Home
Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Ritterlichkeit in Zeiten der Aschenwolke

| 201 Lesermeinungen

Eine halbe Stunde, bevor letzthin mein 1955er Sunbeam auf der Autobahn stehen blieb, sagte ich einem Kind, das sofort auch so einen Wagen von seinem Grosvater wollte, es solle warten - es werde nie zu alt sein, um grosse Fehler zu machen. Und ich bin mir sicher, dass es auch für mein nächstes absonderliches Benehmen Rechner gibt, die mir zweifellos bestätigen werden, dass mein Verhalten nach ihren Berechnungen nicht sinnvoll ist. Ich jedoch würde diesen Rechnern dringend raten, sich nicht auf die trügerische Sicherheit des Zebrastreifens zu verlassen, sollten sie vor mir die Strasse queren, auf der ich nach Italien fahre.

Sag dem Hahnrei von deinem Vater, dass ich die Angelegenheit regeln werde.
Gabriel Garcia Marquez, Beständiger Tod über die Liebe hinaus

Die Grösse unseres Zeitalters zeigt sich auch in der miserablen Opulenz unserer Katastrophen; was dem Menschen des Mittelalters noch das Hölleninferno und der Totentanz war, ist uns eine Aschewolke einer Insel, auf die kein im Westviertel eingelassener Mensch je gereist ist, und eine Vielzahl allenfalls mittelgut gekleideter Menschen in Flughäfen, deren Hässlichkeit erst jetzt zum Vorschein kommt, da man durch diese Nichtorte der unfreundlichen Behandlung nicht mehr zum Taxi eilt, sondern sich dort einquartieren muss – oder auch nicht, wenn man in der Nähe eine Wohnung und einen Rennrodel hat. Der normale Fluggast, der nun zum Flughafenungast wurde, müht sich an seinem Mobiltelefon ab und versteht gar nicht mehr, warum der Kasten nicht mehr helfen kann.

 Denn der Kasten kann sonst immer irgendwie helfen. Der Kasten stellt Kontakt her zu den Abertausenden von Menschen, deren einziger Sinn und Zweck es ist, einem in solchen Momenten gegen kleine Gebühr zu helfen. Man braucht eine Information, schon ist sie da. Man braucht eine Frau mietweise für die Nacht, schon ist sie bestellt. Man braucht ein Auto oder eine Reservierung für ein Hotel, kein Problem. Man bekommt blitzschnell einen Arzt, und im Viertel meiner Eltern auch Nachts um 5 noch einen Anwalt, wenn die Kinder in der Altstadt besoffen Autos demoliert haben. Aber nun sitzen sie in Rom, den Kasten in der Hand, und kommen nicht weiter.

Bild zu: Ritterlichkeit in Zeiten der Aschenwolke

Es ist eine besondere Ironie dieses Schicksals, dass die Unwägbarkeiten für all diese unfreiwilligen Besucher der ewigen Stadt ausgerechnet in einer möglichst exakten Formel begründet sind, die als Ergebnis ausspuckt, dass sie mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf dem Weg nach Deutschland vom Himmel fallen und meine schönen Berge beschmutzen werden, was niemandem recht sein kann. Früher bedeutete verflucht sein, die Pest zu bekommen oder in einem Land zu leben, das Adenauer wählt. Heute ist man verflucht, wenn der eine Kasten mit einem Alkoridmuß, oder sonst was, das nur Leute mit Mathe-LK verstehen, den Lebensweg verbaut und der andere Kasten keinen Ausweg findet, weil die damit verbundene Dienstleistungsgesellschaft von wieder anderen Kästen nicht darauf eingestellt wurde. Und so liegen sie am Boden wie ihre Vorfahren in einem Lazarett der Choleraepedemie, und erfahren zum Trost, dass auch Minister und Manager nicht geschont wurden.

In Rom. Im Frühling. Hier, jetzt, sind sie gestrandet. Verloren. Würden so gern weg. Das ist es, das grosse Drama dieser Tage, der Anlass für Sondersendungen und Extraseiten, oh Gott die Armen, der Staub einer komischen Insel und ein Alkoridmuß nageln sie fest in diesem Unglück, und nun starren alle auf einen Politiker und eine Fluglinie, die sich streiten und hoffentlich dafür sorgen, dass alle wieder, wie gewohnt, weitertrotten können und dabei nicht vom Himmel fallen, und möglichst schnell wieder Vertrauen in ihre kleinen, tollen Kästen finden. In Rom, der schönsten Stadt der Welt, im Frühling.

Bild zu: Ritterlichkeit in Zeiten der Aschenwolke

Und auf der anderen Seite der Alpen hört man die Klagen der dort bald auch Festhängenden, die gerade ihre Koffer für den gestörten Heimflug packen, kein Mietwagen wird da sein, überfüllte Züge drohen, Verspätungen, schlimme Zeiten, ganz schlimm, bald ist auch der Akku alle, dann bricht selbst der Kontakt über den nutzlosen Kasten ab, und sie wird auch hinsinken auf den Boden des Flughafens und sehr, sehr schlecht gelaunt sein. Aber gerade das Wegsterben aller Alternativen, das Ende aller modernen Helfer, das Verschwinden des letzten Strichs der Akkuanzeige erlaubt es, an den Sportwagen zu denken, an die gewundenen Strassen der Alpenpässe und die sanften Hügel der Toskana, an die Strecke nach Innsbruck, Sterzing, Brixen, Trient, Verona, Bologna, Florenz, Siena, Rom, keine Strecke eigentlich, sondern ein Gedicht, es erlaubt den Gedanken an das kleine Hotel mit der wunderbaren Dachterrasse und dem blauen Speisesaal, und es erlaubt zu sagen: Kein Problem, ich hole Dich ab.

Bild zu: Ritterlichkeit in Zeiten der Aschenwolke

Dieser kleine, unscheinbare Satz, ausgesprochen gegen seltsame Aschewolken und ein absurdes Programm in einem grauen Kasten, dieses Angebot, das auf 900 Kilometern nicht mit Vernunft zu erklären ist, macht den Unterschied zwischen jenen, die das einfach können. Und den anderen, die es nicht können und irgendwann einen vom Fussboden entnervten Schatz in Händen halten, der allenfalls vor Wut funkelt und vor Hass gleisst. Muss man jedoch keiner geregelten Arbeit nachgehen, hat einen Sportwagen in der Tiefgarage und ist ohnehin gerade nahe der Grenze, kann man alle kleinlichen Einwände und Bedenken wegwischen und sogleich nachschieben: Keine Widerrede.

Bild zu: Ritterlichkeit in Zeiten der Aschenwolke

Denn was soll das für eine Welt sein, die einem mit irgendwelchen Berechnungen eines Kastens und der Unfähigkeit der Restwelt die Geliebte vorenthält, und ihr obendrein Rom verleidet. Es ist, das jedoch muss man anerkennen, wenigstens eine Welt, die ein schmales Fenster der Ritterlichkeit zulässt, die sie sonst stets zu verhindern vorgibt. Man braucht das ja alles nicht mehr; solange die Kreditkarte Geld ausspuckt, ist immer jemand da, der die Probleme von den Erdbeeren im Winter bis zu den Falten im Alter löst. Die Probleme sind so tiefgreifend gelöst, dass man nicht mal mehr etwas aus dem Urlaub mitbringen kann, das es daheim nicht gibt, denn alles ist immer und überall verfügbar. Aber jetzt hat sie entweder Nächte auf dem Flughafenboden vor sich, oder Tage in einem Roadster. In Rom. Im Frühling. Und die ganze Strecke bis in die Berge und darüber hinaus.

Bild zu: Ritterlichkeit in Zeiten der Aschenwolke

Natürlich wird man zu hören bekommen, dass es unvernünftig sei. Es ist mindestens so unvernünftig wie das ausgesprochen unfeine Gefühl des Beneidetwerdens, da man über all die rumliegenden Leute hinweg steigt, weil draussen vor dem Eingang ein schneller, offener Sportwagen wartet, der einen nach Hause, davor aber erst nach Rom bringt, und weiter nach Siena und Volterra. Es gibt nur einen Sitzplatz, denn man kann nicht alle retten, sondern nur die eine. Die anderen, nun, vielleicht rettet die der ein oder andere graue Kasten schneller, als der Wagen die Berge überquert.

Bild zu: Ritterlichkeit in Zeiten der Aschenwolke

Natürlich zeigt sich auch die Grösse unseres Zeitalters in den Gegnern, derer man sich erwehren muss. Der Feind ist nicht mehr materiell, sondern nur noch eine Zahlenkolonne, die geschaffen wurde, um das Richtige zu tun, und einen doch im Falschen enden lässt. Sie sagen, dass es gut für uns ist, aber ich denke, dass eine Reise durch Italien erheblich besser sein wird. Der graue Kasten könnte mir sagen, wie viel Geld ich in dieser Zeit anderweitig verdienen könnte, wie ich den Planeten verschmutze und anderes mehr, aber er kann nicht berechnen, was es bedeutet, ein paar Tage auf dem Flughafenboden zu verweilen, oder in Siena die Meisterwerke der Gebrüder Lorenzetti zu betrachten, die noch von der echten Pest hinweggerafft wurden, und nicht in einer optimierten Ödnis leben mussten, in der die einen Programme Partikelkonzentrationen auswerten, und andere Programme Absturzrisiken mit Liquiditätsproblemen und Versicherungsrisiken abgleichen.

Bild zu: Ritterlichkeit in Zeiten der Aschenwolke

Es soll Leute geben, die froh sind, wenn ihnen die verknüpften grauen Kästen das Denken, Lesen, Analysieren und Rechnen abnehmen; es sind jene Zukunftshoffer, die darin das bessere Leben erkennen. Vielleicht schreiben sie die Heilsbotschaft ins Internet, da andere jene kleine Strasse in der Altstadt von Arezzo hinaufgehen, an deren Ende ein Trüffel auf sie wartet, den sie nie bekommen hätten, hätten die grauen Kästen nicht für den Flughafenfussboden entschieden, und der Mensch das Leben gewählt. Vielleicht schreiben diese Glücklichen es später auch in das Internet, als Subversion und Versklavung der grauen Kästen.

Bild zu: Ritterlichkeit in Zeiten der Aschenwolke

Manchmal wünschte ich, die grauen Kästen und ihre Bewunderer hätten nur ein paar Sekunden so etwas wie eine Seele. Damit sie den Schmerz fühlen, wenn sich der irrwitzige Trüffelgeschmack in meinem Mund entfaltet, und ich schallend in den tiefblauen Nachthimmel hinein lache, über diese Idioten. Und mein Glück.

0

201 Lesermeinungen

  1. So in das noch unberührte...
    So in das noch unberührte Weiss eines neuen Anfangs hineinschreitend fühle ich den Boden unter mir leise beben. Rom im Frühling….

  2. Verehrter Don Alphonso,...
    Verehrter Don Alphonso, touché.
    Der Beitrag hat mich tief betroffen, entspricht er doch exakt wenngleich unter ganz anderen Vorzeichen, der Situation des Schreibers, der heute – anders als alle anderen Mobiltelefonkastenbetreiber – hofft, dass diese Wolke sich noch ausdehne und bleibe, damit er einen Fehler, einen unverzeihlichen Fehler wiedergutmachen kann, in dem er die, die ihn vor vielen Wochen verlassen hat durch einen ritterlichen Handlung, dem Zeigen seiner ganzen sehnenden Anhänglichkeit, von der grossen weitentfernten Insel auf der anderen Seite des Kanals wieder heimholen und damit zumindest beweisen kann, wie wichtig sie ihm ist. Wird es gelingen? Der Schreiber hofft es sehr. Wird es nicht gelingen, so wird er weiter diesen Blog mit seinen nichtigen Ansichten – als Ersatz für anderer vergleichbar menschliche Kommunikation – malträtieren. Es bedarf manchmal der Eruption von Vulkanen, damit sich vermeindlich hochgebildete Menschen darauf besinnen, was wichtig ist und was zu tun ist und das sie dann etwas Phileas Fogg spielen um zur Besinnung zu kommen.

  3. Ach! Großartige Bilder,...
    Ach! Großartige Bilder, allein, FRA ist wieder geöffnet. Beinahe wäre ich versucht zu hoffen, daß Katla ausbricht und alles ganz schnell wieder zu ist.

  4. Lieber Don Alphonso,
    da der...

    Lieber Don Alphonso,
    da der eine Platz in Ihrem sportlichen Gefährt bei der Hinreise ja noch frei war, bin ich von Ihnen unbemerkt über Innsbruck, Sterzing, Brixen, Trient, Verona, Bologna, Florenz, Siena mit nach Rom gereist … das erste und und einzige Mal führte mich meine Maturareise vor mehr als 40 Jahren in einem alten Autobus diese traumhafte Route entlang … und nun habe ich mein Glück beim Schopf gepackt und nochmals diese Reise in die Vergangenheit machen dürfen … ich danke Ihnen und der Vulkanasche für diese unverhoffte Gelegenheit …
    eines aber fehlt mir noch zur Vollendung meines Hochgefühles: bitte haben Sie die Güte mir zu beschreiben wie Trüffel schmeckt … ich weiß, dass er fein gehobelt werden muss, um sein Aroma zu entfalten, aber wie er schmeckt, noch dazu irrwitzig (!) kann ich mir bei bestem Willen leider nicht vorstellen.
    In freudiger Erwartung dieser imaginierten Gaumenfreude Ihnen wie immer alles Schöne, stola.

  5. Werter Don,
    steuert die...

    Werter Don,
    steuert die Barchetta in british-racing-green in der Abendsonne etwa nach Westen und nicht gen Süden? Und nach via aurelia sieht die Gasse auch nicht aus. Alles nur gefaked?

  6. Ja!...
    Ja!

  7. War es früher nicht der edle...
    War es früher nicht der edle Ritter in schimmernder Rüstung hoch zu Rosse (…und ein Schimmel muss es schon sein!), der seine edle Frouwe zu retten vermochte vor dem Ungemach der Welt?
    .
    Ach hätt doch die Welt mehr Romantiker wie Sie, D.A, sie wäre nicht verloren!

  8. Werter Don,
    auch als jemand...

    Werter Don,
    auch als jemand ohne Mathe-LK würde ich gerne etwas zur Verteidigung der Leute hinter den grauen Kästen mit ihren absurden Programmen sagen – wenn diese mehr oder weniger gut unser Verständnis über die Bewegung der Aschewolke zu erweitern versuchen (und ich will gerne zugeben, dass die Qualität dieser Versuche oft recht bescheiden ist), ist daran eigentlich nichts auszusetzen. Bedenklich wird das ganze eigentlich erst, wenn die Leistungs- und Entscheidungsträger unserer Gesellschaft diese Ergebnisse ohne das dafür eigentlich erforderliche Verständnis heranziehen, um Entscheidungen zu fällen – oder besser: um die Verantwortung für weitreichende Entscheidungen auf die grauen Kästen abzuwälzen.
    Anders gesagt: meiner Erfahrung nach wissen diejenigen, welche die grauen Kästen programmieren und bedienen eine Reise nach Italien oft mehr zu schätzen als diejenigen, für welche die grauen Kästen ihre Zahlenkolonnen produzieren.

  9. ja... das erinnert daran, daß...
    ja… das erinnert daran, daß der bau von ice-strecke hamburg-berlin ein vielfaches gegenüber dem bau der bagdad-bahn dauerte, deren strecke dabei noch bedeutend länger war und zudem nicht durch ebenes land führte. oder daß von dampfloks gezogene schnellzüge in den 30er jahren ebenso schnell von hamburg nach berlin fuhren wie die technisch hochgerüsteten ice-züge. pünktlicher und störungsfreier.

    aber so ist das in diesen zeiten, wo jeder um’s überleben kämpfen muß. jeder muß seine wichtigkeit herausstreichen. einer muß den anderen übertönen. entscheidungen müssen schneller getroffen werden als bei der konkurrenz. dabei leben wir bereits im schlaraffenland. alle materiellen lebensgrundlagen sind vorhanden. nur nicht die zeit, das zu erkennen. notwendiges von unnützem zu trennen. das bedingungslose grundeinkommen wäre eine befreiung. aber der pöbel muß davor geschützt werden, denn er kann mit freiheit nicht umgehen, verschwendet sie gar vor der glotze. und dafür schindet sich unsere elite unermüdlich und selbstlos vor den ‘grauen kästen’. danke!

  10. Wundervoll. In Rom. Im...
    Wundervoll. In Rom. Im Frühling. Kommt der edle Ritter vorgefahren um seine Herzensdame aus den Fängen des Flughafens zu befreien. Hach, wie schön :-)

  11. Und wirklich keinen einzigen...
    Und wirklich keinen einzigen Kilometer auf der Autobahn gefahren?

  12. Ach Rom aterna, du ewig...
    Ach Rom aterna, du ewig lockende Stadt. Ja ich mache mich am Samstag auch auf zu Dir, 8 Tage und der Flug gebucht. Doch wird er statt finden? Wer weiß, während meine Begleitung nun in Angst versinkt, habe ich genauso schon den Wagen voll getankt und bin bereit, die Alpen auf Straßenlevel zu durchqueren. Ja es mag stressiger sein, aber immer besser, als am Flughafen zu warten. Und es gibt schlimmeres, als durch italienische Straßen und Landschaften zu fahren.
    Von daher nehme ich es gelassen, Ärger hilft nichts und glücklich, dass wir nicht ein Ziel wählten, dass jenseits der Meere auf uns wartet und wo nicht der bayerische Autostahl uns tragen kann. Chapeau werter Don so zeichnet der Kavalier sich aus, nicht lamentieren sondern helfen und das Problem lösen.

  13. Mich erinnert die Geschichte...
    Mich erinnert die Geschichte daran, wie ich einmal von Hamburg nach Basel trampte, als alle wegen Ozonalarams nur Tempo 90 fahren durften. Nur ich saß in einem schrottigen, von peruanischen Migranten gesteuerten japanischen Kleinbus, der auf der linken Spur mit immerhin 160 Sachen an all den kriechenden Limousinen vorbeizog.
    Alle Versuche, den Fahrern das Phänomen zu erklären, scheiterten an der Sprachbarriere — was mir im Grunde nur Recht war.

  14. Sehr charmant geschrieben!...
    Sehr charmant geschrieben! Hier ist meine graue Kastengeschichte: Der Freund meiner einen Tochter sollte am Samstag von Chicago nach Schiphol zurückfliegen. Jetzt haust er bei meiner anderen Tochter, die mit ihrem Freund ein kleines Apartment in selbiger Stadt hat. Der graue Kasten hat den dreien eine unverhoffte Gelegenheit gegeben, sich kennenzulernen und sogar auch noch Mama mit einem gemeinsamen Photo zu amüsieren.

  15. Zur Verteidigung der...
    Zur Verteidigung der Entscheidungsfindung aufgrund der grauen Kästen – es ist messtechnisch sehr schwierig, Asche zu vermessen – entscheidend für die Gefährlichkeit selbiger ist nämlich nicht nur ihre Konzentration, sondern Größe sowie Größenverteilung der Partikel. Eine Messapartur die das erfassen kann zusammenzustellen dauert, und beschädigte NATO-Jets waren meiner Meinung nach zusammen mit den Simulationen (zumal da ja auch mit realen Wetterdaten gearbeitet wurde) wirklich genug Grund genug, den Luftverkehr einzuschränken. Die jetzige Flugpraxis “nach Sicht” (besonders sinnvoll deswegen weil man die Asche nicht immer sehen kann) finde ich persönlich unverantwortlich (würde jetzt auch in keinen Flieger steigen).
    @Chris: Soviel ich weiß, wurde doch nach einer Empfehlung des volcanic ash advisory centers entschieden? Denn da sitzen ja schon Leute, die sich mit der Materie auskennen.
    Dann lieber im Sportwagen durch Italien :-)

  16. @unellen:
    Sichtflug -terminus...

    @unellen:
    Sichtflug -terminus technicus VFR- ist per se nicht gefährlich. Es unterliegt genauen Regeln und Voraussetzungen. Es ist ja nicht so, daß jetzt der ganze Luftraum voll mit VFR Fliegern ist.
    Ich bin schon einige male in kleineren Maschinen nach VFr mitggeflogen; es ist sehr schön.
    Im übrigen wurde auch jetzt nach controlled VFR geflogen.
    Es ist ja nicht so, daß die Flugsicherung einfach das Radar abschaltet!

  17. Zweisitzer-Cabrios sind schon...
    Zweisitzer-Cabrios sind schon eine tolle Erfindung. Ihre Liebste kann sich wirklich glücklich schätzen.
    .
    “Optimierte Ödnis” faßt für mich gut die Jahre 1990 bis 20.. (?) zusammen.
    Vielen Dank für diesen heiteren Reisebericht.
    .
    Hoffentlich bricht der andere Vulkan auch noch aus.

  18. ....und in unserer Familie hat...
    ….und in unserer Familie hat sich der Kontakt zu unseren Freunden auf Island natürlich intensiviert. Es sei dazu vermerkt, dass unsere isländischen Freunde den Vulkanausbruch und seine Folgen eher als Nebensächlichkeit abtun. Was sie wirklich interessiert, ist der kürzlich herausgekommene Bericht über die Bankenkrise und wer dafür verantwortlich gemacht werden kann.

  19. Werter Don Alphonso,

    was mich...
    Werter Don Alphonso,
    was mich wirklich wundert an Ihrem Beitrag: Wieso meinen Sie, dass Westviertler noch nie in Island waren? Es ist ein herrliches Fleckchen Erde, das ich mit Sicherheit noch einmal besuchen werde… aber ich komme ja auch nicht aus einem Westviertel.
    Im Übrigen mag die Autofahrt vom Tegernsee aus nach Rom ja ganz angenehm sein, wenn Sie im Hamburger Westviertel wohnen würden, sähe das aber vermutlich schon wieder anders aus.
    Gruß,
    T.I.M.
    PS: Lieber setz ich meine Planungshoffnungen auf meine “graue Kiste” als dass ich zwei Wochen auf die Antwortdepesche mit der Kutschenpost warte (wenn ich nicht gleich eine Woche zu Pferde reise)… soviel zur billigen Technikkritik (wenn auch pointiert geschrieben).

  20. .
    ...ob der vielen...

    .
    …ob der vielen Möglichkeiten, diesen Artikel zu lesen,
    wird mir ganz schwindlig…

  21. Klasse Don! Mal rein...
    Klasse Don! Mal rein neugierdehalber: Hätten Sie das auch mit einem – na sagen wir – Smart Cabrio gemacht?

  22. Ritter auf Pferden sind viel...
    Ritter auf Pferden sind viel zu langsam. Twain, der heute vor 100 Jahren starb, hat seinen Yankee am Hof von König Artus bereits von Rittern auf Fahrrädern befreien lassen. Viel schneller, praktischer und ich hoffe, dass diese Vorstellung dem Gastgeber und den verehrten Anwesenden auch gefällt.

  23. @minna
    Im Flug nach den USA...

    @minna
    Im Flug nach den USA kurz vor Weihnachten, in dem ein Selbstmordattentäter glücklicherweise noch rechtzeitig überwältigt werden konnte, saß – in der selben Reihe wie der Attentäter – das Ehepaar, welches meinen italienischen Delikatenladen besitzt (da kaufe ich die gleichen Schinken und Würste, die auf Don’s Frühstückstisch zu sehen waren).
    Einer der vier Deutschen, die in einem der 9/11 Flugzeuge saß, war der Mann einer meiner Schulfreundinnen, mit der ich vor 40 Jahren mehrere große Reisen gemacht habe.

  24. Da meine eigene Geschichte den...
    Da meine eigene Geschichte den regelmäßigen Bloglesern schon von den Kommentaren zu ‚Die neuen Herren und die alten Westviertel’ bekannt ist, ist es vielleicht auch noch von Interesse, folgendes Erlebnis hinzuzufügen:
    Als ich das erste Mal zum damaligen Generaldirektor der europäischen Raumfahrtbehörde (Antonio Rodota) nach Paris fuhr, nahm ich den Thally, weil des balkanischen Krieges wegen, die Flugzeuge damals sehr oft verspätet waren. Ich fuhr morgens um sieben in Den Haag los, um auch ganz sicher zu sein, pünktlich um drei zu meiner Besprechung zu gelangen. Dann aber blieb der Thally mitten in der Landschaft zwischen Brüssel und Paris einfach stehen. Angeblich ein Problem mit der Energieversorgung. Stundenlang standen wir da ohne Klimaanlage und Lautsprecheransage. Als ich endlich in Paris Nord ankam, war ich viel zu spät für meine Verabredung. Aber der Generaldirektor hatte auf mich gewartet, sagte nur trocken: ‚Ihre Schuld war es nicht’ und hörte mir 1.5 Stunden geduldig zu, was ich von Korruption und Mobbing innerhalb der Behörde zu berichten hatte.

  25. p.s. Herr Rodota ist...
    p.s. Herr Rodota ist mittlerweile gestorben. In der Woche in der er starb, wurde ich vergiftet, was allerdings nur sehr schmerzhaft aber nicht lebensbedrohend war.

  26. @ Der Tiger: ein Kollege...
    @ Der Tiger: ein Kollege unseres Nachbarn starb in der Air France Maschine, von der man immer noch den Flugschreiber sucht. Zeiten sind das. Dabei hatte jeder eher vermutet, dass er sich mit seinem schnellen Auto eines Tages auf der Autobahn zu Tode bringen würde.

  27. Sie wurden --- vergiftet?...
    Sie wurden — vergiftet?

  28. Ich wurde auch schon mal...
    Ich wurde auch schon mal vergiftet, von einem Gratin in der Kantine des Handelsblatts – aber ich wäre dankbar, wenn dieser Seitenweg des Diskurses ausnahmsweise einmal unbetreten bleiben würde. Danke.
    .
    Fairerweise muss ich sagen, dass in meinem Umfeld vor allem im Auto gestorben wird, wenn es denn nicht in hohem Alter ist. Aber ich fahre ja vorsichtig. Der grüne Wagen gehört meiner Copilotin, und wir benutzten ihn letztes Jahr bei unserer Romreise, von wo auch die meisten Bilder stammen.

  29. wer weiß, weshalb die den...
    wer weiß, weshalb die den luftraum wirklich gesperrt hatten… vulkanstaubpartikel in flugzeugtriebwerken, nun ja. hat man schonmal solchen hype erlebt wegen sandstürmen in der sahara, die sich bis auf’s mittelmeer hinausziehen, dort schiffsantriebe beeinträchtigen und somit auch flugzeugtriebwerke? sicher nicht. das phänomen wird umflogen und fertig. genauso unglaubwürdig wie das märchen, daß arabische flugamateure mit einem trägen verkehrsflugzeug in einer geflogenen kehre ein schmales hochhaus treffen, während trägerpiloten in wendigen flugzeugen jahrelang trainiert werden müssen, auf einem träger zu landen, der mit allen möglichen leit- und signalanlagen zur kontrolle des anfluges ausgestattet wurde und der sich auch noch mit hoher geschwindigkeit in flugrichtung bewegt. es passieren schon seltsame dinge heutzutage…

  30. dass Sie von Rittern...
    dass Sie von Rittern schreiben, ich hatte gestern den ganzen Tag an einen gedacht. Überhaupt habe ich oft (um nicht zu sagen immer) das Gefühl das, entweder Sie schreiben was ich denke und träume oder ich denke und träume was Sie schreiben. Das ist alles sehr, sehr seltsam. Und um das ganze noch seltsamer zu machen, so geht es mir seit über einem Jahr! Sie sprechen mir oft aus der Seele. Tja, Seelenverwandschaft vielleicht..

  31. @ Don A.: eine grüne...
    @ Don A.: eine grüne Barchetta Limited Edition mit hellen Ledersitzen? Ein Bekannter fuhr die, damals, sehr nett.

  32. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    .
    eine schöne und romantische Geschichte, dieses Mal.
    Zwei Fragen:
    1.
    Warum reisen Bewohner der “Westviertel” Ihrer Meinung nach nicht nach Island?
    Zugegebenermaßen machten die meisten Touristen, die ich dort traf, eher den Eindruck von Studienräten und schauten etwas verwundert auf meinen Harris-Tweed mit Einstecktuch und meine Louis-Trenker-Bergschuhe, aber auch in den besseren Wohnviertel gibt es durchaus Menschen mit einem Sinn für Naturschönheit.
    Und nirgendwo hat sich mein alter Land Rover wohler gefühlt als auf Island, den Faröer-Inseln und den Shetlands.
    .
    Und 2.
    Hätten Sie die gestrandete Liebste auch vom von Ihnen ja wenig geschätzten Berlin aus in Bad Godesberg abgeholt?
    Trotz (geschlossenem) Sportwagen war die Reise nur bedingt ein Vergnügen, auch haben wir Porta Westfalica, Bielefeld und Gütersloh links liegen gelassen…
    .
    Beste Grüße aus der Hauptstadt, hs.

  33. Es wirft kein gutes Licht auf...
    Es wirft kein gutes Licht auf die emanzipatorischen Fähigkeiten Ihrer Copilotin, wenn Sie sich von Ihnen aus Rom „retten“ lässt. Im Besitz einer Fahrerlaubnis und einer Kreditkarte sollte sie durchaus fähig und in der Lage sein, sich einen fahrbaren Untersatz zu besorgen und den Paparazzi zu entfliehen. Dass Sie sich dennoch auf die beschwerliche Reise machen, lässt auf Druck in der Lendengegend und/oder Eifersucht schließen. Und das nach einem opulenten Frühstück!

  34. Ach, die nette Copilotin hat...
    Ach, die nette Copilotin hat auch eine Grischunwappen?
    .
    ich dachte eher, sie benützte dieses hier
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/archive/b/b0/20060826205041!Wappen_Hessen-Nassau.png

  35. @ Der Tiger: Thally? Oder...
    @ Der Tiger: Thally? Oder meinen Sie nicht eher den “Thalys”?

  36. Tja, wenn der Verkehr...
    Tja, wenn der Verkehr zusammenbricht, ist es Zeit für die angelernten Fallbacks. Kein Flug -> Zug? Oder Bus/Taxi/Auto. Warten, wie warten? Raus aus dem Gewühl, Gastfreunde suchen? Drinbleiben und versuchen weiterzukommen? – Wie hier gelegentlich angedeutet, ist es auch eine Frage der Leidensfähigkeit – wie lange hält man ohne Wasser und Brot aus und kann noch seine 20 kg Gepäck mitschleppen? –
    Aber daß man festhängt, kann einem überall passieren. Züge bleiben stehen, Autos stehen im Stau, Flugzeuge heben garnicht erst ab. Die sinnvollste Mode der letzten 20 Jahre schien mir das Mitschleppen von Wasserflaschen allüberall, was Berliner Stadtmagazinen vor Jahren auffiel. Das überbrückt fast immer. -

  37. steelydan, die Copilotin weilt...
    steelydan, die Copilotin weilt in Frankfurt bei eben dieser Zeitung, wo sie sich als Volontärin einen Namen macht. Hier geht es um etwas rein Fiktionales (und wäre es anders, würde ich es hier sicher niemandem auf die Nase binden. Ausserdem fliegen diese blöden Vögel ja schon wieder.)
    .
    hugoservatius, es kommt halt dem bayerischen Naturell nicht wirklich nah, und dann haben wir auch noch immer Italien vor der Haustür. es ist so verdammt schwer, ein anderes Ziel zu finden, wenn es zum Campo in Siena auf den Kilometer genauso weit ist, wie zum Alexanderplatz in Berlin, und alles andere fällt halt massiv dagegen ab. Alles, was im Norden liegt, stösst hier auf Unverständnis. Der Bayer ist nun mal italienischer Patriot. Ich merke das an mir selber: Mein komplett italienisches Colnago fährt in jeder Hinsicht schlechter als mein nordeutsches Müsing. Aber es ist italienisch!
    .
    Womit die zweite Frage auch nicht beantwortet ist – ich kann es nicht sagen. je kleiner der Drache und der Wald, in dem er haust, desto lieber kommt der Ritter. Berlin ist eine harte Nuss. Zumal es dort sicher keine Ritter gibt, sondern nur Prekariat. Ohne Auto.

  38. Don Ferrando, im Herzen sind...
    Don Ferrando, im Herzen sind wir eben alle ein klein wenig Graubündner. Wenn schon nicht im Konto, dann eben im Herzen.
    .
    colorcraze, ich bin im letzten Jahr ziemlich oft mit eigentlich allen Autos liegen geblieben, vom Audi über Fiat bis Sunbeam, und es war immer hübscher als die Warterei auf Flugzeuge, die nie kamen.

  39. @DA: glaub ich Ihnen, aber man...
    @DA: glaub ich Ihnen, aber man kann sich das Verkehrsmittel nicht immer aussuchen.
    Daß man mit <20kg Gepäck und >1000 EUR auch jetzt innerhalb von 1, 2 Wochen von Istanbul Busbahnhof nach Berlin Weltzeituhr kommt, denke ich schon, aber die Leute haben dafür halt nur <200 EUR und <8h eingeplant. –
    Daß die Berliner ab und an gestrandete Existenzen “zu sich nach oben nehmen” und ihnen ein temporäres Obdach bieten, kommt eigentlich immer wieder vor, nur eben nicht durchgängig jederzeit bei allen.

  40. War "Peter der Große"...
    War “Peter der Große” eigendlich ein Ritter?

  41. Werter Don,
    hinschtlich Berlin...

    Werter Don,
    hinschtlich Berlin gehe ich nicht vollständig mit Ihnen konform. Es gibt dort zumindest Spesenritter neben geistigem Prekariat. Und Sie sind sicher im Besitz einer Kollektion versilberter Nussknacker.

  42. steelydan, sollte ich nach Rom...
    steelydan, sollte ich nach Rom kommen, werde ich natgürlich nach dem Kennzeichen B Ausschau halten und mich dann korrigieren, sollte es nötig sein. Aber angesichts der Berliner Wurschtigkeit in Sachen Charme habe ich da keine Bedenken.
    .
    colorcraze, tatsächlich sind auch meine Erfahrungen da sehr unterschiedlich – ich sage es mal so: Ich würde mich keinesfalls darauf verlassen wollen. ch sehe auch, dass es irgendwann schwer wird, ritterlich zu sein, aber Rom, also das ist wirklich kein Drama.

  43. Also den Don Alphonso Film zum...
    Also den Don Alphonso Film zum Blog schaute ich mir auch an.

  44. Hübsch geschrieben! Am besten...
    Hübsch geschrieben! Am besten gefiel mir gleich der Anfang, in dem Sie die scheinbare Göße dieser “Katastrophe” in die richtige Perspektive rücken. Aber unsere moderne Welt unterscheidet sich vom Mittelalter eigentlich nicht nur im inflationären Gebrauch von Superlativen, sondern – und das wird angesichts des Rummels um diese Aschewolke wieder einmal deutlich – gerade auch im Ausmaß der selbsterzeugten Illusion, die Welt unter Kontrolle zu haben. Ich will damit gar nicht so sehr die Verwendung einer Computer-Simulation kritisieren (die war – technisch gesehen – ohnehin nur das halbe Problem), sondern die quer durch alle Milieus vorherrschende Annahme, man könne alle Risiken beherrschen, wenn man nur wirklich wolle. Das hat etwas Infantiles.

  45. <p>Observator, danke. Ich...
    Observator, danke. Ich finde ja, dass all die Leute, die uns mit sicheren Papieren und perfekten Modellen gerade die Finanzkrise eingebrockt haben, ihre grauen Kästen öffentlich essen sollten. Weil: Gar nichts ist unter Kontrolle, und wenn Risiko kalkulierbar wäre, wäre es kein Risiko.
    .
    TDTF, bitteschön, vor anderthalb Jahren auf dem Jaufenpass, und ab 1:40 fahre ich so, wie es Spass macht.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=yd3MwCi60pA

  46. Ich habe den blauen Himmel der...
    Ich habe den blauen Himmel der letzten Tage sehr genossen.
    Ohne einen einzigen Kondensstreifen.
    .
    Säße ich in dieser Situation in Rom fest, kein Flieger, Hotels besetzt, Mietwagen vergriffen, Züge ausgebucht, ich würde mir ein Fahrrad besorgen und gen Norden radeln.
    Ein paar Tage kommen die Kollegen im Betrieb auch ohne mich zurecht.

  47. @colorcraze
    ohne wasser drei...

    @colorcraze
    ohne wasser drei tage, ohne nahrung drei wochen.

  48. Seltsam, mir passiert das auch...
    Seltsam, mir passiert das auch oft durch andere Leute, vielleicht gibt es ja so ein Ringeltauschen. Vor ein paar Wochen gab es so ein Ereignis, da war ich froh, dass ich schon sass.
    Don Carlos, ich bin eigentlich ganz froh, meine kleine, nette Welt in Ordnung zu halten, und ginge es nach mir, würde ich ohnehin aus dieser Welt einfach austreten, wie andere das mit der Kirche machen

  49. reiterjunge, das...
    reiterjunge, das Unterkunftproblem besteht momentan nur in Rom selbst, ansonsten ist Italien enorm frei. Auch letzten Samstag bin ich in beide Richtungen einfach durchgerutscht. Man kann dort prima bleiben, ich empfehke dringend Orvieto! (Ein Rennrad kann man natürlich auch kaufen)
    .
    wazzerpfärdt, meine Unterkunft in Mantua – das wäre dann der sichere Hafen und das Versteck – besitzt Leihräder für die Fahrt in den Ort.

  50. Don Alphonso, das spricht für...
    Don Alphonso, das spricht für ihre zurückhaltung und rücksichtnahme. die welt ist an sich garnicht so schlecht. es sollten besser die austreten, die für die negativen seiten verantwortlich sind.

  51. Don, nein bitte nicht aus...
    Don, nein bitte nicht aus dieser Welt austreten.
    Es könnte immer noch schlimmer kommen.

  52. lieber Don Alphonso, ich...
    lieber Don Alphonso, ich schmilze dahin ob ihrer männlichen fürsorglichkeit. es gibt nicht schöneres als eine wirklich hilfreiche männliche hand und die entschlossenheit ihres besitzers, es der o.g. frouwe wirklich angenehm zu machen, sie zu verwöhnen und letztlich ihr ihre einzigartigkeit zu demonstrieren.
    .
    mein holder gatte errettet seine principesse regelmässig vor lindwürmern aller art, auch achtbeinigen, und das männlcihe nachwuchs schaut sich dies selbstverständlich ab.
    mit nebeneffekt: es gibt kaum einen besseren weg, sich eine dame geneigt zu machen und miteinander ins gespräch zu kommen (dies ist kein aufruf an die zweinuller, sich die einkaufstüten einer älteren frau zueigen zu machen, in der hoffnung, darin gefüllte pfandflaschen zu finden).
    .
    ritter gibt es in meinem umfeld gar nicht so wenige. nun, das mag am umfeld liegen.
    komme ich mit irgendetwas nicht zurecht, kommt nach ganz kurzer zeit die männliche tatkraft zum zuge. ungefragt, nicht ungebeten, und immer ein angebot, dass man nicht ablehnen mag.
    aber mein wild breche ich selbst auf.

  53. @Frager:
    Bis zu Peter dem...

    @Frager:
    Bis zu Peter dem Großen sahen sich russische Adlige definitiv nicht als Ritter. Sie duellierten sich auch nicht vor Ende des 18. Jahrhunderts.
    .
    Peter der Große war insofern ein “Ritter”, als er diesen Mythos und das damit verbundene Verhaltensideal auch in Russland propagierte. Er war der erste Zar, der sich, zu Pferd im Harnisch abbilden ließ. Er sorgte auch dafür, daß sich die hochadligen Familien jeweils irgendwelche Wappen zulegten (die waren bis dahin in Russland ebenfalls unbekannt).
    .
    Was die gestrandeten Passagiere betrifft, so könnten sie sich durch folgenden Ausspruch Peters des Großen trösten:
    “In Russland gibt es keine Straßen, es gibt nur Richtungen”.

  54. Geschätzter Don, ich schätze...
    Geschätzter Don, ich schätze Sie noch mehr dafür, daß Sie Ihren Arbeitgeber und sein unsägliches Gewäsch mit den Alkoritmussen auf die Schippe nehmen. Seit ihm irgendjemand dieses Wort geflüstert hat, ist er noch unerträglicher als vor ein paar Jahren, als er auf allen Bühnen den neuen Malthus gab.
    Ein Algorithmus ist einfach eine abstrakte Verfahrensforschrift, die ich befolgen kann, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Der Algorithmus etwa, eine verschlossene Tür zu öffnen, lautet: Führe den Schlüssel mit dem Bart nach unten in das Schlüsselloch ein und drehe den Schlüssel um 360°, und zwar im Uhrzeigersinn, wenn sich das Schloß auf der linken Seite befindet, gegen den Uhrzeigersinn im anderen Fall. Das ist ein Algorithmus: Eine formale Beschreibung eines erprobten Verfahrens. Ein Algorithmus selbst tut nichts. Er ist die Formalisierung einer Vorgehensweise, nichts weiter.
    Sätze wie “Algorithmen entscheiden” oder “dass die Simulation ihre eigenen sozialen Algorithmen produziert” aus dem verlinkten Artikel sind einfach Nonsens. Man kann vielleicht Entscheidungsfindungen algorithmisieren, und man kann sich auch fragen, ob das sinnvoll ist oder nicht, aber Schirrmacher redet, wie meist, einfach nur Blech.
    Und damit wären wir wieder beim Thema Ihres letzten Beitrags: Schlechter Journalismus findet unter anderem dann statt, wenn sich Journalisten nicht darauf beschränken, ordentlich zu recherchieren, sondern wenn Sie anfangen, mit halbgarem, oberflächlich angelesenem Viertelwissen Kreuzzüge zu führen und jedes halbe Jahr eine neue Sau durchs Dorf zu treiben.

  55. Das Problem der Leute, die...
    Das Problem der Leute, die ihre besten Piloten nach Sichtflugregeln hat abheben lassen, besteht doch wohl darin, dass die Firma, nach der eine Arena in einer größeren Stadt südlich der Heimat unseres Dons benannt ist, noch keine Versicherung gegen die Unbillen eines vulkanologischen Ereignisses anbietet. Lange wird es nicht mehr dauern. Und bei der Anzahl der Außendienstmitarbeiter wird man nicht umhin kommen, baldmöglichst eine Reise gen Süden zu unternehmen, um deren Fängen zu entkommen.

  56. don alphonso,als kleines danke...
    don alphonso,als kleines danke schön für ihre bewundernswerten texte ein zitat meines lieblings-moralistikers georges roditi:”Die GUTE GESELLSCHAFT ist mehr als eine Annehmlichkeit,sie bietet uns Gelegenheit,nicht nur in der Einsamkeit den Weg zu einem freien,einem zweckfreien Leben zu finden.”

  57. lieber Alter Bolschewik - nur...
    lieber Alter Bolschewik – nur alle halbe jahre eine neue sau?
    .
    ich denke, dass die jagd doch wohl eher im wochenrhythmus stattfindet.
    zudem laufen die säue in unterschiedliche richtungen, kollidieren nicht selten.
    das nennt man ausgewogenheit der meinungen.
    auch das fragezeichen ist sehr wichtig, ebenso wie die expertenmeinungen. so kann man nicht verklagt werden und verschreckt keine anzeigenkunden. damit hat man alles und nichts gesagt.
    .
    und das verblödete rezipientenvolk verschwendet seine energie beim aufregen und grunzt jede woche einen neuen hit – hauptsache, man kommt nicht zum nachdenken. so etwas ist sehr praktisch für alle: politik, industrie …

  58. @Alter Bolschewik
    Yep. Für...

    @Alter Bolschewik
    Yep. Für Fehlentscheidugen braucht man keinen Kasten.

  59. @DA: nun ja, auf dem Berg in...
    @DA: nun ja, auf dem Berg in einer Serpentine liegenzubleiben, womöglich nachts bei unter Null, stelle ich mir auch nicht so lustig vor. –
    Meine erste Langstreckenflugerfahrung enthielt gleich ein Über-den-Haufen-Werfen aller Pläne, weil die inneramerikanische Fluggesellschaft in Insolvenz gegangen war, so daß ich schon gleich mit 19 das erste Mal mit dem Herumhängen an einem weit von der Stadt entfernten Flughafen, in dem es außer verfaultem Salat nichts eßbar Aussehendes gab, Bekanntschaft schließen konnte (am Kiosk gab es dafür schöne Wohn- und Architekturzeitschriften zum Angucken). Vielleicht prägt sowas und läßt einen dann auch vor DDR-Transit und Interzonenzügen im Schrittempo nicht erschrecken. Die noch davor vom Elternurlaubsauto aus gesichteten halbzerschmetterten Lkw-Wracks, die an der dalmatinischen Steilküste verrosteten, sind so als Grundeindruck vielleicht auch noch erwähnenswert. –
    @Don Carlos: haben Sie das schonmal bei dauerhaft 40 Grad ohne Schatten ausprobiert?
    @Observator: Sicherheitsgefühl und tatsächliche Schadensereignisse sind eh so ein Fall für sich. Wer gerade einen Unfall hinter sich hat, ist erstmal eine Weile verunsichert. Am ehsten wird man die Verunsicherung wieder los, wenn man die gleiche Situation nochmal ohne Unfall erlebt…

  60. Oder so
    .
    "Die gute...

    Oder so
    .
    “Die gute Gesellschaft ist mehr als eine Unannehmlichkeit — sie ist schlimmer als die Bastille und nimmt uns jede Chance auf eine nützliche Existenz.”

  61. Russlanderklärer,
    .
    "In...

    Russlanderklärer,
    .
    “In Russland gibt es keine Strassen, es gibt nur Richtungen”
    .
    Meine Frage: kann ich dort den Ursprung des “Westens” finden?

  62. Kein Pilot, Herausgeber oder...
    Kein Pilot, Herausgeber oder Airlinemanager kann mir erklären, das er Erfahrung darin hat durch eine Lavastaubwolke zu fliegen, zumal diese nicht immer sichtbar ist.
    Die Aschewolke ist gefährlich für den Luftverkehr, dies haben die beiden beschädigten F15 mit ihren verglasten Triebwerken bewiesen.
    Das Verteilungsmodell der Wolke beruht auf jahrzehntelanger meteorologischer
    (menschlicher) Erfahrung.
    Computer (graue Kästen) führen die aufgrund dieser Erfahrungen gewonnenen Verteilungsberechnungen einfach nur schneller aus als jeder Rechenschieber.
    Das ist überhaupt nichts mystisches.
    Solange keine anderen Erkenntnisse vorhanden sind, müssen diese Berechnungen beachtet und der Luftraum für Düsenflugzeuge gesperrt bleiben.
    Aufgrund welcher Erkenntnis meint Hr.Schirrmacher oder sonst jemand es besser
    zu wissen ?
    Woher kommt diese Anmaßung etwas anzuzweifen, nur weil man es nicht versteht oder weil es unangenehm ist ?

  63. ... vielleicht muß ich meine...
    … vielleicht muß ich meine Frage erklären.
    Es hat mich schon immer erstaunt, daß sich eine Kultur, nach einer
    Himmelsrichtung benennt.

  64. @Don Carlos, das Problem...
    @Don Carlos, das Problem besteht nicht darin den Flugzeugträger zu treffen.
    Die Herausforderung ist es dabei unbeschädigt zu bleiben.
    Diesen Anspruch hatten die arabischen Irren über New York nicht.

  65. @colocraze:
    Da haben Sie...

    @colocraze:
    Da haben Sie natürlich recht. Aber eigentlich geht es ja um die Frage: Kann ich mich bei Person/Institution XY tatsächlich darauf verlassen, dass sie jedwede Eventualität einkalkuliert und vorhergesehen hat? Und da lautet die einzig vernünftige Antwort eigentlich: Nein, wachen Sie bitte auf, natürlich nicht. Aber dennoch glauben etliche Leute, dass so etwas möglich sei – mehr noch, sie glauben, ein Recht darauf zu haben.

  66. minna, soweit mein...
    minna, soweit mein bescheidenes Wissen reicht, glaube ich, dass der Ursprung im Westviertel zu finden ist, dort wo alle westentlichen Dinge entstanden sind…

  67. @minna
    Peter wusste, warum er...

    @minna
    Peter wusste, warum er seine neue Hauptstadt (das “Fenster nach Europa”) direkt ans Meer gebaut hat. Zwar fror die Ostsee im Winter zu, aber dann war ja schnelle Schlittenfahrt möglich.
    .
    In der Unwegsamkeit Russlands können Sie u.a. auch den Ursprung westlicher Niederlagen finden (1709,1812,1941).

  68. Bei studiVZ gab oder gibt es...
    Bei studiVZ gab oder gibt es eine Gruppe “Einen internationalen Flughafen für Göttingen” o.ä.

    Eine zentrale Lage in Deutschland (und in Europa), die A7 und eine ICE-Strecke, was will man mehr?

    Frühling, einen Gang über den Stadtwall und anschließend einen Kaffee bei Cron & Lanz (trotz der unnötigen und unsympathischen Äußerungen der Chefin http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Politiker-kritisieren-Cafe-Betreiberin ).

  69. @minna
    Oder nach einer...

    @minna
    Oder nach einer Tageszeit: “Abendland”.
    Amerika müsste demnach “Mitternachtsland” heißen (sorry).

  70. (Heute ist der Tag, an dem ich...
    (Heute ist der Tag, an dem ich mit dem Beantworten der Kommentare wirklich nicht mehr fertig werde)
    .
    wessinger, ja, da ziept etwas, ganz deutlich.
    .
    Lieber Justin Thynne, nur zu. Ich fand ja auch die briten grossartig, die ihre Flugzeugträger losgeschickt haben. Das hat noch Stil. In Deutschland gäbe es allenfalls LKW.

  71. @minna:

    Ist der Grund dafür...
    @minna:
    Ist der Grund dafür nicht eher in der Teilung des Römischen Imperiums zu suchen?
    @reiterjunge:
    Der Witz ist ja, dass eben niemand etwas Genaues darüber weiss, bei welcher Aschekonzentration ein Triebwerk noch funktioniert (oder eben nicht mehr). Daher ist es tatsächlich falsch, ausgerechnet die bewusste Computersimulation (die lediglich die Ausbreitung der Wolke berechnet) als Sündenbock aufzubauen, da haben Sie völlig recht. Ich stimme mit dem Schirrmacher-Artikel auch nicht überein, aber ich kann den Autor insofern verstehen, als ich sein Unbehagen darüber teile, wie unreflektiert man Modelle zur Entscheidungsfindung heranzieht. Es liegt natürlich eine gewisse Ironie darin, dass dies auch Herr Schirrmacher auf seine Weise tut…

  72. @Don Carlos, Schiffsmotoren...
    @Don Carlos, Schiffsmotoren oder auch Motore von Propellerflugzeugen besitzen Luftfilter die Staub zuverlässig aus der Verbrennungsluft herausfiltern.
    Darum kann man in der Wüste Sahara auch Panzer fahren.
    Bei Jetdüsen ist diese technische Möglichkeit nicht gegeben.
    Außerdem, wenn man sich innerhalb einer homogenen Partikelwolke befindet, dann sieht man die Wolke nicht, kann diese als auch nicht umfliegen.
    Es gibt hier keine Verschwörung.
    Nur Physik und Technik.

  73. Liebe Romreisende, man kann...
    Liebe Romreisende, man kann auch einfach auf den Anschlusszug verzichten und den Zug nach Siena nehmen, wo man gerne aufgekaubt wird.
    .
    stola, das ist ein gefühl. als habe man in trüffel gebadet, als sei jeder Fleck im inneren irgendwie trüffelig, es klebt an der Kleidung und es schmeckt auch 2 Stunden danach so, es ist kein Kick, aber das weiche Gefühl wie nach einem Zungenkuss, der nie enden wollte.

  74. Kopfgeburt, verloren wäre...
    Kopfgeburt, verloren wäre zwar nicht die Romantik, aber ganz sicher die Wirtschaft. So etwas wie mich darf es nicht allzu oft geben.
    .
    Lieber Chris, dass die Zahlen am Ende nur ein Anlass zur Demonstration der eigenen Unfähigkeit sind, steht sicher ausser Frage. Aber mit dem grauen Kasten zu Beginn wirkt das alles so richtig und überzeigend und wissenschaftlich, auch wenn es das nicht ist.

  75. HansMeier555, vermutlich...
    HansMeier555, vermutlich spielt auch der Gral mit hinein.

  76. lieber don alphonso,ich bin...
    lieber don alphonso,ich bin neu hier und so garnicht firm in blogosphere jeder in “beijing”(friedrich merz)kann das besser als ich,aber ich beneide sie.für alles mögliche,gastronomie ausgeschlossen.brideshead revisited auch bei mir ganz oben.
    @HansMeier555 provocation unleashes provocation.mein zitat ist überprüfbar-ihres nicht,haben sie einfach nur paraphrasiert,oder bei frau nahles abgekupfert?

  77. @Observator: ja sicher, genau...
    @Observator: ja sicher, genau so verhält es sich. Restrisiko ist immer gegeben. Das Leben ist keine fortlaufend lineare mathematische Funktion. Nur, was soll man denn heranziehen zur Entscheidungsfindung im Ungewissen, wenn nicht Modelle, deren Grundannahmen einem bekannt sind? Es ist ja nicht so, daß hierbei Erfahrungen außen vor bleiben. Die unter Druck nicht zu berücksichtigen hat ja wohl vor nicht mal 2 Wochen gerade die Spitze der polnischen Regierung gekostet. Um das Einschätzen und Verantwortung übernehmen kommt man nie drumrum, hinter Modellen kann man sich nicht verstecken, und der Streit um ihre Gültigkeit ist unvermeidlich.
    @Reiterjunge: Sie haben durchaus recht, daran zu erinnern, daß ein solcher Verkehrseinbruch mit Propellermaschinen wahrscheinlich nicht nötig gewesen wäre. Die Düsen sind halt ziemlich empfindlich.
    @DA (“verloren wäre zwar nicht die Romantik, aber ganz sicher die Wirtschaft”): hahaha, da mag was dran sein. Aber ich bin da auch nicht besser.

  78. Dornenvogel0410: Dass die...
    Dornenvogel0410: Dass die “gute Gesellschaft” der “Weg zu einem freien Leben” ist, glauben Sie doch wohl selbst nicht. Niemand hat so viele ungeschriebene Regeln, die Sie verletzten können, wie die gute Gesellschaft. Da stimmt die Definition von HansMeier555, die “gute Gesellschaft” sei, wie die Bastille, ein Gefängnis schon eher. Man muss in ihr, um mit Baudelaire zu schließen, “ununterbrochen sublim sein. Man muss vor einem Spiegel leben und schlafen”. Das macht nicht frei, das strengt an!

  79. Wehrter Don,
    wieder einmal...

    Wehrter Don,
    wieder einmal beneide ich Sie um Ihre Jugend und zolle Ihrer Ritterlichkeit
    den gebührenden Respeckt.
    Danke für diese Idee einer Reise und die netten Minuten beim lesen.
    Herzlichst P.
    PS. geniessen Sie diesen Frühling noch P.

  80. Russlanderklärer,...
    Russlanderklärer, Observator,
    .
    …ich weiß nicht so recht; Sie verknüpfen die Richtung je mit einem Ort, es ist
    die Ortlosigkeit, die mich irritiert.
    .
    Im Vertrauen auf den Gastgeber möchte ich mich daher der Meinung von
    Kopfgeburt anschließen.

  81. @dornenvogel
    Da hab ich mich...

    @dornenvogel
    Da hab ich mich wohl selbst zitiert.
    Aus dem Fundus könnte ich höchstens noch Schielauges “Die Hölle, das sind die anderen” anbieten, womit ich aber auch nicht einverstanden bin: Denn die Hölle, das ist man am Ende doch immer selbst.

  82. Auf der Tagesordnung der...
    Auf der Tagesordnung der Weltgeschichte steht die immobilistische Revolution:
    .
    Wie schön wird die Welt sein, wenn die Menschen zuverlässig da bleiben werden, wo sie gerade sind.

  83. @Helene liebe helene,der von...
    @Helene liebe helene,der von mir so hoch geschätzte georges roditi hat “gute gesellsschaft”nicht unabsichtlich in grossbuchbuchstaben gesetzt.denn da ist der unterschied.sie wie hansmeier555 definieren gesellschaft aktuell politisch,wir eher
    epistimologisch.stichwort:coterie.ich erinnere ausserdem im zusammenhang mit dem fallout der “staubwolke” fg,daran,das,don alphonso richtig lesend,wir auch hier wirklich gute …sorry…soziale netzwerke aufbauen MÜSSTEN.auf gut deutsch:meine süsse retten,baudelaire lesen,usw….zitat:”I once ate a Pea”(Beau Brummel)

  84. Eine wunderschöne Geschichte,...
    Eine wunderschöne Geschichte, wie immer voller Facetten, die beim Lesen erlaubt, gedanklich in verschiedenste Richtungen abzuschweifen.
    .
    Bei den armen “Gestrandeten”, die an Flughäfen herumlungern, erinnere ich mich an eine Fahrt mit einer italienische Geschäftspartnerin. Hoffnungslos zu spät kamen wir um drei Uhr früh in einer mittelgroßen Stadt an, alle Hotels zu oder voll, am letzten schwach beleuchteten Eingang ein letzter Versuch.
    .
    So stand ich kurze Zeit später mit meiner wunderschönen Begleiterin an einem Tresen neben weniger schönen und wesentlich sparsamer angezogenen Frauen. Das war also tatsächlich ein Bordell.
    .
    Der Gimpel, der wohl die Aufsicht hatte, bot uns aber ohne große Umstände ein Zimmer an, das für 50 Euro sogar sehr in Ordnung war. “Frühstück haben wir aber nicht”.
    .
    Keine so schlechte Lösung in Notfall.

  85. @HansMeier555 ich empfehle...
    @HansMeier555 ich empfehle ihnen dringend eine intensieve lektüre der französische moralistiker oh and who is schielauge?irgendwie verwandt mit klaus theweleit?

  86. @HansMeier: naja, ich glaube,...
    @HansMeier: naja, ich glaube, die immobilistische Revolution ist eine Täuschung, die sich ergibt, wenn man zuviel vor dem Rechner oder Fernseher sitzt (oder, wie Schopenhauer, noch als Erwachsener in Mamas Kinderzimmer).
    Wenn ich mir überlege, welche Dörfler inzwischen wie weit gefahren sind, denke ich doch, daß das weiter ist, als ihre Vorfahren selbst durch Kriege (Kriege und Pilgerreisen waren ja die Vorläufer des Tourismus) je gekommen sind.
    Es scheint mir eher eine Verstärkung der flüchtigen Eindrücke zu sein, also eine Zuspitzung dessen, was seit Bahnverkehr und Massenmedien seit jeher als Phänomen auffällt, und was seine Wurzel darin hat, daß man nicht mehr an dem Ort so schicksalhaft verharren muß, an den es einen verschlägt. Sondern qua billigen Verkehrs relativ schnell weiterkommt.
    @AlterBolschewik: für mich gehört das in die Kategorie Sound. Es kommt dabei weniger auf die richtigen Begriffe an oder die Anwendung des gesunden Menschenverstandes, sondern auf ein modisches und wiedererkennbares Geräusch.

  87. Schielauge, das ist
    der...

    Schielauge, das ist
    der französische Moralizistiker schlechthin, alias Johannes Paul der Nullte.

  88. @colorcraze
    "Billigen Verkehr"...

    @colorcraze
    “Billigen Verkehr” müssen die Vorfahren allerdings gehabt haben, wenn man sieht, wohin wir heute gekommen sind.

  89. lass es mein neuer freund oder...
    lass es mein neuer freund oder geh zu goldmann sucks…uppsi…druckfehler?

  90. Bitte bremsen, danke....
    Bitte bremsen, danke.

  91. Genau, bremsen!...
    Genau, bremsen!

  92. macht ja nichts.
    Lassen Sie...

    macht ja nichts.
    Lassen Sie das Lachen des Wahnsinns ruhig laut erschallen.
    Hört Sie da draußen sowieso keiner.
    Und am sicheren Ort ist ja Verlass auf die munteren Gesellen, die kriechend miteinstimmen und sogar in noch schrilleren Tonarten zu übertreffen suchen…

  93. @dornenvogel0410 "uppsi" -...
    @dornenvogel0410 “uppsi” – welchen Geistes Kind ist Mann wohl, der solche Worte schreibt.
    In diesem Sinne, alter Druckfehler…

  94. Ilnono, als Gimpel bezeichnet...
    Ilnono, als Gimpel bezeichnet man gemeinhin das Opfer/ Kunde/ Freier. Den den Sie meinen nennt man Louis, Zuhaelter, oder Verlobter.
    Keine Kritik. In meiner Studienzeit hatte ich mein Appartement in einem einschlaegigen Viertel. War lustig. Mit Massen.

  95. Lieber Don Alphonso, vielen...
    Lieber Don Alphonso, vielen Dank für Ihre Ermunterung, der Ritter ist unterwegs und hofft, früher im Königreich zu sein, als die Aschewolken verschwunden ist und die Flüge wieder regulär abfliegen, damit das grosse schwarze Auto nicht durch den großen glänzenden Jet der Kranichair verliert.

  96. Ich mißtraue zutiefst jeder...
    Ich mißtraue zutiefst jeder Aussage, daß früher alles besser war. Da ich bekanntermaßen eher vom Nutzen als vom Nachteil der Historie für das Leben überzeugt bin, habe ich derartiges zu oft und aus allen Zeiten gehört. Ja, ich vermute, daß der allererste Text auf der allerersten Keilschrifttafel von der Schlechtigkeit der Welt, der Verdorbenheit der Jugend und dem nahen Weltende handelte. Trotzdem. Sehen wir von Geschäftsreisenden und anderen Zwangsmobilisierten ab, dann zeigte doch die zwangsweise Entschleunigung der letzten Tage auf verblüffend deutliche Weise, daß die Kunst des Reisens auf den Hund oder vielmehr auf den eingesparten Euro gekommen ist. Ins Flugzeug, schnell hin, Reiseführer abhaken, schnell wieder zurück. Und wenn sich unverhofft durch einige Verkehrskalamitäten der Ferienaufenthalt verlängert, dann wird das nicht als begrüßenswerter Bonus begriffen, sondern als Katastrophe empfunden. Lieber auf dem Boden des Flughafens kampiert, als Land und Leute kennengelernt. Wohin sind die Zeiten des Johann Gottfried Seume, der zu Fuß von Leipzig nach Syrakus und zurück lief? Freilich, er hatte das passende Schuhwerk von einem wackeren Schumacher, das auch nach 6000 km nicht neu besohlt werden mußte. Freilich ließ er auch die Alpen rechts liegen. Von einer Jaufenpaß-Überquerung im Bande á part-Stil hätte er wohl ein Schleudertrauma bekommen.

  97. savall, ohne das es mit...
    savall, ohne das es mit bewusst war, haben Sie es genau auf den Punkt gebracht.
    Frage: Lieber DA, wo ist mein Kommentar bzgl. Gehaltvolles…etc. Nicht wichtig, fiel mir nur auf.

  98. Lieber Savall, dass Sie Seume...
    Lieber Savall, dass Sie Seume erwähnen, ist mir sehr sympathisch – voilà un homme! Nur, dass er am Ende seiner Reisebeschreibung bemerkt, er sei “in den nehmlichen Stiefeln ausgegangen und zurückgekommen”, interpretieren Sie wohl falsch – vgl. die Episode in Palermo, wo er sich die Zeit des Besohlens damit vertreibt, aus dem Theokrit zu übersetzen. Heute gibt’s für solche Aufenthalte natürlich Handy-Halma oder so …

  99. colorcraze, die zentrale...
    colorcraze, die zentrale musikalische Kategorie des Sounds tut Schirrmachers Geblubber zu viel der Ehre an. Sound ist ein wesentlicher Bedeutungsträger (Punkrock ohne übersteuerte Gitarren? Niemals!). Für Schirrmacher würde ich eher die Kategorie des Effekts heranziehen, und zwar in der Wagnerschen Definition: “Wirkung ohne Ursache”.

  100. Alter Bolschewik, meine...
    Alter Bolschewik, meine längliche Antwort will einfach nichts werden, aber tatsächlich sehe ich in Schirrmachers Ansatz eine Menge Nachdenkenswertes. Ich komme in meiner Kritik des Netzes “von der anderen Seite”, bei mir ist es mehr das Menschenbild, für das da entwickelt und programmiert wird, das mir enorm sauer aufstösst.

  101. @AlterBolschewik: ach, ich bin...
    @AlterBolschewik: ach, ich bin da großzügiger. Eben gerade wegen meiner Punk-Sozialisation. Das Stichwort ist “wiedererkennbar”. Seitdem ich mal bei irgendjemand das Wort “Adorno-Sound” aufgeschnappt habe, und mir dies gerade für die, naja, etwas böses Wort, Epigonen durchaus zutreffend erschien als Hauptgemeinsamkeit, halte ich das für eine durchaus betrachtenswerte Kategorie für Texte.

  102. @DA: hm, klemmen Sie sich mal...
    @DA: hm, klemmen Sie sich mal paar Stunden ab und denken Sie nach, es wär den Versuch wert. Menschenbild klingt interessant. Mich ekelte ja bisher am meisten der Versuch, “künstliche Intelligenz” zur Auswahl von Jobbewerbern zu verwenden. Zu meiner klammheimlichen Freude fand das aber bei den Personalern seinerzeit (vor 10 Jahren) keinen Anklang. Ich fürchte allerdings, daß die Konzerne inzwischen grobschlächtige dumpfe Gruselkategorien anlegen, denn die haben inzwischen nur noch eigene Portale. Stecke da aber arbeitsmäßig z.Zt. nicht drin und kann es somit nicht wirklich einschätzen.

  103. Ich klemme mich bis mindestens...
    Ich klemme mich bis mindestens Montag oder Dienstag ab, aber dieses thema kommt dann ohnehin, denke ich, im Print, irgendwann.

  104. Gern geschehen, Filou. In...
    Gern geschehen, Filou. In diesem Zusammenhang bin ich auch wiederum sehr für den Fortschritt. Nämlich, daß man heute wieder von Leipzig über Brünn, Preßburg, Wien, Laibach nach Triest gehen könnte, ohne auf unüberwindliche Grenzhürden zu stoßen.
    .
    Da haben Sie mich erwischt, Giannozzo. Es ist schon wieder einige Zeit her, daß ich den Spaziergang das letzte Mal las. Aber seit Erscheinen der überaus verdienstvollen Werkausgabe des leider verstorbenen Jörg Drews kann ich Ihrer Seume-Schätzung nur zustimmen. Vor allem die Briefe hatten es mir angetan. Seume ist auch einer, der sehr zu unrecht im Schatten seiner großen Zeitgenossen steht. Tolle lege!

  105. Nachtrag: mW hängt seit...
    Nachtrag: mW hängt seit “Basel 2″ die Kreditvergabe auch von Sparkassen nicht mehr von der Einschätzung des beraters ab, sondern vom Ranking. Das ist so ein Fall, wo es sich wirklich deutlich bemerkbar macht.

  106. .
    ...ja, jetzt erinnere ich...

    .
    …ja, jetzt erinnere ich mich, das künstliche Leben war auch mal so ein sound…

  107. Bei dem Trüffelrestaurant...
    Bei dem Trüffelrestaurant handelt es sich übrigens um “Il Grottino”, Via Madonna del Prato 1, in Arezzo.

  108. Rom, vor zwei Jahren flogen...
    Rom, vor zwei Jahren flogen meine Frau und ich dort auch mal hin. Obwohl im Prinzip alles glatt ging, habe ich mich über die Zusatzkosten, die höher als die eigentlichen Flugkosten waren, derartig geärgert, daß ich das nächste Mal mit dem Auto fahren werde. Beim Fliegen ist auch fast der ganze Tag gelaufen und beim Autofahren kann ich meine Nagelschere mitnehmen, es gibt keine Nacktscanner, Hunde sind kein Problem, ich kann einfach alles machen wann und wie ich es will. Wie beim selbst fliegen, nur ist VFR im allgemeinen recht unpraktisch, da man so vom Wetter abhängig ist und ab dann wird’s immer komplizierter (und teurer…).
    .
    Das einzige Problem beim Autofahren sind die anderen Typen, die ständig im Schneckentempo auf den Pässen vor mir herfahren. Genauso wie auch die nervtötenden Tempolimits auf der Autobahn. Gut, daß ich nun in allen Autos Tempomat habe – sonst wäre ich wohl schon ein Fall für die Klapsmühle…
    .
    Kommende Woche betreibe ich wieder Motorsport auf einer internationalen Rennstrecke. Wenigstens dort kann man noch fahren, mit dem dazu passenden Sportwagen (und davon gibt es nur eine Handvoll, im Gegensatz zu dem, was uns das Werbegequatsche weismachen will).
    .
    Was die Fliegerei mit der Aschewolke betrifft: nun, VFR konnte man ja immer fliegen – hatte schon am Freitag extra alle relevanten SIGMETs und NOTAMs dazu angesehen. Verstehe absolut nicht, warum die Bundeskanzlerin nicht mit ihrem Super Puma geflogen ist. Naja, der hat natürlich Turbinen und kein Kolbentriebwerk, vielleicht lag’s daran. Die Wolke ging immerhin von SFC bis hoch.

  109. ... nach all der Fliegerei,...
    … nach all der Fliegerei, hätte ich gerne gewußt, wie ist es um die Ausstattung
    der Westviertel mit Privatflugzeugen, bestellt?

  110. Werter Don, prinzipiell finde...
    Werter Don, prinzipiell finde ich es ja auch nicht schlecht, daß der Schirrmacher als Herausgeber einer Debatte über das Internet die Tür öffnet. Und im Gegensatz zur Vorläufersau, die er durch sein Feuilleton hat jagen lassen (die unsägliche Hirnforschungs-“Diskussion”), geht’s hier ja tatsächlich um etwas wesentliches. Selbst seine Position finde ich noch nicht mal so besonders falsch.
    Mir geht mehr sein Tonfall auf den Keks. Dieser erborgte Gestus des Intellektuellen, der er nicht ist. Er hat die Gegenstände, über die er schreibt, nie durchdrungen, sondern er schnappt ein paar Begriffe auf (wie den “Algorithmus”), verwurstet sie zu etwas, was zunächst einmal nicht ganz schlecht klingt, aber sobald man anfängt, daran zu kratzen, merkt man, daß keine Substanz dahinter ist.
    Er sollte sich auf seine Aufgabe als Herausgeber konzentrieren und Leute schreiben lassen, die eine Ahnung haben. Und nicht selbst halbverdautes Viertelwissen perönlich unter’s Volk bringen wollen. Er ist kein Intellektueller, auch wenn er’s noch so gerne wäre, er ist nur Journalist.

  111. Jaques Monod, hat sich um das...
    Jaques Monod, hat sich um das künstliche Leben Gedanken gemacht.

  112. @stola:
    erst jetzt, hatte...

    @stola:
    erst jetzt, hatte einen Haufen Gäste heute!
    Das mit den Trüffeln ist so: man kocht Fettuccine, schmeisst sie auf das Sieb, lässt sie abtropfen, zurück in den Topf, gibt Butter daran (Olivenöl ist leider nicht so gut, selbst mein eigenes nicht), mischt ordentlich, tut die Portionen in vorgewärmte Teller und hobelt (Hobel muss kein Luxusinstrument sein, sondern schlicht funktionieren) am Tisch die Trüffel dünn darüber. Trüffeln sind unverwechselbar. Der Duft ist das Schönste am Ganzen! Ist auch nicht überteuer, für zwanzig Euronen kann man vier Portionen machen. Wein nach Gusto. Ab Ende Oktober. Selbstverständlich gibt es Figuren, die Trüffel über Vorspeisen, Steaks und Nachtische hobeln. Bitte: man kann Niemanden hindern…….
    D.A.:
    ich glaube zu wissen, was Sie meinen: hatte vor Ostern plötzlich das Bedürfnis, nach Palermo zu müssen. Ab Salerno offen. Mein altes, geliebtes, mafioses “Les Palmes” in Palermo, Monreale undsoweiter, Mahler VI im Politeama, Schiff zurück nach Civitavecchia……………..
    Habe oft nur Lust auf Gemüse und deshalb die Bestellung “mosaico di verdura” erfunden. Sie glauben nicht, was das in ordentlichen italienischen Trattorien an Kreativität freisetzt! Es kommt ein herrlich mit sechs bis acht stolzen, farblich abgestimmten Fresschen besetzter Teller. Und die Familiengeschichte der Wirtin. Friede der Asche der Wolke.

  113. Kinders, habt Ihr denn nur...
    Kinders, habt Ihr denn nur Eure Kästen? Und es fing so herrlich an – und es las sich so wie der Frühling sich anfühlt! Aber nun wollen wohl doch alle lieber schlafen. Und auch das ist doch ein ritterlicher Zug der Welt an uns, dass wir das können!

  114. Ich habe mein Mobiltelefon -...
    Ich habe mein Mobiltelefon – wenn ich nur wüßte, wo ich es eigentlich hinverkramt habe – in diesem Jahr noch gar nicht benutzt. Ich Glücklicher.

  115. Daß sich Algorithmen...
    Daß sich Algorithmen verselbständigen und sinnvolle, von einem Menschen verantwortete Entscheidungen subsitutieren, ist immer traurig.
    .
    Aber dafür müssen sie nicht in einen technischen Kasten programmiert werden.
    Im Grunde ist unsere gesamte Gesetzgebung plus Verwaltungswesen so ein Gefüge von Algorithmen. So auch das dreigliedrige Schulsystem, die Kriterien nach denen die Gymnasialempfehlung ausgesprochen wird, etc. Immer gibt es da einen fiesen Algorithmus, der dem zugrunde liegt.
    Dazu kommt das Gefüge an Vorurteilen, das genauso wirkt.
    .
    Der Computer kann da ursächlich nix dafür. Was bei der Aschewolke den Ausschlag gab, war nur das Prinzip: Im Zweifelsfall auf Nummer sicher.

  116. Alter Bolschewik, jetzt ziehen...
    Alter Bolschewik, jetzt ziehen Sie mit der “Wolke” und dem Informations- und Meinungsgeschwurbel des FAZ-Feuilleton-Herausgebers die angedeutete Qualitäts-Diskussion des letzten Eintrags dankenswerterweise auf die aktuelle Seite (übrigens Dank für die anschauliche Erklärung des Begriffs Algorithmus). „Hat und gibt sich Mühe“ scheint die Grundlage von Schirrmachers kraftvollem Drang zu Themenoriginalität und deren geistiger Darstellung zu sein.
    .
    Don Alphonso, ich habe Ihre Rom-Geschichte wirklich geglaubt, und über deren re-sampelten Remix (geht das?) erst in den Kommentaren gelesen. Eigentlich schade, denn ich fühlte mich fast 30 Jahre zurückversetzt, als ich jungverliebt (und mitten im Berufsstress) meine Angebetete unter abenteuerlichen Flug- und Reisebedingungen Bedingungen auf einer Mittelmeerinsel traf, wo –um die gleiche Jahreszeit- grosse Mimosenhaine blühten. Der sympathische Grund ihrer virtuellen Romfahrt (die Sie hoffentlich auch wirklich unternehmen würden) ist für mich durchaus ritterlicher Natur, aber ist dies nicht ein Zeichen der Liebe? Übrigens liess sich die Angebetete anschliessend wegen mir scheiden.

  117. MSP: Trüffel, in feinen...
    MSP: Trüffel, in feinen Scheiben auf gebutterte Fettucine. Sie beschreiben das schön und machen mir frühmorgentlichen Appetit, vielen Dank. An Rom, neben der Piazza Navona, bei “Da Alfredo” und in Basel, direkt am Rhein, bei “Chez Donati” habe ich an dieses Rezept die nachhaltigsten Gaumenerinnerungen.

  118. ...und wenn auch tausend...
    …und wenn auch tausend Kraniche fliegen – nach Süden oder Norden! Was spielt das für eine Rolle. Es ist die Geste, die zählt. Die Gewissheit: Jemand ist für mich da und rettet mich – und sei es am Ende der Welt. Und ich bin ihm das wert.
    (Wer spricht denn hier von Notwendigkeit!? – das ist ja wohl das letzte!!)
    .
    In diesem Sinne, werther (das “h” ist extra für Sie) Don, lassen Sie doch die Wirtschaft sterben! Wen kümmert’s!

  119. @colorcraze
    es sind...

    @colorcraze
    es sind richtwerte. natürlich mit individuellen schwankungen aufgrund konstitution, gesundheitszustand, umweltbedingungen. allerdings sind das keine werte bis zum exitus, bei denen der mangel den organismus soweit geschädigt hat, daß ein weiterleben nach überschreitung der fristen nicht mehr möglich wäre, selbst wenn flüssigkeits- und nahrungszufuhr erfolgten. das herauszufinden hatten andere das zweifelhafte vergnügen, ich selbst war nur nutzer solcherlei informationen.

  120. @Reiterjunge
    '...das Problem...

    @Reiterjunge
    ‘…das Problem besteht nicht darin den Flugzeugträger zu treffen. Die Herausforderung ist es dabei unbeschädigt zu bleiben.’ – wobei das eine voraussetzung für das andere ist und nicht eben herausforderungsfrei…

    ‘Schiffsmotoren oder auch Motore von Propellerflugzeugen besitzen Luftfilter die Staub zuverlässig aus der Verbrennungsluft herausfiltern. Darum kann man in der Wüste Sahara auch Panzer fahren.’ – das wäre mir neu. kriegsschiffe verschiedener marinen (nicht alle) haben zuschaltbare luftfilter für den fall von abc-angriffen, aber die werden halt nur in diesen fällen genutzt. bei gasturbinen als schiffsantriebe sind ablagerungen (hauptsächlich in den verdichtern) ein normales phänomen – allerdings durch das in der luft schwebende meersalz, was zu veränderten leistungskennlinien führt. deshalb werden die aggregate regelmäßig mit destilliertem wasser gespült. ansonsten vertraut man in der seefahrt darauf, daß sich partikel in den luftberuhigerkästen der ansaugschächte absetzen. und bei flugzeugmotoren habe ich so meine zweifel, ob diese über luftfilter verfügen. es gibt da schon unterschiede zu fahrzeugmotoren…

  121. MSP ich danke höflichst für...
    MSP ich danke höflichst für die Rezeptur … da werde ich mich wohl demnächst vom Land in die Bundeshauptstadt begeben müssen und diese zu hobelnde Sinnesfreude erwerben … und um zu beweisen “wer ko der ko”, wird dies noch vor dem nächsten Ersten geschehen!
    Ritter Don A. ich werde zu gegebener Zeit darüber berichten, ob der von Ihnen beschriebene trüffelige Badegenuss bestätigt werden kann (über das erhoffte weiche Gefühl wie nach einem sehr besonderen Kuss werde ich, wie es sich geziemt, jedoch beseligt schweigen …)

  122. darf ich fragen, warum du...
    darf ich fragen, warum du immernoch dieses mädchenauto fährst? sicherlich, das design ist gut gelungen, ziemlich zeitlos, usw. aber bei deinen möglichkeiten müsste es doch einige alternativen geben. also bitte, nachbessern.

  123. <p>ich denke, das Bild vom...
    ich denke, das Bild vom letzten Jahr sagt alles:
    .

  124. Alter Bolschewick,...
    Alter Bolschewick, Rosinante,
    Die neuen techn. Möglichkeiten scheinen nicht nur Herrn S. sehr zuge-
    setzt zu haben. Für mich steht er stellvertretend, für die Mehrheit der
    Eliten und Entscheider, von was auch immer.
    Auch ein Anlaß sich keine allzu großen Sorgen zu machen und das
    Leben zu leben.

  125. tibor, weil ich nichts auf die...
    tibor, weil ich nichts auf die Meinung anderer Leute gebe, weil es von Anfang an in der Familie ist, weil wegwerfen neureich ist und weil es treu dient.

  126. Ach was, den Alfredo an der...
    Ach was, den Alfredo an der Piazza Navona gibts noch? Dort habe ich vor über 30 Jahren den römischen Salat mit Rauke kennengelernt, Jahrzehnte vor der deutschen Rucolamode. – Jetzt bin ich bissel enttäuscht, daß man hier nicht über die weißen Trüffel schreibt, Nudeln mit Butter und schwarzen Trüffeln hab ich letzte Woche um die Ecke gegessen (mach ich nicht oft. Ist mir meistens zu fett.).

  127. Sehr schön und chevalaresk,...
    Sehr schön und chevalaresk, wie Sie Ihre Freundin abgeholt haben.
    Tun Sie mir aber mir und anderen Wohlgesonnen einen großen Gefallen und meiden Sie bei Ihren Alpenquerungen den Col de Turini:
    youtube.com/watch?v=vpq1_AphUSY

  128. Lieber Don,

    ein wirklich...
    Lieber Don,
    ein wirklich schöner Text. Alleine der Ausdruck “optimierte Ödnis” ist genau der, den ich schon immer gesucht habe. Danke dafür.

  129. Habe mein Leben lang in der...
    Habe mein Leben lang in der Computerindustrie gearbeitet und nur zu oft gelernt: Garbage in, Garbage out. Die Qualitaet des Alkorithmus (Wunderbar!!) machte da oft keinen Unterschied.
    In der Schweiz war ein Mathematiker bei Cern damit beschaeftigt die Ergebnisse von den Computerprogrammen zu betrachten und auszusagen, ob sie stimmen koennten.
    Ein Kunde nannte sein Terminal (Vorlaeufer des PC´s) immer Ternimal, auch gut!
    Also Vorsicht beim Glauben an die Unfehlbarkeit und Qualitaet der Systeme und deren Alkorithmus.

  130. Den Katastrophen fehle die...
    Den Katastrophen fehle die Opulenz, meint der Don, und singt eine Ode an die Ritterlichkeit einer römischen Rettungsreise. Leider war´s nur fiktional. Und weil das tägliche Berlin-Bashing nicht fehlt, folgt hier, oben verlinkt, ein Hinweis auf Ritterlichkeit alter Schule, Berliner Handreichungen, Nr. 243: Graf Gustav Adolph von Gotter rettete nicht nur zwei Prinzessinnen auf der Donau, sondern unterhielt eine umfangreiche Privatbibliothek, einen Palast, und eine Wohnung auf dem Lande. Allerdings: “Der verschwenderische Lebensstil verzehrte, trotz Lotteriegewinnen und Dotationen, Gotters Vermögen.” Sei´s drum, Immobiles wurde verkauft, die Bücher behalten, eigenhändig katalogisiert, aber: mangels Erben ging die Bibliothek nach seinem Tode an den Staat, wurde zerstückelt, Restanten werden im Staatsarchiv gepflegt, bis sie irgendwann wiederauferstehen. Bei google books. Und um auf Buttertrüffel zurückzukommen: Gotter´s Bildnis bei wikipedia erinnert in den Proportionen an einen halbwegs jungen Mann vom Donaustrand, der hier gelegentlich nach dem Rechten sieht. bon appetit ! (bei Sehnsucht nach alten Zeiten, und Platzbedarf für Bücher: Schloss Friedrichswerth sucht einen Käufer, günstigst.)

  131. @Wolff: oooh ja. Und das hat...
    @Wolff: oooh ja. Und das hat mit mangelnder Einsicht in die Putzfrauen- und Hausmeisterähnlichkeit der IT-Jobs zu tun. Man bildet sich ein, es sei eine einmalige Sache, ein System hochzuziehen, und verweigert sich der Erkenntnis, daß die Brauchbarkeitserhaltung eine andauernde alltägliche Aufgabe ist, wie aufräumen, kochen und putzen. Man kann das delegieren und muß es ab einer gewissen Größe ohnehin. Aber die Zeit zum Briefen und Beauftragen muß man sich eben schon nehmen.

  132. lieber Don Alphonso, solch...
    lieber Don Alphonso, solch lebenserfreuenden Neuschöpfungen wie Alkorithmus oder, gerade von Wolff, Ternimal, gibt nur Dank Ihrem Feuilletonet.

  133. minna, die Anzahl von...
    minna, die Anzahl von Privatflugzeugen in den Westvierteln wird stark überschätzt. Sicherlich liegt selbst so eine Cessna bei zwei bis dreihundertausend plus erhebliche Unterhaltskosten. Doch gibt es nur relativ wenige Einzelpersonen, die eine solche Investition tätigen. Meist sind es eben gerade nicht die “Reichen” die man fliegen sieht, sondern relativ durchschnittliche Hobbyisten aus Vereinen die den Flieger chartern. Und das kostet überschaubar um die 100-170 Euro pro Stunde inkl. Sprit. Zudem ist die Sichtfliegerei kaum als Verkehrsmittel zu nutzen, da man zu stark vom Wetter abhängig ist und für größere Höhen immer mehr technisches Equipment braucht: Avionik, Druckkabine, Enteeisung, usw.

  134. @stola und...
    @stola und colorcraze:
    Himmelgen, nein, die tartufi dürfen auf keinen Fall in Butter schwimmen!!! Zarrtth andeuten, die Butter!
    Des weiteren:
    Ist da Ansteckungsgefahr?
    Kriegen wir jetzt Alle einen Alkorhythmus?

  135. Müsste es nicht Alkirhythmus...
    Müsste es nicht Alkirhythmus heißen?

  136. Trüffeln werden künftig...
    Trüffeln werden künftig billiger und kommen dann aus Holland.

  137. @staph.aureus
    Ich muss doch...

    @staph.aureus
    Ich muss doch sehr bitten. Gustav Adolf Reichsgraf von Gotter war Thüringer und stammte aus einer Gothaer Familie. Wie kommen Sie bitte dazu, ihn für Berlin resp. Preußen zu vereinnahmen? Er war kein Preuße, weder der Geburt noch dem Charakter nach. Sicher, er stand als Diplomat im Dienste Preußens, war jedoch in dieser Funktion hauptsächlich am Wiener Hof tätig. Er war ein großer Freund der Wissenschaften und der ästhetischen Bildung. Seine Feste und amourösen Abenteuer waren berühmt. Daran und auch an seinem Lebensmotto “Vive la joie” sieht man, dass er die preußische Lebensart gar nicht schätzte.

  138. muscat, ja ich weiss, aus...
    muscat, ja ich weiss, aus Hors-sol-Anbau

  139. mawu, danke für die Auskunft....
    mawu, danke für die Auskunft. Privatfliegerei also eher als Sport und die
    Westviertelbewohner sind den gleichen vulkanischen Unbilden ausgesetzt.
    Gut, das es Don Alphonso gibt, der Not in Schönes erleben umwandelt.

  140. @Don: "Von Anfang an in der...
    @Don: “Von Anfang an in der Familie” – das klingt bei altehrwürdigem Immobilienbesitz gut, kann bei kitschigem Streublumenporzellan noch der Rechtfertigung dienen – aber bei einem Massenprodukt wie einem doch eehr preisgünstigen Einsteigercabrio….naja….zudem ist die Formulierung doch eigentlich nicht ganz so elegant, wie man es von Ihnen gewoht ist – wessen Anfang? der “Anfang” Ihrer Familie? Wie jetzt? Oder seit Anfang des Autolebens? D.h. Sie haben ihn als Neuwagen gekauft?
    Warum ist es “neureich”, gelegentlich ein neues Auto zu kaufen?

  141. HansMeier555 13:22, dies wäre...
    HansMeier555 13:22, dies wäre denkbar, mais c’est une question du vrai état de l’éditeur.
    .
    colorcraze 12:08, ein schönes, kleines Tagesfeuilleton, das dem Mutterblatt dieses Blogs vorbildlich dienen könnte.

  142. Humbert Humbert fuhr nach...
    Humbert Humbert fuhr nach Norden um seine Liebste zu retten, und brachte auch ein dickes Geldbündel mit.

  143. HansMeier555, hier ist noch...
    HansMeier555, hier ist noch ein Hintergrundinfo “Alkirhythmus”, zur Güte:
    http://www.nzz.ch/hintergrund/video_reportagen/nzz_video-reportagen_1.1763478.html?video=1.5441468

  144. Wobei die spannenderen...
    Wobei die spannenderen Rettungsaktionen in Gegenden stattfinden, wo es Harems und Seraile gibt.

  145. Natürlich kann ich mich an...
    Natürlich kann ich mich an den Fotos erfreuen. Selbst ich habe in meinen jungen Jahren prägende Erinnerung an Italien, im Frühling, Ravioli ai tartufi und das azzurro des Himmels..
    Ansonsten kann ich mich der allgemeinen Altherrengemütlichkeit aber nicht anschliessen..
    Ich bete, dass der Vulkan und auch Gross-Katla bald Ruhe geben und uns bald wieder den offenen Luftraum zurückgeben. Nur weil man Armageddon sich schon am Horizont abzeichnen sieht und sich die Rückkehr des Menschensohns wünscht, auf dass er alle Sünder für weisse Tennissocken und den GEbrauch der Barilla-Fertigsauce bestraft, heisst das nicht, dass Flugverbote und das generelle Erliegen der Wirtschaft in irgendeiner Weise wünschenswert sind und heere Ziele fördern.
    Es sind ja die Herausforderungen, die diese Zeit interessant/schwierig machen; dem Idealismus und seiner schöngeistigen Welt schadet das Flugverbot nur..
    Grundsätzlich mögen meine Hoffnungen auch daran liegen, dass ich weiter nördlich als das imaginäre Zentrum dieses online-forums lebe..
    Was der Ritter gemacht hätte, wenn die Geliebte in Dubai festsitzen würde oder Singapur bleibt zu beantworten.. (oder nicht)
    Moral der Geschichet ist, dass ich hoffe, dass Sie zurück zur Sachlichkeit finden, denn auch wenn Ihr Ausflug in die Prosa von den meisten goutiert wurde, so lerne ich bei der Lektüre meist, so zum Beispiel über den edlen Ritter Adi Gotter..
    Das Leben schreibt halt noch immer die schönsten Geschichten..

  146. Zitat Reiterjunge:
    "lieber Don...

    Zitat Reiterjunge:
    “lieber Don Alphonso, solch lebenserfreuenden Neuschöpfungen wie Alkorithmus oder, gerade von Wolff, Ternimal, gibt nur Dank Ihrem Feuilletonet.”
    Dem schließe ich mich an. Außerdem wäre ich für den Gründung eines Clubs der Anonymen Alkorythmiker.

  147. Windsbraut, es ist ein...
    Windsbraut, es ist ein Berliner Verdienst, eine Handreichung geleistet zu haben zur Erinnerung an Gotter. Mehr nicht.
    “Vive la joie” erotisierte und erhitzte ein vergangenes Jahrhundert, heute gibt es im Lustschloß Zentralheizung und die Glotze, wie man nachfolgend sehen kann.
    http://www.thueringen.de/de/picloader.asp?pic=/imperia/md/images/thlima/gotha/friedrichswerth/img_0327.jpg

  148. @Wolff : Was Computer fuer uns...
    @Wolff : Was Computer fuer uns in den letzten Jahren getan haben: Zum Beispiel Genome sequnziert. Das geht heute wie das Brezelbacken, wir auch die Bestimmung genetischer Ursachen fuer Krankheiten. Sie koennen die Welt virtuell erkunden, koennen im Prinzip jedes beliebige verkaeufliche Buch online finden, wenn den der Verkaeufer es online anbieten moechte. Ihre Haltung, Computerprogramme schlichthin als Garbage zu charakterisieren, spricht von einer ungeheuren Arroganz. Ueber das Problem von Softwarequalitaet debattiere ich gern stundenweise mit Ihnen, wenn sie etwas Relevantes zu sagen haben.
    @colorcraze: Sie haben offensichtlich nicht das Vermoegen, von Ihrem Job als Systemadministrator an der Uni oder einer Kleinfirma, den sie vielleicht einmal innehatten, auf die Komplexitaet der IT Infrastruktur grosser Firmen zu schlussfolgern. Es gibt in unser hochtechnisierten Welt eine Menge Jobs, deren Inhalt darin besteht, ein kompliziertes technisches System zu warten und stabil zu halten. Sei es in der Flugsicherung, in der Energieversorgung, oder in Rechenzentren. Wie z.B. auch die Taetigkeit eines Arztes oder Anwalts aus neunzig Prozent Routine besteht. Fuer die restlichen zehn Prozent wuenscht man sich jemanden, der in der Lage ist, in unvorhergesehenen Situationen das Richtige zu tun.

  149. @staph.aureus
    „Windsbraut,...

    @staph.aureus
    „Windsbraut, es ist ein Berliner Verdienst, eine Handreichung geleistet zu haben zur Erinnerung an Gotter. Mehr nicht.“
    Dies sei Ihnen auch zugestanden. Da ist wohl die Heimatliebe etwas mit mir durchgegangen. Die Ausgewanderten sind ja immer die Schlimmsten. :)

  150. mawu, danke für die Auskunft....
    mawu, danke für die Auskunft. Privatfliegerei nur noch als Sport;
    die Erklärung leuchtet ein.

  151. HALer, Garbage in-Garbage out...
    HALer, Garbage in-Garbage out ist eine alte Programmiererweisheit und will besagen, wenn du die falschen Informationen benutzt, bekommst du falsche Ergebnisse.
    (Siehe Beispiel Geschichtsbild von DDR-Lehrern)

  152. @HALer
    Sie haben leider nichts...

    @HALer
    Sie haben leider nichts verstanden, es geht um Intelligenz und nicht um elektronische Perfektion. Wenn sie das beste Model aufstellen koennen sie nur hoffen, dass es keine unvorhergesehen Variablen gibt die das Ergebnis total veraendern. Programmieren Sie mal Arroganz, Unwissen, Glaeubigkeit, Machtstreben, Geschmack, Verzweiflung, Sex und all den anderen Attribute die im Menschen existieren und sich in deren Entscheidungen aber nicht in den Alkorithmen niederschlagen. Lassen wir die Kirche im Dorf und den Menschen mit seinen Eigenschaften im Mittelpunkt der Welt. Spezifisch, ein funktionierendes Wettermodel fuer eine laengere Frist das nicht immer wieder angepasst werden muss ist immer noch in Arbeit.

  153. @Filou: Danke, genau das ist...
    @Filou: Danke, genau das ist es.

  154. @HALer: und Sie haben vor...
    @HALer: und Sie haben vor lauter technischer Routine, die Sie dazu bringt, auf Stichwort die Scheuklappen hochzuziehen, offenbar nicht begriffen, worum es grundsätzlich geht.

  155. ooh, da hab ich mich...
    ooh, da hab ich mich gedoppelt, sorry mawu
    .
    HALer, ich sag es gleich ich bin Laie, und da hat man das Problem des
    Glaubens und Vertrauens und jeder Fehler – siehe auch Arztfehler – läßt
    einem zweifeln desto mehr, je abhängiger man sich von diesen Systemen
    fühlt. Man malt sich Fluchtmöglichkeiten aus, zurück zur Natur zum “gesunden
    Leben” etc. und Schadenfreude gibts umsonst.

  156. @Wolff,Filou: Natuerlich, wenn...
    @Wolff,Filou: Natuerlich, wenn dies gemeint ist mit garbage in – garbage out, wer kann widersprechen.
    Trotzdem kann ich mit der Diskussion ueber die Allmacht der Algorithmen und Expertensysteme nicht viel anfangen. Okay, also data mining Programme und geografische Informationsssyteme beispielsweise sind in der Lage, ein Mikroprofil meiner Wohngegend zu erstellen, – Hauspreise, Einkommen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ich Tofu einkaufe, wen ich waehle, etc. Wenn nun eine Bank mir aufgrund einer falschen Einschaetzung meiner Kreditwuerdigkeit basierend auf einem Profil meiner Wohngegend einen Kredit verwehrt, dann sollte in einer *freien* Marktwirtschaft eine andere Bank die Marktluecke erkennen und mir einen Kredit anbieten. Was in der Regel auch passiert. Alle Bedenken von Herrn Schirrmacher im Interview mit Kluge koennen auf aehnliche Weise relativiert werden. Facebook, wen interessiert denn das ernsthaft. Was den Nuzten von Expertensystemen in der Medizin angeht, – ja, richtig es besteht die Gefahr, dass Aerzte der Diagnose der hoechsten Wahrscheinlichkeit mehr Gewicht geben. Aber dies ist ein allgemeines Problem, dass die Medizin insgesamt sehr technologiehoerig ist und in Laendern mit begrenzten Mitteln Aerzte oft weniger schmalspurig denken (to a hammer, everything is a nail). Man siehe z.B. die Anzahl der Pillen, die Senioren heutzutage von ihren Aerzten verschrieben bekommen. Das Problem der Falschbehandlung besteht doch hier auch, ohne Expertensystem. Im Gegenteil, das Internet und google haben entscheidend zur Verbreitung alternativer Medizin wie z.B. TCM (Traditional Chinese Medicine) beigetragen.
    Zu Zeiten Joachim Fest’s hatte die Technologiedebatte in der FAZ mehr Relevanz. Unter seiner Regie wurden provokative Beitraege ueber kuenstliche Intelligenz aus dem Journal “Wired” uebersetzt und anderes. Das war intellektuell herausfordernd. Herr Schirrmacher schraubt sich basiert auf seinem zumeist einseitigen Verstaendnis von Sachverhalten eine Theorie zusammen. Dazu zitiert man eine Harvardprofessorin, – big deal. Die Techniker, die Informationssysteme bauen (und, – Ueberraschung- durchaus nicht so dumm sind, den Wert traditioneller Bildung geringzuschaetzen), und diese Professorin, deren Welten ueberschneiden sich kaum. Was die Professorin sagt, hat kaum Relevanz fuer irgendetwas in der Welt. Was die google Techniker geschafft haben schon.
    Natuerlich, die Internetrevolution ging von den USA aus, und Deutschland blieb aufgrund vieler Faktoren aussen vor. Mit Erstaunen stellt Herr Schirrmacher nun fest, dass dort etwas passiert ist, und nun muss er alle Dichter und Denker instrumentalisieren, um Deutschland und seiner Zeitung eine Bedeutung anzudichten.
    Aber es ging in diesem Blogeintrag doch eigentlich um eine Italinereise im Zweisitzer…

  157. Puh, also Facebook...
    Puh, also Facebook interessiert enorm viele doch erheblich, oder sollte sie interessieren – und das sind beileibe nicht nur ein paar Idioten, die nicht aufpassen, was mit ihren Daten passiert. Und dazu rennen ja auch noch genug Leute rum, die den Leuten einreden, wie toll das doch alles ist, so durchleuchtbar zu sein, solange man das nur in eine neue Form überführt.

  158. Lieber HALer (wirklich HAL?...
    Lieber HALer (wirklich HAL? Welches Vietel? Bei mir Norden, Musikerviertel, direkte Naehe Landesmuseum.Gewesen.) Nur kurz, da ich befuerchte, dass der normannische Apfelsaft meinen Humor zu sehr antreibt: Der sich als Intellektueller auffassende Mitmensch musste sich ueber Jahre mit den traditionellen Medien, Buechern in der Regel, muehsam sein Wissen erwerben. Darauf darf er zu Recht stolz sein, hatte er sich doch gegenueber den anderen einen Wissensvorsprung erworben, den man ganz selbstverstaendlich zum Machterwerb und Machterhalt benutzen muss und kann. Man nennt das Herrschaftswissen.
    Mit dem Aufkommen der Computer, die lange Herrschaftsintrumente waren und auch bleiben werden, setzte trotzdem eine Wissensdemokratisierung in weiten Feldern unserer Gesellschaft ein. Sie setzte ein, mehr noch nicht. (Ich kann mich erinnern, wie ich mit einfachen Algorhitmen versuchte, der Horst Heroldschen Idee der Rasterfahndung nach zuspuehren. Meistens geschah das nachts, oft kamen daher auch Alkorhytmen heraus.). Wer diese grauen Kaesten richtig einzusetzen weiss, dazu noch eine gute Schule, eine Universitaet besucht…
    …Kurz gesagt: Es ist die Demokratisierung die diese geistigen Eliten so schrecklich nervoes macht. War es Marx, der sagte: “Wissen ist Macht” ?
    .
    (Den Kluge finde ich ebenfalls sehr gut).

  159. Man kann nicht das idiotische,...
    Man kann nicht das idiotische, bloede, denunziatorische Facebook verdammen und dabei die anderen Facetten der I-Technologie ignorieren.

  160. @Don Alphonso/Totalitäre...
    @Don Alphonso/Totalitäre Lektüre/Donnerstag, 22. April 2010
    Darueber hab ich auch seeeehr lachen muessen! Goettlich!

  161. Und der Verfasser schämt sich...
    Und der Verfasser schämt sich noch nicht mal. Und dann wundern sich manche, wenn Blogger als peinliche Spinner angetan werden.

  162. Ignoranz ist nicht per se ein...
    Ignoranz ist nicht per se ein Fehler. Bei wievielen Freundindinnen, deren Haesslichkeit Stadtgespraech war, hat mir bewusstes Uebersehen kleiner Fehler Freundschaft, Liebe, Bewunderung und Foerderung eingebracht.

  163. @Filou/22. April 2010,...
    @Filou/22. April 2010, 23:49
    Ignoranz kann auch nuetzlich sein! Du schlaegst das Pfauenrad und die Damen fliehen. Du ignorierst sie total und sie laufen dir nach! La dernière fois le samedi.

  164. @ Filou: HAL ist global...
    @ Filou: HAL ist global omnipresent. Urspruenglich war HAL ein Alkorithmus.

  165. Filou, ich glaube nicht, dass...
    Filou, ich glaube nicht, dass es wirklich eine nennenswerte Wissensdemokratisierung gibt, vor der die geistigen Eliten Angst haben (müssten) – denn trotz Internet braucht es noch immer Zeit, Disziplin, Wissensdurst und eine gewisse Grundbildung, um von dem zugegebenermaßen nun etwas leichter zugänglichen Wissen zu profitieren. Und die, die all dies haben, nun, die hätten sich, da bin ich ziemlich sicher, ihr Wissen auch ohne das Netz beschafft!

  166. Grimaldeli, wem sagen Sie das...
    Grimaldeli, wem sagen Sie das denn? Mir doch nicht! Gut gehts auch mit zwei Damen, die eng befreundet sind. Du musst nur die anbaggern, die Du nicht haben willst. Kriegste ganz sicher die andere.

  167. @Filou/23. April 2010,...
    @Filou/23. April 2010, 00:14
    Sie beschreiben den samstag abend mein Bester!Der Anekdoten haette ich einige, aber das wuerd den rahmen sprengen….

  168. Sandmann, das ist kein...
    Sandmann, das ist kein Widerspruch. Etwas ernsthaft Betriebenes heisst immer Arbeit und Disziplin, und Gundlagenwissen. Wir reden ja hier ja auch nicht ueber die Zeitvertreibsmassen. Wir sollten ueber die rechte Nutzung eines Arbeitsgeraetes und seiner Moeglichkeiten sprechen-und die sind gross.
    Ab 1978 mache ich den Computercircus mit. Neben einigen tristen Dingen erfahre ich viel Gutes. Aber wir stehen ja noch am Anfang.

  169. Sandmann, pardon, ich las...
    Sandmann, pardon, ich las nicht bis zum Ende. Es geht auch nicht ums Internet allein. HALer erwaehnte noch andere Moeglichkeiten. Es gibt noch viel viel mehr. Als Arbeitsmittel sind die Dinger mehr als hilfreich. Sie sind eine Erloesung. Haben Sie z.B. noch mit Logaritmentafeln oder Rechenschieber gerechnet? Mit schlechten Augen? Nur zum Beispiel. Was ist mit Textverarbeitung? Dieses ekelhafte Vertippen auf der Schreibmaschine?

  170. Grimmel, ich gehe jetzt ins...
    Grimmel, ich gehe jetzt ins Bett und beziehe Sie in mein Nachtgebet ein: Moege er noch viele schoene Frauen kennen lernen, aber nie mehr heiraten. Fuenf mal muss reichen. Es gibt ja auch noch Segelboote und Autos, und auf der Promenade viele eitle Metzen, die nur darauf warten, das er ihnen ein Beinchen stellt.
    Gute Nacht mein Lieber.

  171. "Und der Verfasser schämt...
    “Und der Verfasser schämt sich noch nicht mal.” Das Bild rundet sich: seit Ende März ärgere ich mich über Fehlfunktionen eines Bank-Programmes für den privaten Gebrauch (zum Verständnis für die verantwortlichen Doofen: ein Homebanking-Programm), das seit der zwangsfreiwilligen Aktualisierung auf Version 7.0 deutliche Macken zeigt. Im Diskussionforum hierzu enthält der Faden mittlerweile 118 Beiträge unter dem Start “7 immer noch katastrophal schlecht.” Und wessen xing-Profil verlinkt der Don heute? BINGO !! “Werksstudent QS/Programmmierung (VBA)” bei genau dieser katastrophalen Truppe. Da wird mir doch richtig warm um´s Herz, wenn jemand mit dieser Leistungsklasse erklären will, wie Kontrollverlust pragmatisch behandelt werden kann. Soll er doch zuerst seine Kommata und die Majuskeln im Buchstabensalat kontrollieren, dieser `Pro´ . Let it be, Meister !

  172. Ich persönlich finde die...
    Ich persönlich finde die durchs Internet stattgefundene Wissensdemokratisierung toll. Hat mit schon das einen oder andere Mal geholfen, meinen Arzt auf die richtige Lösung eines Problems zu stoßen. Das was auch Wissen, dass es wahrscheinlich ohne Internet gar nicht geben würde – nämlich sowas simples wie Erfahrungsberichte von anderen Patienten. Das deckt dann eine Vielfalt an Ausprägungen einer Krankheit ab, die man wohl nicht in einem medizinischen Lehrbuch findet.
    Das schönste am Internet ist für mich jedoch die Möglichkeit, ein bischen in anderer Leute Wohnzimmer (oder Blog ;-)) reinschauen zu können. Und das praktischste: Emails. Erleichtert auch das Arbeitsleben ungemein :-)

    Bezüglich Modelle usw. möchte ich übrigens noch darauf hinweisen, dass das mathematische Modell nicht erst mit dem Computer erfunden wurde. So gesehen ist schon die simple Betrachtung à la: “Ich habe zum Zeitpunkt x so und so viele Bakterien in einer Kultur, nach einer Stunde sind es so und so viele, wie kann ich ausrechnen wieviele es in 10 Stunden sind” auch nichts anderes als eine Simulation.
    Nur blind vertrauen auf ein Modell, das sollte man nie. Immer vor Augen führen dass ein Modell mit einer Abstraktion und Vereinfachung einhergeht.

  173. HALer, war das nicht dieser...
    HALer, war das nicht dieser sich verselbständigende Raumschiffcomputer im Film mit steinzeitlichem Anfang?
    Und: Träumen denn nun Computer nachts von elektrischen Schafen?

  174. liebe unellen,
    ich finde, Sie...

    liebe unellen,
    ich finde, Sie gehen mit dem Begriff “Wissensdemokratisierung” etwas pauschal um. Das von Ihnen geschilderte Beispiel, sich via Netz über somatische Probleme und deren Diagnose zu Ihrem Vorteil zu informieren, finde ich auch prima. Aber dies setzt ja primär Ihr Interesse an einer Wissensoptimierung voraus, und geschieht ja auch deshalb, weil Sie ein offenbar kritischer Konsument ärztlicher Dienstleistungen sind. Für diese Dinge, dies gilt für mich als juristischen Laien etwa für Rechtsprobleme, ist das Internet wirklich hilfreich und enorm zeit- und kostensparend. Und auch beim E-mail stimme ich Ihnen völlig zu. Aber wieviel Prozent der Nutzer machen wir aus? Kann frau dies Demokratissierung nennen?
    Freundlich Rosinante

  175. @Rosinante: Bei der letzten...
    @Rosinante: Bei der letzten Bundestagswahl lag die Wahlbeteiligugn bei 72,2%, bei den letzten Europawahlen sogar nur bei 43.3%. Handelt es sich bei aufgrund dieser geringen Beteiligungen nicht mehr um demokratische Systeme? ;-). Ach ja, und man könnte mit der gleichen Argumentation auch gleich wieder nur Akademikerkinder auf die Universitäten und Gymnasien lassen, weil ja eh nur ein geringer Teil der Arbeiterkinder hingeht ;-).
    Zu Schätzungen, wieviel Prozent der User aktiv von der Wissensdemokratisierung profitieren (wollen) möchte ich mich jetzt nicht hinreißen lassen. In meinem persönlichen Umfeld sind es so über den Daumen 80%, aber ich befürchte das ist keinesfalls repräsentativ.
    Das Schöne am Internet ist doch (um den hier so oft gebashten Nachbarblog zu zitieren): “Jede Website ist nur einen Mausklick entfernt und so kann sich der Leser so tief in ein Thema hinein klicken, wie er es braucht. Die Macht, mit der Google Konzepte wie die hierarchischen Informationstürme – wie der von Yahoo! – vom Markt sprengte, ist ebenfalls getragen von der 3. Ordnung der Ordnung. Zwar spielen dort die intelligente Gewichtung von Ergebnissen im Hintergrund eine Rolle, aber erst die Tatsache wer, wann und wo welche Suchphrase in den Schlitz eingibt, definiert das Ergebnis.” (Ctrl-Verlust vom 01.März “Die Tausend Tode des Autors).
    Ich finde da kann man schon von Wissensdemokratisierung sprechen, auch wenn viele User auf Wissen zugreifen, dass vielleicht in den Augen anderer als unwichtig erachtet wird (z.B. die Fahrplanauskunft der BVG oder so ;-))
    Oh je, ich schweife ab, gehe mal lieber wieder in ein anderes Fenster meines Kastens um Alkorithmen zu bedienen…

  176. HAL = IBM, natürlich....
    HAL = IBM, natürlich.

  177. @HAL ("wenn eine Bank den...
    @HAL (“wenn eine Bank den Kredit verwehrt, sollte man zur nächsten gehen”): tja nun, aber wenn sich nun alle Banken in der näheren Umgebung (sagen wir mal: 10) an dasselbe Vergaberaster halten, wird der Weg zu einer anderen Bank halt schonmal zu weit.

  178. In Amerika ist es so, dass...
    In Amerika ist es so, dass sich mit jeder Kreditanfrage das Scoring verschlechtert, und damit die Angebote auch nicht besser werden.

  179. unellen, "Ich halte dafür,...
    unellen, “Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft ist, die Mühsal der menschlichen Existenz zu erleichtern”. (Bertolt Brecht: Leben des Galilei)

  180. colorcraze, dass zehn Banken...
    colorcraze, dass zehn Banken sich an dasselbe falsche Bewertungssystem halten, ist in einen freien Markt unlogisch, da damit ja Chancen auf Geschaefte verringert werden. Wenn Banken aus irgendwelchen Gruenden Grosskunden bevorzugen, das ist eine andere Sache.
    Don, der Einfluss einer Kreditanfrage auf den Score ist bei gutem Kredit minimal. Er verschlechtert den Score um drei bis fuenf Punkte, auf einer Scala von 300 (schlecht) bis 800+. Nach einer Anfrage fuehren weitere Hauskreditanfragen innerhalb von 30 Tagen zu keinem erneuten Punktabzug. Anders bei Kreditkarten. Wer Schulden hat und innerhalb kurzer Zeit mehrere Antraege auf Kreditkarten stellt, signalisiert ein Problem.

  181. @HALer: wenn man sich erstmal...
    @HALer: wenn man sich erstmal eine genaue Vorstellung von lohnendem Geschäft (Großkunden z.B.) aufgebaut hat, geht man so schnell nicht mehr davon ab und läßt die auch möglichen anderen Geschäftsfelder eben sausen. Pech für den, der meint, das wär noch das Geschäftsfeld der Bank.

  182. HALer, von dieser Unlogik und...
    HALer, von dieser Unlogik und v.a. auch dieser Ineffizienz haben eine Menge Banken in den letzten Jahren sehr gut leben können. Wer für den Spaß an den “freien Märkten” bezahlt ist freilich eine andere Frage.

  183. bonjour Grimaldeli, dag Filou!...
    bonjour Grimaldeli, dag Filou!
    die von ihnen geschilderten probleme haben auch damen. zurzeit grabe ich neben meinen festen beschäftigungen – aus gründen der interessensverwandschaft, der tiefen zuneigung und weil er gar zu bezaubernd ist, und ganz besonders auch geistig – einen hübschen minnesänger an, was sich anregend, aber nicht ohne hindernisse gestaltet.
    .
    ach, was sage ich da: anziehung, entfernung, anziehung, entfernung … im moment leider entfernung, ich bin geknickt, aber wem soll ich mein leid klagen?
    vielleicht immanuel, dem zweiten wallach. der weiss sicher rat (lieber Rosinante, es gibt noch mehr pferde, die des schreibens befähigt sind), und verweist mich auf seine deontologische theorie. ich würde vermutlich antworten, dass dies ansichtssache sei.
    .
    s. rebellmarkt – was den kontrollverlust in einer durchdigitalisierten welt anbelangt: auch ich bin u.a. an französischen strukturalisten et al. geschult worden, aber eben in deren ursprungsland.
    dass ich nicht die ergebnisse erwarte wie der leichtmatrose, ihrem nicht-so-werten herrn nachbarn hier, lieber Don Alphonso, rührt vielleicht daher.
    dieser totalitäre, pardon: quatsch vom ende allen physischen zugunsten des virtuellen seins – um die dinge auf die spitze zu treiben – widerspricht der evidenz (geatmet wird immer), entspricht aber leider der erfahrung, wie an manchen seminaren diskutiert wird. klar, dass so einer promovieren muss, alleine des selbstwertgefühls wegen. genossen dieses leichtmatrosen habe ich zu oft erlebt, besonders in der hauptstadt, um dies pfand-döner-kauer noch ernst zu nehmen.
    .
    da sie ihre eigenen prämissen und begriffe weder hinterfragen noch mit inhalt füllen und handfeste definitionen scheuen, ist mit ihnen keine fruchtbare diskussion zu führen. und manchmal merken das die gutachter im rigorosum nicht.
    .
    verglichen damit hat sich heidegger richtig aufs glatteis gewagt und klar seine ansichten ausformuliert.
    .
    dies ist für diesen teil der geisteswissenschaftlichen diskussion kontraproduktiv. dann vergibt man forschungsgelder lieber für die xte entwicklung eines neuen kunststoffs für ein zubehörteil für batterien, die auf dem mars funktionieren sollten, auch wenn die verwendbarkeit beider in absehbarer zeit dieselbe sein dürfte:
    so schmelzen beide dahin wie ein leichtes, zurzeit wesentlich besser verwendbares zitronensorbet in der frühlingssonne.

  184. donna laura, wie - SIE graben...
    donna laura, wie – SIE graben einen Minnesänger an? Ich dachte, das müsse immer umgekehrt laufen.
    .
    Apropos “xte Entwicklung eines neuen Kunststoffs”. Ich bastele mir bald einen Minnesänger nach eigenen Vorstellungen:
    http://hci.rwth-aachen.de/fablab

  185. liebe muscat,
    naja, wir graben...

    liebe muscat,
    naja, wir graben uns wechselseitig an, schliesslich sind wir zeitgenössisch infiltriert.
    er ziert sich noch ob meiner verpflichtungen, und ich ziere mich ob der moralischen bewertung des ganzen, für alle irgendwie involvierten etc., meine bibliothek in meinem kopf fleissig konsultierend. sch§!$$§ ist das.
    .
    ach ja, seufz, libertinage ist ein heikles geschäft … riesenseufz!
    .
    ich bin geknickt. und löffele mein zitronensorbet in der sonne.

  186. Liebe Donna Laura, Libertine...
    Liebe Donna Laura, Libertine meines Herzens (neben meiner Katze), Libertinage mag ein heikles Geschaeft sein, kann aber wie alle riskanten Sachen aeusserst ertragreich sein. Man muesste die Angelegenheit in eine literarische Form bringen, die derben Szenen natuerlich kunstvoll sublimiert; die zarte Haut, der kraeftige Muskel im Daemmerlicht der blauen Stunde…keine Direktheiten, keine Synonyme, nichts aus dem Przyrembel (furchtbar) etc.
    Mit anderen Worten so hohe Kunst, dass kein Leser weiss, warum ihm etwas und wie geschah.

  187. @Filou/23. April 2010,...
    @Filou/23. April 2010, 16:57
    Przyrembel ist nicht furchtbar! Ohne wuesste ich doch gar nicht, was ich alles nicht habe! Ein “MUST” fuer Hypochonder. Als supplément aber unbedingt einen Temmler-Kalender!

  188. dass kunst aus sublimation...
    dass kunst aus sublimation entstünde, ist eine weitverbreite these.
    .
    cher Filou, mon ami, sind sie versucht, mich anzuschubsen, anstatt meines üblichen tagwerks ein büchlein zu ersinnen, zur sublimation meines aufgewühlten meeres in mir?
    .
    immerhin, schriebe ich, könnte ich nicht luftschlösser in die aschewolke hineinträumen und gepflegt meinem durch das denken entstandenen weltschmerz nachhängen.
    .
    aber, mein lieber Filou, ich könnte ihnen noch nicht wohlumschriebene details verraten, weil sie mir ein unbekanntes land sind.
    ich halte zwar die landkarte in der hand, bin mir aber nicht sicher, ob ich die reise antreten darf und werde.
    .
    den charme und den esprit, den hochgewachsenen, straffen körper, diese helle haut, diese wunderschönen augen und die dichten, langen wimpern, die hübschen haare, die könnte ich ihnen beschreiben. auch den nach nichts duftenden duft, der alles aussagt.
    auch das wägen und zweifeln, den süssen, schmerzhaften, schmerzenden schmerz.
    .
    meine liebe tante würde mir zum dritten manne raten (Don Alphonso riete mir sicher eher zur dritten kanne). aber ach, ich bin matt.
    .
    seufz, die sonne scheint, mein herz bricht, auch das zitronensorbet ist alle,
    und ich kann nicht mal morgen in den wald und jagen und der wildsau eine auf den pelz brennen, weil da nämlich krethi und plethi durch die gegend ballern.
    .
    ennui!
    .
    (lieber Grimaldeli, bitte werden sie hier nicht so medizinisch, ich flehe sie an.)

  189. @Grimaldeli, um zu wissen was...
    @Grimaldeli, um zu wissen was ich nicht habe muss ich mich nur in der Verwandtschaft umhoeren. Die haben naemlich ALLES. Und als Bonustrack “Stupidity Remixed”.

  190. Da sitzt sie nun in der...
    Da sitzt sie nun in der untergehenden Sonne. Leichte Kuehle zieht in den Hof. Der Geliebte so fern. Die kastrierten Hengste so nah. Bebenden Herzens lauscht sie in den zum Herrenhaus fuehrenden Weg. Hoerte sie nicht gerade das knatternde Geraeusch, das dem Moped des Eilpostboten entstammt? Der Eilpostbode, ein Herr reiferen Alters, der schon so manches liebe Brieflein an einen schwer atmenden Busen drueckte. Nein er war es nicht. Es war nur wieder der tumbe Gaertnerssohn, von seinem Dealer kommend, die Taschen voller Suchtgift fuer seine Schwester deren Lebensweg durch einen Strich gekennzeichnet ist.
    Oh sting, where is your death?
    Und im Fernsehen gibts auch nix.

  191. lieber Filou, kastrierte...
    lieber Filou, kastrierte hengste, hahaha – sehr hübsch. ohne zu intensiv auf medizinische details eingehen zu wollen, muss ich sie, lieber freund, in sprachlicher, vielleicht auch in gedanklicher hinsicht leider korrigieren.
    nein, meine mädels geben den wallachen gerade auslauf, denn ich kann nicht dauernd auf denen herumreiten. voltigieren ist nicht schlecht, solange keine herunterfällt.
    .
    die zwei, die sie vielleicht meinten, sind beschäftigt. john wayne sitzt im wald und sägt (bzw. lässt sägen), mein temperamentvoller italiener schreibt an seinem grossen werk, wenn er nicht den elfjährigen zwillingen mal wieder den sternenhimmel im atlas zeigt – nicht so fern von mir und wundert sich vielleicht etwas über meine trägheit.
    .
    und ich ziehe jetzt los … der untergehenden sonne und dem augenaufschlag und dem musikalischen genuss entgegen.
    .
    und nein, kein tv, nirgends.

  192. liebe donna laura, Ihre...
    liebe donna laura, Ihre Liebes- und Beziehungs Alkorithmen zwischen schreibendem Pferd (danke für die Uneinzigkeit meiner wiehernden Existenz), Italien. John Wayne, den Zwilligen, Wallachen, Wildsäuen und nicht zuletzt dem Zitronensorbet, geben mir zu höchst vergnüglichem Schmunzeln Anlass. Und wenn die physiognomische Sinnlichkeit der obigen Schilderung dem anbaggernd seienden Wesen gilt, darf es sich aber glücklich schätzen. Ich hoffe, Ihre Phantastik ist real und lese Sie mit viel Herzensfreude. Wieher, Wieher, Rosinante

  193. Ihre "Anonymen Alkorythmiker",...
    Ihre “Anonymen Alkorythmiker”, liebe unellen, haben mich gestern übrigens köstlich amüsiert.

  194. Liebe Donna Laura, ich sitze...
    Liebe Donna Laura, ich sitze hier und kratze mir den Kopp. Und komme dabei auf den Gedanken, dass ich doch mal wieder gruendlich missverstanden wurde.
    Ach wie schade. Niemals kaeme ich auf die Idee, eine flotte Courths-Mahler-Szene ernst genommen zu wissen.
    Naja, die Kunst lebt davon, dass Frauenseelen niemals zu ergruenden sind, und Mann sich regelmaessig eine Backe faengt.
    Doch, es ist echt schade.
    Filou

  195. lieber Filou, sie armer,...
    lieber Filou, sie armer, trösten sie sich, ich habe ja nur einen gedanklichen haken geschlagen, sie aber nicht damit treffen wollen. ich habe sie sie so zum besten gehalten, wie sie mich, mein bester.
    naja, kurz-maler habe ich mir schon gedacht. von d e m postboten liesse i c h mir nichts auf den wogenden busen drücken. nicht mal die blaue mauritius.
    .
    lieber Rosinante, ich freue mich sehr, ihr herz zu erfreuen – lassen sie sich versichert sein, dass das wichtigste am wenigsten fiktion ist.
    das dritte herzblatt erstrahlt in vollem männlichen glanz, achja. seufz. jetzt werden sie womöglich denken: hat der ein glück, so auszusehen. kann ich nicht abstreiten.
    war der abend schön (okay, auch kurz, weil gesittet: noch ist man artig und unauffällig).
    .
    nun gut, ja: die denkenden pferde, die vor einiger zeit durch unverschuldete unmündigkeit einen gewichtigen teil ihrer männlichkeit einbüssten (nicht durch meine veranlassung, ich nahm sie so kastriert, wie sie waren), habe ich natürlich nach zwei philosophen benannt und ihnen schlicht denkfähigkeit unterstellt.
    zu irgendwas muss so ein grosser kopf ja gut sein.
    sicher nicht nur zum hafer malmen.
    ob sie tatsächlich mit ihren breiten hufen zu tippen imstande wären, möchte ich anzweifeln.
    immerhin sind sie friedlich und freundlich.

  196. liebe donna laura, da Sie den...
    liebe donna laura, da Sie den Pferden die Namen von Philosophen geben, sind Sie nun für alle Folgeschäden verantwortlich. Ich glaube, dies ist neu, Steve Jobs erblasst vor Neid und Frank Schirrmacher erwägt den Vorabdruck neuer Wieher-Prosa in kyrillischen Buchstaben (wegen der Philosophie). Aber, bitte verzeihen Sie die Indiskretion, welchen musikalischen Genuss (d.l. 19:05) hatten Sie den heute Abend?

  197. lieber Rosinante,
    sehr gerne...

    lieber Rosinante,
    sehr gerne können sie mich für alle möglichen, ethisch vertretbaren schandtaten verantwortlich machen, solange ich die tantiemen erhalte.
    .
    was gestern abend gegeben wurde?
    das prominenteste davon, recht banal vielleicht, aber es muss ja nicht immer die abgehobene improvisation von türklingel, laubbläser und küchenmaschine sein:
    beethoven, 7 variationen über das thema ‘bei männern, welche liebe fühlen’ aus der zauberflöte von mozart, klavier, violoncello. ein kleines privates konzert von studierenden.
    .
    über das thema habe ich mich aus gegebenem privatem anlass sehr gefreut.
    ich nehme an, die sache zieht sich noch ein paar nervenzerfetzende monate hin, denn wer will schon das im wahrsten sinne fünfte rad am wagen sein – m.e. sehr verständlich.
    derweil versuche ich mich in moralischen betrachtungen der libertinage, die über die philosophisch untermauerte, bereits langjährige viererbeziehung hinaus geht.
    mein kartenhaus, es wankt gerade etwas. ich gebe zu, the proof of the pudding is in the eating, insofern war die chose nicht wasserdicht; es soll auch nicht albern sein.
    falls das nichts werden sollte, stelle ich betrachtungen über die freundschaft an. so jemanden möchte ich nicht ziehen lassen. und sicher nicht wegen des anblicks, schöne menschen gibt es hier noch mehr.

  198. liebe donna laura,
    eine...

    liebe donna laura,
    eine vertretbare Schandtaten-Verwertung wird bei der aktuellen Ethikinflation eine schwierige Sache. Aber über die Tantiemenfrage, sollte dieser schöne Fall eintreten, bin ich als Hilfseidgenosse für eine einvernehmliche Lösung.
    .
    Tja, dass Männer Liebe fühlen können wird heute trotz verbreiteter Kastration und grossem Kopf etwas unterschätzt. Aber dazu kam Ihnen -wenn ich Ihrer detailreichen und kommentierten Schilderung dankenswerterweise glaube- ein kammermusikalisches Bijou zu Ohren.
    .
    Ihre Ménage à Quatre scheint ja filmreif, und ich wünsche Glück mit John Wayne. Bei der Wahl der Maxime “Lieber schön als dumm (denn Schönheit vergeht)” ünterstütze ich Sie gleichsam überzeugt und reumütig. Mais ça ira. Et bonne chance.
    Sincèrement Rosinante

  199. Ein interessanter Nachtrag zum...
    Ein interessanter Nachtrag zum Thema Alkorithmen, “We Have Met the Ememy and He Is PowerPoint”:
    http://www.nytimes.com/2010/04/27/world/27powerpoint.html?ref=world

  200. Powerpoint ist sowieso die...
    Powerpoint ist sowieso die Pest der Jahrtausendwende.

  201. Egregio Don Alphonso!
    Ich...

    Egregio Don Alphonso!
    Ich wusst, dass es Il Grottino gewesen sein musste! Gleich hinter Pieros Kreuzlegende, es muss wie die Bestattung ad sanctos gewesen sein, nur dass man anders stirbt und in anderes Paradies kommt.
    Um die Ecke gibt es ein Geschäft, an das der Ladeninhaber, wenn er mal weggeht, ein Schild nur uns Teutonen hängt: “tonno subito”, dazu ein gezeichneter Fisch.
    Saluti
    P.S. Habe während des Studiums als Schlafwagenschaffner gearbeitet, für die gute alte Wagons-Lits. Und ich bin immer noch stolz auf die alten Uniformen und klapprigen AB33. 18 Stunden Anreise. Nach Rom zu fliegen, ja selbst ein Hochgeschwindigkeitszug oder die Autobahn: das sind zugleich Formen der Häresie und des selbstverhängten Purgatoriums.

Kommentare sind deaktiviert.