Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das Aussterben der Pelzträger durch bürgerliche Vorurteile

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Beileibe nicht jede Verlockung der Moderne ist schlecht für die bessere Gesellschaft. Manches moderne Vorurteil, manche neue Einschätzung der Welt bringt diese Kreise auch voran, verhilft ihnen zu einem besseren Ansehen oder wenigstens, wie im Fall der nicht mehr getragegen Pelze, zu weniger Begegnungen mit Spraydosen. Und wie in diesen Kreisen üblich, wird der Sinneswandel auch gleich benutzt, um sich wieder abzugrenzen gegen jene, die es anders sehen: Es trifft ja nur Russen, Neureiche und Frau Schaeffler.

Sie sagten: Du kannst gehen, aber Deine Kopfhaut bleibt hier.
Die Ärzte, Kopfhaut

Offenlegung: Es kann gar nicht so kalt sein, dass ich Pelzträgerinnen nicht nach Hause laufen lassen würde. Nicht mal ein Taxi würde ich sie anrufen lassen. Angeblich wärmt Pelz ja so gut – man wird sehen.

Aktuelle Modenschauen und deren Designer geben sich gerade alle Mühe, den Konsumentinnen das Tragen von Pelz wieder nahe zu bringen, Ein paar Winter hindurch immer das gleiche Spiel: Pelz sei Ausdruck der Unabhängigkeit, die Frau zeige damit, dass sie sich nicht von kleinen, grauem Ökos unterkriegen lasse, auch andere Tiere müssen leiden, man dürfte dann auch kein Fleisch mehr essen, keinen Speck für alte Tanten aus Sterzing holen – der Sturmlauf der Reaktion gegen die Mauern der öffentlichen Meinung wird vorgetragen von Stilexperten, gekauften Journalisten und Trägerinnen, die dank klimatisierter Räume und Autos dergleichen nie bräuchten. Es wird appelliert an die liebsten Verhaltensweisen der Luxusweibchen, den kindischen Trotzkopf und die Freiheit, die sich mit einem Pelz ausdrücken liesse – und es hilft trotzdem nichts. Kaum eine Äusserlichkeit zeigt die Veränderung der deutschen, besseren Kreise so deutlich auf, wie die Ablehnung von Pelz.

Bild zu: Das Aussterben der Pelzträger durch bürgerliche Vorurteile

Denn Pelz ist alt. Und zwar auf eine unangenehme Weise alt. Nicht alt wie Familienschmuck, Gutshöfe, Patina, oder noch nicht mal Falten, sondern so alt wie dritte Zähne, Hautstraffung und Fettabsaugen. Die gesellschaftlich erlebbare Realität des Pelzes hat in Deutschland nichts mit den Laufstegen zu tun, sondern mit Alter, Zerfall und dem Umstand, es nötig zu haben, den aus der Form geratenen Körper mit Fellen zuzudecken. Dieses empfundene Elend rührt aus auch den Zeiten her, da man in besseren Kreisen die Schränke der Grossmütter ausräumen half, und die Inhalte – der gute Persianer, der hat damals 3000 Mark gekostet, den darf man nicht wegwerfen – in die eigenen Schränke in den Keller steckte, wo sie Modergeruch annahmen und neben alten Skianzügen schäbig aussahen. Man wirft es nicht weg. Aber man trägt es auch nicht mehr. Man schämt sich ein wenig, wenn man das findet.

Es mögen natürlich nur Vorurteile sein, und Vorurteile sind gefährlich. Pelz hat eine Tradition seit der Steinzeit, und war als Kleidung ab dem 19. Jahrhundert auch ein Zeichen des bürgerlichen Aufstiegs – und der damals wütenden kleinen Eiszeit, die heute, dank Klimawandel, gründlich beendet wurde. Es ist keine dreissig Jahre her, da Rieger Pelze noch Fernsehwerbung bezahlen konnte. Pelz galt den Vorurteilen der besseren Kreise zufolge als getragener Nachweis von Luxus, Reichtum, und Geschmack. Heute denkt man, mit neuen und besseren Vorurteilen versehen: Alt, geschmacklos, neureich, oder gar aus den Nachfolgestaaten der UdSSR. Folglich verschwindet der Pelz, wenn er denn jenseits dieser bestimmten Altersgrenze doch getragen wird, nach innen – aussen bleibt nur ein kleiner Rest in Modefarben wie lila – nun ja, also eben, lila, was soll man da noch sagen, lila eben – stehen, und das auch nur vorne. Von hinten könnte sich ja jemand mit der Spraydose nähern.

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Und bekäme vielleicht sogar Applaus. Gerade auf dem Wochenmarkt, wo man sein Verantwortungsgefühl für die Schöpfung mit Trüffelpecorino und Fleisch aus regionaler Herkunft vor sich herträgt. Was früher als Ökospinnerei verschrien war, ist längst allgemein akzeptierter Standard geworden. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der heute die früher absonderlichen Theorien seltsamer 68er zum guten Ton gehören, wurden die Pelze aussortiert und geächtet. Die Ächtung durch arme Schlucker konnte man als Zeichen des Neides interpretieren. Heute ist die Ächtung oben in der Gesellschaft angekommen. Die Bilder der Robbenschlächter und der Nerze, denen in Farmen bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wird, haben gewirkt. Nachhaltig. Und wenn es schon die Kinder davor ekelte, werden sie später genug dem sozialen Status angemessene Alternativen finden. Kaschmir ist auch warm, nur kann man darunter schlecht das Fett verstecken. Aber wer ist schon fett. Pelzträgerinnen. Eben. Die besten Vorurteile sind die, die sich gegenseitig stützen.

Es bleiben dem Pelz nicht viele Refugien; und das wiederum sind Orte, an denen ausgehaltene Mittsechzigerinnen und dazugehörige Männer im roten Aalledersakko den Ton angeben: Sylt, Rottach-Egern, die Kö und der Kudamm, ein paar retardierte Taunuskäffer, Davos, St. Anton und Kitzbühel. Und auch hier wird es eng; man denke etwa an Frau Schaeffler, die sich dort während der Krise ihrer Firma im Pelzmantel ablichten liess.  Und danach, angesichts des Aufschreis, eine Vorliebe für rote Schals und Kullertränen entwickelte.

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In diesen abgelegenen Gegenden jedoch kritisiert der bessere Nachwuchs auch den Beigeschmack der Pelze: Der Anschein der Ehefrauen, denen dergleichen zu Weihnachten geschenkt wurde. Eine Trophäe für die Trophäenfrau, eine Verpackung für die Begleiterin, wenn man sie anderweitig vorzeigte. Bei einem Pelz fragt sich niemand: Wie hat sie sich das leisten können. Die Frage lautet: Wer hat ihr das gekauft. Das war vor dreissig Jahren noch eine gute Frage, denn sie beschäftigte sich mit dem Vermögen des Ernährers. Heute ist es die Frage nach dem Ausgehaltenwerden, der Unselbstständigkeit, der Abhängigkeit in einer Vorstadtvilla ohne Beruf und nicht mehr Spass im Leben als „Shoppen“ und vielleicht noch dem Fitness-Studio. Niemand denkt bei einem Pelz an Begriffe wie „erfolgreich, unabhängig, emanzipiert“.

Nun sind Vorurteile sicher nicht der edelste Anlass zum Umdenken, aber im Gegensatz zur Erkenntnis sind sie in besseren Kreisen nachweislich hochgradig effektiv und dauerhaft. Gerade weil Pelz für eine gewisse Lebenseinstellung steht, ist er vorzüglich geeignet, sich von dieser veralteten und nicht mehr opportunen Einstellung zu trennen und abzugrenzen. Der Umstand, dass Pelz bei den Russen beliebt ist, schliesst die nicht unbedingt logische, sehr wohl aber tierfreundliche Argumentationskette. Die besten Stücke der Grossmutter wären meist das letzte, was man tragen würde, nur noch überboten vielleicht von Opas Parteiabzeichen und Ritterkreuz.

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Pelz also sei wieder im kommen, schreit es aus Modezeitschriften. Mitunter kauft sich wirklich jemand einen gebrauchten Pelz, muss den Umstand des Erwerbs dann aber dauernd betonen, weil die öffentliche Meinung doch nicht so gut ist, und hängt ihn irgendwann, ermüdet von den Angriffen und Anfeindungen, in den Schrank weg. Kinder weigern sich, mit ihren Müttern auszugehen, wenn sie Pelz tragen. Pelzgeschäfte entwickeln sich zu Ledergeschäften. Und die Robbe hat ihre Ruhe vor Typen, die, wären sie Deutsche, vermutlich die Bildzeitung lesen würden.

Es wärmt in meinen Kreisen eben nichts besser als gut gepflegte Vorurteile.

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202 Lesermeinungen

  1. Jo, alles bleibt anders.
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    Und...

    Jo, alles bleibt anders.
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    Und auch Liebhaber des Rokoko fahren heutzutage nicht mehr mit Seidenstrumpfen und Perücke im Cabrio über die Alpen.

  2. Aber Kroko-Tasche von Hermès...
    Aber Kroko-Tasche von Hermès geht dann wieder, ja? Eine seltsame Argumentation, die man bisweilen aus den besseren Kreisen vernimmt…
    Pelze können eine Dame sehr wohl elegant kleiden, egal ob die Vogue/Elle oder sonstige Besenstil-Magazine dies aktuell genauso sehen.
    Und wenn dafür, wie bei meiner letzten Anschaffung vor ca. einem Jahr, ein paar Karnickel dran glauben müssen, die (zuvor schwarz eingefärbt) nun auf einer angenehm wärmenden Stola Platz gefunden haben, dann finde ich das vertretbar. Die Bestände der Biester am innerstädtischen Grüngürtel mussten ohnehin mal dezimiert werden.

  3. "Sylt, Rottach-Egern, die Kö...
    „Sylt, Rottach-Egern, die Kö und der Kudamm,…“
    Zumindest für den Kudamm kann ich behaupten: alles Touristen, keinerlei „ausgehaltene Mittsechzigerinnen und dazugehörige Männer im roten Aalledersakko“ – sondern Rucksackträger aus der westdeutschen & sonstigen Provinz.
    Ein Foto wie das unterste, allerdings, das erinnert mich doch heftig an die vielen Second-Hand-Läden in den Nebenstraßen nördlich des Kudamms.

  4. Ich und auch sonst niemend in...
    Ich und auch sonst niemend in unserer Familie besitzt einen Pelzmantel. Meine Großmutter hatte früher mal so ein Mäntelchen mit einem Nerzkragen, das muss ich zugeben. Ich habe mich als Kind auch schon vor diesen Nerzschals gegruselt, an denen noch Kopf und Pfoten dran waren.. ich gehöre also zu den Guten! Das möchte ich schon mal festhalten. Meinetwegen werden Kühe, Schweine, Gänse, Hühner, Enten, Puten und anderes Getier erst gequält und dann grausam getötet, die Weltmeere leergefischt (ich habe neulich schon mal Thunfisch in Dosen als Reserve angelegt). In „Aquafarmen“ lasse ich „Riesengarnelen“ mit so viel Antibiotika behandelt großziehen, dass ich selber auf ewig gesund bleibe und freue mich auch regelmäßig auf den Beginn der Miesmuschelsaison. Das ist okay so. Aber Robbenbabys ihrer Pelze wegen töten, das ist gemein. Was esse ich bloß heute abend? Vielleicht ein leckeres Wiener Schnitzel oder lieber Spanferkel. Stubenküken wäre auch nicht zu verachten. Na, mal sehen was mein Bio-Metzger so hat!

  5. Verehrter Don,
    bravo!...

    Verehrter Don,
    bravo! bravo!
    Als ich vor ein paar Jahren hier zwei Romafrauen im Nerz Altkleider aus den Spendertonnen verkaufen sah wußte ich: Pelz ist endgültig out, out, out.

  6. Werter Don Alphonso,
    wieder...

    Werter Don Alphonso,
    wieder einmal herzerwärmende Gedanken, die meinen Dank provozieren.
    Ein wenig neugierig wäre ich ja schon auf Ihre Ausfürungen zum Thema
    Microfleece-„Fell“ das mit durchaus ähnlicher Wärmebewahrungsfunktion
    aufwartet und zudem beim Recycling der PET-Flaschen nicht unbedingt
    nachteilig zu gewichten ist.
    Von dem in diesem Material ruhenden Distinktionspotential möchte ich
    zunächst einmal absehen.

  7. Ein schöner Pelz ist doch was...
    Ein schöner Pelz ist doch was Feines. Meine Frau sieht ganz bezaubernd im Silberfuchs beim Ausgehen in die Oper aus, ich trage im Winter einen Mantel mit Otter-Fellkragen und Pelzaufsatz am Aermel-Ende.

  8. Werter Don, Die Robbe -...
    Werter Don, Die Robbe – beneidenswert. Aber: die ekligen Bilder von blutigen Robbenbarbieschlächtereien waren doch nur das Begleitgetöse zu einer Umstellung in der Textilproduktion, die dem allgemeinen Trend vom langlebigen Handwerksprodukt zur industriell seriell zu fertigenden Modeware folgte.
    Dazu war es nicht nötig tausenden von Omis (und ihren Enkelinnen) mit grausamer Propaganda ein schlechtes Gewissen einzubrennen. Die ganze PR-Soße hat doch nur dazu geführt, daß Robin Hood, Free Willie und Greenpeace die Transformationskosten zu ihren Gunsten erhöhen konnten und jetzt als NGOs (Amateurbeamte) den Bürokratismus bereichern.

  9. Eine haarige Angelegenheit:...
    Eine haarige Angelegenheit: Der Don wildert im Revier von Frau Diener (Ding und Dinglichkeit). Da bekommt man schon einen pelzigen Geschmack auf der Zunge…oder ist das bereits die Schweinegrippe? Insoweit wäre ich Ihnen dankbar für ein paar Ausführungen, bei welcher Hausschweinrasse die bessere Gesellschaft ihre Viren bezieht.

  10. @ den Don
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    Auf die Gefahr hin...

    @ den Don
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    Auf die Gefahr hin zu missfallen: Pelz hat derzeit einen Comeback. Zu Recht – was ist weicher, was ist wärmender, was schmeichelt den schönen Kokotten aus gutem Hause mehr? Und ich meine damit nicht den tantigen Nerz oder die clownseken Peinlichkeiten, die die aufgequollenen Damen in den obigen Bildern über ihrem Organträger schleppen.
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    Was ist Shareskin? Was sind die Uggs, die aktuell einen grossen Werbeflight haben? Was sind die zeitgemässen Applikationen? Womit sind gute Handschuhe schon lange gefüttert?
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    Und warum bitte ist rasierter Pelz (=Leder) bei manchem moralisch deutlich besser? Und hat jemand schon mal Nerze gesehen? Aggressive Ratten.
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    In der Grossstadt, so fürche ich, ist das Bild ein ganz andres als in der mit Brettern vernagelten, beständig rückwärtsgewandten Provinz.

  11. Nun, den einzigen, den ich in...
    Nun, den einzigen, den ich in Deutschland mit Pelz in Verbindung bringen würde, ist dieser seltsame Typ namens „Alfredo Pauly“, der immer mal wieder bei Spiegel TV auftaucht, wenn es um das Thema „Luxus“ geht: http://www.alfredo-lifestyle.de/
    Allerdings scheint bei ihm doch eher die „rheinländische“ Ecke aufzuschlagen, dazu noch ein paar verknitterte Schachteln, die nicht altern wollen und ein paar selbsternannte VIPs aus der 2. oder 3. Reihe: http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=653165
    Sah letztens erst wieder einen Beitrag, wo er auch meinte, dass recht viel Pelz-Geschäft mit Russland gemacht wird, wo er scheinbar mit seinen recht auffälligen Sachen gut ankommt. Spricht alles nicht für ihn und seine sonstige Kundschaft.

  12. Wie wahr, wie wahr, wie immer....
    Wie wahr, wie wahr, wie immer. Wo ich den Marktstand mit seinem Gemüseangebot sehe: In Paraguay können sich nur Begüterte frisches Obst & Gemüse leisten, wohingegen die unfreiwillig Bescheidenene mit Fleisch & Blut vorlieb nehmen müssen.

  13. "Bei uns" in der mittleren...
    „Bei uns“ in der mittleren Oberpfalz an einem kleinen Fluss, werden noch Bisamratten gejagt. Diese sind eine ziemliche Gefahr, da sie das Ufer tiefgründig untergraben. Die Frau eine Landwirts, der diese jagt (es gab da eine Prämie pro erlegtem Tier, nachzuweisen durch den Schwanz des Tieres) hatte eien langen Mantel aus deren Fell. War nicht einmal so unansehnlich.
    Sie sehen mitten in Bayern gibt es noch andere (nicht immer schlechtere) Welten

  14. Führende...
    Führende Medienverantwortliche dieser Republik haben offenbar die Prognose getroffen, daß Firmenanzeigen im Zeitungsgeschäft künftig keine große Rolle mehr spielen werden.
    .
    Anders kann ich mir nicht erklären, daß der Don einen solchen Beitrag nach dem anderen schreiben darf.

  15. Spielen Sie bitte nicht den...
    Spielen Sie bitte nicht den Coolen und Abgebruehten – Niemand wuerde eines von Hughs Haesschen nach hause laufen lassen (ausgenommen eine ausgehaltene Mitsechzigerin).

  16. Lieber Don,
     
    in Ihrer...

    Lieber Don,
    in Ihrer Auflistung der Orte und Straßennamen fehlt doch noch etwas: München / Maximilianstraße
    Bewußt oder unbewußt weggelassen? Wenn bewußt, dann empfehle ich die folgenden Webseiten, um zur Realität zurückzukehren:
    http://www.pelzmodenamisartor.de/
    http://www.albert-froehlich.de/
    http://www.pelzatelier-maier.de/
    http://www.pelz-studio-huebner.de/

  17. Lieber Don,
    Ihre Einlassungen...

    Lieber Don,
    Ihre Einlassungen erinnern an die Kurzgeschichte von Kürschnermeister Uwe Timm, in welcher einer alten Dame in der Osterstrasse, wo Herr Timm einst den Pelzladen seines Vater übernommen hat, ihr selbstgenähter Persianer mit Farbe zerstört wird. Natürlich wissen wir heute gar nicht mehr, was wir an dem Handwerk hatten, und so ist es ja mit allem: Fahrräder und Klamotten aus Fernost, Autos aus Osteuropa, Kiwis aus Australien. Wir lernen an anderer Stelle von Meister Timm, dass die Mäntel, als das Geschäft schlechter lief, noch zum „Überwintern“ ins Geschäft gebracht wurden. All das sind vergangene Zeiten.
    Bleiben Sie Retro! Das Gehabe heute kann ja keiner mehr mit ansehn. Best Grüße !

  18. "Pelz also sei wieder im...
    „Pelz also sei wieder im kommen, schreit es aus Modezeitschriften“
    A Propos: wie sieht’s da aus mit der Stoiber-Muschi? Trägt die Pelz?

  19. Das meiste, was auf den...
    Das meiste, was auf den obrigen Bildern zu sehen ist, ist eh billiges Imitat.
    Aber auch von meiner Seite nochmal nachgefragt: Leder ist ok? Kroko (!) ist ok? Kaschmir ist ok? Lammfellmantel ist pfuibäh?
    Tschuldigung, aber das ist inkonsequent.

  20. Ich bin ganz erstaunt,...
    Ich bin ganz erstaunt, wieviele getretene Hunde hier bellen. Pelz ist angemessen, wenn man bei minus 30°C sein selbstgedrehtes Seil in ein Eisloch hält, um Robben zu fangen, weil man sonst die Großmutter verzehren muss, da die Schlittenhunde schon alle sind.
    Da wir aber wie oben angeführt knapp sind mit Minusgraden und auch knapp mit Höflingen, die repräsentierend um ihr Ranking rangeln müssen*, sollten wir tatsächlich in der Lage sein, ohne großes Geheul ethisch zu handeln und keine Tiere (die wir dann nicht mal essen wollen) zu Tode bringen, damit die Opernpause dem Reflektieren des Dargebotenen dienen kann und nicht infantilem Geglotze, was denn die Nachbars-Ische* trägt.
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    *Ach, doch nicht?
    **Eine Bezeichnung für die betreffende Klientel, die unbedingt in die höheren Schichten diffundieren sollte.

  21. Vadder Krause, natürlich...
    Vadder Krause, natürlich nicht. Wobei, seitdem ich eine Kasel mit Seide des 18. Jahrhumderts besitze, möchte ich fast sagen: Schade.
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    muscat, Sie werden bei mir lange nach einer Krokohandtasche von Hermés suchen, und falls doch mal jemand damit in mein Auto steigt – nicht von Hermés kann durchaus vorkommen – dann gibt es keinen Spass mit meiner Person. Ab einem gewissen Alter, sprich bei musealen Gegenständen, mache ich durchaus Zugeständnisse.

  22. Berlinerseit64Jahren, ach, ich...
    Berlinerseit64Jahren, ach, ich weiss nicht… ich kenne in der Bergmannstrasse einen Antiquitätenhändler, der in Berlin auch gebrauchte Pelze kauft, und der hat weitaus mehr Angebote als Nachfragen. Aber all das kommt aus Berlin. (Und geht nach Russland)
    elbsegler, als Vegetarier tut man sich bei solchen Argumentationen natürlich leichter. Die Frage aber ist – und sie ist nicht neu, sondern im Kern fast 3000 Jahre alt – welches Leid kann ich verantworten. Die Antworten sind hochkomplex und nicht einfach, aber beim Thema Pelz inzwischen durchaus vorhanden. Ergebnos: Er verschwindet.

  23. Driver, sie meinen...
    Driver, sie meinen wahrscheinlich eher Neuseeland als Australien. Hauptproduzent ist aber Italien, Neuseeland hat es nur geschafft, sich aufgrund einer guten Marketingkampagne als das Kiwi-Land Nr. 1 im Bewußtsein zu verankern. Dass manche Lieferungen hier tatsächlich aus Neuseeland kommen, dürfte daran liegen, dass dort Sommer ist wenn hier Winter ist und umgekehrt. Das macht dieses Land als Früchtelieferant attraktiv. Logistikkosten sind in der Regel so extrem günstig, das die nicht weiter ins Gewicht fallen (was man mit als Grund ansehen kann, warum in weit entferten Ländern überhaupt produziert wird).

  24. Foersterliesel & Codizil, gern...
    Foersterliesel & Codizil, gern geschehen.
    Nun, was Mikrofaser angeht, so sind meine Erfahrungen beschränkt, aber mieser als der durchschnittliche Ruf von Pelz kann das auch kaum sein. Generell aber denke ich, dass Fell heutzutage einfach nicht mehr nötig ist, und in 20, 30 Jahren kann man die Debatte auch sein lassen, dann hat sich die Haltung – und Microfaser – durchgesetzt.

  25. Der Gärtner, wer es mag - ich...
    Der Gärtner, wer es mag – ich sehe einfach keinen zwingenden Grund dafür.
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    poisson, ich würde diese Meinung nicht teilen, denn unabhängig von der Umstellung war Pelz stets nur ein ganz kleiner Teil der Kleiderproduktion. Stoff war damals entscheidend, und damals hat niemand gegen die Schur von Schafen protestiert – trotzdem verschwanden Schneider und viele gute Marken zugunsten von Wegwerfklamotten.

  26. E.R.Nest, eigentlich war ein...
    E.R.Nest, eigentlich war ein anderes Thema geplant, über die Probleme des Einladens in einer zeit, da niemand mehr die Codes versteht. Aber dann war ich auf dem Wochenmarkt und dachte mir: da wollte ich doch schon lang mal… Mit Schweinegrippe kenne ich mich nicht aus, vielleicht bekommt man sie von der Bildzeitung?
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    Lebemann, nun, Pelz wird ein Comeback nachgesagt, die Gazetten sind voll davon – aber was ich sehe, sind ältere Frauen mit begrenztem Stilempfinden. Ich kenne auch nur exakt eine Frau, die sich so etwas kaufen würde (gut, vielleicht zwei, nach einem Kommentar), und nachdem ich ein Sprayerauge drauf habe, kann ich mich auch nicht entsinnen, je in Rottach eine Frau unter 40 mit Pelz gesehen zu haben. Kurz, ich sehe einfach nicht, wo das kommen soll. Und wenn es wo käme, dann doch am ehesten dort, wo es kalt ist und man es sich leisten kann.

  27. Und da steht es, das grazile...
    Und da steht es, das grazile Maedchen, das mich unbedingt heiraten wollte: bei minus 25 Grad blickt es vom Parlament aus ueber den Ottawa-River. Der Ostwind rauft in den Haaren ihres Mantel aus WOLFPELZ, der passt mit seiner robusten Ausstrahlung schoen zu ihrem zarten Gesicht und dem viel zu kleinen Naeschen.
    Und der Mantel haelt warm, warm, warm!
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    Jetzt hat ihn meine Nichte in Kanada. Er hilft ihr im gnadenlosen kanadischen Winter vom Auto zur Soppingmall zu kommen.
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    Als dieser Wolf noch in Europa heulte, machte er aus der Traegerin etwas besonderes, weil Pudel tragen wir hier nicht.

  28. <p>Doctor Snuggles, oh mein...
    Doctor Snuggles, oh mein Gott, diese Typpräsentation ist ja fast so übel wie dieses Aurelio von Oleg Deripaska in Lech (ich will das nicht verlinken, wer googelt, der findet). Aber in etwa so habe ich mir auch Spiegel TV vorgestellt, und wie die sich Luxus und Reichtum vorstellen. Schrecklich.
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    P.Seudonym, nun, hier am Markt ist alles etwas teurer – die einen gehen halt in die Supermarkt und kaufen schlechtes Zeug, von dem sie dann viel wegwerfen, die anderen kommen hierher und bekommen, was sie brauchen. Auch eine Art der Teilung.

  29. Nachtrag: Ein paar Tage...
    Nachtrag: Ein paar Tage spaeter-in dieser schlecht beheizten, miesen Absteige in Ticonderoga/USA war er nuetzlicher als die versiffte Bettdecke.
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    Und dann faellt mir zu diesem wunderbaren Wolfspelzmantel noch Sacher-Masoch ein. Aber das gehoert nicht mehr hierher.

  30. Nun Don, Alfredo Pauly...
    Nun Don, Alfredo Pauly entspricht allerdings auch genau dem Typen, auf den ein gewisser Typ von alten Tanten abfährt. Und diese Frauen sind es auch, die im Fernsehen gerne unter der Rubrik „Alt und Reich“ gezeigt werden, die also ein gewisses Bild von gewissen Kreisen im allgemeinen Bewußtsein der Republik verankern. Wundern Sie sich da noch?

  31. Don Alphonso - Hermès, bitte....
    Don Alphonso – Hermès, bitte.

  32. Doctor Snuggles, ich besitze...
    Doctor Snuggles, ich besitze keinen Fernseher, woher soll ich das kennen? Ich habe kein passendes Gerät, und wenn sie es sich nicht selbst rausgesucht hätten, hätte oich vielleicht sogar Mitleid mit dem ein oder anderen TV-Journalisten, so nennt man diese Spezies wohl. Ich denke, die meisten Reichen sind einfach nur froh, wenn dieses Pack nichts von ihrer Existenz weiss.
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    Filou, also, um ehrlich zu sein, als Kenner der französischen Aufklärung kommen einem die venus im Pelz und ein weiblicher Sultan, naja, also, schon ein wenig mau vor. Ich rate da eher zur philosophischen Therese und zum Garten der Qualen, wenn man sich für derlei Obsessionen begeistern kann.

  33. Ach, Don... ich habe doch...
    Ach, Don… ich habe doch nicht geschrieben, dass SIE eine Hermès-Tasche mit sich herumkutschieren würden – sondern eben nur gewisse Damen der besseren Gesellschaft, mit denen ich manchmal das Vergnügen habe.
    museal – jetzt wirds freilich ein bißchen schwierig mit der Abgrenzung. Dann lieber ganz lassen.
    Wenn man es nun RICHTIG ernst nehmen wollte, mit dem Tierschutz meine ich, dann empfiehlt sich doch eine Umschulung auf vegan, oder? Chapeau vor dem, der es durchzieht.

  34. Werter Don, Sie kennen die...
    Werter Don, Sie kennen die Ärzte ? Dann wird Ihnen der Titel „Ich ess Blumen“ gefallen.

  35. Werter Don, Sie sind...
    Werter Don, Sie sind kunsthistorisch sicher bewanderter als ich, aber die Behauptung, daß der Pelz „ab dem 19. Jahrhundert auch ein Zeichen des bürgerlichen Aufstiegs“ war, würde ich doch glatt als um drei Jahrhunderte danebenliegend bezeichnend. Wenn ich die Portraits der Nürnberger und Augsburger Kaufleute, wie sie von Dürer, Beham, Pencz et al. gemalt wurden, vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen sehe, dann kommen mir zu allererst die wunderbaren breiten Pelzkrägen in den Sinn. Und diese Pelze stehen den Dargestellten nicht nur ausnehmend gut, sie drücken auch ein bürgerliches nicht nur Macht- sondern auch Selbstbewußtsein aus, das heutigen „Stützen der Gesellschaft“ weitgehend abgeht (HansMaier555, bitte übernehmen Sie ab hier).
    So sehr ich Ihre Idiosynkrasie bezüglich Pelzen verstehe und teile, ganz konsistent mir Ihrer sonstigen Vorliebe für das Althergebrachte scheint sie mir nicht zu sein.

  36. Ich habs ja nicht gelesen,...
    Ich habs ja nicht gelesen, sondern widme mich da mehr meiner eigenen Phantasie. Glaumsemir: ich nehme das alles nicht so schrecklich ernst. Ich waere da durchaus in der Lage, mir, wenn noetig, meinen kleinen Bedarf selber zu schreiben. Muss ich aber nicht. Die Welt der Literatur sollte es mir danken. Es gibt genug Schrott.
    .
    Beim Pelz allerdings sehe ich auf der einen Seite die reiche Schnatze im kostbaren Zobel (gibts den ueberhaupt noch?), auf der anderen Seite ein schoenes Maedchen im schmeichelnden Pelz. Da muss man Fuenfe gerade sein lassen.
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    Als von Katzen Beherrschter muss ich Pelze lieben und schaetzen. Und Krallen, und Samtpfoten, und misstrauische Blicke. Die besonders.

  37. muscat, so sehr ich vor...
    muscat, so sehr ich vor Vegetariern Respekt habe (einige meiner besten Freunde etc.), bei Veganern schlägt’s einfach um in pure dumme Ideologie. Und wenn der Don hier schon die Ärzte anführen darf, dann sei mir der Hinweis auf die Queers erlaubt:
    http://www.youtube.com/watch?v=NXDmN-0q-Ho

  38. Alles halb so schlimm,...
    Alles halb so schlimm, Bolschewik, dann sollen die Fundis doch ein Gesetz erlassen, das verbietet, Pelze zu beschaffen, zu tragen oder zu verkaufen.
    Für das ungehinderte Rauchen von Sportlerzigaretten gehts also wie gehabt nach Amsterdam und zum Pelze Spazierenführen künftig nach St. Petersburg.

  39. Das mit dem Comeback der Pelze...
    Das mit dem Comeback der Pelze ist eine Propaganda der Pfandleihhäuser. Ob der verzweifelten Überfüllung ihrer Kleiderkammer mit Pelzen aus mehreren Jahrzehnten,ersehnen sie sich Abhilfe. Diese Hilfe-und so läuft das heute-kommt in Form von fertigstudierten DesignerPäärchen,die( weil sie kein Geld haben der Industrie ihre Entwürfe reinzureichen), selbst zur Schere greifen müssen.
    Aufgrund der subtilen Anreizung in den Gazetten,erscheint es nun den Designern wie von Eingebung getroffen, mit Hilfe von Pelzen und anderen Materialmixturen die Begehrlichkeiten der jüngeren Generationen zu wecken.
    Die pelztragenden älteren Frauen dienen sozusagen bis dahin nur als geistiges Trägermaterial für das Kommende.

  40. Die Spitzen gegen den feigen...
    Die Spitzen gegen den feigen Konformismus der Oberschicht gefielen mir schon. Eine Elite, die sich nicht traut, der politischen Korrektheit der Mittelklasse hin und wieder mal vom hohen Roß die Stiefelsohlen zu zeigen, die kann ich einfach nicht ernst nehmen.
    Oder wie mein ultimatives role model schon vor 25 Jahren dichtete:
    … ich quäl das Tier zum Scherz /trag Einweg-Slips aus Nerz…

  41. Wahrer Reichtum kann gar nicht...
    Wahrer Reichtum kann gar nicht anders entstehen als nur so: Daß man irgendjemanden anderen häutet.
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    Es geht dabei nicht nur ums Sichkleiden, sondern auch ums Überleben, Siegen, Triumphieren: Der ist tot und ich lebe noch und trage jetzt seinen Haut! Eine starke symbolische Wirkung, wie geschaffen für die Siegertypen die da kommen werden.
    .
    1000 Mark: In den achtziger Jahren warn die noch was wert und auch der Herr auf dem Schein trug was entsprechendes.
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    Wer bei sich im Wohnzimmer mit den „Skalps“ angibt, die er „seinen Feinden“ abgenommen haben will, sollte für kannibalische Ästhetik eigentlich Verständnis haben.
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    Wir stehen am Beginn eines neuen großartigen kolonialen Zeitalters, und die grüne Ökopropaganda wird dagegen auf Dauer nix ausrichten können. Die GRÜNEN haben schon zwei Kriegseinsätze abgenickt, da wird das konformistische Bürgertum in Blankenese auch wieder Pelze anziehen.
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    Das Ziel der modernen sozialen Marktwirtschaft ist ja nicht die Steigerung von Umsatz und Profit! Es kommt vielmehr darauf an, sich Leib und Seele der Erlegten und Versklavten einzuverleiben. Dazu gehört auch eine entsprechend barbarische Ästhetik.
    .
    Lieber Don, machen Sie demnächst vielleicht doch mal einen Beitrag über Perücken (echtes Haupthaar, blond, ab 50 cm) und über: die bayerische Jagd?

  42. Wollte in schon vor einiger...
    Wollte in schon vor einiger Zeit hier mal lautstark für geklöppelte Spitzen (gerade für den Mann, als Halskrause und an den Manschetten) plädieren. Da kommt kein Tier zu schaden und vielleicht geht das im Zeitalter der Mikrochips sogar ohne pakistanische Kinderarbeit?

  43. Ich schaute mir gerade das...
    Ich schaute mir gerade das erste Foto genauer an. Was ist das denn fuer eine? Hosen in Pink, darueber irgendetwas felliges, und auf dem Kopf einen breitrandigen Hut-und erst die Stiefelchen!
    Ist das ein MitgliedIn der besseren Kreise von I-Stadt?
    Wirklich?
    Sehen die alle so aus?
    Kein Wunder, dass der Don so schnaubig ist.

  44. Eventuell sollte man auch noch...
    Eventuell sollte man auch noch beachten, dass die pelztragenden Tiere gehalten und getötet werden gerade wegen ihres Pelzes. Leder ist zu geschätzten 90% ein Nebenprodukt der Fleischtierhaltung. Schwein, Rind, ggf. Ziege werden zunächst geschlachtet zu Ernährungszwecken. Wegen Leder stirbt kein Tier (Ausnahme: Krokodile etc.)
    Inkosequente Argumentation? Finde ich nicht. Ledergebrauch „erhöht“ immerhin nicht das Leid in der Welt. Schöner wäre es natürlich, wenn auch kein Leder mehr anfällt, weil die Menschen aufhören Fleisch zu konsumieren (dies wirft aber ganz andere Probleme auf, dessen bin ich mir bewusst).

  45. Filou, im Gegensatz zu den...
    Filou, im Gegensatz zu den Trugbildern von Werbung und PR schaut die Realität einfach so aus. Die kleinen, reichen Städte des Westens sind so und nicht anders. Keine Jessica Schwarz und kein Brad Pitt an jeder Ecke. Dieses Blog zeigt, wie es wirklich ist. Alles andere ist nur Realitätskonstruktion. Und ich darf hinzufügen: Rottach ist noch schlimmer. Und krasser.
    .
    Hansmeier555, Spitze? Das hatte Byblos in der 1991er Herrenkollektion. Kostete damals 400 Mark pro Hemd. War nicht wirklich erfolgreich.

  46. irgendein trauma?
    ein...

    irgendein trauma?
    ein schwarzer pelzmantel kann eleganz pur sein.
    ich würde sofort!
    wenn ich`s mir leisten könnte …
    [natürlich gebraucht]
    .
    bis dato
    trage ich die geerbte pelzjacke an winterharten kontinentalklimatagen – [allerdings jenseits der petapfade] in berlin.
    .

  47. @Don
    Die Zeit war noch nicht...

    @Don
    Die Zeit war noch nicht reif. 200 Euro, ist das viel?

  48. Lieber Don,

    sollten wir...
    Lieber Don,
    sollten wir nicht auch über Ihre Peccary-Handschuhe (genau, die aus Leder, „jener Haut des südamerikanischen Wildschweins, das das beste Material für Handschuhe liefert, sich am besten anfühlt und mit das Teuerste ist, was man bekommen kann“. Sie erinnern sich vielleicht), Ihre Budapester und vor allem über die diesen exquisiten Stücken zu Grunde liegende Ledergerbung in Italien reden, wenn wir schon Pelzträgerinnen schlachten?

  49. Refjur, ich kannte einmal...
    Refjur, ich kannte einmal einen Herrn, der sich aus dem Leder seines geliebten Pferdes nach dessen Tod Schuhe hat machen lassen. In manchen Fällen ist es eben so wie beim Peccaryschwein: Da ist nur jenes Material erhältlich, das bei der Jagd von Indios auf die Tiere übrig bleibt. Und dafür halten silche Handschuhe dann auch praktisch unbegrenzt (mein ältestes Paar dürfte um die 100 jahre alt sein und ist immer noch tragbar). Übel wird es erst dann, wenn Massentierhaltung ins Spiel kommt. Aber auch das kann man bei Rind ausschliessen, wenn man den richtigen Schuster mit dem richtigen Material hat.
    .
    swina, ich kann nicht umhin zuzugeben, dass ich mit Peta auch denke, dass mir Frauen nackt weitaus mehr als in einem Pelz zusagen. Ich hoffe, das ist nicht irgendwie anzüglich, aber wollte ich etwas mit Viechern anfangen, würde ich mich an die wenden. Und nicht an eingeviecherte Frauen. Das ist kein Trauma. Nur Sex.

  50. Aus dem dunklen Tore rufend,...
    Aus dem dunklen Tore rufend, möchte ich an dieser Stelle einmal ganz generell die Frage nach dem Umgang mit solcherlei tierischen Altlasten stellen – und Pelze wären hierbei noch das Harmloseste. Was tun mit den „kolonialen Dachbodenfunden“ bei verstorbenen Angehörigen? Fremdschämen, anonyme Geldspenden an die entsprechenden Organisationen und dann alles diskret entsorgen? Oder warten, ob sie, ebenso wie die Ledersitz- und Tropenholz-bestückten Oldtimer, bildlich gesprochen ein H-Kennzeichen bekommen und als bizarre Relikte vergangener Tage toleriert werden?
    .
    And now for something completely different:
    Wie hoch ist eigentlich der Brennwert von Elfenbein im Vergleich zu Buchenholz? Ist eine Geruchsentwicklung zu befürchten, wenn man die Stoßzähne in den heimischen Kamin wirft?

  51. Nun, das Bybloshemd war damals...
    Nun, das Bybloshemd war damals gut 300 Jahre seiner Zeit hinterher, dazu unpraktisch, aber trotzdem sehr schön. Aber man brauchte eben auch einen gewissen Mut, so etwas als Mann zu tragen.
    .
    Jule, wie schon erklärt – können wir gerne aber nochmal tun. Peccaryleder ist Abfälle der Indiojagd auf ihre natürlich Nahrung, ist also kein Anlass des Tod eines Tieres. Dazu sind meine Handschuhe gebraucht gekauft, sprich, es zieht noch nicht mal den Erwerb von Leder nach sich. Das Leder meiner – auch aus diesem Grunde nicht ganz billigen – Schuhe, kommt von einem Konsortium, das nicht jedes Leder nimmt, sondern auch hier speziell auf die Herkunft achtet. Und es ist eben kein Tier, das um seines fells willen umgebracht wird. Auch nicht um des Leders willen. Der Umstand, dass ich solche Schuhe kaufe und nicht das, was andere so kaufen, liegt auch darin begründet, dass solche Schuhe erheblich länger halten. Sprich, wenn Sie vielleicht 10 Paar durchgelatscht oder ausgesondert haben, tue ich eine neue Gummisohle an meine Klassiker. Zufrieden?

  52. en ligne, Hasen dieser...
    en ligne, Hasen dieser Männerzeitschrift? Oh je. Ich bin zwar alt, aber so alt dann doch nicht. Ausserdem habe ich ein Faible für höhere Töchter, die man dort schwerlich finden wird.
    .
    Doctor Snuggles, da fhlt noch einiges, Baden-baden könnte man auch nehmen. Aber alle Verirrungen der Maximilianstrasse findet man, zusammengepresst und verdichtet, auch und gerade in Rottach.

  53. <p>Driver, retro ist ja ganz...
    Driver, retro ist ja ganz nett, aber ich denke schon, dass man sich überlegen muss, was bekömmlich ist, und was vergiftet.
    .
    jolly rogers, Pelz und unsägliche Person, das geht oft einfach Hand in Hand. Man muss zun diesem Behufe nur mal am Arabellapark in München, wo des Burdas Verlage sind, in das Stammcafe dieser Leute gehen.

  54. Lieber Don, dann hat das...
    Lieber Don, dann hat das hiesige Prekariat richtig Stil. Die kleiden sich wenigsten einheitlich gleich bescheuert. Sachen wie die Dame da oben wuerden die selbst „in billig“ nicht anziehen.
    Sowas habe ich nur noch auf der Koenigsalle in Duesseldorf gesehen. Das ist lang her und darf mir so schnell nicht wieder aufgezwungen werden.
    Ich bleibe proletarisch und gehe nach Koeln.

  55. Ich kann mich immer noch nicht...
    Ich kann mich immer noch nicht beruhigen, obwohl ich gerade aus der Wanne komme.
    Ich stellte mir gerade vor, dass so’ne Dame in ein demokratisches Bierhaus (Bierschwemme, jojo Don!) kaeme. Ein Koelner Grossbrauhaus ist ein Ort, an dem sich wirklich alle treffen, also Professoren, Staatsanwaelte, Kulturredakteure (gnnnn!), Arbeiter, Angestellte, Arbeitslose etc.:
    Ich schwoere, wenn die dort auftauchte, wuerde der gemuetliche Laerm aller Saeufer schlagartig einer peinlichen Konsternation weichen.
    Was heisst: Bayern sind doch sehr tolerant.

  56. Frau B., Imitat ist nur auf...
    Frau B., Imitat ist nur auf einem Bild, der Rest dürfte echt sein. Was ein Problem ist, sind manche Verfahren bei der Schafschur (etwa bei Merino), aber hier hat man sich zur Abschaffung der Verfahren entschlossen. Wenn man bestimmte Marken bevorzugte, war man schon früher aus dem Schneider. Und eine Schafschur ist etwas anderes als einem Tier beim lebendigen Leib die Haut abziehen.
    .
    Wachsenthaarung_fuer_Pelztraegerinnen, ach, wenn Sie nur mal mit dabei sind, da hören sie npch ganz andere Dinge in den unpassenden Momenten. Und auch in den Opern kann man repräsentieren, ohne Fell zu benutzen.

  57. muscat, man muss sich eben...
    muscat, man muss sich eben beständig Gedanken machen. Ich löse es so, dass ich meinen Käse nicht irgendwo kaufe, sondern dort, wo Konsortien am Werk sind, die wiederum Kontrollen erlauben und keine Massentierhaltung betreiben. Ich komme nicht an vegan ran, aber ich gebe mir schon etwas mehr Mühe, als nur auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Das ist dann zwar etwas teurer, aber ich kann mir das leisten.
    .
    Alter Bolschewik, das mit den spätmittelalterlichen/frühneuzeitlichen Pelzen hat eine andere Bewandtnis. Zum einem waren diese „Bürger“ eher keine bürgerliche Klasse, sondern Aufsteiger in den Adel. Pelz wurde getragen, weil die kleine Eiszeit den Menschen sehr zusetzte (und bezeichnenderweise findet man solche Gemälde vor allem aus dem Bereich nördlich der Alpen, in Italien wird es dagegen eng. 1705/15 setzte dann eine deutliche Erwärmung ein, und gleichzeitig machte die Textilherstellung enorme Fortschritte, weshalb Pelz im Rokoko so gut wie verschwindet, oder nur noch in Zitaten verwendet wird. Die kleine Eiszeit kehrt ab ca. 1810 mit voller Wucht zurück, und gleichzeitig beginnt die grosse Jagd auf Robben und seebären in den Polarregionen. Eine direkte Verbindung zum Mittelalter gibt es in dieser Tradition also nicht, auch wenn man sie im deutschen Bürgertum des Biedermeier in der „deutschen Tracht“ zu rekonstruieren versucht. Die wirklich üppigen Pelzzeiten jedoch fallen tatsächlich mit dem Aufstieg des Bürgertums nach der napoleonischen Ära zusammen. Teilweise zufällig, aber auch bedingt durch das neu gewonnene Vermögen der Bürger.

  58. muscat, rauchen in Amsterdam...
    muscat, rauchen in Amsterdam und Pelz in Petersburg? Klingt schlimm. Grässlich nachgerade.
    .
    kleinerberg, ich würde das vielleicht mit Walfleisch in Japan vergleichen, das bei der jungen Generation wegen der Verbindung zur Nachkriegszeit und der Armut nicht gut ankommt: Pelz ist auf eine sehr adenauerische Art 50er Jahre Das an junge Leute zu verkaufen, wird nicht ganz leicht.

  59. Ich habe bisher nur eine Frau...
    Ich habe bisher nur eine Frau in echt gesehen, die in einem Pelz toll aussah – das war eine Kommilitonin aus St. Petersburg. Sie trug ihren Fuchs mit passendem Hut und Handschuhen in einem sibirischen Berliner Winter (zwei Wochen am Stück unter -10°, wenns dunkel wurde auch schonmal -20°) spazieren (ich habe ja immer ihren Mut bewundert, aber sie hatte irgendwie auch so eine Ausstrahlung bei der wohl nur sehr mutige Anti-Pelz-Aktivisten gewagt hätte zu sprayen).
    Auch wenn ich prinzipiell auch etwas zwiegespalten bin – ich muss zugeben, dass sie allemal besser aussah als der Rest in den unförmigen Daunenjacken… wobei ich Pelz nur in sehr kalten Gegenden Deutschlands für notwendig halte, im Westen dieser Republik bin ich 22 Jahre meines Lebens mit einem normalen Wollmantel im Winter ausgekommen (im ersten Winter in Berlin musste ich allerdings dann einen Daunenmantel und eine Mütze kaufen).
    gibts eigentlich nicht inzwischen sogar Krokodilfarmen für das Leder?
    Prinzipiell macht es für mich keinen großen Unterschied ob ich nun ein Tier töte um es zu essen oder um an seine Haut zu kommen, wenn beides zusammengeht ists natürlich prima (und bei seltenen Wildtieren hört der Spaß auch auf). Aber ansonsten?

  60. Man könnte ja auch bepelzt in...
    Man könnte ja auch bepelzt in Amsterdam… na gut, lassen wir das.
    Es ginge letztlich doch nur darum, aus scheinbar überwiegender gesellschaftlicher Ächtung irgendwann ein Gesetz werden zu lassen. Das wäre mal konsequent. An Konsequenz im Auftreten bzw. an entsprechend glaubwürdigem politischen Engagement, und das meinte wohl auch der Herr Meier Hans, fehlt es jedoch in den besseren Kreisen heutzutage desöfteren.

  61. Refjur, Krokodilfleisch ist...
    Refjur, Krokodilfleisch ist lecker und sehr zart (kann man sich nach dem 2. Staatsexamen und einem anschließenden Job z.B. bei einer der „TOPTOP“-Kanzleien dann auch häufiger als drei mal im Jahr leisten).
    Noch mal: Chapeau vor Veganern oder auch Vegetariern, die „clean“ bleiben.

  62. Krokodilfleisch ist überhaupt...
    Krokodilfleisch ist überhaupt das beste, was es zu essen gibt.
    Ich meine natürlich nich in Europa aus der Tiefkühltruhe, sondern auf Borneo direkt aus dem Fluß gefangen und dann gleich frisch gegrillt.

  63. Don, sind Sie sicher, das Ihre...
    Don, sind Sie sicher, das Ihre Darstellung bzgl. des Peccary-Leders so zutrifft? Mir kommt die Vorstellung, daß ein weit weg von der Zivilisation lebendes Volk die (nach Ihrer Darstellung) nicht benötigten Abfälle (Häute) nicht einfach in der Natur verrotten lässt, sondern mehrere Tagesreisen zu einer ökologisch korrekten Tierkörperverwertungsstelle bringt, ein wenig unwahrscheinlich vor. Könnte auch genau umgekehrt sein, daß man das Tier wegen des Verkaufswerts des Leders jagt und dann halt das Fleisch, das dann anfällt, einfach aufißt.

  64. "Folglich verschwindet der...
    „Folglich verschwindet der Pelz, wenn er denn jenseits dieser bestimmten Altersgrenze doch getragen wird, nach innen – aussen bleibt nur ein kleiner Rest in Modefarben wie lila“
    Das gab es alles schon mal. Pelz wird erst seit ein paar hundert Jahren nach außen getragen, das ist quasi eine neumodische Angelegenheit. Davor hatte man den wärmenden Pelz innen – wenn auch wohl weniger in lila – und außen den schicken, pflanzengefärbten Wollstoff.
    Wenn Sie lustige Pelztierchen sehen wollen, gehen Sie doch mal auf eine Veranstaltung, die sich „mittelalterlich“ nennt. Das passt zwar vielleicht nicht zu den „Stützen der Gesellschaft“, ist aber durchaus … äh… interessant.

  65. Zu Peccary: Steht unter...
    Zu Peccary: Steht unter Artenschutz, der Nachschub ist begrenzt.
    .
    http://www.sakarisauso.com/germany/material.htm

  66. Don Alphonso, ein Zitat von...
    Don Alphonso, ein Zitat von Die Ärzte, ich bin gleichermaßen begeistert und erschüttert.
    .
    Im Wald zwischen meinem Heimatort und dem Nachbardorf wurde früher eine Nerzfarm betrieben. Das hat kilometerweit gestunken und wenn der Wind (un)günstig stand… naja egal. Zum Glück ist das lange vorbei.

  67. Werter Don,

    ich bin jedesmal...
    Werter Don,
    ich bin jedesmal gespannt, was Sie als neues Thema aufgreifen, diesmal wieder ein zum beginnenden Winter passendes. Wieder mal volle Zustimmung von meiner Seite.
    Früher dachte ich mal, so eine große Nerzdecke wäre doch ein kuscheliges Accessoire für das Wohnzimmer….
    Als ich meine Frau kennenlernte, fuhren wir im Rahmen eines Verwandtenbesuchs zu einer sich damals noch im Familienbesitz befindlichen Nerzfarm – nach diesem traumatischen Erlebnis habe ich nie wieder daran gedacht mir etwas aus Pelz zuzulegen (und möglichst kein Fleisch aus Massentierhaltung zu essen)
    Gruß aus dem Norden

  68. Ist aber schon schade, daß...
    Ist aber schon schade, daß wir nicht weniger auf der Welt sind und uns vereinzelt wunderbare Exzesse leisten dürften ohne groß über Moral nachzudenken. Jede einzelne Existenz verschmutzt und beeinträchtigt andere. Seh ich aber ein, man kann zur Not drauf verzichten.

  69. Das größte Problem für...
    Das größte Problem für jüngere (potenitelle) Pelzträgerin besteht hauptsächlich in den scheußlichen Modellen, die wahrscheinlich alle nur für alte Damen geschneidert sind. Fast alle sind zeltförmig oder viel zu aufgedonnert (wohl nach dem Geschmack Neureicher/Russinnen).
    Heutzutage sind echte Pelze optisch nicht mehr von Kunstfasern zu unterscheiden – das würde ich dann natürlich auch behaupten auf die Frage „ob der denn echt ist“.

  70. Verzichten würden doch...
    Verzichten würden doch spätestens dann die allermeisten, wenn sie die Kreaturen selbst zur Strecke bringen müssten, um an Fleisch und Fell zu kommen. Man stellt es sich nur nicht häufig genug vor… ja ja, die letzte Konsequenz eben.

  71. Sind jetzt alle Tier-Erretter,...
    Sind jetzt alle Tier-Erretter, Vegetarier und herzige Gutmenschen hier beisammen? Na wunderbar! Ich schlage als nächstes Thema den Stierkampf vor…

  72. Hans Meier, Don,
    Wie regiert...

    Hans Meier, Don,
    Wie regiert man die Welt – vom Zauber der Abstraktion.
    Nach Willkür und Belieben: Kein Erdbeereis essen, Magonni hören und beim Skifahren auf einem Bein stehen. Ha, da haben Sie viel zu tun, das zu vermitteln. Wegen der vielfach nötigen Nachfragen schafft das ein enges „persönliches“ Verhältnis, aber der Wirkungskreis bleibt doppelt gering. Die Zahl der Kommandierten ist auf die stimmliche Reichweite Ihres Sergeanten beschränkt, und die Menge der Phänomene, die so beherrschbar sind ist eine durch Aufzählung (was nicht nur den Herold ermüdet).
    Der Peccary-ja/Fuchs-nein-Feudalismus entwickelt zu wenig Macht.

    Refjur,Hans Meier, Wachsenthaarer,muscat,
    Die Zeiten, in denen die Grenzen zwischen „irgendjemand“ und einem z. B. Hasen so verschwommen waren, daß Ihre Analogiesierungen plausibel gewesen wären, sind aber präfeudalistisch oder ? und ethisch ?

  73. @muscat
    Das ist sicher...

    @muscat
    Das ist sicher zutreffend. Das gleiche gilt auch für Darmspiegelungen und Blinddarmoperationen. :-) Das ist eben das Praktische an arbeitsteiligen Volkswirtschaften. Man muss nicht jeden Dreck selber machen.

  74. @Antoinette: 1ter Absatz, wie...
    @Antoinette: 1ter Absatz, wie wahr, wie wahr! 2ter Absatz: Uff Nerz jequaelter Kuckuk!

  75. Ganz ehrlich - gegen Kälte...
    Ganz ehrlich – gegen Kälte (und ich meine hier richtige Kälte, – 30 und mehr) helfen moderne Materialien sowieso besser. Jeder gute Outdoorladen ist da eine bessere Adresse als the lokale Pelzhändler. Und es gibt auch jede Menge „Stilvolle“ Materialien, die sich anempfehlen, wenn reiner Pragmatismus nicht genug ist. Ich war nie so dankbar für einen Alpaca Schal, wie mitten im kanadischen Winder.
    Wenn jemand Pelz träg weil er/sie das schick finder – meinetwegen, ich streite mich nicht über Geschmack oder Stil. Aber als Mittel gegen Winterkälte hat der Pelz echt ausgedient.

  76. ...wer es sich nicht leisten...
    …wer es sich nicht leisten kann, machts anderen madig. Selber Plastikhose, Plastikjacke und Plastikschuhe tragend und mit diesen Öl-Produkten die Umwelt versauen. Aber andere ächten, die ökologisch unbedenkliche Pelze tragen, das liebe ich. Mich kotzen diese vermeintlichen Weltverbesserer nur noch an

  77. Nach diesem Beitrag und dem...
    Nach diesem Beitrag und dem Bekenntnis zum Speck-Dealen wäre ich jetzt sehr gespannt auf einen Vegetarismusbeitrag (Oh ja, bitte mit Rezepten! Für die Kürbistarte!!)
    Übrigens trage ich seit Jahren einen Kunstpelzschal von H&M und Microfaser Uggs vom Discounter. Die Optik an sich hat also in meinen Augen durchaus etwas für sich. Und immerhin sind das dann spektakuläre Kunstfasern.

  78. @Flaim: Es will halt nicht...
    @Flaim: Es will halt nicht jeder im „ich-wander-durch-den-Himalaya“-Look durch die winterlichen Straßen laufen. So einen Pelzmantel hingegen kann man auch wunderbar übers Abendkleid auf dem Weg in die Oper tragen. Und meine estnische Freundin hat mir versichert dass gegen richtige Kälte ein Pelz mindestens genausogut, wenn nicht besser helfen würde als die ganzen „modernen Materialien“. Selber habe kann ich da leider nicht mitreden – obwohl meine Kommilitonin aus St.Petersburg in ihrem Fuchs einen weniger verfroreren Eindruck gemacht hat als ich in meiner hochmodernen Skijacke, die ich auch ab und zu zweckentfremdet habe. Aber sie war da wohl auch abgehärteter. Zu ihrem Kostüm hätte eh keine Skijacke gepasst (soviel zum Stil bei Russinen. Die Russland-Lästerer hätten sie mal sehen sollen, sie sah immer klasse aus, vielleicht ein bischen anachronistisch aber toll).
    Man kann das mit dem Pelzmantel auch so sehen: Die Lebensdauer ist bestimmt länger als die der durchschnittlichen Outdoorjacke. Wäre mal interessant eine Ökobilanz zu erstellen, welches Produkt dann besser abschneidet (was natürlich nicht die ethische Komponente berücksichtigen würde).

  79. Wirklich netter Text, eine...
    Wirklich netter Text, eine Anregung: vielleicht könnte man beginnen, den Text auch leserfreundlich zu formatieren. Bevor die Relevanz zur Gänze abhanden geht und nicht wiederkommt. Denn das Lesen hier ist eigentlich nur ein Gewürge, ein Gewürge eines Bloggers von Alphonsos Format nicht etwa unwürdig?
    Allerdings, Herr Alphonso, wenn sie ihre Rühmung der Medientage in München wiederholen („bin kein Journalist, hab das Handwerk nie gelernt“), können Sie sich Modernität sparen.
    Mit Gruß,
    Heinz

  80. Bei +7 Grad Waerme in der...
    Bei +7 Grad Waerme in der feuchten Innenstadt mit einer Jack W.-Jacke rumrennen? So wie die meisten anderen? Und noch’n Rucksack auf dem Buckel?
    Und ’n Palituch als Schal? Und dann noch brav das Mountanbike an der Hand durch die Fuzo schieben?
    Alles Gruende, sich von einem Blindenhund in eine Bierschwemme fuehren zu lassen, das optische Ellende schoenzusaufen.

  81. Verehrter Don...
    Verehrter Don Alphonso,
    zunächst möchte ich vorausschicken, dass ich Ihre Kolumnen mit Genuß lese, sie eine echte Bereicherung darstellen und oftmals in jeder Hinsicht zutreffen.
    Manchmal frage ich mich aber, wo Sie sich bewegen, wenn Sie sich dergestalt über den Verlust der großbürgerlichen und adligen Klasse und Kultur beklagen. Ich besuche regelmäßig private Bälle, deren Kleiderordnung Smoking, Frack und Uniform umfasst und Hochzeiten, auf denen die Damen selbstredend Hut tragen. In den letzten Jahren haben wir mit, wie ich sagen möchte, nicht geringem Erfolg versucht, die Ballkultur der böhmischen Kurbäder wiederzubeleben.
    Dass aber beispielsweise Rottach-Egern out ist und der Meerbuscher Klüngel nicht gerade die Spitze des Establishments darstellt, wissen Sie und ich doch nicht erst seit gestern. Ich vermute, seitdem mein leider vor zehn Jahren verstorbener Großonkel seine Klinik verkauft und nach Palm Springs gezogen war (das war Ende der 70er), hat sich dort nichts mehr getan.
    Nun ja, vielleicht findet sich einmal die Gelegenheit zum Austausch im Bräustüberl. Die ersten beiden Tegernseer Spezial sollen die meinigen sein.
    Ich verbleibe mit freundlichem Gruße
    Ihr Thomas I.
    P.S.: Pelz kann man ohnehin nur tragen, wenn man ihn geerbt hat.

  82. Ein Pelz ist etwas völlig...
    Ein Pelz ist etwas völlig anderes als so eine Multifunktions-Himalaya-Expeditionsjacke voller Hersteller-Logos. Guter Pelz ist himmlisch weich, wärmt und ist sehr leicht. Da muss ich den *ach ist der praktisch* Opel vs. *oh wie elegant* Aston Martin vergleich bemühen. Mit beiden kommt man von A nach B – die Frage ist nur WIE.
    „Man kann nur geerbten Pelz tragen“, naja. Der sollte dann perfekt gelagert sein, sonst hat er den penetranten Geruch mehrerer Jahrzehnte Mottenkugeln und Kellerluft.

  83. Thomas, meine bisherigen...
    Thomas, meine bisherigen Erfahrungen mit Hochadel und Hochzeiten waren einigermaßen ernüchternd. Ich war die einzige Dame mit Hut. Jetzt würde mich natürlich brennend interessieren, in welchen Kreisen Sie sich so bewegen?

  84. Na da haben Sie ja wieder ein...
    Na da haben Sie ja wieder ein richtiges Fass aufgemacht, Don. Offenbar bewegt das Thema Pelz immer noch…Wobei ich ja eigentlich meinte, „die bessere Gesellschaft“ würde sich schon aus rein distinktionstechnischen Gründen von allem fernhalten, was nach „neureich-materialistischem Russki-Style“ aussieht. Und das tut Pelz nun mal, vor allem in der gern gesehenen Kombination mit Make-Up-Unfällen. Wobei der gemeine russische Oligarch i.d.R. ja wenigstens nett anzuschauende Damen in den Pelz steckt und keine alten Trullas, wie hier hierzulande offenbar üblich.

  85. @Antoinette: Ich kenne Sie...
    @Antoinette: Ich kenne Sie nicht, möglicherweise sind Sie eine ganz besonders angenehme Person. Aber um in Ihrem Beispiel zu bleiben: Die meisten Pelzträgerinnen, die mir bisher untergekommen sind, waren eher der Aston Martin nach einem Aufenthalt bei „Pimp-my-ride“ und einem anschließenden heftigen Leitplankenkontakt. Nichts für ungut.

  86. Ehrlicherweise müsste die...
    Ehrlicherweise müsste die Ueberschrift folgendermassen lauten: Das Aussterben der Pelzträger durch kleinbürgerliche Vorurteile

  87. @Beobachter: Das ist leider...
    @Beobachter: Das ist leider mit dem Aston-Martins ein bischen ähnlich: Ich würde in solchen Autos auch oft gerne junge, schöne Männer sehen… leider kann Mann sich so ein Auto meist aber erst leisten, wenn der Kopf kahl und der Bauch überhängend geworden ist…
    um der Russenschelte mal wieder was entgegenzusetzen: Frau Timoschenko (ok, sie ist aus der Ukraine und nicht aus Russland, aber wir wollen mal nicht so sein) ist ja eine (Ex)Oligarchin mit einem ganz zauberhaften Kleidungsstil. Sie trägt im Winter bestimmt auch Pelz… wenn so „neureich-materialistischer Russki-Style“ aussieht dann find ichs jedenfalls toll.
    (Schade dass ich kein Bild von meiner Kommilitonin in ihrem Pelz gemacht habe. Sie sah darin jedenfalls eher nach Zarentochter oder Anna Karenina aus als nach Oligarchen-Gattin).

  88. Sehn' doch super aus die Damen...
    Sehn‘ doch super aus die Damen von St. Moritz, nicht wie auf dem popeligen Markt in Ingolstadt:
    http://www.merian.de/fotostrecke/fotostrecke-48721-14.html.

  89. Don,
    "... damals hat niemand...

    Don,
    „… damals hat niemand gegen die Schur von Schafen protestiert – trotzdem verschwanden Schneider und viele gute Marken zugunsten von Wegwerfklamotten.“
    Eben. PR-Menschen sind so, man springt auf den fahrenden Zug und muß nur noch dem Lokführer eintüten, daß man ein paar Kohlen abbekommt. Was für Klamotten hatten denn die sympathischen Tierschützer bei ihren Aktionsvideos immer an ? Der Nichtbergsteiger kennt den ganzen Outdoor-Funktionskram doch nur aus „Rettet den Waschbären“-Videos. Und wer bedankt sich brav (Jack Wolfskin) und zahlt bei wem (Greenpeace) die Kampangnenkosten?
    http://www.greenpeace-energy.de/geschaeftskunden/referenzen/jack-wolfskin.html
    Polyethylen statt Pelze!

  90. Chèr Beobachter,
    leider habe...

    Chèr Beobachter,
    leider habe ich eine Großtante, die diesem Klischee entspricht. Allerdings wage ich mir nicht vorzustellen, wie sie in einem Gore-tex-Skiparka über die Kö flaniert. Dann doch lieber Nerz.

  91. @unellen: Wenn wir besonders...
    @unellen: Wenn wir besonders schöne und exklusive Produkte mit unmittelbar attraktiv und sympathisch erscheinenden Menschen sehen wollen…gibts ja noch die Werbung;-) Leider machen die besagten Briten nur höchst selten welche. Und Frau Timoschenko hatte ich mit Sicherheit nicht im Sinn bei meiner Formulierung. Ausnahmen widerlegen aber nicht unbedingt ein (in meiner persönlichen Wahrnehmung) oft bestätigtes Klischee. Gott sei Dank haben Sie kein Foto zum Vorzeigen Ihrer Kommilitonin gemacht – ich bin ein Freund des Datenschutzes und will niemanden dazu animieren anderer Leute (Ab-)Bilder im Internet zu veröffentlichen. Ansonsten machen Sie weiter so, Ihre Beiträge sind i.d.R. sehr reflektiert und bedacht. Aber so ein Blog lebt auch von einer regen Meinungsäußerung, nicht zuletzt wenn die „Political Correctness“ mal vor der Tür bleiben darf. Grüße

  92. Andrea, das ist sehr traurig....
    Andrea, das ist sehr traurig. Vielleicht würde ich es mal beim niederen Adel und den (groß)bürgerlichen Kreisen versuchen, die gewisse Traditionen hochhalten. Ich habe mich jedenfalls zuletzt im Cut nicht overdressed gefühlt.

  93. Gaertner, Paralleluniversum....
    Gaertner, Paralleluniversum. Irreal. Zaehlt nicht wirklich. Das ordinaersein so teuer sein muss…

  94. Als Vorschlag zur Güte: Pelz...
    Als Vorschlag zur Güte: Pelz ist ab sofort verboten (auch geerbte Teile). Erlaubt sind mit Kunstpelz besetzte (Echt-)Ledermäntel. Russische Oligarchen tragen weiter Pelz, denn die scheren sich nicht um Vorschriften.

  95. Wieso denn ordinär? Das ist...
    Wieso denn ordinär? Das ist er, der grossbürgerliche Jet-Set. http://www.merian.de/fotostrecke/fotostrecke-48721-7.html (Toller Mantel!)
    Was denn sonst? Da ist mir der Gunther Sachs als Bourgeoisie-Repräsentant doch allemal lieber als aufgestiegene Spiessbürger in grauen Anzügen mit schwäbischer Sparmentalität. Lodenmantelgesocks. Der Champagner soll gefälligst knallen gegen traurig freudloses Veganertum und Ökokorrektheit.

  96. Einfach übersuper. Eine...
    Einfach übersuper. Eine scheint mir heute nicht so gut rasiert…

  97. "eingeviecherte Frauen" ist...
    „eingeviecherte Frauen“ ist die Formulierung des Monats! :-)

  98. :-D, gern geschehen.
    .
    Der...

    :-D, gern geschehen.
    .
    Der Gärtner, also ich muss schon sagen: Da kommt man mit Kaschmirsakko und Merino von Loro Piana nach Hause – gut, zugegeben, das Sakko ist grau – und dann sowas. Von mir aus dürfen Sie es gerne krachen lassen, in jeder Hinicht, aber ich garantiere: da gibt es sicher Dinge, bei denen man später weniger nicht vorgestellt wird, als Pelz. In St. Moritz war ich vor ein paar Wochen und verstand überhaupt nicht mehr, was ich daran früher so toll fand. Übrigens, der angesprochene herr hatte mit seiner Dame sein Liebesnest am Leeberg und verkehrte in der Sassa Bar – beides ist am Tegernsee.

  99. Don, St. Moritz fanden Sie...
    Don, St. Moritz fanden Sie früher toll? Da habe ich mich aber gehörig in Ihrem Alter verschätzt. Was haben sie denn vor dem Großen Krieg schon in St. Moritz gemacht?
    Aber gut, dass es solche Orte gibt, an denen sich die unerträglichsten unserer Mitmenschen versammeln wie die Fliegen am Fliegenfänger. Da bleibt man wenigstens vom Geld-Pöbel anderswo verschont. Dort können sie dann auch weiter ihre Pelze auftragen. Innen und außen.

  100. Elbsegler, ich würde von...
    Elbsegler, ich würde von einem Kind einfach nicht viel Geschmack erwarten, auch nicht in meinem Fall. es ist sehr, sehr lang her, und ich war reichlich klein. Aber ich fand es toll. Möglicherweise würde ich heute auch Chamonix entsetzlich finden.
    .
    poisson, so einfach ist das nicht. Die engagierteste Umweltschützerin, die ich kenne, ist eine ganz vorzügliche Strickerin und macht die besten Socken der Welt. Dass sich Firmen an Bewegungen dranhängen, hat nichts mit dem zu tun, was Menschen nachher leben. Ich bin Vegetarier, verzichte aus Umweltgründen auch auf die von mir sehr geschätzten Skifreuden, gehe lieber Rodeln – und trage dabei keine Funktionskleidung (erstes Bild): http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/01/28/das-j-252-dische-verm-228-chtnis-des-tegernsees.aspx

  101. Ich habe bisher nur eine Frau...
    Ich habe bisher nur eine Frau in echt gesehen, die in einem Pelz toll aussah – das war eine Kommilitonin aus St. Petersburg. Sie trug ihren Fuchs mit passendem Hut und Handschuhen in einem sibirischen Berliner Winter (zwei Wochen am Stück unter -10°, wenns dunkel wurde auch schonmal -20°) spazieren.
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    ach, ende der sechziger fing es an, da trampten ganz verwegene nach afghanistan und weiter nach nepal.
    afghanistan war damals bekannt für seine pelzmäntel…(das waren zeiten,,,)
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    also eine mitschülerin damals, abi-jahrgang 1973, trug so ein teil.

  102. Bei der Kieler Woche beim...
    Bei der Kieler Woche beim Empfang der IHK im Kieler Kaufmann Niemannsweg ist Hut bei den Damen absolut a must – der Empfang ist bei halbwegs erträglichem Wetter im Garten (Fördeseite).
    In der Generation meiner Mutter waren Pelzmäntel für den Winter noch comme il faut, die Töchter mochten dann schon nicht mehr.
    Beim Landadel ist (auch im südlichen Bayern) Loden angesagt, und sonst Babour jedenfalls soweit ich das beobachten kann. In der Kutsche zur Begleitung einer Hubertusjagd wird dann lieber die Decke umgehängt als Pelz getragen. (Eigene Beobachtung). Militärisch ist die Hubertusjagd einfach, da ist Flecktarn mit Kälte- und Nässeschutz durchaus akzeptiert.
    Und Herren trauen sich ja modisch sowieso viel weniger als die Damen.

  103. Prince Matecki, da sollten Sie...
    Prince Matecki, da sollten Sie mal meine grosskarierten Exzesse von Carlo Barbera sehen.
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    Kunstrat Fraischdörfer, in gewisser Weise ist das natürlich etwas anderes als die allgemein gültige Vorstellung von Pelz, die man in Mitteleuropa gemeinhin hat.

  104. Besticktes Zottellamm aus...
    Besticktes Zottellamm aus Afghanistan, ja, es müffelte unglaublich wenn es naß wurde! Und es war schwer! Afghanistan vor all den Kriegen! Hamid Karzai und sein Karakulhütchen – andre Länder, andre Gegebenheiten, andre Sitten: bei uns ist Pelz out,out,out!

  105. @Beobachter: ich hätte meine...
    @Beobachter: ich hätte meine Kommilitonin natürlich um Erlaubnis gefragt ;-)
    @Der Gärtner: Das Sachs-Foto finde ich ja auch cool und irgendwie sympathisch, hätte mich aber nicht getraut dass als erste zuzugeben.
    Generell muss ich auch sagen, dass mir die PETA mittlerweile sehr suspekt ist (aus mehreren Gründen).

  106. unellen, die Berliner Würste,...
    unellen, die Berliner Würste, so nenne ich sie, sind ein typisches Übel der Stadt, dem aber auch anders beizukommen wäre. Idealerweise nämlich tut man das, was jeder halbwegs kluge Mensch machen würde: Raus aus Vorsibirien.
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    Ich habe ja zwei Berliner Winter komplett überlebt und muss sagen, dass der einzige Vorteil der Umstand ist, dass man am Abend von Frauen selten heimgeschickt wird. Aber ich habe auch den harten Winter 2008/9 am Tegernsee erlebt, 600 Meter weiter oben in den Bergen, und obwohl es sicher kälter und sehr viel verschneiter war, habe ich den Winter nicht so kalt, so matschig und so fies windig in Erinnerung.
    .
    muscat, ein gesetz sehe ich da nicht, aber man beugt sich vielleicht einfach der Mehrheit, so wie man als Mann auch nicht öffentlich mit Bordellbesuchen prahlt.

  107. Don Nutella, letzthin hatten...
    Don Nutella, letzthin hatten wir so ein Spektakel in der Stadt. Nachdem ich mich mit dieser Epoche im Studium auseinandergesetzt habe, fürchte ich, die und ich, das würden keine Freunde werden.
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    Atomfried, vor Äonen war ich auch mal jung. Und es ist ein Mysterium, warum man ganze Grundkurse Physik komplett verdrängt hat, aber nur „kleine Hütte“ hören muss (was am tTegernsee ja nicht selten ist), und schon ist der ganze Text vorhanden, da wohnt sweet, und so weiter. Was nun so gar nicht zum Tegernsee passt.

  108. Lieber Moritz, danke für die...
    Lieber Moritz, danke für die warmen Worte. Ich denke, die Bilder, die man bei diesem Komplex vor Augen haben sollten, sagen eigentlich alles. Man kann sie natürlich auch verdrängen, aber am Ende muss es jeder selber wissen. Meine kleine Einstellung ist oben nachzulesen.
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    Stendhal, wie man es nimmt, mir fallen auf die Schnelle sehr viele Exzesse ein, die dem gegenseitigen Vergnügen dienen und allenfalls das Kirchenrecht schädigen. Ich sagte ja schon, dass mir der Slogan „Lieber nackt als im Pelz“ vollumfänglich gefällt. Und wenn man schon auf Opulenz steht: Nichts könnte so prunkvoll sein wie alte Seidenstoffe. Gerade bei Orgien. Oder, wie wäre es mit persischen Teppichen? Auch hier: Luxus. Aber dafür wird keinem Tier die Haut abgezogen.

  109. Ich liebe Pelze - habe eine...
    Ich liebe Pelze – habe eine Nerzjacke und einen langen Rotfuchsmantel. Wenn Tiere in freieer Natur sich gegenseitig fressen und zu Tode kommen, ist das in der Regel mit mehr Qualen verbunden als vom Pelztierzüchter getötet oder vom Jäger geschossen zu werden. Und so lange die Art nicht bedroht ist, dürfen wir ihr herrliches Fell auch genießen.

  110. Ich frage mich gerade, ob eine...
    Ich frage mich gerade, ob eine Seidenraupe im weitesten Sinn ein Tier ist. Genauso frage ich mich, wie das eigentlich war beim Knuepfen alter Teppiche. Und was aus den Kindern geworden ist, nachdem die Haendchen sich nicht mehr flink genug bewegen konnten.

  111. Zu den von mir stets...
    Zu den von mir stets verdraengten Bildern gehoert die Manier mit der Farmnerze getoetet werden.
    Zu den mich erheiternden Bildern zaehle ich den versoffenen Sibiriaken, der die groesse Muetterchen Russlands besingt, und zwischen zwei Schlueckchen Wodka den fuenften Wolf zum Mantel meiner Liebsten schiesst.

  112. liebe Svenja,
    wissen Sie wie...

    liebe Svenja,
    wissen Sie wie Nerze gehäutet werden? und wissen Sie wie schwer es ist einen Fuchs (der sehr vorsichtig und schnell ist) so korrekt zu schießen daß er sofort tot ist ? die Pelzfüchse kommen in Schlagfallen um

  113. Werter Don,
    .
    ein Pelzmantel...

    Werter Don,
    .
    ein Pelzmantel an einer hübschen Frau z. B., ist etwas sehr Schönes. Es werden diejenigen verzichten, ihn zu tragen, die ihre Prinzipien aus vorgegebener Meinung beziehen, und denen geschieht doch wohl recht, oder?
    .
    Gruß Hanskarl

  114. Zur menschlichen...
    Zur menschlichen Kulturgeschichte ließe sich vielleicht noch ergänzen, dass das Tragen fremder Pelze im Pleistozän noch en vogue gewesen sein mag, spätestens seit der neolithischen Revolution jedoch außer Mode geriet. Aber bekanntlich kommt in der Mode alles wieder, und die Pelzträgerinnen der Fotostrecke haben vielleicht dank Klosterfrau Melissengeist lange genug persistiert, um jetzt das Revival des Pelzes zu erleben. In unsere Zeit passen würde es – Troglodyten und Trolle allerorten. Das Habit passt sich dem Habitus an.

  115. @Svenja, manchmal schließt...
    @Svenja, manchmal schließt sich der Kreis und die eingeviecherte wird
    auf der städtischen Wildbahn von edlem bevierräderten Blech samt
    Pelzhülle erlegt. Sch(m)erz beiseite, in der Bereitung für das Tier vermeidbarer
    Qualen, sollte man nicht auch noch relativieren wollen.

  116. Antoinette, sicher sind die...
    Antoinette, sicher sind die meisten Pelze für alte Frauen gemacht, das ist eben das Wechselspiel von realem Angebot und realer Nachfrage. Pelze sind zudem zu teuer, um daraus saisonalen Modechichi für die Generation H&M zu machen.
    .
    Der Gärtner, die Gegenseite ist aber auch gut vertreten.

  117. poisson, das hier ist keine...
    poisson, das hier ist keine Weltenbekehrung, sondern nur einbe Plauderei. Ich erwarte gar nicht, dass deshalb 1 Pelz weniger verkauft wird, und das ist auch nicht meine Aufgabe. Was ich mir wünsche ist, dass man einen Eindruck vom Wesen der besseren Kreise und ihrer komplexen und nicht immer kongruenten Erscheinungsweise bekommt. Deshalb finde ich es auch eher unschön, wenn jemand in die zivilisierte Diskuddion mit dem „Öko-Faschisten“ platzt. So nicht.
    .
    Flaim, allein, Outdoor ist hässlich. Ich persönlich glaube, dass die Behauptung mit der Wärme von Pelz nur eine Ausrede ist, denn wer 3000 Euro für einen Pelz zahlt, kann sich auch ein Taxi leisten, oder eine Sitzheizung, und da, wo es wirklich wichtig ist, muss man tatsächlich auf Funktionskleidung umsteigen, oder auch auf die Zwiebelerscheinung mit mehreren Lagen. Aber es gibt genug teure und nicht kältere Alternativen – nicht umsonst sind Männer auf Kaschmir/merino-Mischungen umgestiegen.

  118. Heinz, darf ich fragen, wie...
    Heinz, darf ich fragen, wie Sie das meinen? Ich habe keinen Einfluss auf die – auch meines Erachtens reichlich üppige – Spaltenbreite, und natürlich ist es auch eine Herausforderung, Bilder im 530x210er Format zu denken. Allein, es liegt nicht an mir.
    .
    Ægopodium, mach zwei Generationen, würde ich meinen, ist es relativ egal, dann sind es einfach historische Stücke. Man schmilzt ja auch georgianisches Silber nicht ein, weil das Material vielleicht von den Spaniern in Potosi raubgebaut wurde.

  119. Nachdem ich die alte und sehr...
    Nachdem ich die alte und sehr liebenswerte Dame des großen und imposanten Eckhauses mit! Pelz, die Straße kehren gesehen hab, ist der Wunsch auf Pelz bei mir verschwunden.
    Straße kehren ja, aber bitte mit Schürze und nicht mit Pelz.
    Sieht einfach doof aus. Das kann ich sprachlich auch nicht schöner beschreiben.

  120. "Die besten Vorurteile sind...
    „Die besten Vorurteile sind die, die sich gegenseitig stützen.“ Schon dieser eine Satz war das Lesen dieses ganzen Artikels wert ;-)

  121. Don, im Gegensatz zu Pelzen...
    Don, im Gegensatz zu Pelzen waren Bordelle allerdings lange Zeit gesetzlich verboten. Meinen Sie, dass das den heutigen Bordellbesuchern völlig schnuppe ist? Glaube ich nicht. Das gesetzliche Verbot hat das ohnehin schon bestehende Stigma naturgemäß verstärkt.

  122. @Don: Ja, der Winter in...
    @Don: Ja, der Winter in manchen Berliner Vierteln ist wirklich sehr deprimierend und kommt einem irgendwie kälter vor als anderswo bei gleichen Temperaturen. Hängt wohl auch damit zusammen dass die Grünanlagen dann so traurig aussehen, das macht in Berlin viel aus. Hindert mich trotzdem nicht daran, heute hinzufliegen :-) Glücklicherweise ist es ja noch nicht so kalt dass ich als Berliner Wurst rumlaufen müsste. Das ist halt so ein Berlin-Phänomen: Irgendwann ist einem egal wie bescheuert man aussieht, Hauptsache man friert nicht. Im Winter 2005/2006 bin ich im Januar auch mit zwei Schals morgens aus dem Haus gegangen, einer wurde um den Hals gewickelt und der andere um Mund und Nase. Auf den Kopf noch eine warme Mütze und es guckten nur noch zwei Augen raus. Nur auf diese Weise sah ich es als möglich, bei -20° die 10 Minuten zur S-Bahn zu gehen. Ich war mit dem Look nicht alleine, aber am schlimmsten traf es die Gaststudenten aus Kamerum die erst im Oktober nach Deutschland gekommen und Kälte überhaupt nicht gewöhnt waren, da musste ich schonmal öfter ein Lachen verkneifen wenn ich dann im Hörsaal gesehen habe aus wievielen Schichten Kleidung die sich geschält haben.
    Was die Mäntel angeht: Kann mir jemand mal einen Hersteller wirklich warmer Damenmäntel nennen, die auch in anderen Farben als schwarz und in einigermaßen modernen Schnitten hergestellt werden?

  123. @unellen: Geospirit, mit...
    @unellen: Geospirit, mit Daunen gefüllt (kann deswegen leider keine Öko-Unbedenklichkeitsbescheinigung beifügen). Aber immerhin: Kein Pelz!

  124. unellen, nun, ich fahre heute...
    unellen, nun, ich fahre heute an den Tegernsee. Da gibt es nämlich im Winter oft eine Inversionswetterlage, das letzte Picnic des Jahren 2008 habe ich auf 1100 Meter Höhe auf eine grünen Wiese gemacht, während unten im Tal alles schockgefroren war: http://rebellmarkt.blogger.de/20081231/ – von Berlin gar nicht erst zu reden.
    .
    muscat, heute sind bei uns Bordelle nicht verbpten, es ist so unvorstellbar, dass es nicht mal verboten wird. Wie Glücksspiel und Drogen. Kommt trotzdem vor, aber unvorstellbar bleibt es.

  125. Frau Waldwuff, ich kenne...
    Frau Waldwuff, ich kenne jemanden, die mit Brillianten die Gartenarbeit verrichtet. Auch so etwas gibt es.
    .
    Hanskarl, ich bevorzuge eigentlich jene, die ihre Entscheidungen aufgrund von Denkprozessen treffen. Und das ist bei Pelz nicht allzu schwer.

  126. Thomas, vielen Dank für das...
    Thomas, vielen Dank für das Lob, und natürlich haben Sie recht: Es ginge besser und edler. Aber, so möchte ich anmerken, versucht dieses Projekt hier nicht, immer an den obersten Spitzen zu kleben, es bewegt sich in der Schlafrocksphäre dieser Gesellschaft, am schnell übergeworfenen Pelz auf dem Weg zum Wochenmarkt, es verzichtet bewusst auf die glänzenden Fassaden zu besonderen Anlässen. Gerade dieses Herauskehren der Fassaden, das Zeitschriften wie Rich, Vanity Fair und Park Avenue betrieben haben, ist mir zutiefst zuwider, und die Idee war, den Leser wirklich mitzunehmen, und ihm das Kleine, das Andere, mitunter auch das Enge zu zeigen. Ansonsten bewege ich mich zwischen allen Schichten, das ist bei uns so üblich, man hat mich so erzogen, dass ich mit der marktfrau genauso gut und lustig ratschen kann, wie ich mit meinesgleichen dann parliere. In der Hinsicht ist Bayern etwas Besonderes, andernorts hat man das weniger, aber ich möchte hier gar nicht erst versuchen, etwas zu erfinden, was nicht ist.

  127. Neben der unvergleichlichen...
    Neben der unvergleichlichen Haptik sind Pelze und Leder kompostierbar und daher ökologisch verträglich im Gegensatz zu Kunstfasern von Microfleece bis zu Funktionsstoffen, die unverrottbar unseren Planeten verschandeln, wenn sie nicht nach energieaufwändiger Herstellung umweltbelastend entsorgt werden. Von der Ästhetik mal ganz abgesehen..

  128. Diese triefige...
    Diese triefige Bayern-Lobhudelei, wo die Heidi noch mit dem Zicklein auf der ökologischen Almwiese spielt: eigentlich ist es doch Ihre dritte Wahl wie Sie woanders einmal bekannten….In Berlin und Leipzig geht der zwischenmenschliche Austausch grad‘ so gut, man sollte nur nicht vernagelt sein.

  129. "In der Hinsicht ist Bayern...
    „In der Hinsicht ist Bayern etwas Besonderes, andernorts hat man das weniger“
    .
    Ich gestatte mir zu widersprechen.
    Ich glaube, es ist nur eine Frage der Erziehung und nicht regional begrenzt!

  130. Nun, ich war in Berlin und...
    Nun, ich war in Berlin und Leipzig. Und ich möchte das hier eindeutig bestreiten. Sehr oft höchst schlecht erzogene und unfreundliche Leute. Was nach all den Jahren in der DDR oder als Mastgans des Westens kein Wunder ist, aber dennoch. Und es stimmt, wie bayerisch ich bin, habe ich erst in Berlin begriffen.

  131. Nochmal zu den...
    Nochmal zu den Peccary-Wildschweinen:
    Ob die Aussage eines Betriebes, der mit dem Verkauf seiner Produkte sein Geld verdient (was natürlich nicht zu verurteilen ist), so eine verläßliche Quelle ist, kann man schon bezweifeln. Immerhin werden die Ihre Kunden auch nicht als böse Tierausrotter dastehen lassen wollen. Und die Aussage, daß die Tiere unter Naturschutz stehen und nur eine begrenzte Anzahl von Häuten zur Verfügung steht (weil die Jagd nur der indigenen Bevölkerung erlaubt ist?), spricht eher dafür, daß der Marktwert der Häute schon ein bestimmendes Element für die Bejagung darstellt. Es sei denn, die Firma macht ihr Geschäft damit, ahnungslose Naturvölker zu übervorteilen – will die Firma bestimmt auch nicht so stehen lassen…
    Grundsätzlich denke ich, daß eine Nutzung, die die Art nicht gefährdet, zulässig ist. Damit besteht für die betroffenen Länder bzw. Regionen nämlich auch ein Interesse an der Arterhaltung – sonst gelten Tierarten oft als Schädlinge mit der Folge einer Ausrottung. Dabei ist die Entnahme aus einem wildlebenden Bestand sicher die Methode, die dem einzelnen Tier das artgerechteste Leben ermöglicht (Selbst die Boden- oder Freilandhaltung von Hühnern ist so artgerecht nicht: derart große Gruppen von Tieren sind bei Hühnervögeln nicht der natürliche Zustand).

  132. ...
    http://www.kent.ac.uk/dice/research/peccary.html
    Besser? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich das „Aber Du tust doch auch“ als Vorwärtsverteidigung ein klein wenig abstösst. Nein, tue ich nicht. Und statt darüber nachzudenken, wie man andere vielleicht doch irgendwie anschmieren kann, und sei es auch nur mit Verdacht und ohne eigene Überlegung, ist nicht wirklich hilfreich (mal abgesehen davon, dass ich meine eigenen Handschuhe aus Nachlässen habe).

  133. Lieber Don,
    Gartenarbeit ist...

    Lieber Don,
    Gartenarbeit ist auch etwas Erhebendes.
    Wenn Sie die Triebe Ihres Weinstockes zurückschneiden oder ein paar Rosen für den Tischschmuck abschneiden, so ist das vorherige Ablegen der Ringe und anderer Preziosen völlig unnötig.
    Außerdem trägt man dazu Schürze und Clocks oder Gummistiefel.
    Aber Straße kehren und dann den Staub im Mantel…
    Außerdem hab ich ein Foto meiner verehrten Frau Mama im Pelz. Sie trägt darunter (vermutlich – die damalige Mode erforderte es, dass der Mantel über die Popomanschette reichte) einen nennen wir ihn einmal kurzen Rock. Dieses Foto läßt sie leider halbseiden aussehen.
    Wer möchte heute so aussehen, außer die „Damen“ der Halbwelt und des Glitters. B- und C-Promis und vielleicht irgendwelche abgehalfterten Möchtegernstars und Sternchen. Hm – ließe sich wahrscheinlich aber immer noch ein gutes Geschäft damit machen und Geld stinkt bekanntlich nicht.
    Selbst tragen – nein danke, daran selbst verdienen – wie unmoralisch wäre das?

  134. 530x210er Format: Ein sehr...
    530x210er Format: Ein sehr kompetenter Kunsthistoriker erwaehnte sehr beilaeufig, Querformat sei ein episches Format.
    Bei Malerei wuerde es modisch scheinen, beim Film und in der Fotografie allerdings sei es durchaus angemessen.

  135. Werter Don,
    .
    sie sagen:"ich...

    Werter Don,
    .
    sie sagen:“ich bevorzuge eigentlich jene, die ihre Entscheidungen aufgrund von Denkprozessen treffen.“
    .
    Nicht aus „vorgegebener Meinung“ sollte genau dies aussagen. Wie sie aber wissen, sind Gedanken noch frei – und deren Ergebnisse zu tolerieren, ist gelebte Demokratie, wobei Tolerieren heißt nicht Aktzeptieren heißt.
    .
    Gruß Hanskarl

  136. Werter Don, sicher wollten Sie...
    Werter Don, sicher wollten Sie nicht andeuten, ich hätte Sie als Öko-Faschisten bezeichnet. Denn das wäre ungefähr so absurd, als hätte ich Sie als Öko-Faschisten bezeichnet.

  137. Don,
    ja das ist deutlich...

    Don,
    ja das ist deutlich besser! Vor allem, weil es meine Ausführungen unterstützt, daß eine nachhaltige Bewirtschaftung eines Wildbestandes für alle Seiten vorteilhaft ist. Die gibt es auch bei Pelztieren – wenn auch nicht überall (die industrielle Züchtung von Tieren ist ein anderes paar (Hand-)Schuhe).
    „Vorwärtsverteidigung“ habe ich allerdings nicht nötig, da ich keinen Pelzmantel besitze (nur eine Schafspelzweste und eine – auch geerbte- Pelzmütze). Wenn Sie sich dadurch angegriffen fühlten, haben Sie meine Intention falsch verstanden, sorry.

  138. poisson, nein, ich meinte...
    poisson, nein, ich meinte Offermanns1 am 12. November 2009, 13:41, der signierte mit so einem Vorwurf.
    .
    Hanskarl, es ist ja nicht so, dass ich meine richtigen Entscheidungen getroffen habe, ihne vorher wenig kluge Dinge zu tun. Zum Vegetarismus kam ich nur aus Zufall, und als ich es ausprobiert hatte, habe ich einfach nicht mehr angefangen, Fleisch zu essen. Es ist also nicht mal Entsagung.

  139. @muscat: tut mir leid, aber...
    @muscat: tut mir leid, aber mir gefallen diese geospirit-Sachen gar nicht. Das ist Berliner Wurst im Metallic-Look der 80er…. ;-) dann kann ich auch gleich einfach meine Skijacke anziehen.
    nein, ich dachte eher an was schönes aus Wolle was aber nicht so dünn ist wie die normalen Damenmäntel die so in den Läden rumhängen (apropos Damenmode im Winter: Muss das eigentlich so sein, dass Damen im Winter zum Frieren verdammt sind? Ich sehe überall nur ärmellose Kleidchen, Strickjäckchen ohne Bauch, Strickwesten ohne Ärmel, superdünne Shirts, Pullis mit tiefen Ausschnitten, dünne Mäntel …).
    @Don: Ich wünsche ein schönes Wochenende am Tergernsee :-)

  140. unellen, vielen Dank, schauen...
    unellen, vielen Dank, schauen Sie einfach mal rein, heute Abend gibt es Neues aus dem bayerischen Unter- und Überholz.
    .
    Frau Waldwuff, die besagte Tätigkeit schliesst nach meiner Beobachtung auch ein Strassefegen mit ein, wenn man denn die Unkräuter am Rand des Zaunes ausgestochen hat. Aber jeder, wie er meint – ich habe ja durchaus ein Faible für bukolische Seidenidyllen des Herr Watteau.

  141. unellen, waren Sie mal im P&C?...
    unellen, waren Sie mal im P&C? Die haben so große Auswahl an Mänteln, da hab sogar ich mit meiner Allergie gegen Schlafsäcke mit Ärmeln was gefunden.

  142. Antoinette, jenseits aller...
    Antoinette, jenseits aller moralischen Fragen muss ich sagen, dass mir die meisten Pelze, die man so zu Gesicht bekommt, absolut nicht gefallen. Ich war heute kurz bei einem Geschäft für alte Bekleidung (also nicht second Hand, schon etws gehobener), weil die Besitzerin Autohandschuhe aus den 50er jahren für mich hatte. Bei der Gelegenheit habe ich auch einen Blick auf die Pelze geworfen – schrecklich. Das kann man nicht ernsthaft tragen. Trotz der horrenden Originalrechnungen, die dabei waren. Bei den Seidenshawls aus dem gleichen Haus sah es ganz anders aus.
    .
    Beobachter, angesichts der Realität – von den 5 Pelzschneidern der Stadt haben nur zwei überlebt, trotz verdoppelter Einwohnerzahl – wundert mich manches auch, denn realiter ist Pelz einfach weitgehend aus dem Strassenbild verschwunden.

  143. Filou. meine Vorstellung von...
    Filou. meine Vorstellung von Schlachtprozessen generell verdanke ich einem Mitarbeiter des grossen Konzerns vor der Stadt, der vom Schlachter auf Monteur umgesattelt hatte. Nicht dass er der empfindsamste Mensch der Welt gewesen wäre, aber der meinte, den Job hält man nur mit Alkohol und Tabletten aus. (Und mit der Bildzeitung in der Mittagspause, nehme ich an)
    .
    Was die Seidenraupe angeht: Sicher. Aber die einzige neu gekaufte Seide – ein riesiger Vorhang in Gold und Grün am Tegernsee – ist Naturseide, spricht, die Larven sind bereits geschlüpft, wenn der Kokon verarbeitet wird. Und sieht gerade deshalb toll aus!

  144. Svenja, ich will Sie nicht...
    Svenja, ich will Sie nicht überzeugen, aber diese Haltung ist, nun ja, vielleicht nicht unbedingt der Berücksichtigung der Realität der Pelzfarmen und der Jagd geschuldet.
    .
    Maximillion Gratuitou, ich denke, die entsprechenden Modegeschäfte halten nicht unbegrenzt Fehlkäufe wegen Kundendesinteresse durch – insofern wird sich auch diese versuchte Mode bald wieder erledigt haben. Ich tippe demnächst wieder auf Cashmere, ein tolles Material, das in Rezessionszeiten nicht allzu protzig wirkt und dennoch teuer und – im Gegesatz zu Viechhaut – edel ist

  145. Don, Oh - das hatte ich...
    Don, Oh – das hatte ich überlesen, sicher ein verirrter Bildzeitungsleser, dem das Abo gekündigt wurde.

  146. Der schönste Mantel, den ich...
    Der schönste Mantel, den ich je hatte, hatte ein Etikett: ‚Maison de la fausse fourrure‘ – Kunstpelz der schönsten Art, keine Ahnung, wer sich hinter dieser ‚Marke‘ versteckt. Irgendwann aber ist man auch das schönste Kleidungsstück leid und braucht Wechsel.

  147. Don Alphonso, ich lasse das...
    Don Alphonso, ich lasse das erschüttert mal weg und bin nur noch begeistert. Ob Gwen auch Pelz getragen hätte? Egal. Nun kann ich mir vorstellen, was der pubertierende nonkonforme schlechtere Sohn aus besserem Hause im Westviertel auf seinem Walkman hatte, sollte es vor Äonen schon solche Dinge gegeben haben.
    .
    Was haben dagegen die guten Töchter aus besserem Haus damals gehört? Bei populärem Punkrock wäre ich jetzt doch wieder erschüttert.

  148. Don, betrifft Seide: Danke,...
    Don, betrifft Seide: Danke, man lernt nicht aus.
    Betrifft Schlachten: Bin voellig Ihrer Meinung, wird aber von mir beim Wuerstchenessen verdraengt. Ansonsten bin ich, als Kind mehr als nur arm gewesen, an Fleisch nicht sonderlich interessiert. Nunja, der eine oder andere Schinken-und bei Salami werde ich zum Egoisten.
    Betrifft Jagd: Ein archaisches Vergnuegen, das offensichtlich (princeMatecki) immer noch ein grosses gesellschaftliches Ereignis sein soll. Wenn da zufaellig ein Wolf abfaellt, bitte…
    .
    Auf einer Party, fast nur Antroposophen, stellte ich mal lautstark den Gedanken einer wuerdevollen Haustierschlachtung, mit Gebet und Ehrerbietung, in den Raum. Der Beifall war enden wollend.
    Dann wandte ich mich der huebschen Gastgeberin zu und bemerkte, dass ich eine Neigung zum Kannibalismus habe.
    Ich wurde nie wieder eingeladen. Tja, da bleibt nur das Brauhaus.

  149. @unellen: Aber nein, doch...
    @unellen: Aber nein, doch nicht die Metallic-Würste aus der neuen Kollektion!! (Sorry, habe ich erst jetzt gesehen; hätte dazusagen müssen, dass meine Jacke 3 Jahre alt ist). Ich habe ein Modell in matt-Optik, was über den Hintern geht und was nicht so extrem durchgesteppt ist wie andere Daunenjacken. 500 Euro, die ich keine Sekunde bei minus 15 Grad Celsius bereut habe!

  150. @unellen:
    Wenn Sie wärmende...

    @unellen:
    Wenn Sie wärmende Damenmode wollen, fahren Sie nach Italien!
    Italienerinnen kleiden sich im Winter immer, als ob Sie in Alaska wohnten und sehem dabei zumeist „molto elegante “ aus!

  151. @filou Ach eine Hubertusjagd...
    @filou Ach eine Hubertusjagd ist ein reiterliches Ereignis. Zuerst gibt es eine Messe mit Jagdhornbläsern, dann wird die Spur („Fährte“) mit Geruchstropfen gelegt, dann die Hundesmeute losgelassen. Alsdann traben und galoppieren die Reiter(Innen) hinterher. Am Zielpunkt liegt etwas als Belohnung für die Hundemeute. Die Bläser geben das Schlußsignal, anschließend versammelt man sich im Herrenhaus oder auch Wirtshaus zum „Schüsseltreiben“, dem gemeinsamen Essen. Dabei werden die reiterlichen Kunststücke (Springen von Naturhindernissen etc) in anschaulicher Form erzählt, so dass Enkel, Nichten und Neffen noch in 20 Jahren etwas zu bewundern haben. Nicht berittene Familienangehörige dürfen auf der Kutsche dem Reiterfeld folgen. In ländlich schlichter Variante auf dem Trecker oder dem vom Trecker gezogenen Bollerwagen. Geschossen wird da meist nichts. So jedenfalls die Erläuterungen (Übersetzung von mir) auf der Einladung zur Hubertusjagd die ich neulich hatte.
    Mitbringen von Flachmännern ist erwünscht, schadet aber dem räumlichen Sehen des Reiters beim Abschätzen das Abspringpunktes.
    Stürtzt man und liegt mit der Wirbelfraktur unter dem ebenfalls schwer verletzten Pferd, ist der klassische Satz des englischen landadeligen Gentleman:
    „Shoot the horse first“

  152. liebe unellen,
    wenn Sie einen...

    liebe unellen,
    wenn Sie einen robusten, praktischen Mantel aus Wollstoff möchten, der nicht aus der Mode kommt, unter dem man notfalls auch noch eine Jacke anziehen kann, dann probieren Sie mal einen Dufflecoat. Und wenn Sie einen eleganteren klassischen Wollmantel suchen, dann versuchen Sie doch einen taillierten Blazermantel. Falls Sie flache Daunen suchen probieren Sie Fay (oder eine gute Kopie).

  153. Lieber princeMatecki, Sie sind...
    Lieber princeMatecki, Sie sind mir immer eine Freude. Stimmt, wo soll man in Deutschland schon einen Wolf fuer zarte Maedchen finden.
    Nur eine Frage habe ich dann doch: Wenns so ein spaetfeudalistisches, und pur sportliches Ereignis ist, wieso kommen dann die Herren von des geeinten Deutschland Fahnen in Flecktarn angeritten?
    Sollten aber jemals Woelfe erlegt werden, bitten Sie die Herren, die Felle mir zu ueberlassen. Ich brauche nur fuenf bis sieben. Also entweder Jacke oder Mantel (bei sieben). Ein guter Kuerschner wird sich finden lassen. Zum Dank lasse ich dann am Tegernsee ein Marterl (fuer die Woelfe) errichten.
    Horridoh! Ihr Filou

  154. @Filou Aber gern doch - weil...
    @Filou Aber gern doch – weil ich nicht reite und es auf der Kutsche im Gelände kalt, feucht und dreckspritzend ist und der Veranstalter „strapazierfähige Kleidung“ für die Zivilisten empfiehlt und Flecktarn fürs Militär.

  155. @Erbtante
    .
    "Neben der...

    @Erbtante
    .
    „Neben der unvergleichlichen Haptik sind Pelze … kompostierbar“
    .
    und gehören damit auf den Komposthaufen der Geschichte. Von echten Komposthaufen würde ich abraten. Die zeitlichen Dimensionen, die es braucht, bis sich der geerbte Ozelot-Mantel in Wohlgefallen aufgelöst hat, sind selbst für die geduldigste Gärtnerin eine Herausforderung.

  156. @Don Alphonso
    .
    "Man schmilzt...

    @Don Alphonso
    .
    „Man schmilzt ja auch georgianisches Silber nicht ein, weil das Material vielleicht von den Spaniern in Potosi raubgebaut wurde.“
    .
    Wobei Silber, unabhängig von seiner Provenience, auch nicht auf der CITES-Liste der bedrohten Arten steht. Aber die gedankliche Richtung stimmt. Denn die gesellschaftliche Akzeptanz von „Leichenteilen“ geschundener Kreaturen ist schizophrenerweise auch abhängig von seiner Präsentationsform.
    .
    Elfenbein- und Schildpatt-Intarsien an Kunst- und Kulturgegenständen werden toleriert oder gar bewundert, der Elfenbein-Stoßzahn auf dem Vertiko oder der Pelzmantel am Leib hingegen als steinzeitliche Akte der Barberei gebrandmarkt.

  157. Als Neuling auf dieser Seite...
    Als Neuling auf dieser Seite muss ich feststellen, dass hier viele Worte fallen, die selbst nach google-Sicht einmalig sind…. Bravo!

  158. @princeMatecki: Joschi, was...
    @princeMatecki: Joschi, was bin ich doch ein langsamer Denker: es ist eine Form der Fuchsjagd, nur halt ohne Fuchs! Das ist hierzulande ja auch verboten.
    Was bin ich froh, dass ich mit meinen beschraenkten Gaben keine Heimat verteidigen muss.
    Aber wenn sich die HansMeiersche Doktrin des Neofeudalismus durchsetzen sollte, werden auch wieder Fuechse gehetzt werden-und Woelfe geschossen.
    Der alte Wolfsmantel ist ja nun in Kanada, nachdem er nicht mehr passte, nachdem er etwas zu heiss gewaschen wurde…Sie verstehen.

  159. Wer meint, auf Rauchwerk nicht...
    Wer meint, auf Rauchwerk nicht verzichten zu können, tragt den Pelz eben nach innen. Ein Statussymbol, ähnlich dem Daimler in Sonderausführung Ohne Typenkennzeichen (oder gar die de-Luxe-Ausführung: Niedrigeres Typenkennzeichen).
    .
    Es gab Zeiten, da war Leipzig nicht nur das Zentrum des deutschen Buchhandels sondern auch des deutschen Pelzhandels.

  160. Don, wenn Sie über ihre...
    Don, wenn Sie über ihre grün-weißen Seidenvorhänge sprechen meinen Sie sicher Wildseide. Naturseide ist m.E. jede echte Seide, als Gegenstück zur Kunstseide. Mir gefällt Wildseide wegen ihrer typischen Struktur.

  161. Immer wieder erzückend, wie -...
    Immer wieder erzückend, wie – ausgelöst durch diesen Blog – ein rührseliger, gemeinsamer Austausch (ob man das so nennen darf, wenn 80% der Beiträge inhaltlich in die gleiche Kerbe schlagen?) von Belanglosigkeiten stattfindet.
    Nicht, dass ich humorlos wäre, die Ausführungen da oben lassen mich schon das eine oder andere mal schmunzeln. Aber wo ist denn da der Diskussionsbedarf? Perzeptionen ändern sich, Pelz ist out und unkorrekt. Natürlich ist mit so einer gesellschaftlich vorgegebenen Linie immer auch Bigotterie verbunden, aber so ist der Mensch nunmal.
    Die hier vorgetragenen Anekdoten, nein, besser: Selbstdarstellungen über Individualismus, Aufrührertum und abgeklärtes „die Welt durchschaut haben“ sind einfach nur peinlich.

  162. Kalista, stellen Sie sich vor,...
    Kalista, stellen Sie sich vor, Sie hörten ein reales gespräch, das Ihnen auch nicht behagt, aus eben jenen Gründen. Würden Sie sich hinstellen und das dann so wie oben kommunizieren? Und wenn nicht, was ich für Sie hoffe – warum tun Sie es dann hier? Hat Ihnen jemand etwas getan?
    .
    Elbsegler, natürlich, Sie haben recht. Normale Seide ist dagegen fast etwas langweilig.

  163. atomfried, ich denke, das hat...
    atomfried, ich denke, das hat damals jeder gehört, oder nicht? Gewisse Dinge gehören ja fast zur Allgemeinbildung.
    .
    Filou, ich denke, die Jagd passt nicht mehr richtig in den Zeitgeschmack, ausserdem hat sich die Kosten/Nutzen-Relation erheblich verschoben. Ich glaube auch nicht, dass früher der Kult darum gemacht wurde, den man heute ab und an vorzeigen möchte: da wurde vielleicht doch das ein oder andere besonders herausgestllt, was früher nicht so ausgeprägt war – Jägermode etwa, oder Flachmänner, alles Dinge, die früher nicht in der Form üblich waren, wie heute. Dann auch noch das frühe Aufstehen, und das sehr begrenzte Prestige des Sports – heute gibt es einfach andere Möglichkeiten, und so arg viel Fleisch isst man auch nicht mehr.

  164. Ægopodium & Erbtante, auch...
    Ægopodium & Erbtante, auch Cashmere ist kompostierbar – ja, man kann es sogar wiederverwerten. Das allein kann es also nicht sein. Dito auch Baumwolle etc..
    .
    Generell sehe ich die Unstimmigkeiten in der Wahrnehmung auch, aber in meinem eigenen Fall setzte das nachdenken irgendwann ein – genauer, mit etwas, das mir als Jugendlichem mit etwa 12 Jahren den Schlaf raubte. Der Vater einer Freundin meiner Schwester war Chef eines petrochemischen Betriebs und war davor lange Jahre in Nigeria gewesen. Der hatte Hocker aus Elefantenfüssen. Fand ich heftig. Danach sieht man die Elfenbeinschnitzereien in den Häusern der Ostasienrepräsentaten doch etwas anders.

  165. Liebe Frau Diener, ein...
    Liebe Frau Diener, ein bisschen Schabernack trieb ich hier. Den Jagdkult finde ich sowieso komisch. Wir sind uns da aehnlicher als Sie glauben. Ich muss endlich mal lernen so zu schreiben, dass man das ironische Grinsen mitlesen kann. Sie sind da ja Klassen besser, wie ich persoenlich immer wieder feststellen darf.

  166. Pardon, das habe ich...
    Pardon, das habe ich geschrieben – ich war aufgrund des gegenseitigen Freischaltabkommens noch als Andrea Diener angemeldet und habe vergessen, mich wieder mit dem richtigen Namen anzumelden.
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    tartan, freut mich, und weiterhin viel Vergnügen.

  167. @Prince Matecki,
    @Filou
    Was...

    @Prince Matecki,
    @Filou
    Was Sie schreiben, erschüttert mich zutiefst. Eine Fuchsjagd ohne Fuchs, eine Wolfsjagd ohne Wolf! Das ist ja eine Selbstverhöhnung gewesener Eliten und Rituale — schlimmer noch als der Wiener Opernball oder die Handkommunion im Petersdom!
    .
    Daß der sonst so distinguierte Don hier wieder mal so eine Latzhosen-Strickpulli-Position vertritt, kann ich mir nur generationsgeschichtlich erklären, mit seiner mutmaßlichen politischen Sozialisation während der hyperökologischen 80er Jahre.
    Lieber Don, erklären Sie uns doch: Warum jagen und reiten Sie nicht? Auch das kann man doch stilecht machen.

  168. Ich habe es nicht so mit...
    Ich habe es nicht so mit Tieren, von Katzen einmal abgesehen, und auch das haben sich die Katzen so rausgesucht, als sie vor der Tür standen mit der Erkenntnis, dass sie jetzt hier wohnen.

  169. Und Ihre Katzen jagen sicher...
    Und Ihre Katzen jagen sicher auch keine Mäuse. Und halten das auch noch für vornehme Zurückhaltung oder so.

  170. Herr Meier, eben mal so...
    Herr Meier, eben mal so zwischendurch-ich muss mein emanzipiertes Weib bekochen: Es geht auch anders. Vor Jahren hatte ich es mit Falknern zu tun. Alle Herren hatten zum blutigen Hobby den passenden blutigen Beruf. Es waren Chirurgen und Zahnaerzte (Don weiss, was das fuer Sadisten sind). Zusammen mit dem Kurator des entsprechend benamten barocken Jagdschlosses, gaben sie sich ihrer Leidenschaft hin, fachlich kompetent und mit Stil. Es fehlten nur Peruecken und Spitzenjabots. Ich bin mir aber sicher, das diese Herrschaften karnevals entsprechend kurbischoeflich gekleidet aufgetreten sind.
    Und tschuess. Irgendwie versaue ich gerade eine Sauce (Sosse).

  171. Die Sauce ist versaut. Also:...
    Die Sauce ist versaut. Also: In Katzenkreisen spricht es sich sehr schnell herum, wenn eine Stelle als Hauskatze vakant ist.

  172. Daß Tierquälerei abgelehnt...
    Daß Tierquälerei abgelehnt wird ist zivilisatorischer Standard geworden. Möchten die verehrten advocati diaboli dahinter zurück gehen?
    In Ländern die hinter diesen zivilisatorischen Standards zurückbleiben, und die gibt es, ist das Leben auch für Menschen noch recht ungemütlich.

  173. @ Filou und HansMeier555
    Nach...

    @ Filou und HansMeier555
    Nach meiner Erfahrung ist die Falknerei eher ein Hobby für gutverdienende ältere Facharbeiter (bei der Eisenbahn, z.B.) in ländlichen Gebieten. Falknerei kann ganz schön ins Geld gehen, die Ehefrauen sind meist dagegen, die Männer sehr hausflüchtig: am Wochenende wird zu Treffen gefahren, trainiert etc, so entkommt mann der Frau und trifft sich mit Gleichgesinnten. – Anders ist es bei Wiederansiedlungsprojekten von Raubvögeln, die oft von Grundbesitzern (die soziologisch in Ihr Feindschema passen) unterstützt und von Studenten betreut werden.

  174. Hab grad Kartoffeln...
    Hab grad Kartoffeln aufgesetzt. Verehrte Foersterliesel, die Herren Falkner waren voellig im Dienste ihrer Tiere. Tierquaelerei waere es gewesen, die Voegel NICHT jagen zu lassen. Es war gewissermassen vorwaertsgerichteter Tierschutz. Ich will es meinen Katzen nicht verbieten, mit einer suessen Feldmaus den Khelim zu versauen. Katzen sind so, und Falken eben auch.
    (Frage meiner Frau: Seit wann hamm wir’n Khelim?)

  175. In winterkalten Gegenden,...
    In winterkalten Gegenden, zumal, wenn man damit rechnen muß, im Gelände steckenzubleiben, gibt es nichts angemesseneres als Pelz, Leder und Wolle. Meine Tramptouren bei -15 Grad haben mir das deutlich gezeigt.
    In der zugebauten Stadt, wo man in geheizten Zügen zwischen geheiztem Büro und geheizter Wohnung pendelt, kann man sich das mitteleuropäisch-übergangszeitliche Erscheinungsbild (Kaschmir- oder Wollpullover, Stoffmantel) hingegen auch winters erlauben.
    So richtig peinlich finde ich aber Mikrofaser. Das ist ein Material, das ich allenfalls – und nur sehr widerwillig – bei Putzlappen dulde. Abgesehen davon, daß es bestimmt Feinststaub emittiert (ja, ich kenne Textilstaub. Aber dieses Zeug ist feiner. Wird also nach aller Logik auch noch feineren Staub absondern.), mag ich die labbrige Anmutung nicht.
    @unellen: was, Sie finden PETA erst jetzt suspekt? Ich habe die von Anfang an als beutelschneiderische Sektierer betrachtet. Dieses elendige Gejaule um die „armen Tierchen“ war mir von Anfang an extrem widerwärtig. Wer wirklich was für Artenschutz und ordentliche Viecherhaltung tut, hat dieses Tränendrüsendrückergetue nicht nötig.

  176. Das mit der Falknerei beruhigt...
    Das mit der Falknerei beruhigt mich. Tierschutzerwägungen kann ich nicht ernst nehmen. Es ist doch eine unverdiente Ehre für die niedere Kreatur, vom Herrn Grafen persönlich gejagt zu werden.
    .
    Anonsten gibt es zwischen Pelzträgerei und Feudalismus einen natürwüchsigen Zusammenhang. Deutsche Historiker sprechen euphemistisch von „Völkerwanderung“, französische zutreffend von „Barbaren-Invasion“. Dass hochentwickelte Imperien ihre Peripherie kolonisieren, das ist ja normal. Wenn aber die Barbaren das Imperium erobern und auf dem forum romanum ihre Viehherden weiden, dann kann daraus Feudalismus entstehen.
    .
    Nun, das war damals. Da unsere heutige neuheidnische Postzivilisation aus sich selbt heraus genügend Barbarei zu produzieren in der Lage ist, wird eine Invasion von außen her gar nicht nötig sein.

  177. Foersterliesel, aus Respekt...
    Foersterliesel, aus Respekt will ich mal eben nicht den Kasper machen, obwohl ich das sehr schoen finde.
    Damals, lang ist’s her, war Falknerei kein Hobby fuer gut versorgte Bahnangestellte. Es war ein herausgehobenes Hobby fuer zivilisierte Herren, die wie manch andere, ihre archaischen Triebe sublimierten. Inzwischen hat sich das geaendert. Frueher war Tennis ein Sport der besseren Kreise, genauso wie Golf. Nach Boris Becker lief auch der letzte Klemptnermeister mit einem Racket ueber die Felder. Und beim Thema Golf koennen einem nur noch die Augen traenen. Sehen Sie sich mal Fotos von Golfern aus den 30er, 40er und 60er Jahren an; danach wissen Sie wie heruntergekommen auch dieser leise, angenehme und ehemals teure Sport gekommen ist.
    Weiter beklagen Sie die Aushaeusigkeit der Ehemaenner. Dies muessen Sie einem alten, geprueften General aller Eheschlachten glauben: Der von Ihnen beklagte Abwesenheitszustand hat auch, nachdruecklich AUCH, etwas mit einem grundsaetzlichen Desinteresse weiblich erzogener Maedchen zu tun. Eine maennliche Komponente bei der Erziehung fehlt meistens. Darin liegt die Tragik mancher oeden Ehe begruendet. Muetter erziehen ihre Toechter niemals gegen die Interessen des eigenen Geschlechtes. Damit werden viele Toechter zu Authisten einer Partnerschaft.
    Ich moechte das hier sehr gerne beenden, weil dies hier nicht der Ort ist das Thema auszuweiten. Bei passender Gelegenheit bin ich gerne bereit, sehr engagiert mich dazu zu aeussern. Wie belassen es dabei? Bitte!

  178. HansMeier, nicht das wir uns...
    HansMeier, nicht das wir uns missverstehen: im Auftrag ihres Hueters, des Falkners, jagen die Voegel. Und ich gebe Ihnen recht: es ist ein wahrhaft feudalistisches Vergnuegen, dieser Art von Jagd nachzugehen. Dagegen ist ein englischer Foxhunt ein barbarisches Event fuer adelige Saeufer und Hurenboecke. Und eine Qual fuer die Pferde.

  179. Werte Kalista,
    das ist ja das...

    Werte Kalista,
    das ist ja das schöne an einer belanglosen Unterhaltung, man kann gesittet
    und geregelt Dampf ablassen und wenn sich keiner selbstdarstellte wärs
    Ihnen vielleicht so, als herrschte nur betretenes Schweigen.
    An Ihnen bewundere ich beispielsweise Ihr gekonntes Fremdworteln, was uns
    ermöglicht einen gewissen Bildungsstand zu erheben, stimme mit Ihnen aber
    wohl überein dies nicht als gewollte oder gar gekonnte Selbstdarstellung
    werten zu müssen. Aber nun muß ich gestehen, dies angesprochen haben
    zu müssen bereitete mir ein wenig Pein.
    Bedenken Sie, daß der Diskussionsbedarf mit Bezugsscheinen nicht
    befriedigend geregelt werden kann, ergibt er sich doch aus den ureigenen
    Bedürfnissen der Teilnehmer dieses Blogs, die erst in der Diskussion nach
    Entsprechung suchen.
    Nun mag ich auf Ihren Durchblick hoffen.

  180. @Filou
    Was meinen Sie mit:...

    @Filou
    Was meinen Sie mit: „Damit wir uns nicht mißverstehen?“. Meinem geistigen Vorfahren hat der Stauferkaiser selbst die Falknerdienste angedient.

  181. @HansMeier: Zitat: Es ist doch...
    @HansMeier: Zitat: Es ist doch eine unverdiente Ehre für die niedere Kreatur, vom Herrn Grafen persönlich gejagt zu werden.
    .
    Nun, das hielt ich doch fuer etwas verwirrend.
    .
    Und was die geistigen Vorfahren betrifft, so glaube ich zu ahnen, was Sie meinen. Nur so ganz sicher bin ich mir da noch nicht. Man wird sehen…

  182. @Filou
    Der Großkhan ritt nach...

    @Filou
    Der Großkhan ritt nach Schlesien, aber sein Pferd mußte zu Fuß gehen.

  183. @Filou
    Pardon, muß mich...

    @Filou
    Pardon, muß mich korrigieren: Der Großkhan fiel in Schlesien ein, aber seine Krieger mußten selbst hinreiten, etc
    .
    Ohne den Pelzhandel der frühen Neuzeit hätten die Russen die Eroberung Sibiriens auch nie finanzieren können.

  184. Herr Meier, so sehr ich Ihre...
    Herr Meier, so sehr ich Ihre Ein-und Auslassungen schaetze, die ich manchmal sogar recht gut verstehe, gelegentlich selbst erhellend finde, ueberschaetzen Sie bitte niemals meine geistige Leistungfaehigkeit, sowie meinen, na sarnwermal maessigen, Bildungsstand.
    Sie wissen ja: Zuwendung und Gnade…
    Mit anderen Worten: Sie sprechen in Raetseln.

  185. @Filou:
    Der Großkhan kam...

    @Filou:
    Der Großkhan kam nicht bis nach Europa. Er blieb in der mongolischen Steppe und verstarb dort auch. Darum mußten seine tapferen Krieger wieder umkehren, ohne dem römischen Kaiser das Fell über die Ohren gezogen zu haben, weshalb sie dieser weiter mit Hingabe der Falknerei widmen konnte.
    .
    Sehen Sie, das mit der Gnade ist wirklich komplex. Gnade ist eher für den späten, verfeinerten, hümanisierten Feudalismus charakteristisch. In der Anfangsphase überwog die Zuwendung (vulgo: Gier) auf die schönen Dinge, die Gnade kam erst später.
    .
    Feudalismus oder Barbarei, das war ja anfangs kein Gegensatz.
    .
    Die Frage ist nur, was das für unsere Zukunft bedeutet: Können wir von der postbürgerlichen Exzivilisation direkt an die gnadenreiche Zeit des Spätfeudalismus anknüpfen? Oder müssen wir nicht zwangsläufig erst wieder die Phase der barbarischen Eroberung, Landnahme und Pelzwirtschaft durchlaufen?

  186. Dass der Grosskhan in der...
    Dass der Grosskhan in der Steppe verreckte, kann man eigentlich als Gluecksfall der Geschichte betrachten. Es sind und waren nicht zuletzt die Wuesten-und Steppenvoelker, die eine andere Idee von Zivilisation haben, welche uns heute noch draengend und gefaehrdent im Genick sitzen.
    .
    Die Gier ist der biblische Urinstinkt des Menschen. Sehr schnell aber zeigte sich, dass das Habenwollen nur fuer den Einen ausreicht, die Anderen aber unzufrieden und irgendwann zu Revolten bereit, systembedrohlich sind. Das kann man nicht wollen. Sehr schnell naemlich ist man selbst das Opfer: Frau weg, Tochter weg, Sohn in die Sklaverei verkauft, Donjon geschleift. Alles futsch!
    .
    Dann kann, und tat es, sich reine Gier in autoritaere, feudalistische Zuwendung verwandeln. Der Kaiser verleiht ein grosses Stueck oeden Landes an einen verdienstvollen Gefolgsmann. Da hat er nun echt ‚was bekommen: Feucht, bewaldet, Urstromtal eines grossen Flusses, mit einer Bevoelkerung, die noch nicht mal von roemischer Dekandenz betroffen war und sich nur aus sich selbst heraus ernaehrte: sie frassen sich gegenseitig auf, kannten weder Gott noch Kaiser und hielten faulende Fuesse fuer etwas natuerliches.
    Denen kann man nur helfen, indem ein Mensch mit einem weitergefassten Geist den rechten Weg weist. Notfalls mit gewalttaetigem Nachdruck.
    .
    Nun, und damit komme ich auf die Gegenwart mit einem optimistischen Blick in Zukunft. muessen wir tatsaechlich unsere gesellschaftlichen Verhaeltnisse dahingehend reformieren, dass nichts mehr beliebig ist. Jeder soll, so wie es sein soll, dem anderen verantwortlich sein. Das ist nun eine christliche Idee, von mir aus mag sie auch islamisch sein, aber dem Gedanken ist nun mal zu folgen.
    .
    Fuer die Zukunft heisst das eigentlich, wir sollten einen Haufen BWLer, WWLer und deren Professoren an ihren Eiern an die Laternenpfaehle haengen.
    Oui, messieurs, ca ira!

  187. @Aegopodium: Elfenbein...
    @Aegopodium: Elfenbein keinesfalls selbst verbrennen, sondern an die Fachwelt bei http://www.kremer-pigmente.com zur Herstellung von echtem Elfenbeinschwarz (kaum mehr erhältlich) abgeben!!

  188. Vielen Dank für die ganzen...
    Vielen Dank für die ganzen Manteltipps! Bei meinem lokalen P&C war ich schon, aber entweder sind mir die dort dargebotenen Sachen doch schon einen Ticken zu altbacken oder nicht in meiner Größe erhältlich (mein P&C schert sich nicht um den Magerwahn, was ich prinzipiell ja ganz gut finde, aber dann auch wieder doof wenn die meisten Sachen erst ab Größe 38 da sind). Dort habe ich auch einen wunderschönen roten Dufflecoat gesehen (ich glaube von Tommy Hilfiger, eine Marke die mir zwar nicht unbedingt sympathisch ist aber was solls), aber leider wieder nicht in meiner Größe vorhanden. Einen taillierten Blazermantel in schwarz besitze ich bereits, aber der ist unter 5°C nicht warm genug.
    Eben mal nach Italien zum Mantelkauf ist leider sehr schwierig bis ausgeschlossen ;-)
    Vielleicht riskiere ich es mal und bestelle den Tommy-Dufflecoat online…

  189. Idylle ja.
    Davon sind wir in...

    Idylle ja.
    Davon sind wir in unserem Viertel aber leider weit entfernt.
    Hier sticht auch niemand das Gras oder Moos oder beides in Mauerwerk, Bodenplatten oder Zaun aus, sondern benutzt diese schrecklichen Brenner (der Name dafür ist mir leider entfallen). Neben dem Heizpilz vielleicht auch ein interessantes Thema für Frau Diener.
    Diese Feuerwerfer in klein oder auch die Laubsauger bzw. -bläser.
    Von der Warte, ist die Bekleidung in der Tat relativ und vermutlich haben Sie recht, sollte ich den Pelz der älteren und wirklich liebenswürdigen Dame beim
    Straße kehren ihr überlassen und mich wieder um mein eigenes kleinbürgerliches Leben und Sie haben auch hier Recht meinen bürgerlichen (vor allem kleinbürgerlichen) Vorurteilen hingeben.
    Es lebe das Kleinbürgertum.

  190. Hallo Unellen,
    das Problem...

    Hallo Unellen,
    das Problem kenn ich, wenn auch für die Größe 38 (leider keine Modellfigur).
    P&C hat eine Verteilungskurve der Größen über die Bevölkerung und bestellt nicht alle Größen je 20x, sondern jede Größe individuell. Kleine Größen werden da auch nur in kleiner Anzahl geordert. Da bleibt wirklich häufig nur das Internet.

  191. Gestern war ich übrigens bei...
    Gestern war ich übrigens bei 4 Grad plus in Rottach, und sah wirklich nur wenige Pelzträgerinnen. 10, wenn es hochkommt.
    .
    Und alle schrecklich.

  192. Frau Waldwuff, ach, was heisst...
    Frau Waldwuff, ach, was heisst schon kleinbürgerlich – sobald der Grossbürger daheim ist, kommt auch so manches Kleinbürgerliche zu Tage. Schürzen, alte, ausgebeulte Hosen und ein ganz unangenehmer Putzzwang. Kein Sinn für die Grandezza das Staubmäuse.

  193. Sehr verehrte, liebe Frau...
    Sehr verehrte, liebe Frau Unellen,
    wir beide müssen ‚mal zusammen einkaufen gehen, wenn Sie das nächste Mal im furchtbaren und gänzlich unbayrischen Berlin sind!
    Ihre Verzweiflung in Sachen Damenoberbekleidung läßt auf einen an Ihrem Äußeren offensichtlich völlig desinteressierten Ehemann oder Partner schließen, was ich für verwerflich halte, denn die Ernsthaftigkeit und Freundlichkeit Ihrer Ausführungen (für die ewigen, intellektuellen Lästermäuler: ICH MEINE DAS SEHR ERNST!) lassen auf ein diesem Wesen entsprechendes Äußeres schließen oder jedenfalls hoffen.
    Also: Damenmäntel für kalte Tage.
    Ich empfehle nix von Herrn Hilfinger zu erwerben, sondern beim nächsten Hamburg Besuch zu Ladage & Oelcke am Neuen Wall zu gehen, neben dem Original-Dufflecoat in beige und dunkelblau gibt es dort eine hervorragende Auswahl an Wollmänteln der gehobenen, aber nicht abgehobenen, Preisklasse, hier dürften Sie fündig werden.
    Oder aber Sie kommen nach Berlin, wir gehen zusammen einkaufen und ich lade Sie danach zum Kaffee ein und erkläre Ihnen, warum Ihr Gatte dringend ein einer Dame angemessenes Kraftfahrzeug kaufen sollte…
    Ach so, zum Pelz nur soviel: Manche können ihn tragen und manche nicht.
    Und zum Abendkleid sieht er schon schick aus.
    Vor allem, wenn die Dame dazu keine Strümpfe trägt und beim Aussteigen aus dem Fond der Limousine ein bißchen nacktes Bein unter dem Black Lama hervorblitzt.
    Beste Grüße, hs.

  194. liebe unellen,
    hier gibts auch...

    liebe unellen,
    hier gibts auch noch einen roten Dufflecoat
    http://www.outdoorandcountry.co.uk/newproduct.aspx?ProductStyleID=110190&CategoryID=1646

  195. @hugoservatius: Hätten Sie...
    @hugoservatius: Hätten Sie nur früher was gesagt! Mein Gatte und ich waren am Wochenende in Berlin…
    er ist übrigens nicht an meinem Äußeren desinteressiert (ganz im Gegenteil ;-)). Er bevorzugt aber einen sportiveren Kleidungsstil, würde den auch gerne an mir sehen und folglich kommen wir da nicht immer auf einen grünen Zweig. Wahrscheinlich wird er in 10 Jahren nur noch Camel active, Lacoste, Hilfiger & co. tragen während ich neben ihm in Etro-Kostümen oder im Pelzmantel auf High Heels stöckel oder so. Gibt dann bestimmt ein lustiges Bild ab…
    (meine „Verzweiflung“ in Sachen Kleidung ist übrigens auch darauf zurückzuführen, dass ich zum einen sehr mäkelig bin und zum anderen die Finanzen zwar schon besser als zu Studentenzeiten, aber noch nicht ganz abgehoben sind. An Don Alphonsos Maßstäben gemessen bin ich sogar arm).
    Und danke für das nette Kompliment :-)
    @Foersterliesel: Ebenfalls ein dankeschön für den Link, da würde ich sogar zwischen „chocolate“ und rot schwanken, ersteres ist etwas besser kombinierbar. Mal sehen :-)

  196. Don Alphonso,
    Sie aber tragen...

    Don Alphonso,
    Sie aber tragen die Schürze mit Stil. Ich trage sie einfach, weil ich kein zweites Hauskleid im Schrank habe und folglich nicht riskieren kann, beim Kochen dieses zu verschmutzen ;-) und meinem Gatten dann in Jeans und T-Shirt aufwarten müßte.
    Und die Staubmäuse (bei uns Wollmäuse), Himmel wie schrecklich. Ich bin drauf und dran nun doch einen Teil meines erarbeiteten Geldes aus meiner unselbständiger Tätigkeit (so steht es in meiner Steuererklärung) in die Hände einer „Perle“ zu legen. Meine Grandmère hatte selbst in der SBZ eine Zugehfrau (so nannte man das in Berlin). Also sollte doch hier, in der kleinen Stadt vor der Höhe so etwas auch möglich sein.

  197. Sehr geehrter Herr Don,
    Sie...

    Sehr geehrter Herr Don,
    Sie sollten einmal nach Paris kommen, dann würden Sie bemerken, dass das Tragen einer kuscheligen Tierhaut keineswegs das Privileg neureicher Russenweibchen ist. Au contraire, jede Pariserin, die etwas auf sich hält (die echte Pariserin, mit Wurzeln, die bis zur Princesse de Clèves zurückreichen), hüllt sich dieses Jahr in so ein Fellteilchen ein, allerdings ohne Ärmel, über einem Blazer getragen und mit Möglichkeit mit Slimjeans kombiniert. (So etwas kann sich eine fette bayerische Provinzbourgeoise natürlich nicht leisten…) Also unabhängig wie die Pariserin nun eimal ist, lässt sie sich doch nicht von irgendwelchen frustrierten Tierfellschützern das plaisir der tierischen Wärme verderben, und abends zu Hause, bei einem Gläschen Ruinart, kann man das auch auf nackter Haut tragen…

  198. La Parisienne, mi ist...
    La Parisienne, mi ist durchaus bewusst, dass in anderen Ländern andere Sitten herrschen, man siehe da auch die italienische Gans – aber dieses kleine Blog hier beschäftigt sich explizit mit den deutschen Standesvertretern. Und dick, wenn ich das so sagen darf, sind die verbliebenen Trägerinnen auch im Norden.
    .
    Frau Waldwuff, die Perle wäre auch ein Thema – allein, ich denke, die eigene Sphäre muss ich selbst reinigen können, sonst wäre ich ein Versager. So schlimm ist das alles nicht. Und die besten Ideen habe ich beim Abtrocknen.

  199. unellen, drum prüfe, wer sich...
    unellen, drum prüfe, wer sich ewig bindet…

  200. Wenn selbst das...
    Wenn selbst das Großbürgertum selbst abtrocknet, wie soll ich dann meiner weiblichen Verwandtschaft klar machen, dass ich eine Haushaltshilfe mir nehmen möchte. Wo ich gerade einen Mann und ein Kind habe.
    Hilfe – da hatte ich mir doch mehr Unterstützung von Ihnen erhofft.
    Also weiter alles selbst. Wo bleibt da nur mein Zeit?
    Aber bitte, bitte schreiben Sie einmal über das Thema „Perle“ oder „Zugehfrau“. Vielleicht werde ich dann von der schrecklichen Idee lassen. Und mich nicht nur im Büro der unselbständigen Tätigkeit hingeben, sondern daheim auch noch der zwar selbstbestimmten aber doch auch notwendigen Tätigkeit der Hausarbeit wieder bereitwillig hingeben.

  201. Gut, dann mache ich das...
    Gut, dann mache ich das nachher.

  202. Werden echte Pelze auf den...
    Werden echte Pelze auf den Modenschauen/ Verkäufen benutzt?

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