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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Menschenjagd in den Bergen III

| 133 Lesermeinungen

Nehmen wir an, Sie haben ausgesorgt. Gut, das ist hochgradig unwahrscheinlich in Tagen wie diesen, aber nur mal angenommen: Dann wäre Meran doch gar nicht schlecht für Sie. Angenehmes Klima, schöne Gegend, viele Gleichgesinnte und wirklich reizende Gespenster aus der guten, alten Bundesrepublik.

Wir tanzen Tango und gründen noch eine Partei,
und eines Tages, Franz Josef, sind Sie und der Spuk vorbei.
Georg Kreisler, Treten Sie näher

(Teil 1, Teil 2)

Ich esse kein Fleisch. Ich habe nur für sechs Wochen damit aufgehört, als ich meine Liebste moralisch bei ihrem Versuch eines vegetarischen Lebenswandels zu unterstützen gedachte , und bin dabei geblieben. Ich gehe seitdem ungern in Metzgereien. Wenn man sich das Gezeigte als Leiche vergegenwärtigt, ist das Angebot reichlich gruslig, selbst wenn es, wie in Meran unter den Lauben, mit fast schon italienischer Liebe dargeboten wird. Ich bin dort, weil ich Bekannten Kaminwurzen mitbringen soll. Die Metzgerin mit der überraschend blutlosen Schürze erzählt, dass sie sehr gute Hirschen haben, die werden gerade oben am Stilfser Joch gezielt abgeschossen, bitte, hier, möchte ich probieren, sagt sie, und reicht mir einen Teller mit allerlei totem Tier, das ich dankend ablehne und auf Nachfrage zugebe, dass Fleisch nicht das meine ist, aber für meine Bekannten hätte ich gern ein Dutzend Hirschwürste.

Bild zu: Menschenjagd in den Bergen III

Die Verkäuferin schneidet einen Strang Würste ab, die Tür öffnet sind, und ich stelle zu meiner Überraschung fest, dass sie sich zu einer Pforte der Unterwelt verwandelt hat, denn herein tritt Franz-Josef Strauss. Er wirkt 10 Jahre jünger, die Zeit im Erdreich hat ihm nicht geschadet, wie man sieht. Er ist immer noch sehr rund, und Hunger hat er nach all den Jahren auch, viel Hunger, denn er klatscht in die Hände und sagt etwas auf italienisch. Offensichtlich hat er auch eine neue Frau gefunden, und er ist laut und derb wie immer. Das Italienische passt zu ihm. Vielleicht arbeitet er jetzt bei der Lega Nord, die würde ihm gefallen. Die Metzgerin wickelt meine Würste in Papier, reicht sie über den Tresen und schickt mich zur Kassa, während aus dem Paket der penetrante, fettige Gestank von geräuschertem Hirsch aufsteigt. Franz Josef Strauss begeistert sich inzwischen, wie könnte es anders sein, für Lardospeck, eine geräucherte Schweinesparte, und ich sehe, wie sein eigenes, üppiges Nackenfleisch über dem speckigen Hemdkragen – dort unten gibt es vermutlich keine Waschmaschinen – lustig bei jeder Bewegung zuckt. Seine Frau trägt übrigens schweinchenerosa.

Bild zu: Menschenjagd in den Bergen III

Ich verlasse den Metzger reichlich schnell, bevor Strauss sich an mich und meine nicht gerade nette Reaktion auf seinen ersten Tod erinnert, denn das wäre mir fast so unangenehm wie ein entsetzlich berufsjugendlicher Fernsehmoderator, der mich für die Bildzeitung anquatscht. Dafür treffe ein paar Schritte weiter den alten Flick. Fast. Aber sehr ähnlich, im flüchtigen Blick. Ich bin mir nicht so sicher. Den Strauss habe ich persönlich erlebt und ausgepfiffen, den Flick habe ich dagegen nie getroffen. Könnte sein. Aber es ist schwer zu sagen, an diesem regnerischen Tag in Meran, an dem die Touristen alle in die Lauben gehen und einkaufen. Lauter alte Menschen, denen es sichtlich gut geht. Reiche, wohlgenährte Menschen. Ich eile weiter zu Frasnelli, um einer Bekannten das sehnlichst gewünschte Speckmesser zu kaufen, eine handgeschliffene Geheimwaffe für matschige Tomaten. Herr Frasnelli bedauert: Ausverkauft. Komplett. Kommt frühestens Ende des Monats wieder. Vielleicht war es doch der alte Flick vorhin, der hier wie eh und je alles zusammengerafft hat.

Bild zu: Menschenjagd in den Bergen III

Durch die Lauben gehe ich zurück zum letzten guten Tortencafe nach k.u.k.-Tradition, bevor weiter südlich die italienische Tortensahelzone beginnt, denn schon in Bozen sind keine guten Konditoren mehr. Ich setze mich auf rotes Plüsch, lese in den Dolomiten die Belanglosigkeiten aus der Region und die Todesanzeigen, während von nebenan die Sprachfetzen einer Seniorengruppe herüberdringen – Kreuzfahrt… neuer Wagen… letztes Jahr in Cortina…. das Palace Hotel ist… ob man nach Trautmannsdorf … hat doch wieder geheiratet, wissen Sie nicht… ja, gerne noch ein Stück vom Marillenstrudel… und dann habe ich dem Arzt gesagt… nächste Woche fliegen wir ja nach Mallorca… das macht mir doch nichts, wenn die die Rente erhöhen, das können sie behalten… die nehmen uns alles… so gut sind die Konditionen bei Mercedes aber auch nich..t. Deutsche Rentner. Die wahren Herren der Welt. Keine armen Schweine wie ihre amerikanischen Kollegen, deren Firmen gerade ein Billionenrisiko vor sich herschieben, das in den nächsten Monaten noch lustige Folgen haben wird. Ich schaue hinüber, aber Norbert Blüm ist nicht dabei. Oder doch? Ausgesprochen gesund aussehende Leute, die 1968 vermutlich in Berlin Steine auf einen Staat warfen, der sie zu Lehrern und Beamten, zu Managern und  Chefärzten machte. Keiner hat Frankfurter Börsenaugenringe, oder frisst Hamburger Frohmacher der Werbebranche vom Frühstücksbuffet. Sie sind unkündbar und arbeiten 120 Stunden die Woche beim Nordic Walking und im Wellness Ressort, und liefern eine schöne Vorstellung einer Zukunft, die niemand aus meiner Generation so einfach wird haben können. Aus meiner Tüte steigt langsam wieder der Geruch der toten Hirsche empor, ich zahle, gehe und haste durch den warmen, weichen Frühlingsregen am einzigen nicht gesund wirkenden Menschen des Tages vorbei zu meinem Wagen.

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Vor mir, hinter mir, neben mir, überall sind diese grauen Herrschaften, ein alter Mann jenseits aller Hoffnung dreht sich nach einer Italienerin mit kurzen Haaren und hohen Absätzen um, die über den Marmor unter den Lauben stolziert, man nimmt in diesem Alter eben mit, was man noch kriegen kann, man leistet es sich ohne Rücksichten, ohne einen Gedanken an die stürzenden Kurse. Man braucht diese Rentner, denn sie kurbeln einen Konsum an, den sich die Jungen auf ihren ausgereizten Kreditkarten nicht mehr leisten können. Mir langt’s, meinte eine Frau im Cafe, ihnen allen wird es langen, Meran wird schön und mild bleiben, und wenn Berlusconi das Land in den Bankrott wirtschaftet, wird es eben noch billiger, als es ohnehin schon ist, mit Kaminwurzen, die nur ein Viertel dessen kosten, was man in Frankfurts Kleinmarkthalle von hungrigen Bankern und abgewirtschafteten PR-Managerinnen haben will.  Hier ist es mild, hier kann man es aushalten und alt, sehr alt werden, wenn andernorts die Politik überall ausser bei der Rente versagt, und mit ihren Ahnherren Strauss und Adenauer jederzeit durch die Tür kommt, um sich Dank für diesen letzten Rest der alten Bundesrepublik bezeugen zu lassen.

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Zum Glück bin ich keine Zwanzig mehr, ich gehöre nicht zu denen, die den neuen und ungleichen Verteilungskampf der Dispokreditösen gegen die Gerontokraten führen müssen, dessen Ausgang so bombensicher wie die Überalterung der Gesellschaft ist. Ich verlasse Meran Richtung Norden, hoch ins Passeier Tal und dann über die gesperrte Strecke des Jaufenpasses hinein in das lichte Schneetreiben, vorbei an gestürzten Felsen und abgerutschten Hängen, bis der Schnee die Strasse unpassierbar macht und die Reifen den Fliehkräften kaum mehr standhalten. Auf 1800 Meter drehe ich wegen der Lawinen um, fahre über Bozen, Brixen und den Brenner zurück nach Innsbruck, keiner hält mich auf, kein Tafelpapiere suchender Zöllner und kein rachsüchtiger Geist von Strauss, aber dafür stinkt mein Auto gotterbärmlich nach dem fauligen Fleisch der Hirsche, die am Ortler abgeschossen wurden und nun gestopft und unausweichlich in der Wursthaut stecken, wie wir alle in der Krise feststecken, die wir jenseits der reichen Rentner und den letzten Wohltaten der alten, hinter mir im Schneetreiben verschwindenden Bundesrepublik in Meran leben, während am Achenpass das neue Deutschland mit seinen Horrormeldungen auf mich wartet.

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133 Lesermeinungen

  1. Ich habe gerade überlegt, ob...
    Ich habe gerade überlegt, ob ich es verlinken soll, aber es gibt halt doch ein paar deutliche Unterschiede zwischen Deutschland und den USA.

  2. Lardo di Colonnata ist doch...
    Lardo di Colonnata ist doch grandios!
    Den hole ich auch vorzugsweise vor Ort ab. Da hat auch der Autofahrer was davon. Gerne von der Rückseite her aus der Garfagnana, über die Vorderseite kommen ruft bei einer unvermittelten aber unvermeidlichen Begegnung mit einem Marmor-LKW doch das ganze Können des Automobilisten ab.

  3. Es wären unfair means...
    Es wären unfair means gewesen, aber fast habe ich überlegt, ob ich nicht ein Fresspaketerl mitbringen und unter den Lesern verlosen soll. Ich weiss von einem Bekannten, dass der Lardo von Siebenförcher es mit allen toskanischen Varianten aufnehmen kann, aber inzwischen riecht hier die ganze Wohnung nach Fleisch. Das nächste Mal plane ich besser.

  4. (nebenbei: Weissen Marmor für...
    (nebenbei: Weissen Marmor für den Lardo gäbe es auch ganz in der Nähe von Meran, in Laas im Vinschgau – wer nach all dem Fett Sport braucht, kann hier selbst Steine klopfen)

  5. Aber die Gewürze und die...
    Aber die Gewürze und die Luft! Dort ist man nicht nur auf dem Berg, es gibt auch ein Meer in der Nähe. Kann man sehen von dort.

  6. Das ist natürlich richtig....
    Das ist natürlich richtig. Aber für mich ist Meran halt nichts weiter als eine verlängerte Einkaufsstrasse mit Dreipässevergnügen dazwischen, und wenn man schnell was braucht, ist es ideal. Und in 20 Jahren wird es ganz sicher nicht mehr möglich sein, mit einem spritschluckenden Stinker mal eben zum Einkaufen über die Berge zu fahren. Das kann man dann den Adoptivkindern erzählen.

  7. Naja, dass die Alten...
    Naja, dass die Alten ungeschoren davonkommen, wenn die Apokalypse-Szenarien Wirklichkeit werden, ist eher unwahrscheinlich. Im Gegenteil: zwei Gruppen unserer Gesellschaft werden bezahlen: die Sparer und die Rentner.
    Ganz übel für die, die zu beiden Gruppen gleichzeitig gehören.
    Inflation und Sparmassnahmen werden sich auf sie konzentrieren.
    Das war schon im vorigen Jahrhundert so, nur wird der Fall dieses Mal sehr viel tiefer sein als damals. Und während die junge Generation sich mit dem Neuaufbau ihres Vermögens beschäftigt, wir die alte in Armut sterben.

  8. Hängt halt davon ab, welche...
    Hängt halt davon ab, welche Rentner es sind. Die Basisrentner werden nichts zu lachen haben, aber die beständigen Vermögen sind nun mal in der Hand der älteren Generation. Und das sind Vermögen, die nicht einfach so verschwinden, die bleiben weitgehend bestehen. Man überlege nur mal, wieviele 25-jährige eine eigene Immobilie haben, und wieviel 60-jährige.
    .
    Ich sehe das recht deutlich am Viertel meiner Eltern, das zwischen 1970 und 1985 entstand. Es gibt im ganzen Viertel trotz ldealer Startbedingungen kaum ein Kind dieser Leute, die sich im gleichen Alter so eine Immobilie hätten leisten können. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass sie anders als durch den Erbfall gleichziehen können. Wenn man sich noch überlegt, wer als erster gefeuert wird – junge Singles – kann man sich ausrechnen, wen es am Härtesten trifft. Ganz sicher nicht die Generation Kreuzfahrt, bei denen die Rente nur ein Teil im Einkommensmix ist.

  9. ein bekannter fragte mich vor...
    ein bekannter fragte mich vor jahren, inmitten einer festivität von italienern, er selbst auch italiener, was es denn so damit auf sich hätte, dass deutsche so begeistert von italien wären. ich hatte partout keine ahnung und zuckte mit den achseln und er schob ein ums andere mal eine junge italienerin beiseite und sagte: typische italiernerin und war wenig begeistert. ich konnte ihm nicht erklären, was ihm fehlte, aber er war grundsätzlich der verschiedenen typischen itialienerinnen überdrüssig, ohne sie nicht zu mögen. südtirol ist noch einmal etwas ganz anderes. den südtiroler, den ich kannte, der war ähnlich politisiert wie der junge mann aus neapel, aber in all dem steckte immer eine seltsame hilflosigkeit und schizophrenie gegenüber italien. eigenartig. hat mich vermutlich auch geprägt, so als deutsche.

  10. In Meran liessen sich F. J....
    In Meran liessen sich F. J. Strauss nebst Germalin und auch der alte Flick antreffen – ist da die Hölle, in Meran?
    (mit Kaminwurzen, Hirschwurst und fettem, marmorweissen Speck – so toll kann es dann im Himmel auch nicht sein, wozu dann also der ganze hustle um die Tugend)
    Oder doch der Himmel?
    (Mit der Gemahlin, ausgerechnet, und dann in schweinchenrosa, soviel schlimmer kann die Hölle eigentlich auch nicht sein, wozu dann der ganze hustle m die Tugend. Und überhaupt, was haben Strauss und Flick im Himmel verloren)
    Oder doch das integrierte Gesamtjenseits, in dem der Gute sich an feinen Flisch-, Wustwaren, Konditoreierzeugnissen erfreuen kann, wärens all das dem Bösden noch immer wünschenswert aber unbekömmlich ist. Und für die besonders Guten, wie auch die besonders Bösen gibts die Gemahlin in schweinchenrosa.

  11. Vielleicht ist Meran auch das...
    Vielleicht ist Meran auch das Fegefeuer, in dem viele alte Braten geräuchert werden. (Ob das wirklich Hirsch in den Kaminwurzen ist?)

  12. Die Italianità legt sich...
    Die Italianità legt sich schnell, wenn man dort lebt und arbeitet.
    Ein guter Freund von mir hat sich in eine Italienerin verleibt und sie geheiratet. Er hat in Pisa als Architekt gearbeitet, von der Hand in den Mund gelebt und beide waren mit Kind bei den Schwiegereltern untergebracht. Jetzt sind sie alle in Chur (ohne Schwiegereltern) und es geht ihnen prächtig.
    Aber wenn man das einfach ausblenden kann, ist es in Italien einfach wunderbar.
    So Frankfurt mit dem Taunus doppelt so hoch und statt Offenbach das Mittelmeer, des weers fer misch.

  13. Ich kann schon erklären, was...
    Ich kann schon erklären, was ich an Italien mag, aber das hebe ich mir zur Autojagd nach Rom I-XXIV auf, die in ein paar Wochen hier stattfinden wird. Südtirol ist der Teil Bayerns, bei dem mir die Teilung des Landes im hohen Mittelalter wirklich leid tut. Südtirol ist wirklich toll. Die werden es nicht gerne hören, aber es wurde erst toll in der Abgrenzung zu Italien, viel, viel besser als das öde Tirol selbst.

  14. "statt Offenbach das...
    „statt Offenbach das Mittelmeer“
    .
    Ich habe in Offenbach einen traumhaften Koffer erstanden
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/910384/
    insofern ist das schon gemein.
    .
    Unabhängig davon ist in Italien als Deutscher leben ein wenig so wie als Deutscher mit Schweizer Gehalt in Berlin, was ich auch ganz gut kenne. Man muss halt jemanden finden, der einen aus Deutschland bezahlt, dann ist es prima. Italien selbst ist nicht gerade spassig dran, aber mit etwas Glück wird die Krise die Leute dazu bringen, nähere Ziele anzusteuern. Und im Vergleich mit München oder dem Affenfelsen Rottach ist Meran wirklich enorm preiswert.

  15. @ D.A.: "Beständige...
    @ D.A.: „Beständige Vermögen“,“Die Rente nur ein Teil im Einkommensmix“
    ich vermute, dass Sie selbst noch nicht so recht an die Katastrophe glauben, die „beständige Vermögen“ (was sollte das sein?) und „Einkommensmix“-turen hinwegfegen würde. Ich gehe einfach davon aus, dass Sie die Abgründe, in die Sie bei den Banken geschaut haben, verdrängen. (Zur Erinnerung: „18,5 Billionen Euro Abschreibungsbedarf“) Vielleicht (hoffentlich) kommt es doch nicht so schlimm, und Ihre eigene Altersversorgung steht bereit, wenn Sie sie brauchen, und hat nicht beim Börsencrash Milliardensummen verloren. Dann werden Sie die Alten immer noch nicht so toll finden, aber selber dazugehören.
    Wenn Sie wissen, welche Unternehmen überleben werden, wissen Sie mehr als Andere. Entschuldigung, ich habe jetzt wohl doch das Thema ein wenig verfehlt. Bin Ihnen nicht böse, wenn Sie diesen Kommentar löschen. l

  16. Aber nicht doch... Was bestand...
    Aber nicht doch… Was bestand haben wird ist das, was Manchen immer brauchen. Also Versorger, Nahrungsmittel, Unterkunft und in gewisssem Masse auch Information. Um Verlage ist mir beispielsweise weniger bang als um Bereiche, die weitgehend ausgereizt sind, wie Digitalkameras, Heimcomputer und Modeklimbim. Natürlich werden es nicht alle Versorger packen, aber was gerade in Amerika boomt, ist das Vermietungsgeschäft, gerade durch die Krise. Auch hier muss ich nur ins Viertel meiner Eltern schauen: Die meisten grösseren Häuser ab 240 m², die Kinder sind ausgeflogen, die Lage ist hervorragend, was läge also näher, als in der Krise, sollte man es nötig haben, einen Teil zu vermieten?
    .
    Die Infaltion könnte in zwei, drei Jahren zum Problem werden, das ist richtig. Das ist aber auch der Grund, warum gerade jetzt so viele aus dieser Schicht überlegen, sich nochmal kräftig zu verschulden und den Rest später locker zu tilgen. Und sage keiner, es gäbe keine spannenden Objekte in Zeiten wie diesen. Nochmal 1 Jahr Krise, und in Berlin kann man für ein Butterbrot Insolvenzmassen ersteigern. Die Leute sind ja nicht reich, weil sie blöd sind. Die denken schon nach.

  17. Ach so, noch was für Tatti:...
    Ach so, noch was für Tatti: deshalb mag ich Südtirol, beispielsweise.
    .
    http://mequito.org/stories/385
    .
    So wie ein gewisses Südtirol wäre Bayern, wenn Bayern cool wäre.

  18. vielen dank, für die links....
    vielen dank, für die links.

  19. Bitte. Das ist der andere, den...
    Bitte. Das ist der andere, den ich gesucht habe. Aber der ist nichts für Männer mit Kastrationsängsten:
    .
    http://mequito.org/stories/422

  20. Meran hat definitiv was.
    .
    In...

    Meran hat definitiv was.
    .
    In Meran hatte ich letztens aber auch ein höchst skurrile Begegnung. Wir kamen über den Jaufenpass und wollten weiter über das Gampenjoch fahren. Wir hatten auch keine Zeit für Meran, weil im Etappenplan hingen wir hinterher.
    .
    Wir haben uns prompt verfahren und standen dann auf ner Kreuzung, kurz blöd in die Gegend schauend. Sofort kam einer winkend und gestikulierend auf uns zu gestürmt und hat uns sofort auf Deutsch angesprochen (italienisches Auto zwar, aber entweder konnte er das Nummernschild kurz erblicken oder wir sahen einfach aus wie zwei dabbische, verirrte Deutsche).
    Kann er uns helfen? Klar kann er. „Wie gehts denn hier raus?“
    „Ja, da müssen sie zurück, links und dann auf die Rom-Straße, dann immer weiter die Rom-Straße, (bei mir gehts natürlich los, wtf ist die Rom-Straße?) er immer weiter, links rechts, Ampel, geradeaus, weiter…da lang… (*klack!* Via Roma!)…dann immer weiter der Straße folgen…(wir werden zwischendrin etwas schläfrig)…dann da abbiegen….“ Irgendwann ist er fertig, lockere zehn Minuten Vortrag.
    „Ja danke! Also zurück dann links und noch mal links, ja?“
    „Ja, und dann immer weiter die Rom-Straße, immer weiter, links rechts, Ampel, geradeaus, weiter, dann da abbiegen……….“. Alles nochmal von vorn.
    Das ist wie im Süden: Wenn man nach dem Weg fragt, bekommt man ausführlich Auskunft, auch wenn es keinen Sinn ergibt, derjenige vielleicht gar nicht mal weiß, wo das überhaupt ist, man ist aber bemüht, eine gute Figur zu machen. Allerdings auch nur auf Anfrage. In diesem Falle konnte ich ja gar schnell genug den Gang einlegen.
    Warum gerade wir? Warum gerade dort? Was das nur ein schräger Vogel oder sind die da alle so? War der SVP-Aktivist?
    Von seiner Wegbeschreibung haben wir „Zurück, links, Via Roma“ behalten, was vollkommen ausreichend und somit hilfreich war.
    Und schön ist es da schon.

  21. ach, das war doch harmlos,...
    ach, das war doch harmlos, aber sehr amüsant. ich mag diesen mequito. mein südtiroler hatte auch einen unwiderstehlichen humor. was für eine freundschaft zweitweise funktionierte. naja, wie das leben halt so spielt.

  22. Gerade jetzt in der Krise...
    Gerade jetzt in der Krise vermisse ich doch FJS sehr!

  23. Don Ferrando schrieb:

    "Gerade...
    Don Ferrando schrieb:
    „Gerade jetzt in der Krise vermisse ich doch FJS sehr!“
    Die charismatische Führungspersönlichkeit fehlt? Wo hat den FJS jemals eine Krise managen müssen außer seine eigenen?
    Na, ja, bei diesen Bergvölkern können charismatische Führungspersönlichkeiten ja auch noch posthum Wahlen gewinnen.

  24. Uh, was für eine...
    Uh, was für eine Geistererscheinung! Ich überlege, ob das vielleicht die bayrische Variante des Lamaismus ist … aber dann müßte die CSU den FJS ja auch suchen lassen, und dann zur offiziellen Reinkarnation erklären lassen und dann…. Nein, besser nicht weiterdenken, Film zurück! Gruselige Vorstellung, selbst für Nachgeborene!

  25. Jo mei, der Don... Dös war...
    Jo mei, der Don… Dös war fei net dich in Meran zu sehn. Hia obn auf meiner Wolke ists ja doch recht langweilig. Wie schauts aus, Don? Gehn ma zusammen eine zünftige Currywurscht in Berlin essen? Da solls ja derweil heißer zugehn als auf der Wiesn…

  26. Ah wos- kost no imma ned lesn?...
    Ah wos- kost no imma ned lesn? I mog nix fleischads. Oida Hamme.

  27. Georgina Darcy, die...
    Georgina Darcy, die Staatspartei sucht in jedem Ministerpräsidenten immer noch den Strauss. Seehofer hat in Passau explizit Sager vom Strauss gebracht, um den Geist der Goldenen Zeit – die für mich aus Blei war – zu beschwören. Strauss ist der Messias, und die CSU hat Todesangst, auf ihn so lange warten zu müssen wie die Christen.
    .
    Man muss wohl sehen, dass mit einem Strauss die Finanzkrise unterhaltlicher geworden wäre, wenn bayerische Bierdimpflargumente an der komplexen Realität verdampft wäre. Aber was Strauss zu Merkel gesagt hätte, wäre wohl wirklich… wir hätten dann eine grosse Koalition ohne CSU.

  28. Schusch, ungeachtet dieses...
    Schusch, ungeachtet dieses gedämpften Textes bin ich mir sicher, dass ich in 40 Jahren die verrentnerten Nachteile von Meran gar nicht mehr so eng sehen und dort als Manifestation dieses komischen Autors von vor 40 Jahren durch die Lauben spazieren werde. Meran ist wunderbar, unten die Palmen und oben die Berge, wenn da noch ein Meer wäre, könnte es nicht besser sein.

  29. ich finde es bezeichnend, dass...
    ich finde es bezeichnend, dass niemand unter den bürgerlichen kommentatoren die literarische qualität dieses beitrags würdigt. ich möchte es hiermit ausdrücklich tun. das alles ist wunderbar detailliert und aus der persönlichen anschauung heraus geschildert, es ist witzig und ansprechend, es ist lebendig, einerseits als leichte kost lesbar, auf der anderen seite dennoch nicht einfach und durchaus interpretationswürdig. wäre ich lehrerin, lektorin oder kritikerin, würde ich dem verfasser eine 2+ mit sternchen geben (das aber nur, weil ich eine äußerst strenge, vollkommen arrogante und stets unerbittlich fordernde text-begutachterin bin).

  30. Kaum etwas Schöneres könnte...
    Kaum etwas Schöneres könnte ich zwischen zwei Nachforderungsbriefen eines Fondsmanagers auf neuerdings modern-billigem Papier lesen.

  31. Werter Vetter,
    interessant,...

    Werter Vetter,
    interessant, dass Ihr die Zeit bleiernd empfunden habt.
    Aber vielleicht lag das doch eher an der katholischen Enge in der oberbayerischen Provinz hinter der dicken Mauer und nachgerade ratzingeresk bleiern an Ihrem Studieort Regensburg.
    In der (durch evangelischen Zuzug) weitaus offeneren Haupt- und Residenzstadt mit ihrer LMU empfand ich die 80er luftig und frei!!

  32. Würzburg. Und auch nur ein...
    Würzburg. Und auch nur ein Jahr. Nach München ging ich, als FJS das Zeitliche gesegnet hat. Danach wurde es besser. Aber in meiner Provinz, wo die CSU alles, wirklich alles beherrschte, vom Schmarrnblatt mit den braunen Rülpsern über den Direktor bis runter zu den kleinsten Käffern, in denen die CSU stets über 80% holte, war es Blei. Natürlich verdankt man als Überlebender FJS so einiges: Eine gewisse Konfliktfreudigkeit und stählerne Härte, die man einfach gebraucht hat, um im LK Geschichte zu überleben, dessen Lehrer als junger Mann die Waffen-SS-Uniform trug und das als Beweis anführte, dass die ja gar nicht so schlimm wie im ohnehin schon verharmlosenden Unterricht war, wenn selbst so ein vorzüglicher Mensch wie er selbst sie getragen hat.

  33. Ich habe die verlogenen 68er...
    Ich habe die verlogenen 68er als Lehrer schlimmer empfunden als die Altnazis!
    Denn letztere spielten keine pseudokameradschaftlichen Modernen!

  34. Werter Don, interessant zu...
    Werter Don, interessant zu lesen, vor allem das der Styx jetzt durch Meran fliesst finde ich aufschlussreich. Es beweist aber doch, dass die Upper Class auch im Tod noch Klasse hat, oder? Würde der Pöbel – obgleich schon tot – denn auch zurück nach Meran gehen, oder lieber auf die Partymeile Ballermann 6 zurückkehren. Noblese oblige auch als Toter hat man Würde.
    Der einzige der liebe anders rumspringen würde ist der Hirsch, der Bock, der das Frühlingsziehen in den Lenden nun nicht mehr erlebt, oder gibt es irgendwo eine Meran für Hirsche? Wo sie wieder hin können um zu entspannen!
    Ansonsten Chapeau zu den Links, das südtiroler Freßpaket und der mutmaßliche Inhalt sind zu „köstlich“ um wahr zu sein!
    Blackjack

  35. Die paar freien Geister, die...
    Die paar freien Geister, die wir hatten – es waren nur drei – waren sowas wie Luftholen im Moloch. Nur als Hinweis: Wir hatten einen Chemielehrer, der sich zu Beginn des Jahres vor die Klasse stellte, ohne einen Schüler zu kennen, und dann öffentlich selektierte, wen er durchfallen lassen würde. Das war eine Ansammlung von kranken Psychopathen, die nach Lust und Laune Menschen kaputt gemacht haben, einfach, weil manche nicht kriecherisch genug waren. Mein Lateinlehrer hat sich ein Jahr mit allen Tricks abgemüht, um mich nicht in den Genuss eines Latinums kommen zu lassen. Klar ist das in gewisser Weise ehrlich. So ehrlich, wie ich mich dann jedesnmal aufrichtig gefreut habe, wenn einer von denen gestorben ist.

  36. Blackjack, ich habe natürlich...
    Blackjack, ich habe natürlich auch noch ein Bild für den Epilog von den Einkäufen.
    .
    Natürlich ist Meran besser, als gewisse Regionen in Thailand. Ich würde auch keinem verbieten dorthin zu fahren, und ich würde genauso wenig wollen, dass die Apres-Ski-Säufer dort marodierend durch die Strassen zögen. Nur die Vorstellung, dass es sich bald viele Jüngere kaum mehr werden leisten können, dank der etwas schrägen Verteilung des Reichtums durch die Altersschichten, finde ich nicht so angenehm.

  37. Diese auch von mir erlittenen...
    Diese auch von mir erlittenen Gymnasiallehrerverhaltensweisen sind sicherleich generationsunabhängig. Ob Nazi oder 68er (wobei die Gemeinsamkeiten höher sind als die Unterschiede).
    Wenn schon jemand so eklatant die Seite wechselt -und nichts anderes ist die Aufnahme eines Lehramtsstudiums, wenn man selber gerade 13 Jahre Schule überstanden hat- sagt das doch vieles über den Gemütszustand aus!

  38. Mit Verlaub, wir hatten auch...
    Mit Verlaub, wir hatten auch Lehrer aus Überzeugung, die es gemacht haben, weil sie anderen manche Erfahrung ersparen wollten. Ich bin nicht gerade berühmt dafür, Milde walten zu lassen, aber gegen die paar liberalen Lehrer konnte man wirklich nichts sagen. Die waren für viele einfach die einzige Rettung. Ich weiss nicht, wie es ist, wenn alle so drauf sind, aber einer Gleichsetzung kann ich vehement widersprechen. Man darf das auch gerne anders auffassen, aber man enthalte sich da besser Verallgemeinerungen. Altnazis sind wirklich das Letzte, was man hätte in den Schuldienst nehmen dürfen.

  39. Sie haben wohl recht.
    Meine...

    Sie haben wohl recht.
    Meine Verallgemeinerung war wohl Ergebnis meiner Traumatisierung!
    Wenden wir uns lieber der Diskussion über Lardo zu! Ich werde wohl mal wieder nach Meran müssen, um den dortigen zu probieren. Bislang kenne ich nur den toscanischen in feinen Scheiben in Olivenöl und Kräutern eingelegten.
    schusch docet !

  40. Wenn Sie noch welchen...
    Wenn Sie noch welchen kriegen… jenseits der Zwischensaison derdretns einem in dem Laden, ganz schrecklich. Deshalb nimmt man auch die Rentnerzeiten, wenn mäglich, dann ist es noch nicht so voll. Eine Alternative, wenn es schnell gehen sollte, und auch in Lauben, wäre Rossi in Sterzing.

  41. Don, vielleicht sollten Sie...
    Don, vielleicht sollten Sie sich nicht in den Süden sehnen, sondern noch einmal eine richtige ekzesshafte Party geben. Auf der auch Nicht – Tier – Esser so richtig in Stimmung geraten. Denn ich bin überzeugt, dass hoffnungslose Untergangspartys im Dämmerlicht einer Grossmetzgerei uns Jungen die Chance geben, wenn auch nur für kurze Zeit einen Wunsch zu leben wie Ihn die
    “ seriösen“ Alten von 68 nicht mehr habe.

  42. "am einzigen nicht gesund...
    „am einzigen nicht gesund wirkenden Menschen des Tages vorbei“: Wieso? Der harrt doch, wenn ich das richtig zuordne, fröhlich seiner Auferstehung im Paradies entgegen. Auf lange Sicht ist das gesünder als das Leben mit Wiedergängern am Styx – sofern meine Informanten glaubwürdig sind.

  43. Paulchen, oh, ich kann beim...
    Paulchen, oh, ich kann beim besten Willen nicht klagen, ich gehöre zu denen, die gerade noch so durchgerutscht sind, und werde sicher mal ein prächtiger Meraner Fressfeind für die Jungen. Und Exzesse – ich war früher viel in München aus, aber das überlässt man irgendwann denen, die die nötige Kondition mitbringen. Ich wollte nie ein Porscheopa in der Disco werden.
    .
    Wivo, ob man so froh ist, wenn sich Schlangen durchs Gesicht winden? Der mann hatte sicher Ambitionen, aber auch einiges an Ungemach im Fegefeuer zu befürchten, wenn er sich schon so darstellen lässt.

  44. "Im Felde unbesiegt", musste...
    „Im Felde unbesiegt“, musste ich damals denken, als FJS von der Thurn-und-Taxis-Hirschjagd nicht mehr wiederkehrte.

  45. Ich denke, hier geht's um...
    Ich denke, hier geht’s um langfristige Kapitalanlage. Durststrecken von schlappen 500 Jahren Fegefeuer sind ok – wenn die Dividende am Ende stimmt.

  46. Eine Frage noch: wo waren denn...
    Eine Frage noch: wo waren denn die Busse? Eine Ansammlung von Rentnern ohne Busse ist schwer vorstellbar… was auch die Reichtumsvermutung relativiert. Ich stelle mir das so vor: „3 Tage Südtirol im klimatisierten Luxusbus 129 Euro“
    Ich habe mal die Königsstädte in Marokko im Bus abgeklappert – seitdem nie wieder einen Bus bestiegen. Würden Sie im Bus irgendwohin fahren? Dazu muss man leidensfähig und tatsächlich entschlossen sein, zu nehmen, was man noch kriegt.

  47. Lieber Don Alphonso, die...
    Lieber Don Alphonso, die Horrorgeschichten von Altnazi-Lehrern in der bayrischen Provinz scheinen ein nahezu klassisches Thema der 80er zu sein, solcherlei habe ich schon des öfteren gehört. Ich warte immer darauf, dass irgendjemand das mal literarisch aufarbeitet… (Die 90er fand ich zwar auch nicht wirklich berauschend, schon gar nicht in der Provinz, doch wenigstens waren diese Typen dann schon pensioniert oder sahen sich die Radieschen von unten an.)
    Noch zum FJS: Vor langer Zeit weilten einst Freunde von mir auf einer griechischen Insel und begannen dann eines Abends, toasts auf Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auszubringen. Dank ihrer Erfahrungen in Wackersdorf waren sie alle selbstverständlich große FJS-Verehrer, und so folgte einen toast auf den anderen. Die erste Neuigkeit, die sie nach ihrer Ankunft in München erfuhren: der alte Gratler hatte das zeitliche gesegnet…. Heute sind sie sehr vorsichtig mit den toasts.

  48. "Ausgesprochen gesund...
    „Ausgesprochen gesund aussehende Leute, die 1968 vermutlich in Berlin Steine auf einen Staat warfen, der sie zu Lehrern und Beamten, zu Managern und Chefärzten machte.“
    Das erinnert mich an eine Grünen-Politikerin hier in München, die sinngemäss sagte, dass man sich hätte schon blöd anstellen müssen, um keine Karriere zu machen. Inzwischen lebt sie in der Toskana im Ruhestand.
    Pech gehabt, wenn man zu spät geboren und vor allem nicht opportunistisch genug für den öffentlichen Dienst ist.

  49. nnier, man hätte Strauss...
    nnier, man hätte Strauss durchaus gewünscht, dass er den letzten September noch erlebt hätte. So oder so hätte es ihn auch derbröselt, so wie den Streibl.
    wivo, das Problem bei solchen langfristigen Kreditlinien ist immer, dass der Gegenpart die Bedingungen ändert. Tatsächlich war dieser Freund früher auf einem bevorzugten Platz in der Kirche, jetzt ist er draussen – das kann die Bewertung drastisch ändern.

  50. Futterneid aller Orten ?...
    Futterneid aller Orten ?
    Sicher liegt das Geld in der Generation 65+, aber ist es denn nicht deren angemaßtes gutes Recht, die ungeteilten Früchte ihrer zugegebenermaßen damals gutbezahlten Lebensleistung auch genießen zu dürfen ?
    Lieber die Kohle auf den Kopp hauen, tot ist man noch lang genug.
    Die Rentenansprüche dürfen höchstrichterlich sanktioniert nachgelagert besteuert werden (auch für Alt-Fälle, die schon 2005 in Rente waren beim Richterspruch auf Klage eines pensionierten Beamten hin), ab Oktober rückt vielen Rentnern dann das Finanzamt auf den Leib, weil 2005 die beamteten Verfassungsrichter meinten, Rentnern solle es steuerlich nicht besser gehen als beamtetetn Ruheständlern.
    Ich bin nun wahrlich nicht in der Situation der 65+ „Best-Ager“, des „goldenen Zeitalters“, die dank wirtschaftlicher Situation und mangels Globalisierungskonkurrenz eine lückenlose Erwerbsbiographie aufweisen können. Aber, wie sagt der Rheinländer „man muss auch gönnen können“, zumal es sich ja nicht um anonyme „Abzocker“, sondern um die Generation der Eltern handelt.
    So what, wollen wir den Aufstand gegen die Gereontokratie wagen ? Die sind besser organisiert, zahlreicher, gehen immer zur Wahl und haben die finanziellen Mittel zum Lobbying (siehe Mißfelder und die künstliche Hüfte, um im Fleischerei-Fach zu bleiben). Es ist wohl die weitverbreitete Angst, sich vom nicht beliebig zu vermehrenden Kuchen kein größeres Stück mehr abschneiden zu können, eben klassischer Fressneid.

  51. Natürlich hätte es ihn auch...
    Natürlich hätte es ihn auch zerbröselt, weil die Zeiten anders sind.
    Heutzutage würde auch keiner mehr jemanden wie Helmut Schmidt wählen!
    Es gibt auch kein 800er Augsburger Faden mehr zu kaufen!
    Panta rei !!!

  52. Lieber Herr Alphons,
    so wie...

    Lieber Herr Alphons,
    so wie Sie offensichtlich von bayrischen Alt-Nazi-Lehrern traumatisiert wurden ging es mir in den siebziger Jahren bis zum Abitur Anfang der achtziger Jahre mit den ach so liberalen, toleranten und engagierten Junglehrern im Norden der alten Bundesrepublik, von Latzhosen und sichtlich vernachlässigter Körperhygiene über offene Anfeindungen („BMW-Fahrer sind potentielle Mörder“), unmotiviertes sich duzen lassen, unverbrämte Indoktrination, unverborgene Vorurteile gegenüber Bürgerkindern, kreative Auslegung der Lehrpläne und geistloses Herunterbeten der immer gleichen Parolen ist mir nichts erspart geblieben, gelernt habe ich wenig, aber vor allem mich fortan fernzuhalten vom Berufsstand der Lehrer, die nach Abschluß der Schulzeit und darauf folgender Studien- bzw. Berufswahl sich verabschiedet haben aus dem wirklichen Leben und fortan ein durch wochenlange Ferien unterbrochenes, monotones Nahezu-Rentnerleben mit Lektüre von „Zeit“, „Greenpeace-Mitteilungen“ leben und tief in sich eine Abneigung gegenüber denen, die sich nicht für die Verbeamtung und Frühmumifizierung entschieden haben, verspüren.
    Gott erhalte mir meine Vorurteile, aber es war wirklich hart!

  53. wolfram500, ich habe mir fest...
    wolfram500, ich habe mir fest vorgenommen, auch als alter Depp noch meine Gesundheit im Sportwagen zu ruinieren und den Kindern derjenigen einen Floh ins Ohr zu setzen, die sich statt einem Gefährt nachwuchs zugelegt haben.
    Allein: Die Busparkplätze sind nördlich der Altstadt. Meran hat, soviel ich weiss, aber ganz gute Arbeit geleistet, das eher draussen zu halten. Die meisten Busreisen gehen dann eher zum törgelen in Dorf Tirol, Naturns oder Richtung Bozen. Meran hat ohnehin das Glück, dass Brixen und Bozen, wenn man vom Brenner kommt, einiges abfangen, und der Reschenpass ist für Busse eher unsexy.

  54. Don Ferrando, Bayern hat sich...
    Don Ferrando, Bayern hat sich seitdem grundlegend gewandelt. Man sah das, als der Seehofer die Hohlmeierin als Europakraft installieren wollte. Strauss ist von der Legende zum Anlass für betretenes Schweigen herabgesunken; er hat den umgekehrten Weg von Schmidt zurückgelegt.

  55. Georgina, in den 90er Jahren...
    Georgina, in den 90er Jahren hatte ich einen Führerschein und eine Wohnung in Fussweite zum Parkcafe. In den 90er Jahren war alles super. Strauss war tot, und München war rot.
    Ich denke, die mangelnde Aufarbeitung liegt daran, dass sich keiner dafür interessiert. Man will sich nicht daran erinnern, die Jahre waren schlimm genug, und es waren ja nicht nur die Lehrer, sondern auch die Mitschüler, die alles, was anders war und – Gott bewahre – Literatur gelesen hat, drangsalierten. Oben der alte Nazi, unten die Zotenreisser mit ihren geklauten Halbsexheften. Als die Abiturzeugnisse verteilt wurden, war ich gerade auf dem Weg von Visalia nach Reno am Lake Taho, in meinem kirschroten Oldsmobile Delta 88 Baujahr 73 mit 5,7 Liter Hubraum und weissem Leder. Davon kann ich was erzählen.

  56. "Die Rentenansprüche dürfen...
    „Die Rentenansprüche dürfen höchstrichterlich sanktioniert nachgelagert besteuert werden.“
    Eines der krassesten Fehlurteile, das jemals aus Karlsruhe kam.
    Ein Pension ist keine Rente sondern fortgezahltes Einkommen im Ruhestand. Deswegen die Steuern. Jetzt darf ein Teil der Rentner zum zweitenmal Steuern zahlen, weil ein Beamter grün vor Neid war.

  57. Ja, die kenne ich auch,...
    Ja, die kenne ich auch, Loreley. Das sind dann die Nachbarn des Industrieanlagenherstellers (Chemie), die auf den aber nichts böses kommen lassen, wie er auch nicht auf sie. In der Toskana funktioniert schwarzgrün schon seit Jahrewn, man muss es nir noch den blöden Wählern erklären, warum es für alle gut ist, wenn man sich bei Viterbo bestens versteht.
    .
    Glücklicherweise aber gibt die Berufsgrüne die neue Form der Erbtante ab, da kinderlos, und so dürfen manche hoffen, doch noch die Freuden des ökologischen Landlebens mit Blick auf Elba zu geniessen.
    .
    (Wenn ich ehrlich bin, würde aber auch ich mir nach meinem zu schreibenden Bestseller „Reich geboren werden und reich bleiben für Anfänger“ erst einen Bentley und dann ein altes Haus in Italien kaufen, vielleicht nicht unbedingt die Toskana, sondern eher im Zwickl zwischen Italien, Schweiz und Frankreich)

  58. Don, gibt's das ausgelobte...
    Don, gibt’s das ausgelobte Hirschwurzen für’s Bilderrätsel ? Das ist aber offensichtlich, dass Er das Bündner Wappen mit dem Steinbock auf seinen Wägen „nördlich der Fahrertür“ durch die Gegend chauffiere.
    Ist dergleichen ostentativ zur Schau gestellte Affinität mit dem Rätoromanischen nicht ein casus belli für jeden Zöllner, dem eine höhere Bildung zuteil wurde und der den Steinbock im Bündner Wappen vom Hengst im Ferrari-Emblem zu unterscheiden weiß ?

  59. Umverteiler, das habe ich bei...
    Umverteiler, das habe ich bei Rebellen ohne Markt schon ausgeführt, das wäre zu leicht. Aber wenn wirklich so ein Bedarf nach Südtiroler Spezialitäten besteht, mache ich halt in zwei, drei Wochen, wenn der Jaufenpass offen ist, ein Jaufenpass Special und bringe ein paar Fresspakete zum verlosen mit. on my own money.

  60. Und wenn Rätsel, dann...
    Und wenn Rätsel, dann literarisch. Da kommen oben drei Zitate hin, und die müssen Leser zuordnen. Eines der wenigen Dinge, die man nicht googeln kann – und die Bücher, die ich nehme, sind auch nicht in der Google Büchersuche!
    .
    Was nicht gefunden wird, verfüttere ich an meine Katzen, und stelle die Bilder online.

  61. Hugoservatius, bis ich solche...
    Hugoservatius, bis ich solche Leute kennenlernen musste, dauerte es bis zu meiner Zeit beim Bürgerradio. Einer der Gesellschafter war ein alt gewordener Lehrerzausel, der es irgendwie geschafft hatte, sich pensionieren zu lassen, ein paar ungewaschene Ökomädchenapostel um sich hatte und die Hälfte des Jahres in seinem Haus in Spanien war, von wo aus er Anweisungen zur Gestaltung des Programms in seitenlangen Faxen schickte, mit deren Verfassung er seinen Tag zubrachte. Wie ein Irrer aus einem Schelmenroman. Doch auch diese Leute werden irgendwann vom Antlitz der Erde verschwunden sein.

  62. @Auch Verfassungrichter...
    @Auch Verfassungrichter können irren…
    Wenn’s denn dann zukünftig nicht mehr reicht, muß man im gesamtstaatlichen Interesse nach Mitteln und Wegen suchen, das Steuersubstrat zu erhalten. Und wer hat, dem kann genommen werden.
    Und wer dann immer noch am Maulen ist, dem sei gesagt, es trifft ja nur die Fraktion der Rentner, die dem Don in Meran die Plätze im Cafe streitig machen oder auf Malle bzw. Kreuzfahrtschiff nichtsnützig rumlungert.
    Der große Rest ist sowieso auf Kaffefahrten im Reisebus angewiesen, um dem tristen Alltag zu entfliehen.

  63. Umverteiler, ich bin da ganz...
    Umverteiler, ich bin da ganz ehrlich: Ich bin mittendrin. Ich bin zwar nicht alt und reich, aber auch nicht arm und jung. Ich bin Tegernseer. Das sagt eigentlich alles. Ich habe noch 20 Jahre vor mir, in denen ich in diesem Umfeld als relativ jung gelten darf. Vielleicht bringe ich es auch noch zu einem bescheidenen Wohlstand und einem Drittroadster, so dass ich vielleicht in jenen Tagen das feindbild für die abgebe, die erst in der New Economy scheiterten, dann in der Subprimekrise erneut arbeitslos wurden und in der ganzen grossen Depression bis 2014 herumkrebsten, um dann mit 40 ihren kleinen Job so mit Klauen und Zähnen gegen die nächste Generation verteidigten, dass ich am Rande des Schlachtfeldes fragen kann, ob noch jemand Tee möchte.
    .
    Das ist nicht faitr, ich weiss, aber wer partout kämpfen will, muss auf mich verzichten. Es ist sicher nötig. Aber nicht für mich.

  64. herrlich! die szene mit fjs...
    herrlich! die szene mit fjs … mir läuft’s jezt noch kalt den buckel runter. danke für ein paar minuten feinsten lesevergnügens im büro!

  65. Was die Besteuerung von...
    Was die Besteuerung von vermögenden Rentnern angeht: Seitdem ich am Tegernsee wohne, hält sich mein Mitleid da in Grenzen. Die Rente ist sicher nicht das, mit dem das Liften und die 50 Euro für die Sauna und die Luxusrestaurants am See bezahlt werden – und ich glaube auch nicht, dass sich einer von denen dann auch nur eine Minute weniger Lebensfreude leistet. Die wissen durchaus, dass die Uhr tickt, und haben damit einen Vorsprung vor all den Jüngeren, die meinen, sie könnten auf den ein oder anderen Spass im Bett verzichten, weil sie das Leben noch vor sich haben.

  66. @loreley
    Opportunismus...

    @loreley
    Opportunismus brauchen Sie auf jedem Karriereweg, wenn Sie sich nicht als professioneller Kampfbeisser mit deutschen Buchpreisen durchschlagen wollen:
    http://faz-community.faz.net/blogs/meyer/default.aspx
    Der öffentliche Dienst hat immerhin den Vorteil, daß er Ihnen Nonkonformität ohne Bedrohng der materiellen Existenzgrundlage gestattet, wenn Sie sich bei der Einstiegsschleimerei nicht in die Karten haben schauen lassen. Echte gesellschaftliche Teilhabe ist zwar anders, aber die Auswahl an Türspalten, an denen man sich heutzutage die Schuhe ruinieren kann, ist nunmal gering.
    @Alphonso
    Was ist mit der Torta? Mal ehrlich, immer diese desavouierende Grundhaltung, wenn Sie die Wurst nicht mögen, lassen Sie eben selbige sich selbiges sein und erzählen Sie was von den schmackhaften Kalorien, bevor wir in Sommerkleiderabstinenz gehen müssen.

  67. Kaffeetrinker: Morgen dann der...
    Kaffeetrinker: Morgen dann der Epilog.
    .
    ziemlichgut: Danke. Mir war’s richtig gruslig. So echt! So dick! So rosa!

  68. Ich darf doch daran erinnern,...
    Ich darf doch daran erinnern, liebe kuenftige Silber(kannen)-Generation: Der staerkste Jahrgang war (na?) 1964. Der ist von der Rente noch weit entfernt. Wie die 68er zu Beamten wurden, so wird die Generation Golf auch auf ihre Restrente schauen. Demenz ist ja auch ein Ziel. Wenn der richtige Tsunami kommt (wie in den s/w-Filmen der 60er), dann muessen wir wieder Elche, Hirsche und, naja, jagen. Aber ohne Waffel, nur mit (Kuehler)grill. Erben beruhigt ja auch, und die Freibetraege wurden eben erhoeht. Was reden alle uber FJS und Helmut Schmidt? Der Schwarze Riese, just married, wird ewig ueber unsere Rentner wachen und am Ende seine eigene Pension vererben. Perfekt. Vorschlag: Zahlt die Rente in Silberkannen oder in Form vollverzinkter Chassis aus!

  69. Don, geben Sie es zu: Sie...
    Don, geben Sie es zu: Sie waren früher ein Popper. Und irgendwie sind Sie immer noch…

  70. Übrigens, Kaffeetrinker: Auch...
    Übrigens, Kaffeetrinker: Auch wenn es bei mir in Sachen Bucheinband geflutscht und mein Verleger der freundlichste Mensch der Welt ist: kaum ein Geschäft ist so widerlich, kleingeistig und von ärmlichen Möchtegerns geprägt, wie der Kampf um das gedruckte Buch. Man besehe sich nur mal die Amazonrezensionen von Freund und Feind.

  71. @Umverteiler: Das ist genau...
    @Umverteiler: Das ist genau die Einstellung der Leute, die sich nicht betroffen wähnen: „Wer hat, dem kann genommen werden“. Man muss sich aber vorsehen; wenn erst einmal Rechtssicherheit aufgegeben wird, brennt plötzlich auch denen das Hemd, die gedachten, schadenfroh oder zumindest gleichgültig zuzusehen, wie den Anderen das nämliche vom Körper gezogen wird.
    Das ist wie mit der Freiheit: sie ist auch für die wichtig, die sich nicht unfrei fühlen, sie wissen es nur (noch) nicht…

  72. Paul Weller: Ich war der...
    Paul Weller: Ich war der Vergeistigte, den alle hassten, bis ich surfen lernte und begriff, dass ich mich wehren kann. Und als noch das Rennrad kam, konnte ich endlich ohne Belästigung lesen.

  73. Wenn es auch auf einer alpinen...
    Wenn es auch auf einer alpinen Verfolgungsfahrt passieren mußte:
    Endlich,endlich,Don Alphonso, kommen wir zu diesem Thema,das die wahre Intonierung der an jeder Ecke rezitativ angesungen „Generationen-Gerechtigkeits-Hymne“ anstimmt.Nunja,nach Mallorca,wo die andere Hälfte,die rentenmäßig immer noch gut ausgestattete ,meist Doppelverdiener-Renter-Paare,Hälfte der Welten-Herren haust,führen eben keine verschneiten alpinen Rennstraßen.

  74. Driver, ich wohne ja in den...
    Driver, ich wohne ja in den Bergen, das nächste Revier ist 10 Minuten zu Fuss entfernt, und sollten mir Pilze nicht mehr reichen, sind da immer noch viele Apfelbäume und das Schild „Vorsicht! Freilaufende Hühner“. Mir ist nicht bang. Der Berg schützt die Seinen.

  75. Einen kirschroten Oldsmobile...
    Einen kirschroten Oldsmobile Delta 88 Baujahr 73 mit 5,7 Liter Hubraum und weissem Leder. habe ich heute noch.Nur fahren kann und darf ich ihn (und man weiß ja -warum) nicht mehr.Obwohl ; sollte man die Fahrten mit derartigen AUtos nicht mit BONI fördern.Schließlich fährt man seit EInführung der Ökosteuer doch für die Rentner von Meran !

  76. arathorn, die Luxusvariante...
    arathorn, die Luxusvariante ist hier überall: Weihnachten bis März am tegernsee und den Rest des Jahres in Malle. Malle muss an Weihnachten die Hölle sein, und so ein Bergwinter ist toll, wenn man in zwei Stunden wieder weg sein kann.
    .
    Abgesehen davon: Ich halte mich aus dem Konflikt raus. Ich bin neutral, nur der Franz Josef hat mich schockiert. Und der Flick auch.

  77. jaja die nervigen piefkes...
    jaja die nervigen piefkes

  78. Eine große Geste ist nunmal...
    Eine große Geste ist nunmal kein Indikator für einen großen Geist, aber wir müssen wohl noch ein paar Jahre Dieter-Bohlen-Diskurs betreiben, bis diese Erkenntnis zur Selbstwahrnehmung des Literaturbetriebs durchgesickert ist.

  79. Ach Don, komm, Du hast uns...
    Ach Don, komm, Du hast uns alle verarscht. Du warst nie im Meran und Du warst auch nie ein Vegetarier. Ich hab Dich in Tegernsee gesehen, Dienstags am Markttag und was machtest Du? Du standst am Bockbierstand – nicht mit Bockbier, Du hattest eine Riesenbockwurst in der Hand und Dein Mund war vom Senf verschmiert, Du hattest ganz schön Kohldampf.
    Komm, jetzt gib´s schon zu.

  80. Ich habe eine Rechnung von der...
    Ich habe eine Rechnung von der Goldenen Rose in Naturns, die zeige ich Ihnen, wenn Sie ein Photo von mir am Tegernsee vorzeigen möchten.

  81. Verehrter Don,
    ich bin immer...

    Verehrter Don,
    ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert, was in Ihrem Hirn so an Wissen und Sprachwitz steckt. War nie Fan von einem Popstar (ausser vielleicht von Herrn P.Lückemeier), aber in meinem vorgerückten Jugendalter (25) erkläre ich mich hiermit als Ihr Fan und werde ungefiltert alles glauben, was Sie erzählen.
    Aber mal ernsthaft auf die Lehrer-Jugend-Geschichts-Disskussion eingehend:
    Manchmal wäre ich lieber relativ jung als sehr jung.
    Meine Lehrer waren keine AltNazis und auch keine 68er, sondern schlicht langweilig bis durchschnittlich. Gegen sowas zu rebellieren ist verdammt anstrengend. Und wenn man so wenig Gegenwehr kriegt, dann wird man lasch.
    Irgendwie sind wir sehr jungen Leute verwöhnte Bälger, deren Seelenleben und Biographie aussehen wie unsere IKEA-Wohnungen, wir haben ganz ehrlich gesagt nicht viel zu sagen.
    Vielleicht fasziniert einen (eine wie mich) deshalb das Leben der Stützen der Gesellschaft so stark.
    Weil da steckt noch ein bisschen Geschichte drin. Und Tradition. Vielleicht auch viel mit Staub behaftet und unsinnig, aber alleine der 5-Uhr Tee…
    Der 5-Uhr Tee ist das, was Familien zusammenhält, finde ich.
    Da kann ich mit meiner Oma über ihre Jugend als Tochter eines schwäbischen Klavierbauers auf Java schwätzen, man erinnert sich, wer einem das Porzellan vererbt hat und kaut regelmäßig die Familiengeschichte und ihre Protagonisten durch. Das verbindet. Auch in Zeiten einer in sich zerbröselnden Gesellschaft.
    Ich plädiere hiermit für ein 5-Uhr Teestunden-Gesetz.
    Zur Rettung der Welt.

  82. Hätten Sie gerne ein Schuß...
    Hätten Sie gerne ein Schuß Milch in ihr heißes Wasser, O‘ Fünfuhrteefix?

  83. @wolfram500
    Wie kommt es, dass...

    @wolfram500
    Wie kommt es, dass meine rezitierten Sprüche „Wer hat, dem kann genommen werden“ immer bierernst als meine persönliche Meinung rezipiert werden ?
    Don, ist es das Vorrecht des Blogautors, den Hofnarren spielen zu dürfen, dessen Worte nicht auf die Goldwaage gelegt werden, oder komme ich mit meinen teilweise etwas pointierten Statements dermaßen ungestalt rüber, dass ich demnächst Ironie-Tags setzen muß: Wer hat, dem kann genommen werden
    Schon Damenwahl, ihres Zeichens ledig, arbeitswütig, karrierebetont und kinderlos, hielt mich ob meiner Aussagen in „Aussterben für Anfänger“ für einen schlimmen Kinderhasser. Ist ’ne schlimme Angewohnheit von mir, gelegentlich den advocatus diaboli spielen zu müssen und dem belesenen Herrn Bundesfinanzminister seinen „Il principe“ rezitieren zu müssen.

  84. (the master went...
    (the master went crestarunning, but will answer any comments later)

  85. @Jordanus

    Danke, sehr...
    @Jordanus
    Danke, sehr aufmerksam. ;-) Statt Tee ist Ihnen wohl etwas in Richtung festerer Nahrung genehm? Wie bäckt man literarisches Shortbread?

  86. @Kaffeetrinker

    Nein. Es gibt...
    @Kaffeetrinker
    Nein. Es gibt auch Branchen in denen es reicht, etwas zu können.

  87. Liebe Pamela,

    als ihr mit 26...
    Liebe Pamela,
    als ihr mit 26 nur wenig älterer Altersgenosse möchte ich ihre Ansicht über weite Teile unserer Generation teilen.

  88. Ach, lieber Umverteiler, dabei...
    Ach, lieber Umverteiler, dabei hatte ich Ihre Ironie diesmal durchaus verstanden. Kann bitte offiziell vermerkt werden, dass ich auch in meiner voelligen Humorlosigkeit lichte Momente habe?

  89. @ Umverteiler: Mir kamen schon...
    @ Umverteiler: Mir kamen schon Bedenken ob der Angemessenheit meines Einwurfs, als ich ihn gerade abgeschickt hatte. Ich diagnostiziere bei mir eine geringfügige Aversion gegen den Begriff „Umverteilung“ und bitte Sie, deshalb nicht beleidigt zu sein.
    Ich solidarisiere mich mit Ihnen insoweit, als ich in „Aussterben für Anfänger“ von einer jungen Dame angegriffen wurde, weil sie vermutete, ich sei ein Erbgut-Faschist. Das mir, der ich, 67, Teil einer patchwork-Familie mit 4 Kindern (2 eigene), 9 Enkeln und einer unüberschaubaren Vielzahl von Verwandten nahe daran zu sein hoffe, das Vorstadium der Altersweisheit zu erreichen.

  90. Hmmm.

    Ich sehe keinen...
    Hmmm.
    Ich sehe keinen Berufsjugendlichen, der Schundzeitungen anpreist, sondern nur ein sterbenslangweiliges Popup für die WiWo…

  91. Driver, es gibt solche und...
    Driver, es gibt solche und solche Generationen Golfe. Wer bei einem Mittelständler oder einer Versicherung ganz normal Karriere gemacht hat, hat wenig zu befürchten. Aber das ganze neoliberalalale Wasmitmedienplebs wird vermutlich wenig Spass haben, weil da in den nächsten 12 Monaten extrem viele Türen zugehen werden. Das wird dann die neue Generation Altersarmut: Die Berliner Altbaumieter mit den hohen laufenden Kosten und den dünnen Kapitaldecken. Gleichzeitig sind das aber auch die in den Medien Überpräsenten, weil niemand Interesse an einem Controller eines Schraubenherstellers mit zwei Kindern in Tübingen hat.

  92. Tiroler, ah gehn'S, wo soinma...
    Tiroler, ah gehn’S, wo soinma nochad hi mid de Breissn? Nemtses, mochts domid wos woids.

  93. sethos, grad vorher war sowas...
    sethos, grad vorher war sowas noch auf der rechten Seite.

  94. Pamela, glauben Sie besser gar...
    Pamela, glauben Sie besser gar nichts. Journalisten sind bestenfalls angenehme Plauderer und in der Regel noch unangenehmer als Politiker und Verkehrspolizisten. Die Idee mit dem Tee ist gut, allerdings passt das schlecdht zu meiner Rodelei, denn um 5 bin ich reichlich oft am Berg. Und wenn es mich dann – wie heute – zweimal derwuzelt, ist das schlecht für Tasse und Kanne.

  95. Umverteiler, bittschön, es...
    Umverteiler, bittschön, es ist alles nur Geplauder in diesem Blog. Bloss nicht alles so ernst nehmen. Virtuelles Kaffeekränzchen. Die ernsten Themen finden sich in anderen, hochwertigen und relevanten Blogs.

  96. Lieber Umverteiler, das ist...
    Lieber Umverteiler, das ist endlich mal eine Gemeinsamkeit, meine Versuche, ironisch zu sein, werden auch nicht immer verstanden, daher ein Nachtrag zur Ironie. Ohne jede geisteswissenschaftliche Vorbildung ist mein Verstaendnis von Ironie, eine Stellungnahme abzugeben, die man eigentlich nicht ganz ernst meint. Das muss der Empfaenger erkennen, daran dass die Stellungnahme fuer sich genommen absurd, als Meinung des Absenders nicht stimmig ist, oder aber indem durch Tonfall/Gestik der Anspruch der Ernsthaftigkeit genommen wird. Letzteres faellt in Blogs schwer (will man nicht auf klaegliche Emoticons zurueckgreifen), zweiteres ist auch schwierig, falls man nicht gerade Profile aller Kommentatoren fuehren moechte, um Aussagen in den Kontext einer Person einordnen zu koennen. Bleibt Option Nummer eins, die aber ganz wesentlich von den Wertvorstellungen und Ansichten des Adressaten abhaengt. Wenn Sie sich in erheblicher Laenge ueber Eltern (nicht Kinder, oder?) beschweren, garniert mit Kritik an militantem Elternverhalten, volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung und Steuersubventionen, kann es schon mal passieren, dass das fehlinterpretiert wird. Da ich Sie mittlerweile als Steuerfeind einordnen kann, war Ihr obiges Statement hingegen ganz eindeutig ironisch fuer mich. Andererseits gibt es genug Menschen, die Ihren Beitrag im „Aussterben“ fast identisch haetten abgeben koennen, jedoch OHNE ironische Absicht.
    Die ironische Intention des Don ist leichter zu erkennen, weil das gewissermassen ein konsequentes stilistisches Mittel ist – und selbst das gelingt ja nicht allen Lesern. Ich bedauere das Missverstaendnis, und habe vermerkt, dass ich bei Ihnen zukuenftig grundsaetzlich Ironie unterstellen darf. Recht so?
    Ach ja: ich bin nicht karrierebetont, sondern habe nur studiert, um Zugang zum universitaeren Heiratsmarkt zu erhalten, leider ohne Erfolg, weshalb ich jetzt dummerweise arbeiten muss, bis auf weiteres. War das jetzt ironisch?
    Lieber Don, wenn das hier zu off-topic ist, sind Sie herzlich eingeladen, es nicht freizuschalten.

  97. Nein, bitte, plaudern Sie,...
    Nein, bitte, plaudern Sie, plaudern Sie!

  98. Nun bayerische Gymnasien waren...
    Nun bayerische Gymnasien waren schon immer die Hölle für die Unangepassten und die Gescheiterten und Unbequemen hat man dann gerne nach Franken versetzt, weil mit den Franken kann man es ja machen.
    Auf meinem Gymnasiumgab es:
    Einen Sportlehrer, der keinen Mädchensport mehr beaufsichtigen durfte nachdem sich doch zu viele der Mädels beschwert hatten und man es nicht länger ignorieren konnte. (Entlassen wurde er aber trotzdem nicht)
    3 Alkoholiker
    Einen ‚closet homosexual‘ der mit Frau und drei Kindern eine Lebenslüge aufgebaut hat an der er langsam zerbrochen ist.
    Diverse Minidiktatoren, die gerne auch mal die Zukunft unbequemer Mitschüler ruiniert haben, weil wer Wiederworte gibt muss mit 6ern bestraft werden.
    Die ‚Disziplin und Gehorsam‘ Fraktion die als Alt-Nazis kurz vor der Rente standen oder die erste generation danach, der man das noch eingebläut hatte.
    2 Lehrer die Verhältnisse mit Schülern hatten.
    Die Liste der normalen und guten Lehrkräfte liesse sich an einer Hand abzählen.
    Bei der Sache mit Mediendingsda vs. richtige Jobs im MIttelstand bin ich leider nicht ihrer Meinung werter Don.
    Deutschland verkauft hier gerade seine Zukunft, da die einzige Angst die die Firmenchefs im Moment umtreibt diejenige vor den Kosten ist. Die größte Angst des Firmenchefs liegt darin, dass der Bewerber zu viel kosten könnte.
    Deshalb boomen die ‚Dienstleistungsfirmen‘ wo sich selbst Ingenieure und Informatiker unter Preis verdingen (obwohl die als Mangelware und deren Jobs als Krisensicher gelten), weil mittlere und große Firmen aus Angst vor den Kosten lieber Projekte mit 60% Zeitarbeitern fahren.
    Wenn man fest angestellt ist betreut man als Projektleiter Outsourcingprojekte in Indien oder dem Ostblock und schreibt Spezifikationen für Billigkräfte im Ausland.
    Andererseits sind gut ausgebldete Fachkräfte aus Deutschland im Ausland hoch im Kurs. Wohl mit ein Grund warum jedes Jahr 300.000 gut ausgebildete junge Leute unser Land fluchtartig verlassen.
    Auch das ist ein Verdienst unserer Vorfahren, die die Zukunft beliehen haben weil sie den Hals nicht vollkriegen.

  99. Don, welchen Film empfiehlt...
    Don, welchen Film empfiehlt denn die bessere Gesellschaft denn zur Zeit? Ich möchte am Wochenende mal wieder ins Kino gehen….

  100. DDie Verbuchung des noch nicht...
    DDie Verbuchung des noch nicht gedrehten Films Nimrods Tochter von Wodehouse.

  101. "Als die Abiturzeugnisse...
    „Als die Abiturzeugnisse verteilt wurden, war ich gerade auf dem Weg von Visalia nach Reno am Lake Taho, in meinem kirschroten Oldsmobile Delta 88 Baujahr 73 mit 5,7 Liter Hubraum und weissem Leder. Davon kann ich was erzählen.“ Bitte, gern!
    Ich war zum Zeitpunkt meiner Abiturzeugnissverleihung in Marokko, wozu ich Kleidung ähnlich jener britischer Kolonialherren um 1900 trug und suchte den Berberstamm, der meinem Papa auf seiner Tour einen Teppich geschenkt hatte (falls diese Legende stimmt…).
    .
    Noch zur bayrischen Provinz in den 90ern: die war auch dann nicht angenehm, revoluzzende Neo-Hippie Jugendliche wurden von Passanten mit ziemlich faschistoiden Drohungen bedacht. Apropos: Ihre Freude ob des roten Münchens ua. verleitet mich doch zu der Vermutung, ob Sie nicht heimlich ein richtiger gauche caviar sind? Oder darf man das hier nicht fragen, da Don Alphonso sich nicht gerne dekodieren läßt, lieber geheimnisvoll und flüchtig bleibt? Ich muss aber gestehen, daß ich in meinem Kopf durchaus eine große Schubladensammlung habe – eine Art geistiger Kabinettschrank sozusagen, mit einer großen Anzahl verschiedener Fächer – in den ich alle realen und literarischen Gestalten einordne, die lebenden wie die vergangenen.

  102. Ach, und noch zu den...
    Ach, und noch zu den „bleibenden Werten“, die von mehreren hier erwähnt wurden? Gibt es die denn wirklich? Irgendetwas, das wirklich alle Zeitenläufe überdauert, nicht nur ein paar Jahrhunderte? Ich denke da an die alten Herrenhäuser in einigen Teilen Ostdeutschland, die eines nach dem anderen von der roten Armee in die Luft gejagt wurden. Manche hatten noch hochmittelalterliche Grundmauern, und bei der Sprengungen flogen im Umkreis von mehreren Kilometern die Fensterscheiben in allen Häusern raus. Weg, finis. Leider auch kein bleibender Wert…

  103. :-DD
    Beim Bemühen, den Don zu...

    :-DD
    Beim Bemühen, den Don zu decodieren, decodieren sich hier…

  104. Liebe Pamela, Ihre einzelnen...
    Liebe Pamela, Ihre einzelnen Feststellungen teile ich alle: ich lese gerne Dons Blogs, die Altnazis und 68er waren vom Zahn der Zeit so angefressen, dass es nicht viel zu rebellieren gab, mit vielen uebersaettigten juengeren Menschen mangelt es an gemeinsamen Themen und von Traditionen halte ich viel. Andererseits widerstrebt mir die pauschale Verklaerung der Vergangenheit wie auch die Verurteilung einer ganzen Generation. Weder sind alle aelteren Herrschaften in toto so viel besser und interessanter als die jeweiligen Altersgenossen, noch wird das eigene Leben oder Umfeld interessanter, indem man vergangenen Zeiten hinterhertraeumt. Oder ist mir hier schon wieder ein ironischer Unterton entgangen? Wenn man ein bisschen sucht, findet man durchaus in der eigenen Generation interessante Zeitgenossen, die ganz ohne demonstrative Rebellion neugierig, engagiert und keineswegs inhaltsleer sind. Wir koennen ja mal um fuenf Uhr Tee trinken und das ausdiskutieren…

  105. Das war übrigens gerade der...
    Das war übrigens gerade der 1968. Kommentar auf diesem Blog.

  106. Liebe Damenwahl!
    Sie haben...

    Liebe Damenwahl!
    Sie haben völlig recht.
    Sollte eine nette Teerunde zusammenkommen, so wäre ich auch gerne dabei. Leider kann ich nicht mit einer Silberkanne dienen, weil die durch Alphonsos Kauflaust eine Hausse erleben, aber eine schöne Torte (selbstgebacken) stifte ich gern!

  107. Und Sie werden immer noch...
    Und Sie werden immer noch nicht nach Anzahl der Kommentare entlohnt? Vielleicht koennte man das als variablen Bestandteil aufnehmen, wie bei den Investmentbankern… strikt anreizneutral, natuerlich.

  108. Ich käme mir sehr schäbig...
    Ich käme mir sehr schäbig vor, würde ich die Kommunikation anderer Leute kommerzialisieren. Bezahlt wird der Text, denn das ist Leistung. Gespräche dürfen nie kommerziell sein. Man würde nur als kommentargeiler Aufpeitscher enden. Es gibt ja leider genug von der Sorte. Ich fand nur die Zahl in dem Kontext amüsant (wir nähern uns den bleiernen Kohl-Jahren)

  109. Oh, Don mein Don,

    Falco hat...
    Oh, Don mein Don,
    Falco hat es ja 1982 schon antizipiert:
    http://www.youtube.com/watch?v=2KEIdgh44zM
    Und im U4 gleitn die Goldfisch ;-)
    Es lebe die Ironie und der kleine feine Unterschied. Mehr davon will ich
    i.A.
    meiner Generation

  110. Wie bitte???
    Jetzt waren auch...

    Wie bitte???
    Jetzt waren auch die Kohl Jahre bleiern ???
    Es war doch ein geradezu goldenes Zeitalter!!
    Lieber Vetter, ich bin hin und hergeriisen zwischen großer Freude über viele Ihrer Texte und kopfschüttelndem Unverständnis!!

  111. Schaebig... . Man wuenscht...
    Schaebig… . Man wuenscht sich, andere Professionen haetten den Begriff auch in ihrem Wortschatz. Und natuerlich, pardon, wollte ich keinesfalls Ihrem Ehrgefuehl zu nahe treten.
    .
    Werter Don Ferrando, mit Vergnuegen. Kuchen ist wunderbar. Ich habe Hunger, seit ich von der Nusstorte gelesen habe.

  112. @Vroni: "I did not know...
    @Vroni: „I did not know before,“ continued Bingley immediately, „that you were a
    studier of character. It must be an amusing study.“
    „Yes, but intricate characters are the most amusing. They have at
    least that advantage.“

  113. Don Ferrando, zwischen Kohl...
    Don Ferrando, zwischen Kohl und Strauss gab es heftige und unschöne Überschneidungen. Zwei Seiter einer Regimemedaille, die unendlich schien.

  114. damenwahl, für die Suche nach...
    damenwahl, für die Suche nach solventen Herren ist die FAZ sicher nicht der Schlechteste aller Orte, besonders bei neoliberalen Wirtschaftsbeiträgen finden sich immer wieder Leute, die Worte wie „Gutmensch“ oder „Linker“ in verächtlicher Weise im Mund führen.

  115. Georgina, was die Werte...
    Georgina, was die Werte angeht: Die Russen haben genug eigene Probleme. Und gewise Zonen wie die „Westviertel“ haben sehr oft alle Zeitläufe unbeschadet überstanden. Irgendwo müssen Eroberer im schlimmsten Fall ja auch wohnen.

  116. O Mann, ich stelle mir das...
    O Mann, ich stelle mir das gerade vor: ein Verdienstorden für besondere Leistungen auf dem Gebiet der geistig-moralischen Wende, ein dickes Bronzeteil mit Januskopf aus Kohl- und Straußprofil.

  117. Nicht wahr? das denke ich...
    Nicht wahr? das denke ich auch. Und nebenbei verkürzen die netten Plaudereien den langen Arbeitstag so angenehm. Neoliberal oder nicht, das ist eher unerheblich, Hauptsache finanziell unabhängig und mit Kinderwunsch. Und Verständnis für Ironie wäre schön, da ich damit so reich gesegnet bin.

  118. Siehste, zack hat man eine...
    Siehste, zack hat man eine nette Teerunde zusammen. Don: Eine Silberne Kanne hab ich noch von besagter Oma, die es von Tante Brunhilde deren Erbtante ihr diese zur Hochzeit aus England und so weiter.
    Verklärung der Vergangenheit und bleibende Werte. Nein in der Gefahr sehe ich micht, Plaudern ist ja meist kein dialektisch ausgereiftes Stück Wissenschaft, von daher war mein Beitrag etwas einseitig romantisch gefärbt. Ironie? Nein sowas kenne ich nicht, ich bin durch und durch ein naiver Gutmensch.
    Mhm, und schöne ostdeutsche Gutshäuser (darum trauern Teile der Familie noch heute), die in die Luft flogen, bumm, finis, weg waren sie…ja dem stimme ich zu. Werte, Familienrituale, Traditionen sind ja nicht l’art pour l’art, sondern sollten im besten Fall dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Bleibenden Wert, alltagstauglich sind sie, wenn sie uns darin unterstützen, mit den Mitmenschen halbwegs gut klarzukommen und das Leben ein bisschen strukturieren. (Dringend notwendig im Falle reicher Erben ohne Erwerbstätigkeit)
    Herrje, Tee will ich jetzt nicht, lieber so eine Wurst, so eine würzige…

  119. Georgina, Don Alphonso ist wie...
    Georgina, Don Alphonso ist wie sein Autor schlechterer Sohn aus besserem Hause, nur etwas dümmer und aufdringlicher. Der Autor ist der langweiligste Mensch von der Welt und bevorzugt eigentlich Bücher, aber die muss er auch irgendwie bezahlen.

  120. Pamela, gerne liefere ich die...
    Pamela, gerne liefere ich die Würste nach, auch wenn sie noch weniger langfristig als Häuser sind. (Mag man die wirklich? Uah. Dann sollten Sie vielleicht in Zukunft die Jagd in den Bergen betreiben, nicht ich. Tee wächst dort nämlich keiner.)

  121. @Pamela, Don
    Teewurst wäre...

    @Pamela, Don
    Teewurst wäre vielleicht ein guter Kompromiß. Die rauhe Rügenwalder, die es in jedem Supermarkt gibt und die auf der Plastikhülle Ländlichkeit und Authentizität vortäuscht.

  122. Am Eingang des Münstertales...
    Am Eingang des Münstertales ist Kloster Marienberg. Die machen dort ganz famosen Kräuterkäse. Wirklich. Da muss man kein Viech umbringen.

  123. @ DA: ein echtes...
    @ DA: ein echtes Lesevergnügen, rein sprachlich gesehen, auch wenn ich zum Inhalt parout keinen Kommentar abgeben kann.
    @ Umverteiler: ach wie schade, dass die Kinder- und Elternfeindlichkeit nur Ironie war. Ich hatte auf eine verwandte Seele gehofft, man fühlt sich mitunter doch recht allein gegenüber der medialen und staatlichen Progapanda „Pro Fortpflanzung“…
    @ Wolfram500: Sie haben bisher nichts getan, um die Vermutung, Sie seien ein Erbgut-„Faschist“ (habe ich übrigens weder gesagt noch gemeint, aber nun, da Sie es schon selbst ansprechen…) zu widerlegen. Mal ganz ernsthaft: warum genau gehen Sie davon aus, eine Adoption sei der sicherste Weg, enttäuscht zu werden, ob nun im positiven oder negativen Sinne?

  124. Georgiana, gibt’s was zu...
    Georgiana, gibt’s was zu gewinnen, wenn man Ihr unglaublich schwieriges Literaturrätsel löst + die Autorin kennt? Oder wollten Sie nur Vroni wiederum unglaublich verrätselt zu verstehen geben, dass es sich bei Ihnen um eine überaus komplexe, garüberhauptnienicht zu entziffernde Persönlichkeit handelt? Hmm, wie die Bezüge weben … So ziemlich zur gleichen Zeit gestern abend saß ich vor Germany´s next topmodels + da stellte sich so ein putziges Schnepfchen als die weltcrazieste Dramaqueen vor.

  125. Oje, jetzt geht's doch los mit...
    Oje, jetzt geht’s doch los mit den Harmenskämpfen. Dabei hatte der Don sich so bemüht, allen gleichermaßen Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und sich höflich über die Unvollkommenheiten seiner Gespielinnen auszuschweigen.

  126. Ja, so sans, die Mädels ......
    Ja, so sans, die Mädels …

  127. Ich bin der Mann mit den...
    Ich bin der Mann mit den Kaminwurzen – ich stelle hier die Rätsel. Und ich kenne auch im Gegensatz zu oben dann auch die Lösung.

  128. Kaffetrinker, solange...
    Kaffetrinker, solange ausnahmsweise mal keiner auf mich einhaut, kann ich mit allem gut leben.

  129. nicole: Vielen Dank. Ich hatte...
    nicole: Vielen Dank. Ich hatte es nicht anders erwartet.

  130. Nachtrag (ich hoffe, das...
    Nachtrag (ich hoffe, das bekommt noch jemand mit)
    @Ladyjane: Mei, mir san doch hier deadly serious and not serious at all, oder? Da das Literarturrätsel ja nicht so wirklich schwieirg war, bekommen Sie von mir also höchstens einen vergoldeten Kaffeelöffel (aus Metall), den ich auf ebay erworben habe;-) Ansonsten überlasse ich es dem Hausherrn dieses netten Kaffekränzchens, sich für die Belohnung der literarischen Kenntnisse seiner Leser in Unkosten zu stürzen.
    .
    Dass Sie mich in die Nähe einer Dragqeen rücken, amüsiert mich ganz außerordentlich. Ich bin davon zwar real recht weit entfernt, mag aber deren subversive Buntheit.

  131. Georgina, wenn die FAZ in...
    Georgina, wenn die FAZ in Sachen Mille Miglia mitzieht und das hier nicht zu kindisch findet, können wir von dort aus ein Reiserätsel für die Daheimgebliebenen auf Spuren der Grand Tour machen.

  132. @Georgina Darcy, doch, immer...
    @Georgina Darcy, doch, immer deadly und at all, weil für viel Subtilität reichts bei mir nicht ;). Drama stand da, net drag, aber auch das war nur so hingedrechselt von mir, einem unfeinen Impuls folgend, vielleicht Anfängerfehler beim Kommentieren. Also nix für ungut + von meiner Seite gut jetzt + uns allen weiterhin viel Spaß. PS: Als Quizkandidatin steh ich nicht zur Verfügung, ich hab ein Hessenabi.

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