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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Triumph und Verfall der Unbürgerlichkeit

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Gemeinhin erträgt man als kulturbeflissener Besucher alles, was einem in einer Kultureinrichtung vorgesetzt wird, angefangen bei neuen britischen Künstlern bis zu Opern von Wagnern - unbegrenzt scheint die Fähigkeit des Publkums zu sein, sich derartiges zumuten zu lassen, sogar an für sich genommen schon schrecklichen Orten wie Bayreuth oder Berlin. Es gibt aber eine Grenze, da reicht es - und in meinem Fall ist es die totalitaristische Villa Vittoriale des zweitklassigen Verseschmieds Grabriele d'Annunzio, die nicht eben zur Schönheit von Gardone Riviera beiträgt. Hätte der Mann doch besser Steuern hinterzogen und Pudel gezüchtet.

Wenn man einen faulen Zahn nicht ausreissen kann, muss man ihn mit Gold füllen.
Benito Mussolini über Gabriele d’Annunzio

Als die Rennwagen der Mille Miglia 1930 durch Bologna kommen, wird ein Mann gegen seinen Willen aus seinem Alfa Romeo 1750 gezerrt. Für fünf Minuten sperrt man ihn in einen Raum, wo er gezwungen wird, etwas zu essen und sich kurz auszuruhen. Der Mann ist nach über 1000 Kilometern im Lärm seines Wagens auf schlechten Strassen am Ende seiner Kräfte, aber er will diese Zwangspause nicht akzeptieren und streitet sich mit seinen Betreuer. Dann schwingt er sich wieder in den Rennwagen und erreicht Brescia mit grossem Vorsprung als Sieger. Es heisst Tazio Nuvolari, und wird als einer der wenigen seiner Rennfahrergeneration später im Bett sterben. Trotzdem wird er für seinen gnadenlosen und jedes Risiko missachtenden Fahrstil an den Steuern kleiner, roter Alfa Romeos schon zu Lebzeiten zu einer Legende. Ein Übermensch, so stellen ihn die Medien des faschistischen Italien dar, einer, der mit einem eingegipsten Bein noch Rennen fährt und weder sich, den Gegner oder den Wagen schont.

Bild zu: Triumph und Verfall der Unbürgerlichkeit

Es kann in diesen Tagen nicht ausbleiben, dass ein Mann wie Nuvolari Begehrlichkeiten bei jenen weckt, die selbst einer Ideologie des Übermenschen anhängen, oder gar sich selbst so sehen. 1932 trifft Nuvolari den damals gefeierten Dichter Gabriele d’Annunzio, und der schenkt ihm als Talisman eine goldene Schildkröte: „Das langsamste Tier der Welt für den schnellsten Mann der Welt.“ Nuvolari muss d’Annunzio wie eine Erfüllung seines Menschenbildes erschienen sein: Kühn, mutig bis zum Draufgängertum, unfähig einen Kampf auszugeben, und beseelt von einem unbändigen Siegeswillen, selbst wenn Fahrer und Material reif für den Arzt und den Schrottplatz sind. Ein Mann wie ein Condottiere der italienischen Renaissance, ein geborener Führer, ein Vorbild, ein Herrscher aus sich heraus, der die „Virtu“ in sich trägt, von der Niccolo Machiavelli so schwärmte, und deren Reste sich als Wappen der italienischen Fürstenhäuser sind an der Aussenwand von d’Annunzios Villa am Gardasee finden.

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Nun ist der Gardasee rund um Gardone Riviera eine äusserst pittoreske Gegend und klassische Wohnlage für Sommerfrischen reicher oberitalienischer Grossbürger, ruhig und beschaulich und von jener Grandezza, die eine gewisse Ruhe und Selbstsicherheit mit sich bringt. Nichts davon kann man d’Annunzio nachsagen, der sein Leben als Sohn reicher Bauern begann und schnell in den besseren Kreisen Roms zum Dandy und Schriftsteller aufstieg, und mit seinen Affairen Furrore machte: Mit einem unerschütterlichen Selbstbewusstsein ausgestattet, fand er bald Zugang zu den Übermensch-Ideen von Nietzsche, und schriftstellerische Erfolge taten ein Übriges, um ihn mit einer gewissen, überheblichen Verachtung für andere auszustatten, und ihn hochmütig wie einen mittelalterlichen Geschlechterturm werden zu lassen. Um seine Duellwunde am Kopf zu zeigen, liess er sich eine Glatze rasieren. Vor seinen Gläubigern floh er sich nach Frankreich, aber das hinderte ihn nicht, Italien mit Aufrufen in den ersten Weltkrieg zu treiben. Die Maschinengläubigkeit des Futurismus war ihm ebenso wenig fremd wie der Hass auf alles Bürgerliche. So einer passt eigentlich nicht ins beschauliche Saló am Gardasee.

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Und schon gar nicht, wenn man davor den Faschismus erfunden hat: Nach dem Ende des ersten Weltkriegs, in dem er als Flieger und Kapitän eines Torpedoboots gekämpft hatte, besetzte er 1920 handstreichartig die kroatische Stadt Rijeka – italienisch Fiume – und errichtete dort etwas, das man vielleicht als „Operettenregime“ hätte bezeichnen können, wäre es nicht die Blaupause für spätere Aktionen der italienischen Faschisten und deutschen Nationalsozialisten geworden. Die Ansprachen des Söldnerführers mögen wie sein Anspruch auf die Herrschaft lächerlich gewesen sein. Die Vorstellung, dass dieser neue Staat von einer Gruppe von Übermenschen geführt werden sollte, erwies sich als undurchführbar, als d’Annunzio mit seiner Privatarmee aus der Stadt gebombt wurde. Aber die Zutaten faschistischer Inszenierung mit einem gleichgeschalteten Staat, formale Abschaffung von Klassen zugunsten eines Volkskörpers, Massenaufmärschen, Ansprachen und Herrenrassen waren gelegt, und die Söldner probierten an ihren ideologischen Gegner schon in Fiume jene Foltermethoden aus, mit denen später Mussolinis Horden ihre Feinde beseitigten.

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Die auf den ersten Blick so andersartige und reichlich bürgerliche Anmutung der Villa von d’Annunzio jedoch ist dem Umstand zuzuschreiben, dass seine Träume der Ablosung einer bürgerlichen Gesellschaft vom Übermenschen nicht von ihm umgesetzt wurden, auch wenn er eine Weile hoffte, er könnte Chef einer italienischen Regierung werden und das fortführen, was er in Fiume begonnen hatte. Das Rennen um die Macht im Staate machte Mussolini, der mit einer Mischung aus bürgerfeindlichem Futurismus und Faschismus 1920 noch schlimme Niederlagen einstecken musste, und sich dann doch dem Kapital und Grossbürgertum andiente – man müsse das Schiff der Bürgerlichen entern, um dann die Parasiten über Bord zu werfen, soll der Duce gesagt haben. Diese formale Abkehr vom Elitegedanken und vom jenseits aller sozialen und ethischen Bindung stehenden Übermenschen haben ihm Futuristen wie Marinetti und d’Annunzio nie ganz verziehen, auch wenn sie sich, mit Ehrungen und Vorteilsannahmen ausgestattet, damit arrangierten.

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Die Villa Vittoriale selbst ist vielleicht das beste Beispiel für eine antibürgerliche Ideologie, die sich an die macht putscht und dann wieder verspiessert – die Villa gehörte vor 1914 dem deutschen Kunsthistoriker Henry Thode, der vom italienischen Staat enteignet wurde. Der politisch kaltgestellte d’Annunzio baute das Areal zum „Siegesdenkmal der Italiener“ um, und erschuf eine groteske Kultstätte weniger für die armen Schweine, die mit seiner Propganda am Isonzo in den Tod gehetzt wurden, sondern für seine eigenen Heldentaten, wie er sie gesehen haben wollte: Im Theater hängt sein Flugzeug von der Decke, vor dem Springbrunnen steht eine Kanone, und mitten im Garten ist der vordere Teil eines Kriegsschiffes eingemauert. Die europäische Kulturgeschichte kennt durchaus Beispiele von Parks, in denen die Plastiken auch streiten um kämpfen, aber bei d’Annunzio daheim ist der Krieg das bestimmende Thema.

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Der Gestus der Anlage ist mliltaristisch, die Gestaltung interessiert sich bis heute nicht für kritische Fragen oder Zweifel, alle Ausstellungsstücke möchten wieder zuschlagen, schiessen, töten und damit die Maschinenträume der Futuristen gegen die verkommene, bürgerliche Welt erfüllen – aber sie stehen in einem Park in Gardone Riviera, und niemand wartet noch darauf, dass d’Annunzio sie noch einmal verlässt und die Macht an sich reisst. Bis 1938 lebt er hier, sucht nach anderen Idealvorstellungen, wie eben Tazio Nuvolari, und wird ein Spiesser, ein Günstling eines Systems, das seinen Extremismus ohne den gehätschelten, alten Schriftsteller in seiner schrägen Traumwelt auslebt, mit einem angeketteten Flugzeug und einem eingemauerten Schiff im Park. Der Blick ist grandios, das Klima ist mild, das Leben ist angenehm, sehr bürgerlich eben. Nur die Übermenschen der tat, das sind nun andere. 1938 stirbt d’Annunzio.

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Und erlebt damit weder den 2. Weltkrieg, noch das Ende des Faschismus, und vielleicht auch nicht die unerfreuliche Bekanntschaft mit einem Erschiessungskommando der Partisanen. Er stirbt erheblich zu früh, um gesitiger Spiritus Rektor des späten Faschismus der „Republik von Saló“ zu sein, und früh genug, um sein Wirken auf den ersten, aus italiensicher Sicht gelungenen Weltkrieg begrenzt zu haben. Er ist damit nach dem Krieg wieder vorzeigbar, man kann sich das alles anschauen und besuchen, es ist halt übertrieben, und man hätte ihm einen Ratgeber gewunschen, der beizeiten darauf hinwies, dass das alles doch ein wenig geschmacklos ist, um es noch dezent zu sagen. Die moderne Kriegstechnik von damals wirkt längst antiquiert, auf dem Deck des Schiffes knipsen sich Schülerinnen mit Louis-Vuitton-Taschen ab, kein geborener Führer, nirgends, nur ein Medienunternehmer namens Berlusconi herrscht in Rom, es ist alles so klein und normal, nichts könnte nun wieder ferner als Übermenschentum sein, und die meisten Werke von d’Annunzio sind auch nicht mehr lieferbar. Es ist ein Museum für eine extreme, unbürgerlich sein wollende Existenz, die hier zugrunde ging, weil man sie hier duldete und verwenden konnte.

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Über dem Komplex ist das Mausoleum, ein antik anmutender Unterbau, eine Krypta in ihrer Mitte, und obendrauf ein Kreis hoch aufgestellter Gräber seiner Freunde in der Tradition spätmittelalterlicher Tumben, und in der Mitte die alle überragende Stele für d’Annunzio, darum der Park, der Kriegskrempel, die sagenhaft geschmacklos umgebaute Villa, der nette Ort, der Gardasee, ein einziges, grosses Westviertel für leicht privilegierte Systemstützen, der eine baut vielleicht Stahlträger und der andere schreibt heroische Gedichte, um das Erbe des einen balgen sich die Nachfolger, und das Erbe des anderen wird zum Museum, in dem Schulklassen quasseln und an den Kanonen Blödsinn machen. Die Villa Vittoriale ist eines er minderwertigsten Museen Italiens, obskur und wie ihr Besitzer keinen Funken genialisch, im Museumsshop verstauben seine Werke. Aber es ist eine gute Ausstellung über die Frage, warum es gut ist, wenn all die Westviertel und ihre Bewohner einfach nette, ältere Herren bleiben, die mit dem Hund Gassi gehen und in ihrer Freizeit Schweizer Aktienpakete umschichten, und nicht glauben, sie seien etwas Besonderes, eine Elite, eine den Staat auf Linie bringende Avantgarde, Übermenschen und Technikbeherrscher, Aktivisten oder Zertrümmerer von Kulturen, oder was auch immer. Eine Villa Vittoriale reicht für den Gardasse, Italien, Europa und die Welt.

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(Mehr zu Nuvolari, der Mille Miglia, dem Futurismus und warum man nach Rom fährt, um sich so etwas Mittelmässiges wie Autos anzuschauen, am kommenden Samstag in der „Bilder und Zeiten“-Beilage der FAZ)

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276 Lesermeinungen

  1. erster!...
    erster!

  2. "Kühn, mutig bis zum...
    „Kühn, mutig bis zum Draufgängertum, unfähig einen Kampf auszugeben, und beseelt von einem unbändigen Siegeswillen, selbst wenn Fahrer und Material reif für den Arzt und den Schrottplatz sind. Ein Mann wie ein Condottiere der italienischen Renaissance, ein geborener Führer, ein Vorbild…“
    Nö. Ein Mann wie ein Gameshowkasper aus dem Privatfernsehen.

  3. Es war ueberhaupt eine Zeit...
    Es war ueberhaupt eine Zeit der ganz grossen Gesten. Es wurde nach diesem verheerenden ersten Krieg auch so verlangt. In Muenchen stellte sich zur gleichen Zeit ein Braunauer Postkartenmaler vor den Spiegel und uebte sich in der Pose des Volkstribunes.
    Das Volk braucht solche Leute damals. Immer. Einige Jahrzehnte spaeter meinte ein Herr S. aus H. dass das Volk einen jovialen Staatsmann brauche. Also stellte er sich vor den Spiegel, die Pose eines solchen einzuueben. Heraus kam dabei der Regionalmeister im Taschenbillard, gewandet in die ihm unpassende Kluft eines italienischen Edelproduzenten.
    Pose ist schoen, aber teuer. Die braven Glaubenden zahlen das Kostuem.

  4. Lieber Don,
    .
    heute ist...

    Lieber Don,
    .
    heute ist Himmelfahrt und nicht Verkündigung.
    .
    Obwohl es eigentlich viel logischer gewesen wäre, den 25. März zum Vatertag zu säckularisieren.

  5. Rennfahrerqualitäten und...
    Rennfahrerqualitäten und guter Geschmack sind in dem Zusammenhang wohl um Welten voneinander entfernt. Grässlich dieser Eingangsbereich, überladen und eine Strafe für jeden kultivierten Betrachter. Gut, dass sich meine Augen beim Betrachten des letzten Bildes wieder erholen konnten.
    .
    Die Schrottpreise sollen gerade wieder angezogen haben, hört man.

  6. Ich wollte es jahrelang...
    Ich wollte es jahrelang unbedingt sehen und habe es dann auch irgendwann neulich geschafft. D’Annunzio war bei mir bis dahin noch unter „exzentrischer Künstler“ einsortiert. Ich konnte dem Futurismo durchaus noch etwas abgewinnen. Nach der Besichtigung dachte ich nur noch: „Was ein Spinner, wirklich einen an der Waffel“. Und ja, er war nicht nur Schriftsteller. Ich habe dort aber auch einige junge italienische Männer bemerkt, deren Äußeren nach durchaus einer bestimmten Jugendkultur zuordbar, die waren ganz angetan. Ganz aus der Mode ist er nicht. Zumindest nicht in einigen Kreisen.

  7. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alphons,
    .
    Schöne Eloge auf den fliegenden Mantuaner, aber für die Nähe zu d’Annunzio konnte er nicht wirklich etwas.
    Übrigens, schöner, weil kleiner und nicht so sehr ein Society-Event, wie es die Mille Miglia geworden ist (Boris Becker am Steuer eines Mercedes, das arme Auto…) ist der Gran Premio Nuvolari. Und meistens auch trockener.
    .
    Beste grüße aus dem grauen Berlin, hs.

  8. Lieber Don, zu viel heiliger...
    Lieber Don, zu viel heiliger Schauder…

  9. Ist das Stichwort "Hemingway"...
    Ist das Stichwort „Hemingway“ denn schon gefallen?
    .
    Die Geburt des kommunistischen Terrorismus aus dem Geist der Zigarettenreklame.

  10. Ein schöner Artikel, Don!...
    Ein schöner Artikel, Don! Leider habe ich noch nicht die Gelegenheit gehabt, den Vittoriale zu besichtigen, kenne aber Photos aus einschlägigen Publikationen. Der Trash-Faktor und die unfreiwillige Komik sind sehr hoch – wie stets bei D’Annunzio.
    Nur zwei Randbemerkungen:
    1) Leider sind die Werke D’Annunzios in Italien überhaupt nicht vergriffen, sondern kanonisiert. Gelehrte und ansonsten verdienstvolle italienische Philologien wie der Tasso-Experte Ezio Raimondi kommentieren D’Annunzios ästhetizistischen Sondermüll so akribisch, als handele es sich um Dante oder Petrarca. Die europäische Wirkung D’Annunzios war verblüffend: Hugo von Hofmannsthal ist zu ihm gepilgert, Valle-Inclán hat ihn verehrt (der Karlistenkrieg und die Sonaten wären auch was für den Don, nur nebenbei bemerkt, aber wahrscheinlich hat er das schon gelesen).
    2) Die Futuristen und D’Annunzio waren politisch auf derselben Linie, was den Faschismus anging, aber ästhetisch ganz unterschiedlich, da die Marinetti zunächst D’Annunzios „passatismo“, dessen Hang zu Venedig (vgl. „Das Feuer) und preziösen Museumsstücken ablehnte.

  11. Filou,
    ... da kann ich nur...

    Filou,
    … da kann ich nur hoffen, daß Ihnen Tante Merkel mehr imponiert.
    Groß dürfen die Billiardspieler nicht sein wollen und wenn sie klein sind,
    sind sie eh nur Würstchen.

  12. Glückwunsch zum 200. Bitte...
    Glückwunsch zum 200. Bitte weitermachen. Danke!

  13. Don Alphonso,
    im ersten Moment...

    Don Alphonso,
    im ersten Moment haben Sie mir mit Ihrem Eingangszitat einen Schrecken
    eingejagt; aber der Duce ist ja nicht mehr und unsere BK kann ja nicht bei
    ihm abgeschrieben haben?

  14. Marinetti hatte zwar die...
    Marinetti hatte zwar die Futuristische Partei gegründet, das war aber nur ein Spin-Off. Zunächst war Futurimus nur ein ästhetisches Konzept, er ist in Künstlerkreisen entstanden. Und da gab es auch Diversifikationen und Spaltungen. Nur passt der totalitäre Anspruch dieses Konzeptes prima zu einer totalitären Bewegung, die ein „Branding“ brauchte. Futurismus war als künstlerische Bewegung kurz nach dem Ende des WK I erledigt.

  15. this is the spanish TV...
    this is the spanish TV show…
    http://www.dalealplay.com/informaciondecontenido.php?con=247825

  16. Auch wir kannten D'Annunzios...
    Auch wir kannten D’Annunzios Haus bisher lediglich aus „Dichter und ihre Häuser“. Und da kommt es (und er) viel zu gut weg, wie wir jetzt wissen. Dank also für die klugen Ausführungen, denen wir vollkommen zustimmen.

  17. minna, dies ist die...
    minna, dies ist die Antwort:
    http://www.youtube.com/watch?v=1NvgLkuEtkA

  18. Filou,
    aha, für die...

    Filou,
    aha, für die Wühlarbeit im Untergrund! Ich wünsche mir Heinzelmännchen.

  19. ...nochmal, das mit der...
    …nochmal, das mit der Kölner U-Bahn und dem isländischen Vulkan wissen wir
    schon, waren Sie das mit dem Bohrloch auch?

  20. @Filou:
    Danke für dem Hinweis...

    @Filou:
    Danke für dem Hinweis auf Herrn S.
    Der Mann war allerdings nur Pose (man könnte sogar Witzfigur sagen).
    .
    D’Annunzio hat ja tatsächlich eine Wirkung erzielt.

  21. „Der Bourgeois“ ist der...
    „Der Bourgeois“ ist der andere Begriff für „den Juden“
    Das Zitat Mussolinis ist das eigentlich interessante. Pardon, das war nicht persönlich gegen Sie gerichtet. Denn offenbar war aus dessen Sicht ein d’Annunzio ebenso ein „Bourgeois“. Und an dieser Stelle hätte es sich gelohnt über den Bourgeoisbegriff zu diskutieren, den faschistischen. Der Futurismus feiert im Übrigen gegenwärtig fröhlich Urständ – in so manchem Blog, in so manch Computergemeinde. Der Glaube an den Fortschritt der Technik, eben ohne eine Vergewisserung der Haltung der Klassen hierzu, ist die Grundlage für diesen wie jenen Futurismus. Eines Jüngers „Der Arbeiter“ ist so ein Ausdruck hiervon. Die Technik ist schöpferisch, denn sie gestaltet, so schafft sie „Gestalten“, die über jedes reale Subjekt hinaus ragen. Der Arbeiter nicht als Klassengegner des Bourgeois, sondern Arbeit wie Kapital als Amalgam einer jenen „Gestalt“ , für die die Materialschlachten der Moderne, der natürliche Hyperraum für eben „Übermenschen“ sind, für subjektfreie Heroen. Im gewissen Sinne nehmen sie die menschenleere Produktionsstätte der Gegenwart voraus. Ein Subjekt kommt dort wie hier nicht mehr vor, kein proletarisches, kein bürgerliches. Und der „Bourgeois“ ist der, der den Heroismus seiner Tat nicht würdigt, Materialschlachten als Konsumgelage missversteht, oder als Handel mit „wertlosen Finanzprodukten“. „Der Bourgeois“ ist ein anderer Begriff für „den Juden“, den nichtproduktiven Kapitalisten. Ein hochaktueller Begriff.

  22. @minna: ja, die Sache mit dem...
    @minna: ja, die Sache mit dem Bohrloch… die hatte ja einen Vorgänger, 1979, namens Ixtoc-I. Draufhin brachte Malcolm Mc Laren, der kürzlich verstorben ist, in England den Punk auf. Ob es da nochmal so eine Reaktion gibt?

  23. Ja Devin, der Jude nahm in...
    Ja Devin, der Jude nahm in dankbarer Assimilation die Pose des Bourgeois an, weil er glaubte, unauffaellig die antismistischen Zeitlaeufte zu ueberstehen. Es hat ihm nichts genuetzt. Kurt Tucholsky sprach sehr erzuernt vom „…juedischen Buerger deutscher Religion“. Er haette das wahrscheinlich auch auf Italien beziehen koennen.

  24. minna, Island gebe ich gerne...
    minna, Island gebe ich gerne zu, auch muss ich den Tsunami auf Familienkosten nehmen, immerhin war es ein Attentat auf H. Kohl (die Welle jedoch umspuelte ihn nur sanft). Der Koelner Tunnel geht nicht auf mich. Dafuer hab‘ ich ein Alibi. Ich lag zu dem Zeitpunkt mit Ginevra, meiner Vinyl-Bathing-Doll, im Jacuzzi. Der bayrische Produzent Alois Dimpflmoser drehte mit uns beiden ein Filmkunstwerk mit dem Arbeitstitel „Roemische Dekadenz in der buergerlichen Nasszelle“.

  25. Ja ja, die Pubertät.
    Ich...

    Ja ja, die Pubertät.
    Ich glaube, es ist wichtig, dass die Kinder viel Karl May lesen, viel Kriegspielzeug haben und mit acht oder neun extrem patriotisch fühlen und denken.
    .
    Dann sind sie mit 15 schon wieder darüber hinweg und müssen es nicht im Erwachsenenalter ausleben.

  26. Hallo werter DA,
    auch als...

    Hallo werter DA,
    auch als Liebhaber Italiens, hätten sie einmal über das Mittelmeer schauen sollen. Die Episode beginnt mit einem Blitzlicht (Mündungsfeuer) in Sarajevo.
    Das Attentat und seine Hintergründe sind wenig beachtete Grundlage für 2 Weltkriege.
    Die deutsche Episode würde ich auf 1806 datieren (ende des HrRdN) bzw. auf 1848 Sieg der Preußen über die Bayern und Krönung des Kaisers.
    Wir haben uns in Europa über 1000 Jahre bekriegt. Die Briten haben irgendwann um die Jahrhundertwende entschieden, daß sie weder Kraft noch Willen haben, diesen ewigen Krieg mit welchselnden Fraktionen und Erfolgen weiter zu führen.
    Es mag viele Gründe gegeben haben, das Ergebniss war aber eine stabile Situation. Die USA machen jeden innereuropäischen Krieg sinnlos. Wo die USA stehen da ist der Gewinner. Die USA waren seit dem immer die Führungsmacht in Europa.
    Der Versuch in nationale Gefilde zu flüchten ist Deutschland nicht bekommen. Die Folgen sind dramatisch und bisa heute nicht aufgearbeitet.
    .
    Zurück zum Thema: Übermenschen, Unabhängigkeit, Militarismus und Technologievorsprung sind alles Bezugspunkte für Unsicherheit.
    Die Kardinalsfrage lautet : wer sind wir und wer wollen wir sein.
    Bayern sind (wenn man den Medien glauben mag) Bayern. Danach sind sie Fans vom FC Bayern München und dann sind sie vielleicht Deutsche mit einer Abneigung gegen Preußen (weiss überhaupt noch jemand wer die Preußen waren?).
    Bayern wird aber auch von einem Wirtschaftsaufschwung geprägt, der Mitte der 70er anfing und eine Menge „Zuwanderer“ aus Deutschland dorthin gebracht hat. Wer oder was sind die denn nun ?
    Deutschland ist ein Vielvölkerstaat. Zusammengehalten von einer Mischung aus Angst vor den Nachbarn, gemeinsamer Geschichte, wirtschaftlicher Notwendigkeit und vielleicht sogar aus einem nationalen Gefühl der Zusammengehörigkeit heraus.
    Wie ist das mit Frankreich? Teile Frankreichs waren mit Teilen Deutschlands über 1000 Jahre vereinigt in einem Staatsgebilde. Gehören wir zusammen? Würden wir den Franzosen eine gemeinsame Regierung und eine zusammenführen von Staatsfinanzen (Schulden?) anbieten wenn es ihnen schlecht geht? Wäre das icn Sacxhsen mehrheitsfähig oder würde dort die Angst überwiegen noch weiter zurückzufallen?
    .
    Die Amerikaner führen uns auf einen Bruchstelle unserer öffendlichen Wahrnehmung: Wir sind für die europäische Integration!!
    Nun, wer ist dafür und wozu? Wie sieht Integration überhaupt aus? Ein Taschenspielertrick mit Paragraph xyz als Begründung und „Hallo und Willkommen in Deutschland“ ?
    Eine Abstimmung? Wäre Deutschland dann vereint? Hätte eine europäische Vereinigung überhaupt eine Chance?
    .
    Wenn die Politik den Willen zur Vereinigung Europas hat, dann macht das gesamte Verhalten währen dieser Krise keinen Sinn.
    Alle europäischen Staaten müssten den Euro einführen (würden die Briten das tun?) und damit ein Zeichen setzen, dem sich niemand entziehen kann.
    Wenn die Politik nicht daran glaubt, daß eine Einigung möglich ist, macht das Verhalten noch weniger Sinn. Es ruiniert ganze Völker.
    Die Verwerfungen zwischen gesprochen und getan machen den Euro anfällig.
    Die Differenzen zwischen Handlungen Zielen machen aber auch die Demokratien anfällig. Nicht nur die deutsche.
    Die Amerikaner haben ihr Volk in eine Paranoia geführt. Quasi ein Kettenhund der nur auf den Gegner wartet. Al Kaida ist kein Gegner, weil er Gesichts und Körperlos ist. Diese Politik hat die nationale Einheit erzwungen und einen schwarzen Präsidenten überhaupt erst möglich gemacht.
    .
    Die Tagespresse in Deutschland polarisiert und treibt Keile, davon lebt sie ganz gut. War die FDP ein Test? kann man jede beliebige Partei innerhalb weniger Monate auf 16% bringen? Keine Ahnung, aber eine Kasandra würde es für möglich halten.
    Ein Anteil von 35-40% Nichtwähler macht jedenfalls jeden Sturz des deutschen politischen Systems zum Handstreich.
    Angst? Ja ich gebe zu das ich Angst habe. Es war seit 1914 nie wieder so einfach Europa in einen Krieg zu führen.
    Das klingt bescheuert? Mag sein, aber es ist nunmal ein erheblicher Teil meiner Sicht, aber ich bin auch ein misstrauischer Mensch.

  27. Antibürgerlichkeit, das ist...
    Antibürgerlichkeit, das ist in 99 % bloße Behauptung pubertierender Bürgerkinder.
    .
    Obwohl es natürlich auch Punker gibt, die wirklich auf der Straße leben und wirklich heroinabhängig ssind.

  28. @specialmarke
    geht mir...

    @specialmarke
    geht mir ähnlich beim Lesen. Mein Homilethiklehrer hätte gesagt eine Moralpredigt aber keine Predigt über den Text. Oder um mit den Autos zu sprechen. DA gibt Vollgas im zweiten Gang

  29. @Holly: naja nun, an die...
    @Holly: naja nun, an die Einigung der USA mochte Tocqueville, dieser scharfe Beobachter, schon kaum glauben, und die brauchte vielleicht 100 Jahre. Die waren damals aber ein Pionierland und schleppten anders als die Europäer (denen er eine leichtere Einigung zutraute, kurioserweise) nicht 1000 Jahre Geschichte mit. Also, so 2, 300 Jahre müssen sie der europäischen Einigung schon noch Zeit geben, das geht nicht husch-husch wie das Wiederanhängen der DDR. Zumal wir ja auch alle unsere Sprachen behalten wollen, gell. Und das macht die Sache nicht einfacher. Es ist eben was ganz Neues – „gemeinsam sind wir stark“, nicht „aus vielen eins“.

  30. Heilig 01 bis 09, der...
    Heilig 01 bis 09, der Guido-Knopp-Gucker musste im Fernseh‘ lernen, dass Kassandra eine staendig bekiffte alte Tante war, die ihr Geschaeft mit der Ratlosigkeit der Herrschenden betrieb. Heute gibt es dafuer einschlaegige Fernsehkanaele (ich weiss das, denn Ginevra ist nicht immer dabei. Dann muss ich mir einen wegzappen).
    Im geschwaetzigen Nebel des Krisenszenarios kommen nur diejenigen ueber die Runden, welche ihren Blick aus der Tonne heraus erheben und zu den Alexanders sagen: „Hau ab, Du stehst mir in der Sonne!“
    Angst ist immer ein gutes Geschaeft. Vorurteile auch. Auch soll man die Kinder ermuntern, viel zu lernen, dann kann man sicher sein, dass sie im Rausche des „theoretical overstress“ das Opfer der eigenen Verwirrung werden.

  31. Dass der Marinetti den...
    Dass der Marinetti den „Tattilismo“ erfunden hat, um wieder mit dem Duce spielen zu dürfen, ist ja wohl klar. Und dann noch Pasta für provinziell erklären, in Italien. Vom Anarcho zum Fascho. Immer schön das Fähnchen in den Wind hängen.
    Also wenn das eine Moralpredigt ist, dann finde ich sie zumindest material und formal homiletisch völlig schadlos.
    Wer hat eigentlich den Terrorismus erfunden?

  32. colorcraze,
    wegen dem Bohrloch...

    colorcraze,
    wegen dem Bohrloch nicht; es muß doch etwas „Neues“ sein, das schockiert und
    das schaffen im Moment nicht mal die Futuristen aus welcher Ecke auch immer –
    das könnte für „Jugend“ allerdings ein Schock sein.

  33. Der Alexander konnte einfach...
    Der Alexander konnte einfach nicht den Mund halten. Das hat er nun davon, dass er berufsmäßig Gunst einsammelt. An die Tonnen trommeln, um sich bestätigen zu lassen und trotzdem keine Lehre annehmen.

  34. Wäre d'Annunzio jünger...
    Wäre d’Annunzio jünger gewesen, wäre er vielleicht Jünger geworden:
    Von „Stahlgewittern“ ruck-zuck ! zum Bundesverdienstkreuz, später besucht von Mitterand und Kohl. Und wohnhaft gewesen in einer Westviertel-Villa, mit Schitzereien, Jagdzimmer, röhrenden Hirschen und lauschenden Füchsen. Da ist das machohafte italienische Pendant für die staunende Nachwelt spektakulärer, welche leider die Grappa-Schlacht mit einer Sauftour verwechselt.

  35. Ich las, dass dieser...
    Ich las, dass dieser Protofaschist sich Rippen hat rausnehmen lassen, um sich selbst einen blasen zu können. Se non e vero… – PARS PRO TOTO

  36. Erschreckend ! Es gab einen...
    Erschreckend ! Es gab einen Befehl, auf DA´s Palast zu schiessen. Zum Glück nicht in der dummen kleinen Stadt an der Donau, sondern in Fiume. Die weitere Geschichte hier, bei dem Briefmarkenverein Berliner Bär: http://www.briefmarkenverein-berliner-baer.de/vereinszeitung/252-2-annunzio.htm

  37. Don Alphonso, ein schönes...
    Don Alphonso, ein schönes Reisefeuilleton. Zum Lago di Gardi hat’s mir noch nie gereicht. Falls es ein Text von Ihnen ist (Bilder und Zeiten), freue ich mich auf den Samstag.
    .
    HansMeier555, links und antibürgerlich sein ist eine Kinderkrankheit wie Masern und Mumps. Männlein und Fräulein hat diese bevorzugt in jungen Jahren, weil sie in fortgeschrittenem Erwachsenenalter (heisst kurioserweise so) gefährlich werden kann. Und wie eine Kinderkrankheit ist man und frau nur einmal Kommunist, oder (als Derivat) Sozialist, Sozialdemokrat, Öko-Fundi. Er sei denn, diese Somatik wird chronisch. Dann doch lieber eigentlich Curzio Malaparte, der im Gegensatz zum Kitscher d’Annunzio auch architektonischen Stil hatte.
    .
    Holly01, colorcraze, 1648 (Münster) wurden Holland (von Spanien) und die Schweiz (vom Heiligen römischen Reich) unabhängig. Und in einer zähen (für Aussenstehende kaum nachvollziehbaren Güter-Rechte-Einwanderungs-Auswanderungs-Mehrheiten-und-Minderheiten-) Politik wurde daraus die heutige Schweiz. Sie besteht beileibe nicht nur aus Banken und linken Proleten in Zürich, Basel, Genf und Bern, wie der Feuilleton-Korrespondent der Printausgabe dieses Blogs meint. Aber er bedient mit seinem ideologischen Flachbildschirm auch ein Publikum in Deutschland. Und, da hat HansMeier555 (21:43) wohl Recht, dieses Publikum hat Viel von seinen genannten 99 Prozent.

  38. Lebt Jüngers Schildkröte...
    Lebt Jüngers Schildkröte (Hebe) noch, die „so gern am Bäckchen“ gestreichelt wurde? Tattilismo!

  39. Sorry, Don Alphonso, nicht...
    Sorry, Don Alphonso, nicht Gardine, sondern Lago di Garda.

  40. Josef, meinen Sie "diesen" ...
    Josef, meinen Sie „diesen“ Proto-rechts-faschisten oder „diesen“ Proto-links-Faschisten?

  41. Ich denke, die Präfaschisten...
    Ich denke, die Präfaschisten in Linke und Rechte teilen, ist gründlich gepredigt aber nicht übers Thema. Es sei denn, wir wollten alles in einen Topf werfen und über einen Kamm scheren. Heute Sozialismus und Sozialdemokratie als Kommunismusderivate zu bezeichnen, riecht auch sehr nach Adenauers Mottenkiste. Und was sind bitte Ökofundamentalisten? Das ist genauso undeutlich wie rechte und linke Präfaschisten. Verwirren macht ja Spaß aber in einen Topf werfen wird chronisch altbacken und ist keine Kinderkrankheit – und auch nicht (im besten Sinn) konservativ.

  42. Lieber Don, Rosinante gab das...
    Lieber Don, Rosinante gab das Stichwort „Reisefeuilleton“. Wäre es nicht an der Zeit für einen kleinen Reiseführer „Norditalien“? So im Format des Kl. Johnson? Angesichts der doch mittlerweile recht niedrigen Druck- und sonstigen Produktionskosten einerseits und Ihrer persönlichen Vermarktungsmöglichkeiten andererseits (s. „Liquide“) müßte ein solches Unterfangen den Aufwand doch lohnen und wir, i.s. Ihre Leser, könnten ein nettes kleines Geschenk für Menschen, die wir mögen, kaufen.
    Viele Grüße von der See an den See

  43. Dass es sich bei Gabriele...
    Dass es sich bei Gabriele d’Annunzio um einen Rechtsfaschisten handelt, steht kaum zur Debatte. Allerdings steht die intellektuelle Arroganz zur Debatte, die meint, dass die Begriffe Faschist oder des Faschimus eindeutig auf das militaristisch-patriarchalische Denken und Handeln beschränkt seien.
    .
    Ich glaube frau (?/Zerlina) überschätzt Adenauer, wenn sie ihm unterstellt, die Realkaskade der politischen Philosophie des dialektischen Materialismus‘: Kommunismus, Sozialismus, Sozialdemokratie, fundamentaler Ökolismus so erkannt zu haben. Zudem war Letzterer zu Lebzeiten des Politikers noch keine relevante Kraft.
    .
    Was den linken Präfaschismus angeht, so ist dieser zweifellos undeutlich (gut beobachtet Zerlina), und setzt sich -etwa in Brüssel- aus allen Parteien zusammen, die der europäische Menschengerichtshof in Strassburg als demokratisch-regierungskonform akzeptiert. Hier macht die geologisch-politische Schichtung, die der dialektische Materialismus in den rund 200 Jahren seiner Existenz aufbaute, eine Differenzierung schwierig bis unmöglich. Hinzu kommt nun das Netz. Paul Virillo (nicht mein Freund) hat in einem FAZ-Magazin-Interview vor 15 Jahren vor einem Cyber-Faschismus gewarnt. Da nahm ich diesen Herrn zum ersten Mal intellektuell ernst.
    .
    Ach ja, es gibt die Versteckspiel-Variante, sich eine Hand auf die Augen zu legen und „Wo bin ich“ zu rufen. Die Spielregel dieser Kinderkrankheit? Zerlina, bitte übernehmen Sie.

  44. Nein, bitte bloß keinen...
    Nein, bitte bloß keinen Reiseführer.
    .
    Was den italienischen Faschismus betrifft, so irrt man sich kaum, wenn man seine Urheber wie die späteren Adepten nach rein sportlichen Kriterien beurteilt. Da gab es eine sogenannte Armee, die sich von ein paar SS-Divisionen so widerstandlos platterdings verhaften ließ, daß man ihre Angehörigen danach nicht mal als „Kriegsgefangene“ bezeichnen konnte, sondern eigens den Begriff „Militär-Internierte“ hat erfinden müssen.
    .
    Da haben ja die verrückten Rennwagen-Piloten der 20er Jahre mit größerem Einsatz und Risiko gekämpft, und sie hatten auch lohnendere Ziele.
    .
    Italiens Einigung war sein Niedergang, das Zeitalter der 1.000 Türme war seine Blüte gewesen.

  45. @Sylter123
    Verzeihung, dieser...

    @Sylter123
    Verzeihung, dieser Vorschlag ist nicht neu.
    Ich habe Dons italienische Reisen geordnet auf meine Festplatte heruntergeladen. Wenn ich jeweilig in einer dem Don nicht unähnlichen Stimmung bin, klicke ich.
    Vielleicht sind einige aus diesem Blog ja stille Beiträger zu einer ohnehin
    geplanten Veröffentlichung? Adelante!

  46. hans meier,
    .
    zu: Die Geburt...

    hans meier,
    .
    zu: Die Geburt des kommunistischen Terrorismus aus dem Geist der Zigarettenreklame*)
    .
    nachdem es jetzt auch zigaretten mit dem bekannten che-guevara-bild gibt, ist der kreis geschlossen.
    .
    —-
    *) was für eine gewaltige überschrift.
    da könnte man mehr draus machen, als ein feature für den deutschlandfunk.

  47. Danke für das Lob, aber was...
    Danke für das Lob, aber was Print angeht: Ich merke einfach, dass mir Internet sehr viel näher liegt, als alles andere. Da sind im Print die Platzprobleme, die begrenzte Bildauswahl, die fehlenden Kommentare und Links – wenngleich ich zugebe, dass so eine Art fundiert wertender, Touristenfallen benennender und auch bei grossen Namen schonungsloser Reiseführer gar nicht schlecht wäre. Gibt es aber in jeder grösseren Kunstgeschichtebibliothek mit der Gesamtheit der Bücher.

  48. @auch-einer
    .
    Inzwischen ist...

    @auch-einer
    .
    Inzwischen ist eine Generation herangewachsen, die noch nie einen Western im Kino gesehen hat.
    Kein Wunder, dass politische Jugendbewegungen ein echtes Nachwuchsproblem haben.

  49. Größenwahnsinn, heute mal...
    Größenwahnsinn, heute mal aus der Schweiz. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr:
    http://www.ftd.de/politik/deutschland/:fragwuerdige-aeusserungen-deutsche-bank-chef-sollte-einfach-mal-den-mund-halten/50113992.html
    .
    Ein schönes Wochenende allerseits!

  50. Ja, der Chef der deutschen...
    Ja, der Chef der deutschen Bank beweist immer wieder gern, dass ihm irgendwelche sinnvollen Realitäten egal sind. Und es sagt viel über das organisierte Bankentum aus, dass er immer noch nicht gefeuert wurde.
    .
    ze3rg, danke, und das wird auch eine Weile so weiter gehen.

  51. Filou, man muss fairerweise...
    Filou, man muss fairerweise auch sagen, dass man auch ohne Posen schlechte Politik machen kann. Man betrachte nur mal zerknautschte Militiärjuntas. Und generell waren es eher die 30er Jahre, die für solche Kräfte anfällig waren.
    .
    Cornelius, jetzt muss man das nur noch den Italienern erklären, die dorthin Schulklassen karren. Britischer Schrott wurde im letzten Jahr tatsächlich wieder teurer, das ist richtig. Das Geld geht in Sachwerte.

  52. @DA
    ich hefte das mal unter...

    @DA
    ich hefte das mal unter Lokalpatriotismus ab, die DB zu kritisieren und die Allianz zu schonen.
    Herr Ackermann hat gestern was interessantes zu Goldman Sachs gesagt.
    Und im Übrigen: Der Feind meines Feindes ist … hat mal ein berühmter amerikanischer Politiker gesagt, also solange er Frau Merckel vors Schienbein tritt..

  53. Die Gretchenfrage
    @Holly01:...

    Die Gretchenfrage
    @Holly01: Den Krieg haben wir bereits, wenn auch noch nicht als ein erklärter und vorerst in der Form eines Währungskrieges (siehe hierzu meinen Beitrag „Die ‚blaue Bohnen’ Alfred Herrhausens und der Währungskrieg“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=877).
    @Rosinante: Was ist denn ein Linksfaschist – um Gotteswillen? Die EG-Bürokraten, die Sie da erwähnen, sind so wenig links wie Sie vermutlich! Und ob sie (Sie) Faschist(en) sind, weiß ich nicht. Ich schlage vor solche Begriffe doch von der (und vom dialektischen Materialismus beseelten) Klassenanalyse her zu betreiben. Dann wüssten wir, warum nur die bürgerliche Klasse faschistisch sein kann (nicht zu verwechseln mit Versatzstücken faschistischer Ideologie, die jeder teilen kann!). Dass die ehemalige DDR letztlich ein faschistischer Staat war, verweist auf den Kern ihrer Klassenherrschaft – der Machtergreifung durch die neue Bourgeoisie (einer solchen Bourgeoisie übrigens die sich nahtlos in den Westen, das westliche Kapital, in die alte Bourgeoisie, hat integrieren lassen!).
    .
    Letztlich ist der Betriff „linker Faschismus“ denunziatorisch, soll er doch die Diktatur des Proletariats mit der faschistischen Diktatur gleichsetzen. Dass allerdings die Diktatur einer Klasse auch unter demokratischen Formen (oder sollen wir sagen Formeln?) stattfindet, zeigt doch die bürgerliche Herrschaft (oder will da jemand behaupten, dass diese Entscheidung am Wochenende zugunsten eines Rettungsschildes für den Euro eine demokratisch legitimierte war, schon das Grundgesetz hätte eine solche Entscheidung untersagt!).
    .
    Was wir allerdings lernen müssen besser einzuschätzen – und das macht vielleicht auch die Diktatur des Proletariats von der Theorie her schon verdächtig -, ist das Fehlen von klaren Unterscheidungen zwischen objektiven und subjektiven Tatbeständen in einer solchen Diktatur. Die Diktatur des Kapitals ist zunächst mal ein objektiver Tatbestand, der sich an der Macht der realen wirtschaftlichen Verhältnisse (und natürlich auch an der verobjektivierten politischen Wirklichkeit) orientiert. Der Faschismus hingegen ist die unmittelbare Macht der reaktionärsten Elemente des Finanzkapitals. Dazwischen liegen politisch besehen Welten, nicht aber ökonomisch.
    .
    Im Sozialismus sollte es nicht viel anders sein. Zunächst einmal ist die Diktatur des Proletariats ein Hinweis auf die Umkehrung der objektiven Machtverhältnisse zuungunsten von Kapital und Markt. Durch die Macht der Partei aber, wird das Schwergewicht hin zum Subjekt verlagert, und zwar unmittelbar und ungefiltert. Hier liegt die Besonderheit der sozialistischen Klassengesellschaft gegenüber allen anderen bisherigen Klassengesellschaften und darin begründet sich auch ihre größte Herausforderung. Dies gedeckt eigentlich nur durch die proklamierte Perspektive die letzte aller Klassengesellschaften sein zu wollen/ zu müssen – eine Übergangsgesellschaft.
    .
    Daher (auch vor dem Hintergrund, dass die Bourgeoisie in diesem Kampf nur siegen kann, wenn sie die politische Macht okkupiert und dann den Gegner mit allen Mitteln niederhalten muss) kann ein Sozialismus, wenn er die Farbe wechselt, unmittelbar zum Faschismus mutieren – zum Sozialfaschismus. Dass das nicht passiert, dafür soll der Klassenkampf sorgen, die Beteiligung der Massen (nicht nur und gar nicht hauptsächlich in Form der „Rätedemokratie“ – auch diese ist noch eine Spielart der bürgerlichen Demokratie -, sondern in Form der unmittelbaren Massenbewegungen). Bisher leider nur mehr oder weniger Theorie. Denn es ist nicht gelungen.
    .
    Und hier muss auch die Selbstkritik linker Theorie beginnen, nicht nur bezüglich der politischen Theorie, sondern auch hin Hinblick auf die philosophischen Grundlagen – dem historischen wie dialektischen Materialismus. Liegt der Fehler im System, dann liegt er auch in der Theorie!
    .
    Das Problem des Subjekts scheint mir noch nicht richtig erfasst. Zunächst einmal ist das Subjekt Teil der bürgerlichen Welt, in der es dem Objekt entgegen gesetzt wird. Ein solches Subjekt wurde in der marxistischen Theorie vorausgesetzt. Es ist kein Zufall, dass auch in der marxistischen Theorie gegenwärtig um die Rolle des Subjekts („automatisches Subjekt“ versus revolutionäres Subjekt) gestritten wird. Diese Diskussion ist noch lange nicht abgeschlossen, und sie wird sowohl befördert als auch erschwert durch die „Krise des Subjekts“ (vgl. Robert Kurz, bzw. meine Kritik in „Philosophus mansisses“, http://blog.herold-binsack.eu/?page_id=7), wie sie sich im Kapitalismus darstellt.
    Überwindet der Klassenkampf (welcher ohne Subjekt nicht denkbar ist!) diese Krise oder wird er von ihr erfasst? – das ist die Gretchenfrage.

  54. Ich finde es gut, daß...
    Ich finde es gut, daß Ackermann so auftritt.
    .
    Ein Postbürger eben. „Er beißt die Hand, die ihn füttert“?! — Er sieht es andersrum. Aus seiner Sicht ist er selber der Souverän und Staat und Politiker sind es, die sich von ihm füttern lassen.
    .
    Und hat damit natürlich recht. Ich finde es sehr erfrischend, daß er mal endlich mit dem absurden Theater aufhört, immer so zu tun, als sei es andersrum.
    .
    Wer eine Feudalrente bezieht, muß sich irgendwann auch einen entsprechenden Habitus zulegen. Oder glaubt einer, es geht denen nur ums Geld?

  55. Übrigens, HansMeier555, Herr...
    Übrigens, HansMeier555, Herr Ackermann ist ein Schweizer, der es in der kameralistischen Struktur der Schweizer Geldwirtschaft nicht so geschafft hätte (da importiert man lieber aus den USA). Und, Devin08 („Dann wüssten wir, warum nur die bürgerliche Klasse faschistisch sein kann“), lassen Sie sich doch von Zerlina ‚mal die Spielregeln erklären. Und bitte fragen Sie die Mutti, wann Sie zum Abendessen wieder zuhause sein sollen.

  56. Ackermann, keine Frage, kommt...
    Ackermann, keine Frage, kommt dem futuristischen Konzept des frei von sozialen Bindungen rücksichtslos seine Interessen durchsetzenden „Dichter-Kriegers“ in seinem monetären Subniveau nicht unnah.

  57. @Don
    Und danach, nur danach,...

    @Don
    Und danach, nur danach, ist der Condottiere zu beurteilen.

  58. Über Ackermann - eine...
    Über Ackermann – eine austauschbare Witzfigur mit zugegebenermaßen ungewohnt losem Mundwerk – braucht man sich nun wirklich nicht aufzuregen.
    Mir reicht es völlig, ihm und seinen Vasallen nicht vorgestellt zu werden.

  59. Lieber HansMeier 555, (10.01...
    Lieber HansMeier 555, (10.01 Uhr)
    strebt der gute Ackermann vielleicht den Thron der neuen Weltregierung an?

  60. Danke auch für den Hinweis...
    Danke auch für den Hinweis auf die Samstagsausgabe, Don. Wird wohl die erste FAZ sein, die ich mir nach Kündigung des Abos kaufen werde.
    .
    Muscat, meinten Sie etwa: ein Duce ist ein Österreicher ist ein Schweizer?

  61. Vor vielen Jahren habe ich die...
    Vor vielen Jahren habe ich die Villa Vittoriale besichtigt und blieb – trotz der Erläuterungen des Reiseführers – ziemlich irritiert über das Ganze. Dieser Beitrag hat mir die Hintergründe nun sehr aufschlussreich und unterhaltsam erklärt. Danke.

  62. @Devin08: "Das Gute ist noch...
    @Devin08: „Das Gute ist noch einmal so gut, wenn es kurz ist.“ (Baltasar Gracián y Morales).

  63. @Rosinante: die Schweiz, die...
    @Rosinante: die Schweiz, die mythische Schweiz.. in den 1990ern meinten in Berlin einige, Europa müsse mehr „verschweizern“, das wäre die Lösung. Aber inzwischen wurde das von Zweifeln wieder weggewaschen. Wobei ich die Schweizer Geschichte durchaus als beachtliches Modell ansehe, schließlich ist das der bestfunktionierendste Staat mit mehrsprachiger Bevölkerung (hingegen das mit seiner Sprachabgrenzungsfolklore geschlagene Belgien – oh je oh je). Nur ob man von 8 Mio auf 440 Mio einfach zoomartig skalieren kann, ist doch sehr die Frage. Aber die Schweiz hat auch lange gebraucht, bis sie ihre heutige Form angenommen hat. Und sie ist sehr eigentümlich. Warum sollte die EU nicht auch zu einer eigentümlichen Form kommen? –
    @HansMeier: ja, so ist es wohl mit der Pubertät. Die Punks in den 1980ern waren meist Schüler, Lehrlinge, Zivildienstleistende, Studenten, Jobber; als Straßenpunks schlugen sich die wenigsten nur kurzfristig durch. Was damals allerdings wegen der besetzten Häuser leichter ging. Heimkinder waren einige dabei, manche wurden Konzertveranstalter und sind es noch. –
    Wobei ich es heute noch schwieriger finde, jung zu sein als damals, denn es gibt für die jungen Leute noch weniger Anhaltspunkte, wie sie zu einem Erwachsenenleben kommen könnten.
    @DA, die Bilder: am ehsten faschistisch erscheinen mir die aufgestelzten Steinsärge, das hat was von „Viva la muerte“ und Todeskult. Das Gerümpel in den Gärten hingegen sieht einfach aus wie unaufgeräumt, eher skurril und ein Zwischenspiel wie bunt bemalte besetzte Häuser, und insofern sehr passend zu Ihrer Textüberschrift.

  64. hans meier
    Inzwischen ist eine...

    hans meier
    Inzwischen ist eine Generation herangewachsen, die noch nie einen Western im Kino gesehen hat.
    .
    das also ist die erklärung für die generation hotel mama.
    .
    klar, wer nicht viva maria! gesehen hat, hat auch keine vorstellung davon, wie sexy eine revolution sein kann.

  65. Es wird Zeit, daß sowohl aus...
    Es wird Zeit, daß sowohl aus dem Obama-Team als auch von der EU (vielleicht von Merkel und Sarkozy gemeinsam) mal konkrete Vorhaben vorgezeigt werden, wie man den Finanzsektor reguliert, damit diese Frechheiten mal einen wirkungsvollen Tritt vors Schienbein bekommen.

  66. @HansMeier555
    Finden Sie Herrn...

    @HansMeier555
    Finden Sie Herrn Ackermanns Auftreten wirklich gut? Erst hat er sich dafür engagiert, dass Griechenland unterstützt wird, um mit dem Kauf von Griechischen Anleihen für seine Bank eine goldene Nase zu verdienen (sie mein Kommentar am 26. Februar 2010, 17:16 zu Die griechische Krise und der grosse Mann in der Villa
    26. Februar 2010, 10:48 Uhr).
    Jetzt zweifelt Herr Ackermann in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ an einer Schuldenrückzahlung durch Griechenland indem er behauptet „Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln“. Sollte sich in seinem Haus eine größere Menge Kreditversicherungen in Erwartung eines griechischen Zahlungsausfalls angesammelt haben, war das eine fabelhafte kostenlose Reklame zum Verkauf eben dieser an potenzielle dumme Kunden, womit sich dann Herr Ackermann seine nächste goldene Nase verdienen kann. Denn dass keine Frau Merkel den Mut haben wird, Griechenland finanziell baden gehen zu lassen (i.e. Umzuschulden), weil das ein Präzedenzfall für größere Länder werden kann, hat er nach den Ereignissen des letzten Wochenendes sicherlich auch gemerkt.

  67. Futuristisch daherkommende...
    Futuristisch daherkommende Arroganz
    @Rosinante: Offenbar verstehen Sie gar nicht, worum es hier (mir) geht (von dem ignorierten Angebot eines selbstkritischen Diskurses ganz abgesehen). Und ganz offensichtlich gedenken Sie dieses Miss-Verstehen durch markige Sprüche zu übertünchen. Glauben Sie wirklich, dass ich irgendjemanden brauch, der „mir erklärt wie es geht“? Und was soll das mit dem Abendessen bei Muttern? Sprechen Sie da etwa aus eigener Erfahrung? Hochnäsigkeit ist übrigens ein deutlicher Beleg für „futuristisch“ daherkommende Arroganz. Nur dass von einer Villa zu Ihren Gedenken weit und breit nichts zu sehen ist.

  68. lieber Don Alphonso, ich bin...
    lieber Don Alphonso, ich bin wirklich eine ökonomische Niete und bewundere immer Ihren diesbezüglichen Sachverstand, aber es scheint zwischen den Herren Ackermann und d’Annunzio doch den Unterschied zu geben, dass der Schweizer Arbeitsplätze sichert und Steuern bezahlt, wohingegen der Italiener seinen protzigen Lebenswandel weniger von seinen Tantiemen und seiner Schildkrötenzucht, als von „Sozialleistungen“ Mussolinis bestritt. Oder stimmt das nicht?
    .
    Übrigens, und dies soll Sie bitte nicht milde stimmen, ich las gerade die Vorankündigung Ihres Morgen erscheinenden Textes über die Mille Miglia. Hoffentlich geht dieser Blog nicht bald den Weg alles Irdischen und Sie werden Print-Redakteur. Das fände ich schade.

  69. Lieber Tiger:
    Genau das finde...

    Lieber Tiger:
    Genau das finde ich grandios, diese hausmeierische Unverschämtheit.
    Der Staatshaushalt gehört ihm, und so benimmt er sich auch.
    (Okay, die Steuereinnahmen gehören ihm nicht persönlich, aber eben doch der von Ackermann repräsentierten Aristokratie).
    .
    Das einzige, was mich stört, ist daß diese Aristokratie ihr Konsumverhalten den neuen Gegebenheiten noch nicht so recht angepaßt hat. Sie sollte sich auch ein paar Villen und Schlösser bauen, Opern und Ballette in Auftrag geben, in Istanbul eine Türkenbeute bestellen, etc.
    Aber das kommt noch.

  70. Liebe Rosinante,
    Die Banken...

    Liebe Rosinante,
    Die Banken erhalten vom Staat Milliardenkredite zum Nullzins und verleihen dieses Geld dann wieder an Staaten wie Griechenland zu beträchtlichen Zinsen, kassieren dabei die „Risikoprämie“, wobei das Risiko wiederum vom Staat getragen wird.
    .
    Noch Fragen?

  71. @DA
    als nachtrag zu einem...

    @DA
    als nachtrag zu einem früheren blogg der stützen:
    http://www.faz.net/s/RubC4DEC11C008142959199A04A6FD8EC44/Doc~E23F8DBB82BD24CEDB69A312AA3ABB1A7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    kairos nennt man dass. er hat zu lange seinem rücktritt widersprochen, also muss dann der schmuddelkram ausgepackt werden, meistens muss dies ja nur metastabil für eine woche sein, das reicht um alles unter dach und fach zu bringen

  72. colorcraze, danke für Ihre...
    colorcraze, danke für Ihre differenzierte Betrachtung des politischen Phänomens Schweiz. Sie haben m.E. völlig Recht, dass es keinen Sinn macht, die 8 (der Schweiz, inzwischen über 9) und die 440 Millionen Einwohner de EU miteinander zu vergleichen. Dieses Duo ähnelt jenem von Kleinauto und Weltraumrakete. Und ich will die Schweiz ja nicht gutreden, denn abgesehen von seiner Budgetdisziplin, die ebenfalls nur aus einer langen und komplexen Geschichte verstanden werden kann, sind die innenpolitischen Probleme (Bildung, Integration etc.) jenen in Deutschland oder Frankreich durchaus vergleichbar. Aber diese werden vergleichsweise wenig von Brüssel beeinflusst, und ich erachtete diese Fahrspur nationaler Eigenständigkeit als unbedingt beibehaltungswürdig.

  73. Schöner Beitrag.
    Eigentlich...

    Schöner Beitrag.
    Eigentlich verfällt beim Don immer gleich alles:
    .
    Die Unbürgerlichkeit („Triumph und Verfall der Unbürgerlichkeit“)
    und
    die Bürgerlichkeit, eh kloa, (beispielsweise mit seinem launigen Louis-Vuitton-Beitrag „Neue Traditionen für ein niedergehendes Bürgertum“).
    .
    Verfall finde ich aber ebenfalls ganz prima: Wenn man Glück hat, gibt es bei Dingen eine schöne Patina. Ob es aber auch bei verfallenden -eiten und -ismen eine schöne Patina gibt? Meist gehen sie als peinliche Irrungen in die Geschichte der Menschheit ein. Sind sie aber lange genug tot, erstehen sie dummerweise aber wieder auf und reden in Zungen (hint für einen Pfingsten-Beitrag, ich weiß, ich bin unersättlich…)

  74. HansMeier555, der Tiger,
    danke...

    HansMeier555, der Tiger,
    danke für Ihre Beiträge zu H.Ackermann; langsam komme ich zu der Auffassung,
    daß es genügt diesen Blog zu lesen, um informiert zu sein und Information ein-
    zuordnen.
    So kann ich dem medien-overkill entgehen. Den Rest muß ich nicht wissen.

  75. Rosinante, ich möchste auch...
    Rosinante, ich möchste auch nicht den Rahmen verlassen. Vermutlich halten sie sich für undogmatisch und kreativ. Das sei Ihnen gerne belassen. Aber Ihre Argumentationsversuche sind leider schlicht.
    Schelten sie mich arrogant und intelektuell. Um über etwas zu streiten braucht es Begriffe, deren Definition einigermaßene Übereinkunfgt erzielt. Sie machen sich Ihre eigenen, habe ich den Eindruck (geologisch-politische Schichtung, die der dialektische Materialismus in den rund 200 Jahren seiner Existenz aufbaute).
    Das ist Murx(die Praxis) und keine Argumentation. Aber irgendwie kann ich es ja verstehen, wenn die, die mit mir einer Mienung sind (Letztlich ist der Betriff „linker Faschismus“ denunziatorisch) und sich ebenfalls undogmatisch dünken, eine Suada auflegen und nicht auf den Punkt kommen können.

  76. Die Ziele sind klar...
    Die Ziele sind klar gesteckt
    @Tiger: Ich glaube, dass der Ackermann mehr ist als ein Hintermann, einer der irgendetwas „zu merken“ hätte. Nach meinem Verständnis gehört er zu den Frontleuten, auch wenn er sich so nicht verkauft. Er ist ein Macher, auch dieser Krise übrigens. Siehe hierzu auch meinen hoffentlich allseitig satirisch verstandenen Beitrag „Greenspan, der über die Zeit gehievte Hagen, http://blog.herold-binsack.eu/?p=843, bzw. auch, die oben schon erwähnten ‚blauen Bohnen’ um Herrhausen. Es war mit Sicherheit – auch und gerade nach dem Mord an Herrhausen – keine Nebenabsicht einen Schweizer zu nehmen, für neue deutsche Ziele. Ziele, die infolge der „Wiedervereinigung“ auf ganz andere Weise dann zu verwirklichen, sich ermöglichten. Herrhausen war noch ein Stratege alten Schlages, ein wohl fein gebildeter, aber ein dennoch nicht wenig und solchermaßen typischer plump-deutscher Marktakteur.
    .
    Die USA auf solch vordergründige Weise aus dem Feld schlagen zu wollen, wie er es versuchte, unter Ausnutzung „antiimperialistischer Losungen“, nämlich der Forderung nach einem Schuldenmoratorium für die zahlungsunfähige 3. Welt, war nicht nur durchsichtig, zumal die Deutsche Bank zuvor kräftig Wertberichtigung vorgenommen hatte, sondern eben auch eine extrem plumpe Attacke gegen die schließlich als einzig noch überlebt haben wollende Supermacht und das Signal zum Angriff gegen die aufsteigenden „asiatischen Tiger“ (nicht als Anspielung auf Sie zu verstehen).
    .
    So zeitgemäß der Angriff wohl war, Deutschland spürte nicht nur die neue Macht in sich, sondern auch den scharfen Wind um die Nase, infolge nicht nur der Schwierigkeiten bei der Aufteilung der Beute, sondern eben auch in Vorahnung dessen, was da bald kommen wird. Ich bin überzeugt, dass die klugen Leute damals schon wussten, wie sich in etwa die Krisen gestalten werden, die wir da gerade durchmachen dürfen. Erst der Schlag gegen das britische Pfund, dann die Attacke von 9/11 – von wem auch immer -, mit der dann folgenden Verschleppung der abzusehenden großen Krise, einer, vor der Greenspan immer warnte, und schließlich nun, dieser Angriff auf den Euro. Niemand soll hier glauben, dass das nur Anekdoten der kapitalistischen Wirtschaftsgeschichte sind, plumpe Wiederholungen sozusagen, infolge eines immer schon verrückten Marktes oder der Skrupellosigkeit einiger herausragender kapitalistischer Persönlichkeiten gar. Die Skrupellosigkeit folgt Gesetzen, ehernen wie es scheint, denen des Marktes. Aber auch dem Klassenkampf. Je mehr dieser geleugnet wird, desto deutlicher zeigt er sich. Allerdings hinter verschobenen Fronten und sehr selten zum Vorteil der subalternen Klasse. – Klassenkampf von oben eben!
    .
    Der Krieg zwischen dem Dollar und dem Euro enthält alle Elemente eben nicht nur der innerkapitalistischen Konkurrenz, sondern auch der Wirkungen und Gegenwirkungen auf dem Feld des Klassenkampfes. Wenn ein nationalistischer Populist wie Sarkozy die französische Wirtschaft zu schützen vorgibt, um den französischen Arbeiter zu befrieden, dann wird das wohl ein Friedensangebot an die arbeitende Klasse Frankreichs sein, aber auch und eigentlich mehr noch eine Kriegserklärung an alle: an die deutsche Konkurrenz, ganz besonders, und an die internationale Arbeiterklasse – auch an die französische; denn dieses Aufgebot will mir nicht als Hochzeit zwischen Kapital und Arbeit erscheinen, sondern als heimtückische Falle, gerade für die französische Arbeiterklasse. Die Mitgift wird dementsprechend sein, nämlich in Form von noch niedrigeren Löhnen, aber vor allem als triste Abhängigkeit vom Partner-Klassenfeind. Der Klassenkampf soll gelenkt werden. Gegen wen aber?
    .
    Das jüngste Bündnis zwischen eben diesem Frankreich und den USA (noch zu Bush-Juniors Zeiten) ist mir die logische Konsequenz hieraus. Nur ein Ackermann hat da die Nase immer etwas weiter vorn. Sein Coup mit Goldman-Sachs ist schon genial. (Der „Juniorpartner“ hat halt so einige Privilegien, wenn erkuscht. Dennoch könnte man das aus der Perspektive der USA auch als einen Akt des Hochverrats werten – seitens Goldman-Sachs’ -, wenn es ein solches Delikt in Zeiten des transnationalen Kapitals noch gäbe. Dass Teile von US-Banken dabei drauf gehen, wird durch den Niedergang deutscher Banken – der HRE z.B. – mehr als kompensiert. Herrhausen hätte es vielleicht nicht weniger blutig gemacht, aber doch „deutscher“ vielleicht.)
    .
    Der Mord an Rohwedder wurde nur von wenigen verstanden, nämlich als nachdrückliche Klarstellung dessen, was zuvor schon auf allen Parketts laut geflüstert worden war: diese Beute gehört allen (und das „Projekt Großdeutschland“ wird kritisch beäugt, und ich wüsste nicht, was da eine RAF mit zu tun gehabt haben wollte!). Also wurde die DDR schnellstmöglich billig verhökert (Rohwedder wollte das „Volksvermögen“ zuvor noch gesichert haben – und nun wurden mit gewissen fetten Anteilen alte-neue Freunde zufrieden gestellt, wie in der „Leuna-Affäre“). Kohl wollte Frankreich mit einbinden, den Gegner also korrumpieren, bzw. sich als korrumpiert zu verstehende Braut anschmeicheln.
    .
    Es wird Zeit zu begreifen, dass Ackermann die Antwort auf all das war und ist– nachdem die Deutsche Bank nach Herrhausen das Schuldenmoratorium sang- und klanglos versenkt hatte -, nämlich als Rückbotschaft: „Großdeutschland“ vielleicht, aber unter Führung eines Schweizers und eingebunden in einem größer zu werdenden Europa (nur keiner glaubt das den Deutschen noch, und der Ackermann ist doch längst assimiliert). Und Frankreich scheint infolge seines Techtelmechtels mit den USA nicht mehr genug bündnissicher! (Auch das britische Pfund sitzt da auf der Mauer, bedroht vom Absturz, bzw. auf der Lauer, um genau das zu verhindern – auf Kosten des Euros, auf Kosten Deutschlands und eben auch Frankreichs. Die Griechenlandkrise ist (bzw. war bis zu jenem historisch zu nennenden Beschluss am Wochenende) zuvorderst eine Frankreichs und Deutschlands. Den „Euro mit allen Mitteln verteidigen“, heißt eben auch alle anderen angreifen: den Dollar, das Pfund, den Yuan…- und nicht zuletzt: die Massen.
    .
    Ist nun das französisch-deutsche Bündnis neu geschaffen? Ich bezweifle es. Denn wenn der Druck wieder wächst – und der Feind schläft nicht – , kracht es als erstes unter den Bündnispartnern. Und wen wundert’s, wenn jetzt Europa – resp. der Euro – von allen angegriffen wird. Die Ziele sind doch klar gesteckt, nur die Mittel variieren.

  77. Liebe Rosinante, der, der die...
    Liebe Rosinante, der, der die Schildkröten so gern am Bäckchen kraulte war der Ernst Jünger.

  78. ... das mit der Aristokratie,...
    … das mit der Aristokratie, also die Altfeudalen, finde ich zu ungenau. Es geht
    doch nicht um einzelne blaublütige Personen. Es ist doch der ganze über
    1000 Jahre angezüchtete Hofstaat mit seinen Höflingskarrieren, der die Macht(Finanzmacht) zum Überleben braucht.
    Sie übten politische Macht immer nur i.A. oder nach Diktat verreist aus.
    .
    Devin 08, danke für den Hinweis, daß Systemfehler immer auch Theoriefehler
    sind.

  79. @HansMeier555
    die Staaten...

    @HansMeier555
    die Staaten machen es aber genauso. Die BRD – immer noch eine schöne Abkürung – gibt Staatsanleihen für sagen wir 3,5% raus und gibt sie an GR für z.B. 6,5% weiter. Aber wie man weiß, effiziente Märkte, es gibt keine Arbitrage…

  80. HansMeier555,
    ... das zur...

    HansMeier555,
    … das zur Schau stellen des Reichtums funktioniert nicht, weil die Gallionsfiguren
    austauschbar sind. Es handelt sich um eine Selbstermächtigung, dem der
    kulturelle, gesellschaftliche Input fehlt. Nur Macht um des Machtgefühls Willen,
    ist übrig geblieben und achja „Karrieren“.

  81. HansMeyer555,...
    HansMeyer555, finanzaristokratische Konsumgüter wie Schloss, Hof, Flur, und Brauereimantel werden kaum ausreichen, um das Spielgeld, das die Damen und Herrn akkumuliert haben, dem Kasino zu entziehen. Und dann ist da noch die Erfahrung, dass es nicht reicht, wenn Beschäftigung gesichert wird, Lohn und Brot versprochen werden, um die Befähigung zu erlangen, den Staat zu entern. Es wird nichts mit Ihrem neuen Feudalsystem.
    Dazu braucht es Handlanger, die dem Knecht weißmachen, er sei in Sicherheit, wenn er sich dem autoritären System andient und unterordnet.
    colocrase, ja warum tun sie es nicht, warum einigen sie sich nicht auf Regularien, die greifen? Verbot von Teufelszeug, mindestens der Leerverkäufe und des Handels mit CDS, die nichts vesichern. Transaktionssteuern, und eine Polltax für Einkommen über 5 Millionen.

  82. @BertholdIV
    Auch die Hölle...

    @BertholdIV
    Auch die Hölle hat ihre Gesetze, und auch die Hierarchie weiss die gottlose Pressemeute hin und wieder für sich einzuspannen.

  83. V, nein, das meinte ich nicht....
    V, nein, das meinte ich nicht. Dreiste und arrogante Leute gibts schließlich überall auf der Welt.
    .
    Ich setze auf den Tod und die Steuer. Auf die beiden ist Verlass.

  84. Zerlina, da hab ich Jünger's...
    Zerlina, da hab ich Jünger’s und d’Annunzios Schildkröte durcheinandergebracht. Danke. Der linke Faschismus ist übrigens keine Denunziation, sondern eine historische Tatsache. Eine gute Bekannte von mir, die nach dem WK2 eine der ersten Kommunistinnen in einem Schweizer Stadtparlament war, spricht immer vom Antifaschismus ihrer politischen Anfänge in den 1930er Jahren. Aus dieser Zeit stammt die linksinquisitorische Besetzung dieses Worts, dies, um die parallelen Verbrechen Stalins zu verharmlosen und zu verleugnen. Sie hätten gerne neue Begriffe, aber gegen die gnadenlose Macht der Geschichte haben linke Geschichtsrevisionisten (beiderlei Geschlechts) keine Chance.

  85. lieber HansMeier555,
    der...

    lieber HansMeier555,
    der Deutsche Gewerkschaftsbund investierte die Beiträge von Arbeitern und Angestellten in Firmen wie die Neue Heimat. Mit über 400 000 Wohnungen war diese BGB-Tochter eine der grössten Immobilienbesitzerinnen Europas, ging 1980/81 pleite und wurde für eine symbolische Mark verkauft.
    .
    Noch Fragen?

  86. Liebe Rosinante,

    neue Bgriffe...
    Liebe Rosinante,
    neue Bgriffe braucht man vielleicht gar nicht. Es gibt selbstverständlich linke und rechte Antifaschisten. Aber linke und rechte Proto- oder Präfaschisten gibt es nicht. kein Umkehrschluss. Das ist Logik. Die Vorläufer der Faschisten sind solche, die Faschisten geworden sind oder Faschisten waren(vor der Begriffsbildung). Deshalb ist Marinelli Präfaschist, aber Futurismo nicht in seiner Gesamtheit präfaschistisch. es gab ja auch weiterhin anarchosydikale Futuristen. Ob die „links“ sind, darüber wird gestritten. So meinte ich das. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich mich da missverständlich ausgedrückt habe.
    D’Annunzios (dekadente?!?) Schildkröte hätte ihn sicher auch überlebt, wenn er sie nicht gestopft hätte. Jüngers Schildkröten hatte Glück: Herrchen liebäugelte zwar zeitweilig mit Vegetariern, war aber selbst keiner. Heda hat also wohl Salat bekommen und keine Trüffelpralinen.

  87. @ Devin08 : Ich verstehe nicht...
    @ Devin08 : Ich verstehe nicht alles wa sie so schreiben und würde nicht alles für mich übernehmen, aber darum geht es ja auch nicht.
    .
    Sie übersehene mE eine wichtige Tatsache in diesem Spiel. Deutschland ist das einzige OECD-Land, welches die Globalisierung konsequent umgesetzt hat. Die Löhne der deutschen Arbeiter wurden gesenkt (Kaufkraftverlust durch Inflation der nicht durch Lohnerhöhung ausgeglichen wurde und Nichtbeteiligung am Produktivitätszuwachs).
    Kaufkraftverlust seit 1985 zwischen 20% und 40% je nach Sparte und Beschäftigungsart. DAS ist der einzige Grund dafür, das Deutschland überhaupt noch so etwas wie Industrie hat.
    Durch die globale durch Qualitäsmanegement vergleichbar und trasferierbar gemachte Wirtschaft konkuriert ein Arbeiter in Deutschland mit dem in Bulgarien genauso, wie mit dem Arbeiter aus Petersburg oder Peking.
    Die Waren erfüllen alle den gleichen Standart, als Differenzierung bleiben nur noch Stückkosten und Verfügbarkeit.
    Kein anderer Staat hat es geschafft zumiindest den größeren Teil der industriellen Wertschöpfung über diese Zeit zu retten.
    Die Japaner waren nah dran und hätten es auch hinbekommen, aber die mussten Billionenn an Kapital das in den USA war abschreiben. Eine bittere Lektion für alle die mit den USA zusammenarbeiten : die USA sind keine Bank, sie zahlen nicht aus.
    Klassenkampf? Ja wahrscheinlich, aber vor allem anderen Sachzwänge.
    Um eine USA überhaupt in Frage stellen zu können braucht es einen Markt der auch ohne USA kann.
    Dieser Markt wurde nun in 25 Jahren geschaffen. Eine ökonomische Meisterleistung, an der die USA erheblich beteiligt waren und sind. Die USA betreibt das gleiche Spiel, nur aus einem anderen Blickwinkel und mit anderen Schwerpunkten.
    Asien als homogenen Block zu sehen, der Europa überrollt ist ignorant. Wir haben hier geschichtszeiten von 2000 Jahren in Europa und 4000 Jahre in Asien. Der Nogo GB-F ist mit Japan-China nicht zu vergleichen.
    Die Fragen Sozialismus-Faschismus-Kapitalismus ist am ende alles nur noch -mus.
    Gewollt oder als Ergeniss von Wünschen die überraschent Wirklichkeit geworden sind und sich verselbstständigen: Die Welt ist extrem klein, sie ist sehr vergleichbar und das „arbeiten lassen“ und selbst die Wertschöpfung betreiben geht zuende.
    Opfer No.1 die USA, dort war man tatsächlich der Meinung man spiele Civilisation und käme nun zur Intellektuellen Wertschöpfung, supersauber und superertragreich.
    Das hat sich nur als „Senfgas-Attacke“ herausgestellt (im WK1 haben die Deutschen das Zeug eingesetzt weil sie sich für chemisch weiterentwickelt hielten, waren sie aber nicht und bekamen Antworten die sie garnicht hören wollten).
    Die westlichen Staaten haben mehr Probleme als nur ihre Haushalte. Allen voran die USA und GB sind sie nicht mehr dazu in der Lage industrielle Wertschöpfung zu betreiben. Sie haben zu hohe Löhne (imVergleich zu den anderen Anbietern zu hohe Stückkosten) und zu schlechte Qualität.
    DAS alles ist nicht unser Problem, wir haben andere.
    Wenn Sie das als globalen Klassenkampf empfinden möchten, wird das wohl auch richtig sein (perspektivisch).

  88. Herr Lehrer (fingerschnipp),...
    Herr Lehrer (fingerschnipp), darf ich nach vorne? Ich weiss es. Also-Rosinante hoer‘ auf so zu feixen-also das war so: der Ackermann hat den Herrhausen gebombt, um dessen Job zu kriegen. Und der Mitterand hat dem Kohl gesagt: Elmuth, hat der Mitterand gesagt, isch will die Leuna, sonst rien deutsche Einheit. Und der Bush hat dem Kohl gesagt, dass er demnaechst ein paar CIA-Agenten nach Hamburg lassen soll, die wie Araber aussehen. Er wuerde schon sehen, welchen Zweck das hat. Der Kohl hat dafuer dem Bush versprochen, den Rohwedder zu erschiessen. Das wuerde er selber machen: Aug‘ und Hand fuer’s Vaterland. Dann versuchte der Sohn vom Bush den Euro zu verhindern, indem er den Arabern den Auftrag gab, mit Buerotuermen nach Flugzeugen zu schmeissen. Hat aber nix gebracht. Also schickte man die CIA-Agentin, Carla die Singende, nach Fronkreisch um den Sarko zu angeln. Der liess das auch geschehen, denn sein Heiratsantrag an Angela wurde abschlaegig beschieden-musste er halt die andere nehmen. Das gefiel ihm nicht, aber raison ist raison. Ausserdem hasst er Musik. Grund genug, die Angela zu aergern, wo es nur geht.
    So ist die Krise gekommen. So geht sie weiter. Es wird kommen die Halsband-Affaire, hohe Brotpreise, unbezahlbare Opels, die Tuerkei wird noch ein paar Transfer-Empfaenger zum Integrationskurs schicken; danach wird das Reich der Angela in seinen Grundfesten so erschuettert sein, dass Europa auseinander bricht. Das hat der Ackermann schon vor zwanzig Jahren so gewollt.
    Stimmts, Herr Lehrer? Krieg‘ ich jetzt ein Fleisskaertchen? Werde ich diesmal versetzt? Werde ich von der Sportstunde befreit? Hab‘ ich die Welt gerettet?

  89. Nichts ist unmöglich, Filou,...
    Nichts ist unmöglich, Filou, setzen. 1-

  90. Filou, bin zwar nicht die...
    Filou, bin zwar nicht die Lehrerin, aber als Bewohnerin der letzten Bank,
    find ich Ihre Interpretation einfach Klasse. Ich hab es immer gewußt:
    für Verschwörungstheorien braucht es Herz und Hirn.

  91. Filou, endlich bringt jemand...
    Filou, endlich bringt jemand eine Linie in die Geschichte, die mir gefällt. Wie sagte schon Herr Luhmann „Sinn entsteht durch Reduktion von Komplexität“. Und warum, Zerlina, nur „Eins minus“ für Filou? Das ist ungerecht!

  92. lieber Filou, dass Sie der...
    lieber Filou, dass Sie der Retter der Welt sind, mögen Sie bezweifelt haben. Ich niemals. Geben Sie dem feixenden Lehrer eine drauf, nur zu. Übrigens, Ihr Drehbuch der aktuellen Katastrophe gefällt mir. Aber wenn dies in diplomatisierter Form aus ministerialen Gefilden kommt, finde ich’s einen Horror. Vielleicht tröstet’s (ein wenig), dass ich auch in meiner akademischen Zunft wenig geliebt werde, was ich aber nicht wie Der Tiger bejammere. Die Kids an der ordinierten Front haben die Ohren immer gespitzt. Und, da Sie offenbar aus Halle kommen: die ehemalige DDR-Bürger meines Fachs, die zuhanden des Politbüros vor dem grössten Tatsachenquatsch nicht zurückschreckten, sind die geschmeidigsten Opportunisten der aktuellen deutschen Republik. Auch in der Schweiz sind sie mit ihren Schallmeien schon zahlreich anzutreffen, und die Fortschrittskarawane ist enthousiamiert. Wer die DDR und die Stasi als intelligentes Individuum heil überlebte, für den sind die Dispositive des westlichen Europa Peanuts.

  93. Und dieses Scheisswetter kommt...
    Und dieses Scheisswetter kommt auch davon…

  94. Meine Frage, liebe Rosinante,...
    Meine Frage, liebe Rosinante, waere, was Sie mir damit sagen wollen.
    .
    Meiner Meinung nach war die Demokratie von Anfang an eine Fehlentwicklung, und die Blutrünstigkeit der Robespierres, Dantons, Saint-Justens usw. zeigte ja schon, wo das alles hinführen würde.
    .
    Graf Dracula war, wie Sie vielleicht einwenden werden, zwar Aristokrat, aber das mit der Blutsaugerei haben ihm doch nur linke Meingungsmacher wie Habermas angehängt.

  95. liebe Zerlina,
    Ihr anderes...

    liebe Zerlina,
    Ihr anderes Pseudonym harmoniert besser mit mir, sei’s drum. Als Gaul im Spanien des späten 16. Jahrhunderts bin ich manch Trübsal und manche Windmühle gewöhnt. Ich blödele mit Ihnen gerne über alle Welt, aber in Fragen wegen denen ich jahrelang die Archive mehrerer Länder (auch der DDR, das war schwierig genug) durchkämmte, bin ich so biegsam wie ein Gummibärchen, welches eine Stange aus Titanstahl verschluckt hat.
    .
    Die Linke, die selbstredend nur am Rande mit der Party von Gysi und Lafontaine zu tun hat, und längst sogenannt Bürgerlich-Liberalen, Sozialdemokratisch-Unbelehrbare und die sogenannte Künstlerschaft erreicht hat, kämpft um die Deutungshoheit. Wenn Sie heute die Meinungsseite der NZZ mit den Polanski-Stellungnahmen von Alice Schwarzer und Luc Bondy lesen, so ist der Kampfplatz breit. Als Mann kann ich nicht nur Frau Schwarzers Freund sein. Aber mit diesem Text trifft sie ins Schwarze. Und die Linke mit Daniel Cohn-Bendit oder der Odenwaldschule-Pädophilenpädagogik (verharmlost von Richard von Weizäcker und Adolf Muschg) kriegt auch noch einen Tritt. Filou, von mir bekommen Sie eine 1+.

  96. @Rosinante: ich glaube, das...
    @Rosinante: ich glaube, das ist auch so eine Gestaltungsaufgabe (die jedoch im Querschnitt EU-Vertiefung sich allen stellen wird): wie man die nationale Souveränität als EU-Staat definiert. Also, was ist der nationale Kern, was ist regional, was ist Gemeinschaft. Ich sehe da einiges mögliches Konfliktpotential, z.B. was den Umgang mit Sprachen und stärkere Einwanderung ins Nachbarland angeht. Ansonsten, die EU ist halt quasi ein halbes Indien, nur mir einer viel kürzeren Fremdvereinigungsherrschaftsgeschichte.
    @Vroni: da haben sie recht, der Don ist halt ein Melancholiker („wenn ich auf das Ende sehe..“).
    @Holly: das war jetzt mal ein halbwegs aktuelles Panorama, das sich nicht an den Ismussen der vergangenen 2 Jahrhunderte abarbeitet (die allmählich ähnlich antik anmuten wie die Gerümpelbilder aus D’Annunzios Haus).
    @Filou: hm, ich denke ja, daß sich die alle nicht gut kennen.

  97. @Rosinante
    mit Bezug auf:...

    @Rosinante
    mit Bezug auf: „dass ich auch in meiner akademischen Zunft wenig geliebt werde, was ich aber nicht wie Der Tiger bejammere.‘
    Ich bejammere überhaupt nichts, schon garnicht von meiner akademischen Zunft wenig geliebt zu werden. Ich habe vor 34 Jahren promoviert und seitdem mein Geld ausserhalb der akademischen Welt (recht gut) verdient. Professor zu werden war nie mein Ziel. Aber unter meinen Freunden sind mehrere, sehr unterhaltsame Professoren.

  98. Lieber Filou,
    Man kann auch...

    Lieber Filou,
    Man kann auch lügen, indem man die Wahrheit sagt — aber mit so einem Tonfall, daß keiner mehr dran glaubt.
    .
    Bitte sagen Sie uns jetzt noch, wer denn nun der armen Hannelore den Holzpflock ins Herz gebohrt hat?

  99. lieber HansMeier555, Sie haben...
    lieber HansMeier555, Sie haben mir eine komische Frage gestellt, und ich habe Ihnen eine komische Frage gestellt. Da Komik und Tragik…, Sie wissen schon. Weit konstruktiver finde ich Ihren Hinweis auf Dracula und Habermas. Aus Wien soll eine Hunde- oder Katzengeschichte in Strassburg (Menschenrechtsgerichtshof) hängig sein (haben Hunde/Katzen eine unantastbare Seele -oder so ähnlich- und deshalb ein analoges Schutzrecht -oder so). Und niemand kümmert sich um den armen Dracula. Möglicherweise ist die angebliche Blutrünstigkeit eine Art zärtliche Transfusion. Ganz im Gegensatz zur genannten Horror-Trinität Frankreichs, wo die Blutrünstigkeit eine Art demokratische Konfusion ist. Filou rettet die Welt und Sie erklären diese. Wenigstens in diesem Blog existieren noch Sensibilitäten.

  100. Liebe Rosinante, zunächst:...
    Liebe Rosinante, zunächst: Zerlina ist mein einziges Pseudo, hier und überhaupt in der Blogosshäre. Die Linke bekommt in Rostock eine neue Parteispitze, die wieder OST/WEST und zur Beruhigung der Gemüter FRAU/MANN sein wird. Es gibt in dieser Partei Kommunisten, Sozialdemokraten, Libertäre, Anhänger des s.g. demokratischen Soziaismus, und solche, die gerne eine Bürgerrechtspartei(ha ha) werden würden. Eine Vorlage für ein Programm, das der Partei die Wählbarkeit für ihre originäre Klientel für die nächsten drei Legislaturen sichern würde, und einen Einzug in die westdeutschen Landtage wahrscheinlicher machte, ist von den höchsten Gremien (unter Schmerzen aber einvernehmlich) verabschiedet worden. Teile der Partei, die gern schon 2013 auf Bundesebene mitregieren möchten sind damit verständlicherweise nicht einverstanden und untergraben gerade den konsensuellen teil dieses Programmentwurfs.
    Meiner Ansicht nach ist es Unsinn sich liberaler und sozialdemokratischer zu geben, wegen besagter originärer Klientel und weil es 2013 auch aus anderen strukturellen Gründen noch keine Regierungsbeteiligung im Bund geben kann.
    Ich möchte sie doch mal um ein bischen Klarheit bitten: Um die Deutungshoheit über wen oder was kämpft Ihrer Ansicht nach wer in der Partei, bzw.um welche Deutungshoheit kämpft diese heterogene Partei in der außerparteilichen politschen Debatte?
    Und was, zum Henker, hat dieser lamoyante Pflichtaufsatz der Frau Schwarzer in der NZZ mit all dem zu tun???

  101. Um nochmal aufs Beitragsthema...
    Um nochmal aufs Beitragsthema zurückzukommen.
    .
    Das „Bürgertum“ existierte eigentlich nur, solange andere soziale Makrosubjekte existierten, gegen die es sich behaupten mußte.
    Seitdem aber Adel, Klerus und Krone hops gegangen sind und auch das Proletariat sich als Chimäre entpuppt hat, kamen dem B-tum die Konturen abhanden.
    .
    Vielleicht würde es was helfen, die Menschen einfach nach Blutgruppen einzuteilen. Irgendeine Ordnung muß es doch geben.

  102. Was das Seelenleben von Katzen...
    Was das Seelenleben von Katzen betrifft, bin ich ein Kompetenter:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=w0ffwDYo00Q

  103. Liebe Rosinante,
    Es macht...

    Liebe Rosinante,
    Es macht einen Unterschied, ob man Vereingelder unterschlägt oder ob man eine Feudalrente bezieht.

  104. Was wir brauchen ist nicht...
    Was wir brauchen ist nicht TEAM (toll ein anderer machts) sondern LEAN (los ein anderer Neustart).
    In diesem Sinne.

  105. Mein Gott, diese von vielen...
    Mein Gott, diese von vielen Teilnehmern geaeusserten Verschwoerungstheorien, wenn sie doch nur zutreffen wuerden. Seit fast 50 Jahren bin ich als Corporate Consultant in NYC taetig und bei meinen juedischen Freunden sehe ich nur eins, die Lust aufs Geldverdienen, wie dies zutreffend von JZ Muller in Capitalism and the Jews beschrieben ist. Meine WASP Freunde halten sich eher an Mancur Olson’s Rise and Decline of Nations und an die etlichen von JK Galbraith geschriebenen Buecher. Olson gibt glaubwuerdige Hinweise warum die wirtschaftlichen Erfolge vonDeutschland, Japan, Italien und Frankreich nach WW2 groesser waren als die des UK und der USA. Die Eliten der USA und zunehmend auch Das Westviertel Deutschlands klammern sich an Olsons Theorien und somit ist der zukuenftige Niedergang Deutschlands vorgezeichnet.

  106. hier im Dorf investiert man...
    hier im Dorf investiert man nicht in Griechenland-Anleihen oder Leerverkäufe derselben, sondern in Solarmodule. Alles wird hier immer häßlicher, Scheunen mit blauen Dächern, igitt! – Ob die staatlich garantierten Stromerzeugerpreise in trüber Zukunft auch noch sicher sind? – Ich werde mich mal am Stammtisch umhören. Wir werden es doch schaffen, die revolutionäre Unruhe im Volk zu schüren. Reden nach Art d’Annuncio sind da nicht vonnöten. Außerdem gibt es ja noch „Bild“.

  107. Die Probleme der...
    Die Probleme der Wertschöpfung und das Wildern der Rechte im linken Lager
    .
    @Holly01: Ich möchte Ihnen da gar nicht widersprechen, nur scheint es mir ein wenig zu kurz gegriffen, anzunehmen, dass Deutschland seine Wertschöpfung gerettet hätte, und dies auch noch durch Lohnkürzung. Umgekehrt scheint mir doch ein Schuh daraus zu werden. Der ständige Druck auf die Lohnkosten – wegen der globalen Konkurrenz -, führt in hochentwickelten kapitalistischen Ländern mittelfristig zu Problemen bzgl. der Wertschöpfung. Sind nicht unsere „Abwrackprämien“ ein all zu deutlicher Beleg dafür? Solches verstärkt im Übrigen die Tendenz zum „Autokannibalismus“ (vgl. diesen Begriff bei Robert Kurz in seinem „Das Weltkapital“, ich teile diesen Begriff, wenn auch nicht Kurzens apokalyptische Vision bzgl. einer absoluten „inneren Schranke“), und das wiederum treibt die Entwicklung auf genau diesem Weg voran: das Weltkapital bekommt zunehmend Schwierigkeiten sich auf hohem Niveau zu reproduzieren, es tritt in Konkurrenz zur Billigkonkurrenz auch auf der Produktivitätsseite. Lediglich die Militärmaschinerie – und da sind die USA kaum einzuholen -, erzwingt eine weitere hohe Produktivität. Der Witz dabei ist nur, diese ist nicht produktiv. Somit auch dort nichts Neues. Die Barbarisierung findet daher sowohl auf hohem wie auf niedrigem Niveau statt – China und Russland zeigen uns genau wie das funktioniert, die USA und der Rest werden folgen.
    .
    Lange Rede kurzer Sinn: all dies verstärkt die objektive Tendenz zum Sozialismus, aber eben, mangels entsprechendem Bewusstsein auf Seiten der arbeitenden Klassen, auch zur Barbarei.
    Entweder überwindet das Subjekt seine diesbezügliche Krise im Klassenkampf oder der Klassenkampf wird durch die Krise des Subjekts derart beschädigt, dass der Kommunismus über den Weg der Barbarei, der absoluten Anarchie und einer Reihe von verheerenden völkermordenden imperialistischen Kriegen kommt. Ein solcher Kommunismus, sollte er denn einer sein, wird jede bisher erlebte diesbezügliche Form – auch eine jene des Stalinismus – weit in den Schatten stellen. Ein solcher dann „kommunistische Terrorismus“ wird ohne gleichen bleiben.
    .
    @Zerlina: Ich hoffe, dass ich auch Sie mit diesem Beitrag etwas zufriedener machen konnte (dass ich auch zu Ihrer Zufriedenheit auf „den Punkt gekommen bin“, von wegen meiner „Suada“). Im Übrigen denke ich, dass man viele Begriffe zunächst mal wieder klären muss, auch und besonders wegen der diversen Missbräuche in den letzten 150 Jahren. Aber noch schlimmer als der Missbrauch scheinen mir doch die Missgriffe zu sein, nämlich die ins eklektische Lager der Theorie. Eine Rosinante ist da nur ein zu gutes Beispiel für. Denn ganz besonders übel wird es, wenn hier die politische äußerste Rechte im linken Lager wildert (umgekehrt war es schon schlimm genug!). Das wiederum macht lange Vorträge geradezu zur Ehrenpflicht.

  108. Ach ja, Rosinante,
    .
    was mich...

    Ach ja, Rosinante,
    .
    was mich am Gemüt der (politisch) Konservativen immer so fasziniert hat, ist diese tiefe, unaussprechliche Sehnsucht nach einer Welt, in der es einfach keine Linke und keine Linken mehr gibt.

  109. Ihre Frage, Hans Meier (14....
    Ihre Frage, Hans Meier (14. Mai 2010, 19:47), kann nicht beantwortet werden. Von niemandem.
    Es geschah im Dunklen.

  110. @HenryPetersen: deutsche...
    @HenryPetersen: deutsche Westviertel und Theorien? Ich dachte immer, deren Ziel sei es zuvörderst, im öffentlichen Dienst unterzukommen?

  111. Lieber Filou,
    lassen Sie die...

    Lieber Filou,
    lassen Sie die Ausreden. Sagen Sie uns, was los war. Und wer die Spender waren.
    .
    Lieber Don,
    Sehen Sie sich selbst eigentlich als Bürger? Ich meine: Als Bourgeois? Entschuldigen Sie meine Penetranz.

  112. Aber sicher! ich bin nicht...
    Aber sicher! ich bin nicht Arbeiterklasse und nicht Adel und nichf Priester, also was bleibt sonst?

  113. HansMeier555,
    bitte, was ist...

    HansMeier555,
    bitte, was ist eine Feudalrente?

  114. Lieber Don,
    Sie kommen mir...

    Lieber Don,
    Sie kommen mir mit dem Ausschlußprinzip.
    .
    Als „Kulturschaffender“ sind sie ja auch irgendwie „werktätig“, so gesehen könnte man Sie zur Arbeiterklasse ebensogut dazuzählen wie Maxim Gorki.
    .
    Was Tonio Kröger betrifft, so hatte er Komplexe, weil seine Mutter mit einem Geiger durchgebrannt war.

  115. Lieber Meier, wer spendete die...
    Lieber Meier, wer spendete die Dunkelheit? Die Dunkelmaenner spendeten die Dunkelheit. Tief vergraben liegen ihre Namen im Saumagen pfaelzischer Metzger.
    Alles Weitere beantwortet Ihnen gerne Dr. Hawas vom Aegyptischen Museum in Kairo. Der hat alles entdeckt: Gott, die Sintflut, das Geheimnis der Sphinx. Wenn Sie ihm ein kleines Bakschisch geben, verraet er Ihnen auch noch den Ursprung menschlicher Dummheit. Ich gab ihm ein Trinkgeld. Er fand es zu gering und beschimpfte mich als typisch zionistischen Geizhals, und- beim Sheitan-er wusste, dass ich ihn und seinen Rat nicht brauchte. Die Wahrheit lag doch vor der Hand.
    Sie sollten noch mal unserer Beider Bildungsquellen besuchen: Donalds und Dagoberts Abenteuer in aller Welt. In der Version von Carl Barks. Alles andere ist Apokryph. Nicht wahr. Idealisiert. Hoffnung, wie der 13te Stamm Israels.
    Es ist Shabbat. Ich muss meinen rituellen, kosheren Calvados einnehmen.

  116. Nabend,
    @ Devin. Ich stimme...

    Nabend,
    @ Devin. Ich stimme Ihnen nur in wenigen Dingen zu, meine Zustimmung neigt eher zu den Aussagen des Holgers 01, ach nein Holly01.
    Im letzten Jahr war irgendwann ein chinesischer Politiker im DLF zitiert worden, der angesichts der Finanzkrise und der riesigen Mengen an US Anleihen die der chinesische Staat hielt und hält fragte: >Was sollen wir tun< Soweit ich weiß versuchten sie jedenfalls nicht US Anleihen in der USA zu Geld zu machen, sondern sie kaufen sich damit bsplsw. in afrikanischen Ländern ein und es ist ihnen sch....egal, was dort mit der Natur und auch mit der Bevölkerung (die wird notfalls umgesiedelt) passiert, solange dort günstig Rohstoffe zu haben sind. Ebenso halten Japan und Deutschland und viele andere Länder US Anleihen und umgekehrt. Wenn dieses ganze vernetzte Wirtschaftssystem zusammenbricht, wird es sehr viele treffen, ausgenommen natürlich jene, die schon immer über mehr Kapital oder Produktionsfaktoren verfügten. Die finden sich aber überall. Was den Verlust der Kaufkraft angeht, so meine ich, dass dieser, dass erste Mal ganz massiv im Jahr 2000 einsetzte, weil da der letzte Börsenzusammenbruch begann (Die Abstände werden immer geringer), zumindest war es damals für mich deutlich spürbar, und seit der Einführung des Euros und vor allem der EU Osterweiterung hat sich dieser Zustand noch verstärkt. @ Filou Ich hätte da noch einen Platz frei in meiner obergeheimen Gesellschaft, die so geheim ist, dass selbst ich nicht weiß, dass ich sie gründete. Der letzte Versuch schlug fehl, weil die Seite auf der ich sie ausrief angeblich geheckt wurde (oder wie das heißt) Ich heiße Sie also herzlich willkommen bei der ELFDREI.

  117. @Filou (*Lachtränen aus den...
    @Filou (*Lachtränen aus den Augen wisch*): zum Wohl!

  118. Liebe minna,
    .
    Eine...

    Liebe minna,
    .
    Eine Feudalrente ist so was ähnliches wie Rundfunkebühren.

  119. Donito,
    wir hatten im Jahre...

    Donito,
    wir hatten im Jahre 1998 über die Herzübung diskutiert. Nur kurz. Und dann 2005: zwei Polizisten vor meiner Wohnungstür und ich denk nur: Geiler Fummel, hat der olle Mussolini doch recht gehabt.
    „We take the best of everything, even from the communists“ (Speer 1931)
    Brüssel 1934: Weiter gehe ich nicht.
    Aufruf der Kulturschaffenden 1934: Barlach hat nicht unterschrieben.
    Feiert, betrinkt Euch, macht Kinder und freut Euch des Lebens:
    Barlach hat uns alle abgelinkt.

  120. Mir ist nicht verborgen...
    Mir ist nicht verborgen geblieben (nicht nur heute), dass sich meine Kommentierungen nicht nur nicht allseitiger Wertschätzung erfreuen, sondern von einigen Kommentatoren ganz offensichtlich mehr als wenig geschätzt werden. Meine analytischen Analysen, mithin Metaanalysen, mögen auf einige schlichtere Gemüter überfordernd wirken, andere stoßen sich an meiner wortgewaltigen, gleichwohl auf den Punkt konzentrierten Länge und epischen Breite meiner flächigen (nicht flachen) Ausführungen (um nicht zu sagen, die Notwendigkeit der räumlichen Singularität meiner Beiträge bleibt den meisten, vielleicht allen, unergründlich), doch lässt der revolutionäre Klassenkampf keine kürzeren und seichteren Texte zu, denn nichts ist schlimmer und würde die Ziele des Weltkapitals mehr befördern als die textuale Unschärfe und die mangelnde Genauigkeit der Begrifflichkeit im objektivistischen Diskurs der früher als erwartet kommenden Revolution. Widerspruch ersehne ich, Ignoranz erdulde ich, aber die oberflächliche Witzigkeit, mit der hier zuletzt einige Kommentatoren meine Beiträge auf das Niveau der eigenen Lächerlichkeit herabzuziehen suchen, diese Versuche, mich zu desavouieren, haben mich mein weiteres Engagement für die Weltrevolution in diesem Blog überdenken lassen. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mich der dunklen Seite der Macht, dem großmäuligen Kleinbürgertum, dem kleinkarierten Großkapital, der präfeudalistischen Bourgeoisie nicht beugen werde. All den dünnbrettbohrenden Apologeten der Klassengesellschaft sei ins Brevier geschrieben, dass sich die Weltrevolution und der Sozialismus weder durch Ochs noch Esel aufhalten lassen. Diese unumstößliche und unanzweifelhafte Wahrheit immer wieder aufs neue zu verkünden werde ich mir nicht nehmen lassen. Den Schneid kauft IHR mir nicht ab!

  121. Ah, wie charmant - der Herr...
    Ah, wie charmant – der Herr Hawas.
    Er lügt und verdreht und intrtigiert und
    kassiert. Kulturelite!
    Nimmt den noch irgendjemand für voll?
    Ja, notgedrungen.
    Wäre ich nicht schleunigst ausgereist
    unter Hinterlassung meines Gepäcks im
    Hotel, …

  122. Lieber Filou, ein Saumagen in...
    Lieber Filou, ein Saumagen in der Pfalz ist wohl so kosher wie ein „Kessaw“ in Stammheim – und ihre Porteure grunzen jetzt im Bundestag oder imitieren rollend Schäuble. Wichtiger:
    Noch immer liegt im Keller eine Flasche Calvados von 1963. Besten Dank für Ihren ungeahnten Tipp zur Gestaltung des morgigen Abends.

  123. liebe Zerlina, danke für die...
    liebe Zerlina, danke für die detaillierten Polit-News aus dem Nordosten. Aber heute geht es nicht mehr um Begrifflichkeiten. Es leben die Handlungsoptionen..
    .
    lieber Hans Meier555, der unterschlagende Kassenwart der Gewerkschaft ist der bessere Mensch als der abzockende Banker. Lebenslanger Applaus. Auch der Vergleich von Feudalrente und Rundfunkgebühr ist originell und nachvollziehbar. Wenn Sie mir jetzt noch erklären könnten, warum wir im Mitteleuropa so entsetztliches Wetter haben, wähle ich Sie zum Präsidenten. Und wenn Sie dies ablehnen, müssen Sie zwei Wochen in gemeinsamer Zellenhaft mit Paris Hilton verbringen. Ich fürchte, dies wäre das Ende Ihrer Bürgerlichkeit. Mit und ohne Blutgruppe.

  124. Waw!!!!! Ich habe den Maserati...
    Waw!!!!! Ich habe den Maserati A6GCS von 1954 sofort ausgeschnitten und neben meinen Ferrari Kalender an die Kacheln der Küche geklebt. Sollte jemand fragen, werde ich sagen, es sei ein verspätetes Muttertagsgeschenk (zum Muttertag selbst habe ich nämlich nichts bekommen, nur anständig viel unbezahlte Arbeit).

  125. Devin08, ich schätze das hier...
    Devin08, ich schätze das hier alles gleich, weil es sich beteiligt. Rede- und Denkverbote gibt es hier nicht.

  126. "In der Kuerze liegt die...
    „In der Kuerze liegt die Wuerze“, Asterix bei den Pygmaeen, Uderzo & Goscinny.
    .
    Rosinante, schenken Sie mir den Zellenaufenthalt mit Paris Hilton! Ich habe Ohropax, zarte, kleine und kundige Haende. Dafuer kriegen Sie das Video, gedreht mit meinem iPhone. Ohne Ton.

  127. @tiger: hm, das ist aber...
    @tiger: hm, das ist aber traurig. Hier nachträglich wenigstens ein Blümchen: ~@@@~
    @Devin: Sie sind halt noch ein wahrer Gläubiger – wie vielleicht HansMeier auch -, aber die meisten hier sind halt Ungläubige und suchen sich ihre Orientierung aus Phänomenen zusammen. Und über die richtige Theologie des Glaubens können halt Gläubige untereinander eher streiten als Gläubige mit Ungläubigen.

  128. @Grenzgänger: ich sags ja,...
    @Grenzgänger: ich sags ja, wir haben eigentlich seit Jahren Deflation, aber an dieses Phänomen traut sich keiner ran.
    @DA: Militär wär noch eine unterschlagene Möglichkeit.
    @Holly: speziell Ihren Satz “ Die Welt ist extrem klein, sie ist sehr vergleichbar und das ‚arbeiten lassen‘ und selbst die Wertschöpfung betreiben geht zuende.“ finde ich bedenkenswert. Das Arrangement der Weltwirtschaftsregionen zueinander ändert sich, keine Frage, nur ist noch nicht klar, wohin.

  129. Lieber Devin,
    Zwar lese ich...

    Lieber Devin,
    Zwar lese ich Ihre Beiträge auch nicht immer bis zum Ende (ohne Bilder und Sprechblasen wird mir schnell langweilig), aber Ihre Ziele billige ich. Wir sehen uns dann auf Seite 254.
    .
    (Wenn es irgendwas gibt, was man für Sie tun kann, sagen Sie mir bescheid.)

  130. Liebe Rosinante,
    Die Frage,...

    Liebe Rosinante,
    Die Frage, wer der bessere Mensch ist — um genau die geht es mir ja nicht.

  131. @Sylter: wenn Sie gerade am...
    @Sylter: wenn Sie gerade am Kellerumgraben sind, an einem Portwein von 1993 (d.h. 10jährigen von 2003 oder 15jährigen von 2008) hätt ich Interesse. Falls sowas in einer versponnenen Ecke auftaucht und noch nicht vergammelt ist.

  132. @ Devin08: Wer den Ochsen...
    @ Devin08: Wer den Ochsen führt, erstarkt an seiner Halsstarrigkeit. Es hat alles seinen tieferen Sinn. Also seien Sie auch ein wenig dankbar dafür.

  133. Lieber Devin08,
    ich kann mich...

    Lieber Devin08,
    ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren: Sie befinden sich mit wesentlichen
    Persönlichkeitsanteilen in einem längst vergangenen Jahrhundert.
    Genaueres hierzu könnten Sie bei einer Rückführung
    in Erfahrung bringen. Seelenanteile, die nicht in der Gegenwart sind, können selbst-
    verständlich zurück geholt werden. Dieses Phänomen ist durchaus häufig anzutreffen,
    wenn auch nicht in dieser augenfälligen Ausprägung.

  134. Den Feudalismus in seinem...
    Den Feudalismus in seinem Lauf,
    hält weder Proll noch Bürger auf

  135. lieber HansMeier555, M. R.-R....
    lieber HansMeier555, M. R.-R. hat ‚mal einen Brecht-Essay (in diesem Blatt) mit „Ganz oben“ getitelt, und er hat dies auch schön begründet. Und dass die Frage des guten oder besseren Menschen nicht Ihrem Niveau entspricht, kann sogar ein Gaul begreifen, der regelmässig Ihre Verschriftlichungen (in diesem Blog) liest. Eine ähnliche Gutschrift möchte ich auch bei Ihren gestrigen Kommentar (20:59) geltend machen, den ich hiermit frech für meine Person beziehe. Ich vergleich’s ‚mal mit einer Druckgraphik. Ein Holzschnitt ist grob, wiewohl er als Bild vital und charmant sein kann. Aber einen anthropologischen Bezug gibt’s besonders in der differenzierenden und detaillierenden Radierung (etwa Rembrandt’s Hundergulden-Blatt). Aber da Sie, verehrter HansMeier555, in diesem Blog den Antagonismus aus Prinzip vertreten, stimmen Sie jetzt innerlich vielleicht eine Eloge auf den Holzschnitt an.
    .
    lieber Filou, der Deal mit Paris Hilton geht in Ordnung. Sie können mir das Video anschliessend ruhig mit Ton geben. Sonst hört man ja gar nichts.
    .
    lieber Don Alphonso, congrats zum integralen Mille Miglia Auftritt mit Text und Bild in der Printausgabe.

  136. @Carsten Knopp
    Darf ich Sie...

    @Carsten Knopp
    Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass im Titel Ihres Blogs ein Vorurteil steckt? “Frauen klopfen an deutsche Vorstandsetagen an” Wenn man wirklich gut ist, wird man gefragt und braucht nicht anzuklopfen. Die wirklich interessante Frage ist allerdings, werden für deutsche Vorstandsetagen immer wirklich gute Leute ausgewählt? Wirklich gute Leute können nämlich unangenehme Fragen stellen und einige DAX Konzerne wollen gerade das nicht.

  137. @ Devin08: In einer Zeit in...
    @ Devin08: In einer Zeit in der viele bei Dreisatz unter Sport nachschauen, ist es schwer Leute zu finden, welche sich um Begriffsdefinitionen kümmern.
    Ansonsten ist die Frage nach Ursache oder Wirkung, eher Müsli (für diesen Zusammenhang und die Möglichkeiten es herauszufinden).
    Deutschland hat (nach meinem Eindruck) garnichts gewonnen. Man hat Schäden vermieden oder einige Fehler weniger ausgeprägt gemacht. Das Spiel läuft ja immer weiter, keine Pausen und keine Schiedsrichter, nur Teilnehmer an der wilden Jagd. Das nächste „Hallali“ ist schon zu hören.
    .
    @ HenryPetersen: Sie teilen uns mit, daß die Amerikaner ein verbündetes Land, Mitglied in der OECD, EU, UN und NATO von den Amis aus reiner Geldgier und ohne jeden tieferen Sinn in seiner Existens nicht nur bedroht, sondern auf Jahrzehnte geschädigt, vielleicht sogar gänzlich ruiniert wird?
    Das alles weil ein paar Spätpubertierer es „geil“ finden die Lücken zu suchen in denen man das System der Wirtschaft schädigen und Geld abziehen kann?
    Das würde einen Zynismus darstellen, den selbst ich den Amis nicht zugetraut habe (und Fragen zur Bündnissfähigkeit aufwerfen).
    Es würde aber auch bedeuten, daß die Amis zwei mal innerhalb von nur 3 Jahren durch ihre eigene Finanzelite ruiniert wurde. Das empfinde ich als gerechte Strafe.
    .
    @ colorcraze: Es hat sich alles auf den sogenannten Eigenhandel verlagert. Die Banken treten als Käufer in den Märkten auf, treiben die Preise und machen Gewinne zu Lasten der anderen Marktteilnehmer. Sie schmarotzen im höchsten Maß.
    Es wird einige Zeit dauern, bis da Gegenstrategien greifen. Der Devisenhandel ist ein Rad, welches man nur einmal drehen kann. Der Euroangriff, bzw der Angriff auf Europa wird für die Amerikaner teuer.
    Charming Obama wird niemanden darüber hinweg täuschen können, daß die Amis unberechenbar geworden sind und zum Eigennutz jeden angreifen und schädigen. Egal wer auf der Welt Handel treibt oder herstellt, die Amis sind keine Vertragspartner mehr.
    Die Amis werden schnell feststellen, daß niemand auf die Banken schaut, das ist Krieg und Krieg wird von Ländern geführt. Die Folgen fallen also auf das Land USA zurück.
    Die Verschiebungen die sich aus diesem Spin ergeben, kann ich nicht absehen.

  138. "All den dünnbrettbohrenden...
    „All den dünnbrettbohrenden Apologeten der Klassengesellschaft sei ins Brevier geschrieben, dass sich die Weltrevolution und der Sozialismus weder durch Ochs noch Esel aufhalten lassen. Diese unumstößliche und unanzweifelhafte Wahrheit…“
    .
    @Devine08 : Dieser Satz erinnert mich sehr an Giuseppe Botazzi !

  139. Also ich habe ja ein Faible...
    Also ich habe ja ein Faible für Giuseppe Botazzi. Erinnert sich jemand an die Szene, wo sie einen deutschen Panzer holen wollen, und dann merken, dass es ein amerikanischer ist, und die Friedenssäule abschiessen?

  140. Chèr Holly01,

    die...
    Chèr Holly01,
    die Einmischung mittels dynastischer und militärischer Mittel in die politischen Querlen Konitinentaleuropas gelangen, von Frankreich einmal abgesehen, Britannien erstmals in der neueren Geschichte durch Verehelichung des pfäzisch-böhmischen Winterkönigs Friedrich V vor Ausbruch des 30-jährigen Krieges mt der Tochter Jakobs I. , Elisabeth Stuart.
    Schon zuvor hatte Elisabeth I. mit John Dee einen Meisterspion am Hofe Kaiser Rudolf II. in Prag placiert.
    Die Schlacht von Blindheim oder Höchstädt 1704 liessen die Rotröcke Marlboroughs mitsamt den Österreichern unter Prinz Eugen gegen die Bayern und Franzosen siegen. Davon zeugt noch das Schloß mit dem Namen Blenheim Castle, dessen Besitzer der Nachkomme M.´s, W. Churchill war.
    Alle diese „Übermenschen“ samt dem zeitweiligen Inhaber der Villa Vittorio sind schon längstens vermodert, jetzt haben wir ja solch Pseudobürgerliche Tatmenschen wie Monsieur S. und Signor B. sowie Dame Dr. A. M. am Ruder. Ausser Schuldenmachen sind diesen indessen noch keine besondere Großtaten nachzusagen.

  141. Holy01,
    in Ihrer Antwort an...

    Holy01,
    in Ihrer Antwort an H.Pertersen fehlt 2001. Im August 2001 erklärte H.v.Pierer
    im deutschen TV : an den Weltmärkten, da draußen herrscht Krieg und wenn wir
    den August überstehen, haben wir gewonnen; dann kam der September.
    Schon im Februar 2001 hatten sich die Finanzstrategen via TV über den Atlantik hinweg angeschrien.
    .
    Die Weigerung zurückzublicken ist verständlich, aber auch Kriege fallen nicht
    vom Himmel. Auch für Spätaufsteher ist er irgendwann vorbei.

  142. ... ich bin kein...
    … ich bin kein Militärfachmann, aber auch ich weiß, daß der Krieg spätestens
    dann vorbei ist, wenn der Nachschub zusammenbricht.
    Dies ist allen aktuellen Mediendebatten zu eigen, daß sie das Nachschubproblem
    ignorieren oder negieren.

  143. @Holly: naja nun, was soll an...
    @Holly: naja nun, was soll an „Geldgier“ denn unberechenbar sein? Oder am Ausreizen des Kredits einer Weltmacht? Das ist doch business as usual.
    Sowohl bei den Amis als auch bei den Europäern läuft es zur Zeit schlecht, und es kommt auch noch Pech dazu (Ölleck, Vulkan). Aber, wie die Chinesen schon im Jahr der Olympischen Spiele angesichts der bösen Erdbeben seufzten: man muß es halt aushalten (oder, auf britisch: „grin and bear it.“). –
    Gegen Gewinne machen habe ich gar nichts, denn wenn man das nicht schafft, ist man wirtschaftlich tot bzw. „ein Sozialfall“. Ich konnte dem Vertriebleraberglauben, daß Umsatz wichtiger sei als Gewinn, nie etwas abgewinnen. Und ob nun die Putzfrau mit der Zweitwohnung, die Stadt, die Bank oder die Touristen die Mieten hochtreiben, bleibt für den Mieter gleich. –

  144. @ minna : Der letzte Ausweg,...
    @ minna : Der letzte Ausweg, also Krieg als Königslösung aller Probleme ….. ist den USA verbaut. Bis etwa Ende März hätte ich das noch für eine Option gehalten, nun stehen die Amis alleine da.
    Meine Befürchtung war immer die Zange auf die arabische Halbinsel, also der große arabische Krieg (wegen den Petrodollar). Auslöser wäre Israel gewesen und Vorsteherhund wie immer die Briten und die Australier.
    Diese Gefahr sehe ich nicht mehr.
    .
    Wirtschaft ist, war, und wird immer sein „Krieg“ mit anderen Mitteln. Wer die Hitze der Küche nicht verträgt, soll ins Wohnzimmer gehen.
    Genau aus diesem Grund gibt es ja Dinge, welche man nicht tun sollte. Der Schaden ist am Ende größer als jeder Nutzen sein könnte.
    Die USA „scheinen“ diese Dinge gerade -alle- zu machen. Verzweiflung, letztes aufbäume oder einfach nur geschickte Medienkullisse (?1?) wir werden es in 6 Monaten wissen.
    Btw: der sinkende Euro ist nicht von den USA, eher im Gengenteil, der kommt von der EU selbst. Es geht eher um den Verteilungskonflikt bei den Staatsanleihen, also das Knurren am Fressnapf der Staaten.

  145. @minna("wenn wir den August...
    @minna(„wenn wir den August überstehen, haben wir gewonnen; dann kam der September.“): so kommts raus. Naja, wenn man vor dem Absturz ein Sprungkissen günstig plaziert, überlebt man ihn. –
    Ein Rennfahrer, über den ich mich zeitenweise sehr amüsierte, war Nigel Mansell. Der fuhr in seiner Anfangszeit jedes Auto zu Schrott, stieg dann aber recht unbeeindruckt aus dem verknoteten Blech heraus. Irgendwann lernte er auch fahren, aber dann wars langweilig.

  146. @ Plindos : der...
    @ Plindos : der deutschsprachige Raum und später halb Europa hat sich einmal 100 Jahre und einmal 30 Jahre gegenseitig den Schädel gespalten aus Gründen über die wir heute nicht einmal mehr schmunzeln können.
    Deutschland (welches auch immer) hat mir Polen eins gemeinsam, die Strukturen der Führung sind schwach und damit ist das Staatsgebilde schnell der Spielball der Nachbarn.
    .
    Wir hätten Anfang des Jahres das französische Angebot zur Vereinigung der beiden Staaten annehmen sollen und vielleicht hätte man Polen einbeziehen können.
    Die ganze Diskussion von heute wäre gegenstandslos.

  147. Bester/e colorcraze;
    indessen...

    Bester/e colorcraze;
    indessen was Glaubensfragen angeht, so haben wir ja einen Kirchenvater in Carl Schmitt in der neueren Ideologie/Glaubensgeschichte, juristisch auf´s diffizilste ausgeprägt, in seinerr Schrift „Politische Theologie“. Darauf wollten Sie sich doch eher nicht versteifen, als Sie die Theologie in´s Gespräch brachten?
    Was die Amis angeht, so haben sie sich in ihrer damaligen finanziellen Not schon in den Siebzigern aus dem Vietnam-Krieg heraus, auf China als kommenden Markt kapriziert. Sollten die USA fallieren, sässen die Chinesen allerdings auf einem riesigen Haufen wertloser Devisenpapierchen. Das Schuldeneintreiben dürfte sich für Zuo Gong indessen äusserst schwierig gestalten.
    Womit hatte eigentlich Bugatti, hoffentlich fährt eine seiner eleganten Carossen in der Mille Miglia mit, seine großartige Autobauerei finanziert? Gabs die heissen Kisten nur auf Cash? Leasing war damals, vermute ich, noch nicht in.

  148. @minna:......deswegen wurden...
    @minna:……deswegen wurden die deutschen Invasoren u. a. in Stalingrad zur Minna gemacht, weil Göring sein vollmundiges Versprechen gegenüber dem Gröfaz nicht
    einhalten konnte, der Nachschub an Schnaps brach schlicht zusammen.
    Das ist ja das Schöne an der Mille Miglia, alle fahren auf eigenes Risiko und eigene Rechnung, incl. Schampus am Ende, allfälliger Schrott hat da noch wenigstens Stil
    und Farbe.

  149. @ Holly ...

    Eine Vereinigung...
    @ Holly …
    Eine Vereinigung von DE PL und den Franzosen ?
    wann wurde das denn mal angedacht ? bitte mit quellenangabe.
    halte ich persönlich aber nicht viel von, dafür klaffen da die mentalitäten doch zu stark auseinander. Franzosen und Polen könnten sich verstehen, aber die Preußen dazwischen? mhh schwörig.

  150. nachtrag...

    @...
    nachtrag…
    @ holly
    bezüglich der schwachen Führung hier und bei unseren östlichen Nachbarn haben Sie jedoch recht, mal abgesehen von der Pilsudskiphase zwischen den Kriegen, wurde so etwas wie eine Zentralmacht immer mit Misstrauen begegnet. Ein König, der nicht von Gottes Gnadentum herrscht, sondern ins Amt gewählt wird, hat es schwer mit dem Absolutismus ( gut, Teilungsmächte machen es einem nicht einfacher).

  151. Guten Tag,

    @ Devin Meinen Sie...
    Guten Tag,
    @ Devin Meinen Sie mit Sozialismus so etwas wie das, was in dem Film >Vermisst< dargestellt wird, nämlich, als einer der Hauptdarsteller auf die Frage was das sei antwortet: Ich habe zwei Kameras, gebe ich Dir eine ab; oder ich habe zwei Autos, gebe ich Dir eins davon ab, das ist Sozialismus. @ Filou. Ob das auch für 2 Flaschen koscheren Calavados gilt können Sie mir sicherlich beantworten Hatten Sie nicht irgendwann geschrieben, Sie stammen aus einer Bauernfamilie? Bestimmt besitzen Sie Land oder werden es eines Tages besitzen. Rein rechnerisch stehen mir so um und bei an die 4500 m² deutsches Land zu. Da ich nichts besitze, geschweige es mein Eigentum nennen darf, sind Sie sicherlich gewillt mir gegenüber den Anfang zu machen und mir die mir zustehenden 4500 m² zukommen zu lassen. Als Dank dafür und wenn Sie nicht der Bruder von Guido sind, nehme ich Sie in meiner supergeheimen Gruppe ELFDREI auf. @ Colorcrace Neulich hatten Sie von einer so lustigen Geschichte aus ehemaligen Chaträumen erzählt; Sie als A.H. und natürlich rausgeflogen. So etwas ähnliches probierte auc h ich einmal. Nach einer relativ kurzen Diskussion und meiner Weigerung etwas zu ändern flog ich natürlich auch raus. Aber drin bleiben Sie, wenn Sie es mit MAO versuchen. Null Problemo.... So, ich werd noch das trockene Wetter und die ohnehin noch nicht ganz sauberen Hände nutzen und noch den Rasen mähen. Bis 20:00 bekomme ich HIER keinen Ärger. Außerdem steht der Wind gut... Bis später vielleicht.

  152. Ohne Netz und sicheren...
    Ohne Netz und sicheren Boden
    @Grenzgänger: Ich wüsste nicht, worin ich Ihnen widersprechen sollte, außer vielleicht darin, falls ich das richtig verstanden habe, dass Sie glauben, dass „vom Zusammenbruch jene ausgenommen“ seien, die über „mehr Kapital oder Produktionsfaktoren verfügten“. Wenn Sie das rein ökonomisch betrachten – den Zusammenbruch -, dann mögen Sie recht haben, aber eben genau dies, scheint mir ja der Denkfehler, nicht nur der Ihrige. Der Kapitalismus zeichnet sich durch eine p o l i t i s c h e Ökonomie aus, zu der nicht nur Markt, Kapital, Lohnarbeit, Profit, Zins, Grundrente…gehören, sondern eben auch Klassen, Konkurrenz, Krieg, Naturzerstörung, Völkermord…Und auch wenn sich dazwischen nicht nur dialektische Sprünge offenbaren sondern auch abartige Abgründe, bzw. Rückfälle (gemäß Lenins „Zwei Schritte zurück, einer vor“) auftun, muss das doch alles im Ganzen gesehen werden. Heute interessiert es jeden einzelnen von uns, wenn in „China ein Sack Reis platzt“, so wie es uns auch interessiert, wenn die Chinesen in Afrika ein Remake des alten Kolonialismus veranstalten. Jede kleinste Veränderung im letzten Winkel dieses Planeten spüren wir genau so, wie seinerzeit die Bewohner an der iberischen Küste als in Fernost der Tsunami tobte.
    .
    Das allerdings ist kein rein objektiver Tatbestand, sondern ein von subjektiven Bedingungen abhängiger. Nicht Esoterik sondern marxistische Theorie, nämlich materialistische Dialektik, scheint mir absolut vonnöten. Und das werde ich nicht müde zu wiederholden, selbst auf die Gefahr hin, dass da einige unter Ihnen „meine Persönlichkeit“, bzw. Anteile von dieser, in längst vergangene Zeiten verortet gesehen haben möchten (ich gestehe es: ein Balzac war für mich das letzte literarische Genie, so wie ein Goya das letzte malerische). Und wenn das den Eindruck erwecken sollte, dass ich selber der „Ochse bin“, der da „an der Leine geführt“, wird, von mir selber gar, dem will ich gar nicht widersprechen. So sind die größten Gedanken auch eines „Graciáns“ (@V: keineswegs möchte ich mich mit diesem verglichen haben, genieße ich doch weder dessen gesellschaftliche Stellung noch besitze ich das Privileg einer vergleichbaren Bildung, sodass mir auch seine genialsten Zirkelschlüsse noch reichlich Respekt abfordern; so muss es mir Genugtuung bleiben, wo ich glaube zu erkennen, wo auch die Scholastik endlich der Dialektik auf die Spur gekommen ist, nämlich dort, wo auch jene endlich das Werden begriffen zu haben scheinen, obwohl sie sich immer noch in den nicht enden wollenden Sphären eines transzendierten Seins wähnten) gerade die, die er aus seinen eigenen Abgründen hervor schleuderte. Man muss nicht immer die der anderen suchen.
    .
    Eine revolutionäre Theorie, gerade eine solche, die die „Phasenübergänge“, will heißen: die Realabstraktionen, und nicht eben die „Konkretismen“ („Nicht nur die Wahrheit wird geschändet“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=879) zum Ausgangspunkt ihrer waghalsigen Wanderungen nimmt, ist für jede Erdung dankbar. Meinen dem einen oder anderen akrobatisch vorkommende theoretischen Balanceakte muss man beileibe nicht folgen, wer es abgesichert mag, dem empfehle ich familienfreundliche Trampelpfade, wie z.B. unter http://www.nachdenkseiten.de/. Da ich solchen Abkürzungen aber sehr misstraue, sind mir all Ihre Beiträge so teuer wie nützlich. Nur bei Beleidigungen – und ich bin wirklich nicht empfindlich -, da will es gefährlich schwingen unter meinen Füssen, man verzeihe mir dann, dass ich vergesse, dass doch Höflichkeit den Gegner am besten trifft. Ich kämpfe da ums eigene Gleichgewicht.
    .
    So will mir auch der Spaß vergehen, wenn man mir Beiträge unterzujubeln gedenkt, solche, die definitiv nicht von mir sind, geehrter Don Fernando: Der Beitrag, auf den Sie sich da beziehen (ohne Überschrift, und beginnend mit: „Mir ist nicht verborgen geblieben, ist mehr als ein übler Scherz, wenn Sie auf den Link gehen, werden Sie auch nicht auf die Quelle eines solchen Textes stoßen!). Doch kann ich meine Hochachtung auch dem Fälscher nicht ganz verhehlen, ist doch die Sprache derart gut der meinigen nachempfunden, dass ich selber kurz glaubte, dass das von mir sei. – Chapeau, lieber Feind.
    .
    Ach Ja, lieber HansMeier555: Ihre Beiträge sind es dann doch, die mir schließlich wieder ins Gleichgewicht verhelfen, mehr können Sie wirklich nicht für mich tun, danke!

  153. Schlage vor, daß Devin08...
    Schlage vor, daß Devin08 künftig nur noch twittern darf.

  154. Werter Don Alphonso,
    Es war...

    Werter Don Alphonso,
    Es war die Friedenstaube auf dem Dach des „Haus des Volkes“, die Peppone höchstpersönlich abgeschossen hatte.
    Damals hat die amerikanische Mechanik hervorragend funktioniert. Und wenn es mehr Kommunisten von der Sorte Peppone´s gegeben hätte, vielleicht müßte dann ein bißchen weniger Weltrevolution betrieben werden, odr.
    Bei aller Bibliophilie kommt mir aber der mächtige Schnauzer von Gino Cervi selbst beim Lesen nicht aus dem Sinn …
    Danke für Tee und Plauderei

  155. Alles, alles nur nicht...
    Alles, alles nur nicht Twitter!
    .
    Schluchten-Ossi, richtig, oder der Schulafsatz von Peppone, als er den Abschluss nachholen muss.. ich muss gestehen, dass Don camillo und Peppone einer der wenigen Gründe wären, mich doch nochmal vor so ein TV-Gerät zu bringen.

  156. @ Devin08 : Kompliment, ihre...
    @ Devin08 : Kompliment, ihre Satzzeichen sind immer auf Augenhöhe mit der Satzlänge ;-).

  157. @Holly: wissen Sie, warum ich...
    @Holly: wissen Sie, warum ich es für extrem unwahrscheinlich halte, daß ein weiterer Krieg angefangen wird „vom Westen“? Weil einfach kein Geld dafür da ist, harhar. –
    Nein, eine Vereinigung F D PL geht nicht fusionierenderweise, aber es sollte eine vertiefte Zusammenarbeit auf diversen Ebenen her, das fände ich sehr wichtig. Dazu gehört auch, daß mehr über die jeweils anderen Länder in jedem Land berichtet wird. Sie bilden gewissermaßen die geographische Taille Europas, die Nord und Süd zusammenhält, und müssen gut aneinanderkleben. –
    @UnentschlossenerVorstädter: ja, Mentalität, Geschichte und Sprache sind arg verschieden, deswegen halte ich von einer Fusion auch nichts, aber es könnte vielleicht klappen, durch wechselseitigen Austausch die heutige europäische Nationalität besser zu definieren. So als ruhiges Selbstverständnis ohne Panikattacken und Umsichschlagen. –
    @Plindos: nu gruseln sie mich Ungläubige doch nicht mit Theologie. – Bugatti wird halt reiche Kunden gehabt haben, der Traum jedes Unternehmers. Aber wie er an die rangekommen ist, tät ich auch mal gern wissen! –
    @Grenzgänger: Glaub ich Ihnen. Pol Pot und Josef Stalin erzeugten auch keinerlei panische Reaktion auf den Namen.

  158. @DA:
    Peppone ist ja auch ein...

    @DA:
    Peppone ist ja auch ein Symphatieträger ersten Ranges. Eben gerade kein Aparatschik der Komintern.
    Aber das hat sicher mit der Italianità zu tun.
    Natürlich hat die Interprätation des kongenialen Gino Cervi viel damit zu tun.
    Aber auch in den Büchern hat Guareschi die Figur naturgemäß schon so angelegt.

  159. In den Büchern wandelt er...
    In den Büchern wandelt er sich im Laufe der zeit, als hätte Guareschi irgendwann begriffen, dass es nichts bringt, die Kommunisten nur böse zu machen. Im ersten Vorwort ist er ja noch stolz, mit den Geschichten geholfen zu haben, dass die Rechte die Wahlen gewonnen hat.

  160. Aber geschätzter Don...
    Aber geschätzter Don Alphonso, Sie haben doch Freundinnen und Freunde an diversen Plätzen, da müsste doch nur einer Sie zur richtigen Zeit einladen zu Tarte, Tee, Torte und TV mit dem entsprechenden Programm.

  161. Intrige und Gewalt
    @Don...

    Intrige und Gewalt
    @Don Alphonso: Ich liebe diese Schmonzette auch, den Don Camillo glaube ich sogar persönlich erlebt zu haben (die Prügel bezog man zu meiner Zeit vom Pfarrer wie vom Oberlehrer (vgl.: „Stillschweigende Übereinkunft“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=791), vielleicht daher auch meine etwas paradoxe Empfindung: den Don Camillo glaubte ich mir vertrauter als ein Peppone, letztlich aber weiß ich nun, dass ich keinerlei Orthodoxie mag, und sei sie noch so sehr der meinigen verwandt. Dummheit kommt mir daher wie offenkundige Gewalt. Doch in einem widerspreche ich: Die Rechte hätte seinerzeit keine Chance gehabt ohne die gewaltigen Spenden der CIA an Kirchen, Kirchenparteien, Faschisten und Geheimdienste, ohne die Schmiedung des Bündnisses zwischen diesen Kräften (vgl.: „Das größte Lügenkartell aller Zeiten“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=648). Und genau von dieser Intrige, und eben weniger von einem Peppone und dessen Orthodoxie, hat sich Italien nie erholt.

  162. @ colorcraze,
    .
    ihre...

    @ colorcraze,
    .
    ihre herangehenweise an die „fusion“ halte ich für deutlich realistischer. soetwas wird seit langem gefordert, aber sowohl leser als auch redaktionen sind noch sehr nationalistisch geprägt. mal abgesehen von einigen wenigen, interessiert sich kaum jemand für das nachbarland.
    Man schaue sich nur mal die Sache mit frankreich an. grundkenntnisse des französischen hat wohl die Mehrheit der dt. Gymnasiasten, rüber machen aber nur die wenigsten mal ( also außerhalb des Urlaubs). „Aber dort leben… nein danke“.
    Für Polen sieht es noch verheerender aus. die Zahl der Deutschen, die der Landessprache mächtig sind und sie nicht! auf Besuchen bei der „slanska Baba“ o.ä. gelernt haben ist verschwindend gering. die Oder überqueert man dann auch nur Stundenweise um alkohol und zigaretten zu bunkern.
    .
    umgekehrt siehts schon ganz anders aus. im gebildeten Polen gibts kaum jemanden der nicht schonmal längere Zeit im Ausland war (idr. DE oder Irland/England).
    .
    Auslandsaufenthalte sollte meiner Meinung nach verpflichtend werden, spätestens im Studium. Man lernt nicht alle Unterschiede schätzen, aber zumindest lernt man sie mal kennen. Erst ein Erasmusprogramm einführen und dann den Leuten die Fesseln von bologna anlegen, da hat wer mitgedacht …
    .

  163. Ich meine einmal bei Hobsbawm...
    Ich meine einmal bei Hobsbawm gelesen zu haben, daß ein englischer konservativer Premierminister (ich glaube, Sir Anthony Eden) noch in den 50er Jahren davon ausgegangen sein soll, daß die Sowjetion früher oder später einen höheren Lebensstandard als Großbritannien erreichen werde.
    .
    Aber das müsste man prüfen, die Erinnerung spielt einem mitunter Streiche.

  164. Da bin ich wieder, zwar noch...
    Da bin ich wieder, zwar noch immer mit nicht ganz sauberen Händen, aber so an die 1200 m² Rasen bzw, Grünfläche sind geschafft.
    @ Devin. Was Sie da schildern >Klassen, Konkurrenz, Krieg usw.< hat es doch schon immer gegeben, ob mit oder ohne Kapitalismus. Wenn jemand tatsächlich Ihren Namen missbraucht, um hier etwas hineinzuschreiben so empfinde ich das auch als nicht, als überhaupt nicht lustig!! @ Filou Um irgendwelchen Missverständnissen vorzubeugen: In meinem Beitrag von heute 19:05 ist nur der eine Satz mit dem Calvados an Sie gerichtet, Der Rest bis zum nächsten @ weiterhin an Devin, wobei ja der Beitrag auf den ich mich dort beziehe, laut Devin nicht von ihm stammt So, Kleinigkeit essen? Vorher waschen? Baden ,Duschen? Irgendwie so etwas. Bis später.

  165. Was so ein kleiner...
    Was so ein kleiner Nebengedanke wie eine Vereinigung von Deutschland und Frankreich unter Beteiligung Polens auslöst.
    Also Sarko hatte, etwa zur Jahreswende vorgeschlagen die Regierungen und Militärführungen von F und D sollten doch gemeinsam tagen und man möge sich auf mehr als nur Partnerschaft vorbereiten.
    In den deutschen Medien kam das nur auf Seite 3 oder so und erst nach der Ablehnung durch die Merkel.
    Auch das rudimentärangebot -> eine <- Person des jeweiligen Kabinetts könnte doch deligiert werden, wurde mit "rechlichen" Problemen von deutscher Seite abgelehnt. Im Ausland wurde das Ansinnen von Sarko durchaus als Angebot zur Planung / Testung eines Vereinigung angesehen. . Eine Volksbefragung in F-PL-D zu einer Vereinigung sehe ich bei etwa 20% Zustimmung. Die Verteilung auf die Staaten mag jeder nach seinem Gusto festlegen. . Hätte ich das zu entscheiden würde ich Obama um Militär bitten und eine verfassungsgebende Versammlung unter britischer, russischer und amerikanischer Teilnahme abhalten lassen. Einzige Bedingung : absolute konformität zum Vertrag von Lissabon mit seinen 57000 Seiten.

  166. Mixa-Aktien weiter...
    Mixa-Aktien weiter gefallen.
    .
    Skrupellose Seelenverkäufer haben Mixabonds auf ein neues Altzeittief geprügelt.
    Wer der Meinung ist, daß Mixa-Seelen-Anteilsscheine am Tage des jüngsten Gerichts noch mehr als 0,665 Euro wert sein könnten, sollte jetzt dagegenwetten.

  167. Towarisch Devin08@: Also Anno...
    Towarisch Devin08@: Also Anno 1969 hatte mal jemand an der Uni Bonn eingereisten Spitzengenossen von der SED, welche vom SDS eingeladen waren, die folgende Gretchenfrage gestellt Warum nur habe der Genosse Stalin nun unbedingt den Nichtangriffspakt mit Hitler, dem Todfeind, am 28.3.1939 abgeschlossen? Die Antwort kam wie mit dem Pistölchen geschossen: Wäschen dän Imberialsden, die än Angriff uff dä UDSSR blanten. Und nun, Sie zuspätgekommener Zentralmarxist, was sachn´se nu? Ist das eine reine Interpretationsangelegenheit von ML, oder sind Theorie und Praxis so unversöhnlich wie der Besitz von CDS-Papierchen versus meines leeren Kontos?
    Könnte es u. U. sein, dass Sie ein verkappter Trotzikist sind? Oder wie oder was?
    Caro Don Alphonso@: Ob die Teilnehmer der MM auch gutgekleidete Anhalter im Not/Ernst/Bedarfsfall schon mal mitnehmen würden? Oder ist das eine reine Genderfrage?

  168. Sitzen zwei Deutsche im...
    Sitzen zwei Deutsche im Kaffee. Einer aus dem Münsterland und der andere aus Südbayern. Beide schweigen, weil sie eine unterschiedliche Geschichte haben und sie sich gegenseitig nicht verstehen können.
    .
    Französisch war über Jahrhunderte hinweg die Sprache der Intelligenz in Polen, Deutschland und Frankreich. Die Geschichte von Frankreich und Deutschland ist nicht so unterschiedlich. Die Geschichte Polens und Deutschlands übrigends auch nicht.
    Bevor wir uns aufregen über solche Fagen, sollten wir ersteinmal schauen was die anderen Betroffenen selbst dazu sagen würden.
    .
    So ein Neuanfang würde eine Verfassung erfordern. Die Völker müssten darüber abstimmen, frei und ohne Druck das ein Scheitern eine Katastrophe wäre.
    .
    Ob jemand in Deutschland herumreist und sich die Eigenheiten der örtlichen deutschen Stämme aneignet ist die jeweilige Privatsache. Warum sollte das bei einer Vereinigung F-D und wenn sie mögen auch Pl anders sein?
    Ich kann weder münsterländer Platt noch bayerische Mundart, ja wen interessiert das denn auch.
    Amtsprache ? Na was gerade angesagt ist, von mir aus mit der gemeinsamen Option auf British wenn es sein soll, untermauert durch TV-Schule-VHS und wer sonst noch lehren mag.
    .
    Das ist alles absolut egal, wenn man den Willen zum Handeln hat.

  169. @Holly: ach, darauf bezogen...
    @Holly: ach, darauf bezogen Sie sich. Ich halte das so ad hoc auch nicht für praktikabel und reine Zeitverschwendung, weil viel zu additiv gedacht. Da muß man einen anderen Modus finden als einfach zwei Gremien zusammenzuschrauben. Bei Ihrer fiktiven Volksbefragung würde ich deutlich unter 5% erwarten, in jedem der 3 Länder. Weil es so nicht funktioniert. Wir haben ja quasi von den Polen nach 1989 gelernt, daß Nationalität eben auch wichtig ist, und daran probieren wir nun zur Zeit herum. Es hat schon einen Grund, warum das Medienberlin sich so schnell dreht wie ein Brummkreisel: es gilt, so viele Fäden gleichzeitig zu spinnen, die auf den verschiedensten Ebenen angefügt gehören. Einer davon wäre eben F-D-PL, aber da die Stadt nunmal selbst direkt an Polen liegt und nach F hin erst noch Frankfurt, Stuttgart, Saarbrücken kommen, fehlt halt die Nähe zum Westflügel. Außerdem guckt Berlin mitunter mit einem Auge nach Hamburg, und das guckt nach GB. –

  170. @Grenzgänger, hab' die Frage...
    @Grenzgänger, hab‘ die Frage sowieso nicht kapiert. Nur soviel: eine Pulle Calvados wird gerne sozialistisch geteilt, getarnt als gutes Gespraech.
    Was macht das Liebstenbaeuchlein?

  171. Angesichts der mäandernden...
    Angesichts der mäandernden Veränderung des Gespräches ist es zwar schon fast off topic, noch mal was zu D’Annunzio zu schreiben, aber ich habe mir ein paar computerfreie Tage gegönnt und frierend den Blick über den Rhein genossen.
    D’Annunzio ist in Italien immer noch ein gelesener Dichter, und an pathetischem Sensualismus kommt ihm kaum einer gleich. Auch mir hat er geholfen, Italien zu verstehen.Wenn wir im Dante-Seminar nicht mehr konnten oder wollten, gelang es bisweilen, den Professor zum Abspielen der Schallplatten zu bewegen, auf denen italienische Schauspieler die Divina Commedia lasen. Nach ein, zwei Gesängen war dann das Tagespensum Dante erledigt, und als Zuckerl bekamen wir dann noch „La serata Fiesolana“ oder „La pioggia nel pineto“ von eben jenem D’Annunzio vorgespielt. Ich finde immer noch, dass es schöne Gedichte sind.
    Ansonsten hatten sie alle – futuristi, simbolisti e tutti quanti – eine komplette Mackermacke. Ihre potenzfixierten Sexphantasien sind erstens unglaublich öde und würden heute nur männerfeindliche Einstellungen begünstigen.
    Insgesamt sind es hyperaktive literarische Versuche, bloß nicht den Anschluss an den großen Bruder im Nordwesten zu verpassen, Marinetti verwendete sein nicht unbeträchtliches Vermögen dafür (er stammte aus einer reichen Familie aus Alexandria in Ägypten).
    Eigentlich war ihr ganzes Getöse nicht ernstzunehmen, und den Faschismus als genuin banausische Veranstaltung haben sie nicht verursacht. Aber es ist so wie mit Berlusconi ( und anderen Staatsvorständen) – Geld ist vorhanden, Skrupel nicht, man sieht einen eitlen, lächerlichen Clown, und der ist gefährlich.

  172. @Plindos (vonwegen Anhalter):...
    @Plindos (vonwegen Anhalter): auf meinen Tramptouren sah ich auch mal ein gut gekleidetes englisches Pärchen – er mit Tweedjacke, sie im Kleid, beide mit handlichen Lederköfferchen. Ich war etwas verblüfft, als ich feststellte, daß auch sie per Anhalter unterwegs waren. Ich kam kurz mit ihnen ins Gespräch, er sagte, sie sparten sich das Fahrtgeld und gäben das lieber für ein gutes Hotel aus. Offenbar funktionierte das auch so, sie wurden von einem Jaguar oder etwas ähnlichem mitgenommen. – Es funktionierte aber auch, mit 30cm-Stachelarmband, Ketten, Lederhose, Springerstiefeln und Sternenfrisur mitgenommen zu werden, ganz problemlos (auf Strecken, die ich oft unterwegs war, konnte ich auf etwa 1/2 Stunde genau meine Ankunft ankündigen). Die Leute erzählten dann lang und breit, daß sie ja NIE so jemand mitnehmen würden, aber sie mich nicht am Straßenrand verhungern lassen wollten und ähnlich bizarres, das zu ihrem Verhalten (ich saß ja drin, sie nahmen mich mit) nicht paßte.

  173. @ colorcraze : Das eine tun...
    @ colorcraze : Das eine tun bedeutet nicht das andere zu lassen. Aber was die Medien tun ist Panik zu verbreiten. Angst war aber nie ein guter Ratgeber.
    Das deutsche Volk will endlich gefragt werden (denke ich).

  174. So, nun sieht die Welt doch...
    So, nun sieht die Welt doch wieder etwas anders, nämlich irgendwie angenehmer aus, gesäubert, gesättigt und das trotz des grauen, wolkenverhangenen und aus nördlichen, kühlen Gegenden wehenden Winden.
    @ Filou: Sie haben die Frage ja schon zufriedenstellend beantwortet.
    Allerdings verstehe ich die Frage nach des Liebstenbäuchleins nicht so ganz, Vielleicht klären Sie mich auf?
    Ein Wort zu den hier geäußerten Vermutungen hinsichtlich einer deutsch-französisch-polnisch staatlichen Vereinigung: Halte ich für nicht realistisch, und zwar schon aus den nationalistischen Gefühlen des polnischen Staates her.
    Darüber hinaus kann auch nur vermutet werden, ob Monsieur S. nicht den Hintergedanken hatte, dass bei einer Vereinigung von Deutschland und Frankreich, Deutschland auch die Schulden von Frankreich mit zu übernehmen hätte.

  175. Erinnere mich dunkel (kann...
    Erinnere mich dunkel (kann mich irren), dass zu Zeiten, als es noch keinen Euro gab, jemand den (satirischen!) Vorschlag machte, auf den 1000-Euro-Schein das Konterfei des Führers zu drucken: „Weil Hitler im Grunde schon immer der konsequenteste Europäer gewesen ist“.
    .
    Den tieferen Sinn vom Witz habe ich nicht begriffen. Aber es gibt ihn.

  176. Holy01,
    .
    Das deutsche "Volk"...

    Holy01,
    .
    Das deutsche „Volk“ bitte, wer ist das – und wenn ja, wieviele?

  177. @Grenzgänger, pardon, vor...
    @Grenzgänger, pardon, vor Tagen praesentierte hier jemand das schwanger-pulsierende Baeuchlein seiner Freundin/ Frau via YT, mit der Bemerkung, Frauen seien genial. Das kann ich teilweise voll unterschreiben. Und weil Sie so begangen waren mit Ihrem Rasen, assoziierte ich mit dem Gaertnerischen ueberhaupt. Ist doch nett! War trotzdem ein Irrtum.
    .
    @minna, einer: ICH.

  178. @ minna : Zitat aus...
    @ minna : Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Volkszugeh%C3%B6rigkeit :
    wo nach § 6 in der Fassung seit 1993 deutscher Volkszugehöriger ist, wer „sich in seiner Heimat zum deutschen Volkstum bekannt hat, sofern dieses Bekenntnis durch bestimmte Merkmale wie Abstammung, Sprache, Erziehung, Kultur bestätigt wird
    .
    Also kann ein Siebenbürger Sachse nach 250-400 Jahren Familiengeschichte in Russland Volksdeutscher sein und ein in Deutschland geborener Türke ist es nicht.
    .
    Sehr (ob der guten Fragen) geschätze minna, sobald ich auf diese simple Frage eine seitenfüllende Antwort habe werde ich sie kund tun. Es sehe nur wenig Aussichten für eine Antwort. Da müsste man schon Hercules heissen um den Saustall geschichtlich, politisch und ideologisch auszumisten.
    .
    Ich korrigiere den Passus auf „die „Deutschen““ und verweise auf die Ausweispflicht.

  179. Filou,
    SIE SIND DAS!
    Heute...

    Filou,
    SIE SIND DAS!
    Heute schon Holz gehackt?

  180. @ Filou,
    Ah, eine...

    @ Filou,
    Ah, eine Verwechslung und noch eine Assoziation dazu (schwieriges Wort für mich)
    Aber ansonsten, was Ihre Antwort auf Minna betrifft: Ich auch, also sind wir schon zwei. Ich schrieb ja bereits, dass Sie eintreten sollten in meinen obergeheimen Orden ELFDREI.
    Was die Frauen betrifft: Ich stimme teilweise zu……
    Einen schönen Sonntag wünsche ich.. Darf mich jetzt verabschieden.

  181. Ich würde eine Union F-D-PL...
    Ich würde eine Union F-D-PL vorschlagen mit Hauptstadt Compiegne alternativ Gleiwitz. Tagungsstätte Eisenbahnwagen bzw. Sender. Als Präsidenten Roland oder den im Kyffhäuser oder Copernic(icus). Aber es würde ohnehin wieder auf Napoleon den Großen hinauslaufen: Tilsit(er Käse)?

  182. @ colorcraze (15. Mai 2010,...
    @ colorcraze (15. Mai 2010, 12:33)
    Leider hat man das bisschen Taufsilber von 1963 später nur durch die besagte Flasche Calvados (sie ist dann heute doch in ihrer Holzkiste geblieben) und eine nämliche Armagnac ergänzt. 1963 war wohl ein miserabler Weinjahrgang.
    Zu gern hätte ich der offenkundigen Portkennerin ein Gläschen kredenzt. Sollten Sie uns Inselaffen besuchen, werden Sie derzeit bei „Ivo & Co“ in Westerland bestens bewirtet.

  183. @Filou@minna, 15./16.Mai
    Ich...

    @Filou@minna, 15./16.Mai
    Ich auch: mit zusätzlichen inneren und äußeren erworbenen Zugaben aus aller Welt. Meine Familie hat in der geografischen Mitte von den Enden Europas zusammengetragen, wer wir jetzt sind, und hat den Enden (nicht nur Europas) aus der Mitte zurückgespendet: mittels Erlernen von vielerlei Sprachen, Reisen, Aufenthalte, Lesestoff, Essen und Trinken, Lieben, Freundschaften, Andenken und Geschenke, umfangreiche Briefwechsel, Akzeptanz regionaler Kulturen und noch vielmehr, wenn das möglich ist. Ähnlich verstehen sich meine (wenigen?) Freunde.

  184. Guten Morgen Filou!
    Wie geht...

    Guten Morgen Filou!
    Wie geht es Ihrem Kater? Die Gesprächspulle namens Calvados scheint ihre Phantasie sehr angeregt zu haben. Vom ‚Herr Lehrer (fingerschnipp), darf ich nach vorne? Ich weiss es. Also-Rosinante hoer‘ auf so zu feixen-also das war so: der Ackermann hat den Herrhausen gebombt, um dessen Job zu kriegen. Und der Mitterand hat dem Kohl gesagt: Elmuth, hat der Mitterand gesagt, isch will ….‘ bis ‚vor Tagen praesentierte hier jemand das schwanger-pulsierende Baeuchlein seiner Freundin/ Frau‘. Was kriegen wir heute?

  185. Ein Bonbon zum Sonntag :...
    Ein Bonbon zum Sonntag : http://www.lexexakt.de/glossar/geltungsbereichgg.html
    .
    Da steht Volk und in der Begründung der Hinweis auf das Geltungsgebiet.
    Nach der Definition unterliegen also alle Volksdeutschen dem Grundgesetz. Nur mal so als keiner Hinweis wie nötig eine Neufassung und Neupositionierung wäre.
    .
    Unsere Nachbarn hätten es sicher auch lieber, wenn das Ganze Kapitel endlich abgeschlossen würde.

  186. @HansMeier: naja, der Witz ist...
    @HansMeier: naja, der Witz ist ungefähr so wie „American Airlines hat den Service verbessert – sie fliegen jetzt direkt ins Büro.“ zu 9/11. Katastrophe als Fortschritt verkaufen.
    @Sylter: sehe leider wenig Aussicht, Ihre Insel mal zu besuchen, so wenig wie ein Besuch am Tegernsee, da der örtliche Schwerpunkt meiner Familie halt doch eher auf Berlin + Badewanne (Ostsee) bzw. Zürich + Badewanne (Lago Maggiore) liegt.
    @Grenzgänger: nein, das war ein Profilierungsversuch als Anstoßgeber und tatkräftiger Held in der Tradition der französischen Königsrepräsentation, nichts weiter. – Für die Polen wie für Ostdeutsche und Westberliner ging die Nachkriegszeit erst 1989 zu Ende, d.h. die westeuropäischen Staaten haben über 40 Jahre Vorsprung mit EU-Erfahrung. Deswegen besteht weiter östlich erstmal noch einiger Bedarf an innernationaler Festigung und Orientierung, bevor man sich stärker den übergreifenden Problemen widmet.
    @Holly: naja, das Stimmergebnis der Iren für den Lissabonvertrag ist ja bekannt. Die Leute wollen nicht die alten Institutionen wegschmeißen um in einem Brei unterzugehen.
    Der Integrationsvorschlag muß schon einen praktikablen und fairen Eindruck machen, also die Leute auch überzeugen können. In diesem Zusammenhang, wie sieht es denn zur Zeit mit der Benelux-Kooperation aus? Die waren doch die ersten, die verstärkt zusammengearbeitet haben.

  187. Was ich an innereuropäischen...
    Was ich an innereuropäischen Konfliktmöglichkeiten sehe sind z.B. Sachen wie die, daß durch die Bevölkerungsfluktuation (z.B. Brandenburg leert sich, ein Effekt, den Berlin hat, ähnlich wie Paris über Jahrhunderte auf Nordfrankreich hatte; Zürich füllt sich, das macht sich bis nach Südbaden bemerkbar; München füllt sich und zieht womöglich Innsbruck mit) sich Sprachgrenzen verschieben – vielleicht wird das Saarland französisch, Brandenburg polnisch, und Elsaß und Schlesien stärker deutsch. Sowas kann passieren, und man sollte sich da ein wenig einen Kopf machen, wie man damit umzugehen gedenkt, um nicht in belgische Fragmentierung zu verfallen.

  188. Guten Tag,
    Bekommen heißt das...

    Guten Tag,
    Bekommen heißt das @ Tiger. Kinder kriegt man.
    @ Holly. Was wären Sie denn, wenn Sie in Japan geboren wären?
    Japaner?

  189. ... hab mir das überlegt; ich...
    … hab mir das überlegt; ich bin doch für Blutgruppe wie HansMeier555.
    Lege allerdings gesteigerten Wert auf den Rhesusfaktor- minna braucht
    keinen Ausweis, sie sitzt hier seit der Eiszeit rum.

  190. .
    .... frage mich immer wo die...

    .
    …. frage mich immer wo die Anderen alle herkommen, haben die kein zuhause?

  191. lieber Der Tiger, die Sache...
    lieber Der Tiger, die Sache mit dem Feixen ginge ja noch, aber im FAS-Feuilleton von heute steht der Titel „Pferde zu Flugzeugen“ (Eleonore Brüning). Dies beunruhigt mich, falls ich damit mitgemeint sein sollte, denn es drohen schauerliche Konsequenzen. Bitte stellen Sie sich den Unfug vor, wenn Flugzeuge jetzt auch zu Bloggen beginnen.

  192. @ Colorcraze,
    Dafür waren...

    @ Colorcraze,
    Dafür waren die, mit Ausnahme natürlich von W. Berlin, die ganzen Jahrzehnte – ja schon um einige Jahre länger als EU Staaten- Mitglied des Comecon. Vielleicht ist das der Grund, warum die osteuropäischen Staaten
    zum Teil so große Skepsis vor der EU haben.

  193. @Rosinante
    Da hatte ich doch...

    @Rosinante
    Da hatte ich doch gedacht, ich heute endlich mal frei, könnte auf die Anschaffung und Lektüre der FAS verzichten, und promt haben Sie mich erwischt. Bevor ich Ihnen bezüglich Flugzeug bloggen antworten kann, muss ich jetzt erst einmal nach Den Haag radeln, wo hoffentlich in einem bestimmten Winkel (Laden auf holländisch) noch nicht alle FAS’s ausverkauft sind.

  194. Lieber Herold,...
    Lieber Herold, Weltrevolution?, ja, sehr gern, aber bitte keinen Sozialismus. Bevor wir den anstreben, sollte die Menschheit es mit einer wirklich sozialen Marktwirtschaft versuchen, ohne BGE! Wer sehr gut verdient, kann von mir aus 3 Häuser und die Tiefgarage voll mit Luxuswagen haben, muss aber vorher auch seine Mitarbeiter/innen fair entlohnen. Das ist der Punkt! Faire Marktwirtschaft ohne übertriebene Gier, Betrug, Schmarotzer und Zockerei. Ein Miteinander … Luxus für jeden, der mit seinem Schweiß und Talent Wohlstand und Wachstum schafft, ohne dabei andere Menschen auszubeuten. Ein flächendeckender Mindestlohn funktioniert nicht mit der Keule. Hier muss sich auch die Politik fragen, warum die unteren Einkommen noch zusätzlich mit einer Lohnsteuer beschnitten werden, wenn in diesen Bereichen oftmals definitiv nicht mehr bezahlt werden kann.
    .
    In D, z.B., haben wir kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Zu viel Geld wird falsch angelegt oder verschwendet. Mit einer klugen Haushaltspolitik und einer gerechteren Verteilung von Steuergeldern, Subventionen und Fördermitteln könnten viele Missstände relativ schnell abgebaut werden. Jeder erwerbsfähige Mensch könnte einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen, die unser Gemeinwesen stützt, wenn es denn nur mal richtig angepackt würde. Würde die Berufspolitik ihre Hausaufgaben machen, klug, weise und gerecht regieren, dann würden auch die meisten Spitzenverdiener gern höhere Steuern bezahlen, weil ihre Gelder dann nicht mehr in einem Fass ohne Boden verschwinden, gut angelegt wären.
    .
    In D fehlt ein Wir-Gefühl, eine nationale Geschlossenheit, wie wir sie ein bisschen zur letzten Fußball-WM erleben konnten. Solch eine Stimmung, im Zusammenhang mit einer landesweiten Reform- und Aufbaubewegung, könnte von Politik und Medien erzeugt werden, wenn es richtig angestellt wird. Weg vom verantwortungslosen Turbo-Kapitalismus, hin zu einer wirklich sozialen Marktwirtschaft, dafür sollte gestritten werden. Wenn dazu landesweit die Kirchenglocken läuten und die Politik endlich mit gutem Beispiel voran geht, bei sich anfängt, mit dem Sparen, dann wäre der erste Schritt getan …

  195. grenzgänger,
    es läuft...

    grenzgänger,
    es läuft derzeit einiges in die richtung rgw 2.0.
    .
    angenommen, es knickt die eu und falzt die us of a, ich nehme an, ein gewisser lupenreiner demokrat hat für den fall auch schon verträge in der schublade, die auf ein revival von rgw und warschauer pakt hinauslaufen. vielleicht klappt es diesmal sogar mit dem zugang zum atlantik.
    .
    der herr bundeskanzler a.d. schröder shortet eu und nato schon länger und nicht ohne persönlich-pekuniären erfolg.
    frau springer scheint auch mehr zu wissen, als andere, wenn man an einige bild-schlagzeilen der jüngsten zeit denkt.

  196. Nach meiner...
    Nach meiner (unqualifiziereten) Meinung schauen wir alle auf den falschen Screen. Die Wirtschaftkrise stelle nur die Wellen auf dem Teich dar. Die Frage ist doch eher: wer schmeisst die Steine ins Wasser und warum ?
    Die Krise ist hochpolitisch und nur an zweiter Stelle ökonomisch.
    Wo ist Obi wan Obama? Wieso ist Japan nicht mal eine Zeile wert? Was treiben die Chinesen mit ihren Dollaranleihen?
    Die Deutschen schauen wie immer nur auf ihren Bauchnabel und drehen sich flink im Kreis. Aber egal wie schnell der deutsche Kreisel sich dreht, der Popo ist immer hinten.
    Die deutsche Politik schläft seit dem 4+2 Vertrag auf ihrem eigenen Baum und wird nun von der rauhen Wirklichkeit erwischt.
    .
    @ grenzgänger : Ich könnte wählen. Fast alle Staaten der Welt bieten den Neugeborenen auf ihren Terretorien die Staatsbürgerschaft an. Fast überall gibt es auch doppelte Staatsbürgerschaften, also wäre ich Franzose, könnte ich dann Japaner UND Franzose sein (wenn ich mich recht erinnere mit Frankreich). Die Deutschen sind immer so schrecklich gehemmt, andere sind da prakmatischer.

  197. Und kann mir mal einer sagen...
    Und kann mir mal einer sagen wer den Visagisten der Kanzlerin ermordet hat? Wer macht das denn nun ?

  198. @Holly: über das Bild der auf...
    @Holly: über das Bild der auf dem eigenen Baum schlafenden Politik mußte ich lachen. Ich hab eher den Eindruck, daß sie vor lauter Emsigkeit und Feuerwehreinsatz nicht zu grundsätzlicherem, also auch einfacherem, vorstößt. Aus meiner Anwendungsentwicklung weiß ich nämlich, daß das Einfache und Überzeugende besonders viel Zeit braucht, weil man erst durch eine Phase des Komplizierten hindurchmuß. – Japaner und Franzose kann man qua Geburt in Frankreich werden, wenn man japanische Eltern hat, umgekehrt SIW nicht. – Ich hab ja auch schon das Wort „Schanghai“ in den Raum geworfen, so als Idee, daß das das nächste Welthandelszentrum ist wie zuvor London, New York und evt. Tokyo, aber mir glaubt ja keiner.

  199. Wäre der Sozialismus nur...
    Wäre der Sozialismus nur entbehrlich…
    @Grenzgänger: Die Klassen und der Klassenkampf werden im Kapitalismus auf den ultimativen Punkt zugetrieben. Alles was es vorher schon gab – und da widerspreche ich Ihnen nicht, es gab das alles schon! -, treibt nun auf die klassenlose Gesellschaft zu, oder auf deren Barbarisierung.
    .
    @Plindos: Eigentlich interessiert mich solche Anekdoten nicht, aber da Sie es nun mal bringen, in aller Kürze:
    Zu dem Thema Hitler-Stalin-Pakt habe ich mich an anderer Stelle, und wie ich meine, ausreichend geäußert: schließlich und endlich verurteile ich ihn, aber nicht aus den allgemein bekannten Gründen, auch nicht mit einer „verkappt-trotzkistischen“ Argumentationsweise. Ein Nichtangriffsvertrag wäre so wenig zu verurteilen wie seinerzeit Lenins Friedensvertrag mit den Deutschen (letzterer war die Voraussetzung für eine siegreiche bolschewistische Revolution, und bekanntlich war da Trotzki, die Menschewiken darin um Nuancen verpassende) wenn nicht all die anderen unschönen Dinge damit verbunden gewesen wären (Massaker an Polen, Auslieferung von Juden und Antifaschisten an Nazideutschland, ja schließlich der fatale Irrglaube, dass ein Hitler sich daran hielt), siehe weiter „Stalin, der großrussische Chauvinismus, die USA und die Antihitlerkoalition“ (http://blog.herold-binsack.eu/?p=542).
    Nicht die Theorie und Praxis sind unversöhnlich, sondern die Theorie darf der Praxis nicht folgen, sie darf nicht zur Hure der Praxis werden.
    .
    @Cornelius: Ich gestehe es, auch ich bin vermutlich käuflich. Und wüsste ich ganz sicher, dass es einen solchen Kapitalismus gäbe („soziale Marktwirtschaft“, wie Sie sie beschreiben), ich würde mich von ihm bestechen lassen. Der Klassenkampf, der Sozialismus ist die Antwort darauf, dass das Kapital nicht anders kann als es tut, und daher das Proletariat nicht anders handeln wird als es muss.
    Wäre der Sozialismus entbehrlich, ich gehörte zu den ersten, der auf ihn verzichtete. Oder glauben Sie wirklich, dass es mir Spaß macht, mich mit all diesen Ignoranten herum zu schlagen?

  200. Don,

    es gibt Momente in denen...
    Don,
    es gibt Momente in denen Print lebt. Der Artikel in „Bilder und Zeiten“ war eben dazu noch großartig gesetzt (oder „gelayoutet“, wie man heutzutage sagen würde).
    Sehr schön! Danke!

  201. Oh, danke, ich denke, da wird...
    Oh, danke, ich denke, da wird noch ein wenig kommen. Eigentlich ist es der erste Teil einer Trilogie, aber ich weiss nicht, ob der Rest auch gedruckt sein wird, mein Interesse liegt ja generell eher im Online-Bereich.

  202. Oh mein Gott. Der Beitrag ist...
    Oh mein Gott. Der Beitrag ist jetzt online, aber mit den komplett falschen Bildern. Ich kann nichts dafür, da hat jemand eine echte Fehlleistung vollbracht.

  203. D.A., warum keine...
    D.A., warum keine Twitter-Pflicht für Devin08? So wird er es nie lernen, die Massen zu überzeugen.

  204. "Wenn das der Heilige Franz...
    „Wenn das der Heilige Franz noch erlebt hätte: Ein DKW F 91 passiert Assisi“
    .
    @DA: Sind die Bildunterschriften etwa von Ihnen??

  205. Don Ferrando, ich habe keine...
    Don Ferrando, ich habe keine Ahnung, wer das gemacht hat, aber es ist alles komplett falsch, es ist ein einziges Debakel.

  206. @specialmarke: Wen das nicht...
    @specialmarke: Wen das nicht „überzeugt“, oder wenigstens beeindruckt, dem ist ehe nicht zu helfen:
    Wenn das Kapital sich selbst besiegen muss…
    .
    könnte das auch so aussehen: „Diese Expropriation vollzieht sich durch das Spiel der immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion selbst, durch die Zentralisation der Kapitale. Je ein Kapitalist schlägt viele tot. Hand in Hand mit dieser Zentralisation oder der Expropriation vieler Kapitalisten durch wenige entwickelt sich die kooperative Form des Arbeitsprozesses auf stets wachsender Stufenleiter, die bewußte technische Anwendung der Wissenschaft, die planmäßige Ausbeutung der Erde, die Verwandlung der Arbeitsmittel in nur gemeinsam verwendbare Arbeitsmittel, die Ökonomisierung aller Produktionsmittel durch ihren Gebrauch als Produktionsmittel kombinierter, gesellschaftlicher Arbeit, die Verschlingung aller Völker in das Netz des Weltmarkts und damit der internationale Charakter des kapitalistischen Regimes. Mit der beständig abnehmenden Zahl der Kapitalmagnaten, welche alle Vorteile dieses Umwandlungsprozesses usurpieren und monopolisieren, wächst die Masse des Elends, des Drucks, der Knechtschaft, der Entartung, der Ausbeutung, aber auch die Empörung der stets anschwellenden und durch den Mechanismus des kapitalistischen Produktionsprozesses selbst geschulten, vereinten und organisierten Arbeiterklasse. Das Kapitalmonopol wird zur Fessel der Produktionsweise, die mit und unter ihm aufgeblüht ist. Die Zentralisation der Produktionsmittel und die Vergesellschaftung der Arbeit erreichen einen Punkt, wo sie unverträglich werden mit ihrer kapitalistischen Hülle. Sie wird gesprengt. Die Stunde des kapitalistischen Privateigentums schlägt. Die Expropriateurs werden expropriiert.“ (Das Kapital, Bd. 1, MEW 23, S.790 f., http://blog.herold-binsack.eu/?p=886, vgl. auch:
    http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E83AED212FD0F4E7BA18B00C57112C302~ATpl~Ecommon~Sspezial.html, dort leicht gekürzt)

  207. Lieber Herold, käuflich ist...
    Lieber Herold, käuflich ist das falsche Wort, empfänglich wäre in dem Zusammenhang passender. Eine wirkliche soziale Marktwirtschaft, wie ich sie mir vorstelle, wäre leichter und friedfertiger umzusetzen, als die Einführung des Sozialismus. Letzteres wird vermutlich nur mit einer gewaltsamen Revolution, inkl. einer radikalen Enteignung Vermögender + Zwangskollektivierung von Landbesitzern abgehen. Sozialismus ist keine Lösung, nicht aus meiner Sicht. Das Kapital wird sich aber sehr bald entscheiden müssen, ob es weiter seinen marktradikalen und teils menschenverachtenden Weg geht, und dabei irgendwann vom Klassenkampf gewaltsam entmachtet wird, oder ob es sich doch lieber für eine wirklich soziale Marktwirtschaft entscheidet, mit der man, gerade als Unternehmer, sehr viel besser leben könnte, als mit einem neuen, höchst unkalkulierbaren Sozialismus.
    .
    Wenn Revolutionäre von der Güte eines Che Guevara erst einmal in der Spur sind, hat das Kapital nicht mehr viel zu lachen, und auch nicht mehr viel zu entscheiden. Dann ist das Wahlrecht verspielt. Höchste Zeit, in die richtige Partei einzutreten, um einem neuen Sozialismus-Experiment den Boden zu entziehen und die Welt doch noch zu retten. To Salute!
    .
    Oh, an meiner Tür leutet und klopft es gerade …

  208. @Devin08: Ich habe die...
    @Devin08: Ich habe die politischen Diskussionen der frühen 70er an der FU Berlin überlebt und werde auch Ihre Ausführungen überleben, aber beeindrucken tun sie mich – tut mir leid – nicht: Alter Wein in nicht mal neuen Schläuchen. Die Überwindung des Kapitalismus wurde seit Marx tausendfach, wie in einer Sportreportage, angekündigt, als fände sie unwiderruflich und umgehend statt.
    Aber immer noch kein Land in Sicht.

  209. "Oh mein Gott. Der Beitrag ist...
    „Oh mein Gott. Der Beitrag ist jetzt online, aber mit den komplett falschen Bildern. Ich kann nichts dafür, da hat jemand eine echte Fehlleistung vollbracht.“
    Ja eben, das meinte ich damit auch. Bei den Setzern weiß man, wie eine Zeitungsseite gut aussieht.

  210. @Rosinante!
    Ich hoffe sehr,...

    @Rosinante!
    Ich hoffe sehr, dass Madame Brüning nicht den Blog ihres Kollegen liest, denn ich muss gestehen, dass ich nach dem 3. Satz vor Langeweile aufgegeben habe. Ich höre zwar ganz gerne klassische Musik, aber lese nie die dazugehörenden FAZ Artikel. Also kann ich Ihnen bezüglich Flugzeugblogger nicht weiterhelfen.

  211. Zwei der Bilder sind sogar von...
    Zwei der Bilder sind sogar von 2009. Und nichts hat mit dem Beitrag zu tun. Niemand könnte sich über das, was da unter meinem Namen online steht, mehr wundern als ich.

  212. @Cornelius, es klopfte und...
    @Cornelius, es klopfte und laeutete?
    StAsi 2.0 ?

  213. lieber Don Alphonso, wenn es...
    lieber Don Alphonso, wenn es so stimmt, wie sie schreiben, wäre dies eine redaktionelle Schlamperei und Frechheit. Ich hab’s -nur zum Trost- als Leser nicht gemerkt und mein Kompliment war ohne wenn und aber.
    .
    Ja, lieber Tiger, zum Text von Frau Brüning habe ich mich nicht geäussert, nur zum Titel. Für mich las sich „Pferde zu Flugzeugen“ als ironische Fortführung des Peace-Slogans „Schwerter zu Pflugscharen“ und hat mich amüsiert. Es täte mir Leid, wenn ich Sie zu einer ärgerlichen Reise nach Den Haag animiert hätte.

  214. Vielleicht schreibt ja jemand...
    Vielleicht schreibt ja jemand mal eine saftige Satire über „Satz“fehler in Tageszeitungen und zwar republikweit. Dazu gehört etwa das verschluckte -n
    im Dativ Plural, falsche Artikel und mehr. Es geht wohl nur noch um Aktualität um jeden Preis. In Blogs und Mails toben sich die Analphabeten bis zur Unverständlichkeit aus. Im Fernsehen quasselt diese Horde von Journaille in Mozarts Requiem hinein, so als ginge es um Leib und Leben und die Bezahlung aufgrund von Quantität des Geschwätzes. Wen diese Musik nicht interessiert, kaut sowieso seine Krachmandeln, die Anderen wissen ohnehin Bescheid.
    Gehörten Drucker und Setzer nicht einst zu einer geachteten Berufssparte?
    Gab es einst nicht Korrektoren?
    Aus trüber Erfahrung weiß ich, wie man auch auf diese Weise Verlage zerstört, die eine honorige Geschichte von 200 Jahren aufweisen/ aufgewiesen haben.
    Haben wir etwa zuviele RTLs und Regenbogenpresse und Frauenzeitschriften und Bloggs und so weiter?
    Wer heute nicht schludert, wird als obsolet ausgelacht, weil nicht zur Spaßgesellschaft gehörig. Ich hätte (nicht) übel Lust, eine Woche lang eine Reihe von derartigen (Schweine)Produkten zu rezensieren.

  215. JorgeLoma, in meiner...
    JorgeLoma, in meiner sozialistischen Fruehedukation lernte ich, dass Drucker und Setzer die erste Reihe in der revolutionaeren Front bildeten. Sie gehoerten zu den Wenigen, die lesen und schreiben konnten, und, das war das Wichtigste, sie waeren in der Lage gewesen, das Kommunikationsmittel Presse zu beherschen. Die Drucker und Setzer taten aber nichts dergleichen.
    In en Fruehzeiten der TAZ scheinen sich die Setzer aehnlich revolutionaer gesehen zu haben. Nur waren deren Einfuegsel reichlich albern. So wurde mir erzaehlt, denn mit der TAZ geht’s mir fast so wie mit der Dings-Zeitung.
    .
    Aprpos Setzer; die gibt’s doch garnicht mehr, oder? Anfang der 80er Jahre wurde doch DTP eingefuehrt und der Redakteur machte den Job.

  216. Und dann, Anfang der 70er, die...
    Und dann, Anfang der 70er, die pseudo-ironische Erneuerung der Sprache. Den ekelhaften Volontairs-Stil im Spiegel moechte ich noch nicht mal erwaehnen. Besonders trueb ist mir die Erinnerung an eine Buchkassette von Jules Verne, erschienen 1975 bei Baermeier & Nikel. Was freute ich mich doch ueber eine nette, sich naehernde Grippe, bei deren Bekaempfung im Krankenbett so schoen lesen ist. Man hatte JV neu uebersetzt-und es war einen Schande.
    Schlagartig war ich wieder gesund.
    Es begann also schon sehr frueh und ist noch nicht geendet.

  217. @Trouvaille - "......den...
    @Trouvaille – „……den Faschismus als genuin banausische Veranstaltung haben sie nicht verursacht.“
    Ja, das ist es, was den Unterschied macht. Aber ernstzunehmen war ihr Anteil als Wegbereiter des Faschismus schon. Hief kann man ästhetisch dikutiieren, dort nur über cdie Folgen.
    @JorgeLoma/16. Mai 2010, 02:30 Vorschlag angenommen aber Gleiwitz bringts nciht. Warum nicht Kraków, die Königsstadtt. Polen würde froh sein und verdient hat es das allemal. So geht positive europäische Identifuikation!
    @DA – DANKE!
    @HansMeier555 – DANKE!
    @Devin08 – DANKE!
    http://aqua.agenturquerulant.de/2010/05/ich-und-bla/

  218. JorgeLoma, Filou,
    für mich...

    JorgeLoma, Filou,
    für mich hat dieser Sprachstil nichts mit Spaßgesellschaft oder Volontärsstil
    zu tun; hier wird absichtsvoll dem Leser klargemacht, daß man von ihm das Verständnis und die Gefühls-
    welt 1.Klasse Klippschule erwartet . Auch andere „seriöse“ Medien schwimmen auf
    dieser Welle.
    Ich kann mich irren, aber mir scheint dies erst seit Amtsantritt der sprachsensiblen
    Kanzlerin so schlimm zu sein. Es handelt sich m.E.um „Hofsprache“.

  219. Tschuldigung,Groß -...
    Tschuldigung,Groß – Famielientreffen, Großonkel 102, guter Stoff aus guten Gegenden. Gute Nacht!

  220. @Minna, alle sind uns auf den...
    @Minna, alle sind uns auf den Senkel gegangen, wenn sie zu lange dran waren, Schröder – oh wehe, war nach kurzer Zeit schwerer zu ertragen als „die Birne Helmut“. Sogar der altbegabte Willy war auf dem Höhepunkt der Wehnerkrise nur noch mäßig. Es sei ihm dreimal verziehen. Nicht verziehen sei der sprachlichen Einfalt von Scharping, Schröder, Fischer und Co. – und nach Bölling kam übrigens auch kein Regieungssprecher mehr, der sich so nennen dürfte. Amen.

  221. werte Zerlina,
    dann empfehle...

    werte Zerlina,
    dann empfehle ich Ihnen die Erklärung der Kanzlerin zum
    700 Milliarden Kredit im O-ton anzuhören.
    Wenn Sie darin einen Sinn erkennen können, Gratulation.

  222. @Ja, Filou, es begann schon in...
    @Ja, Filou, es begann schon in den 70ern. Ich wurde maliziös lächelnd gefragt, ob ich noch nicht gemerkt hätte, dass Plusquamperfekt und Futur II „out“ seien, demnächst wohl auch der Konjunktiv. Es ging weiter mit der falschen Position im Causalsatz, sogar bei Deutschlehrern. Heute auch noch die Appositionen, das vernachlässigte Dativ-Plural-n grassiert allenthalben. Und morgen haben wir das Praeteritum/Imperfekt satt und kritzeln alles nur noch im Praesens: Dem Volk demokratisch aufs Maul geschaut. Alles Jutjub.
    Einmal hatte ich mit einem bekannten Verleger zu tun: Er erklärte mir, seine Lektoren seien zuständig für die Werbung von erfolgversprechenden Autoren, die gesamte Planung der Publikation und den Vertrieb. „Und die Sprache?“ – „Sprache!? Wir verlegen Sachbücher“. Achso.
    Wann verzichten wir auf Suhrkamp & Co.?
    @Zerlina: Mit Ihrem Frust über (sämtliche) Senkel-Politiker ist es wie mit
    den Bloggs: Ex und Hopp, Zappen, japanische Touristen: Knipsknips: noch n Schloss! Wann haben Sie das letzte Buch gelesen? Forum und Comics sind angesagt. Was bedeutet „zu lange?“
    Ihre Orthografie ist übrigens tadellos – außer dem fehlenden r und zuviel e, die Ihnen in der Eile wohl durchgerutscht sind. Ich gebe zu, manchmal gehts mir danke gleichfalls.
    @minna oder Minna: Sie machen sicher immer pünktlich Feierabend. Gratulation!

  223. @Zerlina: Napokosy der Große:...
    @Zerlina: Napokosy der Große: Compiegne = Gleiwitz = Tilsit. Warum habe ich keine Stadt in D aufgezählt? Hatten Sies zu eilig?

  224. @Zerlina
    Gratuliere zu Ihren...

    @Zerlina
    Gratuliere zu Ihren Feindbildern in Auswahl!Sicher würden Sie die Liste noch in die Neuzeit verlängern. Wer bliebe übrig, minna oder Minna?
    Danke für „aqua.agenturquerulant.de“: Ich habs Ihnen nachempfunden.

  225. @Filou
    Die Druckergewerkschaft...

    @Filou
    Die Druckergewerkschaft war fast immer die erste, die streikte. Hut ab!
    Zum Zeitungsstil gehörte es eine Zeitlang, hinter und vor jeden möglichen Autorennamen „Jude“zu setzen, vielleicht in Umkehrung zu Adolf Bartels, solange glaubend wiedergutzumachen bis zu jenem Ausbruch in der Frankfurter Paulskirche. Die gemeinte Presse schrie „Zeter und Mordio“. Man hat jenen Autoren, glaube ich, einen Bärendienst erwiesen, statt sie einfach leben und arbeiten zu lassen. Was zählt, ist doch wohl das Werk! Zu den unangenehmsten Apercus gehörte für mich immer der Springerjargon: „…“.
    Vor einem halben Jahr druckte doch tatsächlich die ZEIT eine larmoyante (Pseudo)Reportage über ein Studentenpärchen, das sich mit seiner Magisterarbeit (nota bene: nach 6 Semestern) abquälte. Ich schrie „Hurra“!, als ein Professor darauf entsprechend trocken antwortete: „Netiquette“. Kurz vorher konnte man daselbst über eine rheinische Abiturabsolventin ohne Zulassung zum Studium lesen, als ihr zugemutet wurde, in Leipzig zu beginnen: „Leip-zig? Wo liegt denn das? In der Ostzone? Bei den Russen? Neeee!“
    Ein Student …..
    Was wollen Sie mehr?

  226. JorgeLoma,
    ...wenn minna oder...

    JorgeLoma,
    …wenn minna oder Minna übrigbleibt, wer hat sich darum verdient gemacht?
    Schließlich müßte minna wissen, wem sie den Pokal überreichen darf.

  227. Pause bei der...
    Pause bei der selbstauferlegten Sklaverei.
    .
    Also, ueber den Zusammenhang von Geist und verbaler Aeusserung bei Joschka Fischer im Speziellen sollte man mal besonders Laestern.
    .
    Mein Aufseher schwingt die Peitsche. Ich muss wieder…

  228. @letztere: ja, die Erinnerung...
    @letztere: ja, die Erinnerung an die Drucker, Setzer und Korrektoren ist nett, das war ein richtig gut eingespielter professioneller Prozeß. Ging aber auch schon vor 30, 40 Jahren zu Ende damit. Man _könnte_ ja auch bei DTP Korrekturlesen, aber das spart man lieber ein, weil der schneller umzuschlagende huschihuschi-Text mehr einbringt. Umsatz ist wichtig, wen interessiert schon der Gewinn an Qualität. – Ansonsten bin ich sehr für das Totschweigen (besonders im Netz) von banausischen Entgleisungen, dummem Geschwätz und larmoyantem Gejammer, man muß es nicht noch vervielfältigen, wenns einem schon den Alltag vergällt.

  229. Ich erinnere an den Verfall...
    Ich erinnere an den Verfall der Unbürgerlichkeit. Er beginnt beim Genitiv und endet beim Schmier-Öl auf Toskanas Landstraßen. Gaudi allerwegen. Eben Jutjub.

  230. Senor Loma, nichts gegen...
    Senor Loma, nichts gegen Jutjub. Wie anders sollen die Juengeren…
    …ach sehen Sie selbst, wie ernst der Bildungsauftrag genommen wird.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=NEZtmUxCTO4&feature=PlayList&p=AABF7D7492764E66&playnext_from=PL&playnext=1&index=2

  231. Devin08: Lieber Herr...
    Devin08: Lieber Herr Kathersozialist, mir schwant etwas Schreckliches: Ihnen ist womölich objektiv das revolutionäre Subjekt abhanden gekommen. Der Rekurs auf die Expropiation der Expropriateure geht auch nicht mehr so richtig auf, die Eigentümer sitzen, Dank der Globalisierung, irgendwo zwischen Dubai und Lichtenstein und Bahamas. Oder, da sträubt sich doch wohl Ihr theoretisches Gefieder, orten Sie vielleicht die Soziale Marktwirtschaft in Peking? Trotzki wusste übrigens auch gut zu massakrieren, s. Kronstädter Matrosenaufstand.
    Stalin liess ihn mit einem einen Eispickel 1940 im Exil in Mexiko totkitzeln.
    Noch ganz kurz zu der Kaffeefahrt von Lenin im plombierten Waggon quer durchs
    kriegerische Deutschland 1917: Gestiftet hatte die Kohle für das Billett unter anderem auch ein Multimillionär, Dr. rer. oec. Alexander Parvus (eigentlich Israil Lasarewitsch Helphand. Man wusste schon immer als findiger Kapitalist wo sich neue Märkte auftun würden. In Köln/Bonn sagt man: Kapott,ä Neu!
    Cornelius: Dem C. G. war auch das revolutionäre Subjekt abhanden gekommen, er suchte es, entgegen der Lehre des kanonisierten ML, in den Kordilleren von Bolivien. Special Task forces hatten den Ausflug vorzeitig terminiert.
    Conclusio: 1.) Nach Leibnizen leben wir in der besten aller möglichen Welten,
    somit: Denken hilft, sagte schon Gauß, womöglich auch gegen die Pest der hypertrophen Anarchokapitalisten.
    2.) Versuchen wir´s doch mal wieder mit Transzendenz, beten soll helfen….
    Don Alphonso: Spendieren/sponsern Sie dem o. a. Revoluzzer doch von Ihrem mageren Setzer/Drucker/Redaktör-Lohn mal einen Freifahrtschein zur nächsten MM, damit de Jong ooch e mol jett Spass hätt im Leve…

  232. Filou, nein, erfreulicherweise...
    Filou, nein, erfreulicherweise war es nicht die „Stasi 2,0“, sondern eine sehr geschätzte, gute Bekannte, … Na, ja. Die macht gern Scherze, ist aber sonst ganz lieb zu mir. Ich selbst bin seit mehr als 10 Jahren meiner aufrührerischen Karriere völlig unbehelligt geblieben, obwohl ich Schriften wie „Der Staatsfeind Nr. 1“ mitverfasst habe. Ein hoch auf unsere Demokratie! Ist ja nicht alles schlecht. Zu DDR-Zeiten säße vermutlich jeder dritte Blog-Kommentator von heute ruckzuck in Bautzen ein. Da war nix mit Meinungsfreiheit.
    .
    Plindos, Che hatte vermutlich noch zu viel Adrenalin im Blut. Bolivien hätte noch 2 Jahre warten können. Da war er zu gierig, aber er hat sich ja auch von niemandem aufhalten lassen. Die beste aller möglichen Welten, lieber Plindos, könnte aber sehr bald nicht mehr so sein wie sie heute ist. Hat beten im WK II geholfen? Aber bitte … Jeder wie er mag. Die Religionen werden die Welt nicht retten, das muss eine Partei mit einem entschlossenen und zupackenden Kanzler tun. Funktioniert dies in einem einzigen Land, werden alle anderen Völker darauf schauen und es ihm nachtun. So steht es geschrieben, so wird geschehen …

  233. Cornelius, es gibt auch...
    Cornelius, es gibt auch heimatnahe Knaeste. Roter Ochse z.B.

  234. Filou, dort arbeitet ein guter...
    Filou, dort arbeitet ein guter Bekannter als Schließer, und ein anderer Bekannter, mit dem ich 2x im Jahr um die Häuser ziehe, saß dort schon wegen Republikflucht ein. Der schlimmste Stasiknast war aber eben doch der in Bautzen. 3 tiefe Verbeugungen, dass dieses Regime besiegt werden konnte.
    .
    Und hier die Preisfrage dazu: War die DDR ein Unrechtsstaat? ja x nein x
    Bitte um Handzeichen!

  235. Cornelius, ist OT: sagt Ihnen...
    Cornelius, ist OT: sagt Ihnen der Name Tennemann etwas?
    .
    Unter Staatsfeind Nr. 1, fand ich schlampig gegoogelt nur einen Hollywoodschinken.

  236. Cornelius, auch um den...
    Cornelius, auch um den Bautzener Knast strich ich Anfang der 90er. Die unter Beton versteckten Graeber interessierten mich. Ich fand nichts, klar doch.
    Wenn wir mal auf drei + X Bier uns treffen, erzaehle ich Ihnen auch eine Geschichte von Osterode a. Fallstein. Die „kommode Diktatur“(Zit. armleuchtender Grossschriftsteller) hat irre Geschichten zu bieten.
    Man kann garnicht soviel saufen, wie es zu erzaehlen gibt.

  237. Filou, Tennemann? Klar, der...
    Filou, Tennemann? Klar, der Laden am Steintor. Nur 150 m neben dem ältesten Varieté Europas. Bei Tennemann habe ich mir vor etwa 15 Jahren eine Röhm zugelegt, und siehe da, er hatte exakt den gleichen Geschmack (unter seiner Jacke).
    .
    Einfach mal nach: Der Staatsfeind Nr. 1 trägt feinstes Tuch und ist von fröhlichem Gemüt. googeln oder auf unserer Seite (im Link) unten rechts, bei den verboteten Schriften, die hübsche Grafik mit dem schwarzen Mann mit Hut anstoßen ;-)

  238. Cornelius, nee, ich meinte...
    Cornelius, nee, ich meinte Tennemann in der Boeckstr./Reilstr., Pferdeschlachter+Restaurant. Wieher, wieher. (Pardon Rosinante!)
    Heisst eigentlich, dass zu Ihrer Zeit diese legendaere Kneipe bereits ferne Vergangenheit war.

  239. Filou, das machen wir. Irre...
    Filou, das machen wir. Irre Geschichten und selbstgebrautes, naturtrübes Bier in einer gemütlichen Taverne mit freundlich dreinschauender Bedienung. So soll es sein. Vielleicht im Mohr an der Burgstraße.
    .
    Wenn Sie Muse hätten, schreiben Sie doch mal einen Verriss auf die großen parteinahen Stiftungen, die bestehendes Unmaß zementieren, Millionen Steuergelder fressen, aber kein Fortschrittsdenken hegen, nichts wirklich ändern wollen. Wie auch, wenn die sich zu fast 100% von den Gaben ihrer Bundestagsparteien ernähren. Einstampfen oder Umschulen diese nutzlosen Transferleistungsempfänger, Schwafler, Besitzstandswahrer …

  240. Pferdeschlachter? Muss lange...
    Pferdeschlachter? Muss lange her sein. Den Laden kenne ich nicht mehr, aber in der Böckstraße gibt es seit 20 Jahren die beste Pizza der Stadt :-)
    Übrigens, ich reite auch, aber leider nicht mehr regelmäßig. Eine ehem. Freundin betreibt einen Reiterhof. Schon was feines, an lauen Sommerabenden mit seiner Liebsten über die Wiesen und Felder zu galoppieren. Wieher, wieher … Die Landwirte sehen das immer etwas anders …

  241. Cornelius, Mohr, ist das Ecke...
    Cornelius, Mohr, ist das Ecke Burgstr./ Kroellwitzer? Das wird ein muehsamer, langer Weg bis zur Doritheenstr.
    .
    Wie sagte mal die Rezeptionsdame zu mir: Noht ihr eusch wieder, finstere Gestolten?
    .
    Muss Heia. War nett. Gute Nacht!

  242. Ja, dort. Urgemütlich ... Es...
    Ja, dort. Urgemütlich … Es gibt doch Droschkenkutscher, die auf uns hören :-)
    Gute Nacht! Nett war es. Don löscht doch sicher auch gleich die Kerzen am Venizianer. Schlafen Sie schön, lieber Don!

  243. lieber Filou (23:40), Ihr...
    lieber Filou (23:40), Ihr Schreckenszenario betrifft nur den Anfang des DDR-Postkommunismus. Da können Sie ‚mal sehen, wie die Friedensarbeit im realsozialistischen Deutschland wirkte. Aus „Schwerter zu Pflugscharen“ wurde schwupps „Pferdemetzger zu Pizzeria“, wieha, wieha.

  244. Nett, dass Sie's nicht...
    Nett, dass Sie’s nicht uebelnehmen. Es war wieder mal eine ziemlich alberne Bemerkung von mir.

  245. Sehr geehrte Damen und...
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe ein bisschen Angst! Ihre Blocks sagen so viel. Das habe ich in der Schule nicht gelernt.
    Darf ich auch etwas sagen?
    Entschuldigung!
    Erna Schulz

  246. @Erna Schulz:
    .
    Wovor Angst...

    @Erna Schulz:
    .
    Wovor Angst haben … weiterlesen, man muss nicht alles sofort verstehen!
    .
    Wozu entschuldigen …. wenn Sie Interesse haben!
    .
    Warum fragen ….. etwas wagen + Ihre Meinung sagen!
    .
    Eine Bildungslücke ist relativ zum Lebensalter und dann keine Schande, wenn Sie diese beständig zu verringern suchen!

  247. @Dankeschjön, Köstlich, dass...
    @Dankeschjön, Köstlich, dass Sie mir Mut machen!
    Ich bin noch jung und habe mit Blocks wenig Erfahrung.
    Ich bin etwas verwirrt, aber versuche zu verstehen.
    Die Artikel des Don gefallen mir sehr!

  248. "Erna kommt!" ;-)...
    „Erna kommt!“ ;-)

  249. @Max
    Ich verstehe Sie jetzt...

    @Max
    Ich verstehe Sie jetzt nicht. Sind Sie mir böse oder meinen Sie das ironisch?

  250. Erna, Quark, war nur eine...
    Erna, Quark, war nur eine Anspielung. Googeln Sie mal „Erna kommt“!
    So, jetzt ist der Vierteltausender voll. Und das in diesen Zeiten ;-)

  251. Gerade im letzten August bin...
    Gerade im letzten August bin ich dort gewesen, mehr durch Zufall. Seine Bücher hatte ich alle schon verkauft, aber nicht die über ihn und Fiume, wo ich gern dabei gewesen wäre.
    Bis auf die Souvenirstände vor dem Eingang des Anwesens hat’s mir gefallen – wie seine Texte und sein Leben – so sein Anwesen, alles andere wäre seltsam. Eros, Faschismus, Militanz, Schönheit der Kunst, Poesie und die legitime Gewalt der Waffen, die hier in sich ruhen, ergeben einfach ein Ganzes.
    Und da ich eh lieber dort bin, wo sich wenige Deutsche tummeln, bin ich Ihnen für Ihre Selbstvergewisserung und warnende Abscheu recht dankbar. Wirkliche Italiener scheinen Sie jedoch nicht zu kennen.

  252. Mir ist schon klar, dass...
    Mir ist schon klar, dass Italiener einen anderen Zugang haben, und die wenig zurückhaltende Inszenierung gefallen mag. Aber: Die italienischen Schulklassen schienen mir auch desinteressiert bis gelangweilt zu sein. Dafür sind trotzdem massenhaft Deutsche dort.

  253. @Don Alphonso
    "Sieh, das Gute...

    @Don Alphonso
    „Sieh, das Gute liegt so nah“!, seitdem Berghof und Reichskanzlei incl. Bunker bodengleich gemacht sind. Der Schiss ist frichtbar noch, sagte mal einer.
    Aber ich traf da mal auf einen Trupp Lega Norte. Auch nicht übel!
    Sehe ich das recht, dass Sie da Gas geben? Links liegt immerhin Vicenza mit dem Teatro Olimpico und …

  254. Zunächst steht erst mal die...
    Zunächst steht erst mal die Schweiz an, mit ein paar Pässen – Italien erst wieder Ende des kommenden Monats.

  255. @Don Alphonso
    Südlich des...

    @Don Alphonso
    Südlich des langsamen (Neben)Flusses, am Starnisee und noch weiter unten gebiert es sich immer wieder aufs Neu: Grenzländer sind besonders frurchtbar. Gmund und Parma liegen allerdings inmitten. So habe ich keine Angst!

  256. @Don Alphonso
    Kleiner...

    @Don Alphonso
    Kleiner Reisetipp gefällig: Zillis St.Martinskirche „älteste romanische Kirchendecke, um 1130“ (vgl. Hildesheim: St.Michael)

  257. @Don Alphonso
    Fast hätte ich...

    @Don Alphonso
    Fast hätte ich einen weiteren Reisebuchtipp vergessen über die Großen um den Splügen-Pass mit umfangreichen Zitaten und auch Zeichnungen von Goethe etc. Über den Autor können Sie mehr in dem Splügener Hotel erfahren, in dem auch Nietzsche kampierte. Jenes Buch müssten Sie allerdings in München oder bei Amazon bestellen, weil ich es zur Zeit nicht greifbar habe.
    >
    Glückliche Reise!

  258. JorgeLoma, Don Alponso, hier...
    JorgeLoma, Don Alponso, hier gibt’s Seriöses zu „Splügen“: http://www.casanova.ch/verlage/monatsblatt.cfm?customerid=727232180.238.185.201 . Der Autor der letzten Bücher (Berge, Schluchten, Pässe, Splügen, Engadin, Anekdoten, Nietzsche etc.) ist Kurt Wanner (wohnt auch in Splügen).

  259. Erna Schulz, auch Zwerge haben...
    Erna Schulz, auch Zwerge haben klein angefangen. Sie müssen ja nicht gleich eine Riesin werden. Aber dies würde ausser Ihnen auch niemand von Ihnen verlangen. Nur zu.

  260. @Rosinante
    Ja, Kurt Wanner!...

    @Rosinante
    Ja, Kurt Wanner! Danke! Ich versuchte, das Buch in einer Buchhandlung dort zu erwerben – Fehlanzeige. Also doch leiber München oder Amazon. Ein Besuch bei Wanner in Splügen dürfte sich lohnen!

  261. Rosinante,
    aber bleibe ich...

    Rosinante,
    aber bleibe ich eine Zwergin? Ich komme halt aus der fürsorglichen Provinz. Jetzt versuche ich zu studieren (1.Semester). Ob der Bachelor in Germanistik und Geschichte für mich das Richtige ist? Alles sieht nach Turbo aus. Und dann die große Stadt,eben auch hier in dem Don-Alphonso-Block die große Welt.
    Weiter oben lese ich von der Erfindung der Renaissance: War der erste Erfinder nicht Dante oder Petrarca? Ach, ich finde diese Einteilungen der Epochen als Konstruktionen. „Dunkle Jahrhunderte“: War das mittlere Alter zwischen Antike und „Renaissance“(New Age) mit seinen gotischen Kathedralen nicht wirklich sehr hell? Ich war letzte Woche in Chartres und in der Sainte Chapelle. So viele Fragen! So viele Antworten!
    Wie wird man Riesin? Danke, Rosinante!

  262. ...
    @Devin08
    Sozialismus/Kommunismus ist keineswegs eine geschichtlich nachhaltige Möglichkeit geschweige denn eine Notwendigkeit. Ersteres zeigt der Untergang des Sozialismus im Weltmaßstab und das Überleben durch die staatsterroristische Elite abgewirtschafteter Barbarenregime wie Nordkorea oder Kuba. Letzteres ist eine nur auf Glaubensbekenntnissen beruhende Wahnvorstellung religiöser Natur. Die Widersprüche, die die kapitalistische Produktionsweise mit sich bringt werden durch sie selbst gleichzeitig immer wieder gelöst. Das ist das Geheimnis des Kapitalismus. Nur durch die Fähigkeit seine eigenen Strukturen regelmäßig zu erneuern; in Krisen überkommene Strukturen abzuschütteln, gibt es den ungeheuren Wohlstand in dem wir leben.
    Der Religionsstifter bzw. Prophet des Sozialismus K.Marx hat die Entwicklungen des Kapitalismus vollkommen falsch vorhergesagt.

  263. liebe Erna Schulz,
    wenn Sie...

    liebe Erna Schulz,
    wenn Sie die Epochen als Konstruktion stören, müssen Sie einfach Europa verlassen und sich mit der Kultur Ostasiens (China, Japan, Korea) befassen. Dort gibt’s das nicht. Und die Renaissance als New Age ist „nur“ die Erfindung von Jacob Burckhardt, die der dialektische Materialismus seit 150 Jahren ohne Erfolg widerlegen sucht. Alle reiben sich nur an seiner Souveränität und seinem -inder Zeit- Konservatismus‘ (er störte sich beispielsweise am übertriebenen modernen Zeitgeist in Zürich, was der Reise Friedrich Engels emphatisch begrüsste). Vielleicht ein Tip: wenn Sie einmal so leicht, elegant, informativ, ironisch, sachlich und augenzwinkernd über komplexe historische Sachverhalte und deren Interpretation schreiben können, sind Sie wahrscheinlich eine Riesin.
    Ihr Rosinante

  264. @Rosinante, ich besorge mir...
    @Rosinante, ich besorge mir auf Ihren Tip hin heute gleich Jacob Burckhardt.
    Gerade arbeite ich mich durch Huizinga, dessen Buch Sie bestimmt genauso gut kennen. Ihr Urteil würde mich sehr interessieren!
    Ich habe heute meinen Prof. getroffen. Weil es das mit der Dekadenz des Römischen Reiches vor kurzem so aktuell war, habe ich ihn danach gefragt. Da sagte er: „Die darüber reden, sehen das immer nur politisch. Sieht man das Problem kulturell, dann stellt man fest, dass zum Beispiel die römische Literatur sich nur verlagerte unter anderem auf die Kirchenväter“. Wenn ich mich richtig erinnere, nannte er Namen wie Symmachus, Boethius, Cassiodorus, Augustinus, Isidor von Sevilla. Ich habe mir die Namen aufgeschrieben. „Und von da ist es nur ein kleiner Schritt zu der Klosterliteratur in St.Gallen und Fulda und der Hofschule von Aachen“. Die alle hätten die Griechen und Römer überliefert, aber auch in St. Gallen ganz neue Literatur geschrieben. Mein Prof. sagte noch viele andere Namen: Byzanz und christliche Kirche. Zum Abschluss sagte er noch: „Das Datum 476 wird nur von Geschichtslehrern und Politikwissenschaftlern als Ende des Römischen Reiches verstanden“. Was habe ich bloß in meiner Schule gelernt? Aber das alles muss ich erst studieren. Entschuldigen Sie, dass ich Ihre Zeit und Geduld so lange in Anspruch genommen habe. Darf ich Ihnen noch ein Kompliment dafür aussprechen? Ich glaube, Sie verstehen meine totale Verwirrung.

  265. Köstlich, sehen Sie, Sie...
    Köstlich, sehen Sie, Sie haben mir Mut zugesprochen. Ich wage zu fragen. Danke!

  266. Erna Schulz, wir machen jetzt...
    Erna Schulz, wir machen jetzt einen kleinen Sprung vom 1. ins überletzte Semester. Huizinga kann nie schaden, Jacob Burckhardt (Die Kultur der Renaissance, Cicerone) ist m.E.ein „must“, und was das sogenannte Ende Roms betrifft, bin ich hier im Fan-Club des Don Alphonso-Star-kommentators HansMeier555, welcher fordert „Wir wollen Alarich!“.

  267. HansMeier555
    Warum Alarich?...

    HansMeier555
    Warum Alarich? Oder bin ich zu naiv?
    Ich habe mich schon vorgestellt.

  268. Rosinante
    Alarich ein alter...

    Rosinante
    Alarich ein alter egeo?

  269. Rosinante
    Pardon: ego....

    Rosinante
    Pardon: ego.

  270. @Rosinante
    Ich bin wieder...

    @Rosinante
    Ich bin wieder zurück in meiner geliebten Bude.
    Mein Papa (Geschichtslehrer) war entsetzt über meinen Prof.. Er lässt Ihnen wegen Burckhardt herzliche Grüße bestellen und sagte mir: „Belästige die Frau Rosinante nicht zu arg“!
    Traurig und ein bisschen böse, aber nicht wirklich.
    Erna Schulz

  271. JorgeLoma, Erna Schulz: Ich...
    JorgeLoma, Erna Schulz: Ich bin fast sicher, dass es zum alter ego von Alarich bei mir nicht reicht. Und danke an Ihren Herrn Papa, dessen Entsetzen über Ihren Prof. wohl an einer Illusionsbildung liegt.

  272. Rosinante
    Die Identifikation...

    Rosinante
    Die Identifikation mit Erna Schulz schmeichelt mir. Sie studiert das, was ich als BWLer immer schon wollte. Mir gefällt ihr Wollen, gepaart mit der Ungeniertheit ihres 1. Semesters.
    Ah. jetzt komme ich drauf: weil Erna mit mir fast immer gleichzeitig bloggt? Seltsamer Zufall.
    @Erna Schulz, tut mir Leid. Was ich an Rosinante schrieb, soll sich nicht bei Ihnen anbiedern. Aber, wie konnte das passieren?
    Ich kann bei Ihrem Blogwechsel nicht mithalten. Alarich – kein Problem. Aber all die anderen Namen habe ich nie gehört. Die These Ihres Profs in Ehren, aber doch ein bisschen weit hergeholt. Sorry!

  273. JorgeLoma, nein, ich habe Sie...
    JorgeLoma, nein, ich habe Sie nicht in den gleichen Personentopf geworfen, sondern die Antwort nur rationalisiert. Falls ich Sie in Ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt habe sollte: sorry.

  274. Lieber Rosinante
    Ich danke...

    Lieber Rosinante
    Ich danke Ihnen für Ihre Klarstellung! Es hätte mich auch gewundert, nachdem ich Ihren liebevollen Umgang mit E.M. schätze. Ich entschuldige mich!

  275. Lieber Rosinante, lieber Jorge...
    Lieber Rosinante, lieber Jorge Loma,
    ich war so traurig, dass die bisher kurze Korrespondenz zwischen Ihnen beiden und mir so schnell sich eintrüben könnte. Jetzt bin ich wieder froh wie der Mops im Haberstroh.

  276. Man kommt ja zu nichts. Mit...
    Man kommt ja zu nichts. Mit nicht ganz geringfügigem Verzug also noch ein Hinweis auf einen merkwürdigen, schönen Text Klaus Stillers über d’Annunzio, zu finden in seinem derzeit wohl nur antiquarisch zu bekommenden Band „Die Faschisten“ (zuerst München/Wien 1976); dazu wiederum etwas mehr findet sich hier:
    http://www.zeit.de/1979/50/Die-Faschisten-4

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