Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Generationenkonflikt auf meiner Terrasse

| 67 Lesermeinungen

Das Leben ist auch unter Reichen nicht leichter: Die Kinder lassen sich nichts sagen, sind frech und aufmüpfig, schlagen gute Ernmahnungen in den Wind und lachen auch noch all der Bedenken, die alte Weisheit vorzutragen weiss. Sogar öffentlich, in einem Blog der FAZ!

Damien bemerkte, naserümpfend, die heutige Jugend sei reaktionär.
Louis Aragon, Damien schüttet sein Herz aus

Bisweilen erweckt diese kleine Plauderei hier den Eindruck, als wäre die bessere Gesellschaft nichts anderes als die Tradierung alter Vorstellungen und Ansprüche in die Moderne; immer ein Schritt hinter der realen Entwicklung und bewusst der Vergangenheit verhaftet; durchaus Gegenstand von Diskursen, aber grosso modo von Alt und Jung gleichermassen mitgetragen, einig in Ablehnung und Befürwortung der Methoden der Erhaltung von Art und Sitte. Und natürlich, steht hier oft zu lesen, ist der Tegernsee die reiche Alpenfestung, der Hort und das Zentrum eben jener Einigkeit in Urteil und Vorurteil, die den Wesenskern aller ausmachen, die angesichts der Alternativen in Glotze, Medien und Blockbebauung einsehen, dass es besser ist, zu den besseren Kreisen zu gehören. Ausserdem ist es hier wirklich

Bild zu: Der Generationenkonflikt auf meiner Terrasse

wirklich ganz anders. Es scheint nur so. In vielen Fragen jedoch gibt es zwischen jungen und alten Angehörigen der besitzenden Klassen absolut keine Einigkeit. Die Generationengrenzen sehen anders aus, sie sind nicht von Piercings gelöchert und in Ballonseide gekleidet, sie werden nicht beim Versandhaus bestellt oder bei I*ea erramscht, aber doch war es bezeichnend, als vor Kurzem das Telefon bei meiner Mutter klingelte. Dort nun wurde etwas herumgedruckst und nach diversen Nachfragen, was denn nun mit Ihrem Sohn, also mir, sei, endlich ein schon länger schwelendes Problem um meine Anwesenheit am Tegernsee angesprochen, von dem die Anrufende nun der Meinung war, dass es nicht mehr tolerabel sei.

Nun möchte man denken, dass es vielleicht um laute Musik von Cherubini und Lasso ging – aber am Tegernsee steht noch nicht mal ein Tonmöbel. Auch gab ich mir stets Mühe, Vergnügen wie Sex und anderes angemessen dezent zu inszenieren. Die Freundinnen, die mich besuchen, sind allesamt repräsentativ und aus gutem Hause. Ich habe weder ein Planschbecken auf dem Rasen aufgebaut, noch anderen die Parkplätze genommen. Mein Verbrechen gegen die öffentliche Meinung und das, was sich ziemt, sieht vielmehr so aus:

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Das ist mein Frühstück auf der Terrasse. Man sieht meine selbstgebackene Kürbistarte auf einem irdenen Teller des 19. Jahrhunderts, mein aus einer Flohmarktkiste geklaubtes Geschirr mit Streublumen und Goldrand, Blutorangensaft in einem geschliffenen Glas, silberne Salz- und Pfefferstreuer, ein paar Untersetzer, und eine versilberte Kanne aus den Tagen von Königin Victoria. Nach meinen Vorstellungen ist das ein normales, kleines und unaufgeregtes Frühstück für mich allein; bei Gästen sähe das alles noch mal erheblich üppiger aus. Das Alltägliche, das sich über die Jahre aus Erbgängen, Reisen und Occasionen angesammelt hat, kann man schlecht den Gästen zumuten.

Aber wohl auch nicht der Anruferin. Denn die Anruferin fand es unangemessen, ja sogar gefährlich, würde ich etwa auf den vor der Terrasse liegenden Berg gehen und dabei nicht mein petit déjeneur wieder in die Wohnung räumen. Auch reiche es nicht, wenn ich nur Verderbliches wegräumte und die Kanne, die nach der Bergtour sofort wieder benutzt wird, wenn ich ein Buch lese oder einfach nur den Kühen vor der Terrasse beim Grasen zuschaue, draussen stehen lasse. Das nämlich könnte Vorbeigehende auf die Idee bringen, hier wohnten reiche Leute. Als ob es in dieser Gegend, wo im Winter ohne Pelzkollektion gar nichts geht und jede Kirche mit ostentativem Prunk aufwartet, so eine Sensation wäre, wenn hier Reiche – man stelle sich das vor, Reiche am Tegernsee! Wie extraordinär! – wohnten.

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Würde hier die Kanne stehen, wurde meiner Mutter beschieden, wer weiss, ob sich diese Erkenntnisse des Reichtums nicht ausgehend von den alten Tanten, die auf dem Heilklimawanderweg runter zum Konditor vorbeikommen, auch herumsprächen, und dann würde der Einbrecher mit der rumänischen Diebesbande kommen, weil die Kanne eben verrate, dass hier etwas zu holen sei. Und so wäre es wirklich schön, wenn mir meine Mutter sagen könnte, dass ich zumindest während des Bergsteigens, beim Tortenholen, bei der Spritztour nach Tyrol oder beim bald beginnenden Badevergnügen darauf achtete, dass die Terrasse dieses Anwesens, das in Bestlage zu finden ist und Quadratmeterpreise wie in der noblen Maxvorstadt hat, nicht so reich, sondern eher schlicht und ärmlich wirken würde. Zurückhaltend. Nicht wie ein Happen für rumänische Diebe.

Und hier nun haben wir den Generationenkonflikt, denn wir, meine Freunde und ich, sind da anders. Unsere Eltern stammen noch aus einer Zeit der Not, wo über das Erbe des 86-teiligen Rosenthalgeschirrs Familien zerbrochen sind. Damals hatte man noch billiges Alltagsgeschirr und Restservice, die man aufbrauchte, und ein paar Schränke voller feinster Keramik, die man nur für Feiern hervorholte. Nachdem wir aber gerade im Aussterben begriffen sind, stürzen all die Schränke voller Rosenthal und Meissen, Royal Doulton und KPM auf uns Junge ein. Zudem sind die Preise auf den Märkten so niedrig, dass dem gedeckten Tisch mit Limoges kein echter finanzieller Aufwand gegenüber steht. Silberkannen erwirbt man heute fast zum Materialpreis. Wir können jetzt schlecht anfangen, nur für etwaig auf dem Heilklimawanderweg vorbeilaufende Grosstanten rumänischer Diebeshorden bei I*ea das beliebte „Starterset für ein Leben in Elend“ zu erwerben – wir haben ohnehin zu viel. Wir sind deshalb keinesfalls reich. Es sieht allenfalls so aus.

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Das Decken der überbordenden Tischen haben wir bei unseren Eltern so gelernt. Nachdem auch wir in diesen düsteren Zeiten Angst haben, als über dem Teller im Kopftiefflug fressender Berliner PR-Polo an der Kastanienallee zu enden, tendieren wir natürlich dazu, diese weichen Grenzen zum Niedergang neu mit Glanz und Tischkultur zu zementieren. Für uns ist zu Tisch immer Sonntag. Wir haben das Edelstahlbesteck unserer Eltern aussortiert und polieren lieber das Silber unserer Grosseltern. Wir möchten nicht an den Kulturbruch der Eliten nach dem zweiten Weltkrieg erinnert werden, der die Menschen nicht mehr stolz machte, wenn sie als einzige in der Strasse ein Automobil besassen. Um unsere Eltern in dieser Frage etwas zu erziehen, kaufen wir teure Espressomaschinen und besorgen venezianische Spiegel auf Auktionen, und es stört uns keineswegs, wenn wir sichtbar den Anspruch vermitteln, an dem sich der Rest eher orientieren sollte, als dass wir anfangen, unser Dasein im Elend der TV-Einrichtungssendungen zu verbringen. Die polierte Silberkanne auf der Terrasse ist so gesehen eine ständige Mahnung an die Vorübergehenden, sich nicht gehen zu lassen.

Nachdem mein Schicksal hier aber ohnehin schon besiegelt ist – letzthin hörte ich sogar, dass man meine verbeulte Barchetta für eine Porsche hielt – bleibt mir nichts anderes übrig, als diesen Konflikt der Generationen auch in aller Härte auszutragen. Ich habe letzte Woche eine Kanne für den Tegernsee bestellt; keinen plattierten, historistischen Plunder aus victorianischer Zeit, sondern gleich richtig, George IV und massives Silber bis zum Henkel, üppig verziert und alles andere als billig. Die werde ich draussen stehen lassen, bis entweder wirklich die rumänische Diebesbande kommt, oder man meine Mutter auf mich einzuwirken bittet, es doch wenigstens wieder auf das alte, bescheidenere Niveau zurückzufahren. Am grundsätzlichen Übel, der Verhuschtheit der Eliten nach 45 und ihrer Angst, jemand könnte ihr Treiben mitbekommen, wird das natürlich nichts ändern. Aber wir werden dafür sorgen, dass der Kulturbegriff unserer Grosseltern und Urgrosseltern wieder aus dem Staub ersteht. Heute nehmen wir den Tegernsee. Morgen dann die

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Begleitmusik, die dazu passt: Agostino Steffani war ein wahrlich unbescheidener Mensch. An der Wende zwischen 17. und 18. Jahrhundert als Sänger, Komponist und Diplomat tätig, trieb es ihn von Italien nach Deutschland und dort an Höfe, die verschwenderisch und prunkliebend waren. Steffani hatte keinerlei Hemmungen, auch zweitklassige Dichtversuche von Fürstinnen nach italienischer Mode zu vertonen und Herrschergeschlechter in Opern zu vergöttern – das allerdings war zu jener Zeit keineswegs ungewöhnlich, und tut seiner musikalischen Qualität keinen Abbruch. Die Cantaten, Duette und Sonaten, die die Sopranistin Monique Zanetti und der Countertenor Pascal Bertin im Stil der Zeit sehr feinsinnig eingespielt haben, sind bei Panclassics erschienen.

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67 Lesermeinungen

  1. Mon Dieu werter Don, wahrlich...
    Mon Dieu werter Don, wahrlich famos geschrieben!! Von der Kanne bitte ein Bild bei nächster Gelegenheit! Probleme hat man nicht, man schafft sie sich in Ihrer Klasse!
    Diese Sorgen möcht wohl so mancher haben!

  2. Werter Vetter!
    Besten Dank...

    Werter Vetter!
    Besten Dank für die wunderschönen Bilder vom Frühstückstisch!

  3. <p>So ist es nun einmal. Ich...
    So ist es nun einmal. Ich kaue nun schon etwas länger an dem Thema, und überhaupt, dieses „Keiner soll wissen, wie es wirklich um uns bestellt ist“. Als musste man sich dafür schämen. Das ist eine ganz grässliche Fehlentwicklung, denn solange man bei der Wahrheit bleibt, wird es auch nicht zur Angeberei.
    .
    Unabhängig davon habe ich natürlich auch noch andere Probleme als die momentanen Engpässe bei der Versorgung mit Trüffelbutter.

  4. Oh, bitte, keine Ursache....
    Oh, bitte, keine Ursache.

  5. ich glaube bei Ihrer Nachbarin...
    ich glaube bei Ihrer Nachbarin geht es nicht um „keiner soll es wissen“.
    Ich bin überzeugt, die gute Dame -wahrscheinlich eine millionenschwere Fabrikantenwitwe- glaubt fest, dass sie keineswegs reich ist !!
    Ihre Sorge ist, man könnte sie -nach ihrer Meinung- fälschlichweise für reich halten !

  6. Also so ein Siberkännchen...
    Also so ein Siberkännchen würde mir schon auch gefallen! Mal sehen, bin im Juli auf der Insel!
    Ach ja, Kürbistarte? Eine Süßspeise? Oder eher deftig? Hängt wohl vom Kürbis ab, oder? Sieht jedenfalls lecker aus! Würde ich deswegen auch nicht auf der Terasse stehen lassen, wg Mundraub! :)

  7. Nunja, wenn der Neid ein...
    Nunja, wenn der Neid ein negatives Gefühl ist, dann verursacht man ja Leid bei seinen Mitmenschen, indem man ihnen Anlass zum Neid gibt. Vor allem wenn man selbst nicht viel davon hat sich so zu exponieren, richtet man Schaden in der Gesellschaft an. Vielleicht sind die plündernden Diebesbanden da ein nützliches Korrektiv. Solang die Leute Angest vor ihnen haben, wird weniger Reichtum gezeigt und folglich entsteht weniger Neid. Eigentlich sind Plünderer also ein Wohlfahrtsgewinn.

  8. Und ich kannte solche...
    Und ich kannte solche Diskretion nur aus armen milieux, dass man nie zufällig um die Essenszeit vorbeischaut – damit man nicht mitbekommen kann, fals da kein/kaum Essen ist (und wie arm)! Bei Einladungen wird selbstverständlich reich gedeckt und Importalkoholika in verschlossenen Flaschen angeboten.

  9. FS, in die Tarte kommt...
    FS, in die Tarte kommt Scamorza hinein, etwas Sextener Hartkäse, Zwiebeln und, in einer schmalen Periode, auch gezupfte Pfifferlinge. Der Geschmack ist dann süsslich-pikant. Mag nicht jeder, aber ich schätze das.

  10. Don Ferrando, ich kenne...
    Don Ferrando, ich kenne niemanden, der sich als reich bezeichnen würde. „Mittelschicht“ oder „nicht arm“ ist da schon das höchste der Gefühle.
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    Franz von Hahn, ich glaube nicht, dass dort einer wegen meiner doch eher ärmlichen Besitztümer neidisch sein müsste. Es ist nur die Frage, wie man es ausdrückt. Andere fahren zwei Monate in Urlaub oder haben noch drei andere Häuser irgendwo.

  11. GRS2, das Verbot zur...
    GRS2, das Verbot zur Essenszeit zu besuchen dürfte unabhängig von Schicht und Klasse sein. Es ist ja, als würde man sich selbst einladen. Das tat man nicht. Heute, da geregelte Tagesabläufe – 6 Uhr aufstehen, 12 Uhr Mittagessen und 19 Uhr Abendbrot – Geschichte sind, empfiehlt sich stets eine vorherige Anfrage.

  12. well, ob die bürgerliche...
    well, ob die bürgerliche gegend mit ihrer kleinsymbolik a la gipserne löwenchen & rosaorchidee in jedem küchenfenster von diebesbanden weniger verschont bleibt…, das mag ich zu bezweifeln.
    (die andere antwort folgt am we:)

  13. erratum: "mehr verschont...
    erratum: „mehr verschont bleibt“ :)

  14. Dank für die...
    Dank für die Aufklärung,werter Don. Werd ich wohl zur nächsten Kürbissaison mal ausprobieren.

  15. @ Don Alphonso - Es ging mir...
    @ Don Alphonso – Es ging mir aber mehr um das Zeigen/Nichtzeigen was man hat – und als höflicher Mensch nimmt man natürlich darauf rücksicht was ein Anderer Verstecken wollen könnte.
    Und weiss nicht, mir schwirren so Reste von einem Spruch der mit Wasser zur Suppe schütten, dann reicht es auch für den unvorhergesehenen vorbeigegkommene Gast, durch den Kopf. Und davon, dass Wohnungen und Speisekammern grundsätzlich jederzeit empfangsfähig zu sein hätten, falls eben usw… bin aber auch nicht aus katholisch Bayern stammend.

  16. Was ich vergass: Unbedingt,...
    Was ich vergass: Unbedingt, absolut wichtig, Mehl in den geriebenen Kürbis! Viel mehl, bis die Masse nicht mehr richtig feucht ist. Sonst wässert der Kürbis aus und zerstört damit den Unterboden der Tarte. Ich kann dan mal das konkrete Rezept bringen.
    .
    Laperla, es ist wohl so, dass ikn Einrichtungszeitschriften Fassaden oft nicht abgebildet werden, weilo man niemand den Weg zeigen will. Aber am Tegernsee würfe ich mich in Gmund nicht aufhalten und gleich nach Rottach gehen. Das sollte auch unter Kriminellen bekannt sein.

  17. Da liest man, dass Frau...
    Da liest man, dass Frau Schickedanz wohl so um die 5 Milliarden eingebüsst hat und fragt sich, welche Angst man vor rumänischen Diebesbanden haben sollte.

  18. Ich dachte auch, dass man...
    Ich dachte auch, dass man momentan generell andere Probleme hätte, in Zeiten wie diesen. Das ganze schöne Geld, das in der Finanzkrise zu existieren aufgehört hat, hat ja auch jemandem gehört. Allein, so ein Finanzberater ist eine andere Erfahrung als der Dieb, der den Perserteppich von dannen trägt. Ungerecht vielleicht, ist aber so.

  19. harhar... kenne ich noch gut,...
    harhar… kenne ich noch gut, die abwehr der elterngeneration gegen alles frivole. – wie oft mein altes ebenfalls nicht-porsche-cabrio vollkommen schuldlos im ruch stand, zuffenhauser abstammung zu sein… sehr schoen. – „sie ging dann mit dem porschefahrer weg…“ so sprachs das bannwort ueber mich und meine begleitung…
    auch haette ich mich in gesellschaft schon ueber machart von herrenanzuegen geaeussert und dann meinen aktuell bevorzugten schneider empfohlen… – nein, da schlug es meinen eltern die gerechte schamesroete ins gesicht. – so – und zu so etwas – haetten sie mich nicht erzogen.
    meine parvenuehafte stahluhr am handgelenk, einzig sie war nie jemandem der erwaehnung wert. – mag sein, dass man da dann schon gar nicht mehr hinschaut. ist wohl auch besser so.

  20. ps
    franz von hahn hat...

    ps
    franz von hahn hat natuerlich recht.
    … da ist es schon wieder, mein protestantisches schuldbewusstsein…

  21. btw and completely unrelated:...
    btw and completely unrelated:
    wurde hier eigentlich schon zu k.t. guttenberg siniert? – eine ganz interessante person will ich meinen und vielleicht ein schoenes prisma, mit dem man seins- und identitaetsaspekte der SAGHs (soehne aus gutem hause) essayistisch betrachten koennte. – mag sein, dass sich da einige farben ganz auskunftsreich und erhellend brechen…

  22. Ich wollte ja am Montag, nach...
    Ich wollte ja am Montag, nach der Europawahl etwas über die Familie Strauss und die Abhängigkeiten der CSU schreiben.
    .
    Was den Wirtschaftsminister angeht, tue ich mir schwer, unter die „Ich stehe auf dem Times Square und sage allen wie es geht“-Kulisse zu schauen. Im Rahmen einer Ausstellung habe ich mal ein paar Vertreter eben jener Personen aus seiner Region kennengelernt. Sie waren sehr freundlich und umgänglich, und gerade deshalb würde es sich nicht ziemen, sie hier vorzuführen. Über den besagten Herren weiss ich nichts, aber ich mag die Rolle nicht, die er spielen muss, weil er nun mal zu den Seehoferschen Truppen gehört. Da überwiegt die politische Dimension.

  23. Wehrter Don,
    jetzt möchte ich...

    Wehrter Don,
    jetzt möchte ich euch mein Mitgefühl ausdrücken. Ich bin der Meinung das
    ein Frühstück noch dazu ein so einfaches schon zum Tag gehört.
    Eventuell könntet Ihr ja die Ängstlichen und Geplagten an die Tafel bitten,
    nur um dann Euren Anspruch zu zeigen und hoffendlich als Vorbild zu gelten.
    Denn nicht die Nachbarn aus dem Osten machen mir Sorgen, sondern die
    missratenen Kinder welche heute in den Banken und Firmen das Erbe Ihrer
    Grosseltern verscherbeln.
    Ein angenhmes Wochenende und lassen Sie sich Zeit zum Morgen.
    Vielen Dank noch für Eure Hinweise was die Musik betrifft.
    Herzlichst P.

  24. Aber bitte, Paulchen. ich muss...
    Aber bitte, Paulchen. ich muss jedoch sagen, dass ich das Frühstück in Einsamkeit oder mit ausgewählten Gästen zu sehr schätze, als dass ich es zum Schlachtfeld divergierender Meinungen verkommen lassen will. ich selbst würde das übrigens auch gar nicht annehmen, man trifft sich nicht zum Frühstück; mir jedenfalls käme das sehr seltsam vor.
    .
    Vielleicht noch generell zum Adel: Ich denke, hier soll es um die bürgerliche bessere Gesellschaft gehen. Von mir aus noch Amtsadel, aber die Situation ist nach allem, was ich weiss, nicht die gleiche wie beim Bürgertum. Einerseits, weil der Weg ein gänzlich anderer ist, andererseits, weil die Beharrungskräfte allein schon wegen der Familien- und Vermögensstruktur sehr viel stärker sind als im Bürgertum. Mir ist diese Welt nicht komplett fremd, aber doch bekannt genug, dass ich es für falsch halten würde, mich als Chronist auch in diesem Bereich anzudienen.

  25. einverstanden. seine rolle als...
    einverstanden. seine rolle als ‚einer von seehofers truppen‘ teilt sich mir nicht so mit – ich blicke aber auch aus einiger distanz auf das tagesgeschehen in deutschland. – unschoen klingt das, aber die trennlinie nicht zu ziehen, waere sicherlich naiv oder verklaerung .

  26. Hier hat es auch Einsamkeit,...
    Hier hat es auch Einsamkeit, dafür weniger Silberkannen – trotzdem gibt es doch immer wieder Vorbeireisende die sich diversen Plunder, billiger als Silberkannen aber elektronischer und schneller handelbar dauerentleihen – ich denke hier würde stilvolles Eindecken eher vor denen schützen

  27. lieber don alphonso, sie...
    lieber don alphonso, sie vielleicht schon, aber wer weiß wie die logistik der dieben in wirklichkeit aussieht? gut möglich, daß sie bei weitem nicht so gediegen wie sie und es ist leichter für diese normalsterblichemediamarktgadgets aus gmund zu verscherbeln als edle silberne teekänchen aus rottach?
    schlimmstenfalls bleibt ihnen lieber don alphonso etwas auf die terasse rauszustellen, was sie in ihrem haushalt sowieso nicht mögen & schnellstens loswerden möchten ;)
    oder in die perle des südens (http://artcritical.com/appel/images/marrakech2.jpg) zu ziehen, wo die telefonwächter ihre „kontrolle“ verlieren & wo silberne kannen kein synonym für diebescatcher darstellen.

  28. Ich glaube, der Verlust von...
    Ich glaube, der Verlust von ein paar Millionen durch die Finanzkrise schmerzt anders, da sie ja „nur“ zahlen auf irgendwelchen Depotmitteilungen waren.
    Aber wenn der Einbrecher die seit Generationen vererbteb goldenen Manschetteknöpfe und das zu Taufe erhaltene Silber etc mitnimmt, ist dies emotional für die betroffenen (z.B. o.g. Nachbarin) weitaus schlimmer!

  29. Schönen Gruß an Ihre...
    Schönen Gruß an Ihre geschätzte Frau Mama, lieber Don – die meinige würde jetzt aus dem Mütterhimmel der gutbürgerlichen Instruktionen auf Beschwerderufe der dritten Art so reagieren: entweder (ungläubig)
    a) „Meine Liebe, das kann nicht sein – solches Verhalten fiele meinem Sohn nicht einmal im Stadium abklingender Trunkenheit ein“; oder (wenn Vorfall nicht abzustreiten)
    b) „Meine Liebe, zum perfekten guten Ton gehört, daß der wahre Könner ihn manchmal nicht trifft“; oder (wenn Anruferin als unverschämt empfunden)
    c) „Meine Liebe, ich verstehe Sie so gut. Könnten Sie bitte die Güte aufbringen, bei meinem Sohn vorbeizuschauen und ihm das Geschirr abzudecken. Er hätte sicherlich nichts dagegen“.
    Als guter Nachbar, werter Don, sollten Sie der verschämt erlebnishungrigen Dame nebenan vielleicht doch ab und zu ein „Dejeuner sur l’herbe“ (nach Manet) bieten, unter sanftem Klang der Pansflöte (wie im gleichnamigen Film von Jean Renoir). Es mag sein, daß sie sich animiert hinzugesellt – wie die Gesellschaft sich dann zu benehmen habe, kann man leicht bei Loriot nachschlagen, Stichwort „Mit der Orgie auf Du und Du“. Bildmaterial hierzu liefert gerade „El Pais“ – ein Zappadu findet sich doch immer.

  30. abf, ich habe mir vorgenommen,...
    abf, ich habe mir vorgenommen, weithgehend über Dinge aus dem direkten Erleben zu schreiben, damit das hier nicht zu zeitungslastig wird. je nach dem Ausgang der Europawahl werde ich mir die CSU aber nochmal zur Brust nehmen.

  31. michael1366, zum Wohlbefinden...
    michael1366, zum Wohlbefinden gehört es auch, Vertrauen haben zu können. Und das will ich mir irgendwo auch behalten.

  32. Don Ferrando, es ist...
    Don Ferrando, es ist natürlich ein Schlag für das Sentimentale. Aber die Verluste sind nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Gefühl, zu jenen zu gehören, die von der Umverteilung profitieren und immer reicher werden. Das tut richtig weh. Sagt man auch auf dem Wochenmarkt, den ich jetzt zu frequentieren gedenke – ich schalte aber schnellstmöglich wieder frei.

  33. erratum: es heißt "déjeuner"...
    erratum: es heißt „déjeuner“

  34. Die Verlierer
    @Don Alphonso:...

    Die Verlierer
    @Don Alphonso: Apropos „Selbstgebackenes“! Wer kocht/bäckt bei Ihnen eigentlich? Ihre Frau Mama?, Sie selbst?, oder ein eingeführtes („rumänisches“) Hausmädchen? Nicht dass ich da einen Generalverdacht aussprechen möchte. Aber ich habe da so eine Geschichte im Kopf, die man, mit ein wenig Fantasie, zu passend machen könnte. Das Gebäude zu der Hauptverwaltung der Behörde, auf der ich arbeite – ja ich bin in einer Behörde beschäftigt, mehr negatives darf ich aber laut Arbeitsvertrag (über meinen Arbeitgeber) nun nicht mehr sagen! -, wurde da vor einiger Zeit neu gebaut. Und wie das so ist bei öffentlichen Gebäuden, die wird natürlich vorher anständig zu ausgeschrieben. Der, der dann der Billigste ist, bekommt in aller Regel den Zuschlag. Nun, dass dieser Bauträger der Billigste war, konnte man schon daran erkennen, dass sein ganzes arbeitendes Personal Polen waren. Wie viele davon legal beschäftigt waren, weiß ich natürlich nicht, aber was ist schon legal in der Baubranche?
    Nun eines Tages wurde bei uns eingebrochen, wir, das sind die von nebenan, in dem alten Bau. Die Kerle machten nicht viel Federlesens. Und fuhren gleich mit den Baumaschinen ins Haus, das heißt, sie machten dabei die Türen ein wenig weiter. Geklaut wurden vor allem unsere alten Computer (merkwürdig, ob die nicht gewusst haben, dass wir bald neue bekommen?).
    Und noch mehr war merkwürdig. Nicht, dass da auch nur ein Tag an dieser Baustelle die Arbeit unterbrochen worden wäre, z.B. wegen „dringenden Ermittlungen“, oder auch nur ein Arbeiter mal verschwunden wäre, zum Beispiel zwecks Verhöre auf dem naheliegenden Polizeipräsidium, und Polizei war sowieso nie zu sehen. Und dass der Fall je aufgeklärt worden wäre, ist mir auch nicht bekannt. Einigen unter uns, war das eigentlich alles klar. Die Baumaschinen sind von den Bauarbeitern ins Haus gerammt worden! Aber warum wurde keiner von denen belangt?
    Nun, ganz offensichtlich mag es Polen geben in diesem Land, etliche gar als Schwarzarbeiter, aber dass das alle Diebe seien, war dann offenbar doch nicht zu beweisen.
    Und das mit den Rumänen, das wissen wir doch auch nur wiederum, weil da mal jetzt eine Bande, im Zusammenhang mit den Geldautomatenmanipulationen, aufgeflogen ist. Wer kennt schon die restlichen Rumänen?
    Überhaupt stelle ich mir so die Frage, anhand unseres Falles, wer da eigentlich der Hauptgeschädigte ist, wenn es überhaupt einen solchen gibt?
    Die Behörde bekommt ihr Haus zu den billigsten Konditionen – ohne illegale Polen, wären die wohl so nicht zu haben gewesen – und was sind da schon ein paar Computer gegen. Vielleicht sind wir gar versichert, dann trifft‘s die Versicherung, und die legt’s um, auf die Versicherten, auf „uns“ also, irgendwie. Naja, die polnischen Arbeiter, die haben einen scheiß Lohn und ein noch beschisseneres Leben. Ich konnte da zum Beispiel beobachten, wie die schlagartig zu reden aufhörten, nicht diese, aber andere Polen am Bau, wenn die einem begegneten. Die hatten wohl klare Anweisungen!
    Die Verlierer scheinen dann wohl die Polen und wir, unsere Gesellschaft, zu sein. Mit „wir“, meine ich all die, die an der Ausbeutung solcher Leute keinen Anteil haben, weder als Arbeitgeber, noch als Versicherer noch als Versicherte. Und Verlierer deswegen, da unsere Kultur wieder mal abgleitet, ins Reich der Fantasie wohl auch, aber dabei mehr in das der Vorurteile hierbei.

  35. oh, es fällt mir erst jetzt...
    oh, es fällt mir erst jetzt auf, daß das wort „denken“, das nach gediegen kommen sollte, sich in der matrix irgendwo verflüchtigt hatte.
    aber ich hoffe, sie haben trotzdem den sinn erfassen & die photographie von irving penn genossen können ;)

  36. Ähem, sind wir in toto...
    Ähem, sind wir in toto möglicherweise ein wenig vom ursprünglichen Thema abgerutscht … whatsoever, an dem eingangs von Euer Liebden abgelichteten Frühstücksensemble im lauschigen elterlichen Park ist in der Tat nichts Verwerfliches zu finden. Außerdem ist unsere Existenz, in diesen unseren besseren Kreisen, nicht dadurch definiert, daß wir der Gefallsucht gegenüber der plebs misera erliegen. Ich empfehle zu dieser Tageszeit einen Gurkensandwich und ein der Jahreszeit angemessenes Glas „Muskat Ottonell“. Meine Empfehlung …

  37. Ansonsten hübsch...
    Ansonsten hübsch hintersinniger Text, der Ihnen da gelungen ist, Don Alphonso, Sie alteuropäischer Kulturrevoluzzer – wie Sie am Vorabend der Europa-Wahl sich da als „Grüne Zelle“ der TFBA (Tegernseer Frühstücksbefreiungsarmee) zu erkennen geben. „Heute nehmen wir Tegernsee …“ – ha, diese Anklänge an Leonard Cohen (First we take Manhattan): „Remember me, I used to live for music“ – und dann kommt der barocke Steffani – „Remember me, I brought your groceries in“ – folgt prompt der Ausflug auf den Wochenmarkt. „Well, it’s Father’s Day“ – nachdem Sie gerade der Mutter den generationenbereinigten Tischabdeck-Krieg erklärt haben – „and everybody’s wounded“, klar doch, deshalb braucht es ja auch einen Heilklimawanderweg am Tegernsee. „First we take Manhattan“ – was sind schon rumänische Diebesbanden gegen die Fuld und Maddoff – „then we take Berlin“ – und sogleich die Absage an den „über dem Teller im Kopftiefflug fressenden Berliner PR-Prolo“.
    Chapeau! Zugleich mein Bedauern über den ph-bastardisierten „Alfonso“ (call me … but spell my name correctly), das bei mir akzentlose „Déjeuner“ – ja, wenn mir der Acutus auf den Gravis fällt – und den namenentgleisten Fotografen Antonello Zappaddu (der wie ein echter Sarde natürlich mit zwei dd geschrieben wird), ein echter Park-Paparazzo des 21. Jhs., dessen Namen man sich im politikentblößten Europa einprägen sollte. Nur das Internet hat’s noch nicht in Mehrheit gemerkt, selbst die „Repubblica“ nicht – ein erschütternder Blog-Fall für Niggemeier, bitte übernehmen!

  38. Ich möchte das Rezept gerne...
    Ich möchte das Rezept gerne lesen!

  39. Schöner Musik-Tip...
    Schöner Musik-Tip

  40. Wie kann ein so schöner...
    Wie kann ein so schöner Frühstückstisch verwerflich sein? Ich werd Ihre Klasse nie verstehen.

  41. hansimglueck...
    hansimglueck schulmeistert:
    „Die Freundinnen, die mich besuchen, sind allesamt repräsentativ […]“
    soll wahrscheinlich heissen:
    „[…] sind allesamt präsentabel […]“
    .
    „Pfefferstreuer“:
    pfeffer aus dem streuer? der streuer kann noch so silbern sein, unter kulinarischen gesichtspunkten ist frisch gemörserter pfeffer oder pfeffer aus mühlen eindeutig zu bevorzugen- nicht nur dolasse und siebeck sind sich da einig-
    .
    „Nachdem auch wir in diesen düsteren Zeiten Angst haben, als über dem Teller im Kopftiefflug fressender Berliner PR-Polo an der Kastanienallee zu enden, tendieren wir natürlich dazu, diese weichen Grenzen zum Niedergang neu mit Glanz und Tischkultur zu zementieren.“
    mit „Berliner PR-Polo“ ist vermutlich keine variante einer auf den britischen inseln verbreiteten sportart gemeint-
    im zusammenhang mit don-alphonso-igittereien wie „Berlin“ und „PR“ kann hier eigentlich nur „Prolo“ (umgangsprachlich für „Prolet) gemeint sein-

  42. No 1 passt schon, wie es...
    No 1 passt schon, wie es ist.
    No 2: Ich stelle eher ungern meinen Mörser des 18. Jahrhunderts auf den Frühstückstisch, der ist etwas arg gross, und deshalb fülle ich um.
    No 3: Da fehlt fraglich ein r zwischen dem P und dem o.

  43. laperla, dazu ist der haushalt...
    laperla, dazu ist der haushalt a) zu neu und b) werde ich ohnehin dauernd ausgeplündert. An Geschenken gingen zu den schlimmsten Zeiten 10 Kannen pro Jahr weg, und auch heute noch ist der Verlust nur durch Nachkaufen in Grenzen zu halten. Diebe möchten sich da wirklich an Rottach halten – dort ist es auch eher schattig und dunkel.

  44. kampfstrampler, meine Frau...
    kampfstrampler, meine Frau Mama hörte sich das an und wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte; man ahnt, dass der Antrag nicht von der Jugend kam, und es ist schwer, da eine adäquate Antwort zu finden. Ich nehme an, sie tat das, was man in solchen Fällen odealerweise tut: Das Thema wechseln und über das Wetter reden. Wie auch immer: ich bin dort in Urlaub und incognito. Und das heisst: Gesellschaftliche Verpflichtungen nur auf dem absoluten Minimum.

  45. Devin08, eine schöne...
    Devin08, eine schöne Parabel!
    .
    Nun, ich komme aus einer Familie, die mit der Backkunst einen Grundstock des Vermögens gelegt hat – namendlich der Backkunst zur Versorgung eines Grossprojektes im letzten Jahrhundert. Zu diesem Behufe erwarben sie die grosse Immobilie, in der ich bin, und natürlich auch selber koche – ich habe das bei meiner Grosstante alles gelernt. Früher waren derer 10 Angestellte nötig, um Haus und Betrieb am Laufen zu halten; dafür haben wir ja auch ein Gesindehaus. Heute dagegen, im Rahmen kleiner Familien und der Banalität des Kochens ohne Holz und Schlachtung mache ich das alles allein. Über Putzfrauen und warum ich das nicht möchte wollte ich ohnehin mal etwas schreiben.

  46. Warum kommt mir die Kunstfigur...
    Warum kommt mir die Kunstfigur „Don Alphonso“ mit jedem neuen Artikel immer mehr wie ein „schwules Muttersöhnchen“ vor? Als ob er der „Frau Mama“ bis an ihr seliges Ende seine wahre Neigung verbergen müsse, auf dass sie ihn nicht enterbe.

  47. Nun, das was da bei Ihnen zum...
    Nun, das was da bei Ihnen zum Ausdruck kommt, würde ich im ersten Teil mit Homophobie und im zweiter Teil mit einem schweren Mangel an Benehmen erklären. Es kann auch an Ihrer Mutter liegen, aber dazu möchte ich keine Vermutungen anstellen. Reicht Ihnen diese Antwort oder soll ich noch etwas über Ihre Geisteshaltung nachdenken? Dazu ist mir die Zeit ja eigentlich zu schade.

  48. Bitte? Was soll daran schwul...
    Bitte? Was soll daran schwul sein, wenn man auch post18 auf seine Mutter hört?

  49. Nach der Eroberung des...
    Nach der Eroberung des Tegernsees aber bitte doch nicht Berlin (a la first we take Manhattan…). Die Cittaslow-Staedtchen waeren doch recht schoen….
    .
    Ansonsten: wer Pelze in der Oeffentlichkeit traegt, wird gelegentlich von militanten Tierschuetzern mit Spray attackiert, fuer Teekannen gibt es da doch kein Aequivalent….und, nun ja, die ruemaenischen Diebesbanden sind im Sueden von D doch wohl seeehr fern.

  50. <p>Kampfstrampler,...
    Kampfstrampler, lustigerweise habe ich definitiv nicht grün gewählt. Mein ökologisches Bewusstsein reagiere ich am Berg ab und nicht auf dem Stimmzettel. Ausserdem ist das hier ohnehin etwas komplexer, denn das, was wichtig ist wie die gentechnik, geht durch alle Kreise und Schichten

  51. Frundsberg, natürlich heisst...
    Frundsberg, natürlich heisst das nicht, dass ich nachgebe. Ich wollte nur mal ein Exemplum niederlegen über all jenes, das nun mal in diesen Schichten so passiert, und was man ansonsten kaum mitbekommt. Auch in diesen abgeschlossenen Gebieten, wo genug für alle da ist, kann man an Verteilungs- und Bestimmungslkämpfen schneller teilnehmen, als einem das bewusst ist.
    .
    Heute ist das Wetter übrigens miserabel, man möchte sich in den Wagen setzen und in den Süden fahren, bis es besser wird.

  52. laperla, ja, danke, es war mir...
    laperla, ja, danke, es war mir ein Vergnügen – selbst wenn es hier vor Kühen und Bergen in Realität ein kleiner Stilbruch wäre.
    .
    Nächsten Winter schreibe ich dann mal was über Rottacher Nichtvenus im Pelz. Es geht auch ohne Spraydose.

  53. Wetterflüchtig
    Apropos...

    Wetterflüchtig
    Apropos schlechtes Wetter: Bin da vor Jahren einmal – im Mai – mit dem Wohnmobil von einem Schweizer See /Luganer See weg geflüchtet – die Wolken versprachen mir nichts Gutes -, Richtung Süden. So ab Genua, denke ich, gelang es mir dann den Klimazonen ein paar Sonnenstunden abzuluchsen. Bin dann die ganze spanische Küste runter, jene Betonküste, die da kürzlich in allen Medien genannt wurde (hab mir nicht mal den Namen gemerkt: Costa Brava oder Costa Blanca?, wer will das unterscheiden?), geflüchtet, bis ich in Portugal war, dort hatte ich dann Superwetter. Mit Rückweg über die portugiesische Atlantikküste – sehr zu empfehlen (auch mit Fahrrad im Gepäck), vor allem der Norden -, machten das dann alles in allem 6000 Kilometer, und das in 3 Wochen. So eine Wetterflucht kann schon was kosten, na ja, ein wenig Urlaub war auch dabei.
    Als ich wieder zu Hause war, waren einige Freunde von mir völlig außer Rand und Band, denn in Genua soll es damals ein furchtbares Unwetter gegeben haben, mit einigen Toten, wie es hieß. Damit war der Einsatz gerettet.

  54. Ich überlege, ob ich das...
    Ich überlege, ob ich das nicht zu einer Reise zu den neuen Extremisten ausbauen sollte; FPÖ in Österreich und Lega Nord in Italien. Also weniger Urlaub vielleicht. Vielleicht steige ich aber auch nur auf den Hirschberg. Mal schaun. Ich bin momentan etwas demotiviert nach drei Wetterkapriolen.

  55. Ich empfehle Triest. Es hat...
    Ich empfehle Triest. Es hat noch etwas vom morbiden kuk Charme (FPÖ) ist aber gleichzeitig eben italienisch (Lega).
    Die wunderbaren Straßencafés laden zu Milieustudien bei einem guten Cappuccini ein !

  56. d.a., nichtvenus? solange es...
    d.a., nichtvenus? solange es nicht in juliettes & justines mündet… :)

  57. Ich tendiere da generell eher...
    Ich tendiere da generell eher zu etwas Philosophie im Boudoir. Ausserdem lese ich im Moment ohnehin nur sehr leichte Dinge wie Sybille Bedfords Jugenderinnerungen.

  58. Verona aus k.u.k.-Vorbesitz...
    Verona aus k.u.k.-Vorbesitz mit seinem Bürgermeister und dessen Politik würde leider auch schon reichen. Kein Wunder, dass ich stets in Mantua wohne. Allein, es widerstrebt mir, nach Italien zu fahren, um mir hässliche kleine Männer anzuschauen.

  59. Zwar keinen Kopf grösser als...
    Zwar keinen Kopf grösser als ein Hund…aber diese stattlichen Herren sind doch sog. „Womanizer“. Oder warum turnen die ganzen „gebildeten“ Mädchen durch deren Gärten ? Fragen über Fragen.

  60. "Der eingebildete Kranke"07....
    „Der eingebildete Kranke“07. Juni 2009, 15:09: „schwules Muttersöhnchen“
    .
    silberkannen, putten, orgelkonzerte, himbeertörtchen…:
    männer, die sich für derlei begeistern können, müssen nicht zwingend gleichgeschlechtlich geneigt sein-
    die don-alphonsinischen reaktion auf vermutungen in diese richtung, lässt einem dann allerdings die spruchweisheit von den getroffenen hunden, die bellen in den sinn kommen…
    wie auch immer, seiner frau mama gegenüber würde er es nicht verschweigen müssen: schon seine grossmutter hat auf diesem gebiet fünfe grade sein lassen und homosexuell veranlagten spielleuten obdach gewährt-
    wichtig für homophobiekeulenschwinger:
    hansimglueck praktiziert schwul-

  61. Nun, vermutlich aus dem...
    Nun, vermutlich aus dem gleichen Grund, der ältere Porschefahrer in Diskotheken bringt. Kostenloser Urlaub in Sardinien, Chancen in seinen Sendern, wichtige Leute, so ist das schon immer gewesen. Nur waren die früheren Condottiere nicht so schmierig und kulturlos.

  62. Hansimglück, besagter...
    Hansimglück, besagter Cretinismus wird hier so behandelt, dass er nicht mehr vorkommt. Pöbel, der meint, aus Einrichtung eine sexuelle Orientierung ableiten zu können, darf gerne gehen und nie wieder kommen – es gibt genug sexistische Angebote im Netz. Das ist alles.

  63. Weter Vetter,
    Silvio hat so...

    Weter Vetter,
    Silvio hat so gar nichts mit einem condottiere gemein!

  64. Wer versteht schon die...
    Wer versteht schon die Gedanken der Damenwelt ? Als kleiner Junge nahm ich mal mit Erschrecken zur Kenntnis, wie Freundinnen meiner Mutter während eines Kaffeeplausches von Gaddafi schwärmten. Dass der so eine tolle Ausstrahlung habe etc.
    Ja, ja, selbst der Gaddafi stand in den Siebzigern im Taunus hoch im Kurs.
    Mit Helden wie Connery & Moore in meinem Herzen, hatte ich da ein echtes Fragezeichen über meinem kindlichen Haupte schweben.

  65. Don Ferrando, es gab auch sehr...
    Don Ferrando, es gab auch sehr viele mickrige, peinliche und zurecht vergessene Condottiere.
    .
    Gaddafi ist natürlich hart. Allerdings galt der in den 70ern noch als Vorzeigelinker und noch nicht als verkommener Diktator wie in den 90ern oder netter Geschäftspartner wie heute.

  66. Lieber Herr Alphons,

    Ihre...
    Lieber Herr Alphons,
    Ihre Frau Mutter hat gewisse Ähnlichkeiten mit der meinigen.
    Ich muß mein englisches Kraftfahrzeug grundsätzlich die Auffahrt hoch fahren, damit die Nachbarn nicht sehen, daß die Familie zwei davon hat.
    Allerdings ist ihr der Zweisitzer aus dem Schwabenland noch peinlicher.
    Das mit dem Alltagsgeschirr ist bei meinen Eltern immer noch so, allerdings ist der Besuch des Zweitgeborenen immerhin schon Rosenthal wert, in Begleitung der zugehörigen Ehefrau kommt dann KPM auf den Tisch.
    Zwei Fragen habe ich allerdings:
    1. Wie können Sie nach solch einem Frühstück dann eigentlich noch die Berge erklimmen? ich könnte danach nur noch mit der FAZ auf dem Bauch auf der Terrasse einnicken.
    2. Sie haben eine Terrasse, die für andere Leute einsehbar ist?!? Und Nachbarn mit Plasikgartenmöbeln?
    Beste Grüße aus Berlin, hs.

  67. P.S.
    Das mit der potentiellen...

    P.S.
    Das mit der potentiellen Homosexualität sollten Sie dem Leser nicht übel nehmen!
    Ästhetischer Anspruch bei Männern, egal ob in Bezug auf Kleidung, Möbel oder sonstige „Äußerlichkeiten“ in Verbindung mit einem nicht durch Oppositionsdenken geprägten Verhältnis zur Familie gilt in der nivellierten Mittelstandsgesellschaft immer als Verdächtig.

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