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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

1913 oder Schicken Sie Don Alphonso durch Europa

| 219 Lesermeinungen

Sie wollten einen FAZ-Blogger schon immer mal quer durch Europa hetzen? Ihn zum Einkaufen schicken, als wäre er ein Dienstbote, während Sie behaglich daheim auf dem Eisbärenfell vor dem Kamin liegen und vom Sherry erheitert nachlesen, wie es ihm dabei ergeht? Ohne Bezahlinhalte und Kaufnepp, einfach so, weil Sie eine kluge Leserin, ein netter Leser dieses kleinen Projekts sind? Nun, es ist fast Weihnachten, und diesen Wunsch erfülle ich gerne. Sie sagen, was Sie haben wollen, ich fahre nächstes Jahr los und stopfe das alles in meinen grossen, leeren Koffer aus dem Paris des Jahres 1913.

In ganz Europa gehen die Lichter aus, wir werden sie in unseren Lebzeiten nicht mehr leuchten sehen.
Sir Edward Grey, 1914

Ab und an liest man ja von einem arglosen Wanderer, der unversehens auf eine vergessene Mine der Weltkriege tritt und davon zerrissen wird. So schlimm ist es nicht. Aber…

Paris muss im Sommer 1913 ein angenehmer Ort gewesen sein. Wie überall in Europa geht es voran, Industrialisierung und Kolonialismus schaffen – auf globale Massstäbe übertragen – reichen Oberschichtenkontinent, Paris ist die Hauptstadt des Stils und der Liebe, gerade wurde Le sacre du printemps von Strawinsky mit grandiosem Skandal aufgeführt, man liest als deutscher Tourist vielleicht angenehme Nichtigkeiten wie Ernst Decseys kleinen Herzog Cupidon, schaut sich Ausstellungen an und hört, dass es im Rotlichtviertel auch etwas gibt, das sich Kubismus nennt, dabei sind doch schon Franz v. Stuck und diese, na, wie hiessen die noch mal, vor zwei Jahren in München, Blauen Reiter, richtig, also, die waren auch schon stressig. Aber es ist 1913, das Leben ist schön, und das hier ist Paris! Paris!

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Gut, auf dem Balkan ist mal wieder Krieg, aber das ist bei denen immer so, die Franzosen führen eine dreijährige Militärzeit ein – dabei ist es hier doch so schön, was könnte man nicht alles machen, Biarritz vielleicht oder auch Nizza! – in Österreich hat sich gerade der Spion und Oberst Redl erschossen, und manche Töne aus Deutschland, etwa zur Einweihung des Völkerschlachtdenkmals, sind auch nicht gerade nett, wie auch das, was andere lesen, die lieber im Heimatland bleiben: Deutschland marschiert, Burschen heraus, So hat sie Gott geschlagen, das sind die Titel der gerade sehr populären Romane in Erinnerung an den Untergang Napoleons vor 100 Jahren. Aber – es ist Paris! Ein gewisser Roland Garros fliegt über das Mittelmeer, aber hier fliegen die Herzen.

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In dieser Stimmung nun streift H.D. durch den 8. Bezirk und findet das alles wirklich schön. Er ist in bester Laune, vermögend, und hat auch einiges vor. Er wird ab und zu zur Jagd eingeladen, er legt wert auf sein Äusseres, er möchte wie so viele Paristouristen vor und nach ihm etwas mitnehmen, was es daheim nicht gibt, und andere in Neid und Erstaunen versetzt. In der Rue de la Pepiniere, Nummer 14, residiert eine englische Firma, und dort wird er vorstellig, schaut sich deren Silbersachen und Koffer an, und gibt dann einen Spezialauftrag: Einen Koffer für Kosmetik und auch für die Jagd, nicht einen dieser winzigen Dressing Cases für Damen aus Krokodilleder, sondern einen echten, grossen Koffer, 18 Kilo schwer, das trägt ja alles die Dienerschaft, mit allem, was man so braucht, wenn einen französische Bekannte auf ein Wochenende in ihr Landhaus einladen. Man will ja auch den Töchtern gefallen, also sollte genug Platz für mehrere Anzüge und Reitstiefel sein.  Aussen glattes Rindsleder in Hellbraun, und darüber ein Leinenüberzüg, um den Koffer zu schützen.

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Billig ist das nicht, aber es ist 1913, die Finanzkrise von 1907 ist überwunden, und damals gibt es noch keine Flachbildschirme, keine iPhones und nach drei Jahren veraltete Digitalkameras, man braucht nicht jedes Jahr einen neuen Rechner, und die Kleider erwirbt man auch nicht für eine Saison. Das Geld, der Reichtum des H.D. muss sich andere Wege suchen, Porzellan vielleicht oder Kronleuchter, eine Vollsavonette vielleicht oder eben auch ein Koffer, mit Holzrahmen, gefüllt mit Bleikristall und dem besten Leder, das man bekommen kann. Sieht auch in hundert Jahren noch wie neu aus, behauptet der Verkäufer, und innen wirs alles mit Schweinsleder ausgeschlagen. Es ist 1913. Es ist Sommer. Es ist Paris. Das Leben ist schön. Der Auftrag dauert zwei, drei Wochen, aber H.D. hat genug Zeit zu warten. Der Koffer aus bestem englischen Hause wird ihn auch 1914, 1915, 1916, 1917 in den Urlaub begleiten, denkt er, im Zug wird er Europa durcheilen und lachen über jene Spinner aus Russland, die sich in ein Passagierflugzeug setzen, wo man solche Koffer natürlich gar nicht mitnehmen könnte – aber was bringt einem die Eile des Fliegens, wenn man am Ziel kein Pfund Silber hat, und sich aus Kartonagen pflegen muss?

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Die Geschichte, wie wir wissen, wollte es anders. 1913 war die letzte Saison für Deutsche in Paris, 1914 plünderte man in Berlin französische und in Paris deutsche Geschäfte und wollte die jeweils andere Nation schnell und nachhaltig besiegen, wie es in den blutrünstigen Romanen stand. August Macke und Franz Marc starben in Frankreich, und die Russen bauten die Passagierflugzeuge in Bomber um. Vielleicht war H.D. zu alt, um noch in den Schützengräben sein Leben geben zu müssen, für Gott, Vaterland und all die anderen sinnlosen Dummheiten, aber so makellos, wie sein Koffer erhalten ist, hatte er kaum Gelegenheit, ihn zu benutzen. Etwas Parfüm ist einmal ausgelaufen, die Schutzhülle ist sehr staubig, aber viele Gegenstände wurden offenkundig nie benutzt. Die Helferlein für Jagd und Ausritt etwa: Die Monogramme auf dem Elfenbein der Stiefelanzieher sind nicht angerieben, der Flachmann mit dem Becher im Fuss riecht nach nichts, er ist unbenutzt wie 1913 – jenes Jahr, in dem, wie die englischen Silberpunzen verraten, dieses für einen derartigen Koffer ungewöhnliche Stück hinzugefügt wurde.

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In der Schreibmappe ist neben dem Schreibgerät aus Silber und Elfenbein auch Löschpapier; darauf findet sich die Unterschrift einer Waltraud, aber niemand, der mit H.D. gezeichnet hätte. Wirklich benutzt wurde auch nur das Mäppchen für die Maniküre; Rasierpinsel, Bürsten, ja sogar die Streichhölzer warten immer noch auf jemanden, der sie verwendet in der Art, wie es 1913 von H.D. gedacht wurde. Aber dann kam der Krieg, danach die Inflation, der Börsenkrach von 1929, dann Hitler und mit ihm der Völkermord, der dafür verantwortlich ist, dass wir heute bei alten Koffern mitunter nicht an feine Wochen in Nizza oder Karlsbad denken, sondern an Viehwaggons und Auslöschung. Es kamen dann die Flugzeuge, in denen man keine Koffer mit 18 Kilo Lebendgewicht mitnehmen konnte, die Kofferträger starben aus, die Autos hatten zu kleine Gepäckabteile, und die Erben des H.D. wussten am Starnberger See mit dem Koffer auch nichts mehr anzufangen, als ihn in seinem Leinenanzug verstauben zu lassen, und sich nicht darum zu kümmern, wenn sich Flüssigkeiten auflösten und das englische Silber schwarz anlief.

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Es ist nur ein Koffer, der in Pfaffenhofen auf dem Flohmarkt stand, und der mich, der ich die Jagd- und Trinkleidenschaft meiner Vorfahren vehement ablehne, natürlich sofort mit seinen Stiefelanziehern und dem Flachmann hinterhältig ansprang. Ein herrenloser Koffer, von einer alten Frau am Samstag verkauft und am Sonntag schon feilgeboten, ein vergessenes Versprechen an einer Weggabelung dieses Kontinents, an der man sich keinen übleren Fortschritt als jenen hätte vorstellen können, der auf uns gekommen ist. Wahrscheinlich hätte man die Habsburger und Preussens Militarismus auch so irgendwann weggefegt, der ganze Adelsplunder passte nicht in das 20. Jahrhundert, und als es dann nach all den Toten endlich zu einer Demokratie kam, kam es auch zu Massengeschmäckern und Discountern, zu Stangenware und Chinaimporten, zu Profit Centern und leichtem Gepäck aus Kunststoff und mit Rollen unten dran, mit eiligen Geschäftsfliegern vorne dran, die alle Welt über Twitter und anderes Prim@entum wissen lassen, wo sie gerade Hektik und billige Anzüge verbreiten. 1913, im Sommer in Paris, hat man sich das ganz sicher nicht so vorgestellt. Und wenn ich ehrlich bin, stelle ich mir die beste aller möglichen Welten, selbst wenn wir noch einmal davon gekommen sind, auch 2009 und 2010 nicht so vor.

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Natürlich kenne ich bei solchen Gelegenheiten keinerlei vornehme Dsurüghaldung oder wie das heisst. Mitunter sagen manche, ich sei „retro“, aber ich hebe mit lieber an 18 Kilo einen Bruch, als dass ich das Klappern eines Rollwägelchens verbreite. Ich weiss auch, dass die Schattenseiten der „guten alten Zeit“ Elend und Hunger in den schlechten Vierteln waren, und das Elend unserer Tage mit Glotze, Bildzeitung, Welt, HartzIV, in Polyester und Ikea versunken, ist ein durchschnittlich besseres Elend geworden. Ich möchte nicht die Syphilis haben, die H.D. vielleicht bei der angebrochenen Tochter seiner französischen Freunde erwarb, ich mag meine Gasheizung und den Umstand, dass ich das Netz für mich benutzen kann, ohne dass mich das Netz missbraucht. Ich würde niemals 1913 leben wollen, aber genauso, wie es 1914 eine bessere Alternative gegeben hätte, glaube ich auch, dass es sie 2010 geben wird. Und das würde ich gern suchen und finden. Und damit meinen leeren Koffer so füllen, dass er mit 97 Jahre Verspätung eben doch kein leeres Versprechen mehr ist.

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Und da kommen Sie ins Spiel. Denn ich werde nicht einfach zusammen mit meiner in Dinglichkeiten bewährten Copilotin losfahren und ein paar historische Urlaubsorte aufsuchen, die H.D. nicht mehr gesehen hat. Was ich machen möchte ist: Eine angenehme Reise zu erfreulichen Ort, wo es jene schönen Dinge gibt, die Ihr und mein Leben bereichern. Ich möchte die Tuchweber in Biella sehen und die Trüffelsucher im Piemont, ich möchte in London Bankstern Wohnungen in der Schweiz verkaufen, die ich gar nicht besitze, und vom Profit Silberkannen erbeuten, ich will Handwerker sehen, die wissen, was sie tun und warum es genau so sein muss, ich will Trouvaillen und Preziosen, das Besondere und das Andere, ich möchte 2010 den Koffer vollstopfen mit allem, was es noch gibt und vielleicht auch noch lange geben wird, wenn sich nur genug finden, die Globalisierungskritik nicht als Phrase, sondern als Aufforderung zu Lust, Liebe und Lebensglück auffassen, und die die richtige Abzweigung von der Autobahn des globalen Containermarktes kennen. Der Koffer ist gross und leer, die Copilotin hat auch einen, und wenn Sie Ideen haben, wo man diese Menschen und ihre Dinge findet, um sie zwischen Schweinsleder zu betten – her damit: Es stand 1913 nicht geschrieben, dass sich das alte Europa in den Schützengräben zerfleischen würde, und es steht 2009 nicht geschrieben, dass wir als bei kik, Aldi, RTL, Springer und Mediamarkt enthirnte Barbaren vergessen, wofür es sich wirklich zu leben, reisen und erzählen lohnt.

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219 Lesermeinungen

  1. Ein mehr als interessanter...
    Ein mehr als interessanter Koffer, den Sie da erbeutet haben werter Don. Ich werde mir Gedanken machen, wo Sie das und mehr finden können, was Sie so gerne im Koffer auf eine Zeitreise schicken möchten. Ja es gibt sie noch die alten Handwerksmeister, die ihre Kunst – je genau ihre Kunst – vollendet beherrschen. In Paris und Umgebung die Sattler und Näher, die Mode machen, die vielleicht nicht jedem gefällt, aber handgemacht und qualitativ hochwertig ist. Mir als Piratem im Geiste ist es aber nun herzlich egal, was andere davon denken und ich glaube das ist etwas was uns verbindet werter Don. Bewusst anders sein und seinen eigene Weg gehen, etwas das mehr wert ist als jedes Ersparnis bei den „Billig“ Elektronikriesen. Ich bin auf Ihre Berichte gespannt.

  2. Der letzte Absatz liest sich...
    Der letzte Absatz liest sich stellenweise wie aus den sogenannten „Hausmitteilungen“ des Geraffel-Versenders Manufaktum kopiert. („Es gibt sie noch, die guten Dinge.“) Sie werden verstehen, dass ich mich an einem solchen Vorhaben lieber nicht beteilige.

  3. Wie wäre es mit einem...
    Wie wäre es mit einem Abstecher nach Schweden, Finnland, Estland und — Gott behüte — Sankt Petersburg? Aber Vorsicht, die totalitären Zollbestimmungen sind dort immer noch in Kraft.

  4. ...und auch ich warte auf das,...
    …und auch ich warte auf das, was Sie berichten werden. Mit Name und Adresse. Zwar habe ich wenig Geld, aber ich habe eine Sehnsucht nach Qualitaet, die nicht so recht erfuellt werden kann. Mag sein, dass mir der Blick fuer diese Dinge fehlt, doch unverdrossen strolche ich durch Bayonne oder Bordeaux…
    …ach, wovon rede ich. Es wird bei Ihnen doch nur wieder Italien und ich bleibe auf meinen eigenen unvollkommenen Spuersinn angewiesen-in Frankreich.
    Die Welt ist mir zu gross.

  5. Komisch, fiel mir auch ein,...
    Komisch, fiel mir auch ein, wollte es aus stlistischen Gruenden nicht erwaehnen.

  6. Werter Don Alphonso,
    wenn Sie...

    Werter Don Alphonso,
    wenn Sie etwas Zeit und Muße erübrigen können, so empfehle ich eine Zugreise von Berlin nach Odessa.
    Nicht nur läßt sich Ihr Koffer bequem transportieren, sondern Sie kommen auch in den ausgestorbenen Genuß eines, in diesem Fall zwei, Wagonschaffner, die gleichfalls die Reisenden mit den nötigen Getränken und Happen versorgen.
    Ein ICE mag schneller sein, aber der Service, nun ja, wurde zu Gunsten der Gewinnoptimierung eingestampft.
    Allein die Reise verspricht Interessantes und man erhält einen wunderbaren Panoramablick auf die vorbeiziehenden Landschaften.
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    Angekommen im Kopfbahnhof haben Sie nicht nur ein par Wörter russisch gelernt, sondern sind gar ausgeruht und gestärkt.
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    Gepäckträger gibt es in Odessa auch noch und Hotels in bester Lage gleich oben drauf.
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    Das Ziel dieser, eventuell Ihrer Reise, liegt central gelegen, mitten in der Altstadt: die Oper. Ort für Oper, Ballet und Theater. Seit 1873 im jetzigen Gewand und frisch renoviert.
    In unmittelbarer Nähe Museen und die Promenade, einige Schritte weiter der Stadtgarten, in dem im Sommer unterschiedlichste Künstler ausstellen und das ein oder andere klassische Konzert in einem Pavillon aufgeführt wird.
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    Falls Sie Interesse an eben diesen Konzerten finden, kaufen Sie sich ein Billet für die Philharmonia und besuchen im Anschluß ein traditionelles russisches oder ukrainische Restaurant.
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    Falls Sie ein Weinliebhaber sind, gönnen Sie sich einen Massandra als Mitbringsel.
    Assedo

  7. Eine feine Idee lieber Don....
    Eine feine Idee lieber Don. Aber vergesse er mir mein Deutschland nicht. Die liebe Hedwig Bollhagen ist zwar tot, aber ihr Werk lebt weiter. http://www.hedwig-bollhagen.de/
    Vielleicht findest du auch ein wenig Zeit für deutsche Industriegeschichte. Die Drahtziehereien und Feilenschmieden des märkischen Sauerlandes sind Teil einer spannenden Geschichte. http://www.bremecker-hammer.de/start.html
    Und wenn du Drahtmuseum Altena gesehen hast, dann geh ins Knopfmuseum nach Lüdenscheid.
    Es wird diese Museen nicht mehr lange geben. Sie sind zu teuer, weil Geschichte keinen Wert mehr hat.

  8. BlackJack66, nun, was andere...
    BlackJack66, nun, was andere davon denken… ich glaubem das Ziel heisst „Zufriedenheit“. Jeder muss selbst wissen, wie er die erreicht, aber es ist nun mal leider so, dass die die vollste Zufriedenheit der Gleichgültigen leichter zu erreichen ist, als die Nichtunzufreidenheit der Suchenden.
    .
    Vol714PourSydney, ich hoffe Sie nicht zu treffen, wenn ich gestehe, dass ich weder Amnufactum nacheifern noch Sie bekehren möchte; viel Spass also wünsche ich Ihnen andernorts.

  9. Werter Don, ist es nicht das...
    Werter Don, ist es nicht das höchste Glück auf der Suche zu sein. Der Weg ist unser Ziel und mit diesem Wissen erreicht man zumindest kurzfristig immer mal wieder das höchste Glück. Ich werde Ihnen meine Reiseempfehlungen noch geben vor der Heiligen Nacht, als Gabe unter den virtuellen Christbaum. Vielleicht sagen Sie dann ja zu manchem Augenblick: „Verweile doch, du bist so schön!“

  10. Sehr geehrter Don Alfonso!
    Ich...

    Sehr geehrter Don Alfonso!
    Ich war zwar nicht in Paris, sondern nur in Kronberg, wo wir eine ganz traditionelle Weihnachtsganz in unserer Legofamilie verspeist haben. (Den Begriff Legofamilie kenne ich aus Frankreich und steht für Familien, die sich aus Geschiedenen und Geschieden anverwandten Angehörigen zusammensetzen).
    Bei Tisch berichtete ich über Ihren letzten Blog, den des Anstandstückes. Die Nichte der ehemaligen Partnerin meines Bruders warf daraufhin die Frage auf, wie es die Stützen der Gesellschaft mit Weihnachtskarten hielten. Es gab viele Beiträge (mündlich natürlich), aber dann wurde ich beauftragt, das Thema an Sie weiterzureichen. Dieses Jahr ist dafür leider zu spät, aber wie wäre es mit dem nächsten Jahr?
    Damit wünsche ich Ihnen ein Ihrem Stand entsprechendes angenehmes Weihnachtsfest – mit freundlichen Grüssen
    Ihr
    Tiger

  11. Jochen Hoff, ich habe eine...
    Jochen Hoff, ich habe eine Teekanne von Hedwig Bollhagen, auf die der Don bei seinem letzten Besuch sehr schimpfte. Das bleibt also mir überlassen, fürchte ich. (Ich mag die Kanne. Ich mag auch die Schalen und die Tassen und die Keksdosen.)

  12. Don Alphonso à la récherche...
    Don Alphonso à la récherche de temps perdu — I love it ! Welch ein Glück, solch eine Trouvaille auf dem Flohmarkt zu finden — der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt bei Wahl des angemessenen Reiseziels: Für Asolo, den Sommersitz des venezianischen Adels bei Venedig, ist es wohl zu kühl. Aber Assedos Reise nach Odessa klingt beeindruckend. Allerdings las ich, dass ein gewisser Putin dort unlängst inmitten einer lederbekleideten Motorradbande aufkreuzte. Das Grand Hotel in Montreux oder der Orientexpress wären viel zu banal, und die Tanten in Meran hatten wir schon. Wie wär’s ganz einfach mit einem Besuch des Café de la Paix? Die Pariser behaupten ja, wenn man lange genug dort sitzt, kommt früher oder später die ganze Welt vorbei.

  13. Wofür es sich wirklich zu...
    Wofür es sich wirklich zu leben, reisen und erzählen lohnt.
    Das kann ich Ihnen sagen:
    Für Silberkännchen, Herrenhemden, Handschuhe, Ölbilder, Bücher und Silberschalen nicht vergessen!
    Und das alles in den grossen Koffer stopfen
    und dann glücklich sein, weil er so voll ist.
    Na dann fahren Sie mal los!

  14. Werter Don,
    wie wäre es, die...

    Werter Don,
    wie wäre es, die Reise mit Koffer und Copiloting ganz im Norden Deutschlands, in Flensburg, bei de Silbermanufaktur Robbe ud Berkig zu beginnen? Eine wunderbar alte und traditionsreiche Silbermanufaktur seit Anbeginn aller Zeiten. Dort gibt es einen stabilen Handwerker, der für die Silberbesteckserie Matelé Dellen mit einem Hammer in das Besteck schlägt. Dort gibt es den letzten Auszubildenden im Gewerk des Silberbiegers. Einige schöne Dinge von Robbe und Berkig würden sehr schön in den Koffer passen.
    Beste Grüße aus Hamburg
    MvB-B

  15. Post scriptum:
    Wenn Sie dem...

    Post scriptum:
    Wenn Sie dem Koffer mal etwas wirklich spannendes gönnen möchten, empfehle ich Ihnen den Rovos Rail durch Südafrika, am besten in der besten Suite mit Wannenbad, aber zwei Jahre im voraus buchen, sonst keine Chance.

  16. D.A. - Ein Erzähler nec plus...
    D.A. – Ein Erzähler nec plus ultra!
    Mein Vater hat eine ähnliche Geschichte zu erzahlen; er musste ein graues Zylinder schnell kaufen (er wurde als Gast zu den Pferderennen in Ascot eingeladen). Wusste nicht wo er ein kaufen konnte, doch ausgerechnet sein Schneider konnte ihm ein Zylinder gratis schenken. Wieso? Ein Kunde aus Osteuropa hat das Zylinder im Sommer 1939 dem Schneider überlassen, in der Absicht im Sommer 1940 nach London zurückzukehren.
    Fast 30 Jahre behielt der Schneider das Zylinder, doch der Herr aus Osteuropa kam nie zurück, und der Schneider gab das Zylinder (mit der Lederhutschachtel – in eher schlechtem Zustand übrigens) meinem Vater – gratis.

  17. Vielleicht sollten Sie, Herr...
    Vielleicht sollten Sie, Herr Alphonso, zunächst ihre No-Go-Areas auflisten? Jenseits der Donau hat man sich nicht aufzuhalten, oder wie war das?

  18. A. K. "über der Donau wohnt...
    A. K. „über der Donau wohnt man nicht“ ist die Aussage.
    .
    Alles zwischen Portugal, Ostgrenze Polens, bis Istanbul, nur auf Rumänien und Bulgarien und Albanien würde ich verzichten wollen. Schwerpunkte sind jedoch die südlichen und westlichen Nachbarn. England natürlich auch. Also ganz schön viel, für meine Verhältnisse. Solange es nicht Norden ist.
    ,
    fionn, das ist eine ebenso bittere wie schöne Geschichte – man hofft, dass der erste Besitzer überlebt und verzichtet hat, den dann nicht mehr ganz modischen Hut zu holen.

  19. Ein schöner Reiseschmöker...
    Ein schöner Reiseschmöker müßte noch mit in den Koffer.
    „Wiedersehen in Howards End“ von E. Forster zum Beispiel oder „Am Hang“ von M. Werner.
    Besser ist es natürlich, sich auf Reisen selbst schriftstellerisch zu betätigen (rein privat, versteht sich; nicht für uns neugierige Meute hier).
    Dann aber nur auf Papier aus diesem Laden:
    http://www.mariepapier.fr/boutique.htm
    .
    Ach, Paris…

  20. Ein Kirchturm wird aus...
    Ein Kirchturm wird aus Eichenholz gebaut, soll 350 Jahre stehen, ein Koffer aus derben Leder, soll 100 Jahre halten (eine Ewigkeit für einen Koffer), eine Kanne wird aus Silber (Edelstahl machts auch, ging damals aber noch nicht) gemacht, soll beim Herunterfallen nicht zerbrechen oder gar rosten. Und alles das, um sich mit Unvergänglichem zu umgeben. Reisen ist auch so eine beliebte Ablenkung von der Zeit, die endlich daherkommt und durch nichts zu bremsen ist.
    Irgendwie erscheint mir das zu elegisch hier. Aber interressant.
    Zumal der Don (der ´Herr`) nichts unternommen hat, seine Unsterblichkeit in Form von hochselbstständiger Genvererbung abzusichern. Oder doch?

  21. Herr Alphons,
    ich freue mich...

    Herr Alphons,
    ich freue mich schon auf Ihre Reiseberichte aus Piemont und Nizza!
    .
    Allerdings wäre ich vielmehr interessiert an einem Feldversuch aus Bochum oder Hellersdorf: DA wohnt drei Monate im Glasscherbenviertel, kauft Lebensmittel im Discount, trägt Kleidung von kik, liest Bild und guckt tätglich mindestens vier Stunden RTL!
    Das wäre doch mal eine echte Herausforderung.

  22. muscat, gerade bei Papier...
    muscat, gerade bei Papier würde sich ein Vergleich anbieten – die Fabrik Gmund ist ja einfach den Hügel runter gelegen, und ich wollte dieses Jahr auch bei Pineider in Florenz vorbei fahren. Paris muss natürlich auch sein.
    .
    Was Robbe ud Berking angeht: Die haben das Glück, überlebt zu haben. Echtes Tafelsilber will heute ja kaum noch jemand haben, leider.

  23. Lieber Don,
    in vier Tagen ist...

    Lieber Don,
    in vier Tagen ist Bescherung und, wenn ein Koffer zu packen vor der Tür steht ,werde ich, mit Genuss, Ihn volltun.
    .
    Eine Jacke mit eingerissenem Ärmel, wird doch bevorzugt von Ihnen getragen. Mit der können Sie dann über den örtlichen Trödelmarkt schlendern und nach einem Flicken Ausschau halten.
    .
    Eine Flasche weißen Glühweins lege ich mit rein, um z.B. Herrn MarkusvonBentheim-Burg in Stimmung zu versetzen, damit er auch was tut.
    .
    Alles Gute bis bald.
    Tschau, tschau adorno.

  24. Don Ferrando, ich muss im...
    Don Ferrando, ich muss im Januar vermutlich nach Berlin, aber schon London, die Stadt der Lebensmittelvergiftung als Essen, wird einen Vorgeschmack für solche entsetzlichen Orte liefern. Keine Sorge, es wird noch schnell genug schlimm genug.
    .
    heinhawk, ich denke, sobald irgendwo die Realität mit meinen Vorurteilen zusammenstösst – ab Anfang Januar in London etwa – wird das hier gar nicht mehr elegisch sein. Der Tod, finde ich, gehört dazu, da muss sich keiner Gedanken machen, solange erlebt. Und raffende Erben finden sich ganz von allein.

  25. weis nicht IV, es darf...
    weis nicht IV, es darf durchaus nicht teuer aussehen, wenn man auf dem Flohmarkt einkauft, aber ein abgerissenes Aussehen ist dem Verhandeln auch nicht zuträglich. Ausserdem haben die meisten Händler eine gute Menschenkenntnis (leider manchmal zu gut, aber das ist eine andere Geschichte).
    .
    dunnhaupt, das mit dem Cafe in Paris habe ich probiert: es ist nur eine Legende. Ausserdem denke ich schon auch an Asolo oder gar Slowenien – es würde ja etwas langweiloig werden, würde ich dorthin fahren, wo alles und jeder schon dreimal war.

  26. Der Tiger, oh je, in so etwas...
    Der Tiger, oh je, in so etwas bin ich extrem schlecht, das meide ich, und wenn es meine Mutter für mich tut, ist es gut. Wir haben am Tegernsee einen Photographen, der für Christ und Heiden gleichermassen sehr stimmige Bilder macht, und die verschicke ich gern als Einladung zum Rodeln.
    .
    BlackJack66, dann bin ich aber mal gespannt.

  27. Fuer einen Kundigen des...
    Fuer einen Kundigen des Mittelalters ist Verdun zu empfehlen. Oestlich der Stadt gibt es Gelegenheit einer besonderen Form der Industrialisierung im 20ten Jhdt. nachzuforschen, um dabei festzustellen, dass die Natur mehr als hundert Jahre benoetigen wird, das Grauen mit einer gnaedigen Bewaldung zu verdecken. Auch die Festungen Douomont und Veaux sind einen Besuch wert. Die Ruhestaetten ehemaliger Besitzer von unzerstoerbaren Brachers koennen besucht werden.
    Das Hotel Coq-Ardi in Verdun ist sehr zu empfehlen. Es ist das beste Haus am Platz.

  28. Jochen Hoff, ich wollte...
    Jochen Hoff, ich wollte nochmal nach Neustadt an der Orla, das ist eines der ehemaligen Lederzentren in der DDR, die (fast) alle nicht überlebt haben, aber manche Fabriken stehen da (hoffentlich seit meinem letzten Besuch) noch rum.
    .
    Assedo, was so eine Reise angeht: Ich wurde da gründlich durch ein paar Bekannte abgeschreckt, die das mal gemacht haben. Meine Grundvorstellung ist es natürlich, mit dem Auto kleine Etappen zu fahren und selbst zu schauen, wo etwas zu finden ist. Sonst würde es ja langweilig werden. Ich möchte gar nicht wissen, wo ich wann ankomme und was ich dort finde.

  29. Chapeau, Don Alphonso. Das...
    Chapeau, Don Alphonso. Das klingt mir nach einem J`accuse des 21. Jahrhunderts, gegen neoliberale Häßlichkeit, Dummheit und Stumpfsinn. Mir fällt dazu eine Stelle aus Simone de Beauvoirs „In den besten Jahren“ ein:
    „Inzwischen genoß ich Paris. Fernand hatte mich zu abendlichen Zusammenkünften im Café an der Ecke Boulevard Raspail und Avenue Edgar-Quinet mitgenommen: ich ging häufig hin. Manchmal erschien Blaise Cendrars: sobald er den Mund aufmachte, schrie die ganze Versammlung. Die Abende wurden ausgefüllt mit heftigen Angriffen auf die menschliche Dummheit, die Verrottung der Gesellschaft, die gängige Kunst und Literatur. Jemand schlug vor, den Eiffelturm zu mieten und daran in flammenden Lettern das Wort anzubringen. Ich beteiligte mich nicht an diesen Verwünschungsorgien, aber ich liebte den Rauch, das Gläserklirren, den Klang der erregten Stimmen, während über Paris die Stille herabsank.“
    .
    Ich freue mich darauf, zu lesen, wie sich der Koffer im nächsten Jahr langsam füllt. Mit dem Besten des alten Europa, wie ich hoffe….

  30. Lieber Don,
    Assedos Vorschlag...

    Lieber Don,
    Assedos Vorschlag würde ich auch unterstützen. So über Lemberg, Tschernowitz nach Odessa, das geht übrigens auch im Auto. Oder in Kombination, Mietwagen sind in der Ukraine kein Problem mehr.
    Aber auch ein Karpatentrip so über Slowenien /Ukraine/Rumänien hätte sicher was. Dort gibt es auch die von IHnen so geliebten Berge, die Berge.

  31. Werter Don,
    wahrscheinlich...

    Werter Don,
    wahrscheinlich werden Sie ja in der rue de la Pépinière vorbeischauen, die es immer noch gibt. Falls ja, empfehle ich einen Abstecher nach Versailles. Dort finden Sie in den Vierteln Saint-Louis und Nôtre-Dame viele kleine Läden, teils sehr touristisch, teils aber eben auch (noch) nicht. Am besten kommen Sie dienstags, freitags oder sonntags und nehmen vormittags den sensationellen Markt in Nôtre-Dame mit, wo naschhafte Wesen voll auf ihre Kosten kommen.
    BBaer

  32. @Don Alphonso
    Sehr schön....

    @Don Alphonso
    Sehr schön. Für die Zeit nach der Neuschaffung der Welt durch die „Finanzkrise“: absolutes Verbot für Trolleys, ich stimme aus ganzem Herzen zu.

  33. Geehrter don alphonso, ich...
    Geehrter don alphonso, ich meine, Ihr monsieur HD ist auch im Jahre 13 vuz eine Ausnahmeerscheinung. Auch damals herrschten die Tetraproden in Berlin und München.
    Aber ihr Sujet ist jetzt zunehmend faz-haft. Beim Lesen der lieben Alten fällt doch immer wieder auf, das ein beherrschendes Thema die Zeit zwischen 1905 und 1918 ist, man liest von Grenzziehungen in Ungarn , 1920 , Trianon, den Grenzverlauf zwischen Austria und Südtirol, und warum er nicht der Wasserscheinde entspreche.
    Ein Augenmerk wird Eupen gewidmet, und warum dort keine Violksabsstimmung stattfand und heute eine Bahnelinie von 3 Metrem Breite zu Belgien gehört, wahrend die Ländereien rundum deutsch seien sollen.
    Kurzum, nicht wichtigste Themen, aber aus Lust am Schmerz
    hochgehalten. Sic transit gloria mundi.
    Aber seis drum, die alten Grenuzorte sind dennoch magisch, mir fallen Sulden Trafoi, Falzaregopass, Cortina ein.
    Gute Fahrt !

  34. An sich recht gut geschrieben...
    An sich recht gut geschrieben und reflektiert, mein lieber Don! Aber sauschlecht dieses Photo von Ihrem Sunbeam mit dem Koffer hinten drauf: es ist zu verlockend. Schon viel zu lange hat es die, zumindest auf den Straßen, Vielzuvielen in die Ferne gelockt. Was wollen Sie dort mit denen tun? Bleiben Sie zu Haus! Zumal mit dieser Copilotin. Sie haben uns bereits aus Meran ganz stolz ein Bild von ihr gezeigt. Bleiben Sie in den nächsten Tagen am besten zu Haus. Ich wünsch Ihnen eine sehr gute Reise.
    Ich wünsche Ihnen eine wunderbare Reise.

  35. Hallo Don Alphonso,

    ein...
    Hallo Don Alphonso,
    ein interessanter Ort in Frankreich ist Saint-Germain-en-Laye.
    Dort gibts auch noch Silber zu finden. Der Wochenmarkt ist übrigens auch sehr lohnenswert.
    Man kann ebenfalls die deutschen Bunker besichtigen, die dort zwischen 1940 und 44 gebaut wurden. Für Besucher gibt es da richtige Führungen, da die Leute der Meinung sind – das gehört zur Geschichte der Stadt.
    Bonne chance
    maxim

  36. Don Gernstl unterwegs - und...
    Don Gernstl unterwegs – und die FAZ übernimmt die Spesen ?
    Und ich wundere mich, warum das Abo teurer wird ab 01.01.2010.

  37. Jaha, ich stelle mir das...
    Jaha, ich stelle mir das gerade vor: Lieber Herr Schirrmacher, ich brauche aus Recherchegründen für das kommende Jahr:
    .
    1 extrem seltenes Reisenecessaire eines berühmten Herstellers, xxxx Euro
    1 Sunbeam plus alle Kosten xxxxx Euro
    6 Wochen bezahlter Urlaub xxxxx Euro
    6 Wochen die besten Hotels, russ. Oligarchenklasse xxxxxx Euro
    .
    Die Realität sieht so aus, dass schon der erste Flug nach London Privatvergnügen und selbst bezahlt ist. However, es trifft mit mir wenigstens keinen armen Journalisten.
    .
    maximpouska, kenn ich, kenn ich! Das Schloss, das Schloss!

  38. Einken kleinen Eindruck davon,...
    Einken kleinen Eindruck davon, was es heisst, dazu gezwungen gewesen zu sein, aus Mistkügelchen noch Bonbons machen zu müssen, kann man schon noch in einigen Werkstätten östlich der Elbe bekommen. Von daher würde ich Südosteuropa schon als Gute Idee ™:) einschätzen – auch wenn da sicher noch viel Recherche notwendig sein wird, und das nicht nur vom Don. Allein die Weinlagen (ich weiss, Dons Ding nicht so sehr)…
    .
    Odessa allerdings ist nebst St.Petersburg auch einer meiner Träume. Frankreich indes taugt imho heute nur noch zur Touristenbelustigung. Ausnahmen bestätigen die Regel.

  39. Bloss keine Angst vor dem...
    Bloss keine Angst vor dem Osten!
    In den Karpathen gibt es Holzkirchen mit Ikonen und auch die dazu gehörenden Restauratoren. Kunstrestauratoren sind so eine eigene Menschengruppe, grade wenn die Erfahrungen mit totalitären Diktaturen (früher der kommunistischen, heute der kirchlichen) hinzu kommt.
    Auch mal gucken, was sie aus dem Dracula-Schloß gemacht haben. Siebenbürgen und die Walachei, plus ein Schuß Moldavien, der Heimat Dmitrie Cantemirs.
    Don, da muß doch was für Sie dabei sein! Rumänisch klingt ja auch fast wie Italienisch, Verständigungsschwieriigkeiten sollte es nicht geben.

  40. HansMeier555, das ist einfach...
    HansMeier555, das ist einfach zu nördlich. Und es soll ja nicht in Stress ausarten. es soll angenehm sein.
    .
    Finmike, da kann ich ja auch nach Grafentraubach feat. Panzermuseum fahren:
    http://www.grafentraubach.de/
    Für den Wein bräuchte ich einen Bekannten, den kann ich mal fragen, wenn es nach Frankreichg geht. Süsosteuropa gefällt mir gerade weniger, weil unsere hauskraft in Ungarn von den Zöllnern nach Annahme der bestechungsgelder trotzdem hochgenommen wurde, mit allen anderen Businsassen. Darauf habe ich keine Lust. Schongar nicht im Sunbeam.

  41. Don Alphonso 20.26h

    1. ...
    Don Alphonso 20.26h
    1. Sunbeam – ein Sunbeam Talbot? Warum nicht ein Jensen? EIn sehr neurotisches Auto, doch das „Wow-Factor“ ist enorm.
    2. Obwohl ich hin und wieder die FAZ Sonntagszeitung kaufe, habe ich nie ein Luxus-Magazin als Supplement gesehen – gibt’s sogar sowas?
    3. Kennen Sie „Les Echos“, das Finanzblatt herausgegeben in Paris, das jetzt LMVH gehört? Das Luxus-Magazin des „Echos“ ist „simply the best“ – erscheint einmal im Monat (am 2. Freitag des Monats). http://www.série-limitée.fr
    M.M.n. muss Deutschland in die 1. Liga der Luxus-Supplements in Europa
    einsteigen. Selbst die NZZ am Sonntag (Neue Zürcher Zeitung am Sonntag) ist stolz auf sein Magazin „Z-Die Schönen Seiten“ (ca. 7 Ausgaben pro Jahr).
    Wenn „Züri“ (gemütlich und „cosy“ schon, doch im Grunde eine Provinzstadt) auf Luxus Wert legt, weshalb AUCH NICHT BERLIN?

  42. Frankreich, laut Houellebecq,...
    Frankreich, laut Houellebecq, ein Touristenbordell.
    Vive la libertinage!

  43. fionn, der hier ist das...
    fionn, der hier ist das Reisemobil: Sunbeam 90 Mk III Baujahr 55
    .

  44. Filou, das hat man in meiner...
    Filou, das hat man in meiner Jugend auch von Holland behauptet: Alles gar nicht wahr. Abgesehen davon ist das hier nicht wirklich das Thema; wenn ich nach Frankreich fahre, dann sicher nach Vix, um nochmal den Krater anzuschauen.

  45. Lieber Don, da hamse recht:...
    Lieber Don, da hamse recht: der Augenkrebs dort muss wirklich gottgegeben sein… aua.
    Übrigens, Bestechungsgelder im Südosten stehen immer auch im Zusammenhang mit dem Auftreten. Und das kann doch wohl kein Problem sein?

  46. Don Alphonso 21.28h

    My...
    Don Alphonso 21.28h
    My father bought a Jensen (deep purple colour) once from a friend who was a car dealer, but he kept it for only a year. It had a „tiger in the tank“, was v temperamental and the nearest Jensen garage was about 100 miles away.
    A Sunbeam is not in the same class imo – okay for ladies but not for a german (esp not for a B(MW)avarian. If the first James Bond movie had been made in the 1970s, I think his car would have been a Jensen and NOT an Aston Martin.
    http://www.google.ch/imgres?imgurl=http://www.iwemalpg.com/Jensen_car.jpg&imgrefurl=http://www.iwemalpg.com/Jensen.htm&h=384&w=512&sz=33&tbnid=2GYECyYpm1RgEM:&tbnh=98&tbnw=131&prev=/images%3Fq%3DPhotos%2Bof%2BJensen%2Bcars&hl=de&usg=__6DQSpc4e4ZoZpJcn3_wKHDU4yis=&ei=rugvS73JHJv9sQbcqKXyCQ&sa=X&oi=image_result&resnum=4&ct=image&ved=0CA0Q9QEwAw

  47. fionn, das war nun mal der...
    fionn, das war nun mal der Wagen in genau der Farbe, den ich sah und dachte: So einen will ich. Genau so einen. Und die für die 50er Jahre schon etwas veraltete Optik hat ihn nicht davon abgehalten, 1955 die rallye Monte carlo zu gewinnen.

  48. Tolle Idee mit dieser Euro...
    Tolle Idee mit dieser Euro Reise, werter Don Alphonso.
    Um der Expedition etwas Abenteuerliches zu verpassen, erlauben Sie mir bitte eine Empfehlung: Ohne Koffer zureisen, aber gut bewaffnet mit einer Sammlung von Kreditkarten — ihrer Wahl — und genug Geld fuer Notfaelle etc. Dann koennen Sie uns berichten wie der Empfang war in diesem oder jenem Nobel Restaurant, oder Bed & Breakfast in so einer typischen Multi-Star Karawanserie.
    Das koennte lustig sein, was?
    Auch ein gelegentlicher Review der „Cuisine du Pays“ waere net. Besonders hochnaesige Plaetze, wo man nur mit Ehrfurcht und tiefem Bueckling reingehen darf, und dann vom Maitre D neben die Kuechentuer verwiesen wird.
    Mir ging es so, und ich glaube diese Person murmelte, was sich anhoerte wie : „You are a nobody, n’est ce pas Monsieur.“
    Ich will nicht den Namen nennen, but the food wasn’t particularly good. That’s the way it is if one travels far and wide.
    Bon Voyage, Don Alphonso…. and Happy Landings when you head home again.
    Pax vobiscum

  49. Don Alphonso 21.30h

    Okay,...
    Don Alphonso 21.30h
    Okay, ich gebe zu – the Sunbeam 90 is a popular classic car
    (in Switzerland – uurggghh).
    The Jensen Interceptor – the Vroom-Vroom Factor!
    http://www.classiccarsforsale.co.uk/classic-car-page.php/carno/78520

  50. Holland habe ich auch nie so...
    Holland habe ich auch nie so gesehen. Was aber die angenehmen Orte betrifft, und so verstand ich Ihre Idee, sollte man eine Reise dramaturgisch opernhaft gestalten: angenehm-angenehm-oh wie traurig, oh wie tragisch-Hoffnungslicht-nein doch nicht (Gott, welch Dunkel hier!)-Trompetensignal a la Fidelio: eine Oase am Horizont…etc.
    .
    Eine Abwechslung trister Orte (Wimereux, Pas-de-Calais) zu Versailles (Touristenbordell, lecker).
    .
    PS: Mit dem Kratér von Vix haetten Sie mich beinahe hereingelegt. Jedoch, es lohnt immer, mit Archaeologen saufen zu gehen.

  51. Georgiana Darcy, danke für...
    Georgiana Darcy, danke für das Zitat. ich denke, das alles wird aber sehr beschaulich uns unaufgeregt. man will ja nicht so verkrampft wie die anderen sein.
    .
    gheluveld, nachdem die nächsten Themen „Diskriminierung für Profis“ und „Nicht vorgestellt werden und dadurch schöner leben“ sind, garantiere ich auch für baldige Abwechslung. Ich meine, man kann das mit dem Koffer schon immer wieder machen – aber ich möchte das hier auch nicht zur Hochgklanzbeilage verkommen lassen.

  52. Filou, unterwegs bin ich...
    Filou, unterwegs bin ich immer, wirklich immer bestens gelaunt. Den Krater von Vix muss man gesehen haben, sonst versteht man nicht, was damals wirklich möglich war. Noch heute rätselt man, wie man den austrinken sollte. Irres Ding. Wer immer sich das ausgedacht hat, hatte Humor.

  53. Egon, genau das wiederum ist...
    Egon, genau das wiederum ist die Art Reisetätigkeit, auf die ich nur reflektieren würde, ginge es mit um ethnologische Aspekte. ich kann aber sagen, dass derartige Orte immer gleich und gleich langweilig sind, und schon so oft beschrieben wurden… Tucholsky, Pyrenäenbuch etwa. Ausserdem hat so eine Hotelabsteigerei immer auch gleich den Ruf der gekauften Journalisten. Ich bleibe lieber unabhängig, und habe ich den Koffer, brauche ich kein Marmorbad.

  54. Kennen Sie Jean Petitrenaud,...
    Kennen Sie Jean Petitrenaud, der Franzose auf France 5 sonntags um 12.05h? Er fährt kreuz und quer durch Frankreich mit seinem rosafarbigen London Taxi, sucht die besten Restos resp. Weingüter aus im ganzen Land.
    Doch er beschränkt sich auf Food and Wine – a real „Foodie“ ist er.
    Googeln Les Escapades de Petitrenaud.
    Lafer! Lichter! Lecker! Tim Mälzer kocht! Eh?

  55. Sie machen mir Spass. Genau...
    Sie machen mir Spass. Genau das hat mir der Dr. phil. auch erzaehlt. Er meinte gar, es waere die geniale Faelschung eines Grabungsstudenten. Weiter kamen wir nicht mit dem Thema, weil eine sehr, sehr frische Kollegin das Lokal betrat und der Herr solche Plueschaugen bekam.
    Im Ernst: ich war vorhin so auf WW I festgelegt, dass ich eher an diesen Krater (ohne é) in Flandern dachte, wo sich Briten und Deutsche mit Minen, zusammen mit einem Berg in die Luft sprengten. Auch so’n irres Ding.
    .
    Unterwegs und gute Laune: Allein der Qualitaetswechsel bei den Hotels sorgt bei uns fuer sehr unterschiedliche Emotionen.
    .
    Noch ernster: Sie wollen also eigentlich mehr im italienischen Raum bleiben? Das faende ich schade.

  56. fionn, ich habe keinen...
    fionn, ich habe keinen Fernseher, und wenn ich einen hätte und diese deutschen Hanswurste sähe, verginge mir der Hunger.
    .
    Filou, man kann darauf vertrauen, dass der Krater echt ist. Auch in dieser Grösse, das belegen eindeutig die Henkel. Auch wenn es schwer fällt, sich den Transport und den Grund dafür vorzustellen, denn das Oppidum von Vix ist jetzt nicht so arg bedeutend. Aber vielleicht hatten ja auch die Kelten Humor.

  57. Eine Reise lebt vom...
    Eine Reise lebt vom Interessanten!
    Und der Westen dieses europäischen Kontinents fesselt nun nicht gar so sehr mehr. Es ist natürlich bedauerlich, daß Ihre Bekannten – trotz dem obligatorischen „Trinkgeld“ an der Grenze – einer gründlichen Kontrolle unterworfen wurden.
    .
    Da stellt sich nur die Frage, wer der Ausreißer war, oder ob gegeben falls grade mal wieder eine EU Gruppe dabei war allen und keinen zu erklären, wie man eine Grenzkontrolle durchführt.
    .
    @FinMike
    Verbinden Sie beides! Berlin – Odessa – St. Petersburg, mit dem Zug.
    Kalkulieren Sie vier Tage für die Zugfahrt ein, zwei nach Odessa und zwei nach St. Petersburg. Bei fünf Tagen pro Stadt sollten Sie auf den Geschmack gekommen sein später bei Bedarf und Urlaubslage eine der beiden Städte – oder gar beide – erneut und länger zu besuchen.
    .
    Falls Sie Tipps und eine helfende Hand benötigen lassen Sie es mich wissen.
    Assedo

  58. Werter Don, erneut:...
    Werter Don, erneut: Glückwunsch zu diesem schönen Projekt für 2010. Wo Sie von Hotels sprechen – warum nicht (wieder einmal) lobend erwähnen ein gutes Haus auf Ihrer Reise, einen Familienbetrieb mit geschmackvoller Einrichtung, guten Zeitungen für den Salon und einem brauchbaren Kaffee (von Frau Diener getestet), serviert von einer hübschen Bedienung. Apropos Handwerk: Wahre Raritäten und Meister ihres Faches (in teils x-ter Generation) aus (natürlich) Paris zeigt(e) die Sendung „Sous le ciel de Paris“ bei ARTE. Derzeit nicht im Programm, auch keine DVD im Shop zu bekommen, aber wirklich: eine Wunderkammer. Hier eine Übersicht der alten Beiträge
    http://www.arte.tv/fr/recherche/1383954,templateId=noncache.html?doSearch=true&bt_ok.x=0&bt_ok.y=0&keyword=sous+le+ciel+de+paris.

  59. Nun, die Archies haben sicher...
    Nun, die Archies haben sicher Humor, sehen sie sich doch in helleren Momenten als akademische Bauarbeiter. Daher auch die durch einige Biere animierte Bemerkung ueber die Faelschung.
    Es waere mir uebrigens kaum zu erklaeren, warum in vergangenen Zeiten nicht Witze gemacht worden waeren, selbst kosteten sie den Kopf. Warum nicht auch die Kelten?
    Ich muss allerdings zugeben, dass es mir dies betreffend an Wissen gebricht. Ich wuerde hier ins heiter-spekulative geraten.
    .
    Als ich ueber Ihr Vorhaben weiter oben las, dachte ich mehr an eine (Sie verzeihen) Bildungsreise. Eine Reise (auch) durch ein vergangenes Europa, das ein Mensch des Baujahres +- 1969 erfahren will, weil die Theorie grau und Erfahrung des Lebens gold’ner Baum ist, jemand Dinge sehen will, die er eigentlich nur aus der Schule (wenig), der Universitaet (moeglich) und Buechern (schon besser) kennt. Nun begannen Sie Ihre Erzaehlung im Jahr vor der europaeischen Katastrophe. Da gibt es Orte, die man sehen muss, mit scharfem Blick die alten Steine im modernen Mauerwerk erkennen, um ein eigenes Bild zu bekommen.
    .
    Also berichten Sie. Wenn es um Orte geht, die auch ich kenne, wuerde ich mich ueber einen Vergleich wahrscheinlich unterschiedlicher Sichten freuen. Sind es Orte, die ich nicht kenne (wahrscheinlich die meisten), kommt der Bericht ins Gedaechtnisarchiv und wird bei Gelegenheit hervorgekramt.
    Ich bin gespannt.

  60. Domine Alphonse venerabile,...
    Domine Alphonse venerabile,
    der Krater ist nicht das Trinkgefäß (Kylix), dient dem Mischen von Wein mit
    Wasser. Bei der Größe d.a. Kraters darf man vielleicht von einer Verwendung
    bei stark besuchten Symposien ausgehen, ähnlich, der Größenordnung nach,
    den Bierzelten des Oktoberfestes. Auch entspricht der Kylix (Fassungsver-
    mögen c. 2 l) durchaus der als bayrisch angenommenen Vorstellung,
    erforderlicher Dimensionierung von Trinkbehältern für leicht berauschende,
    flüssige Lebensmittel. Kühlen konnte man diese Schankanlage mit einem
    Psykter.
    Die ganze Angelegenheit scheint für die vermutete damalige Einwohner-
    zahl etwas überdimensioniert. Vielleicht war ja gerade der Steuersatz
    für das Gaststättengewerbe gesenkt worden und löste damit einen
    zukunftsgerichteten Investitionsschub aus.

  61. In Rocamadour gibt es einen...
    In Rocamadour gibt es einen Messerladen, dessen Besitzer sich weigert, den üblichen Tinneff für Aggro-Spinner zu führen, der aber dafür sehr schönes (Edelstahl-)Besteck hat. Der Handwerker, der das Zeug macht, sitzt irgendwo 50 km weiter; den hab ich allerdings nicht gesehen.
    Sind es solche Hinweise, die Sie meinen?

  62. Jean-Jacques 21.12 @...
    Jean-Jacques 21.12 @ 23.24h
    Thanks for the link. Ich mag „Des Racines et des Ailes“ – Versailles, Notredame, Ile de France…La Grande Nation. Hervorragend!

  63. Nette Idee mit der Reise,...
    Nette Idee mit der Reise, einzig der Beschränkungen im Kopfe sind ihrer gar zu viele, als dass der Ausflug etwas werden könnte: Essen: nur vegetarisch; Trinken: nur Tee; die Mehrheit der Bevölkerung (egal wo): unten durch; Zentrum der Welt: Tegernsee. Was soll das also werden ausser einer erneuten Deklination aller bisherigen Vorurteile?

  64. @Don Alphonso, 21.12. 19:03...
    @Don Alphonso, 21.12. 19:03 Uhr
    Also das mit dem schlechten Essen in London sollte doch jetzt kein Thema mehr sein, da man Ihnen ausreichend Ratschläge hierzu erteilt hat:
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1547376/#comments
    .
    Eine Ostreise finde ich auch eine ausgezeichnete Idee.
    Zum Bespiel zu ausgewählten Orten des Habsburger Reiches. Beginnend mit Triest, Fiume und der ehemaligen Republik Ragusa.

  65. Wer die Spesen zahlt,...
    Wer die Spesen zahlt, bestimmt
    @Don Alphonso: „Die Realität sieht so aus, dass schon der erste Flug nach London Privatvergnügen und selbst bezahlt ist.“ Ich nehme an, dass Sie der Schirrmacher deswegen auch engagiert hat, jetzt nicht eingeschnappt werden, denn Sie können einen Teil Ihrer Spesen selber tragen. Natürlich wird er auch Ihren Stil mögen. Er wildert sich ja auch in fremde Reviere hinein. So er von liberal-konservativ aus nach links (vgl. mein „Singers Präjudiz“, http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E4734952DE7A84F3EA8E224A98264EA4C~ATpl~Ecommon~Scontent.html, bzw. , http://blog.herold-binsack.eu/?p=630), Sie halt in die umgekehrte Richtung. Was Sie daran wahrscheinlich auch reizen wird, ist das bisschen mehr Unabhängigkeit. Wer (die Spesen) zahlt, bestimmt.
    Übrigens, niedlich die Silberkanne, was machen Sie damit? Kochen Sie Ihren Tee selber im Hotel, oder lassen ihn darin servieren.
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/12/21/1913-oder-schicken-sie-don-alphonso-durch-europa.aspx

  66. schön !...
    schön !

  67. Ich würde einfach mal...
    Ich würde einfach mal drumherum fahren um das gute alte Europa.
    Immer am Meer entlang, da ist es sowiso meistens interessant.
    Zunächst England, Schottland, Normandie, Spanien, Portugal u.s.w.
    entgegen dem Uhrzeigersinn.
    Und natürlich hinter Griechenland einschwenken nach Südosteuropa.
    Hier gibt es doch sicher am meisten zu entdecken !
    Natürlich sollte man nicht sofort versuchen Beamte zu bestechen, vielleicht hat der eine oder andere Grenzer ja doch seinen Stolz, den man nicht so ohne weiteres beleidigen sollte.
    Mein ideales Auto für diese Tour wäre mein Citroen DS, der kommt mit wirklich jeder Straße klar (mehrmaliger Sieger der Rallye Monte Carlo, Marokko, Portugal etc).
    Wenn es nun exklusiv sein soll darf es das DS Cabriolet sein:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5a/Citroen-ds-cabrio-1957.jpg
    seufz…..

  68. Devin08, das Hotel in London...
    Devin08, das Hotel in London hat „Tea making Facilities“ in allen Zimmern, aber ich habe immer Teekanne, Wasserkocher, Tee und Geschirr dabei, weil man gerade in Italien und Österreich oft sehr böse Überraschungen erlebt. Eine gute Tasse Tee aus feinem Geschirr ist ein Stück Zivilisation, egal wie fremd die Fremde auch sein mag. Man ist dort und zugleich daheim. Ich mag das.
    .
    Taktische Überlegungen für dieses Blog gab es nicht, das Konzept war eine Seite lang und in einer halben Stunde runtergeschmiert, das Einstellungsgespräch, da verrate ich keine Geheimnisse, drehte sich auch um Kuchen, man vertraute mir einfach und liess mir freie Hand. Und ich denke auch nicht nach, wenn ich etwas schreibe. Ein wenig Dummheit ist immer ganz hilfreich, wenn es ans bloggen geht. Ich habe keine Mission und bin zufrieden, wenn man plaudern kann.
    .
    Don Ferrano, solche Ratschläge finde ich durchaus rührend, ja, es hilft wirklich. Slowenien ist durchaus mitgeplant, bei Kroatien, nun, da spielt ein wenig die politische Gegenwart mit rein, und solange es gute Alternativen gibt: Ach, mal schaun. Mich hätten ja die Korallenschnitzer auf den Inseln interessiert, die gab es noch zu meiner Kindheit, aber heute nicht mehr.

  69. Philipp Elhaus, danke! Ich...
    Philipp Elhaus, danke! Ich werde mir Mühe geben.
    .
    Reiterjunge, das war meine Idee für nach dem Abitur, aber damals war das nicht möglich und ist auch heute nicht so leicht – Stichwort Israel, Gazastreifen, Südibanon. Aber auch Lybien soll nicht so einfach sein, je nach Streiterei. Als Fahrzeug kann auch der Sunbeam über Rallyeerfolge bei der Monte verweisen – die Federung jedenfalls ist, verglichen mit der Barchetta, butterweich. Ein Cabrio ist er leider nicht, aber er hat ein Schiebedach, und man kann darauf einen Gepäckträger befestigen, falls es doch mal mehr wird.

  70. Der Gärtner, wie erwähnt ist...
    Der Gärtner, wie erwähnt ist die Copilotin dabei, die isst so gut wie alles und wollte auch schon lang mal eine Tour zu den schweren Alkoholika des schottischen Berglandes machen. Für wein, wenn das explizit in einer Tour gewünscht wurde, habe ich einen lebenslustigen Weinblogger aus Köln für den Rücksitz. Den fahre ich dann bezecht durch die Landschaft.

  71. BadSchandex, solche Hinweise....
    BadSchandex, solche Hinweise. Wo in Rocamadour? (Ich war jetzt schon, moment, mindestens 12 Jahre nicht mehr in Aquitanien, Schande über mich)
    .
    Agathodaimon, das Problem, das ich beinm Krater von Vix sehe, ist vor allem die Frage, ob er befüllt stabil ist. Da würde eine Tonne drücken, und die Wände sind sehr dünn. Be- und Entlehrung sind, wenn man ihn nicht in den Boden einlassen würde, auch nicht kleine Probleme. Insofern stellt sich die Frage, ob er nicht doch nur für repräsentative Zwecke angeschafft und verwendet wurde. Die Herrschaftsstruktur der frühkeltischen Oppida spricht m. E. ja eher gegen die Vorstellung, dass der Chef die Mitbewohner an das beste Stück des Hauses gelassen hat. So oder so war es nichts für den täglichen Gebrauch.

  72. Filou, man kann ja nicht...
    Filou, man kann ja nicht einfach an diesen Orten vorbei fahren. Viele Friedhöfe in Südtirol haben Soldatenecken, man kommt durch Franzensfeste und am Gardasee sind immer noch die Kasematten in den Bergen. Auch in Belgien trifft man überall auf Zeugnisse. Wir werden das alles sehen – allerfings ohne die Einbildung von Langemarck oder dem Zauberberg, dass da eine hochgebildete Jugend in den Tod gegangen sei. Überall sah man das auch als Chance, lästige Sozialisten und Arbeiter los zu werden und die Reste auf Linie zu bringen – da unterschied sich Frankreich mit dem dreijährigen Wehrdienst nicht vom deutschen Reich, in dem man nur noch deutsches Kanonenfutter kannte.
    .
    jean-jacques, danke für die Ratschläge. Wir werden uns in Sachen Hotel einfach überraschen lassen, sind aber auch dankbar über Ratschläge. Das wirklich feine Haus in Stresa wurde uns ja auch von einer Leserin empfohlen, und dergleichen empfehle ich gern weiter. Es gibt einfach zu viele Holiday Inns und zu wenig Orte, die einen annehmen, und nicht gleich wieder ausspucken.

  73. Nun, als Rallye "light" bleibt...
    Nun, als Rallye „light“ bleibt ja auch noch der Weg über Südfrankreich, italien, Adria u.s.w.
    Und dann Rumänien, polnische Karpaten, Ungarn !

  74. Werter Don,
    ich könnte Ihnen...

    Werter Don,
    ich könnte Ihnen auch meinen Saab 900 leihen. Ein Auto, das ein Zeichen gegen Massengeschmack und auch ein Zeichen in der Krise ist. Leider kann man die Koffer nur schwer auf dem langabfallenden Heck befestigen…
    SAAB FOREVER!
    Der weisse Glühwein, um mir über die Festtage zu helfen? Unsere liebe Küchenminna macht mir einen exzellenten Glühwein aus der letzten Flasche meines geliebten Chateau Petrus von 1943. Aber keine Sorge, liebe Weinliebhaber hier, nicht die ganze Flasche, ein Glas für mich, drei für die Wildschweinsoße und der Rest zu Glühwein. Hmmmm, köstlich!
    Beste Grüße aus unserem Weinkeller Hicks
    MvB-B

  75. Falls es an der französischen...
    Falls es an der französischen Atlantikküste vorbei geht:
    Biarritz !
    Ein schönes, altes und mondänes Seebad. Da fügt sich der Koffer gut hin.
    Und direkt daneben, schon in Spanien, Saint Jean de Luz.

  76. <p>hübsch, wirklich sehr...
    hübsch, wirklich sehr hübsch.

  77. v.Bentheim: wir wissen ja, Sie...
    v.Bentheim: wir wissen ja, Sie spülen nach dem Zähneputzen mit Chateau d’Yquem, damit können Sie den multiabstinenten Don aber nicht und uns nur bedingt beeindrucken. Chateau Petrus 1943… ist sowieso nur noch Essig oder was für Auktionszocker aus Dubai.

  78. Lieber Bentheim,

    der Saab, da...
    Lieber Bentheim,
    der Saab, da hilft nichts, gilt in Skandinavien als braves, zuverlässiges Kleinbürgerauto ohne besonderen Glanz. Man hörte zuweilen: „Unser Saab fährt sich so solide wie Opel.“ Mit Verlaub, da wird kein Mann von Welt einsteigen wollen. Ansonsten begrüße ich den Reiseplan, wie jeder, der selbst behaglich im Sessel mit Seeblick bleibt. Mit einem Fläschchen vom Johannisberg allerdings.

  79. @ DA 10:28 Uhr!
    Ja, da ist es...

    @ DA 10:28 Uhr!
    Ja, da ist es doch heute graduell besser. Man verheizt die Leute nicht mehr in Douaumont oder Ypern, sondern sediert sie mit RTL, Playstation, Malleurlaub, während die hochwohlgeborenen Immobilienbesitzer wie eh und je ihr teures Gepäck nehmen und nach Meran, Nizza und Bairitz fahren!

  80. Re: D.A.'s post 21.12 ...
    Re: D.A.’s post 21.12 @21.26h
    Re: Uebernachtungen in den besten hotels.
    Unterwegs einmal von Griechenland nach London haben wir 2 Tage in Baden-Baden verbracht mit Uebernachtungen im „Brenner Park Hotel“ – was für ein Erlebnis – unvergesslich. Da war sogar „a very distinguished-looking elderly gentleman“ who used a Monokol (!!!) to read the dinner menu!!!!

  81. fionn, nun, Baden-Baden ist...
    fionn, nun, Baden-Baden ist natürlich eine ganz eigene Welt, aber ich fürchte, dass es dort wenig zu erwerben gibt. So eine Hotelreise wäre natürlich auch mal nicht schlecht, aber: Eins nach dem anderen. Wir wollen ja noch länger Spass bei der FAZ haben.
    .
    Don Ferrando, ausgenommen natürlich jene, die man nach Afghanistan schickt (was genau haben wir da nochmal verloren? Die haben ja noch nicht mal gute Tepiche dort!)

  82. Wir müssen alle Details Don...
    Wir müssen alle Details Don Alfie überlassen – er wird alles Tipp-Topp (schweizerdeutsch) machen – davon bin ich 110% überzeugt.
    Re ein passendes Auto für D.A.:
    Mein 2. Vorschlag wäre ein Morgan (schwarz). Sind diese Autos immer noch „hand-made“ in Malvern, England?

  83. Ein schöne Idee alles in...
    Ein schöne Idee alles in allem, ich bin schon gespannt. Meine Wünsche wären, ich sagte es schon, bibliophiler Art. Für Paris müßte es natürlich die Rue de la pepiniere sein. Vermutlich wird der Kontrast der 100 Jahre in Nr. 14 zur vollen Krassheit ausfallen. Dann die Bouquinistes an den Seine-Quais. Da die Dinge zu Ihnen kommen, Don Alphonso, dürfte ein spektakulärer Fund bevorstehen. Wenn es zur Route paßt, dann bitte die Bibliothek des Großen Condé in Chantilly.
    http://www.bibliotheque-conde.fr/visite.htm

  84. Reiterjunge, mir schwebt...
    Reiterjunge, mir schwebt tatsächlich so eine Tour zwischen Spanien und Frankreich vor, nur möchte ich es absolut nicht eilig haben. Davon hat niemand was, weder ich, noch die Leserschaft, und ein zufriedener Autor macht nun mal die besten Geschichten. Ich möchte meine Beiträge so beginnen: Das Wetter ist schön. Ich sitze auf einer Terrasse über einer lieblichen Landschaft, das Frühstück ist im besten Sinne des Wortes kontinental, und ich werde mir nachher einen Anzug in Grösse 28 schneidern lassen müssen.
    .
    Ja, der Alkohol, das spricht die Leserschaft an? Wir können es so halten, dass ich ein jedesmal paar Flaschen mitnehme und daheim jemanden abfülle, der sich damit auskennt. Was tut man nicht alles anderen an, um zu gefallen.

  85. D.A. 22.12. @10.58h

    Nehmen...
    D.A. 22.12. @10.58h
    Nehmen Sie sowieso ein Monokol mit!
    TTFN
    (= Ta, Ta For Now) ……. Ta, Ta = Bye, Bye.

  86. Ich brauche ein Auto mit...
    Ich brauche ein Auto mit grossem Kofferraum (hat der Sunbeam), viel Platz in der zweiten Reihe (hat der Sunbeam) und wenn ich ein grösseres Trumm erstehe (italienischer Radklassiker, griechische Säule, Londoner Ex-Bankster als Haussklaven) auch viel Platz auf dem Dachträger (hat der Sunbeam).

  87. Fahren Sie doch nach osten,...
    Fahren Sie doch nach osten, Don, durch Böhmen und Mähren nach Krakow (Krakau). Das ist uraltes europäisches Kulturland, wenig bekannt heute, aber sehenswert. Und in Krakau mit Wawel, Kathedrale, Universität und sehr höflichen und gebildeten Menschen kann man inzwischen manierlich übernachten. Ihre Begleiterin würde selbst von einem nebenbei als Stadtführer arbeitenden Studenten per Handkuss begrüßt. Und die ein oder andere antike Sache zum Mitbringen findet sich. Ansonsten können Sie in der dortigen Bibliothek einen Teil der Musikalien aus der ehemaligen kgl preußischen Staatsbibliothek abschauen, von Bach bis Mozart, die nach Auslagerung im Krieg dort verbleiben.
    Eine solche Fahrt ließe sich in schöne Tagesetappen aufteilen, meiden Sie das überlaufene Prag auf der Hinfahrt und suchen Sie lieber kleine Städtchen mit alten Schlössern der ehemaligen böhmischen Granden. Und wenn Sie mutig sein wollen fahren Sie bis Schloß Lancut, dem alten Potocki – Schloss.

  88. Prag ist auch überlaufen...
    Prag ist auch überlaufen immer eine Reise wert ;-)
    Südmähren ist aber wirklich sehr schön, es gibt wunderschöne Landschaften, rausgeputzte Renaissance-Städtchen und Schlösser über Schlösser… problematisch sehe ich jedoch, dass nicht tschechisch-sprachige Touristen und Vegetarier dort nicht wirklich vorgesehen sind (zumindest da, wo ich war. Kann aber natürlich sein, dass das in den vornehmeren Etablissements anders ist).

  89. Sie haben es gut D.A..Sie...
    Sie haben es gut D.A..Sie offnen einen alten Koffer und es kommt eine beinahe
    anrührende Geschichte heraus,gerade vielleicht weil das Schicksal des H.D im Dunkeln bleibt.Für die Reise gute Fahrt.

  90. "mir schwebt tatsächlich so...
    „mir schwebt tatsächlich so eine Tour zwischen Spanien und Frankreich vor“
    Biarritz? San Sebastian? (Okay, andere nennen die Ecke da anders).
    Der Koffer würde da sehr gut hinpassen.

  91. Lieber Don...
    .
    lassen Sie...

    Lieber Don…
    .
    lassen Sie sich bitte vom ADAC eine gute Werkstattliste einhergehend mit Ihrer geplanten Tour ausarbeiten.
    .
    Sie werden sie brauchen (wahrscheinlich mehrfach!!)
    .
    Gute Fahrt

  92. Prince Matecki, unellen: Der...
    Prince Matecki, unellen: Der ganze Osten Europas harrt der feinsinnigen Entdeckung, ausserhalb der hier gepflegten bayrischen (westdeutschen) Totschlagrhetorik. Das Paris oder London schöne Städte sind, mit schönen Geschäften, sollte wohl intellektuelles Allgemeingut sein. Diese Plätze müssen für die FAZ nicht neuentdeckt werden. Ganz im Gegensatz zu Tallin, Wilna, Warschau, Wawel meinetwegen bis ans schwarze Meer…

  93. Alles was recht ist, aber...
    Alles was recht ist, aber Biarritz ist keinen halben Tag wert. Nachdem man an der Promenade alle ordinaeren Halbnackten gewalthaft uebersehen hat, sollte man schleunigst nach Bayonne fahren, kurz gucken-und dann ab nach Spanien, mit seinen besten Schuhen den Neid der San Sebastianer erregen.

  94. Auf die Gefahr, nur prustendes...
    Auf die Gefahr, nur prustendes Gelächter hervorzurufen: wenn aus der Runde für eine Reise durch Europa schon die Karpato-Ukraine und Shitomir ins Gespräch gebracht werden – warum nicht auf einem Hin- oder Herweg drei Überraschungsgäste einplanen, nämlich Weimar, Meißen und Wittenberge?
    Aus verschiedenen interessanten Gründen waren die im zweiten Weltkrieg nicht plattgemacht und nachher bis 1990 natürlich sich selbst überlassen worden, und seither wurden sie ohne Rücksicht auf Kosten restauriert/renoviert. Man könnte sagen, so sähen deutsche Städte aus, hätte es nicht den dreißigjährigen Krieg von 1914-1945 gegeben. Das wäre doch interessant, oder?
    Mit den Leuten, die keine Bayern sind, müssen Sie ja nicht reden. Und in Weimar gäbe es sogar ein Hotel. Mit Michelin-Stern-Restaurant.
    Ich war während „der Wende“ ein paar Wochen in Leipzig und Meißen; Leipzig – Innenstadt – habe ich heute nicht mehr wiedererkannt; bei Weimar und Wittenberge dachte ich jetzt, wozu brauchen wir Rothenburg ob der Tauber; und auf Meißen freue ich mich vorläufig noch. Der Dom!
    Ich habe nichts gegen die Karpato-Ukraine, erst recht nichts gegen das ganze düster schimmernde Zwischeneuropa von damals. „Das falsche Gewicht“ und so, „Ruhm und Ehre“ (Iwaszkiewicz; den Titel wenigstens konnte ich mal auf polnisch, aber ich will nicht gugeln. Ich halte Gugeln im Prinzip für nicht waidmännisch.). Und überhaupt Odessa. Aber, wie gesagt…

  95. @Don Alphonso
    Es braucht kein...

    @Don Alphonso
    Es braucht kein TV, um Jean Petitrenaud zu erleben.
    http://www.france5.fr/escapades/#

  96. Savall, beachten Sie in der...
    Savall, beachten Sie in der Bibliothek besonders die Flachbildschirme. Das schreckt überzeugend ab.

  97. @JoeKotsch, mit der...
    @JoeKotsch, mit der Werkstattliste ist es nicht getan.
    Soviel ich weiß gibt es keine Sunbeam-Vertragswerkstätten mehr.
    .
    Der ADAC-Rückholservice gilt auch nicht, das wäre unsportlich.
    .
    Richtiger wäre es wenn der Don sich auf der ersten Etappe in England den Kofferraum mit alten Originalteilen vollstopft.
    Also ersteinmal ein paar Oldtimer-Treffen oder Teilemärkte abklappern.
    .
    Damit kann dann auch der Dorfschmied in Rumänien dieses konventionell konstruierte Auto reparieren.

  98. Irgendwie scheinen die...
    Irgendwie scheinen die Kommentatoren (mit einigen wenigen Ausnahmen) das Thema zu verfehlen. Ich kann hierzu auch wenig beisteuern, da ich mir höchst selten Dinge kaufe, die in des Dons Koffer passen würden. Der einzige Laden, den ich immer mal wieder aufsuche und der den Qualitätsansprüchen des Don genügen würden, ist der meines Geigenbauers, aber ich bezweifle, daß Interesse an einem schönen Cello besteht. Eine Empfehlung allerdings hätte ich: Die Forge de Laguiole (http://www.forge-de-laguiole.com/) – eines ihrer wunderbaren Messer habe ich einmal verschenkt und überlege seither immer wieder, ob ich mir nicht selbst eines zulegen soll.

  99. Die Flachbildschirme kann man...
    Die Flachbildschirme kann man locker umgehen, sterne. Der Don soll ja bloß mal ein paar ordentliche Handeinbände in die Kamera halten. Und ich wäre der werten Kommentatorengemeinde für die Adresse eines Handbuchbinders dankbar. Ich kenne leider nur industrielle, auch wenn dort mitunter noch bibliophile Sachen gemacht werden.
    .
    Genau, B.A.H., Meißen muß unbedingt auf die Liste. Nicht nur wegen des Porzellans auch wegen des Weins und Vinzenz Richter. Und in den wunderbaren Läden in der Altstadt läßt sich bestimmt noch manche Entdeckung machen. Ich war voriges Jahr nach langer Zeit wieder dort und mir ist der Unterkiefer heruntergeklappt. Allein das Foto des Sunbeam auf dem Domplatz würde die Reise lohnen. In der Nähe, in Nossen, gibt es übrigens eine kleine Lederfabrik, die Sämischleder herstellt.

  100. @ Alter Bolschewik: "Irgendwie...
    @ Alter Bolschewik: „Irgendwie scheinen die Kommentatoren (mit einigen wenigen Ausnahmen) das Thema zu verfehlen.“ Eben das macht den Reiz dieses Blog aus, meinen Sie nicht auch? Anders wärs Schulaufsatz…

  101. So einen Koffer habe ich auch...
    So einen Koffer habe ich auch noch im Keller stehen. Mein Groß-Onkel, ein wohlhabender holländischer Baron hat ihn meinem Vater vermacht: Der Koffer ist aus irgendeinem edlen Leder, leider schon etwas mitgenommen, aber durchaus vorzeigbar. Dazu gibt es noch einen größeren Koffer mit diversen Aufklebern europäischer Grandhotels.
    Ich habe als Jugendlicher geträumt diese Koffer und die diversen Halterungen mit adäquaten Gegenständen zu befüllen, umso schöner ist es hier davon zu lesen.

  102. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    .
    ein schöner Koffer, den Sie da erstanden haben, ich beneide Sie. Und ein schöner Text.
    Ich finde, der Koffer sollte nach Paris reisen. Jeder muß ‚mal heimkommen. Anreise durch Flandern und Brabant, Übernachtungen in Städten, deren Namen wie Versprechen aus einer verlorenen Welt klingen, Antwerpen, Ostende, Brügge.
    Und dann Paris. Wohnen Sie im Crillon, führen Sie Ihren Koffer in die Straße seiner Entstehung und füllen Sie ihn mit Erinnerungen.
    .
    Besser noch wäre allerdings die von mir bevorzugte Alternative, durch mein ständiges Daheimbleiben entferne ich mich immer mehr von meinen Freunden:
    Legen Sie ihn aufgeklappt in Ihr Ankleidezimmer, füllen Sie ihn mit dem Ort und Anlaß entsprechenden Gegenständen, einem historischen Baedeker des entsprechenden Reiseziels und ziehen Sie die Vorhänge zu und reisen Sie in Ihrer Phantasie. Die wahren Abenteuer sind im Kopf, sagt Heller, und die Vorstellung ist oftmals viel schöner als die Realität.
    Ich traue mich schon seit Jahrzehnten nicht mehr nach Paris.
    .
    Beste Grüße und gesegnete Weihnachten, hs.

  103. Neuer Boslchewik, auch Sie...
    Neuer Boslchewik, auch Sie scheinen mir das Thema zu verfehlen. In der Regel bin ich hier für jede Abschweifung zu haben, aber in diesem Fall hat der Don eine ganz einfache Frage gestellt: Wenn er auf seine Grand Tour geht, wo soll er einkaufen? Und mehr als 90% der Antwortenden schicken ihn zwar irgendwohin, wo es wahrscheinlich sehr nett ist, was aber mit der Bitte des Don herzlich wenig zu tun hat.

  104. Ein für den Reisekoffer...
    Ein für den Reisekoffer gefaltetes Jacket wäre natürlich nicht so fotogen gewesen.

  105. Ok, lieber Namensgeber: Schuhe...
    Ok, lieber Namensgeber: Schuhe läßt man sich in Wien anmessen. Zudem gibt es bei Hamburg einen Schuhmacher für die absolute Creme. Schirme kauft man sowieso in Hamburg in der Rosenstraße. Nach Maß. Das nützt nur alles nichts, denn nach Hamburg werden Sie den Reisenden nicht bekommen. (Unter uns: wegen der lokalen Vorlieben des Hausherrn fürchte ich, dass mehr Graffl&Glump eingefahren wird als Qualität.) Ach ja. Gürtel: Die umgeschlagenen aus Pferdeleder vom Herrn K. Immerhin „süddt.“

  106. Es wurden hier bereits einige...
    Es wurden hier bereits einige Wuensche geaeussert. Meinen Wunsch wird er nicht erfuellen koennen, so klein und bescheiden er auch ist: Falls Don Alphonso zufaellig in Paris in die Rue Tournon kommen sollte, in Hoehe des ehemaligen Café Tournon (da, wo sich Joseph Roth totgesoffen hat), moege er doch schauen ob da nicht noch ein kleiner Rest meiner frechen Jugend liegt. Bei Gelegenheit kann er sie in die Seine werfen. In Honfleur sehe ich sie dann ins Meer treiben.

  107. Lieber Don,
    schade, dass Sie...

    Lieber Don,
    schade, dass Sie an Rumänien nur beiläufig denken.
    In den letzten Jahren ist das Land tatsächlich „besuchbar“ geworden. Ausländerzuschläge in Hotels oder Restaurants gibt es nur noch sehr, sehr vereinzelt. Vor einigen Jahren war es diesbezüglich noch gewöhnungsbedürftig.
    Es gibt Orte in Rumänien, die sicherlich in nichts, sowohl von der Landschaft wie auch von der Kultur her, anderen Fleckchen im Westen des Kontinents nachstehen. Empfehlenswert sind da Sighisoara, die Klosteranlagen im NO des Landes und einige Städte in Transsylvanien. Bukarest gefällt mir aufgrund der Lebenskraft. Alles ist in Bewegung, rastlos und nach oben strebend. Nebenbei bemerkt, lasse ich ab und an neue Schuhe und Anzüge dort machen. Zu dem Schneider, der inzwischen bestimmt über 80 ist, hat mich Anfang der 80er mein Großvatter mitgenommen. Dort habe ich meinen ersten Anzug verpasst bekommen. Eigentlich handelte es sich dabei um eine dunkelblaue Schuluniform und ich vermute, dass ich der einzige Grundschüler in Bukarest mit einer maßgeschneiderten Schuluniform war. Lustige Zeiten.
    Für Sie dürfte es, falls Sie sich doch in Zukunft entscheiden dorthin zu reisen, etwas bitter sein, dass man keine Antiquitäten aus dem Land bringen darf. Einigen Möbelstücken, die ich in einem Transporter nach Deutschland gebracht habe, verdanke ich wenigsten die Hälfte meiner, zwar nicht zahlreichen aber sichtbaren, grauen Haaren.
    @HansMeir: Das Schloss den Sie kennen, ist gar nicht das Schloss von Vlad „Dracula“ Tepes. Er hat dort lediglich mal eine Nacht verbracht, denke ich. Das richtige Schloss sieht so aus: http://www.welcometoromania.ro/DN7c/DN7c_Cetatea_Poenari_e.htm. Und so sieht der Blick von da oben aus: http://www.goja.ro/img/poenari.mov Und die Gegend ist auch noch sehr schön. Besonders im Sommer, weil da keine Gefahr besteht den ganzen Winter dort oben eingeschneit zu verbringen. Na ja, für mich wäre es eine Alternative zu einer Exerzierwoche im Kloster Birkenwerder, Bärenfleisch habe ich noch nicht probiert, oder andersherum musste noch nie vor einem Bären wegrennen.

  108. @Neuer Bolschewik
    Also, wenn...

    @Neuer Bolschewik
    Also, wenn schon: Schuhe läßt man sich zuhause anmessen!

  109. Werter Don,

    es berührt mich,...
    Werter Don,
    es berührt mich, dass Sie den Norden als Reiseziel so kategorisch ausschliessen, schaffen es die skandinavischen Länder doch meistens Tradition und Moderne auf eine respektvolle Art der Tradition gegenüber zu verbinden. Ich hätte ansonsten den Royal Copenhagen-Laden in Kopenhagen empfohlen.
    Ich musste gerade schmunzeln, als ich auf den schwarzen Businesskasper-Polycarbonatkoffer im Rillendesign mit Fluglinienbranding, der hinter mir steht, geschaut habe. Gegenüber Ihrem Koffer wirkt er so profan, aber da ich leider niemanden habe der mir meinen Koffer vom Gepäckband hinterherträgt….
    Ich werde jetzt mal ein bißchen (nachdem ich zu Ihrem Artikel ein bißchen relaxt habe) Hektik verbreiten und noch bedeutungslose emails verschicken, die ich mit der Priorität hoch versehe.
    Gruß aus dem Norden und ein gesegnetes Weihnachtsfest,
    Moritz

  110. Grimaldeli, wenn das Zuhause...
    Grimaldeli, wenn das Zuhause richtig gewählt ist, gern. Insgeheim hoffe ich, dass der Reisende nicht die Wünsche der Leserschaft abreist, sondern selber Ziele offeriert. Welchen Sinn hätte die Reise sonst? Die Bestätigung des Bekannten ist bequem.

  111. Liebe(r) sterne,

    "Lieber...
    Liebe(r) sterne,
    „Lieber Bentheim,
    der Saab, da hilft nichts, gilt in Skandinavien als braves, zuverlässiges Kleinbürgerauto ohne besonderen Glanz. Man hörte zuweilen: „Unser Saab fährt sich so solide wie Opel.““
    Das stimmt so nicht. Mag sein, dass Saab in Skandinavien als braves, zuverlässiges Kleinbürgerauto gilt. Hier leben wir aber nicht in Skandinavien. Im Rest der Welt hat der Wagen doch einen etwas besseres Image, natürlich Deutschland ausgenommen. Was sollen denn die deutschen Kleinbürger sagen, die einen besseren Golf aus einem anderen VW-Haus überteuert kaufen? Und mit Verlaub: ja, es stimmt GM hat alles platt gemacht. Aber ein schönes 900er-Cab. von vor 20 Jahren, in „yellow mellow“ hat soviel mit Opel zu tun wie ein TT mit einem Virage zu tun.

  112. Radal, da haben Sie recht,...
    Radal, da haben Sie recht, schon allein wegen des „Cab.“! Nur: tempi passati. Ihnen und allen hier Grüße vom See und „ein Frohes Fest!“

  113. Ich habe mal an einem...
    Ich habe mal an einem belgischen Strassenrand einen Saab Sonett II gesehen, den fand ich sehr hübsch.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Saab_Sonett
    Wobei mein Sunbeam mit 155 km/h immer noch schneller wäre.
    .
    Werter Moritz, ich versuche halt, mich auf Regionen zu konzentrieren, über die ich halbwegs kompetent schreiben kann. Schweden und Norwegen kann ich nicht mal auf der Karte auseinander halten, und das Baltikum könnte ich kaum ohne dauernde politische Einlassungen bereisen.
    .
    Dass ich von dem Koffer Haltungsschäden bekommen werde, steht für mich ausser Frage, aber es ist öffentliches Leid, und damit als Dienst am Leser gerechtfertigt!

  114. Radal, ich kenne ja ein paar...
    Radal, ich kenne ja ein paar Händler aus Rumänien – so stammt mein Biedermeiersessel von dort. Der war komplett zertrümmert, und trotzdem soll es so gut wie unmöglich gewesen sein, ihn herauszubringen – und das ist auch schon über 10 Jahre her. Natürlich schreckt das mehr als nur ein wenig ab, und wenn ich es machen würde, dann nur wegen dieswer berühmten Karpatenstrasse, von der man so viel Gutes hört: Die besten Kurven des Balkans bei niedrigstem Verkehrsaufkommen. Allerdings würde das wiederum in die Kategorie „Autotest“ gehören. Generell müsste ich dennoch erst mal nach Italien – denn dort nur gibt es die besten Stoffe der welt, die zu verarbeiten wären.
    .
    Filou, das würde ich natürlich nicht tun – vielleicht geht es der Jugend dort wieder prächtig, sie sitzt mit zwei amerikanischen Touristinnen in einem Cafe und lebt vom Zigarettenschmuggel – das wirft man nicht einfach ins Wasser. (was macht eigentlich meine Jugend gerade?)

  115. Entschuldigt bitte die...
    Entschuldigt bitte die Rechtschreibung, Grammatik oder Zeichensetzung. Bin gerade nach einem Horrortrip mit dem Auto nach Düsseldorf zurück. Die Augen gehen schon zu, muss jetzt aber noch die Frau und Kind für den Weihnachtstrip einpacken. Äh, ich meine für die Frau und das Kind einpacken. Hoffentlich wird der Weihnachtstrip nicht zum Horrortrip, da die Schwägerin dabei ist.

  116. Amerikanerinnen,...
    Amerikanerinnen, Zigarettenschmuggel. Wie unpoetisch! Sowas wuerde meine Jugend nie machen.

  117. Ach, was verstehen wir schon...
    Ach, was verstehen wir schon von unserer heutigen Jugend.
    .
    Radal, genau deshalb besorge ich mir meine Geschenke auch in der europäischen Hauptstadt des Bankstertums – englisches Silber kommt direkt nach Hause.

  118. Das Jackett ist nicht richtig...
    Das Jackett ist nicht richtig zusammengelegt.

  119. Beim Reizthema Schuhe fällt...
    Beim Reizthema Schuhe fällt wohl jedem etwas anderes ein.
    Ich würde reden von: Tricker’s in Jermy Street, London. Sie können anmessen lassen, wenn Sie genug Zeit haben – als Mittdreißiger hätten Sie noch ein bisschen Spiel -, oder so mitnehmen. Vorige Woche habe ich ein Paar wegschmeißen müssen, weil sie ums Verrecken nicht kauptt gehen. Ich weiß aber nicht mehr, nach wie vielen jahren. Und schwer wie Stein. Man kauft möglichst selten neue, weil man so furchtbar Angst hat vor dem Einlaufen.
    Und hatte da nicht jemand etwas von einem Mantel erzählt? Oder war das woanders? Jedenfalls, ich habe den Mantel eines verurteilten Mörders. Er hat damit seinen Schneider bezahlt (der sagte ihm, Junge, den brauchen Sie nicht mehr, Sie kommen nie mehr raus), und der hat ihn mir für einen Freundschaftspreis weitergegeben. Kaschmir. Mein Zuhältermantel.

  120. Neuer Bolschewik, ich...
    Neuer Bolschewik, ich persönlich glaube ja, dass es überall etwas Gutes gibt – nur möchte ich das in Regionen suchen, in denen mein Gemüt heiter und froh ist. es steht natürlich jedem frei, in den Kommentaren auf Konkurrenzprodukte zu verweisen und zu behaupten, dass es woanders sehr viel besser ist, was ich auch gar nicht bezwifeln möchte. Nur wäre es nett, wenn man nicht gleich von Anfang an, bevor das erste Ding erworben wurde, schon den Müll wittert. Danke.
    .
    hugoservatius, natürlich könnte ich auch auf der Borderline spazieren und den Graf Münchhausen bemühen – allein, das wäre mit dem beruf nicht zu vereinen. Ich verspreche aber dicke Rationen Subjektivität hinter einer Vielzahl rosaner Brillen und die Inhalation schrägester Gefühligkeit sentimentalesker Naturbusenhaftigkeit – das sollte, hoffe ich, reichen, um den Kontinent zur Unkenntlichkeit zu verschlimmverbesserwässern.

  121. FM, stimmt, ich habe es...
    FM, stimmt, ich habe es einfach schlampig hineingeworfen!
    .
    Nordisch by nature, serh schön, aber darf ich fragen, warum der Koffer im Keller ist? Wäre er nicht auch eine Zierde für die Wohnung?

  122. Savall, ha, da kenne ich einen...
    Savall, ha, da kenne ich einen in Ferrara! Da muss ich auch unbedingt hin! Ansonsten gibt es in München den Universitätsbuchbinder:
    http://www.buchbinderei-konrad.de/
    Da habe ich mir mal ein paar Zeitschriften ordentlich binden lassen, und ein Nietzsche von 189x hat von denen einen Privateinband der Extraklasse.
    .
    Alter Bolschewik, wunderbar, vielen Dank – da wüsste ich auch gleich jemandem, dem so ein Messer gefallen könnte. Überhaupt kann man gar nicht genug Messer haben.

  123. Tricker's ist notiert -...
    Tricker’s ist notiert – allerdings bin ich nur wenige Tage dart, für das Massnehmen wird es wohl nicht reichen. Überhaupt suche ich natürlich auch Dinge mit geschichte – neu kaufen kann bekanntlich jeder Banker, aber Geschichten finden ist hohe Kunst.
    .
    Reiterjunge, tatsächlich bekomme ich in London wahrscheinlich neue Radkappen, und der Rest hält hoffentloch. Aber wer glaubt, ich würde zurückschieben – der überschätzt mich. Ich weiss den ADAC durchaus zu schätzen, samt Plusmitgliedschaft.

  124. "Amerikanerinnen,...
    „Amerikanerinnen, Zigarettenschmuggel. Wie unpoetisch! Sowas wuerde meine Jugend nie machen.“ Sind Sie sicher, filou? Vielleicht erzählt sie Ihnen nur nicht alles?

  125. B.A.H. ist mein mann. -...
    B.A.H. ist mein mann. – weimar, meissen und wittenberge… das unstrut-tal mit memleben und schulpforta, woerlitz bei dessau – dessau bei der gelegenheit gleich auch. – herrlich. – B.A.H. ist mein mann. excellenter routenplaner mit sachverstand fuer fortbewegungsmittel… trickers! – ich lach mir kaputt! – genau so geht es mir auch. beinhart, steinschwer und wenn einmal eingetragen saugemuetlich (kommt son bisken auf leistenform und schuhtyp an – auch hier gillt die faustregel: je haesslicher, desto angenehmer – country shoes vor chelsea boots also)

  126. Nicht Gould sondern Lipatti....
    Nicht Gould sondern Lipatti.

  127. Einen Nietzsche von 189x edel...
    Einen Nietzsche von 189x edel einbinden zu lassen spricht entweder für Ahnungslosigkeit oder große Ahnungslosigkeit.

  128. Das wurde 189x bereits...
    Das wurde 189x bereits gebunden, nicht von mir.

  129. Ist doch komisch: Belgien kam...
    Ist doch komisch: Belgien kam hier noch nicht vor. Noch nicht mal Bruxelles?

  130. ich will auf alle Fälle...
    ich will auf alle Fälle nochmal nach Tongeren. wenn man etwa, sagen wir mal, 10 marmorbalkone braucht, ist Tongeren eine tolle Adresse. Und es ist in Belgien!

  131. Da Nietzsche 189x entweder in...
    Da Nietzsche 189x entweder in Naumburg oder in Weimar in geistiger Umnachtung verbrachte (wie man so sagt) würde mich mal das Buch interessieren, das da so überaus angemessen gebunden wurde. Und die Frage wäre, ob es der Einband eines Buches ist, das 189x erschienen ist und neu eingebunden wurde oder um ein Buch, das davor erschienen ist. Und da es hier immer um solche Feinheiten geht, sehe ich mich einstweilen zwischen größter Pedanterey und interesselosem Wohlgefallen am Name Nietzsche angesiedelt. Und besuchen Sie Röcken, wenn es Sie gen Osten führt. Der Aufzug im Atomium ist sehr hübsch.

  132. Und die besten Pommes Frites...
    Und die besten Pommes Frites oder Frittjes gibt es auch in Belgien. Thomas Bernhard hat, so glaube ich, einen seiner Romane in Brüssel geschrieben. Das ist doch schon mal was.

  133. Bevor ich jetzt die Gans esse...
    Bevor ich jetzt die Gans esse mit Rotkraut und Klößen noch ein Wort zu dem, was ich mitnehmen würde: eine Drachme von etwa 399 vor Christus mit Eule und Athena und natürlich mit Punzeinschlag. Das kann nie schaden.

  134. Die wahre, nach Terpentin...
    Die wahre, nach Terpentin duftende Schuhpflege, nein Schuh-Kosmetik ist das gar, findet der Afficionado bei Münchener Schuhwerkstätten, Auenstrasse.
    .
    Wer beherrscht die Kunst der Wasserglanzpolitur..? Bitte, hier findet er sein Wachs dafür. Ein Edelstein unter den Schuhpflegen.
    .
    Das Champagnertröpchen, welch‘ es braucht, um das Seidentüchlein sanft auf dem Wachs gleiten zu lassen, ist wahlfrei. Nicht zu trocken sollte er sein.
    .
    Nicht jedoch die Gehfalten auf Höchstglanz bringen zu wollen.
    Ein paar Schritt‘ nur und die Liebesmüh‘ war vergeblich.

  135. Ja, Don Alphonso, dann ist mir...
    Ja, Don Alphonso, dann ist mir für die Bibliophilie nicht bange. Das Jahr 2010 kann infolgedessen kein ganz schlechtes Jahr werden. Die Firma Konrad macht einen sehr guten Eindruck. Hier gibt es auch ein paar Buchrestaurierer, aber die arbeiten großenteils für Bibliotheken und haben entsprechende Preise. Ich habe hier zwei Bände von Klopstocks Messias (Göschen, 1800), die noch im broschierten Zustand sind, wie frisch aus der Büchertonne gezogen. Es ist völlig absurd, aber ein Einband würde mich teurer zu stehen kommen, als bei ZVAB die Bücher nochmal gebunden zu kaufen. Ich verstehe ja, daß die Handwerker auch leben müssen. Aber es ist wie ein Teufelskreis: Ich kann mir den Einband nicht leisten, dem Buchbinder fehlen die Kunden, er muß also die Preise erhöhen oder andere Geschäftsfelder suchen, ich finde keinen Buchbinder, den ich bezahlen kann, ad infinitum. Vielleicht kann ich mal einem Buchbinder-Azubi die Bände als Gesellenstück unterschieben. Schlimmer als nochmal kaufen kann es ja nicht werden.
    .
    Es war hier öfter von Wittenberge die Rede. Ich hielt das bis jetzt für eine ziemlich langweilige Industriestadt. Oder war Wittenberg, die Lutherstadt, gemeint?

  136. Wittenberg wäre was für eine...
    Wittenberg wäre was für eine Langzeitbeobachtung:
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/255804/
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/256437/
    Inzwischen soll das alles unter Denkmalschutz stehen, was immer das heisst.

  137. @ Filou

    "Alles was recht ist,...
    @ Filou
    „Alles was recht ist, aber Biarritz ist keinen halben Tag wert. Nachdem man an der Promenade alle ordinaeren Halbnackten gewalthaft uebersehen hat, sollte man schleunigst nach Bayonne fahren, kurz gucken-und dann ab nach Spanien, mit seinen besten Schuhen den Neid der San Sebastianer erregen.“
    Man kann man Biarritz tatsächlich in einem halben Tag abhaken. So getan. Im Rahmen einer 1913er Revival-Tour wäre eine Nacht in dem einen Hotel vielleicht aber nicht uninteressant, sei es, um dieser Zeit hinterher zu trauern. Auf San Sebastian können wir uns aber ja doch einigen, oder? Wenn der Don meint, über Belgien anzureisen, dann könnte er aber auch seinen Koffer mal kurz in Fècamp abstellen. Da kann der Sunbeam auch fast Heimatluft schnuppern. Gibt dort auch Kreidefelsen und das lokaltypische Essen ist besser als auf der anderen Seite. Und über Impressionisten kann er dort auch schimpfen. Lange bleiben muss man dort ebenfalls nicht, als Zwischenstopp auf einer Grand Tour geht das aber immer.

  138. abf., Tricker's.

    Es hat...
    abf., Tricker’s.
    Es hat lange gedauert, bis ich mich unterworfen habe. Ich hatte sie alle durch, mitsamt ihrer Apostrophs, bis auf Foster’s und Lobb’s; denn dazu sollte man besser Amerkaner sein, und zwar in der soundsovielten Generation. Einer von denen hat mir mal erzählt, am Tresen von – oh, Gott: Wilton’s? selbe Straße – , er habe bei Lobb’s den Last (Holzform?) seines Großvaters betrachten dürfen. Der wurde noch aufgehoben, für den Fall. Um die Ecke in einer Gasse war ja auch die damalige Botschaft von Texas, wenn ich nicht irre.
    Kurz, gerade habe ich wieder meine relativ neuen Tricker’s Schnürschuhe mit Gummisohle angehabt, wegen des Scheißwetters. Anziehen geht jetzt ohne Schmerzensschreie, Ausziehen will Weile haben, aber man weint nicht dabei, und treppab macht man es am besten immer noch seitlich. Treppauf dagegen geht allmählich tadellos.
    (Da fällt mir gerade noch ein: das sollte um Himmels Willen nicht heißen, dass irgendjemand. D.A. zum Beispiel, zu Wilton’s essen gehen sollte. Um über Howard’s End nachzudenken vielleicht, aber nicht zum Essen. Lieber vier Wochen fasten. Er käme wahrscheinlich ohnehin nicht so einfach rein. Damit trete ich ihm nicht zu nahe, im Gegenteil.)
    Und da wir uns über Meißen etc. so einig sind: Schulpforta, mein lieber Herr Gesangverein! Was wissen diese Leute, die sich von Weisswurst ernähren, von Schulpforta!
    Jedenfalls habe ich von drüben drei Sachen mitgebracht, die ich mit gern mit jeder Trouvaille aus … wetteifern lasse: zwei Ölbilder von Maestro Heisig, bei ihm selbst ausgesucht, und ein dunkelblaues Bändchen in Leder (Sämischleder?) mit den Gedichten von Karl May. Die gesammelten Gedichte von Karl May. Die einzige Ausgabe, die es je gegeben haben wird; und aus der DDR. Wie die schlesische Nachtigall, nur eine Idee mehr Stechschritt, aber sooo rührend! Der Mann, der die Ossis lehrte, den Roten Bruder zu lieben.

  139. Wehrter Don,
    welch nette...

    Wehrter Don,
    welch nette Vorstellung, eine Welt zu besuchen welche es so
    nicht gab oder gegeben hat.
    Eine angenehme Reise und für mich als Leser hoffendlich manch nette
    Geschichte davon.
    Herzlichst P.

  140. Savall: natürlich war...
    Savall: natürlich war Wittenberg gemeint. Beim Schreiben wird es manchmal ein bisschen grobmotorisch, um das zu beschönigen.
    Nicht zum Wohnen, nicht zum Essen, nicht (nicht!) zum Übernachten, aber zum Staunen. Gemeint ist der Stadtkern, nicht ein DDR-Aparatschikgebäude; und man vergleiche es mit dem Status von vor zwanzig Jahren. Nichts anderes.

  141. ich habe sowieso geplant,...
    ich habe sowieso geplant, strenge Diät zu halten. Meine Grossmutter sagte zwar, dass man früher sagte, dass Schuhe die Füsse zuerst blutig machen müssten, aber ich persönlich denke, es sollte auch ohne gehen: Die Schuhe aus Verona sind mordsbequem.
    .
    In Biarritz war meine Grosstante öfters, ich habe noch die alten Bilder, da könnte ein Vergleich recht spannend sein.

  142. "In Biarritz war meine...
    „In Biarritz war meine Grosstante öfters, ich habe noch die alten Bilder, da könnte ein Vergleich recht spannend sein.“
    Und dann über nach Donostia!

  143. Verehrter Don,

    wie wäre es...
    Verehrter Don,
    wie wäre es mit Kuba? Ist zwar nicht mehr spanisch, sollte man aber gesehen haben, bevor Ikea und McD Einzug halten. Und mitbringen könnten Sie eine Flasche guten Treasures Old Aguardiente de Cana de Cuba.
    Gute Reise!

  144. Da scheine ich ja ein echter...
    Da scheine ich ja ein echter Glückspilz zu sein, denn meine Tricker’s Oxford Regent hatte ich binnen kurzer Zeit ohne Schmerzen eingelaufen.
    .
    Dennoch träume ich seitdem ich SDG und rebellmarkt lese, von den Schuhen aus Verona.
    Vielleicht werde ich mir 2010 den Wunsch erfüllen.
    Den Weg dorthin habe ich mir schon nach Kartenstudium eingeprägt!

  145. Schusch, da gibt es an der...
    Schusch, da gibt es an der Nordseite von Biarritz das Hotel du Palais. Das sieht verdammt nach Alphonso-Stil aus, denn wenn ich mich nicht traue dort Kaffee zu trinken, dann ist das was fuer ihn.
    (Murmel, murmel: natuerlich traue ich mich, bin aber in der Regel viel zu schlampig angezogen. Man muss ja Ruecksicht nehmen.)
    Vor dem Insbettgehen aber noch schnell zum Chambre d’amour um dort der Kuestenwache beim Retten surfender Pinguine zuzusehen.

  146. Fecamp, Schusch, ist eine gute...
    Fecamp, Schusch, ist eine gute Adresse fuer die Reisebegleiterin. Dort gibt es eine beruehmte Brennerei fuer meinen favorisierten Liqeur. Er heisst gutkatholisch Benedictine und passt hervorragend zu einer Lully-Oper.
    Das Fabrikgebaeude, Chateau genannt, ist eine architektonische Sensation. Man weiss garnicht wer da irre war: der Bauherr oder der Architekt. Es ist ein Albtraum von (vermutlich) Neogotik und sonstwas. Wenn man das gesehen hat, empfindet man jeden Plattenbau als optische Erholung.

  147. Don, Balkone kann man garnicht...
    Don, Balkone kann man garnicht genug haben! Sagte meine Grossmutter-und hatte wie immer recht.

  148. B.A.H., in der tat auch hier...
    B.A.H., in der tat auch hier praezise formuliert. auch ich kam eher auf umwegen, spaet und quasi antizyklisch zu trickers. gelegentlich lobb dann immer wieder und immer noch green – ungeschlagene form des hinterfusses, nein, denen kann man nicht untreu werden… und dann tatsaechlich lang nach dem examen der quasi studentenschuh ‚trickers‘. – das miserable an den schweren feldtretern – mit der sogenannten commando-sohle – ist ja auch, dass sie nicht nur schmerzhaft einzutragen sind – das miserable ist ja, dass sie die ersten zwei, drei jahre auch einfach grauenvoll neu, unbelebt und vollkommen unvorzeigbar aussehen. als junger mensch hat man dafuer keine zeit.

  149. 'die schönsten reisen...
    ‚die schönsten reisen unternimmt man zuhause am kamin.‘ (lord salisbury)

  150. @Don Alphonso: gern geschehen....
    @Don Alphonso: gern geschehen. Was die Beschaulichkeit und Unaufgeregtheit angeht, so habe ich dagegen gar nicht einzuwenden. Im Gegenteil. Nachdem mich nun nicht mehr ganz nachvollziehbare Gründe dazu getrieben haben, das alte Europa zu verlassen, und im Land der rasenden Verrückten (sprich den USA) meinen intellektuellen Interessen nachzugehen – dort, wo man nicht liest, sondern „skimmt“, und erst redet und dann denkt – kann es gern etwas mehr denn etwas weniger an Beschaulichkeit sein.

  151. Filou, Sie meinen dieses, äh,...
    Filou, Sie meinen dieses, äh, Dings?
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Palais_Bénédictine
    Bemerkenswert. Spricht aber grundsätzlich für den Likör.
    .
    Schuhmäßig kann ich die Anwesenden beruhigen, daß ich noch eine hübsch abseitige Adresse im Ärmel habe, die ich schon lange einmal aufsuchen wollte. Und raten, in Eintragephasen, wenn das schon unbedingt sein muß, vor dem Tragen etwas Lederfett *innen* im Schuh zu applizieren.

  152. Stimmt, liebe Frau Diener....
    Stimmt, liebe Frau Diener. Pervers, gell? Das Liqeurchen plus franzoesische Barockoper plus dieses, aeh, Dings vor Augen…
    .
    …komme ins Traeumen und habe einen diskreten Ball auf Schloss Chambord vor Augen.
    .
    Chambord muss man sich ebenfalls antun. Das touristische Getue kann man wegblenden.

  153. Das Museum für kykladische...
    Das Museum für kykladische Kunst in Athen ist übrigens auch mehr als sehenswert, besonders die Modigliani-Figur!

  154. Eigentlich gings mir um...
    Eigentlich gings mir um Étretat nicht um Freport.
    Kann passieren, wenn man nur auf der Durchreise ist und nicht jeden Tag bloggt ums dann selbst noch mal nachlesen zu können.

  155. Filou, das Likörchen aus...
    Filou, das Likörchen aus Fécamp kann ich nur empfehlen. Recht lieblich im Abgang, fast schon honigsüß. Von den 40 Volt in der Flasche schmeckt man nichts. Wußten Sie übrigens schon, dass Bénédictine in manchen asiatischen Gegenden (Singapore, Taiwan) Frauen als eine Art Tonikum zur Beruhigung der Nerven empfohlen wird? Ein Schlückchen am Abend… als meine Frau mir davon berichtete mußte ich doch unweigerlich an „Frauengold“ denken. „Frauengold schafft Wohlbehagen, wohlgemerkt – an allen Tagen.“ Klar, mit ordentlich was im Tee geht’s mir auch gut – jederzeit :-)

  156. @ Georgiana Darcy: in die USA...
    @ Georgiana Darcy: in die USA ziehen, um intellektuellen Interessen nachzugehen – nun ja, bei einer Anstellung in einer entsprechenden Einrichtung kann ich mir das vorstellen. Nur das Umfeld so im Allgemeinen… nichts gegen die positive Lebenseinstellung der Amerikaner, finde ich gut. Und ich will auch nicht behaupten, dass jeder Deutsche seinen Schiller oder Lessing gelesen hat. Bestimmt nicht. Aber die USA für ein „Pimp my intellect“, das finde ich schon einen interessanten Ansatz. Würde gerne mehr darüber lesen. Haben Sie einen Blog?

  157. Don Alphonso, in Rocamadour...
    Don Alphonso, in Rocamadour gibt es eine Hauptstraße unterhalb von Schloss und Kirche mit lauter Andenkenläden und Restaurants und Pilgerhotels, eins am anderen. Eigentlich gibt’s da nur eine, mit der Treppe zum Heiligtum auf der einen Seite und dem Ortseingang mit Busparkplatz auf der anderen Seite. In dieser Straße lag der Besteckladen noch diesen Sommer so ungefähr in der Mitte, auf der dem Berg zugewandten Seite.

  158. Kennen Sie eigentlich...
    Kennen Sie eigentlich Hollister Hovey’s Seite http://hollisterhovey.blogspot.com. Zwei Schwestern aus New York auf der Jagd nach den wahren Dingen. Auch für Ihren Koffer.

  159. ...wichtiges reiseziel in der...
    …wichtiges reiseziel in der naehe der karpaten heisst „klausenburg“. ebenso gut erhalten wie weimar, meissen & wittenberge, jedoch irgendwie „urspruenglicher“.
    im grand-hotel erhielt man (…DAMALS, ’99) unaufgefordert eine fuehrung des concierge durch alle hallen des hauses. der gute erklaerte die behutsamen & liebevollen restaurierungsmassnahmen en detail und gab sich als cosmopolit zu erkennen gibt, da er englisch mit uns sprach. — zugegeben, die gekochten eier des fruehstueckes a la carte, am naechsten morgen, erschienen etwas zu weich, aber dafuer entschaedigte der exquisite moca umso mehr.
    nicht, dass ich daran glaube, dass weder der don noch andrea je in hamburg auftauchen, empfehle ich ausser dem „miniatur-wunderland“ und der konditorei „roenfeldt“, die auto-sattlerei „G. Weinhold“ fuer ein handwerklich mehr als traditionsbewusstes unternehmen. — da bekommt man ALLES aus/um’s leder/stoff, vom autositz ueber’s verdeck bis hin zum koffer. handgefertigt von menschen die seit (gefuehlten) 80 jahren dort arbeiten und waehrend dessen KEIN radio hoeren, weil das „ablenkt & die ruhe stoert“ (anno ’96).
    (es war ein wirklich eindrucksvolles erlebnis damals dort nach dem neubezug fuer den verschlissenen fahrersitz meines VW-transporters (bj ’76) nachzufragen, wohlwissend, dass ich mir das nie haette leisten koennen, angesichts der jaguare, bentley’s, porsche’s und aehnlicher schlitten die auf dem hof standen. — immerhin bekam ich eine „fuehrung“ gratis !
    ;-)

  160. ...ach ja,

    vielleicht sind...
    …ach ja,
    vielleicht sind andrea und ich ja auch irgendwie nachbarn bei fol, meine plotnr.: 378682
    ;-)

  161. Es gibt da in Graz einen...
    Es gibt da in Graz einen Pfeifenmacher, der fertigt aus rarem Bryere Peifchen, die machen was her – und rauchen sich gut. Ich hab meine Kinder vor einigen Jahren angewiesen, meine besten Stücke (also alle) im Garten zu vergraben und mir den Ort nicht preiszugeben. Seitdem leide ich sehr, wenn ich den Rasen betrete, allerdings ist es ein eher süßliches Leiden, denn ich besitze die Pfeifen ja noch immer – weiß nur nicht wo … Kann den (P.M.) nur empfehlen, denn nur die besten Stücke eignen sich gepflanzt zu werden. Eine davon hat beispielsweise den Kopf wo der Holm steckt zu einer Lippe geformt – es war also unklar, wer hier wen raucht.
    Würde also unbedingt eine solche Pfeife (muß vorher liebewonnen sein) für den Koffer empfehlen, um sie am geeigneten Ort in der Fremde als Pfand der Sehnsucht zu vergraben – natürlich auch aus gesundheitlichen Gründen …

  162. Sehr geehrter Don Alphonso,...
    Sehr geehrter Don Alphonso, vielleicht schauen Sie einmal in Cluny vorbei. Dort gibt es ein beeindruckend gut ausgestattetes (nur am Samstag geöffnetes) Buchantiquariat von französischem Adelsherrn mit freundlichsten Manieren geführt. Und im Anschluss kann man sich dann die Lektüre im Schatten der Klosterruinen zu Gemüte führen und darüber nachsinnen, wie vergänglich doch Architektur und wie unvergänglich das geschriebene Wort sein kann.
    .
    Alternativ empfehle ich den Besuch von Cesky Krumlov. Das Städtchen, von der Moldau umschlungen und vom Krumlover Schloss (einer der größten Schlossanlage Europas) überthront, ist im Winter ebenso reizend wie im Sommer heimelig.

  163. Lieber Don,
    natürlich wird es...

    Lieber Don,
    natürlich wird es bei Ihnen wieder auf Italien hinauslaufen.
    .
    Das ist wie meiner Patentante, die zu Beginn der Autofahrt fünfmal deutlich sagt, daß sie „nicht weiß, welche Route besser ist: Autobahn oder Bundesstrasse“, aber während der Fahrt nie vergißt, mich jedesmal drauf hinzuweisen: „Schau mal, wenn wir Autobahn fahren wollen, müssen wir rechts abbiegen…“
    .
    Also gut: Italien. Aber dann nur mit Auflagen: Bitte nur südlich der Linie LaSpezia-Rimini, und immer schön von der Küste wegbleiben.
    Und: Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern dürfen nicht angefahren werden.

  164. Lieber Hansmeier555, ich...
    Lieber Hansmeier555, ich möchte nochmal ein Interview mit meinem Schuhmacher in Verona führen, und etwas ausprobieren: Mich von ihm zum nächsten Könner schicken zu lassen, dann von dem aus zum nächsten, zum nächsten, und so weiter. Ich möchte wissen, ob das eine gute Idee ist. Ausserdem werde ich auch dieses Jahr wieder auf der Millie Miglia sein. Und dann gibt es noch etwas in Piacenza, das sich lohnt.
    .
    Ephemeride, oh, vielen Dank für den Rat – da kann ich die Leser auch gleich mit romanischer Architekturtheorie langweilen. Und mit Autun vergleichen, wo ich endlich, endlich wieder hin muss. Kein Dom hat mich je so ergriffen wie Autun in der Nacht. Haben Sie eine Adresse des Herrn mit den Büchern?

  165. Lieber Don Alphonso,
    der...

    Lieber Don Alphonso,
    der Koffer steht im Keller, weil er doch altersbedingt etwas schäbig ist und meine werte Frau mit Staubfängern wenig anzufangen weiß. Den anderen muss ich mal im Speicher vom Elternhaus sichten. Angeblich stehen dort auch noch mannshohe Überseekoffer.

  166. Verona, Piacenca. Das ist...
    Verona, Piacenca. Das ist nicht Italien, sondern gallia cisalpina. Mehr was für Ihre Hochzeitsreise — Das zählt nicht.
    Erst hinter Neapel, im Königreich der beiden Sizilien, geht es richtig los.

  167. Werter Herr Alphons,
    wenn Sie...

    Werter Herr Alphons,
    wenn Sie wirklich diesen Staffellauf von einem maestro zum nächsten machen wollen, -und ich bin überzeugt, das System funktioniert- werden Sie womöglich doch eine Wohnung verkaufen müssen!

  168. Lieber Nordisch by nature,...
    Lieber Nordisch by nature, kann man den nicht aufpolieren? Meistens sieht altes Leder nach Jahrzehnten wirklich schlecht aus, aber mit etwas Creme und Lederfett kann man viel erreichen. Bei mir stehen die Koffer durchaus mit allen Macken in der Wohnung, die meisten im Gang – damit ich immer Sehnsucht habe, auf Reisen zu gehen.
    .
    HansMeier555, nun, die Copilotin möchte auch unbedingt nach Venedig, und ich ins Exarchat Ravenna – das soll die Tour bis nach Slowenien werden (Ein wenig Osten, man merkt es, wird ja allgemein gewünscht.)

  169. Lieber Don Ferrando, ich bin...
    Lieber Don Ferrando, ich bin eher in der beneidenswerten Lage, mir dann eher noch eine Wohnung kaufen zu müssen, um das alles unterzubringen!

  170. Dann dieses schöne Haus in...
    Dann dieses schöne Haus in Mantua, dessen Photo Sie geposted hatten!
    Die Maßanzüge schön aufgereit in alten Kastanienholzschränken!

  171. zebulon, ich bin zwar...
    zebulon, ich bin zwar Nichtraucher, aber wenn das Laster in dieser behäbigen Art und nicht mit Fluppen daherkommt, stets für Holzkünstler empfänglich. Deshalb – Graz liegt ja auf dem Heimweg von Slowenien – wäre ich um die Adresse sehr dankbar. Die von dem Pfeifenmacher – Ihre dagegen eher nicht, ich bin ja kein Sadist und möchte meine Leser lange und ohne Kehlkopfkrebs behalten.
    .
    Manni1000, ja, man hört so einiges über die Exklaven der Reichen in dieser Region, gebaut mit österreichischem Bankengeld und frquentiert von Russen. Es ist ein schweres Thema, dieser Luxus auf dem balkan, eher Kriminalreport denn Reisebeschreibung – und Hotels wären generell ein eigenes Thema. Einfach viel ausgeben ist da nicht die Kunst; die Kunst ist es, angemessen zu leben.

  172. Tilmax, nein, das kannte ich...
    Tilmax, nein, das kannte ich nicht, aber es ist sehr schön – vielen Dank!
    .
    BadSchandex, danke, ich denke, das werde ich finden.

  173. Don Ferrando, die klügste...
    Don Ferrando, die klügste Entscheidung wäre ganz sicher Meran: relativ grosse, begüterte Stadt in den Bergen mit Heilklima, hier Haus Henrietta in Obermais. Dann käme die Villa Minerva in Riva del Garda (mit allen Problemen) – und dann, schon recht weit weg, erst Mantua. Riva und meran haben den Vorteil, dass man da innerhalb eines Tages bequem hinfahren kann.

  174. Sehr geehrter Don Alphonso,...
    Sehr geehrter Don Alphonso, gerne sende ich Ihnen die Adresse des Antiquariats in Cluny: Georges de Lucenay, LIVRES ANCIENS, 5, place du Commerce, F-71250 CLUNY. Telefonnummer und E-Mail hätte ich auch, allerdings wäre es schicklich, diese nur zu schreiben, wenn der Beitrag nicht freigeschaltet würde.

  175. Trotz der ganzen schönen...
    Trotz der ganzen schönen Empfehlungen all der treuherzigen Blog-Teilnehmer: am Ende sind wir wieder am Tegernsee, der besten aller Welten…Mit dem höflichsten, liebenswertesten Menschen seit es Blogs gibt. Nur woanders schreibt der Berserker DA: ,,Ich traue denen nicht, ich traue dem System nicht, ich traue den gekauften Politikern von Sausemerkel bis Wallstreetobama nicht. Im Ernst, für 10 lumpige Cent Wahlkampfschmierung würden die Robbenbabys totschlagen und Kinder in den Strassengraben schicken“
    Sie haben eine recht niedere Gesinnung und ich kann nicht verstehen, wie die FAZ ihren Vertrag verlängern konnte.

  176. Der Gärtner, warum sollte man...
    Der Gärtner, warum sollte man einem Politiker trauen, und warum hat man eine niedrige Gesinnung, wenn man es nach der seit der Kolonialisierung vermutlich grössten Bereicherung weniger auf Kosten der Meisten mit Hilfe der Politik nicht mehr tut? Im Übrigen schreibe ich das seit längerem, seit rund 2006 weise ich in meinem Blog auf die Blasenbildung hin, und natürlich weiss man bei der FAZ, dass meine Meinung über Politik keine gute – und damit auch keine weichgespülte – ist. Über niedere Gesinnung könnte man erst reden, wenn ich anfangen würde, Leute zu belügen. Kritische Töne zu diesen Leuten gab es übrigens wie Silberkannen auch schon etliche in diesem Blog hier, insofern fehlt mir da etwas das tiefere Verständnis für Ihren Wunsch, mich hier gegangen zu sehen. Es steht Ihnen dennoch frei, sich über meine Person bei der FAZ zu beschweren.
    .
    Ephemeride, vielen Dank, ich muss daran das letzte mal vor 15 Jahren vorbeigelaufen sein, ich war auf diesem Platz, aber ich kann mich nicht erinnern – vermutlich werde ich einfach alt. Die Bilder dieser Reise sind zudem alle noch auf Dia, eine andere Epoche, fürchte ich.

  177. Obama: nehmen wir mal die...
    Obama: nehmen wir mal die Gesundheitsreform bzw. Krankenversicherung für Millionen Arme in den USA. Welcher Präsident zuvor hat diesen offenen Misstand in Angriff genommen und politisch soweit gebracht? Das ist doch bester Sozialdemokratismus (angeblich Ihr Herzblut) auf amerikanisch. Allein dieses Vorhaben sollte genügen sich mit derartigen bösartigen Aeusserungen zurückzuhalten.
    Den kulturophilen Freunden dieses Blogs sei an dieser unerfreulichen Stelle des unterbrochenen Silberkannen-Schwärmens zugerufen: diesem Mann ist nicht zu raten. Sie sehen ja, er hat schon alles (die richtigen Gegenstände und die richtige Meinung). Gefragt sei hier lediglich Affirmation!

  178. Werter Don, wunderschöner...
    Werter Don, wunderschöner Koffer, schöne Geschichte! Als Reiseziel könnte ich die französischen Seealpen empfehlen, allerdings nur im Sommer, wenn die Pässe befahrbar sind. Das macht richtig gute Laune und das leibliche Wohl kommt dort auch nicht zu kurz.
    Gruß und schöne Feiertage FS

  179. Der Pfeifenmann heißt Peter...
    Der Pfeifenmann heißt Peter Matzhold und ist zu googeln (verraten Sie ihm bloß nicht, was ich mit seinen Pfeifen anstelle). Wenn schon, dann empfehle ich in dieser Angelegenheit gleich in Wien vorbeizuschauen und dort (auch zu Weihnachten) den Ostermann aufzusuchen. Sie finden den, wenn sie von der Freyung zum Schwarzen Kameel schlendern – auf halbem Weg. Um den etwas weiteren Weg zum Kehlkopfkrebs genußvoll zu gestalten, bzw. wenn Sie die dort erstandene Pfeife törichter Weise nicht verbuddeln wollen: Dunhill 965 ist einen Versuch wert.

  180. Werter Gärtner, ich verstehe...
    Werter Gärtner, ich verstehe Ihr Problem nicht so ganz. Don A. hat doch klar geschrieben, was er möchte: eine Reise zu Stellen, an denen noch Handwerk so ausgeführt wird, wie man es mit „in der guten alten Zeit“ beschreiben könnte. Dass auch nicht früher alles gut war, wissen wir. Dass selbst gewisse italienische Tücher von chinesischen Arbeitern gewebt werden und man sich selber in die Tasche lügt wenn man hofft, mit italienischen Anzügen der Globalisierungsfalle ein Schnäppchen zu schlagen – geschenkt. Mit der Anhäufung von Silberkannen dreht man nicht die Zeit zurück, man bewegt sich höchstens auf einer Ebene, die mit der Realität ganz vieler Menschen nichts zu tun hat.
    Aber ist es nicht schön anzusehen, dass es auch heute noch Menschen gibt, die nicht alles aus Plastik gießen lassen, die auch mal inne halten, denen Werte und Normen noch etwas bedeuten? Ich denke nicht, dass man damit irgendetwas zurückdrehen kann. Und auch der Don weiß natürlich, dass eine Aneinanderreihung von schönen Dingen und Erlebnissen nur temporäre Erlebnisse sind, aber kein Dauerzustand. So wie der Zustand des Verliebtseins irgendwann einen Dämpfer bekommt, wenn der Alltag einkehrt; so wie die Schönheit am nächsten Morgen vielleicht nicht mehr ganz so hübsch aussieht, wenn das Makeup entfernt wurde; so wird auch die Reise des Don uns nur temporär aus unserem Alltag entreissen können. Und die Risse in den Realitäten der Westviertel, die krampfhaft versuchen ihren Status Quo zu halten, kittet das auch nicht.
    In diesem Sinne: locker machen und mal die Reise in eine Zeit genießen, die es so in der Form nie gegeben hat.
    Ach ja, noch ein Wort zum „Der Mann hat ja schon alles“. Natürlich, das finden sie in allen möglichen Bereichen. Ich bin auch nebenbei in einem Musikerforum unterwegs. Sie glauben nicht, was dort für eine Sammelwut herrscht. Leute, die von Hartz4 leben und dennoch der Meinung sind, diesen Synthesizer brauchen sie noch unbedingt zum Glück. Und wenn der dann vorhanden ist, dann brauchen sie doch noch weitere. Kritik daran… nun ja, selbstkritisch weiß man natürlich, dass eine Anhäufung von Technik einen nicht automatisch zum besseren Musiker macht. Dennoch wird gekauft und sich selber im Wahn bestätigt.

  181. Was ich übrigens noch allen...
    Was ich übrigens noch allen Freunden gewisser Kleidungen und Stile rate: greifen Sie doch mal zu gut gemachten Verfilmungen von Agatha Christie oder Sir Arthur Conan Doyle:
    http://www.amazon.de/Agatha-Christie-Poirot-Collection-DVDs/dp/B000E8RAUG/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=dvd&qid=1261578412&sr=8-2
    http://www.amazon.de/Miss-Marple-DVDs-Joan-Hickson/dp/B0012E4SH4/ref=pd_sim_d_7
    http://www.amazon.de/Sherlock-Holmes-komplette-erste-Staffel/dp/B000B9PV86/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=dvd&qid=1261578488&sr=1-4
    Das sind noch Landhäuser!

  182. Werter Don, falls Sie mal...
    Werter Don, falls Sie mal robustes Küchenwerkzeug benötigen: http://www.hammerschmiede-badoberdorf.de/
    Das ist zwar nicht so schön glänzend wie polierte Kupfertöpfe und man muss dafür auch nicht über die Alpen fahren, aber es ist auch ein „ehrliches“ Produkt.

  183. @FS
    Gerade im Winter machen...

    @FS
    Gerade im Winter machen die Seealpen richtig Spass.
    Vor ein paar Tagen waren wir mit meiner inzwischen 34 Jahre alten Heckschleuderauf dem Col de Turini. Das ist Spass pur!
    @Don Alphonso
    Vorsicht, es sind Ferien und die Fruestrierten haben mal wieder Freigang!
    Mein Gott, bin ich froh, auch nach 5 Ehen keine Kinder zu haben!
    Man stelle Sie sich mal vor, gewisse Halbakademiker wuerden von denen unterrichtet werden.
    Gruss aus dem bewoelkten MC bei 15° und Bon Nuel!

  184. Der Gärtner, nun, die...
    Der Gärtner, nun, die Krankenversicherung wurde mit irrwitzigen Versprechen an Klientelinteressen und für die Pharmabranche erkauft. Mag ja sein, dass es in den USA üblich ist, aber was daran „sozialdemokratisch“ sein soll, wenn man 2009 das angeht, was seit 1950 spätestens Standard auch in konservativ regierten Ländern sein sollte, erschliesst sich mir nicht. Ich sehe in Obama einen Mann, der alle Macht hat, und damit sehr, sehr wenig bewegt – am wenigsten einen Paradigmenwandel, der dingend nötig wäre. Die USA sind bis über den Schopf verschuldet und wollen noch mehr geld in Afghanistan versenken, während die Steuereinnahmen dank der diversen indirekten Geschenke für Banken (Tax Break für Ersthauskäufer mit schlechter Bonität zur Stützung der bewertungen der Bankbilanzen) nach unten gehen. Ich sehe in der Hinsicht kaum Unterschiede zu seinem Vorgänger. Sozialdemokratie sieht anders aus. Diese Fragen sind aber nicht nach rechts/links zu beantworten – niemand hat Banken mehr gepäppelt als die britische Labour-Regierung.
    .
    Ansonsten ist die Meinung, ich hätte schon alles, lächerlich an einem Tag, da der gute heimische Herrenbekleidungshersteller seine Pforten für immer schliesst, zwei Monate nach dem letzten Hutgeschäft der Stadt. Kann sein, dass ich genug habe, aber ich sehe sehr wohl, dass ich damit zu einer aussterbenden Gattung gehören könnte.

  185. @Don Alphonso
    Ich bin zwar...

    @Don Alphonso
    Ich bin zwar Nichtraucher, aber gute Pfeiffen gibts auch in Cogolin im Var, gleich neben Grimaud.

  186. FS, die Seealpen habe ich dem...
    FS, die Seealpen habe ich dem Sunbeam als erste grosse reise fest versprochen, und ich habe da auch eine Idee, was man in Grasse tun kann – die Glasflaschen im Koffer sind ja leider leer, das muss sich ändern. Leider habe ich keine Winterreifen für den Sunbeam, insofern wird sich eine Nacht der langen Messer a la Grimaldeli nur unter Risiken widerholen lassen, die die reiseversicherung des Hauses kaum abdecken wird.

  187. zebulon, vielen Dank, ich...
    zebulon, vielen Dank, ich werde schweigen wie ein Grab. Ich sehe durchaus, dass die Leserschaft zu Dingen tendiert, die man als „Laster“ bezeichnen kann, aber nachdem jeder für sich selbst verantwortlich ist: Warum nicht? Dunhill kenne ich nur als Koffermarke, und ich glaube, die gibt es gar nicht mehr.
    .
    abf, die Copilotin, wie schon erwähnt, möchte einmal eine Alkoholikatour in den Norden der Insel machen, und weil ich damit so absolut nichts anfangen kann, bin ich um jede Alternative dankbar. Sie wärmt sich von innen, ich mich von aussen.

  188. @Don Alphonso
    Wenn ich mich...

    @Don Alphonso
    Wenn ich mich recht entsinne, waren auf einem Photo des Sunbeam auch Diagonal-Reifen zu erkennen.
    Die sind zwar stilecht, aber bei Regen moechte ich mit denen nicht ins Gleiten kommen.
    Nachts war ich natuerlich nicht auf dem CdT. Ich liebe die Mittagszeit. Dann sind alle am Essen und die Strecke ist fast frei

  189. Grimaldeli, ich bin mir...
    Grimaldeli, ich bin mir sicher, dass, wo ich bin, immer die Sonne scheinen wird. Ansonsten fahre ich eh langsam. Ich möchte Zeit haben, 200 Kilometer am Tag reichen problemlos aus. Wie 1955 eben.
    .
    Doctor Snuggles, danke für die Schmiede, ich muss im Januar ohnehin in die Region auf eine Vorbesichtigung. Mein Problem ist ja nicht, dass ich die Zeit nicht zurückdrehen kann – vielmehr habe ich einfach (und ganz besonders heute, an diesem düsteren Tag) den Eindruck, dass selbst ich trotz eines bescheidenen Wohlstands und einer gewissen Bildung nicht mehr in der Lage bin, das zu bekommen, was ich haben möchte – und wenn doch, dann nur unter extremen Anstrengungen. Das muss gar nicht die Silberkanne sein, im letzten Sommer gab es einen Widerling von Gewerbeaufsichtsmenschen eines Landkreises, der meiner Marmeladenmacherin mitsamt ihrer ungespritzten Streuobstwiese den Garaus machen wollte, vermittels einer durchzusetzenden EU-Verordnung und Kosten für eine zweite Kochgelegenheit. Ja wo samma denn? Da sitzen ein paar Leute in Brüssel und sorgen mit „Verbraucherschutz“ dafür, dass mir meine Marmelade weggenommen wird. Hams denen ins Hirn ….?, ist man versucht zu sagen. Ich, ich müsste, wenn es nach den Herrschaften geht, Fabrikdreck essen, weil sich selbstgemachte Marmelade dann nicht mehr lohnt. Ich will die Zeit nicht zurückdrehen, aber ich möchte diesen Leuten in Brüssel da zeigen, wie man leben kann, und wie bescheiden es ihnen relativ dazu geht mit ihren Verordnungen und Fingerfood, von dem sie Magengeschwüre kriegen sollen. ich will, dass es mir gut geht, so gut, dass es denen so dreckig geht, wie sie wollen, dass es mir im Chinamüll und Frabrikfrass ihrer Freunderln gehen sollte.

  190. und auf dem weg gibt es...
    und auf dem weg gibt es natuerlich noch sonen muetzenfritzen, der es uns auch angetan hat
    http://www.robertmackie.com/products_and_services/traditional/balmorals_glengarries_and_tams/Default.asp
    ne Blackwatch Balmoral oder Tam O’Shanter brauchts schon

  191. Doctor Snuggles, gerade...
    Doctor Snuggles, gerade letztens haben wir die Jeeves & Wooster-Box mit Fry & Laurie geschaut, die ist ausstattungstechnisch von ähnlicher Güte wie der Poirot. (Wo kann man sich eigentlich Tweed-Kostüme schneidern lassen?)

  192. @Don Alphonso
    Genau die...

    @Don Alphonso
    Genau die gleichen „Verbraucherschuetzer aus Bruessel“ wollten den Franzosen verbieten, ihre Kaesesorten mit den lebenden Kulturen aussen auf der Rinde weiter zu produzieren.
    Das haben sich die Franzosen aber nicht gefallen lassen. So etwas ist Kulturgut!!!
    Das gehoert zu France, wie Foie d’oie, Escargots, Choucroute oder Tripes.
    .
    In Cogolin koennen Sie auf dem Marktstand der Familie Gerber auch hausgemachte Confituere kaufen.

  193. @ D.A. Wir müssen schon...
    @ D.A. Wir müssen schon dankbar sein, dass es den Rohmilchkäse noch gibt. Als nächstes steht angeblich Sauerteig auf der Abschussliste. (Den Beschwichtigungsversuchen der Kommission nach Protesten der Bäcker traue ich irgendwie nicht.) Aber vielleicht plant die Kommission für uns einen längeren Marsch durch die Wüste, wie damals, beim Auszug aus Ägypten, wer weiß das schon.
    Und was die Marmelade betrifft, wenn Sie einmal herzlich lachen wollen (oder weinen, je nach dem), schauen Sie mal in die „RICHTLINIE 2001/113/EG DES RATES über Konfitüren, Gelees, Marmeladen und Maronenkrem für die menschliche Ernährung“.
    Frohe Weihnachten!
    Einziger Ausweg: Selber kochen.

  194. D.A. 23.12...
    D.A. 23.12 @15.39h
    „Marmalade“ in GB besteht aus Oranges, Lemons and Grapefruit. Oder meinen Sie „Jam“ (Confiture -z.B aus Erdbeeren, Kirschen zubereitet?)
    Ich mache selber Marmalade mit water, sugar, half a grapefruit, 1 lemon and half an orange.
    Uebrigens, Marmalade < "Marie est malade". Mary, reine d'Ecosse, hatte immer dieselben vier Hofdamen (Ehrendamen?) gehabt, alle mit dem selben Vorname "Mary" - Mary Beaton, Mary Seaton, Mary Fleming und Mary Livingston. The "Marmalade" story: Einmal auf dem Seeweg nach Schottland (die Königin Mary war damals auch Dauphine de France) wurde der Königin Mary schlecht ("Marie est malade!!"), und die vier "Marys" haben "Marmelade" für sie zubereitet - aus oranges, sugar and water (langsam gekocht). Ich habe den Eindruck bekommen, dass D.A. sich für Antiquitäten resp. Antiquitätenläden (Art Nouveau and Art Deco stuff?) interessiert...

  195. Liebe Frau Diener,
    beginnen...

    Liebe Frau Diener,
    beginnen Sie hier mit der Suche.
    http://www.savilerow-style.com/issue017/style01.htm
    Für den schmalen Geldbeutel werden Sie aber auch von guten deutschen Maßkonfektionsmanufakturen in Deutschland bestens bedient.
    Ein Haus aus dem Odenwald mit einer Filiale nahe der Börse ist empfehlenswert!
    Herzlichst Ihr DF.

  196. Apropos Confiture. Etwas ganz...
    Apropos Confiture. Etwas ganz wohlschmeckendes ist die confiture de groseilles ohne Kerne aus Bar-le-Duc.
    Da werden von Hand die Kerne aus den Johannesbeeren mit einem Gänsekiel entfernt.

  197. Ein amerikanischer Präsident...
    Ein amerikanischer Präsident hat nicht „alle Macht“, und er kann nicht „alles machen“. Weit, weit gefehlt.
    Um Obama Gerechtigkeit zu tun, darf man ihn nicht vergleichen mit – hier irgendein Ideal einsetzen, vielleicht Abraham Lincoln oder die Jungfrau von Orleans -, sondern mit der anderen Option. Das wäre diesmal gewesen dieser siebzigjährige Dauersalutierer, der sich aus fast freien Stücken diese verrückte Nudel aus Alaska als Vize ausgedeutet hatte; und da bin ich geradezu heilfroh, dass es statt seiner Obama geworden ist. Eine andere Wahl hat nicht zur Wahl gestanden.
    Und selbst für den Siebzigjährigen hätte man notfalls noch froh sein müssen, wollte doch die Familie Bush ursprünglich den nächsten Deppen aus der Brüderschar ins Weiße Haus organisieren. Und dann noch einen. Alle wieder mit Peter- Lorre-Figuren wie Karl Rove und Halliburton-Leuten wie Cheney am Steuer. Das hat Bush junior dann aber gottseidank selbst vermasselt, durch sein schieres Dasein.
    Ich finde, so herum muss man den Obama sehen. Und die Healthreform, so sie einmal Wirklichkeit wird, ist immer noch ein Jahrhundertereignis. Nicht für Baden-Württemberg, wohl aber für die USA.
    Im übrigen bin ich fest/fast überzeugt, dass wir diese singende Hausfrau aus Alaska noch einmal als Präsidentin haben werden. Die haben immerhin Bush junior einmnal mit ruschendem Erfolg wiedergewählt! – So, und nun denken Sie noch einmal an Obama.

  198. Herzlichen Dank, Don Ferrando....
    Herzlichen Dank, Don Ferrando. Das Haus aus dem Odenwald mit Filiale nahe Börse hatte ich auch schon in Erwägung gezogen, traute der Sache aber nicht so recht. Aber wenn Sie es empfehlen, werde ich mir bei Gelegenheit die Sache einmal näher anschauen. (Harris Tweed bekommt man auch dort, wie ich durchs Schaufenster ausmachen konnte.)

  199. Bei Brot kenne ich keinen...
    Bei Brot kenne ich keinen Spass. Am Ende werde ich mich wieder meiner alten Tugend des Brotbackens widmen muessen. Das wollte ich eigentlich den Rest meines Lebens nie wieder tun.
    Allein das quaelende Ansetzen des ersten Sauerteiges-und die weitere Pflege desselben…
    …und dieser Terror des Selbermahlens des Getreides.
    .
    ber wenn’s denn sein muss will ich denen die Zaehne zeigen.
    Gegen Eintrittsgeld bin ich uebrigens bereit jedem Interessierten mein Gluehbirnen-Lager zu zeigen.

  200. Geht doch, lieber Don,...
    Geht doch, lieber Don, Bar-les-Duc liegt in der Naehe von Verdun. Wie ich bereits sagte: Eine Reise muss dramaturgisch gestaltet werden.

  201. Diese EU-Schelte mag ja wahr...
    Diese EU-Schelte mag ja wahr sein, doch dieselbe erfüllt ein Kriterium nicht, dass doch eine der Voraussetzungen hierselbst sein sollte: mit Esprit zu vermeiden den Leser zu langweilen. Machen Sie ihre Marmelade doch selbst – das ist wahrhaft aristokratisch sagte mir unlängst Gräfin…

  202. Werter Josef,
    natürlich ist...

    Werter Josef,
    natürlich ist es ein Leichtes, die Marmelade selbst zu machen, wohl auch den Natursauerteig. Käse geht auch noch.
    Der Punkt ist doch, dass ich gerne auch gute, seit Jahrhunderten bewährte Produkte von Kleinherstellern auch gerne weiter kaufen können möchte und nicht will, daß mir Bürokraten diese Möglichkeit nehmen.
    Wenn freie Fahrt für freie Bürger möglich ist, warum dann diese Regulierung bei guten traditionellen Lebensmitteln??

  203. „Böse“ ist das...
    „Böse“ ist das Ganze
    .
    @Don Alphonso/Gärtner: Auch ich habe von Anfang an Obama aufs genaueste beobachtet, hier einige Beispiele für:

    http://blog.herold-binsack.eu/?p=604 Hegemonie oder Demokratie
    http://blog.herold-binsack.eu/?p=599 Der schmale Lichtblick
    http://blog.herold-binsack.eu/?p=411 Schock gefrieren
    http://blog.herold-binsack.eu/?p=342 Ein teuflisches Päckchen
    .
    Und doch sollte man bedenken, dass ein US-Präsident ganz sicher in der Innenpolitik weniger zu melden hat als in der Außen- und Kriegspolitik. Für letztere muss er die volle Verantwortung übernehmen, insbesondere hierbei für seine watteweiche Politik in Bezug auf die verschleppte Auflösung Guantanamos, aber dann natürlich auch in Bezug auf seine Kriegspolitik in Afghanistan, vom Irak ganz zu schweigen.
    .
    In der Frage der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung muss man ihm zugute halten, dass er eben der erste Präsident ist, der dieses Thema überhaupt auf seine Agenda genommen hat, allerdings ist er das als Farbiger vor allem dann auch den Farbigen schuldig. Ohne diese Reform ist er erledigt. Daher auch natürlich seine Kompromissbereitschaft, denn für ihn gilt: besser eine schlechte Reform als gar keine. Dass er dabei den Massen nicht hilft, sondern diese verschaukelt, muss man ihm vorhalten, nicht weil er die Macht dazu gehabt hätte, es anders zu tun, die hat er nicht, aber er hat die Macht, die ‚Wahrheit‘ zu sagen, oder auch nicht. Allerdings: in beiden Fällen ist er als Präsident erledigt, also sagt er weder die Wahrheit, noch lügt er. – Und das ist die einzig mögliche Politik einer sich vielleicht als linksliberal verstehenden Bourgeoisie, zu der er definitiv gehört.
    .
    Nur: kritisieren wir ihn nun, weil er ein linksliberaler Bourgeois ist oder keiner? Also kritisieren wir ihn von links oder von rechts?
    .
    „Sozialdemokratismus“, mal abgesehen davon, dass ein solcher für mich keineswegs eine linke Alternative darstellt – auch und schon gar nicht „das kleinere Übel“ -, gibt es in den USA überhaupt nicht. Die einzigen „Sozialdemokraten“ dort sind vielleicht gewisse trotzkistischen Parteien und Verbände, Gewerkschaften gar, bzw. Zirkel, die sich sehr wahrscheinlich aber alle um die „Demokraten“ scharren, und die doch mehr oder weniger für eine europäisch konnotierte Politik – einschließlich eines etwas versteinert wirkenden Marxismus – stehen.
    .
    Die USA sind das Kernland des Kapitalismus, im Bösen wie im Guten (ja letzteres gibt es tatsächlich, nämlich als Alternative zur kontinental-europäischen aristokratischen Bourgeoisie, zu jener also, die den Feudaladel beerbte und nicht beerdigte).
    Die USA sind ein mehr oder weniger gutes Abbild der Matrix, nicht das Böse schlechthin, also die Matrix selbst. Böse ist das Ganze, zu dem alle gehören, definitiv auch die USA, für das sie aber nicht stellvertretend stehen. Letzteres nämlich annehmen, hieße auch in antisemitischen Fahrwassern treibend.
    .
    @Frau Diener: Sie erwähnten doch in Ihrem Blog, dass Ihnen Sinclair nichts sagt, nun hier ein wirklich brauchbarer Link:
    http://www.sinclair-edschulz.de/

  204. @ Doctor Snuggles. Um mir eine...
    @ Doctor Snuggles. Um mir eine Formulierung des Autors auszuleihen: ich bin in einer kleinen, dummen, allerdings armen Stadt an der Ostküste, in der sich eine einem Feudalherren ähnelnde akademische Einrichtung befindet. Nun ja, für ein paar Jahre kann man das mal machen, aber kein vernünftiger Mensch möchte doch Europa auf Dauer verlassen. Und, naja, wahrscheinlich würden Sie sich auch wundern, wie anders vieles ist, als schlechte informierte Journalisten mit Lobby-Verbindungen in noch schlechteren Artikeln deutscher Magazine hochjubeln!
    .
    An dem blog arbeite ich noch. Im Augenblick ist das layout noch dermaßen ästhetisch unansprechend, dass ich das nicht auf die Menschheit loslassen möchte…

  205. Don, dieser Tage bin ich...
    Don, dieser Tage bin ich wiedermal über „Felix Kroull“ gestolpert. Gerade nun -nach seinem Doppelleben als gentleman und commis de salle in Paris – macht er sich auf, im Namen des Marquis de Venosta, die Welt zu bereisn. Zu seiner adäquaten Equipierung hätte ihm dieses schöne Köfferchen sicher gereicht.

  206. Ich leide ganz mit Ihnen....
    Ich leide ganz mit Ihnen. Käse selbst machen scheint mir zuviel des Guten, andererseits alltägliches Tun, Brot macht heute jeder Heinrich und Konrad, Marmelade ist etwas anderes und falls Ihnen diese Differenzierung grotesk erscheint, dann ist entweder mir oder Ihnen nicht zu helfen oder umgekehrt. Mir gefiel nur der ungewöhnlich gewöhnliche alltagspolitische Ton der Suada nicht. Ich war gelangweilt und erlaubte mir Sie damot zu langweilen und gleichsam Gleiches mit Gleichem zu vergelten…

  207. Wie wäre es mit der...
    Wie wäre es mit der herrlichen Mittelalter-Abteilung des Louvre als Beginn einer Reise nach Istanbul (mir gefällt allerdings Byzanz oder Konstantinopel besser)? Der Orient und seine mittelalterliche Fusion von West und Ost sind mal eine Abwechselung.
    Ansonsten ist ein Fahrt mit dem Cabrio von Aix-en-Provence über Marseille, Cannes, Nizza, Alassio (herrliches kleines Hotel im Pinienwald mit Privatstrand und reizenden Besitzern) nach Genua immer ein paar Liter Benzin wert.

  208. Wegen Marmelade muss ich...
    Wegen Marmelade muss ich meinen Senf dazugeben und wegen Streuobstwiesen. Vor ca. 14 Tagen lief bei SWR3 samstags abends eine Sendung (um genau zu sein es ist eine Serie mit vergessenen und wiederentdecken LEBENSmitteln aus der Heimat, global village traefe es weniger gut) und ja um auf die Marmelade zurueckzukommen, muss erst dieser Sammler und Bewahrer von alten Quittensorten aus Franken (genauen Ort habe ich vergessen) erwaehnt werden. Er pachtet verwilderte Gaerten mit verschollenen Quittensorten jeglicher Provenienz, rekultiviert die Gaerten und sorgt dafuer, dass die Sorten fortbestehen und der Nachwelt erhalten bleiben. Ein Ribbeck uas Franken koennte man vielleicht sagen.
    In diesem Zusammenhang wurde auch erwaehnt und nun komme ich auf die Marmelade zurueck, dass Quittengelee im Portugiesichen MARMELO heisst, was auf Quittengelee als die Mutter aller Marmeladen hindeutete.
    In einer anderen Folge dieser Serie ging es um Mandeln aus der Suedpflaz, die u.a. von einem heimischen Konditor zu Konfekt verarbeitet werden (schlag mich tot, ich kann mich nicht mehr an den Ort erinnern, leider). Wenn das kein Grund ist, seine Reise ..

  209. @Devin08,
    Upton Sinclair, ein...

    @Devin08,
    Upton Sinclair, ein guter Hinweis, fuer den, der an amerikanischer Sozialgeschichte interessiert ist, auch gut geschrieben.
    Und noch ein Wort zur Machtfuelle des Praesidenten. Clinton meinte einmal, dass er das Praesidentenamt liebe, weil es ihm erlaube, Dinge anzustossen, die ihm wichtig waeren. Er sprach von „Anstossen“, nicht von „Durchsetzen“, d.h. er hatte damals seine Lektion gelernt, nicht zuletzt nach dem Debakel mit seiner eigenen Gesundheitsreform, an dem seine eigene Frau nicht unschuldig war.
    Wenn er es nicht von vornherein verstanden hat, lernt Obama diese Lektion in diesen Tagen. Senatoren aus seiner eigenen Partei (Ben Nelson, Patrick Leahy …), mit denen er um Ausnahmeregelungen zu feilschen hat, sind seine Lehrmeister. Die Entscheidungen fallen in Senat und Repraesentantenhaus, nicht im Weissen Haus.
    Wie heisst es so schoen: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Der Spruch verleitet zu einem voluntaristischen Verstaendnis von Politik, das meistens verkehrt ist, und das nicht einmal nur in Staaten, in denen das Gewaltenteilungsprinzip in der Verfassung zentral verankert ist wie in den USA.
    Gruss
    G.S.

  210. Liebe Gemeinde,
    der Don hat...

    Liebe Gemeinde,
    der Don hat doch gar nicht vor, zu verreisen.
    Er verkauft einfach nur seinen üblichen Trip zum Schuster in Verona als Europa-Reise. Bologna liegt bereits außerhalb der Reichweite, Pisa sowieso.
    Alles gute zur Bescherung.

  211. @ Georgiana Darcy: da bin ich...
    @ Georgiana Darcy: da bin ich ja mal wirklich gespannt. Ich habe einen Bekannten, der für ein paar Jahre in Providence arbeitete. Als ich ihn irgendwann mal fragte, was für ihn einer der großen Unterschiede zu Deutschland sei, sagte er: „die viele Polizei [in Providence].“ Nun, viel Polizeipräsens hat einen Grund und der ist meistens nicht der Beste.

  212. Frau Diener, danke für den...
    Frau Diener, danke für den Hinweis auf Jeeves & Wooster, die Serie kannte ich noch nicht. Da fällt mir gerade noch eine alte Serie ein, die allen Trägern von englischer Landkleidung gefallen könnte: „Der Doktor und das liebe Vieh“.

  213. Wenn Sie ein Freund von...
    Wenn Sie ein Freund von Brticoms sind, werter Doctor Snuggles, moechte ich auch die alten Monty Python Serien empfehlen. Oder „Keeping up appearances“, „Fawlty Towers“ with John Cleese et al,. Auch noch „Are you being served“, und wer noch weiter in die Vergangenheit schauen moechte da findet man auch die uralte Serie „On the buses“……all hilarious stuff.
    Auf einem etwas „gehobenem Niveau“ empfehle ich „To the manor born“, or the „Vicar of Dibley“ to name a few.
    Season Greetings to all
    Pax vobiscum

  214. sollten sie über montélimar...
    sollten sie über montélimar reisen, kommen sie sicher nicht umhin vom dortigen „nougat de montélimar“ zu naschen. das sollten sie auf jeden fall tun. bedauerlicherweise ist mir nicht bekannt, ob es dort noch kleine manufakturen gibt, ich gehe aber fest davon aus, da eigentlich alles was ich dort vor ort kaufte, um längen besser schmeckte als das, was außerhalb des ortes (also zum beispiel in deutschland…) verkauft wird.
    zudem gibt es dort das sonderbarste stadtmuseum, dass ich je gesehen habe. (mit mumie!)
    [http://de.wikipedia.org/wiki/Mont%C3%A9limarnougat#Franz.C3.B6sischer_Mont.C3.A9limar-Nougat]

  215. Verehrter Don Alphonso!

    Da im...
    Verehrter Don Alphonso!
    Da im Südosten – anders als 1913 und Gottseidank! – gerade kein Krieg herrscht, bleibt uns endlich reichlich Zeit für einen anderen, hier äußerst beliebten Zeitvertreib: Schnapsbrennen. Wie heißt es schon in Cyrus L. Sulzbergers Memoiren A Long Row of Candles über den Balkan „It is, or was, a gay peninsula filled with sprightly people who ate peppered foods, drank strong liqours, wore flamboyant clothes, loved and murdered easily […]. Less imaginative westerners looked down on them with envy […].”
    Wenn Sie auch die Jagd- und Trinkleidenschaft ihrer Vorfahren ablehnen, so möchte ich Ihnen trotzdem etwas „Scharfes“ zur Wegzehrung empfehlen. Ganz im Sinne von Gregor v. Rezzoris knoblauchgesättigter Erkenntnis in Maghrebinsche Geschichten: „[…] denke daran -: wenn wir alles das noch hätten, was wir versoffen haben, was könnten wir jetzt saufen.“
    Da Sie, mein werter Don, ein gewisses Faible für Haus- und Selbstgemachtes haben, lasse ich Ihnen gerne eine gute Portion bosnischen Pflaumenbrand zukommen (von meinem serbischen Brennmeister auf alten, holzbefeuerten Kupferkesseln destilliert; bruch- und reisefest in handgemachten Fläschen aus Jenaer Glas abgefüllt). Direkt aus Sarajevo, wo vor nunmehr bald 100 Jahren eine Handvoll Jugendliche dem Alten Europa die Lichter ausblies.
    Meinen Sie bitte nicht, dieses Getränk wäre vielleicht zu profan für Ihr Gepäck. Eher scheint mir der Fall zu sein, daß seine wahren Qualitäten ein bisserl in Vergessenheit geraten sind. Ein vorzüglicher Digestif nach einem reichen und fettem Diner. Und das nicht nur in Kriminalromanen wie etwa The Liebermann Papers, Mortal Mischief von Frank Tallis: „They had dined on caviar, sardines, goose liver, and pheasant’s eggs in aspic, […]. Coffee was served with cognac pastilles, […]. They had intended to leave an hour earlier, but somehow satiety, slivovitz and cigars kept them seated.”
    Sollten Sie auf Ihrer Tour allerdings den Weg nach Sarajevo finden, glücklicherweise auf der direkten Route Budapest-Dalmatien (sprich: Gänseleber-Austern) gelegen, so würden ich den „alten Araber“ (ein nach klassischem Vorbild in Andalusien gefertigter Alambik) einheizen und für Sie und Ihre werte Weggefährtin einen veritablen Absinth brennen lassen. Passend zur 1913 noch intakten Belle Époque. Das Ganze natürlich im Rahmen eines mulatság mit reichlich sevdah. Seien Sie unsere Gäste!
    Ergebenst,
    Oliver-ağa

  216. Graz ist keine schlechte...
    Graz ist keine schlechte Empfehlung. Irgendwann wird es sich herumgesprochen haben, dass das ein verstecktes Kleinod ist. Dann ist es zu spät.
    Antiquariat Wildner in der Stempfergasse. Auch in der Stempfergasse die Buchhandlung Leykam, dort gibts den den Alten Bauernkalender und den Sterz.
    —-
    Alter Bauernkalender, Mandlkalender, ein Jahreskalender, der in bildlicher Darstellung (Icon) den Namensheiligen und in Form von Zeichen (Piktogramm) das Wetter des jeweiligen Tages ankündigt.
    Sterz, eine, bzw. die in Graz erscheinende Literaturzeitschrift.

  217. Au, das ist eine schöne Idee:...
    Au, das ist eine schöne Idee: den Koffer füllen mit allem guten Zeug, das man heute finden kann, und dann als Archiv der Nachwelt überlassen. –
    Also, ich wüßte da akut nur die Bettwäsche im kleinen Laden in der Pestalozzistraße neben Karstadt, die ich richtig gut finde, und, aber Weihnachten ist vorbei, die echte erzgebirgische Rehpyramide, die wir nun dank Weihnachtsmarktbesuch unser eigen nennen dürfen. Aber das ist halt kein Reisebedarf und verfehlt insofern das Thema. Einen Ort, an dem Kaufenswertes zuhauf auftritt, kenne ich akut nicht.

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