Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Idiotenstreifen am Himmel und Elite auf Erden

| 177 Lesermeinungen

Es ist nicht einfach, das Wort "Elite" wertfrei zu benutzen; manche gieren danach, um sich zu vermarkten, was unelitärer kaum sein könnte, und andere beschimpfen Feinde damit, was auch etwas gewöhnlich ist. Ich persönlich denke, dass Elite vor allem instabil ist; der Multimillionär im Rollstuhl ist ebenso wenig Elite wie der taube Musikkenner, aber mitunter reicht schon ein spöttisches Wort über ein störendes Flugzeug am Himmel, um für einen Augenblick die Elite in sich zu vereinen. Man muss das natürlich nicht mögen, und man exponiert sich mit so einer Meinung - aber auch das gehört dazu.

Die meisten Menschen sind zu feig zum Bösen, zu schwach zum Guten.
Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung

Also, ich muss das schon wieder erklären: Ich mag meinen Ehrgeiz nicht, denn er steht mir so schlecht wie ein Berateranzug. Ich habe schon Berateranzüge getragen und mich dabei unwohl gefühlt, was auch in den Situationen, lachhaft, grotesk und auch mit dem Anlass Broterwerb nicht entschuldbar, begründet gewesen sein mag. Gern behaupte ich von mir, keinen Ehrgeiz zu kennen, aber das stimmt leider nicht, man könnte übelmeinend auch sagen: Ich lüge. Ich kann aus den geringste Anlässen von Ehrgeiz zerfressen sein. Geringste Anlässe wie jenes sportlich bekleidete Münchner Paar, das mich an der ersten Steigung einholt. Sie tragen Funktionsjacken und haben Steckerl dabei. Ich trage eine Lederjacke, einen Merinopullover, eine ausgediente Hose, handgestrickte Socken und schwere Schuhe, dazu eine Lederkappe und eine Fliegerbrille, und ziehe einen Rodel nach. Ich habe jeden Anlass, langsamer als die geringsten Anlässe in leichtem Plastik zu sein. Sie ziehen davon, und ich biege auf den kurzen, aber technisch anspruchsvollen Steilweg ab.

Auf 1050 Meter sehen wir uns wieder. Ich bin 50 Meter vor ihnen. An dieser Stelle würde ich gemeinhin eine Pause machen, aber es reicht, einmal überholt zu werden. Also gehe ich weiter. Ich führe durch die Steilkurvenkombination, am Holzstoss, und mit letzten Reserven beim Einstieg in den Berghang zum Gipfel. Am Schlussanstieg, steil und eisig, gehe ich so weit, bis ich hinter einer uneinsehbaren Kurve bin, und breche zusammen. Sobald ich wieder japsen kann, stehe ich auf, begebe mich in eine ausschreitende Haltung, um wieder loszugehen, wenn sie um die Kurve kommen. Sie kommen nicht. Weiter unten mault sie, dass es ihr zu viel ist. Er versteht das. Frisch beflügelt stürme ich weit vor ihnen den Gipfel. Funktionsjackenträger. Ich schleppe einen Rennrodel, habe einen gebrochenen Zehen und ein ärztliches Bergsteigeverbot und bin trotzdem schneller, würde ich sagen, gäbe ich je zu, ehrgeizig zu sein. Aber das passt nicht zu mir, zum Tag und zum Ort.

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Ich bin auf der Neureuth, es ist Werktag ausserhalb der Ferienzeit und Mittag. Wer jetzt hier oben ist, musste sich entweder Urlaub nehmen, oder lebt im Urlaub für immer. Die erste Kategorie darf und muss Ehrgeiz haben, die zweite Kategorie hat das nicht wirklich nötig. Ich finde eine freie Bank, pfeife Bibers Orgeleinleitung zum Hosanna der Missa Celensis auf meinem übersauren Lüngerl, und kann schon nach ein paar Minuten wieder mit der Bedienung plaudern, die wissen will, ob sie mir „etwas Gutes tun“ kann, und wo meine letzte Begleitung geblieben ist. Ich bestelle Tee und Topfenstrudel, lehne mich wieder an die Holzwand, schliesse im Sonnenlicht die Augen und höre, wie die geringsten Anlässe der Funktionsjackenträger nun auch kommen, und ihren leicht nörgelnden Tonfall, der verrät, dass sie sich den Urlaub mit Nordic Walking hier hoch doch etwas leichter vorgestellt hat. Nicht so schneeig. Die Wärme kriecht von der Holzwand der Hütte in meinen vom Ziehen verspannten Rücken. Von vorne brennt die Sonne und von unten der gebrochene Zeh. Die Bedienung bringt den Tee und den Topfenstrudel.

Von Tegersee aus, wo sich die Häuser hoch den Hang hinauf ziehen, kommen weitere Gäste, darunter auch drei Frauen, die fragen, ob bei mir noch frei ist. Recht voll ist es geworden, die Zeiten der Stille sind vorbei, ich biete ihnen den Platz an, und sie setzen sich. Sie sind in jenem Alter, da der Verfall sich nicht mehr bestreiten lässt, auch nicht durch die Sonnenbrillen bekannter Marken und die moderne Sportbekleidung, die mich in meinen ledernen Brauntönen wie ein Relikt aus jener Epoche erscheinen lässt, der sie eigentlich entstammen. Sie reden über Immobilienpreise, was man hier eben so tut, wenn man das Wetter schon ausgiebig gewürdigt hat, und meine neue Nachbarin möchte wissen, ob der Topfenstrudel zu empfehlen ist – oh, absolut, wirklich, sage ich, noch nicht ganz an die demonstrative Distanzlosigkeit gewöhnt, die die Menschen in diesem Tal befällt, wenn sie glauben, auf Hütten unter ihresgleichen zu sein.

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Nach dem Topfenstrudel mache ich mich an das, was man mit etwas Übertreibung als Arbeit bezeichnen könnte: Ich mache ein Bild. Ich suche die Kamera, schalte sie ein, hebe sie hoch und drücke auf den Auslöser, dabei von meiner Nachbarin erst vielleicht etwas misstrauisch beäugt, aber wer kann das bei den heutigen Sonnenbrillen, gross wie Spiegeleier, schon genau sagen. Sie wendet sich um, schaut den gerade abgelichteten Himmel an und sagt, ich sollte doch besser warten, bis der Idiotenstreifen weg wäre, der störe nur das Bild. Welcher Idiotenstreifen, frage ich. Der knapp unter der Sonne, meint sie. Tatsächlich bewegt sich dort ein Flugzeug und hinterlässt einen kurzen, unbedeutenden Kondensstreifen in der klaren Bergluft.

Sie meinen den Kondensstreifen, sage ich. Natürlich, sagt sie, sie stört sich an diesem Makel des ansonsten reinen Blau über den Bergen, und sie gibt auch ihrer Missachtung derer da oben deutlich Ausdruck: Idioten, die mit ihrer Businessfliegerei die Aussicht schädigen würden. Ich schaue sie genau an, aber hinter der Sonnenbrille kann alles mögliche sein, echte Empörung, Ironie, Verachtung, ein leises Lachen, man erkennt das nicht. Vielleicht sagt sie das auch nur, um auf sich aufmerksam zu machen, vielleicht müsste ich sie kennen und habe keine Ahnung, dass dem so ist, weil ich keinen Fernseher habe und sie vielleicht Ansagerin oder sonst etwas war, das es immer im letzten Lebensdrittel an einen der oberbayerischen Seen treibt. Vielleicht ist sie aber auch nur einen Moment die Elite. Also, ich muss das erklären. Ich glaube nämlich, dass die Elite volatil ist. Weil, sagen wir mal, der niedersächsische Ministerpräsident ist ganz sicher keine Elite, wenn er von einer Fluggesellschaft bessere Plätze geschenkt bekommt. Der fühlt sich vielleicht wie Elite, ist aber nur eine arme Nummer. Elite ist etwas, das man selbst unter Idealbedingungen nur ab und zu sein kann.

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Wenn man etwa Richtung Norden schaut, was von da oben nur unter Verrenkungen möglich ist, denn hier will man doch nicht nach Norden schauen, wo die leben, die nicht am Tegernsee leben können, im Norden also sieht man die Wolken über Deutschland, von Dürnbach bis Hamburg. Da leben und arbeiten 82 Millionen Deutsche, die schon mal nicht hier oben sind, sondern unter der grauen Pampe. Seit Tagen oder Wochen. Die nicht  bei 17 Grad plus an der Hauswand sitzen. Bei denen der Schnee ernst gemeint ist, und nicht nur blendend weisse Dekoration wie hier oben. Da unten gibt es keine Elite. Elite ist auch nicht im Tal, denn dort ist es kalt, wegen Inversionswetterlage. Elite ist auch nicht hinten bei Kreuth in den Seniorenresidenzen, selbst wenn dort ein Monat mehr kostet, als ich in vier Monaten verdiene. Die schaffen es nicht mehr hier hoch. Aber die Frau mit der Sonnenbrille kommt noch herauf und sieht dabei für ihr Alter sehr gut aus. Und kann sich über die Idioten in ihrem Flugzeug da oben lustig machen. Vielleicht sitzen darin russische Oligarchen – Idioten, trotzdem. Nicht mal eine Art Schönheitspflaster für den Himmel, der einen wohlig daran erinnert, dass andere vielleicht gerade eine Präsentation machen müssen und einen unaufschiebbaren Termin haben, für den sie in ein hässliches Terminal mussten. Einfach nur Idioten, sagt sie. Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet, sagte Carl Schmitt. Der war auch ein Idiot, und ein Nazi (Mitgliedsnummer 2 098 860), aber die Frau ist für diesen kurzen Moment die Elite. Der leicht faltenbekränzte Nabel der Welt, der sie einteilt in Idioten und jene, die hier auch noch das letzte Fitzelchen Störung der Entspannung, jede Erinnerung an Eile von ihrem Himmel geputzt haben wollen.

Gut, sage ich, und mache später noch ein anderes Bild des Himmels, ohne Flieger, aber da redet sie schon wieder banales Zeug mit ihren Freundinnen über Leute, die man vielleicht auch kennen sollte, aber ich werde auch in Zukunft keinen Fernseher haben. Ich habe nur einen Rennrodel, der mich zurück ins Tal bringt, wo ich, nach schneller Fahrt angekommen, mich erst mal durchbiege, Füsse und Kopf auf dem Eis, und lache vor Glück.

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Die Elite ist vielleicht schon weit weg von hier, in einem Bankster aus England, der in Davos mit Ski angetan über eine Schanze springt und jauchzend nicht ahnt, dass man ihn daheim der Steuerhinterziehung überführt, am Abend gastiert sie noch einmal in der alten Dame jenseits aller irdischen Freuden in der Oper, deren Seele durch die Musik heller funkelt als alle Juwelen auf ihrem faltigen, modernden und krebszerfressenen Leib, sie mag viel zu spät in der letzten Nacht noch einen Mann durchglühen, der in einer Frau jenes ultimative schwarze Gift findet, nach dem er sich tagelang verzehrte, und am nächsten Morgen bildet sich ein Erbsenzähler in tiefster und ehrlichster Einfalt etwas ein, wenn er im Gegensatz zu seinem Bürokollegen zum Vorstandsassistenten mit Anspruch auf einen Dienstopel befördert wird, während die Jungautorin noch zitternd des Pakets harrt, in dem ihre Belegexemplare kommen. Sie alle werden kurz erhoben sein über andere, um dann wieder zurückzusinken in die Normalität, und nur wenigen ist es vergönnt, immer und jederzeit entscheiden zu können, wann sie sich von den anderen ausnehmen.

Das ist natürlich ungerecht, aber eines Tages wird die Frau mit all ihrer Arroganz den Berg nicht mehr hochkommen, und keine Brille wird ausreichen, um das Ende zu verdecken; auch ich werde vermutlich schneller morsch, als das Eschenholz meines Rodels, die Luxusprobleme werden durch die echten Sorgen abgelöst, und dann werden andere kommen; vermutlich auch in dieses Tal, und wieder definieren, warum sie oben sind und andere nicht, und warum es beim Topfenstrudel genau richtig ist, und im Flugzeug darüber grundfalsch. Wir werden alle sterben, aber die Haltung wird überleben.

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177 Lesermeinungen

  1. lieber Don Alphonso, der Blick...
    lieber Don Alphonso, der Blick von Ihrem Rodelberg (der Neureuth, von Ihrem Frühstückstisch aus sichtbar?) ist wenn nicht atemberaubend, so doch wunderschön. Und den geographischen Flug, der Sie von dort nach Norden machen, liebe ich in Porto. Im ehemaligen Fischerdorf Foz do Douro kann man inmitten der Granitklippen am Atlantik (in temporären, aber sorgsam installierten Bistros) im Sonneuntergang auf die endlose Fläche schauen, und sich vorstellen, in welche Richtung man schwimmen müsste, um nach New York, Miami, Veracruz, Cartagena oder Recife zu kommen. Das schlimme ist nur, dass die Dame mit der Allergie gegen Flugzeugemmissionen dort sogar mit dem Rollstuhl hinfahren könnte. Zudem erreichen die Confisserien nur knapp einen Schweizer Standart. Aber dort am Meer entscheidet das bewusste Individuum über den Ausnahmezustand, auch wenn dies der Idiot und Nazi Carl Schmitt verschriftlicht hat (was er zweifelsohne auch war). Und die weltoffenen Bewohner dieser Stadt, wechseln für jene, die nicht ihr Idiom oder Spanisch sprechen, auch gerne zum Französischen oder Englischen.

  2. Wer das ganze Elend seiner...
    Wer das ganze Elend seiner Mitmenschen ermessen will,
    braucht sich nur ihre Vergnügungen anzusehen.

  3. Wer weiß, vielleicht sehen...
    Wer weiß, vielleicht sehen die Flugzeuginsassen herab und denken sich:
    „Alfonso, Alfonso,
    Quanto rider vorrai
    Della mia stupidezza!“

  4. Lieber Don Alphonso, so hatte...
    Lieber Don Alphonso, so hatte ich dies noch nie betrachtet, aber Sie haben Recht: In der Regel gehört man nur immer für einen Augenblick zur Elite. Alleine schon deshalb, weil sich die Gesellschaft ständig verändert und damit auch der Anspruch an den Begriff „Elite“. Wirklich zur „Elite“ zählt man, wenn es einem egal ist, ob man von anderen dort gesehen wird, oder nicht. Ich bin leider noch nicht ganz so weit und zehre an meinem Ehrgeiz… ;-) LG

  5. "Elite ist etwas, das man...
    „Elite ist etwas, das man selbst unter Idealbedingungen nur ab und zu sein kann.“ Sehr schöner Satz! Tiefere Erkenntnis?

  6. Werter Don,
    das mit dem...

    Werter Don,
    das mit dem Ehrgeiz kann ich durchaus nachvollziehen, insbesondere wenn der, der da an einem vorbei zieht, so ganz und gar nicht den eigenen Idealen entspricht. Ich neige jedoch dazu, so etwas mental zu verarbeiten denn wieso sollte ich mir mein Tempo und meine Pausenplanung von so jemandem beeinflussen lassen.
    Bei der Betrachtung Ihrer Bilder kommt mir ungeachtet der kondensierten Idioten darin die Frage, mit welcher Ausrüstung man sich eigentlich in der besseren Gesellschaft heutzutage fotografisch betätigt. In früheren Zeiten war das ja relativ einfach und auch heute dürfte man mit einem filmbasierenden Apparat einer soliden Marke mit mehr oder weniger klangvollem Namen zu den meisten Anlässen nicht aus dem Rahmen fallen (was man von den heute leider Gottes allgegenwärtigen Mobiltelefonen mit Möchtegern-Kamera sicher nicht sagen kann). Jedoch ist Film in vieler Hinsicht natürlich entsetzlich umständlich…
    Mit einer Leica M9 ließe sich sicherlich angemessen arbeiten, jedoch dürfte die für den Rodelausflug vielleicht schon etwas groß sein. Außerdem lässt sich so etwas als Geldanlage eher nicht empfehlen (die dazu passende Objektivsammlung aber möglicherweise durchaus).
    Die ein oder andere technische Unzulänglichkeit in Ihren ansonsten recht schönen Bildern lässt mich allerdings vermuten, dass Sie eher mit so einer japanischen Plastikknipse arbeiten. Ich möchte Ihnen aber nicht durch voreilige Schlüsse unrecht tun.

  7. Werter Don,
    eine sehr...

    Werter Don,
    eine sehr demokratische und gelungene Definition von Elite. Ja niemand ist dauernd und immer Elite, man mag sich elitär fühlen, aber niemand ist immer Elite! Gefällt mir der Gedanke.

  8. Einen schönen guten Morgen,...
    Einen schönen guten Morgen, Don Alphonso, aus der grauen Pampe. Wie soll denn nun die Elite definiert weden? Oder ist sie in diesem unserem Lande so klein, daß man ihre Mitglieder einfach an den Fingern abzählen kann und deswegen keine allgemein gefaßte Definition braucht? Bestimmt sie sich selbst nach dem Modell der Académie française? Gibt es sie denn überhaupt noch im allgemeinen Sinne? Oder haben wir nur noch Branchen-Eliten? Eine Sport-Elite, zu der durchaus auch Prolls gehören, eine Unternehmer-Elite, wozu auch der eine oder andere Korrupte gehört, eine Bildungs-Elite, in der sich eine Menge armer Schlucker wiederfinden, eine Polit-Elite, über die man besser schweigt …
    Wie sieht man das im Süden?
    Herzliche Grüße K

  9. "Die Elite ist vielleicht...
    „Die Elite ist vielleicht schon weit weg von hier, in einem Bankster aus England, der in Davos mit Ski angetan über eine Schanze springt und jauchzend nicht ahnt, dass man ihn daheim der Steuerhinterziehung überführt, am Abend gastiert sie noch einmal in der alten Dame jenseits aller irdischen Freuden in der Oper, deren Seele durch die Musik heller funkelt als alle Juwelen auf ihrem faltigen, modernden und krebszerfressenen Leib, sie mag viel zu spät in der letzten Nacht noch einen Mann durchglühen, der in einer Frau jenes ultimative schwarze Gift findet, nach dem er sich tagelang verzehrte“ (BIS HIER EINES DE LACLOS WÜRDIG, DICHT GEFOLGT VON NEUER DEUTSCHER SACHLICHKEIT:) „und am nächsten Morgen bildet sich ein Erbsenzähler in tiefster und ehrlichster Einfalt etwas ein, wenn er im Gegensatz zu seinem Bürokollegen zum Vorstandsassistenten mit Anspruch auf einen Dienstopel…“
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    Die Mischung ist klasse. Wirklich vom Allerfeinsten!

  10. Die wirklich interessante...
    Die wirklich interessante Frage ist doch: Wer schafft es, diese Elitemomente nicht nur zu erleben, sondern zu wiederholen? Womöglich noch einigermaßen nach Belieben…

  11. Noch anstrengender als Leute,...
    Noch anstrengender als Leute, die ihr Halbwissen aus dem Fernsehen beziehen, sind Leute, die in jedem zweiten Halbsatz betonen müssen, dass sie jar gar keinen Fernseher haben.

  12. Liebe Rosinante, ganz ehrlich,...
    Liebe Rosinante, ganz ehrlich, ich war ja am Capo de Roca und habe mir dort die Villen im maurischen Stil angeschaut, mit Blick aufs Meer. Wenn ich davon eine hätte, ich würde überhaupt nicht daran denken, wohin man schwimmen könnte, sondern nur ans dableiben, und zweimal die Woche zur Feira di Ladra. Das wäre in meinen Augen auch ein feiner Ruhesitz, mit Scheerpunkt auf „Ruhe“. Sollte es woanders besser sein, und lohnte das den Aufwand?
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    tiberiat, da gebe ich Ihnen recht, aber auch, wenn das Vergnügen der alten Damen dort oben nicht meines wäre – wirklich schlimm ist doch eher die Freakshow, das Morden und das Geschrei, das andere jeden Abend aus den dafür erworbenen Kisten freiwillig ertragen.

  13. Die Qualität hier nähert...
    Die Qualität hier nähert sich der im Blatt aus der Stadt an der Donau. Wo ist bitte der Tiefgang? Was unterscheidet diesen Eintrag qualitativ vom oberflächlichen „Unterhaltungsprogramm“ anderer Medien?
    Viel Spass weiterhin beim Rodeln.

  14. Lieber Hans, ich sehe es so:...
    Lieber Hans, ich sehe es so: Wenn jemand erst mal auf Fernseher ist, muss man schon etwas gröbere Mittel anwenden, um darauf zu verweisen, wie unnatürlich das eigentlich ist, was da läuft. Und das meine ich ernst: Ginge es nach mir, würde man Berichterstattung über Fernsehen unterbinden und etliche Sender dazu. Mangels sinnvollem Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Das Problem ist, dass den Menschen eingeredet wird, es wäre in Ordnung, das zu tun. Das mag eine Minderheitenposition sein, aber ich vertrete sie gern und oft.
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    Not quite like Beethoven, finanzielle Unabhängigkeit, Gesundheit, positive Lebenseinstellung, und eine Freude am Dasein. Ich denke, das sind so einigermassen die Zutaten. Die Crux ist, dass die finanzielle Unabhängigkeit für jene Momente oft erspart wird, da mit der Gesundheit und dem Körper nicht mehr viel zu machen ist.

  15. Sepp, ich weiss, es ist nicht...
    Sepp, ich weiss, es ist nicht immer leicht, unter Erzählstrukturen die Intention eines Autors zu erspüren, und das muss auch gar nicht jedem gelingen, aber wenn Sie sich vergegenwärtigen, dass der scheinbare Verfasser dieser zeilen exakt so angelegt sein könnte, dass er wie ein eitler, etwas beschränkter Geck wirkt, phasenweise zumindest, dann sind Sie auf dem Weg zur Erkenntnis schon ein paar Schritte gewandert.
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    muscat, freut mich, wenn diese Distanzierung zum dick aufgetragenen, eigentlichen Geschehen gefallen hat

  16. Kalchas, nachdem sich jede...
    Kalchas, nachdem sich jede Elite selbst ausruft: Ich weiss es nicht. Nach meinem Empfinden können Menschen mit 14 Stunden Arbeit am Tag und der Meinung, sich dadurch zur Leistungselite zählen zu dürfen, gar keine Elite sein, sondern nur Sklaven ihrer eigenen Dummheit. Ich würde sagen, Elite ist, was sich nicht nur dafür hälr, sondern in diesem Dasein auch rundum so ist, dass irgend etwas Substanzielles daran die allermeisten auch gefallen könnte. Ab und an sieht man hier ja diese Fussballer mit ihren schnellen Autos, weil ein Arzt von denen hier wohnt: Pah! Wie traurig, wenn das alles sein sollte. Ich denke, echte Elite ist vor allem zufrieden und das im Wissen, es auch morgen wieder zu sein, ohne sich zu etwas zwingen zu müssen. Womit auch der hedge Fonds Manager rausfällt.
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    BlackJack66, ich finde das auch sehr tröstlich, wenn es um Exemplare geht, von denen ich denke, dass sie hier nichts verloren haben.

  17. Werter Don,

    ich gestehe, ich...
    Werter Don,
    ich gestehe, ich besitze einen Fernseher, und er läuft auch regelmäßig.
    Natürlich gebe ich Ihnen recht, dass der Großteil an Sendungen wohl eher einen Beitrag zur Volksverdummung leistet, als die Menschen sachlich mit Informationen zu versorgen. Aber wo soll man sich neutrale Berichterstattung suchen, denn ist nicht jede Art, auch von Nachrichten, mediumsunabhängig, in irgendeiner Weise schon vom Berichtenden „manipuliert“?

  18. Ich kenne Leute, die die Berge...
    Ich kenne Leute, die die Berge definitiv nicht mögen, weil ihnen da oben immer schwindlig wird.
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    Wer zur Elite gehört, ist eigentlich wurscht, viel interessanter ist die Frage, wie stark man Menschen mit dem Elitezirkus korrumpieren kann.
    Wenn ich nur an die Bildungs- und Erziehungshysterie der letzen Jahre denke.
    Der Hochbegabungswahn etc.
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    Das Traurigste ist wirklich die Wirkung, die das alles auf die heutigen Jugendlichen haben muß. Diese jungen Eltern (deren eigene Eltern bestimmt nicht so waren), die jetzt eine riesige Panik mit sich herumtragen, ihre Kinder könnten auf dem städtischen Gymnasium womöglich nicht gut genug gefördert werden.
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    Inzwischen leisten sich graue Altbürger wohlfeile Empörung darüber, daß „die jungen Leute heute alle so konformistisch sind“, und kommen sich nicht blöd vor dabei.

  19. Don Alphonso, "Die Crux ist,...
    Don Alphonso, „Die Crux ist, dass die finanzielle Unabhängigkeit für jene Momente oft erspart wird, da mit der Gesundheit und dem Körper nicht mehr viel zu machen ist.“ Ich bin nicht ganz sicher, dass ich den Satz richtig verstehe, aber wenn, dann hängt’s vermutlich an der Gewißheit, sparen zu können, es aber auch sein zu lassen.

  20. HansMeier555, ich gebe...
    HansMeier555, ich gebe freimütig zu, dass ich wenig klug, minderbegabt und obendrein sehr faul war und auch nur mit viel Langeweile die Klippen des bayerischen Abiturs umschifft hatte. Ich sehe den Hochbegabtenbwahn übrigens gar nicht so sehr in einer bestimmten Klasse. Es gibt halt so Turbomütter, die ein anderes Thema sind. Aber Elite? Nie.
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    gleissentaler, das ist natürlich nicht einfach, aber meine Unterhaltung besteht sicher nicht aus dem, was da geboten wird, ich kann damit noch nicht mal in Form von Kritik etwas anfangen. Ich will das natürlich keinem vorschreiben, aber meine Lebenszeit ist einfach zu kurz für sowas, und wäre sie länger, wüsste ich dennoch immer noch was Besseres.

  21. Not quite like Beethoven, man...
    Not quite like Beethoven, man sieht das oft am Tegernsee: Alte, runde Nudeln mit Stöcken und Pelt, die eine Minute brauchen, bis sie sich in den Mercedes-SUV gequält haben. Was könnten junge Menschen mit all dem Geld nicht tun und sich erfreuen! Hier jedoch reicht es nur von der Wohnung zum Konditor. Was für eine Verschwendung.
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    Don Ferrando, das setzt enorme Bildung voraus, und daran glaube ich einfach nicht. 2010 kennt man doch eher die Kandidaten einer Castingshow, denn ein Libretto.

  22. Second Attempt, beginnende...
    Second Attempt, beginnende Altersverblödungsweisheit mit Kingenproblem.
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    Lieber ebs, dazu gehört am Ende sicher auch, dass man sich darüber keine Gedanken mehr machen muss, weil es ohnehin so ist, wie es ist. Womit aich mein Stand in seiner Wenigwürdigkeit hinreichend, aber unschön geklärt wäre.

  23. @D.A.Nur mal so am Rande:...
    @D.A.Nur mal so am Rande: Allmählich mache ich mir Sorgen, ob bei mir erste Anzeichen einer Abhängigkeit bzw. Sucht zu beobachten sind. Die Plaudereien hier beanspruchen immer mehr Zeit und ich kann nicht anders als wieder mal mitmachen.
    Also, zum Ehrgeiz. Eigentlich ist es albern und kindisch, Funktionsjackenträger abhängen zu müssen. Ich habe da eine andere Taktik entwickelt, die allerdings beim Bergwandern eine gewisse Streckenlänge mit entsprechendem Höhenunterschied ausmacht. Lassen Sie die Leute losrennen, als sei es ihr letzter Tag. Gehen Sie mit nicht zu großen Schritten und nur schnell, dass Sie nicht außer Atem kommen. Ich verspreche Ihnen, in 90% der Fälle werden Sie die Funktionsjackenträger nach spätestens 30 Minuten überholen und abhängen. Entweder sitzen die dann mit zum Platzen roten Kopf am Wegesrand und ringen um Luft oder trotten kurz vor dem Umfallen im Schneckentempo dahin. Die übrigen 10% sehen Sie nie wieder, egal wie schnell Sie gehen. Es gibt eben Leute, die müssen auch aus einer Bergwanderung so was wie Arbeit machen. Da hört der Ehrgeiz dann bei mir auf, weil sein Ergebnis keine Freude mehr macht.
    Zur Elite: Die eine Elite gibt es nicht. Gab es wohl auch nie. Kalchas sprach es schon an. Zumindest muss man wohl Leistungs- und Funktionseliten unterscheiden. Sich selbst zur Elite erklären ist ohnehin unmöglich. es interessiert mich auch nicht, ob ich zu irgendeiner Elite gezählt werden kann oder nicht. Denn dann würde ich mich irgendwelchen fremden Kriterien unterordnen müssen und dazu habe ich nun gar keine Lust. Ich bemühe mich um Bildung und Anstand. Ob mein Bemühen reicht, „Elite“ zu sein, ist eigentlich auch unwichtig. Wer wollte das entscheiden? Was ändert sich dadurch für mich persönlich? Meiner Meinung nach: nichts. Ich muss auch nicht am Tegernsee leben, um dieses Glücksgefühl, was da so oft aus Ihren Beiträgen, werter Don,
    leuchtet, zu empfinden. Zweifelsohne ist es dort wunderschön. Ich liebe diese Mischung aus Bergen, Hügeln und Seen. Wer aber glaubt, es läge am Tegernsee (von mir aus auch noch am Starnberger), ein Glücks- oder Zufriedenheitsgefühl zu haben,so irrt der gewaltig. Ich bin mir sicher, dass hinter so mancher pompösen Haustür dieser Protzvillen im bayrischen Folklore-Stil die nackte Angst wohnt. Die Angst, alles das, was man glaubt besitzen zu müssen, um dazu zu gehören, wieder zu verlieren. Die Angst, nicht mehr mithalten zu können, weil die anderen mit noch höherem Risiko noch mehr Geld zusammenraffen werden. Das Leben dieser Geldeliten ist der reine Horror. das macht sie, auf diesem Gebiet, auch so erfolgreich – oder zum Pleitier.

  24. HansMeier, es stört mich...
    HansMeier, es stört mich nicht, zu den grauen Altbürgern zu gehören.
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    Don, mutieren Sie in der schönen Berglandschaft nun eher zum einsamen Wolf? Oder warum diesmal ohne Ihre „letzte Begleitung“?

  25. Es begann so schön und endet...
    Es begann so schön und endet als Memento mori.
    Aber die Sonne, der Schnee, der Wald und der blaue Himmel und einfach nur Rodeln, wer kann Ihnen verdenken, dass zu genießen.
    Hier ist der Schnee schon wieder for und was bleibt ist ein grauer Januartag, aufgehellt durch Ihren Bericht über Ihren Ausflug auf den Neureuth.

  26. Was haben Sie nur immer mit...
    Was haben Sie nur immer mit der „Elite“, Don Alphonso? Ist das Bedürfnis, etwas Besonderes sein zu wollen, nicht recht gewöhnlich? Wäre es nicht sinnvoller (weil glücksversprechender) nach Tiefe zu streben statt nach Höhe? Ich kann Ihnen versichern, das Glück ist (manchmal, aber mehr zu verlangen wäre unrealistisch) auch unter Wolken, ganz ohne Schnee und Rundumblick möglich.

  27. In Anknüpfung an die letzte...
    In Anknüpfung an die letzte Diskussionrunde möchte ich das hier mal menschlich beleben, und nach dem Verhältnis von Elite und Jugend fragen. Also nach den höheren Töchtern auf dem ersten Heiratsmarkt, insbesondere wenn sie außerdem noch begabt sind.
    Ich meine, wo kommen denn all die kleinen Solistinnen oder Schauspielerinnen her, und wo gehen sie hin? Was passiert, wenn sie sich zwischen einer Opernsängerinnenkarriere und einer Westviertelheirat entscheiden müssen?
    .
    Vor ein paar Monaten habe ich erstmals auf DVD „Pauline am Strand“ des unlängst verstorbenen Eric Rohmer gesehen. Die sechzehnjährige Schauspielerin der Hauptrolle hat kurz darauf ihre Karriere beendet. Man kann nur vermuten, daß es für sie wichtigere Dinge gab.

  28. @muscat,
    Graue Haare in Ehren,...

    @muscat,
    Graue Haare in Ehren, mich stört nur so eine arrivierte Haltung, die von den jungen Beststudenten jetzt auch noch Aufmüpfigkeit einfordert.
    In der ZEIT brüstete sich vor anderthalb Jahren mal so ein Professor damit, daß er mit den Kandidaten im Bewerbungsgespräch gerne über Politik diskutiert und Wert darauf legt, daß sie ihm bitte schön widersprechen.
    Da hat man die jungen Leute seit 20 Jahren damit rund gemacht, daß sie zu faul, zu ungezogen und „zu verträumt“ seien, und jetzt, wo sie uns endlich alle adrett und fleißig und servil entgegenlächeln, sind wir auch wieder nicht zufrieden: Jetzt wollen wir von ihnen auch noch „Authentizität“.
    .
    Mir kommt das vor wie ein Hochglanz-Alptraum in den Farben des „sozialistischen Realismus“.

  29. Don, wenn Sie so...
    Don, wenn Sie so weiterschreiben, hängt man Ihnen noch einen Literaturpreis um. Dann hängen Sie wieder zwischen Baum und Borke, laß ich mich nun einsaugen von diesem sich als Elitenteil ansehenden Bereich oder sag ich nein und mach was anderes.

  30. Chris, ich benutze da oben -...
    Chris, ich benutze da oben – man weiss ja nie, ob es einen nicht derbröselt, der Tod lauert in Form der Grossfamilie hinter jeder Kurve – eine kleine und sehr robuste Ricoh R8. Alles andere wäre mir da zu riskant.
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    elbsegler, so bin ich halt. Ich kann nicht anders. Die einzige Angst, die echt ist und die ich immer wieder mal erlebe, ich die Angst vor der krankheit, die man hier ja auch oft genug vorgeführt bekommt. Die Altersresidenzen sind das „dirty little secret“ des Sees. Die und ihr Inhalt.

  31. Der niedersächsische...
    Der niedersächsische Ministerpräsident, Herr Wulff, ein netter Kerl übrigens, ist also keine Elite – Don Alphonso, der zufällig genug Geld geerbt hat, um am Tegernsee zu wohnen, aber schon. (Ich möchte damit übrigens nicht sagen, dass Herr Wulff Elite ist, weise aber auf befremdlichen Maßstäbe des Autors hin.) Die provokante Selbstdarstellerei des Autors offenbart, dass es ihm hier mehr um Klicks, Quoten und Kommentare geht als um Qualität.

  32. Elite bedeutet Auslese, und...
    Elite bedeutet Auslese, und die scheint gerade bei den geschilderten Personen versagt zu haben. Diese haben einfach nur irgendwoher Kohle.
    Also sprechen Sie lieber von Geldadel als von Elite. Sie konsumieren vielleicht etwas extravaganter als die Proleten in Schnellrestaurants und vor der Glotze, aber im Grunde konsumieren Sie eben auch nur.

  33. Lieber Don, lieber...
    Lieber Don, lieber HansMeier555
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    man kann sich sicherlich darüber aufregen, wie inflationär der Begriff Elite heutzutage gebraucht wird. Aber um einen Aspekt ging es bei den bisherigen Diskussionen überhaupt nicht: Sollte sich eine Elite nicht auch und vor allem durch *Verantwortung* auszeichnen? Egal ob das nun der Vorstandsvorsitzende eines Konzerns, der Professor an der Uni, der Chefarzt, der Bürgermeister etc. sein mag.
    .
    Elite ist demnach für mich jemand, der auf Basis einer sehr guten Ausbildung und vielfältiger Erfahrungen andere Menschen führen und die Gesellschaft verantwortungsvoll gestalten kann. Können wir auf solche Menschen wirklich verzichten? Wie würde es in Deutschland wohl aussehen, wenn wir derartige Menschen in der Vergangenheit *nicht* gehabt hätten?
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    Den „Hochbegabungswahn“ mag es sicherlich geben und ich bestreite auch nicht, dass er z.T. skurrile Züge trägt, aber ohne eine Elite wird es uns in Deutschland in Zukunft nicht mehr so gut gehen.

  34. Ja warum kneten die Goetter...
    Ja warum kneten die Goetter eine menschliche Elite? Gibts denn im Himmel kein Schnee! Da gibts keinen Rodel und rodeln mach ich jetzt und gestern und immer wieder und jedesmal gehts besser. Mir gefaellt das!
    Ich geh jetzt wirklich eine rauchen, neben der gelben Tonne, hier in den trockenen Reisfeldern, die frueher mal ein sicherlich tief gruener,dunkler Urwald waren.
    Dank euch Goettern fuer die uns befallende Schwaeche, kommen wir der Elite nur zu nah.

  35. @HansMeier: Ihre Behauptung...
    @HansMeier: Ihre Behauptung über die Hauptdarstellerin von „Pauline am Strand“ ist nicht ganz richtig, sie hat danach noch weitere Filme gedreht: http://de.wikipedia.org/wiki/Amanda_Langlet

  36. Don, Ricoh hat ja einen ganz...
    Don, Ricoh hat ja einen ganz guten Ruf und die R8 ist sicher eine handliche und praktische Lösung. Wenn ich mir den Seitenhieb erlauben darf – quasi die Funktionsjacke unter den Kameras. Jedoch denke ich, dass die stilistisch im Sommer dann nicht ganz zum Sunbeam passen wird…

  37. @ Freier Radikaler
    Ich weiß,...

    @ Freier Radikaler
    Ich weiß, daß ich Ihnen und Ihrem Ansatz jetzt nicht gerecht werde, aber hat nicht auch ein Teil der Nazi-Elite eine gute Ausbildung und vielfältige Erfahrungen gehabt und ohne Zweifel andere Menschen ge(ver?)führt? Und aus seiner Sicht hat der eine oder andere bestimmt geglaubt, er tue etwas Verantwortungsvolles.
    Und ein Leibniz/Kant/Beethoven/Einstein et al.? Haben Sie andere Menschen geführt? Wollten Sie das überhaupt? Der skurrile Eigenbrötler Schopenhauer?
    Es ist also gaaar nicht so einfach. Vielleicht so: Für mich ist Elite der, den ich dazuzähle.
    Mit Ihrem letzten Absatz bin ich d’accord.
    Gruß K

  38. Werter Don,
    ich gebe Ihnen ja...

    Werter Don,
    ich gebe Ihnen ja schon recht mit der Beurteilung über das Fernsehen. Aber seid ich (eher zufällig) den Bericht über das Goya- Bild 3.Mai 1808 (hängt im Prado) gesehen habe, weiß ich, daß es zumindest Ausnahmen gibt. Aber jener Kanal, BBC World, wird hierzuland ja nichtmal ins Kabel eingespeist :-( .

  39. Lieber Freier Radikaler,
    jeder...

    Lieber Freier Radikaler,
    jeder schuldet m.E. seinem Gewissen Rechenschaft über den Umgang mit den ererbten Talenten und Gütern. Dafür braucht es keiner Elitenkasperei. Was Sie sagen, gilt für die Sonderschullehrerin genauso, die niemand zur „Elite“ zählen würde.

  40. @Freier...
    @Freier Radikaler
    Verantwortung erscheint mir auch als der zentrale Begriff für Elite. Wie man seiner Verantwortung nun gerecht werden kann, ist allerdings eine nicht mit letztgültigen Antworten zu lösende Frage. Was mmich an den Themen „Elite“ und „Begabtenförderung“ so nervt, ist der kindliche Glaube, man könne alles durch Organisation und Geldausgeben planen und erzwingen. Und weil der, der plant, auch Erfolge haben will, plant er die gleich mit. So wird es schon bald in Deutschland nur so von Eliteuniversitäten wimmeln. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Super-Elite oder die Top-Elite erfunden werden muss. Die unaufhaltsame Wort-Inflation entwertet jeden Begriff. Immer wieder das bekannte Persil-Problem: weißer als weiß gehts eben nicht. Ausnahme: die Neureuth. Da liegt sicher der weißeste Schnee Deutschlands.

  41. @Freier Radikaler "Elite ist...
    @Freier Radikaler „Elite ist demnach für mich jemand, der auf Basis einer sehr guten Ausbildung und vielfältiger Erfahrungen andere Menschen führen und die Gesellschaft verantwortungsvoll gestalten kann.“ Genau so einen Chef wollen die Leute hier. Der weint dann aber auch mal nachts still und leise ins Kopfkissen.

  42. Diese beiden Organisationen...
    Diese beiden Organisationen halten sich zugute, eine Elite zu fördern:
    .
    http://www.elitenetzwerk.bayern.de/
    .
    http://www.studienstiftung.de/
    .
    Was ist Ihre Meinung?

  43. HansMeier, Reflexion und die...
    HansMeier, Reflexion und die Bildung einer eigenen Meinung statt Aufmüpfigkeit um der Aufmüpfigkeit willen würde mir bei den meisten schon reichen.
    Da kann man dann getrost auf das neueste Authentizitäts-Credo der schicken, bezahlten business coaches pfeifen.

  44. zum ehrgeiz:
    der ist - leider...

    zum ehrgeiz:
    der ist – leider – auch mir nicht fremd. das elend hängt zusammen mit einer mischung des gefühls, dass man den ahnen aus dankbarkeit für geburt und aufzucht leistungsnachweise bringen sollte/wollte, und dem eindruck von realer begabung. aber das elend legt sich, wenn broterwerb unnötig ist. der druck verschwindet, wenn man über das, was man persönlich zum glück benötigt, vertieft nachdenkt. und danach handelt. dann wird aus ehrgeiz ein heidenspass.
    .
    @ Kalchas
    seit der politischen verrohung in den 30ern, dem daraus folgenden ww II und die anschliessende (begrüssenswerte und notwendige) demokratisierung, die als anregung von aussen kam, gibt es in d ein definitionsproblem, was elite sei.
    .
    das wäre doch mal ein thema: zerstörung der traditionellen abendländischen kultur in in d durch politische unglücke in der ersten hälfte des 20. jh.
    es geht mir nicht um verlorene ländereien, die mit internationalem blut und giftgas gedüngt wurden, sondern viel eher um die verrohung des menschen, sowie er aus seiner verantwortung entlassen und anonymisiert wird bzw. sich selbst aus der verantwortung entlässt und sich anonymisieren lässt. es genügt beispielsweise ein blick in die von alliierten völlig zu recht umgearbeitete architektur des landes (leider mit vielen toten), um zu wissen, wie es im bürger aussehen kann.
    .
    @ HansMeier555
    der hochbegabungswahn offenbart die aufsteigermentalität. und ist das, was hochkommt, elite? aber immerhin zeigt es eine – wenn auch merkwürdige – elternliebe: die kinder sollten es besser haben, und wenn sie mit vier monaten bereits chinesisch und ikebana (welch eine kombination!) lernen müssen. auch wenn übersehen wird, dass das höher-weiter-schneller endgültig vorbei ist, wobei man sich im rattenrennen verständlicherweise gerne ganz vorn positionieren möchte. ich kenne da einen hochrangigen politiker (ja, was tut man nicht alles aus höflichkeit und selbstverleugnung, wenn man in der opernpause immer wieder zusammentrifft), der trimmt seine blagen, und sie sind wirklich welche, nur mit p!, regelrecht auf hochbegabung – und glaubt, damit fiele noch etwas extra-glanz auf ihn herab. er wird es wohl nötig haben. dabei ist und bleibt er nur bauernschlau. seine äusserungen und forderungen sind meistens eine wahre pein. das hätte es vor 100 jahren nicht gegeben. da hatten wir noch unseren wilhelm …
    .
    @ elbsegler – zum sucht-faktor: ganz recht!
    zur geld“elite“: ganz recht! aber diese angst, vielleicht nicht mehr mithalten zu können, befeuert die binnennachfrage. und vielleicht füllt es die yoga-kurse.
    .
    @ HansMeier555 – jetzt habe ich doch glatt beetstudenten gelesen. dass diese jungen artig sind, dürfte eignetlich niemanden stören. wir haben ja genug probleme mit den unterprivilegierten, die immer weiter verelenden werden und die anderen flüssigkeiten als unser werter don zugeneigt sind.
    aber, sie haben recht, geschätzer HansMeier555, die immer wieder wechselnden forderungen (aber wer ist das agens? das sind doch presseverlautbarungen) müssen ein wahrer horror für alle beteilgten sein.

  45. Chris, seien Sie beruhigt:...
    Chris, seien Sie beruhigt: Zumindest die Copilotin wird dann im Sunbeam über eine M9 verfügen. Mein Fachhändler sagt, es dauert nur noch etwa drei Wochen, bis ich auf der Warteliste nach oben gerutscht bin. Ich hab auch ein Summilux hier liegen, das nur wenig jünger ist als das edle Gefährt – damit sollte der photographischen Angemessenheit Genüge getan sein.

  46. @muscat
    Charakterliche Eignung...

    @muscat
    Charakterliche Eignung kann man halt nicht objektivieren, prüfen, kontrollieren, evaluieren und zertifizieren.
    Doch genau das soll jetzt offenbar versucht werden. Was kann dabei schon herauskommen als eine weitere Drehung in der Heucheleispirale? Nach den sprichwörtlichen 15 Praktika jetzt auch noch das große Charakteristikum in Gold?

  47. Kalchas,
    .
    "Ich weiß, daß...

    Kalchas,
    .
    „Ich weiß, daß ich Ihnen und Ihrem Ansatz jetzt nicht gerecht werde, aber hat nicht auch ein Teil der Nazi-Elite eine gute Ausbildung und vielfältige Erfahrungen gehabt und ohne Zweifel andere Menschen ge(ver?)führt? Und aus seiner Sicht hat der eine oder andere bestimmt geglaubt, er tue etwas Verantwortungsvolles. “
    .
    gute Ausbildung und vielfältige Erfahrungen sicherlich. Wobei Auslandserfahrung wohl eher selten war im Gegensatz zu heute. Aber entscheidend ist doch der Begriff Verantwortung, der natürlich wiederum je nach Menschenbild unterschiedlich ausgelegt werden kann.
    .
    „Und ein Leibniz/Kant/Beethoven/Einstein et al.? Haben Sie andere Menschen geführt? Wollten Sie das überhaupt? Der skurrile Eigenbrötler Schopenhauer?“
    .
    Damals konnte man als Eigenbrötler sicherlich Außergewöhnliches leisten. Aber wie ist das heutzutage in vielen (wenn auch nicht allen) Bereichen der Gesellschaft? Ohne ein gewisses Mindestmaß an sozialer Kompetenz erreicht man nicht viel. Um mal in der Naturwissenschaft zu bleiben: Der geniale Wissenschaftler im stillen Kämmerlein wird nicht viel reißen, da die mittlerweile sehr viel komplexeren Apparaturen einen gewissen Austausch mit seinen Kollegen erfordern.
    .
    HansMeier555,
    .
    „jeder schuldet m.E. seinem Gewissen Rechenschaft über den Umgang mit den ererbten Talenten und Gütern. Dafür braucht es keiner Elitenkasperei. Was Sie sagen, gilt für die Sonderschullehrerin genauso, die niemand zur „Elite“ zählen würde.“
    .
    ja, natürlich sollte jeder sich vor seinem Gewissen verantworten. Aber worauf ich eigentlich hinauswollte, ist, dass es gewisse Aufgaben in der Gesellschaft gibt, für deren Erfüllung die *Kombination* einer anspruchsvollen Ausbildung, einer protestantischen Leistungsethik, einer breiten Lebenserfahrung und einem Sinn für Verantwortung sehr sinnvoll wäre. Leider scheinen manche „Führungskräfte“ nur einen *Teil* dieser Anforderungen zu erfüllen. Die Sonderschullehrerin braucht dies sicherlich im Prinzip auch, muss aber vielleicht nicht die formal anspruchsvollere Ausbildung eines Physik-Professors besitzen.
    .
    elbsegler,
    .
    „Was mmich an den Themen „Elite“ und „Begabtenförderung“ so nervt, ist der kindliche Glaube, man könne alles durch Organisation und Geldausgeben planen und erzwingen. Und weil der, der plant, auch Erfolge haben will, plant er die gleich mit. So wird es schon bald in Deutschland nur so von Eliteuniversitäten wimmeln.“
    .
    natürlich steht Inflation im Widerspruch zu einer Elite. Aber wo forschen die meisten Nobelpreisträger? Etwa an Wald-und-Wiesen-Colleges? Und woher kommt unser Wohlstand?

  48. Ich mag keine Debatten um...
    Ich mag keine Debatten um Eliten.
    Immer wenn so etwas wieder mal hochkocht geht es gewaltig schief.
    Das läßt sich in der Geschichte immer wieder als Konstante rückverfolgen.
    .
    Ich denke Deutschland kann sehr gut auf Menschen verzichten die sich selbst als
    Elite bezeichnen.
    Vorbild sein, das ja ! Aber bitte bescheiden und ohne Zementierung eines hervorgehobenen Status bei gleichzeitiger Abgrenzung.

  49. Werter Don, wieder mal ein...
    Werter Don, wieder mal ein recht amüsanter Beitrag! Sie sind zu beneiden! Mich verschlägts nächste Woche leider in den tiefsten Osten per „Idiotenbus“. Da muß ich für ein paar tage auf diese nette Abwechslung verzichten!
    Grüße FS

  50. HansMeier, ja - so in etwa...
    HansMeier, ja – so in etwa stellt man sich das wahrscheinlich vor. Darüber und über die Ethik-Codices, welche sich jetzt einige private Unis marketingwirksam verordnet haben, könnte ich mich an dieser Stelle in einen kulturlarmoyanten Wahn schreiben, doch hilft das leider auch niemandem.

  51. Freier Radikaler,
    .
    der...

    Freier Radikaler,
    .
    der Wohlstand hier in Deutschland ist das Resultat einer breiten, hochqualifizierten Berufsausbildung. Und genau diese gilt es zu erhalten.
    Eliten sind dabei nicht so wichtig, die gibt es überall auf der Welt.

  52. Freier Radikaler, der Versuch...
    Freier Radikaler, der Versuch einer Antwort auf Ihre letzte Frage:
    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E89B2FECE6B1B4602AE87E6AC31AD20C3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  53. Als Kind schon(zu) arg auf...
    Als Kind schon(zu) arg auf Ehrgeiz getrimmt, bin ich schon seit Jahren dabei, ihn abzulegen. Es lebt sich entspannter. Elite? Ach was, issn Joghurt, den ich nicht einmal mag. Rühr mir lieber selwer einen.
    Lustiges Spiel, die mit meiner Tochter oft durchzog: Wenn vor uns ein Kerl gemütlich radelte, dann haben wir uns kurz zugezwinkert und los gings: Wir radelten ihn in Grund und Boden. D.h. wir zogen als gute Sprinter an ihm flott vorbei. Jeder (wir haben noch keinen anders erlebt), fing plötzlich an, wie blöd zu radeln, weil er nicht von 2 Weiwern überholt werden wollte.
    Dann wurden wir plötzlich absichtlich ganz furchtbar langsam und er schoss wie geölt an uns vorbei. Zum Schlapplachen schmissen wir uns in die Büsche, damit uns keiner sah.
    Wir machten das nur mit gemütlichen Radlern. Mit Frauen funktioniert es übrigens „nicht ums veregga“.

  54. Liebe Freier Radikaler,
    Ihre...

    Liebe Freier Radikaler,
    Ihre Position könnte man vielleicht so (miß)verstehen, daß die „Elite“ ihre Privilegien dadurch rechtfertigt, daß sie ja die „Führung übernimmt“, die „Verantwortung trägt“, während die Masse der Geführten ja lediglich Befehle ausführt.
    Tja was soll man dazu sagen?
    (1) Mehr Feudalismus wagen!
    (2) Zuwendung, Distinktion, Gnade…
    .
    Zu den Nobelpreisträgern: Genau das meine ich mit Elite-Fetischismus.
    Wenn die Politik sich viel davon verspricht, einige naturwissenschaftliche Labors finanziell großzügig auszustatten, dann wäre ich der letzte, der dagegen Einspruch erhebt.
    Zugleich möchte ich aber zu bedenken geben, daß der Wohlstand tatsächlich zum größten Teil von Leuten erarbeitet wird, die auf einem sogenannten „Feld-Wald-und-Wiesen-College“ studiert haben. Schon aus Gründen der elementaren Logik kann der Durchschnitt im Durchschnitt nicht besser sein als der Durchschnitt. Und die Vielzahl der Uni-Kliniken, Forschungsstätten und Industrielabors läßt sich halt nicht nur mit Nobelpreisträgern bevölkern.
    Jahrzehntelang wurde der Wissenschaftsstandort Deutschland schlechtgeredet.
    Wenn man sich aber heute anguckt, wieviele Menschen, die ihr kostenloses Studium an einer deutschen Feld-Wald-und-Wiesen-Massenuniversität absolviert haben, heute in den USA, Großbritannien und der Schweiz (und auch in den dortigen Elite-Brillianz-Exzellenz-Hochburgen) arbeiten, dann sieht alles wieder etwas anders aus.

  55. Reiterjunge,
    .
    "der Wohlstand...

    Reiterjunge,
    .
    „der Wohlstand hier in Deutschland ist das Resultat einer breiten, hochqualifizierten Berufsausbildung.“
    .
    ja, das stimmt auch.
    .
    „Eliten sind dabei nicht so wichtig, die gibt es überall auf der Welt.“
    .
    Das wiederum ist mir zu einfach. In vielen aufstrebenden Nationen (z. B. in Fern- und Nahost) werden üppig ausgestattete Forschungsinstitute/Universitäten aus dem Boden gestampft und wir sollen uns auf dem ausruhen, was wir haben? Dann werden wir auch das verlieren, was wir schon besitzen.

  56. @elbselgler
    ein wahres Wort....

    @elbselgler
    ein wahres Wort. Das Lesen dieses Bloggs wird wirklich langsam zu einer Sucht.
    die Wochen sind in einen DreitagesRhytmus gegliedert, bis der neue Beitrag von Don Alphonso kommt. Was kann man dagegen tun? Weder Nichtlesen noch Nichtschreiben ist eine Lösung, sondern m.E. ist kontrollierte „Giftaufnahme“ besser. Während der Arbeit/tags nicht mehr als 1h auf diesem Blogg verbringen.

  57. @elbsegler: solchen...
    @elbsegler: solchen „Turboelitenzüchtern“ sage ich höchstens, daß schon Perikles‘ Kinder doof waren, trotz des heute noch höchstangesehenen Vaters, der sich auch durchaus um sie gekümmert haben soll.
    @donna Laura: der Moment des Ankommens, in dem der Druck weicht und auf einmal alles paßt, ist ein glücklicher Moment, den ich an sich jedem Menschen ab und an wünsche.
    @Thairat: wollen schon, bekommen selten, weil der Chef ja auch immer sehen muß, wo er bleibt.
    @Freier Radikaler: es gibt kein Patentrezept zur Elitenherstellung, und Industrialisieren kann man die schon garnicht. Zwar sind die Zutaten durchaus bekannt, allein, die Gelegenheiten, die dazu notwendig sind, aus einem begabten, einigermaßen ausgebildeten Menschen, der zudem noch über einige reflektierte Erfahrung verfügt, einen wirklich fähigen Menschen zu machen, sind nicht so zahlreich.

  58. @Freier Radikaler
    Sehr witzig...

    @Freier Radikaler
    Sehr witzig vor allem das mit der elite in bayern. wie sagt georg schramm: den westerwelle gibt es ja wirklich. bayerische elite bedeutet(e) möglichst wenig kinder zum abitur etc. Die sich dann durchsetzen werden damit automatisch besser. aus meiner grundschulklasse mit 40 kindern waren es gerade 3 schüler. wie sagte mein latein und griechisch lehrer am ehemaligen jesuitengymnasium in amberg (auch eine ‚frucht‘ der gegenreformation): wir wollen keine hessischen verhältnisse….
    G-tt sein dank gibt es eine Hypo Alpe Adria und eine bayern LB, die das erledigen, was die Wähler in dem Gebiet das Bayern genannt wird nicht schafften, die CSU zu entmachten

  59. Schöner Artikel.

    Aber woher...
    Schöner Artikel.
    Aber woher diese Funktionsjackenphobie? Der Wohlfühlfaktor am Berg in vollgeschwitztem Leder kann es ja wohl nicht sein. Mir scheint hier wird das Alte um des Alten willen gelobt. Mag sein, dass es für den Betrachter authentischer wirkt, aber drinstecken möchte ich nicht.

  60. Sehr schöne bilder. Don...
    Sehr schöne bilder. Don Alphonso hat eine recht gute Beobachtungsgabe und nimmt sich Zeit.
    „What is this life,
    if full of care*
    We have no time
    To stand and stare“
    * care = Sorge
    P.S. Vor ca. 15 Jahren stellte der Gemeinderat der Stadt Zug (CH) den Schriftsteller Martin Suter als „Stadtbeobachter Zug“ ein. Dieser Posten war – soweit ich weiss – ein Unikum in der Schweiz. Eine Wohnung in der Altstadt stand dem Stadtbeobachter zur Verfügung sowie ein Stipendium.
    (Details usw unten im link)
    http://www.stadtzug.ch/dl.php/de/4981b36b72bd1/g1152.pdf

  61. Andrea, es freut mich zu...
    Andrea, es freut mich zu hören, dass der Don diesbezüglich stilsichere Unterstützung erhält. Vielleicht kommt er ja auf den Geschmack. Wenn man natürlich sowieso mit dem Auto unterwegs ist, käme sicher auch eine Linhof (http://www.linhof.de/) oder Alpa (http://www.alpa.ch/) mit Digitalrückwand in Frage. Der Wahlspruch von Alpa passt übrigens irgendwie wunderbar zu diesem Blog wenngleich die Selbstironie dort sich von hier sicher deutlich unterscheidet…

  62. Compliments, Don - gerade der...
    Compliments, Don – gerade der erste Teil ist Nivenesk, wenn damit jemand hier unten noch etwas verbinden kann.

  63. Don A., bei den "runden...
    Don A., bei den „runden Nudeln“ bin ich auf den Begriff Bildungssteuer gekommen
    Nachgegoogled gibt es ihn auch-als Wunsch-jeder soll zahlen usw.
    .
    Meine Idee ist, Bildungssteuer nur von denen zu erheben ,die sich gebildet auch sehen.Und der Alterseinstieg ab dem 35.Lbsj. Da käme sicher einiges Geld für die jungen Leute zusammen.
    Die Spielregel wäre aber eine Selbsteinschätzung-die Liste der besteuerten Personen würde in allen Medien veröffentlicht.
    Ich finde, zwischen Aktien und Auktion ist dann der Raum auch gut erschlossen.

  64. Ihr Verhältnis zum Norden ist...
    Ihr Verhältnis zum Norden ist ungefär so wie die eines Moslem zur Moderne. Sie werden’s noch erleben, wie sich ihre schöne Bergwelt in ein grosses Pumpspeicherkraftwerk verwandelt. „Pumped storage power station: an essential complement to the development of the new renewable energies and to meet the growing need for peak energy.“
    http://www.alpiq.com/news-stories/press-releases/press_releases.jsp?news=tcm:95-64834

  65. Ich glaube Elite ist es etwas,...
    Ich glaube Elite ist es etwas, das man erst dann begreift, wenn man selber zu einer gehört. Beim Lesen der diversen Kommentare ist mir nämlich auf einmal klar geworden, dass ich selbst auch zu einer Elite gehöre: zur Zeit-Elite. Ich nehme mir einfach die Freiheit, meine Zeit selbst einzuteilen und sie auch noch da zu verbringen, wo es mir am besten gefällt.
    Im Moment ist dies in Spanien, an der Costa Blanca, wo Wetter und Temperatur besser meinen Vorstellungen von erträglichem Winter entsprechen als in D.
    Und das alles, ohne zu denen zu gehören, die im Leben „irgendwie Glück gehabt“ haben. Nein, alles basiert auf klaren Entscheidungen, mein eigenes Leben zu leben und nicht das, was andere Eliten für erstrebenswert halten.

  66. Wer sich selbst zur Elite...
    Wer sich selbst zur Elite zählt, gehört regelmäßig nicht dazu.

  67. "nur wenigen ist es vergönnt,...
    „nur wenigen ist es vergönnt, immer und jederzeit entscheiden zu können, wann sie sich von den anderen ausnehmen.“
    Sich von anderen auszunehmen, scheint Ihr aller grösstes Bedürfnis zu sein, worum sich bei Ihnen alles dreht. Sich erhoben, erhaben zu fühlen, höher stehend, höher wertig.
    Das ist natürlich ein bischen armselig.
    Obwohl, ich muss zugeben, bei mir ist es ähnlich.
    Ich habe mich mein ganzes Leben damit beschäftig, wie ich mich von andren nicht ausnehme.
    Es ist mir nicht gelungen.
    Aber das ist auch nicht wichtig.
    Wichtig ist, ob man lieben kann.
    In Ihrem letzten Blog schreiben Sie, daß man wählen kann ob man sich mit trivialen materiellen Statussymbolen und andren Luxusproblemen beschäftigt oder mit der Suche nach Liebe und Erfüllung.
    Ist Ihnen das einfach so als schön klingender Satz aus den Tasten geflossen ohne tiefere Bedeutung und Bewandnis?
    Ich vermute es….
    Ich glaube, Sie schreiben besser weiterhin über Hemden, Hosen, Autos und Rennrodel.
    Oder?
    Belehren Sie mich eines Besseren!

  68. Er spricht uns aus der Seele....
    Er spricht uns aus der Seele. Besser kann man es nicht sagen, gerechtfertigter und wahrer auch nicht empfinden. „Ich gehöre mir. Und das ist gut so.“ Und das ist auch nicht zu verbessern, oder?
    .
    (Die Hose hat in den Kniekehlen aber Sitzfalten, keine „Rodelstreifen“, oder sehen wir da was falsch? *g*)
    .
    .
    Nachrag: Ich habe jetzt so einen Link von evtl. Interesse für die Reisebegleitung gefunden http://www.huntermarine.com/Models/38/38Index.html oder auch http://www.huntermarine.com/Models/41DS/41DSIndex.html
    .
    (Die Amerikaner sind oft am dichtesten an den wahren Kundenwünschen, hören genauer zu, was die Leute wirklich wollen, und bauen das am Ende auch(!), anders als manch andere).

  69. Werter Don,
    ein sehr...

    Werter Don,
    ein sehr nachdenklich machender Beitrag – das sollte er wohl auch, danke.
    .
    Elite ist Auslese, aber von wem wurde wer „auserlesen“? Doch wohl zu erst immer von mir selbst – wer kennt mich besser, wer vermag dies besser, als ich selbst?
    .
    Elite, also auserlesen sein, ist ein Vorgang tief im Inneren eines
    Menschen und strahlt nach Außen ( man kann sich nur selbst auserlesen ). Es bedarf nur bedingt eines äußeren Anlasses – aber unbedingt der Selbsterkenntnis und der inneren Aufrichtigkeit.
    .
    Damit wird die Frage nach Eliten obsolet, es ist eher ein Einschätzen des Anderen. Jeder, weiß beim Gegenüber nach wenigen Sätzen ( oder Gesten ), nach wenigen Minuten, wess Geistes Kind jener ist und wird sich ( so sind wir nun mal ) und ihn vergleichen und damit einordnen.
    .
    Hat er Format, d. h. welchen Grad an Humor, Geist, Bildung, Wissen, Benehmen, Gelassenheit, Selbstwertgefühl, Toleranz, Güte, Menschenliebe und eventuell noch das Eine oder Andere mehr.
    .
    An solchen Menschen prallt die „Auslese“ durch andere ab, konnte ich beobachten. Strauß, z. B. hatte Format, Kohl z. B. …
    .
    In diesem Sinne,
    Gruß Hanskarl

  70. @Don Alphonso
    Ein kleiner Tip...

    @Don Alphonso
    Ein kleiner Tip am Rande!
    Die Elite der Schlittenfahrer trifft sich hier: http://www.thecresta125.com/
    Das ist aber wirklich nur „pour le pur et dur“!
    Ab 5. Februar in St.Mo.

  71. Hallo ?!
    Keiner mehr da...

    Hallo ?!
    Keiner mehr da ?
    Sprache verschlagen ?
    .
    TestTestTest

  72. (Sorry, Reiterjunge, der Don...
    (Sorry, Reiterjunge, der Don sagte was von gegen fünf sei er wieder da. Weil die Aushilfshausmeisterin aber auch mal zum Wochenmarkt muß, wenn sie weder Brot noch Käse im Haus hat, konnte sie leider nicht freischalten. Bitte um Verzeihung.)
    .
    Vroni, was Sie mit Fahrradfahrern machen, mach ich immer mit Porschefahrern an der Ampel. Frau in 13 Jahre altem Fiat. Das demütigt.

  73. Ich werde den Beitrag noch mal...
    Ich werde den Beitrag noch mal lesen.
    Danke für die Gedanken zur Bankenpolitik in Ihrem Blog. Heute gab es bei Handelsblatt eine Meldung über Obama und scharfe Massnahmen gegen Banken.

  74. Ach, lieber Don, welch schöne...
    Ach, lieber Don, welch schöne Einblicke in Ihr Innerstes Sie uns (mir) gegeben
    haben. Danke, geht sehr tief.

  75. @HansKarl: oh Stockschwerenot,...
    @HansKarl: oh Stockschwerenot, nun wollen Sie uns noch die „Männer von Format“ und Selbsterlöser als Elite andrehen. Äh nee, nee, nee. Dit isn Irrtum, echt.
    @Andrea Diener (Porschefahrer abhängen)/Vroni (Radler aufheizen): ja, manchmal, in seltenen Fällen, kann man solche Fahrspäße noch erleben. Auf dem Lago Maggiore habe ich es vor Jahren auch sehr genossen, mal mit dem Bötchen und runtergelegtem Gashebel übern See zu brettern. Aber meistens ist ja Stau. Weswegen ich seit gewiß schon 20 Jahren darüber nachdenke, wie der Stau kultiviert werden könnte, so daß er nicht mehr so langweilig ist. Im kaiserlichen Tokio sollen die Leute dabei ihre Gewänder ausgeführt und bewundert haben, also quasi Corso/Modenschau nebenher. Mir selbst fiel nur ein, daß es am Kreisverkehr Getränke und Würstchen geben sollte, wenn der Feierabend so lange warten muß.
    @HansMeier: Ihre Verteidigung der Berufsausbildung und der Durchschnittsuni ist mir sehr sympathisch.

  76. Sie reden aber wirklich von...
    Sie reden aber wirklich von Konstellationen, die für Privilegierte sind. Was ich zum Beispiel schon am Mittwoch festgestellt habe, war dass ich und viele meiner Ansprechpartner am Telefon erschöpft waren und davon hängt bei meisten die gesamte Existenz – ein Mensch, der nach Meinung meines Lieblingsgurus nichts anderes ist als Leere, als ein Ein- und Ausatmen.

  77. Hallo colorcraze 22. Januar...
    Hallo colorcraze 22. Januar 2010, 21:05,
    könnte es sein, dass ich die Welt ein wenig anders sehe als Sie – und das ist doch erlaubt, oder?
    Gruß Hanskarl

  78. Freier Radikaler,
    .
    Die üppig...

    Freier Radikaler,
    .
    Die üppig ausgestatten Universitäten z.B. in Nah- und Fernost bringen es alleine nicht.
    In der Türkei kann man hochgebildete Gemanisten Teppiche an Touristen verhökern sehen.
    Das wichtige und in Deutschland hervorstechende ist der handwerklich und industriell ausgebildete Großteil der Bevölkerung.
    Die Gründer der großen deutschen Industriebetriebe im 19. Jahrhundert haben als Schlosser, Mechaniker und Uhrmacher angefangen.
    Die kamen meistens nicht von der Uni.
    .
    Hochschulen sind wichtig, keine Frage.
    Nur, mit Hochschulabsolventen alleine können Sie keine Industrie hochziehen.
    Handwerker und Facharbeiter mit genügend Kapital können es unter Umständen auch alleine, sie haben es bewiesen vor 150 Jahren.
    .
    Wenn man heute beispielsweise in die Verlegenheit kommt in China oder im Iran eine Chemiefabrik in Betrieb zu nehmen, so muß man aufpassen das einem die Bude nicht um die Ohren fliegt, weil die als Arbeiter verkleideten einheimischen ehemaligen Kuhhirten nicht mit dem Schraubenschlüssel umgehen können.
    .
    Universitäten gibt es inzwischen aus Prestigegründen in jeder Bananenrepublik, vielleicht gar nicht mal so schlechte.
    Jedoch zu wenig Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe.

  79. @ Andrea Diener
    liebe,...

    @ Andrea Diener
    liebe, geschätzte Andrea Diener, bei allem wohlverdienten respekt – finden sie wirklich, dass demütigung gesellschaftlich besehen weiterhilft? können ihnen porschefahrer nicht einfach egal sein?
    .
    was spricht denn aus solchen handlungen heraus?
    gelassenheit ist es sicher nicht, obwohl ich sie ihnen von herzen wünsche. man könnte sich doch in achtung vor dem anderen oder in gleichmut üben, auch, wenn der andere dies – noch – nicht tut oder nie tun wird. irgendwer muss doch mal anfangen.
    .
    was mich daran stört, ist die manifestation von negativgefühlen, die durch vorbildcharakter und gedankenloses nachahmen systematisch werden.
    und dann ist es irgendwann nicht mehr schlimm, wenn einem porsche schlimmeres passiert als überholt zu werden. wobei er sicher nicht am laternenpfahl hängen wird … (um auf den letzten beitrag von Don Alphonso zu sprechen zu kommen)
    n.b.: ich fahre keinen porsche, ich habe nicht mal einen. wohl aber einen macho-sportwagen. es könnte sein, dass einige herren der schöpfung sich denken, dass ich mir den nur geliehen hätte. bis ich anfahre und in die kurven gehe. das macht spass! sogar ganz ohne zuschauer!

  80. Freier Radikaler @...
    Freier Radikaler @ 14.57h
    Eine Berufslehre ist Goldes wert. Es gibt in den USA „too many Chiefs (Harvard MBAs) and not enough well-trained Indians“ (support staff).

  81. @bluecotton: Gurus, und dann...
    @bluecotton: Gurus, und dann gleich mehrere? WARUM? Das braucht kein Mensch!

  82. Auch unter Ihren Blog...
    Auch unter Ihren Blog Berichten gibt es normale und Elite. Dieser ist Elite – finde ich wenigsten. (Ich kam leider nicht früher dazu ihn zu lesen, weil ich halt auch, jedenfalls von Zeit zu Zeit, ernsthaft arbeiten muss)

  83. @donna laura:
    Frau Diener ist...

    @donna laura:
    Frau Diener ist im Straßenverkehr halt das, was ein Troll im Blog ist. Die andern anstrengungsarm auf 180 bringen. Und so die eigene Kraft spüren, vervielfacht durch die Gesetze psychologischer Hebelwirkung. So was würde mir auch Spaß machen, wenn ich ein Auto hätte.
    .
    Und dann noch mal zu meiner Frage: Was stellt man im Westviertel mit den wirklich Hochbegabten an, vor allem denjenigen weiblichen Geschlechts unter 25? Die muß es doch auch geben. Wie kriegt man das Problem in den Griff?

  84. Peinlich, wie hier die...
    Peinlich, wie hier die Kommentatoren versuchen, doch wieder zur Elite zu gehören …

  85. @fionn, ja genau.
    Und weil...

    @fionn, ja genau.
    Und weil das so ist müssen die Harvard MBAs monströse schriftliche Handlungsanweisungen schreiben um ihr support staff in die Lage zu versetzen eine simple Leiter sicher durch die Gegend zu tragen.

  86. @ Don Alphonso
    mal so als...

    @ Don Alphonso
    mal so als alter seefahrer: hieß das nicht ‚cabo da roca’…?

    @ donna laura
    ich würde es bei der definition von elite ganz einfach mal damit versuchen, einzelne oder gruppen als solche zu bezeichnen, die eine gesellschaft voranbringen. im heutigen deutschland ist demnach elite icht möglich, weil sie auch die verantwortung des einzelnen gegenüber der gesellschaft beinhaltet. da in deutschland aber zur vermeidung von risiken und verantwortung entscheidungen ausschließlich in eigens dafür gebildeten gremien getroffen werden, die eine verantwortlichkeit des einzelnen im falle des scheiterns durch verteilung auf mehrere oder gar ‚experten‘ ausschließen sollen, ist demzufolge auch keine verantwortung für den erfolg der entscheidung möglich, mithin keine elite, die nunmal auf urheberschaft und verantwortung für erfolge basiert. insofern ist es ideologisch mit bedacht vorgeformtes und gedankenlos nachgelabertes geschwafel, daß es in deutschland infolge der ‚der politischen verrohung in den 30ern, dem daraus folgenden ww II und die anschliessende (begrüssenswerte und notwendige) demokratisierung, die als anregung von aussen kam‘ (wer denkt sich solchen schwachsinn aus…?) ‚ein definitionsproblem‘ gäbe, ‚was elite sei‘. was in deutschland als demokratisierung bezeichnet wird, ist nicht die schöpferische leistung einer geistigen elite, die bereit ist, mit hab und gut sowie mit dem leben für diese idee einzustehen, sondern formelhaftes wiederholen von außen vorgegebener politischer vorgaben nach der besatzung durch visionslose opportunisten zum zwecke ihres persönlichen vorteils und delegierung bis abwälzung von verantwortung auf andere. diese peinliche unterwerfung unter die ideologie der gewinner des letzten krieges blendet jedoch viele historische und gegenwärtige realitäten derartig aus, daß das daraus entstehende konversionssyndrom symptome an der gesellschaft zeigt, für die keine körperliche grunderkrankung diagnostiziert werden kann und mündet in ein formelhaftes selbstbestrafungsritual, das einen außenstehenden betrachter zum kotzen bringen muß, das jedoch der selbsternannten, faktisch jedoch nicht existenten ‚elite‘ dieses landes die herrschaft über die untertanengeister verängstigter potentieller hartzvierkandidaten – gemeinhin als ‚mittelstand‘ bezeichnet – erleichtert, die bei vorhandensein einer echten geistigen elite und eines gesunden nationalen wie kulturellen selbstbewußtseins nicht den hauch einer chance hätten, in irgendeiner noch so niedrigen position auch nur einen anflug eines ihrer banalen gedankengebilde laut äußern zu dürfen, weil meinungsäußerung nunmal das vorhandensein von meinung beinhaltet und nicht die wiederholung politischer phrasen oder abgabe inhaltsleerer politischer gedanken, womöglich noch zu lasten schwächerer.

    nur nebenbei, weil das hier ab und zu durchscheint: sind elite wirklich jene, welche sorglos in den tag hineinleben können, ohne an das morgen, die pflichten, die lasten denken zu müssen? denn dann wären die einfältigen elite. sie leben ausschließlich im hier und jetzt und kennen keine sorgen um die zukunft. möglicherweise entspringt diese implizite sichtweise jedoch wohl dem ideal der alten griechen, bei denen der freie bürger (und damit die elite) vom broterwerb befreit war. was nicht zwingend sorgenfreiheit bedeutete, angesichts als schwerwiegend empfundener philosophischer oder politischer probleme. an sich wäre diese haltung der alten griechen auch heute realisierbar, sogar mit dem humanen vorteil, daß unser reichtum nicht durch sklaven, sondern mit hilfe von maschinen (dem ergebnis der bei den griechen hochangesehenen geistigen tätigkeit) erarbeitet würde. aber unsere oberschicht schätzt das philosophieren des freien bürgers als gefahr ein, weshalb arbeit als religion verkauft wird, mit deren hilfe die freie zeit des freien bürgers derartig eingeschränkt wird, daß keine muße zum philosophieren oder gar das erkennen eines auswegs aus der staatlich organisierten sklaverei (erspart euch den wohlstandseinwand, es gab in rom auch sklaven, die mancher freie um ihren wohlstand beneidet hätte) möglich ist, in der die masse zur arbeit verurteilt ist, obwohl schon jedes noch so leise materielle bedürfnis mit einem lawinenartigen überangebot zumindest potentiell qualitativ hochwertiger industriegüter erstickt werden könnte. auch hier macht sich das fehlen einer echten elite bemerkbar, welche die massenverarschung zumindest zu erkennen in der lage wäre, ganz zu schweigen von einer ausstiegsvision…

  87. Donna Laura, keine Sorge, ich...
    Donna Laura, keine Sorge, ich bin gelassen, ich weide mich nur mitunter gern an der Verkrampftheit anderer. Das ist ein bißchen gemein, das gebe ich zu, aber kleine Gemeinheiten tun niemandem weh und verschönern den Alltag. Wenn der Porschedepp sich entsetzlich abstrampelt um an mir vorbeizurasen, dann muß ich lachen, wie sehr er sich anstrengt, um die Verhältnisse wieder geradezurücken, die ich ihm gerade durcheinandergebracht habe. Das ist die gleiche Freude, wie Vroni sie oben beschrieben hat, und ich kann sie sehr gut nachvollziehen.

  88. @colorcraze Ich vertraue gerne...
    @colorcraze Ich vertraue gerne einem Guru, statt Produzenten, die nach einem Familienfilmdreh gleich ins Bordell wollen.

  89. heute auf einem plakat...
    heute auf einem plakat gelesen: elitepartner.de
    …!

  90. @bluecotton: gräßliche Leute...
    @bluecotton: gräßliche Leute ertragen müssen ist mühsam, da haben Sie mein volles Mitgefühl.
    @HansMeier: na, ich schätze, da kommt dann sowas bei raus wie bei einer meiner Schulfreundinnen – Heirat, Kinder, Depressionen, Selbstmord.

  91. Respekt, Frau Diener! Eine...
    Respekt, Frau Diener! Eine Lachgaseinspritzung trauen sich im angepassten deutschen Straßenverkehr nicht viele zu. Oder verwenden Sie gar Nitromethan? Ich vermute fast Letzteres, anders wäre Ihr Beschleunigungsvermögen auch kaum zu erklären.

  92. Verehrter Don Alfonso,

    100%...
    Verehrter Don Alfonso,
    100% einverstanden. Wunderbar formuliert ! Von literarischer Qualität. Ihr Artikel motiviert mich zudem von meinem Dauerehrgeiz angetrieben wieder einmal, nach einem anstrengenden respektablen Aufstieg, an einer hölzernen Hüttenwand sitzend das warme Gefühl zu suchen, in der Abendsonne gücklich zu sein. (… und wenn’s köstlich gewesen ist, so ist das Leben Mühe und Arbeit gewesen)

  93. Das dumme Wörtchen "Elite"...
    Das dumme Wörtchen „Elite“ ist für viele der hier Schreibenden ein Belohnungs-Prädikat, das ihnen keine Ruhe läßt. Inwiefern darf ich mich vielleicht auch dazuzählen? Es geht wirklich wie auf Knopfdruck — ich hoffe, daß Frau Diener sich gut amüsiert.
    .
    Lieber Don Carlos,
    1. haben Sie vollkommen Recht: Die Eliten des Dritten Reiches haben wenigstens noch persönliche Verantwortung übernommen. Die Eliten der Weimarer Republik haben sich dieser durch Emigration oder faule KZ-Aufenthalte feige entzogen.
    2. was macht der Heidgger?
    3. was haben Sie nur gegen die Groß-und-Kleinschreibung?

  94. Apropos Verantwortung:
    .
    Ich...

    Apropos Verantwortung:
    .
    Ich glaube, hier verwechseln manche etwas ganz gewaltig.
    Elite ist definitiv nicht, wer „Verantwortung übernimmt“ und am Ende gar für irgendwas haftbar gemacht werden kann.
    Im Gegenteil: Elite ist, wer von vornherein von der Haftung ausgenommen ist.
    .
    Es sind die Vasallen, die ihrem Herrn Treue schwören und nicht umgekehrt.
    .
    Elite ist, wer die Regeln aufstellt, an die andere sich halten müssen.
    .
    Es ist es genauso wie mit der Livree, den Händis und der Vielfliegerkarte: Fetischgablonzen, mit denen die Lakaien ihr Selbstbewußtsein aufladen.

  95. Lieber HansMeier555,
    .
    "Ihre...

    Lieber HansMeier555,
    .
    „Ihre Position könnte man vielleicht so (miß)verstehen, daß die „Elite“ ihre Privilegien dadurch rechtfertigt, daß sie ja die „Führung übernimmt“, die „Verantwortung trägt“, während die Masse der Geführten ja lediglich Befehle ausführt.“
    .
    ich habe nie gefordert, dass die „Elite“ „Privilegien“ besitzen soll.
    .
    „Zugleich möchte ich aber zu bedenken geben, daß der Wohlstand tatsächlich zum größten Teil von Leuten erarbeitet wird, die auf einem sogenannten „Feld-Wald-und-Wiesen-College“ studiert haben.“
    .
    Auch das habe ich nicht rundheraus bestritten, da es auf eine Industriegesellschaft, die wir im 20. Jahrhundert zweifellos hatten, zutrifft. Nur, in Zukunft werden wir uns mehr denn je auf Hochtechnologien stützen müssen, um unseren Wohlstand zu behalten. Und dazu brauchen wir Menschen, die nicht nur eine anspruchsvolle Ausbildung genossen haben, sondern die auch besonders verantwortungsvoll handeln. Ist das nicht zwangsläufig eine Elite, da es sich um eine Auswahl von Menschen handelt, die dazu geeignet ist?
    .
    Reiterjunge,
    .
    „Die üppig ausgestatten Universitäten z.B. in Nah- und Fernost bringen es alleine nicht.
    In der Türkei kann man hochgebildete Gemanisten Teppiche an Touristen verhökern sehen.
    Das wichtige und in Deutschland hervorstechende ist der handwerklich und industriell ausgebildete Großteil der Bevölkerung.
    Die Gründer der großen deutschen Industriebetriebe im 19. Jahrhundert haben als Schlosser, Mechaniker und Uhrmacher angefangen.
    Die kamen meistens nicht von der Uni.“
    .
    ja, richtig, im 19. und 20. Jahrhundert. Aber nehmen wir als Beispiel mal die Chemie. Die war auch schon am Beginn des 20. Jahrhunderts stark wissenschaftsgetrieben, das Chemiestudium und die -promotion galten und gelten als verlängerte Werkbank der Industrie, die meisten deutschen Chemie-Nobelpreisträger haben sowohl für die Grundlagenforschung als auch die Anwendung Hervorragendes geleistet, ob nun Ziegler oder Ertl und viele andere: http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E29C77E7D0BEE426EAF78991EDAAC1A8A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    .
    Und dass wir in Zeiten des Klimawandels stärker denn je auf gute Naturwissenschaftler angewiesen sind, lässt sich wohl kaum bestreiten: http://fisch-blog.blog.de/2009/06/29/chemie-wandel-zeiten-professor-ryoji-noyori-6420251/
    .
    HansMeier555,
    .
    „Und dann noch mal zu meiner Frage: Was stellt man im Westviertel mit den wirklich Hochbegabten an, vor allem denjenigen weiblichen Geschlechts unter 25? Die muß es doch auch geben. Wie kriegt man das Problem in den Griff?“
    .
    wo ist das Problem? Dürfen diese etwa nicht studieren und danach ihren Beruf ausüben?
    .
    fionn,
    .
    „Freier Radikaler @ 14.57h
    Eine Berufslehre ist Goldes wert. Es gibt in den USA „too many Chiefs (Harvard MBAs) and not enough well-trained Indians“ (support staff). “
    .
    allzu unkritisch sehe auch ich den Elitebegriff nicht: http://www.theamericanscholar.org/the-disadvantages-of-an-elite-education/

  96. Liebe Andrea Diener, ein...
    Liebe Andrea Diener, ein bisschen Spass darf (muss) sein, Schadenfreude ist
    eine völlig andere Kategorie! Haben Sie weiterhin viel Vergnügen.

  97. Was ist eigentlich mit diesem...
    Was ist eigentlich mit diesem Teenie Helene Hegemann? Gehört die zur (zumindest literarischen) Elite? Wenn dem so ist, dann kann mir die Elite gestohlen bleiben.
    .
    Überhaupt ist es doch ein dämlicher Begriff. Immer sofort diese Harvard und Stanford Assoziationen. Oder Drittes Reich.
    Nee, dann lieber den weisen alten König.
    .
    Andrea Diener, Porsche schrubben geht auch mit einem Smart (zwar nur 30 Meter, aber immerhin). Reine Physik. Nix Lachgas.

  98. Muscat, recht haben Sie –...
    Muscat, recht haben Sie – die Barchetta kommt immerhin auf etwa 200 Meter. Leichtigkeit ist schwer unterschätzt.
    .
    Frau Hegemann ist keine Elite, sondern Mädchen der Saison. Irgendein Covergirl findet sich immer, mal literarisch besser, mal schlechter. Ihren Roman habe ich noch nicht gelesen, die Besprechung klingt allerdings nach dem üblichen Provokationsbla.

  99. Ein Prinzip philosophischer...
    Ein Prinzip philosophischer und logischer Argumentation ist es, einen Gedanken bis zum äußersten zuzuspitzen und in sein letztes Extrem zu führen. Mein lieber HansMeier555, wenn ich das mit Ihrer Aussage oben mache:
    „Elite ist, wer von vornherein von der Haftung ausgenommen ist.“
    Dann wären die davongekommenen Schergen des Reichssicherheitshauptamtes und der SS also Elite gewesen? Denn sie waren im System jederzeit und danach nach Maßgabe ihrer Geschicklichkeit im Lügen von der Haftung ausgenommen.
    Da sträuben sich mir die Nackenhaare.
    Da halte ich mich doch lieber an Henning Tresckow, der das Attentat für nötig hielt selbst bei hoher Wahrscheinlichkeit das Mißlingens. In klarer Erkenntnis dessen zu was die Anderen fähig waren fuhr er am 21.07.44 an die HKL und steckte sich eine Gewehrgranate in den Mund und zog ab. Der ebenfalls am Staatsstreich beteiligte Major iG Oertzen vernichtete -schon festgenommen – auf dem Klo seiner Dienststelle letzte Unterlagen, nahm eine Handgranate die er dort im Löschsandeimer versteckt hatte und zog ab.
    Das, im Bestreben andere zu schützen noch die letzte Konsequenz zu ziehen und dabei Verantwortung zu übernehmen, halte ich in der Tat für ein Merkmal von Elite.
    Et tout le reste est littérature.

  100. @Muscat: ich kannte Fräulein...
    @Muscat: ich kannte Fräulein Hegemann gar nicht, bis Google mich zu dem hier brachte: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,672725,00.html
    Nein danke, kein Interesse. Der Artikel klingt sehr nach gehyptem „Wunderkind“, sowas braucht kein Mensch.

  101. Doctor Snuggles, sie kommt...
    Doctor Snuggles, sie kommt übrigens aus Berlin.
    Der Herr erhalte mir meine Vorurteile…

  102. prince Matecki
    Altesse,
    .
    Die...

    prince Matecki
    Altesse,
    .
    Die Frage wie wir die Elite uns wünschen,
    darf mit derjenigen, wodurch sie sich definiert, nicht verwechselt werden.
    .
    Zweifellos gehörte die SS zur Elite (bzw: zur Funktionselite) des Dritten Reiches.
    .
    Dennoch ist sie mir kein Vorbild, und Ihre Sympathien für den Widerstand teile ich voll und ganz.

  103. ... genaue Elitedefinitionen...
    … genaue Elitedefinitionen kann man ja bei Mosca oder Pareto nachlesen. Wuerde dazu, ueber den Daumen gepeilt, jeden zaehlen, der in Bayreuth an eine Karte kommt, ohne das laestige Bewerbungsformular fuer eine solche ausfuellen zu muessen. Natuerlich hat jede Zeit ihre Eliten; einfach mal unter Bayreuth Hitler oder B. Merkel, B. Beckenbauer … kuckeln.

  104. @ prince Matecki - ihrer...
    @ prince Matecki – ihrer ansicht ist m.E. voll und ganz zuzustimmen: klare aussage, gefestigte grundsätze. alles andere ist mumpitz.
    .
    @ Don Carlos – die alten griechen.
    .
    (jetzt bin ich mal der – aber neidfreie – troll. und trolle mich: familienfeier.).

  105. Teutobrecht, danke, endlich...
    Teutobrecht, danke, endlich was zum Lachen.

  106. Freier Radikaler @...
    Freier Radikaler @ 08.45h
    Hervorragend, der Artikel über die Eliten aus Harvard und Yale („There’s no point in excluding people unless they know they have been excluded“.. And
    „An elite education teaches you that the measuresd of academic achievement are measures of value in some moral or metaphysical sense“)
    Im deutschsprachigen Raum (in der Schweiz) lernt man – dank dem Vereinsleben/dem Vereinswesen – den Metzger, den Asylbewerber aus Montenegro (der war der beste Schachspieler) und auch das mega-rich Ehepaar aus Norwegen kennen. Es gibt ca. 270 Vereine im Kanton Zug mit nur 110 000 Einw.). Die Vereine wirken wie ein Kaleidoskop/ein Katalysator der Gesellschaft
    m.M.n.
    P.S. Ist Don Alphonso Vereinsmitglied? Beim Rodelverein?

  107. @Freier Radikaler ("Dürfen...
    @Freier Radikaler („Dürfen diese etwa nicht studieren und danach ihren Beruf ausüben?“): Letzteres nicht, nein, erwachsenes Kind mit dem SUV abholen und ihm beim Sport applaudieren geht vor. Wie der Mensch in dem von Ihnen aufgetanen Link richtig schreibt, ist da kein Platz für intellektfördernde Absonderung vorgesehen.
    @Prince Matecki: haben sie mal den „Eigensinn“ von Enzensberger gelesen? Sehr empfehlenswert. Hübsch die Aufteilung: „es gibt 4 Sorten von Menschen. Die dummen und faulen, das ist der Großteil, die müssen angeleitet und angetrieben werden. Die gescheiten und fleißigen, die sind gut darin, die dummen und faulen anzuleiten. Die dummen und fleißigen, die sind ein Unglück, die muß man unbedingt von allem fernhalten. Schließlich die faulen und gescheiten, das sind die, die für höchste Führungsaufgaben begabt sind, denn die denken selber.“ (Leicht abgewandelt aus dem Gedächtnis zitiert)

  108. Eliten können nicht ohne ihre...
    Eliten können nicht ohne ihre gesellschaftliche Akzeptanz gedacht werden. Entfällt diese, ist Schluß mit der jeweiligen Elite. Manchmal recht drastisch, wie bei den Königen Karl von England oder Ludwig von Frankreich. Die Geschichte der Französischen Revolution ist ja gerade die Geschichte der Zerstörung von Eliten, insofern die zweite Welle auch die Führer der ersten unter die Guillotine brachte. Wobei man sich fragt ob ungestrafte Gewaltausübung nicht auch ein Merkmal von Eliten ist, bis hin zu Ohrfeigen hannoverscher Machart.

  109. colorcraze, och männo, dann...
    colorcraze, och männo, dann bin ich ja doch Elite…

  110. fionn,
    .
    "Im deutschsprachigen...

    fionn,
    .
    „Im deutschsprachigen Raum (in der Schweiz) lernt man – dank dem Vereinsleben/dem Vereinswesen – den Metzger, den Asylbewerber aus Montenegro (der war der beste Schachspieler) und auch das mega-rich Ehepaar aus Norwegen kennen. Es gibt ca. 270 Vereine im Kanton Zug mit nur 110 000 Einw.). Die Vereine wirken wie ein Kaleidoskop/ein Katalysator der Gesellschaft“
    .
    naja, die meisten Akademiker, die ich kenne, sind allerhöchstens in Vereinen, wo sie unter sich sind.
    .
    Was aber ist eigentlich so schlecht daran, besonders Begabte besonders zu fördern (gerade auch hinsichtlich ihrer Sozialkompetenz)?
    .
    https://www.elitenetzwerk.bayern.de/index.html
    .
    http://www.studienstiftung.de/foerderung.html
    .
    Natürlich muss man dabei aufpassen, dass die Geförderten sich vom Rest der Gesellschaft absondern, wie es laut Deresiewicz in den USA der Fall sein soll. Aber würden die guten Leute, wenn ihnen im Ausland bessere Angebote gemacht werden, nicht einfach Deutschland verlassen?

  111. Sorry ich war rodeln und habe...
    Sorry ich war rodeln und habe mir einen Knöchel verstaucht, dann noch zu viel
    Torte gegessen, da ist mir ganz schlecht geworden.
    Aber jetzt bin ich wieder hier…
    Was gibts?
    Na läuft doch nicht schlecht, so viele Kommentare…

  112. Die Geschichte von Hammerstein...
    Die Geschichte von Hammerstein ( der originale Titel ist: „Hammerstein oder der Eigensinn“, Suhrkamp) kenne ich aus anderen Quellen. Besser als die Einteilung gefiel mir die reale Geschichte des Sohnes: Weil der Vater im Bendlerblock eine Dienstwohnung hatte und die Kinder dort herumtoben durften im Gebäude kannte Kunrat Hammerstein-Equord eine Dienstbotentreppe. Als am Abend des 20.07.44 die Schergen in die Führungsetage stürmten, entkam der als junger Offizier am Staatsstreich beteiligte Kunrat über diese Hintertreppe…..
    .
    Die günstige Kombination von hochgradigem Intellekt und ausgreifender Faulheit wurde auch von einem Admiral kolportiert, den ich eine Zeit lang zum Vorgsetzten hatte. Er ließ einen selbstständig arbeiten. Immerhin brachte er es bis zum Befehlshaber Flotte. Insofern könnte an der Typologie was dran sein.

  113. Von Herzen gute Besserung,...
    Von Herzen gute Besserung, lieber Don. Bei „zu viel Torte“ könnte ein kleines
    Schnäpschen Abhilfe schaffen; alternativ – antialkoholisch: Tee von der Schafgarbe.

  114. Freier Radikaler @13.35h

    Die...
    Freier Radikaler @13.35h
    Die Schweiz ist“ein Sonderfall“ – eine direkte Demokratie, „das Volk hat das letzte Wort“. Bescheidenheit ist hierzulande grossgeschrieben. PolitikerInnen in der Schweiz müssen sehr darauf achten, nie „too big for their boots“ (grössenwahnsinnig) zu werden,
    sonst ……. mura-hachibo!! (Jap. If a piece of wood sticks out, hammer it back down again). Also, Roger Federer – Tennisweltmeister, bescheiden und gutaussehend – perfect!

  115. (Summerhill, glauben Sie nicht...
    (Summerhill, glauben Sie nicht jedem kleingeschriebenen don, daß er ein Don ist.)

  116. "don alphonso" von 15.04 Uhr...
    „don alphonso“ von 15.04 Uhr ist natürlich nur ein faxe, aber so pi mal Daumen hat er natürlich recht. Allerdings esse ich gerade eine Kirchwehnudel, und den Knöchel habe ich mir beim Sturz aus dem Bett bei historischen Rollenspielen (Die besten Szenen von Mirabeau) zugezogen. Ich bin die Kaseln des 18. Jahrhunderts bei frivolen Spielen einfach nicht mehr gewohnt.

  117. Teutobrecht, ich glaube, jeder...
    Teutobrecht, ich glaube, jeder wissenschaftliche Ansatz ist zum Scheitern verdammt, wenn man eine bestimmte Messgrösse wie Anteil an der Bevölkerung zugrunde legt. Die oberen 10.000 gibt es auch den kleinsten Käffern.
    .
    summerhill, alles bestens, es geht mir prima.

  118. Meine Vorstellung von...
    Meine Vorstellung von „elitär“ in den letzten Jahren war irgendwas was unbedingt mit der Frankfurter Schule zu tun hat. Aber ich bin ja nur ein Halbgebildeter, wenn überhaupt.

  119. Lieber
    Freier...

    Lieber
    Freier Radikaler,
    gegen Stipendienprogramme wie die der Studienstiftung habe ich abslout nichts.
    Aber die dort geförderten Einser-Abiturienten werden in der Regel Akademiker, finden ihren Beruf in der wissenschaftlichen Forschung und gehören schon darum nicht zur gesellschaftlichen Elite der „Entscheider“.
    Wer den Westvierteln entstammt hat das Studienstiftung-Stipendium (vermutlich weniger als 1.000 Euro /Monat) doch gar nicht nötig und gibt sich auch keine Mühe, einen Notenschnitt von 1.0 zu erreichen.
    Und damit sind wir schon wieder beim Thema des Artikels: Dem Musterschüler wird eingeredet, er sei „Elite“, er kriegt ein Stipendium und am Ende einen Lehrstuhl, und seine ganze Familie ist stolz auf ihn.
    Seine Mitschüler aus dem Westviertel dagegen gönnen sich dagegen erst mal ein paar Jahre Party, machen dann irgendwo einen MBA, heiraten eine Kanzlei oder ein Aktienpaket und scheffeln Millionen.
    .
    Elite, das sind Leute wie Spitzen-Manager Thomas Middelhoff, der sich mit dem Geld seiner Arbeitgeberin in den „wissenschaftlichen Beirat“ eines Instituts an der Universität Oxford eingekauft hat, wo Leute wie er wiederum Elite-Nachwuchs kooptieren.
    .
    Ein anderer Repräsentant der derzeit im Abendland tonagebenden Elite sind natürlich George W. Bush und die millionenschweren Mitglieder seiner Administration.
    .
    Eine Berufsgruppe, bei der die Prostitutionsbereitschaft besonders ins Auge fällt, sind die Journalisten. Die sind am billigsten. Man muß sie gar nicht bezahlen, nur einfach mal am unteren Ende des Herrentischs mitessen lassen. (Wenn das nicht reicht, zusätzlich das „Du“ anbieten). Wenn so ein Chefredakteur dadurch erstmal die Möglichkeit hat, in seinen Leitartikeln (und natürlich auch in Redaktionskonferenzen, pseudoakademischen Buffet-Vorträgen, business-gesponserten Pseudodiskussionrunden, und auch privat im small talk mit blonden Elite-Studentinnen) Sätze unterzubringen wie: „als mir Guido neulich sagte“… „als ich den Joschka neulich am Telefon hatte“, … „als ich mit Walter nach Washington flog…“, dann glaubt er auch, daß er dazugehört.
    .
    Elite hat halt auch ganz viel mit Sex zu tun.

  120. Die Elite erfreut sich nicht...
    Die Elite erfreut sich nicht nur einem Wollen, sondern auch einem Können. Schlagendes, weit- und raumgreifendes, allerdings sportives Beispiel:
    Cassius Clay, eher als Tzimon Barto?
    Für die Pauschalrodler unter uns:
    Eliten (temporär oder nicht) sind Insulaner und grenzen sich notwendigerweise von der häufig trüben Allgemeinheit kontrastreich ab. Schopenhauer bemüht hier den Berg (auf der Höhe muß es freilich… ) recht elitär. Das Glücks- und Leidenspotential elitärer Existenzen hat man sich jedenfalls gern großformatig vorzustellen und ist mit kleinlich dünkelhaften Habitären (selbst wenn diese über imposant horrible Geld- und Sachmittel verfügen, mit denen sie womöglich Wintersportgebiete unsicher machen) durchaus inkompatibel, mal ganz abgesehen von den Habenichtsen, die unterm Diktat niederer Instinkte stehen. Fachkundler der Medizin glauben herausgefunden zu haben, daß die Zitterkrankheit (Parkinson) durch schlechte Kommunikation (mangelnder geistiger Austausch// inadäquate Umgebung// schlechter Umgang) stark gefördert wird.
    Leuchtet unmittelbar ein, insofern hat sich Don Alphonso mal wieder sehr umsichtig gezeigt.
    Erquickliches Anders-sein setzt demnach auch vornehme Gesinnung voraus, anderen und natürlich auch sich selbst gegenüber.
    Deswegen finde ich die Sequenz Don Alphonso//Frau mit Brille//Idiotenstreifen elitemäßig, gar nicht übel. Deswegen halte ich dann auch den Film -Sein größter Bluff- für sehenswerter, als den TV-Spuler -Gier-, in dem sehr viel auf Stupidität gesetzt wird.

  121. Als Student hielt ich die für...
    Als Student hielt ich die für elitär die mehr als ein Fach im Bücherregal mit Suhrkamp Taschenbüchern bestückt hatten. Wer die viele tbs nach den Umschlagfarben sortiert stehen hatte galt wechselweise als Ästhet oder als Möchtegern der sie nicht gelesen hatte.

  122. Suhrkamp, haha!
    Schon...

    Suhrkamp, haha!
    Schon erstaunlich, in welchem Maße diese unansehnlichen Broschüren seinerzeit die konservativen Eliten intellektuell einzuschüchtern vermochten.

  123. HansMeier555,
    .
    "gegen...

    HansMeier555,
    .
    „gegen Stipendienprogramme wie die der Studienstiftung habe ich abslout nichts.
    Aber die dort geförderten Einser-Abiturienten werden in der Regel Akademiker, finden ihren Beruf in der wissenschaftlichen Forschung und gehören schon darum nicht zur gesellschaftlichen Elite der „Entscheider“.“
    .
    nur Wissenschaftler? Da wäre ich mir nicht so sicher: http://de.wikipedia.org/wiki/Studienstiftung_des_deutschen_Volkes
    Suchen Sie doch mal auf der Seite nach „FAZ“, „RAF“, „ZDF“, „McKinsey“ etc. ;-)

  124. @ prince Matecki ...
    @ prince Matecki 15.49
    Durchlaucht,
    (mein Vater hatte einen deutschen Fürsten zum Reviernachbarn, als ich den Sohn, ein wenig jünger als ich selbst, nach vielen Jahren wiedertraf, verlangte er mit Durchlaucht angesprochen zu werden. Meine Mutter hatte ihn immer das dicke Prinzlein genannt und verboten, daß er in der Küche, in der wir Kinder uns gern aufhielten, was anderes als Obst und ungesüßte Kompotte bekam. Die Bauernkinder hingegen bekamen von allem und heiße Ovomaltine dazu. In der Fürstenküche futterten Prinz, Foersterliesel und die Bauernkinder am liebsten Bratenfettbrote und Kuchen, davon durfte meine Mutter aber nicht wissen und erfuhr auch nicht davon, weil die Fürstenköchin mit Vergnügen meiner Mutter zuwiderhandelte…)
    nun also, Durchlaucht,
    wie schön, daß Sie Enzensbergers Buch erwähnen; die Familie Hammerstein (mit u.a.einem Edda-Forscher und napoleonischen General) ist eine weitläufige und interessante Familie, die auch einen schriftstellernden Minister im Ständestaat stellte, der das Aufkommen der Nazis im österreichisch-bayrischen Grenzgebiet beschrieb http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Hammerstein-Equord

  125. Das rechtzeitige Entkommen...
    Das rechtzeitige Entkommen über die Hintertreppe hat mich jetzt nicht so arg interessiert, weil ich schon viele Fluchtgeschichten gehört habe (irgendwie wars immer das zweitletzte Schiff, ob bei der Flucht nach Palästina oder aus Ostpreußen) und weil ich derlei in meiner Jugend (ich war ja Punk) auch so ein bißchen trainierte – ist schon, äh, spannend, wenn man sich auf dem Dachgarten vor einer halben Hundertschaft verstecken muß, weil man nicht vermöbelt werden will. Die liefen dann an uns vorbei, schauten die Treppe runter – „da ist keiner“ – und gingen wieder.
    Aber diese Typologie von Vater Hammerstein (danke fürs Vorsagen, ich kann mir Namen so schlecht merken), die fand ich bemerkenswert. Zumal die ja den Eindruck macht, als sei sie aus dem vollen Leben geschöpft – Hammerstein ist es ja scheints wesentlich zu verdanken, daß da in der Weimarer Republik überhaupt was funktionierte. –

  126. " Bitte, verzeihen Sie, wo...
    “ Bitte, verzeihen Sie, wo geht es hier zu den Strohhälmchen-Eliten?“
    .
    Dort?
    .
    Danke!

  127. Verehrte Gemeinde
    DUDEN :...

    Verehrte Gemeinde
    DUDEN : Auslese, Auswahl, die Besten, die oberen Zehntausend, Eliteschicht, Establishment, Führungsschicht, Führungsmannschaft, Geldadel…
    Eindeutiger sprachlicher Schwerpunkt auf den „Privilegien“ nicht aber auf der „Leistung“ der so betitelten Bevölkerungsminderheit. Nachdem „Auswahl der Besten“ eigentlich nur noch nebenbei auftaucht steht zu erwarten, daß dieser Teil aus dem DUDEN demnächst gestrichen wird. Was bedeutet das nun fuer den Begriff Eliteuniversität (DUDEN: Universität, an der die akademische →Elite eines Landes ausgebildet wird) ? … und … Was bedeutet das bezogen auf „geistig moralische Werte“ der Elite in unserem Gemeinwesen ? … Die Konsequenz folgt auf dem Fuße >>> Wir werden enden wie die diversen römischen Reiche !

  128. Lieber Don Alphonso, ganz...
    Lieber Don Alphonso, ganz schön, dass wir mit Cabo da Roca und seinem Land (zumindest allem was von Lissabon aus nördlich liegt, m.E.) eine geographische Sehnsucht teilen. Und, weil mir aus verschiedenen Gründen Porto besonders ans Herz wuchs, von dort ein Alltagsblick: auf engem Raum, etwa einer Bus- oder Metrofahrt, kann man dort Menschen mit unterschiedlichsten Physiognomien: Asiaten aus Macao oder Goa, Afrikaner aus Mocambique, Amerikaner aus Brasilien, Portugiesenh aus der Mutterland mt genuin iberischem Background aber auch bleiche und blonde aus der grossen britischen Kolonie erleben. Und alle sprechen Portugiesich oder dessen Varianten als Muttersprache. Dies empfinde ich, da der Ort wesentlich kleiner als etwa London ist, als homogene Multikulturalität ohne jede Outriertheit. Was beileibe nicht ohne Konflikte abgeht.
    Aber um beim Thema zu bleiben, die vermögenden Kreise der Stadt (eine „Elite“?) wohnen in einem Westviertel, welches sich von der Kernstadt mit einer Länge von mehreren Kilometern (4-6) in leichtem Gefälle bis fast zum Atlantik nach Foz do Douro erstreckt. Glaubwürdige Stimmen sprechen davon, dass sich das Patriziat der Stadt heute noch im Stil des Viktorianischen Englands einigle. Aber da man von hier das einstige Kolonialreich bewirtschaftete, sind die Antennen sensibel und qualitativ orientiert. Und da Sie der maurische Stil an den Häusern um Cabo da Roca anzieht, den gbt’s dort im Westviertel reichlich. Aber auch Prezisionen des Art Déco und meisterhafte Architektur der „Schule von Porto“ (Távora, Siza, Souto Moura).

  129. @ colorcraze

    liebe(r)...
    @ colorcraze
    liebe(r) colorcraze, bitte entschuldigen Sie, ich hab zu kursorisch drübergelesen und übersehen, daß ja Sie es waren, der/die Enzensbergers Buch erwähnte!
    Ich freue mich, daß Sie die punk-Phase unbeschadet und gut durchlaufen haben und hier sind!

  130. Ach nicht nur Hammerstein,...
    Ach nicht nur Hammerstein, vorher noch Seeckt, der war ja auch eigentlich Monarchist, aber verhielt sich in der Republik durchaus loyal dazu. Während eines der Putsche übertrug ihm die Reichsregierung nach Rücksprache mit dem Reichspräsidenten die „vollziehende Gewalt im Reich“, das musste ihm quasi nachgetragen werden. Anschließend gab er sie – loyal – zurück. Der ihm vielfach vorgeworfene Ausspruch bei einem anderen Putsch („Truppe schießt nicht auf Truppe“ im Original, kolportiert werden zahlreiche Varianten) war nicht antidemokratisch sondern entsprach einer realistischen Lagebeurteilung der Kampfkraft seiner Reichswehr gegen Freikorps und andere rechte Banden. Je nach Charisma der der jeweiligen Freikorpsführer und deren Bekanntheit aus dem 1. Weltkrieg her hätte ihm seine (Seeckts) Reichswehr einfach nicht gehorcht.
    In der Tat sind Hammersteins ein verzweigte und vielfältige Familie, bis zum Radio- Intendanten.

  131. @Muscat: ganz genau genommen...
    @Muscat: ganz genau genommen stimmt das nicht. Sie ist in Freiburg im Breisgau geboren, wuchs in Bochum auf und zog erst im Alter von 13 Jahren nach Berlin. Daher ist es ein Witz, wenn diese 17jährige ein Buch schreibt, als hätte sie einen jahrzehntealten Erfahrungsschatz und kenne die Szenen und Clubs in Berlin wie ihre Westentasche. Im übrigen dürften es wohl die Verbindungen des Herrn Vater sein, die ihre gewisse Tore öffneten.

  132. Ja wo steckt er denn?
    Schreibt...

    Ja wo steckt er denn?
    Schreibt er ein Pamphlet zu Obamas Anti-Banken-Offensive?

  133. Doctor Snuggles, das macht es...
    Doctor Snuggles, das macht es ja eigentlich noch schlimmer.

  134. @Foersterliesel: Ach, meine...
    @Foersterliesel: Ach, meine Punkzeit war halbwegs erlebnisreich, ich möchte sie nicht missen. Ich konnte mir dadurch z.B. trampenderweise u.a. einen ersten Eindruck von London verschaffen, stellte aber fest, daß Lehre weitermachen in BaWü weniger aufreibend ist als im Modegeschäft in London Fuß zu fassen. Aufgrund meiner Faulheit schaffte ich es nur bis nach Berlin, und inzwischen bin ich sogar so faul, daß ich hier nicht mehr weg will. –
    @Doctor snuggles/muscat: nu laßt doch dem Mädel seine Pubertät. Muß ja nicht jede hinter Schloß und Riegel gehalten werden.
    @prince Matecki: die 1920er Jahre mit ihrem latenten Bürgerkrieg kann man sich heute nur noch schwer vorstellen, und wie immer in chaotischen Zeiten läßt sich hinterher kaum noch historisch nachvollziehen, was da eigentlich alles war. Die Macht von Eliten, Zentralen und Institutionen verliert dabei stark an Reichweite und Bindungskraft.
    @Hansmeier: Samstag hat er frei. Das gehört so. Und sonntags ist Familientag.

  135. interessanter "strang" -
    immer...

    interessanter „strang“ –
    immer was zum googlen für mich dabei.
    .
    als nachschauerin bin ich also wohl eher raus.
    keine elite.
    .
    im übrigen (falls hier noch nicht geschehen) empfehle ich
    „gestatten: elite ..“ von julia friedrichs
    http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~ED1C13F4481CC49248EC0F2343A11D930~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  136. colorcraze, die junge Dame...
    colorcraze, die junge Dame stört mich nicht im Geringsten, sondern eher das Gewese, welches erwartungsgemäß seitens der Journalisten um sie gemacht wird.

  137. Lieber Don Alphonso, Sie...
    Lieber Don Alphonso, Sie schreiben: „jeder wissenschaftliche Ansatz ist zum Scheitern verdammt, wenn man eine bestimmte Messgrösse wie Anteil an der Bevölkerung zugrunde legt. Die oberen 10.000 gibt es auch den kleinsten Käffern.“
    Die Messgroesse oder die Elitenpraesenz in Boehmfeld oder Grossmehring sind m.E. nicht der Punkt (warum sollte ein Mitglied der Elite nicht in solchen Kaeffern wohnen?) Wenn ich es recht verstehe, wuerde ein Sozialwissenschaftler wohl erst den Elitebegriff praezise und operational definieren und dann in dem so ausgegrenzten Kollektiv, wie gross es immer ist, davon unabhaengigen Variablen nachspueren, die diese Differenz gegenueber anderen Kollektiven und dem Rest der Bevoelkerung bestaetigten: Variablen der Lebensfuehrung, der Kindererziehung, des Heiratsverhaltens, des politischen Bewusstsein.
    Wenn ich nun auch noch die Bourdieusche Soziologie richtig verstehe, kann man das, was Elite meint, in dessen Kategorien von oekonomischem, kulturellem und sozialem Kapital ohne Substanzverlust reformulieren und in einen breiteren Ansatz einbetten. Den Elitebegriff muss man nicht ueber Bord werfen, auch wenn er in diesem Kontext nur einer Verlebendigung der Sprache diente.
    Wenn man sich ueberlegt, dass bei Zulassungsverfahren in amerikanischen Universitaeten Kinder bestimmter Familien/Clans eine Vorzugsbehandlung geniessen (zugelassen werden sollen besonders begabte Aspiranten wie die Kinder des Establishments, die nicht zu den Schlauesten gehoeren muessen, was aber durch die hohen IQ-Werte der anderen ausgeglichen wird), waere das in meinen Augen eine gute Kontrolle, ob die Grenzen richtig gezogen wurden. Ob George W. Bush die normale Aufnahmepruefungsprozedur in Yale ueberstanden haette, wenn man vom Fach Rhetorik einmal absieht? Oder die Kinder von Herrn Middelhoff, fuer die eigentlich nur Oxford in Frage kommen duerfte?
    Gruss
    G.S.

  138. Schöner Text, Gratulation...
    Schöner Text, Gratulation Don!!
    Hier wird wohl ein jeder noch unterkommen:
    Avantgarde (im Besitz von kulturellem Kapital), früher Elite der Schönen Künste genannt; die humanistischen und dienstleistenden Elite-Milieus- früher Bildungsbürger (sive Bildungselite) bezeichnet; und die wirtschaftlichen und hoheitlichen Elite-Milieus (ökonomisches Kapital), traditionell als Besitzbürger bezeichnet. [ELITEN- nach Michael Vester] –
    Zum EHRGEIZ: mir gefällt die kakanische Lebenseinstellung, siehe R. Musil:
    „…Natürlich rollten auf diesen Straßen auch Automobile; aber nicht zuviel Automobile!
    Man bereitete die Eroberung der Luft vor, auch hier; aber nicht zu intensiv. Man ließ hie und da ein Schiff nach Südamerika oder Ostasien fahren; aber nicht zu oft. Man hatte keinen Weltwirtschafts- und Weltmachtehrgeiz; man saß im Mittelpunkt Europas, wo die alten Weltachsen sich schneiden; die Worte Kolonie und Übersee hörte man an wie etwas noch gänzlich Unerprobtes und Fernes. Man entfaltete Luxus; aber beileibe nicht so überfeinert wie die Franzosen. Man trieb Sport; aber nicht so närrisch wie die Angelsachsen…“ (RM 1,33
    THAT`S IT!

  139. @Alfred Balduin: zu der Zeit...
    @Alfred Balduin: zu der Zeit war Wien auch schon recht müde und stand vor der Implosion. Alldieweil die Berliner Spinner auf dem Tegeler Feld herumexperimentierten und zur Operette griffen („Frau Luna“), um die Entwicklung zu finanzieren. Einer der Spinner – von Braun – ließ sich schließlich gar mit der Naziaufrüstung ein und baute dann doch noch eine Rakete zum Mond. (Mein Lieblingssatz aus seiner Entwicklungskladde, ausgestellt in Peenemünde: „Es stellte sich heraus“ – _der_ Satz, den alle Finanziers hassen.)
    @swina: das Interview hab ich gelesen und sehr gegrinst, die Frau ist in Ordnung.

  140. @Alfred Balduin Fagana,...
    @Alfred Balduin Fagana, Michael Vester, keine Frage, das ist der Mann fuer die deutschen Verhaeltnisse.
    Gruss
    G.S.

  141. „Elite hat halt auch ganz...
    „Elite hat halt auch ganz viel mit Sex zu tun.“
    By HansMeier555 – 23. Januar 2010, 17:10
    Das ist der schönste Satz in dieser Diskussion.
    Damit war Giacomo Girolamo Casanova die Spitze der Elite – damals.

  142. Die alten Griechen haben sich...
    Die alten Griechen haben sich hauptsächlich mit vier Sachgebieten auseinandergesetzt, nämlich Agape, Erotika (the two types of love), Unsterblichkeit und Techni (Kunst).

  143. fionn, ich dachte, es gäbe...
    fionn, ich dachte, es gäbe bei denen „four types of love“…

  144. Ah, langsam kommen wir der...
    Ah, langsam kommen wir der Sache näher. Eliten grenzen sich ab, pflegen ihre Mythen ( Adel, Bildung, Leistung) und werden auf der Zeitachse durch Reserveeliten abgelöst. Spannende Frage: Ohne großen Krieg in Europa und ohne Revolution, wie wird dann die nächste Eltienablösung getriggert?
    Gerade wenn die Throne wanken und Bürgerkrieg droht, gewinnen informell definierte Eliten unverhältnismäßig Macht. So nach dem ersten Weltkrieg. Droht uns vergleichbares weil uns die formale Legitimierung wegbröckelt, sprich die Demokraten die Lust an der Beteiligung an der Demokratie verlieren?
    .
    Übrigens haben funktionierende Eliten immer „frisches Blut“ kooptiert, so die (kath.) Kirche aufstrebende Nichtadelige, die es zu höchsten kirchlichen Würden bringen konnten; im Adel wurde nachrückende Machtelite nobilitiert. Über Stipendien werden auch in Havard, Yale, MIT, CalTech, Stanford Angehörige der Nicht-Elite in Ausbildungen gebracht, die jedenfalls die Chance in sich bergen, auch bei Verstoß gegen WASP President zu werden – Yes we can!
    .
    Wenn man versucht das für die Gegenwart zu beleuchten kommt man in die mißliche Situation dass man es quasi als Historiker sehen sollte, zugleich aber auch Zeitzeuge ist. Wie meine Michael Salewski neulich so schön: „Der Zeitzeuge ist der natürliche Feind des Historikers“ (weil der Zeitzeuge immer seine subnjektive Erlebniswelt einfließen lässt, die er nicht einmal quellenkritisch herausanalysieren kann).
    .
    Und zuletzt – die Potsdamer Studie von 1997 geht bei der Elite in Deutschland von etwa 4000 Personen aus, dann zählen wir mal ab unter den Bloggern.
    ;-)
    (Der demokratischere Lord Dahrendorf ging bei einer früheren Studie immerhin von 1 % der w e s t deutschen Bevölkerung von Zugehörigkeit zur Elite aus).

  145. Ich jedenfalls habe in der...
    Ich jedenfalls habe in der Schule gelernt dass es drei Sorten Liebe gib: Eros, Sexus und Agape.

  146. prince Matecki, Ihre erwähnte...
    prince Matecki, Ihre erwähnte Potsdamer Studie von 1997 ist mir nicht bekannt. Wenn man von einer Gesamtbevölkerung Deutschlands von 82 Millionen ausgeht, würden 4000 Personen, wenn ich richtig rechnete, 0,02 Prozent davon ergeben. Und nach welchen Kriterien möchten Sie diese auswählen?

  147. @ fionn + B.A.H.
    die vierte...

    @ fionn + B.A.H.
    die vierte sorte liebe: philia.

  148. @prince Matecki: mit Ihren...
    @prince Matecki: mit Ihren Zahleneingrenzungen gehe ich mehr konform als mit den allzu weitgestreckten Vorstellungen, die wir bisher so hatten. Ja, gewiß, der Bürgermeister von Hintertupfingen ist örtlich elitär, der Nobelpreisträger in der Wissenschaftscommunity, aber so richtig.. naja, sie wissen schon.

  149. Freier Radikaler,...
    Freier Radikaler, HansMeier555,
    .
    ui, von der Studienstiftung wurden also sowohl RAF-Terroristen als auch der Don Alphonsos Chef gefördert. Nebenbei gehörten zur Studienstiftung auch der McKinsey-Deutschlandchef (upps, Berater sind hier anscheinend nicht gut gelitten), Dampfplauderer vom Zweiten Deutschen Regierungssender, ein paar eher erfolgslose Politiker (Kuhn, Stegner, Schwan, Vollmer, vielleicht von Karl Schiller abgesehen), der Greenpeace-Chef usw.
    Wenn man Elite als diejenigen mit Einfluss definiert, kann man doch vielleicht sagen, dass die Studienstiftung die Ivy League Deutschlands ist, oder?

  150. Fassen wir ein bissel...
    Fassen wir ein bissel zusammen:
    (1) Der wirksame Elitenbegriff bezeichnet hier sowohl eine moralische Norm wie auch eine soziale Gruppe.
    (2) Ein Großteil der Diskussion drehte sich um die Frage, wie man (a) diese Gruppe umreißen, definieren und beziffern kann und (b) welche Tugenden diese Gruppe nach unserer Meinung haben sollte.
    (3) Man unterstellt sich gegenseitig den Wunsch, selber zur Elite anzugehören bzw. ihr wenigstens von anderen zugerechnet zu werden. Der entsprechende Ehrgeiz ist Thema des Artikels. Die Vorstellung von der Existenz einer Elite kitzelt unsere Eitelkeit, unseren Neid und unsere Eifersucht. Wenn wir selber nicht dazugehören, dann möchten wir uns gerne damit trösten, daß das auch für andere gilt, die es sich einbilden, und daß die tatsächliche Elite ihren Status zu unrecht besitzt.
    (4) Was erstaunlicherweise gar nicht in Frage gestellt wird, ist das Elitenprinzip.
    Das Modell einer Elitokratie, bei der die Entscheider „da oben“ ihre Privilegien ihrer überragenden Leistungsfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft und Tugend verdanken, wirkt attraktiv und plausibel.
    (5) Und damit sind wir eben wieder beim neuzeitlichen Feudalsystem angekommen und beim Problem, wie man Fürsten und Hofleute richtig erziehen sollte.
    (6) Leider erfuhren dabei einige der wichtigsten Herrschertugenden kaum Berücksichtigung. Ich zumindest würde von jedem Elitär erwarten, daß er nicht nur französisch parlieren, sondern auch Reiten, Tanzen und Fechten kann und bereit ist, für seine Ehre einzustehen. Und irgendwo sollte er auch Land besitzen, meine ich.

  151. @ B.A.H. / donna...
    @ B.A.H. / donna laura
    B.A.H. Sexus. (-us) Ein lateinisches Wort.
    donna laura. Philia = Freundschaft (friendship)

  152. HansMeier 555, allgem. und...
    HansMeier 555, allgem. und besonders zu (6) träumen Sie weiter, welch niedliche Vorstellungen Sie ihr eigen nennen.

  153. fionn, das mit den drei Lieben...
    fionn, das mit den drei Lieben habe ich aus der Deutschstunde behalten, nicht aus dem Griechischunterricht. (Neun Jahre lang, gefühlte 90.) Überhaupt seltsam, was von früher im Gedächtnis bleibt. Ich nehme an, der Dreiklang hatte so einen Rhythmus, der war es.

  154. @ fionn - ich schlage vor, ein...
    @ fionn – ich schlage vor, ein wörterbuch der antiken philosophie zu konsultieren… die zählungen (3, 4…) sind je nach publikation unterschiedlich, aber so ist das eben in der philosophie. philia heisst freundschaftsliebe. ist freundschaft denn nicht liebe? wenn keine liebe in der freundschaft ist, ist es dann freundschaft? wenn wir den themenbereich im schönen dilettierend plaudernd vertiefen, legen wir schon mal erste grundsteine für des dons ausführungen zum thema. wie wäre es mit den vier arten der platonischen liebe?

  155. @Rosinante Die Studie...
    @Rosinante Die Studie ist
    Wilhelm Bürklin/Hilke Rebenstorf u. a. (1997): Eliten in Deutschland. Rekrutierung und Integration. Opladen, ISBN 3-8100-1842-2
    Ansonsten schlage ich als Überblick den durchaus gelungenen Artikel in der Wikipedia vor:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Elite
    @HansMeier555 – Soziologisch entstehen immer Gruppen („Wir-Gruppen“) der Mächtigen, die sich als Elite definieren bzw. als solche betrachtet werden wollen. Auch eine neo- feudale wäre nur eine Reserveelite im Sinne Mosca, Michels, Parson und damit auch nur eine Bestätigung des Prinzips.

  156. Donna, ja! Jedes Wörterbuch...
    Donna, ja! Jedes Wörterbuch der antiken Philosophie ist mir lieber als die alberne ewige Spikzettelei mithilfs des Rechners. Okay, Googel akzeptiere ich noch, wenn man sich selbst gugelt, also auf dem Laufenden bleiben will über den Marktwert oder dergleichen. Aber Wikipedia ist wirklich unwaidmännisch. (Oder für fionn: NOT cricket.)
    Bei dem Weg, das sollte eigentlich auch zur Elite gehören: Solche, die nicht ständig beflissen im Computer fahnden (lassen, müsssen), ob sie gerade etwas versäumt oder nicht verstanden haben. Abwesenheit von Lebensangst dieser Art, Selbstsicherheit im Kopf.

  157. Liebe Francesca,
    .
    wenn Sie...

    Liebe Francesca,
    .
    wenn Sie das heutige Sarkozy-Frankreich mit dem Hofe Ludwigs XV. vergleichen, fällt der Unterschied sofort ins Auge: Damals gab es noch keine ENA.

  158. francesca 15:37
    .
    Der...

    francesca 15:37
    .
    Der unerschütterliche Glaube an die Kraft der Erziehung ehrt immer.
    .

  159. Ich trage eine...
    Ich trage eine Funktionsjacke…war zum Beispiel in einer Kinemathek als der „Herr in der Schutzjacke“ beschimpft worden…und seit ein paar Dons Beiträgen schiele auf irgendwas aus Leder.
    Bei Hans Belting lese ich aber vom Begriff der Gestaltung, was zwischen Kunst und Design liegt und die bessere Definition von Funktionsdesign ist, da es bei Gestaltung immer noch küstlerisch zugehen kann, bzw. der menschliche Geist das Sagen hat. Aber zurück zum Argument, eine Funktionsjacke ist Funktionsdesign, ist das Bauhaus in der Mode.

  160. ...
    http://www.zeit.de/1962/10/Die-Ausbildung-der-Elite?page=all
    Da frage ich mich schon, ob sich seither etwas getan hat…

  161. prince Matecki, vielen Dank....
    prince Matecki, vielen Dank.

  162. (Tauche langsam wieder aus der...
    (Tauche langsam wieder aus der Versenkung auf, aber man hat sich ja blendend ohne mich amüsiert, wie ich sehe)

  163. Auch lesenswert:...
    Auch lesenswert: http://www.bpb.de/files/0WWK0I.pdf (besonders der Artikel von K. K. Urban)

  164. Der Iditionstreifen ist schon...
    Der Iditionstreifen ist schon 163 Kommentare lang.

  165. @HansMeier: schöne...
    @HansMeier: schöne Zusammenfassung. Zu (2)b würde ich Mut, Ausdauer, Weitsicht und die Fähigkeit, den Kairos zu ergreifen, ins Feld führen. (5) und (6) stecken mir zu sehr in der Zeit 15.-19. Jhdt. fest. –
    @prince Matecki: Danke für die Nennung der Studie. Die haben also bei den
    obersten politischen Entscheidern angefangen und bei 4000 abgeschnitten.
    Kann man machen. Mehr als eine Momentaufnahme wirds eh nie werden bei den
    exoterischen Eliten (den dem durchschnittlichen Zeitungsleser bekannten
    und für Soziologen zugänglichen), schätzungsweise wechseln die recht schnell bzw. ihre Mitglieder haben nur eine verhältnismäßig kurze aktive Zeit. –
    @minna: Erziehung durch die Eltern und die Institution wird allein nicht reichen. –

  166. @bluecotton
    "Funktionsjacken"...

    @bluecotton
    „Funktionsjacken“ sind bei mir von J. Barbour & Sons Ltd.
    Alle 2 Jahre zum Customer Services in Simonside geschickt.
    That’s all! Die kommen gewachst und repariert zurueck und sind wie neu.
    Eine Anschaffung fuers Leben! Meine aelteste ist aus den 70ern.

  167. Yes, this blog has legs.

    @...
    Yes, this blog has legs.
    @ Freier Radikaler. Ausbildung der Elite in „La Grande Nation“.
    Habe einmal einen Kollegen (Frenchman) gefragt, ob die Managers in Frankreich besser sind als diejenige in Deutschland. Er hat mit folgendem Beispiel geantwortet (auf E) „Imagine that a French company wants to build a big new factory and everything is organized, theplan, the finance and , even the date when a VIP from Paris will come to open the factory.
    Six months later, the directors go to visit the site, and there is a huge amount of material and machinery there, but NO factory building. Why? Because no project manager had been designated to coordinate everything.

  168. @HansMeier555/24. Januar 2010,...
    @HansMeier555/24. Januar 2010, 15:01
    Zu (6): En résumé d’accord.
    Aber tanzen? Geht fuer mich nur in Extremfall.
    .
    Ich lasse ich lieber tanzen.

  169. @ Grimaldeli
    die gewachsten...

    @ Grimaldeli
    die gewachsten Jacken von Barbour sind schwer, steif, kalt und zu Beginn stinken sie auch noch. Zu empfehlen sind die aus Duracotton, die man waschen kann und die trotzdem waterproof bleiben. Die besten aber sind die aus Cordura, allerdings nur in Männergrößen erhältlich.

  170. @ Grimaldeli wow danke!...
    @ Grimaldeli wow danke!

  171. @Foersterliesel
    24. Januar...

    @Foersterliesel
    24. Januar 2010, 23:37
    Das mit dem Stinken ist , wie die Sache mit den nassen Hunden nach dem Waldgang im Regen.
    Fuer die einen ist es Gestank, fuer die anderen ist es, na, nicht grad die tollste Sache der Welt, aber, ….
    .
    Und steif sind die Barbours nur, wenn sie in kalten Raeumen aufbewahrt werden.
    So, genug der kostenlosen Publicity fuer die Anglaise! Bon nuit

  172. liebe(r) Grimaldeli,
    aber ja,...

    liebe(r) Grimaldeli,
    aber ja, nasser Hund riecht gut!

  173. @Foersterliesel
    Das war nicht...

    @Foersterliesel
    Das war nicht als Scherz gemeint!
    Fuer manche Leute klingt es vieleicht etwas seltsam.
    Aber fuer mich ist das der Geruch, den ich seit meiner Kindheit kenne.
    Meine Labradorhuendin lebt auch im Haus, nicht draussen in einer Huette.

  174. An Funktionskleidung stört...
    An Funktionskleidung stört mich schon der Begriff. Als wenn andere als die so betitelte Kleidung funktionslos wäre!
    Ich möchte, auch wenn der Beitrag lange zurückliegt, auf die bayrische Prozentzahl der Abiturienten zu sprechen kommen. Die ist statistisch als recht niedrig belegt. Aber was heißt das schon? Nach meiner Beobachtung während einiger Jahre in Bayern war dafür die Zahl der Fachoberschüler groß. Und seltsamerweise sind die Hauptschüler in Bayern auch besser als woanders. Insofern ist es nicht ganz gerecht, immer auf das System in Bayern einzudreschen.
    Allen das Abitur zu geben ist doch auch eigentlich Etikettenschwindel. Es kommt lediglich darauf an, den Menschen eine gute Ausbildung (und eine angemessene Bildung) zu geben, nicht darauf, daß diese dann Abitur heißt. Und eine gute Ausbildung ist immer den Fähigkeiten angemessen. Wenn man aber die oberen 50-70 Prozent Fähigsten zusammen lernen läßt, ist das Angemessene etwas anderes als bei den ersten 20 bis 30 Prozent. Wie man die filtert, ist natürlich eine andere Frage.
    Zum Etikettenschwindel vergleiche man die Entwicklung der Bezeichnungen im Polizeidienst: Wachtmeister gibt es nur noch als Einstiegsamt (wenn überhaupt noch), und alle werden Kommissar. Aber dann gehen eben die Kommissare Streife – na toll! Es hätte gereicht, die Besoldung zu erhöhen, und darum ist es den Beamten wahrscheinlich auch ursprünglich nur gegangen. Es nützt nichts, die Posten für die einfachen Tätigkeiten umzubenennen – sie bleiben notwendig und irgendwer muß sie tun. Womit wir bei der Raumpflegerin (FH) wären.

  175. was ich, als Österreicher,...
    was ich, als Österreicher, noch dringend sagen wollte:
    DIE Rodel, verdammt noch mal.

  176. @Don Carlös
    Ich bewundere...

    @Don Carlös
    Ich bewundere Ihre Kleist-Mannschen Satzungeheuer. Wie wärs mit einem gelegentlich eingestreuten „sintemalen“ zur Übersichtlichkeit?
    @einige alii:
    „Elite“? Ich habe mir diese Selbstfrage nie gestellt. Ich bewundere und liebe
    subjektiv von mir ausgesuchte Leute, die auch den hiesigen Bloggern wohlbekannt sind, so dass ich sie nicht aufzählen muss. Und: Ich tue die von mir (un)erwartete Arbeit sorgfältig und mache weiter kein Gscherr draus.
    Bei manchen sehr bekannten Leuten, die sich als „Elite“ gerieren, denke ich mir – nichts.
    Ich kenne da einen Ordinarius, der den Stoff, für den er sowieso nicht schlecht bezahlt wird, patchworkartig in x Publikationen noch einmal wiederkaut. Und einen anderen Ordinarius, der in immerwährenden Ängsten lebt, dass man ihm etwas wegschnappen könnte. Einer versaute einem Kollegen die Habilitation und meinem damals besten Freund die Dissertation. Und schließlich kenne ich welche, die sich gottgleich dünken.
    Ich kenne aber auch Kollegen, mit denen sich sehr gut zusammenarbeiten lässt und die einfach bekannt sind für ihre zuverlässige Leistung. Als ich eine Kollegin fragte, ob sie sich zur Elite zähle, schaute sie mich erstaunt an: „Willst du mich verscheissern?“
    Manche werden aber auch gegen ihre Art von den allgegenwärtigen Paparazzi zu Stars, Topstars , Elite gekrönt. Sich dagegen zu wehren, hilft nichts. Man darf sich nur nicht auffressen lassen.
    Die Nicht-Eliten erkennt man an ihren mentalen Erektionen.

  177. Echte Eliten setzen sich immer...
    Echte Eliten setzen sich immer durch oder werden durchgesetzt, egal wann.
    Wir brauchen die nicht lange zu definieren. Fast jeder merkts!
    Ich meine bemerkt zu haben, dass Elite fast ohne alle die
    Ingredienzien bestens auskommen, die der Don und mancher andere ironisch bis sarkastisch aufs Korn nehmen. Echte Eliten dürfen aber auch geliebte und bewusste Spleens – so aus Spaß – haben, solange die nicht zur lächerlichen Karikatur werden. Wer aber karikiert (sich selbst)?
    Ich kann hier nicht alle aufzählen, mit deren Meinung ich mich solidarisiere.

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