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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
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Steueroptimierung oder Die nehmen uns alles

14.12.2009, 13:40 Uhr  ·  Das Debakel der Bayerischen Landesbank auf dem Balkan reiht sich nicht nur nahtlos in die Wirtschaftskrise ein, es nagt natürlich auch am Selbstverständnis der besseren Kreise des Freistaates. Eigentlich möchte man reich und vorne mit dabei sein - nun aber scheint es, als wäre man bald arm und ausgerechnert von Österreichern, jenen südlichen Brüdern der Preussen angeschmiert. Stellt sich natürlich die Frage: Wie schafft man es, dass andere mehr arm werden als man selbst? Zum Glück ist gerade die Steuer zu machen.

Von

Cis-Moll, Legato, Für siebenstimmigen Bad Wiesseer Finanzbeamtenchor

Der letzte Satz in der Kundenbeziehung zwischen jungflottem, nordischen Steuerberater (STB) und einem kurzhalsigen und unterhoch gebauten Angehörigen der besseren Kreise (ADBK) bayerischer Provinienz und internationaler Einkünfte lautet, vom Steuerberater gesprochen, stets so: “Tut mir leid, aber das können Sie nicht machen, damit kommen wir nicht durch.” Daraufhin entspinnt sich stets der gleiche Dialog, den hier wiederzugeben angesichts der juristischen Implikationen nicht schicklich, aber wegen der Verpflichtung zur Ehrlichkeit über jene meine besseren Kreise unumgänglich ist:

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ADBK (erkennbar Widerspruch nicht gewohnt): Was soll das heissen, natürlich können wir das machen.

STB (pädagogisch): Nun, reinschreiben können wir es, aber erstens wird es das Finanzamt so nicht akzeptieren, und zweitens widerspricht das Vorgehen eindeutig Paragraph Soundso, worin steht, dass es nicht geht. Die merken das sofort.

ADBK: So ein Bapp. Das habe ich immer so gemacht, das war nie ein Problem. Da, schaun’S, 2007, 2006, 2005, 2004…

STB (mit bitterem Zug um die Mundwinkel): Oh. Aha. Nun, damit haben wir natürlich auch ein Problem, die Zahlung kommt jetzt 2008 aus der Luft und deshalb

ADBK: Machen wir es wieder genauso. Sie sind Steuerberater, wenn ich das kann, können Sie das auch.

STB (sich windend): Bedaure, nicht wirklich, sehen Sie, ich kann Ihnen helfen, Ihre Steuern legal zu optimieren, und da gibt es hervorragende Möglichkeiten, aber in diesem Fall erleiden wir sicher Schiffbruch.

ADBK: Schmarrn. Was glauben Sie, was wir in der Firma alles machen, da kommt auch keiner drauf, und wer ko, der ko, sage ich, also schreiben Sie das so rein, wie es ist, und es merkt eh keiner, es hat ja auch früher keiner gemerkt.

STB: Lieber Herr ADBK, ich versichere Ihnen, dass es ganz vorzügliche Methoden gibt, wie wir Sie am Ende besser stellen, aber das, nehmen Sie mir es nicht übel, ist viel zu plump, das kommt raus, und wenn es rauskommt, haben Sie todsicher Fragen am Hals, die Ihnen nicht gefallen werden, auch wegen all der früheren Jahre. Ich kann Ihnen nur raten, und dabei helfen, lösen Sie sich mal von dem, was Sie schon immer getan haben, die Zeiten, in denen das ging, sind vorbei, aber dafür gibt es sehr viel bessere Gestaltungsmöglichkeiten. Sehr gute Erfahrungen haben wir etwa mit Fonds von Sercura100ReturnAbsoluteTopValue gemacht, die ein breites Spektrum von Investments in Ostimmobilien, Frachtschiffen und Tophotels in Berlin an…

ADBK (denkend: Mi legst om Oasch, sagend): Also, das muss ich mir noch mal in Ruhe überlegen, das jetzt über das Knie zu brechen macht keinen Sinn, ich werde das überschlafen und melde mich gegebenenfalls nächste Woche wieder, guten Tag.

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Nun ist es Dezember, das Wetter ist schlecht und die Launen nicht minder, da es gilt, die Steuer bis zu einem nahen Termin zu machen. Gemessen an der enormen Zahl der Steuerberater ist es ganz erstaunlich, die Klagen zu hören ob des Aufwandes, der unter den ADBK zu treiben ist, ob der Nachzahlungen, die drohen, und ob der immer kleiner werdenden Freiräume. Beigetragen zu dieser Selbstmedikamention der vorweihnachtlichen Steuerkrankheit hat zumindest im Westviertel der dummen, kleinen Stadt an der Donau ein neuer, übergrosser Protzbau, den eine Steuerberaterin auf ihrem Anteil eines geteilten Grundstücks zwischen zwei Häuser quetschte, was nur zwei alte, gut gehegte Vorurteile bestätigte: Steuerberater verdienen für sich zu viel und für Kunden zu wenig. Und: Es gibt tatsächlich Menschen, die auf weniger als 500 Quadratmeter Grund Häuser bauen.

Aber nicht nur, um nicht auf solche Leute angewiesen zu sein (500 Quadratmeter!), nicht nur aus der üblichen Sparsamkeit heraus und wegen des sportlichen Ehrgeizes, wird auch dieses Jahr Anlage um Anlage mit Bedacht und Tücke ausgefüllt. “Die nehmen uns alles”, oder, um es im Tegernseetonfall zu sagen “De nemma uns ois”, ist gerade in Bayern des späten 2009 keine leere Worthülse, um sich und andere von der Rechtschaffenheit der Verschweigung ausländischer Guthaben zu überzeugen. Dieses Jahr nehmen sie uns wirklich alles.

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Mindestens drei Milliarden, vermutlich auch noch mehr, kostet das Debakel der bayerischen Staatsregierung mit ihrer Landesbank bei der Hypo Alpe Adria in Kärnten. Man muss es der nun schon lang andauernden Krise und der scheibchenweise vorgetragenen Halbwahrheit zuschreiben, der langsamen Gewöhnung an all die schlimmen Nachrichten, an die Vorreiterrolle der ebenfalls in Bayern beheimateten Hypo Real Estate, dass es nicht lauteren Protest gibt. Wäre das alles schon vor der Bundestagswahl ans Licht gekommen – als man das alles ja nie nicht wissen konnte – hätte es der dafür verantwortlichen CSU das Wahlergebnis verregnet. Aber jetzt ist Dezember. Da macht man keine Kreuzerl. Aber Steuererklärung.

Und nichts ärgert da mehr als die Vorstellung von jenen, die das Geld bekommen, das man zahlen muss. Die 825 Millionen, die die bayerische Landesbank jetzt noch mal den Kärntnern hinterher wirft, muss der Steuerzahler aufbringen. Wegen Luxushotels in Kärnten und Kroatien, wegen heute verschwundener Yachten für Mafiosi vom Balkan, für Wahlgeschenke des Haider’schen BZÖ in Kärnten – Geschichten, schlimmer als alles, was man von den Nachbarn über den Gewerbeimmobilienfonds von jenem honorigen Bauunternehmer aus München hören musste. Das Jammern über den Bundesfinanzausgleich, für Preussen und Ruhrkohle, für Berliner Opernhäuser und Pleitebanken, für Universitäten im Saarland einte Staatspartei und ihre ADBKs. Das einzige auf der Welt, was man noch weniger gern gefördert hätte, wäre der Balkan gewesen. Diese Rechnung für die neuen Fenster, die rutscht schneller zu den Rechnungen der Denkmalschutzimmobilie, als der Seehofer zu Kreuze kriechen kann.

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Die in den westlichen Vorstädten wenig verbreitete Kleintugend der Steuermoral bekommt durch die österreichischen Untergänge wenig Auftrieb. Viel wird ja geschrieben über die sozial Abgehängten in Berlin, die dann Mauern beschmieren, Schaufensterscheiben einschlagen und Drogen konsumieren. Das alles ist im bürgerlichen Wertekanon natürlich nicht vorgesehen, und keiner fährt nach München, um vor der CSU-Zentrale zu protestieren. Nicht einmal schönkiffen oder mit Tabletten aufheitern kann man die Lage, denn die Kinder reisen erst zum 4. Advent an. Von links tönt das Radio immer neue Horrorzahlen, Details werden bekannt, Verantwortliche mit hohen Staatspensionen wollen es nicht gewesen sein, und vor einem liegen die Formulare und die Rechnungen. In Berlin kommen sie beim Autoanzünden davon. Wenn die Kinder kommen, macht man am besten gleich einen Notartermin und schenkt ihnen zwei Wohnungen, damit der Staat keine Erbschaftssteuer kassiert.

Kalt ist es draussen, und noch kälter am Tegernsee, aber nirgends wird es eisiger sein als an der Strasse über St. Quirin und Rottach nach Wildbad Kreuth, worüber bald wieder die Staatspartei zu ihrer Klausur gefahren wird. Sie müssen vorbei an all den Häusern, wo jene unschuldigen und dem Balkan weltenfernen Chefärzte leben, deren Vermögen sie auf dem Balkan verprassten. Man wird ihre Limousinen mit Blicken anstarren, die kälter als der Tod sind, aber vielleicht wärmt innen ja das Wissen, dass in der Schweiz noch etwas ist, von dem sie nichts wissen und auch nie etwas wissen werden, denn nächstes Jahr gönnt man sich einfach etwas – bevor die wieder Steuern erhöhen und es wieder verprassen. Entsolidarisierung hat viele Gesichter, in Berlin wird auf den Strassen gepöbelt und der Müll abgeladen, und in Meran, wo man die Hälfte des Kaufpreises in bar überreicht, stehen Palmen.

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Begleitmusik: Für 25 Euro hätten übrigens auch Stoiber, Huber und andere erfahren können, dass man besser die Finger vom Balkan lässt: Im Büchlein zur CD “Istanbul” mit Barockmusik des moslemischen Weltreiches wird auch die dramatische Lebensgeschichte von Dimitrie Cantemir erzählt, der eine Weile als Fürst in Osteuropa residierte, und ganz im Stil der BayernLB mit vollem Abschreibungsbedarf vertrieben wurde. In seinem Exil in Russland hatte er dann genügend Zeit, eine grosse Sammlung der Musik seiner Zeit in einem musikwissenschaftlichen Werk zusammenzutragen. Jordi Savall hat zusammen mit türkischen Musikern einen kleinen Querschnitt kongenial eingespielt, und auch die vorweihnachtliche Gnadenstimmung, für die es gerade keinen echten Anlass gibt, lässt sich damit trefflich vertreiben.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (113)
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0 BlackJack66 14.12.2009, 13:56 Uhr

Nun werter Don, Blicke können...

Nun werter Don, Blicke können nicht töten, aber die ADBK's können der Staatspartei ihre Liebe entziehen, etwas was sie mehr fürchten als schweigende Blicke!

0 BertholdIV 14.12.2009, 14:04 Uhr

Sehr schön. Wissen Sie das...

Sehr schön. Wissen Sie das Kärnten der Teil Österreich ist, bei dem die Gegenreformation/SJ nicht zum Tragen kam. Als Oberpfälzer und damit leidtragendenr der bayerischen "Besatzung" und der SJ.. Es kommt, so und so wie es kommt (Zitat meine Mutter), aber sehr schöne Pointe. Vielleicht verkauft die Bayerische Staatsregierung jetzt einen Bezirk. BTW: auch ein Produkt der Jesuiten (eigene Biographie). http://de.wikipedia.org/wiki/Erasmus-Gymnasium_Amberg In der Liste der berühmtesten Schüler in Wikipedia steht Ludwig Stiegler gleich unter Bischof Senestrey

Don, wieder mal ein netter...

Don, wieder mal ein netter Artikel für das Fachpublikum. Mitleid kann man allerdings keines aufbringen für die ADBK, die es immer noch nicht geschafft haben, ihren Wohnsitz und bevorzugten Aufenthaltsort steuerschonend und ohne Stress endgültig ins Ausland zu verlegen (Banken bzw. Bankprodukte und FWW-Steuerberater braucht es dafür im Übrigen nicht). Von den 100, die davon reden, zieht es, wenn überhaupt, nur einer durch. You can´t have the cookie and eat it, too.

0 Frau Waldwuff 14.12.2009, 14:21 Uhr

Kleinbürgerlicher Wunsch:...

Kleinbürgerlicher Wunsch: Ihre Steuern möcht ich gern zahlen (können). So steht es um das Kleinbürgertum bestellt. Die Sorgen der einen, sind der Wunsch der anderen. Vielen Dank für die CD-Empfehlung. Hat mir als Weihnachtsgeschenk für jemanden gerade noch gefehlt. Perfekt. Wie kleinlich meine Freude, aber damit habe ich alle Geschenke beisammen.

mal provokant gefragt: Wenn...

mal provokant gefragt: Wenn man sich die Steuern in Deutschland nicht mehr leisten kann, ist man dann eigentlich noch ein ADBK? Grüße FS

0 donalphonso 14.12.2009, 14:35 Uhr

Frau Waldwuff, ach, Steuern:...

Frau Waldwuff, ach, Steuern: Die zahlt man nur, wenn man besser ist als bessere familie, und ich bin nur ein schlechterer, de facto reichlich steuerfreier Sohn, der einfach das Glück hat, nicht von dem leben zu müssen, was Journalisten sonst so geboten wirde - ich verdiene mehr, und trotzdem relativ wenig für diese Viertel. Ich bin zufrieden. Besonders, wenn meine Texte helfen. . muscat, das Fachpublikum braucht das nicht, die wissen das eh - das ist für alle, die es nicht live und in farbe kennen. Und natürlich geht es nicht im Mitleid, das beste Mitleid at man da schon mit sich selbst. Nur das Gejammer wegen der Kapitaleinkünfte, das ist gemeinhin die Angeberei, weil es Rückschlüsse auf das Kapital zulässt, besonders im Jahre 2008.

0 donalphonso 14.12.2009, 14:36 Uhr

FS, die legende besagt, dass...

FS, die legende besagt, dass man angesichts der Steuern es normalerweise nie schaffen würde ADBK zu werden - warum sollte man das ändern, wenn man erst mal so weit gekommen ist? Wie gesagt, ich sehe das anders und bin auch für eine massive Anhebung des Spitzensteuersatzes bei gleichzeitiger Abschaffung von Steuerprivilegien jenseits des Denkmalschutzes.

0 donalphonso 14.12.2009, 14:40 Uhr

BlackJack66, bester...

BlackJack66, bester Balkanmanier hat Herr Seehofer ja schon die Justiz der hohen Pforte angekündigt, um das Violk wieder zu befrieden: Ein paar Rüben werden abgeschlagen und anderweitig versorgt. Brüssel? . BertholdIV, nicht nur die Gesellschaft, auch die Aufklärung Jesu hat es nicht nach Kärnten geschafft, und die letzten, die es versuchten - die slowenischen Partisanen - hat man ja leider nicht gelassen. Ein schwerer Fehler, aber vielleicht kaufen ja die Kroaten mit all dem bayerischen Geld die Kärntner auf.

Erstens, wer steinreich ist,...

Erstens, wer steinreich ist, sollte sein Geld resp. sein Vermögen nie zur Schau stellen...dann braucht man keinen STB. http://www.blick.ch/news/schweiz/wer-haette-das-gedacht-kamprad-bleibt-reichster-134871

Danke, werter Don, ich sehe...

Danke, werter Don, ich sehe das eigentlich genauso! Und sein ewir mal ehrlich, gemessen am Elend im Rest der Welt jammern wir hier doch noch auf sehr hohem Niveau!

Laut Spiegel (und Link auf...

Laut Spiegel (und Link auf einschlaegige Studie) sind Steuerberater nun auch "wissenschaftlich erwiesen" der wertvernichtendste Beruf (zumindest in England): http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,666917,00.html Interessant zu lesen auch die KFC-Werbestrategie auf Seite 18 des PDF. That's phat!

"...gleich einen Notartermin."...

"...gleich einen Notartermin." Da hab ich doch tatsächlich zuerst gelesen: Notarzttermin

Don, Sie wären entsetzt, wenn...

Don, Sie wären entsetzt, wenn Sie wüßten, was das "Fachpublikum" (Steuersparer) alles NICHT weiß... Aber egal, schmälert unser Vergnügen nicht!

Werter Don, . zum Thema...

Werter Don, . zum Thema Steuerberater dieser Artikel heute im SPON: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,666917,00.html . Ganz besonders gefällt mir: "Noch verheerender fällt die Bilanz bei Steuerberatern aus: 47 Pfund kostet es die Gesellschaft, wenn einer der Steuerspargehilfen ein Pfund verdient." . Ich wünsche Ihnen und allen ADBK, dass die Steuern noch lange bezahlbar sind. . Gruß Hanskarl

0 Huuh (rrah) 14.12.2009, 15:18 Uhr

Nun bin ich wie befreit....

Nun bin ich wie befreit. Insgeheim wusste ich (ist jetzt leicht gesagt) dass Sie an meinem Wunsch beim Nahen der Weihnachtszeit nicht vorbeikommen würden. Sie haben über den Huber geschrieben! Bewundern Sie meine Geduld!

0 Don Ferrando 14.12.2009, 15:25 Uhr

@muscat " Wos da Baua ned...

@muscat " Wos da Baua ned kenht des friast a ned" So leicht zieht man aus dem schönen sicheren Bayern nicht weg!

0 staph.aureus 14.12.2009, 15:56 Uhr

Tageseinträge für Dezember...

Tageseinträge für Dezember 2009 30.12.2009 Die Einwohner des Freistaats Coburg sprechen sich mit der Mehrheit von 26 102 zu 3466 Stimmen für den Anschluß Coburgs an Thüringen aus. 30.12.2009 In München wird die Bayerische Königspartei gegründet. Sie fordert die Wiederherstellung eines freien selbständigen Königreichs Bayern mit einem freien Volkskönig an der Spitze.

0 Felix Herzbach 14.12.2009, 16:16 Uhr

Provinienz - Provenienz?...

Provinienz - Provenienz?

»Wo die Freiheit wohnt, dort...

»Wo die Freiheit wohnt, dort ist meine Heimat.« Von Benjamin Franklin, und aus dem Artikel auf Zeit-Online ueber Steuerfluechtlings all-inclusive Helfer bei ihrem diesjaehrigen Kongress im Zuericher Hotel The Dolder Grand. Wir wohnen ja in der Heimat meiner Frau, der Familie wegen, aber das mir dadurch weniger Steuer zahlen freut mer scho! Does gsparte gibts hier als Almosn den Armen.

0 BertholdIV 14.12.2009, 17:30 Uhr

@Don Alphonso ist das -Faz von...

@Don Alphonso ist das -Faz von heute-: "Die Irrungen und Wirrungen der Landesbank seien „eine große politische Belastung“– mehr ließ er sich aber nicht als Resümee entlocken. Stattdessen referierte er noch eine Personalentscheidungen des Vorstands, die nichts mit dem Debakel der Landesbank zu tun hat: der Europaabgeordnete Manfred Weber wird Alois Glück als Vorsitzender der Grundsatzkommission der Partei nachfolgen. Zumindest für einen Augenblick herrschte in der CSU eine Normalität, nach der sich nicht wenige in der Partei zurücksehnen, müde der Zahlen mit den vielen Nullen, die gegenwärtig zum Standardrepertoire ihrer Führung gehören." schon so feine ironie, dass es der m.E. sehr listen- und kenntnisreiche Albert Schäffer selbst nicht bemerkt. Ich denke, das ist der wichtigste Sieg, den "Heckenschützen" Alois Glück, der diese ganze Turbulenz seit 2007 angezettelt hat, 'kalt' zu stellen. 'Leider' ist er jetzt im Laiengremium der Deutschen Katholiken an vorderster Stelle. Folgt die Gegenreformation der CSU nach und masakriert sich selber? Das wird sehr unterhaltsam die nächste Zeit Ceterum Censeo: Wie wäre es mal mit einem Kommentar des Altbayern zu der "Besatzungssituation" der oberen Pfalz seit der Schlacht am Weißen Berg?

0 Doctor Snuggles 14.12.2009, 18:38 Uhr

Bei den Chefärzten sind...

Bei den Chefärzten sind bestimmt auch eine ganze Menge dabei, die ihre Kohle auch in irgendwelche steueroptimierende Yachten oder Balkan-Gebäude gesteckt haben, nur um irgendwo ganz vorne mit dabei zu sein. Wie im Kleinen, so im Großen. Nur sind ja immer die anderen die Schuldigen, wenn es mal nicht so läuft wie gedacht.

0 BertholIV 14.12.2009, 19:57 Uhr

@Don Alphonso noch eine...

@Don Alphonso noch eine Anmerkung etwas näher zum Thema. Wenn Sie sich die Beiträge z.B. im Standard ansehen, dann sieht man das zumindest in der nichtschwarzen Reichshälfte in Aut als indirekte Rettungsaktion der Bauernbündlers Beppi Pröll für das ganze Balkan- und CEE-Investments v. A. der RZB. Das erklärt dann auch die Rettungsaktion Bayerns. Die Schwarzen helfen sich länderübergreifend.

0 donalphonso 14.12.2009, 20:01 Uhr

Und dann ist da auch noch...

Und dann ist da auch noch diese nette Geschichte mit den generalen und Bündnispartner des Westens und was man dafür hält: . http://derstandard.at/1259281880338/Spekulationen-Kaerntner-Bank-im-Geschaeft-mit-Generaelen-und-Premiers . Aber alle, wirklich alle österreichischen Grossbanken hängen da mit drin.

0 Reiterjunge 14.12.2009, 20:30 Uhr

Dem Steuerberater gönne ich...

Dem Steuerberater gönne ich mein Geld noch weniger als dem Finanzamt. Einmal hatten wir es versucht, in der Hoffnung etwas lernen zu können. Es war so deprimierend. Keine Ausgabe war jemals unnötiger. . Ich benötige heute nahezu jedes Formular der Steuererklärung. Aber ich will verdammt sein wenn ich es nicht selber mache.

0 Georgiana Darcy 14.12.2009, 20:48 Uhr

Ich kann mir das so gut...

Ich kann mir das so gut bildlich vorstellen: einer dieser kernigen, vierschrötigen bayrischen Firmenpatriarchen trifft auf geschniegeltes Jüngelchen, gerade frisch von der "Elite-Uni" bätschelorisiert..... wunderbar, wunderbar. Da treffen zwei Welten aufeinander. Und wie er ihm übers M. fährt...

"Aber ich will verdammt sein...

"Aber ich will verdammt sein wenn ich es nicht selber mache." Ich habe keinerlei Steuersparmodelle, nur eine selbstbewohnte Immobilie und bin angestellt. Ich habe 15 Jahre meine Steuererklärung selbst gemacht, und nachdem mich meine Frau endlich soweit hatte, dass wir zum Steuerberater gingen, war die nächste Rückerstattung um einen höheren vierstelligen Betrag mehr. Der Steuerberater selbst kostete weniger als 15% dieses Betrags. Der Grund war, dass ich mich mit den ganzen Kleinigkeiten nicht auskannte. Mein Finanzamt akzeptiert offenbar pauschal Werbungskosten für Briefmaterial und Porto. Das wußte ich nicht. Der Steuerberater hat eine riesige Liste mit solchen Aspekten geltend gemacht, und das Finanzamt hat's anerkannt. Ob zu recht, entzieht sich meiner Kenntnis. Bis dahin dachte, ich habe das im Griff. Jetzt nicht mehr.

0 christina 14.12.2009, 21:31 Uhr

@Georgiana Darcy, das kann ich...

@Georgiana Darcy, das kann ich mir auch gut vorstellen, vor allem wie die aneinander vorbei reden, aber es gibt nicht wenige "kernige, vierschrötige" STBs und WPs in München und Umgebung, und da passt des dann scho a zam. Ich habe, wie jedes Jahr wieder, das Vergnügen viele schöne Gschichten auf den jeweiligen Weihnachtsfeiern zu hören.

0 donalphonso 14.12.2009, 21:42 Uhr

christina, mkr ist mal so...

christina, mkr ist mal so einer - mitsamt knallig überschrittenem Kostenvoranschlag - untergekommen. Der zockte seine Kunden lieber direkt ab, statt das einem vermittelnden Fonds zu überlassen. ich mit meinem allgemeinen und unparteiischen Menschenhasshelfe solchen Leuten, indem ich nichts mit ihnen zu tun habe und sie nicht mehr zusammenschreie, was mir hinterher immer sehr peinlich ist. . Georgiana Darcy, nachdem das der Traumendberuf vieler Jungjuristen ist, hat sich da eben so ein gewisses, schnelles, flotts Völkchen herausgebildet, die sich zwar Steuerberater nennen, aber eigentlich nur Strukturvertrieb sind. Da ist dann wirklich Vorsicht angebracht.

0 donalphonso 14.12.2009, 21:48 Uhr

Huck, oft ist ja in Familien...

Huck, oft ist ja in Familien wie den angesprochenen stets einer, der das auch beruflich macht. oder als Manager oder Chefarzt alle Feinheiten der doppelten Buchführung kennt. Das sind dann eben auch welche, die einfach nicht zum Steuerberater gehen können, weil der es so einfach nicht machen kann. Und jene Zeitgenossen, die es trotzdem tun, sind oft bei den Finanzämtern bekannt und ein Sicherheitsrisiko. . Äh. Also, hat man mir erzählt. . Reiterjunge, die Erfahrung ist immer noch besser als die Freunde der Blasmusik, die fragen, wieviel Verluste man brauche, sie hätten auch einen Hebel mit Fremdkapital bei Bank X und ein Produkt bei Bauunternehmer Y.

0 christina 14.12.2009, 21:53 Uhr

Don Alphonso, ich glaube, dann...

Don Alphonso, ich glaube, dann kennen wir sehr unterschiedliche Typen dieser Branche. Ich kenne natürlich auch diese naßforschen Nichtskönner mit großen Phrasen und bunten Bildchen, aber solche Leute werden von uns abgewiesen, weil kein wirklich konstruktives Zusammenarbeiten möglich ist, ich kenne sie daher nur eher als existierende Randerscheinung. Das ist aber (noch?) nicht die Mehrheit.

0 donalphonso 14.12.2009, 21:56 Uhr

Doctor Snuggles,...

Doctor Snuggles, komischerweise, soweit mir bekannt, nur in Slowenien. Der Rest ist, auch wegen schwieriger Eigentumsverhältnisse, ein riskantes Terrain und obendrein Tummelplatz für russische Investoren mit Bargeld - was man so hört. Schon Italien ist nur begrenzt einfach, Balkan soll erheblich schwieriger sein, und mit dem Kaufverboten für Ausländer in Teilen Österreichs hat sich eine ganz eigene Szene der Immobilienanlagebetrüger entwickelt. Man lernt die deutsche Rechtssicherheit erst zu schätzen, wenn man mal woanders agierte. . BertholdIV, nun, was unsere Kronkolonien in Franken und der Oberpfalz angeht, so bin ich durchaus in der Lage, ohne Träne für einen Anschluss der einen an Hessen und der anderen an Tschechien zu plädieren, wenn das gewünscht ist. Roland Koch und Herr Klaus, wie wäre es? . Nein? . Oder an Österreich? . Auch nicht? . Was den Seehofer und sein langes Gedächtnis angeht, so wird der meines Erachtens gegen alle vollstrecken, die auch nur mak Hype Alpe Adria gedacht haben, und der Stoibereinfluss dürfte auch nachlassen. Heute ist die nacht der langen Messer, und der von und zu Guttenberg bekommt auch bemerkenswert wenig Hilfe aus München.

0 staph.aureus 14.12.2009, 23:08 Uhr

Die FAZ als Kampforgan der...

Die FAZ als Kampforgan der hessischen Finanzverwaltung, der Don ein Agent in besonderer Mission ? Warum wollen ADBK bayerischer Provenienz nicht nach Hessen oder Tschechien emigrieren ? Vielleicht liegt es daran: http://www.wernerschieder.homepage.t-online.de/huber.pdf . "Für die Steuerverwaltung gibt es bundeseinheitliche Vorgaben, um einen gleichmäßigen geordneten Steuervollzug zu gewährleisten. Zur Steuerfahndung: In Bayern sind derzeit 338 Fahnder tätig, das sind fast zehn Prozent weniger als im Stellenplan des Haushalts ausgewiesen sind. Der einschlägige Stellenplan liegt aber 23 Prozent unter der Vorgabe der bundeseinheitlichen Personalbedarfsberechnung. Daraus ergibt sich, dass die Vorgabe zur Fahnderbesetzung in Bayern nur zu 70 Prozent umgesetzt ist. . Zur Außenprüfung der Einkommens-Millionäre: Einer Anordnung des Bundesfinanzministers zufolge soll bei Einkommens-Millionären eine Prüfungsquote von 100 Prozent erreicht werden. Da immer drei Jahre zurück geprüft werden, würde das erfordern, dass im Schnitt gut 33 Prozent der Millionäre jedes Jahr zu prüfen sind. . Tatsächlich werden in Bayern jährlich nur (im Schnitt) 12 Prozent geprüft, d. h. Bayern erfüllt die Quote nur zu 36 Prozent (so die Feststellung auch des Bundesrechnungshofs) und d. h. weiter, dass in Bayern Einkommens-Millionäre nur alle neun Jahre geprüft werden. Huber sagt: „Trifft nicht zu!“ Im Haushaltsausschuss verstieg er sich am Tag vorher gar zur Behauptung, Einkommens-Millionäre würden in Bayern „regelmäßig“ geprüft. Es ist unglaublich, wie hier die Öffentlichkeit hinters Licht geführt wird!" . http://www.np-coburg.de/nachrichten/regional/seite1np/art2477,819570 . Welche Sonderausstattung wird denn von Q geliefert, in der Frankfurter Werkstatt, für die Operation Sunbeam ?

"Seehofer, langes Gedächtnis,...

"Seehofer, langes Gedächtnis, Nacht der langen Messer, an HypeAlpeAdria gedacht". http://www.stanglconsult.de/index.php?n=110,445,2,2&id=47 "Frisch im Netz".

0 Avantgarde 14.12.2009, 23:32 Uhr

Nun, oft ist es so, dass die...

Nun, oft ist es so, dass die Stützen der Gesellschaft ihre Erklärungen beim gewieftesten Hund der Stadt machen lassen. Den kennt natürlich das FA auch. Daher wird die fertige Erklärung dann (gegen überschaubares Honorar) von einem Nobody eingereicht. Was unseren Selbstverteidungsminister betrifft. Ich schätze, in der Nymphenburger Straße wird gerade die Guttendämmerung eingeläutet.

"Zum dritten Mal in Folge fand...

"Zum dritten Mal in Folge fand das jährliche Fußballturnier „Kick & Fun“ der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina am 18. Oktober 2008 in Sportkomplex MG Mas Sarajevo statt. Teilgenommen haben 16 Fußballmannschaften, Vertreter der deutsch-bosnisch-herzegowinischen Firmen in BuH und bosnisch-herzegowinische Firmen, die Geschäftsbeziehungen mit Deutschland pflegen. . Der Sieger war das Team der Hypo Alpe-Adria-Bank. . Glückwunsch!" http://kroatien.ahk.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Publikationen/AKTUELL/aktuell-30.pdf

0 dunnhaupt 15.12.2009, 02:16 Uhr

Kalt, kälter am kältesten --...

Kalt, kälter am kältesten -- man kann den Herrschaften im eingefrorenen Wildbad Kreuth nur gratulieren, dass sie nicht der Bundesfinanzminister sind, denn ihm blüht schon bald noch viel ärgeres. Offenbar hat unsere Presse noch nicht richtig verkraftet, dass sich die G-7 Finanzminister im Februar in der kanadischen Eskimostadt Iqaluit treffen werden, wo die Tagesdurchschnittstemperatur minus 37 Grad Celsius beträgt, nachts natürlich noch etwas kühler. "Bringen Sie ja einen alten Pelzmantel mit", sagte eine Dame, die bereits dort weilte, "damit Sie ihn noch unter Ihrem neuen Pelzmantel anziehen können." So trifft man wirklich coole Finanzentscheidungen.

0 donalphonso 15.12.2009, 06:02 Uhr

dunnhaupt, dafr sind dort...

dunnhaupt, dafr sind dort weniger lästige Demonstranten. Auch was wert. . Avantgarde, ich suche in mir nach Mitleid, aber ich finde keines. Die Idee mit dem Strohmann ist nicht schlecht, aber er fällt auch auf, wenn ein Multimillionär ein berufliches Nichts betraut, nehme ich an.

0 donalphonso 15.12.2009, 06:04 Uhr

Što je?, das ist fein, vielen...

Što je?, das ist fein, vielen Dank! . staph.aureus, ich denke, dass Geschichten wie aktuell in Hessen (Sichwort Mann einer Staatsrechtlerin, psychische Erkrankungen) wirklich nur in Hessen möglich sind. Die bayerische Schluderei ist ein schlimmes, aber relativ normales Übel im Gegensatz zum Staat der schwarzen Kassen.

0 donalphonso 15.12.2009, 06:08 Uhr

christina, ich denke, das...

christina, ich denke, das kommt schon noch. Langsam, von unten, und manchen, die genauso sind, gefällt das ja auch. . staph.aureus, viel Spass mit den Thüringern - gibt es da nicht auch eine Landesbank?

Fein, Don Alphonso, daß Sie...

Fein, Don Alphonso, daß Sie meinem Namenspaten die Ehre erweisen. Vor allem da ich die CD selbst noch nicht kannte. Der Herr Cantemir tat gut daran, sich eher mit den Musen als mit den Osmanen abzugeben. Das ist deutlich gesundheitsförderlicher und man sollte es derzeit einigen Finanzverantwortlichen empfehlen. Obwohl, der Emir von Dubai soll auch ein nicht unbegabter Poet sein, hört man. Weil wir gerade in dieser Weltgegend sind: es gab vor rund 3500 Jahren in Nordsyrien eine Stadt namens Qatna. Man war mit dem Zedernholzhandel reich und mächtig geworden. Ein bißchen neureich vielleicht, der Palast war ziemlich protzig (Wir haben die längsten Zedern der Welt!) und ein bißchen eklektizistisch. Eh bien. Außerdem hatte man Leichen im Keller und zwar buchstäblich. Ein etwas bizarrer Totenkult machte es möglich. Die Lebenden hielten offenbar regelmäßig Mahlzeiten mit den Toten in der Gruft ab. Um 1340 v. Chr. brannte im Palast von Qatna das Dach, auch buchstäblich. Ob man sich mit den Nachbarn wegen einiger nicht bezahlter Zedernlieferungen stritt oder ob die Hethiter den ganzen Laden übernehmen wollten ist nicht ganz geklärt. Sicher ist aber, daß am letzten Tag noch jemand mit den mumifizierten Ahnen ein letztes Mahl einnahm. Denn man fand, als man die Gruft nach über 3000 Jahren öffnete, einen schlichten Tonteller mit Essensresten den jemand offenbar hastig auf einer Tischkante abgestellt hatte, bevor er floh. 3000 Jahre hatte der Teller dort gestanden. Völker, Reiche und Religionen kamen und gingen in dieser Zeit, aber der Teller fiel nicht. Das Bild geht mir nicht mehr aus dem Kopf und ich hoffe noch vor meinem mehr oder minder unseligen Ende herauszufinden, ob das ein Symbol für die Vergänglichkeit aller Dinge oder für den Überlebenswillen der Menschheit ist. Ich hätte es allerdings sehr gern, daß die Damen und Herren Finanzpolitiker, die derzeit mit Milliarden um sich werfen wie Kleinkinder mit Gummibärchen sich die Gruft von Qatna einmal genau anschauen würden.

0 Ephemeride 15.12.2009, 08:15 Uhr

Gab es da einst nicht die...

Gab es da einst nicht die Nacht, in der die BayLaBa-Mitarbeiter für ihren Kemmer im Hofe des fein illuminierten Bankgebäudes an der Brienner Straße lauthals demonstrierten? So nach dem Motto: 'Eine Bank, ein Team'? Spätestens da musste doch klar sein, dass dieses Haus nicht gerade vertrauenswürdig ist. Oder was soll man von einem Unternehmen halten, in dem die Mitarbeiter sich wie eine Schafsherde schützend um den Hütehund scharen, welcher sie gerade verraten und verkauft hat?

0 wazzerpfärdt 15.12.2009, 08:40 Uhr

"Nicht einmal schönkiffen...

"Nicht einmal schönkiffen oder mit Tabletten aufheitern kann man die Lage, denn die Kinder reisen erst zum 4. Advent an." Lieber Don, ich war der offenbar irrigen Meinung, dass es zu den Pflichten der Kinder gehöre, ihre Eltern nichts vom eigenen Drogenkonsum wissen zu lassen - vor allem das Kiffen habe ich bisher nicht in diesen Gesellschaftsschichten angesiedelt, viel zu unsuptil, die Geruchsbelastung.

0 G. Schoenbauer 15.12.2009, 09:59 Uhr

@Savall, wenn Sie nicht aus...

@Savall, wenn Sie nicht aus der aktuellen Ausstellung des Landesmuseums Stuttgart zitieren, seien Sie hiermit darauf hingewiesen: http://www.landesmuseum-stuttgart.de/qatna/. Der diplomatische Briefwechsel Echnatons, der um die Mitte des 14. vorchristl. Jahrhunderts aegyptischer Pharao war, ist ja erhalten und er enthaelt auch einen Hilferuf aus Qatna gegen die Hethiter, so dass von heutiger Warte aus viel fuer die Annahme spricht, der Palast sei von den Hethitern zerstoert worden. Gruss G.S.

@Savall Habe ich Sie richtig...

@Savall Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie etwas mit moldawischen (Groß-)Bojaren gemeinsam haben? Dies wäre ja ein interessanter Ansatzpunkt für eine Diskussion. Gerne auch außerhalb des Forums, damit wir Don Alphonsos "Flow" nicht stören.

0 Ephemeride 15.12.2009, 10:20 Uhr

@Savall: In Sachen...

@Savall: In Sachen Großmannssucht und Unvermögen ließe sich auch ein Blick auf die Osterinseln riskieren. Dort herrschten paradiesische Bedingungen. Man schwelgte im Überfluss und weil man nicht hinwusste mit seiner Kraft und seinen Reichtümern, bauten sich die Clanchefs die berühmten Monumentalgalerien aus Moais. Dafür benötigte man Holz, viel Holz. Für den Transport, für den Aufbau, für die Steinbrüche. Bis eines Tages der letzte Baum für die Großmannssucht gefällt worden war, die Insel nach der Entwaldung unter radikaler Bodenerosion und damit Nahrungsmittelknappheit litt. Statt Kunst und Kultur verlegte man sich auf Stammeskriege, raufte sich um die letzten Nahrungsquellen und schlug zunächst sich und später auch systematisch den Moais die Köpfe ein... von der Moral von dieser Geschicht' können sich sämtliche Scheichs und Stützen der Gesellschaft ein bisschen was abgucken. Sonst - Gott behühte! - liegen sie selbst schneller im Staub als ihnen lieb sein kann.

0 donalphonso 15.12.2009, 10:20 Uhr

Savall, das Elend an unseren...

Savall, das Elend an unseren Bankern ist, dass all der Reichtum keine Spuren hinterlassen wird. Ich nenne das eine kulturelle Asymmetrie: Von ein paar elenden Orten wie Miami, Basel, London oder Berlin Mitte abgeshen, wo es eine spezifische Reichenkultur gibt (aber wie lange hält schon so ein Lumas-Abzug?), driftet die Kuoltur einfach auseinander. Ohne dabei irgendwo besser und schöner zu werden. . Ephemeride, vielleicht ging es ja auch darum, dass Wölfe im Schafspelz unbedingt einen Wolf im Hütehundpelz haöten wollten, damit sie weiter ungeprüft wursteln konnten. Und auf der anderen Seite war es wohl genauso.

0 donalphonso 15.12.2009, 10:21 Uhr

Radal, ein gewisser Jordi...

Radal, ein gewisser Jordi Savall hat die CD eingespielt.

0 Ephemeride 15.12.2009, 10:30 Uhr

...äh... behüte! sollte es...

...äh... behüte! sollte es heißen... Nicht dass ich hier bei all dem Niveau zum Forumsdepp werde. Puissez-vous me pardonner ma faute!

Tja, dann sollte ich langsam...

Tja, dann sollte ich langsam lernen nicht mehr so oberflächlich zu lesen! Danke

Ich wollte nicht explizit auf...

Ich wollte nicht explizit auf die Stuttgarter Ausstellung hinweisen, G.Schoenbauer, weil dort die Ergebnisse aus der 2. Grabkammer noch nicht eingeflossen sind. Aufmerksam wurde ich über die Artikel in der Zeitung: http://www.faz.net/s/Rub2542FB5D98194DA3A1F14B5B01EDB3FB/Doc~EAADD2850DAC94A1A87D8EA1B31DE71C0~ATpl~Ecommon~Scontent.html Mittlerweile habe ich mir natürlich auch den Katalog aus Stuttgart besorgt. Sehr interessant das alles und hoch symbolisch, wie ich meine. Denn nach den Hethitern (wenn sie es denn waren) hat sich der Ort nie wieder erholt. An anderen Plätzen (wie in Hisarlik) ist immer wieder von vorn angefangen worden. Stimmt übrigens, Ephemeride, die Bewohner der Osterinseln scheinen das mit dem Shareholder-Value auch heftig praktiziert zu haben. . Ja, Radal, Don Alphonso hat das zurechtgerückt. Jordi Savall ist mein Namenspate, weil ich ihn auf meinen musikalischen Hausalter gestellt habe. Immerhin habe ich Nicolae Jorga gelesen. Alle fünf Bände, wenn es auch manchmal schwer fiel. . Ich schätze, Don Alphonso, Brecht wird recht gehabt haben: von unseren Städten wird bleiben, der durch sie hindurchgeht, der Wind. Erbärmlich eigentlich. In einem nicht näher zu bezeichnenden Nachrichtenmagazin widmete man sich der Großmannssucht: Angkor Vat gehört mittlerweile zum Weltkulturerbe, dem Burj Dubai dürfte das wohl nicht widerfahren.

0 prince Matecki 15.12.2009, 12:03 Uhr

Kultur, Hochleistungen in...

Kultur, Hochleistungen in Kunst, Musik und Architektur sind nicht nur Gloriole am Strahl der Macht. Aber ganz ohne solchen Reflex geht es eben auch nicht. Hätten der Mönch aus Wittenberg und die Reichsstände im Hl.Röm. Reich Deutscher Nation zu bestimmen gehabt, der Petersdom und die Kollonaden wären nie gebaut wordem. Auch die Uffizien waren nicht Zweckarchitektur eines Stadtrates, nach Ausschreibung und Architektenwettbewerb. Mozart hat nur die c-moll Messe nicht vollendet, die war ein eigenes Gelübde. Die anderen Messen waren dem Dienst in Salzburg oder Auftraggebern geschuldet, an denen rieb er sich aber die Messen wurden fertig. (Ganz anders Bachs Selbstdisziplin, er schrieb die h-moll Messe in der Hoffnung auf einen Hoftitel aber ohne konkreten Auftrag). Unseren Mächtigen fehlt häufig sowohl das Gefühl für die Steigerung die von wohlverstandener Gloriole durch Kunst ausgeht als auch das Bedürfnis danach. Und den Volkssouverän kümmern ganz andere Dinge. Passend dazu die heute von W. Lepenies im Feuilleton der WELT erzählte Geschichte, besonders der Kommentar am Schluß. Immerhin, vielleicht gibt es Hoffnung, nicht nur als Prinzip, sondern auch weil einige "powers that be" erkannt haben was Legitimation ausmacht - nicht nur Legitimität sondern auch Zeremoniell, Selbstdarstellung und Selbstmanifestation auch in Architektur, Kunst und Musik.

0 Doctor Snuggles 15.12.2009, 12:36 Uhr

Savall, sollten Archäologen...

Savall, sollten Archäologen der Zukunft irgendwann die Überreste vom Burj Dubai ausgraben, werden sie vermutlich auch das Werk eines Königs vermuten und darüber staunen, was den Menschen des 21. Jahrhunderts schon möglich war. Daher halte ich es gar nicht für so unwahrscheinlich, dass auch das Burj Dubai in einer fernen Zukunft zum Weltkulturerbe gehören könnte. Die Prunkbauten vergangener Zeiten, durch die heute Touristengruppen geführt werden, sind ja auch häufig genug nicht zu edlen Zwecken gebaut worden, sondern mit den Ergebnissen der Hände Arbeit versklavter Völker sollten Macht und eigene Herrlichkeit demonstriert werden. Wo ist der Unterschied zu den Bauten heutiger Zeit?

@Doctor Snuggles: Die...

@Doctor Snuggles: Die Archäologen der Zukunft werden über unsere Architektur (und damit meine ich auch den Burj Dubai) sagen, was unsere Archäologen über die ägyptische Palastarchitektur sagen: wegen der Verwendung minderwertigen Baumaterials hat sich davon leider nichts nennenswertes erhalten.

Sehr schöner Artikel. Habe...

Sehr schöner Artikel. Habe mich köstlich amüsiert. "Nicht einmal schönkiffen oder mit Tabletten aufheitern kann man die Lage, denn die Kinder reisen erst zum 4. Advent an." Herrlich! Und ein neues Wort gelernt "Kleintugend". Hatte vor dem Artikel satte 2 Treffer bei Google (die 3 anderen waren Fehltreffer). Da willst nicht meckern.

0 elbsegler 15.12.2009, 13:18 Uhr

In diesem unserem Lande läuft...

In diesem unserem Lande läuft so einiges aus dem Ruder. Was dem ADBK seine getürkte Steuererklärung, ist dem ON (Otto Normalverbraucher) sein Versicherungsbetrug. Vom ADBK bis zum Hartzler sind wir ein Volk, in dem sich jeder zu kurz gekommen fühlt. Jeder hat sein privates Rechtsempfinden, dass das, was bei anderen eine Sauerei wäre, bei ihm selber ein Akt der Selbstverteidigung, der Notwehr ist. Schuldgefühle haben da keinen Raum, denn man fühlt sich ja im Recht. Ein Steuerrecht, vor dem auch Fachleute längst kapituliert haben, das selbst die Finanzbehörden nicht mehr überblicken, provoziert diese Denke zusätzlich. Ihr ADBK ist ja nicht nur gegenüber dem StB das Cleverle, sondern rund um die Uhr. Geld anhäufen ist sein Lebenszweck - und der heiligt die Mittel. Das Paradoxe ist, dass die ADBK eben noch mit dem StB um jeden Euro gestritten haben, während gleichzeitig die superclevere Anlage im Strudel der sogenannten Finanzkrise untergegangen ist. Das Geld, was man so mühsam vor dem Finanzamt verstecken wollte, verdampft nun in Dubai und anderswo im Zauberland der Finanzmagier. Hochmut kommt vor dem Fall.

0 Felix Herzbach 15.12.2009, 13:25 Uhr

Don: heißt es denn jetzt...

Don: heißt es denn jetzt Provinienz oder Provenienz?

0 donalphonso 15.12.2009, 13:32 Uhr

Provenienz, auch wenn das...

Provenienz, auch wenn das andere angesichts der Wohnlage besser passen täte.

0 donalphonso 15.12.2009, 13:39 Uhr

egghat, freuen wir uns auf die...

egghat, freuen wir uns auf die Weihnachtszeit, da halte ich das hier zwecks Traumataaustausch offen, und schreibe einige der übelsten Erlebnisse, die anderen passiert sind (bei uns ist das ja immer zivil). Andere dagegen können wirklich was brauchen.

0 elbsegler 15.12.2009, 13:54 Uhr

Ist das ein Zeichen von...

Ist das ein Zeichen von Kultur, wenn was "bleibt"? Der letzte Politiker, der sich darum gesorgt hat, wie die Prachtbauten seiner Epoche mal als Ruine aussehen, war A.H. Dass er noch selber erleben durfte, wie die Reichskanzlei tatsächlich als Ruine wirkt, ist ein Stück (bittere) Ironie der Geschichte. Die hypertrophen Produkte der modernen Architektur in Dubai und anderswo wird kein Archäologe ausgraben. Die werden schon lange vorher aus Sicherheitsgründen abgerissen oder gesprengt worden sein. Vielleicht bleiben die Fundamente und die Archäologen vermuten, das man damals in unterirdischen Städten gelebt hat. Besonders schwierig wird die Frage zu beantworten sein, weshalb sich damals Menschen in einer der trostlosesten Gegenden der Welt solche Städte errichtet haben. Schriftliche Überleiferungen sind aus unserer Zeit dann nicht mehr erhalten, weil alles digitalisiert wurde und die riesigen Datenarchive aus Kostengründen nach der elften Weltfinanzkrise im Jahr 2540 nicht mehr gepflegt werden konnten. Nur eines ist relativ sicher: Gegen Anfang des 21. Jh. muss eine Siedlung an einem Großen Fluss in Bayern das Zentrum des Europäischen Silberkannenhandels gewesen sein. Im früheren Ortskern wurde kürzlich in einer aus grauer Vorzeit stammenden Ruine große Mengen an überwiegend aus dem damaligen Großbritannien importierter Silberkannen gefunden, die zweifelsfrei als Reste eines damals noch viel umfangreicheren Lagers des größten Silberkannenhändlers der Stadt gedeutet werden können. Der Fund ist auch deshalb so bedeutsam, weil er belegt, das schon damals zu Beginn des 21 Jh. globale Wirtschaftsbeziehungen bestanden haben müssen.

0 Beobachter 15.12.2009, 14:09 Uhr

Hallo Don Alphonso wie man...

Hallo Don Alphonso wie man sehen kann sind Sie ja nach der Buchmesse wieder auf dem Damm. Mein Sohn wächst und ich bin daher immer noch sehr an dem von Ihnen für den 100sten Blogbeitrag (halb-)versprochenen "Erziehungsleitlinien" interessiert. Schön wäre es wenn diese Leitlinien universell einsetzbar wären und nicht nur auf die Kinder der besseren Gesellschaft. Beste Grüsse

0 colorcraze 15.12.2009, 14:12 Uhr

Hahaha! Endlich schreibt mal...

Hahaha! Endlich schreibt mal einer über das Feindbild Finanzamt, und wie damit umgegangen wird. Traut sich ja sonst keiner. Hat mich sehr amüsiert.

0 BertholdIV 15.12.2009, 14:15 Uhr

@Don Alphonso kein Anschluss...

@Don Alphonso kein Anschluss und kein Beitritt, sondern Zustand von 1619 mit München als Antipode von Amberg und diesmal gewinnen wir am weissen Berg. Weil Sie immer Herrn Koch bemängeln: "Seine" Landesbank die Helaba ist m.E. neben (vor) der db das am besten geführte Intstitut in der BRD. Ich benütze deren Analysen oft bei der Arbeit und das ist alles fachlich sehr sehr gut.

0 staph.aureus 15.12.2009, 14:32 Uhr

Don, Thüringen verdient ein...

Don, Thüringen verdient ein wenig Geld mit der Helaba (angenehmer Q3-Bericht). Die Helaba ist nicht katholisch genug zur Anwendung des St.Florians-Prinzip, und scheint anderen den Vortritt zu lassen bei extremst guten internationalen Geschäftlen. . http://www.handelsblatt.com/finanzen/fondsnachrichten/schadenersatzforderung-dekabank-verklagt-island;2499839;2 . "Insgesamt haben deutsche Institute wie Deka, WestLB, BayernLB, HSH, Commerzbank und DZ Bank gut 22 Mrd. Euro in Island investiert." .

"Kongenial" - das Wort gehört...

"Kongenial" - das Wort gehört verboten. Sonst sehr schön.

0 Doctor Snuggles 15.12.2009, 14:58 Uhr

@Savall: angesichts der Kraft...

@Savall: angesichts der Kraft von Wasser, Feuer und Wind sind doch die meisten Materialien unterlegen, jedenfalls was größere Zeiträume angeht. Wer weiß, vielleicht beschließt auch ein Fundamentalist mit einer großen Bombe eines Tages, die Paläste des unislamischen Geistes zu schleifen. Dann würden die Archäologen irgendwann nur noch Fundamente eines einstmals großen Turmes finden, von dem die Legenden sagen, er habe bis zum Himmel gereicht und es sei Gottes Wille gewesen, dass dieser einstürze um den Menschen ihre Dekadenz vorzuführen und sie wieder auf den rechten Weg des Glaubens zu führen.

Im arkadischen Licht...

Im arkadischen Licht betrachtet . Ich sehe da einen mittelschweren Tsunami auf uns zurollen, zunächst noch ausgehend von Griechenland (siehe mein Beitrag: „Das Nadelöhr“ zum „Der griechische Patient“, http://www.faz.net/s/Rub4D8A76D29ABA43699D9E59C0413A582C/Doc~ECE2D8D7D86BE48C4A305299487DF15CD~ATpl~Ecommon~Scontent.html), denn nach meiner Kenntnis ist eben nicht nur das griechische Königshaus dem bayrischen verwandt – blau-weiß weht über beide! -, sondern im Lichte arkadisch daherkommender Freiheiten betrachtet, dürfte die nun damit aufgedeckte bayrische Korruption, selbst dem dumpfendsten Bierschädel zu einer gewissermaßen arkadischen Belichtung verhelfen, nach dem Kater natürlich. . Die Freiheit des Marktes, die da auch unsere bayrischen Landesfürsten all zu ausgiebig genossen haben, nicht unähnlich darin den Genossen um Rau und Konsorten im Umgang mit der WestLB, und das Geld der Steuerzahler behandelten, als wäre das welches aus dem Säckel ihrer eigenen Spendierhosen, könnte auch im Land der Bajuwaren und Markomannen für blau-weiße, nämlich „griechische“ Unruhen sorgen. . Die Bayern sind geduldig und brave Christen, den blau-weißen Griechen eben darin nicht unähnlich, und sie lieben ja das Geschäft, zumal die klugen Leute dazu, aber sie wollen nicht all zu frech über den Tisch gezogen werden, weder von den „Preußen“, noch von den „Münchnern“, und sie wollen vor allen Dingen nicht ihr gutes Geld in österreichische Taschen verschwinden sehen – und 825 Millionen sind auch nach bayrischen Maßstäben keine Peanuts.

0 Sohn ohne Land 15.12.2009, 16:41 Uhr

Konsequente Umstellung auf...

Konsequente Umstellung auf indirekte Steuern koennte also das Ende von FA, STB, BFH und nerviger Prozessiererei bedeuten? Einen Versuch waere es wert, meiner Meinung nach.

0 BertholdIV 15.12.2009, 18:12 Uhr

@staph.aureus Sehr gut... Mir...

@staph.aureus Sehr gut... Mir hat ein MA der helaba gesagt, als ich ihn danach gefragt habe, dass das gesamte Island Exposure - Verlust der helaba bei ca. wenn ich mich recht erinnere im Bereich 100.000 EUR war (nageln sie mich auf die Zahl nicht fest). Die Bank ist wirklich vorbildlichst geführt. Zu ihrer Auflistung fehlt die Dresdner. Sehen Sie sich mal an, welche Altlasten die Allianz da verstekt hat... Das Handelsblatt fasst wie der gesamte Holtzbrinck-Konzern dies aber nur mit Samthandschuhen an. @ Don Alphonso: Nach dem Motto: Was schert mich reale Wirtschaftkompetenz, wenn ich nur Roland Koch eine einschenken kann? Noch etwas zu Hessen: http://starweb.hessen.de/cache/DRS/16/5/00665.pdf Wenn ich mich da an die Bayerische Justiz zu Zeiten der WAA erinnere und an Gust Lang den Innenminister... oder den Spielbankskandal in Kötzting. Lebt es sich eigentlich gut in Bayern oder ist der Schmerz so groß, dass er einem am Wegziehen hindert?

0 donalphonso 15.12.2009, 19:16 Uhr

Also, es braut da noch ein...

Also, es braut da noch ein anderer Skandal. Da geht es um gewerbeimmobilien, und das in beträchtlichem Ausmass mit hohen Risiken . Mit an Bord: Beide Landesbanken. Es gibt in diesem Komplex PPPs in Baden-Württemberg: Auch dort ist die typische Bank in dem Komplex beteiligt. Betrachtet man das von oben, sind da überall die gleichen Leute am Spielen, mit allem drum und dran. Aber: In Bayern rutscht der NP auf Knien und wird noch lange rutschen. Seine Kollegen jedoch können Dinge machen, die in Bayern nicht mehr möglich wären, und kommen davon. Es ist keine feine Wahl, aber da bevorzuge ich ganz klar Bayern, wo zudem weniger Hessen leben.

0 donalphonso 15.12.2009, 19:23 Uhr

Devin08, Griechenland ist ein...

Devin08, Griechenland ist ein Randproblem, die Österreicher sind das Tor zur Balkanhölle. Die Probleme der HAA liegen jetzt in Wien, wo man schon 5 andere Problembanken und 33 neue Milliarden Euro Schulden für 2009 hat - bei 8 Millionen Bürgern, wenn man partout Wähler von FPÖ und BZÖ so bezeichnen möchte. Griechenland kann am als nationalökonomie retten, aber Österreich ist Zentral- und Mitteleuropa, mit allen REisiken, die voll durchschlagen. . Einen wirklich freien Markt hat es in Bayern nie gegeben, da schaue man sich n ur an, wo die Privatisierungserlöse geblieben sind. Es ist ein Glück für das Land, dass die Bewohner so reich sind, dass sie ein paar Jahre staatliche Disziplin (und ein paar Irrsinnsprojekte in Biotech und Unternet) gut durchstehen können.

0 donalphonso 15.12.2009, 19:34 Uhr

Lieber Beobachter, morgen!...

Lieber Beobachter, morgen! Morgen! Und zwar gleich ein Thema, mindestens so wichtig wie der Gesellschaftsfinger! . Colorcraze, ale relativer Habenichts kann ich mir das ja leisten - wäre ich ein Vielsteuerzahler, würde ich auch den Mund halten und schaun, wie ich nicht auffalle. Aber der Spott war schon immer die Waffe der Multimillionenbesitzlosen.

Eine Problemzone kommt nie...

Eine Problemzone kommt nie alleine @Don Alphonso: Oh ja, „Griechenland ist ein Randproblem“, und die Probleme, die von uns fern zu halten sind – zumindest so die Hoffnung de Kapitals -, kommen vom Rande her. Und da Österreich diesem Rand gewissermaßen näher liegt, zum Beispiel auch wegen dessen Nähe „zur Balkanhölle“, passen beide Problemzonen wunderbar zu einander. Und eine Problemzone kommt nie alleine, nur wird hier keine Schönheitschirurgie gefragt, sondern militärisches Eingreifen – zumindest dies wohl bald in Griechenland. Und das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Europa, dem es im Moment sehr schwer fallen wird, das Problem alleine mit Geld lösen zu wollen. Das Geld ist verpulvert, bzw. wird gerade verpulvert.

0 HansMeier555 15.12.2009, 20:12 Uhr

Was mich am meisten...

Was mich am meisten interessiert ist die Frage, ob die ominösen Jachten überhapt jemals existiert haben?

0 donalphonso 15.12.2009, 20:14 Uhr

Devin08, hier sieht man die...

Devin08, hier sieht man die Problemzone recht schön: 5 der riskantesten Staatsschulden finden sich in Osteuropa. http://ftalphaville.ft.com/blog/2009/12/15/112756/the-worlds-riskiest-sovereign-borrower-2009/ Wobei weder die Probleme in England noch die in Irland noch besonders besprochen werden. Ich würde denken, dass die Österreicher langsam am Ende der interventionalistischen Fahnenstange angekommen sind -wie schon gesagt, die Griechen haben "nur" ein Binnenproblem, aber die Österreicher haben recht wenig Einfluss auf die Verluste, die im Osten noch entstehen. Die HAA war auch ein Zeichen der Schwäche, und wenn ich der Kunde einer österreichischen Bank in Osteuropa wäre und sehe, wie die jahrelang alles vertuschen - dann wäre ich blöd, wenn ich weiter meine Zinsen an die zahle. . Was in den Medien übrigens so gut wie gar nicht auftaucht, sind die Mittelabflüsse der HAA, die man eigentlich auch auffangen müsste. Meines Erachtens bleibt das ein heisser Brandherd.

0 donalphonso 15.12.2009, 20:23 Uhr

HansMeier555, das ist eine...

HansMeier555, das ist eine gute Frage, die aber nicht schwer zu beantworten ist: Ein Teil dieser Yachten in der Region kommen mitunter wiederum aus Bayern, namentlich von Bavaria Yachtbau. Dabei sind die Yachten sicher nur ein kleineres Problem im Vergleich mit den diversen Industrieprojekten der Region. So eine Yacht ist Pipifax gegen Kickbacks bei fingierten Aufträgen, sagen leute, die sich mit sowas auskennen. Mit einer veruntreuten Yacht schlachtet man die Gans, mit einem überzogenen Kostenvoranschlag holt man mehr Eier aus ihr heraus und schlachtet sie später. ich kann mir nicht vorstellen, dass die HAA bei der Pfändung von Sicherheiten auf dem Balkan leichtes Spiel hat.

0 BertholdIV 15.12.2009, 20:32 Uhr

@Don Alphonso mit Österreich...

@Don Alphonso mit Österreich stimme ich Ihnen schon zu. Heute im Standard (und auch von der ÖNB) wird die Volksbank schon aufgegeben - Griechenland ist wirklich ein Nebenproblem -. Aber zu Aut: Auffallend ist das Schweigen des Herrn Christian Konrad. Ich denke er schweigt, so lange er den (roten) Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny braucht, um seinen "Arsch" und den der RZB zu retten. Und die RZB ist der Balkanspieler. Wie gesagt, ich glaube so lange die roten in Wien (das rote Wien) an den Hebeln sitzen, geht das Land finanziell nicht unter. Oder glauben Sie, dass nach LBBW und Bayern LB die CSU oder die CDU von BW mit Geld umgehen kann?

0 donalphonso 15.12.2009, 20:49 Uhr

Oha, RZB. Nun gut, die...

Oha, RZB. Nun gut, die Problemfelder der RZB stecken ja schon in einer eigenen "Bad Bank", der Raiffeisen Internationak, und die ist an der Börse und zu einem Drittel in Streubesitz. Die RZB ist systemrelevant, aber ich denke, da wird man sich seit der Krise vom Oktober 2008 schon Gedanken gemacht haben, wie man die Tochter absprengt, wenn es eng wird. Das wird dann heftig für die Carry Trades mit den Schweizern, aber es verteilt im schlimmsten Fall auch die Verluste auf erträgliche Masse (vielleicht, mit Glück etc.). Mit dabei wären dann auch all die steuervermeidenden Deutschen, die ihr Geld nicht nur zur Raiba Jungholz gebracht sondern es von dort in die diversen RZB/RI-Vehikel gesteckt haben. Es gibt ja böse Zungen, die behaupten, dass manche österreichische Bank die Ostexpansion mit Geld von Leuten mitfinanziert hat, die ganz froh sind, wenn der Balkan so wenig durchsichtig ist. . Trotzdem, ich sehe bei einer Zuspitzung der osteuropäischen Krise nur drei realistische Optionen: Betteln bei der EU (sehr wahrscheinlich), vertuschen und hinauszögern (wäre jetzt auch keine Überraschung) oder, was mir am sinnvollsten erscheint, Zusammenfassung der Ösi-Systembanken zu drei nationalen Spielern und zwei stark reduzierten Osteuropabanken (höchst unwahrscheinlich, aber mei, es gibt auch in Wien zu viele Banker)

0 HansMeier555 15.12.2009, 20:50 Uhr

"...und sie nicht mehr...

"...und sie nicht mehr zusammenschreie, was mir hinterher immer sehr peinlich ist." . Ich bleibe höflich bis zum Schluß und übergebe ich nach Verabschiedung auf der Toilette. Ist mir genauso peinlich.

0 donalphonso 15.12.2009, 20:55 Uhr

Die brauchen das....

Die brauchen das.

0 HansMeier555 15.12.2009, 20:57 Uhr

Ich kann das nicht. Zu feige....

Ich kann das nicht. Zu feige.

0 donalphonso 15.12.2009, 20:59 Uhr

Kernkompetenz. Mach einen rund...

Kernkompetenz. Mach einen rund und zehn andere rollen sich von selbst ein.

0 HansMeier555 15.12.2009, 21:07 Uhr

Leute, die sich einrollen,...

Leute, die sich einrollen, sind mir als Gesprächspartner ebenso unangenehm.

0 donalphonso 15.12.2009, 21:07 Uhr

staph.aureus, Island war halt...

staph.aureus, Island war halt das, was Dubai gerade noch war. Da musste man dabei sein, wenn man gute Renditen wollte. Haben ja auch genug Privatkunden gemacht. Alles das gleiche. Trotzdem, ich wäre bei allen LBs sehr vorsichtig. . Leser, danke, ich werde mich bemühen.

0 weis nicht III 15.12.2009, 21:25 Uhr

Der Elbsegler hat recht. Nicht...

Der Elbsegler hat recht. Nicht 2540 sondern 140 Jahre nach zweiter Zeitrechnung wird in dieser Stadt am Großen Braunen Fluß im Verwaltungsdistrikt Südosteinstdeutschland eine archäologische Fundgrube geöffnet, indem Unmengen an Silberkannentaind zu Tage kommt. Auch im benachbarten Kleineren Schuppen steht ein Vehikel auf 4 Rädern, quasi eine Silberkanne zum Reinsetzen und rumdösen.

0 Avantgarde 15.12.2009, 21:34 Uhr

Der Wohlstand unseres Landes...

Der Wohlstand unseres Landes ist auf Steuerhinterziehung gegründet. Dem Mittelstand ging es früher besser. Da hatte das FA noch keine Software, die binnen Sekunden die Plausibilität von Einnahmen und Ausgaben berechnete. Ärzte sanierten sich mit nie versteuerten Frischzellenbehandlungen, Gastwirte versteuerten nur ein Minimum, Bauern verkauften ihre saure Wiesen als Bauland halb schwarz, Anlageberater sahnten kräftig ab, aber es blieb trotzdem genug übrig. Vermögen entstanden nicht durch Leistung, sondern durch jahrzehntelange Anlagen, von denen die, die uns alles nehmen, nichts wussten (oder wissen wollten). In den letzten Jahren konnte man echte Vermögen nur mit wüster Spekulation machen, und das geht eben auch mal schief. Wer heute viel arbeitet, kann noch vernünftig leben, aber große Vermögen häuft niemand mit "Leistung" auf.

0 donalphonso 15.12.2009, 21:57 Uhr

Naja, die Leute, die einen...

Naja, die Leute, die einen Teil der HAA übernahmen und dann an die Bayern LB verkauften, die haben nicht schlecht verdient. Und das Geschäftsmodell des stupid german money funktioniert immer noch blendend für die Initiatoren. Nicht fein, begrenzt legal, aber es geht. Ansonsten stimmt es natürlich, ein Arzt ist nur noch bedingt ein Arzt. . weis nicht III, das ist doch ein feiner Fundkomplex, in Vergleich mit anderen Dingen aus jener dummen Epoche, in der so viel möglich gewesen wäre und so viel nicht gemacht wurde. Einer, immerhin!

0 donalphonso 15.12.2009, 21:59 Uhr

HansMeier555, wenn man sie...

HansMeier555, wenn man sie gross werden lässt, hat man damit auch keinen Spass.

@Avantgarde, . Eigener Hände...

@Avantgarde, . Eigener Hände Arbeit verhindert Armut - aber auch Reichtum. . Gruß Hanskarl

0 Avantgarde 15.12.2009, 22:20 Uhr

"Naja, die Leute, die einen...

"Naja, die Leute, die einen Teil der HAA übernahmen und dann an die Bayern LB verkauften, die haben nicht schlecht verdient." Eben, das war ja auch keine Leistung sondern eher eine "reife Leistung".

0 HansMeier555 15.12.2009, 22:36 Uhr

Das sehe ich ein, würde die...

Das sehe ich ein, würde die Dreckarbeit des Rundmachens aber gerne delegieren. Nur an wen? So reich bin ich auch wieder nicht, daß ich mir einen vertrauenswürdigen Anlageberatererzieher engagieren könnte.

0 HansMeier555 15.12.2009, 22:39 Uhr

Wie wäre es damit: Eine...

Wie wäre es damit: Eine (ungeladene) Pistole auf den Tisch zu legen und wenn er anfängt, Unsinn zu reden, nervös damit herumzuspielen.

Verehrter Don Alfonso "Vom...

Verehrter Don Alfonso "Vom Balkan die Finger lassen" ist nur ein weiteres Indiz dafür, daß die Bewohner der Landstriche, in denen Ihre Geschichten spielen, weil sie sich keinen eigenen See leisten können, sondern einen solchen teilen müssen, an ihren Ohrensesseln bereits mit dem Ablegen des Abiturs angewachsen sind (Das hatten Sie ja in einem Ihrer vorherigen Beiträge aufgespießt). Es gibt da z.B. sehr günstige Anlagemöglichkeiten mit Zukunfstpotenzial in Rumänien: 160 Hektar, fruchtbarer Boden, schöner Wald, authentische Gebäude in gutem Zustand incl. Landwirtschaft in Umstellung auf zertifizierten Ökoanbau - für ein von der EU geförtertes Schnäppchen (Pferdehaltung und Jagd nicht zu vergessen). Man spricht sogar deutsch. ... Dort besteht die Gelegenheit, die Kinder der Familie nach dem Abitur für den Wiederaufbau der pommerschen Gutshöfe anzuleiten, um damit die Grundlage für die Wiedereinführung der Leibeigenschaft in einer der nächsten Generationen zu legen. Zweifellos ist das feudalistische eines der wahrscheinlichsten Zukunftsszenarien weltweit. Wenn dann die Büttel wieder in die Dörfer kommen wird es irgendwann auch wieder die Leute an Ihrem See treffen. Bei Steuervermeidung droht dann die Streckbank.

0 staph.aureus 16.12.2009, 00:46 Uhr

Savall, war es ein Relaunch...

Savall, war es ein Relaunch von Qatna, daß der güldene Sarkophag des Herrn F. kürzlich auf dem Balkan verweilte, als alternative investment ? Oder ganz normale Bankenkriminalität ? Prost, Mahlzeit.

Sehr dankbar wäre ich für...

Sehr dankbar wäre ich für eine klare Darstellung einer Existenzberechtigung und eines Gemeinnutzens von Landesbanken (mit der gegen Privatbanken abgrenzenden Eigenschaft der Eigentümerschaft des Staates, also der "treuen Fürsorge der Regierung / oder unser aller Steuergelder").

0 stap.aureus 16.12.2009, 00:52 Uhr

Ääääähm,...

Ääääähm, Banden-Kriminalität.

0 ErnstWilhelm 16.12.2009, 03:08 Uhr

@Don Alphonso Ob es mit der...

@Don Alphonso Ob es mit der HGAA wirklich so blendend funktioniert für die Initiatoren, bleibt noch abzuwarten. Diese Leute arbeiten mit einem hohen Risiko. Andere Frage. Warum ist der Steuerberater nordisch?

0 Felix Herzbach 16.12.2009, 08:11 Uhr

@ Don: capito!...

@ Don: capito!

Auch in der offiziellen...

Auch in der offiziellen Spalte dieser Zeitung ist das nun ein Thema, hier mein Beitrag. Und da ich nicht weiß, ob er dort gesendet wird - als Kopie (www.faz.net/.../Doc~EFCAF2506582E4CAEB24E1C0E499BBE79~ATpl~Ecommon~Scontent.html):
.
Die höhere Wissenschaft der Zombiewirtschaft
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[Edit: Bedaure, aber das geht ein bisserl arg weit und kann sicher auch so geschrieben werden, dass man nicht in juristische Messer läuft. Don)

0 Incognitor ex inquisitor 16.12.2009, 09:57 Uhr

Zum Glück ist ja jetzt...

Zum Glück ist ja jetzt endlich jedem klar, dass ein Steuersystem, welches noch auf dem System "Raubritter" basiert langsam darnieder sinken muß. Denn nur der größte Raubritter überlebt! :-) Aber warum nicht mal den Spieß umdrehen? Zuerst geben, dann nehmen? Hat der Staat doch die alleinige Finanzhoheit eh... Man zahle JEDEM Einwohner (Gleichheitsgrundsatz!) die Unterstützung vorab aus, z.B. € 1.000,- pro Monat. Damit hat man dann pro Jahr eine Billion in der BRD vorab "Kredit" gegeben. Steuererleichterungen sind dann komplett passé, bis 30.000 pa 50% Steuer, darüber gibt es 95%. Die Auszahlung vom Staat wird als Sozialrabatt, den auch wirklich JEDER erhalten hat, vorher noch pauschal abgezogen. Damit hat man a) die Wirtschaft gepuscht mit € 1 Billion pa b) die Sozialhilfe und die damit verursachten Totzeiten abgeschafft c) hundert tausende Beamte einer sinnlosen Tätigkeit enthoben d) in der allerersten Ausgabenrunde bereits 0.5 Billionen Steuern im Säckel e) in jeder weiteren Runde des Geldes entsprechend nochmal 50 oder 95% f) und sparen für Krisenzeiten wird unnötig, weil Dauerversorgung gegeben ist Nur die Preisstabilität muss gewahrt werden. Wachstumsgesellschaft ist Geschichte, weil eh nie funktionieren kann. Schöne Grüße vom Weihnachtsmann So stellt man sich das zumindest hier im Himmel für Euch vor...

@staph.aureus: "Oder ganz...

@staph.aureus: "Oder ganz normale Bankenkriminalität ?" - Bitte lassen Sie es so stehen, es hat einen Beigeschmack von Wahrheit. Die Firma F.F. hat zu allen Zeiten gewußt, wo Barthel den Most holt und hat sich auch mit Baal Zebub arrangiert. Da liegt doch eine Erweiterung des Geschäftsfeldes in Richtung Siebenbürgen auf der Hand. Nicht nur in Qatna kann man sehen, daß so ein long term investment enorm erfolgreich sein kann. Vom Ritter Kahlbutz von Kampehl lebt mittlerweile ein ganzes Dorf. Im übrigen auch wieder ein Argument, weswegen man den Feudalismus nicht von vornherein aus den Optionen ausschließen sollte.

0 Don Nerlitchen 16.12.2009, 10:14 Uhr

@ HansMeier555, als...

@ HansMeier555, als elektronische Briefe noch aus Papier waren, gehörte zum "Waffenarsenal" auf jedem guten Schreibtisch ein Brieföffner. gerne auch in Blankwaffenoptik und waffengesetzlich-tauglicher Größe.

0 Blinder Passagier 16.12.2009, 11:25 Uhr

Lieber Don, herzlichen Dank...

Lieber Don, herzlichen Dank für den Hinweis auf diese wunderbare CD.

0 donalphonso 16.12.2009, 12:49 Uhr

Bitte, gern geschehen (ob man...

Bitte, gern geschehen (ob man die überhaupt in der Schweiz verkaufen darf?) . Don Nerlitchen, oder man hatte gleich die echten Blankwaffen an den Wänden.

0 donalphonso 16.12.2009, 12:54 Uhr

Incognitor ex inquisitor,...

Incognitor ex inquisitor, nette Idee, aber nur bedingt praxistauglich, wegen Preisstabilität, und ein Einfrieren auf 2009 fände ich jetzt auich nicht so toll. Zudem das kleine Problem: Schattenwirtschaft. Bekannt auch aus Nordkorea, nicht auszurotten, und ansonsten würde man damit die Eigentumsverhältnisse so, wie sie sind, auch einzementieren. Hausverkauf? Unmöglich. . ErnstWilhelm, er ist nordisch, weil es mir gefällt, und weil es bei Steuerberatern durchaus eine studienbedinbgte Vernordischung gibt - das bayerisch-indigene Element hat es da schwer.

...

„Hütchenspieler-Friedhöfe“ @Don Alphonso: Geht schon in Ordnung. Nur wenn da ein juristisches Problem läge, hätte die FAZ das so nicht gesendet, und sie hat es inzwischen – ungekürzt -; konnte mich da eigentlich fast immer darauf verlassen – auf deren juristische Fachkompetenz. Die Ironie ist doch hier unverkennbar, womit ich also auf meine literarische Freiheit referiere, wenn ich da mafiöses – nicht nur als Gebaren – unter der Form der Realsatire zuordne, ja selbst der FAZ-Redakteur taucht da doch seine Feder in jene „Hütchenspieler-Friedhöfe“.

0 donalphonso 16.12.2009, 13:04 Uhr

LBs, da sind Sie nicht allein,...

LBs, da sind Sie nicht allein, und der Herr Seehofer würde sowas sicher auch gern mal lesen. Sparkassen reichen m. E. völlig aus. . No. 6, mit solchen alten Gütern habe ich ja ein klein wenig Erfahrung, die tendieren dazu, einen aufzufressen, und sei es, wenn nur das 106 Jahre alte Abwasserrohr die Grätsche macht. Die Arbeiten kann man delegieren, aber insgesamt und auch mit Vermögen ist all das am Ende weniger soassig, als man glauben sollte - und auch die Briten haben ihre Landhäuser nicht ohne Grund aufgegeben. Natüröich könnte man auch sagen, dass der Rumäne nichts anderes als ein zivilisierter Wiener ist - aber letztlich ist es im bayerischen Konzertverein dann doch sorgenfreier.

0 prince Matecki 16.12.2009, 18:38 Uhr

Ich habe noch einige...

Ich habe noch einige Offizierdegen meiner Vorfahren an den Wänden, im Flur liegen zwei Perkussionspistolen bzw. Duellpistolen auf der Anrichte. Ob es hilft kann ich nicht sagen. Beim Bankbesuch machte ich vor Jahren (nach Problemen überhaupt einen Termin wegen der Konditionen nach Auslauf der Zinsbindung der Hypothek zu bekommen) folgenden Versuch: Ich zog den guten Zegna Anzug an, dazu Seidenstrümpfe und Budapester, eine 7-lagige Seidenkrawatte auf dem 180er Hemd aus der Saville Row, drüber (es war Winter) den Kamelhaarmantel und einen Borsalino-Hut. Die Empfangsdame schaute und hieß mich warten. Ich saß da kam der Bereichsvorstand M-Vp aus seinem Zimmer, sah mich, murmelte:" es tut mir außerordentlich leid, kümmert sich schon jemand um Sie" alsdann rollte aus mehreren Richtungen Kaffee an und alsbald erschien meine Beraterin, bevollmächtigt mir "entgegen zu kommen" was die Hypothek um 1,5 Prozentpunkte verbilligte. Ich hatte nur angemerkt dass es mit dem Folgetermin beim Vorstand der Ärztekammer etwas knapp werden könnte. Moral: "Wie du kommst gegangen so wirst du empfangen"

0 Foesterliesel 16.12.2009, 19:47 Uhr

Durchlaucht, ich hoffe doch es...

Durchlaucht, ich hoffe doch es war ein quergestreiftes Hemd von Turnbull & Asser

0 HansMeier555 16.12.2009, 19:58 Uhr

"nordisch", das heißt nicht...

"nordisch", das heißt nicht einfach "norddeutsch". . "Nordisch" ist ein Gefühl, was das bayerische Gemüt überkommt, wenn einer von denen den Raum betritt und den Mund aufmacht -- dann lieber bei minus 15 Grad die Balkontüre öffnen.

0 HansMeier555 16.12.2009, 19:59 Uhr

@prince M. Altesse, Können...

@prince M. Altesse, Können Sie vorfahrenlosen Rotürieren evt. einen guten Verleih empfehlen?

0 colorcraze 16.12.2009, 20:00 Uhr

@Matecki: Jaja, es wirkt, ich...

@Matecki: Jaja, es wirkt, ich weiß. Vor Jahrzehnten, zu meiner Lehrlingszeit, ging ich im tiefsten Daimlerschwabenland zur Bank. Mit einer grünen Sternenfrisur, karierten Frotteehosen und Springerstiefeln. Die Wirkung auf die Bankangestellten war verblüffend: so wie sie sich mit panisch aufgerissenen Augen zusammendrängten, mußte an diesem Tischchen unbedingt der Alarmknopf sein. Ich lächelte freundlich und klärte sie auf, ich sei Kunde und wolle Geld von meinem Konto abheben. Nur mit großer Mühe wich die Erstarrung und sie brauchten recht lange, bis sie das Geld ausgezahlt hatten. Vermutlich redeten sie noch Jahre später davon, einen Außerirdischen gesichtet zu haben.

Saville Row kenne ich vom...

Saville Row kenne ich vom Durcheilen, aber was ist ein 180er Hemd?

Interessant - was bedeutet es...

Interessant - was bedeutet es nur, daß ich bis jetzt keine klare Darstellung einer Existenzberechtigung oder Gemeinnutzens von Landesbanken gesehen habe? Ich werde diejenige Partei wählen, die diese Banken vollprivatisiert, da sie für mich die größte Steuererleichterungen bringt.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.