Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Verführer Hayek und seine willenlose Beute

| 226 Lesermeinungen

Man kann im Uhrenunternehmer Nicolas Hayek den Firmenchef sehen, den Erfinder einer neuen Schweizer Uhrenindustrie, oder den genialen Vermarkter. Oder auch als den Zauberer und Herrn über die Zeitflüsse, der es geschafft hat, das Bewusstsein der Menschen vollkommen von der Entwicklungsachse dieser Welt zu entkoppeln, und das ausgerechnet mit jenem Gerät, das diese Entwicklung messen sollte.

Eine weitere Ursache unserer Armut sind unsere neuen Bedürfnisse.
Voltaire, Der Mann mit den 40 Talern

Der aufheulende Motor. Das Gejohle und Gelächter, höhnisch und betrunken. Brutal reingewürgte Gänge, das Quietschen der Reifen, es ist was los da draussen, auf der Gasse vor dem Haus, in der finsteren Nacht der kleinen, dummen Stadt an der Donau, Männer, aufgeregt, grölend, die Freude der Vernichtung und des Schadens. Davor schon splitterndes Glas, jetzt Geschrei, Anfeuerung und der röhrende Wagen, der nicht davonrast, sondern vor dem Haus verweilt. Ich bin ohnehin ein Nachtmensch, ich bin noch wach, gehe zum Fenster, reisse es auf, schreie den Männerauflauf an, dass sie verschwinden sollen. Unten stehen ein paar typische Autos verwöhnter Kinder, sie pöbeln zurück, aber die Party ist vorbei, sie steigen ein, beim Losfahren des schon gehörten Autos, laut und böse, knackt es nochmal unter den Reifen, und dann rauschen sie weg, vielleicht zu einer anderen Party des Elitestudententreffens, das an diesem Abend seinen Abschluss findet Am nächsten Morgen gehe ich hinunter, um die Scherben wegzuräumen, und finde neben dem Müll in den Ritzen des Kopfsteinpflasters erst ein paar Glieder eines Uhrenarmbands, und dann an der Stelle, wo der Wagen heulte, eine in diesen Sohnkreisen recht beliebte, angeschrammelte Uhr, der hintere Deckel ist eingedrückt und die Lupe über dem Datumsfeld ist angesplittert, aber das Glas hat nicht mal einen Kratzer. Sie hat überlebt und läuft.

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Sie läuft auch wieder, als sie nach einem halben Jahr vom Fundbüro zurück kommt. Es liesse sich trefflich darüber streiten, wem ich das verdanke; einem Sohn, der mit Werten nicht umzugehen versteht, einem Vater, der so einem Sohn keinen Respekt vor den Dingen nahe gebracht hat und ihn statt dessen in seinen schlechten Anlagen fördert, seinen Freunden, die ihn zu solchem Tun anregten, dem Fundamt, das sich nicht genug bemüht hat, den Besitzer ausfindig zu machen, dem Hersteller, der überlegte, wie man eine Uhr so stabil gestaltet, dass man auch mit dem Auto darüber fahren kann – aber ich denke, der eigentliche Held dieser Geschichte, dem diese Uhr, der Wunsch nach ihrem Besitz, die Herstellung und alle Begehrlichkeit zu verdanken ist, der Herr ist gerade im Alter von 82 Jahren von uns gegangen: Der aus dem Libanon stammende Neuerfinder der Uhr, Nicolas Hayek.

Denn, seien wir ehrlich: Niemand braucht heute noch eine Uhr. Die Verwaltung der Zeit war seit Jahrtausenden eine Aufgabe von Autoritäten und Herrschaften, der Privatbesitz von Zeitmessern galt noch im 18. Jahrhundert als purer Luxus, und selbst im frühen 20. Jahrhundert war eine gute Uhr eine Anschaffung für das Leben, auf die man monatelang sparen musste. Der Selbstbesitz einer Zeitmessung war keine Selbstverständlichkeit, es war eines der Rechte, das man sich erkämpfen musste, und so war die Uhr auch ein Zeichen von Selbstbestimmung, von der bürgerlichen Privatisierung einer Autorität. Heute ist die „Uhr“ im Sinne von Zeitmessung dank der Digitalisierung aller Lebensbereiche nur noch eine Zusatzfunktion der Geräte: Radios, Fernseher, Computer, Mobiltelefone, Kameras, Herde, überall wird die Zeit zum Nullpreis angezeigt. Zeitmessung ist wertlos.

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Dass es so ist, hat sich die Uhrenindustrie selbst zuzuschreiben. Entstand die Feinmechanik einer mechanischen Uhr noch in einem hochspezialisierten Handwerksbetrieb, dessen Leistungen und Qualitäten man nicht einfach kopieren konnte, änderte sich mit der Einführung der batteriebetrieben Quarzuhr alles. 1962 entwickelte der Schweizer Werkhersteller ETA das Kaliber Beta 21, sieben Jahre später brachte Seiko die erste Quarzuhr für den Massenmarkt, und 1972 kam die LCD-Anzeige hinzu. In nur zehn Jahren hatten sich Jahrhunderte der Handwerkskunst und Entwicklung überflüssig gemacht. Die Mechanik war allenfalls noch das nostalgische Anhängsel eines kleinen Zeitrechners am Arm, und die Präzision und Wartungsfreundlichkeit der neuen Uhren stellte alles bis dahin bekannte in den Schatten. In der Schweiz gingen die Uhrenfirmen reihenweise pleite, in Fernasien spritzte man Batterien millionenfach in Plastik.

Es wird Hayek nachgesagt, dass er in den frühen 80er Jahren den Begriff der „Schweizer Uhr“ mit der modischen Swatch wiederbelebte und im Bewusstsein verankerte. Das scheint mir etwas zu banal zu sein; Hayek hat es geschafft, eine technische Realität, den gegen Null gehenden Wert der Zeitmessung, vom Wollen der Menschen abzulösen. Wer damals eine Swatch kaufte, wusste genau, dass er für eine Gerät mehr zahlte, als die Leistung des Geräts wert war. Und er kaufte den Gegenstand in einer Form, die vielleicht poppig wirkte, aber im Kern nichts anderes als die alte, Schweizer Armbanduhr war: Rund, mit drei Zeigern, eine Oyster in Plastik. Es blieb nicht dabei: Später gab es die Swatch auch mit einer wertlosen, Qualität vortäuschenden Metallkappe und höherem Preis, dann mit Datumsanzeige und einem höheren Preis, dann auch mit Stoppfunktion mit noch höherem Preis, und nach wiederum rund 10 Jahren baute Swatch, wieder zu einem höheren Preis, mechanische Werke ein. Hayek hat nicht die Uhr gerettet, er hat eine ganze Generation von der technischen Entwicklung ihrer Zeit entfremdet, indem er erklärte, dass diese Ignoranz die Entwicklung des Zeitgeistes ist.

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Und so kommt es, dass Menschen heute für hoffnungslos veraltete, komplizierte und anfällige  Technik unendlich viel mehr Geld auszugeben bereit sind, als für das, was technisch machbar ist – die kostenlose Zeitmessung eben. Und dieses Verhalten noch nicht mal hinterfragen, sondern Menschen nach ihren Uhren beurteilen, die, egal ob Yacht-Master oder Calatrava, historische Longines oder neue Blancpain, samt und sonders die rechnerdominierte Realität unserer Gegenwart, deren Zeit sie eher falsch und unzuverlässig mitmessen, ignorieren. Sie sind der Wunschtraum der Aufsteiger, Beschwichtiger der vernachlässigten Freundinnen, ein Symbol der Unabhängigkeit von der maschinenbestimmten Zeitmessung, die auch wieder so eine Autorität ist, die einem in das Leben pfuschen will – das alles wird in diese kleinen Metallkäste  hineininterpretiert, ohne rationale Grundlage, aber mit jede Menge Selbstbetrug von genau der Sorte, aus der die Dünkel erwachsen, die einen letztlich sagen lassen: Ich schon – Du nicht. Meine Uhr hat nur 18.000 Halbschwingungen pro Stunde, Deine unbegrenzt viele, ich bin reich und Du bist ein technisch überlegener Grattler, Du handelst logisch und modern, und ich bekomme den Job.

Was Hayek meines Erachtens vor allem begriffen hat, war der Wunsch der Abgrenzung. Eine Generation konnte zum besseren Taschengeldpreis lernen, was es bedeutet, etwas zu besitzen, mit dem man auf Technidioten herabschauen konnte, die zuvor mit Sklaventaschenrechnern am Arm Eindruck schinden wollten. Zogen die Technidioten nach, kaufte man sich mit dem Metalldeckel, den Komplikationen und dem mechanischen Werk einfach empor in Regionen, in die anderen nicht mehr mit konnten. Als ich dann Ende der 80er Jahre Abitur machte, waren wir schon so verführt, dass jeder eine Rolex wollte. Mechanisch, natürlich, und in einem völlig altertümlichen Design, das damals schon Jahrzehnte auf dem Markt war, und am Arm aller geschäftsführenden Onkel mit Tennisambitionen baumelte.

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Irgendwann ist man natürlich am Ende dieser Entwicklung und hat die Uhr wie alle anderen auch, man ist vielleicht an einer kostenpfichtigen Eliteuniversität, an der keiner mehr da ist, den man über eine Uhr ausgrenzen könnte. Jeder hat, jeder kann, jeder denkt so. Es gibt an der Spitze keinen Ausweg mehr nach oben, ab einem gewissen Punkt sind da nur noch Varianten, aber keine Unterschiede mehr. Der Götze, dem alle ohne Unterschied huldigen, ist nicht mehr heilig, und weil er nicht mehr heilig ist, erscheint er wertlos, so wertlos wie die Zeitmesser aller anderen, die in China gegossen werden, und die einzige Lösung des Problems ist die Selbstüberhöhung über den Götzen. Man trinkt sich Mut an, man will den anderen zeigen, wie wenig einem ihr Götze ist, man legt den Götzen auf die Strasse, startet den Wagen und fährt ihn unter dem Gejohle der Freunde über den Haufen, man bringt den Götzen um, man hat gezeigt, dass man über den anderen steht – und dann öffnet sich ein Fenster, einer droht mit der Polizei, sollte das nicht aufhören, und man fährt schnell weg, den vermutlich toten Götzen hinter sich lassend, Papa wird schon einen neuen kaufen, und alle anderen werden sich zuflüstern, das ist der, der mit seinem Sportwagen die Uhr plattgefahren hat.

Was noch lächerlicher als die Drittuhr dieser Marke ist, die gerade an meinem Arm hängt.

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226 Lesermeinungen

  1. Werter Don, Danke für die...
    Werter Don, Danke für die verdiente Hayek-Würdigung.
    Auch in der NZZ erweist man ihm die verdiente Reverenz, ich erlaube mir dorthin zu verlinken ohne finanzielleInteressen, mit sonnigem Gruss aus HH:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/eine_zunehmend_rare_gattung_1.6318809.html

  2. Werter Don,
    gestärkt aus der...

    Werter Don,
    gestärkt aus der Mittagspause zurückgekehrt dieser schöne Artikel. Dazu passt vielleicht der Dialog, den ich beim Mittagessen geführt habe:
    M: Kannst du mir mal sagen wie spät es ist? Kollegin: Wo ist denn deine Uhr? M: Zur Revision in der Schweiz. K mit fragendem Gesicht: Revision? M: das ist sowas wie die Inspektion beim Auto. K: Das habe ich ja noch nie gehört!
    Schönen Gruß aus dem Norden,
    Moritz

  3. So hab ich das noch gar nicht...
    So hab ich das noch gar nicht betrachtet! Kann aber auch sen das Menschen, grad weil Zeitmessung überall beliebig verfügbar ist durch eine teure Uhr der Zeit, welche ja bei den Meisten knap ist -zumal die Freizeit- wider einen Wert geben möchten! Selbstbetrug hin oder her, wenn´s Ihnen gut tut, ja mei …

  4. Respekt. Ehrlich. Nicht...
    Respekt. Ehrlich. Nicht schlecht, dieser Text. Echt nicht schlecht. Danke für diese Gedankengänge, Querverweise, Grundsätzlichkeitsthesen, kurzum, den gesamten Glanz und das ganze Elend der Menschheitsgeschichte wunderbar komprimiert. Respekt. Muss ja auch mal gesagt werden.

  5. Anstelle so eines Bandes um...
    Anstelle so eines Bandes um den Arm, das zugegebnermaßen den Blick auf die Zeit vereinfacht und beschleunigt und somit einem beruflichen Anforderungsprofil wesentlich entgegenkommt, nur herunterzuschreiben, möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Schwester der Armbanduhr, die man mit einer Kette an der Weste (oder heutzutage vielleicht an der Gürtelschlaufe) befestigt in der Tasche umherträgt noch viel gediegener ist. Besonders mit Silber macht das schon eine Menge Spaß.
    („gediegen“ in der Süd- und Hochdeutschen Wortbedeutung, die von der Bedeutung in meiner Heimatregion ja gewaltig abweicht, wie ich hier im Exil feststellen musste)

  6. Sie geben da das richtige...
    Sie geben da das richtige Stichwort: Rolex ist eine reine Sportuhr. Ansonsten untragbar.

  7. Dipsy, als kapitän eines 5,5...
    Dipsy, als kapitän eines 5,5 Meter langen Faltbootes darf ich das tragen! Im Ernst: Tolle Uhren bei der Bergsteigerei.
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    Jan Reyberg, in der Hosentasche tut man einer Vollsavonette aber wirklich unrecht, die muss schon in die Weste. Das ist dann natürlich auch ein Ausdruck der Zeitverfügung, gerade, wenn man den Deckel öffnet.

  8. Jensor, danke für das Lob,...
    Jensor, danke für das Lob, mein krumm gewachsenes Hirn kann sowieso nicht gerade.
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    FS, das wäre dann wie das teure Glas, aus dem man seinen guten Wein trinkt, wobei man sagen muss: Wer das kauft, hat viel Zeit anderweitig weniger gut verbracht. Oder er findet es eben auf der Strasse.

  9. DonAlphonso@Zeit ist eine...
    DonAlphonso@Zeit ist eine Illusion, zumal eh alles faltig wird: memento mori. Da nützt
    der schönste Wecker nix, ob antiquaristisch, digitalistisch im Innern gefertigt oder handgelaubsägt vom Hoflieferandör oder was weiss ich. Ich pers. trage keine mehr, aus Gründen die Sie oben so ergreifend geschildert haben.
    Muss wech, hab keine Zeit…..muss zum Frisör!

  10. Witzig und geistreich,...
    Witzig und geistreich, schöner Text, Don Alphonso, und vielen Dank.

  11. Und trotzdem kann es mehr...
    Und trotzdem kann es mehr sein: mein ehemaliger, erster und letzter Chef hat mir seine Konfirmationsuhr geschenkt… Für mich zumindest ist es das.

  12. Mir in den Achtzigern einen...
    Mir in den Achtzigern einen meiner Mini-Aushilfsjobs-Monatslöhne und anschließend drei Wochen lang tägliches karges Billigst-Spaghetti-Essen wert: Jaeger LeCoultre Memovox. Zuvor mal beim Juwelier gesehen, dann immer mal die Nase an seinem Schaufenster plattgedrückt. Nicht bezahlbar. Später dann, in Paris, Flohmarktbesuch, anlässlich dessen packt einer Schmuck und Uhren aus. Mitten drin. Die Uhr. Für einen sehr günstigen Preis ergattere ich sie, noch billiger wäre sie gewesen, hätte ich beim Anblick der Uhr unter dem sonstigen Gerümpel nicht vernehmlich gejapst. Ich habe wirklich nichts besessen damals, es war völliger Unsinn angesichts der prekären finanziellen Lage, aber die Uhr würde ich bis heute als Einziges nie mehr hergeben.

  13. Moritz, wohl, wohl. Wobei ich...
    Moritz, wohl, wohl. Wobei ich sagen muss, dass so mancher der hiesigen Uhrmacher ebenfalls zaubern kann, gerade wenn es um die verschwundenen Marken und Werke geht.
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    Gutes Recht, ich finde ja, dass man Hayeks nicht genug gewürdigt hat; er war viel wichtiger als Banker und Politiker, weil er Visionen nicht als Eigenwerbung vortäuschte, sondern den Willen zur Veränderung hatte. Allein, wenn man an das Antriebskonzept für den Smart denkt; wenn man das damals gemacht hätte, wo wäre man heute?

  14. Plindos, ich denke, die...
    Plindos, ich denke, die einzige Art, um der herr über die zeit zu werden, ist sie zu vergessen. Sie vergisst einen nicht, man man vergisst, dass es so ist.
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    Rosinante, danke (den wollte ich schon ewig mal schreiben, kam aber nie dazu)

  15. ilnonno, eine Uhr habe ich...
    ilnonno, eine Uhr habe ich geerbt, und die ist mir die Liebste von allen. Die hier ist, wie soll ich sagen, vielleicht die schäbigstes und zynischste Uhr.
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    Anderl, es ist ja nicht nur der Besitz, sondern gerade seine Entstehung, die aus einem Ding eine Leidenschaft macht.

  16. und hayek, lieber don, ist am...
    und hayek, lieber don, ist am arbeitsplatz gestorben. – ein schicksal, wie ich vermute, dass dereinst auch dir bestimmt sein wird…

  17. Rosinante@:Da Sie hier so...
    Rosinante@:Da Sie hier so entzückende Komplimente an die geschlossene Welt der Chauvinisten, solche mit und ohne Rolex, Tissot oder noch viel teueres tragend, zu werfen verstehen, habe ich ernsthaft überlegt Sie anzubaggern. Da dies hier nicht schicklich ist und überhaupts, lass mer´s halt. Beschäftigen wir uns aufseufzend mit dem Herrn Friedrich August von Hayek (nicht zu verwechslen mit N.G. Hayek >Swatch)und seinen ökonomischen Theorien „The Road to Serfdom“
    Einen ähnlichen Titel hatte schon mal Étienne de La Boétie verfasst: „Discours de la servitude volontaire“ Beide Schriften hochaktuell, auch antiquarisch im Buchhandel zu erlangen.
    Don Alponso@: Wenigstens ein Wesen, welches uns nicht vergisst. Die Chinesen, waren zumindest früher, sehr besorgt um den Duft (Nachruhm) und seine Intensität, den man nach seinem Ableben hinterliess.

  18. Don, bei Uhren werde ich immer...
    Don, bei Uhren werde ich immer schwach. Danke.
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    Swatch+Mercedes+Art = SMArt. Dessen Ursprünge haben wir auch Herrn Hayek zu verdanken. Die Kiste hat allerdings eine Digitaluhr im Armaturenbrett (kein Wunder, dass er frühzeitig aus dem Projekt ausgestiegen ist). Doch der Markenname – den fand ich schon immer gut. Und wer den sonst noch so fährt… ist mir eigentlich herzlich egal.

  19. Erinnere mich auf einmal...
    Erinnere mich auf einmal daran, wie ich als Kind manchmal nachhause ging, wenn es draussen dunkel wurde. Das waren noch Zeiten. Danke!

  20. Werter Don,

    da gebe ich Ihnen...
    Werter Don,
    da gebe ich Ihnen Recht, ein etwas weniger geliebtes Schweizer Stück mit Einfachwerk habe ich nach der unschlagbar günstigen Revision bei einer großen Juwelierskette in einem exzellenten Zustand wiederbekommen, Ganggenauigkeit besser als bei Auslieferung.
    Schöne Grüße aus dem Norden,
    Moritz

  21. muscat, ich bin stolzer...
    muscat, ich bin stolzer Besitzer der allerersten Werbeprospekte des SMArt. Nicht nur das Auto ist eine geniale Idee, die Reklame dafuer war auch allerserste Sahne.

  22. Wenn die Uhr absichtlich...
    Wenn die Uhr absichtlich unter’s Rad gelegt wurde, ist das Fundamt wohl ohne Tadel: Zerstoerungswut pur – aber wenigstens am eigenen Objekt! – Ich erfreue mich ebenfalls sehr am Triumph der (analogen) Armbanduhr ueber die elektronische Alternative. Nur: aufziehen muss man die neuen Exemplare nicht mehr, aber dafuer gibt es Solarzellentechnik dass nicht einmal die Batterie gewechselt werden muss. Eine gewisse funktionale / visuelle Ueberlegenheit der Armbanduhr gegenueber anderen von Ihnen, Don Alphonso, angesprochenen Alternativen ist aber auch der, dass sie sprichwoertlich „auf einen Blick“ die Zeit zeigt, und zwar in einem Format, das uns offensichtlich mehr anspricht als das kalte 15:22 Leuchten einer Optikarmatur, und uns die Zeit mehr als Kontinuum zeigt. Und nicht zuletzt sind Analoguhren auch in der Kfz-Oberklasse de rigeur (laut Werbung soll das Ticken der Borduhr ja das Lauteste sein was man in einem Rolls Royce hoert) – und umgekehrt haben sich die Autokaufenden ja – noch? – erfolgreich gegen LED-Tachometer gewehrt, zum Leidwesen der Herstellenden die doch viel lieber diese Billigalternative einbauen wuerden, aber wo sie es tun, doch eher auf Abneigung stossen. Nur die Km-Anzeige ist fast ueberall digital, da greifen keine kleinen Zahnraedchen mehr ineinander wenn die Strecke abgespult wird.

  23. liebe muscat, lieber Filou,
    in...

    liebe muscat, lieber Filou,
    in meinem fuhrpark befindet, ich muss es gestehen, sich ein ebensolches gefährt
    – ein nützliches, günstiges parkplatzsuchgerät, aus dem man allerdings geschüttelt, nicht aber gerührt wieder aussteigt.
    ich finde und dokumentiere mit dem – äh – wagen jedes, wirkliches jedes schlagloch.
    .
    daher ich schlage vor, gemeinsam eine art petition voranzutreiben, mit dem ziel, eine automatikuhr im innenraum zu platzieren.
    meinetwegen gern von weissbrot (lieber nicht von rollex), in gelbgold, mit mondphase, datum. und integrierter parkscheibe.
    .
    werter don, herzlichen dank für die vergangenen absolutismus-artikel, die zu begleiten mir aus akutem, mittelfristig anzustezendem zeitmangel leider nicht gestattet war. intellektuelle task farce (et al.) – herrlich!! mille grazie!!!

  24. Als Kind hab ich mir mal zu...
    Als Kind hab ich mir mal zu Weihnachten eine Uhr mit mechanischem Uhrwerk gewünscht. Sie lag im Schaufenster des Uhrmachers und kostete 50 Mark, dafür konnte man sie aufziehen. Nach ein paar TAgen ging sie aber schon ungenau.
    Irgendwann ging sie verloren und seitdem trainiere ich mein Zeitgefühl (v.a. wenn ich, wie jetzt, das Ladegerät fürs Händi vergessen habe mitzunehmen). In Polarkreisnähe kann sich da aber böse verschätzen.

  25. Oder einfach konsumieren. Auf...
    Oder einfach konsumieren. Auf dem Kassenbon steht auch immer die Uhrzeit

  26. Eine Uhr zu tragen fällt mir...
    Eine Uhr zu tragen fällt mir auch nur gerade dann ein, wenn ich im Urlaub (oder sonstwie weg vom Alltag) bin. Zu diesem Zwecke liegt zuhause noch eine Armbanduhr rum aus der Vor-Digital-und-Hayek-Zeit. Ihr Wert ist sicherlich höchstens ein ideell-symbolischer.
    Es ist aber eine von denen, die ein Roskopf-Hemmung besitzen. D.h: sie kommt ohne Batterie aus und lebt rein von der Armbewegungsenergie. Ich finde diese Machart heute noch genial. Das Reduzierte ist manchmal die höhere Kunst denn das Elaborierte….

  27. "Wer keine Uhr hat, ist...
    „Wer keine Uhr hat, ist glücklich.“ (russisches Sprichwort)

  28. "....überall wird die Zeit...
    „….überall wird die Zeit zum Nullpreis angezeigt. Zeitmessung ist wertlos….“
    Ich bin so vermessen es anders zu betrachten: weil Zeit so wichtig geworden ist – die Abfahrszeit der Verkehrsmittel auf die Minute – die Buchung beim Aktienkauf auf die Sekunde – muss sie offensichtlich überall angezeigt werden.
    Und: Beim Messen der Zeit (jeden auch noch so kleinen Abschnitt als Teil der einem zugemessenen Lebenszeit betrachtend) kann man gar nicht geizig genug sein, im Hinblick auf deren Gestaltung.
    Außerdem: Meine Firmungsuhr habe ich die erste Nacht mehrmals unter dem Kopfkissen hervorgeholt und auf das Ticken gelauscht. Ich besitze sie noch heute. Leider misst sie die Zeit nicht mehr. Ihre Zeit ist abgelaufen.

  29. Sie tragen Rolex? Ich bin...
    Sie tragen Rolex? Ich bin enttäuscht! Neureich-stilloser geht es fast nicht mehr.

  30. Das sind genau die...
    Das sind genau die Einschätzungen, vor denen ich im unteren Teil warne.

  31. Don Alphonso, danke, dass Sie...
    Don Alphonso, danke, dass Sie das Thema Rolex noch einmal auf den Tisch gebracht haben, ich wollte Ihnen da unbedingt noch eine Frage stellen. Und zwar schrieben Sie an anderer Stelle, dass alle (männlichen) Abiturienten ihres Freundeskreises eine Rolex geschenkt bekamen. Und (auch in diesem Artikel scheint es wieder hervor), dass die Rolex die Standarduhr der Oberschicht sei. Ist das tatsächlich so? Denn für mich und die ich kenne (ich würde uns als gute Mittelschicht bezeichnen) ist die Rolex absolut untragbar. Die Prolluhr schlechthin, allenfalls bei Neureichen, sonst eigentlich nur bei Zuhältern zu verorten. Und es ist eigentlich nur diese Marke, alle anderen teuren Uhren haben diesen Ruf nicht (vielleicht noch Breitling). Warum ist die Rolex dann trotzdem die Oberschichtuhr? Und ist Ihnen und Ihresgleichen das bewusst, dass diese Uhr so gesehen wird? Und ist das Ihnen gleichgültig?

  32. Dann hilft nur noch...
    Dann hilft nur noch Understatement: A) Braun Titan schwarz von 1995; B) UMF Ruhla von 1957 (Wasserdicht. Ist das Wasser erst mal drinne, kriegstes nicht mehr raus).
    Letzere Uhr sorgt immer noch fuer Fassungslosigkeit. Besonders die Eleganz.

  33. Seit ich in den 70er Jahren in...
    Seit ich in den 70er Jahren in Irland wegen einer Filmproduktion über das einzigartige Straßennetz der Insel von Termin zu Termin hetzte, um pünktlich zu sein, um dann meist ca eine Stunde zu warten, bis mein Gesprächspartner auftaucht, habe ich meine Konfirmationsuhr (Swiss made) in den Koffer geworfen und nie wieder getragen. Und gegen mechanische Uhren hätte ich darüber hinaus noch einzuwenden, daß keine von ihnen eine automatische Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt besitzt. Ein anachronistisches Produkt in der heutigen Zeit.
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    Leider gibt es immer weniger öffentliche Uhren, und das Handy, das ich eine gewisse Zeit lang als Ersatz benutzt hatte (Taschentelefonzelle und Normaluhr),
    steckt inzwischen auch in irgendeiner Schublade – völlig entladen. Also habe ich mich wieder auf mein früher gut funktionierendes Zeitgefühl zurückgezogen. So auf zehn Minuten genau kann ich eigentlich immer sagen, wie spät es vermutlich gerade ist. Das reicht mir…

  34. @Linus, destello: DA trägt...
    @Linus, destello: DA trägt seine Rolex nur mit ironischer Attitude. Man muß nicht nur auf die Uhr, sondern auch aufs Gesicht sehen. Daran erkennt man dann auch den Zuhälter…

  35. Rolex tragen in der Tat HEUTE...
    Rolex tragen in der Tat HEUTE meistens die Angehörigen der Mittelschicht (Ärzte, Anwälte, leitende Angestellte, selbständige Kaufleute).
    Darüber (Uhren und Gesellschaft) spielt sich jedoch noch ne ganze Menge mehr ab…

  36. @specialmarke: Ich wollte...
    @specialmarke: Ich wollte natürlich etwas polarisieren ;) Allerdings teile ich tatsächlich den Eindruck Destellos: Proll und Rolex gehen häufig Hand in Hand. Und es scheint, als wolle Rolex auch genau diese Klientel mit ihren Entwürfen ansprechen. Diesbezüglich stimmen Sie mir zu, oder? Wenn nicht, muss es wohl an meinem Geschmack liegen: Meiner Meinung nach, kann eine Uhr kaum schöner sein als eine Calatrava (besonders Ref. 5119, mit kleiner Sekunde) von Patek Philippe.

  37. Es hat schon etwas zutiefst...
    Es hat schon etwas zutiefst morbides, dass das Westviertel auf die goldgeränderte Tausendstelsekunde genau wissen muss, wann seine Stunde schlägt. Hoffentlich findet sich auch noch ein zeitgenössischer Dichterfürst (Schlingensief?) für die slow motion.

  38. Specialmarke, wenn Ihnen das...
    Specialmarke, wenn Ihnen das Umstellen auf Sommer/Winterzeit zu laestig ist, wie waere es mit je einer mechanischen Uhr fuer jede Zeitperiode ;-) wobei die nicht gebrauchte im Schrank ausruhen darf. Kann man auch machen wenn man oft in verschiedenen Zeitzonen arbeitet.

  39. Die Zeit, das Licht und der...
    Die Zeit, das Licht und der „Geist des Wesens“
    Einen interessanten Hinweis darauf, warum die Zeit, als absolute Zeit, nicht mehr die Bedeutung hat, wie im 18. bzw. noch 19. Jhd., fand ich kürzlich so formuliert:
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    „Im Zeitalter Newtons besteht die Hauptaufgabe de Kapitals in der Regulierung der Zeit, als Voraussetzung für die Verlängerung des Arbeitstages“ (Arbeit Entropie Apokalypse, http://www.umwaelzung.info/entropie.html, vgl. auch: http://blog.herold-binsack.eu/?page_id=7, Nachbemerkung…). Und so sehr die Zeit heute relativ gemessen wird, letztlich an der Lichtgeschwindigkeit (die aber auch abhängig ist, zum Beispiel von einem Vakuum im Raum), so sehr wird auch der Arbeitstag nicht mehr im absoluten Sinne begriffen, sondern im relativen, und dies in Form der Intensivierung der Arbeit(szeit), letztlich abhängig vom sog. Stand der jeweiligen Produktivität. Die Grenzen der Ausbeutung, will heißen: die Grenzen der Umwandlung von Energie in Arbeit, sind gemäß dieses Beitrages in der Entropiezunahme (gem. dem 2. Gesetz der Thermodynamik) zu suchen. Also sucht das Kapital verzweifelt nach Möglichkeiten die Entropiezunahme (Entropie = nichtverfügbare Arbeit, bzw. das Chaos schlechthin) zu umgehen, bzw. zu überlisten.
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    Die Apokalypse erscheint uns so als Hysterie der Herrschenden, welche sie überfällt, angesichts ihres immer wieder Scheiterns. Jede größere Krise ist ihr dafür ein Beleg. Letztlich aber ist es die „Arbeitsverweigerung“, die ultimative, die, die in der sozialen Revolution mündet.
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    Die Energie, die auf dem Weg zu einer Revolution aufzuwenden ist, will der, durch Krisen und Revolutionen geläuterte, Bourgeoisie nunmehr als der ultimative Weg zur Schaffung eines perpetuums mobile erscheinen. Jeder Widerstand gegen die Ausbeutung wird in eine neue Kraftquelle verwandelt. Streikt das Weib des Proletariers zum Beispiel, was wir ja gegenwärtig massenhaft erleben, dann schaffen wir diesem Weib einen Ausweg, nämlich in billigen, reichlich Mehrwert schaffenden, prekären, Arbeitsplätzen. Die Grundlage für den Profittransfer an das organisch hochkapitalisierte Kapital (Energiewirtschaft, AKWs etc.), welches solchermaßen fett gemästet, die ganze Klasse wieder wohlfeiler ausbeuten kann, will heißen: ohne dann die für diese Ausbeutung bis dato notwendig gewesenen Sozialkosten. Die Familie ist ehe kaputt.
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    Diese Prekarisierung der ganzen Klasse treibt diese, und eben nicht das Kapital ins völlige Chaos. Lässt diese ihre Energie vergeuden, will heißen: ihre ganze Zeit aufbrauchen, und das Problem der Entropiezunahme wird so auf den Klassenfeind verlagert.
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    Die Zeit, die dafür aufgewendet wird, könnte, wenn sie noch absolut gemessen wäre, also in den Bilanzen des Bourgeois auftauchen würde, einen solchen Aufwand kaum begründen. Zeit scheint kein Geld mehr zu sein, wovon das bigotte Bürgertum vor nicht all zu langer Zeit noch so überzeugt war. Während aber dem Kapital die Zeit offenbar kein Kopfzerbrechen mehr bereitet, wird die Gesellschaft, nicht nur im zeitlichen Sinne, sondern offenbar auch im räumlichen atomisiert.
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    Die Lichtgeschwindigkeit ist es, die es als nächstes zu meistern gilt. Aber jedem sollte einleuchten, dass das nur geht, wenn entweder die Masse entsprechend groß ist, oder eben gar keine Masse vorhanden, an der sich ein Lichtphoton mit Masse aufladen könnte. Das Subjekt nicht mehr als Träger von Information, im Sinne von einem durchgeistigten Wesen, wofür der moderne Mensch sich ja hält, nein: jetzt geht es um den Geist des Wesens.

  40. @ devin "Der Geist des Wesens"...
    @ devin „Der Geist des Wesens“ oder der Geist des Weines? Ziemlich früh am Tag für eine geistige Vollnarkose.

  41. bitte... hier darf praktisch...
    bitte… hier darf praktisch jeder frei reden.

  42. Interessant sind ja auch die...
    Interessant sind ja auch die Gesten der Macht, die sich mit dem Tragen der edlen Uhr verbinden. Frei nach dem Motto einer alten Damenseifen-Reklame „An meine wertvolle Zeit lasse ich nur meine Rolex und meine Sekretärin“ signalisiert der betont unauffällige Blick auf das edle Machwerk dem Gesprächspartner, daß der jetzt mal endlich zur Sache kommen muß, weil noch mehr Unwürdige auf der Besucherliste stehen, denen man wohl dosierte Augenblicke der Konzentration gewähren muß…

  43. Ein sehr schöner Text...
    Ein sehr schöner Text DA.
    Meine erste eigene Uhr gab es zur Kommunion (natürlich).
    Heute trage ich nur noch eine Uhr, welche ich meinen Eltern als Set zur Silberhochzeit schenkte. Die von meiner Mutter hat inzwischen meine Schwester. Die von meinem Vater habe ich bekommen, weil er die Zeiger (leider) nicht mehr erkennen kann.
    Eine Uhr ist etwas, was das Leben einteilt. Nicht so sehr wegen den Minuten und Sekunden, aber wegen den Wegmarken, zu denen man sich bestimmte Exemplare zulegt.
    Komisch, nach dem Lesen habe ich meine Taschenuhr gesucht. Die lag Jahre herum.
    Ein Geschenk zum ersten Anzug mit Weste vom Schneider. Ich habe sie natürlich vom Vater, aber ich würde wetten das Mutti die ausgesucht hat……
    Uhren haben für mich nie ihre Magie verloren.
    Wie gesagt, ein sehr schöner Text.

  44. Das ist der falsche Devin08....
    Das ist der falsche Devin08. Der richtige war die letzten Male richtig maßvoll. Ich wollte ihn schon loben, hatte aber Angst, daß ihn das kränkt. – Bleibt die Frage, wer imitiert hier den früheren Devin08? Plindos, waren Sie das wieder?

  45. Linus
    01. Juli 2010,...

    Linus
    01. Juli 2010, 19:17
    Einspruch, Euer Ehren!
    Eine Vacheron ist in der Regel nicht zu toppen, liegt preislich aber auch eine ganze Schwelle ueber der Calatrava.
    @http://www.vacheron-constantin.com/fr/nos-montres/#screen=PRODUCT;productRef=86122-000R-9362
    .
    @destello
    01. Juli 2010, 18:00
    In den70ern, als ich meine Rolex zum besagten Tag bekam, war das keine Uhr fuer jedermann.
    Zu der Zeit trugen die OStrs eine Timex oder Junghans und fuhren noch VW-Kaefer, wenn sie ueberhaupt ein Auto hatten . Eine Rolex kannte zu der Zeit nur eine begrenzte Schicht. Ich habe meine alte Datejust heute noch und sie funktioniert, wie am ersten Tag. Vorausgesetzt, man macht ab und zu eine Revision. Das Teil ist Handwerkskunst, ganz einfach.

  46. @specialmarke
    Ich stimme Ihnen...

    @specialmarke
    Ich stimme Ihnen zu, mir erscheint das auch nicht wie der echte Devin08, insbesondere der letzte Absatz über die Lichtgeschwindigkeit

  47. neinenein, das Interesse für...
    neinenein, das Interesse für die konkurrierenden Kapitalfraktionen, das ist schon der originale Devin

  48. @ Caoky: Man könnte...
    @ Caoky: Man könnte natürlich… Man könnte stattdessen auch ein paar Kisten guten Rotwein kaufen, oder eine Silberkanne (schon lange nicht mehr erwähnt) oder ein nettes kleines Gemälde…oder …oder…
    Im Haus habe ich Digitalfunkuhren. Wenn ich in der Küche koche, kann ich mal kurz im Arbeitszimmer an den Computer gehen und einen kurzen Text schreiben und rechts unter am Bildschirm sehen, ob die Kartoffeln schon weich sind…
    .
    @ Linus: Ja, das mit den Zuhältern ist in der Tat so. Die Rolex in Gold und einem
    Mercedes S-Klasse (ich weiß nicht, ob es das heute noch so gibt). Man schmückte sich mit den Symbolen des gehobenen Bürgertums. Die Zuhälter a`la „Irma la Douce“ gibt es heute natürlich nicht mehr. Mädchenhandel aber schon, doch was diese Herrschaften heute als Vorzeigeobjekte ihres Wohllebens vorweisen, entzieht sich meiner Kenntnis. – Also die Vertreter der russischen Mafia tragen auch Rolex und machen Urlaub in Davos…

  49. specialmarke@: Abgewunken....
    specialmarke@: Abgewunken. Würd ich nie machen, bin ja selbst ziemlich kopflastig, mea culpa etc. aber so doch nicht. Wieso stehe ich bei Ihnen diesbezüglich unter Generalverdacht? Dieses Thema mit diesen Ticktackührchen lässt mich eher somnambul in Zeitlosigkeit versinken. Dann eher Sonnenuhren die ich verehre, die erinnern mich irgendwie an die Stunde des Pans und reglose Eidechsen im Glust der Hitze.

  50. RLX ist heutzutage wirklich...
    RLX ist heutzutage wirklich der Zeitmesser der Mittelschicht. In Stahl hat die jeder Rotary-Member, also die braven Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, PwC-Einstieger, erfolgreiche Heinwerker.
    Schon bei PP beginnt dann die Spreu sich vom Weizen zu treffen….auch gesellschaftlich….
    Es gibt über der Mittelschicht immer noch ein „Drüber“, das verdrängt diese ganz besonders gern, wie man an vielen Beiträgen und auch dazugehörigen Kommentaren sieht….da wird der Mittelschichler besonders grantig…

  51. @BertholdIV: Ja, es ist ganz...
    @BertholdIV: Ja, es ist ganz unmöglich, physikalische Theorien mit sozialwissenschaftlichen zu vermengen. Auf diesem Niveau habe ich Devin08 in der Tat noch nie argumentieren hören…Also ist es nicht Devin08…
    .
    @Försterliesl: Meinen Sie nicht, daß der vermaledeite Plindos in seiner genialistischen Art auch ein solches Imitat zustande kriegt? Ich warte jetzt nur noch auf die Übersetzung ins Altgriechische. Er hat da ein neues Programm, das er dauernd ausprobiert…

  52. @Plindos: Sie haben schon...
    @Plindos: Sie haben schon einmal gestanden, jemand anders imitiert zu haben…
    Zu einer solchen Schandtat wäre ich ja im konkreten Falle auch bereit, wenn die Übelkeit nicht überhand nähme…ich habe während meines Studiums an der sogenannten „Freien Universität“ die Pamphlete und „wissenschaftlichen Schriften“ der ADSler (intern Adsen genannt), eine studentische Fraktion der dogmatischen Linken, über Jahre ertragen und auf den Institutsvollversammlungen als einziger einsamer Gegenstimmler versucht zu zeigen, daß man auch dagegen sein kann….Um die konkrete Sache ging es mir, gestehe ich, zum Schluß gar nicht mehr.

  53. @DA: danke für die Würdigung...
    @DA: danke für die Würdigung von Hayek. Sie ist berechtigt, denn er hat einer völlig abgestorbenen, von der Technikänderung überrollten Branche wieder Leben eingehaucht, weil er verstanden hat, was Leute von einer heutigen Uhr wollen. So jemand brauchts jetzt wieder für die Zeitungen, denn dort geschieht die Erneuerung sowenig von den bestehenden her wie bei den Uhren.

  54. Ich überlege ja schon, aber...
    Ich überlege ja schon, aber ich bin da nicht klug genug.

  55. Gratulation zu diesem wirklich...
    Gratulation zu diesem wirklich sehr guten Beitrag unserem zeitlich begrenzten Dasein mehr Aufmerksamkeit, Inhalt und eben Zeit zu schenken!
    Was bin ich doch für ein reicher Mensch ohne Rolex, Lange und Söhne, oder dergleichen. An meinem Handgelenk baumelt doch wirklich bloß eine schnöde Uhr. Und die macht mich immer wieder darauf Aufmerksam meine kostbare Zeit zum Träumen, zum Lieben, und ganz einfach nur zum Betrachten des Sekundenzeigers zu nutzen! Am liebsten ist mir aber immer doch die Messung der verrinnenden Zeit mit der Sanduhr! So lasst uns alle unsere verbleibende Zeit recht schön nutzen!

  56. @colorcraze: Ich denke, wir...
    @colorcraze: Ich denke, wir fühlen uns gerade pudelwohl in einer Aktualisierung einer Tageszeitung, die einst wirklich vorgestrig war, sowohl von den Inhalten her als auch von der Form. Man kann sich auch daran gewöhnen, ohne honig- und butterverschmiertes graues Papier in der Hand zu frühstücken. Und anschließend geht man zum Computer und liest das Wichtigste zum Tage, schaut nach Wetter und Aktionkursen, so man welche hat, schmökert noch ein bißchen herum, geht aufs Klo und macht sich an die ‚Tagesarbeit. – Was gibt es da noch zu erfinden?
    – Ja, die allzu grauen Papierblätter werden eingehen wie eine Zimmerlinde, die nicht gegossen wird…

  57. Schreiben Sie doch mal was...
    Schreiben Sie doch mal was über das Faltboot! (Oder haben Sie schon?)
    Ist es eines aus der Werft (!) in Augsburg? Mit so einem Boot hatte ich auch schon das Vergnügen. Kostet Tausende, hält mit ein bißchen Pflege ewig. Total unzeitgemäß!

  58. Mein Großvater hatte 1948...
    Mein Großvater hatte 1948 über die Schweizer Uhrenindustrie promoviert und mit ihren Erzeugnissen gehandelt. Unverkäuflich gewordene Uhren der Nachkriegszeit überließ er mir als Teenager. Die gingen falsch, ihre Plastikteile stanken nach Teer, aber ich liebe sie noch immer. Die lächerlichen „Pornoproduzentenuhren“ mit ihrer überteurten Technik des 19. Jhdts. sind mir so erspart geblieben. Mein Ausweg nach oben: mechanische Uhren mit digitaler Anzeige aus den 60er Jahren – unschlagbar schräges Design und die Gewissheit etwas Echtes zu tragen. Sonst könnte man sich ja auch Pseudo Audubon Vögel mit künstlichen Stockflecken aufs Klo hängen.

  59. Der diskrete Charme der...
    Der diskrete Charme der Bourgeoisie und der Pfeil der Zeit
    .
    @specialmarke u.a.: Seit Zenon von Elea das Paradoxon der Zeit mit dem Ausspruch „Der fliegende Pfeil ruht“ erstmals zu erfassen suchte, will es mir doch eher so scheinen, dass eben die Menschheit um diesen fliegenden Pfeil nicht zur Ruhe kommt. Und zwar so sehr, dass selbst die Genies unter uns, wie der Nobelpreisträger Ilya Prigogine zum Beispiel, immer noch die Zeit, will heißen: den Pfeil der Zeit als Paradoxon („Das Paradoxon der Zeit“) empfinden.
    Aber während man sich in der Antike oder auch in modernen Studierstuben darüber wenigstens das Hirn martert, eben ob dieses Phänomens „Zeit“, sei diese nun absolut, fliegend, ruhend oder relativ oder gar gänzlich obsolet, wie uns zum Beispiel die Quantenphysik glauben machen möchte, so scheint man in gewissen Blogs solche Geheimnisse des Lebens in Selbstgefälligkeit ertränken zu wollen. Es beschämt mich ein wenig, dies so beurteilen zu müssen.
    .
    Der Text, auf den ich hier referiere, legt eine Theorie nahe, die da besagt, dass Zeit gewissermaßen ein Produkt der bürgerlichen Wissenschaft ist, welche der Maximierung der Ausbeutung, jene Maximierung der Profitrate also, dienlich sei. Darüber kann und wie ich finde soll man auch streiten, denn natürlich heißt das nicht, dass eine solch opportuner Zweck nicht doch auch Wahres produziere. Nur eben immer nur die „Wahrheit“ der Zeit, die nämlich immer auch einen gewissen Klassencharakter hat.
    .
    Die Rolex ist eben nicht nur Symbol eines scheinbar unzeitlichen ästhetischen Gefühls, nämlich das innerhalb einer Klasse, die immer noch existiert, ja immer noch die Macht hat, zu existieren, sondern über das Zeitgefühl dieser Herren ihrer Zeit hinaus, dann doch auch das einer historischen Epoche, welche eben auch ein Zeitmaß hat, und damit eben auch das Maß einer Rolex begrenzt.
    Takt und Zeit sind unmittelbar mit der jeweiligen Klassenherrschaft verbunden. Der Takt der Moderne ist ein völlig anderer als der der Vormoderne, und ähnliches gilt fürs Zeitgefühl. Nur ist das Zeitgefühl ein erheblich agileres als das des Takts, es unterliegt diskreteren Entwicklungsetappen.
    .
    Analog oder digital, könnte man auch als diskret oder eben übergangslos übersetzen. Der diskrete Charme der Bourgeoisie scheint mit dem Übergang der Rolex in die Hände gewisser „Proleten“ (ich meine nicht den Proletarier) dahin gegangen zu sein.
    Oder um es ganz krass zu sagen: Wer heute noch Rolex trägt, ist ein „Prol“ und kein Bourgeois, einer auf jeden Fall, den der Pfeil der Zeit weit hinter sich gelassen hat.

  60. @specialmarke: Nachtrag: Dass...
    @specialmarke: Nachtrag: Dass die physikalischen Theorien, klassenneutral zu verstehen seien, sozusagen einen subjektlosen Zugriff auf die wahren Naturgesetze ermöglichen, ist eben eine Mär jener Klassengesellschaft. Und dass Sie das so juckt, also geradezu unfreundlich werden lässt, will mir doch zu denken geben.

  61. Seit gut 25 Jahren trage ich...
    Seit gut 25 Jahren trage ich keine Uhr mehr.
    Und ich bin immer pünktlich.
    Die eher weniger wertvolle Taschenuhr, die mein Großvater mir damals vermacht hat (er war ein kleiner Beamter), ist die einzige Uhr, die es sich für mich zu besitzen lohnt.
    Ich denke, ich ziehe sie mal wieder auf.

  62. Zenon von Elea...
    Ilya...

    Zenon von Elea…
    Ilya Prigogine…
    „Dass die physikalischen Theorien, klassenneutral zu verstehen seien, sozusagen einen subjektlosen…“
    .
    Plindos Enzyclopedios, ganz klar.

  63. Nirgendwo wird die geistige...
    Nirgendwo wird die geistige Armut unserer Oberschicht so deutlich wie in der Bedeutung, die sie blöden Markenartikeln beimessen.
    .
    Im Mittelalter baute man sich gotische Kathedralen, in der Neuzeit Schlösser und Parks, heute kauft man sich einen Ferrari.
    .
    Gestatten: Das Bürgerdumm.

  64. @Devin08: Also lehrt mich Ihr...
    @Devin08: Also lehrt mich Ihr ganzer verbaler Aufwand, daß ich mir keine Rolex kaufen soll, weil Sie, Devin08, sonst mit Homburger und Keule berwaffnet, hinter ihren die Massen des Proletatiats, mich im Chor einen Proleten nennen werden. Oder wollen Sie mir wengistens den Schädel einschlagen? – Diese Art von Gesellschaftsanalyse, der sich dann nicht konsequenterweise Ihre Revolutionstheorie anschließt (da haben Sie als Gewerkschaftsfunktionär wohl Angst um Ihre bürgerliche Existenz) finde ich überflüssig wie ein Kropf. Und wenn ich keine Rolex kaufen möchte, dann allein deshalb, weil mir solch eine Uhr ebenfalls überflüssig wie ein Kropf scheint. Und dann lege ich noch Wert darauf, daß ich trotzdem jederzeit eine Rolex kaufen dürfte, ohne von Ihnen zum Proleten ernannt zu werden.

  65. Filou@:Sie sind mir in den...
    Filou@:Sie sind mir in den Rücken gefallen, nun wollte ich Ihnen jerade nen Artikel
    in meim Diderot-Special einrücken, det hamse nu damit vajeicht!

  66. @Plindos, bist Du's, kommst in...
    @Plindos, bist Du’s, kommst in vager Gestalt? Diderot? Oh Herr, was laesst Du mich leiden! Staendig scheitert mein Bildungsschiff an Plindos‘ Klippen.

  67. ...einzig für einen kapitän...
    …einzig für einen kapitän der luft oder einem kapitän auf und im wasser [unterseeboot] hat ein präziser zeitmesser am körper eine existenzberechtigung. für den rest der menschheit gibt es die gnade des alexander dumas´ aus olympia von clèves: „Was?“ wiederholte der Künstler, „Sie sind nicht entrüstet beim Anblick eines Ketzers, eines Exkommunizierten?“ – „Ich gehöre nicht zu denen, die aus Vorurteil hassen“, erwiderte der Novize.-
    zitat champmeslé komödiant.

  68. Mobbende...
    Mobbende Phantome
    @specialmarke: Ich weiß nicht, woher Ihre Wut kommt, aber Sie prügeln da auf ein Phantom ein. Also, ich wüsste nicht, wo ich jemals Totschläger oder mobbende proletarische Massen hinter mir her gezogen hätte. In meinen Ausführungen können Sie diesbezüglich keine Hinweise finden. Außerdem bin alles andere als ein Gewerkschaftsfunktionär, und schon gar keiner mit einer bürgerlichen Existenz. Ich weiß nicht, woher Sie solches nehmen, so gut kennen wir uns doch gar nicht. Ich bin ein bedeutungsloser Vertrauensmann, und auch dort auf der äußersten Linken, ein ultimative Gegner eben jener „bürgerlichen Gewerkschaftsfunktionäre“. Oder was glauben Sie, was ich hier vertrete? Die Gewerkschaftslinie?
    Im Übrigen geht es mir hier nicht darum Leute zu denunzieren, ob sie nun Rolex tragen oder nicht, sondern den Metapher Rolex entsprechend dem Thema, nämlich dem der „Zeit“, anders zu gewichten, als Sie das vielleicht tun. Es geht mir hier um das Verhältnis von Klassenideologie und objektiver Wirklichkeit (die Schnittstellen zwischen Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften, Paradigmen, Theorien und Kategorien, die einem ganz bestimmten Klassenbewusstsein entsprechen), also wenn Sie so wollen, dem Verhältnis zwischen dem gesellschaftlichen Sein und Bewusstsein.
    Tragen Sie was Sie wollen. Keiner wird Sie deswegen einen Proleten schimpfen, es sei denn, Sie selber tun das.

  69. @ Plindos, ich hatte auch erst...
    @ Plindos, ich hatte auch erst an den F. A. v. Hayek gedacht. Beiden Hayeks eignet aber die Idee, die Menschen dazu zu bringen, daß sie wollen was sie wollen sollen. „The Road to Serfdom“ + „Discours de la servitude volontaire“- paßt sehr gut, z. B. bei demokratischen Wahlen aller Art. Montaigne erklärte es schon damals so, wie Lenin Jahrhunderte später. Oder Brecht: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.

  70. Nur dem Nautiker ziemt eine...
    Nur dem Nautiker ziemt eine Rolex: Dem Piloten wasserdurchlaessiger italienischer Autos, sowie dem kuehnen Bezwinger tegernseer Unterwasserwelten mit seinem schoen bebugten Faltboot.
    .
    Nur mit einem praezisen Zeitmesser kann man bestimmen, an welcher Stelle des Sees man die Braut ueber Bord warf, um zur jaehrlichen Feier an genau diesem Punkt einen Kranz herabzusenken.

  71. Ich kenne noch die Redensart...
    Ich kenne noch die Redensart „Rolex ist Prolex“ – ich fand sie immer häßlich klotzig-protzig.
    „Denn, seien wir ehrlich: Niemand braucht heute noch eine Uhr. […] überall wird die Zeit zum Nullpreis angezeigt.“
    Das stimmt so aber nicht ganz. Im Stadtleben hat die „öffentliche Zeit“ massiv abgenommen. Bei der Bahn wird z.T. angezeigt, daß der nächste Zug um 14h49 kommt, aber nicht, wie spät es ist. Der MVV ist hier eine rühmliche Ausnahme…

  72. Da muss man nichts werfen, das...
    Da muss man nichts werfen, das Faltboot geht von ganz allein unter, und sicher mit dem Ende zuerst, an dem ich sitze.

  73. Lieber Don,
    wie immer sind...

    Lieber Don,
    wie immer sind Ihre Betrachtungen aller Ehren wert und zu bedenken-doch ich Bitte Sie zu verzeihen-hier kann ich Ihren Standpunkt nicht teilen.
    Ich trage eine Uhr aus einer Serie von Hundert, gekauft bei einem Herren, der seiner eigenen Uhrenmarke verlustig ging, vom angelsächsischen Kapital abgeschwindelt, die Namen der Täter sind in den höchsten Kreisen als Berater der niederträchtigsten Art wohl bekannt und gelitten. So kaufte er mit über Achtzig noch eine Schweizer Firma, da er seinen eigenen Namen nicht mehr für Uhren verwenden darf, und bringt Uhren von überaus angemessenem Preis für beste Leistung heraus. Nur der wahre Kenner wird sehen, welche Uhr ich trage, und den Tag als ich diese Uhr, meine zweite dort, in der Nähe von Frankfurt, kaufte werde ich nie vergessen. So ich das Geld habe, versuche ich jedes Frühjahr, das dem über neunzigjährigen Jubilar bleibt, eine Uhr dort zu erwerben. Und alleine die farbigen Schrullen, die einem zu Teil werden, während man in gediegener Umgebung in Ruhe aus den Schatullen mit den Uhren wählt, den Kaufmannsgeist den man erlebt, wen man eine Unterredung zum Erwerb der Uhren hat-schon dies sind die substanziellen Preise wert. Der alte Herr war Pilot, und versucht immer noch mit über neunzig seinen Flugschein wieder zu bekommen. Er steht aufrecht-und wer eine Beschwerde hat, und sie telefonisch anmeldet, der kann schon mal mit dem alten Herren höchstselbst verbunden werden. Ab fünf Uhr in der Frühe ist er in der Firma, und ab sechs kann man einen Termin mit ihm machen. Jemand von diesem Sinn zu treffen, wie ein ausgezeichneter Wein, der mit den Jahren vielleicht Körper verliert aber an Wärme und Kraft gewinnt, alleine das ist schon den Kauf der Uhr wert. Und das mir die Uhren abhanden kommen, wie das Geld, das ich bei nichtsnutzigen Vergeudern meiner Rücklagen einzahle (staatlich wie auch bankenseits), das glaube ich nicht. Und immer wenn ich die Uhr anlege, dann weiß ich das der Kauf richtig war. Denn die Uhr passt zu mir, sie fühlt sich „passend“ an, besser als die, mit demselben Zeichen auf der Krone, wie ich es oft auf meinem Hemd spazieren trage. Von diesen habe ich nur eine, ich sollte sie wohl mal wieder lüften, nicht das das Öl ausharzt. Meine Uhr hat übrigens die Nummer 42-wie ich es mir gewünscht habe. Und ihr, lieber Don, müsst nicht nach Berlin, die Vorhölle Frankfurt reicht schon. Taschenuhren, werter Don, könnt Ihr auch dort selbst erhalten. Es gibt angeblich auch einige Händler die diese Uhren führen-aber warum nicht an die Quelle, zum Meister selbst?
    Und was den Grund für die Mechanik angeht-
    lieber Don, ich bin selber so einer der mit den Handys, den Telefonnetzen, den Kampfhelikoptern, den Messgeräten der höchsten elektronischen Entwicklung sein Geld verdient-ich weiß warum ich mich lieber auf Mechanik verlasse. Die allerdings von höchster Vollendung.
    Hochachtungsvoll,
    RealMash

  74. Fuer...
    Fuer Literaturkenner:
    Friedrich von Schiller, Das Lied vom Taucher (Kurzfassung):
    .
    Blubb, blubb! Weg war er!
    .
    (Kennt einer die Kurzfassung von Schillers Glocke?)

  75. @Grimaldeli: Wirklich eine...
    @Grimaldeli: Wirklich eine wunderschöne Uhr! Ich beginne dann mal mit dem Sparen ;)

  76. Was ist in diesen Fruehsommer...
    Was ist in diesen Fruehsommer eigentlich aus dem Sunbeam geworden??? Hat der eine Uhr im Armaturenbord? Geht sie noch??

  77. @Filou:
    *Schwitz*
    *Zisch*...

    @Filou:
    *Schwitz*
    *Zisch*
    *Schwitz*
    DDDDOOOOOONNNNNGGG
    ?

  78. @filou: Loch in Erde, Bronze...
    @filou: Loch in Erde, Bronze rin, Glocke fertig, bim bim bim! (Danke Deutschlehrer 5. Klasse in D)

  79. @gotenhafenlangfuhr:
    Ich bitte...

    @gotenhafenlangfuhr:
    Ich bitte einen etwas weiter gefaseten Begriff der chrometrischen Notwendigkeit zuzulassen.
    Wer tatsächlich die Zeit messen muß,
    sei es für einen Test der Eigenschaften einer Software,
    oder wer tatsächlich ein fünf Minuten Ei will,
    der braucht einen verläßlichen Zeitmesser genauso wie ein Kapitän.
    Für das Ei müsste es nun nicht gerade ein Chronometer sein, aber wenn man Laufzeiten von Software stoppen möchte, oder sich im Fahrtraining auf der Eisfläche die verschiedenen Linien gegeneinander vergleicht, da bin ich schon froh, wenn ich einen Chronograph ganz leicht finde -an meinem Handgelenk.

  80. @ Don Alphonso, Ihre ...
    @ Don Alphonso, Ihre Zuneigung zu einem qualitativ hochwertigem Produkt
    wie den Rolex Uhren ist ja verständlich, wenn auch mit einem zurück-
    haltendem Naserümpfen. Das bedeutet doch hoffentlich nicht, daß wir in
    Kürze mit einer mit Sicherheit ebenso tiefgründigen wie unterhaltsamen
    Abhandlung über Ihren Wechsel vom Sunbeam in eine Chevy Corvette
    rechnen müssen? MfG.

  81. CaoKy, ich habe den Sunbeam in...
    CaoKy, ich habe den Sunbeam in mein Nachtgebet aufgenommen. Man ist ja schliesslich Christ. Eines schoenen Tages moechte ich das Gefaehrt vor dem Palais des Papes in Avignon stehen sehen. Da darf man zwar inzwischen nicht mehr parken, aber die Bullen werden in diesem spektakulaeren Fall sicherlich eine Ausnahme machen.
    Lange nichts von Ihnen gelesen. Wo waren Sie denn abgeblieben?

  82. Aber Hayek hat das Interesse...
    Aber Hayek hat das Interesse an Uhren und Design bei der jungen Generation geweckt. Vorher waren schwarze Digitaluhren von dieser japanischen Taschenrechnerfirma angesagt. Wenige Zentimeter weiter erdwärts folgte der Hartschalenkoffer.
    Mit einer Swatch war man für das weibliche Geschlecht gleich viel kompatibler, das war das Erfolgsgeheimnis. Und nicht wenige haben sich nach kurzer Zeit dann doch einen richtigen Zeitmesser zugelegt. Auf jeden Fall wurden an den Vitrinen der Uhrenhändler die Nasen platt gedrückt.
    Heute grinst man über die Produkte der Luxusindustrie der 80er Jahre, sie erlebten bisher noch keine Wiederauferstehung, im Gegensatz zu den schwarzen Digitaluhren.

  83. Also bitte, gerade werden noch...
    Also bitte, gerade werden noch die Reifen gemacht, ein Thermostat ist auch gefunden, und der Zylinderkpf ist auch dicht.

  84. Don Sebastian, bevor ich mit...
    Don Sebastian, bevor ich mit dem Nachtgebet beginne: ich hatte mal einen Kumpel, der vor Cartierprodukten in Knie ging. BTW: Cartier das ist TCHIBO FUER NEUREICHE. Eine Bekannte besorgte mir ueber ihren chinareisenden Ehemann eine Cartieruhr. Die war so teuer, dass sie mir zum Geburtstag wegschenkte. Ich hatte zwar ’ne Breitling bestellt, aber die war aus dem Container geklaut worden…
    …wenn ich mal wieder richtig gute Laune habe, schildere ich Ihnen gerne bruellend lachend, wie der Kumpel in Ehrfurcht vor mir erstarrte.
    Ergo sum: Jib mich mal ’ne Hayeksche! Vanitas vanitatum. Anlaesslich der Heirat seiner 3ten Frau stand auf der Wunschliste irgendwas von Robbe & Berking. Seine Olle wollte es so. Die wollte gesellschaftlich aufsteigen. Das Schlimme bei alten Freunden ist, man kennt sich viel zu gut. Man weiss woher alle kommen-und weiss noch so manch anderes. Also kramten wir unsere unterschlagenen Bundeswehrbestecke (echtes Aluminium) aus den Schubladen (meines diente der Verabreichung von Katzenfutter), betranken uns ordentlich…
    …es war eine phantastische Hochzeit.
    Ach, es ist lange her. Heute wuerde ich sowas natuerlich nicht mehr machen. Ehrlich. Ich schwoere.
    Uebrigens: Hartschalenkoffer finde ich klasse. Hab‘ mehrere. Keiner kaputt. Unzerstoerbar. Kann es mit jedem Brachers aufnehmen.

  85. Die goldene Feder. Danke...
    Die goldene Feder. Danke dafür.

  86. Meine erste Dressuhr ist eine...
    Meine erste Dressuhr ist eine Tissot die nach 45 Jahren immer noch gut laeuft. Die kaufte ich mit sauer verdientem Geld (90 DM) nachdem ich von einem Uhrmacher lernte dass die Schweizer Werke nach der Fabrikation getestet werden. Die genauer gehenden wurden in die teuren Marken gesteckt, die anderen in preiswertere Modelle. Die Qualitaet ist dieselbe, nur die Justierung ist besser oder schlechter. Wenn ich die Uhr anlege freue ich mich immer noch ueber das zeitlose Design und die Erinnerung. Ach ja, die Zeit zeigt sie ausserdem noch an. Sekundenzeiger und Ziffern sind nicht drauf, ich schaetze also die Minuten.
    Muss also immer etwas ueberlegen und meinen Kopf anstrengen.

  87. @RealMash
    die eigenschaften...

    @RealMash
    die eigenschaften einer software zu kontrollieren ist eine sache für den kapitän. wohl wahr; das ei bekommt der bootsmann hin; wenn nicht, wird er es einem mitglied der crew einprügeln. da genügt eine sanduhr.
    meine fahrten auf einer eisfläche habe ich immer auf meinen eigenen zwei füßen gefahren. die sache mit den linien und den zeitdifferenzen leuchtet mir. da ist ein meßgerät der umstrittenen art gerechtfertigt.

  88. ...ich fahr' ja seit ...
    …ich fahr‘ ja seit fruehester Jugend eher auf Breitling ab… (um an den Leitartikel anzuknuepfen). ;-)
    Leider wurde meine zum, ich glaube 14. Geburtstag, von Oma geschenkte Handaufzugsuhr von Seiko mit Kalender und Stop~und Zwischenzeiten in der Umkleide geklaut, sonst haette ich sie bestimmt heute noch und wuerde sie liebevoll jeden Tag zur gleichen Zeit sanft aufziehen.
    Eine Funduhr bekommt man schon nach 6 Monaten ausgehaendigt ?? Sofern ich recht entsinne, musste ich ein ganzes Jahr warten… — Naja, vielleicht kommen einem mit 12 oder 13 sechs Monate wie ein ganzes Jahr vor….
    Von Opi war leider ausser den Westen und denselbigen imanenten Taschen nix zu erben –> seitdem NEID auf alle die selbst nur eine Halbsavonette besitzen!
    Irgendwann kam die erste ‚Digitale‘ (welche an sich ja ein Paradoxon ist, denn an einer solchen findet sich kein einziger (es sei denn man betrachtet das Gebaelk (das mit den spitz zulaufenden Enden), welches am Anfang der Digitalisierung auch z.B. in der Anzeigetafel des Frankfurter Flughafens Furore machte, als „Finger“). Und (da bin ich ja heute noch stolz drauf !!) dank der Natur&Technik Beilage der FAZ wusste ich die Vorteile einer LCD gegen eine LED Uhr abzuwaegen und entschied fuer eine Seiko. Die konnte zwar noch nicht mit dem Hintergrund leuchten, aber damals waren die Naechte ja auch noch zum Schlafen da. Immerhin konnte sie ‚Datum‘ und war ‚wasserdicht bis 10m‘.
    Rolex war mir immer zu protzig, aber gegen eine ‚Da Vinci‘ wuerde ich mich AUF GAR KEINEN FALL straeuben !!
    Ruhe sanft Mr. Swatch, dich koennen auch die Glocken von Rom nicht wiedererwecken, mal gucken ob das einem reifenquietschenden smart vor D.A.’s Wohnstatt gelingt…
    :~)

  89. was lacostet die Welt, Geld...
    was lacostet die Welt, Geld spielt keine Rolex, Hauptsache es bosst;
    .
    um das ganze Elend seiner Mitmenschen zu ermessen muss man sich nur ihre Vergnügungen anschauen; N.N.

  90. Auch wenn es vielleicht denn...
    Auch wenn es vielleicht denn Ansprüchen der hier sonst diskutierten Literatur nicht ganz genügt, so wurde eine ähnliche Ansicht bereits von etwa 30 Jahren von Douglas Adams zu Papier gebracht:
    Far out in the uncharted backwaters of the unfashionable end of the Western Spiral arm of the Galaxy lies a small unregarded yellow sun. Orbiting this at a distance of roughly ninety-eight million miles is an utterly insignificant little blue-green planet whose ape-descended life forms are so amazingly primitive that they still think digital watches are a pretty neat idea.

  91. Mit Sanduhr ist man so übel...
    Mit Sanduhr ist man so übel beleumundet. Deshalb schleppe ich die gute alte Taschenuhr ohne Trachtenhirsch auf dem Deckel, aber mit Uhrkette ohne Scharivari mit mir rum.
    Für die Zeit muss man sich Zeit nehmen!

  92. Alte Oma liest solche Sachen...
    Alte Oma liest solche Sachen gern, denn Vieles spricht ihr aus dem Herzen. Ich habe
    eine Schwäche für Uhren – sie sind für mich Schmuckstücke. Aber sie dürfen nicht zu teuer sein. Eine Rolex – nein danke!

  93. Lieber Don,
    Vielen Dank fuer...

    Lieber Don,
    Vielen Dank fuer den Nachruf. Mir ist nicht klar, inwiefern sich Uhren von anderen Modeartikeln wie Schuhe, Ringe etc. unterscheiden. Der Ursprung des Begehrens liegt doch immer darin, dass die verwendeten Materialien einmal knapp waren (Diamanten, Farben, Leder …) und somit zur Demonstration des persoenlichen Wohlstandes geeignet waren. Mit verbesserten Methoden konnte die Verfuegbarkeit auf groessere Gruppen ausgeweitet werden und Design ersetzte die Knappheit (es kann eben nicht jeder einen guten Geschmack haben).
    Na und, so machen es die Menschen schon seit Jahrtausenden, mit der Swatch Uhr hat das nichts zu tun.
    Oder geht es in dem Text um den genauen Mechanismus wie an und fuer sich preiswerte Objekte zur Lebensstilfrage erhoben wurden?

  94. Das Thema Luxusuhren ist für...
    Das Thema Luxusuhren ist für mich entzaubert seit ich weiß das die wirklich hochwertigen Schweizer Rohuhrwerke mit hoher Komplikation in der Herstellung lediglich 500-600 Euro kosten.
    Dann wird nach ein bißchen Titanstahl und Saphirglas dazu gebaut und -PENG- haben wir eine handwerklich gute Uhr mit Gestehungskosten von ca.900 € die wir dann zu einem 5-stelligen Endpreis vermarkten.
    .
    Meine Lieblingsuhr ist eine sehr unmodische Bucherer aus den 70er Jahren, aus einer Zeit als diese Marke noch nicht so aufgeblasen war wie heute.
    Ein „officially certified chronometer“ mit fein justiertem automatischem ETA-Laufwerk, kürzlich ungebraucht erworben für schlappe 200 € aus altem Lagerbestand.
    Und ja, sie ist echt.

  95. Der geniale Uhrmacher Breguet...
    Der geniale Uhrmacher Breguet hat zu seinen Lebzeiten eine einfache Taschenuhr nur mit Stundenzeiger gebaut. Genau genommen kann man die Zeit dennoch ohne weiteres bis auf ca fünf Minuten genau ablesen. Das war der damaligen Zeit angemessen, schließlich wurden Uhren je nach Örtlichkeit in etwa nach Sonnenstand oder nach der falsch gehenden Kirchenuhr justiert. – Mit dem Uhrenhype haben mehrere Firmen dieses Konzept als Gag wieder aufgegriffen…Man positioniert sich mit einer solchen Uhr weltanschaulich, am besten ist man zugleich Slowfood-Anhänger…

  96. Schepenese, kaum bist Du...
    Schepenese, kaum bist Du ausgeliehen, wirst Du schwatzhaft.

  97. Danke für all das Lob.
    .
    Und...

    Danke für all das Lob.
    .
    Und bitte, seien Sie nett(er) zueinander.

  98. Eine wirklich schöne Hommage...
    Eine wirklich schöne Hommage an unsere schnelllebige Zeit und das wir das zulassen. Aber wie heißt es so schön: „was lacostet die welt, Geld spielt keine Rolex!“

  99. Verkopftes Gerede über...
    Verkopftes Gerede über „Untragbares“ interessiert mich nicht die Bohne, sondern einzig: Gefällt es mir (in diesem Falle eine Uhr) oder nicht? Wer will denn an dem Punkt verharren, wo er die Gestaltung des eigenen Lebensraums danach ausrichtet, ob es -überwiegend unbekannten- Mitbürgern gefällt?
    Zur Rolex muss ich sagen, nicht mein Favorit, aber der Vater einer verflossene trägt seine zur vollen Zufriedenheit seit Jahrzehnten, lebenslange Gratisrevisionen inbegriffen, weil Rolex die Uhren ihm und weiteren Bergsteigern damals für eine Himalayaexpidition zur Verfügung stellte.

  100. Heute geht's ab in die Berge...
    Heute geht’s ab in die Berge zum San Bernardino (ist echt wahr werter Don). Unsere Familie hat dort irgendwo ausserhalb sich etwas Bauliches angetan.
    .
    Da werde ich dann wohl wieder gänzlich zeit- und pflichtenlos (nach dem Lesen der Zeitung) einfach nur ein wenig sein. Uhren gibt’s da nicht (auch bei mir nicht) – nur eine Bauernhof-Käserei.
    .
    Ich finde die Zeit viel zu wertvoll, um sie ständig einteilen zu wollen. Eine Uhr wäre (so ich denn eine dabei hätte) also höchstens ein Zier- und Schmuckstück…

  101. Anachronistische Uhren - ein...
    Anachronistische Uhren – ein schönes Thema. Ich habe auch so ein Erinnerungsstück. Eine mechanische Tissot aus den siebziger Jahren. Ein Geschenk meiner Großeltern, für das sie sich damals krummgelegt haben. Nichts wirklich wertvolles, aber für mich sehr kostbar als Erinnerungsstück.Sie zu tragen erfüllt mich stets mit Dankbarkeit und Stolz. Wahre Werte kann man nicht kaufen. Sie kommen vom Herzen.
    Aber noch einmal zu Herrn Hayek. Er hat nicht nur die Schweizer, wenn nicht sogar die europäische Uhrenindustrie vor dem Untergang bewahrt, sondern auch ein Zeichen gesetzt, dass gerade in den Zeiten der Chinamanie wichtig ist. Es gibt in der Wirtschaft etwas, das wichtiger ist als niedrige Produktionskosten: Ideen, die kein anderer hat. Die Swatch ist in mehrfacher Hinsicht genial. Sie war eine Uhr gegen den Trend und konnte so selbst „trendy“ werden. Die anderen glaubten, Preisschlachten mit asiatischen Billiglohnländern führen zu müssen, Hayek ging einen anderen Weg. Wir brauchen in Europa viele Hayeks, die den Kopisten in Asien immer den entscheidenden Schritt voraus bleiben.

  102. Nach dem Mief von 1000...
    Nach dem Mief von 1000 Jahren… Und im Blog von dem, was von der besseren Gesellschaft heute noch übrig ist, fühle ich mich ganz gut aufgehoben, schließlich haben meine Pompfüneberer nicht an der falschen Stelle gespart.

  103. Welches Wässerchen passt denn...
    Welches Wässerchen passt denn zu Swatch, Rolex o.ä.? Da ich weder Sand- noch Standuhr besitze, sondern „nur“ eine echte Kundo und eine Q&Q, sehe ich es als stilecht an, bei 35 Grad wie ein … zu duften.
    Meine weitaus bessere Hälfte allerdings trägt zu jedem Blüschen. Kleidchen, Jäckchen, BHchen und was ihre Garderobe noch vor meiner Blindness verbirgt, ein Extra-Ührchen, was mich jedesmal in konsulsivisches Entzückensgestöhn ausbrechen lässt, sehe ich drauf. Ihr liebstes Erbstück ist etwas der Farbe Silber, wozu sie und erst recht ich ein veritables Mikroskop benötigen, um die Urzeit zu erraten. Ist das noch eine Uhuhr (Echo)? Sie winkt gewohnheitsmäßig ab, wenn ich sie frage: „Hast du auch deine Stecknadel dabei“?
    Mein Onkel, Uhrologe aus nicht immer legaler Philie, und ich, wenn ich ihn in seinem „Studio“ besuchte, restaurierten antike Kuckucksuhren und vertrieben echt Nürnberger Eier, made in …/ Obb.
    Gleich signalisiert mir meine Q&Q, dass es Zeit ist – immer 3:00 und ich noch 4 x 60 Min. habe, um – laut innerer Uhr – die digitale Espressomaschine usw. Um 13:00 umgekehrt. Zwischendurch ein Wässerchen.

  104. Ich höre keine CD's, sondern...
    Ich höre keine CD’s, sondern spiele Gitarre und Klavier.
    Ich blogge nicht, sondern schreibe Bücher.
    Ich wähle nicht, sondern bin APO.
    Mein Oldtimer ist ein Herrenfahrrad von 1978.
    Mein bester Freund ist vier Jahre alt.
    Meine Zeit vertrödele ich.
    Aber besser oder klüger bin ich deshalb nicht.
    Auch wenn mein größtes Lebensziel war, „anders“
    zu sein: Jeder ist längst anders. Alle sind anders.

  105. @Filou: eine kreative Pause...
    @Filou: eine kreative Pause … Also wuenschen wir Don Alphonso, dass sein herrliches Gefaehrt jetzt bald mal durch die Julisonne unter eigener Kraft bewegt werden kann. Den Innenaufnahmen auf den alten Blogseiten der Reisegefaehrtin von seiner Ueberfuehrung nach D zu urteilen, besitzt er keine Borduhr. Funktioniert die Tankanzeige aber inzwischen? P.S.: Je billiger die Uhr, um so mehr geht sie im Allgemeinen vor. Will man hier Zeit stehlen?!

  106. Doch, habe ich, über der...
    Doch, habe ich, über der Windschutzscheibe von Jaeger LeCoultre, jaja.

  107. Ach ja, die Sache mit den...
    Ach ja, die Sache mit den Uhren. Was den Damen ihr Schmuck, sind den Herren ihre Uhren –
    ich habe mal bei einem Juwelier gearbeitet. Mein Chef hatte auch Aufsteigerambitionen, jedoch hätte er besser daran getan seine Bildung in gewissen Sparten aufzupolieren. Ich erinnere mich immer noch gerne grinsend daran, wie er versucht hat einem stockkonservativen Herrn (so sprachs zumindest sein Erscheinen), der seiner Frau einer Uhr schenken wollte ein Modell von Versace (Fehler Nummer 1, aber noch nicht sooo wild) namens „Sappho“ (immens großer Fehler Nummer 2) zu verkaufen. Ich habs nicht übers Herz gebracht ihm den Grund dafür zu erklären, warum der Herr nach Erwähnen des Namens der Uhr eine purpurne Gesichtsfarbe bekam und etwas überstürzt das Geschäft verließ.

  108. @Don Alphonso, die Digitaluhr...
    @Don Alphonso, die Digitaluhr in meiner DS ist von Jaeger; gibt es da irgendeine Verbindung zu Jaeger LeCoultre ?

  109. Ein erhabenes persönliches...
    Ein erhabenes persönliches Lebensziel wäre, edles Chronometer nur noch zur reinen Zierde, als rein nutz- und funktionslosen Schmuck zu tragen. Oscar Wilde wusste das noch: „Alle Kunst ist ganz und gar nutzlos.“ Und: „Wir können einem Menschen verzeihen, daß er etwas Nützliches schafft, solange er es nicht bewundert. Die einzige Entschuldigung dafür, etwas Nutzloses zu schaffen, besteht darin, daß man es über jedes Maß bewundert.“
    Den freien wie auch den feinen Herren erkennt man daran, dass er Herr über seine Zeit ist. Nicht hingegen daran, wer das Werkzeug gefertigt hat, das einer benutzen m u s s.

  110. @Reiterjunge, Jaeger und...
    @Reiterjunge, Jaeger und LeCoultre waren ursprünglich zwei Marken, die später fusionierten. Unter der Marke Jaeger (ohne den Zusatz LeCoultre) haben sie Instrumente für Autos gebaut, vor allem für die Franzosen natürlich, aber offenkundig -wie der Don berichtet- auch für mehr Engländer als nur Triumph, von denen ich bislang wusste. Interessant finde ich, dass der Don von JaegerLeCoultre im Sunbeam berichtet. während ich ebenfalls von der DS nur Jaeger gewohnt war.

  111. @Reiterjunge
    02. Juli 2010,...

    @Reiterjunge
    02. Juli 2010, 10:56
    Jaeger war ein Autozulieferer, wie VDO. Ist soweit ich weiss inzwischen aufgekauft worden.
    .
    So, und jetzt will ich mit meiner alten Rolex wieder aufs Wasser!
    Bon journée!

  112. Habe 'ne russische...
    Habe ’ne russische Panzerfahreruhr von meiner Gattin bekommen. Auf’m analogen (natürlich) Zifferblatt sieht man tatsächlich: ein recht großer roter Stern und die Zeichnung eines Panzers. Das Teil ist so dick und schwer, man kann damit bestimmt Panzer knacken. Technisch ist sie unter aller Kanone, man muss sie z.B. länger aufziehen als sie dann läuft; sicher, etwas übertrieben, aber mein Eindruck. Auf der Rückseite ist seltsamerweise ein übers Meer springender Delphin vor einem Sonnenuntergang eingraviert.
    Natürlich rage ich die nie, man bliebe ja überall mit dem dicken Ding hängen. Zum Tragen hab‘ ich ’ne Uhr, die ein Werbegeschenk einer französischen Autofirma (& Hergé, 1994) war, auch mit einem schönen Bild drin, sogar farbig: Tim und Struppi in einem schnellen Sportwagen. Gravur hinten: nochmal Tim mit Struppi (incl. Knochen). DIESE Uhr macht was her, ha! …die würde gerantiert kein Zuhälter tragen.
    PS: der springende Delphin (sagte mir meine Frau) bedeutet: Wasserdicht.

  113. Tote Uhren oder nützliche...
    Tote Uhren oder nützliche Kunst
    @reizkoerper: Eine doppelsinnigere, um nicht zu sagen: sinnlosere Aussage, als die von Oskar Wilde zur „nutzlosen Kunst“, kenne ich persönlich nicht. Denn sagt sie doch auch, dass man nie wissen kann, was Kunst ist, wenn sie entweder nutzlos, oder nützlich aber kunstlos ist. Wie definiere ich dann Kunst? In Nachbarschaft zu Nippes gar? Im Falle der Uhr: Ich habe da auch eine antike Wanduhr zuhause rumhängen, ist ein Erbstück. Sie funktioniert noch, wenn auch nicht mehr genau, muss sie alle 3- 4 Tage nachstellen. Ich bin sicher, dass, sollte diese Uhr eines Tages nicht mehr gehen, ich sie abhänge. Ich brauch doch keine tote Uhr an der Wand! Der Holzkasten der Uhr alleine ist doch keine Kunst, das Uhrwerk, das funktionierende, doch wohl auch. Insofern ist die Uhr Kunst und nützlich, ist sie doch eine Uhr, wenn auch eine, die dem aktuellen Takt nicht mehr so folgt.

  114. @anderl: Da Sunbeam ueber...
    @anderl: Da Sunbeam ueber Talbot und Darracq (STD Motors, 1920-1935) eine „French Connection“ hatte, erklaert sich der Jaeger LeCoultre Bordchronometer im Gefaehrt des Dons. Den Uhrmachern vertraute man also auch weiterhin als Sunbeam-Talbot wieder rein Britisch waren.

  115. @filou, Die...
    @filou, Die Schillerglocke,
    ich muß mich wundern, dachte, das wär bekannt:
    Erde auf
    Eisen rin
    Glocke fertig
    bimbimbim
    (Heinz Erhardt?)

  116. Das bemerkenswerte ist doch,...
    Das bemerkenswerte ist doch, dass der eigentliche, zeitlose Wert einer Uhr aus dem persönlichen Augenblick seines Erwerbs besteht.
    Eine Rolex ist eine Rolex, aber diese Rolex ist jetzt einzigartig geworden, so wie die namenlose Uhr, die meine Frau mir schenkte, und deren Wert keine Marke dieser Welt verdrängen wird. Da swatches meist im emotional aufgeladenen Teenageralter erworben werden, sind die billigsten Plastikuhren vielleicht die persönlich wertvollsten. Vielleicht war das die besondere Erkenntnis Hayeks.

  117. Werter Don Alonso, wie Sie mit...
    Werter Don Alonso, wie Sie mit Ihrem Netzer-Blick in die Tiefen des Raumes starten ist immer sehr sympathisch und herzlich. Weiter so :-)

  118. @unellen
    "Sappho" ... wer das...

    @unellen
    „Sappho“ … wer das nicht kennt, hat sich natürlich sogleich als ungebildeter Mensch erwiesen. Muss man doch wissen! Stellt sich die nur die Frage, ob der ungebildete Juwelier mit Rolex in seiner Corvette nicht doch der sympathischere Mensch ist …

  119. @Glubschauge: Gut, darüber ob...
    @Glubschauge: Gut, darüber ob das zur Bildung gehört kann man streiten. Aber ich bin der Meinung, dass man als Verkäufer über seine Ware schon gut genug Bescheid wissen sollte, um solche Fehler zu vermeiden (der Herr Juwelier war übrigens ansonsten auch alles andere als sympathisch). Grade bei Uhren, wo wirklich alles vom Image abhängt.

  120. Danke, wertes Glubschauge....
    Danke, wertes Glubschauge. Unellens Anekdote erschien mir auch gerade ein wenig, sagen wir mal, zu „näselnd“.

  121. Wer mit genug Geduld am...
    Wer mit genug Geduld am Flussufer sitzt, sieht die Uhren seiner Feinde vorbeischwimmen…

  122. unellen, ich kenne genug...
    unellen, ich kenne genug Frauen, die sich lieber eine schöne Uhr kaufen als das siebenundneunzigste Modeschmuck-Kettchen. Von denen würde jedoch in der Tat keine auf die Idee kommen, eine Uhr von Versace (???) zu tragen.
    .
    Ich geb´s zu: Ich achte bei meinem Gegenüber schon darauf, ob Uhr und Träger(in) zueinanderpassen. Mein erster Eindruck hat sich insoweit bisher nur selten als Fehleinschätzung erwiesen. Jedem sein Dünkel, gell…

  123. Lieber Don, danke für diese...
    Lieber Don, danke für diese Würdigung. Hayek war ein Großer.
    @real mash – Sinn ist gemeint?

  124. @Devin08,
    Sie unterstellen,...

    @Devin08,
    Sie unterstellen, dass es Wilde um eine nachgerade wissenschaftliche Definition von Kunst ging. M.E. war er dafuer zu schlau.
    Erinnert mich ansonsten an die Kant-Schopenhauersche Aesthetik“, die allerdings sehr viel restriktiver angelegt ist: nur das „Erhabene“, das eine „uninteressierte Herangehensweise“ ermoeglicht, ist (vereinfacht) Kunst; die Beispiele machen deutlich, wie absurd das ganze ist.
    Ein barocker Frauenarsch, von wem auch immer auf die Leinwand gepinselt, ist keine Kunst (Interesse im Gewand der fleischlichen Lust); ebensowenig ein hollaendisches Stilleben, auf dem Speisen abgebildet sind (Interesse in Form von Appetit); selbst die Musik ist „mehr Genuss als Kultur“ u.v.m.
    In Ihrer Uhr, lieber Devino8, wuerde ich von daher einen Hoehepunkt der Kunstproduktion erblicken, gerade weil sie nicht mehr funktioniert.
    Gruss
    G.S.

  125. Hayek, sicher einer mit...
    Hayek, sicher einer mit Visionen und das ganz ohne Psychotherapie – Erfordernis sondern mit Geschäftserfolg, er würde sich über diese hommage freuen. Die mehreren Armbanduhren auf jeder Seite (eine unter, die anderen über der Hemdenmanschette) waren nicht schlechter Geschmack sondern gelebtes Marketing und dann auch persönliches Markenzeichen.
    Für die RLX- basher: Waren Sie schon mal auf einem U-Boot beim Tauchgang? Auf 400m Wassertiefe funktioniert eine Submariner. Beim Tauchen auch. Die Schnellverschlusstechnik erlaubt es tatsächlich (wenn vorher geschickt eingestellt) sie vom Unterarm abzuschnallen und in der zweiten Position auf den Taucheranzug zu schnallen. Vermutlich hielt Her Majesty´s Royal Navy die Kampfschwimmer der Royal Marines eh alle für Prolls und kaufte ihnen deswegen in den 50ern solche Submariner. (Wenn Sie ein Exemplar dieser Serie finden, kaufen. Die steigen nur noch im Sammlerwert).
    Sie ärgern sich über die Zeitumstellung, sei es Sommer-/Winter, sei es Zeitzonen beim Fliegen? Nehmen Sie eine GMT. Man muss allerdings wissen was Zulu Zeit ist, wie man den 4. Zeiger einstellt und was man beim Überfliegen der Zeitzonengrenze mit dem Drehring macht.
    Im Einsatz aber echt praktisch wenn man dem Luftlageleitoffizier Koordinaten für den Luftschlag durchgibt und die Angriffszeit abspricht – vorausgesetzt die Taliban ´haben einen gerade noch nicht totgeschossen. Und – im Gegensatz zu den LCD – und Quartzuhren einiger Kameraden – meine RLX ist noch nie wegen Batterie alle stehengeblieben. Ich meine, klar, in Kunduz ist an jeder Ecke ein Shop wo man die Batterie wechseln lassen kann….

  126. als bewohner einer grossstadt...
    als bewohner einer grossstadt hatte ich es über jahrzehnte nicht nötig,eine eigene uhr zu besitzen.
    doch da ich für kommendes jahr eine reise geplant habe,griff ich sofort zu,als mir auf unserem zentralen junkytreff eine patek philippe 5119G für 20 euro angeboten wurde.
    man muss also nicht warten,bis ein bonzenbüble das uhrengeschenk seines vaters nicht wertschätzt,es reicht zu warten,bis er das geschenk des lebens nicht mehr wertschätzt.
    und sei sie auch gefälscht,so zeigt sie doch die zeit.

  127. @DA
    Danke für das Lob für...

    @DA
    Danke für das Lob für Hayek und den tiefsinnigen Artikel – Sie emanzipieren sich ja langsam von der SJ.

  128. @ Urologe:...
    @ Urologe: „Pornoproduzentenuhren“ – Volltreffer, Angeber versenkt!

  129. @monojan
    ***Stimmt das,...

    @monojan
    ***Stimmt das, Julchen, ist das ein „russisches Sprichwort“?: „Wer keine Uhr hat, ist glücklich.“ (russisches Sprichwort) ***
    Ja. Aber woertlich das ist: „Die gluecklige Menschen beobachten (aufpassen) keine Uhr“
    Hugh! Meine Gattin aus St. Petersburg hat gesprochen.

  130. Dem Flaschenmann...
    Dem Flaschenmann
    (http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2010/04
    /03/der-flaschenmann-und-die-stuetzung-der-gesellschaft.aspx)
    hätte der Fund sicher auch große Freude bereitet.
    Nun hat es der Zufall in Don Alphonsos Hände gespielt.
    Ein wenig hat er sich das nun mit seinen tiefgründenden
    Überlegungen ja auch verdient.
    Da er schon öfters über diese Meute berichtete vermute ich
    einen von Erfahrung geführten, feinen Jagdinstinkt.

  131. Was Frau Rosalinde von...
    Was Frau Rosalinde von Eisenstein dazu sagen würde?

  132. Eben. Hohlköpfe müssen sich...
    Eben. Hohlköpfe müssen sich über Äußerlichkeiten differenzieren.
    .
    Und auch juvenil delinquency wird wohl nie aussterben. In so fern alles verzeihlich. Und ein schlechtes Gewissen werden sie heute wohl schon haben die jungen Leute. Und zu Hause statistisch häufiger erfolgreich zu Einsicht und Änderung angehalten sein, als in andere aus evtl. sogenannt „niedrigeren“ sozialen Schichten.
    .
    Und bleibt und ist wohl auch eine theologische Wahrheit: Man muss, wir alle haben es getan, durch solcherart Schuldig-werden den Wert der Unschuld kennenlernen. Schon damit man die Fähigkeit zu Buße und Umkehr erlernte. Und damit etwas später und mit der Zeit Wert und kritische Belastbarkeit des erfolgreich Geläuterten höher einzuschätzen weiß, als den des „ewigen Unschuldsengels“.
    .
    Und Grüße. Klasse Text mal wieder übrigens. (Und es werden gefühlt immer weniger, die das Fenster öffnen, den Delinquenten das notwendige, erwachsene, also reife und verantwortliche Korrektiv liefern. Dank auch dafür.)
    .
    .
    Nachtrag:
    .
    Alles geben die Götter, die unendlichen,
    Ihren Lieblingen ganz,
    Alle Freuden, die unendlichen,
    Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz. (Goethe, wie bekannt.)
    .
    Und: „Winston Churchill hat in seinem Leben drei Väter gehabt. Lord Randolph beherrschte die ersten drei Jahrzehnte seines Lebens. David Lloyd George die folgenden, John Churchill, der erste Herzog von Marlborough, das Sechste. Sie sind die einzigen drei Männer, deren Autorität er sich unterworfen und denen er einen entscheidenden, formenden Einfluß auf sein Leben und sein Weltbild eingeräumt hat.
    .
    Lord Randolph vermachte ihm die politische Vorstellungswelt der Tory-Demokratie. Lloyd George schulte ihn in enger Partnerschaft zum meisterlichen Parlamentarier und Adminstrator. Marlborough machte aus dem Husaren-Leutnant einen Feldherrn und aus dem Parteipolitker einen Staatsmann. Der von frühester Jugend an so unbändig selbstherrliche Mensch hatte die Sechzig überschritten, als er erkannte, daß er keiner Väter mehr bedurfte. Es war der Augenblick, in dem er selbst in der Stunde der größter Bedrohung zum Vater der Nation wurde.“ (Mendelssohn/Churchill, Band 1, Seite 70f)
    .
    .
    Welches sind eigentlich in Entsprechung seine, Dons, Vorbilder, und macht er eigentlich regelmäßig eine Vorbild-Inventur?
    .
    .
    Oder anders: „Nietzsche, Schopenhauer, Wagner – das Dreigestirn meiner Jugend.“ (Thomas Mann). Wobei hier klar ist und bekannt, daß TM qua Kulturkreis der Herkunft einen weiteren Weg als Churchill zurückzulegen hatte: TM glaubte bis fast 1918 auch an“machtgeschützte Innerlichkeit“ als beste, ja für einen Deutschen sogar einzig angemessene Daseinsform: „Ich bin Künstler, und das Reich stellt mir Polizei, Behörden, Ordnung vorfabriziert zu Verfügung.“ (Manche glauben wohl heute – und ohne es zu wissen – schon wieder dasselbe, allerdings von oben runter: Das das Volk so nachfragt) Und erst nach 1918 kam TM’s Wandel, das einsichtvolle Bekenntniss „Von Deutscher Republik“ (1922).
    .
    Was Churchill und TM gemein hatten? Na bloß diesen vollkommen unbedeutenden und ja auch sehr sehr häufig vollkommen falsch und zu unrecht verliehen Preis dieser auch an sich nicht nennenswerten und kaum anerkannten Schwedischen Akademie. Für die Verwendung des Wortes. Ungefähr zumindest.
    .
    (Und da wäre noch was, eine klitzekleine, oft vergessene bis gerne übersehen Kleinigkeit. Beide haben im letzten großen Völkerkrieg gekämpft. Mitgekämpft. Und zwar auf derselben Seite. Auf der einzig richtigen Seite. Gegen Deutschland. Es gab keine andere richtige Seite. Und wird nie eine andere Seite sein. Kein Kompromiß möglich. Kann nicht diskutiert werden. Man befrage evtl. Leute, welche nicht aus Deutschland gebürtig sind.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=T5t83t6ahHc Aber nur am Rande.)

  133. ...ist die Casio F91-W. Die...
    …ist die Casio F91-W. Die Antwort auf alle Prolluhren lachhafter Angeber.

  134. Live from the...
    Live from the Koenigreich:
    2:1. Die Nachbarn toben. Es wird boese enden, wenn das so weiter geht. Herr, selbst wenn die Brasilianer nicht Deine artigsten Schaefchen sind-gib ihnen eine Chance. Tu’s fuer mich! Sieh‘, ich bete schon fuer fremde Autos. Was willst Du mehr?

  135. Integration und...
    Integration und Bankenkontrolle als wichtigste Themen. Er überrascht mich positiv.

  136. Überhaupt sind Armanduhren...
    Überhaupt sind Armanduhren prollig per se. Wir sind doch keine Flugzeugpiloten, oder?
    Im vorletzten Jahrhundert hat man sich die Uhr noch jedesmal aus der Tasche geholt. Soviel Zeit muß einfach sein.

  137. Man hatte mich verstanden,...
    Man hatte mich verstanden, nicht wahr?
    .
    „Wo ich bin, ist Deutschland!“ hatte genannter Mann ungefähr um die Zeit der Ansprachen Deutsche Hörer! ganz einfach festgestellt. „Wo ich bin ist Deutschland!“ also – mit einer relativ ganz starken Betonung auf dem ersten Wort. Und weiter „… und wo ich bin ist die deutsche Kultur“ (Betonung an derselben Stelle).
    .
    Wenn man so will, war das Don sehr geschätzer, hochgeschätzer Weise auch. Er war Deutschland. In dem Moment. In der Sache. Das bessere, das einzig richtige Deutschland. Und konnte, wollte nicht anders. Und Mut und Kultur jeder verantwortlichen Zivilisation/Zivilisiertheit also auch. Und wird weiter Kreise ziehen.

  138. @zero_content
    02. Juli 2010,...

    @zero_content
    02. Juli 2010, 15:12
    Wenn Sie mit Ihrer 20 Euro Patek an der Grenze erwischt werden, sind Sie mindestens 3500 Euro los plus die Copie. Gerade in den Sommermonaten sind die Razzien nach Faelschungen in unserer Region sehr haeufig. Sogar an den Autobahnmautstellen wird kontrolliert. Das geht von Guerteln, ueber Halstuecher, Lederwaren bis zur Uhr und Parfuem. Und an den internationalen Airports ist es nicht anders.

  139. @Elegant... 02. Juli 2010,...
    @Elegant… 02. Juli 2010, 17:19
    Casio F91-W?
    .
    Wenn das jetzt hier auf jiddisch Poker rauslaeufen soll, leg ich mal einen Royal Flash zur Eleganz:
    http://www.lacotedesmontres.com/Vacheron-Constantin-30020-000P-7596-PdN.htm

  140. Unsere neue First Lady bedarf...
    Unsere neue First Lady bedarf dringend der fachlichen Beratung eines Schneiders. Die falsche Uhr hat sie wahrscheinlich auch an…

  141. Lieber Grimaldeli,
    stimmt das...

    Lieber Grimaldeli,
    stimmt das wirklich? Die Maserati-Fahrer werden an der Lasurküste an Mauthäuschen einer Leibesvisitation unterzogen, bei der nicht nach Sprengstoff, Handgranaten oder Rauschgift gesucht wird, sondern nur nach Markenimitaten?
    Und das lassen die sich gefallen?
    .
    Wirklich kein Anlaß, über einen Umzug nach Singapur oder Hong Kong nachzudenken?

  142. @Spätburgunder: exakt.
    Haben...

    @Spätburgunder: exakt.
    Haben Sie ihn mal getroffen?
    Die habe auch wieder eine neue interssante Uhr im Programm, wie ich weiß da ich durch Don Alphonsos Elegie für Hayek auf die Idee kam, mir deren Programm mal wieder anzusehen. Werde wohl nächste Woche mal vorbeischauen, so mein Terminplan mich lässt-im Moment bin ich im Projekt dabei die permanent gezündelten Feuerchen auszutreten, während ich im selben Moment gescholten werde, was mir einfiele zu steppen während Rom brenne. Es ist ein undankbares Geschäft.
    Mit freundlichem Gruß,
    RealMash

  143. @HansMeier555
    02. Juli 2010,...

    @HansMeier555
    02. Juli 2010, 19:19
    Die Flic suchen nach allem,sicher auch bei Maseratifahrern.
    Und die haben ein Auge, wer was zu verbergen hat.
    Das, was die Labradore der Drogenfahndung in la Turbie durch ihr Schnueffeln vom Markt nehmen, ist sicher mehr, als Berlin in einem Jahr wegsnifft.
    Ich persoenlich finde es im uebrigen ok, wenn dabei auch die Contrefaçon vom Markt genommen und vernichtet werden.
    .
    @Filou 02. Juli 2010, 17:29
    Ik vind het resultaat!

  144. Was die grauen Herren wohl...
    Was die grauen Herren wohl für Uhren tragen?

  145. @HansMeier555
    02. Juli 2010,...

    @HansMeier555
    02. Juli 2010, 20:01
    Was verstehn Sie unter grauen Herren?

  146. @Grimaldeli, lasst uns nicht...
    @Grimaldeli, lasst uns nicht darueber streiten. Gehen wir segeln und den Nymphen beim Schwimmen zusehen.
    Verrader, ellendige!

  147. perfekt!57@: Machen Sie sich...
    perfekt!57@: Machen Sie sich nicht lächerlich, wieso war Deutschland im WW I Ihrer Ansicht auf der falschen Seite?
    Der Strauchdieb, Verzeihung former Marinemin. Churchill, Karlspreisträger (S. Lit. zum Mahdiaufstand, Burenkrieg) hatte doch auch nichts anderes im Sinn wie Frankreich, nämlich Kriegstreiberei. Ansonsten war die Gegenseite, Entente, ebenso imperialistisch gesiinnt wie unsere Nation auch (China, Afrika, Indien). Britania rules the waves, mit welchem Recht, ausser dem selbst proklamierten? Noch bis zur Faschodekrise 1898 rechnete das UK eher mit einem Krieg gegen la belle France und um Afghanistan gegen Russland.
    Im Übrigen, ohne die Polnische Legion auf deutsch/österr. Seite unter Pilsudski (desert. zarist. Oberst)hätte es diese Nation, wahrscheinl, nicht geschafft die Wiedergeburt zu erreichen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Faschoda-Krise
    Eine Konkurrenz zur Home-u. Overseafleet konnte das UK nicht dulden, Frankreich wollte das Elsass und Lothringen zurück, verloren 1871, obwohl das alles bis ins 17. Jhdt. Reichsland war, Straßburg Freie Reichsstadt,( S. Louis IVX. Raubkriege-….de brûler le Palatinat).
    Bezügl. WW II ist allerdings, leider, die Sachlage durchaus anders zu sehen und zu beurteilen. Im Detail sind die Alliierten dabei auch nicht ganz ohne Makel davonge-kommen. Davon vielleicht mehr bei passenderer Gelegenheit.
    Wir sind zwar im vereinigten Europa angekommen, aber die alten Uhren liegen, zwar verstaubt, aber ebenst auch noch auf dem Speicher. Mein Großvater hatte im WW I mit vollgesch….. Hosen den 1. Tank der Weltgeschichte bei Cambrai 20.11.1917 im Morgengrauen gegen 7.00 h mit einem Flachbahngeschütz erledigt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Cambrai

  148. @Grimaldeli
    ich hatte diese...

    @Grimaldeli
    ich hatte diese frage(uhr/fälschung) auch grade mit meinem anwalt besprochen.
    dieser machte mich auch noch auf ein anderes problem aufmerksam:
    was wenn die uhr echt und der verkäufer nicht der erstbesitzer sein sollte?
    auch riet er mir grundsätzlich ab,luxusmarkenuhren im ausland zu tragen,da es dort begehrlichkeiten wecken könnte.
    so werde ich mir wohl doch ein handy besorgen müssen.

  149. @Filou
    02. Juli 2010,...

    @Filou
    02. Juli 2010, 20:47
    Ich habe einige hollaendische Freunde hier unten. Viel,viel mehr als deutsche.
    Ich wuensche mir kein Finale Oranje/schland

  150. @Grimaldeli:
    Die Herren...

    @Grimaldeli:
    Die Herren stammen wohl aus Momo ((Kinder)buch von Michael Ende)

  151. @Filou - Man kommt sich vor...
    @Filou – Man kommt sich vor wie in der Männer Vogue oder „Leo’s“ aus den 80ern – der feine Herr trägt nun keine Rolex mehr sondern nur dieses und jenes.
    .
    Ja, natürlich hängt der Rolex das an und ich persönlich mag auch keine tragen, aber das ist nur meine subjektive Meinung und schon meine Frau sieht das ganz anders. Dieses Gequassel darüber, welche Marke nun wie getragen werden kann, soll oder wird ist teilweise unerträglich und völliger Nonsens.
    .
    Natürlich ist es so, daß diese Statussymbole langsam nach unten diffundieren und es immer einen gibt, der dann noch etwas teureres produziert oder die bisher unentdeckte, exklusive Marke. Nachdem Jaguar Fords mit Diesel baut und heute auch schon jedem Blödmann Aston Martin und jedem Puffbesitzer Bentley ein Begriff ist, kann man wohl nur noch mit einem Jensen auf „britische Art“ beeindrucken.
    .
    Es hängt einfach immer von der Person ab. Es passt etwa eine Reverso einfach nicht zu jedem, dann kann es auch etwas sportliches sein – warum nicht?

  152. Grimaldeli, 18:31, mit dem...
    Grimaldeli, 18:31, mit dem Geld könnte man aber auch viele schöne Wahlplakate kaufen :-)
    Zur Uhr: So doll finde ich die nicht. Und eine gute A. Lange & Söhne ist fast nicht zu schlagen. Geschmäcker sind verschieden …
    .
    Elegant, 17:19, das sie so verschieden sind, die Geschmäcker, dachte ich nicht. Casio F91-W elegant ??? *hüstel*
    .
    Die schönste Uhr ist nichts gegen einen fast nackten Menschen mit Ausstrahlung und guten Manieren. Eine teure Uhr kann eine Persönlichkeit unterstreichen oder den Pöbel beeindrucken.

  153. @mawu
    02. Juli 2010, 21:52
    Die...

    @mawu
    02. Juli 2010, 21:52
    Die Reverso ist eine Sportuhr!
    Speziell fuer das Polo-Spiel entwickelt.

  154. Wenn die Uhr von jemandem...
    Wenn die Uhr von jemandem abgelaufen ist, dann ist das wohl allgemein der Ausdruck für, „sich verändern und Abschied nehmen“.
    .
    Heute morgen habe ich zu meiner Überraschung auf WDR2 in den Radionachrichten vernommen, daß mein Ex-Landesvater in seiner (schon immer) grosszügigen Art dem Land NRW entgegen gekommen sei und nicht lebenslang auf seine Privilegien als Ministerpräsident bestehen mag.
    Es reichten ihm 5 Jahre, wurde dort verkündet.
    Nun war ich als naiver Mensch davon ausgegangen, das Privilegien wie Dienstwagen, Büro, persönlicher Sekretär und Berater an das Amt gebunden wären, aber ich wurde zu meinem erstaunen aufgeklärt er gäbe keine Regelung für das Ende der Privilegien.
    NRW ist ein Produkt der englischen Besatzung aus 1949. Man sollte denken, dieses Problem sei nicht neu.
    Ist es auch nicht, die Nachrichtensprecherin erklärte Hr.Rau habe auch nur 2 Jahre genutznossen. Danach wurde er ein hochangesehener Bundespräsident.
    Die Nachrichtensendung hat wohl ein Echo in der Bevölkerung gefunden.
    Link 1 als Beweis des Verzichts (bravo, oder ?) :
    http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2010/07/02/ruettgers_will_dienstwagen_nur_ein_jahr.jhtml
    .
    Natürlich ist jemand der so lange in der Politik tätig ist nicht egoistisch, nein er ist durchaus auch bereit abzugeben.
    Links 2 als Beweis für Freundschaft in der Politik :
    http://www.wdr.de/themen/politik/landtagswahl_2010/cdu/interview_100630.jhtml?rubrikenstyle=politik
    .
    @ Filou : Ich hatte mich nicht getraut es Ihnen zu posten, aber die Niederländer werden Weltmeister und wir werden Vize. Nach 1974 ist das einfach auch mal fällig.
    „ein Entschuldigung murmelt und wieder rausschleicht“
    .
    P.S. : Nein ich bin nicht politikverdrossen. Ich lerne jeden Tag dazu.

  155. Ach Cornelius I., ich kann...
    Ach Cornelius I., ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, da war Lange & Söhne keinem ein Begriff, bis dann nach Aufkauf durch die schweizer Uhrenindustrie ordentlich Marketing gemacht wurde. Und die Geschmäcker ändern sich auch. Dem entgegen stehen eben Klassiker und ob man will oder nicht: Rolex und Cartier bauen eben solche. Wenn ich mir heutzutage so manche Exemplare von AP oder PP aus den 80er ansehe – da wäre eine vernünftige Rolex vielleicht doch besser gewesen…

  156. Cornelius I., ansonsten gehe...
    Cornelius I., ansonsten gehe ich mit Ihnen natürlich völlig d’accord.

  157. Ok nun bin ich doch etwas...
    Ok nun bin ich doch etwas politikverdrossen.
    http://www.bild.de/BILD/politik/2010/07/02/juergen-ruettgers-nach-kritik-gibt/er-dienstwagen-chauffeur-sekretaerin-nun-doch-frueher-ab.html
    .
    Von den lezten beiden Abschnitten steigt mein Blutdruck locker um 30 Punkte nach oben.
    Das sind dann also 4 (in Worten -vier-) komplette Pensionen die der Herr Berufspolitiker ein Leben lang erhält.
    Die unverhältnismässige Überversorgung der Berufspolitiker kann doch gar nicht mit dem Grundgesetz im Einklang sein.
    Versorgungsanspruch ist klar, angemessen ist auch klar; aber 4 Pensionen?

  158. das blödeste ist der...
    das blödeste ist der zumindest nachlässig zu nennende umgang mit werten, und sei es eine rolex oder eine swatch.
    .
    die im artikel gemeinten zielpersonen nehmen vielleicht an, sie seien lässig, weil sie es sich (finanziell) leisten können, werte zu negieren oder zu zerstören.
    man kann davon ausgehen, dass wer solcherart handelt, sich eigentlich nicht mehr viel erlauben sollte, um nicht doch gesellschaftlich unten durch zu sein (aber denen ist es ja egal).
    nur, die gesellschaftliche ächtung kommt gar nicht.
    was dürfen wir daraus schliessen? dass es in der gesellschaft grosse teile gibt, deren (herzens- und geistes-)bildung zu wünschen übrig lässt. mangelnde wertschätzung richtet sich nicht nur gegen gegenstände, sondern auch gegen menschen.
    nun – eine binsenweisheit.
    lange rede, kurzer sinn: deppen gab es immer schon.
    es kommt nur darauf an, wie man mit ihnen umgeht (rein geistig versteht sich; meiden geht, bespucken und in den allerwertesten treten weniger).
    .
    insofern dürfen wir unserem lieben, aufmerksamen gastgeber danken, dass er diesen missachteten, aber immerhin wertgegenstand von der strasse gezogen hat – und nutzt.
    .
    lieber Cornelius I., ich bedaure immer noch ausserordentlich, dass sie nicht nominiert wurden. auf ihre partei scheint wohl kein verlass zu sein, nein?
    „Die schönste Uhr ist nichts gegen einen fast nackten Menschen mit Ausstrahlung und guten Manieren.“
    – mir persönlich ist da ein kurzes wort exakt in der mitte dieses satzes zuviel. jaja.

  159. @donna laura:
    Ihre Beobachtung...

    @donna laura:
    Ihre Beobachtung kann ich nur bestätigen.
    Ich stelle immer wieder fest, das ich unter der Terrorherrschaft der Behämmerten schmachte.
    Egal wie clever man es anstellt, Ihre Einflüsse zu negieren, egal wie exklusiv man etwas anlegt um ein eindringen zu verhindern-irgendeiner kommt durch und sabotiert das Unternehmen, oder verdirbt die Stimmung. So tief zielen wie die sich vorarbeiten kann man nicht (Ausnahme: Das eben von Plindos erwähnte Flachbahngeschoss, das entgegen den Regeln der ordentlichen Ballistik abgefeuert außerordentliche Wirkung hatte. Leider ist jedes wirksame Vorgehen gegen echten Deppen strafbewehrt, jedes nicht strafbewehrte Vorgehen aufgrund der die Seele umschließenden Hornhaut und der ausgefallenen Herzensbildung zum Scheitern verurteilt. ) Möglicherweise ist das Versinken des Westens in Bedeutungslosigket als Chance zu begreifen, dieses gesamte Gschwerl auf die einzige noch möglich Art los zu werden. Das es die anderen, wohlerzogenen, dabei als Kollateralschaden auch vom, Spielfeld wischt, ein zum größeren Ziel aus vollem Herzen zu bringendes Opfer.
    Gute Nacht,
    RealMash

  160. Werter Don Alphonso,
    Ich habe...

    Werter Don Alphonso,
    Ich habe vor einigen Wochen Ihren Blog gefunden. Ihre Artikel sind einmalig und es macht viel Spass die Kommentare der Anderen zu lesen.
    Vielen Dank
    mfg Larou 46

  161. @ Donna laura und RealMash...
    @ Donna laura und RealMash :
    Nur als Anregung : Wenn „Die“ doof sind, falsche Werte haben. rücksichtslos und charakterlos und vor allem im Rudel auftreten, dann ist es doch an Ihnen sich die richtigen Fragen zu stellen.
    „Die“ sind verpeilt und Sie nicht. Da geht doch etwas! Man kann doch nicht sagen die Verpeilten seien nicht berechenbar. Dumm, uninformiert und lernunwillig, wie „Die“ ja gerne sind, kann man denen doch wirklich alles erzählen. aristotelessche Logik reicht. Egal wie dumm das Argument, es muss nur gut klingen und „scheinbar“ logisch untermauert werden.
    Als nicht verpeilte, sollte es Ihnen ein leichtes sein, jede Dämlichkeit der „anderen Seite“ zu nutzen, einzusetzen und ihren Vorteil daraus zu ziehen.
    Man kann einen Dummen nicht auf seinem Niveau schlagen, denn auf seinem Niveau ist der Überlegene, aber sonst sind das doch alles Luschen, im besten Fall unterhaltsame Häppchen.
    Alte Spruch zum Thema : Ich wollte mich mit Ihnen geistig duellieren, aber nun sehe ich Sie sind unbewaffnet.

  162. @Grimaldeli - Ein idiotisches...
    @Grimaldeli – Ein idiotisches Beispiel von mir, die Reverso, genau aus dem Grund (Polospiel) wurde ja der Umklappmechanismus entwickelt… Einem guten Freund von mir steh sie ausgezeichnet, er ist ein wahrer aristokratischer Gentleman. Das fasziniert mich, denn ich bin der Meinung, mir steht sie absolut überhaupt nicht, und diese Konstellation liess mich gestern wohl diese, im Prinzip falsche Aussage schreiben.
    .
    Meine persönliche Faszination ging seit jeher mehr in Richtung Funktionsuhren – Ingenieur SL, Chronographen, Fliegeruhren, Taucheruhren und Lederarmbänder mag ich für den täglichen Gebrauch nicht so gerne.

  163. mawu, Zustimmung, die...
    mawu, Zustimmung, die Uhrenmanufaktur von A. L. & S. ist erst nach der Wende wirklich bekannt geworden. Da haben die Marketingexperten große Arbeit geleistet. Jedem seine Rolex oder Cartier. Als Segler (Eiche geklinkert, Teakdeck, 10m Holzmast, Farymann Schiffsdiesel – Osmosedampfer kommen mir nicht ins Haus) habe ich mich irgendwann für eine robuste Omega Seamaster entschieden.
    .
    Liebe Donna Laura, der perfekte BP ist für mich ein in Würde ergrauter, gütiger, weiser, alter Mann, wie dieser wunderbare Großvater aus der Werthers Echte-Werbung mit dem Enkelkind in der Bibliothek. 60 sollte ein BP doch wenigstens sein. Mein Job wäre das nicht; König will ich werden ;-)
    .
    Mit dem „fast“ habe ich auch gehadert, aber ich wollte gestern Abend noch schnell einen Freund an der Mulde besuchen, der einige Zander überlisten konnte. Schön gesehen, liebe Donna Laura, und Danke für Ihr Vertrauen.

  164. Holly01@:Gerne würde ich...
    Holly01@:Gerne würde ich Ihnen tröstend über den Kopf streicheln. Nehmen Sie´s nicht zu schwer: Zwischen dem Hofnarren (nicht Sie, Sie und ich sind nur Chargen iim backstage und rufen im Rhythmus: Oh, Was?, Sch…..) und der Sinekure besteht eine tiefinnerliche Beziehung: Um eines von beides zu erlangen muss man sich i.d.R. voher verdienstvoll beworben haben, danach geht alles ganz leicht. Das ist der ewige Gegensatz von otium und negotium.
    Hier noch einige Erhellungen:Als König wird man geboren, Hofnarr muss man werden! Sinekure (v. lat. sine cura, ohne [Seel-] Sorge), Pfründe mit Einkünften, aber ohne Amtsgeschäfte; dann überhaupt ein Amt, mit dem großes Einkommen ohne viel Arbeit verbunden ist.
    Mal gespannt wem heut die Stunde schlägt, ob die Manufakturen Breitling, Rolex, Cartier o. ä. dabei mit im Spiel sind?

  165. Danke Plindos - ich meinte...
    Danke Plindos – ich meinte übrigens tatsächlich nur WW2. Bei beiden Kriegen steht aber letzten Endes ganz sicher Deutschlands Allein-Kriegsschuld fest. (Auch wenn sogar Hannah Arend und andere bzgl. WWI relativierend schrieben. („Die Welt ist in diesen Krieg hineingestolpert“))

  166. Noch angenehmer am Handgelenk...
    Noch angenehmer am Handgelenk als eine teure Uhr ist gar keine Uhr; wenns sein muß trag ich swatch oder eine andere wasserunempfindliche (Kinder)Plastikuhr, alle tragen sie die Spuren spitzer Welpenzähnchen, denn die Junghunde nehmen gern die Hand ins Maul und führen den Menschen (z.B. in die Küche wo der Korb mit den Guttis steht, oder, wenn sie den Menschen zum erstenmal in den See steigen sehen und befürchten er könne nicht schwimmen…). Bei allzu marken-und
    detailverliebten Herren bin ich sehr reserviert; was einer tut und sagt, das zählt, und, ja, auch woher er kommt.

  167. im übrigen plädiere ich...
    im übrigen plädiere ich dafür, Devin unter Artenschutz zu stellen: letzter (irgendwie) überlebender agitierender Seminarmarxist und ganz, ganz sicher kein Gewerkschafter, die nämlich tragen durchaus gerne Rolex.

  168. @Cornelius I. - Das Thema...
    @Cornelius I. – Das Thema Uhren ist bei mir im Prinzip durch, wie so manches. Besonders geärgert habe ich mich dann, als ich mich spaßeshalber nach einer zum Fliegen wirklich geeigneten Fliegeruhr umsah (eine schöne klassische Fliegeruhr habe ich schon, allerdings mit Lederarmband und das verschwitzt man immer so). Als Pilot braucht man neben Uhrzeit, Datum, Wochentag und Chronograph zur Navigation besonders die UTC Zeit für alle Flugbucheinträge usw. Alles machbar – aber glauben Sie es gäbe viele „Fliegeruhren“, die das drauf haben? Ich glaube nur die digitalen Breitling können das und irgendeine G-Shock – ausgerechnet…

  169. Ja Försterliesel, ich habe...
    Ja Försterliesel, ich habe Ihren Rat noch in Erinnerung: man kann ja scrollen…
    Ein schönes Wochenende allerseits!

  170. lieber Cornelius I., ich...
    lieber Cornelius I., ich hoffe, die fische mundeten ihrem königlichen gaumen in spe.
    auf ihre inthronisation allerdings können sie wohl noch eine zeitlang ansitzen. vermutlich sind sie dann im beschriebenen alter.
    was das alter des präsidenten anbelangt, gebe ich ihnen sehr recht, insbesondere wenn ich mir dessen lebenslange ausstattung finanzieller art aus steuergeldern vor augen halte, egal wie sehr man sich herunterzuregeln gedenkt.
    ein bp im papstalter, das hätte was.
    .
    lieber RealMash, nun, als kollateralschaden mich und meine erbinnen und erben von der tischplatte der geschichte geputzt zu sehen, würde ich eindeutig negativ bewerten und weder goutieren noch unterstützen.
    nee, dann lieber nur „die“ anderen. das würde m.e. völlig reichen. mir schwebt eine arche noah mit loch vor, oder eben ein faltboot auf dem tegernsee zur rückstandsfreien entsorgung…
    .
    lieber Holly01, irgendwie habe ich nach einigen jahren, die ich mit diplomatischem geschick in ebensolchen gewässern herumpaddelte, so gar keine lust mehr, irgendjemanden zu bekehren (wie zum bleistift fussballer, consultants, bürgermeister und die entsprechenden gatten/gattinnen).
    klar, dass ich „denen“ die story vom pferd erzähle, wenn ich etwas erreichen will. das mache ich immer noch.
    aber die illusion zu hegen, mit schön gewählten worten irgendeine wandlung der geisteshaltung, die tief in den hirnwindungen eingegraben sitzt, zu erreichen, das tue ich mir nicht an.
    (wie hiess es hier vor monaten mal so schön: lieber schön als dumm, denn schönheit vergeht.)
    wenn ich etwas kann, dann leute bequatschen und manipulieren.
    und ganz herzlichen und ehrlichen dank für die diagnose, ich sei nicht verpeilt. lecker. so etwas geht immer runter wie öl.
    oder wie zitronensorbet auf der sonnenverwöhnten terrasse. hmmmmm. in sichtweite die muskulösen pferde, die lachenden kinder, die wunderschönen männer …

  171. liebe Foersterliesel, sie...
    liebe Foersterliesel, sie haben völlig recht mit ihrer annahme, dass gewerkschaftler rolex lieben.
    ich kenne über freunden von freunden ein ebensolches paar: er rolexträger, sie rolexträgerin. janz in gold. boah ey.
    und beide tragen stets etwas zu kurze ärmel und/oder schauen schon ganz früh auf einer veranstaltung ganz umständlich mit grosser geste mal nach, wann sie endlich endet.

  172. In der FAZ von heute steht ein...
    In der FAZ von heute steht ein schönes Porträt (Hannes Hintermeier) der Vatikanischen Bibliothek und ihrer Schätze. Der Kardinalbibliothekar wird mit dem Satz zitiert, dass er es liebe, wenn beim Lesen die Zeit still steht. Und der Ort scheint ohnehin zeitlos.

  173. ach ja, dies war eine...
    ach ja, dies war eine Anmerkung zur Uhr!

  174. @Foersterliesel - keine...
    @Foersterliesel – keine Uhr
    .
    Selbstverständlich – „den Glücklichen schlägt keine Stund‘
    .
    Oder noch anders: Das dämlichste am Film „cast away“ (T. Hanks & „Wilson“) ist aus europäischer Sicht wohl natürlich, dass der Held am Ende mehr oder minder unverändert zurückkehrt in seine Selbstentfremdung (Edel natürlich – er verzichtet – passend zum Kulturkreis der Zielgruppe – auf die Liebe, weil die inzwischen einen anderen hat, logo).
    .
    Aber das Ohne-Uhr-leben hätte er doch eigentlich inzwischen schätzen und lieben lernen können. („Männer richten sich am besten eh nur nach ihren Sternen“ (u.a. auch Wallenstein – und unser bester Stern ist weiblich))
    .
    .
    @Don
    .
    „Eine weitere Ursache unserer Armut sind unsere neuen Bedürfnisse. Voltaire, Der Mann mit den 40 Talern“
    .
    Eben. Noch so eine Sache, bei der es eben keinen Fortschritt gibt (*g*), Leben im Kreis läuft, „Wiederholung des Ewig-Gleichen ist“ (*gg*). Hier, Wolf Maahns Songtext von „Koenigsdorf“ aus dem Jahr 1983:
    .
    „Auf der Jagd nach Hab und Gut, packt mich der Neid bis aufs Blut.
    All die anderen sind schon wer – Abteilungsleiter oder Staatssekretär.
    .
    Sie wohnen in Königsdorf draußen vor der Stadt, wo jeder sein Fertighaus hat.
    Ich fahre durch die Stadt hungrig wie eine Wolf, höre Mozart im VW-Golf.
    Suche meine eigene Superfrau bis drei Uhr nachts dann bin ich wieder blau.
    .
    All die anderen ham schon eine, ne liebe, scharfe häusliche Kleine. Sie halten sie schön knackig braun auf der Sonnenbank im Hobbyraum.
    .
    In drei, vier Jahren ist es soweit, mein Bausparvertrag ist dann zuteilungsreif. Hab schon Stilmöbel und `n Videodeck. Fehlt nur noch das Silberbesteck.
    Sag mir
    Oh Oho
    Oh Oho
    Wann zieh ich in Königsdorf ein
    Oh Oho
    Oh Oho
    Wann zieh ich in Königsdorf ein ….“
    .
    .
    Und wir finden es weiter schön, wenn Sprache und Physik am Ende eines werden, weil sie es sind, nichts Neues erfunden werden/beobachtet werden kann, was nicht das Gefühl jedes beliebigen Genies schon längst vorweg nahm. Z.B. so:
    .
    „Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
    Es war gethan fast eh’ gedacht; …“
    .
    „Getan“, also „fast eh gedacht“ – man tue einmal probehalber schneller, nur so.
    .
    Man würde wahrcheinlich über-Lichtgeschwindigkeit-schnell denken müssen, um es zu erreichen. Das vier-dimensionale Raum-Zeit-Kontinuum zu verlassen haben, sich selbst und alle Schöpfung von außen betrachten können wollen dazu…“
    .
    Und einleitend dazu, wenn man so will, natürlich der Gebrauch eines Fortbewegungsmittels (Einspurfahrzeug Pferd, nicht Motorrad), welches alle Bedingungen des Cabrioletts übererfüllt – ohne solch hinführende Bewegung, um die es dem Leben nun wohl einmal geht, scheint das Gedicht nicht möglich.
    .
    Und wie der Dichter dann sofort und ansatzlos von der festgestellte Bewegung ins unbedingt völlig Allgemeine und in genialische Weltbetrachtung inkl. Aktiv-Passiv-Tausch übergeht ist (sonst wär‘ er auch keiner, kein Dichter von Weltrang und Jahrtausendgenie) einfach wunderbar – „Der Abend wiegte schon die Erde“ – man sieht ihn direkt, den Abend, wie er da aus dem Weltall die Erde wiegt, liebevoll, höchst liebevoll natürlich … .
    .
    http://www.lyrik-und-lied.de/ll.pl?kat=typ.show.poem.eb&&ds=1512&id=2691&add=&start=0
    .
    Nicht oft wurde wohl im mitteleuropäischen Sprachduktus die Liebe, die Liebe an sich eben, alle, jede Liebe, besser besungen. Gegröle unterm Fenster stört, das ist richtig.

  175. perfekt!57@:Da Sie bei Ihrer...
    perfekt!57@:Da Sie bei Ihrer Ansicht bleiben, dass Deutschland der alleinige Schuldige
    für beide Desaster des 20. Jhdts. ist, bedarf es wie auch keines, wie auch immer gemeinten, Dankes….. Zumindest darf ich Ihnen das Kompliment machen, dass Sie sehr breitgefächerte Geschichtskenntnisse haben.
    Nochmal zum 1. Weltkrieg: Nach Abschluss des Westfälischen Krieges machte man tabaula rasa, d.h. alle Geschehnisse sollten den den jeweilig kriegführenden Parteien nicht zugerechnet werden. Mittels der Oblivisionsklausel-Vergessen aller Greuel-dieser weisen Verhaltensweise, hatten Deutschlands/ Österreichs Gegner nicht folgen wollen/können. Diese Klausel tat bis 1918 ihre wohltuende Wirkung, selbst auf dem Wiener Kongress. Leider hatte man bei den Versailler Waffenstillstandsverhandlungen dieses Prinzip den Rachegedanken des franz. MP Clemenceau und Anderen geopfert, damit die Wurzel zu dem II. WK gelegt, der grausamen Farce des Ersten.
    Die Begründung einer plausblen Kriegsschuld Deutschlands zum I. WK sind Sie mir leider schuldig geblieben. Feinsinnige Hinweise auf Thomas Mann und Hannah Ahrend sind nur bedingt brauchbar.
    @@@@@:
    Die Uhren zeigen, dass die Argentinische Presse-Medienwelt dringend ebenfalls einer Widerlegung durch harte Fakten harrt. Toitoitoi.
    Don Alphonso@: Bitte artig um Pardon dafür, dass der Nebenstrang doch so unziemlich weit ausgeufert ist.

  176. liebe specialmarke,
    liebe...

    liebe specialmarke,
    liebe donna laura,
    lieber perfekt57, Gruß in die Runde!
    Die Nebenstränge finde ich amüsant, schließlich ist hier ja ein Salon, man sitzt und steht in Grüppchen, kann da und dort zuhören, manchmal auch mitmischen oder bloß beifällig mitlachen, und zwischen den Grüppchen und Nebenthemen wechseln. Es gibt Causeure, Schwadroneure, Gelehrte, Ernsthafte, Artige und Tändelnde und einem kunstvoll tändelnden Paar zuzuhören ist vergnüglich. Also nochmal: Salon, Bewegungsfreiheit und Freiheit der mäandernden Einfälle gegen große Tafel, wo man am Tischherrn klebt.

  177. (lieber Don Alphonso, unser...
    (lieber Don Alphonso, unser geschätzter gastgeber, da ist wohl ein kommentar meinerseits – ca. 13.20 u erstellt – unter den tisch gefallen?
    darf ich sie mit einem geeisten tee und selbstgemachtem zitronensorbet bestechen, ihn doch noch zu bringen?)

  178. perfekt!57@:Für Ihr...
    perfekt!57@:Für Ihr Zeitgefühl und Räsonnement (duchaus positiv gemeint) untenstehender Link zu Gustav Mahler (*1865/+1911) Perfekt ist diese Welt mitnichten, trotzdem scheiden wir aber so weniger gern von ihr. Die US-Manie der letzten 80 Jahre in der Europäischen Kultur kann man getrost mit Ortega y Gasset nur als eine passagere ansehen.
    http://www.youtube.com/watch?v=-jHOPqO9m8c

  179. @mawu, ich teile Ihre Meinung....
    @mawu, ich teile Ihre Meinung. Auch ich finde es traurig, wenn schoene und intelligent gemachte Dinge zu reinen, dummen Statussymbolen verkommen..
    .
    Zu „Tchibo fuer Neureiche“: wenn jemand sehr schnell und robust zu Geld gekommen ist, fehlt ihm recht oft der Sinn fuer das Subtile im Gegenstand. Er muss aber nach Aussen zeigen, dass er etwas geschafft hat. In seiner Dummheit kauft er sich teure Sachen, die jeder, aber auch jeder Wiedererkennen kann-und landet 1. bei Cartier und 2. bei Bulgari. Beide haben Filialen in Grosstaedten an Plaetzen, wo jeder sich am Schaufenster bereits die Nase platt drueckte.
    Das ist deren Marketingrezept.
    Greusse aus furchtbarer Hitze und maessiger Armut (Selterwassermangel).
    .
    @Cornelius: Osmosedampfer! Ts ts…

  180. mawu, ich kaufe gern...
    mawu, ich kaufe gern klassisch, weil ich schlicht keine Lust darauf habe, meine Zeit mit der Erfüllung irgendwelcher Modetrends zu vergeuden. Aus kaufmännischer Sicht würde ich sagen, dass der Markt für professionelle Fliegeruhren wahrscheinlich zu klein ist, als dass man da ein so breit gefächertes Angebot – wie bei Socken :-) – auflegt.

  181. @plindos
    .
    Ja, sicher, wenn...

    @plindos
    .
    Ja, sicher, wenn man so dicht rangehen will.
    .
    Bleibt aber: Das Empire war z. B. auch noch 1903, also nach dem Burenkrieg, weiterhin Realität. Und Wilhelm der Zweite hätte England, das Empire, mit seinem Flottenbauprogramm besser nicht herausgefordert. Besser alles so gelassen, wie es war. Deutschland war nicht bedroht. Von nichts abgeschnitten, den Zeiten und der Wirkung des Wortes vertrauend an keinen Wachstumsmöglichkeiten gehindert. Das alles „nur“ „Splien“ eines Mannes. Hier, war das nicht völlig ausreichend?
    .
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e3/Deutsches_Reich1.svg
    .
    (Ohne das irgendjemand z. B. auf Elsass und Lothringen reflektieren würde. )http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich )
    .
    Man vergleiche die BRD heute, und erinnere, wieviel mehr sie erreicht durch Frieden, Verträge, Ausgleich und Handel & Wandel.
    .
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:EU-Germany.svg&filetimestamp=20091023002004
    .
    Ma kennt ja diesen Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Dreadnought
    .
    „Die HMS Dreadnought, die keine Schwesterschiffe hatte, entwertete schlagartig die bis dahin gebauten Linienschiffe. Die Royal Navy hoffte, damit die britische Überlegenheit zur See zu wahren, denn der für den Bau solcher Schiffe erforderliche finanzielle Mehraufwand war erheblich, und man glaubte nicht, dass konkurrierende Seemächte – es wurde speziell an Frankreich, Russland und Deutschland gedacht – sich ein groß angelegtes Dreadnought-Programm würden leisten können. Tatsächlich gingen aber alle bedeutenden Seemächte zum Dreadnought-Bau über. Frankreich wartete mit dem Baubeginn der ersten Einheiten bis 1910, Spanien bestellte seine ersten Einheiten 1907, Russland 1908. Cuniberti baute 1907 die erste italienische Dreadnought, weitere Einheiten folgten dann erst ab 1910. In Österreich-Ungarn wurde das erste Schlachtschiff mit Einheitskaliber 1910 auf Stapel gelegt, weitere drei Einheiten wurden bis 1914 fertiggestellt. Die USA legten nach den Einheiten der South-Carolina-Klasse 1906 und 1907 jeweils eine, ab 1908 kontinuierlich jedes Jahr zwei Dreadnoughts auf Stapel.
    .
    Während diese Mächte zwar aufrüsteten, aber keinen ernsthaften Versuch unternahmen, Großbritannien in einen offenen Rüstungswettlauf zu verwickeln, war dies in Deutschland, dem ambitioniertesten Herausforderer der britischen Seemacht, längst der Fall (siehe auch Deutsch-Britisches Wettrüsten). Dabei stieß der deutsche Flottenbau bald an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Zwar wurden 1907 die ersten deutschen Dreadnoughts der Nassau-Klasse begonnen und diese Einheiten an die Stelle der nach den Flottengesetzen vorgesehenen Linienschiffe gesetzt. Jedoch konnte Alfred von Tirpitz die Mehrkosten nicht mehr im bestehenden Finanzierungsrahmen bewältigen. Es entwickelte sich über die Finanzfrage (Steuererhöhungen) eine Regierungskrise, die Reichskanzler Bülow das Amt kostete und die nationale Unterstützung des Flottenbaus allmählich schwinden ließ. Wie weit die britischen Kapazitäten überlegen waren, zeigte sich im Rahmen der „Flottenpanik“ von 1909: Auf den Übergang der deutschen Marine zum „Vierertempo“ reagierte Großbritannien, indem es im selben Jahr (trotz anfänglicher innenpolitischer Widerstände) gleich acht Dreadnoughts in Bau gab – zusätzlich zu den weiteren Einheiten, die im Auftrag kleinerer Seemächte auf britischen Werften gebaut wurden.“
    .
    .
    Mit einer „Kaiserin Angela“ an der Spitze statt „Wilhelm II“ hätte Deutschland so einen kompletten Schwachsinn wohl nicht gemacht. Alles vollständig überflüssig gewesen. Einfach besser nie nicht auch nur ein „verbessertes“ Kriegsschiff ausgedacht … .
    .
    Und in Bayern haben die Bürger, wie auch Don immer so nett und zutreffend zu berichten weiß, und die Handwerker offensichtlich heimlich für alle sichtbar ihre Ersparnisse irgendwie vor dem (ab 1871 preußisch dominierten) Staate in Sicherheit zu bringen versucht: ganz offensichtlich zu Recht!
    .
    .
    „… hoffte, die Überlegenheit zu wahren“. Die Aussage ist richtig: So war es. Deutschland war der Aggressor, der das bestehende Gleichgewicht (welches britische Überlegenheit war, sic), zu verändern begann: Völlig überflüssig alles.
    .
    Es sei erinnert: England beherrschte die Weltmeere (Zur Förderung/Aufrechterhaltung seiner Monopole, kein wirklich netter Zweck, wir wissen). Hatte aber keine Territorial-Armee. Hätte nie einmarschieren, erobern können.
    .
    Und Winston Churchill hat schon 1903 geschrieben, dass erhöhte Ausgaben für ein Heer England nicht wirklich würden helfen können, Geldverschwendung wären, denn der wohl kommende Terrritorialkrieg gegen Deutschland, Österreich und evtl. auch Rußland würde für England, selbst mit Frankreich als Verbündetem, die Generalmobilmachung des ganze Volkes, die Mobilisierung aller jungen Männer, jedes einzelnen, erfordern. Ganz richtig gezählt und gedacht von Mr. Churchill offensichtlich. Und immerhin war es dann noch gelungen auch Rußland auf seine Seite zu ziehen, was aber dan 1914 an der Erfordernis zur Generalmobilmachung natürlich nichts änderte… .
    .
    Deutschland alleine ist (ganz sicher vor allem mit in der Person Wilhelm des Zweiten) für den Ersten Weltkrieg verantwortlich. Und in der Person Hitlers ebenso für den Zweiten Weltkrieg.
    .
    Denn wenn das Ignorieren der bestehenden Verträge (Versailles) zum Zwecke der Aufrüstung, zum Zweck der Herstellung einer Wehrmacht, zu allen Zwecken der Kriegsvorbereitung also, möglich war, dann hätte man Versailles auch zu allen anderen guten und friedlichen Zwecken ignorieren können, zur Verbessserung von Handeln und Wandel, für friedliche Annäherung und besseres Miteinander. Dazu bestand aber kein politischer Wille, wie wohl immer wieder neu zu lernen und festzuhalten ist. …

  182. Pardon, ich habe ihn in der...
    Pardon, ich habe ihn in der Unübersichtlichkeit des Admin-Menüs übersehen.
    .
    LaRou46, danke, das freut mch zu hören, ich werde versuchen, dem auch weiter gerecht zu werden.

  183. ... ohne es vertiefen zu...
    … ohne es vertiefen zu wollen: Die sog. Blankovollmacht, d.h. die vorbehaltlose Unterstützung Österreich-Ungarns durch Wilhelm II. (treu an der Seite Oesterreich-Ungarns zu stehen), verbunden mit unmissverstaendlichem Draengen, die guenstige Gelegenheit beim Schopfe zu packen, erlaubte es den Oesterreichern, Serbien ein Ultimatum zu stellen, das Souveraenitaetsfragen beruehrte u. unter den gegebenen Umstaenden nicht oder nur mit Einschraenkung akzeptabel war, was man auch damals wusste. Erwartungsgemaess wurde das Ultimatum in den entscheidenden Punkten zurueckgewiesen, und die Kriegserklärung Österreichs an Serbien folgte auf den Fuss.
    Anschliessend: Russlands Mobilmachung; Deutschland fordert in einem Ultimatum deren Rücknahme und von Frankreich eine Neutralitätserklärung; nachdem diese Forderungen nicht erfuellt wurden, deutsche Mobilmachung und Kriegserklärungen an Russland und Frankreich (mit Blick auf Frankreich diktierte der Schlieffen-Plan den Zeitplan).
    MfG
    G.S.

  184. lieber Don Alphonso,...
    lieber Don Alphonso, dankeschön! noch ein wenig long island ice tea?
    .
    lieber Filou, selters? wer trinkt schon selters, wenn andere wein predigen? wie wäre es mit einem ‚antibes‘ bei dieser hitze: 4 teile gin, 1,5 teile bénédictine, 5+x teile pampelmusensaft. mit zerkleinertem eis verrühren.
    .
    wenn sie sich nicht trauen: es gibt auch wirklich vorzüglichen alkoholfreien apfelwein, um die zeit zum prozenthaltigen flüssigapfel zu überbrücken.
    .
    inzwischen bin ich für meinen teil zum ‚colonel‘ übergegangen (kein essen ohne trinken). und sehe bereits muskulöse männer, lachende pferde und wunderschöne kinder … (au, wenn die wüssten, dass ich mich über sie lustig mache …). aber nietzsche rutscht heute nicht, vielleicht tut es fontane.

  185. Don Alphonso@ Der Seitenstrang...
    Don Alphonso@ Der Seitenstrang nimmt ungeahnte Ausmasse an:
    Kurz eine aktuelle unmechanische Zeitdefinition der Abseitssituation im Fußball eingespielt: Stammt von dem ehemaligen Fußballtrainer Hennes Weisweiler: „Abseits is’, wenn dat lange Arschloch zu spät abspielt.“
    Bitte um Pardon vor den allerzartesten Ohren der Damen und nehme den angepriesenen „Colonel“ zu mir, daaaaa Nietzsche n i c h t im Abseits, spielt rüber zu Fontane und Toooor, nein, Abseits von Meiers Juppi!
    Deutschland führt versus Argentiina nach der Halbzeit 1:0. Der Daumen schmerzt!
    Das ahnungslose, verständnislose Lächeln der Kanzlerin im Bild.

  186. Ein Fundstück:...
    Ein Fundstück: Revolutionsuhr, aus Holz gefertigt, als Protest gedacht gegen die aus Edelmetallen gefertigtigten Uhr der Reichen. – Devon08, schreiben Sie nix!

  187. Verehrte Laura, gestern gab es...
    Verehrte Laura, gestern gab es einen Geburtstag zu feiern. Vom Restalkohol zehre ich heuten noch. Den Antibes werde ich mir merken. Die Zutaten -kann man die auch einzeln trinken?
    Es hat gewittert. Ob’s hilft wird sich zeigen.
    .
    Es sieht aus, als gaebe es das beruechtigte Gemetzel NL v.s. Germanien. Wahrscheinlich wieder hochsportlich, ungemein fair und voller Liebenswuerdigkeit. Na vielleicht werden sie doch noch geputzt, diese Sumpfdackel.
    .
    @grimaldeli: es wurd alles schrecklich enden. Uebrigens, der Cornelius hat Ihr boot einen Osmosdampfer genannt. Aber sagen Sie keinem, dass ich gepetzt habe.

  188. @mawu
    03. Juli 2010, 07:44
    ...

    @mawu
    03. Juli 2010, 07:44
    Unter den alten IWC muessten Sie fuendig werden. Da wurden auch Fliegeruhren gebaut.
    Ich sammle Uhren, wie andere Menschen Briefmarken oder Oldtimer.
    Das fing an, als ich die rotgoldene Arctos meines Grossvaters (ein Modell aus den 40ern) erbte. Die meisten meiner Modelle sind sehr alt, und ich mach nicht halt bei Armbanduhren. Alte englische Kaminuhren und Grossuhren mit Schlagwerk sind auch dabei.
    .
    @Foersterliesel 03. Juli 2010, 12:28
    Eine echte Schweizer Uhr aus Stahl haelt Welpen schon aus. Zumindest meine Labs. Und die stellen einiges an, wie z.B. Brillengestelle gravieren etc.

  189. für die Bayern, aus dem...
    für die Bayern, aus dem Tagebuch des Verführers
    http://www.profil.at/articles/1025/560/272023/eine-schuhnummer-die-notizen-tilo-berlin

  190. Relativ undiplomatisch aber...
    Relativ undiplomatisch aber vielleicht fast noch im Rahmen der Möglichkeiten und Grenzen bürgerlicher Konversationsmöglichkeiten:
    .
    Für immer noch viele, die aber von Jahr zu Jahr weniger an Zahl werden, ist manches Gerede gerade über Uhren eben vor allem eines: Dämliches Geschwätze. Von Lebensanfängern. (Hier im Blog war das nicht der Fall. Im Leben aber wird es eher häufiger)
    .
    Die Sache ist nämlich die: Schaff‘ Dir ein, zwei, drei oder mehr Kinder an, und Du wirst immer wissen, wie spät es ist – und auch wieviel Zeit vergangen. (Das Leben an sich beherrscht ganz leicht eben auch die Differenzmessung.)
    .
    Du wirst immer wissen, wie spät es ist. Zu Anfang z. B., wenn Dir entweder schon wieder beide Brüste weh tun (weil sie vom Nachproduziert-Haben prallvoll sind) oder die Ohren vom Gebrüll (Rähhh! Hunger!).
    .
    Oder wann der Monat rum ist: Papa – Taschengeld!
    .
    Auch hier gibt es also die Aktive und die erlittene Zeitansage. Was heißt: Ein tolle Uhr haben – und dann draufkucken (ich bin aktiv! wie toll!) und wissen wie spät es ist, das ist für die Anfänger/und oder Unbewußten.
    .
    Meine Zeitmesser sind selbstgemacht. Und die kommen von alleine vorbei. („Kannste mich morgen von der Schule abholen?“ – tatsächlich also mit vollkommen gelungener adverbialer Bestimmung der Zeit). Erleide ich jeden Tag. Reinstes Passiv. Ein Wunder, das meine Nase noch nicht zum Zeiger wurde. Der Sonnenuhr meines Lebens.
    .
    Und: na klar ist das so: Je besser das Haus, aus dem einer kommt, desto ausgeprägter sicher auch die finanziellen Möglichkeiten. Was heißt, die selbstgemachten Zeitmesser des Präkariats kosten so 4 – 500.000 bis sie die Bude verlassen (trägt die Allgemeinheit wie bekannt viel von) – und nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. (Papa, geht mein Hubschrauber zur Schule auch morgen wieder Viertel Acht?“) Man kann auch 5 oder 10.000/Tag ausgeben. Wenn sie dann am Ende als Nachfolger ganze Königreiche erben, wird es besonders teuer. (Und auch danach kann man häugfig die Uhr stellen. Was das heißt? na klar: Der Thronfolger wird 21. Da braucht die Majestät nicht für selber auf den Kalender kucken. Und sich was merken. Da kommt das Volk schon vorher von selbst vorbei und fragt, was es machen und anziehen soll dafür.)

  191. perfekt!57@:Sie machen sich...
    perfekt!57@:Sie machen sich gut als als Hagiograph des UK. Bewerben Sie sich doch als Don oder so ähnlich in Oxbridge, sorry, ich meine lassen Sie sich berufen.
    Sie übersehen in Ihren wunderschön dokumentierten Flottenbauprogrammen, dass das Bestreben Englands, bzw. des späteren Vereinigten Königreicha, immer auf die Balance of Power im Zentrum Europas ausging. Da Sie ja den Vorfahr von Sir W. Churchill, den Duke John of Marlborough ins Spiel brachten und auch davor mit der Hochzeit von Elisabeth Stuart mit Friedrich V. von der Pfalz und die Schwächung Habsburgs in Böhmen, sollte dieses Vorhaben immer durch all die Jahrhunderte Englands Politik dominieren. D. h. mit wechselnden Fronten und immer der Stärkung der jeweilig drohenden Hegemonialmacht zuvorzukommen. Deren Schwächung diplomatisch und durch immense Summen, finanziert durch die City, zu bewerkstelligen. Maria Theresia wurde z.B. indirekt in Indien besiegt(Schlacht von Plessey (1757)).
    Deutschland war in den Jahren der durch Preussen gewonnen Kriege, nach dem Entstehen des Norddeutschen Bundes unter der Suprematie Preussens und den damit ausgelösten Impulsen, vor allen auf dem Gebiete der Technik an Frankreich und England vorbeigezogen. Damit war die Vormachtstellung Englands in seinen Markt-und Machtpositionen direkt herausgefordert und bedroht.
    Ob mit oder ohne Flottenbauprogram, Deutschland war die Callenge schlechthin. Gründe um so etwas zu verhindern, auch in der ausgelösten und fördernden sich selbst verstärkenden Komplexität, lassen sich auf dem Felde der Politik zwecks Ausbremsen immer finden. Von langer Hand vorbereitet spielte auch die Offiziersverschwörung in Serbien (Apis und die Schwarze Hand), die 1917 in Thessaloniki ihr merkwürdiges Ende fand, mit hinein.
    @@@:
    Watt sachste? 4:0 für Deutschland!

  192. lieber Filou, na dann können...
    lieber Filou, na dann können sie ja noch obenauf satteln. einzeln trinken? geht auch, nur muss ich vor zuviel pampelmusensaft warnen …
    .
    fussball? gab es heute fussball? echt? d – nl wäre doch nett, da gibt es sicher wieder rabbatz, wenn die noch mitmachen dürfen.
    noch einen genever?
    .
    werter Plindos, mögen sie auch noch einen? was, noch einen?

  193. Ich finde, die alte Marke...
    Ich finde, die alte Marke Junghans ist völlig zu unrecht so unterschätzt. Ich habe unlängst ein sehr schönes Bicolor-Damenmodell aus den 80er Jahren zu einem Spottpreis bei ebay ersteigert (für jeden Tag im Labor) – sowohl Qualität als auch Design übertreffen aktuelle Modelle um Längen.

  194. G. Schoenbauer@: Ja,ja die...
    G. Schoenbauer@: Ja,ja die alte Mär um Kaiser Wilhelm II, der war doch schon 1914 so ausgehöhlt in seiner wirklichen Macht wie die späten Kalifen von Bagdad oder die Nachfolger des Großmoguls Akbar in Delhi. Wie ja auch die Übernahme der Geschäfte durch Generalquartiermeister E. Ludendorff und Feldmarschall P. v. Hindenburg ab 1917 in der Obersten Heeresleitung die wahren realen Verhältnisse zeigten.
    W. II. mit A.H. zu vergleichen ist Polemik und grenzt fast an Böswilligkeit.
    perfekt!57@:Die (der demokratischen Lordsiegelbewahrer) Uhren Englands gingen immer etwas anders als auf dem Kontinent:
    http://cgi.wfg-gk.de/geschichte30.html

  195. Liebe donna laura, danke der...
    Liebe donna laura, danke der Nachfrage. Zum frisch gefangenen Zander: gesäuert, gesalzen, gebraten, gegessen und für köstlich befunden :-)
    .
    Die lebenslange finanzielle Ausstattung von Ex-BP sowie allen Ex-Politiker/innen und Staatssekretär/innen etc. pp., wird irgendwann an die geleistete Arbeit (messbare Ergebnisse) gebunden sein. Auch hier werde ich die Reform-Axt ansetzen, so es mir möglich sein sollte. Köhlers Salär muss ich dann „leider“ von 18 auf 5 T € herunterregulieren, weil in seiner Amtszeit die Staatsschulden nicht gesunken sind. Und sollten Schröder, Kohl, Weigel, Clement, Blüm (und alle anderen Ex-Versager der letzten 30 Jahre) noch leben, wenn ich König von D bin, wird denen alsbald (blitzschnell!) das Salär um mindestens 30 % zusammengestrichen. Ich vermute mal, dass sich dafür eine Mehrheit unter der Bevölkerung finden lässt …
    .
    „lieber schön als dumm, denn schönheit vergeht.“?? Ein kluger Franzose, fällt mir gerade ein, schrieb einmal: „Es ist besser, dumm wie alle zu sein, als klug wie keiner.“ Da hat wohl noch einer resigniert … Der Reiz, etwas zu vollbringen, an das die halbe Menschheit nicht mehr glauben mag, ist für mich größer, als die Furcht allen Übels, das mir dabei widerfahren könnte. Da halte ich es wie Che Guevara: „Vaterland oder Tod.“ Dickschädel eben …

  196. @ "Ob mit oder ohne...
    @ „Ob mit oder ohne Flottenbauprogram, Deutschland war die Challenge schlechthin“ . Ja genau. Und bliebe aus historischer Distanz festzuhalten: Ohne mehr als mit. Und wohl genau das der Punkt.
    .
    Ja, und wir wissen: Es war der genannte Churchill, der um der weiteren Balance of Power willen, 1944 höchstwahrscheinlich mit Deutschland an der Westfront sogar einen Separatfrieden abgeschlossen hätte, um in Zukunft die SU Stalins in genannter Weise zu balancieren. Und was ist ausschließlich Verdienst eines Mannes, dass wir durch unconditional surrender mussten, des Demokraten F.D. Roosevelt.
    .
    Aber im Beginn des deutschen Flottenbauprogrammes war schon des Ende des Ersten Weltkrieges angelegt.

  197. Werter Don,

    aus Sicht des...
    Werter Don,
    aus Sicht des Artikels, wo liegt in der Zweckfreiheit und technischen Überholtheit mechanischer Uhren eigentlich der Unterschied zu Silberkannen?
    Daß Sie uns stets an bleibende Werte erinnern, sei Ihr Verdienst, aber wirklich gute mechanische Armbanduhren gehören doch zweifelsohne dazu. Es ist wie mit alten Autos (die Barchetta gehört nicht dazu…) oder Möbeln: eine gute Uhr steigt im Preis. Mein mech. Chrono von 1988 wird heute etwa mit Faktor 4 über dem Neupreis taxiert, meine Golduhr von 1996 liegt über dem doppelten. Zwar nutzlos, wie wir hier sehen, aber dennoch Wertanlagen, wenn man deren Werte eben zu schätzen weiß.
    @Cornelius I: A. L & S ist ein klassischer „re-launch“. Bis zur Wende (inzwischen 20 Jahre her) betrachtete man ehrfürchtigst alte Taschen- und Flieger- und Beobachtungsuhren dieser Provinienz und zahlte auch entsprechende Preise. Die Markeninhalte dürften 2010 kongruent zu dennen von 1930 sein.
    Rolex: technisch gesehen wahrscheinlich mit die besten Uhren auf dem Markt, eine super- starke Marke, und eine der wenigen Hersteller, die unabhängig sind. In Deutschland allerdings die Uhr der neureichen Aufsteiger und gesellschaftlicher Randbereiche. Für unseren Don passend, wenn er damit zeigt, daß er sich nicht um diesen Markeninhalt schert (sonst wird aber sehr oft das Gegenteil kommuniziert… ).
    Abgesehen davon: Wer heute hierzulande technischen Verstand für Uhren und eine gewisse Marktkenntnis kommunizieren will, trägt die „instrumentellen Zeitmesser“ Frankfurter Provinienz.

  198. @Plindos
    Polemik hin oder her:...

    @Plindos
    Polemik hin oder her: „und auch davor mit der Hochzeit von Elisabeth Stuart mit Friedrich V. von der Pfalz und die Schwächung Habsburgs in Böhmen, “
    dieses Detail ist falsch. Friedrich V hat keine Zustimmung von England erhalten die Böhmische Krone anzunehmen. Sein Berater Christian von Anhalt hatte vor allem wirtschaftliche Interessen. Die Stahlindustrie in der oberen Pfalz brauchte Stärkung. Und Friedrich wollte sicherlich als Vertreter des Protestantismus im Reich seine Glaubensgenossen auch schützen. Sie sollten nicht auf jede Polemik in den damaligen oder späteren (Schiller) Texten reinfallen. Das wäre so, wie wenn ich nicht verstehe was im Johannesevangelium Kap. 19 bedeutet „bist du kein Freund des Kaisers“.
    Und bitte auch nicht die Mär, dass im Herscherbereich der Habsburger diese die Religionsfreiheit der Nichtkatholiken gewährt hätten.

  199. @Holly01:
    Was Sie sagen...

    @Holly01:
    Was Sie sagen stimmt, aber ist eben nicht vollständig. Man möchte ja helfen-aber man kann ein Pferd zum Wasser führen, doch saufen muss es schon selbst.
    Leider. Und ich zumindest habe immer Zweifel, ob ich bei den armen Tröpfen wirklich die Härte von Darwins Gestzt in voller Wirksamkeit zur Anwendung bringen kann. Und die unhöflichen Implikationen in Ihren Aussagen ziehe ich vor nicht zu verstehen.
    @Donna Laura:
    Der Wunsch vom sinkenden Schiff nicht mit in den Untergang gezogen zu werden, wird von mir geteilt. Allein, wie bei vielen Dingen die man sich so wünscht, mir fehlt der Glaube an die unbedingte Erfüllung von Wünschen. Des weiteren ist bedauerlicherweise die Reproduktionsrate der intelligenz- und bildungsmmäßig-geforderten ( wenn wir überlgen was die politik permanent fordert, liegt es nahe das ganze sinnvoll zu erweitern) höher, als die Frequenz der Reproduktion von intelligenten (siehe Akademikerinnen und Kinder (als Anhalt, das ist durchaus nicht kongruent, aber strukturell ähnlich zur Intelligenz)). Will sagen-da fällt der See eher aufgrund des Nitrat Eintrages trocken, als das Sie das Problem auch nur mindern. Unser werter Ex-Bundespräsident würde das Problem sicher auch noch angesprochen haben, hätte er noch die Gelegenheit gehabt die Pläne unseres hochnoblen Ministers von… für eine Berufsarmee zu kommentieren. Die (pseudo) Eliten in den USA machen das großflächige Verklappen von nicht gewünschten Bürgern vermittels Armee Karriere ja vor- das wir keine Berufsarmee sondern eine Wehrpflichtarmee haben, um eine ungesunde Konzentration solcher Elemente zu verhindern-weil zu viele merkwürdige Menschen auf zu engem Raum ohne Kontrolle von normalen Menschen auf gar ungewöhnliche Ideen kommen. Einsatz der Bundeswehr im Inneren, Leopard Panzer um Fußballfans zu begleiten und trennen (zur not von ihrem weiteren Leben), gar lustige Konzepte. Nein, es wird eine Katharsis geben-davon bin ich inzwichen überzeugt. Ob Sie zum Absterben oder zur Heiling führt-wer könnte das sagen? Ich höre gespannt zu…
    Gute Nacht,
    Real Mash

  200. OttoE:
    D'accord, wie man im...

    OttoE:
    D’accord, wie man im Elsaß sagen würde ;-)

  201. @Grimaldeli - Was Fliegeruhren...
    @Grimaldeli – Was Fliegeruhren betrifft, hat IWC insofern „Sonderstatus“, als daß sie eine der wenigen zertifizierten Hersteller für die Luftwaffe im 2. Weltkrieg waren. Sie haben also eine echte Tradition auf diesem Gebiet, wie übrigens auch Stowa, Laco, Wempe (!) und A. Lange & Söhne, die ebenfalls solche Uhren fertigten. Diese Uhren verfügten aber über keine Komplikationen von denen ich sprach und die ich in einer modernen Uhr erwarten würde. Vor vielen, vielen Jahren hatte ich mal den Doppelchronographen angeschafft, m.E. nach wie vor ein sehr schönes Stück. Ich trug ihn per Zufall zum First Solo und dann zur Prüfung – sollte ich mir vielleicht eingravieren lassen :-)

  202. @Filou
    " ...y los pajaritos...

    @Filou
    “ …y los pajaritos cantan …“

  203. Hi Plindos,
    thanks fuer die...

    Hi Plindos,
    thanks fuer die Replik.
    Dass sich im Verlauf eines grossen Krieges im Regierungsapparat die Gewichte zugunsten des Militaers verschieben, militaerische Fragen absolute Prioritaet erlangen, Militaers auf Spitzenpositionen gelangen, die vorher von Zivilisten besetzt waren, usw., ist fast eine sozialphysikalische Gesetzmaessigkeit und war sicher auch waehrend des 1. Weltkriegs so. Unsauber gedacht ist aber, diese Machtverschiebung gegen Ende des Krieges zu bemuehen, um damit Vorkommnisse erklaeren zu wollen, die zu seinem Ausbruch fuehrten.
    Wenn Sie Wilhelms II. „Blankovollmacht“ nach dem Attentat von Sarajewo als Mär abwerten u. im Unterschied dazu die Lagebeurteilungen der Obersten Heeresleitung als einzig massgeblich hervorheben, unterstellen Sie einen Unterschied zwischen beiden. Aktenkundig ist aber nicht nur besagte „Blankovollmacht“, sondern etwa auch ein unautorisiertes Telegramm des Generalstabschefs Moltke an seinen Wiener Kollegen, das dieselbe Stossrichtung hatte wie diese, zur Mobilmachung aufforderte und diese fuer Deutschland ankuendigte, auch von daher also eine Ermunterung einer „energischen Züchtigungspolitik“ gegenueber Serbien. Wenn Sie ein Gedankenexperiment anstellen u. ueberlegen, wer im Fall von Unvereinbarkeit seinen Hut haette nehmen muessen, gewinnen Sie einen Anhalt ueber die Machtverteilung; Falkenhayn, seines Zeichens Kriegsminister u. Chef des Generalstabs, musste es spaeter am eigenen Leib erfahren.
    Vielliecht ist ja prince Matecki im Lande u. kann einige abschliessend klaerende Worte dazu sagen.
    MfG
    G.S.

  204. Werte donna laura, Freundin...
    Werte donna laura, Freundin der lachenden Pferde und des Zitronensorbets, ich stelle mit Freude fest, dass Ihnen die erste Sommerhitze nicht spürbar zusetzte und Ihre beherzte Kommentarprosa nichts von ihrem philanthropischen Biss verloren hat. Aber gestatten Sie mir aus aktuellem Grund und der Tatsache, dass der „Bürgermeister“ (ich nehme an, Ihres Wohnortes) in Ihren Kommentaren regelmässig auftaucht, die Frage: Aus welchem Stall (pferdetypologisch gesprochen) kommt denn die Uhr dieser Herrn?

  205. Hr. Hayek hat eigendlich nur...
    Hr. Hayek hat eigendlich nur den risikolosen Massenindividualismus bedient. Einsteigergruppe wie fast immer die Pubertierenden.
    Das ist der gleiche Ablauf wie bei den Freundschaftsarmbändern, Poesiealben mit Glitzerbildern, Lederarm- und Halsbändern, Smilies oder die Espandrie (ode4r wie auch immer die geschrieben werden/wurden).
    Würde Joop/Schiesser heute sehr leichte Sommersakkos für Sie/Ihn rausbringen mit Neonrevers und farblich passenden sexy Dessous könnte das auch klappen.
    Sakko so lang, daß man beim Moped/Mofa fahren drauf sitzen kann wie bei einem Mini. Die Damen/Herren zeigen nicht mehr, als im Schwimmbad und die Eltern können sich herrlich aufregen.
    Aufmotzen mit Gürtel, Einstecktüchern, ach was weiss ich was jedem/r noch einfallen mag.
    Es ist immer die Idee und ob die Idee angenommen wird (Zeitgeist und so…).
    (Diese Idee ist für jeden frei gegeben xD).
    Hr.Haydek hatte neben der guten Idee noch das unternehmerische Glück. Ohne etwas Glück läuft im Leben nix.
    Ich weiss noch wie wir die Uhren in der Klasse ständig hin und her getauscht haben. So hatte jeder alle paar Tage eine andere Swatch.

  206. Habt Ihr gesehen? Maradona hat...
    Habt Ihr gesehen? Maradona hat den Uri-Uri-Fluch!
    Hat jemend Ahnung was der neue Schloßherr trägt? Müsste ich mir Sorgen machen, falls es eine Omega sein sollte?
    Da war mal ein Uhrmacher: Meine geht genauer als die Erde um die Sonne.- Kinderlachen – Sorry, hier wird nicht gelacht!!
    Für diese Situationen habe ich noch die Armaturenbrettuhr eines Saabs rumliegen, man weiß ja nie.

  207. @JorgeLoma,
    Si, si! Et le...

    @JorgeLoma,
    Si, si! Et le rossignole sous la tendre feuillages…
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=VPtX5C3gaDE

  208. perfekt!57@ So ich Ihre werten...
    perfekt!57@ So ich Ihre werten Ausführungen richtig verstehe, hätte sich also Deutschland, obwohl die Kernmacht des Alten Europas auf demKontinent, Albion fügen müssen und immer brav beim Empire nachfragen sollen, passt Eurer Lordschaften denn das alles in Euren Kram (im Rahmen Eurer Randlage)? So lliefs nie und so wirds in anderer Art und Weise (um nicht zu sagen mit verkehrter Fronte)auch in Zukunft nicht gehen. Neben dem Flottenprogramm gab es ja noch ein Pfeilchen mit Widerhaken: Die Bagdadbahn, damit hatte Deutschland wohl allzusehr im öffentlich proklamierten(oktroyiierten ) Hinterhof des UK an kitzliger Stelle, s. Umgehung des Suezkanals, rumgemacht.
    Erstaunlich finde ich im Übrigen, aus welch merkwürdigen Gründen auch immer, dass sich die denkenden Deutschen sich so sehr befleissigen den gehabten Siegern nach dem Maule zu reden. Gern bin ich hier polemisch, ohne Revanchist zu sein. Die Gewichte verschieben sich sowieso andauernd im Flusse der Zeit. Insofern kann man dem gelassen zusehen.
    BertholdIV@:
    Aber gewiss doch, Wilhlem II. war natürlich ein Bramarbasierer, aber die faktische absolute Macht einen grossen Krieg auszulösen hatte er definitiv nicht mehr. Die Aktenlage des AA und der OHL samt Generalstab zeigen da doch differenziertere LFakten auf. Die eigentliche Festmachung von sog. Kriegszielen fing doch sowohl im AA und der OHL erst im Jahre 1917 an, nachdem an allen Fronten durchaus passable Erfolge erzielt wurden. Will sagen, wer einen Krieg ernsthaft vom Zaun brechen will, definiert seine, wohlgemerkt, politischen Ziele vorher, nämlich zu Beginn. Bismarck war denn doch der Klügere in diesen Dingen, mit seinem kongenialen H. v. Moltke d. Ä..
    S. Fritz Fischers „Griff nach der Weltmacht“. Die Adaption der herrschenden Schule unter den Gesichtspunkten der Ergebnisse des WK II ist m. E. im Ansatz völlig verfehlt.
    Der I. WK ist wahrlich die Mutter der Katastrophen des 20. Jhdts. Für Interessierte lohnt es durchaus den Blick länger darauf verweilen zu lassen.
    Das Netz, welches England so fein gesponnen hatte, ging unter dem Blickwinkel der Mechanik der Angst unter den Protagonisten, zu spät den entscheidenden Schritt zu tun, völlig auf. Dass der Schlieffenplan existierte, ist ganz normale Generalstabsarbeit gewesen. Es ging nur um den Eventualfall eines Revancheangriffs seitens Frankreichs.
    Da spielte in der Tat der kostbare Faktor Zeit die entscheidende Rolle bei den Mobilmachungen und der Auftritt der Armeen auf dem Theater.
    Das Deutschland mittlerweile durchaus ebenbürtig geworden war, zeigte die von Admiral Jellicoe abgebrochene Skagerrakschlacht. Geschütze und Maschinen waren einen Kick moderner, samt Taktik, auf Seiten der deutschen Kriegsmarine.
    Randbemerkung:
    Der Chef des franz. Generalstabs, Gamelin, 1940 hatte sogar die Verwegenheit ausgearbeitet, den Einfall in der Ukraine und dem Kaukasus zu wagen u. a. mit schweren Bombergeschwadern. Umso, so steht zu vermuten, Hitler wg. den Ölfeldern um Baku, zuvorzukommen.
    G. Schoenbauer@ s. w. vor.
    BertholdIV@: Gewiss, ich kenne ein wenig die Geschichte der Oberpfalz, auch dass das Haus Oranien durch Erbanfall hier Interessen hatte. So falsch lag Friedrich Schiller
    nicht mit seiner These, leider hatte Gollo Mann in seiner Betrachtung „Wallenstein“ dieser hier aufgeworfenen u. diskutierten Frage zu wenig Raum geschenkt.
    DA@: Wo es Ihnen doch nur um Chronometer mit Klasseformat, deren Design, ihrer innewohnender Verführungskraft und deren etwas aus der Mode gekommenen Technik ging. Dann dieser Nebenstrang: Uns hier mit den ollen Klamotten rumfetzen zu lassen, setzt schon ein hohes Maß an Toleranz und Geduld bei Ihnen voraus. Besten Dank auch für diese okkupierte Plattform. Sie könnten ja mal so ein ähnliches Thema in ironischer Form mal auf Kiell legen.
    MfG aus dem Steinbruchsee, ganz Ihr Plindos

  209. Danke Filou, ich war wohl der...
    Danke Filou, ich war wohl der erste, der Ihr eingestelltes Video gesehen hat…
    Ich dachte immer, ich sei hier in einem Massenmedium…

  210. lieber RealMash/3.7., 23,48 u:...
    lieber RealMash/3.7., 23,48 u:
    werter ko-gast, sie haben nicht unrecht mit ihrer analyse, dass insbesondere die etwas gebildeteren (und ich meine nicht etwa hochschulabschluss allein) zu unser aller leidwesen weniger kinderchen in die welt werfen,
    und wenn ja, dann sehr oft v-erziehen (s. Don Alphonsos artikel und die marodierende blasiertenblase) und nicht als verantwortliche bürger ausbilden.
    .
    da ich auch der meinung bin, dass man in einer demokratie nur mit masse dagegen halten kann, habe ich mich zu einem, nun ja, projekt entschlossen, dass sowohl ernst wie unernst zugleich zu werten ist, immer vorausgesetzt, dass man selbst nicht zu den geistig minderbemittelten zählen möge (aber einbildung sei ja auch eine bildung):
    da ich nicht weiss, seit wann sie den blog unseres überaus geschätzten und verehrten gastgebers geniessen, möchte ich an dieser stelle anmerken, dass meine wenigkeit mit meinem hochgebildeten und kreativen gatten elf nachkommen das licht der welt erblicken liess (habe eben einigermassen früh angefangen, aber jetzt j’ai fini).
    .
    dabei kann es natürlich nicht bleiben, ich weiss. daher werden die kinderchen gefördert und gründlich erzogen. bislang sieht es nach einem 9:2 erfolg für uns aus. keine schlechte quote.
    .
    hallo, Rosinante, der bürgermeister … ein bisschen wie im kasperltheater ohne kasperl, aber mit ganz viel slapstick.
    ja, das ist eine ganz eigene geschichte. abgesehen davon, dass er sich nicht nur im amte nachgerade dämlich anstellt (selbst seine seitensprünge – in das bordell!! (es geht halt nur gemietet) – sind stadtgespräch, also so blöd muss man erstmal sein … der bordellhausmeister ist ein schwager eines unserer vorarbeiter), scheint er auch noch von missgunst und konsorten getrieben.
    wir betreiben u.a. holzwirtschaft, irgendwer muss ja den rohstoff für unsere bücher und kirschbaumkommoden liefern, nicht wahr?
    das hin und her um die zufahrt nervt. im verbalbearbeiten der kommunalen volksvertreter und des landrats incl. seines wirtschaftsförderers (der wirtschaften, wie kneipen etc., wirklich und von ganzem herzen und mit vollgelaufener leber fördert) bin ich aber nicht schlecht, schliesslich habe ich das mal gelernt. es bleibt spannend.
    den ortsdeppen führe ich aber gerne vor, hehe. wahrscheinlich bin ich da abwechselnd mal krokodil, mal gretl, mal die principessa. irgendwann ist auch er weg vom fenster.
    aber die uhr? ich weiss es nicht … bestenfalls rado, denn er hat ja seinen ganz eigenen sprung in der keramikschüssel.
    .
    lieber Holly01,
    sie haben ja interessante ideen, die allerdings schwer nach 80er jahre klingen, ein wenig bunt und daher peinlich.
    schauen sie doch mal bei paco rabanne nach … aber joop? wer? fad, wirklich fad …
    .
    passend zum wetter einen bossa nova (lieber Holly01: nicht bossa nova alemã) und eine pina colada. ba-dadada-di-babado …
    olha que coisa mais linda, mais cheia de graça …

  211. liebe runde, ich vergass den...
    liebe runde, ich vergass den link, pardon – hier kömmt er:
    http://www.youtube.com/watch?v=P6tNV3DyaFU&feature=related

  212. @specialmarke, ein wenig...
    @specialmarke, ein wenig Heiterkeit kann nicht schaden, so zwischen Abgesang auf Hayek, Uhren zum Kleinwagenpreis, kriegsgeschichtlicher Exegese (kein Problem), Genever und Wein. Herz, dann lass‘ die Puppe tanzen!
    Immer wenn’s hier teuer wird, besinne ich mich auf mein Inneres. Da ist ein grosser Glanz. Es ist die Armut, die da leuchtet.
    .
    „Kein Herd, keine Kerze kann brennen so heiss,
    Wie ein heimliches Nachtlicht, von dem niemand was weiss.“
    (Donald Duck, Der tapfere Postbote)

  213. Insleeregesprochen@: Gefunden...
    Insleeregesprochen@: Gefunden unter Perserkriege im Nachbarblog.
    Ist das machbar, dass Sie diese Ihre Bemerkung hier näher erläutern könnten?:
    ….Sausack, kommt in den Kamin „Die Erfindung der Geschichte“.Von Pehnt. (Soll kein Vorführeffekt sein, wohlgemerkt, Aussageverweigerungsrecht möglich ;-) )

  214. @Filou, ja mit der Heiterkeit,...
    @Filou, ja mit der Heiterkeit, das stimmt. Manches hier ist allzu bierernst. Dazu mein Link, nicht nur für Devin08…

  215. liebe donna laura, herzlichen...
    liebe donna laura, herzlichen Dank für die temperamentvolle Antwort. Bei „Ihnen“ geht’s ja lustig zu. Der Bürgermeister scheint ein Schlitzohr und gelungen finde ich den „Wirtschaftsförderer“ mit der offenbar grossen Leber. Fast ein Algorithmus zum „Stadtentwickler“ meiner kleinen, dummen Stadt. Dies ist ein ehemaliger Sozialarbeiter mit kerngesundem sozialdemokratischem Sendungsbewusstsein (das Einzige, was er wirklich hat) der sich jahrelang als Hobby-Soziologe (Hardcore-Bereich Intergration) betätigte und nun eben Stadtentwickler ist. Diese Stelle gab es vorher nicht und niemand weiss, was ihn dafür prädestiniert und was er überhaupt tun soll. In den rotgrün-regierten Schweizer Grossstädten ist dieser Unfug keine Ausnahme und eine Art innenpolitische Begleitmusik zu den multilateralen Phänomenen Bankenkrise und Fiskalpolitik.

  216. @ donna laura : Auch wenn es...
    @ donna laura : Auch wenn es ansic h um ein Marketing Konzept ging, würde ich kurz zu Erklärung anfügen (au weier wer weiss welche Tür wir da wieder öffnen) :
    http://cgi.ebay.de/Dessous-Push-up-Set-BH-75-A-Slip-AXAMI-V-902-/360268961855?cmd=ViewItem&pt=DE_Mode_Accessoires_Bademode_Unterw%C3%A4sche_BHs_BH_Sets&var=&hash=item92af0f9b45
    Quasi ein optisches Versprechen, welches bei näherem Hinsehen, mehr frech als nuttig ist.
    Das Sakko ist nur eine dünne Sichtbarriere, um den öffendliche Auftritt zu erleichter.
    Denken Sie sich entsprechende :
    http://cgi.ebay.de/Sexy-Halterlose-Strumpfe-Spitze-Gr-9-1-2-10-/160450478517?cmd=ViewItem&pt=DE_Mode_Accessoires_Bademode_Unterw%C3%A4sche_Damensocken_Strumpfhosen&hash=item255b9801b5
    dazu.
    In Zeiten von Maddona (uralt) und Lady Gaga (eine aktueller Name ist Programm), ist das nicht nuttig sondern Augenschmaus auch für die Strasse.
    Herrenbeispiele mögen die Damen liefern, wenn Sie mögen.
    .
    Die Diskussion zum WK 1+2 verfolge ich sehr gerne.

  217. Die Aktenlage des AA und der...
    Die Aktenlage des AA und der OHL samt Generalstab zeigen da doch differenziertere LFakten auf. Die eigentliche Festmachung von sog. Kriegszielen fing doch sowohl im AA und der OHL erst im Jahre 1917 an, nachdem an allen Fronten durchaus passable Erfolge erzielt wurden.
    —————————-
    Von welchen Akten reden Sie, verehrter Plindos. Tun Sie Butter bei die Fische, ansonsten ist das doch nur eine peinliche Schaumschlaegerei.
    Den zweiten Satz kann ich nur als Witz verstehen. Kommt mir vor, als ob Sie sagten, die Argentinier haetten doch bis zum 3. Tor wacker mitgehalten.
    MfG
    G.S.

  218. Hups. Äh. Also. You learn...
    Hups. Äh. Also. You learn something new everyday!
    Ich glaube, dass ist der historische Streit zwischen Schreiberlingen und (verhinderten) Sportreportern, der ggf. in der Badewanne (Marat!) endet.
    Nunja, doch: Für gewisses Buchmaterial empfehle ich die thermische Entsorgung.
    Ich versuche grad Emil Obermann zu lesen, werde das Buch unters Kopfkissen legen (Klassischer Metallurgen-Trick).

  219. @Grimaldeli
    nach (auch) ihrer...

    @Grimaldeli
    nach (auch) ihrer einlassung verkaufte ich Die uhr doch lieber für 30. euro weiter
    (33.333% gewinn)

  220. „Für Europa hatte der...
    „Für Europa hatte der Zweite Weltkrieg fatal geendet: Es war der Verlierer-Kontinent. Amerika, die Sowjetunion, Asien, Afrika – alle haben sie 1945 und danach an Rang und Ansehen dazu gewonnen. […] sie waren in Abhängigkeit geraten und gehören seitdem zu den Machtbereichen der rivalisierenden Supermächte Amerika und Sowjetunion“
    (Obermann, 1971, Seite 460)
    „adoptierte er [LaRouche] den Leibniz-Gauss-Riemann-Standpunkt“ (Brand 1, 5/2010, Seite 112)
    Ich komme an einem Schaufenster vorbei: Schmuck: Schau, totaler Unsinn! Goldene Frau rekelt sich auf Ochsen. Anfassen verboten. 4600,- Euro.
    Ein Iveco-Eurocargo-Lkw kommt vorbei. Mein Mageninhalt ….. Euro-Lkw…

  221. Was will uns das sagen?...
    Was will uns das sagen?

  222. Meint er bei IWCs...
    Meint er bei IWCs Komplikationen jene Uhr, die über eine Jahrhundertanzeige verfügt? Wäre ein nettes Accessoire für den 31.12.1999 gewesen. (Um D. Adams zu bemühen: Während die Menschheit auf Digitaluhren schaut während die Welt untergeht – so long and thanks for all the fish said the dolphins ;o)). Mit den Buchtsaben des Wortes „Uhren“ kann man schön „scrabble“ spielen, gerade was gesellschaftlich/kirchliche Konventionen hinsichtlich „-zeit“ der Legitimität von aus Beischlaf resultierenden finanziellen Versorgungsansprüchen angeht. ;o)
    PS. (soweit der laie Physik versteht): Ein Sonnenstrahl gelangt durchs Vakuum zu uns und unsere Zeit bestimmen wir seit den alten Ägyptern nach dem Sonnenstand (Rah). Von denen haben wir übrigens auch die „religiöse Wiederauferstehung“ geerbt.

  223. @Europa
    Man muss genau...

    @Europa
    Man muss genau hinschauen!

  224. Daß der hintere Deckel...
    Daß der hintere Deckel eingedrückt war, glaube ich nicht…
    .
    Das „Proll-und Zuhälter-Image“ von RLX wird eigentlich nur noch von der unteren Mittelschicht kolportiert. Wer sich auskennt, weiß, daß diese Uhren hervorragende Qualität und Wertbeständigkeit besitzen.

  225. Tja: Drei Männer (Wulff,...
    Tja: Drei Männer (Wulff, Guttenberg und Wowereit) versuchen einen Supertanker durch einen Schärengarten zu steuern, den ein Comiczeichner hinterlassen hat. Das Navi hat sich verabschiedet und zeichnet kleine bunte Bildchen, an Deck hüpft ein Satellitenmädchen herum und Ursula schlägt die Trommel. Was aber unnötig ist, weil die „Schland“ ja mit Alkohol betrieben wird (Grappa, Bier, Weiß- und Rotwein oder gemischt). Jeder der hier schon mal war, wird jetzt wissen, dass die Ladung des Tankers richtig ekelig ist. Zu erwähnen ist auch, dass das Schiff nicht schnell ist, aber auf jeden Fall rückwärts schneller als vorwärts. Ich bin der Schiffsarzt, Dr. der Anthropologie, und mein Hauptaugenmerk besteht darin, dass sich der Ankermast (schönes Wort!) sich nicht verliebt. (Heute ist doch Tag des Knutschens).

  226. @specialmarke: Print...
    @specialmarke: Print neuerfinden ist der uninteressantere Teil dabei.

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