Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Popstmoderne und Profanisierung (mit Verlosung)

| 32 Lesermeinungen

Nach über einer Woche Kirchen und in Ländern, in denen die katholische Kirche immer noch fast die Staatsreligion ist, haben wir viel gesehen und doch nichts verstanden. Man kann darüber streiten, ob Glaube alles ist, oder nichts - in jedem Fall ist es zu viel, um es als Aussenstehender zu begreifen. Gerade in einer Zeit, die manche als gottlos und andere nur als profan erachten, aber auch angesichts der Kirchen, in denen diese Entwicklung selbst seit Jahrhunderten angelegt ist. Kurz: Wir wissen es nicht. Aber wir habewn was zu verlosen.

Geniessen wir das Papsttum, weil Gott es uns gegeben hat.
Papst Leo X.

[von Don Alphonso und Andrea Diener] San Matteo ist die letzte Kirche unserer Romreise. Sie steht in Verona, gleich hinter dem antiken Tor, und sie füllt sich. Sie füllt sich wie keine Kirche sonst auf diesen 2400 Kilometern von Frankfurt nach Rom. Zu Beginn sind wir ziemlich allein, gegen Ende ist sie bis zum letzten Platz besetzt. Wir, die wir eine Woche kaum ein anderes Thema als den Katholizismus hatten, sind im Chor, über der versammelten Gemeinde, gegenüber hinter den Chorschranken sitzen zwei falsche Blondinen und betrinken sich heftig, hinter ihnen gesellt sich einer Männergruppe dazu, die sie unverhohlen anstarrt. Ein Gruppe sehr gut gekleideter und sehr lauter älterer Ehepaare komplettiert die Besatzung dieses heiligsten Ortes, aber die Gemeinde im Kirchenschiff interessiert das alles nicht. Man müsste sich hinstellen und denen eine Predigt halten, die sich gewaschen hat, dass wir in zig Kirchen in drei Ländern waren, dass wir dort Bettler und Priester gesehen haben, Glanz und Elend, Glaube und dessen Verrat, Beter und Kunstsinnige, fein gekleidete Japanerinnen und Deutsche mit schlimmen Schuhen, aber kein einziges Mal so einen verlotterten Haufen, der kein anderes Interesse hat als Essen, Trinken und vielleicht noch die Sexanbahnung, als wäre das hier keine ehrwürdige Kirche aus dem 11. Jahrhundert, sondern ein zur Kaschemme herabgewürdigtes Haus Gottes, wo jeder, der das Gedeck zahlt, sich im Allerheiligsten den Magen vollstopfen kann. Aber es würde sie nicht rühren.

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Denn San Matteo ist ein Restaurant. Ein sehr gutes Restaurant, das von all jenen verschont wird, die an der Arena di Verona grauenvolle Pizzen zu überzogenen Preisen kaufen. Als Napoleon in Italien einmarschierte und bei der Gelegenheit gleich das Papsttum de facto abschaffte, hoben seine Beamten auch diese Kirche auf, die bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts nicht mehr als ein Lager war. Erst dann wurde San Matteo zu einem Restaurant umgebaut, das den Beweis antritt, dass Kirchen durchaus auch ohne Glauben funktionieren.

Genauso, wie die Fragmente des Glaubens auch ausserhalb der Kirche funktionieren. Weil die Kirche den Anspruch erhebt, alle Lebensbereiche eines Menschen durchdringen zu wollen, auch die profansten, ist nichts vor ihr und ihrer Symbolik sicher. Und wenn es nur Symbolik wäre, aber das ist es eben nicht, das sind wirklich Wundertaten und Verwandlungen und Engelserscheinungen, die hin und wieder berichtet werden und die sie dankbar in ihr Repertoire aufnimmt als Beweis, daß der Mythos nach 2000 Jahren noch wirkt und sich noch nicht abgenutzt hat. Und die vor Ort dankbar aufgenommen werden, weil so ein Wunder oder eine Verwandlung oder eine Engelserscheinung ein schlagkräftiges Argument im Glaubenswettbewerb sein kann, was sich letztendlich auch in barer Münze auszahlt. Und das geht, weil sich immer Menschen finden werden, die dankbar an Wunder glauben möchten, wenn sonst nichts mehr hilft.

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Ein solcherart anschaulich gemachter Glaube generiert Bilder, die gerne auch aus dem Kontext gerissen werden, aber stark genug sind, daß sie auch ohne Kontext sofort zugeordnet werden können. Und damit werden die Bilder schließlich Dekoration, gleichwertig mit keltischem Geknote oder ägyptischen Hieroglyphen, einfach nur ein weiteres Angebot auf dem Gebiet vage mystelnder Zeichenhaftigkeit, das man sich irgendwohin tätowiert, um ein klein wenig geheimnisvoller zu erscheinen. Und hat diese artfremde Verwendung von Glaubenssymbolen nicht immer etwas leicht anstößiges? Aber etwas trotzdem Braves, weil es so leicht ist, damit zu provozieren? 

Dabei gäbe es auch innerhalb der Kirchen genug Anlaß für Anstoß: Was, wenn aus Fleisch und Blut, verdammt wird, ist als marmornes Abbild durchaus tolerabel und darf seine Geschlechtsmerkmale aufreizend in den Gebetraum strecken, hier etwa in der gotischen – und nicht profanisierten – Kirche Sant‘ Anastasia in Verona. Es ist ja für einen höheren Zweck. Es wird ja schließlich eines Toten gedacht. Ja, die Sepulkralkultur war schon einmal sehr viel interessanter und farbiger als sie momentan daherkommt mit ihren nierentischförmigen Grabklötzen und Würde behauptenden Koniferen, die eher an ewige Verdammnis gemahnen als irgendjemandem Trost und Erlösung versprechen, schon gar nicht den Hinterbliebenen, die den Granit fegen müssen. Die Leichtigkeit ist verschwunden, die Körperlichkeit, die Bildhaftigkeit – da kann es niemanden verwundern, wenn sie sich über das Hintertürchen einer modischen Tätowierung wieder Eintritt verschafft. 

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In Sant‘ Anastasia findet sich dann vielleicht auch der Urgrund alles Bösen, das kunstgeschichtliche Fanal zur Auflösung kirchlicher Dominanz und die Abkehr vom der Aufgabe des Christenmenschen, sich im Kampf gegen den Unglauben zu bewähren: Pisanellos heiliger Georg, der seine ikonigraphische Karriere in der Kirche als Drachentöter begann. Der Heilige, der im Durchstossen der Tatzelwurmgurgel nicht nur das Monstrum erlegte, sondern damit zum personifizierter Kämpfer gegen den Pesthauch des Weltlichen, der kollektiven Sünde und der Häersie aufstieg, und dabei eine Stadt und die als Opfer ausersehene Königstochter rettete. Im gesamten Mittelalter ist die Ikonographie einzementiert; man sieht den Moment des entscheidenden Angrifs und Sieges. Nicht so bei Pisanello:

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Kurz nach 1433 malt er eine höfische Szene, für die der Kampf gegen den Drachen nur noch ein Anlass für ostentativen Prunk und Reichtum ist. St. Georg tritt uns hier nicht mehr als Krieger gegenüber, sondern als junger Edelmann, der sich von der Tochter des Königs verabschiedet, als ginge es zur Hirschjagd, oder zu einem anderen Vergnügen der Elitenkultur der Hochrenaissance. Pferd und Kämpfer sind aufwendig geschmückt, die Gefolgschaft plaudert im Hintergrund, und zu den Füssen sieht man einen Jagdhund. Irgendwo ganz hinten ist dann das Untier, das es zu erlegen gilt, aber wenn man das nicht erkennt – und nachdem das Gemälde hoch oben im Kirchenschiff liegt, ist es gar nicht so leicht zu finden – bleibt von all dem Gotteskriegertum nur eine schicke Landpartie in einer Welt, in der alles von selbst geregelt wird: Der Adel bekommt die schönsten Frauen, in der Stadt dahinter überragen Kirchen und Wehrtürme der Oberschicht alles andere, und die Unterschicht hat auch ihren Platz: Mit runtergelassenen Hosen am Galgen.

Das jedoch ist nicht das Interesse dieses Heiligen: Goldgelockt und alles andere als uneitel wendet er sich von den Baumelnden ab und dem Betrachter zu, und die Königstochter, die stundenlang an ihrer Haarpracht gearbeitet haben dürfte, zeigt an ihm kein anderes Interesse als jenes, das man in der Welt nicht allzu gut kennen würde. Pisanello negiert die einigende Kirche und die „Brüder im Herrn“, er macht seine eigene, elitäre und im Hier und Jetzt verankerte Gesellschaftsvision auf, für die der Glauben nur noch ein Anlass für Repräsentation ist. 

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Was also erhält die Kirche, den Glauben, wenn sich die Gesellschaft abwendet? Die Restaurierung ihrer Innenräume ganz sicher nicht, wie auch nicht die Besuche derjenigen Heiden, die Kunst und Glaube erfahren, sich dem aber nicht hingeben wollen. Auch nicht die Touristen, die kommen, weil man das angeblich gesehen haben muss, denn es steht ja im Baedeker. Vermutlich auch nicht die Mediengesellschaft mit ihren sozialen Bluescreens, für die der Papst durch seine Wahl, seinen Tod und die Feiertage zum Spektakel gleich nach der neuesten Superstarmodellskandalnudel herabgewürdigt wird, zum Volksbibelstifter der Gossenpresse, und Endemol würde, wenn sie dürften und es Quote brächte, demnächst sicher auch den Superpapst wählen lassen, mit SMS-Abstimmung und Webcam aus dem Conclave.

Man reist nach Rom, ins Zentrum der katholischen Christenheit, um zu verstehen, man sieht all die Zeugnisse des Glaubens, profan, eitel, schlicht, rührend, nichts Menschliches ist ihnen fremd, da stehen sie in bester Tradition mit dem Kirchenvater Augustinus, der das zu seinem Wahlspruch machte. Man sieht die Bettler an den Türen und die knackigen Priester im Kalender, die Zeugnisse von Macht und Niedertracht, von Glaube und Hoffnung, und manchmal, wenn eine Helferin die Palmzweige verteilt, sogar so etwas wie Liebe. Die Bilder sind stark und die Inhalte bewegend, aber es ist alles. Und nichts. Es hebt sich gegenseitig auf, es ist beliebig und postmodern, zusammengehalten von der Überzeugung, dass dieser jüdische Rabbiner damals wirklich der Messias war, wie man es in der Schule lernt, und ansonsten: Nichts, was einen mit Erkenntnis erfüllt über den Gardasee, Meran, den jaufenpass und Innsbruck zurück nach Deutschland fahren lassen würde.

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Kurz: Wir haben alles gesehen und nichts begriffen. Nun, vielleicht nicht alles gesehen, aber doch sehr viel. Und wir waren in sehr viel mehr Kirchen, als wir hier im Blog auf dieser Reise haben beschreiben können. Darum geht es dann auch in der Verlosung für die treue Leserschaft, denn wir haben unterwegs zwei Fresspakete für Herz und Bauch zusammengetragen, mit Würsten aus Kalabrien, Pasta aus Umbrien, Speckmesser aus Brixen, Salz aus dem Meer, Knoblauchpaste aus Verona, Panforte aus Siena, Caccioricotta, ein grandioser, in feinen Scheiben zu grillender Käse aus Mantua und – den Priesterkalender aus Rom. Die FAZ war so gütig, als Gegengewicht auch noch die Autobiographie von Marcel Reich-Ranicki beizugeben. Die Preisfrage lautet: Wie viele Kirchen haben wir auf dieser Reise insgesamt besichtigt? Schicken Sie einfach bis kommenden Sonntag, 19. April, 24 Uhr  eine Mail an donalphonso ät gmail dot com mit der von Ihnen erratenen Zahl, die beiden, die der Zahl am nächsten kommen, erhalten dann die Pakete. Sollten mehrere die richtige Zahl – oder bis Sonntag die besten Annäherungswerte – gefunden haben, gewinnen diejenigen, die zuerst die Zahl geschickt haben. Wir melden uns dann per Mail und erfragen die Adresse, wir wollen keine persönlichen Daten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, aber natürlich nicht der Beistand von Oben.

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32 Lesermeinungen

  1. Ihre Mailanschrift muß falsch...
    Ihre Mailanschrift muß falsch sein

  2. donalphonso klammeraffe gmail...
    donalphonso klammeraffe gmail Punkt com. „Klammeraffe“ durch ein @ ersetzen und „Punkt“ durch einen .
    .
    Andere kamen schon durch.

  3. Lieber Don, spielen wir jetzt...
    Lieber Don, spielen wir jetzt Kirchen-Bingo? Okay, dann muss es ja ne heilige Zahl sein. Ich tippe auf 17 (siebzehn), aber sagen Sie’s nicht weiter. Den Rechtsweg beschreite ich nicht, allenfalls den Pilgerweg. Wann wandern Sie endlich Richtung Westen? Vom finis terrae wuerde ich gerne einige lateinische Berichte lesen. Kann ich statt des langweiligen Reich-Ranicki auch einen deutschen Manga bestellen?
    Bleiben Sie in Bewegung!

  4. Nichts, auch keine Zahl ist...
    Nichts, auch keine Zahl ist mir heilig.
    .
    Demnächst bin ich in England, um jenen Untersatz zu holen, der mich nach Rom zurückbringt, aber das sind alles „private ventures“. Oder besteht weiteres Interesse am Rumgondeln? Sodann könnte ich auch von meinen Erlebnissen unter Briten; Franzosen, Belgiern, Niederländern und deren Strassengräben… aber man wird sehen. ich bin ja eigentlich froh, daheim zu sein.

  5. Kommt als Frage ja nicht so...
    Kommt als Frage ja nicht so gut, aber: Was machen Sie mit den Sachen, die Sie in Menge allerorten kaufen? Das muss ja ein Warenlager sein in Ihrer heimatlichen Jesuitenstube.

  6. Das hört man nicht so gerne,...
    Das hört man nicht so gerne, aber im Komplex sind mindestens 53 Räume (ich habe sie nie genau gezählt und war auch noch nie in allen drinnen) und wie es aussieht, kommen demnächst noch ein paar Quadratmeter eventuell dazu, die bislang nicht genützt wurden….
    Ich sage es mal so: Ich habe mal 40 Konsolen gekauft. jetzt habe ich noch 12 und verfluche mich, nicht mehr gekauft zu haben. Und was nicht in der Wohnung Platz findet – da sind auch noch 60 Meter Gänge.

  7. Wahrscheinlich wisst Ihr...
    Wahrscheinlich wisst Ihr selbst nicht mehr genau, in wie vielen Kirchen ihr ward.
    Das Ausgelobte ist schon sehr verführerisch. Gestern habe ich den Film, der auf Reich-Ranickis Autobiografie beruht im Ersten gesehen. Ich fand ihn sehr gut.
    Ich muss Euch wirklich loben. Eure Artikel sind beim zweiten Durchlesen sogar noch besser. Trotzdem bin ich mir über die genaue Anzahl der Kirchen nicht sicher.

  8. Ohne Kamera und vorheriges...
    Ohne Kamera und vorheriges Konzept der Reise wäre ich wirklich aufgeschmissen gewesen. Es waren jedenfalls mehr als eigentlich geplant. Dafür kein einziger Palast. Das ist für mich sehr ungewöhnlich.

  9. Krieg den Palästen - Friede...
    Krieg den Palästen – Friede den Kirchen!
    ;-)

  10. Loreley, ich bin mir auch...
    Loreley, ich bin mir auch nicht sicher. Aber ich hab in jeder Kirche mindestens ein Foto gemacht, also sollte das zu rekonstruieren sein. – Das mit dem zweiten Durchlesen ist ein guter Tip, sollte ich auch mal machen :)
    .
    Das ist schon hart, wenn das B&B als Palastsubstitut herhalten muß. Was haben wir gelitten in all der Pracht.

  11. so ein Reisebericht riecht...
    so ein Reisebericht riecht heftig nach Pseudo-Gebildetheit;
    Kritik an allem, nur Kritik und noch Kritik drauf.
    An wen sollte sich so ein Reisebericht richten?
    Ein echt interessierter Romfahrer / Italienreisender tut sich so was erst gar nicht an.
    Außerdem es ist nicht anzunehmen, dass jahrhundertalte Kunstgegenstände in den Kirchen sinnvoll so bewertet werden können, wie es hier als erdrückende Eloquenz auf den Leser niederprasselt.
    Sie haben möglicherweise 53 Kirchen auf dieser Italienreise besucht.

  12. Lieber Don,
    allein wegen der...

    Lieber Don,
    allein wegen der ausgefallenen Palastvisiten bin ich Ihnen ernsthaft böse. Ihre Berichte hätten mich sicher erfreut und angeregt. Allein was Rom da so zu bieten hat. Aber gut, vielleicht kommen Sie auf Ihrer Alt-Auto Rally doch noch dazu, statt in der Garage im Palazzo vorbeizuschauen. Dann aber bitte mit ausführlichem Bericht. Gott vergelts.

  13. Da ich extrem verfressen bin,...
    Da ich extrem verfressen bin, werde ich wohl mitmachen müssen, ächz :-D.
    Ich werde die Anzahl der Tage nehmen, die Don in Italy war und die Zahl der Kirchen nehmen, die ein erwiesener Agnostiker mit Historiker-Überbau psychisch an einem Tag verkraftet und das dann miteinander multiplizieren. Abzüglich einer 1-stelligen Glückszahl, die ich von meiner Katze würfeln lasse. Zwengs der orientalischen Mystik.

  14. Franz Wiendlocha, was soll das...
    Franz Wiendlocha, was soll das sein, dieer „Echte Romfahrer“? Mir scheint es so, als sei der Katholizismus einfach etwas schwer verständlich geworden, also fuhren wir da hin und schauten mal nach. Es war ein Gesprächsangebot, eine Einladung mitzukomnmen, ein paar Geschichten, die man so vielleicht noch nicht kennt. Nicht mehr, nicht weniger.

  15. Ich schätze mal, dass Ihr xx...
    Ich schätze mal, dass Ihr xx (die genau Zahl steht in der Email) Kirchen besichtigt habt, man kann auch locker 100 besichtigen, aber soviel Fleiß traue ich euch nicht zu, meine Mutter hat das mal. Ich war dabei, es war furchtbar. Und danach war ich krank – diese feuchten Gemäuer.
    Mit freundlichen Grüßen

  16. Hallo Don und Frau...
    Hallo Don und Frau Diener,
    zuerst einmal herzlichen Dank für die „miterlebte“ Reise in die ewige Stadt. Mir hat es außerordentlich gut gefallen, auch wenn ich die Kirchen nicht mitgezählt habe. Die Reise nach England klingt kunsthistorisch sowie oldtimermäßig auch spannend, mich würde es freuen. Bleibt die Frage nach den 40 Konsolen, ich gehe ja davon aus, daß es keine der „Playstations“ oder dergleichen sind. Nochmals Danke für den wunderbaren Blog!

  17. Ihr erlebnisse in dem...
    Ihr erlebnisse in dem vereinigten Königreich würden mich interessieren!

  18. Tja, lieber Co-Blogger, das...
    Tja, lieber Co-Blogger, das Publikum hat gesprochen. Ich würde mich da, selbstlos wie ich bin, gerne anbieten, eine entsprechende Reiseroute auszuarbeiten, die ein ausgewogenes Angebot an Landsitzen und Gärten, Whiskybrennereien und Antiquitätenshopping beinhaltet. Verlassen Sie sich da ganz auf die Anglistin Ihres Vertrauens!

  19. Das grosse Thema lautet: Mit...
    Das grosse Thema lautet: Mit einem schrottreifen Rosteimer bis zur Fähre zu gelangen, ohne den Strassengraben zu besuchen. Alles andere ist optional. Bäume als zu treffende Strassenrandbegrünung möchte ich ebenso wenig ausschliessen wie gestreifte Schlossmauern.

  20. Ich tippe auf keine einzige*...
    Ich tippe auf keine einzige* Kirche – Karl May war schliesslich auch nie im wilden Westen – und doch – erbaulich zu lesen. Deutlich mehr interessiert mich jedoch die Altautorally mit ein paar eloquenten Spitzen zu Franzosen und Engländern – egal ob erlebt oder „nur“ erzählt!
    * ich tippe gerne den schwarzen Schwan

  21. Sodele. Schluss damit. Es...
    Sodele. Schluss damit. Es waren genau 53 Kirchen. Aus mathematisch-satanistischen Gründen.

  22. Liebe Frau Diener,

    Ich bitte...
    Liebe Frau Diener,
    Ich bitte Sie dringend um die von Ihnen angebotene Routenplanung. Bitte aber veröffentlichen! Sie haben das Zeug, mit Nachdruck auf die Umwege zu bestehen. Nur so scheint mir gewährleistet, dass der Don nicht vor lauter Autoverliebtheit mit dem Schraubschlüssel ständig unter dem Karren liegt und Abkürzungen durchdrückt.

  23. Es ist doch so, lieber...
    Es ist doch so, lieber Gärtner: Natürlich hätte Frau Diener alle Bremsanker, die mich in England auf Kutschengeschwindigkeit bringen würden, aber: Das hier war, wenn man so will, ein Experiment. Und unter uns: Eines, das zwar wie Urlaub aussah, aber einen am Ende urlaubsreif zurück gelassen hat. Ich will keinesfalls jammern, nur war es nicht der klassische Reisejournalismus a la ein Hotel zahlt und schippert rum und danach erscheint ein lieber Artikel, sondern weitgehend Echtzeit – erleben, verarbeiten, schreiben, und all das mit zwei Wochen Vorlauf. Deshalb gibt es hier auch keine Shoppingtips und Hotelempfehlungen und was man sonst so erwartet, sondern ein hartes kulturhistorisches Brett nach dem anderen. Würde ich es erneut tun? Sicher. Aber würde ich es machen, wenn es gerade zeitlich eng wird, und mein Privatleben darunter litte? Vielleicht. Aber nicht sicher. Wie auch immer: Ich habe veraussichtlich nur fünf Tage, einen Rosteimer 1000 Kilometer weit durch fünf Länder zu bringen, ihn in zwei Wochen zu restaurieren und zuzulassen, und dann die Mille Miglia zu machen. Ich kann mich nicht zerreissen. Entweder schraube ich, oder ich schreibe. Alles andere muss warten.
    .
    (Und die Vorstellung, dass meine Beine unter dem Wagen hervorschauen, und daneben Frau Diener Picnic macht und strohbehütet Episteln über die Schönheit der englischen Landschaft schreibt, und über das liebliche Cottage, in dem wir am Abend zuvor strandeten, wegen Kolbenfresser – diese Vorstellung ist nicht ganz mein Ding)

  24. Lieber Gärtner, meine Aufgabe...
    Lieber Gärtner, meine Aufgabe ist eine deutlich weniger abenteuerliche: In Frankfurt auf die Einfahrt warten und die Karosseriespezialisten meines Vertrauens briefen. Und dann vermutlich das Lederfett aus dem Schrank holen und mich um die Sitze kümmern. (Route, roughly: London – Hampton Court – Strawberry Hill – Bath – Stourhead – Brighton – Dover – Continent).

  25. Köstlich, bedaure, aber wenn...
    Köstlich, bedaure, aber wenn es etwas gibt, was ich in Blogs zu verachten gelernt habe, dann ist es die Konstruktion von Dingen mit Hilfe des Netzes, die man nicht selbst wirklich erlebt hat.: Irgendwo rumsitzen, ein Video ausgraben und darüber was sagen. Leben 2. Hand. Das hat man übrigens auch oft genug im normalen Journalismus: Der Balkanjournalist liest die dpa-Meldung für ein Ereignis 200 Kilometer entfernt vor. Der „Autotest“ nimmt Bilder der PR-Abteilung. Ich bin in solchen Dingen reichlich altmodisch. Entweder ich mache es, oder ich lasse es bleiben.

  26. Frau Diener, Herr Don,
    ich...

    Frau Diener, Herr Don,
    ich ziehe wirklich den Hut vor Ihnen! Eine solche Produktionsgeschwindigkeit von qualitativ hochwertigen Reflexionen, zu Papier gebracht (!), gepaart mit eingestreuten Photos welche die Gedankenwege wie Marterln am Kreuzwegesrand begleiten…Hochfein abgestimmt und ausgewogen. Journalism at it’s best! Das ganze Gewicht Ihrer kulturellen (Aus-) Bildung im Thema kondensiert. Man kann die FAZ nur zu Ihnen beglückwünschen!

  27. Nach der Serie der...
    Nach der Serie der erhellenden, blickwinkelerneuernden, versierten, tiefgründigen Kultur-und-Kirchen-Blogbeiträge (muss da nun ein ‚und‘ oder besser ein ‚oder‘ stehen??; das jedenfalls weiß ich immer noch nicht so genau) wünsche ich mir nun ‚mal wieder ein schönes, Donalphonso-kunstfigürliches Innenansichten-Aufreger-Thema, gern auch gewürzt mit Dienerlichen Apercus und Gegenpositionen.

  28. Ich weiss, der Mensch lebt...
    Ich weiss, der Mensch lebt nicht von der Kunst allein, und versuche gerade, zwei Wochen Tegernseegetratsche nachzuholen. Das Allersaftigste aller Themen kann ich nicht bringen, aber es gab da einen ganz bemerkenswerten Konflikt. Hm.

  29. Also, von mir aus ruhig...
    Also, von mir aus ruhig weitere Kunst-und-Kultur-Themen, gerne im Team, gerne verknüpft mit weiteren Reisen! Das war beides: klug und unterhaltsam. Und das findet man wirklich selten.

  30. Wir werden jetzt erst mal...
    Wir werden jetzt erst mal sowas wie eine Evaluation machen und auch alles nochmal lesen. Ich weiss überhaupt nicht mehr, was ich so alles geschrieben habe. Nachdem ich ja nicht nur am Tegernsee bin, sind weitere Berichte von Unterwegs ohnehin unvermeidlich.

  31. 'tschuldigung, aber wie viele...
    ‚tschuldigung, aber wie viele Kirchen waren’s denn nun?

  32. 31. Das heisst, wir hätten...
    31. Das heisst, wir hätten doppelt so viel schreiben können. Mindestens. Die Gewinner sind informiert, und die Pakete gehen demnächst raus.

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