Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Bessergestellt dank der richtigen Irrationalität

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Die Aufklärung hat inzwischen ein kleines Imageproblem: Heute ist jedermann aufgeklärt. Nicht einmal Kirchenfürsten, Bankenchefs oder niederbayerische Bauern würden von sich sagen, sie wären unaufgeklärt, wähnten sich also noch in der Epoche vor der Vernunft. Alle sind wir aufgeklärt, Ratio bestimmt unser Dasein. Eigentlich könnten wir deshalb auch die Klassengesellschaft beerdigen, unsere Dünkel, die Überheblichkeit, das wäre doch eine feine Sache, alle Arm in Arm, Freiheit, Gleichheit, ab heute sind wir alle Brüder, jeder mit jedem und Döner für alle auf dem Perserteppich und Bier aus Sektkelchen... bei genauerer Überlegung fallen einem plötzlich jede Menge Gründe ein, warum Irrationalität vielleicht doch keine so schlechte Sache ist.

Halten Sie ein Glas Wasser und zwei Aspirin bereit, Sie werden es brauchen.

Warum schon wieder eine Silberkanne, lautet die Frage einer lieben Besucherin bei der Ansicht meiner neuesten Rettungsaktion für notleidende Engländer, für deren Silber ich wertlose britische Peseten gebe.

Es wird irgendwann schwer, eine rationale Antwort dafür zu finden. Spätestens, wenn man mit dem Putzen nicht mehr nachkommt, und neben zwei vollen Schränken schon seit einem Jahr eine Kanne für den Sunbeam 90 Mk. III hat, dessen Überführung nach Bayern gerade gescheitert ist. Versuchen wir es also lieber gleich mit einer irrationalen Antwort – glauben Sie mir, wir werden trotzdem gleich wieder den Boden der wohlgesitteten Ratio betreten.

„Das“, sprechen wir es also ungeschminkt aus, „ist nicht direkt begründbar, weil es irrational ist. Kein Mensch braucht ein Dutzend Silberkannen, oder 15 oder 20 oder wieviel es inzwischen sind, egal, es ist irrational. Mindestens so irrational wie der grosse Geschirrschrank Deiner Mutter, meine Liebe. Kein Mensch braucht zehn Service. Und genauso irrational wie die frische Tischdecke, die Du sehen möchtest, selbst wenn die alte nur einen winzigen Fleck hat, den man bestens mit einer der Teekannen überdecken könnte. Es ist teuer, verschwenderisch, und irrational, und obendrein der Ratio der Abgrenzung geschuldet.“

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Wir machen zwei in dieser schweren Argumentationslage hilfreich hübsche Plüschaugen auf die Besucherin, bemühen uns um einen freundlichen Ton und heben an, den nur scheinbaren Widerspruch aufzulösen. Denn wenn wir ehrlich sind, gibt es keinen realen Grund, nicht mit offenem Munde wie in einem Imbiss auf Berlins Kastanienallee im Stile der Internetjünger zu essen, die Ellenbogen wie ein mittlerer Manager auf den Tisch oder in des anderen Körper zu legen, ein Pappteller erfüllt den gleichen Zweck wie feinstes Meissen, man kann Abfall auch einfach liegen lassen, und den grössten Teil ihrer Geschichte benahm sich die Menschheit wie eine Ansammlung von Tieren, und kam dennoch damit durch die Zeiten. Luther etwa hatte widerliche Tischmanieren, was aber erstaunlicherweise  keinen Protestanten davon abhält, seinen Thesen zu glauben. Es geht bestens ohne all das, wie zweifelsfrei unter Maos Kulturrevolution, dem Gulag und in den Kerkern dieser Welt bewiesen wurde. In bürgerlicher Freiheit jedoch muss man das Bürgertum und die Freiheit bewahren.

Und das geht nur mit verbindlichen Normen, Riten und Abgrenzungen gegen jene Feinde, gegen das sich das Bürgertum von jeher zu verteidigen hatte. Nachdem das Bürgertum aber für Freiheit zu stehen glaubt, und wir an dieser Stelle so überaus freundlich sind, es in diesem Glauben zu belassen, kann es keinen echten Zwang im Sinne von Gewalt ausüben. Banale Vernunft als Basis des Zusammenlebens wäre zu einfach, da könnte ja jeder kommen. Nachdem aber Riten gemeinhin ohnehin am effektivsten sind, wenn sie gerade nicht Vernunftgründen zugänglich sind, wurden hochgradig irrationale Riten eingeführt, und die wiederum mit etwas Feigenblattlogik kaschiert. Das einst als höchst vernünftig geltende Korsett mag verschwunden sein, und die Taschenuhr der Honoratioren ist an das Handgelenk gewandert, die Unterschiede in der Kleidung der Schichten wurden kleiner, aber die Westviertel, wo die anderen keine Zutritt haben, sehr viel grösser, manches verändert sich, aber der eigentliche Kern, die Irrationalität der Abgrenzungsmechanismen bleibt erhalten.

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Silberkannen und Vorlegebesteck sind solche Mechanismen Technisch veraltet, von der Form her meist unpassend, empfindlich, teuer und obendrein mit den alten Eisenklingen oder sensiblen Griffen aus Elfenbein enorm wartungsintensiv, gibt es keinen Grund, sie heute noch zu benützen. Wie auch schon vor 100 oder 200 Jahren. Und das wiederum ist auch der Grund für ihre Existenz: Den Besitzern etwas an die Hand zu geben, das jeder Vernunft widerspricht, hohen Einsatz erfordert, und eine ritualisierte Benutzung. Es dient allein dazu, zwischen dem Benutzer und seinen Gästen ein stillschweigendes Übereinkommen einer verbindlichen inneren Haltung zu schliessen. Man tut es, um dem anderen zu zeigen, dass man es tut, und nicht zu jenen gehört, die es nicht tun können oder wollen. Es ist eine irrationale Handlung zur Durchsetzung rationaler Klassenunterschiede. Und idealerweise wird darüber gar nicht erst nachgedacht, wie wir hier es tun: Man macht es, weil man die höchste Stufe der Irrationalität erreicht hat und es nicht anders kennt. Wie die Prolls mit ihren Billigdönern, nur ganz anders. Die dort, wir hier.

Wer jetzt meint, das seien olle Kamellen und ein Spleen irgendwelcher schlechterer Söhne aus besserem Hause, kennt die modernen Küchentrends nicht: Natürlich wird das Silber nicht überall so ostentativ ausgestellt, wie bei mir daheim angesichts heilloser Überfüllung, aber trotz Fertigessen und leichter Küche wachsen die Küchen und wandeln sich zu Schatzkammern. Vor ein paar Jahrzehnten wäre es undenkbar gewesen, in der Küche einen Kronleuchter zu haben; die letzten meiner Bekannten, die keinen haben, sind auch jene, die mich fragen, ob ich ihnen einen für die Küche beschaffen kann. Holzstiche der Renaissance, Imariporzellan und chinesische Seidenmalereien haben eigentlich nichts in der Küche mit ihren Dämpfen verloren, aber sie gehören längst zum guten Ton. Auch das Essen verlagert sich in die Küche, also zeigt man dort, was man hat. In keiner Phase der bürgerlichen Epoche waren bessere Küchen so prunkvoll wie heute. Das ist für einen Arbeitsraum mit Dreck und Abfällen enorm irrational und bringt einen über kurz oder lang dazu, den Kronleuchter mit rational schwarzen und damit schmutztoleranten Kristallen zu behängen, aber so wird heute die Klassengrenze mitdefiniert. Und ich schäme mich auch kräftig für die elenden Halogenspots über der Arbeitsfläche am Tegernsee – zum Glück bemerkt man sie im Kronleuchterlicht kaum.

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Unterwerfung unter Normen wie diese kann nur wirklich dann lustvoll sein, wenn sie nicht rational ist. Rational, seien wir ehrlich, ist die Neonröhre. Wir sind damit im übrigen auch nicht dümmer als andere Epochen des Bürgertums, die für ihre Ratio verschrien sind: Die Epoche der französischen Aufklärung stellte bekanntlich die Vernunft in den Mittelpunkt des Handelns. Um aber nur ja nicht mit Jesuiten und Janseniten in einen Topf zu wandern, gab es unter Aufgeklärten einen – in unseren heutigen Augen nachgerade perversen – Ritus der Obszönität. Man nehme dafür die erotischen Werke von Mirabeau oder Diderot zur Hand; das ist pure Pornographie und selbst im Vergleich zu den alles andere als prüden Memoiren ihrer Zeitgenossen krass überzeichnet. Die angeblich ach so hehre Aufklärung erging sich lustvoll in Beschreibungen des Geschlechtsverkehrs mit Zwölfjährigen, sie machte Witze über Geschlechtskrankheiten und ungewollte Schwangerschaften. Irrational? Sicher. Aber man dokumentierte damit seine Freiheit.

Ein paar Revolutionskriege und eine Restauration später herrschte stilistisch das bis heute als enorm spiessig geltende Biedermeier in deutschen Landen, eine um alle üppigen Dekore entkleidete Form des Empire. Dichter wurden zensiert und Jakobiner verrotteten in den Gefängnissen, und die Portraits der Bürger jener Zeit zeigen sie uns steif und bieder, angetan in etwas, das man als „altdeutsche Tracht“ bezeichnet. Da griff also eine ganze Klasse zurück auf Stilmerkmale des späten Mittelalters, trug wieder Puffärmel und Halskrausen, und drückte damit eine gewisse bürgerliche Haltung aus, die in der formalen Rückschrittlichkeit der Kleidung enorm irrational war. Aber sehr rational im Bestreben, eine antirestaurative Haltung gegen den Adel und das Metternich-Regime auszudrücken, und um sich seinesgleichen erkennen zu geben. Irrational, aber auch sehr romantisch waren sie. Und zart, sagen wir, bewerfen die Besucherin mit unseren Plüschaugenblicken und hauchen ein passendes Gedicht von Heine aus jener fühlenden, zartfühlenden Epoche auf sie, etwa: Mein dunkles Herze liebt dich, es liebt dich und es bricht, und bricht und zuckt und verblutet, aber du siehst es nicht.

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Nichts also, fahren wir fort, nichts hat sich in all den Jahrhunderten geändert, wir leben mit den Dünkeln, wir existieren durch die Riten und sterben an banal gebrochenen Herzen, wir sind so, wir unterwerfen uns den Riten und merken es nicht. Hin und wieder ändern wir die Riten, aber an den immer gleichen Kanten unserer Kreise stossen sich die anderen mit immer gleicher Wucht. Der Unterschied allein ist, dass die Unterschicht heute keine mehr ist, oder besser, sich so nicht mehr sieht. Es ist schon erstaunlich, wir sind aus der Kirche ausgetreten und haben den Adel entmachtet und sogar irgendwie die Nazizeit persilscheint, um die verbleibende Elite zu werden, und dann fängt das Pack an, uns nicht mehr so zu kopieren, wie wir mit unseren Irrationalitäten sind, sondern erfindet eigene Irrationalitäten, und erschafft sich eigene Eliten. Es gibt irrationale HipHopper, die im reichsten Flächenstaat dieser Welt wegen ihrer Blocks flennen, es gibt irrationale Studenten, die mit zu vielen und langweiligen Praktika in langweiligen Ländern Führerschaft beanspruchen, es gibt Leute, die bei Castingshows im TV mitfiebern, kostenpflichtig anrufen und deren Ergenbnisse bejubeln, um Teil einer Siegergesellschaft zu werden, es gibt Mobiltelefonnutzer, die 140 Zeichen ins Netz schreiben und sich dafür als Literaten wähnen, und Arbeitsunwillige, die sich für Übermenschen halten, weil sie ihre Realität mit Informationen aus dem Netz anreichern. Sie stolpern bei Wikipedia über jemand namens Luhmann und halten sich schon für Kulturtheoretiker, sie haben keine Lust auf Arbeit und glauben, dass sie ein Recht auf bedingungsloses Grundeinkommen haben, und dann ohne Hunger ganz tolle Programme für die Menschheit schreiben. Und alle glauben, dass man ihren Irrationalitäten zustimmen und sich unterwerfen muss. Alle kennen sie eine eigene Elite, die es geschafft hat und vielleicht sogar mal in der Glotze zu sehen war, und der man deshalb nacheifert. Das muss man tun.

Sonst ist man in den Augen jener, die nicht mal eine Geschichte haben, „antiquiert“, und sie meinen das in ihrer Irrationalität negativ, man verstünde das Neue nicht, habe keine Ahnung von dessen Werte und Normen zertrümmernder Wirkung (Vermutlich würden sie es aber abgehackter und kürzer sagen, und es klänge ein wenig totalitärer, wie der Panzer des Neuen, der über uns hinwegrattert). Tatsächlich aber sind diese Eliten nur Konstruktionen wie alles, was Menschen glauben, und sie können es glauben, solange sie es in ihrem Elitensystem tun, und es mitsamt ihrer Elite nicht an der Realität und ihren Bewertungen messen müssen. Sollte ich je in Schwierigkeiten kommen, wären da draussen Zigtausende, die meine Silberkannen für gutes Geld kaufen würden, aber all die alten CDs, DVDs, iPhones, Programmschreiber und Internetapologeten, wer soll das kaufen, davon gibt es unbegrenzt neuesten Nachschub und keinerlei neuen Markt, schmeisst man eines auf den Müll, drängen sich zehn neue rein. Im Vergleich zu einem Popstar oder Internethanswursten ist die Silberkanne ein bombensicherer und haltbarer Gegenstand, der auch nie in der Gosse endet. Wir sind alle irrational, wir unterwerfen uns eingebildeten Normen, und am Ende kommt es vielleicht wirklich nur darauf an, die richtige Irrationalität zu besitzen, eine lang dauernde, befriedigende Irrationalität, ohne Hektik und Menschen, denen man nicht vorgestellt werden möchte, eine angenehme, nur leicht selbstbetrügende Irrationalität, oder am Besten: Die einzig wahre, die gefährlichste und schönste Irrationalität von allen.

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Die Liebe nämlich.

Hier nun lassen wir die Plüschaugen im Schein der Kronleuchter wie altes, mattes Silber erglimmen und

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284 Lesermeinungen

  1. SEUFZ.
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    Das beste Stück...

    SEUFZ.
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    Das beste Stück bisher. Finde ich.
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    Ein Traum, den auch die Unterschicht nicht aufhören wird zu träumen.

  2. liebe ist die rationalste...
    liebe ist die rationalste aller irrationalitäten.
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    und wenn wir die liebe nicht lebten – was haben wir sonst auf dieser welt?
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    vergessen wir die welt und halten uns nur an uns selbst.

  3. Ja, ich weiß....
    Ja, ich weiß.

  4. wer weiss, welche meiner...
    wer weiss, welche meiner zeilen ein zitat ist und von wem es stammt, bekommt ein antiquarisches buch von verursacher. die frage ist, ob man ein dergestalt abgegriffenes buch in nichtbehandschuhten händen halten möchte.

  5. Ich tippe auf Flaubert....
    Ich tippe auf Flaubert.

  6. @ Filou: leider daneben.
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    da...

    @ Filou: leider daneben.
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    da ich nicht ohne ansprüche bin, möchte ich natürlich auch noch den titel hören.

  7. Ich halte mich natürlich raus...
    Ich halte mich natürlich raus (ausserdem muss ich gerade die Plüschaugen an die Töpfe tun)

  8. ... und ich fragte mich die...
    … und ich fragte mich die ganze Zeit schon, was das denn nun mit diesen Plüschaugen immer soll. Ich finde das ist ein überraschend versöhnlicher Text. Und Gefühl dafür wann es Zeit ist mit dem Labern aufzuh-

  9. Werter Don, sehr schön -...
    Werter Don, sehr schön – fundierte Gedanken, wiedereinmal.
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    Ich hätte statt „Bessergestellt dank der richtigen Irrationalität“ die Aussage, „Bessergestellt dank der geeigneten Irrationalität“ verwendet.
    Bitte verstehen Sie dies nicht als Kritik, sondern als Meinungsäußerung.
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    Es leben eben sehr viele Zeitgenossen im eigenen Kokon, nur sehr wenigen ist es gegeben, hinauszusehen – und diese scheinen mir nicht zu Eliten irgend einer Art zu gehören – wie sollten sie auch Maximen destillieren können?
    Gruß Hanskarl

  10. donna laura, erstes Zitat:...
    donna laura, erstes Zitat: Oscar Wilde. Tippe ich immer, wenn ich nicht weiter weiß.

  11. muscat, dazu noch der passende...
    muscat, dazu noch der passende Titel : „Die Schwierigkeit Ernst zu sein“.

  12. thorstein veblen hat auch...
    thorstein veblen hat auch schon darüber geschrieben – ‚theorie der feinen leute‘. recht plausible theorie von ihm.

    gegen das bedingungslose grundeinkommen sein, aber gegen die überflutung des marktes mit kurzlebigem gebrauchsmüll wettern. sehr widersprüchlich, don alphonso. von irgendetwas muß die dumpfe masse ja schließlich leben. die meisten tun es, indem sie unnützes technisches spielzeug erfinden, welches sie mittels werbung mit einem ideellen wert befrachten. sie müssen das tun, denn sie erhalten kein bedingungsloses grundeinkommen und sie können nicht alle silberkannen herstellen. die in hundert jahren mal sammlerstücke werden könnten.

    es muß in berlin ein traumatisches ereignis gegeben haben…

  13. Plüschaugen - klingt nach...
    Plüschaugen – klingt nach Arno Schmidt. Na sowas. Also bitte nicht über Luhmann-Zitierer namens Teutobrecht lästern…… Kronleuchter – zu meinem jüngsten Schrecken beim Abtasten der Stücke in einem Geschenkeladen Richtung NanuNana aus Plaste und Elaste (nanu? aber wer fasst schon in fremden Küchen ans – äh – „Gehänge“ – ….hat nun mal, n Drang zum Küchenpersonal….Willem Busch, den ich gar nicht schätze, anbei bemerkt). Pewter und Bakelitgriffe. Und Bakelit durchaus teurer als Bernstein oder Ebenholz (waaaas???!!!! Kein Bakelit – nur Bernstein???? HEUL!;-) – Amber…… Zinn….. ahja, lang lebe billig…. immerhin rafft die Zinnpest das Altezeug hinweg, ergo wirds selten, ergo teuer. Fragen Sie den Antiquitätenhändler Ihres Vertrauens, der Silberpreis immer noch eher lächerlich. Was ich sagen wollte: Tolle Kanne.

  14. Zum nachdenken...zum...
    Zum nachdenken…zum Schmunzeln…zum träumen. Sehr guter Artikel. Was ist schon Rationalität? Alles ist rational denke ich oder auch….möge mich irren…aber tue es nicht!

  15. na kalr kann auch ich...
    na kalr kann auch ich irren…irratinal eben…nachtrag mit wortspiel..

  16. Ihrem dritt- und zweitletzten...
    Ihrem dritt- und zweitletzten Satz stimme ich gerne zu. –
    Also ein Bild von einem Kronleuchter in der Garage hab ich ja schonmal gesehen, aber eins von einem in der Küche nicht. Ich wäre Ihnen deshalb sehr dankbar, wenn Sie 1 oder 2 liefern könnten. Auch, wie oft in diesen Küchen gekocht wird (vor allem: wie oft Fleisch gebraten), würde mich interessieren. Ich tippe ja auf „sehr selten“, wegen oftmaliger Abwesenheit der Besitzer und Rohkostgemümmel.

  17. Sweet....
    Sweet.

  18. Vielen Dank für die...
    Vielen Dank für die Stichpunkte
    Luther, Protestanten: Anscheinend haben daher die von Luthers Arbeit Bekehrten, die Lust am Essen gleich ganz hinten angestellt. Protestantische Regionen erregen immer wieder meine Verwunderung, mit wie wenig kulinarischen Highlights sich der Mensch zufrieden geben kann.
    Prunkvolle Küchen: Wer neben Lieblingsitalienern und Geschäftsessen keine weiteren mehr braucht, auch weil er dem Bewegungsmangel geschuldet, ständig auf Diät ist, wird zu Hause kaum ölige Dämpfe produzieren, welche den Lüster verkleben könnten. Die ganze 180.000 € Küche hat dann den Gebrauchswert eines überflüssigen Service. Bestenfalls glänzt noch der silberne Löffel, welcher morgens zum Müslischaufeln benutzt wird….
    Problematisch wirds vielleicht in 200-300 Jahren, wenn der Löfel durch ist und das ansonsten kaum benutzte andere Besteck Höchstpreise einfährt. Wenn nicht ein Löffel fehlt ;-)
    Rituale sind/haben KLasse. Jetzt wird erst einmal das übersteigerte Reinigen von Schuhwerk aus der Hand alter Männer praktiziert.

  19. Plüsch - klang wie Schmidt,...
    Plüsch – klang wie Schmidt, is aber nur Keun – wie schade!

  20. Plüschaugen ist ursächlich,...
    Plüschaugen ist ursächlich, soweit ich weiss, von Kurt Tucholsky.

  21. <p>bahlsen, man zeigt doch...
    bahlsen, man zeigt doch nicht offen, dass man essgestört ist, Gerade die Gestörten haben mitunter die prunkvollsten Küchen, gerade deswegen.
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    colocraze. das war jahrelang auf dem Innenumschlag der World of Interiors, und ist heute ganz normal. Das hier ist meiner mit den erwähnten Holzschnitten, Malereien und Imaritellern im Hintergrund:
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    Im Bad habe ich auch einen.

  22. Abgrenzung bringt aber nur...
    Abgrenzung bringt aber nur dann was, wenn die Abgegrenzten das auch mitkriegen. Da sind Silberkannen viel zu subtil. Um zu begreifen, was ihnen fehlt, müssten die Unterlinge ja erstmal zu mir nach Haus — und genau das soll ja vermieden werden.
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    Abgrenzung nach unten demonstriert man heute in D nicht über Besteck, Manieren, Kleidung. sondern einfach durch sein Auto. Das Auto ist das einzige Kommunikationsmittel, das alle verstehen: Ferrari, Porsche, Audi, Opel, S-Bahn. Diese Skala ist so einleuchtend, daß man sie auch auf alles andere übertragen kann.
    Abgrenzung via Kultur funktioniert höchstens gegenüber Neureichen oder Politikern, denen dann ihre Inferiorität noch mal deutlich wird.
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    Und auch sonst ändert der Text nichts daran, daß Aufklärung und Bürgertum heute beide so mausetot sind wie mein schon 1995 verhungertes Tamagotchi. Im 21. Jahrhundert gibt der Mob die Maßstäbe vor. Der Mob mag heute ökonomisch von einer globalisierten Geldaristokratie abhängig sein, kulturell hat er sie sich unterjocht.

  23. tucholsky - oh - wirklich? Na...
    tucholsky – oh – wirklich? Na dann. Ein Hoch auf die plüschenen Augen;-) augen wie gekochte eier? das mag man sich nicht mal in kettensägenmassakern vorstellen.

  24. Hansmeier555, man sollte...
    Hansmeier555, man sollte meinen, dass die das irgendwie im Fernseher mitbekommen oder als Bildschirmschoner für ihr Mobiltelefon, was weiss ich.
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    malena, ganz weich und sanft, das soll es ausdrücken.

  25. Don Alphonso, der leichte...
    Don Alphonso, der leichte Fluss zu einem wuchtigen Thema ist sehr schön geworden und regt an.
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    donna laura, die Zitate sind stimmig gewählt und das Preisausschreiben ist sehr originell und witzig. Aber mir kommt nur der geheime Rat in den Sinn: „Unwissend bin ich nicht, doch Vieles ist mir unbekannt“.

  26. Lieber Don,
    Ihre Fixiertheit...

    Lieber Don,
    Ihre Fixiertheit auf die Berliner Netzbohème ist schon nicht mehr nur „irrational“, sie hat schon fast was Manisches, Besessenes. Und mit Liebe hat das auch nix zu tun. (Wenn ich Ihren Blogtexten nicht ab und zu hinterhergoogeln würde, dann wüsste ich bis heute nicht, wer Sascha Lobo ist.)
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    Gönnen Sie sich doch lieber mal einen entspannten Abend mit Klaus, Beate, Uschi und Dirk.
    http://www.youtube.com/watch?v=BdWdHg6A-XI

  27. HM555
    Also in letzter Zeit...

    HM555
    Also in letzter Zeit fallen mir nur noch Ausländer in den neuesten statusträchtigen Karrossen auf. Selbst auf der symbolträchtigen linken Spur dt. Autobahnen sind Oberklassewagen inzwischen so selten wie Delfine in der Ostsee geworden…
    Das Design der deutschen Autobauer orientiert sich m.E. z.Z. auch eher am wahrscheinlich gar nicht vorhandenen Geschmack, sondern eher der Geltungssucht von Chinesen, Russen, etc…

  28. HansMeier555, ganz...
    HansMeier555, ganz erstaunlich, wie Texte unterschiedlich aufgefasst werden. Angesichts des Grossen sollte eigentlich klar werden, wie klein und unwichtig das andere doch alles ist. Mir geht es prima, wirklich.
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    Rosinante, oh, gern geschehen, es war mir ein vergnügliches Fabulieren. (Ich habe gestern Abend nicht wirklich eine Bekannte, oder so)

  29. Don Carlos, das Herstellen von...
    Don Carlos, das Herstellen von Apps für Gadgets sei ihnen ja unbenommen, aber dann sollen sie das bitte in der angemessenen Arbeitshausmentalität still und ruhig machen und mir nicht auf die Nerven gehen mit Blödsinn, dass dieses Rumkrebsen die Zukunft ist, und jeder richtige Arbeiter ein verachtenswerter Idiot.
    .
    Hanskarl, einfach gesagt ist jeder Kokon durch seine Existenz schon ein Fehler. Lügengebilde würde besser passen,. Solange man sich dessen bewusst ist – prima. Sobald man anfängt, seine eigene Zukunft anzudenken, und dabei andere untergehen sehen möchte, weil sie halt anders sind und nicht bereit sind, den eigenen Götzen zu huldigen, läuft was schief.

  30. Dem Meier kann geholfen...
    Dem Meier kann geholfen werden.
    http://www.dctp.tv/#/meinungsmacher/sascha-lobo
    (Eventueller Werbevorspann muss ertragen werden)

  31. Lieber Don,

    Sie benennen in...
    Lieber Don,
    Sie benennen in Ihrem ansonsten wundervollen Text „Arbeitsunwillige, die sich für Übermenschen halten“ und linken mit dieser Formulierung auf Ihr eigenes Zitat von Tim Pritlove.
    „Ich definiere „Arbeit“ schon immer als „Tätigkeit, die ich eigentlich nicht tun möchte“. Arbeit ist etwas, was mir nicht behagt. Nur kurze Zeit in meinem Leben war ich in Situationen, wo ich eine „Arbeit“ übernommen habe und es hat jeweils nicht lange – meist wenige Wochen – gedauert und ich war auf und davon. Weil ich es einfach nicht kann.“
    Hätten Sie noch weiter zitiert
    „Tätigkeiten, die mir liegen, sind keine Arbeit. Ich habe kein gutes Wort dafür, es ist einfach das, was ich tue. Ich rolle stets mit den Augen, wenn mir z.B. Leute unterstellen, ich würde noch “arbeiten”, nur weil ich nachts in einer Bar sitze und an langen Texten, Source Code oder was auch immer tippe. “Nein”, sage ich dann immer, “ich mach doch nur…” und verstumme dann meist, weil es ja eh keiner verstehen würde.“,
    wäre die Subsumtion unter den Begriff „Arbeitsunwillige“ sicher schwer gefallen.
    Ein Zitat so zu verfälschen, ist unangemessen, und in der beschriebenen Art und Weise auf den Namen des Verfassers zu verlinken, ist unfair.
    Ich gehe auch davon aus, dass Sie den Wert der Programme, die Tim schreibt, mit einem Sachverstand von ähnlicher Qualität dessen bewerten können, den Sie Tim zum Thema Kulturtheorie bescheinigen.
    Ich hoffe, das alles ist nur ein Missverständnis.

  32. liebe muscat: leider auch...
    liebe muscat: leider auch daneben.
    .
    aber wollen wir es mal nicht so schwierig machen:
    unser geschätzter don lieferte schon reichlich vorlagen, die ich dankbarst aufgriff, Filoutje tippte hinsichtlich der nationalität richtig, und teile meiner runde kennen teile meiner thematischen vorlieben.
    nun sollte man nur noch zum bücherschrank schreiten und die richtigen bücher an den richtigen stellen aufschlagen (es werden nicht so viele sein).
    mehr zaunpfähle gewünscht? wurde erwähnt, dass man bei gebrauchten exemplaren besser handschuhe verwenden sollte? vielleicht aus hygienischen gründen? hm? (o, ist das ein quiz, aber ich wollte es ja so)
    .
    cher Filou: ihren vorschlag von 20.11 uhr finde ich sehr nett. zuweilen ‚leide‘ ich darunter.
    .
    lieber Rosinante: nun ja, nur eine zeile ist ein zitat – herzlichsten dank für die blumen. bei ihnen tippe ich übrigens auf goethe.

  33. @Don: Ihre Küche meinte ich...
    @Don: Ihre Küche meinte ich jetzt nicht, daß Sie Single sind und Vegetarier haben Sie ja erzählt, von daher hält sich mein Erstaunen darüber in Grenzen – zu meiner Singlezeit habe ich auch seltenst mal gekocht, und Backen hinterläßt keine Spuren auf der Decke. Ich meinte eigentlich schon Küchen von Leuten mit noch ein paar mehr Personen im Haushalt, vorzugsweise auch mit kleinen Kindern. Also sowas, wo denn schon Beschaffung und Umsetzung mal zu einer täglichen Organisations- und Synchronisationssache werden.

  34. sehr geehrter Don, ich weiß...
    sehr geehrter Don, ich weiß ja nicht, ob dies zur unerlaubten Schleichwerbung gehört – hier ein auf die Schnelle gefundnes ibäääh Angebot von Kronleuchter, ja.
    http://cgi.ebay.de/VENEZIANISCHER-KRISTALL-KRONLEUCHTER-5-Arm-UVP199_W0QQitemZ230344462226QQcmdZViewItemQQptZDE_Haus_Garten_Lampen_Licht_Leuchten?hash=item35a1998f92
    ähem. Man wird auch ab 40 fündig. Oder so. Fällt im Dunst der Küche garantiert nicht auf – die Grafiken hätt ich doch glatt fotokopiert ;-)

  35. ja,
    da muss ich dem Herrn...

    ja,
    da muss ich dem Herrn HansMeier beipflichten. Abgrenzung funktioniert nur, wenn die Grenze auch irgendwie fühl oder sichtbar wird. Immobilien und Kraftfahrzeuge eignen sich da vorzüglich, der jesuitische Schuppen aus dem 16. Jhd. ist da schon kein ganz schlechter Anfang. Der Pöbel wird natürlich trotzdem die Vorzüge eines ebenso zugigen Fertighauses loben, aber der Neid ist da, ganz sicher.
    .
    Silberkannen und sonstige Kostbarkeiten taugen (meiner bescheidenen Meinung nach) aus einem sehr einfachen und hier bereits vielfach diskutierten Grund nicht mehr für die Manifestation der Klassengrenzen. Mit dem Wegfall der Dienstboten, verlässt auch die Kunde über herrschaftliche Schätze nicht mehr den Eingang eben jener. Solange sich der Hausherr (des jesuitischen Schuppens und des Blogs) also weiterhin standhaft weigert putzen zu lassen, ists und bleibts eher eine Maßnahme zur Selbstvergewisserung der eigenen Klassenzugehörigkeit.
    .
    Wenn der Pöbel den Herrschaften (vergeblich) nacheifern soll, muss man ihm subtil Nachhilfe geben… und nein, die WOI reicht da nicht,
    .
    p.s.: Nachhilfe wäre vlt auch mal ein Thema für einen eigenen Beitrag ( oder gabs sowas vlt sogar scho a mol?)

  36. Das iPad ist ein schlechter...
    Das iPad ist ein schlechter Küsser, das sollte der stolze Besitzer nach wenigen Tagen bemerken. Vermutlich läuft es allerdings so heiß, dass es zumindest das Bett vorwärmt, und so kurz vor der Nacht über die Abwesenheit von Sinn und Liebe hinwegtäuscht.

  37. Lieber hans meier 555
    Der...

    Lieber hans meier 555
    Der Grosse graue Riffhai unter den Abgrenzungen ist das Verhältnis von Arbeitgeber zu- nehmer.
    Wenn sie einmal Arbeitgeber sind, werden Sie einsam.

  38. Werter Don,
    "... und dabei...

    Werter Don,
    „… und dabei andere untergehen sehen möchte, weil sie halt anders sind und nicht bereit sind, den eigenen Götzen zu huldigen, läuft was schief.“
    .
    Jeder sollte „seinen Götzen“ huldigen dürfen – aber untergehen, wenn er mir verwehrt, meinen Götzen zu huldigen! Ist der auch intolerant, der Intoleranz bekriegt?
    .
    Gruß Hanskarl

  39. Donna Laura, wenn Sie noch...
    Donna Laura, wenn Sie noch einmal Filoutje sagen, werde ich…
    .
    Ich moechte mich Ihne vorstellen: Gestatten Filou, George Filou!
    (Der mit dem Schild, der Lanze und dem Pferd)

  40. Silberkannen! - Nettes Hobby,...
    Silberkannen! – Nettes Hobby, das… und eine sichere Geldanlage, wie die Gebrüder
    Hunt wußten. – Dünkel hat seinen Preis. Und Sie werden sich in Ihrem „Sonnenstrahl“ den Hintern abfrieren, wenn der Kühler seinen Geist in einer alpinen Serpentine aufgegeben hat und es Stunden dauert, bis Sie abgeschleppt werden. – Dünkel hat eben seinen Preis.

  41. @malena,
    "Also bitte nicht...

    @malena,
    „Also bitte nicht über Luhmann-Zitierer namens Teutobrecht lästern…… “
    .
    Nett, dass Sie mich in Schutz nehmen, fuehle mich aber von niemandem angesprochen, geschweige denn auf den Schlips getreten. Und dass ich irgendwann aus Luhmanns-Werken zitiert haette, muss mir auch irgendwie entfallen sein.
    .
    Ergaenzend zu den Plueschaugen: http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=5&xid=2896&kapitel=1&cHash=1&hilite=Pl%C3%BCschaugen#gb_found
    MfG
    G.S.

  42. Donna Dragon, ich hab's! Ja so...
    Donna Dragon, ich hab’s! Ja so ein Zaunpfahl aber auch.
    Donatien Alphonse de Sade, geboren in Ingolstadt unter falschem Namen.
    .
    Je vous s’embrasser.

  43. Don, bitte, der Calvados wird...
    Don, bitte, der Calvados wird alle, morgen erwartet mich ein oeder Tag. Nun schalten Sie bitte endlich das letzte mal in dieser Nacht frei.

  44. donna laura, er war's....
    donna laura, er war’s.

  45. Ein Beitrag der...
    Ein Beitrag der Sammelleidenschaft als Ausgangspunkt seiner Ausführungen zum Prekariat macht ist deshalb gut, weil nur der hat, auch ansammeln kann.
    Ein Ritual ist eine Wiederholung, wie auch das Sammeln. Von Zitaten, Büchern,
    Rezepten ganz zu schweigen, Don Alfonso und geehrte Kommentatoren.
    Der Standesdünkel ist ja der Fetisch von Don Alfonso und vieler Kommentoren,
    die sich gerne nolens volens als feinsinnlich Gebildete, dem Schönen, Wahren,
    Guten hingeben und viel Verständnis für diese aristokratische Pseudowelt auf-
    bringen. Schon gut, was bleibt denn heute noch in der Technowelt und das
    Schöne muss man halt bewahren und ist eben auch Arbeit es zu finden,
    wie den Stil, den Platz und auch die quälenden Entscheidungen puh…,
    das können viele doch gar nicht nachvollziehen.
    Aber gerade der oder diejenigen, die Ansehen/Presrtige brauchen fahren doch
    mit ihrem 4-rädrigen Gespann gerne vor und hoffentlich nicht der/diejenige die
    ihren Status auf Kleidung, Uhren, Schmuck als eigentliches Stilmerkmal ihren
    Sinn für die Abgrenzung zeigen. Okay, in Deutschland ist das Auto eben so
    ein schneller Hingucker, wie das Wohnzimmer nicht mehr zum Wohnen genutzt wird, sondern zum TV und Musikhören, wie eben die Küche zum Wohn- und Arbeitszimmer geworden ist, weil, eben alle doch so heimlich stolz auf Arbeit sind und deshalb sich gerne auch privat mit Arbeit umgeben.

  46. Soso, die 'Silberkanne' (ob...
    Soso, die ‚Silberkanne‘ (ob poliert oder nicht, spielt selbst in 1000 Jahren keine Rolle, denn aus ihr laesst sich selbst dann noch prima Tee ausschenken) wird hiermit als Leitbild fuer div. ‚Ober-‚Schichten definiert. — Na ja, wenn’s sonst nix zu meckern gibt, dann kann ich ja getrost meine Plueschaugen schliessen…
    :~)

  47. Was sind eigentlich apps?...
    Was sind eigentlich apps?

  48. <p>Kleine, angeblich...
    Kleine, angeblich hilfreiche Zusatzprogramme in Digitalgeräten oder auf Webseiten.
    .
    bloggoergosum, man könnte das hier auch als geschriebenes „Küchenstück“ begreifen, auf diese Kunstgattung jedenfalls spielt es mitsamt den Bildern an. Soll ich mal drüber schreiben, wie man im Westviertel missliebige Reporter einer Lokalzeitung feuern lässt?

  49. Kulturcowboy, sagen wir mal...
    Kulturcowboy, sagen wir mal so: Allein die Anwesenheit des Wortes „Dünkel“ im Text weist ja schon darauf hon, dass ich den vorgeschriebenen Wegen des Westviertels zwar vollumfänglich folge und wie die auch tatsächlich bin, Fleisch von ihrem Fleische, aber letztlich doch etwas anders denke. Gegenstände haben den Vorteil, dass sie einen echten Wert und einen Sinngehalt haben, und deshalb ist es leichter, an ihnen die Ideologie zu erklären, sie in sich stimmig, aber realiter grundfalsch ist, denn wirklich niemand braucht ein Dutzend Silberkannen. Aber genau das ist es: Die Doppelmoral ist doch kein Makel dieser Schicht mehr, sondern Grundlage jedes Lebens. Und man kann damit auch leben. Sehr gut sogar. Wir nun spielen hier auf der Metaebene herum, teils darin, teils darüber.
    .
    malena und G. Schoenbauer, mit der Luhmann-Zitiererei meinte ich eigentlich gewisse Leute aus dem Berliner Bloggersumpf, die die Erwähnung von Luhmann als dekor ihrer Immerrechthaberei verwenden, denn alles, was sie sagen, steht ja auch schon bei Luhmann, und der hatte absolut recht, und wenn es Luhmann schon sagt, muss man es nicht begründen, und vielleicht kann man mal einen Euro haben? Das steht zwar nicht bei Luhmann, aber wer sollte es Rechthabern verweigern. Kurz, auf Luhmann zieht man sich immer zurück, wenn man selbst nicht schreiben, argumentieren und denken kann.

  50. @malena: von dem...
    @malena: von dem 69-Euro-Schnäppchen „Venezianischer Kristall-Kronleuchter“ sind immer noch 34 Stück verfügbar, also genug für alle hier, die dem Don nach-
    eifern wollen. Bleibt die Frage: Wer hat den 35. gekauft?

  51. Ach ja: Silberkannen gibt es...
    Ach ja: Silberkannen gibt es auch reichlich bei Ebay. Kann sich auch jeder leisten, der muß.

  52. Sowohl bei Leuchtern wie auch...
    Sowohl bei Leuchtern wie auch bei Silberkannen sollte man eine Menge wissen. Der verlinkte Lüster ist KEIN Venezianer, sondern ein normaler Kronleuchter. Wichtig sind a) das Alter und b) die Kristalle. Neue Kronleuchter haben viel zu viel Feuer und sind Pressglas, alte dagegen schimmern eher und sind geschliffen – und damit auch erheblich teurer. Und wer sich damit auskennt, sieht den Unterschied auch aus 5 Meter Entfernung.
    .
    Dito Silberkannen: Die wirklich guten Exemplare sind selten und meist nicht ganz billig, und dann sollte man auch die Punzen kennen und datieren können.

  53. Sunbeam Reparaturanleitung...
    Sunbeam Reparaturanleitung für Mk III gibts auch bei Ebay: 149.90 Euro.(Ende des Werbeblocks)

  54. Ich habe das Werkstattbuch,...
    Ich habe das Werkstattbuch, danke.

  55. Don nerlittchen Don Alfonso...
    Don nerlittchen Don Alfonso –
    welch geschliffene Methaphorik doch hinter diesen Kopfgeburten stecken.
    Geht es Ihnen jetzt um den Wertgehalt von Gegenständen und den nun
    laufenden (bspw. bei den ebay Experten) Abgrenzungen um Qualität und
    deren Wertbestimmung.
    Aber nein, Ihnen geht es um die Doppelmoral im Allgemeinen, wie im Besonderen oder? Denn, man/frau pflegt das Besondere, sammelt es an
    und stellt es anschließend wieder in frage. Das fördert die Zweifel, den
    Sinn von überflüssigen Anschaffungen wodurch sich die moralisch Frage
    irgendwann stellt, wofür und wozu brauche ich das. Okay, so weit so gut –
    jetzt wüsste ich noch ganz gerne, auf welcher Metaebene sich die sogenannte
    Doppelmoral (also eigentlich die zweite Moral) bewegt, bzw. was dies
    für eine Moral ist. Und was ist das Pendant der zweiten Moral – also das
    Natürliche (normale).

  56. @ Filou/23.09 u: tausendmal...
    @ Filou/23.09 u: tausendmal pardon, auf ihren schlips wollte ich wirklich nicht treten: das ganze war nicht diminuitiv gemeint, sondern affektioniert (wie es üblicherweise auf dem lande auch verwendet wird – nette leute bekommen immer ein tje angehängt, alle, wirklich alle – bis auf den bürgermeister).
    .
    hinsichtlich ihrer rateaktion: schade, auch daneben, a b e r: ich habe sehr viel weiter oben Don Alphonso schon mal auf seine gleichwohl nur halbe namensvetternschaft zu einem verwandten von mir angesprochen. er erklärte den ursprung seines namens, der übrigens ehrenvoll, aber ohne literarische anspielung zustandegekommen sein soll.
    .
    mein bester Filou: ihre richtung, sogar die region stimmt, die entstehungsjahre auch. ich denke, dass unser geschätzter, lieber don durchaus ahnt, auf welches werk ich anspiele. da er sich als gastgeber recht geschickt anstellt, beteiligt er sich nicht an den – zugegebenermassen etwas albernen – spielchen seiner gäste … faites vos jeux!

  57. Wenn Luhmann für so viele, so...
    Wenn Luhmann für so viele, so nützlich ist,
    gilt das auch für George Spencer-Brown?

  58. Hm, das mit den alten Stichen...
    Hm, das mit den alten Stichen kann auch nach hinten losgehen. Ein Augsburger Kirchenmann soll laut Süddeutscher Zeitung einen Piranesi aus der römischen Basilika St. Peter gemopst haben. Hm, hört sich an wie Antiquitätensucht. Vorsicht, lieber Don!

  59. Donna Laura, Madame,...
    Donna Laura, Madame, verehrte,
    zum 1ten Absatz (brummelnd): Ischaschonjut. Den letzten Schlips kaufte ich zu Zeiten des Cambriums in London. Ein heiterer Universalschlips. Er wird besonders zu Beerdigungen der Verwandtschaft angelegt, wenn ich ueberhaupt eingeladen werde. Also nie.
    .
    Ratespiel:
    Also das ist enttaeuschend. Ich war so Stolz auf meine Entdeckung. Es passte alles so schoen zusammen; der Name, die Haltung…
    Aber ich kann nicht mehr mitspielen. Meine Jetons sind alle. Das letzte Geld muss ich fuer Rasenduenger ausgeben. Auf meiner Dachterrasse liegt echter Rasen-und der verbraucht richtig viel.
    Gruss und Kuss, Ihr -tje

  60. @donna laura,
    wie schön, ich...

    @donna laura,
    wie schön, ich darf noch mitraten! Und kann hier den von mir geschätzten Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos ins Rennen werfen.

  61. @ Donna Laura, wie wäre es...
    @ Donna Laura, wie wäre es mit Alphonse de Lamartine?

  62. Ich spiele ja nicht mehr mit,...
    Ich spiele ja nicht mehr mit, aber so aus dem Hinterkopf draengt sich mir Weisskopf auf. Mit dem Namen hat D.L. mal kokettiert.
    Bin schon wieder weg.

  63. Dem einen sein Luhmann ist dem...
    Dem einen sein Luhmann ist dem anderen sein Aretin.
    .
    Seine Majestät König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte?

  64. Dann sind meine Pop-up-Blocker...
    Dann sind meine Pop-up-Blocker also auch Apps?

  65. Ja, ich denke schon....
    Ja, ich denke schon.

  66. Apropos Liebe nämlich:
    Bei...

    Apropos Liebe nämlich:
    Bei den Weizsäckers war dieses Wort, wie wir jetzt erfahren haben, nicht im Gebrauch. „Obwohl uns das Gefühl nicht fremd ist“ (König Richard).
    Wieviel Silberkannen der wohl in seinem Schrank hat (Geschenke von Staatsgästen nicht mitgerechnet)?

  67. HansMeier555,
    ...ich will...

    HansMeier555,
    …ich will keinen Aretin, ich möchte einen – der sich eignet „wenn man selbst
    nicht schreiben, argumentieren und denken kann“ und Luhmann scheint
    abgegriffen. Ich bitte um Nachhilfe!

  68. minna, Luhmann ist nicht...
    minna, Luhmann ist nicht abgegriffen und wird es auch nicht dadurch, dass ihn irgendwelche Schwanzlurch-City-Bewohner unpassenderweise zitieren.

  69. ..City? München? Neuötting?...
    ..City? München? Neuötting?

  70. HansMeier007, König Alphonse...
    HansMeier007, König Alphonse der Viertel-vor-Zwölfte ist eine Erfindung von Lokomotive Lucasz und Jim Beam, die m.W. beide nicht schreiben konnten. Luhmann konnten sie nicht essen, aber Gugelhupf konnten sie essen.

  71. Schwanzlurche... wohnen...
    Schwanzlurche… wohnen bevorzugt in einem Moloch im Nordosten dieser Republik.

  72. Das spielt auf das Plagiatwerk...
    Das spielt auf das Plagiatwerk einer Berliner Frau an, und dessen Namen.

  73. muscat,
    für Sie nicht, das...

    muscat,
    für Sie nicht, das weiß ich; bedenken Sie aber bitte meine Verwendungsmöglichkeiten verbunden mit dem Wunsch auch
    ein bisschen up-to-date zu sein.
    Können Sie da weiter helfen?
    …aber bitte, nicht Baudrillard!
    An dessen mißverständlicher Ausdrucksweise arbeitet sich gerade
    H.Seemann ab.

  74. minna, was zum Angeben oder...
    minna, was zum Angeben oder mehr für den Hausgebrauch?

  75. Ambystoma mexicanum....
    Ambystoma mexicanum. Schwanzlurch City ist also Mexiko Stadt. Seis drum, in Berlin ist manches Plagiat.

  76. Es liegt in der Natuer der...
    Es liegt in der Natuer der Sache, dass der Wiederverkaufswert eines elektronischen Gebrauchsgegenstandes gering ist, er soll fuer moeglichst viele erschwinglich sein. (Das iPhone derzeitig schon, man bekommt dafuer bei eBay noch viel.) Ueber die Kosten eines iPones denkt man in den USA nicht nach, wenn man grundsaetzlich 20Dollar pro Monat fuer mobilen Internetzugang auszugeben bereit ist.
    Dass das iPone in Deutschland suendhaft teuer ist, sagt hauptsaechlich etwas ueber den Zustand Deutschlands aus. Ein iPhone ist kein Besitztum sondern ein Medium und Ausdruck einer bestimmten Kultur, der technologischen Faehigkeit, Aesthetik und Kommunikationskultur des Landes welches es hervorgebracht hat. Es ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Falscheinschaetzung des Potenzials von Softwareprodukten, – wer kann schon davon leben, nur Software zu verkaufen -, hat IBM in den 80iger Jahren fast das Genick gebrochen. Aehnlich ist es heute mit neuen Kommunikationsmedien. Was spielerisch und frivol daherkommt und ab und an zu absurden Blueten zwischenmeschlichen Verhaltens fuehrt, treibt Technologie verwaerts und loest am Ende des Tages wirkliche Probleme. Und wenn Deutschland da nicht die Nase vorn hat, dann wird auch der Wert der Silberkanne sinken. Ich bin versucht zu sagen “you need to get it”.
    http://www.nytimes.com/2010/04/06/opinion/06brooks.html?ref=opinion

  77. muscat,
    ... zum richtig toll...

    muscat,
    … zum richtig toll angeben…

  78. Sehr geehrter Don Alphonso,...
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    man könnte es sich ja einfach machen und es mit „suum cuique“ gut sein lassen. Aber dann schimmern die Kannen einfach nur so im Schrank vor sich hin und die Elfenbeingriffe dulden halt den üblichen Biss der Zeit – beide haben nur individuelle und damit keine oder unendlich große Bedeutung.
    Gut für Ihren blog, dass es das Konstrukt der Kaste gibt – und amüsant zu lesen, wie die kastenfremde Hand den heißen Kaffee oder Tee aus ebendiesen Kannen und die Schärfe der Elfenbeinmesser zu spüren bekommt. Leider nur zum Lesen amüsant… Aber vielleicht treffen Sie sich da ja mit Heine und seinem penchant zum Äquivoken, wie es nicht nur Fontane schon getan hat?

  79. Nun, lieber HALer,...
    Nun, lieber HALer, zufälligerweise bin ich ja einer der ganz wenigen in Deutschland, die in der Lage sind, ein Blog professionell zu bestreiten. Was wiederum bedeutet, dass ich eine gewisse Ahnung von dieser Kulturtechnik haben muss und gerade kein verknöcherter Ahnungsloser bin. Und trotzdem sehe ich den Erfolg dieses Blogs vor allem darin begrundet, dass es aus der Technik etwas macht, ohne die Technik dafür in den Mittelpunkt zu stellen. Millionen von iphone-Nutzern schaffen genau das nicht. Sollte uns das nicht zu denken geben?

  80. Ich denke nein....
    Ich denke nein.

  81. Eine Oberschicht, die sich dem...
    Eine Oberschicht, die sich dem Volke zu sehr entfremdet und dies nicht waffenbewährt zu verteidigen weiß, kann es auf Dauer nicht geben. In diesem Sinne also, Herr Don Alphonso, sind Sie mit Ihrem Faible für präsentables Silbergeschirr – mit Verlaub, gutbürgerliches Mittelmaß. Lassen Sie Ihren Blick doch über die letzten Refugien hoheitlicher Klassentrennung schweifen! Ich verspreche Ihnen Einblicke derer nicht minder würdig aus „Tausend und eine Nacht“. Nur die romantische Liebe, jene Hingabe, die sich einer gewissen materiellen Substanzlosigkeit nicht grämt und selbst in einem lodernden Fegefeuer der eigenen Sehnsucht ewiglich existieren will, ja diese Liebe, die finden Sie weder in einer Ihrer Teekannen aus Silber verborgen, noch in einer viel älteren old-school Leselampe aus Gold. Da können Sie soviel reiben und putzen lassen wie Sie wollen. Mehr Geist ist in diesen Behältnissen einfach nicht versteckt.

  82. Liebe minna,
    Auch Marx und...

    Liebe minna,
    Auch Marx und Freud sind inzwischen abgegriffen und Rudolf Steiner kann gegenteilige Effekte auslösen.
    Ich rate zur Bibel und zu Nietzsches „Zarathustra“.

  83. Sammle keine Schätze, die...
    Sammle keine Schätze, die Rost und Motten fressen.
    (Familienweisheit seit 1491)

  84. Fischkopf, das hätte man mir...
    Fischkopf, das hätte man mir mal 1491 sagen solllen! jetzt ist es zu spät.
    .
    FHausmann, aber es ist ja gerade so, dass sich die anderen der Oberschicht emtfremden. Die Liebe, mein Bester, die Liebe, die kommt, bleibt und geht hoffentlich nicht so schnell, aber dennoch: Es macht schon einen Unterschied, wo und wie man liebt. Am besten satt, wach und gut genährt. Liebe in Tetrapack und Fertigpizza, nun, ich weiss nicht, ob da nicht auch etwas Missachtung dabei wäre.

  85. Das ist von meinem Chef, ich...
    Das ist von meinem Chef, ich habs notiert unter Mt 6,19. Ich hätts Dir, mein Sohn Alphonso, bereits vor knapp 2000 Jahren schreiben können. Aber schon damals schienst Du mir etwas gedankenfern.

  86. Ich hatte damals (und noch...
    Ich hatte damals (und noch heute) was Besseres zu lesen.

  87. @Don Alphonso

    Aber sehr...
    @Don Alphonso
    Aber sehr geehrter Don Alphonso,
    Tetrapack und Fertigpizza ist insgesamt keine gute Lebensgrundlage – Luft und Liebe dagegen schon. Und mehr braucht es auch kaum.

  88. Nur der Ordnung halber...
    Nur der Ordnung halber (Rosinante 14:59): Luhmann konnten sie nicht lesen, aber Gugelhupf konnten sie essen.

  89. azucena: Doch. Als Zeichen der...
    azucena: Doch. Als Zeichen der grossen Wertschätzung. Oder um es hart zu sagen: Wer oben seine Geliebte mit billigem Zeug füttert, auch wenn er anders könnte, wird andernorts auch nicht pfleglicher mit ihr umgehen. Nie in der ersten Nacht und nie ohne Pralinen!

  90. @Don Alphonso

    Sehr geehrter...
    @Don Alphonso
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    Sie haben natürlich Recht, ich wäre nur nicht auf die Idee gekommen, das Liebe zu nennen :-)

  91. das billige Zeug, meine ich.....
    das billige Zeug, meine ich..

  92. In welcher Nacht denn dann?...
    In welcher Nacht denn dann?

  93. Gestern, sagte die Hetaere zu...
    Gestern, sagte die Hetaere zu ihrem jugendlichen Liebhaber, gleich einem Gott lagerte er auf ihrem Triklinium, gestern also ass‘ ich mit einem reichen Manne. Es gab Koestlichkeiten, von denen du nur traeumen kannst, mein Schoener. Dennoch war die Nacht mit ihm eine Qual, ich moechte Dir nicht erzaehlen, was erdulden musste. Nun aber, mein wohlgewachsener, zart muskuloeser, du bist die Freude meiner Augen, wonniglicher Erwartung harrend, biete ich Dir ein bescheidenes Mahl, denn was brauchen wir mehr als etwas Brot und Wein. Denn wir Zwei sind uns genug.

  94. HansMeier555,
    ob Marx und...

    HansMeier555,
    ob Marx und Freud abgegriffen sind, kann ich nicht beurteilen; wie oft
    muß man sich in der Jugend dafür begeistern – sonst wird das nichts mehr.
    Ob Steiner gegenteilige Gefühle auslösen kann, ist mir unbekannt.
    Ich gehöre nicht zu den „Bibelfesten“, dafür war mein Religionslehrer ein
    viel zu guter Erzähler abenteuerlicher Reiseberichte und bei Nietzsche muss
    ich immer lachen. Das schränkt die o.g. Verwendungsmöglichkeit ein.
    …aber, danke

  95. @ don,
    wow, sie beflügeln...

    @ don,
    wow, sie beflügeln mein phantasie.

  96. hm, schwanzlurch ... nur...
    hm, schwanzlurch … nur erster teil vielleicht.
    .
    liebe raterinnen und rater: viel näher liegend, sogar hier auf dieser seite bereits einmal genannt (soo kompliziert ist es nicht).
    na, hat noch jemand lust, den titel zu erraten (heisser tipp: die amazone oder wickipädia bietet sicher hilfestellung).
    .
    bonne chance!

  97. Elitesse, das müsste ich fast...
    Elitesse, das müsste ich fast mal zum Thema eines eigenen Beitrags machen: Weil in der Regel die besseren Töchter in der ersten Vornacht erst mal schauen und sich dann zu weiteren Überlegungen zurückziehen. Bessere Söhne sind dann meist etwas verschüchtert, laden dezent zu ein paar Tagen auf dem Landwohnsitz ein, und dann stellt sich die Frage, ob sie schnell zu Potte kommen, oder wie unsägliche Idioten bis zur letzten Nacht warten, dieselbe dann bis um vier Uhr morgens durchquatschen, dann endloch ihre Liebe gestehen und
    .
    a) einen Korb bekommen oder
    .
    b) beim Sexversuch aus dem Bett fallen und sich den Zeh brechen oder
    .
    c) nach 2 Wochen, da sie der besseren Tochter erklärten, das sei nur eine Affaire, feststellen, dass sie sie abgöttisch lieben, aber inzwischen hat sich die bessere Tochter schon mit der Affaire abgefunden und plant derweilen ein Jahr im den USA, im Jemen oder noch schlimmeren Regionen, wo er sie dann ein Jahr lang anlechzt, und sie einen anderen findet.
    .
    (Gut, ich übertreibe jetzt schamlos, so blöd sind die besseren Söhne dann auch nicht)

  98. "(Gut, ich übertreibe jetzt...
    „(Gut, ich übertreibe jetzt schamlos, so blöd sind die besseren Söhne dann auch nicht)“
    Doch. Sind sie. Zumindest die, die als Romantiker groß geworden sind. Komische Bücher lesen und Smiths hören, das kam dann dabei raus.

  99. Liebe minna,
    hin und wieder...

    Liebe minna,
    hin und wieder mal im Pentateuch blättern, das hilft auch für den Alltag im 21. Jahrhundert. G
    Zitate findet man aber auch sonst überall, ich selbst komme ja immer wieder zurück auf die Lustigen Taschenbücher von Micky Maus.
    .
    Apropos Liebe: Schlafen denn die jungen Leute inzwischen wieder miteinander? Ich dachte, das sei denen inzwischen viel zu nervig, stressig, gefährlich. Was tun, wenn es nicht der /die richtige ist? Wer kann denn heute noch so ein Frustrationsrisiko schultern?

  100. Na, dann bin ich aber froh,...
    Na, dann bin ich aber froh, immer nur Mozart, Telemann und Biber gehört zu haben!
    .
    francesca, gern zu Diensten. Am besten mit jemandem, der nicht alt, fett und heuschnupfengeplagt ist.

  101. fuck off,
    Diskurstheorie...

    fuck off,
    Diskurstheorie

  102. Donna Laura, mein letzter...
    Donna Laura, mein letzter Jeton. Ich fand ihn in meiner Gartenhose:
    Johann Adam Weishaupt, Über Materialismus und Idealismus (1786).
    Falls er es nicht war, bewahren Sie Schweigen. Reden wir nicht darueber. Und, es bleibt unter uns, ich habe wirklich keine Ahnung.

  103. @don alphonso
    seufz......

    @don alphonso
    seufz…

  104. HansMeier555
    .
    Ufff!...

    HansMeier555
    .
    Ufff! Pentateuch, muß das wirklich sein?
    .
    Das mit den MickyMaus-Heftchen geht aber wirklich nicht, das hatte mein
    Religionslehrer strikt untersagt.

  105. Karl Christian Friedrich...
    Karl Christian Friedrich Krause ist hier zu nennen, um all den Freunden des gepflegten Luhmann, Nietzsche usw. zuvorzukommen, bevor die Bibelfesten möglicherweise noch darauf kommen, mit Heidegger das Nichts seiend und das Seiende nichtend zu lassen.
    .
    Näheres bei Oppermann, Hundert Jahre.
    Wers nicht von Zweitausenteins will, findets bei gutenberg.de
    .
    Aber auch nicht ganz schlecht, anstatt mit everybody´s darling Sir Popper rotzfrech mit Prof. Luhmann aus Bielefeld (gibts das wirklich?) zu bluffen. Den kennt kaum einer, den will sich auch kaum einer antun, also geht da als Zitat alles durch, was es nur unverständlich genug formuliert ist. Also einen EUR wäre mir das wert, wenigstens beim ersten Mal, bei Wiederholung nimmt der Reiz ab.

  106. Ist das nicht unpraktisch beim...
    Ist das nicht unpraktisch beim Kochen, wenn Schöpfer und Messerwetz an einem Haken hängen?

  107. Zerlina, nicht im geringsten:...
    Zerlina, nicht im geringsten: Die Schöpfer haben alle einen Haken, und die Wetzmesser hängen davor.

  108. Es geht doch nur ums...
    Es geht doch nur ums Zitateklauben.

  109. @HansMeier555
    Mit dem...

    @HansMeier555
    Mit dem Pentateuch in der Hand haben Sie und Ihre Elitenkollegen in 2 Faellen (1914 und 1939) aus einen Deutschen Reich eine kleine Republik gemacht. Die von Ihnen nicht geschaetzten US Eliten haben die US Republik und deren Einfluss immer vergroessert und den Zusammenhalt der Nation mit eisernen Klammern versehen.Heute sind Sie wieder dabei den verbleibenden Rest Deutschlands total aufzugeben. Mutatis Mutandis. The Economist schrieb kuerzlich genuesslich darueber, dass 2040 ueber 50% der „deutschen“Bevoelkerung aus Moslemen bestehen wird, also goodbye deutschen Eliten.Sie sollten es lieber mit Lincoln halten and the shining city on the hill. Dann koennte unser guter Don weitermachen und uns mit seinen netten stories gut unterhalten.

  110. Frei zitiert nach einem nicht...
    Frei zitiert nach einem nicht sehr wohlgelittenen Intelligenzforscher: IQs sind so verteilt dass fuenf Prozent eines Volkes die Faehigkeit besitzen, Werkzeugmaschinen zu konstruieren, fuenfundzwanzig Prozent sind in der Lage sie zu bauen, und die restlichen siebzig Prozent sie zu bedienen. Das der Grossteil der iPhone Besitzer nichts kreieren kann, sollte man nicht dramatisieren. Ueber den Effekt von Computern auf Kreativitaet wird schon ewig kulturpessimistisch gedoehnst: der Ingenieur denkt mit dem Bleistift, daher sind CAD Programme bedenklich. Der Akademiker stoeht, dass wisschaftliche Texte heutzutage nicht mehr geschrieben, sondern im cut and paste Verfahren komponiert werden. Ich stimme zu, dass Multitasking die Aufmerksamkeitsspanne verringert und information overload die Produktivitaet. Jedoch nicht die inhaerente Kreativitaet. Ihre Ansprueche an die Berliner Digitalboheme sind einfach zu hoch. Die Effekte digitaler Vernetzung bezueglich einer “Schwarmintelligenz” ist ein anderes, interessantes Thema.

  111. Lieber HenryPetersen,
    was...

    Lieber HenryPetersen,
    was haben 1914 und 1939 mit dem Pentateuch zu tun? (Neugierig).

  112. Und, liebe minna,
    .
    egal wie...

    Und, liebe minna,
    .
    egal wie jung Sie noch sind, Sie sind alt genug, um sich gegenüber Ihrem Relilehrer zu emanzipieren. (Selbst wenn Sie das vom Gesetzgeber vorgesehene Alter von 15 Jahren, ab dem man Reli ohne Erlaubnis der Eltern abwählen darf, noch nicht erreicht haben sollten).
    .
    (Ob es zwischen Reli und Wehrdienst noch andere Gemeinsamkeiten gibt ausser der, dass die Nichtteilnahme nur mit „Gewissensgründen“ erklärt werden darf?)

  113. HansMeier555,
    sicher geht es...

    HansMeier555,
    sicher geht es ums Zitateklauben. Aber die müssen einem ja was `sagen´,
    sonst kann man sie sich nicht merken oder erkennen.

  114. @HALer: Keine Sorge, der/die...
    @HALer: Keine Sorge, der/die Ingenieur/in darf auch ruhig weiter mit dem Bleifstift denken, wenn ihm oder ihr danach ist. In den allermeisten Fällen wird er seine/ihre Einfälle sowieso nicht selber in eine ordentliche Zeichnung verwandeln, das macht dann ein/e Zeichner/in oder Konstrukteur/in. Es gibt aber auch Leute, die kein Problem damit haben ihre Skizze direkt im CAD zu umreißen (mein Mann z.B., ich bleibe da lieber beim Papier).
    Wo ich jedoch zustimme ist dass die CAD-Programme leider einem gewissen Schludrian Vorschub leisten, denn Fehler sind ja schnell korrigiert und das Ganze ist schnell nochmal ausgeplottet. Das nervt dann schon wenn die Leute deswegen nicht mehr so drauf achten, direkt alles ordentlich zu machen.

    Ich muss (wahrscheinlich zu meiner Schande) gestehen, dass ich erstmal gucken musste wer dieser Luhmann überhaupt war … das mag aber an einer gewissen Abneigung gegenüber jeglicher Systemtheorie liegen (in einer Pflichtvorlesung erlittenes Trauma wo es so sinnvolle Prüfungsfragen gab wie „Was ist ein System?“ oder „Was ist Nutzen?“).
    @Don: Mal eine praktische Frage zu den Silberkannen: wie säubert man die eigentlich von innen? Macht man das überhaupt? Ein Verflossener von mir hat behauptet, es wäre ein Sakrileg eine Teekanne zu gründlich innen zu säubern, man dürfe sie höchstens mit Wasser ausspülen damit die „Teepatina“ nicht abgeht. Selber verfuhr er zwar nur so mit einer Keramikkanne (für Silber reichten damals die Finanzen noch nicht), berief sich in einen Ausführungen aber immer auf die silberne Teekanne von Quenn Victoria. Hat er das nur erfunden um sich vor dem Spülen zu drücken oder ist da was dran? (Ich selber habe nur eine schnöde Glaskanne, die muss schon aus rein ästhetischen Gesichtspunkten ab und zu gründlich gesäubert werden).

  115. @Donna Laura, eigentlich kann...
    @Donna Laura, eigentlich kann es nur Nietzsche sein, denn:
    „Im Bergwerk dieses Denkers ist jedes Metall zu finden: Nietzsche hat alles gesagt und das Gegenteil von allem.“ (Giorgio Colli)
    Also muß Nietzsche jedes Ihrer Zeilen gesagt haben. q.e.d.

  116. ..Das hohe Lied der Liebe>...
    ..Das hohe Lied der Liebe> steht in der Bibel und seltsamerweise erinnert mich ein Teil der Sprachmelodie des Textes an ebendieses.
    Reden ist Silber, Schweigen….Gold usw….und Ihr Text ist sehr lang Don A.
    war das als Wiederspruch gemeint? ; und wenn ich doch mit Engelszungen spräche,…(…) so hätte ich die Liebe nicht.(Teilzitat..hoffentlich richtig../)Sprachmelodie,..auch hohe Lied Davids/Salomon(ich Halbwissender,.ich),.hier unbedingt zu erwähnen!
    .in diesem Zusammenhang den Wiederverkaufswert von Silberantiquitäten und Elektroartikeln zu vergleichen und schwerpunktmässig zu thematisieren ist ..nun sagen wir mal….. jetzt fehlt mir das beschreibende Adjektiv.oh je..die d-seite ist gerissen!
    Wenn ich keine Seiten mehr habe, muss ich singen;
    .wenn das mal gutgeht.

  117. HALer04:55
    ich bitte im voraus...

    HALer04:55
    ich bitte im voraus um Entschuldigung, ich weiß nicht, wie ´neu´ Sie auf der
    Welt sind.
    Aber alles was Sie in Ihrem Beitrag aufführen ist altbacken, das
    retten auch neue Aufkleber nicht.

  118. Wer's wirklich elitär mag,...
    Wer’s wirklich elitär mag, dem seien noch Heidegger und Lacan empfohlen.
    .
    Zu meinen dunkelsten studentischen Erinnerungen gehört der Moment, wo ich den Dozenten etwa drei Mal während einer Seminarsitzung bat, den Sinn des Lacan’schen Aufsatzes, den wir gelesen hatten, einmal allgemeinverständlich zusammenzufassen, ohne daß er meinem flehentlichen Bitten nachgekommen wäre. Das traurigste war, daß keine meiner KommilitonInnen mich unterstützte — obwohl die mir in der Pause davor selbst zugegeben hatten, daß sie kein Wort vom Text verstanden hatten.
    .
    So was kann aber auch optimistisch stimmen: Wer erst einmal die entsprechende soziale bzw. institutionelle Position erreicht hat, kann ruhig drauflosorakeln und irgendwelche Nachfrager mit Bullshit abspeisen.
    .
    Luhmanns Logik ist dagegen simpel und zwingend: „Es ist nicht die Funktion des Rechts, dafür zu sorgen, daß mgöichst viel rechtmäßig und wenig unrechtmäßig gehandelt wird. Das wäre leicht, man brauchte nur alles zu erlauben.“

  119. "Auslöschung der...
    „Auslöschung der Eliten“.
    .
    Damit kann auch der vorzeitige Tod von ein paar Dutzend Apparatschiks gemeint sein, der nach allem Anschein durch das idiotisch-pubertäre Mutproben-Spiel einer geklonten Kartoffel herbeigeführt wurde.

  120. HansMeier555 08:11
    ...ich...

    HansMeier555 08:11
    …ich verspüre keine Neigung, mich von meinem Relilehrer zu emanzipieren.
    Er war der beeindruckenste Lehrer meiner ganzen Schulzeit und wenn er
    als Stadtpfarrer Predigten hielt, wackelte die Hauptstrasse tagelang.

  121. @Don Alphonso, was ist denn...
    @Don Alphonso, was ist denn nun mit dem Sunbeam ?
    Ist die Ursache für die Panne schon bekannt ?

  122. @ ego: oh, sie bauchpinseln ja...
    @ ego: oh, sie bauchpinseln ja m e i n ego! dankedankedanke: ein vergleich meiner geringen, im staub sich dahinwindenden wenigkeit mit dem meister (immerhin falle ich keinem gaul aufgelöst um den hals, aber das ist eine andere geschichte)!
    .
    nun, ich löse auf (nicht mich, vielleicht leider, aber das rätsel), ich lüfte des rätsels schleier:
    zur erinnerung mein kommentar von ganz oben:
    „liebe ist die rationalste aller irrationalitäten.
    .
    und wenn wir die liebe nicht lebten – was haben wir sonst auf dieser welt?
    .
    vergessen wir die welt und halten uns nur an uns selbst.“
    .
    nun, das zitat ist die l e t z t e zeile.
    der literarische rest entstammt meinen inferioren hirnwindungen (und darf zitiert werden, da wir alle ein wenig helene sind).
    .
    das zitat ist einem schmalen, recht explizit gehaltenen band entnommen, der honoré gabriel victor ricetti, besser bekannt als comte de mirabeau, zugeschrieben wurde. Entstehungszeit 1786.
    der deutsche titel lautet ‚der gelüftete vorhang‘ (da gibt es nur eine gute übersetzung aus einem sehr renommierten dt. verlag). der französische: ‚ le rideau levé, ou l’éducation de laure‘.
    .
    nun, wie ich sagte, es war nicht wirklich schwer. da ich eine menschenfreundin bin, habe ich den vorletzten satz genommen (prominent sind immer die erste und letzte seite eines machwerks).
    .
    zu schade, jetzt muss ich dieses etwas abgegriffene und – leider – versiffte, aber einst wohl sehr ausgiebig geliebte exemplar von mittelalter ausgabe weiterhin aufheben. oder will es doch jemand?

  123. liebe minna:
    Die Hauptstraße...

    liebe minna:
    Die Hauptstraße wackelte und die Micky-Maus-Hefte am Kiosk blieben ungekauft.
    Na toll!

  124. minna, Sie verzeihen...
    minna, Sie verzeihen hoffentlich meine verspätete Antwort. Was zum Angeben wäre Richard Precht. Spaß muss sein, gell.
    .
    Dann doch lieber Hausgebrauch. Fangen Sie mit Descartes an.

  125. donna laura, ich habe das...
    donna laura, ich habe das schon. Jaja. Im Giftschrank.
    .
    Reiterjunge, es war das Überdruckventil im Kühler, das nicht mehr schliesst. Eine Kleinigkeit mit grosser Wirkung.

  126. dirk pu, ich mag einfach gern...
    dirk pu, ich mag einfach gern lange Texte. Ich verabscheue im Netz wenig mehr als die Doktrin, dass kein text länger als 3000 Zeichen sein darf. Ich glaube, Länge läuft auch noch mit über 10.000 Zeichen, und das möchte ich beweisen.
    .
    unellen, ich mache das genauso. Das heisst aber auch, dass ich für gewisse Sorten spezielle Kannen vorhalte, eine für Grüntee, eine für Tee während Krankheiten etc. Ich reinige sie nur, wenn sie kommen, und dann mache ich mit den benutzten Teeblättern mindestens 5 Kannen Tee, die ich dann auf der Heizung teilweise verdunsten lasse.

  127. liebe unellen, bitte keine...
    liebe unellen, bitte keine Angst vor Niklas Luhmann. Worauf ja HansMeier555 mit einem schönen Beispiel hinwies. Dieser Denker wirklich ist für Die- und Denjenigen, die ihn verstehen will, auch verständlich. Manches muss man eben zwei Mal lesen, aber dies liegt an der Dichte der Formulierung, nicht der Redundanz eines Gedankens (wie etwa bei Habermas oder Lacan). Im Ressort „Geisteswissenschaften“ dieses Blattes erschienen in der letzten beiden Ausgaben Auszüge eines Nachlassmanuskripts (stehen leider nicht im Netz). Möglicherweise erscheint morgen (die Geisteswissenschaften erscheinen immer Mittwochs) der dritte Teil. Schauen Sie doch ‚mal rein. Es lohnt sich.
    .
    donna laura, bitte zweifeln Sie nicht an meiner Wertschätzung oder meiner Herzensbildung (die in der charmanten Peripherie der Ihrigen liegen mag): War Mirabeau nicht der Erfinder der gleichnamigen Confiture?

  128. Das ist Pech.
    Also ist...

    Das ist Pech.
    Also ist Kühlwasser verdampft und eventuell der Motor heiß geworden.
    Und nun, Motorschaden oder Kopfdichtung undicht ?
    Oder ist es nochmal gutgegangen ?

  129. lieber Rosinante: sie irren,...
    lieber Rosinante: sie irren, er legte sich zwar gerne junges gemüse sein tablett und erhitzte es, aber er machte daraus keine marmelade. gestreichelt, nicht gerührt.
    .
    ich pflichte ihnen bei: luhmann ist tatsächlich ein glasklarer denker, der dem hirn zur ordnung verhilft, wenn heidegger seinen sprachquirl ansetzt oder nietzsche für zeitweise verwirrende, gleichwohl angenehme aufregung sorgt.
    .
    lieber, geschätzter don, im giftschrank? zum schutz der grosstanten? falls sie erben wollen: legen sie das bändchen auf den nachttisch (selbstverständlich zusammen mit anderem, das aber sehr langweilig sein sollte), dann erben sie bald im guten wissen, dass die letzte nacht von tantchen eine wohlige war.
    .
    @ Don Alphonso/12. April 2010, 20:32: recht witzig geschildert und lebensnah. machen sie doch mal diesen beitrag – wenn ich zeit habe (kann ich nicht versprechen, bin zurzeit vermehrt ausser haus), sekundiere ich ihnen von herzen gerne.
    .
    die von ihnen geschilderten unsäglichen idioten weisen nicht die kombination von sensibilität und tatkraft auf, um zum zug zu kommen. sie trauen sich nicht und werden, wenn sie pech haben, und das geschieht bei den wirklich guten jungs oft, zum besten freund der angebeteten.
    oder, wie sie zurecht darlegen, zum daueranschmachter.
    was von manchen damen gemocht wird, denn liebe auf distanz ist recht sauber, hebt das ego und man wird nicht angetatscht. aber die jungs kriegen einen schaden.
    .
    und, lieber HansMeier555, das beantwortet ihre frage zum körpernahen umgang der jugend miteinander mit dem ewigen kommentar von radio eriwan.

  130. Reiterjunge, das Wasser läuft...
    Reiterjunge, das Wasser läuft mehr oder weniger direkt auf den heissen Motor und verdampft – und das habe ich schnell gemerkt. In so einem alten Motor sind riesige Mengen Kühlwasser, da war noch sehr viel drin, und die Motirtemperatur war auch n icht besonders hoch. Insofern sollte alles gut gegangen sein, der Wagen klang mit frischem Wasser wie immer. Nur würde er das beim Fahren schnell wieder verlieren.
    .
    HALer, ich gvlaube, was Texte angeht, einfach an den Schöpfungsprozess. Für mich zählt ein Text erst, wenn er selbst geschrieben, gedacht und gefühlt wurde. Leute, die auf irgendwelche Gossen.TV-Sachen oder Fehler anderer Leute warten müssen, um zu schreiben, sind nichts wert. Leute, die sich ihre Texte mit Spolien anderer Leute denken zusammenschmieren, sollten es besser bleiben lassen. Leute, die Pressemitteilungen zugrunde legen oder Ziate auffädeln, sind fehl am Platz. Erst erleben, dann fühlen, dann denken, dann schreiben, dann ziselieren. Wer anderen hinterherkriechen muss, um eigene Gedanken zu haben, ist nicht einfach nur ein Nachplapperer: Er ist überflüssig.

  131. @ Rosinante - kleiner...
    @ Rosinante – kleiner nachtrag: mirabeau griff zuweilen auch bei früchtchen zu. marmelade entstand dabei jedoch nur bei de sade. noch ein löffelchen jam für den scone?

  132. @Don Alphonso, prima.
    Also...

    @Don Alphonso, prima.
    Also neues Kühlerventil besorgen und es kann weitergehen.
    Ich hatte in einem ähnlichen Fall weniger Glück und durfte anschließend nach Riß im Motorblock selbigen komplett neu aufbauen.

  133. donna laura, Mirabeau und de...
    donna laura, Mirabeau und de Sade sassen eine Weile im gleichen Gefängnis, aber wenn sie beim Ausgang aufeinander trafen, beschimpften sie sich gegenseitig. Literaten…
    .
    auch-einer, Luhmann ist in der Internetdiskursvortäuschung deutscher Prädung, wo sich ein Dutzend Berliner die Bälle zuwerfen, so eine Art Zitatestandard, auf den jeder zurückgreift, damit die Leser gleich mal sehen, was für tolle Systemtheoriehechte da rumschwimmen. Zu dumm, wenn dann so ein Seemann in dieser Zeitung so mangelintelligent ist, zur Frage der Genese des jüdischen Monotheismus (der lange keiner war) und zur Frage der Schriftlichkeit im Judentum (die ebenfalls nur begrenzt zieht, siehe die Mischna und seine Verzweigung) anfängt, auf einen Ägyptologen zurückzugreifen, dessen Positionen halt die eines Ägyptologen sind. dann wird offensichtlich, dass da einer halt was gelesen hat und es reinpappt, dazu einen Namen fallen lässt und versucht, mit Wissen zu protzen, das bei genauer Betrachtung noch nicht mal der Ausgangstext hat.

  134. muscat, ich fürchte Descartes...
    muscat, ich fürchte Descartes und ich, wir werden keine Freunde; Sie ahnen
    den Grund ?
    ABER! „Wer bin ich – und ja, wie viele? -toll – ganz toll –
    war mir unbekannt; ich hoffe auf eine vergnügliche Lektüre und wenn man
    damit auch noch angeben könnte – alles bestens – werde sehen;-)
    was ich sagen will
    vielen, herzlichen Dank

  135. minna, vielleicht, weil Reli-...
    minna, vielleicht, weil Reli- und Mathe-Leistungskurs nicht zusammen passen?
    Da wäre ich mir übrigens gar nicht so sicher.

  136. @donna laura 10:51

    whow,...
    @donna laura 10:51
    whow, donna, ein wirklich schönes Gedanken- und Wortgeglitzer – macht Laune!
    @don alphonso 11:48
    fein formulierte Maximen fürs Schreiben – macht auch Laune, wenn man sie realisiert lesen kann!

  137. @Don: Verschiedene Kannen für...
    @Don: Verschiedene Kannen für verschiedene Teesorten? Das ist ja schön (dekadent) :-). Wobei ich mich grade frage wie genau man das betreiben muss, ich habe z.B. aktuell im Büro: English breakfast, English afternoon, Earl Grey, Spring Jasmine, Gunpowder, Brasilian Mate und süß aromatisierten Sencha (der ist übrigens furchtbar, den trinke ich nur damit er endlich mal aufgebraucht wird). Würden da drei Kannen reichen oder bräuchte ich sieben? Ich würde übrigens gerne schon die Gesichter meiner Kollegen bei nur drei Silberkannen sehen… (die gucken ja jetzt schon immer komisch).

    Den Luhmann werde ich mir bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen, wenn hier so viele meinen dass sich das lohnt.

  138. liebe donna laura, Sie hauen...
    liebe donna laura, Sie hauen den Jungs der Revolution ja kräftig eine auf’s Dach. Applaus! Und Jam? Jederzeit und gerne, am liebsten Lemon Jelly (daily, if I’m at home).

  139. @ azucena: ich danke leicht...
    @ azucena: ich danke leicht errötend mit grazil geneigtem kopfe.
    .
    lieber Rosinante: mille grazie. ich haue denen aufs dach? beide waren sicher ein amüsanterer und erfrischenderer umgang als folgende brüder (weil ehrlich), s. bitte übernächsten abschnitt.
    .
    lieber Don Alphonse, den missbrauch von luhmann sehe ich mir seit einigen jahren an. schade, dass er tot ist, denn er hätte sich dagegen wohl zu wehren gewusst. diese art der nekrophilie nimmt mittlerweiler solche züge an, dass man in niveauvolleren kreisen niklas fast schon nicht mehr erwähnen kann, ohne misstrauische blicke zu ernten, die man mit vertieftem wissen erst wieder glätten kann.
    .
    an die höhere intelligenz der zweinuller reiche ich nicht heran. als teilnehmerin eines mehrtägigen kongresses, der sich mit mille plateaux befasste, muss ich sagen: ich habe nicht verstanden. aber hauptsache, es macht einen irgendwie universitären eindruck.
    die äusserungen der sehr nachlässig gekleideten jungen männer (mit döner in der einen hand, bionade in der anderen) waren unklarer als heidegger in seinen besten zeilen.
    die wenigen jungen damen schwiegen meist, denn die dominanz und freundlichkeit der männer war ähnlich wie bei den 68ern (mit dem unterschied, dass amouröse abenteuer gar nicht erst angedacht werden, der hirnw*chs genügt – bei dem männlichen angebot kann man nur sagen: zum glück!).
    die bitte um präzision einer jungen dame (meinereine) resultierte in inhaltlich anderen volten. man hätte ewig diskutieren können (nicht mögen). es war furchtbar.
    bitte nicht sagen, dass ich selbst schuld bin. ich weiss es, ich bin zu neugierig.
    .
    die internatsschüler von vincennes hätten die finger von den pfaffentöchtern lassen sollen.

  140. Apropos Silberbesteck:
    Ein...

    Apropos Silberbesteck:
    Ein Besuch im Basler Puppenhausmuseum würde sich WIRKLICH lohnen, nur manche hier müssten aufpassen, dass man sie nicht gleich dortbehält.
    .
    Lieber Don,
    Der Matrose ist nicht bildungsferner als andere Feuilletonisten. Wenn ein Text eine kritisierfähige Aussage enthält, dann ist das schon mal mehr als nichts. Und dass er es nicht besser weiß als der Ägyptologie, darf man ihm auch nicht zum Vorwurf machen.
    Und das mit dem Untergang des Bürgertums, herrje, dass Sie sich darüber aufregen. Diesen Gedanken hat er doch bei Ihnen aufgegriffen. Quod licet Rainer, non licet Heiner?

  141. donna laura, das hat doch mit...
    donna laura, das hat doch mit Intelligenz nichts zu tun, das ist höhere Esoterik nach dem Motto „Wir sehen das, was andere nicht sehen können“. Entweder man glaubt daran, oder man tut es nicht. So einfach.
    .
    HansMeier555, es ist die eine Sache, sich der Überkommenheit der eigenen Existenzform bewusst zu sein (Erkenntnis). Es ist eine andere Sache, wenn Existenzformen, die nie überkommen sein werden, weil sie nie über die Mickrigkeit des Pfandflaschenwegbrimgens hinauskamen, versuchen, einen auf exterminatorisch zu machen und nebenbei zeigen, dass ihr Bücherreagal so umfassend wie meine Sammlung an DVDs ist. Und die wiederum als nicht existent zu bezeichnen, wäre kein grober Fehler.

  142. Also ein paar DVD's braucht...
    Also ein paar DVD’s braucht man schon. „Sein und Zeit“ wird ja, so sagt man, demnächst von Bernd Eichinger verfilmt. Ansonsten: Der diskrete Charme der B.

  143. @unellen: ich habe mir lange...
    @unellen: ich habe mir lange überlegt, ob ich eine Silberkanne mit ins Büro nehmen soll. ich bin aber wieder davon abgekommen, da sonst wieder Dünkel uneterstellt werden. Allein schon eine Porzelankanne und eine Teetasse samt Untertasse aus Bone China werden schon beäugt in der Welt der Mugs!

  144. Ja, Mugs. Mugs wären auch mal...
    Ja, Mugs. Mugs wären auch mal so ein Thema.

  145. muscat, Mathe und ich - das...
    muscat, Mathe und ich – das ist eine unerwiederte Liebe.

  146. @ Donna Laura
    Also der...

    @ Donna Laura
    Also der Mirabeau war es, der leidet zurzeit noch still in einer meiner Umzugskisten vor sich hin.
    @unellen
    Mir ging es ähnlich. Nach einer grauenhaften Einführungsvorlesung habe ich mich mein ganzes Studium hindurch vor den Systemtheoretikern gedrückt, und das auch bis zur Diplomarbeit durchgehalten. Da hat mich dann meine Professorin zu meinem Glück bzw. zur Luhmannlektüre verdonnert. Und siehe da, es war gut und verhalf mir zu neuen Einsichten und einer sehr guten Note. Leider wird er ja seit einiger Zeit von Leuten verramscht, die ihn weder gelesen geschweige denn verstanden haben.
    Ich empfehle Ihnen als Einstieg und thematisch passend zu diesem Blog „Liebe als Passion“

  147. @DA:
    Überlassen Sie doch...

    @DA:
    Überlassen Sie doch dieses Thema dem ausgezeichneten Blog „Ding und Dinglichkeit“

  148. Don, für Ihren...
    Don, für Ihren Kfz-Dienstleister als Geschenk am Tag X:
    http://www.racheshop.de/product_info.php?cPath=49_1113&products_id=23069

  149. Es gibt Hinricht äh Dinge,...
    Es gibt Hinricht äh Dinge, die ein Mann selbst tun muss.

  150. Nun, Mugs gibt es auch in...
    Nun, Mugs gibt es auch in Sterling-Silber:
    http://www.davidshure.com/silverware/christening_mugs/j2439.html
    Ganz klar mein Favorit vor jeder China-Ware.

  151. Oder...
    Oder hier:
    http://www.waxantiques.com/mugs.htm
    Diese Epochen passen noch eher zu den Teekannen.

  152. verehrter, lieber Don...
    verehrter, lieber Don Alphonso/13. April 2010, 13:03: ja. welten begegnen einander und verstehen nicht.
    es gereicht vermutlich der ehre der verfasserin dieser zeilen, dass sie das iq-doppel-loch der pfand-döner-schnorrer verfehlt, deren ahnungslosigkeit nur vom bestechenden charme einer sukkulente mit daneben liegendem naturdünger der canis überspielt wird (in diesen zusammenhängen drängt sich mir die assoziation von caput und kaputt auf).
    diese trias des horrors fällt in berlin nicht so auf.
    berlin ist das maggi in unseren suppen.
    .
    gäste äussern hin und wieder das befremden, in unserem salon, auch in der küche kein bücherregal anzutreffen (wohl aber den tisch mit den coffee table books für die leichte zerstreuung).
    allerdings ist unsere bibliothek gesondert zugänglich, wegen des mille fleurs, der schutz verdient.
    die vom don in den giftschrank verbannten werke haben eine eigene kleine abteilung, die merkwürdigerweise ausschliesslich von mir genutzt wird, nicht von meinem gatten, nicht von meinem hausfreund.
    .
    sind diese werke für die herren der schöpfung zu beklemmend? immerhin sind sie unrealistisch: so willig sind weder hübsche bauernmädel noch zärtliche cousinen, so strapazierfähig kaum ein gewillter liebhaber in den dreissigern.
    von problemen bei manchen techniken ganz zu schweigen. und nach essen in den pausen steht einem doch nicht der sinn, man ist doch nicht in der oper.
    .
    apropos essen.
    sie sprachen im zusammenhang mit anbahnungen von pralinen, werter don? die alte duplo-werbung drängt sich auf (die dortige bezeichnung praline ist natürlich eine beleidigung für jedes von hand umgearbeitete stück schokolade).
    .
    es spricht für sie, werter don, wenn sie, bevor sie ihr bestes zu geben beabsichtigen, ihr bestes auch in kulinarischer hinsicht zu geben bereit sind. die geste zählt.

  153. Ich liebe Mugs....
    Ich liebe Mugs.

  154. lieber don, (21.17)...
    lieber don, (21.17)
    einverstanden, die drei genannten hinderlichen kriterien dürfen sie ausschliessen.
    wann bin ich denn nun in der kleinen, hässlichen stadt oder am tegernsee
    um dem göttlichen zu begegnen?

  155. Ich muss ganz offen gestehen,...
    Ich muss ganz offen gestehen, dass ich zu dem Göttlichen nichts sagen kann, aber der fette, alte Kerl mit dem Lungenproblem, der würde gern mal wieder etwas anderes als die Schufterei auf diversen Baustellen sehen. In der Regel aber weiss er heute nicht, was morgen sein wird.

  156. @ HansMeier555: kleine...
    @ HansMeier555: kleine Korrektur, was die uneingeschränkte Religionsmündigkeit in Deutschland angeht: diese hat man mit dem vollendeten 14. Lebensjahr (also mit dem 14. Geburtstag), nicht erst mit 15.

  157. ...schon lange nicht mehr so...
    …schon lange nicht mehr so lange still in mich hineingelächelt. Aber diesmal haben sich Don Alphonso und die Teilnehmenden wieder einmal selbst übertroffen !!
    .
    Danke (http://minikatha.breakpoint.cc/bilder/fruehlingsblumen.jpg)

  158. Drei Tage verreist und eine...
    Drei Tage verreist und eine der schönsten, gehaltvollsten Beiträge (beinahe) verpasst. Und die mag ich nun nicht mehr mit einem vehementen Bekenntnis zum Silber, altem Porzellan und der Liebe zu denen, die das auch schätzen, ruinieren. Fort mit allem Plastikkrempel, weg mit den Technik Nerds und ipad-tragende BeraterInnen. Ein gutes Buch (Mirabeau?), Tee aus einer Silberkanne und die Welt kann so schön irrational sein…

  159. lieber Justin Thynne,
    zu...

    lieber Justin Thynne,
    zu ihrem werten namen passend würde ich ihnen justine empfehlen, nicht von mirabeau, sondern von seinem mitinsassen, dem marquis, donatien alphonse françois de sade. wenn’s zuviel wird, einfach querlesen, nicht imaginieren, nur die cherries picken.
    und bitte das büchlein nicht aus der krabbelkiste des antiquariats ziehen!
    .
    andererseits weiss man auch nicht was die alleinstehende englische haushälterin mit einer teekanne anstellt, man hört ja so einiges … insofern wäre tee ein ausgezeichnet passendes getränk.
    .
    lieber, mit dem sunbeam im duett keuchender Don Alphonso, mein bester, ich grübele: wieso das wasser und die 2 bayer-tabletten?

  160. Das war angewandter Dadaismus,...
    Das war angewandter Dadaismus, mehr nicht, aber auch nicht weniger.

  161. Aspirin + Wasser gegen den...
    Aspirin + Wasser gegen den Rausch, ist doch logo.

  162. okay, solange sie kein wasser...
    okay, solange sie kein wasser verlieren.

  163. Gegenden Rausch der...
    Gegenden Rausch der Geschwindigkeit.

  164. liebe donna laura, die Herren...
    liebe donna laura, die Herren hinter dem Schlüsselloch, die Sie selbstredend bei geöffneter Türe betrachten, bringen Sie mächtig auf Trab. Dies im Sinne von freudvoll, lustig und sympathisch. Aber warum, um Gottes Willen, war der Sieger dieser Zeit, N premier, so entsetzlich verklemmt?

  165. Liebe Spezialmerke, lieber...
    Liebe Spezialmerke, lieber Don, ja, so ein Leuchter…. natürlich haben Sie recht damit, dass man den fake auf 5 km gegen den Wind erkennt, aber doch nicht unbedingt in der Küchn, umnebelt von Mehlstaubwolken, bestückt mit Energiesparlampen? Sind Neonröhren etwa schöner? Um die Frage zu beantworten, liebe Spezialmarke – der 35. lüsterne Lüster hängt wahrscheinlich in der Lebensmittelzubereitungsmöglichkeit unserer bescheidenen Hütte.

  166. hinzufügend möchte ich noch...
    hinzufügend möchte ich noch erwähnen, dass ich nicht nur die neuesten Billiglüster in barocke Hängung hänge, oh nein, ich höre ebenso wenig auf Klassik Radio, trinke Beuteltee wie Känguruh, fahre Bus echt antiker Baureihen, Luhmann hab ich möglicherweise auch gar nicht gelesen, murmle bloß finster vor mich hin – luhmann luhmann luhmann … Entschuldigung, ich hab heut einfach viel zu gute Laune. Ansonsten empfehle ich dringend einen Besuch auf den Seiten des Einrichtungshauses Merz und Benzing – viel Spaß;-)

  167. @Francesca, der Don ist weder...
    @Francesca, der Don ist weder fettleibig noch alt und die Lungenprobleme treten nur ausserhalb des Bettes auf, und da ist er in der Tat göttlich, aber Sie haben in der dummen Stadt an der Donau trotzdem nix verloren, das ist nämlich mein Revier. Alles.

  168. @Don: aha, Sie tendieren also...
    @Don: aha, Sie tendieren also auch zu nur ausspülen und für jede Sorte eine Extrakanne. Dann bin ich ja beruhigt. Hatte ich die Kannenputzmanie doch schon immer in aller Stille Banausentum gescholten.

  169. @ Rosinante: vielleicht hat er...
    @ Rosinante: vielleicht hat er etwas falsches gelesen? vielleicht war er nicht nur vertikal herausgefordert, sondern stellenweise auch vertikal? aber fragen wir doch mal sein pferd.

  170. @malena: jaja, Kronleuchter...
    @malena: jaja, Kronleuchter mit Energiesparlampen, soweit ist es bald. Bis jetzt keine mich wirklich überzeugende Vorstellung, auch wenn ich im Baumarkt die diversen bereits erhältlichen Sorten an neuartigen Glühbirnen schonmal durchgesehen habe, und die Auswahl wider Erwarten doch nicht so ganz klein war. – MIR kommt jedenfalls KEIN Kronleuchter in die Küche, und empfindliche Bildchen schon gleich zweimal nicht! Meine Küche hat gefälligst steakgeeignet zu sein!

  171. @donna laura "der deutsche...
    @donna laura „der deutsche titel lautet ‚der gelüftete vorhang‘ (da gibt es nur eine gute übersetzung aus einem sehr renommierten dt. verlag). der französische: ‚ le rideau levé, ou l’éducation de laure‘.“
    Das darf doch nicht wahr sein:
    genau dies von mir am Samstag bestellte Buch kam heute mit der Post. Die Übersetzung ist von einer Johanna Fürstauer. Ich hab’s natürlich noch nicht gelesen. Die letzten Sätze sind ein wenig anders als hier oben zitiert: „Begnüge dich mir dem, was ich dir geben kann. Oh, meine Liebste, vergessen wir alles, um einander um so inniger zu halten! Erwarte mich bald, ich will in Deine Arme.“
    Welch Zufall!

  172. liebe donna laura, ich...
    liebe donna laura, ich fürchte, beim Rosse N’s haben wir Pech. M.W. ist Rosinante der einzige Gaul, die schreiben kann. Aber unbekannte Quellen berichten, dass N. während des Russland-Feldzugs den Soldaten immer zugerufen haben soll: „Paulus schrieb an die Korinther, wer kein Geld im Sommer hat, der hat auch keins im Winter.“ Que des sources inconnues.

  173. NB hatte wichtiger Eroberungen...
    NB hatte wichtiger Eroberungen zu machen.

  174. Ausserdem war er der erste,...
    Ausserdem war er der erste, der versucht hat, nach der Revolution den Adel wieder einzuführen. Seiner Zeit um mehr als 200 Jahre voraus!

  175. Colorcraze, am teuren Horizont...
    Colorcraze, am teuren Horizont glueht ein Hoffnungslicht:
    http://www.manufactum.de/Produkt/0/1448935/Gluehlampestossfest.html?suchbegriff=Gluehlampen

  176. "...Existenzformen, die nie...
    „…Existenzformen, die nie überkommen sein werden, weil sie nie über die Mickrigkeit des Pfandflaschenwegbrimgens hinauskamen…“
    .
    Tut mir leid, das ist trotz allem tief unter die Gürtellinie, kein besseres Argument als „Eure Armut kotzt mich an“.

  177. Nur Proleten verlieren den...
    Nur Proleten verlieren den Verstand. Die bessere Gesellschaft wird lediglich exzentrisch.

  178. Bedaure, aber wenn man einer...
    Bedaure, aber wenn man einer Ideologie zuneigt, die „Arbeit als Missbrauch von Lebenszeit“ definiert, Arbeit in Firmen ablehnt, die einen nicht während der Arbeitszeit frei nach Belieben surfen lässt und vehemant für ein Grundeinkommen eintritt, weil man den protestantischen Leistungsgedanken massiv ablehnt –
    .
    und wenn zu all dem auch noch der Umstand kommt, dass der Staat so etwas nicht zwingend unterstützt, was ich irgendwie verstehen kann, dann twittert man eben vom Eintausch der Pfandflaschen. Oder im Falle eines Freundes zumindest von der Fahrtenbuchfälschung. Ich erfinde das nicht, ich gebe das nur wieder.

  179. Na ja gut, ich kenne mich mit...
    Na ja gut, ich kenne mich mit deren Ansichten sonst nicht so gut aus, und gehöre auch nicht zu deren eifrigen „followern“. Glauben Sie mir, ich kenne diese Leute nicht (ausser aus Ihren Texten) und habe auch gar nicht vor, mir zu deren getwitterten Ansichten und Lebenseinstellugnen irgendein objektives Urteil zu bilden.
    .
    Andererseits enthielten auch manche Texte dieses Blogs hier Sätze und Passagen, die man so interpretieren kann, daß nur auktionsbesuchende Kuponschneider vollwertige Menschen sind. Von diversen kinderfeindlichen Bemerkungen („die schlucken kein Benzin, drum sind Autos besser“) mal ganz abgesehen.
    .
    Natürlich ist das alles nur Spaß. Aber wer bestimmt nun, wo die Grenzen sind?

  180. Liebe Donna Laura, das von...
    Liebe Donna Laura, das von Ihnen empfohlene Büchlein könnte ich aus dem Schranke ziehen in der schönen 1828er Ausgabe die irgendein Vorfahre mal ganz dezent in braunes Leder hat binden lassen mit dem Titel „JUSTE“, mais je préfère „le rideau levé, ou l’éducation de laure“, dem offensichtlichen Favoriten des Abends. Inwieweit L`empereur diesen Geschmack teilte, ist mir nicht bekannt. Aber ich las auf meiner Reise mal wieder Krieg und Frieden zu Ende und freue mich jedesmal über den anti-Empeurismus des Grafen Tolstoi.

  181. Fremdbestimmte Arbeit aus...
    Fremdbestimmte Arbeit aus reiner Existenznot IST Missbrauch (oder vertane) Lebenszeit. Man koennte naemlich auch anders. Nicht jeder hat Privilegien.

  182. @Filou: die Sorte krieg ich...
    @Filou: die Sorte krieg ich auch noch im Lebensmittelladen über der Straße. Die kerzenförmigen mit dem kleinen Gewinde sind die, die inzwischen ausgehen. Nicht nur bei mir.

  183. Es gab mal Zeiten, da galt es...
    Es gab mal Zeiten, da galt es es stilvoll, gar nichts zu arbeiten. Weiße Haut zu haben und gepflegte Hände (als Zeichen für Non-Arbeit). Der Hochadel arbeitete nicht, die Gentry arbeitete nicht. Das war etwas für das „untere Volk“.
    .
    Bin zwar derzeit* nicht geneigt, Arbeit als Missbrauch von Lebenszeit zu betrachten, bin aber sehr für das Lob auf die Muße. Nur wenn er ausreichend Muße hat, kommt der Mensch überhaupt auf solche Dinge wie Kultur. Und zu sich selbst.
    .
    * Einschränkung: Als ich noch in Werbeagenturen zugange war, sah ich das sehr wohl als Missbrauch. Vor allem bei 16-Stunden-Tagen mit gnädigem Überstundenausgleich am SO in eben dieser Agentur bei Bagel, Pizza, Kaffee-Infusionen, Zigaretten und Cola. Wer keinen kaputten Magen hatte, hatte zumindest ein kaputtes = nicht existentes Privatleben. Es gab kein Leben nach der Agentur. Seidem war mir klar, wie wichtig Muße ist, um überhaupt leben, lieben und schöpfen zu können.

  184. Und für einen Moment macht...
    Und für einen Moment macht Donna Laura mich glauben, der kurze Korse sei wie weiland die Hunnen geritten. Und überzeugt war ich, daß Rosinante nur im Kampf gegen Windmühlen auf dem Weg zu Dulcinea im Dienste ihres Don gestanden war – ohne Feder. Ich kann hier noch viel lernen – danke für den köstlichen Tee.

  185. donna laura, HansMeier555, ich...
    donna laura, HansMeier555, ich verstehe fast Nichts mehr. Sie, donna laura, plädieren für die Horizontale; HandMeier555 favorisiert und restauriert die Vertikale. Dies sind doch Gegensätze. Wie können denn Silberkannen, die körperlichen Erotik oder die Elite als geklonte Kartoffel in diesen Koordinaten freudvoll wirken? Ist dies das Kamasutra der Regierung Berlusconi?

  186. Colorcraze, boa ey, bei mir...
    Colorcraze, boa ey, bei mir gibts die inzwischen nicht mehr. Ich hatte vorher alle OBI-Maerkte leergeraeumt. Es reicht fuer eine Weile. Aber ich sag‘ Ihnen: diese Sch***Idee mit de Lampen wird vergehen, wie das Rauchverbot in Kneipen.

  187. @ Vroni (22:06): Mein...
    @ Vroni (22:06): Mein Ur-Grossvater in England schrieb noch als Berufsbezeichnung „Gentleman“. Ich wäre froh, wenn es heute – wie damals möglich – viele dies ebenso erklären könnten. Und – der Zeit entsprechend natürlich auch Lady.
    Aber der von Ihnen so präzise beschriebene 16-Stunden-Tag, scheint leider die Realität in den Bereichen Bank/Beratung/Anwälte/Medien zu sein und macht die Möglichkeit zu leben, lieben und zu schöpfen so gut wie unmöglich. An anderer Stelle berichtete ich schon einmal über promovierte Juristinnen mit Beraterhintergrund und die Unmöglichkeit der Anpassung an tradierte Verhältnisse mit Silbertablett und Frühstück. Aus jüngster Zeit könnte ich schwerzliche Ergänzungen liefern zum Thema „Überstundenausgleich am So.“. Denn selbst Silberkannen-affine Juristinnen (es gibt diese) haben mittlerweile nach mehreren empirischen Studien, nicht nur denn Sonnabend sondern auch den Sonntag zum Arbeitstag deklariert.
    Insofern Gratulation zu Ihrem Lob auf die Muße! Und weg mit Pizza und Bagel.

  188. Nicht auf den Punkt kommen,...
    Nicht auf den Punkt kommen, sich nicht festlegen, Fernes andeuten, sich im Nebel verstecken – zum Gähnen.

  189. "Er fand es ja auch...
    „Er fand es ja auch irrational, aber dann gingen sie zusammen ins Bett.“
    .
    Besser?

  190. lieber Rosinante, machen sie...
    lieber Rosinante, machen sie sich nichts draus. dann lassen sie mal heidegger kommen, der dieses nichts nichten wird.
    .
    vielleicht kann Filou noch ein paar tropfen seines calvados in ihre richtung entbehren? ich hätte nur einen apfel, aber diese frucht brachte bereits einmal imaginierte welten ins wanken, und danach fühlten alle nackt und hatten eine schlange in der hand.
    .
    lieber jeeves – ich fürchte, dass sie nicht die gelungste übersetzung in den händen halten. die moldenhauersche ist respektabel, andere warten dagegen zuweilen mit peinlichkeiten auf (zuckerdöschen für ***). kleiner tipp: vorher im netz immer die perlentaucher aufsuchen, die geben hilfestellung. aber halten sie mich auf dem laufenden, ich bin interessiert, wie ihnen ihre ausgabe gefällt.

  191. "Was ist vornehm" in der...
    „Was ist vornehm“ in der Genealogie der M. Und er liebe Schreiber dreht sich im Kreise. Un ddie Griechen waren oberflächlich aus ….Tiefe.

  192. Niewoh,
    ich habe gerade den...

    Niewoh,
    ich habe gerade den „Roman“ eines jungen deutschen „Erzählers“ gelesen, der Ihre Kriterien erfüllen dürfte; nicht nur zum Gähnen, sondern ermüdend lang-
    weilig und inhaltslos.
    Seither frage ich mich ´wer liest das´alternativ ´geht nichts anderes mehr´?

  193. liebe donna laura, ich folge...
    liebe donna laura, ich folge einfach Ihrem Rat: „Warten auf Heidegger“.

  194. och - hier bin ich mensch,...
    och – hier bin ich mensch, hier kauf ich ein – was haben Sie bloß gegen das Grundeinkommen? Ist doch ne Superidee? Und die Pfandflaschensammler wirds auch weiterhin geben, keine Angst ;-) (pssst – nicht weitersagen: Für 10000 Pfandflaschenpfänder gibts sicher schon ne ganz anständige Silberkanne, englischer Provenienz, in der so ein Alnatura-Teebeutel den Schwimmkurs machen kann ;-)

  195. @HansMeier555
    It was meant...

    @HansMeier555
    It was meant metaphorically. Da ich alles aus einem Abstand von Zeit und Raum betrachte sehe ich als Grundproblem in Deutschland das taktische Handeln in Politik und Business, waehrend die Angelsachsen doch eher strategisch denken. Kuerzlich bei einem Kundenbesuch in einer westdeutschen Grossstadt (mit 3 s jetzt?) wurde ich mit den Aussagen Christopher Caldswells in REFLECTIONS ON THE REVOLUTION IN EUROPE vom Stadtrat konfrontiert. Dort wird jetzt nichts mehr fuer Kultur oder Museen ausgegeben, selbst Reparaturen unterbleiben, weil der Druck der aermeren moslemischen Unterschicht nach finanzieller Stuetze so gross ist, dass eben alles ausbleibt was in diesem Blog hoch gehalten wird. Diese taktische deutsche Denkweise hat voruebergehende Erfolge gebracht,doch langfristig fuehrte es immer zum Untergang.

  196. ...mir fällt nicht nur in den...
    …mir fällt nicht nur in den Medien, sondern auch im Alltag auf, daß darauf vertraut
    wird, die Nennung von Eigenschaftswörtern wie traurig oder lustig würde automatisch die entsprechende Gefühlsregung auslösen…

  197. ... Einsparungen im Kulturetat...
    … Einsparungen im Kulturetat einer Stadt, lieber Herr Petersen, haben doch nichts mit taktischem Handeln zu tun. Das folgt unmittelbar aus der Finanzverfassung der kommunen in Deutschland, die produktive Flaechennutzung und Gewerbeansiedlung fordert und, in gewissem Maße, foerdert. Wenn die Gewerbesteuer nicht mehr sprudelt, gibt es als „Ersatz“ Schluesselzuweisungen, vereinfacht gesagt, eine Art von Ueberbrueckungsgeld, um die noetigsten Ausgaben bezahlen zu koennen. Das an der „Kultur“ eingespart wird, ist eine notwendige Folge, ob es einem nun gefaellt oder nicht.
    Empfehle Ihnen auch einen Blick auf US-Staedte, besonders auf New York, in den spaeten 70er und fruehen 80erJahren.
    MfG
    G.S.

  198. Der statusträchtige...
    Der statusträchtige Unterschied zwischen Prekariat und Protzkariat besteht doch nur in der Methode, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und den nucleus accumbens zu stimulieren: Während die grundeinkommesorientierte Schicht ebenjenes in für geistige Getränke einsetzt, zieht sich die Leistung-muss-sich-lohnen-Gruppe lieber angereicherten Puderzucker durch die Nase. Und wenn sich die einen nach kalkuliertem Kater an die Pfandverwertung machen, basteln die anderen bereits am nächsten burout-Syndrom. Für alten Plunder in Vitrinen, aus edlem Metall oder bleichem Papier, interessieren sich doch allenfalls Historiker. Und Plüschaugen gibt´s vorzugsweise bei Teddybären. Da machen angebissene Äpfel schon mehr her, jedenfalls bei der noch ungelifteten Generation.

  199. @steelydan - ach schätzchen,...
    @steelydan – ach schätzchen, bist Du süß! Nicht, dass ich so ganz grundsätzlich allen linken Ideen abgeneigt wäre, aber so ein büschen kultivierter kann mans dochnoch formulieren, oder? Wenn Du alten Plunder made of Bleiches Papier in Vitrinen hast – kannste mal Autor, Verlag, Ausgabe, Jahr etc etc und Preisvorstellung rüberreichen? Eh? Thanks!

  200. steelydan haut genau in die...
    steelydan haut genau in die Kerbe ! — Habe (nuechtern) seit gestern versucht ein I-phone zum Laufen zu kriegen, hat nicht geklappt. — Ich bin halt ein PC und kein Mac, aber immerhin noch ungeliftet! (Vorgestern, im Baumarkt, meinte die Kassiererin zu mir: „Sie sehen ein bisschen aus wie Brad Pitt, hat Ihnen das schon mal jemand gesagt ?? – Ich muss jedesmal zweimal hingucken wenn Sie hier einkaufen !“)
    Jeder Mensch versucht (hoffentlich !!) sein „Bewusstsein“ zu erweitern. Diejenigen, welche sich das leisten koennen, greifen gerne zu (mitunter kostspieligen) Drogen, andere zu Buechern.
    Morgen gebe ich das I-phone zurueck (ernsthaft) und kaufe mir : Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand.
    :~)

  201. Den LiteratInnen hier (und...
    Den LiteratInnen hier (und denjenigen, die gerne mehr als 10’000 Zeichen hintereinander lesen möchten) gebe ich gerne den Tipp zu Musils „Mann ohne Eigenschaften“ weiter….. Auch wert zum Nochmalslesen!
    .
    Manchmal lege ich mich ja auf den Boden vor Lachen, wie Musil es schafft seitenweise die ganze Irrationalität des Menschen liebenswert in die Pfanne zu hauen. Tun Sie es sich an! Blühende Bleiwüste!

  202. Lieber Henry Petersen,
    Danke...

    Lieber Henry Petersen,
    Danke für Ihre Ausführungen. Aber ich verstehe immer noch nicht, was sie meinten, die deutschen Eliten hätten 1914 und 1939 „das Pentateuch in der Hand gehalten“. Der Hinweis, sie hätten „metaphorisch“ gesprochen, hilft mir da auch nicht weiter.

  203. Horizontal, vertikal: Es ist...
    Horizontal, vertikal: Es ist ein Kreuz.

  204. Kann man diesem Block noch die...
    Kann man diesem Block noch die Kultur gerettet werden. Ich finde, dies ist eine
    gelunge Mischung aus Tradition und Moderne. Was lässt sich noch retten –
    Don Alphonso und werte Kommentatoren. Zunächst einmal gilt doch –
    dass man/frau sich selbst eine Kultur aneignen muss. Sei es bei den Kännchen,
    dem Kronleuchter oder dem Ipod. Nun stellt sich aber doch die Frage, ist ein Mehr notwendig (was vielleicht beim Kronleuchter hinsichtlich der Glühbirnen eine nicht unwichtige Frage ist) und was ist bspw. bei den Büchern und deren
    diversen Übersetzungen das „Wahre“.
    Also, selbst als sich erzeugender Kulturmensch hat man es nicht leicht –
    aber dank dieses Blogs gibt es nun so etwas wie eine „Seelenverwand-
    schaft“ oder Gemeinde der Kulturbewahrer, wobei mir hier besonders erwähnenswert Hans Meider und Donna Laura scheint, wie auch manch
    andere/r.
    Insgesamt muss ich oft schmunzeln und vielleicht ist das eine Form von
    Glückseligkeit, solch angenehme Bemühungen in so reicher Vielfalt zu lesen.
    Als früherer intensiver FAZ-Leser stelle ich mit Erstaunen fest, dass der journalist. Stil immer noch der Gleiche ist – zu der ich – getragen von dem
    Stilmittel dieses Blogs eine kleine Anekdote angeben möchte:
    In der Beilage der FAZ wird/oder wurde? ein Fragebogen mit 20 Fragen
    an sog. Prominente gestellt, wie bspw.: Was ist Ihr Lieblingsvogel? etc..
    Ich hatte mir Anfang der 90´er Jahr einmal, ein paar Fragen in Frage zu
    stellen und zu ersetzen wie: Wie halten Sie sich fit? Welche techn. Hilfsmittel bevorzugen Sie? etc.pp. . Ihre Kulturredaktion wies mich dann in schriftlicher
    Form jedoch darauf hin, dass man nicht gedenke, etwas an dem Fragebogen
    zu verändern. Gibt es diesen eigentlich noch?
    Wie dem auch sei. Bei soviel Anachronismus hat natürlich das Forum dieses
    Blogs seine Ber(ä)chtigung und hebt so erstaunlich ab von dem banalen Alltagsgeschehen.

  205. ...zumindest gehörte im WWII...
    …zumindest gehörte im WWII Zarathustra zum Marschgepäck.
    War wohl Nietzsches kleiner Schwester zu danken.
    Eine Frau mit einem interessanten deutschen Lebenslauf.

  206. HansMeier555, schön gesehen....
    HansMeier555, schön gesehen. Und sehen Sie, zu solch vergleichsweise einfachen, abstarkten Analogie war (ist?) JH nicht fähig. Luhmann oder Marquart hingegen schon.

  207. liebe elitesse,

    sicherlich...
    liebe elitesse,
    sicherlich sind ihnen revierkämpfe nicht unbekannt. ich jedenfalls bin bereit.
    diese beute scheint mir jeden einsatz wert.

  208. Darf ich da vielleicht auch...
    Darf ich da vielleicht auch noch mitreden?

  209. Girls wrestling! Ui, ui, ui......
    Girls wrestling! Ui, ui, ui…
    Was brauche ich da noch Eurosport?

  210. mein lieber don,
    sie haben es...

    mein lieber don,
    sie haben es vorgezogen sich mit fettleibigkeit etc. aus der schusslinie zu begeben.
    ich fürchte, sie müssen nun abwarten, in diesem stadium mitreden wollen, nein,
    zu spät!

  211. Nein, das machen wir unter uns...
    Nein, das machen wir unter uns aus. Sie sind nur das Objekt der Begierde. Kaufen Sie besser noch ein Fahrrad oder eine Teekanne, zur Ablenkung.

  212. Lieber Don,

    Sie kochen Ihr...
    Lieber Don,
    Sie kochen Ihr Tee selber?
    Führen Sie kein Personal im Haushalt?
    Wie unterschichtig.
    Ihr langweilter und stinkender KFZ-Dienstleister,
    Geppetto
    @francesca: italienische Männer sind Männer. Im Italienischen hättest Du auch keine Probleme mit der Großschreibung. Kehre zu Deinen Wurzeln zurück!

  213. @Geppetto:
    Haben Sie...

    @Geppetto:
    Haben Sie umgesattelt? Vom falegname zum Kfz-Dienstleister??

  214. Lieber Don
    Fliehen Sie! Am...

    Lieber Don
    Fliehen Sie! Am besten an einen Ort, wo Sie nicht vermutet werden (zB auf die Seiten der Sueddeutschen, oder nach Berlin, FFM….).
    .
    Oder senden Sie die Sie verfolgenden Damen einzeln mit ein wenig Schwarzgeld Richtung Schweiz – und geben der Polizei einen Tipp ;-)

  215. als Abkömmling Proletariats...
    als Abkömmling Proletariats lese ich ihre Beiträge immer wieder mit Interesse. Das was sie beschreiben, Normen, Riten und Abgrenzungen erlebe ich von der „anderen Seite“. Daher bin ich vielleicht etwas voreingenommen. Dass gerade die schönste Irrationalität zum „Pack“ nicht erwünscht ist, haben sie in vergangen Beiträgen oft genug beschrieben. Die banal gebrochenen Herzen gehen auch auf ihr Konto.

  216. @ malena
    Du willst wohl...

    @ malena
    Du willst wohl leistungslosen Lohn generieren, indem Du mich beim Ankauf meiner ungeliebten Pretiosen (MEW, Originalausgabe) übers Ohr haust. (Der Gewinn steckt im Einkauf?) Dann warte ich doch lieber ab, bis die Nächte kühler werden und lasse das darin gebundene CO² in meinem Kanonenofen wieder frei. In meiner Gegend waren vor ein paar Jahrhunderten noch Hexenverbrennungen üblich. Vielleicht kommen die alten Sitten wieder, so wie Silberteekannensammeln. Jene kann man wenigstens bei steigendem Muselmann-Anteil zu Wunderlampen umdengeln und wohlfeil anbieten.

  217. @ geppetto,
    bedaure, ich habe...

    @ geppetto,
    bedaure, ich habe mich nun auf DEN mann eingeschossen. und, sie werde mir zu-
    stimmen, wirkt das objekt der begierde nicht ein wenig wie ein italienischer herr
    von adel?
    ihren rat, meine wurzeln aufzusuchen werde ich gelegentlich berücksichtigen, danke!
    sollte ich einen langweiligen kfz-dienstleister benötigen, meine gefährte wünschen
    ohnehin keinen esprit, werde ich ihrer gedenken.

  218. Als nun Paris unschluessig,...
    Als nun Paris unschluessig, den Apfel in der Hand, die Entscheidung treffen sollte, warf er die Frucht weg, zog sich seine Hosen wieder an, ging zum Kiosk und kaufte sich ein Bier.

  219. Heute mal einen BMW 328 (ich...
    Heute mal einen BMW 328 (ich würde nie diese Marke freiwillig fahren – die unter diesem Label produzierten Fahrzeuge galten im Bajuwarischen bis Mitte der 80ziger Jahre des letzten Jahrhunderts als „Hallodri“- Autos). Heute verkauft man die Erwachsenen-Produkte als sogenannte „Premium-Fahrzeuge“. Nun – das replizierte Kinderwägelchen für nicht mal 15 Kiloeuros ist durchaus marktkonform. Kümmerten sich doch vor 35 Jahren bestenfalls 1/4 Person ums Kind – sind es heute patchworkfamilien- und fern jeder zwangsschwangerschaftbedingt mindestens 8 Personen. Das Investment ins Kind bleibt das Gleiche wie anno dazumal. Allerdings heute mit dem Hang zum Schönen, Wertvollen, unbeständig Beständigen…
    Der deutschen Spätromantik Genüge tun – wenn das die Taliban wüssten… Sie würden mit dem Guido in spätrömische Dekadenzkritik verfallen und der Hartz IV-Elite zeigen, wo der Bartel den Most holt. Nur: Wieso haben wir vom Umsturz nichts bemerkt? Könnte am Polieren unserer Silberdevotionalien gelegen haben.

  220. D.A. textet "und den grössten...
    D.A. textet „und den grössten Teil ihrer Geschichte benahm sich die Menschheit wie eine Ansammlung von Tieren, und kam dennoch damit durch die Zeiten“. Aber was soll das Nebenwort „dennoch“ bedeuten? Das „Tier sein“ ist doch gerade das Erfolgsmodell. Was man ja tagtäglich eingehend beobachten kann. Die Evolution läßt sich durch solch modischen Schnickschnack wie Kultur und Silbergeschirr nicht überlisten.

  221. Wie wär´s mit dem...
    Wie wär´s mit dem Alleinstellungsmerkmal eines Kfz-Dienstleisters, den zum Schmieren der Nocken notwendigen Saft den danach lechzenden Vau-Achten bis zum letzten Tropfen ausschließlich aus vorgewärmten Silberkannen zuzuführen? Anstelle mit schnöder Plaste einzutrichtern. Weil Leistung belohnt werden muss, gerade wenn sie in Kilowatt und nicht in der Anzahl freigesetzter Lohnempfänger bemessen wird.

  222. Werte Francesca,

    in meinem...
    Werte Francesca,
    in meinem langen Leben boten mir viele Kunden ihre Möbel und später ihre Gefährte zum Ankauf an.
    Je größer ihre Wertschätzung für ihr Eigentum, desto höher der Preis, den sie verlangten.
    Bieten Sie sich bitte niemals gratis an. Auch nicht Bildchen mit wenig Haarwuchs, vermeindlichen südländischen Flairs.
    Schreiben Sie bitte von nun an ihren Namen mit großem ‚F‘.
    Als ersten Schritt zu mehr Wertschätzung für sich selbst.
    Das wird Ihrer Seele gut tun.
    Ihr KFZ-Dienstleiter von Niveau,
    Geppetto

  223. Donna Laura, 13. April,...
    Donna Laura, 13. April, 23.15:
    „vielleicht kann Filou noch ein paar tropfen seines calvados in ihre richtung entbehren? ich hätte nur einen apfel, aber diese frucht brachte bereits einmal imaginierte welten ins wanken“
    Was sagt das wohl über mich aus dass meine erste Assoziation Newtons Apfel war?

  224. Don Alphonso. Bisweilen...
    Don Alphonso. Bisweilen stilsicher beim Beschreiben der Lebensgewohnheiten von Old Money, tappen sie mir heute allzuleicht in die Falle der „neuen Bürgerlichkeit“ (die sie doch an sich ganz gerne und stets kleinhalten). Ein Kronleuchter in der Küche ist -d’accord- hochgradig irrational. Aber er gehört dort genausowenig hin wie etwa ein Esstisch, an dem dann vielleicht die Abendgesellschaft Platz nehmen soll? In einem Arbeitsraum, wie sie richtig sagen? Das ist von AD und Vogue Living propagiertes Poggenpohl-Dasein und -zumindest meinen- Gästen unwürdig und nur Vertreter eben jener „neuen Bürgerlichkeit“ glauben, sich mit einer kommunikativen bzw. musealen Nutzung der Küche, von anderen Klassen abgrenzen zu können. In ihrer Küche hätte ich eher eifriges Personal erwartet, als dass sich „das Essen dorthin verlagert“. Daher darf ich Ihnen Nicolaus Sombarts Klassiker „Jugend in Berlin“ zur Lektüre empfehlen, falls es sie interessiert, welche Rolle die Küche in einem (wahrhaft) bürgerlichen Haushalt spielen sollte. Vielleicht trägt die Lektüre ja als side-effect auch ein wenig zu einer Versöhnung ihrerseits mit Berlin bei – zumindest mit seinen (Süd-)Westvierteln. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.
    Insgesamt aber wie immer wohltemperierter Kulturpessimismus, auch wenn das Pathetische am Ende des Textes geradezu berlusconiesk daherkommt. Die legendären Zeilen des Cavaliere „Lasst uns gehen, verlassen wir die Zeitungen, das Fernsehen, die Parteien. Lassen wir die allein, die mich nicht mehr wollen … gehen wir auf eine einsame Insel, in eine andere Welt … denken wir nur an das Leben und die Liebe“ hätten heute so auch bei Ihnen stehen können, Alphonso. Dennoch:Danke!

  225. @ francesca
    Mutieren die...

    @ francesca
    Mutieren die „Stützen der Gesellschaft“ zu „Elitepartner.de“? (Obwohl, gewisse Berührungspunkte gäb´s ja schon …).
    Für die nicht an den Revierkämpfen Beteiligten bitte ein neues Thema.

  226. "Für Akademiker UND Singles...
    „Für Akademiker UND Singles mit Niveau“
    Akademiker müssen also keine Singles sein, wenn sie im Internet nach neuen Partnern suchen.

  227. unellen, Newtons Apfel ist...
    unellen, Newtons Apfel ist fuer Pysiker, Calvados fuer Mystiker.

  228. geppetto, kfz-dienstleister...
    geppetto, kfz-dienstleister mit niveau,
    was macht sie glauben MIR ratschläge erteilen zu sollen? Verraten sie mir das?
    würde meiner seele gut tun.

  229. @muscat
    Vielleicht ist es...

    @muscat
    Vielleicht ist es genau das, was man sich bei Elitepartner.de unter Elite vorstellt? Irgendetwas müssen sich die Verantwortlichen bei der Namensgebung ihrer InternetPLATTform doch gedacht haben.
    .
    Bitte noch eine Tasse Tee. Merci.

  230. Sehr geehrte Francesca,

    kein...
    Sehr geehrte Francesca,
    kein Ratschlag, eine auf langer Erfahrung fundierte Einschätzung.
    Ob in Ihrem Falle richtig oder falsch, können nur Sie am besten entscheiden.
    Auf das Ihre Wünsche in Erfüllung gehen!
    Ihr KFZ-Dienstleister mit Chaffeur,
    Geppetto

  231. Lieber steelydan,...
    Lieber steelydan, Wertschöpfung durch MEW? Ich biete 10 gebrauchte Teebeutel. Die Idee mit dem Ofen ist insofern eine nicht so ganz geglückte als neben CO2 das Druckgeschwärzte in giftigen Partikeln Ihre Behausung durchschweben täte, der Heizwert ein eher zu vernachlässigender ist und Bücherverbrennen eh nie zu empfehlen – Hexe hin oder her. Silberkannensammeln hingegen offenbar ein wunderbares Hobby, ich sehe schon den Messie des gehobenen Geschmacks durch die meterhohen Haufen der sich türmenden Antiquitäten wühlen – das Sofa ist belegt, desgleichen die Bettstatt, alles voller Silberkannen und -gerätschaft, gedengelt in Greater Britannia, kein Platz, darauf er sein müdes Haupt zu betten vermag, das Badezimmer unbenutzbar – Dusche und Badewanne voller Silber, in der Küche bietet sich ein ähnliches Bild, auf den silbernen Platten antiquarische Lebensmittel, ach ja!

  232. geehrter väterlicher...
    geehrter väterlicher geppetto,
    danke für die richtigstellung und die guten wünsche. ob der herzenswunsch bzgl.
    don in erfüllung geht, wage ich zu bezweifeln, er ist unauffindbar!
    auf dass ihr chauffeur sie immer unbeschadet an ihr ziel bringe
    francesca

  233. ich meinte, dass besonders...
    ich meinte, dass besonders filou mit einer kombination von geist und apfel aufwarten kann, ich dagegen nur mit apfel.
    .
    dass sie, liebe unellen, an newton gedacht haben, spricht für ihr naturwissenschaftlich orientiertes denken. ich interessiere mich zwar dafür, kann aber noch viel besser über die pfaffengemeinschaft herfallen.
    .
    lieber Kulturcowboy: vielen dank für ihre komplimente. da beantwortet sich mit ihrer hilfe gleich die ewige frage: where have all the cowboys gone? (nun, Rosinante weiss es: ich bin mit einem im herzen cowboy gebliebenen mann glüchklichst verheiratet)

  234. liebe donna laura, da...
    liebe donna laura, da Heidegger, Godot, Habermas, Luhmann, Mirabeau, de Sade und alle anderen Äpfel warten können, sei Ihnen doch noch ein Kommentar zur Calvados-Empfehlung gereicht. Ich trinke, wie der Don, keinen Alkohol, bin mit der Horizontalen und Vertikalen des Lebens gut vertraut (weniger mit deren Kreutzung) und lebe seit einer halben Generation als zunehmend begeisterter Solist. Dies mit einer -expressis verbis- makellosen Heterosexualität. Zudem liebe ich Kinder (und umgekehrt) und bin keine Spur pädophil.

  235. Und ist wahrscheinlich auch...
    Und ist wahrscheinlich auch noch Nichtraucher. Mein Grossvater (Kriegsheld, Ypern, Verdun, Russland, Volkssturm, Betriebskampfgruppe, Krankenhaus) hat mich drastisch…
    (…Rest selber ausfuellen)

  236. lieber Rosinante, ich kenne da...
    lieber Rosinante, ich kenne da einen guten schweizer apfelwein – alkoholfrei: moehl, glaube ich.
    ich bevorzuge lebenspartnerschaft inkl. trubel + verantwortung, gerne mit insges. mehr als zwei erwachsenen – und elf kindern (lieber Filou: sie waren doch neugierig: die meisten sind jungs).

  237. liebe donna laura, ich habe...
    liebe donna laura, ich habe gerade eine längere Passage geschrieben, die leider beim Posten verschwand (Server-Problem, oder so, passierte gestern Abend auch schon). Deshalb ganz kurz; Trubel ist unverzichtbar; Apfelwein mit Mineralwasser im Hochsommer geniessbar; Borderlinertum verlangt kalkulierte Suchtbegrenzung; Konsument harter Tabacke seit jungen Erwachsenentagen (Filou zum Trost); Ihre Kinderschar halte ich -bei dieser charmanten Mutter- für filmreif.

  238. donna laura, ich vergass die...
    donna laura, ich vergass die Lebenspartnerschaft: schon einmal grosse Liebe über viele Jahre mit Tochter (nicht mein Blut) und grossem, interkontinentalem Milage.

  239. Lieber Don,
    warum sagen Sie...

    Lieber Don,
    warum sagen Sie nichts mehr? Sind Sie sauer wegen des Blogger-Dossiers von Marcus Jauer auf den Seiten Ihrer Zeitung?

  240. Pardon,...
    Pardon, Familienangelegenheiten, die gehen bei mir immer vor.

  241. Langsam aber sicher
    .
    Kommt...

    Langsam aber sicher
    .
    Kommt auch die Gegenreformation weiter voran.
    .
    In den USA, so heißt es, gibt es im Obersten Gerichtshof keinen einzigen Protestanten mehr. Wenn das Maiblümler geahnt hätten!
    .
    Man muß eben in Jahrhunderten denken und den langen Atem behalten, dann erledigen sich all diese arianisch-jansenistisch-lutherisch-freimaurerisch-bolschewistischen Ketzereien irgendwann von alleine.

  242. Helene, der Gastgeber ist in...
    Helene, der Gastgeber ist in diesem Fall wohl zu Loyalität verpflichtet. Ich bin es nicht. Nach Lektüre der ersten Zeitungsseite habe ich abgebrochen. Drei kostbare Feuilletonseiten für einen gefühlvollen Personality-Kitsch sind für einen anspruchsvollen Leser unzumutbar. Das Feuilleton ist eine literarische Gattung, die Geistigkeit, Leichtigkeit, Information und Meinung in komprimierter Form verlangt. Der ausgewaltzte Textbrei von Herrn Jauer ist in diesem Sinn eine Karikatur. Bei geringer Tiefe und grosser Breite wird jedoch belegt, was Blog-Prosaisten dringend benötigen: eine selbstkritisches Schreib-Übungs-Pensum.

  243. Maedchen oder Jungs, Donna...
    Maedchen oder Jungs, Donna Laura: bis zu einem gewissen Alter sind sie auf wunderbare Art (beinahe) gleich.
    Vor ein paar Jahren, in einem bloeden suedwestfranzoesischen Kaff kam ich an einer Ecole Maternelle vorbei. Gerade war die Schule aus. Alle Ueckis standen vor der Tuer und redeten durcheinander. Tschiep tschiep tschiep. Es hatte etwas von einem Koerbchen Osterkueken. Ich habe das Gefuehl, dass es so nur klingt, wenn Kinder franzoesisch reden.

  244. Rosinante! Kleine Polemik...
    Rosinante! Kleine Polemik gewesen. Ein lebensbedrohliches Laster (!) muss der Mann haben. Ausser Frauen.
    Kloaaar?

  245. Rosinante, ich weiß nicht, ob...
    Rosinante, ich weiß nicht, ob das nur eine Loyalitätsfrage ist. Vielleicht hat Jauer auch nur den Finger in der Wunde, wenn er nahelegt, dass die Kommunikationsguerilla der Blogs ab dem Moment ein Glaubwürdigkeitsproblem bekommt, wenn die Blogger davon leben müssen und deshalb um Leser, Kommentatoren, Aufmerksamkeit etc. werben wie die von ihnen verachteten „Journalisten“, um ihrerseits als Werbeträger interessant zu sein. Der Don umgeht das ja sehr geschickt, indem er stets betont, auf seine Einnahmen als Blogger nicht angewiesen zu sein, seine Deutungshoheit und Autorität gründet ja in dieser immer wieder ausgestellten Distanz zum Prekariat der Bloggerszene, so dass dem Don auch soziale Schichten zustimmen können, die in der Regel nicht Gefahr laufen wollen, ihre Leitfigur von einer sozialen Abwärtsspirale bedroht zu sehen. Für den Don ist das bestimmt eine schwierige Balance, sich durch seine Tätigkeit einer Szene zugerechnet zu sehen, der er sich sozial eigentlich nicht zuordnet. Deswegen hätte ich mir eine Verstimmung vorstellen können! Aber vielleicht hat er auch nur amüsiert dem Dameduell vor seiner Haustür zugesehen.

  246. @G.Schoenbauer
    Sorry for being...

    @G.Schoenbauer
    Sorry for being late, Sie sind mir einige Stunden voraus. Es ging um Ihre deutschen Eliten, die durch taktisches Handeln aus einem Deutschen Reich eine kleine Republik gemacht haben, um die deutsche Industrie die wegen kleiner monetaerer Vorteile die autochthone Bevoelkerung zur Minderheit machen wird (siehe The Economist).Vor Jahren hatten wir Einsicht in einen Consulting Report wegen Chrysler/Mercedes, als bekannt wurde, dass Bob Eaton $20m Jahresgehalt hatte, der Daimler Manager dagegen mit DM900k auskommen musste, stand die Entscheidung. Und es geht immer weiter, eine lineare Entwicklung von Tirpitz‘ Marine zu Kohls Euro.

  247. @Rosinante: wah, nu meckern Se...
    @Rosinante: wah, nu meckern Se doch nich, jetzt weiß ich doch wenigstens, was für Publikum sich im ehemaligen Burger King an der Torstraße eingefunden hat. Ja, die Ecke dort paßt.
    @Filou: nun sagen Sie nur noch, daß die tschiependen Kleinen weiße Kniestrümpfe anhatten.

  248. colorcraze, nee, kann mich...
    colorcraze, nee, kann mich nicht erinnern. Ich habe nur das Gepiepe im Ohr gehabt. Ich fand es idyllisch. So stelle ich mir eine kleine, froehliche Kinderschar vor. Die Kinderschar, der ich angehoeren durfte, waren andere Geraeusche eigen. In Frankreich war es eine akkustische Wolke, die etwas verhiess, aber wahrscheinlcih nicht war. Egal. Es sollte (!) so sein.

  249. @HenryPetersen; Sie meinen...
    @HenryPetersen; Sie meinen einen gewissen Ueberhang gewisser Bevoelkerungsgruppen und Religionen in Deutschland?

  250. ...ich denke es ist umgekehrt;...
    …ich denke es ist umgekehrt; immer wenn versucht wird strategisch zu denken,
    weil – das macht die Anglos doch so erfolgreich und das können wir doch besser –
    geht es in die Hosen.

  251. ... die Kunst besteht wohl...
    … die Kunst besteht wohl darin, zu wissen wann/wo man taktisch und wann/wo
    strategisch denken muß…und sich nicht zu irren;
    und daran zu denken, dass man sich im Leben
    – besonders bei der angesagten Langlebigkeit- immer zweimal, wo
    möglich noch öfter sieht .
    …und damit nicht genug: die Crux mit dem allseits beliebten Ich und XY gehen davon aus .

  252. und Herr Petersen, interessant...
    und Herr Petersen, interessant ist nur, was Ihnen die Stadträte – nicht –
    erzählt haben.

  253. Lieber Henry...
    Lieber Henry Petersen,
    verzeihen Sie mir die Zähigkeit, aber Sie haben mir immer noch nicht erklärt, was das alles mit dem Pentateuch zu tun hatte.
    .
    Was die Ergebnisse des 2.WK angeht, so kann ich als fanatischer Befürworter des politischen Katholizismus gut damit leben: Endlich sind Pommern, Danzig, Westpreußen und Ostbrandenburg wieder katholisch!

  254. Die Strategie der...
    Die Strategie der alleinseligmachenden katholischen Kirche war bisher, langfristig gesehen, noch immer am erfolgreichsten.

  255. @HansMeier555 07:32
    ...oder...

    @HansMeier555 07:32
    …oder doch diejenige der Ausserirdischen mit erfolgreicher Ignorierung der Menschheit. (?)

  256. HansMeier, wie wahr....
    HansMeier, wie wahr.

  257. Verehrter HansMeier555, Sie...
    Verehrter HansMeier555, Sie hauen -wie so oft- dem Nagel auf den Fuss. Dies soll zwar höllisch Weh tun, ist aber wohltuend.

  258. Helene, Sie kommentieren hier...
    Helene, Sie kommentieren hier im Blog eines Herrn, der das Buch „Rebellion ohne Markt“ geschrieben hat.

  259. @ Minna

    Um auf einen Ihrer...
    @ Minna
    Um auf einen Ihrer ersten Fäden zurückzukommen:
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Fuchs
    .
    HansMeier555 (der mir immer sympathischer wird) weiß, warum er Ihnen Frau Dr. Erika Fuchs als wirklich guten und amüsant lesbaren Zitategeber empfiehlt.

  260. @filouA: Du sollst MEinen...
    @filouA: Du sollst MEinen Namen nicht missbrauchen!

  261. ...hoffen wir das beste,...
    …hoffen wir das beste, lieber Leser.

  262. filou10:29
    Um es ein bisschen...

    filou10:29
    Um es ein bisschen zurechtzurücken;
    Mathe-und Physiklerer waren Nonnen – es war eine Klosterschule und die
    Ordensstifterin Französin.
    … zugegeben,der Relilehrer hatte evtl. ein Überschuß an P.Steinbrückschen Genen.

  263. Mein Vorschlag für den...
    Mein Vorschlag für den nächsten Wunderblock: Erfolgreich durch das richtige Kleinverbrechen, wir beteiligen uns gern an Aufdeckung und Abdeckung, wenden Sie sich an den Spezialisten unserer Sicherheitsabteilung, den Kollegen Karomütze.

  264. @Rosinante: lesenswert?...
    @Rosinante: lesenswert?

  265. Ich finde es immer wieder...
    Ich finde es immer wieder faszinierend wie Don Alphonso aus Einzelbeispielen Verallgemeinerungen macht. Ich persönlich kenne keinen der einen Kronleuchter (in der Küche) besitzt oder Silberbesteck zum Essen benutzt.
    Da wird eine Figur herausgepickt und gesagt: Das ist die Realität.
    Auch die Unterstellung, dass gewisse (teure) Dinge nur deshalb angeeignet werden, weil man sich von anderen abgrenzen möchte, ist nur die halbe Wahrheit. Genauso gut könnte ich einen Studenten, der Physik studiert, vorwerfen, dass er sich von anderen Menschen abgrenzen möchte. Und selbst wenn: Ich persönlich stehe nicht auf Einheitsbrei, sondern eher auf viele Facetten. Heute sieht man mehr denn je billige Fertighäuser eins nach dem anderen nebeneinandergereiht die sich äußerlich praktisch nicht unterscheiden und die Straßen sehen ebenfalls aus wie alle anderen auch. Ich habe in solchen Gegenden nicht nur Probleme mit dort zu orientieren, sondern finde diese Gleichschaltung der Denkmuster ebenfalls erschreckend!
    Es wird in JEDEM System Benachteiligte geben, besonders in Systemen die alles auf Gleichschaltung trimmen wollen, da sie Dissidenten nicht dulden.
    Der Adel ist nicht automatisch böse und arbeitet gegen das Volk, weil er eben der Adel ist. Es gibt Diktaturen, Königreiche und Emirate in denen es dem Volk nicht schlecht geht! In Dubai regiert zwar ein Scheich, aber dort können die Einheimische kostenlos studieren und wenn sie heiraten, kriegen sie sogar ein Haus finanziert und der Scheich hat Dubais Einnahmen sogar mehr oder weniger unabhängig vom Öl gemacht (7% des BIP)!
    Die Artikel von Don Alphonso kritisieren zwar die Klassenunterschiede, aber kaum ein anderer „Schriftsteller“ spaltet und kategorisiert die Menschen so sehr wie er. Ich persönlich finde dieses Schubladendenken ziemlich anstrengend. Da wird von einem Punkt zum anderen gesprungen und auf Teufel komm raus viel Sinn darin suggeriert und dann anschließend ein Verhalten/Phänomen einer Schublade zugeordnet.
    Vorgestern war ein Flaschensammler der Held der Nation, gestern waren die Museen böse, heute die Kücheneinrichtungen und was kommt morgen?!
    Ich finde nicht alles was er schreibt unbedingt unzutreffend, aber da werden immer wieder jede Menge Sachen vermischt, da kann ich nur den Kopf schütteln.

  266. Nun, es ist ein subjektives...
    Nun, es ist ein subjektives Blog und macht keinen Hehl daraus; warum auch. Bei diesem Text ganz besonders, der ja eigentlich ein Gesprächsprotokoll ist, und erfunden obendrein.
    .
    Heute kommt ein Buch und seine Bedeutung.

  267. Stefano,
    "Ich persönlich...

    Stefano,
    „Ich persönlich kenne keinen…. oder Silberbesteck zum Essen benutzt“.
    Wenn Sie mal nach Bozen kommen, oder vielleicht leben Sie sogar dort, Stefano,
    dann besuchen Sie mich und wir werden mit Silberbesteck ein köstliches Dinner
    einnehmen. Sie werden den Unterschied schätzen lernen.
    Bis dann
    Gianlucca

  268. @Stefano: Nun ja, die...
    @Stefano: Nun ja, die Silberkannen sind langsam im Lichte des Venetianischen Kronleuchters plattgetreten und das Name-dropping hat fast keinen ausgelassen, der mal ein Buch geschrieben hat, ausser dem, das der Don schon zwei oder drei
    Mal dunkel angekündigt hat. Hat es wieder mit Dünkel zu tun?

  269. Liebe Helene,
    nein, ich habe...

    Liebe Helene,
    nein, ich habe „Rebellion ohne Markt“ nicht gelesen, und ich werde dies auch nicht tun. Dies nicht aus Geringschätzung gegenüber dem Autor, sondern weil ich seit rund anderthalb Jahren regelmässiger Leser der Einträge dieses Blogs bin, wo unter dem Pseudonym Don Alphonso eine anregende Kommunikation initiert und lebendig hält. Der Inhalt dieses Buches ist hier inzwischen mit vielen Fakten, Argumenten und Interpretationen genannt worden, die zudem in einer Art intellektueller Autobiographie des Autors eingebettet wurden. Also Etwas, was Sie bei der Lektüre des Buches allein nicht bekommen. Ich bezweifle an Don Alphonsos diesbezüglichen Behauptungen so gut wie Nichts. Und es sei nicht verschwiegen, dass ich in meinem beruflichen und privaten Umfeld als äusserst kritischer Zeitgenosse gelte.
    .
    Vielleicht wird Ihre Frage in Kürze live beantwortet. Denn unser Gastgeber (12:34) hat als nächsten Eintrag „Ein Buch und seine Bedeutung“ angekündigt.
    Freundlich Rosinante

  270. Werter Don,
    die Küche war...

    Werter Don,
    die Küche war immer der Platz des Personals, sodass die Herrschaft nicht in die Verlegenheit kam, zwischen Essenresten und Dämpfen hin und her lustwandeln zu müssen. Es gab für jeden Handschlag Personal. Personal war billig und meistens auch willig, willig die niederen Arbeiten ohen Klage zu verrichten. Die niederen Arbeiten in den Häusern de Bügertums und meiner Adelsklasse waren nämlich meistens tausendmal angenehmer als die täglichen Pflichten ihrer Herkunftsstätten. Den Bauernhöfen. Mit den harten körperlichen Pflichten und der meistens schlechten Ernährung. Die Bauerstöchter, die nicht verheiratet werden konnten oder die nicht den Hof erben konnten. Ab in die Stadt. Zur Herrschaft. Ein Esser weniger am Tisch des Bauern.
    Ein Dienstmädhcne kostete Kost und Logis, einmal im Jahr, meistens zur Weihnacht gab es eine neue Garderobe und Schuhe, Stiefel und ein winziges monatliches Taschengeld, mit dem das Mädchen an seinen wenigen freien Tagen tanzen gehen konnte und im besten Falle einen jungen Mann kennenlernen konnte, um den dann irgendwann heiraten zu dürfen.
    Das sit die Zeit, aus der all der Silbertand kommt, das Besteck, das empfindliche Fine Bone China und die Kristallgläser. Alles musste gepflegt werden, aufwendig gereinigt und geschliffen werden. Um ein mittleres Haus richtig führen zu können war ein Perosnalstamm von zwnazig oder mehr Personen notwendig. Zu Zeiten meiner Großeltern waren es nur geschätzte 100 oder mehr Personen, die sich um Haus, Hof und alle Gewerke unseres Hausstanes kümmern mussten. Wenn nur zehn davon ausfielen, merket man das empfindlich. Die anderen dienstbaren Geister mussten deren Tätigkeiten miterfüllen. Somit beaufsichtigten sie sich untereinander. In meinem bescheidenen Haus sind es nicht mehr als zehn Personen, die das Leben angenehm machen. Das auch nur deshalb weil es Waschmaschinen und viele andere technische Geräte gibt.
    Der große Nachteil bei jeder Form des Perosnals ist aber die mangelnde Privatsphäre. Kein Wort, das nicht mitgehört, kein Pups der ungehört bleibt.
    Es gibt viele Familien meines Standes, die aus diesem Grunde ihre Haushalte derart verkleinert haben, dass sie ganz ohen Personal auskommen. Vielleicht ist das aber auch nur eine Ausrede um die mangelnde Liquidität zu kaschieren.
    Die Küchen, die Sie hier beschreiben sind nur deshalb derart ausstaffiert, weil
    1. Die Herrschaft ihr Personal in Personalunion sein müssen
    2. Es Fernsehköche gibt
    3. Es in wenigen Kreisen als schick gilt, selbst zu kochen
    Das Sammeln von Silber, Gläsern und Geschirren ist auch bei uns in der Familie sehr beliebt. Es wird gehortet, gekauft und organisiert. Darunter Gläser, die einige hundert Jahre alt sind. Mit wem wollen sie da trinken? In Weinlaune anstoßen? Dann sind da einige tausend Euro gleich unversichtert hinüber. Also ab in die Vitrine… Wie stilvoll und praktisch.
    ich habe mich bei den Firmen Wedgwood, Waterford, KPM und Saint Louis ausstaffiert neben den üblichen Tonnen von Erbstücken. Bis auf meine Flora Danica kann ich alles in die Geschirrspülmaschine stecken lassen. Somit kommt Stil zu Praxis in einer perfekten Kombination.
    Das bringt mich noch zu den Manieren. Es belustigt mich immer wieder, Leute in meinen Stammlokalen zu beobachten, die ersichtlich einen Benimmkurs absolviert haben.
    Hier vielleicht zwei Fakten, die Sie noch nicht wussten. Wie wird das Besteck gelegt? In Bügerhäusern und bessern Lokalen Gabel link, Messer rechts und alle Bestecke pro Gang von aussen nach innen und von oben nach unten, Gabelzinken nach oben, ebenso wie die Laffe des Löffels und die Klonge des Messers nach links gerichtet, zum Teller. Richtig? Ja und doch wieder nicht. In unseren Kreisen wird das Besteck in gleicher Reihenfolge wie beim Bürgertum gelegt, aber umgedreht. Die Zinken der Gabel pieken sich ins Tischtuch und das Messer weist weg vom Teller, die Laffe des Löffels kehrt sich auch zum Tischtuch. Warum? Wieso? Sclechte Manieren? Nein! In unseren Kreisen war und ist man so häufig eingeladen, dass man manchmal vergisst, bei wem man eingeladen ist. Das Besteck ist bei uns immer mit Wappen versehen und diese weisen den Besitzer aus ud können nur bei gekehrtem Besteck gezeigt werden.
    Zweitens. Wenn man den Suppenteller unbedingt kippen möchte, obwohl dies an ud für sich schon zweifelhaft ist, so wird er zur Tischmitte gekippt. Weswegen? Es kann durch Unachtsamkeit oder Alter passieren, dass zu stark gekippt wird und sich die Suppe dann übe die Garderobe verteilt.
    Und so weiter und so weiter…
    Ich empfehle das Buch MANIEREN von meinem guten alten Freund, Asfa-Wossen Asserate.
    Beste Grüße aus dem Club
    MvB-B

  271. Verehrter Herr MvB-B...
    Verehrter Herr MvB-B (verzeihen Sie die Kuerzung), sehe ich es richtig wenn ich behaupte, das der Niedergang Ihres Standes damit begann, als im 1.WK Ihnen das Personal in Ypern oder sonstwo weggeschossen wurde? Da war Patriotismus wohl unueberlegt selbstschaedigend. Na wenigstens haben Sie noch Ihren Herrn Petersen, um den ich Sie beneide, obwohl ich ihn mir nicht leisten koennte, und er sich sicherlich in meinem Hause sehr sehr fremd fuehlen muesste.
    .
    Ich hoffe, dass Ihre Sekretaerin sich bald von ihrer Sehnscheidenentuendung erholen moechte. Selbertippen ist keine Arbeit fuer einen Herrn von Stand.
    .
    Ansonsten muss ich zugeben, dass ich Ihre Einlassungen mit groesstem Vegnuegen lese.

  272. Herr MvB-B, pardon, ich...
    Herr MvB-B, pardon, ich vergass: Beste Gruesse aus der Wohnkueche!

  273. Lieber Don, das war...
    Lieber Don, das war meisterhaft!

  274. Augeklärt: kantsch, banksch,...
    Augeklärt: kantsch, banksch, müllermixasch, UBSsch,DBsch, FDPsch ? sch!

  275. Nein, Filou, nicht nur in...
    Nein, Filou, nicht nur in Ypern, Verdun, sondern auch aus Hessen (Hessischer Landbote) verschachert und verjuxt. Zu ihrer/ Ihrer Belustigung. Herr MvB-B(s.o.). Hoffentlich werden Sie niemals am blaublütigen Hungertuche (wie rum?) knabbern: Es könnte ja dazwischen kommen, dass Sie Ihre Lakaien, Zofen, Hof- und Zeremonialmeister, Vorkoster, Türsteher, vor allem Perückenbestäuber, Kammermohren, Staubputzer, Lichtscherer, Kutschiers, Gärtner und Steigbügelhalter durch ein 13. Monatsgehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, alle Arten bürgerlicher Versicherungen unterhalten müssten: BAT. Aber nicht doch! 1 (i.W.: ein) oder 2 Likörgläser (wie degoutant!) zu dero Allerhöchstem Wiegenfest dürfte bereits ausreichen, um Disziplin zu wahren. Hat Ihr Geheimsekretär sich inzwischen von seiner Sehnenscheidenentzündung erholt?
    Das Lustigste ist allerdings die Liste der Gegenstände, die Ihr oberster kaiserlich-königlicher Meister aller Benimm- und Kulturklassen, Willi II., in 28 (?) Waggons vor dem gierigen berliner (kleingeschrieben) Demokraten-Prol nach Haus Doorn (in Ihrer geneigten Nachbarschaft: DrogenHolland) rettete. Erlauben submissest, dass ich Ihnen die Quelle unterbreite: „Kaiserlicher Kunstbesitz aus dem holländischen Exil. Hersg. Staatliche Schlösser und Gärten. Berlin: Nicolaische Verlagsbuchhandlung 1991, 346 S.“ (Leider kein Ledereinband mit Goldschnitt und -prägung).
    Breite meine unwerten Zeilen untertänigst zu Dero linkem Panto(ffel)krator aus und werde meinen Zehnten zu einem Zwölften erheben.
    Vi! Vat! Vivat!

  276. Herr MVB-B, Ihre...
    Herr MVB-B, Ihre Personalidylle hat mich zu Zähren gerührt. In Ihrem hochwohlgeborenen Hause mag alles so – in Ihrer Erinnerung – gewesen sein, wie Sies beschreiben. Doch lesen Sie dies:
    1. Absatz: Küche – Personal: da fällt mir Mozart ein, der vor KaiserInnen (Maria Theresia) und Königen Kunststückerln musizierte – und in der Küche …
    dto: Küche – Dämpfe: Dann hätte man sich anschließend waschen müssen – Igitt!
    dto: Personal – Handschlag: Ja, und den Prinzen wischen (noch immer West…)
    dto: In meiner (pssst!) bürgerlichen Wohnung gab es eine Kammer (6m2) mit Einfachfensterverglasung und einer Nische (ca.1,60 m) lang fürs Personal, zum Fenster entweder der Kopf oder die Füße – im Winter. Im Winter war der Nachtplatz die Küche. Im Winter herrschen dort gelegentlich -25 Grad C. Eine Ablage für Privates gabs nicht. Die Kammer lag neben dem Zimmer (!) des“jungen Herrn“ des Hauses, das Elternschlafzimmer übern Korridor. Na, raten Sie mal …Haben Sie mal Kafkas „Amerika“ gelesen?
    dto: Töchter: … oder ins Kloster (Oldenburg und Westpreußen): einschlägige
    Informationen. In diesen Bauernhäusern saß bekanntlich alles um eine Riesenschüssel mit Milchsuppe und Holzlöffel, und Küche und Bauernstube waren seit Germaniens Zeiten 1 (i.W.ein) Raum: wegen der Heizung, alternativ: unter dem Dach (sommers wie winters) damaliger Schlösser Mehrfachschlafkammern. Angenehm?
    Der Arbeitstag dauerte – raten Sie mal!
    Kennen Sie Beaumarchais „Marriage de Figaro“ bzw. Mozarts „Nozze…“?
    >
    2. Absatz (auch noch zu 1): In meiner 2. dasigen Wohnung befand sich überm Klo (!) ein Holzbodeneinzug als Schlafstätte mit Leiter (s.o. junger bzw. älterer Herr).
    In den hochherrschaftlichen Villen im …. viertel wars nicht anders, dto. im Schloss …, wos ganz „sans soucis“ zuging.
    Es war gang und gäbe bei den Damen der höheren Gesellschaft, dann und wann eine Goldmark unabsichtlich liegen zu lassen, um das Personal auf seine Ehrlichkeit hin zu prüfen. Kündigungsfristen? Hmhm!
    Die westviertler (auch mittlere) Beamtenschaft (und upstairs) pflegte sich bei ihren Dinners für Kollegen, per obligatem Gehrock und Fladrouge derart finanziell zu übernehmen, dass diese „gute Gesellschaft“ danach monatelang darbte.
    Übrigens bewohnte fast jede dieser Millionärsvillen im …viertel auch eine Engelmacherin, oder das junge Fräulein wurde auf Bildungsreise geschickt.
    dto: Mal den „Hofmeister“ von Lenz oder über andere Privatlehrer bei Hofe gelesen?
    dto: Austattung des Personals: Trug die Klammotten der Hausfrau auf, und zu Obigem als Summa summarum dem Volk einmal aufs Maul geschaut:
    >
    „Von Hamburg ging sie bis nach Bremen,
    von dorthin bis zur Eisenbahn.
    Sie tat ihr Haupt auf Schienen legen.
    Ein Haupt rollt blutrot in den Sand.
    Da rief sie Heimat, süße Heimat,
    wann werden wir uns wiedersehn?“
    (Küchenlied)
    sprichwärtlich auch: Man ging ins Wasser.
    >
    Hatte eins dieser (neutral: das Mensch) Menscher (richtiger Plural) aus SchläsienOber oder -Nieder, Pommern oder der Tucheler Heide oder als „Tschusch“ aus Bähmen oder Ungarn oder ästlicheren Breiten den Sprung in die jeweilige Hauptstadt geschafft, dann fand sich im Lustgarten bestimmt ein Kavalier etc. Heiratete Unterschicht Unterschicht, dann wars eine Tuberkulosekellerwohnung in der Ackerstraße: Zille sein Miljöh oder Fontanes „Stine“, gern auch früher Gerhart Hauptmann.
    (vgl. Engelmanns Milieustudien)
    P.S.: Am Feenteich oder in Othmarschen lässt sichs natürlich s-tandesgemäß proper wohnen und bei Jacobs blendend essen. Das ist S-til.

  277. MvB/JorgeLoma: ah, Ihre...
    MvB/JorgeLoma: ah, Ihre Einlassungen waren jetzt wirklich lesenswert, ich kann mir diese Haushalte nun besser vorstellen mit ihrem Personengewusel. Privatsphäre ist anscheinend etwas sehr Neues und vormals sehr Randständiges, wenn ich mir das gemalte Panorama so betrachte. –
    Kronleuchterküchen: ich bleibe dabei, die können nur von Menschen ersonnen sein, die kein Fleisch braten oder überhaupt nie heiße Fettdünste erzeugen (oder erzeugen lassen). Also eßgestört (DA), reine Schauküche (allenfalls für Frühstück wirklich benutzt), oder – das wird seltener sein – sowas wie die Russen, die sich ständig neue Versacekannen kaufen, weil da nach 3x Putzen das Gold ab ist (na gut, elektrohandwerklich begabte Putzfrau dauerbeschäftigen, die Kronleuchter wenn dreckig auswechselt und reinigt, könnte auch reichen). –
    Zeug in Vitrinen: man legt sich da in gewisser Weise sein Privatmuseum zu. Nicht wirklich vereinbar mit straffer Haushaltsführung, wo alles seinen Gebrauchswert haben sollte, auch die schönen Gläser…

  278. Verehrter Herr Petersen,...
    Verehrter Herr Petersen, welche 5 Bücher? „Pentateuch“ oder die andere Bibel: „Sein Krampf“ des allgegenwärtigen Prrrropheten A.H., „Der Nibelungen Not“ (Feldpostausgabe von H.G. bei Stalingrad), den „Mythus“ (A.R./ Spuck on Ch.) oder – mancher „Kulturbolschewist“ im Kopf – gar „Im Westen nichts Neues“(trotz allenthalbener Autodafes).
    @HansMeier555: Ihnen dürfte als politischem Katholiken entgangen sein, dass
    ca. 100% der in Westpreußen lebenden Polen Katholiken waren und sind und auch eine ansehnliche Prozentzahl von im 18.Jh. eingewanderten Westfalen/ Münster-ländern usw. Was heißt also „wieder“?

  279. @colorcraze
    Bitte, nicht...

    @colorcraze
    Bitte, nicht übertreiben. Auch seltene Preziosen (nicht gerade Kronleuchter, Silberkannen etc.) haben ihren „Gebrauchswert“ in (wozu?) „straffer Haushaltsführung“. Ich trinke nicht aus einem Barockpokal, den mein Vater im WK I aus Rouen mitbrachte, wo er sich im Kreis alter adeliger Damen gern aufhielt. Er hielt den Pokal immer in hohen „Gebrauchswert“ehren, indem er selbst (nicht mehr ich) dieser alten Damen heiter gedachte und unbewusst ins Französischparler verfiel. Mein Französisch ist eher rudimentär. Daher der Pokal in meiner Vitrine. Es sei denn, Sie seien pragmatischer?
    >
    Ich besuchte mal eine Kronleuchterküche mit Silberkannenambiente am Tee-gern-Sie im Bungalow von Dr.F.B. (sic!). Es war satürisch nobel. Ein Nichtrauchergrundstück mit 2,5 antiken Gartenzwergen (sic). Die Dame des Hauses, ein mehrfach gelifteter Hollywoodbusen, plauderte im Mickymouseton von ihren Großtaten in einer Denver(?)-Serie und führte sie mir plastisch vor. Denken Sie sich bitte den Rest …
    Da endlich betrat ihr Gatte, Herr Dr., den Salon (sic). Wir nahmen den 5oclock in besagter Kronleuchterküche mit Silberkannenambiente. Oh my god, ich preferte
    brutal – Kaffee (sic), meine beste Medizin gegen rasende Kopfschmerzen und machte mich zurück in die kleine und dumme Stadt südlich Regensburgs.
    >
    Liebe Teefreaks, bei wem ich auch immer Gast war, ich habe mich geschmeidig
    eingewöhnt, so ist es nicht. Aber ich hab nu mal gewisse Allergien gegen ….
    @Lieber colorcraze, es gibt Dinge, die gibts gaaanich. Satürisch!

  280. @JorgeLoma: ach, meine Wohnung...
    @JorgeLoma: ach, meine Wohnung ist doch auch voller Zeug, ich überlege nur, was ich verschlanken könnte, aber ich mag mich noch nicht so recht trennen. Etwas lebenspraktischer sollte es werden, also weniger staubempfindlich, und etwas organisierter, also für diverse Vorgänge leichter zu handhaben, aber besonders bei letzterem befürchte ich immer, kaum hat man dann etwas fest eingerichtet, braucht mans so nicht wieder.

  281. @colorcraze
    Wenn Sie Ihre...

    @colorcraze
    Wenn Sie Ihre Jeremiade ernst meinen? Für die Nobelstücke brauchen Sie nur hier im Blog zu inserieren. Ihre Collection muss bezaubernd sein.
    >
    Ansonsten: Nichts ist leichter als zu verreisen. Die Schlüssel vertrauen Sie an. Seine tätige Beihilfe wird Ihnen gewiss sein. Kehren Sie zurück, sind Sie aller Staubempfindlichkeitssorgen ledig. Und neues Leben blüht.
    >
    Sollten Sie diese gutgemeinten Alternativen inkommod finden, ziehen Sie doch an den See. Eröffnen Sie ein Freilichtmuseum! Gewiss eine Attraktion!

  282. Döner-Kritik geht gar nicht !...
    Döner-Kritik geht gar nicht ! Autobaaahn !

  283. Heeeenry...
    Heeeenry

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