Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Menschenjagd in den Bergen II

| 79 Lesermeinungen

250 Kilometer, 4 Nationen, 3 Pässe und auf jedem Meter die Gefahr, einem Zöllner zum Opfer zu fallen: Aber was tut man nicht alles, um bei der Menschenjagd in den Bergen am Abend am Kachelofen zu sitzen, einen Tee in der Hand, und zufrieden im Wissen, es auf den Spuren des Geldes der besseren Gesellschaft mal wieder geschafft zu haben. Ab heute sind wir alle Graubündner.

Es hasst unser Geist alle Dinge, die von Missvergnügen begleitet sind.
Baldassare Castiglione, Der Hofmann

Einer der besseren Marketingtricks der katholischen Kirche war die Erfindung von besonders heiligen Zonen innerhalb ihrer Gotteshäuser. Auf den Friedhöfen wollte man demzufolge möglichst nah an den Kirchenmauern liegen, in der Kirche jedoch gerne weit vorne und idealerweise im Chorraum, wo besonders viel gebetet, geglaubt und verehrt wurde, was nach christlichem Glauben bei der Endabrechnung positiv zu Buche schlagen sollte. Ausserdem sind im Altar auch die segensreichen Reliquien, deren sündenwaschende Ausstrahlung während der Übergangszeit im Fegefeuer den Verstorbenen das ein oder andere Jahr der Qualen ersparen konnte. Wie ein ordinärer Billigflieger verkaufte auch in der Kirche unterschiedliche Preisklassen, nach denen sich die Ruhestätte der Verstorbenen berechnete. Und selbst in unseren aufgeklärten Zeiten, da man eher gewillt ist, eher an den Steuerberater und den abgabenmindernden Filmfonds zu glauben, mag es ganz angenehm sein, bei der Flucht des Geldes in die Schweiz durch den Ort Laatsch in Vinschgau zu fahren. Denn in Laatsch liegen unter dem Chorraum der Kirche keine Toten – unter diesem hochheiligen Ort liegt die Strasse nach Müstair in Graubünden, und sollte der Katholizismus alter Schule doch recht haben, gibt es dort einen Segensdusche, die beim Grenzübertritt mit unversteuerten Geldern hilfreich sein kann.

Bild zu: Menschenjagd in den Bergen II

Ansonsten ist es dort unten trocken. Das ist famos, denn an solchen Tagen wartet nur eine kurze Wegstrecke mit dieser Annehmlichkeit auf. Ein Tag, an dem man wirklich nur in die Schweiz fährt, um dort das Geld zu verstecken. Nichts anderes könnte sinnvoll erklären, warum man sich 250 Kilometer in Grau und Schwarz wie aus dem seriös wirkenden Prospekt einer Bank antut. Das Wetter ist so mies wie das Klima an den Börsen, und man würde keinen Hund und keinen Zöllner vor die Tür jagen. Vor mir am Achenpass ist eine schwäbische M-Klasse in Schwarz mit goldenem Bodenseeaufkleber am Heck: So stelle ich mir die idealtypischen Geldschmuggler vor. Niemand hält sie auf. Vor und hinter der Grenze – keine Staatsgewalt.

Auch ich komme problemlos durch. Ein Hohn für all die klugen Grünwalder, die in den letzten Jahren beim Steuerbetrug die Dienste bekannter Privatbanken in Anspruch nahmen, die den Transfer des Geldes im Transporter gegen einen gar nicht so kleinen Obulus bewerkstelligten – durch die Liechtenstein-Affaire kam das alles trotzdem ans Licht, Strafverfahren plus Kosten für den Transport, Gott hasst manchmal die Steuerhinterzieher. Nur bei Wattens lauert ein österreichischer Jäger am Strassenrand auf deutsche Raser. Die wenigen Hindernisse sind reichlich ungeschickt tankende Schwaben, die ausser der Selbstverbrennung alle nur denkbaren Fehler machten, ein lahmer Opel Kombi und ein VW-Bus auf dem Reschenpass, bevor ich den Alpenhauptkamm überschreite.

Bild zu: Menschenjagd in den Bergen II

Unten bei Mals geht es rechts ab Richtung Schweiz. Auf diesen 10 Kilometern zum sicheren Hafen ändert sich das Bild; das Tal verengt sich, die Dörfer sind nicht mehr herausgeputzt, sondern bröckeln graubraun vor sich hin, und die alten Menschen am Strassenrand, die ihre Hühner beaufsichtigen oder Heu in Ställe tragen, machen faltig und braun gegerbt einen wenig gepflegten und ärmlichen Eindruck. Die Strasse wird so schmal, dass nur ein Auto Platz hat; für die Entgegenkommenden halte ich an, fahre zurück, und habe ein wenig Zeit, sie zu studieren. Es sind auffallend viele Deutsche. Und es sind auffallend viele grosse Wägen. Sie bilden einen reichlich süddeutschen Kontrast zur Umgebung, draussen die schiefen Häuser und Menschen mit Lücken in Mauern und Zahnreihen , drinnen, hinter dem glänzend-dunklen Lack, Pelze, Leder, Holz, täuschend echte Brücken und gestraffte Haut, vielleicht auch feine Musik, ein Cellokonzert etwa oder Ouvertüren von Fasch. Die Strasse windet sich durch Wälder und verschneite Wiesen, bis die Grenze zur Schweiz erscheint.

Die italienische Finanzpolizei lässt sich Zeit und redet mit dem Fahrer des Wagens vor mir, lacht ein paar mal und winkt ihn durch. Für mich hat die Staatsgewalt keinen Blick, egal wie auffällig die Geldtasche neben mir liegt. Unser alter Freund, der Schweizer Grenzer, der ab heute unser Feind sein sollte, lässt mich in vollkommenem Gleichmut passieren. Keine kritischen Blicke, keine Fragen, nichts. Auf der anderen Seite verlässt ein metallgrauer Chrysler aus München die Schweiz, der Fahrer mit diesem bestimmten „Ihr könnt mir gar nichts“-Grinsen im Gesicht, für das ich ihn bis auf die Unterhose – aber auch er muss kaum anhalten.

Bild zu: Menschenjagd in den Bergen II

Ich fahre durch das mit Banken gespickte Müstair, halte neben einer Filiale und kaufe gegenüber Torta da Nuosch in goldener Verpackung, was neben Käse und dem karolingischen Kloster eine der anderen Gründe ist, in dieser Zwischenzeit hierher zu kommen. Die Menschenjagd in den Bergen jedoch – es ist doch so: Das bringt für den normalen Steuerhinterzieher nur etwas, wenn man das Geld der unversteuerten Rendite willen in der Schweiz auch anlegt. Am besten in spekulativen Anlageformen, von denen der heimische Bankberater keine Ahnung hat: Derivate, Dachfonds für Hedge Fonds, Produkte auf Basis von CDOs, eine Firma namens Madoff, und was es sonst noch an Geheimtipps gibt. Dinge, die in den letzten Jahren traumhafte Gewinne bescherten, und im letzten Jahr kaum besser aussahen, als die mit Rissen durchzogenen Mauern von Laatsch und Taufers.

 „Stupid German Money“ ist der Fachterminus der internationalen Anlagebranche für die sauer ersparte Zuwendung der Pharmaindustrie an Ärzte, für die von Grossvater geerbten Assets, die man beim Finanzamt nicht angegeben hat, für die Einnahmen aus der Auftragserteilung und all die schönen, leicht illegalen Kickbacks aus Bau- und Filmbranche. Wie gewonnen, so zerronnen, sagte meine Grossmutter immer. Und: Das ist alles noch kein Unglück. Nicht alle grossen Wägen mit deutschen Nummernschildern, die mir beim Weg nach Südtirol entgegenkommen, haben glücklich aussehende Sportsfreunde am Steuer, die diese Einschätzung teilen würden. Die Menschenjagd in den Bergen hat auch heute den Schweizer Zöllner nicht zu fürchten – sehr wohl aber den Schweizer Anlageberater, die bilanzrote Disqualifizierung nach dem Rennen, und den nächtlichen Alptraum, in dem man in den Keller geht, das Schliessfach öffnet und aller Besitz, in einen grünen Schleim verwandelt, herausspritzt über Kiton-Anzug und Ozelotpelz, sich durch Haut und Knochen frisst und doch keinen Ort findet, an dem je eine Seele, oder auch nur etwas Geist gewesen wäre.

  Bild zu: Menschenjagd in den Bergen II

Es ist in dieser grauen Jahreszwischenzeit gar nicht so leicht, ein Hotel für die Nacht zu finden, aber ich bin oft in dieser Gegend, und der Segen aus Laatsch reicht auch noch bis ins Vintschgau. In einem alten Adelssitz mitten in Naturns, heute der Gasthof Goldene Rose, finde ich auch diesmal wieder freundliche Aufnahme für die Nacht, ein schönes Zimmer, die versprochenen Schlutzkrapfen und Aussicht auf nebelverhangene Berge, schemenhaft und ungewiss in ihrer Grösse, aber auch schwer und massiv wie die alles zermalmende Krise, die auch vor den Depots in den höchsten Bergtälern nicht halt macht.

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79 Lesermeinungen

  1. Ein spannende Reise. Dennoch...
    Ein spannende Reise. Dennoch die Frage: warum so kompliziert und risikoreich vorgehen, um sein Geld zu retten? Hätten all die, die von Zöllnern an Grenzen erwischt wurden oder die sich Lehmann-beraten ließen, von ihrem Geld Goldmünzen oder auch Silbermünzen gekauft, wären sie jetzt noch reich. Anlagemünzen sind die Anlage, die nie ganz schief gehen kann. Man braucht keine Bank, man hat sozusagen sein eigenes Rettungspaket.

  2. <p>Verehrter Don,</p>
    <p>sehr...

    Verehrter Don,
    sehr schön zu lesen, dass Sie den Jägern so leicht füßig (rechtsfüßig, da dort das Gaspedal) entkamen! Ich hätte Ihre Beiträge doch sehr vermisst, da ich vermute, dass das bloggen aus Schweizer Kerkern nicht erlaubt ist. Dicke Mauern haben nicht nur Tradition sondern auch etwas technikfeindliches an sich! Wäre das nicht mal ein Thema? Technikfeindlichkeit der traditionellen Oberschicht? Oder sind ihre Kreise immer vorne mit dabei?
    Als Freund der Mannschen Satzlänge und – verschachtelung muss ich allerdings fragen: „den Schweizer Zöllner nicht fürchten “ kämme hier nicht ein d evtl auch in Groß D um die eigene Nationalität zu betonen, was im sportlichen Wettkampf doch gewiss fair ist, noch hinzu?
    LG Blackjack

  3. <p>Hm, aber müssen die das...
    Hm, aber müssen die das anlegen? Können sie es nicht (unter Verzicht auf Zinsen und Rendite) in was Stabiles umtauschen und im Schließfach lagern? Oder gibt es so etwas nur in Filmen?

  4. (Als Hinweis, nicht für die...
    (Als Hinweis, nicht für die Kommentare: Der Link im Text führt auf das Bild. Soll doch aber auf Teil 1, oder?)

  5. <p>Schlutzkrapfen. Wahrhaft...
    Schlutzkrapfen. Wahrhaft eine gute Idee!

  6. <p>"Wir hätten gern ein...
    „Wir hätten gern ein Zimmer mit Blick auf die Bank.“

  7. <p>Schlutzkrapfen klingt...
    Schlutzkrapfen klingt lecker, aber diese Wetterschilderung,´Grau und Schwarz wie aus dem seriös wirkenden Prospekt einer Bank`,Geld bitte doch in wärmeren Gefilden anlegen.Ist bunter, heiterer, bringt mehr ein. Mußt mal meinen Ananas beim wachsen zuschauen…

  8. Verstehe den Sinn nicht dieser...
    Verstehe den Sinn nicht dieser Geschichte.

  9. <p>Schöner...
    Schöner Artikel.
    Aber was sind denn „Wägen“ – soll doch nicht etwa der Plural von Wagen sein???

  10. <p>Querido Don...
    Querido Don Alphonso,
    neben der Jagd nach oder der Flucht mit dem schnöden Mammom gibt drei vernünftige Gründe zu reisen: Abenteuer, Schönheit und Essen. Das Abenteuer ist dieser Tage schwer zu finden, seien Sie nicht enttäuscht, damit muß man sich abfinden, wenn sich Ersatzhandlungen wie Wildwasser-Rafting oder eine Tour durch das Bankoker Rotlichtviertel aus stilistischen Erwägungen verbieten. Die Schönheit hat sich in Mitteleuropa dort zumeist gehalten, wo es Berge und nicht allzuviele Skiressorts gibt. Und das Essen… mmhh, bitte, erklären Sie uns daheimgebliebenen und Kettenbäckerverdammten, was ist eine Torta da Nuosch, damit unser kulinarischer Neid ein Aroma bekommt.

  11. Lieber Don,
    danke fuer Ihren...

    Lieber Don,
    danke fuer Ihren Reiseberich. Ich frage mich: Wie bezahlen Sie das Benzin? Mit der GoldenCustomerCard? Oder mit goldenen Rosen? Ziehen Sie Ihre Barchetta mal durch die Waschanlage und nehmen Sie fuer die Felgen die alte Zahnbuerste.
    Die Krise resultiert aus einer Kultur des Sitzens (Bankenkrise) und der Akkumulation, waehrend Liquiditaet und Bewegung noetig waeren. Wir muessen nach der Nullung aller Schulden endlich Automobile auf das Geld drucken – keine inthronisierten Gestalten oder ehemalige Vorsitzende. Taler, Taler, du musst wandern – geniessen Sie die Freiheit und das Abenteuer, fluessig, mobil und sogar volatil zu sein!

  12. Ach, schön war's .......
    Ach, schön war’s ….

  13. Was íst los mit der Don...
    Was íst los mit der Don Alphonso-Gemeinde? 5 Stunden kein Kommentar! Oder sind gerade viele unterwegs nach Graubünden – Geld abgeben. Wegbeschreibung war ja wieder erstklassig.

  14. Warum nimmt eigentlich niemand...
    Warum nimmt eigentlich niemand die Strecke Deutschland -> Frankreich -> Genf – auch sehr schön landschaftlich! Obwohl die französischen Grenzer, wenn sie schlecht drauf sind, schon gerne ein paar nörgelnde Fragen stellen.

  15. @ProfWittgenschwein
    Genf steht...

    @ProfWittgenschwein
    Genf steht für Private Banking im ganz eklusiven Stil, mit 10.001 Euros im Futteral bekommt man da ganz diskret die Tür gewiesen.
    Was mich ja ein bißchen verwundert, der Don auch vergessen hat, beim Schweizer Zöllner jüngst zu erfragen: wieso läßt sich die Eidgenossenschaft auf den 10.000 Franken Deal ein, Steinbrück beruhigen, Schwarzgeldflucht aus Deutschland stoppen, gibt es gerade eine „Steuerfluchtwelle“ auch des „kleinen deutschen Michel“, der mit seinen paar Euronen die Schweizer Banker belästigt ?
    So recht will mir die Motivation des Schweizer Zöllners nicht klar werden, eben noch liebevoll vom deutschen Steuerflüchtling umarmt, weil man es auf „steuersicheres Gebiet“ geschafft hatte, jetzt ein denunzianter Büttel auch des deutschen Steuervogts ?

  16. Umverteiler, es hat vor...
    Umverteiler, es hat vor ungefähr 5 Monaten eine Serie von genaueren Kontrollen an der Schweizer Grenze gegeben, und die Resultate waren wohl schon so, dass es eine ganz neue Gruppe der Geldverbringer gibt, die dem deutschen Braten nicht so recht trauen.

  17. Colonius, wenn man frei von...
    Colonius, wenn man frei von jeder Steuer und Wissen des Staates beispielsweise Vreneli in der Schweiz kauft, muss man das Geld trotzdem erst mal rüberbringen. Und dass ich mit Silberkannen spekuliere, ist ja weithin bekannt.

  18. BlackJack, technikfeindlich...
    BlackJack, technikfeindlich würde ich nicht sagen, sie machen halt nicht alles mit und überlegen sich vorher, was für sie sinnvoll ist, und was nicht. Sollte es mal nicht reichen, fragen sie halt die Kinder oder die Nachbarn. Sie sind schon immer ohne das Zeug durchgekommen, also geht es auch ohne.
    .
    Da fehlte ein „zu“, bedauerlicherweise. Danke für den Hinweis, ich habe es geändert.

  19. Schweizer, und seien sie...
    Schweizer, und seien sie Grenzer, sind keine Feinde, denn dort gibt es keine Kapitalverkehrskontrollen. Diesen administrativen Notzuchtsakt gibt es dort jedenfalls nicht.

  20. Willkommen zurück lieber...
    Willkommen zurück lieber Don,
    hatte schon angefangen in der Schweiz Suchtrupps zusammen zu stellen, um sie in den dortigen Hochsicherheitshotels suchen zu lassen,nun bin ich aber erleichtert.
    Durch die ständige Ein und Ausreise von Steuersündern in den dortigen Etablissments hätte sich die Suche wahrlich lange hinziehen können… und allzu lange wollte ich Sie nicht an einem Ort verwahrlosen lassen,an dem noch nichtmal eine Minibar genehmigt ist und dessen einzige Abwechslung in einer gemeinsamen Männerduschrunde bestanden hätte.
    Nochmals herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Jagt.

  21. Danke. Jetzt muss ich erst mal...
    Danke. Jetzt muss ich erst mal Kommentare nacharbeiten. Aber ich hatte heute Abend eh nichts anderes vor.
    .
    Ist in der Schweiz überhaupt jemals ein Steuersünder für irgendwas eingesperrt worden? Ich dachte immer, die bekommen statt dessen die Daueraufenthaltsgenehmigung – solange sie noch Geld haben, und kein anderes Land mit dem Einmarsch droht. Zumindest bis jetzt.

  22. khaproperty, wie schon im...
    khaproperty, wie schon im ersten Teil der Reise beschrieben:
    http://www.efd.admin.ch/dokumentation/medieninformationen/00467/index.html?lang=de&msg-id=25277
    Keine Freundschaft hält ewig.

  23. Man sollte nichtsmehr...
    Man sollte nichtsmehr schreiben ,wenn man der deutschen Sprache nichtmehr mächtig ist..grml..jagt..lol..ich hau mich wech…bis morgen ;-)

  24. <p>Wenn das jeder sagen...
    Wenn das jeder sagen würde, den es wirklich betrifft… könnte ich mir fast die Anschaffung eines neuen Radios überlegen.

  25. nnier, wenn man Geld in...
    nnier, wenn man Geld in Deutschland in ein Schliessfach tut, zahlt man auch keine Steuern. Bei den stabilen Anlageformen lohnt sich die Schweiz auch nicht, weil die Zinsen minimal und die Kosten hoch sind. Wenn man also nicht gerade Schwarzgeld parkt, Drogengelder verstaut, Politiker kaufen möchte oder eine Möglichkeit sucht, Kickbacks von AKW-Geschäften still abzuwickeln, kommt man nicht umhin, das Geld anzulegen. Abgesehen davon bieten Schweizer Banken gleich bei der Einzahlung gern massgeschneiderte Pakete für Investitionen an. Denn auch die Bank hat mehr davon, als von einem banalen Schliessfach.
    .
    egghat: Mit Ricotta und Spinatfüllung, und drüber Bergbauernbutter und Parmesan!

  26. Jordanus, die Wachen wechseln...
    Jordanus, die Wachen wechseln um 12.
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    Leuenberger, dann ist das eben so.

  27. Lieber Don, die Photos sind...
    Lieber Don, die Photos sind sehr schön. Leider ist Ihnen versehentlich immer so merkwürdiges graues Auto ins Bild gekommen. Darauf sollten Sie zukünftig achten. Aber davon abgesehen: wirklich sehr schöne Bilder!

  28. Photo-Profi, gewöhnen Sie...
    Photo-Profi, gewöhnen Sie sich besser dran. Dieses Auto werden Sie hier noch öfters sehen.

  29. helferlein, mia dean dös in...
    helferlein, mia dean dös in Bayan so sogn. Aber Sie haben natürlich recht. Danke.
    .
    Kaffeetrinker „mmhh, bitte, erklären Sie uns daheimgebliebenen und Kettenbäckerverdammten, was ist eine Torta da Nuosch, damit unser kulinarischer Neid ein Aroma bekommt.“
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    Mache ich morgen: Das ist eine Münstertaler Spezialität in goldenem Papier, eine kleine, ungemein kalorienreiche und Monate haltbare Nusstorte.

  30. Driver, ich zahle...
    Driver, ich zahle grundsätzlich nur bar, und nehme auch keine Bonusprogramme. Die Barchetta war in der Waschanlage, nur bringt das bei der Sudelei allenfalls auf den ersten 500 Metern was. Sobald das Wetter besser ist, wird sie komplett gewaschen, poliert und gehätschelt.
    .
    Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass jetzt die Zeit zum konsumieren gekommen ist. Gerade die bessere gesellschaft sollte jetzt kaufen, kaufen, kaufen. Oder investieren. Jedenfalls nicht mehr horten. Man sieht ja, wo das hinführt.
    .
    JanChris, da kommt noch was.

  31. @Jordanus
    ich dachte, das...

    @Jordanus
    ich dachte, das „Gasthaus zum laufenden Kredit“ befände sich in Condate und nicht in Müstair!

  32. Meine Güte!

    Hat der Don da...
    Meine Güte!
    Hat der Don da etwa ein Hardtop auf der Barchetta?
    Ich dachte, der fährt nur offen mit Fliegerbrille.

  33. Man muss ja nun nicht in die...
    Man muss ja nun nicht in die Schweiz, um steuerfrei Gold zu erwerben. Das geht auch in Deutschland.

  34. Diesmal war ich wirklich froh...
    Diesmal war ich wirklich froh um das Hardtop – bei Reschen kam eine dicke Dachlawine runter, die mit Softtop weniger lustig gewesen wäre. Dieser Winter war ein guter Grund für das Umdenken.

  35. Ich wundere mich immer über...
    Ich wundere mich immer über diese Abenteuergefühle bei Fahrten in die Schweiz. Ich fahren seit dreißig Jahren ständig, meistens nur zum Tanken, in die Schweiz. Ich spaziere am Wochenende auf Strecken hin und her, mal im schweizer Gebiet mals im deutschen, ich betrachte den Bodensee von den schweizer Höhenrücken mal von der Höri, und ich bin in all den Jahren nur einmal gefilzt worden: als ich meine alten Eltern im Wagen hatte, mit denen ich aber gerade keine Erbschaft in die Schweiz gebracht hatte, sondern ihnen auch mal die Landschaft zeigen wollte. Ansonsten: null Probleme beim Grenzübertritt, und bis auf das eine Mal nie eine Ausweiskontrolle. Ja, ich käme nicht einmal auf den Gedanken, den Ausweis irgendwie rauszukramen. Ein freundliches Nicken reicht doch im allgemeinen. In diesem Sinne wundere ich mich über Dons Abenteuerreisen und denke mir: Okay, wer Abenteuer braucht, macht sich welche, auch wenn keiner am Weg steht, um Buhhh zu machen. Wenn man die Schweizer Grenze als Alltag kennt, weiß man wirklich nicht, warum es so abenteuerlich sein sollte, wenn man gerade mal 100.000 oder sonstwas Verbotenenes dabei haben sollte. Da, wo ich größere Summen dabei hatte, habe ich es nicht anders erlebt als sonst: keiner interessierte sich für mein Gepäck.
    Ich hatte mal ein paar Tage eine gerahmtes selbstgemaltes Bild im Wagen liegen. Hatte überhaupt nicht mehr daran gedacht, als ich zum Tanken in die Schweiz fuhr. Tja, da mußte ich tatsächlich viele Fragen beantworten. Aber ansonsten: Grenze ist Alltag und problemlos.

  36. Also, Herr Alphonso, so geht...
    Also, Herr Alphonso, so geht das nicht weiter. Sie wecken mit Begriffen wie Menschenjagd und Sport gewisse Erwartungen. Da muß jetzt etwas mehr kommen als ein Reisebericht von einer Spritztour durch die Alpen. So könnten Sie standesgemäß mit stark überhöhter Geschwindigkeit fahren und kleinere Fahrzeuge in den Abgrund drängen, o. ä. Meinetwegen legen Sie eine kurze Pause ein fahren Sie per Ski ein paar Touristen über den Haufen. Oder feiern Sie eine Koks-orgie mit ukrainischen Zwangsprostituierten und legen mit 100-Euro-Noten eine Spur vom nächsten Polizeirevier zu Ihrem Hotelzimmer. Irgendwie Aufmerksamkeit der schläfrigen Schweizer wecken. Sonst bitte wieder Berichte über Rentner an bayerischen Seen.

  37. Das waren nun leider die...
    Das waren nun leider die bislang schwächsten blog-Beiträge.
    Geld, Geld, Geld.
    Das ist ja noch peinlicher bemüht als die dauernden Verweise auf das Bürgerhäusl in Ingo.
    Und das Risiko, in einer silbernen Barchetta gefilzt zu werden, geht gegen null.*
    Dieses gspassige kleine Auto weckt weder Neid noch Aggression, auch provoziert es kaum ungute Assoziationen.
    Genau darum fahre auch ich eine: Seit 1995 über viele, vor allem alpine, Grenzen.
    * Na gut, einmal mußte ich am kleinen Walserberg einen Drogenhund entäuschen…

  38. Klaus Müller & homo...
    Klaus Müller & homo Salzburgensis, Ihre Wünsche sind das Letzte, was mir Befehl wäre. Hier gibt es, was es gibt, und das Gerede vom schwächsten Beitrag gibt es hier seit dem zweiten Beitrag. Niemand zwingt Sie, das zu lesen, und niemand zwingt mich, mich anzupassen. Das hier ist kein Wunschkonzert. Sie können aber bei der FAZ gerne anfragen, ob die nicht einen Pöbelblogger für derartige Zeitvertreibe einkaufen, in Kiel gibt es etwa jemandem mit einem grossen, heckgetriebenen Kombi und Sponsoringverträgen. Und Homo, wenn Sie mal mehr als 50 Räume haben, dürfen Sie es gerne nochmal mit dem Bürgerhäusl versuchen. Sie Pfahlbürger, Sie schnürlgregneter.

  39. Lieber Don - peinlich ist...
    Lieber Don – peinlich ist nicht das Häusl, sondern der dauernde gebetsmühlenhafte Verweis darauf.
    Dagegen sind die ewigen Silberkannen ja noch Gold.
    Seien Sie geistreich! Das sei Ihr Anspruch, nicht der Ackerbürgerstolz.

  40. Mit Verlaub, aber das...
    Mit Verlaub, aber das verstehen Sie einfach nicht. Ist ja auch nicht so schlimm. Ich könnte Ihnen jetzt die Herkunft des schönen, alten Wortes „ruchlos“ erklären, und daraus die Haltung, die man seiner eigenen ortsgebundenen Herkunft entgegenbringt. und natürlich ist das nicht geistreich – warum auch. Dieses Blog beschäftigt sich mit den Marotten einer gewissen Schicht, und ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung garantieren, dass jede Form von Geistreichtum bei diesen Leuten Extras sind, die nicht auf der Zubehörliste stehen. Nehmen Sie also eine gewisse dumme Borniertheit, wenn Sie so wollen, als gottgegeben hin.

  41. Erlesenster Don !
    Wenn Sie...

    Erlesenster Don !
    Wenn Sie sich daruaf zurückziehen mögen – bittesehr.
    Aber gelegentlich blitzte in diesem blog aus dem dumpfen bajuwarengelackelten ober(?)schichtsgedünkle echter, böser, ätzender Esprit hervor.
    An diese, Ihre bessere Seite, wollte ich appellieren.
    Ich ermutige Sie! Ich möchte Sie glänzen sehen. Wozu lese ich Sie denn sonst ?

  42. Kann es sein, dass ich zu...
    Kann es sein, dass ich zu subtil bin und die Diskrepanz zwischen dicken Autofahrern und armen, am Strassenrand zurückgebliebenen Bauern überlesen wurde?

  43. Werter Vetter,
    vielleicht...

    Werter Vetter,
    vielleicht sollte man mit dem vom Crash verschonten Restgeld eine gemeinnützige Gesellschaft der Stützen gründen und das Hotel Paradiso Cevetale wiedererrichten. Zum einen als Gegenentwurf zu Heiligendamm, zum anderen als geniale Ausgangslage zu Bergwanderungen nach Münster.
    Aufnahmefähig sollten natürlich nur Personen mit mindestens dreihundertjähriger Familientradition sein. Sie als Abonnent der WoI könnten auch die Inneneinrichtung leiten.

  44. asta, wenn ich unterwegs bin,...
    asta, wenn ich unterwegs bin, kann ich nicht freischalten, und auch nicht antworten, was sich natürlich massiv auf die Kommentare auswirkt. Einerseits erscheinen sie nicht, andererseits kann ich nicht antworten, und in der Folge gibt es keine Gespräche mit noch mehr Kommentaren.
    ProfWittgenschwein, die Alternativroute gilt es sicher auch noch zu testen. Mein problem jedoch ist, dass es ein grosser Umweg wäre – und der führt ausgerechnet durch das reichlich flache Schwabenland. Kein Pass, nur Schwaben. Das muss man erst mal ertragen können.

  45. Na no - Sie wissen schon, was...
    Na no – Sie wissen schon, was ich meine.

  46. Nicht wirklich. Ich denke beim...
    Nicht wirklich. Ich denke beim Schreiben nie nach. Würden Sie mich fragen, was ich vor einer Woche geschrieben habe – ich könnte es nicht mehr sagen.

  47. Passt scho - demnächst wieder...
    Passt scho – demnächst wieder ein Gustostückerl, und alles wird gut.

  48. Ich bin ja ein grosser Freund...
    Ich bin ja ein grosser Freund von Kommentaren, aber
    a) finde ich fundierte Erklärkritik gut und
    b) habe ich ein Problem mit anonymen Durchstechern, bei denen im Laufe der Trollerei schnell klar wird, aus welcher Ecke sie kommen: Die Ecke derer, die ein grundsätzliches Problem mit mir haben und es als willkommene Gelegenheit auffassen, mich anzuschwärzen – „Klaus Müller“ etwa. Ich finde das offen gesagt reichlich feige und peinlich.
    .
    Generell aber denke ich, dass dergleichen meinen Spass hier nur marginal trübt. Trotzdem fange ich langsam an zu verstehen, warum manche Medien es nicht so arg mit Kommentaren haben. Es ist nur eine kleine Minderheit, aber denen wünscht man wirklich, dass die nächste Dachlawine so freundlich ist, sich den Richtigen zu suchen.

  49. Don Ferrando, es gibt an den...
    Don Ferrando, es gibt an den Schweizer Pässen viele ungenutzte Hospize und Hotels, allerdings würde ich in Zeiten wie diesen eher die Restaurierung einer Befestigungsanlage des 1. Weltkriegs als allerletzte Bastion andenken, wenn die Horden schon den Tegernsee überrant und Innsbruck angesteckt haben. Ich glaube, die kommen nicht so arg hoch.

  50. epe, das ist natürlich schön...
    epe, das ist natürlich schön zu hören. Trotzdem geht nichts über den Selbstversuch, und nachdem die Schweiz ja nun wirklich ernst machen will mit der Bekäpfung der Geldtransprteure, kann es nicht schaden, dort man nachzuschauen und den Nusstortenbestand bei der Gelegenheit zu füllen. Ausserdem warten in Frankfurt Freunde auf Graubündner Wappen, um die als Zeichen ihrer Kontograubündnerkeit auf die Wägen zu kleben.

  51. Was verstehen Sie unter...
    Was verstehen Sie unter „Trollerei“? Was sind „anonyme Durchstecher“? Was heißt, „Sie anschwärzen“?

  52. Trollerei: Leute, die die...
    Trollerei: Leute, die die Anonymität nutzen, um nicht als Realperson für ihre Aussagen die Verantwortung übernehmen zu müssen. Wenn der gute Freund eines sich an die Werbung verkaufenden Bloggers hier etwa aufschlägt, um unter anderem Namen Rabbatz zu machen.
    .
    anonyme Durchstecher: Sportsfreunde mit Tarnnamen, die endlich mal die Gelegenheit sehen, einem breiteren Umfeld unabhängig vom Inhalt ihre schon lang feststehende Sichtweise zu meiner Person mitzuteilen.
    .
    anschwärzen: Die Drohung oder Andeutung, sich über meine Wenigkeit bei der FAZ zu beschweren, oder noch Schlimmeres, etwa die Anschuldigung, ich würde die FAZ unter Bildniveau drücken, wovor ich natürlich zittern und in die Ecke kriechen soll.
    .
    Es sind ja nicht viele, mancher wird sich beständig unter neuen Namen neu erfinden, aber wenn das üblich ist, verstehe ich manche Kollegen, die keinesfalls auf das Freischalten verzichten wollen. Zumal sowas schnell unerfreuliche Flamewars nach sich ziehen kann, worauf ich hier doch weitgehend verzichten möchte.

  53. Vielleicht kann der Don (als...
    Vielleicht kann der Don (als fiktive Figur) doch eine kleine Einlassung zu:´…jetzt die Herkunft des schönen, alten Wortes „ruchlos“ erklären, und daraus die Haltung, die man seiner eigenen ortsgebundenen Herkunft entgegenbringt.`

  54. "Ruchlos" entstammt als...
    „Ruchlos“ entstammt als Schimpfwort einer Zeit, da man automatisch alles Nichtsesshafte, Ortsungebundene als Schlecht und Verwerflich auffasste – also dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Bei Luther findet sich der Begriff im Sinne von untreu und verworfen bei den „rauchlosen Herzen“, und das zeigt auch die Herkunft des Wortes an: Rauchlos bedeutet, dass derjenige keinen Rauch, keinen Herd, und damit kein Haus und kein festes Zentrum des Lebens hat. Insofern ist ruchlos eine Beschimpfung, die man eigentlich gegenüber Hausbesitzern explizit nicht verwenden kann, schliesslich haben sie einen Herd, und oft genug die gleiche Herdstelle von Alters her. Dazu kommt, dass man im Mittelalter auch Dörfer nicht nach Gebäuden, sondern Herden zählte, wie auch in Frankreich das Foyer sich gleichermassen auf den Herd wie auch auf das Heim bezog. Manche Kulturen neigten sogar dazu, Verstorbene beim Herd zu begraben, um sie in der Familie zu halten.
    .
    So gesehen kann es nur der Ruchlose sein, der den Stolz auf ein altes Haus der Vorfahren nicht versteht.

  55. "Ruchlos" --
    aber das ist...

    „Ruchlos“ —
    aber das ist doch, mit Verlaub, Unsinn. „Ruch“ hat nichts mit „Rauch“ und mit dem heimischen Herd zu tun. Vielmehr – wenn ich den Brüdern Grimm trauen darf – bedeutet das mittelhochdeutsche Wort soviel wie „cura“, die Sorge also. Sorglos, unbedacht, nachlässig ist der Ruchlose, und nnicht verqualmt. Äh: unverqualmt.

  56. Helmut Wicht, jetzt bräuchten...
    Helmut Wicht, jetzt bräuchten wir einen Etymologen. Ich darf aber bemerken, dass ich das so ohne Durchstreichung und Fehleranmerkung in einer Seminararbeit über Begräbnisse von Randgruppen des Mittelalters geschrieben habe. Das Problem ist, dass es im Mittelalter sowohl rouch als Rauch und Herd als auch rouchen im Sinne von Sorgen gibt. Man nagle mich da nicht fest, aber daheim kann ich mal ein paar Bücher zum Thema ausgraben, gerade zum Thema Händler des frühen Mittelalters. Mit schnellen Urteilen wie „Unsinn“ wäre ich also eher vorsichtig, wenn es schon an Höflichkeit mangelt.

  57. Es ist wohl so, dass Rauch und...
    Es ist wohl so, dass Rauch und ruchlos unterschiedliche etymologische Wurzeln haben. Mhd. „ruoch“ = Sorge, Sorgfalt, Bedacht, mhd. „rouch“ = Dunst, Rauch. (Lexer, Mhd. Wörterbuch)
    Möglicherweise gab es im Mitteldeutschen zu „rouch“ auch „rûch“, was in der nhd. Lautverschiebung zu „rauch“ wurde. Das würde Luthers Form erklären.

  58. Schön das wir Männer soviel...
    Schön das wir Männer soviel zum qualmenden Herd wissen. Bin aber neugierig auf ´die Haltung die man seiner eigenen ortsgebundenen Herkunft entgegenbringt`. Ein Erbe is ja gerade nich ortsgebunden .Wir kommen schon jeder Woher und wie das jeweilige Leben so schreibt entsteht dann eine Haltung. Trotzdem gilt: Ein Schwabe in Berlin sollte sofort aufhören mit seinem Dialekt. Beim Bayern is das schon ok. Nun liest man diesen Blog auch in London. Da verschieben sich dann die Dimensionen. Weiter draußen in den Rural-Gebieten is man dann schon wieder dankbar das die Herkunft einem das Nähkästchen mit Haltung gefüllt hat. Sobald man aber wieder beim Teutschen Wesen, an dem soll die Welt genesen, angekommen ist freut man sich über den Geschichtsunterricht der Einheimischen, die einen lachend mit Heil Hitler begrüßen und so an die Verbrecher der Herkunft erinnern.

  59. Im letzten Satz muss es...
    Im letzten Satz muss es „ruoch“ statt „rouch“ heißen …
    (Man merkt, wie leicht es hier durcheinandergehen kann.)

  60. "...Höflichkeit...
    „…Höflichkeit mangelt*
    Jetzt ein Erikativ: *grins*
    Selber mit dem Breitschwert fuchteln, aber mir dem Florett angegangen sein wollen, was? So besser?
    „Bewunderster!
    Demütig erlaube ich mir anzumerken, dass ich meine Quelle offenlegte: es ist das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm. Nicht ohne einen Hauch von grimmiger Genugtuung setzte ich bescheidenst hinzu, dass auch Dudens etymologisches Wörterbeuch meine Sache vertritt, wiewohl ich in vorauseilender Weise Ihren geschätzten Einwand konzidieren muss, dass dieser vermutlich von jenen abgeschrieben hat. Endlich erlaube ich mir zur Verteidigung meiner Aufsässigkeit noch hinzu zu setzen, dass das sinn- und klangverwandte englische Wort „reckless“ nichts „Rauchiges“ an sich trägt. Und selbstverständlich muss ich eingestehen, dass eine von einem deutschen Professor in einer Seminararbeit _nicht_ als fehlerhaft vermerkte Erklärung eben dadurch sofort in den Stand einer Veritas aeterna erhoben wird. Welche Schätze freilich Ihre heimische Bibliothek noch bergen mag, die mir, dem es an den Umgangsformen gebricht, die mir den Zutritt zu Ihrer besseren Gesellschaft ermöglichen würden, ist abzuschätzen mir nicht vergönnt. In gespannter Erwartung Ihrer Belehrung verharrend verbleibe ich daher in ersterbender Bewunderung
    Ihr
    Helmut Wicht „

  61. Wenn man mich angehen will,...
    Wenn man mich angehen will, kann man das mit aller Art machen – aber nicht wundern, wenn man fazial deformiert die Wallstatt verlässt. Ich gehe nicht so weit, Ihnen Blödheit oder Impertinenz zu unterstellen, oder gar den Haufen Arroganz ansprechen, der quillt da aus Ihren Unterhosen – will es aber nicht an Nachforschungen fehlen lassen, und so Sie dann nicht mehr als ein reichlich veraltetes Wörterbuch zu Unterstützung Ihrer Thesen haben, dürfen Sie sich gern entschuldigen.

  62. ah, jetzt weiss ich endlich,...
    ah, jetzt weiss ich endlich, wofür man ein Auto hat.

  63. Die verbissene Besserwisserei...
    Die verbissene Besserwisserei so mancher Blogkommentare trübt im Moment ganz erheblich mein Vergnügen an diesem Blog.

  64. Ich lerne dazu. Das wird...
    Ich lerne dazu. Das wird besser.

  65. @FS

    Wenn durch die...
    @FS
    Wenn durch die verbissenen Blogkommentare so eine Gaudi rauskommt wie D.A. 15.15……dann hat es sich schon beinahe wieder gelohnt :-)
    Da kann man die 10 vorherigen Kommentare getrost vergessen…

  66. Jetzt reicht's aber mit dem...
    Jetzt reicht’s aber mit dem Gejammere. Nehmen wir uns ein Beispiel aus der Kunst und die gute Laune kommt zurück:
    BÖRSENBULLE KASTRIERT!
    Die Skulptur “Bulle und Bär” vor der Frankfurter Börse, ein Symbol für starke , testesoronstrotzende, Aktienmärkte, wurde in einer Kunstaktion symbolisch entmannt.
    Am 20. Februar wurde der Frankfurter Bulle, eine bronzene Tierskulptur (“Bulle und Bär”) vor der Deutschen Börse, symbolisch kastriert. In einer performativen Aktion formte der Hamburger Künstlers Baldur Burwitz die Hoden des Stiers ab. Die Entmannungs-Aktion war als ironischer Kommentar auf die internationale Finanzkrise gedacht. Schon nach fünf Minuten wurde die Aktion vom Sicherheitsdienst der Börse abgebrochen, die beteiligten Künstler wurden vorübergehend festgenommen, nach längerer Diskussion dann aber laufen gelassen. Den Gipsabdruck der Bullenhoden durften sie mitnehmen. (siehe Protokoll Argus-Sicherheitsdienst vom 20.2.2009).
    Die symbolische Entmannung, so Burwitz, soll auf drastische Weise deutlich machen, wie schnell die einst einflussreichen Finanzmärkte zu impotenten Zahlungsempfängern degenerieren. Von dem Gipsabdruck formte der Künstler inzwischen eine bronzefarbene Plastik, die in einer Glasvitrine präsentiert wird. Die Börsenbullen-Skulptur mit dem Titel “Peanuts” wird zur Zeit in der Hamburger Galerie “White Trash Contemporary” im Rahmen der Ausstellung CASH FLOW gezeigt. Um den öffentlichen Charakter der Aktion zu unterstreichen, wird die Skulptur ab 4.März 2009 auf der Online-Auktionsplattform eBay versteigert.
    Stichwort: Börsenbulle

  67. Ist das jetzt...
    Ist das jetzt Sachbeschädigung oder Bärenartenschutz?

  68. Na Bulle und Bär habens ja...
    Na Bulle und Bär habens ja noch nie miteinander getrieben und der Bulle hat ja noch seine Hoden. Kastriert ist er jedoch, wenn auch nur symbolisch, und mit Ihm der Rest
    des deutschen Finanzmarktes.
    Hier noch der ebay Link für alle die es genau wissen wollen:
    http://cgi.ebay.de/Boersenbulle-Peanuts_W0QQitemZ120386980157QQcmdZViewItemQQptZPlastiken_Skulpturen?hash=item120386980157&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%253A1229%7C66%253A2%7C65%253A12%7C39%253A1%7C240%253A1318

  69. "Gentlemen zahlen ohne Reue...
    „Gentlemen zahlen ohne Reue ihre Steuern und Abgaben. Alles andere wäre Fahnenflucht, egoistisch und nicht gentlemanlike. Steuerhinterziehung ist der Zeitvertreib von Kleingeistern“, besagt ein gewisser Constantin v. Hohenstein (laut sueddeutsche.de)

  70. Das sagen alle, die vorher...
    Das sagen alle, die vorher nicht ihren Onkel gefragt haben.

  71. Lieber Herr Alphons,
    mit...

    Lieber Herr Alphons,
    mit dieser Geschichte haben Sie sich entlarvt! Ich hätte früher d’rauf kommen sollen! Diese bissigen Kommentare über die hübschen Autos aus Rüsselsheim hätten mir den Weg weisen sollen!
    Aber jetzt ist es klar: SIE MACHEN PR FÜR FIAT!!!
    Ich habe noch nie eine so subtil angelegte Kampagne für ein Automobil gesehen, trotz regelmäßigem Studiums des Motorteiles der FAZ, der Octane und von Ramp.
    Sind Sie wohlmöglich ein uneheliches Kind von Agnelli, nunmehr auch im Konzern beschäftigt und hecken mit Lapo Elkann zusammen solche Kampagnen aus?
    Die Kombination aus besserer Gesellschaft, historischen Silberkannen, ledergebundenen Bücher, altem Geld und beigefarbenen Herrensocken positioniert die Marke nunmehr in einem völlig neuen Umfeld! Gratulation!
    P.S. Das Hardtop steht der Barchetta wirklich ausgezeichnet, aber im Winter im Cabrio, was sollen denn die Leute denken, da glaubt ja jeder, daß Sie nur ein Auto haben, peinlich, peinlich. Ich sage nur: Saisonkennzeichen!

  72. Lieber Hugoservatius,

    ganz...
    Lieber Hugoservatius,
    ganz ehrlich: Als ich die Barchetta aus Familienbesitz übernommen habe, habe ich schon überlegt, ob ich sie zu einer Art Sidekick meiner Bloggerei machen soll. Ich habe mich dazu durchgerungen, weil sie schon damals nicht mehr produziert wurde und es damit keine Werbung für Fiat ist. Ich rate auch jedem ab, sich eine zu kaufen, es ist arg viel Ärger mit diesem Fahrzeug, echt italienisch – aber ich habe keinen Erfolg damit. Inzwischen könnte man einen bloggenden Barchetta Club eröffnen, so viel besser überzeugt der Wagen als ich.

  73. ...
    Nachtrag:
    .

    .
    Vielleicht liegt es an solchen Augenblicken. Aber kaufen Sie unm Himmels willen keine Barchetta! Wie eine reiche Erbin: A hell of a fun to run around with, a hell to live with.

  74. Entschuldigung, Don Alphonso!...
    Entschuldigung, Don Alphonso! mir war nicht klar, dass man hier seine Identität offenlegen muß. Ich nahm an, das „Don Alphonso“ ebenso ein Pseudonym ist, wie die meisten Nicknamen der Kommentatoren hier. Sie wollen nur Leser, die Ihre Identität per postident-Verfahren nachweisen? Was hindert Sie, ebend diese Zugangsschranke zu errichten?
    Aber wenn Sie es offensichtlich brauchen: 1. ich habe kein grundsätzliches Problem mit Ihnen, oder Ihrem Blog, sondern mit dieser übertriebenen Begrifflichkeit „Menschenjagd.
    2. Fundierte Erklärkritik: „Fahndung nach Steuerhinterziehern“ träfe die Sache besser, aber Sie werden Ihre Gründe gehabt haben, hier mit „Menschenjagd“ aufzuwarte. Wäre nett, wenn Sie das erklären könnten. Solange mir diese Gründe nicht einleuchten, finde ich „menschenjagd“ in diesem Zusammenhang BILD-Niveau.
    3. Ich übernehme gerne als Realperson Verantwortung für jeden meiner Kommentare hier, aber nicht gegenüber jeden. Für Sie als Blogger mache ich das gerne. Schreiben Sie mir eine E-mail, und ich schicke Ihnen eine Kopie meines Personalausweises. Ich bezweifele aber, ob ich Ihren „Freund“ kenne. Solange ich Ihre Identität nicht kenne, weiß ich allerdings auch nicht, ob Sie satisfaktionsfähig sind.

  75. <p>Wenn mir jemand gesagt...
    Wenn mir jemand gesagt hätte, dass irgendjemand den Begriff „Menschenjagd“ in diesem Kontext anders als faustdicke Ironie auffassen würde, hätte ich es nicht für möglich gehalten. Es ist nicht reisserisch. Und es ist schon gar nicht Bild. Es ist ein literarisches Spässchen. Jedem halbwegs denkenden Menschen muss doch beim Lesen klar sein, dass dieser Text *cu*m grano salis zu nehmen ist. Mit solchen Anwürfen stellen Sie sich in einen geistesgeschichtlichen Kontext der Humorlosen, bei denen ich wirklich froh bin, wenn die ihre Ausweis stecken lassen und andere mit so einem – mit verlaub – Schmarrn belästigen. Es gibt wunderbar schlichte, einfach gehaltene Texte, da braucht es mich gar nicht weiter, um Spass zu haben.

  76. Ist die Fiat Barchetta nicht...
    Ist die Fiat Barchetta nicht ein sehr lächerliches Gefährt für solch eine Unternehmung? Deutsche Grenzer schauen als erstes auf die Automarke, dann entscheiden Sie, ob kontrolliert wird – ich glaube, sie werden explizit so ausgebildet. Wieso also nicht ein schöner Aston Martin oder wenigstens ein BMW Cabrio?

  77. DonAlfredo, kommt darauf an,...
    DonAlfredo, kommt darauf an, wie man sie auffasst: Als Studentencabrio? Vielleicht. Als Roadster, der mit 20.000 Euro in so einer Familie nur das Geschenk zum ersten Staatsexamen war? Sicher nicht.

  78. Stimmt das:
    Superman wurde in...

    Stimmt das:
    Superman wurde in den 1930er Jahren von den Amerikanern Jerry Siegel und Joe Shuster erfunden.
    Die Identität der Figur weist eine zweifache, eine schizioide Dopplung aus: die des starken Helden. Und eines schwächlichen Journalisten.
    Wie hieße die, wenn Superman heute erfunden wäre und sich als Blogger seinen Phantasien verschreiben könnte?

  79. Es geht auch einfacher, ohne...
    Es geht auch einfacher, ohne irgendwelche Unterstellungen und Vermutungen. Es ist einfach ein literarisches Spiel, eine Kunstfigur. Und mit Populärkultur habe ich es ohnehin nicht.

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