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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Prominenz und Promi

| 51 Lesermeinungen

Der Promi ist etwas ganz Erstaunliches: Neureich, ohne zwingend reich zu sein. Keine Vergangenheit, aber auch keine Zukunft, die man teilen möchte. Hochgradig irreal und nur durch die Medien gemacht, und dennoch voller segensreicher Auswirkungen für all jene, die prominent sind. Ich finde Promis wirklich gut. Solange sie nicht in meine Nähe ziehen.

Der kultivierte Mensch hat seine Energie nach innen, der zivilisierte nach außen.
Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes

Ich mag das Wort „Promi“. Man wird es zwar aus meinem Munde nie ohne eine Wagenladung Salzkörner hören, und mit einem Klang, als habe ich gerade Kernseife mit Blaukraut gegessen, aber prinzipiell finde ich die Entstehung dieses Begriffs sowie der davon Betroffenen ganz famos. Erleichtert es mir doch die Trennung und Abgrenzung von einer gewissen Gruppe, die man ein paar Jahrzehnte irrigerweise unter dem Titel „Prominenz“ führte, die dort aber nichts verloren hatte: Viele Tennisspieler, Mitarbeiter von privaten Fernsehanstalten, den ein oder anderen Besitzer von Bordellen und Lokalitäten, Fussballer und deren Frauen, abgefilmte Ballettratten, bayerische Köche, Sprechsänger aus Berlin und andere Personengruppen vom Rande der Gesellschaft, die im Zuge sprachlicher Verluderung jenen Stempel bekamen.

Bild zu: Prominenz und Promi

Denn Prominenz ist etwas anderes. Ich etwa komme aus einem Prominentenviertel. So nennt man  bei uns tatsächlich noch jene Ansiedlungen, in denen nicht jeder wohnt. Dort, wo meine Vorfahren wohnten, wohnte die bessere Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts; dorthin, wo meine Eltern zogen, siedelte man in den 60er und 70er Jahren um, wenn man einer gewissen Schicht angehörte, und auch am Tegernsee, wo ich dies schreibe, spricht man von der hier anwesenden Bevölkerung gerne von Prominenz. Prominenz im Sinne des lateinischen Wortes prominentia, das Hervorragende, sprachlich verwandt mit den lateinischen Wörtern für Kinn und Berg. Das angenehme an solchen Prominentenvierteln ist, dass, wenn jeder hervorragt, wieder alle gleich sind. Das ist dann die „Klasse“. In diesem Fall die richtige Klasse, vulgo Oberschicht. Und eben nicht die Promis.

Denn nichts könnte unterschiedlicher sein. Selbst ich, der ich nur sehr begrenzt den Anforderungen dieser Schicht entspreche – nicht verheiratet, bewusst kinderlos, unsteter Lebenswandel und zu all dem auch noch ein Betätigung im nicht gerne gesehen Journalismus – habe doch ein paar grundlegende Gewissheiten in meinem Leben. Es gehört nicht viel dazu, meinen weiteren Lebensweg in groben Zügen vorherzusagen; mein Dasein ist wenigen Veränderungen unterworfen, und sollte sich trotzdem einmal etwas in den Weg stellen, so findet sich immer eine Lösung oder ein Bekannter oder eine Seitentür, die mich vom Ungemach befreit, mich an unerquicklichen Zeitläufe anpassen zu müssen.

Bild zu: Prominenz und Promi

Das ist natürlich nicht mein Verdienst, aber in eben jenem Wissen wurde ich erzogen, es würde schon für mich reichen, und grundsätzlich habe ich auch kein Problem damit, wenn man mich als reaktionär bezeichnet. Wie alle in meinem Umkreis bin ich extrem empfindlich gegen Anmassungen einer sich ändernden Umwelt, und ich wage zu behaupten, dass in der Bewahrung des Status der Kern aller Bemühungen der Oberschicht besteht. Neuerungen akzeptiert man erst mit etwas Verzögerung, wenn sie an anderen Klassen ihre Schärfen und Kanten verloren haben. Und man ist natürlich auch stets um die nützlichen Idioten froh, die sich von der Moderne das Gesicht einschlagen lassen: Promis eben.

Oh, natürlich sind Promis geschmacklos, erbärmlich und nicht der Rede wert, wie auch die Berichterstattung um sie. Man kann sich kaum mit diesem Thema beschäftigen, ohne sich schmutzig zu fühlen. Ich weiss schon, warum ich keinen Fernseher besitze. Bei Leuten, die darüber schreiben, denke ich mir nur: Das muss es auch geben. Und: Gut, dass sie mir nicht vorgstellt wurden, diese Buffetfreunde, die irgendwelchen Dummerchen erzählt, sie hätten zu den Promis Zutrtt. Es ist wirklich schön, wenn es einen riesigen Betrieb aus Zeitungen, Sendern, Werbern und bereitwilligen Promis gibt, die der Welt da draussen „Prominenz“ vorgaukeln. Die sich von der Boulevardgosse schikanieren lassen, deren schreibender Auswurf selbst sein Leben vergeudet, und den man im Gegensatz zur Reinigungskraft auch gar nicht mit einem leisen, schlechten Gefühl betrachten muss, denn sie alle – wollen es so. So und nicht anders. Man landet dort nicht, wenn man nicht will.

Bild zu: Prominenz und Promi

Wenn also das gemeine Volk, also jene, die stundenlang vor der Glotze sitzen und im Internet nach Nacktbildern von MTV-Moderatoren und dem Aufenthaltsort von Zelluloidmimen suchen, schon mangels eigener Erlebnisse gezwungen ist, im Gespräch auf derartige Konstrukte einer Promiwelt zurück zu greifen, entbindet es die echte Prominenz von der unerquicklichen Nachrede, vor der man sich früher stets zu fürchten hatte. Denn natürlich zog auch die Prominenz das Wochenmarktgeschwätz nach sich, und wenn ich diese Woche zur Mille Miglia fahre, weiss es jeder, der es in meiner Heimat wissen möchte. Das Maul aber zerreisst man sich jedoch über jene, die exakt zu diesem Behufe Promi sein möchten. Jene, die so konstruiert werden, auf dass man ihnen mit dieser unanständigen Indiskretion und jenem Zynismus begegne, die man früher am Pranger oder auch bei Randgruppenvertreibungen antraf.

Als ich noch klein und das Fernsehen anständig war, blieb das Niedere allein der Realität vorbehalten. All das Getuschel und Getratsche bezog sich auf das, was nicht in der Zeitung stand, und was man mühsam in Erfahrung bringen musste. Heute hat sogar das bodenständige Heimatseite eine verkappte Promiseite, kostenloses Material wird täglich brühwarm von PR-Agenturen in die Zeilen gekotzt, der Gestank öffentlicher Prominenz überdeckt jeden feinen Verwesungsgeruch aus den Ehen meiner Bekannten, und man muss schon einen erheblichen Rosenkrieg ausfechten, um gegen die Lautstärke der Rollenspiele all jener Castingshows, Kochaufläufe und Promitalks anzukommen, jener Schwätzerbelustigung, die all das bis zur letzten Aufmerksamkeit der Massen auswalzen, bis eine neue, brandneue Skandalschlagzeile auf Gossenpapier gedruckt wird.

Bild zu: Prominenz und Promi

Natürlich wird der Promi böse verenden, denn er lebt von eben jener Veränderung, die echte Prominenz so gerne vermeidet. Es mag sein, dass er während des TV-Auftritts unter Palmen und in Hoffnung auf einen Buchvertrag in die Kamera grinst, es kann sein, dass ihm der Tegernsee spiessig und langweilig erscheint. Aber wohin mit all den verbrauchten Promis, wenn die nächste Staffel den nächsten Promi zeitigt? In den Urwald, in den Eiskanal, in den Anrufsender, und dann? Was macht man nach zwanzig Jahren, wenn man abgewirtschaftet hat und der Markt keine Rolle für Mittvieriger bietet? Die ein oder andere verbrauchte Musikansagerin mag vielleicht noch den Gerontokraten des ZDF als Zukunft erscheinen, manch Star wird auch in 30 Jahren noch auf Busfahrten zwischen dem Heizdeckenverkauf auftreten dürfen. Ihre Chronisten aus dem Medien werden andere Jugendliche abfilmen und selbst sehr alt und vergleichsweise hässlich sein, denn nur die wenigsten werden sich einen Aufspritzer am Tegernsee leisten können. Das ganze System wird sich weiterdrehen und noch bessere Sensationen hervorbringen, vielleicht wandert der Begriff des „Promi“ gar zu „Prolli“ weiter. Die individuellen Vertreter des Systems werden früher oder später an Stränden angespült, die ganz sicher nicht zu all jenen oberbayerischen Seen gehören, deren Anrainer keine Schmierfinken und Krakeeler brauchen, um ihren Platz in der Gesellschaft zu kennen. So ist das nun mal. Wirklich schön, am See.

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51 Lesermeinungen

  1. Ja ja und so sind die...
    Ja ja und so sind die Superstars von heute morgen schon die super schwer zu vermittelnden Superaltlasten. Wie schön, dass wir alle biologisch abbaubar sind und nur kurzfristig zur Umweltverschmutzung (medial oder real) beitragen können.
    Aber Promopornoprolli wäre doch in Analogie zu anderen Bewertungssysteme eine neu definierte Klasse: PPP das beste Gütesiegel, bewährt und zertifiziert von RTL und Guilia Siegel :-)

  2. Ach schön! Mal was lustiges...
    Ach schön! Mal was lustiges zum Feierabend, das meine Meinung teilt …
    Bin ich jetzt, mit meinem ersten Kommentar zu diesem Blog, ein Promi geworden?

  3. Blödblöd das zeitversetzte...
    Blödblöd das zeitversetzte Internet – Streiche daher den zweiten Satz in meinem ersten Kommentar…

  4. Von original Proleten - Sie...
    Von original Proleten – Sie wissen schon meine Herrschaften – jene Wesen die Häuschen mit Garten, Auto, Frau zwei Kinder mittels buchstäblich ihrer Hände Arbeit zu erlangen und erhalten erstreben : wie schön, sich nicht in diesem Beitrag wiederzufinden. Also dann, nochmals das Gemüsebeet gewässert und Promis, Prominenz und Fernseher unbeachtet gelassen.
    .
    PS: mein Schrecken als die Kollegen und Rechstkundigen in einer seither zugrundegegangenen Buchhalterfirma (Begleitung eines Kunden der in Energie machte, jenseits des grossen Teiches war der Grund, nicht die New Economy) die örtliche Variante einer Fernsehsendung namens Big Brother zum umfangreichsten Gesprächthema machten. Und ick dachte, det wärn jebyldete

  5. Das ist es wohl, was nach...
    Das ist es wohl, was nach Grubenhund, Medienbaukasten, Postman und Bourdieu übrigbleibt: würdevoller und langsam definitiver Ekel vor dem Gewerbe, Trennung der Ressorts hin, Kastenstolz her.
    Der Fackelkraus wär wohl erfreut, könnte er Sie noch lesen.

  6. da schwingt ja ganz schön das...
    da schwingt ja ganz schön das ungeheuer der verachtung mit.
    aber irgendwie schwinge ich gerne mit, denn es scheint eine beträchtliche menge
    an menschen zu sein,die in der medialen glamourwelt ihre geltungszwänge
    aus-leben,im wahrsten sinne des wortes.
    .
    eine vielfache menge mehr bindet dann so ein promi, in form von zuschauern
    an zeit und raum,ohne dass sich etwas erhellt.
    jüngstes beispiel ist der sender von boris becker( im radio wurde berichtet)
    der wiederum wird es noch,wie nicht viele seiner nachkommen, auf die letzte seite vom
    stern schaffen-wo es(heute noch?) heißt: …was macht eigendlich…..?
    .
    das schlimme daran ist,dass die ambitionierten im wettlauf mit der zeit,
    gegen die willige masse an frischfleisch, immer verlieren wird-
    solange es zuhälter gibt wie dieter bohlen und ähnliche aktiengesellschaften.

  7. Tja, Promistatus ist halt ein...
    Tja, Promistatus ist halt ein durch Nachfrage geschaffenes Phänomen. Damit und mit deren Wegfall müssen alle Beteiligten dann klarkommen. Prominent in Don Alphonsos oberschichtigem Sinne ist halt das Ergebnis von Geburt und Erziehung. Und vielleicht ein bißchen Bildung. Ändert sich nicht so schnell.
    Schöner, anregender Artikel!

  8. Promis arbeiten im Bereich der...
    Promis arbeiten im Bereich der absoluten, monetären Überbelohnung. Deshalb habe ich mir um deren Zukunft noch nie Sorgen gemacht.
    .
    Zum Beispiel bekam Gülcan Kamps allein für die TV-Rechte ihrer Hochzeit eine Mio. Euro (wenn die Zahl stimmt). Ein Promi zu sein, ist wie im Lotto zu gewinnen!
    .
    Und nach der Promi-Karriere kann man ja einen ganz normalen Beruf erlernen und ausüben, nur halt finanziell absolut weich abgepolstert. Im Gegensatz zu vielen Anderen heutzutage, die auch eine Patchwork-Karriere haben. Und beim Berufswechsel mitunter Existensängste haben müssen.

  9. lieber don...
    lieber don alphonso,
    eigentlich waren mir die erkundungen der kunstgeschichtlichen galaxien viel angenehmer, als die promisausflüge und hochgesellschaftlichen betrachtungen, die manchmal sehr eckkonflikt-artig anmuten. nun, die säule steht aber trotzdem noch sehr stabil weiter, deshalb frage ich ganz egoistisch nach: wann planen sie ihre nächste reise? :)

  10. Merkwürdig daran, dass...
    Merkwürdig daran, dass anscheinend alle es wissen – nehmen wir den verarmten, ehemaligen Fußballprofi, der seine neue Hüfte finanzieren muss und sich deshalb ein paar Wochen lang irgendwelche Schmutzgeschichten aus dem Dschungelcamp andichten lässt, auf dass der Name drei Tage länger auf den Titelseiten bleibe, oder den Schlagersänger und -komponisten, der vor der Kamera Kuheuter frisst. Man erniedrigt sich, alle wissen es, man macht das nicht gerne, grinst aber in die Kameras und verscherbelt seine Restwürde.

  11. Lieber wieder was über die...
    Lieber wieder was über die Stützen der Gesellschaft. Den Rest im TV lassen, wäre nett.

  12. Viele Tennisspieler?...
    Viele Tennisspieler? Höchstens einer, würde ich behaupten. Dieser ist in gewisser Weise unantastbar, das bringen Wimbledonsiege eben so mit sich. Und dann immer diese Übertreibungen, was den Tegernsee und dessen Anwohner angeht. Ts-ts-ts.

  13. loreley, notorisches Hergeben...
    loreley, notorisches Hergeben für Werbung und Müllformate würden sogar Thomas Mann angreifbar machen.
    .
    Juhu, hier geht es vor allem um die Stützen – und ihre Abgrenzung.

  14. laperla, morgen schon finden...
    laperla, morgen schon finden die Vorbereitungen ihren Abschluss, Mittwoch bin ich in Mantua, Samstag sehen Sie mich in Rom, und so weiter. Ist das genehm?
    .
    nnier, aber gerade deshalb fällt es ja auch auf die Zuschauer und die hinterherhechelnden Medien zurück. Gerade deshalb. Dennoch ist es natürlich praktisch, einen derartigen Abladeplatz für solche Zumutungen insgesamt zu haben.

  15. Sehr schöner Artikel Don...
    Sehr schöner Artikel Don Alphonso,
    es war mir bisher zwar nicht bewusst aber die Beobachtung, dass der Klatsch über die Prominenz durch den Klatsch über die Promis verdrängt wurde trifft haargenau zu. Zumindest bei denen die über einen Fernseher verfügen. Vielen Dank für diese Erkenntnis.

  16. @Don
    Das war natürlich...

    @Don
    Das war natürlich ironisch gemeint. Sag mir für was Du wirbst, dann sag ich Dir, wer Du bist.
    @GRS2
    Von Big Brother hatte ich seinerzeit zum ersten Mal im Feuilleton der Süddeutschen gelesen. Die waren ganz hin und weg von dem Konzept.

  17. Loreley, vor 80 Jahren war...
    Loreley, vor 80 Jahren war tennis noch ein Sport der sog. „schönen Leute“, zumindest in Bayern. Ganz in meiner Jugend war es wohl auch noch ein wenig so, da gab es einen Verein, der auch nicht jeden gleich genommen hat.
    .
    Christoph, besonders auffällig in diesem Kontext ist die Ablösung der echten Gesellschaftsberichterstattung durch den Promiauflauf. Das geschah in den 60er, 70er Jahren. Da tauchten diese ganzen komischen Leute aus der dritten Reihe zusammen mit FFF-Sternchen auf, versprachen die bessere Story – und ansonsten hatte keiner was dagegen, wenn man seine Ruhe hatte. Es ist ein sehr langsamer Prozess, aber vor einem Jahrhundert hatte man noch Passagierlisten, denen man entnehmen konnte, welche Persönlichkeit gerade wo weilte – heute dagegen zeigen Personalities im Internet, was sie geradeso tun, bei Twitter und anderen deppendemokratischen Selbstentblödungswerkzeugen. Alles ein Brei. Aber famos, wenn man alleine und inkognito auf einen Berg steigen will.

  18. Ja, es fällt auf den...
    Ja, es fällt auf den Zuschauer zurück. Aber seit einiger Zeit zeigt der eben auch seine schamlos gierige Fratze, himmelt also nicht mehr so bedingungslos unterwürfig überlebensgroße Stars an, sondern fordert vom Promi-Bären, dass dieser gefälligst tanze, da er sehr genau weiß, dass ohne ihn, den Zuschauer, nichts ginge. Und das scheint mir, wenn man mal diverse Bravo-Geschichtchen weglässt, weitgehend im Einverständnis und mit Wissen beider Seiten zu geschehen. Je nachdem, wohin es einen im Haifischbecken verschlagen hat, verscherbelt man eben im „Becker TV“ mit Hilfe der Boulevardzeitung irgendwelche Privatgeschichten gegen viel Geld oder schreit als ehemaliger Containerbewohner für weniger Geld bei Anrufsendungen die Zuschauer an – beide aber wissen, dass sie dem Publikum etwas bieten müssen, einen Heiratsantrag bei „Wetten, Dass“ z.B. oder eine kosmetische Operation.
    „Ohne uns wärst du gar nichts!“, so etwas stand neulich in den Kommentaren, als (immerhin) Ringo Starr per Videobotschaft verkündete, künftig keine Autogramme mehr verschicken zu wollen.

  19. don alphonso,

    si :)...
    don alphonso,
    si :)

  20. tatsaechlich, don, der 'promi'...
    tatsaechlich, don, der ‚promi‘ scheidet die geister.
    obschon deutlich mehr einem humanistisch egalitaeren weltbild verpflichtet (als die kunstfigur don a.), stimme ich zu. – experiment geglueckt: das kontrastmittel ‚promikult‘ in die gesellschaft injiziert scheidet tatsaechlich ganz vortrefflich.

    btw. mit gleicher thematik setzt sich seit jahren – abseits allen rummels schaffend – mein guter freund johannes albers http://www.clubvernissage.de/ auseinander, den erstaunlicherweise kaum einer kennt und der dennoch – oder vielmehr gerade deshalb – auch von damien hirst gesammelt wird. – in diesem sinne: 19.juni 09, schinkel pavillon, berlin. – geheimtip. – alle kommen!!! – promifaktor sagenhaft.

  21. Don Alphonso: "Ablösung der...
    Don Alphonso: „Ablösung der echten Gesellschaftsberichterstattung durch den Promiauflauf. Das geschah in den 60er, 70er Jahren.“
    So gesehen ein Folge der Demokratisierung oder vielleicht auch Vernachfragerisierung des Mediensystems?

  22. Was mich hierbei ja sehr...
    Was mich hierbei ja sehr verwundert ist die Tatsache, dass die Leute sich viel mehr für die Geschichten von Leuten interessieren, die sie nicht kennen und mit denen sie nichts zu tun haben, als für die Geschichten der Prominenz des Ortes, die sie ja meist täglich sehen und mit der sie viel mehr zu tun haben.
    Ich habe mich ja nie sehr dafür erwärmen können mir jetzt Gedanken darüber zumachen,mit wem der Sohn des örtlichen Industriemagnaten nun anbandelt (dazu ist mein Personengedächtniss auch viel zu schlecht), aber ich bringe ein gewisses Verständniss auf, wenn diese Frage diskutiert wird. Wieso man aber darüber redet mit wem Frl. Hilton sich gerade vergnügt ist mir ein absolutes Rätsel.

  23. Wenn ich jetzt sag': Bewährte...
    Wenn ich jetzt sag‘: Bewährte Werte erweisen sich als dauerhafter denn all diese Gesichtsprostituierten und ihre medialen Zuhälter — was ich auch aus Dons Artikel herauslese —, bin ich dann altmodisch?
    Nee, glaub‘ ich.
    Die öffentlich Kochenden und Kopulierenden, die Bohlens und die Beschissenen, die Deppen und die Dementen (nur marginal voneinander zu unterscheiden) sind eine Rückkehr in die Zeiten, die wir dank der Aufklärung für überwunden glaubten.
    Die Gesellschaft entwickelt sich zurück, nicht nach vorn.
    Was früher eine öffentliche und stets publikumswirksame — heute sagt man: quotenträchtige — Hinrichtung war, ist heute „DSDS“. Aber damals wurden die Todgeweihten (man achte auf den Wortbestandteil „geweiht“) mit mehr Respekt vor dem Leben und dem Tod in den Orkus geleitet. Und vor allem: Es wurde ihnen reiner Wein eingeschenkt; sie wussten, was auf sie zukam.
    Die heutigen Todeskandidaten werden in der Illusion gewiegt, sie würden durch die (vermeintlich schmerzlose) Hinrichtung unsterblich. Das gilt für alle angehenden, Nicht- oder Schon-Promis. Je heftiger man sich den Titelseiten andient, um so lebloser werden die abgedruckten Fotos und Screenshots:
    Die Talking Heads, die uns in jeder TV- und Leckerli-Reklame angrinsen, sind längst ebenso tot wie die Medien, in denen sie stattfinden; sie wissen’s nur noch nicht.

  24. nnier, gerade der Kreislauf...
    nnier, gerade der Kreislauf „vom Nichts zum Star und wieder in den Staub“ ist wohl das Einzige, was einem ohne Talent mittelfristig tatsächlich gelingen mag, und so wird eben dieser kreislauf vermarktet. Vermutlich gibt es auch eine gewisse Abfolge von Unterwerfungs- und Unterdrückungsgelüsten bei den Zuschauern, die da bedient werden. Wie schon gesagt: Bücher.
    .
    La Perla, ich muss aber gestehen: Es wird um Autos gehen. Alte Autos. Aber immerhin, vielleicht kann ich was einflechten.

  25. Blackjack, PPP als Äquivalent...
    Blackjack, PPP als Äquivalent zum Investmentgrade AAA, nur eben andersrum. Oder genauso, je nach Subprimekrise.
    .
    Lorenzo, stets zu Diensten. Man muss hier mit dem Freischalten leben, deshalb kann es sich mitunter bei den Kommentaren verzögern.

  26. Lieber Don Alfonso,

    wenn Sie...
    Lieber Don Alfonso,
    wenn Sie nicht wissen wollen, was DSDS ist (und Sie wollen es nicht), geschweige denn, wie sich die Dinge dort gestalten, lesen Sie nicht die FAZ. Auf Seite fünf gibt hat es eine unangenehme Schmuddelecke, im Internet heißt das bei der FAZ „Privates von Prominenz“.
    Ich dachte mal, das sei Ironie…

  27. Wenn ich so etwas sehe,...
    Wenn ich so etwas sehe, blättere ich darüber hinweg. Ich hätte gerne einen hübsch altmodischen Gesellschaftsteil mit Benimmregeln, Urlaubsmeldungen, Todesanzeigen und Geographiequiz, ein paar klugen Aphorismen und geistreiche Unterhaltung. Aber wer mit wem nach Willen einer PR-Beraters wohinsteigt, ist mir bestenfalls egal und wird deshalb in meiner Welt ausgesondert. Trotzdem, die Existenz solcher Dinge schützt.

  28. Man kann sie einfach...
    Man kann sie einfach ignorieren, die „Promi“-Geschichten. Aber es wird immer schwieriger. Früher stand so etwas nur in „Bild“ und „Bunte“. Heute steht es in allen Regionalzeitungen, teilweise sogar in „FAZ“ und „SZ“.
    Das Privatfernsehen ist voll davon, aber auch ARD und ZDF machen mit. Diese „falschen“ Prominenten nerven ungeheuer, aber Berichte über Leute aus dem „echten“ Ingolstädter „Prominentenviertel“ will wirklich niemand lesen.

  29. "aber Berichte über Leute aus...
    „aber Berichte über Leute aus dem „echten“ Ingolstädter „Prominentenviertel“ will wirklich niemand lesen.“
    .
    Oh, dafür gibt es auf meinem Privatblog sogar eine eigene kategorie, und kaum etwas läuft besser. Es kann also nicht ganz stimmen. Vielleicht, weil meine Heimat nicht nur eine Stadt, sondern auch ein gutes Beispiel für viele andere Orte ist. Sie sind alle Ingolstädter.

  30. Immer wenn es um die...
    Immer wenn es um die kurzlebige Pseudo-Prominenz und ihr medialen Höflinge geht, laufen Sie zu Höchstform auf. Chapeau! Genau die passende Dosis Vitriol. Eine Freude zu lesen.

  31. Diese Unterscheidung zwischen...
    Diese Unterscheidung zwischen „Promi“ und „Prominenz“ ist wirklich hilfreich. Hatte ich kürzlich auch schon woanders gelesen (s.o.)

  32. Don Alphonso,

    Ich wollte dir...
    Don Alphonso,
    Ich wollte dir schon immer mal eine Frage stellen, und dieser Artikel gibt mir die Gelegenheit dazu; und zwar geht es um die Substruktur der Oberklasse:
    – Welche Unter-Klassen werden meist gemacht? Ehemaliger Adel, vorindustrieller Reichtum, industrieller Reichtum, so in der Art? Und was noch?
    – Sind diese Unter-Klassen eher abgeschottet oder ist das einerlei: Oberschicht ist Oberschicht?
    – Worin unterscheiden sich diese Unter-Klassen? Nur aus der Herkunft des Vermögens oder gibt es andere Merkmale?
    – Wie alt muss das Geld sein, um in Deiner Schicht angenommen zu werden? Reicht es, dass die Eltern den Wohlstand erschaffen haben oder müssen es schon die Grosseltern gewesen sein?
    Wenn sich das für dich interessant anhört, würde ich mich über einen Artikel freuen; hier oder da.

  33. Werter Don - ist nicht die...
    Werter Don – ist nicht die Mille eben das „Rennen“ bei dem sich die gerne unerkannte „Prominenz“ gerne mit „Promis“ schmückt. Die Prominenz erfreut sich am „Promi auf Zeit“. Danach stellt die Prominenz den Wagen (dessen Exklusivität den Promi zum Beifahrer machte) wieder zurück in die dunkle Garage. Er/Sie freut sich den „Promi“ bei Gelegenheit wieder zu reaktivieren (oder auch nicht) – to let the flashlight shine – wissend die wahre Augenweide ist das Blech in der dunklen Garage! Ich freue mich au f Ihre Berichte von der Mille!

  34. Aber dieser gräßliche...
    Aber dieser gräßliche Rassist und Imperialist Spengler als Eingangszitat? Und das Kokettieren mit dem Atribut reaktionär? Brr. Dieses Liebäugeln mit einem altmodischen Snobismus stört nicht, es amüsiert mich eher. Es klingt ein wenig, als käme die Stimme meiner Urgroßmutter aus dem Off….
    .
    Aber reaktionär? Ich gibt im europäischen Rahmen derzeit einige politisch reaktionäre Entwicklungen, in Italien wird eine Form der Autokratie geprobt, in welcher demokratische Struktur ausgehöhlt und die Massen mittels einer Telekratie ruhiggestellt werden, das ganze mit einer massiven Dosis Überwachungsstaat (sind Ihnen die vielen Kameras in den Strassen und öffentlichen PLätzen bei der Italienreise nicht aufgefallen? Ich fand das letzten Herbst sehr unheimlich.). In Ungarn marschieren neo-faschistische Horden auf und huldigen öffentlich den ungarischen Nazis der 30er, attackieren Minderheiten und liberale Intellektuelle, und das nicht nur verbal. In diesem Kontext finde ich das Kokettieren mit der Selbtsbezeichnung „reaktionär“ – wenn man nicht wirklich mit sowas sympathisiert – bestenfalls unreflektiert, schlimmstenfalls von einer gewissen politischen Blindheit gezeichnet.

  35. Benedikt, ich lese auch nicht...
    Benedikt, ich lese auch nicht alles, bevor ich schreibe – es kann also mal passieren, dass ich mich thematisch etwas überschneide. Mit Vergnügen aber nehme ich zur Kenntnis, dass im SZ-Magazin der Konflikt auf einer Ebene zwischen Promi und Journalisten bleibt, was ich hier klar verneinen möchte.
    .
    Was den guten Spengler angeht: Man muss ihn nicht mögen, und ich nehme meine Zitate von Leuten, die Passendes gesagt haben, und nicht von Leuten, die mir in den Kram passen. Auch Ekel können kluge Dinge sagen, und Spengler hat, das muss man ihm zugute halten, wenigstens mal etwas vorgelegt, an dem man sich noch lange wird abarbeiten können. Ich persönlich bevorzuge übrigens die Rokokoverherrlichungen von Franz Blei, die entsprechen mehr meiner Lebensauffassung.
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    Nachdem sich mit neoliberaler Weltordnung und den diversen Versatzstücken alter Rechtskulturen eine unerfreuliche Mischung gebildet hat, ist „reaktionär“ als Versuch zu verstehen, das Alte von Unkraut zu befreien und den neuen Schmutz wegzuputzen. Kleines Beispiel: Ich schätze durchaus die real existierenden jüdischen gemeinden in Deutschland, namentlich die in München. Was ich dagegen verabscheue, sind all die rechtsextremen und rassistischen Auswüchse, die Antideutschen und die Islamophoben, die nun versuchen, zum angeblichen Schutz des Judentums ihre braune Gülle zu verbreiten. Ich bin der festen Überzeugung, dass auch eine konservative Weltsicht einen gesunden und gefestigten Kern braucht, und nicht nur friedrichmerzsche INSM-Mitnahmewünsche und Oligarchentum.

  36. destello, das wäre Stoff für...
    destello, das wäre Stoff für einen eigenen Artikel. Faktisch ist es so, dass es diese Unterklassen einmal gegeben hat, aber durch Ehen und Kinder ist das alles nicht mehr so vorherbestimmt. „Apotheker in vierter Generation“ ist selten geworden, Söhne übernehmen nicht mehr die Geschäfte der Väter, man blickt herab auf aufgespaltene Clans mit Familiy Office. Traditionell noch erkennbar ist die Abgrenzung zu Neureichen, die sich auch so geben. Adel ist über weite Strecken ein Thema für sich, wobei dort die Familie oft mehr als der Einzelne bedeutet, zumindest in der Theorie des Vettern- und Basentums. Am Ende ist es immer das individuelle Betragen, das viel, wenn nicht alles ausmacht. Geld ist da nur eine Basis, die nicht explizit angesprochen werden muss.
    .
    Köstlich, in den letzten Jahren nahm die Promifahrerei dort wirklich überhand, aber letztes Jahr hat miserables Wetter schon für eine Auslese gesorgt, und dieses Jahr, in Zeiten der Finanzkrise und wegbleibender Sponsoren, verspricht es wieder mehr und die Sache denn um Typen zu gehen, deren Nichterwähnung bei mir ohnehin obligatorisch ist.

  37. Not quite like Beethoven,...
    Not quite like Beethoven, Demokratisierung würde ich nicht sagen wollen, das klingt zu nett. Ich denke, dass die Nachfrage nach diesem Müll tatsächlich geschürt wurde. Der Markt wurde gezielt entwickelt und geplant, mit dem Ergebnis, dass die Gesellschaft am Ende selbst Teil dieser Medienkonstrukte wird und keum etwas sich diesem Dreck verschliesst. Aber dennoch: nach dem St-Floriansprinzip ist es nur gut, wenn rohe Kräfte andernorts sinnlos walten.
    .
    Christoph, vermutlich steht das alles in der Tradition vormoderner Mythen und Märchen, mit einer Brücke über die Romane von Courts-Mahler und anderer Dienstmädchenbelustiger. Um das aber zu verifizieren, müsste ich solches erst mal lesen und anschauen – und dazu habe ich keine Zeit.

  38. Beim ZDF und anderen...
    Beim ZDF und anderen Redaktionen des Mediums TV gibt es einen Leitsatz:
    „Wenn die bei deiner Show / bei Wetten-das ein Promi abspringt – ruf den rot-blonden Tennisspieler oder die Ex-DDR-Vorzeige-EisPrinzessin an…die haben immer Zeit“

  39. Ich glaube die neuen Promis...
    Ich glaube die neuen Promis sind nicht mehr Neid, sondern Skandal belastet.
    Neidisch bin aber ich, denn zur MM fahre ich nicht.
    Hoffentlich gibt es einen Bericht und tausendschöne Bilder.
    Auf Ihre Art der Berichterstattung bin ich schon gespannt…
    Goodwood wäre ja noch eine Alternative. Im September dürfte der Sunbeam auch fertig sein:
    http://www.goodwood.co.uk/site/content/revival/Default.aspx
    Beste Grüße,
    Mario

  40. Der Promi ist ein Mensch, der...
    Der Promi ist ein Mensch, der bekannt ist, weil er bekannt ist und der es zulässt, dass alles über ihn gesagt und geschrieben werden darf, solange es Geld bringt. Also ein ganz armer Wicht, der freiwillig auf seine Menschenwürde verzichtet und für den man nur Verachtung übrig haben kann. Er ersetzt in einer Person, das ganze Spektrum kleinstädtischen Klatsches, solange sich die Themen nur zuverlässig unterhalb des Niveaus befinden, das eine seriöse Unterhaltung nicht unterschreitet.
    Die Knallpresse beliefert nun schon seit Jahrzehnten die nachbarschaftlsosen Leser mit Nachrichten aus der Welt der Prominenz (auch der, außerhalb Ingolstadts). Neu ist die Qualität der „Promi“-Berichterstattung. Nicht ehrfürchtige Bewunderung ist dabei das Grundthema, sondern Häme, Mißgunst und Schadenfreude. Seit laufende Bilder im Unterschichtenfernsehen und im Internet rund um die Uhr gesendet werden müssen, sinkt aus lauter Verzweifelung über die unendlichen Sendezeiten das Niveau mit einer beängstigenden Geschwindigkeit. Es hat inzwischen Tiefen erreicht, in denen menschliches Leben noch vor kurzem nicht vorstellbar war. Als Hoffnung leibt nur, dass der gefräßigen Medienmeute irgendwann die Beutetiere ausgehen und das geifernde Publikum vergeblich auf Nachschub wartet. Oder selbst der primitivste Voyeur dieser Art von Pornopromi-Journalismus überdrüssig wird.

  41. Kurze Frage an alle (samt Don...
    Kurze Frage an alle (samt Don wegen des schon angeschnittenen Themas): Warum mault denn der Herr Piech so über den Herrn Wiedeking? Der Wiedeking hat doch nur ausgeführt, was sein Chef Piech ihm zu tun aufgab? Seltsame Pirouette. Oder?

  42. Ich glaube nicht, dass ich das...
    Ich glaube nicht, dass ich das Bild verstehe:
    „nie ohne eine Wagenladung Salzkörner“ aus Ihrem Munde zu hören (Promi)?
    Salz?
    wie in: Steinsalz/ Schrotflinte? (nicht tödlich aber sehr unangenehm)
    wie in: „with a grain of salt“/ grano salis (als Antidot gegen Schlangengift?)
    – geht das im Deutschen so?
    In jedem Fall sicher unangenehm – für Sprecher wie für Gegenüber.
    Sei das, wie es mag. In jedem Fall:
    godspeed.

  43. Diese Promis ernähren viele...
    Diese Promis ernähren viele Leute, die über sie schreiben oder sie nackt fotografieren. Das ist immerhin auch was. Promis, so kann man das sagen, sind systemrelevant. Außer am Tegernsee vielleicht.

  44. dear don alphonso,

    um autos...
    dear don alphonso,
    um autos also? nun, solange sie nicht von sonnenbebrillten taxifahrer, die über ihre sexuelle erlebnisse mit der kürbis berichten gefahren werden, mache ich mir keine sorgen um sie & warte sehr gespannt auf die nächsten folgen. ;)
    wünsche ihnen eine angenehme reise.

  45. Außer am Tegernsee?
    Pech,...

    Außer am Tegernsee?
    Pech, dass nicht einmal die Dritten Programme, hier der BR, „Promis“ und „Prominente“ unterscheiden. Das Bayerische Fernsehen titelte für seine Sendung letzten Monat hemmungslos: „Tegernsee pur – Promis pur?“ :-)
    http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/bayerntour/bayerntour-fischer-tegerseer-tal-ID1240953367484.xml

  46. Vroni. über die...
    Vroni. über die Heimatseligkeit des BR zu reden, verbietet der Anstand.
    .
    laperla, ich werde schon dafür sorgen, dass es nicht zur PS-Protzerei wird. Es geht mehr um das bewusste Reisen in Italien, denn um Technik und Pneugequietsche.

  47. Mario, der ehemalige Besitzer...
    Mario, der ehemalige Besitzer würde so eine Tour auch begrüssen, aber mir ist dort der Massenauflauf zu gewaltig. Ausserdem muss so etwas in Italien oder in den Alpen sein, wobei, in der Not fressen die Fliegen bekanntlich den Teufel.
    .
    juhu, Piech ist ein Machtmensch, und eine Weile ging es um seine Entmachtung. Das ist jetzt die Rache im Stile des Enthauptens mit vorherigem öffentlichem Schauprozess.

  48. xenon, ich vermute, da...
    xenon, ich vermute, da drängeln sich sowieso jedesmal Tausende um Zugang.
    .
    elbsegler, die Lage in grossen Städten, wo man anonym lebt und es stets weit bis zum nächsten Prominentenviertel ist, mag da natürich auch eine Rolle spielen. Dort entstand ja auch jener Journalismus, der dem Proni huldigte, wobei zwischen dem Michael Gräter und dem Speichelleckern und Sportlergattinenklickstreckenzusammenstellern unserer Tage Welten liegen. Nicht nur der Promi ist ein Gossenbewohner, auch der Schreiber wohnt in jenem Schleim.

  49. & ich dachte sie gehen mal ab...
    & ich dachte sie gehen mal ab und zu ins kino, don alphonso :)

  50. Eine Erweiterung meiner obigen...
    Eine Erweiterung meiner obigen Frage: wie regional orientiert ist eigentlich die Oberschicht? Kann z.B. die bayerischen Oberschicht mehr mit der bayerischen Mittelschicht oder der norddeutschen Oberschicht anfangen?

  51. ja ein guter Artikel so ist es...
    ja ein guter Artikel so ist es heutzutage leider und irgendjemand muß ja wieder den 1. Schritt indie andere Richtung vorgeben genau so geht Geschichte im Weltentakt (nicht böse sein wegen der Biedermeierbemerkung heute das ist nur
    ein kleiner Köder gewesen) Um Geschichte korrekt wiederzugeben brauchts an
    beiden seiten je einen Historiker an seiner Seite (Geschichte und Psychologie sind
    eng verzahnt)

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