Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Gegenwartsbewältigung im Giardino Giusti

| 99 Lesermeinungen

Ideal wäre es, da bin ich mir mit vielen einig, wenn man die Vorteile der Gegenwart behalten und gleichzeitig die Freuden der Vergangenheit konservieren könnte. Und das natürlich alles unter Beibehaltung der Standesgrenzen und, wenn möglich, bei deren Unsichtbarmachung. Kurz, wir hätten gerne alles, sofort und in angenehmer Weise, gutes Benehmen und alle Freiheiten, reuelose Untreue und verlässliche Partner, das Beste aus allen Welten und bittschön auch weiter unter uns. Leider ist das nicht alles möglich, es drohen Scheidungskriege und Steuerfahnder, seltsame Leute stellen sich selbst vor und ausserdem, warum ist heute immer alles so entsetzlich laut und westerwellig frei von Stil? Wieso dürfen die da sein, wo wir sind, wenn wir sie gar nicht eingeladen haben? Haben wir nicht gar das Schlechteste aus allen Welten? Glücklicherweise kenne ich eine Hintertür aus dieser Realität - in Verona.

Es gibt Leiden, von denen man die Menschen nicht heilen sollte, weil sie der einzige Schutz gegen ernstere sind.
Marcel Proust
, Die Welt der Guermantes

Wo geht eigentlich all das Vermögen hin, das man erworben, geerbt oder erheiratet hat? Was tut man mit jenem Geld, von dem man nicht spricht, wenn man es nicht anlegt, sondern standesgemäss ausgibt?

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Die Antwort, und da reicht es leider, mich selbst zu betrachten, ist banal und wenig schmeichelhaft gleichermassen: Man ist in Fluchten aus Realität und Gegenwart investiert. Ein Gutteil der Freizeit, die ein anderer in einer Heldenrolle eines brutalen Videospiels, beim phantasievollen Betrachten von Geschlechtsakten oder dem Versenden von Kurzmitteilungen in der falschen Hoffnung zubringt, andere würden ihn deshalb schätzen, verliert man gerade mit konservativer oder reaktionärer Grundhaltung nicht anders: Mit Vor- und Selbsttäuschung, durch künstliche Belebung definitiv vergangener Werte und Welten. Man betrachte etwa den Anachronismus der überbordend gedeckten Tische, mit denen man Gastgebertugenden zeigt, die allgemein nicht mehr gefragt sind. Man sehe die Bekenntnisse zu religiösen Feiern ohne jeden Glaubensinhalt. Die Eltern möchten ihren Ring des Nibelungen in altdeutscher Inszenierung, die Söhne schätzen die Mille Miglia, und die Töchter tun zumindest so, als wären sie ernsthaft an einer längerfristigen Bindung interessiert.

Nun könnte man mit Luis Buñuel sagen, dass dies alles entsetzlich verlogen ist, und damit nur Abgründe überdeckt werden – jedoch, es ist exakt so seicht und bedeutungslos, wie man es erlebt, keine tieferen Obsessionen lauern hinter den ruhigen Oberflächen, keine Peitsche findet sich im Biedermeiersekretär und kein Latex im Kleiderschrank, nur das unbestimmte Gefühl, dass auf dem Weg durch die Zeiten Wichtiges verloren wurde, und man zumindest versuchen sollte, das Vergangene als Teil der Gegenwart zu erhalten. Das kann immens anstrengend, ermüdend und teuer werden, wenn die Tochter den falschen Mann heiratet oder man sich breitschlagen lässt, die Meistersinger zu erdulden. Es geht aber auch für einen Obolus von 6 Euro, die am Tor der Giardino Giusti zu entrichten sind.

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Früher war der Eintritt frei, und entsprechend voll war dieses Kleinod der Gartenbaukunst inmitten von Verona. Heute jedoch sind die 6 Euro ausreichend prohibitiv, um jene draussen zu halten, die „für ein paar Bäume und Sträucher“ nie bereit wären, mehr als das Doppelte des Eintritts für den Dom zu bezahlen, wo sie unachtsam am dunklen Tizian vorbeigehen und die Engerl „so lieb“ finden. Der Giardino Giusti ist, verglichen mit den Gärten des Rokoko, unspektakulär, sehr klein und vollgestopft. Kenner jedoch wissen um die frühe Entstehung des Parks im Jahr 1580, und loben sie als seltenes und erstklassiges Beispiel für eine Gartenanlage der späten Renaissance.

Es ist gerade an heissen Sommertagen ein höchst angenehmer Ort. Aus den Grotten dringt kühle Luft, Bäume spenden Schatten und Wasserspiele plätschern artig vor sich hin. Der Garten mag klein sein, aber er hat alles im richtigen Mass und Verhältnis, er ist nicht prunkvoll, aber sehr fein ausgewogen. Man kann auf ein paar tausend Quadratmetern stundenlang verweilen und gehen, auf dem Belvedere rasten und sich im Labyrinth verlaufen, ohne dass sich das Auge je langweilen würde. Hinter den Mauern liegt das hektische Verona mit seinen geschäftigen Strassen, es muss dort sein, aber hier hat es aufgehört zu existieren.

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Es ist einfach weg. Wie auch alles andere. Mag dort draussen ein Autowerk untergehen oder das Kabinett die Internetzensur abnicken, egal, ob sich eine Ministerin nicht entblödet, im Lesen das „Chillen“ zu entdecken oder die Briten neue Peseten drucken – das einzige Unglück hier ist, nicht Pietro Bembos Asonaler Gespräche eingesteckt zu haben, oder wenigstens die spitzen Findigkeiten, die Aretino seine Nanna vortragen liess. Man flieht hier nicht der Gegenwart, es ist, als habe sie jemand ausgeschaltet und den Kalender um zwei, drei, vier Jahrhunderte zurückgeblättert, und dann das Tor verschlossen, auf dass die Unannehmlichkeiten der Vergangenheit ebenso fern bleiben, wie die Zumutungen der Moderne. Es findet sich in diesem Garten kein Beweis für eine chronologische Festlegung, er ist alt und zugleich zeitlos; Goethe und Mozart werden sich in ihrer Zeit nicht anders gefühlt haben, als sie hier lustwandelten.

Am Tegernsee schrauben sie Schilder mit der Aufschrift „Privatstrasse“ an die Laternen, um andere draussen zu halten, im Westviertel kaufen sie Nachbargrundstücke, um Nachbarn zu verhindern, die Gästelisten der Gartenparties werden so lange gefiltert, bis alles für ein paar Stunden harmonisch wirkt, aber hier, in diesem kleinen hortus conclusus in Verona geht all das ganz von alleine und natürlich. Distinktion, Elitenbildung, komplexe Regeln, all der millionenteure Tand der Abschottung, der ganze Industrien am Laufen hält, und mit dem sich die bessere Gesellschaft ihrer selbst vergewissert – überflüssig, dumm, man darf gar nicht daran denken, dass diese Krücken hier Eingang finden könnten. Es würde nur stören, die Luft, die Sonne und die Musik.

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Klassische Musik. Aus jenem burgartigen Gebäude links im Bild, das sich am Rande des Parks befindet. Die Musik erklingt just in jenem Moment, da man sich wünschen würde, etwas Erhebendes zu hören, wie im Schlaraffenland der Kultur, und dazu gibt eine italienische Frauenstimme Anweisungen. Hinter den geöffneten Fenstern, aus denen die Musik in den Garten dringt, drehen sich Mädchen mit hochgesteckten Haaren in eben jenen Figuren, ohne die bessere Erziehung nun schon seit Jahrhunderten wohl kaum auszukommen in der Lage ist; um das Ensemble perfekt zu machen, hat man die Ballettschule der Stadt an eben jenem Park untergebracht.

Nun ist Ballett wie kaum eine zweite Betätigung dazu geeignet, jungen Mädchen Flausen in den Kopf zu setzen, wie man erfährt, wenn man die extravaganteren Angebote des zweiten Heiratsmarktes begutachten darf. Spitzentanz schafft spitze Zungen, Sprünge machen sprunghaft, und Pirouetten sorgen für den Eindruck, die ganze Welt drehe sich um sie. Will man aus Töchtern unzeitgemässe Diven machen und die Grundlage für Scheidungen legen, gibt es nichts besseres als Ballett.Zumindest in meinem Umfeld ist ein direkter Kausalzusammenhang zwischen pompösen Hochzeiten, Rosenkriegen und Tanzunterricht bei einer gewissen Dame der Gesellschaft evident. Weshalb ich das meiner Tochter, so ich eine hätte, verbieten würde.

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Zumindest, solange die Alternativen nicht Abhängen mit Hiphoppern, Komasaufen, ein BWL-Studium oder das Lesen der gesammelten Werke von Friedrich Merz wären. Hier in Verona aber werden andere die Launen erdulden müssen, die im Schatten junger Mädchenblüte gedeihen, gedeihen müssen, wenn sie über der Kulisse des Giardano Giusti anmutig ihre Kreise drehen. Sie werden ein vollkommen falsches Bild der echten Welt mitnehmen, voller artig geschnittenem Grün, klassischer Schönheit und Drill zu richtiger Haltung, jede Bewegung hat ihre Regeln und jede Anmut ihren Schmerz, die ausgesperrte Realität wird später an ihnen brennen wie flüssiges Magnesium an der Luft, aber hier sind sie die Apotheose eines idealen Gartens, das fassungslose Staunen des Betrachters ob eines überkommenen und lebendigen 19. Jahrhunderts, in dem man Stunden sein und alles andere vergessen kann, und allenfalls leise lächeln über millionenteure Bauprojekte von abgeschlossenen Siedlungen im weltenfernen Berlin, in denen sich die Oberschicht mit Zaun und Pförtner zu Luxuspreisen geschmacklose Blasen der schlaffen Langeweile mit Halogenspots und Leipziger Schule schaffen. Andere auszusperren bedeutet, sich von ihnen einsperren zu lassen.

Der Giardino Giusti, in dem die anderen einfach ausgeschaltet sind, liegt an der Via Giardino Giusti in Verona, hat bis 19 Uhr geöffnet, und der Pförtner ist sehr nett und zuvorkommend. Draussen, man mag es kaum glauben, wird es dann fast noch besser.

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99 Lesermeinungen

  1. Warum erinnert einen dieser...
    Warum erinnert einen dieser Bericht nur an die römischen Theater auf Fourvière in Lyon? Das sind Ruinen, Eintritt gratis und so fort. Ruhe und Ewigkeit? Es gibt eine Zeit vor uns, also vielleicht auch eine Zeit nach uns. Man kann dort lustwandeln. Erholung, besser als auf jeder Fernreise (habe eine Zeit in dieser Stadt gewohnt) Und die Anderen sperren sich selber aus. Sehr geehrter Don, sie sehen, es ist eine ähnliche Atmosphäre wie die, die sie beschreiben.

  2. Irgendwie passt das in...
    Irgendwie passt das in Gesamtkonzept.
    Da muss man lesen, dass der Polizist Karl-Heinz Kurras, der 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschoss, ein inoffizieller Mitarbeiter der Stasi und Mitglied der SED war. Ein freiwilliger Betonkopf Kommunist, der mit seinem Schuss und wahrscheinlich Mord (meine Interpretation) der Eskalation der Gewalt Vorschub leistete. Nicht einmal die finstersten Verschwörungstheoretiker aus Hollywood hätten sich so etwas ausdenken können. Der Mann, der den Linken immer als Personifizierung des faschistischen Staates galt, ist überzeugter Verräter und Spitzel gewesen für den Staatssozialismus, der wenn man mal ehrlich ist, viel mehr der wahre Erbe der Nazidiktatur war, als es die Bundesrepublik mit all ihren Richtern und Beamten mit Nazivergangenheit je gewesen ist. Ja man schaue sich nur einmal die Uniform der NVA, den Wachwechsel, die Jungen Pioniere, die FDJ und die Parteiaufmärsche an. Mann ändere die Farbe und aus braun wird rot!
    Passend dass die Nachricht zum 60 Geburtstag unserer Demokratie lanciert wird. Weltbilder, die klar und ewig gelten, sind nicht mehr viel wert. Politik und ihre Theorien nichts anderes als Aktien und Spekulationsobjekte auf dem schlingernden Markt der Theorien? Nichts ist sicher, keine Rente, keine Nachricht, kein Arbeitsplatz, alles Illusion. Realität verliert sich in Unschärfe, Materie selbst wird zur Quantenwahrscheinlichkeit!
    Vielleicht mag dieser Verlust jeglicher Bezugspunkte die meisten Menschen ängstigen, mich befreit er!! Ich erkenne im Nebel aller Realität, dass das Leben nie so einfach ist, wie man es gerne hätte. Es gibt im menschlichen Wertekanon niemals nur Schwarz und Weiß, sondern immer auch Farben dazwischen. Das Leben ist bunt und genaus so will es von uns gelebt werden! Ist das nicht eine herrliche Aussage? Der Verlust von Sicherheit bringt mehr Freiheit hervor. Man muss sie nur nutzen!!
    Mein Quintessenz kann nur lauten: Mensch bleiben, bei allem, was wir tun!! Sich selbts und seine eigene Wahrheit finden und diese dann nur für sich als wahr anzunehmen, andere Menschen haben ihre eigene Wahrheit, mit der sie leben.

  3. (Zu Blackjack) Ähm ... was...
    (Zu Blackjack) Ähm … was passt jetzt genau in welches Gesamtkonzept? Der Veroneser Garten passt zum schießenden Polizisten und den 60 Jahren Grundgesetz und wenn man eine Farbe ändert, wird aus Braun Rot? Ich sehe hier offen gestanden keinen Bezug zum Artikel. Den ich übrigens mal wieder gerne gelesen habe.

  4. Ohne, solche Orte sind gar...
    Ohne, solche Orte sind gar nicht so selten, und ich speziell habe das Glück, über eine Dachterasse zu verfügen, die jenen Ansprüchen in jeder Hinsicht genügt. Ich kann das also immer haben, solange das Wetter mitmacht. Aber gerade angesichts der trüben Monate tut man gut daran, Alternativen über den Alpen zu finden, um Luft zu holen. Ich plane gerade eine Reise an die Riviera über Davos und die Seealpen, und falls jemand etwas weiss, bin ich um Ratschläge dankbar – meine Zeit an der Cote ist nun schon etwas länger her.

  5. "Aber gerade dadurch, dass man...
    „Aber gerade dadurch, dass man (Oriane) einen vereinzelten Vers zitiert, verzehnfacht man seine Anziehungskraft“.
    Gilt das nicht auch für den Giardino im Schatten junger Mädchenblüte?

  6. @ Blackjack: Sie schreiben...
    @ Blackjack: Sie schreiben sehr entschieden: „Nichts ist sicher“. Aber woher wollen Sie das wissen? Also, ich wäre mir da nicht so sicher.

  7. Wehrter Don,
    danke für den...

    Wehrter Don,
    danke für den Tip, wenn es meine Zeit erlaubt werde ich dort einmal
    vorbeischauen. Kannten sie diesen Park schon früher oder ist es mehr
    eine zufälliger Fund?
    Herzlichst P.

  8. Liebes Paulchen, für meine...
    Liebes Paulchen, für meine Eltern gehörte der Besuch im Giardino Giusti stets zum Programm der Aufenthalte in Verona, daher auch das Wissen um den Park. Gerade um die Mittagszeit findet sich dort kaum ein angenehmerer Ort.

  9. Unter den Launen ältlicher...
    Unter den Launen ältlicher Mädchenblüte wollen wir doch aber nicht das, wohl für clever gehaltene, notorische Rechtsüberholen vergessen, von dem auf der A99 hinein in die Dachauer Strasse nur ein gemächlich rechts fahrenden Sunbeam in abgestuftem Grün, noch mit hessischem Kennzeichen, verschont blieb. Die wohl angenehme Unterhaltung dort hat dankenswerter Weise daran erinnert, dass man sich besser der üblichen Fahrökonomie entziehen sollte, zumal an einem Sonntag Mittag, der wegen bestem Wetter ohnehin keinen richtigen Hunger macht. Ach was Unterhaltung, es könnte auch der Chauffierte seiner Fahrerin einen Blogbeitrag über einen italienischen Garten vorgelesen haben.
    Übrigens wird man am Ende der erwähnten Dachauer Strasse unverzüglich mit Schildern auf das Denken in Stadtvierteln hingewiesen, geradeso wie man andernorts auf Privatstrassen aus ist.

  10. Zum Essen ist immer noch das...
    Zum Essen ist immer noch das Schlosshotel Chastè in Tarasp der Klasiker, wenn Sie ihr Weg über Davos führt.

  11. "Am Tegernsee schrauben sie...
    „Am Tegernsee schrauben sie Schilder mit der Aufschrift „Privatstrasse“ an die Laternen, um andere draussen zu halten,“
    Sind das denn auch wirklich „Privatstraßen“, oder ist das Schild nur ein lustiger Ausdruck des Abschottungsrituals?
    Zu den Gärten – ähnliches kann man in Lucca erleben, genauer im Garten des Palazzo Pfanner. Nur hat es dort leider keine Ballett-Schule und dank eines Eintritts von „nur“ 3,50 Euro (wahrscheinlich 09 wieder erhöht um 50 Cent) auch ein paar „normale“ Touristen. Aber eine Erholung und Rückversetzung in alte Zeiten ist es alle Mal.

  12. Gedanken mit feinem Gespür...
    Gedanken mit feinem Gespür aufgenommen, kritisch beleuchtet, gebündelt, sauber zu Papier gebracht.
    Übersprungsgedanken sind nicht vielen gegeben (sagen Sie artig: danke). Solche Gedanken sind zwar evolutionsförderlich & werden mit ein wenig Glück von späteren Generationen gehuldigt, doch sie sind nicht wirklich ein Weg zum schnellen Glück. Wiederum bleibt demjenigen, der die o.g. Fähigkeit besitzt, auch selten eine andere Wahl, als mit ihr zu leben und sie umzusetzen.
    Täglicher Lebensgenuss beruht auf Illusionen. Hat man sie nicht, so wandelt man im Freundeskreis, in einer Beziehung und im Berufsleben auf einem Weg mit geringer Leichtigkeit.
    Lieber Don, Ihr Verdienst ist es, den Gang auf diesem Weg immer wieder mit einem Schuß Genuss zu würzen und ihn als lebenswerte Möglichkeit zu etablieren.

  13. Warum eigentlich werden - wenn...
    Warum eigentlich werden – wenn von Orten mit Schönheit, mit Lebensfreundlichkeit, mit eigentümlicher Tiefe die Rede ist – immer nur Parks und Gärten und Stadtteile und Landstriche zitiert, welche bis maximal zum Ende des Jugendstils erschaffen wurden? Warum schwärmt niemand von den Staunenswertigkeiten eines Maschsees beispielsweise oder den Frankfurter Innenstadt-Planereien oder der ‚Gartenstadt‘ Riem? Warum erscheint das eine – so auch mir! – als touristisches Ziel, als ein Ort, wofür man seine Freizeit hinopfert, um ihn aufsuchen zu können, und warum ist das andere nur billig im besten Fall oder gar abschreckend in aller Normalität? Warum will man das eine besitzen und das andere nicht einmal geschenkt haben? Und wenn es doch so ist: Warum lehnt man sich nicht an diese schönen Vorbilder an? Stattdessen findet man alldieweil „Erholungsinseln“ mit allerlei Waschbetonkübeln und „Grünanlagen“ mit ewigen Lebensbaumtristessen und wenn eine evangelische Kirchengemeinde sich für ein neues Gemeindezentrum entscheidet, dann ist es garantiert betoniert und mit Glasfassadentand ausgestattet. An den Kosten jedenfalls kann es unmöglich liegen, denn so reich wie heute war unsere Gesellschaft noch nie. Also warum schreibt Don Alphonso vom Giardino Giusti und nicht von der ehemaligen Münchner Bundesgartenschauanlage??

  14. @Manuel
    Der Garten des Palazzo...

    @Manuel
    Der Garten des Palazzo Pfanner wird leider intensiv beworben und daher ist man doch vor Opelfahrern in kurzen Hosen mit Socken in Sandalen nicht gefeit.
    Empfehlenswert ist da eher der Gardino Botanico, der allein schon wegen seiner Lage seltener von Durchreisenden aufgesucht wird.

  15. Ach ja, ich muss gestehen,...
    Ach ja, ich muss gestehen, dass ich in dieser Frage wirklich innerlich zerrissen bin. Einerseits widerstrebt es meinem radikaldemokratischen Impuls, irgendwen irgendwo von Kulturgütern auszuschließen – schließlich sind diese universeller Menschheitsbeseitz und nicht der einer privilegierten Gruppe.
    .
    Andererseits: wäre es mir wirklich lieber, manche Leute wären nciht dort. An Orten wie der Cappella Sistina zum Beispiel. Letztes Jahr wollte ich sie mal wieder sehen, nach Ewigkeiten – ich bin als Kind und Jugendliche von meiner Urgroßmutter so oft dorthin geschleppt worden, dass ich sie danach erst mal sehr lange über hatte – und was sieht man dort? Menschenmassen. Menschenmassen, die ihren Mund nicht halten können. Immerhin ist das doch eine Kapelle …. auch das ständige „Schschsch“ der Aufseher verhallt ungehört.
    .
    Noch schlimmer jedoch: sie photographieren. Mit Blitzlicht. Mit Blitzlicht! Es ist natürlich auch verboten, es zerstört die Farben, irgendwann werden sie die Sistina ruiniert haben, und die Aufnahmen werden sowieso nichts. Da, ganz ehrlich: es wäre mir lieber, dieses ganze dumme Pack wäre nicht da, diese Leute, die fünfzehn Minuten in der Kapelle verbringen, nichts verstehen, die Fresken ruinieren, nur um ihren ebenso dummen Freunden zu Hause ihre miserablen Aufnahmen zeigen zu können, die beweisen, dass sie die Kapelle gesehen haben und mich stören. Ich mag diesen Snobismus nicht, ich finde ihn elendiglich, und doch: wenn nur ein Zehntel der Besucher dort wären, fände ich es angenehmer. Oder noch weniger.

  16. Ein wunderbarar, wenig...
    Ein wunderbarar, wenig freqentierter kleiner Park ist übrigens auch der Garten der Villa Schifanoia mit Blick auf Florenz….

  17. Das ist kein Snobismus. Die...
    Das ist kein Snobismus. Die sixtinische Kapelle wurde nicht für jeden gemacht, also sollte man sie auch so behandeln. Und nachdem ich schon mal eine katholisch-koreanische Reisegruppe aus meinem Hof kratzen musste, deren Bus unter meinem Fenster den Motor laufen liess, kenne ich da auch keine Nachsicht. Man kann zuimindest erwarten, dass sich Besucher auf ihre Umgebung einstellen. Schlechte Manieren kann man überall haben, da muss man sich nicht jene Orte erwählen, die explizit darunter leiden. Dafür gibt es genug Schnellrestaurants, Daddelstuben und Weltbild-Buchläden.

  18. Ah ja, Fiesole. Da möchte ich...
    Ah ja, Fiesole. Da möchte ich nicht gerne drüber schreiben, das ist quasi mein Hintergarten.

  19. Wehrter Don,
    Danke, für den...

    Wehrter Don,
    Danke, für den Hinweis.
    Herzlichst P.

  20. JMense, vermutlich auch...
    JMense, vermutlich auch deshalb, weil ein Garten oder Park etwa 100 Jahre braucht, um seine volle Pracht zu entfalten. Wer einen Garten anlegt, wird ihn in seiner Lebenszeit nie so schön erleben wie die nachfolgenden Generationen. Ist eine sehr melancholische Kunst, die Gartenbauerei.

  21. Cher Don,
    gibt es solche Oasen...

    Cher Don,
    gibt es solche Oasen der Ruhe auch in Paris?

  22. Sehr geehrte Gastgeber,

    in...
    Sehr geehrte Gastgeber,
    in Großbritannien gibt es soviele Garten- und Gärtnereisendungen, wie bei uns Fernsehgekoche.
    honi soit…

  23. Nun, auf der Insel wird man...
    Nun, auf der Insel wird man demnächst wohl auch wieder in eben jenen Gärten wohnen, wenn die Banken das Haus konfiszieren, insofern ist das eine kluge Vorsorge.

  24. Engländer, die in Gärten...
    Engländer, die in Gärten wohnen müssen? Optimist. Bisher werden in dieser „Krise“ Schuldige & Trottel gleichermaßen geschohnt, behütet und wieder hochgepäppelt.

  25. Nachdem ich gestern eine...
    Nachdem ich gestern eine George-IV-Silberkanne aus einem notleidenden englischen Haushalt erworben habe, muss ich mich da wohl mitschuldig fühlen.

  26. @ Antoinette: 2 Jahre lang die...
    @ Antoinette: 2 Jahre lang die Stadt zu fuss durchquert und nichts wirklich befriedigendes gefunden.
    Näherungsweise: morgens, vor 9 Uhr, einen Kaffee am Tresen gegenüber dem Palais de Justice, da wo später Blumenmarkt ist, und dann sich in Notre Dame setzen, ehe die Touristen kommen, solange fromme Schatten ihrem Lieblingsheiligen einen Morgenbesuch abstatten, sich in das Hauptschiff setzen, sehen, wie das goldene Kreuz im Dunkeln leuchtet und durch die geöffneten Tor hinter einem frische Luft und gedämpfte Stadtgeräusche wehen.

  27. Antoinette, in Paris muss ich...
    Antoinette, in Paris muss ich leider passen. Wie auch schon Rom: Zu voll, zu viel, zu gross. Ich komme nun mal aus einer Kleinstadt, die einfach nur viel Glück hatte.

  28. @JMense
    Die Mehrheit der...

    @JMense
    Die Mehrheit der Menschen neigt eben dazu, im Alten und Verwitterten etwas Romantisches zu sehen. Es gibt Ihnen ein Gefühl der Geborgenheit, wenn sie aus dem Alltag in eine andere Zeit (und einen anderen Ort) versetzt werden.
    Mein Tipp: Machen Sie sich auch bei modernen Parks und Plätzen einmal die Mühe, diese mit den Augen eines Reisenden aus der Zukunft zu sehen. Dann werden scheinbar unpersönliche und uninteressante Plätze eine neue Gestalt vor Ihrem inneren Auge annehmen. Das erfordert Phantasie.
    Eines scheint mir sicher: spätestens in hundert Jahren werden die verklärten Romantiker dann schöne Worte für durchschnittliche Architektur des 21.Jahrhunderts finden, während sie wieder bzw. immer noch über zeitgenössische Musik/Literatur/Automobile/Architektur die Nase rümpfen.

  29. JMense, dieses Blog ist doch...
    JMense, dieses Blog ist doch erst ein paar Monate alt. Das mag für das Internet nicht wenig sein, aber für das Erzählen und Entdecken ist es eine extrem kurze Zeit. Lassen Sie mir Zeit, lassen Sie mir Raum, es gibt viel zu erleben und das war der erste Garten in diesem Projekt. Auch der zweite Garten wird alt sein, nicht so alt, „nur“ an die 100 Jahre, aber ganz anders.
    .
    Unabhängig davon bin ich der Überzeugung, dass Geschichte und Alter ein Wert innewohnt, der mit dem Nachlassen des Wertes der Modernität entsteht. ich habe den Eindruck, dass es darüber viel zu wenig zu lesen gibt, weil alles zu schnell und zu vorwärtsgewandt abgehandelt wird, obwohl niemand beweisen kann, dass es der Inhalt von Berichterstattung sein muss. Ich würde auch gerne mal neue Rezensionen über alte Bücher lesen. Auch, aber nicht nur. Ich habe auch nichts gegen die Moderne, nur etwas gegen den Absolutheitsanspruch und die Vergesslichkeit, mit der sie betrieben wird.

  30. Horkheimerchen, nicht jede...
    Horkheimerchen, nicht jede Zeit ist immer nur schlecht in ihrer Formensprache, aber es gibt durchaus Gründe, warum Jugendstil weitaus beliebter als Historismus ist und auch noch lange bleiben wird. Oder warum es in der Möbelschreinerei nach 1760 mehrheitlich abwärts ging. Biedermeier verdankt seine Popularität dem Umstand, dass es für das Volk noch erschwinglich und leicht zu putzen ist – das war es dann aber auch schon. Von den 50er Jahren wird man das dänische Design sicher schätzen, nicht aber den Schleiflack. Und was die Pressspanmöbel angeht, sehe ich keine Chance für eine positive Betrachtung. Das ist Müll und als Müll entworfen, um durch neuen Müll ersetzt zu werden.

  31. Diesen hortus conclusus Zauber...
    Diesen hortus conclusus Zauber hats halt nur in der Stadt, kein Übergang in die freie Natur, sondern grüne Abschottung + doch hat man den Rest der Welt noch als leise Geräuschkulisse. Ich hab das riesige Glück: einen völlig unspektakulären kleinen Stadtgarten mit Effibriestschaukel. Eine Seite begrenzt ein gemauertes, etwa 100jähriges biberschwanzspitzdachiges dreiräumiges Gartenhäuschen (da hat ich auch schon manche Phantasie hinsichtlich einer sich ausweitenden Wirtschaftskrise). Mit viel altem Gebüsch + ehrwürdigen Bäumen drumherum. Die sind zum Teil nur bedroht von einer ordnungswütigen Nachbarin, machtdreckmachtdreck. Wie Frau Diener sagt, ein schöner Garten ist was Melancholisches, aber glücksgefühlauslösend, so was von! Wer wohl den Flieder mal gepflanzt hat, wer die Kletterhortensie, sie blüht! Wie oft denk ich, ach Ihr armen Schlafstadtdoppelhaushälftebambusteakholzgrillstationgrünflächenbewohner.

  32. @Don Alphonso: Die Idee, neue...
    @Don Alphonso: Die Idee, neue Rezensionen über alte Bücher zu verfassen, ist grandios. Dass ich Sie nicht zu einer BuGa-Wanderung in Riem drängeln wollte, ist wohl nicht deutlich geworden.
    @Horkheimerchen: Ja, zu diesen Menschen, die das Verwitterte romantisieren, gehöre auch ich. Für mich ist die Edelstahl-Glaspracht-Skyline von Manhattan oder Singapur so schön wie ein glitzernder Wintertag: Man ist beeindruckt, man staunt, man bekommt den Mund nicht zu. Aber wenn es darum geht, zu leben, zu genießen, sich wohl zu fühlen, dann ziehe ich das Verwinkelte und Gässchenhafte von Bamberg oder Perugia oder Cesky Krumlov vor. Das fühlt sich nämlich so warm und behaglich an wie ein Sommertag. Und tatsächlich – da fehlt es mir wirklich an Fantasie – kann ich mir Hannover oder Berlin Mitte noch so verwittert und patiniert wie ich will vorstellen: Ich ahne, dass ich sie auch in 100 Jahren nicht schätzen würde.
    @Andrea Diener: Sie haben recht – Gärten, zumal eher als Parks angelegt, brauchen Zeit, um einzuwachsen, um sich das zu erobern, was späterhin ihren Charakter ausmacht: Höhe und Schatten und Wildheit. Eine Allee wird ja erst dann zu einer Allee, wenn sich die Baumkronen oben wie zu einem gotischen Kirchenschiff berühren. Dennoch schafft es ein kleiner Bauerngarten mit ein wenig Liebe in ganz wenigen Jahren zu Liebreiz. Während die Grün-Anlagen (! man bemerke allein dieses wahrhaftig programmatische Wort !) meiner Heimatstadt nach Jahrzehnten immer noch so viel Charme wie ein Bahnhofsklo verbreiten. Meine Schwester bemerkte dazu vor kurzem lakonisch: Da bin ich als Grundschülerin nie durchgegangen, das war mir zu hässlich…

  33. @Don Alphonso
    Möbeldesign war...

    @Don Alphonso
    Möbeldesign war eigentlich nicht das Thema meines Kommentars. Dass Sie die Jahrzehnte seit dem Jugendstil auf Ameisenstuhl und Billy-Regal zusammendampfen ist leider eine sehr oberflächliche oder selektive Art der Betrachtung.
    @JMense
    Keiner erwartet von Ihnen sich ganz Hannover vorzustellen als wäre es das zukünftige Granada. Aber Sie könnten sich z.B. einmal an einem sonnigen Oktober-Vormittag in New York auf das Sonnendeck des Peer17 legen und mit einem Becher Kaffee in der Hand die vorbeifahrenden Schiffe auf dem East River betrachten. Das fühlt sich fast so an wie an einem Sommertag. Oder Sie überzeugen sich beim Betrachten der „weissen Stadt“ in Tel Aviv, dass es auch besondere Architektur nach dem Jugendstil gab. Ansonsten gebe ich Ihnen gerne Recht, dass eines der schönsten „Gebäude“ in einer Stadt ein großer, alter Baum ist.

  34. Ach, ich denke, es ist...
    Ach, ich denke, es ist durchaus legitim, in einem Kommentar die Fragestellung platzsparend anhand einiger klarer Beispiele darzustellen. In meinem Blog darf man sowas. Für alles andere habe ich Beiträge. Ich hoffe da auf Einsicht & Verständnis.

  35. @ Don: Dergleichen...
    @ Don: Dergleichen (nichtimmer) kleine und wundervolle Gärten sind in Rom sehr wohl zu finden. Vielleicht noch überraschender: In der `City´ von London besuchen Liebhaber versteckte Gärten, die sogar noch schöner sein können. Sie zu verraten, ist aber nicht nett.

  36. Natürlich wäre das nicht...
    Natürlich wäre das nicht nett, und ausserdem möchte doch jeder selbst die Orte finden, sie ihm am meisten zusagen.

  37. @ Don: Stimmt, von den...
    @ Don: Stimmt, von den Besuchern der Sistina zivilisiertes Benehmen zu erwarten, ist kein Snobismus. Ausschlußmechanismen zu entwickeln, um sie davon fernzuhalten jedoch schon. Die Moderne hat eigentlich schon genügend subtile Exklusionsmechanismen hervorgebracht – sie sind nicht so offensichtlich wie die Standesprivilegien, Kleiderordnungen und Bettelabzeichen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, aber nicht weniger effektiv. Bourdieu hat das in den „Feinen Unterschieden“ hervorragend analysiert (meiner Ansicht nach ein Jahrhundertbuch). Das Ziel hingegen sollte doch sein, den Zugang zu Kulturgut zu demokratisieren und möglichst viele Menschen zu befähigen, sie zu verstehen, zu würdigen und zu genießen. Das war auch mal Teil eines emnazipatorischen Projekts: die Stücke Brechts, die großartigen Wandgemälde im öffentlichen Raum von Diego Rivera, die Gedichte Majakowskis…
    .
    Kleine Ergänzung: wandelt man im Winter, so um Weihnachten, wenn fast niemand da, durch die Gardens in Cambridge trifft man auf eine ähnlich traumverlorene Athmosphäre.

  38. @JMense: Ich schließe mich...
    @JMense: Ich schließe mich an, neue Rezensionen alter Bücher wäre famos! Oder ein blog zu Antiquitäten…

  39. Cher Ohne,
    vielen Dank für...

    Cher Ohne,
    vielen Dank für den Tipp, den Blumenmarkt wollte ich mir sowieso ansehen.
    Neben all den Bemerkungen zu den realen Gärten und den Insidetipps diese zu finden, frage ich mich, ob es nicht auch im Yates’schen (oder Simonides’schen) Erinnerungspalat einen Garten gibt.

  40. Ein netter und interessanter...
    Ein netter und interessanter Artikel, auch wenn der Verfasser wieder einmal mit der Orthographie auf Kriegsfuß steht. Ich werde den Park bei meinem nächsten Besuch in Verona gewiss aufsuchen.

  41. Das ß und ich, wir werden in...
    Das ß und ich, wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr, und einen anderen Fehler mache ich gerade weg.

  42. Verehrter Don Alfonso
    Frauen...

    Verehrter Don Alfonso
    Frauen waren für mich immer Aliens – bis ich u.a. zwei Töchter bekam. Wundervolle Geschöpfe ! Wushu statt Ballet. – Physik statt Spitzen klöppeln- Jimmi Hendrix statt Enrice Iglesias ! Vince Weber statt Chopin ! Und der absolute Hammer – sie kommen mit mir in meinen Wald, um anständig Holz für den Winter zu machen.
    Darüberhinaus teilen sie meine Passion für schöne Gärten und scheuen sich nicht vor schwarzen Fingernägeln. … Anders als bei den Männer im Haus steht jedoch immer das Lebendige im Vordergrund. Nicht die Kunst des Motorsägens. Nicht die Jagd. Nicht die Geometrie des Gartens sondern sein lebendiger Inhalt steht im Vordergrund ! Die Schrotflinte brauche ich nur noch zur Verteidigung der Unschuld. Es ist schön, daß die Außerirdischen gekommen sind und daß wir von ihnen lernen können.

  43. Oh Gott, greißlicher...
    Oh Gott, greißlicher Tippfehler: es ist natürlich das „emanzipatorische Projekt“.

  44. mille grazie, don giardino :)...
    mille grazie, don giardino :) es hat sich gelohnt so lange auf diesen text zu warten.
    darf ich sie halbernst fragen, was sie aus diesem gärtchen retten würden, falls es plötzlich zu brennen anfinge?

  45. 1. Die Tänzerinnen
    2. Die...

    1. Die Tänzerinnen
    2. Die Katze
    3. Die Libanonzeder (ok, die wäre vielleicht etwas gross)
    4. Die Statuen
    .
    Der Giardino Giusti wurde im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, aber Natur erholt sich – das ist das gute daran.

  46. Georgina Darcy, der Zugang zur...
    Georgina Darcy, der Zugang zur Kultur ist doch längst demokratisiert. Es gibt keinen Grund der Welt, warum man jeden Abend vor der Glotze liegen und dann im Urlaub das Museum als Leinwandglotze mit Dauerzapp betrachten muss. Und selbst dagegen habe ich nichts, aber wenn es dann dahin führt, dass anderen jeder Genuss gründlich verdorben wird, verkehrt sich die Demokratisierung in die Diktatur der Blöden und Dummen. Und das kann es ja auch nicht sein. Bei mir hat das dazu geführt, dass ich die grossen Anziehungspunkte zu falachen Zeiten längst meide, Hauptsache ich kann mich konzentrieren. Januar im Prado etwa, das geht. Dezember in Siena und Florenz, November an der Riviera.

  47. es bestünde die gefahr 1 mit...
    es bestünde die gefahr 1 mit 4 zu verwechseln ;)
    so wunderschön & entspannend solche orte auch sind, so schnell kann es doch passieren, dass das menschliche auge der idealen ästhetischen wirkung der naturmetrik schnell müde wird, oder eher nicht? zumindest war das immer meine subjektive wahrnehmung von solchen durchstrukturierten gärten.

  48. Paris: nicht wirklich...
    Paris: nicht wirklich vergleichbar, aber schön beschaulich: Square G. Cain und Square L. Achille im 3eme, ansonsten verweise ich auf „Parcs et Jardins de Paris à pied“
    BBaer

  49. Sehr schön, sehr schön....
    Sehr schön, sehr schön. Nachdem ich auf dem jüngst unternommenen Ausflug nach Südengland besonderes Augenmerk auf die Hecken gelegt habe -die bisweilen schmale Straßen eng begrenzen Straßen und auf abenteuerliche Weise jede Sicht um die nächste Kurve herum verhindern- würde nun Italien durchaus reizen. Die automobile Überdosierung der vergangenen Tage lässt diesen Gedanken jedoch erst einmal hinten anstehen. Es wird wohl wieder einmal die Schweiz herhalten müssen; vorausgesetzt, dass der deutsche TÜV dem Roadster glaubt, dass er reisetauglich und willig ist. Die Erlebnisse mit Mitreisenden am Flughafen, an Bord des Flugzeugs und der Fähre machen in jedem Falle deutlich: Gereist wird auf dem dünnen Stühlchen direkt rechts hinter dem Motor.

  50. [Edit: Aus Versehen habe ich...
    [Edit: Aus Versehen habe ich in einem Haufen von Spamtrackbacks auch folgenden Kommentar gelöscht, der hiermit nachgetragen sei:]
    cvs
    Kleiner Ort an der Riviera: Cecina Mare. Liegt an der Costa Etruscia, jeweils ca. 1,5 Autostunden von Pisa oder Florenz entfernt. Und gen Süden ist es auch nicht weit zu dem Garten der Niki de Saint Phalle. Wenngleich das auch (sehr) modern ist.
    Der Ort ist aber soweit ich das abschätzen kann touristisch sehr erschlossen. Das kann durchaus auch ein Nachteil sein.

  51. Möglich weites Bild von der...
    Möglich weites Bild von der Zukunft
    Oh je, oh je: so viel Ästhetizismus, ich bekomme Atembeschwerden, es fehlen bloß noch die Päderasten und Puristen. Und doch: „Man ist in Fluchten aus Realität und Gegenwart investiert“, das ist doch wieder so ein schöner Satz, dem man ungern all dem Geplapper überlässt. Sprichwörtlich, lieber Don, sprichwörtlich ist der Mensch den „Fluchten zwischen Realität und Gegenwart“ sogar verhaftet. Die Gegenwart ist das, was nicht wirklich existiert, sie „subsistiert“, als Trugbild, als Urbild (parádeigma) zu eines Menschen Existenz, da quasi doch nur Anhängsel, zu jenem gerade Vergangenen, der einzigen Realität, die, die wir schon kennen, und die, die damit schon ver-kannt ist. Daher des Menschen Sucht nach der Vergangenheit. Diese gibt ihm Sicherheit, versichert ihm seine Existenz. Und sie lässt ihn rätseln, ob all des Ver-kannten. Er hofft, dass er allein, sie entschleiert, jene Jungfrau, die Einzige, die er je entführt. Zur Zukunft sind nur ganz Kühne befähigt, solche, denen das ständig Vergangene zu eng wird, denen die Rätsel der Vergangenheit nur noch Metapher sind, und denen die Alt-Jungfern den Reiz verdarben. Ihre Fluchten sind womöglich Großstadtschluchten, jene Hässlichkeiten also, die das Kleinbürgerherz so erzittern lässt. Aber ich will nicht unnötig prahlend erscheinen, auch ich liebe das Vergangene, das Weit-Vergangene, aber eigentlich auch nur, um mir ein möglich großes, nämlich weites, Bild von der Zukunft zu machen. Denn meine eigene Leidenschaft, meine eigentliche, ist meine Neugier. Und die „Gegenwart“ lässt mich hierbei kalt.

  52. Sie fürchten "Die Diktatur...
    Sie fürchten „Die Diktatur der Blöden und Dummen“?

  53. Ich fürchte sie nicht, wenn...
    Ich fürchte sie nicht, wenn mehr als 90% der Deutschen mehrheitlich eine Glotze benutzen und sich alle Medien nicht entblöden, über den Castingdreck auch noch unterstützend zu berichten. Die Diktatur der Blöden und Dummen ist längst da, und De Mol ist der Kaiser dieses Landes. Was ich fürchte, ist die Beschneidung meiner Ausweichmöglichkeiten, wo ich sie umgehen kann. Und zwar so, dass es mir gut und denen weniger gut geht. Ob sie es mitbekommen oder nicht, ist mir egal. Ich sehe nur nicht ein, warum ich mir von sowas sagen lassen soll, wie mein Leben auszusehen hat.

  54. Puh, Herr Binsack, und das so...
    Puh, Herr Binsack, und das so kurz vor dem Mittagessen, das hoffentlich nicht nur als Trugbild subsistiert.

  55. @Herold Binsack: Sorry, aber...
    @Herold Binsack: Sorry, aber des is jetzt fei scho a gescheiter Schmarrn! Wos hast na Du g`schluckt?

  56. Recht hat er, der Don! Etwas...
    Recht hat er, der Don! Etwas Eigenständikeit und Individualismus zu bewahren wird zwar bei all dem Einheitsbrei nicht einfacher, bleibt aber Gott sei Dank immer noch unser von der Verfassung verbrieftes Recht! Happy Birthday Grundgesetz

  57. Vergangenheit, lieber Herold,...
    Vergangenheit, lieber Herold, ist ein Besitz, den man pflegen muss, weil er – im Gegensatz zu fast allem – nicht auf dem Markt erhältlich ist. Man kann Geschichte nur begrenzt kaufen. Der Besitz von Geschichte trennt den Reichen vom Neureichen, und nichts möchte der neureiche deshalb lieber besitzen. Geschichte ist der Haken, an dem man alle andere zappeln lassen kann. Manche sind klug genug, sich darauf nicht einzulassen, und natürlich gibt es auch eine Industrie, die das Loch der fehlenden Geschichte zu füllen begrenzt in der Lage ist. Ein Mangel jedoch wird es immer, immer bleiben. Und das macht manche auch so rasend, damit können viele einfach nicht.
    .
    Dass auch jene Vergangenheit so ihre Schrunden und Aussetzer hat, steht ausser Frage, aber damit kann man eher leben, als mit einem Totalausfall.

  58. <p>FS, deshalb fahre ich auch...
    FS, deshalb fahre ich auch an den tegernsee und mache etwas vergoldetes Holz des 18. Jahrhunderts an die Wände meiner kleinen Klause.
    .

    .
    Dort, wo bei anderen der Plasmabildschirm hängt.

  59. Auch? Zu denen Putti? Do...
    Auch? Zu denen Putti? Do schaugst.

  60. Hat Ihr Computer keinen...
    Hat Ihr Computer keinen Bildschirm?

  61. @cvs

    Cecina und Umgebung...
    @cvs
    Cecina und Umgebung deucht mir doch ein Ort voller deutscher Oberstudienräte zu sein, die das Land leider genauso überfluten!

  62. Verehrter Don Alfonso.
    "Ohne...

    Verehrter Don Alfonso.
    „Ohne Herkunft keine Zukunft“ meint nicht, daß Herkunft allein schon genügen würde. Vielmehr ist damit sehr klar der häufig vernebelnd verwendete Begriff der „Nachhaltigkeit“ anschaulich gemacht. Es ist durchaus ratsam hin und wieder etwas Altes zu entsorgen. Die verklärende Sicht auf Altes verhindet oft die Schaffung von Neuem, das als Herkunft für weitere Zukunft auch taugt. Das genau ist die Ursache der Stasis in den Köpfen der Eliten. „Ich bin (noch), also bin ich richtig !“ Die allgemeine Anwendung dieser Formel ist der Grund, der den Mittelstand heute in die Stehbierhallen treibt ! Aus selbstzufriedener Partizipation an den alten Gärten, Häusern, Stadtvierteln, Regionen, Fabriken … Anrechten … werden keine neuen mehr errichtet, die auch noch von der übernächsten Generation geschätzt werden, bzw. als deren Lebensgrundlage hinreichen … Frage also: Was trägt in Zukunft und wie wenden wir das in den alten Gärten Gelernte bei der Anlage von neuen Gärten nutzbringend an ?

  63. Spurenlese
    @Ladyjane,FS, Don...

    Spurenlese
    @Ladyjane,FS, Don Alphonso:
    Vielleicht können wir uns einig sein, darin, dass die Vergangenheit, die man selber hat (nicht, die man ist, darstellt, oder geerbt hat!), ein mindest so rares Gut ist. Wer kann schon von sich behaupten: er hätte eine „Vergangenheit“, ohne als Zuhälter, Mafiosi oder als Blender erkannt zu sein (also ich meine damit eben nicht, wie viel Bräute man flach gelegt hat – in seinen besseren Jahren!). Und das soll jetzt kein Abklatsch altbackenen Humanismusses werden, wenn ich sage: das wertvollste Gut liegt damit in uns selber, die eigene, die einzige Vergangenheit (die, die wirklich existiert, und eben nicht nur subsistiert). Die Geschichte drumherum können wir (uns) imaginieren (wenn wir den Verstand dazu haben, wenn die Vergangenheit vorhanden ist), und all das muss man nicht ständig mit sich rumschleppen (abgesehen von so ein paar Meter Bücherwand von Wohnung zu Wohnung). Kurz: die, die dies nicht in sich haben, haben auch nichts außer sich (ein wenig Philosophie um 14:30 sollte man verkraften, die Nachmittagsmattigkeit dürfte verflogen sein, und ich habe jetzt gerade due espressis hinter mir, von meinem Lieblingsgriechen im hiesigen Plus-Markt um die Ecke – ha, ha – und das macht mich so philosophisch). Vergangenheit und eben nicht Gegenwart ist einzig real, denn letztere „subsistieren“ unsere transparenten Gehirnzellen nur ob jenen Vergangenheitsresten auf ihren „Oberflächen“. Die „Subsistenz“ einer Gegenwart ist eine kluge, da absolut notwendige Erfindung unseres Geistes, da nur so die Vor-stellung/das Trugbild von einem authentischen Selbst für einen sich gleich mit ergibt. Dieses Trugbild ist die Grundlage dafür, dass das, was sich da einem als Außenwelt darstellt (also was Existenz hat) von einem „authentischen Selbst“ als solche – und als eine für einen selber zugleich – erkannt wird (vgl. Žižeks „Parallaxe“– aber da muss man schon ausgeschlafen sein für: http://de.wikipedia.org/wiki/Slavoj_%C5%BDi%C5%BEek).
    Die dadurch geschaffene Einheit von existierender Außenwelt mit subsistierender Innenwelt begründet ein Bewusstsein, wenn auch hierbei teilweise ein falsches, wie wir nun wissen.
    Denn streng wissenschaftlich – philosophisch, psychologisch, wie neurophysiologisch – betrachtet, kann von einem authentischen Selbst nicht gesprochen werden, sondern nur von der Vor-stellung hiervon, von der „Subsistenz“ eines solchen. Es existiert und es existiert zugleich etwas nicht, es hat Wirkung, ohne materiale/substanzielle Ursache – im kausalen Sinne – sein/haben zu können. Materiale Ursache für unser „Bewusstsein“ ist unser Blick nach außen, der zugleich kein Bewusstsein (hiervon) schüfe, wäre da nicht das Trugbild von einem authentischen Selbst, das wiederum zur Ursache „Spurenelemente“ aus der Vergangenheit hat, also gar nicht die Gegenwart, die ein Bewusstsein glaubt zu erfahren. Und doch ist es genau das Leben in der „Gegenwart“, die jedem Leben den Sinn gibt, Leben zu sein.
    Spannende Spurenlese, wie ich finde.

  64. eXistenZ, das aus...
    eXistenZ, das aus alltäglichen Anforderungen und Zumutungen Heraustreten in eine künstliche (und hoffentlich fein bereitete) Welt: Eric Blair malt in „Coming up for air“ schön aus, dass das nur sehr bedingt möglich ist. Freilich sollte man deswegen nicht darauf verzichten: selbst diesseits der Berge braucht es aber oft nur offene Augen um Schönes, Erstaunliches und auch Befremdendes in Natur & Kultur wahrzunehmen. – Schön, dass manches aus Menschenhand viele Generationen überdauert. Erstaunlich aber auch, dass weniges aus Menschenhand Jahrtausende übersteht.

  65. "Ohne Herkunft keine Zukunft"...
    „Ohne Herkunft keine Zukunft“ meint nicht, daß Herkunft allein schon genügen bloß noch die Päderasten und Puristen. Und doch: „Man ist in Fluchten aus Realität und Gegenwart investiert“, das ist doch wieder so ein schöner Satz, der „Nachhaltigkeit“ anschaulich gemacht. Es ist durchaus ratsam hin und die Schaffung von Neuem, das als Herkunft für weitere Zukunft auch taugt. Denn streng wissenschaftlich – philosophisch, psychologisch, wie neurophysiologisch – betrachtet, kann von einem authentischen Selbst nicht gesprochen werden, oder als Blender erkannt zu sein (also ich meine damit eben nicht, wie viel Bräute man flach gelegt hat – in seinen besseren Jahren!). Und das soll jetzt kein Abklatsch Es existiert und es existiert zugleich etwas und denen die Alt-Jungfern den Reiz verdarben. Ihre Fluchten sind womöglich Großstadtschluchten, jene Hässlichkeiten also, die das Kleinbürgerherz so nicht, es hat Wirkung, ohne materiale/substanzielle Ursache – im kausalen erzittern lässt. Aber ich will nicht unnötig prahlend erscheinen, Sinne – sein/haben zu können. Materiale Ursache für unser „Bewusstsein“ ist unser Blick nach außen, der zugleich kein Bewusstsein (hiervon) schüfe, die jedem Leben den Sinn gibt, Leben zu sein, auch ich liebe das Vergangene, das Weit-Vergangene, aber eigentlich auch nur, um mir ein möglich großes, nämlich da nicht das Trugbild von einem authentischen Selbst, doch ist es genau das Leben in der „Gegenwart“,
    gar nicht die Gegenwart, die ein Bewusstsein glaubt zu erfahren. Das sogar verhaftet. Die Gegenwart ist das, was nicht wirklich existiert, genau ist die Ursache der Stasis in den Köpfen der Eliten. „Ich bin (noch), also Existenz, da Mittelstand heute in die Stehbierhallen treibt ! Aus selbstzufriedener die, die wir schon kennen, und die übernächsten Generation geschätzt werden, bzw. als deren Lebensgrundlage Existenz. Und sie lässt ihn rätseln, ob all des Ver-kannten. Er hofft, dass er allein, sie entschleiert, jene Jungfrau, die Einzige, die er je entführt. Zur Zukunft alten Gärten Gelernte bei der Anlage von neuen Gärten nutzbringend an ?
    Wer´s bis hierher geschafft hat: das sind zufällig zusammengefügte Zeilen aus verschiedenen Kommentaren oben. Das Ergebnis der Zufallswahl ist, meine ich, eher besser als die Originale.

  66. @ juhu: Hihi!...
    @ juhu: Hihi!

  67. @Don: Ich behaupte ja gar...
    @Don: Ich behaupte ja gar nicht, dass ich das anders mache: ich würde nie im Sommer ans Mittelmeer fahren – die Hitze, die Menschenmassen, die überteuerten Preise. Ich möchte wirklich nicht bei 40 Grad und im Beisein quengelnder Kinder das Ospedale degli Innocenti sehen.
    .
    Hingegen: daß Kultur demokratisiert sei, ist eine Illusion. Oberflächlich vielleicht – niemand ist gezwungen, Castingshows statt Ken Loach zu sehen, RTL statt Arte, jeder kann sich als Gasthörer in eine Univorlesung setzten und selbst im Land, das den Snobismus erfunden hat (UK) können Sie für Spottpreise Mitglied bei einer der vielen Royal Societies werden, die zu allerlei Themen interessante Ausstellungen, Vorträge, Gartenbesichtigungen usw. machen. (Für den Gegenwert eines I-phones könnte man wahrscheinlich Mitglied sämtlicher Royal Societies werden, die existieren…. Außer bei jenen, wo man wirklich vom Fach sein muss.). Kultur ist in Europa hochgradig gesponsert und sehr günstig.
    .
    Die Frage jedoch ist: warum nehmen diese Angebote nur Personen in Anspruch, deren Bildungsniveau sowieso schon hoch ist? Warum begibt sich keines der Neuköllner kids mit dem seltsam auf dem Kopf drapierten Käppi, Jogginghosen tragend, in die HU, lauscht einer Vorlesung über Cranach und stellt danach das Klassikradio an? (für die Schreier: ich weiß natürlich, dass das ein vollkommen überzeichnetes Klischee ist. Und ich verwende es gerade ironisch.) Weil Kunst und Kultur nur für jene von Wert, Bedeutung und Interesse ist, die den Code besitzen, sie zu entschlüsseln. D.h. Geschmack ist keine Naturbegabung, sondern Produkt einer bestimmten Sozialisation. Wer keinen Geige spielen Papa hat, keine Großmama, die ihn durch Paläste, Museen und Kirchen Italiens schleppt, keine Freunde, die ihm den Unterschied zwischen Eisenstein, Visconti, Rossellini und Hollywood vermitteln, ist immer benachteiligt. Diese langsamen, unsystematischen Aneignungsprozeße von Kultur werden auch von den Protagonisten selbst vergessen – außer man reflektiert sie bewusst.
    .
    Ein Beispiel illustriert das wirklich gut: es gibt ja auch in UK einen dieser jungen Starköche, der eine Fernsendung hat, und der einmal beschloß, über Land zu ziehen und die miserablen Schulküchen der öffentlichen Schulen mit besserem Essen zu beglücken. Er kochte mit frischen Zutaten, viel Gemüse, italienisch – und haben sich die Kinder gefreut, endlich mal ein passables Mittagessen zu bekommen? Im Gegenteil: sie haben revoltiert. Sie wollten den Ekelfraß zurückhaben. Ihr Geschmack war bereits so verdorben, dass sie schlechtes Essen dem eines Sternekochs vorzogen. (Er hat dann nicht locker gelassen, noch zwei Wochen weitergekocht und es dann doch irgendwann geschafft. Es schien aber ein hartes Stück Arbeit zu sein.) Ich fand dieses Beispiel soziologisch hochinteressant. Schlussfolgerung: Das läuft nicht nur bei Ernährung so, sondern auch in jedem anderen Bereich von Kultur.
    .
    PS: Pardon wegen der Überlänge – gesprochen wäre das wohl ein 15minütiger Monolog, und ich weiß, das ist nicht nett…

  68. Es wirkt leer, grünt und hat...
    Es wirkt leer, grünt und hat hoffentlich keinen Steckdosen und Internetanschluss ;) Paradies.

  69. Cecina Mare....

    Nu...
    Cecina Mare….
    Nu ja.
    Besser ein Agriturismo südlich von Grossetto, so bei Magliano. Siena, Massa Marritima, Pitigliano, Cosa, etruskisch bearbeiterteter Tuffstein, Giardino dei Tarocchi, Bolsena und mehr innerhalb einer Stunde. Der Rest innerhalb von zwein. Und Roma ohne Parkticket geht mit dem Zug von Orbetello aus.
    Ansonsten Monti dell Uccellina, Boot nach Giglio……
    Und den besten Beach an der Westküste gibt es da auch: Tombolo della Feniglia am Monte Argentario: Fünf Kilometer Sand garantiert ohne Bagnino, da Naturschutzgebiet.

  70. Urbino ist sehr, sehr fein....
    Urbino ist sehr, sehr fein. Überhaupt Umbrien.

  71. Selbstverständlich auch...
    Selbstverständlich auch Umbrien.
    Ich müsste mal wieder ganz runter, Apulien, Kalabrien, Sizilien. Aber das natürlich nur auf der Grand Tour über die kleinen Straßen mit vielen Zwischenstopps, Abruzzen, Molise, Basilicata und dann vornerum wieder zurück.
    Man bräuchte Zeit. Das letzte Mal habe ich dafür sechs Wochen gebraucht. Ist schon ein wenig her, jeder Tag bleibt aber unvergessen.

  72. Mario & Schlauberger, es kommt...
    Mario & Schlauberger, es kommt immer darauf an, was man mit dem Internetanschluss treibt. Bei mir laufen da jedenfalls keine Filme, es ist eher sowas wie eine Tagesbegleitung, mal mehr, mal weniger. Nicht störend, aber auch nicht so wichtig (mal abgesehen von dieser meiner Profibloggerei, die versucht, dem Dummen etwas entgegen zu setzen)

  73. Chere Antoinette,

    das...
    Chere Antoinette,
    das Chateaux de Breteuil ist ganz chouette. Natürlich nicht en plain ville.
    RER B2 jusq’au bout in St Remi, und dann noch 3 kilometres a pied (ca n’use pas trop). Mit dem VTT ist es besser, da kannst Du danach noch in den Vaux de Cernai
    vorbeischauen alors…

  74. Dada
    @juhu: „Das Ergebnis...

    Dada
    @juhu: „Das Ergebnis der Zufallswahl ist, meine ich, eher besser als die Originale.“ Wenn Sie „Dada“ so sehr lieben!

  75. Werter Vetter!
    Liegt Urbino...

    Werter Vetter!
    Liegt Urbino nicht in den Marken?
    Bezüglich Umbrien gebe ich Euch allerdings recht!
    Insbesondere die etwas abseits gelegenen Orte haben noch den Charme, wie ihn die Toscana in der 1960er und frühen 1970er Jahre nocht hatte!

  76. Den Don mit dem Sunbeam im...
    Den Don mit dem Sunbeam im Königreich beider Sizilien: Lecce, Messina Bagheria, Palermo und dann Napoli.
    Und wenn sich das dann liest, wie Tommasi di Lampedusa, wissen wir, er ist glücklich.
    Aber wahrscheinlich wird er dann dort die wilden Müllhalden fotografieren und über Berlin schimpfen.
    Das wär mir eigentlich fast lieber.
    Kann die FAZ den nicht mal dahin schicken? Dafür würde ich sogar das Abo wieder aufnehmen.

  77. Georgina Darcy, wie man es...
    Georgina Darcy, wie man es nimmt: Irgendwann muss sich doch jemand mal entsprechend aufgeschwungen und sich mit Kultur auseinandergesetzt haben. irgandwann gab es da mal jemanden. Das Problem aber ist, dass in dieser Massengesellschaft Dummheit als sexy, gut und erstrebenswert gilt, und wenn das verbrämt wird, dann doch wieder von Leuten, die mit etwas Pseudoironie vertuschen, dass sie trotzdem süchtig nach dem Dreck sind, süchtiger als jede Oma, die sonst nichts zu tun hat. Es ist sehr einfach, sich dort einzufügen, es ist auf einfach und verständlich gemacht, was noch nicht mal schlimm ist, schliesslich ist die Wissenschaft von heute das Allgemeinverständliche der vergangenen Jahrhunderte, nur erschliessen sich die Codes nicht mehr. Allerdings war den Menschen früher eher bewusst, dass sie in Kultur mehrere bedeutungsebenen sehen und erkennen müssen, wohingegen die heutige Populärkultur ihre ganze Berwchtigung aus dem Konsum bezieht. Sie ist eine Art Deppensteuer, und ich finde es gar nicht so schlecht, dass sie entrichtet wird. Natürlich sollte jeder willkommen sein, der daran etwas ändern möchte. Aber die meisten sind einfach zufrieden mit dem, was sie haben. Kein Bedarf auf Erweiterung des Horizonts.

  78. <p>Süditalien? Ich lese...
    Süditalien? Ich lese gerade savionios Gommora. Oder Berlin? Kann mir jemand ein Buch über asoziale Transferleistungsabzocker ohne Manieren (aus Pseudokreativen, Lobbyisten, Hauptstadtberichterstattung) empfehlen?

  79. Süditalien. Wilden Müll auf...
    Süditalien. Wilden Müll auf der Straße, Bauruinen an unpassenden Stellen, Transferleistungsabzocke im ganz großen Maßstab, aber eben auch Süditalien. Und das Süditalien hat Berlin eben nicht.
    Nette Sachen zum Anschauen gibt es hier wie dort. Ich halte mich in beiden Gegenden gerne vorübergehend auf. Hat was zum Gucken.

  80. es ist wirklich paradox: steht...
    es ist wirklich paradox: steht man vor der stätte von einkehr und zuflucht, z.b.
    dem stephansdom vor ein paar tagen-blättern einem, mozartianisch verkleidete
    geringverdiener aktenordner mit kulturevents vor die augen.
    drinnen angekommen kann man zwar einem unerwarteten konzert lauschen, ist
    aber durchschnittsbesucher mit eher kurzer verweildauer.
    .
    wechselt man in die albertina, fragt man sich für wen der riesige eingangsbereich
    gemacht wurde-spürt die wohlige stille und freut sich auf das was noch wartet.
    und dann warten für 9.50 euro solche genial reduzierten räume, dass einem
    klar ist was ornamente sind,selbst wenn man es vorher nicht wusste.
    .
    und: ich konnte es wesentlich entspannter geniessen, als das unwillkürliche massentreiben im stephansdom.
    .
    das aber alles ist ausschließlich,letzlich sorgfältig aufbereitete vergangenheit,
    die der gegenwart zeigt,dass es unbedingt eine zukunft geben muß.

  81. Rom ist keine Stadt, die für...
    Rom ist keine Stadt, die für öffentliche Parks bekannt ist. Darum gefällt mir Rom auch nicht übermässig.
    Ganz anders Paris. Jardin du Luxembourgh. Jardin du Palais Royal. Bois de Boulogne. Dann die kleinen Gärten, die zu Museen gehören, etwa der vom Musée Rodin.
    Öffentliche Gärten und Parks sind wichtiger als Museen, möchte ich noch hinzufügen. Es braucht nicht immer 100 Jahre bis ein Park schön ist. Ein gutes Beispiel ist der Westpark in München. Selbst der ganz neue neue Petuelpark ist jetzt schon eine Oase. http://loreley.twoday.net/stories/5294002/

  82. Nun, gerade neben meinem...
    Nun, gerade neben meinem Schreibtisch hängt eine Lithographie des Gartens des Quirinalpalastes. Tatsächlich ist unterhalb davon ein kleiner Park, aber leider auch die breite Strasse und all der Lärm. Allerdings sind oberhalb von Trastevere auch hübsche Parks, die gar nicht mal alle der Kirche gehören und abgeschlossen sind.

  83. Nun immerhin liegt das...
    Nun immerhin liegt das Tennisstadion von Rom in einem wunderschönen alten Park. Via Appia Antica sollte man auch noch erwähnen. Trotzdem scheint mit die Tradition der öffentlichen Parks in Rom nicht vorhanden zu sein.

  84. @ Süditalien: Das ist die...
    @ Süditalien: Das ist die große Freiheit und excellentes Essen noch dazu!
    Zu empfehlen: Lecce (Kultur) – Ostuni (Bella Figura) – Carovigno (Essen)

  85. juhu, I beg to differ: Die...
    juhu, I beg to differ: Die Originale haben einen guten inneren Zusammenhang, und die Verdichtung tut dem Inhalt auch nicht so arg gut. Nach meiner bescheidenen Meinung.

  86. Devin08, das Problem der...
    Devin08, das Problem der Geschichtslosigkeit ist natürlich auch in einem selbst begründet (mein heutiger Beitrag wird das anschneiden) – das Leben eines Menschen ist bis zu dessen Mitte zu kurz, um so etwas wie Geschichte aufzuzbauen, selbst wenn es von Medien gern so präsentiert wird. Wenn etwa Arte einen Sommer der 80er Jahre macht, wie ich dem unverlangt zugesandten Spamprogramm entnehmen muss. Wenn sich das Pseudoformat einestages in zeitgeschichtlichem Müll suhlt, wenn man Super8-Filme sichtet. Da hat die Vergangebheitswerdung noch keine gnädige Auswahl getroffen, da ist alles mit dabei und vieles, was man nicht mehr sehen möchte. Was Geschichte angeht, kann man die ersten 20 Jahre seines Lebens weitgehend vergessen und das um so mehr, je später man begonnen hat, frühkindliche Phasen abzuschütteln. Das Wissen um diese Fehlstellen macht dann die Zukunft erst richtig attraktiv. Das wissen Medien, und das fördern sie auch.

  87. Wir haben im vergangenen jahr...
    Wir haben im vergangenen jahr einen (echten) Walnussbaum gepflanzt und in ca. 20 Jahren wollen wir die ersten Fruechte ernten.

  88. Don Alphons, ich teile ja den...
    Don Alphons, ich teile ja den Ekel über die Diktatur der Blöden und Dummen. Allerdings sehe ich auch, dass es durchaus ein gesellschaftliches und politisches Interesse daran gibt – was nichts mit einer albernen Verschwörungstheorie zu tun hat, sondern mehr mit der Logik sozialer Systeme. Sagen Ihnen Brzezinski und der Begriff Tittytainment etwas? Der ehemalige Berater von Carter hat das ziemlich klar auf den Punkt gebracht: es sei eben nciht möglich, in einer neoliberal organisierten Welt 80% der Menschheit mit passablen Jobs zu versorgen – deshalb müssen sie Entertainment der primitivsten Sorte so ruhiggstellt werden. Ansonsten drohen neue soziale Revolten. Wenn ich das Fernsehprogramm betrachte, habe ich den Eindruck, dass man auf dem besten Weg dorthin ist.
    .
    Das verabscheuen, ausweichen, sich darüber ereifern: vollkommen d`accord. Aber gutheißen? Never.

  89. Loreley, der "öffentliche...
    Loreley, der „öffentliche Park“ verdankt seine Entstehung dem aufgeklärten Herrscher, der die Tore der Gärten Ende des 18. Jahrhunderts für alle aufmacht. Wie man unschwer der „Karthause vin Parma“ entnehmen kann, hatte Italien dergleichen Herrscher aber nicht; das waren bis – ja, eigentlich bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts komplett autoritäre Strukturen, und danach wurde es auch nicht wirklich besser, bis heute.

  90. Georgina, die Theorie sagt mir...
    Georgina, die Theorie sagt mir etwas, aber das heisst nicht, dass man sie als gottgegeben hinnehmen muss. Die Frage muss eher sein, wie man den Wirkungsbereich zurückdrängt und Alternativen bietet. Man kann nicht alles und jeden verklugen, aber man muss der Verdummung trotzdem nicht de Hand reichen.

  91. Well, natürlich soll man das...
    Well, natürlich soll man das nicht als gottgegeben hinnehmen. Und auf jeden Fall Ausweichmöglichkeiten entwickeln. Aber nicht nur für sich selbst, das ist doch auch eine gesellschaftliche Frage. Was spricht denn gegen den Versuch, Leute zu verklugen? (schönes Wort übrigens) Schließlich hat Voltaire sich nicht nur persönlich von Aberglauben und religiösem Wahn befreit, sondern auch mit „Ecrasez l`infame“ ganz Europa aufgerüttelt. Oder es zumindest versucht.

  92. Dummerweise haben wir viele...
    Dummerweise haben wir viele Möchtergernvoltaires, die nicht kapieren, dass Voltaire heute andere Infamien angriffe.
    .
    Übrigens – zu denen Parkanlagen – hilft alles Nichtverraten wenig, wenn die Google-Maps von oben zeigen, wo´s grün ist und Street View dann noch das passende Gartentor präsentiert. Die Welt ist eine Google – geworden. Zum Glück ist aber das Interesse an echter Schönheit nicht gewachsen.

  93. Voltaire würde sich heute der...
    Voltaire würde sich heute der Antisemitismen vermutlich enthalten, aber was hat sich denn seit dem 18. Jahrhundert noch gross getan? Gut, das Diktat ging vom Herrscher auf die Wirtschaft über, aber die Lügen, das Geprasse und das unverantwortliche Treiben der Ideologien hat sich nicht verändert.

  94. Wie Voltaire sein?
    @yuhu:...

    Wie Voltaire sein?
    @yuhu: Stichwort Voltaire: Aus purer Eitelkeit so groß zu werden, wie ein Voltaire, ist ganz sicher nicht jedem vergönnt. Auch wenn dazu zunächst eine nicht minder eitle Epoche gehört, ernsthaftes Arbeiten, über das Maß hinaus, das durch den Genuss des Privilegs der Muse, dank eines gewissen familiären Reichtums, und der Eitelkeit, ob eines brillanten Geistes, so einem als Mitgift spendiert worden wären, ist schon erforderlich. Ich lese da gerade Jean Orieuxs „Das Leben des Voltaire“, und ich kann nur sagen: allein dieses Buch, mit seinen über 500 Seiten, ist ein anständig Stück Arbeit, wohl dann auch für den Lesenden. Und einen nicht gerade wenig sturen, um nicht zu sagen rebellischen Charakter, braucht man auch. Und darüber hinaus sollte man es sich leisten können, über die Werke anderer zu spotten, denn man muss tatsächlich immer der Bessere sein, selbst dann, wenn das eigene Werk mal nicht so toll wäre.
    Mit freundlichen Grüßen

  95. @ Juhu: Die Welt ist eine...
    @ Juhu: Die Welt ist eine Google geworden! Das ist schade!
    Während ich mich damals ärgerte, dass Apulien im Navigationssystem des Alfa 166 ein unbekanntes Land war muss ich rückblickend sagen es wäre schöner gewesen es wäre so gebllieben – die grosse Freiheit!

  96. Georgina, das Verklugen - und...
    Georgina, das Verklugen – und das ist wahrlich nicht wenig – wird doch schon allenthalben versucht. Es gibt Angebote auf allen Ebenen, wobei ich zugebe, dass vieles zu verkopft und anspruchsvoll ist. Das hier, nun, es steht irgendwo zwischen sehr hohen Anforderungen und mitunter doch recht niedrigen Ansätzen. Weil ich offen gesagt finde, dass man dem Publikum ab und an klar sagen muss: So und so ist es, und jetzt schaut, was ihr damit macht. Zu viel Bücken schadet der Haltung.

  97. Ich bin gerade am Überlegen,...
    Ich bin gerade am Überlegen, was uns Voltaire zur Finanzkrise sagen kann – und ich fürchte, da ist wenig bis nichts, leider, ausser ein paar banalen Ansätzen. Ich glaube allerdings auch nicht, dass Voltaire der Meinung war, für alle Zeiten ein Handbuch vorzulegen. Man wird also nicht darauf verzichten können, es selbst immer wieder neu zu versuchen. Was sicher schon mal einiges ist.

  98. Eine kleine Reise durch die...
    Eine kleine Reise durch die Gärten Europas? Mein persönlicher Favorit in ähnlicher Liga spielend wie Giardino Giusti ist der Jardin Horta-Guinardó in Barcelona. Nicht ganz so elegant, aber ähnlich zauberhaft – wenn man nicht das Pech hat gleichzeitig mit einer Schulklasse im Labyrinth zu wandeln…

  99. 27/5/10:06 Werter Don...
    27/5/10:06 Werter Don Alphonso das Problem der geschichtslosigkeit ist natürlich auch an einem selbst begründet – das Leben eines Menschen ist bis zu dessen Mitte zu kurz um soetwas wie Geschichte aufzubauen ja aber das ist genau
    das Paradiesgärtlein und wer das verstanden hat der ist bereits am Mittelpunkt
    angekommen und hat Geschichte von Kindesbeinen bis Greisenalter im großen
    Weltenzusammenhang studiert das ist dann Geschichte vom Feinsten
    Wunderbar ihr Beitrag danke

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