Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Totentanz und Technikfeindlichkeit

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Man sagt den Eliten gerade in Deutschland gerne nach, dass sie rückschrittlich und technikfeindlich sind. Wenngleich der Autor dieses Textes durchaus in der Lage ist, ein neumodisches Blog kommerziell erfolgreich zu gestalten, möchte er sich hier frank und frei als schuldig bekennen und dabei auch gleich seine Verachtung für all die Leute ausdrücken, die sich gerade mit dem iPad oder anderen Gegenständen der Weltreligion Konsumismus einen kleinen, zukünftigen Tod ihrer Lebenszeit kaufen, statt wie die Elite erst zu leben, und dann zu sterben.

Experience the Power within
Werbespruch einer koreanischen Firma für mein sterbendes Mobiltelefon

Mein Grossvater war ein feiner Mann. Mit seinem herrischen und selbstbewussten Auftreten war er noch eine Figur des 19. Jahrhunderts, dem aber auch der Schalck des 20. Jahrhunderts im Nacken sass. Der feine Herr ging öfters jagen, als es sich mit seinem Beruf vertragen hätte, und schrieb dafür als Schalck seinen kerngesunden Kindern Absenzen für die Schule aus. Wenn es Herbst wurde, und der Beruf ihn doch länger an das Haus fesselte, traf er sich oft mit seinen Jagdkumpanen zu Hause. Dort befanden – und befinden – sich vor den Fenstern bis in den zweiten Stock hinauf riesige Weinstöcke, die die Fassade umarmen und vor dem Fenster Trauben wachsen lassen. Klein sind die Früchte, süss und manchmal von Wespen angefressen; die Guten wurden zu Wein gekeltert, der einen schon betrunken machte, wenn man nur die Küche betrat, an deren Fenster die Glasflaschen standen. Die Schlechten – nun, mein Grossvater, der Toni, der Hans und seine Freunde waren Jäger. Sie hatten sich Blasrohre gebastelt, steckten die kleinen Trauben hinein, luhrten aus dem Fenster, und wenn jemand vorbei kam, schoben sie die Rohre sachte hinaus und taten Dinge, die sich nicht wirklich mit dem Ansehen der Familie vertrugen.

Amtsperson und Briefträger, Pelzfrau und Dienstmagd wurden Opfer ihres Schabernacks, und was für ein Vergnügen das gewesen sein muss, ahne ich noch, denn als kleines Kind durfte ich im Herbst auch auf einen Schemel auf dem Balkon meiner Grossmutter klettern und versuchen, Trauben auf die Hüte der Vorbeigehenden fallen zu lassen. Es war eine Mordsgaudi, aber die Zusammenrottung älterer Herren mit Blasrohren an den Fenstern des Piano Nobile muss noch eindrucksvoller gewesen sein. Das Vergnügen hatte nur ein schlagartiges Ende mit dem Dienstschluss der Seelfrau: Die wusch damals noch in der Stadt die angefallenen Leichen, und ging nach der Arbeit die Gasse der damals noch sehr kleinen, sehr dummen Stadt an der Donau hinunter. Mein Opa, der Toni, der Hans und all die anderen gingen sofort weg von den Fenstern, verzogen sich hinter die Vorhänge, denn das Erblicken der Seelfrau galt als böses Omen, und erinnerte sie alle an den Tod.

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Mit dem Tod sind wir fertig geworden, mehr oder weniger. Der reale Tod wurde an Krankenhäuser, Sterbestationen und Altersheime „outgesourced“, und im TV gibt es den Ersatztod jeden Tag hundertfach zu betrachten. Der Umgang des modernen Menschen mit dem Tod ist distanziert und nah zugleich; man sieht nur soch selten jemanden sterben, „man hat dem Tod ins Aug gesehen“, wie Villon es sagte, ist es nicht mehr, wenn es nicht zur zunehmend aufgeweichten Tradition der Familien gehört, aber jeden Tag werden eine groteske Anzahl von Menschen in jeder nur denkbar brutalen Art und Weise umgebracht, zwischen Bier und Salzgebäck. Es gibt kein Missvergnügen mit diesem Tod mehr, er ist Amüsement, Zeitvertreib, banal. Aber der Tod wäre keine finale Macht, wenn er nicht andere Mittel und Wege fände, sich aufzudrängen, und so schleicht er sich durch das Unterholz der letzten, verbliebenen Ideologie des 21. Jahrhunderts, den Konsumismus.

In Korea etwa hängen an öffentlichen Gebäuden Plakate, mit dem das seinen Wurzeln beraubte Volk aufgerufen wird, seine alten Mobilfunkgeräte zu entsorgen und für den Staat, die Firmen und den Konsum durch neue Modelle zu ersetzen. Und von einer jener Firmen ist auch jenes Gerät, dem ich mich nicht verschliessen konnte. Vor 6 Jahren galt es als Prestigeobjekt und kostete die Kleinigkeit von 500 Euro, oder tausend Mark, tausend Mark! wie man damals entsetzt sagte, aber die Existenz als Liebling so vieler Jungmanager hinderte es nicht daran, „the power within“ auch zu zeigen, Zuerst quoll der Akku in der hinteren Kappe auf, der Druck vergrösserte den Schlitz zum Gehäuse, bald war der Deckel nur noch gewaltsam zu schliessen, und seit ein paar Wochen nun ziert ein Riss die Rückseite, die über kurz oder lang das Gerät zerbrechen wird. Es stirbt.

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Andere würden jetzt vielleicht froh sein, endlich ein iPhone kaufen zu können, wie all ihre Freunde, aber ich muss hier eher an Calderon denken: „Du, der Menschen Schönheit, Blume, allzu früh erwacht, welke! Denn in Deinen Morgen dämmert schon hinein die Nacht.“ Der grosse Tod des Gerätes wird auch mein kleiner Tod, denn mit „Leben“ hat das Bestellen von Ersatz und jene Arbeit, die man dafür investieren muss, anstatt das Dasein zu geniessen, nichts zu tun. Sollte das Gerät ganz marode sein, erlauben sich die Dinge, einem auch noch Stunden für den Datentransfer und die Einarbeitung in neue Technik abzuverlangen. Das ist noch nicht der Tod, aber man muss schon erheblich werbeverblödet sein, um das als „Leben“ zu begreifen.

Natürlich lassen sich – jenseits des Flaschensammelns – auch heute noch mit dem Tod der Dinge gute Geschäfte machen, wie auch schon früher mit dem Tod der Menschen.  Man lächelt heute vielleicht über all die Stunden, die früher der Totenvorsorge gewidmet waren, den Beichten, dem Ablass, den frommen Stiftungen und den langen Kirchenbesuchen. Der Konsumismus dagegen zwingt seine Gläubigen zu nicht weniger Demütigung vor dem Objekt und seinem Tod, der oft nicht weniger entsetzt zur Kenntnis genommen wird, als man früher die Martern des Herrn und Erlösers Jesus Christus vernahm. Man geht erst gar nicht mehr davon aus, dass einen ein Besitz ein Leben lang begleitet. Statt dessen gibt es eine Art Ursünde, die man Tag für Tag mit Arbeit, Aufladen, Reparieren, Ersetzen und Erneuern der Konsumgegenstände verbringt. Man lächelt über den Aberglauben unserer Vorfahren, und inszeniert medial Gottesdienste für den Erlöser iPad. Man wird ihn bezahlen, weil er das Leben angeblich bereichert, man wird ihn herzeigen, daran leiden, ihn teuer reparieren lassen und dann wegwerfen und ersetzen, aber man blickt trotzdem herab auf die Idioten von früher, die sich von einer Reliquie, einem Knochen, einem teuren Leichenteil und dessen Verehrung eine Verbesserung ihres miesen Daseins versprachen.

Der Tod, das hat der Konsumismus begriffen, muss eingebaut sein. In meiner Jugend gab es eine hochrespektable Firma, die herausragende Rennsättel baute. Einen davon besitze ich seit meinem 17 Lebensjahr, und das Vierteljahrhundert Lebenszeit hat ihm und seiner dicken Lederdecke kaum geschadet. Die gleiche Firma jedoch baut heute Sättel, die an der Stelle mit der höchsten Beanspruchung mit einem Einnäher aus dünnem Stoff bezogen ist, der bequemer sein soll. Das sieht dann nach 1000 Kilometer Benutzung und etwas Nachlässigkeit so aus, wie Baudelaire es beschrieb:

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„An eines Weges Bug, im Kieselbett verborgen, lag einen Aases dreiste Schmach…“ Das ist, im Gegensatz zu Leder, irreparabel. Und zusammen mit einem anderen, ähnlich gelagerten und kaum reparierbaren Problem auch der Grund, warum jemand ein vor sechs Jahren für über 2000 Euro erworbenes Rad praktisch an mich weggeworfen hat, mit all dem Ärger, den man empfindet, wenn man eigentlich, genau betrachtet, einen Monat nach Abzug aller Abgaben und Steuern gearbeitet hat, um sich das leisten zu können. Ein kleines Opfer für den globalen Konsumismus, aber ein grösserer, kleiner Tod für das kurze Leben des Menschen. Was hätte man in der Zeit nicht alles leben, küssen, lieben… Der Konsumismus macht es seinen Anhängern möglich, schon im Leben eine Todeserfahrung zu haben, wie eine Vision eines Gläubigen beim Verlesen der Leidensgeschichte. Allerdings ist die Erlösung in der Kirche und der Glauben an die Auferstehung erheblich billiger als das, was der Konsumismus für ein Neuprodukt verlangt.

Man redet ja viel über die Technikfeindlichkeit der Eliten und ihre stiernackige Resignation, wenn sie von neuen Wellen des Fortschritts überspült werden, von ihrer Verachtung für neue Technik und all die Verlockungen neuer Möglichkeiten. Vielleicht ist es aber auch nur so, dass dieser Ablehnung die schale Ahnung vom Wesen des Fortschritts zugrunde liegt, der nicht einfach nur kommt, sondern kommen muss, weil das Alte zwangsläufig und beabsichtigt sterben muss. Je mehr modernes Zeug man in das Leben holt, desto schneller muss man es ersetzen, desto unbeständiger, gebrochener und töter wird das Dasein. „Da kann man mit allen Freunden in Kontakt bleiben“, sagte mir vor ein paar Jahren ein Bekannter, als das Netzwerk Friendster Furore machte. Seitdem musste er stets unter Verlust von Bekannten auf myspace, lokalisten, second life, studivz, werkenntwen, facebook und inzwischen auch twitter umsatteln, stets unter Hinterlassung toter Accounts und Identitäten, die ihm früher etwas bedeuteten, und heute wertlos sind; kleine Tode, jedes Jahr einer, und so richtig besser wurde sein reales Leben auch nicht – nur älter sind wir beide geworden.

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Der Gegenentwurf, die oft schon fast ans Manische grenzende Bewahrung des Alten und das Leben mit der sehr langsamen, einen aber überlebenden Vergänglichkeit, mag kaum weniger unvernünftig sein, auch das ist eine Flucht vor dem Tod, nur nicht nach vorne in die Zukunft, sondern zurück in die Tradition und die Vergangenheit. Allerdings ist sie erheblich billiger und nicht so stressig, man rennt nicht nach, man bleibt einfach stehen. Die Natur des Todes in uns bringt es mit sich, dass wir alle einst stehen bleiben werden, es schadet also nicht, früh damit anzufangen und lieber darauf zu warten, als sich mit hoher Geschwindigkeit dorthin zu begeben, und am Wegesrand immer neue Identitäten, Erscheinungsformen, Moden und Übertreibungen auszuprobieren. Mit beiden Wegen kann man zufrieden sein, vielleicht rennt man sogar schneller als jede Erkenntnis und alle Angst dieser Welt und alle Sorgen. So schnell, dass man kaum die Falten in den Gesichtern der anderen Berufsjugendlichen sieht, die mit über 40 immer noch den billigsten Döner suchen, um gleich weiterzuhetzen, zum nächsten tollen Gerät, zur nächsten Aufspielung neuer Programme und zum Projekt, mit dem man das alles finanziert.

Sicher, all die technikresistenten Menschen ohne virtuelles Netzwerk in den Westvierteln versäumen etwas. Eine Religion, in der es keinen Tod mehr gibt, sondern nur noch Auferstehung, keine Sünden, sondern nur noch Erlösung, kein Gut und Böse, sondern nur noch den Weg zum Besseren, keine Feimde, sondern nur noch Freunde, keine unangenehme Realität, sondern nur noch das, was einem gefällt. Und sie sterben auch, sie sehen den Totentanz der Dinge, sie ärgern sich und sind froh, wenn der Kleiderschrank von der Grossmutter noch hält, oder von einem Kind mitgenommen wird. Am Ende sind sie tot, wie auch der Toni und der Hans und die Seelfrau und ich. Aber falls jemals so ein Technikgläubiger an meinem Haus mit dem Weinstock vorbeigeht, möchte ich eine faule Traube haben, und ein Blasrohr, und ihn an den Tod erinnern. Heimtückisch und von hinten, wie der Tod nun mal ist.

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155 Lesermeinungen

  1. Die Techniker von faz.net,...
    Die Techniker von faz.net, Technik-Freunde, haben diesen Beitrag noch nicht
    auf der Home Seite eingestellt.Ich habe das reklamiert !

  2. Ach, das kommt schon noch. Wir...
    Ach, das kommt schon noch. Wir haben ja Zeit.

  3. Paulus (an die Korinther)...
    Paulus (an die Korinther) wußte es schon vor Calderon:
    Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Fortan sollen auch die […] kaufen, als behielten sie es nicht; und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.
    .
    Beständig hält sich allein die Kürbistarte von Ostern (auf den Hüften).
    Danke für den schönen Text.

  4. Man könnte auch sagen:...
    Man könnte auch sagen:
    .
    Prediger: Erfolglos und ungehört seit 2000 Jahren.
    .
    Bitteschön.

  5. Ganz genau! Leider vergessen...
    Ganz genau! Leider vergessen die Menschen , dass es in der Natur des Genusses liegt Zeit in Anspruch zu nehmen.
    Wiedermal 10 genuessliche Minuten.Danke!

  6. Danke, danke, danke!...
    Danke, danke, danke! Verehrtester Don Alphonso.
    .
    Sie unterstützen mich in meinem Kampf mit den komplizierten Apparaturen, für deren Bedienungsanleitung ich sonst Abende opfern müsste. Dann lieber etwas Einfaches – mit dem man dann halt „nur“ telefonieren kann ;-)
    .
    Da gab es doch die Geschichte von der Entwicklung des Kugelschreibers, der auch in der Schwerelosigkeit funktionieren sollte. Die NASA machte daraus ein sündenteures und jahrelanges Projekt – und am Ende hatte man tatsächlich was Funktionierendes. Die Russen – nahmen einen Bleistift !
    (se non è vero….)

  7. Werter Don,
    dieser Artikel hat...

    Werter Don,
    dieser Artikel hat mich sehr nachdenklich gestimmt, ich zitiere: „Was hätte man in der Zeit nicht alles leben, küssen, lieben… “ Das ist mal ein guter Vorsatz für den weiteren Lebensweg.
    Gegen einen leidenschaftlichen Kuß kann man doch jede „App“ in die Tonne drücken, oder? iMist ist somit auch nur RTLII für Besserverdiener.
    Schöne Grüße aus dem Norden,
    Moritz

  8. Werter Don, Sie haben 1000...
    Werter Don, Sie haben 1000 Mark für ein asiatisches Funkgerät gegeben? Oder haben Sie etwa einen teuren Vertrag abgeschlossen, es dabei als ‚Geschenk‘ erhalten? Beides würde mich überraschen, da dies so gar nicht mit Ihren früheren Äußerungen einhergeht. Vielleicht gibt es ja doch noch einen dritten Weg…

  9. Nun, welches Gerät wird es...
    Nun, welches Gerät wird es denn nun, wenn ich fragen darf? Nachdem ich eigentlich immer auf Handy-Erbstücke von Technik-begeisterten Bekannten gesetzt habe, sah ich mich vor kurzem mit demselben Problem konfrontiert: Handy hin, Neumodisches kaufen? Hab das dann auch getan, es fühlt sich noch merkwürdig an(„smart“ trifft es jedenfalls nicht). Aber herrje, warum auch nicht.
    .
    Ansonsten wieder ein sehr schönes „Unbehagen“-Stück von Ihnen.

  10. Youngster & Kopfgeburt, gern...
    Youngster & Kopfgeburt, gern geschehen. Mit Bedieungsanleitungen verfahre ich typischerweise so, dass ich sie wegwerfe. Was ich nicht verstehe, brauche ich nicht.

  11. Moritz, nun, man kann...
    Moritz, nun, man kann natürlich leidenschaftliche mails schreiben, wenn der andere fern von einem ist, aber das ist etwas andees als Internetfreundschaften.
    .
    Carolus Magnus, ich hatte davor 5 Jahre lang ein Siemensgerät, das am Ende dauernd ausgefallen ist – auch das übrigens nicht selbst gekauft. Irgenwann ging jemandem meine Nichterreichbarkeit zu weit, und dann bekam ich dieses Ding geschenkt.

  12. So ein memento mori jedesmal...
    So ein memento mori jedesmal wenn ein neuer Hype auftaucht, das hätte schon was. Gibt es bestimmt bald als i-phone App.

  13. lukeman, gern geschehen. Man...
    lukeman, gern geschehen. Man kann wohl für 4 Euro einen Ersatzakku kaufen, das werde ich tun – ich benutze das Ding ohnehin fast nie.

  14. Diesen Text, lieber Don, habe...
    Diesen Text, lieber Don, habe ich denn mal kurz zum Anlaß genommen, bei Google zu recherchieren, und was muß ich lesen, Rennsättel, also richtige Rennsättel, werden heute auch aus Kunst=Stoff gemacht, d. h. aus Plastik! Sind die zugehörigen Pferde auch schon gen-manipuliert? Ich warte mal ab, was MvB-B dazu sagt, beim Polo kann ich mir solche Verirrungen nicht vorstellen.
    Grüße aus dem sonnigen Norden K

  15. Deshalb, lieber Kalchas,...
    Deshalb, lieber Kalchas, suchte man ja auch Hersteller, die das noch anders machen. Ich habe da beispielsweise ein Exemplar gefunden, das noch aus echtem Leder ist.
    .
    Not quite like Beethoven, demnächst kann man sicher nicht nur sein, sondern auch ander Leute als App simulieren. Ein Tag leben wie Don Alphonso am Tegernsee, für 300 Euro.

  16. Würde mich schon...
    Würde mich schon interessieren, wie das Bundesarchiv oder das Marbacher Literaturarchiv all die hinterlassenen Mailboxen, Festplatten und PowerSticks archivert.
    Und ob dort auch all die längst vergessenen Textverarbeitungsformate vorgehalten werden.
    Oder was passiert mit diesem Blog hier im 23. Jahrhundert? Wird alles verdampft sein wie der Duft der Frühlingsrosen im Winter, verklungen wie die Lieder des Arion?
    Die Bewohner von Alpha Centauri können mit ihren Fernrohren eines Tages Caesar und Kleopatra beim Spaziergang unter den Pyramiden beobachten, aufzeichnen und uns eine Sicherungskopie funken.

  17. Don, na DAS wäre doch was ;-)...
    Don, na DAS wäre doch was ;-) Eine App für Gipfelbilder, damit man jeden Tag schön neidisch ist

  18. Werter Don, ein treffender...
    Werter Don, ein treffender Artikel! ich hab vor gut einem Jahr meinen Röhrenfernseher reparieren lassen, einfach weil es günstiger war als ein neuer Flat-Screen. Befinde mich sozusagen noch in der medialen Steinzeit! :)
    Gruß
    FS

  19. Ha, jetzt hab ich doch laut...
    Ha, jetzt hab ich doch laut aufgelacht! Die Vorstellung den Don als APP runterzuladen ist einfach zu bizarr! Obwohl, vielleicht doch eine Marktlücke?
    Werter don, sie haben doch wohl keine Geldsorgen, wenn Sie über so etwas nachdenken?!

  20. "Ein Tag leben wie Don...
    „Ein Tag leben wie Don Alphonso am Tegernsee, für 300 Euro.“
    Angeber! ;-))) aber ausnehmend liebenswert, wie Sie diese Lebensart zu berichten verstehen … ich gestehe, dass ich auf dem besten Wege bin, ein bissl D.A.-süchtig zu werden.
    Grüße aus dem Nachbarland Österreich.

  21. Tarantino wo ist dein Stachel...
    Tarantino wo ist dein Stachel

  22. Oh, welches Pathos! Dabei...
    Oh, welches Pathos! Dabei hätte es ein wenig Pflege auch getan.

  23. Ich habe diesen Artikel zum...
    Ich habe diesen Artikel zum Anlass genommen nun endlich einen Ersatzakku für mein 6 Jahre altes, von meinem Arbeitgeber beigestellte Nokia-Handy beschaffen zu lassen. Es funktioniert noch tadellos.
    Nur ein paar Frühstückskrümel im Display stören etwas.
    Ansonsten spricht bisher nichts dagegen, daß es auch noch weiter funktionieren wird.
    .
    @FS, mein aktueller Röhrenfernseher stammt aus dem Secondhand-Kaufhaus der Stadt Frankfurt im Stadtteil Griesheim. Es war ein Top-Modell kurz vor dem Aufkommen der Flachbildschirme.
    Die benachbarte Wertstoffsammelstelle sucht vieles heraus was noch einen brauchbaren Eindruck macht und rettet es vor dem Wegwerfen. Eine wirklich sinnvolle ABM-Maßnahme.
    Es handelt sich um „betriebsbewährte“ Technik bei der einige Verschleißteile von ABM-Fachkräften erneuert wurden, inklusive einem Jahr Garantie.
    Für kleines Geld.
    Ich bin sehr zufrieden damit.

  24. Oh nein mein Don. Die albernen...
    Oh nein mein Don. Die albernen Jäger flohen der Seelfrau nicht aus Angst vor dem Tod den sie mit sich bringen konnte. Sie flohen ihr, weil sie selbst Todbringer waren und wirklich nicht alles, was auf der Jagd getan wurde und bis heute getan wird, durch die Augen der Seelfrau zurückgespiegelt werden soll. Manch Tod ist zu schmutzig und wenn es in jagdlichen Gesellschaften plötzlich still wird um danach um so lauter aufzubrausen, dann sind es diese Tode die in der Erinnerung auftauchen.
    Aber noch eines. Wie wäre es wenn wir alle versuchten, etwas mehr Qualität zu kaufen. Uns jeden Tag nur ein wenig qualitativ zu verbessern. Würde nicht dann am Ende der Ramsch untergehen. Kann es nicht sein, dass wir die kleine Qualitätsverbesserung als zu klein ablehnen und damit die große Qualitätsverbesserung nicht bekommen?

  25. Zu dem Thema Jagd: Ein Freund,...
    Zu dem Thema Jagd: Ein Freund, mit dem Nachnamen Hase, erhaelt jedes Jahr zu beginn der Jagdsaison einen Anruf mit dem Text: Piff,Paff. Er weiss dann schon was gemeint ist und ein Jaeger hat so seine Jagdlustauf moderne Art befriedigt.
    Nicht so schoen wie das mit den Weinbeerln.
    Danke fuer die Lebensweisheit!

  26. "Der grosse Tod des Gerätes...
    „Der grosse Tod des Gerätes wird auch mein kleiner Tod“ – soso, ich hätte gemutmasst, dass der kleine tod durchweg etwas anderes und damit wesentlich angenehmer sei …
    .
    parallele zum tamagotcha: auch mir ist einmal ein usb-stick verreckt. das ding machte absolut keinen piep mehr: keine kommunikation, nirgends.
    (ich habe ihn noch nicht weggeworfen, also wäre ich für heisse tipps zur reaktivierung sehr dankbar – aber bitte keine blöden nerd-scherze, wie z.b. benzolringe aus dem keller holen oder so etwas.)
    .
    dies ist einer der gründe, warum ich mir keinen z8 zulegen werde. bis in die 50er gab es luxuriöse autos, die heute noch (zeitweise) mit blumendraht zu behandeln sind.
    .
    lieber Don Alphonso, ihre engführung von leitmedium ’neue medien‘ und religion ist zwar abenteuerlich lax ausgeführt (es ist die ausführung der argumentation, nicht die argumentation selbst, die anzuzweifeln wäre), aber dafür sind wir hier im feuilleton.
    .
    den grundgedanken gibt es gleichwohl schon seit längerem in der geisteswissenschaftlich geprägten medienwissenschaft, vertreten von einem in der wissenschaftswelt recht prominenten kopf (religion, geld, neue medien). viel spass beim recherchieren.
    – mein bester, ich unterstelle ihnen nicht, die angedeuteten aufsätze zu kennen resp. gelesen zu haben, aber machen sie hier mal nicht auf faz’sche hegemann.
    .
    aber was man nicht weiss, das kann man nicht wissen.

  27. Ein anonymer Anrufer der nur:...
    Ein anonymer Anrufer der nur: ‘Piff paff’ sagt – interessant, unter den vielen Einschüchterungsversuchungen, von denen ich berichten könnte, habe ich das noch nicht erlebt. Aber sollte dieser anonyme Anrufer auch mal bei mir vorbeitelephonieren, werde ich ihm mit Epikur antworten: ‘So what?…..solange wir sind, ist der Tod nicht da, und sobald er da ist, sind wir nicht mehr’.

  28. Die Firma, die schechthin das...
    Die Firma, die schechthin das Auto fuer alle Nouvelle Vague SW-Gangsterfime mit wahlweise Gabin, Ventura, Belmondo, Delon ersonnen hatte, plakatiert zur Zeit mit „Prenons Exemple sur ce qui n’existe pas encore“ DS3 „Anti Retro“.

  29. Dass noch jemand Villon...
    Dass noch jemand Villon zitiert in dieser verirrten Welt, stimmt doch tröstlich. Ein anderer Vagant namens Heidegger hat solche Technikdinge als Gestell bezeichnet. In der Folge kann man den Technikjünger gut und gerne als Behinderten auffassen, der seine Behinderung allerdings als Selbtsgeißelung auf sich nahm. Vielleicht wäre es schicklich, die kleinen Tode der Jünger als den Versuch auzufassen auch in einstmals in den großen Kreis derjenigen einzutreten, die verstehen, dass Dinge, die Geld kosten, denen zu Gewicht verhelfen, die aufgrund mangelnder persönlicher Ausstattung keine andere Bewandnis für ihr Leben finden können als eben jene Dinga anzuhäufen. Damit ist der Sammler schlechthin das Ebenbild des Prokrustesbetts, denn das Sammeln versucht zu vereinheitlichen, was einzigartig gelingen wollte. Die Technik ist nur ein vorgeschobener Grund, der genauso wie die rückwärtsgewandten Vorhaben unzureichend verdeckt, dass die Zukunft wie die Vergangenheit Ausflüchte aus der Gegenwart sind in eine metaphysische Welt für Leute, die die Transzendenz der Religion oder der Ekstase nicht aushalten können.

  30. Don Alphonso, was Sie sagen,...
    Don Alphonso, was Sie sagen, empfinde ich ja eigentlich als richtig, und hab das auch mehr oder weniger von zu Hause selbst so kennengelernt (also, dass man qualitativ Hochwertiges erwirbt oder selbst herstellt, und lange behält oder vererbt). Was mir bloß so einfällt – finden Sie es nicht ironisch, dass Sie, dessen Beruf ja durch die Erfindung des Internets – also des Inbegriffes der Technologisierung – überhaupt entstanden ist, hier die Technikfeindlichkeit „Ihrer“ Klasse betonen? Überhaupt, Sie, der Sie im Internet als Journalist Dinge über Ihr Umfeld publik machen, die in Ihren Kreisen doch wahrscheinlich eher hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen werden – erfüllen selbst viele der Kriterien, die in Ihren Augen die bessere Gesellschaft ausmachen, gar nicht mehr. Oder wie sehen Sie das?
    Das ist übrigens nicht als Kritik gemeint, falls ich mir missverständlich ausgedrückt haben sollte.

  31. Technik ist immer nur ein...
    Technik ist immer nur ein Angebot oder ? Kann man nutzen, muss man aber nicht.
    Wenn man sie nutzt, wie beim Handy des Don, muss man sich halt ein bisschen drum kümmern und den Akku rechtzeitig tauschen, bevor es kaputt geht. Da ist das Handy doch auch nur eine Silberkanne, die mal geputzt werden möchte. Hier hätte die Bedienungsanleitung geholfen (Sonneneinstrahlung, Wärmeentwicklung etc.)
    Natürlich muss jeder mt Verstand Gesegnete über die ganzen Apple-Idioten grinsen, die 4 Tage im Schlafsack vor dem Laden auf ihren IPad warten, aber trotzdem möchte ich heute die Sportschau nie mehr anders sehen als auf meiner HD-Flachglotze. Das kommt einfach besser, wenn Barrios nach dem Versenken jubelnd abdreht ….
    Die Frage zielt also nicht auf den Sinn von Technik, sondern warum die Menschen den Nutzen derselben für sich nicht mehr hinterfragen können. Denn natürlich sind 95% dessen, was uns die letzten 20 Jahre an Hard- und Software gebracht haben einzig dem Zeck dienlich, Zeit zu verschwenden. Bitter ist dabei zusätzlich, dass heute die Qualität eines z.B. Stereoverstärkers wie in den späten 80gern nicht mehr erreicht wird.

  32. Werter Don, wenn eine...
    Werter Don, wenn eine Akkutransplantation nichts mehr nützt und das Ding seinen letzten Schnaufer getan hat, dann beerdigen Sie es eben in Würde. Warum soll es keine Handy-Friedhöfe geben (vielleicht eine kleine Nebeneinnahme), wo es doch gerade in Bayern genügend Hundefriedhöfe gibt. Ein Hund kostet auch um die 500 Euro, lebt etwas länger als ein Handy und macht genausoviel Lärm. – Und offensichtlich ist die emotionale Bindung der Halter in beiden Fällen vergleichbar. Der erste Handyfriedhof in Ingolstadt! – Ihre Heimatstadt wäre um eine Attraktion reicher, nachdem der Herr Eck sowieso von fast keinem mehr gekannt wird.

  33. Nun ja, man muss icht jeden...
    Nun ja, man muss icht jeden Quatsch mitmachen. Andererseits weiß man doch die neuen Wunder der Technik zu schätzen, wenn sie denn irgendwann ausgereift sind (z.B. ABS im Auto). Ich glaube auch nicht, dass die Eliten wirklich technikfeindlich sind, sondern lediglich angewidert von stumpfem Herdentrieb. Sich aus bloßer Bequemlichkeit zu weigern, sich mit neuer (sinnvoller!) Technik zu beschäftigen, ist hingegen ungefähr so sinnvoll, wie auf das Lesen unbekannter Autoren zu verzichten, weil man seinen Goethe ja schon kennt… Inwiefern „Unterhaltungselektronik“ im weitesten Sinne sinnvolle Beschäftigung sein kann sei erstmal dahingestellt, aber das beispielsweise die wunderbaren Seiten des Internets unser aller Leben auch angenehmer gemacht haben, kann ja niemand bestreiten. Auch wenn ich bislang sehr gut ohne „smartes“ Telefon ausgekommen bin, so werde ich die Möglichkeiten des mobilen Internets doch wohl in naher Zukunft häufiger nutzen, wenn denn die entsprechenden Geräte ausgereift sind. Und dass das überhaupt passiert danke ich ganz bewusst natürlich den Leuten, die immer unbedingt das neueste, beste… haben müssen – ohne die gäb es die meiste Entwicklung ja gar nicht.
    Gruß,
    T.I.M.

  34. Nein, der Tod ist ein kleiner...
    Nein, der Tod ist ein kleiner Tausendfüssler! Entweder du hast nicht aufgepasst und er erwischt dich oder du siehst ihn kommen und willst weglaufen und kannst nicht mehr und weisst nicht mehr und…

  35. Ostern ist zwar vorbei, aber...
    Ostern ist zwar vorbei, aber dennoch (ganz ohne zu frömmeln):
    Kohelet
    2,24 Ist’s nun nicht besser für den Menschen, daß er esse und trinke und seine Seele guter Dinge sei bei seinem Mühen? Doch dies sah ich auch, daß es von Gottes Hand kommt. 2,25 Denn wer kann fröhlich essen und genießen ohne ihn? 2,26 Denn dem Menschen, der ihm gefällt, gibt er Weisheit, Verstand und Freude; aber dem Sünder gibt er Mühe, daß er sammle und häufe und es doch dem gegeben werde, der Gott gefällt. Auch das ist eitel und Haschen nach Wind.
    (Und von Kohelet ist nicht bekannt, ob er masturbierend den Marktplatz in Beschlag nahm (was ich aber auch bezweifeln mag). Der hatte einfach mehr Stil als der olle Grieche.)
    Da ist mann sich doch gleich wieder sicher, warum mann die Werbe-Pause für eine modernere Form des Götzendienstes und das Wort Glotze in diesem Zusammenhang für überaus treffend halten muss.
    Auch, wenn alle Welt einem erzählt, sie stünden über jeglichem Spin oder Hype oder schlichter Werbewirkung, und sowas funktioniere nur bei den Konsumisten.
    Die es zwar zweifelsohne geben muss, aber seltsamerweise niemals anzutreffen sind.
    iTand in Kopf oder Hand oder nicht.
    10,3 Und auch wenn der Tor den Weg geht, mangelt es ihm an Herz und er sagt jedem, er sei ein Tor.
    Und wo ich gerade den alten Knacker nachschlage, hier noch etwas, was er (wohl auch) zu Ihren Gedanken über die Fortpflanzung zu sagen hatte:
    2,17 Darum verdroß es mich zu leben, denn es war mir zuwider, was unter der Sonne geschieht, daß alles eitel ist und Haschen nach Wind. 2,18 Und mich verdroß alles, um das ich mich gemüht hatte unter der Sonne, weil ich es einem Menschen lassen muß, der nach mir sein wird. 2,19 Denn wer weiß, ob er weise oder töricht sein wird und soll doch herrschen über alles, was ich mit Mühe und Weisheit geschafft habe unter der Sonne. Das ist auch eitel.
    Ach ja.
    Nix neues unter der Sonne.
    Ich geh dann mal das Wetter geniessen.

  36. Sehr schön!
    Memento moriendum...

    Sehr schön!
    Memento moriendum esse!
    Und wenn man sich das wirklich regelmäßig bewusst macht, entwickelt man automatisch eine gewisse Immunität gegen den Konsumismus.

  37. " Die Bewohner von Alpha...
    “ Die Bewohner von Alpha Centauri können mit ihren Fernrohren eines
    Tages Cäsar und Kleopatra beim Spaziergang beobachten…“
    .
    HansMeier555, wollen Sie wirklich, daß die ganzen schönen Geschichten aus den
    letzten 2000 Jahren, die auf Erden erzählt werden, den „Bach runtergehen“?

  38. Leidenschaftliche Mails,...
    Leidenschaftliche Mails, leidenschaftliche Telefonate… – aber dafür braucht natürlich dann schon wieder ein Telefon. Die Moderne hat viele Stachel.

  39. Die Carlo Schmidsche...
    Die Carlo Schmidsche Übersetzung der « Fleurs du mal » ist nicht gut. Vergleichen wir Original und Übersetzung des Zitatkontextes:
    Rappelez-vous l’objet que nous vîmes, mon âme, /
    Ce beau matin d’été si doux : /
    Au détour d’un sentier une charogne infâme /
    Sur un lit semé de cailloux /

    Erinnere, was wir sahn, o Seele, an dem Morgen, /
    Da uns des Sommers Glück bestach: /
    An eines Weges Bug, im Kieselbett verborgen, /
    Lag eines Aases dreiste Schmach. /

    – « Mon âme » ist natürlich eine Ansprache der Geliebten, wie die Schlussstrophen des Gedichtes klar zeigen: « Oui ! telle vous serez, ô la reine des grâces …» „Ja, so wirst du sein, du Königin der Anmut (!) …”. Hier nun deutsch „meine Seele” zu schreiben ist zumindest verwirrend; der Ausdruck ist als Kosewort wohl seltener als der entsprechende französische.
    – „Da uns des Sommers Glück bestach” ist arg hochgestochen, wenn es im Französischen einfach hieß „an jenem so milden Sommermorgen”.
    – „An eines Weges Bug” führt eine topographische Genauigkeit ein, die im Folgenden keine Benutzung erfährt; gemeint war also wohl das schlichter aufgefasste „abseits eines Pfades”. Der erhabene „Bug” (statt der schlichteren „Kurve”, „Biegung” oder „Wendung”) steht wohl in der Verwandtschaft des Georgeschen „Baches Ranft”; der war auch so’n Weihewaberer wie Schmid.
    – „Verborgen” ist aus den Fingern gesogen. Die Bachkieselbette, die ich kenne, verbargen etwas immer durch Verschüttung, die folgenden bildhaften Beschreibungen des Zerfalls gehen damit nicht zusammen, sie wären dann nicht hinreichend seh- hör- und riechbar, wie es sein müsste.
    – Statt „eines Aases dreiste Schmach” täte es auch einfach „ein scheußliches Aas”, meinethalben auch ein „ein schändliches Aas”.
    Wer reimend übersetzen will, hat zugegebenermaßen immer ein Problem damit, dem Sinn des Originals getreu zu bleiben (« Oh ! qui dira les torts de la Rime ? »), aber selbst die entsprechenden Lizenzen in Rechnung gestellt, übersetzt Schmid immer viel zu geschwollen. Baudelaire beschreibt nämlich meist schlicht, präzise, manchmal zynisch, er ist keine getragene Pathostrompete.
    Danke für Ihren Artikel, der mir sonst sehr gut gefallen hat. Wenn er doch nicht von der Eingangsseite der FAZ verlinkt werden sollte, dann muss man dort ziemlich blöde sein.

  40. Na, mit dem Beitrag kann ich...
    Na, mit dem Beitrag kann ich mehr anfangen als mit der überbordenden Abneigung gegen flaschenverschenkende Jugendliche (ja wann soll man denn einen Rausch kennenlernen, wenn nicht als Jugendlicher? Die nüchterne und vorausschauende Sorge ist Sache der Erwachsenen.).-
    Die Parallelisierung mit dem weggeblendeten Tod hat was, man könnte es auch noch mit den heutzutage notwendigen diversen Firmenwechseln im Leben parallelisieren. Die Veränderung (oder meinetwegen: das Paradigma) durch Rückgriff auf die letzten 40 Jahre verstehen zu wollen, wie kopfgeburt es will, hilft nicht weiter. Von der Technikentwicklung her hatten wir die letzten 40 Jahre eine reife Industrieproduktion, jetzt haben wir Softwareentwicklung plus Internet. Das ist ein Unterschied wie der Übergang vom Pferd zum Auto: bedingt eine andere Infrastruktur (Roßbollen auf den Straßen waren nicht mehr das Problem) und taktet anders (Pferd braucht Erholungspausen, Auto nicht).-
    Ja, es ist so, daß man einen alten Computer oder eine nicht mehr weitergepflegte Software am besten wegschmeißt, und einen nicht mehr benutzten Account komplett löscht. Nach etwas Schaden wird man immerhin so klug daraus, daß man versucht, die Daten in eine neue Form zu retten. Es ist eine Art zusätzlicher Lebens- oder Verwaltungsspur, zusätzlich zu den bisherigen Papieren, die man so aufbewahrt hat: von denen mußte man auch alle paar Jahre Kartons wegschmeißen, wenn man nicht darin ertrinken wollte.-
    Für die Sichtbarkeit ist es ein markanter Unterschied (erinnert sich noch wer, wie es war, Telefonbücher zu wälzen?), was es für die Erreichbarkeit bedeutet, weiß ich noch nicht.

  41. @Hansmeier: oooh ja, das ist...
    @Hansmeier: oooh ja, das ist eine sehr berechtigte Frage, wie man mit dem ganzen Kram archivalisch umgeht. In vielerlei Hinsicht.

  42. Die Beschreibung der Seelfrau...
    Die Beschreibung der Seelfrau erinnert mich an meine Zivildienstzeit.
    Ich diente 20 Monate auf einer onkologischen Krankenhausstation.
    Da wurde viel gestorben.
    Meine Aufgabe bestand unter anderem darin bei den Verstorbenen die Spuren des Krankenhausaufenthaltes zu beseitigen, sie in einen fahrbaren Edelstahlsarg umzubetten, sie auszukleiden, in eine würdevolle Körperhaltung auszurichten und in das Leichenhaus zu befördern.
    .
    Ich hatte in meinem späteren Berufsleben selten das Gefühl etwas Sinnvolleres zu tun.

  43. @HansMeier 555. Die...
    @HansMeier 555. Die Archivierungsfrage ist in der Tat sehr interessant. Mir sind einige bedeutsame Archive bekannt, die ungeheuere Schwierigkeiten nach der Digitalisierung in der ersten Generation haben, weil die Formate eine geringere Halbwertszeit als ein Mobiltelefon hatten. Andere sind beim Lochkartensystem oder Mikrofilm als backup geblieben, was sich – neben dem Erhalt der Originaldokumente – als ueberlegene Strategie herausgestellt hat.

  44. Ich weiss, hier ist nicht der...
    Ich weiss, hier ist nicht der Ort fuer Nachhilfe in Orthographie. Sass aber beim Schreiben der Schalck-Golodkowski im Nacken?
    Ansonsten: feine Zeitkritik, alles eigentlich selbstverstaendlich und doch so selten. Die Wieder-Vereinfachung des Lebens ist ein Lebensprojekt – manche verdienen mit ihren Behelfskruecken zur Vereinfachung eine Stange (schmutziges) Berater-Geld. Bin mittendrin und (mit oder ohne Berater) muss hoellisch aufpassen. Denn Innehalten oder abgehaengt zu werden, ist ein Balanceakt ueber einem sehr schmalen Grat.

  45. Werter Don,
    eine schöne...

    Werter Don,
    eine schöne Geschichte, vor allem weil ich die alten Herren lebhaft vor Augen habe. Ja aber es ist heute nicht ganz anders, heute machen erwachsene Männer eben Spaß mit ihrem iPhone.
    Aber auf der anderen Seite haben Sie auch recht, so habe ich zum Beispiel 162 Apps auf meinem iPhone und wirklich nutzen tue ich (neben den fest installierten) nur 2 von denen, die ich auf mein Telefon geladen habe. Der Rest ist Sammlersstolz und in Wirklichkeit nur Datentrash. Bunt halt.

  46. Seltsam zu lesen, die (ja:)...
    Seltsam zu lesen, die (ja:) Entschuldigungen dafür, dass man auch ein „Handy“ besitzt.
    Ätsch, ich hab‘ keins, hatte noch nie eins und vermiss es auch nicht.

  47. Sehr geehrter Don Alphonso,...
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    oft find ich Ihren blog ja ein bisschen bizarr, wenn auch nie ohne Charme. Dieser hier gefällt mir aber wirklich, obwohl ich tendenziell technologiegläubig bin.
    Ich meine, Sie brauchten kein Blasrohr – die mit Updates, Upgrades, Patches, Forumssuchen und ähnlichem verbrachte Zeit ist genug Raub am Leben, das hohle Gefühl nach Stunden fruchtlosen Bemühens gibt genug Vorahnung vom Nichts.

  48. @ Reiterjunge: Hammer job, vor...
    @ Reiterjunge: Hammer job, vor so etwas hatte ich immer Angst, ich hätte mit den Sterbenden mit gelitten und den Trauernden, da war für mich der Weg zur Bundeswehr damals der einfachere Weg. Man war jung, wild und es war ein Abenteuer mit anderen im Hernst zu zelten, kein Gedanke an den Tod und das sterben.

  49. Umsonst ist nur der Tod. Und...
    Umsonst ist nur der Tod. Und Internet free.

  50. Öfter mal --------- PLATZ...
    Öfter mal ——— PLATZ —————– schaffen für neue Ideen:
    http://www.faqs.org/photo-dict/phrase/845/bulldozer.html

  51. Pérégrinateur, kann es sein,...
    Pérégrinateur, kann es sein, dass ich mal eine Villonsche Uebersetzung von Arno Holz hatte? Ich meine mich so erinnern zu koennen. Die hat mir gut gefallen. Wo hab‘ ich die bloss?

  52. Nein, diese...
    Nein, diese Briten:
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,687649,00.html

  53. Pardon für das verspätete...
    Pardon für das verspätete Freischalten, ich war unterwegs, aber sporadisch wird jetzt wieder auf „Publish“ gedrückt.

  54. Apropos, wenn wir schon dabei...
    Apropos, wenn wir schon dabei sind.
    @HansMeier(„Briten“): klarer Fall von Beerdigungskosten senken, um den letzten Willen des Verstorbenen trotz schmaler Kasse doch noch umzusetzen, würde ich annehmen.
    @sonst: also ich wär mal dankbar für paar Tips für angemessenes Kondolieren. Bisher hat es mich nur so getroffen, daß mir kondoliert wurde, aber demnächst werde ich nun müssen.

  55. @Filou, 18:36:

    An die...
    @Filou, 18:36:
    An die Holzsche Übersetzung kann ich mich nicht erinnern. Mir war, was einst der irre Aguirre so als „Übersetzung” geboten hat, nämlich Anlass genug, trotz der Schwierigkeiten mich künftig nur an französische Ausgaben zu halten. Mit Villon nimmt sich jeder gerne Freiheiten; bei der Projektionsfläche des sozusagen ersten « poète maudit » kein Wunder. Wenn die Holzsche jedenfalls auch die Jargongedichte umfassen sollte, bin ich so dreist zu behaupten: Da ist sie schlecht. Unvermeidlich. Weil nämlich selbst die französischen Spezialisten so ihre Mühen haben, diesen Code überhaupt zu verstehen; und geben sie vor, dass sie ihn verstünden, und womöglich auch noch originell deuten, misstraue man ihnen umso mehr.
    Besäße ich die Holzsche Übersetzung, müsste sie übrigens genau am selben vertrackten Attraktions-Ort liegen, wo Ihre jetzt auch liegt. Ich stellte nämlich beim Nachprüfen gerade fest, dass sein „Dafnis” hier zwar doppelt im Regal steht – Ihrer wird doch nicht etwa auch noch fehlen? – , daneben aber eben nichts anderes von ihm. Konzilianter Schluss: Wer den Barockton so gut trifft, der könnte auch den Vagantenton treffen.
    Eine – oberflächliche – Internet-Recherche nach einer Holzschen Übersetzung Villonsche Gedichte erbrachte übrigens gerade gar nichts.

  56. Einfach mal...
    Einfach mal tiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiief Luft holen – ruhig werden – durchatmen – und Augen schliessen
    .
    (für HansMeier555 – soviel Zeit muss sein ;-)

  57. @ hansmeier:
    Um Archivalien...

    @ hansmeier:
    Um Archivalien „für die Ewigkeit“ aufzubewahren, verfilmte man vor 20 oder 30 Jahren Wagenladungen von Dokumenten auf Mikrofilm (heute großenteils nicht mehr lesbar), dann auf Mikrofiches (auf schwyzerisch Mikrofischli) dito. Sic transit gloria technica.
    Aber die 500 Jahre alten Originalbücher auf reinweißem holzfreien Papier sind noch in tadellosem Zustand.

  58. Gott oder sonstwer...
    Gott oder sonstwer bewahre,dass all das Internetgetümmel auch noch archiviert wird. Dieses Aufheben um des Aufheben willens lockt ja schon im privaten Bereich die Fengh shui Berater auf den Plan, verursacht Kosten und erreicht nie den
    Glanz eines vergilbten Fotos oder meinetwegen einer geputzten Silberkanne.
    Die Öltanker brechen auseinander und versauen die Umwelt,damit wir ungeschoren und immer billiger an diese Gerätschaften kommen.
    Es geht doch gar nicht darum,dass wir uns nicht mehr über zwei verbundene
    Jogurtbecher unterhalten wollen.
    Mein fünfzehnjähriger Sohn fährt jetzt ohne Handy eine Woche nach England-
    das bemerke ich nicht als Bekennernummer,sondern weil ich mich einordnen möchte: bin ich Kindesmisshandler,einfach nur hinterm Mond,zu geizig, mache ich ihn zum Aussenseiter?
    Was soll der ganze Mist- die Scheinheiligkeit mit der diese technischen Invasionen
    vorangetrieben werden, nur weil es bequemer ist , als sich mit möglichen Konsequenzen auseinanderzusetzen.
    Ja, da sind die schnellen, Intelligenten gefragt-was bringt es uns, Hans Meier 555,haben Sie eine Antwort? Der Tod ist ja nicht umsonst,er kostet das Leben und Internet free? Das ich nicht lache.

  59. Werter Don Alphonso, sehr...
    Werter Don Alphonso, sehr anrührend Ihr Text und Erinnerungen an eigene Ereignisse mit dem verehrten Herrn Papa und Grosspapa erweckend, die mir als Kind den Aufgang zu einer Empore im allerschönsten Ballsaal des allerbesten Hotels der damaligen Zeit in unserer Stadt gezeigt hatten und von dort, ungesehen auf die Versammlung gediegener bürgerlicher Gestalten Papierflieger in den Saal haben fliegen lassen.
    Vergänglich auch dies. Als ich vor einiger Zeit einer jungen Dame diesen Aufgang zeigte und mit Anfang Vierzig es meinen beiden Vorfahren gleichtun wollte, endete eine eigentlich ganz amüsante Verbindung, (@-Elitesse), die auch durch den Austausch Leidenschaftliche Mails nicht behoben werden konnte. Mangelnde Ernsthaftigkeit wurde mir vorgeworfen, was mein Vorfahren vermutlich als Bewahrung echter Familientraditionen angesehen hätten. Das kann nicht gutgehen.
    By the way: heute ist nach einigen Tagen des Zuckens meine Musikanlage im Arbeitszimmer verstorben, die ich erst vor anderhalb Jahren erworben hatte. Meine BEO-Anlage aus dem Haushalt meiner Eltern, uralt und erste CD-Generation funktioniert aber noch immer.

  60. Pérégrinateur, vielen Dank....
    Pérégrinateur, vielen Dank. Ich besitze auf dem Dachboden noch einige ungoeffnete Umzugskisten mit Buechern. Viele davon noch aus meiner wirren Jugend. Ich bin mir aber sicher, dass Carlo Schmidt mir als Uebersetzer nicht erinnerlich ist. Da haette ich als junger Mensch mit sueffisantem Grinsen das Buch auf die Seite gelegt.
    Dem irren Aguirre sei uebrigens Dank. Ohne seinen Villon-Vortrag, der bei mir als teures Venyl ruhiggestellt ist, waere mir Villon niemals begegnet. V. war die Staerke meiner Jugend-und das will etwas heissen in den spaetadenauerlichen Jahren.
    Allerdings bringen Sie mich mit dem Hinweis auf Dafne doch etwas in Verlegenheit. Habe ich da doch etwas verwechselt? Hmmm! Gegen meinen Willen werde ich wohl doch dem Befehl meiner Madame folgen muessen, den Augiasstall unterm Dach gruendlich aufzuraeumen. Ach, wissen Sie: es ist so furchtbar, all dem zu begenen, was Vergangenheit ist. Man sitzt auf einem Hoeckerchen und verliert sich in der Zeit. Falls ich das Buch finde, werden Sie von mir hoeren. Dann wird sich zeigen, ob mein Gedaechtnis volatil ist, ist nicht.
    Merci bien.

  61. @dunnhaupt, leider werden auch...
    @dunnhaupt, leider werden auch Microfiche vergehen. Was aber die Kompatibilitaet digitaler Bestaende betrifft, machen Sie sich keine Sorgen. Sie werden von findigen ITern immer wieder neu formattiert werden. Daran hat man rechtzeitig gedacht. So erzaehlte mit zumindest mein universitaer gebildeter Sohn.

  62. @dunnhaupt: na denn, es sollte...
    @dunnhaupt: na denn, es sollte sich ja ein Quantum brauchbares Papier und haltbare Tinte herstellen lassen, mit der man dann eben 2, 3 Bücher druckt. Wäre doch mal ein schönes Spendenprojekt für jemanden, der nicht weiß, wohin mit dem Geld.

  63. @donna laura
    07. April 2010,...

    @donna laura
    07. April 2010, 12:29
    Mir ist Ihr Gedankengang bezueglich des „kleinen Todes“ zwar gelaeufig, es heisst aber auch irgendwo, wenn ich mich recht erinnere „Abschied ist immer ein kleiner Tod“! Wobei ich Ihrer Interpretation anstatt der eines Abschieds sicher den Vorzug geben wuerde.
    .
    @Filou
    07. April 2010, 23:21
    Die Villon Aufnahme mit Kinski ist auch bei mir in irgendwelchen Umzugskisten verschollen. Vielleicht steht liegt sie in einer der Kisten, welch ich noch in Luzern habe, ich weiss es nicht. An manches denkt man erst wieder, wenn man draufgestossen wird, wie z.B. jetzt durch Sie.Merci (Und die Scheibe knisterte beim Abspielen so schoen, selbst mit Lenco-clean)
    .
    Dem Gadget-hype war ich frueher irgendwie schon verfallen, nach dem Motto: „HE WHO DIES WITH THE MOST TOYS WINS!“ Die Plakette mit dem Spruch hatte mir im letzten Jahrhundert mal ein amerikanischer Geschaeftspartner verehrt.
    Es gab immer das neuste GSM, den neusten laptop, die neuste Camera.
    Heute tuts mein altes 8810 immernoch nach 4 Jahren, meine Exilim, so klein, wie eine creditkarte funktioniert mit 7,2 mio Pixeln auch und bei den Kraftfahrzeugen steh ich seit vielen Jahren eh nur noch auf altes Eisen (darf aber auch Alu sein)

  64. Ein äusserst anregender...
    Ein äusserst anregender Beitrag, mal wieder..
    Muscat hat da etwas interessantes eingebracht, nämlich dass Saulus nicht dazu angehalten hat, sich dem Konsum zu versagen, sondern das Heil im Vergehen selbst zu sehen..
    Darum geht es ja auch hier, ums Vergehen, ums Sterben. Auch beim iPad.. Benutzen statt besitzen.. Dass der Konsum nur eine Ersatzhandlung ist, wussten wir, aber dass es beim Konsumieren um „la petite mort“ geht, rückt das ganze doch in ein schlüssiges Bild, stimmts Donna Laura?
    ieren nicht

  65. Kleiner Berg, nun ja, ich bin...
    Kleiner Berg, nun ja, ich bin natürlich schon froh, dass dieses Blog in toto etwas dauerhafter als die meisten Zeitungen ist.
    .
    Justin Thynne, darüber haben wir heute Abend gesprchen: Dass frühere Generationen vielleicht doch erheblich mutiger und bedenkenloser waren, als es uns scheint oder wir letztlich sind. Es ist eine Welt ohne Risiken, in der wir leben. Aber mit Haltbarkeitsdatum.

  66. azucena, danke, aber ich sehe...
    azucena, danke, aber ich sehe nicht, dass sich diese Erkenntnis schon umfassend rumgesprochen hätte bei all de Technikgläubigen, zumal die mit Filtern und Layern ohnehin gerade dabei sind, sich ihre Welt neu zu erfinden.
    .
    Charon und Blackjack, warum den ganzen Krempel nicht einfach wegwerfen? Das Leben ging früher auch ohne, und war deshalb nicht schlechter. Es sind keine Notwenidigkeiten, nur Einbildungen.

  67. Elitesse, es ist schwer, eine...
    Elitesse, es ist schwer, eine Mail zu schreibe die so wie ein Kuss empfunden wird. Das Echte ist nun mal besser als das Virtuelle, und wre es anders, würden alle nich noch Pr0nos gucken.
    .
    Pérégrinateur, es ist halt die Version, die ich auswendig kann. Und sehr liebgewonnen habe, gerade, wenn es darum geht, sie zu zitieren, gerade angesichts des Bruchs: verborgen, lag eines – bis hierhin könnte alles kommen, und dann: DREISTE SCHMACH. Trotzdem, der wirklich berührende Tei sind die letzte drei Strophen, da wird es zum schönsten Liebesgedicht, das ich kenne und das es im Ker auch ist, und die Lyrik, die hier der Übersetzung innewohnt, ist grandios. Eifach nur grandios.
    .
    Danke für das Lob, der Beitrag wird schon – meist zu später Stunde bis zum Morgen – hochgeschaltet. Es ist nicht so, dass man mein treiben hier gering schätzen würde.

  68. donna laura, was den satz mit...
    donna laura, was den satz mit dem kleinen und großen tod betrifft dachte ich genau dasselbe!
    ein toller text. heute jammerte eine kommilitonin, dass ihr iphone im februar seinen geist aufgegeben hätte – genau wie das ihres bruders, pünktlich zwei monate nach ende der garantie. und ersatz ist teuer.
    mein nokia hat weder kamera noch internet, aber es funktioniert. einwandfrei.
    ich glaube

  69. colorcraze, das hat sicher...
    colorcraze, das hat sicher auch damit zu tun, dass es auch sowas wie Einwegidentitäten gibt, die zu solchen Anlässen abgestreift werden, gerade im Netz. Setzt natürlich voraus, dass sie einem nichts mehr bedeuten.
    .
    Reiterjunge, die seelfrau galt eifach als schlechtes Zeichen, wie ein negativer Schornsteinfeger, daher die Ablehnung.

  70. Debütant, einerseits ist es...
    Debütant, einerseits ist es fraglos so, dass meine Klasse in einem extremen Wandlungsprozess steckt, der auch eine Art Tod bedeutet. ich bin (gezielt und mit Absicht) eine Art Zerfallsprodukt zwischen den Zeiten und Systemen, und darber ganz froh. Ich mag weder die Reaktionäfre, die das Internet verteufeln, noch die Fortschrittsgläubigen. ixh glaube an die gute Geschichte und ihre Umsetzbarkeit im Internet, und so ist das her auch ein Labor zur Stützung meiner These, dass Leute im Netz auch mehr als 10000 Zeichen lesen.

  71. Ach, moderne Technik kann viel...
    Ach, moderne Technik kann viel Spaß machen. Wichtig ist nur es im Großen und Ganzen als Spaß&Spiel anzusehen.
    Ansonsten immer etwas abwarten und dann erst zuschlagen. Und gerade Apple, so sehr ich selbst auch meine Vorbehalte habe, macht genau das was Don Alphonso und andere sich wünschen:
    Unter „Weglassung“ der neusten Tricks und Reduzierung der Einstellmöglichkeiten Produkte zu erstellen, die gut verarbeitet sind, viel können und einfach sind. Nicht umsonst liegen weder iPhone noch iPad richtige Bedienungsanleitungen bei, ohne das es deswegen großartig Beschwerden gebe.
    Das ist in der Technik-Welt schon eine Leistung für sich.

  72. ...ach ja, herrliche...
    …ach ja, herrliche Jugendzeit, damals war der Tod so fern…
    …aber nicht nur deshalb hat das Zerlegen eines „Tintenkillers“ und ihn damit zum Blasrohr umzufunktionieren Spass gemacht, sondern um die Mitschueler(-innen) mit Orangenschalenstueckchen, ausgestanzt durch ebendiesen Tintenkiller, zu ‚treffen‘. (Papierkuegelcheln, mit Spucke und im Mund zu Geschossen geformt, fielen damals schon sehr schnell in Ungnade….). Zu der Zeit haben auch einige Verkehrsschilder Dellen durch ‚Diabolos‘ erhalten.
    Mein Nokia 6230i werde ich so schnell nicht sterben lassen, auch wenn sich (nach ueber 5 Jahren im Dauergebrauch als Wecker/Erinnerer) die fabrikseitig eingebaute Batterie verabschiedet hat und nun durch ihr Auslaufen den Rest des Geraetes in Mitleidenschaft ziehen zu drohen versucht. — Eine Batterie (ebenso wie ein Akku) hat nunmal ein begrenztes Leben, sie ’stirbt‘ tatsaechlich. Aber was ist mit dem ‚Geraet‘ welches sie anzutreiben bestimmt war ?? Das Geraet muss nicht sterben, selbst wenn es alt ist. — Auch aus unpolierten Silberkannen laesst sich noch in 1000 Jahren prima Tee ausschenken !!
    ~:)

  73. Die Wirtschaftsstrategen...
    Die Wirtschaftsstrategen scheinen ja den baldigen Tod der von ihresgleichen entwickelten Produkte voraus zu ahnen.Letztens kaufte ich mir eine neue Jacke und entdeckte,dass diese eine spezielle Tasche zur Aufbewahrung eines Handys hatte.Diese war aber so klein,dass mein altes klobiges Handy gar nicht hinein passte…

  74. Werter Don Alphonso,...
    Werter Don Alphonso,
    vortrefflich – diese Generationenunterschiede sollte das Beispiel illustrieren und würde mannigfaltig durch andere Beobachtungen bei der jüngeren Generation bewiesen werden, z.B. das natürlich Haltbarkeitsdaten sklavisch eingehalten werden, denn man „will ja nicht krank werden“ – auch dies ein Zitat von ebenjener Dame, die aber viele Vorgängerinnen gleicher Anschauung hatte.
    Mein alter Herr verfolgte das Leben stets furchtlos mit dem Selbstverständnis, das Tomaso di Lampedusa dem Gattopardo aussprechen lässt „Wir waren die Leoparden, die Löwen, die Adler. Unseren Platz werden Schafe, Hyänen und Schakale einnehmen.“ – ich vesuche es auch so zu halten, die meisten Alters- und Standesgenossen haben aber das Bewußtsein, das Salz der Erde zu sein, längst zugunsten der Sicherheitsfixiertheit einer Welt aus Versicherungen, Airbags, Senator-Karten und Vollkaskoversicherungen aufgegeben.
    Und mit der Preisgabe dieses Selbstverständnisses haben sie zudem das Leben für sich selbst kompliziert. So dass man mit Anfang vierzig lieber Papierflieger in einen Ballsaa segeln lässt, als anstregende Diskussionen über abgelaufene Joghurts, Kallorien- und Fettpunktanzahlen auf irgendwelchen Verpackungen oder die neuestern Elektroschrott-Produkte zu führen, durch deren Besitz und Nutzung man sich heute zum Salz der Erde erklärt.

  75. lieber Don Alphonso, ich mag...
    lieber Don Alphonso, ich mag die gedankliche Bewegung Ihres Textes. Er kommt, finde ich, aus der Überzeugung, ein Neues mit engagierter Offenheit bis an eine Grenze der Herausforderung und einem Grad genutzt zu haben, welcher Befriedigung oder noch Befriedigung hervorruft. Und, wenn dann die Wiederholung und die Redundanz mit der letztlichen Penetranz eintritt, wird das Handling auf die Dimension seines dienstbaren Nutzens und seine Integration in das Bestehende reduziert. Mit dieser lebensweltlichen Erdung erfolgt eine Art historische Harmonisierung, die ein empfindsamer und ästhetisch anspruchsvoller Mensch benötigt.
    .
    So empfinde ich auch das Lesen von 10 000 Zeichen oder mehr im Netz. In einem Blog -zumal einem anspruchsvolleren- ist dies gar nicht anders möglich. Und diese Form der Kommunikation über grosse Distanzen und dem Prinzip der Jederzeitigkeit finde ich toll. Und den Blog halte ich als Gemeinschaftsprodukt für eine der genuinsten Neuschöpfungen der sogenannten Community. Aber 10 000 und mehr Zeichen lese ich als abgeschlossenes Schriftprodukt dann lieber im Print. Vielleicht nur Konditionierung.

  76. Guete Morge! Die Anzeichen...
    Guete Morge! Die Anzeichen der „built-in obsolescence“ spüren wir alle und zwar täglich ….. „Every day I die a little“ (die Vibrators punk rock group – ergoogeln).

  77. @Blackjack, der Zivildienst im...
    @Blackjack, der Zivildienst im Krankenhaus hatte auch seine positiven Seiten.
    Ich hatte meine erste eigene kleine Dienstwohnung in Frankfurt auf dem Krankenhausgelände.
    ( Über der Leichenhalle )
    Das Wohnheim der Schwesternschülerinnen lag schräg über den Hof…..
    Die waren sehr zutraulich; besonders wenn ich ihnen die unschönen Aufgaben abgenommen habe.
    Insgesamt war es keine schlechte Zeit.
    .
    Ich hatte keine Lust bei der Bundeswehr mit anderen Herren zu zelten.

  78. Die Vorstellung, Prousts...
    Die Vorstellung, Prousts gehobenen Klatsch als e-book zu lesen, ist für mich ebenso unvor-stellbar wie der Verzicht auf meinen 50 Jahre alten Kolbenfüller (mit Cross-Tinte). Dagegen erheitert mich sehr die Vorstellung einer Archivierung von und ein Zugriff auf alle von Frau Merkel verschickten und erhaltenen SMS.

  79. @Don Alphonso,

    Sehr geehrter...
    @Don Alphonso,
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    ja warum? Die Frustration ist erheblich, wenn Rechner und Konsorten nicht „tun“, was man will – aber die Belohnung ist süß, wenn es dann doch klappt, dann lächelt einem das dralle Leben (?oups – Rechnerleben?), Ohnmacht und Hohlheit sind vergessen und man segelt wieder prall vorm Wind. Genauso halt, wie sonst im Leben auch ;-)

  80. Gibt es nicht vielleicht...
    Gibt es nicht vielleicht irgendwo einen feschen VHS-Kurs:
    Kaddyschbeten für Gojim?
    Vielleicht könnte man eine Agentur gründen, die „Söhne“ an die vermittelt, die selber keine haben. (Würde mich ja wundern, wenn es das nicht schon gibt.)

  81. Ich bezweifele auch, dass die...
    Ich bezweifele auch, dass die „Elite“ technikfeindlich ist. Ich kenne viele Angehörige dieser Schicht und sie sind fast alle begeisterte Nutzer von Facebook usw. Außerdem haben sie fast alle gute und neue Handys. Sie sind allerdings nicht so komsumistisch eingestellt, wie der typische Angehörige der unteren Mittelschicht. Sie laufen nicht jeder Mode hinterher, brauchen nicht immer das neueste App und das allerneueste Gerät, pflegen ihren eher klassischen Geschmack, gehen aber technisch grundsätzlich mit der Zeit.
    Würden sie das nicht tun, wären sie m.E. auch bald nicht mehr Angehörige der oberen Schichten.
    Es kommt – wie immer und überall – auf das Maß an und auf die innere Distanz.

  82. Ganz tolle Sache mit dem...
    Ganz tolle Sache mit dem Blasrohr, das muss ich mal aufgreifen :-)
    Bezüglich der Schnelllebigkeit von Unterhaltungselektronik: Mir gehts inzwischen auch auf den Keks, mich alle 2 Jahre an ein neues Mobiltelefon zu gewöhnen (irgendwie halten die bei mir auch nie länger). Ich will ja nicht die diversen Vorteile dieser Technologie schmälern (z.B. kann ein hörbehinderter Freund von mir dank SMS nun viel besser mit seinen Freunden in Kontakt bleiben), aber ich hätte gerne ein schönes, hochwertiges und robustes Teil das auch mal 10 Jahre hält. Gerne mit Teakholzcover.
    Mein jetziges Gerät (von meinem Mann „geerbt“, weil der auf ebay rumgespielt und dabei „versehentlich“ den Nokia-Nachbau des i-phones ersteigert hat) hat z.B. 5-Megapixel-Kamera, GPS, Navi, Internet, mp3-player, Radio,… benutzen tu ich eigentlich nur die Telefon-und SMS-Funktion und ab und zu die Kamera.
    Was ich jedoch seltsam finde, war dass mein Mann, der prinzipiell ohne mit der Wimper zu zucken bereit ist mehrere hundert Euro für ein Mobiltelefon auszugeben, rumgemosert hat als ich vor einem Jahr ein Saxophon gekauft habe. Ein einigermaßen solides Anfängerinstrument eines einigermaßen namhaften Herstellers für ca. 900€ (Vorjahresmodell und deshalb etwas reduziert) – was ich recht bescheiden fand, mein Mann hingegen konnte nicht verstehen was an so einen „Ding“ („da ist ja noch nicht mal Elektronik oder so drin!“) denn bitte so teuer sein soll. Und er konnte auch nicht verstehen, warum ich nicht bereit war ein no-name-China-Billiginstrument zu kaufen, das es schon ab 200€ gibt.
    @Reiterjunge: Respekt für Ihre Zivildienstzeit.

  83. unellen, benutzen Sie Ihr Sax...
    unellen, benutzen Sie Ihr Sax auch regelmäßig? Was spielen Sie denn schönes?

  84. (Ich könnte an dieser Stelle...
    (Ich könnte an dieser Stelle auch etwas über alte Technik schreiben, und wie man damit statt 320 Kilometer 250 Meter weit kommt, aber erstens stünde ich dabei eher schlecht da und zweitens war die Batterie allein schuld. Und die war neu – nur hat jemand das Licht angelassen. Nicht ich!)

  85. bloggerergosum, ich glaube...
    bloggerergosum, ich glaube nicht, dass es noch lange die nötige Akkus geben wird, und damit sind die Geräte so oder so Müll.
    .
    Moritz Liedtke, auf der anderen Seite sind natürlich die modernen Möchtegernmagier, die behaupten, in der für andere unverständlichen Technik einen neuen Sinn zu entdecken – und die beherrschen nun mal die öffentliche Darstellung des Themas. Das alles ist schon recht quasireliiös. Netzesoterisch.

  86. A propos alte Technik: heuten...
    A propos alte Technik: heuten Nacht traeumte ich von einer Wiese in Sossenheim, darauf ein gruener Schnuerschuh stand in dem ganz ganz viele Huehnerkueken piepten. Auf der Schuhspitze stand der Hahn und kraehte stolz: Rule Brittania.

  87. @Don Alphonso: Hihi,...
    @Don Alphonso: Hihi, Netzesoterisch, das gefällt mir :-)
    Konnten Sie Ihren Sunbeam (ich denke mal um den gings doch oder?) denn trotz leerer Batterie überführen?
    @muscat: Ja, ich übe jeden Tag eine Stunde, die knapse ich mir immer irgendwie ab. Habe vor einem Jahr angefangen mit dem Sax (gehe einmal wöchentlich zum Unterricht). Dank guter musikalischer Vorkenntnisse komme ich ganz gut voran (das Spielen macht mir auch wirklich sehr viel Freude), mein Repertoire umfasst z.B. schon Take 5, Summertime, Harlem Nocturne und ähnliches Jazz-Standards. Momentan übe ich etwas leichteres für einen 90. Geburtstag ein, das wird dann schön schnulzig-„swingig“ (In the mood, Fly me to the moon, Somewhere over the rainbow und ähnliches). Parallel dazu arbeite ich grade an Straight no chaser (mein Lehrer gibt mir immer ein recht schwieriges Stück auf, an dem ich ein paar Wochen zu knabbern habe).

  88. Filou, ich träumte von...
    Filou, ich träumte von Churchill, und er sprach von blood, sweat and tears.
    .
    Unellen: Realistischerweise muss ich sagen: Nein. Aber das ist dann genau der Punkt, wo aus dem normalen Dasein das Abenteuer wird.

  89. Bewahren scheint ein...
    Bewahren scheint ein angeborener Instinkt zu sein. Bei meiner achtjährigen Tochter ist er besonders ausgeprägt. Jede Veränderung im Haushalt wird mit einem Warum? hinterfragt. Die Antwort sollte dann gut begründet sein, ansonsten folgt ein Aber warum? Worüber man dann selber ins Grübeln gerät.
    Ein Kabarettist sagte kürzlich, um Wirtschaftswachstum zu genieren braucht es Idioten und das wäre er tiefere Grund für die deutsche Pisa-Misere.
    Wenn also der Mensch von Geburt eine vernünftige Einstellung mitbekommt, sind es wiederum Umwelteinflüsse, die ihn vom rechten Weg abbringen. Nur in der geschützten Werkstatt kann er sich diesem Zugriff entziehen. Richtige Entscheidungen sind kostengünstig, aber erzeugen kein Wirtschaftswachstum.
    Deshalb werden solchen vorausschauenden Menschen Auflagen gemacht, damit auch sie sich bewegen im Sinne des Erfinders. Und mit der thermischen Sanierung ihres Anwesens müssen dann auch die alten Weinreben weichen. Vielleicht zwingt man Ihnen auch noch eine neue Haustüre auf, Sie kennen die neuesten Modelle vom Nachbarn. Nur noch im Inneren Ihres Hauses dürfen Sie dann noch Ihre eigenen Wege gehen.

  90. Rosinante, das Hübsche ist...
    Rosinante, das Hübsche ist ja: Medienexperten aller Couleur werden bestätigen, dass es nicht möglich ist, mit Texten über 6000 Zeichen ein grösseres Publikum im Netz zu erreichen. Nun, ich mag es, dass es nicht stimmt. (Ich könnte natürlich bei der FAZ nachfragen, ob sie ihn drucken wollen, aber so ganz ohne Kommentare ist es auch langweilig)
    .
    JDM, mit etwas Erfahrung kauft man Produkte erst, wenn die Kinderkrankheiten weg sind, und wenn dann alles rund läuft, bleibt man dabei. Das Neueste hat stets auch eine Idiotensteuer dabei.

  91. @Don Alphonso
    08. April 2010,...

    @Don Alphonso
    08. April 2010, 10:14
    Ich nehme an, es geht um „die alte Dame“.
    Dann sein Sie froh, das es nur die Batterie war und nicht, wie bei mir vor ca 15 Jahren ein Kabelbrand nach frisch verlegtem Kabelbaum. Bon route!

  92. azucena, ich muss sagen, dass...
    azucena, ich muss sagen, dass ich auf jedem Berg, und sei es nur das Bergerl vor meinem haus, mehr Leben sehe, als im Internet. Ich mag es trotzdem, weil s die Möglichkeit bietet, das Leben zu teilen und zu verbreiten. Das reicht dann aber auch schon wieder.
    .
    Barb, besonders erheiternd ist die Vorstellung, dass all die tollen, neuen Formate mal umgestellt werden müssen auf noch tollere, neuere Formate. Wohl dem, der dann eine Bibliothek hat.

  93. Grimaldeli, was noch nicht...
    Grimaldeli, was noch nicht ist, kann ja noch werden! Die Angst sitzt jetzt jedenfalls auf dem Beifahrersitz.
    .
    Don Sebastian, es ist nur einmal so, dass den meisten Erwachsenen die Antwort „Weil es neu ist“ vollkommen ausreicht. Das Wort „Neu“ ist das neue „heilig“, darüber wird nicht diskutiert, das wird einfach geglaubt.

  94. @unellen
    08. April 2010,...

    @unellen
    08. April 2010, 10:37
    Ich mag Saxophon, nur es ist ein nicht sehr leicht zu lernendes Instrument. Ich habs versucht.
    In meiner Sammlung von Instrumenten habe ich ein Roy Benson Sax von Dixon. Aber das ist nur fuer Besucher,welche bei uns zuweilen jammen.
    Ueber doremifaso geht bei mir nix! Darueber hinaus klingt es bei mir eher nach Free-Jazz, bzw. Stockhausen.
    Ich bleib dann doch bei meiner Acustic-Gitarre.
    Viel Erfolg beim Erweitern des Repertoires!

  95. Guten Morgen. Ich möchte kurz...
    Guten Morgen. Ich möchte kurz auf folgenden Aspekt hinweisen – auch wenn Sie, werter Don, sich stets als wenig kinderbegeistert geäußert haben, was ich Ihnen so ganz nicht glauben mag: blasröhrende Großväter können sich vielfach in ihren Söhnen und Enkelsöhnen zu ihrer großen Freude wiedererkennen. Und werden durch deren Erinnerung im metaphysischen Sinne unsterblich. Auch deswegen, dies zur kleinen Diskussion um die Archivierung, wird diese ja überhaupt betrieben. Ich wünsche einen weiterhin angenehmen Vormittag, und werde mir jetzt einen Tee zum zweiten Frühstück aufbrühen.

  96. @Don Alphonso, wird die...
    @Don Alphonso, wird die Batterie auch wirklich von der Lichtmaschine aufgeladen?

  97. Reiterjunge, nein, sie hängt...
    Reiterjunge, nein, sie hängt am Ladegerät.
    .
    Carolus Magnus, ich könnte Kinder gar nicht so sehr hassen, dass ich sie in meiner aktuellen Lage sehen wollte. We auch immer, meinem Grossvater habe ich so etwas Nachleben verschafft aber der war ein ganz anderes Kaliber als ich.

  98. Lieber Don,

    und wieder ein...
    Lieber Don,
    und wieder ein ganz banales: DANKE

  99. Weltklasse....
    Weltklasse.

  100. Hi Rainer ("werter Don" ist so...
    Hi Rainer („werter Don“ ist so abgegriffen),
    mal abseits von „kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich“-ich-brauche-kein-Handy: bist du nicht im Netz und mit Hilfe von Blogs gross geworden? Ich erinnere mich da bspw. an das Buch Blogs!
    Mich würde vor diesem Hintegrund interessieren, wie du diese beiden Welten (Schreibe/Broterwerb/notwendige Technik) einerseits und (Sunbeam/Genuss/das gute Silber) andererseits im täglichen Leben zusammenbringst.
    Viele Grüße
    hans

  101. Bitteschön!

    Hans, es ist mit...
    Bitteschön!
    Hans, es ist mit dem Beruf bei der FAZ sicher mehr Internet geworden, aber das ist eben Beruf. Ansonsten möchte ich gut informiert und unterhalten werden, und alle fraglos vorhandenen Vorzüge des Netzes. Was ich aber nicht will ist, dass ich bei der Gelegenheit nur noch ein Anhängsel der Maschine bin, oder dazu verpflichtet werde. Ich möchte der Herr meines Lebens bleiben, und nicht von Firmen und Evangelisten (siehe das meines Erachtens lächerliche Blog von jenem Herrn Seemann) vordefiniert und an der Nase gezogen werden. Ich verstehe das Netz als mein Werkzeug. Alles andere ist mir zuviel.

  102. @ Don Alphonso: ihre texte...
    @ Don Alphonso: ihre texte funktionierten auch als klassischer zeitungsartikel. das wirklich bereichernde jedoch ist für mich eben gerade die wechselseitige kommunikationsmöglichkeit,
    die möglichkeit auf gepflegte rückmeldung (selbstwirksamkeit),
    die möglichkeit, sich an ihre themenvorgabe zu halten – oder eben links und rechts zu wildern, auf nebenpfade zu gelangen, zuweilen im wald zu stehen, sich zu verrennen.
    quod erat demonstrandum (grüsse von Don Asterix, lieber HansMeier555).
    eben angenehmstes plaudern, ganz ohne eierlikör.
    .
    lieber don, ich dachte ihr halbtotes, vor sich hin leidendes blechschätzchen wurde in geruhsamer oldtimerzeit restauriert? ist es wirklich nur die batterie? wenn eine ausfahrt geplant ist, kürzen sich manchmal meine fingernägel wie im flug: man weiss ja nie, welches werkzeug man zuhause hat stehen lassen, das man hätte mitnehmen sollen. oder welchen wagen man besser genommen hätte. aber nie ohne portable.
    .
    @ LPK – hehe, eine nette parallele haben sie da aufgetan, das wird den don sicher ähnlich nerven wie zuweilen meine bescheidenen beiträge.
    .
    @ Grimaldeli: und ich dachte immer, es hiesse: abschied ist ein scharfes schwert?
    .
    @fionn: der bandname passt ja hervorragend zu dem titel, den sie vorschlagen.
    .
    @ Reiterjunge: iregndwie sind krankenschwestern doch fast alle zutraulich (aber ohne kerze, kitsch und katze nicht zu haben), nur die pinguine zieren sich heutzutage zuweilen, was früher ganz anders war. zum grossen bedauern der mitbetbrüder.

  103. @hans. Ich gebe Ihnen...
    @hans. Ich gebe Ihnen selbstverständlich recht. Duzen ist nie penetrant und eine freundliche Anrede mit ‚Hi‘ ist absolut stilsicher.

  104. Die Kunst (Mentalität) der...
    Die Kunst (Mentalität) der Bewohner alpiner Gegenden ist, „…die Einsicht in das Elend und in die Vergänglichkeit des Daseins in bestrickend freundlicher Form zu bieten und noch aus dem Lebensüberdruss wahre Meisterwerke der Liebenswürdigkeit zu schaffen…“ Diese Kunst ist bei unserem werten Don, seines Zeichens hier in der FAZ ein ´randalierender´ Blogger, wohl nicht gegeben. Er läßt einen Jäger auferstehen, der auch mit Blasrohren ´jägert´: „Ha, getroffen. Gott sei Dank bin ich das nicht, das totgeschossene Opfer!“. Das ist kein Spaß.
    Das ist ein Strolchbubenstreich zur Verminderung der eigenen Ängste. ME etwas sehr unter der Gürtellinie. Bißchen mehr Lebenslust und Frohsinn sind angebrachter, vielleicht hilft es unserem mißmutigen Don, zumal gerade Ostern war und Pfingsten kommt.
    ein Südschwede
    (der obig zitierte Satz ist bei Reich-Ranicki hier aus dieser Zeitung genutzt worden)

  105. @Grimaldi: wie lustig, ich...
    @Grimaldi: wie lustig, ich habe 10 Jahre klassische Gitarre gespielt (fand das aber zu mühsam, habe deswegen irgendwann aufgegeben) und empfinde das Saxophon als einfacher :-)

  106. @Don Alphonso, dann kämen...
    @Don Alphonso, dann kämen also auch noch in Frage:
    a) defekte Lichtmaschine
    b) kaputter Gleichrichter
    c) gebrochenes oder lockeres Ladekabel
    d) Anlasser
    Aber vielleicht haben Sie das ja schon alles geprüft (oder prüfen lassen).

  107. @donna laura, Kerze, Kitsch...
    @donna laura, Kerze, Kitsch und Katze, das kenne ich eher von Doktorandinnen.
    Katzen zum Schmusen waren im Schwesternschülerwohnheim nicht erlaubt.
    Zivis schon.
    Es war ein evangelisches Haus.

  108. Das ist der Preis, verehrter...
    Das ist der Preis, verehrter Don. Alles andere hiese ja „In der Moderne angekommen zu sein“. Zum Thema „Erlösungsanwendungen“: Ich plädiere nach wie vor zu Bürgerkriegs-, Putsch- und Coup d’Etat-Apps…
    Heute 19 Grad Celsius in der Stadt die nur auf Sand gebaut… (Schiller) und schon im 19. Jahrhundert in der Virtualiiserungsindustrie angekommen war.
    LG

  109. Werte Donna Laura,
    ich gehe...

    Werte Donna Laura,
    ich gehe bezüglich den Annehmlichkeiten dieses Blogs völlig d‘accord mit Ihnen.
    Bei den Krankenschwestern muss ich Ihnen leider wiedersprechen. Ich kenne zwei imposante Exemplare vor denen stehen sie alle, alle stramm: Familie, Patienten sogar Ärzte habe ich Haltung annehmen sehen. Jeder Feldwebel würde vor Neid erblassen. Von Zutraulichkeit keine Spur. Beide sind jedoch alte Schule und dem Rentenantritt nahe, also vielleicht eine aussterbende Spezies. Sie sollen jedoch auch in ihrer Jugend schon zu zackigen Anweisungen geneigt haben. Vielleicht gehen solche Damen heute auch gleich zum Militär.
    Für mich wirft das allerdings die Frage auf, ob Reiterjunge (Zivildienst hin oder her) da doch auch ab und an stramm äh … Haltung annehmen müssen. :)

  110. @donna laura
    08. April 2010,...

    @donna laura
    08. April 2010, 12:08
    Nie ohne portable hat meinem alten Herrn Anfang der 90er das Leben gerettet.Allein im Wald unterwegs gewesen und gestuerzt, Fraktur….! Da half das GSM.
    Er hatte sich erst gegen das Teil verwehrt, aber im nachhinein den Sinn eingesehn.
    .
    „MANN“ braucht im Prinzip nur ein Werkzeug, das grosse Schweizer Victorinox.
    Ausser natuerlich dem Ratschenkasten, verbunden mit der Mitgliedschaft im gescheiten, ansaessigen Oldi-Club. Und natuerlich einen Beutel OP-Handschuhe. Das schont die zarte Haut. Aussi la mienne!

  111. donna laura, es gibt schon...
    donna laura, es gibt schon noch Unterschiede zwischen dem Blogeintrag und dem Zeitungsartikel, den ich sicher anders geschrieben hätte. Kabel und Ähnliches wurde gemacht, aber es bleiben halt ein paar kleinere Probleme – wie dass jemand bei Bosch vergessen hat, das Licht auszuschaten. Naja.

  112. Lieber Don! Sie haben da ein...
    Lieber Don! Sie haben da ein problematisches Thema angeschnitten. Was macht man, wenn der Computer einfach viel zu alt wird, so alt dass es weder die geeignete Hardware (Kabel) noch Software gibt, um den Inhalt des einen in den anderen systematisch zu überführen.
    Auf dem Speicher im Schrank steht mein alter Mac, vor mir mein neuer. Auf dem alten sind ein paar tausend hochinteressante E-Mails. Wenn ich mal eine brauche, muss ich den alten Mac aus dem Schrank vom Speicher schleppen, ihn an Stelle des Neuen ans Internet anschließen und zur gewünschte E-Mail ‘Forward Tiger’ tippen, danach den neuen Mac an Stelle des alten ans Internet anschließen und meine Post lesen….Wenn ich dann den alten schweren Mac wieder in sein Speicherquartier schleife, denke ich immer ’wie steinzeitlich!’

  113. @Don Alphonso
    08. April 2010,...

    @Don Alphonso
    08. April 2010, 13:55
    Sowas kann passsieren!
    Da die BOSCH-Dienste normalerweise keine „alten Damen pflegen“, haben die Jungs halt die Zuendung abgestellt und gedacht, das wars. Bei Neuwagen funktioniert das auch, nicht aber bei einer alten englischen Lady.
    Gott sei Dank hat die alte Dame das Kennzeichen 04O15 und nicht nullachtfuenfzen. Das ist doch ein gutes Omen!

  114. <p>Immerhin scheitert es sich...
    Immerhin scheitert es sich in so einem Auto leichter:
    .

    .
    faz-community.faz.net/…/P4080397.JPG
    .
    Und der Besitzer der neuen S-Klasse beim Schrauber steht auch bei einem nicht laufenden Wagen.

  115. Werter Don,
    zu Zeiten meiner...

    Werter Don,
    zu Zeiten meiner Vorfahren durfte man noch mit richtigen Patronen aus dem Fenster auf seine Leibeigenen schießen. Auch das war nach damaliger Auffassung Spaß. Ich erinnere mich nicht, ob dies auf dem Staatsgebiet der heutigen Bundesrepublik lag oder woanders….
    Ich hatte mir vor vielen Jahre eines der ersten Vertu Mobiltelefone gekauft. Ewig haltbar udn nicht aus Fernost, ….hoffentlich. Jedenfalls hat es mich viel viel Geld und dann noch Nerven gekostet, sodass ich es meinem Chauffeur, dem schon bekannten Herrn Petersen geschenkt, mit der Massgabe, es nutzen zu dürfen, wenn mir der Sinn danach steht. Ich bin der pure LUXUS. ich bin fats nie zu erreichen. ich brauche nicht erreichbar zu sein. Ich habe meinen Freunden eine Telefonstunde meines Tages eingerichtet. Man darf mich zwischen 9.30 und 10.30 auf meinem alten Bakalittelefon anrufen und man verabredet sich oder tauscht kurz Neuigkeiten aus. Danach ist der Anschluß wieder tot. Wunderbar. Ich werde damit nur dann mit einem Anruf belästigt, wenn ich es wünsche und nicht wenn irgendjemand irgendetwas unwichtiges von mir will und mich damit bei Schönerem unterbricht und stört. So nicht!
    Der Tod wurde zu einer wichtigen Aufgabe für mich. Ale Anverwandten liegen auf riesigen Familiengrabstätten und sind in den wichtigsten Friedhofsführern abgedruckt. Ich habe mir ein Mausoleum gekauft, es restauriert, ein Weinregal hineingestellt und meine besten Freunde zum Richtfest des Mausoleums eingeladen und verpflichtet, zu meinem Geburtstag in oder an meinem Mausoleum eine Weinprobe zu veranstalten. Wunderbar. Sehr exzentrisch. Sollen alle anderen doch unter irgendwelchen alten Bäumen im Dunkeln im Matsch vermodern. Mein Mausoleum bleibt!
    Beste Grüße aus Ohlsdorf
    MvB-B

  116. @windsbraut, die...
    @windsbraut, die Stationsschwester war Mitte 50, nannte Jeden „Schatzi“ und wollte mich unentwegt verkuppeln.

  117. @Filou, 7.4. 23:21

    Ich glaube...
    @Filou, 7.4. 23:21
    Ich glaube nicht, dass Sie den „Dafnis” mit einer Villon-Übertragung hätten verwechseln mögen, dafür ist das Sujet (barocker Pfarrer, der beredt-lebenslustig seine Verflossenen betrauert) denn doch zu verschieden, doch der spezifisch barocke Ton gelingt dem parodierenden Autor gut. Ich verstehe wohl nicht ganz Ihre Bangigkeit ob der Begegnung mit den Gegenständen der Vergangenheit; bei mir stellt sich dabei nämlich oft genug sofort der beruhigende Gedanke ein, „Na, das wenigstens ist vorbei, und das ist auch gut so”. Enttäuschen kann allerdings, wenn die Dingen in der Erinnerung verzaubert sind, was sich in der Wiederbegegnung dann verliert: Naturbilder der Kindheit, die so viel mehr beeindruckten, 20 Jahre nicht gesehene Filme, die einem so gut denn doch nicht wieder gefallen, usw. Da es desillusioniert, sollte man ein solches Erlebnis wohl auch nicht bedauern. Die Fesselung aufs Höckerchen durch die vergangenen Dinge fürchte ich nie. Es ist eine Gelegenheit mehr, sich in den eigenen Hirngespinsten zu verlieren, nichts scheint mir angenehmer, sofern in Maßen erfahren.
    @Don Alphonso, 01:05
    So sehr Ihnen die behagt, die gut barocke Assoziation von Liebe mit Tod, die der Autor in den Schlussstrophen herstellt, dürfte das Gedicht den meisten Menschen heute verekeln. (Einige literarische Zeitgenossen sollen ihn seinerzeit deswegen als « Prince des cadavres » bespöttelt haben, woran er nun auch wiederum keinen besonderen Gefallen hatte.) Die Barockzeit hatte noch das ganze Spektrum des Lebens zugleich im Blick, etwas, was man heute eher scheut, und die moderne Zunge will nur reine Freudendestillate schmecken. Aber die Freude ist ein ätherisches Öl und zersetzt sich im Kolben. Doch wozu sage ich das, Sie sammeln ja schließlich Barockliteratur, wie man hier zuweilen erfährt, und wohl nicht eben vorzüglich zur Kasteiung des Sünderarms durch Koffertransport.

  118. Don, was dieser Herr mit einem...
    Don, was dieser Herr mit einem iPad veranstaltet, dürfte Ihnen gefallen!! Oder sind Sie das etwas selber?
    http://www.youtube.com/watch?v=lAl28d6tbko

  119. Don."...Wohl dem, der dann...
    Don.“…Wohl dem, der dann eine Bibliothek hat…“ und das wohlige Gefühl genießen kann, das sich einstellt, wenn man mit den Fingern über die Seiten einer Manesse-Ausgabe streicht. Was sind dagegen iPods and -Pads.

  120. Nicht einmal Staub im Wind der...
    Nicht einmal Staub im Wind der Zeit.

  121. @ Grimaldeli
    Da bedarf es...

    @ Grimaldeli
    Da bedarf es keiner Fraktur. Der Segen eines Handys eröffnet sich mir schon, wenn mein Gatte per eben diesem im Supermarkt an den Regalen entlang dirigiert werden kann, weil er mal wieder den liebevoll geschriebenen Einkaufszettel nicht finden kann.

  122. @MarkusvonBentheim-Burg
    Ihre...

    @MarkusvonBentheim-Burg
    Ihre Idee von einem Mausoleum mit Weinschrank finde ich sehr gut. Ich hoffe, Sie haben keine Einwände, wenn ich das kopiere und in mein Testament einfüge.
    Ich habe auch kein Handy. Vor langer Zeit, als ich noch für die europäische Raumfahrtbehörde arbeitete, bekam ich mal eins geschäftlich bevor ich zu einer Verhandlung nach England fuhr. Die Gegenseite war repräsentativ, eine Reihe Direktoren. Ich war allein, nicht einmal der ESA Vertragsleiter hatte sich mitgetraut. Bevor ich das ‘letzte Angebot’ machte, rief ich meinen Chef an und holte mir seine Zustimmung, dass wir (neben einer Reihe anderer Einzelheiten) ein paar hundert tausend Euro für einen verschlampten Untervertrag bezahlen, aber kein Ersatzteil kaufen würden. Als ich dieses Angebot den Herren Direktoren gerade unterbreitet hatte und sie zur Besprechung im Verhandlungsraum zurückließ, rief mein Chef auf dem Handy an und sagte: ‘Ich hab mir das noch mal überlegt, wenn uns ein Tile kurz vor dem Launch kaputt geht, und wir den Launch deswegen verlegen müssen, weil wir kein Ersatzteil fertig haben, kostet uns das ein Vermögen – also, Tiger, ich brauch das Ersatzteil…’
    Ich war wütend. Mein Chef hatte ja Recht, aber….Wenn man mal sein letztes Angebot gemacht hat, kann man es nicht mehr ändern, denn sonst verliert man den Respekt der Verhandlungspartner für immer. Für beides, Ersatzteil und verschlampten Untervertrag zu zahlen, weil wir ein paar Minuten zu spät die richtige Entscheidung getroffen hatten, ging gegen meinen Verhandlungsstolz.
    Da atmete ich tief ein, raste wutschnaubend ins Verhandlungszimmer, schmiss mich auf meinen Stuhl und schnaufte: ‘Ich werde nie wieder für einen Ingenieur als Boss arbeiten. Jetzt will er das Ersatzteil, aber für den Untervertrag will er nicht mehr zahlen.’ Die Herren Direktoren guckten konsterniert, stimmten dann aber ohne längere Diskussion zu, wohl weil sie nicht das Bedürfnis hatten, sich mit der wütenden Dame anzulegen. Seitdem lasse ich mich nicht mehr durch einen Handyanruf stören.

  123. @peregrinateur du 7 avril - un...
    @peregrinateur du 7 avril – un peu de retard, mais soit..
    Carlo Schmid – was die Lexik angeht, teile ich Ihre Einwände voll und ganz, die Schwächen waren Schmid selbst bewusst. Aber keine der späteren Übersetzungen trifft Baudelaire’schen Rhythmus und Baudelaire’sches Melos so eindringlich und lädt so zur Identifikation mit seinem Kosmos ein… immer natürlich bei weitem übertroffen vom Original. Aber es kann halt nicht jeder lyrikreif Französich.

  124. Die Sache mit dem ledernen...
    Die Sache mit dem ledernen Rennsattel könnte PETA auf den Plan rufen.

  125. Mathias Döpfner ist...
    Mathias Döpfner ist diesbezüglich geringfügig anderer Meinung… http://meedia.de/nc/details-topstory/article/dpfner–beten-und-steve-jobs-danken_100027294.html

  126. Hunderteinundvierzig Zeichen...
    Hunderteinundvierzig Zeichen
    Müssen wohl fürn Grabstein reichen.

  127. Baudelaires Fremder liebte die...
    Baudelaires Fremder liebte die Wolken, nichts als die Wolken. Legt Euch ins Gras und schaut nach oben.

  128. Es soll doch gar nicht ewig...
    Es soll doch gar nicht ewig halten. Ansonsten bräuchten wir doch kein http://de.wikipedia.org/wiki/Kaizen

  129. @azucena, 18:26
    Mag sein....

    @azucena, 18:26
    Mag sein. Vielleicht sollte man auch keine Gedichte übersetzen, der Leser hat ohnehin allenfalls die Hälfte. Wie wohl denn ein Übersetzer, und sei sein Werk vergleichsweise auch noch so gut, von gelungen kann man ja deshalb kaum reden, dann nachher mit ihm leben kann? Anders bei Prosagedichten …
    @HansMeier555, 19:36
    Schade, schon zu spät dafür. Nachts bemerkt man von den Wolken fast nur, was sie fallen lassen; ein mäßiges Vergnügen.
    @HansMeier555, 19:33
    Jedenfalls reichen die 141 für eine der besten Grabschriften: „Ich hoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei.”

  130. Der Schauspieler Albrecht...
    Der Schauspieler Albrecht Schoenhals hat Gedichte von Baudelaire, Rimbaud und Verlaine in einem Büchlein „Erinnerungen an französische Verse“ recht kongenial übersetzt. Mindestens eine Auflage enthielt auch die französischen Originale, daneben jeweils die Übersetzung. Die Originale lasen wir (und natürlich ein Stücklein Villon) auch im Französisch – Unterricht ( „Trésor de la Poésie Francaise“). Die Erfahrungen mit neuer und alter Technik, neuen und alten Gebräuchen heiterer und ernsterer Art (eigentlich traurig dass wir keine Leichenwäscherin mehr brauchen weil das alles außer Haus geschieht) kann ich gut nachvollziehen.

  131. Pérégrinateur, Ihre 141...
    Pérégrinateur, Ihre 141 Zeichen-Grabinschrift: steht diese auf dem Grab von Katsansakis?

  132. Das Mausoleum braucht...
    Das Mausoleum braucht natuerlich auch einen Hotspot mit Flachbildschirim und Marmortatstatur.

  133. Grimaldeli (07. April 2010,...
    Grimaldeli (07. April 2010, 23:21), Lencoclean ist Heroin fuer Vinyle, sie kommen davon nicht mehr runter. Solange sie auf meinem Thorens liefen, war’s kein Problem. Dann aber kaufte ich mir diesen tangentialen von B&O, ein traumhaftes Geraet fuer Grobmotoriker, da stoerte der Wasserfilm die Tonarmsteuerung. Es war eine langwierige, sich ueber Nachte hinziehende Arbeit, die Platten wieder zu entlencoisieren. Es lebe die CD!

  134. @Grimaldeli, DER war's. Ich...
    @Grimaldeli, DER war’s. Ich hab ihn noch und will ihn auch behalten.
    .
    http://www.beoworld.org/assets/thumbnails/gram4kaaaaa.jpg

  135. @JDM: Elite und Facebook? Das...
    @JDM: Elite und Facebook? Das scheint mir ein ziemlicher Antagonismus zu sein. Facebook ist Prominenz. Die wenigsten Elitenteile brauchen diese Art persönliche Prominenz.
    @unellen: das Geld für ein richtiges Instrument ist gut angelegt, das können sie noch vererben. Ihr Traum vom langlebigen Handy ist aber aus systemischen Gründen (das Memory braucht immer eine Batterie, damit es erhalten bleibt) ein Unding.
    @Don: und ebendeswegen ist es keine Kinderkrankheit, daß Computer und alles Computerische früh stirbt, viel früher als 80er-Jahre-Hifi, in dem nur die Elektrik rottet, oder alte mechanische Spielereien, deren Ersatzteile man notfalls in einer Metallwerkstatt nachbauen lassen kann. Sondern es liegt an der Bauart, ist also ein von vornherein vorhandenes Problem, wie die Manövrierunfähigkeit des Segelschiffs bei Flaute.
    @der Tiger: dann ist es zu spät und nur noch wertloser Schrott.
    @MvB: soso, die üblichen bürgerlichen Büroerreichungszeiten also.
    @HansMeier: Sie machen sich wenigstens Gedanken über die Beerdigungskultur! – Fand übrigens ihre Ausführungen auf Herrn Seemanns Identitätsseite sehr klar und aussagekräftig.
    @Don(Identitäten): ja, nun, auch zeitweilige Einwegidentitäten gehören zu den Lebensaktivitäten, insofern verliert man da schon was. Wie die alten Briefe, Schulhefte, Spickzettel, Skizzen und was man sonst noch an eigener Auseinandersetzung mit anderen verliert im Laufe der Zeit… man muß auch wegwerfen können, sonst erstickt man oder wird seine eigene Denkmalsverwaltung.

  136. ...
    aereperenniusaereperenniusaereperenniusaereperenniusaereperenniusaereperenniusaereperenniusaereperenniusaereperennius
    .
    Der Tod kommt bei Donald Duck und Micky Maus übrigens nicht vor. Auch Goofys oder Dagoberts vor Jahrzehnten verschollene Vorfahren werden in irgendwo in der Wildnis Afrikas oder Alaskas wieder lebendig aufgefunden.

  137. @Rosinante 21:10
    Ja, der...

    @Rosinante 21:10
    Ja, der Spruch ist von Kazantzakis und auf seinem Grabstein. Wikipedia zeigt ein Foto davon.

  138. @prince Matecki, 20:46

    Nach...
    @prince Matecki, 20:46
    Nach dem Attentat auf Indira Gandhi wurde ein Ausschnitt der Totenfeier gezeigt, man sah den Sohn, der mit einer Fackel an den Scheiterhaufen der darauf offen aufgebahrten Mutter trat und den damit ansteckte. Mir stand der Mund offen: Dort wird der Tod nicht weggeschoben und der engste Verwandte wird sogar handgreiflich tätig bei der Leichenverbrennung. Das ist sozusagen Leichenwäscherei potenziert und höchstpersönlich und wäre bei uns hier undenkbar. Zugegeben, das Knochen-Apatit im Unverstand in den Bengalischen Golf spülen zu lassen, das müsste nun nicht gerade sein, „Erde zu Erde” scheint in der Hinsicht doch die bessere Lösung zu sein.

  139. ich habe neulich mein 7 jahre...
    ich habe neulich mein 7 jahre altes handy für 10 euro – zwanzig mark! – bei ebay gegen ein kaumgebrauchtes gleiches ersetzt.
    als gimmick enthielt es noch die geschichte eines anscheinend jungen paares in SMSen…

  140. M B-B
    Etwas...

    M B-B
    Etwas angesäuselt-angestaubte Vision kommt sogar glaubhaft rüber.
    Viel Spaß, später im Mauseloch, naja, vielleicht paßt ja sogar eine
    weingeistige Bouteille hinein.

  141. Don soll sich trösten, mein...
    Don soll sich trösten, mein erstes Mobile (1999, echt antik) schaut hinten viel schlimmer aus. Elendige Schleifspuren.
    .
    Von den Socken haute es mich erst, als ich wenige Jahre später im Nürnberger Neuen Museum war (trotz Antikfimmel besuchenswert): Da war es unter den Exponaten (das erste SIEMENS WAP Handy, Designpreis). Jetzt gebe ich es nimmer her. Und es funktioniert noch.
    .
    Mein mittelneues (Baujahr 2004) sieht aus wie eine kleine Russische Puppe in Silber, die man auf Major Tom getrimmt hat. Extrem niedlich. Es kann zwar keine Fotos machen, aber jeder fragt, wo ich das herhab‘. Ich kauf mir auch kein neues mehr, das Ding wird länger leben als ich und Fotos mache ich lieber mit einer gescheiten Kamera.
    .
    Widerwillen gegen neue Technik habe ich also im Grunde neuerdings auch. Das iPad würde ich mir nie anschaffen. Ob das mit der Weigerung zusammenhängt, nicht mehr am Tanz der jetzigen lebenden Idioten teilhaben zu wollen und lieber in Büchern zu rascheln, als mit einer Flunder-Plastikschultafel im Bett, ähm auf dem Sofa, zu lümmeln, wer weiß. Man wird alt.
    .
    Das beste Beispiel für Technikbegeisterung war für mich immer der Kröterich in „Wind in den Weiden“, dem englischen Kinderbuchklassiker. Extrem reich, extrem kindlich naiv und rasch begeisterbar, ist er wie Don mit dem frisch erworbenen Töfftöff der Schrecken des englischen Idylls: http://www.emmas-comicworld.at/wind_weiden/images/ww_02.htm Manchmal muss ich den denken, wenn ich an Don denke. :-)

  142. colorcraze, danke für den...
    colorcraze, danke für den Hinweis auf die Seite von Michael Seemann und den
    Kommentar von HansMeier555; um Kreditwürdigkeit dreht sich im Momment
    wohl alles, und um Hyperaktivitäten um der Hyperaktivität willen.

  143. Burgbengel,...
    Burgbengel, bentheimischer
    Nicht allles was glänzt ist schon Vertu.
    Unter der feinen Oberfläche werkelt brav-banal ein auf Zeit zuverlässiges
    Nokiaderivat. Wenn es stirbt, tut es das natürlich ein wenig vornehmer.
    Wenn sein Akku in den Teilzeitruhestand strebt, weist er eben nach
    einer Stunde auf seine angegriffene Gesundheit hin und erwartet dafür
    einen ganzen Tag Ladezeit.
    Netter Kumpel, der sich die Zeit dafür nimmt, das Gerät betriebsbereit
    zu erhalten und es Ihnen beim morgendlichen Anruf der Abteilung H4
    der Besoldungsstelle mit ruhiger Hand an das werte Ohr hält, anstatt
    Sie zu ermahnen, weniger von den schwarz gesammelten Flaschen
    alsbald in Chateau Verdrüß umzusetzen.

  144. ... fand es schon...
    … fand es schon bedenkenswert, daß dieser Begriff Herrn Seemann offenkundig
    fremd war…

  145. .
    ...und colorcraze, auch Dank...

    .
    …und colorcraze, auch Dank für den Vergleich mit „Segelschiffen bei Flaute“

  146. Pérégrinateur, danke und...
    Pérégrinateur, danke und sorry für Kazantzakis statt „Katsansakis“. Fast so, als hätte Anthony Winn in Sorba the Greek gespielt. Und Dank dem Wikipedia-Hinweis habe ich jetzt auch erstmals Grab und Inschrift gesehen, obwohl ich während vieler Jahre den Flughafen in Iraklio nutzte und dort befreundete Bekannte hatte.

  147. auch ich bin im tiefsten...
    auch ich bin im tiefsten innersten technikfeindlich, was vermutlich an den bedienungsanleitungen liegt, die ich noch nie lesen konnte. leider ist ein leben ohne bedienungsanleitungen aber steckenweise recht kompliziert.
    wenn ich ein neues mobiltelefon brauche habe ich mir jetzt angewöhent das billigste zu kaufen. nicht nur weil es häufig am einfachsten zu bedienen ist, sondern weil ich es auch skrupellos wegwerfen kann wenn es nicht mehr funktioniert. merkwürdigerweise fühle ich mich dann jedesmal erleichtert – solange bis ich ein neues kaufen muss.

  148. Den japanischen Film...
    Den japanischen Film „Okuribito“, bei uns „Nokan“, übers Leichen Herrichten im Haus kann ich nur empfehlen.

  149. Sehr schön. Man könnte fast...
    Sehr schön. Man könnte fast sagen Literatur. Der erst Beitrag hier (den ich lese), der nicht von Über und Meta und Ach durchtränkt ist. Man meint den Autor in einer ruhigen Stunde sitzen zu sehen. Einmal ganz Mensch. Ganz klug.

  150. @Rosinante, 07:17

    Keine...
    @Rosinante, 07:17
    Keine Ursache. Wegen der Namensschreibung musste ich übrigens nachschlagen. Ich werd’s wohl bald wieder vergessen haben.

  151. Sollten Sie hier übrigens vom...
    Sollten Sie hier übrigens vom Blog eines gewissen Michael Seemann kommen, dessen Internetbejublung immer passend klingt, wenn man sich dazu einen totalitären Tonfall der 30er Jahre imaginiert; von jener Person, die mich zugunsten seiner Freunde und Mitveranstalter nicht wirklich schätzt und meinem Bürgertum den Tod prophezeit, möchte ich nur kurz darauf hinweisen, dass ich nicht vor jemandem dahinzuscheiden gedenke, der nach eigener Aussage seine Pfandflaschen zur Geldbeschaffung zusammenkratzen muss. Ich denke, das bessere Bürgertum wird noch auf Berge verhungerter Berliner Netzspinner spucken können, würde es sich nur zu solchen bewegen. Aber wir haben was Besseres zu tun.

  152. Werter waskostetdiewelt,
    wenn...

    Werter waskostetdiewelt,
    wenn Sie unseren Herrn Petersen, den ich schon in vorigen Blog-Beiträgen vorgestellt habe, mit einem H4-Bezieher vergleichen, wird dieser nicht sehr erfreut sein. Seine Familie steht schon in sehr vielen Generationen in unseren Diensten und haben mit ihren Sozialabgaben und nicht zu vergessen mit erheblich viel Blut in vielen vielen Kriegen für die soziale Gerechtigkeit in Deutschland gesorgt. Respekt für Herrn Petersen, mit meinem NokiaVertu in der Manteltasche.
    Der „Bengel“ würde zu einer Tiefpartie führen, wenn Sie meinem Stand entsprechen würden. Ihr Sekundant dürfte Ihre Überreste dann aus der Elbe Ihren trauernden Hinterbliebenen überstellen!
    der tiger: vielen herzlichen Dank für Ihren guten Geschmack. Ich hatte das Glück die EADS Gebäude von innen und aussen kennenlernen zu dürfen und in einigen Kilometern brausen die Flugzeuge über den günstigeren Teil der Elbvororte vorbei an unserem Anwesen. Zum Glück mit genügend Abstand. Wir in Falkenstein freuen uns über den Arbeitgeber auf der anderen Elbseite.
    Das Mausoleum ist hermetisch gegen Mäuse geschützt und enthält genügend italienische Spitzentropfen. Es gibt auch eine Notfallklingel für den Scheintod, der in unserer Uraltsippe weitverbreitet ist. Sehr zum oftmaligen Leidwesen der gierigen Erben….
    Bildschirme und ähnliches technisches Gedöns kommt nicht in die Gruft. Das verwirrt nur, wenn man nach der Nahtoderfahrung ziellos in der dunklen Gruft umherwandelt.
    Beste Grüße von der Elbe
    MvB-B

  153. cher Don Alphonso,

    am besten...
    cher Don Alphonso,
    am besten Sie hätten sich vorher noch bei den Literaten des 16.-17. Jhdts. umtun sollen, bei denen machte man noch Gewese um die ars moriendi. Jungdesigner könnten sich mittels deren Kenntnis um die eingebaute Mortalität in alles Seiende für die Produktgestaltung-resp. entwicklung einen Konkurrenzvorsprung verschaffen.
    Ausserdem sollten Sie beim Schalckwesen (Golodkowski,ehem. DDR-Antiquitätenverwerter) vorsichtiger sein, lt. Grimm´schen Wörterbuch ist ein Schalk ein solcherner der ein joculator oder servus ist, nicht unbedingt ein Schalksnarr.
    Weils eh um an Zeitvertreib (Leben) geht, warum nicht gar Rimbaud, der ganz aktuell im heutigen Somalia und angrenzendem uralten Äthiopien von seinen literarischen Ambitionen im Endstadium ließ, um sich als Waffenhändler für den Rest seines kurzen Lebens zu betätigen. Dös war a no a ultimative Alternative, es is halt nur a Nervensach und a Frag von connectschens. Blasröhrlschiessen (Holunderasterl fürs Röhrl san sehr guat) ham a gmacht.
    Vielleicht tat er´s, der R. bei den Vorläufern der heutigen Al Quaida im Einver-nehmen mit dem damaligen franz. Geheimdienst?
    Für ein marodes handy hätte früher eine Rohrzange und ein Ölkanderl zur Wartung ohne weiteres gereicht, tempi passati.

  154. Sehr verehrter Herr Markus von...
    Sehr verehrter Herr Markus von Bentheim-Burg,
    die Beheizung Ihres großen Festsaales in ihrem schnuckeligen Eigenheim haben Sie und Ihre Vorfahren leider immer noch nicht im Griff, trotz etlicher in die Hose gegangener Modernisierungsversuche. Damit hatte wohl auch die technikfeindliche Ausstattung Ihres Mausoleums ein schnelles Ende gefunden, eingedenk des vorgenannten Debakels.
    Sollten Sie diesfallsig nun auf Satisaction bestehen, so stehe ich Ihnen gern zur Verfügung, bin allerdings nur (klein-)bürgerlicher Herkunft, verstehe mich aber auf Degen oder Säbel. Bitte nennen Sie Ihre Herren Sekundanten, Ort und die Tageszeit zur Austragung des Dülls.
    Was den Blutzoll meiner Vorfahren etc. pp. anbelangt:
    Mein Großvater hatte als gelernter Schneider die Ehre bei Cambrai (WW I)den ersten Tank der Weltgeschichte Alle zu machen. Der Erzeuger meiner Person endigte drei Tage vor Ende des letzten Großereignisses WW II.
    Ganz der Ihre
    F.F

  155. Wenn Nordkorea die Telefone in...
    Wenn Nordkorea die Telefone in Seoul zerstören würde, wäre das die asiatische Art der Wirtschaftshilfe des Nordens für den Süden ?

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