Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Famille Rose oder Die Schwiegermütter der Porzellankiste

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Man tut besseren Müttern Unrecht, wollte man ihnen unterstellen, sie hätten Angst um ihre Töchter, die Mitgift, die Scheidungskosten oder einen untreuen Ehemann. Wirklich Angst haben sie allein vor einem Skandal, über den man natürlich nicht redet, solange nicht mindestens fünf Ratschkatteln zuhören. Für angehende Lebenspartner ihrer Töchter erschafft das ein eher lustfeindliches Lebensumfeld, aber auch hier gibt es systemkonforme Tricks, sich vor Nach- und Unterstellungen zu schützen.

Kind, Du musst glücklich werden, also wenn es passt, kannst Du ihn schon nehmen. Ich muss ihn ja nicht heiraten.
Häufige mütterliche Lüge in besseren Kreisen

Ein Zahnarztbesuch kann wirklich an genehm sein. Auch ist es nicht weiter schlimm, von einem Kollegen zusammen mit der Chefsekretärin am Kopierer erwischt zu werden. Man könnte sich auch einen schönen Tag unter netten Menschen machen, indem man nach Berlin fährt und alle Menschen mit bayerischem Tonfall anspricht. Fein wäre auch ein Sprung vom 1-Meter-Brett in den Pool, auf dessen Grund nur etwas Eis vor sich hin schmilzt. Feiner jedenfalls als der unvermeidliche Moment, da der besseren Tochter Eltern den neuen Herrn an ihrer Seite nicht nur sehen, sondern auch dessen Lebensumstände inspizieren wollen.

Denn nicht nur vor Vermietern muss man sich heute in besseren Lagen in jeder Hinsicht nackig machen, und Bescheinigungen über finanzielle und soziale Mittel vorlegen. Mehr Angst als vor Mietnomaden hat man – das lehrt die Erfahrung – vor Beischlafsnomaden. Jene scheinbar ordentliche Herrschaften, die der besseren Tochter noch gefährlich werden, wenn sie schon drei Studiengangwechsel, die Kifferei, einen Selbstmordversuch und diesen nicht öffentlich erklärbaren, aber unerwarteten Anlass für das neue Auto ebenso überstanden haben, wie die beiden Abtreibungen und andere Peinlichkeiten, über die man zum Glück nichts weiss. Irgendwann jedoch ist auch eine bessere Tochter in jenem Alter über 30, da bessere Eltern automatisch ernsthafte Interessen der Partner voraussetzen, und weil die Tochter, siehe oben, offensichtlich zu dumm für eine korrekte Lebenseinschätzung ist, werden die fraglichen Herren untersucht, selbst wenn sie auf dem Papier Nichtraucher, Nichttrinker, Kinderfeinde und seit der Grundschule Konzertvereinsmitglieder sind.

Bild zu: Famille Rose oder Die Schwiegermütter der Porzellankiste

Bücher – zumal, wenn sie sich mit gehobenem Lebensstandard beschäftigen und sich mit einem traditionsreichen Steueroptimierungswort zieren – sind da schon mal keine schlechten Ausweise der gewünschten Lebenseinstellung des fraglichen Herrn; allein, Bücher haben natürlich alle, und sind gerade im erbitterten Wettbewerb um die Gunst von Töchtern und Eltern eher zweitrangig. Man setzt einfach voraus, dass jene Kaffeetischbücher vorhanden sind, die in diesem Umfeld Modeillustrierte, Wochenmagazine und Wirtschaftsblätter weitgehend verdrängt haben. Eine gute Mischung an aktuellen Ausstellungskatalogen, antiquarischen Kostbarkeiten und allseits bekannter Literatur ist das Mindeste, was man erwarten kann, wenn man die Tochter abgibt und selbst wieder vor der Glotze und der Programmzeitschrift gelangweilt, aber wenigstens sorglos versumpfen kann.

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Eine ganz andere Sache ist dagegen die öffentliche Zuschaustellung von Porzellan, genauer, jener Einzelstücke, die mangels überlebender Exemplare in freier Antikwildbahn eben nicht schon von jedem besessen werden. Natürlich macht man mit Tee aus Rosenthal Maria Weiss nichts falsch, aber das gibt es inzwischen in jeder Werbeagentur, wo, wie es dem Westviertel bekannt ist, alle Drogen nehmen und dann Pleite machen. Aufgestellte Teller jedoch drücken etwas anderes aus: Porzellan nicht zur Benutzung, sondern als Kunsthandwerk; nicht als Zeichen gehobener Tischkultur, sondern als Ausdruck von Kennerschaft. Fern läge es mir zu behaupten, dass einem solche Dinge gefallen müssen, aber der Kunstmarkt hat über chinesischen Famille-Rose-Stil – so der Name dieser über Glasur aufgemalten Emaille – entschieden. Diesem Stil eifert Europa seit Erfindung des Porzellans nach, dieser Stil findet sich in den Kunstkabinetten, es ist der Ursprung von Streublumenmuster und all den Dekoren, die Schwiegermütter weggepackt haben in der Hoffnung, dass folgende Generationen darauf aufpassen werden. Meissen und KPM jedoch sind die eine Sache, die europäischen Kopien – das hier sind Originale. Und die sieht auch eine porzellansüchtige Schwiegermutter eher selten.

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Dafür gibt es sogleich ein Thema, über das beide Seiten parlieren können, ohne dass derartige Besuche in jenes Gedruckse ausarten, das allzu typisch für den Versuch ist, keine direkten Fragen zu stellen und dennoch direkte Antworten zu erhalten. Diese Teller sind aber aussergewöhnlich schön, kann die sich als Schwiegermutter Wähnende bekunden, und man kann ihr bedeuten, dass sie damit sachverständig ist – selten nur sieht man die Goldgrundbemalung so fein, so exakt ausgeführt, die Ranken und Blumengirlanden so präzise, jeder Punkt auf den Schmetterlingsflügeln sitzt an der richtigen Stelle, zu schade, dass dergleichen heute natürlich nicht mehr gemacht wird. Man selbst jedoch scheut keine Kosten und Mühen, natürlich ist das nicht unbedingt günstig oder gar billig gewesen, reiche Chinesen machen auch Jagd auf diese Stücke – aber der eine bevorzugt eben 100 PS mehr im Auto, man selbst erfreut sich dagegen an der Kunstfertigkeit des 18. Jahrhunderts.

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Natürlich haben sie etwas gelitten, der Goldgrund an einigen Stellen ist abgerieben, das jedoch, sollte man betonen, sind die Spuren der Zeit, das gehört einfach dazu, und deshalb schätzt man sie nicht geringer. Womit ein paar peinliche Fragen – Sind Sie auch so ein Raser? Laden Sie unsere Tochter bei den ersten Krähenfüssen unter den Augen wieder vor unserer Tür ab, um mit ihrer Rennkarre Gymnasiastinnen abzuschleppen? Machen Sie uns Schande, sind Sie ein Zizibeh, sind Ihre Absichten unlauter? – indirekt beantwortet sind. Wie auch die bange Unsicherheit, ob der Neue der Tochter denn auch bereit ist, sich bei den unvermeidbaren Kosten für den zukünftigen Hausstand zu beteiligen. Auf einem Ehevertrag wird man als Finanzier der Vereinigung  – schliesslich bekommt die Tochter auch die gute Bettwäsche von Tante Euphemia mit – nicht verzichten, aber es gibt eben Eheverträge, die man aus Misstrauen betreibt, und Eheverträge, wo es nur um Kontrolle geht. Bleibt natürlich noch eine Frage; die wichtigste Frage für Menschen vielleicht, die nicht wissen können, ob sie in 20 Jahren noch kontrollieren können, oder über Entmündigung selbst kontrolliert werden, von einer Tochter, die von ihrem Mann kontrolliert wird: Wie halten Sie es mit uns, wenn wir gebrechlich und alt sind?

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Hier nun ist der Moment gekommen, um über die Echtheit der Stücke zu sprechen, und über die sorgsam geklebten Brüche, die man von vorne gar nicht erkennen kann. Nur hinten wird offenbar, dass die Teller nicht nur jene blaue Färbung aufweisen, die dem Kenner das hohe Alter verrät, sondern eben auch alte Reparaturen, die den Wert und die Hochschätzung keinesfalls mindern. Natürlich wird man sie keinesfalls belasten, sondern pfleglich behandeln, man weiss um den Wert des Alters, und wenn es nun zu Tische geht, hat man das gute Hutschenreuther vom Amtsrichter S… – kennen Sie den, Amtsrichter S. aus R., genau, der war der Schwiegervater von Onkel P. und der Bruder von Direktor K., jedenfalls hat man aus dessen Erbe das gute Hutschenreuther für 24 Personen, auch das sind Dinge, die es heute gar nicht mehr gibt… und über dem Kuchen und Tee – Assam? Darjeeling? Ceylon? Grüner Tee, bitte, das macht keine Umstände, wirklich nicht – haken die Eltern der besseren Tochter ab: Gutes Haus? Haken. Gute Familie? Haken. Ein wenig konservativ? Haken. Keine Entmündigung? Haken. Keine finanzielle Belastung im Falle einer Scheidung? Haken. Und wenn sie dann gegangen sind, und die S-Klasse mit dem „Notarzt im Dienst“-Schild nicht mehr in der Feuerwehreinfahrt steht, kann man das Kleingedruckte und die Ausnahmen mit der besseren Tochter allein aushandeln.

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128 Lesermeinungen

  1. Freudscher...
    Freudscher Versprecher/Verschreiber im Eingangszitat?;-)

  2. Verschreiber durch spätere...
    Verschreiber durch spätere Aufbohrung des Zitats.

  3. Wie jetzt, isses nun soweit,...
    Wie jetzt, isses nun soweit, daß man sich zum Gratulieren anstellen darf *ggg*?-
    Gerne sähe ich von den Tellern größere Fotos, alte Muster interessieren mich, seit ich in der Lehre mal ein paar Musterbücher aus dem 18. und 19. Jhdt durchblättern durfte.

  4. Nein, keinesfalls gratulieren....
    Nein, keinesfalls gratulieren. Der zugrunde liegende Fall liegt schon etwas zurück, und betraf mich nicht, aber die Lösung ist schon nicht unelegant. Finde ich.

  5. Wenn die Tochter aus höherer...
    Wenn die Tochter aus höherer Familie selbstbewußt ist, dann ist das Vorstellungsgespräch ihres jungen Mannes für die Mama nicht weniger kritisch als für den jungen Mann. Der will schließlich wissen, ob die Dame seiner Wahl aus gutem Haus kommt und die junge Dame will sich nicht für eine Tigermutter blamieren. Ich könnte einen ganzen Blog damit fühlen, welche Verhaltensanweisungen ich auf dem Gebiet schon bekommen habe….

  6. Don Alphonso, für einen...
    Don Alphonso, für einen Junggesellen verfügen Sie in diesem hochsensiblen Bereich über erstaunlich detaillierte Kenntnisse mit entsprechender Sozialpsychologie. Hier in der Schweiz ist dies „natürlich“ etwas anders. Vielleicht in Bern und Genève? Die beiden blauen Gefässe allein auf der Kommode? Zu museal?

  7. Don, wie schaffen Sie das...
    Don, wie schaffen Sie das immer, so aus dem Leben zu schreiben? Sie lassen keine Wahrheit aus, um uns auf den richtigen Weg zu führen. Recht muß ich Ihnen geben, was die wohldosierte Zurschaustellung derlei Kunstobjekte bewirkt. Ne Weiberfalle allein vor der Tür hat schon lange keine Aussicht auf Erfolg mehr bei den zukünftigen Schwiegermüttern, seitdem immer mehr IT- und Zocker-Turbomillinäre in Abschreibungskarossen durch die Lande drängeln. Nein, so etwas, eine dezente Hingabe zur Kunstfertigkeit – und ich möchte ergänzen, vielleicht von etwas Sakralem flankiert -, macht nachhaltigen Eindruck. Selbstredend schreiten die Herrschaften auf einem handgeknüpftem naturfarbenen Exemplar bekannter Provinienzen zum Altar der Darbietungen. Auch das unachtsame Liegenlassen notarieller Beurkundungen mit Zahlungsanweisungen für die eine oder andere Immobilie im Ausland, wo die Mutter des Zielobjektes gerne weilte, ist in Wirkung nicht zu verachten wie auch Kataloge der nahmhaftesten Auktionshäuser.
    Für den ein oder anderen Besuch des Notarztes mit seiner ihr nichts entgehenden porzellansüchtigen Frau könnten Sie solcherlei Gegenstände im Verleih anbieten. Sozusagen als ehestiftenden Dienst am Mann.

  8. Schauerlich, lieber Don...
    Schauerlich, lieber Don Alphonso. Ist es erforderlich, eine Notwarzt-im-Dienst-„Gattin“ derart zu beeindrucken. Ist es nicht wichtiger, diese Elternbrut auf ihre Eignung als Schwiegereltern zu testen?
    Wo ist ihr Grundbesitz, wieviel werden Sie dem Töchterchen mitgeben, damit ich meine Porzellansammlung erweitern kann, steht Ihr Name auf einer Steuer-CD und wenn, lohnt sich die Nachversteuerung wenigstens? – Das sind elementare Fragen, die Eltern – und insbesondere Mütter aus besseren Kreisen -beantworten müssen, um ihre meist nicht ganz frischen Töchter über 30 an die letzten unverheirateten Herren mit Distinktion und Geschmack zu verhökern.

  9. @ Der Tiger /...
    @ Der Tiger / Rosinante
    Eigentlich interessiert mich Porzellan überhaupt nicht, doch am Anfang hatte ich
    ein Service für 8 Personen – Minton Pozellan, „Adam“. Und Rosinante hat Recht – zu museal. Viele Stück – alle gleich – fand ich extrem langweilig.
    http://chinasearch.co.uk/buy/minton/adam/
    Also vor 15 Jahren kaufte ich ein „Harlequin“ set von Tiffanys in Zürich gekauft – 10 Tafelteller verschiedener Muster (Kostenpunkt damals ca. SF25-30/pro Stuck). Die sind garantiert ein Gesprächsthema wenn Gäste zum Abendessen eingeladen sind. Sonst kaufe ich Kaffeetassen und andere Stück
    (meistens Glas und nicht Porzellan) bei der Migros.
    Re Heiraten – bin der Meinung, man sollte jung heiraten wenn man immer noch voller Hoffnung ist, da wenn man älter wird, denkt man immer an die „Pros und Cons“ – und dann denkt man eine Heirat sei viel zu riskant and too much of a longterm commitment…oder?

  10. Don, da muss ich mich mit...
    Don, da muss ich mich mit meiner Frage Justin Thynne anschließen. Was sind / wären denn Ihre Kriterien für anständige Schwiegereltern?
    .
    Arzberg Blaublüten finde ich immer noch schön. Das ist zwar nicht die Porzellan-S-Klasse, aber wenigstens kann man es jeden Tag benutzen.

  11. Rosinante, das Jagdwild muss...
    Rosinante, das Jagdwild muss über die Methoden der Nachsteller, um zu überleben und weder am Ehehaken zu enden, noch gesellschaftlich geschnitten zu werden. Die blauen Gefässe sind Ingwertöpfe, klassische Staubfänger der teuersten europöischen Tradition.
    .
    Der Tiger, über die Mütter der Liebsten zu schimpfen und zu stöhnen, ist ähnlich sinnvoll wie das Mäkeln an Erdbeben, Blitzeinschlägen und Weltuntergängen. Das ist so, wie es ist.

  12. Nico, bei uns ist ja achon das...
    Nico, bei uns ist ja achon das Wissen um eine Immobilie am Tegernsee sowie der kräftog geäusserte Wunsch, irgendwann in einer Rentnerstadt wie Meran die Schnabeltasse zu heben, Ausweis gediegener Lebenserwartung. Was die S-Klasse jedoch angeht: Die gibt es hier in der Strasse tatsächlich, steht auch mit so einem Schild vor Einfahrten und gehört einem dafür stadtbekannten Vater zweier unverheirateter Töchter und Arzt, der sich so die Parkkosten spart, nicht aber die Abschleppkosten, wenn er mal wieder zu dreist war.
    .
    Justin Thynne, so etwas weiss man in der Regel bald, wenn man mit den Töchtern eine Weile zu tun hat. Wenn es nicht ohnehin allgemeiner Gegenstand des Kleinstadttratsches ist, und irgendwer kennt immer jemanden, der im Zweifelsfall von einem Konflikt mit der Steuerfahndung weiss. Ich denke, da ist die Einschätzung Dritter in jedem Falle besser als die selbstausweisung . ich aber habe eigentlich gar kein Interesse an so etwas, ich möchte eigentlich nur meine Ruhe.

  13. fionn, nun ja, bei mir hatte...
    fionn, nun ja, bei mir hatte die Uhr schon immer ausgetickt, aber tatsächlich muss man ja auch sehen, dass all die Jugendheiraten die beste Saat für Mittlebenskrisen mit Scheidung und Ehekrieg sind. Und natürlich sind 60, 70 Jahre mit einem Menschen eine ziemliche Herausforderung. Ich kann mich da nicht beklagen, in meinem Umfeld haben es die diversen Eltern bewundernswert geschafft – aber die Kinder haben durchwegs versagt.
    .
    muscat, generell sage ich: Was ich habe, muss auch benutzt werden. Bei Imari kenne ich keine Gnade, aber hier würde ich doch Vorsicht walten lassen. Zum Glück habe ich ja überall die Auswahl zwischen mindestens 4, 5 verschiedenen Servicen. Nur in der kleinen Gästewohnung, da sind es nur drei.
    .
    Kriterien aufstellen würde bedeuten, allein schon die Möglichkeit so einer Lebenserschwernis in Betracht zu ziehen. Nichtexistenz wäre dabei schon mal eine Qualität, aber die wäre nicht wirklich nett, nehme ich an. Das Problem unlösbarer Natur scheint mir zu sein, dass eakt jene Ansprüche, die ich gerne sehen würde, eben jene Leute zur Folge haben, die sich überall einmischen. Es gibt niemanden, der die Tochter gebildet erzieht, und dann nicht wissen möchte, wie es um den Kulturbegriff des erwählten Partners bestellt ist. Insofern möchte ich das auch gar nicht als Selbstbeschreibung verstanden wissen; eher als Leitfaden für andere.

  14. Überhaupt nicht vorgestellt...
    Überhaupt nicht vorgestellt zu werden, kann noch unterhaltsamer sein. Als mein Vater seinen 90. Geburtstag feierte, gab es einen großen Emfang in der Villa meines Bruders. Ein Gast, der ein bekanntes Klatschmaul des kleinen dummen Dorfes ist, zog mich zur Seite und fragte, ob die große Dame, die da drüben steht, die neue Freundin meines Bruders sei. Ich hatte keine Ahnung, war dann aber doch neugierig, denn von meinen Neffen hatte ich schon viel von der neuen Auserwählten meines Bruders gehört. Ich ging zu der Dame und stellte mich vor. Die Dame guckte mich an als wäre ich ein Kalb mit zwei Köpfen. Später wurde mir klar, das ich nicht nur nicht vorgestellt worden war, wie es sich ansonsten in unseren Kreisen gehört, sondern dass mein Bruder seiner Herzensdame nicht einmal erzählt hatte, dass er eine Schwester hat, geschweige denn eine Tigerschwester.

  15. Der Tiger, haben Sie dann...
    Der Tiger, haben Sie dann Ihren Bruder wenigstens nachträglich ordentlich in den Senkel gestellt?

  16. @ Don Alphonso 08.50h. ...
    @ Don Alphonso 08.50h. Stimmt, und in der Vergangenheit haben die meisten Menschen auch ihr ganzes Leben beim gleichen Arbeitgeber gearbeitet. Doch heute sind wir alle mobil, fahren und fliegen in die Welt herum, und haben also (was die Partner/Ehepartner betrifft) die Qual der Wahl. Besser so, oder?
    P.S. Gibt’s eine Tiffany-Filiale in München? Früher war Tiffany recht preisgünstig i.V. mit z.B. Louis Vuitton (ich persönlich hasse das braun/gelb Muster).

  17. Uebrigens - Deutschland in...
    Uebrigens – Deutschland in Vancouver!!! Was für eine tolle Leistung! Ich gratuliere herzlichst.

  18. Don Alphonso, lange, lange...
    Don Alphonso, lange, lange habe ich Ihre prunkvollen Teller im Famille-Rose-Stil aus der Qing-Dynastie begeistert betrachtet. Ähnliches habe ich in Porzellan-Sammlungen großer Museen in Europa und USA gesehen.
    Auf Auktionen schmerzt es oft, wie hochwertiges Porzellan für „nen Appel und ein Ei“ weggeht.
    Meine Frage an Sie: Haben Sie die Famille-Rose-Teller geerbt oder gekauft? Empfinden Sie es als unhöflich, wenn ich Sie nach dem Preis frage? Danke und Gruß.

  19. Das war ein Glücksgriff am...
    Das war ein Glücksgriff am Sonntag bei einem mir schon länger bekannten Händler. In Pfaffenhofen gibt es nicht viele Asiatikaexperten, und billig waren sie trotzdem nicht.

  20. ...
    „Beischlafsnomaden“
    Wunderbar!
    Übrigens genau 1 Treffer bei Google. Das werde ich aber gleich ändern ;-)
    Wobei das „s“ glaube ich „über“ ist und Beischlafnomaden gibt tatsächlich noch einen weiteren Treffer.

  21. fionn, ich danke....
    fionn, ich danke.

  22. Lieber Don,

    mit Ihrer...
    Lieber Don,
    mit Ihrer Unterscheidung zwischen „Ehevertrag aus Misstrauen“ und „Ehevertrag zur Kontrolle“ haben Sie mich kulturell abgehaengt – aber ich behaupte ja auch nicht, ganz und gar aus dem Westviertel zu stammen. Ich dachte immer, Kontrolle entspringt ueberhaupt erst aus Misstrauen? Wuerden Sie das wohl noch weiter ausfuehren? Danke!

  23. @muscat – meiner Erfahrung...
    @muscat – meiner Erfahrung nach hat es wenig Sinn, Erwachsene unter den Senkel zu stellen (bei Kindern und Jugendlichen funktioniert es auch nur, wenn man es nur sehr selten macht). Deswegen habe ich den großen Mann in der Villa auf den weiteren diversen Familientreffen so offensichtlich ignoriert, dass es auch Außenstehende beobachtet haben – bis es ihm merklich peinlich wurde. Bei nächster Gelegenheit wird die große Schwester allerdings wieder nett sein. Aber das weiß er noch nicht – außer, wenn er diesen Blog liest.

  24. Lieber Don,
    kann es sein, dass...

    Lieber Don,
    kann es sein, dass Sie bei Ihrem geschilderten Kennlernszenario die Geschlechterrollen vertauscht haben? Die Kenntnis der Design- und Materialgeschichte chinesischer Porzellanteller dürfte doch eher zum Initiationsritus zukünftiger Schwiegertöchter in den Westvierteln bayrischer Kleinstätte gehören, weil die sich in ihrem zukünftigen Dasein als Hausfrau und Mutter die verfeinernde Kenntnis überflüssigen Wissens leisten können. Denn da auch die Westviertel einen – offiziell nie eingestandenen – Kampf ums soziale Dasein führen, würde ein Mann, der derartige Vorlieben hat, pflegt, verfeinert als Schwiegersohn doch nie in Frage kommen, weil er die materielle Basis einer Existenz, die sich in solchen Gegenständen verdinglicht, für eine eigene Familie nicht sicherstellen könnte. Ich wette, der oben geschilderte Mann ist bei der zukünftigen Schwiegermutter durchgefallen!

  25. lieber Don Alphonso, Ihre...
    lieber Don Alphonso, Ihre Ingwertöpfe (danke für die Inhaltsangabe und die europäische Provenienz) finde ich wunderschön. Und die „museale“ Nachfrage meinte, ob die Töpfe alleine auf dem Kommodensockel nicht prachtvoller -weil ohne visuelle Konkurrenz- wären. Eine völlig nebensächliche Bemerkung. Sorry. Und was Ihre Bemerkung zum „Schutz des Wildes“ angeht, so wissen Sie wohl am Besten, wie man sich in Ihren Jagdgründen schützen muss. Auch diese -meine- Bemerkung war eigentlich unnötig. Aber wenn Sie und wir Kommentatoren sich nur zu Notwendigkeiten äussern würden, wäre das Spiel ja langweilig. Ich bitte also um Nachsicht.

  26. Don, zu Ihrer silbernen...
    Don, zu Ihrer silbernen Teekanne im Aladin Wunderlampestil fällt mir das Leiden meiner Mutter ein. Nachdem ich auch den zweiten respektablen Herrn nach intensiver Bekanntschaft ganz offensichtlich nicht zu heiraten gedachte, drückte mir meine Mutter völlig überraschend bei einem Besuch so eine Kanne in die Hand und meinte: ‚Da nimm sie, ich hab sie für Deine Hochzeit gekauft. Aber Du heiratest ja doch nie!‘ Sie konnte halt nicht warten, denn später hatte sie sogar noch zweimal die Gelegenheit, mir Silber zu solch einem Anlaß zu schenken.

  27. Der Tiger, ich kenne Ihren...
    Der Tiger, ich kenne Ihren Bruder nicht, aber ich bewundere Ihre Selbstbeherrschung. Also, wäre es mein Bruder gewesen…

  28. nun ja, wenn sich die familien...
    nun ja, wenn sich die familien ohnehin kennen, fällt eine soclhe vorstellung wie oben geschildert flach, man geht gleich miteinander essen und versucht einander wechselseitig zu ‚adoptieren‘.
    schliesslich hatte man zuvor schon auf gesellschaftlichem parkett (kirchenchor, ausritte, jagd, clubs) die möglihckeit herauszufinden, ob man einander riechen kann oder ob die familie was taugt oder nicht, bevor das ‚kind‘ dann doch zur tat und in die kirche schreitet.
    .
    das ‚kind‘ hat dann noch die wahl der qual: riskiere ich unstimmigkeiten oder dauerfehden oder lieben die sich alle?
    der rest ist ohnehin schicksal. welche mutter lässt ihren sohn schon gerne ziehen?
    .
    wenn der künftige sparringspartner des kindes (und dessen familie) unbekannt sind, evtl. wg. allg. mobilität, dann hift der gang zum privatdetektiv des vertrauens, zum befreundeten anwalt der stadt, aus der die gegenfamilie kommt etc. – wird gemacht, nicht unterschätzen!
    .
    en famille gilt: kontrolle ist gut, misstrauen noch besser.
    .
    wenn alles nichts hilft, wird ein ziemlich grosses chinesisches fischbecken (mit festsitzendem deckel!!) benötigt, um unliebsame verwandschaft in hochprozentigem einzulegen …

  29. Gibt's sowas tatsächlich...
    Gibt’s sowas tatsächlich noch? Anno 2010? Und ich meine nicht das Geschirr.

  30. @ Helene 12.04h

    Das...
    @ Helene 12.04h
    Das Kennlernszenario ist ein interessantes Thema. Ein Engländer (der Besseren Gesellschaft) in einem Disco oder an einem Party oder in einem Pub wurde
    mit typischen englischen Humor fragen „Good evening. (Pause) Do you come here often?“. Wenn er Glück hat bekommt er die übliche humorvolle Antwort „Only in the mating season“ :-) Kennt man diesen sog. „Opening Gambit“ (wie bei Schachspielen) auch in Deutschland?
    Das Porzellan Don Alphonsos ist zwar sehr schön, doch eignet sich nicht für den taglichen Gebrauch. Dasselbe gilt für andere Antiquitäten: Möbel zum Beispiel – ein Sessel, der unbequem ist – es sei denn, man sitzt gerade/senkrecht.

  31. @ Jeeves: ja, wenn nötig...
    @ Jeeves: ja, wenn nötig (s.o.), dann eigentlich schon. man päppelt ja nicht erst mühsam was auf, impft ihm die eigene konservative meinung bis zum erbrechen ein, schickt es nach lausanne und läßt es dann mit einem punk im anzug ziehen.
    .
    gepriesen sei der famille-n’est-pas-rose-teller…

  32. Fionn, Sie haben Recht: Da ja...
    Fionn, Sie haben Recht: Da ja bekanntlich gilt „You never get a second chance to make a first impression“ hängt von so einem „opening gambit“ beim Kennenlernen viel ab und wie schön wäre es, wenn es dafür, wie in Ihrem Beispiel, noch ritualisierte Formeln gäbe (meinetwegen sogar einen Witz), die dann nur in Nuancen variiert werden müssten, um Interesse/Desinteresse, Esprit/Dumpfheit, Stil/Geschmacklosigkeit erkennbar werden zu lassen. Ohne gleich allzu persönlich werden zu müssen, erlaubt dies Intensivierungen des Kontaktes ebenso wie diskrekte Rückzüge. Wüßten Sie, womit man eröffnet?

  33. @Don: Ja, eine gewisse Eleganz...
    @Don: Ja, eine gewisse Eleganz legt das an den Tag. Aber Helenes Zweifel teile ich: Porzellanverstand wird an einem Mann wahrscheinlich nicht für ausreichend angesehen.

  34. Prust: Beischlafnomade!
    Wird...

    Prust: Beischlafnomade!
    Wird in meiner DA-Bestenliste eingereiht vor Fäuleton und PRolet, gleich hinter Elitesse.
    Besten Dank!

  35. Doch, das Porzellan ist ok....
    Doch, das Porzellan ist ok. Nur das Arrangement ist lausig. War wohl eher fürs Foto.
    Der Tiger, was ist denn aus der Dame geworden?

  36. fionn, originelle "opening...
    fionn, originelle „opening gambits“ habe ich auch schon bei Engländern und Amis aus der vermeintlich nicht so guten Gesellschaft erleben und mich daran erfreuen dürfen. Den Deutschen liegt das irgendwie nicht so.

  37. donna laura / 01. März 2010,...
    donna laura / 01. März 2010, 15:26
    Und deshalb habe ich auch nach 5 Ehen noch immer keine Kinder! Gott sei es gedankt!

  38. @muscat – Danke für das...
    @muscat – Danke für das Kompliment. Diese Geduld ist mir allerdings nicht angeboren, sondern ich habe sie von einem alten Italiener abgeguckt.

  39. bei dem Porzellan ging es nur...
    bei dem Porzellan ging es nur um die Libellen aber das muss man erst mal wissen wie das funktioniert ansonsten sehr koestlich und amuesant

  40. besser ein Sprung in der...
    besser ein Sprung in der Suppenschuessel als im Herz (und bevor Sie ueber die
    Tarte geschrieben haben habe ich es schon aus der BILD erfahren) es geht ja
    nur um die Bildung;)

  41. ... sollte es nicht so sein,...
    … sollte es nicht so sein, daß die beschriebene bessere Tochter auch in den
    besseren Kreisen, nur mit einem saftigen Aufgeld über den Tisch geht?
    Ganz im Gegensatz zu den Tellern.

  42. Werter Don,
    wie hört sich die...

    Werter Don,
    wie hört sich die musikalische Begleitung diese Themas an?
    Welche Harmonien geruhen Sie uns zu empfehlen?

  43. @ Grimaldeli
    ich grüsse sie!...

    @ Grimaldeli
    ich grüsse sie!
    naja, wie man es nimmt: ich übertreibe da eher in die andere richtung: elf kinder, ein ehegatte (gut ja: und auch ein hausfreund).
    bei so vielen nachkommen wird man ziemlich gelassen, eins wird schon ‚gelingen‘. da ich einem ein gewissen anarchismus nicht ganz abhold bin, freue ich mich jetzt schon darauf, wie es mir meine kinder später mal zeigen werden …

  44. donna laura, welch...
    donna laura, welch Muttergeschütz Sie doch sind! Sie kartätschen mit Kindern die brave Gesellschaft, in der Hoffnung, dass eines davon ein Treffer werde?
    Und der Rest, wird Pfarrer, Polizist, Künstler, Psychiater gar?

  45. (Ich war heute nicht anwesend,...
    (Ich war heute nicht anwesend, statt dessen in den Bergen rund um Innsbruck)
    .
    fionn, ich glaube, heute ist einfach die Propaganda für diesen Lebensstil besser, indem Alternativen vergegaukelt werden, die es gar nicht gibt. Tiffany gibt es auch in München.
    .
    egghat, es gibt natürlich nettere Umschreibungen, und bessere Eltern würden das auch so nicht formulieren: Aber die Sache an sich ist so und bleibt so, sie lässt die Tochter ohne Chance auf Veränderung ihrer Lebensumstände altern. Ähnlich wie ein Mietnomade, der seine Kosten auch nicht begleicht.

  46. @ Helene 01. März 2010, 13:04...
    @ Helene 01. März 2010, 13:04
    Sie unterstellen, der Don Alphonso wirke wie eine Donna Alphonsa.

  47. Lieber Stephen, so wie ich das...
    Lieber Stephen, so wie ich das sehe, ist Kontrolle einfach ein Gewohnheitsrecht ohne jeden Anlass.
    .
    Liebe Helene, wir leben einerseits nicht mehr in den 50er Jahren, und andererseist ist die Jagd nach Asiatika nicht geschlechtsspezifisch. Möglicherweise wäre das bei Gebrauchsporzellan noch etwas anders, aber auch hier stellt sich dem Junggesellen die Frage, ob er wirklich nur mit einem Service besuch erfreuen kann. Ob das nun als „männlich“ wahrgenommen wird – vielleicht finden das manche ja etwas verspielt oder verweichlicht, aber die wohnen dann vermutlich in Berlin, sitzen falsch zu Tisch und machen Projekte über das Internet.

  48. Liebe Rosinante, beide stammen...
    Liebe Rosinante, beide stammen aus Provinzauktionshäusern, und sie wären zu gross und zu schwer für Konsolen. Tatsächlich stellte man sie auch im Rokoko in der Regel auf die Kommoden, und die kleineren Exemplare kamen dann in die Kabinette vor Spiegel. Es sind aber keine Delfter Nachschöpfungen, sondern chineische Exportware (und was davon zu halten istg, wäre eine ganz andere Geschichte).
    .
    Der Tiger, ich kaufe und zahle meine Kannen selbst, das ist wenigstens ohne Risiko.

  49. donna laura, das Problem ist...
    donna laura, das Problem ist hier die Globalisierung: In diesem Alter schleppt man nicht mehr Schulkameraden an, sondern Leute, die von irgendwoher kommen. Und Deutschland ist enorm gross. Es gibt Orte wie Braunschweig, Chemnitz und dieses Schleswig-Holstein, von denen ich noch nicht mal sicher weiss, ob es sie überhaupt wirklich gibt. Wie soll man da etwas über die Eltern eruieren?
    .
    Jeeves, nicht immer, nicht überall. Aber es ist billiger als eine Scheidung und effektiver als eine Debatte um ein Sorgerecht. Und angesichts der immensen Kosten, die so ein Kind verursacht, verstehe ich sogar, warum Eltern hier mitreden wollen.

  50. Jetzt bin ich nicht nur vom...
    Jetzt bin ich nicht nur vom dem Text beeindruckt, sondern auch, dass ich ihn heute als dritten Artikel auf der Startseite der faz finde.

  51. ... doch, doch...
    … doch, doch Schleswig-Holstein gibt es. Ihre Urgroßtante kann es bezeugen;
    obwohl…das ist auch schon wieder lange her.

  52. @ Helene /muscat

    Uber...
    @ Helene /muscat
    Uber „opening gambits“ resp. über Ruckzüge-gambits zu kommentieren fehlt mir die nötige Erfahrung. Ich bin keine Psychologin – es sind eher die Börsen resp. das Geschehen in der Wirtschaft die mich interessieren – insb. in Deutschland und der Schweiz.
    Don Alphonso um 02.45h.
    Ist die Zeit der Globalisierung schon zu Ende – als Folge des Debakels in den USA (die schlimmste Rezession seit 80 Jahren)? War die Globalisierung einfach ein amerikanischer Versuch der nun schon gescheitert ist?
    Die nächste „-ierung“ könnte „Regionalisierung “ sein, imo.

  53. geschätzter, lieber Don...
    geschätzter, lieber Don Alphonso, ganz recht, wie ich bereits sagte (bitte s.o.). man sollte sich helfen lassen können, es gibt da ganz zuverlässige und effektive privatdetekteien. was gewisse herzblätter vermögen, sollte den sdg erst recht gelingen …
    .
    @ Kriegsgefangener – ich weiss, mein output ist hoch, unser input in den output aber auch, irgendetwas wird schon werden. und wenn wir einst die puts auf den markt werfen … ach lassen wir das, zu kompliziert …
    .
    hauptsache kein pfarrer, die machen nur dummheiten (gespendete esskörbe auf kaviar hin untersuchen, extensive messweinproben, sänften auch bei rot über die strasse schleifen, ausgerechnet zu weihnachten ihr kinderlein kommet singen) …

  54. Lieber Don Alphonso, mehr als...
    Lieber Don Alphonso, mehr als diese gepflegte Ansammlung von Schwiegermutter-Meinungen hätten mich der zugrunde liegende Fall und seine elegante Lösung interessiert. Da wirds doch erst spannend! Und was das Porzellan anbetrifft: Meine Eltern haben auch jede Menge schöne Porzellan-Services in den Schränken rumstehen (natürlich eher KPM als China, da sie nur aus dem Osten kommen), jedenfalls mehr als Enkel, an die sie sie vererben könnten. Da kann es enden mit der Fixierung auf vermeintliche Ewigkeitswerte.

  55. @ Helene/muscat

    Mehr zum...
    @ Helene/muscat
    Mehr zum Thema „opening gambits“ – aus der „Independent“ online heute gibt’s
    dies zum Thema „Finding the right partner“
    quote:
    * Bumping into the object of your desire promotes familiarity – essential in mutual attraction.
    unquote
    („bumping into“ = jdn „zuffällig treffen“ – immer wieder…)
    Stimmt, imo – deshalb so viele Affäre die am Arbeitsplatz – man trifft sich immer wieder. Auch in Sportvereine (Tennis club, wie bei mir als Teenie der Fall war)
    Auch an der Uni (wie bei mir wieder der Fall war) ….man trifft sich einfach regelmässig. Und heute natürlich auch online :-)
    Nun zurück zum Porzellan. Ich mag (fast) alles was Art Deco ist (1920-1940).
    Was Porzellan betrifft, Meissen war dabei, zusammen mit Paul Scheurich in den Jahren 1926-1936. Sowie Max Läuger.
    Und damals in England die berühmten Damen Susie Coooper & Clarice Cliff.

  56. Berner Sennerhund, 2. März,...
    Berner Sennerhund, 2. März, 0.35 Uhr:
    Nein, das unterstelle ich nicht. Es gibt nur seit dem 19. Jahrhundert einen Zusammenhang zwischen Sammelwut und Junggesellentum als sterile Formen bloß kultureller Zeugung. Ich habe z.B. gerade eine alte Ausgabe der Familienzeitschrift „Gartenlaube“von 1881 vor mir, darin ist ein tolles Bild „Der Nachlaß eines Junggesellen“. Abgebildet ist ein Zimmer voller wertvoller, erlesener Dinge, nur stürzt sich mangels Erben eine Schar Fremder auf diesen Nachlass und unter dem Bild steht der hämische Kommentar: „So ergeht es den Hagestolzen nach ihrem Ende. Hätte der Mann Weib und Kinder hinterlassen, so lebten Trauende, die seinen Nachlass ehrten…“ und in einer sehr populären Abhandlung der Zeit von Paolo Mantegazza über die Liebe ist das Kapitel zu Jungesellen und deren weiblichem Korrelat – den „alten Jungfern“ – überschrieben mit „Die Parasiten der Liebe“ und dann folgt eine Polemik gegen die bevölkerungspolitisch so wichtige Verweigerung von biologischen Nachkommen durch die Hagestolze, wobei tatsächlich Homosexualität unterstellt wird. Aber gut, das trifft unseren Don vermutlich nicht, wer auf die Innsbrucker Berge steigt, scheint mir vital (und viril) genug!

  57. nana, Helene, auch wenn ich...
    nana, Helene, auch wenn ich ihnen bestes unterstellte: das war kein untadeliger letzter satz: wer wird denn hier nichtvirilität und homosexualität in einen zusammenhang bringen wollen …!?

  58. fionn, Regionalisierung? Haben...
    fionn, Regionalisierung? Haben Sie das Buch von Jeff Rubin schon gelesen?
    Steht vermutlich nicht viel Neues drin. Globalisierung ist doof und teures Öl auch.
    Allein – welche Wirtschaftsmacht wird den ersten Schritt tun?
    Den Franzosen würde ich es zutrauen, die saufen ihren Wein im Zweifel auch allein weg.

  59. <p>Helene und Donna Laura, es...
    Helene und Donna Laura, es schickt sich hier natürlich, wenn ich als Blogger ohne erkennbaren Unterleib firmiere. Das Weitere ist nicht Gegenstand dieses Blogs, ansonsten vorhanden, aber wie immer bei Sprösslingen in meinen Kreisen sterbenslangweilig. Noch einen Tee?

  60. lieber, werter gastgeber,...
    lieber, werter gastgeber, gegenstand meines kommentars war nicht ihr hochwohlgeborener unterleib (sondern eher die – zurückhaltend formuliert – diskussionsbedürftig klingenden bemerkungen einer kommentatorin sowie die kombination zweier worte ohne subjet).
    merci – einen tee nehme ich sehr gerne!

  61. donna laura 11:30/ 11:49,...
    donna laura 11:30/ 11:49, chapeau Madame!

  62. @D.A.
    Werter Don,...

    @D.A.
    Werter Don, selbstverständlich gibt es Schleswig-Holstein. Sie verwechseln dieses schöne Land wohl mit Bielefeld. Bielefeld gibt es nicht. Es war ein Schleswig-Holsteiner, der die Bielefeld-Verschwörung aufgedeckt hat: http://fsinfo.noone.org/~abe/mirrors/bielefeld.html

  63. donna laura, ich weiss, aber...
    donna laura, ich weiss, aber in diesem Kontext wollte ich generell auf Umstände ohne grosse Umstände hinweisen.
    .
    elbsegler, mir ist das neumodische Zeig da oben alles ohnehin nicht ganz geheuer. Traue nichts unter 200 Meter über dem Meer!

  64. Elbsegler, Bielefeld gibt es...
    Elbsegler, Bielefeld gibt es wirklich nicht. Ich war dort. Es existiert nicht.

  65. Donna Laura, Ihre...
    Donna Laura, Ihre diskurspolizeilichen Sensoren haben zu Recht reagiert, der letzte Satz ist ungeschickt, ich nehme ihn zurück,

  66. helene, das kann dennoch...
    helene, das kann dennoch diskutiert werden. Ich würde vermuten, dass unter all den Spleen, die jüngere Männer heutzutage so haben – Poker, Männerkosmetik jenseits von Aceton und Stahlwolle, Derivatezockerei – dieser Spleen noch als relativ simpel und akzeptabel gelten darf.

  67. "Männerkosmetik"
    Herr...

    „Männerkosmetik“
    Herr Alphons, das wäre auch noch ein ganz famoses Thema für einen Blog-Eintrag.
    Wo fängt denn bei Ihnen Kosmetik an, bzw endet normale Körperpflege?

  68. Manches von dem neumodischen...
    Manches von dem neumodischen Zeug ist aber doch schon ziemlich alt. Köln und Trier feierten schon ihr Tausendjähriges als München noch auf keiner Karte zu finden war.

  69. @filou
    Es ist also doch wahr!...

    @filou
    Es ist also doch wahr!

  70. Don Ferrando, wenn es jemanden...
    Don Ferrando, wenn es jemanden gibt, der für das Thema ungeeigneter wäre als ich, müsste man ihn lange, lange suchen, da ich Aceton und Stahlwolle präferiere. Alle vier Wochen einmal.

  71. Don (12:40) Da kann ich Ihnen...
    Don (12:40) Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Ich finde Ihre Speens ausgesprochen charmant und unterhaltsam.

  72. Liebe fionn, 15.25 - oh doch,...
    Liebe fionn, 15.25 – oh doch, die Sitzmöbel sind, von den Essstühlen abgesehen, äüsserst bequem. Gerade meine Chippendale-Garnitur mit grünem Streifensamt ist allseits wohl gelitten.
    .
    colorcraze, es stimmt, es sollte natürlich nicht alles sein. Aber wer dergleichen sammelt, wird es zumindest nicht nach dem Töchterchen werfen. Alles weitere wird sich dann schon einrenken, kann man hoffen. es geht ja nicht um den Traummann, diese Hoffnung kann die Tochter nach 30 so oder so beerdigen, sondern nur um das kleinste Risiko.

  73. @Elbsegler: So ist es. Ich...
    @Elbsegler: So ist es. Ich wollte mit meinem Faltboot „African Queen“ auf der Biele paddeln. Nicht, garnichts.

  74. Lieber Don,
    .
    "und weil die...

    Lieber Don,
    .
    „und weil die Tochter, siehe oben, offensichtlich zu dumm für eine korrekte Lebenseinschätzung ist, werden die fraglichen Herren untersucht, selbst wenn sie auf dem Papier Nichtraucher, Nichttrinker, Kinderfeinde und seit der Grundschule Konzertvereinsmitglieder sind.“
    .
    warum wünscht man sich im Westviertel jemanden zum Schwiegersohn, der nicht lieb zu (womöglich auch eigenen) Kindern ist?

  75. An alle Bielefeld-Leugner: Sie...
    An alle Bielefeld-Leugner: Sie sind gerade dabei eine deutsche Pudding-Idylle zu zerstören und rauben dem nationalen Backhaushalt die Grundlagen. Sind Sie Mitglieder der Mondamin-Quaida?

  76. Freier Radikaler, von...
    Freier Radikaler, von wünschen kann in diesem Alter keine Rede mehr sein – man muss nehmen, was die Tochter anschleppt und das Schlimmste verhindern.

  77. Und noch eine Beweis,...
    Und noch eine Beweis, Elbsegler: Ein Bekannter lud zur Trauung mit einer Bielefelderin. An besagtem Tag stand er allein vor dem Standesbeamten. Der Hochzeiter sagte trotzdem „Ja“-und es wurde eine sehr sehr glueckliche Ehe.

  78. @filou
    Wahrscheinlich gibt es...

    @filou
    Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr solche Scheinorte. Bielefeld ist nur die Spitze des Eisbergs. Und wenn man dann noch die traditionell hohe Dunkelziffer bedenkt! Ist der Don auch einer von DENEN? Gibt es die dumme kleine Stadt an der Donau und diesen Tegernsee überhaupt?

  79. Liebe Freunde der...
    Liebe Freunde der Verschwörung: Bielefeld gibt es sehr wohl. Wer das Gegenteil lanciert, will nur vom Factum ablenken, dass der alte Weißhaupt, Hokuspokus, Ingolstadt hatte verschwinden lassen. Es ist seither nie wieder aufgetaucht, und wegen der Bielefeldwitzelei hat es kaum wer bemerkt. Weißhaupt übrigens wanderte später aus und wurde amerikanischer Präsident. Kenner beteuern, er habe Ingolstadt damals im Handgepäck mitgenommen und in Milwaukee hinterlegt.

  80. Don, ist es auch schon...
    Don, ist es auch schon vorgekommen, dass der Herr sich die ganze Familie ansah, und dann seiner Liebsten sagte: „Mit dir koennte es mir recht gefallen, aber wenn ich deine Mischpoche sehe, wird mir schlecht. Koennen wir das nicht irgendwie anders regeln…?“

  81. Na das ist doch bekannt,...
    Na das ist doch bekannt, Elbsegler, der Tegernsee ist eine gigantische mundgemalte Postkarte. Nachts wird sie zusammengefaltet und Oesterreich mit seinem ganzen Charme und Geist kommt wieder zur Geltung.

  82. Filou, wenn es wahre Liebe...
    Filou, wenn es wahre Liebe ist, brennt man eben von der Familie durch, oder lässt sich nach Somalia versetzen.

  83. Oder, Don, man geht nach Koeln...
    Oder, Don, man geht nach Koeln in den Underground und macht zusammen mit dem Kardinal eine Schwimmschule auf.

  84. sterne, wenn Sie Ingolstadt...
    sterne, wenn Sie Ingolstadt bei google-maps eingeben, werden Sie zu einem Werkstattparkplatz in einem nicht schönen Vorort von Los Angeles geführt. Er hat etwa die Größe Ingolstadts (anno 1777) und gehört zu einem lokalen Audihändler. Ingolstadt also hat es immerhin einmal gegeben, wenn es auch heute planiert ist.

  85. ich dachte eher an...
    ich dachte eher an dysfunktionale Entwicklungsländer, wo sich der Aufbau noch lohnt. Österreich, Berlin und Köln sind zwar auch verkommen, aber das ist nicht zu ändern.

  86. @Filou + Sterne
    Das es weder...

    @Filou + Sterne
    Das es weder Bielefeld noch Ingolstadt gibt, ist schon dadurch bewiesen, dass es in den USA keine Städte mit diesen Namen gibt. Jede echte Stadt hat dort einen Namensvetter.
    @D.A.
    Somalia? Reicht der lange Arm bairischer Clanchefs noch nicht einmal bis dort?

  87. @D.A.
    Köln und Somalia...

    @D.A.
    Köln und Somalia miteinander vergleichen zu wollen geht nun doch entschieden zu weit. In Somalia gibt es keine Schlamperei beim U-Bahnbau. Da würde der Polier das Baumaterial komplett verhökern.

  88. Don,
    .
    "Freier Radikaler, von...

    Don,
    .
    „Freier Radikaler, von wünschen kann in diesem Alter keine Rede mehr sein – man muss nehmen, was die Tochter anschleppt und das Schlimmste verhindern.“
    .
    es hat sich eben nur so angehört, da das Wort „Kinderfeinde“ in einer Reihe mit anderen Eigenschaften auftauchte, die – so unterstelle ich mal – im Wunschkatalog einer werdenden Schwiegermutter aus dem Westviertel nicht an letzter Stelle stehen.
    .
    Was das Alter anbelangt, so sind doch heutzutage ziemlich viele in ihrem vierten Lebensjahrzehnt noch nicht verheiratet. Oder ist das im Westviertel anders?

  89. Lieber Don,
    ich schätze Ihren...

    Lieber Don,
    ich schätze Ihren Spleen.

  90. @alle: Papperlapapp. Was...
    @alle: Papperlapapp. Was wirklich zählt, auch für Westviertel-Schwiegermuttis, ist das Sternzeichen!

  91. elbsegler, das beweist nichts....
    elbsegler, das beweist nichts. Denken Sie etwa an Detmold/Missouri. Oder an Munich/North Dakota.

  92. Werter Don, was sagt...
    Werter Don, was sagt eigentlich Ihre Frau Mutter dazu, dass Sie sich hier im Internet mit Menschen austauschen, die sehr fragwürdige Ansichten in geographischer, faltboottechnischer („African Queen“ war immerhin der erste Flugzeugträger Namibias) oder audi-spiritueller Hinsicht (Milwaukee!) haben?

  93. muscat, ich glaube Ihnen aufs...
    muscat, ich glaube Ihnen aufs Wort; alles andere wäre dekadent.

  94. @sterne
    Das beweist alles....

    @sterne
    Das beweist alles. München und Detmold gibt es wirklich. Ehrlich!
    @rosinante
    Die Frau Mutter ahnt noch nicht einmal mit welch fragwürdigen Gestalten ihr Sohn hier so „blogt“. Sie will es auch gar nicht wissen, denn ändern kann sie es nicht.

  95. Ha, jetzt weiss ich's. Unser...
    Ha, jetzt weiss ich’s. Unser Gastgeber IST verheiratet. Man merkt es nur nicht. Es ist eine Bielefelderin!
    .
    Con mirti et flori
    volati amori…

  96. Schön, wie hier immer unter...
    Schön, wie hier immer unter dem Vorwand irgendeines Themas der eigene Lebensstil samt Inventar präsentiert wird.

  97. elbsegler, bezüglich Detmold...
    elbsegler, bezüglich Detmold widerspreche ich Ihnen nicht.

  98. muscat, ich schliesse mich...
    muscat, ich schliesse mich minna an, Ihr Verweis auf das Sternzeichen ist wegweisend. Auch Frau Diener tendiert in Ihre Richtung. Sie behandelt im anderen Blog gerade die Vorbildhaftigkeit des Horoskops.

  99. elbsegler, was spricht gegen...
    elbsegler, was spricht gegen fragwürdige Gestalten? Einige meiner besten Freunde sind fragwürdige Gestalten.

  100. Zugegeben, es mag...
    Zugegeben, es mag interessierten Kreisen gelungen sein, Bielefeld und Detmold ins Nirvana verschwinden zu lassen. Aber bei der Bundeshauptstadt wird ihnen das nicht gelingen, nie und nimmer …
    .
    Hallo Berlin, sind noch alle da?
    .
    Hallo?

  101. Echte Liebe..,...
    Echte Liebe.., durchbrennen…, wer kennt sich darin schon aus (oder welcher Mann weiss schon über seine Gefühle bescheid). Ich bin dreissig und muss immer noch aus Woody Allen’s Filmen lernen.

  102. Werter Don...
    Werter Don Alphonso,
    Affinität von Silber zu Liechtenstein ist fein im ersten Bild. Außerdem rennen Sie offensichtlich nicht nur in Tirol – oder rodeln Sie dort auf der Olympiabahn? – sondern auch im Alsergrund zu den schönen Dingen.
    Cetereum censeo: Notarzt und S-Benz gibt es auch nicht – oder doch, so wie die
    U3 in Mogadischu?

  103. minna / Rosinante,...
    minna / Rosinante, Westviertel-Schwiegermuttis verlassen sich nun mal gern auf Gunter Sachs (weil er immerhin in der Gala steht) und das Statistische Bundesamt (weil sie skeptische Empirikerinnen sind):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Sachs#Sachs_als_Astrologieforscher
    .
    Alt, aber nach wie vor unterhaltsam.

  104. fridericus, nur noch Notdienst...
    fridericus, nur noch Notdienst über die bekannte Nr. Sind alle mit der Bagdad-Bahn nach Kabul unterwegs. Wie das so mit Nichtregierungsorganisationen eben ist.

  105. muscat toll! D-a-n-k-e für...
    muscat toll! D-a-n-k-e für den link.

  106. Schluchten-Ossi, man muss es...
    Schluchten-Ossi, man muss es halt notfalls auch in Österreich holen, wenn es bayern nicht hergibt – Supersportrodel sind so eine Sache. Die S-Klasse gibt es genau so in genau meiner Strasse.
    .
    ineffable, heute brennt man nicht mehr durch, man stellt sich in der Firma neuen Aufgaben an internationalen Standorten.

  107. <p>fridericus, dafür ist das...
    fridericus, dafür ist das hier das falsche Blog – versuchen Sie es lieber bei irgendeinem 2zweinulligen Faseldingens, da finden Sie Ihre Berliner. (Aber dann bitte nicht hier abliefern, ich will sowas hier nicht haben)
    .
    Nerciat, andere sind einfach asozial und klauen dafür Bilder aus der Wikipedia ohne Quellenangabe, aber mit Hotlink, oder sind einfach zu faul für Bildmaterial. So gesehen kann man mir wenigstens nachsagen, dass ich mir Mühe gebe.

  108. Rosinante. meine Mutter hat...
    Rosinante. meine Mutter hat kein Internet und was sie davon so hört, ist ziemlich verfälscht, also interessiert es sie auch nicht.
    .
    Helene, es freut mich, das zu hören.

  109. Freier Radikaler, natürlich...
    Freier Radikaler, natürlich wird auch noch geheiratet, wenn die biologische Uhr schon einen Riss in der Feder hat. Aber mit dem Kinderkriegen sollte man sich vor 40 ranhalten, sonst wird der Abstand etwas üppig. So zumindest die übliche Meinung, die ich so höre, wenn jemand mit mir über dieses Thema spricht.
    .
    elbsegler, jeder Krisenherd ist auf seine Art einzigartig.

  110. minna, aber gern. Kost ja nix....
    minna, aber gern. Kost ja nix.

  111. Ich kann zwar aufgrund meines...
    Ich kann zwar aufgrund meines Hintergrunds nicht viel konstruktives zum Thema beitragen (außer eine Tasse frisch gebrühten Earl Grey vielleicht, wenn auch aus der Glas- und nicht aus der Silberkanne) , möchte mich aber bei Autor und allen Kommentatoren für die überaus schlagfertigen und witzigen Beiträge bedanken – der Somalia/Köln-Vergleich war hier bei uns im Büro der Lacher des gestrigen Tages :-)

  112. minna, unter der bekannten Nr....
    minna, unter der bekannten Nr. ist nur ein Anrufbeantworter zu erreichen („… wir rufen Sie nach unserer Rückkehr an“).
    .
    Sind wir jahrelang einer Täuschung aufgesessen und erleben jetzt Bielefeld II? Nichts als märkischer Sand zwischen Beelitz und Frankfurt/O.?

  113. @fridericus
    Nein, Berlin muss...

    @fridericus
    Nein, Berlin muss es tatsächlich geben. Unser Gastgeber hat dort nach eigenen Angaben gelebt und gelitten.
    @Don Au
    Ich habe nichts gegen fragwürdige gestalten. Da ich hier mitmache, muss ich mich wohl auch zu ihnen rechnen.
    @alle
    Schwiegermütter haben vor allem vor einem Angst – dem Erbschleicher. Der die Prinzessin nur deshalb nimmt, um an ihr Geld zu kommen. Horoskope, Sternzeichen, Porzellansammlungen sind nur bewährte Indizien den Erbschleicher rechtzeitig zu erkennen. Es ist natürlich zusätzlich beruhigend, zu wissen, dass der Kandidat bzw. seine Familie auch „jet an die Föss hätt“, wie man im Rheinland sagt.

  114. fridericus, das sollten sie...
    fridericus, das sollten sie lieber nicht tun; der Widerstand aus Baiern wird heftig.

  115. Filou, was spricht gegen...
    Filou, was spricht gegen Ehefrauen aus Bielefeld?
    .
    Ich erinnere mich gut an meine telefonische Ferntrauung, deren technische Durchführung seinerzeit dem Hauptpostamt Bielefeld-West oblag. Ihr Ja-Wort war etwas verrauscht, nach meinem Eindruck aber eindeutig.
    .
    Seitdem führen wir eine glückliche Ehe; 35 Jahre sind ja nun kein Pappenstiel. Und in der ganzen Zeit kein einziges böses Wort (nun ja, der Wahrheit die Ehre: Es gab nie ein Wort …).
    .
    Erkundigungen über das Familienporzellan konnte ich vorab aus naheliegenden Gründen nicht einholen; damit zurück zum Thema.

  116. elbsegler, in diesem Fall...
    elbsegler, in diesem Fall wären das dann wohl Phantomschmerzen.

  117. fredericus, da es Bielefeld...
    fredericus, da es Bielefeld nicht gibt, spricht alles fuer bielefeldinische Ehefrauen:
    ruhige, dauerhafte und glueckliche Ehen.

  118. Die Frage, ob Berlin...
    Die Frage, ob Berlin existiert, darf als geklärt angesehen werden. Die wichtige Frage lautet: Wie ändert man das?

  119. " Wie ändert man das?" Ich...
    “ Wie ändert man das?“ Ich bitte Sie! Das Hauptpostamt Bielefeld-West hat
    doch bereits den Betrieb aufgenommen.

  120. @ DA: Indem man versucht, den...
    @ DA: Indem man versucht, den status quo ante herzustellen (ante 1806)?
    .
    HansMeier555, bitte legen Sie für ein paar Minuten die Lustigen Taschenbücher beiseite und unterstützen Sie uns.
    .
    Schluss mit der albernen Plauderei, die Frühlingssonne ruft. Versprochen.

  121. Die Koenigsberg-Loesung. Wir...
    Die Koenigsberg-Loesung. Wir geben Berlin den Russen zurueck. Sie hatten es sich 1945 redlich erworben. Berlin wird russische Exklave.

  122. Ich war gestern in einer...
    Ich war gestern in einer Aufführung passend zum Thema. Natürlich nicht in Berlin, da zeigt man keinen Oscar Wilde:
    „Oh, I love London Society! I think it has immensely improved. It is entirely composed now of beautiful idiots and brilliant lunatics. Just what Society should be.“
    .
    Don, nicht mehr dort hinfahren, nicht mehr kommentieren.

  123. Nach dem Oblast Kaliningrad...
    Nach dem Oblast Kaliningrad jetzt Oblast Berlin?
    .
    Hört sich gut an, dann könnte man auch gleich Scheußlichkeiten wie Klein-Machnow loswerden …

  124. Don, die Frage, wie man Berlin...
    Don, die Frage, wie man Berlin abschafft, ist leicht geklärt. Man ignoriert es, bis es der Stadt peinlich wird (wie mit meinem Bruder, siehe 1.März 10:05, 12:07, 17:52)

  125. Kurz: Bei Al Bundys "echter...
    Kurz: Bei Al Bundys „echter Ferguson“ handelt es sich um eine erbärmliche Nachlässigkeit der ansonsten ambitionierten Übersetzung, wie jeder nicht unbedingt vornehme Pinkel leicht bemerken können würde …
    Just am Ersten übergab ich meiner Mutter eine beim Mülltrennen entdeckte, Rarität aus dem Hause Rosenthal zur Verwahrung in der von ihr gehüteten passenden Vitrine: Bestes Porzellan deutscher Manufaktur, ohne profanen Goldrand, sondern mit Konstantan umwickelt, nicht in Kitschebunt, sondern in edlem Schwarzweiß gehalten. Kein Mahnmal der Ungeschicktheit bei der Wahl der Küchenhilfe (Porzellan wird übrigens nicht geklebt, sondern gekittet), sondern ein Mahnmal der Zeit, als man Geld nicht nur fröhlich weiterdruckte bis zum Untergang, sondern noch verdiente.

  126. Na, das wird nichts werden mit...
    Na, das wird nichts werden mit dem Verschwindenlassenwollen von Berlin – das ist so eckig und ätzend, das durchschlägt alle Wisch-und-weg-Zaubertücher. Wenn mans mit der bloßen Hand anfaßt, beißts, und wenn mans einfangen will, ist es -husch- weg und springt einem mitten auf die Nase.
    Etwas extra zu erwähnen, das man ignorieren will, hat allerdings seine eigene Komik.
    Und der Oblast Kaliningrad, je, kommt Zeit, kommt Angebot. In 100 Jahren gehörts zu Polen oder Litauen als Bestandteil der EU, seien Sie gewiß. Das läuft irgendwann so ähnlich ab wie mit Island – das wird einfach gekauft. Weils so sackblöd den Weg nach Riga versperrt. (Wers nicht glaubt, den möchte ich darauf verweisen, daß der Jestetter Zipfel, das alte Schmugglerloch, ja schließlich auch in die BRD eingemeindet worden ist.)
    Außerdem sind Ingeborg (waschechte Berlinerin), Roza (waschechte Polin) und ich (deutsche Nachkriegsmischung) uns einig, daß das so gehört: dann wirds auch so sein.

  127. ....Seien Sie gegrüßt, Don!...
    ….Seien Sie gegrüßt, Don! Wenn ich mir überlege, wie ich meine – immerhin – DREI Ehen eingefädelt habe, wie oftmals katengeschmeidig geschickt und teilweise ausschließlich aufgrund der unplanbaren, hilfespendenen Gunst des Microwellenklingelns, ich es schaffte, mich aus der Boa-Umklammerung der abzuarbeitenden Checkliste herauszuwinden….! Ja, doch! Also, die Nummer mit dem Porzellan fehlte mir seinerzeit. Schade eigentlich. Obwohl, good morning @NICO, da kann ich nur zustimmend beipflichten und: Genau! Was ich seinerzeit alles im Gepäck hatte! Gefakte Schreiben von Rechtsanwälten, die mir dieses oder jene vermeintliche Klageansinnen als Erfolg prognostizierten, die mich – ebenfalls alles gefaked – berieten bezüglich der exklusiven Immobilien meines Vaters in Frankfurt am Main und mich zu Beratungsgesprächen einluden. Hat gewirkt. Leider habe ich die dritte plastische OP nicht mehr abstauben können und muss sehen, wie ich DAS noch hinbekomme. Vielleicht greife ich zukünftig mal auf den Porzellan-Trick zurück.

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