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Wie Immobilien die Freiheit einschränken

31.08.2009, 21:58 Uhr  ·  Es gibt in Gmund am Tegernsee eine ganz entzückende Jugendstilvilla, gelb, mit Türmchen, Fachwerk und Seeblick. Ich möchte den Besitzer dieser Villa dringenst ersuchen, meinen hier folgenden Beitrag zu lesen, in dem er erfahren wird, dass er wie ich ein Idiot ist, an dergleichen Objekte sein Herz zu hängen, und wie er es klüger als ich machen kann: So er sich einen feinen Finanzplan mit modernen Anlageprodukten erstellen lässt, bin ich in weiterer Verblendung auch gern bereit, ihm die sein Leben vergällende Villa eingedenk der Nachteile für ein paar tausend Euro abzukaufen. Und wie alle Vermögensberater habe ich natürlich absolut überhaupt gar keine Hintergedanken, wenn ich das in einer Zeitung erkläre.

Von

Eigener Herd ist Goldes wert.
Trad. Lüge

Früher war das alles noch ganz anders: Man konnte ohnehin kaum wegziehen, Berufschancen suchte man sich in der Heimatstadt, Mobilität galt als nicht erstrebenswert, in fremde Städte ging man nur, wenn man sich nach einer ungewollten Schwangerschaft der Ehe entziehen wollte oder sonst was ausgefressen hatte, und wer etwas gelten wollte, brauchte ein Haus. Je mehr Fenster zur Strasse, desto besser. Sozialprestige war ganz einfach zu bestimmen: Nach Fenstern im richtigen Viertel. 33 Fenster über drei Stockwerke und ein ausgebauter Speicher, und man konnte sich die besten Partien raussuchen. So war das vor 100 Jahren. Heute dagegen erzählen einem Finanzberater in Beiträgen auch in diesem Blatt, man solle sich erst gar nicht auf echte Immobilien oder gar Kredite einlassen: “Das hat seinen Preis, doch der Lohn ist Freiheit, und Unabhängigkeit ist mit Geld gar nicht zu bezahlen!” Statt dessen wird etwa zu offenen Inmobilienfonds und Aktien geraten, das ist das neue Glück der Reichen.

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Nun bin ich als schlechterer Sohn eines besseren Hauses (plus Gesindehaus) bekanntlich in Gelddingen vollkommen ahnungslos und habe auch noch kulturgeschichtliche Fächer studiert; wie ich nach anderen Gemäuern auch noch zu einer Wohnung am Tegernsee kam, ist ein Mysterium fast wie das Verschwinden der Madoff-Milliarden, und schaue ich mich bei meinen Anlagen also um, was sehe ich? Immobilien, silberne Teekannen, Kunst, Möbel. Da lacht natürlich jeder moderne Mensch, denn meine Anlagestrategie ist ziemlich exakt die von meinem Ururururgrossvater Anno 1846. Moderne Menschen leben dagegen in München, mieten eine schicke Wohnung und tun ihr Geld in clevere, hochmoderne Anlagen. Wie Aktien. Oder offene Immobilienfonds. Sogenannte “offene” Immobilienfonds. Manche waren während der Finanzkrise abgesperrt und dicht, sprich, man konnte an sein Geld noch schlechter ran, als durch den Verkauf einer Immobilie, aber hey! Betrachten wir einfach den Tag so eines klugen Mieters mit schneidigen Geldanlagen im Gegenwert meiner Wohnung und  vergleichen wir ihn mit einem vorsintflutlichen Idioten vom Tegernsee – also am besten mit mir.

Es ist Sonntag. Aus dem Radio in München dudelt ein Privatsender, und unser freier und unabhängiger Mieter denkt sich, dass es doch sicher schön wäre, heute zum Baden an den See zu fahren. Nachdem der Stau hinter Holzkirchen 7 Kilometer weniger Blechlawine als der Stau vor Starnberg hat, beschliesst er, mit seiner Partnerin an den Tegernsee zu fahren. Sie schwingen sich also in seinen schnellen Z4, und keine halbe Stunde später erblicken sie schon das Stauende, während sich der Anfang gerade über die Landstrasse an den Tegernsee vorgekämpft hat. Immerhin, es sind frei gewählte und unabhängige 45 Kilometer in 2,5 Stunden, man könnte die paar Stunden Freizeit auch woanders stehen. Das ist ein Schnitt von etwas weniger als 20 Kilometer in der Stunde. Der Idiot, der sich eine Wohnung am Tegernsee gekauft hat, schafft das nur, wenn er vom obigen Frühstückstisch den Berg zum See hinuntereilt, und auch nur auf 400 Meter. Weiter geht es nicht, dann ist er ausser Atem und am Strand, während der Z4 mit lautem Röhren mittlerweile durch den Stau auf der Autobahn gepflügt ist und nun den Folgestau auf der Bundesstrasse ziert. Das Verdeck ist offen, im iPod läuft Musik aus den vorletzten Castingshow. Es wird Zeit für ein paar neue Downloads.

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Eigentlich wäre es auch Zeit, an den See zu kommen. Am Nordende gibt es ein paar entzückende kleine Buchten, auf denen man tagsüber schön zwischen dem Halbschatten der Bäume und der Sonne des Panoramablicks über den See wandern kann. In der Regel hat man niemanden neben sich, wenn das Handtuch nur flächig genug ist. Die Aussicht ist phantastisch, die Ruhe traumhaft. Der Bewohner des Sees hat zwar keinen teuren Z4 als Saisonfahrzeug, sondern nur eine verbeulte Barchetta aus Familienbesitz, die gerade in Reparatur ist, aber unerfreulicherweise ist er trotzdem schneller und ergattert eine Bucht, bevor die Münchner kommen. Die gehen dann, wenn sie endlich da sind, eben ins kostenpflichtige Strandbad 100 Meter weiter, wo sie wenigstens auf ihresgleichen treffen und den Seglern des Yachtclubs zuschauen können. Das ist fast so gut wie selbst eine Yacht haben, und vielleicht, nächstes Jahr von der Rendite… wenn es doch wieder Ausschüttungen geben sollte…

Davon kann der Idiot in seiner Bucht nur träumen, denn natürlich wirft so eine Wohnung nichts ab, sie kostet nur, wenn man mal von der Wertsteigerung der Seeimmobilien absieht. Aber nachdem, wie die Italiener sagen, die Mutter der Idioten immer schwanger ist, gab es während der Finanzkrise nicht nur Immobilienfonds, die sich wegen Geldabflüssen verrammeln mussten – viele dieser Idioten investierten in die Scheinsicherheit echter Immobilien in guter Lage. Und trugen damit  - die dümmsten Bauern haben immer die grössten Kartoffeln – dazu bei, dass zwar so ziemlich alle tollen Anlagen einbrachen, aber die Immobilienpreise am Tegernsee anzogen. Glücklicherweise, für unseren Weisen aus München, kann der Verfluchte des Sees sich davon aber auch nichts kaufen. Er hat eben nur eine Wohnung, deren Sklave er ist. Er muss hier bleiben und sich beim lokalen Konditor mit einem Stück Kuchen begnügen, das er vor irgendwelchen spiessigen Bergen isst.

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Während der Mieter mit seinen Investments gar nicht hierher müsste. Er könnte auch an den Gardasee. Nach Verona. Nach Lugano. Oder über den Malojapass an den Comer See. Die Welt steht ihm offen, solange es nicht gerade ein Wochenende ist, denn da bleibt bei den Benzinpreisen nur der nahe Aufenthalt an den bayerischen Seen. Für einen Tag. Für eine Nacht ist dann schon wieder sehr teuer, Halsabschneider leben an den Seen und wollen 100 oder mehr Euro für ein Doppelzimmer, wenn eines frei ist, da fährt man lieber heim, wenn die anderen auch heimfahren. Ist ja nicht weit. In Kilometern. 45 Kilometer Freiheit und Unabhängigkeit. Oder auch 55 Kilometer, je nachdem, wo man in den Stau am See einsteigt. Der Stau durch Bad Wiessee auf der Westseite ist etwas länger, aber auch landschaftlich reizvoller, nur an der Kreuzung von Gmund – wo sich der Idiot vor einer Stunde die Torte geholt hat – ist es nicht ganz so schön.

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Zweieinhalb Stunden später – diese elenden Holländer, was müssen die eigentlich alle am Wochenende fahren – ist man als gerissener Investor wieder in München. War doch super, diese Unabhängigkeit. Mit Benzin, Strandbad, Essen, dem Schampus und dem Strafzettel kostete das alles kaum mehr als 100 Euro. Kann man sich locker, lok-ker leisten. Nicht mal die neue, sportive Alutrinkflasche hat man gebraucht, blieb alles in der Carrybag, die man mit dem Abo für diese tolle Investmentzeitschrift bekam, wo alle so schneidig aussehen und tolle Finanzpläne total kostenlos abdrucken. Jetzt noch eine Stunde Sport mit der Wii, dann auf das Sofa und die Überweisungen fertig machen. Oder auch nicht, am Dienstag wird die Miete abgebucht. So ein Mist aber auch, eigentlich wäre ja ein neues I*easofa fällig, das alte sieht ja noch älter aus, als die Barockstühle von so einem Idioten am See. Aber der ist dafür auch nicht so frei und unabhängig, jederzeit umzuziehen und das Sofa auf den Müll zu werfen, neue Challenges wahrzunehmen, Vorteile zu nutzen und überhaupt, der arme Schlucker:

Hat auch keine Konsole für den Sport. Keine Ausschüttung, mit der er sich dieses Must Have und den 1,7-Meter-Flachbildschirm kaufen könnte, der alles so plastisch darstellt. Der musste, als man bei Aying beinahe dem Benz draufgebrannt wäre, auf seinen Berg. Was anderes gibt es da nicht, keine Lichter der grossen Stadt, keine Clubs, keine Isarwege, wo man mit tausend anderen Joggern unterwegs ist, nein: Der muss allein und als letzter auf den Berg, wo er im letzten Licht der Sonne ganz einsam ist. Und unfrei. Und abhängig.

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Mit einem offenen Immobilienfonds und Aktien wäre ihm das alles erspart geblieben. Aber der glaubt ja auch seinem Ururururgrossvater Anno 1846 mehr, als all den tollen und kostenlosen Ratschlägen, die echte Finanzprofis aus reiner Menschenfreundlichkeit in etablierten Zeitungen veröffentlichen. Wieso dieser Idiot aber demnächst trotzdem über den Malojapass in das Tessin und über Bergamo nach Verona fahren wird, als wäre er kein unfreier und abhängiger Idiot – nun, unseren intelligenten Investor ficht das nicht an, er liest sicher nicht 9000 Zeichen darüber, wie klug er ist. Er weiss es ohnehin. Steht alles im Finanzplan seines Wealth Advisors äh Advisor’s.

Schon im Executive Sunmary.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (94)
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Fein, eine Gute Nacht...

Fein, eine Gute Nacht geschichte...so gut geschrieben, dass man beim Lesen die dämliche, millionenfach geklonte Global-Bench-Synergy-Power-Gewinne-durch-Verluste-Maske von diesem Z4-Clemens regelrecht vor sich sieht. Aber evtl. liegt´s auch daran, dass es selbst in Ffm bekanntlich viel zuviele von diesen sinnlosen Büroluft-Liebhabern mit Hang zu dämlichen Anlageformen gibt....Naja, besser die, als ich :-) Nun aber, Gute Nacht.

0 staph.aureus 01.09.2009, 00:00 Uhr

Geh doch nach drüben. Da ist...

Geh doch nach drüben. Da ist die Eierschecke originaler, die SPD bayrischer, die Zahl der Fenster doppelt so groß für´s gleiche Geld und ein Töpfchen Senf gibt noch dazu, wenn man in Bautzen ist, Lichter der großen Stadt gibt´s ebensowenig wie Yuppieyogger auf Ysarwegen, die Landschaften sind leerer und die Millionäre diskreter als am Tegernsee. Die Doppelzimmer sind günstiger, besonders in Heiligendamm, die Welt steht offen, am Wochenende nach Weimar, Gotha, Prag,Krakau, zur Not auch nach Frankfurt am Main, und billiger ist die Besserung der Beulen aus der Barchetta ohnehin. Gute Mechaniker ! Empfehlenswert: Villen mit Zwetschgenhainen, leicht zu bekommen. Nachteilig sind lediglich 5 Prozent Nazis, fürchte aber, daß der Tegernsee auch dabei höhere Zahlen bieten kann. Übrigens: kein Fondmanager eines Mieters hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.

0 hildennet 01.09.2009, 00:11 Uhr

Ich genieße jetzt die...

Ich genieße jetzt die Freiheit von allen Immobilien. Wir der Name sagt, wird man durch sie inmobil. Bei einer notwendigen Flucht vor Gläubigern und Finanamt ist man ohne schneller weg.

0 wortschubse 01.09.2009, 01:31 Uhr

Ja. Und dass er nicht mit all...

Ja. Und dass er nicht mit all seinen Gefühlsfasern am Irdischen hänge. Von diesem künden die Kaseln. Das Gestickte, vielleicht. Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus. Das spricht aber nicht gegen den Erwerb einer Immobilie, sondern eher dafür.

0 Don Ferrando 01.09.2009, 04:26 Uhr

ich glaube , es ist nicht eine...

ich glaube , es ist nicht eine Frage des Immobilienbesitzes, sondern des unterschiedlichen Typus! Der Z-4 Freund könnte genausogut eine Penthouse-Eigentumswohnung besitzen! Und der Idiot die schönen Möbel in der Mietwohnung. Er stünde früh auf, packte den Pichnickkoffer in den alten Audi und hörte die Brandenburgischen in modernen Autoradio. Nach einer entspannten Fahrt über Dietramszell und Waakirchen stellt der das Auto auf noch vorhandenem Parkplatz ab und kauft sich Torte. Und so wir der Mieter den Tag ganz anders verbringen, als der Z-4 Freund und Wohnungsbesitzer!

0 Manni1000 01.09.2009, 04:52 Uhr

1. !!...

1. !!

Da bin ich ja mal gespannt,...

Da bin ich ja mal gespannt, was der "Kollege" Finanzprofi zu diesem Beitrag sagen wird - oder sagt der nix dazu?

Sehr schön, sehr schön. So...

Sehr schön, sehr schön. So etwas entschädigt für die jahrelangen, abends, an den Wocheneneden und im Urlaub zum großen Teil selbst durchgeführten Sanierungsarbeiten an Haus und Stall, als man sich schon fragte, welch ein Idiot man dafür eigentlich sein muss. Nun auf die sonnige eigene Terrasse, wo heute dem Broterwerb nachgegangen wird, im Büro schwitzen dürfen heute die Kollegen.

0 BlackJack66 01.09.2009, 06:37 Uhr

Boah was für eine böse Story...

Boah was für eine böse Story werter Don. Doch beweisst König Tut, der gerade in München weilt, das es sich lohnt eine verschwenderische It Person zu sein. Das Volk strömt in Massen. http://schwarzmarkt.blog.de/2009/08/31/koenig-tut-gut-tut-6859616/ Manchmal frage ich mich allerdings, ob hinter der Spitze, die hier in Richtung Z4 Fahrer mit offenem Verdeck und ebenso offenem Immobilienfonds nicht auch unterdrückter Neid steckt? Ein wenig gar vielleicht? Wäre man sich seines Besserseins so selbstsicher und bewusst, müsste man doch gar nicht so gehässig auf diese Kreise herab sehen, oder?

0 Frau Waldwuff 01.09.2009, 06:44 Uhr

Da wohn ich auch lieber am...

Da wohn ich auch lieber am Fuße des Taunus, als im Moloch, der Stadt Goethes, wie die Bahn wirbt, wenn man Gleis 8 am Hauptbahnhof ankommt. Und sag wie der Igel "I bin scho da". Da wird der Hase nie schnell genug sein.

0 Not quite like Beethoven 01.09.2009, 06:55 Uhr

Das ist aber auch eine Frage...

Das ist aber auch eine Frage der Möglichkeiten. Selbstgenutzte Immobilien in toller Lage sind natürlich schön -- vielleicht ist das wirklich bessere Gesellschaft. Denn was wenn man keinen so ortsunabhängigen Job hat, der, den man irgendwo anders hat auch noch befristet ist und danach ein weiterer, befristeter, anderswo abzusehen ist... Mit nicht selbstgenutzten Immobilien hab ich nur schlechte Erfahrungen gemacht.

0 donalphonso 01.09.2009, 07:31 Uhr

miner, nie würde ich...

miner, nie würde ich behaupten, dass Anlagen mit AAA-Qualität nicht genau das bringen, was sie versprechen. Gut, im Moment gibt es eine Delle, die Zustände sind nicht normal, das gibt sich wieder - aber in 20 Jahren werden die mich mit einer Bentleyflotte in den Staub vor dem Hotel Bachmair in Rottach rubbeln. Garantiert! . staph.aureus, sicher ist unsere Naziquote reichlich hoch, aber die meisten liegen auf dem Friedhof von Rottach, und die Villa von Himmler gleich unten bei Seeglas gehört heute, soweit ich weiss, nicht mehr der Familie. Kurz: bei uns schimmeln die Originale, im Osten randalieren die billigen Kopien. Ich denke: Da muss der Osten noch vom Westen lernen.

0 donalphonso 01.09.2009, 07:39 Uhr

hildennet, sagen wir mal so:...

hildennet, sagen wir mal so: Immobilien sind eine lange Leine. Vermieter jedoch haben meist eine kurze Kette in der Hand, gerade wenn es um Regionen geht, die man bevorzugen sollte. Wirke ich eigentlich immobil? Was ich eingestehe ist, dass man anders reist - man plant die Touren von der Immobilie aus. Aber im Ergebnis kann man für ein Wochenende bequem nach Meran fahren., bevor der grosse Ansturm kommt. . wortschubse, daran hängen sollte man auch als Idiot nicht. Man richtet sich eben ein, das ist alles. Wenn man klug ist, mit einem sauberen Depot. Und lacht über Leute, die sich keine Bilder bei Lumas (wäre auch mal ein Thema) kaufen, sondern alte Kaseln an die Wand hängen.

0 donalphonso 01.09.2009, 07:50 Uhr

Din Ferranso, sicher - womit...

Din Ferranso, sicher - womit wir wieder bei der Frage des Glücks sind. Es ist aber fraglos so, dass es in den letzten 20 Jahren eine Bewegung weg von den Immobilien hin zu steueroptimierten Immobilienfonds, gern auch mit grossen Hebeln, gegeben hat. All die Prozesse, die jetzt gemeinerweise gegen Initiatoren laufen, angestrengt von undankbaren Anlegern, die damit nur den Ruf der Szene schädigen, rühren aus dieser Zeit. Man kann das auch auf heller und Pfennig nachrechnen, was die besseren Renditen bringt. Vor einer Weile las ich dergleichen in der Süddeutschen, die ich - Idiot, der ich bin - danach nicht mehr kaufte, hatte ich doch den Eindruck, die Dame würde nur versuchen, Produkte eines ihr nicht unbekannten Hauses den Lesern anzudienen. Aber Provisionen haben damit natürlich nichts zu tun. . Thomas, ich gebe diesen Leuten uneingeschrenkt recht! Es ist doch gar keine Frage: Wer jeden Tag im Büro 12 Stunden volle Leistung erbringt, sollte sich danach nicht mehr um irgendwelche Häuser kümmern müssen, sondern sein vermögen in die Hände von echten Profis legen, die sich wirklich auskennen und das für ihn machen. Vermögensverwaltung ist in Deutschland vollkommen zurecht eine Boombranche, weil die Menschen erkennen, wie sinnvoll eine Arbeitsteilung ist. Bei mir spricht allein die familiäre Prägung dagegen, ein von Immobilien umgebenes Schicksal, ich hatte nie eine andere Wahl - und ansonsten bleibt mir nur der Neid des armseeligen Fussgängers auf diese coolen Raucher im offenen Z4.

…ohh Don, setzen sie nicht...

…ohh Don, setzen sie nicht zu sehr auf die 20 Jahre, die Ihnen noch ohne Staub auf der Torte bleiben. Denn schliesslich haben sich Konsumgüter-/ Autoindustrie vor gar nicht allzulanger Zeit mit dem Zauberwort Leasing nochmal selbst erfunden. Damit und mit einer weiteren Merkelschen Kaufreizprämie, könnten die Typen mit ihren Bentleys früher vorm Hotel aufkreuzen, als uns allen lieb ist. . Nie vergessen: **Die Deutschen fahren gerne Autos, die sie sich nicht leisten können, um Leute zu beeindrucken, die sich nicht leiden können.**

ad "Idiot": Der Begriff kommt...

ad "Idiot": Der Begriff kommt ja von altgriech. ἰδιότης , was man übersetzen kann als „Privatperson“ „Eigentümlichkeit“, „Eigenart", also einer, der nicht macht, was alle machen, ob sie nun in München oder Athen hausen. Ein Individualist? Also dann eine Ehrenbezeichnung für jemanden, der lieber selber denkt als fremddenken läßt? ad "political correctness": Muß man dem Zeitungeist entsprechend nicht auch noch darauf hinweisen, dass der "Idiot" dasselbe Wochenende sehr viel umweltschonender und nachhaltiger verbracht als der besitzlose -weil allfinanzberatene- Z4-Fahrer?

Erste (Torten)sahne. Habe...

Erste (Torten)sahne. Habe lange nach Donlektüre nicht so gelacht.

Wehrter Don, Sie haben Recht,...

Wehrter Don, Sie haben Recht, meine Urgrossmutter pflegte zu sagen: " bleibe im Lande und nähre Dich redlich." Doch nach der Ansicht der Bilder hoffe ich für Sie das der Stau am anderen Ende der Stadt ist. Denn was ich da sah, würde in mir den Wunsch wecken schnell die Örtlichkeit zu wechseln. Herzlichst P.

0 Don Ferrando 01.09.2009, 09:23 Uhr

Herrlich heute das Ik*a...

Herrlich heute das Ik*a Banner über dem blog-Eintrag ! Lesen die erst den Ihalt, bevor sie ihre Wrbebanner platzieren ? :-))

Die Alternative, werter Don,...

Die Alternative, werter Don, wäre doch, angenommen, man hätte am Tegernsee noch eine Wohnung bekommen, also, die Alternative wäre ein fünffacher morgendlicher Stau in die andere Richtung. Leider, leider müssen manche, also eigentlich fast alle, Menschen noch einem Broterwerb nachgehen. Und leider stellt sich dieser nicht so wunderbar virtuell dar, wie es bei einem Autorenverhältnisbei der FAZ der Fall ist. Daher seien Sie froh, wenn wir (oh ja, wir, also der Rest, der versucht, sich am Leben zu erhalten) nur am Wochenende durch Gmund fahren, genießen Sie Montag bis Freitag, bei Ihnen ist ja immer Wochenende. applegg

0 donalphonso 01.09.2009, 09:27 Uhr

anderl, dafür haben sie aber...

anderl, dafür haben sie aber auch vollklimatisierte Luft, und die Firma zahlt den Arbeitsplatz, den Stuhl und den Rechner. Man täuscht sich: In Wirklichkeit sind die alle auf dem weg zu Glück, Reichtum und einem erfüllten Dasein. Sagt nachher sicher auch der Karrierecoach. . Blackjack666, natürlich ist das Neid. Oh, wie dumm ich doch war, hätte ich nur meine Barchetta abwracken lassen, und die Unfallkosten von der Versicherung kassiert, dann hätte ich mir vielleicht sogar einen gebrauchten Z3 leisten können. Und wie toll wäre eine Mietwohnung in München! Leider habe ich da auch nur eine Eigentumswohnung in der Maxvorstadt. Schon blöd, oder? Bis ich mir einen z4 leisten könnte, müsste ich 6 Jahre die Mieteinnahmen sparen! Oh ich Armer.

0 donalphonso 01.09.2009, 09:34 Uhr

Frau Waldwuff, man muss...

Frau Waldwuff, man muss natürlich auch zugeben: Diesmal war es besonders schlimm, denn in Rottach war das grosse Kutschertreffen. Da verwandelt sich Enterrottach in einen riesigen Biergarten für Tausende, Abertausende von Münchner, die sich von den Einheimischen in Lederhosen dann derblecken lassen, was nicht ganz ungerecht ist, bei der Pornobrillenparade über dem Polyesterdirndl. Aber ansonsten ist es draussen wirklich besser. Für Idioten wie mich. . Not quite like Beethoven, man braucht natürlich Vermieterblut, und Immobilien in erstklassiger Lage. Der Klassiker der 90er, die Ostimmobilie zwecks Steuerersparnis, ist natürlich noch schlimmer geworden. Man muss das machen wollen, aber mit etwas Menschenkenntnis und ab und an einem Zwetschgendatschi für die Bewohner macht das einem Idioten wie mir sogar Spass. Nette Leute, nette Gespräche - wir sind eben so. Blöd. .

applegg, ich gehe durchaus...

applegg, ich gehe durchaus auch einem Broterwerb nach. Der Luxus, den ich mir leiste, besteht aber darin, hin und wieder einfach nein zu sagen. Nein, ich möchte das nicht machen. Nein, ich möchte Ihr Geld nicht. Nein. Es gibt jede Menge Kollegen, die das gerne machen und ihr Geld gerne nehmen werden. Gehen sie bitte weg.

0 donalphonso 01.09.2009, 09:52 Uhr

Vielleicht ein kleiner Hinweis...

Vielleicht ein kleiner Hinweis noch an dieser Stelle, Don Ferrando: heute ist der erste September, der Tag, an dem der Crashmonat schlechthin beginnt. Unser kluger Investor muss den DAX mittlerweile 2% abgeben sehen; man wünscht ihm also, dass er keinen hochmodernen Indexfonds besitzt, sonst wird es ein teurer Tag. Und ich sehe Werbung für ein Immobilienportal, das passt dann schon eher. Ikea wäre eine eigene Betrachtung wert. (Ich muss jetzt mak ganz kurz an den See)

0 BlackJack66 01.09.2009, 09:54 Uhr

Werter Don, ich mag ihren...

Werter Don, ich mag ihren Sarkasmus, nur frage ich halt warum manchmal so böse? Regt sie auf, dass diese Z4 Fahrer glauben sie wären die Bessere Gesellschaft? Haben die Z4 Fahrer die schöneren Frauen an ihrer Seite im Stau stehen? Ich fahre nicht mal Cabrio, aber ich gönne jedem das seine! Ihnen Ihr Silber und die Villa am See, dem Z4er die Blonde an seiner Seite und das Faltdach offen. Ich stelle nur Fragen, Antworten habe ich nicht!

0 Debütant 01.09.2009, 10:08 Uhr

Amüsant - Sie beschreiben den...

Amüsant - Sie beschreiben den Unterschied zwischen Stil und Tiefgründigkeit einerseits und Oberflächlichkeit der Neureichen, die sich über ihren Z4 definieren, weil sie sonst nichts sind, andererseits. Allerdings glaube ich nicht, dass dies zwangsläufig eine Frage des Immobilienbesitzes ist. Sie, Don Alphonso, verdanken diesen ja nun vermutlich ihrer Familie, und nicht ihrer eigenen Leistung. Wären Sie also in München oder Frankfurt geboren, müssten mieten (und schon gar keine Wohnung in so schöner Lage!), hätten Sie dann ein Identitätsproblem?

ja, ja die weisheit des...

ja, ja die weisheit des alters: auch ich überlege, das berlin meiner jugend zu verlassen. . baggerseen, bäcker und biszumhorizontblicke hats im "umland" zur genüge. sogar weintrauben und scheren. bliebe das fehlen der berge ... - nun, dafür gilts noch andere höhepunkte zu finden.

0 Goya y Lucientes 01.09.2009, 10:50 Uhr

Sehr aufheiternde Lektüre,...

Sehr aufheiternde Lektüre, dabei weiß ich nicht einmal, wie ein Z4 eigentlich aussieht.

0 Booooster 01.09.2009, 11:18 Uhr

Werter Don, die ewig...

Werter Don, die ewig schwangere Mutter der Idioten hat meinen Tag gerettet. Auch ansonsten ist soviel Wahres in Deinem schönen Artikel. Nachdem ich unlängst die Vorzüge des Berwanderns (wieder)entdeckte, überkommt mich eine große Lust, die schönen Ausblicke einmal in Augenschein zu nehmen.... Wenn nur der Stau nicht wäre.

Don, Sie beschreiben...

Don, Sie beschreiben Zustände, die dem welterfahrenen Automobilisten völlig fremd sind. Nun aus (der selbstgewählten) Perspektive des Idioten mag das gerade in der bayrischen Kleinräumigkeit (vulgo Enge) so aussehen. Anderswo sind 45 km keine Frage von Stunden sondern eher des Driftwinkels (FAZ online heute Ford RS, Bild 1). Oder anders gesagt: Es ist kein Privileg der "SZ" ihre Leser zu einem moderneren, sorgenfreieren und schnelleren Leben zu verführen.

Selbst der smarteste Z4 Leaser...

Selbst der smarteste Z4 Leaser kann sich nicht mit z.B. Donald Trump (old school) oder Chris Flowers (new school) messen. Und ausserdem, hier ist D-eutschland, nicht in D-ireland. http://ftalphaville.ft.com/blog/2009/09/01/69276/d-ireland/

Wenn die Entfernung zwischen...

Wenn die Entfernung zwischen München und dem See nur 45 km ist, dann kann man ja bei schönem Wetter problemlos mit dem Rad hinfahren, ohne Stau, Kosten und Parkplatzprobleme, und tut noch was für die körperliche Ertüchtigung - ich mache solche Touren öfters, da ich mein Geld auch lieber in eine Wohnung als in ein Auto gesteckt habe.

0 Robert B. 01.09.2009, 11:46 Uhr

Von München an den Tegernsee...

Von München an den Tegernsee fährt man am Sonntag mit einem 20er Schnitt im Auto? Bei den 45 km hin und wieder zurück 90, da nähme ich lieber das Rad: Ist genauso schnell, keine Staus, keine Hektik, viel Landschaft, viel Sonne. Aber Radfahren ist wahrscheinlich "Old School" oder nur etwas für Doper (aber der Prosecco als Stimmungsheber im Strandbad geht schon OK und die Schlaftabletten nach der 50-Stunden-Woche auch).

0 Kritikaster 01.09.2009, 11:48 Uhr

Warum immer nur so...

Warum immer nur so selbstgerecht... macht der Don nie einen Fehler... hat er keine Schwächen... und warum sind eigentlich alle die nicht so leben (sich das so mit mehreren Immobilien leisten können) wie der Don Deppen?

0 donalphonso 01.09.2009, 11:54 Uhr

Kritikaster, natürlich...

Kritikaster, natürlich mache ich Fehler! Das alles kostet irrwitzig Nebenkosten, Strom, Heizung, eigener Telefon- und Internetanschluss, auch ich muss hin- und herfahren - sprich, selbst bei einer Wertsteigerung würde das alles für den Betrieb wieder draufgehen. Ich zahle also drauf, denn die Rendite entgeht mir. Viele Vermögensverwalter würden mir ein Klumpenrisiko und miserable Performance bescheinigen. Und all das nur, weil ich die Wertentwicklung der deutschen Immobilienfonds für ein Schneeballsystem halte und zudem glaube, dass die Anschlusskredite für deren Objekte verdammt teuer werden. Ich bin also nicht nur senil, doof, halsstarrig und unbelehrbar - ich bin auch noch misstrauisch.
.
Man entschuldige meine Abwesenheit, ich war kurz, äh, nun ja, also, in meiner Arbeitszeit, also...
.

.
ich musste am See noch was recherchieren, Stichwort äh Ufervegetation vom See aus gesehen.

0 Don Nutella 01.09.2009, 12:04 Uhr

Ganz wunderbar, Don Alphonso!...

Ganz wunderbar, Don Alphonso! Mit diesem Beitrag sprechen Sie auch den doofen, unfreien Häuslebauern und Häuslekäufern aus der Seele, die vielleicht nicht unbedingt zur besseren Gesellschaft gehören, deren reaktionäre Ansichten überhaupt nicht hip und trendig sind. Diese Dorftrottel beantworten die Fragen der Bekannten nach Urlaub, Auto, Ausflug etc. stets mit "Nein, mein Haus/Grundstück/... ist momentan wichtiger" und überlegen sich diese Phrase aufzunehmen, damit sie sie auf Knopfdruck parat haben, wenn wieder jemand fragt. Und sie breiten sich ungeniert auf ihren Anwesen aus, sie genießen ganz unfrei und abhängig das Grillen auf der eigenen Terrasse - ohne das ein genervter Nachbar wegen Geruchsbelästigung die Polizei holt. Oft sind diese Hinterwälder auch noch dämlich genug, dem Lärm und Gestank der Ballungszentren komplett zu entgehen und in einem langweiligen Erholungsgebiet zu wohnen, indem man tatsächlich noch unfrei Obst und Gemüse selbst züchten könnte, um den Gewächshausprodukten der Supermärkte auszuweichen. Ein völlig abhängiger Lebenstil, aber dennoch lächeln die Leibeigenen des Eigentums. Sie können sich noch an die Zeiten erinnern, als die hippen und trendigen Mieter der Metropolen auf's Land fuhren und ihr weniges Hab und Gut gegen Lebensmittel eintauschten.

Salve, Herr Alfonso. Sie...

Salve, Herr Alfonso. Sie meinen wahrscheinlich leider nicht den 1954er Maserati Barchetta aus Familienbesitz?

Goya y Lucientes: Vermutlich...

Goya y Lucientes: Vermutlich wie ein Z3 oder Z2 oder Z1 oder Z 13 1/2. Muss man nicht ansehen. Oder besuchen Sie zur Not den Don, da fahren solche 1X1-Autochen ja herum, zu seinem Leidwesen.

0 donalphonso 01.09.2009, 12:11 Uhr

selig, leider nur die Fiat...

selig, leider nur die Fiat Barchetta von 1995, denn ich fahre die Autos meiner kleinen Schwester auf. Zu allem Überfluss vermeide ich auch noch Kosten. Jaja. . Don Nutella, vielleicht würde es in der Sache mehr geistige Schützenhilfe geben, rotteten sich die privaten Immobilienbesitzer zusammen und würden sie den Vermögensverwaltern eine satte Provision mit, sagen wir mal, nicht ganz legalem, aber angenehm flexibilisierten Rahmen offerieren. Man sagt, das bewirke Wunder bei den Nachdenkprozessen dieses ehrenwerten Berufsstandes.

0 donalphonso 01.09.2009, 12:13 Uhr

Goya y Lucientes, es ist das...

Goya y Lucientes, es ist das erste Auto ganz in Schwarz in diesem wirklich hübschen Münchner Stau. . Wenn man von München aus direkt radelt, ist es sogar etwas kürzer, wenngleich ich zugeben muss, dass man natürlich auch vom Wetter böse überrascht werden kann, und am Wochenende auch viele Radler und Rollerblader auf der Strecke sind.

Ich wohne in meiner "Fabrik"...

Ich wohne in meiner "Fabrik" muss ich Morgens nicht so früh aufstehen und man glaubt garnicht welche artenvielfalt und ruhe Gewerbegebiete an Wochenenden besitzen... da währe es mir am Tegernsee zu laut...

0 Frau Waldwuff 01.09.2009, 12:30 Uhr

Don Alphonso Ein bischen...

Don Alphonso Ein bischen fishing for compliments (mir fällt leider die französische Entsprechung nicht ein und das kurz vor meinem Urlaub nach Korsika, naja). Von wegen Idiot. Seien Sie dankbar. Insbesondere, wenn man einen solchen Konditor um die Ecke hat. Meine grandmère (Jahrgang 1913) würde dort sicher auch gern "konditern", angesichts solch edler Kreationen. Applegg Ich gehe leider auch schnödem Broterwerb im Moloch nach und genieße daher die Vorzüge am Wochenende im Vordertaunus umso mehr. Aber ich vermute, Herrn Don Alphonso geht weniger um die, die es sich nicht leisten können am Tegernsee zu wohnen, als vielmehr um die, die es sich eigentlich leisten könnten, aber es einfach nicht zu schätzen wissen und nur im Unbewußten spüren, dass ihnen etwas fehlt, dem sie dann versuchen nachzujagen, ohne je wirkliche Befriedigung oder Erfüllung zu finden.

0 donalphonso 01.09.2009, 12:35 Uhr

yaq12, man darf sich da keine...

yaq12, man darf sich da keine Illusion machen: Wenn etwas AAA-Qualität hat, ist man auf der falschen Seite, wenn man mit seinen Eigentümlichkeiten nicht zugreift. Altgriechisch in allen Ehren, aber damit kann man nicht mal einen Prospekt eines Kapitalmarktfonds lesen, geschweige denn die Anweisungen, die in Banken an die Mitarbeiter verteilt werden. Überhaupt, Bildung, da könnte heute ja jeder kommen und glauben, dass er sich was darauf einbilden kann. Bildung ist nur was für Leute, die nicht effektiv arbeiten. . sterne, gern geschehen. . paulchen, bei mir auf der Terrasse hört und sieht man absolut nichts davon, nie, zu keiner Zeit. Anliegerstrasse. Auf der Anhöhe. Was man hört, sind die Kühe gegenüber.

0 Don Nutella 01.09.2009, 12:45 Uhr

In der Tat, lieber Don....

In der Tat, lieber Don. Diverse, geistige Klimmzüge dieser natürlich völlig unabhängig denkenden Zunft könnten dadurch beschleunigt werden. Aber will man das wirklich? Wer jung genug ist, aber manchmal trotzdem dem alten, senilen Großvater zugehört hat, weiß sehr genau, dass sich alles irgendwann wiederholt. Man könnte sich genausogut entspannt zurücklehnen und abwarten. In der Zwischenzeit nutzt man die günstigen Zinsen. Die abfälligen Bemerkungen und Blicke der Trendhinterherläufer quittiert man mit einem freundlichen Lächeln. Spätestens beim nächsten Besuch wird der moderne, unabhängige Mieter sagen: "Määnsch, für einen solchen Ausblick fährt man sonst weg! Da braucht man ja keinen Urlaub mehr!" Oder "Mir war ja gar nicht mehr bewußt, wie schön es hier eigentlich ist!" Und man wird denken: "Genau! Und deshalb leben viele Menschen freiwillig hinter dem Mond und total abhängig und unfrei!" Aber man sagt nichts dazu. Jeder Kommentar wäre überflüssig.

0 donalphonso 01.09.2009, 12:46 Uhr

Nanuk, man kann es sich...

Nanuk, man kann es sich vermutlich an vielen Orten schön machen. Der Tegernsee ist, wie alle oberbayerischen Seen, am Wochenende schlimm - egal! geht man als Idiot halt am Montag runter. 5 Tage ist der See recht frei, wenn man die richtigen Ecken kennt. Und vor 11 Uhr schaffen es die Münchner nie, man kann ihnen also ausweichen. . Frau Waldwuff, nun, unsereins geht dort nicht konditorn - was ein tolles Wort Ihrer Frau Grossmama ist, sondern schlampapern, um das korrekte bayerische Wort zu verwenden, das sich auch bei Göthe findet. Deshalb platzen wir Idioten auch schon mit 95 Jahren an Überfettung, statt mit 96 zu dementieren. Es handelt sich dabei um Mango-Pfirsich-Creme. Mit Sahne. genau die richtige leichte Schwere vor dem schweren Anstieg auf den einsamen Berg.

der tegernsee ... ich bin...

der tegernsee ... ich bin nicht weit davon aufgewachsen (schliersee) ... und das beschriebene idyll ist ein reines hirngespinst. der tegernsee hat eine hoehere konzentration von angebern als schwabing - dazu eine riesenportion von leuten mit "schaefchen im trockenen" egal wie (schalk-golodkowski wusste warum er da hingezogen ist - der passte da perfekt). dazu kommen die alteingesessenen und die sind ein besonderer schlag: fuer die ist jeder der keinen lokalen stammbaum bis napoleon nachweisen kann einfach nur freiwild zum abzocken. der nepp im tegernseer tal ist unglaublich. aber wem's gefaellt ...

0 Frau Waldwuff 01.09.2009, 13:20 Uhr

Don Alphonso Das Wort lautet...

Don Alphonso Das Wort lautet korrekt konditern, ich muss auf diese Schreibweise leider bestehen. Verzeihen Sie mir in dieser Hinsicht meine Rechthaberei. Obwohl ich meiner grandmère auch noch schlampapern ans Herz legen werden, ein wirklich reizendes Wort. Übrigens, das Grundübel aller Immobilien findet sich bereits in deren Namen, wie Sie als Bildungsbürger wissen. Sie sind nicht beliebig zum Kollwitzplatz oder an den Ballerman zu transportieren. Das macht ihren Reiz aus.

wie schön, endlich das...

wie schön, endlich das gefühl haben zu dürfen, daß man sich dafür nicht zu schämen braucht, daß man nicht geldgeil & nicht käuflich ist und daß einem das 11 gebot (du sollst nicht snobistisch sein) des öfteren durch den kopf geht. ;) & jetzt wende ich mich in aller gaumenruhe dem kaltwerdenden lasagne senza carne zu.

0 Georgiana Darcy 01.09.2009, 14:41 Uhr

Oh, das klingt ein wenig nach...

Oh, das klingt ein wenig nach einer bitterbösen Debatte über das gute Leben, die Don Alphonso (als Kunstfigur oder Autor) mit einem fundamentalistisch anmutenden Vertreter des neoliberalen Lebensstils geführt haben muss. Ich finde ja, dass bei aller Leidenschaft für die Weltenbummelei dieses Idyll am Tegernsee seinen eigenen Charme hat. Ich bereise gerne China, Indien und die Seidenstrasse, aber das das schmälert nicht den Reiz, den das Leben in einer Cittàslow-Stadt besitzt. Im Gegenteil. Und die auf diesem blog gezeigten Bilder könnte man sehr gut zur Meditation benutzen (inklusive der Torten!;-) . PS: Mit Lodenjanker, Gewehr und Hund, auf der Jagd den Tegernsee umstreifend, wären Sie gar ein würdiger Nachfolger jener schrulligen Landadeligen alter Schule, für die Selbstverwirklichung das Erlegen von Tauben und anderem Getier bedeutete....

0 Konfuzius sagt 01.09.2009, 14:47 Uhr

konditern mit e. Haben meine...

konditern mit e. Haben meine Großeltern auch gemacht.

0 Konfuzius sagt 01.09.2009, 14:48 Uhr

Oh, ist ja schon korrigiert......

Oh, ist ja schon korrigiert...

0 HansMeier555 01.09.2009, 15:39 Uhr

Das Internet hat die Welt...

Das Internet hat die Welt verändert. q.e.d.

Nun, letzten Endes ist es der...

Nun, letzten Endes ist es der Unterschied zwischem Altem Geld und Neuem Geld und was man damit anfängt. So ein Z4-Fahrer hat sicher schlechte Chancen, daß sein Vermögensberater aus seinem Geld Altes Geld werden läßt. Insofern ist es auch stimmig, daß er mit Ray-Ban-Brille und gut durchgebratener Wasserstoffblondine im Stau den Staub anderer Leute schmeckt. Da gehört er schließlich hin. Carpe diem. Ich mußte übrigens auch nachschauen, was ein Z4 ist. Ich glaube, die Wut des Fahrers wäre grenzenlos, wenn er wüßte, daß der Pöbel seine Edelkarosse nicht mal erkennt. Wobei, wenn ich mir die Fotos von der Frontpartie dieses Fahrzeugs anschaue, dann hat so ein Fahrer eine ganze Menge psychischer Probleme. Man sollte ihn bedauern. Immerhin, die Kiste kostet je nach Ausstattung ein bis mehrere meiner Jahresgehälter (brutto), so daß sich mir die letzte Frage auch nicht stellt (Würdest du selber, wenn du könntest?) Ich glaube auch, daß dieser Lebensstil von diesen Leuten bewußt so gewählt wird. Sie werden dahingehen, wie der Staub im Wind, das Echte bleibt der Nachwelt unverloren. Kurz nach der Wende gab es hier jede Menge erstklassiger Immobilien für wenig Geld, aber mit vielen Denkmalschutzauflagen. Ich hatte mal mit einer gedankenexperimentiert. So, in dem Stil: Was machst du, wenn du im Lotto gewinnen würdest? Mein Favorit war damals Schloß Wiederau, das "Angenehme Wiederau", BWV 30. Mittlerweile hat sich ein einheimischer Förderverein der Sache angenommen. Auf die Idee, sich einer solchen Preziose anzunehmen ist damals keiner der Steuerspar-Immobilienfondsler gekommen. Ich meine, das Geld wäre vermutlich auch weg, aber man hätte doch etwas, daß man auch den Enkeln zeigen kann, ohne rot zu werden. http://www.schlossverein-wiederau.de/

0 immobilien "eigentuemer" 01.09.2009, 18:17 Uhr

irgendwie schon lustig dass...

irgendwie schon lustig dass manche sich als "eigentuemer" sehen wenn ihnen de facto ein halbes gaensebluemchen im garten gehoert - und der rest des hauses der bank. jahrelang keinen urlaub da jeder pfennig in die bude fliesst und dazu dem chef ausgeliefert sein da man ja nicht mal eben weg gehen und im ausland arbeiten kann ... tolle sache so eine immobilie. ausnahme: solide finanziert und in einer lage die vernuenftige rendite bringt - da aber bleibt dem normalverdiener der hals trocken. die grosse freiheit = grillen im eigenen garten fuer die naechsten 25 jahre? dazu die gesellschaft am tegernsee (lokal unter dem namen "lago di bonzo" bekannt) ... gut fuer mulitmillionaere denn da faellt man unter seinesgleichen nicht auf und die s-bahn vermisst man auch nicht da der chauffeur den wagen lenkt ... lieber don alphonso - wenn schon an einen bayerischen see, dann den chiemsee - da ist's hundertmal schoener. und wer ideal wohnen moechte fuer den sind sauerlach und holzkirchen perfekt: s-bahn einerseits aber weit genug draussen ... wer sich als normalmensch das tegernseer tal antut hat 'sie nicht alle.

Herr Alphonso, bei manchen...

Herr Alphonso, bei manchen Webseiten täte ein Warnschild NSFW not - not suitable for work. Bei einigen Ihrer Beiträge bräuchte man ein NSFHP - not suitable for hungry people, wenn ich mir die Tortenkreationen so anschaue. Nur mal so generell angemerkt.

Ach, die alten Gemaeuer. In...

Ach, die alten Gemaeuer. In der schicken Gegend von Halle a.d.S. kann man Villen erwerben die beinahe nichts kosten. Villen mit parkaehnlichen Gaerten (zumindest koennten sie es wieder werden), Villen mit grossen, hohen Raeumen, mit extra Personaleingang im Souterrain etc. Wer nur eines dieser Gebaeude erwirbt, wird arm werden, arm wegen der Renovierungskosten, arm auch weil derartige Investionen durch nichts gegenfinanziert werden koennen, denn in der ganzen Gegend floriert weder Handel noch Gewerbe. Wer aber hier in diesem Forum noch etwas Geld zuviel in seinem Beutel haben sollte, kann sich hier kundig machen: . http://www.leerstehende-baudenkmale.de/ . http://www.denkmal-boerse.de/ . Und man muss es mir glauben: Das Saaletal hat seine zarten Reize. Nicht umsonst kamen die viele Romantiker von dort, oder liessen sich davon inspirieren. Wer diese Gegend sich einmal vorurteilslos betrachtete, weiss, dass Bayern eben nur eine Alternative ist.

Lieber Don Alphonso, wir haben...

Lieber Don Alphonso, wir haben schon lange nichts mehr von Ihrem Sunbeam Supreme 90 Mk. III gehört. Ihre kleine Schwester hin oder her, irgendwie ist so eine Barchetta nicht ganz das richtige Fortbewegungsmittel für einen Mille Miglia Besucher. Ich selbst, begeisterter Sportfahrer, habe auf den Rat meines Freundes gehört und ein entsprechendes britisches Fahrzeug Bj. 1962 mit 3,8l Straight-Six angeschafft, das so zufällig daherkam, FIA-Abnahme nach Anhank K inklusive. Mit 265 PS tut sich wenigstens etwas, wenn man ins rechte Pedal tritt. Und den nicht vorhandenen Wertverlust eines solchen Gefährts kennen Sie ja selbst - ausser man hat das Ding nach seinen Sonderwünschen restaurieren lassen, wie, ähem, ich zum Beispiel... ich konnte mich einfach nicht zurückhalten... . Im übrigen finde ich es interessant, daß ausgerechnet Sie vermietbares Eigentum anzupreisen scheinen. Also wir haben inzwischen alles vermietbare abgestossen (soweit es ging) und nutzen nur noch selbst - ich bin doch kein Sponsor des Sozialistentums unserer Politiker, rechtlos gegenüber meinen Mietern. Ihr Haus in der dummen Stadt und Ihre Wohnung am Tegernsee nutzen Sie ja scheinbar selbst, das ist wirkliche Unabhängigkeit - nämlich von anderen Leuten und vor allem Banken.

so noch mal auf die Schnelle....

so noch mal auf die Schnelle. Es wird wohl nie mehr eine Möglichkeit geben, diesen Gedanken zum Z4 loszulassen: Ist eigentlich hier mal irgendjemandem aufgefallen, dass in den Comics der Kindheit ( Disney etc ) auch immer solche Autos vorgekommen sind, so mit ewig langer Schnautze und grimmigem Blick ? Im Comic saßen in diesen Kisten zumindest immer die gaaaanz, gaaaanz Bösen drin. Ja, was soll uns das jetzt zum Thema Z4-Fahrer bzw. Produktdesign sagen ?

hey mawu, sie müssen ja ein...

hey mawu, sie müssen ja ein unglaublich tolles alpha teilchen sein. mensch und so dezent, taktvoll und diskret. haben sie eigentlich auch einen eigenen pool ? ach nee, den haben sie ja bestimmt schon verkauft....irgendwann mal, so aus purer langeweile.

0 donalphonso 02.09.2009, 02:01 Uhr

mawu, abwarten - was den...

mawu, abwarten - was den Sunbeam angeht, bin ich inzwischen reichlich entspannt. Es ist, wie es ist. Es wird sein, wie es sein wird. Es freut mich, wenn andere Spass an ihrer Raubkatze haben, mit wäre es zu viel Kraft für gemächliches Schnaufen. . Natürlich vermieten wir. Ich kann auch nicht sagen, dass es so entsetzlich und schwer und unerfreulich ist, wie immer getan wird. Ich habe mit einer Ausnahme noch keine explizit schlechten Erfahrungen gemacht, beim besten Willen nicht. . miner leider ist es nun mal Trend, Autos böse aussehen zu lassen. Audi lässt sich von Star Wars inspirieren, Opel von Ratten, Ford Pitbulls auf Droge - Mode der unerfreulichen Art.

0 donalphonso 02.09.2009, 02:07 Uhr

Debütant, tatsächlich lässt...

Debütant, tatsächlich lässt es sich in Familien wie meiner nie ganz trennen, wer was selber geschaffen hat, weil alles aufeinander aufbaut. Man kann natürlich ganz anders Vermögen anhäufen, wenn ein Haus schon mal da ist. Ich würde da von einer Art vorlaufendem Generationenvertrag sprechen wollen, den ich gemeinerweise zu beenden gedenke, aber mei - es ist nicht allen gegeben, die Welt mit noch mehr Menschen zu überfluten. . Swina, generell kommt irgendwann der Moment, da man in der Grossstadt keinen Lebensraum mehr hat. Nehmen wir nur mal die Berliner Autofahrer - mit 70 will man sich das sicher nicht mehr antun. Die ungeräumten Strassen. Die Belästigungen. Der Müll. Meran mag spiessig sein, ist aber schön und mild, und wenn man sich damit einen Oberschenkelhalsbruch im Winter spart, ist es doch super.

0 donalphonso 02.09.2009, 02:13 Uhr

Booooster, bitteschön, immer...

Booooster, bitteschön, immer nur zu, Richtung Süden und dann immer gerade aus. Im Winter kann man ja auch prima rodeln. . poisson, anderswo ist man aber auch nicht von einer Bergkette begrenzt. Ich kenne durchaus die Eintönigkeit der Landschaft zwischen Hannover und Hamburg und muss sagen: Da ist mir die Puppenstubenlandschaft mit all den Hügeln, Kühen und geraniengeschmückten Bauernhöfen sehr viel lieber. . XOT, ich begrüsse es auch sehr, dass hier deutschland ist, und nicht das West-Baltikum des bröckelnden Irlands.Ansonsten habe man ein scharfes Auge auf das Pfund der Briten - da passt was nicht zur angeblichen Erholung.

0 donalphonso 02.09.2009, 02:19 Uhr

Don Nutella, letztlich wird...

Don Nutella, letztlich wird man nicht umhinkommen einzusehen, dass alles mit mehr als 7% Rendite mit so hohen Risiken verknüpft ist, dass man sich überlegen sollte, ob man sich das antun will. Man hat ja während des Niedergangs 2001 und 2008 gesehen, wohin das führt; die Leute sitzen vor der Glotze und ärgern sich, sind gereizt, und sagen Gartenfeste ab. Selbst wenn sich die Kurse wieder fangen: Die verlorenen Tage gibt einem keiner mehr. Aber das steht natürlich in keinem Fondsprospekt.

Don, "mit einer Ausnahme noch...

Don, "mit einer Ausnahme noch keine schlechten Erfahrungen gemacht" kennzeichnet aber bereits die Situation, in der man das entspannt betrachten kann. Leider gibt Leute, die ihr sauer Erspartes zwecks zusätzlicher Altersvorsorge in eine Eigentumswohnung stecken - und die ein Jahr Mietausfall mit allen Begleiterscheinungen (Anwalts- und Gerichtskosten, Kosten der Zwangsräumung durch Gerichtsvollzieher, Kosten der kompletten Renovierung der Bude) bisweilen wieder um die Immobilie bringt, weil sie vom laufenden Gehalt nicht nebenher auch noch die Bank bedienen und die entstandenen Kosten auffangen können.

Lieber miner, es ist...

Lieber miner, es ist tatsächlich so, daß man etwas gehabt haben muß, bevor man beurteilen kann, ob man es einem wirklich gefällt. Meine Eltern zum Beispiel haben einen Pool, aber ich wohne mit meiner Familie in einer Stadtwohnung und vermisse ihn keineswegs, und den damit zusammenhängenden Aufwand auch nicht. Sollte ich mal schwimmen gehen wollen, dann habe ich hier um die Ecke das Nordbad. Man sollte jedenfalls versuchen, sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen von Dingen, die man meint zu brauchen, oder meint erreichen zu müssen. . Abgesehen davon zum Thema Produktdesign ist es nunmal so: "The difference between men and boys is the size of their toys" - in all seinen Facetten und Geschmäckern.

anderl, ich weiss nicht, ob...

anderl, ich weiss nicht, ob Don Alphonso bisher einfach Glück gehabt hat. Auf alles, was ich bisher zum Thema "Vermietetes Wohnungseigentum" erleben durfte, kann ich jedenfalls verzichten. Auch wenn es nur die Kleinigkeiten sind. Sicher, wenn man so ein Stadthaus sein Eigen nennt, wie Don Alphonso, mag es zum selbst nutzen etwas zu groß sein, dann geht es eben nicht anders. Aber diese Wohnungen da und dort (in guten Lagen wohlgemerkt) waren bei uns und auch bei meinen Bekannten nur mehr oder weniger Ärger und jedenfalls überhaupt kein Geschäft.

Monsieur, nur eine kurze...

Monsieur, nur eine kurze fragende Petitesse sprachwisenschaftlicher Natur: hießt das wort nicht schlampampern? Und konnt es nicht von Christian Reuters "Der ehrlichen Frau Schlampampe Leben, Krankheit und Tod"? Sowohl konditorn als schlampampern sind mir geläufig. Aber ich gehöre ja zum einem ehemals vom Land der Bayern einverleibten Gebiet. Nun haben wir die Zwockel aber wieder los - oder die uns... (-; Gruß Und machen Sie uns nicht immer mit den Riesentorten kirre... hier ein Blutzuckerabfall nach dem andern... Ma doué seufzend MD

zu den Historic...

zu den Historic Properties: Vor etwa einer Woche stand ich da davor, sah das Maklerschild und brauchte alle Flüche in 4 Sprachen, die ich kannte. Wo verdammt noch mal bleibt in diesem Land der Denkmalschutz? Im Keller? Im Knast? http://www.engelvoelkers.com/en/Belgium/East-Flanders/Ghent-Center/Historic-property-at-Graslei-Ghent-381231.34027-en_exp/?startIndex=2&businessArea=&q=&facets=bsnssr%3Aresidential%3Btyp%3Abuy%3Bcntry%3Abelgium%3Brgn%3Aoost_vlaanderen%3B&pageSize=10# MD

hello again mawu, da ich mich...

hello again mawu, da ich mich über besitz ausschweige, dürfte es schwer fallen, zu beurteilen was ich so alles kenne, mag und nicht mag. zum thema mieter kann ich mich nicht pessimistisch äussern. ich denke, das leben ist ein seltsames spiel, indem alles zusammenkommt, was zusammengehört. Und so findet der kleinkarierte, nervige mieter auch treffsicher seinen gierigen vermieter, wie der nette mieter seinen freundlichen vermieter findet. …..als wärs ein naturgesetz. mit autos und derem design ist es ähnlich. der böse möchte gerne allen zeigen, wie böse und stark er ist und kauft sich ein riesenauto mit böser fratze. der nette kauft sich halt irgendeins…aber bloss keins mit reisszähnen oder darth-vader-maske als fronterscheinung.

0 Don Nutella 02.09.2009, 09:11 Uhr

Werter Don, prinzipiell würde...

Werter Don, prinzipiell würde es ja reichen, wenn in den Fondsprospekten stehen würde, wie eine realistische Gewinnerwartung aussehen müsste. Dann könnte jeder seine schlaflosen Nächte vorher durchkalkulieren. Hohen Renditen habe ich noch nie getraut - sehr zum Leidwesen meiner Anlageberater. Im Gegenteil, mir war immer wichtig, dass möglichst viel Risiko bei der Bank liegt, Rendite hin oder her. Von einer solchen Anlagestrategie wird man natürlich nicht reich, und jeder mag tausend Beispiele anführen können von Leuten, die das anders sehen und damit gut gefahren sind. Mir liegt es auch fern, anderen meine Ansichten aufzwingen zu wollen. Dennoch kann ich sagen, dass ich weder 2001 noch 2008 auch nur einen einzigen Cent verloren habe. Im Gegenteil, die Verträge waren eigentlich immer so geschlossen, dass ich in guten Zeiten eine mittlere Rendite hatte und in schlechteren sogar eine recht gute - bedingt durch Vertragslaufzeit und Abschlussdatum. Die momentane Marktlage inspiriert auch nicht gerade zum Sinneswandel. Aber wie gesagt, alles rein subjektiv. Jeder ist seines Glückes Schmied. Die gereizte Anspannung meiner Umgebung interessiert mich nicht wirklich, schließlich kann ich jederzeit Unverärgerte in die Hausbar einladen und das Hoftor schließen. Das Schicksal derjenigen, die alles ausbaden müssen, berührt mich hingegen sehr viel mehr.

0 kleinerberg 02.09.2009, 09:39 Uhr

Lieber Herr Alphonso. Sie...

Lieber Herr Alphonso. Sie kitzeln immer so schön an der Frage nach den Grundbedürfnissen der Menschen-und was vom gücklich sein bleibt, nach Abzug aller Dinge die man zum Angeben braucht. Ich glaube,dass Sie eine Menge nützliches als Sklave ihres alten Hauses lernen . Besser der eigene "nützliche Idiot"( ...das kommt von Ihnen) zu sein,als der, von irgendwelchen Immobiliensharks.

0 donalphonso 02.09.2009, 09:58 Uhr

MD, das kann ich auch nicht...

MD, das kann ich auch nicht sagen, das ist mündliche Überlieferung, aber ich lasse ich da gern belehren. . Und Ghent, nun... ein wenig erinnert mich das alles an Ostdeitschland. Das Problem dieser Leute ist, dass sie möglicherweise zu viel Substanz haben, um sie wirklich zu schätzen.

zum Schlampampern,- oh schade,...

zum Schlampampern,- oh schade, ich dachte Sie wüßten evtl. mehr. Zur Substanz in Ostdeutschland: Ich weiß um den Zustand der Substanz jenseits der touristischen Zentren vor 1989, möglicherweise kam dann die Erkenntnis zu spät und die Reue hinterher. in Ghent: Mag sein, daß diese, wenn allzureichlich vorhanden, nicht geschätzt wird. Aber müßten denn nicht grade bei einem Ensemble wie an der Graslei nicht die Alarmglocken schrillen? Insbesondere wenn man Absatz 1 in Erwägung ziehen könnte? Aber die ganze Stadt sieht aus, als hätte da die Gentifizierung mit Gepolter zum Kahlschlag angesetzt. Unterstützt natürlich vom üblichen Abschaum der Entwickler und Architekten. Wer wettet mit, sobald das Haus verkauft ist, hängt über der Eingangstür irgendeine Frittenburg-Werbung und Häßlich & Magersüchtig haben im ersten Stock ne Dependance eröffnet. Grausliche Vorstellung MD

lieber filou, sie haben sicher...

lieber filou, sie haben sicher recht mit ihrer analyse und dem hinweis dass auf die schoenheit einiger gegenden ausserhalb bayerns ... aber "der tegernseer" ist nicht am tegernsee weil's da schoener ist als anderswo, wo denken sie hin verehrtester! blechlawine auf der bundesstrasse, nepp, halli-galli am wochenende? das gehoert dazu, denn "der tegernseer" fuehlt sich als teil der loden-schickeria und braucht sein publikum genauso wie der z4 fahrer. deshalb wird "der tegernseer" am tegernsee bleiben - denn an der saale gibt's am wochenende keine horden von leuten denen man sich ja sooooo ueberlegen fuehlen kann ... was nuetzt die schoenste villa wenn keiner da ist der einen bewundert? das "dazugehoeren", egal wie imaginaer, macht einen grossteil der immobilienpreise am tegernsee aus ... wer also glaubt der beschriebene z4 fahrer ist verrueckter als don alphonso irrt gewaltig. beide spinnen komplett - auf ihre art.

"Häßlich & Magersüchtig",...

"Häßlich & Magersüchtig", hihi. Kennen Sie noch mehr, MD? "Leider ohne Geld geboren" war bisher der Hit, oder

Don, Begrenztheit ist gut und...

Don, Begrenztheit ist gut und schön, nachgerade identitätsstiftend. Bei der Aufzählung der Vorzüge ihres Alpen-Disney Lands vergaßen Sie die Blöd & Oberflächlich Verkaufsstelle neben dem Stadtpissoir für Bustouristen. . Die Einöde zwischen Hannover und Hamburg hat nicht nur keinerlei Reiz, es spricht dort auch niemand Bayrisch und wer Laptops in der Lederhose mit sich führt wird belacht - das sollte man vorsorglich erwähnen, nicht das sich noch wer verirrt.

na, das ist hier aber ne...

na, das ist hier aber ne konsumfeindlichkeit heute. - gegen den z4 gibt es nichts zu sagen, ihr spiesser.

0 donalphonso 02.09.2009, 14:53 Uhr

poisson, man wird nixht umhin...

poisson, man wird nixht umhin können zuzugeben, dass die Menschen der Region es so mögen, und dafür auch gute Gründe haben. . abf, natürlich nichts - ausser, dass er zu einer gewissen Haltung ganz gut passt.

0 donalphonso 02.09.2009, 14:59 Uhr

Don Nutella, es ist bei Fonds...

Don Nutella, es ist bei Fonds zugegebenermassen sehr schwer, die zukündtige Entwicklung von Mietpreisniveau, Rücklagen und Baukosten abzuschätzen. Dazu kommt das Problem, dass die Gutachter stets sehr rosig einschätzen. Hier wie überall kann man nur sagen: Man soll nie kaufen, was man nicht versteht. . Und da kommt natürlich auch die Aussage von kleiner Berg mit rein: Auch immobilien sollte man nur kaufen, wenn man a) etwas vom markt versteht, b) Vermiterblut hat und c) notfalls auch selbst Hand anlegen kann.

Don, Eigentum verpflichtet,...

Don, Eigentum verpflichtet, wie man weiß, woauch immer es sich befindet. Für viele ist die Immobilie Credo für: Wir haben es geschafft. Aber wer will denn immer an denselben Ort - Ausnahme: Ihre Silberkannenumgebung- , oder gar ein Schiff besitzen, wo mieten so günstig und bar jeder weitergehenden Verpflichtung ist. Und erst diese ahnungslosen Vermieternarren, die von Altersvorsorge sprechen, wenn sie Altersarmut meinen. Oder Spanien-Investoren, die Häuser im Flußbett kaufen. Oh je, man kann bei der gegenwärtigen Geldverbrennungsmaschinerie nur von allzu viel Besitzstandsdenken abraten, irgendwann wird auch das Kaminholzfeuer besteuert werden, ob am Tegernsee oder in der Parzelle in Wanne-Eickel. Und der Z4-18Loch-Cosmopolit, was wären die Vermieterhaie und Leasingkünstler ohne diesen Typus.

Don, schöner wäre es im...

Don, schöner wäre es im übrigen über geschlossene Immo-Fonds zu schreiben, über all die nicht zuverkaufenden Schmuckstücke in exponierten Lagen, die ihre Bestimmung in ebendiesen Anlagen fanden, insbesondre nach der Wende, wurden sie in hochglanzprospekten zu Premium-Preisen eingekauft, am Markt nicht zu verkaufen; Betreibergesellschaften haben sich mit Drückerkolonen und viel Rechenwerk an ein Rechnungslegungskonstrukt gemacht, an dessen Ende dann die Botschaft des Geldnachschießens stand - alles im Sinne und zum Wohle der Steuerminimierung. Denn: Wir zahlen zuviel Steuern, und das ist ungerecht. Da ist jede Anlage willkommen. Und die macht vor nochsoviel Klugheit nicht halt.

@nico, D.A.: Ich bin in...

@nico, D.A.: Ich bin in finanziellen Dingen voellig ahnungslos. Aber vor einer Stunde kam mir der Name Dr. Renatus Rueger, der in den 70er Jahren etwas praktiziert zu haben scheint, was heute immer noch beklagt wird. Es ist alter Wein in neuen Schlaeuchen. . Fuer die Herren Fachleute: Bitteschoen! http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13513587&top=SPIEGEL

0 jean-jacques 02.09.2009, 22:03 Uhr

"Schlampampen" - wurde von...

"Schlampampen" - wurde von namhaften Kulturwissenschaftlern zunächst Goethen, dann einer mündlichen Tradition zugeschrieben. Ohne beides ausschließen zu wollen, möchte ich hinweisen auf die unvergesslichen Zeilen von Heinrich Heine (des nach Reich-Ranicki bedeutensten Erneuerers der deutschen Sprache) in Caput XXIII von "Deutschland - ein Wintermärchen": "Als Republik war Hamburg nie So groß wie Venedig und Florenz, Doch Hamburg hat bessere Austern; man speist Die besten im Keller von Lorenz. Es war ein schöner Abend, als ich Mich hinbegab mit Campen; Wir wollten miteinander dort In Rheinwein und Austern schlampampen. (...) Ich aß und trank, mit gutem App’tit, Und dachte in meinem Gemüte: ’Der Campe ist wirklich ein großer Mann, Ist aller Verleger Blüte." Ein Hoch! auf die Kreativwirtschaft alter Schule. @ Don Alphonso: Sie schreiben, Ihre Anlagestrategie gleiche "exakt" derjenigen Ihres Urahnen selig, der Anno 1846 in der kleinen, dummen Stadt an der Donau ein 11-Fenster-Haus (oder etwas vergleichbares) erwarb. Mit Verlaub, das kommt mir nicht plausibel vor. Eine solche 1A-Immobilie ist aus den Erträgen einer werterhalt-orientierten Vermögensverwaltung nur bei lebenslangem Verzicht auf Konditorei-Waren zu erwirtschaften. Wenn ich mich recht entsinne, waren unter Ihren Vorfahren auch solche, die von den Bauern noch einen Hut voll Getreide als "Nachschlag" nehmen konnten. Ob sie zum Bauern mit einem Z-Vierspänner fuhren, ist nicht überliefert. Aber sie investierten (anscheins) im Landerzeugnishandel in unternehmerischen Ausmaß - für 1846 scheint mir das durchaus eine (hoch)moderne Anlageform zu sein.

0 Köstlich 02.09.2009, 23:37 Uhr

Lieber 100% Verlust als 50%...

Lieber 100% Verlust als 50% Steuern! Was viele dabei vergessen ist, dass sie die 100% Verlust ja auch sozialisieren - eben an die schmierigen Drücker der geschlossenen Fonds und den Luxuswagenhändler in der nächstgrößeren Stadt! Die Steuerersparnis ist fast trockengelegt - sie muss aber ganz trockengelegt werden, damit die Pomadenclowns im zweifarbigen Hemd mit Würgerkragen und Goldmanschetten kein Verkaufsargument mehr haben (die Elite der Clowns trägt dazu noch rote Hosenträger).

0 donalphonso 03.09.2009, 06:29 Uhr

Neben den freiwillogeb...

Neben den freiwillogeb Vermietern gibt es natürlich auch noch welche, denen nichts anderes bleibt - das nur als amüsanter Randhinweis: . http://www.calculatedriskblog.com/2009/09/accidental-landlords-and-shadow.html

@ Don, nico, köstlich et...

@ Don, nico, köstlich et al. . Liebe Mit-Foristen, ich wäre sehr dankbar wenn Sie mir erläutern würden wie das "Steuersparen" mit geschlossenen Immobilienfonds denn so geht. . Ich wäre äussertst dankbar wenn Sie mir erläutern würden wie und in welcher circa-prozentualen Höhe die eventuellen Verluste (Anlaufkosen und spätere AfA) auf Ebene der Beteiligungsgesellschaft trotz § 15b EStG auf Gesellschafterebene durchgereicht werden so dass die steuerlich vom jeweiligen Anleger (Gesellschafter) geltend gemacht werden können. . Ferner wäre ich Ihnen unendlich dankbar dafür wenn Sie mir einige Fonds - oder Emissionshäuser - nennen könnten, denen diese steuerliche Alichemie gelungen ist. . Oder, werte Foristen, tun Sie im Vollsaft des emotionalen Überschwanges, beim Thema "Steuersparen" gerade das was der Engländer "talking through your arse" nennt ?

0 Doctor Snuggles 03.09.2009, 14:34 Uhr

@Filou: zum Satz "Alter Wein...

@Filou: zum Satz "Alter Wein in neuen Schläuchen" fällt mir dieser Artikel ein, den ich vorhin gelesen habe: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,646380,00.html @MD: Auch Gloria von Thurn und Taxis hätte aus ihrem Schloss St. Emmeram am liebsten ein Hotel gemacht: http://www.merian.de/reiseziele/artikel/a-644285.html

0 Doctor Snuggles 03.09.2009, 14:59 Uhr

Lebemann, lesen Sie diesen...

Lebemann, lesen Sie diesen Artikel in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlossener_Fonds Unter "Chancen" wird auch auf § 15b EStG eingegangen.

@Lebemann, wir, die...

@Lebemann, wir, die Adressaten, wissen nicht, wo Erklärungsbedarf besteht. Darf ich vermuten, es handelte sich bei Ihnen um einen Investor dieser hochgelobten Anlageformen. Sicher wollen wir nicht Ihren Enthusiasmus dämpfen, deswegen empfehlen wir - ich darf im Plural texten - zusätzlich die Finanzdienstleister für eine sorgenfreie Zukunft zu konsultieren. Auch diese bieten die gesamte Wertschöpfung der Investorenentfettung sprich Provisionsverteilung. Und am Ende, wenn alles top verläuft, man Jahre geleistet hat, keine Bankenkrise hinzukommt, dann, ja dann, bleibt möglichewrweise etwas für den Investor. Aber dies wissen Sie bereits, oder?

0 Köstlich 03.09.2009, 20:10 Uhr

@ Lebemann: Bei mir verhält...

@ Lebemann: Bei mir verhält es sich tatsächlich so, dass ich so ein Krams (egal was drin ist im geschlossenen Fonds) nicht kaufe - und- wie Sie meinem Blog entnehmen können auch hoffte, daß der Sumpf endgültig trocken gelegt wird. Dann muss sich nämlich auch kein Gutverdiener mehr zeitverschwendende Gedanken darüber machen wieviel Prozent gemäss § XY unter Anrechnung und besonderer Berücksichtigung von Absatz 3, bei wohlwollender Auslegung des Finanzgerichts DD (auf das der teure Steuerberater in seinem Schlussplädoyer noch hingewiesen hatte) auf Gesellschafterebene anrechenbar sind, damit sich die ganze Chose dann doch so vermeintlich bombig rentiert. @nico: als Sie für uns im Plural sprachen klangen Sie auch nicht wie ein Investor, der das rein, rauf, runter, niemals raus - Rechnen der §§-Ritter goutiert!

@Köstlich, nein, absolut...

@Köstlich, nein, absolut nicht, denn ich glaube nur den Zahlen, die ich selber fälsche. Und nur ungern lass ich mir von anderen meinen Reichtum errechnen.

@ Doctor Snuggles, . Sie haben...

@ Doctor Snuggles, . Sie haben - anders als die Foristen nico uns köstlich - recherchiert. Dafür Respekt. Aus meiner Perspektive ist der Wiki-Beitrag eher dürftig, aber für eine erste Orientierung von eher emotional veranlagten Foristen bei der Frage ob es bei Publikumsfonds Verlustzuweisungen auf Anlegerebene wärend der Investitionsphase gibt (Antwort: seit § 15 b EStG nicht mehr) dürfe es langen. Danke für diesen Beitrag ! . @ nico . Leider sind Sie in keiner Weise auf die von mir gestellten Fragen eingegangen, noch scheinen Sie sich in irgend einer Weise mit dem Themenkreis befassen zu wollen - ansonsten wäre Ihre Replik grundsätzlich anders ausgefallen. Hätten Sie doch, wie der Mit-Forist Doctor Snuggles, einmal selber recherchiert. Es wäre für Sie ein interessanter, vielleicht sogar überraschender Lerneffekt eingetreten. Ich darf mir die Meinung erlauben das Sie sich möglicherweise viel zu leicht am Nasenring Ihrer Vorurteile duch die Arena ziehen lassen. . @ köstlich . Danke für Ihre Einlassung. Hätten Sie sich mit dem sachlichen Kern meiner Fragestellungen auch nur oberflächlich befasst, oder wie der Mit-Forist Doctor Snuggles in Eigeninitiative recherchiert, so wüssten Sie dass die von Ihnen erhoffte fiskalregulatorische Trockenlegung von Verlustzuweisungen bei geschlossenen Anlageprodukten (Publikumsfonds) bereits erfolgte als Lafontaine noch Finanzminister war. . Das Kartenhaus der jämmerlichen, alten Leier von angeblichen Verlustzuweisungen als (falscher) Investitionsanreiz bei Publikumsfonds, mit denen angeblich Besserverdienende ihre Steuerschuld auf Null senken, ist doch schon seit fast 10 Jahren in sich zusammen gefallen. Ein wenig Recherche bringt es an den Tag, schlimmstenfalls nur eine einzige Frage an den Steuerberater Ihres Vertrauens. . Kämpfen Sie eigentlich gerne gegen Trugbilder und Windmühlen oder wie erkläre ich mir diese Art Donquixoterien ? Sind Ihre Meinungen zu anderen Sachverhalten ähnlich fundiert und à jour ?

0 Köstlich 04.09.2009, 15:36 Uhr

@lebemann: ich kämpfe nicht...

@lebemann: ich kämpfe nicht gegen trugbilder, ich habe einfach kein interesse Dinge zu recherchieren die für mich belanglos sind. Das hält mich aber nicht davon ab hier -gerne auch emotionalisiert- mitzuplaudern. Oft lernt man ja auch etwas dabei wie gerade von Ihnen - dafür vielen Dank! Ps: ich bin ein grosser Fan der Abgeltungsteuer, da sie für die überwiegende Mehrzahl der Anleger zu Vereinfachungen führt. Für ein Steuersatz von ca 30 % brauchts keine Verlustzuweisung und auch keinen freundlichen und teuren steuerberater mehr.

Lebemann, warum sollte ich...

Lebemann, warum sollte ich für irgendjemand recherchieren, noch Fragen beantworten. Aber es ist schön, über Sie etwas zu erfahren. Ich danke herzlichst.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.