem Übergang „safe“. Somit reduziert sich das Herzpochen auf einen Streifen von 50 Metern und nicht wie befürchtet auf 50 Kilometer…

  13. nehmen in einer flachen...
    nehmen in einer flachen Ledermappe als Dummy auf dem Beifahrersitz wertvolle Papier aus der Papierfabrik Gmund mit, wo auch sonst Geld und Aktien erstellt wird.
    Nicht nur das der obige Satz einen offensichtlichen inhaltlichen Fehler enthält – es gibt in Gmund 2 Papierfabriken und 1 Wertpapierdruckerei – ist auch dem Autor anzuraten zumindest via Persönlichkeitsspaltung sich eine Art Endredaktion zuzulegen…

  14. @Quallenregen

    Anmelden, püh,...
    @Quallenregen
    Anmelden, püh, meine Güte. Das ist doch kein Sportverein, da würde ich Ihnen Polo empfehlen, wenn es Ihnen um das adrenalingeschwängerte Gemeinschaftserlebnis im stilvollen Rahmen geht. Bei weniger ausgeprägter Sportlichkeit oder Angst vor Pferden spielen Sie eine Runde Bridge mit Ihrer Frau oder schauen Sie sich alte James Bond Filme an.

  15. Werter Don, sollen wir für...
    Werter Don, sollen wir für Sie spenden, „wir nehmen in einer flachen Ledermappe als Dummy auf dem Beifahrersitz wertvolle Papier aus der Papierfabrik Gmund mit“ ?
    Das kann nur der „halbe Kick“ sein, die 10.001 Euro sollten’s aber dann doch schon sein, oder vielleicht echte „historische Wertpapiere“ mit reinem Sammlerwert ? Wie schade, dass man heute keine „effektiven Stücke“ mehr von seiner Bank bekommt. Aber vielleicht hat jemand noch wertlose Argentinien-Anleihen als Tafelpapiere im Keller ? Über einen ehemaligen Nennwert von 20.000 Euro vielleicht ? Seit dem argentinischen Staatsbankrott sind die komplett wertlos.
    Wäre das nicht ein Gaudi, die aus der flachen Ledermappe im Falle des Falles herausziehen zu müssen und die Zoll-Hansels im Zweifel 2 Tage recherchieren zu lassen, was die edlen Urkunden Wert sind. Als Begründung für das Mitführen und die Herkunft sowie den Empfänger kann man immer noch sagen, man hätte die edlen Papiere einem guten bekannten mitbringen wollen, der damit seinen „Washroom“ stilvoll tapezieren wollte.

  16. Wie bitter, Werbung für...
    Wie bitter, Werbung für Bild.de auf faz.net und dann noch bei Don Aplphonso, der doch Springer nicht mag.
    Ansonsten, bitte weiterschreiben, ich mag die Reisen, sei es in die Geldverstecker-Schweiz oder in das Westviertel.

  17. Bezügliche dieses Sports hab...
    Bezügliche dieses Sports hab ich mich schon hin und wieder gefragt, ob man als Honorarkonsul irgendeines bedürftigen Staates eigentlich diplomatische Immunität geniesst? Weiß das jemand? Wäre dann so eine Art Wildcard, die einen direkt gefahrlos ans Ziel bringt.

  18. es war mir sowieso bisher ein...
    es war mir sowieso bisher ein Rätsel, warum man nur zum Zwecke der Geldtransferierung EIGENHÄNDIG agiert. Man ist dann nicht wirklich reich oder hat andere Motive. Allerdings erscheint es mir – aus den oben geschilderten Gründen – nicht mehr ganz zeitgemäss den Häschern über die Berge entkommen zu wollen, wenn jenseits der Berge man vor diesen nicht sicher ist. Nicht nur in der Welt der Finanzen sollte Neues gewagt werden, statt ausgetretene (Berg-)pfade immer wieder zu gehen, die inzwischen überhaupt nicht mehr die Aussichten bieten, die es früher gab. Nur noch Wolken. Für die Schweizer tut mir das leid, diesen währschaften Menschenschlag voller Genauigkeit und Handwerksgeschick, die so gerne in ihrem Freiheitssinn dem Gejagten Unterschlupf boten. Nun muss man Zuflucht finden bei halbseidenen Leuten, die nur um des schnöden Mammons und ohne Herzblut Zuflucht gewähren. O tempora, o mores!

  19. Nachdem ich gerade aufgeregt...
    Nachdem ich gerade aufgeregt eine norwegische Bekannte in Bergen angerufen habe, warum in Bergen nun Menschenjagten veranstaltet würden, habe ich im Kasten rechts auf der FAZ-Startseite gesehen, dass es sich um eine Menschenjagt in den Bergen handelt, was ich natürlich umgehend mit Zöllnern und Steueroptimieren verbinden konnte. Bitte versuchen Sie mir derartige Aufregeung demnächst zu ersparen. Mit bestem Dank für den kurzweiligen Beitrag

  20. Und ich? Duerfen Damen auch...
    Und ich? Duerfen Damen auch mitspielen? Vielleicht wenigstens als Dekoration oder Ablenkung fuer den Zoellner? Andernfalls werde ich Frustkaeufe im Internet taetigen und Colonius eine Freude machen.

  21. @ Sven: "Die Kleidung läßt...
    @ Sven: „Die Kleidung läßt nur dann einen Rückschluß auf den Träger zu, wenn es überhaupt nicht schwer fällt, diesen zu beurteilen. Wo du also Grund hast, anzunehmen, einen Kerl vor dir zu haben, übersieh vorerst seine Kleidung gänzlich. Hinterher vermag sie dir vielleicht etwas zu sagen.“ (Walter Serner)

  22. Zugegeben, das hat einen...
    Zugegeben, das hat einen gewissen sportlichen Charakter. Und es hat gegenüber der Spielbank einen bedeutenden Vorteil: Das Naturerlebnis. Durch die Alpen zu fahren (auch wenn es ein Fiat ist!!!), in freier Wildbahn, quasi, ist immer schön (auf dass die Luft nicht zu dünn wird; aber das ist selbst auf einer von europas höchster (S)Passstraßen kaum zu befürchten). Die Spielbank auf der anderen Seite, bietet, bei gekonntem Umgang mit entsprechendem Spielzeug, deutlich höherer Gewinne.

  23. Mußte gerade an Auto-Don...
    Mußte gerade an Auto-Don denken:
    http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601109&sid=auZeM63nrgzo&refer=home

  24. Auch nochmal ausrücklich...
    Auch nochmal ausrücklich hierhin sei verwiesen:
    http://www.brennende-autos.de

  25. Schade, der Don ist schon "on...
    Schade, der Don ist schon „on the road“ und hat sicher sein Handy abgestellt, um nicht über die Mobilfunkzelle lokalisiert werden zu können, daher auch keine Blogfreischaltung, bis er wieder zurück ist. Ich hätte ihm sogern die historischen Non-Valeurs mitgegeben, schade drum.
    Wir müssen uns nun in Geduld üben und auf seinen Beitrag „Menschenjagd in den Bergen II“ warten, in dem er uns einen sicher spannenden und detaillierten Reisebericht abliefern wird. Ich bin nur gespannt, ob er „oben ohne“ gefahren ist, weil, es ist immer noch grauslich kalt draußen.

  26. Bremsbeläge!?...
    Bremsbeläge!?

  27. Lieber Alphonsino,
    Ihre...

    Lieber Alphonsino,
    Ihre neumodische Eile in Ehren, aber haben Sie schon bemerkt, dass Papiergeld zumindest den einen Vorteil hat, dass die Sekundaerkontrolleure an den Flughafen es mit ihren Detektoren gerade nicht orten? Ist in Ihrer Herausforderung auch der (koerperlich langsame, daher) geruhsame Transport per Turboprop erlaubt? Wie dick ist ein Buendel 500er a 10.000? Mal ganz ehrlich, das hat in unserer Westentasche Platz. Merke: Die Weste ist das Handschuhfach des Jet-Set-Transporteurs. Einen Bakschisch braucht man als gesellschaftliche Stuetze ja ohnehin permanent im Pass…
    Beste Gruesse von oben!

  28. das oben Beschriebene ist zwar...
    das oben Beschriebene ist zwar auch schon schön sportlich aber nur die Vorqualifikation.
    Ab hier wird der Einsatz höher. Es geht um die ganze Einlage.
    Der UBS musste der Staat schon im letzten Herbst 64 Mrd toxische Papiere angekaufen. War das schon alles ? Übersteigt das die Finanzkraft der Schweiz ?
    Der Geldverkehr zwischen den Schweizer Banken ist zum Erliegen gekommen. Die Raibas und Kantonalbanken, die in Geld schwimmen, leihen den Grossbanken nichts mehr und können ihren Kunden nur 0% Verzinsung bieten.
    Wie kommen jetzt die Geldsummen von den Raibas zur UBS ?
    Werden die Raiba-Bilanzen künftig auch noch so übersichtlich sein ?
    http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/mit_einem_traditionsinstrument_gegen_die_kreditklemme_1.2104198.html?ticket=ST-27142-17rb9VLgxF1f4kLpXbfPIJ0ZcwadZGZhlBk-20
    .
    Nein, wir haben nun nichts mehr davon in der Bilanz. Ehrlich.
    Die 2 grossen internationalen Player des Schweizer Bankwesens habe sich auch verspekuliert und der Staat hat ihnen für 64 Mrd die toxischen Papiere abgekauft. Aber was kommt da noch ? Gemessen am BIP sind die Grössenordnuingen kritischewr als in USA oder BRD.
    ungen übersteigen möglicherweise relativ zum BIP
    schwimmen die kleinen Raibas und Kantonalbanken im Geld, das d gern mit neuen Finanzprodukten, die fast wie CDOs aussehen, den grossen zukommen lassen will.

  29. Die Alfa 147 der Guardia di...
    Die Alfa 147 der Guardia di Finanza sind zwar schön aber leider auch genau so unzuverlässig. Damit sind die Herrschaften keine wahren Gegner. Vielleicht ist das aber auch eine gewollte Beschränkung der Satisfaktionsfähigkeit, Freund Silvio ist ja wieder am Ruder…

  30. ... und zum krönenden...
    … und zum krönenden Abschluss nimmt der Sportler alle Informationen über das Schweizer Konto einst mit in das Grab. Schließlich ging es ihm um das faire Kräftemessen mit wackeren Vollzugsbeamten kerniger Bergvölker. Dem blassen Erben bleibt auch so ausreichend Nachlass, zukünftig den Müßiggang zu üben. Auf diesem Wege bereichert der Sportler, beginnend mit dem Leichenschmaus, welcher anläßlich seines Ablebens gegeben werden wird, jedes Treffen der Verwandtschaft um ein immer wieder interessantes Thema. Die Phantasie der Nachfahren wird Mythen um dieses Konto weben, die dem Sportler endgültig zur Unsterblichkeit verhelfen.

  31. Wenn einen jetzt schon die...
    Wenn einen jetzt schon die Schweizer Grenzer nicht mehr mit: „Grüezi, führen Sie Ware mit siech“ sondern mit; Grüezi, führen Sie mehr als zehntusig Schdutz oder sonschdige Ware mit siech! empfangen, dann sollte man der Schweiz doch insofern entgegenkommen.
    Ja, den Differenzbetrag zwischen erklärungsfreier Ausfuhr aus Deutschland und erklärungsfreier Einfuhr in die Schweiz in Österreich zwischenlagern. Ja, ich weiss, die psk ist an die marode Bawag verschachert worden, pikante Sache das, seinerzeit, heute längst vergessen. Inzwischen haben die Ötzen andere Sorgen.
    Die PSK Bregenz hatte sinerzeit einen morbiden reiz. Ach ja, Bregenz, es ist doch schön dort und sicher gibt es im Ländle (für Nichtgsiberger: in Vorarlberg) noch die eine oder andere reizvoll gelegene Raiffeisenkassa, Bludenz nenne ich einfach einmal auf Verdacht.
    Überhaupt, Vorarlberg wird unterschätzt. Es ist derzeit (noch?) eher etwas für Kenner, Freunde des Jazz, beispielsweise.
    Aber vorsicht, Feldkirch ist ein heisses Pflaster, es gibt angenehmere Gegenden, Dornbirn, beispielsweise und viele andere mehr.

    Es ist übrigens nicht verboten, Gelder im Ausland anzulegen, solange die Zinseinkünfte bei der Einkommensteuer erklärt werden.

  32. Sehr schön geschrieben, bin...
    Sehr schön geschrieben, bin auf die Strecke (also die Jagd-, nicht die Fahr…) gespannt.
    Ansonsten muss ich bei diesem Thema an einen uralten Witz denken:
    An der Grenze, ein Mann fährt mit dem Fahrrad vor, auf dem Gepäckträger einen Sack.
    Zöllner: „Haben Sie etwas zu verzollen?“
    Mann: „Nein.“
    Zöllner: „Und was haben sie in dem Sack?“
    Mann: „Sand.“
    Bei der Kontrolle stellt sich heraus: tatsächlich Sand. Eine ganze Woche lang kommt jeden Tag der Mann mit dem Fahrrad und dem Sack auf dem Gepäckträger. Am achten Tag wird’s dem Zöllner doch verdächtig:
    Zöllner: „Was haben sie in dem Sack?“
    Mann: „Nur Sand.“
    Zöllner: „Hmm, mal sehen…“
    Der Sand wird diesmal gesiebt – Ergebnis: nur Sand. Der Mann kommt weiterhin jeden Tag zur Grenze. Zwei Wochen später wird es dem Grenzer zu bunt und er schickt den Sand ins Labor – Ergebnis: nur Sand. Nach einem weiteren Monat der „Sandtransporte“ hält es der Zöllner nicht mehr aus und sagt: „Also, ich geb’s Ihnen schriftlich, dass ich nichts verrate, aber Sie schmuggeln doch etwas. Sagen Sie mir bitte, was!“
    Der Mann: „Ich schmuggele Fahrräder…“

  33. Ich dachte gerade...
    Ich dachte gerade auch:
    TENNISSOCKEN?

  34. Ach schade, damit wird ein...
    Ach schade, damit wird ein alter Schweizer Witz obsolet:
    Der eidgenössische Zöllner wühlt ewig in den Tausendmarkscheinen der Reisetasche herum. Endlich fragt der entnervte Reisende, was um Himmels willen er denn suche.
    „Ja, wir wollen nur sichergehen, dass Sie hier keinen Chäse einführen.“
    Im übrigen ist auch das 10000 Euro Limit (EU) keine Untergrenze. Man muss Beträge unter 10000 Euro zwar nicht unaufgefordert (!) beim deutschen/österreichischen/italienischen Zoll deklarieren, doch kann der Zoll trotzdem eine Mitteilung ans heimische Finanzamt schicken, und bei Verdacht auf Geldwäsche muss man die legale Herkunft auch kleinerer Beträge nachweisen.
    Wohlgemerkt, DU musst den Beweis erbringen, nicht der Zoll.
    Solltest Du übrigens eine attraktive Beifahrerin (zur Ablenkung der grünen Büttel) mitnehmen, dann verstaue die Hälfte der Scheine NICHT in einem Umschlag im Handschuhfach, sondern in zwei Umschlägen (einer sollte klar der Beifahrerin zuzuordnen sein).

  35. Lieber Quallenregen,
    wollt Ihr...

    Lieber Quallenregen,
    wollt Ihr als Jäger teilnehmen, dann müsst Ihr Euch hier http://www.ezv.admin.ch/
    oder hier http://www.zoll.de/index.html bewerben!
    Als Gejagte allerdings benötigt Ihr keine Anmeldung.
    Nehmt einfach den genannten Betrag in Eurem Roadster mit auf der Reise ins Münstertal und los geht’s.
    Beachtet allerdings die üblichen Wntersperren der bekannten Pässe http://www.oeamtc.at/netautor/pages/resshp/anwendg/1013901.html
    Bonne chance !!

  36. Schluderei,...
    Schluderei, Verehrtester!
    Noch harmlos: Ein dummes doppeltes „und“: „Die Menschenjagd in den Bergen hat klare, einfache Regeln und kann mit einem Mindesteinsatz von 10.001 Euro pro Person gespielt werden, und nach oben gibt es keine Grenzen.“ So schreiben aufgeregte Schuljungen. „wobei es nach oben keine Grenzen gibt.“ wäre angemessener.
    Ganz schlimm: „Man wird ihn verfolgen, öffentlich abwatschen und zu unser aller Kosten pensionieren, wonach er zu unser aller Kosten eine Politikberatungsgesellschaft betreibt,…“ Hallo? Wir haben das schon beim ersten Mal verstanden, dass es hier um unser aller Steuergelder geht. Einmal hätte also völlig gereicht.
    Totales Outing: „Wir aber fahren eine silberne 1995er Fiat Barchetta mit frischem Tüv, Sportauspuff, Bremsbelägen und 139 PS,…“
    Jeder Versuch meinerseits, das standesgemäß oder understatementhaft „cool“ zu finden, ist leider fehlgeschlagen.
    Tut mir leid.
    Bitte künftig die Zeit nehmen und etwas mehr auf den Satzbau achten. Auch bei der Sockenwahl täte etwas mehr Muße gut. – Damit man den einfachen Journalisten nicht gleich erkennt.

  37. Fiat Barchetta? Sie sollten...
    Fiat Barchetta? Sie sollten Ihr Blog in ‚Stütze des heruntergekommenen Mittelstands‘ umbenennen…

  38. Ich habe deinen neuen...
    Ich habe deinen neuen Blogeintrag noch nicht lesen können,
    weil mich die „Bild“-Werbung daneben gleich zum brechen gebracht hat.
    Normalerweise kann ich Werbung gut ignorieren ,aber in dem Fall…

  39. Mir dünkt lieber Don ,das...
    Mir dünkt lieber Don ,das sportliche Vorhaben endete in einer Zelle.
    Falls Anwaltliche Hilfe erwünscht ist,bin ich gerne bereit den passenden Rechtsverdreher aufzutreiben,der für ein horrendes Honorar eure Ausreise erwirkt.
    Es haben sich ausreichend Länder gemeldet die an Steuerflüchtlingen interessiert sind und eure Dukaten gern willkommen heißen.

  40. So entlarvt sich der...
    So entlarvt sich der Mittelstand: 1.) Er kann nicht mit Personal umgehen, was nicht SO tragisch ist, er hat ja keines.
    2.) Was mich an diesem Snobismus hier nervt, dass immer, IMMER aber wirklich IMMER über Geld gesprochen werden muss.
    Über Geld spricht man nicht, Geld hat man.
    Ob es die kleinbürgerlichen Wurzeln sind oder die dauernde und um so mühsamer unterdrückte Angst vor dem Verlust – es kommt immer eine unerträgliche Gehässigkeit, sei es in Form von Neid (von unten) oder Arroganz (von „oben“) in die Gesprächsatmosphäre.
    Viel schlimmer: die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Liebe, Gelassenheit, Natur, Kinder, Freunde .. dienen nur als Kulisse für Narzissmus. Auch hier kommen sie nicht (kaum?) vor.
    Widerlich.

  41. "Menschenjagd" - der Begriff...
    „Menschenjagd“ – der Begriff ist doch vielleicht etwas zu hoch gegriffen. Wo bleibt denn da das standesgemäße Unterstatement, Herr Alfonso?
    „Sport, bei dem man unter seinesgleichen bleibt“? Gerade dieser Sport ist doch durchsetzt vund geradezu zersetzt durch Neureiche Dilettanten. Ein Sport, dessen Berichterstattung ich eher in der vanity fair erwartet hätte, als in Ihrem Blog. Sic transit gloria Alfonsi

  42. Sorry fuer die spaete...
    Sorry fuer die spaete Freischaltung, aber: Ich habe überlebt, und bin ohne Probleme zurueck aus der Schweiz. Schoene Gruesse aus Naturns an alle.

  43. mmaltensen: Echte Männer...
    mmaltensen: Echte Männer fahren ihr Geld selber. Immer.

  44. Elbsegler, ich kenne einen...
    Elbsegler, ich kenne einen Clan, der nach dem Tod des Oberhauptes wochenlang die Villa auf den Kopf gestellt hat. Die Geschichte muss ich mal erzählen, die ist zu gut. (Dann werde ich aber nicht mehr eingeladen.)

  45. Kann man nicht sein Geld...
    Kann man nicht sein Geld einfach von einer deutschen Bank auf eine schweizerische überweisen?

  46. Und wo bleibt da der...
    Und wo bleibt da der Nervenkitzel?

  47. (Jetzt wieder offline,...
    (Jetzt wieder offline, Jaufenpass wartet. Freischalte später.

  48. @Karin Wasserkopf
    Geld über...

    @Karin Wasserkopf
    Geld über Grenzen überweisen tun nur ganz Unbedarfte, das liest man in jedem „Steuerhinterziehung-Ratgeber“, das ist ein absolutes DONT wegen der „paper trace“, in heutigen Zeiten „electronic trace“, den die Überweisung immer hinterläßt.
    Insofern ist das vom Don praktizierte eigenhändige persönliche Verbringen der einzig gangbare und sportlich, kulinarisch sowie landschaftlich reizvollere Weg, jeder andere Weg bringt Mitwisser und im Zweifel Erpresser.

  49. Quallenregen, eventuelle Bank...
    Quallenregen, eventuelle Bank Runs der besonderen Art werden zeitnah im Blog angekündigt. Herr Steinbrück wird vermutlich alles daran setzen, die Schweizer für dieses Treiben bluten zu lassen, aber nachdem ich 24 Franken für Torta da Nuosch ausgegeben habe, und 12 Franken für Graubündner Wappen, und 12,90 Franken für eine Wanderkarte mit den besten Fussübergängen von Italien in die Schweiz, sollen die auch mal was tun, für ihr Geld.
    Müller-Lüdenscheid, das mit dem Heckantrieb ist lange vorbei, seitdem Audi Mercedes den Ruf als Managerschleuder abgenommen hat. Im Sommer probieren wir das nochmal: Von FFM nach Monaco. 6 Ländergrenzen. Von der Frankfurter Börse bis zum Spielcasino in Monte Carlo. Mit Fronttriebler (es sei denn, Audi legt wert darauf, einen vernichtenden Test über ihren R8 zu lesen. Ich bin prima auf Audi zu sprechen, als mich den Reschen runter ein Q7 – bei uns heisst der Kutzie – mit Anhänger überholt hat. Obwohl ich schon 100 fuhr.)

  50. Manuel, ich vermute mal, dass...
    Manuel, ich vermute mal, dass es eine Art „Verhaften Sie die üblichen Berdächtigen“ ist. Alle Fälle, die man bisher hatte und nicht kommunizierte, werden jetzt vielleicht etwas lauter kund getan. Ich kann mir angesichts der Probleme von UBS und CS nicht vorstellen, dass irgendjemand in der Schweiz sagen würde: Bäh, so viel Geld, das wollen wir unter keinen Umständen.
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    Das Problem sind ja auch die Kosten der Überwachung. Ich weiss nicht, ob man als Urlaubsland Geld ausgeben will, um mindestens 40% Nichtgeldschmuggler an den Grenzen zu nerven.
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    10km_vom_Autor_entfernt, Richtig, ja, sicher, aber Papier aus Gmund ist in der Hinsicht nun mal ein stehender Begriff, und – sofern ich mich nicht täusche – gehört das alles ohnehin D&G (ich lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren)

  51. Pamela, von Bond lernen heisst...
    Pamela, von Bond lernen heisst Pässe fahren lernen! (siehe Youtube Bond car chase)
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    Umverteiler, man glaubt gar nicht, wieviele Tafelpapiere noch irgendwo rumliegen. Ich habe mal recherchiert und von einem grossen, alten deutschen Unternehmen gehört, dass rund 3% der Anteile noch immer nicht umgetauscht sind. Irgendwo in Schliessfächern, Ordnern und Kinderzimmern als Spielzeug, weil die Erben den Wert nicht erkannten, müssen sie sein. Die alte 1000er von Mercedes-Benz beispielsweise, die Grosse unter den noch werthaltigen Aktien, kenne ich aus eigener Ansicht von jemandem, der sie aus nostalgischen Gründen bewahrt. Und die lag zwischenzeitlich weit, weit über 10.000 Euro.
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    Ansonsten würde ich mir es gut überlegen, den Zöllner mehr als nötig zu reizen. Sonst ist er sauer und filzt alle Nachkommenden – und die haben als Abgeordnete mit Gewissen und jemandem, der dafür zahlt, allen Grund, ihr Geld ausserhalb der Reichweite deutscher Schnüffler zu deponieren.

  52. Matze, ich hoffe inständig,...
    Matze, ich hoffe inständig, dass sie eine Click-Through-Rate von Null und das Ganze trotzdem teuer bezahlt haben. Früher war es in besseren Lokalen so, dass die Bild nicht angeboten wurde, weil man sich damit blamiert hätte. Ich hoffe, dass die Leser das genauso sehen und es als das betrachten, was es ist: Etwas, mit dem man sich nicht beschmutzt.
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    ProfWittgenschwein, Honorarkonsule geniessen Immunität, wenn sie Amtshandlungen durchführen. Ich glaube nicht, dass es ein Land gibt, das Geldtransfer in die Schweiz darunter fallen lassen würde, denn Hessen ist nur ein Bundesland, und die BayerLB hat eine Tochter in Liechtenstein.

  53. Oh Mann, Don Alphonso, das ist...
    Oh Mann, Don Alphonso, das ist zum Haareausraufen hier. Jetzt habe ich einmal gedacht, ich hätte eindeutig verstanden, worum es in einem Ihrer geheimnisvollen, bilderreichen Blogtexte geht – und dann ergibt es am Ende doch keinen rechten Sinn.
    Sie haben ein Freiluft-Experiment unternommen (Stichprobengröße: 1), um zu erkunden, was autofahrende Geldschmuggler auf ihrem Weg in die Schweiz an Grenzkontrollen zu erwarten haben. Die Ledermappe ist nur ein Dummy. Da sind keine 10.001 Euro aufwärts an Bargeld drin, sondern gar kein Geld. Okay. Aber warum sollten Sie dann überhaupt befürchten, in einer ungemütlichen Zelle zu enden und Fragen beantworten zu müssen?

  54. Es könnte ja auch sein, dass...
    Es könnte ja auch sein, dass ich hier nur schreibe, dass ich gar keine Tafelpapiere wie die 1000er von Mercedes Benz besitze. Wer weiss. Niemand. Eben.
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    Ausserdem gibt es vielleicht auch humorlose Zöllner, die es nicht mögen, wenn man solche Taten öffentlich ankündigt, und die nehmen es dann genau. Gerade Schweizer haben so viel Humor, dass die Deutschen daneben wie Briten aussehen.

  55. Danke. Das hilft dann doch ein...
    Danke. Das hilft dann doch ein Stückchen weiter.

  56. @körbchengröße
    Aber, aber,...

    @körbchengröße
    Aber, aber, wie wir doch alle wissen, hat der Don ein paar Fränkli (und vielleicht auch Vreneli) ganz legal in einem Schließfach einer Raiba in Müstair deponiert für den Fall, dass hier alles den Bach runtergeht. Und sicher hatte er auch ein paar Scheinchen auf seiner Fahrt dabei, die den Weg an den Tegernsee nicht wieder zurückgefunden haben, sei es, dass sie in der „Goldenen Rose“ bei Torta da Nuosch geblieben sind oder in anderer malerischer Örtlichkeit, wobei man wissen muß, dass die Graubündner Lüftmalerei an Gebäuden jeglicher Art eine Jahrhunderte alte Tradition hat. Gerade die örtlichen Banken im Münstertal sind in jeglicher Hinsicht besonders reich verziert.
    Und dass der Don uns nicht tiefer in die Ledermappe blicken läßt, ist ja auch vollkommen in Ordnung so, warum sollte der Don hier die für bessere (und nicht neureiche) Kreise charakteristische Bescheidenheit nach außen aufgeben und schlafende Hunde bzw. Zöllner wecken wollen ?
    Im übrigen ist das Rätoromanisch so eine wunderbar lebendig tote Sprache, gesprochen von ein paar Bündner Hinterwäldlern, die genau so weit vom Epizentrum der Krisen- und Steueroasen-Diskussion entfernt sind, wie es ein diskretes Schließfach auch sein sollte.

  57. Umverteiler: Drr Räscht isch...
    Umverteiler: Drr Räscht isch Schwygen.
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    Im Ernst, es geht nicht darum, den Halbsatz „Aiuf meinem Konto in der Schweiz“ fallen zu lassen, sondern einfach nur um so etwas Banales wie Sicherheit. KOmfortabel schlafen in schlimmen Zeiten. Soviel woanders haben, dass man, falls wirklich der Crash kommt, eine Ausweichsmöglichkeit besteht. Ich glaube, dass das Schlimmste noch vor uns liegt, und da bin ich gerne an einem Ort gewappnet, wo Subprime keine Rolle spielt.

  58. Ladyjane, danke für den...
    Ladyjane, danke für den Serner. Hach.
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    textorama, für das Neturerlebnis muss man erst mal die Berge mögen. Zu meinem Leidwesen kenne ich viele Leute, die in den Alpen ein von Radarfrallen zerfressenes Hindernis vor dem Strand sehen, und absolut keine Lust auf Pässe haben. Und ich hätte mir fürwahr schönere Tage heraussuchen können.
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    Stefan, meinen kleinen, noch älteren Fiat haben sie mir in Berlin dreimal aufgebrochen. Einer Bekannten haben sie einen lumpigen 3er-BMW zerkratzt. Der Berliner ist jederzeit bereit, den anderen zu stiefeln, und wenn es nur um einen Euro oder das neuer Iphone-Modell ist.

  59. "Wir tragen Féraud und Rolex,...
    „Wir tragen Féraud und Rolex, unser Gepäck ist edel, wir lächeln zynisch und rechnen mit allem“ und fahren eine Barchetta für 3900 Euro.
    Schöner Gegensatz. Zur Rolex trägt man eher einen 250 GT Tour de France, wenn Sie mich fragen.

  60. Für 0 Euro....
    Für 0 Euro. Heruntergewirtschaftet und fahruntüchtig aus dem Familienbestand bei einer Neuanschaffung übernommen. So, und nur so geht das in diesen Familien. Das war das Staatsexamensauto meiner kleinen Schwester. Durch Wegwerfen wird man arm, durch Behalten wird man reich. Der Vorbesitzer meiner Wohnung am Tegernsee hatte übrigens gleich drei Ferraris, und stand vor der Wahl, seine Autos oder die Wohnung zu verkaufen. Was sagt uns das?

  61. <p><b>Hinweis</b>: Ich weiss,...
    Hinweis: Ich weiss, dass Werber glauben, dass sie auch nur Menschen sind – ich habe noch keinen aufgeschnitten, um reinzuschauen und das zu überprüfen. Was aber Werber ganz sicher nicht sind: Erwünscht. Es gibt so viele warme, weiche Orte bei den Kunden, machen Sie es sich dort gemütlich uns setzen Sie sich hier nicht der Gefahr aus, dass sie nochmal unfeiner als mit der gnädigen Nichtfreischaltung Ihres Linkspams mit ihrer nicht selbstentblödenden Schwafelei behandelt werden.

  62. "kleine Anmerkung"
    Werter...

    „kleine Anmerkung“
    Werter Vetter, bei einer kürzlichen Reise in die Lucchesia machte ich mal den Umweg über Graubünden und Ticino!
    Sowohl bei der Hin- als auch bei Rückreise war von den Jägern nichts zu sehen.
    Ich denke, es wird wieder ruhiger für Valutatransporte !

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