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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Stilvolle Zurichtung missratener Blagen mit George III.

| 126 Lesermeinungen

Ich hatte eine hervorragende Erziehung: Traditionell, stark und vom Willen geleitet, aus mir schon in früher Jugend einen kleinen Cavalier zu machen. Nun haben leider nicht alle das Glück so einer Erziehung, und so manch scheinelitärer Student wurde schon schlägernd und betrunken unter meinem Fenster gesichtet. Ich wäre kein Cavalier, würde ich versagenden Eltern nicht nachhelfen, solche Missgeschicke nachträglich und stilvoll gerade zu rücken.

Herzog: Ich wünscht, Du wärest eines anderen Sohn.
William Shakespeare, Wie es euch gefällt

Man kann Ihnen nicht nachsagen, dass Sie nicht vieles getan hätten. Haben Ihrem Kind Nachhilfe zukommen lassen, als es übernächtigt von all den Feiern die 11. Klasse nicht schaffte. Haben es in der 12. und 13. dann in ein Internat gesteckt, wo es das Abitur praktisch in Golf und Wohlstandsverwahllosung machte. Das war teuer, aber nur das Ergebnis zählt. Sie haben Rechnungen beglichen und Geld zugeschoben, ohne nachzufragen, und sogar die Abtreibung haben Sie bezahlt – obwohl Sie sonst ein strikter Gegner solcher modernen Umtriebe sind. Zum Glück, sagen Sie sich, können Sie es sich leisten. Sie sind halbwegs reich, schlimmstenfalls Kleinmillionär, und Ihr Kind soll es natürlich besser haben. Oder zumindest ein Leistungsträger nach der Vorstellung der FDP werden: Privilegiert, fleissig wie Silvana Koch-Mehrin und grundehrlich wie Otto Graf Lambsdorff. Auch das kostet. Denn Sie stecken Ihr Balg nicht in eine ordinäre Universität, sondern in eine kostenpflichtige Elitehochschule. Eine Business School. Und wenn dann Ihr Balg anruft und sagt, dass es dieses Wochenende nicht kommen kann, weil es einen sportlichen Wettkampf gegen andere Business Schools bestreitet, die sogenannte Summer Challenge, denken Sie an Kontakte mit Firmenvertreter, Networking und die Chance, dass das Balg vielleicht doch jemanden kennenlernt, den man daheim in die Familienplanung mit einbeziehen kann. Sie sind weit weg, Sie haben keine Ahnung – bis jetzt:

Bild zu: Stilvolle Zurichtung missratener Blagen mit George III.

Da sitzen sie dann. Im teuersten, keinesfalls aber besten Cafe der kleinen, dummen Stadt an der Donau, wo ihre Summer Challenge von einer Universität ausgerichtet wird, über die die Nation herzlich lacht. Und wie sie dort sitzen. Beine breit auseinander, damit man das Primärgenital auch deutlich zu Schau trägt. Lässig, cool, eingesackt, als zukünftiger Herrscher kann man es sich leisten, so in der guten Stube der Altstadt rumzuflacken. Haltung ist nur was für Spiesser. Man ist, weit zurückgelehnt, natürlich weit auseinander, also brüllt man sich über den Tisch an, ist doch egal, ob das jemand mitbekommt. Guck mal, mein neues Aipfoun, damit esemese ich Dir meinen Kontakt. Toll, ich schau gleich mal in meinem Louis-Vuitton-Täschchen nach. Wirtschaftselite im Entstehen. Und ich frage Sie, Herr Papa in der Provinz irgendwo: War es das, was Sie wollten?

Am Abend besaufen sich dann zwei Elitestudenten, der eine macht die Freundin des anderen an, der wird grob, und dann prügeln sie sich mitten auf dem Fest, bis die Polizei kommt. Als wären es Russendeutsche. Am nächsten Tag steht es zusammen mit den Russendeutschen in der Zeitung. Seien Sie froh, dass Ihr Balg hier nicht daheim ist. Wer es hier mit solchem Verhalten in das Provinzblatt schafft, ist mitsamt Eltern auf Jahre erledigt. Da hilft auch kein Anwalt mehr, es gibt keine Revision beim Gericht der alten Tanten. Und es dauert hier nie länger als einen Tag, bis jeder weiss, wer da bei der Erziehung seiner Kinder versagt hat. Dabei wäre es so einfach gewesen, den Blagen Haltung beizubringen, ohne dafür gleich so grob zu werden, wie Sie es sind, wenn ein Mitarbeiter nicht spurt:

Bild zu: Stilvolle Zurichtung missratener Blagen mit George III.Ich darf Ihnen das einmal zeigen. Es handelt sich hierbei um einen sogenannten „Piecrust Table“, eine typische Form der Regierungszeit des britischen Königs George III, 2. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts. Er ist aus Mahagoni gefertigt, hat drei geschnitzte Beine, einen Balusterschaft und, das ist für Sie und Ihren verkommenen Nachwuchs wichtig, eben jene Tischplatte mit einem Piecrust-Rand. Umlaufend ist ein Rahmen aus durchbrochenem Mahagoni, nach oben spitz zulaufend und sehr dekorativ. Heute sind diese Stücke exorbitant teuer – bei Auktionen erreichen sie, der richtigen Hersteller vorausgesetzt, bis zu 7-stellige Beträge – und werden zumeist als Ablagetische für teure Bücher verwendet. Bei mir steht so ein Tisch im Aufenthaltsraum der Gästewohnung – allerdings ist es kein Original aus der Zeit George III., sondern nur eine victorianische Nachschöpfung, die man problemlos für ein paar tausend Euro beschaffen kann. Die allerdings ist dann auch geeignet, damit Blagen zuzurichten. Und zwar ohne dass die wirklich merken, wie ihnen gerade geschieht. Denn an Piecrust-Tischen kann man nicht herumflacken und sich daneben benehmen, bäuerische Sitten vorführen und sich aufführen, als sei man Internet-Berater aus Berlin-Mitte.

Denn die Tische sind selbst für uns Zeitgenossen reichlich hoch. Will man daran Tee trinken oder essen, kann man gar nicht umhin, aufrecht zu sitzen. Diese Tische wurden für Menschen gefertigt, die in Frack und Korsett eingezwängt waren. Wer da nicht aufrecht sass, bekam keine Luft und erstickte einfach. Auch das wäre natürlich eine Lösung, aber ich denke, der Tisch alleine ist ausreichend. Denn der spitze, gebogene Rand macht es zudem unmöglich, einfach die Arme auf den Rand zu legen, um so den Oberkörper sacken zu lassen.

Bild zu: Stilvolle Zurichtung missratener Blagen mit George III.

Man kann es nicht. Es ist absolut umnöglich. Von solchen Tischen kann man nur essen und trinken, wenn man die Hände in der Luft über dem Rand hält. Alles andere tut auf diesem Rand sehr schnell weh. Die Bewegung der Hände in der Luft wirkt nicht nur fein und elegant, es wird auch jedes Zurücksacken verunmöglicht. Man bringt den Oberkörper instinktiv in eine aufrechte Haltung, um die Belastung der Oberarme gering zu halten. Man denkt darüber nicht nach, es passiert einfach. Weil die angemessene Haltung an diesem Tisch gleichzeitig die einzige ist, die bequem ist. Dieser Tisch an sich funktioniert wie die bessere Gesellschaft, in der man nur leben kann, wenn man die Normen akzeptiert. Er ist nur angenehm, wenn man sich anpasst. Alles andere geht nicht. Das lässige Zurückfallen der Grosskotze ist unmöglich. Aber auch der aufgestütze Ellenbogen, das Kennzeichen Berliner Schwaben, Sachbearbeiter, Kreativhungerleider und anderer Leute, die man, ohne Manieren und Anstand, keinem Geschäftspartner zumuten kann.

Bild zu: Stilvolle Zurichtung missratener Blagen mit George III.

Es geht nicht, weil man an einem derartigen Tisch keinen Platz hat, die Ellenbogen aufzustützen.  Es ist technisch unmöglich, weil dort, wo die Ellenbogen wären, entweder, wenn man sich sehr schmal macht, der spitze Rand ist. Oder aber.will man die Arme breiter auflegen, gähnt dort ein Nichts, fast so leer und gehaltlos wie das, was man bei Eliteschülern an Bildung findet. Dort ist noch weniger Tisch anwesend, als ein FDP-Abgeordneter im Europaparlament. Die Devise des Tisches lautet: Schräger Vogel, iss anständig oder stirb. Dieser Tisch ist kein Tisch. Er ist ein Hartholz gewordener Imperativ der victorianischen Erziehung. Aber wenn Sie, werter Vater des ungezogenen Balges, die Wahl haben, unbequem beim Tee oder unbequem beim Anwalt zu sitzen, sollte die Entscheidung zugunsten der Stammhalter eindeutig sein.

Und machen Sie sich keine Sorgen, dass über dem Tisch alles fein aussehen könnte, darunter aber mit den Beinen der alte, breite  Schlendrian mit Einblick zum Gemächt einkehrt:

Bild zu: Stilvolle Zurichtung missratener Blagen mit George III.

Es ist physisch nicht möglich, an diesen Tischen eine unangemessene Haltung einzunehmen. Nicht nur, weil dort wenig Platz ist – der geringe Raum wird auch noch durch die Tischbeine geteilt. Es ist genug Platz für eine ordentliche Haltung, und sonst – für nichts. Es gibt nur einen Weg, an diesem Tisch zu sein: Haltung. Perfekte Haltung. Perfekte Haltung ohne Überlegung, die irgendwann in Fleisch und Blut übergeht, auch wenn andere Tische, Stühle und Häuser kommen. Die perfekte Haltung der Stützen der Gesellschaft, die sich nicht so benehmen, sondern so sind. Danach können Sie gern daran denken, das Balg in eine Eliteschule zu stecken. Dann kommt vielleicht auch mehr dabei heraus, als ein Abmahn-Anwalt, ein Startup-Gründer oder eine unerfreuliche Notiz in unserer Heimatzeitung.

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126 Lesermeinungen

  1. tzzzztzzztzzzze, son tischchem...
    tzzzztzzztzzzze, son tischchem steht doch eher bei sofa oder ohrensessel um von dort niveaustabil den kuchen direkt in fresslade fahren zu lassen.

  2. Für das Sofa gibt es...
    Für das Sofa gibt es niedrigere Tische ohne Rand. Steht in meiner Bibliothek – George II. Das ist übrigens noch ein wenig anstrengender, man muss wirklich aufpassen.

  3. Ob die auf dem Foto...
    Ob die auf dem Foto abgebildeten Personen sich wohl erkennen oder erkannt werden? Schön wäre eine Kommentierung dieses Beitrages durch die Betroffenen oder wenigstens Bekannte der Betroffenen. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Blog in Ingolstadt mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt wird. Und an Business Schools gehört die FAZ zum vermeintlich guten Ton.

  4. <p>An Business Schools...
    An Business Schools vergammelt das Handelsblatt stets im Flur der Studentenwohnheime. Auch an Business Schools hat StudiVZ längst alle anderen Formen des Medienkonsums abgehängt. Und nein, ich denke, da ist nichts, was man jenseits dieser Haltung erkennen könnte – und die ist allgemein. Siehe das verlinkte Buchsbäumchen.

  5. A propos Stundenten:

    Na, das...
    A propos Stundenten:
    Na, das sind doch mal Nettigkeiten. Was macht man, wenn der Komilitone betrunken am Steuer seines laufenden Wagens in der Tiefgarage einschläft?
    a) Man macht den Motor aus
    b) Man ruft ein Taxi
    c) Man nimmt ihm die Schlüssel weg
    d) Man hilft ihm aus dem Wagen
    e) alles zusammen
    f) Man macht ein Bild vom besoffenen Studenten im laufenden Wagen und stellt es auf die Partyhomepage.
    Na?
    http://www.ingolstadt-absolut.de/kw48.html

  6. Mein Bruder war mal als Gast...
    Mein Bruder war mal als Gast auf einer Veranstaltung einer ähnlichen Institution und erzählte von komplexbeladenen Prahlhänsen, die alle Gäste wissen liessen, dass „Daddy“ die Party sponsort und sie deshalb „frei saufen“ könnten.

  7. Schade, für meine Kinder...
    Schade, für meine Kinder schon zu spät! Andererseits, wie verhindert man dann den unweigerlichen Absturz des eigenen Mahles? Schliesslich möchte man die guten Sitten doch bei gepflegter Konversation während des gemeinsamen Mahles pflegen.

  8. Nun, keine Gemeinheiten gegen...
    Nun, keine Gemeinheiten gegen die studentische Zunft! Wir haben so schon ein sehr, sehr schweres Leben.
    Allerdings darf ich betreffend der einschlägigen Verzeichnisse beruhigen: man muss da wirklich nicht sein.
    Haben Sie noch einen rechten Konditor? Haben Sie, verehrter Don Alphonso, einmal an einen Cricket Table zum Eichenparkett gedacht?

  9. So ein Tischchen wäre für...
    So ein Tischchen wäre für Blogs auch gut.

  10. Wehrdienst bei den...
    Wehrdienst bei den U-Bootfahrern soll auch helfen (oder als Zusatz).

  11. ... was eigentlich schockiert...
    … was eigentlich schockiert ist doch weniger die Prügelei, die jungen Leute müssen sich doch auch einmal die Hörner abstossen können, als die Memmenhaftigkeit : wegen einer Platzwunde in die Ambulanz gerannt und dann auch noch Anzeige erstattet. Das ist doch kein Comment.

  12. Werter Don, für Artikel wie...
    Werter Don, für Artikel wie diesen, deren ebenso anschauliche wie pointiert-präzise Analyse frappierender gesellschaftlicher Mißstände sie zu einer lehrreichen Pflichtlektüre werden läßt, gebühren Ihnen alle Preise derer zu rühmen es sich geziemt.

  13. Schöne Beobachtungen! Ich...
    Schöne Beobachtungen! Ich glaube es war Max Weber, der geschrieben hat, dass Oberschichten sich in der Interaktion von Angesicht zu Angesicht mit ihresgleichen reproduzieren. Kein Wunder also dass mit Social Media alles den Bach runtergeht.
    Andererseits, es gibt doch sicher auch ein superelitäres Facebook-Äquivalent, das wir nur alle noch nicht kennen, oder?

  14. Aber auch der aufgestütze...
    Aber auch der aufgestütze Ellenbogen, das Kennzeichen Berliner Schwaben, Sachbearbeiter, Kreativhungerleider und anderer Leute, die man, ohne Manieren und Anstand, keinem Geschäftspartner zumuten kann.
    -> zum Glück bin ich ein DÜSSELDORFER Schwabe, sonst müsste ich mich jetzt pikiert fühlen ;-)

  15. Sie sind wohl nicht korporiert...
    Sie sind wohl nicht korporiert – denn sonst wäre Ihnen das trinkende Balzgehabe unreifer Studentendarsteller spätestens nach einem Semester auch in Fleisch und Blut übergegangen. Und sie waren nie in Bad Kösen, wenn dort die Corpsstudenten feiern. Dagegen sind die Ingolstädter Business-Kinder wirklich harmlose Anfänger…
    Außerdem holt bei man einem studentischen Händel um ein Weibsbild nicht die Polizei. Das ficht man aus im wahrsten Sinne des Wortes! Oder man tauscht mit dem Lochschwager ein Zipfelchen…

  16. Würde das nicht die...
    Würde das nicht die Ausweichhandlung provozieren, den Teller samt Kuchenstück in die eine und die Gabel in die andere Hand zu nehmen? Derart vom Tisch befreit sind unangemessene Haltungen durchaus möglich.
    Was mir beim letzten Bild einfällt: Sind eigentlich Straßenschuhe in Innenräumen angemessen?

  17. Wunderschön. Dasselbe...
    Wunderschön. Dasselbe pädagogische Prinzip liegt übrigens auch den zierlichen Rokokosesseln klassischer Salons zugrunde: sie waren so schmal gebaut, dass eine Dame mit Krinolinenrock nur auf der äußersten Stuhlkante Platz finden konnte. Und daher extrem aufrecht sitzen musste. Jedes Anlehnen war unmöglich — im doppelten Sinne.
    (Ob sich Don Alphonso angesichts der erkennbaren Freude, mit der er sich dem Thema widmet, dereinst doch dazu entschließen sollte, seiner gesellschaftlichen Verantwortung durch die Erziehung eigener Kinder gerecht zu werden…?)

  18. Wie immer ist die Lektüre ein...
    Wie immer ist die Lektüre ein Vergnügen. Und erinnert mich daran, dass es gar keiner piecrust-tables bedurfte, als ich als Dreijährige, die ein Stapel Zeitungen auf dem Stuhl auf Tischhöhe gebracht hatte, nach einem anstrengenden Vormittag intensiver Gartenerkundung schon genau wusste, was passieren würde, wenn sich der Ellbogen der Tischplatte annähern sollte. Ein überfreundlich-spitzes „Ach, was ist denn das für ein müder Schäfer. Soll ich dem Dorfschreiner Bescheid sagen, dass er Dir eine Kopfstütze baut?“ reichte vollkommen aus. Es reihte sich als Dreijährige als ein weiterer Punkt auf der langen Liste der Ungerechtigkeiten im Leben ein, auf der schon stand, dass man erstens keine Launen zur Schau stellt, zweitens „die Anderen“ sowieso kein Maßstab sind, und drittens sich die Fragen, Nudeln mit Ketchup zu verzehren, vollkommen erübrigt. Zur Folge hat es, dass man sich später am wohlsten zwischen alten Büchern und älteren Möbeln fühlt und sich in der Mensa kaum traut, auf den Nebentisch zu schauen, weil die Tischmanieren der Nachbarn noch vernichtender auf jeglichen Appetit wirken als das ohnehin zweifelhafte Essen. Mein Vater restauriert derweil in seiner Freizeit Oldtimer um Oldtimer, in der stillen Hoffnung, in einem derselben die nun bald 30-jährigen Töchter doch noch zur Hochzeit fahren zu dürfen. Bis dahin bleibt das geerbte Porzellan im Sommerhaus. Heute lebe ich zwischenzeitlich in einem Entwicklungsland, in dem die Oberschicht die besten Bildungsinstitutionen der Welt besucht, aber Porsche Cayenne fährt und bei der Nahrungsaufnahme regelmäßig und gestern Abend besonders plastisch in ein Verhalten verfällt, dass einem auch bei bestem Essen die Mensa ins Gedächtnis ruft. In zwei Wochen geht es zurück nach Europa, zu Antiquariaten, Sinfoniekonzerten, Fischmessern und Privatfernsehen, Business Schools und La Martina-Poloshirt-Trägern.

  19. Abgelaufener Tetanusimpfschutz...
    Abgelaufener Tetanusimpfschutz oder eine Abneigung gegen Gesichtsnarben rechtfertigen es, die Ambulanz aufzusuchen.
    Aber Menschen, die sich an das Comment halten, sind vermutlich stolz auf Gesichtsnarben. Wenn sie denn auf „ehrenvolle“ Weise zustande kamen.
    Zählen wir kurz auf:
    -Übermäßiger Alkoholkonsum
    -Körperliche Gewalt als Problemlösungstrategie
    -Ausbildung als Netzwerkbildung
    -Ein elitäres Selbstverstädnnis
    Das schreit ja geradezu nach Verbindungen.
    So gesehen hat sich an der „deutschen Elite“ nicht viel geändert. Oder an dem, was sich dafür hält.

  20. Verehrter Don...
    Verehrter Don Alphonso,
    gemach, gemach – machen Sie sich keine Sorgen. Die Einen werden „ihren Wege machen“ die Anderen eben nicht. Ich vertraue auf die „normative Kraft des Faktischen“ ( frei nach Carlo Schmidt ). Erfolg ist, ein Ziel erreichen – und sollten dazu Benimm, Anstand und gute Sitten erforderlich sein, so wird man sie sich zu erwerben wissen – wenn nicht, dann hat es die Evolution so gewollt.
    Um erfolgreich betrügen zu können, bedarf es Klugheit, Fantasie, Denkfähigkeit, Gewissenhaftigkeit, Genauigkeit, Geduld, Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen und noch manches mehr – kurz, es sind einige der besten Eigenschaften, die Menschen besitzen oder sich erwerben können, erforderlich.
    Sie sehen, werter Don Alphonso, es kommt nur darauf an, für was man sich entscheidet oder für was man sich entscheiden m u s s. So manch Einer, der sich charakterlich „edel, hilfreich und gut“ wähnt, hatte nur nie die Gelegenheit unmoralisch zu handeln oder aber er war noch nie in einer Situation sich „auf Leben und Tod“ entscheiden zu müssen.
    Gruß Hanskarl

  21. Ach, ahnungsloser Don...
    Ach, ahnungsloser Don Alphonso, wenn Erziehung doch so einfach wäre! Da haben Sie sich in Ihrer selbstgewählten Single-Idylle aber ganz schön was zusammengeträumt. Die Verwendung dieses Tisches dürfte gegen das grundgesetzlich angeordnete absolute Folterverbot verstoßen. Auch § 1631 Abs. 2 BGB gibt Kindern das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig. Gegenüber den Zöglingen in Wahrnehmung der elterlichen Personensorge gem. § 1631 Abs. 1 BGB die Einnahme von Applepie am Piecrusttable anzuordnen, dürfte daher rechtswidrig sein. Vorsicht also, wenn Sie den geplagten Vater des liederlichen Balges vor die Wahl stellen, unbequem beim Tee oder unbequem beim Anwalt zu sitzen, könnte er sich beides einhandeln, wenn er Ihrem Vorschlag voreilig Folge leistet! Wir leben schließlich in einem Rechtsstaat in dem alles auf´s Beste geregelt ist.

  22. ...und für die Kommentatoren....
    …und für die Kommentatoren.

  23. elbsegler, man unterschätze...
    elbsegler, man unterschätze nir die Dummheit von Kindern. Zweierlei bietet sich da an: a) Die behauptung, das sei der Tisch von (Name irgendeines medialen Blödsinns, den Kinder schätzen, da gibt es schon was, keine Sorge) b) Alternativen anbieten! Es geht durchaus noch unbequemer! Ich sage nur: Besenkammer.
    .
    Alles kein Problem.
    .
    Hanskarl, ich habe ab und zu mit „stupid german money“ zu tun, und ich habe nicht den Eindruck, dass da jemand mehr als einen Funken brillianter als die Opfer ist. Für das betrügen braucht man vor allem jemanden, der Angst um sein Geld hat. Furcht essen Hirn auf.

  24. "Wer andern in der Nase bohrt...
    „Wer andern in der Nase bohrt hat selbst nichts drin.“
    Don, Sie haben keine Kinder und werden auch aller Voraussicht nach keine mehr haben, also schreiben und maekeln Sie doch nicht andauernd ueber anderer Leute Nachwuchs. Das Thema ist fuer Sie doch einfach durch – also bitte Konzentration auf Gebrauchtwaren, Seniorenseen und abwrackfaehige Automobile. Bitte!

  25. Da muss ich Sie leider...
    Da muss ich Sie leider enttäuschen. 1. hatte ich ja selber eine Erziehung und 2. gehört Erziehung zentral zum Wesen dieses Blogs und seines grossen Themas. Ich schreibe ja auch über Kirche, ohne Mitglied zu sein. Und über die Staatspartei, ohne ihr anzugehören.

  26. Super! Dann koennten Sie ja...
    Super! Dann koennten Sie ja auch mit dem gleichen Verve auch ueber Kernfusion, Astrophysik und neue Rezepte zur Herstellung von II/IV Halbleitern schreiben, das Wissen hierueber duerfte entsprechen fundiert sein ….

  27. P.Opel,
    lassen Sie Don...

    P.Opel,
    lassen Sie Don Alphonso mal machen. Er reiht sich mit seiner Klage in eine Reihe äußerst weiser Männer ein.
    Don Alphonso,
    das renkt sich mit zunehmendem Alter der „Jungen“ seit über zweitausend Jahren wieder ein.
    Folgendes Zitat finde ich sehr passend, da offensichtlich auch früher die Jugend nicht wußte wie man im Sitzen die Beine zu platzieren hat.
    „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprichen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer“ Sokrates

  28. lieber d.a., fast könnte man...
    lieber d.a., fast könnte man glauben, daß sie diesmal einen zwischenblogeintrag, eine hybride erschaffen haben: für diejenigen, die alte dinge/genuss & co mögen & für diejenigen, die gesellschaftlich-wirtschaftlich etwas interessierter sind. eine art normative ode an die stützen. schön.
    (btw. gehört schmeicheln eigentlich auch zu gutem benehmen?:)
    andererseits wäre es vielleicht spannend herauszufinden, weshalb die netten und genußvollen themen so uninteressant auf das faz-publikum wirken. soll das etwa heißen, daß hier nur schmallippige, grimmige asketische kritiker vorbeischauen? ;)

  29. In der Beschreibung dieses...
    In der Beschreibung dieses Blogs rechts oben steht geschrieben:
    .
    seien Sie Gast beim großbürgerlichen Wertekanon und profitieren Sie von dessen Kleingedruckten, setzen Sie sich gefälligst gerade hin, bewundern Sie die Tischdecke und die Bücher, genießen Sie Tee und tantenmordende Torten von Goldrandgeschirr aus erfolgreichen Erbkriegen, und bemühen Sie im Gespräch nur angemessene Dünkel.
    .
    Das ist das Versprechen. Das halte ich. Gerades Sitzen ist hier und heute das Thema, und es wird nochmal das Thema sein. Und natürlich muss man die Menschen dazu erziehen. Was denn sonst? Sollen wir alle nach Berlin ziehen und die Parks mit Grillgestank unter Hinterlassung vin Müll verpesten? Es kann und mag nicht jeder so sein, und das, was uns dazu bringt, ist nun mal Erziehung.

  30. Lieber Don Alphonso, ich bin...
    Lieber Don Alphonso, ich bin entrüstet! Da kämpfen altvordere Sozialliberale für eine repressionsfreie Kindererziehung, bereichern unser BGB mit allerlei lieblicher Gesetzeslyrik im Familienrecht und Sie ignorieren es einfach! Aber als bekennender Kinderloser fehlt Ihnen natürlich auch die nötige Rechtskenntnis.

  31. Erziehung von Kindern...
    Erziehung von Kindern funktioniert seit tausenden Jahren weitgehend durch das Einnehmen einer Vorbildfunktion durch die Eltern. Wenn man nun meint durch hineinstopfen von Kuchen der auf einem tantigen Tischchen aus dem Fundus eines obskuren Flohmarktbeschickers drapiert wird ein gutes Vorbild einzunehmen – bitte. Ich kann mir aber durchaus andere Vorbilder vorstellen ….

  32. Laperla, man diskutiert eben ...
    Laperla, man diskutiert eben nicht, wenn etwas behagt. Und dann gibt es auch keine Debatte und keine Klicks, und das wiederum wirkt, als gäbe es kein Interesse. Traurig, aber das ist die allgemeine Erfahrung.
    .
    Christoph, es kommt darauf an – tatsächlich gibt es inzwischen Erscheinungen in dieser Stadt, die früher unüblich waren und die nicht einfach so hingenommen worden wären. Gerade beim Thema Vandalismus und Prügeleien unter Alkoholeinfluss. Nachdem das in die Kriminalitätsstatistik mit einfliesst, sieht man schon die Unterschiede.
    .
    elbsegler, ich denke, es kommt immer auf die Verpackung an. Man kennt das vom Zaunstreichen bei Tom Sawyer. Und bis die Kinder das kapieren, sind sie selbst in der Notlage, so etwas bei ihren Bälgern anwenden zu müssen.

  33. <p>Es war eine der besseren...
    Es war eine der besseren Adressen des Berliner Auktions- und Antiquitätenhandels, nur um das noch zu sagen. Dergleichen findet man eher selten auf kontinentalen Flohmärkten. Leider.
    .
    Nicolai v. N., schlagend sind da nur die wenigsten, und die „Verbindungen“ sind eher Geschichten wie die Aventiner
    http://www.aventiner.de/
    Die wiederum lassen sich das in die Krägen der Polohemden nähen, die sie dann aufstellen und so durch eine Stadt laufen, die nicht weiss, ob sie amüsiert oder beleidigt sein soll.

  34. Don Alphonso,
    Sie wollen mir...

    Don Alphonso,
    Sie wollen mir nicht ernstahft erzählen das Prügeleien unter Alkoholeinfluss früher unüblich waren?
    Das ist ja oben schon angeklungen, aber ich denke es ist vielmehr so dass man sich früher halt gekloppt hat und gut war’s und heute geht man eben zur Polizei („Ich zeig‘ dich an!“) und die Sache taucht in der Statistik auf.

  35. Ja, Seniorensee ist nicht ganz...
    Ja, Seniorensee ist nicht ganz falsch. Allerdings bedenken Sie: „Jugendsee“ klingt auch nicht nur nach einladender Wohnregion. Seniorensee ist scho ok, wenn insgesamt die Qualität stimmt. Wirds beige zu viel, kann man reisen.

  36. BCBG, bei uns hiess das "Wia...
    BCBG, bei uns hiess das „Wia bei de Barackler“ (Wie bei den Zuwanderern aus dem tschechischen Grenzgebiet) oder „Des konnst in da Schleifmui mocha (Das kannst Du im Schleifmühlviertel tun, die Schleifmühle war das altstädtische Unterviertel, wo historischer Pöbel wohnte). Oder auch einfach nur „Also bitte.“ Geholfen hat bei der Sache schlichtweg die Vermittlung des Ziels, dass man als kleiner Cavalier mannigfaltige Vorzüge erhält. Es kann natürlich nicht ein jeder so sein, das ist auch klar – aber ich finde es bedauerlich, wenn gerade bei der angeblichen Führungsschicht nicht mal mehr die Fassade da ist.
    .
    freelancer, niemals. Aber ich plane schon einen Beitrag, wie das Rokokoideal mit den Mitteln der Moderne so verwirklicht, dass Kinder auch ihren Spass haben – und nicht gezwungen sind, die Versäumnisse ihrer Eltern in lächerlichen Tischsitteninstituten auszubügeln.

  37. lieber don alphonso,...
    lieber don alphonso, sicherlich haben sie recht. hinzukommt wahrscheinlich noch der sogenannte identifikationspotential, bzw. die resonanz, die ein text in dem leser hervorrufen kann/will. und da ein fernseher leider eine entschieden breitere masse anspricht als der groß geschriebene genuß….

  38. Christoph, ich war in der 11...
    Christoph, ich war in der 11 Klasse in einer reinen Jungenklasse, und die meisten kamen vom Dorf, mit entsprechender Vorerfahrung. Nett, trinkfest, und nicht gerade wehleidig. Die haben sich ein einziges Mal im Jahr zugedröhnt: Am Tag vor dem Zeugnis. Und das galt schon als eher fragwürdig. Wir hatten einen Platz, den haben wir am nächsten Tag wieder aufgeräumt, und da hat sich keiner gedrückt. Heute ist das alles im Stadtpark, und das in einem Ausmass, dass die Polizei einschreiten muss, vom Sanka ganz zu schweigen. Wir haben Wirte, die auf Teufel komm raus Springbreak einführen wollen, wir haben wirklich haufenweise Vandalismus – ich wohne hier seit über 12 Jahren, ich muss mir nur anschauen, wie normal es inzwischen ist, dass ich die Polizei rufe. In anderen Schichten war es früher nie besonders, keine Frage, aber in letzter Zeit sind die Täter oft Leute, deren Väter um 2 Uhr Nachts noch einen Anwalt auftreiben.
    .
    Schlossdeich, ich würde ja eher das Wort „Jungbrunnen“ fein finden. Zumal mit der Demographie die Jungen bald sehr alt aussehen werden.

  39. tobitobson, dazu müsste man...
    tobitobson, dazu müsste man aber sehr weit weg vom hohen Tisch, und dauernd zwische Teller und Tasse wechseln, Zudem: Wer bei den Stühlen zu Biedermeier oder Wiener Barock greift, macht weiteres sinken komplett unmöglich. Zu den Schuhen die Gegenfrage: Kann man die Leser der FAZ mit Hausschuhe indignieren?
    .
    w.schmied, natürlich nicht, ich habe nur überlegen gelächelt, wenn diese Klimbimbingel zu ihrem Besäufnishaus gezogen sind.

  40. Wer, wenn nicht Kinderlose...
    Wer, wenn nicht Kinderlose sollten über das Maß aufrechter Erziehung dozieren? Sie kommen ja eben nicht in Verlegenheit zugeben zu müssen, dass sie mit ihren Vorstellungen davon gescheitert sind…

  41. Naja,
    es sich bequem machen...

    Naja,
    es sich bequem machen und einen Baquelor-/Master/Elitevollhorst abgeben ist zweierlei. Man kann sich auch bequem hinfläzen und kein Depp sein.
    Diese Konstruktion des Don ist so ein zwingender Zirkelschluss wie der von obskuren Metastudien, die schlagend nachweisen wollen, dass Störche, die über eine gewisse Region verstärkt fliegen, automatisch zu mehr Autounfällen führen.
    Kein Mensch sitzt mehr steif wie ein Hackbrett.

  42. Vroni, das hängt ganz von den...
    Vroni, das hängt ganz von den fraglichen Kreisen ab. Und ob man nochmal eingeladen werden möchte. Mir würde auf die Schnelle kaum etwas einfallen, was so fundamental … es ist doch so: Sitze ich zu Tisch, und links weiss sich jemand zu benehmen, und rechts ist es ein Graus, dann ist es doch selbstverständlich, dass ich mich von rechts abwende. Es mag ja sein, dass andere damit auch können, aber es ist die eine Sache, sich ein wenig gehen zu lassen, und die andere, gar nicht zu wissen, dass es auch noch etwas anderes gibt.
    .
    Frau B., natürlich setzt man sich damit der Gefahr aus, wie ein Priester etwas beurteilen zu wollen, was man nicht kennt – nur ist es hier so, dass es eben nicht wie Sex etwas Privates ist, sondern ein Resultat, mit dem man sich später herumschlagen muss, wenn die Erziehung suboptimal war.

  43. Leider ist es eben so, dass...
    Leider ist es eben so, dass man, um beruflich höchst erfolgreich zu sein, heute weder Bildung noch Benehmen benötigt.
    Ich beobachte zu meinem Leidwesen, dass viele sogenannte Führungskräfte bis in höchste Hierarchien mit offenen Hemdknöpfen im Büro auftreten, keinerlei Tischmanieren besitzen und außer Fachzeitschriften nur die „tz“ lesen. Meist sind dies gerade Absolventen der einschlägigen Anstalten.
    Die Schicht der gut ausgebildeten ökonomisch Erfolgreichen ist stark gewachsen; leider die Zahl der Wohlerzogenen und Gebildeten nicht in gleichem Maße!

  44. Ich glaube, Sie messen der...
    Ich glaube, Sie messen der Erziehung eine zu grosse Bedeutung zu. In der SPD gehört dass ja zur Grundausbildung. Abe ich denke, so leicht lassen sich die Gene nicht in die Suppe spucken. Die Evolution lässt sich nicht so leicht aushebeln, wie es die meisten Eltern gerne hätten. Man muss schon mit der eigenen Brut leben, egal was man von der Natur vorgesetzt bekommt. Die unteren Klassen hätten sonst nie eine Chance und so leider lässt der IQ noch nicht in den Kliniken am Tegernsee aufpimpen.
    Ansonsten bestellen Sie für das nächste Pisa ein paar Tische für die deutsche Jugend…

  45. Werte Vroni,
    um einfach gerade...

    Werte Vroni,
    um einfach gerade am Tisch zu sitzen, muß man eben nicht steif wie ein Hackbrett sitzen! (sofern man es schon als Kind gelernt hat)

  46. Meine Frau sagt, ich müsse...
    Meine Frau sagt, ich müsse das nicht lesen, wenn ich es für selbstgefälliges Geschwafel halte.

  47. Sorry Don, wie wenn man einen...
    Sorry Don, wie wenn man einen Besen verschluckt hätte, das ist nicht einmal in noblen Kreisen en vogue. Damit macht man sich nur lächerlich.

  48. Ach? Wie denn sonst? Gibt es...
    Ach? Wie denn sonst? Gibt es sowas wie eine sozialverträgliche Mindestflughöhe für den Kopf?

  49. Don Alphons, DANKE für dieses...
    Don Alphons, DANKE für dieses Artikel. Sehr richtig beobachtet, diese Mischung aus Rotzigkeit und self-importance, diese ganze prätentiöse Gehabe gepaart Gosse, genau das ist es, was die Studenten deutscher „Elite-Unis“ kennzeichnet.
    .
    Die Bilder sind ganz wunderbar, vor allem das zweite und das vierte – die elegant über dem Tisch schwebende Hand und die akkurat nebeneinander gestellten Füße. Erziehungskomik mit Don Alphonso…. der Struwwelpeter für Studenten. (Kam beim Struwwelpeter nicht noch ein Drohbild am Ende, auf welchem dem Missetäter die Finger abgeschnitten wurden oä? Ich erinnere mich nur noch dunkel.)

  50. Ich wünsche mir fast, Ihre...
    Ich wünsche mir fast, Ihre örtliche Uni böte Ihnen an, ein Seminar „Nachhilfe in Tischmanieren“ zu halten. Die Balgen hätten nichts zu lachen…. schmunzel. Oh, das würde mich freuen!

  51. Die angemessene Geschichte ist...
    Die angemessene Geschichte ist die vom Zappel-Philipp: „Und die Mutter blicket stumm um den ganzen Tisch herum“. Muss man natürlich verstehen, diese stille Missbilligung.

  52. Stimmt, der Zappel-Philipp ist...
    Stimmt, der Zappel-Philipp ist es. Ich vermute, ich habe eine Vorstellung davon, was Sie mit „stiller Mißbilligung“ meinen – meine Urgroßmutter hat dieses Mittel in meiner Kindheit mit großer Effizienz eingesetzt. Ich kann Ihnen nur versichern: bei dieser Sorte Balgen hilft das nichts, die bekommen das gar nicht mit, so sehr sind sie von ihrer eigenen Wichtigkeit eingenommen. Vielleicht hilft der Einsatz eines Ochsenziemers?

  53. Wunderbar, ich musste herzlich...
    Wunderbar, ich musste herzlich lachen, da ich vor kurzem selbst in den zweifelhaften Genuss einer Party anlässlich eines sogenannten Challenges kam. Testosterongeladene Atmosphäre mischt sich mit fehlender Erziehung und wieso sich dafür entschuldigen, dass man der Dame neben sich einen Gin Tonic über das Kleid kippt, weil „ey, ich war’s doch nich, der hat mich doch geschubst, nun hab dich nich so.“

  54. Ich muss irgendwann noch...
    Ich muss irgendwann noch herausfinden, was „tantenmordende Torten“ sind. Reiner Selbstzweck. Was ein Zuckerflash ist, weiss ich ja schon…

  55. Ich bin der nichtgeborene Sohn...
    Ich bin der nichtgeborene Sohn eines berühmten Bolg-Verfassers.
    Mein Vater ist ein vornehmer, sehr gebildeter Mann, mit dem Blick für das wesentliche und beständige. Für antike Möbel, für geschmackvolle Silber-Kannen, für niveauvolle Unterhaltung in bester Gesellschaft, seltene Oldtimer-Autos und handgemachte Schuhe aus Italien.
    Aber mich interessieren diese alten Sachen nicht. Sie sind tot und ich liebe das Leben. Die alte Musik bei Tisch geht mir auf die Nerven und auch dass ich immer ein Buch beim essen unter den Armen halten soll. Bücher sollte man doch lesen und nicht mit Achselschweis parfümieren. Meine Freunde halten das auch für krank und wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich nach Berlin abhauen…..

  56. @ FinMike;
    click...

    @ FinMike;
    click http://www.winklstueberl.de/thekeneu.jpg

  57. Soso, die beiden Kavaliere aus...
    Soso, die beiden Kavaliere aus besserem Hause „duellieren“ sich um die Gunst der Dame und und der Unterlegene ruft dann nach der Staatsmacht, dass die es dann für ihn regelt. So habe ich den Donaukurier verstanden.
    Unter meinesgleichen hat man sich auch schön auf die Omme gehauen, aber wer verloren hat, hat verloren und gut wars.
    Fängt man halt keine Schlägerei an, wenn man Angst vor Aua hat. Und flennt vor allem hinterher nicht rum.

  58. Na, das ist doch mal eine...
    Na, das ist doch mal eine Ansage. Bei mir gibt es keine alte Musik zu Tisch (Du lieber Himmel, zu Monteverdi soll man nicht kauen) und auch keine toten Antiquitäten – das wird alles benützt und darf auch Patina bekommen.
    .
    Entspannen Sie sich. Es gibt bei so einer Erziehung zwei Wege. Der eine geht in der Regel so weiter, weil er diese Dinge mag. Der alte historistische Waschschrank von meiner Ururgrossmutter und das Haus waren für mich schon immer DIE Inbegriffe von Möbel und Architektur. Der andere entfernt sich und fängt das erst später zu schätzen an – und sagt dann: Wie blöd war ich.
    .
    Und dann gibt es noch die Idioten, die es billig auf dem Flohmarkt verkaufen. Die sind der Humus, auf dem neue Liebhaber erwachsen können. Alles in Trüffelbutter, und nun viel Spass in Berlin.

  59. Sehen Sie was ich meine: alles...
    Sehen Sie was ich meine: alles muss nach seiner Meinung laufen. Nicht mal meine Bude durfte ich mit Ikea einrichten. Das war auch nur eine Test von mir wegen Toleranz. Statt dessen sollte ich dieses alte Gerümpel benutzen. Ganz billig vom Flohmarkt und vieeeel haltbarer.
    Ich würde mir wünschen wenn er nicht so schlau wäre und immer wüsste, was gut für mich ist. Später könne ich das alles viel besser schätzen. Aber ich lebe jetzt und später ist mir wurscht. Nur Schlittenfahren kann er gut, das sollten wir öfter machen, aber dafür hat er mal wieder keine Zeit….

  60. Im Sommer?`Oh je.
    .
    Im Ernst,...

    Im Sommer?`Oh je.
    .
    Im Ernst, man kann es nie sagen. Ich habe eine gute Freundin, deren Eltern sie wirklich vor allen schädlichen Einflüssen bewahren wollten – besonders Männer. Also haben sie den Zugang zu ihr kontrolliert, die Begleiter gefördert oder vergrätzt, sehr genau die Zeiten überwacht – mit dem Ergebnis, dass sie heute viel extremer ist, als es ihre Eltern sich je vorstellen konnten. Die Erziehung, die auf einen möglichst späten Ausbruch angelegt war, hat in die falsche Richtung gewirkt. Mir ist es ja auch egal, soll doch jeder glauben, was er will, solange er mit geschlossenem Mund isst, gerade sitzt und vorher die Hände gewaschen hat.

  61. "Dieser Tisch ist kein Tisch....
    „Dieser Tisch ist kein Tisch. Er ist ein Hartholz gewordener Imperativ der victorianischen Erziehung.“
    Wow!
    Aber am Tegernsee muss man die Polizei rufen? Ruhestörung? Schlägereien? Alkohol? Ich dachte, da wäre die Welt noch in Ordnung (zumindest die Fassade)? Lotharingien am Abgrund? Ich bin erschüttert!

  62. Ganz schlimm war es als ich...
    Ganz schlimm war es als ich einen Fernseher wollte. Nur für mich allein. Privat sozusagen. In meiner Klasse haben alle einen Fernseher. Einen Laptop habe ich ja auch gleich bekommen, wegen „Kulturtechnik“ und Konkurrenz usw.
    Aber dann wollte er nicht und Mam und ich haben uns durchgesetzt. Aber dann wollte er die Sendungen zensieren und die Stunden vorschreiben, an denen ich fernsehen durfte. Nur Arte und 3Sat. Dabei hat er keinen Fernseher und kennt sich Null aus. Nur vom Hörensagen.
    Er ist schon eine ziemlich harte Nuss und ich weiss gar nicht, was Mam an ihm findet. Aber Oma sagte, er war schon immer etwas eigen….

  63. egghat, das ist das schöne...
    egghat, das ist das schöne Ingolstadt an der Donau. Gmund ist viel kleiner und töter. Wie mal jemand so schön sagte: Wir haben alle Vorteile der Kleinstadt verloren und alle Nachteile der Grossstadt bekommen.
    .
    Finmike, die marzipanverkleidete Erdbeerbombe des Cafe Wagner in Gmund – ganz ohne Schleichwerbung.

  64. schusch, früher war der Gang...
    schusch, früher war der Gang zum Anwalt noch eine schwere Amtshandlung im Leben. Heute geht man zum Anwalt wie zum Friseur, entsprechend verludert ist der Beruf ja auch geworden. Und wie die Alten verklagten, so zeigen die Jungen an.
    .
    Don Ferando, und ich wage zu behaupten: Mit dem Bachelor wird das noch schlimmer. Ganze Beiträge könnte ich schreiben über unverschämte Anmachen, den Studis doch mal bitte ihre Arbeiten auf Basis von drei popligen Interviews zu schreiben, mitsamt Erinnerungsschreiben, wenn man es wagt nicht zu antworten.

  65. Verehrter Don,

    Sie sprechen...
    Verehrter Don,
    Sie sprechen mir mit ihrer Vehemenz für anständiges Benehmen aus der Seele! Mag auch vollendetes Auftreten nicht immer Zeichen für einen noblen Charakter sein, hat es sich doch allzu oft bestätigt, dass ungehobeltes Verhalten einhergeht mit einem ungalanten Charakter ohne feinsinnige Genussfähigkeit. Zu wenige haben eine Ahnung davon, wie viel mehr Genuss es bedeutet, seine Zeit mit jemandem zu verbringen, der über vollendete Manieren verfügt. Sonst würden sie sich weit mehr bemühen durch Anstand zu beeindrucken.

  66. Ab 23 Uhr sitzt Königin...
    Ab 23 Uhr sitzt Königin Sylvia bei Beckmann in der Talkshow. Ihr könnt ja dann mal schauen, ob sie das auf korrekte Weise tut :o)

  67. hundert jahre später( also...
    hundert jahre später( also etwa mitte des 19.jhd.) sind dem leipziger arzt,
    moritz schreber, auch ein paar sachen eingefallen-dabei könnte das netteste noch der „geradehalter“ gewesen sein.
    tischchen und geradehalter sind nicht mehr weit verbreitet( beim tischchen
    tippe ich auf den preis)-ist auch gut so.
    das aufrechte sitzen,was ja u.a. aufmerksamkeit signalisiert,bzw. direkt eine
    voraussetzung für aufmerksamkeit ist-strengt ja trotzdem an.
    dieses fitnessproblem kriegen natürlich alle stühle und tische der welt nicht
    in den griff.

  68. Gutes Benehmen. Sich...
    Gutes Benehmen. Sich anständig verhalten. Wer hätte etwas dagegen?
    Aber anstatt über das schlechte Benehmen der anderen zu meckern, sollte man besser mit gutem Beispiel voranschreiten, verehrter Don.

  69. Werter Don, zu den...
    Werter Don, zu den Hausschuhen: Mir sind in der FAZ noch keine Hausschuhe begegnet und ich kenne auch niemanden, dem dies passiert sein könnte. Deswegen ist die Antwort meinerseits: Es käme auf einen Versuch an, sowie vielleicht auf das Hausschuhmodell.
    Zur Erziehung: Sie schaffen es noch, dass ich mir Gedanken über die Langzeitarchivierung von Blog-Beiträgen mache. Selbst wenn nur Neffen und/oder Nichten von ihren Vorschlägen profitieren. Das ist es allemal wert.

  70. Oh, Don Alphonso. Eine ganz...
    Oh, Don Alphonso. Eine ganz gute Karikatur unserer heutigen Jugend, also meiner Generation.
    In der Tat, man erkennt diese Klientel am hochgestellten Polokragen oder an irgendeinem (wahlweise auch vollständig gekleidet) „Teil“ eines gewissen Herstellers mit einem Männchen als Logo. Geradezu schlimm dann, das weibliche Pendant: genauso gekleidet, Deux-Pièces scheinen da geradezu verpönt zu sein. Dieses Männchen ist derart verehrt, dass man auch bereit ist, ein unverhältnismässig hohen Preis für diese chinesische Massenware zu bezahlen.
    Auch ganz klassisch: die von Ihnen aufgezeigte Szene in einem Strassencafé. Da sitzt diese Gruppe laut brüllend (damit auch jeder hört, was dieser oder jener Fummel gekostet hat), ist unfreundlich (wenn nicht gar unverschämt) zum Personal und inszeniert sich womöglich noch mit Puffbrause (man muss ja zeigen, dass man es hat). Diese Szene gibt es wahlweise auch in einschlägigen Diskotheken. Da wird dann –damit es jeder sieht- ab Jeroboam aufwärts konsumiert, möglichst in einer gemieteten „Private Lounge“. Natürlich nur ein „grosses“ Haus – immer die Massenware. Dass dann eine Art Abwasser genossen wird ist vollkommen egal (wahrscheinlich weiss man es auch gar nicht).
    Daneben hegt man eine gewisse Vorliebe für „Junkfood“. Der Einkauf auf dem Wochenmarkt oder auf dem Hofladen scheinen unbekannt. Bücher, sollte man sie einmal brauchen, werden im Internet bestellt – wer interessiert sich schon für den Buchhändler in der Innenstadt.
    An Grauen kaum zu überbieten ist jedoch die neuerliche Pilgerschaft in eine gewisse amerikanische Caféhauskette. Miserabler, überteuerter Kaffee wird in einer –offenbar als chich- empfunden Atmosphäre ausgeschenkt. Das hat dann schon „Stil“.
    Noch einmal zur Kleidung: die Hemden dieses Herstellers haben natürlich den Vorteil, dass sie gut sitzen. Der Sack wird mit dem einen oder anderen Kilo zuviel gut ausgefüllt. Wird doch einmal eine Krawatte getragen, so sind diese an Grässlichkeit kaum zu überbieten; womöglich noch mit einem Doppelwindsor (dieser Knoten geht überhaupt gar nicht an).
    Was der ein oder andere Vorredner angetönt hat: man darf sich durchaus daneben benehmen, sollte aber wissen, dass man es macht. Unmöglich aber, wenn Dritte (wie z.B. Personal) in Mitleidenschaft gezogen wird.
    Die Bildungsfrage muss wirklich nicht angesprochen werden. Da ist meist nichts. Das einzige was im Kopfe abrufbar ist: die Preise einiger Konsumgüter.

  71. @larmoyanter...
    @larmoyanter Bombenleger
    Brave, verhalten gespielte Dissonanz, vielleicht reicht das ja zur Anerkennung als illegitimes Findelkind.
    Wage zu vermuten, diese Rolle wird weniger Tortenessen, als hartes Brot.
    Der Tisch erfüllt die im angedachte Rolle vorzüglich; strukturelle, sanfte, aber nachhaltige Gewalt, vielleicht auch deshalb eine kostspielige Rarität, da manches Exemplar wohl als Opfer menschlichen Mißvergnügens seinerzeit dem Stoffkreislauf zurückgegeben wurde.

  72. Nach dem, was jüngst auf Sylt...
    Nach dem, was jüngst auf Sylt los war, darf man auf Ihren Bericht über den nächsten Flashmob am Tegernsee gespannt sein.
    http://www.stern.de/panorama/:Nach-Flashmob-Sylter-Forderungen-Party-Mann/703625.html
    Die Gemeinde ist zu beduern auf ihren Schadensersatzansprüchen wird sie wohl sitzen bleiben.

  73. Gibt es vielleicht noch einen...
    Gibt es vielleicht noch einen Mittelweg zwischen dem Hinfläzen und dem stocksteifen Geradesitzen? Zwischen Jeans mit T-Shirt und Stresemann? Wollen die beschriebenen Bälger nicht anders oder können sie nicht? Viele Fragen, viele Antworten. Gutes Benehmen und gute Kleidung zeichnen sich meiner Meinung erst dann aus, wenn sie mit einer gewissen Zwanglosigkeit und Selbstverständlichkeit verbunden sind. Erzwungene Höflichkeit und eine als Kostümierung getragene Kleidung sind Kulissen des Lebens ohne jeden Wert. Form und Inhalt müssen korrespondieren, Persönlichkeit kann nur entwickeln, wer authentisch sein darf. Das erreicht man aber nicht mit nachträglichen Erziehungsmaßnahmen am Piecrusttischchen. Diese offen zur Schau getragene Flegelhaftigkeit ist in der Regel nicht weiter als der Versuch, die tiefe Unsicherheit zu überspielen, die unzureichend erzogene Menschen in bestimmten Gesellschaftssituationen immer wieder durchleben müssen. Das Ganze verbunden mit schlechten Vorbildern und spätpubertären Hormonschwankungen kann dann nur in größter Peinlichkeit enden. Die beschriebene Nachwuchsschickeria aus der Business School kann einem nur Leid tun in ihrer zwanghaften Lässigkeit.

  74. Georgina Darcy, wenn man das...
    Georgina Darcy, wenn man das nur früh genug einsetzt… schlieslich ist es wichtig, Kinder zu steuern, wenn andere dabei sind und man sie nicht einfach mal so zusammenstauchen kann.
    .
    Mme, ich war lang genug in der New Economy unterwegs, um das zu kennen – alles ist kostenlos, da greift man zu, solange es geht, und dann passieren eben solche Dinge. Nicht sehr repräsentabel, wenn es um Geschäftskontakte geht, würde ich sagen. Aber so von Sachbearbeiter zu werdendem Sachbearbeiter ist es in Ordnung.

  75. Nestor, ich denke, die...
    Nestor, ich denke, die Gemeinde hat allerbeste Aussichten, den Buben haftbar zu machen. Handelte es sich doch nicht um einen Flashmpb, sondern um eine durchorganisierte Veranstaltung, und nur, weil der die Anmeldung verpasst hat, ist es noch keine Privatfeier. Mitgebrachte REinheits-T-Shirts und die entsprechenden Voranmeldungen machen ja deutlich, dass der Bube wusste, was er tat. Da ist es nur legitim, wenn man ihn nun für den Rest des Lebens ruini äh für seine Feier zur Rechenschaft zieht.
    .
    Bei uns wäre das anders. Der See ist 80 Meter tief, und da unten liegen schon der letzte Sprayer von Rottach und der einzige Tagger von Bad Wiessee. Da ist noch Platz für so einen Fischkopf.

  76. codizil, es gibt vermutlich...
    codizil, es gibt vermutlich noch mehr Tische als Leute, die zu erziehen wissen. Um den berühmten Spruch von „It takes 3 years to build a ship, but it takes 300 years to build a tradition“ aufzunehmen: Tische kann man nachfertigen. Die bessere Gesellschaft muss man sein.

  77. Don, den "Jungbrunnen" hatte...
    Don, den „Jungbrunnen“ hatte ich mir gerade noch verkneifen können. Eben wegen der Demographie – er wäre bald überlaufen.

  78. Neulich hat er mich von der...
    Neulich hat er mich von der Schule abgeholt. Mit seinem „Auto“. Mann war das wieder peinlich. Ich meine, wir haben ja gar kein richtiges Auto. Meinen Freunden haben ihre Eltern schon verboten sich von ihm mitnehmen zu lassen. Das Ding sei ein rollender Sarg. Keine Sicherheitseinrichtung -nirgends, wenn man auf der Rückbank zwischen den neuen alten Büchern uberhaupt einen Platz findet. Ich war ja schon froh, dass er der Lehrerin keinen Handkuss verpasst hat und seine Knickerbocker hatte er Gott sei Dank auch nicht an.
    Warum muss man sich für seine Eltern nur immer schämen. Das ist doch nicht gerecht. Er lebt sich aus und ich muss dauernd in der Spur gehen. In seiner Spur wohlgemerkt. Wenn er wüsste, das ich neulich mal von dem guten Tegernseer besoffen war und eine geraucht habe. Die nächsten Wochen wäre wieder verschärfte Erziehung angesagt gewesen….

  79. Wie kann der Don es wagen, uns...
    Wie kann der Don es wagen, uns eine Zeitungs-Website zu empfehlen, die in dem Satz „Nach bisherigen Ermittlungen war der Grund der Auseinandersetzung, das weibliche Geschlecht.“ einen Kommafehler unterbringt?

  80. Die Ärztin meines Vertrauens...
    Die Ärztin meines Vertrauens fasste nach Jahrzehnten beruflicher Tätigkeit mit Tausenden von Patienten ihren Ratschlag, womit den meisten echten oder vermeintlichen Kranken zunächst schon geholfen sei, wie folgt zusammen:
    „Immer gerade halten und regelmäßig waschen“

  81. @elbsegler: Das stimmt...
    @elbsegler: Das stimmt durchaus, aber es ist auch eine Frage der Verinnerlichung. In den Mandarins von Paris beschreibt Beauvoir eine Person, der man – im metaphorischen Sinne – rät, doch mal die Glacéhandschuhe auszuziehen (heute hieße das wohl schnöde: mach Dich mal locker.). Sie kann es nicht, denn: die Glacéhandschuhe sind zu fest mit der Haut verwachsen. Sie hat bestimmte Haltungen und Verhaltensweisen einfach vollkommen verinnerlicht, dass es gar nicht mehr anders geht. Habiltualisierung nennen das die Soziologen.
    .
    Ein gutes Beispiel dafür: man gähnt bei spätabendlicher Runde, hält sich die Hand vor den Mund, ganz instinktiv, man ist ja nicht beim Zahnarzt. Da trifft man doch gelegentlich mal auf Menschen, die wirklich sagen: Du brauchst doch nicht so förmlich zu sein! Und man denkt: ich mache das auch, wenn ich allein bin. Ich wußte noch gar nicht, dass ich einen förmlichen Umgang mit mir selbst pflege;-)
    .
    @Don Alphonso: Das Wirken einer Großmutter, Urgroßmutter oder Großtante, so einer klassischen Grande Dame, im frühkindlichen Alter ist sehr anzuraten. Die hatten meist schon mindestens eine, oder sogar zwei Generationen unter ihrer Fuchtel, und haben das mittlerweile so perfektioniert, dass die Kinder gar nicht mehr merken, erzogen zu werden.

  82. Werter Don,

    ein Konstante in...
    Werter Don,
    ein Konstante in Ihren Beiträgen irritiert mich. Bereits vielfach durfte ich – teilweise durchaus amüsante! – Kritik an einer Stadt an der Donau lesen. Die Stadt durfte ich zwar bereits als Besucherin geniessen, ist mir jedoch durch mehrere Ausfahrten auf einer großen deutschen Straße bekannt. Ihre Kritik an dieser Stadt geht dabei weit:
    Angefangen von einer – aus Ihrer Sicht natürlich unerträglichen – mittlerweile eingesessenen nouveau riche, die sich nicht zu benehmen weiss, über einen – eigentlich sehr erfolgreichen, aber nach Ihrer Ansicht an der Natur „Raubbau“ betreibenden – größeren lokalen Autohersteller und lokale kleinstädtische Belange/Kultur bis hin zu Studenten einer dortigen wirtschaftswissenschaftlichen Einrichtung, die Sie gar nach meinem Empfinden zu einer Gesellschaftskritik ausweiten.
    Selbstverständlich ist mir durchaus mittlerweile klar, warum gerade diese Stadt so in Ihrem Fokus ist. Nur eines ist mir noch nicht bewusst: Warum haben Sie in dieser Stadt Ihr Domizil aufgeschlagen? Sind Sie dort so stark familiär und historisch verwurzelt, dass Sie sich von dieser „kleinen, dummen Stadt“ nicht trennen können und wollen? Eine schizophrene Hassliebe? Oder hat Ihnen Ihre Familie zwar durchaus Haltung und Erziehung mitgegeben, darüber hinaus beschränkt sich Ihre Begabung aber auf das Schreiben eines Blogs, in dem Sie indirekt Ihre eigene Existenz bemitleiden, womit jedoch nicht die materiellen Voraussetzungen für ein Leben in Ihnen angemessen Rahmenbedingungen gegeben sind?
    Denn allein die Tatsache, dass eine Handgreiflichkeit zwischen zwei Studenten auf einem Sommerfest mittlerweile genügt, um Ihre Sphären zu stören und Anlass bietet, um Erwähnung in Ihren geistigen Höhenflügen zu finden, würde mich an Ihrer Stelle zum sofortigen Umzug bewegen, um eine weitere Trivialisierung zu vermeiden!
    Bis zu einer Klärung verbleibt Ihre
    Don Na.

  83. très blagueuse, votre petite...
    très blagueuse, votre petite sottise (dans le sens allemand du terme évidemment; mais vous l’aurez compris)

  84. Verehrter Don! Gestatten Sie...
    Verehrter Don! Gestatten Sie einem bislang stumm Mitlesenden, sich zu Wort zu melden. Bislang vermochte ich mich stets köstlich über Ihre eigenwilligen Beobachtungen zu amüsieren; jetzt gehen Sie in der Auslegung Ihres privaten Benimmkanons aber einen Schritt zu weit, wie ich meine. Ein Tripod Table, egal ob mit oder ohne Piecrust, war zu Zeiten des »Mad King« ausschließlich für das Abstellen der Teekanne vorgesehen – weder Tassen noch Teller hatten darauf etwas zu suchen. Ein solches Möbel gar als Esstisch zu gebrauchen, ist demnach schlicht eine Stilwidrigkeit erster Güte. Ein derartiger Lapsus wäre bestenfalls einem halbgebildeten Parvenü vom Prenzlauer Berg zu verzeihen. Nicht aber einem Don Alphonso, der doch sonst so exquisit auf Tradition und Manieren sich zu verstehen beansprucht. Werfen Sie einfach gelegentlich einen Blick in den doch sicher in Ihrer Bibliothek vorhandenen Chippendale (3. Auflage) – da werden Sie hinsichtlich der adäquaten Verwendung von Tripod Tables fündig.

  85. *Niemals* eigene Kinder? In...
    *Niemals* eigene Kinder? In Ihrem Fall wahrlich eine tragische Vergeudung wertvoller Ressourcen.

  86. Schöne Idee mit der...
    Schöne Idee mit der Erziehung, dem Tischchen und der Haltung.
    Aber was haben denn die armen Russlanddeutschen damit zu tun?

  87. Die "armen" schlägernden...
    Die „armen“ schlägernden Russlanddeutschen haben viel mit den schägernden Elitestudenten zu tun.
    .
    Cosmas, wie oben schon steht: mein Exemplar ist victorianisch, und zu jener Zeit war das durchaus üblich.

  88. Don na, wir leben hier seit...
    Don na, wir leben hier seit bald schon 200 Jahren, davon 160 in ein und demselben Haus. Und bei aller Kritik: Besser als hier könnte es kaum sein. Ich stand im Hamburger Regen und unter Schwaben in Berlin, ich kenne gar Düsseldorf und war auch schon in Wien – glauben Sie mir, hier ist es wunderbar, und mit etwas Kritik wird es noch wunderbarer.

  89. anderl, auch Hygiene ist so...
    anderl, auch Hygiene ist so ein ganz bestimmtes Thema, das man, ach je, man jönnte Blogs damit vollschreiben, angefangen beim Schuhwerk deutscher Touristen.
    .
    Georgina: Nun, wie man es nimmt; meine Grossmutter (wilde 20er Jahre) war die lässigsten Frau der ganzen Welt und gar nicht darauf bedacht zu bestrafen; um so mehr hatte meine Mutter klarste Vorstellungen, wie es zu sein hat.

  90. @georgiana darcy
    Nun ja, ohne...

    @georgiana darcy
    Nun ja, ohne Habitualisierung würden wir wohl den Alltag nicht überstehen. Wenn Gewohnheiten nicht gerade krankhafte Ausmaße erreichen, sind sie doch eher hilfreich. Wenn gutes Benehmen zur Gewohnheit geworden ist, ist wohl das Erziehungsziel erreicht. Aber damit ist die Frage, was gutes Benehmen eigentlich ist, nicht beantwortet. Zumindest sollte man mit seinen Umgangsformen nicht negativ auffallen. das würde ich mal als Mindestmaß festlegen. Dann gibt es noch „Grauzonen“ des guten Benehmens, die nicht sicher zu vermieden sind, sondern nur mit Fingerspitzengefühl zu erleidgen sind. So ist das reflexhafte „Gesundheit“-Wünschen auf den Nieser eines anderen ist noch weit verbreitet, wenn auch auf dem Rückzug. Ob das nun höflich der unhöflich ist, darüber gibt es geteilte Ansichten. Einen Grund gibt es für diesen uralten Brauch nicht.
    .
    Ein klassischer Ost-West-Konflikt ergab sich nach der Wende auch in Sachen Höflichkeit. Nun mag dem Bundesdeutschen die DDR nicht gerade als Hort der Höflichkeit erschienen sein, es gab dort (jedenfalls in Sachsen) aber die Gewohnheit, dass sich Arbeitskollegen am Arbeitsplatz jeden Tag zur Begrüßung und beim Abschied die Hand gaben – auch dem Chef, sofern „greifbar“. In einer 20-köpfigen Arbeitsgruppe zum Beispiel artet das in ein intensives Geschüttel aus, das in dieser Form im Westen nicht üblich war und ist. Es stattdessen bei einem verbalen Gruß in die Runde zu belassen, wurde von vielen Mitarbeitern als grobe Unhöflichkeit und Missachtung der Person empfunden, während sich der „Wessi“ keiner Schuld bewusst war, bzw. er es als Belästigung der anderen empfunden hätte, allen immer die Hand zu schütteln.

  91. der kram mit dem tisch...
    der kram mit dem tisch betrifft mich im grunde nicht da ich aus einfachem hause stamme aber die Louis-Vuitton-Tasche hat mich gerade an „glamorama“ von bret easton ellis erinnert – für ihren geschmack vermutlich viel zu ordinär. dabei dreht es sich in „the rules of attraction“ um (fast) genau die jugend, von der sie sprechen. haben sie etwas von diesem autor gelesen?
    kinder lassen sich nicht so einfach formen, wie man sie gerne hätte. die eltern hören einfach zu schnell auf, der wichtigste einfluss auf die erziehung zu sein. wahrscheinlich wissen sie das, da sie keine haben.

  92. Don, so langsam entwickeln Sie...
    Don, so langsam entwickeln Sie sich zum Maxim Biller der FAZ. Sie erinnern sich…. die „100 Zeilen Haß“ im damaligen „Tempo“…..

  93. Lieber Don Alphonso, der Segen...
    Lieber Don Alphonso, der Segen der Zweitverwendung! Ich habe mich sehr gefreut, wie elegant Sie Ihr wertes Haupt aus der von Cosmas gelegten Schlinge gezogen haben! Den Viktorianern haben wir auch die bauchigen Flaschen zu verdanken, die entstanden, um das Umkippen der Gefaesse der angeheiterten und daher eher grossmotorischen Trinker zu verhindern :). In 100 Jahren wird man dann allerdings auch Schraenke als Versteck der unsaeglichen Unterhaltungselektronik im fruehen 21. Jahrhundert zu verstehen wissen! – Auch chinesische Rosenholz-Sitzmoebel zwingen zu einer eher unnatuerlich steifen Sitzweise, darin kann man sich auch nicht gehenlassen. Und schon gar nicht, wenn man korrekt auf einer Tatami-Matte an einem niedrigen japanischen Tischchen sitzt um sein Mahl einzunehmen – wobei westliche Maenner still belaechelt werden, die dann im Sitzen die Beine nach rechts oder links ausstrecken, wie es nur den Damen gestattet ist. – Heute ist Dienstagabend, wo ist der Sunbeam?? Wie es auch bei Shakespeare heisst – „those rude mechanicals“ … wobei er aber keinesfalls MechatronikerInnen meinte!

  94. @Don Alphons: das ist ganz...
    @Don Alphons: das ist ganz interessant, wie das gelegentlich zwischen den Generationen abzuwechseln scheint. Ich vermute, Ihre Eltern waren keine Hippies der 70er, die Summerhill-Literatur gelesen haben.
    Apropos, ist Ihr illegitimer Sohn, der hier motzend durch das blog mäandert, gerade in der Punkrock-Phase? Manche brauchen das einfach, bevor sie mit spätestens Mitte/ Ende Zwanzig wieder bei Bach-Kantaten und Goldrandgeschirr landen….
    .
    @elbsegler: Mit Norbert Elias würde ich sagen, dass das, was man in Europa als „gutes Benehmen“ bezeichnet wird, Produkt einer historischen Entwicklung ist. Dass das mal vollkommen anders aussah, erkennt man daran, dass mittelalterliche Benimmbücher Ermahnungen enthalten, die Gänge der Burgen nicht als Toilette zu mißbrauchen und ausgespuckte Brotstücke nicht mehr in die Gemeinschaftssuppe zurück zu beförden. Letztlich sind Manieren also ein soziales Konstrukt. Aber doch eines, dass das Leben etwas angenehmer macht und deshalb nicht zu verachten ist.

  95. Irgendwas geht hier in die...
    Irgendwas geht hier in die falsche Richtung.
    Man scheint sich hier bei den Kommentaren in Affektiertheit überbieten zu wollen.
    Da halte ich es doch lieber mit handfesten Schlägereien. Aber wer liegt, der liegt. Bei so was gibt es auch Benimmregeln.

  96. Georgina Darcy, Eltern sind...
    Georgina Darcy, Eltern sind komplexe Wesen. Und das besagte Mäandern wird ebenso aufhören wie eine gewisse Art unangenehme Rechthaberei.
    Cao Ky, ich bin in Frankfurt angekommen und harre jetzt der Dinge. Morgen um 1 jedoch soll der Motor erklingen. Ansonsten hatte in Frankfurt die Zulassungsstelle drei Tage wegen Umzug gechlossen. Was unsere Schrankwände angeht: Eher unwahrscheinlich. Es gibt einfach Phasen, die nie richtig ankomnmen werden. Und manche durchaus zurecht. Eine heutige Schrankand fällt in der Regel irgendwann einfach auseinander und kann auch nicht aufgemöbelt werden.

  97. nurmalsozwischendurch, bei...
    nurmalsozwischendurch, bei aller Achtung vor der stilbildenden Tempo: man kann kurz vor 2010 vielleicht noch wohnen wie 1810, aber wie 1990 schreiben erscheint mir nur begrenzt sinnvoll.
    .
    Sandmann, ich will ja schon lang mal was über den Bildungskanon schreiben: Wie auch immer, es gibt Dinge, zu denen ich eher greifen würde. Mit fehlt zu solchen Autoren eher der Zugang, zumal es doch recht efffekthascherisch ist. Faserland trifft es eher.

  98. Schlossdeich, es gibt ihn...
    Schlossdeich, es gibt ihn schon, den Jungbrunnen, man betrachte nur die Aufspritzkliniken am Tegernsee. Nur eben kostenpflichtig.
    .
    hb, manchmal muss ein Mann tun, was ein Mann tun muss. Unsäglich ist das einzige Wort, was mir zur schwarzen Druckpest meiner Heimat einfällt, aber in dem Fall war es wohl einfach der übernommene Polizeibericht.

  99. Don Alphonso, nichts Anderes...
    Don Alphonso, nichts Anderes meinte ich. Es fällt hier im Entwicklungsland sehr leicht, sich über fressende Eliten zu echauffieren, die für ein Abendessen den Monatslohn ihrer Haushaltshilfe ausgeben, neuste SUVs fahren und während der Opernaufführung unablässig telefonieren, während mehr als 40 Prozent ihrer Landsleute nicht einmal lesen können. Man denkt so schnell, es fehlten nun einmal 500 Jahre abendländischer Kultur. Aber in wenigen Tagen komme ich zurück nach Deutschland zu einer „Ober“schicht, die kein bisschen gepflegter daherkommt, sich wie beschrieben ebenso gerne laut und rücksichtslos aufführt und es für eine mitteilenswerte und über mäßig dezente Stickereien mitzuteilende Information hält, dass sie in der Lage ist, 70 oder gar 200 Euro für ein schönes Poloshirt aus chinesischer Qualitätsproduktion auszugeben. Ich weiss nicht, werde ich dabei Kulturpessimistin oder Außerirdische? Und denken Sie, dass mit dem Training der äußeren Haltung auch dem Defizit der inneren Haltung abgeholfen werden könnte? Liefe es nicht auf förmelndes „Pack“ hinaus, das Handkuss und Smalltalk, Messer und Gabel beherrscht, ohne sich dem Sinn dahinter zu nähern? Oder müsste man sich zufrieden geben mit dem Ergebnis, nun zumindest weniger Belästigungen ausgesetzt zu sein?

  100. @Cosmas

    Tripod Tables waren...
    @Cosmas
    Tripod Tables waren nur anfänglich zum bloßen Abstellen der Teekanne gedacht. Das war nur ihre ursprüngliche Funktion bis 1750. Da waren sie auch kleiner.
    Im 19. Jh. wurde piecrust tables nicht nur als tea tables sondern auch auch als supper tables benutzt.
    Das hier gezeigte gute Stück war definitely nicht nur zum Abstellen gedacht.

  101. @Don Alphonso
    Ich zweifele...

    @Don Alphonso
    Ich zweifele nicht, dass die Gemeinde einen Anspruch hat, rechne aber nicht damit, dass er einbringlich ist. Eine gute Partie war der Partyveranstalter jedenfalls in Augen seiner Ex offenbar nicht. Die Forderung iHv. – wie man hört – 20 T € treibt den Burschen bestimmt in die Privatinsolvenz.
    Das Problem ist doch, dass Organisatoren von Chaosveranstaltungen zwar theoretisch haftbar sind aber es sich nicht leisten können, haftbar zu sein.

  102. Nun, zumimdest wäre es ein...
    Nun, zumimdest wäre es ein wenig abschreckend. Nichts gegen Feiern, aber exakt solche Veranstaltungen braucht die Welt eigentlich nicht, zumendest, wenn die nachher nicht aufräumen. So der junge Mann aber zahlen muss, wird sich sicher irgendein Startup finden, das den PR-Coup nutzen und sich generös reindrängeln wird.

  103. Ohne die übrigen Kommentare...
    Ohne die übrigen Kommentare darauf durchgesehen zu haben, ob es schon bemerkt wurde, bei dem rechten Bild des angeblich mit laufendem Motor schlafenden ist ein unbestücktes Zündschloss zu sehen.

  104. Herrlicher Beitrag! Ich habe...
    Herrlicher Beitrag! Ich habe mich köstlich über Ihre scharfe Beobachtungsgabe und die Erziehungshilfe amüsiert! Bitte mehr davon!

  105. Dieser Artikel könnte auch...
    Dieser Artikel könnte auch eine gelungene Beschreibung corpsstudentischer Verhaltensweisen sein, wie sie wohl nicht nur in Bad Kösen anzutreffen sind. Es tröstet jedoch, dass diese „Herren“ ihre indoktrinierte Selbstüberschätzung stets in mehreren Liter Bier zu ertränken wissen.

  106. Hm, sehr netter Artikel, hatte...
    Hm, sehr netter Artikel, hatte nach dem vielversprechenden ersten Drittel aber natürlich heimlich auf eine Vorstellung eines spannenden Strafmöbels aus der Jahrhundertwende gehofft. Fragte mich bereits wie das zierliche Tischen das Gewicht der/ des Delinquenten aushalten sollte…. :)) Grüße!

  107. Nur zum Vergleich: Ich wohne...
    Nur zum Vergleich: Ich wohne in einer südwestdeutschen Universitätsstadt in einem Viertel mittlerer Preislage schräg gegenüber von einem Studentenwohnheim, in dem eher Studenten leben, deren Eltern keine üppigen Apanagen finanzieren können und höchstwahrscheinlich auch keine piecrust tables im Esszimmer stehen haben. Wenn dort ein Fest mit lauter Musik ansteht, was vielleicht dreimal im Jahr vorkommt, dann haben die Anwohner spätestens fünf Tage vorher ein höflich formuliertes Entschuldigungsschreiben im Briefkasten, um 10 Uhr abends wird die Musik leise gedreht, der Müll wird hinterher natürlich auch weggeräumt.
    Dagegen klagt eine Bekannte, die im besten Viertel derselben Stadt wohnt, über die Lärmbelästigung durch die Korpsstudenten, deren Verbindungen dort etliche Villen unterhalten…

  108. Einiges trifft schon zu:...
    Einiges trifft schon zu: Unbequemlichkeit war immer Distinktionshilfe. Mangelhafte Funktionalität war demonstrativ gewünscht. Das Tischlein nur ist da falsch gewählt. Natürlich kam kein Vorbesitzer auf die Idee, vom Beistelltischen zu – essen.
    Auf ganz andere Weise ist dieser Blogbeitrag also hochmodern. Wo es für das vernünftige Eindecken einer angemessenen Tafel nicht mehr reicht, weil Personal und Familie fehlen, ist es einfach bequem, vom pflegeleichten Katzentischchen zu knuspern. Zwar macht man sich mit der Nahrungsaufnahme am Kleinmöbel zum Zaungast der eigenen Wohnung, aber der sehr moderne Satz ist zeitgemäß erfüllt: „Warum mehr Aufwand als nötig?“

  109. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    beim Betrachten des Photos der jugendlichen Studenten und beim Lesen diverser Kommentare in diesem Blog habe ich mich an die eigene Jugend in einem der besseren Viertel von Hamburg erinnert.
    Abgesehen davon, daß es bei und zwar keine viktorianischen Teetischchen und keine Perserteppiche sondern nur Bauhausmöbel und gebohnertes Fischgrätparkett gab, wurde auf Tisch- und sonstige Manieren ebenso Wert gelegt wie auf die Einhaltung üblicher bürgerlicher Tugenden.
    Und wie klasse war es dann, ‚mal von zu Hause weg gewesen zu sein, sich in den Caféhausstuhl flätzen zu können, laut zu sein, peinlich zu sein und sich daneben zu benehmen.
    Es ist das Vorrecht der Jugend, sich schlecht zu benehmen, und Sie können mir nicht erzählen, daß Sie es nicht auch getan haben!
    Also, etwas mehr Toleranz, Herr Alphons! Das wächst sich mit der Zeit aus.
    Beste Grüße aus dem Berliner Westend, hs.
    P.S. Die Photos Ihres Teetischchens mit den sorgsam zusammengestellten Budapestern erinnern mich an das unsägliche Benimmbuch der Fürstin mit dem mißratenen Bruder…

  110. auf deutsche verhältnisse...
    auf deutsche verhältnisse passt faserland sicherlich auch besser. andererseits hätte es das buch so vielleicht ohne „less than zero“ auch nicht gegeben, man sollte meiner meinung nach beide kennen. ich gebe ihnen aber auch recht, dass die splattereffekte in ellis‘ späterem werk irgendwann als stilmittel auch anfangen, plump zu wirken.

  111. "Man bringt den Oberkörper...
    „Man bringt den Oberkörper instinktiv in eine aufrechte Haltung, …“
    .
    Falsch ganz falsch, oder richtig: Man merkt an jedem anderen Tisch, dass er minder ist. Eben weil die Haltung fehlt. Die man sonst am liebsten immer hat. Nur mit ists normal. Haltung ist nicht unbequem. Haltung bleibt Vorraussetzung, angenehm und unbewußt geübte Vorraussetzung, wie gesagt.
    .
    Und: 3x „perfekt“ im letzten Absatz, war das nicht ein bißchen viel des Guten? *g* – Aber man versteht das. *gg*
    .
    (Und man sah dem Meuble sofort an, dass es Nachbau,“ lediglich auf victorianisch gebeizt sozusagen“ – von daher kam die Erläuterung etwas später im Text gut an.)

  112. in der heutigen zuglektüre...
    in der heutigen zuglektüre (auch richtung frankfurt) ist mir ein (ab)satz ins auge gefallen, dessen metaphorische skizze das hier mit ruhm bedecktes tischlein sein könnte:
    […] das bürgertum entwickelt ein allgemein gültiges ethos, das – wie immer bei der verschiebung der normenlegitimierung auf einen höhere abstraktionsebene – gegen die in wirklichkeit herrschenden gerichtet ist: den adel. kabale & liebe fasst diesen gegensatz deutlich.
    gemessen an dem, was als „menschlich“ gilt, erscheint der adel „unmenschlich“.
    aus: lepenies, w.: melancholie & gesellschaft.

  113. <p>Bin gerade am Auto - alles...
    Bin gerade am Auto – alles Bestens. Antwprte später.

  114. Lieber Don Alphonso, ich bin...
    Lieber Don Alphonso, ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter der Presse- und Meinungsfreiheit aber was Du da wieder auf deiner Dachterrasse für Ausflüsse hattest ist echt mies. Ich weiß nach mehrfacher Lektüre deines Blogs schon, dass Du auf die „Business Schools“ in deutschen Landen nicht so gut zu sprechen bist. Teilweise gebe ich Dir auch Recht, denn in solchen Institutionen wird zu wenig über Sinn und Inhalt der Lehre reflektiert wird. Ab und zu kann man da so einen Gegenpol wie Dich gebrauchen. Aber warum Du dich immer wieder auf die Studenten deiner Heimatstadt einschießt verstehe ich nicht. Anscheinend hast Du das System noch nicht ganz durchdrungen. Die WFI, so schimpft sich die Fakultät in IN, ist keine klassische private Business School auf die die erziehungsmüden Eltern ihren „Balg“ schicken sondern eine kleine, staatliche Fakultät einer Universität die sich teilweise in kirchlicher Trägerschaft befindet. Studiengebühren fallen nicht an (außer jene die vom bayrischen Staat gesetzlich vorgeschrieben sind). Die Universität zeichnet sich durch eine überwältigende Selbstinitiative der Studenten aus. Dies reicht von den klassischen Verbindungen (über deren Sinn und Zweck es sich streiten lässt) über studentisch organisierte NGOs, mehreren Dutzend Vereinen bis hin zu Hochschulmarketing-Gruppen. Die Summer Challenge ist einer dieser Vereine, die ein Event ausrichten, das von Studenten für Studenten organisiert wird. Was gibt es denn besseres? Die Studenten lernen so im Team den Umgang mit ihnen anvertrauten Mitteln und entsteht am Ende ein Überschuss, so wird dieser gespendet. Klar, wird auch getrunken und gefeiert, aber hey, das haben wir auch schon gemacht. Ich auf jeden Fall bin Verfechter dieser kleinen Fakultät in der bayrischen Provinz und wenn ich hier vor meinem Fenster die Studenten einer großen rheinländischen Universität im Bildungsstreik sehe, dann denke ich gerne zurück an die gute Zeit in Ingolstadt. Hier wird zum Beispiel gefordert, dass die Mensa länger offen ist, denn welcher Student hat in seinem stressigen Arbeitstag noch Zeit zu kochen. Man ist viel zu sehr damit beschäftigt auf dem Campus zu stehen und Zigaretten zu rauchen. Aber was ich eigentlich sagen möchte ist, dass diese Forderung in Ingolstadt auch schon aufkam. Aber man wählte einen anderen Weg. Studenten taten sich zusammen, führten eine Befragung unter den Studenten durch, entwarfen eine Strategie, sprachen mit dem Studentenwerk und der Hochschulleitung, und stellten einen Finanzierungsplan auf. Und heute: Die Faklutät hat nun eine tolle Cafeteria die sehr gut angenommen wird und die Mensa bietet seit neustem auch Abendessen an. Nur wenn man selbst was bewegt und es anpackt, dann kann man auch was verändern. Und diesen Spirit findet man in Ingolstadt zu Hauf!
    Nun gut, ich musste für meine alte Liebe in die Bresche springen, dies habe ich hiermit getan. In diesem Sinne, alles Gute!

  115. Ich habe den Eindruck, dass du...
    Ich habe den Eindruck, dass du deine Erfahrungen, die Du wahrscheinlich an einer wirklichen privaten Business School (EBS, WHU, HHL) für verwöhnte Adlige und industrielle Bonzen, auf die WFI überträgst.
    Denn genau genommen sind die schlimmsten Charäktere an unserer Fakultät Mitglieder deines Standes, die nicht in der Lage sind, sich an bestehende Umgangsformen zu halten. Eben diese Personen leben nach dem Motto Papa Konto an Spaß Sohn.
    Du solltest Dich vielleicht mal nach der BaFöG Quote an unserer Fakultät erkundigen oder die vielen WFI-Bedinungen in der Stadt fragen, warum Sie dies nötig haben, wenn doch Papa für alle Spesen aufkommt.
    Die Dynamik der Fakultät lebt von dem Engagement vieler Studenten, die Stunden ihrer Freizeit opfern, um u.a. einen 3-tägigen Event auf die Beine zu stellen, der bei Unternehmen mit großer Begeisterung aufgenommen wird. Ich ziehe meinen Hut vor dem Team der SC und den unzähligen Stunden an Arbeit.
    Aber wenn du das nächste mal wieder im Aran sitzt, kannst ja deine adligen Kollegen liebevoll grüßen, schließlich weißt Du ja auch wie man sie standesgemäß anspricht. Der Pöbel wird wahrscheinlich wieder in der Zeit den Tag der offenen Tür, den Company Day, das Sommerfest, den Winterball organisieren oder Hilfspäckchen für Afghanistan packen oder beim Blutspenden sein.
    Für evtl. Rechtschreibfehler entschuldige ich ich mich direkt, meine Eltern konnten sich keine Privatschule leisten und daher war ich gezwungen auf ein öffentliches Massengymnasium zu gehen. Dazu noch in Hessen, but guess what Umgangsformen und soziale Verantwortung kann man auch da lernen, wenn man soziale Brennpunkte nämlich nicht nur aus dem Fernseh kennt.
    Beste Grüße und viel Spaß beim Auto putzen, Golfen und was auch immer deine Schicht so macht während man vom Großgrundbesitz lebt.
    I. Vyck da Leben

  116. An den Verfasser:

    Dieses...
    An den Verfasser:
    Dieses Zitat: „der kleinen, dummen Stadt an der Donau…“
    wird Ihnen noch große Probleme bereiten!!
    Auch im Internet gelten die Rechtsgrundsätze, vor allem in Zeiten des neuen Internetrechts!
    Diese gewagten und unseriösen Thesen werden nicht geduldet und die Konsequenzen wird es bald geben!
    Mit freundlichen Grüßen
    T.

  117. Werter I. Vyck Da Leben,
    Im...

    Werter I. Vyck Da Leben,
    Im Studium habe ich gemerkt, dass es grundsätzlich hilft, den Text gelesen zu haben. Besonders, wenn man ihn kritisieren will. Es ist ja mehr als begrüßenswert, wenn die Studenten an der Ingolstädter Business School so engagiert sind. Das wird in diesem Beitrag auch nicht abgesprochen. Ob die zahlreichen BaFöG-Empfänger der Schule sich im Café danebenbenehmen, während ihre Louis-Vuitton-Handtaschen auf dem Nachbarstuhl steht, wage ich zu bezweifeln. Hier wird aber anhand ebendieses plastischen und konkreten Beispiels ein Massenphänomen – nachlässige Manieren überfinanzierter und unerzogener potentieller Führungskräfte – diskutiert.
    Über das reine Textlesen hinaus hilft, sich über die Rahmenbedingungen Gedanken zu machen. Man könnte beispielsweise die Vorstellung des Blogs lesen und ahnen, dass es hier nicht vornehmlich um völlig ironiefreie Werbung für die bessere Gesellschaft geht. Ein interessanter Aspekt des Niedergangs ist nämlich, dass die Schichtzugehörigkeit rein gar nichts mit der finanziellen Situation zu tun haben muss. Möglicherweise zuviel für Business-School-Studenten, aber, wie der Spott über Neureiche schon andeutet: Haltung hat nichts mit Geld zutun. Zur Erklärung ein persönliches Beispiel: die besten Zeiten meiner Familie liegen deutlich mehr als 150 Jahre zurück, so genau erinnert sich da keiner. Aus dieser Zeit gibt es Straßen und Schulen und Dinge in Museen, die meinen Nachnamen tragen. Um 1900 etwa verließ uns das Glück, und die letzten Reste eines etwaigen Vermögens hat mein Großvater in den 1960er Jahren mit ausgelassenen Parties, wunderschönen Frauen und bestem Alkohol durchgebracht. Den Nachkommen bleibt ein Leben in großen und stilvollen, renovierungsbedürftigen Häusern, die niemand kaufen würde, mit Mengen alten Porzellans aus Zeiten, als man noch größere Gesellschaften empfing, mit alten Möbeln und alten Büchern, die man nicht kaufen braucht. Und die innere Haltung, die transportiert wird, wenn Generationen jahrhundertelang glauben, eine Aufgabe zu haben, die über die eigene Selbstverwirklichung hinausgeht. Verantwortung, Rücksichtnahme, Manieren als logische Konsequenz. Man legt seine Erziehung nicht ab, nur weil gerade kein Geld da ist und nimmt sie in besserfinanzierten Zeiten wieder an. Ganz im Gegenteil. Die Lektion ist doch vielleicht, dass die Haltung der nächsten Generation das einzige sein könnte, das von Jahrhunderten überbleibt- ob man adlig ist oder nicht.

  118. Treffer, lügen würde ich...
    Treffer, lügen würde ich erst, wenn ich die Mutter aller Dünkel als gross und klug bezeichnen würde; davor gilt das Recht auf freie Meinungsäusserung.

  119. Ich habe den Eindruck, dass du...
    Ich habe den Eindruck, dass du deine Erfahrungen, die Du wahrscheinlich an einer wirklichen privaten Business School (EBS, WHU, HHL) für verwöhnte Adlige und industrielle Bonzen, auf die WFI überträgst.
    –> Leider auch nur ein Vorurteil. Auch hier studieren nur wenige verwöhnte Adlige und industrielle Bonzen, und auch diese Universitäten bieten ca. 25% ihrer Studenten einen Freiplatz und auch hier zeichnen sich die Studenten durch großes soziales Engagement aus.

  120. OK, Freunde, sammelt mal diese...
    OK, Freunde, sammelt mal diese Krokodilstränen wieder ein, ich bin nicht doof und wer unter diesen Leuten lebt, weiss auch, dass das angebliche „soziale Engagement“ bei Witzveranstaltungen wie dem Unimarketing das Letzte ist, was man mit „sozial“ beschönigen sollte. Und natürlich werfe ich die alle in einen Topf, weil die WFI in ihrem Streben, als eine von denen akzeptiert zu werden, sehr auffällt. Es ist ja nicht so, dass jede Uni zu diesen Veranstaltungen eingeladen wird, nicht wahr?
    .
    Kurz, wer hier noch einman auf die Idee kommt, den Popelkram der WFI als „NGOs“ zu bezeichnen und damit echte NGOs zu beleidigen, dem haue ich hier ein paar hundert der besten Besäufnisbilder der Uni um die Ohren. Steht ja alles online, nicht wahr.

  121. Engagement? Ich habe da...
    Engagement? Ich habe da folgendes Gerücht gehört: fürs Engagement gibt es Sozialpunkte, die gehen ins Ranking fürs Vordiplom ein und danach wird man den Auslandsunis zugeteilt – je nachdem Los Angeles oder Toulouse. Oder so ähnlich, an zumindest einer dieser privaten Unis mit den sagenhaft engagierten Studenten, die diese Fahne auch immer demonstrativ vor sich her tragen. Da weiß der Student wofür er sich engagiert und ich fürchte: die Kinder in Afghanistan sind es nicht.

  122. Bitte ja, her mit den 100...
    Bitte ja, her mit den 100 besten Besäufnisbildern!

  123. @Damenwahl: Wer Gerüchten...
    @Damenwahl: Wer Gerüchten traut, ist selbst schuld. Würdest du dich informieren, wüsstest du, dass es nicht so ist. Es ist jammerschade, dass es scheinbar Leute gibt, die das Engagement anderer schlechtmachen, bevor sie darüber nachdenken, was sie selbst alles tun könnten. Vielleicht denkst du mal drüber nach…

  124. Klare Ansage an die bei...
    Klare Ansage an die bei Facebook verabredeten WFIler: ich bin nur halb so doof, wie Eure Schläger aussehen, also lebt mal damit, dass nicht alles und jeder der meinung ist, der Laden oder andere Business Schools wären irgendwas Besseres als Sachbearbeiterinternate. Wenn Ihr mobben wollt, geht wieder Partypics hochladen, aber stört nicht mit Eurer Netzwerkhetzerei, wenn hier Erwachsene reden.

  125. miene guete. bombenleger. du...
    miene guete. bombenleger. du bist sicherlich 15 und in einer rebelierenden phase deines lebens. weil dein vater konservativ ist bist du jetzt ein linker punk (wobei du punk aus dem us engl. slang uebresetzen darfst punk – arschloch) es interessiert niemanden ob du gegen deinen vater rebellieren willst oder nicht. zieh nach berlin das ist eh eine „drecksstadt mit verdammten dreckspack“ da scheinst du hinzupassen. guck doch rtl und pro7 den ganzen tag.
    iwf. jaja business schools. ich kam auch von einer universitaet auf eine business school. meine guete. das war sehr schlecht das niveau bitter. kein wunder das der don so empoert ist…

  126. manmanman, es ist schlimm zu...
    manmanman, es ist schlimm zu sehen in welch oberflächlicher weise hier unsere uni beschrieben wird, ebenso welches dadurch zustande kommt. dies in einer zeitung wie der faz. es sollte wenigstens auch das gegenteil erwähnt werden, um zumindest ein wahrheitsgerechte situation abzubilden. man muss sicher sagen, dass es solche studenten bei uns gibt, es gibt auch noch größere proleten, aber es gibt eben auch jene, die die klassischen umgangsformen zu schätzen wissen und selten den kopf aus den büchern nehmen, einfach hier sind um gutes fachliches wissen mitzunehmen, was durchaus geboten wird. man sollte auch nicht vergessenwieviel man lernen muss, um nachher einen guten abschluss zu erhalten. des weiteren wird hier nur eine freizeitseite publiziert, ich habe schon studenten an einer englischen topuni gegen wandteppiche kotzen sehen. aber das sind bei uns eben nur diese 20-30%, die anderen sind ehrgeizige, junge, wissenshungrige studenten, die eben nicht dem obigen bild entsprechen!!!

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