Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das Begräbnis der Dinge und der Bürgerlichkeit

| 201 Lesermeinungen

Früher gab es alte Frauen der besseren Gesellschaft, die Nachmittage damit zubrachten, sich ein eigenes Grab herauszusuchen, einen Grabstein zu bestimmen und Vorkehrung für die letzten Dinge zu treffen, um ein anständiges Begräbnis zu erhalten. Der Rest lebte, freute sich des Daseins und gab sich Lustbarkeiten hin. Heute jedoch sind gerade die Jüngsten gezwungen, zu Lebzeiten den Ort zu bestimmen, an dem sie ihren Besitz, ihr Dasein und ihre Kontinuität begraben, und auch dafür gibt es passende Totengräber der Moderne, und das angemessen schicke Mausoleum.

Nor had I erred in my calculations, nor had I endured in vain.
Edgar Allan Poe, The Pit and the Pendulum

Mitunter muss man natürlich den Tegernsee und seine Segnungen verlassen; etwa, wenn es darum geht, Dinge zu erwerben, die es dort nicht gibt. Für manchen älteren Herren mag das eine junge Russin sein, für manchen jungen Aufsteiger das Rauschmittel, für die junge Mutter die massgeschneiderten Kleider für die Kleinen, und für mich: Bettwäsche. Nicht, dass nicht genug da wäre – blendend weisse Aussteuerkästeninhalte grösseren Umfanges laufen über Vererbung auf mich zu – aber da ist zum Beispiel dieses ausgesprochen kluge Beispiel eines englischen Herstellers, das es so bei uns natürlich nicht gibt.

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Auf der einen Seite für die Stadt das üppige Blumenmuster, auf der anderen das landtaugliche Karo. Auf der einen Seite der Luxus, auf der anderen die Bescheidenheit. Man dreht sie einfach um, und schon sagt das Bett etwas vollkommen anderes, mal überbordende Lasterhöhle, mal unschuldige Rast auf der Flucht nach Ägypten oder zumindest die Schweizer Geldsicherheit. Das ist praktisch, man kauft einmal und hat für beide Gelegenheiten, ohne Platz in den Schränken zu verschwenden – so sinnreich und hochwertig, dass es kein Wunder nimmt, wenn die Firma in Deutschland gerade alle Läden dicht machte, weil der Deutsche für das gleiche Geld statt einmal Baumwolle fünf Mal Polyester kauft. Früher wäre ich dafür in die Brienner Strasse nach München gefahren, heute muss ich für die Reste des grossen Glanzes nach Fürth.

Ich bin ja ein eher schlichter Charakter, ich brauche zum Leben eigentlich nur Luft und Liebe, ein paar Silberkannen, Mahagonimöbel, eine einfache Lage Perserteppiche aus der Zeit vor der chemischen Färbung, Parkett und Stuck dürfen gerne alt sein, sogar älter als 200 Jahre, wie auch Türen, Messingbeschläge und Gemälde, ich habe mich auch nicht bei gebrauchtem Meissenporzellan und somit keinen echten Grund, meiner einfachen Umgebung zu oft zu entfleuchen; tue ich es dennoch und nicht in die Berge und nach Italien, passiert meistens etwas Unerfreulichen: Ich muss in Frankfurt mit Bankern U-Bahn fahren, mein Sunbeam bleibt liegen, die Restaurants nehmen Margarine statt Butter, oder ich komme an Absurditäten vorbei, die mir mal wieder klar machen, wie weit weg die Gegenwart inzwischen von den  bürgerlichen Idealen ist, denen zu huldigen dieses Blog angtreten ist. Dann nämlich entdecke ich so etwas:

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Das ist, habe ich herausgefunden, eine Art Lagerraum für Leute, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr wissen, wohin sie ihr Zeug tun sollen, selbst wenn sie in der Regel über einen Keller oder gar einen Speicher verfügen. Es erscheint im ersten Moment mehr als nur widersinnig, mehr zu besitzen als das, was man sinnvollerweise benutzen kann, um es dann irgendwo einzulagern, wo es weitere Kosten verursacht, ohne etwas einzubringen. Es ist, wenn man so will, die Zwischenstufe zwischen dem normalen Besitz, wie man ihn früher kannte, und der heute üblichen Wegwerfgesellschaft: Kein Totalverlust mehr durch Entsorgung, sondern Dauerverlust durch die Unfähigkeit, den Umständen entsprechend zu besitzen und zu leben.

Unser Sozialkundelehrer in der Schule erzählte uns mal den Weg des Goldes aus Südafrika: Das wird von afrikanischen Malochern aus der tiefen Erde gebraben, von Weissen an andere Weisse verhökert, von denen in die Schweiz verbracht und dann wieder in Schliessfächern, tief unter der Erde, endgelagert. Letztendlich kommt das Gold als nur ein paar tausend Kilometer weiter weg, und wird ein paar hundert Meter höher begraben. So ähnlich ist es auch hier: Etwas wird gekauft, aus einem Lager geliefert, eine Weile genutzt und dann wieder in ein Lager gesteckt. Wo es vermutlich recht lange bleibt, denn so eine Altlast an Gegenständen aufzulösen mag für manchen schwerer sein, als ein paar Euro pro Monat weiter zu überweisen. Es erinnert stark an das Fettabsaugen alter Frauen am Tegernsee, die sich dann die nächste Torte hineinschieben. Der Überfluss, der sich gegen den Besitzer wendet, der Besitz, der nur Verluste bringt.

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Natürlich, mag man zu bedenken geben, gibt es auch Leute, die dergleichen wirklich brauchen, die nicht nur lieber 10 deutsche Polyesterbettzeuge kaufen statt ein gutes Stück. Die stets mobilen, dynamischen und nur begrenzt sesshaften Funktionsrädchen des globalen Kapitalismus, die mal für ein, zwei Jahre woanders leben müssen, die fern ihrer Heimat arbeiten und nicht einfach der Eltern Keller vollstopfen können, wo der Plunder dann dem Vergessen entgegendämmert. Für die, kann man denken, sind solche Möglichkeiten ein Segen, denn die Karriere geht natürlich vor, das Commitment an all den richtigen Orte, die sich im Lebenslauf genauso gut machen wie in den Lebensläufen aller anderen Konkurrenten, die bedingungslose Identifikation, für die man auch bereit ist, alles andere hinter sich zu lassen. Wenn man dann weiss, wo man bleibt, kann man die Sachen immer noch nachholen.

Es kann daher nicht Wunder nehmen, wenn derartige Profiteure der Schnelligkeit, der Mobilität und ihrer Schattenseiten mit einem Bild werben, das nachgerade eine Dystopie nach klassisch-bürgerlichen Wertvorstellung ist: Da wirft sich eine offensichtlich von der Doppelrolle als Mutter und hochhackiger Bürofrau überstresste Person gegen eine Tür, hinter der die Utensilien des bürgerlichen Daseins hervorquellen: Ein Bild und Bücher, Träger von Bildung und Wissen, müssen irgendwie weggestopft werden, aus dem Weg des Lebens mit dem Plunder, man kann es vielleicht nicht komplett aufgeben, weil es irgendwie noch dazu gehört und die neuen Chefs in Singapur und Los Angeles zu all den Soft Skills vielleicht ja auch ein Mindestmass an Zivilisation erwarten, jenseits der korrekten Ansprache bei Emails und dem Basiswissen der neuesten TV-Serie.

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Mein Platz, Dein Platz, sagt die Werbung, aber genau das Gegenteil ist der Fall, denn niemand, der es braucht, hat wirklich einen dauerhaften Platz im Leben. Niemand würde vermutlich aus freiem Willen so leben wollen, gleichzeitig von Dingen überfrachtet und ihnen trotzdem durch die Konsumgesellschaft ausgeliefert. Es sei denn, es laufen darin zwei dieser erstaunlichen Zivilisationsdeformationen der letzten Jahre zusammen: Der krankhafte Anhäufer, der aufgrund der Konsummöglichkeiten zuviel hat, um es noch zu kontrollieren. Und der internationale Bindungslose, der überall und immer gehen kann, der nie zu lange bleibt und immer die Option hat, verbrannte Erde zu hinterlassen, denn seine Freunde sind bei Facebook, seine Wohnung ist immer nur auf Zeit, seine Vergangenheit ein paar Zeilen in der Bewerbung und seine Zukunft ungewiss. Unbürgerlich ist beides, und beidem kann mit so einem Mietgrab der Gegenstände abgeholfen werden, denn der Besitz bleibt erhalten, und genauso die Bewegungsfreiheit. Beides können die Betroffenen hemmungslos ausleben, für ein paar Euro mehr, die man gerne bezahlt, wenn der nächste Job einen Gehaltssprung vorsieht. Es macht das Dasein sehr viel leichter, weniger Ballast erhöht die Beschleunigung noch etwas, und wenn der andere vielleicht noch überlegt, ob sich ein neuer Umzug lohnt, ist der Selbstwegspeicherer vielleicht schon im Flieger zu neuen Horizonten, wo er alles neu kauft.

Ausser den Küchenutensilien vielleicht, denn das Kochen ist auch nur so ein Zeitfresser, wenn man doch beim Geschäftsessen dauernde Präsenz im Netzwerk zeigen kann.

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201 Lesermeinungen

  1. Lieber Don, sprechen wir uns...
    Lieber Don, sprechen wir uns wieder, wenn Sie die bluetenweisse Aussteuerwaesche in self-storage einlagern? :-) Aber Sie haben natuerlich recht – ausser dem Zwischenlagern eines Erbfalls gibt es wirklich keinen Grund fuer sowas. Am meisten amuesieren mich Leute (die es in den USA haeufig zu geben scheint), die mit unendlichem Geruempel umziehen, welches dann nicht in das neue Haus passt und in self-storage landet. Ich denk mir immer, die muessen doch wissen, wie gross ihre neue Bleibe ist! Mal abgesehen davon, was sie an der Rechnung des Umzugsunternehmers haetten sparen koennen. Aber so zu denken, ist wahrscheinlich spiessig oder altbuergerlich, ganz wie mans nimmt. Als unbemittelter, entfernter Westviertelableger habe ich massenweise Sachen entsorgt, verschenkt, und ja, auch verkauft, als ich in meine 65qm Eigentumswohnung zog. Der Verkaufserloes finanzierte beinahe vollstaendig die Spedition. Und ich hatte mindestens fuenf oder sechs Kubikmeter weniger zu packen, und alles passte ins neue Heim. What’s not to like about that??

  2. Die historischne Wurzeln des...
    Die historischne Wurzeln des Self Storage sind in der Tat die „Funktionsrädchen des globalen Kapitalismus“. Aber das Phänomen geht doch etwas weiter zurück als zur mobilen Kapitalistenklasse der 1980er Jahre. Es waren nämlich die Matrosen, durch die im 17./18. Jahrhundert der Bedarf für eine temporäre Lagerung der persönlichen Habseligkeiten entstanden ist. Historisch ist das Phänomen also gar nicht so „unbürgerlich“, sondern viel eher ein Blick auf die Rückseite der Bürgerlichkeit.
    .
    Sorgen würde ich mir erst dann machen, wenn die ersten Leute in Deutschland anfangen, in Self Storage-Anlagen zu wohnen, weil der Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger weg gefallen ist.

  3. ..endlich dahamm..
    .

    und zwar...
    ..endlich dahamm..
    .
    und zwar in der richtigen stadt zum richtigen zetpunkt. gute wahl!!
    .
    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1241043&kat=27

  4. Mein lieber Alphonso, dies ist...
    Mein lieber Alphonso, dies ist aber eine eher mittelschichtige Einstellung zu Besitz, oder habe ich da etwas nicht verstanden? Wer häuft denn wirklich krankhaft an? Bis auf dem „Messi“, der verzweifelt versucht durch Anhäufung von Tand sich in einer lebensfeindlichen Umgebung eine Burg zu bauen, um die Reste seiner angegriffenen Seele zu schützen?
    Man häuft nicht krankhaft an, man nimmt und stellt es ab. Eine Bestätigung des göttlichen Auftrages. Ich bin ein Mensch, erfüllt von Ratio, erschaffen um mir die Welt untertan zu machen. Dies kann ich nur, wenn ich bewege. Doch darf ich etwas bewegen, wenn es nicht in meinem Besitz ist?
    Die andere Klasse verweigert sich dem Besitz und sieht die innere Bewegung oder Erkenntniss als höchstes Gut. Doch ist die Reise nach Indien nicht selbst ein Zeichen von Vermögen und damit Besitz? Steckt hinter dem ansammeln virtueller Freunde nicht der Drang zu bewegen und den Geist anderer zu besitzen?
    Ich kann darin nichts krankhaftes sehen. Nur die Verwirklichung der menschlichen Seele, durch Medien und Technik auf höchstes Niveau gebracht.
    Natürlich könnte man darüber streiten, wieviel man denn eigentlich Bewegen müsste.

  5. @DA
    weil Sie von Butter...

    @DA
    weil Sie von Butter reden:
    http://www.occelli.it/inglese/burrificio.asp
    gibt es in Wien in den „normalen“ Spar Gourmets.

  6. Schönes Schlaglicht auf den...
    Schönes Schlaglicht auf den Unsinn den wir treiben.
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    Ein Arbeitskollege verkauft sein Haus und erzählt er lässt vorher das Bad und das WC neu herrichten.
    Die sind schon über 10 jahre alt und da wäre ein „Modernisierungsstau“. Meine Frage war, was man denn in 10 Jahren am Sanitär verwohnt, bzw. welche Neuerungen es denn gäbe, die man nachrüsten müsse.
    Die selbstverständliche Antwort war : Wieso? Man macht doch im Haus alles regelmässig neu. Fenster, Sanitär und Aussenanlagen sowieso.
    Es sei ein Werterhalt.
    Ich habe tatsächlich eine gute Zeit gebraucht um meine Antwort zu formulieren…….. ich bin ansich nicht verlegen um Worte ….

  7. die kanonische Association...
    die kanonische Association wäre doch Lagerhäuser für das „Wissen“ der ganzen FH Studiengänge in Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspädagogik, Versicherungs- Wirtschafts-mathematik, Religionspädagogik…

  8. Was kann ein Single schon vom...
    Was kann ein Single schon vom Bürgertum verstehen?
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    Zu einem ordentlichen Haus gehört auch ein ordentlicher Speicher mit uraltem Krempel, verstaubten Kisten, wo es im Sommer heiß wird wie im Backofen und die Wespen in Ruhe ihre Nester bauen.
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    Der Ortswechsel widerspricht den bürgerlichen Traditionen auch keineswegs.
    Der Ehrgeiz macht uns zu Nomaden, das war schon immer so.
    Luther, Goethe und all die anderen Genies der letzten 500 Jahre waren immerzu auf Achse, und natürlich nicht in der Lage, all den Krempel mitzunehmen.
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    Das Einwegdenken war schon immer Teil feudaler Symbolik. Einige der berühmtesten Schlösser dienten nur kurze Zeit ihrem eigentlichen Zweck. Kaum war der Hausherr tot, wurden sie schon zum Museum. Der Nachfolger baute sich schon wieder ein neues Schloß, wo er seinem eigenen Geschmack und seinem eigenen Regierungsprogramm symbolischen Ausdruck verleihen konnte.
    Eine Königin, die auf sich hielt, zog ihr Staatskleid im Leben nicht zweimal an.
    Ist der Moment vorbei, dann wird alles konserviert, am besten für immer. Das feudale Einwegdenken ist das genaue Gegenteil der postbürgerlichen Wegwerfmentalität.
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    Die Prinzessinnen wurden weiß Gott wohin verheiratet, wo vielleicht kein Mensch ihre Muttersprache verstand. (Dafür konnten sie ja auch französisch).
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    Lieber Don, zu den bürgerlichen Werten gehört natürlich auch das Familienleben. Mir ist ein Fall bekannt, wo ein ansehnliches Haus seit Jahren fast leersteht, weil die Erbengemeinschaft einfach keinen Käufer findet. Und sie findet keinen, weil die Kinder noch gar nicht wissen, wo sie den Krempel hinschaffen sollen. Und sie wollen ihn nicht wegschaffen, weil sie es nicht übers Herz bringen. Letztlich würden sie das Haus am liebsten als Museum ihrer glücklichen Kindheit erhalten. Aber das kann man so seinem Steuerberater bzw. Vermögensverwalter nicht gut erklären, also werden andere Motive vorgeschoben.
    .

  9. Neulich auf dem Lande sah ich...
    Neulich auf dem Lande sah ich ein hübsches natürliches Gleichnis zu jenen Damen, die sich ihr Fett absaugen lassen und in Tortengestalt auf der Stelle wieder zu sich nehmen:
    Eine Sau stand in einer selbstgeschaffenen Pfütze, zu der sie mit ihrem hinteren Ende noch mehr hinzufügte von jenem Nektar, den sie gleichzeitig mit ihrem vorderen Ende einschlürfte.
    Nur in Gottes freier Natur wirkt eben alles irgendwie natürlicher und ungezwungener als in einer ordinären Konditorei.

  10. Seit einigen Jahren sind mir...
    Seit einigen Jahren sind mir die Self Storage Systeme bekannt.
    Diese Kabinette versprechen nämlich eine ordentliche Rendite, sofern man den
    Anlageberatern Glauben schenken mag.
    Sie investieren dann doch lieber in Bettwäsche, Silberkännchen…..
    verständlich, verständlich Herr Don.

  11. Werter Don,
    es ist doch nur...

    Werter Don,
    es ist doch nur eine Kosten-Nutzen-Frage: warum teures Pflaster im Westviertel mit überflüssigem Kram beladen anstatt desselbigen Gleichen ins Industriegebier zu verfrachten? WW vom anderen Ufer würde sagen: intelligent gespart.
    Wo steht denn Ihr stotternder Sunbeam: Eingehaust im Westviertel etwa, dem Sekretärinnen-Porsche den Platz streitig machend? Ein Schuppen am Tegernsee würde dem Baurecht möglicherweise zuwiderlaufen, aber man pflegt ja Traditionen…

  12. Es soll ja in Ehren ergraute...
    Es soll ja in Ehren ergraute Westviertler geben, die Don`s Bettwäschet(r)ick zeitlebens auch auf ihre Untrehosen angewendet haben: heute Tiger, morgen Bettvorleger.

  13. Zum Glück gibt es auch noch...
    Zum Glück gibt es auch noch jene edlen Bürgerlichen, die der Don gar nicht erwähnt hat. Sie sind es ebenfalls längst leid, das Zeug das sie permant kaufen auch noch lagern zu müssen, weshalb sie es der Einfachheit halber verschenken. Auf diesem Weg bin ich zu sehr schönen mit Silberfäden durchzogenen Vorhängen (mit der Lilie der Bourbonen) gekommen. – (Naja, der Wörthersee, wird sich jetzt so mancher Bayer denken).

  14. Heute waren Hofflohmärkte...
    Heute waren Hofflohmärkte hier in Schwabing. Meine Frau ist dabei geschäftstüchtiger als ich: wir haben deutlich über 300 Euro eingenommen. Mit zu kleinen Kinderklamotten und geschenktem Chinaschrott – wir hatten Spaß mit unseren Nachbarn, Würstchen gegrillt und ich habe noch dazu ein paar Kubikmeter mehr Platz im Keller für meine Rodel…

  15. Werter Don, vielen Dank für...
    Werter Don, vielen Dank für diesen Artikel, endlich habe ich die Gewißheit, dass es noch eine zweiten Mann auf dieser Welt gibt, der selber Bettwäsche kauft und auch noch um die Qualität von L. A. weiß. Der Griff ist einfach einzigartig, die Qualität sehr gut und das Design klassisch zeitlos. Wir haben allerdings auch Hämmerle im Haus, wäre das auch für Sie eine Alternative?
    Schöne Grüße aus dem Norden,
    Moritz

  16. mawu, Gratulation! Bei mir ist...
    mawu, Gratulation! Bei mir ist es so, dass ich mich in eine gewisse Sättigung kaufe und dann wirklich genug habe.
    Lieber Moritz, es hat sich eben angeboten, und wer selbst die Tapeten aussucht, kann auch bei Bettwäsche nicht falsch liegen. Ich habe halt ein lang anhaltendes Faible für die besagte Marke, gerade weil sie englisch ist.

  17. @mawu/12. Juni 2010,...
    @mawu/12. Juni 2010, 21:20
    Diese vide-grenier umgehe ich, indem ich das i.d.R. spende. Es sammelt sich zumeist irgend ein Mist an, durch seltsame Geschenke etc. So was muss raus um jeden Preis!!!
    Mein persoenliches Problem: Man darf mich nur mit Handschellen auf diese Maerkte lassen, bzw., man musss mir vorher die Brieftasche abnehmen!!!
    .
    @Don Alphonso
    Und was tun Sie in Ihre karierten oder einfarbigen Laken?
    Ich schlafe nur unter guter Baumwolle. Wenn es kaelter wird, kommt eine Cashmere von Hermes rein; wenn es noch kaelter wird, eine zweite und wenn es saukalt wird, kommt des Baerenfell zum Einsatyz (hier unten bei uns eher selten)

  18. @g : Sie haben mein volles...
    @g : Sie haben mein volles Mitgefühl, ich selbst darf Baumärkte auch nur in Begleitung eines (vorzugsweise weiblichen) Erwachsenen betreten…….

  19. mit dem teaser und dem titel...
    mit dem teaser und dem titel haben sie mir einen gehörigen schrecken eingejagt, lieber Don Alphonso: so morbide, und das zu einer so morbiden zeit!
    .
    aber zum glück beziehen sie sich nur auf ‚dinge‘:
    nun, ich habe das folgendermassen gelöst, ganz anders als sie, werter gastgeber: ich bin jahrelang recht zufrieden mit dingen – und in absehbarer zeit kann ich mit dem verschenken anfangen, wenn mein erstes kind flügge werden wird. dann bin ich dinge los, die ich noch nicht ganz leid bin, mit der besten begründung, dass man sie aufheben und sorgfältig handhabend weiterverwenden sollte, eben, weil dies tradition bedeutet. und der junge wird mit seiner ersten studentenbude schwer beeindrucken. dem zweiten wird es ähnlich gehen etc. pp.
    .
    hehe, und ich habe wieder ausreichend platz, dass ich john wayne überzeugen kann, dass wir dringend wieder diese schöne, neue brokatwäsche benötigen …

  20. @g/12. Juni 2010, 22:06
    g...

    @g/12. Juni 2010, 22:06
    g 22:06 war von GRIMALDELI.
    Manchmal hab ich Probleme mit meinem clavier

  21. Moeglicherweise klingt es...
    Moeglicherweise klingt es provokant. Es ist ein Lob zu singen der Ignoranz, der Ahnungslosigkeit, der Mittellosigkeit. Die zwei Ersteren bringen einen erst garnicht auf die Idee nach Wertigem zu streben. Das Letztere ist gewissermassen der Schlussstein.
    Gesellt sich zu dem allen noch eine gewisse Geschmackssicherheit, braucht man sich wegen uebervoller Raeume nicht zu sorgen. Das Wenige, das ein Mensch braucht darf dann ruhig etwas (!) exquisiter sein. Es gibt Menschen, denen staendiges Umziehen Schicksal ist. Denen gefaellt es sehr, wenn die gesamte Habe in einen 4,5-Tonner passt.
    Und ueberhaupt: http://www.youtube.com/watch?v=GcYzaHy813k

  22. @DA: ja, da haben Sie mal echt...
    @DA: ja, da haben Sie mal echt gegenwärtige Phänomene aufgespießt, die mich auch schon beschäftigten: der nicht mehr zu findende Bettwäscheladen mit der guten Qualität (gabs früher in jeder Kleinstadt), und der Abstellcontainer. Zu den von Hansmeier angeführten Motiven und Ihren eher spekulativen ein Fall aus eigener Anschauung: Paar hat sich gefunden und heiratet, beide sind in den End30ern und wohnten bisher in voll ausgestatteten Eigentumswohnungen. -> Eine Ausstattung ist schonmal überflüssig, er zieht zu ihr und lagert seine Sachen im Container ein, da zunächst weder Zeit noch Platz ist, was zu ändern und die Arbeit erstmal vorgeht. Der Speicher im Elternhaus ist voll, teils noch mit Sachen aus der Jugendzeit, teils mit Sachen von den Eltern, teils mit untergestellten Unterlagen der Kinder. Inzwischen sind 2 Kinder klein, die ganze Familie kommt noch in der Eigentumswohnung der Frau unter. Ein eigenes Haus wird gebaut. In 2 Jahren werde ich berichten, ob nun mehr Container angemietet wurden oder die Auswahl- und Entrümplungsphase erfolgte. Aber gerade wenn Heiraten nicht gerade jung erfolgten, habe ich schon oft von den Schwierigkeiten bzw. der Langwierigkeit der Zusammenführung zweier komplett ausgestatteter Haushalte gehört. Man sammelt nunmal einiges Zeug an, und radikal ohne Reue wegschmeißen tut man halt nur Ramsch. So gehts halt in der Generation der Erben, die sich selbst auch noch was angeschafft haben.
    @Holly: derartiges habe ich auch nie verstanden. Wenn man eine Wohnung verkauft, will sie der Käufer doch sowieso nach seinem Gusto einrichten. Was anders als „besenrein“ finde ich da völlig fehl am Platz. Frisch geflieste Bäder mögen ein Kriterium für Mieter sein, aber für Eigentümer??

  23. Das eigentliche Problem ALLER...
    Das eigentliche Problem ALLER Gesellschaften( höher-höchst-entwickelter) ist doch immer dieselbe Problematik: Auf welche Art und Weise (hier ausnahmsweise sozialistisches Vokabular benutzend) kriegt man wie den erarbeiteten Mehrwert, BIP od. dergl. wieder kaputt?
    Dafür gibt es entweder den Potlatsch oder Kriege. Mir ham an Konsum oder die Anhäufung von Staatsschulden und Hedgefonds zum höherwertigen Versenken der Patte. Dann gibt es noch die Möglickeit ganze Mönchsstaaten (Athos oder Tibet) zu gründen, mit kleiner vermittelnder und organisierender Feudal/Aristokratenklasse über dem arbeitenden, produzierenden Volk dazwischen. Unsere Klöster vor der Säkularisation ausgenommen, die waren wirklich so eine Art Sozialversicherung für überzählige Stadt/Landbevölkerung mit goldigen Putten und so.
    Der geniale Trick der Griechen: Auf dem Rücken der Sklaven die Demokratie als Mutterwiege der Politkaster aufzubauen. Die Römer verfeinerten dies auf humanistisch- imperalistisch-brutale Weise. Das Prinzip funktioniert immer noch. Irgendwie. Sauba sog i.
    George Bataille ist der Theoretiker dieser verkürzt wiedergegebenen Idee.
    Dieses Phänomen der New-Storages bedarf wohl sicherlich noch einer tiefen-pychologischen Erklärung über den ökonomischen Sachverhalt hinaus. Ob da C.G. Jung oder S. Freud weiterhelfen vermag ich mangels eingestandener Kompetenz-Kompetenz nicht zu beurteilen. Vielleicht sollte mal da Prof. Sloterdijk dünn drüber gehn in einer Talkshow.
    Was diese sporadischen Reingucker/Dummbaddels anbelangt: Gar nich um ignorieren. Dat is wie mitte Dresscodes auffe falsche Party.

  24. ... irgendwie ist das alles...
    … irgendwie ist das alles ziemlich trostlos und krank … tonnenweise Lockwerbung in den Briefkästen, die flüstert „das brauchst du, das musst du haben, damit bist du dabei, so günstig gibt es das nie wieder“ … die Raffgier wird stündlich angeheizt … der Plunder immer mehr und weit und breit kein Ende in Sicht … SOS … Konsumverzicht, bitte kommen! .. SOS .. Konsumverzicht, bitte kommen! … SOS

  25. @Filou: oh ja, ständiges...
    @Filou: oh ja, ständiges Umziehen kann helfen, ständig auszusortieren. Wie sagte doch die Königsberger Mutter von meinem Ex: „dreimal umgezogen ist wie einmal ausgebombt.“. Allerdings kann das das bei einem gewissen Anfall an Erbmaterial (ob geerbt oder zum Vererben) wohl auch zur Extremdisziplin werden.

  26. @stola: ich glaub, es ist...
    @stola: ich glaub, es ist nicht Konsumverzicht, sondern das ruhige, stilsichere und auch antizipierende Wissen, wie man leben will, das der Kasus Knaxus ist. Wenn man das nämlich wüßte, würde man sich den Plunder mit Leichtigkeit vom Hals schaffen (und Ramsch kommt sowieso nicht ins Haus).

  27. @stephen: nun, die haben halt...
    @stephen: nun, die haben halt die Hoffnung, daß sie sich irgendwann ein Haus leisten können, das groß genug ist, bzw. so wie bei Donna Laura die Kinder dann irgendwann ihren Teil gleich mitnehmen.

  28. @Farbkratze (Eigenerfindung...
    @Farbkratze (Eigenerfindung und stolz darauf), als das unbeliebteste Mitglied dessen, was andere Familie nennen, war und ist Erben nicht wirklich mein Problem.
    Der Gedanke: „hier will nicht ewig bleiben“, sorgte schon fruehzeitig fuer die noetige und kluge Zurueckhaltung bei sog. Anschaffungen.

  29. @ colorcraze 23:26
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    es stellt...

    @ colorcraze 23:26
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    es stellt sich ja die frage … was wird da eingelagert ? sind es die teuren englischen bettlaken, die der Expat nicht bis nach China schleppen möchte oder die teile der erbmasse, die man nicht veräußern will (kindheitserinnerungen) oder kann ( totenköpfe…).
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    zu ersterer gruppe sei noch gesagt, dass es auch keinen falschen trifft. warum sollen nur handwerklich begabte osteuropäer oder hoffnungsvolle afrikaner von arbeitsmigration betroffen sein. da sollen auch ruhig mal die vertreter der jüngeren deutschen führungselite ihre stets betonte flexibilität beweisen.
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    @ DA … kleine Manöverkritik … ich finde es etwas ungünstig hier zwei völlig verschiedene Interessengruppen (erben/gierhammel vs. Expats) in einen artikel zu pferchen. sie mögen zwar das gleiche etablissement nutzen, aber sonst verbindet sie wenig. die zwei Problemtiken verdienen eigentlich jeweils einen eigenen Artikel.

  30. @ derherrsehrprolet : Ich...
    @ derherrsehrprolet : Ich würde dort gerne ein paar Politiker einlagern. Vielleicht werden die über die Jahre besser, aber sie könnten von dort zumindest keinen Mist mehr machen.
    Ein paar Planer würde ich auch gerne eintüten und dort lagern, wo sie nichts anrichten können.
    Ah ja den Herrn von Dumm Sein Dümmer Sein würde ich auch gerne weglegen.
    Ein paar Herrschaften aus dem Landtag in NRW würde ich gerne in einen Karton setzen bis weisser Rauch rauskommt.
    Die Politiker aus dem nahen Osten würde ich gerne in einer Lagerhalle zusammensperren.
    Von meinem Plunder würde ich nie weiter weg packen, als ich bereit bin zu laufen um es zum Benutzen zu holen. Nutzen oder Weichen, ganz klare Regel für alles Dingliche im Haushalt.

  31. Lieber Don,
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    Ihre schönen,...

    Lieber Don,
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    Ihre schönen, wertvollen Gegenstände stammen nicht aus Ihrem Familienbesitz und wurden auch nicht von anderen Familien geerbt, deren Geschichte Ihnen bekannt wäre. Das stammt, wenn man Ihnen glauben darf, alles von Versteigerungen und Flohmärkten. Und nach dem was wir wissen, dient es auch nicht dazu, irgendeine Familientradition zu begründen.
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    Was Sie praktizieren, ist die geschmackliche Selbstverwirklichung eines hochgebildeten Singles, der es sich leisten kann.
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    Alles in allem ein postbürgerlicher Lebensstil, duchaus passend zum Boom dieser Lagerhäuser.

  32. sehr geehrter Don, zumindest...
    sehr geehrter Don, zumindest in einem fall mag man für diese container die lanze brechen: man erbt etwas, was einen selbst zwar innerlich nicht berührt, was man aber aus gründen des respekts vor der schönheit dieser dinge, vor den erblassern und vor möglichen späteren erbberechtigten nicht auf den markt geben mag, wo man vermutlich ohnehin nur einen bruchteil des wertes bezahlt bekäme…..dann doch lieber für eine handvoll euro einlagern, bis sich andere hoffentlich wirklich von herzen darüber darüber freuen.
    Ansonsten haben Sie schon Recht.
    Mit sonnigen grüßen aus der hansestadt.

  33. Ich betreibe in Berlin einen...
    Ich betreibe in Berlin einen Trödelladen und kann bestätigen: Die Leute lagern in diesen Lagerhäusern- in Berlin gibt es mehrere konkurrierende Betreiber mit jeweils mehreren Häusern- unnütze Dinge, von denen sie sich aus emotionalen Gründen nicht trennen möchten. Wenn man wie ich aus beruflichen Gründen billigen Lagerplatz braucht, empfehle ich die Anschaffung mehrere Autoanhänger. Da lagert das Zeug auch nicht schlechter als in den Lagerhäusern, (denn einige sind winters ungeheizt. ) und man hat noch einen Werbeeffekt.

  34. Mein lieber Don, du vergisst...
    Mein lieber Don, du vergisst die Scheidungsopfer. Heute noch in der 300 qm Villa, morgen im Ein-Zimmer-Wohnklo. Gut die meisten Männer gehen eh wie die Friseure, außer einem Kamm bleibt ihnen nichts, aber es gibt andere.
    Dann die Sammler. Etwas zu kaufen, weil es da, verfügbar und schön ist, auch wenn man im Moment nicht den Platz dafür hat. Viele schuften ja nur um sich den Platz zu schaffen.
    Diejenigen die um die Welt reisen um Geld zu scheffeln brauchen keine Lagerhäuser. Sie arbeiten kosteneffizient, sind Söldner die nur mitnehmen was sie unbedingt brauchen und leicht tragen können. Polyesterbettwäsche können die auf jedem Flughafen kaufen.

  35. lieber Holly01, politiker...
    lieber Holly01, politiker werden vom einlagern leider auch nicht besser. der weisse rauch (hübsch gesehen!) wäre ja mal etwas positives!

  36. Bei mir sind es ja vorwiegend...
    Bei mir sind es ja vorwiegend die Instrumente und überhaupt alles rund um die Musik, was über die Zeit zum echten Platzfresser geworden ist – aber ich käme nie im Leben auf die Idee, davon irgendetwas auszulagern… irgendwo findet sich immer noch ein Plätzchen, um einen Vintage-Synthesizer dekorativ unterzubringen (der MS20 thront zum Beispiel auf dem Klavier…).

  37. ...das ist das Schoene am...
    …das ist das Schoene am Weltenbuergertum: Man weiss wenn Besitz belastet !! — Eine (ehem.) Freundin meinerseits hat mich dazu gebracht ihr beim Umschlichten ihrer (vermeintl.) Pretiosen von einem ‚Self-Storage‘ zum anderen behilflich zu sein. — Der Preis, den die Gute fuer die monatl. Aufbewahrung zahlt entspricht in etwa dem Wertverlust der eingelagerten Objekte den sie durch hiesiges Klima erfahren!!
    Mein Lebensmotto lautet nach wie vor: Besitz BELASTET mehr als dass er verpflichtet. Deshalb reise ich immer mit nur einem Koffer in den alles ‚passt‘ was wirklich benoetigt wird. — Es findet sich mitunter auch Seidenbettwaesche (mit mind. 19 Momme) bei Freunden die ueber kein Bianchi Rad verfuegen,
    jedoch ueber eine aehnliche Leichtigkeit des Seins.
    Dafuer bin ich dankbar. Mehr als das hier zum Ausdruck kommt.

  38. Werter Don -

    auch wenn mir...
    Werter Don –
    auch wenn mir der Name dieser Lagerhallen nicht recht zusagt: Einmal hat mir ein solches Ding tatsächlich genutzt. Es war so: Zu Studienzeiten, fernab der elterlichen Heimat, kam ich eines Nachts von einem Tanz nach Hause und musste feststellen, dass Wasser die Wände herunterlief. Während der Zeit der notwendigen Renovierung meiner Wohnung (und der über, unter mir) wohnte ich bei einer lieben Freundin, in deren Wohnung allerdings wirklich kein Platz für all meine Habseligkeiten war. Ein Monat war ich Kunde in einem Lagerhaus – schlimm war es nicht.

  39. so mancher verschönert sich...
    so mancher verschönert sich sein wohnlager aufs originellste:
    http://www.sueddeutsche.de/reise/design-hotels-o-welche-wanne-1.957773

  40. @lijbosz...
    .
    als...

    @lijbosz…
    .
    als gelegenheitsleser der donschen ergüsse, vermute ich mal, dass er niemanden für fremdverschuldeten platzmangel an den Pranger stellen möchte …
    .
    den karrieregeilen und bessermessies kann man aber nur eigenes Verschulden attestieren und sowas verdient sich dann eine besondere würdigkeit in diesem unbescheidenen rahmen.

  41. Contra vim mortis non est...
    Contra vim mortis non est medicamen in hortis
    Las gerade, dass Laggerräume knapp würden für all das Gold (Münzen oder Barren)
    welches sich aufgescheuchte Anleger als vermeintliche Sicherheit erwarben. Im Zweifelsfalle eine Art König-Midas-Effekt.
    Italienische Friedhöfe haben ja auch so etwas von Storage an sich. Der Pomp funebrer schiebt den/die Verblichenen im Coffinkasterl in dös Facherl eini worinnen praktisch die Söl quasi gescannt wird fürs Ewige Gericht. Hat was für sich. So eine Art Computertomograph.
    Die Katakomben in Rom und das unterirdische Paris mit seinen Kalksteinstollen hatten schon für den gleichen Zweck die Ancestors benutzt.
    Vom Prinzip her gesehen also nichts wirklich Neues.
    1945 konnte man in ganz Deutschland bewundern, wie beim Nahen der Befreier die Befreiten glorios ihre Bettwäsche auf einem Schlag in geheimer Absprache zum Fenster heraus hing. Von einfachen Leinwandlaken bis zur kostbarsten spitzenbe-setzten Bettwäsche war alles ausgestellt. Alle waren rein weiss und gleich im case of unconditioned surrender.
    Nun, die Zeiten haben sich gewandelt, wir, die Nation, stehen vor ganz anderen Schicksalbehafteten Fragen:
    1. Was machen wir mit unser schimmernden Wehr?
    2. Legionärsarmee ja oder nein? Zwecks Finanzierung eingetretener collateralized damages im Finanzsektor/Staatshaushalt gar die BW zur Gänze abschaffen?
    3. Wohin will der Defenseminister? Abtreten, durchhalten,putschen?
    4. Woher soll der nächste Brandbeschleuniger genommen werden?
    5. Wer wird der nächste formale Oberbefehlshaber?
    6. Wer rettetet das Kanzleramt samt Bewohnerin?
    7. Brauchen wir ein neues Volk, wenn ja wohin mit dem alten?
    Jede ernstgemeinte Antwort nimmt ihr Kiosk umme Ecke zwecks Weiterleitung an das Bundesinnenministeriumdes Innern kostenlos und gern entgegen.
    bloggoergosum@: Weiss mich mit Ihnenauf die Sicht der Welt der Dinge einig.
    Difficile est saturam non scribere (Don Alphonsos Devise)

  42. .
    ...ein schönes Zitat... und...

    .
    …ein schönes Zitat… und ein gutes Motto…

  43. @ donna laura : Ich kann es...
    @ donna laura : Ich kann es nicht besser ausdrücken als der Meister :
    http://www.youtube.com/watch?v=8Lz_qPvKCsg&feature=related

  44. ...
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2005/0903/vermischtes/0011/index.html
    http://salzburg.orf.at/magazin/leben/stories/42760
    Zu meinem Erstaunen konnte ich beim Antiquar im Wiener Cottage feststellen, daß ganze Bibliotheken von Erben abverkauft werden, man braucht Mauern um einen Wintergarten anzubauen, große Badezimmer mit Jacuzzis und Fitnessgeräten zu schaffen und sonstigen Moden nachzugeben.
    Stöbern können Stadtkinder heutzutage nur noch im Internet; wir konnten es noch auf Dachböden, wo Jahrgänge mondäner Zeitschriften, Möbel, Überseekoffer und hunderterlei Schätze lagerten. Im Ostblock kamen nach 45 ein paar Portraits in Museen, die Möbel wurden allesamt verheizt und gesammelt wurde fortan alles Alltägliche: Gummiringe, Rexgläser, geglättetes Pergamentpapier…
    Schon das archivierte Material für eine Dissertation kann einen modernen Haushalt völlig überwuchern, und als Studentin lernte ich die stählernen Manuskriptkästen großer Autoren kennen, vor allem solcher, deren Familien Vertreibung erlitten hatten und die nun wenigst ihr kostbares Werk sichern wollten (es war noch in der vor-PC-Zeit); einer von ihnen, besonders findig, hatte eine Eigentumswohnung in Montparnasse und an der Längswand des Salons alte ausgediente Eisschränke mit Manuskripten über-und nebeneinandergestapelt, billiger als Stahlschränke, meinte er…

  45. @ colorcraze: Plunder kommt...
    @ colorcraze: Plunder kommt sowieso nicht (mehr) ins Haus! Hoffentlich!
    Das thematisierte Desaster hat aber wohl auch damit zu tun, dass die Menschen immer älter werden … die künftigen Erben haben sich mittlerweile alles selbst schon in 3facher Ausfertigung mit mehr oder weniger Stilsicherheit angeschafft, mit Ausgemustertem schon diverse Kirchenflohmärkte bestückt und auch die Kinder und Enkel gebeten, doch dieses oder jenes gut Erhaltene für die Studenten-WG abzunehmen … weniger wird es trotzdem nicht … schon gar nicht, wenn man ein geräumiges Haus auf dem Land seine eigen nennt … und dann noch die Aussicht auf das ebenfalls reichlich bestückte Haus von Eltern oder Erbonkeln … das alles kann einem schon schlaflose Nächte bereiten … man will ja auch nicht undankbar sein und wer weiß schon, welche Zeiten noch kommen?

  46. Gegen derartige Lagerhäuser...
    Gegen derartige Lagerhäuser hege ich keine Kritik. Die sind doch eine gute Idee, wenn sie denn seriös beworben werden. Eben war ich auf der Seite von einem solchen Unternehmen, welches allein in Berlin 5 Lagerhäuser betreibt. Da war einfach nicht rauszukriegen, mit welchen Mietpreisen man für welche Flächen rechnen muss. Nur „ab 1 € /qm“ war zu lesen, nähere Info nur durch Anfrage. Eine Frechheit …

  47. @Filou: ja, das, und wenn man...
    @Filou: ja, das, und wenn man dann noch früh geheiratet hat, so daß man beim Zusammenziehen noch nicht viel Geraffel mit sich schleppt, sondern gleich die passende Ausstattung für beide anschafft, und dann schließlich allenfalls von einer kleineren in eine größere Wohnung zieht, dann kommt man im ganzen Leben nie in die Situation, von einem Berg Zeug erschlagen zu werden.
    @Lijbosz Nek: genau, manchmal muß man warten, bis man wieder in eine Wohnung kann. Kann auch bei einem Umzug passieren, wenn man aus der alten bereits rausmuß und man in die neue noch nicht reinkann. In meinen 4 Wochen kamen die Umzugskisten in einer gerade leeren Wohnung in einem Haus unter, das komplett renoviert wurde, und ich selbst blieb solange in der *hüstel* wg. Baufälligkeit baupolizeilich gesperrten alten Wohnung, als einzige sämtlicher Hausbewohner. Das war ein etwas eigenartiges Erlebnis, wie soll ich sagen, wie die aus der völligen Abgelegenheit mitten in die Stadt gebeamte Wanderhütte.

  48. Die Self-lager wachsen...
    Die Self-lager wachsen proprtional zu den Schulden.Bei den Dingen spekuliert man,dass man sie irgendwie,irgendwann braucht, bei den Schulden spekuliert man,dass man sie irgendwann,irgendwie nicht mehr braucht.
    Am Ende zählt,welche -Berge die längeren Schatten werfen.
    .
    Und Herr Earl of Sandwich( comment 20:16) spekuliert, dass er den Geist der Menschen-online
    besitzt und bewegt,und fühlt sich dabei kerngesund.
    Ich bin kein Arzt.

  49. @ holy 08 (renovieren vor...
    @ holy 08 (renovieren vor Verkauf): habe, seit ich selber Häuslebesitzer bin, festgestellt, dass heute Anlagen und Einrichtungen, die ich früher für ewig hielt, regelmässig erneuert werden müssen. Ich weiss natürlich nicht ob „früher alles besser war“, oder man nur toleranter gegenüber Zugluft, rauschenden Wasserrohren udgl. mehr und im Zweifel einen Wollpullover überzog. Aber mit dem Satz: das ja eigentlich noch janz jut, aba kriegen Se ja nie isoliert (oder wie der Dialekt hier ist) wird abgerissen. Aussenisolierungen kommen nach 10 Jahren runter (sieht man recht hübsch hier in der Gegend) und die Manie Fenster „en rénovation“, d.h. neue PVC Rahmen über die alten zu stülpen, macht mir bange: weiss man denn, was sich darunter tut? Und das nicht nur in dem Spiesserparadis, in dem ich zur Zeit hause sondern auch in eleganteren Gegenden. (Die ganz alte Bourgeoisie sitzt im Zentrum der nächsten (sous-)préfecture und kann sich den Erhalt des Besitzes nimmer leisten).
    Und noch eine Anekdote zum Abschluss: der Herr des Hauses bestand auf Kupferrohren: hygienischer, einfacher zu verarbeiten und so. Nur für den Abfluss hat ihn der Sparteufel geritten und er hat PVC genommen. Und ich habe heisses Fett in den Ausguss geschüttet. So war das Rohr nach zwei wochen thermogeformt.
    In D’land mag das anders sein, aber hier wird bis weit in die oberen Segmente, je nach Kaufkraft der Kunden aufgemotzter, Baukasten / Fertigbaubetrieben. Da muss man nämlich keinen echten Maurer, Fliesenleger usw. bezahlen. Gewinnverschiebung in die grossen Gruppen, gerade auch durch regelmässigen Neubau.
    Ich wohne übrigens nicht in den USA und schreibe nicht über die dortigen „homes“ die „double-wide“ per trailer angeliefert werden.

  50. <p>@Hans: Schön auf den Punkt...
    @Hans: Schön auf den Punkt gebracht
    Aus der Sicht eines Mitglieds einer Familie, die zum Uradel gehört und seit 700 Jahren eine Rolle im öffentlichen Leben spielt(e), ist ein
    [Edit: Man darf sich hier, wie man sieht, selbst gerne des ein oder anderen nicht entblöden, aber wer hier meint, reihum Leute angiften und, wenn es nichts wird, auch noch mich anpinschern zu können, ist auf dem Holzweg. Don Alphonso]

  51. Am Tegernsee keine jungen...
    Am Tegernsee keine jungen Russinnen? Ach je…

  52. Wenn ich mir ansehe, wie die...
    Wenn ich mir ansehe, wie die Leute so auf der Strasse rumlaufen, dann faellt es mir zumindest schwer, zu glauben, dass irgendwelche ueberfluessige Kleidung eingelagert sein koennte…

  53. @icke, Sie meinen Frankreich?...
    @icke, Sie meinen Frankreich? Da hoert man ueble Dinge, was den bezahlbaren Werterhalt alter und sehr alter Haeuser betrifft.

  54. Schade, dass Sie sich in Ffm....
    Schade, dass Sie sich in Ffm. immer noch nicht besser auskennen. Dabei liegt das Gute so nah:
    http://www.betten-zellekens.de/produkte/bettwaesche/graser.php?id=110

  55. In letzter Zeit scheint der...
    In letzter Zeit scheint der Ton der Kolumne sehr in Richtung ‚mein Haus, mein Auto, meine Uhr, mein Urlaub und das andere Zeug, das ich mir leisten kann‘ zu gehen. Um sich dann ueber diejenigen zu wundern/mokieren/echauffieren, die es sich nicht leisten koennen (gerne auch mal zur Unterschicht gerechnet) oder wollen (‚Banausen‘). Recht platt, wenn man ehrlich ist – aber zutiefst ‚buergerlich‘, vielleicht auch eher ‚bildungs-buergerlich‘. Koennte aber auch von einem neureichen Bankier sein, der seinen erworbenen Reichtum gerne zur Schau stellt, allerdings auf den hier demostrierten Standesduenkel verzichtet.
    Meiner Meinung nach sehr schade – ich fand‘ die Kolumnen zum Flaschenmann oder der Rueckkehr des Todes nach Ingolstadt sehr gelungen.

  56. Werter Nitz,
    .
    ... ich sitze...

    Werter Nitz,
    .
    … ich sitze hier seit der Eiszeit rum und ich kann mich nicht erinnern, daß sie
    mir je vorgestellt wurden.

  57. ...nunja es gab von Beginn an...
    …nunja es gab von Beginn an „cousins“ mit denen man keinen Kontakt pflegte,
    die wollten immer alles haben, was sie sahen – meine Halskette ist immer noch
    verschwunden!!!

  58. Ich denke, ich muss mal was...
    Ich denke, ich muss mal was über gekonntes Enterben sprechen (und Du, lieber Neffe, wirst erst nach 5 oder 6 Wochen merken, dass in Deinem neuen Haus der Schwamm im Gebälk sitzt und das Fundament bröselt)

  59. lieber Hans Meier555,
    unser...

    lieber Hans Meier555,
    unser verehrter Gastgeber Don ist ja nicht „auf der Nudelsuppn dahergschwommen“ sondern „de famille“ die ihn bereits mit Manieren, Immobilien und bürgerlichem Hausrat ausstattete. Das Dazukaufen ist durchaus üblich, vor allem bei alleinstehenden Kunst- und Dekorsammlern.
    lieber N-itz,
    Angehörige von Familien mit 700jähriger Tradition und der Endsilbe „itz“ im Namen
    wissen wer sie sind und das reicht ihnen. Nie wären sie so ungezogen und so dumm einen Herrn Meyer zu brüskieren.

  60. Ein schreckliches Schicksal...
    Ein schreckliches Schicksal wird all die Einzelkinder ereilen, die sich dem Erbkonvolut der Eltern, kinderloser Onkel und Tanten, sowie der Großeltern gegenüberstehen.

  61. Antoinette, das ist sicher...
    Antoinette, das ist sicher wahr, keine Frage.
    .
    Nitz, nachdem Ihre Versuche, hier andere rauszuekeln, erst mal als gescheitert angesehen werden können, können Sie sich natürlich gern auch mit mir anlegen, nur zu. (Oben in Ihrem Kommentar mal ein kleiner Hinweis, wie ich mit Gschleaf wie Ihnen zu verfahren gedenke)

  62. Nitz ist auch nur eine...
    Nitz ist auch nur eine Kunstfigur. Bitte, wir sind hier im Theater! Bitte setzen Sie sich wieder. Der Buehnenarzt kuemmer sich schon um alle.

  63. Oberpfälzer, seit nunmehr 10...
    Oberpfälzer, seit nunmehr 10 Jahren werde ich immer wieder mit solchen Aussagen konfrontiert, und mit Empfehlungen, es anders zu machen – mei. Obwohl es immer wieder harsche Kritik gab, bin ich noch immer nicht am Ende. Ich denke, es hat damit zu tun, dass ich von dem, was ich schreibe, zuallererst selbst überzeugt sein muss. Gefälligkeit interessiert mich offen gesagt nicht. Ich meine das nicht unfreundlich, es ist so.
    .
    muscat, kann sein, dass ich FFM besser und schneller kenne, als man denken möchte – danke jedenfalls für die Ratschlag.

  64. @DA
    Ihre Antwort zu...

    @DA
    Ihre Antwort zu Oberpfälzer – well done. Die Kritik erinenrt mich ja direkt an meine Gymnasiumzeit in Amberg (ehemalige jesuitenschule) und wie dort wir Landkinder dort von den Lehrern betrachet wurden. BTW: von einer Rekaltholisierung und davon wie die obere Pfalz in Folge dessen verkommt (o.k. wir haben zwei riesige Truppenübungsplätze der US Army, die WAA hätten wir beinahe bekommen…) wurde natürlich nichts gesagt. Wahrscheinlich muss man das lieben, sonst dreht man vor lauter Schmerz und Ohnmacht durch.

  65. Wie offline, so auch online...
    Wie offline, so auch online

  66. Filou,
    das ist schon...

    Filou,
    das ist schon ärgerlich – hat mir jemand den falschen Text in die Hand gedrückt?

  67. Plindos, so richtige...
    Plindos, so richtige Unterschiede fallen mir da gar nicht mehr besonders auf.
    .
    bertholdIV, ich sage immer mit meiner Grossmutter die alte Weisheiut: Es is wias is. Die Oberpfalz, nun, die hatte einfach Pech. Schon seit den Ungarneinfällen, ohne Scherz.

  68. icke, dsie Erfahrung, die ich...
    icke, dsie Erfahrung, die ich gemacht habe, anhand von alten Preisen auf gehorteten Ersatzteilen: 1. ist das Gute enorm teuer geworden und 2. ist alles, was geht, aus wenig stabilem Kunststoff. Nicht alles war früher gut, aber ich denke, dass gerade der Installateur von den diversen Problemen neuer Objekte lebt, die es früher bei weniger schicker Gestaltung so nicht gab. Man schaue sich nur mal moderne Duschkopfhalterungen an.
    .
    Rebound, nun, gerade an Tagen wie heute, da die Wurschtigkeit sich allenthalben Bahn bricht, eine sicher richtige Beobachtung.

  69. @Antoinette: ja, das ist der...
    @Antoinette: ja, das ist der extremste Fall, da kann u.U. ein Tsunami an Zeugs auf einen zukommen. Wenn man keine Kinder, Neffen oder Nichten hat, wird man es wahrscheinlich größtenteils wegwerfen.
    @Oberpfälzer: je, es muß ja auch noch einen Ort geben, wo man mal über so Dinge wie praktischen Umgang mit Erbschaften tratschen kann, denn gegenüber Leuten auf der Straße, im Zug, auf der Arbeit, in der Nachbarschaft verbietet sich sowas strengstens von selbst (außer man ist völlig geschmacksverirrt), und mit der Familie bespricht man eher das Formale. Irgendwo muß man gegenüber Gleichbetroffenen doch mal jammern dürfen, was es für eine Last ist, das Geraffel, weil man entweder welches bekommt, das nicht 100%ig gefällt, oder welches, das wenig Gebrauchswert hat, oder solches, bei dem einen der Verkauf ewig Zeit und somit Nerven kostet.

  70. minna,
    Improvisationstheater,...

    minna,
    Improvisationstheater, Extempore. Jeder ist auf seine Geistesgegenwart und das Erkennen seiner Rolle gestellt. Irgendwann ist jeder authentisch. Aber nur irgendwann. Sonst macht’s doch keinen Spass. Keinen Spass gibts draussen. Will einer den Provokateur geben, soll er’s tun. Die Rolle der anderen ist der geistvolle Umgang mit ihm. Hier gibt’s eine Menge ernster Spassvoegel. Und das ist schoen. Das macht ja den Reiz und den Erfolg dieser Veranstaltung aus.
    Bei der Gelegenheit, Don Alphonso, mein Kompliment!

  71. Stephen, man kann natürlich...
    Stephen, man kann natürlich Dinge nur bis zu eiunem gewissen Grad horten, aber alle Dinge sind auch endlich, insofern sehe ich da bei mir kein grosses Problem. Dazu haben wir im Hof auch Holzlegen, wo man das eine oder andere unterbringen kann, bis sich wieder ein Platzerl findet. Ich finde es gut, wenn Räume Dinge ein- und ausatmen. Und wenn es zu voll wird, kaufe ich nichts mehr.
    .
    Benedikt Köhler, man könnte natürlich, wenn man böse wäre, auch fragen, ob der Trend zum Loft nicht auch… aber natürlich ist es vermutlich unvermeidlich, dass dergleichen mit Mobilität einhergeht. Fragt sich nur, ob Mobilität etwas Gutes ist.

  72. @DA: au ja, im Sinne realer...
    @DA: au ja, im Sinne realer Vorbilder für Dagobert Duck bin ich sehr fürs Enterben. Ähnlich wie die Themen Steuerhinterziehen qua Schweiz und Anorektikerinnen mit Kürbistarte antäuschen würde es mich wahrscheinlich ziemlich erheitern.
    @Rebound: ich fürchte, die traurige Wahrheit ist: in den Containern ist noch mehr von solchem.
    wg. Renovierungswahn: Rohre und Elektrik muß man nicht alle 10 Jahre erneuern, das ist doch Kappes. Plastikfenster vielleicht schon, denn die kann man nur austauschen, nicht warten. Bad ständig neu machen tut man nur, wenn man dem Modewahn verfallen ist (solche Spinner sollen meinetwegen kräftig zahlen), ansonsten reicht es, das 2, höchstens 3x im Leben zu ändern, wenn irgendwas gar nicht mehr funktioniert und kein Ersatz mehr zu bekommen ist. Alle 10 Jahre Malerarbeiten komplett, ja das mag angehen, und bei Holzfenstern und Fassade an der Straße vielleicht auch alle 5 Jahre, aber alles andere hat weit längere Intervalle.

  73. minna, kurz gefasst:...
    minna, kurz gefasst: Intelligenz dient dazu, dem Geist mehr Leichtigkeit zu geben.

  74. lieber Foersterliesel,...
    lieber Foersterliesel, herzlichsten dank für den ö-link.
    mein mann ist auch so ein spezialist: alles, was noch funktioniert, wird behalten.
    und irgendwann tatsächlich teilweise wiederverwendet. sein jubilieren und triumpfgeheul zieht dann über die dörfer, der stammtisch freut sich dann mit!
    (ich muss meinen müll wirklich bewachen, sonst zieht er sich wieder etwas raus, von wegen: das könnte man ja nochmal irgendwo unterlegen, dann wackelt der alte schrank nicht mehr so etc.) und, arrrrgh, er hat recht! leiiider …
    .
    gelernt hat er das zuhause. sein alter herr papa hat noch bakelitbehälter und uraltelektrokabel, streichholzheftchen um die vorvorige jahrhundertwende. nur leider keine original-edision-glühbirne.
    und mein john wayne geht sogar zu ihn, schnappt sich eine der alten kisten vom speicher und freut sich wie ein schneekönig, wenn er mal wieder …äh… antikes verarbeiten kann. ein echter bastler.
    das ist eigentlich nicht doof, aber man hat so unmengen von zeugs …
    .
    immerhin wird sich das unter die erben bringen lassen,
    liebe Antoinette.
    vielleicht heiraten ein paar meiner elf nachkommen einzelkinder aus den besagten häusern, was nicht schlecht, weil im ergebnis nur ein leicht überfüllt ausgerüsteter haushalt (im ggs. zum aus allen nähten platzenden) wäre.
    .
    ah, werter Filou, wie geht es ihrem canalis alimentarius artificialis electronicus? passt das flüssigäpfelchen wieder hinein?

  75. @DA
    Pech: vielleicht mit dem...

    @DA
    Pech: vielleicht mit dem Winterkönig lieber auf der richtigen Seite und alles verlieren, als wie maximilian I …… man gewinnt ja nicht wirklich was dabei, wie die Geschichte Bayerns zeigt.
    Zurück zu den Lagerhäusern oder nicht…
    Jetzt ist bald Johanni. D.h. Sie holen sich bei der Gemeinde eine Genehmigung für ein johannesfeuer (Vorwand auch andere Personen einzuladen) – Grund(-besitz) haben Sie genug. Im lokalteil der Mittelbayerischen steht dann öfters, d’Leid möchten doch bitte nicht allen Unrat in die Feuer mitgeben…

  76. geschätzter BertholdIV, der...
    geschätzter BertholdIV, der unrat von heute ist die ausgrabungsstätte von morgen.

  77. Der Ansatz geht ja durchaus...
    Der Ansatz geht ja durchaus weiter.
    Wer Kontinuität pflegt der hortet. Man kann alles noch einmal vortschreiben, nutzen, in einem anderen Kontext wieder verwenden.
    Wer auf Schnitte und Detailösungen setzt für den ist jeder Einsatz einmalig und mit dem Ende der Aufgabe kommt auch die Trennung vom Gegenstand.
    Ich weiss noch, wie meine Mutter einmal bei einem Teil gejammert hat, diesen Farbton würde sie nie wieder finden und er kombiniert sich doch so schön. Die flappsige Antwort meiner Schwester war (nach einem kurzen Seitenblick): wenn wir Glück haben behälst du Recht.
    Das Hamstern von Kubikmetern gefüllt mit „könnte, sollte, müsste“ ist so urmenschlich, daß ich kaum glauben kann, daß sich dem jemand komplett entziehen kann.

  78. Bei mir zu Hause ist kein...
    Bei mir zu Hause ist kein Platz für alte Ataris, Amigas oder C64’s und die zugehörigen 5 1/4 Zoll- Disketten. Oder für Tonbandspulen aus den 1960ern. Aber wenn man so ein Lagerhaus hätte! Ich meine, so ein Atari von 1982 könnte ja, wenn er noch funktioniert, ein tolles Geschenk sein für so manch einen.
    .
    Ausserdem braucht man Lagerhäuser, um einen Gesamteindruck zu erhalten. Auch wenn ich die einzelnen Bücher nicht mehr brauche. Ungefähr zu wissen: Dieser Krempel in dieser Zusammensetzung stand bei mir damals auf dem Regal — da kann ja jeder einzelne Gegenstand wieder Erinnerungen wecken, die nur er erwecken kann. So ähnlich wie bei Proust. Auch die Gerüche sind nicht zu unterschätzen.

  79. Berthold IV
    Ein von Franzosen,...

    Berthold IV
    Ein von Franzosen, Schweden, Protestanten und Türken gevierteiltes Europa wäre Euch natürlich lieber gewesen.

  80. tja Filou, woher nehmen und...
    tja Filou, woher nehmen und nicht stehlen?

  81. Werte Donna Laura, ich wusste,...
    Werte Donna Laura, ich wusste, dass der Pfeil in spuerbarer Naehe an Ihnen vorbeifliegen wuerde. Die Anspielung auf den elektronisch gesteuerten Enddarm uebergehe ich liebenswuerdigerweise ohne zu behaupten, dass Sie kaltherzig meine Not ohne einen hilfreichen Rat ignorierten. Dafuer werden Sie mir nicht so Ohne davon kommen. Dies wird spaeter geschehen. Mein Herz ist voll froher Erwartung.
    Nun aber bedanke ich mich vorerst fuer die hoefliche Nachfrage und versichere Sie, dass ich bereits wieder der Suende mich hingebe. Mit Massen, wie es sich fuer einen zarten Knaben gebuehrt. Ich verbleibe wie immer als der Ihrige F.

  82. "Der Trend zum Loft" wäre...
    „Der Trend zum Loft“ wäre demnach in eine Zukunft projiziert, in der Menschen auch die Self-Storage-Facilities bewohnen werden, ein weiteres Beispiel für das Absinken eines Kulturguts in tiefere Schichten? Was die New Yorker Avantgarde in den 1960ern begonnen hat, wird auch in Fürth der 2010er möglich sein. Sollte man am Ende doch in Self Storage investieren?

  83. 'die geschmackliche...
    ‚die geschmackliche Selbstverwirklichung eines hochgebildeten Singles, der es sich leisten kann.‘
    hansmeier555:
    grossartig. solche saetze hoere ich desoefteren von der gestrengen frau mama. vor allem das wort ’selbstverwirklichung‘. ich machte mir sogar einmal die muehe, es in einem ihrer briefe anzustreichen. was soll ich sagen, es war das papier danach sehr tuerkis. dabei fand ich sie immer mehr verwirklicht als mich selbst. das sagte ich ihr aber nie. aus respektsgruenden.
    und ich bekenne es frei: es gibt ein storage in meinem leben. aus dem grunde, dass der keller, in dem u.a. mein mir immer noch fehlender sekretaer eingelagert war, schlicht und ergreifend absoff. ausserdem war ich es leid, die familie jeden monat aufs neue vertroesten zu muessen. ich holte meine sachen ja doch nicht nach. ich will damit diese dinger nicht in schutz nehmen, sie sind eine rechte qual, helfen jedoch im kalamitaetsfall. wuerde es ein solches in meinen fixkosten nicht geben, ich haette wie der don darauf herabgesehen und eine komplizierte storage soziologie entwickelt.
    ich war zufaellig bettwaesche ansehen am wochenende, denn ich habe mir ein neues bett angeschafft, das nie nie nie in storage gehen wird. (der vorgaenger wird karitativen zwecken dienen.) es ist rococo a l’eduard. l.a. kam bei mir nicht vor, obwohl ich es leichter habe, da ranzukommen. baumwolle in allen ehren, aber ich finde auch seide besser. schwierig nur, den richtigen farbton zu finden. die sind alle viel zu modern. ich finde aber, da Sie sich diese intensiven blautoene im schlafzimmer leisten koennen, sollten Sie sich solchen strapazen beim einkauf nicht aussetzen. jetzt, wo man wieder zum harrod gehen kann, ohne gefahr zu laufen, dieser geschmack- und pietaetlosen statue von di&dodi zu begegnen, koennen Sie es schon wagen, ins erzeugerland zu kommen. ist auch nicht teurer als von Ihnen bis nach, wo war es noch? frankfurt? ich hoffe sehr, Sie monogrammieren noch selbst?
    im uebrigen: la dietrich wuerde heutzutage gesungen haben: ‚ich hab noch einen storage in berlin.‘ darauf brief und siegel.

  84. @Don Alphonso:
    Gefaelligkeit...

    @Don Alphonso:
    Gefaelligkeit ist kein Kriterium, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Was interessiert’s die Eiche, wenn ein Eber … Ich wollte lediglich anmerken – zugegeben ueberspitzt formuliert – dass die besprochenen Themen in letzter Zeit nicht mehr Ihren bisherigen Standards entsprechen. Sie haben mir mit mancher Kolumne aus dem Herzen gesprochen, v.a. wenn es um soziale Phaenomene wie den Flaschenmaennern, bloeckenden Politikern in Ingolstadt und dem Umgang mit Volltrunkenen ging (wobei mir die Flaschenmaenner offen gestanden am Liebsten sind sind. Bisher der beste Beitrag, meiner Meinung nach.) Ein ‚mei‘ wird von mir als bekennenden Oberpfaelzer niemals als unfreundlich empfunden. Eher als ‚Ist halt so …..‘
    @bertholdIV:
    Tut mir leid, von Ihrer schweren Zeit bei der Jesuitenschule in Amberg zu lesen. Ich kann Ihnen allerdings aus eigener Erfahrung versichern, dass die Zeit in einem anderen Amberger Gymnasium als Landei und Nicht-Lehrer-Kind auch kein Zuckerschlecken war. Allerdings hatte ich hinterher die – zugegebenermassen kleinkarierte – Befriedigung zu hoeren, dass die Tochter das katholischen Religionslehrers nach 12 Monaten an der Universitaet einem Knaben das Licht der Welt schenkte. Die werte Dame nahm das mit der Naechstenliebe wohl zu woertlich und hatte im Leistungskurs Biologie nicht aufgepasst. Mei …
    @colorcraze
    Ich verstehe die Sorgen einer kuerzlich von einer Erbschaft ereilten Person aus eigener Erfahrung recht gut, glauben Sie mir…. Was macht man mit einem alten Motorrad, wenn man selbst keinen Fuehrerschein aber dafuer zwei linke Haende hat, das Gefaehrt aber liebevoll vom kuerzlich dahingeschiedenen alten Herrn restauriert wurde und man selbst in New York sitzt? (Verkaufen kommt natuerlich nicht in Frage!) Um mit einem Zitat meines Grossvaters zu enden ‚damit jemand erben kann, muss jemand andres sterben. erben kann schoen sein, aber sterben ……?‘

  85. Nach all vorgenamten, müsste...
    Nach all vorgenamten, müsste sich die FAZ jetzt selbst entsorgen.

  86. @Don Alphonso
    Ziel dieses...

    @Don Alphonso
    Ziel dieses Artikels ist es in meinen Augen nicht, Sinn oder Unsinn beschriebener self-storage Anlagen zu diskutieren, sondern mal wieder Kritik an den “ stets mobilen, dynamischen und nur begrenzt sesshaften Funktionsrädchen des globalen Kapitalismus, die mal für ein, zwei Jahre woanders leben müssen“ zu üben. Das ist natürlich einfach, wenn man als personifizierter Biedermeier und einer verwöhnten Aufsteigergeneration angehörend vom Tegernsee aus urteilt und dabei anscheinend der Realität vollends entrückt ist.
    Der heutige Arbeitsmarkt erwartet nun einmal Mobilität und „Commitment“. Das Privileg, zeitlebens an einem Ort für einen Arbeitgeber zu arbeiten, haben die jüngeren Generationen heutzutage leider nicht mehr. Wenn man sich die Spießigkeit Meissener Porzelans und teurer Bettwäsche, ganz zu schweigen von Grundeigentum, später einmal leisten möchte, muss der heutige Uniabsolvent einige Jahre Knechtschaft über sich ergehen lassen!
    Und dazu gehört auch Arbeitserfahrung oder Studium im Ausland. Ich selbst befinde mich gerade in Australien (glücklicherweise blieb mir die Miete einer self-storage Zelle jedoch erspart, da ich meine Wohnung zwischenvermieten konnte) und überlege mir momentan sehr genau, ob ich nach Deutschland zurückkehren werde. Vor allem die spießige Bürgerlichkeit ist etwas, das mich an Deutschland stört: Die Identifikation über den eigenen Besitz, das Geschirr, das Auto. Man kann sich jedoch erst eine Meinung darüber bilden, wenn man Anderes kennen gelernt und erlebt hat. So sind die Menschen in Down Under wesentlich weniger auf diese materiellen Werte fixiert und legen statt dessen mehr Wert auf Freunde, Freizeit und Geselligkeit. Mir hat dieses „unbürgerliche“ Leben gezeigt, was wirklich wichtig ist: nicht die Besitztümer, die man mittlerweile in Deutschland schon angehäuft hat, sondern Freunde und Familie, die einem auch am anderen Ende der Welt erhalten bleiben und jene neuen Freunde von sämtlichen Teilen der Erde, die täglich meinen Horizont erweitern. Diese Offeneit und Akzeptanz anderen Lebensformen gegenüber täte Ihnen, sehr geehrter Don Alphonso, auch nicht schlecht!

  87. ...es ist lange her, dass ich...
    …es ist lange her, dass ich den Ausdruck gehoert habe, aber ich bin der Meinung, dass es die „Brenn~“ und nicht die „Nudelsuppe“ war auf welcher man (besser nicht!!) dahergeschwommen kam… …Oma & Opa rotieren bestimmt bald doppelt so schnell in ihren Graebern, falls diese baiuwarische Sprachverwirrung weiter anhaelt… … in Oberfranken wird auch gerne vom Joanni-feuer gesprochen und auch dort wird ungern Unrat verfeuert, man nennt es „Zeuch“.

  88. Das ist in der Tat die Frage....
    Das ist in der Tat die Frage. Egal, ob es um persönliche Devotionalien geht, ob um den Müll, den ein zeitgemäßer Lebensstil nun einmal mit sich bringt, ob um ganz materielle Güter, die man nicht selber brauchen oder verbrauchen kann, oder um ordentliches Personal. Ja, selbst Immobilien werden Opfer des Outsourcings, man denke nur an Immobilienleasing, das soviel moderner ist als kostenträchtiges und bilanzbeschwerendes, solides altväterliches Grundeigentum. Auch das Hausgesinde, man möchte es nicht mehr ständig um sich haben, besser soll es nur noch bei Bedarf, zu besonderen Gelegenheiten abrufbar sein, und dafür haben wir Leih- und Zeitarbeit flächendeckend etabliert. Soziale Bindungen sind nur belastender Ballast. Im Grunde gilt dies auch für Ehe und Familie. Sie sind einfach nicht mehr so recht lifestyle-kompatibel in unseren „Modern Times“. Charlie Chaplin hat es schon früh gewusst und in wundervolle Bilder gefasst, derer man sich inzwischen sogar bei der FAZ erinnert.
    Wahrlich, dieses Thema hat Tiefendimensionen wohlig erschreckenden Ausmaßes.

  89. Wozu denn so an dem Besitz...
    Wozu denn so an dem Besitz hängen? Warum das liebevoll restaurierte alte Motorrad nicht an einen Liebhaber verkaufen, der wirklich Freude dran hat und es nicht als Ballast empfindet? Dem Motorrad und dem kürzlich dahin geschiedenen alten Herrn ist das bestimmt lieber als wenn das Motorrad traurig und unbenutzt im storage herumgstehen muss.

    Bei mir persönlich ist der einzige vorhandene „Plunder“ von dem ich mich (noch) nicht trennen kann meine Studienunterlagen. In den Mitschriften, Übungsaufgaben und Notizen steckt soviel Arbeit drin, das bringe ich wirklich nichts übers Herz wegzuschmeißen (außerdem schaue ich tatsächlich ab und zu nochmal rein). Aber solange es noch ins Regal passt ist ja alles ok (nur das Grundstudium habe ich in die Abstellkammer verbannt). Meinem Mann und mir stellt sich das Problem zum Glück nicht, da wir beide mit der Haushaltseinrichtung quasi von null anfangen mussten…

  90. @ C.A.: Die Thesen vom...
    @ C.A.: Die Thesen vom „heutigen Arbeitsmarkt“ und was der angeblich von einem erwartet, werden durch das ständige Wiederholen auch nicht richtiger. Dennoch mag es sich ja für Sie richtig anfühlen.
    ‚Den Horizont erweitern‘, nun, das geht auch ohne Ortswechsel und MBA für teuer Geld („die sich im Lebenslauf genauso gut machen wie in den Lebensläufen ALLER ANDEREN Konkurrenten“).

  91. Liebe Annasethe,
    Ihre Mutter...

    Liebe Annasethe,
    Ihre Mutter meinte das bestimmt als Vorwurf, vermute ich. Aber Sie sind ja auch die Tochter und nicht der Sohn.

  92. @ C.A. : Wenn Sie etwas von...
    @ C.A. : Wenn Sie etwas von dieser Offenheit nach Deutschland verbringen würden, wäre das für ihr Mutterland kein Nachteil.
    Ansonsten haben Sie schon Recht, für den Nachwuchs sind Größen wie Kontinuität und Ortsverbundenheit eine Unmöglichkeit.
    Aber Sie stellen ja selbst fest, daß des einen Luxus durchaus auch des anderen Bürde sein kann.
    Sobald ich das aktive Arbeitsleben hinter mir lasse, werde ich jedenfalls noch einmal ein Studium aufnehmen und Sprachen lernen.
    Darauf freue ich mich schon.

  93. @ LIBERTASNUNC : Die ab dem 3....
    @ LIBERTASNUNC : Die ab dem 3. Lebensjahr in Staatsverwahrung groß gewordenen Kinder, werden nach Zeitarbeit und Entsozialisierung ganz bestimmt ethisch anspruchsvolle und gesetztestreue Bürger.
    Die Firmen ohne jeden Eigenbesitz (vom Anspitzer bis zum Firmensitz alles geleast und reines Hand -> Dividende wirtschaften), werden ebenfalls ein Hort des sozialen Stabilitäs sein.
    Ich kann diese modernen Zeiten kaum noch erwarten.
    *Ironie* aus ; Entschuldigung aber dieses Schreckensbild habe ich eh schon vor Augen, wenn ich Nachts schweissgebadet hochschrecke.
    Was denken Wirtschhafts- und Politikeliten eigendlich wohin sie dieses Land führen?
    Man könnet ja Workerstorages bauen. Da kommen die Leute rein, wenn sie nicht stundenweise zur Arbeit eingesetzt werden.
    Quasi das Arbeiterbordell als Entstufe der Industrialisierung.
    Gar keine Arbeitsverträge, nur Auftrag und Ausführung, zahlbar an den Storage.

  94. muscat,
    schon vor längerer...

    muscat,
    schon vor längerer Zeit hörte ich den Stoßzeufzer „die unterscheiden sich nur
    noch in der Haar-und Augenfarbe..“

  95. Holy01,
    "Dieses Land"? - das...

    Holy01,
    „Dieses Land“? – das sind schlicht 80Mio. „Menschen“ die es gilt den „Märkten“
    zuzuführen …
    … den Ausdruck hab ich von einem Topbanker geklaut.

  96. @stola Konsumverzicht bitte...
    @stola Konsumverzicht bitte kommen – jahrelang praktiziert bestens funktioniert und das Hirn
    kommt dabei glänzend heraus bestens zur Nachahmung empfohlen noch Wünsche?

  97. @ minna : Waren Sie schon...
    @ minna : Waren Sie schon einmal bei einem Motivations- und Argumentationstraining für Geldberater und Versicherungsvertreter ?
    Da dauert es keine 3 Minuten bis der „Moderator“ die Leute spuckend anschreit, daß es sich nicht um Kuinden handelt. Das sind die, die IHRE Provision haben und SIE müssen … nein WOLLEN diese Provision haben.
    Wenn die Herrschaften ihre wärme entwickeln, dann nur wenn die jemanden über den Tisch ziehen.
    80 Millionen Kunden? Naja, man kann denen die Nix haben ja immer noch eine Kreditlinie verkaufen.
    Die Habenden sind ja zum Glück alle so naiv und pumpen ihr Geld in lukrative Geschäftsmodelle.
    Will sagen, das Geld haben andere, aber das soll ja auch so sein. Ausserdem, wer mehr als 100k € hat, rennt den Geldberatern ja freiwillig die Bude ein, damit nur kein Geld zu Hause bleibt.
    Werte bilden nur Banken (Haben) und Staaten (Soll) und Politiker denken wenn beides ein Plus aufweist wäre das Gesamtwirtschaftlich ok.
    So blöd muss man erst einmal sein, aber was will man von solchen Retortenpolitikern die nie gelebt haben schon erwarten. Die lassen halt alle bei Bertelsmann denken.
    .
    @ Don wenn der Strang zu weit vom Storage wegläuft, dann setzen Sie es nicht online. Es ist nur eine nicht mehrheitsfähige Einzelmeinung ;-).

  98. Salus publica suprema lex
    Don...

    Salus publica suprema lex
    Don Alphonso@: Werfen Sie doch bitte mal einen Blick in das Feuilleton der heutigen FAZ-paper-edition. Einem bemerkenswerten Artikel über den Gesundheitsmythos Schweiz (sic!) nach zu urteilen, müssen Sie irgendwo auf dem Wege nach Davos, vermutlich ein Mädchen Names Heidi aus einem Alpendörfli unter die Räder Ihres Sunbeamers verbracht haben. Die dortige Statthalterschaft fahndet immer noch.
    Holly01@: Doch, solche Workerstorages gibt es schon des Längeren in Hongkong. In diesen Menschenkäfigen, mit Maschdrahtgitter abgetrennt, von ungefähr knappen 6.-m², darf umschichtig halbtags gewohnt werden. Halte dieses Zukunfts-Modell qua lex für unsere Singles als Pflichtbehausung äusserst angebracht, da jene keinen Beitrag zur demographischen Entwicklung D.s und der sustainablen Rentenakkumulalion leisten (können?). Auch stecken diese alles Salär in konsumptive Ausgaben und neigen nicht zu langfristigen Investitionen. Sie nagen somit am Triple-A Deutschlands.
    Auch schaden diese der, von BKín Frau Dr. A. Merkel prognostizierten, Zukunfts-fähigkeit unserer Nation.
    Sesshafte, wie zum Beispiel der sehr verehrte Bloghalter DA (hier reine Annahme), sind sowieso erwiesenermassen auf diesen Gebieten viel produktiver und regsamer!
    Der Tiger@: Wir Sternengucker, ad aspera ad astra, vermissen Ihre stringenten himmlischen Beiträge!

  99. Guten Tag allerseits,
    meines...

    Guten Tag allerseits,
    meines Wissens gibt es inzwischen – zumindest in USA – so etwas wie Neuzeit-Archäologie. Die Vertreter dieser Fachrichtung buddeln in Müllkippen aus den 50er und 60er Jahren, um den ‚Lifestyle‘ jener Zeit zu rekonstruieren. Eines der Leitfossilien ist dabei die Alu-Dose. Da sie einer Evolution unterliegt, kann man mit ihrer Hilfe die Müllschichten den einzelnen Jahren zuordnen.
    Nun zum aktuellen Thema: Sind diese Silos vielleicht die richtigen und wichtigen Orte, um in ca. 50 Jahren unserem technologischen und geistigen Stand auf die Schliche zu kommen? Man bedenke, daß das, was wir elektronisch speichern, in geologisch kürzester Zeit restlos verloren sein wird. Silberbasierte Bilder werden natürlich genauso wie Kannen aus diesem Material überdauern.
    Grüße aus der großen Stadt im Norden K

  100. Nachtrag.
    Empfehlenswertes...

    Nachtrag.
    Empfehlenswertes für Ihre nächste wertbeständige Storageauffüllung!
    Nict zögern, zugreifen.
    http://www.neckermann.de/Wohn-Outlet/10914801,de_DE,sc.html?scgid=10008529

  101. @C.A.: nun, Australien ist...
    @C.A.: nun, Australien ist nicht Europa, auch wenn es sich dem nahefühlt. Es ist wahrscheinlich das einzige noch verbliebene Pionierland auf der Welt, und entsprechend ist die Mentalität eine andere als hier, wo doch zumindest ein paar noch sagen können, daß ein Teil ihrer Vorfahren sich seit 1000 Jahren in einem kleinen überschaubaren Gebiet bewegt hat.

  102. Plindos, dass die Schweiz...
    Plindos, dass die Schweiz letztlich auch nur Fassade ist, ist nicht zu bestreiten. Danke für die Einblicke in fremde Welten.
    .
    Kalchas, Amerika hatte schon immer das Problem, etwas wie Kultur zu finden, da nimmt man eben, was man kriegen kann. Weite Teile des Landes waren ja im 19. Jahrhundert immer noch sehr dünn besiedelt. Der Verlust von Daten ist sicher ein Problem, aber man wird sehen, ob es wirklich so schlimm wird – ich sehe das Problem mehr bei den Lesegeräten und deren Inkompatibilität. Meine ersten Beiträge im Radio waren noch auf Band. Und ich bin froh, sie nicht mehr hören zu müssen.

  103. @Holly (Kontinuität/Schnitt):...
    @Holly (Kontinuität/Schnitt): das scheinen mir die beiden Pole zu sein, zwischen denen es abläuft. Bin mir auch nichtmal so sicher, ob es heute wirklich holpriger und stolpriger abläuft als in den 1920ern und 1930ern. Umziehen war seinerzeit auch eine sehr verbreitete Übung. – Versicherung etc: der Markt ist gesättigt, es ist nichts mehr zu holen, also wird der Verkauf auf Drückerkolonnenniveau gesenkt. Die Käfighaltung der Sachbearbeiter steht noch aus, bei Zeitarbeit ist man schon angekommen.

  104. Nun frage ich mich, ob es nur...
    Nun frage ich mich, ob es nur Karrieregeilheit ist, die Leute ins Ausland und den Plunder in den SelfStorage treibt. Koennte es nicht auch so sein, dass ein froehlicher junger Mensch den Mut hat, mal eben woanders hinzugehen-nur so, um mal zu gucken? Der Krempel kommt dann nicht zu Mutti (die schnueffelt garantiert), sondern in den Container.
    .
    @minna, klauen natuerlich. Ich laure an der Ecke und warte bis Intelligenz vorbeikommt-und Zappzerapp. Bloss: Woran erkenne ich Intelligenz?

  105. Filou,
    Sie sind doch DDR...

    Filou,
    Sie sind doch DDR erfahren; gab es da nicht so ein Rating wer zur Intelligenz
    gehörte? Das könnte man doch äußerlich kennzeichnen –
    vielleicht doch keine
    gute Idee ;-)

  106. Filou,
    eigentlich interessiert...

    Filou,
    eigentlich interessiert mich Begabung mehr, die ist viel gefährlicher; führt aber
    eben nicht zwangsläufig zur ersehnten Leichtigkeit des Geistes.

  107. minna, Zappzerapp der...
    minna, Zappzerapp der Intelligenz konnte die StaSi. Finden konnte man sie dann reichlich in den Knaesten. Ich blieb ungeschoren. Eben darum.
    .
    Nachricht aus dem Koenigreich: NL vs. DK. Totenstille ueberall, nur im Tal die Nachtigall. Herrlich!

  108. Filou: Sie haben recht.
    Es...

    Filou: Sie haben recht.
    Es ist sicherlich ein bisschen platt jedem der im Ausland Arbeit findet nur weil er sie zuhause so nicht findet das Schlechteste zu unterstellen und sie allesamt dem fahrenden Volk der Krisenauslöser und gewinnler zuzuordnen.
    Ein solches preiswertes Aufbewahrungslager für Gegenstände hätte ich mir schon vor vielen Jahren gewünscht, denn der Keller meiner Eltern, wo ich so manches mir Wertvolle unterstellte erwiess sich als feucht. Ich musste einen Totalschaden beklagen.

  109. Nun, ich habe mal eine Anfrage...
    Nun, ich habe mal eine Anfrage gemacht, und muss sagen: Die Preise finde ich prohibitiv. Ich glaube nicht, dass da jemand einfach mal ein paar Socken lagert, dafür ist es dezidiert zu teuer. Es gab und gibt immer ein Lagerraumproblem – nur was jetzt eben aufkommt, ist dessen professionelle Benutzung durch solche Strukturen. Früher kannte man eigentlich immer jemanden, der etwas wusste – oder man schaute einfach in die Kleinanzeigen.

  110. @ filou
    .
    natürlich gibt es...

    @ filou
    .
    natürlich gibt es auch die „überzeugungstäter“. das sind aber auch oft die leute, die die ihre Priorität nicht so sehr auf die Karriere richten . wenn sie so jemanden suchen schauen sie mal in den lebensläufen nach exotischen studienfächern. arabistik, sinologie, slawistik, … und was es da an noch viel seltsameren dingen gibt. dort finden sie dann die, die darum betteln ins ausland gehen zu dürfen. die bleiben dann aber auch vlt fürs leben expat oder kommen erst wieder wenn kinder anstehen – also keine karriere.
    .

  111. Nach drei internationalen...
    Nach drei internationalen Umzügen reist man erheblich leichter. Man verliert viel — Verluste, die auch nach Jahren noch schmerzen — aber man lernt auch seine Prioritäten kennen: Ein alter Sessel, zwei alte Möbel, Davids Kopf in Gips, und alle Bücher. Alle! Der Mann, der mal ernsthaft vorgeschlagen hat, daß ich ein paar aussortiere, na, ich will nicht sagen, der lebt nicht mehr. Er lebt schon noch, aber nicht mehr mit mir.

  112. Aus der konservativen zeitung...
    Aus der konservativen zeitung unseres nachbarlandes – 1938 sind wir in der 1. Runde gegen die Schweiz ausgeschieden
    http://diepresse.com/home/sport/fussball/wm/573471/index.do?_vl_backlink=/home/sport/index.do
    von Antenne Bayern (toller Sender ,-)) ins ZDF, alles eine Erbe der kulturellen Revolution unter dem Kanzler der Einheit, Privatfernsehen. BTW: Die neue Chefredakteurin der Taz kommt auch von einem Privatsender

  113. Live aus dem Koenigreich...
    Live aus dem Koenigreich (14:22 Uhr), eben zwei Ambulancen. Die ersten Herzinfarkte? Oder schnell Bier holen?
    .
    minna, Begabung wozu? Begabung verschleiern. Milieuwechsel anstreben.
    .
    Live aus dem Koenigreich (Update 14:30 Uhr): Schreie aus der Nachbarschaft. Mord,? Totschlag? Oder ein Tor? Mer weess es nich, mer steggd nich drinne.

  114. Holly01, nichts gegen...
    Holly01, nichts gegen Einzelstränge, es ist nur etwas schlecht, wenn es vollends und umfasssend und dauernd ausartet – aber das ist hier nicht der Fall.
    .
    unellen, das Elend fängt ja schon bei der Notwendigkeit an, bei manchen Geräten aus Garantiegründen die Verpackungen aufheben zu müssen – man glaubt ja gar nicht, wie wenig Kamera manchmal in so viel Kartonage steckt. Der Besitz ist einfach im Laufe der Jahre mehr geworden, wie auch seine Verfügbarkeit. Man kann sich heute doch gar nicht mehr vorstellen, dass vor nicht langer Zeit auch Kleider und Matratzen vererbt wurden. Nicht nur bei Shakespeare, auch noch in den 60er Jahren.

  115. rtholdIV, ich komme nicht...
    rtholdIV, ich komme nicht daher, und das ist auch gut so.
    .
    Sylvia, ich habe den Eindruck, dass die Bücherkisten sowas wie der Anker eines zu bewegt werdenden Lebens sein können – zumindest bei mir war und ist das so.

  116. @oberpfälzer
    na ja man hat es...

    @oberpfälzer
    na ja man hat es überlebt an diesem gymnasium, die „schwere zeit“. Ich finde eher interessant, wie man in amberg die zeit vor der „Rückkehr“ ins Bayernreich vergisst, obwohl man damals eine wirklich wichtige Rolle spielte. unser Geschichtslehrer aus Landshut hat immer erst die Geschichte dort beginnen lassen. Aber die jesuiten haben die Stadt damals wirklich mit allem ausgestattet: gymnasium, Wallfahrt auf den mariahilfberg inclusive volksfest
    BTW: Ludwig Stiegler war auch an diesem Gymnasium und Bischof Sennestrey, also die ganze breite des Spektrums

  117. Ich habe eine Tochter, welche...
    Ich habe eine Tochter, welche durch Ihre Ausbildung und die derzeit üblichen vermaledeiten Kurzverträge für junge, gutausgebildete Leute öfter Mal in Europa hin und her ziehen muss. Vorstellungsgespräche, Umzugstermine sind zwischen ihr und den helfenden Eltern nicht immer glücklich zu lösen, sodass ein Containerlager auf Zeit eine echte Marktlücke bedient.
    Denn ich wüsste niemanden, heute nicht und früher auch nicht, der bereit wäre, ein paar Kubikmeter Stauraum so einfach zur Verfügung zu stellen.

  118. Live aus dem Koenigreich...
    Live aus dem Koenigreich (14:45 Uhr), ein 3er-BMW quietscht vobei. Sehr laut. Es ist Ali mit seinem neuen Auspuff. Danach wieder totenstille. Koennen die nicht immer Fussballspielen? Ein Leben lang?
    .
    @bardzoPanprzedmieściowyprostak, leider ist das so. Aber die Karrieremenschen sterben eines fruehen Todes Bei mir war es immer so: stets kam ich zu spaet ins Ziel, war aber topfit und konnte etwas tun. Die anderen waren vor mir da und mussten ausgelaugt ihre Verletzungen behandeln lassen. Zumeist in der Klappsmuellerei.
    .
    Live aus dem Koenigreich (14:50 Uhr), nebenan beim Baecker hat einer Brot gekauft. Was man hier so Brot nennt. Es soll 1:0 stehen (fuer NL). Hoffentlich verlieren sie. Es gilt das, was Caesar ueber die Gallier sagte: Als Sieger sind sie unertraeglich, als Verlierer sher verwundert.

  119. Bin ich der einzige, der es...
    Bin ich der einzige, der es als Elend empfindet, wenn „öfter Mal in Europa hin und her ziehen“ müssen schon als „üblich“ empfunden wird? Nichts gegen Abenteuer, Interrail und Interessen, aber auf der anderen Seite heisst das doch nur, dass als faul und unflexibel gilt, wer eine feste Heimat und nicht nur einen Container haben will. Ich jedenfalls wüsste hier sofort, wo ich hingehen würde (aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich hier eben daheim bin)

  120. Werter Don,
    guter Hinweis auf...

    Werter Don,
    guter Hinweis auf das Vererben von Kleidung, ich glaube das Einzige was heute noch vererbt wird an Kleidung sind evtl. Pelzmäntel, aber die Nerzfummel wollte bei uns auch keiner mehr haben. Liegt wahrscheinlich daran, dass es mal eine Nerzfarm im Familienbesitz gab, und den Anblick (und Geruch) hat meine Frau nie vergessen…
    Gruß aus dem Norden,
    Moritz

  121. DA@: Es freut mich immer...
    DA@: Es freut mich immer wieder Ihnen (machmal) zur Hand gehen zu dürfen. Es ist fürwahr eine Auszeichnung von Ihnen bemerkt zu werden. Übrigens, erstaunlich wie aus Ihren Themen soviel herauszuholen ist.
    Audiatur et altera pars!
    Neil Postmann hatte nachgewiesen, dass in den USA z.Z. Abe Lincolns die
    Bürger ohne weiteres drei Stunden im Freien seinen Wahlkampfreden zuhören konnten, auch ebenso langen Predigten. Der grösste Teil der Buchproduktion Amsterdams ging im 18. Jhdt. nach Nordamerika.
    Es wird mir ewig ein Rätsel bleiben, dass man dermassen horrende Summen für die Produktionen von Andy Warhol oder Roy Lichtenberg bereit war zu zahlen. Sobald der erste Werteverfall eintritt werden sie auch in storages vergammeln. Ebenso wie die Produktionen niederländischer Künstler, die in den 70-80igern, staatlicherseits garantierter fromageproductie dienten und direkt nach Fertigstellung in Storages vulgo Magazinen landeten. Möglicherweise ist dies auch eine Variante von Eskapismus ähnlich wie der Hellenismus.
    bardzoPanprzedmieściowyprostak@:
    Dobre Pan, denken Sie nur mal an F. Rückert, der für sentimentale Gedichte des 19. Jhdts. steht und doch mit der größte Orientalist Deutschlands war. J.W. v.Goethe konnte dagegen für seinen West-Östlichen Diwan „nur“ auf Übersetzungen des Hafis vom Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall zurückgreifen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_R%C3%BCckert

  122. @ D.A.
    .
    keine frage, der...

    @ D.A.
    .
    keine frage, der zwang zum ausland ist ein graus, aber sie mussten ja unbedingt die erberei mit ins spiel bringen. da folgt die meute auch mal dem nebenstrang und verbeißt sich in eben jenem.
    .
    @filou… ich sitze auch lieber am fluss und schaue was (und wessen reste) so vorrübertreiben.

  123. lieber Filou,
    für alle Fälle...

    lieber Filou,
    für alle Fälle sollte man fürs empfindsame Bäuchlein Tierkohle zu Hause haben, hilft Mensch Und Tier!
    liebe(r) bloggoergosum,
    ja, Sie haben vermutlich recht und es heißt ursprünglich wirklich „auf der Brennsuppn dahergschwommen“ , ich kenne aber nur die etwas entschärfte, eine weniger despektierliche Herkunft andeutende Form mit der „Nudelsuppn“ und die habe ich von einem Wiener Verwandten der Elterngeneration, der ein storage – Problem solcherart löste: in den unmittelbaren Nachkriegsjahren, mit zu wenig Geld, aber dem Wunsch nach einem Roadster und frisch verheiratet mit der Frau bei der verwitweten strengen Schwiegermutter in deren riesiger Historismuswohnung im Rathausviertel lebend, sammelte der damals junge Mann Autoteile, Schrauben, Motorteile, ganze Kotflügel, eine Türe, etc um sich einen Roadster zu assemblieren. Geld für eine Garage hatte er auch nicht, deswegen lagerte er seine Schätze unterm riesigen Tisch des Speisezimmers, in dem kaum (und wenn, dann nicht 24) Gäste bewirtet wurden, die häßliche grüne Plüschdecke mit Fransen bis zum Boden verbarg alles.

  124. Habe eine Mietgarage in einem...
    Habe eine Mietgarage in einem übel beleumundeten Stadtteil. Neues Schloss, ab und zu eine Flasche Bier und eine Zigarette mit dem allgegenwärtigen Hausmeister – geht doch.

  125. @Don Alphonso, es gibt nun mal...
    @Don Alphonso, es gibt nun mal Menschen, die sind staendig auf der Suche nach etwas, von dem sie selbst nicht genau wissen was es ein koennte. Von diesen Suchenden lebt das Innere einer Gesellschaft. Die Suchenden muessen aber auch irgendwo Station machen. Bei den Ortsfesten also. Keine Widersprueche, sondern Zusammenspiel. Schimpft mir den Ahasver nicht (aber der hatte wohl andere Gruende).
    .
    Live aus dem Koenigreich (15:10 Uhr), ah, endlich wieder eine Troete und entfernter Jubelschrei. Wahrscheinlich 2:0. Oh Herr, kennst du keine Gnade mit mir? Wenn die gewinnen, wird mein Tag zur Hoelle. Die koennen nun nicht anstaendig feiern. Nun ist es wieder Friedhof. Die Voegel zwitschern. Ich hoere Gras wachsen. Nun ein Schaefer mit Dudelsack, eine zarte Melodei spielend.

  126. Der Gaertner@: Hier in der...
    Der Gaertner@: Hier in der Nachbarschaft sind zwei Zwillingstöchter als Austausch in die USA gesandt worden, die Eltern befürchten nun, dass sie nicht nur an Wissen,
    (-storage) sondern je Pers. um 20 kg schwerer an Leibesfülle wg. der der dortigen nouriture zurückkommen werden.
    minna@:…….aber des Seins! (Vaclav Havel)

  127. Filou, danke für den Rat -...
    Filou, danke für den Rat – nur ich kann ihn nicht gebrauchen, da rundrum begabungs- und intelligenzfrei – halte mich an den Spruch: du hast es gut,
    du bist blöd.:-))
    aber dahinter muß man erst mal kommen, daher mein Interesse.

  128. Filou@@...allergrössten...
    Filou@@…allergrössten Respekt dafür, dass Sie es schafften an der Einlagerung im Storage „Zum gelben Elend“ vorbeizuschrammen! Sie mach(t)en wohl Ihrem alias überall die Ehre?

  129. @DA: oh Graus, die...
    @DA: oh Graus, die Garantieverpackungen. Wenn die nicht wären, wär unser Keller deutlich leerer. Am liebsten würde ich sie trotzdem wegschmeißen, drauf spekulierend, daß es die Garantie nicht braucht (meist geht das Zeug ja 3 Tage nach Garantieende kaputt).
    @Plindos: lassen sie sich halt vorher ein Photo mailen, dann erkennen sie sie auch wieder.
    @Filou: die Ortsfesten und die Ahasvers, haha. Heute gibt es wohl nur noch eine Mischung aus beidem.

  130. @Plindos, siehe Kommentar von...
    @Plindos, siehe Kommentar von minna (15:29 Uhr). Ausserdem war eine gewisse Subversion in unseren Kreisen ueblich. Die Teilnahme am sozialistischen Leben war der eiserne Schutzwall fuer innere Unabhaengigkeit. Ausserdem war der Zugang zu elektronischen Medien (Radio/ TV) in meiner Heimatstadt sehr einfach. Es gab aber auch andere Schwierigkeiten, diese zu schildern wuerde hier zu weit fuehren.
    Diese einguebte Verhaltensweise war auch im Westen nuetzlich, wenn auch begrenzt, manchmal war sie auch sehr hinderlich.
    .
    @minna, fishing for compliments? Sie doch nicht!

  131. @Plindos (Nachtrag zum...
    @Plindos (Nachtrag zum besseren Verstaendnis) ich war ein Kind in der DDR. Man uebernahm die Haltung der Erwachsenen. Es war Zufall in einer guten Gegend mit guten Leuten zu wohnen. Wie es woanders war, weiss ich nicht zu sagen.

  132. Filou,
    .
    Fakten, Fakten,...

    Filou,
    .
    Fakten, Fakten, Fakten

  133. ich habe zeitweise ein paar...
    ich habe zeitweise ein paar wohnsitze ‚zuviel‘ gehabt, deren menge mittlerweile zumindest etwas reduziert wurde
    – folge: ich brauche mir auf jahre hinweg weder eismühle (für die cocktails) noch espressomaschinen zu kaufen, ganz zu schweigen von: wasserkocher (für den tee), eierkocher (von den erbtanten geschenkt: mädchen, das brauchst du doch…), elekrtische messer (von den erbonkels: mädchen, wenn du mal einen braten machst…) und elektrische käserreiben (tsts), handstaubsauger, staubsauger überhaupt (!), papierkörben, bügeleisen, auch dritt- und viert-musikanlagen, kopierer und scanner, computer, telefone.
    ich brauche einfach auf unseren fundus zuzugreifen. da das zeugs nie billigware war, ist es einfach nicht totzukriegen. komisch, ich bin immer erleichtert, wenn ein gerät den weg alles irdischen geht: eines weniger, ha, hinfort damit! müll produzieren ist super!
    .
    aber wer den platz hat, dem läuft meistens auch noch mehr zu, bis sich das sediment der dinge überall türmt und aus den speicher- und kellerecken nicht mehr wegzukriegen ist wie silberpolitur, wenn sie einmal so richtig antrocknete und eine faule angestellte dies mit einem mittagsschläfchen überwachte.
    .
    sogar freunde stellen bei uns einigermassen wertvolle dinge unter, die sie dann wieder vergessen … ich fahre es ihnen hinterher, die beste ausrede, sich selbst bei ihnen zum opulenten abendessen einzuladen.
    .
    und wir versinken in kugelschreibern! unglaublich! überall sonst werden sie weniger, nur hier nicht, merkwürdig …
    .
    cher Filou, ich ahne, was ihnen jetzt auf der tastatura electronica liegt
    (neben dem besoffenen und trötenden oranje utan, der bei ihnen eingefallen ist):
    donna laura fährt gehobenen müll schmarotzierend durch die gegend, und das in ihrem röhrenden wiesmann, und klaut kugelschreiber. es muss wohl so sein.

  134. liebe Colorcraze, sie heben...
    liebe Colorcraze, sie heben recht: 60 % unseres speicherplatzes wird von kartons, kartonnagen, umverpackungen, packbeutel, versackungsbeuteln und luftpolsterfolie eingenommen.
    und bei ihnen geben dinge nach ablauf der garantie ihren geist auf? ich könnte ihnen eventuell aushelfen (liste s.o., ausser mit fuck$geräten, die sind so konzipiert, extra nach garantieablauf kaputtzugehen).
    .
    trotz des grossen haushalts mit temperamentvollem nachwuchs geht sogar noch der küchenwecker, nachdem er der schwerkraft folgend auf dem marmorboden aufschlug (schade eigentlich).
    aber marmor ist ja weich.

  135. "Es war Zufall in einer guten...
    „Es war Zufall in einer guten Gegend mit guten Leuten zu wohnen.“
    .
    So war das in der DDR. Hmm.

  136. Werter Don (14:59),

    Irgend...
    Werter Don (14:59),
    Irgend jemand sagte mal: „Zuhause ist, wo man sich wohl fühlt.“ Diesem Satz stimme ich gerne zu. Er bedeutet doch, dass man – egal, wo man sich niederlässt, zur Ruhe kommt. Schön, dass es Ihnen bei Ihnen zuhause so gut gefällt (ich kann dasselbe von mir behaupten). Doch könnte ich mir auch vorstellen, woanders als in meiner kleinen dummen Stadt zu leben (es gibt ja noch genug der kleinen dummen Orte, die genau zu mir passen täten)
    .
    Aber offensichtlich ist die Unruhe grösser geworden. Sei es, dass man gezwungen ist, der Arbeit hinterher zu reisen (bedeutet: man ist irgendwo angelangt wegen der Arbeit – nicht, weil es einem da besonders gefallen würde). Sei es, dass man nicht zufrieden ist, wo man ist (egal wo) – und immer weiter reisen muss, um vor sich selber zu fliehen.
    Und diese Leute brauchen natürlich ein Storage, damit sie, sobald sie bei sich ankommen, diesen leeren können -> also meistens nie!
    .
    Heute haben wir natürlich auch die besseren Fort- und Wegreisemittel als früher!

  137. minna, sind wir beim Focus?...
    minna, sind wir beim Focus? Praezisieren Sie bitte.

  138. Filou, aber nein; ist mir nur...
    Filou, aber nein; ist mir nur so rausgerutscht.

  139. @donna laura: Sediment ist...
    @donna laura: Sediment ist gut. Das paßt. Aber Ihre Liste mit gern abzugebenden Dingen ist leider – mit meiner schwarzen Liste für keinesfalls anzuschaffende Dinge kompatibel; bis auf die Kugelschreiber, mir kommen die immer abhanden. Je eine elektrische Käs- und Kräuterreibe liegen seit der Hochzeit im Speisekammerschrank, wer weiß, ob die jemals benutzt werden… die Kartons im Keller sind von Elektrik/Elektronikgeräten, also dem bewußt Anfälligen. – Leiden Sie auch unter Deko-Eintrag durch Verwandt- und Bekanntschaft, oder bildet ein großer Haushalt da ein hinreichendes Bollwerk dagegen? Der meistbenutzte Küchenwecker neigt zwar dazu, sich zu zerlegen, wenn er die Fliesen küßt, läßt sich aber mit 2 Handgriffen wieder zusammensetzen.
    @Kopfgeburt: wie gesagt, mit dem Umziehen bin ich mir nicht so sicher, ob das heute wirklich so extrem ist, und der Arbeit hinterhergezogen ist man im 19. Jhdt. sowieso, sonst wären Berlin und das Ruhrgebiet nicht so groß. Was sich, wie ich finde, geändert hat, ist das Auswandern. Ich meine Auswandern im Sinne von endgültigem Abschied für immer und höchstens noch 2, 3 Briefe, daß man angekommen ist mit neuer Adresse. Vor ein paar Jahren traf ich im Flugzeug eine Frau, die unterwegs nach Neuseeland war, ihre ausgewanderte Tochter besuchen. Sie macht das jedes Jahr, sagte sie. Auch in der Bekanntschaft habe ich Leute, die ein Vierteljahr jeweils außerhalb Deutschlands oder Europas verbringen, um Verwandte zu besuchen. Daß sowas problemlos möglich und erschwinglich ist, ist auf diese Distanzen wohl schon neu.

  140. Causarum enim cognitio...
    Causarum enim cognitio cognitionem eventorum facit (Cicero)
    Wem Sie haben kaufen umgedreht weniger Geraet dieses must
    du /wir haben keines von dieses da elektrisches.
    Wenn Mudus mit diesen Rohverbinder wählen, sicherstellen
    dass CD-ROM Laufwerk ist geschaltet ab. Diese Rohverbinder
    kann besteht aus sieben Längesrichtungen wi in Abbildung gezeigt.
    Seitliche Einlassung kann die Folge des Schadens auf elektrische
    Stromkreise leiten können. Funktionen sind wirkend ob
    Jumper ist weggebracht.
    q.e.d.

  141. Folge II: Wie finde ich mich...
    Folge II: Wie finde ich mich im storage mich Recht zu oder so
    „Mit sensazionell Modell GWK 9091 Sie bekomen nicht teutonische Gemutlichkeit fuer trautes Heim nur, auch Erfolg als moderner Mensch bei anderes Geschleckt nach Fest aufgegessen und laenger, weil Batterie viel Zeit gut lange.
    Zu erreischen Gluckseligkeit unter finstrem Tann, ganz einfach
    Handbedienung von GWK 9091:
    1. Auspack und freu.
    2. Slippel A kaum abbiegen und verklappen in Gegenstippel B fuer Illumination von GWK 9091.
    3. Mit Klamer C in Sacco oder Jacke von Lebenspartner einfraesen und laecheln fuer Erfolg mit GWK 9091.
    4. Fuer eigens Betriepsfeierung GWK 9091 setzen auf Tisch.
    5. Fuer kaput oder Batterie mehr zu Gemutlichkeit beschweren an: wir, Bismarckstrasse 4.
    Fuer neue Batterie alt Batterie zurueck fuer Sauberwelt in deutscher Wald.“

  142. oh, isch offe sehr, dass die...
    oh, isch offe sehr, dass die Don’sche softwär keinen ernstaften schahaden genommmmen at – s. Plindos‘ beitrack, nickt daas nuhn dasselbe geschwürbel aussi die sinnn mmeiner bescheieieidenen zeilen vernichtet …
    .
    liebe colorcraze, das wort ‚dekoeintrag‘ ist treffend!
    leider verspielt sich der bei einem grossen haushalt auch nicht.
    im arabischen raum gibt es glaube ich so etwas wie ein geschenkeaufbewahrungshaus, sehr ähnlich wie die lagerhalle, nur eben eigentum, aber ich bin da nicht firm (habe das spät abends auf einer ziemlich ausgelassenen party vernommen, weshalb die quelle, aber auch die empfängerin unsicher ist; wir haben uns damals kräftig gebogen vor lachen); ich habe mehrere geschenkeschränke (auf dem speicher).
    .
    es gibt leute in der verwandschaft, leider! seufz, die uns meissens rote rote als fortsetzungsroman schenken, und ich glaube, über ecken klargemacht zu haben, dass ich genau dieses dessin nicht mag. vermutlich die rache des entsprechenden zweiges für weissnichtwas.
    .
    aber wie gesagt, ich freue mich schon auf die erste studentenbude, die wir ausstatten dürfen (rote rose im jungshaushalt, das wird fein, dann braucht er nur noch das rezept für die kürbistarte unseres gastgebers).
    aber auch versilbertes erobert unseren haushalt – und wird vom schenkenden silber genannt, das man angeblich so gerne hätte/fremdschäm!
    teelichtschalen jeder preisklasse (auch tifffany hat so etwas im programm), uhren in ‚witzigen‘ gehäusen für den schreibtisch, die auch heftklammern aufnehmen: oje.
    zwei espressotässchen einer hier im haushalt völlig unbekannten marke, inkl. zweier löffelchen (dto.).
    kerzenständer, und keiner passt zum anderen, stoffservietten, immer vier, die nie miteinander kombinierbar sind, dito serviettenringe, nie die benötigten 16 oder lieber 32 stück. eklektizismus ist da keine ausrede.
    gläserne champagnerkübel, versilberte champagnerkübel, plastikchampagnerkübel mit markenaufdruck (okay, da war noch etwas inhalt dabei), schweineteure senfgläser mit marketingherkunft, dressingmischer, milchaufschäumer, grillbesteck, der x-te cocktailshaker, einkaufskörbe, einkaufstaschen, regenschirme mit oma-muster, seidenschals – mit oma-muster. das passt nicht mal in eine studentenbude. das blödeste ist, wenn die schenkenden wert darauf legen, zu sehen, dass ihre geschenke genutzt werden, n’est ce pas. clownesk!
    .
    LIBERTASNUNC, ihren ersten beiden sätzen kann man nur zustimmen!
    .
    ich verstehe ohnehin nicht, wieso man das schenken in den ausgestatteten kreisen nicht nur auf hochzeiten oder spezielle jubiläen begrenzt (nicht mal wein verschenken, da geschmäcker differieren), und dann eng abstimmt, über was sich der jubilar denn wirklich freuen würde (meinetwegen zusammenlegen, witzig wäre dann z.b. als geschenk eine neue hauseingangstür, ein ordentliches jagdgewehr, ein rasentrecker, ein sechsteiliges teeservice aus silber). das ersparte einem das hirnzermartern. mais bon.

  143. @Foersterliesel, mit Tierkohle...
    @Foersterliesel, mit Tierkohle meinen Sie eventuell medizinische Kohle (Kohlekompretten)?

  144. Ich kannte einen Studenten,...
    Ich kannte einen Studenten, der räumte niemals seine Bude auf und auf dem Teppich lagerten sich die Sedimente an. Einmal legte ich eine Tageszeitung dprt mitten im Zimmer flach auf den Fußboden. Drei Monate später fand ich sie dort wieder, begraben unter anderen Gegenständen, die hübscher waren und jünger.

  145. Und der hat das Maedchen...
    Und der hat das Maedchen einfach so liegen lassen? Nackt? Auf einer Zeitung?

  146. gehört sich sowas nicht im...
    gehört sich sowas nicht im umgang mit mädchen ?

  147. @berholdIV:

    Ludwig Stiegler...
    @berholdIV:
    Ludwig Stiegler war auch da? Ich wusste gar nicht, dass er auf einer Schule war, bayrisches Gymnasium noch dazu! Man muss ihn ja schon dafuer bewundern, wie konsequent er jedes auch noch so kleine Zeichen von Bildung vor dem gemeinen Wahlvolk verheimlicht (Leut‘ die lesen und schreiben koennen, sind in der Region SEHR verdaechtig. Kommt wahrscheinlich von Jahrhunderten der Inzucht, die nur durch die Zuwanderung der Sudetendeutschen und einiger Schlesischen ‚Barackler‘ gemindert wurde. Ob die ein Storage-Problem hatten? Nicht, wenn man meiner Tante und meinem Onkel glauben darf. Nebenbei bemerkt, die Dame ist 75, der Herr 80. Beide wechseln sich im Sommer beim Holzhacken ab.)

  148. Sollte sich jemand wundern, wo...
    Sollte sich jemand wundern, wo die Sproesslinge der o.g. Tante sind: die haben’s im Kreuz, wie man bei uns sagt (Bandscheibe ……) ;)

  149. Moin und mit freundlichen ...
    Moin und mit freundlichen Grüßen ,
    @Don Alphonso: liebgewonnene Gegenstände aller Art kann man ja
    wenigstens noch irgendwo lagern wenn es denn sein muß, es gibt eben
    auch Menschen, für die ist der Weg das Ziel. Aber versuchen Sie das ein-
    mal mit älteren Automobilen in den U.S.A. : Feuergefahr – selbst für neue
    Modelle. Dann muß man sich etwas für Boote und sonstwas suchen für
    ein paar $$ mehr. Aber man hängt ja dran und will sie nicht ver-
    schärbeln. Außerdem, was ist denn falsch daran wenn jemand einmal die
    Nase über den Teich, den Fluß oder den See hinausstrecken will ?
    Oder die See, auch Meer genannt. Beste Grüße, Trias

  150. @HansMeier555,

    ...du warst...
    @HansMeier555,
    …du warst mir schon immer sympathisch !!
    ….ich wohnte (u.a.) in einer Studentenbude (7 WG-ler) in welcher eines Abends Lasagne gekocht, und das Gefaess anschliessend zu Reinigungszwecken mit Wasser befuellt wurde. — Nach 3 maligem Befuellen und ‚bei Raumtemperatur-im Winter-(in Nbg)-verdampfen-lassen‘, platzte mir der Kragen und ich reparierte die verdammte Spuelmaschine…

  151. colorcraze (20:05)
    Da gebe ich...

    colorcraze (20:05)
    Da gebe ich Ihnen vollkommen recht – auch früher schon sind die Leute der Arbeit hinterher gereist. Da fehlt in meinem Beitrag die Präzisierung. (Wirklich gut! Es gibt sie noch: Die Personen, die einen Beitrag GENAU lesen!!).
    Doch war das damals – so denke ich – wie ein Auswandern: Man ist ins vom Lande ins (zB) Ruhrgebiet gekommen – und dort geblieben! Weil dort ein ständiges Arbeitszentrum war.

  152. Mindestens einmal ist Stiegler...
    Mindestens einmal ist Stiegler durch Lateinkenntnisse aufgefallen. Damiti wurde er in der FAZ auf S. 1 zitiert, wenn ich mich recht erinnere. Ist aber schon sehr, sehr lange her.

  153. @Oberpfälzer/HansMeier: soll...
    @Oberpfälzer/HansMeier: soll ich jetzt noch von den Aichener Ortsverwesern anfangen?
    @Kopfgeburt: stimmt, in die Stadt ziehen war wohl seinerzeit wie auswandern. Aber relativ langes Pendeln hat es scheints damals auch schon gegeben, ich hörte mal, daß ein Ehepaar weit auseinanderwohnte (Mann war zwecks Arbeit in die Stadt gezogen), und die wöchentliche Wäscheübergabe war so, daß sie jeweils 3 h einander entgegengingen, sich trafen und dann wieder nach Hause gingen. Und die Waschweiber aus Köpenick liefen mit der Kraxe bis Spandau, um Schmutzwäsche einzusammeln, und die gewaschene wieder zurückzubringen. Alles zu Fuß. In 3 h mit Zug, Auto oder Flugzeug kommt man natürlich weiter, aber 3 h sind 3 h. Pendelweg bemißt sich nach Zeit, schon die alten Perser hatten dafür ein extra Wort.
    @donna laura: huaah, schlimm! Genau das ist es, was einem so graust, dieses Sammelsurium an Einzelteilen, die nicht zueinanderpassen. Die Lösung mit dem Zusammenlegen für ein größeres, brauchbares Stück ist gut, scheitert aber meist an fehlender Bekanntheit für die Schenkenden, und dann kaufen sie doch wieder $irgendwas. Vielleicht sollte man es wirklich so handhaben wie mit den Hochzeitslisten, also ein öffentlicher Wunschzettel für Geschenke. Das mit dem Schenken begrenzen klappt inzwischen mindestens für Reisen (keiner ist mehr böse, wenn er keine Reiseandenken übergeholfen kriegt), aber noch nicht für Geburtstage (obwohl ich mir schon immer ausdrücklich nur einen bestimmten Kuchen wünsche, und sonst nichts), und auch noch nicht für Ostern. Ich würde das Schenken gern auf Weihnachten begrenzen, und sonst eben schön zusammen essen, das empfände ich als völlig ausreichend und angenehm. Eben wegen der quälenden Fehlallokation von $ZeugDasManWederBrauchtNochWill. – Ja, vom arabischen Geschenkehaus habe ich auch schon gelesen, kenne aber niemand, der so eins schonmal von innen gesehen hat.

  154. @donna laura
    Auch hier im...

    @donna laura
    Auch hier im Schwellenland MX gibt es Geschenkehäuser, genannt Bodegas.
    Auch ich habe so einen Raum. Ich habe ihn als Museum eingerichtet und dazu einen Katalog mit Fotos angelegt, den ich mit der Einladung verschicke. Man kann ihn auch als Website abrufen. Meine Gäste führe ich dann durch die heilige Halle. Wer etwas als Gastgeschenk mitnehmen will, ist herzlich eingeladen.
    Als ich mit etwa 80 Wechselgästen meinen xten Geburtstag feierte, war am Ende das ganze Repertoire ausgetauscht. Ich musste eine neue Website anlegen.
    Aber einmal wurde bei mir eingebrochen. Seitdem existiert das Museum nicht mehr. Ich stand vor leeren Vitrinen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Alles was mir lieb und wert ist, blieb mir erhalten.
    Sollte der ganze Zirkus noch einmal von vorne losgehen, lade ich ein paar robadores ein. Dann hat vielleicht die liebe Seele Ruh. Die Website habe ich dann gelöscht.

  155. @bloggo: eine Lehre habe ich...
    @bloggo: eine Lehre habe ich aus dem WG-Leben gezogen: wenn sich Geschirr in der Küche hoch stapeln kann, hat man zuviel Geschirr. Zuviel Geschirr wirkt sich so aus, daß man zu selten abwäscht.

  156. JorgeLoma, falls Sie robadores...
    JorgeLoma, falls Sie robadores einladen wolle, denken Sie bitte an die Panzerknacker. Ich glaube, HansMeier555 könnte Ihnen da behilflich sein.

  157. @Filou
    "...Gegenständen,...

    @Filou
    „…Gegenständen, die…“(sic!) – „…das Mädchen …“ Sie Filounöter!

  158. @oberpfaelzer
    war das jetzt...

    @oberpfaelzer
    war das jetzt das lob der bayerischen gymnasien? na ja eine maer muss es ja geben. die kleine elite, die aufs gymnasium darf. In meiner grundschule (klassenstärke 40 kinder) durften 3 aufs gymnasium. Da sehen Sie wie „dumm“ die Landbevölkerung in der Oberpfalz ist oder…?
    Herrn Stiegler mögen Sie nicht oder?, dann doch lieber Herr Gustl Lang ? , hat ja damals viel für die Entwicklung der Oberpfalz getan, Ansiedlung von …

  159. @colorcraze
    Geschenkehaus...

    @colorcraze
    Geschenkehaus gelesen, aber noch nie gesehen?
    Besuchen Sie Frau Merkel und das Bundeskanzlergeschenkemuseum.
    Die Pracht der ganzen Welt!

  160. @Oh, Rosinante,
    Sie sind mir...

    @Oh, Rosinante,
    Sie sind mir so einer. Haben Sie HM555 gefragt, ob Sie
    mir eine solche vertrauliche Mitteilung machen dürfen?
    Es wird immerhin mitgegugelt und geht in die Weltgeschichte
    ein.

  161. Dank @ colorcraze !!
    ich...

    Dank @ colorcraze !!
    ich finde mich als „bloggo“ angesprochen sehr wohl hier !! (spart u.a. auch Buchstaben !!)
    ….es war auch nicht die Anzahl an Geschirr, sondern eher das Missverhaeltnis zwischen Tellern&Toepfen und ‚abwaschbereiten‘ Mitbewohnern, genauso wie man bei der Telefonrechnung EXTREM genau Buch zu fuehren hatte, was einem das sog. ‚Miteinander‘ schwer zu machen drohte.
    …was sagt der Don zu solch prallem Leben ??

  162. Irgendwann ist unter dem...
    Irgendwann ist unter dem Wasserhahn kein Platz mehr, dann wäsacht man ab – so zumindest kenne ich das von Studenten.

  163. Gute Aussichten für...
    Gute Aussichten für self-storage und andere Einlagerungen heute morgen: Banken und Sicherheitsfirmen bauen neue Lager, um Goldbarren und -münzen aufbewahren zu können. Die enorme Nachfrage von Investoren führte bereits zu Knappheiten bei Lagerräumen. Das Aufbewahren von Gold ist hoch profitabel geworden. Die Lagergebühren richten sich nach dem Preis des Edelmetalls und sind deutlich gestiegen. Ich empfehle Lagerwechsel.

  164. @JorgeLoma: aha, von...
    @JorgeLoma: aha, von spanischen Geschenkeräumen war mir auch schonmal was untergekommen. Aber wie funktioniert das genau? Bis jetzt ist mir nur die Mitnehm-Seite klar: wenn ein Gast da was besonders toll findet, dann muß ers mitnehmen. Und wie wird das wieder aufgefüllt? Jeder Gast bringt was mit? – Wird der Raum in irgendeiner Weise benutzt, außer zum Abstellen und Austauschen?

  165. Ich kenne das mit "stapeln bis...
    Ich kenne das mit „stapeln bis unterm Hahn nix mehr geht“ nicht nur aus Studentenwohnungen – man muß sich wundern, wie solche Verhaltensweise auch nach Ende der Studentenzeit weiterbestehen.

  166. (Studentenleben)
    @DA: darauf...

    (Studentenleben)
    @DA: darauf läufts hinaus.
    @bloggo: mitunter bewähren sich Strichlisten, aufgehängt an der Tür. Das funktionierte bei uns gut mit der Bierkiste. Aber wir haben uns auch brav bei jedem Bier eingetragen.
    (Geschenke)
    @JoregLoma: oh je, Staatsgeschenke sind so ein Fall für sich, da stapeln sich wohl die unbrauchbaren Prunkvasen und dergleichen.

  167. @Schneckentrepp: nix da, Gold...
    @Schneckentrepp: nix da, Gold hat man im Haus.

  168. HansMeier555 am 15.6. 7.48...
    HansMeier555 am 15.6. 7.48 Uhr
    Ist Lateinkenntnis ein Qualitätsindikator?
    Merkel wird ja gerne als SED-Sekretärin betitelt und die Suche
    nach ihrer Doktorarbeit ist bisher ergebnislos verlaufen.

  169. @ escalera....: ...die Frage...
    @ escalera….: …die Frage ist nur : Wohin ?? –Fort Knox ist schon voll (hoffentlich !!)
    …ist jemand anderes zufaellig in Silberkannen unterwegs ???

  170. escalera_de_caracol, falls...
    escalera_de_caracol, falls noch goldstorage-kapazitäten gesucht werden, würde ich mich unter umständen bereit erklären, auszuhelfen.
    .
    colorcraze/bloggo, Don Alphonso: zu den post-tafel-bergen: meinen sprösslingen bringe ich bei, i m m e r s o f o r t irgendwelchen dreck zu beseitigen, wenn gerade niemand dafür engagiertes zur stelle ist. in unserem haushalt würde es sonst ruckzuck aussehen wie bei hempels unterm sofa. ich hoffe, dass dies in den hirnwindungen bleibt.
    chaos macht die regierung schon genug, dass muss in der küche nicht auch noch so aussehen.

  171. @JorgeLoma, als es verschickt...
    @JorgeLoma, als es verschickt war, ist es mir aufgefallen. Eigentlich wollte ich die Alternative à la Jeff Cohns, Dokumenta 92, hinlegen, war aber zu feige.

  172. werte donna,
    auch Ihre...

    werte donna,
    auch Ihre Beitraege sind meinerseits hochgeschaetzt, und auch ich habe versucht meine Sproesslinging ‚wertig‘ zu erziehen, jedoch muss ich eingestehen ‚versagt‘ zu haben… …ich weiss zwar noch nicht mal wie es in der Kueche meiner Tochter aussieht. — Allerdings gehe ich davon aus, dass es wenig mit dem zu tun hat was die Hempels unterm Sofa haben…
    ;-)

  173. Bitte um Nachsicht für meine...
    Bitte um Nachsicht für meine letzthinigen beiden minderbemittelten Beiträge. Sie sollten im Prüfverfahren dazu dienen inwieweit Redundanz ein Phänomen der Wahrnehmungskraft sein kann. Die gute Nachricht: „Sie ALLe (dasige Blogger) haben bestanden! “ Die schlechte:“Lesen gefährdet die Dummheit!“ Trotz miserabler Bedienungs-u. Gebrauchsanleitungen ex-u. implodieren die meisten Geräte bei Gebrauch noch lange nicht….. Sofern Made in Germany drauf gestempelt ist.
    Wie ja Redundanz ab dem numerischen Wert „1“ überhaupts ein tiefliegendes Anliegen der menschlichen Spezies in bestimmten Erscheinungsweisen (-formen) zu sein scheint: Storages, Tresore, Gulags, McDonald, Weltmeisterschaften, Ideologien, Pornoindustrie, Geheimpolizei, GEZ, Gentech, A-Bombe, 1000-m-Hochhäuser, Dauerlutscher etc..
    Allerdings gibt es sehr erhaltenswerte, liebenswürdige Ausnahmen: Z.B.: Etikette, Silberkannen, Spielzeugpuppen, Spielzeugautos, Schaukelpferde, Spritzpistolen, Dauerlutscher, schöngeistige Literatur, Philosophie, Barock in allen Formen: Musik (Händel, Bach, Telemann, Tartini) , Architektur (Berliner Stadtschloss u. a. m.), Parks, Rubensfrauen, Klassik dito, Romantik dito, haute cuisine, Kutschen jeder Art, Bugattiautos, Englische Landschaftsgärten, Presse-u. Versammlungsfreiheit etc.
    Dieser Blog scheint ein tiefliegendes Mitteilungsbedürfnis abzudecken, Don Fonsi hat bei sich und den Leitenden gewiss schon seit langem entschieden, ob der Blog unter das Gesetz reduntanter Redundanz fällt.
    escalera_de_caracol@: Habe mich gerade an einer neugegründeten Bewachungs-GmbH mit Namen AUROSUR mit einer Einlage von xxxx€ beteiligt. Die Lage ist entscheidend nicht das Lager (Storage?). Lagen können in den Zustand der Escalation von irgend gearteten Gründen geraten, also in Instabilität, im schlimmsten Falle ausser Kontrolle(Tschernobyl).
    S. auch die jetzige Gefährdungslage des Zusammenhalts unserer regierenden Koalitionäre. Das Lagerdenken ist in Demokratien lediglich die notwendige Unterfütterung um einer Lage gerecht werden zu können. Wer hier von Redundanz sprechen sollte ist m. E. ein ahnungsloser Schelm.

  174. Stella@: Muss Sie leider...
    Stella@: Muss Sie leider korrigieren, die Dissertation von Frau Dr. A. Merkel Thematik: Kernphysik, war im Netz zu finden. Hatte mich der Mühe unterzogen, und sie von vorn bis hinten durchgelesen. Ihr Doktorvater war ihr jetziger Gatte.

  175. Nun, wenn sich die coolen...
    Nun, wenn sich die coolen Reichen ihr überschüssiges FETT absaugen lassen … kein Wunder, dass ich als studierte Ernährungsterapeutin mangels ausreichendem Einkommen meine Wohnungen stets verkleinern muss… doch – in der Hoffnung, es kommen nach den mehr als „7 mageren Jahren“ vielleicht noch einige „fetten“ Jahre – die für meine Verhätnisse „teuer investierte“ Ausstattung einer kleinen Praxis vorübergehend einlagern kann… wo gibt es denn diesen SELFSTORAGE Friedhof meiner beruflichen Träume bei uns ?
    Na ob ich dann als umgeschulte Sprachtherapeutin auch wieder meine Wohnung mangels Einkommen weiter verkleinern muss … weil eine eigene Praxis wieder nicht finanzierbar ist…. dann lege ich mich selbst wohl darin zur EWIGEN RUHE…
    Wenn nun die coolen REICHEN lieber schweigen als sich kommunikativ mit ihren NACHBARN aus der ARMENZONE zu unterhalten, z.B. darüber wie man die Welt sicherer und friedvoller machen kann… „gerechter“ muss ja nicht gleich EXTREME ANGLEICHUNG bedeuten… aber vielleicht ein wenig mehr gegenseitige Achtung ( doch wer nicht weiß wie er seinen Kindern eine sichere Zukunft ermöglichen soll – verliert ja schon die Achtung vor sich selbst… geschweige denn, dass er die ANDEREN (= Reichen) achten kann… und dann vielleicht auch nicht deren BESITZ… sodass seine Kinder auch keine Achtung vor dem Nächsten und seinem Besitz mehr entwickeln können … was den sozialen Unfrieden nährt…bis es später vielleicht ganz zur VERNICHTUNG ALLER BESITZTÜMER kommt… egal ob sie in den SELFSTORAGE Containern oder Villen lagern…
    Wenn man in der Frühförderung arbeitet und sieht, wie schwer es gemacht wird, den benachteiligten Kindern effektiv zu helfen… damit sie gesund werden und bleiben, damit sie selbstsicher in kommunikativen Situationen ihre Wünsche und Interessen gemeinsam mit anderen verwirklichen, der weiß wie ARM die REICHEN in ihrer SEELE sein müssen… weil sie kein echtes MITGEFÜHL für diese Kinder entwickeln… denn sonst würden sie dem STAAT nicht die Mittel (durch sich Armrechnen oder Steuerhinterziehung) entziehen sondern freiwillig einen höheren Steuersatz zahlen, damit die Gesellschaft Geld zur FÖRDERUNG dieser jungen Menschen stärker einsetzt…
    Nun, wer nur zuviel GESCHIRR (= feste Gedankenstrukturen des Alltagslebens ) hat sollte mal auf einen Polterabend gehen…
    Doch wer sein Herz befreien möchte, sollte die eingelagerten Dinge unter freiem Himmel lagern und einen TANZ UMS GOLDENE KALB vollführen… dann hätte er viel zum Lachen… weil er sich so biblisch erlebt !
    Egal wieviel jemand an Gütern hat… nur WAHRE FREUDE an echter GEMEINSCHAFT macht satt !!

  176. @JorgeLoma, Koons natueerlich....
    @JorgeLoma, Koons natueerlich. Jeff Koons. (Dank an Madame, die sich sowas merkt. Bloss wieso?)
    .
    Nee, geht noch nicht richtig. Bleibt bei Kraeutertee. Es ist alles so traurig. Auffem Dachgarten sitzt augenzwinkernd Bacchus elfenumschwebt unter der Topfkastanie und pokalt mir einen. Der Mistkerl!

  177. lieber Filou,
    ja, medizinische...

    lieber Filou,
    ja, medizinische Kohle, gibts auch als Birkenkohle von Weleda,
    oder auch bolus alba comp. von Wala, und Reistage (Reis, bißchen Butter und Tamari) tun auch gut!

  178. Foersterliesel, vielen Dank....
    Foersterliesel, vielen Dank. Wird morgen besorgt. Ich schliesse Sie hiermit in mein Abendgebet ein.

  179. @ Plindos,
    danke für die...

    @ Plindos,
    danke für die Richtigstellung. Wenn man etwas immer wieder liest, wird es
    eben nicht wahrer. Es selbst zu überprüfen habe ich mich nicht bemüht.

  180. @Interessierte colorcraze
    Das...

    @Interessierte colorcraze
    Das funktioniert sehr einfach: Je nach Mangelbestand lade ich entweder die ein, die ein ähnliches Problem haben wie ich: Das füllt die Bestände auf. Oder ich lade die Müllleute ein, die das für sie und die entsprechenden Märkte Unbrauchbare vor meiner Haustür abladen. Dann steige ich sozial ab/auf, räume ein und lade wieder ein/aus/um und ab (s.o.). Es herrscht ein eifrig Kommen und Gehen bei mir.
    >
    Betr. Kanzlergeschenke: Ich kann Ihnen nur empfehlen, die entsprechende Referentin anzurufen. Sie werden nicht nur Ihr blaues Wunder erleben. Irgenwann gabs mal eine Ausstellung, ich glaube noch in Bonn. Wahrlich, eine Weltkulturausstellung! Edel

  181. @ verehrtester Filou
    Madame...

    @ verehrtester Filou
    Madame hier hat eine exorbitante Sammlung dergleicher Musik, die sie mir gelegentlich zugänglich macht mit Wort und Tat. Ich finde dazu nur Zugang, wenn die mir Kraft und Originalität vermittelt. Anfang/Mitte der 1950er war ich Mitglied in einem Club. Da waren auch Satchmo u.a. Unvergesslich! Von dem Mobiliar der Ernst-Merck-Halle war nicht viel geblieben. Das fand ich – obwohl Mittäter – eigentlich nicht gerecht. Seitdem (s.o.). Heute habe ich Probleme mit meinem Ohrwatschel links. Irgendwann stieg ich um zu Monte(Verdi), dann (s.Plindos, 15.06.). Wenn Madame gleich nach Hause kommt, werde ich ihr mein Leid klagen, und sie wird mir ein akustisches Proseminar halten. Will ich aber anschließend erklären, warum Vater Mozart kompositorisch ein Langweiler ist, weil er Musik „für die langen Ohren“ machte und sein Sohn ein musikalischer Rebell, dann hört sie mir beflissen zu und ergänzt, was ich momentan nicht erwähnt habe, – und lächelt verstohlen in sich hinein.
    Seien Sie nicht traurig! Und weiterhin: „Corpo di Baco“! Da Sie Mitglied seiner Freikirche sind, wird er Ihnen bei jedem Pokal die Absolution erteilen und Sie als St.Silenos irgendwann heiligsprechen. Als Vorgeschmack – schwarzfigurige Vasen aus Athen (s. Wikipedia).
    P.S. Ich habe kein Problem, Klee, Tinguely und Mozart zusammenzubringen. Es geht um das Schwebende, das Sie ja auch ausführlich kennen. Bin ich nicht lieb?

  182. @colorcraze: sicher, sicher -...
    @colorcraze: sicher, sicher – aber nicht sicher genug
    @bloggoergosum: auch das macht mir erhebliche Sorgen
    @donna laura: meinen verbindlichsten Dank für das Angebot
    @Plindos: sehr klug, das Wachen und Bewachen von allem und jedem war schon jeher von Nöten und konnte bisweilen der Instabilität der Lage entgegentreten. Einen schönen Abend in angenehmer Lage wünsche ich.

  183. @alii
    Für Überflüssiges...

    @alii
    Für Überflüssiges EBAY!

  184. @Lieber Filou
    Prophylaktisch...

    @Lieber Filou
    Prophylaktisch ein STORAGE ROOM oder eine Bodega/ Bergwerk für Kohle und auf Ihrem 5m2-Dach eine Kräuter-Plantage (Kamille, Kamelle). Die Topfkastanie für den Schatten.

  185. @Stella
    Darf ich bemerken,...

    @Stella
    Darf ich bemerken, dass Merkel Merkel ist und nicht der Jubilar aus Oggersheim? Suchen Sie mal seine Diss.! Macht nichts!

  186. Richtig, JorgeLoma, macht...
    Richtig, JorgeLoma, macht nichts, wirklich nicht!

  187. @JorgeLoma, bei Jeff Koons,...
    @JorgeLoma, bei Jeff Koons, gehts nicht um Musik. Bei Musik bin ich genau wie Sie bei Monteverdi bis max. Rameau.
    Jeff Koons ist ein Objektkuenstler und das Ding von der 92er Dokumenta ist mehr was fuer-naja-frivole Persoenchen..
    .
    Musik: das wird Ihnen gefallen http://www.youtube.com/watch?v=PfpLDQe6rQw

  188. "Komm, wir gehen shoppen, ich...
    „Komm, wir gehen shoppen, ich brauch noch ein paar dekorative Holzskulpturen für unseren Storage Room…“

  189. @stella
    Kurzfassungen bzw....

    @stella
    Kurzfassungen bzw. Auszüge sind trotzdem recherchierbar. Aber jeder soll seine Chance haben und wir unsern Spaß.

  190. @Lieeber Filou
    Also Jeff Koons...

    @Lieeber Filou
    Also Jeff Koons umso eher. Werde mal suchen.
    Danke für Ihren Link. Zauberhaft!

  191. @JorgeLoma: wenn ich Sie recht...
    @JorgeLoma: wenn ich Sie recht verstehe, funktioniert das so, daß jeder, der eingeladen ist, was mitbringt und zum Schluß was anders mitnimmt. Und daß man die Austauschsachen vom eigentlichen Hausrat getrennt hält. Also eigentlich doch recht praktikabel, wenn nicht doch noch eine längerfristige Geschenkwürdigung (das ist ja das Quälende an unpassenden Geschenken) vonnöten ist, sondern 4 Wochen ausstellen in der Bodega reicht. Vor allem die eingebaute Art, die Sachen auch wieder loszuwerden, ist doch eigentlich recht bestechend.

  192. @colorcraze
    Das alles ist...

    @colorcraze
    Das alles ist natürlich rein subjektiv, aber jahrhundertealte Tradition. Was einst dem hiesigen Kastensystem (heilige Familien) vorbehalten war, ich habe diese Tradition natürlich unterlaufen, insofern ich die Kastenlosen (Parias) einbezogen habe.
    Die von Filou empfohlene Freizeitbeschäftigung der Panzerknacker
    ist die ultima ratio.
    >
    Hier gibt es aber noch eine Art und Weise, seine Überflüssigkeiten los zu werden: Sie am Montag, Mittwoch und Freitag frühmorgens an die Straße zu stellen. Irgendwer nimmt sie schon mit, wenn nicht sogar der verkleidete Nachbar. Der hortet das dann für die nächste Einladung zu einer Fiesta oder Hochzeit und stellt sein Geschenk unter meinem Namen auf den „abseits“ aufgestellten Gabentisch. So kam es vor, dass ich 5-maliger Beschenker wurde. Wenn sich das nur nicht herumspricht. Auch das ein beliebtes Spiel in hiesigen Breiten.

  193. @JorgeLoma: ich glaube, in...
    @JorgeLoma: ich glaube, in dieser Kürze verstehe ich die mexikanischen Schenkbräuche doch nicht. – Soll das letztere heißen, es kann einem passieren, was man am Montag rausstellt, bekommt man unter Umständen am Samstag vom Nachbarn als Geschenk zurück? Oder, andersrum, was man am Montag rausstellt, wird am Samstag als Geschenk von einem ausgegeben, obwohl man es selbst garnicht als Geschenk verwenden wollte, sondern als Sperrmüll loswerden?

  194. @colorcraze
    Deer absurd-realen...

    @colorcraze
    Deer absurd-realen Übergänge gibt es viele. Sonst haben Sies grundlegend richtig erfasst. Felicidades!

  195. @JorgeLoma: also BEIDES? Hm,...
    @JorgeLoma: also BEIDES? Hm, dann ist es doch recht kompliziert..

  196. @colorcraze
    Übung macht die...

    @colorcraze
    Übung macht die Meisterin.

  197. @colorcraze
    Ein reales...

    @colorcraze
    Ein reales Beispiel noch und ganz aktuell:
    Wir räumten auf, weil wir Besuch aus Berlin bekamen und das Gästezimmer endlich von allerlei Gemöbel befreien wollten, das seit ca. 4 Jahren herumstand. Zwei Esszimmerstühle und eine Art Servierwagen in unpassendem Stil stellten wir an die Straße. Prompt wurden sie nach 5 Minuten von einem neuen Nachbarn gegenüber abgeschleppt. Ich stelle mir die absurde Situation vor: Wir werden zur house-warming-party eingeladen und sitzen auf und neben „unseren“ Möbeln aus Deutschland, die wir auf den Müll gaben, die aber in D. noch ihren Zweck erfüllt hatten. Der Nachbar fühlte sich unbeobachtet.
    Dabei kann es geschehen, dass diese Dinge zum nächsten und übernächsten Nachbarn weiterwandern und wir dort eingeladen sind und schließlich das Gezeug wieder bei uns landet.
    Ich weiß nicht, wie Sie das sehen.

  198. Ich muss sagen, dass ich als...
    Ich muss sagen, dass ich als Freund von Antiquitäten ein entspanntes Verhältnis zu solchen Wertschwankungen habe.

  199. @Don Alphonso
    Mein Haus...

    @Don Alphonso
    Mein Haus mangelt der Antiquitäten nicht. Wie stehen Sie – rhetorische Frage – zum echten Gelsenkirchener Barock?

  200. @JorgeLoma: weiterwandern wär...
    @JorgeLoma: weiterwandern wär ja wurscht, nur um Gottes Willen nicht mehr zurück, wenn mans nicht mehr haben will.. würde sich der Nachbar denn indigniert fühlen, wenn Sie seine „neuen“ Stühle einfach als selbstverständlich ansähen? Oder würde er sich nicht trauen, Sie einzuladen, weil er weiß, daß sie von Ihnen sind? Der GAU wäre natürlich, wenn er sie Ihnen zurückgeben wollte. Das muß man verhindern.

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