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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der unmögliche Bank Run auf Bürgerkonzern Deutschland

| 93 Lesermeinungen

Entweder leben wir in einer Gesellschaft. Dann gibt es Rechte und Pflichten, eine Gemeinschaft und Verantwortung. Oder wir leben in einem effektiven und nach marktwirtschaftlichen Prinzipien organisierten Bürgerkonzern. Dann hätte ich jetzt gerne marktradikal gewusst, wo ich meinen Anteil verkaufen kann, wenn ich mit der Leitung des Konzerns und seinem Geschäftsgebahren nicht einverstanden bin. Nach etwas Überlegung jedoch scheint das nicht möglich zu sein: Der Konzern ist eher ein Fonds des Grauen Kapitalmarkts. Und als Gesellschafter trägt man auch noch das Verlustrisiko.

Ein Hase sitzt auf einer Wiese,
des Glaubens, niemand sähe diese.
Christian Morgenstern, Vice Versa

Diesem unserem Staat hat es gefallen, sich in den letzten Jahren zunehmend nicht mehr als „Staat“, sondern mehr als Bürgerkonzern zu verstehen. Aus dem Arbeitsamt wurde die Arbeitsagentur, aus den verstaubten Amtsstuben wurden Service Center, aus langweiligen Landesbanken global agierende Konzerne mit wirklich fancy klingenden Firmennamen auf den Kanalinseln und in Liechtenstein. Aus Staatsbürgern wurden Kunden, die man zufrieden stellen sollte. Ich nun, in meiner Eigenschaft als besserer Kunde dieses Konzerns, der ich als Angehöriger meiner Klasse Anteil an der Mehrheit des Besitzes dieses Landes habe, möchte nun diesem Bürgerkonzern eine Frage stellen, auf die er mir kaum antworten wird: Wie bitteschön mache ich einen Bank Run gegen diesen Staat?

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Ich stelle diese Frage hier und heute, weil es das Privileg meiner Schicht ist, diese Frage rechtzeitig zu stellen. Die Schlange vor den Bankschaltern ist nur was für Idioten, die den Lügen von Banken zu lange Glauben geschenkt haben, und auch, wenn es gemeinhin nicht gern erwähnt wird: Es passiert öfters, als man glaubt. In besseren Kreisen war es nach der Lehman-Pleite allgemein üblich, das Geld zu stückeln und auf mehrer Banken zu übertragen, was letztlich dann auch zu jener epochemachenden Garantie von Frau Merkel für die Bankeinlagen und einige hektische Rettungsaktionen zu Folge hatte. Kaum zu glauben, aber nur ein Jahr ist es her, da man in den Abgrund blickte, und mancher einen  Anlass sah, schönen Schweiz einen Besuch abstattete.

Der aktuelle Anlass nun ist der viel zitierte Schattenhaushalt, den die Bundesrepublik nach Willen der neuen Regierung anlegen wollte. Man wird mit etwas historischer Erfahrung natürlich, nun, sagen wir mal, misstrauisch, wenn ein Konzern anfängt, problematische Geschäftsfelder bilanziell auszulagern und separat zu führen. Würde etwa ein Immobilienfonds absehbare Belastungen aus der Bilanz nehmen, auf seine bereinigte Bilanz mit scheinbar höherem Eigenkapital dann mehr Schulden aufnehmen und das benutzen, um die Ausschüttung an seine Investoren zu vergrössern – da hätte man schnell mit dem Staatsanwalt zu tun. „Schneeballsystem“ nennt man das in der Fachsprache. Man kann eine Weile davon profitieren, aber mittelfristig ist so etwas hochriskant und geht selten gut, wie man jüngst wieder bei den Falk-Fonds erleben durfte.

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Es gibt natürlich keine Ratgeber für Kapitalanlagebetrug, kein „Raus mit dem Zaster! Der perfekte Moment, um mit maximalem Profit zu gehen“. Gemeinhin ist man als Anleger, wen einem solche Tricks zu Ohren kommen, stets gut beraten, den Anwalt, ja vielleicht sogar den Staatsanwalt aufzusuchen. Hier bei uns nun, im Staatskonzern, liegen die Dinge natürlich etwas anders; man weiss von der Bereitschaft des neuen Managements, solche „aussergewöhnlichen“ Wege zu beschreiten, da sind Draufgänger am Werk, die lassen die Kugel rollen, die riskieren was: Denn, so deren Devise in klassischer Kapitalmarktmanier, wenn es gut gegangen ist, fragt nachher keiner nach den krummen Wegen, die man gehen musste. Und wenn es schief geht – ist man im Gegensatz zum Fondsabzocker in der komfortablen Lage, nicht den Staatsanwalt fürchten zu müssen, sondern selbst die Legislative zu sein. Und sogar der neue Finanzminister hat einschlägige Erfahrung mit der Finanzierung durch Gelder, die einfach so ins Büro gebracht werden.

Das ist fein für die Leitungsebene des Staatskonzerns, aber ich meine in meinem Umfeld eine gewisse Sättigung zu verspüren, was riskante Strategien angeht. Wir haben das in letzter Zeit ein paar Mal erlebt; da gab es etwa einen Vermögensverwalter in der kleinen, dummen Stadt an der Donau, der beim Dollarkurs von 1,45 zum Euro geraten hat, jetzt einzusteigen. Vor ein paar Monaten wäre das ein gutes Geschäft gewesen, heute jedoch wäre man schon wieder in den Miesen. Zu unsicher ist das alles, man hätte gern solide, sichere Finanzen, die ruhige Bauernbank statt der laut werbenden britischen Geldhäuser, die in Deutschland enorme Zinsen unter Verschweigung hoher Risiken offerieren. Kurz, nach einer Epoche der Renditejagd steht uns allen die Sicherheit gut zu Gesicht, weshalb der Münchner Immobilienmarkt leergefegt, das Gold jenseits der 1000 Dollar und die Vermögensverwaltung in einer leisen, aber durchaus fühlbaren Krise ist. Man schliesst nicht mehr gerne riskante Wetten auf die Zukunft ab, man ist froh, die Gegenwart gut zu durchleben. Wir sind, seien wir ehrlich, gerade noch einmal durchgekommen. Und nun stellt sich natürlich die Frage, wie man die letzte, grosse Risikoposition glattstellt: Den hoch verschuldeten, oder schöner gesagt, den hoch geleverageden Bürgerkonzern, der seit einem Jahr auch noch für die Risiken von Banken und Wirtschaft garantiert.

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Natürlich kann man nicht so einfach zum Staat gehen und dort sein Vermögen, seinen Anteil daran abheben. Hinter der bürgerfreundlichen Fassade ist es immer noch die alte Zwangsgemeinschaft, und es gibt auch keinen Sekundärmarkt wie etwa beim Grauen Kapitalmarkt, an dem man die paar Quadratmeter Strasse, ein paar Schuss aus Bundeswehrbeständen, eine lockere Schraube aus Frau Merkels Dienstwagen und einen Kubikmeter verstrahlten Salzsteins im Endlager verkaufen könnte. Der Staat hat das Vermögen seiner Bürgerinvestoren ziemlich fest angelegt, und ich fürchte, dass man nicht umhin kommt, diesen Teil des Vermögens im Staate zu belassen. Man sollte sich an den Gedanken gewöhnen: Dieser Staat ist keine Bank. Sondern eher etwas wie ein Fonds des Grauen Kapitalmarkts, dessen persönlich haftende Gesellschafter wir sind, mit Kündigungsfrist erst beim Ableben. Das ist spät. Bis dahin kann viel passieren.

Zu hoffen bleibt allerdings, dass dieser Bürgerfonds schlau genug ist, sein Wesen auch weiterhin geschickt zu verbergen, indem er scheinbar Wohltaten verteilt und an seiner Corporate Identity strickt. Früher nannte man das Nationalismus, das ist nicht wirklich fein, aber ein wenig Identifikation für die Massen sollte schon sein. Und mit dem Hinweis auf die spätere Rentenauszahlungen hat auch so mancher Betrüger der Fondsszene seine Investoren lange bei der Stange gehalten: In den Sektoren des Schiffsbaus und der Filmförderung konnte man auch wirklich reiche, gebildete Leute ihr Geld im Prinzip Hoffnung verlieren sehen. Wenn der Starnberger Zahnarzt schon auf solche Maschen reinfällt, sollte der Bürgerkonzern doch auch in der Lage sein, seinen meist weniger erfahrenen Gesellschaftern zukünftige Wohltaten schmackhaft zu machen.

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Gar nicht überrascht wäre ich jedoch, wenn sich in den nächsten Jahren nicht der ein oder andere Gesellschafter doch leise und still vom Acker macht: Das Vergleichen von Renditen nämlich ist für bessere Kreise das, was in den schlechteren Vierteln das Studium der Werbeprospekte darstellt. Sollte aber, was zu befürchten ist, am Ende der Vergleiche feststehen, dass dieser hiesige Bürgerkonzern bei allen Risikofeldern und doppelter Buchführung immer noch mit einer der Solidesten ist, wird man wenigstens hoffen dürfen, dass andere aus weniger glücklichen Bürgerfonds ihr Geld lieber hier anlegen, und so zur Rettung beitragen, während andernorts die Konzerne den Bankrott anmelden müssen.

Trotzdem erstaunt mich die Penetranz, mit der mein Staat seine eigene Rolle als Wirtschaftskonzern neu vermitteln möchte: In eimem Staat mit einer ideologischen Basis denke ich durchaus auch an andere. Als Kunde einer Firma dagegen ist der eigene Vorteil mein Begehr, die Rendite, der Zins. Und da würde ich als haftender gesellschafter gleich einmal vorschlagen, nicht die Bahn zu privatisieren. Outsourcing von Bundesländern und eine Bad Berlin Bank zum Beispiel würden den Marktwert und die Eigenkapitalrendite des wirtschaftlichen Kernlandes sicher erhöhen.

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93 Lesermeinungen

  1. Die Hütchenspieler...
    Die Hütchenspieler einkassieren
    Jeder kennt das Hütchenspiel, und der Kapitalismus ist nichts anderes, und der Staat ist der „Zuhälter“ dieses Spiels. Einen Unterschied allerdings gibt es: es gibt mehr als 3 Hütchen. Daher kommt es, dass die Leute so schwer dahinter kommen, mit was sie es zu tun haben. Eine Krise ist immer der Moment, wo mal wieder ein Verlierer raus gekickt wird, der Hütchenspieler die Gewinne abkassiert und manche die Verluste sozialisiert.
    Eine spezielle Bad Bank benötigt ein solches Spiel nicht, denn es ist insgesamt eine Bad Bank. Das heraus zu finden, ist uns allerdings gegenwärtig nicht gegeben, denn das müssen wir leider denen überlassen, die diese Bank eines Tages sprengen, sie zum Teufel jagen, die Revolution machen, die Hütchenspieler einkassieren.

  2. Nun ja, das Bestreben einer...
    Nun ja, das Bestreben einer Bad ban ist es ja, irgendwo eine Good Bank bestehen zu lassen. Indem so eine Bad Bank die Verluste aufsaugt, geht die gute Bank daran, den Besitz neu an die Angehörigen zu verteilen. Aber solange die Mode bei kik billig ist, die Abwrackprämie läuft und der Stefan Raab als gesellschaftsfähig gilt, wird das alles so weiter gehen.

  3. Verehrter Don, in Krisenzeiten...
    Verehrter Don, in Krisenzeiten ist es dringend erforderlich, dass sich ein Unternehmen seiner Verlustgeschäfte entledigt, um sich auf die profitablen Sektionen der Firma zu konzentrieren. Bei Interesse kann ich Ihnen (gegen Vorausrechnung) gern eine Liste übermitteln, welche Bundesländer derzeit am leichtesten zu entbehren sind. Allerdings gehe ich davon aus, dass Sie eine derartige Liste bereits selbst aufgestellt haben. Angesichts des zu erwartenden minimalen Bieterinteresses erlaube ich mir, die simple Methode der holländischen Blumenauktionen vorzuschlagen, wobei der Auktionator stets mit dem Höchstpreis beginnt und das Gebot laufend senkt, bis sich endlich ein Käufer findet.

  4. als
    von potentiellem...

    als
    von potentiellem outsourcing betroffener baliner hoffe ich
    auf
    eine skandinavische annektion.
    .
    jag aka tunnelbanan. oder so.
    .
    kann man auch den arbeitsminister outsourcen?
    oderbedeutet die besetzung bereits die einsparung?
    franz josef ist ja wohl ein laues lüftlein,
    was der neue herr finanzminister mit einem augenbrauenheben hinfort rechnen wird,
    wenn er will.

  5. Sehr schön und...
    Sehr schön und treffend….
    Als der Schattenhaushalt im Gespräch war, hatte ich eine Vision von der bestmöglichen Besetzung des Finanzministeriums… Waigel…wenn einer sich mit kreativer Haushaltsführung auskennt, dann jener welcher.
    Nun haben wir einen der den Rubel rollen läst und wegen seiner Alters als verheizbar angesehen wird…damit steht schon beinahe fest wie es läuft.
    Wir werden sehen wohin die zu erwartenden Haushaltskapriolen unseren Bürgerkonzern steuern,spätestens nach der NRW Wahl.
    Den größen Lacher habe ich Herrn Solms zu verdanken…als Mitglied einer Partei,
    der man Wirtschafts und Finanzkompetenz unterstellt ,hat der gute Mann sich hingestellt und von einem Scherbenhaufen gesprochen.
    Da stellt sich die Frage, wie jemand 4 Jahre durchschlafen kann und ernsthaft als Hauhaltsexperte einer Partei gelten kann. :-)…
    Was Staatsschulden angeht….einfach ein wenig relaxter werden…wer glaubt das diese jemals zurückgeführt werden ist ein unverbesserlicher Optimist.
    Die werden einfach ausgesessen…like H.Kohl style
    …………………
    Wird so enden, das der Bürgerkonzern irgendwann sagt..soviel zahle ich nur noch retoure..Rest wird zinsfrei gestellt..und das zahlen wir mit credits einer anderen freundlichen Institution… lol
    Alternativ zur Caritas Schuldnerberatung gehen und Bürgerkonzerninsolvenz anmelden.

  6. Nun, das geht ja schon seit...
    Nun, das geht ja schon seit Jahrzehnten so. Der Staat (nein die im Wahlkampf siegenden Parteien) bedienten ihre Klientel, den gemeinen Buerger, mit Wohltaten um sie bis zur naechsten Wahl bei der Fahne zu halten.
    Das ist die Selbstzerstoerung der Staatsfinanzen.
    Der Buerger hat immer gerne genommen und seinen Anteil nur murrend bezahlt.
    Der Staat machte es moeglich-und jeder griff zu.
    Die Frage nach der Selbstverantwortung hat sich der Buerger nie gestellt; der vermoegende Verschieber nicht, und auch nicht das maessig verdienende Individium.
    Langsam naht nun die Stunde, da zurueckgezahlt werden muss. Alle werden versuchen, diesen Termin hinauszuschieben.
    Mit anderen Worten: WIR sind mir unserer Nehmermentalitaet selber Schuld am kommenden Desaster.

  7. Don, hier herrscht...
    Don, hier herrscht Selbstbedienungsmentalität. Und wer die besten Lobbyisten hat, der bekommt am meißten. Man muß nur auf der richtigen Seite spielen.
    .
    Ihre wie immer und heute besonders zynischen Zeilen versüße ich mir mit Bach und Cembalo Concerti – das passt so schön mit den Leid und Demut einfordernden Abbildungen, die Sie uns wieder die Freude zu veröffentlichen machen. Etwas sakraler könnten sie aber sein, meine ich.

  8. Werter Don,
    .
    der Bürger...

    Werter Don,
    .
    der Bürger heißt Bürger, weil er für UnVermögen der Mächtigen bürgt.
    .
    Gruß Hanskarl

  9. Uns wurde ein Leben in einem...
    Uns wurde ein Leben in einem Staat & in einer echten Demokratie gelehrt und versprochen. Nun aber sollen wir uns gefälligst mit einem Leben in einer billigen, korrupten „Global Company“ zufriedengeben. Anhand der outgesourcten Probleme lässt sich prima beobachten, wie Freiheit & Wahrheit sich mehr und mehr verabschieden. Die Protagonisten des Dramas sind sich mittlerweile für nichts zu schade; verabschieden zukunftszerstörende, kurzlebige Gesetze mit ständig wechselndem Wortlaut und sitzen auch schwerste Vorwürfe mit stoischer Gelassenheit und eingeübtem Lächeln aus.
    .
    Die meisten Menschen können diesen dreisten Bruch nicht richtig greifen, aber sie spüren ihn dennoch schmerzlich in ihren Alltag eindringen. Stillgekauft mit neuen Schulden und frisch gedruckten Scheinen, reagieren Sie momentan mit einer unsicheren Mischung aus Autismus und gegenwartsbezogener Qualitätssicherung auf ihr brummendes Bauchgefühl. Man nennt dies wohl die „German-Gelassenheit“.
    .
    Ich denke, die Menschen sollten sich langsam ihrem Schicksal stellen und nicht vergessen, von ihrem Remonstrationsrecht lautstark Gebrauch zu machen….solange es ihnen noch gewährt wird.

  10. Also, ich persoenlich hatte...
    Also, ich persoenlich hatte mich ja schon auf den Bundes-Schattenhaushalt gefreut… und zwar weil es mir fuer meine (kleine) Firma die moralisch einwandfreie Argumentation ermoeglichen wuerde, in der Bilanz 2009 ebenso zu verfahren!
    (2008 ist leider schon fertig)

  11. dunnhaupt, tatsächlich hätte...
    dunnhaupt, tatsächlich hätte ich auch so eine Liste. Ich würde es so machen, wie die Amerikaner mit den Subprimes: Ich würde Minderwertiges mit Zeug bündeln, dessen Minderwertigkeit noch nicht bekannt ist: Thüringen + Fulda. Mecklenburg + Sylt. Rüsselsheim + Frankfurt. Berlin + Gorleben.
    .
    swina, ein obsoleter Minister für ein womöglich bald obsoletes Ministerium, das passt schon. Ich mein, wer wird schon Arbeit haben, wenn es schief geht.

  12. Quallenregen, es gäbe da auch...
    Quallenregen, es gäbe da auch noch eine Option namens Weginflationieren. Ist zwar nicht ganz so einfach wegen der Neuschulden, aber alles andere ist dann wohl noch unwahrscheinlicher.
    .
    Filou, also, ich habe das nicht gewählt. Ich kann nichts dafür, und gerade geschenkfreudig war die Zeit nach Kohl auch nicht. Aber wenn nun der Steuerberater steuermindernd abgesetzt werden kann, bei Nichtvermehrung der Steuerfahnder, dann sehe ich lustige Zeiten auf Herrn Schäuble und den AK Steuerschätzung zukommen.

  13. nico, ich wollte irgendwann...
    nico, ich wollte irgendwann noch die Plastiken vom Dom von Verona anbringen, und fand die hier gar nicht so schlecht passend – wenngleich natürlich nicht zu weltlicher Musik.
    .
    Hanskarl, so kann man das natürlich auch sehen.

  14. was ist an Fulda minderwertig...
    was ist an Fulda minderwertig ? Die örtlich zuständige Landesbank nicht, im Unterschied zum südlichen Freistaat. Alternatives Investment in Musik: `Concerti´ von Franz und Georg Anton Benda, bei Accent.

  15. @Filou, na ja, die...
    @Filou, na ja, die Klientelpolitik ist das Prinzip. Wenn der „junge“ Kopper, der Bielefelder Historiker, recht hat, war es unter Adenauer nicht ganz so schlimm, und wenn ich mir Schroeders Agenda anschaue: Teile der eigenen Klientel in die Pfanne hauen und sich dann wundern, dass die Gelackmeierten der SPD den Ruecken kehren. Ein starkes Stueck, aber moeglicherweise haben er und sein Gesocks das Prinzip nicht begriffen.

  16. Fürth + Tegernsee...
    Fürth + Tegernsee

  17. @Don Alphonso
    Wir befinden uns...

    @Don Alphonso
    Wir befinden uns im Parodos einer Griechischen Tragödie, die in eine weitere Fortsetzung geht. Die Protagonisten benötigen keinerlei Masken mehr, da ihre Fratzen schon lange zu Grimassen erstarrt sind.
    Ihrer Liste Sylt anzugedeihen ist doch sehr schlau.

  18. Was man natürlich machen...
    Was man natürlich machen könnte, wäre, daß der Staat, anstatt Zinsen auf Bundesanleihen zu zahlen, den Gläubigern einfach bestimmte Landkreise auf ein Jahr verpfändet. Die Gläubiger würden damit das Recht erhalten, nach eigenem Gutdünken Steuern, Zoll und Abgaben zu erheben wie auch die höhere und niedere Gerichtsbarkeit.
    Private Gesellschaften (so im Stil der Ostindien-Kompanie) würden diese REchte erhalten und wiederum an Investoren stückeln, und für diese Anteilsscheine wiederum könnte man beim Bischof Sündenablaß erhalten.

  19. "....Dieser Staat ist keine...
    „….Dieser Staat ist keine Bank. Sondern eher etwas wie ein Fonds des Grauen Kapitalmarkts, dessen persönlich haftende Gesellschafter wir sind, mit Kündigungsfrist erst beim Ableben. Das ist spät. Bis dahin kann viel passieren….“
    Eben, Don, mein Verweis auf mehr Sakrales scheint mir gerechtfertigt, gar angebracht, diese Wortspielereien auch zukünftig mit der den Gläubigen inhärenten Leidensfähigkeit ertragen zu können. Man muß sich das vorstellen: Outsourcing einer Bad Bank mitsamt Berlin als upgrade wäre sicher angebracht, doch wo nur damit hin, das es nicht potenziert zurückschlägt, denn auch in einer solchen sitzen Finanzjongleure, die sich aufmachen werden, Konstrukte „gewinnbringend“……… Irgendwie- und wann muß diese Miene bezahlt werden, oder glaubt man an eine wundersame Heilung in einer Bad Bank nach dem Motto: Aus Schrott Edelmetall machen wie einst aus Wasser Wein? Hierzu müsste man gar im Dom von Verona leben, und sich nicht nur dessen Bilder anschauen.
    Gleichwohl der Koalitionsvertrag zumindest eine schöne Beruhigungspille beinhaltet : Wohlstand für alle. Und: Ein Jurist soll nun das Finanzressort leiten, ein weiterer verhinderter mit Schulenglisch Außenminister werden und über all denen wacht eine dipl. Atomphysikerin als Wirtschaftsexpertin. Professioneller kann Dilettantismus nicht sein. Mit diesen Worten wünsche ich uns einen gesegneten Sonntag.

  20. Kenn mich nicht aus mit...
    Kenn mich nicht aus mit Ablage-Strategien, daher meine naive Frage:
    Wär es nicht mal Zeit, massiv in chinesische Renminbi zu investieren? Die müssen ja irgendwann kräftig aufgewertet werden.

  21. Werter Don Alphonso,
    das Video...

    Werter Don Alphonso,
    das Video mit dem Journalisten von de telegraph ist ja überaus witzig. Danke dafür und auch den guten Artikel
    Cetereum censeo: Die Versicherungen sind die ‚böseren Buben‘.
    Der Allianz z.B. hat mit ca. 2 Billionen Vermögen unter Verwaltung…, aber die Einnahmen werden knapp, die Garantieverzinsung lässt sich mit Staatsanleihen etc. im Moment nicht erwirtschaften, also braucht es einen neuen Aktienhype oder? Frau Merkel erweitert ja brav die Beitragsmöglichkeiten. Ausweitung der privaten KV und RV. Herr von Gutenberg möchte mit der Insolvenz von Opel noch den PSVaG schreddern um dann alle Pensionsrückstellungen in Rentenversicherungen zu überführen.
    http://www.aba-online.de/seiten/betriebsrente/daten_fakten/1_Deckungsmittel_bav/1a_deckungsmittel.shtml
    Das nächste mal – Don Alphonso. Wie stürme ich eine bad insurance?

  22. don ist genesen und in alter...
    don ist genesen und in alter form und frische. mein glückwunsch, das freut mich.
    .
    so etwas wie einen bank run gibt es beim staat nicht. jenseits des getöses und der mache der ablenkung gibt es anzeichen, dass schon der eine oder andere staatabürger in diese richtung denkt.
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    da gab es soch einmal vor jahre aussagen, wie, dass die gesetzliche rentenversicherung für die jungen und guten beitragszahler nicht eben rentierlich sei. derart töne sind in letzter zeit leiser geworden. als sie noch zu hören waren, überlegte mancher gut verdienende, wie er denn da raus kommen könnte.
    es ist eben nicht so, wie von interessierten kreisen in die welt gesetzt wird, dass kinder dereinst die rente sichern. beitragszahler sichern die sozialversicherung, niemand sonst.
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    in letzter zeit war auch schon wieder vom brain drain zu hören (auch moden des geistes verlaufen zyklisch) was dann in zeiten des jüngsten wahlk(r)ampfs mit den argument: Die kommen auch wieder! zurückgenommen wurde.
    .
    für den, der hier bereits das ende, oder auch nur zustände sieht, die er lieber aus der ferne sehen möchte, gibt es eine möglichkeit für den staatsbürger, die dem bank run des anlegers gleichkommt: auswandern.
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    wohin? europa? na ja, südfrankreich oder südtirol hat seinen reiz, das tessin war schon vor hundert jahren das ziel von aussteigern aus dem reich. scheidet aber, was krisenvermeidung angeht, aus. vom rest der welt bleibt:
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    meine Empfehlung: die US of A.
    dort gibt es genug land, um, wenn es denn sein muss, sich nachhaltig selbst zu versorgen. bis dahin ist noch zeit, isolationismus ist bislang noch kein ernsthaftes thema dort (wobei ich hier und jetzt meine, dass die US of A dies ohne weiteres könnten, einfach nur ihr land bebauen und den rest der welt sich selber überlassen; wäre natürlich ein etwas anderer american way of life, aber vergleichsweise noch immer angenehm).
    .
    dort jedoch nicht kalifornien (das war der traum meiner generation) sondern alaska.
    Genau, ausgerechnet alaska (fläche 1,7 Mio qkm, 700.000 einwohner).
    wer auch mal nach APF oder Alaska Permanent Fund googelt, weiss, was ich dort für die kirsche auf der eiskugel halte.

  23. @ swina

    Jung als...
    @ swina
    Jung als Arbeitsminister ist doch eine gute Wahl. Da muss er nur noch sich selbst verteidigen, wenn er Monat für Monat die steigenden Arbeitslosenzahlen verkünden muss. Ob ihm eigentlich klar ist, auf was für einen Posten er abgeschoben wird?
    Don, der Bank Run findet schon statt, wenn ich mir die Wahlbeteiligung so ansehe. Es ist erschreckend, wie viele sich innerlich schon aus dem Gemeinwesen verabschiedet haben, weil sie erkannt haben, dass es für sie keine Rendite geben wird.

  24. Ich fürchte auch, wir alle...
    Ich fürchte auch, wir alle sind in einem geschlossenen Immobilienfonds mit Nachschußpflicht.
    Don, muß es im zweiten Absatz letzter Satz nicht heißen:
    „…in den Abgrund blickte, und mancher einen Anlass sah, der schönen Schweiz einen Besuch abzustatten.“
    sonst holpert es sprachlich doch etwas.

  25. Hab ich das richtig gelesen?...
    Hab ich das richtig gelesen? „Wir sind, seien wir ehrlich, gerade noch einmal durchgekommen. “ Woher dieser Optimismus? Da wirkt das gigantische Schneeballsystem also schon bei den Kritikern deshalb so einschläfernd, weil der gigantische Zeithorizont (mittlerweile 2 Jahre) unvorstellbar ist, den sich die Bürgerkonzerne dieser Welt auf Pump gekauft haben, um für wenigstens eine weitere Legislaturperiode den unglaublich lukrativen Raubzug der Geiselnehmer unserer Regierungen weiterführen zu können. Man schaue sich nur diesen Chart an, der wohl nicht weiter kommentiert werden muss:
    http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/10/die-goldman-sachs-trader.html
    Dass die Geiselnehmer, die in der Vorstandsetage des Bürgerkonzerns die Fäden ziehen, in der nächsten Legislaturperiode ihre letzte Chance sehen, noch einmal ganz groß zuzulangen, kann man an diesem Statement des BDI-Präsidenten Keitel erkennen (letzter Absatz):
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,656661,00.html
    „Für viele Jahre bestünde derzeit womöglich zum letzten Mal die Möglichkeit, dass Union und FDP eine Mehrheit hätten. „Wegen der demografischen Entwicklung werden sich die Mehrheitsverhältnisse weiter hin zu den Empfängern staatlicher Transfers verlagern – und damit tendenziell weiter nach links“, sagte Keitel. Nachhaltige Reformen würden dann immer schwieriger. “
    Klar! Zwar nicht aufgrund der demographischen Entwicklung – das ist eine Interpretationslüge – sondern aufgrund der räuberischen Umverteilung, deren Höhepunkt wir in der nächsten Legislaturperiode erleben werden, nehmen die Transferempfänger – also vor allem der Niedriglohnsektor mit den Aufstockern – zu. Der besteht ja heute schon aus etwa einem Drittel der arbeitsfähigen Bevölkerung. Keitel geht also davon aus, dass in 4 Jahren hier die 50 Prozent-Grenze überschritten ist. Deshalb schnell noch sein Aufruf an die Geiselnehmer, die Zeit zu nutzen und nochmal richtig zuzulangen, bevor der Bürgerkonzern zahlungsunfähig wird. Wie heißt es so schön? Ein Investmentbanker muss innerhalb von 20 Jahren seine Scherflein in’s Trockene bringen. Seit den 90’er Jahren haben sich die Banker mit geringem Eigenkapital aber umso mehr Notenbankgeld die größten Anteile am Bürgerkonzern erschlichen. Die letzten 4 Jahre dieser Frist sind angebrochen. Dann können sie ihr gigantisch gehebeltes Projekt abschließen und die Früchte ihres Zocks genießen, während der Rest der Welt ruhig den Bach runter gehen darf.

  26. "Trotzdem erstaunt mich die...
    „Trotzdem erstaunt mich die Penetranz, mit der mein Staat seine eigene Rolle als Wirtschaftskonzern neu vermitteln möchte“ (Zitat Don Alphonso)
    Liegt das nicht nahe? Mit einer Staatsquote von 50% (offiziell sind es 49,x%, ich weiß) hat er alles Recht dazu zu zeigen, wer hier die ökonomische Nr.1 ist. Und die gestiegene Akzeptanz für Marktkontrolle, Regulierung und Schutz gegen gierige Banker macht es leichter, die führende Marktposition offen zu kommunizieren.

  27. Im Prinzip finde ich es ja...
    Im Prinzip finde ich es ja großartig, daß sich einige wenige auf Kosten der Allgemeinheit bereichern, gerne auch mit illegalen Methoden.
    .
    Das einzige, was mich an unserer herrschenden Klasse stört, ist ihre Feigheit, ihre Kulturlosigkeit und ihre erbärmliche Knauserigkeit. Diese Leute kennen kein anderes Vergnügen, als die toten Zahlenkolonnen auf ihrem Kontoauszug anzustarren.
    .
    Anstatt daß sie sich mal ein paar Schlösser mit französchen Gärten bauen und sich einen Hofstaat von Schriftstellern, Künstlern und Philosphen zulegen. Dann klappt es vielleicht sogar mit der klassischen Musik. Auch für das Ballett könnte einer mal weider was machen.
    .
    Es kann ja nicht sein, daß man immer 300 Jahre zurückspulen muß, um passende Begleitmusik zu finden. (Und das dann am Ende, so wie diesmal, unterläßt. Pffffft…)

  28. Sehr geehrter Don,
    wir hier in...

    Sehr geehrter Don,
    wir hier in Hamburg hatten bereits zusammengelegt, um Hapag Lloyd zu kaufen und nicht den Koreanern zu überlassen. Nun haben wir uns in unseren Clubs zusammengefunden und haben 85% allen in Deutschland verfügbaren Geldes zusammengeklaubt (das war ja auch schon vorher nur in Hamburg zu finden) und wollen Frau Merkel ein Angebot machen und Hamburg zum einen zur Hauptstadt zu machen und alles andere zum zweiten zu übenehmen. Hamburger können das nunmal sowieso alles besser. Wir sind bodenständig und ehrlich und wenn wir mal etwas anfangen dann führen wir das auch zu einem guten Ende. München und S(chm)tarrnberg können die Verwaltungsaufgaben übernehmen. Die neuen Bundesländer verkaufen wir an Russland. Die wollten die schon lange wiederhaben. Zumal die Mentalität (SED DieLINKE PDS NPD) gleich ist. Franken udn das Saarland gehen an Frankreich, können die sich doch mit denen rumärgern. Flensburg und Kiel leigen verkehrstechnisch ungünstig und gehen an Dänemark. Das abgewirtschaftete Ruhrgebiet schneken wir hamburger Wohltäter den Niederlanden. Oder den Chinesen, die mögen alte Stahlhütten und Bergwerksanlagen.
    Herr Don, möchten Sie nicht die Abwicklung des Ganzen übernehmen? Wir Hamburger haben so viel hier zu tun…
    uAwg
    Beste Grüße von der Waterkant
    MvB-B

  29. ...und es wuerde sich sogar...
    …und es wuerde sich sogar lohnen, Herr Meier. Kleine schnuckelige Theaterchen fuer den eigenen Bedarf fuer ausgewaehlte Gaeste. Ein paar Vorstellungen zu Moerderpreisen fuer das andere Publikum-damit sich der Aufwand amortisiert. Die Karten werden nach gnaediger Massgabe des Herrn/ Dame verkauft, damit nicht jeder Parvenue ubers Parkett gelatscht kommt…

  30. @MarkusvonBentheim-Burg:...
    @MarkusvonBentheim-Burg: Selbstverstaendlich wird nicht alles vom deutschen Osten an die Nochoestlicheren verscherbelt; ein paar kulturelle Hoffnungstraeger aus Thueringen und SA bleiben beim Reich. Geopolitisch wird dann zwar ein sog. Kulturkorridor entstehen muessen, aber das wuerde sich lohnen. Diese Gebiete werden aufgepaeppelt, die Landschaft kundig gepflegt und die Bevoelkerung zum Musterbeispiel kultureller Auferstehung geformt.

  31. Sehr geehrter Don,
    sehr...

    Sehr geehrter Don,
    sehr geehrte Leserschreiber,
    dieser Blog wird durch seine Leserkommentare je spaeter man ihn liest um so unterhaltsamer. Dies ist eine Kunst. Aus dieser Faz-Community haben sich spannende Kommentare im amuesanten Blog des Don eingefunden. Klasse dieser alte Wein im neuen Schlauch. Ha und moechte jemand Essig, dann nehme er die Leser-Kommentare der Welt-online. Nochmals Danke an alle!

  32. Linke Mehrheiten werden nicht...
    Linke Mehrheiten werden nicht geduldet
    @Herrentorte: In dem Zitat von Keitel steckt noch mehr. Mal abgesehen davon, wie es deutlich macht, auf welche Weise die Herrschenden derzeit regieren – gegen das Volk -, und das geht nur mittels großer Koalitionen, Wahlbetrug, Steuerlügen, Hartz IV, usw. usf., zeigt es doch auch, dass die Demokratie, der Wahlbetrug, also bald obsolet sein könnte, spätestens dann nämlich, wenn „linke Mehrheiten“ drohen. Oder glaubt hier ernsthaft jemand, dass solche Mehrheiten geduldet werden? Schon die Große Koalition zeigte, dass es selbst solche Konstellationen keine für das Bürgertum zufriedenstellende Regierungsergebnisse mehr erzielen. Die Angriffe werden zunehmend breiter, betreffen immer größere Massen. Das gegenseitige Ausspielen der Volksmassen funktioniert nicht mehr so richtig. Und auch diese Regierung zeigt, wie sehr mit Betrug regiert werden muss, um überhaupt regierungsfähig zu sein.

  33. Vielleicht könnten wir es...
    Vielleicht könnten wir es zunächst mit einem Buy-Out des Managements versuchen, um dann die Finanzen in die Hände von erfahrenen Hausfrauen zu legen. Allerdings ist im politischen Bereich auch die Abfindung von Nieten noch teuer …

  34. Eine Bank, die ihr Geld selber...
    Eine Bank, die ihr Geld selber drucken darf, hätte auch nie Konkurs zu befürchten.

  35. HansMeier555, amüsanterweise...
    HansMeier555, amüsanterweise gehört die amerikanische Notenbank FED den Banken, und trotzdem kann es sie nur begrenzt retten. Geld drucken ist keine Lösung.
    .
    Klaus Jarchow, spannender finde ich die Frage, über welche Goldenen Fallschirme wir demnächst reden müssen.

  36. MarkusvonBentheim-Burg, ich...
    MarkusvonBentheim-Burg, ich habe da ganz andere Pläne:
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/01/23/die-karolingische-teilung-europas-beim-tee.aspx
    .
    Filou, an solchen Orten könnte ich mir auch Tochterfirmen vorstellen – wenn es nicht klappt, kann man die einfach bankrott gehen lassen.

  37. Naja, ich denke schon, dass es...
    Naja, ich denke schon, dass es ein Bank-Run auf den Staat der BRD gibt.
    Andauernd.
    Seit 20 oder mehr Jahren.
    Das ist ja gerade die Misere. Es gibt immer mehr, die mehr vom Staat profitieren, als sie ihm bringen KÖNNTEN. Man beleuchte nur die ganzen Lobbyorganisationen.
    (Die wahrhaft Bedürftigen trauen sich zum Teil garnicht zum Sozialamt zu gehen, auch wenn ihnen die Solidarität zusteht.)
    Aber die Raffzähne, mit x Steuersparmodellen, oder Bänker, die andere Banken vom Staat stützen lassen, damit die eigene 25% Eigenkapitalrendite einfahren kann, die bankrunnen schon ewig. Die wissen wie es geht, bzw. sorgen dafür dass es geht.
    Es scheint eine „in“-Sportart zu sein. Und das Kabinett ist die Nationalmannschaft im bank(rupt)runn.
    Ond vorneweg kommt oiner mit rädle aagfahre, des gohnt noo schnellr – gedopt?
    Guet Nacht em sechse!

  38. @Gustl,
    da ist was dran....

    @Gustl,
    da ist was dran.
    .
    „… amüsanterweise gehört die amerikanische Notenbank FED den Banken, und trotzdem kann es sie nur begrenzt retten. Geld drucken ist keine Lösung.“
    .
    Aber tun die es dann? Und schon alleine das Recht, Geld drucken zu dürfen, hält die Sparer vom Run ab. Liquiditätsengpässe kann man damit schon überbrücken.
    .
    Notenbanken in Privatbesitz, das scheint mir ein sinnvoller Ansatz zu sein, vorausgesetzt, man entzieht ihr konsquenterweise dann auch das Münz-Monopol und sorgt stattdessen für gesunde Konkurrenz.
    Ich würde vorschlagen, daß künftig jeder, der es will, eine Notenbank und seine eigene Währung gründen und Banknoten drucken darf. Es kann ja nicht sein, daß der Bürger immerzu entmündigt und seiner Freiheit beraubt wird, in dem man ihm nach totalitärer Manier eine Einheitswährung aufbürdet. Er soll sich frei entscheiden und unter vielen Währungen die beste aussuchen können. Alles weitere entscheidet dann der Markt.

  39. @ auch-einer: Alaska, ist das...
    @ auch-einer: Alaska, ist das nicht der Ort, wo diese recht verblödete Frau an der Macht war, die Präsidentin der USA werden wollte?

  40. Helge Schneider hat mehrere...
    Helge Schneider hat mehrere Lösungen im Angebot:
    http://de.indymedia.org/2008/09/227991.shtml

  41. Vizepraesidentin,...
    Vizepraesidentin, Vizepraesidentin…
    .
    Sie erinnerte mich an eine alte Freundin. Und ueber die sage ich nichts Schlechtes. Ich stellte mir immer vor, wie sie, kurzsichtig, braunaeugug, als Opfer einer moralischen Attacke, auf dem Fussboden nach ihren verlorenen Kontaktlinsen sucht.

  42. Ich tue mir da schwer mit...
    Ich tue mir da schwer mit einer Wertung – eine mir bekannte Apothekerin, äusserst nett und zuvorkommend und gar nicht dumm, ist ihr wie aus dem Gesicht geschnitten. Ich bin also voreingenommen, ohne es sein zu wollen. Ansonsten: Das Thema wird vermutlich in ein, zwei Jahren durch neue Reaktionäre ersetzt sein.

  43. Ich warte schon auf den Tag,...
    Ich warte schon auf den Tag, ab dem man beim Verlassen dieses unseren Landes eine Kaution in Höhe von 50.000 Euro hinterlegen muß – für den Fall, dass man nicht wiederkommen will um sich am Aufbau des Sozialismus – ach neh, das war ja früher :-(
    Tja, die Summen pro Kopf sind heute schon größer als die Freikaufprämien der DDR …

  44. @Don
    Nach Ihrem Text neulich...

    @Don
    Nach Ihrem Text neulich über die „Müttergangs“ scheint mir Ihre Unvereingenommenheit gegenüber der selbsterklärten „hockey mum“ etwas fadenscheinig.

  45. Da kann die Palin nicht...
    Da kann die Palin nicht anders; es ist ihr Milieu. Wir sind alle Opfer unseres Milieus.
    Bloss: Wie kommen wir ploetzlich von Hoelzchen auf Palin?

  46. @Filou
    Der Staat als Ölfirma,...

    @Filou
    Der Staat als Ölfirma, nur halt ohne Öl…

  47. doctor snuggles,
    das haben...

    doctor snuggles,
    das haben sich die in alaska wohl so gedacht, wie es die cdu mit herrn billigbier in baden-württemberg gemacht hat, einfach wegbefördern.
    .
    was eigentlich gegen alaska spricht, ist, dass es dort eher frisch, ja, sogar kalt sein kann.

  48. VEB Deutschland
    ..
    vorm....

    VEB Deutschland
    ..
    vorm. Deutschland AG

  49. ein Fall für Birgit Breuel...
    ein Fall für Birgit Breuel allzumal

  50. Devin08, HansMeier555 -...
    Devin08, HansMeier555 – empfanden Sie die Situation von Arm und Reich vor, sagen wir einmal 20 Jahren, eigenlich anders? Inzwischen hat sich ja die gesamtgesellschaftliche Situation doch eher zum Nachteil entwickelt, da werden sich wohl die meisten einig sein.
    .
    Lieber MarkusvonBentheim-Burg, lustige Idee, die Verwaltung können Sie aber gerne auch in Ihrer Hansestadt übernehmen. Wir in Bayern hier kämen natürlich auch wunderbar alleine zurecht.

  51. @mawu
    Eine wirklich gute...

    @mawu
    Eine wirklich gute Frage. Ich antworte mal so: Vor 24 Jahren bekam man als Ferienjobber in der nahegelegenen Automobilzulieferfabrik einen Stundenlohn von brutto 15 DM (bei Nachtschicht bis zu 20 DM), wofür man man 10 Liter Benzin tanken oder im Dorfrestaurant gut essen konnte. Der Eintritt in die Museen in Landesbesitz war damals ebenso kostenlos wie das Erststudium. Wer das Gymnasium nach der 10. Klasse mit passabler mittlerer Reife verließ, hatte gute Chancen auf eine Lehrstelle (und später einen vollwertigen Angestelltenjob) bei der städtischen Sparkasse.
    .
    Und heute sind 7,50 Euro als Mindeststundenlohn politisch nicht durchsetzbar. Okay, dafür gab es damals auch noch kein Internet, keinen MediaMarkt, quasi kein Privatfernsehen und drei mal weniger Obdachlose.
    Hat halt alles Vor- und Nachteile.

  52. Der Vergleich Staat mit...
    Der Vergleich Staat mit Unternehmen hat ja auch schon bei anderen zum knappen Ergebnis „Wenn ein Unternehmen so wirtschaften würde wie der Staat, wäre es schon lange Pleite“ geführt. Ist allerdings nicht so schön zu lesen.
    Diesmal dteckt mein persönliches Hightlight in den Kommenatren: das Bundeln von Berlin und Gorleben …

  53. super, dann sind sich ja auch...
    super, dann sind sich ja auch hier mittlerweile alle einig. achtung, achtung: es wird langweilig.
    .
    don, dein eintrag ist voller fehler! zum beispiel: „Man wird mit etwas historischer Erfahrung natürlich, nun, sagen wir mal, misstrauisch, wenn ein Konzern anfängt, problematische Geschäftsfelder bilanziell auszulagern und separat zu führen.“ aber nein. als investor ist man über sowas sogar höchst erfreut. risiken gehören ausgelagert und das kann man auch, man gründet in einem solchen fall gerne eine holding und lagert das risiko als gmbh aus. seit jahren gängige praxis.
    .
    „Dieser Staat ist keine Bank. Sondern eher etwas wie ein Fonds des Grauen Kapitalmarkts, dessen persönlich haftende Gesellschafter wir sind, mit Kündigungsfrist erst beim Ableben.“ wieder falsch. dieser staat ist eine bank UND ein fonds des grauen marktes, so wie alle – sytemisch relevanten – banken heute. leider.
    .
    „Und wenn es schief geht – ist man im Gegensatz zum Fondsabzocker in der komfortablen Lage, nicht den Staatsanwalt fürchten zu müssen, sondern selbst die Legislative zu sein.“ auch falsch. wenn es schief geht – es muss aber schon vorher gehen – können bürger dieses staates gemäß §§ 3, 4 Ziff. 2 UWG (angstwerbung), § 5 UWG (irreführende werbung) und § 10 UWG (unlautere gewinnabschöpfung) klage erheben.
    .
    wollen wir das machen? man müsste allerdings nach gesetzeslage vorher sicherheitshalber einen interessenverband gründen.

  54. @Hans Meier (20.38h): Ihren...
    @Hans Meier (20.38h): Ihren ersten Absatz hab ich kapiert. Das war so. Das kann ich bestaetigen.
    .
    Der zweite Absatz ist mir raetselhaft. Wuerden Sie das bitte naeher ausfuehren? Mir sind die Zusammenhaenge nicht klar.

  55. egghat, Bitterfeld wäre für...
    egghat, Bitterfeld wäre für das Bundle mit Berlin zwar verseucht, aber nicht verstrahlt genug.

  56. nico, bevor es hier ans...
    nico, bevor es hier ans katholische Leidenseingemachte geht, mache ich lieber meinen eigenen häretischen Zirkel auf. Und zur Not gibt es immer noch den Atheismus.
    .
    HansMeier555, von wegen Regionen verpfänden: Das gab es schon früher, der Beruf nannte sich „Ungelter“ – und der erste Reiche meines Clans schaffte es mit dieser Tätogkeit im 18. Jahrhundert gleich an die Spitze der Gesellschaft seiner Region. Von mir aus kann man das gern machen.

  57. Byron, sicher, mit dem kleinen...
    Byron, sicher, mit dem kleinen Unterschied, dass in der griechischen Tragödie neimand dem Chor die Kleider raubt.
    .
    HansMeier555, die Frage ist nur, ob die chineische Währung gegen den Euro aufwertet. Sollten die USA einen Währungsschnitt machen, hätten die Chinesen bei ihrer Inflation vermutlich auch kein Problem, dem Niedergang zu folgen. Mir wäre das zu riskant, zumal die Informationen über China nicht so doll sind. Tendenziell sind Länder mir Rohstoffen (ausser Russland) vielleicht klüger.

  58. Zum Bundle kann man noch...
    Zum Bundle kann man noch nehmen: Alles von Wismut. Wer Verstrahltheit sucht, wird dort fuendig. Und wer den Mantel des Schweigens ueber Umweltsuenden finden will, ist da am richtigen Platz. Seit 1992 liegt ueber dieser Gegend wieder mal ein grosses Geheimnis. Niemand spricht mehr ueber die uranverseuchten Seen und ueber die Krankheitsfaelle, verursacht durch den Uranabbau der Sowjetisch-Deutschen AG.

  59. Die Kernfrage ist und bleibt:...
    Die Kernfrage ist und bleibt: Wer in diesem Land (also erklusive China etc.) verdient das viele auszugebende Geld denn überhaupt? Wen muß er (billigerweise) mit durchfüttern? Vor allem aber: wieviele kontraproduktive und pseudoproduktive Kräfte muß er dissipieren, um es dennoch zu schaffen? Klar war und bleibt zunächst nur eins: Die Neosozialgerechtigkeit „Mehr netto vom Brutto“ ist nur ein Schattenspiel des eigentlich zukunftsnotwendigen „mehr Verdienst am Einkommen“.
    Kein Mißtrauen meinerseits, wo die vermeintliche Lüge der Bekenntnis gleicht … grün-rot nannte das „Thematisieren“, nannte allerdings auch „kritisch“, wenn die nachzukauende Reichseinheitserkenntnis mitdiktiert wurde.

  60. ....mal gucken wer ueber...
    ….mal gucken wer ueber gorleben sprechen wird. ;-(
    …die chinesen stehen nach wie vor gut da, mussten sie von den 9-10% jaehrlichem wachstum nur ca. 25% abgeben, d.h. sie wachsen immer noch mit ca. 2% (trotz millionen von arbeitslosen), …

  61. @egghat
    "Der Vergleich Staat...

    @egghat
    „Der Vergleich Staat mit Unternehmen hat ja auch schon bei anderen zum knappen Ergebnis „Wenn ein Unternehmen so wirtschaften würde wie der Staat, wäre es schon lange Pleite“ geführt.“
    Der Staat hat im Gegensatz zu Unternehmen den Nachteil, dass er seine Kosten nicht externalisieren kann, wie das ja Unternehmen grundsätzlich machen.
    Und weil das so ist, unterscheidet man in der Wissenschaft ja auch sorgfältig zwischen Makro- und Mikroökonomie, zwei Wissenschaften, deren Lehren sich gegenseitig ausschließen, wie unzählige Talkshows beweisen.
    Denn was für den Mikroökonomen der Lohn ist, der in der Bilanz negativ zu Buche schlägt, ist für den Makrökonomen das Einkommen, das auf einmal auf der Positivseite landet.

  62. Dubai et al sind in der...
    Dubai et al sind in der Konzerndenke bereits einen Schritt weiter. Das liegt wohl daran dass dies quasi Familienbetriebe sind.
    Die lassen sich Ihre schicken Bürotürme, Luxushotels und Spassanlagen aus dem Ausland als Projektfinanzierung (klingt sexy und ist ebenso riskant) finanzieren. Warum finanzieren die Ihren Bauwahn denn nicht einfach mit Ihrem „eigenen Geld“ sondern legen das weltweit in Industriebeteiligungen an? Bei sinkenden Mieten wird die Region jetzt „noch lukrativer“! Fragt sich bloss für wen.

  63. @Don Alphonso
    Insgesamt eine...

    @Don Alphonso
    Insgesamt eine treffende Analyse. Nur in Einem kann ich Ihnen nicht zustimmen. In Deutschland bindet und formt kein Nationalismus mehr die Massen. Es ist der ökonomische Erfolg. Deshalb fabulieren Sie ja auch korrekterweise über den Bank Run und nicht die Revolution.
    Geht dieser zu Ende, so wird die wenige Identifikation von der Sie sprechen, wohl nicht ausreichen. Ein interessantes Szenario wäre der Einstieg in die kriminelle Anarchie, wie wir sie bereits in einigen Ländern Lateinamerikas und Afrikas beobachten. Dann würde man sich noch wundern, wie schnell die bessere Gesellschaft plötzlich kriminell wird.

  64. Das große Lamento - Teil IV...
    Das große Lamento – Teil IV …
    Alles ist so furchtbar und man kann noch nicht einmal sagen, früher war alles besser, denn da war Adenauer. So wandeln wir im Tal der Tränen und sehen voller Selbstmitleid keinen Ausweg aus der Katastrophe. Wortreich schildern alle ihre Ratlosigkeit.
    Das sind die Folgen von 64 Jahren Frieden. Da sammelt sich im Betriebssystem „Staat“ so einiges an Datenmüll an, der das System immer stärker bremst. Der User probiert ständig neue Programme aus und nimmt Updates nur im äußersten Notfall vor. Das System läuft zwar einigermaßen stabil, aber es ruckelt merklich.
    .
    Früher war natürlich alles besser. Regelmäßig sorgten Hungersnöte, Epidemien und Kriege für die Möglichkeit, mal wieder von vorne anzufangen. Andernorts half auch mal eine Revolution zu neuem Mut. Da kam die bessere Gesellschaft zwar mal unters Fallbeil, aber wie wir Kaufleute wissen: ein bisschen Schwund gibts immer!

  65. Filou: Stimmt, es ging um die...
    Filou: Stimmt, es ging um die Vize-Präsidentschaft. Allerdings gab es ja Gerüchte, dass sie sich vielleicht auf das Präsidenten-Amt 2012 bewerben wolle. Ich denke, das Thema ist mittlerweile durch.
    auch-einer: Offiziell hat sie ja das Amt von sich aus niedergelegt. Nun, sie weiß warum. Wer weiß, welche Leichen dadurch im Keller geblieben sind – die Schmierenkomödie mit ihrem fast-Schwiegersohn spricht eine deutliche Sprache.

  66. Ach, unser Finanzminister in...
    Ach, unser Finanzminister in spe passt ganz gut in’s Zukunftszenario hinein: Der hat sich dem Vernehmen nach ja noch nie so richtig um Geld kümmern müssen. Bei dem standen die Scheinchen schwarzkoffergebündelt bei Bedarf einfach so im Büro. Sagt man.
    .
    @Filou: Warum so knauserig, wenn es um das Mäzenatentum geht? Wieso vom gemeinen Bürger kassieren, um Theater, Ballett oder Dichterlesung lukrativ zu machen? Man nehme sich ein Beispiel an Christina von Schweden, die hat es damals in Rom so richtig krachen lassen. War ja nicht ihr Geld. Das kam aus Frankreich, vom Papst oder ihrer armen schwedischen Heimat. Wer wollte, konnte ihren Theateraufführungen beiwohnen ganz ohne Eintritt. Und seien Sie versichert: Damals wie heute wäre der Pöbel trotz aller kostenloser Möglichkeiten nicht wirklich interessiert an einer Bernini-Statue oder einer Barockgala.

  67. Sehr geehrter Don, sehr...
    Sehr geehrter Don, sehr geehrte(r) mawu,
    gerade musste ich darüber nachdenken, ob die Firma halliburton nicht eine gute Lösung, für Deutschland wäre. Da diese Firma fast alle amerikanischen Präsidenten gestellt hat aus ihren Reihen, wäre es doch an der Zeit auch die Bundeskanzler(in) zu stellen. Dafür bekämen wir dann als Deutschland OHG mehr Aufträge in schwierigem Terrain. Zum Beispiel Afghanistan, Irak, Iran oder wo auch immer Halliburton mit der US-Armee zusammenarbeitet. Eine solche Symbiose wäre doch zwischen Siemens und der Bundesregierung toll. Hallisiemens for german parliament!
    Wenn die Bayern schon für sich bleiben möchten, warum machen sie nicht einen Länderverbund der Freistaaten. Neben dem erfolgreicheren, aber kulturell zurückgebliebeneren Bayern gibt es doch auch noch ein paar SBZ-Staaten, die sich dem bestimmt wahnsinnig gerne anschließen würden. Da die Bayern unter Napoleon auch schon mit Sachsen gegen Deutsche zu Felde gezogen sind, kann das ja man nu zu einer Neuauflage in Form des Länderfinanzausgleich kommen. Wir hier in Hamburg verleiben uns alles bis an die südlichen Hessengrenzen, neue deutsch-dänische Grenze bei Schleswig und östlich gegen Mecklenburg und Vorpommern ein. Dafür bekommen wir noch Flamen und Rotterdam.
    Freistaatsländer voran!
    Beste Grüße aus dem herbstlichen Hamburch
    MvB-B

  68. MarkusvonBentheim-Burg, von...
    MarkusvonBentheim-Burg, von Halliburton kann ich nur abraten. In den Krisenregionen greift man bekanntlich eher zu Blackwater, in den Nochnichtkrisenregionen zu Gildman Sachs, und nimmt so auch die Synergien mit.
    .
    Ephemeride, ich sehe darin auch eher einen Grundsatzentscheid denn einen Auswuchs des neuen Systems. Die wissen schon, was sie tun.

  69. @Don Alphonso
    Blackwater gibt...

    @Don Alphonso
    Blackwater gibt es nicht mehr. So wie aus Raider Twix wurde, heißt der Laden nun Xe. Wenn die Erfahrung mit Arcandor auch hier zutrifft, dürfen wir auf baldige Insolvenz hoffen.

  70. @Don
    "Am Beginn jedes großen...

    @Don
    „Am Beginn jedes großen Vermögens steht ein Verbrechen“
    von wem ist das nochmal….?

  71. Nach dem letzten Blog (und...
    Nach dem letzten Blog (und ihrem Kommentar, den ich gekürzt aber unverkürzt wiedergebe)
    „Die Antwort (..) ist (…) das seiner selbst bewusste Individuum“
    dachte ich : endlich, Hegel, Licht und fester Boden – Wir wenden uns zum Kern des Problem: Wie ist Konservatismus als allgemeine Gesellschaftsgrundlage und nicht als Begünstigungskartell denkbar.
    Und so frage ich mich was trägt der heutige Beitrag (nebst Kommentaren) zu diesem Selbstbewußtsein bei ? – Späße.
    Angesichts der hier ausgebreiteten Rat- und Orientierungslosigkeit erscheint ja der Koalitionsvertrag als ein klares Manifest von Staats – und Lageverständnis.
    Und so lustig das ist den PR-Schwätzern das Wort im Mund rumzudrehn (Deutschland AG etc.)
    1) schlägt man den Sack
    2)Gewinnt man durch Verdrehung der Verdrehungen keinen festeren Standpunkt als den auf einem Karussel.

    bgks, „pseudoproduktive Kräfte muß er dissipieren“ so im Sinne des Dissipations-Fluktuations-Theorems oder doch eher metaphorisch – verstehe ich nicht

  72. @Filou
    Mein zweiter Absatz...

    @Filou
    Mein zweiter Absatz (gestern, 20:38) enthält nur aneinandergereihte Beobachtungen, ohne eine kausale Verknüpftung zu behaupten. Ich wollte nur sagen, vor 20 Jahren gab es noch kein Internet und so. Ach ja, und auch noch keine Billigflüge, das muß ich nachschieben.
    .
    „Wie ist Konservatismus als allgemeine Gesellschaftsgrundlage und nicht als Begünstigungskartell denkbar?“ Eben, gar nicht.
    .
    Wer von „Konservatismus“ redet, bringt seine Denkverweigerung schon durch die Begriffswahl zum Ausdruck.
    .
    Konservativismus ist bürgerlicher Sch**ß wie der Kölner Karneval, etwas für Leute, die zu feige sind, sich offen zur neofeudalen Reaktion zu bekennen.

  73. Es sind definitiv mehr...
    Es sind definitiv mehr verarmt
    @Mawu: Ich weiß vor allem eines, nämlich, dass meine persönliche „Armut“, 1990 nicht bedingt ist durch die der Scheidung von meiner ersten Frau, wenn auch diese einen Teil davon ausmacht, sondern durch die Folgen der Wiedervereinigung. Lag ich rein rechnerisch, damals noch mit meinem Einkommen, dann schon als Alleinstehender, wenn auch schon als Unterhaltspflichtiger, knapp oberhalb des sog. Durchschnittseinkommen, ging es seitdem stetig bergab. Nun mag es schlimmere Fälle geben, zumal ich mich mit meiner 2. Ehe etwas verbessert habe, wohl aber auch nur, weil meine Frau eine fleißige Biene ist, und unseren Wohlstand etwas vermehrt hat, doch halte ich das für eine zutreffende Beschreibung der Finanzsituation eines großen Teils der Bevölkerung, nämlich jenes Teils, dem es bis zur Wiedervereinigung erheblich besser ging – im Westen jedenfalls.
    Die Armut der Massen allerdings, jener also, denen es auch vor der Wiedervereinigung schon sehr schlecht ging, dürfte sich im Wesentlichen nicht verändert haben. Vielleicht relativ besehen, denn die Reichen sind noch reicher geworden, aber der Abstand zur „Mitte“ hat sich etwas relativiert. Die Armut ist demokratisiert worden, in das Zentrum des politischen Geschehens gerückt. Das bedeutet aber nicht, dass es den Armen – den absolut Armen (und ich behaupte, die gibt es, in Deutschland!) -, nun besser geht, sondern nur, dass es solchen Armen gar nicht schlechter gehen kann, ohne dass sie verhungern dürften. Ich behaupte, dass es einen wesentlich höheren Anteil in der Bevölkerung gibt, der definitiv verarmt ist, seit dieser Zeit, dass die relative wie absolute Armut zugenommen hat.
    Ich denke, dass die Herrschenden, die Kosten der Wiedervereinigung dem Volk aufbürden, der „Mitte“, den Armen, überhaupt der arbeitenden Klasse, wie den Rentnern, den Sozialhilfeempfängern, den Studenten…Die Bourgeoisie ist halt nachtragend, so rächt sie sich an der „Diktatur des Proletariats“.
    Die Gewinne aus der Wiedervereinigung wurden hingegen vom Kapital frech einkassiert, das Ostvermögen privatisiert, die Ostschulden sozialisiert. Und Gewinne gab es und gibt es immer noch, und seien es auch nur Abschreibungsgewinne, oder Gewinne aus der Geldwäsche! Irgendeinen Grund für die Aufregung des internationalen Kapitals für die anfänglichen Versuche der Deutschen (bis zum Mord an Rohwedder), den Kuchen alleine zu verzehren, muss es ja wohl gegeben haben. Sie konnten ja nicht alle nur Geldwäsche betreiben, so wie bei Leuna und mit der CDU.

  74. Lieber Don, kein Witz:
    Ich...

    Lieber Don, kein Witz:
    Ich habe rund 100.000 Euro auf dem Girokonto.
    Was soll ich jetzt mit denen machen?
    Vor dem Hintgergrund der Tatsache, daß ich meinen grotesk überbezahlten Angestelltenjob jederzeit verlieren kann und nicht unbedingt wieder bei Mama wohnen will?

  75. 100.000 ist eine dumme Summe,...
    100.000 ist eine dumme Summe, da geht nichts Ganzes und nichts Halbes. Ich wüsste allenfalls, was ich damit nicht tun würde.

  76. Girkonto steht im...
    Girkonto steht im 5-Jahres-Vergleich besser da als fast alles andere.
    Nur pures Gold oder Russische Rubel hätten mehr REndite erzielt.

  77. Das schlimmste sind die...
    Das schlimmste sind die dauernden Kontaktaufnahmeversuche der Anlageberater.

  78. Was taeten Sie NICHT damit?...
    Was taeten Sie NICHT damit? Ich hab noch weniger Geld, da koennte ich dann endlich mal mithalten.

  79. A propos Spaesse, Poisson, wir...
    A propos Spaesse, Poisson, wir sitzen alle im gleichen Dampfer. Irgendwann, irgendwo ist das Ding mal auf diesem Ozean der Idiotie havariert. Wir wissen nicht, ob wir einen rettenden Hafen erreichen werden. Das Ende ist nah, die Kapelle spielt schon seit Jahren „Naeher mein Gott zu Dir“. Also sauft aus, schmeisst die Glaeser an die Wand. Wer jetzt keinen Cognac hat, wird nie mehr einen kriegen. Und: tut euch kein Geld in die Taschen, es stoert beim Schwimmen und zieht euch in die Tiefe.

  80. @Don:

    Bitterfeld gefällt mir...
    @Don:
    Bitterfeld gefällt mir fast noch besser …

  81. WEnn ich schon nix arbeiten...
    WEnn ich schon nix arbeiten tu, warum soll dann mein Geld schuften wie blöd?

  82. Beim gegenwaertigen Stand...
    Beim gegenwaertigen Stand desArbeitsmarktes kriegt noch nicht mal Geld einen anstaendigen Job. Jo, wo sammer denn?

  83. Das Problem ist, dass die...
    Das Problem ist, dass die sicheren Anlageklassen seit letztem Jahr leergeräumt sind. Hätte ich jetzt 100000 zum Anlegen, würde ich vielleicht einen Teil in Alte Meister stecken, und einen Teil in eine extrem unterbewertete Währung und hoffen, dass Italien oder Spanien den Euroraum runterziehen, bevor in den Anlageländern der grosse Währungsschnitt kommt.

  84. Das britische Pfund? Oder doch...
    Das britische Pfund? Oder doch der Renminbi? Und für alte Meister fehlt mir die Immobilie, die Alarmanlage, die Versicherung, und natürlich die Expertise.

  85. 2x Schäuble im Depot. Hmm....
    2x Schäuble im Depot. Hmm. Bin doch kein Ab-Schreiber.

  86. Und wie waere es mit der...
    Und wie waere es mit der Anschaffung von Produktionsmitteln? Lange bei uns vernachlaessigt-und jetzt in der Krise laeuft das Geschaeft weiter wie gehabt.

  87. Devin, hat es Sie wirklich...
    Devin, hat es Sie wirklich ueberrascht, dass der Steuerzahler, das Volk also, die Kosten der deutschen Einheit bezahlt hat?
    Jesus, das war doch von Anfang an jedem klar. Wer haette es den sonst bezahlen sollen? Das einzig Beklagenswerte war doch die Blauaeugigket mit der jeder glaubte, dass das Ganze aus der Portokasse zu bezahlen waere.
    Das aber ist in der Hauptsache ein Problem der Wessis, denen die DDR aber auch sowas von am Ruecken vorbeiging.
    Ab Dezember 1989 haette jeder Gelegenheit gehabt sich das Elend jenes Landes anzuschauen. Das waere ein Erlebnis gewesen, das man sich haette antun sollen. Sonnenklar waere nach einem solchen Besuch Manches geworden.
    Aber der Westdeutsche sass braesig in der Kneipe oder vor der Glotze…
    …als aber die Rechnungen praesentiert wurden, wurde gemotzt das es die Sau grauste.
    Und wenn Sie sich, mein lieber glaeubiger Sozialist, darueber echauffieren, dann haben Sie die sozialistische Idee der Solidaritaet nur in sofern begriffen, alsdass die Solidaritaet nur an Ihnen geuebt werden solle.
    Diesem individualistischen Missverstaendnis (milde gesagt) ist unter Anderem die augenblickliche Finanzmisere, und die hilflose Herumpaddelei aller Regierungen seit 1990 zu danken.
    Machen wir uns nix vor: Was wir uns damals, dazu waren wir unabdingbar verpflichtet, aufgeladen haben-und wie wir es bis heute bewaeltigten- wird uns noch in 100 Jahren den Respekt anderer Nationen einbringen. Und das sind wir uns schuldig, nachdem wir Deutschen seit 1871 nur ein grosses Maul hatten, aber innerhalb von rund 75 Jahren es fertigbrachten, zwei Mal die Welt in grosses Elend zu stuerzen, von dem vielfaeltigen Elend, das wir uns selbst antaten garnicht zu reden…
    .
    Ich weiss, ich weiss, der historische Horizont des Buergers ist immer beschraenkt. Meiner ist es nicht minder. Aber manchmal, wenn ich so sitze und hoere, mich amusiere, Mails von Freunden empfange-wenn es mir also rundum gut geht, dann faellt mir sowas ein. So also auch heute Nacht.

  88. Sehr geehrter...
    Sehr geehrter MarkusvonBentheim-Burg,
    ich wäre mehr für einen Zusammenschluß der bajuwarischen Staaten gleicher Kultur und Mentalität, und davon gäbe es ja auch einige ausserhalb der Grenzen Deutschlands. Von mir aus noch BadenWürttemberg und ggf. Sachsen, darüber könnte man disktutieren. Sie können sich dann gerne mit dem Rest um Sie herum beschäftigen. Und Ihrer viel gelobten Kultur nachgehen. Davon gibt es hier in Bayern ja nur etwas von rein lokaler Bedeutung.
    Grüße an die Alster!
    .
    Devin08, den ersten Teil Ihrer Schilderung empfinde ich analog, seit der Wiedervereinigung ist das Einkommen meiner Familie relativ zu davor ständig gesunken. Obwohl wir sicher nicht arm sind und wohl von den meisten als „reich“ empfunden werden, so gehören wir jedenfalls eindeutig nicht zu denjenigen, die „immer reicher werden“. Und ich kenne ehrlich gesagt auch niemanden persönlich, der „immer reicher“ würde, ganz im Gegenteil. Die meisten zehren von der Substanz, also bspw. Wohnungen, die früher mal abbezahlt wurden, als es noch gut ging. Auf der anderen Seite haben wir dann die Haffas und andere Betrüger – vielleicht sind das die „Reichen, die immer reicher werden“. Mir erscheinen es allerdings etwas wenige zu sein.
    .
    HansMeier555, wenn Sie Autos mögen, dann schaffen Sie sich einen schönen Oldtimer an. Der ist wertbeständig, man kann seinen Spaß haben und nach dem Börsencrash steht er immer noch in der Garage und hat sich nicht vaporisiert, wie so manches Depot.

  89. Meinen Sie mit extrem...
    Meinen Sie mit extrem unterbewerteter Waehrung den Dollar oder den Yen?
    Und gegen den Forint spricht evtl. mehr als gegen das Britpeso. Wie man hoert, haben sicn Ungarn auch „normale“ Hauserwerber massiv in Schweizer Franken und Yen verschuldet.

  90. Nicht Solidarität wird...
    Nicht Solidarität wird verweigert, sondern Ausbeutung angeprangert
    @Filou: Überrascht hat mich das nicht, doch aber geärgert. Vor allem ärgert mich die Dreistigkeit, den Kuchen dort aufzuteilen, wo er gute Teile abwirft, und ansonsten das Volksvermögen zu leugnen, ein solches nämlich, was wesentlich über den Schulden liegt. Es ist nämlich die Frage, von welcher Perspektive aus man das betrachtet. Vom Standpunkt der aktuellen „Verwertung des Werts“ (vor dem Hintergrund einer am Westen gemessen Produktivität) mag das so durchgehen, denn eine dementsprechende Kapitalverwertung (auf der Grundlage einer entsprechenden betriebswirtschaftlichen Buchführung) konnte ja erst nach 1989 beginnen. Aber so zu argumentieren, hieße zum Beispiel auch, dass in Afrika keine Gewinne gemacht werden, weil deren Produktivität unter jedem Standard läge. Aber warum und um was werden dort Kriege geführt – vom Westen finanzierte? Eine wesentliche Quelle des Profits dort ist also jene zusätzliche Ausbeutung, die eben gerade deswegen möglich ist, weil der Wert sich jeweils an der höchsten und nicht an der niedrigsten Produktivität ermittelt. Die höhere Produktivität beutet die niedrigere einfach aus. Unsere teuren Produkte erheischen mehr Arbeitskraft der billigeren. Selbst im Verhältnis zu China gilt das. Das fällt nur nicht so auf, weil die Arbeitskräfte dort ins Unermessliche gehen. 100 chinesische Arbeiter machen vielleicht soviel Profit wie einer im Westen, aber ab so uns so viel Millionen Arbeiter rechnet sich das – für die Ausbeuter, dort wie hier, für das internationale Gesamtkapital. Es wird einfach mehr Menschenmaterial verhaust.
    Und so ist das auch mit der ehemaligen DDR, obwohl deren Produktivität vermutlich nicht auf Afrikaniveau gewesen sein dürfte. Hat doch das Volk der DDR – die dortige Arbeiterklasse – Werte geschaffen, die es nicht zur Gänze verfressen haben hat können. Was wohl weniger an dem schlankeren Appetit gelegen haben dürfte – der war dort so groß wie woanders -, sondern an den Möglichkeiten zu Fressen. Lediglich die herrschende Nomenklatura musste sich da keine Grenzen setzen, der übrige Rest aber, wurde auf Magerkost gesetzt, und dies obwohl die fette Kost in erreichbarer Nähe gelegen hat. Wer fressen wollte, wie ein Westler, musste über westliche Devisen verfügen und Zugang haben zu dem Markt, an dem sich die Bonzen labten. Eine erzwungene Sparsamkeit also, die höher gewesen sein dürfte, als die vergleichsweise niedrigere Produktivität (die Geschäfte mit dem Westen, wo billige Ostarbeiter, auch schon vor dem Mauerfall, zugunsten westdeutschen Kapitals und ihrer ostdeutschen Satrapen ausgebeutet wurden, hier noch gar nicht eingerechnet). Diese Differenz, welche im Kapitalismus sofort verschwinden würde, als Investition zum Beispiel, neben dem verfressenen Kaviar, konnte aber nicht verwertet werden – allein das Stasikapital dürfte eine beträchtliche Summe gewesen sein, eine solche, die man nicht alle in die Auslandsaktivitäten hat stecken können.
    So wurde Geld gehortet (bzw. verschoben in illegale Investitionen), zumal dann auch noch am Tag X, Ostwährung 1 zu 1 in Westwährung getauscht werden konnte. Spätestens hier nahm eine Entwicklung ihren Lauf, die wir heute als gute Zusammenarbeit zwischen ehemaligem Westkapital und einer Ostmafia (rekrutiert zumeist aus alten Stasikadern) bezeichnen können. Und ab hier wird die Wertschöpfung auch aktualisiert, zusammen mit (und auf der Grundlage) der privilegierten Ausbeutung alter (nun neu bewerteter) Bestände (Grundbesitz und Industrieanlagen zum Beispiel!), und seitdem sind 20 Jahre vergangen. – Und vergessen wird doch nicht: Auch die Abschreibungen im Osten, wie die Wertberichtigungen im Westen sind Gewinne, wenn auch als solche vom Steuerzahler aufgebrachte. All das war wohl vorauszusehen, von einem Marxisten allemal, aber es ist nicht einzusehen, dass wir unserer Bourgeoisie solche Extraprofite belassen, ohne wenigstens mal gemurrt zu haben.
    Und hier wird keine Solidarität verweigert, sondern Ausbeutung angeprangert!

  91. Hurra, wertloses Papiergeld...
    Hurra, wertloses Papiergeld (engl. FIAT-money, wie bezeichnend) ist im Überfluß da, also läuft das Spiel weiter wie gehabt. Die Inflation wird’s schon (scharf)richten.
    Der Versuch, seine Anteile an dem maroden Unternehmen Bürgerkonzern zu verkaufen, scheitert leider an fehlender Masse – man müsste aktuell 19.866 € pro Kopf aufwenden. Vielleicht ist es das wert?

  92. Man könnte sich ja eine...
    Man könnte sich ja eine globale Beteiligungsbörse vorstellen, wo man Länder gegeneinander handeln kann. Mit etwas Geschick verdient man dann dabei auch noch Geld. Das vielleicht sogar etwas wert ist.

  93. Man müsste an dieser Börse...
    Man müsste an dieser Börse aber auch nach Alter, Geschlecht, Ausbildung usw. differenzieren. Ein 55jähriger Vorruheständler in Ostdeutschland ist bei allem Geschick im Fahrradreparieren eine größere Belastung als ein 30jähriger nach dem naturwissenschaftlichen Studium.

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