Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Neureichensteuer

| 97 Lesermeinungen

Was heisst hier bitteschön Reichensteuer oder gar Neidsteuer, wenn ein paar Aufsteiger ein paar Euro mehr an den Staat zahlen müssen? Wer wirklich vermögend ist, hat absolut keinen Anlass, über die neuen Untergrenzen der Einkommenssteuer zu jammern, und in meinen Kreisen hat man für Neureiche so viel Mitgefühl, wie der Neureiche selbst für einen Hartz-IV-Empfänger. Denn bei denen geht es nur um das Einkommen - wichtig aber ist das Vermögen.

Reiche Menschen fühlen sich wohl, wenn sie untereinander sind.
W. Somerset Maugham, Portrait eines Ehrenmannes

Um zu verstehen, was die bessere Gesellschaft jenseits von Lobbyistenvereinigungen und Klientelparteien von den Zumutungen der Politik hält, empfiehlt es sich, in meiner Heimat die Orgelmatinee am Sonntag aufzusuchen. Dort treffen sich unter einem famosen Deckengemälde der Gebrüder Asam all diejenigen, denen die Anlage KAP das Leben vergällt, die das Thema Miete nur in der Form von Vermögenszuwachs kennen und sich über die Preise beschweren, die in München für die Wohnungen der Kinder verlangt und von ihnen bezahlt werden. Dort sind die Kunden jenes stadtbekannten  Steuerberaters, der wegen einer Luxemburger Investmentgeschichte und des Vorwurfs der Untreue Ärger mit dem Staatsanwalt hat, und wo der Spruch „de nemma uns ois“ – die Politiker nehmen und alles – zum Lebenskonzept wie die Kreuzfahrt und Wohnung am Tegernsee gehört.

Die Schicht also, die das Thema dieses Blogs ist, jene 20%, der 80% des Landes und mindestens noch mal 20% der Schweiz und 10% der Toskana gehört, jedes bessere Viertel und die Überzeugung, dass sie ein Recht auf die beste aller möglichen Welten hat. Und die gerade mehr oder weniger die Zielgruppe für die neueste Verfolgung politisch Andersdenkender sein könnte: Das Opfer der Reichensteuer.

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Hier stellt sich die Frage, was und wer überhaupt reich ist. Nach der gängigen Meinung dieser Klasse ist jeder reich, der reicher als man selbst ist, und ich kenne niemanden, der sich als reich bezeichnen würde. Selbst der Reichste, den ich kenne, lehnt da sofort ab und sagt, das sei alles für die Kinder, und der Rest stecke in Unternehmen. So gesehen wäre die Reichensteuer tatsächlich sinnlos, denn „reich“ sind nur die Neureichen, die eine Financial Times Deutschland für eine Wirtschaftszeitung und Vanity Fair für ein Edelmagazin halten. Alle anderen sind bestenfalls vermögend, eher aber wohlhabend und in der Regel relativ arm, wenn man sich mal diesen und jenen Reichen anschaut.

Nun aber war die SPD so freundlich, in ihrem Parteiprogramm eine Einkommensgrenze von 125000 Euro pro Jahr für den Spitzensteuersatz als Reichtumsgrenze zu definieren, was einen schwer arbeitenden Freund des Kokains in der Medienbranche mit einschliesst, aber die alte Frau B., ihres Zeichens Notarswitwe, schwerreich und unter der Last ihrer Brillianten gebeugt, aussen vorlässt. Die Sozialdemokratie möchte das Management über den Löffel der Volkszufriedenheit rasieren, und offenkundig Milde für jene walten lassen, die schon länger gut eingesäumt sind.

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Hier zeigt sich dann auch die – manche werden sagen Schwäche, ich jedoch finde Vorteilhaftigkeit – des sozialdemokratischen Ansatzes: Denn mit vorhandenem Vermögen kann man Steuern besser ausweichen, als mit einem hohen Einkommen. Für einen Wohlhabenden, der schon hat und zufrieden zwischen zwei, drei Wohnsitzen pendelt, ist die „Reichensteuer“ kein Problem, das man nicht mit einer Denkmalschutzimmobilie und deren Geltendmachung in den Griff bekommen könnte.

Hart, wirklich hart ist sie für den Aufsteiger mit seinen angemieteten 130 Quadratmeter Altbau, dem geleasten Porsche und den Unterhaltszahlungen für die geschiedene Frau und das Kind. Hart wird es für alle, die einen 125.000-Euro Lebensstil haben, aber keine Polster. Die sog. „Reichensteuer“ ist der Steinschlag, der dem aufsteigenden Neureichen bei seinem Weg auf den Olymp auf den Kopf fällt: Sie nimmt ihn vom Markt der erstklassigen Münchner und Frankfurter Immobilien, er bleibt erst mal der Mieter jener, die schon besitzen, und hat statt dessen ganz andere Sorgen, wie etwa das Bedienen von Leasingraten und den mittelfristig teuren Pay-TV-Anschluss. Und mit der Steuervermeidung in der Schweiz ist es heute auch nicht mehr so leicht, wie es bei jenen war, die am Sonntag, vor dem Gänsebraten, noch kurz Bach und Vivaldi lauschen.

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Für diese Vermögenden jedoch gibt es wirklich Schlimmeres als ein paar lumpige Prozent mehr Steuern: Verluste bis zur Hälfte des Vermögens, je nach Anlageform, Aktienkurs und Schulden, die sie gemacht haben, um sich am grauen Kapitalmarkt zu beteiligen. Wirklich genau weiss in der jüngeren Generation niemand, was die Eltern in den letzten beiden Jahren der Finanzkrise verloren haben, aber es ist durch die Bank entsetzlich. Es fängt Gerüchten zufolge beim Gegenwert eines guten Sportwagens an und endet beim Preis einer Villa am Gardasse. All die Verluste, die seit Anbeginn der Krise zu verzeichnen waren, trafen zum grössten Teil diese Schicht. Bisher war die Finanzkrise fast ausschliesslich eine Krise der Vermögenden, die sich in den letzten Jahren zu oft riskante Geschäfte aufschwatzen liessen. Von all jenen nachgewachsenen Vermögensberatern, die inzwischen in diesen Kreisen nicht mehr eingeladen werden.

Das alles ist sehr unschön gelaufen, ohne dass man sich allzu laut beklagt hätte. Die meisten Vermögenden haben schon den ein oder anderen Sturm durchgestanden, den Neureiche nicht kennen. Zudem haben Vermögende so eine Art historisches Gedächtnis, in dem die Finanzkrisen des 20. Jahrhunderts gespeichert sind. Der Grossvater des Neureichen wird wenig über die Inflation und den Börsenkrach erzählt haben, sass er damals noch als honoriger und seriöser Knecht in seinem Dorf und hatte nicht mal Radio, und Zeitung konnte er sich nicht leisten. Bei uns jedoch sind all die Verluste, Schieflagen und Bedrohungen ins Bewusstsein hineingebrannt, und gleich nach dem Krieg war die Inflation das Schlimmste, was den Menschen passierte. Die Inflation von 1923 nämlich vernichtete den Besitz und machte die Vermögenden arm; die Weltwirtschaftskrise war da nur eine Fortschreibung der Katastrophe der besitzenden Schichten.

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Die 1923er Hyperinflation wurde durch die hohe Verschuldung des Landes nach der Krise des 1. Weltkriegs ausgelöst, die der Staat nur noch durch das Drucken von Geld bedienen konnte und wollte. Heute haben wir wieder eine Krise, und wenn man hört, dass die USA und das Vereinigte Königreich die virtuellen Geldpressen unter dem Begriff „quantitave easing“ laufen lassen, kommen unschöne Erinnerungen auf, zumal eine hohe Inflation ein einfacher Weg überschuldeter Kreditnehmer aus ihren Zahlungsverpflichtungen ist. Staaten nehmen enorme Schulden zur Rettung ihrer Banken auf, und manchmal werden sie ihre Anleihen schon nicht mehr los. Da bleibt zur Steigerung der Einnahmen nur die reichlich bequeme Druckerpresse übrig.

Oder eine Steuererhöhung. Um es mal so flockig wie ein Talkshowgast der Initiative Neue soziale Marktwirtschaft zu sagen: Ach was, ein paar Prozent mehr  auf das Einkommenssteuer trifft keinen, der es sich nicht leisten könnte. Ein paar Prozent mehr Inflation jedoch würde alle Besitzenden treffen. Wäre die SPD klug und nicht nur populistisch, würde sie genau das den Vermögenden, wie auch all den Sparern erklären: Dass ihnen weniger genommen wird, als man ihnen durch eine Begrenzung der Inflation gibt. Dass Inflation nur hoch verschuldeten Neureichen hilft. Denn nicht die Reichensteuer ist das grosse Thema der Vermögenden, sondern die Geldentwertung. Ob man letztlich das Ziel erreicht, ist eine andere Frage, die ich hier mit einem pessimistischen Nein beantworten möchte. Aber wenigstens betoniert die „Reichensteuer“ die Trennmauer zwischen neureicher sog. „Leistungselite“ und altvermögender Besitzelite frisch ein. Und ich möchte auch in Zukunft lieber nach dem Konzert mit Frau B. über meinen Weinstock reden, als mit einem, wie man bei uns in Bayern sagt, „hochgschissnen“ Sachbearbeiter über den Goldpreis.

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97 Lesermeinungen

  1. Na dann Prost, am besten mit...
    Na dann Prost, am besten mit einem Château Cheval Blanc 1961 oder gar einem Château Cheval Blanc 1926. Lassen wir den Klassenunterschied und die Mauer hoch leben!
    Tja die Diskussion ist halt nur eine typische Blendgranate der SPD! Politiker wissen halt auch nicht weiter, sind halt bis auf den adeligen Minister alles nurch halbherzige „Hochgschissne“
    Chapeau Don und willkommen zurück in Deutschland!!

  2. ...
    LOL…..Don…
    Kurz,Knackig,vom Feinsten..
    Habe wohl zu schnell gelesen :-) …aber da kommt der letzte Satz so richtig zur Geltung :-)….
    Deine Analyse dürfte so passen,ändert aber nichts dran das weder SPD, CDU,FDP usw auch nur irgendeinen Schimmer haben was sie da tun….ausser Geld hin und her transferieren..in Grauszonen regieren….
    Immerhin nehmen die Parteien vor der Wahl ihre Klientelpositionen ein….
    Ändert nichts dran…keiner kann das System gestalten…nur verwalten..mit marginalen Änderungen entweder in die eine oder andere Richtung.
    Ein Trauerspiel auf den Schultern der Bürger.
    Mir tun,wenn auch selten, die Politiker irgendwie leid…Gefangene ihrer Welt und jedesmal wenn sie was machen wollen,…also den ein oder anderen Unsinn…jault irgendeine Interessengruppe…
    Am besten wir machen aus der Wahl einen Wettbewerb der schönsten Fotos und lassen die Sprüche auf den Plakaten einfach weg….erstens muss keine Partei die Wahrheit schreiben und zweitens gibt es Schöneres als diese Gesichter.

  3. Nun, Politiker, da würde ich...
    Nun, Politiker, da würde ich die hand nicht umdrehen.
    .
    Nur eines: Der wichtigste Unterschied ist nicht zwischen Klassen, sondern innerhalb von Klassen. genauso, wie die grössten Lumpen immer aus dem nächsten Dorf kommen, sind die Vorbehalte gegen jene besonders gross, die sich aufgrund der äusseren Umstände nicht wirklich unterscheiden. Also sucht man unwillkürlich nach dem Trennenden, hält Abstand und möchte keinesfalls mit denen verwechselt werden. Umgekehrt würde ein Angehöriger der „Leistungselite“ natürlich schreiben, die anderen seien entsetzlich voreingenommen und snobistisch, bekämen ohne ihre Vorfahren keinen Fuss auf den Boden und würden ein miserables Vorbild abgeben, vom Konsum ganz zu schweigen, denn das Erben einer Rolex bringt der Wirtschaft nichts, der Kauf einer gefälschten Yacht-Master dagegen…
    .
    Und ganz unrecht hätten sie damit auch nicht. Aber Hauptsache, man ist nicht wie sie.

  4. Um es mal so zu sagen: Das...
    Um es mal so zu sagen: Das Ende der Agenda 2010-Schrödertruppe, die zum Wahlkampf antritt, ist eh nah. Ihre Reichensteuer ist wie dieser Blogeintrag wortreich belegt 1. ein Witz (wusste ich schon vorher) und 2. sogar die Geldarmen könnten diesen SPD-Unfug und andere populistische Unfuge zumindest ahnen. Es gibt also Hoffnung.

  5. Dass mir als Wähler nun nur...
    Dass mir als Wähler nun nur noch ein Gedächnis von 5 Jahren zugetraut wird, empfinde ich als persönliche Beleidigung. Es war ja noch nicht mal eine große Koalition, die anno dazumal den Spitzensteuersatz gesenkt hat, sondern quasi Steinmeier in Reinkultur.
    Und nun stellt sich der Mann in die Tagesschau und gibt den quäkenden Klassenkämpfer. Das ist wirklich unfassbar.
    Die SPD hat einfach nur abgewirtschaftet. Trotz 16 Jahre Kohl, kommt mir langsam gelb-schwarz als die bessere Alternative vor und dabei tun mir schon die Fingerspitzen weh, wenn ich sowas hier tippe …

  6. Danke, Don, für diesen...
    Danke, Don, für diesen wohltuend klugen Aufsatz, der wieder mal Essay-Format erreicht, und herzliche Grüße!

  7. Quallenregen, ich versuche...
    Quallenregen, ich versuche nur, es so zu beschreiben, wie es nun mal ist. Abgrenzung ist nie ein Streichelzoo, aber das besagte derbe bayerische Wort ist sowas wie Familientradition, auch wenn man das sonst nie öffentlich sagen würde – nur, wenn die richtigen Leute zuhören. Die haben übrigens auch einen Fachterminus: „Scheene Leit“, schöne Leute, was sich auf die Eleganz und den Stil dieser Menschen in früherer Zeit bezog. Kann sein, dass ich teil der letzten Generation bin, die das noch so hart sieht, aber vielleicht ändert sich das auch gerade wieder.
    .
    Wie auch immer: Wichtig ist nur, dass das Trauerspiel diesmal auf den richtigen Schultern ausgetragen wird. Sollte es jemals wieder eine Wohnungszwangswirtschaft geben, wird man mich und meinesgleichen natürlich sofort auf den Barrikaden sehen.

  8. Aber die Inflation ist doch...
    Aber die Inflation ist doch nicht der Untergang der besitzenden Schicht!
    Immobilien, Edelmetalle und selbst Aktien zählen doch zu den Sachwerten und leiden nicht so sehr unter der Inflation.

  9. Sachwerte, nachdem wir vom...
    Sachwerte, nachdem wir vom ersten Ungelter meines Familiennamens bis heute knapp 300 Jahre Erfahrung mit Krisen mitbringen: Immobilien sind immer so eine Sache. Da muss nur einer auf die Idee kommen und die Wohnungszwangswirtschaft einführen. Oder: Was wird in einer Hyperinfaltion aus den Mieteinnahmen? Daneben haben Häuser in Nicht-1A-Lagen den Nachteil, dass sie die Geldentwertung gerade nicht aufhalten. Es macht Sinn, wenn das System mit einer Währungsreform neu gestartet wird, aber das davor ist die Hölle. Und diesmal gibt es wie 1923 eben keine Dollar, in die man sich retten kann.

  10. Ohne hier Parteipropaganda...
    Ohne hier Parteipropaganda machen zu wollen: Natürlich hat die Sozialdemokratie Dinge getan, die wenig mit ihrem Programm zu tun hatten. Aber muss sie deshalb für immer versichen, eine grosse FDP zu sein? natürlich ist der Sinneswandel ein wenig schräg, um es vorsichtig zu sagen, aber ich habe keine Zweifel, dass es genau so kommt, wenn SPD und CDU erst mal die Neuauflage machen: Ganz einfach, weil man sonst Probleme hat, das Geld zu bekommen, das man brauchen wird. Es gibt einfach keine Alternative. Und an die untere Mittelschaicht kann man schlecht ran, weil die ohnehin schon am Rand des Abstiegs ist. Die „Leistungselite“ kann inzwischen auch nicht mehr so leicht mal eben nach Irland oder in die USA, also, wenn man beutelschneidet, was wäre da geeigneter?

  11. Sicher, angenehm ist eine...
    Sicher, angenehm ist eine Inflation für niemanden (außer für „Schuldenritter“), aber bei hinreichender Diversifizierung mit Schwerpunkt auf soliden Sachwerten (Immobilien natürlich immer in zukunftsträchtiger Lage und nicht in Chemnitz), muss man schon sehr schwache Nerven haben oder über ein eher bescheidenes Vermögen verfügen, um ernsthaft die Fassung zu verlieren.

  12. Die Krise bereichert doch das...
    Die Krise bereichert doch das Leben. Sie ist spannend und wenn sie erst überstanden ist, hat sie die Klugen klüger und nicht wirklich fundamental ärmer gemacht. Nur die Dummen bleiben dumm und arm.

  13. Nicht umsonst bin ich an den...
    Nicht umsonst bin ich an den Tegernsee gezogen. Es gibt Bereiche, in denen immer die Flut kommen wird, und Bereiche, die immer trocken bleiben werden. Aber das Problem ist doch: Nur die allerwenigsten können dorthin. In Chemnitz gibt es Wohnraum für 300.000 Menschen. Am Tegernsee nur für 30.000 Menschen. Wie sollen die 300.000 da noch gross diversifizieren?

  14. Wehrter Don,
    danke für diese...

    Wehrter Don,
    danke für diese Ansicht auf die doch „beschrängten“ Aussagen unserer Politiker.
    Bei all dem Gelaber über eine solche Steuer möchte ich nur einmal wissen was
    unser sozialer “ marktwirtschaftlicher ???“ Staat mit dem Geld macht was er schon ein nimmt. Denn in all den Erklärungen der letzten Zeit habe ich nicht gelesen oder gehöhrt das einer sagte wir bezahlen unsere alten Schulten.
    Ganz leise erinnere ich mich noch an Ihren Artikel mit einem Brunnen und immer
    mehr drängt sich mir die Frage auf, wen sollte wir darin aufbewahren?
    Vielleicht werde ich in Politiker investieren, wenn sie gewählt sind erbringt das hoffendlich eine solide Rendite von der ich noch ein wenig leben kann?
    Also herzlichst Danke Paulchen.

  15. Es muss ja nicht gleich der...
    Es muss ja nicht gleich der Tegernsee sein.
    Es gibt viele zukunftsträchtige Regionen und Städte in Deutschland und damit genügend Raum zur Diversifizierung.
    Wer allerdings in Chemnitz leben oder investieren möchte, bitte.

  16. @Vroni

    Nachdem die SPD nun...
    @Vroni
    Nachdem die SPD nun eine gewissen Summe für Reich annimmt,bei der mir das Lachen kommt,würde mich nun interessieren was Sie unter Geldarm verstehen..alles was drunter ist?
    …………………………….
    Andererseits ist es mir zu billig hier die SPD in die Ecke zu stellen…die Leichen türmen sich bei allen bis in den Himmel..je nach Klientel.
    Hier hat sich die Politik schon lange ins eigene Bein geschossen und ihre Wahrhaftigkeit..lol…..in die Tonne gekloppt.
    Gelb ist für mich die Post und die ist meist auch net pünktlich..oder es verschwindet was…andererseits den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen ist auch net ohne…aber vorher kauf ich mir nen Sturzhelm.
    Gründen wir einfach ne Neue…Die Ehrlichen…und ziehen allen gleichzeitig das Hemd aus….also ehrlicher gehts nicht….
    Wahlversprechen…Armut für alle…

  17. OK, Südbayern, mit...
    OK, Südbayern, mit Abschlägen die Region um das Dorf Stuttgart, eventuell Frankfurt. Aber 1A-Lagen sind in Deutschland ein Zehntel der Immobilien. Es gibt nicht so viel Qualität, wie nötig wäre.

  18. Der Don beliebt zu scherzen...
    Der Don beliebt zu scherzen und schreibt eine „20“ hin, wo wohl schon eine „10“ zu hoch gegriffen wäre.

  19. Wo? Bei der Schweiz?...
    Wo? Bei der Schweiz?

  20. Quallenregen, geldarm sind...
    Quallenregen, geldarm sind alle die, die nichts auf dem Konto haben, außer das, was sie bis zum nächsten 15. wieder verbrauchen (müssen), weil sonst Kühlschrank leer.
    Das sind alleinerziehende Mütter genauso wie abgehartzte Alt-Ingenieure der Gießereitechnik. Oder Grafiker/Journalisten, die für 10 Euro Stundenhonorar arbeiten (gibt es entgegen Dons Annahmen nicht nur in Berlin, in angeblich reichen München geht das auch). Also der komplette abgehängte untere Mittelstand, um sie in eine weitere Begriffshülse zu stecken.
    In der Regel haben diese, anders als verarmter Adel, auch kein altes Burggemäuer, das auch noch Geld für die Heizung frisst. Und das man an Hollywood-Größen wie Cage verkaufen könnte…

  21. Ich habe den Eindruck, dass...
    Ich habe den Eindruck, dass die Deutschen durch ihre Polikiter sehr gut repräsentiert werden. Die Merkel wird wahrscheinlich länger als Kohl regieren.
    Die Konkurrenz-Länder haben eher schlechteres Personal.
    .
    Und jetzt muss ich hier noch mal eine Lanze für die FTD brechen. Wer das „Kapital“ dort in den letzten Jahren nicht gelesen hat, hat zweifellos die beste Wirtschaftskolumne (zu seinem eigenen Schaden) verpasst. Es gibt nix besseres – ausser das Weisswurstfrühstück im Hirschgarten….

  22. the don is back. - sehr...
    the don is back. – sehr schoen.
    auch das etwas andere zeitgefuehl, das mit laengeren stammbaeumen kommt, ist fein rausgearbeitet. was natuerlich nicht nur fuer ‚die reichen‘ sondern auch und gerade fuer die ehedem reichen und einflussreichen familien gilt. – warum schreibt nicht mal jemand ein blog ostpreussischer gloria und wie man die alltaegliche welt aus dieser perspektive sieht… na in gewisser weise macht das ja alexander von schoenburg mit seinen buechern, wobei man sich von ihm nen bischen mehr verve, schmiss und umstrittenheit wuenschen koennte

  23. Wieder ein interessanter...
    Wieder ein interessanter Artikel von Don Alphonso über die aktuelle Steuer-situation in Deutschland. (Dazu tolle passende Bilder wie immer.)
    Ich bewundere Euch liebe deutsche Nachbarn über soviel Geduld und
    Anpassung gegenüber Eurer jungen Demokratie, Parteiensystem und populistischen Politiker in Berlin. Täglich neue Gesetze, neue Vorlagen, neue Hammerschläge. – Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise trifft alle Staaten hart. Gegenmassnahmen von staatlicher Seite sind bekanntlich weltweit sehr unterschiedlich. Wie können aber unsere deutschen Nachbarn bei all ihren eilig eingesetzten Instrumenten und Massnahmen abklären, was überhaupt in der Volkswirtschaft greift und was nicht? Was die SPD mit der Reichensteuer ins Programm führt, geht zuweit. In der Schweiz undenkbar. Ob alte reiche Familien, Neureiche, Jobaufsteiger innovative Unternehmer – mit Leistung und Glück haben sie einen gewissen Status erreicht – sie bezahlen mehr als 70 % der Einkommenssteuer und Vermögenssteuer. Was aber unternimmt die deutsche Regierung für diese Kategorie von Bürgern. Abwrackprämie, € 300.– für Nichtausfüllen der Steuererklärung etc. Da muss jeder tüchtige Staatsbürger an Auswanderung denken. (Steuern sollten so attracktiv bleiben, dass diese Meistzahlenden im Lande bleiben und weiterhin in einem gesunden Umfeld investieren. ) Bereits 200 000 deutsche Staatsbürger leben hier in der Schweiz. Einige Tausend kommen jedes Jahr dazu. Die meisten sind teuer ausgebildete und tüchtige Arbeitnehmer und haben einen Arbeitsplatz im Spital, Bank, Versicherung, in der Forschung, in leitenden Positition ja sogar Staatsstellen!! Gewisse Branchen in der Schweiz bereiten sich wieder für nächsten Aufschwung vor und sind gerne bereit, diese Arbeitskräfte trotz Krise für die Zukunft unbedingt zu halten. Auch der Staat ist sich dieses Arbeitspotentials bewusst. Man fördert durch Teilarbeitslosen-Unterstützung. – Wann aber begreift die Regierung in Berlin, dass ohne die Mittel- und Oberklasse kein Staat gemacht wird? Man kann hoffen, dass eine starke CVP, CSU und FDP die Geschicke des Landes nach den Wahlen übernehmen. Aktive Unterstützung ist angebracht !!

  24. @Don: In Chemnitz gibt es...
    @Don: In Chemnitz gibt es leider noch viel mehr Wohnraum. Das war immerhin mal ’n Industriestandort mit fast einer halben Million Menschen. Und es wird dort tatsächlich Wohnraum zugebaut. Kleiner Treppenwitz am Rande: Gegenüber des Stammsitzes meiner agrarisch-dynastischen Vorfahren (Rinder-, Schweine- und sonstige Züchter) baut der Papa Ballack „Stadtvillen“…

  25. Vroni, so ist es. Manche...
    Vroni, so ist es. Manche dürften sich wundern, wie viele im Fall eines bedingungslosen Grundeinkommens von 1500.- netto den im Monat fortan den Bauch in die Sonne halten würden, statt weiterhin jeden Morgen zur Arbeit aufzustehen – ohne dass letztlich nennenswert mehr – wenn überhaupt- hängen bliebe.

  26. Naja,das die Latte beim...
    Naja,das die Latte beim Mittelstand immer weiter hoch ging ist ja schon seit Jahren gängig…und das bei allem was die Herren und Damen der politischen Prominenz machen, diese Latte weiter nach oben steigt, ist einfach nur Ratlosigkeit oder völliges Unvermögen.
    Wenn ich im Gegenzug die Beschwerden der Fraktion oberhalb der Latte anschaue..die sich über die Sozialtransfers beschweren…und mir dann verdeutliche wer hier zuerst ausgenommen wurde und für wen,bekomme ich immer nen schwere Lachkolik.Im Moment wird ja auch wieder die Last durch alle Steuerzahler geschultert,nicht von den Verursachern..nein ,auch von geldarmen Leuten die mit Blasen nun garnichts am Hut hatten..ausser beim Urulogen.
    Tja,was sagt einem das nun?
    Jeder ist sich selbst der nächste und…. rette sich wer kann :-)
    Ich für meinen Teil genieße den Verteilungskampf..der wird bis zum Herbst sicherlich an Schärfe zunehmen…und im Nachhinein müssen sowiso wieder alle bluten..die Latte steigt weiter …ein blödes Spiel und alle machen mit.
    Wie schön das der Mensch bei negativen Sachen unglaublich vergesslich ist und ein Meister der Verdrängung….
    Wenn mir heute einer aus dem Stehgreif sagen kann,was beim Gipfel in London zur Rettung des Finanzsystems an Regelungen beschlossen wurde..her damit,ohne nachzuschauen ;-)….

  27. @ Paulchen: Neineinein! Es...
    @ Paulchen: Neineinein! Es muss „Werther“ heissen! Also „Werther Don“ oder besser „Don Werther“! Schließlich ist es ein einförmig Ding um das Reichengeschlecht…

  28. Neben Immobilien bieten sich...
    Neben Immobilien bieten sich auch Kunst und Gold an.
    Bei Immobilien würde ich die besseren Lagen Berlins und Hamburgs empfehlen. Irgendwann in wahrscheinlich nicht allzu ferner Zukunft wird es Leute (die aus der dann gerade angesagten Branche kommen) geben, die sich dort einkaufen wollen um zu zeigen was sie haben und denen kann man die Sache dann völlig überteuert andrehen.

  29. So, dann bin ich laut SPD...
    So, dann bin ich laut SPD jetzt offiziell reich.
    Ein Chemnitzer.

  30. Zivilst Alphonso!
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    Sollte...

    Zivilst Alphonso!
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    Sollte Sie interessieren dass im V-Fall der von Ihnen so jepriesene Tegernsee nicht, ick wiederhole NICHT verteidigt wird. Dit liegt einfach daran, dass in die militaergeographische Bewertung der Zukunftstraechtigkeit einer Region zwar die Anzahl der Hosenscheisser mit einkalkulirt wird, meine Kameraden vom MGD aber durchaus diesen HoschenScheisserFaktor (HSF) mit der RollatorDichte (RD) und der mittleren regionalen Windelgroesse (MGWG) gewichten. Und, Zivilist Alphonso – das bleibt jetzt aber unter uns – da sieht es am Tegernsee ganz, ganz schlecht aus, so gut wie keine JuniorHosenScheisser (JHS), dafuer eine erschreckend hohe MGWG und die RD sprengt alle Dimensionen …
    Stuetzen Sie sich bequem – Zivilist Alphonoso!

  31. Hach Ja - ich kann nur...
    Hach Ja – ich kann nur zustimmen, Don Alpho; die SPD zerstörte sich selbst, Stichwort Ypsi und der Becki, peinlich peinlich. Und er (der Steini) meint nun, er wäre Cpt. America in Germany, wobei sein Tagesschau-Auftritt wohl mehr ne Bruchlandung ist. Aber so funktioniert der Populismus, es gibt genug, die diesen Müll Glauben– ich war jahrelang SPD überzeugt und schäme mich nun, jedesmal diese Partei verteidigt zu haben. Ich mag Merkel nicht, aber ich wähle CDU, einfach weil ich das personelle Chaos der CSU zurechne und für mich die CDU mit den gelben Freunden wohl tatsächlich die bessere, wenn nicht gar einzige Alternative ist.
    Auf dann …

  32. Was hat denn die FTD...
    Was hat denn die FTD schlimmes?

  33. Es sind nicht die obersten 10...
    Es sind nicht die obersten 10 000 die durch die Regierung von Steuern befreit werden, es ist dei Regierung die von den obersten 10 000 kontrolliert wird.

  34. Wenn ich die...
    Wenn ich die wohlgeschriebenen, aber z.T. inhaltsdürftigen Blogs von D A verstehe, dreht sich bei ihm fast alles um Geld und Vermögensverteilung, Steuervermeidung usw. Das liest sich anfangs recht gut, kommt aber über den Zustand der Zustandsbeschreibung mit hämisch-besserwisserischer Kommentarfunktion selten hinaus. Eine gedankliche Linie ist für mich nicht erkennbar. Verwundert war ich, daß er sich als recht spießiger Verfechter einer Gesellschaft zu erkennen gibt, in der ein AUfstieg aus ehemals armen Schichten kommentiert wird mit neureich, Yuppie und kulturfern. Insgesamt kaum lesenswert, da inhaltsdürftig und soweit überhaupt erkennbar, meiner polit. Colour zuwider.

  35. Eine der wichtigsten - und...
    Eine der wichtigsten – und leider gerade von der SPD unterschlagenen – Erkenntnisse im letzten Wahlkampf stammt nun aber von dem wieder in der Versenkung verschwundenen Professor Kirchhoff, der die radikale Steuerreform damit finanzieren wollte, dass die Reichen ENDLICH mal 25% Steuern bezahlen.
    Die Reichen, wie immer man die definiert, werden weder 45 noch 47% bezahlen. Treffen wird es höchstens ein paar gut verdienende Angestellte mit Abneigung zu Steuervermeidungsstrategien (bei denen man bekanntlich fürchterlich auf die Nase fallen kann).
    Die Leute, die wirklich überproportional viel zahlen, sind die in der kalten Progression. Das sind nicht die Reichen.
    Und natürlich wird diese Krise durch Inflation und nicht über Steuern bezahlt.
    Höchstens bei der Erbschaftssteuer (besonders bei Immobilien) kann man noch zuschlagen. An große Geldvermögen kommt man letztlich nicht ran, trotz des Getöses um die Schweiz.

  36. Lieber Don: Leider muss immer...
    Lieber Don: Leider muss immer der Osten Deutschlands (Chemnitz) für ein Abwrackbeispiel herhalten und Sie schlagen ganz gerne in diese Kerbe. Das Cliché mag nur bei eingefleischten Westdeutschen irgendwie noch zu ziehen. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gibt es zahllose kulturelle Kleinodien und schönste Landschaften, zugegebenermassen ohne altes Geld, aber vielleicht mag sich das in den nächsten Jahren auch mal wieder ändern. Früher stand Bayern auch nicht nur für BMW, Wissenschaft und Berge sondern eher für katholischen Stumpfsinn, Kühe und arme Bergbauern.

  37. Die neue Rechtstreibung ist...
    Die neue Rechtstreibung ist schon schlimm genug. Aber warum schreiben Sie jetzt nur noch „ss“ anstatt „ß“?

  38. Ich gehöre nicht zu den...
    Ich gehöre nicht zu den Reichen und auch nicht zu den Neureichen. Aber ich wüßte es trotzdem gern: was ist ein Weistock?
    Ansonsten: interessanter Blickwinkel, wenn ich auch der Meinung bin, daß dermaßen populistische Forderungen auch vom Gemeinbürger wie mir schnell als diese erkannt und benannt werden.

  39. Oh ja, die aalglatt-asozialen...
    Oh ja, die aalglatt-asozialen „Leistungsträger“ werden nun aufheulen, und wenn sie dann drohen, abzuwandern, wird man ihnen höflich lächelnd zum Entschluß gratulieren, und fragen, wos denn hingehen soll: China? Indien? Südafrika, natürlich mit guter Autoalarmanlage? Irland? Island? Oder doch zum Mars? Reisende soll man nicht aufhalten. „:)“

  40. Und was ist so schlimm an...
    Und was ist so schlimm an Neureichen?
    Nicht jeder Neureiche least einen Porsche – bei 250.000 Euronen Einkommen zusammen mit meiner Frau im Jahr würde ich den wie die Reichen ohnehin einfach kaufen.
    Gleiches gilt für die Stadtwohnung für 200.000 Euro. Die ist auch innerhalb von 5 Jahren abbezahlt…
    Fakt ist: Leistung um sich aus der Scheisse – bei mir Kinderheim – hochzuarbeiten soll sich nicht mehr lohnen.
    Bildung sucks! Wer sich bildet ist schlicht blöd. Lieber dealen und HartzIV als 60h Woche.
    Danke SPD.

  41. Corrigenda: "Weistock" ist ein...
    Corrigenda: „Weistock“ ist ein peinliches Versagen meinerseits, es muss Weinstock heissen.
    .
    Und was das ss und das ß angeht, fürchte ich, dass wir in diesem Dasein nicht mehr zusammen kommen.

  42. Woolloomooloo, jedes Volk hat...
    Woolloomooloo, jedes Volk hat die Politiker, die es verdient. Aber eine Zeitung, die sich über weite Strecken mit dem Gegenstand der Berichterstattung gemein macht, kann sich nicht mit einer Kolumne herausreden.

  43. Verzeihung, ich bin kein...
    Verzeihung, ich bin kein Reicher und kann möglicherweise hier gar nicht mitreden… aber ein Zweifel befiel mich doch.
    Re: Inflation.
    Ist das nicht für den bereits Vermögenden das Allerschönste, was es gibt? Seine Sachwerte (bei nicht-Chemnitzer Immobilien angefangen, über Buffett-type Unternehmensbeteilgungen bis hin zu Goldbarren, „bullion“) florieren wie nie!
    Wer gekniffen ist, ist derjenige, der arbeiten muss, um zu leben und nie genug Geld oder Grips hatte, angemessene Reserven zu bilden.
    Schaut mal nach Brasilien, Jungs. Wer hat vom Realplan profitiert? Die Armen. Wer hat verloren? Die Ober- und Mittelschicht, die zuvor an Overnight-Anlagen prächtig verdient hatten.
    Daher an alle Vermögenden: fürchtet Euch nicht!
    Ginge dieser Planet nicht ohnehin einem umfangreichen Zusammenbruch entgegen, die weit mehr umfasst als das rein Ökonomische, so wäre für Euch selbstgerechte, hähnchenbraune James Last-Hörer (keineswegs Bach und Vivaldi) doch nach wie vor alles in Butter.
    Und bliebe es auch.

  44. abf, Ostpreussen? Da sind die...
    abf, Ostpreussen? Da sind die Mentalitäten einfach zu unterschiedlich. Ich habe meine Eltern so lang gedrängelt, bis sie die Zeit abbestellt haben, exakt wegen dieses ostpreussischen Tonfalls von Dönhoff & Co.. Ich packe deren Familienverbände nicht, deren Oberhäupter in Naziuniformen abgebildet werden, ich vertrage diesen unterschwelligen Revanchismus gegen die Polen nicht, der dort oft mitschwingt, die Geschichtsklitterung 1933ff, und das ist nicht bös gemeint, es is hoid a so.
    Bei uns in Bayern gibt es dazu übrigens die unpassende Aussage: „Ea is zwoa a Flichdling, owa a nedda Mensch“. Ich mag es, wie so viele andere hier, bumberlgsund und lebendig wia bei uns dahoam. Da ist die bessere Gesellschaft keine Erinnerung. Ich werde vielleicht am Mittwoch mal was zu dieser Konzertgesellschaft schreiben. Ich glaube, ich und Ostpreussen, das wäre eine Geschichte der Missverständnisse.

  45. Alvinder Vogler, die Inflation...
    Alvinder Vogler, die Inflation ist nur so lange toll, solange man sein ganzes Vermögen sichern kann. Dummerweise steckt heute normalerweise mindestens 1/3 des Vermögens reicher Leute in Finanzprodukten, und diesmal gibt es im Gegensatz zu 1923 oder Argentinien auch keine gute Fluchtwährung. Sprich, das Geld wird leiden.
    .
    Und wenn wir uns mal so sichere Dinge wie Immobilien anschauen: Wenn ich eine Wohnung für 1000 Euro vermiete, und ich habe eine Inflation von 13%, sind die 1000 Euro nach drei Jahren nur noch 500 Euro wert. Und jetzt geht das Dach kaputt. Oder ich brauche ein neues Auto. Oder was auch immer. Ich kann die Miete laut Gesetz nicht so schnell erhöhen. ich kann auch nmicht so schnell ansparen, wie das Geld seinen Wert verliert. Also muss ich etwas in die Inflazion hineinverkaufen, das seinen realen Wert gehalten hat. Und bis zur nächsten Ausgabe brennt dieses geld auch klein.
    .
    Es ist nur super, wenn man auscashen kann, wenn die neue Währung da ist. Bis dahin ist man mitgefangen. Einzige Ausnahme: Man ist Schuldenjongleur wie die Amerikaner. Aber für das Sparerland deutschland wäre eine Inflation schlimm.

  46. Also Suddeutsche taugt nichts,...
    Also Suddeutsche taugt nichts, Zeit nichts, FT nichts. Soweit klar. Aber begründet finde ich das hier nicht („sind irgendwie doof“). Und zudem: wohin wollen Sie sich wenden, wenns mit der FAZ auch nicht mehr klappt?

  47. danke für den Beitrag.
    Ich...

    danke für den Beitrag.
    Ich wünsche mir schon lange eine neutrale Gegenüberstellung aller politischen Kräfte zu sehen. Hat jemand Tips?

  48. Neureich, soll ich mir aus...
    Neureich, soll ich mir aus Gefälligkeitsgründen eine nette Meinung zulegen? FT finde ich ganz toll, und wäre die FTD so, würde ich kein Wort sagen. Das Handelsblatt ist meines Erachtens durchaus in Ordnung, da nicht neoliberal zwangsgebürstet. Ansonsten muss ich gar nichts, denn meine reale Arbeit ist eine andere, und sollte das auch nicht mehr gehen, hätte ich auch keine grossen Sorgen. Ich kann, aber ich muss nicht. Sollte das hier vorbei sein – egal. Schreibe ich eben weiter meine eigenen Blogs. Es gab aber durchaus Abwerbeversuche, und ich bin schon bereit, meine Meinung zu Zeitungen zu revidieren. Es war für mich selbst angesichts der Zeitung des Historikerstreits über die Zeitung der netten NE-Berichterstattung bis zur Erkenntnis Anno 2006, dass die FAZ eigentlich das letzte Mainstreammedium ist, das ich noch online zu lesen in der Lage bin, und das mir keinen dummen Brei vorklatscht, ein weiter und nicht immer leichter Weg der Einsicht. Wenn die FTD in der Lage ist, FT Alphaville zu machen, bin ich gerne bereit, dazu zu gratulieren.
    .
    Abgesehen davon wusste ich seit dem Abitur zwei Jahre vorher nie, was in zwei Jahren sein würde. Es war aber immer interessant.

  49. Erinnern wir uns eigentlich...
    Erinnern wir uns eigentlich noch an die Zeit, als die gesamte Republik mit Wut in den Fingern auf einen Sozialhilfeempfänger zeigen sollte (die Zeitung mit den vier Buchstaben wollte es so), welcher – oh Graus, was für ein Schmarotzer und Abendland-Totengräber – seine Transferleistung in Florida verspeiste. Wenn es hoch kam, hat dieser Mann im Jahr den Staat um die 24.000 Euro gekostet. Ja, das waren die Beträge, welche Volkes Seele zum kochen bringen sollten – und dank Springer & Co es auch taten.
    .
    Heute kostet uns allein die HRE-Pleite verbürgte 100 Milliarden Euro. Davon könnten 4,2 Millionen Sozialhilfeempfänger Florida bevölkern und sich das eine oder andere Souvenir kaufen – also ganz Berlin und Köln mit einem Schlag für ein Jahr auswandern…
    .
    Will sagen: Es ist schon merkwürdig, wie leicht sich Volkes Zorn manipulieren lässt. Es neigt dazu, sich medial-lobbyistisch getrieben selbst zu kasteien, das Volk, indem beispielsweise die Niedrigbelohnten argwöhnisch auf die Arbeitslosenhilfen-Empfänger und die wiederum auf die HartzIVler und die wiederum auf die illegalen Einwanderer gucken und jeder unterstellt dem anderen, dass er sich parasitär bediene am Gemeinwohl. Gleichzeitig reiben sich die wirklich Wohlhabenden und die wirklich Einflußreichen die Hände, weil die Menge sich mit sich selbst beschäftigt, den Köder geschluckt hat und sich dadurch ablenken lässt von den echten Schmarotzern, die die Gemeinschaft ausgesogen haben – und sich noch heute nicht entblöden, laut und überzeugend zu jammern, wenn der Spitzensteuersatz um 1 bis 2 Prozentpunkte steigen soll…
    .
    Trostlos ist das. Und ich warte stündlich darauf, dass die CDU wieder das Boot-ist-voll-Lied anhebt, denn eigentlich sind’s ja all die Vietnamesen und Somalier, welche unseren schönen Staat in Gefahr gebracht haben und bringen durch ihre Existenz in (teuren…) Asylantenlagern. Koch kennt sich ja aus mit solchen Nebelbomben!

  50. bluecotton, bitte, aber bei...
    bluecotton, bitte, aber bei der Anfrage muss ich passen.
    .
    VogtNuernberg, ich denke, dass sich Aufsteiger während er letzten 15 Jahre wirklich nicht beschweren konnten, von den Krankenkassenbeiträgen über die Finanzmarktliberalisierung, über das gesellschaftliche Klima und die Hilfestellung des Staates, für eine kleine Schicht und deren Aufstieg unten radikal zu sparen. Es sind immer noch genug Incentives da, um es zu tun. Niemand wird in die 60er Jehre zurückgeschickt, als Aufstieg so gut wie unmöglich war. Es wird vermutlich nicht mehr ganz so schnell mit dem schnellen Weg nach oben gehen, aber das liegt weniger an den paar Prozenten als vielmehr an der Erkenntnis, dass man auch im höheren Management sparen kann.

  51. Gemach, gemach, die...
    Gemach, gemach, die Hyper-Inflation ist erst für 2011 avisiert, 2009 haben wir Deflation und 2010 sind alle über 2% Inflation bgeistert, weil der Konsument dann mit seinen Anschaffungen nicht mehr darauf warten muß, dass alles billiger wird.
    Außerdem ist die Inflation erst das 2. Mittel der Wahl unserer Politik. An Position 1 kommt Beutelschneiderei bzw. Raubrittertum bei denjenigen, denen man nehmen kann, ohne dass sie deswegen gleich bei der Tafel erscheinen müssen. Die Steinis haben’s gerade zum SPD-Parteiprogramm gemacht, die 10% (und nicht 20%) der Bevölkerung, die 70% der Einkommensteuer zahlen, haben auch noch was in der Hinterhand. Geeigneterweise macht man sie zu den „Gierigen“, die Schuld an der Finanzkrise haben, dann sind sie moralisch gekniffen, und der Sozialneid ist legalistisch verbrämt.
    Mittel Nummer 2 – wie schon gesagt – ist die Inflationierung der Staatsschulden, in erster Linie sind natürlich auch wieder die gekniffen, die versuchen, Vermögenswerte gegen Steuern und Inflation erhalten zu wollen, was schon jetzt faktisch nicht möglich ist.
    Mittel Nummer 3 ist ein „organisierter Staatsbankrott“, also ein „sauberer“ Währungsschnitt, bei dem sich der Staat komplett entschuldet und dessen Gläubiger dumm dastehen, auch hier trifft es natürlich nur diejenigen, die so blöd waren, dem Staat Geld zu leihen, statt dieses zu verkonsumieren. Mittel Nummer 3 ist ja schon zweimal im letzten Jahrhundert „durchgespielt“ worden.
    Das letzte Mittel ist der „unorganisierte Zusammenbruch“, die „anarchische Lösung“, was jeder Politiker fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, denn dann kostet’s nicht nur das eigene Bankkonto und den sicheren Parlamentarier-Job, sondern wohlmöglich auch den eigenen Kopf.
    Die Wege sind vorgezeichnet, immer den Weg des geringsten Widerstands beschreiten, „divide et impera“, gesellschaftliche „Klassen“ gegeneinander ausspielen, Emotionen schüren, Schuldige benennen, damit die „qualifizierte Wählermehrheit“ auch Feindbilder hat, an der sie sich abreagieren kann.

  52. <p>Nachtrag zu meinem...
    Nachtrag zu meinem Kommentar von 17.15 Uhr: Und ich sage es ganz offen, dass bei solchen Stücken
    http://www.faz.net/…/Doc~ECB07CABA76FE443CAAB4DA87CE57727C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    mein Schwein sofort „Sage nie du gehst den letzten Weg“ in der Katjuscha-Version zu pfeifen beginnt. Judenmission? Aber hallo.

  53. eyes, die Frage der...
    eyes, die Frage der Auswanderung ist spannend. Skandinavische Länder? ich glaube, dass die Forderung der SPD tatsächlich auch so leicht über die Lippen kommt, weil es auf dieser Krisenerde voller Krisenherde (!) keine Möglichkeit gibt, irgendwo angenehmer zu leben. Und ich finde auch, dass man die sauberen Verhältnisse in deutschland durchaus honorieren sollte. Was nützt einem das Einkommen in Dubai, wenn man ohne Job rausgeschmissen wird?

  54. natuerlich gibt es auch unter...
    natuerlich gibt es auch unter den ‚flichdlingen‘ ganz unglaubliche spiesser, die sich in nichts besser gefallen, als bei dem abstammungsquartett, welches zu jeder gelegenheit gerne gespielt wird und dessen feine hirarchie der stechenden karten als geheimlehre gelebt und gepflegt wird.
    trozdem: es ist manchmal gerade auch der radikalverlust, der wahrnehmung und haltung schaerft. – wer dann wie billy wilders droste schattenburg noch beim berufsmaesigen latrinenreinigen ein schnoesel geblieben ist, der hat sich jeden duenkel, jede feinbissige dekadenz, jede achtlose noblesse redlichst verdient.
    wer unter dem zentnerschweren druck all der gleichmachenden ’scheisse‘ (wir bleiben hier im bild) einer ungnaedigen juengeren geschichte gar nicht anders kann, als so verbogen und verwachsen zu sein wie man halt ist, auch dem hoert man mitunter gerne zu bei seinen doenekens und spinnereien… – sie haben manchmal eine ganz aussergewoehnliche klarheit.

  55. Wenn man einmal 30 geworden...
    Wenn man einmal 30 geworden ist, sollte man dem Drang, sich mit Ideologie gegen Fakten aufzuplustern, nicht mehr nachgeben. Dass die Politikerkaste, quer durch alle Parteien, mit hyperventilierter Leugnung der Realität auf Stimmenfang geht, ist ebenfalls nix Neues, sondern ein altes Übel, auf welches eine Mehrheit des Stimmviehs chronisch hereinfällt, weihnachtlich verbrämt: „Alle Jahre wieder.“
    Solange sich unsere Nomenklatura darauf verlassen kann, schmeißt sie mit Würsten nach Speckseiten, mit politischem Gammelfleisch nach appetitlich naiven Wählen — und handelt nach dem alten Motto aus dem 30jährigen Krieg: „Wer die Wahrheit geigt, dem schlägt man die Fiedel auf den Kopf.“
    Also wird gelogen und gebogen, was das Zeug hält. Nichts anderes hat Don Alphonso heute gesagt, und ich finde es so wahr wie mutig. Wenn die Bundesrepublik ihre Bürger weiterhin für an Alzheimer leidende Neidhammel hält, rüttelt sie an ihren Fundamenten — so sportlich diverse Spin Doctors dies auch finden mögen.

  56. Ach, mutig wäre es, wenn ich...
    Ach, mutig wäre es, wenn ich selbst was zu verlieren hätte. Lass die Politiker die Wohnungszwangswirtschaft einführen, und hier wäre Heulen und Zähneklappern. Es redet sich leicht über die Unkosten anderer Leute.

  57. Bruno - Graubünden, ich mag...
    Bruno – Graubünden, ich mag ja Graubünden sehr, aber ich befürchte, dass die Schweiz noch so einige Probleme haben wird, von der sie jetzt noch wenig zur Kenntnis nehmen will. Wenn Steinbrück sich durchsetzt in Sachen Steuerflucht, wird es eng wie ein rätoromanisches Tal, und dann ist auch Schluss mit dem Kapitalüberschuss. Aber man wird sehen. Trotzdem bin ich ganz froh, dass es in Berlin keinen Blocher gibt.

  58. Ich bitte um Verzeihung für...
    Ich bitte um Verzeihung für einen Typfäler:
    „… mit politischem Gammelfleisch nach appetitlich naiven Wählen“ ist missverständlich, weil es „Wählern“ heißen muss.
    Pardon!

  59. Nachtrag zu Ihrem Kommentar...
    Nachtrag zu Ihrem Kommentar von 17.36 Uhr: Waren Sie nicht in Rom? Bahnt sich nun eine Jerusalemreise an? Wie sagt der Schwager da: „Ja verreck!“ (Für Nichtbayern: Meint meist das Gegenteil.)

  60. Was der Don da von sich gibt,...
    Was der Don da von sich gibt, ist ein klarer Fall von „Wohlstandsrisiko“ (Zitat FAZ). Und leistungsfeindlich. Ich habe ihn schon wiederholt gebeten, er moege nicht nur die Einkommensgrenze zwischen Minderleistern und Leisterungstraegern (= 125.000, offenbar) definieren, sondern auch die Vermoegensgrenze zwischen „Angst vor Zwangswirtschaft“ und „Emporkoemmling ohne echten=ererbten Titel“. Bei welchem Vermoegen in welcher Verteilung nach Immo/Cash/Portfolio reden wir von reich? Und wann soll die Kralle der Vermoegenssteuer zuschlagen? Und wie bewerten wir die von Zwangswirtschaft bedrohten Immobilien, wenn wir die Steuer in Cash abgreifen wollen? Noch nie war Besitz so sicher, noch nie waren die Steuern auf hohe Einkommen und Vermoegen so niedrig wie unter der Aegide der Agenda. Die Sozis haben mit dem Schuldenmachen angefangen und koennen mit Geld nicht umgehen. Basta!

  61. @anderl

    Bitte einmal...
    @anderl
    Bitte einmal Staatshaushalt anschauen und gucken wo 1500 Grundeinkommen pro Bundesbürger rauszuholen sind….ein Gedanke der mir sehr sympathisch ist..aber wenig realistisch.
    Mir würde es trotzdem gefallen…Arbeitgeber die nett und höflich zu ihren Leuten sein müssten,sie anständig an Unternehmensgewinnen beteiligen…da sie sonst am nächsten Tag keine mehr haben……ich würde mir einen ablachen.
    Hätte noch einige andere Interessante Aspekte die mir ein Grinsen ins Gesicht zaubern….ja..ich würde das gern mal sehen und wenns nur für 8 Tage wäre :-)
    Danach wär Deutschland wohl entgültig bankrott.

  62. "Sollte es jemals wieder eine...
    „Sollte es jemals wieder eine Wohnungszwangswirtschaft geben, wird man mich und meinesgleichen natürlich sofort auf den Barrikaden sehen.“
    Warum eigentlich?
    Das Problem ist für manche augenblicklich doch, dass es zu viele leerstehende Wohnungen gibt. Das Problem damals war eine anderes, ziemlich genau entgegengesetztes,
    Und heute wie damals können es sich manche richten.
    Wohnraumbewirtschaftung war das eine, billige Kredite für sozialen Wohnungsbau für den, der ein Mehrfamilienhaus bauen wollte, das andere.
    Da is heitztog fei nix mehr, würde der Baier sagen, der Schwabe, sell gits heitztag lang nimme.
    Zu Zeiten der Lakra-Kredite und der Wohnraumbewirtschaftung bauten meine Eltern sich ein Haus, unter grossen Mühen, aber auch mit guter Förderung, und ich bin ihnen dankbar dafür.
    Dann gab es noch den Lastenausgleich. Nicht, dass meine Eltern davon etwas gehabt hätten. Zeigt aber, was damals unter Adenauer alles machbar war und auch die FDP war mit dabei. Wie überhaupt Not auch Eisen bricht.

  63. Der Mensch ist schon ein...
    Der Mensch ist schon ein seltsames Tier. Er fordert von Polikitern das, was er selbst nie machen würde. Im Beruf sind dann alle plötzlich recht stromlinienförmig. Jeden Tag mit eigenen Augen zu besichtigen.
    .
    Man stelle sich vor Obama sagte zu seinen Landsleuten, die sich für den Konsum bis über alle Ohren verschuldet und ihr Häuschen fälschlicherweise als Geldautomat verstanden haben: jetzt ist genug und spart mal für ein paar Jahre.
    Statt dessen ist es eine „Krise“ und es waren böse Spekulanten und der wahre Amerikaner (hat bei dem Immo-Hype nicht einfach mitgemacht), ist ein hart arbeitendes Opfer. usw. usw. usw….
    So kommt man der Sache zwar nie näher, aber anders könnte es auch nicht sein, denn derjenige, der die Wahrheit sagen wollte, könnte sie niemals als Präsiden sagen…

  64. Nachtrag: Wenn die...
    Nachtrag: Wenn die Staatsschulden jetzt endlich 2 Billionen erreichen, die privaten Vermoegen aber nur 6 Billionen ausmachen, wie wollen wir dann tilgen? Selbst wenn wir viele Immobilien enteignen und den Don zwangsbewirtschaften, wer soll und will diese Assets denn noch kaufen? Also verschulden wir den Staat weiter, Luft und Wasser sind noch genug da, auch fuer die Barchetta…

  65. anderl, quallenregen,

    die...
    anderl, quallenregen,
    die botschaft wurde mit schon vorgetragen aber ich glaubs noch immer nicht.
    oh, die frage wer? ist noch nicht einmal das problem, die deutschen im sinne des gg natürlich. auch wenn wir das grundgesetz ändern oder die neue, müntefering´sche verfassung gezielt daraufhin ändern müssen, weil auf einmal sehr viel mehr deutsche da sind, als bislang angenommen.
    wenn wirklich jeder seinen bauch in die sonne legen kann – ich selber bevorzuge den schatten von holunderbüschen (wegen der gesundheit) und den von kastanienbäumen (wegen dem bier) – wer macht dann den anderen die billige arbeit? ach so, die ausländer. das soll nicht eben neu sein, höre ich.
    achso, finanziert wird das ganze aus der umsatzsteuer, so 35% werdens dann werden, aber bei den finazämtern will sichs auch keiner mehr so recht antun. genau, deswegen ust, die kann man auch automatisch erheben. vermögensteuer is da schon ein bissel schwieriger.
    deshalb denke ich dass die einsfünf für jeden nicht mehr bringen werden als heute sgb zwo, eher weniger.
    wenn aber damit die ganze bürokratie, die ganzen amtswahrer, die bis jetzt damit beschäftigt sind, das elend zu verwalten und dabei erst einmal ihre eigene bezügerechtigung zu erhalten, sich in der reihe hinten anstellen dürfen, wäre doch etwas gewonnen.

  66. Don, Wohnungszwangswirtschaft...
    Don, Wohnungszwangswirtschaft gibt doch nur Sinn bei Wohnungsknappheit. Oder hab ich was verpasst?
    (OT: Und wann ist die Verlosung abgeschlossen für den MRR-Gedenk-Fresskorb? :-) Mein Kühlschrank hat Käseknappheit….)

  67. Vroni, die USA haben keinen...
    Vroni, die USA haben keinen Mangel an Häusern, und trotzdem gibt es ein Problem mit Obdachlosigkeir. Lass erst mal 20% der Bevölkerung arbeitslos sein, dann kommt das automatisch.
    .
    (Auswertung läuft gerade, aber soviel kann ich schon sagen: Unsere Kirchenfähigkeit wurde im Schnitt deutlich überschätzt)

  68. @nikolaus marggraf

    Ich bin...
    @nikolaus marggraf
    Ich bin mir sicher das bei einem Grundeinkommen kein Grund besteht wirklich in der Hängematte zu liegen,..wer Ansprüche hat wird die auch weiterhin haben und dementsprechend seine Arbeitskraft den Unternehmen zur Verfügung stellen…um mit seinem Zusatzeinkommen,diese befriedigen zu können.
    Die Finanzierbarkeit ist trotz alledem nicht gegeben,bei einer Summe von 1500 usw….da müsste man noch viel kleinere Brötchen backen.
    Was sie angesprochen haben,ist einer der Gründe was mich zu einem Grinsen verleiten würde….
    Durch diese Entflechtung hin zur Einfachheit…also von jeglichen Förderungen ala Hartz4,Kindergeld,Kinderzuschlag,Wohngeld,Abschreibungen, Pensionen,Renten usw…würden soviele Arbeitsplätze gekappt…das wäre schon ein Vergnügen…
    Da wäre ein Sumpf trocken gelegt der sich nur um seiner selbst erhalten will,mit unnötigem Gedöns und schnickschnack…mal davon abgesehen das die z.B. beim Kinderzuschlag selber nicht durchblicken ;-)…
    Es ginge vieles einfacher und würde Unsummen an Geld sparen…aber um ein Grundeinkommen zu finanzieren, das angemessen der Umstände ist…reicht selbst das nicht.
    Da müsste was anderes kommen……

  69. Don, angesichts des beliebten...
    Don, angesichts des beliebten Ost-bashings sollte doch aber bekannt sein, dass es zwar 20 % Arbeitslosigkeit geben kann, Obdachlosigkeit aber mitnichten damit einher gehen muss. Ganz im Gegenteil, man reisst dort zwecks „Stabilisierung“ des Wohnungsmarkts Wohnungen im großen Stil ab, (in Leipzig hunderte von Gründerhäusern) was im Westen hier und da auch noch kommen wird. Neulich musste ich nach Chemnitz, nicht mal da schlafen sie auf der Straße ;-) Dennoch ist man dort gekniffen, wenn man wie ein Freund von mir dort ein Haus gekauft hat und die eigenen laufenden beruflichen Einahmen nicht ausreichen, die permanenten Mietausfälle zu decken. Der lässt Leute lieber monatelang umsonst wohnen in der Hoffnung, dass irgendwann das Amt zahlt, statt sie rauszuklagen. Also keine Sorge wegen Obdachlosigkeit: besser als KEINE Mieteinnahme ist jede auch noch so minimale Mieteinnahme, wenn man auf einer Immobilie sitzt, die im Grunde unverkäuflich ist und man deshalb weder vor noch zurück kann. Und davon gibt es genug.

  70. <p>Das muntere Spiel unserer...
    Das muntere Spiel unserer sogen. Eliten und Exzellenzeliten geht munter weiter.
    Mitglieder der 7-10% aller privaten Haushalte Deutschlands, die sich im Besitz von ca. 85% aller Privatvermögen befinden, stehen den Existenzsorgen der immer größer werdenden Durchschnittsbürgergruppe scheinbar mit dem gleichen hybrid-manierierten Grinsen gegenüber, [edit: Also bitte. So nicht. Don] und die ganze Veranstaltung für „naturgegeben“ verstanden haben.
    Vorher hatte im Jahre
    1930
    Kurt Tucholsky
    die Zeilen:
    „Ihr sollt die verfluchten Tarife abbauen …
    „Die freie Wirtschaft“
    Ihr sollt die verfluchten Tarife abbauen.
    Ihr sollt auf Euren Direktor vertrauen.
    Ihr sollt die Schlichtungsausschüsse verlassen.
    Ihr sollt alles Weitere dem Chef überlassen.
    Kein Betriebsrat quatsche uns mehr herein.
    Wir wollen freie Wirtschaftler sein!
    Wir diktieren die Preise und die Verträge –
    kein Schutzgesetz sei uns im Wege.
    Ihr braucht keine Heime für Eure Lungen,
    keine Renten und keine Versicherungen.
    Ihr solltet Euch allesamt was schämen,
    von dem armen Staat noch Geld zu nehmen!
    Ihr sollt nicht mehr zusammenstehen –
    Wollt Ihr wohl auseinandergehen!
    Ihr sagt: Die Wirtschaft müsse bestehen.
    Eine schöne Wirtschaft! Für wen? Für wen?
    Das laufende Band, das sich weiterschiebt,
    liefert Waren für Kunden, die es nicht gibt.
    Ihr habt durch Entlassung und Lohnabzug sacht
    Eure eigene Kundschaft kaputtgemacht.
    Denn Deutschland besteht –
    Millionäre sind selten –
    aus Arbeitern und aus Angestellten!
    Und Eure Bilanz zeigt mit einem Male
    einen Saldo mortale.
    Während Millionen stempeln gehen.
    Die wissen, für wen!
    Kurt Tucholsky, Gesammelte Werke, Rowohlt 1995.
    geschrieben.
    Da die 2. Deutsche Republik scheinbar nichts gelernt hat, steht uns wohl eine Orgie von Gewalttätigkeiten ins Haus, weil der Fall in die Existenzgefährdung immer rascher für immer mehr Mitmenschen zur Wirklichkeit wird. Das wird nicht ohne Konsequenzen für die Brut unserer finanzspekulativen Besitzbürgerfeudalisten bleiben.
    1789 lösten sich diese Spannungen im Thermidor. 2010 werden diese Spannungen womöglich ihr Lösungen in thermischen Lösungen finden, die sich der vom finanzspekulativen Besitzbürgertum errichteten Überkapazitäten an Müllverbrennungsanlagen bedienen könnten. Dieser Gedanke ist bizarr, erschreckend und – hoffentlich – total übertrieben. Da aber die Revolution immer ihre Kinder gefressen hat, haben die Söhne und Töchter unseres Besitzbürgertums keine schönen Zukunftsperspektiven.

  71. Werter Vetter,
    bislang sind...

    Werter Vetter,
    bislang sind das bei uns doch nur Buchverluste! Real fehlt doch noch gar nichts.
    Als echte Stützen der Geselllschaft sitzen wir das doch aus -ob am Tgernsee oder in Tuscien- so wie unsere Großeltern in den Zwanzigern in Ascona.
    Die echte Gefahr ist doch die gesellschaftliche Nivellierung- damals durch die Nazis, heute durch SED, Spd und CSU !!

  72. Ich glaube eher an ein...
    Ich glaube eher an ein Japanszenario – dass die Kurse länger unten bleiben, als die Inflation braucht, um jedes Wachstum aufzufressen. Kann also sein, dass man diesmal die Buchverluste wird realisieren müssen.

  73. Anderl, im Westen kann es...
    Anderl, im Westen kann es durchaus anders kommen, weil dort oft zu wenig Wohnraum da ist – und man auch im Krisenfall die leute kaum in eine Region schickt, die man an sich aufgeben sollte. es muss nur mal ein industrielles Zentrum zusammenbrechen, dann wird man dort sowas in der Art sicher wieder versuchen (müssen).

  74. Driver, die Frage, was...
    Driver, die Frage, was Reichtum ist, ist wirklich nicht leicht zu beantworten, und das auch sicher nicht in einem Kommentar. dazu müsste man mal einen eigenen Artikel schreiben. ich bin es jedenfalls nicht, obwohl mein Lebensstil partiell anders wirkt. Das hat aber viele kleine Ursachen – was andere verrauchen, investiere ich in Silber, und aufgrund meiner vorhandenen Wohnräumemüsste ich eigentlich nur sehr wenig verdienen, um trotzdem wegen wegfallender Kosten gut zu leben.
    .
    Nehmen wir mal an, jemand verdient 2500 Netto, also 30.000 im Jahr. Und dann hat er aber noch zwei Wohnungen, eine davon in einer Ferienregion. Was bedeutet, er spart vielleicht 800 Euro normale Miete und 2000 Euro pro Jahr an Urlaubskosten, und ausserdem ist er mit zwei Monaten doppelt so lange „im Urlaub“ als ein an derer, der immer nur mietet. Wieviel muss ein solcher Mensch netto verdienen, um auf so ein Leben zu kommen? Locker 45.000. Um am Ende des Jahres wiederum nichts zu haben, und der andere hat immer noch seine Wohnungen. Somit wäre derjenige, der ca. 42.000 brutto verdient, besser dran als jemand, der 80.000 brutto verdient. Einkommen ist einfach keine Messgrösse.

  75. Frager (heute mittag), wenn...
    Frager (heute mittag), wenn Ihnen das alles zuwider ist, wenn Sie nicht in der Lage sind, mit Ambivalenz umzugehen, dann ist das hier natürlich absolut ungeeignet für Sie, und ich bin Ihnen auch nicht böse, wenn Sie Autoren bevorzugen, die mit dem Holzhammer pseudogerechte Politphrasen schmieden.

  76. Schade, dass nun mit Herrn von...
    Schade, dass nun mit Herrn von und zu Guttenberg eine personifizierte Stütze der Gesellschaft mit am Kabinettstisch sitzt. Da fällt das „de nemma uns ois“schwerer. oder auch nicht. Wen stören schon Details.

  77. @ Bruno-Graubünden: Die...
    @ Bruno-Graubünden: Die Schweiz war vor der Krise sicher einmal finanziell* attraktiv. Jetzt ist Eure größte Bank für Euch „too big to bail“und der Rest der Welt hat Eure letzte Bastion für eine „Volkswirtschaftliche – Überrendite“ fest im Visier zum Tell-Schuß. Wenn Euch nur ein Schuss trifft ists mit der im Beitrag viel gerühmten Stabilität vorbei. Bleibt die Sahne auch künftig ohne Anstrengung steif auf der Gruyere-Alm?
    Aber bleiben wir im „hier und jetzt“ – bei der Auswanderungsfrage!
    Bitte eine einfache Rechnung aufziehen: Was ist für einen „reichen Deutschen“ = EUR 125.000 jährl. Einkommen“ (der weder Frau noch Kind mitbringt) im günstigsten- und was im teuersten Kanton absolut in EUR vom Brutto an Schweizer Steuern und sonstigen !!Pflicht!!abgaben (z.B. Sozialversicherung (da kann man sich in D noch drum drücken) + ggf. Krankenversicherung – die ist leider seit kurzem Pflicht in D!) derzeit in CH mindestens zu beRappen?
    * Dass die Schweiz landschaftlich, ski- und autofahrtechnisch (auf den Pässen) sagenhaft schön ist sei hier unbestritten.

  78. Um das klarzustellen: Ich bin...
    Um das klarzustellen: Ich bin auch nicht reich, sondern eigentlich bettelarm, denn ich bekomme Geld in BPeso. Kann jemand aermer dran sein? Vom Essen ganz zu schweigen. Zur Belohnung darf ich aber bald mal ins Chiossone Museum, das der liebe Don wegen seiner komischen Kirchen voellig uebersehen hat. Tststs. Zum Vermoegen: Schwer zu beziffern, und deshalb der letzte blinde Fleck des Steuersystems. Revolution hiesse, jeden Deutschen zu zwingen, sein Vermoegen zu offenbaren (was noch nicht automatisch heisst, es zu beziffern wie Schwarzgeld). Aber dazu kriegen wir ja nicht mal den Don auf diesem Blog.
    Ich bitte bei Gelegenheit um den hiermit versprochenen Artikel zur Definition des Reichtums. Des weiteren fehlt noch ein Artikel zur Stiftungskultur. Und da hat die F.D.P. mal wieder voellig recht. Wenn die reichen Notarswitwen schon der kaputten Uni ihre alte Harfe spenden, dann muss das auch abzugsfaehig sein. Man denke an all die in Stein gehauenen Namen der Stifter in diversen Instituten. Stiften hat Stil, den Kindern vererben ist Quatsch. Man weiss ja, was die so tun: xBox, Wii, PlayStation. Und dann noch digital Geld verzocken und sich ueber die Alten beschweren. Problem: Stiftungsvermoegen verschwinden in der Inflation doch auch, oder? Beam me up, Scotty!

  79. Stiftungen, family offices,...
    Stiftungen, family offices, wealth management, grauer Kapitalmarkt und natürlich grundsätzlich, was ist vermögend, was ist reich, was ist superreich: Themen ohne Ende, jaja. Ansonsten war es gerade das Ziel, sich auf Kirchen und Kirche zu konzentrieren, und ich würde ja sofort einen Job als Italienkulturberichterstatter annehmen, wäre der nur mit einem Dienstmaserati der 60er Jahre, einer kleinen Villa am Gardaseee (ich wüsste auch schon welche, in Gardone Riviera, Arco oder Tempesta) und einem kargen Lohn für die Mühen verbunden. Solange es keine britischen Peso sind. Allerdings habe ich erst heute wieder Euro für Inselspielgeld gegeben, an mir kann es nicht liegen.

  80. Avantgarde, was die...
    Avantgarde, was die tatsächliche Steuerlast angeht: da tut sich ja einiges. Es wird nicht unmöglich, aber schwerer. Schwerer auch, jene zu finden, die einen nicht wie der VIP-Filmfonds im Regen stehen lässt. Und Denkmalhäuser sind auch nicht jedermanns Sache. ich denke, das werden spannende Zeiten für den Finanzminister.

  81. Wenn hier schon Wunschlisten...
    Wenn hier schon Wunschlisten veroeffentlicht werden: ich warte immer noch auf pikante Details aus dem Leben der hoeheren Toechter, um mal zu lesen, was mir alles entgangen ist…

  82. @FredericusSecondo

    Die...
    @FredericusSecondo
    Die Revolution fällt aus. Warum? Weil es keine Milieus mehr gibt, die man mobilisieren könnte. Alles ausgestorben und durch Individuen ersetzt, die jetzt in einem sogenannten Staat zusammenleben, aber keine Gesellschaft mehr bilden.
    Schon wenn nur drei Mann zusammenstehen gibt es Streit. Jeder sucht nur noch seinen eigenen Vorteil, Solidarität ist ein Fremdwort geworden. Im Gegensatz zu früher träumen heutzutage nur Loser von der Revolution. Ich hoffe, Du bist keiner.

  83. Danke fuer das Encouragement....
    Danke fuer das Encouragement. Frueher gabs auch mal richtige Autos in the UK, heute fahren noch alte British Leyland Linienbusse rum, machen allerdings auch haeufiger schlapp. Was man in GB studieren kann ist, dass und wie die Armut ueberhaupt keinem mehr weiter auffaellt. Die Queen auf dem Geld ist und bleibt der Fels in der Brandung – und vertrauenswuerdig. Berlusconi dagegen schafft es nicht mal in die Show von Mr. Bean… Wann wird sich der bayrische mit dem britischen Landadel gewerkschaftlich zusammenschliessen?

  84. Don: „Wo? Bei der...
    Don: „Wo? Bei der Schweiz?“
    Nein, wenn man als die Besitzenden, die „Stützen der Gesellschaft“, ausschließlich die „schon immer“ (also seit mindestens ca. 1900) dagewesene Oberschicht und obere Mittelschicht der süddeutschen Provinz betrachtet, dürfte man selbst innerhalb Bayerns bei weitem die 20 Prozent verfehlen, da doch die Großeltern der meisten der heute Besitzenden noch Knechte und Mägde waren. Und wenn man noch die Medienkokser aus Hamburg und die Finanzkasper aus Frankfurt nicht teilhaben lassen will an der schönen Wohlstandswelt, dürfte es erst recht deutschlandweit nicht hinreichen, und dann gibt es noch die vielen Menschen, die sich in grauen Städten wie Chemnitz oder gar Halle, im Ruhrgebiet oder in Städten wie Hannover drängen. Das so definierte besitzende Fünftel ist, wenn man all jene noch einbezieht, vielleicht ein Zehntel oder ein Zwanzigstel.

  85. Wer hat uns verrraten?...
    Wer hat uns verrraten? Sozialdemokraten! Das ist seit Noske so, das war immer so und das hat unter Schröder die schönsten Blüten ausgetrieben. Die Sozen sind doch die Hofnarren des Kapitalismus – deswegen dürfen sie nicht untergehen. Weil man dann ja keine richtig dolle Demokratie mehr hätte.
    .
    Mein Mitleid gegenüber allen, die durch die Krise Vermögen verloren haben, hält sich in sehr engen Grenzen. Von mir aus sollen die den Rest auch noch heftig besteuert kriegen; nutzt nix, trifft aber die Richtigen.

  86. Driver, es gibt sie noch in...
    Driver, es gibt sie noch in UK, die alte britische Autoherrlichkeit. Allerdings ist es nun bald ein Sunbeam 90 MK III weniger. Ich lasse England nicht verkommen. England ist halt leider im Norden, und das macht es so schwer für mich. Obwohl, vom südlichen Holland war ich ja auch sehr positiv überrascht.
    .
    Damenwahl, da wären erste sexuelle Erfahrungen ausschiesslich im eigenen Vierttel plus Getratsche, drei abgebrochene Studiengänge, von Papa finanzierte Dokumentationen, die nie gelaufen sind, letztlich dann doch Jura und eine Karriere als Partnerin in einer eingekauften Kanzlei. Oder oder oder.
    .
    Zynika, ich war jetzt doch etwas überrascht über die niedrige Zahl jener, die über 125000 verdienen:
    http://faz-community.faz.net/blogs/chaos/archive/2009/04/20/politik-fuer-die-obersten-1-6.aspx
    Nun, wie dem auch sei, ob nun 5 oder 20% – Hauptsache, man gehört dazu. Ruhrgebiet ist schrecklich, keine Frage. Manchmal aber frage ich mich, ob man überhaupt von einer „leistungselite“ sprechen darf. „Elite“ und das Konzept leistung passen nicht zusammen.

  87. Armer Dütscher, ich denke, es...
    Armer Dütscher, ich denke, es ist ideal, das jeweils Beste aus all diesen Welten mitzunehmen. Spart zwar keine Steuern, aber es macht das Leben schöner. „Lebt zwischen Venedig, Nizza und Tegernsee“ etwa ist eine hübsche Standortnichtbestimmung für einen Herrn von Stand.

  88. Marcus: Rückbau erleichert...
    Marcus: Rückbau erleichert die Vermietertätigkeit, wenn es sich überhaupt lohnt, aber was man so hört, ist in Chemnitz auch ein ausgeglichenes Verhältnis von Mieter und Vermieter kein Garant für eine lohnende Investition. Und 20 Jahre nach der Wende kann man auch sagen: das wird sich kaum so schnell ändern.
    .
    Christoph, ich präferiere bekanntlich Silber in Kannenform, ausserdem ist Silber leichter einzutauschen als Gold oder Kunst. Immobilien in Berlin kann man nur Leuten mit sehr langem Atem empfehlen. Berlin hat immer wieder mal kurze Phasen der Erholung, aber auch hier ist das problem, dass es zu viel Angebot für zu wenig qualitativ hochstehende Mieter gibt. Insofern, trotz der Preise: München hat was.

  89. Don Alphonso,
    mag sein das...

    Don Alphonso,
    mag sein das Silber leichter einzutauschen ist, aber ich stelle es mir recht schwer vor einen nicht unerheblichen Teil des Vermögens in Silberkannen anzulegen (allein die Suche nach passenden Kannen).
    Da doch lieber Kunst. Ist aber wohl auch eine Frage auf was sich die Sammelleidenschaft richtet.
    Immobilien in Berlin sind gar nicht so schlecht. Denn in den kurzen Phasen der Erholung gibt es eine recht beträchtliche Zahl (erstaunlich groß dafür das es sich um Berlin handelt) von Leuten die einem die Häuser abkaufen. (Meistens übrigens aus dem Marketing oder der Beraterbranche.) Die Zeit zwischen den Hypes verbringt man im Wissen das der Nächste bestimmt bald kommt.
    „Elite und das Konzept Leistung passen nicht zusammen“ Sehr gut erkannt

  90. Nachtrag:
    Mit München haben...

    Nachtrag:
    Mit München haben Sie natürlich recht, aber das wissen so viele, dass es sich schon fast nichtmehr lohnt da in Immobilien „zu machen“.
    Für den Privatgebrauch ein Haus dort stehen zu haben lohnt sich aber auf jeden Fall. Allein weil die Enkel so spätestens Mitte September mal wieder anrufen und freundlich fragen ob man gedenkt am Ende des Monats seine Wohnung in München zu nutzen.

  91. bei Kunst stellt sich immer...
    bei Kunst stellt sich immer die Frage, welche Kunst – wer Leipziger Schule kaufte, hat jetzt ein echtes Subprimeproblem. Und dann ist da immer die Frage, was man mit Bildern macht, wenn die Krise doch länger als gedacht dauert. Den Kauf einer Wohnung in München habe ich in 20 Jahren keinen Tag bereut.

  92. Ich kaufe nur Bilder, oder...
    Ich kaufe nur Bilder, oder Kunst generell, die ich mir selbst an die Wand hängen oder in die Wohnung stellen würde, dann ist es auch nicht so schlimm, wenn man sie nicht wieder zu einem angemessen Preis loswird. Ich behalte sie dann einfach selbst und erfreue mich an dem Anblick (womit ich auch gleich die Frage beantworte was man macht wenn die Krise länger dauert) und mit etwas Glück wird die Sache in ein paar Jährchen wieder „in“.
    Ich habe selbst noch was von Ulf Puder an der Wand hängen, macht sich da ganz gut.
    Ja München ist schon sehr schön, war erst am Wochenende wieder da und der Sonntag war einfach herrlich.

  93. Verehrter Don Alfonso...
    Verehrter Don Alfonso !
    Respekt ! Treffender kann man die Situation nicht beschreiben. Und ein besonderes Lob für 2 spezielle Qualitätsmerkmale ihres Beitrages:
    1.) Diesesmal völlig frei von jeglichem Zynismus.
    2.) Eine leicht melancholische Stimmung schimmert durch – ein Zeichen dafür, daß Sie zunehmend emotional von der perfiden Logik der Krise und ihrer Akteure erfasst werden und somit wirklich autentisch bloggen.

  94. Christoph, von Rudolph...
    Christoph, von Rudolph Mosshammer wird berichtet, in der schlechten Zeit habe er mit seiner Mutter fein den Tisch gedeckt und einfach so getan, als sei etwas zum Essen da. Das hat mir immer sehr imponiert, und es stimmt natürlich auch: Ist der Tisch voller Prunk, fällt es nicht so auf, wenn das Brot trocken ist.

  95. No. 6, ich bin seit zwei...
    No. 6, ich bin seit zwei Jahren von einem unauslöschlichen Hass erfasst, und das passt nur leider nicht immer in dieses Blog.

  96. Noblesse oblige - gemeint ist...
    Noblesse oblige – gemeint ist selbstverständlich die Geisteshaltung und nicht der (teilweise verblödete) Geblütsadel. Szene aus Millöckers „Bettelstudent“: Auftritt der völlig verarmten polnischen Gräfin (samt Töchter), die sich zum Mahle nur Kartoffeln bestellt, aber mit Grandezza „und bitte mit dem allerfeinsten Speisesalz“. Als der sächsische Besatzer Polens Ollendorff (unter Verkennung der Etikette) die Dame auf die nackte Schulter küßt, fängt er sich einen Hieb mit dem Fächer ein. Zynismus?! Doch bitte, ja – aber pragmatisch abgefedert. Im Zweifelsfalle kann man als ausgegrenzter Bastard dazu übergehen, die bucklige (Halb-)Verwandtschaft stilvoll umzubringen; s. engl. Film „Kind hearts and coronets“, dt. Titel: „Adel verpflichtet“. Ach, ja.

  97. "Haltung" ist eine oft...
    „Haltung“ ist eine oft verkannte Primärtugend. Manche werden lächeln, aber man trägt nicht auf, um andere zu beeindrucken, sondern für die eigene Haltung und Selbstachtung. Wer für die Gäste das feinste Silber auslegt und selbst, wenn er allein ist, aus dem Topf frisst, macht etwas grundlegend falsch.

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