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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Luxus jetzt.

| 79 Lesermeinungen

Irgendwann hat man genug Krisenpornographie gesehen. Irgendwann reicht es mit Absatzeinbrüchen, Seuchen und Verlusten. Die materielle Welt ist ja noch vorhabden, man kann sie sofort haben und kaufen, wenn man sie will. Es gibt keinen Grund, imit dem staatlich garantierten Daciaabo sparsam dem sparsamen Ende entgegen zu gehen, aber alle Gründe der welt, in einem Sunbeam durch das sonnenüberflutete Italien nach Rom zu fahren.

Wenn du weisst, dass die meisten Männer wie Kinder sind, dann weisst du alles.
Coco Chanel

Oh. Der Bekleidungsfirma mit dem vielleicht hässlichtsten geschäft von Rottach-Egern – und Rottach hat wirklich viele nicht hübsche Geschäfte – geht die Luft aus. Nun, ich bin nicht wirklich traurig, wenn die Modemarke „Escada“ aktuell von der Insolvenz bedroht ist. Es gibt Opfer der Krise, die man getrost unter dem Motto gesunder Marktdarwinismus abheften kann, und geschmacklich war bei Escada  nie die Kollektion, sondern eher die Existenz der Firma das Übel.

Etwas anders sieht es mit der S-Klasse aus [Disclosure: Im Besitz meines Clans befinden sich noch ein paar sehr alte und höchst seltene 1000-DM-Aktien von Daimler-Benz]. Die jeweils neueste S-Klasse ist zwar immer vom gleichen aufdringlichen Popanz, der auch eine 50-jährige Escadaträgerin nur zu oft auszeichnet, aber je älter eine S-Klasse wird, desto gefälliger wird sie für das Auge. Nach 30 Jahren ist sie interessant, nach 40 begehrenswert.Wichtiger jedoch als das Fahrzeug ist dieser Typ in der kollektiven Erinnerung besserer Söhne: Jedem wird es so irgendwann so ähnlich gegangen sein wie mir, der ich nach einem von einer Bank finanzierten Ball mit der Tochter des Bankchefs – ein Beruf, der damals übrigens noch nicht verrufen und anrüchig war – in seiner S-Klasse sass, auf jenen dicken Ledersesseln, die Stunden verstreichen liess, bis sich der Himmel zartrosa färbte und nichts geschah, aus Gründen und auch ohne.

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Die S-Klasse, aber auch der 7er BMW und der Audi A8 sind aktuell krisengeplagte Spitzenmodelle und schwer verkäuflich, gleichzeitig aber Inkunabeln des Wohlstandes und zugleich unverzichtbar für die Herzensbildung des Nachwuchses. Ich werde nie das saphierblaue BMW 2800 CS Coupe vergessen, das mein Vater eine Weile fuhr und, ach, ich darf gar nicht daran denken, irgendwann verkaufte, damit seine Kinder im Audi 100 hinten mehr Platz hatten. Ein zum Sterben schönes Auto. Und schnell. Rasend schnell. Mein Vater am Steuer, die Tachonadel bei knapp 200, hoch oben auf der Europabrücke über Innsbruck,  ein Hai zwischen all den Käfern und Opels, und wir Kinder fanden es grandios. Das prägt.

Es ist eine verfluchte Schande, wenn heute staatlich gefördert rumänischer und rüsselsheimer Automist auf die Autobahnen mit Staatsförderung gekippt wird. Es ist auch eine verfluchte Schande, dass nur die wenigsten nach 10 Jahren in der kleinen Schüssel das Geld haben, sich nun ein gscheids Auto, wie man in Bayern sagt, zu kaufen, und auch die nächsten 10 Jahre in koreanischem Giftmüll Stabilitätskontrolle braucht, damit das Leben auch weiterhin öde, klein und langweilig bleibt. Die Abwrackprämie ist der Köder für die Ärmeren, alte Fehler erneut zu machen. Der BMW meines Vaters hatte mal einen Bremsenausfall auf der Strasse von St. Andrä nach Brixen. Das war eine Gaudi für uns Kinder, mit einem Papa, der den Hai trotzdem mit quietschenden Reifen ins Tal brachte. Wir hätten dabei sterben können. Na und?

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Wir werden Zeugen eines doppelten Elends: Der scheinbar unaufhaltsame Vormarsch der gleichmachenden Kleinwägen, und der massive Absatzeinbruch bei den Fahrzeugen der Oberklasse. Als sei die Oberklasse der Gesellschaft gerade am Aussterben, als zöge sie sich zurück und überliesse einer Community das Feld, deren Götze Sandero heisst und auch irgendwie ganz nett fährt, wenn man von A nach B kommen muss. Autos, mit denen man vielleicht schnelle Sexerlebnisse mit einer Aufgabelung eines Onlinenetzwerkes hat, oder an die man Flügel und Spoiler schraubt, damit sie nach mehr Dummheit aussehen. Autos des real existierenden Krisensozialismus, die legitimen Erben des Wartburgs, und wer will, dass seine Kinder später mal auch in ein Toskanareihenhaus ziehen und pastellfarbene Tüpfelwände hübsch finden, der greife jetzt zu einem dieser praktischen japanischen Kleinkisten.

Das ist in Ordnung. Egal, ob man das schätzt oder verurteilt: Viele wollen es genau so. Schlimm ist nur, dass man in der Schicht darüber offensichtlich nicht mehr so will, sei es nun aus kleinlicher Sparsamkeit, Angst vor dem Neid, oder dem Glauben, dass man jetzt erst mal unbedingt Rücklagen bilden muss, um nach der Krise immer noch reich zu sein, und reicher als andere. Dieses elende Daciadenken, per asperam ad Dieselastra oder zum Klein-SUV, der ebenso praktisch wie hässlich ist, Blechescadakopien für Vorstadtmamis, die die beste Zeit hinter sich haben. Eine ganz widerliche Vergessenheit der eigenen Herkunft scheint da durch, ein neureicher Hautgout, eine Anpassung an eine aktuell schwierige Realität, an die man sich nicht anpassen darf, denn die Krise wird nicht enden, solange man sich für sie zum Idioten macht und verzichtet.

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Und darüber hinaus vergisst, antizyklisch zu denken. Darüber vergisst, dass das Glump zweimal teuer ist. Darüber vergisst, dass Horten von Geld gar nichts bringt, wenn die Krise durch zu viel Geld entstanden ist und mit noch mehr Geld bekämpft wird,  bis es sich in der Inflation selbst auffrisst. Darüber vergisst, dass man am Ende so wird, wie man sich gibt. Die Kostenbremse macht das Leben nicht schöner, für niemanden. Schon gar nicht für die Kinder, deren „wann sind wir endlich da“ der beste Beweis ist, dass man beim Autokauf danebengelangt hat.

Wenn dieser Beitrag online geht, bin ich schon nicht mehr da. Ich bin auf dem Weg nach England. Ich habe zwar schon ein Auto, aber ich kaufe noch eines, und das ohne die wohlfeile Ausrede, dass ich es brauche, weil ich am Tegernsee auch zwei Stellplätze habe. Ein Auto für einen einzigen Zweck: Um damit von London nach Rom und zurück zu fahren. Das ist gut für England, denn die brauchen auch nach einem halben Dutzend Silberkannen immer noch Geld. Das ist gut für mich, denn dank des britischen Peso kann ich mir einen Kindheitstraum erfüllen, einen Wagen in british racing green unter pistaziengrün, wie die Farben des immer undichten Cabrios meiner Mutter in den 60er Jahren. Das ist auch gut für meine Frau Mama, die schon lange findet, dass ich mir einen Wagen mit vier Türen und festem Dach kaufen sollte, es ist gut für alle meine Freundinnen, die damit an der Oper vorgefahren werden möchten, es ist es ist gut für die Leserschaft, denn damit nehme ich Sie in zwei Wochen mit zur Mille Miglia, den ganzen Weg von Brescia nach Rom und wieder zurück, und gut für Ihren Nachwuchs, der hinterherschaut und sich dann hoffentlich querstellt, wenn Sie etwas Durchschnittliches, Normales und Billiges kaufen.

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Luxus ist gut für uns alle. Wenn der Wagen nicht zusammenbricht, natürlich.

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79 Lesermeinungen

  1. Wehrter Don,
    kennen Sie einen...

    Wehrter Don,
    kennen Sie einen 312 Wartburg?
    Schauen Sie sich den mal an.
    Herzlichst P.

  2. Werter Don,
    wie üblich nett...

    Werter Don,
    wie üblich nett geschrieben. Durch die Widerwärtigkeit zum Dieselstern!! LOL, der ist gut! Ich habe mir erlaubt in meinem neusten Blogeintrag einen versteckten Gruß an Sie einzubauen. Als Reminiszenz an Sie, eine stille Verneigung an den Großmeister des Bloggens!!

  3. Hallo Don, ich finde es...
    Hallo Don, ich finde es schön, dass Sie den Mut haben, „englisch“ zu fahren. In jungen Jahren, 1973, kaufte ich mir einen Jaguar XJ6. Da war was los auf unserem Dorf. Aber als Architekt konnte ich es mir leisten, extravagant zu sein.
    Aber dann die Reparaturen. Nicht das Geld war entscheidend aber die Zeit. Wasserpumpe defekt – Streik in England. Windschutzscheibe durch Steinschlag defekt – Streik in England. So ging das. Und in unserer Dorfkneipe das große Lästern, meine Freunde konnten sich vor Schadenfreude nicht halten. Ich schaffte mir einen Zweitwagen an für die Zeitüberbrückung. So ging das zwei qualvolle Jahre – dann streikte der Motor und ich auch. Ab auf den Abschleppwagen von Mercedes und aus mit Jaguar. Es wurde dann ein SL und damit war Ruhe mit Reparaturen. Aber auch noch heute sehe ich mir mit leuchtenden Augen jeden XJ6 an. Es war ein stilvolles wunderschönes Auto und den Konkurrenten weit voraus – nur er war unzuverlässig und das lieben wir Deutschen nicht. Trotzdem hat es mir nie leid getan, dieses Auto zwei Jahre gefahren zu haben. Nie hatte ich ein Auto mit soviel Herz und Seele und ich hätte es halten sollen wie einen kranken Hund, so denke ich heute.

  4. wie immer, wenn sie über oder...
    wie immer, wenn sie über oder um autos herum schreiben, laufen sie zu großer form auf! bravo!

  5. @Paulchen
    Sie meinen wohl den...

    @Paulchen
    Sie meinen wohl den Wartburg 313? Der 312 ist wenig spektakulär.
    Ich frage mich, ob sich der Don einen 313 im Bestzustand leisten kann. Das ist wohl doch des Luxus ein wenig zuviel.
    Grüße, bitmad.

  6. Werter Don,

    wer im Glashaus...
    Werter Don,
    wer im Glashaus sitzt… bzw. Fiat fährt…
    Ein eventuelles Engagement dieser Marke bei einem hiesigen Hersteller fände ich aber dann doch schade. Das hat Fiat nicht verdient:
    Noch mehr
    Fehler
    In
    Allen
    Teilen, verursacht durch den
    Offensichtlichen
    Pfusch
    Einiger
    Lehrlinge, das braucht kein Menscch.
    Gruß und eine sorgenfreie Heimreise
    Wolfram
    Fahrer eines vom Autor nicht geschätzten Wagens, im Jahr 2000 neu gekauft, das als eines der weltweit an einer Hand abzählbaren Modelle gelten dürfte, welches damals serienmäßig mit Sprengringfelgen und demzufolge mit Schlauchbereifung ausgeliefert wurde – und es handelt sich hier bei nicht um einen Traktor oder LKW.

  7. Autos sind generell zu teuer....
    Autos sind generell zu teuer. Das Durchschnittsauge beurteilt den Wert einer Sache nach der Größe, wobei angenommen wird, dass das zu bewertende Objekt massiv sei. Autos sind aber in Wirklichkeit ganz hohl. Der an sich kostenlose, umschlossene Raum wird zum Produktbestandteil. Das Auge überschätzt daher den Wert von Autos vollkommen. Den Trick hat man sich bei den mittelalterlichen Kathedralen angeschaut.

  8. Der Don entscheide für sich...
    Der Don entscheide für sich selbst, aber warum sollte man sich einen Wartburg 313 kaufen? Weil er teuer ist (obwohl es unschicklich ist Witze zu erzählen, kennen Sie den mit dem Russischen Neureichen der seinem Kumpel sagt, dieser habe sich beim Kauf der Uhr hereinlegen lassen, er habe ein Geschäft gesehen, das die Uhr viel teurer verkauft)?
    .
    Das Ding sieht aus, wie ein Wartburg und der war nicht so arg originell seinerzeit, und das ganze jetzt in leichten, modernen Werkstoffen neu zu bauen ist reiner Kitsch.

  9. Don Alphonso, Ihre Tirade...
    Don Alphonso, Ihre Tirade läßt mich ratlos dreinblicken. Soll der abwrackprämienbestochene Daciajünger jetzt lieber eine S-Klasse ordern und für Mutti noch einen SL? Japanische bzw. koreanische Reismühlen sind sicher nicht jedermanns Geschmack. Die wenigsten werden sich solch ein Minimalauto auch aus Begeisterung kaufen, sondern mit wachem Blick aufs Bankkonto. Aus dem gleichen Grund unterläßt wohl die „bessere Gesellschaft “ derzeit auch den Kauf der von Ihnen favorisierten Fortbewegungsmittel. Hier ist es wohl der Leiter der Finanzabteilung, der der Erneuerung der Geschäftswagenflotte im Wege steht. Denn all die schmucken Karossen vor den gepflegten Anwesen Ihrer hochverehrten Heimat kauft man sich ja nicht vom versteuerten Einkommen oder gar unter Aufwendung des nach Ihren Schilderungen immer noch reichlich vorhandenen Barvermögens, sondern es sind (geleaste) Geschäftsfahrzeuge. Müßten Mercedes, BMW, Porsche und Audi vom „Privatkunden“ leben, wären dort schon lange die Lichter ausgegangen.
    Ja, und wenn die Geschäfte tatsächlich schlechter laufen und man mal eine Nummer kleiner kaufen müßte, wird sich das mancher aus Angst vor der Häme des lieben Nachbarn wohl verkneifen. Nun hat die „bessere Gesellschaft“ schon immer Angst, mit großen Autos aufzufallen. Anders als der Maurergeselle, der gerne schon mal mehr fürs Auto ausgab als er hatte, wurde oben das Understatement gepflegt. Da wurde statt der S-Klasse lieber eine E-Klasse geordert und mit allem vollgestopft, was die Aufpreisliste hergab (wichtigste Option: Wegfall der Typenbezeichnung). um virtuelle Bescheidenheit demonstrieren zu können.

  10. Ach, zur Abwrackprämie, noch...
    Ach, zur Abwrackprämie, noch ein Schwank aus der Französischen Regierung: (in Frankreich wird die Abwrackprämie periodisch neu aufgelegt) ein Mitglied selbiger habe behauptet, in Deutscland gäbe es eine solche nicht, weil teutonische Autos lange hielten. (Das war bevor Deutschland von Frankreich das Siegen gelernt hat).

  11. @GRS2
    Der Wartburg 313 sieht...

    @GRS2
    Der Wartburg 313 sieht nicht nur wie ein Wartburg aus, es ist einer. Dass jetzt jemand dieses Modell als Replika bauen will, ist ein anderes Thema. Seinerzeit war der 313 schon „arg originell“, nämlich ein echter Hingucker. Das Hardtop-Coupé war 1957 in jeder Hinsicht auf der Höhe seiner Zeit. Vor Borgward Isabella Coupé und Karmann Ghia brauchte sich der Wartburg 313 nicht zu verstecken. Alle anderen Autoproduzenten in Deutschkand hatten in dieser Klasse ähnlich elegantes nicht zu bieten. Unter den Bedingungen der SED-Mangelwirtschaft und dem Diktat des Comecon hatten die Wartburg-Leute aber keine Chance, auf Augenhöhe mit der westdeutschen Autoproduktion zu bleiben.

  12. Ich persönlich kann einer...
    Ich persönlich kann einer Silberkanne und erst recht einem handwerklich beeindruckenden Buchband aus dem 18. oder 17. Jahrhundert mehr abgewinnen als einem Automobil, egal ob als italienisches Bötchen-Fabrikat oder als M1 der 70er Jahre aus bayerischen Motorenwerken daher kommend. Am liebsten jedoch sind mir die charmanten Opernbegleiterinnen oder Kaffeehaus-Tischnachbarinnen – die sind in jedem Fall aufregender als jede 313-Replik und das zumeist auch noch dauerhafter.

  13. <p>viel vergnuegen in...
    viel vergnuegen in england.
    frei assoziativ zwei links und ein zitat.
    ‚ein bisschen lust am untergang‘ der schoene englandklassiker von karl-heinz bohrer
    http://www.amazon.de/…/ref=sr_1_1
    ein aufsatz zu ‚luxus, evolution und altruismus‘ von einem guten freund
    davidreport.com/…/lonely-at-the-top-no-more
    und schliesslich – etwas konterkarrierend – ein schoener ausspruch des grossen – vielleicht groessten – lebenden deutschen philosophen, karl lagerfeld: ‚auf die vergangenheit gibt es keinen kredit.‘
    in all diesen sinnen… – god’s speed!
    und verweile etwas auf der insel – ist sie doch so schoen.

  14. Den besten Kinderruecksitz hat...
    Den besten Kinderruecksitz hat immer noch der Strich 8, mit oder ohne Gurt. Heute hat sicher der Golf den Strich 8 als teutonisches Topmodell abgelöst, nur unterboten von Korea, Rumaenien und Fronkreisch. Die Generation Golf ist erwachsen und kann ihren Hubraum nicht mehr steigern. Gürtel enger schnallen in der Mobilität. Aber einen anderen Aspekt will ich doch berücksichtigt wissen.
    Im Rückspiegel taucht die gesamte Geschichte der Krise wieder auf. Man schaue die Tagesschau vor 30 Jahren: Simca, Talbot, Hanomag Henschel, Sachsenring Trabant, jetzt Opel. Sicher muss das Geld in der Krise weg, aber warum retro? Wer Vibrations will, der kann sie auch vom teutonischen Klavier abgreifen, d.h. wenn ers drauf hat. Das ist auch gut für die Kinder, nachweislich. Und noch einmal: Das Instrument steigt im Wert, die Blechkiste ist dagegen dem automobilen Plebs auf Autobahn und Landstrasse ausgesetzt. Lieber Don, bleiben Sie in Bewegung!

  15. Coco hatte durchaus Recht...
    Coco hatte durchaus Recht (schmunzel). Manchmal kommt frau sich hier ein wenig vor wie in einem englischen Herrenclub, das wurde irgendwann schon mal angemerkt. Nun, ich hoffe, sie sitzen bequem, meine Herren, es sind noch genug Zigarren und Whisky da und sie vergessen nicht, die Farbe ihres Automobils mit der Haarfarbe ihrer Begleiterin abzustimmen….

  16. Danke für die excellenten...
    Danke für die excellenten Gedankenspiele. Aber soll eine neureiche Escada-Frau in einer neureichen S-Klasse, soeben „eincheckend“ in der neureichen „Überfahrt“ , denn nun tatsächlich wegweisend sein für den Weg aus Krisengedanken? Dann doch lieber die Millionärsgattin, die immer schon Golf gefahren ist und die wir vor dem Aussterben retten müssen!

  17. Lieber Don,

    Ihr Artikel ist...
    Lieber Don,
    Ihr Artikel ist wie immer köstlich. Leider gehöre ich auch zu dem neuerdings oft erwähnten Prekariat und werde mir in meinem Leben höchstens ein Poster der S-Klasse leisten können.
    Ich bin aber trotzdem dafür ein Spendenkonto für „arme“ Reiche einzurichten, damit die endlich wieder die „armen“ vernachlässigten Luxuskarrossen kaufen können (quasi als upper-class Abwrackprämie) und uns so der frugale Anblick der Zweckmässigkeit erspart bleibt. Wie kann man nur ein Auto fahren wollen um von A nach B zu kommen – und das auch noch mit mässigen Mengen Sprit!
    – Wie unanständig!

  18. Ein Grund mehr diesen Blog zu...
    Ein Grund mehr diesen Blog zu lesen werte Miss Darcy. Die Jungs und ihr Spielzeug, eine endlose Geschichte.

  19. @elbsegler
    So ist es! Die...

    @elbsegler
    So ist es! Die Geschäftswagen machen die Kohle, und da wird momentan gespart. Welch‘ Signal an die kurzarbeitenden Untergebenen: Der Personalvorstand hat eine neue S-Klasse bekommen.
    Wegfallende Typbezeichnung und allen Schnickschnack innendrinn, so kenn‘ ich das auch aus dem elitären Umkreis des Elternhauses.

  20. Das einzige, was der Deutsche...
    Das einzige, was der Deutsche heutzutage lieben kann: Autos und Hunde.
    Bravo.

  21. ...ich bin auch dafür, dass...
    …ich bin auch dafür, dass wir wieder den ganzen Pöble, den oberen als Genreral, den unteren als Gefreiten, im Diesel-VW nach Stalingrad ins Elend fahren.

  22. @Mme: Da gehe ich ganz...
    @Mme: Da gehe ich ganz d´accord. Aber ein paar (amüsierte) Spitzen müssen sich die Jungs dann doch gefallen lassen, oder? Man hört die ja auch, über Schuhe….Hüte…Handschuhe…

  23. Mitte der 80ziger Jahre des...
    Mitte der 80ziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es mal eine Internationale Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Dort erspähten meine nichtsnutzigen Augen einen Aston Martin Lagonda. Abgesehen von der anwesenden um das Objekt herumstehenden Arroganz verschmolz mein Innerstes mit dieser Inszenierung eines Fetisches. Kaum 25 Jahre später stiessen meine immer noch nichtsnutzigen, jedoch gereifteren Augen auf ebensolchen bei einem Kurzbesuch im Berliner Meilenwerk. Als Shooting Break. Der Einzige der Welt. In Blau. Ja. Jetzt.

  24. ein Hauptgrund fuer die...
    ein Hauptgrund fuer die Verbreitung mickriger Kleinwagen in Deutschland ist die Oekoreligion. Ein erheblicher Teil der Bevoelkerung lehnt grosszuegigen Energieverbrauch aus religioesen Gruenden ab. Die Politiker haben das Benzin in Deutschland sehr teuer gemacht. Wenn man beim Tanken einen Hunderter plus aus der Tasche ziehen muss dann vergeht die Freude am Automobil.
    Schauen Sie mal in den Nahen Osten. In Syrien sieht man sehr viele amerikanische Automobile aus den 70ern. In Aegypten viele Kaefer, alte Mercedes Limousinen usw. Oder kommen Sie mal nach Saudi Arabien. Dort tanken Sie fuer 0,45 Rial/L = etwa 7c Normalbenzin. Am Beliebtesten sind dort komfortable Autos wie der GMC Suburban, Ford L, Nissan Titan… Zwei meiner Bekannten moechten/werden sich einen Hummer H5 zulegen.
    Vandale

  25. Saphir ohne "ie", aber...
    Saphir ohne „ie“, aber herrlich die Schilderung nachballnächtlichen S-Klasse-Sitzens.

  26. @Georgiana Darcy
    Gnä´ Frau,...

    @Georgiana Darcy
    Gnä´ Frau, welch erschreckender Gedanke: Die Farbe des Automobils auf die Haarfarbe der Begleiterin abzustimmen! Zu schwarz, royal-blau oder racing-green passen die ohnehin dezenten Haarfarben unserer Begleiterinnen stets!

  27. @ Schäfer: und die Deutsche?...
    @ Schäfer: und die Deutsche? Ausserdem falzifiziert durch die Beobachtung (mindestens) eines Deutschen, der Motorräder und Katzen vorzieht. Vielleicht gibt es auch noch den einen oder anderen, der seiner Frau zugetan ist.

  28. Schade ist nur, dass die...
    Schade ist nur, dass die (offenbar auch geistig) minderbemittelte Schicht ihren Unmut über die aktuelle Krise an den (vermeintlichen) Statussymbolen der Oberschicht auslässt. So wurde mein penibel gepflegter BMW Z3, der seit dem Kauf vor 10 Jahren fortwährend in meinem Besitz ist und zum Schutz vor den Witterungseinflüssen des Winters nur im Sommer den Asphalt unter die Räder nehmen darf, vor wenigen Tagen Opfer eines Schlüssels, der seine Zähne in den glänzenden Lack der Beifahrerseite bohren durfte – und zwar von der Tür bis über das Rücklicht. Im Unterschied zu Ihnen habe ich es aber nicht „so fett“ von zuhause mitbekommen und mir den Wagen quasi zusammengespart!
    Ich glaube, ihre tollen Beiträge unterstützen diesen „Pöbel“ in seiner „Rechtsauffassung“, sofern er denn je durch Zufall auf diesen Blog aufmerksam werden sollte und in der Lage ist zu verstehen was hier geschrieben steht.
    Dank an Sie und Dank an den „Pöbel“! Ich kann jetzt mit mindestens 1.300 Euro die Innung der Autolackierer „wirtschaftsfördern“!!!
    Was soll ich Geld sparen, welches ich nicht besitze…

  29. @Driver
    Sie weisen auf einen...

    @Driver
    Sie weisen auf einen schmerzlichen Umstand hin. Die Zahl der „toten“ Automarken übersteigt die der „lebenden“ beträchtlich. Allmählich wird es eng, wenn man ab der oberen Mittelklasse ein Fahrzeug sucht, ohne zum deutschen Mainstream greifen zu wollen. Diese blechernen Tapferkeitsauszeichnungen entbehren durch ihr massenhaften Auftreten jeglicher Individualität. Da helfen auch 1000-seitige Ausstattungslisten nichts.

  30. @Schäfer
    Warum bleiben uns...

    @Schäfer
    Warum bleiben uns nur noch Autos und Hunde? Beide widersprechen nicht.

  31. Georgiana et Mme:
    Meine Damen,...

    Georgiana et Mme:
    Meine Damen, „boys with toys“ ist zwar ein englischer Reim, aber es geht auch franzoesisch. Was es nicht einer der „Mythen des Alltags“, in dem die Herren um die neue „DS“ = de(accent)esse = Goettin herumschlichen? Fugenfreies Blech, glatte Haut, beste cw-Werte und Fetisch bis in die Armaturen. Die Logik der „Befoerderung“. Maenner kommunizieren doch in Hierarchien (statt Netzwerken (boeser Anglizismus)), da muss die Typenbezeichnung schon sein. Warum heisst das Ding da rechts denn „Handschuhfach“ und das Ding rechts oben „Schminkspiegel“? Reden ueber Autos ist okay, solange keine „Mini-Vans“ oder „SUVs“ erwaehnt werden. Frage: Warum wollen alle Maedels immer Cabrio fahren?

  32. Liebe Georgiana Darcy,
    ganz...

    Liebe Georgiana Darcy,
    ganz bestimmt meinten Sie: “… die (Haarfarbe unserer) Begleiterin mit der Farbe des Automobils abzustimmen.“ ;)

  33. @ elbsegler: Da kennen Sie die...
    @ elbsegler: Da kennen Sie die falschen Hunde…

  34. @elbsegler: Ihre Farbauswahl...
    @elbsegler: Ihre Farbauswahl ist in jedem Falle passend, ob blond, braun- oder rothaarig. Ihre Begleiterin wird sich freuen.
    .
    @Driver: Cabrio, das hat so etwas von Freiheit und Abenteuer, nur den Himmel darüber und den Fahrtwind im Gesicht, auch wenn´s nur die Strecke von Buxtehude nach Hinterammergau ist….

  35. Serpetinen kraxeln, Kirchen...
    Serpetinen kraxeln, Kirchen gucken, Kaffee schlürfen. Grüßen Sie Goethe von mir, aber fahren Sie bitte vorsichtiger als der Papa.

  36. Werter Don Alphonso,
    wie...

    Werter Don Alphonso,
    wie „bergstutzer“ schon schreibt: „wie immer, wenn sie über oder um autos herum schreiben, laufen sie zu großer form auf! bravo!“ Andersherum aber: Wenn Sie ++nicht++ über Autos schreiben … zumal ich Ihnen liebend gerne eine Mitgliedschaft im Verein für die Deutsche Sprache schenkend würde, um Modewörter wie „zeitgleich“ „Community“ und mißratene Genitive in Ihren Marginalien zu bekämpfen.
    Überhaupt scheint mir Ihre Autobesessenheit etwas (spät-)pubertär, wenn nicht gar deutsch-spießig. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie meine heranwachsenden Kinder sich (bald) heimlich bei nächtlichen Lustbarkeiten mit ihren Gespielinnen respektive Gespielen am reichlichen Platz, den Ledersitzen und der Videoanlage meines koreanischen Kia Sedona (aus den USA) erfreuen, wie ich sie vor etlichen Jahrzehnten nur spartanisch und dank hoher Gelenkigkeit im VW-Käfer praktizieren konnte.
    Im Vergleich zum Sedona wäre auch eine S-Klasse beengt … haben Sie schon Erfahrungen mit einem Maybach sammeln können?

  37. Georgiana Darcy und Mme, Sie...
    Georgiana Darcy und Mme, Sie sind nicht allein; obwohl mit einem männlichen Chromosomensatz ausgestattet, ist mir schon als Kind die Begeisterung meiner Kameraden für Autos nicht nachvollziehbar gewesen, und mir gelingt das auch jetzt, mehr als vier Jahrzehnte später, genauso wenig. Ich wollte so ein Ding nicht geschenkt haben, weder zur Fortbewegung von A nach B noch um damit vor meinen Geschlechtsgenossen angeben zu können. Ich versteh’s einfach nicht, was Männer dazu treibt. Nein, selbst wenn ich mir die allergrößte Mühe gebe: Ich versteh’s nicht. Wahrscheinlich leide ich an einem genetischer Defekt. Aber wie mir der Don in diesem Blog schon einmal zu verstehen gegeben hat: Non cuivis contingit adire Corinthum.

  38. @Lorenzo Ich glaube kaum, dass...
    @Lorenzo Ich glaube kaum, dass es Don Alfonsos Schuld ist, dass ihr Auto zerkratzt wurde. Wie dem auch sei, tut es mir trotzdem leid für Sie, da es immer schmerzt mit ansehen zu müssen, wenn die Besitztümer anderer Menschen nicht wert geschätzt werden.
    Im Übrigen, wie ich mit einem kleinen Schmunzeln feststellen musste, scheinen unsere Anmerkungen ja fast schon eine kleine Diskussion ausgelöst zu haben. Ein Cabrio wäre allerdings nichts für mich, da würde nur mein Lockenkopf durcheinander geraten. Aber gegen einen 911 hätte ich nichts einzuwenden. Schwarz. Metallic.

  39. Autos sind immer Emotionen -...
    Autos sind immer Emotionen – doch auch mein liebstes Auto war eines, welches ich mir (eigentlich) gar nicht leisten konnte: Ein Alfa Romea Spider 2.0, Bj. 1978. Ein Traum auf der Straße und ein Albtraum für mein Budget. Hätte ich mich doch damals lieber mit einem SL übernommen, oder, lieber Don? Wie sagt man in Bayern für „wenn schon, denn schon“? Gute Fahrt auf der anderen Straßenseite!

  40. Madame, "Lockenkopf im Wind"...
    Madame, „Lockenkopf im Wind“ geht aber auch mit ner alten Ente oder mit nem Corsa mit Schiebedach. Porsche ist out. Schwarz metallic ist allerdings OK, mein bester Freund hat einen Golf 1.4 Variant in dieser Farbe, mit umklappbarer Rueckbank. Interesse?
    Et Mademoiselle, Sie haben (unbewusst) auf meinen Anlagetipp „Konzerfluegel“ geantwortet. Der ist naemlich (meistens) auch schwarz metallic. Aber handlackiert. Und 23x so kultiviert wie Ihr Porsche-Loser. Der Poebel kann den Lack nicht zerkratzen und Ihre Enkel werden noch drauf spielen. Was ist ne Nusswurzelarmatur gegen Elfenbein und Ebenholz? Was koennte mehr „Luxus jetzt“ sein als so ein Stueck teutonischer Wertarbeit?

  41. Darf ich Ihrem gar charmanten...
    Darf ich Ihrem gar charmanten Angebot entnehmen, dass Sie den Klavierunterricht gleich kostenlos mit dazu liefern, Herr Driver? Arbeiterhintergrund sei Dank ist es mir nämlich leider nicht vergönnt gewesen in meiner Kindheit die entsprechenden Lehrstunden zu genießen. Aber das werden Sie sicherlich schon mit einkalkuliert haben…

  42. Madame! Gut, dass wir unter...
    Madame! Gut, dass wir unter uns sind, offenbar muessen alle Fussball gucken – englischen, Herr Don !!! Mit dem Klaviergeschenk plus Unterricht kann ich kaum dienen, mein Budget, vous savez. Aber ich komme gerne auf das Angebot mit meinem besten Freund und Golffahrer (schwarz, metallic, 1.4l, ca. 35.000km und Euro/Jahr) zurueck. Vielleicht kauft der ja einen Fluegel auf Kredit? Ich wuerde ja gerne weiter mit Ihnen auf der Rueckbank plaudern, aber der Don wirft schon seit einiger Zeit so finstere Blicke ueber die Schulter. Ich glaube, er fuehlt sich zum Chauffeur degradiert. Vielleicht will er auch englischen Fussball gucken und rast deshalb so? Mein Golf-freund hat da viel mehr Understatement. Kind regards!

  43. @Alter Bolschewik: Ach nein,...
    @Alter Bolschewik: Ach nein, ich schaue mir Oldtimer schon gerne an. Sie sind wirklich schöner als all die modernen funktionalistischen Kisten. Aber muss ich mir denn gleich all die Modelle & technischen Details merken? Reicht denn nicht die Konzentration auf die Ästhetik?

  44. @Georgiana Darcy: Wenn das...
    @Georgiana Darcy: Wenn das Wort „Ästhetik“ fällt, würde ich zu allerletzt an Autos denken; aber natürlich haben Sie recht, besser sahen die Dinger früher allemal aus (neben unserem Proberaum restauriert einer alte Ami-Schlitten, die schau‘ ich ganz gerne an, aber selbst besitzen wollte ich so eine Blechkiste nie). Hätte ich das Geld übrig, das so ein Ding kostet, würde ich es, ohne auch nur einmal nachzudenken, für ein richtig gutes Cello hinlegen. Die Folgekosten sind minimal, es stinkt nicht und hat eine ausgezeichnete CO2 Bilanz, macht deutlich angenehmere Geräusche als ein Auto und was das Beste es: Man kann auch damit die Mädels beeindrucken.

  45. Georgiana, als die Oldtimer...
    Georgiana, als die Oldtimer gebaut wurden waren sie moderne, funktionalistische Kisten. Als des Dons neues, altes Fahrzeug gebaut wurde, gab es ja ebenfalls bereits Oldtimer, gegen die sich sein Auto schrecklich modern ausnahm.

  46. Der Kommentar ist so gut, der...
    Der Kommentar ist so gut, der sollte nochmal hier rein. Also:
    „Autos sind generell zu teuer. Das Durchschnittsauge beurteilt den Wert einer Sache nach der Größe, wobei angenommen wird, dass das zu bewertende Objekt massiv sei. Autos sind aber in Wirklichkeit ganz hohl. Der an sich kostenlose, umschlossene Raum wird zum Produktbestandteil. Das Auge überschätzt daher den Wert von Autos vollkommen. Den Trick hat man sich bei den mittelalterlichen Kathedralen angeschaut.“

  47. Ach Herr Don würde doch...
    Ach Herr Don würde doch niemals böse gucken, ich glaub das kann er gar nicht *schmunzel* Das Golf-Angebot muss ich leider dankend ablehnen, Student you know ;-)

  48. Hallo Don, schreib doch mal...
    Hallo Don, schreib doch mal bitte etwas über Susan Boyle – vlt. etwas weniger emotional als ich. Mehr unter dem Aspekt „gesellschaftliches Phänomen“.
    Wenn mir von den freundlichen Korrekturleserinnen und -lesern hier ein Themenvorschlag zugestanden wird …
    Denn diese Dame könnte sich zu einer echten Stütze der Gesellschaft entwickeln. Als ein gutes Beispiel, wie „Schönheit“ in unserer Medien geprägten Landschaft nie definiert wurde und warum uns (mich!) solche Momente so berühren … Schönes WE im neuen (alten) Auto!

  49. @Alter Bolschewik: Ich nehme...
    @Alter Bolschewik: Ich nehme doch an, dass Sie Cello aus Passion spielen, nicht wahr? Und nicht um Frauen zu beeindrucken;-)
    @anderl: Die Geschichte des Autos ist nicht wirklich meine Stärke, doch ich dachte, vor dem ,was wir heute Oldtimer nennen, waren die Kutschen?

  50. sorry, g62, an susan boyle ist...
    sorry, g62, an susan boyle ist ueberhaupt nichts spektakulaer oder moving… – interessant ist einzig die reaktion auf sie. sowohl von der anwesenden jury, als auch vom weltpublikum. – der jury traue ich ohne weiteres eiskalte kalkulation und inszenierung zu. – schliesslich gab es vor ca einem jahr bereits den ganz aehnlichen fall eines zahnlosen handyverkaeufers. – do not believe the hype! – massenmarketingstrategisch jedoch ein interessantes phaenomen, das weitere nachahmungen und anlehnungen finden wird.

  51. Juhujuhu der Don ist zurück!...
    Juhujuhu der Don ist zurück! Der Don ist zurück, juhujuhu!

  52. <p>Und er hat auch was...
    Und er hat auch was mitgebracht:

    .

    Blöderweise ist er nach 800 Kilometern und zwei Pannen und 4 Stunden Schlaf zu müde, um noch gross was zu sagen.

  53. Ploy, zu den erstaunlichen...
    Ploy, zu den erstaunlichen Errungenschaften des Internets gehört, dass Leute, die privat nie auf die Idee kämen, andere öffentlich mies zu machen, es hier draussen gern und jederzeit tun, obwohl ihnen Thema und Kontext so egal wie nur grad was sind. Manche, weil sie denken, es zu können unf es als Anonymling keine Konsequenzen gibt, und viele, weil es ihen an Charakter mangelt, egal in welchem Auto. ich wünsche Ihnen als viel Spass anderswo, wo Sie ja mal verscuehn können, mit Ihren hehren Ansprüchen gepaart mit Ihrem Betragen auf einen grünen Zweig zu kommen.

  54. Blackjack, immer nur...
    Blackjack, immer nur zu.
    Egonsuppe, wir hatten in der K13 auch einen, der alls sein Geld in einem XJ12 versenkt hat. Da konnte es einem auch vergehen, so brutal, so unglück machte ihn das Auto. Jaguar würde ich mir auch keinen kaufen, aber Sunbeams der 50er haben einen tadellosen Ru für ihre Verarbeitung und Zuverlässigkeit. In den 40ern hat Sunbeam Panzerspähwagen und Truppentransporter gebaut, und das merkt man den Fahrzeugen auch heute noch an.

  55. darn it. i had a wolseley...
    darn it. i had a wolseley once. – but this does/doesn’t look like it. – what is it?

  56. Ein 1955er Sunbeam (-Talbot...
    Ein 1955er Sunbeam (-Talbot oder auch – Supreme) 90 Mk III mit 2 Vorbesitzern und praktisch allen Extras und mintfarbendem Leder. Und reichlich Rost an den Türen. Mein Zweitwagen für die kommende Mille Miglia.

  57. Wolfram, meine Barchetta hat...
    Wolfram, meine Barchetta hat mich nur einmal im Stich gelassen. Ein einziges Mal. Keine Ahnung, wie es j´heute noch zu solchen Bemerkungen kommt,. Ich finde, dass Fiat schöne Autos baut. Nich besonders gute Autos, aber putzige Autos, und ab und an bauen sie einen Meilenstein.

  58. bob, mittelalterliche Kirchen...
    bob, mittelalterliche Kirchen ziehen auch heute noch, im Gegensatz zu ihren neuen und aufgeklärten Nachfahren der Gegenwart.
    Wartburg… ich wollte einen Wagen mit Lederausstattung. Und einem Motor mit mehr als 60PS. Ich wollte einen seltenen Wagen und keinen, der allgemein bekannt ist, Er sollte renntauglich sein und dennoch nicht zu teurr. Und natürlich auch ein genz bestimmtes Prestige mitbringen. Ich wollte nicht nur ein Auto,l ich wollte eine Vorstellung von einem Auto, und der wird kein Wartburg gerecht. Ich habe mir mal einen Skoda 440 angeschaut, da hat sich nichts bei mir gerührt. Beim Sunbeam wusste ich sofort, dass er das ist.

  59. danke fuer die information. -...
    danke fuer die information. – macht den eindruck einer eigenwilligen kiste. – viel spass damit.

  60. Ist sie auch - besonders, wenn...
    Ist sie auch – besonders, wenn es um die Kurven und den Willen des Fahrers geht, sie möchte sich doch dort hineinbequemen.

  61. Don, "mittelalterliche Kirchen...
    Don, „mittelalterliche Kirchen ziehen auch heute noch, im Gegensatz zu ihren neuen und aufgeklärten Nachfahren der Gegenwart.“ – ja, aber warum ? Wie haben die mittelalterlichen Kirchen ihre Gläubigen bei Laune gehalten und die Pilgerströme angezogen ?

  62. Congrats werter Vetter!
    Ein...

    Congrats werter Vetter!
    Ein richtiges Automobil, in dem man sicherlich noch mit Bowler hinter dem Volant sitzen kann.
    Auch der Kofferaum verdient seinen Namen. Ich hoffe, Tante B. hat Euch ihren Satz Lederkoffer hinterlassen, mit dem sie weiland an die See reiste!
    Nochmals Chapeau zum Erwerb des Sunbeam!!

  63. Werter vetter, vielen Dank....
    Werter vetter, vielen Dank. Tante B. hat einen Schiffkoffer vererbt, der ganz sicher nicht hineinpassen wird. Aber angemessenes Gepäck in grosser menge ist durchaus vorhanden.
    .
    bob, man darf die Wirkung eines Kirchenevents in einer Zeit, da es wieder Buch noch Theater oder gar Glotze gab, nie unterschätzen. Damals waren Gottesdienste noch keine schlichten Nummernabfolgen, sondern echte Mysterien mit allem Prunk und Reichtum ihrer Zeit, eine Bereicherung des Lebens und der Höhepunkt der Woche. Ausserdem hatte es auch sehr viel mit „gemeinschaftlichem Leben“ in einem totalitären Sinn zu tun, das wir so heute nur noch aus den zurückgebliebenen Regionen der Oberpfalz, der Lausitz und der Unternehmenskultur der Beratungsgesellschaften kennen.

  64. elbsegler, ich finde es...
    elbsegler, ich finde es einfach unangemessen, gerade jetzt mit Geldausgaben zu geizen, wenn es dafür keinen echten Grund gibt. Es finden sich ja genug Leute, die sich einen entsprechenden Wagen leisten könnten. Eine E-Klassse ohne Typenbezeichnung mag ja eine nette Spielerei in Zeiten des allgemeinen Wohlstands sein, aber gerade jetzt wäre es doch gerade von den Reichen nicht zu viel verlangt, ein klares, automobiles Statement abzugeben, das nicht nur den Konzernen hilft, sondern auch klar zeugt: Krise? Kann sein, aber nicht bei mir.
    .
    Dass es ansonsten nicht möglich ist, solche Autos zu kaufen, wenn das Geld nicht reicht – geschenkt. Trotzdem ist es doof, einen funktionierenden Müllwagen gegen einen neuen Müllwagen auszutauschen, der die gleichen Nachteile, nur in Neu hat.

  65. Werte Damen, niemand guckt...
    Werte Damen, niemand guckt jenes Auto mehr an als die Frau von heute. Die Frau von heute steht gerade wieder davor und denkt sich, dass es doch hübsch wäre, in jenem Auto zum Strand gebracht zu werden, oder nach Innsbruck, und kann sich für die Ledersitze ebenso begeistern, wie für das eingebaute Schuhfach neben dem Beifahrerinnenstz. Und nachdem eine Frau von heute auch meine Beifahrerin ist, hat sie natürlich auch den passenden Inhalt für Frauen:
    http://gig.antville.org/stories/1899210/
    Ich habe jedenfalls schon ein paar Voranmeldungen für Tegernseetouren in jemen Automobil)
    .
    Ephemeride & Driver, natürlich sind Automobile kein beständiger Wert, das haben sie mit Kutschen und Sänften gemein. Aber hier geht es eben auch um die Frage: Wir kommt man angemessen zur Oper? In welchem Wagen möchte man beim Antiquariat vorfahren? Und welcher Wagenh hat Sitze, die man für das Picnic ausbauen kann, so dass man auf hellgrünen Leder auf grüner Wiese Tee trinken kann? So ein Auto muss man als Baustein begreifen, als Zweittugend des Stils, als ergänzende Massnahme. Und als Zeichen der Entschleunigung, wenn man das richtige Automobol nimmt – und dafür brauche ich eben jenen Sunbeam. Die S-klasse dagegen ist nur das Konjunkturpaket, das man den besitzenden in diesen Zeiten zumuten kann.

  66. Lorenzo, einerseits gibt es...
    Lorenzo, einerseits gibt es keinen Grund, eine meinung hinter den Bergen des tegernsees zu halten, nur weil es in weniger begüterten Regionen Pöbel gibt, der gerne Dinge kaputt macht. Das ist kein Ausdruck von Klassenkampf, sondern einfach ein Mangel an Erziehung, Benehmen und Charakter, den ich auch beobachte, wenn ich besoffene Diskothekenbesucher sehe. Und das hat nichts mit Geld zu tun. Andererseits gehe ich nicht davon aus, dass solche Leute derartige Beiträge lesen, und falls doch: Um daraus eine Begründung für solchen Tun ableiten zu können, muss man sich schon sehr anstrengen. Und das tut so ein Pöbel nicht.
    .
    Was die Anpassung des Fahrzeugs an die Haarfarbe der Beifahrerin angeht: Das wurde gern gemacht, wenn es zu einem Concours d’Elegance ging, Aber hier geht es nicht zu einem Grand Hotel, sondern zu einem brutalen Rennen über 1600 Kilomter, zu einer harten Prüfung in drei Tagen von Brescia nach Rom und zurück. Hier ist die Kriegsfarbe der britischen Klassiker voll und ganz angemessen. Abgesehen davon habe ich je nach Aufenthaltsort mehrere Beifahrerinnen, insofern bleibt es einfach beim Originalton.

  67. Was Cabrios generell angeht:...
    Was Cabrios generell angeht: Das liegt bei der Generation unter 50 daran, dass es vom Bürgertum aufwärts ein Teil der Zukunftsversprechen der Kindheit ist. Es gibt so viele Erwartungen, die man in den 70er Jahren noch mitbekommen konnte. Bei mir war es die Vision, einmal in einem Cabrio die Gardesana hinunter zu fahren. Es hat lang gedauert, es war begraben unter so vielen anderen Dingen des Lebens, aber irgendwann kommt es wieder. Abgesehen davon gab es ja auch Versprechen wie; Studieren, ein neues Haus, eine Partnerschaft, so Zeug.

  68. Wehrter Don,
    viel Spass mit...

    Wehrter Don,
    viel Spass mit Ihrem neuen Spielzeug auf der Mille Miglia,
    und ich muss zugeben Ihr neues Gefährt hat Charakter.
    Herzlichst P.
    PS. aber ein Wartburg

  69. Don - wir lieben Dich!
    .
    Und...

    Don – wir lieben Dich!
    .
    Und natürlich sind wir ja alle auch Väter von der beschrieben Sorte. Das Leben geht also spannend weiter. Weil wir es so machen. Unseren Dank also dafür, uns das mal wieder ins Bewußtsein gerufen zu haben… .
    .

  70. also ich finde das neue alte...
    also ich finde das neue alte auto liebenswert-fotogen und trotzig im ausdruck.
    und das sage ich,weil meinem golf die einspritzdüse kaputtgegangen ist,das eine kaninchen meiner kinder gestorben ist, und ich auch gerne mal um den tegernsee rumfahren würde,lederstreichelnd und ich würde sagen:
    es ist gut,dass keine der zwei vorbesitzer geraucht haben-es tut einfach gut.

  71. Die Farbe, hilfe, die Farbe....
    Die Farbe, hilfe, die Farbe. Sehr britisch…
    Aber ansonsten: Hut ab und ich werde dem Wagen hinterpfeifen, wenn ich ihn sehe.

  72. @D.A.: (Der Kommentator...
    @D.A.: (Der Kommentator „Wolfram“ weiter oben ist ein Anderer)
    Ich finde die Entscheidung für den Sunbeam sehr mutig, weil seine Technik und sein Alter eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten, auf freier Strecke (und natürlich im Dunkeln) mit einer Panne liegen zu bleiben. Die Begeisterung der Damen kann dann sehr schnell in Missmut umschlagen, das weiss ich aus Erfahrung. Ich hatte allerdings das Vergnügen mit einer Giulietta Spider aus 1961, die nicht renntauglich gewesen wäre..
    Trotzdem (oder deswegen): Hals- und Beinbruch auf der MM und viel Spass!

  73. @Don Alphonso
    Da habe Sie sich...

    @Don Alphonso
    Da habe Sie sich ein prachtvolles Beispiel britischer Autotradition zugelegt. Er wirkt, als sei er aus dem Vollen gefräst worden. Herzlichen Glückwunsch! Da muss selbst ein älterer Autoliebhaber schon in den Erinnerungen kramen – Sunbeam? Ja, da gab es mal … Aber was? Wer die Geschichte nachliest wird verwirrt feststellen, dass die britische Autoindustrie sich so gründlich in Grund und Boden gewirtschaftet hat, wie kaum ein anderer Industriezweig. Schade, denn es gab so manches auf der Insel, was nicht nur ansehnlich war, sondern auch durchaus konkurrenzfähig hätte sein können, wenn nur irgendjemand damals mal daran gedacht hätte, dass auch Briten nicht verpflichtet sind, nur britische Autos zu kaufen.

  74. Naja, das ist ein schönes...
    Naja, das ist ein schönes Auto. Nur ist der Autoliebhaber nun so abgelenkt (putzel, wiener, bürst), dass er nicht mehr schreibt. Tja, wo die Liebe hinfällt.

  75. 1. Mai war Tag der Arbeit. Und...
    1. Mai war Tag der Arbeit. Und gerade schreibe ich. Wartet nur eine Viertel Stunde.

  76. elbsegler, man sagt oft...
    elbsegler, man sagt oft leichtfertig, dass früher vieles besser war, aber nach einigen Erfahrungen mit MG Bs, Spitfires, Fiat 124 und Alfas späterer Dekaden bin ich doch ganz zufrieden, einen Wagen aus der Zeit vor dem Niedergang erworben zu haben. Extrem solide und schwer, was immer man anfasst. Allein die zufallenden Türen – S-Klassennieveau.
    .
    Wolfram 500, zu seiner Zeit galt der Sunbeam als äusserst zuverlässiger Wagen, der Rennen weniger durch Geschwindigkeit als vielmehr durch seine Zuverlässigkeit gewann:
    http://images.forum-auto.com/mesimages/172915/VanDammCdA54.jpg
    man betrachte nur das Siegerauto von Sheila van Damm bei der Alpenrally, das auch übelste Malträtierungen überstand und ansonsten auch heute noch fährt. Auf die Langstrecke nehme ich dennoch nur krisenerprobte Copiloten mit.

  77. Und was das Auto generell...
    Und was das Auto generell angeht: Wenn es nur schön ist, aber nicht richtig fahren will , stelle ich es eben in die Tiefgarage und setze mich ab und zu träumend von der Cote d’Azur hinter das Steuer, dennich glaube ich, dass wir hier durchaus werden debattieren können, ob die Farben zu den dortigen Steinen und dem Mittelmeer passen werden.

  78. @Don Alphonso
    Ich beneide Sie...

    @Don Alphonso
    Ich beneide Sie aufrichtig um dieses Auto! Objektiv kann ein modernes Auto natürlich alles besser als dieser Sunbeam. Ob das aber so bleibt? Ich frage mich angesichts des elektronischen Overkills in unseren Autos, wie in 54 Jahren noch jemand eines dieser Gefährte betreiben will. Was passiert, wenn im Jahr 2065 die elektronische Wegfahrsperre im Duett mit dem schlüssellosen „Komfortzugang“ den Dienst versagt? Wie lange halten die elektronischen Bauteile? Wer bevorratet sie? Ich befürchte, dass unsere heutigen Autos zwar ganz ansehnlich altern könnten, dabei allerdings immobil zu werden drohen. Und nur noch in der Tiefgarage von der Cote d´Azur zu träumen, ist dann doch etwas traurig.

  79. Wieso fahrt hier keiner einen...
    Wieso fahrt hier keiner einen Mercedes-Benz 450 SEL 6.9? Das sind Kindheitserinnerungen. Wir schreiben das Jahr 1978….
    Da hieß es von meinem Vater immer: „Festhalten, alle Mann!!! Da vorne ist ein Porsche, den schnappen wir uns!“ ich war acht meine beiden Brüder neun und zwölf Jahre alt. Der Älteste durfte vorne sitzen.
    Da fuhren Fußballer GTI und Manta und irgendwelche Vorstandskasperle Mercedes 280 SE. Das war noch alles an seinem Platz.

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