Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Preisbapperlumkleber und Toilettenspülbeckentrinker

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Mitunter lese ich erstaunt, dass es eine neue Bürgerlichkeit geben soll, die gleichermassen reich und aufgeklärt ist, die Geschmack hat und nicht Klientelparteien wählt, um bereichert zu werden, sondern aus liberaler Überzeugung. Ich muss verwundert Kenntnis nehmen von der Vorstellung, die Berliner Republik sei gar nicht mehr das graue, knausrige Deutschland seiner alten Oberschicht, sondern weltoffen, freizügig und stets bereit, mit Händen auszugeben, was ihnen ihre Leistung beschert. Ich war in Berlin, ich war in München und am Tegernsee, und ich gehöre zu diesen Kreisen, und möchte sagen: Alles gelogen. Es sind immer noch die alten Preisbapperlumkleber und Toilettenspülbeckentrinker wie immer.

Die Schweine ändern sich, der Trog bleibt.
Meine Grosstante Mami

Am Samstag gehe ich auf den Wochenmarkt. Ich könnte schlanker sein, und kaufe deshalb noch etwas bewusster als sonst ein. Bei Frau D. etwa Feldsalat aus Eigenbau, und keine Trüffelbutter. Ich erkläre das mit meiner Figur; Frau D. versteht die Vertraulichkeit und empfiehlt mir, vor jedem Essen ein Glas Wasser zu trinken, das füllt den Magen, und dann isst man wenig. Das aber, betone ich, wäre doch schlecht für sie und Frau M. und Herrn S. vom Käsestand und überhaupt solle sie doch bedenken, dass sie alle älter sind als ich – sicher kann meine Nahrungsaufnahme mein Leben verkürzen, doch ist es nicht wahrscheinlich, dass sie davon in ihrer Lebensspanne davon Einbussen erleben. Im hier und jetzt jedoch wäre der Ratschlag eher ihrer Geschäfte hinderlich. Frau D. aber insistiert, dass man mit dem Glas Wasser schon früher am Essen gespart hätte. Ich bin etwas überrascht, denn Frau D. besitzt nicht nur eine famose Trüffelquelle, sondern auch einen üppigen Bauernhof in bester Lage, wo man sich die Bauern eigentlich rund wie Tonnen und voller Cholesterin bis in die Haarspitzen vorstellt. Dem aber scheint nicht so zu sein, man habe gespart, wo es nur ging, berichtet Frau D.. Ich klage noch etwas über meine Figur, und Frau D. antwortet, sie hätte hier noch ein Packerl Trüffelfettucini, das angerissen sei, sie dürfe es nicht verkaufen, aber sie wolle es auch keinesfalls wegwerfen, also schenke sie es mir. Ich will gar  nicht wissen, was passieren würde, wenn ich behauptete, ich sei zu dünn.

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Am Montag bin ich zuerst am Tegernsee, wo ich in dieser Jahreszeit lange sitze und über Zeit nachdenke, und dann in München. Nach den Geschäften erreicht mich der Anruf einer Bekannten, ob ich nicht Lust hätte, Essen zu gehen. Ich sage, ich bin zu fett und nichts passt mir mehr, und sie sagt, wir treffen uns in einer Stunde in einem beliebten Lokal im Glockenbachviertel, wo sich die Leute so zerrissen stylen, wie sie in Berlin der Not gehorchend sind. Meine Bekannte lässt es sich nicht nehmen zu bezahlen, weil sie, abergläubisch wie sie ist, das Schicksal heute mit sich versöhnen möchte.

Es sei nämlich so gewesen, sie war zu Mittag mit Kollegen essen. Ein Kollege, der sich trotz Unterhalt für die Erstfrau eine Zweitfrau mit Kindern und Pferden leistet, gehört ansonsten zur sparenden Gattung Mensch, und für dieses Bestreben sah man sich genötigt, ein günstiges Restaurant aufzusuchen, wo er das Schnitzel von der preiswerten Tageskarte bestellte. Und kein Getränk, natürlich, denn Getränke sind unverhältnismässig teuer. Die Bedienung verlangte 6,90 Euro. Er gab ihr 10 und meinte, den Rest könnte sie behalten. Sie verliessen die Gaststätte, und draussen sah er auf die Tafel, die den Preis des Schnitzels verkündete. Die Bedienung habe ihn betrogen, empörte er sich, sie habe 9,90 gesagt. Seine Kollegen jedoch hatten 6,90 vernommen, und sie beschichtigten, er musste sich verhört haben. Das jedoch erzürnte ihn noch mehr, und es hätte trotz der Proteste aller Anwesenden nicht viel gefehlt, und er hätte das Lokal erneut betreten und der Bedienung die drei Euro wieder abgenommen. Erstaunlich bei einem Mann, dessen Stundensatz beinahe im vierstelligen Bereich liegt. Am Nachmittag liess er einen Hausjuristen prüfen, ob er nicht doch seinen Anspruch auf das zuviel bezahlte Trinkgeld durchsetzen könnte. Und deshalb, sagt meine Begleiterin, sehe sie sich nun veranlasst, die Gerechtigkeit auf der Welt mit mehr Trinkgeld wiederherzustellen.

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Mittwochs, ich bin längst zurück am Tegernsee, ist das Wetter nicht perfekt. Es ist etwas zu kühl für meine Garderobe, also fahre ich nach Bad Wiessee zu einem ersten Haus am Platz. Dort entdecke ich einen hübschen Merinopullover, und auf dem Weg zur Kasse springt mich hinterrücks ein dreistes Kaschmirsakko an, das zudem zu meinem neuen Hut passt. Ich finde diese Art der Selbstvorstellung ungehörig, aber denke mir dann, dass dieses Sakko nicht so teuer ist wie jene Grippe, die ich unzweifelhaft bekomme, wenn ich zu dünn angezogen am See sitze, und beschliesse, mit dessen Erwerb Krankheit und Medikamente einzusparen.

An der Kasse dieses ansonsten dank Hemschwellenarchitektur nicht überfüllten Geschäfts stehen schon etliche Herren, und ganz vorne gibt es ein Problem. Offensichtlich war eine Hose nicht richtig ausgezeichnet, was die Verkäuferin bemerkte. Der Käufer, ein reichlich lauter Schwabe mit sehr blonder Frau in Hermès, ist offensichtlich nicht bereit, das zu akzeptieren, und verlangt, die Hose aus dem Sonderangebot zum noch niedrigeren Preis auf dem Bapperl zu bekommen. Die Verkäuferin bedauert, dass sie es nicht machen kann, woraufhin der laute Schwabe noch etwas lauter wird und am Ende von der standhaften Verkäuferin ihren Namen verlangt; er werde da beim Chef mal anrufen und nachfragen, wenn sie auf dem höheren Preis bestehe. Die Frau in Hermès schaut unterstützend giftig. Mit stoischem Gleichmut ignorieren sie die dezenten Blicke auf die Uhren, mit denen die Nachfolgenden andeuten, dass sie nun genug gesehen haben. Irgendwann geht der Schwabe, seine Frau nach sich ziehend, zackig aus dem Geschäft. Ohne Hose. Ich bin ohnehin der höflichste Mensch, aber ich behandle die Verkäuferin mit allerhöchsten Zuvorkommen, und sage, sie habe das gut gemacht.

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Am Freitag habe ich genug vom schönen Wetter am See, zudem kommt schlechtes Volksparteienvolk nach St. Quirin in meiner Nachbarschaft, und meine Vorräte sind am Ende. So beschliesse ich, den Heimweg an die kleine, dumme Stadt an die Donau anzutreten. Bei der Gelegenheit statte ich meinen Eltern einen Besuch ab und transportiere einen kleinen Teil des frostempfindlichen Urwalds in den Keller. Es kommt auch der Mann von der Kriegsgräberfürsorge und wird nicht ohne Spende weggeschickt, aber er erzählt, dass es hier nicht überall so ist; genauer, nirgendwo sei die Spendenbereitschaft geringer; im Gegenteil, er hörte schon brüskierende Sprüche wie „Mir schenkt auch keiner was“ – so gesprochen an einer hohen Tür der kleinen, dummen Stadt. Womit mir Ursache und Wirkung gleichermassen ausgedrückt scheint, denn von grosszügigen Menschen hört man dergleichen nicht.

Also, wobei ich natürlich auch sagen muss, dass mir die Grosszügigkeit der offensichtlich sozial benachteiligten Unterschichten im Deutschen Bundestag mitunter etwas zu weit geht. Meine Mutter erzählt mir von jenen Abgeordneten, die sich auf Bundeskosten jene Schreibgeräte bestellten, die man eigentlich einfach hat, wenn man aus einer halbwegs ordentlichen Familie kommt; sei es durch Geschenk oder Erbfolge. Ich kannte sogar Startup-Gründer, die sich ihre Füller selbst kauften; darunter muss man wohl auch Leute ansiedeln, die sich Volksvertreter nennen. Meine Mutter bringt mir den Spruch in Erinnerung, den meine Grosstante prägte: Die Schweine ändern sich, der Trog bleibt.

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Es schmerzt mich sehr, nach dieser Woche ausgerechnet der ZEIT und mit Frau Dückers einer Berliner (!) Autorin Recht geben zu müssen, aber nach den Erfahrungen dieser Woche, die sich lückenlos in meine sonstigen Erlebnisse mit der Sparsamkeit in meinen Kreisen einfügen – und manche zu berichten wäre an dieser Stelle beim besten Willen nicht schicklich – nach all den Erlebnissen schient es mir absolut nicht sinnvoll darauf zu hoffen, dass die sogenannten Leistungsträger der Gesellschaft bereit wären, freiwillig den Benachteiligten Gaben zukommen zu lassen. Ich kenne in meinen Kreisen zu viele Sprüche – meinst Du, ich hau mein maul an das Tischeck hin, wir kommen von Federn auf Stroh, lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt etwas geschenkt – die die einzige Weisheit des Reichtums verkünden: Reich wird man durch behalten, arm wird man durch hergeben.

Von dieser Weisheit leben nun mal Steuerberater und Schweizer Banken, Berliner Lobbyisten und Heerscharen von Journalisten, die der Umverteilung das Wort reden. Von Oben jedoch käme nur dann etwas zurück, wenn man bereit wäre, ärmer zu werden. Wer im Rahmen der Erfindung einer aufgeschlossenen, reichen, gebildeten und dennoch sozial bewussten Oberschicht im schwarzgelben Deutschland behauptet, das läge im Wesen meiner Klasse, kennt sie entweder nicht, oder er lügt. Es gibt Lippenbekenntnisse, es gibt öffentlich sichtbare Charity, aber im Kleinen wird das Preisbapperl umgeklebt, und nach dem Schnitzel auf dem Klo aus dem Wasserhahn gesoffen. Und es gibt natürlich Frau D., und ihre famosen Trüffelfettucini. Aber auf die Ausnahmen würde ich mich nicht verlassen wollen.

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Begleitmusik: Ich möchte mich hier auch gar nicht der Hoffnung hingeben, dass es in den besseren Kreisen des italienischen Spätmittelalters anders zugegangen ist. Die Höfe waren auch damals schon Rattennester voller Giftmörder und selbstgerechter Beutelschneider. Die Klöster pinselten die Akte der Nächstenliebe in prunkvolle Codices und liessen die Armen vor den Toren krepieren, denn das Elend in den Städten hielt die Preise für die Arbeiter niedrig, die gerne übersehen werden, wenn man den Reichtum der Renaissance bewundert. Immerhin hat diese Epoche mehr hervorgebracht als Auswahlsendungen mit Popmusik: Suso in Italia bella nennt sich die ausgesprochen feine CD des Ensembles La Reverdie mit Musik von den Höfen und aus dem Klöstern jener Epoche, die, spät Nachts gehört, einen fortträgt von all den Bildern der kleinen, dummen Gier der besseren Gesellschaft.  

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213 Lesermeinungen

  1. So Leute sind mir nie im...
    So Leute sind mir nie im realen Leben nie begegnet, solche Geschichten kenne ich nur aus Donald-Duck-Geschichten.
    Es steht Ihnen frei, daraus Rückschlüsse auf meine soziale Herkunft zu ziehen.

  2. ... da faellt mir doch die...
    … da faellt mir doch die Frau Biedenkopf ein, die sich sich so gern in einer noblen Umgebung bewegte u. zeigte. Doch was machte sie bei Ikea? Tja, das legendaere Billy-Regal, gibt es halt nur hier. Immerhin achtete sie auch hier, anders als jeder Prolet, auf den feinen Unterschied: Sie feilschte berserkerisch um den Preis, wie auf einem orientalischen Basar.

  3. Eine Vision:
    Im Schrittempo im...

    Eine Vision:
    Im Schrittempo im offenen Rolls Royce durch Rottach gleiten und dabei, ohne Hast in regelmäßigen Abständen ein Bündel 5-Euro-Scheine hinter sich in die Luft werfen…

  4. Guten Morgen, werter Don.
    ...

    Guten Morgen, werter Don.
    Ihre Schilderung fügt sich ausnahmslos in alltägliche Erfahrungswerte meines schönen großen Dorfs an der Isar. Da ich mit einem sehr weiten Radar durch die Welt ziehe, sehe und höre ich reglemäßig zu was gewisse Menschen mit üppigen Finanzen fähig sind. Daß diese mittlerweile die Discounter stürmen und auch anonsten einen pathologischen Geiz zur Schau stellen – geschenkt. Beklemmend ist die offensichtliche Unkulturvierheit und durch nichts zu begründende Hochmut. Was Ihre kleine Sorgen bezüglich Gewicht und Cholesterin betrifft, darf ich Sie darauf hinweisen, daß leichtes Übergewicht, evidenzbasiert, lebensverlängernd wirkt und ein erhöhter Gesamtcholsterin keine Aussagekraft hat. Wichtig sind sdLDL (small dense LDL/kleine dichte LDL) und die Triglyzeride. Sonntäglicher Gruß.

  5. Lieber Don,
    wenn das...

    Lieber Don,
    wenn das körperliche Gewicht dem geistigen Gewicht nacheifert dann wird man eben gewichtiger. Das ist Ausdruck von Persönlichkeit. Hier in Berlin lieben sie nicht mehr so sehr das Zerrissene. Dafür ist einfach zu vielen zu viel zerrissen worden. In einem Land in dem ein Hotelzimmer für 1,99 nach einer Abreise gereinigt werden soll, ist Endzeit angesagt.

  6. Teutobrecht, ja, die Frau...
    Teutobrecht, ja, die Frau Biedenkopf hat durchaus die Funktion eines leuchtenden Vorbilds bei solchen Bemühungen. Sie steht in einer grossen, landesherrschaftlichen Tradition, so muss man das wohl sehen.
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    HansMeier555, damit ein Reicher sich buckelt, reicht schon ein Cent.

  7. Guten Morgen. lieber Byron,...
    Guten Morgen. lieber Byron, eine gewisse Fettschicht, das weiss man von Robben, ist ja durchaus gut gegen Kälte, und man kann dennoch grazil schwimmen. Also, zumindest als Robbe. Nach meiner Beobachtung ist es im Übrigen so, das auch in der besseren Gesellschaft Aldi und Co geradfe gegen 1-Euro-Schnäppchenmärkte gewinnen. Sobald man mal auf der schiefen Ebene ist, gibt es kein Halten mehr.
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    Jochen Hoff, sicher, unten ist nichts mehr zu holen, da ist alles auf Kante genäht. Die Frage ist nur: Warum haben wir dann eine Regierung die, ich kann es nicht anders sagen, mich massiv bevorzugt und jene, die sie mehrheitlich gewählt haben, mehrheitlich – nun, ich darf vielleicht an dieser Stelle mal auf diesen meinen Text zu den Hotelsubventionen verweisen:
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1533147/
    Man sieht also: Es ist vielleicht nicht schön, wie es ist, aber es ist so gewollt. Mir bleibt nur drr Hinweis auf die lächerlichen Aspekte.

  8. Don, dieser vierstellig...
    Don, dieser vierstellig aufschreibende Erbsenzähler passt so gut zu denen, die sich dann noch, gehen sie mit „Freunden“ essen, eine Quittung ausstellen lassen. Alles schon erlebt. Sie passen auch so schön zu den Schnäppchensuchenden SUV-Drivern, die ihre Restaurantbesuche gern namentlich und öffentlich machen – selbstredend auch Etikettentrinker sind. Wahre Genießer indes sind sie nicht.
    Zu hoher Cholesterinwert, geehrter Don, ist mit einhergehender Fettschicht nur dann problematisch, wenn sie einen in die Cashmere Läden wegen zu engen Sitzes treibt. Allerdings dies letztlich nur eine Frage des Geldes….oder/und des Insistierens beim Bapperl.
    Nach knapp dreißig Jahren der gepflegten Gourmandise in vielerlei Ländern ist allein schon das überall erlebte lebensverlängernd, denn der Geist……
    @Teutobrecht, war nicht der ehemalige Landesvater als Nutzer von Billigarbeitskräften via Arbeitsamt in seinem Hause bekannt geworden. Und auch der ehemalige Finanz-Sparminister, der sich zuvor in Hessen das Arbeitszimmer für 100.000DM richten lies, war nicht so zögerlich beim Ausgeben. Nun ja, geehrter Don, auch da sage ich stets: die Schweine haben gewechselt, die Tröge sind die selben.

  9. "damit ein Reicher sich...
    „damit ein Reicher sich buckelt, reicht schon ein Cent.“
    …und da wären wir bei Dagobert Duck; der Kreis schließt sich zu der wundervollen Lektüre von HansMeier555: hoffentlich die alten „guten“ Geschichte von C.Barks/E.Fuchs, die hier natürlich gesammelt und gebunden im (leider auch nur „Billy“-) Regal stehen.

  10. Lieber Don Alphonso, ich...
    Lieber Don Alphonso, ich denke, Ihre Beobachtungen sind Einzelfälle von bestimmten Personen. Der Herr mit dem Schnitzel, das ist ja schon pathologisch. Das sind oft Kompensationen für hemmungslosen Konsum auf der anderen Seite. Wie unser Bekannter, der sich eine Segelyacht kaufte und stundenlang über den Preis einer dazugehörigen Lampe mockierte.
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    Ich esse gerne Brezen, deren Preise sind mir daher sehr geläufig. Wenn mir Preis und Qualität nicht im Einklang zu sein scheinen, kaufe ich schonmal die Breze nicht. Im Prinzip lächerlich, gebe ich doch Unsummen für andere Dinge aus. Bin ich nun genauso, wie unser Bekannter? Bedingt der Kauf einer Segelyacht gleichzeitig die Akzeptanz überteuerter Preise auf Bagatellniveau?
    .
    HansMeier555, „Wer den Taler nicht ehrt…“ – neben Asterix gehören die Entengeschichten, speziell von Carl Barks und Don Rosa, zu meinen Favoriten. Falls Sie Zweiteren noch nicht kennen empfehle ich:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Onkel_Dagobert_–_Sein_Leben,_seine_Milliarden

  11. .....zu den "Schweinen und...
    …..zu den „Schweinen und Trögen“ gehört selbstredend die Wandlung en passant vom Witschaftsminister zum Verteidigungsminister. Nur so ist der Bogen von früher zu heute evident geschlagen.

  12. @Don
    Natürlich reicht 1 Cent,...

    @Don
    Natürlich reicht 1 Cent, aber es geht mir ja nicht darum, irgendwen bloßzustellen.
    .
    Den besseren Kreisen fehlt die Konzentrik, die gegenseitige soziale Kontrolle, die Gefahr, sich lächerlich zu machen. Früher machte man in grandioser Manier Schulden und ließ dann den Wechsel platzen. Aber um 5 Cent feilschen, das hätte es nicht gegeben.

  13. teutobrecht,
    bodenkipfs werden...

    teutobrecht,
    bodenkipfs werden noch sehr viel mehr durchgestochen haben. das interessierte seienerzeit im wilden osten niemand, solange die das gefühl oder auch die gewissheit hatten davon selber zu profitieren.
    erst als die gewissheit und das gefühl abhanden kamen, geilte man sich an solchen lappalien auf. schreistaat faxen, sage ich immer.

  14. "auf Bundeskosten jene...
    „auf Bundeskosten jene Schreibgeräte, die man eigentlich einfach hat“
    Gibt es eigentlich psychologische Betreuung für diejenigen, die das Unglück haben, in ein Repräsentantenamt gewählt zu werden? Ich meine für diejenigen, die schon länger da sind ja leider nicht, das weiß man ja. Die haben auch gar keine Zeit für sowas. Aber vielleicht wenigstens ein Einführungsseminar für Neulinge?
    Ich kann mir die Enthemmung einfach zu gut vorstellen, so wie allzu viele Leute auf einmal großzügig, ja verschwenderisch werden, wenn es nicht das eigene Geld ist. Und sich auch noch im Recht fühlen dabei.

  15. Lieber Don Alphonso,

    Ihr...
    Lieber Don Alphonso,
    Ihr aktueller Beitrag bringt die Dinge treffend auf den Punkt. Ich muss gestehen, dass mir das alles sehr bekannt vorkommt, ich darüber aber eigentlich noch nie wirklich reflektiert habe. Allerdings scheint mir der vordergründig sorglose Umgang mit Geld häufig ein Signum der Neureichen zu sein. So gesehen empfiehlt es sich vielleicht schon aus Gründen der Distinktion, einen gewissen Geiz zu pflegen.
    Viele Grüße aus Norddeutschland!

  16. …hmmm… famos! Ich weiß,...
    …hmmm… famos! Ich weiß, es ist ein wenig vermessen, aber Ihr erinnert mich in Eurer vorzüglichen Art an einen gewissen Harry Tudor.

  17. Bei vielen Deutschen bedeutet...
    Bei vielen Deutschen bedeutet Essen die Aufnahme von Nahrung, damit der Körper einen weiteren Tag produktiv sein kann. Das kann beim Stahlarbeiter ebenso sein wie beim Vorstandsvorsitzenden oder anderen, die sich zu den „Stützen“ zählen. Für diese Leute reicht Aldi und Co. völlig aus. Warum teurer Käse, wenn es das Analogzeugs auch tut? Wer das Geschmacksempfinden nicht hat, für den sind gute teuere Sachen Perlen vor die Säue geworfen.

  18. Werter Don,
    .
    man könnte auch...

    Werter Don,
    .
    man könnte auch sagen: „Die Schweine sind immer dieselben, auch wenn die Tröge wechseln“ –
    .
    was die Lebensklugheit Ihrer Tante bestätigt und ehrt. Im Übrigen, „panta rhei“ – wobei viele Menschen dies nicht wahrhaben wollen. Wir sehen ( und bewerten ) „die Wirkungen“, sie sind die Folgen von „Ursachen“ – und nur aus ihnen verstehen wir unsere Zeitgenossen.
    .
    Wenn der „Preisbapperlumkleber“ damit glücklich wird ( weil er sich nun der schlechten Welt ebenbürtig fühlt, als „Kleinmadloff“ ), weil er „es ihnen mal heimzahlt“, den Großen, Mächtigen – nun, dann richtet er wenigstens keinen größeren Schaden an, bei aller Unmoral. Wie Politiker, Rechtsanwälte oder auch Anlageberater.
    .
    Na, diesmal war ich aber etwas geschwätzig.
    .
    Gruß Hanskarl

  19. …noch: »Ist es nicht...
    …noch: »Ist es nicht erschreckend an wievielen Orten man dem Schwein in sich selbst begegnet? Selbst mich ängstigte es so oft, dass ich des Nachts aufstand um es in meinen Aufzeichnungen zu schmähen. Nur der beruhigende Duft erlesener Speisen auf poliertem Silber konnte es mich vergessen machen. Wäre nur nicht die quälende Stimme meiner Tante, die mich in den unruhigen Schlaf begleitete…« usw., usw.

  20. Don, haben Sie mittlerweile...
    Don, haben Sie mittlerweile den Aufnäher „pure cashmere“ entfernt? Kenner wie Sie haben den nicht nötig.
    Originell (und ehrlich noch dazu) fände ich dagegen einen Aufnäher in H&M-, kik-, C&A- und sonstiger Synthetikware „not pure cashmere at all“. Was nicht heißt, dass ich ein Problem damit hätte, wenn Leute, die sich teure Kaschmirpullis etc. nicht leisten können, mit Klamotten aus den genannten Läden herumlaufen.
    Entsetzlich finde ich die zunehmend auch bei Reichen festzustellende Unart, Luxusmaterialien zum Preis von Massenware kaufen zu wollen (da war der Schwabe im Vergleich ja geradezu wählerisch).
    Sie bekommen in dem Moment – zu Recht – nichts anderes als Massenware. Das hat ein findiger Einzelhändler in Frankfurt schon vor langer Zeit spitzgekriegt und schreibt auf die Etiketten seiner „edlen Paschmina-Damenschals“ den Preis von 49,99 €, allerdings nicht die Zusammensetzung des Materials; ich vermute 70% Viskose, 20% Polyacryl, 7% Wolle, 3% Kaschmir (wenn´s hochkommt). Marge: Geschätzte 450%.
    Ich muss sicherlich nicht erwähnen, dass in dem kleinen Geschäft samstags mehr los ist als in allen „Luxus“-Läden ringsrum zusammen.
    .
    Den Tenor, dass Wohlhabende ihr Geld naturgemäß besser zusammenhalten, kann ich nahezu uneingeschränkt bestätigen (Ausnahmen: sog. Steuersparmodelle, Bernie u.a. fraudulöse Veranstaltungen). Von nichts kommt nichts.

  21. All diese Aufforderungen,...
    All diese Aufforderungen, durch Konsum die Wirtschaft zu stützen – an wen richten die sich eigentlich?
    An den Gast, der nicht mehr als 10 Cent Trinkgeld geben will oder an die Kellnerin, die 7 Euro Stundenlohn kriegt?

  22. Guten Tag! Ich bin in...
    Guten Tag! Ich bin in fuerchterlicher Eile, da ich die letzten Tage und Abende mit Schabernack zubrachte, die Selbstsausbeutung etwas hintanstand, und die muehsam eingefahrene Apfelernte sich (unerklaerlich) in Luft aufloeste.
    .
    Zum Thema Kalorien, Leckereien und ihren vermeintlich boesen Folgen, bitte ich dies hier zur Kenntnis zu nehmen:
    http://www.galore.de/interviews/2009-07-25/udo-pollmer.

  23. Sagen wir es doch einfach mit...
    Sagen wir es doch einfach mit Dietmar Wischmeyer: http://www.wer-weiss-was.de/theme204/article2096929.html

  24. Ich seh das mal so: Das Mehr...
    Ich seh das mal so: Das Mehr auf den Rippen erhöht die Geschwindigkeit beim Rodeln, bei gleichzeitiger protektiver Wirkung im Schadensfall.

  25. ... und jetzt geizen sie auch...
    … und jetzt geizen sie auch noch mit Kommentaren…

  26. Pardon, trotz Sonntag stehen...
    Pardon, trotz Sonntag stehen Geschäfte auf dem Terminplan (und Torte, aber hauptsächlich echte Arbeit.
    .
    Klaus und HansMeier555, da reicht es auch, die weitaus simpler gestrickte Wirtschaftspresse zu lesen, denn mit diesem Bücken haben einige Herrschaften auch vor der Presse kokettier. So zeigt man in bankierskreisen, dass man noch nicht völlig abgehoben ist. Und dass man auch weiterhon vertrauen kann, denn wer einen Penny aufhebt, der wird sich auch um das Geld anderer Leute sorgen. Diese Leute wissen, wie Anleger denken.

  27. Propaganda! Die Wahrheit...
    Propaganda! Die Wahrheit ist:
    1. Steuern runter!
    2. Sozialstaat weg!
    3. Private Charity wird dann die Lücken füllen!
    Man kann diese drei Thesen auch ganz einfach überprüfen. Man nehme einfach mal jene Reichen und Superreichen, die dank großzügiger Behandlung niederländischer Steuerbehörden nur einen Bruchteil der normalen Steuern zahlen (z. B. Herrn Ackermann), oder jene, welche in der Schweiz Steuern in Witzhöhe zahen (z. B. Herrn Schumacher), und ganz generell betrachte man das Verhalten jener Menschen, die sich – trotz Reichtum – den Steuerzahlen entziehen.
    Und was findet man? Soziale Wohltaten in überquellender Fülle. Herr Ackermann hat dieses Jahr allein 30 Millionen Euro für ein Schulspeisungsprogramm für die verarmten Stadteile von Berlin gespendet. Herr Schumacher gab freiwillig ein Viertel seines Vermögens für eine Stipendiatenstiftung. Frau Mohn wiederum, …
    Oh. Huch. Stimmt ja garnicht.

  28. nico, auch in der Sache Essen...
    nico, auch in der Sache Essen gehen könnte man am Tegernsee… es gibt dort direkt an der Strasse nach Rottach ein erstes, besterntes Haus. Mit Parkplätzen hinter dem Haus. Aber eine gewisse Klientel parkt vor dem Haus, damit auch jeder sieht, dass dort dieser Wagen steht. Offensichtlich ist St. Tropez zu klein geworden und spuckt die alle wieder aus. Klarer Fall von mitnehmen, was man mitnehmen kann – auch wenn sich das Lokal deutsch mit Deppenapostroph schreibt.
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    Was das Fett angeht: Sollte ich wirklich mal daran erkranken, melde ich das als Berufskrankheit wegen der ganzen Bilder für dieses Blog. Immerhin liege ich dann nur dem Staat auf der Tasche und nicht, wie es die amerikanischen Kollegen tun würden, der FAZ, die dort drüben sicher verklagt werden würde, weil sie keine Warnhinweise unter den Bildupload tut a la „Das Hochladen von Tortenbildern und der Verzehr der Objekte schaden Ihrer Gesundheit“.
    .
    Ausserdem bin ich nicht wirklich dick. Mein Winterfell wächst nur nach innen.
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    mawu, dieses Gejammer über Preise verstehe ich absolut nicht., Entweder will ich etwas und kann es mir leisten: dann ist es die Sache wert und ich bin zufrieden. Oder es ist zu teuer. Das ist dann der markt, dann muss ich eben etwas anderes kaufen. Aber dieses Ausquetschen aller Möglichkeiten bis zum letzten Cent und das Aufgeilen daran ist mir wirklich vollkommen fremd. Besonders sind das dann oft jene, deren 10 Euro billigeres Zeug nach einem Jahr schlapp macht, und die dann jemanden suchen, der es ihnen möglichst billig wieder richtet, statt einmal was ordentliches zu kaufen.

  29. @Don
    Dann haben wir jetzt also...

    @Don
    Dann haben wir jetzt also eine Oberschicht, die auch noch darauf Wert legt, daß
    man sie für geizig hält?
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    Das sind bestimmt die selben Leute, die auch Ludwig II. auf dem Gewissen haben.

  30. HansMeier555, nicht geizig....
    HansMeier555, nicht geizig. Sondern mit einem Wertekanon gesegnet, der neben Geldbesitz auch die nötigen Einstellungen umfasst. Es ist ja nicht so, dass dergelichen durchwegs negativ beurteilt wird.
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    John Dean, die Leute, die das propagieren, verweisen gern auf amerikanische Philantropen und Stiftungen, übersehen aber die gänzlich andere Kultur in den USA. Dort gibt es einen sozialen Druck, sich sozial zu engagieren. Inweiweit das dann wirklich die Probleme der USA löst, ist natürlich nochmal eine andere Frage, aber die müsste man den Nichtkollegen bein Springer und den sonstigen Beihelfern der neoliberalen Weltunordnung stellen.

  31. Obelix: "Ich bin nicht dick,...
    Obelix: „Ich bin nicht dick, ich bin nur stark gebaut. Ausserdem fiel ich als Kind in den Zaubertrank!“

  32. Entscheidet selbst (aus der...
    Entscheidet selbst (aus der Vorbereitungsphotoserie für die Grand Tour 2010)
    http://rebellmarkt.blogger.de/static/antville/rebellmarkt/images/voyasmi.jpg
    Es könnte schlimmer sein. Ich muss eben aufpassen, aber morgen Nachmittag habe ich weiteres Pflanzenschlepptraining, und meine Mutter hat riesige Oleander. Eine ganze Garage voll.
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    nico, generell würde ich sagen, dass die Schlüsselfunktion eines Saumagens, alles auszuahlten und schlucken zu können, im politischen Alltag nicht die schlechteste aller Eigenschaften ist.

  33. Don Alphonso, ja eben, dieses...
    Don Alphonso, ja eben, dieses Ausquetschen bis zu letzten Cent finde ich auch wiederlich. Das mache ich auch nicht bei meinen Lieferanten, leider machen das meine Kunden mittlerweile mit mir…
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    Ich habe nur keine sonderliche Lust, beim Backspielhaus gegenüber für ein gutes Croissant 1,50 Euro zu bezahlen, wenn der Donut Laden unten an der Barerstraße für 80 Cent original französische hat. Oder an der Tankstelle 1,50 Euro für eine vertrocknete Breze, wohingegen die mit besten Brezen bei der Hofpfisterei 80 Cent kosten und das ist auch schon überdurchschnittlich.

  34. Ich denke, die Systzemfrage...
    Ich denke, die Systzemfrage beim Backen ist einfach Bäckerei gegen Heissluftaufpuster. Normalerweise hat man daheim seine Bäckerei, und das war es dann. Für meine lebenszeit wird es auch so bleiben, und wenn nachfolgende Generationen das nicht mehr wollen, bekomme ich es nicht mehr mit.
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    dr bräzlbaul, nun, Sachsen war ein tolles beispiel dafür, was man mit Menschen anstellen kann, wenn man ihnen verspricht, dass sie wie Bayern werden. Das Ganze war ja de facto Münchner Protektorat. Und sollte es Bayern dereinst auch derbröseln, dann ist Sachsen ein gutes Vorbild für die entsprechenden Abläufe.

  35. Not quite like Beethoven, die...
    Not quite like Beethoven, die mir besser bekannten Fälle berichten von Einführung und Mentorenprogrammen, um die Neulinge mit den gepflogenheiten vertraut zu machen – so wird bei der CSU aufgepasst, dass keiner aus dem Spucknapf – nein, das war jetzt gelogen. Aber gemeinhin lernt der Mensch schnell, wenn es um das eigene Wohl geht. Die betreffenden Personen waren dann wohl auch eher die alten Hasen.
    .
    Lieber H. Müller, das würde ich nicht so simpel beschreiben – denn auch, wenn solche Neureichen beim Konsum gern über die Stränge schlagen, ist das noch immer etwas anderes als „Grosszügigkeit“. Und niemand versucht gemeinhin mehr als der neureiche, sich nach unten abzuschotten. Reden Sie mal, wenn Ihnen einer unglücklicherweise vorgestellt wurde. mit bsolchen Leuten über Putzfrauen, dann verstehen Sie vielleicht, wenn es der „richtige“ ist.

  36. Unser Musikvorschlag dazu?...
    Unser Musikvorschlag dazu? Zappa, „Whippin Post“ . (Wer da nun dransteht oder hingehört, oder warum man sich manchmal gepeitscht fühlt, weil Bobachtungen wie oben geschilderte nun Mal wehtun … .)
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    http://www.youtube.com/watch?v=txt6Dg8dAL8
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    Auch gut von den Allmann Brothers, natürlich die legendäre Aufnahme aus dem Fillmore East von ’71: http://www.youtube.com/watch?v=TsG5UkSZVFs

  37. "... und meine Vorräte sind...
    „… und meine Vorräte sind am Ende“. Immer wieder wunderbar, wenn solche sprachlich aktiv werden und sich umgangssprachlich finalisierten. Das pralle Leben. Gesucht und gefunden. (Dank dafür!)
    (Wenn man drei oder so Kinder hat, kann es passieren, dass noch drei oder vier weitere Kinder („Blagen“, „Penns“) zu Besuch sind. Dann heißt es schon im (eigenen, sic) Hausflur „spontan die leichte Bergausrüstung parat und einsatzbereit zu haben, Um am besten weitgehend unverletzt darüberklimmen zu können, die Nikes in Haufen, Gr 46-49, nämlich … . („Du hättest ruhig auch noch ein paar Stunden später kommen können, unsere LAN dauert nämlich noch! … („Ehrlich? Ach…“)) „Kaschmir zu Polyester“ kommt manmal ganz von alleine. Und hat oft – gar nicht überraschenderweise – ein wunderbar entspanntes Gefühl zur Folge. („So schlimm kann es also nicht werden“). Und ist so mit der Liebe: Oft ist man froh, wen sie einfach (noch) leben, nicht krank sind oder Schlimmeres, was er/sie dann trägt oft vollkommen nebensächlich.)

  38. Als Begleitmusik ist auch...
    Als Begleitmusik ist auch dieses hier nicht zu verachten, selbst kommt die Dichtung auf schweren Schuhen daher:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=LVGmXZEQV7k

  39. Solche krankhaft geizigen...
    Solche krankhaft geizigen Leute sind mir unerträglich, einfach peinlich! Nachdem ich zweimal das Vergnügen hatte, mit einer Bekannten Essen zu gehen, die sich vor dem Bezahlen auf die Toilette verabschiedete (das auf den Cent abgezählte Geld, OHNE Trinkgeld, legte sie mir vorher hin) – ist sie definitiv von meiner Liste der näheren Sozialkontakte gestrichten worden.
    Furchtbar, mit einer Person zu speisen, die jeden Monat Unsummen für Kleidung und sonstigen Schnickschnack ausgibt und an 2 Euro spart.

  40. @Don Alphonso/Entscheidet...
    @Don Alphonso/Entscheidet selbst
    Also, auf dem Bild kommen Sie mir aber nicht dick daher.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dasss man ab dem 40sten eh etwas zulegt.
    Ich bin jetzt 56 und schwanke bei 183cm immer zwischen 90 und 96kg ohne dabei fuellig zu wirken.
    Mit 40 Jahren waren das noch 86kg.
    Aber gutgeschneiderte Kleidung kaschiert das alles ein bissel.
    Und wenn ich verliebt bin koennen auch rasch mal wieder 5 bis 6kg wegschmelzen…
    Tja, das muesste mir mal wieder passieren!

  41. Nur kurz angemerkt: "Es gäbe...
    Nur kurz angemerkt: „Es gäbe soviel zu schreiben, dass man gar nicht weiß, wo anfangen … .
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    Z.B. an eigenen Texten, die ungeschrieben koexistieren mit den ungeschrieben und den verfassten Texten z.B. zu Don’s Blogs … .
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    Beispiel: Neulich erwähnte Don die bekannten 250 QM-Bungalows, in die man Ende der 50ger, Anfang der 60ger umzog. Wers kennt könnte Romane dazu schreiben… . Wie sich zwölf Meter Flur mit der Küche am einen und dem Badezimmer am anderen Ende „anfühlen“. Wie eiskalt Kalksandstein (wie bekannt der Modestein damals) Winters anfühlt, weil er es ist. Wie der Kamin knisterte und wieviel Holz er verschlang. Wie dunkel Stäbchenparkett sein kann, wenn es 70 QM Wohnzimmer füllt. Wie die Heizungsanlage im Keller aussah: Einbaugeschweißte 12 Kubikmeter Vorratstank in hellgrauem Schutzanstrich, der Viessmann-Brenner in leuchtend-dunkelrot den senkrecht schwarzen Kesselblock in Kniehöhe von vorne penetrierend.
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    80 KW Heizleistung genau richtig für z.B. 360 qm des großzügigen Winkelbungalows im Hang (180 qm oben, 90 qm unten vorne raus, 90 qm Keller nach hinten. 80 KW Heizleistung – genau richtig und großzügig bemssen, denn bei einem Literpreis für Öl von 3 Pfennnige pro Liter wäre man ja auch dumm gewesen nicht so komfortabel mit der Zeit zu gehen. Die Tankfüllung zu 360 Mark nur. Total preiswert der Fortschritt.
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    Und selbstverständlich steht genau der Bungalow noch heute genauso da, äußerlich auf jeden Fall unverändert (höchstens mit 160 oder 200 mm ISOVER auf der Geschossdecke unterm Dach, Isolation nach oben, wo man sie nicht sieht. Aber nie nicht würde man die Aussenfassade dämmen, den „sortenreinen und stilechten Eindruck von damals“ versauen. Eher frieren wir … . (Oder gehen zum Aufwärmen auch schon Mal nachmittags auf zwei, drei Stunden zum Konditor: Ins erste Haus am Platz natürlich nur, denn ob die Erdbeertorte 3,20 oder 4,60 kostet angesichts ausufernder Heizkosten nicht die Frage. Und überhaupt, weil man es sich schuldig ist.)
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    „Sortenrein“: Zumindest, wenn das Haus noch in Erstbesitz oder Generationenweitergabe befindet. (Wenn man aber zwischenzeitlich mal an einen aufstrebenden Zahnarzt verkaufte (nicht: verkaufen musste) … dann garantieren wir natürlich für gar nix, so viel ist sicher.)
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    Und klar wurde das Haus von 1961 höchstwahrscheinlich bereits 20 Jahre später im liebsten und besten weitergegeben in der Familie, weil man selber soviel wohn- und Nutzfläche und in der Aufteilung nicht mehr brauchte: An Sohn/Tochter mit Schwiegertochter/Schwiegersohn am liebsten. Und in großzügigen Arrangements, damit die es sehr wohl etwas leichter haben.
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    Und wers kennt, weiß, wie es war: Wenn die Zugehfrau mal nicht kam, machte die Tochter/Schwiegertochter halt auch mal die ein- oder andere Hausarbeit selbst. Und warum auch nicht, zumal, wenn sie sowieso da sein musste?: Und die Kids blieben selbstverständlich an solchen gerbneund öfters zu Hause, brauchten nicht jeden Tag in den Kindergarten. (Wozu auch, wen nzu hause alles ok ist?). Fuhren die 12 Meter Flur stundenlang rauf und runter laut krähend vor Freude und um die Wette, „dass es seine liebe Lust hatte“, immer auch heftig an Wand oder Türzargen (Mahagoni) stossend („Nicht so wild Kinder. Passt auf. Mama hat es euch doch gesagt“).
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    Fuhren eben im eigenen Eigentum mit dem Bobby-Car großzügig spazieren, wenn Winters draußen die Strasse glatt waren und die Mutter keine Lust auf gemeinen deutschen Kindergarten und Schneematsch hatte. Und na klar war der Fußboden („Fliese in deutsch-gelb“; macht diesen wunderbare Sonnenton, der fast schon an Toskana erinnert, und wichtig! pflegeleicht ist.) Winters eiskalt, trotz hervorragender Heizung. „Aber mit Abhärtung kann man ja nicht früh genug anfangen“. Und oft wussten es die jungen Mütter auch nicht besser.
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    Weshalb auch schon mal „wie zufällig“ Mütter oder Schwiegermütter („so gegen viertel vor Zehn“) vorbeizukommen pflegten, eben um auch mal unauffälligmit zu überprüfen, ob die beiden Kleinen (3 u. 5) nicht vielleicht zwei paar „Stoppersocken“ übereinandertragen sollten, wenn sie im kalten Flur … .
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    Wers also kennt, könnte Romane darüber schreiben, ja. Und auch über die dichte Tannenreihe nach hinten raus, „gegen die leider doch nicht nur besten Nachbarn der Welt“; „nadligtes“ Immergrün, Quell ständigen Ärgers, weil zu schnell wachsend („Spitzen kappen, pfui Deibel“), dem Rasen ewig die Feuchtigkeit entziehend, braune Stellen hinterlassend – entsetzlich ätzend auch als „Home of the Doves“ – ewig gurrend zur Unzeit diese „Flugratten“, usw., usf..
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    Aber nie hätte man den Leuten weiter unten etwas erzählt, von kaltem Kalksandstein nicht und auch nicht von den Heizkostenüberlegungen nicht und auch nicht von den zwei Paar „Stoppersocken“. Aber so ist das Leben.
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    Bei uns hier steht das schönste Exemplar der Gattung im benachbarten Salmtal (kaum 3 oder 4 Km Luftlinie), die Grafen von G. hatten genau zu der Zeit auch so gebaut, in Sichtweite ihres (Jagd-)Schlosses von 1903 (1912 erweitert, nach 45 an die Caritas verpachtet als Lungenheilstätte (tatsächlich)) – und wohnen da heute noch so.

  42. Das mit dem Hausjuristen, der...
    Das mit dem Hausjuristen, der sich um 3 Euro Trinkgeld kümmern sollte, warn Witz, oder? Ich meine, wenn ich sowas erleben würde, würde ich im Nebenzimmer leise den psychiatrischen Notdienst anrufen, denn mir kämen ernsthafte Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit dieser Person. – Ich gebe zu, im Antiquariat auch schonmal gefeilscht zu haben um Grimms Märchen. Aber im allgemeinen ist mir das Feilschen ausgesprochen lästig und Kundenkarten besitze ich nicht, denn sie sind mir körperlich peinlich. – Seien Sie doch zufrieden, daß sie ein wenig Winterspeck anlegen, mir gelingt es nicht und ich friere entsprechend. Bis Silvester bekommt man den eh nicht weg, weil jetzt die Süßkramzeit kommt, erst ab dem neuen Jahr, wenn man den Süßkram aufgegessen hat und man wieder weniger ißt, weil man die üppigen Weihnachtsmähler über hat und sich auf einen hundsgewöhnlichen Linseneintopf freut. – Bettler vor einem fürnehmen Haus in Basel. Aus dem Fenster schallt es: „Me git nüüt!“. Darauf der Bettler: „Me hät au nüüt erwartet.“. – mawu: wenn das Brezel ein Murks ist und voraussichtlich nicht schmeckt, braucht mans auch nicht zu kaufen.

  43. Sehr lustig diese...
    Sehr lustig diese Verlinkungen, Meinungen und so weiter. Toller Text und Kommentare.

  44. bluecotton & Der Heinz meint,...
    bluecotton & Der Heinz meint, aber mit dem grössten Vergnüngen – nur: wer ist Harry Tudor?
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    Doctor Snuggles, es ist halt immer die Frage, wie weit man das treibt. Das wirklich beste Essen dieses Jahres waren Nudeln, Butter und Trüffel in Arezzo, in einem winzigen Restaurant. Dagegen kann man mich mit Molekularküche scheuchen. Auch da könnte man sagen: Dem fehlt es am Geschmack. Aber natürlich ist bei jenen, die immer nur das Billigste kaufen, wenn sie sich etwas anderes leisten könnten, Hopfen und Malz verloren.

  45. perfekt!57, das war damals...
    perfekt!57, das war damals üblich und verständlich. Als meine Eltern gebaut haben, war das Heizöl so billig, dass man die Heizung für die Arbeiter schon laufen liesst, als noch Türen und Fenster nicht eingebaut waren, Das war auch in den 70er Jahren einfach kein Problem; Probleme war eher die Beschaffung von angemessenen Perserteppichen nach der Revolution im Iran. Und die grossen Häuser zahlte man auch locker ab, bei der hohen Inflation und den hohen Lohnrunden war das eine prima Sache, wenn man ein paar Schulden hatte. Und so kann man eben auch die Architektur erklären. Heute ist das alles viel kleiner.
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    colorcraze, nein, das ist kein Witz, nachdem man ihn überzeugt hatte, wollte er es wirklich genau wissen. Und bei leitenden Mitarbeitern ruft man nicht den Arzt, sondern man tut, was man tun muss. Mitunter, auf dem Flohmarkt wird ja verhandelt, weil es der Spass an der Sache ist, aber man sollte halt auch dem anderen seinen Spass dabei lassen. Heute war einer da, der ansonsten das Wochenende in Ulm gewesen wäre und nach dem ersten Tag mit Schwaben dann doch lieber nach Bayern ging.

  46. Hanskarl, der Bapperlumkleber...
    Hanskarl, der Bapperlumkleber macht es eben in dem Rahmen, in dem er es tun kann. Wäre er an anderer Stelle, würde er noch mehr machen. Ich würde so jemanden nicht an einer Position sehen wollen, wo er für andere Verantwortung hat. Das wäre sehr ungut, auch wenn es vermutlich so war.
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    muscat,nein, ich lasse sowas aus Faulheitsgründen drin. Es ist mir egal, und es sieht ohnehin keiner, denn ich gehöre sicher icht zu jenen, die am Tisch die Jacke ausziehen und irgedwo hinlegen. (So daneben benehme ich mich nur im Blog)
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    Ansonsten kann man es dem produzierenden Gewerbe nicht untersagen, für solche Zielgruppen eine Billigversion für Luxus zu machen, bei der beide Seiten gewinnen:Die einen meinen, einen guten Kauf getan zu haben, und die anderen verdienen. Man betrachte nur mal diese schwedische Modekette mit dem Billigkrempel, für den ein Designer seinen Namen hergibt. Die Leute wissen genau, dass es nicht gut ist. Es ist ihnen einfach egal.

  47. .... vielleicht noch ein Wort...
    …. vielleicht noch ein Wort zu den Pelikan-Fuellern. Keine Frage, sie sehen gut aus, auf dem Foto wie in natura, liegen auch gut in der Hand. Habe ein Sortiment davon. Will jetzt nicht ueber die Tintenspuren klagen, die nach jeder Benutzung Mittel- und Zeigefinger zieren, sondern nur eine Warnung aussprechen: die Kappe mit Vorsicht u. Ehrfurcht zu behandeln. Denn wem die aufgeschraubte Spitze dieser Kappe, die der Befestigung des Schnabel-Clips dient, aus irgendwelchen Gruenden zerbricht (wie mir), der kann durchaus Erfahrungen machen, wie sie juengst so trefflich ueber die beruehmt-beruechtigte Shimano-Feder berichtet wurden. Dabei war es eines der neueren, schlankeren Modelle, mit dem mir dieses Missgeschick passiert ist.
    Die Firma ist m.W. inzwischen in malayischer Hand, aber das muss ja nicht notwendigerweise ein Nachteil sein.

  48. Teutobrecht, bei meonem alten...
    Teutobrecht, bei meonem alten 400er habe ich das Problem nicht, das tritt eher bei den alten Montblacs auf, deshalb greife ich meist zum Pelikan. Ausserdem finde ich Montblanc ein bisserl langweilig. Allerdings muss ich auchbgestehen, dass meine Handschrift schon immer so schlecht war, wie sie bei anderen erst durch den Rechner wurde. Generell bin ich bei den behauptungen, es handle sich bein solchen Füllern um „Edelharz“ sehr skeptisch, da ist mehr Marketing als Realität dabei. Deshalb würde ich mir so etwas aiuch nie neu kaufen.

  49. .. d`accord u. noch einen...
    .. d`accord u. noch einen schoenen Abend.
    G. S.

  50. Es war kein Witz? Weia. Gibts...
    Es war kein Witz? Weia. Gibts die Firma noch?

  51. Was soll ich dazu sagen? Es...
    Was soll ich dazu sagen? Es gab in München mal einen Telco-Konzern, der schnell zusammengekauft wurde. Ein Sysadmin entdeckte einen schönen Tages einen Intranetserver voller Porno und meldete das nach oben, weil er dachte, die machen dem mittleren Management deshalb Feuer. Gefeuert haben sie dann ihn. Wegen sowas geht keine Firma unter.

  52. Ich sach nur: Geiz ist geil,...
    Ich sach nur: Geiz ist geil, ich bin doch nicht blöd…
    Aber es ist wahr, ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass die, die am meisten haben am geizigsten sind. Geben kein Trinkgeld (ich enthalte Trinkgeld nur dann vor wenn ich den Service wirklich mies finde), bieten der Nachhilfelehrerin für den Sohnemann (denn der soll sein Latinum ja bitteschön mit einer 1 statt mit einer 2+ bestehen) noch nicht mal ein Glas Wasser, an, etc. etc.
    Leider gibt es aber auch viele, die Schrott total überteuert verkaufen – als Konsument schwer zu beurteilen, welche Ware ihr Geld wirklich wert ist und welche nicht (bestes Beispiel: T-Shirts von H&M für 7,90€. Ich habe welche, die ich schon seit Jahren trage und die immer noch gut aussehen, dagegen war das 50€ Longsleeve von Tommy nach zwei Wäschen ein Fall für die Altkleidersammlung).

  53. John Dean, war das Ihr Ernst...
    John Dean, war das Ihr Ernst mit „milde Gaben statt Steuern“? Dann kann ich mich der Empfehlung von Don hinsichtlich des Artikels von Frau Dücker nur anschließen.

  54. …Harry war ein großer Kerl...
    …Harry war ein großer Kerl und entstammte einer walisischen Familie. Seine Kumpels in Wales müssen ihn wohl Harry gerufen haben. Er war für seinen beachtlichen Körper recht sportlich, bis er sich bei einem kleinen Reitunfall 1536 eine Beinverletzung zuzog. Ich bin mir sicher Ihr kennt ihn!

  55. Meine Frage an den Don und die...
    Meine Frage an den Don und die Diskutanten wäre:
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    Kann man mit banalem Geiz alleine dieses Verhalten erklären? Ich glaube nicht.
    Da gibt es nämlich dieses krasse Mißverhältnis im Ausgabeverhalten. Prestigekonsum im Großen scheint ja durchaus mit der mickrigen Knauserigkeit im Kleinen zusammenzupassen.
    Das muß psychologisch noch genauer erklärt werden.
    Die drei Euro irrtümlich gezahlten Trinkgeldes: Warum verursachen gerade die solche seelischen Schmerzen?

  56. Muscat, ich denke, die...
    Muscat, ich denke, die Wortmeldung von John Dean hatte mehr als nur eine Handbreit Ironie unter dem Kiel, als sie hier reinsegelte.
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    unellen, ich sehe schon, ich muss doch die Tessuti & Tartuffi Tour nach Oberitalien der FAZH einreden.Dann kann ich das Thema Stoffqualität mit jenen besprechen, die davon Ah nung haben – ich bin da nämlich nicht wirklich Profi darin.

  57. Der Heinz meint…, oh nein,...
    Der Heinz meint…, oh nein, so dann doch nicht. Ich bin sehr treu (von manchen modernen Modifikiationen des Treuebegriffs abgesehen), und trage bei 1,81 Meter Kleidergrösse 50 oder wenn es klein ausfällt, 52. Von der Statur her bin ich für einen Bayern meines Alters ziemlich normal mit Potenzial zum schlank werden, wenn ich nur Lust hätte.
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    HansMeier555, ich glaube, die Menschen dieser Klasse denken tatsächlich nur im Grossen grossbürgerlich – sobald es aber klein und bescheiden wird, kommen sie schnell in eine kleinbürgerliche Schiene hinein. Genauso, wie sie daheim die billigsten Sachen tragen. Ein anderes Thema in der Hinsicht wäre das Essen von abgelaufenen Nahrungsmitteln und die Erklärungen, warum das sicher alles noch geht. Ich glaube, ich will das eigentlich gar nicht wissen.

  58. perfekt!57 - Ihre Schilderung...
    perfekt!57 – Ihre Schilderung des Lebens im Bungalow ist wirklich schön und weckt Erinnerungen. Das Haus meiner Eltern ist auch so ähnlich, dank flächigem Teppichboden und Fußbodenheizung aber nicht kalt. Lustigerweise lebe ich heute mit meiner Familie in einer Altbauwohnug in Schwabing. In meiner Brust schlagen dennoch zwei Herzen: Tradition und Moderne. Ein bayerisches Bauernhaus gefällt mir genauso gut, wie ein schöner Sichtbetonbungalow.
    .
    Was die Wärmedämmung betrifft, das war damals halt Stand der Technik. Ich habe hier auch vor 5 Jahren umgebaut und muß mir jetzt schon wieder anhören, daß alles mögliche veraltert sei…

  59. Hartmut, sollte wirklich mal...
    Hartmut, sollte wirklich mal eine heftige Krise kommen, wird man ja sehen, wer länger durchhält. Übrigens ist die Kunstgeschichte bis ins 20. Jahrhundert hinein voller Figuren, die nach heutigem Ideal fett wären. Dabei kann ich selbst nun so gar nichts mit diesen dünnen Drogenheringen anfangen, die man in den Magazinen so sieht.
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    Filou, danke für den Link – ich habe auch keine Waage. Wozu? ich wiege, was ich wiege. Und das ganze Gerede vom Körperfettindex ist nur dazu da, derartige Waagen zu verkaufen. Man kaufe sich besser schönere Kleider. Von einer Waage hat niemand etwas.

  60. Danke für den dezenten...
    Danke für den dezenten Hinweis, Don. Nachdem ich J.D.s Blog gelesen habe, bin ich nun auch im Bilde.
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    Nicht zuletzt weil auch Herr Bolz in der gestrigen F.A.S. fabulierte, dass „alle gewinnen werden“, müssen wir uns ja um das System eh keine Sorgen mehr machen. Schenken und Teilen sind die neuen Stichworte! Dazu gibt es auch einen Beitrag in der aktuellen Geo; allerdings etwas weniger ideologisch verbrämt.

  61. Es könnte auch durchaus sein,...
    Es könnte auch durchaus sein, dass sich das Kleinbürgerliche eher auf Dienstleistungen bezieht. Es kann ruhig ein teures Bild sein, da spielt ein Tausender mehr oder weniger keine Rolle. Das Auto – ruhig das Beste. Uhren und Schmuck – darf’s ein bißchen mehr sein?
    Aber die Putzfrau wird schwarz beschäftigt und mit der wird am Preis rumgefeilscht. Den Tankservice von Shell nimmt man gerne in Anspruch, einen Euro bezahlt man trotzdem nicht dafür. Und für die Toilettenbenutzung auf der Autobahn läßt man sich noch eine Quittung ausstellen, war ja schließlich eine Geschäftsfahrt.
    Dabei zeigt sich eben die Geisteshaltung, die nur nach außen großbürgerlich aufgesetzt ist, im Kern aber eine kleinbürgerliche Krämerseele beherbergt.

  62. MEINE Oma sagte immer: Bei...
    MEINE Oma sagte immer: Bei Kleinigkeiten sind wir großzügig, bei großen Dingen sparsam. Und so schaute man in Restaurants und Läden, bei Reisen um die Welt (schon in den 60zigern) und den Ansinnen von Menschen, die gerade Unterstützung benötigten, nicht auf die Mark. Nur bei größeren Investitionen, wenn es um das Haus ging oder Veränderungen in der Firma, da handelte man auch – wenn’s sein musste – verbissen. Weshalb sie und mein Großvater ihr Leben lang immer Geld für die ‚Kleinigkeiten‘ hatten – und sich den Genuss dieser grundtief lebenswerten Freuden nicht durch zwanghafte Sparsamkeit verstellten.

  63. muscat, ich denke, man muss...
    muscat, ich denke, man muss diese Einlassungen trotzdem lesen. Das Problem ist, dass, obwohl zwischen Bolz und Poschardt auf der einen Seite und der Seite, auf der ich bin, optisch kein besonders grosser Unterschied ist, wenn man mal davon abieht, in welchen Gegenden die wohnen, in denen keiner wohnt, der was ist. De facto gibt es aber enorme Unterschiede zwischen diesen Leuten, die in meiner Klasse eine Antwort sehen, weil sie von unten oder von der Seite kommen, und den Mitgliedern dieser Schicht, die momentan eher selbst nicht wissen, was geschieht. Das, was die Neoliberalen am aktuellen Bürgertum nämlich schätzen – das ist der Zerfall der bürgerlichen Werte. Und nicht das Bürgertum als das, was es ist. Wir haben ihnen, und dazu trage auch ich bei, diese Usurpation sehr leicht gemacht. Will das Bürgertum überleben, muss es den Westerwellenismus ausgrenzen.
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    Doctor Snuggles, man könnte es vielleicht eher in Bereiche wie Sichtbar/Unsichtbar oder Beständig/Vergänglich einteilen. Das ist auch für mich riskant, gerade in der zweiten Fassung, nur gibt es auf die Vergänglichkeit zwei Reaktionen: Sie entweder so weit wie möglich meiden, oder sie so billig wie möglich zu bezahlen. Dass ein Lächeln und ein Danke mehr als nur vergänglich ist – nun, das leuchtet eben manchen nicht ein.

  64. Ephemeride, leider ist es nun...
    Ephemeride, leider ist es nun m,al auch so, dass manche ihre Freude aus dem für drei Cent weniger gekauften Milchpackerl beziehen, und dem Studium der dazu gehörigen Prospekte in der Monatgszeitung. ich gestehe, dass mir das alles fremd ist; ich habe zu viele Leute extrem reich extrem unerwartet sterben sehen, als dass ich viel Geld auf dem Konto haben wollte. Ich sage mir immer ein Gedicht von Wedekind auf:
    Meide nicht die ird’schen Schätze,
    wo sie liegen, nimm sie mit.
    Hat die Welt doch nur Gesetze
    dass man sie mit Füssen tritt.

  65. Don, die Bürgerlein wollen...
    Don, die Bürgerlein wollen das schmutzigste aller Geschäfte, die Politik, aber selber nicht mehr betreiben (deshalb wählen sie nur noch „Demokratie-Manager“). Und nun?

  66. Letztens lief übrigens wieder...
    Letztens lief übrigens wieder so eine Art „Doku“ im Fernsehen, wo diverse reiche Menschen gezeigt wurden. Alles keine „Stützen“, sondern Leute, die irgendwie reich geworden sind oder als reiche Kinder geboren wurden. Die finanziellen Größenordnungen lagen zwischen 100 – 900 Millionen Dollar auf der Habenseite. Was sich aber auch zeigte: die hatten irgendwie alle durch die Bank weg keinen Geschmack und der Stil war meistens eher „bizarr“. Sowas darf sich dann aber auch im Fernsehen verbreiten. Okay, es war ein Privatsender, die bringen ja gerne sowas.

  67. Und nun geht es um die...
    Und nun geht es um die Deutungshoheit, die von den Regierenden und ihren Helfern beansprucht wird. Das Bürgertum wird dadurch ein politisches Asset. Mit allen Vor- und Nachteilen. Etwa dem, dass die Führenden so gar nicht in die bürgerliche Vorstellungswelt hineinpassen, wenn man als Basis das westdeutsche Westviertel nimmt. Sprich, wir haben in der Mitte eine Vereinnahmung und an den Rändern des Bürgertums, links wie rechts, eine ziemlich deutliche Unvereinbarkeit. Beide übrigens stecken in mir drin; mein reaktionärer Teil verabscheut diese Aufsteiger und ihr feistes Grinsen, und mein fortschrittlicher Teil sieht hinter den Fassaden das Projekt der zerstörung des deutschen Zusammenhaltes als Gesellschaft.
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    Ich nehme an, dass wir an den Bruchkanten dieses Abgrunds noch einiges zu bereden haben werden.

  68. Doctor Snuggles, nach meiner...
    Doctor Snuggles, nach meiner Beobachtung würde ich meinen, dass es nur die Bizarren sind, die sich ins Privat-TV drängeln. Das tut man einfach nicht, das ist ähnlich tabu wie Drogen oder Prostitution. Kommt vor, aber ist nicht akzeptiert.

  69. Grüß Gott Don...
    Grüß Gott Don Alphonso,
    Ihre Beobachtung erinnert mich an ein Gespräch, das ich vor Jahren mit einem französischen, transatlantisch tätigen Geschäftsmann aus sehr alter und sehr stolzer Familie führte, der sich bitter über den Mangel an Kultiviertheit und, naja, die entsetzliche Borniertheit beklagte, mit der er sich in Deutschland immer wieder konfrontiert sieht. Ich hatte damals zum Glück kurz vorher Alfred Kerrs „Diktatur der Hausknechts“ gelesen, zuzüglich der Konsequenzen, die sich aus der Kontinuität nach 45 ergaben, und kannte Golo Manns Ausspruch, die Elite der neuen Bundesrepublik, das seien „Kleinbürger im Bratenrock“.
    Diese sind nun 60 Jahre später zwar fett und saturiert geworden, ihre vernagelte Grundschäbigkeit haben sie jedoch nie abgelegt. Der enorme wirtschaftliche Erfolg und vor allem der Vorsprung, den die alte BRD vor allen anderen Ländern der Welt hatte, erzeugten keinerlei Anpassungsdruck an andere Eliten und ermöglichten sogar, dass parvenuhafte Flegelei ohne Folgen blieb. Nimmt man noch die Sozialisierung in einschlägigen Burschenschaften hinzu wundert man sich nicht mehr.

  70. Don, wäre denn das...
    Don, wäre denn das öffentlich-rechtliche Fernsehen akzeptiert?

  71. Dann lassen Sie uns doch einen...
    Dann lassen Sie uns doch einen weisen alten König wählen, der u.a. im Parlament Klapse auf die Hinterteile der ungezogenen bzw. unfähigen Burschen verteilen darf.

  72. Doctor Snuggles, misten Sie...
    Doctor Snuggles, misten Sie doch einfach Ihren Fernseher aus, das tut gut, glauben Sie mir. Hören Sie lieber Musik. Oder reißen Sie wenigstens das Antennenkabel raus und schauen Sie DVDs, wenn Sie mal gerne Filme sehen oder so. Die kosten meist nur noch unter 10,- und Sie umgehen zumindest die Volksverblödung,

  73. Mawu, ich weiß, ich weiß. Ab...
    Mawu, ich weiß, ich weiß. Ab und zu gibt es ja doch mal gute Sachen, so ist das nicht (allerdings nicht bei den Privaten). Nur spricht man viel zu selten darüber. Es ist eben der Dreck, der „bleibenden Eindruck“ macht, deshalb verbreiten sich ja auch gewisse Figuren so gerne darüber. Vielleicht sollte ich einfach den einen oder anderen Sender aus der Programmierung löschen und somit für Qualität sorgen. Ich werde heute Abend mal mit meiner Frau darüber sprechen.

  74. muscat, einverstanden! In...
    muscat, einverstanden! In einer Demokratie ist der alte weise König das Volk. Führen wir also die Direkte Demokratie ein (die Schweizer beweisen, dass das so verkehrt nicht sein kann), dann hätte sich HansMeiers Feudalismusproblem erledigt und wir wären nicht nur wieder etwas näher dran am Grundgesetz, sondern würden auch unsere Oligarchen davor schützen, sich immer mehr wie ihre vor 20 Jahren noch in Gummistiefeln herumlaufenden russischen Genossen aufzuführen.

  75. @Don
    "Ich glaube, die Menschen...

    @Don
    „Ich glaube, die Menschen dieser Klasse denken tatsächlich nur im Grossen grossbürgerlich – sobald es aber klein und bescheiden wird, kommen sie schnell in eine kleinbürgerliche Schiene hinein.“
    .
    Nach allem, was besprochen wurde, kann das nicht zutreffen. „Kleinbürgerlich“ ist als Schimpfwort zwar unverzichtbar, hat aber kaum analytischen Wert. Denn die real existierenden Kleinbürger geben ja Trinkgeld.

  76. "Kann man mit banalem Geiz...
    „Kann man mit banalem Geiz alleine dieses Verhalten erklären“
    Als ein nicht zu dieser Schicht gehörender Plebejer, der das Phänomen aus sozialer Distanz betrachtet, fällt mir auf, dass der Geiz offenbar nur bei Gelegenheiten zutage tritt, bei denen es eigentlich nicht auf einen Groschen mehr oder weniger ankommt. Mir scheint, als wüssten diese Leute, dass man an und für sich sparsamer sein sollte, doch sie erinnern sich an die Sparsamkeit nur dann, wenn (a) sozial Niedrigstehende davon betroffen sind oder es sich (b) um Bereiche handelt, die für sie ohnehin keine große Relevanz haben.

  77. Ich darf hier auf die...
    Ich darf hier auf die Konkurrenz verweisen: „Roger de Weck: Nach der Krise // Gibt es einen anderen Kapitalismus?“
    Meine Mutter erzählt, wenn sie gut gelaunt ist, im kleinen Kreis gerne, wie zu zum ersten Mal mit Ihrer Schwiegermutter (meiner Großmutter) Kleidung kaufen ging. Ob des Feilschens wäre sie vor Scham am liebsten tot umgefallen. xx Jahre später hat sie gelernt und macht es selbst nicht anders.

  78. Ach, etwas Sparsamkeit ist...
    Ach, etwas Sparsamkeit ist durchaus angebracht. Wobei allerdings Sparsamkeit nun nicht mit Geiz zu verwechseln sei. Man kommt sonst wirklich zu nichts. Ein Schnitzel für 6.90 ist mit Sicherheit eine Ausdruck des Geizes (man kann auch gleich im Abfalleimer wühlen).
    Was ist das denn für ein Wochenmarkt? Bei uns gibt es da nur Produkte aus der Region; der Waldboden hier gibt auch keine Trüffel her. Aber, achte man auf die Figur. Übergewicht ist nun wirklich verpönt; eine ästhetische Zumutung und ein Zeichen für Verrohung.
    Ich fliege morgen nach Berlin. Vielleicht betet der ein oder andere für mich.

  79. Sehr geehrter Don,
    beim...

    Sehr geehrter Don,
    beim Trinkgeld halte ich es ganz einfach. Topservice wird mit doppeltem Rechnungsendbetrag und schlechterer mit 10% vergolten. Ich werde mich doch nicht vor dem Personal mit kickerigem Nachrechnen blamieren wollen. Weswegen mir Ihr beschriebener Arbeistkollege mit mittlerem Einkommen vorkommt als müsse er mal kräftig geschüttelt werden oder besser: vorgeführt werden, wie es richtig geht.
    Die Spendenbereitschaft ist in Deutschland im internationalen Vergleich sehr gut. Doch wem spendet man wann? Kriegsgräberfürsorge und freiwillige Feuerwehr immer und sofort. Rotes Kreuz und ähnliche Riesenorganisationen nie, da immer und immer wieder zu lesen ist, wo wieviel dabei ankommt. Kleiderspende in Containern auch nie. Wird gewinnbringend von Orientalen in Afrika verkauft. Also wem? Ich habe ein kleines sehr feines Netzwerk aufgebaut, in dem punktuell sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen geholfen wird in Form eines Graueeminenzimhintergund. Es wird eng mit dem Sozialamt zusammengearbeitet, um die passenden Fälle und Schicksale herauszufiltern. Es wird nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgegangen! Hilfe zur Selbsthilfe und Förderung der Förderungswürdigen und -willigen. Wie es im umgekehrten Falle laufe kann, sehen wir am Staate in Deutschland. Kindertafeln und Hausaufgabenhilfen sind gute Institutionen. Kiwanis ebenfalls. Negativ, da ineffizient sind Rotarier, Lions und Roundtabler. Diese sind eher selbstverliebt und müssen jeden eingenommenen Cent in die USA berichten, wird auch sehr oft falsch eingesetzt. Lieber selbst initiativ werden und nicht mit dem blöden Trinkgeld rumgeizen!
    Beste Grüße aus dem Jacobs
    MvB-B

  80. @Don, mit den Parkplätzen ist...
    @Don, mit den Parkplätzen ist ein guter Ansatz. Ich erinnere an Frankfurt Sachsenhausen, dort parkte man früher, so hielt man denn was auf sich, eigens vor der Eigangstür und versperrte diese, um dann vom Wirt ausgerufen zu werden: „Ein Wagen versperrt die Tür, der muß weg.“ Gast: „Was ist es denn für einer?“ Wirt: „Ein 560SEC.“ Gast: „OK, das ist meiner, ich fahr ihn weg.“
    .
    Der robusteste Saumagen hat es ja 16Jahre ausgehalten- und gesessen …..und mit 300.000€ davongekommen.

  81. Doctor Snuggles, vergessen Sie...
    Doctor Snuggles, vergessen Sie einfach die Glotze. Gutes können Sie besser von DVD schauen – exakt das, was Sie wollen und ohne zeitlich auch nur irgendie gebunden zu sein. Und erzählen Sie mir nicht, daß Sie den ganzen Abend zappen um dann alle zwei Wochen mal eine gute Dokumentation zu sehen. Da empfiehlt es sich eher, so etwas zu lesen. Man kann sich ja auch „Die 2“ oder „Die Flintstones“ auf DVD besorgen oder bei Freunden leihen, wenn man mal entspannen will…
    .
    Ich kann Ihnen nur raten: versuchen Sie es und es wird nicht lange dauern, bis Sie das Fernsehprogramm keine Minute mehr vermissen.

  82. @Dipsy: Gutgemeinter Ratschlag...
    @Dipsy: Gutgemeinter Ratschlag für Ihren Berlinausflug: Erkundigen Sie sich vorher über die derzeitigen U-Bahn-Baustellen, der S-Bahnverkehr ist auch immer noch eingeschränkt, da kann man unter Umständen viel Zeit verlieren (ist mir vorletztes Wochenende passiert).
    Falls Sie ins Neue Museum gehen, geben Sie kurz Bericht wie es war? Dann weiß ich ob ich mich ärgern muss, dass ich es nicht geschafft habe hinzugehen.
    @all: Es kommen doch ab und zu wirklich bildende und sehenswerte Sendungen im Fernsehen! Allerdings zum großen Teil auf den öffentlich-rechtlichen… WDR kann man z.B. Dienstag abends wunderbar schauen, erst eine Doku mit schönen Tier- oder Landschaftsaufnahmen, dann Quarks und Co. Und ob ich nun einen Krimi lese oder Tatort gucke (es läuft übrigens fast jeden Abend auf irgendeinem Dritten eine Tatort-Wiederholung) ist doch eigentlich auch egal, mal so rein vom Bildungsaspekt her (oh je, jetzt habe ich mich geoutet dass ich nicht jeden Abend Balzac im Original lese…)
    Es gibt ja auch sowas die Programmzeitschriften bzw. Auskünfte online, da kann man vorher schauen ob man abends den Fernsehen anmacht und die guten Sachen sehen, ohne zappen zu müssen. Wir machen jedenfalls zu Hause den Fernseher nur an, wenn wir etwas bestimmtes sehen wollen.
    Ich bin sicher auch kein Fan von Privatfernsehen, aber ganz verteufeln würde ich das Fernsehen nun auch nicht.
    um elegant zurück zum Thema zu kommen (und um zu zeigen, dass sogar im Privatfernsehen ab und an sehenswerte Dinge laufen):
    http://www.sat1.de/comedy_show/ladykracher/bildervideos/content/37440/

  83. unellen, ich habe nicht vor in...
    unellen, ich habe nicht vor in Berlin zu bleiben. Ich nutze nur diesen miserablen Flughafen (wirklich der schlechteste Flughafen überhaupt). Ich werde dann nach Dresden fahren; sogar mit der Bahn.
    Ich hoffe aber in Berlin nicht auf allzu viele Kreative zu stossen. Ich fliege auch recht früh, bin gegen Mittag da. Da schlafen die wohl alle noch.
    Zu Ihrem „@ all“ Beitrag (sind Sie Amerikanerin?): Ich habe glücklicherweise keine solche Flimmerkiste.

  84. "Geben ist seliger denn...
    „Geben ist seliger denn nehmen“ – wer das schon einmal in einem Umfang gemacht hat, der seinem Vermoegen und mehr entspricht, weil es anders halt nicht gegangen waere, und es dann nicht bereut, weil man das Richtige fuer Andere getan hat, der weiss, es stimmt. Fokussiert auf die eigenen Staerken, die braucht man dann naemlich wieder… Insofern sollen doch alle die horten, die ingeheim wissen, dass sie gar nicht verdienen, was sie haben – hoffentlich sind sie inbred genug, sich noch darueber freuen zu koennen. Alle anderen koennen ja normal konsumieren, jeder nach seinem Budget.

  85. @Dipsy. Von Berlin nach DD mit...
    @Dipsy. Von Berlin nach DD mit der Bahn? Am Ende gar mit diesem furchtbaren IR oder EC? Dann herzliches Beileid…

  86. @MvBB
    Euer Durchlaucht,...

    @MvBB
    Euer Durchlaucht,
    Herzlichen Dank für Ihren Hinweis zum Profil des Rotüri-Clubs.
    @Besucher
    An dieser Entwicklung sind allerdings die Besatzer schuld, insbesondere die westlichen. Warum nur haben die auf Re-education verzichtet? Gleichzeitig mit der Demokratie hätten sie uns ja auch mal ein paar elemantare Verhaltensregeln beibringen können. Aber die Wiederaufrüstung war halt wichtiger.
    .
    Was die Schweiz betrifft, so fürchte ich, daß die Aufhebung der Einwanderungsbeschränkungen dort schon jetzt eine Germanisierungskatastrophe frühmittelaltelichen Außmaßes bewirkt haben. Der Mauerfall war nix dagegen — so, als wollten wir das 1940 versäumte jetzt nachholen.
    .
    Aber ich gönne es den Winkelrieden aus tiefstem Herzen. Seit 700 Jahren herrscht dort das Bürgertum, wenn das mal nicht nach Strafe schreit!
    .
    Unter dem Eindruck dieses Textes bin ich zum Schluß gekommen, daß ich künftig auch kein Trinkgeld mehr geben werde. Bevor jemand anfängt, an meiner Kreditwürdigkeit zu zweifeln.

  87. Der eine versteckt seine...
    Der eine versteckt seine erotische Literatur hinter Schranktueren, ein anderer im Herrenzimmer mit Yale-Schloss (stilecht). Fuer den bekennenden Fernsehveraechter, der eigentlich aus reinen Informationsgruenden eines Tv’s beduerfte, ihn aber aus prinzipiellen und einrichtunggruenden weder besitzen, oder gar herzeigen darf, gibt es die katholische Loesung: den DVB-T-Stick. Das ist kleines, unauffaelliges USB-Teil mit einem Kabelchen, sowie einem Draehtchen als Antenne-und schon kann man unauffaellig der Welten Treiben beobachten, ohne dass die haemischen Neider dieses Kulturmenschen schreien: „Er hat ferngesehen, er hat gesuendigt, schleppt ihn vor den Richter. Er soll gekreuzigt werden auf dem Lerchenberg!“

  88. @Dipsy
    Wollte schon für die...

    @Dipsy
    Wollte schon für die Berliner beten, aber … nein, für die Dresdner bete ich nicht.

  89. Schliesse mich im Bedauern...
    Schliesse mich im Bedauern für diese Horrorfahrt in die Zone und auch im Nichtbesitz einer Glotze an.
    .
    Filou, in den besseren Kreisen ist es heute modisch, den Fernseher in die Wand einbauen zu lassen – sind ja nicht mehr tief – und dann ein Bid an Schienen darüberzuhängen, das dann nach unten gezogen wird. Geht prima mit grösseren Lumas-Formaten, aber auch alte Meister kommen so zu neuen Ehren. TV-Geräte sieht man in besseren Zeitschriften heute nir noch bei Hollywoodbewohnern.

  90. @Don
    "Ich nehme an, dass wir...

    @Don
    „Ich nehme an, dass wir an den Bruchkanten dieses Abgrunds noch einiges zu bereden haben werden.“
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    So wünschten Sie sich denn auch, ein Bürger zu sein? So eine Art oberbayerischer Swann?
    .
    Die Theodoriche, Alariche und Chlodwigs der Zukunft werden Ihren wahren Wert schon noch erkennen.
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    Begleitprogramm (DVD): „Invasion des Barbares“, Film von 2002.

  91. Rebound, ich denke, das...
    Rebound, ich denke, das bezieht sich gar nicht mal so auf das Materielle. Was bringen einem Millionen, wenn man im Koma liegt, einem die Frau das Leben zur Hölle macht oder das Kind mehr als üblich mit Drogen experimentiert. Mitunter solltre man auch überlegen, ob es sich lohnt, die Zeit dann für Unwichtiges wie noch mehr Geld rauszuschmeissen. (Wobei ich mich da natürlich leicht rede, aber es ist wirklich so).
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    nico, in München sind das die auf den Strassenbahnschienen abgestellten 911er-Warzen, deren blonde Fahrerin nur ganz schnell was aus der Wäscherei holen und Stück für Stück, damit es auch jeder sieht, auf den Beifahrersitz legen muss.

  92. @HansMeier555. Gebete brauchen...
    @HansMeier555. Gebete brauchen wir auch nicht. DD hat immerhin die Bombardierung, 40 Jahre real existierenden Sozialismus, nach der Wende diverse mehr oder minder fähige Bürgermeister (derzeit eine Kindergärtnerin, die hauptsächlich durch ihren wahrlich grenzwertigen Modegeschmack auffällt) die Unesco und die Besuche von Putin und Obama überstanden…

  93. Re-education - schon der...
    Re-education – schon der Begriff war falsch.
    Einfach „education“ wäre nötig gewesen.

  94. HansMeier555, meines Erachtens...
    HansMeier555, meines Erachtens ist der ganze Konflikt um das Bürgertum zwischen zwei Gruppen, die man durchaus als parasitär bezeichnen kann: Hier der autoverbrennende, Pleitestartup gründende oder als Freizeitwerber arbeitende Asoziale aus Berlin Mitte, der für ein pauschales Bürgergeld eintritt, und der bei einer defizitärem Lobbyblättchen oder dem Aushängeschild einer Mediengosse, oder alimentiert von Uni oder Lobbyverband daherredende „Leistungsträger“, der auch nicht sozialer ist. Das gibt es in dieser Kombination nur in Berlin, weil die einen mit dieser Haltung im Westen die Miete nicht zahlen könnten, und die anderen im Westen keine derartig üppige Alimentierung bekämen. Beide Gruppen entsprechen in keinster Weise unserem Wertekanon. Von keiner dieser Seiten möchte ich mir erzählen lassen, was mein Bürgertum ist. Das ist Berlin, das ist nicht bürgerlich, das soll sich bitte an die Polen oder Russen verkaufen, aber das hat in meinem Westviertel nicht verloren.
    .
    Lieber Markus von Bentheim-Burg, ich möchte hier betonen, dass es nicht mein Kollege war – allerdings verdient er sicher weitaus mehr, als ich je verdienen werde. Trotzdem bleibe da jeder schön auf seiner Seite. Ich denke, viele haben so ihre eigenen erdachten Projekte, und als ich an den Tegernsee zog, machten Hausbewohner vorsorglich meiner Mutter ein paar ratschläge, wo ich mich einbringen könnte. Schliesslich ist selbst das am Tegernsee höchst angenehm mit Benefizkonzerten uns Ähnlichem – letztlich aber bin ich dann doch zu wechselhaft in meinen Aufeinthaltsorten, als dass ich mir engere Bindungen zu echten Vereinen leisten könnte.

  95. Manchmal hab' ich die Idee,...
    Manchmal hab‘ ich die Idee, dass Bayern die herrlichsten Irren hervorbringt. Dieser hier aeussert sich buendig zum Thema: http://www.youtube.com/watch?v=GcYzaHy813k.

  96. Dipsy, n un, das hier ist...
    Dipsy, n un, das hier ist Bayern, und eine alte Handelsstrasse von Venedig nach Hamburg kreuzt sich hier mit einer ebenso alten Strasse von Paris nach Byzanz. Alle Herrlichkeit der Erden… die Stadt schenkt der Welt die besten Autos der Welt (sagt sie), insofern ist es nur legitim, wenn die Welt Tribute bringt. Die Trüffel nun haben sich hier einfach etabliert, wir haben auch einen extgrem guten Trüffelpeccorino aus Italien. Und dass ich für Trüffel Bildzeitungskästen umtreten würde, ist auch kein Geheimnis. Lachs, Kaviar, Prostitution, Fernreisen, Südseevillen – das alles will ich nicht. Mir reicht es, mit dem Sunbeam irgendwann zum Trüffelessen nach Italien zu fahren. Man wird mich sehen und sagen: Da geht ein zufriedener Mensch.
    .
    Tristan, tatsächlich? Frauen sind da oft auch subtiler und bieten Kartenzahlung an, was die Verkäufer oft zu Rabatten hinreisst, wenn sie dann doch bar zahlen. Und das, obwohl die hohe Mode ohnehin ihre Existenz der kleinen Geldwäsche verdankt.
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  97. @mawu: Wie finden Sie gute...
    @mawu: Wie finden Sie gute DVDs? Gibt es Websites, die Sie empfehlen können?

  98. Filou, das macht der Föhn und...
    Filou, das macht der Föhn und das Barock. Irr und fett und glücklich.
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    Observator, ich denke, da ist was dran. Oft auch verbunden mit dem Glauben, es sich leisten zu können, denn man selbst hat, und der andere braucht. Man erlebt das ab und zu auf dem Flohmarkt, wenn ein Chefarzt wieder mal die Sache übergeigt, und sich vom Äusseren seines Gegenübers täuschen lässt.

  99. @Don
    Als distungierter Hobbit...

    @Don
    Als distungierter Hobbit aus Auenland hasst man die Orks.
    Aber die Orks sind nur Orks, wo steckt Sauron? Ist Sauron ein Germanenfürst oder selbst ein Römer?

  100. ...zum Trüffelessen nach...
    …zum Trüffelessen nach Italien zu fahren. Man wird mich sehen und sagen: Da geht ein zufriedener Mensch.
    .
    Richtig, da geht der zufriedene Mensch seinen Trueffeln entgegen, waehrend der zufriedene Sunbeam sanft am Strassenrand doesend auf den ADAC wartet, und denkt: Nun ja, Streik ist eine englische Krankheit.

  101. Filou, in den besseren Kreisen...
    Filou, in den besseren Kreisen ist es heute modisch, den Fernseher in die Wand einbauen zu lassen – sind ja nicht mehr tief – und dann ein Bid an Schienen darüberzuhängen, das dann nach unten gezogen wird. Geht prima mit grösseren Lumas-Formaten, aber auch alte Meister kommen so zu neuen Ehren.
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    wandsafes gibt es wohl nicht mehr. schade eigentlich, schränker waren seinerzeit in der unterwelt sehr angesehen leute. wäre was für bayern drei, der letzte seines standes.
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    sketch: ein einbrecher mit schweissausrüstung tritt in den raum, guckt aufs bild grinst, schiebt es beiseite und schaltet den fernseher ein.

  102. Werter Don,
    bin von der Elbe...

    Werter Don,
    bin von der Elbe in die Wohnhalle des Jahreszeiten umgezogen und habe nur das eine Wort aus Ihrem Kommentar entnommen „verdient“. Wieviel jemand verdient und bekommt ist doch manchmal eine seltsame Sache. Das vierfache eines Bandarbeiters sollte der Chef bekommen war mal so eine Wahrheit. Zwischen einem Nichtmal-Bandarbeiter mit Stress bei Opel und Herrn Schwitzerdütsch Ackermann liegen Das-Wievielfache??? Die meisten Deutschen würden in einer Umfarge angeben, dass sie einen Bruchteil dessen bekommen was sie verdienten. Meines Erachtens arbeiten sie aber auch nur einen Bruchteil der Zeit die Notwenid wäre das zu erbringen wa ssie bekommen. Aber das ist nur eine Einzelmeinung.
    Wieviel bekommt dieser Kellner wohl, der uns den Hightea gerade um 17 Uhr brachte? Brachte zu spät die Karte, war nicht sympathisch, eher wohl mürrisch und dann ohne Lächeln den Tea auf den Tisch geknallt. Gottseidank muss das Herr Haerlin nicht mehr sehen. Obwohl der Kellner so alt ist, dass er Herrn Haerlin noch persönlich gekannt ahben mag. Ahhh, köstlich der Tee, schönes Feuer. Zum Glück muss ich nicht Fernsehen.
    Meine drei DVD- Tipps für den Herbst: Simon Templer, Die Zwei und Mein cooler Onkel Charlie. Zwischen den ersten beiden und dem letzten liegen gut 39 Jahre aber was für ein Spaß.
    Beste Grüße von der Binnenalster
    MvB-B

  103. Sollte es nicht der...
    Sollte es nicht der italienische ACI sein, geht dort kein zufriedener Mensch. Vor allem, wenn es sich im dem ÖAMTC handeln sollte, wird man Worte vernehmen, die nicht zur Widergabe geeignet sind.
    .
    muscat, ich habe so etwas ähnlich Monarchisches unter Straussens bayerischer Adaption von Iwan dem Schrecklichen erlebt, und auch Stoiber hatte so josefinische Reformanwandlungen – lassen wir das besser mal bleiben.

  104. don. schoen komponierter...
    don. schoen komponierter artikel.

  105. Don, na wenigstens war das...
    Don, na wenigstens war das damals noch unterhaltsam.
    Außerdem geht es doch nicht um einen König, sondern nur um die direkte Wahl eines Aufpassers oder besser gesagt Oberkindergärtners, der das Bundesverfassungsgericht beim Klapse verteilen entlastet.

  106. Ja, mawu, ist weiß doch. Es...
    Ja, mawu, ist weiß doch. Es ist auch meistens meine Holde, die die Kiste anmacht. Nicht immer, aber doch eher. Ich schimpfe auch schon und richte ein Musikzimmer ein, um dem Treiben zu entkommen. Wie gesagt, Umprogrammierung ist angesagt, den Stumpfsinn raus.

  107. Euer Durchlaucht,
    hightea...

    Euer Durchlaucht,
    hightea schon um 17 Uhr? Ich dachte, den gäbe es eine halbe Stunde zeitverstzt, also um 17h30. Zumal die Inseln ja eine Stunde im Verzug sind.

  108. Es gehoert nicht hierher,...
    Es gehoert nicht hierher, trotzdem mein DVD-Tip:
    Adel verpflichtet (mit Alec Guiness),
    Ladykillers (mit Alec Guiness)
    Beggers Opera (Regie: Peter Brook)
    .
    Alle stammen noch aus der Zeit da die Briten filmische Praezisionsarbeit hinsichtlich Dialog, Regie und Bild lieferten. Man merkt, was man heute alles vermisst.
    .
    Nicht zu vergessen ist auch die Filmreihe der Rosenkriege mit Laurence Olivier aus den spaeten 40ern.

  109. @Don
    Selbst wer Ihrer...

    @Don
    Selbst wer Ihrer Hofkritik zustimmt, wird zugeben müssen, daß dieses Volk, das Sie so inbrünstig hassen, selbst weder aus Berlin noch aus Brandenburg kommt.

  110. Nur die Sonne war Zeuge und...
    Nur die Sonne war Zeuge und Fellinis Roma, würde ich sagen.

  111. Gehört ebenfalls nicht...
    Gehört ebenfalls nicht hierher, könnte aber eine Szene aus dem Leben des Don sein:
    Der Fußballer aus „Abgeschminkt“, der ihr beim ersten Rendezvous im Restaurant eröffnet, dass er Vegetarier sei. Sie zieht sich ein Kilo Spareribs rein und macht kurz darauf ein schönes Bäuerchen.

  112. Und Armarcord! Sah ich in Rom...
    Und Armarcord! Sah ich in Rom in vollendeter Ueberschaetzung meiner Italienischkenntnisse. Ich war noch jung, und bildete mir noch mehr ein als heute.

  113. Zuim Thema Fleisch kann ich...
    Zuim Thema Fleisch kann ich das hier empfehlen:
    .
    http://modeste.twoday.net/stories/1928301/

  114. unellen, ich habe ja auch...
    unellen, ich habe ja auch nicht gesagt, daß es absolut nichts interessantes im Fernsehen gäbe. Es ist nur so wenig, und dann nur zu bestimmten Zeiten. Interessant ist auch, daß mir Fernseh-Dokumentationen mittlerweile zu „langsam“ sind – ein erstaunlicher Effekt. Wenn man viel liest, auch im Internet, kann man die Information exakt so schnell aufnehmen, wie man das möchte. Im Fernsehen hingegen, wird der (langsame) Informationsfluß vorgegeben. Irgendwie „funktioniert“ dieses Medium bei mir nicht mehr richtig.
    .
    Mittlerweile haben wir sogar wieder eine Glotze, eine recht schöne noch dazu, damit die Kinder Biene Maja, Heidi und Disney Klassiker schauen können. Wir benutzen sie ausschließlich dazu, DVDs zu schauen (fast, F1 schaue ich selten mal). Stilistisch habe ich nichts gegen technische Geräte, meine Stereoanlage nimmt eine komplette Wand ein.
    .
    zeitkommi, wo man gute DVDs bekommt kommt auch darauf an, was man unter „gut“ versteht. Im Gegensatz zum Don gebe ich mich auch mit zeitgenössischem Film ab, damit meine ich aber nicht Harry Potter, sondern Martin Scorsese, Sergio Leone u. dgl. Dabei schätze ich die Kombination aus Anspruch und Pop-art. Bei Musik ist das ähnlich, Jazz hat auch diese Qualität.
    .
    Trüffel – hatte letzten Donnerstag ein wahnsinns Trüffelmenü hier in München. Mein Tipp übrigens: Trüffel auf Spiegelei. Schnell gemacht und ein gustatorischer Wahnsinn. Im Piemont sehr beliebt.

  115. MvB-B, schauen Sie doch mal...
    MvB-B, schauen Sie doch mal „Die 2“ im Original, falls Sie das nicht schon längst geamcht haben. Es hieß immer, wie deutsche Synchronisation sei besonders witzig – die OV ist aber noch wesentlich besser!
    .
    Doctor Snuggles, jetzt wird’s auf die „Holde“ abgeschoben… :-)
    Im Ernst; hören Sie sich mal diese High-End Kopfhörer an. Dann kann Ihre Holde im Nebenzimmer fernsehen und Sie können ungestört Musikhören: http://www.stax.co.jp/

  116. Also mein...
    Also mein Lieblingsschreibgerät ist der Bleistift. Und seit der Entdeckung des Faber-Castell UFO (Aluminiumkappe als Stiftverlängerung mit integriertem Spitzer) vor 10 Jahren sowieso.
    Den Waterman Füllfederhalter nehm‘ ich nur noch, um Rechnungen und Verträge zu unterschreiben…

  117. Mein Lieblingsschreibgerät...
    Mein Lieblingsschreibgerät ist das Compaq E500.
    .
    MarkusvoBentheim-Burg, es gibt schon bei Augustinus eine Debatte zum „gerechten Preis“, die keine allzu grossen realwirtschaftlichen Folgen hatte. Ich denke, man wird schojn bald anfangen, den Reichtum neu zu verteilen. Nicht hier, aber in den USA ganz sicher, egal wie sehr Obama sich dagegen wehrt. Es gibt einfach die historische Erfahrung, dass jede extreme Überbereicherung irgendwann den Staat in seinen Fundamenten so zerstört hat, dass der Staat seinen Wert verloren hat.

  118. @Don
    Das sehe ich...

    @Don
    Das sehe ich genauso.
    .
    Aber es bleibt noch die Frage, was man dazu anziehen, welche Musik man dabei hören und welche Drogen man einwerfen wird. (Moers).

  119. Die Barbaren können uns...
    Die Barbaren können uns erobern, knechten und vergewaltigen, aber ganz ohne premium Stilberater können sie auf Dauer auch nicht auskommen.

  120. mawu, danke für die Tipps!...
    mawu, danke für die Tipps! Meine Frage ging in die Richtung, wie sie auf gute (von mir aus auch neue) Filme stoßen. Ist es ihr Freundeskreis oder sind es Rezensionen in Zeitungen/Zeitschriften oder gibt es bestimmte Seiten im Netz, die sie empfehlen können?

  121. @ Hans Meier: um bei Moers zu...
    @ Hans Meier: um bei Moers zu bleiben: http://kein-plan.de/schoener/

  122. ... als die Kinder immer...
    … als die Kinder immer älter wurden und die Moers-Bücher im Regal immer weiter nach oben gestellt werden mußten…

  123. @ mawu: Kopfhörer können...
    @ mawu: Kopfhörer können nett sein, aber ich errichte im Keller ein vom Rest des Hauses weitgehend entkoppelten Raum. Da kann man dann auch mal die Lautsprecher bzw. Studiomonitore ein wenig aufdrehen und Wumms machen. Hoffentlich.
    Was ich ebenfalls empfehlen kann: „Mon Oncle“ von Jaques Tati (http://www.youtube.com/watch?v=FclQzWGjZ5c ). Dann natürlich „Der Partyschreck“ mit Peter Sellers. Schön und wunderbar harmlos sind auch diverse Sachen mit Jerry Lewis, letztens lief „Der Ladenhüter“ von ihm im Fernsehen, herrlich. Dann natürlich der Klassiker „Der Zauberer von Oz“. Und überhaupt nicht vergessen werden darf „Das Hausboot“ mit Sophia Loren. Was ich hier aufgeführt habe, sind fast alles „Heile Welt“ Filme aus den 50er/60er Jahren. Die sind aber auch mal nett anzuschauen, Probleme hat man tagsüber genug.

  124. @HansMeier555
    Man muss...

    @HansMeier555
    Man muss Deutschland nicht hassen, aber man muss es auch nicht lieben!
    Ich weiss, warum ich nach der „Wende“ weg bin!
    Gruss aus MC
    G

  125. @MvB-B &mawu
    Habe grad vor ein...

    @MvB-B &mawu
    Habe grad vor ein paar Tagen eine Sequence von „The Saint“ gesehn!
    Erfrischend anzuschauend in black&white und nevertheless fuer mich auch traurig, wegen des Volvo 1800!
    Ich hatte dieses Teil 1976 und habe mich davon getrennt…
    „DIE 2“ heissen uebrigens bei uns „AMICALEMENT VOTRE und sind auf “ YOU TUBE “ mit dem Pilot zu finden.
    Fuer mich besonders schoen anzusehn die 1. Sequence vom Airoport ueber die Corniche nach MC, da wir zu der Zeit hier unten wirklich den Excess der Geschwindigkeit hatten und Radar auf der Prom des Anglais ein Fremdwort war.(http://www.youtube.com/watch?v=Fdh5Zud-OiM)
    Heute fahren wir fromm 50kmh oder nehmen, wenns eilt den Heli.
    Gruss aus MC
    G

  126. Die Lösung für ein...
    Die Lösung für ein glückliches Leben mit Dingen heisst: Kaufen und Bbehalten.

  127. Ich schwöre auf Ehre und...
    Ich schwöre auf Ehre und Gewissen, dass solches geschah: Als ich dieser Tage vor meinem Borsalino-Schrank stand, der nicht nach seinem Hersteller so benannt ist, wunderte ich mich, warum mich erst jetzt verwundert, dass DonAlphonso augenscheinlich keine Hüte trägt. Eine seltsame Fügung, unmittelbar nach meiner Empfindung dieses Desiderats hier einen Hut – wenn ich recht erinere, erstmals – abgebildet zu sehen.

  128. Deutschland nicht, Monaco...
    Deutschland nicht, Monaco schon.

  129. @Don
    Nein, nein!
    Erben und...

    @Don
    Nein, nein!
    Erben und verderben
    Kaufen und verschenken,
    Rauben und zerstören

  130. @Don Alphonso
    Die Lösung für...

    @Don Alphonso
    Die Lösung für ein glückliches Leben mit Dingen heisst: Kaufen und Bbehalten.
    Behalten ist bei uns Tradition, selbst wenn es nur haten heisst!
    Aber, BELIEVE ME: unglucklich bin ich sicher nicht, aber der Preis bei uns fuer Garagen liegt selbst im Umland, z.B. Menton bei 40 bis 50tsd, in MC, naja, bei 200000.
    Ich weiss, was der platz fuer meine 3 voiture + 2 Velo + Moto bedeuten! Und neue Plaetz muss man auch erst finden, vor allem in einem. „Wir sind hier nicht am Tegernsee, wo ein Volk Raum hat“, was es ja „braucht“e, wenn ich an Ihre „alten Nachbarn“ denke…
    Aber dafuer zahl ich null Steuern fuer meine Labradore!
    Muss aber dafuer immer meine Plastikbeutel dabei haben!!
    http://faz-community.faz.net/blogs/ding/archive/2009/11/18/im-toten-winkel-der-poesie-die-plastiktuete.aspx?CommentPosted=true#commentmessage

  131. HansMeier555@23. November...
    HansMeier555@23. November 2009, 23:50Deutschland nicht, Monaco schon.
    Sollte sich das auf meine Beitrag beziehen, bitte ich doch um eine erweiterte erklaerung!

  132. @HansMeier555Nein, nein!Erben...
    @HansMeier555Nein, nein!Erben und verderbenKaufen und verschenken,Rauben und zerstören
    LEBEN UND LEBEN LASSEN!!!
    Sagt der Nachfahre einer alten Rittersfamilie

  133. Ein sehr stilsicherer Freund...
    Ein sehr stilsicherer Freund von mir, u.a Giulia-Fahrer, behauptete einmal felsenfest: „Es gibt Dinge, die kommen nie wieder, Hüte zum Beispiel“. Ich bin grad auf der Suche nach einem Hut, der mit steht und mit dem ich nicht aussehe wie Pete Doherty in noch blöder oder der Mann von Land aufm Lanz oder irgendwie Pseudo-Pate mit Borsalino oder Lucky aus Kentucky. Ich dachte eher so an Frank Sinatra.
    Hätten die Herren ein Empfehlung für mich.

  134. zeitkommi, um gute Filme zu...
    zeitkommi, um gute Filme zu finden gibt es folgende Möglichkeiten: im DVD Regal stöbern, bei amazon gibt es so Lieblingslisten und Empfehlungen, die sind ganz interessant. Aber das Beste von allem ist die Internet Movie Database (IMDb). Auf die Sterne dort können Sie sich meist verlassen (bitte immer in Kombination mit der Menge an Stimmen interpretieren!), sehen Sie sich mal die Top 250 an: http://www.imdb.com

  135. <p>Nun, bei jemandem, der auch...
    Nun, bei jemandem, der auch barocke Kaseln aus Seide und leonischem Gold besitzt, sollte es nicht verwundern, wenn er auch ein paar Hüte hat.
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    Allerdings muss ich gestehen, dass meine Präferenz fahrzeugbedingt ganz klar bei Sportkappen liegt. Der Sunbeam, so er je fertig wird, könnte das wiederum ändern.

  136. Beim Sunbeam sollten Sie...
    Beim Sunbeam sollten Sie wirklich an einen Bowler denken!

  137. Ich kann Sie beruhigen, auch...
    Ich kann Sie beruhigen, auch bei uns zahlt man für einen Stellplatz schon 10000 Euro, und ich habe den Luxus, derer sogar 2 zu haben. Aber gäbe es denn nicht im Hinterland irgendwo eine Scheune, wo man dergleichen zwischenlagert? Sowas haben wir durchaus, da kostet der Winter 200 Euro. Ausserdem denke ich, dass es an der Cote nicht so schlimm wie am Tegernsee ist, wo der Schnee letztes Jahr über unseren Gartenzaun reichte.

  138. Manche Leute sehen einfach...
    Manche Leute sehen einfach besser aus, wenn der Hut einen Schatten über das Gesicht wirft. Man sagt dann „Er/Sie hat ein Hutgesicht“. Das kann, muss aber kein Kompliment sein.
    .
    Hüte bekommt man leider derzeit selten zu sehen, statt dessen werden vermehrt voluminöse Wollmützen getragen, unter denen man seine Rastamähne oder in Ermangelung dieser den 4 Monate alten Nachwuchs unterbringen könnte. Ein paar höhere Töchter habe ich auch schon damit rumlaufen sehen. Bäh!

  139. ...
    http://rebellmarkt.blogger.de/static/antville/rebellmarkt/images/29jul1.jpg
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    Das darf ich zum Thema Hüte noch nachtragen.

  140. Schlimmer als die...
    Schlimmer als die Kopfbedeckungen auf dem Foto sind eigentlich nur noch die 7/8-Hosen und die Wandersandaletten.
    Meran?

  141. Meran. Man möchte nicht...
    Meran. Man möchte nicht zugeben, Deutscher zu sein, bei solchen Artgenossen.

  142. Grimaldeli, "Die 2" (OV "The...
    Grimaldeli, „Die 2“ (OV „The Persuaders“) sind natürlich legendär, besonders auch der senffarbene DBS. Schade, daß ich die Zeiten mit wenig Verkehr und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, wie es ja auch hierzulande war, nicht erleben durfte.
    .
    So ganz verstehe ich ja nicht, warum Sie ausgerechnet in MC wohnen, abgesehen von den üblichen Beweggründen natürlich. Wir haben letztens bei einem Freund in Nice einen Junggesellenabschied gefeiert. U.a. waren wir auch in MC, bei so einem Italiener, bei dem zu späterer Stunde die Gäste auf den Stühlen tanzen und anschließend bis morgens ein paar hundert Meter weiter im Jimmy’z. Dann haben wir noch auf einer wunderschönen Mahagoni Motoryacht eines anderen Bekannten einen Tagesausflug zu den Îles de Lérins unternommen. Das war zwar alles ganz schön, aber überzeugt hat es micht nicht. MC ist ja nicht gerade als „schön“ zu bezeichnen, die gesamte Côte ist krachvoll mit Bebauung und Menschen. Nicht sehr pittoresk. Da bevorzuge ich eindeutig Monaco di Baviera…
    .
    Ich weiß, es ist sehr schwierig, aber vielleicht sollte man eine gewisse Steuerlast einfach versuchen zu akzeptieren. Letztendlich lebt man nur einmal und sollte das Jetzt genießen. Und das geht sicherlich besser in München, Österreich, Italien oder in einem der schönen Häuser im Hinterland, die Sie letztens gezeigt hatten. Das geben Sie in MC alles auf! Wofür?

  143. plündern und...
    plündern und verhökern
    liesen und vermiesen
    pfänden und schänden
    horten und verschrotten
    hamstern und verramschen
    .
    Umsatz machen

  144. mawu, haben Sie besten Dank...
    mawu, haben Sie besten Dank für Ihre Vorschläge! Vor kurzem wurde auf Deutschlandradio Kultur (zumindest einige Radiosender des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks kann man noch hören) folgende Website empfohlen: http://www.theauteurs.com/
    Im DVD-Regal zu stöbern ist im Prinzip sicherlich eine gute Idee, auch wenn die Auswahl in Buchläden eher gering und in den üblichen Elektrodiscountern schwerpunktmäßig auf eine Klientel ausgerichtet ist, die wahrscheinlich nicht diesen Blog liest.
    Um an die Empfehlungen/Lieblingslisten ranzukommen, braucht man natürlich als Einstieg einen guten Film, um sich durchhangeln zu können.
    Die IMDb-Top250-Seite werde ich mir natürlich noch zu Gemüte führen.

  145. @Don Alphonso
    Wenn bei uns ein...

    @Don Alphonso
    Wenn bei uns ein Paysan noch eine leere Scheune hat, dann baut er diese aber meist sehr schnell in Appartements um und verkauft dann den Ramsch fuer 7tsd pro qm oder vermietet an die Touristen.
    Man will aber auch nicht kilometerweit zu seiner Sammlung fahren. Wir haben noch eine Garage in Menton, derzeit fuer 120 Euro vermietet. Aber da geht gradmal ein Mittelklassewagen rein. Als diese Garagen in den 70ern gebaut wurden, war ein Golf noch ein Kleinwagen. Das neue Modell passt grade so rein.
    Und was den Schnee betrifft, den haben wir hier unten Gottseidank nicht, dafuer zur Weinacht aber Orangen und Zitronen im Garten.
    Und zum Col de Turini oder zum Col de Tende sind es nur knapp 50km. Dieses Vergnuegen goennen wir uns schon des oefteren.

  146. @mawu
    Sehn Sie mawu, genau...

    @mawu
    Sehn Sie mawu, genau diese Monaco will ich nicht kennen, bzw. meide ich.
    Wenn wir „Einheimischen“ zum Italiener gehn, dann in Italia in Dolceaqua und zwar im „il Borgo“ oder „la Rampa“.
    Und das „Jimmy’z“? Naja, ich bin 56 geworden. Das ist wohl weniger mein Ding. Aber wenn irgendwo eine Jazz Session laeuft, da kann man mich eher finden.
    Die steuerlichen Aspekte sind es uebrigens nicht, welche mich hier unten halten. Ich habe mich vor 33 Jahren in diese Gegend verliebt. Das ist halt so, Punkt.

  147. "Offensichtlich war eine Hose...
    „Offensichtlich war eine Hose nicht richtig ausgezeichnet, was die Verkäuferin bemerkte. Der Käufer, ein reichlich lauter Schwabe mit sehr blonder Frau in Hermès, ist offensichtlich nicht bereit, das zu akzeptieren…“
    Seltsam hier zu lesen, wie sich einige über Geiz und Sparsamkeit in gewissen Kreisen auslassen, sich aber niemand an dem offensichtlichen Betrugsversuch stört. Die Wertschätzung der Moral war ja in den sogenannten „besseren Kreisen“ nie sonderlich groß. Heutzutage scheint sie aber eher noch abgenommen zu haben…

  148. Handelt es sich bei dem grauen...
    Handelt es sich bei dem grauen Hutexemplar tatsächlich um einen echten „Homburg“ bzw. „Homburger Hut“. Respekt.
    Den letzten habe ich leider bei meinem verstorbenen Großvater (Jahrgang 1904) gesehen. Solche Hüte trägt man in meinen Kreisen leider nicht mehr und in anderen verkehre ich nicht ;-).

  149. Grimaldeli, ich kann Sie schon...
    Grimaldeli, ich kann Sie schon verstehen, es hat ja auch etwas, da unten. Im Speziellen, wenn man sich gut auskennt. Unser Bekannter wollte uns natürlich etwas „bieten“ und vielleicht ist daher auch ein verfälschter Eindruck entstanden. Es ist viel subjektive Warnehmung dabei. In seinem Haus in Nice war es ja auch wirklich ganz hübsch und wenn Sie mir die Gegend zeigen würden, dann würde ich sicher auch einen wesentlich positiveren Eindruck bekommen…
    .
    zeitkommi, bei der Top 250 Liste der IMDb ist auch viel Schrott reingekommen, wie Batman und so. Man muß versuchen, die Filme dann weitergehend anhand der Kommentare zu beurteilen.

  150. Der diskrete Charme der B....
    Der diskrete Charme der B.

  151. muscat, das "Hutgesicht"...
    muscat, das „Hutgesicht“ betreffend: Ich kenne die Variante „Radiogesicht“. Fiel mir schlagartig wieder ein, als ich nach langer Abwesenheit zum erstenmal gewisse deutsche Fernseh-Berichterstatter sah, Politik.

  152. Sehr geehrter Don, sehr...
    Sehr geehrter Don, sehr geehrter Grimaldeli,
    wird von den MClern nicht bald alles Land drumherum dazugekauft werden müssen, da es soooo viele Steuerflüchtlinge aus Deutschland und dem Ausland gibt?
    Ich wurde in eines der fürchterlichsten Refugien der Kaffeehausunkultur des 21.Jhds eingeladen. S. Adresse. 40jährige frischgebackene Mütter mit Labradorhunden in schneeweissem Ambiente gelangweilt an Latte Macchiatos saugend. Schrecklich.
    Ich werde wohl in meinen Klub übersiedeln, um dort ein wenig von dem vorigen Ausflug zu entspannen.
    ZU den Filmliebhabern. Bei der Wahl des Films oder der Serie geht man doch recht unbewußt zurück in alte Zeiten, Kindertage, Jugendtage. Erinnert man sich noch an die „gute alte Zeit“ und an die Sonntage der Jugend? Mantel- und Degenfilme, Römer gegen Germanen, Musketiere gegen Schurken-Bischöfe am Nachmittag und am Abend Sherlock Holmes oder Miss Marple. Wunderbar.
    Vielleicht lasse ich mich heute Nachmittag zum Süllberg rausfahren… Mal Herrn Petersen anrufen….
    Beste Grüße aus dem Müßiggang
    MvB-B

  153. Grimaldeli, beneidenswert. Ich...
    Grimaldeli, beneidenswert. Ich habe mir meinen Sunbeam ja auch gekauft, weil er die geschlossene Version des Sportwagens ist, in dem Grace Kelly mit Rock Hudson an der Cote entlang fährt, und wenn ich das höre, nun, dann würde ich gerne sofort… aber ach… aber natürlich jage ich da auch nur Phantasien hinterher, die Cote ist nicht mal mehr das, was sie vor 25 Jahren war.

  154. ...
    @MarkusvonBentheim-Burg
    Derzeit geht der Trend wieder mehr dahin, Landgewinnung auf der Meerseite zu betreiben.
    http://www.nicematin.com/ra/monaco/222970/monaco-une-extension-en-mer-de-5-ha-en-2014
    Und ein Projekt, welches unseren direkten Nachbarn in Beausoleil gar nicht goutiert, la Tour Odeon, nicht weniger als 170m hoch und im wahrsten Sinne, vieles in den Schatten stellend.
    http://www.nicematin.com/ra/monaco/221579/monaco-la-construction-de-la-tour-odeon-a-demarre
    Leider gehoeren Menton und Roquebrune nicht mehr zu Monaco. Das war vor 1861 noch anders.

  155. Meine Damen und...
    Meine Damen und Herren!
    .
    Langsam wird das Berlin-Bashing wirklich langweilig, Herr Dipsy, es kann doch wirklich keiner etwas dafür, daß Sie aus einer süddeutschen Provinzstadt kommen und immer noch finanziell von Ihren Eltern abhängig sind und außer mir hält es Ihnen auch niemand vor, aber zeigen Sie Ihre Provinzialität doch nicht mit so dümmlichen Anmerkungen wie „schlechter Flughafen“ (wenn Sie denn nicht zu geizig waren, Lufthansa zu fliegen, landen Sie in Tegel, einem der architektonisch bestorganisiertesten Flughäfen der Welt), „hoffe nicht zu viele Kreative zu treffen“ etc.
    Mit Ihren „löchrigen Pullovern“ würden Sie zu denen, die Sie sich darunter vorstellen, doch ganz gut passen, nur daß die wirklich Kreativen dann wahrscheinlich längst in der zweiten Besprechung sitzen, wenn Sie „gegen Mittag“ in Berlin landen.
    Solche Äußerungen nerven wirklich allmählich.
    Genauso wie die des Herrn von Bentheim-Burg.
    Wären Sie wirklich Hanseat, mein Herr, würden Sie das peinliche „von“ weglassen, das gestehen wir in Hamburg nur unserem Bankier zu, falls Sie wissen sollten, wen ich meine, und würden nicht so unermesslichen Unfug schreiben. Ich denke, daß der Kellner in der Halle des Vier Jahreszeitens schon weiß, warum er Sie so und nicht anders bedient hat.
    Schließlich stehen dort für die Benutzung elektronischer Geräte die Kabinen neben der Rezeption zur Verfügung.
    .
    Herr Alphons, ich bitte um Entschuldigung für diesen Wutausbruch, aber solchem Unfug muß ich als in Berlin lebender Hamburger entgegentreten, da Sie es schon nicht tun!
    .
    Verschnupfte Grüße, hs.

  156. Lieber hugoservatius, ich...
    Lieber hugoservatius, ich versuche hier allen so viel freiheiten wie irgend möglich zu lassen, so natürlich auch Ihrem Wutausbruch – aber wenn ich hier anfangen würde, meinen Privatgeschmack durchzusetzen, wäre das Spass extrem begrenzt. Ich glaube, der Freiraum tut der Debatte gut, denn wenn hier alles nur hochgeistig und zielgerichtet wäre, könnten wir uns auf die Schultern klopfen und heimgehen. Ich sehe es als neugieriger Mensch zwar auch mitunter mit einem spöttischen Lächeln – aber es ist ein Lächeln und ich sage weder wo, noch möchte ich mir den Spass verderben.
    .
    SecondAttempt, ich muss gestehen, dass ich es auch beim Augenrollen und deutlichem Blick auf die Curvex belassen habe. Das ist in meinen Kreisen schon recht deutlich. Aber tatsächlich bin ich, wie viele, hilflos, wenn Dreistigkeit im Spiel ist.

  157. @Don Alphonso
    Es gibt sie noch...

    @Don Alphonso
    Es gibt sie noch die schoenen Stellen an der Cote. Man muss nur wissen wo.
    Da muss man hineinwachsen. Das finden Touristen auch nach 1à Urlauben hier unten nicht.
    In Muenchen gibts auch Biergaerten und Biergaerten. An den Chinesischen Turm gehen viele, in die Emmeramsmühle wohl eher weniger.
    Dazu kommt unser mildes Klima und das gute Essen.
    Und nicht zu vergessen, der Airport in Nice vor der Tuer.
    Nach Paris, Tunis, Strasbourg, Zuerich etc., alles in gut 2 Std.
    Dazu Heli-Anbindung zum Preis einer Taxifahrt.
    Waehrend ich dies schreibe, sitze ich auch im Freien bei einem Café und schau ab und zu in Richtung Meer. Im Park wird grad der Rasen gemaeht und der Geruch des frisch gemaehten Grases weht herueber.
    Es laesst sich aushalten! ;-)

  158. Frau Waldwuff, man trägt ihn...
    Frau Waldwuff, man trägt ihn heute generell kaum mehr, nur noch zu offiziellen Anlässen und auch da eigentlich nur, wenn man auffallen möchte. Aber dennoch meinte ich das Recht zu haben, diesen Hut zu besitzen, weil er mir gut steht. Im schlechten Wetter der Berge kann man aber Hüte besser tragen als hier. Die Qualität ist jedenfalls enorm.
    .
    Zum Radiohesicht fällt mir auch noch die Schriftstimme ein. Aber es stimmt, man braucht einen langen, schmalen Schädel, und als Bayer habe ich den nur bedingt.

  159. Grimaldeli, bitte sagen Sie...
    Grimaldeli, bitte sagen Sie mir, wenn ich indiskret werde – aber es macht mich doch neugierig warum Sie ausgerechnet in MC wohnen, wenn Ihnen die Gegend im Allgemeinen gefällt – und nicht in einer der schönen Villen, die Sie uns zeigten. Mir erscheint es insgesamt erstrebenswerter, in der weniger dicht besiedelten Umgebung zu wohnen. Genießen Sie vielleicht das urbane Ambiente unter südlicher Sonne o.ä.? Ich wohne schließlich auch mitten in Schwabing. Es macht mich neugierig, da es ja sein könnte, daß ich eine falsche Vorstellung habe…

  160. Lieber Herr Alphons,
    .
    aus...

    Lieber Herr Alphons,
    .
    aus Ihrer Sicht: Einverstanden.
    Umso mehr, als daß Sie ja auch Wutausbrüche freischalten!
    .
    Beste Grüße aus Charlottenburg, hs.

  161. Sehr geehrter...
    Sehr geehrter Grimaldeli,
    gestern hatte ich das Glück, Ihren Fürschten kennenzulernen. Ein wirklich sehr netter und umgänglicher Typ Mensch. Ein guter Grund in Ihr Fürschtentum zu siedeln, wenn es auch nicht Hamburg ist.
    Sehr geehrter hugoservatius,
    Ihren Bankier mit von kenne ich sehr gut, ich habe gestern mit seinem Chef ohne von an der Bar gesessen und mit ihm über aus Hamburg nach Berlin zwangsemigrierte Hamburger gesprochen und uns gewundert: warum? Wer es in Hamburg nicht schafft, muss eine Kneipe in Berlin eröffnen, so heisst es zumindest bei uns. Das von gehört bei voller Namensnennung dazu, so sagt man zumindest…
    Doch nichts für ungut, Berlin ist zum Geschäftemachen nicht schlecht, aber auch nicht gut.
    Beste Grüße
    MvB-B

  162. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Schusch,
    .
    das Problem mit den Hüten ist wirklich komplex.
    Ich besitze einige, sehr schöne Exemplar für unterschiedliche Gelegenheiten, trage sie aber nur allzu selten.
    Irgendwie ist Huttragen etwas prätentiös.
    Man ist einer der ganz wenigen, alle gucken irritiert, wirklich schwierig.
    Trotzdem eine Empfehlung: Herrenhüte von „Habsburg“, habe ich letztes Jahr in Lech erworben, etwas alpenländisch-modisch, aber sehr schön.
    Ansonsten empfehle ich die Londoner Hutmacher.
    .
    Barhäuptige Grüße, hs.

  163. @mawu
    Da gibt es die Wohnung...

    @mawu
    Da gibt es die Wohnung in MC und auch noch ein Bijou im Hinterland von Cannes. MC ist halt nur naeher am Wasser und ich bin sehr oft auf meiner Jolle.

  164. Herr von Bentheim-Burg,
    .
    der,...

    Herr von Bentheim-Burg,
    .
    der, den ich meine, hat keinen Chef.
    Und zum, wie Sie es zu nennen belieben, „Geschäftemachen“, bleibt man wohl besser in Hamburg.
    Sie entlarven sich gerade als Hochstapler oder Kunstfigur, aber ist eigentlich auch egal.
    .
    Viel Vergnügen auf dem Süllberg, hs.

  165. @ hugoservatius, kleiner Tipp...
    @ hugoservatius, kleiner Tipp am Rande: es ist eher Frau Dispy als Herr Dipsy.

  166. @MarkusvonBentheim-Burg
    Ich...

    @MarkusvonBentheim-Burg
    Ich hoerte von der Preisverleihung.
    Wir sehen an der Flagge auf dem Schloss, ob Monseigneur anwesend ist.

  167. Herr Doktor,
    .
    ob Mann, ob...

    Herr Doktor,
    .
    ob Mann, ob Frau,
    die Kommentare sind mau…

  168. Prätentiös – ja, das kann...
    Prätentiös – ja, das kann es sein, aber nur, wenn es mißlungen ist. Trägt der Richtige den Richtigen in richtiger Weise, dann erscheint der Hut, als würde seinem Träger ein Arm fehlen, trüge er ihn nicht.
    „Ein Herr ohne Hut ist kein Herr“, hieß dazu mal der Spruch.

  169. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr hugoservatius,
    warum sind Sie so voller Neid und missgönnen hier mir das Vergnügen. Wenn Sie es der Kunstfigur gestatten, lade ich Sie ganz herzlich zu uns in das nobilitas-Netzwerk und wir können hier gerne diskuttieren oder so Sie es wünschen auch gerne es ausfechten, wie unter Gentlemen üblich. Es ist eine Frage der Ehre, so man welche hat, diese mit dem blanken Stahle zu verteidigen. WENN man welche hat.
    Aber Sie scheinen nicht nur mir dies kleine Vergnügen zu missgönnen. Warum kommentieren Sie dann nicht in der BZ oder auf weltonline. Dort soll es mehr „Action“ geben. Viel Spaß.
    Sie, Herr Grimaldeli,
    lade ich sehr herzlich zu uns auf unser Gut nach Südfrankreich ein, um uns über die Menschen in MC und die Lebensumstände zu unterhalten.
    Beste Grüße
    MvB-B

  170. @Nörgler
    Und wenn die Haare...

    @Nörgler
    Und wenn die Haare duenner werden, ist es auch noch gut fuer die Gesundheit.
    Im Sommer der Panama, in der uebrigen Zeit, das passende Etwas, sei es gewachstes von Barbour oder etwas aus Karnickelhaar. Und auf dem Wasser natuerlich die Baseball.
    Aber nicht vergessen: Hutschachteln mit Hutspannern fuer die guten Teile, welche sich nicht rollen lassen.
    Der ererbte Chapeau Claque meines Grossvaters ist bei meinen Umzuegen leider verlustig gegangen. Vieleicht finde ich ihn irgendwann wieder.
    Die Glocken laeuten, ich muss jetzt zur Messe, natuerlich mit Hut!

  171. @Grimaldeli
    Was man an Monaco...

    @Grimaldeli
    Was man an Monaco hassen muß, das wissen Sie doch selbst, das ausufernde Sozialsystem natürlich! Wovon unsere Linxpartei nur träumt, dort ist es Realität. Wer als Monegasse geboren wird, kann sich von Geburt an einen Bunten machen, auf Kosten der Steuerzahler aller Herren Länder.
    .
    Weiter ist an Monaco zu hassen, daß es unsere Elite abwirbt, die wir doch gerne bei uns behalten hätten. So einfach darf man es denen doch nicht machen. Anstatt in ihrer Heimat um die Privilegien zu kämpfen, die ihnen nunmal zustehen (Steuerfreiheit sowieso), verkriechen sie sich jetzt in dieses Mauseloch und lassen ihre Stand im Stich.
    Soooo wird das nix mit der Reaktion.

  172. Der Chapeau Claque meines...
    Der Chapeau Claque meines Grossvaters hat sich erhalten und Fasching überlebt und ist noch in der originalen Schachtel – aber leider zu klein.

  173. Sehr geehrter Herr von...
    Sehr geehrter Herr von Bentheim-Burg,
    .
    ich mißgönne Ihnen nichts und glauben Sie mir, Neid ist mir völlig fremd.
    Ich mag nur keine Aufschneider.
    Und mit „blankem Stahle“ kämpfen wir in meiner Welt nicht, wir stellen ihn nur her.
    .
    Viel Vergnügen in Ihrem „Nobilitas-Netzwerk“ (geht der Gelbe Kreis jetzt online?), hs.

  174. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Nörgler,
    .
    ich denke nicht, daß meine Hutwahl mißlungen ist, nichtsdestotrotz erscheinen mir die verschiedenen Hüte häufig unangebracht, das hat wohl weniger mit den Hüten und ihrem Träger zu tun, als mit der sich wandelnden Umgebung, zumal, und nun fange ich auch noch mit dem allseits beliebten Berlin-Bashing an, hier in Berlin.
    Wenn Sie hier Anzug und Krawatte tragen, sind Sie entweder Autoverkäufer oder Bankangestellter, Hut und Mantel kennzeichnen den Schauspieler oder den Mitarbeiter der Baubehörde, der hat dann noch eine Schleife statt des Langbinders…
    .
    In Hamburg, München oder am Tegernsee ist das anders, in Monaco war ich noch nicht und werde mir das wohl auch ersparen, wie heißt es bei Hilde Knef, „…von meiner Jacht die Küste verachten!“.
    .
    Aber angesichts des Regens in Berlin werde ich gleich meine karierte Sportmütze aus der Jackentasche ziehen, wenn ich zu meinem Wagen gehe.
    .
    Beste Grüße, hs.

  175. Grimaldeli, nun verstehe ich....
    Grimaldeli, nun verstehe ich. So wirkt die Kombination ja wirklich schön.

  176. @hugoservatius
    Schönefeld...

    @hugoservatius
    Schönefeld liegt aber näher an Dresden.

  177. @hugoservatius
    Hilde meinte da...

    @hugoservatius
    Hilde meinte da wohl eher Mecklenburg-Vorpommern!

  178. ...
    @MarkusvonBentheim-Burg
    Herzlichen Dank fuer die Einladung.
    In einem Blog zu schreiben ist das eine, private Contacte das andere.
    Meine Zeit ist sehr gut ausgefuellt. Da gibt es Familie und Freunde, Hunde und Katzen.
    Wir sind hier so eine internationale Peergroupe, welche seit Internatszeiten zusammen ist. Und es gibt auch keinen Deutschen unter uns.
    In solch eine gewachsene Struktur passt nicht viel neues hinein.
    Und ich glaube, der elaborierte Code des Hanseatischen, den Sie pflegen, ist auch schwer an andere Culturkreise zu vermitteln, zumal Deutsch als solches schon schwer genug ist.
    Grimaldeli ist uebrigens ein Pseudonym, welches sich an den Namen des italienischen Ortes anlehnt, in dem ich mich seinerzeit verliebt hatte.
    Die Liebe an die Frau ist schon lang gegangen, die Liebe an den Ort wohl nie!
    But never the less!
    Danke

  179. Verehrter Herr...
    Verehrter Herr vonBentheim-Burg: Zweifellos gehoeren Sie der aussergewoehnlich gut gebildeten Klasse an. Fremdsprachen duerften Ihnen keine Probleme bereiten. Ich erlaube mir daher den Vorschlag zu unterbreiten, Herrn Grimaldeli eine ihrem Stande angemessene Antwort in der Sprache der Diplomaten, Franzoesisch, zuteil werden zu lassen.
    Verbindliche Gruesse: F.

  180. Bzgl. der Qualität kann ich...
    Bzgl. der Qualität kann ich Ihnen nur zustimmen.
    Mein Großvater sagte, so einen Hut kauft man sich nur einmal im Leben.
    Im Gegensatz zu seinem Chapeau Claque, den er einmal ersetzen musste. Nunja. So konnten alle männlichen Enkel einen erben.

  181. hugoservatius, ich denke,...
    hugoservatius, ich denke, Hüte sind wirklich auch eine Frage des Alters. Umgekehrt, und das überrascht mich dann doch, werden Hutträger schief angeschaut, aber Baseballkappenträger erfahren keinerlei Diskriminierung. Obwohl das absolut berechtigt wäre. Man müsste gerade Mittelalten einmal sagen, wie absolut unmöglich amerikanisch das in Mitteleuropa aussieht. Dagegen sind Hüte indigen, und das zu würdigen ist sicher nicht schlecht.
    .
    Frau Waldwuff, man verfällt ja schnell in dieses „früher war alles besser“-Gerede, aber vor 50 Jahren mussten Hüte noch sehr viel mehr aushalten, als heute – der Hut war stets das erste, was dem Wetter ausgesetzt wurde. Daher auch die besondere Qualität und der hohe Preis, den man zahlen musste. Oder, in den hutaffinenen, oder sollen wir sagen zurückgebliebenen Begen bis heute zahlen muss.

  182. @Don Alphonso
    Es stimmt schon,...

    @Don Alphonso
    Es stimmt schon, dass Baseballkappenträger an Land meist seltsam ausehen, insbesondere, wenn sie ueber 70 sind und dazu noch das „hard-rock-café“T-shirt tragen.
    Aber an Bord sei mir die Baseball erlaubt. Eine 9m Jolle mit Kapitaensmuetze ist da wohl doch etwas overdressed!
    Ich will jetzt nach Italien auf den Markt, aber nicht mit Hut, sondern mit Helm.
    Einen schoenen Tag an den Tegernsee
    G

  183. Sehr geehrter Grimaldeli, sehr...
    Sehr geehrter Grimaldeli, sehr geehrter hugoservatius,
    leider sind wir Hamburger eher anglophil ausgerichtet und nur eine ganz liebe alte Freudin gehört mittlerweile dem diplomatischen Korps an. Liebe Grüße an sie. Diese Einladung war auch eher in den nächsten Jahren angesiedelt, ich bin im Moment noch mit einem brandenburger Gut der Familie beschäftigt, das wieder errichtet werden muss. Danach habe ich Verpflichtungen im ehem. Ostpreussen. Warum muss jedes alte Schloß eigentlich zu einem Hotel für jedermann, speziell Busreisende úmgebaut werden. Wenn in einem meiner Parks Busreisende bei Kaffee und Kuchen sitzen würden, würde ich traurig werden oder die Hunde von der Leine lassen…
    Ich finde Ihre Antworten mittlerweile sehr amüsant, sehr geehrter hugoservatius. Chapeau. Schlagfertig. Aber in eiem Punkt haben Sie doch Recht: die besseren Kreise sollten auf zu viel Offenheit und Übertreibung verzichten. ich stimme Ihnen zu. Und deshalb verrate ich nicht, wo ich mich nun und heute befinde, um mir eines der besten Fleischstücke mit Blick auf die Elbe zubereiten zu lassen…
    Beste Grüße von der Rückbank
    MvB-B

  184. MvB-B, tut sich denn wieder...
    MvB-B, tut sich denn wieder irgendetwas im alten Ostpreussen? Die Vorfahren meiner mütterlichen Linie trafen dort 1732 aus Salzburg ein – und meine Großmutter flüchtete dann mit ihren drei Kindern. Ich frage mich immer wieder, wie man das durchsteht. Aus wohlhabenden Verhältnissen kommend, dann die Flucht und ein Leben in Armut. Leider ist Gumbinnen nun Rußland, also nicht mal EU. Aber Masuren und andere schöne Flecken würden sich vortrefflich als Touristendestination eignen, denke ich. Was sonst soll man mit den alten Schlössern machen – alle bewohnen, ohne wirtschaftlichen Nutzen?

  185. Die alten Schlösser, was man...
    Die alten Schlösser, was man mit denen macht?
    .
    Ganz einfach: Dort, wo sie jetzt stehen, platt machen und stattdessen dort wieder aufbauen, wo Sie jetzt wohnen. Kaufen Sie im Westviertel Ihrer Wahl eine größer Anzahl zusammenhängender Grundstücke auf, walzen Sie dort die häßlichen Bungalows nieder und errichten Sie auf den Trümmern Ihr neues, strahlendes, ganz persönliches Versailles. Wenn Sie Bescheidenheit demonstrieren wollen, kommt natürlich auch die Architektur von Südstaaten-Herrenhäusern in Frage.
    .
    Denn die Vergangenheit ist längst vorbei, denken Sie an die Zukunft!

  186. Lieber, ganz lieber Herr...
    Lieber, ganz lieber Herr MarkusvonBentheim-Burg,
    Sie sind der Lustigste von uns allen, und ich freue mich immer, wenn ich einen neuen Beitrag von Ihnen sehe. Gäbe es Sie nicht, für diese Sorte Briefromane von diesem D.A. und mit diesen Themen UND in der F.A.Z., hätte man Sie erfinden müssen. Aber warum merken das die anderen nicht?
    (Der einzige Makel ist, Sie haben einmal „Chapeau“ geschrieben. Wenn ich mir Leute vorstelle, die „Chapeau“ sagen, kriege ich immer so einen Würgereiz.)

  187. @MarkusvonBentheim-Burg
    Mein...

    @MarkusvonBentheim-Burg
    Mein Wertester! Sie scheinen noch sehr, sehr jung zu sein, wenn Sie in Jahren denken.
    @B.A.H.
    „Chapeau“ ist im Franzoesischen eine normale Redewendung, wie im Deutschen das „meine Anerkennung“. Zuweilen nutzt sogar „le Figaro“ diese Vokabel.

  188. Grimaldeli: und in Deutschland...
    Grimaldeli: und in Deutschland sagen es Gäste in der Fernseh-Sportschau, wenn sie zeigen wollen, wie weltläufig sie sind. (Chapeau, gesagt mit Ausrufezeichen.)

  189. Nochmal zum...
    Nochmal zum Etiketten-Umkleben: Ich möchte im Sinne der Unschuldsvermutung argumentieren, daß es tatsächlich vorkommt, daß Ware falsch ausgezeichnet ist. Das ist mir auch schon passiert. Wenn einem dann plötzlich an der Kasse gesagt wird, daß es 20 Euro mehr kostet, dann kann einen das schon ärgern.
    .
    Die Umkleberei kenne ich dagegen andersrum: Man kauft stark herabgesetze Ware, entfernt die billigen Preisschilder, läßt die (darunter zum Vorschein kommenden) teuren aber dran! Und dann verschenkt man das Ganze an die bucklige Verwandtschaft…

  190. Und zwar mit großer Geste bei...
    Und zwar mit großer Geste bei feierlichen Gelegenheiten: Weihnachten, Konfirmation, Hochzeitstage, runde Geburtsage, und so.

  191. Überhaupt, Don!
    Zu...

    Überhaupt, Don!
    Zu Weihnachten erwarte ich von Ihnen einen Text über das liebevolle Schenken!
    .
    Und auch für die Wochen davor werden Sie sich doch gewiß irgendwas Adventskalendermäßiges ausgedacht haben, hoffe ich.

  192. Ach, was sollen denn diese...
    Ach, was sollen denn diese angeblich entlarvenden Stänkereien über die vermutete fehlende Authentizität der hier Kommentierenden. Spielte das eine Rolle, wenn Markus von Bentheim-Burg in Wirklichkeit ein HartzIV-Empfänger in Neu-Kölln wäre? Würde es wirklich etwas ausmachen, wäre Dipsy kein amüsanter Troll, sondern tatsächlich das reaktionäre kleine Juristen-A***ch, als das er sich ausgibt? Nein, nein, gerade ein Blog über die Stützen der Gesellschaft sollte ein gerüttelt Maß an Hochstaplern anziehen, mit erfundenen Adelstiteln, gefälschten Referenzen, lächerlich vor sich hergetragenen Distinktionsbemühungen, absurden politischen Meinungen. Das gibt der ganzen Veranstaltung doch erst die richtige Würze – und ihren hohen Unterhaltungswert.

  193. ...und nicht vergessen das...
    …und nicht vergessen das Abschweben ins leicht Surreale. Hohe Kunst.

  194. Alter Menschewik,
    Sie müssten...

    Alter Menschewik,
    Sie müssten da an Ihrem Berufsrevoluzzertum aber noch ein bißchen feilen.
    Ich meine, Ihre Kommentare fühlen sich einfach nicht so an, als säße da ein lederbejackter Kommissar mit umgeschnallter Mauser under der Petroleumfunzel und tippte revolutionäre Dekrete in seinen tretpedalbetriebenen 486er-IBM der ersten Generation….
    (das wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk für den Don: Ein Commodore64 von 1983 im echten Silbergehäuse).

  195. Solange die Borderline in den...
    Solange die Borderline in den Kommentaren bleibt und als solche mit etwas gefühl für Text erkennbar ist, ist es für mich in Ordnung. Nur kann ich mich daran schlecht beteiligen.

  196. Der Komissar hatte immer eine...
    Der Komissar hatte immer eine Kamarow, fuer lustige Sachen eine Nagaika. Menschewiken waren die Minderheit, die Weissrussen.

  197. @B.A.H.
    Da ich wenig TV schaue...

    @B.A.H.
    Da ich wenig TV schaue und wenn, auf keinen Fall deutsche Programme, geschweige Fernseh-Sportschauen, konnte ich das nicht beurteilen.
    Aber selbst bei A.Camus kam es in einem seiner Romane vor. Aber franzoesische Redewendungen im Deutschen kommen wohl weniger oft vor, als DENGLISH.
    Und ich persoenlich sage lieber Pardon, als Sorry

  198. @Alter Bolschewik
    Bei manchen...

    @Alter Bolschewik
    Bei manchen Beitraegen kommt bei mir aber auch zuweilen der Gedanke, dass die Schneefallgrenze derzeit auf Schreibtischhoehe gesunken ist! Oder, andersrum, was meinen Sie. Soll ich die Warhols nicht doch besser auf die Gaestetoilette haengen? Bon Soirée

  199. @Don Alphonso
    Ich hab heut das...

    @Don Alphonso
    Ich hab heut das Gefuehl unsere Presse hier schreibt derzeit Borderline-Journalismus!
    Aber es ist Realitat. Seit gestern werden hier im franzoesischen Umland massenweise Verhaftungen von Buergermeistern (u.a. in Beausoleil)durchgefuehrt zumTeil mit militaerischer Unterstuetzung. Der groesste Bauunternehmer Alberti ist am fruehen Morgen bei einer Razzia auf dem Anwesen von Frau Grundig am CapMartin inhaftiert worden. Es soll ein grosser Schlag gegen die Mafia sein! Gibts die denn wirklich?

  200. @g
    Mit militärischer...

    @g
    Mit militärischer Unterstützung, sagen Sie?
    Geil!

  201. @HansMeier555
    Frau Grundig...

    @HansMeier555
    Frau Grundig wird sich sicher gefreut haben. Die Hunde haben jedenfalls dermassen angeshlagen, dass die ganzen Nachbarn aufgeschreckt sind.
    http://www.nicematin.com/ra/cotedazur/224011/nice-le-maire-de-beausoleil-un-patron-du-btp-et-des-truands-arretes-hier

  202. Auch die Marine ist...
    Auch die Marine ist hoffentlich auf dem Posten.

  203. @Grim
    Und was steckt dahinter?...

    @Grim
    Und was steckt dahinter? Ich meine, die französischen Staatsanwälte ermitteln doch nicht einfach nur aufgrund irgendeiner Verdachtslage.

  204. @HansMeier555
    Marine?
    Die...

    @HansMeier555
    Marine?
    Die Franzosen muessen nicht erst einen Haftbefehl fuer einen somalesischen Piraten bei der zustaendigen Behoerde in einer Amtstube beantragen. Die reagieren, wenns sein muss, durchaus effektiv!

  205. Grimaldeli, in Ihrer Gegend...
    Grimaldeli, in Ihrer Gegend sind Chapeau und Pardon aller Ehren wert; aber stellen Sie sich einen Franzosen vor, der in einer französischen Talkshow geziert „Potzblitz“ ausruft, oder einen Englischen, der „Donner und Blitzen“ sagt – das halten die für „Donnerwetter“ – und Sie verstehen vielleicht besser, was ich meine. (Und sagen Sie auf der englischen Insel besser nicht „Pardon“, denn das wäre die falsche Klasse.) (Oder „Madame“. Niemals „Madame“.)

  206. B.A.H., sowohl "Pardon" als...
    B.A.H., sowohl „Pardon“ als mittlerweile auch „Sorry“ sind absolut gebräuchliche und verständliche Fremdwörter im Deutschen, wie „Kindergarten“ und „Gesundheit!“ in den USA. „Chapeau“ hört man hierzulande selten – es kommt aber immer darauf an von wem und in welchem Zusammenhang. Wir sind hier ja „unter uns“ und nicht in der Sportschau mit Fußballerpublikum, Grimaldeli wohnt ausserdem in Frankreich.
    Grimaldeli, Beausoleil liegt aber dann in Frankreich, laut Karte? Die Grenze scheint ja mitten durch den Ort zu verlaufen, wie wird das eigentlich in der Praxis gehandhabt? Ich bilde mir ein, wir sind damals schon an irgendeinem Grenzposten vorbeigefahren, aber vielleicht täusche ich mich auch.

  207. @HansMeier555
    Es soll die...

    @HansMeier555
    Es soll die neapolitanische Mafia dahinterstecken. Fuer Madame Grundig halt nur peinlich, dass sie mit M. Alberti liiert ist.
    Wir werden sehn, was noch kommt. Eine Person von 15 ist wieder auf freiem Fuss, andere sind fluechtig, bzw. haben mit ihrem Diplomatenpass rechtzeitig das Land verlassen.
    @B.A.H.
    Aber „Blitzkrieg“ hab ich in englischen Talkshows schon gehoert! ;-)
    @mawu
    Beausoleil ist Frankreich. Die Grenze laeuft dort fliessend,was zuweilen zu bizzaren constructionen fuehrt. Es werden z.B. Haeuser in MC auf die Grenze gebaut, wenn sie aber das Haus verlassen, sind sie auf franzoesischem Gebiet. Die Grenzbwachung von MC, im uebrigen sehr effektiv, wird meistvon den Franzosen wahrgenommen. Man erkennt diese an der militaerischen Ausruestung.

  208. @B.A.H.
    Le blitzkrieg est le...

    @B.A.H.
    Le blitzkrieg est le leitmotif de la weltpolitik du Führer.

  209. @Grimaldeli
    Dass die alle...

    @Grimaldeli
    Dass die alle kriminell sind, weiss ich doch.
    Mich interessiert nur, wer auf der Regierungsseite dahintersteht und was damit politisch bezweckt wird. Cui bono? Sorry, ich kann einfach nicht anders denken als immer nur so.

  210. @HansMeier555
    Cave quiquam...

    @HansMeier555
    Cave quiquam dicas, nisi quod scieris optime!

  211. @Grimaldely
    Für Journalisten...

    @Grimaldely
    Für Journalisten sollte das gelten.
    Beobachter wie wir halten sich nicht damit auf, die Flugbahn bereits gespielter Pässe zu berechnen. Wir wollen erraten, was der Trainer in der Kabine gesagt hat, welcher Spieler einen Vereinswechsel anstrebt und was der Schiedsrichter verheimlicht.

  212. Item, ne scay qu'a l'Ostel...
    Item, ne scay qu’a l’Ostel Dieu
    Donner n’a povres hospitaulx.
    Bourdes n’on icy temps ne lieu,
    Car povres gens ont assez maulx.
    Chacun leur envoye leurs oz:
    Les Mendians ont eu mon oye;
    Au fort, ilz en auront les oz;
    A menues gens menue monnoye.

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