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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Von Primaten, Menschen und Ekelgrenzen

| 149 Lesermeinungen

Mit offenem Mund essen und das auch noch im Stehen, mit übervollen Backen und fast in den Raum spucken - was für ein Vergnügen wäre es doch, ein ungezogenes Balg dafür zusammenzustauchen, ihm Mores beiszubringen und dafür zu sorgen, dass es sich in Zukunft gefälligst wie ein zivilisierter Mensch benimmt! Und wie unschön, wenn man feststellt, dass auch angebliche, geldschwere Herren der Welt eigentlich eine derartige Behandlung bräuchten, sie, die Totengräber der besseren Gesellschaft, die durch sie nur schlechter werden kann.

So ein gemeiner Hund!
Rudyard Kipling, Die beste Geschichte der Welt

Eine gängige Theorie der Urgeschichte des Menschen besagt, dass er sich vom Tier absetzte, als er lernte, Essen nicht nur in sich hineinzustopfen, sondern es auch zuzubereiten und Dinge, die in ihrer Naturform nicht geniessbar oder durch seine Fähigkeiten erreichbar waren, zu Mahlzeiten zu verarbeiten. Der Mensch entdeckte das Feuer und den Herd, er lernte Ackerbau und Jagd, er entwickelte entsprechende Gerätschaften und Sozialsysteme, die den Erwerb von Nahrung auf Dauer sicher stellten. Frühe Steuern wurden in Nahrungsmitteln erhoben, und an der Grenze zwischen jenen, die hungern mussten, den anderen, die genug hatten und jenen, die um ihre Sättigung einen Kult machen konnten, entstanden die Klassen der Gesellschaft, die bis heute mehr oder weniger gültig sind: Die einen in den schlechteren Vierteln müssen beim Discounter billigste Waren erstehen, die anderen mit Berufen in Banken, Versicherungen und anderen Heimstätten der Erbsenzähler bekommen Massenpampe in der Kantine, die bei wenig Bewegung ausreicht, selbst wenn das Besteck aus Blech und das Tablett aus Plastik ist, und ich serviere während meiner Arbeit dem Gast als dreieinhalbten Gang des Tages mit Schokoflocken bestreute Himbeertörtchen „a la antica“, erinnert die Form doch an die „Frauenbrüste“, die man schon im 18. Jahrhundert servierte – und das alles auf einem Silbertablett von 13 Lot. Anders gesagt, man kann die Oberschicht im – selbst gewählten oder gesellschaftlich verschuldeten – Abstand von den Primaten messen, und dann  auch Klage darüber führen, wie ungerecht es doch zugeht.

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Solange man nicht dieses Video sieht, das dieses Jahr in Davos aufgenommen wurde, jenem überteuerten Schweizer Bergkaff für Steueroptimierer und andere unerfreuliche Zeitgenossen, wo sich Menschen mit Einfluss, Geld oder Beziehungen gegenseitig den Bauch bepinseln und sich als Leader bezeichnen. In Davos, zu jenem Anlass, war auch der in dem Video zu sehende Herr Schwarzman, Stephen A. Schwarzman, Mitgründer und CEO der mittlerweile durch die Finanzkrise gebeutelten Heuschreckenfirma Blackstone. Auf dem Video sieht man ihn, wie er ungeniert einem Gesprächspartner eine geschälte Banane vor den Körper hält, sie mit offenem Mund und vollen Backen kaut, beinahe beim Lachen dieselbe in den Raum sprotzt – kurz, Herr Schwarzman, einer der reichsten Männer der Welt, hat in seinem Verhalten den gesamten Zyklus vom Uraffen bis zum Angehörigen einer Zivilisation  bis zu jenem Punkt durchmessen, an dem er als einer der Weltenführer in Davos zeigt, wie knapp diese Distanz doch sein kann, trotz Anzug, Anspruch und Annehmlichkeiten eines Daseins, das durch jenes Geld versüsst wird, das die Leidtragenden des typischen Heuschreckengeschäfts dann eben nicht mehr haben.

Womit sich natürlich die Frage stellt: Warum ist das bei Menschen mit Hunger oder mit wenig Geld verzeihbar, und warum überkommt mich beim Betrachten dieser Bilder, ganz im Gegensatz zu jenen Szenen, die sich Tag für Tag an Deutschlands Currywurstständen abspielen, jener blanke Hass, jener Abscheu, der mich sagen liesse: Ich würde diesem Herrn nicht vorgestellt werden wollen. Kurz, warum habe ich – und mit mir vermutlich weite Teile der deutschen Oberschicht – diese doppelten Standards bei der Beurteilung von Fehlverhalten, noch dazu in einem Bereich und mit einem Anlass, die eigentlich irrelevant zu sein scheinen.

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Der Grund ist vielleicht in der Kindererziehung – oder besser, dem, was früher Kindererziehung einmal war – zu suchen. Jene Erziehung, die sicher schon ohne Schläge und Prügel auskam, nicht aber ohne Zurechtweisungen, wenn es am Respekt vor den Regeln mangelte. „Benimm Dich nicht wie…“ begannen diese Anweisungen, und dann folgten ganz schlimme Wörter wie „ein Barackler“,  was nach dem Krieg auch dem verhassten Flüchtling entsprach, „in der Schleifmühl“, eines der weniger feinen Viertel der Altstadt meiner dummen, kleinen Heimatstadt an der Donau, oder, mit dem Beginn der modernen Architektur „wie einer aus dem Block“. Da wusste man: Nun war es genug, nun hatte man wieder die Regeln zu akzeptieren.

Regeln, die man so unwillkürlich befolgt, dass man das Verhalten jenes Herrn in Davos erst analysieren muss um zu verstehen, warum es so nicht geht: Man führt das Essen zum Mund und nicht den Mund zum Essen. Man isst nicht mit offenem Mund. Man macht die Backen nicht zu voll. Man isst nicht im Stehen, man setzt sich hin. Man hält das Essen nicht in den Raum. Man stopft nicht nebenbei etwas in sich hinein. Man prustet nicht in den Raum, wo andere Menschen sind. Man tut das alles nicht. Es missachtet das Essen, die anderen, und vor allem: Es spricht dem Anspruch meiner Kreise Hohn, dass sich deren Angehörige stets und in allen Situationen um Haltung bemühen. Alles, was man anderen Klassen unterstellt, findet man hier. Keine Steuerhinterziehung, keine Flucht mit dem Geld in die Schweiz würde so viel Ablehnung erzeugen, wie dieses Verhalten.

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Denn die Regeln stehen über allem, egal wie reich jemand ist. Diese Regeln wurden früher in der westlichen Welt durch das Kollektiv durchgesetzt, in einem langen Prozess von  Belobung und Ermahnung, Ausschluss und Akzeptanz. Aber mit dem Kauen mit offenem Mund in Davos zeigt sich, dass neben den Regeln auch das Kollektiv am Verschwinden ist, man kann, das ist evident, so sein, und muss keine Sanktionen fürchten, zumindest nicht, wenn man Chef einer Heuschreckenfirma ist. Man wird dafür nicht geschnitten, in Davos kann man damit leben. Das alte System zeigt keine Risse, es bricht zusammen. Und selbst, wenn in diesem Herrn und diesem Video die ganze moralische  Nichtswürdigkeit dieser reichen Gattung jenseits des verbindlichen Regelgeflechts dessen, was sich als sie bessere Gesellschaft definiert, zum Ausdruck käme: Es wäre für viele dennoch kein Hinderungsgrund, mit so jemandem Geschäfte zu machen, oder sich bei einer Firma mit derartig eklatanten Mängeln an Haltung zu bewerben.

Zumal es sicher leichter ist, sich gehen zu lassen. Manieren sind, wenn sie nicht verinnerlicht sind und automatisch gelebt werden, eine Wissenschaft für sich; wer sie als Kind nicht lernt, muss sich später in Kursen umschulen lassen für jene Momente, da er sie braucht, weil er daheim nur aus dem Topf isst, das Gesicht nur Zentimeter über dessen Rand. Die gleichgültige Antwort auf Davos lautet: Na und? Und gerade diese Gleichgültigkeit, die Banalität des Desinteresses macht es so schwer, damit umzugehen. Elite kann  so sein wie in Davos, sie muss sich nicht um die Bedenken der Westviertel scheren, deren finanzielles Wohl und Wehe längst nicht mehr vom Bankdirektor drei Häuser weiter entschieden wird. Die Globalisierung ist eine Büchse der Pandora, sie überwindet Grenzen wie auch Ekelgrenzen, sie befreit die Märkte und den Affen im Menschen.

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Aber es erleichtert auch die Sache für diesen Menschenschlag, diese neue Form der Elite: Wer schon keine Bedenken hat, andere mit offenem Mund anzukauen, hat sicher auch keine Skrupel, andere auszunehmen und zu optimieren; wer sich nicht mal hinsetzt, hält sicher auch Gier für eine Tugend. Es mag sein, dass die Reichen in den Westvierteln auf ihren Bankkonten die Profiteure der Umverteilung sind, und ein wenig Blackstone ist in allen Transaktionen – aber in dem Moment, da die Beihelfer der Umverteilung ungeniert das Innere ihres Mundes zeigen können, zahlt man für den Zuwachs mit dem Wesenskern, ohne auch nur die Chance zu haben, diese Menschen auszugrenzen. Sie jedoch ignorieren unsere Vorbehalte und machen weiter. Hässlicher als mit dem Bananenschleim im offenen Mund, kann man wohl kaum gesagt bekommen, dass die Zeit der Klasse, wie sie früher war, abgelaufen ist. Wir sind Tote auf Urlaub, denen man Nischen zugesteht und ein paar Groschen abgibt, bevor man sich die nächste Firma, das nächste Land oder den Esslöffel Kaviar ins Maul stopft.

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149 Lesermeinungen

  1. Nun, gewisse Kreise im...
    Nun, gewisse Kreise im Westviertel nahmen doch schon immer gerne mal die Dienste von Primitivlingen in Anspruch, wenn man „bestimmte Dinge“ erledigt haben wollte – oder nicht? Der Unterschied ist nur, dass früher die Westviertler die ausschließlichen Gewinner von solchen Deals waren, heute kassiert eben auch die andere Seite mit. Das damit die gewissen Kreise zu ihrer eigenen Demontage beitragen – tja, die Gier macht eben blind, selbst wenn man wohlhabend geboren wurde.

  2. dem ist nichts mehr...
    dem ist nichts mehr hinzuzufügen – fangen wir mit dem Vorbild geben an

  3. Nur Cowboys und...
    Nur Cowboys und Texas-Ölmillionäre in ihren unendlichen Weiten können sich schlechten Benimm bei Tisch leisten. Gute Tafelmanieren wurden in zivilisierten, dicht bevölkerten Menschenansiedlungen erfunden. Deshalb hat kein Land kompliziertere und zivilisiertere Umgangsformen entwickelt als das am allerdichtesten bevölkerte Japan mit seinen Teezeremonien.

  4. ethische werte sind nicht...
    ethische werte sind nicht gleich etikette. und die edle haltung der damaligen menschen war weniger eine konsequenz verinnerlichter etikette als der werte, die sie stolz repräsentiert haben.
    in vergangenen jahrhunderten konnte man in rußland den bojaren den titel aberkennen, sofern sie sich daneben benahmen. daneben in augen der mächtigen natürlich. und es war keine besondere begründung dafür nötig.
    in westlichen europäischen länder (auch in polen, wo ich herkomme) war das angeblich nicht der fall. es gab aber andere konsequenzen und exkludierungsmechanismen, wie zum beispiel jemanden vom hofe zu verbannen, die güter zu beschlagnahmen etc. um den titel jedoch wirklich aberkannt zu bekommen und somit den status komplett zu verlieren mußte man als adliger etwas unehrenhaftes begangen haben.
    heutzutage ist die gesellschaft viel differenzierter geworden und die werte werden anders verinnerlicht/definiert, von deren einhaltung-da die konsequenzen so gut wie gar nicht existieren im vergleich zu damals-wage ich nicht mal zu sprechen ;)

  5. Man kann mit perfekt...
    Man kann mit perfekt anerzogenen Manieren Massenmörder sein, man kann ein liebenswerter Mensch ohne formale Erziehung sein.
    Ich halte es mit mit dem gesunden Menschenverstand, oder Hausverstand in südlicheren Gefilden, von mir aus auch mit Kant: Mit offenem Mund essen sieht einfach Scheiße aus und gutes Essen genießt man. Darauf kann man auch alleine kommen.

  6. @dunnhaupt,
    die Kodifizerung...

    @dunnhaupt,
    die Kodifizerung der Teezeremonie fand im 16. Jahrhundert statt, in Japan eine von kriegerischen Wirren bestimmte Zeit, was auch durch den Periodennamen „sengoku-jidai“ kenntlich gemacht wird. Dicht bevoelkert war Japan damals nicht, wie der groesste Teil der Bevoelkerung mit der Teezeremonie auch nichts zu tun hatte. Vereinfacht gesagt, laesst sich eine (gross-)buergerliche, im Zenbuddhismus wurzelnde „asketische“ Variante von einer adeligen, auf Eleganz bedachten Variante unterscheiden. Hideyoshi, den man, wenn solche Vergleiche ueberhaupt sinnvoll sind, in Deutschland nur mit Bismarck vergleichen koennte, war der wohl wichtigste Vertreter der letzteren, Sen no Rikyu, sein erster Teemeister, der Protagonist der anderen Variante. Letzterer, der von Hideyoshi 1598 zum Freitod durch sempuku gezwungen wurde, gilt bis heute als der Groesste aller Teemeister.
    Gruss
    G.S.

  7. Nun, Herr Schwarzman ist...
    Nun, Herr Schwarzman ist Elite. Er darf Banane sein wo und wie er will. Elite stellt Regeln auf, unterwirft sich aber keinen Regeln, höchstens den selbstgemachten, denen aber auch nicht immer. Abhängige, Angestellte, Beamte, Diener und andere Untertanen müssen Regeln befolgen. Und wenn sie es nicht tun, dann müssen sie Angst haben.
    Ob ein Herr Schwarzman jemals Angst wird haben müssen, sein Name stünde auf einer CD aus der Schweiz? Unwahrscheinlich! Er wird schon eine bessere Regelung für sich gefunden haben. Ein Herr Zumwinkel hingegen zeigte stets geschliffene Umgangsformen – Banane goutierte er nur flambiert, vom Silberteller auf Damast, mit Messer und Gabel – geholfen hat es ihm dennoch nichts. Aber Zumwinkel war trotz italienischem Schloss auch nur ein Angestellter und Untertan, keine Elite.

  8. kritik der herrschaft aus dem...
    kritik der herrschaft aus dem geiste der frisur. hm, ich habe so meine zweifel an der wirkungsmacht ihres arguments. im salon der dierksen mokierte man sich auch gerne ueber die manieren des gefreiten mit dem komischen schnurrbart, erfreute sich aber am schneid der bewegung. ja, da waren viele westviertler zugegen, die in ihrer blinden arroganz in wenigstens gleichem masse zu verachten sind.
    ich nehme dieses wort gerne zurueck, werter don, wenn sie den aufstand der westviertler nicht nur gegen den schlechten geschmack und die fehlenden manieren, sondern auch gegen die hoehnische ausschlachtung unserer allgemeinen gesellschaftlichen und kulturellen werte mobilisieren. das hiesse fuer diese aber, zu lernen sich in demut zu ueben und selbst zu bescheiden.
    im uebrigen galt unter gentlemen doch der grundsatz, dass die scharfen etikette der besseren gesellschaft fuer den wahren gentleman (der sich nicht mehr beweisen musste) nicht mehr bindend waeren. nur wer von unten hineinwollte, musste die scharfen blicke und urteile der stilwaechter ertragen.

  9. Don Alphonso, ich danke für...
    Don Alphonso, ich danke für das schön-nachdenkliche Feuilleton. „Die Globalisierung … befreit die Märkte und den Affen im Menschen“ (Pulitzerpreisverdächtig) gilt vielleicht doch eher für uns und den Westen.
    dunnhaupt weist weitsichtig auf Japan. Die Kultur von China, Japan und Korea wird den Westen, wenn China wirtschaftlich entfesselt ist, noch das Fürchten lehren (nicht auf dem Pfadfinder-Niveau der „Gelben Gefahr“).

  10. Danke Herr Alphons. Dies ist...
    Danke Herr Alphons. Dies ist einer der besten Beiträge dieses Blogs seit Bestehen.
    .
    So bitte wie Ihr Schlußresummé ist, so wahr ist es leider!

  11. Nun, der beschriebene Herr,...
    Nun, der beschriebene Herr, wollte seinem Umfeld vielleicht nur demonstrieren,
    wie intakt seine animalischen Triebe noch sind. In seinem Gewerbe sicher kein
    Schaden.

  12. Nur mal so: ich habe ein...
    Nur mal so: ich habe ein (Studienjahr) lang in einem Wohnheim für junge Frauen mit Halbpension gewohnt. Es war sehr gemischt, vom aussichtslosen Lehrling des Einzelhandels bis zur Studentin der Ingenieurswissenschaften. Alle wurden akzeptiert, bis auf die ekeligen: durch mangelhafte Körperhygiene (Gestank, um zu sagen wie mangelhaft) und durch ekelerregende Essweisen: das Zeigen von Nahrung die eigentlich schon bis in den Mund vorgedrungen ist oder deutliche Geräusche. Die von Ihnen als Baracklerin ausgewiesen Sybill Schönfeld schreibt schliesslich, der Sinn der guten Manieren sei es, andere nicht unwohl werden zu lassen.
    Es gibt natürlich noch weitere Verfeinerungen, auch an Imbissbuden wird anderen nicht, es sei denn aus Streitsucht, entegegengerülpst oder gespuckt.
    Frau Diener schrieb kürzlich in einem Blog über die Verdrängung der Jugend – im Gegenzug gibt es dann die Ausdehnung der Flegeljahre. Und letztlich, die Teilnehmer des Treffens von Davos halten sich für und stellen sich als die Weltenführer da. Sind sie es? Wenn ich mehr am Verkauf interessiert wäre, könnte ich ja mal versuchen die Kollegen von der Frittenbude dazu überreden, sich als bessere Gesellschaft zu fühlen – wir bau’n ja schliesslich die janzen Töme, ohne uns jeht jar nischt, und Steuan zahl’n wa ooch – und dann selbiges verschiedenen Journalisten weiss zu machen, damit diese es dann weiter erzählen. Ich denke, nicht einmal in Berlin würden wir damit zur besseren Gesellschaft werden.

  13. Da ist der ehemalige...
    Da ist der ehemalige Telekom-Chef Ron Sommer sicher in guter Obhut bei dieser Heuschreckenfirma. Vielleicht kann er da Rache üben für die Ungerechtigkeiten, die ihm bei der Telekom widerfuhren: Viel zu wenig Vorstands-Mios für die Börsengänge, keiner Verstand ihn so richtig. In solcherlei Gesellschaft der offenen Münder geht das wohl.

  14. Essen mit offenem Mund? Oh... ...
    Essen mit offenem Mund? Oh… ich war einmal in Shanghai in einem 180.- Dollar Hotel, in dessen Frühstücksraum man Chinesen mit offenem Mund Orangen essend aus vier Meter Entfernung schmatzen hörte. Man denkt, hat China wirklich eine mehrere tausend Jahre alte Kultur? Es war die reinste Folter.

  15. Madonna soll mal, um ihren...
    Madonna soll mal, um ihren Kindern das Reden mit vollem Mund abzugewoehnen, ihnen eins ihrer Lieder mit vollem Mund vorgesungen haben – als Demo, wie schrecklich das ist. Also DAVON haette ich gern ein Video ;-) Es soll extrem effektiv gewesen sein. Diese huebsche Anekdote erzaehlt der Oberkellner des Londoner Savoy in einem huebschen Buch, wie man Kindern Tischmanieren beibringt. (Da ich wie unser Gastgeber keine Kinder habe und auch keine haben will, ist mir leider der Titel vollkommen entfallen – ich erinnere mich nur noch an die Rezension in der Irish Times.)

  16. Was soll man sagen. Neureiche...
    Was soll man sagen. Neureiche halt. Konnten sich noch nie benehmen. ;-)
    Wenn man diese Typen so sieht, dann weiss man auch, warum sie das Wort „sozial“ nicht einmal buchstabieren können. Die wurden nie sozialisiert.

  17. Werter Don,
    an dieser...

    Werter Don,
    an dieser Beobachtung ließen sich ja wunderbar nationale Vorurteile vertiefen – heißt es nicht oft, die Amerikaner wären die Einzigen, die den Übergang von Barbarei zur Dekadenz ohne Umweg über die Zivilisation vollbracht hätten. Auf der anderen Seite gelten ja die Franzosen im Bereich Essen selbst in unteren Klassen und auf einfachem Niveau (zum Beispiel beim Picknick) als recht kultiviert.
    Es gibt natürlich Ausnahmen – dem derzeitigen französischen Präsidenten würde ich so eine Bananennummer ohne weiteres zutrauen…

  18. Das ist doch der Chanukka...
    Das ist doch der Chanukka Kreppelchenskuss nicht wahr?

  19. Der banana man... herrlich,...
    Der banana man… herrlich, was Sie da wieder ausgegraben haben, werter Don. Ein Affentheater, dieser Davos-Gipfel, im wahrsten Sinne des Wortes.
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    schusch, so isses.
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    dunnhaupt, ist das bei den Japanern tatsächlich immer noch so? Dann müßte ich die wirklich dringend mal besuchen.

  20. Weter Don Alphonso, ich danke...
    Weter Don Alphonso, ich danke Ihnen fuer Ihre immer sehr interessanten Posts auf der Faz Webseite… Ich muss jedoch leider bemerken, dass Ihr Nachname – Porcamadonna – klingt zu einem italinischen Ohr ziemlich offensiv, auch wenn einer nicht katholisch ist. Darf ich bitte Sie fragen, wie Sie ihn erfunden haben? Entschuldigen Sie meine Neugier. Ausserdem, es ist „all’antica“. Danke!

  21. Stammt der Hr.Schwarzman nun...
    Stammt der Hr.Schwarzman nun aus einer Baracke oder aus einem Wohnblock ?
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    Zur Herausbildung von Etikette benötigt man vor allen Dingen viel Zeit.
    Je mehr freie Zeit, desto mehr Etikette, um damit das Leben zu bereichern.

  22. Mmmmmh, die Himbeertörtchen...
    Mmmmmh, die Himbeertörtchen sehen fantastisch aus. Würden bestimmt hervorragend zum Grüntee passen, der sich grade zart duftend in meiner Tasse befindet (bin endgültig aus der Sekte der Bürokaffeetrinker ausgestiegen dank eigener Teestation).
    Zum Thema: die von Ihnen zitierten Ess-Benimmregeln sind aber kein Privileg bzw. waren kein Privileg der besseren Gesellschaft. Meine Mutter hat uns mit ziemlich genau den gleichen Worten Benehmen zu Tisch beigebracht, und auch sie würde mit Sicherheit niemals wie der Herr im Video eine Banane essen. Wobei man auch dazu sagen muss, dass bananenessende Menschen schnell affenartig wirken, hätte Herr Schwarzman einen Apfel vezehrt wäre der Eindruch wahrscheinlich doch wieder anders. Bananen sind eh schwierig, Äpfel kann man in handliche Schnitzen schneiden, das sieht beim Essen immer besser aus als die Banane in der Hand… (überlege grade an einer eleganten Variante zum Bananenessen, mir fällt aber nichts praktikables ein, es sei denn man nimmt Besteck zur Hilfe und das fände ich wiederum etwas übertrieben).
    Ich würde mich jetzt übrigens über eine historisch korrekte Ausführung zum Thema Untergang des Römischen Reichs einhergehend mit Verfall der guten Sitten freuen ;-) Nur so zum Vergleich.

  23. Früh morgens bekomme ich eine...
    Früh morgens bekomme ich eine Gänsehaut. Danke lieber Don!…Zweifellos erlaubt uns die Betrachtung dieser unglaublich widerlichen Gestalt einen recht genauen Einblick in eine neuzeitliche Hölle. Man möchte nun auch gar nicht mehr wissen, ob dieser Primat sich nach seinem letzten WC-Gang die Hände gereinigt hat…aber man darf es bezweifeln.
    .
    Ein Video sagt eben oft mehr als 1000 Worte.

  24. Bravo, o Don Alphonso, den...
    Bravo, o Don Alphonso, den Nagel auf den Blackstone und Cons. gehauen, Sie werden immer besser!
    Spiessig geht die Welt zugrunde; halten wir uns noch etwas am Rande fest!

  25. Eine alte Weisheit: Die...
    Eine alte Weisheit: Die Schweine erkennt man am Ringelschwänzchen…

  26. Das unterscheidendes Merkmal...
    Das unterscheidendes Merkmal des Menschen is der Daumen. Uebrigens, blondes prefer gentlemen. Wer will sich auf diesem blog als „gentleman“ outen?

  27. Nanu, was ist hier denn los?...
    Nanu, was ist hier denn los? Sendeschluss um dreiviertel zwölf? Nach fünf Kommentaren? Und vor allem – auf einen Text hin, der zwar wie gewohnt den Finger in das Einschussloch legt, aber doch fast eine Woche zu spät kommt- nach http://ftalphaville.ft.com/blog/2010/01/28/136856/when-stephen-eats-a-banana/ ?

  28. Überdruß, Geringschätzung,...
    Überdruß, Geringschätzung, Verachtung, Haudraufroutinen, Ich-erlaube-mir-alles-den-anderen-weniger-als-die-Hälfte-, Maßlosigkeiten, Machtporno, Größenrausch: Liebesdunkel. Wahrscheinlich wird MontaigneLektüre auch nichts an derartigen Seinsparametern ändern, was jedoch kein Grund ist aus all dem ein prekäres Duldungsprinzip zu machen und sich in hündischen Ergebenheitsgesten einzuüben.

  29. Etikette und Umgangsformen...
    Etikette und Umgangsformen sind kein Merkmal der „Oberschicht“. Wahrscheinlich sind in früheren Zeiten die Umgangsformen an den Herrscherhäusern von den niederen Rängen übernommen worden, so dass der Adel insoweit eine Vorbild- und Vorreiterrolle hatte. Das ist alles Geschichte. Schusch, zugegeben, man kann auch mit Umgangsformen zum Massenmörder werden, muss es aber nicht. Auch der liebenswerte Mensch wird eher an Liebenswürdigkeit gewinnen, wenn er über einnehmende Umgangsformen verfügt. Was Sie da bringen ist ein beliebtes Pseudo-Argument, mit dem sich nahezu jede Forderung ad absurdum führen lässt.
    Gepflegte Umgangsformen (nicht überkandideltes arrogantes Benehmen) erleichtern das Zusammenleben erheblich. Aus meiner Sicht haben viele Probleme im menschlichen Miteinander heutzutage Ihre Ursache darin, dass es keinen gesellschaftlichen Konsens mehr darüber gibt, wie man sich benimmt. Benehmen war ja mal spießig. Rüpelhaftigkeit sollte wohl revolutionär sein. Heute wissen viele nicht mehr, wie sie sich verhalten und benehmen sollen. Daraus erwächst Unsicherheit und letztlich Unhöflichkeit. Dabei ist Höflichkeit so angenehm. Wenn man auf einer Bergwanderung nach längerer Zeit einem anderen Wanderer begegnet, wie angenehm ist dann ein freundlicher Gruß mit – wenn es sich ergibt- ein paar kurzen Worten. Wie gräßlich ist diese Begenung, wenn man wortlos wie schnaubende Dampfwalzen aneinander vorüberschiebt. Grüßen wirkt auch deeskalierend und friedenstiftend. Auch wenn man heute nicht mehr zum Duell fordert, wenn die Erwiderung des Grußes ausbleibt, bleibt ein unangenehmes Gefühl latenter Aggressivität. Wer sich grüßt schlägt sich nicht.

  30. Manieren sind was Feines. Doch...
    Manieren sind was Feines. Doch die Wahrheit ist: Wer ganz, ganz vorne angekommen ist, der braucht sie nicht mehr….
    Don, gerade musste ich an einen älteren Artikel von Alexander von Schönburg denken, der dieses Thema treffend beschreibt: http://www.focus.de/auto/neuheiten/gesellschaft-moshammer-auf-ecstasy_aid_198582.html

  31. zu ihrem video (banana-man)...
    zu ihrem video (banana-man) ließe sich ja einiges assoziieren:
    übertriebenes wegdrehen beim höflichkeitslachen – reaktionsbildung,
    sprich: das gegenüber ist bm völlig banane,
    hand in der hosentasche – pseudoselbstsicherheit, verstecken, sich selbst beruhigen,
    sprich: die situation ist nicht geheuer,
    banane vor dem körper – schutzschild,
    sprich: bleibt mir vom leibe, ich will hier nur über-leben –
    allerdings (mal so als mitfühlender kongreßteilnehmer): wobei der bananensnack eventuell auch vor dem hintergrund „zweistündiger fremdsprachiger vortrag“ zu sehen ist.
    beispielsweise.
    .
    @schusch: ja, grieg hörte auch so mancher, bevor er den nächsten transport anordnete …

  32. @fionn,
    vielen Dank noch fuer...

    @fionn,
    vielen Dank noch fuer die Hinweise ueber die Eroeffnung eines Kontos in der Schweiz in der letzten Blog-Veranstaltung.
    Nicht dass es mir an schlechtem Charakter mangeln wuerde, um im grossen Stil Steuern zu hinterziehen, aber mir ist das zuviel Aufwand, auch kann ich dem Ganzen keinen sportlichen Reiz abgewinnen, schlussendlich habe ich trotz regelmaessiger Besteuerung soviel auf der Seite, dass ich nicht darben muss.
    Hoffe mit devino8, dass der Staat bald abstirbt und das auch der Todesstoss fuer alle Finanzaemter sein wird.
    Gleichwohl, ein Dankeschoen und beste Grusse
    G.S.

  33. @swina
    Haben Sie die Hoffnung,...

    @swina
    Haben Sie die Hoffnung, dass er nach anderer Musik keinen Transport angeordnet hätte?

  34. @elbsegler
    nicht wirklich.
    ein...

    @elbsegler
    nicht wirklich.
    ein staatsopernabonnoment verträgt sich (auch heute noch) mit asozialität.
    dies ist mir schon klar.

  35. @swina
    Dann bin ich beruhigt....

    @swina
    Dann bin ich beruhigt. Solche Einlassungen haben immer den schalen Beigeschmack, als stünde die Höflichkeit einer besseren Welt im Wege.

  36. geehrter don alphonso,...
    geehrter don alphonso, schwingt da, zumal im letzten Satz etwas Neid mit ?. Oder wie ist der letzte Satz zu verstehen? Die Toten auf Urlaub sind doch nicht wir.
    Neid ist in unseren Kreisen selten. Wir hassen, tratschen, verunglimpfen, mobben, aber wir neiden nicht.

  37. lieber gheluveld, aber nicht...
    lieber gheluveld, aber nicht doch. Nur das Gefühl, dass man den nicht rausschmeissen kann, wie man es eigentlich tun sollte.
    .
    colorcrace, davor gab es auch noch Käsesahne mit Kirschfüllung, und die waren eingelegt… so ist das nun mal, wenn man Gäste hat. Aber generell ist es immer noch die eine Sache, sich daheim etwas schräg zu benehmen, und die andere, das öffentlich zu tun.

  38. Nun, einst verzehrte man den...
    Nun, einst verzehrte man den Tapir in der Wüste, heutzutage die Banane in Davos. Je nach Perspektive könnte man hier durchaus den ein oder anderen Fortschritt erkennen.
    .
    the dawning of (schwarz)man and his upright strife.
    http://www.youtube.com/watch?v=ML1OZCHixR0
    +
    Blackstone’s New York Headquarter
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/345park.jpg
    .
    Sie sehen also werter Don: s posst scho igendwie ois.

  39. Ich frage mich, wieviele der...
    Ich frage mich, wieviele der Kommentaroren sich das Video angesehen haben.

  40. unellen,
    .
    "Zum Thema: die von...

    unellen,
    .
    „Zum Thema: die von Ihnen zitierten Ess-Benimmregeln sind aber kein Privileg bzw. waren kein Privileg der besseren Gesellschaft.“
    .
    so kenne ich das auch.
    .
    Rosinante,
    .
    „dunnhaupt weist weitsichtig auf Japan. Die Kultur von China, Japan und Korea wird den Westen, wenn China wirtschaftlich entfesselt ist, noch das Fürchten lehren (nicht auf dem Pfadfinder-Niveau der „Gelben Gefahr“). “
    .
    naja, von China habe ich mal gehört, dass eine geräuschvolle Nahrungsaufnahme durchaus nicht ungern gesehen wird – ganz im Gegenteil, man zeige, dass einem das Essen schmecke. Und was erwarten Sie sonst noch von der Kultur jener Länder? OK, Achtung der älteren Menschen ist etwas, was viele Westler von ihnen lernen könnten. Aber sonst? Fördert nicht der dort vorherrschende Konfuzianismus eben gerade jenes „Leistungsträgertum“, das der Don immer wieder geißelt? Sind gerade Korea und Japan (und bald in etwas abgewandelter Form auch China?) nicht kapitalistische Modellstaaten, in denen es nur so von Funktionskleidungsliebhabern, TV-, Händi-, Ei-Pott-Junkies wimmelt?

  41. Hart aber fair! Ja das zeigt,...
    Hart aber fair! Ja das zeigt, dass man Stil und Etikette nicht mit Geld kaufen kann. Das zeigten bis vor kurzen auch die reichen Russen in München auf der big M. Jetzt bleiben sie fort.
    Tiefenpyschologisch steckt hinter s einem Verhalten evtl. tiefer Zweifel am eigenen Wert. Das wird dann durch solche Handlungen kompensiert. Man weiß, das man nicht dazu gehört, das man die Eintrittskarte teuer erkauft hat und jetzt lässt man den Rest spüren, was man von ihnen hält: Nämlich nichts, genauso weinig wie der Herr von sich selber hält. Er achtet nicht nur das Essen und den Anstand nicht, sondern auch nicht sich selbst.
    Mein Vater hat mir früher beigebracht: Benimm Dich wie Du willst, aber benimm Dich!

  42. @ Minna: Verdammt, sie haben...
    @ Minna: Verdammt, sie haben mich erwischt! Ich vertraue dem Schreiber hier. War das ein Fehler?

  43. Black Jack, der war fast so...
    Black Jack, der war fast so gut wie die lebensmaxime meiner Mutter: Fahr ruhig in Urlaub, ich komme hier schon allein zurecht mit den 10 Ster Holz!
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    swina, ich würde eher sagen: Ist mir doch egal. So, genau so ticken die.

  44. EvM, nun, ich denke,...
    EvM, nun, ich denke, mittelfristig hat man durchaus Möglichkeiten, solche Leute auf Linie zu bringen – nicht alle, nicht sofort, aber mit dauerhaftem Ausgrenzen und hintenrum schlecht machen, was ich in solchen Fällen für absolut vertretbar halte, kann das gelingen. Solches Benehmen verlangt nach besonderer Behandlung mit den Methoden alter Tanten.
    .
    elbsegler, wenn sich alle so benehmen wie in dem Video, ist das nach Oben Orientieren wieder ganz leicht – aber der Sinn und Zweck ist es ja, es den anderen gerade nicht allzu leicht zu machen. gerade so leicht, dass es Sinn macht, es zu versuchen, aber auch so schwer, dass es wirklich Hingabe verlangt. Siehe Höfe des Absolutismus, die da ganz anders waren als das Bergkaff der Oligarchie.

  45. Werter Don,
    wie unterhaltsam,...

    Werter Don,
    wie unterhaltsam, dass meine Klasse Ihrer Klasse damals vorgelebt hat, wie man sich im 18. und 19. Jdh. glaubte, benehmen zu dürfen. Nur hat meine Klasse diese Regeln und dieses Benehmen mit Selbstverständnis und mit kleinen Anpassungen gelebt. Ihre Klasse hat kopiert und es dann als Fixpunkte punktgenau nachgelebt. Und selbst wenn so ein Kasper wie Herr Banana Blackstone sich nicht benehmen kann, würde jemand aus meiner Klasse diesen nicht schneiden und auch nicht mitleidig anblicken. Wir wüssten mit diesem Anblick nur, wen wir vor uns haben und wie wir mit diesem nun umgehen müssten. Wir würden auf seinem Niveau parlieren. Denn wir KÖNNEN und WOLLEN uns mit allen gleichermaßen unterhalten können. Wie arm wäre unsere Wahrnehmung der Welt, wenn wir jemanden nur ob seines mangelnden Taktgefühls und Benehmens schneiden würden. Und deshalb werden Sie in Ihren Kreisen auch meistens nur mit den kurzsichtigen Meinungen und wenigen Umgangsformen zurechtkommen müssen. Meine Klasse hat gelernt, wie man sich den IST- Zuständen anpasst und sie sich zunutze macht. Sie schreiben richtig, dass Ihre Klasse am Sterben ist. Meine wird ewig leben.
    Mit besten Grüßen von der Elbe
    MvB-B

  46. Generell möchte ich...
    Generell möchte ich natürlich bemerken, dass man
    – ohne Teller
    – mit den Fingern
    – dieselben sogar ableckend
    essen kann, wenn man etwa zu Bette ist und das Marzipantörtchen unvorsichtigerweise allein in einem Silberschälchen neben einem steht, und der Fluchtweg zu Tellern von einer anderen Person verbaut ist.
    .
    So zumindest sagen das Autoritäten wie Mirabeau und Consorten.

  47. @minna
    Ich für meinen Teil...

    @minna
    Ich für meinen Teil erspare es mir. So weit reicht mein Voyeurismus nicht, unbedingt wildfremden Menschen beim Bananenfressen zusehen zu müssen.

  48. Werter Don,
    hier nochmal eine...

    Werter Don,
    hier nochmal eine Nachhilfe für Ihre Klasse. Süßspeisen und säurehaltige Speisen werden nicht auf Silbertabletts gereicht. Das ist ekelhaft und sollte man nicht machen. Besser man nimmt ein Pozellanschälchen. Alles, nur keine Metalloberflächen. Ihre so geliebten Silbertabletts durfte nur der Butler vor 180 Jahren neben der Tür für seinen diebischen Cousin bereitstellen. Oder so ähnlich schrieben Sie dies vor einiger Zeit. Wenn Sie noch ein paar dieser Relikte möchten, kann ich Ihnen welche zusenden lassen. So, und nun schön befolgen und allen in Ihrer Klasse weitersagen.
    Beste Grüße
    MvB-B

  49. @Don Alphonso
    Wenn man unter...

    @Don Alphonso
    Wenn man unter den regeln für gutes benehmen das spanische Hofzeremoniell versteht, gebe ich Ihnen recht. Aber wir wollen es in unseren republikanischen Zeiten nicht übertreiben. Es geht um die Alltagshöflichkeit, also in erster Linie auf Rücksichtnahme und Achtung seines Mitmenschen. Benimmregeln als Klassengrenzen sind heute untauglich, weil schon die Definition der Klassen, wie wir in langer Diskussion in diesem Blog feststellen können, nicht so ganz einfach ist. Es gibt im Grund nur zwei Sorten Menschen. Die, die sich benehmen können und die anderen. Der Rest ergibt sich dann von selbst.

  50. Mandrake, auch ein Herr banana...
    Mandrake, auch ein Herr banana man muss, insbesondere nach den Jahren 2008/2009 seiner Kundschaft bzw. Investoren den Allerwertesten pudern.
    Was daran ‚Elite‘ sein soll, frage ich mich allerdings schon.

  51. Don, zum Thema 'Essen mit den...
    Don, zum Thema ‚Essen mit den Fingern‘ wäre auch noch zu erwähnen, dass man durchaus auch ohne situatorische Zwänge sehr kultiviert mit den Fingern essen kann und dies auch in größeren Teilen der Welt (z.B. Indien) praktiziert wird. Die Ansprüche an die Fingerfertigkeit sind dabei allerdings nicht unerheblich.

  52. @ MarkusvonBentheim-Burg -...
    @ MarkusvonBentheim-Burg – richtig.

  53. Vielleicht hat sich da doch...
    Vielleicht hat sich da doch noch ein Anstandsrest(stück) bewahrt.
    Die geschleimte Banane wurde nicht mitsamt der Schale verschlungen.
    Werter Don Alphonso, wie ist die in o.a. Video dargestellte Haltung
    des Gesellschaftsfingers zu werten?
    Ein weiterer Fauxpas in Tateinheit mit der geächteten Bananenschleimerei?
    Mit welchem Rat wollen Sie in dieser Sache dem Kauenden die Vorzüge der
    gehobenen Zivilisation dienstbar machen?

  54. @ Don, vielen Dank für diesen...
    @ Don, vielen Dank für diesen Beitrag.
    @ Nico,
    „Gesellschaft der offenen Münder“ – passt gut. Buddhisten sprechen von „hungry ghosts“, die mit offenen Mund versuchen alles einzuverleiben und trotzdem nie satt werden.

  55. Der Fehler ist wohl, die...
    Der Fehler ist wohl, die Banane zu essen, mit einem Gegenüber. So allein im Garten kann man das schon machen. Tennisspieler beissen auch manchmal von einer Banane ab, während eines Seitenwechsels. Sie sind einfach ideal, um schnell Energie zu bekommen. Das sieht nie unanständig aus. Obwohl, Nadal soll mal fast an einer erstickt sein.
    In China schmatzt und schlürft jeder.

  56. Gnädigster Herr...
    Gnädigster Herr MarkusvonBentheim-Burg!
    Euer Beitrag hat mich sehr beruhigt. Schon seit einiger Zeit fürchte ich, an den Hof der Königin Beatrix (ich wohne in den Niederlanden) zum Tee eingeladen zu werden. Man sagt, dort würden Damen nur mit Hut teilnehmen, aber ich kann mir einen Tiger mit Hut einfach nicht vorstellen. Deswegen freute es mich zu lernen, dass unter Euresgleichen für mein hutloses Auftreten gelten wird: ‘Würde jemand aus meiner Klasse diesen nicht schneiden und auch nicht mitleidig anblicken. Wir wüssten mit diesem Anblick nur, wen wir vor uns haben und wie wir mit diesem nun umgehen müssten. Wir würden auf seinem Niveau parlieren. Denn wir KÖNNEN und WOLLEN uns mit allen gleichermaßen unterhalten können.’ Ich bin Euch sehr dankbar!

  57. lieber Tiger,
    wenn Sie zum Tee...

    lieber Tiger,
    wenn Sie zum Tee zur Königin gebeten werden, können Sie auch einfach einen Haarreif mit Federtuff oder Schleife tragen, oder ein winziges dekoratives Etwas (une toque) in die Frisur stecken. Ist auch viel bequemer als ein Hut, der außerdem nur an großen Damen gut aussieht.
    Und es geziemt uns allen, mit jedermann/frau so zu sprechen daß jedermann/frau sich wohlfühlen kann.

  58. ...
    @MarkusvonBentheim-Burg
    Hochgeboren,
    ach ja, der Silberschwund war immer ein Problem. Auf Silber wird nur Trockenes (Brot, Kekse) und Obst serviert.

  59. @ G.S. um 12.21h Es gibt so...
    @ G.S. um 12.21h Es gibt so viel schlechte Nachrichten in der Schweiz – ich bin wirklich deprimiert. Ja, really.
    Herr Schäuble muss unbedingt die Computer-Bankkonten-Printouts KAUFEN. Ich will wissen, um welche CH-Bank es handelt.
    Tea-time chez Don Alphonso – strawberry tarts, Tee ohne Beutel und ein paar Berliner!!! Doch ich vermisse das Tee-Sieb – the tea-strainer. Und wie wäre’s mit ein paar Cucumber Sandwiches, so dünn geschnitten, that you hardly need to open your mouth to eat them?

  60. Markus von Bentheim-Burg um...
    Markus von Bentheim-Burg um 13.15h
    Dear Sir
    Es stimmt, dass Arminius die Römer zwar im Varus-Schlacht, 9.n.Chr. geschlagen hat, doch die Römer stehen (auf 2. Platz nach den Altgriechen) immer noch ganz vor den Germanen in der Geschichte Europas.
    Was die Bloggers hier über Japan, China usw. erzählen ist hoch interessant.

  61. Freier Radikaler, das...
    Freier Radikaler, das Schmatzen oder auch das Spucken in China ist für einen vorbildlichen europäischen Verhaltenskodex dégoûtant, da haben Sie sicher Recht. Und mit dem Hinweis auf das Phänomen der Achtung bis Hochaltung vor dem Alter nennen Sie auch einen auffallenden Unterschied im Sozialverhalten. Gleiches gilt für die Erwähnung von Konfuzianismus und dem elektronischen Konsumrausch. Aber all dies meinte ich so nicht. Ich nannte China, Japan, Korea als die hochkulturelle Trintät Ostasiens. Japan (16./17. Jh. und ab 1850), China (1. Hälfte 19.) und Korea (20. Jh) haben mit sehr unterschiedlicher Intensität bisher europäische, westliche Kontakte gehabt. Und China hat den grössten Traditions- und Menschenkomplex. China ist als Kulturnation nahezu doppelt so alt wie „wir“ (inklusive der Griechen) und hat die nahezu dreifache Bevölkerungszahl der EU. Ganz entscheidend ist, dass es die staats- und religiosphilosophische Entwicklung Europas der letzten 200 Jahre fast nicht kennt. Der Kommunismus (seit 1949) war, ist und funktioniert nur als Strukturtausch der absoluten Monarchie. Der dialektische Matrialismus, mit dem die UNO ihre Menschenrechtsforderung begründet und ein bildender Künstler wie Ai Weiwei den westlichen Zirkus in Entzücken versetzt, ist bei 1,3 Mia. Menschen eine mikroskopische Einheit. China ist der personifizierte Materialismus. Also bestensfalls Europa vor Hegel, Feuerbach und der Revolution. Und China ist für die Chinesen mit und ohne Internet der Mittelpunkt der Welt. Sie wollen und kopieren alles, aber alles nur nach und in ihrem Sinn (und ihrer Tradition). Neben der Polit- und Wirtschaftselite (Elite nicht im Sinne von D.A. sondern also Menschen mit eigenem Handlung- und Konsumspielraum) gibt es als Ergebnis der Wirtschaftsentwicklung der letzten 20 Jahre einen Mittelbau von 200 Mio.. Über eine Milliarde Chinesen sind weiterhin arm, ohne Zugang zu Bildung und häufig hungrig. Also so, wie im Paris um 1750. Wenn die wirtschaftliche Prosperität anhält, diese Masse in den Mittelbau wandert, produziert, Fremdsprachen lernt und als Führungskräfte im Ausland (etwa in Europa) eingesetzt werden kann, dann Gnade uns Gott. Ich dachte gestern oder vorgestern schon, dass unser Gastgeber dies mit seinem Bonmot „Tote auf Urlaub“ gemeint hat. Und am Thema dieses Blogs interessiert mich weniger, wie man Reste einer europäische Hierarchie restaurieren und überlebensfähig machen kann, sondern wie man diese pflegen, wiedererkennen und im Bewusstsein entwickeln kann, dass wir fähig werden, der Höflichkeit Ostasiens auf Augenhöhe zu begegnen. Und hinter jeder Höflichkeit beginnt bekanntlich die Macht.

  62. fionn - cucumber sandwiches...
    fionn – cucumber sandwiches „ever so thin“, richtig?

  63. Werter Don,
    ich muss hier noch...

    Werter Don,
    ich muss hier noch einen Nachtrag zum so genannten Gesellschaftsfinger bringen, da er von den Kommentatoren wieder ins Spiel gebracht wurde. Und ich muss wieder einmal alle Hoffnungen der gehobenen Bürgerklasse fahren lassen. Den Gesellschaftsfinger gibt es in unseren Kreisen wirklich nicht. Er führt zu überlautem Gelächter. Mein Großvater neigte dazu, mir im zarten Alter von 8 Jahren gegen den unwissentlich abgespreizten Finger zu schnippen und zu sagen, dass das nicht statthaft ist und gerne den unteren Klassen vorbehalten bleiben darf, die zu kleine Tassen mit zu engen Henkeln zu kaufen in der Lage sind. Es wirkt auch sehr lächerlich, wenn man ein paar Aufsteiger in den besseren Kneipen antrifft und diese beim Queen Victorias Tea den Finger abspreizen. Was haben wir leise in uns hineingelacht. Siehe hierzu Christian Ulmen als Alexander v. Eich bei der Windhundzüchterin und seinen Versuchen eine Pseudo Hartz4 Familie mit der Erziehung von Windhunden und sich selbst zu konfrontieren. Das leise in-sich-hineinlachen.
    Also bitte keine Silbertabletts, es sei denn dass man einen Einbrecher damit verprügelt, und keinen abgespreizten Finger. Dann könnten meine Kreise denken, dass Sie vielleicht dazugehören könnten.
    Ich werde bei meinem Privatbankier mal eine Banane essen und schauen, ob er reagiert. Da er auch zu den Noblen des Landes zählt, müsste er darüber hinwegsehen. Ich werde berichten.
    Beste Grüße aus dem Club
    MvB-B

  64. Werter Herr Bentheim,
    ich habe...

    Werter Herr Bentheim,
    ich habe da ja einen Verdacht, vielleicht sind Sie ja nur der Fahrer von dem
    ehrenwerten Burgherrn, sonst echauffierten Sie sich angesichts der von D.A.
    großzügig gewährten Testbilder nicht gar so arg.
    Sie haben natürlich verdienstvoll auf die dem Silber und einigen anderen
    Metallen nicht zuträglichen aggressiven Fruchtsäuren hingewiesen.
    Aber bei solch stilsicherem Ton, gerade auch in der Ihnen scheinbar eigenen Art,
    anderen stark akzentuierte Zurechtweisung zukommen zu lassen, scheint ein
    altgedienter Uffz. gerne Beihilfe geleistet zu haben.
    Nun haben Sie Don Alphonsos Prüfung ja vermutlich (rite) bestanden.

  65. Werte Der Tiger,
    wenn Sie eine...

    Werte Der Tiger,
    wenn Sie eine Einladung an den dortigen oder irgendeinen der anderen dekadenten Höfe wünschen, dann mailen Sie mir bei facebook. Ich werde bestimmt die ein oder andere Tante fragen können, ob es noch einen Tee gibt. Nur das Gastgeschenk nicht vergessen. Etwas für Corgis für Großtante Elli oder etwas spaßiges in Orange für Cousine Bea…
    Beste Grüße
    MvB-B

  66. @minna: nein, ab und an 2...
    @minna: nein, ab und an 2 kleinen Kindern Benehmen bei Tisch beibringen zu müssen reicht mir völlig als Anschauung.-
    @Rosinante: das sehen Sie ganz richtig. Deswegen braucht es unbedingt ein europäisches diplomatisches Korps, wobei noch nicht recht raus ist, wie man das am besten zusammensetzt.-
    @Don: „mittelfristig hat man durchaus Möglichkeiten, solche Leute auf Linie zu bringen“ – deren Kinder von Studium aufwärts vielleicht, falls genug übrigbleibt, um in eine alteingesessene Familie einzuheiraten, aber einen Menschen, der an _Rendite_ gemessen wird, nie im Leben. Weil Manieren einfach keine Priorität haben, wenn sie zum Leben nicht gebraucht werden und im Alltag eher noch hinderlich sind. Wenn der persönliche Kontakt nicht notwendig ist (das mag bei Architekten anders sein als bei Hedgefondsanbietern), weil sie alle auf Papier hin angekrochen kommen, wozu dann dieser nutzlose Aufwand, der nur ablenkt?-

  67. Liebe Foersterliesel!
    Mit...

    Liebe Foersterliesel!
    Mit solch einem Haarreif käme ich mir vor wie Frau v. Leyen, und die ist weder ein Löwe noch ein Tiger. Ein winziges dekoratives Etwas errinnert mich an die gehäkelten Taschentücher, die Frauen sich – noch zu meiner Jugendzeit – in Italien auf den Kopf plazierten, wenn sie in eine katholische Kirche gehen wollten (Vielleicht machen die das auch heute noch). Ehrlich gesagt habe ich mich längst enschieden, keine Kopfbedeckung.

  68. @fionn
    Gegen ein paar frische...

    @fionn
    Gegen ein paar frische Scones mit clotted cream zum Tee hätte ich auch nichts einzuwenden…

  69. @waskostetdiewelt
    Vorsicht!...

    @waskostetdiewelt
    Vorsicht! Sie beginnen die mitwirkenden Personen für real zu halten. Die bessere Gesellschaft ist aber ein imaginärer Kreis. MvB-B ist selbstverständlich „authentisch“. Mindestens so wie der Don auch.

  70. lieber Tiger,
    when in Rome do...

    lieber Tiger,
    when in Rome do as the Romans do,
    Sie wollen doch gewiß nicht, daß die Hoheiten sich durch Sie irgendwie korrigiert und daher uneasy fühlen.

  71. lieber Elbsegler,
    oh ja, high...

    lieber Elbsegler,
    oh ja, high tea im Dorchester, oder einfach Tee in der vom AGA gewärmten Küche mit cucumber sandwiches, scones, clotted cream und lemon curd … wie ist denn das Wetter bei Ihnen?

  72. Uaaghh - gähn (hinter...
    Uaaghh – gähn (hinter vorgehaltener Hand, versteht sich), lieber Don, wie wär´s mal wieder mit ein bißchen mehr Unterleib?
    Der Hinweis auf Mirabeau vorhin war womöglich etwas zu dezent.

  73. @DA
    ich habe mir gerade das...

    @DA
    ich habe mir gerade das prospekt
    http://files.shareholder.com/downloads/BX/837243759x0x292751/3D7B6D30-DD91-4F00-833A-5A1B3F96F53E/BX_AR08.pdf
    durchgelesen von 2008, das von 2009 gibt es nocht nicht.
    Blackstone hate es ja ganz schön erwischt, die assets sind ganz schön geschrumpft von 13 auf 9 mrd (p.50). Herr Schwarzman braucht jede publicity und sei es die Banane. Einen schönen begriff gibt es in dem Prospekt – tolles layout m.E. – ‚meltdown year‘

  74. @elbsegler
    Danke für den...

    @elbsegler
    Danke für den gutgemeinten erhobenen Zeigefinger. Die reale Person in der
    Larve des B-B könnte dem gehobenen Anspruch der hier eingenommenen Rolle
    durchaus noch ein deutlich gesteigertes Maß auch nachvollziehbarer Imagination
    einhauchen, daher auch der Hinweis auf die Impersonation des (E)Chauffeurs.
    Die unter B-B laufende Konversation scheint mir eher die kleinbürgerliche
    Imagination der Erfahrungswelt „Oberklasse“ widerzuspiegeln.
    Man sollte allerdings nicht verkennen, in seiner Gesamtheit erweist sich das Kleinbürgertum als Stütze, die einen wesentlichen Teil der Gesellschaft, auch die „Oberklasse“ trägt.

  75. Fette Beute
    @Schoenbauer: Wie...

    Fette Beute
    @Schoenbauer: Wie es im Moment aussieht, stirbt der Staat nicht aus, sondern pervertiert zunächst noch mal richtig. Seine sog. „wohlfahrtsstaatlichen“ Elemente werden entfernt und der Repressionsapparat, welcher teilweise jetzt schon privatisiert ist (man schaue sich nur den Spionageapparat an, den gewisse Dax-Unternehmen unterhalten!), verselbständigt sich vollständig und wird so ganz nebenbei zu einem lukrativen Geschäft.
    .
    Daneben bemächtigt sich die Bourgeoisie des noch notwendigen bürokratischen Apparates ganz direkt, ohne das Dazwischenschalten einer politischen Klasse. Ein solcher Staat verliert die Sympathie der Massen, gerät in eine Krise und wird reif für eine Revolution. (Am Beispiel Griechenlands können wir das gerade studieren. Dort ist die herrschende Klasse – nicht nur die „politische Klasse“ – vollständig desavouiert – „Sozial“-Staat heißt dort: Ihr Hunde, bereichert euch! -, sodass ein solches Szenarium in den Bereich des Möglichen gerückt ist. Mindestens aber wird der „Aufstand“ dort zum Dauerzustand.)
    .
    Vorausgesetzt diese Revolution findet statt, besteht wieder Hoffnung auf ein Absterben des Staates. Dies aber nur, wenn bis zu dessen Ende der Klassenkampf erbittert geführt wird, denn solange noch irgendwo ein Staat existiert, gleich ob mit oder ohne legalem Finanzamt, er ist nur noch ein Bereicherungsinstrumentarium für die Herrschenden, nicht mehr, nicht weniger! Und wer verzichtet schon freiwillig auf solch fette Beute. Und das wird daher insgesamt keine rosige Zeit und es ist auch keine schöne Sache, um die es da geht, nur eine notwendige eben, und es werden viele Menschen dabei umkommen, gleich ob sie sich einem solchen Staat widersetzen oder sich diesem beugen.

  76. An dem Video ist doch absolut...
    An dem Video ist doch absolut nichts auszusetzen. Kluge Ernaehrung, frisch, roh, kein Muesliriegel. Alles vollkommen unter Kontrolle, was ist das fuer ein schraeger Text?

  77. Bin ich der einzige mit dem...
    Bin ich der einzige mit dem Gefuehl, er habe sich im Kalender um 85 Jahre oder so verblaettert?
    Stimmt. Deutsche waren in Davos fast nicht zu finden, ausser unserem Kamera- verliebten Verteidigungsminister, dem man aber die besseren Kreise kaum mehr anmerken kann.
    Das zwickt die Selbstwahrnehmung, die in der Ueberzeugung traeumt, man selber habe die wahre Weltdeutung ererbt.
    So wird ein wenig Salon- Biologie ueber Menschheitsentwicklung vom niederen Bananenfresser zur eigenen kulturellen Toertchen- Bluete geboten und eher unappetitliche Haeme auf den Ort der Handlung verspritzt.
    Das stimmt schon, der berufliche und wirtschaftliche Erfolg des Stephen Schwarzman in unserer realen Welt ist schwer zu schlucken, noch schwerer, wenn der nicht geladene, verklemmte Moechtegern dessen lockere, unbefangene, hemdsaermelige, aufs wesentliche fokussierte Art wahrnehmen muss.
    Als naechstes droht uns Nasen- und Schaedel messen?
    Bananen essen ist gesuender, auch im Stehen.

  78. @Foersterliesel
    Winterlich...

    @Foersterliesel
    Winterlich weiß, eher Grog als High Tea. Aber träumen darf man vom Frühling schon.
    .
    @waskostetdiewelt
    Ach, so ernst habe ich es nun auch wieder nicht genommen. Wir lernen unsere Rollen doch noch.

  79. Herr Schwarzmann ist...
    Herr Schwarzmann ist Amerikaner und sein Gespraechspartner Asiate, wahrscheinlich Inder. Beide Kulturen haben ein sehr verschiedenes Verstaendnis von „personal space“. Der Amerikaner braucht Raum rund um sich herum, Inder ganz in Gegenteil beanspruchen wenig Raum und treten typischerweise nahe an einem Gespraechspartner heran, fuer amerikanisches Verstaendnis zu nah. Der Inder hat ganz klar den persoenlichen Raum des Amerikaners verletzt, welcher vor Unbehaben vor sich hinzappelt. Der Amerikaner isst nun gerade eine Banane. Es mag sein, dass er aufgehalten wurde, es eilig hatte und kein anderer Imbiss angeboten wurde.

  80. Rosinante hat mir ein Licht...
    Rosinante hat mir ein Licht aufgesetzt. Danke.

  81. Zum Thema Fruchttörtchen auf...
    Zum Thema Fruchttörtchen auf Silber: Wer das Bild sieht, erkennt vielleicht, dass da etwas Papier darunter ist. (Man sollte meinen, dass man nicht alles immer bis ins letzte Detail erklären muss, aber wenn sich Gschaftlhuberei eine Bahn brechen will, dann tut sie das auch ohne Berücksichtigung des Faktischen, will mir scheinen=

  82. Dass Sie wissen welche...
    Dass Sie wissen welche Tischmanieren den Arbeiterkindern, wie ich sie kenne, beigebracht werden, das wundert mich schon ein bisschen. Aber man kann natürlich nicht den Ursprung aller Manieren kennen und deshalb ist es schon ok, wenn Sie glauben, nur in Ihren Kreisen könne man essen.

  83. Was bleibt ist die Frage, ob...
    Was bleibt ist die Frage, ob man beim neuen Hemd (Gratulation) die Knicke nicht erstmal ausbügeln sollte, bevor man sich mit der Frage beschäftigt, ob man den Mars- Riegel mit Messer und Gabel ißt…

  84. Liebe Foersterliesel!
    Mich...

    Liebe Foersterliesel!
    Mich lädt längst niemand mehr ein, der nicht schon vorher genau weiß, was ihn erwartet. Aber die, die sich trauen, scheinen sich immer sehr zu amüsieren. Deswegen bin ich sicher, dass sich die Königin der Niederlande keineswegs uneasy und korrigiert fühlen wird. Ihr ehemaliger Sekretär, der im Moment im niederländischen diplomatischen Dienst ist, und dessen Mutter zufälligerweise uns gegenüber wohnt, hat ihre Majestät sicher schon sehr detaillert aufgeklärt.

  85. Sie können sich bei...
    Sie können sich bei Gelegenheit mal mit der Bedeutung von Falten in der Kleidung in der Ikonographie beschäftigen, bevor Sie hier weiter kommentieren – ich empfehle dazu eine Abhandlung über das Schokoladenmädchen von Liotard (falls Sie das nicht kennen, ein berühmtes Gemälde des 18. Jahrhunderts, auf das das obige Bild leicht anspielt). Dann wären Sie vielleicht auch nicht ganz so geistlos. Abgesehen davon faltet man bei uns die Hemden immer.

  86. scolytus 20:53
    .
    Durchaus...

    scolytus 20:53
    .
    Durchaus nicht.

  87. Ah, auf das...
    Ah, auf das Schokoladenmädchen wäre ich – angesichts der bayrischen Pranken – nicht gekommen. Meine erste Assoziation war: Gute Kontrabassistenhände (Wie wär’s, in fortgeschrittenem Alter doch noch ein Instrument zu lernen? Es lohnt sich). Aber wenn man’s gesagt bekommt, dann ist es doch sehr amüsant, den Don in der Rolle des Schokoladenmädchens zu sehen. Manchmal habe ich den wahrscheinlich sehr begründeten Verdacht, ich verstehe hier mindestens die Hälfte der Witze nicht. Macht nichts, ich amüsiere mich trotzdem.
    Wobei, apropos Erdbeeren: Ist das nicht, wie schon neulich bei den Tomaten, die falsche Jahreszeit? Auf dem Wochenmarkt gibt’s sowas zur Zeit ja nicht. Und gehört es nicht auch zu respektvollem Essen, daß man sich selbiges nicht um den halben Erdball fliegen läßt, sondern sich bemüht, auch im Essen dem normalen Rhythmus der Jahreszeiten zu folgen?

  88. "Die Barackler" waren die...
    „Die Barackler“ waren die Vertriebenen, die für die damals westlich Befreiten die Zeche doppelt zu bezahlen hatten; mit Vergewaltigung, Enteignung, Entrechtung, einer neuen Diktatur falls sie sich nur Umsiedler nennen durften. Die anderen hatten den Hochmut derer wo sie ihre Baracken aufstellen durften.
    Dabei waren bei den westlich Eingeborenen die Garagen schon wieder gut gefüllt mit Care- Packeten.

  89. .. im angeblich so...
    .. im angeblich so sittenstrengen Japan ist beim Gespraech ueber eine Frau XY ein abgespreizter, leicht zuckender kleiner Fingern klassen- und schichtuebergreifend ein Fingerzeig darauf, dass man mit dieser Dame nicht nur kommunikativ verkehrt.
    Ansonsten wird wohl in keiner anderen Gesellschaft staerker zwischen „uchi“ und „soto“ unterschieden: dem wie man sich nach aussen („soto“), besonders Fremden gegenueber, gibt und dem wie man sich in den eigenen vier Waenden („uchi“) verhaelt. Nur ersteres Verhalten ist vergleichsweise strikt reglementiert. Da die Anwesenheit eines Auslaenders aus jeder Zusammenkunft eine „soto“-Angelegenheit macht, wird selbiger nur in seltensten Faellen mitbekommen, wie anders doch die Sitten sind, wenn er das Haus wieder verlassen hat.
    MfG
    G. S.

  90. @fionn,
    tja, die schlechten...

    @fionn,
    tja, die schlechten Nachrichten ueber die Schweiz. Aber sich darueber allzusehr den Kopf zerbrechen, gar depressiv werden …
    Das muss nicht sein, really not. Werde versuchen, Sie mit aus dem prallen Leben gegriffenen Schwaenken zu erheitern. Leider faellt mir auf Anhieb keiner ein.
    Gruss
    G.S.

  91. muscat,18:39....wieso...
    muscat,18:39….wieso Mirabeau?-Banane geht doch auch…

  92. Ich lösche eigentlich nur...
    Ich lösche eigentlich nur ungern Kommentare, aber wer hier einfach nur andere anraunzen möchte, ist hier nicht erwünscht und suche sich bitte einen anderen Zeitvertreib – und allzu deutliche Fakes sind auch nicht gerade dem Diskurs förderlich. Danke für die Aufmerksamkeit.

  93. Also, weil der Alte...
    Also, weil der Alte Bolschewik, der ja wohl auch aus Baden stammt, nun doch wieder „Erdbeertörtchen“ gesagt hat: –
    Könnt man die nicht mit bissel Karamellgitter machen? So ganz zarte, krachende, aber süße Fäden? Schoko paßt doch mehr zu Kirsch. Ja, ist Mehraufwand. Tät aber schon schmecken.

  94. Bei meinen täglichen...
    Bei meinen täglichen Einkäufen bei Super Fresh oder Whole Foods in einer großen Stadt an der US-Ostküste werde ich von mir völlig Fremden immer wieder freundlich auf der Straße gegrüßt. Darüber freue ich mich jeden Tag. In Deutschland erlebe ich so etwas eigentlich nie. Diese Unterschiede müssen wohl historische Gründe haben – oder?

  95. scolytus, Sie betrachten das...
    scolytus, Sie betrachten das Bananen-Problem zu stark aus der Perspektive einer Herrschaftslegitimität der Finanzbohème. Eine formaljuristisch plausible Einstellung, die der Europäische Menschengerichtshof als vorbildlich bezeichnet. Weitsichtigere Menschen wie der Gastgeber dieses Blogs et al. sehen die Banane im Kontext der Erdbeere. Und dies in einer Mischung aus Verhaltenspsychologie und regionaler Biologie oder Agrokultur. Ihnen als vorbildlich-globalisiertem Individuum ist die „Internationale“ (Sie wissen schon „Völker hört die Signale…“) mit neuem Refrain zu empfehlen: „Völker esst mehr Bananen / denn Sie sind so gesund. / Man nimmt sie aus der Schale / und steckt sie in den Mund“.

  96. colorcraze, Ihr Vorschlag...
    colorcraze, Ihr Vorschlag eines europäischen, diplomatischen Korps gefällt mir. Aber woher nehmen? Aus der Ministerialbürokratie in Berlin oder Brüssel, etwa Frau Schavan oder Herrn Oettinger?

  97. Worüber spricht man in der...
    Worüber spricht man in der Besseren deutschen Gesellschaft?
    P.S. FACEBOOK ? DEFINITIV nicht für BGs imo.

  98. Grundsätzlich bin ich ja...
    Grundsätzlich bin ich ja einverstanden mit der Betonung von Benehmen. Aber wie bereits irgendwo erwänht, ist das kein Reservat des Großbürgertums, sondern hilft allen Menschen.
    Zu Herrn Schwarzman:
    1. Nur weil er mehr Geld hat/macht als andere, muß man ja nicht die Verpflichtung auf ihn laden, vorbildliche Manieren zu zeigen. Das hat miteinander erstmal nichts zu tun.
    2. Ob aber sein Verhalten insgesamt wirklich so degoutant ist, wage ich zweitens zu bezweifeln. „Davos“ als Konferenz-Veranstaltung dürfte von Vorträgen gekennzeichnet sein. In Pausen wird dann ein Pausenbüffet genutzt. Gelegenheit zu sitzen hat man nicht, muß also im Stehen essen – oder étikettegerecht hungern. Die Banane zu essen, ohne sie vor den Körper zu halten, ist nicht möglich. Man muß also essen und dabei allein stehen – oder etikettegerecht hungern.
    3. Benimm dient dazu, den Umgang zwischen Menschen angenehm zu machen. Im Video scheint der Gesprächspartner von S. keinen Anstoß zu nehmen, einen irgendwie gezwungenen Eindruck macht er nicht. Und dann gehts doch.
    4. Mit letzterem Argument kann man zugegebenermaßen eine Menge entschuldigen. Aber bis auf den wirklich zu vollen Mund (den hat nicht mal meine zweijährige Tochter so voll) ist es hier auch nicht so schlimm.
    Zum Fernen Osten: Ich weigere mich, die Tatsache der Existenz eines Teezeremoniells als Beweis für kulturelle Überlegenheit anzusehen. Auch die Bestandsdauer einer Kultur ist kein solcher Beweis, wobei man noch die Frage aufwerfen könnte, ob das durchgehend dieselbe Kultur ist. Wie durchaus richtig bemerkt wurde, ist die Überlegenheit des Ostens vor allem in der Masse zu sehen: Das aber hat gerade nicht so überragend viel mit Kultiviertheit zu tun. Die angesprochene Höflichkeit ist doch Maskerade- trau niemandem, der immer lächelt! Mit konsequenter Höflichkeit wären z.B. die wirtschaftlichen Erfolge Japans besonders in den Anfängen nicht zu erreichen gewesen!

  99. Persönliche Mitteilung an...
    Persönliche Mitteilung an Minna: Nein, Sie sind nicht gemeint. Es gibt Tage, da kann ich mit sowas durchaus umgehen, und andere Tage, da wird mir MvBB etwas dick aufgetragen .

  100. @Ms. Phipps,
    wuerde die...

    @Ms. Phipps,
    wuerde die Freundlichkeit der Amerikaner mit der hoeheren Kriminalitaetsrate in den USA Verbindung, handelt es sich doch dabei, frei nach Nietzsche, um den Versuch, das Feindlich-Agressive im Mitmenschen zu laehmen, gleichsam um einen Entwaffnungsversuch also.
    Keine Umgebung ist sicherer als die unfreundlicher Menschen.
    Mit „freundlichem“ Gruss
    G.S.

  101. Empfehlung zum China von...
    Empfehlung zum China von heute: Chritian Y. Schmidt, „Bliefe von Dlueben“, Rowohlt Berlin.

  102. @ostkurve:
    Die Frage ist eher,...

    @ostkurve:
    Die Frage ist eher, ob man Gäste überhaupt hemdsärmelig empfangen darf.

  103. Das war schon vertraut und im...
    Das war schon vertraut und im fortgeschrittenen Zustand der Auflösung (auch Blogger haben sowas wie ein Leben)

  104. "Willst Du dass man Dich für...
    „Willst Du dass man Dich für ein Gossenkind hält?“
    Mit dieser Frage trichterte man mir Manieren und Hochdeutsch ein. Heute bin ich erstaunt, dass ich hochdeutsch spreche, obwohl der Rest meiner Familie berlinert. Aber ich höre immer noch diesen Spruch und davor hatte ich angst. Offensichtlich war bei mir die Angst größer als beim Rest meiner Familie. Obwohl diese nun auch nicht gerade für „Gossenkinder“ gehalten werden, trotz Berliner Mundart.
    Aber Manieren hat man, oder man hat sie nicht.
    Es ist reizend von Ihnen, werter Herr Don Alphonso, dass Sie sich dabei ertappen, mit zweierlei Maß zu messen. Sie erwarten von jemand „aus gutem Hause“ gute Manieren, und sind erfreut, wenn jemand aus niederem Stand sich trotzdem zu benehmen weiß und entsetzt, wenn jemand vermeintlich besseren Standes angehört und doch nicht den Umgang mit Messer und Gabel beherrscht.
    Diese Selbstreflektion macht Sie sehr sympathisch.
    Aber wir messen ständig mit zweierlei Maß. Ob wir wollen, oder nicht. Man nennt es übrigens Vorurteil.
    Die Selbstreflektion und das Bemerken des eigenen Vorurteils aber unterscheidet uns von den Primaten.

  105. Dachte ich mir schon, daß Sie...
    Dachte ich mir schon, daß Sie richtung Perser unterwegs waren und daher das Jacket mit Einverständnis der Dame abgelegt hatten!

  106. Corporate Identity beschränkt...
    Corporate Identity beschränkt sich nicht nur auf eine von einer WerbeAgentur festgelegten Äußerlichkeit an die sich Print-und sonstige -medien zu halten haben. Insofern kann eine freizügig vernaschte Banane zur falschen Zeit und am unrichtigen Ort doch durchaus zu nachteiligen (Fehl)Interpretationen verleiten.
    Die Gelbe Gefahr kann, muß man aber nicht, allein in FernOst verorten.

  107. NICHT!
    ... find ich nich nett...

    NICHT!
    … find ich nich nett

  108. Selbstreflektion ist da a&o ...
    Selbstreflektion ist da a&o ansonsten versteht man weder Psychologie noch Politik
    das Schokoladenmädchen ist übrigens sehr hübsch und ihr faltenwurf in der Schürze erinnert mich an meine ungebügelten Kleidung (nichts desto trotz weiß ich mich zu benehmen) hat ja vor Jahren eine Schweizer Bank bereits mit Löffel auf meine ungebügelte Wäsche hingewiesen. (und die Falten kommen von einer zusammengefalteten Wäsche was wiederum auf Ordnung hinweist)

  109. Don Ferrando, mit Törtchen...
    Don Ferrando, mit Törtchen fängt man Mäuse…
    Deswegen wahrscheinlich auch die eher spärlichen Kommentare vom Don A.

  110. @G.Schoenbauer
    "Keine Umgebung...

    @G.Schoenbauer
    „Keine Umgebung ist sicherer als die unfreundlicher Menschen“ ist ein spektakulärer Satz, mehr wohl nicht. Weder dürfte sich jemand subjektiv in einer solchen Situation sicher fühlen, noch wäre dies objektiv der Fall. Im Umkehrschluss zu behaupten, nirgendwo sei man sicherer als unter freundlichen Menschen, klingt schon weniger spektakulär, ist aber genauso falsch.Aber wenigstens haben wir eher das Gefühl, sicher zu sein. Das ist auch schon mal was. Wenn das auf alle in der Gruppe zutrifft, dürfte die Gefahr der Aggression auch objektiv gering sein.

  111. Wenn es die Leserschaft...
    Wenn es die Leserschaft partout interessiert: Ich habe einen Gast aus einem fernen Land hier, war mit ihm gestern in der alten Pinakothek und auf einer Vorbesichtigung, musste ob eines Thermostatschadens meine dortige Wohnung besorgen, und muss heute dringenst einen Beitrag für die FAZ schreiben (und bloggen), und morgen muss ich auf eine Podiumsdiskussion über Brecht und die Radiotheorie, für die ich mich bilden muss. Mussmussmuss. Ich weiss, man würde sich von mir Lotterhaftes erwarten, aber gerade bekleckere ich mich mit ungewohnten Tugenden. Und stehe sogar früh auf.

  112. @Devin08,
    Sie machen mir wenig...

    @Devin08,
    Sie machen mir wenig Hoffnung.
    MfG
    G.S.

  113. Don, ist ja guuut. Ich wollte...
    Don, ist ja guuut. Ich wollte nicht drängeln.
    .
    Radiotheorie (schnell nachgegoogelt):
    Gerade in den Anfängen ist das Radio ein Demonstrationsobjekt der Bourgeoisie, die ihre eigene Dummheit darin zur Schau stelle. „Ein Mann, der etwas zu sagen hat, und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran. Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.“
    Ist was dran. Na denn, viel Spaß auf dem Podium.

  114. Ein zentrales Charakteristikum...
    Ein zentrales Charakteristikum des hier beschworenen „Besseren“ muss wohl auch sein, in keinem Falle um eine Replik verlegen zu sein – und sei sie noch so abstrus. Den Hinweis auf ein ungebügeltes Hemd mit einem Verweis auf die Ikonographie des Faltenwurfs bei Liotard zu kontern: darauf muss man erst einmal kommen! Alsdann, welche ikonographische Signifikanz hat denn nun der Faltenwurf des Hemdes in der obigen Allegorie Mann mit Erdbeertörtchen? Ist es die durchaus auffällige Korrespondenz mit den „Kanneluren“ der papiernen Tortenunterlage? Oder steckt dahinter ein ungleich subtileres Bildprogramm? Man kläre mich auf.

  115. Wie unachtsam von mir:...
    Wie unachtsam von mir: Himbeertörtchen, natürlich!

  116. Nun habe ich auch die Falten...
    Nun habe ich auch die Falten des Hemdes entdeckt.
    Tststs.
    Aber die Törtchen sehen sehr appetitlich aus. Gute Idee für den sonntäglichen Kaffeetisch. Und natürlich diese vermeintliche Frivolität der Form – genial. Allerdings ohne Ihren Hinweis hätte ich das nicht gewußt. Und ich weiß nicht, ob ich nun noch unbeschwert solch ein Törtchen verzehren kann und ob ich andere auf diese Frivolität hinweisen sollte.
    Sind nun ggf. meine Gedanken unmoralischer Art, wenn ich meinen holden Gatten demnächst ein solches Törtchen zum Verzehr anbiete und ihn dann beim Verzehr beobachte?

  117. Chardin, ooch, ich hätte da...
    Chardin, ooch, ich hätte da auch noch eine Interpretation zu den Berlinern (so heißen die Dinger zumindest bei uns) oben auf dem dritten Bild anzubieten. Aber ich will mal nicht so sein. Ist ja schließlich bald Wochenende.

  118. Frau Waldwuff: nu musses doch...
    Frau Waldwuff: nu musses doch raus: wenn die Dame so rote, knotige Brüste hat, würde ich denn doch zu einen Besuch beim Onkologen ihrer Wahl raten.

  119. @icke
    Mir ging es eher um die...

    @icke
    Mir ging es eher um die Art des Verzehrs.
    Darf ich ohne rotzuwerden (wird mir schwer fallen) und ohne zu lachen (wird mir noch schwerer fallen) meinen Gatten dabei beobachten?
    Vorausgesetzt er verzichtet auf die Benutzung einer Gabel.
    In dem Fall – alles klar – ist er Chirurg.
    Übrigens, auf dem dritten Bild sind keine Berliner sondern Pfannkuchen. Wobei der geschulte Blick sofort klassische Bäckerware erkennt und keine selbstgemachten.

  120. Banane ist immer noch besser...
    Banane ist immer noch besser als Kaugummi.
    .
    Im Film „Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ gibt es so einen jungen General, der im Gespräch mit dem Präsidenten ungeniert seinen Gummi kaut.
    Das zumindest ist in den letzten 40 Jahren wieder erheblich besser geworden, scheint mir.

  121. Da redet die ganze Welt über...
    Da redet die ganze Welt über die Tausende von Deutschen, die fürchten als Steuerhinterzieher in der Schweiz entdeckt zu werden und unser geliebter Herr Alphonso lässt ein Thema, das doch eigentlich sein ureigenstes ist, schnöde unbeachtet und erzählt uns was von Sahnetörtchen. Wir erinnern uns noch gut an die Fahrten mit dem Koffer über die Schweizer Grenze, ganz unbehelligt, liebevoll beschrieben und bebildert und jetzt wo der kalte Schweiß vielen Schweizfahrern auf der Stirn klebt, kein Wort von unserem Reporter aus dem Herzen der besitzenden Klasse. Seltsam….

  122. Liebe Mitblogger und...
    Liebe Mitblogger und Mitbloggerinnen
    Re: mail Von Don Alphonso heute um 12.18h.
    Was ich gern wissen möchte – war D.A. schon Gast bei einem Talk-Show auf ARD oder ZDF? Habe ich was verpasst?

  123. Nein, und ich lege darauf auch...
    Nein, und ich lege darauf auch keinen gesteigerten Wert.

  124. HansMeier555, beim Kaugummi in...
    HansMeier555, beim Kaugummi in Kubricks Frühwerk (Dr. Seltsam…) handelt es sich um ein Symbol der Antiautorität (gegenüber der höchsten politischen Instanz). Daraus ist über die Jahre das Marihuana, das Kokain, Heroin oder die hochprozentigen Alcopops für die Kids geworden. Aber dies hilft ja schon lange nichts mehr. Dies findet selbst der Präsident cool. Deshalb ist girl/boy jetzt dazu übergegangen, mit explosiven Mitteln Züge, Häuser oder Flugzeuge zu zerstören. Das Kaugummis zu Beginn der 1960er Jahre ist heute der im Laptop versteckte Plastiksprengstoff. Dafür kann die Banane nun nichts. Und das Kaugummi weint.

  125. Don Alphonso, ich bin fürbass...
    Don Alphonso, ich bin fürbass erstaunt über das Ausmaß Ihrer Verpflichtungen und Abhängigkeiten. Mein Mitgefühl!

  126. Ach, es könnte schlimmer...
    Ach, es könnte schlimmer sein.

  127. An alle "tax dodgers"...
    An alle „tax dodgers“ (Steuerhinterzieher) weltweit:
    Alles auf eine Karte zu setzten ist immer ein Fehler. Je mehr Bankkonten man hat, desto besser.
    P.S. Der Chef bei CS heisst Barry Dougan (oder?) und er wird – fürs Jahr 2009 – soweit ich weiss – gemäss SF TV – angeblich eine Boni in der Höhe von CHF50M bekommen.
    In der Besseren Gesellschaft spricht man ungern über Geld.
    Teatime! Mit Milch oder Citron?

  128. Könnte es das nicht immer?...
    Könnte es das nicht immer? Aber was für ein seltsamer Trost ist das? Befreien Sie sich doch von den Motten Ihrer Zeit.

  129. oh, fionn, das ist eine...
    oh, fionn, das ist eine charmante Frage. Da ich gerade selbst beim Tee bin, darf ich einen Tropfen von Milch nehmen. (Und mit dem Gedanken spielen, öfter nachmittags ins Cafe Don zu schauen.)

  130. mem um 15.50h ...
    mem um 15.50h Berichtigung.
    Der CEO bei CS heisst Brady Dougan.

  131. Ist schon ganz schön weit...
    Ist schon ganz schön weit hergeholt wegen einer in trauter Zweisamkeit hastig gegessenen, bescheidenen Banane finden Sie nicht? Klassenkampf von oben ist trotzdem super.
    Beste Grüße

  132. immer nur mit Milch, lieber...
    immer nur mit Milch, lieber Fionn, nehmen wir ihn im Claridge`s ? unser lieber Rüstungslobbyist kommt auch, John Gummer hat sich liebenswürdigerweise für ihn verbürgt

  133. Das war das Interessante an...
    Das war das Interessante an 1945ff, daß sich auch die Stützen manchmal plötzlich in der Baracke wiederfinden konnten.
    .
    „Benimm Dich nicht wie einer aus dem Block“.
    Sehen Sie, genau so hat meine Mutter es als Kind mitgekriegt und empfindet im Innern heute noch so. Aber an uns weitergeben konnte sie das so nicht, denn sie war ja selber ein Flüchtling — und für ihre Schwiegermutter somit eine Enttäuschung.
    .
    Lieber Don, passen Sie auf, den sozialen Dünkel nicht moralisch zu sublimieren. Wirklich schön ist das auch nicht.

  134. Menschen _sind_...
    Menschen _sind_ Primaten.
    Bitte wenigstens mal einen einzigen Blick in ein biologisches Sachbuch werfen, anstatt kenntnisfrei mit Fremdwörtern zu hantieren!

  135. Huh, wie mich das immer nervt,...
    Huh, wie mich das immer nervt, wenn mir rücksichtslose Nebensitzer ihre vorpsringenden Backen- und Rippenknochen gegen meinen Ellenbogen rammen.

  136. @elbsegler
    da haben Sie...

    @elbsegler
    da haben Sie natuerlich voellig recht: einen Zusamenhang zwischen der Freundlichkeit und objektiven und subjektiven Sicherheitsbefindlichkeiten herzustellen, ist Unsinn. War auch nicht wirklich ernst gemeint.
    Wuerde vermuten, dass fuer die Variation von Kriminalitaet und Gewaltbereitschaft zwischen verschiedenen Gesellschaften die Einbindung moeglicher Taeter in ein Geflecht sozial kontrollierender Gruppen ein wichtiger Erklaerungsfaktor ist; darueber laesst sich etwa die niedrige Kriminalitaetsrate in Japan gut erklaeren. Dass der Rueckgang in den USA allein oder vor allem mit der „Zero-Tolerance“-Politik zu fassen ist, glaube ich nicht, weil er auch in Staedten zu verzeichnen ist, die andere Wege der Verbrechensbekaempfung gingen, muss mir das bei Gelegenheit aber etwas genauer anschauen.
    Die Ausgangsfrage von Ms. Phipps galt ja der Freundlichkeit seiner kalifornischen Mitbuerger. Wuerde aus dem Stand sagen, dass ein entspanntes (kein Stress), sorgenfreies (kein Konto in der Schweiz), massvoll ambitioniertes (kein Ehrgeiz) Leben mit Herausforderungen, deren Loesung nicht in Arbeit ausarten sollte, wichtige Voraussetzungen sind.
    Gruss
    G.S.

  137. Lieber Don Alphonso, sehr...
    Lieber Don Alphonso, sehr amüsant und sehr richtig. In einem der Dialoge Platons zum Thema Schönheit sagte Sokrates einmal: „Der schönste Affe ist häßlich gegenüber dem Menschengeschlecht“. Naja, damals vielleicht…

  138. Werter Don,
    ich bitte um...

    Werter Don,
    ich bitte um Entschuldigung, sollte ich Ihnen zu nahe getreten sein:
    ^^Persönliche Mitteilung an Minna: Nein, Sie sind nicht gemeint. Es gibt Tage, da kann ich mit sowas durchaus umgehen, und andere Tage, da wird mir MvBB etwas dick aufgetragen^^.
    Nur, wenn ich lese, wen man wie zu schneiden und was wie zu maßregeln hat, denke ich immer an:
    Asfa-Wossen Asserate’s Buch MANIEREN.
    Welches eine köstliche Lektüre ist. Egal, ob man aus DA’s Viertel kommt oder aus einer anderen guten Stadt wie Hamburg. Als Äthiopier kann er die hiesigen Regeln mit seinem weltgewandten Wissen in Verbindung bringen und Unetrschiede sowie Gemeinsamkeiten darstellen. Toll, kann ich jedem nur empfehlen.
    Fazit daraus ist aber, dass man JEDEM Menschen mit Respekt begegnen muss und man NIE aus einer Schicht, Klasse oder Stadt kommen kann, um auf jemanden hinunterzusehen.
    Ich musste so schmunzeln, dass man mich als ^^Chauffeur^^ und als ^^Kleinbürger^^ betitelte ob meiner Ausführungen. Muhahahahaha
    Ich könnte Ihnen, ebenso wie Herr v.Schönburg über Menschen berichten aus meiner Klasse, dass es jedem Bildungsbürger, Arbeitslosen oder Akademiker Angst und Bange werden könnte. Benehmen? Anstandsregeln? Bekleidung? Der Don würde schluchzen. Diese Menschen sind schon so weit weg von dem, was man über meine Klasse zu wissen glaubt. Ritterlichkeit, Manieren, Schlösser, Burgen? Werden doch eher betriebswirtschaftlich bewertet als nostalgisch. Manieren? Nur, wenn Gäste da sind oder man gerade wo eingeladen ist. Es unterliegt doch alles der Wandlung und es werden alle untergehen, die sich nicht anpassen können oder WOLLEN.
    Beste Grüße aus der Wohnhalle
    MvB-B

  139. MvB-B 11:57
    Manieren...

    MvB-B 11:57
    Manieren unterliegen auch der betriebswirtschaftlich/kapitalistischen Nutzung;
    habe ich Sie da richtig verstanden?

  140. @Markus-v.v.B,B:
    "Manieren?...

    @Markus-v.v.B,B:
    „Manieren? Nur, wenn Gäste da sind oder man gerade wo eingeladen ist.“
    .
    Hört man ja häufig diese Aussage. Aber schliußendlich bedeutet das, daß sojemand eben keine Manieren hat.
    Wenn man Manieren hat, dann auch, wenn man alleine zuhause ist (ißt).
    Richtige gute Manieren hat man eben so verinnerlicht, daß sie selbstverbständlich sind ohne darüber nachzudenken oder sie gar situativ zur Schau trägt.
    .
    Der in Video gezeigte hat eben keine!

  141. Ach Quatsch.
    .
    Manieren sind...

    Ach Quatsch.
    .
    Manieren sind natürlich situations- und umgebungsabhängig.
    Auf dem Fußballplatz verstoßen nicht mal Fouls gegen gute Manieren — denn in diesem Sport gehören Fouls irgendwie auch dazu.
    .
    Man könnte sich höchsten streiten, ob Fußballspielen als solches statthaft ist — was aber wiederum nur Snobs eindeutig verneinen können. Kindern und Jugendlichen kann man es kaum verbieten, ohne eben dadurch gegen noch wichtigere Regeln zu verstoßen.
    .
    Ja, ich kenne das dumme Gefühl, wie es ist, wenn man dringend etwas gefragt wird, während man gerade einen vollen Bissen im Mund hat, den man erst gerne herunterschlucken würde, bevor man antwortet, dieses Zögern einem aber von Leuten, häufig mit vollem Mund reden, als arrogante Gesprächsverweigerung ausgelegt wird.

  142. Don Ferrando, mit "Richtige...
    Don Ferrando, mit „Richtige gute Manieren hat man eben so verinnerlicht, daß sie selbstverbständlich sind ohne darüber nachzudenken oder sie gar situativ zur Schau trägt.“ haben Sie zweifellos Recht. Das Situative, welches MarkusvBB und HansMeier555 preferieren, ist bei erwachsenen Menschen eine Frage ethnologischer Methodik, der sich Diplomaten ebenso bedienen wie europäische oder nordamerikanische Linguisten in Polynesien. Für Jugendliche gilt das auch auf dem Fussballplatz.

  143. @B-B
    "Muhahahahaha", sehr...

    @B-B
    „Muhahahahaha“, sehr volksnahes Idiom, also doch…
    Werter B-B, danke, daß Sie sich dort (Wohnhalle) in weiser Vorraussicht
    eingefunden haben.
    Ihr ehrenwerter Herr hat Sie heute, von paternalistischem Fürsorgestreben
    geleitet, für einen vorgezogenen Frühjahrsputz ausgesucht, da er sich in
    dieser Sache keinen verdienteren Verrichtungsgehilfen vorstellen kann.
    Den Tee wird Ihr gnädiger Herr vermutlich in der Bibliothek einnehmen
    wollen, in der Annahme Sie hätten schon einer annehmbaren Klimatisierung
    Vorsorge geleistet. Haben Sie auch ausreichend Holz für den Kamin
    bereitgelegt? Bitte nicht die Wagenpflege vergessen.
    Mit besten Wünschen bin ich
    herzlichst
    waskostetdiewelt

  144. @Hans Meier
    Jemand mit guten...

    @Hans Meier
    Jemand mit guten Manieren stellt ihnen erst gar keine Fragen, während Sie den Mund voll haben, denn er möchte Sie gar nicht in diese Bedrängnis bringen.
    .
    Und was Ihr Fußballbeispiel anbelangt, so solten Sie zwischen Regel und Manieren unterscheiden.
    .
    Obendrein tummeln sich auf Fußballplätzen auch nicht gerade die meisten Gentlemen.

  145. In diesem Video mit einem...
    In diesem Video mit einem prominenten Schriftsteller und einem Kabarettist wird ab der 21.min 44 sek in einem schicken Wiener Restaurant nicht mit vollem Mund aber doch beim Essen gesprochen und ziemlich viel und es bleibt alles trotzdem sehr dezent. http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=3042592.html
    Besten dank für den Beitrag.

  146. Törtchen "a la antica"?
    Aua,...

    Törtchen „a la antica“?
    Aua, das tut weh.
    Ist das Italienisch a la Westviertel?
    Ich bevorzuge Törtchen all’antica und verzichte dafür gegebenenfalls auch auf das Silbertablett.

  147. @ G. Schoenbauer
    @...

    @ G. Schoenbauer
    @ elbsegler
    Danke für Ihre intelligenten und doppelbödigen Beiträge. Sie haben nach Erklärungen für die freundliche amerikanische Art an der Ostküste gesucht, die mir nicht im Traum eingefallen wären. Zum Glück lernen wir nie aus.
    Herzliche Grüße aus warmer Stube an verschneiter Ostküste von
    Ms. Phipps

  148. Zu guten Manieren gehört vor...
    Zu guten Manieren gehört vor allem Ethos und Moral, und damit können viele aus der vermeintlich besseren aber geistig degenerierten Gesellschaft gerade nicht dienen, sind daher manierenlos.

  149. Die deutsche Elite (und...
    Die deutsche Elite (und nicht nur die deutsche, sondern auch die franzoesische und die britische) hat schon immer ein Problem mit dem nach ihrer Ansicht schlechten Benehmen erfolgreicher Amerikaner gehabt. Unzivilisiert und zu viel Geld, da konnte man immer nur die Nase ruempfen.
    Die Briten waren pragmatisch und haben sich mit Geld verheiratet, und die Deutschen meinten zwischenzeitlich mal, dass sie selbst die Regeln bestimmen koennten. Es hat sich letztlich nicht viel geaendert, in den letzten 100 Jahren – und die kaum unterdrueckte Verachtung (moechte man nicht mal vorgestellt werden), ist sie nicht auch ein Ausdruck der Impotenz?
    Man weiss zwar, wie man die Gabel zum Munde fuehrt, die Regeln jedoch, nach der diese Welt regiert wird, die machen die,die mit offenem Mund eine Banane essen. Abgesehen vielleicht vom Tal um den Tegernsee, wo alles schoen deutsch ist, und die Barbaren sich (noch) nicht eingekauft haben.

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