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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Palladio auf dem Dorfe

| 214 Lesermeinungen

Es ist ja immer so eine Sache mit der Tradition: Sie ist in Unmengen vorhanden, aber bei genauerer Betrachtung weder schön noch angenehm. Und es findet sich immer jemand, dessen Tadition viel schöner und besser ist. Man kann diesen Umstand in wenig ruhmreichen Regionen betrauern. Oder die Traditionen anderer nehmen und sich selbst damit verwirklichen. Und was dem Venezianer die an seinen Bauernhof geklebte, antike Säulenfront war, ist dem Dorfbewohner heute sein nachgebauter Palladio.

Et in Arcadia ego

Ich würde Ihnen an diesem Sommertage gern etwas zeigen. Natürlich, ich weiss, würden Sie lieber nach Italien fahren, und im Cabrio vielleicht die berühmten Villen venezianischer Landadliger rund um Vicenza erkunden, in der klassischen Grösse des Architekten Andrea Palladio schwelgen, dessen Bauten – und besonders die berühmte Rotunda – Vorbild für so viele Herrenhäuser in England wurden, wo es geradezu eine Mode des Palladianismus gab. Ich kann ihnen nur den bayerischen Jura anbieten, und das auch nur auf dem Radl.

Bild zu:  Palladio auf dem Dorfe

Das Radl jedoch ist wenigstens offen und aus Italien wie ein, um nicht zu sagen mein gutes, mechanisch anfälliges Cabrio, und der Jura kann mit seinen sanften Kuppen hier und da vielleicht ein wenig an die Region um Vicenza erinnern, so wie das Donautal, in dem wir starten, an die Tristesse der Poebene erinnert. Es ist eine reizvolle Landschaft, die mit den Jurahäusern eine eigene Architektur hervorgebracht hat, und es ist dank meiner Heimatstadt inzwischen auch eine reiche Region: Nirgendwo gibt es weniger Arbeitslose, die Löhne sind üppig und die Zuversicht, die ist grenzenlos. Früher waren die Dörfer im Jura bitterarm und nagten an dem, was steinigen Böden unter Qualen abgerungen wurde. Heute arbeiten ihre Bewohner bei den Weltmarktführern der dummen, kleinen Stadt an der Donau, werden von Mietern zu Besitzern, und die Bauern, denen die Äcker gehören, die durch den steten Zuzug zu Bauland werden, verzweifeln an den langen Lieferzeiten ihrer S-Klasse und der Porsches für die Töchter. Das Elend dieser Dörfer stirbt nicht, aber es ändert sich. In einer Art und Weise, dass man heute durchradeln kann, ohne Armut zu erblicken.

Bild zu:  Palladio auf dem Dorfe

Wir sind nicht allzu schnell unterwegs, und wir meiden die Bundesstrassen, wir nehmen kurvige Seitenwege, die früher nicht für Rennräder taugten. Aber hier ist man inzwischen so reich, dass auch die Feldwege asphaltiert werden. Vornehme Zurückhaltung ist nicht der Bayern Art, man zeigt gern, was man hat, und wenn man viel hat, zeigt man viel. Es wird ja viel über Gentrifizierung in Berlin und München gesprochen, über verdrängte Ureinwohner von Friedrichshain oder dem Glockenbachviertel. Gentrifizierung auf dem Dorf verdrängt nicht Bauern und Knechte, sie breitet sich um die Ortskerne aus, entwickelt einen Gürtel um den alten Siedlungskern, und erdrückt ihn dann: Hier eine neue Sparkasse in Stahl, die Raiffeisenbank will in Beton nicht zurückstehen, ein poststrukturalistischer Sozialanbau für das Rathäuschen, und in den Dorfladen kommt ein Friseur mit dem Namen „Hair by Hoberbauer“. Am Rande des nächsten Dorfes das nächste Neubaugebiet mit schnellem Anschluss an die Strasse zur Fabrik, und plötzlich liegt ein Hauch von Italien in der Luft, eine Ahnung von Palladio, denn dort steht, zwischen Feld, Wiese und Scheune, die neueste Errungenschaft des aufstrebenden Bürgertums:

Bild zu:  Palladio auf dem Dorfe

Die neupalladianische Villa. Die neuestpalladianische Villa, wenn man so will, gerade fertiggestellt, der Garten fehlt noch, aber alles stimmt: Da ist der hervorspringende Mittelrisalit als auffälligstes Merkmal, idealtypisch unterteilt in  eine Basis und die darüber stehenden Säulen, da ist die Symmetrie der Fensterachsen, wir sehen die eher für Italien typischen hochrechteckigen Fenster, wir bestaunen die an mediterranes Klima mit wenig Schnee erinnernden flachen Dächer, und letztlich auch die kubische Form, denn auch die Breitseiten sind so lang wie die Front.  Palladio selbst konnte îm 16. Jahrhundert nur selten so frei seine Ideale verwirklichen, meistens musste er existierende Gebäude mit einbeziehen und Kompromisse schliessen. Später konnte man seine Gestaltungsideen natürlich radikaler umsetzen: Man betrachte nur das Treppenhaus von Schloss Pommersfelden, das als Inkunabel der deutschen Barockarchitektur Palladios Gestaltungsprinzipien in die Hirne bauwütiger Rokokofürsten schlug. Jeder wollte so einen Mittelrisalit mit Säulen an seiner Schlossanlage dran haben, den Palladio wiederum selbst aus den Fronten antiker Tempelanlagen übernommen und als Schaufront an die Villen geklebt hatte.

Bild zu:  Palladio auf dem Dorfe

Selbst diese Verwendung einer antiken Schaufront hat Palladio, sagen wir mal, geborgt. Aber während die Entwürfe seiner Vorgänger wie Alberti oder Romano nur lokale Bedeutung hatten, verbreiten sich rasch Palladios Bücher über die Architektur, und werden zur Bibel nachfolgender Architektengenerationen. Die palladianische Villa war ursprünglich ein Landhaus für reiche Venezianer, die auf dem freien Land aller Welt das zeigen konnten, was ihnen in der Ende der Städte verwehrt war: Dass sie es geschafft hatten. Dass sie sich so einen Risadingsbums als grossen Bums am Haus leisten konnten, die Antike und ihre ideale zitierten, und Hauslehrer für ihre Kinder anstellten, die Latein konnten. Auch: Dass sie, dem geschäftigen Treiben in der Stadt entrückt, sich einige erholsame Monate auf dem Land inmitten ihrer Besitztümer leisten konnten. Mit Vorliebe setzte man sein Haus auf eine Hügelkuppe, damit es auch wirklich jeder sehen kann. Heute setzt man die Nachfolger grossbürgerlichen Bauwillens nah an die Strasse, wo man sie auch sehen kann. Früher entwarf man lange, pappelbesäumte Alleen zur tempelvorgeblendeten Liegenschaft. Heute hat man eine üppige Steinfläche vor der Garage. Es ist ein paar Nummern kleiner als in Vicenza, es würde 10 mal in das Treppenhaus von Pommersfelden passen, aber: Es ist die gleiche Idee. Und sie gehört heute – wieder – zu den beliebten Bauelementen, die man haben möchte, um, nun, was auch immer, also

Bild zu:  Palladio auf dem Dorfe

Denn nicht immer ist es so total, so vollumfänglich geglückt wie im ersten Beispiel, Eine Strasse weiter sind die Risalite, die Tempelfronten aus der Mitte gerückt und zu Vordächern geworden, noch mit Säulen und italienisch rot gdeckten Dächern, auch noch mit den hohen, schmalen Fenstern und sogar mit einem baumbesäumten Zugang – aber es ist nicht mehr der unerbittliche Wille, Palladio oder einem Rokokofürsten nachzueifern. Die Dekore werden wieder zu dem, was sie sind, Zitate, Anhängsel, etwas unorganisch Drangeklebtes, das man herzeigen kann, ein Ornament, oder, um mit Adolf Loos zu sprechen: Ein Verbrechen. Ein uneingelöstes Versprechen eines Landhauses, denn dazu sitzt man zu nah an den Nachbarn, ein Traum von Italien, ein sehr kleiner Traum, aber immerhin ein Zeichen auch der inneren Einstellung, die man sich leisten kann. Und die, seien wir ehrlich, schon in manch früheren Zeiten, wie schon unter Palladio und anderen Freunden italienischer Opulenz, nicht wirklich geschmackssicher war, wie vieles, was hervorspringt und andere aufdringlich anspritzt.

Bild zu:  Palladio auf dem Dorfe

Es liegt mir weltenfern, hier den Namen der Person zu nennen, die dergleichen einmal angesichts von Chromkapitellen an den Säulen eines Westvierteldomizils als „Arschgeweih für Häuser“ bezeichnete, aber einen wahren Kern hat diese Verbalinjurie. So, wie die Bewohnerinnen des Hasenbergels, des Bundespräsidentenpalastes, Neuköllns und anderer wenig feiner Gegenden mit einem „Tribal“ die Verbundenheit mit einem nicht existierenden Stamm jenseits ihres Umfeldes aufzeigen, wird auch hier Stammeszugehörigkeit vorgeführt. Man kann sich fragen, ob die Nähe der gebauten Selbstverwirklichung nun den Verfassern von Architekturbüchern gilt, den britischen Landadligen, den deutschen Rokokofürsten, den Geldsäcken aus Venedig, einem vielleicht zu Unrecht als Genie bezeichneten Architekten, der zu seiner Zeit nur einer unter vielen war, den Römern oder den Griechen oder gar einer wenig glaubhaft erfundenen, alteuropäischen Kulturlinie aus der Antike in die Gegenwart. Man kann aber, über Felder und Wiesen radelnd, in einem italienisch anmutenden Sonnenuntergang fast auf andere Gedanken kommen, denn es ist schön hier.

Bild zu:  Palladio auf dem Dorfe

Würden im Weichbild des nächsten Dorfes nicht wieder Kräne ihr garstiges Haupt über die steinige Erde erheben, und von neuen palladianistischen Stilirrungen Kunde tun, mit leichter Hand und schwerem Gerät einer Erde aufgezwungen, die nie Vicenza sein wird, sondern nur der Jura an einem langsamen, braunen Fluss.

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214 Lesermeinungen

  1. Es fehlt zwar das...
    Es fehlt zwar das palladianische Halbrundfenster über der Eingangstür und — platzbedingt — vermutlich die Treppe, doch sonst ist das Haus völlig identisch mit Pommersfelden. Nicht einmal die Schönborns könnten die beiden Bauten wohl voneinander unterscheiden.

  2. Unten könnten noch ein paar...
    Unten könnten noch ein paar Figurengruppen hin, aber die Deko kommt sicher noch beim Italienurlaub.

  3. ...eine der beiden Ideen, die...
    …eine der beiden Ideen, die Ihnen beim Radeln kamen? Und die andere war dann „Fallrohre aus Kupfer – das piercing unserer Neubauten“?

  4. hach und wie schön dann die...
    hach und wie schön dann die Dame des Hauses eben jenes von innengestalten tun wird. Mit schöne erdfarbene Tapeten, erdfarbenen Vasen und ebenso erdfarbenen vorhängen. Dazu dann schwarze Gardinenstangen mit so aufgedrösehlten Enden in Schmiedeoptik. Im Wohnzimmer darf dann die gefälschte Massivholzvermöbelung nicht fehlen und (gut vlt ist DER trend auch schon wieder vorbei) der Deckenfluter mit flexibler Leselampe. Die Polster auch gerne mal in Flieder.
    im garten werden dann ein paar zerbrochene Tonkrüge halb vergraben, der Buchsbaum steht in Kugelform an der Terasse und winters muss jemand die schwere Olive und die Feige zum überwintern hereintragen.

  5. Hallo Don,

    diese scheußliche...
    Hallo Don,
    diese scheußliche Architektur scheint sich im gesamten Süden unserer Republik auszubreiten. Dagegen lobe ich mir sogar den Betonbungalow des auslaufenden Bauhausstils, sofern dieser seine Masse funktional einbringt. Der sächsische Sandstein oder die nachempfundene norddeutsche Backsteingotik bringen die Einfamilienhausarchitektur jedoch wieder ins Lot.

  6. Mittelrisa... wat? Wieder was...
    Mittelrisa… wat? Wieder was gelernt.
    Und die Spritzdüsen, auch sehr schön. Merci.

  7. ...
    http://img196.imageshack.us/img196/3649/fakece.jpg
    21.07. bis 03.08. macht 14 Tage. Wer profitiert von solchen
    permanenten Verzögerungen und Fehlinformationen?
    http://img718.imageshack.us/img718/1788/jamtanonbitch.jpg

  8. wunderbar umso mehr Adolf Loos...
    wunderbar umso mehr Adolf Loos – da gibt es ein schönes Buch über die Kleidung des mannes – ich hätte Bilder aus Wien vom Haus in der Brandstätte – warum kann man die hier nicht ausstellen – ich weiss ich habe schon mal gefragt nach Bilder hochladen – darf man nicht?
    BTW. Treten Sie jetzt die Nachfolge des Herrn Wieland beim BR an?

  9. schönes Rad haben Sie...
    schönes Rad haben Sie da…auch den passenden kalender zu Hause (nicht den Stihl – o.k. schlechter Witz)

  10. Warum ein Mann gut angezogen...
    Warum ein Mann gut angezogen sein soll: Enthüllendes über offenbar Verhüllendes. Metroverlag, Wien 2007, ISBN 978-3902517-62-3.

  11. Wir hatten es geahnt: Die...
    Wir hatten es geahnt: Die preiswerte italienische Variante von Shimano, und er hat sich damit auch, wie es sich gehört, ganz als nobler Sportsman gezeigt. (Gibt es andere?)
    .
    Und das Neupalladianische setzt sich schon seit Jahrzehnten nach innen fort. Innen gibt es stilsicheres Sammelsurium von Möbel Roller oder Möbel Boss, die haben/hatten den allesamt auch. Und auch logisch aus der Mitte verschoben. Denn der Desiger wußte garnicht, mit was er hantierte, achtet aber drauf, dass er stets das neueste update für seine Wohnwand-Design-Ambiente-Software hat. Und in Buchenplastik statt Holz.
    .
    Und „LaminatePark“ steht überm Eingang zur „wir-legen-unseren-Carrara-selber-Abteilung-nur-vorübergehnd-aus-aber-edel-wertigem-Kunstholz“. Und das ist auch alles gut so.
    .
    Und die Baukräne: Ja, es handelt sich um die bekannten Grenzen, „Ränder nach innen“ von denen schon weiland Herr Müller wußte und berichtete.
    .
    Und das Volk will das so. Die Baukräne „bei uns“ sind nämlich immer noch allemal wichtiger, als in Dubai oder auf Spangdahlem Airbase (z.B. auch da, halt ca. 150 Mio verbaut in zwei Jahren). Dabei webt natürlich überall eines ins andere ins selbe.
    .
    Und es gibt in der einen poststrukturalistischen Welt, wenn man so will, natürlich überall nur noch Kräne nach innen.
    .
    Und da alles mit allem zusammenhängt, kann man viele mögliche Zusammenhänge finden. „Nirgendwo, Geliebte, wird Welt sein, als innen“, formulierte schon weiland ein Dichter des Malte.
    .
    Und wir sind undankbar: Andere, die uns schützen, dass wir so sein dürfen, bekomme das „Purple heart“ dafür. http://www2.afsoc.af.mil/news/story.asp?id=123216225

  12. Es ist wirklich bitter, daß...
    Es ist wirklich bitter, daß das Hasenbergl in Schloß Bellevue eingezogen ist.
    Es mag altmodisch, arrogant und snobistisch klingen, aber der Mann war doch eigentlich wegen der Mesalliance mit dieser Person nun wirklich unwählbar.
    Wie will die nur ein Staatsbanquet bei Winsors besuchen! Die kann doch höchstens zu Berlusca mit Kopftuch auf Sardinien. Schrecklich!

  13. Nette Milchtüten,...
    Nette Milchtüten, glücklicherweise kann ich dem gegnerischen Bevollmächtigten im stehen das Grab wässern. (Mein entsprechender Kommentar aus 03/03/2003 hat es übrigens ins Werbefernsehen geschafft)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Manneken_Pis

  14. BertholdIV, nein, mir reicht...
    BertholdIV, nein, mir reicht der essentielle Ernesto völlig aus.

  15. lieber Don, warum sollten Sie...
    lieber Don, warum sollten Sie in die Ferne schweifen, wenn das Schöne so nah‘ liegt. Und alle Bauherrn und Architekten, die so die Landschaft verschandeln, dürfen nicht nur wählen, sondern in Online-Ratings oder Talkshows selbstbewusst ihr qualitatives Urteil abgeben: Die wahrhaft gebaute Demokratie in der Wohlstandsoase Mitteleuropa.

  16. Hat der Bauherr einen Stein...
    Hat der Bauherr einen Stein des Anstoßes vor seiner Hütte oder ist das nur ein schnöder Sandhaufen?, kann es auf meiner Macstulle nicht recht ausmachen. Schön abgedrehte Häuser gibt es für Zitatensammler auch in Zoppot (ein Kinski-Cafè ist jetzt auch da) und Blankenese zu sehen.
    http://www.ordensland.de/Zoppot/zoppot.html
    http://www.blankenese.de/index.php?id=1407

  17. architektonische arschgeweihe...
    architektonische arschgeweihe an öden vorstadtreihenhauszeilen verlieren durch großräumige umfahrung derselben ihren schrecken. Schwer ist`s hingegen, den verwüstungen zu entkommen, welche die besseren kreise
    in ihrem gestaltungsdrang anrichten; zu besichtigen in den südlich gelegenen Westvierteln münchens, zwischen grünwald und pullach beispielsweise. neopalladianische säulenungeheuer, die an irgendwelche prfuzzies vermietet
    wurden, erfüllen den tatbestand der körperverletzung, und die tägliche fahrt
    durchs villenviertel ist nur mit augenbinde und navi zu ertragen.

  18. @DonFerrando
    wieso. Des BP's...

    @DonFerrando
    wieso. Des BP’s präsidenten Neue ist jünger und hübscher und selbst der edle Giovanni di Lorenzo (waren das noch selige Zeiten mit Amelie Fried im BR):
    http://www.sueddeutsche.de/medien/judith-rakers-wird-talk-moderatorin-giovanni-di-lorenzos-neue-1.985876
    mein urgroßvater sagte immer: Wer amal handlt, handlt äfters.
    Aber vergessen sie das, das heutige Konstrukt Ehe in dieser Form ist eine Erfindung gesellschaftlicher Institutionen im Mittelalter (bzw. des Sieges einer theologischen Schule über eine andere), deswegen kann es ja richtig sein, das ist aber eine andere Frage.
    Und wie mein Großvater sagte, die Schlafzimmertür bleibt in der öffentlichkeit zu:
    Die Bettgeschichten öffentlicher Personen gehören m.E. jedem anderen einen Dreck – verzeihen Sie das Wort – an.
    Für alle anderen als Beispiel das Ordinariat des Erzbistuims München – Referenz Mixa – für Desavouiren in der Öffentlichkeit:
    http://www.kath.net/detail.php?id=27068

  19. "Bauern, denen die Äcker...
    „Bauern, denen die Äcker gehören, die durch den steten Zuzug zu Bauland werden, verzweifeln an den langen Lieferzeiten ihrer S-Klasse und der Porsches für die Töchter.“ Wunderbar. Bitte mehr davon!
    Was halten Sie eigentlich davon, gemeinsam mit Polt und/oder Gruenwald aufzutreten? Schoener haette keiner der beiden den Aufschwung und seine Auswirkungen auf das bayrische Hinterland in einem Satz – quasi im vorbeigehen – seziert….

  20. Palladio und...
    Palladio und Klassizismus.
    Genie und Langeweile, das liegt ja so dicht beeinander.

  21. Gibt es denn einfach keine...
    Gibt es denn einfach keine Architekten,die das Garagenproblem genial lösen können?-Für mich verhält sich meist Garage zum Haus wie Topf zur Zimmerpflanze.
    Reichsein kann doch nicht immer mit Steinen gelöst werden-wohin soll da das Wasser noch versickern?

  22. Mir diesem Haustyp können Sie...
    Mir diesem Haustyp können Sie bei einem Baufenster von sagen wir 10 x 10 Metern 180 qm Wohnfläche erzielen. Bai Satteldächern sind es je nach Drempel 155 qm.
    Beim Pultdach kann der Einbau eines Unterdaches Notwendig werden, mit zusätzlichen Kosten. Es hat auch oft den Charakter des Unfertigen.
    Ein Haus mit Satteldach korrespondiert mit zunehemnder Dachneigung aufs scheusslichste mit einem Hexenhaus.
    Beim hier gezeigten Walmdach haben wir 4 Traufseiten und vermeiden die traurige Erscheinung eines Giebelfensters im Obergeschoss.
    Wenn wir Nettigkeiten wie Säulen, Kapitelle, rosa oder gelb und gold weglassen, haben wir eigentlich einen understatementoiden Haustyp.

  23. @BertholdIV:

    Ich frag mich ja...
    @BertholdIV:
    Ich frag mich ja immer woher die sowas „“Mixas Aufenthalt beim Arzt“ haben wollen. Gehört nicht die Medizinhistorie zum Kernbereich des Privaten ebenso wie der Kontostand?
    Bettgeschichten gehören dann nicht mehr zum Kernebereich des Privaten wenn daraus ein neuer Mensch entsteht. Oder befürworten sie „Kinderhaltung“ wie bei amstetten fritzl? Allein schon der Umsatdn wer wessen Erzeuger ist sollte geklärt sein, damit es nachher nicht zu Inzest kommt.
    Und zwar UNABHÄNGIG von der EHElichkeit der Abstammung (1592 (1) BGB).
    Vater eines Kindes ist der biologische Erzeuger und nicht derjenige der mit der Mutter des Kindes verheiratet war. Daraus sollte sich auch ein gemeinsames Sorgerecht ergeben.
    Lesen sie mal „Homo Faber“ von „Max Frisch“.

  24. @Oberpfälzer: Polt war es...
    @Oberpfälzer: Polt war es doch, der schon vor rund 15 Jahren die traditionelle Fruchtfolge in Bayern als Grünland, Maisacker, Gewerbegebiet bezeichnet hat. Der braucht keinen Don und Don steht auf den Schultern von Giganten.

  25. Sehr schön, was Sie...
    Sehr schön, was Sie beschreiben, habe ich auch schon gesehen. Statt Palladio hätten Sie als Motiv Ihrer Exkursion auch den Westwallbunker nehmen können oder das Hexenhaus aus Hänsel und Gretel. Aber dahinter Absicht, gar Sehnsucht nach ästhetischer Bedeutung, wenn auch reine Eitelkeit, zu sehen, das ist doch übertrieben: Das ist doch Zufall. Wenn nur genügend Affen lange genug auf Schreibmaschinen einhämmern, dann …
    Nein, es ist so hässlich in diesen Ansiedlungen, dass man speien möchte!

  26. @Berthold:
    ich meinte mit...

    @Berthold:
    ich meinte mit meiner Kritik nicht die Tatsache, wie die Ehe zustande kam und die Scheidung des Herrn BP W.
    Von mir aus bräuchte er mit der FL auch nicht verheiratet sein.
    .
    Mir ging es um die Tatsache, daß diese Person tätoviert ist.
    Stellen Sie sie sich mal im schulterfreien Abendkleid beim Staatsbanquet vor!

  27. @ gheluveld,

    die krönung...
    @ gheluveld,
    die krönung aller satteldachigkeit ist aber erst erreicht, wenn die höhe des Satteldaches (winkelbedingt) mit der lokalen Bauordnung kollidiert und als sichtbares Zeichen dieser Kollision einfach oben gekappt wird. Habe leider kein Bild von der Scheußlichkeit zur Hand.

  28. Nach dem Nebenstrang "Mobbing...
    Nach dem Nebenstrang „Mobbing bei EU-Behörden“ haben wir jetzt wohl den neuen Nebenstrang „Vaterschaft, Abstammung und Sorgerecht“
    Kurzzeitig mag das ganz amusant sein, solange es nicht zum Dauerthema wird!

  29. @Don Ferrando
    10. August 2010,...

    @Don Ferrando
    10. August 2010, 18:36
    Nun, ich finde, da passt sie doch ganz gut hin:
    http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-57787-4.html

  30. Werter Don,

    ich lese Sie ja...
    Werter Don,
    ich lese Sie ja schon ein ganzes Jahrzehnt über diverse Internet-Publikationen hinweg mit großem Respekt und vor allem Freude. Aber bisher ist es Ihnen nicht gelungen, mich dazu zu bringen, dass ich brüllend vor Lachen unter dem Tisch zusammen klappen muss. Nun gut, für alles gibt es ein erstes Mal:
    Das eine Bild „Palladio, denn dort steht, zwischen Feld, Wiese und Scheune, die neueste Errungenschaft des aufstrebenden Bürgertums:“ im Vergleich mit dem anderen Bild „Treppenhaus von Schloss Pommersfelden“.
    Ich danke für die allerbeste Unterhaltung!

  31. Schusch, das freut mich....
    Schusch, das freut mich. Schliesslich wilkl ich ja unterhalten.
    .
    Grimaldeli, Strukturvertriebler wären auch mal ein Thema für dieses Blog (aber danach vermutlich auch für die Rechtsabteilung).

  32. nicht nur in Bayern gibt es...
    nicht nur in Bayern gibt es dergleichen zu betrachten. Auch rund um die schöne Freie und Hansestadt gibt es Speckgürtel mit massenhaft dergleichen.
    Allerdings aufgebrochen: Beim letzten Zensus zählte ich 40% PseudoToskanabunker und 60% Pseudorotklinkerimitatbunker.

  33. Alfons der Viertelvorzwölfte,...
    Alfons der Viertelvorzwölfte, es ist keine Frage, dass der Italienismus in der deutschen Bautätigkeit in fernen helfen wird, die Jahrtausendgrenze zu definieren, wenn man das Meiste nicht nach einer Weile wieder wegreisst. Gerade, weil es hier ein Fremdkörper ist; die hochrechteckigen Fenster sind für unsere Region viel zu wenig lichtfreundlich.
    .
    kleinerberg, die Villen rund um Vicenza hatten rechts und links vom Hauptgebäude die Remisen im 90°-Winkel angeordnet. Das ist keine schlechte Idee, wenn man 15000 Quadratmeter oder mehr hat. Auf 600 qm sieht es schon ein wenig anders aus.

  34. Booooster, genau Letzteres...
    Booooster, genau Letzteres fehlt uns hier ja, dafür ist hier um so mehr Toskana, Südfrankreich und ab und an auch diese amerikanische Hipsterbaumode mit Beton und kahlen Wänden.
    .
    HansMeier555, man darf nicht übersehen, dass Palladios Bauten nur die Leinwand für Opulenz im Inneren war. Palladianismus ignoriert die Ausmalung und macht dafür alles grösser, und schon stimmt alles nicht mehr.

  35. Don Alphonso
    11. August 2010,...

    Don Alphonso
    11. August 2010, 00:00
    Strukturvertriebler sind die „maquereau moderne“!

  36. Bevor ich mein Geld einem...
    Bevor ich mein Geld einem Strukturvertriebler geben würde, würde ich mir 20 Colnagos kaufen.
    .
    Oberpfaelzer, das sagt hier der Volksmund. Ansonstenb bin ich nicht bühnentauglich, und all das echte Elend kann der Grünwald sehr viel besser als ich.

  37. Ehrenwerter Don: Mir scheint...
    Ehrenwerter Don: Mir scheint sämtliche auf den Bildern 3 und 5 abgebildeten Neubauten entstammen dem Fertighaus-Prospekt bzw. dem Wurf eines7r untalentierten Architekten/in. Bild 5 ist durchgehend gruselig. Was denkt wohl der Toskana-Imitatbesitzer vom taubengrauen Nachbarn mit Verliesfenstern und umgekehrt? Mir tun die Eigentümer leid, die Ihr Leben lang dafür abzahlen müssen. Es fehlen noch der Audi Q7 (Bild 3) bzw. A4 dahinter Opel x, y, z (Bild 5). Lieber kein Besitz als Bild 5!

  38. @Köstlich
    11. August 2010,...

    @Köstlich
    11. August 2010, 01:14
    Sie sprechen mir aus der Seeele!
    Und inne drin Gelsenkirchner Barock. Will sagen: vorne Stil und hinten Pappe…..

  39. @Isidorus: Mir war die...
    @Isidorus: Mir war die bayrische Fruchtfolge in der Form nicht bekannt – Polt kam mir mehr wg. des italienisch verbraemten Baustils in Kombination mit der oeffentlich zur Schau gestellten ‚Weltlaeufigkeit‘ in den Sinn. Erinnerte mich an die Dame, die beim Italiener ‚Narratore del Imperatore‘ (Kaiserschmarrn) bestellte und wahrscheinlich mit dem neurreichen Besitzer der oertlichen Wurst- und Fleischboutique verheiratet ist, der freilich seine freie Zeit mit dem junior auf dem Tennisplatz verbringt (‚Ich war in Wimbledon!!!‘).
    Ich stelle mir die Herrschaften in einem der oben abgebildeten Gebaeude vor, gerne auch mit Q7 und X6 im Hinterhof …

  40. @Don, Grimaldeli
    Hinter...

    @Don, Grimaldeli
    Hinter Palladio-Fassade und innen Gelsenkirchener Barock. Aus den früheren Beiträgen noch die Bewohner als zeittypische Melange.
    Die Dame des Hauses zu ihrem Besucher: „Ja, Palladium!“

  41. Tja.....es braucht eben alles...
    Tja…..es braucht eben alles seine Zeit.
    In 200 Jahren wird sowas wie auf Bild 5 sicherlich zum schützenswerten Inventargut der Heimat mutiert sein – wenn nicht gar Aspirant für das UNESCO-Welterbe…..

  42. Wären sie die tagesschau,...
    Wären sie die tagesschau, dann wüssten sie alles bevor es geschieht.
    http://img714.imageshack.us/img714/9043/20091202egmrtagesschau.jpg

  43. Zugegebenermassen sind die...
    Zugegebenermassen sind die angeklebten Portale wie in Bild 5 ein wenig kitschig, aber ich finde Zitate italienischer Baukunst weniger anstössig als die deutsche Kaufhof-Karstadt-Stadtautobahn-Brutalo-Stadtarchitektur der 70iger Jahre, die noch so viele Städte in D prägt (oder auch Monaco). Gleichzeitig ist doch so jemanden zu bedauern, der für viel Geld ein solches Haus baut und den Nachbarn dann derart nahe auf der Pelle sitzen hat. Und wie sie schon in einem anderen Beitrag eingangs zitierten, sind es doch nur die Dummen mit zu viel Geld, welche ein altes Haus kaufen und dann umbauen anstatt neu zu bauen (zu denen ich auch gehöre).

  44. was mir mehr sorge bereitet:...
    was mir mehr sorge bereitet: in solchen gehäusen wohnen die, welche anderen sagen, wo’s langgeht…

  45. @JorgeLoma (06:47)

    und zum...
    @JorgeLoma (06:47)
    und zum Interieur dann Unterhaltungselektronik à la Neckermann-Palladium…
    Grüße an die Distinktionsgewinnler

  46. @anzugcase: Törtchen und Tee...
    @anzugcase: Törtchen und Tee für den Weltschmerz gefällig, Sie Armer?

    Was die Architekturfrage angeht, so muss ich mich wohl lieber kleinlaut und ganz klammheimlich wegschleichen – denn ich finde das Haus auf Bild 5 überhaupt nicht schlimm, wären die Fenster größer und mit dunkelgrünen Fensterläden statt mit Rolladen, ich würd sofort einziehen. Das Vordach, dass hier abfällig als Ornament bezeichnet wird, hat meiner Meinung nach durchaus praktischen Nutzen: Wenns regnet, kann man sich schonmal drunterstellen während man in Ruhe den Schlüssel aus der Tasche kramen und den Regenschirm ausschütteln kann; oder z.B. die schlammverschmutzten Jogginganschuhe auszieht (oder nicht nass wird während man sich darauf konzentriert, trunken das Schlüsselloch zu treffen, die Tür möglichst lautlos zu öffnen und schuhlos reinzuschleichen ohne die Eltern zu wecken ;-)). Und man kann an einem regnerischen Morgen die Zeitung trocken reinholen.
    Das Haus meiner Eltern hat nämlich kein Vordach, und ich habe mich oft genug darüber geärgert.
    Ich mag Vordächer (jetzt werde ich bestimmt dieses Blogs verwiesen).
    (Unsinns-Disclaimer: Man kann auch Liebesbriefe an Vordächer generieren, leicht redigiert:
    Heiss geliebtes Vordach!
    Dein wunderbares terracottafarbenes Dach ist das absolut Verführerischste, das ich jemals gesehen habe. Mein Herz gehört Dir, es schlägt Tag und Nacht nur für Dich. Mit Deinen weißen Säulen bringst Du mich ständig zum Schwärmen.
    Deine Säulen finde ich besonders schön, das muss ich Dir andauernd aufs Neue sagen. Deine Leidenschaft, liebes Vordach, versetzt mich in ein wohliges Schaudern, das meinen Rücken hinabgleitet. Du bist sehr begabt, denn Du kannst so gut beschützen, und ich liebe Dich auch deshalb so sehr!
    Weil Du so irrsinnig standhaft bist, liebe ich Dich noch mehr, als ich Dich ohnehin schon liebe. Mit Dir den Regen betrachten ist immer wieder eine sehr schöne Sache, willst Du das mit mir wieder tun?
    In ewiger Liebe,
    Deine unellen)

  47. Street view ?
    Bei Don...

    Street view ?
    Bei Don Alphonso ?
    Nein, das hätte ich jetzt nicht erwartet.
    Was mögen die stolzen Besitzer der Eigenheime denken, die sich hier vorgeführt sehen ?
    .
    Eines ist mal sicher, jedes der hier gezeigten Objekte ist ein Fortschritt gegenüber den kleinen, alten, feuchten Bauernhäusern in bayerischen Dörfern.
    Bei deren Betreten durch die 1,70m kleinen Eingangstüren ich Angst haben müßte oben anzuschlagen und den Fall der darüber angebrachten morschen Marienstatue zu vergegenwärtigen hätte.

  48. Ach unellen,
    Sie stellen mein...

    Ach unellen,
    Sie stellen mein Weltbild in Sachen Vordach auf den Kopf !
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    Da wollte ich ja nur schnell sagen, dass Stil (wie ihn unser Don pflegt) nur zufällig – wenn überhaupt – etwas gemeinsam hat mit dem praktischen Nutzen…
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    Und dann bringen Sie in mir mit Ihrer Liebeserklärung eine romantische Saite zum klingen…

  49. Chapeau, er hat also mal...
    Chapeau, er hat also mal wieder voll den Nerv der Zeit getroffen. „And with speed“, sozusagen, 53/11 halt. Die Besten eilen heute nun mal überwiegend „von Record zu Record“ nicht wahr?
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    Aber Don hat das noch nicht begriffen. Sein Weltausschnitt noch zu klein. (Kein Wunder, „er ist ja nur FAZ“.)
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    Um nun aber aller Impertinenz noch schnell mal eben die Krone aufzusetzen:
    Wenn wir mal davon ausgingen, dass Gewerbebetriebe, Wirtschaften überhaupt nur dazu da wäre, die Menschen zu versorgen (mit fremdbestimmtem Sinn die, die in ihnen arbeiten) und mit monetärem Überfluss diejenigen, denen es gut gehen soll, weil sie von dem aus den Betrieben schöpfenden Mehrwert bei freier finanzieller Unabhängigkeit zu recht ein bestes Leben leben, dann bleibt, was wir alle wissen: Über die ganze Fläche einer Republik, ja eines Globus endlich, muss das in den Betrieben gespeicherte Kapital minimal sein bei maximalem Umsatz und Ertrag, um „Höchstdrehzahl“, also maximale Kapitalrendite zu erwirtschaften.
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    Im Jetzt könnte man dazu – und schon eine kleine Zeit lang – in Deutschland ungefähr folgende Steigerung beobachten:
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    – Gewerbebetriebe früher: das waren Stolz und Solidität. Verwaltung und Produktion hoch aus Stein gemauert. Ornamentgeschmückt und mit festen, sicheren Türen aus Eisen und Stahl. Und Zaun drumzu.
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    – Der Gegenwart nähergekommen wurden Schnellbauhallen draus. Betonständerbauweise. Halle mit Fußboden (Gußpolyurethan, „highend“) und Fundament. Daneben Verwaltung, massiv unterkellert. Drumzu Grünanlage und Parkplätze.
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    – Nächster Schritt ist das Weglassen der Fundamente für die Produktion. „Wir bauen ökologisch!“ Also wird ungefähr die ganze Fläche asphaltiert und die Produktion „ökologisch“ in Holzbinderbauweise auf diese Fläche gedübelt (unseren Fortschritten und dem Dübel-Fischer sei Dank). Danben ein eine nett postmoderne Verwaltung: waagrecht hochliegende Querfenster mit toskana-roten Flächen in uni drunter. Aber nicht mehr unterkellert, Kriechk. höchstens.
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    Und bei der Variante hat es schon längst keine festen Tore mehr. Wozu auch? Roll-PVC, automatisch, (inkl. Service-Vertrag) ersetzt alles Feste. Eben weil viel(!) billiger. Und schlicht unnötig dank gesellschaftlichem Fortschritt. Denn schließlich laufen draußen die Rente-unterversorgten-Prekariat-Ruheständler Tag und Nacht im 400 Euro Job Streife. Zu Strafe und Befreiung (vom „Ich“). Und der Metallgitter-Zaun, PU-beschichtet für die Ewigkeit der nächsten 30 Jahre, ist rund ums Gelände lückenlos hoch oben mit preiswerten China-Bewegungsmeldern bestückt.
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    Und jeder wüßte damit auch schon, wie es heute aussieht, wenn man up-to date wäre, nicht wahr? Heute also sähe es ungefähr so aus, nächster Fortschritt eben:
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    – Wir sparen auch noch die Verwaltung komplett weg: Neben genannter Produktion „in ökologischer Holzständerbauweise auf Flächenasphalt nebst „Rentner-Kreisen““ steht was? Na klar: Bloß noch ein Containerdorf, erst mal auf Zuwachs berechnet. Inkl. Vorstand, Verwaltung und Umkleiden. Einfach draufgeplatzt, draufgedübelt auf die Fläche neben die Variabelst-Produktion/Lagerung. (Und es braucht wenig Dübel: Container sind flach, aber nicht hoch)
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    Container-Leasing hat Vorteile. Und die Inneneinrichtung kann man ganz sicher auch marketing-mässig haben: Abgestuft von oben nach unten wird die Ausstattung blöder und billiger. Und da sitzen sie alle drin. Der Vorstand direkt vor ort, wie es sich gehört. Eben alle, die die Marktwirtschaft ausmachen. Na gut, fast alle. Und läßt sich viel besser anpassen ein geleastes Containerdorf, als eine feste Verwaltung nicht wahr? Und kommt allen zugute.
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    Und die, die drin arbeiten, wissen nicht einmal, dass sie so arbeiten, nuch unserer persönlichen Erfahrung. Zwei Stufen hoch ins Containerdorf wird überhaupt nicht sehr unterschieden von zwei Stufen hoch in eine feste Verwaltung. „Aber stark bewerben hat man sich müssen, auf die Zeitungsannoncen, dass man genommen wurde“. Das weiß man wohl.
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    Und da ja hohe, höhere, höchste Intelligenz erforderlich ist, sich das alles so auszudenken, findet man es wo? Na klar, direkt an der Quelle. Bei uns selbst, bei der Hochfinanz. Man fahre also bei Bedarf z. B. hoch nach Bremen, wer nicht schon oben ist, und sehe es sich an: Bei einem bekannten Logistik-Dienstleister für eine schwäbische Sternfirma in Bremen ist das genau schon seit einiger Zeit so. Im Gewerbegebiet direkt südlich der A1. Verkehrsgünstig gelegen, die Mitarbeiter können leicht kommen und gehen. Und die kostbaren Waren auch.
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    Und der Trend wird mindestens Top-Down folgen. Demnächst also möglicherweise wohl auch so in der dummen kleinen Stadt, oder?
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    Und nichts für ungut, es können nicht alle perfekt heißen. Und so viel Unsinn reden. Und wir wissen auch gar nicht, warum jemand sich aufregt: Es ist doch am Ende alles gut für alle eingerichtet nicht wahr? Also für die Westviertel auch mit. Und Hand aufs Herz, wissen wir es nicht genau: Es können nun am Ende doch nicht wirklich alle ständig mitarbeiten wollen in dieser sich wie durch Wunder fortlaufend selbst optimierenden Marktwirtschaft. Es könnte auch welche mit Grammophon am Rhein geben.
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    „Man sieht nur, was man kennt. Und man wird nur, was man ist“. Alte psychologische Grundsätze nicht wahr? Mögen die Don’s bleiben!

  50. Sie sind ist nichts für...
    Sie sind ist nichts für empfindliche Gemüter, diese Geisterbahnen des guten Geschmacks namens „Neubaugebiet“. Steingewordene Dokumente eines traurigen Kompromisses aus Wollen und Können, Traum und Wirklichkeit. Gekrönt wird das Ensemble durch die Straßennamen: Berberitzenweg, Ebereschenweg, was das Pflanzenbestimmungsbuch des Bürgermeisters so her gibt. Allerdings muss ich gestehen, dass mir der Pseudo-Paladianismus oder das verzweifelte Toskana-Imitat dann doch noch lieber sind als dieser Giebeldachwürfel mit angebautem Erker, Oberkante Kellerdecke aus Kostengründen ein Meter über Geländeniveau, hinten alles schön angeschüttet wegen der Terrasse, vorne kleine Treppe, im ersten Jahr muss ein Provisorium aus Bauholz reichen. Im sogenannten Garten nur das billigste Gestrüpp aus dem Discount-Baumarkt und -natürlich- der Carport. Später kommt noch das Holz-Gartenhaus mit karierten Gardinen im Voralpenstil dazu. Elender kann Wohlstand nicht daherkommen. Ein Thema für sich in diesem Zusammenhang: die Haustür. Aus dem Katalog. Aber individuell. In ihr kristallisiert sich noch einmal die Unfähigkeit, einen eigenen Stil zu finden. Spätestens an der Haustür kann man erkennen, was einen dahinter so an Zumutungen erwarten würde.

  51. Wie lange also noch - globalem...
    Wie lange also noch – globalem Kapitalismus sein Dank und wachsender Unkenntnis in sozialer Marktwirtschaft geschuldet – „Palladio auf dem Dorfe“ noch stattfindet, das wissen die Götter. All diese kleine Verteilungsungerechtigkeiten, dass nämlich das sich zentralisierende Kapital so viel unnützerweise noch abgeben soll an die (bayrische) Fläche, dass kann und wird doch wohl nicht ewig standnehmen?
    .
    Wir sollten mehr tun, für die Weltwirtschaft. z.B. die Ludwig-Erhard-Stiftung für soziale Marktwirtschaft uns selbst zur alsbaldigen Auflösung empfehlen, nicht wahr?
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    http://www.ludwig-erhard-stiftung.de/index.php?seite=medaille
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    Kleiner Nachtrag: Und auch die Franzosen haben große Probleme. Wie man weiss, gibt es seit einiger Zeit schon eine große Selbstmordwelle unter den Angestellten der France Telekom (das ist nicht lustig!), „welche allesamt möglicherweise dem Druck durch externe Überversorgung mit Organisation und Perfekt-Ausstattung bei gleichzeitiger Sinnbeschränkung durch eingeengtes Selber-Handeln bei desweiteren „materiell-gewollter Überversorgung vor-und-zurück“ offen sichtlich nicht dauerhaft über Jahrzehnte aushalten konnten“. (Wir entschuldigen uns an dieser Stelle ausdrücklich für diesen Zynismus!)
    .
    „Containerdorf für alle – nebst regelmässiger Rotation in die Arbeitslosigkeit“ – könnte evtl. auch das Problem lösen? (Nein, das Telefon würde nicht billiger; nur das Geld in der Zentrale mehr, da wo es hingehört. Und wo die sitzen, die mehr aushalten können. Oder so.)
    .
    http://www.zeit.de/2009/42/France-Telekom

  52. .... Und bei der Variante hat...
    …. Und bei der Variante hat es schon längst keine festen Tore mehr. Wozu auch? Roll-PVC, automatisch, (inkl. Service-Vertrag) ersetzt alles Feste. Eben weil viel billiger. Und schlicht unnötig dank gesellschaftlichem Fortschritt. Denn schließlich laufen draußen die Rente-unterversorgten-Prekariat-Ruheständler Tag und Nacht im 400 Euro Job Streife: „Und wenn er dann kommt, der böse Dieb und Verbrecher mit seinem Cutter-Messer und will sich frech durch unserer Rolltor schneiden, dann haben wir den direkt sofort gleich entdeckt gehabt – natürlich! noch bevor er selber das merkte! – und mit unserem GSM-Mobilfunk in perfekter Siemens-Verbindungsqualität sofort und unverzüglich an die Zentrale gemeldet, die dann auch unser SEK auch direkt sofort richtig informiert hatte, und schwupps wars um den geschehen, noch bevor er selbst kaum richtig selber was gemerkt hatte!“
    .
    (Nur kommt eben in der Realität keiner (schade?), alles nur Fantasie: So dumm sind eben Diebe auch nicht. Oder anders: Manche Abschreckung funktioniert halt zum Glück.)

  53. Und wenn man nur die...
    Und wenn man nur die richtigen, geneigten, wohlmeinenden Wirtschaftswissenschaftler, z.B. aus den USA, fragen würde, würde man höchstwahrscheilich sicherlich und schon recht bald zur Antwort bekommen, dass ganz sicher die „Ludwig-Ehrhard-Stiftung für soziale Marktwirtschaft“ nicht nur ein Anachronismus ist, sondern recht eigentlich schon immer fast überwiegend nur im Wege war. Warum eben nur haben wir keine Weltmarktmilliadäre wie die anderen, die ganz einfach in der Krise spenden können, die Völker zu entlasten? Die USA haben schließlich auch längst überall „Palladio auf dem Dorfe – oder nicht?
    .
    „Giving the Pledge“ http://www.news.de/wirtschaft/855067978/40-milliardaere-spenden-haelfte-ihres-vermoegens/1/

  54. Problem des Kanzlerbungalows...
    Problem des Kanzlerbungalows war ja immer der fehlende Raum der Verfügung.
    Tja.
    Und wiedereinmal waren sie sich ganz sicher mich zu haben, standen mit Maschinengewehren im Garten und eine Nachbarin hatte dann noch rechtzeitig aufgeschlossen. Ergebis: Nichts gefunden.
    Den Raum der Verfügung aber auch nicht. Grins.
    (Mein Noch-Arbeitgeber hat den Tatra in Gefangenschaft :-( )

  55. Es tut uns leid, dass wir uns...
    Es tut uns leid, dass wir uns wiederholen, noch einmal sagen, was wir bereits ausführten:
    .
    Das Wirtschaftsmodell „Holzständerbauweise, gedübelt, auf randlos bis zum Zaun großer und guter Asphaltfläche nebst daneben gestelltem, gelaestem und fremdgereinigtem Containerdorf „Marke Höchstdrehzahl komma variabel““ würde sich doch auch höchstvorzüglich für die notleidend schrumpfende Zeitdschriftenindustrie anbieten, nicht wahr? „Springer oder WAZ könnten hier – einmal mehr – als verdiente und dekorierte Trendsetter höchst klug vorangehen“, denkt man neuerdings immer öfter schon mal bei sich.
    .
    Zum Glück sind in Deutschland ja immerhin die Sitzplätze in LKW weiter high-end, und nur die allgemeinen Bürostühle werden – zur Förderung der zukünftigen Spassbäderumsätze (wie das geneigte Volontariat, wie bekannt wohl überwiegend richtigerweise anzunehmen wusste – und uns dankenswerterweise mitzuteilen geruhte) – von Jahr zu Jahr immer elender.
    .
    Wahrscheinlich sollte man aber schon aus Gründe der sozialen Gerechtigkeit auch den TÜV-Rheinland und das Deutsche Institut für Normung in absehbarer Zeit Schritten nun so langsam endlich wieder auflösen (unsere Klugheit rät es uns am Ende: besser aber doch erstmal nur in kleinen, eben sicher unmerklichen Schritten). Was wollen wir auch noch damit? Wir haben schließlich alles, was möglich ist, längst erreicht. (Und es bloß höchstens nicht richtig gemerkt gehabt: All das aber unsere eigene Schuld.)

  56. Don Ferrando10. August 2010,...
    Don Ferrando10. August 2010, 22:14 @Berthold:
    oh ja das mit dem Tatoo – man sollte ganauer lesen oder mit Watzlawick den ich aber nicht für richtig halte…
    Aber Sie haben recht, das mit dem Tatoo ist wirklich gut. Andererseits ein bisschen Glamour – wollen wir alles NicoOne überlassen?

  57. anzugcase10. August 2010,...
    anzugcase10. August 2010, 21:34 @BertholdIV:
    Das ging jetzt ich die falsche Richtung. Meine Intention war die politishce Nutzbarmachung von bettgeschichten so ala Brand, Seehofer oder aktueller im Heimatlandkreis Amberg-Sulzbach bei dessen letzter Landratswahl der alte rote u.a. mit diesen Dingen abgeschossen wurde. Der neue schwarze Landrat, wie durch ein Wunder war dessen privatleben kein Thema.
    BTW: Ich lese wirklich gerade Homo Faber, bisschen zäh oder?

  58. Ein - wahrscheinlich...
    Ein – wahrscheinlich vorläufig – Letztes:
    .
    Es gibt nun mal nichts Neues unter der Sonne – außer derselben Dummheit. So könnte man argumentieren. Und Beispiele gäbe es dann zu hauf. Wir wählen mal folgendes:
    .
    Um die Jahrhundertwende (also 1900 zu 1901) gab es in London – so ist berichtet – jede Menge Bobbys. Bobbys – also Polizisten – mit Trillerpfeifen. Jede Menge Bobbys mit jede Menge Trillerpeifen also.
    .
    Und das Prinzip, welches dahuinter steht, ist ja simpel und allseits bekannt: Die Trillerpfeife ist das Komunikationsinstrument, Komma universell: Wenn an einer Stelle eine Gefahr auftritt, trilliert der eine Bobby dort – und viele Bobbys hören das und kommen schnell und helfend hinzugesprungen: Rapide Konzentration der Kräfte am Ort der Gefahr, und schnelle, gewaltsame Niederwerfung derselben durch Übermacht erfolgt sogleich sicher und zuverlässigst.
    .
    So war das also schon vor über hundert Jahren.
    .
    Und heute gilt das gleiche Prinzip, denn es gibt meist nichts wirklich Neues unter Sonne. Nur das die geneigten Beamten heute in der Fläche weiter auseinander sind. Größere Abstände zu überwinden haben. Dank Siemens, Opel, VW und BMW auch rechtzeitig dem nämlichen Prinzipe weiter folgendn rasch zur Stelle.
    .
    Der Unterschied zu früher ist nur der eine, bekannte: Die Trillerpfeife war billig. Und es konnte dementsprechend vielen Beamten Lohn und Brot geboten werden. Und sinnvolle Aufgabe.
    .
    Heute aber muss es wenige Beamte geben, weil der finazmässig verfügbare Aufwand ja an die genannten Firmen mit verteilt wird: Was GSM-Telefonie und PKW etc., etc. mehr kosten als die Trillerpfeifen, muss dann halt an der Anzahl der Beamtengehälter wieder reingespart werden. Logisch, nicht wahr?
    .
    Ja, es ist vorstellbar: Ein reichliche Anzahl von Beamten mit Trillerpfeife machte auch heute noch/heute wieder alles sicher/sicherer.
    .
    Zumindest die Westviertel würden sich dankbarst geborgen fühlen dieserart – bei sich selbst und ihrem Staat. Wenn Nachts der Bobby trillert. Und alles in Ordnung ist. In schönster Ordnung. So wie es sich gehört. Da drehte man sich behaglich um – oder kuckte mal kurz aus dem Fenster. Und ginge anderentags auf seiner Wache vorbei. Mal nachfragen. Und Dank sagen. Und eine Anerkennung hätte man auch dabei. … Ganz sicher.

  59. Das zarte Pflänzchen gleich...
    Das zarte Pflänzchen gleich wieder zertrampelt ein konservativer Tölpel war da unterwegs…

  60. Lasst doch die Leute ihre...
    Lasst doch die Leute ihre Lust- und Märchenschlösser bauen.
    Typisch deutsch, schon wieder alles besser zu wissen.
    Als ob es nicht genug Bauvorschriften gäbe.
    Wenn sich die Archies schon nicht über die Restauration des Berliner Schlosses einig werden, sollten Geschmacksfragen nicht auf dem Rücken seliger Häuslebauer ausgetragen werden.
    Jede Epoche hat ihre Musikrichtung, von der Literatur ganz zu schweigen. Da wird auch abgeguckt, was das Zeug hält (Axo…).

  61. In der Schweiz metastasiert...
    In der Schweiz metastasiert gerade sowas wie hier:
    http://www.bernetbau.ch/index.php/m=baustellen/id=3/par_referenz=1
    Das Prozedere dabei ist immer dasselbe: ein redlichen Einfamilienhaus mit ansehnlichem Grundstück wird den Besitzern/Erben von einem „Immobilienentwickler“ für teures Geld abgeschwatzt. Dann wird das alte Haus planiert, das ganze Grundstück mit dieser Glas- und Betonkrätze im Büro-Fabrikstil und dem rabiaten Charme einer Lawinenverbauung bis auf ein paar grüne Anstandsreste drumrum vollständig zugeschmettert und an mindestens sechs(!!) Käufer zu jeweils dem Preis verkauft, den man vorher für das ganze Haus gezahlt hatte.
    Alle Seiten machen ihren Schnitt: die Gemeinde, die jetzt sechs statt nur einen Steuerzahler hat und nichts neu erschließen musste, die Erben, die gut verkauft haben und auch diese höchst sonderbare Spezies von Käufern, die bereit sind, sich für die Plattenbauten von morgen für ein paar Jahrzehnte kräftig zu verschulden.
    Nur der ästhetisch noch unversehrte Besucher dieser Lokalitäten sollte in Zukunft besser von Sonnenbrille auf Schweißerbrille umstellen.

  62. Ich sehe bei den abgebildeten...
    Ich sehe bei den abgebildeten Neubauten vor allem ‚Wärmedämmverbundsystem und Verbrechen‘
    .
    http://www.kap-forum.de/programm/archiv/2010/02_februar_2010/index_ger.html
    .
    Glücklicherweise wird der Anblick bald durch 3 Meter hohe Thuja-Hecken abgemildert. Sobald Wildschweine das Begleitgrün umgepflügt haben oder die Hunde der Nachbarschaft beginnen, den Vorgarten zu ‚düngen‘, kommen Billig-Baumarkt-Zäune hinzu.
    .
    Die etwas niedrige Pfählung der beiden jungen Kugelrobinien? in Bild 5 erscheint mir nicht sehr herbststurmkompatibel (Knick-Knack).
    .
    @Reiterjunge
    „… Fortschritt gegenüber den kleinen, alten, feuchten Bauernhäusern in bayerischen Dörfern“
    Stattdessen zieht man dann in den Neubau auf die feuchte Wiese. Der Berg ruft, aber der Sturzbach kommt (mitten durch’s Wohnzimmer). Oder aber das ganze Neubaugebiet verwandelt sich in eine malerische Auenlandschaft. Einen Vorteil hat aber das fließende Wasser im Neubau gegenüber dem alten Bauernhaus. Man muss nicht mehr raus und durch den Schnee stapfen, um dringenden Geschäften nachzugehen. In Palladios Rotunda hingegen gab es weder Toiletten im Haus noch einen Donnerbalken draußen. Die erlesene Gesellschaft musste damals in den dortigen Garten sch3/$en.
    .
    Von den Schimmelproblemen wegen Superdämmung bei gleichzeitigem Fehlen eines Belüftungskonzeptes wollen wir aber lieber gar nicht erst reden.

  63. Ich denke, dass Lob hier...
    Ich denke, dass Lob hier durchaus erwünscht ist: Wunderbarer Beitrag! Vielen Dank!
    .
    „… Das Elend dieser Dörfer stirbt nicht, aber es ändert sich.“
    Großartig!!!

  64. Gern geschehen! Es freut doch...
    Gern geschehen! Es freut doch immer, wenn kunstgeschichtliche Betrachtungen gefallen.
    .
    Ægopodium, Wärmedämmung und ihre nicht wirklich gesicherten Vorteile wäre auch mal ein Therma, weil: Vom Prestigeobjekt zur Unsicherheit, ob man reingelegt wurde.

  65. Et in Arcadia ego? Ist...
    Et in Arcadia ego? Ist hoffentlich ironisch? Ich dachte, damit wäre eher eine von der Häßlichkeit der Welt unbeeinflußte, unbeschwerte Geisteshaltung gemeint. Und da waren Sie im letzten Sommer näher dran als in diesem, scheint mir. Sehr bedrückend, die Ironie.

  66. Das hintere Haus im Bild 5,...
    Das hintere Haus im Bild 5, was soll das sein? Eine Außenstelle des BND? Grauer Klotz mit Schießscharten, kein Dachüberstand. Gibt es Menschen die das schön finden? Oder ist es der Tresorraum der ortsansässigen Sparkasse?
    .
    Wahrscheinlich verschanzen sich unabhängige Finanzoptimierer in solchen Bunkern, wenn die Geschäfte mal nicht so gut laufen und aufgebrachtes Volk die Burg sturmreif schießen will.

  67. Im Kopf bin ich immer in...
    Im Kopf bin ich immer in Arkadien. Und wenn ich einmal nicht dort bin, ist über meinem Arbeitsplatz ein gemälde von Arkadien, das schaue ich dann an.

  68. Et in Arcadia ego? Ist...
    Et in Arcadia ego? Ist durchaus nicht ironisch. Ich hatte es aber anders gemeint, als es heute von den dilettanti missbraucht wird. Und schon die Alten setzten diese Worte in den Mund des Todes: „Ihr Lebenden, lebt ihr auch in Idyllen: Noch dort finde ich euch!“

  69. @DA -- hört sich gut an. Ich...
    @DA — hört sich gut an. Ich hab im Büro mehrere Variationen von Köhlers Schwein (Michael Sowa) hängen, die sorgen mitunter für mein seelisches Gleichgewicht, wenns hierherum zu deprimierend wird. Wie auch immer, danke für den Beitrag/Blog, obwohl ich mir jetzt wieder das Schwein angucken muß.

  70. @Goethe -- sicher richtig, ich...
    @Goethe — sicher richtig, ich habs aber auf Brideshead Revisited und Sebastian und Charles bezogen.

  71. da nämlich prangt es auf...
    da nämlich prangt es auf einem Totenkopf, und der erste Teil ist so überschrieben.

  72. Na, geht doch. Sogar bei...
    Na, geht doch. Sogar bei jüngeren Poeten aus der…Eckermann! wie… ah! Oberpfalz. Nun ja.
    Verehrte Ulri…äh sylvia: Marunde war schon Jahrhunderte früher viel besser. Für die Poeten des flachen Landes: http://www.mellifera.de/fix/images/files/marunde.jpg

  73. Der Klassizismus war die...
    Der Klassizismus war die Antwort der Aufklärung auf den Barock der katholischen Gegenreformation.
    Insofern sind die Bauten der fettgewordenen Jura-Bauern nur am Ende einer langen, traurigen und peinlichen Geschichte, die der Klassizismus seitdem hinter sich hat.
    Zunächst einmal wurde er zum Standardstil in all den Weltgegenden, die von der Aufklärung weitestmöglich entfernt sind. Der Klassiszismus war der heimliche Vorläufer des Bauhausstils, alles so schön vernünftig, eckig, praktisch und leer, genau so, dass es auch für Bahnhöfe, Kaufhäuser und Stalins U-Bahn-Stationen passte, in allen Proportionen und Variationen.
    .
    Die Geschichte des Klassizismus und der bürgerlichen Aufklärung verliefen also weitgehend parallel.

  74. "Im Kopf bin ich immer in...
    „Im Kopf bin ich immer in Arkadien. Und wenn ich einmal nicht dort bin, ist über meinem Arbeitsplatz ein Gemälde von Arkadien, das schaue ich dann an.“
    .
    Ich fasse es nicht, ich kenne einen Doppelgänger von ihm. Könnte glatt auch von dem sein der Satz.
    .
    Wir alle kennen sie wohl, die deutsche Seele up-to-date.
    .
    http://www.istitutomazzini.napoli.it/lingue/comenius/attivita/traccenapoli/grandtour_immagini/tischbein_goetheinderroemischencampagna.jpg
    .
    „Auch ich war in Arkadien geboren,… doch Thränen gab der kurze Lenz mir nur.“ … Jaja.
    .
    .
    „Versuch über Schiller Zum 150. Todestag des Dichters – seinem Andenken in Liebe gewidmet“ ist ein Essay … bei den Schiller-Feiern 1955 gehalten … . M’s Laudatio auf den Dichter Des Lieds von der Glocke setzt ein mit einer niederdrückenden Beschreibung der Beisetzung im Mai 1805 auf dem Jacobsfriedhof in Weimar und endet mit einer eindringlichen Klage. Die rohe, raffgierige Menschheit, durch zwei Weltkriege überhaupt nicht klug geworden, rüstet … auf.“
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Versuch_über_Schiller
    .
    .
    Da steh ich schon auf deiner Schauerbrüke,
    Ehrwürdge Geistermutter – Ewigkeit.
    Empfange meinen Vollmachtbrief zum Glüke,
    ich bring ihn unerbrochen dir zurücke,
    mein Lauf ist aus. Ich weiß von keiner Seligkeit. …
    .
    „Ich zahle dir in einem andern Leben,
    gib deine Jugend mir,
    Nichts kann ich dir als diese Weisung geben.“
    Ich nahm die Weisung auf das andre Leben,
    und meiner Jugend Freuden gab ich ihr. …
    .
    „„Die Schuldverschreibung lautet an die Todten,““
    hohnlächelte die Welt,
    „„Die Lügnerin, gedungen von Despoten
    hat für die Wahrheit Schatten dir geboten,
    du bist nicht mehr, wenn dieser Schein verfällt.““ …
    .
    „„Ein Lügenbild lebendiger Gestalten,
    die Mumie der Zeit
    vom Balsamgeist der Hofnung in den kalten
    Behausungen des Grabes hingehalten,
    das nennt dein Fieberwahn – Unsterblichkeit?““ …
    .
    „„Für Hoffnungen – Verwesung straft sie Lügen –
    gabst du gewiße Güter hin?
    Sechstausend Jahre hat der Tod geschwiegen,
    Kam je ein Leichnam aus der Gruft gestiegen? …
    .
    … : Die Lehre ist ewig wie die Welt. Wer glauben kann, entbehre.
    Die Weltgeschichte ist das Weltgericht.“
    .
    http://de.wikisource.org/wiki/Resignation Und gibts wie bekannt auch vom Lutz Görner eincigartig recitiert.
    .
    Jaja, auch ich war in Arkadien … .
    .
    Interessanterweise heisst dies Gedicht ja wie? „Resignation“ natürlich … .
    .
    „Passt doch, oder?“ würde manch einer evtl. denken.
    .
    Und Grüße

  75. Oh wie wahr und oh wie...
    Oh wie wahr und oh wie traurig, das Leben des Arkadiers:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=2oL_YfkR4DY

  76. @perfekt57: Eben! Sie haben es...
    @perfekt57: Eben! Sie haben es verstanden, junger Mensch. Ecki, gib ihm einen aus! Nein, vom Hauswein! Den guten spare für heute abend!

  77. Lieber Don,
    vielen Dank für...

    Lieber Don,
    vielen Dank für den (darf ich das so sagen?) wie üblich hübschen Artikel.
    Und zugleich mein Beileid für so treue „Fans“ wie perfekt!57.

  78. Danke Filou! Kenntnissreich...
    Danke Filou! Kenntnissreich und charmant wie immer!

  79. Das Thema Mittelrisalit und...
    Das Thema Mittelrisalit und Rücklagen ist zwar wirklich nichts neues, kann aber auch heute wieder viele sehr entzücken. Gerade weil die derzeitige Architektur-Epoche keine eigene, prägende Antwort auf das Thema Villa hat, ist es um so verständlicher, dass – wie die ganze Zeit vorher auch schon – wieder einmal historisiert wird…
    Gutes Beispiel:
    http://www.youtube.com/watch?v=t3NRvlvFL8I
    Aber was ist eigentlich eine Villa ?
    Was eine Villa ist, meint jeder zu wissen. Doch beim Nachschlagen des Stichworts „Villa“ erweist sich der Begriff als komplex: Worin unterscheidet sich eine Villa von einem Landhaus, und was ist eine Mietsetagenvilla?
    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt der Leser folgende Belehrung: „Villa, Landhaus. Die Villen der reichen Römer waren in der Kaiserzeit mit verschwenderischer Pracht ausgestattet, so die Villa des Pilinius…, und die großartige Villa des Kaisers hadrian zu Tivoli, von der ausgedehnte Ruinen vorhanden sind… Lag das Haus dicht vor dem Thore einer Stadt, so hieß sie Villa suburbana… die Italiener der neueren Zeit haben Name und Sache aus dem Alterthum beibehalten… Besonders zu erwähnen ist Paladios Rotonda bei Vincenza, welche schon im 17. Jahrh. Namentlich in England, ferner auch in Frankreich (Schloß Marly) und Holland nachgeahmt wurde und bis in das 19. Jahrh. Als Muster einer schönheitlich durchgebildeten Villa galt. Mit der im 18. Jahrhundert neu belebten Freude an der Natur kam auch der Villenbau auf, namentlich die kleineren toscan. Anlagen wurden studiert und als Vorbilder für moderne Villen behandelt. Die vor 1860 entstandenen Villen in Potsdam und Berlin suchten antike Form mit toscan. Unsymmetrie zu verbinden. Sempers Villa Rosa in Dresden bildete den Frührenaissancetypus der italienischen Villa für moderne Verhältnisse um. Seitdem haben alle größeren Städte ganze Villenstadtteile erhalten, und
    man versteht unter Villa ein nach einem einheitlichen künstlerischen Entwurf erbautes allseitig freiliegendes, für eine oder höchstens zwei Familien bestimmtes Landhaus von mittleren Größenverhältnissen nebst dazugehörigen kunstgärtnerischen Anlagen.“
    Dieser Bestimmung des Brockhaus von 1903 ist bis heute nur wenig hinzuzufügen. Wie in der Antike und in der Renaissance war der Begriff der Villa auch im 19. Jahrhundert mit der Vorstellung vom Leben auf dem Land verbunden. In einer Villa zu wohnen bedeutete, daß man nicht in einem Stadthaus lebte, dessen Nutzung sich viele Familien, oft unterschiedlicher sozialer Schichten teilten.
    Die Villa war im Jahrhundert nach der Französichen Revolution, dem Jahrundert des Bürgertums, eine wichtige Bauaufgabe. Sie repräsentierte denjenigen Haustyp, der dem Weltbild des wohlhabenden Bürgers am meisten entsprach. Anders als noch das barocke Bürgerhaus oder gar das Bauernhaus, in denen Wohnen und Arbeiten unter einem Dach geschahen, war die Villa ein privater Ort, aus dem die Erwerbswelt ausgeschlossen blieb. Doch die Villa war auch die Stätte der Selbstdarstellung des gesellschaftlichen Ranges, hier entfaltete sich eine am Adel orientierte Wohnkultur, die man sich etwas kosten ließ. Denn das Rennomieren und Repräsentieren gehörte zu den unabänderlichen Zwängen und unabweisbaren gesellschaftlichen Verpflichtungen, wollte man unter seinesgleichen bestehen. Insofern hatte die Villa durchaus eine Beziehung zur Berufswelt ihres Besitzers, denn die sorgfältige Plege des Gesellschaftslebens war eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren des sozialen und gesellschaftlichen Beziehungsgeflechts.

  80. ...von Bentheim-Burg: ihr...
    …von Bentheim-Burg: ihr Heimspiel! übernehmen Sie jetzt!

  81. Gerne geschehen, lieber...
    Gerne geschehen, lieber Perfekt57!. Gerne bin ich der Sonnenstrahl in der verschatteten Welt vollgestopfter deutscher Billy-Regale.
    .
    PS. Lassen Sie sich durch missmutige Kommentare zu Ihren Einlassungen nicht verdriessen. Die Welt ist bunt. Sollte sie jedenfalls sein.

  82. Werther Don,
    warum...

    Werther Don,
    warum konvertieren Sie nicht mit Ihrer entourage zum Bayernkurier? Da wären Sie viel besser aufgehoben und der überwiegende Teil Ihrer bloggisten entstammt allemal dessen dialektischem Dunstkreis. Als passionierter Radfahrer (nach unten treten, nach oben buckeln) wären Sie die Idealbesetzung.

  83. Schöner Wohnen mit Stilkunde...
    Schöner Wohnen mit Stilkunde gepaart mit Ästhetikkurs bei Herrn Don Alphonso, ja da schau her!
    Interssant wäre es, wie die Herrschaften, die hier Ihr Expertenwissen ausbreiten, selbsten so behaust sind? Bin fest davon überzeugt, dass da auch nicht die neueste Archi-Hit-Parade zu finden ist, viel schnuckeliger Altbau (gern als Jugendstil bezeichnet). Letztens galt noch das leere Loft mit einigen gschnackelten Accessoires & Hifi-Anlage als der Brüller des campigen Typen.
    Behauptung/steile These:
    Ein „Stil“ ist uns nach all den Avatgardismen & Revivals
    seit 1914 doch glattestens samt homogener Bildung & Familie & Glaube (transz.) bis auf weiteres abhanden gekommen. Gemütlicher Nihilismus allenthalben, gerade auch in der Avantgarde-Hütte.
    ..
    All die spitz- und flachgedachelten Volksreihenhäuser, Kunterbunt-Villen (2,50 m lichte Raumhöhe)oder postmodern hingegiebelten Scheunen werden so oder so eh bald verrotten. Beschleunigen lässe sich der Abbruch des übrigen Schunds samt gewerblichen Speckgürteln, hermetisch verglasten Büroödnissen indem man Deutschland lediglich um 0,50 m verrücken würde. All der Denkmalschutz wäre umsonst subventioniert, Ruinen schmücken & bilden ja auch s. Athen,-Rom,-Mexiko,-Ägyptentourismus. Plattenbauten gälten als das non-plus-ultra-Gipfle der Zivilisation.
    Danach würde es Ernst:
    1.Verbot von Developpern, SB-Markt-Betreibern, Bausparkassen, Großtankstellen, Fertighausherstellern, Bebauungsplanherstellern, Architektenkammern, Experten, Kommunalpolitikern gleich welcher Couleur etc……..
    2.Zukünftig nur noch: architecture without architects ;-)
    3. Pläne dürften nur noch per Hand gezeichnet werden, zwecks Vermeidung von globalisierter Vollsch…von Brest bis nach Shanghai, abgekupfertem Palladio, Fischer v. Erlach, Semper, Loos, Gropius, Cobusier, Kleihus, Normann Foster, Z. Hadid u. sonstiger Stars und Publikumslieblinge….
    Auffi gehts! Pack mas!

  84. an Herrn Prinzen zu...
    an Herrn Prinzen zu Arkadien,
    also ich bevorzuge immer noch den Bauhausstil. PK

  85. oha. Ich wusste gar nicht,...
    oha. Ich wusste gar nicht, dass es im Osten Nachholbedarf bei solchen Leistungen gibt.

  86. @Prinz von Arkadien: ja, Punkt...
    @Prinz von Arkadien: ja, Punkt 3, der hat was. Das Aussehen von Häusern würde sich sicher sehr ändern, wenn man mittels Zeichnung entwerfen würde.

  87. Das dritte Bild: auf dem...
    Das dritte Bild: auf dem Stadel rechts fehlen die Photovoltaik-Panele. Sind diese Schönheiten schon gestohlen oder was ist schiefgegangen?

  88. Mein offizielles "Coming Out":...
    Mein offizielles „Coming Out“: ich bin ein großer Liebhaber von beton brût – dem Material, sowie auch dem so bezeichneten Baustil. Genauso gefällt mir die feinere Variante im Stil von bspw. Tadao Ando. Beton ist einfach genial: modern, zeitlos, natürlich (wie Stein), gemütlich (z.B. mit Holzmaserung), höhlenartig, in alle Formen giessbar, herrlich.
    .
    Ich bin natürlich ausserdem für die meisten Formen moderner (und auch klassischer) Architekturstile zu haben. Denn jeder in sich geschlossene Stil von kundiger Hand stellt eine homogene Einheit dar. Trotzdem liebe ich auch die Fusion im Sinne einer direkten Koexistenz.
    .
    Ach ja, und ich wohne in einem sehr schönen ca. 100 Jahre alten Wohnhaus mitten in Schwabing – und auch dies gefällt mir ausserordentlich gut. Es kommt eben auf Originalität an, ohne dabei zu verkrampfen.
    .
    Don Alphonsos Beispiele sind ja sowiso keine Architektur sondern irgendein völlig vermurkster Allerweltsgeschmack (fehlt nur noch das blaue Dach und die Balustrade, wie in Berlin öfters gesehen).

  89. Man hat inzwischen verstanden,...
    Man hat inzwischen verstanden, warum wir – manchmal u. u. möglicherweise etwas unbürgerlich eindringlich – daherkamen: „Marcel Reich-Ranicki, FAZ und Thomas Mann“ – das könnte man in Summa auch als so etwas wie einen Markenartikel verstehen. Brand-character, „more than almost“ sozusagen. Wäre evtl. schade, wenn das unbesetzt wäre/bliebe. Könnte, wie auch immer, fortgesetzt werden. Und wenn man auch nur kurz drüber nachdächte, stächen sofort viele Mögklichkeiten ins Auge. Am Ende wäre es wie immer: Eine ergreifen, durchhalten. (Forschungsgegenstand sicher auch schon längst.)
    .
    (Um wirklich gar keinen Raum zu lassen: Unter keinen Umständen hat sich da irgendwas selbst ins Spiel gebracht. Unser Leben z. B. ist komplett. Und es gibt Fachleute.)

  90. anderl, der Anbau in Leipzig...
    anderl, der Anbau in Leipzig ist auf dem Bild schwierig zu werten. Er muss m.E. nicht schlecht sein.

  91. Und ja, immer wieder Leipzig...
    Und ja, immer wieder Leipzig neuerdings.
    .
    Wohl die alte immer junge Geschichte: „Ich bin ein Gefäß, welches auf seinem Weg mit Erfahrung angefüllt werden soll. Mehr nicht. Und auf dem Weg zu Weisheit und Erkenntnis habe ich voranschreitend vor allem nichts weiter zu verlieren, als immer mehr Vorurteile. Denn meine Vorurteile stehem weiterem Wachstum im Wege. Alles Unreine gehört aufgelöst. Durch sicheres Urteilen-können ersetzt. Werden ist Wahrheit und lLiebe“. Oder so.
    .
    Und auch die Betrachtung von Häusern, ihr sicheres Einschätzen-können, nebst aller Menschen dazu und auch alles in-Worte-fassen aller und von allem auch nur Mosaik auf voranschreitender Bahn. Weiter dem Ende zu wird Behausung immer weniger wichtig, am Ende völlig unwichtig. Hauptsache ich wohne in mir.

  92. Es wäre ausserdem mal wieder...
    Es wäre ausserdem mal wieder an der Zeit für eine jazzige Musikempfehlung. Mal etwas moderneres vom Trompeter Jukka Eskola, besonders reißt mich immer das Stück „Cadets“ mit, das ich mir heute Abend ca. 5x in Folge angehört habe:
    http://www.myspace.com/jukkaeskola

  93. Vielen Dank für diesen...
    Vielen Dank für diesen schönen Beitrag,! Er ist mir aus dem Herzen gesprochen. In meiner Jugend, als ich noch unter Architekturkundigen weilte, hat mich deren Palladio-Verehrung auch immer irritiert. Ich finde die bayrische Landschaft auch schöner als die Mittelrisalite, die irgendwelche Großkotze in sie reingepflanzt haben.

  94. Zeitlos? Da könnte man auch...
    Zeitlos? Da könnte man auch noch die Geschichte erzählen wie Albert Speer, möglicherweise war es während des Baus an der Reichskanzlei, auf einmal – also anscheind irgendwie blitzartig – etwas auffiel.
    .
    Und dann ging er länger damit schwanger, und schließlich traute er sich.
    .
    Und er schrieb eine Brief/“ein Memo“ an den Führer (und absehbaren Masssenmörder und späteren Komplicen, so muss man Angesichts der historischen Tatsachen sicher mindestens sagen) des Inhalts, dass
    .
    – der gegenwärtige Baustil für die neue Reichshauptstadt Germania sicher korrekt wäre und alles entsprechend voranginge (das Büro Speer war schon anfänglich Speers Tätigkeit für den NS-Staat in nur einem Jahr von null auf an die 70 Mitarbeiter angewachsen; Leute anheuern konnte er auch von Anfang an) er, Speer sich aber durchs Machen einer Sache klar geworden wäre:
    .
    – „Reichshauptstadt Germania für 1000 Jahre“, das war so nicht zu machen. Und „so“ war, wie er dem Führer vorsichtig in Erinnerung rief (wobei da gab es nichts zu rufen, aber vorsicht): Rote Ziegel zu Hundertausenden zu nehmen von den dutzendfach im Berliner Umland vorhandenen Zigeleien, damit zu bauen – und an so entstandene Ziegelbauten (am Ende auch á la Reichskanzlei) schlußendlich bloß von außen Mamor oder Granit „dranzupappen“ das wars nicht. So baute man nicht für 1000 Jahre.
    .
    – All so führte Speer weiter aus, wie überliefert ist, dass es ja schließlich Bedarf gäbe (z.B. für einen Führer wie A.H.) auch verantwortlich über die 1000 Jahre hinaus zu denken. Und da wäre dann – höchst vorsichtigerweise – eben ggfls. doch in Betracht zu ziehen, wie Berlin (Germania!) eben in vielleicht 2500 Jahren aussehen würden sollte. Eben wenn auch das längste 1000-jährige Reich der nachwelt einen schön-ruinösen Eindruck machen könnte.
    .
    – Worauf in der Führer kurz und bündig zurückschrieb: „Genau richtig mein lieber Speer. Sie bringen da einen wunden Punkt ins Spiel. Natürlich muss das voranschreitend zu erbauende Germania von einem bestimmten Punkt an ausschließlich aus Mamor und Granit massiv erbaut werden. Denn sonst macht es irgendwann als Ruine tatsächlich den falschen Eindruck. Und wir wollen schießlich ein Rom hinterlassen. Mindesten.“
    .
    .
    Weshalb festzuhalten bleibt, dass wir z.B. uns auch, eben in Kenntnis voranstehenden Zeilentauschs über Geschichte und steinern-ruinöse Tatsachen schon immer gefragt hatten, warum die anderen – welche ja sicher ebenfalls in Kenntnis der Geschichte – in den Neubauvierteln immer Poroton oder so etwas verwendeten, entstatt sich ihr Eigenheim – langsam aber sicher – Stein für Stein, Platte für Platte aus Italien oder Granitbrüchen kommen zu lassen. Eile mit Weile eben. Aber besser langsam und massiv.
    .
    Aber manche hatten gar nicht wirklich viel gelesen oder gar nicht oder gehört: Vielfach reden auch Leute untereinander viel, die einfach dumm sind. „Der eine ist dumm, und das sagt er jetzt dem anderen weiter“ – oder so dachten wir auch schon mal – und waren damit sicher nicht immer alleine. Oder es ist alles sowieso egal.
    .
    Wie gesagt: Mal wieder nur am Rande. Oder anders: Man kann also durchaus leicht ganzheitlich denken. (Wobei das alleine aber auch noch nicht der alleinige Garant für Erfolg ist, s. o..)

  95. Hallo Prince of arcadia:...
    Hallo Prince of arcadia: Früher musste man richtig viel Geld für Modellbaubedarf ausgeben!

  96. Uebrigens mawu, Sichtbeton,...
    Uebrigens mawu, Sichtbeton, meine Rede seit Leipzig/Einundleipzig: Sichtbeton finde ich auch schoen. Es gibt da ganz hervorragende Beispiele. Eins in Koeln, gegenueber einer romanischen Kirche. Da hat der Architekt mit den Zaehnen gefletscht. Ha!

  97. Gerade hebe ich den Blick...
    Gerade hebe ich den Blick ueber den Klapprechner und sehe gegenueber an der Wand ein sehr grosses Foto eines Westwallbunkers (60x60cm). Beton. Voller bunter Grafitti. Madame hasst das Bild. Ich liebe es. Beton brût. Man sollte ueber Beton nochmal nachdenken.

  98. @perfekt: ach, der Speersche...
    @perfekt: ach, der Speersche Travertin, ausgelatscht die Stufen des Finanzamts um die Ecke, und die Nische für die Hitlerbüste ist noch erhalten. Und die wabernden Kantinengerüche in diesen Gebäuden (an der Heerstraße gibts noch so eins) – oh je oh je. Zugutehalten kann man ihm die Aufstockung der Siegessäule, die dadurch sehr an Ästhetik gewonnen hat (wer will, mag Hoffnung darin entdecken: das aufgestockte 4. Teil ist ohne Kanonen) – vorher sah sie einfach nur peinlich aus, wenn man die Photos betrachtet -, und die Laternen an der Ost-West-Straße, die haben die richtige Größe für eine solche Straße (gerade heute habe ich sie zum Einkaufen wieder überquert). Aber auch das Olympiastadion bröselte gar schrecklich vor sich hin. Also, vor allem das übliche Huschihuschi und bißchen Schick drauf. Auf der anderen Seite das Betonverjuxen in Prora (man steht davor und faßt es nicht: eine Riesenbauruine) – man bekam es nichtmal abgerissen (die Russen gaben das Sprengen auf, nachdem sie einiges an Sprengstoff eingesetzt hatten). Karnickelställe, denen man allenfalls mit Diamantbohrern Löcher für Heizungsrohre verschaffen kann und vielleicht Durchgänge zwischen 3 Zimmern. Und das Erdgeschoß einfach nur zu als Sockel, statt mit Ladentüren für den Luftmatratzen- und Schirmverleih. Zum Klo Treppensteigen, gern mehrere Etagen. Man kann nur den Kopf schütteln. Beton brut in Tresorqualität – wenn irgendwo das Wort „Touristenbunker“ passt, dann hier, da wurde es anscheinend erfunden, wenn auch nie zum Leben erweckt.
    Aber so gehts halt, wenn sich Organisationen einer Diktatur wichtig machen müssen und zuviel Material haben.

    @DA: dochdoch, das Aufspüren des Palladianismus ist schon recht. Der Mittelrisalit ist seitdem nicht mehr wegzudenken. Und sie erklären das auch anhand des ersten Bildes sehr schön. Mehr bewegt mich aber der „Bunker“ auf Bild 5, solche Häuser, die die Kindern als archetypisch vorgegebene Form eines Häuschens haben, und gleichzeitig so abweisend kleine Fenster zur Straße, wie man sie sonst nur in den 1970ern gegenüber Autobahnen plante. Daß die in Bayern nun auch rumstehen. Ich hätte eher auf die Schweiz und BaWü getippt. Aber jedenfalls sind die kompromißlos 2010er-Architektur, denn wir haben zur Zeit einen grausligen Eckenstil, der schon in den späten 80ern aufkam, nun aber zur Wuchtigkeit aufgefahren ist, mit Gegenständen, die Menschen zerquetschen können wie eine Straßenwalze. Feindlich, abweisend, ungemütlich, man kann die Tische nicht verrücken. — Ha, jetzt hab ichs endlich, Borngräber hieß der Designer, der bereits verstorben ist und diesen Eckenkram aufbrachte, dem man ansieht, daß er mit einem allzuprimitiven Computerprogramm gezeichnet wurde.

  99. Puh...ich habe irgendwie den...
    Puh…ich habe irgendwie den Faden verloren. Weswegen ist jetzt Sichtbeton noch mal toll und Mittelrisadingsbums doof?
    .
    mawu, 5 mal in Folge könnte ich mir nur M. Davis anhören. Aber der Finne gibt sich Mühe. Nicht schlecht.
    .
    Mitternacht. Wer träumt schon von Villen, wenn er ein Schloß haben kann?
    http://www.youtube.com/watch?v=pkhCd5pk4lc

  100. Was alles Palladio sein soll....
    Was alles Palladio sein soll. Lese gerade das wunderbare Reisebuch Italien II aus dem Rotbuch Verlag. Villa heisst Landwirtschaft.

  101. <<
    Man sollte ueber Beton...

    < < Man sollte ueber Beton nochmal nachdenken. >>
    Der erste Film von Godard, also irgendwo in Savoyen.

  102. Vielen Dank für die...
    Vielen Dank für die wunderbare Architekturkritik! Ich habe auch schon eine kleine Fotosammlung von modernen Villenfassaden im Würmtal zusammen, die sich in der Fensterordnung an Renaissancepalais à la Farnese versuchen. Das wirkt dann besonders schön bei Häusern mit gerade einmal drei Fensterachsen, die in den doch ziemlich engen Vorstadtstraßen auf grundstückteilungsbedingten Handtuchgärten gebaut werden.

  103. Ich glaub ich hab zu viel Cola...
    Ich glaub ich hab zu viel Cola getrunken und mein Nahpunkt hat sich verschoben: Arkadien in Hameln? Schopi:“ …dabei halts der Teufel aus!“
    Und die Stadtplaner erst! Übergeordnete Absichten und Ansichten, das seirige Geschwafel über Kautzsch, Pinder, Burckhardt, Worringer, Gurlitt etcpapperlapapp. Homogenes Bauen! Sportlertatoos> durchgehechelte Wissensbestände, abgehuschte Künste.
    Raubritter und Plünderer stellen sich hin und faseln was von Bildung, Kultur und urbanen Landschaften. Ah, Rotterdam ist nicht Berlin. Soso. Nein, natürlich auch Quatsch: ironisch gebrochen gezeichnete Schweine als Stimmungsaufheller. Was geht denn noch? Beschwichtigungen, Ball flach halten und RoskildeJazz hören? Nö. Ist auch nur eine Parkuhr. perfekt!57, ja die Dummheit, wenn die erstmal ganzheitlich über den Tellerrand blickt, mach ich mir ne Bleistiftzeichnung. Egal ist nur der Schnaps aus Bullerbü und keine Nacht in Sils-Maria.

  104. Es ist hier unmoeglich Fotos...
    Es ist hier unmoeglich Fotos einzustellen (mit Recht), aber in diesem Fall (Westwallbunker), hach, wuerde ich es gerne tun. Diese Dinger haben je nach Sichtweise eine ganz eigene Esthétique. So, wie wir heute staunend vor den Fortifikationen vergangener Jahrhunderte stehen…
    .
    (Das Bild ist uebrigens eine meiner vielen Fehlinvestitionen in moderne Kunst. Man darf niemals nach seinem eigenen Geschmack gehen. Jedenfalls nicht nach meinem.)
    .
    Beton hat formale Moeglichkeiten. Es muss nicht unbedingt die „Schwangere Auster“ in Berlin sein. Na gut, damals war es eine Sensation.

  105. Man kann ja verlinken....
    Man kann ja verlinken.

  106. Ja Filou, der Sichtbeton hat...
    Ja Filou, der Sichtbeton hat plastische Möglichkeiten und ist ein ehrenwertes Baumaterial. Und die schwangere Auster war doch ein kühner Entwurf und -zumindest- eine ingenieutechnische Pionierleistung. Was der Sichtbeton aber braucht, ist hervorragendes Bauhandwerk, dies insbesondere wegen der Schalungen. Dieses Können ist in D durch die Industrialisierung des Bauen so gut wie inexistent (zumindest nicht exponiert sichtbar). Auch in der Schweiz, die eine intaktere Handwerkerkultur besitzt, beschäftigen die wenigen bis sehr wenigen Firmen, die einen Spitzen-Sichtbeton hinkriegen, fast ausschliesslich Bauhandwerker aus Italien.

  107. muscat - Miles Davis ist...
    muscat – Miles Davis ist natürlich über so manches erhaben, ganz speziell stehe ich dabei übrigens auf seine elektronische Phase…
    .
    Filou – Man sollte überhaupt nur kaufen, was einem gefällt. Sofern man es nicht einfach selbst macht.

  108. Sichtbeton??? SICHTBETON???...
    Sichtbeton??? SICHTBETON??? *schüttel*
    die Herrschaften die Sichtbeton toll finden wissen aber schon, dass Beton ein poröses Material ist? Das auf Dauer unweigerlich gewissen Korrosionserscheinungen unterliegt? Und total schnell gammelig aussieht wenn mans nicht jedes Jahr gut reinigt? (Erinnern wir uns mal an das Debakel der Versiegelung der Stelen des Holocaust-Mahnmals).
    Näää, da nehme ich aber viel lieber das spießige Reihenhaus mit Vordach.

  109. filou: bitte verlinken -...
    filou: bitte verlinken – hätt‘ ich gerne für meine Sammlung. Danke!

  110. Rosinante, der Erweiterungsbau...
    Rosinante, der Erweiterungsbau zur Nationalbibliothek wird auch nicht besser, wenn man -wie ich gestern- direkt davor steht. Als hätte man einen Teil aus der Allianz Arena herausgegriffen und ihn dort hin gesetzt.

  111. ...
    @BertholdIV…….
    ……puh!!!……der Stihl……?!?!

  112. ..woran es liegt, weiss ich...
    ..woran es liegt, weiss ich nicht, aber die architektonische Geschmacksfrage bewegt sich bei mir auch nur noch auf dem Niveau> Hirschgeweih? ja oder nein: man ist an einem Punkt angelangt, an dem man der etablierten Geschmacklosigkeit ins Auge schauen muss, sonst wird man einsam, arbeitslos und/oder seltsam>Eremitage!
    So ein subtrop.- orientiert gestaltetes Eigenheim begegnet mir bewusst sooft, wie ein
    asiatischer Kleinwagen in Gran Tourismo- Rennversion/ lachsfarben..
    Gleich ist´s vorbei, oder `dauert´s noch lang?´…
    und wenn man in der süddeutschen liesst: `was wir alle nicht mehr sehen wollen`..(..betrunkene Amy Winehouse..kletternde Nikoläuse)..u.a..
    .hat man Pech ,so erscheint man zuletzt selbst im Penetrations-`Spiegel`.
    …es fehlt ein funktionstüchtiger Ekelfilter..
    ..meine nach Funktionalität und Spass ausgewählten RR_Trikots gehn´ mir langsam selbst auf die Nerven.., zur letzten Herbst initierten Steinpilzsuchfahrt erschien ich in
    abgewetzter, beigefarbener Cordhose und mit Uralt-Mountainbike zur Überraschung anderer….(..)
    …als ich vor Jahren nach einer langen, eher ruhig-durchlebten, ökonom. Phase eine grössere Investition in Sachen Radeln vornehmen wollte, war die Frage, die mich am meisten beschäftigte : passt das eigentlich zu mir??…Campa- Rec. Ausstattung(antik.) und Shamal-Aero-Felge schlauchlos….etc.
    das Ganze hielt drei Wochen…und danach war ich mit meiner schwarzen Mavic–`normaldesigned.`..8 Jahre glücklich>harmonisches Erscheinungsbild, akzentuiert, aber ohne Aufdringlichkeiten. ..zuverlässig und nie langweilig….
    ..die letzten Sätze gehören eher in eine Radsportfachzeitschrift….sehen Sie …..da geht´s schon los..

  113. Beton Brut? Also, ich weiß...
    Beton Brut? Also, ich weiß nicht …
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sainte-Marie_de_la_Tourette
    .
    Vielleicht kann man es ja so sagen: Stil ist immer eine Frage des Zusammenhangs. Auch bei Gebäuden. Sichtbeton in Shanghai-Innenstadt, was sonst? Aber in Frankfurt reißen sie gerade erfreulicherweise das technische Rathaus ab, einen Betonklotz in der ehemaligen Altstadt, der war nicht progressiv oder sonstwas, sondern in dieser Umgebung einfach nur dämlich.

  114. Ich sage es mal so: Natürlich...
    Ich sage es mal so: Natürlich ist ein Colnago Oval Master keine rationale Kaufentscheidung. Es ist kindisch. Genau deshalb macht man es ja auch. Weil es das Rad ist, das man als Kind unbedingt haben wollte, und sich als junger Mensch nicht leisten konnte. Andere sind schneller? Egal. Man sitzt auf einem Colnago Oval Master.

  115. Im Grunde waren doch alle Ihre...
    Im Grunde waren doch alle Ihre Erwerbungen, die Sie in den Blogs vorgestellt haben, keine rationale Entscheidung!

  116. So? Welches ist denn schneller...
    So? Welches ist denn schneller als ein Colnago Oval Master?

  117. Ich gleube ja, dass rationales...
    Ich gleube ja, dass rationales Denken schlecht für die Gesundheit, den Teint und besonders für das Verfassen einesunterhaltsamen Blogs ist.
    .
    Dadelfreund, ein Votec R-1 Light mit Rolf Vector Pro, Mektronic, Syntace, Heylight und inzwischen 7,6 Kilo Gewicht:
    .
    http://rebellmarkt.blogger.de/static/antville/rebellmarkt/images/vot1gr.jpg

  118. Das ist der Markt von...
    Das ist der Markt von Altenburg:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/46/Altenburg_-_market_2_(aka).jpg
    Dort will man einige still vor sich hin gammelnde Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert und ein Barockgebäude aus dem 18. Jahrhundert abreißen. An ihrer Stelle soll ein Komplex mit Geweberäumen, Wohnungen und einem Supermarkt entstehen. Mal gespannt, wie das aussehen wird.

  119. uellen, schütteln Sie sich...
    uellen, schütteln Sie sich ruhig beim Wort Sichtbeton. Dies tue ich meistens auch. Allerdings verlangt der Baustoff eine hochprofessionelle Anwendung. Und diese ist eben selten. Aber schauen Sie sich ‚mal die Bauten von Schattner in Eichtätt, insbesondere jedoch den Vitra-Pavillon von Tadao Ando in Weil am Rhein an. Diese Qualität müssen Wände schon haben, wenn man und frau darin arbeiten und/oder leben sollen.

  120. Anderl, bei uns soll...
    Anderl, bei uns soll demnächst eine alte Brauerei (Denkmalschutz natürlich) zum Einkaufszentrum „umgebaut“ werden…

  121. anderl, aus dem von Ihnen...
    anderl, aus dem von Ihnen verlinkten Bild wird mir nicht ersichtlich, warum der Anbau der Deutschen Bücherei in Leipzig (so hiess das Institut 1986, als ich dort ein paar Tage lang arbeitete) der Allianz-Arena in München ähneln soll. Mir fallen als spontane Referenzen nur Bauten von Jean Nouvel im Paris und Zaha Hadid in Kopenhagen oder Göteborg ein.

  122. @ Prinz von Arkadien
    mit Ihren...

    @ Prinz von Arkadien
    mit Ihren vorschlägen wäre es auch möglich, daß sich derzeit ’strukturschwache‘ gegenden wieder wirtschaftlich erholten. denn die deutschen bau- und gewerbevorschriften haben sich über einen langen zeitraum und mit dem wohlstand mit entwickelt, sodaß sie für besagte wirtschaftlich schwache gebiete zum investitions- und entwicklungshindernis werden, ganz einfach deshalb, weil der finanzielle hintergrund für die erfüllung von gesetzen und vorschriften fehlt, die ganz einfach für eine andere wirtschaftliche situation geschaffen wurden.

    dann entstünde auch wieder die situation, daß regionale baustile erkennen lassen, in welchem teil deutschlands man sich befindet und in der regionale baustoffe verwendet werden, statt dieselben von einem einzigen monopolhersteller mit einer belegschaft von 40 leuten anfertigen zu lassen und mittels lkw durch ganz europa zu karren, während andere mit atomkraftwerken gegen die umweltverschmutzung ankämpfen wollen und zwanzig- bis demnächst siebzigjährige verzweifelt um eine anstellung bei je einem der jeweils noch vorhandenen monopolisten betteln müssen, die zur versorgung der binnen- und weltmarktnachfrage gerade noch vonnöten sind.

  123. Dadelfreund oder Radelfreund?...
    Dadelfreund oder Radelfreund? Wie auch immer.
    Das hier ist schneller:
    http://www.historischefahrraeder.de/files/kompromiertes_bild.jpg
    Wie heißt es so schön: Liebe geht durch die Waden.

  124. Don Alphonso, Ihr Geschmack...
    Don Alphonso, Ihr Geschmack scheint reicht teuer.
    anderl, es wird ziemlich scheußlich werden. Aber seit wann haben „Investoren“ kein Recht, an der Zerstörung von Allgemeingut zu verdienen?

  125. @Giannozzo: bei Ste. Marie...
    @Giannozzo: bei Ste. Marie scheint sich der Architekt viel gedacht zu haben, speziell bei der Lichtführung. Würd ich durchaus gern mal sehen. Es ist halt ein anatolisches Pfahlbauhaus, vom Typus her. Was ich bei Beton immer ziemlich trist finde, ist die Verwitterung. Bruchsteine wie bei einem Tessiner Rustico oder wie im bulgarischen Etra sehen, wie ich finde, landschaftlicher aus, wenn sie zuwachsen oder verwittern. Bei Beton bekomme ich da dann oft das Gefühl von gewollt aber nicht gekonnt. Wär auch mal ein eigenes Thema, Gebäude die auch ziemlich ungepflegt noch gut oder freundlich aussehen. Das Bild von Trastevere war dabei schonmal ein Anfang; mit den alten Häusern in Italien hat man einige Erfahrung, wie lange man notfalls mit Reparaturen warten kann. In Portugal auch, aber dort ist jetzt wohl vielerorts der Punkt erreicht, wo starke Reparaturen nötig werden (Artikel mit „se vende“ in Lissabon), und die Hausbesitzer das Geld dafür nicht haben (recht DDRig, wenn die Leute in die Neubauten am Stadtrand flüchten). Und mit den Häuser des 20. Jhdts sollten inzwischen auch schon erste Erfahrungen in dieser Hinsicht vorliegen.

    @perfekt: ja, die immer flüchtigeren Logistikgebäude – mir ist auch schon seit Jahren aufgefallen, daß die Hallen immer leichter werden, ob Bayern oder Schweiz oder Polen, allüberall stehen irgendwo solche Alukästen in der Landschaft, die der nächste Sturm wegwehen würde. Ich denke, es liegt an der Fluktuation bzw. dem wirtschaftlichen Umbruch, wodurch sich die Besiedlung neu sortiert und kaum einer sich darauf festlegen will, an dem gleichen Ort 30 Jahre oder gleich für Generationen zu bleiben. Wer Stein auf Stein anschleppt und ein Haus draus baut, denkt langfristig in kleinen Zuwächsen, aber der Eindruck der meisten zur Zeit ist kurzfristig mit kurzer, aber extrem starker Reichweite.

  126. Dadelfreund, mitnichten, der...
    Dadelfreund, mitnichten, der Preisverfall wenig genutzter Preziosen im Münchner Süden ist nur als „enorm“ zu bezeichnen.

  127. @DA/anderl: Also Brauerei...
    @DA/anderl: Also Brauerei o.ä. zu Einkaufszentrum ist doch quasi seit 20 Jahren erprobt, siehe alte Bolle-Meierei in Moabit. Der Link zum Altenburg-Bild geht leider nicht (404), aber „Abreißen“ klingt nicht gut. Briten und Holländer schaffen es doch auch, in alten Häusern neue Geschäfte zu haben. Manchmal durch Zusammenlegung etc., aber jedenfalls bleiben Optik und Eingänge erhalten.

  128. Also, der Mittelrisalit ist...
    Also, der Mittelrisalit ist bei einem Haus von annähernd Schuhkartongröße ein Witz. Der Mittelrisalit ist im Prinzip ein gängiger architektonischer Kunstgriff, um große Baumassen zu gliedern, zumal die Symmetrie als göttliches Ordnungsprinzip früh in der herrschaftlichen Baukunst Eingang fand. Lediglich die Burgen des Mittelalters und überwiegend die Bauten des Jugendstils haben dem symmetrischen Bauprinzip widersprochen.
    .
    Im übrigen ist unter dem Stichwort „Baumoden“ vielleicht noch interessant, daß Ende 18./Anfang 19. Jahrhundert zahllose Fürsten ihre Barockbauten modernisieren ließen. Sie werden heute als rein klassizistische Bauten erlebt, ob die wesentliche Bausubstanz aus dem Barock stammt. Auch Schinkel hat solche Aufträge übernommen, gelegentlich hat er allerdings auch gothisierend modernisiert, zum Beispiel Schloß Ehrenburg in Coburg.
    .
    Zur traditionellen Bauweise im Jura (siehe Link) wäre anzumerken, daß die archaisch wirkende Bauweise mit Mauern aus Bruchstein und relativ flachen Dächern, die mit bis zu sieben Lagen aus dünnen Kalkplatten eingedeckt waren, in den meisten Fällen später bis zur Unkenntlichkeit modernisiert wurden.
    .
    Die niedlichen Häuschen, die Don allenthalben entdeckt hat und die nicht nur in seiner engeren Heimat überall aus dem Boden schossen, würde ich aber trotz italienischer Anklänge nicht mit dem Namen Palladio verbinden. – Ich würde es Florida-Style nennen…

  129. muscat, Sie finden jeden...
    muscat, Sie finden jeden Tippfehler! Ich dagegen übe noch… und bleibe nun Dadelfreund, auch wenn das was anderes meint, eher Daumen statt Waden wohl.
    Don Alphonso, das kenne ich von ebay: „Fahrrad frisch gekauft, dann aber erkrankt/Hobby gewechselt/Surfschule auf den Seychellen geerbt…“ Ob das immer so stimmt? *Misstrau*

  130. specialmarke, ist das Bild...
    specialmarke, ist das Bild bearbeitet oder ist das hässliche Haus hinterm Jurahaus abgerissen worden? Dann wäre es wirklich eine gute Restaurierung…

  131. Nachtrag: Die "Mensa Gymnasium...
    Nachtrag: Die „Mensa Gymnasium Parsberg“ (Ihr Link, specialmarke) ist das grauslichste, was hier bislang gezeigt wurde.

  132. Beide Vorbesitzer wurden wohl...
    Beide Vorbesitzer wurden wohl für solche Geräte etwas zu alt (70+), und stiegen auf MTB um, der eine auf ein 9000 Euro teures und unter 10 Kilo schweres, vollgefedertes Scott, von dem ich gar nicht wusste, dass es in Deutschland erhältlich ist, der andere auf ein Litespeed.

  133. @specialmarke: danke für den...
    @specialmarke: danke für den Link. Ich muß sagen, unrenoviert sah es außen viel besser aus. Diese blöden Querstreifen und Umrandungen wirken doch sehr störend. Und das Dach war vorher ein erkennbares Steindach, nun ist es so ein wischiwaschi.
    Florida-Stil, hm, paßt auch nicht so recht, es scheint mir eher ein international verbreiteter Hausbauunternehmer-Katalogstil zu sein. Was ich in Peenemünde gesehen habe (blaue Dächer. Nicht nur dort.), was hier so aufkommt und was Frau Bergmann für den Blog vom Nil photographiert hat, sind alles so vage Adaptionen von früheren Regionalstilen, in Billigausführung. Nun ja, in Preußisch-Arkadien (Potsdam und Umgegend) hat man ja auch schon „toskanische Villen“ nachgemacht.

  134. an sich ist das ja gar kein...
    an sich ist das ja gar kein risalit… eher ein balkon mit einer überdachung. welche statisch dadurch interessant ist, daß die traufpfetten gestützt werden und die gleich dimensionierte firstpfette nicht. also sind die beiden ’säulen‘ reines ornament. bei palladio sind säulen noch einzusehen, weil ‚renaissance‘, obwohl auch zu dieser zeit für unseren kulturkreis die symbolik der zuerst ägyptischen, später griechischen und dann römischen säulen nicht nachvollziehbar ist. hier jedoch erhalten wir wieder die bestätigung von spenglers these, daß mit fortschreitender zivilisation das ornament seine ursprüngliche bedeutung verliert, beliebig wird und bestandteil des kunstgewerbes (welches nicht mit kunst zu verwechseln ist). was sich auch darin zeigt, daß die bauten keine bestimmte ’schule‘ oder einen ’stil‘ aufweisen. es sind anhäufungen und abwandlungen von ornamenten, die mal bestimmte kulturelle epochen gekennzeichnet haben. und deren ende und fehlen umso deutlicher machen.

  135. ..@Sonnenuntergang..eine sehr...
    ..@Sonnenuntergang..eine sehr ähnliche Scenerie habe ich in der Nähe von Mirabella fotografiert. Während der Nachsuche in Fotolib. entdeckte ich noch andere `Radfahrankunftidyllen`; aus diesem Grund alleine lohnt sich das `Wandern` im `blog`..
    ..Architektur ist dort unten gar nicht so wichtig, ..Bauernhöfe, Vor und südl. Kleinstadtbauweise, Geschäftshäuschen..
    und auf dem zugigen Hügelkamm> Windkraft,– fast zu viel..W..
    >Radfahren: „Abendliche Ankunft“

  136. @Dadelfreund, colorcraze:...
    @Dadelfreund, colorcraze: Also, der Link zu diesem totrestaurierten Jurahaus sollte ein abschreckendes Beispiel sein. Ursprünglich hatten diese Häuser keinen Putz.Sie bestanden aus Bruchsteinen, lediglich die Fensterleibungen und die Ecksteine waren behauen. Oft wurde auch ein Fachwerkteil auf das massive Untergeschoß aufgesetzt, vermutlich aber häufig erst bei einer späteren Erweiterung. Bessere Gebäude waren zumeist bereits in ihrer Entstehungszeit verputzt worden, viele andere wurden in einer späteren Phase verputzt, nicht nur aus Gründen des Zeitgeschmacks, sondern auch wegen größeren Bedürfnisse nach besserer Feuchtigkeits- und Wärmedämmung. Alte Putze sind oft noch bucklig, aber heutzutage wird bei der Sanierung meist die Möglichkeit genutzt, unter den Putz noch eine moderne Wärmedämmung zu bringen. Da bleibt keine Spuren mehr vom Alten. Ich habe hunderte von Jurahaus-Bildern ansehen müssen, um wenigstens eines zu finden, das den ursprünglichen Baustil noch vermittelt und sogar restauriert ist (siehe Link).
    .
    Ich kenne von einem Dorf hier in Oberfranken sehr frühe Fotos, die belegen, daß es sich bei den alten Bauernhäusern ursprünglich um klassische Fachwerkhäuser gehandelt hat. Dann drang der Schieferhandel aus Thüringen bis dorthin durch; da wurden die meisten Häuser überschiefert. Da der Schiefer auch nicht ewig hält, setzte sich der Kunstharzputz durch. – Vom Vorhandensein regionaler Baustile kann man in vielen Gegenden nur noch träumen.

  137. <p>Sonnenuntergang mit Radl...
    Sonnenuntergang mit Radl hätte ich auch noch:
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  138. @Dadelfreund (12:35): Die...
    @Dadelfreund (12:35): Die Bilder der Mensa des Gymnasiums Parsberg habe ich erst jetzt gesehen. Ihren Abscheu kann ich verstehen. Der Architekt ist halt ein Allrounder…

  139. Rosinante, die Umbenennung der...
    Rosinante, die Umbenennung der Deutschen Bücherei in „Nationalbibliothek“ erfolgte 2006. „Allianz-Arena“ war halt meine erste Assoziation für diesen Anbau.
    http://www.fotos-hochladen.net/img6038vkbrsoz9.jpg

  140. Es gibt so viele Dichter auf...
    Es gibt so viele Dichter auf der Welt. Manche kommen sogar aus Alaska wie Sarah Palin
    .
    Kürzlich hat sie, wie relativ allgemein beachtet wurde, mal wieder ein Wort neu geschaffen. (Und ware nicht das erste Mal.)
    .
    „refudiate“ aus to refute (widerlegen) und to repudiate (ablehnen).
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    http://www.guardian.co.uk/news/blog/2010/jul/19/sarah-palin-refudiate-new-word
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    Mittelrisalite sind wahrscheinlich in Alaska eher selten. Aber wortgewaltig kann man deswegen trotzdem sein. „Nicht alle Kandidaten wollen jedoch mit den teils dadistischen Sinnsprüchen assoziert werden, mit denen sie ihr Publikum verblüfft …“, schreibt die FTD von heute.
    .
    Ich höre sie schon vor dem Deutschen Bundestag ihre Antrittsrede halten. 2012, wenn Amerika weiterhin erst ca. 14.000 Milliarden Dollar Schulden hat. Und am Ende von zwei Amtszeiten Palin könnten es dann 30.000 Milliarden Dollar sein. (Und beim Geld hört der Spaß bekanntlich auf, heißt das natürlich auch.)
    .
    Die Bessere Gesellchaft sollte die Zeit bis dahin auch weiter nutzen, gepflegt abseits zu stehen, viel Rad zu fahren und ihren Weltausschnitt glücklich zu betrachten, denn an den großen Weltläufen kann und soll man sowieso nicht versuchen viel mitzugestalten. Besser man hält sich an seinen Winkel und verkauft weiter seine Brötchen. Hortet ein wenig Besitztümer und richtet sich richtigerweise behaglich ein:
    .
    „Behaglich“ ist ja bekanntlich auch so ein richtiges Goethe-Wort. „Das „Jahrmarktsfest zu Plundersweilen“ das ist gerade so ein schönes Stück Deutsche Literatur, dann kann man mit Behagen stundenlang zuhören, wenn vorgelesen wird. Eben weil Tonfall und alles so einen breit-behaglichen Genuß und Sicherheit verströmen, dass man sich gerne mittragen läßt vom Fluß der Erzählung.
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    Z. B. „… arbeitete Goethe „mit freundlicher Behaglichkeit“ an …“ ziemlich weit unten, usw., usf.. http://books.google.de/books?id=qeBg8ySU7CYC&pg=PA327&lpg=PA327&dq=goethe+behaglich&source=bl&ots=kZll73Pm7b&sig=RxLgLX6mC2EvVsxdV2byysnXxms&hl=de&ei=IuRjTNOfOJDQjAe0-uS8CQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=9&ved=0CDQQ6AEwCDgK#v=onepage&q=goethe%20behaglich&f=false
    .
    Wobei er durchaus beide Seiten der Behaglichkeit kannte: „Man muß das Wahre immer wiederholen,weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.“ (Goethe zu Eckermann) –
    .
    Zum Glück ist das ja wohl heute ncht mehr ganz so. Und Goethe hat sich selbst nie dran gehalten. Gerade die letzten Lebensjahrzehnte keine Zeitung mehr gelesen, sich den Stil nicht zu verderben und nicht die unaufgewühlte Stimmung der Seele.

  141. Wieso haben die 70+ er so neue...
    Wieso haben die 70+ er so neue Räder? Mit 65 gekauft und dann schnell ersetzt? Na, wenns hilft…
    .
    Die Steinsichtigkeit der Jurahäuser kann etwas Putz ganz gut vertragen. Ohne sehen die so rustikal aus wie ein Doppelhaus-Kamin in Filderstadt.

  142. anderl, danke....
    anderl, danke.

  143. lieber Don, pferd weiss kaum,...
    lieber Don, pferd weiss kaum, was es schöner finden soll: das Radl, den Sonnenuntergang oder Ihr Photo (dies ist wirklich ironiefrei).

  144. Den Sonnenuntergang, daneben...
    Den Sonnenuntergang, daneben ist alles andere klein.

  145. mawu (12. August 2010, 08:49),...
    mawu (12. August 2010, 08:49), Touchée!

  146. Rosinante, Zaha Hadid war auch...
    Rosinante, Zaha Hadid war auch einige Tage (mit ihren „jungen Leuten“) in Wolfsburg und hat rasante Betonkurven hingelegt. Wobei sie selbst ja eher behäbig und matronenschwer dahercharmiert.
    http://www.phaeno.de/

  147. @ferry: In den 1980ern sah ich...
    @ferry: In den 1980ern sah ich Zaha Hadid mal auf einem Designkongreß in Berlin. Ich war platt: offenbar hatten die Sumerer mit den großen Augen, großen Nasen und großen Mündern sich selbst porträtiert, und das war gar kein „Stil“. Die Leute sahen einfach wirklich so aus!!

    @perfekt: Tatsächlich, das Capitol in Alaska hat keinen Mittelrisalit und keinen Kuppelturm, nur einen Säulenvorbau.

    @specialmarke: vielen Dank für das Bild, das ist sehr anschaulich, wie _anders_ diese Häuser ursprünglich aussehen. Mit den Bruchsteinen und den ummauerten Fenstern sieht das recht lebhaft aus. Wenn man es einfach nur verputzt und die Fensterummauerung nicht frei läßt als Betonung, sieht es ziemlich hilflos aus, wegen der oberen kleinen Fenster.

    Das mit dem Schiefer ist interessant, wissen Sie, wann das etwa war, als die Thüringer ihren Schiefer exportierten? Und zum An-die-Wand-Nageln oder fürs Dach? Im Schwarzwald gab es so etwa in den 1960ern nämlich die Eternitplattenseuche. Ob Holz, ob Stein, es wurde mit Eternitplättchen benagelt und abgedeckt. Zum Glück hielten die nicht ewig, so spätestens um 2000 hab ich keine mehr gesehen. Aber Kunstharzputz auf Fachwerk, äh bähbähbäh!! Was für eine Sauerei! „Wärmeschutz“ dito.

    Aber jetzt wird sowieso erstmal eine Runde Kultur kaputtgemacht. Weinanbau (3000 Jahre und mehr Tradition) wird durch einen Kindergärtner aus Zypern ruiniert, und die alten Häuser ruinieren wir mit „Wärmeschutz“ in den nächsten Jahrzehnten, weil die Jungs vom Bau mit Kleistern beschäftigt werden müssen, so wie sie in den 1970ern mit dem Abschlagen von Stukkaturen beschäftigt wurden. Ach, wertvoll, was solls, geklebte Pappschachtel für 10 Jahre reicht doch!

    @di: Akzente des Grauens, woll? Der Apostroph ‚ ist über dem #, die Anführungszeichen “ sind über der 2. Wirklich!

  148. ferry, ob der Phaeno-Bau in...
    ferry, ob der Phaeno-Bau in Wolfsburg notwendig war, wissen die Götter. War wohl ein Produkt vor der Lehmann-Pleite. Ich kenne das Haus nicht live, wie ich überhaupt noch keinen wirklich guten Bau der Irakerin gesehen habe. Sie sollte wie Piranesi wohl lieber auf dem Papier bleiben. Aber sie diskriminiert mit ihren Hybridphantasien damit nicht den Sichtbeton, sondern eher die Mediengeilheit der Bauherrn. Die Üppigkeit mir der die Architektin als Person auftritt (und die sie treffend beschreiben) überträgt sie auf ihre Entwürfe. Ich stehe mehr auf schlank.

  149. colorcraze - Entschuldigen Sie...
    colorcraze – Entschuldigen Sie die „dumme“ Frage: um was handelt es sich mit dem Kindergärtner aus Zypern, der 3000 Jahre Weintradition zerstört?

  150. @mawu: EU-Kommissar Kyprianou,...
    @mawu: EU-Kommissar Kyprianou, der Bekämpfer des Tabaks, der sich nun den wein vorgenommen hat.

  151. @Rosinante: also zumindest in...
    @Rosinante: also zumindest in den Mittachzigern arbeitete sie noch mit Papier und Papiermodellen. Und auch der Phaeno-Bau wirkt auf mich nicht so, als sei der am Computer entstanden.

  152. <<
    Dort will man einige still...

    < < Dort will man einige still vor sich hin gammelnde Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert und ein Barockgebäude aus dem 18. Jahrhundert abreißen. >>
    Der ungebildete Ossi im Verein mit dem ungebildeten Wessi und der PDS.

  153. colorcraze, möglicherweise...
    colorcraze, möglicherweise haben Sie Recht. Aber ich glaube nicht, dass sich Schalungen mit derart schlaufenartigen Formen ohne Software berechnen und produzieren lassen.

  154. kann man Sinn kaufen; das...
    kann man Sinn kaufen; das scheint mir hier ja nun die zentrale Frage zu sein.
    Don Alphonso hat die richtige Antwort bereits gegeben: „den Sonnenuntergang, alles andere ist klein“. Dem ist nichts hinzuzufügen!

  155. colorcraze - oh jeh, ich hab's...
    colorcraze – oh jeh, ich hab’s befürchtet… schön langsam befürchte ich auch, daß dieser Typ früher oder später mit einem Alkoholverbot durchkommt. Anschließend kommen dann Kaffee und Cola (Koffein), Lutscher und Eis (machen dick), gekühlte Getränke (schlecht für den Magen), usw. usf.
    .
    Als Nichtraucher (ausser ab und an eine Zigarre) bin ich mein Leben lang auf’s Heftigste von all den Qualmern drangsaliert worden, daher habe ich kein besonderes Mitleid. Trotzdem halte ich es für völlig überzogen, nicht mal mehr in Raucherzimmern qualmen zu können, aber nun ist das Pendel eben mal in die Gegenrichtung ausgeschlagen. Trotzdem komme ich mir langsam wie in der Verbotsrepublik Deutschland vor…

  156. Vorsicht Radfahrer!...
    Vorsicht Radfahrer!

  157. Meine Tarte wird dann sicher...
    Meine Tarte wird dann sicher auch verboten.
    .
    specialmarke, früher waren französische Könige nicht so jenseits aller Formen.

  158. tiberiat, ich hoffe, Sie haben...
    tiberiat, ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, wenn ich mich Ihrer Meinung (07:07) herzlich anschliesse.
    .
    mawu, und in der Schweiz passiert Dasselbige.

  159. Rosinante - diese Verbieterei...
    Rosinante – diese Verbieterei ist eine komische Strömung, oder nicht? Auch dieses „Sicherheit über Alles“-Phänomen, nicht nur im Großen (Stichwort Terrorismus), sondern auch im Kleinen (Stichwort Fahrradhelm). Letztens stand hier in Schwabing an einen Elektrizitätskasten gesprayt: „Diktatur der Sicherheit“ mit der Abbildung einer Kamera. Vielleicht muß der Mensch eines wieder neu lernen: 100%ige Sicherheit wird es nie geben.

  160. @colorcraze...
    also, 'mal...

    @colorcraze…
    also, ‚mal sehn‘, 0b ich es unter Zeitdruck schaffe; noch nicht gefrühstückt, noch eine Sonate spielen und um elf mit dem Rad zur Arbeit> eben gab´s einen Netzausfall und der Blogbeitrag stürtzte ins ..ja wohin wohl..
    ..den selben Text wiederholen ist doof,> ich experimentiere…
    fange mit dem Ende an.
    ich erinnere mich: zhen im chin. heisst, so glaube ich, wirklich,..im jap. hotondo..
    „„„..=Reiskorn als kleines Element der Kanji..
    es ging um die Pünktlein und Strichlein…die einzige Erklährung für meinen Zeichenmissbrauch sah ich in der Substitution selbiger , um in einer anderen Sprache, zb. jap. die Beugelaute zu beschreiben ..ich habe einfach zu lange in Deutsch keinen Schriftverkehr gehabt und im chin. und Jap. schreibt man, im Sport würde man sagen „aktiv“..to do write oder so…
    ..VERZEIHUNG ALS O!..
    ..ich verstehe jede Art der sensiblen Reaktion.
    . für mich selbst ist es grausam, wenn z.B. Saarländer u.ä. mit sprachklanglichen Unzulänglichkeiten todernst komplizierte Dinge erzählen wollen, o. Berliner(..ich kann kein vernünftiges Deutsch,.sehnse.)..und dann so einer mit verkehrten Strichen.. ohne stroke order,..Strichjunge ..!!
    …vielleicht wird’s ja wieder….
    .‘.Schreiben ist ein Abenteuer‘, war, so glaub‘ ich einer der letzten Sätze beim Erklimmen des bloggipfels…
    isn´t it.;…ist es .. ja es ist!

  161. mawu, wären Sie ein...
    mawu, wären Sie ein gläubiger Mensch, könnten Sie immerhin Sicherheit bzw. Gewissheit im Hinblick auf die eigene Unsterblichkeit gewinnen. So aber kommt mit 100%iger Sicherheit nur die zu zahlende Steuer. Hm.
    War doch gar nicht so schlecht, der Ablasshandel des Mittelalters…

  162. perfekt!5712. August 2010,...
    perfekt!5712. August 2010, 14:16
    Sehr treffend: es kommt so und die Welt geht mit Präsident Sarah Palin leider nicht unter, aber vielleicht ist sie auch nur die letzte „Blüte“ der verwesenden „konservativen“ Aktion, die in den 80ern gestartet wurde. die Zeit wird es weisen oder auch nicht

  163. mawu, wenn dieses...
    mawu, wenn dieses Sicherheitsdenken nur komisch wäre, fänd‘ ich’s nicht so schlimm. Ich halte dieses aber für gefährlich, weil immer mehr Aufgaben, die in Form von Erziehung private und in Form von Bildung halbprivate und halböffentliche Aufgaben sind, zunehmend -und ausschliesslich- öffentlich und damit von der Politik wahrgenommen werden. Aber wenn man dies mit humorigem Fatalismus wie muscat (10:48) anschaut, ist diese Gefahr nur temporär und zeitgeistig, d.h. letztlich peanuts. Une question de point de vue.

  164. "Es gibt so viele Dichter auf...
    „Es gibt so viele Dichter auf der Welt. Manche kommen sogar aus Alaska wie Sarah Palin. Kürzlich hat sie, wie relativ allgemein beachtet wurde, mal wieder ein Wort neu geschaffen. (Und ware nicht das erste Mal.) http://www.guardian.co.uk/…/sarah-palin-refudiate-new-word
    .
    „Nicht alle Kandidaten wollen jedoch mit den teils dadistischen Sinnsprüchen assoziert werden, mit denen sie ihr Publikum verblüfft …“, schrieb die FTD von gestern:
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    Man hat es ja längst begriffen, 24 Stunden sind lang, wir schreiben den „Trivialroman“ aber trotzdem hin, eben, damit er ausgesprochen war, denn die zu ziehenden Schlußfolgerungen ja mit dem Blog gegeben, und um höchst Triviales handelt es sich ja auch:
    .
    Wir kennen ihn ja alle längst diesen Typus, der irgendwie vom Rande kommend zur Mitte drängt. Aus im Grunde tiefster seelischer und soziale Bohéme und aus der Ferne in die Mitte, ins Zentrum, an die Macht drängt, der ihm notwendige Entfaltung sucht, und zwar Entfaltung seines ununterrichteten Selbst.
    .
    Selbstbereicherung ist sein – ihm selbst psychologisch zwar völlig verborgenes – aber eigentliches Ziel. Nicht Volksbeglückung oder Befreiung, wie er sich selbst auf seine Fahnen schreibt
    .
    Und das irgendwie geartete Aufbegehren gegen falsche, das Volk angeblich oder tatsächlich benachteiligenden Verhältnisse. Welches Schulterschluß sucht mit den Massen der Zu-kurz-Gekommenen, der Rechtlosen und/oder sonstwie schon immer Benachteiligten.
    .
    Und all das mit konservativer Parole. Oder das, was davon mit Halb- oder Viertelbildung für sich brauchbar ist, erscheint.
    .
    Und dass früh schon von außen erkennbar ist, wenn er, dieser Typus, erst einmal die Macht errungen hat im eigenen Land, sie ein wenig ausgekostet dort, durch ein bißchen – und durchaus für manche als für sie sozial gewaltsam empfundenes – Handeln ausprobiert/unter Beweis gestellt/erprobt hat – wenn sich sein Messianisches dort eben auch erstmals etwas verbraucht, aufgebraucht, ein wenig totgelaufen hat angesichts der realen Realitäten zu Hause, dann greift er aus dieser Typus ins Große, Weltweite, Globale, ist in seinen eigenen Grenzen nicht zu halten.
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    Ordnung, seine Ordnung, seine dumme, verquere, gewaltsame Ordnung muss schließlich überall werden.
    .
    „Ein peinlicher Kerl, dieser Mensch, wie er so daherkommt – und weil seine Zeit nun gekommen ist, er alle negativen Gefühle einer Nation im Moment so gut auf sich zu vereinen weiß in einem leider historischen Augenblick – und eigentlich ohne sein Verdienst – zu allem Unglück, zu aller Unglück.“ So Thomas Mann.
    .
    Sarah Palin? Nimmt man die Indizien, fasst sie zusammen, so muss man leider feststellen: Ja auch sie ist genau der Typus „Bruder Hitler“ wie Thomas Mann ihn völlig zutreffend beschrieben hat. Sie ist lediglich eine weibliche Ausgabe davon. Und erst auf dem Weg, Bewegung zu werden.
    .
    Und gibt sich beste Mühe. Wiewohl sie weiterhin belächelt und abgelehnt wird. Und wie würde die erst einmal errungene Macht ihr Triumph sein.
    .
    Wobei auch hinsichtlich „Bewegung“ die Parallelen erstaunlich sind: Hitler schuf sich seine Bewegung selbst. Missis Palins Instinkt erkennt aber natürlich sicher und haarscharf genau, dass sie auch so etwas braucht – und versucht in perfektester Logik (ihres schlecht weggekommenen Unterbewußten) eine bereits vorhandene Bewegung zu der ihren zu machen. „Möge es doch gelingen!“ möchte man mit Nietzsche fast ausrufen.
    .
    Man hat verstanden: „Hitler“, das war und ist der Typus des Halb und Viertelkünstlers an der Macht. („typus of the 25%-artist – and in power!“)
    .
    Und man lese nochmal: die „teils dadistischen Sinnsprüche“, die die anderen teils garnicht verstehen – und auch nicht wirklich wollen – sind eben genau das: Ausdruck eines stark vorhandenen, ungeübten – und eben wohl auch: unübbaren – Künstleranteils, sind mehr: Sind teil einer nach Ausdruck und narzistisch getönter Nutzanwendung suchenden großen Oralität – „großer Oralität auf der Stufe der Verhunzung“, wie Thomas Mann schon so genau wußte und schrieb.
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    „Viertelkünstler“ belehrt uns Thomas Mann. Man achte drauf.
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    Und die politischen Ziele eines konservativen Deutschland könnten auch leicht so definiert sein: „Wir müssen uns mit ihr verbünden, sie fördern, ihr sagen: „she would be so damned right“: Schneller und früher könnte Deutschland nicht vom untergegangen US-Imperium profitieren – wenn auch möglicherweise schrecklicherweise unter Inkaufnahme der Möglichkeit, dass die Welt kurz vor Ende der zweiten Amtszeit von Missis Palin, also ca. gegen 2019, am Rande eines Atomkrieges stünde:
    .
    Auf ihr narzistisch getöntes Aufbegehren – am Ende sogar „gegen die Welt, gegen alle Welt an sich“, würde ganz sicher Verlass sein.
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    Was bleibt: Ja, auch die Vereinigten Staaten von Amerika könnten Teil der Welt sein. Nation unter anderen Nationen. Not more, not less.
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    Vielleicht sogar heilsam, wenn – am Ende wir mit – den USA die „Medizin Palin“ mit zu schmecken geben würden?
    .
    And the freedom of speech and the right to choose should be holy to all mankind.
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    Aber wie immer nur am Rande. Es gibt noch anderes Wichtiges.

  165. Danke auch noch colorcraze ud...
    Danke auch noch colorcraze ud bertholdIV – ja so ists nun mal.

  166. @muscat und Rosinante
    Das...

    @muscat und Rosinante
    Das Sicherheitsdenken ist nur ein Aspekt dieser ständigen „Vervollkommnung“ unseres Rechts- und Sozialstaats. Auf der Strecke bleibt dabei die Freiheit. Über kurz oder lang empfiehlt sich daher eine Modifizierung der Nationalhymne: Einigkeit und Recht und Sicherheit … Heere von Bürokraten und Lobbyisten, die an der „Sicherheit“ verdienen, werden auch zukünftig dafür sorgen, dass nichts passiert. Vor allem ihnen selber nicht. Auch wenn mir als gläubigem Christen noch das ewige Leben bevorsteht, ist es wenig tröstlich die wenigen Jahre auf dieser Erde, die ja eigentlich ganz angenehm sein könnten, auf Schritt und Tritt im Namen der Sicherheit (zu der auch der Gesundheitswahn gehört) drangsaliert und eingeschränkt zu werden. Das rigide deutsche Baurecht hat jedenfalls nicht zu besserer Architektur geführt. Eher das Gegenteil war der Fall. (Um mal wieder was zum Thema beizutragen).

  167. "Sonnenuntergang mit Radl...
    „Sonnenuntergang mit Radl hätte ich auch noch“
    .
    Danke für das tolle Bild!
    .
    Und bleibt so: „Ich bin“, sagt der Gott – und nicht mehr – weil nur das die maximale Projektionsfläche eröffnet. Darum auch ist das die Variante Gottes für die Intellektuellen und Philosophen (denn Gott weiß genau, wie Sprache, Hirn und Psychologie sich miteinander verstehen, auseinander kommen.)
    .
    (Was also hielten wir von einem Gott, der sagte: „Ich war“? Oder „Ich werde in 100 Jahren sein“? Wir täten ihn abfällig beiseite schieben. „Mit Göttern, die waren oder später erst sein wollen, geben wir uns nicht ab, die sind uns langweilig“. …)
    .
    Und auf der Stufe des Feuilletons sagt Gott dasselbe, aber in inverser Wiederholung: „Ich bin der, der ich bin“. Das macht die Möglichkeiten der Projektion nicht weniger, fügt aber den suchend Schreibenden die Möglichkeit eines schon etwas vorgeprägten Gefühls hinzu: „Da ist auch Geheimnis im Spiel!“ Lässt also weniger Wahl. (Und je dümmer die Leute sind, desto weniger Wahl – oder mehr Pseudowahl – wollen sie ja auch.)
    .
    Wir sagten das alles schon: Je mehr Worte ich mache, desto genauer werde ich erkannt, trete als der, der ich bin, hervor.
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    Und der Anblick der Natur bringt mich voran, zeigt mir mein eigentliches Selbst.
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    Z.B. ist ja für viele bei Fahrrädern im abendlichen Gegenlicht Marke und Preis des Rades nicht mehr so gut erkennbar. „Weil beide am Ende auch überhaupt gar nicht wichtig sind“ wird der ein- oder andere evtl. sogar auch meinen.
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    Und natürlich geht es nur um eines, alle Gegenstände bloß Vehikel, wie wir alle wissen: Um Erwerb des großen, guten andauernden Gefühls. Um das eine Gefühl, welches zentralische Sonne unserer Seele.
    .
    Für die Meisten jedenfalls. Und so vieles ist heute tatsächlich vielfach leider nur eines: „Mythisches In-Spuren-gehen.“ http://www.youtube.com/watch?v=SMwZsFKIXa8
    .
    Danke also für das wunderbare Bild!

  168. colorcraze@:Es muß an der...
    colorcraze@:Es muß an der Papierknappheit, spez. von transparentenem liegen, daß sie´s nicht mehr können. Natürlich besteht die Gefahr der Bricolage-Fertigung, aber nur bei Nichtskönnern/innen.
    Don Carlos@:Die Hilfe für strukturschwache Gebiete erübrigt sich durch Refeudal-isierung. Es bedarf nur noch der Cavalierstouren der dafür sich engagierenden Noblesse & Gentry ;-)
    Was die Strukturen palladianeskem Bauens anbelangt, so brachte sie durch dessen
    Adaption im mehr nördlichen Europa sehr viele italiensiche Stukkateurfamilien in Lohn und Brot.
    filou@:Was die von Ihnen gerühmten Fortifikationen aller Zeiten, bis hin zu den zwölf berüchtigten mille ans anbelangt, so liess sich schon immer der von Mies van der Rohe u. Richard Neutra befleissigte Grundsatz ablesen: form follows function.
    Bei Don Alphonsos wohlumgürteter Heimatstadt schritt allerdings der Baierische Generalstab gegen den kgl. Baumeister Leon von Klenze ein, weil er er allzu sehr wg. ästhetischer (klassizistischer) Wirkungen der Forts gegen diesen hehren Grundsatz verstieß. HdS. Majestät geruhten daraufhin den L.v.K. zu stoppen. Die Einführung von Brisanzgranaten und gezogene Läufe der breechloader für Geschütze warfen eh danach andere Fragen auf.

  169. Zu 12. August 2010, 00:50...
    Zu 12. August 2010, 00:50 (Sichtbeton)
    .
    http://www.fotos-hochladen.net/antlantic0i48yv2h.jpg
    .
    Versprochen ist versprochen.

  170. @Rosinante: nach dem...
    @Rosinante: nach dem Grobentwurf wird man schon mit CAD etc. rangegangen sein, für die ganzen Berechnungen, das macht sicher niemand mehr „von Hand“. Was mich halt interessiert, ist die Entwurfsphase bzw. wie sich diese mit dem Werkzeug verändert. Es ist recht anders, ob man etwas mit Stift/Farbe und Papier zeichnet, Modelle aus Ton, Papier, Holz oder Polystyrol baut, oder von Anfang an mit einem Programm rangeht. Man muß ja erstmal Vorstellungen entwickeln, und diese dann peu a peu konkretisieren und zusammenpassen. Und ich befürchte, ein CAD-Programm erschlägt einen in dieser Phase mit seinen detaillierten Genauigkeitsanforderungen. Um etwas in eine Baulücke zwischen 2 Häusern genau einzupassen, könnte ich mir es hilfreich vorstellen, die ganzen Details parat zu haben, weil man dann die Passung besser ausprobieren kann. Aber für eine neues, freistehendes Gebäude kann ich mir nicht vorstellen, daß es hilft, da sofort mit allzuviel Detail loszulegen, man hält sich dann wahrscheinlich zu sehr an Dimensionierungen auf.

    @mawu: ich bin selbst Raucher und wenig erbaut über die Einschränkungen, sehe es allerdings so, daß die Europäer Jahrtausende ohne Rauchen ausgekommen sind und es sich insofern um kein unbedingt hier zu erhaltendes Kulturgut handelt. Mit dem Wein ist es anders. Die Vorstellung, keine Weinsoße mehr zu Fisch und Fleisch machen zu können, weil es keinen geeigneten Wein mehr zu kaufen gibt, empört mich zutiefst und empfinde ich als Barbarei. Auch die Aufgabe der Brautechnik qua Bierverbot halte ich für eine Barbarei. Elementare Techniken werden so der Kenntnisnahme breiter Schichten entzogen. Gegen die völlige Entfremdung vom Feuer wehren sich die Menschen immerhin qua Holzkohlengrill. In Bezug aufs Feuerlöschen werden sie aber auch schon massenhaft verblödet, wie man tragischerweise in Rußland zur Zeit erleben kann. Natürlich versucht der Mensch aus Überlebenstrieb die Gefahren in seinem Umfeld zu verringern, und das ist auch ganz in Ordnung so. Aber man kann Gefahren als solche nie abschaffen, und muß auch mit einigen umzugehen gelernt haben, wenn man ein erwachsener Mensch werden und nicht ein Spielkind bleiben will. – Nein, Verbotsrepublik D ist nicht der springende Punkt, eher die Nichtabsehbarkeit des derzeitigen epochalen Umbruchs und daß den eben noch keiner richtig fassen kann, und der auch in keiner Weise institutionell bearbeitet wird und vielleicht auch gar nicht institutionell bearbeitet werden kann. Da schlägt halt dann jeder mal in irgendeine Richtung aus. Und die wichtigen Dinge liegen längst auf europäischer Ebene, wenn man noch einigermaßen was bewirken will. Es ist zur Zeit alles zwischen Baum und Borke, klare Zuständigkeiten gibt es nicht. – Der Sicherheitswahn ist wohl das Ergebnis der Verängstigung, die aus der Verunsicherung über Zuständigkeiten und Existenzbedingungen herrührt.

    @Di: Japanisch und Chinesisch sind natürlich sehr anders. Aber Schreiben tut man immer für irgendwelche Leser, auch wenn man die nicht kennt.

    @perfekt: Palin als Viertelkünstlerin paßt, aber Präsidentin wird die nie, eine solche Beleidigung der Intelligenz lassen sich die Wähler nicht gefallen.

  171. @perfekt: ein Gott, der war...
    @perfekt: ein Gott, der war oder erst sein würde, wäre schlicht unerheblich, da ohne Präsenz. Im 20. Jhdt. glaubte man an die Vergöttlichung des Menschen, im 21. hat man erstmal schlotternde Angst. Wir werden sehen, wie das noch wird.

  172. perfekt!57 13. August 2010,...
    perfekt!57 13. August 2010, 12:24
    sehr sehr gut aber auch sehr sehr erschreckend: Das Menetekel Sarah Palin.

  173. @perfekt!57
    Und danke für...

    @perfekt!57
    Und danke für die vielen Worte. Ich habe nichts davon verstanden. Es ist zu viel Geheimnis im Spiel.

  174. Der Bauwurmb frisst sich durch...
    Der Bauwurmb frisst sich durch dös Gepölk
    Wann er´s nur zörnoget wos öhm schmöckt
    Wird zo Schtaup die Infästition, sampt Risalit
    In dör Möttn, hängt sech auff der Archetukt
    an seum Kompuder das Brokramm dös
    Örme Luda. Vurbey ists mit frömden Ydeen
    Geklaut vum Collega Wright, Palladio oder Mies.
    Gar Vörönderlich ists uff diszer Wölt zugang
    Öberlossn ös stur&pur modern döm Möblemang.

  175. Sarkozy ist zurzeit unterwegs...
    Sarkozy ist zurzeit unterwegs in Sudfrankreich (Cap Negre) – auch er, wie DA, ist ein begeisterter Radler. Er macht Halt jeden Tag im Resto „La Mimosa“ pour une dégustation des beignets de courgettes. Was DA gern isst, wenn er unterwegs mit seinem Rad fährt, wissen wir noch nicht.

  176. Das ist doch eine...
    Das ist doch eine wunderschöne, brave new world in der wir leben werden. Schräge Bauten á la Frank Gehry oder Z.H. ´s Volumina sind verpflichender Kanon, die B-Pläne abgeschafft und dafür jedes EFWH (zum Verständnis: Einfamilienwohnhaus) dem Konsumenten via IN als Lizenzfreies-Programm zugänglich. Kannelierte dorische oder korinthische Säulen der Gesellschaft in die Rumpelkammer der Geschichte, auch hinweg das Komposit-Kapitell, Metopen, Lisenen, Risalite, Mezzaningeschosse, Symmetrien und all die andern Geschmäcklereien. In den Baugebieten Angst- u. Barrierefreie Zugänglichkeit aller Zu- u. Abgänge gesichert, garantiert memento-mori-freie-Zonierung, genklonierte Laborreproduktion der Gattung keimfrei, absolut schmerzlos mit Rücknahmeversicherung, Formatierung der lieben Kleinen ab drittem Lebensjahr mittels hochspezifischer neurologischer NLP, nach Wunsch p. E. Nobelpreisverdächtig, Ministerpräsi oder Stardesigner.
    DA@
    Was soll´s, ein Tandem-Fahrrad mit E-Motor, das Liebchen hilft mit ab und zu beim Strampeln, das ist doch der wahre Hit, der Gepäckträger ausgelastet mit einem veritablen old fashioned Picknickkorb, thats it. Empfehlung dafür: Umbau eines Rennrades in ein Tandem, damit die Post abgeht.
    tubi trafilati
    FALCK
    di precisione
    interno – esterno
    schaltung: simplex
    kette: regina
    Häbby Wiegend allerseits!

  177. colorcraze, was den...
    colorcraze, was den architektonischen Entwurfsprozess angeht, haben Sie mit der Handarbeit sicher Recht. Dies kann auch Hadid nicht anders. Oder, dafür ist die Irakerin doch zuviel Künstlerin. Aber ein Haus, wie Sie es beschreiben, sinnvoll und gut in einer Lücke zu platzieren, wäre m.E. für Hadid undenkbar.
    .
    Wie Koolhaas oder Pritz (CoopHimmelb(l)au) interessiert sich Hadid eigentlich nur für freistehende oder zumindest gut sichtbare Inszenierungsmöglichkeiten wie etwa in Wolfsburg (Phaeno) oder dem neuen Museum in Rom. Vulgo: Hadid intressiert die Kür ohne jede Pflicht. Beim Vitra-Feuerwehrhaus in Weil am Rhein, dem ersten Bau der Architektin überhaupt, faxte Sie an den bauausführenden Architekten Spontanskizzen, die dieser reinzeichnen, rechnen und dann ausführen musste. Und die Detaillierung des Baus ist auch entsprechend nachlässig.
    .
    Aber um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, welches Filou mit den plastischen Möglichkeiten des Betons und Sichtbetons positiv ansprach: Mein Plädoyer für den Sichtbeton meint nicht die Festarchitektur des Dekonstruktivismus, sondern die sinnvolle und menschenfreundliche Nutzung des Materials. Den Lackmustest von Hadid’s Architektur werden wir möglicherweise in Leipzig erleben, wo die Architektin für BMW eine Produktionsstätte baute. Aber ob die Öffentlichkeit je erfährt, ob diese ihren Sinn und Zweck für ein Unternehmen erfüllt, ist recht fraglich.

  178. Gerade den Artikel über...
    Gerade den Artikel über Stuttgart S21 gelesen. Man kann nicht mehr kommentieren, wohl weil sonst die Flut der „wir wollen ein kleines Autodorf bleiben“-Kommentare zu sehr anschwellen würde. Ich bin durchaus sehr fürs Bewahren und gut Einpassen, aber notwendige Strukturveränderungen muß man auch als solche begreifen und dann mit Mut und Verstand angehen. Und eine bessere Bahnanbindung von Stuttgart in Europa ist notwendig. Der Widerstand gehen S21 kommt mir so vor, als hätte man in Stuttgart vom Mauerfall noch nichts gehört. Von den seit Jahrzehnten inganggesetzten Planungen für verbesserte Schienenverbindungen in Europa jedenfalls definitiv nicht, da hat man offenbar die Ohren immer fest zugeklappt. Und dann das verweichlichte Gejaule über eine Baustelle, jööö! Die Schwaben täten wirklich besser daran, sich an dem Projekt zu beteiligen in Form von Überlegungen, wie Umstieg und Regionalbahnen benutzerfreundlich verzahnt werden können, so daß es ein guter Bahnhof wird, anstatt sich über Einschränkungen ihrer Autostaus zu beschweren.

    @Bauwurmb: weiterwürmen!

    @Prinz von Arkadien: nein, am Papiermangel liegt es nicht, sondern daran, daß fast nirgendwo mehr zeichnerische Ausbildung mit Stift und Papier betrieben wird. Ich habe 94 mein Industriedesignerdiplom gemacht und in den 90ern hörte das schon ziemlich auf mit Zeichnen und Modellbauwerkstätten. Die Computerausstattung war noch mager, aber inzwischen dürfte das alles auf Computer umgestellt sein.

    Und obs die italienischen Stukkateure noch gibt? In Ghiffa gibt es keine Hüte mehr. In Polen soll es noch Stukkateure geben, da die Polen anders als anderswo die im Krieg zerstörten Gebäude wieder aufgebaut haben.

  179. @Filou (13.8., 14:27):...
    @Filou (13.8., 14:27): Passender Sessel für Ihre Westwall-Villa. Colorcraze wird beim Bemalen gerne helfen…

  180. Palladio würde sich im Grabe...
    Palladio würde sich im Grabe herumdrehen, oder?
    http://www.arthurlloyd.co.uk/LondonPalladium.htm

  181. specialmarke (ich kruemele...
    specialmarke (ich kruemele gerade die Tastatur voll), zu gerade und zu gross fuer’s Iinnere. Ansonsten prima Idee. Angesichts der oeden Gartenmoebelauswahl waere das eine echte Alternative. Kuenstlerisch bemalt sogar ein Zugewinn. Doch, sowas gefaellt mir, wie das Entsetzen meiner Nachbarn. Herrlich.
    .
    Watwiechtnsoonding?

  182. colorcraze@: Ebenst!
    I wo,...

    colorcraze@: Ebenst!
    I wo, Nachkommen der ital. Stukakateure haben jetzt ihr Auskommen in Pizza-bäckereien…oder als Textilzuschneider für Chinakonzerne in der Hand von Triaden.
    ..
    Den Bahnhof in Stuttgart hätte man für den ÖNF
    herrichten sollen und die Magistrale großräumig um die City herumgeführt, den Fernbahnhof direkt an den Flughafen anbinden sollen, wie in Ffm oder Köln-Bonn.
    ..
    Don Alphonso: Quelle Trouvaille: Gekettet soll Euer Palladio-Habitat sein.
    http://home.immobilienscout24.de/5459871/offers//listed/Aktualität/0

  183. @specialmarke/Filou: dochdoch,...
    @specialmarke/Filou: dochdoch, der Graffittibunker hat was. So in der freien Landschaft sieht der durchaus aus. Als Regenschutz für Wanderer und Partyort mit lauter Musik ist der bestimmt bestens geeignet. Der Betonsessel ist allerdings eher ein gebauter Witz und Deko, so eine Art Protestobjekt gegen zuviel Beton bzw. Beton an falscher Stelle. Denn als Sitzfläche ist Stein/Beton nunmal völlig falsch, davon kriegt frau Blasenentzündung, und die will sie nicht haben. Holzklötze statt Polster könnt man hingegen durchaus nehmen, wenns für draußen sein soll. – Ja, mit dem Bemalen von Stühlen hab ich Erfahrung, als ich das mal tat, waren sie 3 Tage später geklaut.
    @Prinz von Arkadien: was mich bei S21 bedenklich stimmt, ist die starke Verminderung der Gleise. Kann das gutgehen? Ansonsten finde ich Trasse ab Innenstadtrand unterirdisch prinzipiell sinnvoll, denn die Bahnschneisen sind sehr stadtzerschneidend. – Die armen Stukkateursnachkommen, das ist eine echte Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.
    @fionn: wieso, das Palladium war doch schon immer Stadtzirkus.
    @Rosinante: ja, mit freistehend vs. eingepaßt haben sie recht, das letztere können die allermeisten dieser Stararchitekten nicht. Um als Architekt bekannt zu werden, muß man wahrscheinlich erstmal einige Knallbonbons hinsetzen – mit unauffällig-eingepaßten Häusern wird man nicht wahrgenommen. Wenn ich mit der Stadtbahn durch Mitte fahre, bin ich jedesmal wieder froh, daß Stimmann den Architekten so sehr auf die Pfoten gehauen hat damals. – Naja, ob sich ein Gebäude bewährt, kann man erst nach ca. 50-100 Jahren sagen. Von daher: wir werdens bis an unser Lebensende nicht wissen.

  184. "Besonderes Kennzeichen bei...
    „Besonderes Kennzeichen bei den Bauten vermögender Pflanzer und Händler ist die Verwendung einheimischer Materialien wie Holz anstelle von Marmor für Säulen und Pfeiler. Die Eingänge kopieren oft eine antike Eingangshalle mit Portikus oder Attika, wie bei einigen englischen Landsitzen. Beispiele aus den USA für den Kolonialstil sind Mount Vernon und das Weiße Haus.“
    (Wikipedia)

  185. Giudo Ww. will bei Street View...
    Giudo Ww. will bei Street View sein Haus verpixeln lassen. Nur das Haus?

  186. colorcraze, danke für die...
    colorcraze, danke für die Bemerkung zu Hans Stimmann. Und da sind wir auch schon beim Stadtschloss. Und als Beobachter aus der Schweiz muss ich sagen, dass in Sachen baukultureller Intrigen Berlin wirklich eine Metropole ist.

  187. Genau genommen gehörte...
    Genau genommen gehörte Palladio schon immer aufs Dorf:
    .
    http://www.fotokritik.ru/photos/big/2009/06/22/670762.jpg
    .
    Das Elend heisst: Palladio im Baumarkt, oder der Bauer als Edelmann.

  188. @filou - Versprochen ist...
    @filou – Versprochen ist versprochen – Danke!

  189. ja gibts denn keine erker mehr...
    ja gibts denn keine erker mehr an den eigenheimen, über die man sich aufregen kann?
    .
    es gibt da einen hersteller für modelleisenbahnzubehör, der diese dem häuslesbauer lieben efh im masstab 1:87 als bausatz anbietet. vielleicht sagt ein blick in dessen katalog mehr über die träume und wünsche der deutschen aus, als eine soziologische untersuchung.
    .
    andererseits, die alternative ist die rabiat dem heimatschutz verpflichtete und streng durchgesetzte bauordnung, da kann dann keiner mehr, so wie er gerne möchte und wies dem archtekten eben einfällt. ob das besser ist?

  190. HansMeier555, Sie sagen es....
    HansMeier555, Sie sagen es. Palladio hat die Sommersitze des venezianischen Adels gebaut: Raus aus der Enge der Lagune, kein Gestank und die Weite im Blick. Eine Art „Osterspaziergang“ in Stein. Nicht nur, aber das Werk kontinuierlich prägend.

  191. @escalerade_de_caracol,...
    @escalerade_de_caracol, sammeln Sie Wehrmachtsbunker oder missratene Kunst?
    Ansonsten: gerne geschehen.

  192. Radl im Sonnenuntergang ist...
    Radl im Sonnenuntergang ist wunderbar – alles andere hat mich nur beiläufig interessiert. Aber neugierig war ich schon immer. Bitte
    Berthold der Vierte , 11.August 13:10 klären sie mich auf. Gehe ich recht in der Annahme: Nentwig?

  193. @Rosinante: Was meinen Sie...
    @Rosinante: Was meinen Sie konkret? Geklüngel gibts doch überall, in Berlin mag es ziemlich ruppig sein wegen hoher Konkurrenz, aber das Querschießen kommt überall vor…

  194. @rubeus
    richtig, dessen...

    @rubeus
    richtig, dessen privatleben wurde wirklich vom neuen Tag durch das Dorf getrieben. Dann gab es „Schlägereien“ auf Feuerwehrfesten etc… selber googeln. Und beim neuen Landrat – Schweigen im Walde zum Privatleben.
    Ich glaube immer noch, dass die CSU und Rom fürchet das die alte Speerspitze des Lutheranismus in Amberg wieder aufersteht und deshalb wird jede linke oder protestantische Regung erdrückt.

  195. Herrschaftszeiten colorcraze,...
    Herrschaftszeiten colorcraze, wo leben wir denn? Für Sie ist anscheinend jeder, der sich für jemand anderen interessiert ein Brutus. Ein ja oder nein hätte genügt. Ist aber auch egal, irgendwo hab ich noch die Visitenkarte. Die Welt ist ein Dorf!

  196. Ich hab ihn kennengelernt,...
    Ich hab ihn kennengelernt, weiß auch, was er alles durchleben+(leiden) mußte – aber ich werde googeln. Ja, jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben – siehe Bär – obwohl nur ganz wenige wissen, was genau passierte – und ich heul heute noch, wenn so ein Kretin im Internet als „böserbär“ nickt.

  197. Hab versehentlich Berthold IV...
    Hab versehentlich Berthold IV bei Name eingetragen – war aber an Berthold IV gerichtet. Vielleicht kann mans ändern!

  198. @Rubeus
    Das kraut hat mir die...

    @Rubeus
    Das kraut hat mir die Staatspartei dann ausgeschüttet bei der Rangelei im bierzelt mit Seiner Ehefrau und eienm der dort beteiligten Protagonisten aus eienr nachbargemeinde. Wenn Sie googeln nach dessen namen finden Sie auch eine Wahlneuauszählung

  199. @rubeus
    "Staatspartei"...

    @rubeus
    „Staatspartei“ natürlich in Anführungszeichen, aber in Google findet sich nichts, Sie müssten wahrscheinlich alte Ausgaben der Mittelbayerischen Zeitung lesen.
    BTW: Die 80er und die bleierne Zeit in der Oberpfalz (WAA, Stoppt Strauss Plaketten, Wahlfahrten mit Antisemitischen Hintergrund in Deggendorf, Polizistentod bei Verfolgung von Demonstranten mit Hubschraubern, „Drangsalieren“ von Pfarrern, die gegen die WAA waren durch das ordinariat in Regensburg) entbehren sie nicht wirklich einer künstlerischen Aufarbeitung, als Modellwelt einer Parallelgesellschaft – … gibt es hier im Blogg niemanden, der sich dessen annehmen möchte – auf Arte/3Sat? war vor kurzem ein passabler Film dazu – aber genug vom politischen Trauma eines Oberpfälzers, lieber etwas Gurkensandwich, Tee, Torte…

  200. ZENSUR, Eva Hermann und...
    ZENSUR, Eva Hermann und Autobahnen:
    „Wer auch immer diese Straßen entwickelt hat auf denen man über 200 km/h
    fahren kann, danke Mann!“ ->
    http://www.youtube.com/watch?v=yXJlrUX_Jh4

  201. Grässliches Ding. Ist das...
    Grässliches Ding. Ist das echt?

  202. colorcraze, @Rosinante: Was...
    colorcraze, @Rosinante: Was meinen Sie konkret?
    Das Konkrete ist leider das Komplexe. Es fängt für mich beim Potsdamer Platz (um 1992-94) an und will nicht enden. Das Schloss ist in der ideologischen Schlacht naturgemäss der Mittelpunkt. Peter Richters Überlegung, die er in der letzten FAS (also jener von gestern) anstellte, sind ernstzunehmen. Finde ich.

  203. @Don
    Ja, echt, will sagen:...

    @Don
    Ja, echt, will sagen: getreu nach dem um 1750 fertiggestellten Original wiederhergestellt. (Der Architekt konnte nicht identifiziert werden, Palladio war es nicht).

  204. @Rosinante: als Nischenfuzzi...
    @Rosinante: als Nischenfuzzi muß ich mich mit Intrigen glücklicherweise nicht auseinandersetzen, ich weiß also auch nicht, „was aktuell läuft“. Ich glaube nur Churchill (oder wars Bismarck) aufs Wort, der mal gesagt hat, daß man nicht wirklich wissen will, wie Gesetze und Wurst zustandekommen. Ich werd mal gucken, ob ich den von ihnen angezeigten Artikel finde. Aber ich glaube nicht, daß er mir viel Weiterverständnis der Akteure und ihrer Absichten liefern kann, denn Vollständigkeit ist immer unmöglich, die im Hintergrund sieht man nicht, und was dann letztlich den Ausschlag gab, weiß man immer erst hinterher – so man es je erfährt.
    @rubeus: worum gehts denn? Ich kann mich nicht erinnern, daß Sie mich je was gefragt hätten.

  205. @Rosinante: Nein, finde den...
    @Rosinante: Nein, finde den Artikel leider nicht online. Ins Café zu gehen und dort FAZ zu schauen hat auch keinen wert, die haben die von heute.

  206. colorcraze, der Artikel vom...
    colorcraze, der Artikel vom Sonntag steht nicht-oder noch nicht- im Netz. Es ging darin nicht um ein Aufzwirbeln von baupolitischen Hintergründen, sondern um Sinn und Möglichkeit von architektonischer Rekonstruktion. Dies vor der Hintergrund einer aktuellen Ausstellung in München und eines neuen Buches zur Stadt im 20. Jahrhundert. Falls der Text (jene von FAS und der Samstagsbeilage „Bilder und Zeiten“ werden oft ein paar Tage später geschaltet) poste ich Ihnen diesen.

  207. @Rosinante: ach, es ging um...
    @Rosinante: ach, es ging um die Ausstellung. Ich glaube, ich habe den Artikel sogar gelesen, mir ist was im Hinterkopf von „wollte ich eigentlich wegen Kataloganfrage aufschreiben, hatte aber keinen Zettel zur Hand“. Es las sich so, als seien da endlich mal handfeste, brauchbare Begriffsunterteilungen geglückt. Weswegen ich mich über einen Link sehr freuen würde, wenn Sie einen finden.

  208. colorcraze, einen Link kann...
    colorcraze, einen Link kann ich nicht finden. Aber so steht’s im FAZ-Archiv: Sonntagszeitung
    August 2010
    Die Ruhe im Karton
    Eine Ausstellung in München rehabilitiert die Rekonstruktion, Vittorio Magnago Lampugnani zeigt, dass die Stadt schon seit hundert Jahren dauernd …
    1873 Wörter; 2.00 EUR Ganzseiten-PDF Zeitungsseite; 2.00 EUR

  209. Berthold der Vierte - Sie...
    Berthold der Vierte – Sie kennen sicher Tucholskys Treppe im Sudelbuch:Sprechen- Schreiben – Schweigen. Ich pendle zwischen beiden letzteren hin und her und bin sicher, daß das, was ich schreibe auch auf der Titelseite der SZ erscheinen dürfte.
    Wir leben ja in einer Sozialdemokratie! Einige Leserbriefe in meiner Heimatzeitung hinterlassen aber schon einen ziemlich schlechten Geschmack im Frühstückstee + Ei.
    Was für hirnrissige Menschen laufen da draußen rum?

  210. @Rosinante: habe die...
    @Rosinante: habe die Tagesspiegel-Besprechung ergoogelt http://www.tagesspiegel.de/kultur/rekonstruktion-wie-zerronnen-so-gewonnen/1893450.html samt Katalog http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=360639 . Lampugnani scheint ja ein in diesem Bereich recht engagierter Mensch zu sein, war wohl auch schon bei der IBA Berlin 1984 zugange und hat schon einiges veröffentlicht, was vom Titel her recht lesenswert klingt.

  211. colorcraze, schön, dass Sie...
    colorcraze, schön, dass Sie fündig wurden. Ich werde das neue Buch -erscheint in diesen Tagen- auch lesen.

  212. @rubeus
    ich fand erstaunlich,...

    @rubeus
    ich fand erstaunlich, wie hart diese verleumdung dieser Person „nur weil der Landrat das falsche Parteibuch hatte ?“ ging und wie jetzt über den neuen geschwiegen wird. Das hat mich im Studium der katholischen Theologie auch abgestoßen, wieviel halbseidenes da über wen und wo im Priesterseminar erzählt wurde. Aber jede Institution wird so reagieren, wenn es an die eingemachten Pfründe geht und diese bedroht werden. Lernt man das nicht in den ganzen Studiengängen zu HR, wie man Geheimdosiers sammelt und verwaltet. Wenn ich an einen HR verantwortlichen eines renommierten Beratungshauses denke. persönlich sehr angenehm…
    ich denke das gehört einfach leider zum Geschäft, aber man kann es einfach s. Landkreis AS auch übertreiben

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