Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Davoser Kanten für bessere Kreise

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Es gibt im bürgerlichen Umfeld Worte, bei denen stets ein besonderer Subtext mitschwingt: Am See (Gute Wohnlage). Ostdeutschland (Niemals). Scheidung (Man hat es ja immer schon gesagt). Arzt (Idealer Mieter). Schweiz (Geld vor dem Finanzminister retten). Davos (Mann, Zauberberg, schick, Wintersport). In Davos war ich gerade, aber es war Mai und und nicht Winter, weshalb ich den Ort auch ohne gnädige Schneedecke sah. Und mich frage, warum manche da Wohneigentum kaufen.

Oh, oh, was ist denn das für eine Seligkeit von Licht, von tiefer Himmelsreinheit, von sonniger Wasserfrische.
Thomas Mann, Der Zauberberg

Das hier ist der Ortseingang.

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Das ist ein paar Meter weiter.

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Das ist ein weiterer Blick, etwas die Strasse runter.

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Noch ein paar Schritte, mittlerweile im Ortskern einer Ansiedlung, die man in gängigen Westvierteln nur nach Ansicht der Gebäude als Wohnstatt von „Baracklern“ interpretieren würde. Tatsächlich sieht hier manches so aus, wie neuere Sozialbauten meiner dummen, kleinen Heimatstadt an der Donau.

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Ein paar Kilometer weiter, auf den Steinwüsten oberhalb des Flüelapasses, kann man betrachten, wie die Klimaerwärmung die Gletscher der Alpen umgebracht hat. Hier unten, in Davos, kann man sehen, was die mit der Klimaerwärmung einhergehende Globalisierung mit dem besseren Bürgertum, wie es sich bis heute gern selbst in bester Tradition sieht, gemacht hat. Denn Davos ist 2010 nicht weniger Steinwüste als die Hänge des Weisshorns, die gerade noch gnädig von etwas Restschnee bedeckt werden. Und hat, Geschichte hin, Immobilienpreise her, so gut wie nichts mehr mit dem zu tun, für was es einmal in den besseren Kreisen von London bis Laibach stand.

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In jenen Zeiten vor dem zweiten, und besonders dem ersten Weltkrieg, war Davos tatsächlich noch ein Ort, den man gesehen haben musste, wenn man es sich leisten konnte, und man obendrein an Lungentuberkulose – oder, wie man damals sagte, Schwindsucht – erkrankt war. Obwohl es eine Krankheit vornehmlich der Armen in Ballungszentren war, betraf die „weisse Pest“ auch Angehörige der besseren Kreise, und so oder so bedeutete sie in aller Regel ein Todesurteil nach einem elenden Dahinsiechen. Bis sich um 1878 wie ein Lauffeuer die Kunde verbreitete, dass im kleinen Bergkaff Davos in Graubünden ein Klima herrschte, das die Menschen auf wundersame Weise wieder gesund machte, solange sie sich dort einen Aufenthalt und lange Monate oder gar Jahre auf den Balkons in der lindernden Luft leisten konnten.

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In der Folge wurde der Aufenthalt in Davos so etwas wie das ultimative Distinktionsmerkmal zwischen Arm und Reich: Die einen krepierten in ihren verseuchten Löchern, die anderen bauten sich hübsche Hotels, Sanatorien und Villen und überlebten – oder starben zumindest mit schöner Aussicht und in bester Gesellschaft. Damals muss Davos recht prächtig ausgesehen haben, eine lustige Stilmischung des Historismus mit Holz, Fachwerk, Türmchen, Kuppeln, nachgeahmten Bergbauernhäusern und kleinen Palästen. Davos war eine Tabula Rasa, auf der sich das internationale Bürgertum Denkmäler setzen konnte. Die Briten brachten sogar eine Kirche im neonormannischen Stil mit in die Berge. Und Grand Hotels nach neuestem Geschmack und für höchste Ansprüche, die man so auch in Brighton, an der Bretagne, an der Riviera und allen anderen Orten finden konnte – man war zwar im Ausland, aber dennoch stets daheim.

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Das englische Viertel gibt es unter all den Betonklötzen immer noch. Teilweise. Am Südhang stehen einzelne Villen, manchmal sogar vier oder fünf nebeneinander, unter diversen Neubauten. Rechts ist alles noch bewohnt, links dagegen sind die Fenster staubig und blind, und kein Stuhl steht auf den Balkonen mehr. Danach kommen gleich wieder die neuen Strukturen, ganz ohne Jugendstilschnörkel und grosse Vergangenheit, sogar das Vorbild für das Sanatorium aus dem Zauberberg von Thomas Mann ist heute längst im neuen Stil, rechteckig, gerade, kantig, man wäre wirklich überrascht, darin noch eine sieche Russin anzutreffen, schon eher die Gattin eines Oligarchen aus dem Aluminiumgeschäft mit drei Mobiltelefonen, auf dem Weg zur nächsten Wellnessbehandlung.

Man mag es verschmerzen; diese weltliterarische Bedeutung von Davos beruht ohnehin auf einem groben Missverständnis, denn als der Zauberberg erschien und als ironischer Nachruf einer untergegangene Bürgergesellschaft in jedes Bücherregal Eingang fand, war man in Davon wenig angetan. Genauer: Man empfand die Schilderung des Ortes als so dem Ruf abträglich, dass man Erich Kästner anheuerte, um eine Antwort darauf zu verfassen. Heute ist das ganz anders, der „Zauberberg“ wird nächtlich illuminiert, eine Bar beim Casino trägt in Leuchtschrift diesen Namen, und weil das Bürgertum  gemeinhin nichts liest, was im Bücherschrank sein muss, hat es dem Ruf von Davos auch nicht geschadet. Dort, wo in Deutschland analphabetenfreundlich eine Umrisskarte der Insel Sylt auf den Autos prangt, kündet in der Schweiz oft der Schriftzug Davos von einem grossen Namen, der von seiner Faszination erstaunlicherweise noch immer nicht so viel verloren hat, als dass man nicht Preise ab 6000 Euro für den Quadratmeter selbst in schlechten Lagen zahlen muss – und das, obwohl es in all der Betonkantigkeit ohnehin schwer ist, den Unterschied zwischen guten und schlechten Gebäuden schnell zu begreifen.

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Sehr schlecht jedenfalls müssen die luxuriösen Hotels Bernina, Angleterre, Viktoria und Carlton gewesen sein, die in der Zeit um 1900 den Ruhm des Ortes gemehrt haben. Nur das Hotel Belvedere existiert noch und offeriert in der Trattoria gerade „Leichte Pasta-Gerichte zum Top-Preis-Leistungsverhältnis“. Die anderen Hotels wurden wie in jüngster Zeit einige alte Sanatorien abgerissen, zugunsten neuer, kantiger Investitionsobjekte, die man hier erwerben kann. Für Einheimische gibt es Rabatte, von Ausländern nimmt man den vollen Preis. Es muss sich immer noch lohnen, der Ruf des alten Davos ist immer noch gut genug, anders kann man all die Baukräne über dem Tal nicht begreifen. Dabei ist Davos in diesen Maientagen reichlich tot und wenig erbaulich, die Hauptreisezeit ist der Winter, und jene schönen Blumenwiesen, auf denen man wandern könnte, liegen weitaus tiefer in den Bergen Graubündens. Oberhalb von Davos wird es karg und steinig, und wäre da nicht die legendäre Aura und das Elend der immer gleichen Einkaufsfreuden, könnte man sich nur schlecht erklären, was hier eigentlich das Besondere sein soll, als unmässig viel kantiges Beton im internationalen Stil der Profitmaximierung, und der Kongress „Interntional Desaster and Risk Conference“, der das Bild sehr stimmig abschliesst.

Doch mögen auch die alten Kolonien der Engländer, Russen und Deutschen auf der Suche nach frischer Luft zum Überleben verschwunden sein, so drängen jetzt andere nach: Diejenigen Begünstigten des Kapitalanhäufung, denen die Einkommenssteuerminderung so wichtig wie die Luft zum Atmen ist. Herrschaften aus nichteuropäischen Ländern, in denen die Tuberkulose heute noch eine Volkskrankheit aufgrund der manchesterkapitalistischen Zustände ist, deren Heilung sich dort kaum einer leisten kann, selbst wenn er dafür nicht mehr Monate auf den Balkonen der Kurorte liegen müsste. Eine Tradition zu den längst verschwundenen Alteuropäern gibt es da nur in negativer Hinsicht, aber der Name des Ortes allein verspricht, diesen Makel ein wenig zu bereinigen, und Verbindungslinien zu schaffen, wo keine sind. Man kauft hier nicht nur einen quadratischen Klotz, der, wäre er daheim, als unbewohnbar gelten würde. Man kauft ein Stück europäische Tradition. Unter all den Kurorten des frühen 20. Jahrhunderts hat es Davos geschafft, berühmt zu bleiben, weil es berühmt ist, und dadurch eine Anziehungskraft zu entwickeln, die anderen Orten fehlt.

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Und so zerfallen die Villen in Stresa am Lago Mggiore sanfter, als die Abrissbirnen in Davos Platz für Neues schaffen, so kann man in Riva am Gardasee verwunschene Viertel entdecken, die es unter dem Zauberberg längst nicht mehr gibt, und keine Modearchitekten kämen in Badgastein auf die Idee, einen hier im Tal geplanten Hochhausturm in die Landschaft zu setzten. Davos hatte zu seiner Zeit nicht den allerbesten Namen unter den Zielen der besseren Gesellschaft, zu sehr erinnerte der Namen an das Husten und das qualvolle Ersticken, aber es zusammen mit St. Moritz besser ist im Gedächtnis geblieben als Brennerbad, Obermais, Tegernsee, Arco, Ischgl, Kreuth, Gardone Riviera, Como und all die anderen grossen Namen der Belle Epoque, die den Kampf gegen den Fernreisetourismus und die globalen Luxusressorts längst verloren haben, aber dafür auch nicht wie Davos aussehen.

Man kann es natürlich auch positiv ausdrücken: Allein die Reminiszenz der grossen, alten Bürgerlichkeit Europas zieht heute immer noch die neuen Eliten in die Berge und verschliesst ihnen die Augen für die Zweifelhaftigkeit des Unterfangens. Das Bürgertum funktioniert zumindest noch als Marketingtrick. Gut für Davos. Schlimm für das Bürgertum, das in der Person des Autors dann doch lieber abbiegt und zum Flüelapass hinauf fährt.

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159 Lesermeinungen

  1. Es ist alles eitel

    Du siehst,...
    Es ist alles eitel
    Du siehst, wohin du siehst nur Eitelkeit auf Erden.
    Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;
    Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiesen sein,
    Auf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden;
    Was itzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden.
    Was itzt so pocht und trotzt ist morgen Asch‘ und Bein,
    Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
    Itzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden
    Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
    Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?
    Ach! Was ist alles dies, was wir vor köstlich achten,
    Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
    Als eine Wiesen-Blum, die man nicht wieder find’t.
    Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!
    Andreas Gryphius

  2. Werter Don,
    "... Schneedecke...

    Werter Don,
    „… Schneedecke sah. Und mich frage, warum manche da Wohneigentum kaufen.“
    .
    Sie wissen es sicher bereits – weil sie sich aufwerten wollen / müssen.
    .
    IMPONAT und PROFILAT, wie ich Ihnen am 15. Juli 2009 geschrieben habe, sind es, die die Welt bewegen.
    .
    Ansonsten deckt sich Ihre Beschreibungen mit meiner eigenen Empfindung zu diesem Ort.
    .
    Gruß Hanskarl

  3. Werter Don Alphonso,
    ein...

    Werter Don Alphonso,
    ein wirklich guter Text.
    Als ich vor einigen Jahren nach Davos kam, war meine Enttäuschung riesengroß wegen der von Ihnen beschriebenen Gegebenheiten.
    sic transit gloria civitatis!

  4. Was hältst du denn vom Hotel...
    Was hältst du denn vom Hotel Bayern? Ist dessen Umbau noch immer im Gespräch am See?

  5. Ich habe den Sinn des...
    Ich habe den Sinn des jährlichen Wirtschaftsforums in Davos immer angezweifelt. Nach der Lektüre Ihrer Beschreibung der Lokalitäten kommt mir diese jährliche Veranstaltung erst recht antiquiert vor.

  6. Na ja, wenigstens scheint die...
    Na ja, wenigstens scheint die Sonne.

  7. Operatrion Top Chill: Der Don...
    Operatrion Top Chill: Der Don beschaut die die beschauliche Schweiz…

  8. So ähnlich hab ich mich...
    So ähnlich hab ich mich gefühlt, als ich — vor nicht langer Zeit — das erste Mal in London war und dort am späteren Nachmittag in der City spazieren ging.

  9. Werter Don,
    ich vermute, dass...

    Werter Don,
    ich vermute, dass Sie in diesem Ort nicht die Muse fanden auch nur eine Tasse
    Kaffee oder Tee zu sich zu nehmen.
    Diese Bilder lösen Traurigkeit und Fluchtgedanken aus.

  10. Ja, lieber Don Alphonso, da...
    Ja, lieber Don Alphonso, da haben Sie den wohl wundesten Punkt in der urbanisierten, alpinen Schweiz gefunden und getroffen. Im Winter springt dort die Einwohnerzahl von 20 Tsd. auf das Doppelte. Ein für Infrastruktur und Stadtbild gleichsamer Irrsinn. Auch Flims/Laax und Teile des Oberengadins zwischen Celerina und Maloja -insbesondere Silvaplana- gingen in Graubünden mit dem Zweitwohnungsbau (ab etwa 1960) in eine ähnliche Richtung. Da konnten viele Unternehmer den Hals nicht vollkriegen. Und die Politik spielte fröhlich mit.

  11. Bester Don,
    Ja, Sie haben...

    Bester Don,
    Ja, Sie haben recht getan – die Abzweigung zum Flüela ist die schönste Seite dieses Ortes.
    .
    Wenn es einen Ort gibt, der ausschliesslich von Reminiszenzen geistiger Natur lebt (da die architektonischen schon ziemlich am Aussterben sind), dann ist das Davos.
    .
    Geniessen Sie die schönen Tage – verdient haben Sie’s !!

  12. isabella 20:51
    Manchmal aber...

    isabella 20:51
    Manchmal aber auch Bitterkeit, Rachegedanken und Zerstörungswut. Ein fassungsloses „Wie-kann-man-nur“!

  13. nach der Anzahl der Kommentare...
    nach der Anzahl der Kommentare pro Zeit, hat es anscheinend allen die Sprache verschlagen. Ist aber auch wirklich traurig, dort. Ihnen DA mein Mitgefühl.

  14. Auch dem Deutschen stünde es...
    Auch dem Deutschen stünde es gut zu Gesicht den Wandel zu begrüßen, um das Alte in Neuer Gestalt fortzuführen. „Der König ist tot, lang lebe der König!“
    Wo also, Don Alphonso, fahren die Stützen der Gesellschaft heutzutage denn hin? Und wie sieht es da mit Geschmack und -losigkeiten aus?

  15. Vielleicht ist es aber auch...
    Vielleicht ist es aber auch so, daß das Bürgertum schon damals nichts Erhaltenswertes geschaffen hat.
    (Von so was
    http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Ch%C3%A9ron_%28Schachspieler%29 mal abgesehen).
    Jugenstilsanatorien — das waren von auch nur euphemisierte Zweckbauten.
    .
    Grüße aus dem Fürstentum
    .
    http://fotowettbewerb.hispeed.ch/original/338557/france___monaco/monaco_hafen.jpg

  16. Wenigstens hat Monaco schöne...
    Wenigstens hat Monaco schöne Opuntien!
    .
    Was die alten Sanatorien angeht: Natürlich entsprechen sie nicht den modernen Anforderungen von Leuten, die 10000 Euro für den Quadratmeter bezahlen. Die Frage ist aber, was letztlich bleibt, wenn man die Geschichte ausradiert.
    .
    auxtroisglobes, der Klassiker ist das vollsanierte Toskanahaus in einer region, aus der sich die Italiener zurückziehen, weil es nur noch Kaff ist. Das ist gar nicht so schlecht für Italien. Weniger hübsch: Mallorca, Costa del Sol, Kanarische Inseln.

  17. tut mir leid für den...
    tut mir leid für den themenwechsel, aber Mutter FAZ hat noch nichts auf der Homepage: Was sagen Sie denn zum Bundespräsidentendarsteller
    (Zitat Georg Schramm)?
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,697144,00.html
    Mutti Merkel hat wirklich eine Fähigkeit die Begabtesten der Begabten
    für die höchsten Ämter auszuwählen. Roland K. Du hattest Recht und hast die Flucht ergriffen

  18. BertholdIV, ach, ich hatte da...
    BertholdIV, ach, ich hatte da durchaus auch meinen Spass und habe sogar ein Andenken (Schweizer Gürtel für die Motorhaube des Sunbeam) erstanden. Ich bin nur ein wenig fassungslos, für welche Unsummen da Dinge in einem Ort verkauft werden, gegen den Rottach noch eine alpine Perle ist. Ich mein, Rottach!
    .
    Kopfgeburt, und danach kommt der Schweizer Nationalpark, der ist ja auch famos. Und dann erst Müstair! Aber so kann man natürlich, es ist sicher ein enormes Geschäft, man muss sich nur mal überlegen, was diese neuen Schachteln beim Bau kosten, und was sie erlösen. Es dürfte wenige Orte jenseits von Metropolen geben, wo das Bauen lukrativer ist. Und beim Viertwohnsitz für den Winter denkt doch keiner darüber nach, wie es im Mai aussieht.

  19. BertholdIV, ich habe das im...
    BertholdIV, ich habe das im vorhergehenden Beitrag schon verlinkt – das hat ein Blogger als erster aufgegabelt, und erst von da aus machte es die Runde.
    http://holgi.blogger.de/stories/1636681/
    Was soll ich sagen? Ich denke, dass hier endlich mal die Wahrheit gesagt wurde. Und dass dieser Mann seine Eignung für dieses Amt überdenken sollte. Wenn das seine Meinung ist, was macht er an der Spitze eines Staates, dessen Verfassung in einem derartig wichtigen Punkt eindeutig gegenteiliger Ansicht ist?
    .
    Rosinante, ich war ja letztes Jahr in St. Moritz, und muss sagen, dass es dort bei weitem nicht so schlimm wie in Davos ist, und bei Solvaplana lässt es auch schon erheblich nach. Davos ist meines Erachtens einzigartig, aber es macht mir nicht den Eindruck – man betrachte das besagte Turmprojekt (http://www.schatzalp.ch/go.cfm?turm) – dass es da erbitterten Widerstand geben würde. Ich bin auch kein Befürworter der erzwungenen Sepplromantik am Tegernsee, aber wenn ich dagegen Davos betrachte, bleibt uns da wirklich einiges erspart. Gerade weil es bei uns auch Widerstand aus der Bevölkerung gibt. Selbst die schlimmsten Verbrechen am Tegernsee sind hübsch gegen das durchschnittliche Davos.

  20. Und das da: Nie nie nie nie...
    Und das da: Nie nie nie nie einen Besuch wert?
    .
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a1/2007-KarlovyVary-053-wide.jpg

  21. Lieber Don, Sie hätten halt...
    Lieber Don, Sie hätten halt die Bündner Nußtorte bei Schneiders probieren müssen. Das hätte Sie bestimmt für den trostlosen Anblick der Ortschaft entschädigt.

  22. Danke für den Link: Der...
    Danke für den Link: Der Blogger hat auch in einem weiteren Punkt Recht. Ich sehe die Entwicklung beim DLF ähnlich. Der war vor fünfzehn Jahren viel besser (galt auch für die ehemals große Zeitung in dem Millionendorf an der Isar). Das wäre in guten journalistischen Zeiten nie passiert, dass man einen Bundespräsidenten, der „zu dumm“ ist, seine m.E. verfassungsfeindlichen Gedanken für sich zu behalten vor seiner eigenen Dummheit schützt.

  23. specialmarke, meine Tuorta da...
    specialmarke, meine Tuorta da nusch kaufe ich bei der Chascharia in Müstair, schon aus Tradition, und meistens habe ich auch eine im Auto, weil sie im Notfall so praktisch ist. Aber ich war im Tea Room und habe zu einem ordentlichen Tee die FAZ (print) gelesen.
    .
    HansMeier555, ahhh, die alte Ostblockfrage ist wieder aktuell. Doch, da war ich auch schon. Aber da habe ich noch nicht gebloggt. Ausserdem ist dort die Tradition gnadenlos abgeschnitten und nicht wie in Davos pervertiert.

  24. BertholdIV, ich bin da offen...
    BertholdIV, ich bin da offen gesagt etwas erstaunt. Natürlich wird im Radio auch viel geschnitten, aber bei der Aussage muss man stutzig werden. Eigentlich.
    .
    isabella, ich habe mir durchaus lange Zeit genommen, ich war auch einkaufen, und das frisch Schmalzgebackene war weder teuer noch durchschnittlich. Aber ein guter Bäcker macht noch keinen schönen Ort.

  25. Ich habe die Aussage des...
    Ich habe die Aussage des BuPrae. mehr so gelesen, als ob er ganz zart einen Tatbestand andeuteten wollte. Dann ist die Frage, machen wir es fuer uns, die Republik, oder in wessen Auftrag sind wir dort? Fuer die Amis, die Weltwirtschaft, die nationale Wirtschaft…?
    Und wenn es so waere, warum sagt UNS das keiner, he?

  26. Hanskarl00 ganz ehrlich, ich...
    Hanskarl00 ganz ehrlich, ich kann mir bein besten Willen nicht vorstellen, wie einem sowas imponieren soll, wenn man den Ort gesehen hat. Es gibt andere tolle Wohnlagen zum gleichen Preis – gerade etwa eine Adelsvilla am Tegernsee – die wirklich Eindruck machen, und deren Glanz sicher auch auf einen Käufer abstrahlt. Aber für eine Schachtel so viel wie für einen Palast zu bezahlen, ist kein Prestige, es ist einfach lächerlich. Und wenn es um die Landschaft geht, gibt es auch sehr viel Schöneres im Val Müstair.
    .
    Werter Don Ferrando, ich finde es nicht ärgerlich, irgendwer muss ja die schlechten Beispiele liefern, die einem verdeutlichen, was man etwa am Blauen Land und anderen relativ intakten Regionen hat. Ich fand es sehr lehrreich.

  27. @filou
    ich glaube nicht, dass...

    @filou
    ich glaube nicht, dass der Bundespräsidentendarsteller so klug ist. Allerdings es gibt ein Beispiel dafür: Andreotti hat es so gemacht, als er gegen sich einen Prozess anzetteln wollte, in dessen Verlauf er dann über die Operation Gladio berichten konnte. Sehr schön in: Daniele Ganser: Nato geheimarmeen in Europa, Orell Füssli Zürich 2005, p. 36 ff

  28. Seelenlos, fällt mir dazu...
    Seelenlos, fällt mir dazu ein. Oder: früher Ulbricht – später Honecker. Betonbauten von Betonköpfen. Im wilden Osten, geschätzter Don, würde Ihre Kameralinse vor Freude anlaufen, bei all den historischen Wohnbauten. ;-)

  29. @BertholdIV, leider habe ich...
    @BertholdIV, leider habe ich keinerlei Erfahrung mit klugen Politikern. Irgendwie lavieren die die alle. Darum denke ich, dass man abwarten muss, ob es nur ein kleiner Sturm ist, oder ein Riesenunwetter entsteht.
    Aber ich moechte den Gang des Gespraechs ueber idiotische Urbanitaet nicht stoeren.

  30. Cornelius, man muss den...
    Cornelius, man muss den Dialekt nicht moegen, und die Menthalitaet der Eingeborenen laesst auch Wuensche offen, aber was mit Halle gemacht wird, gefaellt mir schon: Hochstrasse zur Disposition gestellt, Riebecktuerme abreissen, gut restaurierter Jugendstil etc.
    Pardon, etwas viel Lokalkolorit.

  31. Werter Don, 27. Mai 2010,...
    Werter Don, 27. Mai 2010, 23:11
    Sie haben ja vollkommen recht und doch gibt es offensichtlich genügend solcher Leute – „… habe mir da neulich etwas in Davos zugelegt …“.
    .
    Andererseits finde ich es immer gut wenn Leute ihr Geld so ausgeben, daß sie anderen damit Lohn und Brot sichern. Dagobert Duck ist ein Wirschaftsschädling – sein Geld ist nur zum Schwimmen da.
    .
    Wer Geld anlegt und ordnungsgemäß versteuert, ist beileibe sehr oft nicht gut beraten. Z. B. 75.000,- Euro als Festgeld für ein Jahr zu 2% Zinsen angelegt, der erleidet bei einer Inflationsrate von 1,5% und einem zu versteuernden Einkommen ( Splittingtabelle einschl. Soli und K.-Steuer ) von 50.000,- Euro, am Ende einen Verlust von 124,22 Euro – ( Zinserlös 1.500,- ./. Inflation 1.125 ./. Mehrbelastung durch Steuer 499,22 gegenüber eines zu verst. EK von 48.500,- ). Es ist also ertragreicher den Inflationsverlust zu tragen und auf jegliche Zinsen ( und damit auf Steuerabgaben ) zu verzichten.
    .
    Dieser Sachverhalt trifft auch auf andere Kombinationen zu und verstärkt sich bei Versteuerung nach der Grundtabelle. Ich bin kein Steuerfachmann, sondern neulich zufällig auf diesen Zusammenhang gestoßen.
    .
    Gold ist MWSt- und Spekulatuionssteuer-frei – es unterliegt auch keiner Abgeltungsteuer. Wer am 1.1.2010 Gold kaufte hat nach Inflationsabzug und Berücksichtigung der Ankauf/Verkauf Differenz heute einen Gewinn von 22,48 % in 145 Tagen erzielt.
    .
    Da sollte man doch nachdenklich werden oder?
    .
    Gruß Hanskarl

  32. @filou
    wir können das so und...

    @filou
    wir können das so und so nicht entscheiden, ob wir stören, da wir ja von der Gnade des Herrn DA abhängen, der uns freischaltet oder auch nicht.
    Aber auch beim Bundespräsidenten gilt: Das ist schon beschlossen ob er bleibt oder fällt. Er ist durch die „Gnade“ von Mutti in dieses Amt gekommen, wenn sie Ihr Wohlwollen entzieht ist es um ihn in seinem Amt geschehen und (Ps 103) der Ort/Amt weiss von ihm nichts mehr. Das zeigt sich aber in den nächsten Tagen und wir können es nur beobachten, aber es wird eine interessante Inszenierung geboten werden.

  33. BertholdIV, aber bitte, nur...
    BertholdIV, aber bitte, nur zu, keine Zurückhaltung, ich schalte.
    .
    Werter Hanskarl, ich halte Gold für reichlich spekulativ, und gerade bei einer Wohnung muss man auch sehen, dass man durch die Nutzung auch wieder eine Art „Gewinn“ hat. Die Frage, wohin mit dem Geld, ist schwierig; ich aber sage: Dorthin, wovon man sein Vergnügen hat, und nicht nur Stress und Zweifel.

  34. @BerholdIV, mir schiesst da...
    @BerholdIV, mir schiesst da der selten gewordene Begriff „Patriotismus“ durch den Kopf. Ist der wenigstens rudimentaer in den Hirnen unsere Regierenden vorhanden? Wenn wir schon (mehr oder weniger) einem himmlischen Ideal anhaengen, dann sollte es doch moeglich sein, einem irdischen Ideal ebensoviel Kraft zu geben.

  35. um auch etwas zur...
    um auch etwas zur Architekturdiskussion beizutragen. Ich war vor einigen Wochen bei einer Versicherung, die hier ihr Büro hat.
    http://www.nextroom.at/building.php?id=2363&sid=&inc=pdf
    also wenn Sie mal dort sind, unendlich schön, Sie müssen halt nur irgendwie hinein kommen

  36. Lieber HansKarl, Dagobert Duck...
    Lieber HansKarl, Dagobert Duck badete in Talerchen. Goldtalerchen. 22,5 % Plus!

  37. Werter Don,
    sicher ist "Gold...

    Werter Don,
    sicher ist „Gold spekulativ“. Meine Oma erzählte mir, daß sie die Familie am Ende des Krieges einen Monat von einem Tscherwonez ( 10 Goldrubel ) satt bekam – man konnte „vom Gold abbeissen“. Später mußte die Familie auf Haus und Grundstücke beträchtliche Abgaben an den Staat leisten.
    .
    Ich sehe Gold ausschließlich als Versicherung – es ist egal welchen Geldwert es in einer beliebigen Währung hat, es nur wichtig wie lange ich uns von 100 gr. werde ernähren können. Dabei vertraue ich darauf, daß alles jemals geförderte Gold einen Würfel von 20m Kantenlänge ergibt –
    das ist nicht viel für so viele Leute.
    .
    Gruß Hanskarl

  38. Filou, bei den Riebecktürmen...
    Filou, bei den Riebecktürmen bin ich allerdings auf der Seite von Ulrich Marseille, weil seine anderen Türme in Neustadt – nach der Sanierung – sehr ansehnlich aussehen und bestens vermietet sind. Für mich sind die beiden Türme ein Wahrzeichen der Stadt. Die HWG und der Stadtrat wollen den Abriss, der mindestens 1,6 Mio. Euro Fördermittel kostet (Steuergelder). Mein Geld! Marseille will etwa 800.000 bezahlen. Da liegt doch die Lösung auf der Hand!
    .
    Wenn ich König von D wär, würde ich dem Politgesindel in Halle von Berlin aus die Stühle anbrennen, dass denen hören und sehen vergeht. Die Kommunen sind pleite, schrieben letzte Woche alle Medien, aber im beschrieben Fall dürfen 1,6 Mio. verschleudert werden. Jede Wette, so bekloppt sind doch fast alle Politiker in Tausenden Städten und Gemeinden, in ganz D! Über dieses Beispiel beantwortet sich auch die Frage, warum für die Sanierung unsere Bildungssysteme, Straßen, etc., kein Geld da ist.

  39. Meine sehr veehrten Damen und...
    Meine sehr veehrten Damen und Herren, es ist ja das Amt von Herrn Köhler nicht das des Herrn Ebert.
    Ich mache Sie daruaf aufmerksam, wir sind entwöhnt vom Tschingderassabumm(nichts gegen Märsche von K. Weill und M. Kagel): Unsere ruhmreichen Streitkräfte sollen wieder in der Mitte der Gesellschaft stationiert werden. Und ich sach mal, dass der Soldat am Hiindukusch deutsche Exporte verteidigt, is ja nur ein Wort mehr als wir schon gesacht ham, wird man ja noch sagen dürfen – nein, durfte man eben nicht laut bisher. Aber bald eben doch, nach einem ebenso scheinheiligen wie widerwärtigen Pseudodiskurs flankiert von gar nich mehr subkutan verabreichter höherer Propagandadosis, die die Heimatfront mit ihrem unbelehrbaren Kriegsekel weichkochen soll, „bis auch der letzte, der Dümmste…..“
    Und wer Cowboy und Indianer mitspielen will, muss natürlich auch die Fachtermini beherrschen:
    http://www.inforadio.de/radio_zum_lesen/spezial/afghanistan/tag23.html
    Die Hospitantanten, die da vors Mikro dürfen, sind glaube ich kaum 22 Jahre alt – genau wie die sächsischen und bayerischen Landes-Fast-Noch-Kinder im Kriegseinsatz in A.
    Lest mehr Clausewitz! Achtung, FD liest mit.

  40. Übrigens gibt es durchaus...
    Übrigens gibt es durchaus Leute, für die sich eine Wohnung in der Schweiz rentieren könnte; es muss also gar nicht überteuert sein:
    http://www.nytimes.com/2010/05/28/business/28sec.html?hp

  41. Werter Don,
    Sie werden doch...

    Werter Don,
    Sie werden doch nicht die Selbstmordaspiranten meinen, die zu dumm, faul oder träge sind, es selbst zu besorgen, sondern dafür gutmenschelnde Schwyzer brauchen, für schmalen Lohn selbstverständlich.

  42. Herr Don,
    pardon. Hatte meinen...

    Herr Don,
    pardon. Hatte meinen Langenscheidt verlegt. Sie sind also der Ansicht, die Schwyzer liefern nicht nur Kinderschänder nicht aus, sondern auch gewohnheitsverbrechende Anwälte und Vermögensverwalter?

  43. @zerlina
    Ein sehr schöner...

    @zerlina
    Ein sehr schöner link. Sehr gut, dass uns das uns der rbb über die Schulter des Soldaten schauen lässt. Das Glossar rechts ist sehr hilfreich, man kennt ja – welche Schande – diese ganzen Fachbegriffe nicht mehr. Danke

  44. Wehrter Don,
    geniessen Sie die...

    Wehrter Don,
    geniessen Sie die Berge und ich wünsche Ihnen eine
    schöne Aussicht.
    Herzlichst P

  45. Ich habe immer wieder das...
    Ich habe immer wieder das Gefühl, daß die Schweiz besonders dort von ihrem heimeligen Ambiente verloren hat wenn sie französische Ortsnamen trägt.

  46. Die Distanz von Don Alphonso...
    Die Distanz von Don Alphonso zum Gold verstehe ich nicht. Vorausgesetzt, man wohnt schon im Eigentum: die sicher spekulative Mobilie Gold hat von allen genauso spekulativen Anlagen den höchsten Sicherheitswert und im Moment wohl auch die besten Gewinnaussichten. Und alles anonym und ohne Chance für den Staat, darauf zurückzugreifen. Dasselbe gilt natürlich prinzipiell auch für Silberkannen, nur zahlt man dafür überhöhte Preise im Vergleich zum reinen Metallwert. Und im Fall der Fälle auf der Flucht passen sie auch so schlecht ins kleine Handgepäck.

  47. Don,
    .
    verzeihen Sie mir die...

    Don,
    .
    verzeihen Sie mir die Verbissenheit in der „Ostblockfrage“.
    .
    Sehen Sie, das ist es ja gerade, was mich so interessieren würde, dieser Kontrast von „brutal abgeschnittenen“ und „pervertierten“ Traditionen. Und v.a., welche Beobachtungen Sie dazu machen würden. Seit 1995 (oder so) ist ja auch schon wieder unglaublich viel Zeit vergangen.
    .
    Und wurde denn die Kurtradition im Ostblock wirklich so „brutal“ abgeschnitten? Dort gab es auch eine kurende Nomenklatura, die sich gerne im alten Glanz sonnte, und die ja oft keineswegs wirklich der Arbeiterklasse entstammte. Die maßgebenden Persönlichkeiten der Sozialdemokratie entstammten in Mitteleuropa in der Regel dem Großbürgertum, (freilich oft mit jüdischem Hintergrund). Also nicht die Klientel, die vor 1914 niemals ein Luxussanatorium von innen gesehen hätte.
    .
    Der von ihnen geschätzte Theoretiker Leo Trotzki war z.B. auch ein Fan von Siegmund Freud, und war auch mit dessen Patienten z.T. ganz gut befreundet.
    .
    Vielleicht — das wäre zu prüfen — hat sich hinter bröselnden Fassaden (auch armutsbedingt) manches wie selbstverständlich erhalten, was in Westeuropa in den 60ern auf dem Sperrmüll landete.
    .
    Auch der Ostblock hatte so seine Westviertelchen. Stilistisch konnten die mit der belle epoque sicher nicht mithalten, aber manches scheint sich als Prestigefetisch erhalten zu haben. Für den sowjetischen Parteifunktionär, habe ich mir sagen lassen, war der Kuraufenthalt in einem Sanatorium noch in den 80ern ein wichtiger Prestigefetisch, eine elitäre und zugleich „kultivierte“ Form der Freizeitgestaltung. Unabhängig davon, ob er krank war oder nicht oder ob er vorhatte, das Kettenrauchen aufzugeben. Das war Lebenskultur, inklusive der ärztlichen Untersuchungen.

  48. @HansKarl: Wo kommt eigentlich...
    @HansKarl: Wo kommt eigentlich dieses Gottvertrauen her, dass man einen – gewissermaßen angeborenen – Anspruch auf Rendite hat? Die Kantenlänge Ihres goldigen Schürf-Würfels könnte auch nur 1 Meter betragen – wenn morgen Purpurschnecken als universelles Wertmittel erachtet werden, können sie Ihre Goldtaler genauso in den Sperrmüll stellen wie die Reichsmark-Besitzer weiland 1923. Und wenn es nicht so – zugegeben – überspitzt läuft, so werden Sie Ihr Gold (wenn es darauf ankommt) zwar gegen Butterbrote eintauschen können, aber längst nicht zu einem Kurs von 1 Unze = 1200 Dollar = 1200 Butterbrote (grob geschätzt). Denn dann wollen alle ihr Gold gegen Butterbrote tauschen; und Sie wissen ja, was das Angebot mit dem Preis macht?
    .
    Merkwürdigerweise hat man sich heutzutage ziemlich abgewöhnt, von der einzigen wirklich renditesicheren Anlage zu sprechen, die es gibt: Der Bildung. In meiner Familie, sämtlich Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg, gab es ein geflügeltes Wort: ‚Das einzige, was man mitnehmen kann, ist das, was man im Kopf hat. Das kann einem keiner nehmen.‘ Aber was soll man schon erwarten, wenn die tonangebenden Eliten sich ihren mittelmäßig-intellekt-begabten Bankberatern hingeben wie einst der seligen Maria-Unbefleckten-Empfängnis?

  49. @ Cornelius 00.58: Sie stehen...
    @ Cornelius 00.58: Sie stehen doch wie der Bundespräser auf dem Boden des Grundgesetzes und würden höchstens Abgeordneter oder ein anderer vom Volk gewählter Würdenträger werden wollen, aber doch niemals König von D., von den bevorzugten Methoden (Stühle anbrennen) ganz zu schweigen. Der Bundespräser hat einen Fehler gemacht und Sie auch!

  50. Werter Don,
    als erstes ein...

    Werter Don,
    als erstes ein großes Lob für Ihre Fotografien, ich finde sie immer wieder ausdrucksstark, sicher auch durch die gekonnte Aufnahme und Wahl des Bildausschnittes in der anschliessenden Bearbeitung. Ich weiß gar nicht wann die Architektur wieder darauf gekommen ist solche Betonburgen als chic (kann man das noch so schreiben?) zu verkaufen, wahrscheinlich im Zuge des allgemeinen Lounge-Lila-grau-70er-Holzimitat-Barocktapeten-Hypes a la Kameha Grand Hotel in Bonn. Naja, seis drum, muß man ja nicht schön finden und auch nicht kaufen. Haben Sie wieder Geldscheine aus Ihrem Koffer rausgucken lassen? Das finde ich eine klasse Idee…

  51. Herr Alphonso,
    ich bin...

    Herr Alphonso,
    ich bin geschockt!
    Wir, Ihr Leservolk, erwarten bis zum letzten Atemzug weiterhin die Berichte aus der schönen, heilen verlorengeglaubten Welt. Ohne Ent-täuschungen bitte!
    Bitte erzählen Sie von den Erziehungsmethoden Ihrer Tante.
    Ich war in einer Töpferei. Sie sagte: „Es ist eine Madonna“. Ich fragte die Schöpferin, ob sie sie mir beleben könne.
    Hoffe daher in Bälde auf das Rendevouz meines Lebens.

  52. Lieber Moritz, da braucht es...
    Lieber Moritz, da braucht es keine Bildausschnitte, davos ist fast überall so. Und das Kongresszentrum habe ich noch nicht mal gebracht! Es gibt in Davos seit Jahrzehnten eine Bauvorschrift, die nur unterlüftete Flachdächer zulässt (!), weshalb man sich dort für avantgardistisch hält. Natürlich kommt das auch wieder der Wohnungsspekulation zugute. Und wenn es schon nicht hübsch sein kann, muss es eben möglichst modern wirken. Und so entsteht dann diese Ansammlung.
    .
    Marc B., da hört man leider nicht viel Gutes. Und in Tegernsee selber soll ja gleich die nächste Lücke am Strand gerissen werden.

  53. @Ephemeridenzeit: Danke....
    @Ephemeridenzeit: Danke.

  54. Geschätzter...
    Geschätzter Ephemeridenzeit,
    ich glaube nicht an einen „angeborenen Anspruch auf Rendite“ – aber an Verstand, Lebenserfahrung und an Johann Wolfgang von … „am Golde hängt, zum Golde dängt doch alles“ ( Faust I ). Wie ich oben geschrieben habe ist ein Gold-Würfel von 20m Kantenlänge für rd. 7 Menschen etwas wenig – da bekommt keiner viel. Der im Katastrophenfall gegebene Dollarwert ist unwichtig, es kommt darauf an „… wie lange ich uns von 100 gr. Gold werde ernähren können.“ Es werden dann nicht „… alle ihr Gold gegen Butterbrote tauschen …“ können, weil sehr wenige physisches Gold besitzen im Vergleich zu den vielen Erzeugern von Butterbroten ( so war es zum Ende des letzten Krieges, wie meine
    Oma sagte ). Katastrophen sind regional – Butterbrote gibt es auf der ganzen Welt.
    .
    Ihre zweite Aussage „… ‚Das einzige, was man mitnehmen kann, ist das, was man im Kopf hat“ unterstütze ich. Sie gilt für junge Menschen – älteren Menschen nützt Wissen und Können weniger. Bezüglich der „… tonangebenden Eliten …“ werden die Verhältnisse sich im oben ange-
    nommenen Falle stark verändern – es werden ganz neue Töne zu hören sein.
    .
    Des weiteren möchte ich noch darauf hinweisen, daß Goldbesitz über Jahrhunderte den Erhalt von Vermögen ermöglichte – dies erscheint mir
    wichtiger als Rendite.
    .
    Gruß Hanskarl

  55. HansMeier555, Nomenklatura und...
    HansMeier555, Nomenklatura und bessere Kreise funktionieren nach meiner Beobachtung anders, weil letztere einen Unrechtsstaat zur Verfügung hat und ganz anders schalten und walten kann, als die Bewohner eines normalen Westviertels. Gleichzeitig sind sie aber ideologisch gebunden. Zu sagen: Die waren auch in Kur – ist ein wenig einfach. Und heute? Wann immer ich etwas über wiederauferstandene Bäder höre, ist auch gleich von den neuen Reichen die Rede, die früher Nomenklatura waren. Will ich das? Nun, man wird sehen.
    .
    gernot, Silberkannen kann man einschmelzen, und ich habe bei den aktuellen Preisen für Silber stets weniger als das Material gezahlt. Geht es gut, kann man sie benutzen, geht es schlecht, wird Silber zu seinem alten Verhältnis von 1/15 zu Gold zurückkehern – und leichter verwendbar sein.

  56. specialmarke, das Grundgesetz...
    specialmarke, das Grundgesetz kann geändert werden, vor allem dann, wenn die breite Masse der Bevölkerung mit dem Denken anfängt. Dauert noch etwas … Ist eben jeder (gewollt) mit sich beschäftigt. Statistenrollen wie die von Köhler werden irgendwann mit mehr Befugnis ausgestattet werden, einer Prokura, weil unser Demokratiemodell bröckelt – die Schäden daraus zu gigantisch sind. Demokratisch legitimierte Krisen, demokratisch legitimierte Steuergeldverschwendung, etc. werden irgendwann nicht mehr hingenommen werden, vom denkenden Volk!

  57. Werter HansMeier555, Sie haben...
    Werter HansMeier555, Sie haben voll und ganz recht – Karlsbad hat was.
    Ich erinnere mich dort vor einer gefühlten Ewigkeit mit der besten Ehefrau von allen winters gewesen zu sein.
    Allerdings gibt es auch dort leider einige Bausünden, die nach dem WKII begangen wurden.
    Dennoch kann man sich dem morbiden Charme des Städtchens nicht entziehen.

  58. @BertholdIV, der rbb...
    @BertholdIV, der rbb verbreitet Lanzer Romantik, von abgeschossenen Köppen oder der inneren Einstellung des gemeinen Soldaten und der gemeinen Soldatin zu ihrem Einsatz sag das infoRadio rein gar nüscht. Die öffentliche Meinung, die Herr Köhler hinter der Truppe stehend gelogen hat, sieht stattdessen den smarten Herrn zu Guttenberg, wie er den Postraumatisierten eine Abteilung im Bundeswehrkrankenhaus schenkt. Verstehen Sie mich richtig, es ist gut dass endlich die Tatsache, das Soltatinnen und Soldaten im Kriegseinsatz den Krieg mit in die Heimat bringen, nicht mehr verschwiegen wird. (Obwohl dass zumindest jeder wissen kann, der in den 60gern noch Verwandte hatte, die aus der kriegsgefangenschaft kamen.)
    Es wäre jedoch viel effektiver, wenn sich die Truppe auf ihre verfassungsmäßige Aufgaben beschränkt – nämlich den realen Verteidigungsfall. Dann gäbe es augenblicklich überhaupt keine Postraumtisierten.
    In unseren Schulen verteilen Werbeoffiziere Gesellschaftskunde wie erzieherisches Handgeld, weil der Staat ausgerechnet dort Hartgeld sparen will.
    Dass beharrliche mediale Wiederholung und Beschönigung wider besseres Wissen den ersten Sieg an der heimatlichen Meinungsfront zustande bringt, können Sie am Alter der den Einsatz unreflektiert befürwortenden Beitragsmacher erkennen und daran, dass sie jede eigene skeptische Regung in altbekannter Märchenromantik über das Wesen des Krieges ertränken.
    Man könnte es auch anders formulieren: Dieser Journalismus ist gelinde gesagt an Fakten arm und überspitzt gesagt blanke Ppropaganda im öffentlich rechtlichen Rundfunk mit den Mitteln der Daily Soap. Die wird bei der entsprechenden Beharrlichkeit ihre Wirkung nicht verfehlen und deshalb ist sie von Kollegen mit einem Rest von jounalitischem Ethos abzulehnen.
    Das bedeutet aber, dass diese Kollegen damit rechnen müssen, kaltgestellt oder abserviert zu werden, wenn sie im Interesse der journalistischen Qualität nicht die hohe Kunst der Subversion bedienen wollen, wie man sie exemplarisch nur in autoritären Systemen erlernen kann.

  59. Mit Blick auf die Geschichte...
    Mit Blick auf die Geschichte Afghanistans hätte ich mir gewünscht, dass man nicht den gleichen Fehler begehen würde, den zuvor Briten oder Russen machten.
    Und mit Blick auf die Geschichte Deutschlands habe ich gehofft, deutsche Truppen würden niemals wieder in andere Länder einmarschieren.
    Seinen Bündnisverpflichtungen kann Deutschland auch lediglich durch Unterstützung bei Einsätzen zur See und zur Luft nachkommen. (Möglicherweise meinte der Bundespräsident dies; dann sollte er das aber auch so sagen.)

  60. @Zerlina: Recht so! Der Fluch...
    @Zerlina: Recht so! Der Fluch des ‚eingebetteten Journalismus‘, die Verbrüderung von Berichterstatter und Berichtmacher, der verlockende Mythos von gerechten Kriegen, der noch verlockendere Mythos von notwendigen Kriegen (um seine Interessen zu wahren; s. Köhler) – all das führt unweigerlich dazu, dass sich die in den Krieg geschickten Soldaten wundern, dort verletzt oder umgebracht werden zu können. Heute lächeln wir über die Naivität der 1914er Kriegsfreiwilligen, die mit Kreide ‚Zum Frühstück in Paris‘ auf ihre Truppentransporter malten. Die Mechanismen der Schönfärberei sind aber kein bisschen anders als dazumalen. Nur glaubt sich jeder aufgeklärter und schlauer.
    .
    In Wahrheit hat das deutsche Militär seit 1990 alles daran gesetzt, seine vorgebliche Existenzberechtigung zu wahren. Man hat humanitäre Einsätze und Brunnenbohrerei und Kampf gegen Terroristen erfunden, hat sich im als Gegenleistung für gute Bilder beim Kampf gegen das Oderwasser engagiert, war vorneweg bei der Strategieänderung der NATO, ist gegen Piraten unterwegs (außerlandes) und versucht sich auch immer wieder gegen demokratisch-bewegte Demonstranten (innerlandes) in Stellung zu bringen. Und tatsächlich. Mit ihrer Hindukusch-Idee können sie heute locker jede Spardiskussion im bundesdeutschen Haushalt abwürgen, können sich einrichten in ihrer beruflichen Sicherheit und wenn der eine oder andere Soldat mit Traumata zurück kommt aus den Fernen dieser Welt, dann ist das eben ein Kollateralschaden.

  61. @zerlina
    Vollste...

    @zerlina
    Vollste Zustimung:
    Sebastian Haffner hat mal ähnliches geschrieben, dass die grössten berfürworter des 2 WK, die waren, die während des ersten Kinder waren und
    dieses Spiel mit mehr Erfolg dann wiederholen wollten.
    Ihr letzter Absatz ist sehr richtig. Ich bin in der Oberpfalz aufgewachsen und wenn Sie dort nicht die Mehrheitsmeinung (Wahlergebnisse über 80% in der Heimatgemeinde) vertraten, mussten Sie sehr früh Subversion lernen oder sich in geschützte Freiräume flüchten (Studiengänge, die nicht Rechts besetzt waren wie Naturwissenschaften, Philosophie oder Theologie).
    Das Problem ist, dass Westdeutsche, die in den 80ern oder später Jugendliche wurden, glauben, dass die Verdummungstendenzen ab den 80ern der Normalzustand sind. Wenn Sie nichts besseres gesehen haben, glauben, sie dass Köhler ein guter Präsident ist und die ARD oder SternTV noch journalistische Qualität darstellt.

  62. Lieber Don,
    die Nomenklatura...

    Lieber Don,
    die Nomenklatura schalten anders, sicher auch in der Kur. Aber diese Unterschiede sind ja auch wieder interessant.
    Und manche Gemeinsamkeiten gibt es ja auch. Etwa was den Ärger mit dem Nachwuchs betrifft. Faulheit, Dummheit, Schwangerschaften, etc. Klar schaut die Polizei bei einem Funktionärssöhnchen erstmal weg, aber die Instrumente des Unrechtsstaates kann Herr Papa trotzdem nicht einfach so für private Zwecke benutzen.
    .
    Es war eher so: Die Bonzen-Eltern sorgen dafür, dass den Kindern die Karriere leichtgemacht wird, aber wenn letztere komplett versagen, drogensüchtig oder kriminell werden, dann fällt das am Ende auch wieder auf die Eltern zurück und schadet deren Karriere.
    Unrechtsstaat hin oder her.

  63. Don Alphonso@
    Von Müstair...

    Don Alphonso@
    Von Müstair kommend durch Davos 1982 :….und nix wie durch. Die Lage hat sich demnach nicht verbessert. Überhaupts, was sich die Menschheit an sog. Architektur leistet, einfach grauenvoll. Diese würggeligen Gebilde wie das Kameha in Bonn mitsamt WCCB oder der ICE-Bahnhofs-Wal am Fraport, die Opera am Place de la Bastille in Parih. Ja, und dann das Kanzleramt in Börlä, das Nest in Pekä, neuester Hit die Hamburger Wotermüusick.
    Die Reihenhäuschen mit Rasen und die Komfortvillchen Im Westviertelchen, ebenfalls mit Rasen, dann die vielen VB-Märkte, Outlet-Center, Audi-VW-Merccedes-Toyota-Renault-Verkaufsstände (aus einem PäCä diseint) usw. nicht mitgerechnet.
    Ist es nicht heimelig wie all die Kinesen, Inder, Araber dem Lifestyle of Juessä änd Jurope nacheifern?
    Der absolute Gipfel ist der Burdsch oder so ähnlich. Alles nickelich. So wie sich KleinFritzchen schon immer die Zukunft vorstellte. Percy Rhodan 1:1. Neuester Hit der hippenen Highendarchitecture: Topologische Verschwurbelungen.
    Zerlina@:
    Es gibt sie also noch, die Kenner der Barockdichtung, das hätte Walter Benjamin noch erleben müssen, bevor er sich verzweifelt in die Meeresschlucht stürzte.
    …und haben Sie überhaupts schon ma jedient? Kennen Sie den: Rumbalotte
    (RuhmundEhrederBaltischenFlotte)?
    P.S.: Noch NIE besass die Menschheit soviel ausgebildete Architekten, Inscheniöre und Wissenschaftler wie in diesser Getzzeit. Da muss doch endlich mal Quantität in Qualität umschlagen.

  64. Nicht wahr, Zerlina, es war...
    Nicht wahr, Zerlina, es war nicht alles schlecht in der DDR. Subversion konnte man da prima lernen.

  65. @filou
    aber nicht doch. Keine...

    @filou
    aber nicht doch. Keine Totschlagargumente bitte. Die habe ich bei der WAA immer gehört. geht doch rüber, bezahlte Demonstranten…
    Aber etwas schärfer: Wer hat denn den Bahnhof in Bologna in die Luft gesprengt? es gibt da m.W. ein Gerichtsurteil in Italien

  66. @Filou
    Man braucht gar nicht...

    @Filou
    Man braucht gar nicht soweit zurückzugehen, nicht nur in der DDR auch in den europäischen Behörden lernt man Subversion, wenn man überleben will. Da es dort weder Polizei noch unabhängige Gerichtsbarkeit gibt, ist man der Willkür in und von diesen Behörden genauso ausgeliefert wie seinerzeit in der DDR.
    @Zerlina
    Was Herrn Bundespräsident betrifft, vor ein paar Jahren habe ich ihn auf meinen Rechtsfall aufmerksam gemacht und auf die mangelnde Legislative in den europäischen Organisationen. Ich bekam auch eine Antwort von einem seiner Mitarbeiter. In ihr stand, dass meine Mails im Bundespräsidialamt mit Interesse gelesen wurden, aber dass der Herr Präsident keine Zeit habe, darauf persönlich zu antworten. Es ist anzunehmen, dass der Mitarbeiter diese Mail nicht ohne Anweisung von Herrn Köhler geschrieben hat, denn es liegt nicht in der Natur eines Beamten, sich so zu exponieren. Sollte er es aber getan haben, kann man daraus nur schließen, dass Herr Köhler sein Amt nicht unter Kontrolle hat.

  67. @Filou
    sie (die ddr) mußte...

    @Filou
    sie (die ddr) mußte sich auch nicht bei ihren verbündeten anbiedern und ihre soldaten in mondähnlichen gegenden verheizen. aber spitzfindige werden jetzt entgegnen: ‚die haben sich auch bloß nicht am afghanistankrieg beteiligt, weil die soldaten nicht nach afghanistan ausreisen durften!‘ ;)

  68. @Der Tiger: bei allem...
    @Der Tiger: bei allem Verständnis für Ihren Rechtsfall und bei aller berechtigter Kritik an EU-Behörden, verbietet sich doch ein Vergleich mit diesem Verbrecher- und Mörderstaat DDR!
    .
    Vielleicht ist die EU-Behörde eher mit einem bayerischen Gymnasium der 1970er Jahre zu vergleichen!

  69. @DerTiger
    das fügt sich alles...

    @DerTiger
    das fügt sich alles in das Bild, dass dem BP-Darsteller die Mitarbeiter davon laufen…Ich denke, das ist jetzt nochmal eine Steigerung in der Darstellung dieses Amtes: Lübke und Karstens und „Ruck-Herzog“ waren auch schon gut, aber jetzt ist die politische Richtung und das handwerkliche beides m.E. desaströs

  70. @Don Ferrando
    erläutern Sie...

    @Don Ferrando
    erläutern Sie bitte den unterschied…

  71. @Don Ferrando
    bei Versuch, in...

    @Don Ferrando
    bei Versuch, in der Wahrheit zu leben von Vaclav Havel (Autor) gibt es eine schöne beschreibung zum demonstrativen Platzieren (im Schaufenster eines Gemüseladens) von Allgemeinplätzen
    Ein bayerisches Gymnasium der 70er kenne ich, so schlimm ist die EU niemals, wollen Sie beispiele hören?

  72. @Don Fernando
    Erstens sollten...

    @Don Fernando
    Erstens sollten Sie genauer lesen, bevor sie sich aufbäumen. Ich habe europäische Behörden nicht mit der DDR gleichgesetzt, sondern geschrieben dass man nicht in der DDR gelebt zu haben braucht, um Subversion zu lernen.
    Zweiten ist Ihr Vergleich der europäischen Behörden mit den bayrischen Gymnasien grundlegend falsch. Wenn eine Schülerin dort vergewaltigt wurde oder sich der Direktor sein Häuschen aus dem Schulbudget neu tapezieren ließ, konnte das Mädchen zur Polizei gehen und die Staatsanwaltschaft auch im zweiten Fall eingreifen. Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen der Situation in der es keine zuständige Polizei und Staatsanwaltschaft gibt, von der, in der Missbrauch vertuscht wird.

  73. @Berthold und Der Tiger:
    Die...

    @Berthold und Der Tiger:
    Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Ich stimme jedenfalls eher Berthold zu, allerdings habe ich nur die Innenansicht des Gymnasiums. Die Machtlosigkeit als Schüler allerdings habe ich leider dort schmerzlich erfahren müssen.
    .
    Der Tiger, Sie schrieben, dass man “ der Willkür genauso ausgeliefert (war) wie seinerzeit in der DDR“.
    Und das habe ich kritisiert.

  74. Lieber Don Ferrando,
    die DDR...

    Lieber Don Ferrando,
    die DDR war einfach eine Diktatur. Von denen gibt es viele. Und jede einzelne von ihnen immerzu als „Mörderstaat“ zu bezeichnen und entsprechend moralisch auszugrenzen hat noch nie jemand versucht und es würde auch nicht weit führen.
    .
    Was President Kennedy betrifft, so war er zwar einerseits ein Held der Jugend und das freundliche Gesicht der westlichen Welt. Aber andererseits hat er auch Mordaufträge erteilt. Vielleicht nicht so oft wie Erich Mielke im gleichen Zeitraum. Aber auch das müsste man erst einmal überprüfen.
    .
    Überhaupt hat mir noch nie jemand erklären können, auf welcher Rechtsgrundlage unsere Geheimdienste eigentlich agieren, die selbstverständlich routinemäßig Gesetze übertreten. Einerseits heißt es, der Staat sei mit seinem Handeln jederzeit an Recht und Gesetz gebunden. Aber andererseits kann es auch vorkommen, daß der Aussenminister oder Kanzerlamtschef persönlich beim Menschenraub und Folter Amtshilfe leistet und dafür von den FAZ-Lesern auch noch gelobt wird.
    .
    Meine Schlussfolgerung würde lauten, daß auch sämtliche Staaten der westlichen Hemisphäre fortgesetzt und regelmäßig ihre eigenen Gesetze brechen, wenn es ihnen nötig scheint. Der Arkanbereich mag nicht so ausgedehnt sein wie in der DDR, aber es gibt ihn. Folglich leben auch wir nicht in einem Rechtsstaat.
    .
    Erst vor wenigen Wochen war ein Bericht auf Spiegel Online, wie die Briten in Westberlin Telefongespräche abgehört haben. Als der technische Leiter der deutschen Post das bemerkte, fragte er den britischen Offizier, wie er ihnen beim Abhören behilflich sein könnte — damit es nicht wieder diese ärgerlichen Leitungsstörungen gibt.

  75. @Don Ferrando
    Bleibt immer...

    @Don Ferrando
    Bleibt immer noch die desaströse Darstellung des BP. Aber vielleicht wird Lena Meyer-Landrut ab Sonntag Chef des BP-Amts. Ihr Opa kann Ihr sicher sagen, wie das geht und ausserdem ist sie sehr fotogen für die medien

  76. Und ich habe geglaubt, die...
    Und ich habe geglaubt, die Bauteile der in Ostdeutschland abgerissenen WBS 70 – Wohnsilos wären alle in verarmte Ostblock-Staaten geliefert worden…

  77. ...man stelle sich unsere...
    …man stelle sich unsere BW-Afghanis als radelnde Schweizer Miliztruppe durch Bad Kabul fahrend vor. Unser Präsi mit der Rejimentsfahne vornewech. Beispielhafter Interventionismus.

  78. HansMeier555@
    Beispielhaft des...

    HansMeier555@
    Beispielhaft des Schweizer Bankers Antwort auf Frage nach der Rechtmässigkeit seines Handelns eingehend: „Wir brechen nie die Gesetze der CH, sondern wir umgehen sie nur“! Simultan übersetzt gilt dies global gesehen für alle Werktätigen im Arkanbereich.

  79. @Filou, ach wissen Sie, ich...
    @Filou, ach wissen Sie, ich gehöre nicht zu denen, die alles gut oder alles schlecht finden. Weder davor noch danach – manchmal, sehr selten, mittendrin. In jedem autoritären System, also nicht nur in offensichtlich autoritär funktionierenden Staaten, auch in der autoritär organisierten Arbeitswelt mitten in demokratischer Verfasstheit, kann man Subversion exelent lernen. Denn sie wird notwendig, will man der Erstarrung bewusst gegen Eigenverantwortung konstruierter Sachzwänge entgehen und dabei gleichzeitig an der Schmerzgrenze gewissenhaft arbeiten. Das heißt in der Konsequenz: Ich behalte mein Gewissen, und mache davor keine Einschränkung. Freilich wäre es besser, man bräuchte erst gar nicht subversiv werden, weil die Bedingungen – angefangen von den ökonomioschen bis hin zur persönlichen Qualifikation – dies im Arbeitsprozess erübrigen.

  80. in Spanien geht es doch noch...
    in Spanien geht es doch noch lustiger zu, was das Gestalten von u.a. touristisch nutzbaren (Landschafts-)Räumen angeht….einfach net mehr hinfahre !..is net schee !
    ..es existiert der immer wieder zitierte Nachhaltigkeitsgedanke …..;
    das Thomas Mann Zitat bekomme ich nicht so ganz unter..
    Abgesehen von der tbc..wird man dem Ganzen unter dem Gesichtspkt. des Grellseins(>Licht) nicht gerecht …

  81. @ Don Ferrando
    Der...

    @ Don Ferrando
    Der Kernunterschied zwischen DDR und den europäischen Organisationen besteht darin, dass man die DDR nach dem Mauerbau nicht mehr freiwillig verlassen konnte. Wenn es einem in einer europäischen Organisation nicht gefällt, kann man kündigen und gehen.
    .
    Aber solange man da arbeitet, ist man rechtlos und der Willkür des Systems und den Vorgesetzten ausgeliefert. Auf den ersten Blick ist das nur ein Problem der Mitarbeiter, und die werden immerhin recht gut bezahlt für ihre Rechtlosigkeit. Auf den zweiten Blick ist es ein Problem für uns alle, wie ich schon in zurückliegenden Kommentaren erklärt habe:
    .
    (1) Unser Euro wird von einer Bananenrepublik kontrolliert. Wenn an der EZB Entscheidungen getroffen werden, mit denen sich die Manager dort auf Steuerzahlerkosten eine goldene Nase verdienen, gibt es keinen Staatsanwalt, der das aufgreifen kann.
    (2) Für die Milliarden von Steuergeldern, die in Brüssel verteilt werden, gilt das Gleiche.
    (3) Wir wissen nicht einmal, ob die Statistiken stimmen. Aus eigener Erfahrung als Auditor in der europäischen Raumfahrtbehörde weiß ich, dass und wie sie getürkt werden können.
    (4) Intellektuelles Eigentum ist nicht geschützt, denn das europäische Patentamt hat auch keine zuständige Gerichtsbarkeit. Mitarbeiter dort brauchen keine Polizei zu fürchten, wenn sie zu patentierendes Wissen an die Konkurrenz verkaufen.
    .
    Wie ich auch schon zuvor geschrieben habe, Frau Merkel weiß das sehr wohl schon mindestens seit über zwei Jahren – nicht nur der Herr Bundespräsident. Aber beide und ihr Klientel sind an einer Korrektur dieser Verhältnisse offensichtlich nicht interessiert.
    .
    Zum Schluss, ich habe gestern drei Backenzähne gezogen bekommen und mir tut mein Kopf weh. Bevor jemand weitere Frage stellt, bitte ich Ihn oder Sie, zuerst meine Kommentare und die damit initiierte Diskussion in zurückliegenden Beiträgen von Dons Blog zu lesen.

  82. @Plindos, ich bin...
    @Plindos, ich bin Funkenmariechen-Reservistin. RUMBALOTTE, also ich muss doch sehr bitten. HiHiHi. Ich bin nur eine einfache Bäuerin, wie soll das gehn?

  83. "Fort mit Schnörkel, Stuck...
    „Fort mit Schnörkel, Stuck und Schaden!
    Glatt baut man die Hausfassaden!
    Nächstens baut man Häuser bloß,
    ganz und gar fassadenlos.
    Krempel sind wir überdrüssig,
    viel zu viel ist überflüssig!
    Fort die Möbel aus der Wohnung!
    Fort mit was nicht hingehört!
    Ich behaupte ohne Schonung:
    Jeder Mensch, der da ist, stört!“
    .
    Diese ‚modern überformten‘ Baracken in Davos sehen tatsächlich aus wie eine in Beton gegossenen Entstuckungsprämie. Selbst die getarnten Bunker der Schweizer Armee sind ‚hausähnlicher‘ – nur für den natürlich rein hypothetischen Fall, dass man in Davos ähnliche Sicherheitsbedürfnisse hätte.

  84. Lieber Tiger,
    sind rechtsfreie...

    Lieber Tiger,
    sind rechtsfreie Räume eigentlich etwas Schlechtes?

  85. Aegopodium, Sie sind ein Pöt....
    Aegopodium, Sie sind ein Pöt.

  86. Zerlina@: Alls alltjedientes...
    Zerlina@: Alls alltjedientes Reserve-Funkemariesche wissense sischerlich ooch watt ä Stippeföttche is? Bauense vleisch Kappes aan? Bene docet, qui bene distinguit!

  87. qui nimium probat, nihil...
    qui nimium probat, nihil probat.

  88. @HansMeier555
    Rechtsfreie...

    @HansMeier555
    Rechtsfreie Räume für etwas Schlechtes zu halten, ist eine Frage der grundsätzlichen Einstellung, die sicherlich nicht von allen Menschen geteilt wird. Frau Merkel und Herrn Köhler haben ihren Amtseid auf das Grundgesetz abgelegt.

  89. Ach! Was ist alles dies, was...
    Ach! Was ist alles dies, was wir vor köstlich achten,
    Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
    Als eine Wiesen-Blum, die man nicht wieder find’t.
    Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!
    Andreas Gryphius
    Muss richtig wohl heissen:
    Noch will was ewig ist kein einzig Mensch betrachen!
    Trotzdem Dank an Zerlina für das schöne Gedicht von Gryphius
    sagt
    WEssinger

  90. @einzig, gern geschehen, ich...
    @einzig, gern geschehen, ich fand das passt zu den Betrachtungen unseres vereehrten Don, es war tröstlich gemeint! Und Gryphius hat wohl (frühneuhochdeutsch) noch „einig“ geschrieben. Später übernimmt dann „einzig“ die Bedeutung von „nur einmal vorhanden“ Quelle: Etymologisches Wörterbuch, 6. Auflage, dtv, München 2003

  91. Schwert oder Spindel??
    Schwert...

    Schwert oder Spindel??
    Schwert oder Spindel!!??
    Unser Blicke trafen sich. Mache es Dir nicht so schwer. Da war vor Dir schon eine, die Spindel gesagt hatte. Komm Nancy, sag Schwert.
    Ihre Augen glitzerten. Jetzt wußte sie alles. Betont leidend sagte sie „Schwert“ und warf sich ausdrucksstark auf den Boden.

  92. Lieber Tiger,
    Bestimmt werden...

    Lieber Tiger,
    Bestimmt werden nicht nur in der Kirche, sondern auch bei Organisationen wie amnesty international hin und wieder Mitarbeiter gemobbt.
    .
    Aber die Ahab’sche Verbissenheit, mit der Sie selbst von einem neofeudalen Rüstungskonzern Fairness und Humanität einfordern, nötigt mir Respekt ab.

  93. Das Zitat, di, ist aus dem...
    Das Zitat, di, ist aus dem berühmten „Schnee“-Kapitel des „Zauberbergs“. Ein wahrhaft abgründiges Kapitel, eine Summa und auch eine Konfession. Man muß eben immer in das Innere des Tempels schauen. Im übrigen ist Davos ein gutes Beispiel dafür, daß das Leben die Literatur nur nachäfft und in der Regel zweitklassig. Davos kommt im „Zauberberg“ ja auch nicht sonderlich gut weg. Kein Wunder, daß sich die Honoratioren dafür nicht begeistern konnten. Von manchen Entitäten ist nur die geistige Lebensform überlebensfähig. Nach Harry Lyme haben es die Schweizer zu weiter nichts gebracht, als zur Erfindung der Kuckucksuhr und nicht mal die ist von ihnen.

  94. @Giersch
    Nein, aber gut...

    @Giersch
    Nein, aber gut geklaut ist besser als schlecht selbst gedichtet. „Fort mit Schnörkel, Stuck und Schaden …“ sang man schon Ende der 20er Jahre in der großen hässlichen Stadt. Mittlerweile ist dies ein ‚architektonisches Volkslied‘.

  95. Fitch Downgrades Spain to...
    Fitch Downgrades Spain to ‚AA+‘

  96. @Giersch
    Nein, aber gut...

    @Giersch
    Nein, aber gut geklaut ist besser als schlecht selbst gedichtet. „Fort mit Schnörkel, Stuck und Schaden …“ sang man schon Ende der 20er Jahre in der großen hässlichen Stadt. Mittlerweile ist dies ein ‚architektonisches Volkslied‘.

  97. waaah, da klappt mir ja der...
    waaah, da klappt mir ja der Kiefer runter – welcher Ausbund an Scheußlichkeit! Und dafür zahlen die auch noch Geld! Ich faß es nicht! Warum lassen sie sich nicht gleich die üblichen Logistik-Wellblechkästen auf die Alm setzen?

  98. Nanu, ich glaubte bisher, dass...
    Nanu, ich glaubte bisher, dass die Natur versucht die Kunst nachzuahmen.

  99. @Hansmeier555
    Ihr Kommentar...

    @Hansmeier555
    Ihr Kommentar macht keinen Sinn. Ich habe nicht von Mobbing sondern von Korruption in großem Stil geredet. Bei Korruption in großem Stil werden Untergebene gemobbed, um sie dazu zu zwingen, die zur Korruption notwendigen verwaltungstechnischen Schritte auszuführen. Wenn ein Untergebener einmal diesem Druck nachgegeben hat, ist er für den Rest seiner Karriere in der Hand der Korrupten.
    .
    Darüber hinaus, korrupte Leute die sich sicher fühlen können, haben keine Hemmungen ihre Vorgesetzten reinzulegen. Die oberste Schicht der europäischen Behörden sind Politiker auf Zeit. Ich habe mit dem General Direktor der europäischen Raumfahrtbehörde (Antonio Rodota) zusammengearbeitet und wir haben an einem 10 Millionen Korruptionsfall demonstriert, dass er einen korrupten Manager nicht einmal rauswerfen kann – von strafrechtlichen Schritten ganz zu Schweigen.
    .
    Im Übrigen ist die europäische Raumfahrtbehörde kein Rüstungskonzern sondern dient der zivilen Erschließung des Weltalls.

  100. Der Tiger, "Frau Merkel und...
    Der Tiger, „Frau Merkel und Herr Köhler haben ihren Amtseid auf das Grundgesetz abgelegt.“ Dafür können wir uns nichts kaufen … „Nutzen mehren, Schaden abwenden …“, kommt darin vor. Und? Nutzen gemehrt und Schaden abgewendet? Wäre eine interessante Aufgabe für fähige (und mutige) Juristen, sämtliche Politiker, die auf diesen Eid geschworen haben, vor Gericht zu stellen. Einmal feucht durchwischen, bitte!

  101. @Aegopodium: das...
    @Aegopodium: das Architektenlied ist recht vorausschauend. Glaskästen haben wir nun allenthalben, die Fassade ist also schon weg. Ich schätze, so in 20, 30 Jahren werden die Menschen draus flüchten und in maximal 40 wird man den größten Teil abreißen (man würde das schon nach 10 machen wollen, aber es ist halt Wirtschaftskrise, das konserviert.).
    @Cornelius: ich sage das ungern, aber mitunter erinnern Sie mich an meine Oma, die ab und an herumtrompetete, es müsse mal wieder ein Diktator her.
    @HansMeier: von der beliebten Anschwärzerei hat mir meine Schwägerin auch mal erzählt.

  102. Im Amtseid heißt es auch...
    Im Amtseid heißt es auch „Gerechtigkeit gegen jedermann“ zu üben.
    Das kann man verstehen im Sinne von Jesus: „was ihr dem Geringsten meiner Brüder antut, das habt Ihr mir angetan“.
    .
    Aber das steht ja erst ganz am Ende des Eids, aus gutem Grund. Vorher kommt noch die Formel mit „Nutzen mehren, Schaden abwenden“.
    Und für die Leserschaft der ZEIT oder der FAZ gab es z.B. im Falle Kurnaz keinen Zweifel daran, dass auch Menschenraub und Folter legitim sind, wenn dadurch (und sei es auch nur putativ) „Schaden abgewehrt“ werden kann. Nach Meinung der klugen Köpfe sind Regierungsbeamte in solchen Momenten zum Rechtsbruch nicht nur berechtigt, sondern: VERPFLICHTET. (So wie ja auch Pilatus nur Schaden vom Römischen Staat abwenden wollte.)
    .
    Und da kommen einem solide Grundkenntnisse in marxistisch-leninistischer Dogmatik schon zupaß: „Recht ist, was der Partei dient.“ Nein, darüber muß man sich nicht aufregen. Kein sozialer Organismus hat auf Dauer je anders funktioniert.
    .
    Aber nur die adligen Feudalherren hatten auch den Schneid, dann eben auch überall mit umgeschnallten Degen aufzutreten und ggf. ihre eigene, persönliche, einmalige, mit Geld nicht immer zu reparierende Gesundheit zu riskieren.
    .
    Sehen Sie, lieber Tiger: Wenn Sie Möglichkeit gehabt hätten, Ihre Vorgesetzen mal zum Duell zu fordern, hätten die sich vielleicht vorher besser überlegt, was sie tun.

  103. @Cornelius
    Aus der Sicht von...

    @Cornelius
    Aus der Sicht von jemanden, die gerade solch einen Rechtsfall gegen Frau Merkel exerziert, klingt ihr Kommentar kindisch. Ihre Schlussbemerkung ‘Einmal feucht durchwischen, bitte’ halte ich für ausgesprochen niveaulos.

  104. colorcraze, nicht nur Ihre...
    colorcraze, nicht nur Ihre Oma. Da steht man im Regen am Bahnsteig von Pompeji und der Zug nach Neapel will nicht kommen. Neben mir steht ein Italiener und sagt, man wills nicht glauben: „Bei Mussolini waren die Zuege puenktlich“.
    Was Cornelius betrifft: der Mann hat ja recht, ist aber noch sehr feurig. Aber das waechst sich aus. Spaetestens dann, wenn ich mit ihm die Konferenz „3-Bier-plus X“ abgehalten habe. Nicht wahr, Conny?

  105. @HansMeier555
    Zum Duell...

    @HansMeier555
    Zum Duell auffordern, genau dass habe ich getan; um nur die wichtigsten zu nennen: Frau Minister Bulmahn (seinerzeit Ratsvorsitzende der europäischen Raumfahrtbehörde), Herrn Außenminister Fischer, Herrn Vizekanzler Müntefering, Frau Kanzlerin Merkel, Herrn Bundespräsident Köhler. Keiner von denen hat sich getraut, sich mit mir persönlich zu duellieren, aber – wie einer meiner kanadischen Freunde zu sagen pflegt, wenn the shit hits the fan kann keiner behaupten, er war nicht informiert worden.

  106. Scilicet:
    "Die European...

    Scilicet:
    „Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist Europas größter Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern.“
    (Wikipedia).

  107. Davoser Konten in besseren...
    Davoser Konten in besseren Krisen. Der Markt passt sich an, nach Hähnchenmastbetrieben,folgt Käfighaltung unter besten Bedingungen: spitze Ausblick,und vor der Verzweifelung kommt die Vereinzelung: Wer soll denn noch die großen Villen beerben und bewohnen?

  108. @ Der Tiger:
    keiner der von...

    @ Der Tiger:
    keiner der von Ihnen genannten ist satisfaktionsfähig; also kann man sich gar nicht mit ihnen duellieren!
    .
    Was Ihren DDR-Vergleich betrifft: ich habe noch nicht grhört, daß EU Mitarbeiter an orte wie Hohenschönhausen oder Bautzen verfrachtet wurden; auch werden sie beim Verlassen von Brüssel nicht mit der Maschinenpistole niedergemäht oder von Minen zerfetzt.
    Aber nun Schluß damit, wir werden uns eh nicht einig.
    .
    @HansMeier555, interessant Ihre Rechtstaatstheorien. Stammen wohl von Spiegelonline?

  109. Ich will hier niemandem zu...
    Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber dieser un schon sehr oft auftretende und mit der generellen Handlung nie etwas zu tun habende Nebenstrang – könnte man den vielleicht irgendwann mal abhaken?

  110. @Der Tiger, betr....
    @Der Tiger, betr. Subversion.
    Nach der DDR durfte ich eine Weile bei des geteilten Deutschland Fahnen zubringen. Glauben Sie mir, die DDR war das Proseminar, der Trachtenverein brachte das Diplom im Fach Subversion. Weiter wollte ich innerhalb irgendeiner Hirarchie nicht mehr kommen. Lieber weniger Geld bei geringem gesellschaftlichen Status, dafuer aber weitestgehend frei. Ein Entschluss, den ich nie bereute.

  111. colorcraze, ich schätze...
    colorcraze, ich schätze offene und direkte Worte, gar kein Problem, aber Minnesänger oder Waschweiber-Intellektuelle werden unsere Nation nicht von den Teufeln befreien, die uns so tief in die Schei.. geritten haben. Und weil unser schönes Land in einer so besorgniserregenden Lage ist, bin ich auch manchmal etwas direkter und zupackender als andere. Habe aber auch poetische Seiten …
    .
    Der Tiger, in Ihrer Sache kämpfen Sie gegen ein selbstherrliches und korruptes System. Zustimmung? Und in dem Laden soll wirklich nie feucht durchgewischt werden? Wer diese Metapher für niveaulos hält, bitte … Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
    .
    Filou, feurig werde ich wohl bis an mein Ende bleiben, schreibt mir mein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden vor. Ob sich das jemals auswächst, besprechen wir bei unserer Gipfel-Konferenz an der Saale hellem Strande. So ist es geschrieben. So soll es geschehen ;-)

  112. Und ist das Lüftchen lau und...
    Und ist das Lüftchen lau und lind
    Hat’s gute Schulen für mein Kind
    Ein Abo für ein Opernhaus …
    Das ist der erste Schritt für Saus und Braus
    Ein Liegeplatz für die Segeljolle
    Im nahen Naherholungsraum
    Zwingt grau hinaus und blau hinein
    Ein naher Skilift darfs auch sein.
    Doch niemand soll verdammt nochmal
    Die Aussicht mir verbauen.
    Denn billige Aussicht die schmeckt schal
    Erschuettert mein Vertrauen.
    Wenn die Bürgermeister der Region
    Nicht mehr auf mich hören
    Dann gibt es keine Investition
    So lange sie auch schwören.
    Die Gier sie macht sie alle krank
    Nur ich bin gut in diesem Land
    Und finanzier mit meiner Bank
    Den ganzen Niedergang.
    Doch mein Gewissen das ist rein
    Seit ewig bin ich viel zu fein
    Alltäglich zeig auch ich mich gierig (doch mit großen Gesten)
    Die Nacht verbring ich dann im schönen heimeligen Westen.
    Ob nah ist Grünwald oder Schwalzwald
    S’ist netter doch – als nur Asphalt
    Auch blaues Meer ist gar nicht schlecht
    Doch typisch muß es sein und echt.
    Zu Haus ists dann wie in der Kur
    Ver-kehrs-infra-struktur ?
    Egal – ich steh dann gern auch mal im Stau.
    Ist’s besser doch als grau in grau.
    Denn ich kann es mir leisten
    Viel mehr Ästhetik als die Meisten
    Die immer nur verreisten
    Mit Neckermann und so …
    Quadratisch – praktisch – gut ?
    Moderner Städtebau bringt Wut.
    In Schönstadt lebt man gern von seinen Zinsen.
    Es lebe die Weisheit …
    gez. die Binsen

  113. Okay, back on the...
    Okay, back on the road:
    Lieber Don,
    wie Sie ja schon selbst angedeutet haben, fährt man nicht um der Architektur willen nach Davos, sondern wegen der Landschaft.
    .
    Und ob es in Davos über ein paar schicke Jugendstilfassaden hinaus die bürgerliche Kultur jemals gab, kann man ja auch bezweifeln. Im Rückspiegel sieht alles viel glänzender aus, als es je war. In Wirklichkeit waren diese Sanatorien doch schon vor 100 Jahren austauschbare Konsumtempel, die jedem offenstanden, der es bezahlen konnte.
    .
    Das Bürgertum hatte sich erfolgreich an den Adel herankultiviert, aber eine eigene Hochkultur hat es nie hervorgebracht. Und immer alles nur konservieren, konservieren, konservieren, diese Methode stößt halt nach 250 Jahren auch irgendwann an ihr Ende.
    .
    In Deutschland werden inzwischen die häßlichsten Betonbauten der 60er Jahre unter Denkmalschutz gestellt. Weil die Verbrecherarchitekten von ihren Schülercliquen geschützt werden. Ja, nach 50 oder 30 Jahren man kann natürlich auch jedes Reklamebildchen zur „Hochkultur“ erklären und so tun, als sei alles in Ordnung.

  114. Lieber Don Ferrando,
    ich...

    Lieber Don Ferrando,
    ich schätze Spiegel Online fast so sehr wie Donald Duck! Trotz seiner ignoranten Voreingenommenheit gegenüber allem, was mit dem Adel oder feudalen Verhältnissen zu tun hat.

  115. Guten Morgen,

    Der ganze...
    Guten Morgen,
    Der ganze Zauberberg nur ein ironischer Nachruf…?
    Hätte ich das früher gewusst….
    Aber glücklicherweise denke ich, dass doch mehr in dem Buch zu finden ist, als ironische Nachrufe.
    Entschuldigen Sie die Nachfrage Herr Alfonso, aber haben dort in Davos einige Amerikaner an der Gestaltung der Gebäude mitgewirkt? Ich frage nur, weil die amerikanische Botschaft in Hamburg einen ähnlichen Stil aufweist.
    UND etwas an einige hier Anwesende:
    Es gibt KEINE deutsche Verfassung.
    Und täusche ich mich, oder ist der Ton hier tatsächlich ein wenig hysterischer geworden?
    Das letzte Gerücht welches ich hörte besagte, dass es Kreise geben soll, die das Tierkreiszeichen Löwe durch den Tiger ersetzen wollten.
    Das man damit dem legendären Panzer gleichen Namens, und dem ebenso mit gleichem Namen versehenen noch nicht im Einsatz befindlichem Hubschrauber ein Denkmal setzen will, entbehrt selbstverständlich jeder sachlichen Grundlage.
    Einen schönen sonnigen Gruß aus der Nordmark.

  116. @HansMeier555/28. Mai 2010,...
    @HansMeier555/28. Mai 2010, 23:19
    zu Ihrem Kommentar: ‚Scilicet:
    „Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist Europas größter Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern.“
    (Wikipedia).‘
    .
    Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, das EADS nicht die europäische Raumfahrtbehörde ist, sondern ein Wirtschaftskonzern. Mehr finden Sie unter:
    http://www.eads.com/eads/int/en.html
    .
    Die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA=European Space Agency) ist ein Zusammenschluss europäischer Länder, um gemeinsam Raumfahrtprojekte durchführen zu können. Es ist eine selbstständige Organisation mit einer eigenen Konvention. Die ESA baut aber selbst keine Satelliten etc, sondern vergibt die entsprechenden Aufträge an die Industrie. Mehr finden Sie unter:
    http://www.esa.int/esaCP/index.html
    .
    EADS ist der größte Auftragnehmer der ESA.

  117. Grenzgänger, der Ton war...
    Grenzgänger, der Ton war tatsächlich schon mal besser, und ohne diesen schon besagten Nebenstrang, der mit Davos nichts, aber auch gar nichts zu tun hat, könnte ich bestens leben. Die Architektur von Davos huldigt in gewisser Weise dem internationalen Stil, aber der eigentliche Auslöser war ein Deutschter: Rudolf Gaberel hatte Tuberkulose und setzte alles daran, das Neue Bauen in Davos durchzusetzen,

  118. Was mich immer wieder...
    Was mich immer wieder beeindruckt, ist die enorme Häßlichleit vieler Neubauten, gerade auch solcher, die im Auftrag der und für die besseren Kreise entworfen werden. Ein Phänomen, das zu denken gibt.
    Das einzig tröstliche ist, viele dieser Bauten sind nicht nur architektonisch eine Katastrophe, sie sind auch rein bautechnisch oft mies und produzieren infolgedessen unverhältnismäßig hohe Unterhaltskosten, werden also daher innerhalb relativ kurzer Zeit auch wieder ein Fall für die Abrißbirne sein.

  119. Dann könnte Gaberel heute...
    Dann könnte Gaberel heute wohl zufrieden sein?

  120. Bei so vielen Kochmützen kann...
    Bei so vielen Kochmützen kann Davos doch nicht so unwirtlich sein.

  121. ... also das Kirchner-Museum,...
    … also das Kirchner-Museum, lieber Don Alphonso,das scheint mir doch ein ueberaus gelungenes Beispiel moderner Architektur zu sein, aber sonst haben Sie den Punkt schon getroffen.
    Gruss
    G. Schoenbauer

  122. Zerlina@: Sie habet räacht!...
    Zerlina@: Sie habet räacht! Werd es an mein eigenes Fräckli pappen: de gustibus non est disputandum.(unplugged G.J.Cäsar?)
    Don alphonso@ Alles ist halt mit allem verbunden, auch Haupt-u. Nebenstränge. Für die Streithähne sollte es wieder verschwiegene Plätzchen im Land geben fürs duellieren im Morgengrauen, so könnten Sie selbst gewiss ungestört weiter Ihre saumässig guten Blogs anrühren und sachgeräachchter kommentieren lassen.
    Bezüglich dem Neuen Bauen: Es war ja vor fast hundert Jahren erfunden worden als Reaktion auf das Bauen des Bürgertums wie es bis dahin dem Klassizismus, Historizismus und Jugendstil samt Adel gefrönt. Bürgerliches Bauen gab es übrigens schon seit es Städte in Old Jurope gibt.
    Da die CH am WW II nur mittels des Exports von Oerlikon-Schnellfeuergeschützen teilgenommen, blieb da mancher museale Stein aus gutbürgerlichen Zeiten auf dem andern stehen. Deutsches (Flucht(?))-Geld hat natürlich dann doch danach baulich indirekt geschmackssicher Hänge betonmässig mitterrassieren dürfen.

  123. Lieber Don, sofern sich Ihr...
    Lieber Don, sofern sich Ihr Kommentar bezüglich des Tons auf mich betrifft, möchte ich mich entschuldigen. Ich hatte wirklich ziemlich Kopfweh und offensichtlich wenig Geduld, auf die immer gleichen Argumente höflich zu antworten.

  124. Nee, nee, Tigerin, ich war's,...
    Nee, nee, Tigerin, ich war’s, jetzt aber nicht vordrängeln. Don hat ja Recht, aber so ein bisschen Pfeffer in den Nebensträngen belebt Körper und Geist ;-)
    .
    Für Ihren Feldzug gegen das Establishment, liebe Tigerin, meine volle Wertschätzung. Good Luck!

  125. Lieber Don, aus patriotischen...
    Lieber Don, aus patriotischen Gründen eine kleine Korrektur – wir haben ja nicht alles verbrochen: Rudolf Gaberel war Schweizer.

  126. Ich schliesse mich dem...
    Ich schliesse mich dem Blogherrn an. Diese offensichtlich therapierungsbedürftigen Verschwörungsphantasien und Privatkriege einer Teilnehmerin hier ziehen die Dialoge unnötig in die Länge.
    Machen Sie doch einen eigenen Blog auf.

  127. (Das Original ist nicht von...
    (Das Original ist nicht von mir)
    Mein Kollege war herzensguter Mensch, aus Bremen, eigentlich Gerüstbauer.
    Also: Er und ich hatten mal wieder den Superjob abgegriffen:
    Sex-Roboter verpacken.
    Irgandwann: Reklamation, Kundin schickt Roboter mit Defekt zurück.
    Wie auch immer, einige Zeit später: Nochmal eine Reklamation.
    Problem: Die selbe Kundin.
    Und: Der Vorgang wiederholt sich.
    Irgendwann mein Kollege:
    Okay, verpacke mich in der Karton.
    Ey Kai, das ist der totale Wahnsinn, tue es nicht.
    Ich bin der Frauenversteher. Ich mach das!
    Und: Keine Reklamation (laut Origialtext)
    (Es scheint Frauen zu geben, die rauhe Hände mögen)

  128. Zur allg. gfl. Aufheiterung,...
    Zur allg. gfl. Aufheiterung, nachstehendes aus dem Repertoire der Züri-Schwyzer-Group Taxi, leider ist ja der CH ihre piekfeine Fluggesellschaft nicht mehr.
    ch nimme no’n Campari Soda
    Wit unter eus lit’s Wolkemeer
    De Ventilator sumet lisli
    Es sich als gäbs mich nüme me
    Ich gsen durs Feischter zwei Turbine
    S’Flugzüg wankt liecht i de Luft
    Durs Mikrophon seit de Kopilot:
    On your left you can see Malaga
    through the dust
    1977: Dominique Grandjean (Gesang, Saxophon, Keyboards), Hairi Vogel (Gitarre), Röbel Vogel (Schlagzeug), Martin Walser (Bass)(nei, nüt der vo dr ander Sit)

  129. Ægopodium€@: Nachlese:...
    Ægopodium€@: Nachlese: Apropos Zwanziger Jahre, ….Stuck etc., für den berühmten Wiener Architekten Adolf Loss war das Ornament ein Verbrechen.
    BerthodIV@:..letzterer ein Zeitgenosse von A.L. Joze Plecnik aus der Wiener Wagner Schule.
    Der berühmte Philosoph L. Wittgenstein (hatte an der Villa für seine Schwester, beide entstammten der berühmten kuk Rüstungsdynastie) wie die anderen vor 1914 am Flachdachbau sich abgearbeitet. Einige, viele Banausen nach Anno 45 kriegten das so nicht mehr hin.

  130. Lieber Don, ich bitte Sie um...
    Lieber Don, ich bitte Sie um Entschuldigung für meine Nebenstränge – kommt nicht wieder vor.

  131. Aus der Davoser Gegend ein...
    Aus der Davoser Gegend ein Sprachbeispiel
    Rumantsch Grischun (Wolf und Rabe)
    La vulp era puspè ina giada fomentada. Qua ha ella vis sin in pign in corv che tegneva in toc chaschiel en ses pichel. Quai ma gustass, ha ella pensà, ed ha clamà al corv: „Tge bel che ti es! Sche tes chant è uschè bel sco tia parita, lura es ti il pli bel utschè da tuts.“
    Ægopodium€@: Sorry Schreibfehler : gemeint war natürlich Adolf Loos!
    A. Merkel scil. R. Koch (?)

  132. Und wo wir schon dabei sind:...
    Und wo wir schon dabei sind: Lieber Don, bitte MODERIEREN Sie doch diese Beiträge hier. Unabhängig vom Ausgangsthema zerfasert es in immer wieder die gleichen Themen: Banken/Finanzdebakel, die Politiker, geheyme Verschwoerungs Theorien ,wann fliegt die Welt die Luft.
    Dabei bieten die Blogbeiträge genügend Ansatzpunkte zur Diskussion.

  133. Zerlina, es ging nur um den...
    Zerlina, es ging nur um den wirklich themenfremden ESA-Nebenstrang.
    .
    .
    Nitz, die Frage ist immer: Wo zieht man die Grenze? Das ist schwierig. Hin und wieder greife ich löschend ein, aber ich hoffe doch auch auf die Selbstregulierung.

  134. So, zurück von noch ein wenig...
    So, zurück von noch ein wenig Arbeit inkl. eines kurzen Besuchs auf dem hiesigen Stadtfest.
    Vielen Dank für die Antwort Don Alfonso, aber ich kann es nicht lassen eine, ich gebe es zu, boshafte Frage zu stellen: Gleichgültig ob Schweizer oder Deutscher, aber muß man Tuberkulose haben um so einen Baustil zu frönen?
    Was die Nebenstränge angeht, finde ich, dass vieles hier Platz hat, festzustellen auch in der Einleitung des Blogherren unter >Stützen der Gesellschaft< Nur, ob das Verbeißen in manche Themen über mehrere Blogbeiträge hinweg Sinn macht, ist mit Sicherheit dann zu verneinen, wenn es tatsächlich nichts mit dem gerade anliegendem Beitrag zu tun hat. Vielleicht einfach etwas mehr Geduld aufbringen und an passender Stelle wieder zubeißen. Ich verabschiede mich, ich bin noch eingeladen, die letzten Sonnenstrahlen beim ersten Grillen verbringen zu dürfen, und, es zieht schon wieder zu.. Zuziehenden Gruß.

  135. Zu Davos meinte Madame:...
    Zu Davos meinte Madame: „Davos? Ist das nicht das haessliche Kaff aus’m Fernsehen. Wo immer so bloede Demonstrationen stattfinden?“
    Nach zwei Cointreau’euchen: „Wundert mich nicht, die haben da ja mal die TBC erfunden.“
    .
    Hab‘ sie dann zum Katzenbuersten geschickt. Und zur Strafe muss sie mein Essen runterschlingen.
    .
    Ts ts, wie kann man sich so ueber das Nest echauffieren?

  136. Werter Don,
    ich finde Ihren...

    Werter Don,
    ich finde Ihren Artikel ziemlich rätselhaft.
    Wofür werden diese hohen Immobilienpreise gezahlt?
    Hofft „man“, daß das Klima das Geld wie seinerzeit die Lungen etwas länger
    erhalten kann, als es den Armen in den Ballungsgebieten möglich ist, bevor
    es dann doch stirbt.

  137. @Plindos
    Danke für die Infos....

    @Plindos
    Danke für die Infos. Ich war wie gesagt bei einem Termin bei einer Versicherung, die dort residiert und war dann auch in einem Vortragssaal, der auf die Brandstätte schaut. die info zu wittgenstein ist ja noch interessanter. ich glaube im profil (auch mit vorsicht zu genießen) habe ich auch ganz interessantes/verriss zu ihm gelesen.generell erscheint mir, dass in der brd analytische filosofie mehr geachtet ist als in wien. ich halte auch nichts davon; welcher zweck mit diesen tautologien/filosofie bezweckt wird, ist mir immer noch nicht klar.

  138. @Cornelius: wenns wirklich...
    @Cornelius: wenns wirklich brennen würde, würde man sich nicht mit lächerlichen Lappalien wie Schuldigensuche aufhalten, sondern sich heftig den Kopf zerbrechen, wie man wirklich löschen kann, sich absprechen und mit Löschgerät losrennen. Also brennts wohl doch nicht. Dazu muß man erstmal wissen, wo es überhaupt brennt, und das scheint nicht bekannt zu sein. Aus Langeweile die Friteuse anzuzünden, damit man mal sieht, was passiert, wird mitunter mit Flutung des Hauses bestraft.

  139. Lieber Berthold-4
    .
    Ich...

    Lieber Berthold-4
    .
    Ich glaube, das Motiv für Wittgenstein war ein echtes Erkenntnisinteresse, ein Versuch, eine philosophische Wahrheitsmaschine zu konstruieren, die so sauber und exakt arbeitet wie sonst nur die Mathematik. Das Ergebnis war, dass es nicht funktioniert, und Wittgenstein hat uns erklärt, warum nicht.
    .
    Kein Wunder, das Lenin über diese Art von Philosophie „Empirio-Kritizismus“ vor Wut so tobte und stampfte, dass seinem Schweizer Zimmerwirt Angst und bange wurde.

  140. Hallo,
    Davos ist für mich auf...

    Hallo,
    Davos ist für mich auf eine besondere Art ein Stück Schweiz. Die Schweiz steht für mich im besonderen Maß für die Möglichkeit des Treffens und des Austausches.
    Die Schweiz hat nicht nur eine innere Struktur gefunden, mit der sie den Versuchen von Nachbarn und möchte gern Großmächten widerstehen konnten, sie (die Schweiz) zu vereinnahmen. Sie haben sogar die Kraft zu vermitteln und zu helfen.
    In der Schweiz konnte man Russen schon treffen, als in der Türkei die Grenzen noch zu waren. In der Schweiz konnte man mit Briten über Deutschland reden und das klang garnicht nach den Gewinnern, sondern eher nach Nachbarn.
    Weltwirtschaftsforum in der Schweiz … naja wo sonst wäre das auch anzusiedeln?
    So lange die Schweiz so ist, kann ich mir einreden es gäbe noch Regeln, an die sich alle hielten.
    Das ist ein Stück Sicherheit, die mehr wert hat (für mich), als ein paar Gramm Gold.

  141. @Plindos
    "... für den...

    @Plindos
    „… für den berühmten Wiener Architekten Adolf Loss war das Ornament ein Verbrechen.“
    .
    Und für Wolf Jobst Siedler waren Menschen wie Loos „Mörder“ (Die gemordete Stadt, 1964). Letztendlich haben die Leute mit den Füßen abgestimmt und sich selbst für die Schnörkel entschieden. In die Bunker hingegen setzt man den Pöbel.
    .
    Vor kurzem war ich in Potsdam. Da müssen neuerdings wieder viele „Verbrecher“ wohnen.

  142. Loos ist ein weites Thema -...
    Loos ist ein weites Thema – eigentlich geht es ja um den Gegensatz zwischen Dekor und Gestaltung, und man kann Loos nur verstehen, wenn man die Bautätigkeit des k.u.k.-Wien betrachtet. Aber in Davos sieht man auch trotz flacher Dächer immer noch genug Ornament.

  143. @Holly: das haben Sie jetzt...
    @Holly: das haben Sie jetzt schön gesagt. Mir waren die gutsortierten Zeitungskioske in Basel und Zürich immer lieb, in denen so ziemlich alle größeren Zeitungen aus europäischen Ländern zu haben sind. Dadurch ist auch dem kleinen Geldbeutel Internationalität geboten. –
    Daß eine Konferenz wie die Davoser in irgendeinem Tagungshotel (die idR nicht besonders aussehen) stattfindet, war anzunehmen, aber daß es nun gleich solche 70er-Jahre-Warzen sein müssen…
    Und Architekturpreisarchitektur ist nicht unbedingt anheimelnder als Bauherrengeschmack:
    http://www.schanzarchitekten.de/preisliste.html
    Bauherren nehmen manchmal auch was Originelleres:
    http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/nithackstr17.html (Fotos von den Privathäusern fand ich leider nicht)

  144. @DA: jaaaa, Flachdach aufm...
    @DA: jaaaa, Flachdach aufm Berg. Prima. Bewährt sich vor allem in schneereichen Wintern. Aber andernseits, wenn eh keiner drin ist, ist es eh wurscht, wenn die Hütte im Frühling halt mal zerdatscht dasteht. Die Baufirma freuts, und der Eigentümer bleibt halt so lange in der Fünftwohnung.

  145. Nun, in Davos glaubt man, dass...
    Nun, in Davos glaubt man, dass es die ideale Dachform sei, deshalb ist es ja auch vorgeschrieben. Im Haus meiner Münchner Wohnung ist auch ein Flachdach, wo man in den 60ern grosse Aufgänge und kleine Abläufe darunter- und hineinsetzte; seitdem denke ich, dass es prinzipiell möglich ist, aber praktisch dann doch so seine Tücken hat.

  146. @DA: wissen Sie, seit wann die...
    @DA: wissen Sie, seit wann die in Davos Flachdächer bauen? Das in Furtwangen hielt wohl an die 30 Jahre, eben bis zu einem besonders schneereichen Winter. Nach den obigen Bildern haben sie in Davos seit den 70ern nicht mehr viel Schnee gehabt.

  147. colorcraze, der Brandherd ist...
    colorcraze, der Brandherd ist mir bekannt, sogar die Löschmethode, einzig fehlt das Gerät :-)

    Filou, genial find ich ja die „Tuba“ mit Adorno und Gehlen. Da hat sich einer richtig viel Arbeit gemacht. Ein kleines Meisterwerk …
    http://www.youtube.com/watch?v=pXdu1y6Cy_U

  148. @DA: hm, München...Städte...
    @DA: hm, München…Städte produzieren besonders im Winter eine gewisse Dunstglocke und haben ein angeheiztes Mikroklima, ich schätze, Davos ist für so einen Effekt etwas zu klein.

  149. Davos hat sein eigenes...
    Davos hat sein eigenes Mikroklima durch die Lage in einem von Bergen umgebenen Tal; angeblich ist das einzigartig, aber es gibt auch in Südtirol ein paar sehr ähnliche Kleinräume. Generell ist das Flachdach auch nicht anfällig, solange die Ableitung funktioniert – und da geht Davos den gegenteiligen Weg sonstiger alpiner Bauten, bei denen man das Abwasser so weit wie möglich vom Baukörper entfernt hält.

  150. @Cornelisoph: jaja, Zigarette...
    @Cornelisoph: jaja, Zigarette durch Wärmebildkamera anvisiert.
    @DA: nasser Schnee kann scheußlich schwer werden. Das wurde schon manchem Flachdach zum Verhängnis. Aber wenn es im Davoser Tal recht warm und trocken ist, und die Decke stabil genug, wirds wohl nichts machen.

  151. Das hochalpine Flachdach ist...
    Das hochalpine Flachdach ist ausnamsweise verteidungswert. Bei sehr hohen Schneeschichten und regelmäßiger Beheizung des Gebäudeinnern kann sich im Bereich der Dachoberfläche ein wässriger Gleitfilm bilden, der den Lawinentod der Touristen dann im Ort ermöglicht. So bösartig sind die Schweizer dann doch nicht, ausserdem könnte es ja auch die eigene Spezies treffen.

  152. ..Faszination Brainstorming;...
    ..Faszination Brainstorming;
    die Struktur und inhaltliche Gestaltung der Beiträge zu kritisieren ist/erscheint mir ein wenig überheblich;.>……darf der Initiator….;
    auch ich wundere mich über das regelmässige Abgleiten in den grossfinanziellen Themenbereich>etwas langweilig, wenn gerade kein beträchtliches Erbe ansteht.
    Man ist nicht betroffen.
    Ob der eine oder andere Beitrag dem Ursprungsgedanken noch dienlich ist?
    Nun, wer hin und wieder am Brainstorming beteiligt war, besitzt genügend Toleranz und
    Geduld um damit umzugehen; ……Stirnrunzeln,..ok…;
    ..einige der (frühen) eric ambler stories gingen sehr geschickt mit dem Phänomen der Verknüpfung von pol. Macht und(verdecktem) Geld um;
    an dieser Stelle(dem blog) solche Spannungsbögen anzustreben, ist vermessen.
    Was die kulturelle(lebensgestalterische) Seite anbelangt, macht der Blog unheimlich Spass!
    ..ein Abgleiten ins Oberflächliche steht(hoffentlich)(noch) nicht an.
    grüsse…

  153. @specialmarke: nun ja, man...
    @specialmarke: nun ja, man kann ja auch einfach Abstand halten von spuckenden Dächern, wenn genug Platz ist und der Eingang ein Vordach hat, das lang und stabil genug ist. Aber die von DA angesprochenen innenliegenden Wasserableitungen fand ich interessant, gibts die auch andernorts?

  154. So etwas Herr Don(heisst GUT) ...
    So etwas Herr Don(heisst GUT) Alphonso
    Wie schreiben Sie über Davos?? Ist Ihre Seele, nicht selber voll mit Gedankegebäude, Türme, Schlösser und Blockades ?!
    Oder haben Sie noch Platz für eine schöne Blumenwiese und Sonne in Ihre Herzen?
    Schaue Sie einmal hinein.
    Freundliche Grüssen aus meine geliebte Davos.

  155. Noiram, nichts gegen...
    Noiram, nichts gegen Blumenwiesen, aber wo sollen die in Davos in nennenswerter Grösse sein? Am Observatorium? Weiter unten im tal, wo man hinunter muss? Ich kenen wunderbare Blumenwiesen, aber davon sieht man in Davos nicht mehr allzu viel.

  156. @DA
    Mutti hat Ihr Spielzeug...

    @DA
    Mutti hat Ihr Spielzeug weggelegt. Ich habe es doch schon am Do/Fr letzte Woche gesagt. lena soll das präsidialamt übernehmen und Ihr Opa wird Bundespräsident

  157. @di
    Penunze ist nichts...

    @di
    Penunze ist nichts Oberflächliches. Penunze ist deutscher Tiefsinn (Nibelungenhort). Wer nicht mitsinniert, ist out.
    Den Schrei nach „Mutti“, früher Papi (seit WI durchgehend) kennen wir.
    Aber was helfen Wirtschaftswunder, Bern, Fräuleinwunder, Exportwelt-
    meister, Lena, WMs, Wiedervereinigung ohne Blutvergießen, „Wir sind Papst“,
    Nobelpreise etc.pp. Die Deutschen sind ein barockes Volk, umgeben von lauter
    Ententes – jedenfalls an den Stammtischen.
    Was mich persönlich ärgert: Will man etwas tun, heißt es in den Medien sofort: „Wat kosts“? Deutscher Tiefsinn!

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