Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Mit Stil und Würde den Trunkenen begegnen.

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Es ist ja meistens kein gutes Zeichen für meine Klasse, wenn, von Medien dazu aufgerufen, niedrigere Schichten von anständigen deutschen Hooligans bis runter zu Boulevardjournalisten sich nationaler Hysterie, dem Trunk und dem Geschrei hingeben. Wir müssen zwar keine kollektiven Angriffe mehr befürchten, sondern nur noch einige verwirrte Vandalen, aber dürfen sie auch gleichzeitig nicht mehr einfach von unseren Dienstboten vom Hof peitschen lassen, sondern sind sogar eventuell zur Hilfeleistung verpflichtet, selbst wenn sich diese Personen selbst in schlimme Lagen bringen. Trotzdem denke ich, dass auch diese Zeit der Beschwernisse und des Ansturms schlechtester Eigenschaften mit den guten Regeln meiner Klasse adäquat zu bewältigen ist

Viva Bacchus, Bacchus lebe, Bacchus war ein braver Mann.
Wolfgang Amadeus Mozart, Die Entführung aus dem Serail

Was für hübsche Blumen, wird man sich denken, vor dem Eingang zum altehrwürdigen Münster der kleinen, dummen Stadt an der Donau. Wie aufmerksam von der Stadtverwaltung sie hier zu hegen, gerade zu Fronleichnam, wenn der festliche Zug mit der Monstranz aus dem Tor schreitet, um im Glauben ein sichtbares Zeichen zu setzen, in diesen auch für die katholische Kirche nicht immer einfachen Zeiten. Welch eine schöne Reminiszenz für den Sohn der Stadt, der gerade wieder von den idyllischen und heute nicht mehr blutgetränkten Blumenwiesen des Val Müstair nach Hause kommt.

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Und was für ein Irrtum. Würden Sie das jetzt um 2:35 Uhr, da ich dies schreibe, den vor dem Münster versammelten Personen sagen, man würde es nicht nur vehement bestreiten, nein, man würde Ihnen für diese Sichtweise auch das Gesicht einschlagen. Was Besoffene, wenn sie am nächsten Tag ausschlafen können, eben so tun, wenn sie beim Benutzen ihrer Blumentoilette gestört werden. Denn in diesem Viertel sind auch viele Kneipen, die Geld durch Alkoholika verdienen, und die Getränke müssen auch raus, wenn die Konsumenten schon lang kein Geld mehr haben, um noch eine Runde zu bestellen.

Im Volksmund haben diese Personen – nennen wir die der Einfachheit halber landestypisch „des Gschleaf“ – ob ihres Tuns einen speziellen Namen: Die „Münsterbiesler“. Es gibt durchaus Versuche der Ordnungsmacht, dem Einhalt zu gebieten, und die Strafen sind ebenso saftig, wie die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, minimal ist. Das Münster ist gross, Süddeutschlands grösste gotische Hallenkirche sogar, da findet man immer ein Eck. Oder man torkelt in eine Nebenstrasse. Dort kann man auch, wie letztes Wochenende geschehen, Randale machen, Sturm läuten und gegen historische Türen treten, und Hausbesitzer auffordern, doch herunter zu kommen und es mit 20 Mann Gschleaf aufzunehmen. Oder sich übergeben. Oder versuchen, den Zigarettenautomaten aufzubrechen, oder Autos demolieren, oder eine Massenschlägerei anzuzetteln. Der Freizeitwert der Altstadt für das Gschleaf ist bei steigender Promillezahl ebenfalls recht hoch, und daran ändern auch meine sporadischen Auftritte vor Gericht als derjenige, der sie angezeigt hat, nicht viel. Es sind einfach zu viele.

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Angeblich, so meint zumindest der Bürgermeister dieser Stadt, müsse es einen Interessensausgleich zwischen Anwohnern und „Nachtschwärmern“ geben, die Stadt tue auch dieses und jenes, um dem Treiben Riegel vorzuschieben. Das macht ziemlich Eindruck bei denen, die nicht hier wohnen, und so finden sie auch nichts dabei, wenn der gleiche Bürgermeister das Gschleaf zum „Public Viewing“ für so eine komische Sportveranstaltung wieder in die gute Stube der Stadt lädt, wo darauf geachtet werden soll, dass sie nicht zu viel trinken. Vermutlich – und wegen der hohen Preise – werden sie deshalb schon woanders vorglühen und dann, aggressiv und vollbetrunken, durch die Stadt zu ihren Autos torkeln und feststellen, dass alle Freunde auch getrunken haben, womit sie gegenüber der Polizei eine famose Rechtfertigung haben, wenn sie erst mal aus dem Wrack am Baum geschnitten worden sind. In andere wird dagegen noch etwas hineingehen, vielleicht werfen sie auch diesmal wieder Rotweinflaschen auf das gotische Portal des Münsters, vielleicht treten sie die Metalltür des Studentenwohnheims ein, vielleicht brechen sie auch vor meinem Haus zusammen.

Und das wiederum ist ein Problem, denn meine Erziehung umfasst derartige Situationen nicht. Ich  bin sehr wohl erzogen worden, strauchelnde, ältere Herrschaften zu stützen und ihnen ein Taxi oder einen Arzt zu rufen, ich helfe Behinderten über die Strasse, und keineswegs verachte ich das Leid der Bettler. Ich bin hilfsbereit und antworte stets mit: „Aber bitte, keine Ursache.“ Kurz, ich bin der höflichste Mensch von der Welt. Aber niemand hat mir erklärt, wie zu verfahren ist, wenn ein Angehöriger des Gschleafs, der normalerweise Nachtruhe stört und die Stadt verwüstet, nun auch noch den Bürgersteig vor meinem Haus besetzt und offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, seinen Weg zu finden. Das Gschleaf und der Kontakt zu ihm war in meiner Erziehung nicht vorgesehen. Das ist tatsächlich ein Dilemma.

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Es gibt natürlich auch Betrunkene, die nicht so abscheulich sind. Einmal hütete ich bei meinen Eltern die Katzen, und Sabinchen weiss, dass sie in diesen Tagen grenzenlos streunen kann – ich werde geduldig warten, bis sie wieder daheim ist. Gegen 4 Uhr kam sie dann, und ich radelte aus dem Westviertel zurück in das Stadthaus. Auf dem Radlweg vor dem Tor lag in doch recht scharfer Kälte ein junger Mann, ordentlich bekleidet, und rührte sich nicht. Ich stieg ab, weckte ihn, und half ihm heim zu seinem Studentenwohnheim. Seine Bekannten, sagte er lallend und bedauernd, hätten ihn dort wohl einfach vergessen. Eines anderen Tages fand ich zu später Stunde eine Bekannte einer mit bekannten Studentin vor meinem Haus, die stark alkoholisiert ebenfalls nicht mehr laufen konnte und auch keinen Schlüssel dabei hatte. Natürlich überliess ich ihr die Gästewohnung, und sie schämte sich am nächsten Morgen enorm. Ich nehme an, das gehört alles zum Lernprozess des Erwachsenwerdens. Bei denen, die überleben.

Das jedoch ist nicht so sicher, denn Gschleaf ist, selbst wenn es sich gerade wegen eines Tores noch in den Armen lag, unter Alkohol gar nicht so arg gesellig. Der junge Mann jedenfalls, der sich jetzt – es ist 4 Uhr – vor dem Studentenwohnheim gegenüber übergeben hat, wurde dorthin zwar noch von einem anderen Torkelnden begleitet, aber dann allein gelassen. Und hier stellt sich die Frage: Muss ich so ein Elend, wenn es dann in seinem eigenen Erbrochenen sitzt, auch aufnehmen? Zumal, wenn es in den nächsten Wochen gehäuft auftreten wird? Die Antwort ist eigentlich, wenn ich ehrlich bin: Ein wenig kalter Regen da draussen wird ihm nicht schlechter tun als die gleiche Behandlung in meinem Bad. Merkt so ein Angehöriger des Gschleaf überhaupt den mir wohl bewussten Unterschied zwischen der Härte des Betons und der weichheit meiner Matratzen? Ich weiss es nicht, aber bislang sah ich noch keinen Betrunkenen, der sich aufrappelte und sich über die unerfreuliche Beschaffenheit des Bodens beschwerte. Ich könnte natürlich fragen, ob dem so ist, aber meine Erziehung verbietet es mir, fremde Menschen auf der Strasse einfach so anzusprechen.

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Überhaupt, das Problem ist ja, dass die Person einem gar nicht vorgestellt wurde. Mögen Staatsanwälte auch von unterlassener Hilfeleistung reden: Es ist in meinen Kreisen einfach nicht üblich, wildfremde Menschen nachts auf der Strasse in ihrem Schlaf zu stören. Im Zug wäre das ja auch enorm unhöflich. Je mehr ich nachdenke, desto mehr komme ich zum Schluss, dass es doch ausreichen kann, meine gute Erziehung lückenlos auf das Gschleaf anzuwenden, und ihnen damit das Gefühl zu geben, wie Meinesgleichen geachtet zu werden: Sollte einer von denen klingeln, werde ich einfach unter Hinweis auf die üblichen Besuchszeiten nicht reagieren – ich empfange auch Besoffene am Ende ihrer Kräfte und ihre Bekannten nur zwischen 14 und 18 Uhr, und das auch nur nach vorheriger Anmeldung. Dennoch werde ich zu ihrem Besten, sollten sie besonders laut werden und mich wecken, davon ausgehen, dass sie der professionellen Hilfe bedürfen, und der Einfachheit das Fachpersonal der polizei rufen, die sch dann als Freund und Helfer zeigen können. Ich habe ja nicht gesagt, deren Freund zu sein, aber die Polizei nimmt das für sich in Anspruch. Ich helfe auch Fremden gerne bei der Zusammenführung mit ihren Liebsten. Ansonsten bin ich durchaus der Meinung, dass im öffentlichen Raum sich jeder frei bewegen darf, ungeachtet seines Zustandes. Stets bin ich erfreut, wenn Touristen staunend und ergriffen mit offenem Mund mein Haus bewundern – sollte sich des Nächtens einer Zeit nehmen,  mein Haus gleichermassen auf der Strasse sitzend genau bewundern zu wollen, wer wäre ich, ihn davon abzuhalten im Kunstgenuss. Auch Gschleaf soll sich strebend bemühen dürfen. Wir sind ja gar nicht so. Gerne bis zum Morgen.

Zumal so ein Bild des Friedens sicher sehr beruhigend ist, und mich fest schlafen lässt. Ich bin sicher, das Geschleaf träumt solange süss von hineingehämmerten Toren für Schland und merkt gar nicht, wie derweilen die Glassplitter auf dem Boden ihren Weg in das Hinterteil desselben findet. Sage noch einer, die Klassen könnten nicht bestens in der Stadt zusammen leben, wenn man sich nur an die Regeln der besseren Gesellschaft hält. Trotzdem wäre es mir natürlich lieber, wenn sie, falls sie doch eine Lungenentzündung oder schlimmeres bekommen, in eine Nebenstrasse, etwa vor das Amtsgericht gingen. Dort sind nämlich überhaupt keine Nachbarn mehr, die sich über solche protokollarischen und, wie ich gern zugebe, nur von vorzüglichen Kennern der Etikette lösbaren Fragestellungen den Kopf zerbrechen müssten, und vielleicht auch noch andere indignieren, deren Leben der Fussball, der Alkohol, die Randale und die Fahne ihres Landes als Dreingabe der Gossenpresse sind.

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248 Lesermeinungen

  1. Lieber Don Alphonso, Ihre...
    Lieber Don Alphonso, Ihre Philippika auf die westeuropäische Wohlstandsverwahrlosung ist kurz nach dem Frühstück nur bedingt ein Vergnügen, aber die „Chopfleeret“ sei Ihnen herzlich gegönnt.

  2. Guten Morgen Don Alphonso,...
    Guten Morgen Don Alphonso, noch etwas Schlaf gefunden? Ihr Klagen erfolgt zu recht. Dieses Getue in Ihrer mittelalterlichen Stadt ist widerwärtig und der modernen Gesellschaft nicht würdig.
    Doch schauen wir zurück: als das Münster ein Neubau war, war es gang und gäbe, die Fäkalien und weiteren Unrat ungeniert aus dem Fenster auf die Gasse zu schütten.
    Diese Tradition wird zu Ihrem Widerwillen weitergeführt.
    Tun Sie’s dem Minnesänger mit der Guiterne gleich und klagen Sie Ihr Weh.
    Wir wünschen ruhevolle Stunden.

  3. Lieber Don Alphonso, etwas...
    Lieber Don Alphonso, etwas Nachsicht bitte gegenüber jugendlicher Sorglosigkeit. Der Jugend Unvernunft konnte ich auch an mir beobachten. Vor 20 Jahren wurde ich einmal wegen groben Unfugs und Straßenverkehrsgefährdung in einer mittelalterlichen Stadt am nördlichen Rande des Harzes verhaftet.

  4. Raffy Ryff, da irren Sie sich:...
    Raffy Ryff, da irren Sie sich: Es gab hier auch im 15. jahrhundert schon eine strenge Latrinenordnung mit Mülltrennung und dem klaren Verbot, die Notdurft öffentlich zu verrichten oder auszulehren; ja, es gab sogar einen Stand der Müllentsorger. Niemand schüttete den Kehricht auf die Strasse – dazu gab (und gibt es manschmal immer noch) kleine Zwischenräume zwischen den Häusern, die nach dem Regen ausgekehrt wurden, und das Material ging als Dünger auf die Felder, was man heute noch sieht, wenn man auf Äckern fern der Dörfer mittelalterliche Scherben findet. Es gab damals schon Strafen und auch Beschwerden in grosser Zahl – und bewaffnete Einsätze der Stadtwachen. Da hat die Moderne ein reichlich falsches Bild von der Zeit. Kurz, damals hätte man solche Leute problemlos ausgeraubt und erstochen. Was auch eine Lösung war, aber darüber sind wie ja hinweg.
    .
    Rosinante, ich musste das nicht nur lesen, sondern sehen. Die schlimmsten Bilder habe ich Ihnen erspart.

  5. ErnstWilhelm, sobald diese...
    ErnstWilhelm, sobald diese leute Rücksicht auf mich nehmen und das Plärren und das Flaschenschmeissen einstellen, bis ich sicher noch rücksichtsvoller, als ich ohnehin schon bin. ich tue denen ja nichts. Ich lasse sie, wie sie sind und sein wollen.

  6. D.A. Manchmal stellen solche...
    D.A. Manchmal stellen solche Vandalen Bilder Ihrer Orgien dreist ins Internet ueber die man dann zufaellig stolpert. Beim Bemalen von Haeusern oder beim Laufen ueber geparkte Autos. Ich habe so manchen dieser Links an die oertliche Polizei weitergeleitet aber dabei feststellen muessen, das die nicht auf der Hoehe der Informations-Technik ist. Jetzt renoviere ich diesen Sommer die Fassade meines Altstadthauses, nachdem die Denkmalbehoerde endlich Zustimmung zur Farbgebung signalisiert hat und harre mit Schrecken den Dingen die besoffene Pennaeler so affengeil finden.

  7. Lieber Don, mein aufrichtiges...
    Lieber Don, mein aufrichtiges Mitgefühl. Als Nordlicht kann ich mit dem Begriff „Gschleaf“ nicht viel anfangen, nehme aber an, daß er in etwa unserem „Abschaum“ entspricht. Nun, solches Volk haben wir hier auch, mit ganz ähnlichen Verhaltensweisen, nur daß es in meinem Fall eingetretene Gartentore sind. – Öffentliche Vorführungen (oder Hinrichtungen, wie man will) gibt es hier nicht so sehr, dafür Frühlings-, Oster-, Ernte-, Herbstfest und dgl. Ein Vorwand zum Saufen findet sich in meiner (noch sehr, sehr viel dümmeren) Stadt immer.
    Machen Sie es doch wie ich: Verlagern Sie Ihren Lebensmittelpunkt (und Ihre Kaufkraft) vorübergehend an einen angenehmeren Ort. Die Barbarenhorden werden sich irgendwann einmal zu oft in besinnungslosen Stupor gesoffen haben, die Orte und Erdkreise werden befreit von ihnen sein und schließlich gehören die gotischen Kathedralen wieder uns.

  8. Don, nimm es mir nicht übel:...
    Don, nimm es mir nicht übel: Ich lese ja Deinen Blog immer wieder gerne, aber die ständige, nicht wirklich originelle Wiederholung von „der kleinen, dummen Stadt an der Donau“ ist schon ermüdend. Du nennst doch die Dinge sonst auch gerne beim Namen, warum also nicht auch diese Stadt?

  9. Werter Don,
    sie haben da mein...

    Werter Don,
    sie haben da mein volles Mitgefühl. Jede Wohngegend hat da so Ihre eigenen Härten zu bieten – was bei Ihnen das Gschleaf sind anderswo kreischende und randalierende(!) Kleinkinder, unterstützt von der geballten Reformpädagogik-Elternschaft. Zum Glück stellt sich in diesem Fall die Frage der Aufnahme in die eigenen vier Wände definitiv nicht.
    Aber ich denke, dass Sie zumindest am Tegernsee von all dem weitgehend Ruhe haben.

  10. guter Text. Ich glaube es...
    guter Text. Ich glaube es bleibt nur Ratlosigkeit. Will man für jeden Besoffenen die Polizei rufen (obwohl ich in Bayern nie eine Polizei rufen würde; wenn ich nur an die WAA denke..) oder einfach weiter gehen, was man mit irgendwelchen Vorwänden dann tut. Ist natürlich irgendwann einmal einmal zu oft weiter gegangen. Bei uns war das Problem vor zwanzig Jahren eher, wem der Besoffenen
    bringt man davon ab, besoffen mit dem Auto heim zu fahren und bei wem nimmt man an: bis jetzt hat er es immer noch geschafft.

  11. Ist jetzt nicht ganz ein...
    Ist jetzt nicht ganz ein themenwechsel, da um Gesundheit;
    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/philipp-roesler-minister-ohne-beitrag/1672712.html
    Ist das der Köhler des Gesundheitswesens. Muttis Ponyhof (Spiegel) ist
    wirklich nah an der Grenze des unerträglichen….
    @DA wie wäre es zum Thema Gesundheitswesen in der BRD. Mir fallen seitdem ich im benachbarten Ausland arbeite, doch auf, dass ich kein Kassenpatient mehr in der BRD sein möchte

  12. Armer Don Alphonso, ich kann...
    Armer Don Alphonso, ich kann Ihnen das gut nachfühlen und meine Frau wirft auch gleich ein, daß sie sich in der Klinik dann auch noch um des Gschleaf kümmern muß, in den Nachtdiensten. Auch mir graut es schon vor der Fußball WM, die letzte hier war dann irgendwann unerträglich, nach Wochen des täglichen Grölens, alle Wirtschaften in unserer Straße hatten Fernseher draußen aufgebaut, und des andauernden Hupens dier Sieger bis in die frühen Morgenstunden. Das kann man alles mal eine Zeit aushalten, aber irgendwann wird es dann zu viel.
    .
    Wenn es mir dann zu viel wird, rufe ich auch schonmal die Polizei – das ist aber in fünf Jahren nur einmal vorgekommen, als eine Horde Besoffener eine gegenüberliegende Baustelle inkl. Fahrzeugen lautstark zerlegt hat. Ansonsten haben wir immer die üblichen Scherze der umgeschmissenen Blumenkübel und vollgepissten Garageneinfahrten. Man hat oft wirklich das Gefühl, man wohnt unter lauter Schweinen.

  13. Während ich Ihre Klage über...
    Während ich Ihre Klage über die nächtlichen Zustände in Ihrem Dorf lese, sitzt mein roter Kater erschöpft auf meinem Schoß. Ich frage ihn: ‘Und wo hast Du Dich heute Nacht herumgetrieben? Hast Du wieder so laut miaut, dass Dir die Leute meines nicht so doofen Dorfes Wasser über den Kopf gießen mussten?’ Er antwortet nicht, sondern schnurrt nur vielsagend.

  14. leidiges Thema - gebe ich...
    leidiges Thema – gebe ich Ihnen, werter Don, recht.
    .
    Ich denke, solange diese doch nicht gerade angenehmen Zeitgenossen sich nicht in Lebensgefahr befänden (zB weil es gerade Winter ist) oder es sich anderweitig um eine interessante Person handelt (zB jemand Bekannter) würde ich von einer Rettung in mein Bad absehen. Also ziemlich genau so handeln wie Sie.
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    Und Lärm, Krach und Radau – das muss nun wirklich nicht sein um vier Uhr morgens….!
    .
    Wenn sich solche Leute in einer Stadt so zusammenrotten und durch die Gassen gehen – das nennt sich bei uns schon mal schnell (ja beinahe inflationär) „Saubannerzug“
    zB hier: http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/saubannerzug_1.5835235.html
    .
    Sicherlich könnte man sich an dieser Stelle über die Ursprünge der Saubannerzüge (siehe Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Saubannerzug) auslassen und vergleichen mit heute – ja drängelt sich als Steilvorlage beinahe auf.
    .
    Ich finde es im übrigen bezeichnend, dass Ihre Nachbarschaft, werter Don, (aus welchen Gründen auch immer) es vorzieht, anderswo zu sein. So kann natürlich auch kein lebendiges Viertel dem Gschleaf entgegenwirken…
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    Einen erholsamen Tag wünsche ich Ihnen, bester D.A.

  15. Werter Don,
    .
    "Soll man jene...

    Werter Don,
    .
    „Soll man jene retten, die zu faul zum schwimmen sind?“
    Ich meine, NEIN !!!
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    Gruß Hanskarl

  16. Lieber Don! Harren Sie aus in...
    Lieber Don! Harren Sie aus in Ihrem schönen, alten Stadthaus. Vielleicht gibt es irgendwann sogar eine Chance, dort wieder den Lebensmittelpunkt einzurichten. In meiner kleinen dummen Stadt lebt-arbeitet-faulenzt das Innenstadt-Immobilien-besitzende Bürgertum seit langem woanders und ist ausschließlich an der Häuser-Rendite interressiert. Und wenn die nur noch durch 80 bis 120 Saufkneipen, ‚public viewing‘ und 10.000 Besoffene / pro Woche aufgebracht werden kann: stinkt nicht! Was ich sagen will: an dieser Misere sind nicht nur die offenkundig herum Torkelnden schuld.

  17. Lieber Don,
    .
    gerade in diesem...

    Lieber Don,
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    gerade in diesem Beitrag hätte sich der obligatorische Hinweis auf die Web-Aposteln und sonstigen Anhänger der Berliner Prolpheteria gut gemacht finde ich; sein Fehlen empfinde ich als echtes Manko.

  18. Werter Don,

    als Anwohner...
    Werter Don,
    als Anwohner einer Fußgängerzone in einer gleichfalls dummen Stadt im Taunus kann ich Ihre Beobachtungen durchaus nachvollziehen.
    Es ist nur sehr gelegentlich ein uneingeschränktes Vergnügen, vor- (oder nach-)geglühte jugendliche Angehörige orientalischer Kulturkreise dabei zu beobachten, wie sie aufgetretene Differenzen in deren üblichen Stil und Lautstärke durchdiskutieren.
    Da lernt man die Vorzüge eines plötzlichen Regengusses – sei er auf natürlichem Weg oder unter Zuhilfenahme eines aus dem Fenster gehaltenen Gartenschlauchendes zustandegekommen – zu schätzen, in diesen Fällen lösen sich derartige Versammlungen oft spontan auf.
    Insofern freue ich mich auch schon auf die Beendigung des auf uns zukommenden Fußballgroßereignisses. Oder eben auf schlechtes Wetter…

  19. Verehrter Don! Ganze...
    Verehrter Don! Ganze Stadtviertel sind mittlerweile zur no-go-area verkommen –
    nach dem Fußballspiel sowieso oder einfach, wenn die Sommernacht angenehm warm ist. Vor einem halben Jahr bin ich in die Freiburger Innenstadt gezogen und wohne in einem der ältesten Häuser der Stadt. Mit sympathischen Nachbarn, guten Cafes um die Ecke – mit allem, was man schätzt, wenn man Doppelhaushälften in der Vorstadt nicht so sehr mag. Jetzt such ich mir wieder eine neue Wohnung, denn das Gesindel stört die ganze Woche meine Nachtruhe. Wolfgang Abe, der jedes Jahr aufs Neue seinen Freiburgführer aktualisiert, schreibt in der letzten Auflage:
    „Augustinerplatz heißt einer der schönsten Plätze in der oberen Altstadt. Rundgelaufenes Pflaster, historische Hausfronten, der Feierling Biergarten gleich um die Ecke, obendran eine Caféterrasse in Logenlage (vgl. jeweils dort). Wie gesagt, einer der schönsten Plätze, aber wehe, wenn der Sommer ausbricht! Dann zieht es eben nicht nur den kultivierten, also toleranten, also zurückhaltenden Städter (im Plessnerschen Sinne), sondern auch marodierende Kohorten gen August. Darunter MitbürgerInnen, denen ihre bloßes Dasein schon eine Last bedeutet. Für jeden aufrichtigen Landfahrer müssen die sozialversicherten Hobby-Penner eine Provokation sein. Mit bekifften Augen, fleckigem Pelz und kläffenden Tölen hängen sie auf dem Platz ab und kontrollieren ihre Körperöffnungen nur bedingt. Mit der Zeit gesellen sich Gelegenheitsmusikanten und Teilzeitbeschäftige aller Art dazu, im Publikum gerne auch der unvermeidliche Austauschstudent und Mädchen aus der Vorstadt, die Bronx spielen.
    So geht das nun seit Jahren, immer wieder sommers. Eine Zeit lang konnte man dem Treiben – aus der Distanz – noch mit einer gewissen Gleichgültigkeit zuschauen, naivere Geister hielten den Auftrieb für, ja für was wohl, für mediterran, oder kommunikativ! Eine konturlose Zusammenrottung von Halbtrunkenen, die Pizza aus der Klappschachtel nagen, gerne mal eine Pulle fal­len lassen, um Mitternacht mit Sektflaschen kegeln und mit ih­­rem Geklampfe die Anwohner um die Nachtruhe bringen, ist aber das Ge­gen­teil von mediterran.
    In einer mediterranen Stadt hätten die Anlieger dem Spuk längst ein Ende bereitet. Die schleichende Enteignung des öffentliches Raumes durch rücksichtlose Mitbürger wird – wahrlich nicht nur am Au­gu­sti­ner­platz – von öffentlicher Seite auch noch geduldet. Im Falle Augustiner wurde sie lange Zeit sogar mit gewissem Stolz beobachtet und herumgereicht: Ach, was sind wir lebensfroh und tolerant! Dem Aufmarsch des Pö­bels zuzusehen, ist aber das Gegenteil von tolerant.
    Seit 2009 kümmert sich auch noch öffentlich bezahltes „Deeskalationspersonal“ um den Spuk. Zudem wurde mit Steuergeld eine sogenannte „Säule der Toleranz“ installiert, die umgehend zum neuen Partytreff der Intoleranten avancierte. Dummheit und Feigheit der Bekümmerungsprofis scheinen keine Grenzen zu kennen. Helmuth Plessner säße heute jedenfalls nicht auf dem Augustiner, aber den kennt ja ohnehin keiner im Amt für Sozialwesen und die Melanie aus Unna sieht das sowieso alles total anders.“
    Mit ganz herzlichen Grüßen
    Jacky Salamander

  20. Lieber DA,
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    ein Umgang mit...

    Lieber DA,
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    ein Umgang mit volltrunkenen gehörte nicht zu ihrer Erziehung? ich muss zugeben ich mag das nur bedingt glauben. Gut es mag ihnen nicht so formal eingetrichtert worden sein wie das gerade sitzen bei tisch, aber waren sie nicht auch mal jung ? wenn ich so an meine eigenen Erfahrungen in der wachstumsphase zurückdenke, dann sorgte schon die Peergroup dafür, dass man rechtzeitig an die Thematik herangeführt wurde. Dabei spielt es keine Rolle, ob man dem alkohol eigentlich eher abgeneigt ist oder nicht. Wie ich hörte, standen sie auch mal in irgendwelchen brunnen herum, sind aushäuslichen vergnügungstouren jenseits von barocken kirchen also nicht völlig abgeneigt.
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    es scheint aber doch gewissen kulturelle unterschiede zwischen nord und süd zu geben. im land ohne berge kommt es schlicht nicht vor, dass jemand von seinen „freunden“ allein gelassen wird. Im zweifelsfall bekommt man die jeweilige Alkoholleiche am Schlafzimmer der Eltern vorbei, wohlbehalten ins Bett, stellt noch einen eimer nebens bett und begibt sich dann erst in eigene Gefilde.
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    gegen urinstein am alten gemäuer empfielht sich zuallerst ein ein tor bis an die straße ( so sie einen torbogen haben ) und dann viel licht. irgendwie haben auch die enthemmtesten noch probleme damit ihr genital in die künstliche Sonne zu halten. der münster ist ja auch ob seiner winkel so außerordentlich beliebt …
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    als fremder ist es aber auch nicht unschicklich, wenn man für die medizinischen notfälle auch die entsprechenden experten dafür ruft, alles andere ist aufgabe der „freunde und Helfer“.
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    @ berthold … manchem von der mischpoke täte ein wenig geworfenes Wasser ganz gut. wer meint ein legitimes ziel gegen die ordnungsmacht durchsetzen zu müssen, kann immer noch zu steinen greifen (z.B. bei Startbahnen oder Aufbereitungsanlagen…).
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    @ hanskarl… da ists wie mit den bankern. manche leute sind so in ihrer welt gefangen, da hilft nur der beherzte eingriff von außen. sonst ziehen sie einen auch noch mit in den abgrund ihrer eigenen dummheit.

  21. Hm, hm! Da hatte ich mal ein...
    Hm, hm! Da hatte ich mal ein Wohnklo in der Altstadt, am Beginn der roemischen Nord-Sued-Magistrale mit schlechtestem Ruf und Kneipen ohne Zahl. Irgendwie muss man damals anders gesoffen haben, oder ich kam ich immer erst dann nach Hause, wenn das Schlimmste vorbei war? Oder lag’s an der flotten Polizei, die wegen der schlechten Reputation der Gegend rasch vor Ort war? Wo Koeln doch wirklich nicht die Hochburg der Blaukreuzler ist. Oder wars Amplitudenausloeschung? Nichts. Keine Erinnerung.
    Vielleicht eine Errungenschaft juengerer Vergangenheit, dass die Leut‘ nicht mehr mit Anstand saufen koennen?
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    Nunja: „…erst gekoepft, dann gehangen, dann gespiesst auf heise Stangen. Denn dann hab‘ ich endlich Ruh!“ (Osmin, Haremswaechter, wieso singt der eigentlich im Bass. Darf der das? Als Eunuch?)

  22. Ich pflege deutlich...
    Ich pflege deutlich beeinträchtigt und obdachlos wirkende Herrschaften wachzurütteln, wenn sie allzu krank wirkend irgendwo hingestreckt liegen, um zu überprüfen, ob sie noch leben. Sicher ist sicher. Bei dem von Ihnen geschilderten Krakeel-Klientel allerdings würde ich immer lieber zu einem großen Eimer Wasser greifen.

  23. Werter Don,
    sie haben einen...

    Werter Don,
    sie haben einen guten Bertelsmann aus Ihnen gemacht. Sie wären ein würdiger Nachfolger für Reich-Rabulski.

  24. Träumen wir doch mal davon,...
    Träumen wir doch mal davon, dass irgendwann einzelne Ingolstädter Mäzene Ihr Geld nicht in den ERC und FC04 stecken, sondern in die Bildung der jungen Bevölkerung dieser Stadt investieren…
    … in Bildung wohlgemerkt, nicht nur in Ausbildung!

  25. Nachtrag: Das Wort...
    Nachtrag: Das Wort „Aussengastronomie“ gab es noch nicht. Ja dannn…

  26. Kurioserweise hat man auch in...
    Kurioserweise hat man auch in Berlin nächtliche Probleme vor der Haustür (die ebenfalls mit einem Verweis auf Umgangsformen verbunden werden): http://saschalobo.com/2009/12/04/trollforschung-aktuell/

  27. b_14, ich denke, es wird beim...
    b_14, ich denke, es wird beim Ausbildungsziel „mit dem RS4 in den Westpark zum Saturn“ bleiben.
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    hansgeier333, ich hätte mir früher auch nicht vorstellen können, die Polizei zu rufen, aber was soll man tun, wenn sich Betrunkene vor Taxis schubsen, in erkennbar böser Absicht?

  28. Benedikt, eine Mieterin hat...
    Benedikt, eine Mieterin hat einen ähnlichen Nachnahmen wie ich, und am letzten Wochenende klingelte es um 4 Uhr Morgens bei mir, und ein Fan von ihr sagte trunken Dinge in mein Ohr, die ich nicht wiedergeben kann. Immerhin entschuldigte er sich, dass er die falsche Klingel erwischt hatte. Trotzdem wurde ich ungehalten.
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    Matt von Damon, Obdachlose und Menschen in Ot sind tatsächlich nochmal ein anderes Thema, aber diese Leute haben ein Dach und sind dennoch auf meiner Strasse. Insofern ist hier die Anwendung von „Kleidet die Nackten und speiset die Hungernden“ definitiv nicht angebracht, und damit ensteht die Problematik.

  29. demokrat1789@:...der SPQR...
    demokrat1789@:…der SPQR beschloss einmal, weil es für diverse Kriegszüge(kein aktueller Bezug zu v. Guttenbergs Truppe und präsidialer Begründung für Vereinsvorstandsrücktritt!) hinten wie vorn nicht mehr langte, eine Steuer auf Sch…häuser zu erheben, mit der fadenscheinigen Begründung: pecunia non olet.
    Don Alphonso@:“Όπως στρώσεις θα κοιμηθείς“ etwa: Wie man sich bettet, so liegt man. Das gilt für die nächtlichen Überreste des Gschleafs. Klasse dennoch Ihre Haltung dem gegenüber, eines Herrn von Format würdig und als nachahmenswertes Beispiel durchaus rühmenswert.
    Im Graubündner Land, insbesonders in Chur, kam es im Zuge karnevalistischen, juvenilen und alkoholisierten Treibens in der Mitte des 17. Jhdt. zu einer Staatskrise, weil sich das Ganze soweit aufschaukelte, dass die Miliz mit militärischen Mitteln zur Eingrenzung weiteren Schadens auf Befehl der hohen Obrigkeit eingriff. Ob sich dazu die heutige Obrigkeit in Ihrem kleinen Städtchen ob der Donau so ohne weiteres aufraffen dürfte?
    Was die allfälligen Schmierereien des heutigen Dauer-Gschleafs (sog. Graffitti an Brücken, Wänden, Waggons etc.) anbelangt, so sind diese sicherlich nicht ein Ausdruck von Kultur sondern nur von schlichtem Banausentum vulgo Dummheit (gepaart allerdings manchmal mit traumwandlerischer Kühnheit).

  30. Werter Don,
    Staatsmacht ist...

    Werter Don,
    Staatsmacht ist nicht die Lösung, weder in der Altstadt noch in Affen-Ghanistan. Ein gesunder Laizismus und Schallschutzklasse 4 zwischen den Fensterrahmen hilft allemal besser, solange die Hemden nur von Vorverdautem braun sind.

  31. Filou, ja, so ein Osmin vor...
    Filou, ja, so ein Osmin vor der Haustür mit Säbel, das wäre schon eine feine Sache. Ich rede ja ab und an mit der Polizei, und die benennt zwei Gründe: Das rauchverbot, das die Leute auf die Strasse bringt, und damit im Einklang die Alkoholpreise, denn draussen haben sie ihre Flaschen mit dem herten Zeug und lassen sich dort vor oder während der Party volllaufen – vor allem, weil es billiger ist. Das Kernproblem jedoch ist die Zulassung von solchen Klitschen in Wohngebieten, und in meinem Fall ist es eine Organisation der katholischen Kirche, die den Laden vermietet, an Gastronomen mit guten Beziehungen zur Stadtverwaltung.
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    vollststadtprollöt, Bayern in den 80er Jahren war enorm streng. ich kann mich vielleicht an ein Dutzend Fälle erinnern, wo jemand wirklich schlimm bis zum Filmriss betrunken war, aber das war keiner Reputation förderlich. Es gab ab und an Parties in einem Austraghaus im Donaumoos, mit zwei Kästen Bier, einem Kasten Spezi und drei Flaschen Wein für 20 Leute. Und das galt schon als enorm verrucht, und die Schule wisperte darüber. Aber sowas, wie es im Moment ist, gab es damals einfach nicht. Und ich hatte selbst alles andere als eine beschauliche Frühadoleszenz. Allerdings trinke ich auch nichts ausser Tee.

  32. Mich rief auch einmal jemand...
    Mich rief auch einmal jemand um 4 Uhr früh an. Ich habe einen sehr seltenen Nachnamen und die Person behauptete, herausfinden zu woolen, ob sie mit mir verwandt sei. Fand ich hochinteressant. Die Person stellte alle möglichen persönliche Fragen und ich antwortete ohne mit den Ohren zu wackeln – mehr als sie wissen wollte.

  33. hansgeier333, nun, man denkt...
    hansgeier333, nun, man denkt hier durchaus über die Aufstellung von „Citystreifen“ nach, und es wurde auch schon über die Anheuerung eines privaten Wachdienstes gesprochen. Schallschutzfenster sind enorm teuer, gerade an Denkmalimmobilen, und besonders, wenn die da draussen das Recht dieses Landes gegen sich haben. Es gilt das Verursacherprinzip, aber generell hätte ich natürlich nichts dagegen, wenn man den ein oder anderen Plärrer in Panzerglas einsperren und dann etwas ausstellen würde. Wäre das in Ihrem Sinne?
    .
    Plindos, das Elend ist, dass die betreibenden Wirte in aller Regel mit der Stadt sehr gut können, was zu Dauerausreden von „Wenigen“ führt, und zur Behauptung – ich möchte sagen Lüge – die Gastronomen würden auch im Vorfeld aufpassen. Das tun sie bei uns definitiv nicht. Alle zwei Stunden fährt die Polizei durch, das ist alles. Meines Erachtens müsste man den Laden schliessen, spätestens um eins. Es kann nicht sein, dass ein ganzes Viertel der Altstadt wegen diesen Leuten am Wochenende unbewohnbar, weil zu laut wird.

  34. (Ich hab' schon getern viel...
    (Ich hab‘ schon getern viel Arbeitszeit vertroedelt. Aber Herzenssachen kennen keine Zeit)
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    Don, in meiner naeheren Dummstadt in Holland hat es die Gastronomie geschafft, mehrere Strassenzuege, die fuer Wohnen+Arbeiten gedacht waren, dermassen zu okkupieren, dass sommers die Restbewohner auf ihre Boote oder auf’s Land fluechten.
    Hier, in meinem Dummdorf beschloss der Rat unter Anleitung des Buergermeisters gleiches, sowie die Zulassung zweier Haschischverteilstellen zur Sedierung der Bevoelkerung. Inzwischen entschloss man sich zur Aenderung. Der Buergermeister verschwand sehr ploetzlich, wegen grosser Dummheit oder Korruption-darueber wird geraetselt. Gleichzeitig wurde der Polizeichef gekippt. So langsam erobert sich der normale Buerger sein Terrain zurueck. Aber es war eine Menge Krakeel noetig. Und ich sah mit meiner Wut leider auch nicht immer ganz souveraen aus. Der Zweck jedoch heiligt die Mittel.

  35. @ D.A.,
    in meinem Städtchen...

    @ D.A.,
    in meinem Städtchen östlich Ffm mit Dom und 114 Fronleichnamsprozessionsbildern im internet-Auftritt des Monopolkäseblättchens schon am Mittag rangeln Stadt- und Landespolizei um Zuständigkeiten und Kosten für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung nächtlicher öffentlicher Saufgelage und deren Folgen. Private Schwarzhemden sind den Kneipiers zu teuer. Man hat sich auf eine allgemeine Sperrzeit ab 3 Uhr geeinigt. Und ruht wieder sanft, bis auf die betroffenen Anwohner natürlich. Zu meiner Zeit gab es noch Zuschüsse für Denkmalschutz und KfW-Kredite, die hohe Afa allemal. Kalkulieren Sie durch.

  36. hansgeier333, alte Fenster...
    hansgeier333, alte Fenster sind einfach schöner, und bayerische Politikerschädel sind erkenntnisresistenter, zumal, wenn die Kirche ihr Placet gibt. Da müssen härtere Lösungen her.
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    Filou, erst das Vergnügen, dann die Arbeit. Ich habe auch so manches von Städten gehört, in denen es noch schlimmer ist (Berlin zumal, das weiss ich, gruss an weissgarnix), aber soweit will ich es hier gar nicht kommen lassen. Man wird später wieder jeden Fussbreit mühsam zurückerobern müssen. Bei einer der übelsten Säuferhöhlen der Stadt kam gerade erst heraus, dass sie eigentlich nur als „Weinlokal“ zugelassen ist – seit 10 Jahren. Auch das wirkt nicht gerade wie effektive Verwaltung.

  37. Salamander, bedauerlich, das...
    Salamander, bedauerlich, das zu hören. ich kenne die Partymeile in Heraklion, da gibt es genau ein Geviert in der Stadt, wo etwas los ist, ansonsten ist Ruhe. Mantua, Rom, Brescia, Verona – da kriegt man nach 13 nicht mal mehr eine Stehpizza. Und da sind dezidiert keine Vandalen unterwegs, nur manche Leute sitzen mit ihren Hunden noch draussen und plaudern. Das ist mediterran, und so müsste es meines Erachtens noch nicht mal sein. Aber die deutsche Idee vom „Nachtschwärmer, der die Innenstadt belebt“ ist die Illusion von Bürgermeistern, die man dort mal eine Woche festhketten sollte, an ihren Säulen der Toleranz, damit sie einen Eindruck von dem bekommen, was sie da zulassen.
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    Ardagnir, die besagte Disco ist bekannt dafür, vor allem die Einheimischen anzusprechen, und wenn ich Anzeige erstatte, sind es stets nur Deutsche, zumindest in dieser Ecke der Altstadt. was man hört, sind andere mit ihren Schlägereien eher ausserhalb – aber der aufsehenerregende Fall, wo einem wehrlosen Opfer der Kopf eingetreten wurde, was auf einer Kameraaufzeichnung zu sehen war – das waren ganz normale junge Deutsche aus ganz normalen Käffern mit ganz normalem Rausch.

  38. Lieber Don,
    Ihre...

    Lieber Don,
    Ihre Oberschichtenneurosen haben mir echt gefehlt; dass es für Sie wirklich das größte Problem ist, im Umgang mit dem „Gschleaf“ den richtigen Ton zu finden – unglaublich! Statt nachts dann einfach mal das Fenster zu öffnen und den Krakelern so etwas Profanes wie „Ruhe“ oder „Polizei“ zuzurufen, suchen Sie vermutlich in Ihrer Sammlung inquisitorischer Jesuitenschriften erst einmal den passenden lateinischen Fluch. Dass das dann missverstanden und als Ermutigung aufgefasst wird, darf Sie nicht verwundern.

  39. Don, laut unserem...
    Don, laut unserem Kontaktbereichsbeamten haben konsequente Alkoholkontrollen bei Fahrzeugfuehrern aller Art (Fahrrad, Moped, Auto, Rollstuhl) grossen Effekt. Ausserdem wurde ein weites engmaschiges Informationsnetz gestiftet. Hier geht inzwischen, noch weit weg vom Ideal, vieles seinen diskreten rechtlichen Gang. Die Centrumsbewohner erkennen inzwischen ihre Rindviecher am Gang, auch die Wiedereinfuehrung des Nachbartratsches hat etwas fuer sich. Auch verbal entfernt man sich wenn noetig von der ueblichen Korrektheit. Man scheint wieder zu lernen, dass man vor der eigenen Haustuer kehren muss. Wenn das alle machen, ist eine ganzes Viertel sauber.
    Aber, wie gesagt, es war und ist ein zaehes Ringen.

  40. gut dann hat sich in 10 Jahren...
    gut dann hat sich in 10 Jahren ein menge getan sowohl hier als auch im süden ( ich zähle franken einfach mal zum freistaat dazu…). es mag aber auch daran liegen, dass meine aufenthaltsorte zwar immer städtisch waren, aber meist noch kleiner und noch dümmer als die ihrige. die landnähe trägt schädlichen einfluss bis in die guten stuben und kinderzimmer der besseren gesellschaft (oder derer die gern etwas besser wäre).
    .
    wenn man mal bildliche darstellungen von bäuerlichen festivitäten vergleicht, wird man feststellen, dass sich in den letzten 3-400 Jahren zwar die garderobe geändert hat, die sitten aber nur geringe modifikationen wiederfahren haben.

  41. Mit den Kneipen ist es wie mit...
    Mit den Kneipen ist es wie mit den Rating-Agenturen. Sie zeigen nur Zustände an, und das auch noch verspätet. Ein festes Familiengefüge und ein Acht-Stunden-Tag verhindern zuverlässig nächtliche Eskapaden. Irgendwo scheint das Westviertel die Oberhoheit über die gesellschaftlichen Verhältnisse verloren zu haben, und nun trägt es absteigend und nachtretend die Konsequenzen. Solange es nur wegen nächtlicher Ruhestörung schlecht schläft, mag es sich noch in Sicherheit wiegen, doch die Sorgen, denen keine Polizei und kein Mohn abhilft, werden mehr.

  42. Don Alphonso: Schauns Herr...
    Don Alphonso: Schauns Herr Don, früher ja früher, hätte man auch mit solchen Buben wie diesem Gäffgen nicht allzuviel Federlesens gmacht. Noch in der Weimarer Republik nicht. Mei, mir san halt so tolerant gworn, seitdem mir des Nazipack los sind.

  43. Lieber Don,

    "Dennoch werde...
    Lieber Don,
    „Dennoch werde ich zu I[?]hrem Besten, sollten s[?]ie besonders ….“
    Da hat dieser sprachliche Schimmelpiltz auch endlich diesen Blog befallen, wie schade.
    Naja, es gibt kein wahres Leben im falschen …

  44. Besserwisser, sehen Sie mich...
    Besserwisser, sehen Sie mich tief beschämt – Sie haben natürlich recht.

  45. Die kriegen zu viel Hartz 4 !...
    Die kriegen zu viel Hartz 4 !

  46. @westernwelle:
    Die...

    @westernwelle:
    Die Satzstellung ist falsch:
    Zu viele kriegen Hartz 4 !

  47. no-go-areas gab es schon...
    no-go-areas gab es schon immer, wenn ich etwa an den sperrbezirk einer nahegelegenen stadt denke. als dame geht man nicht dahin, sonst kommt man nicht mehr als dame heraus.
    dass sich abendliche innenstädte dazu entwicklen, ist allerdings eine längerwährende angelegenheit, v.a. bedingt durch weitgehende anwohnerfreiheit. und ‚die paar‘, die da wohnen, werden von der kommunalen bürgervertretung gerne ganz weit links liegen gelassen, da irgendwie ’selbst schuld‘ und eh paranoid.
    .
    das problem ist, dass man grundsätzlich überall sein bzw. hingehen können und unbehelligt bleiben möchte.
    man wird sich wohl damit arrangieren müssen, dass das nicht mehr gehen wird und dass die no-go-areas im begriff sind, sich sehr auszuweiten.
    ich vermute schwer, dass die entwicklung noch deftiger ausfallen wird, v.a. wenn die unzufriedenheit und (auch, aber nicht nur selbstverschuldete) perspektivlosigkeit grosser und lautstarker teile der bevölkerung, deren opium u.a. der schnaps ist, noch grösser wird, was zu erwarten ist.
    .
    hinsichtlich der immobilienlage habe ich ziemliches glück, denn trotz stadtnaher lage kommt nur hierher, wer ein auto besitzt bzw. es noch fahren kann – und wer sich herantraut.
    da halten wir es wie Filou: vor der eigenen türe und der der nachbarn kräftig kehren. zur not mit dem kärcher (so nenne ich mal unseren in diesen fragen unerschrockenen wachhund).
    .
    dennoch gibt es mit dem bürgermeister ein hühnchen zu rupfen. neben den üblichen streitereien um die zufahrtstrassen zum forst inbesondere, weil er es zulässt, dass um das eigentlich positive jugendhaus der nahegelegenen stadt sich ebensolche gestalten einfinden dürfen.
    die unterscheidung zwischen nichtprügelndem gymnasiasten und prügelbefähigten gymnasiasten ist optisch kaum noch möglich, irgendwie sehen sie alle inzwischen wie 50pence oder so aus, insofern nimmt man sich als bürger sehr zusammen, denen nicht die leviten zu lesen, wenn sie mal wieder die strassen verzieren. die polizei hat das zu lösen, denn sie ist für solche fälle ausgebildet. leider häufen sich aber auch gezielte überfalle auf polizisten. lieber Don Alphonso, in der stadt wäre ich genauso hilflos wie sie.
    .
    pardon, es folgt ein seitenstrang:
    lieber Rosinante – bzgl ihrer frage zur schmerz- und ekelfreiheit: natürlich n u r mental (sonst wäre man ja dauernd am aufwischen, ausserdem macht so etwas doch keinen spass). –
    „Aber bitte keine Sorge, meine Wayne-Motivation (graduate, mother, daughter) schrieb ich ja schon.“
    geschätzer Rosinante: nicht, dass ich sie missverstehe: sie bearbeiten mutter u n d tochter? zugleich? nicht von der zahl, aber vom emotionalen komplikationsverhältnis her gedacht: ist das nicht ein wenig heftig, selbst für einen … äh … pferd?

  48. Zu viele kriegen zu viel Hartz...
    Zu viele kriegen zu viel Hartz 4. – Gell, besser so, HansGeier333?

  49. Don, das ist ja alles harmlos...
    Don, das ist ja alles harmlos gegen den „devil-drink“ und das „binge-drinking“ in UK. Haben Sie eigentlich den gender-Aspekt berücksichtigt? Ihre Kandidaten waren ja fast alle männlich. Auf der Insel schädeln sich einfach alle dicht bis zum Vollrausch. Übrigens verortet R. Sennett dieses Verhalten auch in der mittelalterlichen Stadt, offenbar wurde da zur Körperheizung getrunken. Hinterher waren auch viele unberechenbar, und es gab keine Ordnungshüter. Die gibt es heute in UK zur Genüge, ein Bekannter, MA in Biologie, jobbt auch in gelber Leuchtweste. Besonders über die Mädels sagt er: „They throw away their dignity.“ In UK trinkt man ja das Bier auch gleich warm, das dröhnt noch mehr. Wenn die Unterschicht und die Studenten taumeln, dann stört sich auch keiner mehr an taumelnden Banken. Cheers!

  50. Werter Don, Sie sind doch...
    Werter Don, Sie sind doch eigentlich auf dem richtigen Wege, denn es ist kaum zu übersehen, daß Sie sehr viel Mitgefühl für Ihre schwachen Mitbürger haben. Mit dem Ekel hatte auch Ihr großes Vorbild Florence Nightingale oft zu kämpfen, aber sie hat ihn überwunden. Der Staat kann so etwas nicht richten, aber ein engagiertes Bürgertum kann diese Welt zu einer besseren machen, in der keine Kühlschränke und Betrunkenen auf der Straße liegen. Zur Absicherung gegen Vandalismus gibt es vielleicht eine Versicherung.

  51. specialmarke, bevor ich selbst...
    specialmarke, bevor ich selbst hand anlege und Rowdies unter herumliegenden Kühlschränken bringe, würde ich dennoch gerne einen Versuch mit Dingen wie Führerscheinentzug, Geldstrafen und Sozialarbeit wagen. Kostet mich auch nur einen kostenfreien Anruf, und wenn einer Ärger hatte, sind 10 andere vielleicht etwas dezenter. Als einem Bekannten nach drei Wochen der Führerschein abgenommen wurde, wollte in meinem Umfeld auch keiner mehr rasen.
    .
    RiverCam, nicht schön, diese Erfahrungen, aber es gibt inzwischen auch hier – seltener – das weibliche Modell. Was natürlich dafür sorgt, dass eine weitere Barriere wegbricht. Aber ich hätte gern frühzeitig dagegen gewirkt. Nennen Sie mich deshalb gerne einen Spiesser.

  52. Nur mal so am Rande, wenn sich...
    Nur mal so am Rande, wenn sich jemand gar nicht mehr rührt oder die ernsthafte Gefahr der Unterkühlung oder des Erstickens am eigenen Erbrochenen besteht (was sie von ihrem Fenster aus sicher nicht genau beurteilen können) wäre es tatsächlich unterlassene Hilfeleistung diejenige „hilflose Person“ nicht mindestens per Telefon den netten Jungs und Mädels vom Rettungsdienst zu überantworten. Es erwartet ja keiner dass Sie diese Leute bei sich aufnehmen (auf die Idee wär ich ja im Leben nicht gekommen!). Zumindest hingehen, Atmung überprüfen, ne alte Decke drauflegen und Kopf überstrecken sowie stabile Seitenlage zum Atemwege freihalten muss auch noch drin sein bis die Rettung da ist. Dass in der Notaufnahme auch maximale Begeisterung über solche „Stammkundschaft“ herrscht ist klar. Mir grauts auch vor der WM.

  53. donna laura, hier gibt es auf...
    donna laura, hier gibt es auf der anderen Seite ein massives Stadtbevölkerungsprojekt, das junge Leute als Bewohner der Altstadt anziehen will – trotz enormer Preise übrigens. da laufen also zwei Entwicklungen gegeneinander, denn Wohnen in dieser Altstadt mit ihrem Grüngürtel ist eigentlich AAA-Lage. Es steckt auch eine Menge Geld in diesen Häusern.
    .
    jimmyderkracher, irgendwo zwischen der rigiden bayerischen Sperrstundenverordnung und dem Zustand heute ist etwas falsch gelaufen. Nur auf dieser Strecke. Und wo das ist, darüber kann man gerne reden.

  54. ...natürlich wäre es allemal...
    …natürlich wäre es allemal besser und für die übrigen Einwohner angenehmer,
    die Stadtverwaltung wurde kleine rosa Pillen verteilen.
    Das Geld sollte aus der Hartz4-Kürzung kommen, die Kneipen werden in Jobcenter
    umbenannt.
    Stimmt es eigentlich, daß es im Mittelalter Biersuppe zum Frühstück gab – auch für
    Kleinkinder?

  55. @ westernwelle
    Das zuviel beim...

    @ westernwelle
    Das zuviel beim Hartzen ist eine zutiefst subtile subjektive Frage. Wo wenn nicht im Westviertel beim westernwelle werden sich die Hartzenden ihren obulus für die last offer holen?

  56. JeanJacques, so bin ich nicht:...
    JeanJacques, so bin ich nicht: Das ist mein Haus und meine Stadt und meine Strasse, hier sind wir seit 150 Jahren, und ich räume nicht vor einer unfähigen Stadtregierung und ihren kaputten Kindern das feld – wenn es sein muss. lasse ich sie eben draussen liegen. A Guada hoids aus.
    .
    nurmalsozwischendurch, die dumme, kleine Stadt an der Donau heisst so, damit jeder Leser ihr Geschehen leichter auf seine eigene, dumme kleine Stadt (ausser natürlich dem grossen Reichshauptslum) übertragen kann.

  57. meedchen, der Witz an der...
    meedchen, der Witz an der Sache ist doch, dass diese leute gar nicht allein sind, sondern von ihren Kumpanen allein gelassen werden bzw das alles in einem vollkommen einsehbaren 50 mal 50 Meter Areal stattfindet, wo Zig Leute mit dem gleichen Vergnügen herumstehen und obendrein Krach machen. Und das sind dann auch teilweise deren Begleiter. Ich mag grausam erscheinen, aber der herr, der heute Nacht an das Studentenwohnheim sich erbrach, wurde von einem anderen dort abgestellt, der dann ging. Unterlassene Hilfeleistung? man buchte das ganze Pack da unten ein, die wissen besser als jeder andere, was mit ihren Freunden los ist.
    .
    Chris, stimmt, am tegernsee ist Totenstille. Und Hochwasser bei 6 Grad Plus. Gegenüber ist übrigens eine Schule mit musikalischem Zweig, das nenne ich Terror.

  58. Bei einer oeffentlichen...
    Bei einer oeffentlichen Zusammenkunft verkuendete ich mal lauthals, dass die Verpauperung unseres Zentrums, wohl seine Ursache darin haette, dass die Bewohner weggepestet werden sollen, um die Haeuser und Grundstuecke billig an einen Projektentwickler zu verscheuern. Die Empoerung war gross.
    Genau ein Jahr spaeter verkuendete die Gemeinde eine gross angelegte Sanierung genau dieses Viertels-mit einem Projektentwickler. Ei gucke emol do!
    Es wird jetzt viel und breit gegrinst im Dorf, wenn die Gemeinde sich mit Kaufangeboten meldet. Haha!

  59. Don Alphonso, zum Wohnen...
    Don Alphonso, zum Wohnen scheinen Innenstädte doch schon lange nicht mehr da zu sein, nur als Kulisse dienen sie noch für jene, die dort ihr Vergnügen suchen. Auch die angedachte Verfolgung durch die Justiz dürfte keinen bleibenden Eindruck hinterlassen: Das Zertrümmern von Scheiben, Autos und der tätliche Angriff auf Polizeibeamte durch Fussballfans mit Pflastersteinen und üblichen Utensilien, einhergehend mit den üblichen rechtsradikalen Parolen, wurde hier vor Ort durch das zuständige Amtsgericht dahingehend geahndet, dass die noch unter das Jugendstrafrecht fallenden Täter zum Schreiben von Aufsätzen über ihr Unrecht „verdonnert“ wurden. Da ertappe ich mich (nicht ganz ernst gemeint) angesichts der ganz seltenen Störungen bei Gedanken an Clint Eastwoods „Get off my lawn!“ (Gran Torino): http://www.youtube.com/watch?v=NelBNtNm8l0

  60. @Don 12:17

    << b_14, ich...
    @Don 12:17
    < < b_14, ich denke, es wird beim Ausbildungsziel "mit dem RS4 in den Westpark zum Saturn" bleiben.>>
    (1a) Diese Vermutung ist plausibel, doch ist sie wünschenswert und wie wird sich das auf die langfristige Entwicklungsperspektive und die Attraktivität der Stadt auswirken?
    (1b) Oder ist das völlig egal, so lange sich jeder im Lokalblatt als großzüger Mäzen präsentieren kann?
    Was sagt „das Westviertel“ eigentlich zu…
    (2a) GG Artikel 14 (2) „Eigentum verpflichtet Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“?
    (2b) In der Bayrischen Verfassung von 1946 heißt es noch etwas ausführlicher unter Artikel 152 (1): „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesondere der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle und der allmählichen Erhöhung der Lebenshaltung aller Volksschichten.“

  61. Ich bin mit einem recht...
    Ich bin mit einem recht ähnlichen Problem geschlagen… ebenfalls Altstadt und randalierende Besoffene zu nachtschlafender Zeit.
    Ein Eimer kalten Wassers aus größere Höhe löst das Problem aber recht fix.

  62. lieber Don, "das ist mein Haus...
    lieber Don, „das ist mein Haus und meine Stadt und meine Straße“, das klingt schon verdammt nach Gutsherrenart. Beim Haus mag das ja noch zutreffen, ansonsten empfehle ich Ihnen, halt auch zu sehen, daß das „unsere Jugend in unserer Stadt“ ist, die die AAA-Lage eben auch zu schätzen weiß, wenn auch anders als Sie. Daß Sie sich im Reichhauptslum nicht wohlgefühlt haben, dafür habe ich Verständnis, obwohl es mir dort durchaus gefallen hat. Und als ich mal nach Irland ziehen wollte, von romantischen Reiseerlebnissen berauscht, saß ich drei Tage in einem dieser hübschen Dörfer fest und hielt mich abends in der einzigen Gaststätte auf, vor deren Tür ab 16 Uhr die Alkoholiker auf Einlaß warteten. Da habe ich verstanden und habe meine Umzugswünsche ganz still ersäuft. Das Paradies kommt erst nach dem Leben.

  63. Jeder nach seiner Facon,...
    Jeder nach seiner Facon, lieber Don. Aber bedenken Sie: Ubi bene, ibi patria. Der Umkehrschluß liegt auf der Hand.

  64. @DA: erstaunlich finde ich...
    @DA: erstaunlich finde ich Ihre trotz allem durchklingende Hilfsbereitschaft. Ich hätte die nicht. Eher würde ich die Anschaffung eines Gartenschlauch zur Bewässerung von oben in Erwägung ziehen, wenn sich das mit den Saufgrüppchen vor oder gegenüber der Tür verstetigt. Ich käme auch nicht auf die Idee, jemandem, der mich nächtens aus dem Bett telefoniert um mich auszufragen, etwas anderes zu unterstellen als reine Bösartigkeit, deren mich zu erwehren mittels Flüchen und übelster Beschimpfungen, die ich sonst nicht in den Mund nehme, ich alles Recht der Welt habe.

  65. liebe donna laura, jetzt haben...
    liebe donna laura, jetzt haben Sie mich endgültig enttarnt. Nein, Mutter und Tochter zugleich, sozusagen in Echtzeit, ist in der Schweiz nicht -nicht einmal hier- üblich. Zudem besitze ich auch als Pferd nur vier Extremitäten -analog dem homo sapiens sapiens. Es handelte sich nur um Hengstphantasmen (vulgo: Männerphantasien) eines unpolitischen Pferdes.
    .
    Ihre Vorsicht gegenüber den Gymnasiasten, deren Gewaltbereitschaft kaum mehr ablesbar sei, verbindet uns hingegen. Die Schweizer Kids, deren Verfahren wegen versuchtem Totschlag ja noch in München läuft, hätten von der Gerichtsbarkeit ihres Zürcher Wohnorts nur -im Vergleich zur Schwere der Tat- Peanuts zu befürchten. Und in der kleinen, dummen Stadt, in der ich wohne, ist es nicht grundlegend anders. Die meisten und leider nicht seltenen Gewalttäter haben einen Migrationshintergrund. Aber Jeder, der dies benennt, wird rasch zum Fremdenfeind und Rassisten gestempelt. Sosehr ich Don’s Zorn in seiner Heimatstadt und dort als Hausbesitzer verstehen kann, wenn die Kids am Freitag und Samstag bei „uns“ besoffen mit dem Gleichgewicht kämpfen, kommt man als zivilisierter Erwachsener ungefährdet nach Hause. Ich schätze das.

  66. Die abgebildete Edelstahltüre...
    Die abgebildete Edelstahltüre ist wohl stilgeschichtlich durch leidige Erfahrungen des Hausherrn mit weniger robustem Material erklärbar?
    Auf dem Lande geht’s noch einige Grade sittsamer zu – oder die Sache verläuft sich jedenfalls eher; es sind dann halt allenfalls mal fünf Gestalten, die sich auf der Hinterbank des Busses beim weiteren Abfüllvorgang lautstark bemerkbar machen. Ich nehme an, der Fahrer hat eingedenk der konsumierten Flüssigkeit (Wodka) sogar weniger Sorgen um seine Polster als bei der süßklebbrühdosenhebenden Altersschicht darunter; da schreitet er nämlich ein. Wieso die zuweilen schon lange vor dem Ausstieg kopfpendelnd und lose an einer Haltesäule schlingernden jungen Helden noch keine Boxernasen haben, ist mir ein Rätsel.
    Beim abendlichen weiteren Gang nach Hause trifft man dann aber den Nachbarn, der seine jungen Lämmer ausführt, die er zwar an den Blumen der Nachbarn kurz schnuffern lässt, aber sogleich weitertreibt, ehe sie vielleicht ihr Gebiss dran üben könnten; ein rundum erfreuliches Bild. Wie schade, dass die armen Jungen der Schafe von ihren Eltern nicht so gut „frühgefördert“ werden wie die Sprösslinge der Menschen, sonst könnten sie auch aufs Gymnasium gehen und es würde aus ihnen bestimmt etwas Besseres. So bleiben sie leider milieugeschädigt.

  67. Der gruppendynamische Verlust...
    Der gruppendynamische Verlust des „Sapiens“ hinter dem Homo ist verbunden mit dem Abstieg zum Rudimentär Menschen.
    Als solcher braucht es nur das Stammhirn und kennt weder Besitz noch Moral oder Ethik. Der Schritt vom Menschen ansich, zum Sturzbesoffenen ist um so kleiner, je besser er vorbereitet wird.
    Vorbereitungen zählen sich im Raummeter Alkohol die man zu sich nimmt, in tausender Packs von Fernsehstunden, im öffendlich rechtlichen TV oder in Staffeln von DSDS.
    Es scheint mir auch, daß der Schritt mit der Sozialisation schwerer fällt, so scheint ein Wortschatz oberhalb von 1500 den Schritt zum Sturztrunkenen geradezu auszuschliessen. Diese Beobachtungen sind aber noch nicht abgeschlossen, da es Ausnahmen wie Abitur-Abschlussfeiern gibt, bei denen es zur Aufgabe aller sozialen Errungenschaften kommt.
    Die Aggression erklärt sich mit einem Mehrfachsehen, der Betroffene sieht alles 2 bis 8 fach und so wird für Ihn/Sie alles zu Gefahr. Dazu kommt, daß die Betroffenen ja nicht mehr Sprechen. Die Kommunikation erfolgt über Gesten und Grunzlaute, wobei das Ausbilden der Mimik auch schon mal 5 Sekunden in Anspruch nehmen kann. (Schauen Sie die Betroffenen nicht direkt an, es macht Sie aggressiv !)
    Sie sehen DA, Sie können nicht mit den Betroffenen umgehen, verkehren oder sich auseinander setzen. Sie stellen eine temporäre Wiederkehr des Urmenschen dar, bei dem der Rinnstein zum Kopfkissen wird und die Kleidung notwendiges Übel ist. Sauberkeit oder Selbstwertgefühl läßt die Transmutation nicht zu.
    Was sie am meisten erstaunen wird, je doller es war, desto mehr Spass hat es den Leuten gemacht.
    Sex kann vorkommen, aber da alle massig Alkohol konsumieren ist das eher selten. Darüber laut herumschreien aber um so häufiger.
    Schreien ist sowieso die bevorzugte Kommunikation, den der Homo Rudimentärus hört schlecht., was die Unfähigkeit zu gehorchen erklärt.
    .
    Ja die WM wird wieder klasse.

  68. Geehrter Don Alphonso,
    sie...

    Geehrter Don Alphonso,
    sie können einen Krankenwagen rufen und angeben , der Unglückliche habe eigenartig gekrampft, man müsse sich Sorgen um ihn machen. Dann wird man ihn schon mitnehmen und sie haben kurze Zeit Ruhe.

  69. Pérégrinateur: Edelstahl ist...
    Pérégrinateur: Edelstahl ist in den gängigen Darreichungsformen (anzutreffen in Spülen, Briefkästen usw.) nicht im mindesten robust, da aus Kostengründen viel zu dünn. Es glänzt aber schön und korrodiert nicht sichtbar, paßt also gut in unsere Zeit. Wäre das Tor aus Gußeisen oder Bronze, hätte sich der zutretende Anus wohl diverse Fußknochen gebrochen.

  70. Die Bewirtschaftung der...
    Die Bewirtschaftung der Altstadt ist in Wien auch ganz schlimm; die großen public viewing Bedröhnungen, Rockkonzerte etc und die Wochenendsauferei, zu der die Jugendlichen der schlechteren Bezirke in die Innenstadt ziehen. Dreck, Scherben, Erbrochenes, Alkleichen, Prügeleien (ab und zu mit tödlichem Ausgang). Die alte Mieterschaft der Innenstadt zieht weg, man kann nicht mehr sicher von zu Hause in die Oper oder ins Konzerthaus und wieder nach Hause gehen (ohne großartigen Schmuck, selbstredend; mit Behang: vom Sacher über die Gasse in die Oper, und husch husch wieder zurück!) Die neuen Mieter des Bezirks sind demi monde, Werber, Sportler, Russen. Die dazugehörigen Dämchen (illuminiert und geputscht) kreischen, lachen und schreien nachts auf der Straße sogar im Winter (im Pelz).

  71. @ Foersterliesel : Das diese...
    @ Foersterliesel : Das diese Leute sich als Gewinner der neueren Wirtschaftsentwicklung herausstellen kann nicht hingenommen werden.
    Ich habe gerade die 2 Goldmünze an den Mast genagelt und kaufe morgen Aktien der Großbrauereien.
    Das ist die einzige adäquate Antworet auf solche Probleme: daran verdienen.

  72. Aber aus was für Leuten...
    Aber aus was für Leuten rekrutiert sich das Gschleaf (nb: Geschleif? Geschlürf?) eigentlich, wenn man von Jugendlichen unter 21 mal absieht?
    Sind das tatsächlich Arbeitslose oder ist das nicht auch die Freizeitgestaltung der „neuen Mitte“ in der Frühphase des Klimawandels?
    Ist dieses Verhalten als fehlartikulierter Hinweis auf fehlende Lebensperspektiven zu sehen, als ein Ausdruck der Verzweiflung („Ist doch eh alles egal, krieg ja eh nie einen Job, außer Saufen hab ich nix im Leben“) — oder umgekehrt, die Spassgesellschaft, die zwar einen Job, aber keine Familie hat und die Fussgängerzone als idealen Ort entdeckt hat, wo sie ihre BILD-TV-Mallorca-Fussball-Leitkultur ausleben kann:
    .
    Halb noch im Wohnzimmer, halb schon in Mallorca.

  73. @Foersterliesel
    Ich finde ihre...

    @Foersterliesel
    Ich finde ihre Beschreibung von Wien heutzutage äußerst interessant. Vor 40 Jahren, zur Zeit des kalten Krieges studierte ich in Wien und hab da sogar promoviert. Damals fuhr die letzte Straßenbahn um 23 Uhr, und zumindestens wochentags endete der ORF um 22 Uhr mit der Nationalhymne, was ich jeden Abend (so ich in meinem schwer zu heizenden Untermiete Etablissement zu Hause war) durch die Zimmertür zur Wohnungsbesitzerin hören konnte. Manche Beisl machten schon um 21 Uhr zu, aber das Havelka servierte noch um 23 Uhr für Herrn Hundertwasser und wer es sich sonst leisten konnte Buchteln…. Sonst war um diese Zeit absolut Ruhe am Graben.

  74. @Foersterliesel
    m.E. verlagert...

    @Foersterliesel
    m.E. verlagert sich das in Wien nur vom 1. raus in andere z.B. 6., 5., 19.13. Sehr schön sehen Sie das an den Einkaufsmöglichkeiten. Die Kärntner verkommt zu Touristennepp, vom Kohlmarkt zieht Bulgari weg, übrig bleibt tiffani – passt für…?
    Aber außerhalb gedeiht vieles; z.B. Marienhilfer, Gumpendorfer… So schlecht steht es um Wien nicht ausser im 1., aber da muss man ja nicht wohnen

  75. @ HansMeier555 : Die meisten...
    @ HansMeier555 : Die meisten machen nach meiner Einschätzung das gleiche wie sie und ich, anonymisiert Zeit totschlagen und dabei die Leere mit mehr oder weniger lauten Dingenb füllen.
    Wir haben keine Kirchen an denen Großvater schon gebaut hat und der Enkel noch bauen wird.
    Wir legen keine Lüneburger Heide trocken.
    Wir kaufen Wii und bewegen uns so, wie das Game es verlangt … egal ob wir im ü50 (magersüchtig und auf dem Weg nach unten) oder im ü120 (fett und auf dem Weg nach oben) Club sind.
    .
    Was fehlt sind Ziele und Perspektiven. Also tanzen die Esel auf dem Eis.

  76. @DA
    nichts für ungut. Aber...

    @DA
    nichts für ungut. Aber für meine Mutter waren Leute, die andere mit Gschleaf bezeichneten dermaßen unten durch. Aber das ist wahrscheinlich der unterschied zwischen rekatholisierten Calvinisten aus der oberen Pfalz und Oberbayern (den Begriff gibt es natürlich genauso wenig wie den Bayerischen Wald..), wie die bei uns bezeichnet werden, vor allem, wenn sie so derb daherreden (Gschleaf…..)

  77. lieber HansMeier555, ich...
    lieber HansMeier555, ich vermute, dies ist die neue mitte. ein mittelding aus unfähigkeit, eigene zukunft zu gestalten, sauflust und folgen ungefilterten subqualitätsmedienkonsums, mit wechselseitiger beeinflussung der einzelnen faktoren untereinander.
    .
    lieber Rosinante: ??? + enttarnt? sie hätten gern beide, trauen sich aber nicht? (by the way: d a s täte ich auch nicht, da zu heikel). da ich ihre werten ausführungen nicht verstanden habe (liegt sicher an meinem ausgiebigen martini-konsum): was ist denn nun? und weitere frage in diesem zusammenhang: wären sie gern ein delphin?

  78. @HansMeier: sehr gute Frage....
    @HansMeier: sehr gute Frage.
    An dem, was Salamander erzählt, kann ich nichts wirklich Neues ausmachen, der Feierling war auch schon in den frühen 1980ern, als ich wochenends in Freiburg war, ein Treffpunkt für junge Leute und Studenten und bestimmt bis um 1 nachts laut, mit vereinzelten späteren Krachmachern.
    Foersterliesls Beschreibung wirft bei mir die Frage auf, ob da ein Bezirk „verferienwohnungt“ wird – unten Party, oben Bett. Warum man das in Wien gerade in der Nähe der Oper macht, ist mir ein Rätsel, mehr Publikum gewinnt die dadurch gewiß nicht.

  79. lieber Tiger,
    es gab auch...

    lieber Tiger,
    es gab auch damals ein paar Lokale die bis 2 Uhr offen hielten, das Havelka überlebte unverändert (mitsamt den kleinen Buchteln) und unrenoviert.
    lieber BertholdIV,
    ja, Gumpendorferstraße, Servitenviertel sind sehr nett
    lieber Holly01,
    Brauereiaktien, genau!

  80. Nabend,

    heute ist Feiertag...
    Nabend,
    heute ist Feiertag bei Ihnen, deswegen gestern Abend das Besäufnis. Da musste ich erstmal hinterkommen, sozusagen, weil das gibt’s (dieses angehängte s hat der PC verbockt) bei uns gar nicht.
    Aber schätzen Sie sich doch noch glücklich, solange keine Autos brennen, keine älteren Richterinnen und deren Helfer abgestochen werden und es vermutlich auch keine S-Bahnen gibt, an deren Haltestellen mal eben jemand, wegen einer Lappalie abgestochen wird.
    Alles halb so schlimm Herr Alfonso, Gell.
    Sind Sie gut zu Hause (oder sagen Sie auch lieber anne Burch) angekommen?
    Und – was ist mit Tee?
    Gruß.

  81. Holy01,
    meinen Sie nicht, daß...

    Holy01,
    meinen Sie nicht, daß Pharmaaktien bessere Rendite bringen. Ich räume den
    kleinen rosa Pillen mehr Chancen ein. Man muß doch die Möglichkeiten, die die
    Wissenschaft bietet nicht in den Wind schlagen, nur wegen der Tradition.
    Die Sauferei nervt doch zu sehr, und wenn
    dieser Personenkreis keine eigenen Perspektiven entwickeln kann, muß man
    eben nachhelfen.
    Um Vorschläge ist da keiner verlegen; notfalls steht auch
    G.W. zur Verfügung.

  82. @försterliesel und für alle...
    @försterliesel und für alle in wien
    http://www.gebruederstitch.at/

  83. Moinsen,
    Grenzgaenger nimmt...

    Moinsen,
    Grenzgaenger nimmt mir das Wort aus dem Mund. -10 Jahre auf St. Pauli/Schanze sind die Kuer in der Disziplin: „Wie komme heil an den Wasserwerfen und Steineschleudernden zu meiner einfach verglasten Mietwohnung in deren Scheiben sich brennende Autos spiegeln ?“ – Ich sag nur: „damals“ Hafenstrasse, heute Flora/Schanze(nfest). Und das nicht nur am Wochenende wenn Fussi ist, die Reeperbahn hat immer auf.

  84. G.W.? Lebe im Ausland....
    G.W.? Lebe im Ausland.

  85. Nee, is klaa: Guido....
    Nee, is klaa: Guido. Begriffen. Trotz Ausland.

  86. liebe donna laura, ich gebe...
    liebe donna laura, ich gebe zu, um 17:25 war ich kryptisch. Wie fast immer um diese Zeit. Nun, um 22:30 wird’s schon klarer. Zunächst der Delphin: Hier kenne ich nur Flipper und der wird immer gefüttert. Aber als Hobbykoch greife ich gerne selbst zu Messer und Gabel. Also nein. Und unter uns, haben Sie schon einmal ein amphibisches Pferd gesehen?
    .
    Was die Damen betrifft, so oszilliert die Begehrnis zwischen Freundin und Geliebter. Hier vermuten Sie richtig ein grosses Konfusionspotential. Und wir sind (anders als Hoffmann, Robinson, Graduate) auch nicht im Kalifornien der late sixties sondern der Schweiz heute. Ich würde Ihnen dies gar nicht mitteilen, wenn ich nicht eine Art Don’sches Blog-und-Gott-Vertrauen zu Ihnen hätte. Und, wie ich schrieb, it’s in the very beginning. Zudem operiere ich mit der Geschwindigkeit und Sorgfalt eines Handchirurgen. Also eine zeitintensive und höchst ungewisse Sache. Typisch Pferd. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
    .
    Gibt’s etwas Neues aus dem Martinisierten Bermudadreieck?

  87. @Foersterliesel
    Gewiss gab es...

    @Foersterliesel
    Gewiss gab es ein paar Etablissements, wo man bis 2 Uhr hin konnte, aber als Studentin mit roten Haaren und grünen Augen wurde man da als das gefundenen Männerfressen behandelt.

  88. Das Wehwehchen....
    Das Wehwehchen.

  89. @JeanJacques, 03. Juni 2010,...
    @JeanJacques, 03. Juni 2010, 19:20
    Nach dieser freundlicherweise gewährten Information überlege ich mir, zum öffentlichen Verteidiger der „gewachsenen Haustürkultur“ (Gußeisen, Bronze) zu werden. Jedoch meldet sich schon gleich wieder das Gewissen: geht dergleichen Robustheit nicht auch mit hohem Gewicht einher? Überanstrengt dann nicht das Angebot an unentgeltlicher Belehrung die Bizepse der Bewohner?
    Ein anderes Ärgernis im öffentlichen Raum sind übrigens Toiletten. Kaum renoviert, werden sie sogleich wieder dekoriert mit scheußlich-bunt-hohlbuchstabigem Gekrakel, das man ob seiner Missgestalt meist nicht einmal recht lesen kann. (Nicht, dass man etwa soviel Wert drauf legte.) Welche „Botschaft“ soll denn davon ausgehen? Man gewöhnt sich ja mit den Jahren daran, in der Gesellschaft die Unvernunft grassieren zu sehen, unabänderlich, aber man möchte deren Formen doch wenigstens einordnen können. Im Bild: Einen Blitzschlag zu erleiden ist sicher nicht angenehm, aber mit dem Wissen, dass und wie die Sache zum Elektromagnetismus gehört, fühlt man sich beim Gedanken daran doch schon etwas wohler als ohne.

  90. HansMeier555 03. Juni 2010,...
    HansMeier555 03. Juni 2010, 22:37
    Betrifft: ‘Das Wehwehchen.’
    Was genau meinen Sie damit und auf welchen Kommentar beziehen sie sich?

  91. lieber Rosinante, ja:...
    lieber Rosinante, ja: seepferdchen.
    aber schurz beiseite: ganz furchtbar langsam erscheint eine vorstellung vor einem meiner geistigen augen: frau mama soll die geliebte sein und töchterlein die freundin. da diese situation für sie neu ist, fühlen sie sich wie ein prüfling mit feuchten händen. ne c’est ce pas? das ist wirklich kompliziert. reden sie ruhig weiter, ich bin äusserst verschwiegen.
    .
    was die delfine anbelangt, gebe ich ungerne, aber immerhin zu, dass ich etwas unfair war: man sagt den tierchen nach, dass sie zwei d!ng€ns hätten …
    .
    heute kleine abendgesellschaft: ob der kälte gab es noch den cheminée zu den american martinis.

  92. Rosinate: Wer sich für...
    Rosinate: Wer sich für Märchenschach interessiert, wird Pegasus zu schätzen wissen. Das Schwimmen ist nicht notwendig.
    Salamader: Freiburg ist tatsächlich ein no-go: Entweder ist es frei oder es ist eine Burg. Die Menschen dort haben den Fluch der Advangarde.
    Don: Soeben sass ein trunkener Augsburger auf einer Alte-Welt-Bier-Bank.
    Bon weekend.

  93. In einer Zeit, in der...
    In einer Zeit, in der zumindest rhetorisch Krieg gegen den Terror geführt werden kann, spricht nichts dagegen Gesindel mit Präzisionswaffen beizukommen.

  94. Ein paar präzise Worte...
    Ein paar präzise Worte sollten reichen.

  95. Und beherztes Auftreten....
    Und beherztes Auftreten.

  96. Was ist ein Betrunkener auf...
    Was ist ein Betrunkener auf einer Parkbank ?
    .
    Betriebsausflug der „Ich-AG“.

  97. Wer
    ter...

    Wer
    ter Don,
    …was mich ins Grübeln bringt: Betrunkene juckt „die Härte des Betons“ nicht,
    wieso reagieren sie auf Wasser vom Himmel oder aus dem Eimer?

  98. hola caballero rainer,
    "des...

    hola caballero rainer,
    „des Gschleaf“ & sein kind.
    sehr frei nach dem lieben eugen berthold friedrich aus augsburg:
    „jede gute tat wird sofort bestraft“.
    es sei denn auf dem heiligengeistfeld.
    ciao
    ryszard

  99. nett, das gesinde duerfte...
    nett, das gesinde duerfte schleunist beseigt werdenl, oder was . Sind wir so dhemokratish?

  100. liebe donna laura,
    sehr...

    liebe donna laura,
    sehr geehrter Man hat ja nie Feierabend,
    Sie stürzen mich in grösste Verlegenheit. Denn mit Seepferdchen, Delphin und Pegasus sprechen Sie den interessanten Bereich der mythologisch-tiefenpsychologischen Zoologie an. Also eine Disziplin, die Miguel, mein Erfinder, kaum kannte. Zudem kann man (und Ross) zwar mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Dulcinea eine Mutter hatte, aber eine Tochter ist bisher unbekannt. Wie Sie sehen, liebe donna laura, bewegt sich meine Obsession in einem quellenfreien Raum. Terra incognita wohin das geistige Auge blickt.
    .
    Doch es gibt südlich von Schwarzwald und Bodensee nicht nur Träumer, sondern auch gnadenlose Realisten. Die Sache mit den feuchten Händen und der Prüfung entspricht den Tatsachen. Die subtropischen Handflächen halten selbst den arktischen Temperaturen dieses Sommers stand (heizte das Cheminée gut?). Neue Hoffnung gibt nun die Doppelbegabung der Delphine, die mir bisher unbekannt war (danke für die Nachhilfe). Vielleicht wäre HansMeier’s Feudalismus‘ (das Recht der vorletzten Nacht) eine Lösung? Ernst ist das Leben, heiter die Kunst.
    .
    Die gestrige Abendgesellschaft, verehrte donna laura, soll Ihren Charme geschätzt haben.
    Ihr Rosinante

  101. Ich als genetischer...
    Ich als genetischer Großstädter aus der Gartenvorstadt kann manchen Kläger gut verstehen! Nächtigte ich bei meiner Tante im noch westviertlerischeren … waren es damals die Buntmützenträger, die da allabendlich pokulierten und kneippten. Ich riet meiner Tante, die halbtaub war und zum Wasser (nach hinten zum Kanal) wohnte, deshalb also nicht impliziert war, zu einem – wie ich glaubte – allmächtigen Mittel, als Mäzenatin einen Strauß Pfauenfedern zu stiften oder ein geläufiges Katzenlockmittel im Vorgarten der Buntmützenträger zu lozieren. Als sie nicht verstehen wollte, spendierte ich letzteres. Das nächtliche Konzert dauerte länger als Wagners „Meistersinger“ Man rate, wer siegte. Richtig! Die Viecher wareen, was ich nicht ahnte, rollig. Der Gestank und die stundenlange Lärmbelustigung hatte zu dem einen stundenlangen Polizei-einsatz zur Folge. Die Buntmützen zahlten. (Doch, liebe Katzenfreiheits-ideologen, leugnen Sie nicht, dass Katzen auch üble Düfte verbreiten können)!
    >
    Im Paris zu Wagners Zeit (um 1850) war jede Straße ein knietief morastiges Wagnis nicht nur bei Regen, sondern auch wegen der pots de chambre.
    >
    In Friedenau bildeten wir eine Bürgerinitiative und machten Eingabe um Eingabe. Als das nicht funktionierte, boykottierten wir die Bezirkssitzungen (oder wie das hieß). Auch traten wir kurzfristig in alle Parteien ein (Marsch durch die Insitutionen) und machten demokratischen Rabatz. Bei einer Party, zu der wir die Bezirksabgeordneten (nicht nur unsere) eingeladen hatten, startete urplötzlich eine derartige Scheinsaufrandale mit Flaschenlärm, dass den hohen Herren das Trinken verging. Zudem erschienen einige ältere (auch kurzfristige) Jusos und ähnliche Parteimitglieder im Nachthemd und Schlafanzug (es war Sommer) auf der Straße. Zudem erschienen etwa 4 Blaulichter und Sirenen und eine Feuerwehr. Das Diskantgeräusch weiblicher Kehlen tat ein übriges. Es war die Hölle! Zu uns gehörten auch etliche mit uns befreundete Journalisten. Die Presse am nächsten Tag kann man sich vorstellen. Nach dieser Blamage vor den anderen Bezirken herrschte organisierte Ruhe. Natürlich brüsteten sich die Damen und Herren im Schöneberger Rathaus mit ihrer Wiederherstellung der öffentlichen Ruhe – und wurden von uns und unseren Freunden anschließend bis aufs Hemd blamiert. Wir traten allesamt geschlossen wieder aus „unseren“ Parteien aus. Wir hatten gegen alle Bürokraten und Sozialisierungsprediger gewonnen. Der betreffende grüne Verordnete ließ sich in einen anderen Stadtteil versetzen.
    In einer altehrwürdigen Universitätsstadt brachten die Buntbemützten ihren Angebeteten gelegentlich Ständchen sogar chorisch dar, bis sie den Großen oder Kleinen Sängerschein erworben hatten. Rabatt, der aber auch eine milde Zugabe für die aus ihrem Schafbock aufgestörten Beamten beinhaltete, war außer bei geizigen Münsteranern, die das eigentlich kennen mussten, gewährleistet. Den Deal mit der Polizei ( und deren Schafkopf) belohnten die Buntmützen durch Disziplin. Ob aber die offiziellen Mützen den Frieden wirklich wollten, denn das förderte ja die Statistik und füllte die Kasse, was wiederum Beförderungen nach sich zog, habe ich vergessen.
    >
    Noch eine ausprobierte subversive Idee: ein Bündnis mit der benachbarten allmächtigen Kirche, verbunden mit einer Spende. Bekanntlich hat jedwede Kirche einen großen Magen.
    >
    Im Ernst, @Don Alphonso, haben Sie es mit einer Sammelklage Ihrer Straße versucht? Sicher! Die komödiantische Methode des Ausgießens des Unheiligen Geistes in fester Konsistenz soll außerordentlich wirksam sein, aber nur im Wiederholungsfall.
    Die probateste subjektive Lärmvermeidungsstrategie ist, das Schlafzimmer auf die Rückseite des Hauses zu verlegen. Eine Freundin aus der Isestr. hängte nachts Schallschlucker wie Wolldecken von innen vors Fenster und als das alles nicht half, brachte sie ein zweites Fenster von innen (!) an und vermied dadurch das Eingreifen des Denkmalsschutzes. Sind derartige Kaschemmen in Ihrem historischen Viertel überhaupt mit dem Denkmalschutz vereinbar? Besser vertrüge das historische Viertel angemessene Gourmetrestaurants.
    Aber: Es geht um Grundsätzliches. Und dabei – ich Klogschieter bitte um Vergebung – bin ich überfragt. Überfragt ist aber nicht die hiesige Blog-Community. Zynismus ist billig!
    Kommentar zu dieser: Ich finde es unbillig, sich über die Seu/iche lustig zu machen! Ich selber genoss nach meinen ausgiebigen jugendlichen Eskapaden einen längeren Krankenhausaufenthalt auf der Intensivstation, weil ich einem bedrängten Freund beistehen wollte, indem ich mich einmischte. Er hatte Pech.

  102. Der Besitz eines...
    Der Besitz eines Feuerwehrschlauchs ist in Ihrer kleinen dummen Stadt nicht verboten?

  103. @Don Alphonso und Filou
    "Ein...

    @Don Alphonso und Filou
    „Ein paar präzise Worte“ und „beherztes Auftreten“. Das können Sie nicht wirklich meinen (siehe Ende meines letzten Posts). Selbst trainierte Polizeikräfte können sich oft nicht ausreichend schützen.
    Wenn ich auch das Gegenteil von radikal bin, ein bisschen Giuliani/ New York würde unsere freiheitliche demokratische Grundordnung nicht umstürzen, kein neues 3.Reich und keinen Polizeistaat schaffen: um beliebte Totschlagargumente zu zitieren. Diese deutsche Berufsbedenkenträgerei kennen wir ja bis zum Erbrechen. Poltikern würde ein bisschen mehr Verantwortung einen starken Stimmenzuwachs einbringen.
    Ausdrücklich: Ich warne jedoch vor staatlichen Exzessen.

  104. ...das dachte ich auch, als...
    …das dachte ich auch, als der Wasserwerfer (zugegeben) auesserst praezise eine Glasflasche ‚aufpickte‘ und in die, meist teilnahmslos herumstehende, da erheblich intoxikierte, Menschenmenge schleuderte…. getroffen hat es wieder mal die Falsche(n): Eine alte Frau (wahrscheinlich eh‘ Randstaenderin) unterhalb des Knie’s. – Leider hatte ich kein Pflaster zur Hand und der Weg zu meiner WG war durch ‚Gesindel‘, oder (in variantenreichen Abwandlungen) durch „Gschleaf“ von allen Seiten, versperrt.
    In Abwandlung einer Idee der EAV: Der Plebs ist immer und ueberall.
    Tatsache ist & bleibt: Daran kann man so schnell nix aendern. — Die andere Frage ist, ob „man“ das ueberhaupt will.

  105. @HansMeier555
    Ein wenig...

    @HansMeier555
    Ein wenig Delikatesse, bitte!
    Und: Tiger gelten als gelegentlich gefährlich, weil jederzeit sprungbereit, wenn gereizt (eigene Erfahrung aus Bengalen). Von meinem 2CV blieb nicht viel übrig.
    >
    Ansonsten finde ich Ihre Einlässe oft einfach lustig und auch erfrischend. Falls ich Ihnen irgendwann sekundär auf den Zeh getreten sein sollte, was ich übrigens nicht glaube, bitte ich um Ihre Großzügigkeit.

  106. So macht man das in der...
    So macht man das in der Unterschicht… ;)
    http://www.youtube.com/watch?v=-Z6i5LXdZRU

  107. @Der Tiger, 23.06. und...
    @Der Tiger, 23.06. und Foersterliesel
    Ruhe am Graben, auf dem Stephansplatz (Burnheidl neben Stock am Eisen), an der Oper (selbst nach stundenlanger Autogrammwarterei), das 1961 um 0 Uhr auf den Heimumwegen von der Bank- in die Strozzigasse zum Muatterl Lurz.
    Viele Jahre später nostalgischer Besuch bei Fritzi im III.Bezirk, im VI. und VII. bei den „Prinzessinen“ und im VIII. in der Pfeilgasse. Nichts Auffälliges. Und auch nicht ein weiteres Mal.
    Sind die Wiener nicht ein bisschen zu melancholisch? Hansmoserisch: „auf m Staan, am nassn… Glabst du mei Steindl, du mei liabes Freindl, des kummt nur vom Weindl ganz allein“ (heazzereißender Seifzer). Verzeihung das Platt-wienerische eines Reichspiefkes.
    Auch Fritz Kreisler kam mir (noch nicht) so deprimiert vor. Ich telefonier heute gleich mit Fritzi, den „Prinzessinnen“ und Muaterl Lurz.
    Inzwischen alles Gute aus Sonnenland (32 Grad C) kurz vor Beginn der Regenzeit!

  108. Aus eigener Erfahrung kann ich...
    Aus eigener Erfahrung kann ich folgendes beisteuern (gehöre ja auch noch knapp der typsichen, trunken durch die Städte marodierenden Altersgruppe an):
    – Das Gschleaf speist sich auch allen gesellschaftlichen Schichten, da ist null Unterschied zwischen Jurastudent aus reichem Hause, arbeitslosem Migrationshintergründler oder in niederem Lohnsektor erwärbstätigem Wochenendsäufer. Meine Eltern aus kleinen Verhältnissen haben uns immer eingeschärft, dass wenn man sich schon betrinken müsse man das gefälligst „anständig“ zu tun habe. Wenn also einer von uns im zarten Teeniealter trunken mit dem Taxi nach Hause kam wurde das noch nicht mal gerügt (frei nach dem Motto: Wirst schon morgen sehen, was Du davon hast), hätten meine Eltern uns hingegen von der Polizei wegen Vandalismus abholen müssen hätte es ein Donnerwetter gegeben, dass sich enorm gewaschen hätte.
    Selber habe ich mich in der Öffentlichkeit auch nur zivilisiert betrunken (nach gelungener Abschlusspräsentation mit Kommilitionen auf dem Campus im Grünen auf einer Parkbank, den Wodka gesittet aus Pappbechern mit Teddybären drauf. Danach sind wir alle ganz brav und ohne irgendwo hin zu kotzen/pinkeln mit der S-Bahn nach Hause – weiß echt nicht warum das für einige Leute so schwer zu sein scheint).
    – In der Tat habe ich ein solches Verhalten im Süden noch nie beobachtet – auf meiner Abschlussfahrt nach Florenz waren zwar die Plätze nachts durchaus noch bevölkert, man saß auch ganz zwanglos auf den Treppen und Mäuerchen, aber es war dennoch ziemlich ruhig. Marodierende, vandalierende Gesellen habe ich dort keine gesehen – das mag aber auch an der recht starken Präsenz martialisch dreinschauender Ordnungshüter gelegen haben (kommt ja auch schließlich nicht so gut wenn jemand die Nachbildung der Davidstatue mit Graffitti verziert).

  109. @minna, bei dem Bier das...
    @minna, bei dem Bier das früher (ich weiß es jetzt nur vom 17. Jahrhundert in London) von allen, auch von Kindern, konsumiert wurde handelte es sich um sogenanntes „Dünnbier“. Es war in seinem Alkoholgehalt nicht vergleichbar mit dem, was wir heute unter Bier verstehen.
    Der Grund lag wahrscheinlich, besonders in den Städten darin, daß es sich als die gesündere Alternative zum zur Verfügung stehenden Wasser herausgestellt hatte.
    Wasser war für das Vieh oder zum Waschen da.

  110. Don Alphonso@: Jenes...
    Don Alphonso@: Jenes Städtchen ob der Donau glaube ich mit Ingolstadt identifi-zieren zu können? Ja habt´s ihr denn in Eirer oiden Festung keine Bürgerwehr nicht? Von der MP der BW und den sonstigen Sbirren mal abgesehen. Früher, als es dorten noch eine Uni gab, wäre womöglich der Pedell mitsamt der Scharwache knüttelig dazwischen gefahren…
    Der Tiger@: Die Beschreibung Ihrer früheren Performance, halten zu Gnaden Euer wgb. Liebden, hatte mich in helles Entzücken und Aufregung versetzt. Wie gern hätte ich mir grad von Ihnen den Star stechen (kratzen) lassen. Ja mei, aus is, tempi passati. So eine Sause über die Alpen im offenen Cabrio, mit wohlgefülltem Picknickkoffer auf dem hinteren Sünderbänkchen, á la Don A., das wär halt scho etwas Stilvolles, Pfundiges gewesen…

  111. Darüber wird gerade im Rahmen...
    Darüber wird gerade im Rahmen einer Citystreife nachgedacht.
    .
    Reitejunge, der Tee hat seine Grundlage als getränk übrigens durch das Abkochen des Wassers bekommen und galt vor allem deshalb als gesund, selbst wenn man es damals eher auf die Pflanze schob.

  112. Hin und wieder komme ich in...
    Hin und wieder komme ich in die kleine dumme Stadt an der Donau.
    Dann spaziere ich auch gerne durch die Altstadt, allerdings immer nur Samstag vormittags.
    Ich kann mir das dann immer nicht vorstellen das dort Nachts „die Kuh fliegt“.
    Es ist kein Szeneviertel mit einer Kneipe an jeder Ecke.
    Tagsüber finde ich es dort eher ruhig.
    Aber wahrscheinlich reichen die ein oder zwei Lokale mit der späten Sperrstunde in der Umgebung aus.
    .
    In unserem Odenwalddorf ist Alkohol unter Jugendlichen auch ein echtes Problem. Und zwar ein tödliches.
    Im Bermudadreieck zwischen den Dörfern mit Disco, Grillhütte und Tankstelle
    muß die Feuerwehr regelmäßig die übermotorisierten Rennsemmeln nebst Insassen von den Bäumen an der Landstraße kratzen.
    Leider waren das dann oft junge, hoffnungsvolle Feuerwehrkameraden.

  113. Ein mir gut bekanntes Problem....
    Ein mir gut bekanntes Problem. Führt doch der Weg an unserer Wohnung vorbei zu einer großen Grünfläche, auf der mit Großleinwand und primitiven Ritualen dem Fußball gehuldigt wird. Immer wieder erschreckend. Dort wo ich geborgen bin heißt die zugehörige Bevölkerungsgruppe, lautmalerisch ähnlich, Gschwerl. Danke für einige Minuten unterhaltsamer Lektüre.

  114. @Plindos
    Vielen Dank für Ihr...

    @Plindos
    Vielen Dank für Ihr Kompliment! Selbst eine alte Dame weiß sowas noch zu schätzen!

  115. Reiterjunge, das meiste spielt...
    Reiterjunge, das meiste spielt sich in Kellern ab, die am Tag kaum auffallen. es ist gut getarnt, aber in der Nacht nicht zu übersehen.
    .
    .
    weltfremd, bitte, gern geschehen. Gschwerl kennen wir auch, aber das ist in meinen Augen noch zu wenig für die Vandalen. Manchmal denke ich, diese Grossleinwände sind nur dazu da, dass primitive TV-Stationen etwas exzessives zu berichten haben (ein Gedanke, der noch zu verfolgen sein wird).

  116. @JorgeLoma, wie gesagt, ich...
    @JorgeLoma, wie gesagt, ich lebe in einem groesseren Dorf. Da geht beherztes Auftreten noch. Noch. In der Stadt wuerde ich es mit beten versuchen. Oder dem Moebelwagen. Spiessergegend mit Gartenzwerg und Eckkneipe.

  117. bloggoergosum, und selbst,...
    bloggoergosum, und selbst, wenn man selbst keines hat: Die Tegernseer Waldfeste wurden erst von Verwandten der Tegernseer aus München besucht, die brachten dann ihre Freunde mit, die sagten es ihren Freunden, die erzählten dann was vom Voroktoberfest am Tegernsee – und etzad homma dös Gfredd ah.
    .
    unellen, was Italien angeht: Da ist das Ventil der Sport und besonders Fussball, aber sicher nicht die Altstadt. Discos sind immer ausserhalb und oft in Industriegebieten, aber gemeinhin ist in Italien einfach gegen 12 Uhr überall zu. Was ja auch in Ordnung ist, wenn sie am nächsten Tag um 7 aufstehen.

  118. @JorgeLoma, Sie kennen sich in...
    @JorgeLoma, Sie kennen sich in K. aus. Fruehe Erfahrung Eigelstein, Unter Krahnenbaeumen, Weidengasse, Stavenhof. Man lernt viel dort.

  119. JorgeLoma, das hängt ganz von...
    JorgeLoma, das hängt ganz von der Situation ab. Man lernt natürlich dazu, aber man kann sie oft auch äusserlich einschätzen. Prinzipiell ist es natürlich immer gut, wenn sich rumspricht, dass in der Region schon auf das Problem geschaut wird, und man nicht unbeobachtet bleibt.
    .
    Brandwache, ich denke über Avantgardes Vorschlag durchaus nach – man muss ja keinen Plastikeimer mit Wasser nehmen, ein Blecheimer voller Wasser kann aus Nachhaltigkeitsgründen und besserer Optik auch helfen.

  120. Ah Italien. 2006...
    Ah Italien. 2006 Weltmeisterschaft, letzter Tag. In Rom. Ich wohnte in der Naehe der Piazza del Popolo. Den Siegestaumel dort miterlebt. Keine schlimmen Erinnerungen. Geht doch!

  121. lieber Rosinante, ja, danke,...
    lieber Rosinante, ja, danke, gestern haben wir mal wieder viel gelacht: ungerührt haben wir uns geschüttelt. und bestimmt nicht daneben benommen.
    .
    ich als freundin der klaren – bzw. im prinzip zumindest klärbaren – worte fühle mich angesichts ihres angesetzten semantik-sprachquirls verwirrt: wer ist jetzt das objekt der begierde?
    .
    gerne können sie im qu(a)llenfreien raum die eigenheiten der delfine ausloten, wenn die sie lassen, was ich bezweifle. im umgekehrten falle wären dies vermutlich auch nicht nach ihrem gusto.
    – so long!

  122. @ DA, 3. Juni 15:32 Uhr:
    Meine...

    @ DA, 3. Juni 15:32 Uhr:
    Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend,
    meine Straße, mein Zuhause, mein Block
    Sido, Mein Block

  123. @DA/Filou: mag sein, daß da...
    @DA/Filou: mag sein, daß da was dran ist mit der stärkeren Synchronisation in I – d.h. noch ziemlich feste Essens- und Schlafenszeiten. In D war das auch mal sehr stark, aber das ist schon einige Jahrzehnte her. Selbst auf den Dörfern sind die Läden jetzt samstags bis 20 oder 22 Uhr geöffnet. – „Schläjerei und Tanzvagnügen“ war schon zu Zeiten unserer Großeltern der Höhepunkt des Wochenendes. Möglicherweise hatten die Massenaufläufe dort aber andere Orte und waren zeitlich anders eingegrenzt. Mir geht seit Jahren die Inflation der Dorffeste auf den Wecker. Früher hatten sie 2, 3, inzwischen sind es bestimmt 6 oder 8. Das ist zuviel. Und das strahlt auf die Stadt zurück, jetzt fangen sie auch noch hier in C’bg an mit dauernden Kiezkrempelmärkten samt Gejaule. Dabei bin ich doch unter anderem deswegen nach Berlin gezogen, weil es hier keine Fasnacht und nicht so viele nervende Feiertage gab, sondern mehr Alltag.

  124. Don Alphonso@: Die Anderen im...
    Don Alphonso@: Die Anderen im Rückspiegel beobachten, ansonsten schneidig durchbrettern, nächster Halt Baur au lac, Züri, hah, das sind Sie dem Westviertel und den Seinen schuldig, noblesse oblige oder so.
    Der TigerQ@: Wissen Sie meine Liebe, das Alter: Pah! Die Hauptsache ist doch die Contenance bis zum Schlusse zu bewahren, sofern einem das vergönnt ist. In Wessling am Ufer seines kleinen See´chen, Kreis Starnberg, gibts eine Villa mit gleichem Namen wie das Anliegersträsschen: Alzheimergasse. Allein das Wort steht für den wahren Schrecken!
    ….und bitte, lassen Sie sich ja auf dem, hoffentlich Ihrem recht langen Weg, bloss nicht bis dahin die Krällchen beschneiden. Toujour Courage.
    Ganz der Ihrige

  125. JorgeLoma,
    Sie haben so recht....

    JorgeLoma,
    Sie haben so recht. Zynismus ist billig, aber er wird nicht leicht erworben.
    Nach dem Schauspiel, das die Eliten -und zwar jede Fraktion- hierzulande
    in den letzten 10-20-Jahren geboten haben, muß sich niemand wundern,
    wenn selbst bei den nur mittelbar betroffenen Frustation in Zynismus umschlägt.
    Hinzu kommt, die Mehrheitsbevölkerung ist 40+ bis sich wieder Unbefangenere
    einstellen, wird es dauern.

  126. Die "Stützen der...
    Die „Stützen der Gesellschaft“ haben mit ihrer jahrzehntelangen Gestaltungsmacht die Gesellschaft da hin gebracht, wo sie heute ist. Und jetzt jammern! – Man kriegt, anders als beim Bäcker, nicht nur die Sahnestückchen, sondern das ganze Gelump. Die einen kotzen im Internet, in der realen Welt übergeben sie sich halt auch vor Ihrer Haustür, lieber Don. Nicht motzen, zazen!

  127. @Tiger: Westerwelle
    @unellen:...

    @Tiger: Westerwelle
    @unellen: Jürgen Schrempp

  128. Und dennoch hat sich Bolle...
    Und dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert:
    .
    http://www.welt.de/multimedia/archive/00803/sei_Mai_Bruch_BM_Be_803409g.jpg
    .
    Weiss nicht, Don, was Sie haben, in Ihrer dummen Stadt gibt es ja nicht mal einen Fussballverein.

  129. @Plindos
    Das mit Alzheimer...

    @Plindos
    Das mit Alzheimer erinnert mich daran, dass manche Leute behaupten, ich leide darunter. Einer der Höhepunkte des ESA mobbing war, als ich gegen Ende eines sowieso schon schwierigen Tages vom Leiter der Personalabteilung zum internen Amtsarzt geschickt wurde. Der konfrontierte mich mit der Feststellung, man glaube ich müsse zum Psychiater. Warum man das glaube, konnte mir der Amtsarzt nicht erklären. Die Unterhaltung dauerte zwei Stunden. Ich habe mich stur auf den Standpunkt gestellt: bevor ich nicht gesagt bekomme, warum ich zum Psychiater soll, gehe ich nicht hin. Und im Übrigen verlange ich die Begründung schriftlich. Diese mir zu geben hat sich aber keiner getraut.

  130. @HansMeier555
    Meinen Sie...

    @HansMeier555
    Meinen Sie damit, ich solle mich mit Herrn Westerwelle anlegen? Ich glaube, der Herr Außenminister würde sich nicht einmal trauen mit mir Tee zu trinken, selbst wenn ich ihm versichern würde, ausschließlich über Werther’s Leiden zu reden.

  131. liebe donna laura, ich will...
    liebe donna laura, ich will Sie nicht langweilen und verstehe Ihren Missmut, weil ich es dennoch tue. Die Sache ist wirklich etwas vertrackt und der Klartext für dieses Forum ungeeignet. Aber mit der Grundkonstellation habe ich nicht geflunkert. Ich bitte um Nachsicht und freue mich, dass Sie gestern eine offenbar angeregte Gesellschaft hatten. Da nehme ich an, dass John Wayne den Colt im Halfter lassen konnte.

  132. specialmarke@: Aber Hallo!...
    specialmarke@: Aber Hallo! Meinen Sie nicht, Verehrtester, dass dies zu einseitig gesehen ist? Allein die Plattenbautenödnis, samt dazugehörigen Megatonnen-produktionsstätten von Eisenach bis nach Wladiwostok, testieren deren verflossenen Auftraggebern ein verheerendes Zeugnis. Man hatte von 1917 – 1989 auch eine Chance gehabt, zum Besseren. Abgesehen von der ehemaligen Stalinallee u. ä. in Berlin Mitte/Ost von Hermann Henselmann.

  133. Der Tiger@: Sauba sog i!...
    Der Tiger@: Sauba sog i! Wusste ich´s doch, dass Sie sich den Schneid nicht abkaufen lassen. Die Kräll´chen kürzen schon gar….nicht. Der Anmutungen, von kafkaesken Typen ausgehend, sind viele und kommen in vielerlei vermummter Gestalt. Zivile bürgerliche Renitenz z. Z. ist daher die wahre angesagte Tugend.

  134. Im Zusammenhang mit...
    Im Zusammenhang mit psychologisch defekt, gibt es noch eine andere Variante, ich sei aggressiv. Um das zu belegen, wurde ich vor vielen Jahren schon mit meinem Chef (der zu mir stand) zum Leiter der Personalabteilung zu einer Unterredung gebeten. Der Leiter der Personalabteilung und sein Assistent provozierten mich für sicherlich eine Stunde. Mein Chef wurde wütend, ich nicht, weil ich die Absicht erkannte und es mir offensichtlich in dem Moment absolut nicht leisten konnte. Als ich das Besprechungszimmer verließ, wurde es mir bitterkalt. Ich fuhr nach Hause und kroch unter alle Daunendecken des Haushalts. Während mich meine Töchter mit heißem Tee zu wärmen suchten, schwor ich mir, mich zu wehren (was ich auch erfolgreich tat, für die beiden Herren war dieses Ereignis letztendlich career-limiting). Später erklärte mir ein Arzt, dass ich – wie andere Leute nach einem Verkehrunfall – einen Schock bekommen hatte, weil ich während der Besprechung immer wütender wurde, aber das sich ansammelnde Adrenalin nicht abbauen konnte.

  135. Der Tiger@: Bin mit Ihrem Arzt...
    Der Tiger@: Bin mit Ihrem Arzt in der Diagnose gleicher Meinung. Denke, das angesammelte Adrenalin im Blut hatte Ihnen, da Sie nicht zum Terminatorsprung (Ihre gute Erziehung war Ihnen sicherlich hinderlich) ansetzen durften, den Schock eingebracht. Ihre, gewiss liebreizenden Tigerkätzchen, hätten Ihnen einen heissen Grog (Rum muss, Zucker kann, Wasser fast nix) verabreichen sollen. Danach wäre Flipperspiel als Therapie zum Abbau der Toxine angesagt gewesen. Entre nous, Sie sind aber auch…

  136. Werter Don, ich glaube,...
    Werter Don, ich glaube, HansMeier555 hat Ihnen mal wieder den richtigen Hinweis gegeben. Warum ist Berlusconi heute Staatspräsident in einem Land, wo Ihrer begründeten Meinung nach solche Dinge, wie in Ihrer dummen kleinen Stadt, nicht vorkommen? Als die Fans von Inter Mailand nach einer Siegesfeier unweit seines Hauses Rabatz gemacht haben, hat er den Laden einfach gekauft. Wer vor Silvios Schlafzimmer gröhlt, kriegt lebenslang Stadionverbot. Und inzwischen muß er sich mit solchen Petitessen gar nicht mehr abgeben. Seine Leute machen das. Sie verlegen sogar Bushaltestellen, damit die Nachtruhe des Herrn in Rom nicht gestört wird. – Am Anfang einer großen Karriere stehen oft kleine Widrigkeiten.

  137. Wunderbarer Text ueber eine...
    Wunderbarer Text ueber eine schlimme Lebensplage. Der wichtigste Punkt scheint mir zu sein, dass die oertlichen Entscheidungstraeger fast alle woanders leben. Wenn ich bei meiner Mutter in der klitzekleinen Stadt in Tirol zu Besuch bin, wo sie in einem Haus aus den 1820er Jahren im Zentrum lebt, bin ich jedesmal wieder schockiert ueber das Randalieren und Notdurftverrichten in jeder schoenen Sommernacht. Es handelt sich fast ausschliesslich um einheimische junge Leute von 16 bis Mitte 20. Hauptanziehungspunkt ist ein Billiard gegenueber, welches der Besitzer erfolgreich als Sportstaette deklariert, und damit von der Sperrstunde ausgenommen hat. Das konnte er, weil der zustaendige Beamte der Bezirkshauptmannschaft selbst dort saeuft (und woanders lebt, natuerlich.) Meine fast 80-jaehrige Mutter wird in ihrer Lebensqualitaet jedenfalls sehr beeintraechtigt. Ihre aelteren Nachbarn, lieber Don, muessen mit dem, was Sie da beschreiben, schlimm dran sein.

  138. @ Plindos: Sorry, ich wußte...
    @ Plindos: Sorry, ich wußte nicht, daß die dumme kleine Stadt eine Plattenbautenödnis ist. Oder wollen Sie es anders herum: die „Stützen der Gesellschaft“ von Eisenach bis Wladiwostok in dem genannten Zeitraum haben möglicherweise noch mehr falsch gemacht, obwohl es dort immer so viele hervorragende Schachspieler gab. Die Völker dort haben sich ja zum Schluß auch nicht mehr ordentlich benommen und Randale gemacht. – Also, mir gefällt nicht mal die Stalinallee…

  139. @Stephen: aha, sobald nur 1...
    @Stephen: aha, sobald nur 1 Sponsor von auswärts nächtliche Öffnung will, ist also vorbei mit der örtlichen Synchronisation.
    @Tiger: öha. Zum Glück haben Sie es noch unter die Decke geschafft.

  140. Die Ostblockarchitekten...
    Die Ostblockarchitekten könnten zu ihrer Rechtfertigung wenigstens vorbringen, dass ihnen die elementaren Voraussetzungen (Ziegelsteine, etc.) fehlten, um etwas schöneres zu entwerfen.

  141. specialmarke@:
    Hatte das...

    specialmarke@:
    Hatte das nicht auf das so von Ihnen apostrophierte Städtchen gemünzt.
    Den ehem. Namensträger der Allee schätze ich so wenig wie seinen
    „Gegenpieler“ A.H., es ging mir eher um ästhetische Qualitätsdifferenzen, wird ja wohl noch gestattet sein, das festzustellen. Die Schach- wie die Glasperlenspieler sind eher eine quantité negliable im Großen Spiel. Gewiss bei dem Letzteren brechen auch schon mal die „Stützen der Gesellschaft“ weg. Voll normal das. Nietzsche sprach da tröstlich von der ewigen Wiederkehr.

  142. @ HansMeier555: War die...
    @ HansMeier555: War die Stalinallee Lehmbau? – Ich dachte Zuckerbäcker…

  143. Der Don sollte langsam mal...
    Der Don sollte langsam mal verkünden, daß er seiner kleinen dummen Stadt einen Fußballverein spendiert. Sonst…Ich habe fertig…

  144. @specialmarke (18:04), ...und...
    @specialmarke (18:04), …und echte Ziegelsteine. Teilweise aus subergekloppten Ruinensteinen (in freiwilliger Aufbauschicht).

  145. Die Schachspielerei war einer...
    Die Schachspielerei war einer der vielen Nägel im Sarg der UdSSR.
    .
    Wer seine intelligentesten Köpfe mit Klötzchenschieben oder Sudoko beschäftigungstherapiert statt mit der Konstruktion wachstumsfördender Innenstadt- und Finanzmarktarchitektur betraut, der muss dann halt auf so was gefasst sein.
    .
    Die Stalinalle wurde natürlich – wie schon der Name sagt – aus rostfreiem Stahl gebaut.

  146. Plindos, tröstlich?
    .
    Ich...

    Plindos, tröstlich?
    .
    Ich dachte immer das macht jeden Intellektuellen krank.

  147. ...selbst wenn ich ihm...
    …selbst wenn ich ihm versichern würde, ausschließlich über Werther’s Leiden zu reden…..
    Hat mich wirklich erheitert Tiger.

  148. Plindos, das Stammhaus kann...
    Plindos, das Stammhaus kann man nicht mitnehmen, und das ist mehr als nur eine Immobilie, das ist gebauter Wille zum Bestand.

  149. Don Alphonso@: Halten zu...
    Don Alphonso@: Halten zu Gnaden, Sie sind ja ein wirklicher Wertkonservativer,
    so ein Dubslav Stechlin des 21. Jhdts.? Aaaaber pantha rei, zu deutsch, allet jet schoma n´Bach runta. Da helfen auch ururalte Bauklötzchen nüschte nix dajejen.
    „Die Welt als Wille und Vorstellung“ hilft ooch nich.

  150. Nur erzreaktionär, wenn es um...
    Nur erzreaktionär, wenn es um Immobilien geht, das ist alles.

  151. Plindos, vielleicht ist der...
    Plindos, vielleicht ist der Don aber auch einfach nur Nicht-Alkoholiker?

  152. Die Bewertung von...
    Die Bewertung von Innenstadtlagen in kleinen dummen Städten der bisherigen
    Einstufung AAA (beständige Wertsteigerung, hohe Rendite) mußte wegen anhaltender Spekulation über drohende Verslumung in den führenden Medien
    auf D zurückgestuft werden.
    D = für Wohnzwecke ungeeignet
    für kommerzielle Zwecke riskant (Vandalismus, Verlust der Laufkundschaft)
    hohe Ausfallgefahr bei Grundschulden
    Ratingagentur grund&boden

  153. Don Alphonso@: Yes Sir, my...
    Don Alphonso@: Yes Sir, my home is my castle. Seh es ähnlich samt Familje. So lange es geht. Ein Teil der Mischpocke lebt unverständlcherweise lieber auf Miete.

  154. @Plindos
    Alles fließt, aber...

    @Plindos
    Alles fließt, aber wie schnell?
    .
    Ich würde sagen: Alles klebt.
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pechtropfenexperiment

  155. Elternhaus ist Elternhaus, wo...
    Elternhaus ist Elternhaus, wo Sie offenbar glückliche Kindertage erlebt haben. Das hat wohl gar nichts mit „erzreaktionär“ zu tun. Das Haus ist vielleicht ein Teil des eigenen Lebens, nicht nur physisch.

  156. Apropos Münsterbiesler, dazu...
    Apropos Münsterbiesler, dazu fällt mir ein, daß es mal Zeiten gab, in der es neben so ziemlich jeder Kirche ein Häuschen zum Austreten gab, die letzten Reste davon habe ich in den 1960ern und 70ern gesehen. Vielleicht sollte man es doch mal wieder mit einer randalefesten Version davon versuchen. –
    Stalinallee: es gibt wohl kaum ein Jahrzehnt, aus dem die gebauten Gebäude in BRD und DDR so unterschiedlich sind wie aus den 1950ern. Die Stalinalleen (Berlin hat eine, Rostock auch) wurden in einem recht repräsentativen, teilweise auch bewußt regional angepaßten Stil aus qualitativ hochwertigem Material (in Berlin z.B. Verkleidung mit Meißner Kacheln) gebaut. Man kam recht bald wieder davon ab, weil sich der hohe Aufwand nicht durchhalten ließ (der 17. Juni 1953 wurde u.a. ausgelöst durch Sonderschichten, die die Bauarbeiter aufgebrummt kriegten), und zog ab etwa 1970 konsequent Standardplattenbauten („WBS 70“) hoch – eine Rationalisierungsidee, die seit den 1920ern in den Architektenhirnen nistete. Auch in der BRD wurden in den 1970ern zahlreiche Plattenbauten errichtet, etwa das Gymnasium in meinem südbadischen Heimatort. Diese wurden aber nie derart normiert wie in der DDR, wo es vielleicht im ganzen Land 10 Typen gab. Die in den 1950ern in der BRD und West-Berlin errichteten Bauten hatten hingegen einen modisch-modernen Stil („Nierentisch-Ära“) und sind für teilweise Materialprobleme (mehr Sand als Zement) bekannt, da zu der Zeit sehr viele Wohnbauten hochgezogen wurden. Aber was die DDR- und BRD-Bauten aus den 50ern gemein haben, sind die vergleichsweisen opulenten Messingfensterrahmen bei Geschäften (West) oder öffentlichen Bauten (Ost).

  157. Zynisch? Gemach ,...
    Zynisch? Gemach , gemach….
    2010 im zeitigen Frühjahr, eine sehr gute Bekannte mit Freund und Freundin in der großen Stadt am Wasser.
    Endlich sollte es mal eine Nacht werden mit feiern, trinken, tanzen, lachen und dergleichen mehr, was junge Menschen halt mal so machen möchten, wenn es denn der armselige Penunsenbeutel mal erlaubt.
    Natürlich auch äußerlich, so gut es die Kohle erlaubt, wurde sich zurecht gemacht.
    Die gute Bekannte wurde verschiedene Male angenervt, geschubst und schließlich mit der Bemerkung verhöhnt: >Wenn Du fi…. willst, dann geh doch nach Hause.
    Das war der 24 jährigen dann doch zuviel, sie verlor die Beherrschung und versuchte der Kulturbereicherin in die Haare zu greifen.
    Dann ging alles sehr schnell, fast schien es, als sei nur darauf gewartet worden. Der guten Bekannten wurde von einem männlichen, immer viel von Ehre faselnden Kulturbereicherer in der Tat bereichernde Fäuste ins Gesicht geschleudert. Die Freundin fand sich nach einem Ar…tritt ein paar Stufen tiefer auf einer Treppe wieder und der Freund der guten Bekannten- nun er, der sich eigentlich auf der Tanzfläche befand, er wurde sich erst wieder bewusst, nachdem die beiden jungen Frauen ihn aus der Lokalität geschleppt hatten, vorbei an Türstehern oder ähnlichen Leuten, denen nichts anderes einfiel als >Na ,alles in Ordnung!?< zu sagen, bis hinaus auf die Straße, aufs Pflaster, wo er dann allmählich mit einer 5cm langen stark blutenden Kopfwunde wieder zu sich kam. Hilfe? Passanten gingen vorbei, die jungen Frauen riefen, schrien, Nichts. Bis dann die gute Bekannte die Straße auf und ablief und jemanden anschaute, der nicht wegblickte, woraufhin sie sofort ansprang und rief> Hey, mal jemand der nicht wegguckt. Ja was denn los sei fragte jener und ob er helfen könne und dieser JENER HERR MEIER dieser Jener war ein Soldat, ein Fallschirmjäger.
    Gemeinsam schafften Sie es dann einen Krankenwagen und Polizei zu verständigen.
    Mit einem oder zwei Polizisten ging es dann noch in das Lokal, wegen evtl. Tätererkennung, aber man möge sich doch beeilen, denn man hätte noch mehr zu tun……
    Habe ich richtig gelesen Herr Alfonso, bei Ihnen kümmert sich die Polizei ?
    Schön, fein, ausgezeichnet!
    Dort, dort geht nichts mehr
    Und während mir dies einfiel heute, war ich wie immer am Arbeiten, draußen in der Sonne und dank der neuen Technik kann ich mein eigenes Radioprogramm dabei hören und ich hörte dieses hier: http://www.youtube.com/watch?v=-MnsjuUYm3A
    Und nach dem Einsetzen der Trompete wurde mir doch ein wenig wehmütig ums Herz und ich dachte, was waren das doch Zeiten, als ich mit Freunden in der großen Stadt am Wasser war, etliche Wochenenden, an denen es kein Generve gab, an denen es nur >I went from Phoenix, Arizona all the way to Tacoma……… Keep on a rock´n me baby< (Steve Miller,- was ich auch hätte verlinken können,aber ich weiß nicht wie der Blogherr reagiert bei mehreren Adressen) gab und viele Nächte, die wir uns herumtrieben auf der Piste, auf der anscheinend das wenigste so war wie heute. Fast zwangsläufig fallen mir die Vorschläge ein, die BW. Auf 150000 Mann zu verringern, aber während ich weiter arbeite in der Sonne, fällt mir noch etwas anderes ein: > Und ich pflücke Chrysanthmen an der Osthecke, schau still hinüber zu den Südbergen, die Bergluft frisch zur Abenddämmerung. Paarweise ziehen Vögel heim ins Nest.
    In all diesen Dingen liegt tiefe Bedeutung, doch will ich sie aussprechen schwinden mir die Worte.< (Klaus Hoffmann) Irgendwann naht das Ende für heute mit der Geld bringenden Arbeit und dort stehe ich, an dem Platz wo ich lebe, dort steht der Wiesenkerbel im andauernden Nordost, -Entangled (Genesis) und davor der zart gelb blühende Hahnenfuß, inmitten von Gräsern, Brennesseln und zwischen den ruhenden Steinen – alles in wilder Ordnung, wie ich, aber jedes Jahr erneuert, wie ich nicht. Dann scheint die Sonne auf einmal durch ein Loch in der Krone der Lärche genau in mein Gesicht- Si mi chiamono Mimi (Puccini)- Die wenigen Leute, die das jemals mitbekommen haben, können einerseits in den seltensten Fällen etwas mit der Musik anfangen und andererseits in keinster Weise nachvollziehen, dass einer wie ich – ein dreckiger Bauarbeiter aus der Unterschicht so was hört. Your Love is king, Crown you in my heart (Sade)........ Längst vergangen, doch nicht vergessen Nur unfähig das Wasser in Worte zu fassen, unfähig die Sechzehntel so wie der Schlagzeuger hier http://www.youtube.com/watch?v=OmWLAt_KSYE
    zu spielen.( auf Tonträger erhebl. bessere Qualität)
    Doch der Nordost bleibt – Stetig
    Nur das hier, diese zerbröckelnde Ordnung, dieses mein Land – es scheint, es wird untergehen.

  158. DON!

    (Ja, ich weiss....
    DON!
    (Ja, ich weiss. Uneleganter geht die Anrede nicht)
    Schluss jetzt mit diesem ESA-Quark. Bitte tun Sie was! Die Dame braucht professionelle Behandlung.

  159. Jorge Loma, die Kirche sitzt...
    Jorge Loma, die Kirche sitzt um mich herum überall dort, wo die Stadt nicht selbst sitzt, und das fragliche Objekt gehört einer Kirchenstiftung, deren Leiter es Leuten gab, die mit der Stadt gut können. Kurz: Die potenziellen Helfer sind entweder die Übeltäter selbst, oder die beihelfer, die dem Laden eine Konzession erteilten. Da muss man andere Wege gehen, denke ich, Und bitte – die Stadt wird nicht von der Linken ruiniert, den Einlauf mit dem Gschwerl besorgt die CSU.
    .
    Aggro Ingolstadt, wenn dann Aggro Grünwald

  160. Colorcraze, die Stadtfeste...
    Colorcraze, die Stadtfeste werden aufgrund schlechter Erfahrungen schon wieder zurückgefahren – man dachte damit, Leute in die Altstadt zu locken, aber am Ende war die Altstadt das Schlachtfeld, und gekauft wurde weiter draussen im Discounter. Freibierpolitik ist nicht nachhaltig.
    .
    Specialmarke, bedaure, aber das, was da läuft, haben Getränkeindustrie, die Glotze und eine gewisse Art beschwichtigende Medien vollbracht. Anwohner werben nun mal nicht in der Lokalzeitung, Brauereien schon. Und in Zeiten des unter normalen Umständen zurückgehenden Alkoholkonsums sind die jungen Säufer die perfekte Zielgruppe. Wer sich beschwert, wird schnell als alter Spiesser abgetan – und das bin ich nun wirklich nicht, bei meiner Vorgeschichte. Hart feiern ist nur was anderes als auf der Strasse Randale machen.

  161. Stephen, der Irrwitz in meinem...
    Stephen, der Irrwitz in meinem Viertel wird komplett, wenn man weiss, dass nicht weit davon das Altersheim ist. Aber unabhängig davon haben die Wirte nun mal gzte Beziehungen zur Stadt; über die Gründe kann man an anderer Stelle mal nachdenken. Die Stadtverwaltung gibt in solchen Fällen immer den „Vermittler“, es werden die Wirte eingeladen und Auflagen gemacht, und die Wirte halten sich nicht dran. Nur wen jemand in Ungnade fällt, wird etwas durchgegriffen, aber ansonsten sind das Grossmeister in der Augenwischerei. Und wen zu viel passiert, werden einfach die Streifen reduziert. Schon gehen die Straftaten in der Nacht zurück. Man kommt als Anwohner wirklich auf Ideen unter Einschluss von Paintballgerätschaften. Dass es in Tirol ähnlich ist, ist zu bedauern, da dachte ich eigenrlich, dass es einigermassen besser ist. Allerdings war ich letztes Jahr mal Nachts in Innsbruck und auch nicht wirklich angetan.
    Ansonsten mus ich mich für die lahme Reaktion meinerseits entschuldigen – ich bin gerade mit 54 k unterwegs.

  162. @Don 22:24, kommt mir alles...
    @Don 22:24, kommt mir alles sehr bekannt vor. Das Elend ist ueberall.

  163. lieber Tiger,
    nun, Ihre...

    lieber Tiger,
    nun, Ihre außerordentliche Attraktivität hat sicher in allen Lokalitäten die Blicke auf sich gezogen, die Boheme war immer schon nachts unterwegs, und wer weiß, hätten Sie deren Treffs frequentiert, hätte Ihr Leben einen anderen Verlauf genommen.
    lieber Jorge Loma,
    seit den 60ern hat sich die Stadt sehr verändert, die Einwohnerzahl hat sich verdoppelt, die Unterschicht der Nachkriegszeit konnte durch soziale Absicherung und Bildungsangebote aufsteigen und verkleinbürgern und die neue, sehr große, Unterschicht besteht aus unqualifizierten Zuwanderern.
    Und so hat auch der Döner die Burenwurst abgelöst. – Die Strozzigasse hat sich wenig verändert, der dichtbebaute 8. Bezirk ist etwas renoviert, aber kaum verändert worden. Das raunzige Wienerlied ist nun akademisch betreute kulturelle Residue http://www.weanhean.at/

  164. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Alfonso,
    ich hatte Ihnen gegen 21:25 einen Beitrag zugeschickt. Ist der nicht bei Ihnen angekommen?

  165. Lieber Plindos,
    es stimmt...

    Lieber Plindos,
    es stimmt schon, dass alles fliesst, aber in welchem Tempo?
    Mir scheint: Alles klebt.
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pechtropfenexperiment

  166. Im Ernst Herr Alfonso, als ich...
    Im Ernst Herr Alfonso, als ich meine Frage abschickte, waren nur die Beiträge von >Nitz 21:30 bis Don Alphonso 22:24< sichtbar. Muß ich mir Gedanken machen ?

  167. Doch, aber ich bin wegen...
    Doch, aber ich bin wegen lahmer Dial-in-Anbindung immer nur kurz online.

  168. Lieber Don, mal eben eine...
    Lieber Don, mal eben eine Frage: Sie sind doch nicht der einzige, welcher an diesem Mist zu leiden hat. Wo sind Ihre Nachbarn? Sind das alles Sissis? Kriegen Sie es nicht fertig, diese Lahmaersche (falls es welche sind) gehoerig aufzuhetzen?
    Mein Gott, Mann, Sie sind doch mit Ihrem Besitz nicht Nichts. Selbst ich als Deutscher gehe zum hoellaendischen Buergermeister und erzaehle ihm, was ich von dem ganzen Getue halte. Und ich bin nicht sehr hoeflich. Nein, ich bin sehr direkt und politisch unkorrekt. Wenn bei uns tuerkische Dealer rumhaengen, dann sage ich auch dass es Tuerken sind. Bei uns sind es Tuerken. Genauer Kurden. Noch genauer? Auf Anfrage.

  169. @colorcraze
    Es ist mir völlig...

    @colorcraze
    Es ist mir völlig klar, ein Schock kann tödlich enden. Aber ich war wenigstens nicht schwanger. Bei einem Fall von Mobbing gegen eine werdende Mutter versuchte ich den verantwortlichen Direktor einzuschalten. Der fühlte sich noch nicht einmal verpflichtet, aus ethischen Gründen einzugreifen, geschweige den aus rechtlichen.
    .
    Anderen Mitarbeitern wurden Disziplinarverfahren angehängt. Bei mir kamen sie da nicht weit. Den Leuten, die rechte, linke und was-auch-immer E-Mails unter meiner PC-Adresse verschickten, machte ich per E-Mail klar, dass ich als ehemaliger System-Ingenieur von Computern genug verstehe, als dass man mich mit irgendeinem Schrott erpressen könnte.
    .
    Ich hatte gute Gründe anzunehmen, dass mein Büro abgehört wurde. (Um mich zu warnen, ließ mir der General Direktor die Rechnung dafür zuspielen. Wenn ich mich recht erinnere, kostete die Anlage 80.000 Euro). Eines Morgens kam eine Person schwarzer Hautfarbe herein und fragte nach Zucker. Morgens bin ich nicht sehr fit. Ich kapierte nicht, was das soll, und dachte, der Mann sei Diabetiker. ‘Nein’ antwortete ich, „Zucker hab ich nicht, aber wollen sie ein bisschen Traubenzucker?’ Aus seiner Reaktion schloss ich, dass das nicht der (Trauben)zucker war, den er erwartet hatte. Es traute sich aber keiner, das abgehörte Gespräch als Beweis dafür zu benutzen, dass ich in meinem Büro mit Drogen handele.
    .
    @Foersterliesel
    Attraktivität kann auch komische Effekte haben. Als ich in Tübingen Mathematik studierte, hielt ich einmal einen Proseminarvortrag. Dazu stand ich an der Tafel und schrieb Formeln auf, und als ich mich umdrehte, sah ich 20+ Männer, die mich mit einem Ausdruck anstarrten, dass ich sicher war, keiner war meinen linearen Gedanken gefolgt.

  170. Grenzgänger, ich habe bis...
    Grenzgänger, ich habe bis kurz nach 9 freigeschaltet, dann offline Antworten geschrieben, die abgeschickt, und dann erst gesehen, dass es schon wieder viele andere Kommentare gab, die ich dann freischaltete. So erklärt sich das Ungemach.

  171. Danke Herr Alphonso, für die...
    Danke Herr Alphonso, für die Aufklärung.

  172. Nitz, empfehle...
    Nitz, empfehle Pechtropfenexperiment.

  173. Der Tiger, das ist doch nett....
    Der Tiger, das ist doch nett. Wer will schon konkaves, wenn’s was konvexes gibt?

  174. Filou/05. Juni 2010, 00: Wer...
    Filou/05. Juni 2010, 00: Wer will schon konkaves, wenn’s was konvexes gibt?
    Meinen Sie es nicht andersrum, mon ami?
    Also, ich bevorzuge Bi-konkav….., was die Figur betrifft!
    .
    donna laura/01. Juni 2010, 14:04
    Es war Zufall!
    Und ueberreif? Nunja!
    56 Jahre und (k)ein bisschen weise. Gefuehlte 40!
    Komm gerade von einer Jam-Session aus Nice! War nett!
    Bon weekend a tous!

  175. @Lieber Don Alfonso, lieber...
    @Lieber Don Alfonso, lieber Filou,
    Die Nachbarn haben vielleicht schon resigniert? Sie nicht, bitte!
    In einer anderen miesen Stadt am Rhein habe ich mit Anwohnern eine Leserbrief-
    aktion organisiert. Als das für uns zu wenig brachte, sind wir im Pulk zum Ober-
    bürgermeister mit unseren Steuerbescheiden. Das war ein Batzen Geld. Als einige drohten, ihre bisherige Wohnung als Zweitwohnung anzumelden und den Hauptwohnsitz zu verlegen und dort die Steuerpflicht zu leisten, wurde der Herr hellhörig.
    In einer anderen Stadt „terrorisierte“ ich die entsprechenden Verantwortlichen
    mit Anzeigen gegen Unbekannt und Dienstaufsichtsbeschwerden. In diesem Bürokratensumpf muss man die mit ihren eigenen Usancen behämmern.
    Mit der Zeit fällt mir noch mehr ein. Geduld!
    >
    Super, Filou, weiter so nicht nur zum eigenen Wohl, sonderm dem aller!

  176. Ich entwickele mich trotz...
    Ich entwickele mich trotz seiner Adelsfeindlichkeit und der ständigen Wiederholungen (In Ingolstadt saufense vor meinem Haus, Torte is lecker besonders wenn sie von hinter der Grenze kommt und nen bekloppten Namen hat, Oh ick hab ne neue Silberkanne bei Ebay ersteigert) sehr langsam zum Don-Fan, besonders wenn es um kirchengeschichtliche Themen geht und lese daher immer öfter hier mit, auch im Kommentarbereich.
    Dieses Geschreibsel in Sachen ESA, Mobbing und „Ich könnte jederzeit Bill Clinton UND Pol Pot hochgehen lassen“ jedoch hier im Kommentarbereich – das ist so dermassen peinlich und mitleidsheischend….bitte, Don, tun Sie was.

  177. @Lieber Filou,
    gut angekommen?...

    @Lieber Filou,
    gut angekommen? Ich denke, Sie haben genug Vorrat Sainte Marie. Wie gehts der Braut? Die Sonne scheint endlich bei Ihnen. Heute verfolgte ich die Wettertafel in der DW speziell. Hier herrschen zur Zeit 32+ Grad. Auch nicht unbedingt sehr erträglich. Aber St.Tequila, mein Schutzpatron, steht bei mir mir bei. Ich schicke Ihnen ein freundliches „Salud“ und „Hick“ pro Schluck und wenn es geht auch zwei.

  178. @Foersterliesel
    Seien Sie für...

    @Foersterliesel
    Seien Sie für Ihre Antwort herzlich bedankt!
    Ich muss dringend in die Strozzigasse als Stützpunkt für die Aktualisierung meiner Erinnerungen. Nächstes Jahr sinds 50 Jahre meines sehr romantischen Semesters in Ihrer Heimatstadt. Sie machen mich neugierig, oder bin ich ein hoffnungsloser Tagundnachttraumtänzer? Wann finden die Festwochen statt?

  179. Moin,
    auch köstlich Herr...

    Moin,
    auch köstlich Herr Filou, am Morgen so einen netten Humor zu lesen!

  180. Sehr geehrter Don, Herzlichen...
    Sehr geehrter Don, Herzlichen Glückwunsch zur Seite 15 im lokalen Qualitätsblatt.

  181. Danke, ich weiss schon, warum...
    Danke, ich weiss schon, warum ich an den Tegernsee geflohen bin. Gerade heute. War es schlimm? Ich glaube, ich habe viel Böses über die Stadt gesagt.

  182. Ist das Phänomen vielleicht...
    Ist das Phänomen vielleicht eine Begleiterscheinung der demographischen Entwicklung: Überalterung und Kinderlosigkeit?
    Sind unter den Partymachern vielleicht aucht 40- bis 60jährige Singles in der Drittpubertät?

  183. Werter Nitz,
    das mit dem...

    Werter Nitz,
    das mit dem Mitleid heischen, scheint mir viele Seiten zu haben. Auffällig in
    wie vielen Eigenschaftskombinationen es hier auftritt.

  184. Don Alphonso@:
    Nein, Sie...

    Don Alphonso@:
    Nein, Sie haben nicht sehr viel Böses über Ihre Stadt ausgedrückt.
    Die staatstragenden Kräfte, Parteien gleich welcher Couleur, sind überall anzufinden. Mit ihrer aufs Durchschnittliche bezogenen Intelligenz hoch zufrieden.
    Sie zeitigen von Flens. bis Pass. die gleichen Ergebnisse: Fussgängerzonen mit Sichtbetonpflanzschmuckelementen, launige Strassenfeste, Verödung ganzer Innenstadtbereiche zugunsten schwachsinniger, dumpfbackiger Outlet-Center, Bau-u. SB-Märkte. Dies alles ohne abzusehendem Ende, die Ver-Disney-Land-isierung unserer Städte schreitet weiter gnadenlos voran. Der Katalog ist, wie die Richter-Skala, nach oben offen.
    So war´s früher:
    Siehe, da sitzet Silen bei der wohlgebildeten Nymphe.
    Gern entleert er den Krug, was er schon öfters getan. (W. Busch)
    Nitz@: Auch Tigerinnen haben ihre Zeiten um Wunden lecken zu dürfen. Die Zeiten sind hart. Sie können´s ja überlesen. Ausserdem ist der Vorgang als Akt der Metempsychose sehr interessant: Die Wiedergeburt einer mathematisch hochbegabten Systemingenieurin als Tigerin. Aus mir ist z. B. a oafacha Ziegelstoa woadn. So geht´s halt im realen Läbn.
    Und wenn ich Ihnen sagen würde, wozu ich sonst fähig gewesen wäre…Abgewunken.

  185. In der Tat steht man als...
    In der Tat steht man als Neofeudalist hier vor einem Dilemma.
    .
    Welche Art von Unterschichtenmanagement ist hier nun das richtig?
    Mehr Ordnung tut not, aber auch die Kaufkraft muß ja irgendwie abgeschöpft werden.
    Deren Arbeitskraft brauchen wir nicht, Dienstboten haben wir nicht, dann sorgen wir halt für ein bißchen Rummel.

  186. HansMeier555@: Habe lange...
    HansMeier555@: Habe lange gegrübelt über Ihre Einlassung zu dem Bild des reihernden Panthers: Sie haben recht und wie!
    Par example: Vor allem die politische Elite an ihren Sesseln. Die Loslösung davon geschieht unter Schmerzen, stöhnend und ächzend vor laufender Kamera.
    Saludos amigos, in vino veritas.

  187. HansMeier555,
    mit Sicherheit,...

    HansMeier555,
    mit Sicherheit, nur erwarten „die Märkte“, daß sie dieses Verlangen in den
    dafür geschaffenen Destinationen ausleben. Da bleiben für die hiesige
    Empörung eben nur wieder die bildungsfernen Unterschichten übrig.
    Das hilft auch diesen Singles, die sich dann über „römische Dekadenz“
    beklagen können (Win-Win Situation).

  188. ... nur das lenkt von der...
    … nur das lenkt von der Frage ab, die m.E. D.A. gestellt hat: wie geht man vor
    dem Hintergrund einer Westviertelerziehung damit um?

  189. @HansMeier555: Es ist...
    @HansMeier555: Es ist vielleicht auch einfach die Abstinenz. Stellen Sie sich vor, der Don bringt einen Kasten Bier mit runter und setzt sich zu den Leuten und fachsimpelt mit denen übers Bloggen und Downloaden… alles wäre anders. – Aber stellen Sie sich vor, der Don kommt mit seiner Teekanne runter und erläutert die Situation seiner Immobilie… das würde überhaupt nicht gutgehen.

  190. Gibt es diese kleine dumme...
    Gibt es diese kleine dumme Stadt – es soll wohl Ingolstadt sein – überhaupt? – Ich kenne einen Architekten, der hat den gesamten ersten Stock seiner Landvilla in eine riesige Landschaft verwandelt, mit tausend Häuschen, Schluchten, Kleingärten und Straßen und natürlich Gleisen 1:87. Unter dem Hausberg seines Städtchens schlummerten fast 200 Loks und ein Vielfaches an Wagenmaterial. Aber er hat nicht bloß im einschlägigen Einzelhandel gekauft, sondern sehr viele Sachen mit höchster Professinalität selbst gebaut. Sein letztes Wunderwerk war ein Mann mit Sense, der auf irgendeiner Wiese stand und Gras mähte. Der Mann (Maßstab 1:87) schwang seine Sense tatsächlich unermüdlich, angetrieben von einem kleinen Elektromotor tief unter der Grasnarbe. Das alles war aber noch 20. Jahrhundert. – Heutzutage setzt man sich wahrscheinlich eher an den Computer und bastelt ein Avatare, die sich in einer Cyberwelt bewegen und täglich passiert was neues. So stelle ich mir die Modelleisenbahner des 21. Jahrhunderts vor. Dons Haus hätte es im letzten Jahrhundert aus bestem Kunststoff auch von Kibri et al. geben können. Heute könnte man es einfach scannen und es probehalber mal den Vandalen überlassen. Ein Klick und es steht wieder makellos dar. – Ich glaube Ingolstadt gibt es nur virtuell…

  191. Das Grundproblem ist nicht das...
    Das Grundproblem ist nicht das des jungen Säufers. Denn hat es schon immer gegeben. Und ich gehörte dazu und habe deswegen keinerlei schlechtes Gewissen. Der wesentliche Unterschied ist die Zulassung des, nennen wir es mal Unflätigen, an öffentlichen Plätzen. Hier sollte die Legislative und Exekutive einschreiten. Geschieht dies Unflätige dagegen im Privaten oder Abgesperrten, sollte ein jeder ein Auge zudrücken. Es fördert den Charakter der Jugend glauben Sie mir.

  192. specialmarke 13:04
    Bingo, hab...

    specialmarke 13:04
    Bingo, hab ich mal in abgewandelter Form ausprobiert. Meine Begleitung und
    ich waren schnell allein.

  193. ErnstWilhelm, daheom kann...
    ErnstWilhelm, daheom kann jeder tun, was er will. Noch nicht mal in der Kneipe wäre es ein Problem – das Problem ist, was danach kommt.
    .
    specialmarke, ich bin mitunter übertrieben nett zu dieser Stadt, insofern ist sie wirklich virtuell in meiner Vorstellung. Ich verlasse dort auch die Altstadt so selten wie möglich, und über die Donau zieht man bei uns ohnehin nicht. Dazu kommt, dass meine Geschichten von Bewohnern dieses Ortes bevölkert sind – aber das ist in der Stadt die Minderheit, 2/3 sind in den letzten 2, 3 Generationen zugezogen, also gar keine echten Stadtbewohner, sondern, gemessen an meinen Vorstellungen, fahrendes Volk.

  194. minna, da gibt es eigentlich...
    minna, da gibt es eigentlich keine „richtige“ Antwort. Da kann man eigentlich auch fragen, wie man sich im Schützengraben rücksichtsvoll benimmt, oder beim CSU-Kreistag mit geschlossenem Munde isst. Manches geht einfach nicht.
    .
    Thema Unterschichtenmanagement: Diese „Unterschicht“ schwappt nur in einem gewissen Alter hoch; nenen wir sie mal sexuellangespannte und unerfüllte junge Männer mit überzogenem Selbstwertgefühl und der Ansicht, es sei eine tolle Sache, sich volllaufen zu lassen. Es geht also eher um eine sozial nicht definierbare Gruppe.

  195. @Don
    Dann löst sich das...

    @Don
    Dann löst sich das Problem vielleicht biologisch-demographisch?

  196. Nitz, ich versuche da eine...
    Nitz, ich versuche da eine Balance zu wahren – wenn es über die Stränge schlägt, schalte ich es nicht frei, aber ansonsten kann man es auch ignorieren. Mein Problem ist, dass ich, wenn ich einmal mit sowas anfange, sofort wieder gefragt werde, warum ich denen und jenen nicht auch rausschmeisse. Und darauf habe ich keine besondere Lust. Dass mir eine stets zeiführende Debatte mit klugen, geistreichen Abweichungen lieber wäre, will ich gar nicht bestreiten, aber auch da kann ich nur sagen, dass es mein Geschmack ist, und der ist nicht bindend.
    .
    JorgeLoma, die einzige Möglichkeit, die ich sehe, wäre eine genau Überwachung der Wirte, und denen dann die Hölle heiss machen. Ich verstehe ohnehin nicht, wieso die einen Reibach machen, und ich den Dreck habe. Man muss das Verhältnis umdrehen. Wirte, die Betrunkene immer noch abfüllen, müsste man existenzbedrohend bestrafen.

  197. Werter Don, aus eigener...
    Werter Don, aus eigener Erfahrung ist das nichts neues für mich, daß man hier in Bayern zum fahrenden Volk oder Gesindel gezählt wird, wenn man erst 20 Jahre und nicht seit mehreren Generationen im Ort lebt. Da bleibt für Unsereinen ja nun wirklich nichts anderes übrig, als die Einheimischen zu vertreiben. Sollen die doch auf dem Schwarzhorn („der exklusivste Ort der Welt“) ihr Neu-Ingolstadt gründen. Aber ich wette, Sie werden auch dort wieder Ihr Geschleaf kriegen. – Und Ihr Bürgermeister wird bei Ihren anhaltenden Klagen vielleicht vermuten, daß sie beratungsresistent sind.

  198. @Plindos
    Vielen Dank für Ihre...

    @Plindos
    Vielen Dank für Ihre charmante Verteidigung. Ich kann Sie allerdings beruhigen, mit Wunden lecken war ich heute nicht beschäftigt, sondern mit der niederländischen Einwanderungszeremonie meiner Tochter. Der Delfter Bürgermeister mit Goldkette hielt eine Rede und betonte die liberalen Grundsätze der holländischen Gesellschaft (keine Diskriminierung, Redefreiheit etc.).
    Im Übrigen war ich schon als Systemingenieur ein Tiger. Als solcher habe ich seinerzeit gegen das Ingenieurestablishment unserer Firma dafür gekämpft, das veralterte fixed memory allocation system auf einer Perkin-Elmer mit dem virtuellen Gedächtnis auf einer DEC/VAX zu ersetzten. Als Ergebnis der Auseinandersetzung wurde mein direkter Vorgesetzter versetzt, der eine Stufe darüber verlies die Firma freiwillig und ich bekam in der nächsten Runde die höchste Gehaltserhöhung aller circa 80 Ingenieure.

  199. Der Tiger@: Dont mentioned it....
    Der Tiger@: Dont mentioned it. Früher hiess es:Seefahrt tut not“ gilt da für unsere ruhmreiche Gegenwart analog „Raumfahrt tut not“? Das kostet eine Unmege Kohle, was gibts dafür auf der Ertragsseite? Den Mond von hinten ansehen oder wie oder was? Keppler konnte seine Ellipsen auch ohne entwickeln.
    Wann i bsuffa bin und hinta meiner Maß aufn Mond aufi schaug, do werd i scho a wengerl sentimental…..ja mei auss is!

  200. Lieber Tiger,
    wenn das so ist,...

    Lieber Tiger,
    wenn das so ist, versteh‘ allerdings, dass Sie gemobbt wurden.

  201. @"Tiger": Alle Achtung, denen...
    @“Tiger“: Alle Achtung, denen haben Sie´s aber gezeigt! Und die Studis damals, die haben Sie noch heute als Pin-up im Spind/Bildschirmhintergrund. Und dann noch der Kampf gegen Psychater, Bill Clinton, alle deutsche Politiker (die vor Ihnen „zittern“), Mobbing und Abhöraffairen, wo bleibt eigentlich die Fassaden-Abseilaktion und die Kung-Fu-und-Pistole-im-Kugelschreiber-Szene? Sie sind mir aber echt so ein Querdenker, nein: QuerdenkerIN, promoviert (hatten Sie das eigentlich schon erwähnt), weitgereist und auch heute noch denen da oben den Marsch blasend/die Leviten lesend/wennse wollten, dann würdense denen.
    Geben Sie´s zu – Sie sind Inge Meysel!

  202. @Plindos
    Da haben Sie aber ein...

    @Plindos
    Da haben Sie aber ein Thema angeschnitten! Die Raumfahrtpolitik müßte nämlich mal ernsthaft neu durchdacht werden. Im Laufe der letzten vierzig Jahren hat sich herausgestellt, dass das für uns theoretisch erreichbare Weltall für den Menschen absolute unwirtlich ist. Die Anhänger der bemannten Raumfahrt wollen sich diese Tatsache aber nicht eingestehen und glauben immer noch daran, dass es das ultimative Ziel unsere Menschheit sei, Menschen zum Mars zu schicken. Das ist aber nicht nur der Entfernung wegen (9 Monate Flug), sondern insbesondere auf Grund der Strahlung auf dem roten Planeten einem Astronauten gegenüber ausgesprochen verantwortungslos und wissenschaftlich wenig sinnvoll.
    .
    Wenn man aufhört einem nicht zu realisierenden Traum nachzuhängen, kann man sich auf das konzentrieren was sinnvoll bleibt: Raketen und Satelliten mit Geräten und Instrumenten für Kommunikation, Erdbeobachtung und andere wissenschaftliche Zwecke.

  203. Die Kneipenwirte welche auf...
    Die Kneipenwirte welche auf Kosten ihrer Umgebung ihr Geld verdienen.
    .
    Tja, bei einer Buergerversammlung benutzte ich dasselbe Argument. Ich war sehr erstaunt, dass meine Mitleidenden garnichts, wirklich nichts, damit anfangen konnten (Wir bezahlen mit unseren Nerven und unserem Schlafdefizit den Gewinn dieses…
    …es folgte eine wueste Beschreibung. Unwiederholbar. War meine beste Schimpfleistung seit Jahren)

  204. @ Der Tiger :
    Aber aber, die...

    @ Der Tiger :
    Aber aber, die Amis waren doch auf dem Mond. Die hatten nur Alufolie um ihr Shuttel gewickelt. Wenn das reciht, na was kann denn dann heute schon passieren ?
    (Ironieanteile sollten wegen eventuellen Allergien beim Verzehr berücksichtigt werden).

  205. Zum Mars fliegen geht nicht,...
    Zum Mars fliegen geht nicht, dann fliegen wir halt zu den Engelx.

  206. Tiger@:Sie haben aber wohl...
    Tiger@:Sie haben aber wohl auch kein fettes Napferl ausgelassen, wie konnten Sie in einer solchenen Mannsbilderdomäne (Futtertröglein, angestammtes) nur so leichtsinnig rumballern, rumwildern? Das ist, mit Verlaub, unverzeihlich, zumindest in Ihrer allernächsten Umgebung. Emanzipifiaktion oder wie das heisst hin und her. Ja wo samma denn?
    Nitzey@: Lebt die Inge Meysel noch?
    Gsoffn hama, ois so Burschen wiar i! Passt scho, zum Blog.

  207. Dons Zeilen wecken bei mir...
    Dons Zeilen wecken bei mir Erinnerungen an Bob Marley, von dem ich meine zu wissen, dass er es war, der gesagt hat, dass Gott das Haschisch in der Schöpfung vorgesehen hat „extra für den Mann“, um ihn durch mässigen Konsum dieses Krauts von etwas zu befreien, was Thomas Mann im Zauberberg wohl – wenn auch in etwas anderem Zusammenhang – „abendländisches Aktivitätskommando“ genannt hat. Wir meinen hier: Tagsüber viel leisten, durchaus selbstentfremdet (teilweise fast ohne zu wissen, was man eigentlich macht, wohin das eigene Lebensschiff steuert, wie es sich zur eigenen Zeit und den Peers stellt, etc.) – und abendliches Trinken „als Ausgleich“ dazu.
    .
    Die genannte Vorstellung bzgl. des Haschisch finden wir, eben ergänzend, schon seit einiger Zeit ganz interessant (nein, wir nehmen nichts!). „Mann-Sein quasi als ein Zustand, welcher per se defizitär ist/wäre, und durch ein vorfindliches Kraut zu heilen“. Das natürlich falsch:
    .
    Wenn genannte Kulturaussage aber bekannter wäre, würden (sicher auch mit einer gewissen Naivität gehofft) vielleicht ein paar Leute weniger sich so häufig vollaufen lassen. Sondern öfters wieder „auch mal so“ zusammensitzen. (Vielleicht sogar so, als hätteen sie ein Pfeifchen geraucht. Bloß hätten, nicht mehr!)
    .
    (Ja, wir wissen, auch bei Haschisch ist es wie bei Alkohol: Ein qualifizierte Minderheit kann nicht kontrolliert genießen. Wird/ist süchtig, sehr schnell. Mit allen Folgen. Daher legalisert unsere Gesellschaft zu Recht keine weitere Droge.)

  208. @Nitzey
    Ich hätte es etwas...

    @Nitzey
    Ich hätte es etwas anders formuliert.
    Es ist in der Tat verwirrend, dass hier brillante progressive kritische Intelligenz zusammentrifft mit weiblichen Reizen in einer Männergesellschaft unter sich.
    >
    @Der Tiger: Nur Männer, sonst keine Frau als Blickableiter? Der Personalchef, der Sie eingestellt hat, hätte es wissen müssen, dass es unter diesen Voraussetzungen zum Eklat kommen musste. Ich als Mann habe unter lauter bewegten Frauen zufälligerweise Glück, andere müssen Ihr Schicksal tragen.
    Aber auch bei gewissen Männertypen. Normalerweise haben es Minoritäten im täglichen Herdenleben schwer, ob so oder so.
    Hätten Sie, wenn Sie ohnehin schon derartige frühe Erfahrungen gemacht haben, Ihr berufliches Glück nicht besser als Publizistin oder Beraterin gemacht? Es ist noch nicht aller Tage Abend.
    >
    Zum Traum. Derartige Träume sind so alt wie die Menschheit: Prometheus, Ikaros, Atlantis, Fausts Homunculus: in allen Variationen – egal mit welchen Begründungen. Den Damen und Herren Ingenieuren sei empfohlen, ihr angebliches Realitätsbewusstein zu überdenken. Balthasar Neumann und Leonardo das Vinci haben diesen Klimmzug geschafft. Einstein war zwar kein beosnders guter Geiger, aber eben auch (!) Geiger. Gerade Mathematiker können u.a. gute Cellisten sein. Und überhaupt: Von der Antike bis zur Renaissance, auch Hildegard von Bingen, wusste man um die Zusammenhänge.
    Schreiben Sie doch ein Buch (siehe Ihren Blog v. 05.06., 18:23) über Probleme und Visionen der Astronautik als Menschheitstraum. Realität und Utopie. Ein komplexes Thema, bei dem Ihnen sicher gern mancher helfen wird. Plindos?

  209. @perfekt57!:"abendländisches...
    @perfekt57!:“abendländisches Aktivitätskommando“ – sehr schönes Wort, werde ich mir merken. Kann man in „Stützen der Gesellschaft“ vor der letzten Verzweiflung sicher immer wieder einflechten. Ich sollte den „Zauberberg“ mal wieder lesen. Diese Vor-Weltuntergangsstimmung paßt gut in diese Zeit. Habe gerade gestern im Radio gehört, die Soziologen würden sich neuerdings mit der Krise des Kapitalismus befassen. Alle versuchen sich und ihren Besitzstand zu retten, wie unser Don, der um seine AAA-Lage fürchtet. Es ist ein großes Thema, das uns noch beschäftigen wird. Die Soziologen wissen auch nicht wie es weitergeht, was mich nicht überrascht. Insofern befindet sich unser Don in bester Gesellschaft. Leisten wir sie ihm weiterhin, die gute Gesellschaft…

  210. Lieber perfekt!57, ach ja, und...
    Lieber perfekt!57, ach ja, und Dein Pfeifchen, reich es dem Don mal rüber…

  211. @ Don Alphonso : Sie haben...
    @ Don Alphonso : Sie haben weder ein intellektuelles Problem, noch das Problem, daß Ihnen das Verständniss oder die Unterstützung fehlten.
    Es ist ein rein soziales Problem. Junge Männer haben keine Familie, im Job keine Kontinuität und wissen meist nicht wo sie in 12 Monaten (jobbedingt) wohnen werden.
    Die Situation bedingt eine Entfremdung zur Gesellschaft und eine Spontananfreundung mit „Gleichen“. Die Umgebung wechselt und wird bestenfalls als Kulisse wahrgenommen. Das dort auch Menschen leben, hat keinen inhaltlichen Wert.
    Die Politik ist ja ansich froh, wenn die Betroffenen sich zulaufen lassen und nur Krach machen. So unterbleiben Bewegungen auf die eine Politik eingehen müsste. Die Vermeidung jeglicher Anteilnahme der Politk am Gesellschaftsleben ist ja gerade die Freiheit auf beiden Seiten.
    Wochenendfeierer können zu Recht die Ignoranz als Berechtigung ins Feld führen.
    Politik zückt die „nicht erreichbar“ Karte und zieht sich auf die „politischen Menschen“ oder schlicht Wähler zurück.
    Warum soll Fr.Merkel Zeit und Arbeit in Menschen investieren die sie in 100 Jahren nicht wählen werden (und auch keine/n andere/n).
    Stadtpolitik ist genauso, nur mit kurzen Wegen.
    Polizei und Bürgerselbsthilfe führt direkt zur Konfrontation und zu erheblichen Schäden an der Stadt (für die einen) und Kulisse (für die anderen).
    Die heimatlosen, inhaltslosen poor Worker in Deutschland haben ein Auskommen mit dem Einkommen, sie haben nur keine geistige Heimat.

  212. Vielleicht würde es ja was...
    Vielleicht würde es ja was bringen, wenn wenn die Leute weniger trinken und lieber mehr kiffen würden.
    Oder mehr Zeit mit der Freundin verbringen.

  213. @Jorge Loma: Welchen...
    @Jorge Loma: Welchen herrvorragenden Wein trinken Sie gerade…? – Ich würde gern ein paar Kistchen bestellen…

  214. JorgeLoma@:Ihren Beitrag finde...
    JorgeLoma@:Ihren Beitrag finde ich ausgesprochen sympathisch und anregend, wie es überhaupt in diesem virtuellen Raum meistens sehr locker und meistens fair zugeht. Wollte eigentlich keine Benotung abgeben, aberst nu isses raus.
    Nein, bin kein Sanitäter auch kein Traumdeuter, scho recht, a wengerl a Frverst.
    Bei Balthasar Neumann weiss ich nicht worauf Sie hinaus wollen, etwa weil er u. a. Oberst d. Artillerie war oder ehemals Geschützgiessergeselle? L. da Vinci war ja auch nicht so ohne, wer seine Skizzen zu funktionablen Kriegsmaschinen kennt oder seine Anleitungen zur Befestigungstechnik (regte Monsieur Graf Marc Montalembert (1714 – 1800 zur Ablösung der Methode Vauban an, Neupreussische Manier) der versteht das maliziöse Lächeln der Mona lisa womöglich?
    Darauf einen Dujardin, après…..was weiss ich?
    perfekt!57@: Was halten Sie von einer Siesta in der Art von Saana (Jemen) in so einem herrlichen Lehmhochhaus (8. Stock links klingeln) die Backen voll Quat, Al Quaida vergessend? Wo die doch von Mohammed Alc-Verbot verordnet bekamen, man musste sich anderweitig mit Stöffchen versorgen.
    HansMeier555@: Wie würde denn Ihr Neofeudalismus aussehen, bzw. wie fundiert?

  215. Ich finde es ziemlich...
    Ich finde es ziemlich erstaunlich, daß man jemanden ob Frau oder Mann
    empfiehlt lieber eine Ausbildung und Beruf zu wählen (der ja zum Teil des
    eigenen Lebens und Idendität wird), für den man möglicherweise nur eine
    mittelmäßige Eignung mitbringt – und den entsprechenden Aussichten, nur um die soziale Balance nicht zu stören auch dann, wenn die eigentliche Begabung früh
    erkennbar ist.
    So wird Mittelmäßigkeit gezüchtet.

  216. lieber Jorge Loma,
    die Wiener...

    lieber Jorge Loma,
    die Wiener Festwochen sind gerade jetzt http: //www.festwochen.at/ , im Frühsommer ist es in und um Wien auch am schönsten, alles blüht und duftet und es ist noch nicht so heiß. Der dichtverbaute 8.Bezirk bekommt einen zusätzlichen kleinen Park, der Garten des Palais Strozzi (jetzt Finanzamt) wird für die Allgemeinheit geöffnet. Ich selbst konfrontiere mich nicht gern mit Orten, an denen ich vor langer Zeit gelebt habe. Allerdings: der 8. Bezirk hat sich tatsächlich am wenigsten verändert.

  217. <p>HansMeier555, oder mal...
    HansMeier555, oder mal wieder rausgehen.
    .

    .
    Holly01, in meiner Heimatregion gibt es für jeden, der will, eine Arbeit, und meistens ist sie auch gar nicht schlecht bezahlt. Die Region schwimmt in Geld. Das Arbeitsamt sucht Leute. Die Sozialbauten sehen besser aus als der durchschnittliche Neubau in Davos. Es müsste einfach nicht sein, es gibt auch keine soziale Erklärung. Nicht bei uns.

  218. @Plindos
    Ausgehend vom...

    @Plindos
    Ausgehend vom Beitragsthema würde ich es so beschreiben: Feudalismus bedeutet, daß zwischen Herren und Knechten eine persönliche Abhängigkeit besteht, die langfristig angelegt ist und starke Erwaltungshaltungen hervorbringt.
    Auch wenn der Knecht nichts zu tun hat und faulenzen kann, tut er das lieber dezent — schon alleine, um nicht wieder eine schwere Arbeit aufgehalst zu bekommen.
    Feudalismus meint: Vertikale Integration. Die armen Leute verwahrlosen nicht, weil sie beim großen Herren ihr Brot verdienen (wollen) und dieser stets darauf achtet, dass in die Kirche und zur Beichte gehen und die Fingernägel geputzt sind. Wer beim Radaumachen gesehen wird, dessen Eltern, Kinder, Geschwister und Schwiegergeschwister erleiden einen Prestigeverlust.
    Und natürlich steht auch die Schenke nur dort, wo der Herr es erträgt: An der Poststation oder am Bahnhof, für das fahrende Volk weitab von dem Ort, wo Leute wohnen.
    .
    Die Formel heißt: Nicht Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, sondern:
    .
    Zuwendung, Distinktion und Gnade.

  219. Das Fahrrad da hat ja gar...
    Das Fahrrad da hat ja gar keine Bierdosenhalterung. Also, das täte ich als Jung-Ingolstadter auf jeden Fall ablehnen…

  220. Nabend,
    der Don raucht nicht,...

    Nabend,
    der Don raucht nicht, trinkt nicht (mehr) und lebt vegetarisch…
    womit könnte er noch aufhören?
    Grund für das nahezu komatöse Saufen von jungen Männern, auch in Westvierteln, ist Gender.
    Nebenbei: Unter der Beschlussvorlage 12267 wird gegenwärtig angeblich im Europarat auch darüber beraten, ob das Wort Mutter womöglich sexistisch ist.
    Klasse ,klasse jetzt mit dem Fahrrad da ,wo Sie es abgelichtet haben..

  221. lieber Grimaldeli, grosses...
    lieber Grimaldeli, grosses pardon – dann möchte ich mich bei ihnen in aller form für die unterstellte intensität der reife entschuldigen.
    54 ist ein hervorragender jahrgang, den sie mit rainald goetz gemeinsam haben: ‚herzton‘ intensiv, süffig im abgang.
    .
    leider kann man sich ob der äusserungen auch täuschen: ab 45 wirken männer manchmal älter als sie sind, und das nur, wenn + weil man sie reden hört (dies kann ich nicht mehr, ab jetzt tue ich nur noch das, jenes zwickt, ich muss abnehmen etc. – oh seufz! das mag ja alles ein, aber: ). vielleicht ist es nicht schlecht, wenn eine jüngere frau als marketingsub/objekt dies mal anmerkt (schliesslich frage ich auch nicht, ob ich (bei einem BMI von 19,xx) zu dick sei).
    .
    lieber Don Alphonso, auch wenn sie nichts monierten: ich versuche demnächst, die seitenstränge etwas zurückzufahren. versprochen. äh. wenn es geht. okay?

  222. @Don
    Wenn man die Sache so...

    @Don
    Wenn man die Sache so betrachtet, dann wird endlich klar, warum zuviel Wohlstand auch nicht gut ist.
    Ein gesundes Maß an Pauperismus hat noch keiner Gesellschaft geschadet.

  223. @tiger: naja, ist halt die...
    @tiger: naja, ist halt die Frage, geht zuviel Knowhow verloren, wenn man die bemannte Raumfahrt mal für 50 Jahre oder so einstellt. Im Prinzip ist es immer besser, ein paar Nasen haben sich mal einen persönlichen Eindruck von der Beschaffenheit verschafft, als nur Sonden. Andernseits fände ich es wichtiger, Ausweichplaneten zu finden (möglichst erdähnlich), die man mit Pflanzen u.a. so impfen sollte, daß sie in vielleicht 1000 Jahren für Menschen bewohnbar sind. Um solche zu finden braucht man natürlich erstmal Sonden. Ansonsten gehts dann halt weiter wie bei Heinrich dem Seefahrer, nur längerfristig. Aber wie ächzten schon die alten Römer, die unter der Seekrankheit litten: „Navigare necesse est.“. Und ohne Auslegerboot wäre Australien seit 40.000 Jahren menschenleer geblieben. – Sich mehr aufs Planetensuchen zu verlegen hätte den Vorteil, daß man auch mehr über die Erde forschen muß. Ich finde ja immer, man sollte diese braunen Schleimbakterien, die mutmaßlich „das große Oxidationsereignis“ lange vor Aufkommen der Menschheit ausgelöst haben, zu züchten versuchen. Das wäre jedenfalls eine überzeugendere Lösung als CO2-Speicher, in denen Mensch und Viech erstickt.
    @minna: naja, ich bin nicht der Meinung, daß ein Studium einer Lehre in jedem Fall vorzuziehen ist. Gelernte Metzger machen bessere Wurst als Ernährungswissenschaftler.

  224. Werter Don,

    Sie leiden unter...
    Werter Don,
    Sie leiden unter einer dösigen Stadtverwaltung. Als Einwohner der Stadt mit der „längsten Theke der Welt“ schlage ich vor, die Verantwortlichen von Straßenreinigung und Ordnungsamt aus Ihrer dummen Stadt in meine – aus anderen Gründen – dummen Stadt zwecks Praktikum einzubestellen. Unsere Abfüllstationen in der Altstadt werden zu bestimmten Zeiten von Hundertschaften der Bereitschaftspolizei besiedelt. Wenn dann die Abgefüllten vermehrt auf- oder antreten, wird schnell selektiert. Abgefüllt und platt in den Notarztwagen, abgefüllt und aggressiv in die Grüne Minna und ab dafür. Gewisse Kreise, die früher Streit mit einzelnen Polizei-Zweierstreifen angefangen haben, sind angesichts der massiven Präsenz der Ordnungskräfte deutlich friedlicher geworden. Aus Internas der Ordnungsmacht weiß ich, dass sich einige Mitarbeiter freiwillig für diese Dienste melden, um frisch erworbene Kenntnisse vom Verprügeln praktisch auszuprobieren. Kürzlich gingen hier 160 Hansa-Rostock-Krakeeler in die Kiste.
    Sie sollten ihrer Stadtverwaltung verdeutlichen, dass sie das Problem der massenhaften Abfüllung nicht mit Mitteln der Manufaktur (inkl. Stadtteil-Sozialarbeiter ) löst, sondern nur mit industriellem Abfüll-Management. Wenn die Polizei bei uns die Problembären entsorgt hat, kommt gegen fünf Uhr die Stadtreinigung. Ein paar Wasserwerfer spülen Ecken und Ritzen der Wege aus, je eine große Kehrmaschine sammelt in der Mitte der Straße diesen Dreck. Sie sollten Ihre Stadtverwaltung dazu anhalten, Wege in den Abfüllbezirken zur Längsmitte hin abschüssig zu gestalten. Das erleichtert die Entsorgung. Dann sollte Ihre Stadtverwaltung Wege und Plätze mit Kopfsteinpflaster in betonierte oder asphaltierte Flächen verwandeln. Man kann auf Pflaster nicht richtig maschinell fegen und absaugen, weil die Fugen ausgewaschen werden. Also: diese Dinge sind heute technisch beherrschbar.
    Für die private Vorsorge empfehle ich – wie der Sarkozy auch – gewisse Hochdruckreiniger. Es ist ja nicht verboten, wenn Sie die Kotze auf dem Fußweg vor Ihrem Haus kärchern. Schneeschieben müssen Sie ja auch und Kotze kann auch glatt sein. Wenn Sie dann aus Versehen einen liegengebliebenen Abgefüllten mitreinigen … der wird Ihnen vielleicht noch dankbar sein.
    Deswegen: nicht verzagen. Wir haben für alle diese Dinge Geräte, Logistik und Reinigungszertifikate.
    gruß fb

  225. @Lieber Plindos,
    Sie haben...

    @Lieber Plindos,
    Sie haben feinfühlig wie so oft herausgehört, was ich umständlich ausdrücken wollte. Nachdem ich so manches Posting (s.o.) daraufhin gecheckt und mich selbst längere Zeit nach einem Standpunkt gefragt hatte, las ich Ihren Beitrag. Daher Ihre Erwähnung als Vorschlag, gentleman. Auch Sie wissen, was die Konzentration auf ein Projekt bedeutet: zeitweise Ablenkung, nicht Umlenkung.
    Man braucht dafür auch kein Frverst. etc. (bin ich auch nicht) dafür zu sein, maan braucht nur n lüttlütt beten Geduld und Zuspruch und zumindest einen guten Vorschlag. Manche Blogs hier in diesem Zusammenhang finde ich … bä.
    >
    Die Berufsbezeichnung des Architekten gibt es erst relativ kurze Zeit, die des Festungsbaumeisters/ Ingenieurs schon lange. An der Terminologie solls auch nicht liegen. An zumindest einer bekannten Universität ist nicht nur das Fach Architekturgeschichte abgeschafft, ebenso das freie Handzeichnen zu(un)gunsten gewisser Computerprogramme. Kunstgeschichtestudenten jüngerer Bauart wissen nicht einmal mehr, wer der Mann mit dem Schlüssel im Kirchenfenster ist. Assoziieren Sie zwanglos weiter, bitte!: Würzburger Residenz (Mittelbau), Pommersfelden … Das alles dient der Bereicherung des angeschnittenen Themas. Fast hättee ich vergessen, dass Bach seine Orgeln selbst stimmte und, wenns sein musste, reparierte – und beim Komponieren fast wie ein Mathematiker vorging.
    >
    @minna: Wer kennt nicht die Stimmen von treusorgenden Eltern, wenn es um die Berufswahl geht: „Kind, mach was Ans-tändiges“. Das Thema scheint überreizt, stellt sich aber ständig neu. Schauen Sie sich die out-burns aller Kategorien an.
    >
    @HansMeier555: Für mich z.B. sind Freiheit = Distinktion (frei nach Kant und M.Mendelssohn), Gleichheit und Brüderlichkeit = Zuwendung und Gnade. Um Ihre hohen Worte zu gebrauchen: Bitte, wo sind die Grenzen des Pauperismus Ihres Neo-Feudalismus, pater patriae? Sie erinnern mich in dieser Hinsicht an einen Blogger (MvB), der sich schon lange aus unserer Community zurückgezogen hat.
    Ansonsten finde ich Ihre Blitzeinwürfe oft genug amüsant (ohne Ironie).

  226. @donna laura
    Hat man die...

    @donna laura
    Hat man die Generation ab 45 nicht herangezüchtet? Raten Sie wer! Außerdem: Wie die mir, so ich ihr!
    Aktuell brisantes Thema, de veras?

  227. @Försterliesel
    Ja, so fließt...

    @Försterliesel
    Ja, so fließt das Gedächtnis hin. Was gabs in der Burg, was im Konzerthaus, was im Musikverein, was in der Oper, was im Josefstädter? Danke fürs Programm! Aber ich hörs lieber. Wenns Ihnen keine Mühe macht? Küss die Hand!
    Da ich in der Vorlesung hier nicht das Wesen und Wirken des Wiener Frühlings (hier gibts keinen solchen) nicht vermitteln kann, greife ich zu Neidharts Geschichte mit dem Veilchen. Das mögen die Kinderchen (20-22 Jahre alt).
    Als ich Nostalgiker letztes Jahr in Würzburg war, wars mir ganz komisch zumute. Aber manchmal kann ich nichts dafür.
    Sie klingen, als lebten Sie jetzt am Petersberg hoch über der Lichterstadt oder irgendwo im Wienerwald. Herzlichen Glückwunsch!

  228. @Grimaldeli - "Komm gerade von...
    @Grimaldeli – „Komm gerade von einer Jam-Session aus Nice! War nett!“ Das hört sich ja irgendwie jazzig an…
    .
    Habe gerade mal wieder etwas für mich neues entdeckt: den Pianisten Bobo Stenson. Irgendwie ist der bisher an mir vorüber gegangen. Zum Beipspiel das Album „Goodbye“ mit Anders Jormin (b) und Paul Motian (dr) ist schön, gestern habe ich mir beim Beck (einzige vernünftige Jazzabteilung hier in München) noch „War Orphans“ zugelegt mit Jon Christensen an den Drums.

  229. Jorge Loma,
    da ist man doch...

    Jorge Loma,
    da ist man doch gezwungen bei den Schichten fündig zu werden, die über
    weniger treusorgende Eltern verfügen.
    Vielleicht stößt man da wieder auf einen Kant oder Cusanus.

  230. Es war einmal ein ungestümer...
    Es war einmal ein ungestümer junger Mann, der in der Nacht Zigarettenautomaten aufschweißte, obwohl er nicht rauchte, aber das Diebesgut zu Geld machen wollte. Er schlug andere bei der kleinsten Provokation. Einbrüche, Diebstähle, Körperverletzungen … Ihm fehlte ein Lebensmodell – ein roter Faden. Seine Eltern, beide sehr fleissig, und Besitzer eines hübschen Hauses in einer kleinen Gemeinde am Rande einer größeren Stadt, scheiterten mit ihrer Erziehung. Ich nenne den jungen Mann hier Andreas, obwohl ich natürlich seinen richtigen Namen kenne. Eines Tages lernte Andreas einen guten Freund kennen, der sich gerade ein größeres Anwesen mit etwa 3000 qm bebauter Fläche gekauft hatte. Ich nenne ihn Torben. Nun, Torben hatte sich auch ein anderes Auto gekauft, sein alter – schicker – BMW stand noch in der Garage. Etwa 5000 DM sollte er noch kosten.
    .
    Andreas hatte sich sofort in den schwarzen BMW verliebt und fragte Torben, ob er den Wagen abarbeiten konnte, weil er handwerklich begabt sei und gerade gekündigt wurde, viel Zeit hatte. Torben willigte ein. Beide vereinbarten einen Stundenlohn, der vom Kaufpreis des Wagens abgezogen werden sollte. Andreas war sehr glücklich mit der Regelung und rackerte sich jede Woche zwischen 60 und 70 Stunden auf dem Anwesen von Torben ab. Mit ein paar kleinen Hängern ging das so über den ganzen Sommers 1997. Für sein Ziel, endlich in diesem schicken schwarzen BMW sitzen zu dürfen, vernachlässigte Andreas seine Freundin und seine – kriminelle – Dorf-Clique. Irgendwann war der BMW abgearbeitet und Andreas fuhr überglücklich davon – nicht ohne Stolz auf das geleistete und die sichtbaren Veränderungen am Anwesen von Torben…
    .
    Einige Jahre später besuchte er Torben wieder auf seinem Anwesen, um zu erzählen, dass er eine Umschulung gemacht hatte, mehrere teure Lehrgänge absolvierte, einen sehr gut bezahlten Job bekam, eine tolle Wohnung mit seiner Freundin bezog, und rundum glücklich mit seinem neuen Leben war. Mit funkelnden Augen und fast eindringlichen Worten sagte Andreas: „Wenn Du mir damals nicht die Chance auf ein anderes Leben gegeben hättest, säße ich heute garantiert im Knast. Du hast mich aus der Scheisse geholt, und dafür bin ich dir dankbar.“
    .
    Nun, Torben hatte dem ungestümen jungen Mann nicht nur eine Chance gegeben, er fand auch einen Zugang zu Andreas. Torben vermittelte Werte, sprach über gesellschaftliche Vorgänge, ihre Fehlentwicklungen und über Menschen wie Andreas, die noch ihren Weg finden müssen. Andreas hat seinen Weg gefunden ..
    .
    Aus dieser Geschichte habe ich gelernt: Harte Strafen sind nicht das einzige Patentrezept gegen kriminelles Gebaren. Lebende Vorbilder müssen her – Leuchttürme – und Perspektiven. Die Verrohung im Lande ist in hohem Maße der Verkommenheit und Konzeptlosigkeit unserer politischen Klasse geschuldet. Charakterschulen würden helfen, für Kriminelle und für Politiker. Die Gesellschaft muss schneller und effektiver auf Fehlentwicklungen reagieren – Grenzen setzen, Werte vermitteln und Perspektiven geben.
    .
    Joachim Gauck könnte solch ein Leuchtturm sein. Das Bübchen Wulff eher nicht.

  231. @ Don Alphonso : Dann bleibt...
    @ Don Alphonso : Dann bleibt ihnen nur die Eröffnung einer 24h Disco in unmittelbarer Nähe zum Privatanwesen des Bürgermeisters.
    Wuscht … wieder Wurscht.
    Wenn der nicht schlafen kann dann soll er bis drei zählen .. oder bis halb viere.

  232. @mawu / 06. Juni 2010,...
    @mawu / 06. Juni 2010, 07:47
    Ja, Sie haben richtig getippt, das war jazzig!
    Ihr Bobo Stenson ist mir auch gelaeufig, ebenso die anderen guten Leute aus dem hohen Norden: Terje Rypdal, Jan Garbarek.
    Ich hoere des oefteren hier rein:
    http://www.dr.dk/drnetradio/index.dr?evt=k&name=jazz
    Eine Internet-Station ohne Werbeunterbrechung!
    .
    Ich bin schon wieder auf dem Sprung!
    Das Meer ruft und es geht eine leichte Brise!
    Bon dimanche!

  233. HansMeier555@:Da versündigen...
    HansMeier555@:Da versündigen Sie sich aber schwersten gegen den „ZEITGEIST“ mein Bester, gerade die etablierten Faktionen mögen so etwas nicht, das ist bah, bah, bah! Selbst das hochgestimmte C in beiderlei Gestalt (Nord/Süd) ist dawider. Aber die These ist verfolgungswürdig, wie man es auch nimmt, hah! Früher nannte man das galoppierende Reaktion, da ist Vorsicht geboten.
    orgeLoma@ Zwegn dem schaut ja auch, wie schon erwähnt, das Gros der Bauten aus wie aus einer Maschine geplottet. Das Credo der BWL-Gstudierten tut noch ein übriges dazu: Das MUSS sich rechnen lassen. Ein Hoch auf das alte abendländische Bürgertum, zumindest bezüglich seines Ehrgeizes es dem Adel gleichzutun. Schätze übrigens, fast alle Personen von Stand führte 400 Jahre lang mindestens eine Kavalierstour nach bella Italia oder nach la douce France, ein Paar Semester, Hdbg, Tüb., Straßburg icnlusive. Ausserdem waren diese Typen mehr oder weniger polyglott.
    Gegen die Moderne ist im Prinzip nichts gegen zu sagen, es kommt auf den Esprit und die vielbeschworene „Kreativität“ an. Weniger wär halt mehr, gemeint ist der Ausstoss an Unberufenen von unseren Hochschulen, gleich welcher Fakultät.
    colorcraze@: Vor meinem Studium hatte ich zwei Gesellenbriefe erworben. Ob sich das auf die Qualität meiner „Würste“ ausgewirkt, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall stählte es für die den alltäglichen „darwinistischen “ Überlebenskampf.

  234. @Plindos
    Mir scheint, der...

    @Plindos
    Mir scheint, der Zeitgeist schreit geradezu nach feudalen Verhältnissen, nur will er es sich noch nicht so recht eingestehen.
    .
    Mehr Feudalismus wagen!

  235. Guten Abend,
    Mawu, dann...

    Guten Abend,
    Mawu, dann interessier Sie bestimmt auch EST. Esbjörn Svensson Trio.

  236. @Grenzgänger
    06. Juni 2010,...

    @Grenzgänger
    06. Juni 2010, 22:15
    Das Esbjoern Svensson Trio war super! Aber ich glaub, die gibts nicht mehr. Ich meine gehoert zu haben, dass einer von den Dreien verstorben ist.

  237. Grimaldeli, da haben Sie...
    Grimaldeli, da haben Sie leider recht, denn der Pianist Esbjörn Svensson ist beim Tauchen verunglückt.

  238. @Grenzgänger
    06. Juni 2010,...

    @Grenzgänger
    06. Juni 2010, 23:44
    Das wusste ich nicht.
    Ein gefaehrlicher Sport! Ein Freund von uns ist auch dabei verunglueckt!

  239. @specialmarke, 05.05.
    Ich bin...

    @specialmarke, 05.05.
    Ich bin ein Freund des Frankenweins!
    Falls Sie Ihren Urlaub lieber im Herbst nehmen wollen, rate ich Ihnen zu einer Mainschiffsreise: Miltenberger Roten oder Randersackerer Teufelsberg(weiß).
    Wenn Sie hier noch nicht abbrechen müssen, lohnt sich die Reise weiter nach Volkach.
    Lassen Sie das Auto daheim! Jeder Winzer hat einen Versand.
    Faalls Ihnen die Herbe nicht zusagt – auch Meersburg ist wunderschön und exquisit. Der Jahrgang muss Ihren Geschmacksknospen zusagen.

  240. @Plindos
    Und die Bau"herren",...

    @Plindos
    Und die Bau“herren“, die Nörgler und Besserwisser und Geschmacklosen und ….
    >
    Bauherr und Architekt : „Mein Kollege in (bedeutungsvolle Pause) Dafohs hat da so ein Häuschen in Hanglange“. Die Dame Elfriede im Hintergrund: „Hanswerner, denk an dein Prestige! Also, meine Freundin Clementine hat eine Küche von … Und denk bitte, Hanswerner, an die echten Stilmöbel von Tante Alraune: Lui säs, und meine böhmischen und Murano-Kristallleuchter“!
    Der junge Architekt, Dr.Dipl.-Ing. von und zu Kalmücken-Gumbinnen, zückt den Beamer, hält ihn sich ans Gehirn und formuliert bedächtig: „Mein letzter Bauherr, (hümhüm) Graf Amadeus Koks von Gas von Rohr, Schefmännidscher von – Sie wissen! – …“. Bauherr: „Soso, wir sind befreundet. Na, junger Mann, zeijen Se mal Ihr Werk“! Architekt: „Könnten wir bitte den Picasso von der Wand“?“ – „Elfriede, nimma den Richter runter“! Der Beamer zittert über die Wand: „Das wären die 5 Garagen. Hier – wir nennen das scherzhaft das Polenquartier“. Bauherr (indigniert, dann markant): „Lassen Ses jut sein, junger Mann! Wenns so wird wie bei Graf Amadeus … Anzahlung?“ – „Nach Ihrem Belieben“. – „Hier is erstmal 1 (ein!) Franken für Ihre Unkosten“. – Elfriede: „Hanswerner, denk an die Quittung!“

  241. @Plindos
    Gegen den...

    @Plindos
    Gegen den Schuldenmärchenkönig hätte unsere gesamte akademische Betriebswirtschaftslehre nichts ausgerichtet. Dass das entgegen allen Prognosen unserer Betriebswissenschaftsweisen …

  242. Kreuzberger Sauerampfer kann...
    Kreuzberger Sauerampfer kann ich Ihnen zur Zeit nicht empfehlen, ebensowenig Westerweller Tiefenflug und Merklenburgischen Rieseling. Beehren Sie uns wieder! Auf Ihr freundliches Wohl!

  243. Tach,

    Grimaldeli, die...
    Tach,
    Grimaldeli, die Tragödie spielte sich wohl im letzten Jahr ab, wenn ich es recht erinnere.
    Ich hörte das Trio das erste Mal 2003 bei den Festspielen von Schloß Salzau. Dieses Jahr gibt es dort u.v.a. Mc Coy Tyner und Dave Holland zu hören, sowie einen anderen Bassisten, nämlich Palle Danielsson, der ein weiterer Vertreter, der von Ihnen genannten guten Leute aus dem Norden ist.
    Mawu,
    Palle Danielsson spielte auch schon mit Jon Christensen und Jan Garbarek zusammen. Das Album hieß Belonging.
    Wenn Sie es allerdings etwas weniger schwer möchten, dann hören Sie doch einmal in die von mir am
    04. Juni 2010, 21:24 angegebenen Adressen hinein.
    Der Musiker von der zweiten Adresse war in jenem Jahr, welches ich oben angab, der Spezialgast am Selenter See.

  244. @Lieber Plindos
    Ja, die...

    @Lieber Plindos
    Ja, die Bildungsreise auch immer noch Abiturreise. Bei dieser Tradition seit dem späten Mittelalter finden Sie die bedeutendsten deutschen Namen, auch gerne Frankreich, Holland und etwas später England und Griechenland, um nur Europa zu erwähnen: „… mit der Seele suchend“.

  245. ja, so eine 80 bis 100 Meter...
    ja, so eine 80 bis 100 Meter lange Einfahrt vor dem abseits der Siedlung gelegenen Haus ist schon praktisch…

  246. Wenn ihr den Rhein...
    Wenn ihr den Rhein hinunterwandert, immer tiefer . . . findet ihr Colonia Claudia Ara Agrippinensium – das letzte Glacis zur „Sowjetzone“. Da haben die Tünnes und Scheel kein Problem den Dom zu verpissen und auf der anderen Seite des Stroms strullern Bunken & Fredis ohne Ende; allerdings ist da das nächste Monasterium in Münster [sic: Wiedertäufer]. Der Kaschube pflegt „des Gschleaf “ pragmatisch: eins in die Fresse mein Herzblättchen.

  247. @gotenhafenlangfuhr
    Ein alter...

    @gotenhafenlangfuhr
    Ein alter Freund, der mit einem baltischen Priester Sozialdienst in einem englischen Heim für Schwererziehbare Dienst tat, erzählte, dass jener hünenhafte, sonst aber schafsanfte Balte zum Einstand fragte: „You like a blue nose“? Ruhe im Karton. Auch mein alter Freund maß etwa 2,05m.

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