Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Hecken und deren Überwindung

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Hin und wieder sehe auch ich mich veranlasst, aus den engen Grenzen meiner Schicht und ihrer Regeln, ihrer ungeschriebenen Gesetze und deren Sanktionen auszubrechen - etwa, wenn ich einen Wagen aus England hole und auf eigener Achse überführe. Dann bin ich gezwungen, mit anderen Menschen innerhalb diverser Transportmittel zu sein - selbst, wenn jene begleiter nicht unbedingt den Eindruck machen, dass sie noch andere Menschen zur Kenntnis nehmen würden.

Gib Gas, Charles.
Aus der TV-Werbung eines Herstellers englischer und daher ungeniessbarer Minzplättchen

Da sind diese Hecken. Diese hohen, alles und jeden Besitz abgrenzenden Hecken. Das südliche England ist voll davon, die Hecken sind das erste, was von oben herab aus dem Flugzeugfenster auffällt. Die Hecken sind ganz anders als die Zäune und Mauern des Kontinents, in gewisser Weise natürlicher und auch schöner, aber auf ihre Art auch effektiv und undurchdringlich. Ein weicher Schutz, der die Annäherung und die Sicht nicht nur erschwert, sondern mitunter fast unmöglich macht. Dort, wo ich einen Termin habe, kann man nur vermuten, was hinter diesen hohen, langen Hecken sein mag. Sie sind die hohe Kunst der Trennungslinien, dezent und diskret, und ich mag das.

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Schliesslich wohne auch ich hinter Barrieren, hinter mittelalterlichen Mauern, an einer Anliegerstrasse, in einer Region mit stark begrenztem Zuzug, in Vierteln, in die man nicht kommt, wenn man nicht dort wohnt. Es sind diese Mauern, hinter denen ein anderes Leben sein muss, aber wenn man sich mal aufmacht und sie überwindet, fährt man nur durch dieses Andere und kommt wieder in besseren Vierteln an, die ebenfalls sichtbare und unsichtbare Mauern haben. Das ist kein Problem der reichen Leute; der Hiphopper macht um seine Nachbarschaft und seinen Clan weitaus mehr Gewese, und kaum ist der Schwabe der engen Heimat entronnen, vermeidet er eine Wohnstatt unter Dresdnern oder Rostockern, sondern klumpt sich erneut in Berlin zusammen und spart auf eine Wohnung im Prenzlauer Berg. Bei uns sehen die Trennlinien nur anders aus, und nach ein paar Minuten in der Grafschaft Surrey verstehe ich auch, was es mit jener Hecke und dem hausbewuchernden Efeu meiner zeitweise in England lebenden Grosstante auf sich hatte, die ich ab und an zu stutzen hatte: Standesgrenzen.

Dabei bin ich an jenem Tag schon weit rumgekommen. Geographisch und sozial. Ich nehme den Bus zum Flughafen, der allen offen steht, namentlich auch jungen Familien, deren Vorstellung von Erziehung nur begrenzt mit meiner Auffassung in Einklang zu bringen ist, und überlege mir, warum um alles in der Welt der Staat der Auffassung ist, die Aufsichtspflicht finanziell zu fördern, wenn die Eltern ohnehin nichts unternehmen, um den Nachwuchs von der Beeinträchtigung der Umwelt abzuhalten. Meine Eltern hätten da schon längst… Im Flugzeug dann die Plünderer, die für ein paar Euro nach London fliegen, um dort billig einzukaufen, und ihre nichtigen Wünsche erst dann nicht mehr austauschen, als sie auf ihren Mobilgerät mit dem Kopfhörer im Ohr jene Videos anschauen, die sie daheim auch anschauen könnten. Mein „Guten Tag“ dagegen wird nicht zur Kenntnis genommen. Als sie beim Anflug durch das Fenster photographieren, wackeln ihre Kameras vor meinem Gesicht. Sie fragen nicht, ob ich das für sie tun könnte. Am Flughafen steigen sie aus und ignorieren mein „Auf Wiedersehen“. Ich bin weniger als Luft. Ignoranz, scheint es, ist auch eine passable Form der Abgrenzung.

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Ich fahre durch die Grafschaft Surrey, treffe einen älteren Herren, der nur noch begrenzt in der Lage ist, seinen Sunbeam Supreme 90 Mk. III zu bewegen. Der Wagen braucht einen Piloten mit viel Kraft in den Armen, dann ist die Lenkerei erträglich. Einen Piloten wie mich. Ich erwerbe also den Wagen, und der ältere Herr freut sich, einen guten Dritteigentümer für das Gefährt gefunden zu haben, der ihm mehr Auslauf als nur den kurzen Weg nach Brighton zum Baden gönnen wird. Ich dagegen habe etwas Angst, setze mich den Gefahren des Linksverkehrs aus und erreiche Dover.

Neben mir an den Klippen parkt ein älteren Ehepaares, das sich dezent und in Oxford-Englisch über den Wagen, seine Eigenheiten und Hubraum, seinen Besitzer und seine Ziele erkundigt. Bereitwillig und unter Berücksichtigung aller schulisch erlernten Höflichkeitsformen – may I, I would be glad, of course, given the fact – gebe ich mir alle Mühe, zivilisiert, angemessen und nicht hunnisch zu erscheinen. Es ist nach den Erfahrungen im Flugzeug ganz erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit die Kommunikation funktioniert, wenn beide Seiten die Formen wahren. Von besten Wünschen begleitet, die sich angesichts eines losen Lichtmaschinenriemens und eines Einsatzes des belgischen Touringclubs Nachts um halb zwei nur begrenzt erfüllen werde, kehre ich auf das Festland zurück. Das Deck des Schiffs, auf dem ich Tee trinke, ist hoch oben und angenehm menschenleer.

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Schlussendlich erreicht der Wagen und das Team aus Pilot und Copilotin dann doch Frankfurt, wo sich herausstellt, dass der Zeitplan mit der Heimkehr an den Tegernsee zum Montag doch etwas überambitioniert war. So sehe ich mich veranlasst, meinen neuen Wagen den Händen eines Könners zu überlassen, und zwischenzeitlich den Zug zu bemühen. Ich fahre nicht gern Zug. Die letzten paar Male waren von erheblichen Problemen geprägt, und den Endpunkt setzte ein Unwetter, das die Strassen verschonte und eben jene Bahnlinie in Mitleidenschaft zog, die ich aus Sicherheitsgründen gewählt hatte. Ich schlief auf einem Sofa und raste tags darauf in einem schwarzen Leihwagen nach Hause, schwörend, nie wieder die Bahn zu nehmen.

Nun also setze ich mich, nachdem ich höflich gefragt habe, neben eine stille Leserin und nehme die aktuelle World of Interiors aus dem Aktenkoffer. Was soll jetzt noch schief gehen, sage ich mir, und vor mir bricht das Inferno los. Da hat also eine Gruppe keine zusammenhängenden Sitze bekommen, und nun beginnt das lustige Herumeilen. Grössere Distanzen werden durch Brüllen überwunden, etwa, dass die dicke Frau mit der pinkfarbener Brille und goldenen Sandalen mit Krokoprägung ihr „Tschieli“ und den Salat im Stehen in zwei Minuten „hineingedrückt“ hat. Eine Bekannte drückt derweilen ihr Gesäss zwischen meine Augen und den feinen Beitrag über den Schlosspark von Schwetzingen, rumpelt gegen den auf meinen Knien liegenden Aktenkoffer, dass jener das Buch der Leserin touchiert. Ich entschuldige mich. Ich schon. Ansonsten scheine ich Luft zu sein.

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In Würzburg leert sich das Abteil, die Gruppe breitet sich aus. Die besagte Frau wirft sich eine zur Brille passende Jacke in Pink über, setzt sich an die Innenseite einer Vierergruppe mit Tisch, zieht die goldenen Schuhe aus und legt die Füsse nackt auf den Sitz gegenüber. Die Zehen sind kurz, unförmig und lackiert. Über den Gang brüllt sie ihrer Tochter das zu, was bei anderen Menschen Erziehung wäre. In Nürnberg steigen Menschen zu, die angesichts der Abgrenzung durch die Beine erst gar nicht auf die Idee kommen zu fragen, ob hier noch ein Platz frei wäre. Elektrozaun könnte nicht abweisender sein.

Ich weiss, man nimmt unsereins die Privatstrassen, die Hecken, die Mauern, die Regeln und die Überlegungen zu Standesgrenzen übel. Ich weiss auch, dass dieses Treiben meiner Klasse nicht zwingend in Ordnung ist, dass wir uns damit abschotten und zur Ungleichheit beitragen. Gleichzeitig aber erhält das unsere Welt am Leben, denn da draussen ist weder der Sozialneid noch der Klassenkampf das Problem, sondern schlichtweg die unfassbare Ignoranz jener Menschen, die dergleichen tun, und in deren Mitte sich niemand findet, der auf jenes Verhalten eine Sanktion folgen lässt. Da ist niemand, der intervenieren würde. Und ebenso, wie sich diese Menschen einen buchstäblichen Dreck um ihre Mitfahrgäste kümmern, würden sie sich um das kümmern, was die Schicht ausmacht, in der ich lebe. Gegen diese Welt und ihre Gleichgültigkeit, die Banalität ihres asozialen Treibens helfen Hecken und hohe Immobilienpreise ganz vorzüglich, besondere Wohnviertel und Anliegerstrassen auch, und zukünftig das dicke Blech meines schweren Sunbeams, das in den 50er Jahren noch aus dem Eisen der überflüssigen Panzer gewonnen mit Maschinen der Kriegsproduktion gestanzt wurde. Ich verlasse daheim den Zug, fahre heim und freue mich über das satte Geräusch, mit dem die Jahrhunderte alte Eichentür den Familiensitz gegen das Andere da draussen abschliesst.

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112 Lesermeinungen

  1. Hallo Don, Du wirst doch nicht...
    Hallo Don, Du wirst doch nicht 2. Klasse gefahren sein?
    Also in der 1. Klasse hatte ich diese Probleme noch nicht, einzig der ab und an dezente Modergeruch alter Menschen, die ihre Hygiene nicht mehr so genau nehmen stört da etwas…
    Und das pikierte Abschätzen, wie man es sich als Familie mit kleinem Baby leisten könne 1. Klasse zu fahren.
    ;-)

  2. Zitat: "den Nachwuchs von der...
    Zitat: „den Nachwuchs von der Beeinträchtigung der Umwelt abzuhalten“
    Alles eine Frage des Standpunktes. Ihre Lebensweise indes dürfte die Umwelt weit mehr beeinträchtigen. Da Sie offenkundig nicht mit dem Ruder- oder Segelboot übergesetzt sind.
    Natürlich definieren Sie Umwelt hier in einem anderen Zusammenhang. Nämlich ihrer Spähre bzw. Ruhespähre. Waren die kleinen Bälger zu laut. Natürlich! Tontaubenschießen vermute ich mal betreiben Sie selbstverständlich nicht mit Schalldämpfer. Aber das ist ja auch was ganz anderes. Selbst verursachter Lärm ist selbstverständlich akzeptabel.

  3. Nun, es läuft gerade eine...
    Nun, es läuft gerade eine Wette, die da lautet: Ist es möglich, für die 5750 Euro, die allein die Teilnahme an der Mille Miglia kosten würde
    .
    – ein starttaugliches Auto zu kaufen
    – es in Deutschland rennfertig machen zu lassen
    – nach Rom zu fahren
    – und wieder an den Tegernsee zu kommen.
    .
    Sprich, ich muss, um die Wette zu gewinnen, bei den unerwarteten Ausgaben sparen. Ohnehin war das Zugticket teurer als der Flug. Würde ich anders handeln, müsste ich mit dem Tretroller zur Mille Miglia. Und das kann auch keiner wollen.
    .
    Ich hoffe, dass das Thema Bahn damit wieder für die nächsten mindestens 3 Jahre erledigt ist.

  4. Ach herrje, wer hat diese Dame...
    Ach herrje, wer hat diese Dame oder deren Schwestern im Geiste nicht schon erlebt. Leider bin ich vor kurzem umgezogen und nun Nachbar Thüringischer Hilfsfriseusin und ihrer Kerle, die über Uralt „Witze“ .. kennst du eigentlich Angola … und die richtige Grillweise der Thüringer kaum Kommunikationsmaterial in der Birne haben.
    Das Maiwochenende war in der Hinsicht mehr als frustrierend und ich hätte mir gerne Schall und Geruchsdicke Eichentüren gewünscht!
    Beruhigend nur, dass unser Verhalten auf der anderen Seite der Hecke als genaus so befremdlich und affektiert wahr genommen wird.

  5. Denken, wenn ich Auto fahre,...
    Denken, wenn ich Auto fahre, spnsort mich auch keiner, aber ich muss Angaben entrichten. Wenn ich bergsteige – mein wahres Hobby, ich gehe mehr Höhenmeter, als ich fahre – únd meine Gesundheit ist Stille fördere, zahlt mir auch keiner was. Würde ich aber Kinder wollen und mich danach nicht um das kümmern, was ich hatte – Erziehung nämlich, eine gute Erziehung – wie das heute so ist, wo man schon Fünfjährige vor den Computer knallt und ansonsten wenig Rücksicht auf die anderen nimmt, würde mich der Staat finanziell fördern.
    .
    Ich kann mit der Ungerechtigkeit dieser Fördermassnahmen durchaus leben. Aber ich habe nicht vor, das stillschweigend hinzunehmen. Um zu ballern, braucht man einen Waffenschain. Um Auto zu fahren, braucht man einen Führerschein. Aber Menschen belästigen oder schlecht zu erziehen darf jeder und bekommt Geld dafür. Warum?

  6. Black Jack, ich habe ja sonst...
    Black Jack, ich habe ja sonst nicht das fragwürdige Vergnügen. Normalerweise – und das ist der Luxus, den ich mir leiste – kann ich ausweichen.

  7. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    herzlichen Glückwunsch zum Sunbeam, ein wirklich hübsches, wenn auch etwas verschrobenes Automobil. Allzeit gute Fahrt, und das bitte nicht nur zu den Pilgerstätten des Katholizismus.
    Ihre Ausführungen zu Kindererziehung und Bahnfahrten kann ich nur vollständig unterschreiben, lassen Sie sich nicht von jungen, protestantisch-sozialdemokratischen Vätern mit Fjällraeven-Kanken-Rucksäcken verunsichern, die glauben, ihre progressive Lebenseinstellung würde zu Genüge durch ungepflegte Kombinationskraftwagen vorzugsweise schwedischer Herkunft und unerzogene Kinder mit schmutzigen Fingernägeln nach außen dokumentiert.
    Nach jahrzehntelangem Erleiden der Gesellschaft der von Ihnen so trefflich beschriebenen gesellschaftlichen Gruppen sowohl in der Deutschen Bundesbahn als auch auf Bundesautobahnen und insbesondere auf Autobahnraststätten kann ich Ihnen nur Recht geben, die Splendid Isolation einer Limousine von der Insel oder auch eines Sportwagens aus Zuffenhausen trägt erheblich zum persönlichen Wohlbefinden bei!

  8. Lieber Don,

    auch ich verwende...
    Lieber Don,
    auch ich verwende solche Mobilgeräte, um mit dem Kopfhörer im Ohr jene Videos anzuschauen die ich daheim auch anschauen könnte.
    Für mich, der sich die erste Klasse im Zug und auch im Flieger nicht leisten kann ist das als Akt der Selbstverteidigung leider notwendig.
    Anders lässt sich der Lärm von Menschen, wie die von dir oben beschriebenen Ignoranten nicht ertragen. Diskussionen über Grundlagen des Benehmens oder des menschlichen Zusammenlebens mit solchen Personen haben in der Regel keinen Sinn und führen nur zu Pöbeleien.
    Wenn ‚lustige‘ Reisegruppen auf Wanderschaft selbst durch In-Ear-Höhrer gehörten Thrash-Metal auf gehobener Lautstärke noch übertönen, sollte man eigentlich das Ordnungsamt wegen Lärmbelästigung einschalten. Heutzutage kann man sich halt leider auf den Anstand der anderen nicht mehr verlassen, auf die Lautstärke teurer Produkte aus Cupertino allerdings schon.

  9. Ein angenehmer Luxus, das...
    Ein angenehmer Luxus, das Vermögen, sich der Banalität des All-Gemeinen nach eigenem, empfundenen Bedürfnis entziehen zu können.
    Sozialadäquater Umgang, die Gnade sich seine Kontakte wahlfrei zu gestalten, ein wertvoller Besitz. Voraussetzung muß nicht notwendigerweise ein großes materielles Vermögen sein, aber die Kombination Geist und Geld erleichtert das Bemühen beim Erwerb von sozialem Kapital (Netzwerk, Kontakte) dessen Bewertung dem Verständigen nicht zu Ignoranz gerinnt.
    Erlesenes Benehmen, eine feine Möglichkeit der unsichtbaren Abgrenzung und gleichzeitig Schlüssel für den Kenner des sozialen Codes.
    Die Hecke weich gepolstert und dennoch in der Konsequenz hart und verbindlich, wenn es erforderlich scheint. Die passende Lücke, den Zugang freigebend, der Ignoranz bleibt sie verborgen.
    Andererseits, (ausgrenzende) Höflichkeit vermag schärfer, verletzender als jedes Messer zu sein.
    Der eindeutig ab- und ausgrenzende, aber den Blick auf das geschützte Anwesen freigebende Metallgitterzaun könnte als ehrliche, weil verbindliche Aussage, die verbergend abgrenzende, weiche Hecke aber, weil das geschützte dem urteilenden Blick beliebiger Passanten entzogen, als scheinheilig vorgeschoben eingeschätzt werden.

  10. Oh, werter Don!
    Da muß ich...

    Oh, werter Don!
    Da muß ich aber partiell widersprechen. Gerade im geschmähten Berlin wird solches Verhalten durch standesgleiche, ebenfalls Vorlaute Personen geahndet. Das Gerechtigkeits-, Fairness- und „Benimm“empfinden des Nichtzugereisten Berliners ist ähnlich stark ausgeprägt wie die Taktlosigkeit und eben das Vorlautsein. „Quanten wech, oder woll´nse uns alle fajahsen?“; so in etwa.

  11. @ codizil: Über die sozialen...
    @ codizil: Über die sozialen Codes, ihre ausgrenzende und durchaus auch – wenn man sie beherrscht – identifizierende Wirkung, wäre viel Schönes zu sagen. Kommt hier etwas zu kurz, wäre aber fast schon Thema eines neuen Blog.

  12. Weshalb kommen diese asozialen...
    Weshalb kommen diese asozialen Störenfriede mit ihrem unerträglichen Verhalten durch? Weil wir, entgegen aller Vorurteile eben doch in großer Mehrheit friedliebende Menschen sind, die jedem Streit möglichst aus dem Wege gehen. „Quanten wech!“ wäre wahrscheinlich die adäquate Art der Kommunikation mit diesen Typen. Immer wieder ärgerlich finde ich das mangelnde Engagement der Bahnmitarbeiter, die zwar genau wissen, was zu tun ist, wenn mal wieder ein Reisender an der korrekten Bedienung des Fahrkartenautomaten gescheitert ist und einen falschen Fahrschein vorlegt, auf rüpelhafte Fahrgäste ab keine Antwort wissen. Wenn es lallerdings andere Formen der Höflichkeit und des Umgangs betrifft, als das blockieren von Sitzplätzen mit Schweissfüßen oder Koffern, sind wir wieder beim allgemeinen Thema der „Werte“. Schlechte Erziehung hat weder etwas mit Geld noch mit Bildung zu tun. Höflichkeit kostet nichts und muss auch nicht mithilfe einer akademischen Ausbildung erworben werden.

  13. Panzerstahl und...
    Panzerstahl und Heckenschützen
    Es gibt vermutlich nur einen Grund warum ich mir englische Krimis im Fernsehen ansehe, eben wegen diesen von niedlichen Hecken umgrenzten und altem Efeu umrankten alten Häusern. Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie das zusammenpasst, zu dem anderen Bild, das England vermittelt, mir vermittelt worden ist. Es war das Studium des englischen Kapitals und der Klassenkämpfe in England, die Karl Marx zum „Das Kapital“ inspirierte. Es war die Härte dieser Gesellschaft, und die doch bereit war ihm Asyl zu gewähren – lebenslang, und dabei dessen Studien ihrer Genese geduldig ertrug. Schlüpfte doch auch ein Jack London in den verlausten Frack eines englischen Obdachlosen, um sie zu studieren, jene „Stadt der Verdammten“, wie er das Londoner East End bezeichnete. „Zwei Nächte brachte er in einem Obdachlosenasyl zu und er streunte wie ein herrenloser Köter durch die lähmende Eintönigkeit der Slums und Ghettos“, steht es da, auf dem Umschlag der Ausgabe der Büchergilde Gutenberg. Und doch wiederum glaubte Marx eine Zeit lang, dass die Engländer wohl das einzige Volk wären, die friedlich in den Sozialismus wandeln könnten, denn sie wären doch beinahe alle Sozialisten, die erdrückende Mehrheit jedenfalls. Engels ergänzte allerdings im Vorwort zur englischen Ausgabe: „Gewiß hat er nie vergessen hinzuzufügen, daß er kaum erwarte, die herrschenden Klassen Englands würden sich ohne ‚proslavery rebellion‘ (eine Anspielung auf den Aufstand der Südstaaten der USA, der zum Bürgerkrieg führte) dieser friedlichen und gesetzlichen Revolution unterwerfen.“ (5. November 1886, MEW, Bd. 23, Das Kapital Bd. 1, S. 40, Dietzverlag 1975)
    Also was ist jetzt mit diesem England, werden dort die Hecken überwunden oder dienen sie auch den Heckenschützen? Die gegenwärtige Rebellion unter den Gewinnern und Verlierern der Finanzkrise in den besseren Vierteln Englands, scheint mir eher für die Heckenschützen zu sprechen. Allerdings ist da von einem sozialistischen Proletariat nicht viel zu sehen, es ist der kleinbürgerliche Pöbel, der da am liebsten ein paar Hälse abschneiden möchte.
    Und mein lieber Don, vielleicht haben Sie den schicken Karren gerade noch rechtzeitig über den Teich gerettet, bevor er wieder zu dem wird, was er mal war, Panzerstahl.

  14. Da erhält ja die biblische...
    Da erhält ja die biblische Wendung, man möge auch diejenigen zum Fest bitten, die an den Hecken und Zäunen wohnen, eine interessante und neue Konnotation.

  15. Immerhin kann Don A. seine Wut...
    Immerhin kann Don A. seine Wut oder Frustation über einiges Ungemach hier wunderbar ablassen. Der hat’s gut.

  16. @ Don Alphonso: Leider kann...
    @ Don Alphonso: Leider kann ich mich Ihrer Meinung nur anschließen. Man ist immer wieder perplex, wie unverschämt sich manche Menschen benehmen – und dann auch noch beleidigt darauf reagieren, sollte man sie darauf hinweisen (sämtliche Nachbarn mit ihrer schlechten Musik beschallende Prenzlberger kiddies sind nur ein Beispiel…). Ihr Automobil ist übrigens sehr schön – stammt es aus den 20ern oder den 50ern? Es erinnert mich an Filme aus den 20er Jahren….
    .
    @hugoservatius: Ich glaube, es sind eher die grünalternativ-buddhistisch-spirituellen Mamis in Latschen aus dem Öko-Secondhand-shop, nicht die „jungen, protestantisch-sozialdemokratischen Vätern mit Fjällraeven-Kanken-Rucksäcken“. Davon abgesehen: bad manners sind doch nicht progressiv, sondern pubertär. Es ist durchaus möglich, politisch links zu sein UND Umgangsformen zu haben.

  17. Ich fahre nicht alle paar...
    Ich fahre nicht alle paar Jahre mit dem Zug, sondern (seit Jahrzehnten) fast jeden Tag im Regionalbereich, alle paar Wochen auch im Fernverkehr. Am gestrigen Sonntag Nachmittag z.B. im ICE 629 von Frankfurt Hbf (ab 14:54 Uhr) bis Nürnberg Hbf (an 16:59 Uhr), womöglich also im gleichen Zug wie der Don und ebenfalls -da Privatvergnügen und nicht Dienstreise- in der 2. Klasse. Welche ich -da auf den letzten Drücker kommend und am Zugschluß hineinhechtend- während der ersten Fahrminuten komplett durchquerte, bis ich kurz vor der ersten Klasse noch einen Sitzplatz an einem Vierertisch fand. Der Zug war an die 100% ausgelastet.
    Die drei jungen Mitreisenden an meinem Tisch (2x w, 1x m) hatten je einen Laptop auf dem Tisch (2x Win, 1x Mac) und arbeiteten mit Ohrstöpseln in den Gehörgängen vor sich hin. Nebenan sowie davor und dahinter saß buntes Volk aller Art, Omas, Wehrpflichtige, Väter, Mütter, Kinder. Auffällig wurde in den zwei Stunden von F bis N niemand, die Enge und eingeschränkte Entfaltungsfreiheit wurde von allen Reisenden in diesem Wagen demütig ertragen und ein(e) jede(r) schien bemüht, den ein- und angetretenen Beförderungsfall mit Würde hinter sich zu bringen. Als ärgerlich empfand ich einzig den Umstand, nicht wie auf der morgendlichen Fahrt in umgekehrter Richtung die voluminöse Sonntagsausgabe der F.A.Z. auffalten und vor mir ausbreiten zu können…
    Ich will des Dons geschilderte Erlebnisse weder anzweifeln noch ihm dramaturgische Übertreibung unterstellen, aber etwas relativierend darauf hinweisen, daß singuläre Beobachtungen weder verallgemeinert werden noch einen Trend beweisen können. Auch ich habe auf Zugreisen schon Begegnungen mit unangenehmen Zeitgenossen gehabt, aber hochgerechnet auf die gut 6-stellige Zahl zurückgelegter Schienenkilometer muten die im Nachhinein als geradezu läppisch an. Unter dem Strich sind die unterwegs gemachten Zufallsbekanntschaften der angenehmen Sorte weit mehr als nur eine Kompensation dafür gewesen!

  18. Das zweite Foto (Auto vor...
    Das zweite Foto (Auto vor Landschaft und Meer) ist englischer Zen pur.

  19. Wehrter Don,
    so langsam...

    Wehrter Don,
    so langsam gelange ich zu dem Schluss das nur Bildung und Intelligenz
    der wahre Reichtum sind.
    Oder ist die Erziehung, nicht – Erziehung, der Quell unserer Mühsal.
    Doch ich hoffe das Sie nicht zuviel in öffentlichen Mitteln unterwegs
    sein müssen. Und im Kleid eines solchen Auto`s, Glückwunsch dazu,
    ist doch die Abgrenzung ideal.
    Herzlichst P.

  20. ja, die hecken. ursprünglich...
    ja, die hecken. ursprünglich waren die im alten südengland dafür da, die landwirtschaftlichen kulturfelder vor schafsverlust und winderosion zu schützen, und das auf eine preiswerte, relativ unaufwändige art und weise. man darf sich aber nicht täuschen, die abgrenzung der oberen klasse und deren besitzstände ist in UK nach wie vor sehr viel krasser als hier – auch wenn es sich natürlich lieblicher in die landschaft einfügt.
    ich muss hier aber mal das deutsche bahnpersonal verteidigen. denn erstens gibt es zu bedenken, dass das bahnpersonal die rucksack-väter mit dem hohen mittelständischen einkommen und den verzogenen dominik-, paul- und hannes-gören _jeden_ tag ertragen muss und nicht nur die paar male, die unsereins den zug nimmt. und zweitens habe ich neulich den glauben an die extrinsischen einflüsse in der erziehung ausgerechnet in der bahn wiedergewonnen, als nämlich die etwa vierjährige alexander-, benedikt-, maximilian oder jannick-göre freihändig und in entfesselung von seinem schwedenrucksacktragenden vater im schaukelnden großwagenabteil des ICE von köln nach berlin freihändig schnurstracks auf mich zu stolperte und lauthals nach meinem fahrschein verlangte. ich habe mich dann nur noch minimal über die frage des schaffners, ob das mein kind sei, geärgert. schon ein bisschen mehr geärgert habe ich mich über die anschließende anschnautzung des bahnpersonals väterlichseits: „sie müssen schon entschuldigen, der will halt später mal schaffner werden!“ also, hat man töne! richtig hämisch gefreut habe ich mich aber über die replik vom schaffner: „schaffner kann er ja gerne werden – aber in der zwischenzeit muss er sich hier festhalten und nicht die anderen fahrgäste belästigen!“

  21. Meine Herren (meine...
    Meine Herren (meine Damen?)
    ..
    Sie haben möglicherweise den falschen Job!
    Aus Sicht des Filmemachers mit Interesse an Menschen und deren Eigenarten sind
    Personen wie die „dicke Frau mit der pinkfarbener Brille und goldenen Sandalen mit Krokoprägung“ höchst interessant. Auch Mitbürger wie die „Thüringische Hilfsfriseusin und ihre Kerle“ + deren Eigenarten, können Ideenquellen sein. Schafft man es noch ins Gespräch zu kommen um mehr zu erfahren zu können, „hat man es geschafft“ bzw. wurde die Situation 100% verwertet. Was halten Sie davon? Kann das nicht
    motivieren der nächsten derartigen Situation mit Neugierde zu begegnen?
    ..
    Soweit, Grüße vom Hafen

  22. Werter Don Alphonso,

    was...
    Werter Don Alphonso,
    was bitte ist denn ein „Zugticket“?
    Sie als Angehöriger der gehobenen Stände sollten doch konservativ sein und das reaktionäre Wort „Fahrkarte“ benutzen. Sonst klingen Sie wie Kevin oder Chantal.

  23. Ein "Zugticket" ist die...
    Ein „Zugticket“ ist die adäquate Umschreibung eines silbergestreiften Stücks Automatenausspucke, auch wenn das den diversen ß-Fetischisten und Sprachtotalitarinskis nicht gefallen mag, was mir aber auch egal ist.
    Hafenfilm: Oh bitte, ich will keinen Vetreter des Bewegtbildes davon abhalten, sich dergleichen Sujets vor die Kamera zu holen, ich habe ohnehin kein entsprechendes Gerät zur Begutachtung solcher Werke.

  24. was ist dieses gemeckere gegen...
    was ist dieses gemeckere gegen die „schlecht erzogenen kinder“, eigentlich wert,
    wenn man sich gerade noch erinnert selbst gut erzogen worden zu sein?
    nichts-sage ich.
    die eigene gute erziehung ist für überzeugte solisten numerisch bald aufgebraucht, und möglicherweise wird aus dem auto wieder ein panzer.
    madame georgiana darcy schwingt dann vom balkon mit dem stöckchen,
    weil sie es (altersbedingt) nicht mehr ertragen kann,dass der prenzlauer berg
    kein altenheim ist-und vor demencia versäumt hat ihren wohnort zu wechseln.
    südenglands landschaft aber finde ich,stellt besonders die gesichtsfarbe auf fotos
    vorteilhaft heraus, sollte man auch menschen fotografiert haben, kann man das sehen.

  25. Werter Vetter,
    nach diesen...

    Werter Vetter,
    nach diesen Bahnerlebnissen dürftet Ihr Euch nun wahrlich nicht mehr über mangelde Interessenten an den Matineen und höheren Töchtern in der Asamkirche wundern.
    Es ist auch alles nichts neues. Das wahre Klassenunterschied zeigt sich schon immmer bei Kultur und Erziehung.
    Nur, dass durch die größere Freizeit und bessere wirtschaftlicher Lage der einfachen Leute man auf diese heutzutage viel häufiger und an mehr Orten trifft, als zu Zeiten unserer Großeltern.

  26. @pygmalion: wenn schon, dann...
    @pygmalion: wenn schon, dann „billet“!

  27. Das, Herr Alfons, ist der...
    Das, Herr Alfons, ist der Unterschied zwischen Ihnen und mir:
    „Da ist niemand, der intervenieren würde. “
    Ich würde.
    Sie haben wohl den Dünkel, aber nicht die
    Zivilcourage.
    Schade

  28. Das "ich würde" kenne ich ja...
    Das „ich würde“ kenne ich ja nur zu gut. Deutsche Kardinaltugend seit 45. Ich darf aber bemerken, dass öffentliches Maulheldentum aus der Anonymität heraus nochmal was anderes als Zivilcourage ist. Insofern: Ich wage das zu bezweifeln.
    .
    Don Ferrando, dem Alter zufolge muss die spezifische Erziehung schon vor mehr als 40 Jahren schief gelaufen sein. Insofern ist der Glaube, dass früher alles besser war, wirklich verfehlt.
    .

  29. Eine Wette, Don Alphonso?...
    Eine Wette, Don Alphonso? Heißt das, daß der MK III nach gewonnener Wette wieder vacant wird? Ich bin nicht der Typ, der als Möbelpacker gehen könnte, aber einen Wagen ohne Servolenkung bekomme ich auch noch um die Kurve. Kurz: Ich wäre nicht uninteressiert.

  30. Verehrter Don Alfonso,
    wie ich...

    Verehrter Don Alfonso,
    wie ich in meinen Hinweisen bereits mehrfach einwarf läßt sich Ihre Klage auch diesesmal wieder auf ein Wertedefizit unserer Gesellschaft, mithin auch der bessereren Gesellschaft zurückführen. Legte eben jene bereits zu Zeiten der Leibeigenschaft wenig Wert auf gesittete Umgangsformen ihrer Hilfskräfte und wars zufrieden mit den Tölpeln niederen Ranges wenn sie nur abhängig genug waren, so ist ihr Anspruch auch heute noch i.d.R. auf die Erhaltung der eigenen Privilegien beschränkt. Z.B. heckenumfriedetes Parkgrundstück nicht nur in Surrey (ich hab da übrigens eines sehr liebe Freundin aus Studienzeiten) sondern auch am Tegernsee oder besser noch Genfer See. – Pflegeleichter Beton für das Fußvolk. – Filet von (biologischen) Hällischen Landschwein versus GenHaxe. Und alle sinds zufrieden – oben und unten. So gewollt. Wenn nicht explizit so dennoch implizit oder schlimmer noch völlig unbewußt zwanghaft (weil Naturgesetz). Aus meinen Erlebnissen als Vorsitzender u.a. des Fördervereines einer deutschen Grundschule kann ich im O-Ton die Worte der Direktorin zitieren als es darum ging, Stellung zur Bildungseinstufung eines (wirklich begabten) Arbeiterbubele zu beziehen. „Ich habe nicht nur einen Ausbildungs- sondern auch einen Selektionsauftrag“. Sprachs und ergänzte: „Sie müssen das verstehen. Die Familie kann sich das Gymnasium und ein Studium doch nicht leisten“. … Ja wo kommen wir denn dahin ? Da waren wir zu Willi Brands Zeiten schon mal weiter ! … Ach ist doch klar wo wir da hinkommen … Dahin wo wir herkommen ! PS.: Der Sunbeam ist nu wirklich ein Auto für Warmduscher. No.6 hätte sich, bei aller Rebellion, niemals in so eine Schüssel reingesetzt.

  31. @friedrich_leipzig

    Wenn ich...
    @friedrich_leipzig
    Wenn ich das mit dem Auto richtig verstanden habe, dürfen Sie sich beim jetzigen Eigentümer so in etwa 40 Jahren melden

  32. friedrich_leipzig, ich habe...
    friedrich_leipzig, ich habe inzwischen eine Art Liste mit Anfragen. Nach 30 Stunden polieren und aufarbeiten sieht der Wagen inzwischen wieder so fein aus, dass die Angebote nicht schlecht sind, allein: Ich habe nach der Wette durchaus vor, den Wagen noch ein paar Jahrzehnte zu behalten (so nicht ein Sunbeam 90 Drophead Coupe…). Aber nein: Ich wusste, das ist der Wagen, mit dem ich alt werden möchte. Der Wagen für das Picnic und die Viertimmobilie in Oberitalien.
    Itha, was die Klassenschranken angeht: Zum Glück gibt es ja noch Frau Pilcher, die englische Courts-Mahler, die einen im Übrigen dann doch wieder am Wert einer traditionellen Erziehung zweifeln lässt, wenn das Abgreifen eines bessergestellten Herrn das einzige Ziel derartiger Bemühungen ist. Dann doch lieber die ungezogenen Söhne eines Evelyn Waugh.

  33. No. 6, nun, ich bin ja...
    No. 6, nun, ich bin ja durchaus bereit, mir dergleichen anzutun und die Defizite auch zu benennenm, die man ansonsten gar nicht mitbekommt. Zu erwarten, ich würde dann aber auch noch erzieherisch tätig, ist ein zu hoher Anspruch. ich bin durchaus froh, wenn es mir gelingt, mein Leben angenehm zu erhalten und ein paar gute Ratschläge zu geben – wer weiterhin den Billigfrass präferiert, dem kann ich nur sagen: Ich habe es versucht. Das Problem mit der schulischen Auslese kennt man in Bayern nur zu gut; selbst der Beste meiner Klasse sah nach dem frühen Tod seines Vaters keine Alternative, als den Hof zu übernehmen. Und mit dem G( ist das alles nur noch schlimmer geworden. Darf ich erfahren, warum dies ein Wagen für Warmduscher ist? Und was die Alternativen in einem Preisrahmen von weniger als 4000 Pfund wären?

  34. da haben sie vollkommen recht,...
    da haben sie vollkommen recht, herr alphons. mich verfolgt das pilchersche matching-schema inzwischen seit einiger zeit in umgekehrter form (man glaubt gar nicht, für wie viele männer man mit einem südenglischen asset auf einmal interessant wird), und ich habe noch nicht gerausgefunden, wie man sich dagegen wehrt!

  35. Verehrter Don...
    Verehrter Don Alfonso,
    Fahrzeuge mit einer Silhouette vom Typ „Auntie-Rover“ sind erstens sehr englisch und zweites auch noch spießig. Nicht Alles was rund ist ist auch gut ! Schon gar, wenn man den Keilriemen wechseln lassen muß. Der Gentlemen hätte dafür den Damenstrumpf einer Begleiterin zweckentfremdet. Aber … über Geschmack läßt sich trefflich streiten. … Ich für meinen Teil bevorzuge anderes Altmetall. Nichts ist so sexy wie das Rauschen eines 5,9 L HEMI Block den man höchstpersönlich von den Toten wieder ins Reich der Lebenden gehohnt hat. Keine Zähne sind so schön wie die Zähne eines QuadraTrack Verteilergetriebes.

  36. don alphonso, sie übertreiben...
    don alphonso, sie übertreiben maßlos. die kinder mögen nervensägen sein, aber.
    wenn sie mal mit dem formel1-express reisen, lernen sie dort die lieben kleinen und ihre erstaunlich liebenswerten prenzlberg-eltern schätzen. (nur eine frage der relation, sicher.)
    auch ich bin froh, wenn so einige leute mit dem auto fahren.
    zonebattler, ich schließe mich ihnen an. (bis auf die faz;-)

  37. No. 6, das hier ist der...
    No. 6, das hier ist der P4:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Rover_P4
    Wo ist da jenseits von 4 Rädern die Ähnlichkeit? Der P4 hat einen horizontalen Grill und eine Pontonform mit ausgestellten Heckschutzblechen, der Sunbeam dagegen ist hinten glatt abfallend und hat Frontschutzbleche bis in die Mitte der Fronttür. Ansonsten gibt es schon Gründe, warum amerikanische Fahrzeuge bei Rennen wie der Mille Migla oder der Alpenrally nie mit vorne dabei waren. Der Sunbeam ist halt ein recht kompaktes Auto mit einem vergleichsweise grossen und starken Motor – für jene Zeit. Deshalb war er eben auch bei Bergrennen so beliebt.
    vert, ich fand die ältere Frau auch erheblich schlimmer als die Kinder. Bei Kindern kann man vielleicht noch was machen.

  38. Werter Don - es ist schon...
    Werter Don – es ist schon schade, dass derzeit die staatlich geförderten „breiteren“ über die väterlich gefördeten „höheren“ Töchter obsiegt haben (zumindest in DB 2 Klasse). Die Folgen der staatlich geförderte Massentierhaltung kaum überseh- oder hörbar:
    -> Stummelzehen lieblos lackiert
    -> Speckrollen-Leggins
    -> in der solariumszerfurchten Fett-Fratze ein Supersize – me – Menü verschwindend
    -> die bereits ebenfalls unansehnlich aufgequollene „Jessica“ und den fett – drögen „Konsolenjunky – Justin“ rumkommandierende
    -> 23 jährige Alleinerziehende, die es ja ach so schwer hat im fiesen Deutschland, weil sie lieber 27,90 Eur für die Mampfmenüs als 3 Minuten ihrer Solariumzeit fürs Stulleschmieren Ihrer beiden einzigen Einkommensquellen investiert. Da hilft fürs eigene Seelenheil nur aufstehen -„entschuldigen Sie bitte“- und gehen!

  39. Ich bin hin und her gerissen....
    Ich bin hin und her gerissen. Einerseits leide ich auch unter der Maulfaulheit der Massen, unter schwindenden Umgangsformen, der Beliebigkeit der Massen und dem zunehmenden Verfall aller Werte. Ich kann gut verstehen, warum quäkende Frauen nerven, warum der unvergleichliche Klang einer Autotür, die noch echt schwer und nicht sounddesignt schwer in Schloss fällt, einem mehr Sicherheit vermittelt als die statistisch über alle Maße erhabene Bundesbahn.
    Andererseits sprüht auch aus jeder Zeile ein elitäres Gutmenschentum, das die Konvention zum Gesetz erhebt und das Prekariat als obsoletes und selbstverschuldetes Ärgernis ansieht. Und ebendies, werter Don, ist der Gipfel absolut unerträglichen Benehmens. Sie sollten sich schämen! (Und ich fürchte, ich mich auch) Man darf eben alles, aber sich für Besser halten nur, wenn man auf die Konventionen pfeift.

  40. No. 6, wen soll man denn bitte...
    No. 6, wen soll man denn bitte schön im Blechkleid rund um den Hemi-Bloc mitnehmen? Die brüllende Dame mit Jäckchen in Pink und den goldenen Schuhen?

  41. @kleinerberg: Nun, wie alle...
    @kleinerberg: Nun, wie alle die eine Zeitlang in der Hauptstadt verbracht haben und sich der herschenden Gratlerkultur einfallender Horden aus Süddeutschland nicht anschließen wollten, bin ich nach geraumer Zeit an den schönen Savignyplatz gezogen. Da gab es dann kein unfreiwilliges Mithören deutscher Schlager Nachts um 12, sondern nette Gespräche mit der Besitzerin des Antiquitätenladens unten im Haus. Wenn das für Sie Anzeichen von Demenz sind, bitte schön. Ich wünsche weiter viel Vergnügen mit Siffe, Dreck und schwäbischen Flegeln im Prenzlauer Berg.

  42. Sehr geehrter Don...
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    ich teile Ihre Beobachtungen hinsichtlich des Benehmens voll und ganz, allerdings trifft mich die Pein, obwohl ich weit entfernt bin von Ihrem Stand.
    Ich behaupte schlicht, dass jeder Mensch mit Manieren und ästhetischem Empfinden auf diese Dinge ähnlich reagiert. Im Übrigen erfahre ich tagtäglich durch meine Arbeit in einem vornehmen Hamburger Viertel, was entsprechend taktloses und unhöfliches Verhalten auch in Ihrem vermeintlich wohlerzogenem Stand anrichtet.
    Gänzlich stillose Cayennes u.ä. versperren den Weg, parken zu, benehmen sich wie auf der (eventuell vorhandenen) Privatstraße, ein „Guten Tag“ wird gern einmal aus falsch verstandenem Standesdünkel (?) ignoriert etc.
    Freundlichen Hinweisen auf derartig unflätiges Benehmen wird meist wiederum mit unerzogenen und unsachlichen Repliken begegnet, die oft auf die Verteilung des Besitzes gemünzt sind („Was wollen Sie überhaupt hier“). Hier gilt übrigens die Faustregel: Je jünger, desto unerzogener, so schließt sich der Kreis.
    Insofern dürfen wir hier einige Dinge nicht verwechseln. Sie haben lediglich das Privileg, sich weitgehend aus diesen Situationen entfernen zu können. Das ist fabelhaft, das muss ich zugeben – und in diesem schönen Gefährt allemal.
    Freundliche Grüße aus dem ästhetischen Prekariat,
    An Taisce

  43. @Hafenfilm: Wollen Sie nicht...
    @Hafenfilm: Wollen Sie nicht lieber Filme machen wie Visconti?

  44. Heiligeeinfalt, ersetzen sie...
    Heiligeeinfalt, ersetzen sie doch einfach mal Konvention mit „common sense“, dann muß sich keiner mehr schämen.

  45. Mein alter Lehrer in London -...
    Mein alter Lehrer in London – lang ist’s her – pflegte zu sagen: „I’m a snob. I prefer to dine with the Duke of Edinburgh and the Queen – highly cultivated people!“ Und über den früheren Labour Premier Wilson, den er einmal im Smoking gesehen hatte: „He looked like an unemployed waiter“. Der wusste, wovon er sprach. Aber mal unter uns: es wäre nur halb so schön, zur Elite zu gehören, wenn es nicht zugleich auch das gemeine Volk gäbe…

  46. Das Ziehen sozialer Grenzen...
    Das Ziehen sozialer Grenzen ist eine Möglichkeit, sich die Welt so vorzugaukeln, wie sie nicht ist.

  47. Reisende in öffentlichen...
    Reisende in öffentlichen Verkehrsmitteln sind ein schönes Spiegelbild unserer Gesellschaft. Und die ist seit Jahren geprägt durch einen zunehmenden Mangel an Respekt und Rücksichtnahme gegenüber den Mitmenschen.

  48. Eigentlich ist doch alles...
    Eigentlich ist doch alles schlecht, oder?
    Was auch immer man mit Kindern macht, es ist die falsche Erziehung. Die Internatserziehung der alten Britten hat die armen kleinen zerstört, die aktuellen Privatschulen erziehen zu reichen Snobs. Die Erziehung des Faschismus erzeugte Krieg und die des Sozialismus war sowieso schlecht. Die morderne Erziehung produziert verzogene Gören, obwohl sie doch kindgerecht sein will. Und über die antiautoritäre brauchen wir nicht reden. Am besten wäre es doch, Kinder würden so erzogen, wie wir es wurden. Damit sie so werden, wie wir sind. Denn nur wir sind gut, oder? Und alle anderen sind schlecht. Wir sind tolerant und müssen die Intoleranz, die wir, gebildet und vornehm, wie wir sind, als Ignoranz bezeichnen, ertragen. Wie gut, dass diese Welt so unausstehlich ist. Das macht sie für uns erträglich. Denn worüber würden wir ablästern, nein halt, in unserer kultivierten Sprache heißt das echauffieren, wenn die Welt nicht so schön schlecht wäre. Was würden wir dann den ganzen Tag machen? Unser Leben wäre vielleicht so öde, was das deren, denen wir den Spiegel vorhalten – damit wir selbst nicht hineinblicken müssen.

  49. Nun, Erziehung schlägt bei...
    Nun, Erziehung schlägt bei unterschiedlichen Menschen unterschiedlich an. Wie sich dann jemand am Ende privat aufführt, ist seine Sache, aber es wäre schon von Vorteil, würde man gegenüber dem Rest der Gesellschaft eine Haltung einnehmen, die diese nicht allzu sehr beeinträchtigt – und wenn es dann doch passiert, wäre ein Wort wie „pardon“, oder auch im Vorfeld ein „dürfte ich bitte“ gar nicht so schlecht. Und das kann ja wohl wirklich kein Problem sein. Ich rede hier von den absoluten Grundlagen und nicht vom Ausrichten eines Empfangs für 24 Personen.

  50. ja, die englischen hecken. sie...
    ja, die englischen hecken. sie sind keine abgrenzungen, sondern ein froehlicher gruss, der etwas von der ruhe, buschigen verwachsenheit und eigenwilligen gelassenheit nach aussen traegt, die innen herrscht. in diesen hecken findet, wie in den dazugehoerigen haeusern, jedes tierchen platz und raum und alle leben in einem system der minimalkoordination, das neben gegenseitigem respekt und freude an wechselseitiger individualitaet auf nichts weiter fusst als auf der klaren taktung gemeinsamer speisezeiten.
    das ist innen wie aussen so ganz anders als die deutsche burg, aus der manch melancholisch schmachtende blick aus manchem gitterfenster auf das bunte treiben in den strassen faellt.

  51. Klaus Jarchow, natürlich ist...
    Klaus Jarchow, natürlich ist sie nicht so, aber man kann sie in diesen Grenzen zumindest bewahren und versuchen, sie auszuweiten.
    .
    Usedomer, generell wäre es schön, mit der fahrkarte auch das Recht, einfach in Ruhe gelassen zu werden, zu erwerben. Berlin ist da ein extremes Gegenbeispiel.

  52. "... aber es wäre schon von...
    „… aber es wäre schon von Vorteil, würde man gegenüber dem Rest der Gesellschaft eine Haltung einnehmen, die diese nicht allzu sehr beeinträchtigt …“ – genau. Nun ist das aber von der Mehrheit abhängig, nicht von der Elite. Und wenn die Mehrheit es als störendes Einmischen in die persönliche Lebensgestaltung wahrnimmt, dass man von ihr ein schnödes „Guten Tag“, „Danke“ oder „Entschuldigung“ verlangt, dann macht man ebendies: man beeinträchtigt den Rest der Gesellschaft. Panta rei – auch die Umgangsformen sind im Fluss.

  53. Pardon, aber eine Welt, in der...
    Pardon, aber eine Welt, in der man sich einfach für drei Stunden neben jemandem auf einen Sitz fallen lässt, um den man beim Knipsen und Rüberreichen von Essen und diversen anderen Interaktionen nicht herumkommt, ihn aber ansonsten erst mal ignorert, ist keine Welt, die für sich in Anspruch nehmen kann, „andere“ Manieren zu haben. Diese Welt hat dann eben keine Manieren mehr. Das ist keine Veränderung, sondern eine Abschaffung.

  54. Hallo Fliegen!

    Nur ihr seid...
    Hallo Fliegen!
    Nur ihr seid schöner. Was ich sagen wollte..Das Abschottungsverhalten gegenüber den „Lautmalereien“ der VertreterInnen niederer Stände ist eine unzureichende Verteidigungsstrategie, sonst würde der gute Alfonso sich nicht seit längerem darüber auslassen, wie sehr er darunter leidet, dass es ihm durchaus nicht immer vollständig gelingt. Sie sind überall, und sie sind laut und lästig, weil sie überall sind. Und DAS ist ihr wahre Natur. Man könnte auch sagen : Sie sind das, was übrig bleibt, weil sich der Gedanke durchgesetzt hat in unserer abgewetzten Demokratie, dass die Schuld bei den Alfonfos dieser Welt liegt, wenn die Belanglosigkeiten und Bedürftigkeiten von mutierten Schweinehirden die Inhalte von Gesetzesvorlagen diktieren. Schönen Tag noch..
    :-)
    Anotatta

  55. @ Don: Man 'bewahrt' sich dann...
    @ Don: Man ‚bewahrt‘ sich dann aber keine Welt, sondern nur eine höchst fragwürdige Illusion von ihr – gewissermaßen „meine Welt als Wille und Vorstellung“. Und solche Illusionen soll man auch noch ausweiten? Ich weiß ja nicht: Realist wird man auf diese Weise jedenfalls nicht.

  56. Lieber Don
    zunächst einmal...

    Lieber Don
    zunächst einmal gefällt mir dieser Satz ganz ausgezeichnet: „Ignoranz, scheint es, ist auch eine passable Form der Abgrenzung“.
    Die von Ihnen beschriebenen Erlebnisse über die höchst rücksichtsvollen Zeitgenossen kann ich nur bestätigen. Offenbar sind dies die neuen Manieren in unserer Gesellschaft. Feststellen konnte ich allerdings auch, das sich diese Nettigkeiten gleichmäßig über die gesamte Gesellschaft verteilen und nicht nur die Angewohnheiten einer bestimmten „Kaste“ sind. Der Vorteil des Reichen ist der, dass er stolzer Besitzer einer jahrhunderte alten Eichentür sein kann und somit sich den o.g. Erquickungen zumindest zuhause entgehen kann. Schwieriger wird´s für jemanden mit einer 60 qm Wohnung mit Pappwänden und -türen in einem 100 Parteienhaus – da kann man nur sagen: viel Vergnügen!

  57. @Edmund
    Nichts gegen Ihren...

    @Edmund
    Nichts gegen Ihren alten Lehrer in London – aber: Wenn er den Anschein erweckte, er hätte die Wahl gehabt, mit der Queen und dem Duke of Edinburgh zu dinieren anstatt mit, sagen wir, Premier Wilson, so klingt mir das etwas hochstaplerisch. Her Majesty bestimmt wohl selbst, wen sie zu Tisch einlädt. Da mag der Lehrer noch so starke Präferenzen gehegt haben, in der Regel wird er sich wohl mit weniger bedeutenden Tischgenossen begnügt haben müssen. Diese Bemerkung Ihres hochverehrten Lehrers legt den Eindruck nahe, dass er selbst nicht ganz so „highly cultivated“ war. Dann hätte sich diese Bemerkung, wie auch die über Wilson, von selbst verboten. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, jemals einen „waiter“ im Smoking erlebt zu haben.

  58. Für mich bleibt trotzdem die...
    Für mich bleibt trotzdem die Frage, was mach ich, wenn ich mich irgendwann mangels schlechter Erziehung nicht mehr über die Leute aufregen, jetzt ist mir das schon wieder passiert, ich meine natürlich echauffieren kann? Soll ich etwa den ganzen Tag Shakespeare und Walter Scott lesen? Und auch das mit dem Entschuldigen ist so ein Problem. Nehmen wir mal an, ich fahre mit einem Oldtimer mit Motor, der natürlich noch bleihaltiges Benzin (Verursacht das nicht Krebs?) braucht, durch einen Ort, soll ich da laufend „Pardon“ aus dem Fenster schreien, nur weil manche meinen, ich würde ihre Umwelt allzu sehr beeinträchtigen? Können die nicht etwas toleranter sein, mir gegenüber?

  59. Die "weichen Hecken" Englands...
    Die „weichen Hecken“ Englands sind nicht bloss ein Relikt aus einer anderen Zeit. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es so etwas wie eine freie Gesellschaft nicht gibt. Die Grenzen verlaufen nur woanders sind fuer uns, als Besucher, nicht fassbar. Irgendwie erinnert mich das auch an die Diskussion um die „hoeheren Toechter“.
    Was die Bahnfahrt anbelangt, hast mein volles Verstaendnis, Don Alphonso. Oderschzingt da auch wieder der Wunsch der nach einem strengeren Klassendenken mit?

  60. @heiligeeinfalt
    Gutmenschentum...

    @heiligeeinfalt
    Gutmenschentum kann ich da nicht erkennen. Schon eher Verachtung der Mitmenschen, die man leider aushalten muss, in Kombination mit versnobter und arroganter bis dekadenter Überheblichkeit. Es wäre eben doch besser, man hätte einen Wagon für seines gleichen, wie in der guten alten Zeit. Ach könnte man sich doch auf Reisen nur so gut abgrenzen wie mit den überteuerten Immobilien, die man in der Regel nicht selbst erstand/erwirtschaftete

  61. Ganz recht haben Sie da,...
    Ganz recht haben Sie da, verehrter Don Alphonso. Die Verschandelung des öffentliches Raumes ist weit, sehr weit fortgeschritten. Was geht nur in Leuten vor, die eine Strasse mit einer Sporthalle verwechseln; in Frauen, die Unmengen an Haut zeigen; in Menschen, die meinen, allein unterwegs zu sein. Es fehlt an Respekt dem öffentlichen Raume gegenüber und damit auch den eigenen Mitmenschen gegenüber.
    Aber, gibt es so etwas wirklich oder übertreiben Sie nicht ein wenig: pinkfarbene Jacken in Kombination mit goldigen Schuhen? Wirklich schrecklich!

  62. Don,
    .
    Umgangsformen erodieren...

    Don,
    .
    Umgangsformen erodieren halt sofern und sobald sie nicht mehr als Notwendigkeiten anerkannt werden. Im Lande D sicher auch eine Folge ungerichteter Entspiesserung. In Neufünfland sind bürgerliche Umgangsformen im Zuge der näheren Geschichte eh ins Zwielicht geraten.
    .
    Umgansformen werden jedoch aktuell von Funktionsträgern vorgelebt:
    .
    http://www.mopo.de/2009/20090505/hamburg/politik/blowjobs_banker_pleite_deals.html
    .
    Wie soll man der misera contribuens plebs ernsthaft böse sein?

  63. Ein kluger Mensch - war es...
    Ein kluger Mensch – war es Erich Kästner?- hat mal sinngemäß gesagt: Wenn der Klügere nachgibt, regieren die Dummen die Welt.
    Und das sieht dann genau so aus, wie oben so schön gemalt.
    Wenn ich die Mittel hätte, würde ich auch so wohnen, fahren und leben wie der Autor. Dann könnte ich mich jedenfalls in meiner raren Freizeit auf meine „Insel der Seeligen“ zurückziehen und mich mit angenehmen, weil in gutem Benehmen geübten, Menschen umgeben. Ich könnte Distanz zwischen mich und die oben beschriebenen Exemplare der Gesellschaftsgruppe, der auch ich -da alleinerziehend mit mittelmäßigem Einkommen (aber immerhin berufstätig und mit zwei guterzogenen Töchtern!)- angehöre und alle genauso schlimmen Ignoranten aller anderen Gesellschaftsschichten bringen.
    Leider kann man es sich im Leben nicht immer so aussuchen. Daher werde ich weiterhin höflich und rücksichtsvoll mit meinen Mitmenschen umgehen, die es ebenso halten und penetrant denjenigen verbal auf die Füße treten, die nicht in der Lage sind, ein Mindestmaß an Grenzen einzuhalten. In meinem Zugabteil legen diese Leute die Füße nicht nackt auf die gegenüberliegenden Sitze sondern in dreckstrotzenden Turnschuhen!
    Wenn mehr Leute solchem Verhalten couragiert entgegenträten, müssten vielleicht nicht immer die gleichen meckern…

  64. Die schoensten Autos - oder...
    Die schoensten Autos – oder Gefaehrte – sind doch irgendwo die, die sich durch eine eigene Konzeption und Gestaltung hervortun. Wo sich Form und Funktion treffen, wie dem Bild nach beim Sunbeam fuer die englische Landstrasse der 1950er, findet man einen Klassiker. No.6 sollte sich in mehr Toleranz fuer den Geschmack der Anderen ueben – gerade in England gilt doch dass ein Spleen auch toleriert wird, sei er fuer ein Kfz das zu „Remains of the Day“ passt oder eben einen US muscle car. Weder das Warmduschen noch das Kaltbaden (a la Ernst Juenger) an sich ist doch Grund herablassender Verachtung. – Erziehung und Bildung werden zu Gaben, die die wahren Menschen auszeichnen, die das Leben auch geniessen koennen, egal welche materiellen Vorzuege gerade zur Hand sind. Ein „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“ hoert sich in der 2. wie der 1. Klasse der uebrigens gar nicht so schlechten Deutschen Bahn genauso gut an. Auch wieder England kennt das Konzept der „genteel poverty“ als Auszeichnung eines edlen, wenn auch materiell beunguenstigten Menschen. Yi feng fan shun, oder Gute Fahrt, in Ihrem Sunbeam, Herr Don Alphonso!

  65. Lieber Don,

    ein herrlicher...
    Lieber Don,
    ein herrlicher Blog!Wie die meisten der Kommentatoren habe auch ich leider schon ähnliches allzu oft erleben müssen in der Bahn! Stimme Ihnen in der Einschätzung dieses Menschenschlages absolut zu!
    Verneide daher seit mehr als drei Jahren den öffentliche Nahverkehr wo immer möglich!
    Grüße
    FS

  66. @ georgian darcy.mein bild von...
    @ georgian darcy.mein bild von der demenz war eher die frage:
    was kann der mensch noch selbst tun, das andere zu ertragen.
    ich lebe nicht in berlin-aber,wenn ich die augen schließe wäre es eine villa im grunewald. keinesfalls z.b. savignyplatz, wo die galerien geschlossen haben,im
    „zwiebelfisch“ und „pariser bar“ die gleichen touristen,neben ewigen stammgästen miteinander vergilben und das einzige rührende der eisenwarenladen an der ecke seit jeher war. ansonsten ist der platz eh kein platz.und nette antiquitätenhändler gibt es überall.

  67. Die Hölle, das sind die...
    Die Hölle, das sind die anderen.
    Ich war über’s lange Wochenende in Ljubljana, und als ich zu diesem Zweck die Möglichkeiten, dahin zu gelangen, recherchiert habe, traf ich auf die Option 1. Klasse + Zugbindung. Das war sowohl bezahlbar als auch angenehm. Allerdings muß man da ein paar Tage vorher wissen, daß man fahren will.-
    Auf der Hinfahrt teilte ich das Abteil mit einer älteren kroatischen Dame, auf der Rückfahrt hatte ich es für mich allein, während jeweils draußen auf dem Gang die österreicherischen Horden, die aus irgendeinem Grund die Fernzüge immer als lokale Bummelzüge mißbrauchen, vorbeiwanderten und zusehen mußten, daß sie wieder in die zweite Klasse kamen.
    Allerdings hat die üble Unart, daß die Leute ihre Koffer nicht mehr in die Gepäckablage hieven, sondern überall herumstehen lassen, auch schon in der ersten Klasse um sich gegriffen.-

  68. @An Taisce
    Stimmt: ähnliches...

    @An Taisce
    Stimmt: ähnliches konnte auch meine Wahrnehmung nicht unkommentiert filtern.
    Es begab sich auf einer Fahrt im Regionalverkehr der DB.
    Ein Passagier den man ausreichend mit „gehobenes Management“ einordnen könnte lagerte seine straßenbeschuhten Beine auf der gegenüberliegenden Sitzbank, so sicherstellend, die Verschonung vor lästigen Sitzplatznachfragen.
    Mein verhalten höflicher Hinweis, ich hätte das bei seiner tadellosen äußeren Erscheinung, die eher den Anspruch vertrete, Vorbild zu geben, nicht erwartet, wurde zunächst von widerwillig schweigender Ignoranz mit anschließendem gequältem Lächeln kommentiert.
    Sein Blick spielte durch die ganze Klaviatur von „eigentlich habe man es nicht mehr nötig, sich fremdem Urteil zu stellen“ und „ertappt worden sein beim offensichtlichen Verstoß gegen akzeptiertes und von jedermann eingeforderter Achtung gemeinschaftlichen Regelwerks“.
    Erst der soziale Druck eines weiteren flüchtig hinweisenden Blickes konnte das schon begraben gegebene Kapital vermutlich einst erfahrener Mitgift guter Erziehung freilegen. Er stellte die noch etwas regennassen Schuhe auf den Boden und nahm unerwartet sogar eine straffe Körperhaltung ein.
    Interessanter Reflex und Hinweis, gute Erziehung verstanden als nur mitgenommene gesellschaftliche Grundausstattung, geeignet sich abzugrenzen, andererseits nur als lästiges Korsett empfunden, aus dem man sich zeitweise herausbequemen möchte.
    Weniger perfekt im formalen Ergebnis, aber vielleicht nachhaltiger: verständige Herzensbildung; diese würde jedenfalls nicht einmal den Gedanken aufkommen lassen, beschmutzte Strassenschuhe auf leidlich sauberen öffentlichen Sitzen zu parken, auch wenn man sich zunächst unbeobachtet wähnte.

  69. Es war einmal ... ein Zug. Der...
    Es war einmal … ein Zug. Der TEE. Da war noch alles anders. Man betrat ein Abteil, sagte „guten Tag“ und befand sich in guter Gesellschaft …
    Kritisieren möchte ich, ohne gleich als Maulheld bezeichnet zu werden, lieber Don, die Ignoranz der Ignoranz. Natürlich muss man es bemängeln, wenn die Umgangsformen im Bunte(Gala, egal was)-Nirwana verschollen sind. Wer mir seinen Hintern ins Gesicht drückt, wird mit einem: „Stört Sie meine Nase nicht in ihrer Ritze?“ bedacht und so auf seinen Fauxpas aufmerksam gemacht. (Ich sehe allerdings auch so aus, dass ich mir derartige Bemerkungen leisten kann, ohne körperliche Sanktionen fürchten zu müssen :-) Doch leiden und hinterher klagen ist – standestypisch. Merksatz: Der Mund ist nicht nur zum halten da …

  70. giorgiana darcy,
    .
    "Ich...

    giorgiana darcy,
    .
    „Ich glaube, es sind eher die grünalternativ-buddhistisch-spirituellen Mamis in Latschen aus dem Öko-Secondhand-shop“
    .
    gibts die wirklich? und, pflanzen die sich fort und wenn ja, wie eigentlich?

  71. Eine acker- oder...
    Eine acker- oder weidebegrenzende Hecke heißt nicht Hecke, sondern „Knick“. Auch wir in Schleswig-Holstein haben diese Feldgehölze.

  72. @ Süptitz Ja, natürlich gibt...
    @ Süptitz Ja, natürlich gibt es die. Ich lade Sie hiermit herzlich nach Leipzig an meine Alma Mater ein, dort können sie diese possierlichen Exemplare der Gattung Mensch in ihrer ganzen Vielfalt bewundern. Die pflanzen sich übrigens mit den grünalternativen-buddhistisch-spirituellen Barfußläufern aus dem Eine-Welt-Laden fort.

  73. Eomit wir bei einem Thema...
    Eomit wir bei einem Thema wären, das ich den hier Lesenden zu ersparen gedenke. Wobei, weitaus schlimmer als alle Ökofundamentalisten sind die gekauften Exlinken, die jetzt für Gentechnik, Atomstrom undKlimaerwärmung bezahlte Propaganda bei Springer und Co. machen.

  74. Nun, wer den Gazetten des...
    Nun, wer den Gazetten des Springer Verlages glaubt, dem ist auch sonst nicht mehr viel zu helfen.

  75. Hallo, nicht nur In Zügen und...
    Hallo, nicht nur In Zügen und Bussen. Noch ein Bier, statt BITTE kann ich noch ein Bier haben oder am Kiosk, die FAZ oder Cola, statt … Dabei verlangen alle geachtet, wert geschätzt zu werden, warum sind so viele nicht in der Lage, die Wege dahin zu erkennen?
    Fazit: ertragt die „Niederen“ – sie erhöhen euch!

  76. im vertrauen: die englischen...
    im vertrauen: die englischen hecken sind nur deswegen bloß hecken, weil es für die abgrenzung zwischen den klassen nurmehr liebliche hecken bedarf. die britischen klassengrenzen sind dermaßen schlecht permeabel, dass man für eine abgrenzung keine mauern braucht. (ethnologisch gesehen ist das ein zeichen für eine sehr hoch entwickelte und fein differenzierte soziale kultur. ungerecht ist es natürlich auch. aber sozialismus geht in UK gar nicht.)

  77. <p>Nun, glücklicheerweise bin...
    Nun, glücklicheerweise bin ich als Tourist dort unterwegs, und somit eine Klasse für mich selbst (und dabei noch nicht mal tauglich als „Hun“).
    .
    Was mir aufgefallen ist: Mit den Indern scheint es ja noch eine weitere Klasse zu geben, von der man sixh weiter abgrenzen kann. So wird das natürlich absolut nichts mit dem Sozialismus, wenn man dessen Nährboden outsourced.

  78. Sethos, Laibach ist eigentlich...
    Sethos, Laibach ist eigentlich ein ganz vorzügliches Autoziel, vor allem, weil man auf dem Weg so ofr kulinarisch anhalten kann. Ich überlege ohnehin gerade, ob ich mit dem Sunbeam Supreme nicht mal eine kleine k.u-k.-Sommerfrischenrunde von Böhmen bis zum Lago Maggiore machen soll.
    Goethe62, das alles war in der Gesamtkonstellation gerade noch unterhalb der Interventionsgrenze; meine deutliche Entschuldigung bei der Nachbarin und ein gewisses Räuspern ab und an scheinen da einfach nicht ausgereicht zu haben. Und einen Kutscher, der diese Leute mit der Peitsche vertrieben hätte, hatte ich gerade nicht im Personalabteil auf Abruf. Irgendwie graust es mir, mich mit solchen Leuten direkt abzugeben.

  79. ich behelfe mich in solchen...
    ich behelfe mich in solchen situationen immer mit einer quasi-nullschrumpfung meiner persönlichen distanzblase. sowas lernt man schon als kind. was auch hilft ist: einfach aufstehen und einen anderen platz suchen. ich habe auf diese art und weise schon oft in der ersten klasse gesessen und keinen aufschlag bezahlt – das bahnpersonal ist solchen argumenten meist auf anhieb zuträglich.
    outsourcing von sozialistischem nährboden: das wäre ebenfalls merkmal höchster gesellschaftlicher kultur. im fall indiens ist es aber bloß eine glückliche konstellation für england, denn indien oder „den inder“ gibt es eigentlich so überhaupt nicht. in dieser ethnie gibt es kaum einen solchen nährboden. ich bedaure das sehr. wenn die sich statt dessen türken, kurden oder algerier ausgesucht hätten…

  80. CaoKy 60, wie es ausgeht, und...
    CaoKy 60, wie es ausgeht, und ob der Sunbeam auch zu italienischen Strassen passt, wird man hier begutachten können. Danke für die Wünsche.
    .
    Kleinerberg, der Savignyplatz ist fast münchnerisch. „Alter Westen“, sagte einmal eine Bekannte, mit der ich dort war. Nicht umsonst gehen dort oft Leute hin, die nur zu Prozessen und Verhandlungen nach Berlin kommen.

  81. wenn die gerichtsbarkeit in...
    wenn die gerichtsbarkeit in moabit ist-so ist es per luftlinie das naheste ziel
    mit dem dichtesten kneipenbetrieb,;will man nicht am potsdamer platz verzweifeln-mehr charme aber ,nein( die buchhandlungen in den sbahnbögen gnädig ausgenommen)

  82. mme,
    .
    danke für die...

    mme,
    .
    danke für die einladung, ich wohne so etwa 70 km entfernt von leipzig (in richtung chemnitz, früher konnte man da noch mit der muldentalbahn) wenn nur der anlass ein fröhlicherer wäre.
    .
    nanu. eigentlich hielt ich die leipziger bisher für recht realistische leute. aber wenns dem inneren frieden dient.

  83. itha: Panzerstahl des 2....
    itha: Panzerstahl des 2. Weltkriegs in den Autotüren, und sie beachten einen, ohne zu nahe zu kommen. Das ist mir dann aber auch den Benzinpreis wert.
    .
    borghorsterin, generell denke ich, dass man gewisse Territorien sinnvollerweise einfach meidet, weil man dort ohnehin nur begrenzt mit angemessenem Umgang rechnen kann. Das meine ich weniger geographisch, das zieht sich durch alle Länder, aber auch durch alle Städte und Klassen. Der neureiche Trampel, dessen Blagen Autoreifen stechen, weil er sie nicht ordentlich erzogen hat, ist da auch nicht besser.

  84. Don,

    Sie mögen ja Recht...
    Don,
    Sie mögen ja Recht haben mit Ihrer Kritik an der Nichterziehung vieler Kinder durch ihre Eltern.
    Doch wenn ich mir die vorgeblichen Eliten im 1. Klasse Waggon so anschaue, dann kommen mir auch so meine Zweifel, ob die jemals Anstand gelernt haben.
    Ich führe den fehlenden Anstand meist darauf zurück, dass diese 60-70 jährigen Möchtegern-Eliten-Mitglieder in der Nachkriegszeit aufwachsen mussten, keine Väter hatten und daher nie gelernt haben, wie man sich zu benehmen hat.
    Geld allein ersetzt noch keine Erziehung. Und viele derer, die meinen ein „höherer Stand“ zu sein haben meist Manieren, die einen Bauarbeiter beschämen würden.
    Dazu muss ich mir nur einen BMW-Fahrer anschauen, der bei einem Unfall den er verursacht hat noch die Dreistigkeit besaß zu behaupten, ich hätte ihn bei fast Tempo 70 in der Stadt „ausgebremst“, sodaß er nicht mehr bremsen konnte. Klar, wenn er 100 km/h fährt…
    Natürlich musste er sofort mit seiner Visitenkarte und dem „Dr.“ drauf rumfuchteln. Erst als ich eine adäquate eigene Karte zückte wurde er merklich zurückhaltender, da er befürchten musste mit seinem Gebahren nicht weiterzukommen.

  85. Eiegntlich ist es ja ganz...
    Eiegntlich ist es ja ganz einfach: Kein Anstand, keine Elite. Was bleibt, sind Leute, die entweder Geld haben oder auch nicht. Elite hat sehr viel mit Höflichkeit, Verantwortung und Angemessenheit zu tun und nichts mit Dränglertum. Wer Drängeln nötig hat, hat offensichtlich Defizite.

  86. Na, dann sind wir uns ja...
    Na, dann sind wir uns ja einig…
    War nur so ein Nebenkriegsschauplatz, nachdem Sie etwas zu pauschal Kinder ins Visier genommen haben :-)
    Erziehung ist nicht immer so einfach, gerade wenn man mit Kindern im Zug fährt.
    Aber da sind mir Kinder meist lieber als die geschilderten Damen…

  87. Das Problem ist doch: Wenn...
    Das Problem ist doch: Wenn einmal die Tradition der guten Erziehung gebrochen ist, kann man oft genug davon ausgehen, dass sich diese Tradition nicht mehr einstellen wird. Es sei denn, man überspringt jene Generation, restauriert die Erzihung durch die Grosseltern so, dass sie einen hohen Standard hat und zeitgemäss ist – nicht leicht, nehme ich an – oder es gibt eben noch mehr Hougl auf dieser Welt. Oder aber man hofft, dass in den Kindern etwas ist, das sie später mal anders werden lässt. Gibt es ja glücklicherweise auch.

  88. Re: Savignyplatz. Ich sehe,...
    Re: Savignyplatz. Ich sehe, die Beharrlichkeit zahlt sich aus, unser Gastgeber erkennt die Vielfalt der Haupstadt. Wenn er es besser kennen würde, wäre es ein klassisches Thema für dieses Blog: Das Phänomen der Wilmersdorfer Regierungsratswitwe.

  89. Ach, und zu den Hecken im...
    Ach, und zu den Hecken im UK:
    Die sind ja ein ganz speziell britisch! Sie sind Ausdruck der zunehmenden Bürgerfreiheit, der Verfügungsrechte über Eigentum (waren mal ein heißes Thema für die NIE= Neue Institutioneökonomie, die würde Herrn Alphonso übrigens gefallen…), haben mittelbare militärhistorische Bezüge usw. usf. Unbedingt mal „Enclosures“ nachschlagen, werter Don!

  90. Oh, den Savignyplatz fand ich...
    Oh, den Savignyplatz fand ich schon immer nett, das ist nichts Neues – ebensowenig wie meine Überzeugung, dass man besser gefahren wäre, Berlin an die Russen zu verkaufen. Leider sind die gerade mal wieder pleite und haben schon andere runtergekommene Ecken, die sie nicht finanzieren können.

  91. Wertverhältnis: Oder, die...
    Wertverhältnis: Oder, die Menschen werden wirklich gleicher!
    Zum Problem der Abgrenzung was ganz grundsätzliches/marxistisches. Das Problem der Leute ist die nicht begriffene Warengesellschaft, d.h. das Wertverhältnis, das die Waren zu einander haben, und das letztlich durch abstrakte, d.h. durch das notwendige Quantum abstrakter, Arbeit definiert ist. (Und sie ahnen irgendwie, dass auch sie als Menschen letztlich Ware sind, noch Ware werden, wenn auch vorerst noch als Abfallprodukt einer irgendwie kranken Fantasie – in Vorahnung aber auf die kommenden Möglichkeiten der Biotechnologie.)
    Gegenwärtig handelt sich aber um ein abstraktes Verhältnis ihres Seins zu dem ihres Habens. Einem abstrakten Verhältnis können die Leute im Alltag aber nicht viel abgewinnen. Also denken sie nicht, ich bin vielleicht mehr Wert, da in meiner Erziehung mehr abstrakte menschliche Arbeit steckt (was vermutlich in den höheren Klassen sogar zutreffen würde, aber sie kommen gar nicht auf die Idee qualitativ verschiedenes quantitativ zu sehen, sie begreifen das Wertverhältnis nicht, kommen somit über Aristoteles nicht hinaus, ob ihrer Klassenborniertheit), sondern glauben, das Wertverhältnis muss sich irgendwie an dem festmachen, was sie an Werten mit sich rumschleppen (was demselben Wertverhältnis wohl unterliegt, also abstrakte menschliche Arbeit beinhaltet, aber ein Themawechsel bedeutet). Sie begreifen somit ein weiteres Mal nicht, warum sie eigentlich die herrschende Klasse sind. Nämlich nicht nur, weil sie die Besitzer von Waren (und Arbeit) sind – das macht sie äußerlich zu Bourgeois (und damit jederzeit austauschbar!) -, sondern weil sie womöglich im Besitz eines höheren Eigenwertes sind (Bourdieu hat das vermutlich gemeint mit seinem kulturellen/sozialen Kapital etc., aber nicht wirklich verstanden). Denn dieser „innere Wert“ muss begriffen/angenommen werden, darf nicht ideologisch unterwandert sein, um als solcher zu gelten. Das setzt zumindest aber voraus, dass man das marxsche Wertverhältnis akzeptiert, was bedeutet, das Ende der Klassenherrschaft gleich mit – und das geht natürlich nicht.
    Andererseits stünde das im Widerspruch zur Bewegung des Kapitals, das eine angleichende ist. Nehmen wir die Stichworte „Bildungsmangel“/Bildungslücke/Pisastudie. Einerseits wissen die Herrschenden, besser ahnen sie, dass sie diesen Mangel (bei den arbeitenden Klassen) erhalten müssen, denn ihr innerer ‚Wert‘ hängt davon ab, ihre Abgrenzung definiert doch, ganz ahnungsgewiss genau dort, andererseits kann ein hochorganisiertes Kapital nicht mehr herrschen wie eine mittelalterliche Aristokratie, oder ein patriarchales Industriekapital: es benötigt das gesammelte Wissen der gesamten Menschheit und dies als in seiner ganzen noch möglichen Entwicklung. Und dies unterläuft die Klassengrenzen exorbitant. Von wegen „indisches Hausmädchen“, wir brauchen den IT-Fachmann aus Indien, nicht nur wegen dessen noch niedrigen Ansprüchen, also wegen der Konkurrenz unter den Arbeitenden, sondern wegen dessen zusätzlichen Bildungsqualitäten (und natürlich hofft man so solche Qualitäten im eigenen Land unter der Klassenfuchtel zu halten), also aus Gründen der Konkurrenz in der eigenen Klasse (was wiederum die „Klassenfuchtel“ ein wenig unterläuft).
    So wie man also zur materialen Reproduktion zunehmend auf die Kinder der „unteren Klassen“ angewiesen ist, ist man das auch in Bezug auf deren Bildungsprodukte. Somit ist man gar gezwungen, diese Kinder nunmehr einer besseren Bildung zuzuführen. – Die Quadratur des Kreises ist wohl einfacher.
    So entsteht das zusätzliche Element hierfür, warum man sich vornehmlich äußerlich abgrenzt – in den vornehmen Kreisen. – In der Hoffnung, dass die unteren Klassen diese Schranke nicht überwinden, das führt aber dazu, dass die Konkurrenzschranken umso gefährlicher werden, und genau das verschärft die Folgen der Globalisierung, unterminiert also die segensreichen Nachwirkungen der Kolonialepoche so sehr wie die der „Klassenfuchtel“. Die Menschen werden wirklich gleicher. Trotz alledem!

  92. Nachdem ich hier den...
    Nachdem ich hier den geschraubten „mir gefällt das nicht“-Krempel faselnder Coreferenten ohnehin nicht freischalte, empfiehlt es sich, Genörgel am Autor kurz zu halten, um so nicht allzu viel Zeit zu verschwenden und sie für andere Torheiten zu bewahren.

  93. @Don

    Ich hatte das große...
    @Don
    Ich hatte das große Glück noch im Geiste der heute 85jährigen erzogen worden zu sein, obwohl ich deutlich jünger bin und eher der Generation entstamme in der Erziehung nicht stattfand.
    Ich habe quasi dieses Überspringen selber erfahren und werde dementsprechend dies auch an meine Kinder weitergeben.
    Das Überspringen der Werte in der Erziehung findet doch derzeit schon statt, zumindest wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umschaue. Damit sind nicht totalitäre Erziehungskonzepte gemeint, sondern die Ablehnung des Laissez-Faire-Liberalismus in der Erziehung.
    Dass dieser Trend in erster Linie in gebildeten Kreisen zu finden ist, zeigt auf, wie sehr das Konzept der antiautoritären Erziehung vor 30 Jahren missverstanden wurde. Heute haben es die Massen ausgesaugt und zu einer Nichterziehung gemacht.
    Wandel geht jedoch immer von den gebildeten „Ständen“ aus, insofern kann man hoffen, dass dies auch bei der Restaurierung von Erziehung so sein wird.

  94. Zum Thema dieses...
    Zum Thema dieses Blog-Eintrages gab es gestern ein wunderschönes Bild aus Berlin. Hinter der Hecke sind die Rüsselsheimer, die die Hecke auch nicht überwinden wollen !
    http://img8.imageshack.us/my.php?image=marchionnehecke.jpg

  95. angehöriger einer elite mit...
    angehöriger einer elite mit gepflegten manieren und gehobenem lebensstandard zu sein, bedeutet nicht nur, die damit verbundenen annehmlichkeiten dieses daseins zu genießen und sich darüber hinaus jedoch lediglich über das ungehobeltsein des plebs herablassend zu äußern. und sich enttäuscht maulend hinter die dicken mauern zurückzuziehen. es bedeutet vielmehr verantwortung. verantwortung, den erreichten standard zu erhalten, wenn nicht sogar zu verbreitern. also den plebs zu erziehen. denn wer sollte es sonst tun, außer eine moralisch-geistige elite (nicht das, was fdp und cdu als elite bezeichnen)? oswald spengler beschreibt sehr gut, was mit eliten passiert, die ihrer verantwortung nicht nachkommen. man könnte auch den zweiten hauptsatz der thermodynamik zur beschreibung sozialpsychologischer vorgänge bemühen: alles geht vom höheren zum niederen. und der erste hauptsatz liefert die prognose der daraus für zivilisierte und kulturvolle menschen erwachsenden folgen, aber auch die lösung zur verhinderung des allgegenwärtigen und permanenten niedergangs aller dinge: zur erhaltung oder erhöhung eines zustandes ist arbeit erforderlich. ist nicht belehrend gemeint, nur realistisch. glaube ich.

  96. @Stüpitz Ich glaube ehrlich...
    @Stüpitz Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die meisten Ökos an der Uni Leipzig auch tatsächlich aus Leipzig kommen. Wenn Sie einen fröhlicheren Anlass brauchen, wie wäre es mit dem WGT? Ein Spektakel sondersgleichen, und auch wunderbar aus einem der vielen Cafés heraus zu beobachten :-)
    @Cramer Mich dünkt, dass diese Theorie nicht nur der Thermodynamik zuzuschreiben ist, sondern ein allgemeingültiges naturwissenschaftliches Phänomen ist. Zumindest kenn ich es aus dem Biologie-Unterricht. Des Weiteren war mir so, dass der Herr Don bereits oben schon auf eine ähnliche Anfrage reagiert hat. Er mag einfach nicht :-)

  97. Wehrter Don,
    welches Buch zur...

    Wehrter Don,
    welches Buch zur Erziehung der Gesellschaft würden sie empfehlen?
    Herzlichst P.

  98. Jedes Buch, das man den...
    Jedes Buch, das man den Schülern unter ihre Arme klemmt, damit sie damit das Essen mit anliegenden Armen lernen. Bei mir hat das ja auch funktioniert.

  99. @Paulchen

    Einfach mal wieder...
    @Paulchen
    Einfach mal wieder Grimms-Märchen lesen. Aber nicht die, die Allgemeingut sind, sondern die Kleinen, selten Gelesenen, Gemeinen und „Splattermärchen“.
    Das hilft bei der Erziehung ungemein.
    KHM 117, KHM 145 und andere sind zu empfehlen ;-)
    Auch der Struwelpeter oder Wilhelm Busch wirken wahre Wunder…
    ;-)

  100. Es gibt einen grundlegenden...
    Es gibt einen grundlegenden Irrtum auf diesem Blog: Gute Erziehung haben sie alle nicht. Der rumkrakeelende Bürger nicht und der sich als gut erzogen Wähnende auch nicht. Sie könn(t)en sich beide gegenseitig die Hand geben, die gleichen im Geiste. Warum?
    Der sich als Oberschicht oder „Elite“dünkende Mensch nicht, er hat zwar gepflegte Fingernägel und futtert dank elterlichem Drill oder Salem-Internat mit dem richtigen manierlichen Ellenbogenwinkel (den er häufig nicht nur am Esstisch beibehält…). Aber er hat dennoch saumäßige Manieren, denn er nutzt eben diese Ellenbogen, um mit Menschen g’schert umzugehen, die er „unten“ wähnt. Er benutzt sie als Domestiken und lästert über sie (und bezahlt sie als Unternehmer sehr oft) als: Kehrricht. Das ist jedoch eben keine feine Erziehung, das ist kein feiner Herr oder feine Dame. Das ist unfein, schlechte Erziehung und dünkelhafte Gutsherrenmentalität. Wer wirklich gute Erziehung hat, sieht nicht nach unten herab.
    Die sich als „tolerante“ und „lebensfrohe“ Bürger Wähnenden nicht, denn sie schreien im Zug rum und bemerken nicht einmal, dass sie einem anderen Zugreisenden der Tinnitus per se und eine gewaltige Zumutung sind.
    Fazit: Gute Erziehung geht nochmal ganz anders als nur gepflegte Fingernägel und nicht rumschreien. Gute Erziehung bringt den Kindern soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten bei und auch Empathie. Letztere sehe ich gerade bei der angeblich guten Erziehung der Oberschicht sehr häufig: ebenfalls nicht. Also war diese gute Erziehung doch keine, sondern nur gnadenloser Drill an der Oberfläche und drunter bleibt der Saukerl, der auf der Stufen zur Menschwerdung einige Stufen zu viel übersprungen hat.
    Das nur zum nachdenklich werden.

  101. Eigentlich wollte mich in die...
    Eigentlich wollte mich in die aktuelle, steckenweise etwas unappetitliche Reihe der Kommentierenden gar nicht einreihen; ich tu’s jetzt trotzdem, nur um zu sagen: Vroni, Sie sprechen mir aus der Seele.

  102. vroni, ich glaube, salem wird...
    vroni, ich glaube, salem wird weit überschätzt.
    .
    ich hatte vor vielen jahren die gelegenheit, bei einer zugfahrt zwischen überlingen und friedrichshafen salemer früchtchen, verzeihung, ich meine junge damen aus besten kreisen, aus nächster nähe miterleben zu dürfen.
    .
    wenn das die waren, die meinen, uns nächstens sagen zu müssen, wo es lang geht, ich weiss nicht.
    obwohl, das damals scheinen eher die anjatanjas von heute gewesen zu sein.

  103. mme, für mich ist jede...
    mme, für mich ist jede gelegenheit, leipzig zu besuchen, ein anlass zu stiller freude und grossem vergnügen oder auch umgekehrt.
    .
    vielleicht sollten wir chemnitz (russ-kemptz) gar nicht erst ignorieren, das knallprotzenhafte dresden einfach nicht beachten und stattdessen leipzig loben und preisen*).
    wenn man überlegt, dass es zeiten gab, wo fast jedes deutsche buch in leipzig hergestellt und gehandelt wurde, na ja, es war dann ganz schnell vorbei damit und angefangen hat das schon im märz 1933 (was manche dresdner auch so noch nicht begriffen haben)
    .
    wer oder was ist wgt?
    .
    an sich bin ich weniger fürs spektakelhafte. ich bin mehr für die stillen freuden, wie sie der buchhandel und, noch mehr, die antiquare bieten.
    beobachtungen vom strassencafe aus haben auch manches für sich. ich erinnere mich da noch an die stadt kiew, von wo aus man den hütchenspielern bei ihrem tun zusehen konnte. alles vorbei. eben sagt meine frau, ja, das kiew. und das schorschel gibt es auch nicht mehr.
    .
    ——-
    das sächsische dreieck:
    in chemnitz wirds gemacht, in leipzig verkauft, in dresden das geld vertan.

  104. Vroni, Erziehung ist komplex,...
    Vroni, Erziehung ist komplex, aber manchmal wird es einem wirklich sehr schwer gemacht, höflich und freundlich zu bleiben.

  105. @Don Alphonso: Zunächst...
    @Don Alphonso: Zunächst einmal möcht ich mich kurz entschuldigen Ihre Kommentarfunktion als Forum zu mißbrauchen, ich hoffe Sie sehen es mir nach.
    @Süptitz WGT = Wave Gothic Festival, das ist allemale sehenswert, die jungen Damen und Herren dieser Subkultur lassen sich kostümtechnisch immer viele, teils amüsante, Dinge einfallen :-) Und wenn auch in Leipzig nicht mehr so viele Bücher hergestellt werden, so stehen zumindest auch hier immer noch alle Bücher, die jemals in Deutschland erschienen sind, Deutsche Bücherei sei Dank!

  106. Aber bitte, kein Problem,...
    Aber bitte, kein Problem, fühlen Sie sich wie zuhaus.

  107. Hey Don,

    als geneigter Leser...
    Hey Don,
    als geneigter Leser Ihres Blogs, beginne ich langsam mich an Ihrer Familienfeindlichkeit zu stoeren. Mit 29 Jahren selbst Vater einer kleinen Tochter, fuehle ich mich gezwungen mal ein paar Worte los zuwerden.
    Es ist nunmal Schicksal, dass die gut erzogenen Kinder in diesem, Ihrem Bus Ihnen gar nicht auffallen, da sie so gut erzogen sind.. Es sind immer die schwarzen Schafe, die eine Gemeinschaft der Artverwandten schlecht aussehen lassen.
    Solidaritaet waere da angebracht, da es um alle geht!
    Auch moechte ich mich mit Vroni dahingegehend solidarisieren, dass ich beim deutschen grundsaetzlich keinerlei standesgemaesse Erziehung erkennen kann. Die Deutschen, deren Kulturtraeger auf jeden Fall, sind im europaeischen Kontext grundsaetzlich unerzogen, da sie meist doch nur auf ihre barbarischen Cousins von der Insel schielen.. Hier wird nicht der Adel des Geistes, sondern nur der Adel des Standes erzogen, was ich grundsaetzlich vulgaer finde..
    Also, noch viel Spass, ich geniesse derweil die Zeit mit den Kindern, deren Toleranz und Lernfaehigkeit noch jeden „Erwachsenen“ wirklich alt aussehen lassen, Don hin, Don her..

  108. Nun, ich habe kein Problem...
    Nun, ich habe kein Problem damit, wenn jemand gegenüber Alleinstehenden Vorbehalte hat. Bei Kindern ist es einfach eine Geschmacksfrage, ob man dergleichen will oder nicht; ich kann hier aber gerne bekennen, dass ich mich davon alles andere als angezogen fühle. Das ist ein Unterschied zum Thema „Familie“, so paradox es auch klingen mag.

  109. Als Leser dieses Blogs - das...
    Als Leser dieses Blogs – das vorgibt, über die besseren Kreise zu berichten – muß ich feststellen, daß dieser durch den Bericht der Zugfahrt doch stark an Glaubwürdigkeit verloren hat. Wer nicht das Geld hat, die lumpige Differenz zur 1. Klasse in der Bahn dazuzubezahlen, gehört offensichtlich nicht zur Oberschicht. Wer so außerordentlich allergisch auf die Mitreisenden reagiert, und sich dann immer noch die Differenz nicht leisten kann, gehört noch nicht einmal zur oberen Mittelschicht. Und kann dann über die besseren Kreise höchstens noch aus der Vergangenheit berichten, als er vielleicht mal dazugehört hat.
    Natürlich ist die 1. Klasse auch nicht mehr, was sie mal war. Die meistgelesene Zeitung ist ja dort mit großem Abstand die BILD. Dennoch hat man etwas Distanz zum Plebs.

  110. Weiter oben habe ich den...
    Weiter oben habe ich den Hintergrund schon einmal erklärt: Es ging um eine Wette. die eine gewisse Sparsamkeit nötig machte.

  111. sparsamkeit macht helden....
    sparsamkeit macht helden.

  112. ja alles wunderbar beobachtet...
    ja alles wunderbar beobachtet so sieht unsere Gesellschaft heute aus aber
    Glückwunsch zu diesem schönen Automobil hat wirklich etwas Edles
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