Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der analoge Balkon- und Streetview

| 285 Lesermeinungen

Denke ich an Google Streetview, fallen mir zuerst schlechte Manieren einer Firma aus einer unzivilisierten Kolonie der chinesischen Kommunisten namens "USA" ein. Manche werden das für eine Lappalie halten, aber wer sich bei Bürgern zuerst mit schlechten Manieren vorstellt, muss sich nicht wundern, wenn er abgelehnt wird. Es ist keine Frage von Analog oder Digital, Internet oder realer Welt: die Ablehnung von Google Streetview ist eine Frage der bürgerlichen Selbstbehauptung gegenüber Frechheiten und Anmassungen von Leuten, denen man nicht vorgestellt werden möchte.

Er nahm mich zur Seite, als wir zu den Innenhöfen hinabstiegen
Abbé Prévost, Manon Lescaut

Es gibt in Meran so etwas wie eine Balkonkultur, die Besuchern ins Auge sticht. Sehr viele Privatwohnungen haben also eine Art Freifläche, eine kleine Bühne am Haus ohne einen besonderen Blick, wenn man davon absieht, dass der Blick auf eine der reizendsten Städte Europas trifft. Diese Kultur hat eine lange Tradition. Es gehört in besseren Kreisen dazu, einen sichtbaren Platz in der Öffentlichkeit zu haben, von dem aus man sieht und, je nach Position, auch gesehen werden möchte. Was in den Häusern ist, vermag man nicht zu sagen, aber der Balkon ist eine kleine Bühne der Offenheit, die bespielt werden will.

Bild zu: Der analoge Balkon- und Streetview

Das mag banal klingen, zumal die Balkone in Meran durchgehend schon, sauber und aufgeräumt sind. Niemand käme auf die Idee, hier würde ein trister Sozialporno aufgeführt, wie man das oft bei den Freiluftmülllagern vermuten kann, die schlechtere Viertel in deutschen Städten verunzieren, idealtypisch hier: Der Reichshauptslum Berlin. Es sind Balkone, wie Kinder sie zeichnen, oft mit Pfanzen versehen und spielerisch anmutig. Man gewöhnt sich schnell an sie. Und man vermisst sie sehr, wenn man sie nicht hat. Der Balkon ist die kleine Landlust der Städter, die Gartenlaube im Urbanen, das Nest und darüber der Himmel, in den die Gedanken fliegen.

Banal – ist der Balkon dennoch nicht. Es ginge auch ohne. Moderne Herrschaftsarchitektur verzichtet meistens auf Balkone, denn Herrschaft wird heute nicht mehr mit Zuneigung zur Öffentlichkeit demonstriert, sondern mit verspiegelten Glasfronten, Beton, gebauter Anonymität, die den Menschen davor einsam, unwissend und fremd erscheinen lassen soll. In einer aufgeklärten Welt versuchen es Konzerne und Behörden nicht mehr mit Gott und höheren Mächten, sondern mit Undurchsichtigkeit, Distanz, Schweigen und Ignoranz gegenüber der Umgebung. Es gibt in Meran auch Häuser des Historismus, die mit damaligen Mitteln Burgen der Obrigkeit sein wollten – heute kann man darüber allenfalls lächeln, und schon damals meinte man es nicht wirklich ernst. Man beschoss niemand über die nachgemachten Zinnen. Aber die Balkone nutzte man natürlich entsprechend dem Zweck.

Bild zu: Der analoge Balkon- und Streetview

Nun sind die Balkone, die hier zu sehen sind, fast immer so prominent gebaut, dass man sie auch wirklich sehen kann, und teilweise in einer Art verziert, die weniger den Besitzer als vielmehr den Vorbeigehenden ansprechen soll. Sie sagen nicht: Nur für Besitzer. Oder: Du hast hier nichts verloren. Oder: Verschwinde von hier. Sie bitten im Gegenteil darum, beachtet zu werden, angeschaut, geschätzt, mit Blicken liebkost zu werden. Sie sind nicht nur eine Hauserweiterung, sondern eine Art freundlicher Gruss an den Passanten, eine Einladung zum Anhalten, Durchatmen und zu sagen: Ach ja. Wenn ich einmal in Rente bin. Dann vielleicht. Dort oben sitzen und im Winter in der nachgeschickten Heimatzeitung die Todesanzeigen der anderen lesen, während hier die Palmen stehen. Das wäre schon nett. Und am Morgen den Bäckerjungen grüssen, und den Enkeln zu winken, wenn sie wieder zurück müssen.

Die Gedankenspiele rund um Balkone haben meist mit einem Wechsel von Privatheit und Öffentlichkeit zu tun, oft auch verweben sich darin bei ihrem Besitzer beide Aspekte: Dass man eine Privatheit öffentlich zeigt, die vorzüglich zu diesem Ort passt. Auf dem Balkon ruht man sich aus, man liest ein Buch oder macht ein überlanges Frühstück. Es ist eine Idylle, an der Betrachter teilhaben können, vielleicht sogar grüssen oder ein freundliches Wort wechseln. Alles, was das Leben unschön und hart macht, hat hier nichts verloren. Sie erzählen die Geschichte vom angenehmen Dasein. Und davon, dass sich die besseren Kreise, Bürger, „Spiessbürger“, wie manche balkonlose Mieter schäbiger Kaschemmen in Berlin mit Vorliebe für Schnüffelprogramme vielleicht sagen, nichts gegen Öffentlichkeit haben, sondern durchaus damit umgehen können. Die Balkonöffentlichkeit ist eine, die man, angefangen von der Bepflanzung über die Einrichtung bis zur eigenen Tätigkeit, selbst bestimmen kann. Es herrscht ein Gleichgewicht zwischen Betrachter und Balkonbesitzer, beide lassen sich auf diesen Umgang miteinander ein, und es schadet keinem. Da sitzt, da steht ein Mensch.

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Und dann rollt an diesem stillen Pakt eine Verkehrsbehinderung namens „Opel“ vorbei, oben drauf sind Kameras und drinnen allerlei Technik, von der nicht mal die Firma Google selbst angeblich wusste, dass damit auch illegal WLAN-Daten gespeichert wurden. Irgendwo in Kalifornien steht ein Gebäude mit Glaswänden, Beton und vielen Menschen, die davon leben, dass sie anderen Werbung aufdrücken, und um so mehr Geld verdienen, je mehr Flächen sie dafür haben. Das Bild vom Haus, vom Garten und vom Balkon ist so eine Fläche, und alles, was der Besitzer in die Kommunikation mit der Öffentlichkeit hineingesteckt hat, wird nun zum Lockvogel für die Geschäfte der Firma Google. Der Opel grüsst nicht, er lächelt nicht, er rollt und nimmt unterschiedslos alles auf, was da ist. Er hat keinen Respekt und keine Zuneigung, sondern eine Aufgabe. Niemand in Kalifornien hat ein Interesse am Balkon, am radfahrenden Hund mit seinem Blumenkorb, an den Zinnen, oder Bedauern wegen des Leerstandes der kleinen Burg im Gebüsch. Sie haben Interesse an der Verwertung.

Das ist keine Sache von Analog und Digital, von Internet oder Realität, sondern in erster Linie von Anstand und Respekt, oder besser: Dem vollkommenen Fehlen dieser Tugenden. Die Freiheit der Öffentlichkeit, die sich das Bürgertum über Jahrhunderte in seinen Orten von der Obrigkeit erkämpfen musste – glaube bitte keiner, in der mittelalterlichen Stadt hätte sich jeder frei bewegen können – wurde sicher nicht konzipiert, damit eine kalifornische Firma Opels mit Kameras herumschickt, um diese Öffentlichkeit für sich zu vermarkten. Die Idee der Öffentlichkeit leitet sich von der Allmende, dem Gedanken des Gemeinschaftsgutes ab, für die aber auch jeder etwas zu tun hat. Was tut die kalifornische Firma Google nochmal fürdie Öffentlichkeit? Sich in der Allmende wie eine Obrigkeit benehmen, war schon immer Anlass für Bürger, zur Mistgabel und zum Hammer zu greifen. Dass man das in Amerika und in versifften Wohnlagen um die Müllplätze Berlins herum und deren Dependance in Düsseldorf nicht versteht, überrascht nicht. Nur sollten sie dann auch nicht von den ablehnenden Reaktionen überrascht sein.

Bild zu: Der analoge Balkon- und Streetview

Oder gar behaupten, die Bürger hätten Angst vor der Öffentlichkeit, würden sich verstecken und  dem Recht aller entziehen, sich anzuschauen, was sie so tun, haben und wohnen. Man kann ohne ein böses Wort, von Mensch zu Mensch, jederzeit kommen und Balkone und ihre Bewohner betrachten, Rückschlüsse ziehen und sich Gedanken über die Hausherren machen. Das ist Öffentlichkeit, Kontakt, auch Konversation, davon lebt die Gesellschaft, und schön wäre es, wenn auch am Abend, wie früher einmal, die Gespräche von Balkon zu Balkon fliegen, anstelle des blauen Irrlichterns der TV-Geräte, die von Mord und seichter Unterhaltung künden. Von Streetview lebt Google, leben angeschlossene Werber und pickelgesichtige Chickendöneresser in Berlin, die glauben, die Verknüpfung von Orten und Daten sei „digitale Öffentlichkeit“ und „neues Herrschaftswissen“, aber niemand lebt davon, dem man ernsthaft vorgestellt werden möchte. So ist das nun mal in bürgerlichen Gesellschaften: Kein Respekt, kein Anstand, kein Benehmen – keine Nettigkeiten. Keine Anerkennung. Kein guter Ruf.

Das steht so in keiner Suchmaschine und nicht bei Wikipedia, aber so funktioniert das analoge Leben. Die Überheblichkeit der Firma, die ihre Rücksichtslosigkeit feiernden, in die Glotze gezerrten „Experten“ des Netzes machen das nicht besser. Im Gegenteil, der Feind bekommt ein Gesicht, und es ist hässlich, fett, hat eine fragwürdige Körperhygiene und nichts Ordentliches zum Anziehen. Es mag öffentlich sein, was da geboten wird, aber das Bürgertum hat nun mal nach Jahrhunderten des Kampfes seinen eigenen, bequemen und angenehmen Begriff der Öffentlichkeit.

Bild zu: Der analoge Balkon- und Streetview

Und seine kurz gehaltenen Politiker, die genau wissen, dass Google in Kalifornien kein Wähler und auch kein spendender Atomkraftwerkbetreiber ist.

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285 Lesermeinungen

  1. Was mit Google Maps geboten...
    Was mit Google Maps geboten wird, reicht. Im übrigen gebe ich Ihnen recht: wer sehen will, kann gerne kommen.

  2. @DA
    aus ganzem Herzen Danke...

    @DA
    aus ganzem Herzen Danke sehr gut. Ich habe heute meinen Widerspruch an Google Street abgesandt (man muss da allen Ernstes dann angeben, was man wie ausgeblendet haben will).
    Bei der Diskussion auf der Arbeit ist uns aufgefallen, dass in Aut (hier mal wirklich felix) der „Unsinn“ von der Regierung ziemlich früh abgewürgt wurde.

  3. erleichtert das...
    erleichtert das suchen:
    https://streetview-deutschland.appspot.com/submission
    ob das reicht sollen die Juristen im Blogg bitte diskutieren

  4. Digitalvermarktung als das...
    Digitalvermarktung als das blanke Gegenteil von Öffentlichkeit: auf den Punkt gebracht!

  5. Es ist eine schöne Idee, der...
    Es ist eine schöne Idee, der Google-Auffassung von Öffentlichkeit (Öffentlichkeit als Material, das man zu Geld machen kann) eine kultivierte und altertümliche, sozusagen frühbürgerliche, Idee von Öffentlichkeit (Öffentlichkeit als Bühne freier Spieler) gegenüberzustellen. Und dass Sie „Manon Lescaut“ nach dem herrlich verspielten Original-Roman, nicht nach der Kitsch-Oper, zitieren, beweist, dass Sie es ernst meinen und wissen, wovon Sie reden. Doch für die Mehrheit von uns ist ein Rückzug in diese Gefilde nicht möglich – aber Respekt und Anstand ebenso wichtig. Um ein Wort von Majakowski abzuwandeln: In Meran anständig sein ist keine Kunst – man muss es auch in Berlin-Moabit schaffen können, anständig zu bleiben. Von anderen Gegenden mal abgesehen – es soll Regionen geben, wo Internet nicht versifft und billig, sondern überhaupt nicht vorhanden ist. Trotzdem natürlich schön, dass es Ihre Haltung (noch dazu an so prominenter Stelle, bei der FAZ) gibt. Haben wir bitter nötig.

  6. Alles schon zu spaet . . .
    Ich...

    Alles schon zu spaet . . .
    Ich brauche kein „Streetview“ (muss leider auf english weiter schreiben) the enlarged satellite images long ago allowed us all to steal people’s privacy — street view, side view and back view. The street view is not half as interesting as that from above. The later allows me to see the latest modifications and people’s back yards and open balconys. Want to look at my house near the intersection of Sooner Road and Waterloo, in Edmond Oklahoma? You will notice a new roof, and you will wonder why I did not have the garage done at the same time (they are different reflections). The driveway looks gravel. It is. You can see I have a dog pen and fruit trees. So, advertiserd, pay attention. The street view does not ad much. A long, flat house is vaguely seen through trees. It’s the other view that worries me much more, and it is already with us, whether we like it or not RH.

  7. Ja, lieber Don, ich schliesse...
    Ja, lieber Don, ich schliesse mich Berthold IV an und danke herzlich. Die Begriff der Öffentlichkeit wird inzwischen nurmehr von geistigen Berufsnomaden prostituiert. Der Echtzeit fehlt der Pulsschlag des Lebens. Und das Prinzip „Projekt“ versucht, macht jede Form der Sorgfalt ins Lächerliche zu ziehen. Und die Bewirtschaftung des Netzes, die Sie schön und anschaulich darstellen, wird als offene Zukunft idealsiert. Aber, bitte nehmen Sie mir die Frage nicht übel, gehört in diesen Topf nicht auch eine Plattform wie „Wikileak“, der Sie gerade ein Kränzchen gewunden haben?
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    Die Balkone in Meran sind wirklich schön. Ich war noch nie dort. Aber die Häuser, die Sie im Bild zeigen, haben auch den cisalpinen Touch. Ähnlich wie im Tessin oder den Bündner Südtälern, insbesondere dem Begell.

  8. Don Alphonso,

    dieser Artikel...
    Don Alphonso,
    dieser Artikel entbehrt nicht einer feinen, hoffentlich beabsichtigten, Ironie. Da macht jemand Fotos fremder Balkone und stellt sie ins Netz, verbunden mit Werbung – im Moment spreche ich von Ihnen, nicht von Google (ich sehe derzeit auf dieser Seite die Anzeige eines Billig-DSL-Anbieters).
    Wenn aufgrund von StreetView tatsächlich Einschnitte in die Panoramafreiheit vorgenommen werden, betrifft das im selben Maße wie Google auch Postkartenverlage, Urlaubs-, Hobby- und Pressefotografen.

  9. Es gibt da ein paar...
    Es gibt da ein paar fundamentale Unterschiede: ich zeige Ausschnitte von Gebäuden, die nur grob zu verorten sind. Sicher wäre es schlimm, wenn es so käme, aber der Unterschied zwischen „Bild von ein paar Häusern“ und Systematisches und automatisches Speichern und Veröffentlichen von allem“ ist prtoblemlos juristisch zu regeln.
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    Liebe Rosinante, da sehe ich durchaus einen Unterschied: „Regierungspapiere“, die dem Volk gehören (alle Macht geht vomn Volke aus) sollen natürlich unkommerziell verfügbar sein, damit man sich über die eigenen Belange informieren und auf die Regierung einwirken kann. Aber Google Streetview ist nicht frei verfügbar, sondern ein allein durch eine Firma bestimmtes Projekt ohne Einflussmöglichkeit, und stellt keine Öffentlichkeit für Informationen her, sondern verwertet den Missbrauch von Öffentlichkeit.

  10. Ich bekomme Post vom Google...
    Ich bekomme Post vom Google Konzern-denn auch ich habe gestern Widerspruch eingelegt( auch wenn Google ins 500Seelendorf nie kommt).
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    Danke für den Artikel-man glaubt gar nicht,wie viele Bürger mit gebetsartigen,hypotonen Argumenten, sich Streetview unterwerfen:“ Da kann ich doch mal sehen,wie die Eltern unseres Ausstauschschülers wohnen..“
    Es ist exakt wie Sie, Don, sagen: Streetview verschafft dem Konzern noch mehr Werbefläche-Google verhehlt das nicht, sondern outet sich dem Verbraucher
    mit vorgeschobener Naivität: “ Sie wundern sich sicher womit Google Geld verdient“, oder so: “ das ist jetzt wirklich schade,dass Sie Ihr Gebäude unkenntlich machen wollen, wo doch all ihre Freunde gerne wüssten wie Sie wohnen.“
    Ich möchte gerne den Politikern diese Wirtschafts-Zweige in den Ar*** schieben,
    die die Bürger ständig ihrer Lebenszeit berauben.

  11. D.A.
    Man ist einfach baff...

    D.A.
    Man ist einfach baff gegenüber diesen Indiscretinos. Vielleicht, ein Jahr später, wissen die Google-Auguste auch, wie oft man in seiner Behausung gefurzt hat, Scheisse ist ja auch als Dünger sehr wertvoll und verwertbar. Verzeihen Sie meine ordinäre Sprache, aber sie ist lediglich dem Anlasse geschuldet. Wird sonst nicht mehr vorkommen. In Echt! Ey!
    Meinen Sie nicht, dass Sie Berlin zweimal zu oft angefaucht haben? Die Stadt kann nicht dafür, dass sie in diese Gemengelage geraten ist, sie hat auch ihre wunderbaren Seiten, S. Preussische Klassik, Fontane, Charlottenburger Schloß, Liebermann, die Berliner selber etc. Ganz nebenbei: Ausserdem weisen eine ganze Menge Stadthäuser, Villen jede Menge Balkons auf incl. entspr. liebevoller Bepflanzung. Die Platte als solche u. a. mehr, ist wiederum früheren, geschichtlich obstinat gewordnen, Pfeifen geschuldet. Schauen sie sich z. B. mal die großartige Stadt Krakau an und daneben dann dieser ganze „philantrope“ Krempel der gehabten Sozarch. mit dem stinkenden, rauchenden Industriekombinat Nowa Huta.

  12. Welch kleinlich knausrige...
    Welch kleinlich knausrige Argumentation! Die ganze Aufregung um dieses Sommertheater bleibt mir unverständlich. Bitte, werte Herrschaften, erklären Sie mir nicht die von Ihnen unterstellten Werbeeinnahmen seien das einzige Argument. Das wäre billiger Neid und als Kern Ihrer Verachtung müßte ich eine große Angst vor Bedeutungsverlust vermuten. Sie mögen ja alle miteinander sehr nette Häuschen besitzen, sicherlich auch in wirklich angenehmen Gegenden. Doch ich werde das Gefühl nicht los, Ihr Unwille die Fassaden Ihrer Immobilien im Netz zu sehen sagt mehr über den Zustand unserer Zivilgesellschaft als über die Geschäftsmodelle einer gut vernetzten Internetfirma. Wo nichts zu sehen ist, sehen ganz von selbst alle weg.

  13. Die restlichen Argumente -...
    Die restlichen Argumente – oder einige davon – habe ich hier schon mal beschrieben:
    .
    http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~EC7D03C613D244E938BA3D9A72E00C958~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  14. Dass diese Firma Geld verdient...
    Dass diese Firma Geld verdient und das mit Werbung tut, ist das eine; das andere ist, dass sie schon heute sehr stark die Realität gestaltet und sie eben nicht nur abbildet – wie man im ersten Moment meinen könnte, wenn man mal das Kerngebiet (Suchmaschine) betrachtet. Die naive Vorstellung ist, dass dort Internetseiten indiziert werden und dadurch besser gefunden werden können. Inzwischen ist aber das Erscheinen eines Suchtreffers (auf der ersten Trefferseite oder weiter hinten oder gar nicht) etwas, das sehr stark darüber entscheidet, ob diese Inhalte überhaupt gefunden werden. Also versuchen viele, sich über Tricks weiter nach vorne in den Trefferlisten zu bewegen, ein ganzer Wirtschaftszweig lebt übrigens davon. Inzwischen „optimieren“ die Online-Ausgaben der meisten Zeitungen dann auch ihre Überschriften und Artikelschlagworte dahingehend, dass sie bei Google „vorne“ (oder überhaupt) auftauchen. „Nur Sprache“, werden jetzt viele sagen, aber auch in so etwas zeigt sich die gestaltende und verändernde Macht solcher Datenaggregierer.

  15. I'll tip my hat to the new...
    I’ll tip my hat to the new constitution
    Take a bow for the new revolution
    Smile and grin at the change all around me
    Pick up my guitar and play
    Just like yesterday
    The Who

  16. Achtzig Prozent aller Sucher...
    Achtzig Prozent aller Sucher im deutschen Netz gebrauchen google – sogar dergestalt, daß sie alles, was sie suchen, in die Maske eingeben. Eine Adressleiste des Browsers ignorieren sie und/oder wissen gar nicht, was das ist. Google weiß also alles, was die Leute bewegt. Will man bei dem Vertrauenvorschuß Widerspruch erwarten. google fotos gibt es eh schon, websites mit Fotos etc. auch. Zum Zeitungkaufen ging man früher auch zum Kiosk, redete dabei mit Gleichgesinnten. Heute download mit blog und Werbung. Und microsoft, das viele zu bekämpfen suchten, nutzen wir, um hier zu posten.
    Gibt es nicht auch schon google earth?

  17. Ich denke, das, was man bei...
    Ich denke, das, was man bei SEO- und Spamdiensten sieht, wird in nicht kleinerem Umfang auch bei Streetview passieren. Sicher nicht nur wegen Google, aber wenn die Geld verdienen wollen, müssen sie einen Mittelweg zwischen Kontrolle und Kostendisziplin finden – und wenn sie auch da das Monopol haben, werden sie eher auf die Kosten denn auf die Kontrolle schauen. Weil sie nicht müssen. Verpixelung ist die einzige Möglichkeit, das aktiv zu verhindern.

  18. Was bei Google Maps verteufelt...
    Was bei Google Maps verteufelt wird, das wird – zum Beispiel – beim Kupferstecher und Verleger Matthäus Merian seit 400 Jahren (in Worten: Vierhundert) als Hochkultur gefeiert.
    Doch damit nicht genug. Googles „Stadtrundfahrten“ werden auf heuchlerische Weise besonders von solchen Print-Verlegern attackiert, die ihre eigenen Bilderheftchen gerne als Kultmedien verkaufen; siehe Geo Magazin, National Geographic und die heutigen Merian-Hefte, bei deren Anblick sich der alte Namensgeber Matthäus im Grabe umdrehen würde.
    Wen wundert’s ?? Haben Frau Bertelsmann und Frau Springer ihr Vermögen je mit Qualität und Innovation verdient ??
    Nein mein lieber Alfonso (den in Italien und Spanien übrigends niemand mit „ph“ schreibt), ganz im Gegensatz zu Ihren (!) Blog-Fotos blickt Googles harmlose Street View in Meran, Paris oder New York in oder auf keinen einzigen Balkon; ein physikalisches Unding aus der Froschperspektive.
    Nota bene:
    Recht haben Sie freilich in einem einzigen Punkt, den Sie aber wissentlich unterschlagen: Dank Internet haben Zeitungen und Zeitschriften ihre Lizenz zum Gelddrucken verloren. Das „Anzeigen aufdrücken“ hat nicht Google erfunden, sondern ganz allein die ach so ehrsame Presse. Seit Ihnen dieses Monopol abhanden gekommen ist, schreiben Sie tiefrote Zahlen und giftigen Müll gegen alles, was sich online bewegt.
    Geben Sie’s endlich auf; die schöne Maske der selbsternannten Elite ist längst durchlöchert…

  19. @nnier, ist das "Realität...
    @nnier, ist das „Realität gestalten“ nicht immer so bei erfolgreichen Unternehmungen? Ein alter Hut ist, google ist mit SEO groß geworden, nicht mit Bildern. Und was ist daran per se schlimm? Eine website dient als Werbefläche und die sollte doch gefunden werden, oder nicht? Kaufen Sie eine Zeitung mit der Absicht, eine Wohnung zu finden, suchen Sie in Vermietungen oder Immobilien. Im Internet mußte dafür ein Algorhitmus her, den google am besten fand. Und die Oberfläche war und ist bestechend einfach. Daß Unternehmen ihren Absatz und Umsatz über online-shops gestalteten, ist eine andere Sache. Dies bietet nun wieder Unternehmen mit wenig Geld, aber viel SEO-Kenntnis, Gelegenheit für Aufmerksamkeit.

  20. <p>Timotius, die Zahlen dieses...
    Timotius, die Zahlen dieses Blogs sind so gut, dass es sich bestens selbst finanziert und Gewinn abwirft. Und es ist auch genug Werbung da. Insofern habe ich gerade mit dem Internet absolut Null Probleme. Nur ist das noch nicht mal meine Sache. ich bin keinb Werber, sondern Mensch und Journalist.
    .
    Offensichtlich verstehen Sie das Problem nicht, oder wollen es nicht verstehen: Es ist keines des Blicks, sondern eines der Vergleichbarkeit und Verknüpfbarkeit der Daten, und der Art, wie das Ganze pdeudohoheitlich vorgenommen wird. Stadtansicht a la Merian hat mit Streetview in keiner Weise etwas zu tun; wir können da auch die Schedelsche Weltchronik nehmen: Nichts war mit anderen Daten kombinierbar, und keine Stadt dieser Zeit hätte solche Rechte Fremden gegeben. Da war man höchst pingelig, alle Informationen, die man hatte, wurden sauber geheim gehalten. Also verkneifen Sie sich hier besser historisch unpassende Vergleiche, oder bringen sie bei mangelintelligenten Gossenblogs an, die man mit sowas beeindrucken kann – ich bin nicht verpflichtet, Falschaussagen und Unbildung freizuschalten

  21. Werter Don, Ihre Antwort...
    Werter Don, Ihre Antwort überzeugt. Danke.

  22. Da muss ich mal ganz naiv...
    Da muss ich mal ganz naiv sein. Ich sehe das Wohnhaus meiner Nichte in Kanada, das Haus eines Freundes im Pariser 3ten Arr., unser eigenes Haus in NL, eine von mir bewunderte Villa (30er Jahre) in Antibes. Was verraten mir diese Ansichten? Nichts verraten sie. Es ist mir eine andere Form des Stadtplanes, nur nicht so abtrakt. Ich mache mir ein Bild von Orten, die ich besuchen werde. Stehe ich persoenlich vor dem Gebaeude, bin ich ueberrascht, weil es doch etwas anders aussieht als bei Streetview. Und naechstes Jahr sieht es schon wieder anders aus. Und wie erst in zehn Jahren?
    Madame betrachtete sich unser Haus bei Google: „Die Balkons muessen neu gestrichen werden. Das Rot verblasst!“.
    Much ado about nothing.
    .
    Und uebermorgen hat eine Stadtplanung die ganze Muehe zu Null gemacht.

  23. Die Balkonphotos sind sehr...
    Die Balkonphotos sind sehr schön.
    Aber sonst: so sinnlos wie Widerstand gegen die Einführung des Barcodes. Mir doch wurscht, wenn sich die Touris auf Street View die Fassade anschauen. Angewackelt kommen müssen sie immer noch auf 2 Beinen. Und das tun sie so auch. Als Geheimtip in einem Reiseführer landen ist weitaus schlimmer, davon können die Bewohner an der Admiralbrücke ein Liedchen singen.
    Und was bringt Sie eigentlich dazu, dermaßen über meinen Balkon zu meckern?

  24. Das Telefon ist doof. Warum...
    Das Telefon ist doof. Warum geht man nicht kurz vorbei und fragt face2face?
    Das Internet ist doof. Warum geht man nicht in die Bibliothek und wälzt Bücher und Zeitungen?
    Autos sind doof. Warum geht man nicht zu Fuss kurz vorbei?
    Das Fernsehen ist auch doof. Warum schafft man sich nicht echte Unterhaltung?
    Alles doof. Doof doof doof. Fortschritt doof.
    Oder was?

  25. @DA: Ihr Kampf gegen die...
    @DA: Ihr Kampf gegen die Datenverknüpfung ist ja ehrenwert, aber ob da nun gerade Street View das Tüpfelchen auf dem i ist? Fassaden sind doch zum Anschauen da. Bei dem http://www.zeit.de/zeit-wissen/2006/06/Geomarketing.xml kratze ich viel mehr am Kopf, wie auch bei dem im anderen Blog angesprochenen Scoring. Mit Street View hingegen geht es mir wie Filou, ich habs zum Hotelfinden (Fassade merken und dann gleich drauf zugehen können) auch schonmal ganz praktisch gefunden.

  26. Kommentieren Sie bei einem der...
    Kommentieren Sie bei einem der erfolgreichsten Profiblogger dieses Landes. Mann, muss der rückschrittlich sein. Oder was.

  27. colorcraze, ebent! Wissen, wo...
    colorcraze, ebent! Wissen, wo die Huette steht! Wie sie aussieht, was drumherum ist. Ich muss ja nicht immer Abenteuerreisen machen. Und wenn mir Google auch noch verraet, wo ich einen kostenlosen Wi-Fi-Zugang finde, werden meine bescheidenen Wuensche erfuellt sein.
    (Meine Katze schreit mich an. Sie wuenscht mich zu Bette. Sie hat recht. Gute Nacht!)

  28. Hätten die Googles ihre...
    Hätten die Googles ihre Kamera mal bloß hinten aus der Barchetta gehängt (oder auf den Fahrradgepäckträger). Dann wäre alles möglich gewesen, stilvolles Ablichten sozusagen. Aber so, mit Opel, muß man wohl die Nase rümpfen. Leider hat Monsieur Don wieder einmal recht und ich kann nur beipflichten. Welche Länder außer den Ösis haben eigentlich noch Widerstand geleistet?
    Zum Ende der Öffentlichkeit kennen Sie sicher „The Fall of Public Man“ von Richard Sennett. Der würde ebenso argumentieren: keine Schauspieler mehr in der Öffentlichkeit, nur noch glatt-schleimige Zirkulationsräume, heute gleich digital. Wie soll man sich da noch schützen? Lieber Don, gehen Sie öfter zu Fuß, flanieren Sie à la W. Benjamin, oder finden Sie Freunde in der Eisenbahn. Daß Google nur Opel fährt, haben Sie doch auch nur der Sixt-Werbung entnommen, oder?
    Das schlimmste sind die Anglizismen und die Tatsache, daß die Firma eh in CA registriert ist. Wenn schon visuelle Stasi, dann sollten wir die selber machen! Armes D.!

  29. Es reicht. Der Don hat mich...
    Es reicht. Der Don hat mich überzeugt: nie mehr pickelgesichtige, fette und ungehobelte Kalifornier auf meiner Startseite (ich gestehe es). Aber: Was ist die ALTERNATIVE (außer JaHu)? Ein Kurz-Check in einer prominenten Computer-Zeitschrift ergibt: nix!- außer Spezial-Suchmaschinen, die themenorientiert sind oder eine aberwitzige Präsentation haben. WER HILFT?!?

  30. Da kann ich nur die Weitsicht...
    Da kann ich nur die Weitsicht der Nachkriegsreichen bewundern, die sich vor
    40 Jahren ihre „Slums für Millionäre“ gebaut haben – ausser dem Zaun ist von
    der Straße aus nichts zu sehen.

  31. Once upon a time internet was...
    Once upon a time internet was a place to opt-in.

  32. Ich verstehe die Auregung...
    Ich verstehe die Auregung wirklich nicht.
    Als Privatnutzer kann Streetview ganz hilfreich sein, beispielsweise bei der Wohnungssuche- wie ist denn so die Umgebung? Oder gelegentlich der Blick zurueck bei Heimweh.
    Und „professionell“- mich begeistert die Idee der „enhanced reality“, sihe beispielsweise den entsprechenden Artikel in der August- Ausgabe von National Geographic. Ein smartphone mit Kamera auf ein Restaurant in einer unbekannten Stadt richten, es identifizieren, dann auslinken und Kritiken lesen- das hat doch was! (Und ja, auch der rote Michelin kann sich irren, aber dennoch).
    Eine Datenunsicherheit aber, die kann ich in all dem nun ueberhaupt nicht erkennen.

  33. Verlust des Raumes
    liebe...

    Verlust des Raumes
    liebe colorcraze, lieber Filou, Sie benutzen Google Street View als erfahrene Menschen und picken sich Ihre Vorteile heraus. Sie wissen, dass das, was Sie sehen, nur ein Bild ist. Und Ihnen ist bewusst, dass Ihr Interesse dem Raum gilt, aus dem das Bild stammt. Wenn es so mehrheitlich wäre, gäbe es kein Problem.
    .
    Lassen wir das kommerzielle Interesse der Firma Google beiseite. Nachdenklich stimmen mich die Punkte Neugier und Echtort (analog zu Echtzeit). Google, Google Earth und Google Street View befriedigen eine erste Neugier. Bei reiner Wissenaufnahme im lexikalischen Sinn ist die Sache prima. Aber Google liefert dann meist Bilder, keine Räume. Und Räume sind auch Erfahrungsräume (anderes Klima, andere Sprachen, andere Kulturen). Die enormen Möglichkeiten, die das Netz bietet, werden durch das Alter und Billdungsniveau -teilweise auch das Prekariat- seiner Nutzer in Wohlstandsoasen -wie etwa in Westeuropa- zum Infotainment.
    .
    Ein Parallelphänomen scheint mir der Bereich der Museumspädagogik. Heute werden Zehn- bis Zwölfjährige Schulkinder durch Museen und Ausstellungen geschleust. Zum Verständnis werden ihnen für komplexe Sachverhalte und fehlende Lebenserfahrung einfache Begriffsmodelle und entsprechend vereinfachte Inhalte geboten. Letzlich wird damit der Kunst ein herausfordernder Charakter genommen, wo es m.E. um das Gegenteil ginge: das Erwecken von Neugier mit dem entsprechenden Anreiz zur Vertiefung von visueller Erfahrung; die Bekanntschaft mit Kreativität und ihr Verhältnis zur gesellschaftlichen Realität etc.. Also auch hier geht es um den Verlust des „Raumes“ hinter dem Bild.
    .

  34. Ein Problem ist die...
    Ein Problem ist die Verknüpfbarkeit der Bilder mit der Postadresse.
    .
    Aber wozu braucht man heutzutage noch private Postadressen?

  35. In Abwandlung des Titels eines...
    In Abwandlung des Titels eines früheren Horrorfilms muss es wohl heute heissen: Die Döner(fr)esser kommen (oder sind schon da).
    Diese Datengier ist wirklich erschreckend. Google weiss anhand der Häufigkeit der Suchanfragen schon vor den Impfbehörden, wo die nächsten Grippe heranreift, durchsucht offenbar mails nach stichworten und schaltet dazu vermeintlich passende werbebanner und lässt wohl auch seine jetzige streetview-widerspruch-regelung so derart unübersichtlich (was geschieht z.b. mit den daten der widersprechenden?), dass selbst mancher landesdatenschützer einräumt, er wisse nicht, ob er zum widerspruch raten solle. Wenn dann auch demnächst ein gesichtserkennungsprogramm angeblich namens goggles freigelassen wird, dann verlässt mancher sein haus und wird anhand seines bildes im internet identifiziert und zugeordnet ohne auch nur das geringste davon zu ahnen. Eine Äußerst miese tag-attack, wie ich meine, und anlass, über seine eigene bebilderung im netz nachzudenken, sofern man davon kenntnis und darauf einfluss hat.

  36. Werter Don,
    was die Häuser in...

    Werter Don,
    was die Häuser in Meran betrifft glaube ich (von dem was ich gesehen habe – ich kenne nur Bilder), dass viele davon Ihnen auch von innen gefallen dürften. Wie stehts also mit einem Drittdomizil dort?
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    Was Google betrifft – ich kann Ihr Argument nachvollziehen, jedoch stellt sich in der politischen Diskussion natürlich die Frage, was man daraus folgert. Google ‚par ordre de mufti‘ das Ganze zu verbieten kanns nicht sein und man kann kaum juristisch klar definieren, wann Bilder in Ihrer Art und Verwendung den Öffentlichen Raum und die Häuser der Bürger mit Anstand würdigen.
    .
    Am Ende sollte also die Frage nicht lauten, wie man Google das verbieten kann, sondern wieso in unserer Gesellschaft ein Unternehmen mit dieses Verhalten Erfolg hat. Und es sind nicht nur irgendwelche Spinner in Berlin, die ‚Street View‘ nutzen werden – ich denke, dass viele derjenigen, welche jetzt Ihre Häuser von Google unkenntlich machen lassen sich anschließend die Häuser anderer Leute durchaus dort anschauen werden.
    .
    Was mich an Google eigentlich viel mehr stört ist die Stümperhaftigkeit, mit der viele derartige Projekte umgesetzt werden. Das betrifft nicht nur ‚Street View‘, wo die Qualität der Bilder vorsichtig ausgedrückt eher bescheiden ist, sondern auch andere Dienste (Mir fällt es besonders bei ‚Maps‘ und ‚Earth‘ auf, weil ich dort aufgrund meiner eigenen Arbeit mit Satellitendaten weiss, dass eine bessere Qualität durchaus möglich ist). Bei Google zählt jedoch Masse statt Klasse, Hauptsache die Werbeeinnahmen sprießen.

  37. Merkwürdig , wie emotional...
    Merkwürdig , wie emotional die Diskusssion um Street View geführt wird.
    Exhibitionismus und Voeurismus scheinen weiter verbreitet zu sein als man gemeinhin vermutet. Deshalb wird Street- View kommen…

  38. Einfach wieder herrlich,...
    Einfach wieder herrlich, lieber Don Alphonso!

  39. @minna
    An jene Gated...

    @minna
    An jene Gated Communities, von denen es m.W. in D nur eine in Potsdam gibt, musste ich bei Google Streetview auch immer denken: „Werden erstere ihre Tore für das Streetview-Fahrzeug öffnen ?“, lautet meine eher rhetorische Frage.

  40. minna hat recht.
    .
    Wer sich...

    minna hat recht.
    .
    Wer sich kein Grundstück mit Zaun leisten kann, ist selber schuld.
    .
    Vollwertige Bürger müssen es halt so machen wie immer schon: Hier eine repräsentative, fein herausgeputzte Schaufassade extra für GoogleGaff, weiter hinten in der privaten Parkanlage ein Bungalow, das hinter Zäunen und Bäumen vor den Blicken verborgen ist.
    .
    Was in Meran der Balkon war, wird künftig eben die Strassenfassade sein.
    .
    Und wer sagt denn, dass die Postadresse mit der eigenen Wohnadresse identisch sein muß? Künftig wird es extra Anbieter geben, die auf GoogleGaff eine hübsche, repräsentative Briefkastenadresse vermieten, und alle Post dann gleich automatisch an die faktische Wohnadresse des Empfängers in Berlin-Marzahn weiterleiten. So kann man sich für jeden Briefpartner eine eigene Postadresse einrichten.
    .
    Somit schafft GoogleGaff neue Werte, belebt den Immobilienmarkt, beschert Fassadenmalern und Stuckateuren viele Aufträge, sorgt für Wachstum und Beschäftigung. Und sogar die alte Briefpost erhält nochmal eine unvermutete Verdienstmöglichkeit.
    .
    Asozial ist ja nicht StreetView, sondern Leute, die glauben, sie könnten in irgendwelchen Löchern hausen und trotzdem vollwertige Staatsbürger sein.
    .
    Zuwendung, Distinktion, Gnade!

  41. So sehr mir "gockelstritviu"...
    So sehr mir „gockelstritviu“ gegen den Strich und über die Hutschnur geht, es widerstrebt mir auch, denen per Widerspruchsschreiben Adresse und andere persönliche Daten zu überlassen. Schließlich ist es dann genau die allbekannte Datenkrake, und nicht die Justiz oder eine unabhängige Behörde, die darüber verfügt.
    Ich zögere also noch, einen Widerspruch zu schreiben, denn dann weiß die Datenkrake ganz sicher, welche Adresse sie all den anderen schönen Sachen die sie noch über mich weiß, zuordnen kann.
    Ich frage mich daher, ist es hier einfach besser sich in einer gewissen nonchalanten Wurstigkeit zu üben, statt in entschlossenen Aktivismus zu verfallen? Für Gegenargumente bin ich ganz Ohr!
    Ich erinnere an die Volkszählung der 80er, als nach dem Widerspruchs- und dem Einspruchsverfahren existenziell gefährliche monnetäre Forderungen auf unsere kleine Hausgemeinschaft zukamen, beschlossen wir die Fragebögen auszufüllen; damals waren wir dann alle weiblich, 42 Jahre alt, syrisch-orthodox, alleinstehend, von Beruf Telefonreiniger, eben allen similären Müll, den sie noch abfragten.
    Nachfragen gab es nie. Ruhe war dann auch. Auch heute bin ich stolz darauf als syrisch-orthodoxer, weiblicher Telefonreiniger im großen Datennirvana der Bundesregierung zu existieren.
    GrinZZ.
    MD

  42. DA: was hat die Kategorie...
    DA: was hat die Kategorie „Erfolg“ denn mit dem Thema zu tun?

  43. ..., dass rechts neben Ihren...
    …, dass rechts neben Ihren Artikeln Werbung für: Na? Google StreetView angeschlagen wurde!

  44. Was in der ganzen Diskussion...
    Was in der ganzen Diskussion um SV auffällt ist, dass sich kaum Leute zu Wort melden, die in etwa sagen: SV ist prima, ich benutze es gern, aber wenn jemand sein Haus verpixeln lassen will, ist das natürlich sein gutes Recht. (NB: Nicht mein Standpunkt.) Stattdessen scheint es auf der Pro-Seite vor allem „Jünger“ zu geben, die auf Kritik ähnlich gelassen reagieren wie Bin Laden auf eine Karikatur des Propheten. Warum ist das so? Reden wir noch über die Online-Geschäfte eines börsennotierten US-Konzerns oder schon längst über eine Religion?

  45. Götty, ganz einfach: Wer in...
    Götty, ganz einfach: Wer in der Lage ist, ein Blog zu schreiben und zu leiten, das in allen Belangen sowas wie der „Marktführer“ ist, wenn man so will, kann es ja wohl schlecht so sein, dass man internet- oder fortschrittsfeindlich ist. Ich mag das Internet, nur mag ich nicht den Missbrauch desselben. Und wenn ich sehe, dass die direkte Jublerkonkurenz nicht weit kommt, dann kann ich es – und die können es nicht.
    .
    MD, ich gleube, dass es reicht, wenn 5% der Betroffenen Widerspruch einlegen, aufgrund der Strukturen der Bebauung in grossen Städten: Ein Einspruch reicht bei meiner Eigentumswohnung in München, dass ein Komplex mit Dutzenden von Parteien von Streetview verschwindet. Ich glaube nicht, dass Google sich traut, in dem Fall die Daten zu missbrauchen. Und ich gleube, dass ihnen jeder Widerspruch weh tut. Man hört, dass es schon jetzt weit mehr als 100.000 sein sollen, allein aus den betroffenen Gebieten.

  46. Mein Haus ist natürlich das...
    Mein Haus ist natürlich das Schönste im ganzen Land und soll ruhig weiter bewundert werden und zwar nicht nur von Wanderer, Fahrradfahrer und Spaziergänger sondern, dank Streetview- möglichst jetzt auch Weltweit. Ich sitze sowieso ungesehen von der Straße aus auf meine Terrasse… Nein, Spaß beiseite, ich finde viel schlimmer, weil es tiefer in meine Privatsphäre eindringt, dass im Net alle meine Daten untersucht werden, meine Recherchen und mein Verhalten analysiert (wenn ich, z.B. Bohrmaschine bei Google, eingebe, folgt als Werbung gleich Bosch oder Otto oder irgend einen Baumarkt) Die Werbung wird gleich auf mich und meine (unterstellte) Bedürfnisse angepasst Es wird mir gleich etwas suggeriert und man versucht, auf diesem Weg, bei mir einen Kauf zu induzieren. Wenn ich das merke, irritiert und stört mich das extrem, ich fühle mich beobachtet. J‘en profite pour envoyer un clin d’oeil à l’ un de vos lecteurs les plus assidus et qui se reconnaitra, ainsi que sa maison, ici.

  47. HansMeier, das ist die Idee!...
    HansMeier, das ist die Idee! Ich vermiete meinen Postbriefkasten! Auf eine repräsentative Fassade legten ja schon die Erbauer des Hauses (Banker, übrigens) wert, sehen Sie, die waren sehr vorausschauend!

  48. Interessant, ich hoffe, dass...
    Interessant, ich hoffe, dass sie diesen Müllkonzern dafür bluten lassen, und das Geld geht in die juristische Verfolgung und Bestrafung derjenigen, die sich aufmachen wollen, um verpixelte Häuser ins Netz zu stellen.
    .
    HansMeier555, was ich im MOment erlebe, ist in den entsprechdenden Vierteln eher die Absprache ganzer Strassenzüge, sich zu wehren.

  49. Bandenwerbung an den Balkonen?...
    Bandenwerbung an den Balkonen?

  50. Ich denke, die beste...
    Ich denke, die beste Werbemassnahme wird sein, einen von den Zwangsknipsern wirklich vor Gericht zu zerren, und das alles im Internet frei und ungehondert zu dokumentieren, damit sich jeder überlegen kann, ob er das wirklich so haben will. Und ich bin mir sicher, dass es auch da eine Menge Leute gibt, die mitmachen.
    .
    Clin d’oeil, mir fällt das auch erst seit ein paar Monaten auf, dass die Kontextwerbung von einem „ist mir egal“ zu einem „das nervt“ abschmiert, zumindest nach meinem Gefühl. Wie auch immer: ich habe schon so viele unbezwingbare Internettitanen gehen sehen, ich glaube auch, dass wir das Ende von Google und Facebook erleben werden. Irgendwann, so hoffe ich, wird es ein Netz geben, das öffentlich und frei ist. Dafür würde ich dann auch gerne zahlen.

  51. jean-jacques,

    haben Sie schon...
    jean-jacques,
    haben Sie schon einmal ixquick getestet?
    Es handelt sich um eine Meta-Suchmaschine,
    die speziell damit wirbt, die Privatsphäre zu schützen.
    Ich kenne sie schon länger und verwende sie seit
    einigen Wochen grundsätzlich zuerst, in der Regel
    kommt man auch ohne google zum Ziel.
    An den Hausherrn:
    Ich hoffe, der Hinweis ist erlaubt?

  52. Ich weiß auch nicht recht, wo...
    Ich weiß auch nicht recht, wo jetzt das Problem liegt. Die Stret-view-Technik ist so aufwendig, dass die Bilder nicht in engen Abständen aktualisiert werden können. Schon nach wenigen Monaten oder Jahren zeigen sie Vergangenes. Wer weiß, ob die Häuser, die ich heute im Street-view in Paris, New York oder Boston bewundern kann, überhaupt noch stehen. Vielleicht hat sich die schmucke Strasse in Detroit schon in einen Slum verwandelt. Oder dort, wo das verträumte Gründerzeithaus stand, erwartet mich heute eine Reihenhaussiedlung. Die Widerspruchsmöglichkeit finde ich zur Herausbildung eines neuen Bürokratiezweigs sehr sinnvoll. Was passiert eigentlich bei einem Umzug? Muss sich der Widerspruchsführer dann auch bei Google abmelden? Was ist mit Mehrfamilienhäusern. Müller will seine Wohnung im Internet sehen, Meier nicht.
    Street-view ist eine gigantische Spielerei, die von der Werbung lebt. Dass man aus den Bildern selbst Kapital schlagen kann, bzw. dass diese Bilder irgendwelche Grundrechte verletzen, vermag ich nicht zu erkennen.

  53. "...oft bei den...
    „…oft bei den Freiluftmülllagern vermuten kann, die schlechtere Viertel in deutschen Städten verunzieren, idealtypisch hier: Der Reichshauptslum Berlin. “
    Nun ja. Nah an Meran liegt ja Bozen und wenn ich mit der Bahn Bozen-Meran fahre, sehe ich dort ebensolche vermüllten Balkons an unansehnlichen Betonbauten.

  54. Ist natürlich...
    Ist natürlich erlaubt!
    .
    Giannozzo, ich sehe das so (und ich muss dazu sagen, dass ich einige der Leute mehr oder weniger gut persönlich kannte und auch ihre Entwicklung kenne): Die meisten dachten, sie wären mit Blogs und Twitter schon an der Spitze der Bewegung, und alle anderen müssten nachziehen. Sie dachten, sie beherrschten die Zukunftstechniken und wären damit auch die in Zukunft Wichtigen und Bedeutenden. Sascha Lobo wollte die Blogs mit Werbung von der Subkultur zur Kultur bringen (!) und ist damit gescheitert, Mario Sixtus hatte ganz tolle Pläne für seine Webvideofirma, und in diesem Sommer suchte eine Teilzeitmitarbeiterin einen anderen Job, Seemann wollte bei der FAZ zum Vordenker im Internet werden, immer so weiter. Es hat alles nicht geklappt. Und jetzt kommt Google und macht eine Zwangseinführung einer Technik, die alles und jeden betrifft. Sie sind nicht Google, aber sie denken meines Erachtens, wenn sie dabei sind und mitmachen, werden sie damit ihre Vorstellungen der Zukunft durchsetzen können. Man liest das ja: Google würde die blöden Spiesser und Internetausdrucker, an die sie in ihren Klitschen und billigen Wohnungen nie herankamen, jetzt in ihre Sphäre zwingen, in die sie sie selbst nie ziehen konnten. Es ist ein Akt der Gewalt. Und ich gedenke, diesem Akt der Gewalt mit einem Akt von noch mehr Gewalt ohne jede Rücksicht zu begegnen.

  55. EinBerliner, in Bozen und...
    EinBerliner, in Bozen und anderen italienischen Städten hat das einen gewissen pittoresken Charme, der Südtiroler trotzdem abstösst – schliesslich sind dafür in deren Meinungt die Welschen verantwortlich. Aber zumindest liegen in Bozen keine Kühlschränke und Sofas auf den Strassen.
    .
    Was gated Communities angeht: Es gibt da auch noch die Privatstrassen, und eigentlich hätte Google auch in Anliegerstrassen nichts verloren (aber das werden sicher die gerichte noch klären).

  56. Werter HansMeier555, Sie...
    Werter HansMeier555, Sie schaffen es immer wieder, ein Thema auf ein Level und in einen Blickwinkel zu stellen, welche überraschen, ein inneres Lachen mit Nachdenklichkeit provozieren oder schlicht lustig sind. Chapeau Monsieur.

  57. "Wer Kindern Paläste baut,...
    „Wer Kindern Paläste baut, reißt Kerkermauern nieder“ (Eingangstafel zum Julius-Tandlerheim, Wien. Wie definiert sich Palast? In qm?
    Hilfe, bin ich von lauter verpimpelten Villenkindern umgeben?!?
    @Don: Was ist ein Profiblogger? Journalist oder Behoeme (Mit oder ohne Digit)?

  58. In meinem Fall: Jemand, der...
    In meinem Fall: Jemand, der sich bei der FAZ so wohl fühlt, dass er gelegentliche Abwerbeversuche zu serh guten Konditionen lächend ausschlägt. Die Branche giert nach Leuten, die das, was hier passiert, können. Aber ich bin einfach gerne hier und bleibe es auch. Ich bin ein zufriedener Plauderer. Mehr eigentlich nicht. Aber draussen glauben manche, es gäbe da ein Geheminnis, und damit würde man dann auch so etwas wie hier machen können. Ich denke, es geht wirklich nur darum, anregend zu plaudern. Für Bohoeme bin ich, gradraus gesagt, nicht arm genug.
    .
    St. Georges d’Ibry, gern geschehen!

  59. Was Privatstrassen und...
    Was Privatstrassen und Panoramafreiheit betrifft – solange der Eigentümer dem Fotografen nicht den Zutritt verwehrt (per Schild oder physikalisch) darf er dort meines Wissens auch Fotos machen und diese auch veröffentlichen (im Rahmen der üblichen Einschränkungen bezüglich Persönlichkeitsrechte etc.)
    .
    Was der Gesetzgeber übrigens recht einfach machen könnte ist, das Betreiben automatischer Fotosysteme, wie sie Google verwendet, unter Genehmigungsvorbehalt zu stellen. Ist natürlich ziemlich bürokratisch (die entsprechende Genehmigungspflicht für Luftaufnahmen wurde 1990 abgeschafft).

  60. Rosinante 7:22
    .
    "Der Verlust...

    Rosinante 7:22
    .
    „Der Verlust des Raumes“ …Sie sprechen mir aus der Seele!
    .
    … und soll ich wirklich glauben, daß es Zeit ohne Raum geben kann und muß
    ich mich wundern, wenn Leute anfangen über ihren Kontrollverlust nachzudenken?

  61. @Rosinante: die Sache mit dem...
    @Rosinante: die Sache mit dem Ort der Öffentlichkeit und den Bildern davon treibt mich ja immer wieder schon mindestens ein Vierteljahrhundert um. Was ich als tatsächlich beobachtet habe, sind Treffpunkte von Teilöffentlichkeiten – Wirtschaft, Versammlungshaus usw. – und öffentliche Plätze, an denen sich alles mischt. So ein Ding wie die öffentliche Meinung bildet sich eher medial und im Gespräch in eher nichtöffentlichen Zirkeln, das kann ich nicht sicher verorten.

  62. @hansMeier: nein, sehen sie,...
    @hansMeier: nein, sehen sie, Bandenwerbung an Balkonen ist ja out, das macht man ja jetzt viel unauffälliger einfach auf den entsprechenden Internetseiten. Da braucht man nicht mehr das Haus verschandeln.

  63. Monsieur,
    Sie...

    Monsieur,
    Sie schrieben:
    „Ich glaube nicht, dass Google sich traut, in dem Fall die Daten zu missbrauchen. Und ich glaube, dass ihnen jeder Widerspruch weh tut. Man hört, dass es schon jetzt weit mehr als 100.000 sein sollen, allein aus den betroffenen Gebieten.“
    Im Gegensatz zu Ihnen, misstraue ich der Datenablage bei Google, wer so unverschämt Nutzerprofile anlegt, ordnet auch unsere Widersprüche dann dazu, schlimm dass wir selbst in unserer Unbedarftheit diese Krake haben groß werden lassen.
    Dass der Krake jeder Widerspruch weh tut, dass es in großstädtischen Mehrfamilienhäusern sicher nur einen braucht, um den Blick auf die Fassade zu verpixeln ist zwar ein Trost, aber kein Ausweg.
    Was als Sommerlochhype begann, könnte sich endlich mal zu einer nötigen Diskussion um den Wert des Privaten in modernen Zeiten herausstellen.
    Gruß MD

  64. Darüber werden wir hier auch...
    Darüber werden wir hier auch noch einiges reden, in den kommenden Tagen: weg von Google, hin zu uns. (Ich bin in der Sache kommenden Sonntag übrigens auch auf dem Poetenfest in Erlangen).

  65. Ja werden die Menschen...
    Ja werden die Menschen künftig denn keine Namen und keine Idenität mehr haben, sondern nur häßliche Knoten sein in einem Gestrüpp von Accounts?
    .
    Auch dagegen können letztlich nur feudale Verhältnisse helfen.
    Eine Ordnung, die wesentlich auf Abstammung beruht und anhand der Rangplatzordung in der Kirche, an der Tafel, im Ballsaal sowie auf dem Friedhof mühelos abgelesen werden kann.
    .
    Für die Bürger gibt es eine Kleiderordnung. Arbeitslosen z.B. wird das Tragen von Markenturnschuhen gesetzlich verboten.

  66. "(...) die Verknüpfung von...
    „(…) die Verknüpfung von Orten und Daten sei „digitale Öffentlichkeit“ und „neues Herrschaftswissen“ (…)
    Damit ist tatsächlich alles gesagt, was es über den Konzern und seine unbezahlten Mitläufer (nichts Anderes sind sie) zu sagen gibt. Die Aneignung von Herrschaftswissen ist die eigentliche Motivation. Google strebt weiter dem Endziel entgegen, jeden Menschen in einen gläsernen Konsumenten zu verwandeln und rechtfertigt dies mit dem perfiden Rückgriff auf den Begriff der Öffentlichkeit, der jedoch eigentlich der Sphäre selbstbestimmter Subjekte angehört.
    Die Aufregung um StreetView ist ein Sommertheater – und es ist keines. Die Ablichten der Fassaden alleine wäre nicht so das Problem. Fassaden sind schließlich zum Anschauen gemacht. Zum Problem wird die Sache, weil es eben keine isolierte Information, sondern ein weiterer Baustein in der Erzeugung eines größeren Puzzles ist. Ja, es ist ein Sommertheather, denn natürlich hätte man sich bereits aufregen müssen, als die Luftbilder ins Netz gestellt wurden. Nein, es ist kein Sommertheater, es ist der Beginn einer Gegenreaktion, die längst überfällig war. Dass sie sich an einem, für sich betrachtet, trivialen Teilakt des größeren Prozesses festmacht, ist irrelevant.
    Es gab zu Recht Aufruhr um den „gläsernen Bürger“ und nun, da der Bürger nicht nur gläserner wird, als je zuvor, sondern auch noch zum Konsumenten degradiert, vom selbstbestimmten Subjekt zum Objekt fremder Begierden, ist seine Rebellion wiederum unumgänglich.
    Warren und Brandeis konnten sich 1890 noch darauf beschränken, festzustellen: „Privacy is the right to be let alone“. Damals endete Öffentlichkeit an der Haustür. Heute ist man überall von Datenschnüfflern umgeben, für die eine Haustür nur noch eine Trivialität dastellt, weil ihrer Meinung nach die wahre Öffentlichkeit dahinter liegt: In jedermanns Computer und Handy.

  67. @ nico 19. August 2010, 22:25:...
    @ nico 19. August 2010, 22:25: Wenn man nur abstrakt genug argumentiert, ist das so, und ich hole jetzt nicht die Diktatoren raus, die ja so gesehen auch erfolgreiche Unternehmungen und so weiter. Frage also immer wieder: Wer wie warum wofür? Mir ging es bei dem harmlosen Hinweis da oben vor allem darum, deutlich zu machen, dass weder durch Suchergebnisse noch durch Fotos irgendeine Realität einfach so abgebildet, sondern dass sie durch Auswahl und Gewichtung gestaltet wird. Und ob es gut ist, diese Gestaltungsmacht einem (übrigens in Teilgebieten fast schon monopolistischen) privaten Unternehmen einfach so zu überlassen, das bezweifle ich doch sehr. Sie selbst nennen ja das Stichtwort: „Im Internet mußte dafür ein Algorhitmus her, den google am besten fand“. Schauen wir mal, was Google künftig so am besten findet.

  68. @EinBerliner
    20. August 2010,...

    @EinBerliner
    20. August 2010, 11:38
    Wenn Sie von der falschen Seite nach Nice einfahren, z.B. Ausfahrt La Trinité, dann sehen Sie eine Côte d’Azur, welche den Slums von Berlin in nichts nachsteht.
    Dort brennen nachts auch Autos und Muellcontainer. Und es gibt Strassenschlachten mit der Polizei.
    Gut, wenn man einen Bogen drum faehren kann.
    .
    @Don Alphonso
    Schoene Bilder von Meran. Das laesst mich vergessen, dass es seit heut morgen hier schuettet, ich nicht aufs Boot kann und 2 meiner Fahrzeuge in der Werkstatt habe. Und mit Velo oder 3rad ist heut nix.
    Hier eine Immobilie fuer Sie aus Italien. Ein bischen klein von den qm her, aber mir wuerde sie gefallen.
    Ich habe mir (natuerlich bei SV) die Lage angeschaut.
    http://www.immobiliare.it/18263673-appartamenti-in-vendita-Menaggio.html
    „Menaggio“ lat=46.0402109162, lon=9.2510525227

  69. @DA
    Poetenfest sehr schön,...

    @DA
    Poetenfest sehr schön, das ist wirklich klasse. Erlangen wahrscheinlich einer der Orte innerhalb Bayerns in denen man leben könnte. Viel Spaß.
    BTW: Mich irritieren Ihre Andeutungen über Angebote anderer Zeitungen: Sie wollen doch nicht der FAZ untreu werden, oder ist das der Wink mit dem Zaunpfahl um Bewerbung ins Print-feuilleton? Oder wird es Ihnen in Altbayern einfach zu langweilig. Meine Rede seit ewigen Zeiten

  70. Sehr schön! Aber das, was ich...
    Sehr schön! Aber das, was ich wirklich in Meran wollen würde (man denke später auch an die medizinische Versorgung) ist ein spezielles Haus in Obermais, das seit Jahren auf einem Weinberg wartet, dass es jemand wachküsst:
    http://rebellmarkt.blogger.de/static/antville/rebellmarkt/images/6okt3.jpg
    Oder, Alternativ, die ebenfalls zerfallende Villa Minerva in Rive del Garda. Da war ich nah dran, bevor ich am Tegernsee gekauft habe.

  71. Enkidu@:Besten Dank für den...
    Enkidu@:Besten Dank für den Hinweis. Funktioniert tadellos. Konkurrenz und Meinungsfreiheit gekoppelt mit Vielfalt beleben das Geschäft. Monopole wollen nur unsere Kohle.
    ..
    Allgemein@:Lediglich zur Erinnerung was ein Blog ist und was er nicht ist, nicht sein kann u. a. Link. Das Angenehme an diesem Blog hier ist, dass der hiesige“Bloghalter“ fast alles das zulässt, was etwas mehr ist als Mainstream. Selbsternannte Geistes-titanen aber gnadenlos der „Meute“ überlässt, die sehr schnell den Elchtest durchführt, sofern dazu überhaupt Lust besteht. Nichtkommentieren ist eher das schlimmere Scherbengericht……
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blog
    ..
    Zum Thema@: Die Stadtveduten von M. Merian d. Ä, zumal die seiner Topographia Germaniae und zuvor dem Theatrum Europaeum, haben noch nicht einmal im Entferntesten etwas mit dem Tun der Fa. Google und deren Streetview zu tun.
    Allenfalls, dass es hierbei auch um geschäftlichen Erfolg ging. Indiskretion und Ähnliches ist auf diesen Kupfern nicht auszumachen. Die Umgürtung der Städte mit Mauern und Bastionen und deren Darstellung langten kaum als Spionage für damalige potentielle Poliorkreten.
    ..
    Zweifelsohne veralten diese Streetview-Aufnahmen sehr schnell und das Nachhalten wird auf die Dauer wahrscheinlich zu kostspielig. Das Unwohlsein spezifischer Natur bleibt, mit technischem Fortschritt im originären Sinn hat die Aktion kaum etwas zu tun. Die räumliche Perception des Betrachters schulen die Aufnahmen eher nicht. Es wird meiner Einschätzung nach ein Gigaflop werden.
    ..
    Allerdings die Einschränkungen des Webs, wie in China und Iran vorgeführt, können keinesfalls vom mündigen Bürger gutgeheissen werden, schon garnicht von Journalisten. Letzterer Beruf kann durchaus lebensgefährlich sein, wie an Frau Politkowskaja russische Desparados vorgeführt haben.
    ..
    treppenstieg@: Sie sollten mal einen ausgewiesenen (s. Dehio-Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler))Palast oder eine Villa offenen Auges betreten haben,
    dann weiß man (vielleicht) worum es bei diesen Architektur-Begriffen geht. Vermag danach womöglich einzuschätzen ob man die soziokulturelle Schicht, die diese Behausungen bewohnt (-e), schätzt oder eben auch nicht. „Friede den Hütten und den Palästen“ ist danach leichter zu verstehen.
    ..
    Ihnen habe ich die Gnade des Wahrnehmens auch nur eher zögerlich erteilt ;-)

  72. BertholdIV, das ist nichts...
    BertholdIV, das ist nichts neues, das gibt es eigentlich von den ersten Woche an, aber ich weiss, dass dieses Format mit diesen Kommentatoren nur hier geht. Das projekt ist für die FAZ massgeschneidert, wie auch Deus Ex Machina. Auf Print habe ich aus einigen Gründen wenig Lust, da könnte man meine Leichtigkeit kaum unterbringen, und es ist ja auch nicht so, dass da jetzt zu viel Platz wäre. Ab und zu mache ich da was. Aber es ist nicht viel. Mir fehlen einfach die Kommentare und die Bilder. Ich liebe das Internet. Und ich mag die FAZ.

  73. @DA
    Sie haben gekauft oh G-tt...

    @DA
    Sie haben gekauft oh G-tt . Kaufen Sie doch landwirtschaftliche Flächen, wenn es geht, da haben Sie endlich eine Rendite. Machen sie ökologische Landwirtschaft – ich empfehle Bioland-, dort lernen sie auch noch gleich interresante und wenn sie wollen auch reiche Leute kennen.
    habe ich gerade gefunden:
    Sonntag, 29. August, 18:30 Uhr, Markgrafentheater
    das ist ja cool, das muss ich meinem befreundeten deutsch und religionslehrer am gymnasium sagen, dass man es damit an sein hoch angesehenes poetenfest schafft. bloggs sind ja für katholische oberpfälzerische gymnasiallehrer in deutsch so was von bäääh

  74. Don Alphonso@:Hach, dürfen...
    Don Alphonso@:Hach, dürfen wir danach auch Eigenes, Poetisches bei Ihnen unterstellen? Besteht natürlich die Gefahr der Bricolage und-viel schlimmer für´s Sentiment-das Zerissenwerden oder Auslösen von homerischen Gelächter.
    har, har, har……

  75. Nein, ich bin da auf einem...
    Nein, ich bin da auf einem Podium, bei dem es auch um solche Frage gehen wird.

  76. Es sieht so aus, als wurde in...
    Es sieht so aus, als wurde in den deutschen Medien der Begriff von den
    “ No-Go-Areas“ recht einseitig verwendet.
    Der Unterschied besteht wohl nur in der Wahl der “ Waffen“.
    Die einen legen zur Verteidigung ihres Lebensstils selbst Hand an,
    die anderen bemühen den Rechtsanwalt.

  77. Don Alphonso, der Einzige und...
    Don Alphonso, der Einzige und sein Eigentum.
    Empört sich, um sich aus der vereinnahmenden Soße: e m p o r zu heben> mit aller Gewalt. Toller Job. Und wir, die nicht immer tumben Leser und MitPlauderer, verhelfen ihm gern und willig zu gutbezahlten Clickraten, indem wir uns selbst vereinnahmen lassen, völlig honorar-und vorteilsfrei kommentieren, unsere Aufmerksamkeit (damit Zeit und Empathien) diesem seinen Blog widmen. (Ist das nicht auch ein merkwürdiges Suchtverhalten?) GoogleStreetView funktioniert ja auch so: nur Google verdient. Der Einzige und sein Eigentum mokiert sich über die Elenden> wo fängt das Elend an?, doch viel früher als bei nachlässig deponiertem Sperrmüll. Der Verlust des Raumes, den Rosinante beschreibt, wird nur durch die widerstands- und haltungslose Mitwirkung des Einzelnen -und seinem Eigentum- ermöglicht.

  78. Grimaldeli, ist sehr huebsch...
    Grimaldeli, ist sehr huebsch dort. Besonders in der Sommerhitze. Der sozialistische Plattenbau ist ueberall.
    .
    (Gesehen mit Google-Earth)

  79. ferry, ich werde für das...
    ferry, ich werde für das Schreiben der obigen Texte bezahlt. Das Plaudern bezahlt keiner, das ist mein Privatvergnügen, und die Klickraten kommen fast durchwegs durch das Lesen.

  80. p.s.:
    Zur allgemeinen...

    p.s.:
    Zur allgemeinen „Belustigung“: Sobald man NICHT gestreetviewed werden will, hat man einen „Antrag“ (sic!!!) bei der in California, USA, ansässigen Firma bzw. der deutschen Dependance per E-mail zu stellen incl. kompletten zweistufigen Akt. Mit anderen Worten es ist ein Hohheitsakt dem man sich zu unterwerfen hat, sollte einem Dispens erteilt werden. Haben die eigentlich eine Komplettmeise? Pennt da unser zust. Bundes-/Landes-Innenminister? Oder sind die Viewer untouchable, oder viel schlimmer noch, ist Old-G. ev. ein Bundesstaat der USA, wir haben´s bloss nicht bemerkt?

  81. ferry@:Das sind hier alles...
    ferry@:Das sind hier alles Stirner´sche Einzige, selbsten Sie und ich! Aber, und die Gefahr, dass D.A. an seinem two-arm-bandit click-click Patte macht, gehe ich ein. Warum? Weil es mir einfach Freude/Spass macht hier mitzutun. Sie könnten es ja sein lassen, falls Sie nicht mehr mögen. Ganz einfach.

  82. @ferry
    Wenn ich dieses Blog...

    @ferry
    Wenn ich dieses Blog lese und mich vielleicht sogar kurz äußere, tue ich dies aus freien Stücken. Ich täte es nicht, wenn ich den Eindruck hätte, dass damit nur der Klingelbeutel eines Aufmerksamkeitsheischers gefüllt werden soll.
    Wenn andere Leute ungefragt Dinge über mich ins Netz stellen, möchte ich dabei auch ein Wörtchen mitreden und Einspruch erheben können. Es ist dies kein „sich emporheben“, sondern das empörte Verteidigen einer Grenze.

  83. Ja, das ist seltsam. Seit 10...
    Ja, das ist seltsam. Seit 10 Jahren googele ich (vorher Yahoo und Alta-Vista). Inzwischen muesste mein Internet-Verhalten materiellen Einfluss auf mein Leben haben, immerhin will die Datenkrake mein Geld.
    Mir fehlt jegliche Idee, wie eine moegliche Verknuepfung meiner Surfdaten zu irgendetwas, wie auch immer Gearteten werden koennen.
    Liegt’s an meiner Nonchalance, liegt’s an meiner Bloedheit, dass ich nichts bemerke?
    Hoeren und lesen tue ich viel ueber dieses Thema. Konkret boesartiges ist mir nicht zu Ohren gekommen. Dafuer viel Geraune.
    .
    (In meinem Forf war SV schon. Vor acht Monaten wurde das Gemeindehaus abgerissen. Inzwischen steht dort der Rohbau von etwas ganz Anderem.
    …great, great is the company of the preachers!

  84. Ich sehe ein, dass man zu...
    Ich sehe ein, dass man zu einem richtigen Fest auch einen oder zwei Poeten engagiert.
    Aber einem Fest mit nur Poeten bleibe ich doch lieber fern.

  85. Plindos zu Ihrem p.s.
    ...da...

    Plindos zu Ihrem p.s.
    …da pennen so einige Minister – ob gewollt – kann ich nicht sagen.
    .
    Das neue i-phone wird z.B. von der Telekom nur ausgeliefert, wenn der Kude/User
    bereit ist, an seiner Wohunungstür sich gegenüber dem Auslieferungsfahrer irgend
    eines Paketdienstes (Hilfsscheriff?) per Personalausweis auszuweisen und diesen dem
    Fahrer zur Auswertung zu überlassen.

  86. @filou
    Bislang erschöpft es...

    @filou
    Bislang erschöpft es sich in vorgeschlagenen Links und „andere Käufer haben diese Bücher bestellt“. Wenn das Sammeln all dieser Daten, das Ableiten von Interessensprofilen, etc. tatsächlich bereits einschneidendere Folgen hätte, wäre es wohl schon zu spät. Sie tun natürlich recht daran, zur Besonnenheit zu mahnen. Mich stört an der ganzen Geschichte auch nicht so sehr der aktuelle Stand der Bedrohung, sondern die dahinterstehende, anmaßende Philosophie, die schlicht das Ende des Privaten verkündet und das auch noch als Fortschritt und Bereicherung der menschlichen Kultur ansieht. Sicher, sehr weit sind sie damit noch nicht gekommen, aber auch andere Veränderungen fingen einmal klein an. Mir wäre sehr daran gelegen, dass es diese Weltsicht eine Petitesse bleibt. Wenn ich einen Widerspruch erhebe, der nur symbolischen Wert hat, aber vielleicht dazu beiträgt, dass auch die „digitale Öffentlichkeit“ nicht über die Symbolebene hinauskommt, dann soll’s mir recht sein. Selbst wenn ich mich dazu einmal ein bisschen echauffieren muss.

  87. @DA
    Wieder mal volle...

    @DA
    Wieder mal volle Zustimmung von mir. Und ich nehme gern noch etwas von der Meraner Torte.
    *
    @Allgemein
    Ich muss gestehen, dass ich Street view noch nie benutzt habe, obwohl ich das Internet hauptsächlich zur Informationssuche nutze. Ein Zuviel an Information empfinde ich jedoch oft als Ballast und manches will ich auch gar nicht schon im Voraus wissen (z.B. Urlaubsorte entdecke ich gern an Ort und Stelle). Die meisten Hotels haben doch ohnehin Bilder im Internet und diese können auch immer täuschen. So war ich beruflich letztens in Göteborg in einem Hotel, was von außen hässlich von innen jedoch wunderbar war (wunderbaren Blick auf den Fluss, geschmackvoll eingerichteten Zimmern, guter Service etc.).
    *
    @Grimaldeli
    Ach wie schön. Ich würd es auch nehmen, das von Ihnen angepriesene Anwesen, wenn der Don es nicht will. Ich war letzten Sommer vor Ort und bin von Gravedona kommend daran vorbeigesegelt (Katamaran) und dachte gleich, hier müsste man mal wohnen. Leider ist es von Hamburg aus etwas zu weit fürs Wochenende.
    *
    @ferry
    Um mich nicht mit Wiederholungen zu langweilen: Lesen Sie einfach noch mal den Beitrag von Observator 14:53

  88. Guten Tag,

    "Was tut die...
    Guten Tag,
    „Was tut die kalifornische Firma Google nochmal fürdie Öffentlichkeit?“ – die Frage erinnerte mich direkt an eine köstliche Szene aus Monty Pythons „Life of Brian“:
    „Jajaja. Aber abgesehen von sanitären Einrichtungen, von Medikamenten, allgemeiner Bildung, öffentlicher Sicherheit, Bewässerungsanlagen, Straßen, Wasserleitungen und allgemeiner Gesundheitsvorsorge… Was haben dir Römer je für uns getan?“
    Das Erscheinen und die Arbeit Googles haben das Internet gravierend verändert – und zumindest Stand heute – auch besser (produktiver, hilfreicher, etc.) gemacht. Google maps ist ein wunderbares kostenloses Tool, in dem sogar die Werbung manchmal hilfreich ist – google scholar ist mehr als brauchbar, usw. usw. Natürlich gibt es Projekte, die zumindest diskussionswürdig sind, z.B. Google Street view oder das einscannen aller erreichbaren Bücher (find ich als Verbraucher super – gerade bei seltenen Exemplaren, in denen man nur etwas nachschauen will, die man sich sonst mühsam per Fernleihe kommen lassen müsste).
    Also bitte Google nicht völlig verdammen, auch wenn es seine Machtposition versucht zu seinen Gunsten auszunutzen (ist das nicht meist die Quelle des Fortschritts?)
    Gruß,
    T.I.M.

  89. @Filou
    20. August 2010,...

    @Filou
    20. August 2010, 14:33
    In den 80ern bin ich, als naiver Tourist damals, in La Trinité abgefahren und hab dort des oefteren eingekauft. Ich hatte nie Probleme, muss aber sagen, dass ich als Diebstahlswarnanlage eine muslimische Gebetskette am Innenspiegel hatte.
    Warscheinlich wars das, was mich vor allem bewahrt hat. Und damals auch noch volle schwarze Haare hatte….

  90. @Filou: geht mir ähnlich. Und...
    @Filou: geht mir ähnlich. Und wie auch schon gesagt wurde: bei StreetView wird die Aktualisierung ja arg umfangreich. Ein Geschäftsmodell daraus für Google sehe ich nicht so wirklich – daß Leute zahlen, weil sie ein Bild von ihrem frischgestrichenen Haus im Netz haben wollen, scheint mir doch etwas zweifelhaft.

  91. @windsbraut
    20. August 2010,...

    @windsbraut
    20. August 2010, 15:28
    Hamburg-Lugano 4 Std mit der Lufthansa. Und es gibt da sicher auch Billigflieger.
    Ich brauche von MC die gleiche Zeit mit dem Wagen.

  92. Grimaldeli, fuer die...
    Grimaldeli, fuer die Gebetskette werden Sie von mir geherzt und gekost.

  93. HansMeier555@:...so ich die...
    HansMeier555@:…so ich die griechische, antike Lit.- Geschichte richtig mitbekommen habe, fanden damals die Poetenvorträge, gebe zu, meistens tradiertes Zeuch, in gesanglicher Intonation durch Rhapsoden statt. Das wäre doch eine Gaudi heutzutage. Vielleicht doch Biermöslblosn in getragenen Jamben, Hexameter usw. rezitierend? Man stelle sich vor, die Gruppe 47 hätte so etwas fertiggebracht.

  94. Ich freue mich schon auf den...
    Ich freue mich schon auf den blog in nicht allzu ferner Zeit, wenn die Sonne dunkel wird von umherfliegenden „unmannded vehicles“, die auf Wunsch eine 3-D-Ansicht von allen an irgendwelchen Fassaden hängenden Balkonen zaubern (Infrarotbilder bei Nacht inclusive).

  95. steelydan, in der kleinen,...
    steelydan, in der kleinen, dummen Stadt an der Donau geht das Gerücht, man hätte das Sprayerproblem schon damals mit ein paar Backsteinen, Schnüren und dem Fluss aufgelöst, und ich denke, das Gerücht wird es bei den nicht existierenden Drohnenspielern auch geben. Ob zu recht oder nicht – keine Ahnung.

  96. Man sollte sich Gedanken...
    Man sollte sich Gedanken machen, wohin das mit Streetview führen kann. Man braucht dann nur die Adresse eingeben und schon sieht man, in welchem Haus etwa ein Bewerber für eine Stelle oder ein neuer Bekannter wohnt. So kann immer besser diskriminiert und aussortiert werden, wen man in dieser schönen neuen Welt nicht mit dabei haben will.
    Hat heute zufällig jemand im SZ-Magazin gelesen? Augmented Reality. Der nächste Schwachsinn. SZ-Magazin: Wie könnte die Zukunft aussehen?
    Technisch lassen sich auch Gesichter schon erkennen – ein Blick durch das Handy könnte zeigen, ob der attraktive Mensch am Nachbartisch bei Facebook den Status »Single« angegeben hat oder grölend bei einem Saufgelage fotografiert wurde.
    Aber ein Programm, mit dem man Informationen über fremde Menschen in Echtzeit bekommen kann, hat sich noch nicht durchgesetzt – Datenschutz.
    Mir kommt es fast so vor, als ob der Autor das schade findet.

  97. @Filou
    20. August 2010,...

    @Filou
    20. August 2010, 15:47
    Filou, das geht aber auch mit einem Kreuz, dann aber in anderer Situation.
    Wenn man auf der Autobahn mal wieder beim Auffahren bedraengt wird und einen keiner reinlassen will, Scheibe runter, Kreuz aus dem Fenster halten und…
    Sie werden sehn, die machen fuer Sie eine Vollbremsung und sofort ne Luecke.
    Mon Dieu, als Vielfahrer hat man das halt drauf.
    Ich fahr gerne, wenn nicht gerade jemand mein Lieblingsspielzeug kaputtfaehrt!

  98. Grimaldeli@: Meine, jetzt zwar...
    Grimaldeli@: Meine, jetzt zwar immer noch vollen, dagegen aber jetzt dunkelange-grauten Haare, führten dazu, dass ich an allen europäischen Douanen bei Ein-u. Ausreise, trotz mitfahrender Ehefrau und Kindern im Wagen, ausgiebig gefilzt und kontrolliert wurde. Die deutschen Zöllner waren besonders pingelig.
    Man hielt mich vielleicht für so eine Art Mafiosi oder Schlimmeren. Ihre Warnanlage ist famos, patentierfähig!

  99. Observator, die komischen...
    Observator, die komischen Profile von Amazon sind mir inzwischen ein Quell grosser Heiterkeit. Recht oft, wenn der Calvados apfelbaeckig laechelt, ueberlege ich mir, wie ich den amazon’schen Pofiler zum Irrsinn treiben koennte. Etwa indem ich religioeuse Buecher nachfrage und in derselben Suchsession in die Ehehygiene-Abteilung husche. Und dann mal gucken, welche Empfehlungsmails ich von denen kriege. Geht auch: Heimwerkerartikel+Uranperlen, Gartenduenger+Stahlrohre…
    Als Gesellschaftsspiel waere es vielleicht eine nette Idee.
    .
    Irgenwann schreibt einer mal das Handbuch „Der User als Desinformant“.
    .
    (Amazon-Empfehlung: Kunden die dieses Buch bestellten, kauften auch „Die Geschichte der Geheimdienste von Metternich bis Djerjinsky“)

  100. @ DA
    Und ich Idiot dachte...

    @ DA
    Und ich Idiot dachte schon, Graffiti sei moderne Kunst!

  101. Grimaldeli, die Kreuzloesung...
    Grimaldeli, die Kreuzloesung ist nix fuer mich. Mit meinen 7 Jahr alten Babybenz ist Gemuetlichkeit angesagt. Auf den Quatreporte spare ich schon lange, kommt aber immer nur’n neues Moped bei raus.

  102. @ loreley

    "Man sollte sich...
    @ loreley
    „Man sollte sich Gedanken machen, wohin das mit Streetview führen kann. Man braucht dann nur die Adresse eingeben und schon sieht man, in welchem Haus etwa ein Bewerber für eine Stelle oder ein neuer Bekannter wohnt. So kann immer besser diskriminiert und aussortiert werden, wen man in dieser schönen neuen Welt nicht mit dabei haben will.“
    Ja klar. So ist es.
    Das bereits vorhandene Geomarketing der Banken tut das Gleiche. Wohnt der Kredithabenwollende in einem schlechteren Viertel, dann wird er downgeratet.
    .
    Befürchte nur: Gerade die, denen Google Street View deutlich schaden wird (Bewerber auf Kredit oder auf eine Stelle), denen fehlt das Bewusstsein, was da ans Rollen kommt. Noch wissen sie, wie man man Einspruch erheben kann (das Einspruch erheben Müssen ist wiederum per se eine Farce, aber eine andere.) Noch haben sie möglicherweise das Geld für PC/Mac und Internetzugang.
    .
    Ich staune auch, dass unsere staatlichen Datenschützer allein schon wegen der Diskriminierungsmöglichkeit anscheinend kein Problem haben. Zumindest hört man nichts von ihnen.
    .
    Komisch: Der in gutem Viertel aber ist der, der sich dagegen stemmt. Ihm würde es doch nicht schaden, wenn der Personaler sieht: aha, aus gutem Hause!
    Der Gut-Viertler aber hat andere Gründe als das Bewerber-Geomarketing. Z. B. einer ist: Er wird wohl nicht wollen, dass Einbrecher leichter auskundschaften können, wo und wie bei ihm am leichtesten einzusteigen ist.

  103. Filou, das wird nicht nur...
    Filou, das wird nicht nur Ihrem Namen gerecht, das schreit nach Nachahmung. Grandiose Idee! Ich fange sofort an…

  104. Observator 15:25, ich bin ganz...
    Observator 15:25, ich bin ganz Ihrer Meinung. SV wird für das Leben der meisten hier materiell gar keine Bedeutung haben, für sich genommen könnte es uns völlig wurscht sein. Und die Lobos dieser Welt – bah, auslachen und fertig. Trotzdem fragt man sich, ob sich hinter diesem ganzen Gezappel nicht eine Welle aufbaut, die ganz woanders und strategisch gesteuert wird, von Leuten, für die das Ende des Privatlebens ganz einfach ein Geschäftsmodell ist. Die freundlich sind und intelligent und die Sorgen der Bürger verstehen und keinen Hahnenkamm tragen und nichts wollen als uns allen bei der Urlaubsplanung zu helfen und den Weg zur nächsten Kneipe zu zeigen. Nette Dealer, die den ersten Schuss sogar umsonst geben. Ich will die gar nicht dämonisieren, das sind halt Manager, die ihren Job machen. Trotzdem verdienen sie allmählich mal einen Schuss vor den Bug.
    .
    (Nebenbei, das hat alles nichts mit Orwell zu tun: Aldous Huxley ist der Mann!)

  105. @Plindos
    20. August 2010,...

    @Plindos
    20. August 2010, 16:09
    Ich passier ja eh nur die Schweizer Grenze bei Como oder Bale 2, 3mal.
    Die meisten Douanier haben ein gutes Gedaechtnis.
    Und wenn sichs in Como in Richtung Mailand mal wieder staut, einfach rechts am Stau vorbeifahren, ins Zollhaeuschen gehn, ein SchweizerVignette kaufen (kann man an Freunde spaeter weitergeben) und der Stau von 1,2 Std. ist Geschichte.

  106. @DA: man kann auch, friedlich...
    @DA: man kann auch, friedlich auf der Wiese am Fluß liegend, von einem Motorsportflugzeug belästigt werden. Man wünscht sich dann eine Flugabwehrrakete. Ging mir jedenfalls schon paar Mal so. Fliegzeug mit Kameras hat Abstand zu halten.
    @Filou: ach, Amazons Vorschlagswesen – immer wieder kläglich. Ich hab da mal einen Grill gekauft, noch mindestens 2x schickten sie mir Mails mit ebendiesem Grill. Ja, zum Kuckuck, meinen die, ich sammle die per Abo oder was? Auch mit den Büchern, naja.. „andere Leute kauften“ ist selten meins. Stöbern läßt sich schwer nachbauen.

  107. Müllplätze. Warum eigentlich...
    Müllplätze. Warum eigentlich im Plural?

  108. @Giannozzo: das ist halt die...
    @Giannozzo: das ist halt die Werbung, die versucht den Kunden hinterherzukriechen. Das war schon vor 10 Jahren so.

  109. Gianozzo, da koennte 'was dran...
    Gianozzo, da koennte ‚was dran sein. Man denke nur an die Einfuehrung von Girokonten in den 60ern. Das war lange fuer umme, danach recht teuer.
    .
    Der andere Aspekt: Es gibt auch eine Menge verzichtbarer Dinge. Man sollte sich nur erinnern, wie es vor der Zeit des Informationsueberflusses war. Klappte auch ganz gut, oder?

  110. @Grimaldeli
    An den Luganer...

    @Grimaldeli
    An den Luganer Flughafen habe ich gar nicht gedacht. Beim Stichwort „Comer See“ denke ich automatisch an Mailand und da hat man noch die ganze Fahrstrecke hoch nach Menaggio. Von Lugano ist es praktisch nur ein Katzensprung. Hamburg – Lugano geht sogar unter 4 h Hamburg 7:20 – Lugano 10:00 Uhr Ankunft. Da tun sich ja ungeahnte Möglichkeiten auf!
    *
    @DA
    Gerade habe ich Ihren Kommentar von 15:11 Uhr auf dem anderen Blog gelesen und war ob der inhaltlichen Übereinstimmung mit meinem letzten Kommentar bass erstaunt. Seien Sie versichert, es war nicht meine Absicht Sie zu kopieren.

  111. @Vroni Alles was im Internet...
    @Vroni Alles was im Internet abläuft, interessiert nach wie vor nur sehr wenige Leute, egal aus welcher Schicht.

  112. @Kabeljau, ich hatte teils...
    @Kabeljau, ich hatte teils eine schöne BullerbüBilderbuchKindheit, mit Quelle (nicht das Versandhaus!) vor der Tür, in einem +-60SeelenKaff, ähnlich wie HansMeier,- vielleicht daher meine Neigung leicht fehlinterpretierbaren VerbalSichtbeton hinzustellen, häufig dann, sobald die Gegenwart des Tages mich allzusehr drangsaliert: das kann die saudämliche Supermarktakustik sein, blöde Familien, die ihre Kleinkinder traktieren (falsch eingestellte Bremsen sind nichts gegen trotzighemmungslose VorschulkinderStimmexperimente), ostwestzonales Gegreine, weichgespülte Tonlagen von Profbloggern mit Signalfarbe auf dem Kopf, Kettenfahrzeuge und etc, > ich bin nun mal Lärmempfindlich, mal ganz abgesehen vom Geruch//seh//sinn, der da auch noch mitmischt.
    Deswegen gibt es auch kein Sorry von mir für meinen abundan uncharmant temperierten Texttonfall, denn, was ist schließlich negativ am „sich e m p o r heben“ Don Alphonsos, seinetwegen hatte ich immerhin schon vielmehr gute Laune an mir wahrgenommen. Jawohl, ich bin weit davon entfernt ihm die Patte zu mißgönnen, im Gegenteil, ich klicke extra dafür. Das ändert sich freilich dann, wenn dieses Blog einen falschen Zungenschlag bekommt. HastalawistaMister.

  113. gemachtes wetter.
    .
    solange...

    gemachtes wetter.
    .
    solange google keine politiker*) ins amt schreiben kann, sind die printmedien im vorteil. sie nutzen ihn gerade….
    .
    —–
    *) die damen und herren, die dafür verantwortlich sind, dass jeder, der auf der autobahne fährt, registiert wird, dass telefone abgehört und händis lokalisiert werden. wenn das alles immer noch nicht langt, werden illegal angelegte datensammlungen von kriminellen erworben, völlig legal, versteht sich.

  114. Der konspirative Revolutionaer...
    Der konspirative Revolutionaer wird der Sieger der Geschichte sein.
    .
    (Mao)

  115. google … und alle von ihnen...
    google … und alle von ihnen angebotenen Dienste dienen nur einem klaren Zweck. Daten sammeln, diese dann weiter an die Werbeindustrie verkaufen, Kasse machen. Mehr ist es nicht!
    Da die allermeisten über ihren täglichen Umgang ihrer Daten noch nicht einmal ansatzweise nachdenken, so lange wird dieses Unternehmen sehr erfolgreich bleiben.
    Zu google gibt es und gab es schon immer Alternativen, jedoch hat der Verbraucher durch sein Verhalten bestimmt, dass diese regelmäßig in der Versenkung verschwanden.
    Seit den 70igern gibt es sogenannte Spionage-Satelliten, die in der Lage waren bis auf Fensternähe noch ein gutes Bild zu zeichnen. Natürlich war es genial von google, sich der moderneren Technik zu bedienen und das was gerade kontrovers mit google maps diskutiert wird, ist nur die Spitze des Eisbergs.
    Solange google wirtschaftlich erfolgreich ist, solange wird niemand dem Datensammler- und Datenverkäufer Einhalt gebieten.
    Noch ´nen schönen Abend und ich werde jetzt in meiner Eckkneipe ein gepflegtes Bier trinken … oder auch zwei. Viele Grüße Tom2010

  116. Filou, kann es d e n Sieger...
    Filou, kann es d e n Sieger der Geschichte je geben?

  117. Rosinante, "Nur wenn ein...
    Rosinante, „Nur wenn ein ganzes Volk im Geheimen fuer seine Freiheit kaempft, wird es eines Tages frei sein!‘
    .
    (Ho Tschi Minh (Onkel))

  118. Wir werden das leise Gefühl...
    Wir werden das leise Gefühl nicht los, dass Herrn Don’s Großmutter diesem Blog ungefähr bis zu der Stelle „Und dann rollt …“ zugestimmt und wirklich sehr gerne gelesen, als sehr klug und kenntnisreich warmherzig zugestimmt hätte.
    .
    Manch anderes wäre ihr evtl. als „zu dicht dran“ und möglicherweise auch wie „zu stark persönlich gefühlt“ vorgekommen. Vermutlich. Vermutlich eventuell.
    .
    „Wie mit Dummheit das Gehirn ausgeputzt“ kann ich vielleicht schon mal bei mir denken. Oder auch „Schreiben ist Gold, reden ist Blech.“
    .
    Wie es nur kam? Wir sind heute bei allerbestem Wetter von südlich Freiburg/Breisgau linksrheinisch an Colmar und Strassburg vorbei durchs Eslass nach Lothringen gereist (weiter über Saarbrücken nach Trier) und hatten Muße.
    .
    Zu denken auch. Z.B. dachten wir u. a. und notierten es auch:
    .
    „Die „Generation Don“ weiß immerhin noch, dass es zur Vermessung der Welt ein Maßband braucht, nicht Vorwürfe“.
    .
    So gut und wunderbar richtig alles zusammen überlegt und ausgeführt ist, im zweiten Teil war evtl. etwas wenig Maßband vorherrschend.
    .
    Aber immerhin ist er weiter auf dem Weg, Deutschlands bester Blogger zu werden/sein (bleiben!). Die Schreibe weiter einsA. Auch Logik, Kenntnis, Abstraktion, Überblick alles.
    .
    Darum auch gilt es frühzeitig festzuhalten und hier zu notieren „Die Generation Don“. Denn wer sollte sonst zu Recht stellvertretend Namensgeber sein?
    .
    Und wir wissen: Ich muß mich selbst mögen. Sonst schreibe ich nicht gut. Nicht so gut, wie mein Bestes.
    .
    Weit entfert gibt es da Zitat in meinem Innern, aus eigenem Kulturkreis, wie erinnerlich: „… und hätte der Liebe nicht, meine Stimme müsste sein, wie …“ Wie gesagt, es sei am Rande angemerkt, obwohl allgemein bekannt und wirklich auch nur sehr am Rande mit dem Blog zu tun habend.
    .
    „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.Die Liebe ist
    langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; sie verträgt alles, sie glaubet
    alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, so doch die
    Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. …“ Lutherbibel 1912 (Nette Schreiber und Denker gab es auch schon vor über 3000 Jahren, nicht wahr?)
    .
    http://www.bibel-online.net/buch/46.1-korinther/13.html
    .
    Ein Don muss sich ncht in Konkurrenz sehen, er muss auch nicht festellen, dass die anderen weniger sind als er (durch Links evtl.): Das sieht man auch so – und konstatiert es gerne.
    .
    Oder anders: „FAZ-Redakteure! Das Präkariat will Euch Eure teuren Bürostühle wegnehmen!“ … wissen, ahnen täglich mehr.
    .
    Oder noch anders: „Gespräche über Obst können überall entstehen“, sagte heute im Radio (O-Ton DLF) die studierte 32-jährige Katharina Frosch, Mitherausgeberin der Domain Mundraub dot org.
    .
    Und Arundhati Roy. Nimmt Stellung zum jetzt. Sagt aktuell „diese Zeit würde sich vor allem durch eine „verticale sociale Session“ auszeichnen“. „Spaltung von oben“ halt. Ob das in Jedermanns Sinne ist? Nicht, dass sie das sagt. Sondern, dass das stattfindet. http://de.wikipedia.org/wiki/Arundhati_Roy http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/arundhati-roy-prangert-politik-an.html
    .
    Oder noch anders: „Nur Dummköpfe unterscheiden monokausal zwischen arbeiten können, arbeiten müssen, arbeiten dürfen, nicht arbeiten brauchen.“ Lob der finanziellen Unabhängigkeit also. Leider sind so wenig so. Und auch die Meinungen der anderen sind von sich gekennzeichnet.
    .
    Oder noch anders: “ Die Probleme einer überalterten Gesellschaft hat man am besten schon mit fünfunddreissig.“ Lieblingsmotto für viele heute.
    .
    Oder: Wir sollten Don zum Diktator machen. Denn wir kennen auch schon sein ungefähres Motto: „Und nach mir die Weltrevolution“, wird es wohl ungefähr lauten.
    .
    Und morgen schon ist diese Gegenwart auch schon tot – und wird auch wieder weiter nichts gewesen sein, als diese.
    .
    Also halten wir uns an unsere Intellektuellen, die heute zum Glück allesamt wissen „Gespräche über Obst können überall entstehen“ – am Ende womöglich gar auch auf Herrn Senor Don’s Balkon? Wie bekannt: http://www.mundraub.org/
    .
    Und überhaupt Meran. Das ist doch sowieso nichts. „Sommerfrische für Arme“, nicht wahr?
    .
    Und: »Hier ist „Einfried“, das Sanatorium! Weiß und geradlinig liegt es mit seinem langgestreckten Hauptgebäude und seinem Seitenflügel inmitten des weiten Gartens, der mit Grotten, Laubengängen und kleinen Pavillons aus Baumrinde ergötzlich ausgestattet ist, und hinter seinen Schieferdächern ragen tannengrün, massig und weich zerklüftet die Berge himmelan.« („Einfried“, Wiki)

  119. Schon mal was von Terroristen...
    Schon mal was von Terroristen gehört? Die lauern überall. Deshalb muss man große Lauschangriffe veranstalten, den Amis Kontobewegungen mitteilen, Gesprächsdaten speichern und … Fassaden fotografieren. Nomen est omen: Residiert diese Firma nicht in Mountain View?

  120. Goggle ist überigens auch...
    Goggle ist überigens auch Folgendes: Gegenöffentlichkeit. Freiheit Recht auf informelle Selbststimmung. Bietet jede Menge täglich sinnvoll genutztes Werkzeug.
    .
    Und will ich in StreeView sein, lasse ich mein Haus neu streichen, lege Rabatten an, zeige das und wass ich kann. Bei Bedarf.
    .
    Wie wäre es also mit der Argumentationsschiene „StreetView hält den Verfall auf und fordert die Gesellschaft in positiver Weise heraus?“
    .
    „Anti-StreetView hat auch was Dummes. Ist Rentner- u. Pensionärshype. “ Soziale Konstanz ist ja vor allem bei sowie Vergreisten was Höheres. („Geht die doch alle gar nichts an, wie wir hier wohnen!“)
    .
    Nein, es ist auch anders: Ich bin froh, dass ich mir den „Boulevard J. F. Kennedy“ und den „Chemin de la Mosquée“ in Antibes in Google Earth schon vorab ansehen kann.

  121. @Tom: nun ja, das Zitat aus...
    @Tom: nun ja, das Zitat aus „Leben des Brian“ kam ja schon. Google hat die Müllhaufen Altavista et alii mit ihren gekauften Links entsorgt, einfach durch die saubere redaktionelle Trennung in Suchergebnis und passende Anzeigen. So wolltens die Leute gerne haben, und drum ging Google wie eine Rakete hoch. Die machen mächtig Geld nur mit ihren Anzeigen, nach wie vor, und das wird schätzungsweise auch noch 10, 20 Jahre so bleiben. Sie betreiben viel Entwicklung mit dem Geld, und probieren so einiges aus, wofür kein Geschäftsmodell auf der Hand liegt, wie bei ihrem Ur-Geschäft Suchmaschine mit Anzeigen. Daß die das Datenverkaufen nötig haben, glaube ich von denen nun weniger als von der Deutschen Post – die sind gut bei Kasse und halten selbst Werbeformate vor, an die sie die Kunden hinführen, und stecken da auch Hirnschmalz rein, das sie lieber selber nutzen als billig verscheppern.

    Mit Google Maps treten sie an gegen die ganzen Stadtplanverlage und auch die staatlichen Vermessungsämter, allerdings auf einem zunächst anderen technischen Gebiet, nämlich der sofortigen Nutzung qua Internet. Und in einer Breite und Aktualität, nämlich im Prinzip weltweit, wie es den bisherigen Institutionen nicht möglich war und ist. Eine sehr sinnvolle Anwendung ist der Kartenabschnitt mit eingezeichneten Geschäften oder auch Hotels in der Umgebung, wenn man so etwas sucht, denn wie will man die andersnamigen Orte drumrum sonst abklappern? Sehr mühsam.

    Mit GoogleMail habe ich keine Erfahrung, das habe ich immer vermieden, wer meine Suchen kennt, braucht meine Mails nicht zu lesen und umgekehrt. Wenn man viel international unterwegs ist, braucht man einen erreichbaren Webmailaccount, das gibts inzwischen auch sonstwo.

    Gesichtserkennung („Goggles“) hört sich schaurig an, so richtig nach Überwachungstechnik. Für was das sonst brauchbar wäre – na gut, für Vortragende, die ihre Gäste auf Anhieb mit Namen ansprechen wollen vielleicht, aber wie sieht das aus!!!

  122. Meine Grossmutter hat allen...
    Meine Grossmutter hat allen ihren Freundinnen erzählt, dass ich Bücher schreibe, und sie hat immer gern gelesen, was ich schrieb.

  123. Mein lieber "Don Alphonso"...
    Mein lieber „Don Alphonso“ oder wie Sie heissen mögen,
    ich bin überzeugt: Sie leiden an Grössenwahn.
    Bin erstmals in Ihrer Spalte gelandet, wegen Google-Polemik, und habe noch niergendwo so viel Müll auf einem Haufen gesehen.
    Sie brauchen einen Arzt. Gute Besserung.

  124. In meiner Familie braucht man...
    In meiner Familie braucht man den Arzt erst für den Totenschein, mein Bester. Dafür brauchen wir aber auch keine Nachhilfe für Anstand und Benehmen.

  125. á la bonheur, Don!...
    á la bonheur, Don!

  126. Rosinante & Filou,
    .
    als...

    Rosinante & Filou,
    .
    als Anhängerin der Theorie “ die Geschichte ist offen“ bin ich dankbar, daß es bis
    heute nie „Sieger“ gegeben hat.
    .
    …im übrigen: unsere jetzige BK ersetzt Herscharen von konspirativen Revolutionären – schwäbische Hausfrauenart eben ( es derf nix kosten!)
    man sollte sie – die schwäb. Hausfrauen – nicht unterschätzen.
    .
    Und mir ist `wurscht´was Mao & Co je von sich gegeben haben.

  127. @perfekt: mundraub.org ist...
    @perfekt: mundraub.org ist eine nette Idee, vielleicht popularisiert das das Reinbeißen in althergebrachte Sorten zumindest bei ein paar Leuten. Und der langen Aufzählung Schluß: „Mirco ißt Obst. Einer muß ja dafür zuständig sein“ oh, oh, ich hab mich schwer gekringelt. – Der schöne Text über die Liebe ist mW aber aus dem Johannesevangelium, also so etwa 1900 Jahre alt, nicht 3000! – Bei allem Lob für DA, dem ich durchaus zustimme: nein, die Idee mit dem Diktator hab ich schon meiner Oma nicht abgenommen, die kommt mir auch heute und in Zukunft nicht aufs Tapet. Aber das mit dem Maßband haben Sie schön gesagt, das sollte man festhalten.
    @DA(GvB): gut gegeben.

  128. Danke Don! Das Problem auf den...
    Danke Don! Das Problem auf den Punkt gebracht und verknüpft mit einer intelligenten Betrachtung der Kultur der Öffentlichkeit. Ich lade jeden gerne ein, sich meine Hausfassade, meine Autos, meinen Lebensstil, meine Mülltonnen anzuschauen. Aber nicht anonym per Mausklick, um dann verknüpft mit anderen Daten für mich eventuell weitreichende Schlüsse daraus zu ziehen.

  129. minna, "Drei Reiche werden...
    minna, „Drei Reiche werden verfallen, unzaehlbare Worte werden geschrieben sein, bis das der Himmel in Heiterkeit und froehlichem Witze erstrahlt!“
    .
    (Nostradamus, 1561)

  130. minna, ich mache folgenden...
    minna, ich mache folgenden Vorschlag: Ohne schwäbische Hausfrauen naht das Ende der Geschichte. Geht das?
    .
    Don, In Sachen GvB schliesse ich mich colorcraze an.

  131. @enkidu: Many thanks!!! Super...
    @enkidu: Many thanks!!! Super Vorschlag mit „Ixquick“. Schon installiert.
    @Don: Gute Güte, Ihnen ist die plötzliche Sonne aber wirklich gut bekommen… so viel gute Laune. – Unverschämte Frage: Wie sieht es aus mit Ihrer Klein-Serie zum Kunsthandwerk? [Sorry!, aber ich habe gerade wieder eine so unglaublich schöne KPM-Lampe mit denkbar sinnenhaften Formen entdeckt…]

  132. Nachschlag an den Don: Wir...
    Nachschlag an den Don: Wir sagen Dankeschön! für das offene Haus und Ihre entspannte Moderation.

  133. @colorcraze: die von perfekt...
    @colorcraze: die von perfekt zitierte Bibelstelle stammt zwar aus dem Neuen Testament (zeit. Verortung also schon mal gelungen!), ist aber nicht Bestandteil des Johannes-Evangeliums, sondern aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther, Kapitel 13 („Die höheren Gnadengaben – das HOhelied der Liebe“). Aber in der Tat: sehr schön.

  134. @colorcraze und @versammelte...
    @colorcraze und @versammelte Gemeinde
    Der Text von perfect57 ist aus 13. kapitel 1 Korintherbrief (also ein „echter “ Brief des Paulus) und das sage ich als Katholik, also die Bibel nicht kennt – wir haben andere Offenbarungsquellen (ex cathedra). Was ist mit dem Land der Reformation geworden und den ganzen guten Bibelkennern oder ist das hier ein Blogg nur für Katholiken (Plindos), dann sollten wir aber den Syllabus errorum exegieren. http://de.wikipedia.org/wiki/Syllabus_Errorum

  135. @Plindos, 20.8.,13:13: Lieber...
    @Plindos, 20.8.,13:13: Lieber Elchtester, das Zitat heißt „Friede den Hütten und
    K r i e g den Palästen“; Autor Georg Büchner im „Hessischen Landboten“, 1834.

  136. loreley, vroni,
    .
    weiss den...

    loreley, vroni,
    .
    weiss den der bänker oder personaler nicht auch ohne street view, wer wo wohnt und wer da noch alles wohnt?
    .
    ein gewisser engelmann empfahl in den fünfziger jahren des vorigen jahrhunderts jungen, strebsamen menschen, in besten wohngegenden eien zimmer, eine besenkammer anzumieten. nicht zum wohnen, wegen der adresse, diese ausgabe würde sich lohnen.
    .
    zu diesen zeiten war es gut, jemanden dort zu kennen, von wo man etwas wollte. dies ist heute selbstverständlich ganz anders.

  137. Rosinante & Filou.
    ...aber...

    Rosinante & Filou.
    …aber klar, alles o.k.

  138. Google wird irgendwann in den...
    Google wird irgendwann in den nächsten fünf Jahren Streeview in ganz Europa offiziell vom Beta-Status in den Dauerbetrieb überführen und bei der Gelegenheit alle Wider- und Einsprüche verwerfen und sämtliche Gebäude zeigen.
    Das wird wesentlich weniger Erregung hervorrufen als heute, ein paar Datenschutzbeauftragte werden Unfug reden, wenige Politiker sich ihnen anschließen und es wird vermutlich sogar eine Handvoll Prozesse geben. Die wird Google selbstverständlich alle gewinnen.

  139. Ach. Wer sagt das?...
    Ach. Wer sagt das?

  140. "Eine Freigabe von Luftbildern...
    „Eine Freigabe von Luftbildern ist seit 1991 nicht mehr erforderlich. Sie können jederzeit, z. B. bei einem Rundflug, Aufnahmen fertigen. “
    Google ist lahm und zeigte im Westviertler Pro starkbierweg nur ein großes schwarzes Dachmonster, das mich neugierig machte. Dank besserer Quellen („Wir fliegen direkt zu Ihrem Haus und machen ganz persönliche unvergessliche Aufnahmen von Ihrem Heim oder Ihrer Firma! nur 199 EUR“ ) sehe ich die Villa in Seitenansicht, schräg, in kostenloser Vorschau. Als Villenbewohner würde ich das schräg finden. Wer änderte 1991 die Rechtslage ? Man hört, daß damals die Konservativen regierten.

  141. Danke für die vielseitige...
    Danke für die vielseitige Zustimmung, soweit ersichtlich.
    .
    Schreibt man immer wieder gerne: Wie sagte Luther vor sich hinmurmelnd (also in Briefform schriftlich auf uns gekommen) beim übersetzen der griechischen u. hebärischen Originale ins Deutsche? „Es müssen mächtig‘ fein Leut‘ gewesen sein, die so hart haben am Verbo gehalten … “ Genau, … .
    .

  142. @Isidorus: Ja, und Miilionen...
    @Isidorus: Ja, und Miilionen von Menscher werden verhungern, die Meere verseucht, Geokatastrophen zum täglich Medienbrot, soziale Sicherungsetze abgeschafft und Demokratie ebenso. Gut zu wissen, das wir weder dafür noch dagegen einen Beitrag leisten können. Maul halten. Weitermachen!!!

  143. BBQs und grillieren auf dem...
    BBQs und grillieren auf dem Balkon – ich gehöre nicht zu der BBQ-Fangemeineschaft. DA auch nicht?

  144. Ic^h mag grillen nicht. Kochen...
    Ic^h mag grillen nicht. Kochen heisst Küche. Anders geht es nicht.

  145. Frau Roy sagt ja wohl, wenn...
    Frau Roy sagt ja wohl, wenn auch mit anderen Worten, was Herrn Don hier u. u. ungefähr auch so sagt:
    .
    „Arundhati Roy ist wütend, wenn man sie für dumm verkaufen will. Sie ist wütend, weil Politiker ihrer Überzeugung nach das Volk belügen – und damit davonkommen. Wütend auch, wenn Mächtige den Armen auch das Letzte nehmen, ohne dass sie dafür jemand zur Rechenschaft zieht. Und Arundhati Roy ist wütend – an manchen Stellen ihres Buches „Aus der Werkstatt der Demokratie“ bricht sogar Verzweiflung durch – weil auch ihr, dieser intelligenten und scharfsinnigen Frau, kein Ausweg einfällt. …
    .
    Die eigentliche Frage laute, was wir der Demokratie angetan haben: „Was passiert jetzt, da die Demokratie und die freie Marktwirtschaft zu einem einzigen Raubtier verschmolzen sind, dessen dürftige beschränkte Phantasie nahezu ausschließlich um die Frage der Profitmaximierung kreist? Ist es möglich, diesen Prozess rückgängig zu machen? Kann etwas, was mutiert ist, wieder werden, was es einmal war?“
    .
    Äußerlich mag sie sanft wirken, ihre Stimme zurückhaltend klingen. Aber in ihren Analysen geht es ihr nicht um Harmonie, um ein gutes Ende. Sie seziert unerschrocken und gnadenlos, bisweilen in einem schwer erträglichen Stakkato der Gedanken. Sie ist unbequem und provozierend im besten Sinn. Ohne ihre Essays wäre der politische Diskurs in Indien ärmer.“

  146. Was our better half so...
    Was our better half so ausgedrückt hat in den letzten ca. zwölf Stunden, unter anderem:
    .
    „Du solltest ein Buch schrieben „Beldeidigungen geschickt verpackt“, darin bist Du Meister.“
    .
    Und: „Wenn Du! Politiker wärst, Du würdest jeden zweiten Tag einen Weltkrieg! entfachen!“ meint sie auch zu wissen.
    .
    Und beim Anblick einer gehobenen Werbe-Jungfrau auf der Mattscheibe, welche scheinbar genüsslich vorbildwirkend ein Heißgetränk zu sich nahm: „LatteMacchiato – das ist Sex für Arme!“ Inbrunst und tiefe Überzeugung klangen nie besser.
    .
    Und „In der Verzweiflung von Frau Dr. Merkel möchte ich nicht stecken.“ Wie stimmten zu. Denn wer möchte das schon.
    .
    Und sehr emotional über Lufttransport: „Flieger – diese blöde, lärmende Transportmüll!“ (Ging wohl auch um Pauschalreisetouristen)
    .
    Und „Kochen heißt Küche. Anders geht das nicht.“ Nette Koinzidenz sozusagen. (Nein, nicht ganz: „Kochen heißt Küche. Und Markt. Frisch vom Markt. Anders geht das nicht“ – So wirds richtig)

  147. Ach so! Nur weil man eine...
    Ach so! Nur weil man eine hinreichend grosse Zahl von Möchtegern-Großbürgern und Retro-Freunden um sich scharrt und insofern „Erfolg“ hat (und sich vermutlich Zeitschriften wie „AD“ um Sie reissen), ist man auch gleichzeitig modern?
    Mir erschließt sich der Zusammenhang immer noch nicht, pardon. Ich bin in jüngster Zeit aber auch erschreckend begriffsstutzig.

  148. @ auch-einer

    "weiss den der...
    @ auch-einer
    „weiss den der bänker oder personaler nicht auch ohne street view, wer wo wohnt und wer da noch alles wohnt?“
    Aber mit deutlich mehr Recherche-Mühe.
    (Banken lassen sich gerne Außenfotos vom Haus schicken, die muss ihnen der Antragsteller machen. Dank Photoshop kann er die abblätternde Fassade schönen, wenn er will…)
    Das ist der Unterschied.
    .
    Ich finde, die Möglichkeit so pauschal — und teilweise ungerecht — anhand von Immobilien zu diskriminieren, sollte den Kommerzfüchsen nicht so einfach gemacht werden. Demnächst wird man anhand des Autos, das man fährt, diskriminiert. Google Car View.
    .
    Denn der Mensch, um den es geht, und seine soliden Fähigkeiten sollten angeschaut werden und nicht die heuchlerisch gemietete Besenkammer in hoheitlicher Angeberburg. Was ist denn, wenn einer ein zu renovierendes Objekt gekauft hat und jahrelang darin neben seiner Arbeit herumpusselt. Don plant doch auch eine alte Bude auf eienm Weinberg zu kaufen, die abblättert).
    .
    Ist so ein Bewerber jetzt trotz seiner beruflichen Fähigkeiten ein schlechterer Stellenbewerber, weil seine Bude von außen noch nicht so aussieht wie die Rentnerburgen-Fassaden in Miami mit ihren weißen Säulen? Oder weil er nicht betrügerisch einen Briefkastenadresse gemietet hat?
    .
    Doch eher ein besserer.
    .
    Aber ich ahne, warum viele Firmen bei Bewerbern danebengreifen und lahme Blender-Nieten statt Leistungsträger erwischen. Allzu oberflächliche Kriterien könnten daran ihre deutliche Mitschuld haben. (Habe letztens gehört, dass Testpersonaler nur nach dem Foto der Bewerber gegangen sind — auch wenn die „hässlicheren“ gute, überzeugende, beglaubigte Leistungsnachweise hatten, entschieden sie sich immer noch in dieser Phase der Entscheidungsfindung nur für das ihnen „schönere“ Foto.
    .
    Der Mensch kann einfach besser gucken als denken und das wird Jahrtausendelang so bleiben. Ich will das nur mit Google Street View nicht noch weiter unterstützen. Die jetzige Oberflächlichkeit ist so schon schlimm genug.

  149. @perfekt!57
    dann nochmals...

    @perfekt!57
    dann nochmals danke. Ein bisschen mehr sola scriptura (mit all der thematik wie ein kanon zustande kommt) und exegese – wie heisst es in psalm 1: über seine thora/weisung nachdenkt tag und nacht – tut diesem blogg not – manche Beiträge von DA zeigen ja doch eine tief ultramontanistische Färbung. Aber ich denke, wir sollten ihm Zeit geben. Tolle Lege.. wird auch bei ihm irgendwann wirken.

  150. Das Grillen und das Kochen....
    Das Grillen und das Kochen. Man sollte sie als zwei verschiedene Arten Nahrungsmittelzubereitung betrachten. Und dann geht beides. In Aserbaidschan und Kasachstan empfehle ich vor allem Schaschlik von Schaf oder Ziege. In ländlicheren Gebieten kann man dann auch gern beim Schlachten zuschauen oder selbst mit Hand anlegen. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Wann kommt Google Streetview eigentlich nach Baku oder Almaty? Da gäbe es dann ein paar schöne Photos mit Schlachtungen auf offener Straße.

  151. perfekt!57 @ 12.27h ...
    perfekt!57 @ 12.27h …perfekt? Nomen ist omen?? Sind Sie sehr anspruchsvoll?
    Gibt’s keine Mister Messys auf diesem Blog?

  152. DA 12.01h (um keine Antwort...
    DA 12.01h (um keine Antwort wird gebeten)
    In Zürich wird grilliert.
    http://www.stadt-zuerich.ch/ted/de/index/gsz/natur-_und_erlebnisraeume/park-_und_gruenanlagen/grillieren_im_freien.html^

  153. vroni,
    .
    vom...

    vroni,
    .
    vom diskriminierungsverbot her ist schon name, anschrift und eben foto auf der bewerbung unzulässig. der vorname lässt auf das geschlecht schliessen, für meinen familennamen kann ich nichts, anschrift ist eben thema und das foto, na, ja, es kann irreleiten.
    .
    von daher denke ich, dass da das meiste inzwischen informell abgeht.
    kundenkinder wegen der kundenpflege. mitarbeiterkinder wegen der mitarbeiterbindung und weil diese noch über einen ehrenpunkt ansprechbar sind. alle anderen über empfehlung. wozu gibts denn all die vereine für geschäftleute, die offiziell nur immer gutes tun, wenn nicht für das. ansonsten, sportverein, gemeindepfarrer.
    entscheidend der äussere eindruck beim bewerbungsgespräch*), man muss sich eben zeit nehmen, mehr als eien halbe stunde konsequent lügen hält kaum einer durch, eine möglichst lange probezeit tut dann den rest.
    .
    personaler gabs schon vor street view, kreditsachbearbeiter auch.
    .
    ____
    *) ein pfiffikus von unternehmer soll das so gemacht haben:
    .
    wer es bis zum interview geschafft hatte, bekam eien halbstündiges gespräch. so gegen ende dann ein blick auf die uhr: oh, ich muss jetzt zum flughafen, hier haben sie den schlüssel (ein autoschlüssel für ein eher sportliches auto wird auf den tisch geworfen), fahren sie mich!
    der mit dem agressivsten fahrstil bekam die stelle.

  154. Grillen auf dem Balkon. ...
    Grillen auf dem Balkon. Verhaltensregeln (in der Deutschschweiz) – sind die i/V zu Deutschland eher streng oder nicht?
    http://www.beobachter.ch/wohnen/nachbarn/artikel/nachbarn_grillieren-auf-dem-balkon/

  155. perfekt!57,
    ...ein bisschen...

    perfekt!57,
    …ein bisschen Widerspruch gefällig?
    Warum sollte eine Person, die nach eigener Aussage an Macht interessiert ist,
    verzweifelt sein?
    Sieht Ihre bessere Hälfte Frau Dr. Merkels Macht schwinden?

  156. Wie soll der Don denn beim...
    Wie soll der Don denn beim Grillen seine diversen Silberteekannen stilgerecht präsentieren? Wo man doch für den begleitenden Kasten Bier nur einen siebzehner Schlüssel braucht. Also völlig unschicklich!

  157. So viel Angst, Sorge und...
    So viel Angst, Sorge und Misstrauen und alles am Thema vollkommen vorbei.
    Dann erhebt halt Einspruch, lasst löschen und verweigert die Nutzung. Das Einzige was mir bei streetview fehlt ist —–> die PFLICHT zur Veröffendlichung.
    Das RECHT auf VERÖFFENDLICHUNG ist der Kern des Obstes.
    Medienkonzerne in Deutschland kaufen Rechte oft nur damit NICHT veröffendlicht wird.
    Millionen Titel werden so der Öffendlichkeit vorenthalten und die Gesellschaft bekommt nur was vorgesiebt und vorgekaut, als verdaubar und erwünscht ausgesucht wurde.
    Google ist nicht in Deutschland, das ist das Problem. Wäre google eine Bertelsmanntochter würden wir aufgefordert selbst zu fotografieren …………
    Da wird Geld verdient und die deutschen Mediengiganten sind nicht dabei … einfach unfassbar und das muss/soll geändert werden.
    .
    Der Rest ist Geschmackssache, denn in den meisten deutschen Städten kann man nur Verarmung und Gettoisierung dokumentieren.

  158. @ fionn Regeln, Regeln,...
    @ fionn Regeln, Regeln, Regeln. Grillieren Sie doch einfach auf Grundlage des gesunden Menschenverstandes! Den verstehen zwar nicht alle Menschen aber seine Anwendung erspart meist viel Zeitverschwendung.

  159. @ auch-einer

    "der mit dem...
    @ auch-einer
    „der mit dem agressivsten fahrstil bekam die stelle.“
    Der Aggressivste der Beste?

  160. Nur als Ergänzung...
    Nur als Ergänzung :
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33161/1.html
    .
    Auch eine Sichtweise……

  161. @ steelydan Soweit ich mich...
    @ steelydan Soweit ich mich recht erinnere kann man in Moskau Grillspieße (= Schampur) aus Silber kaufen. Ich werde nächste Woche in Moskau sein und mich mal erkundigen.

  162. Ich wohne (leider) in einer...
    Ich wohne (leider) in einer ETW in einer Wohnanlage. Aber es hat auch Vorteile: Die Eingänge sind auf dem Innenhof, Briefkasten und Klingel seitlich davon parallel zur kleinen Treppe zum Eingang. Mit der digitalen Leica heute bei bestem Sonnenschein getestet – es ist physikalisch unmöglich von der Straße (1) aus Klingeln und Briefkästen, selbst die Hausnummer (immerhin hat die Anlage 21 Nummern) zu erkennen. Die Leica hat reale 10 Megapixel….
    Wer immer die Fassade ablichtet kann mir ziemlich egal sein. Für eine Datenverknüpfung wäre es nötig, Name und Anschrift schon zu kennen und zuzuordnen. Da ich in einem privaten kleinen netz surfe mit NAT und firewall und kein google Mail nutze dürfte die solche Daten nicht haben. Meine Suchmaschinennutzung beschränkt sich auf das weiter oben schon genannte google scholar.
    Fazit – niedriger hängen. Ich kann die Bedenken verstehen, aber für so gravierend halte ich das nicht.
    .
    (1) )Straße = kleine Lücke von 10 m in der Bebauung, befahren weil Feuerewhr- und Rettungszuwegung durch Stahlpoller versperrt.

  163. Er hält ja auch nix vom Jagen...
    Er hält ja auch nix vom Jagen mit Pfeil und Bogen.

  164. Krokolfleisch soll extrem gut...
    Krokolfleisch soll extrem gut schmecken, wenn es von frisch erlegten, frei lebenden Urwaldkrokodilen stammt.

  165. @ minna
    .
    Ich bin ja jederzeit...

    @ minna
    .
    Ich bin ja jederzeit dafür, mich nicht nur für Frau Dr. Merkels Macht einzusetzen, sondern am Ende für die jeder klugen Frau. (Und welche wäre nicht klug? „Unkluge Frau“ wäre ja eine contradictio in …)
    .
    Ich frage mich ja auch fast jeden Tag, warum nicht möglicherweise folgende naheliegenden Gedankengänge des Jetzt mehr kommuniziert würden, z. B. von den klugen Männern der FAZ:
    .
    1. Es gibt 10.000 Berufe in Deutschland.
    2. Männer ergreifen aus sich selbst heraus ca. 570 dieser Berufe.
    4. Die restlichen zu den 10.000 entwickeln sie aus den 570 heraus.
    5. Frauen ergreifen aus sich selbst heraus ca. 12 Berufe (Friseuse, Apothekenhelferin, Tierpflegerin, Büroangestellte, Verkäuferin (in jeder Art von Laden, das ist erste Viefalt), Medizinerin.
    6. Und auch die Frauen entwickeln – zwar etwas langsamer, dafür aber viel klüger und dauerhafter – alle 10.000 Berufe aus diesen 12.
    .
    Und die Zahlen zeigen jedem intelligenten Wesen mal wieder eines sofort glasklar: Frauen sind (den dummen) Männern haushoch überlegen (und keiner Frau muss man das erklären, weiß jede Frau sowieso. Sonst wäre sie keine):
    .
    Denn während die Männer 10.000/570 lediglich einen Spread von 17,5 hinkriegen, schaffen die in jeder Beziehung vollkommen überlegenen Frauen einen Spread von 10.000/12, also 833.
    .
    Also sieht jede objektive Betrachtung, dass Frauen den Männern 833/17, also mindestens ca. 50-fach überlegen sind. Was Entfaltungsfähigkeit angeht und überhaupt alles. (Und jede kluge Frau weiß: Im Grunde sind wir 10.000-fach überlegen. Oder Millionen. Oder Millionenmillionen: Männer raffen einfach nichts. Nur blöde.)
    .
    Und kommt noch mehr:
    .
    Jeder Jäger weiß und macht es vor, dass ein erfolgreicher Jäger sich auf einen Hochsitz setzt und wartet, das und was für ein Wild vorbeiläuft. Und weil es vorbeiläuft, sich also als bewegtes Objekt so sehr gut vor jedem ruhigen Hintergrund abhebt, erkennt er bestens, was da kommt und ist und sich laufend zu erkennen gibt. An Haltung, Bewegungsabläufen, Gewohnheiten usw.. Und kann sicher erlegt werden.
    .
    Und im realen Leben verhalten sich eben die Frauen nun mal so. (Wie man nicht ausführen muss, weil das jeder klugen Frau (s.o….).)
    .
    Es sind halt nun Mal die doofen Männer (und welcher Mann ist nicht so?), die im realen Leben „lärmend wie die Blödmänner“ – „Hallo hier komm‘ ich – und das ist, was ich kann und dabei hab‘!“ – durchs Unterholz des Lebens ziehen. Und sich am Ende – dämlicherweise – auch noch wundern („wie kann man nur?“), wenn sie von kluger Frau ausgespäht und erbeutet wurden.
    .
    (Der erfolgreiche, erwachsene, emanzipierte Mann macht also was? 1. Er schützt sein Eigentum durch Verträge, und 2. er zieht lärmend durchs Unterholz. Denn das wird von ihm erwartet. Schließlich ist er ein Mann. Er zieht aber lärmend und voller Selbstironie. …(Und immer nur für die Eine, Eigene!))
    .
    Frau ist also aus sich selbst heraus vollkommen überlegen. Und man muss es nicht erklären. Und daher gilt das selbstverständlich auch für Frau Dr. Merkel und bedarf erst Recht keiner besonderen Erklärung. (Und sie hat ja zu unserem Glück auch schon kluge Männer um sich: Wie den langjährig diesbezüglich erprobten de Maiziere. )
    .
    Und wie im Jetzt allgemein bekannt und leicht einsichtig, gelten genannte Prinzipien auch für die Ideen für die Staatskunst:
    .
    Eine kluge Republik hat immer eine Frau an der Spitze (was eben weiter keiner Erklärung bedarf, s. o., nicht mal des Adjektivs „klug“ vor Frau.)
    .
    Und die Aufgabe der dummen Männer ist es und wird weiter sein, lediglich ihr – also der Männer – „Ideenwild“ vor ihr, der klug-wählerischen Frau, vorbeizutreiben. Und zwar in Zuversicht, Geduld und Einsicht. Und ggfls. auch enttäuschungsresistent.
    .
    Wählen, das Einzig-Richtige wählen, dauerhaft, klug und stark, das wird Frau auf jeden Fall dann machen. Eben wie im richtigen Leben. Und das Gewählte vor allem durchhalten und ggfls. richtigerweise „mit Klauen und Zähnen“ verteidigen.
    .
    Woraus auch für jeden klugen Mann (es gibt ihn nicht) sofort klar wird: Kluge Frauen brauchen gar keine eigenen Ideen. „Herden von haltlosen Ideendeppen ziehen ja sowieso jeden Tag im Überfluss durchs Land – und wissen (auch damit) nicht, wohin“:
    .
    Da tut es dem Leben not, kluge und starke, wählerisch-konsequente Frauen an der Spitze zu haben. Konsequent auch im klug Abwarten-Können. Richtig auswählen muss man können (Frieden, Gesprächskultur, Verzicht, Ausgleich, gemeinsamer Vorteil) nicht bloß die Ideen haben. (… zu noch mehr doofen Waffen z.B.)
    .
    Von daher sollte man es den dummen Männern mal sagen: „Eure Kritik an einer weiblichen Führung ist vor allem eins: Kritik an Euch selbst. Ausweis einer noch nicht ausreichend vollendeten Reifung.“ (Und am Ende ist, wie einsichtig, nur kluge weibliche Führung Recht.)
    .
    Oder so ungefähr.
    .
    (Und gingen wir schon immer von aus: „War doch allen eh schon längst klar, nicht wahr?“ Und auch mal wieder, wie so oft, auch nur am Rande.
    .
    Kluge Männer machen also was? Sie tragen ihre eigene Frau auf Händen. Z. B. statt einer doofen Karriere. Lesen ihr jeden Tag jeden Wunsch von den Augen ab. Bewundern ihre Schuhe. Ihre wunderschönen, neuen Schuhe. Sind jeden Tag immer nur für sie da. Statt einer eigenen doofen Karriere. Wir sagten es schon.)

  166. @ErnstWilhelm
    Es geht um die...

    @ErnstWilhelm
    Es geht um die Präsentation der Getränke und nicht der Grilladen. Schonmal literweise Bier aus silbernen Pokalen gesüffelt? Möglicherweise macht man das in Moskau mit Wodka. Bleiben Sie sauber!

  167. perfekt!57, wird hiermit zu...
    perfekt!57, wird hiermit zu groesstenteils unterschrieben.

  168. perfekt!57, ich hab' nochmal...
    perfekt!57, ich hab‘ nochmal nachgedacht. Ich meine, zu 55%. Knappe Uerlegenheit, wenn man die Doofen nicht hinzurechnet. Madame kennt die Schwestern-und ist dieser Meinung. Da ist sie mir deutlich ueberlegen.
    .
    steelydan, in unseren Kreisen werden Pittermaennchen (5-20 liter) verwendet. getrunken wird aus 0,2-Glaesern.

  169. @Don Alphonso
    21. August 2010,...

    @Don Alphonso
    21. August 2010, 13:01
    Einspruch, Euer Ehren!
    Als praktizierender Hobbykoch kann ich nur sagen, ein Gigot d’Agneau vom BBQ mit hickory und den richtigen Zutaten, Spare-rips oder ein Entrecote oder frische Sardinen, oder,oder,…
    Nicht jeden Tag, aber ab und zu!
    http://www.muenkel.eu/farmer-grill-profi-smoker-xxl-24-fg095-p-2344.html

  170. @Filou
    21. August 2010,...

    @Filou
    21. August 2010, 20:03
    Pittermaennchen?
    Das ist doch Koelsch!
    Das einzige Bier mit dem man mich vergraetzen kann! ist Koelsch ueberhaupt Bier?

  171. perfekt!57,
    ...bin mir nicht...

    perfekt!57,
    …bin mir nicht sicher; ob ich Sie jetzt voll verstanden hab´;-)
    …aber, daß Frauen aus 12 Möglichkeiten gerne auch mal 10.000 machen können, kauf ich.

  172. @Grimaldeli, klar ist das...
    @Grimaldeli, klar ist das Bier. Dass Sie es nicht moegen finde ich sehr guenstig-opferbereit, wie ich nun mal bin, trinke ich Ihren Teil mit.
    Uebermorgen bin ich wieder mal in der Heimat und lasse den Koebes flitzen.
    .
    Wie sagte schon Gorbatschow: „Wer zu Frueh kommt, bleibt!“

  173. @Grimaldeli, kurze...
    @Grimaldeli, kurze Werbeeinblendung:
    http://www.frueh.de/ebene_3_plakatmotive.asp?ID=6&SubID=10&USubID=54
    .
    Heimweh, Heimweh…

  174. @Filou
    21. August 2010,...

    @Filou
    21. August 2010, 20:35
    Ich sag nur Budweiser!
    Kein Bud, sondern Budweiser!
    Das is fuer mich ein Bier.
    zur Not, wie jetzt gleich am Meer, tuts aber auch mal ein Leffe.
    Bei unserer Canicule den Rosé,den hier alle trinken, kann ich mir nicht antun.
    Selbst vor der Kueste war es heute so heiss, das ich schwimmen war und das ist selten!
    Noch 2 Wochen, dann kommmt der Temperatursturz, Gottseidank

  175. vroni,
    der wollte wohl nicht...

    vroni,
    der wollte wohl nicht den besten (er hielt sich selber wohl für gut genug) sondern den mit der geringsten beisshemmung.

  176. filou,
    und wer erst zu...

    filou,
    und wer erst zu päffgen findet….

  177. @Vroni: ich fürchte, das hat...
    @Vroni: ich fürchte, das hat einen anderen Hintergrund. Viele Jobs heutzutage sind reine Drückerkolonnenjobs, in denen $irgendwem $irgendwas, was er nicht braucht und keinerlei Sinn hat, aufgedrückt werden soll. Dafür braucht es Menschen, die auch noch nach schärfster Mißachtung penetrant aufdringlich sein können, und die auch nach dem 100sten Fehlschlag immer noch in der Lage sind, sich die Einbildung zu erhalten, sie kämen auf diese Art irgendwann zu einem Erfolg. Also imgrunde zivilisatorische Irrläufer, denn der normale Mensch lernt ja was dazu, probiert was anderes, wenn es wie versucht nicht geht, und überdenkt seine Fehlschläge. Weswegen kein Mensch solchen Unsinn längere Zeit verkraftet, und deswegen sucht man dafür halt die, denen man am ehsten was vormachen kann.

    @jeanjacques, BertholdIV: Danke für die Berichtigung (Paulus, nicht Johannes).
    Das NT kenne ich wenig. Ich gehöre auch zu den katholisch Getauften und in einer strikt katholischen Familie Aufgewachsenen, aber wurde von Lutheranern kindergehütet und von Juden für Kunst begeistert (und dies alles in einem 2000-Einwohner-Arbeiter-und-Bauern-Dorf, jaja.). Die Lutheraner hatten eine sehr schöne alte Ausgabe der Lutherbibel, in der ich – neugierig und immer auf der Suche nach Lesestoff – gerne las. Allerdings war es so, daß ich das NT damals furchtbar langweilig fand, denn da war einfach zuwenig los, es wurde nur immerzu geredet. Das AT hingegen las ich mit großem Interesse: Mord und Totschlag, Katastrophen, rettende Wunder, Glanz und Elend, Frauen, die’s gerichtet kriegen oder auch garnicht, Intelligenz, die sich retten muß und doch noch was Gutes bewirkt – kurz, das war einfach mehr nach meinem Geschmack. Später habe ich dann anderes Zeugs gelesen, nicht mehr die Bibel, und so bin ich halt leider etwas unterbelichtet, was das NT angeht, und auf die Präzision von anderen angewiesen.

    @ErnstWilhelm: oh, Reisebericht aus Aserbeidschan! Danke!

    @Fionn: einmal im Monat ist in D Grillen auf dem Balkon erlaubt, öfter nicht.
    @DA: Da bricht bei Ihnen das Bäcker-Gen durch, wie? Kein richtiges Leben ohne Backofen!
    (Ich mag beides, und möchte keins der beiden missen.)
    @HansMeier: gehen Sie mir weg mit Krokodilfleisch, hab ich in Australien gegessen, ein Glump, genauso wie Barramundi. Känguruh in Weinsoße mundet hingegen sehr.

    Sonst, wg. Google: die Zeit hat darüber einiges geschrieben, u.a. auch die von Google angedachte Strategie. Die wollen imgrunde Suchmaschine und Stadtplan neu erfinden, was nicht wirklich verkehrt ist. Zuckerberg und andere, die sagen, daß sie kein Privatleben haben (der mönchische Geek/Unternehmer), bezeichnen sie als Puritaner. Da weiterzumachen wäre spannend, aber DA hat ja eh vor, sich das Verhältnis privat-öffentlich weiter vorzunehmen.

  178. Holy01,
    .
    ...wenn ich meine...

    Holy01,
    .
    …wenn ich meine Hausfassade verpixeln lasse, bin ich dann endlich auch mal
    interessant?
    …mach ich Leute neugierig?
    …wie viele wollen wissen, was sich hinter dem Schleier ( Burka ) verbirgt?
    …läßt sich daraus eine Geschäftsidee entwickeln?
    …wie verhalte ich mich, wenn die Leute enttäuscht sind und ihr Besichtigungsgeld
    wiederhaben wollen?

  179. auch-einer,...hat einen langen...
    auch-einer,…hat einen langen Weg zum Dom.

  180. @Grimaldeli, bitte keinen...
    @Grimaldeli, bitte keinen Temperatutsturz! Was soll ich denn im Oktober dort machen? Skifahren im Esterel? Vor der Glotze TF1 gucken und Sixpack saufen?
    Oder in eine ZUS fahren zum Ausrauben?
    .
    1978 war ich ebenfalls oktobers im Esterel. Wegen der Landshut sass ich nur noch am Kurzwellenempfaenger und versuchte dem LH-Operation-Center zu zuhoeren. So einen Ehekrach will ich nicht nochmal provozieren. Ich sag‘ nur ein Wort: Antennenexperimente.

  181. @minna: Tja, Besichtigungsgeld...
    @minna: Tja, Besichtigungsgeld bei Eintritt ist ein klarer Fall, das gibts nie zurück, aber die Fassade ist in der Stadt die Grenze, die jeder sehen darf. Wer das nicht will, muß sich halt einigeln mit Hecken und Hinterhäusern und dergleichen.

  182. Ich habe in meinem Beruf...
    Ich habe in meinem Beruf gelernt, dass der Eigentümer (wenn auch nicht der Mieter) eines Gebäudes das Urheberrrecht daran hat, was bedeutet, dass er selbst bestimmt, ob und wie die Ansicht seines Gebäudes wirtschaftlich verwertet wird.Er kann also einem Fotografen untersagen, ein Foto davon zu machen, wenn dieser z.B. eine Postkarte daraus machen will, die er verkauft. Bei Google Streetview liegt keine andere Situation vor und dieses hat nach deutschem Urheberrecht kein Recht, Fassaden von Gebäuden wirtschaftlich zu verwerten, es sei denn, diese liegen an öffentlichen Plätzen.

  183. Oooh, jetzt weiß ich´s...
    Oooh, jetzt weiß ich´s PEEP-SHOW – jeder Pixel zählt!!!

  184. colorcraze: Wie wär´s mit...
    colorcraze: Wie wär´s mit Rentnerkaffeerundfahrten – wie seinerzeit mit der
    Hafenstraße?

  185. "Von Streetview lebt Google,...
    „Von Streetview lebt Google, … , aber niemand lebt davon, dem man ernsthaft vorgestellt werden möchte.“
    Kann ich mir schon vorstellen, dass der Autor, der in einem anderen Beitrag mal erwähnte eher ererbt wohlhabend zu sein, es etwas unangenhem findet Leute kennen zu lernen, die die Kraft ihres Geistes genutzt haben etwas zu erfinden, was ein beachtlicher Teil der Menschheit viel und gerne nutzt und damit reich geworden sind.
    Zeigt es einem doch, dass einige Menschen ihr Geld verdient haben. Da ist es natürlich einfacher diese mal schnell abzuwerten.
    Soviel zu Anstand und Respekt.

  186. Christo hat es kommen...
    Christo hat es kommen sehen.
    .
    Die Gesellschaft ist überfettet,weil sie sich allzugerne alles gefallenlässt.
    Dem Harz4 Empfänger würde man als letztes die Glotze wegnehmen, man stellt ihn ruhig damit.
    Bloß kein Aufhebens mehr wegen so einer Kleinigkeit wie Streetview.
    Man fährt ja gar nicht dorthin;lässt den Finger zucken, und gönnt Google die Abzocke.Ich gehöre dazu,oder wenigstens mein Haus,mein Auto,mein Schiff?
    Sind wir nicht alle ein bißchen Google?
    .
    Solche Floskeln gehören auf den Müll.
    .
    Google Streetview ist Zwang-nicht zu verwechseln mit Freiwilligkeit.

  187. @Filou
    21. August 2010,...

    @Filou
    21. August 2010, 22:21
    Ich bin heutabend in Menton und wir kommen grad vonm Hundespaziergang zurueck.
    Temperatursturz heisst bei uns, das anfang September die Temp von Canicule auf ertraeglich, fuer Sie lieber Filou, auf mehr als angenehm absinkt.
    Der Juli und August sind hier im Pirnzip zu meiden. Nicht nur wegen der Italiener….
    Aber das ist eine andere Geschichte….
    An der Promenade d’Soleil spielte heute eine Gruppe Stuecke von Santana. So echt, aus Entfernung dachte ich, es waere eine disc! Aber nein, kein playback, kein caraoke, einfach super live

  188. (Ergänzung zu @Vroni: und...
    (Ergänzung zu @Vroni: und denen man zutraut, daß sie sich am längsten selbst was vormachen können.)
    @minna: Gruppen sind immer schwer erträglich und nur durch mehrere Personen zu handhaben. In der Schloßstraße nebenan fahren halbstündlich die Stadtrundfahrtsbusse durch; wenn ihre Straße breit genug ist, geht sowas natürlich, aber wenn Sie wollen, daß die Leute aussteigen, sollten Sie sich mit sämtlichen Nachbarn und dem Busunternehmen zusammentun.

  189. @perfect!57
    So sehr ich Sie...

    @perfect!57
    So sehr ich Sie auch so schätze: Aber die Kanzlerin ödert mich an und das nicht nur weil ich meist im Ausland lebe. Ansonsten find ich das schlimm, obwohl ich nicht sein größter Fan war, aber trotzdem sehr sehr schade:
    http://derstandard.at/1282273312973/Zitiert-Merkel-hat-definitiv-kein-Kulturverstaendnis
    Um mit Kohelet zu sprechen: Alles hat seine Zeit. Und über diese m.E. Fehlbesetzung im Kanzleramt sollten wir reden, wenn es sonst kein wichtiges Thema gibt

  190. minna 21. August 2010, 21:44...
    minna 21. August 2010, 21:44 :
    Zumindest ist eingewisses Mass an Ironie nicht verkehrt bei dem Thema. Es ist, war, bleibt jedem selbst überlassen.
    Die Argumentation von DA ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
    Die Hype der antistreetview Front ist auch nicht verkehrt, schliesslich überlegen da wenigstens einige mal, denen man das sonst nicht vorwerfen kann.
    Das ich anderer Meinung bin als der Autor des Blogs, haben wir schon vor einiger Zeit festgestellt und schlimm sind mehrere Meinungen nie.
    Die Blindgänger, welche konzeptlos versuchen den Info-Giganten google zu bremsen, um eventuell auch einmal zu Zuge zu kommen, kann ich nur bedauern.
    Google hat Geschäftsideen in der Schublade und in Deutschland wurde noch nicht einmal über die Schublade nachgedacht……..
    .
    Die immer noch regierende Generation 68´fasse ich mal knapp so zusammen : gegen alles ohne eigene Ideen. Geld geliehen,verprasst und weggerannt. Demokratie geschächt und Individualrechte abgeschafft. Meister der Scheingefechte und im Aufbau von Scheinargumenten (ich denke lügen träfe es besser).
    Das betrifft diesen Blog nur marginal, also wozu soll ich die Harmonie mit meiner anderen Meinung stören …..

  191. ahornblatt 21. August 2010,...
    ahornblatt 21. August 2010, 22:36 :
    Schön geschrieben aber völlig falsch. Das Fotografieren von Gebäuden ist -> ausdrücklich <- erlaubt. Treten Sie am besten in die CDU ein und gründen Sie dort eine Projektgruppe "Verwertungsgesellschaft Haus". Die haben Erfahrung im Leben von andererleuts Arbeit.

  192. Werter Don, die präsenile...
    Werter Don, die präsenile Bettflucht bringt es an den Tag: Verdrängung verblüfft immer wieder!
    Mit welcher Penetranz da Dinge verleugnet werden………………
    Natürlich kenne ich Meran – nur zur Ferienzeit – und Meran selbst ist einfach lauschig.
    Aber wandern in Meran – ein Albtraum. Selbst rauf nach Meran 2000 hatten wir das Gefühl,die Völkerwanderung sei uns auf den Fersen. Auf einer Kaffeerundfahrt kann ich mich wenigstens ausklinken. Wir sind vor der Touristenflut in das Urtental ausgewichen und da war`s mir dann doch ein bißchen zu „Urten“ – Wortneuschöpfung!
    Aber das Tessin, auch der Lac Leman und die Bündner Südtäler, das Bergell (ich hab Begell geschrieben, sorry, kann ja mal passieren) traumhaft die Wanderung auf den Piz Mintschun. Nur wir, auf halber Höhe eine Sennerhütte mit 2 jungen Studentinnen, dann nur noch Murmeltiere. Irgendwo weiter oben noch ein japanisches Paar. Madame Butterfly hatte den rechten Fuß am Berg abgestützt und machte mich auf
    „a butterfly“ aufmerksam. Ein einsamer Zitronenfalter in einer einsamen Bergwelt.
    Manchmal schaut Glück eben genauso aus.
    Zu den Meraner Villen fällt mir nur ein: Ein Witzbold hat in einer der zahlreichen Ruinen in der Pfalz seinen weisen Spruch hinterlassen:“ Der Mensch baut Burgen, die Zeit schafft Ruinen“.
    Nichtsdestotrotz, Sie können Ihre Protzerei nicht lassen – warum soll ich auch noch mit meinem „Senf“ ein Scherflein zu Ihrem Haufen beisteuern? Sie geben´s ja doch gleich wieder aus für Ihre Maniküre,wenn Ihnen beim Schreiben mal ein Fitzelchen Fingernagel einreißt. Wenn Sie wenigstens Ihr Porzellan selber spülen würden – in dem Dingens, das Ihre Finger beim Spülen gleich so wunderbar pflegt….

  193. Ein gut geschriebener Artikel!...
    Ein gut geschriebener Artikel! Ich werde meine Wohnung bestimmt unkenntlich machen lassen. Frage: wäre es eigentlich erlaubt, wenn eine x-beliebige Institution aus Deutschland in den USA Bilder von allen Fassaden des Landes machen würde?

  194. Ich hoffe, dass Don Alfonso...
    Ich hoffe, dass Don Alfonso die Besitzer der Häuser für die Reproduktion dieser Bilder in der FAZ kompensiert hat. Oder darf sich die FAZ die Frechheit, anderer Leute Häuser ins Netz zu stellen, einfach so herausnehmen, während Google dafür an den pranger gestellt wird?

  195. Am langweiligen Sonntag...
    Am langweiligen Sonntag (zugegeben, als Ausrede um der eigentlich noetigen koerperlichen Ertuechtigung zu entfliehen) habe ich mir mal via Google maps meinen Heimatort angeschaut. Dort bin ich vor beinahe 10 Jahren weggezogen, werde allerdings gelegentlich noch von meiner Mutter um technische Teleunterstuetzung gebeten.
    Und habe nun erstaunliches entdeckt, naemlich neue und sicherlich auch teilweise nuetzliche Handwerksbetriebe; Photografien aus dem benachbarten Waldgebiet, die mir quasi einen virtuellen Rundgang auf meiner alten „Runde“ ermoeglichen- und ich kann meiner Tochter zeigen, wie Omas Haus aussieht und die Strasse nebenan, und wo ihr Papa frueher spazieren gegangen ist und mit seinen Hunden gespielt hat.
    Sowas haelt durchaus Familien zusammen, ebenso wie videochatting, und macht Familientraditionen lebendig. Natuerlich sind viele Familien sesshafter als wir, und weniger international (sowohl meine Schwester als auch ich selber sind international verheiratet und leben in einem „Drittland“, derzeit in Afrika und Asien mit naechsten Familienmitgliedern derzeit auch in Europa und Australien) und koennen darum dem Nachwuchs Tradition direkt vor Ort vermitteln.
    Fuer viele andere aber ist die Lebensituation aehnlicher der unseren, und services wie Google maps und demnaechst streetview koennen dabei hilfreich sein.
    Ich jedenfalls freue mich auf Streetview und hoffe, dass an den mir teuren Staetten meiner Vergangenheit moeglichst wenige Leute Einspruch einlegen, damit ich meiner Tochter moeglichst viel „von frueher“ zeigen kann.
    Was das „Ueberaltern“ der streetview photos angeht- irgendwann einmal werden das historische Dokumente, und Google wird dann die Moeglichkeit anbieten, die Strassen zu verschiedenen Zeiten zu durchfahren.
    Und darauf freue ich mich auch schon.

  196. @Ahornblatt: Bitte verklage...
    @Ahornblatt: Bitte verklage deinen Ausbilder auf Rückerstattung deiner Ausbildungskosten. Es gibt kein Urheberrecht des Eigentümers, sondern das Urheberrecht betrifft ausschließlich den kreativen Schöpfer eines Werkes.
    Wenn die Verbreitung einer Postkarte unterbunden werden kann (siehe Hunderwasserhaus-Entscheidung), dann nicht durch den Eigentümer sondern durch die Erben des Architekten.

  197. @Plenum. In Ergänzung zum...
    @Plenum. In Ergänzung zum Thema des Eintrags (Street View) steht heute im FAZ-Feuilleton.net ein lesenswerter Text: „Aus der Welt der Webcams
    Und in Amsterdam fällt ein Glas um“.
    .
    Don, Ich war wirklich noch nie in Meran.

  198. seit vogestern den recten arm...
    seit vogestern den recten arm in gips, deshalp links und klein und eventuell mit fehlern getippt
    liebe colourcraze,
    ihre passage zu den drückerkolonnen hat meine hohe meinung von ihnen weiter gefestigt!
    lieber perfekt!57
    „ziehen lärmend durchs unterholz“ – nett!
    selbst verwende ich gsv nicht, wozu auch, ich brauche keine erschlichenen informationen, und leute mit villen wollen auch nicht bei gsv beguckbar sein, außer natürlich die geschmacklsen neuvillenbesitzer a la seitenblicke, adabei etc.. was die balkone betrifft: es gibt halt stufen der intimität, und der balkon wird auch nur dementsprechend „bespielt“, mit zartem teegeschirgeklapper, selbstverständlich bekleidet und ohne händigeplärr, musik und eseleien. – wie mans, auch wenns leise pasiert, nicht macht, beobachten gerade amüsiert freunde einer etw, die einen älteren herrn -leider- im blickfeld haben, der im bademantel auf dem gläsernen und unbepflanzten balkon kronenzeitung liest und teure autos mit dem fernglas mustert. wohl ein vertribsdirektor in pension, bisl geld, nix manieren. aber das fatum, eine jungr dame mit accent, hat ihn bereits ausgespäht, – über gsv? – und besucht ihn mit selbstgebackenen kuchen.

  199. ...
    Test-Test-Test-Test-Test-Test-Test-Test-Test-Test-Test-Test-Test-TestTest-Test-Te
    Jetzt denk´ ich, es ist der echte Don!
    In Amsterdam fallen nur Fahrräder um und ob nun Glas oder Fahrrad, wen juckts?
    Google Street View war ja nicht dabei!

  200. Holy01,
    mir scheint der...

    Holy01,
    mir scheint der deutsche Bildungsbürger reagiert auf Veränderungen in der
    Gegenwart eher zögerlich, wenn überhaupt , ist dann überrascht, empört und
    will es dann aber wissen.
    Der berühmte Ausspruch von Herrn Liebermann, war mir immer eine Warnung.
    Schon als ich ihn zum ersten Mal hörte, fiel mir nichts anderes dazu ein wie:
    “ Wo hat der Mann die 20 Jahre zuvor gelebt?“
    Und jetzt steht die Industrialisierung der Bildung an und kaum einem dürfte der
    Gedanke kommen wie schnell dort Modellwechsel stattfinden können.
    Für die – hier pauschal gedachten BB – geschieht dann immer alles „plötzlich“.

  201. An ich- weiß- nicht- mehr-...
    An ich- weiß- nicht- mehr- wen- oben: Chapeau (vor Ihrer Frau). Klar, daß diese die Intellegenz an Ihre Tochter weitergegeben hat. Männer besitzen Ihre ja noch!
    Don – sein oder nicht sein? Diese Frage hat auch schon andere bewegt. Ich stelle Sie mir als unwahrscheinlich kleinen, fragilen Menschen vor, der sich auch schon mal in ca 40 auf 30 auf 4 cm( schätzen kann ich auch schlecht) sesshaft macht. Aber heute bekommen Sie eins mit dem Hammer auf Ihren Kopf!
    Im Übrigen bin ich Fatalist und ein Anhänger von Ben Hur (wie hieß er doch gleich im richtigen Leben?). Thea gab mir die Anleitung, wie man in St. Gallen an ein Selbstverteidigungsgerät gerät. Sowas nennt man „Berliner Aufklärung“!

  202. Ein nur mässig amüsanter und...
    Ein nur mässig amüsanter und in weiten Teilen ziemlicher peinlicher Beitrag. Doch es wundert nicht, dass brave Soldaten der Holzmedien mit Anbiederungen wie „Bürgerlichkeit“ Stimmung gegen den „Kommunismus“ von Google & Co. machen.
    Die Verlogenheit ist verblüffend. Diejenigen, die am lautesten gegen StreetView wettern sind doch dieselben, die den Dienst am exessivsten nutzen werden, um z.B. neue Bekannte, Geschäftspartner usw. zu stalken.
    Nur das eigene Heim möchte man natürlich nicht dort veröffentlicht sehen – ist klar.

  203. @Holly01 (22. August 2010,...
    @Holly01 (22. August 2010, 02:53), letzter Absatz: praezise Sicht auf die Dinge. Ich frage mich nur, wer waehlt die denn noch?

  204. Holly01: "Medienkonzerne in...
    Holly01: „Medienkonzerne in Deutschland kaufen Rechte oft nur damit NICHT veröffendlicht wird. Millionen Titel werden so der Öffendlichkeit vorenthalten“
    Millionen!? „Achwas?!“ (Loriot)
    Nennen Sie doch mal nur zehn.

  205. Holly01:"Die immer noch...
    Holly01:“Die immer noch regierende Generation 68´“
    Huch? wer? wo?

  206. "Holzmedien" ist sooo...
    „Holzmedien“ ist sooo Nullerjahre …

  207. Danke für die Links...
    Danke für die Links usw.
    .
    Schlingensief hat Recht: Merkel ist keine Künstlerin. Sondern Publikum. Und über die wechselseitigen Kenntnisse wird leider auch weiterhin große Sprachlosigkeit herrschen. Trotz aller Wortmacht.
    .
    Und die Masse people in der Republik will ja – man könnte argumentieren: ebenfalss leider – nicht Merkel als Schlingensiefersatz – nein anders herum: Zum Glück eben keinen Schlingensief im Kanzleramt.

  208. Hallo, Jeeves!
    Schwarz-Gelb...

    Hallo, Jeeves!
    Schwarz-Gelb natürlich; man wächst und lernt von seinen Gegnern – und zeigt
    wie gut das alles ist, wenn es nur die Richtigen machen.

  209. Erinnere mich dunkel daran,...
    Erinnere mich dunkel daran, wie mir kurz nach der Wende ein Ossi erzählte, wie krass er es fand, als zum ersten mal von der im Westen angeblich herrschenden Regel erfuhr: Dass es ungehörig sei, die Leute nach ihrer Wohnadresse zu fragen.

  210. Don, besonders schön finde...
    Don, besonders schön finde ich Ihre Beschreibung der neuen Herrschaftsarchitektur. Verloren sollen wir sein, geblendet, smoke and mirrors, umherirrend, abgelenkt. In diesem Zustand kann man uns alles auftischen, an dem wir uns irgendwie festhalten können.

  211. Försterliesl, gute Besserung!...
    Försterliesl, gute Besserung!

  212. Lese gerade den Netzoekonom,...
    Lese gerade den Netzoekonom, der den neuen Facebook-Dienst „Places-Wo bin ich“ verkuendet. Mit gsv ist das doch ne runde Sache. Eigentlich sollten Sponsoren jetzt ihre Drueckerkolonnen von Tuer zu Tuer jagen, um Werbeflaechen an Hauswaenden zu verkaufen. Facebook bildet dann label-communities, in denen Markentreue in Abhaengigkeit zum Wohnort diskutiert wird. Westviertel=DG, Ost=C&A. Bei Wohnortwechsel kann man sodann vorherrschende Labels erkennen, die man Dort tragen sollte, wenn….. Wer haette gedacht, dass Prostitution derart weitlaeufig ist.

  213. Ich frage mich wirklich, wer...
    Ich frage mich wirklich, wer so mangelintelligent ist, solche Dienste zu nutzen. Aber wer das eine tut, wird vielleicht auch anderen Blödsinn konsumieren.
    .
    lukeman, ich denke, die Unübersichtlichkeit im Netz ist letztlich nur ein Problem einer kleinen Randgruppe mit zu wenig Leben ausserhalb. Wenn einer sagt, er will unterwegs mehr auf sein Handy schauen, um mit seinen Freunden up to date zu bleiben und Layer zu sehen, hat er einen an der Waffel, aber nicht die Restgesellschaft.

  214. Die Werbeflaechen auf gsv...
    Die Werbeflaechen auf gsv muessen selbstredend mit einen Link zu den online-shops der Hersteller fuehren, somit waere das Ganze sinngebend fuer die Teilnehmer. Das laesstsich jetztnoch schoen ausfeilen. Don, fuer die Meraner Balkone natuerlich nur vom Feinsten: Cristoffle, Meissen,Escada, Bugatti….vielleicht sollte man google n Tip geben. Ein neuer Berufszweig koennte gar entstehen: Wandflaechen-Akquisiteur. Das Arbeitsamt bildet aus und wir habendoch noch Vollbeschaeftigung. Oder hab ich zuviel Minztee genommen?

  215. Ich glaube einfach nicht, dass...
    Ich glaube einfach nicht, dass irgendwer ernsthaft Lust auf noch merh Werbung hat. Und in Meran sind die Geschäfte selbst Werbung genug, würde ich meinen.
    .
    r00tkid, mit Verlaub, wenn ich jemanden rund machen will, brauche ich sicher nicht so was Läppisches wie Streetview dafür, das besorgen gerade etliche Neonerdzisten prima selbst.

  216. nico,
    alte bilder mit...

    nico,
    alte bilder mit strassenszenen so um 1900 anschauen. oha, da sieht man vor lauter reklamebeschriftung keine fassade.
    das war damals so, dass jeder auf sich aufmerksam machen wollte. kommt alles wieder…
    .
    (bandenwerbung am heimischen balkon hat schon hansmeier vor tagen am 20. August 2010, 11:13 vorgeschlagen. einfach dort unübersehbar f*** *oogle anbringen, das spart den hustle mit der verpixelung und wenn nicht, umso besser)

  217. nico, das ist 'ne Idee, aber...
    nico, das ist ’ne Idee, aber wozu groß akquirieren? „Verknüpfen Sie jetzt einfach den Streetview Ihrer Wohnung mit Ihrem Online-Community-Account, und schon können Sie Ihre schönsten Einkaufserlebnisse mit Freunden aus aller Welt teilen und viele neue Freunde in der Nachbarschaft gewinnen!“ Pro Klick gibt’s ’n Cent aufs Onlinekonto. Und ab geht die Stampede …

  218. specialmarke@: Danke für den...
    specialmarke@: Danke für den Hinweis: Die Quelle bei Büchner war mir bekannt, habs halt nur für den Anlass umgeschrieben-werde das nächste mal einen Beleg
    dranhängen. Mit Collagen und Ähnlichem sollte man halt vorsichtig sein. Der Großmeister der Collage, Max Ernst, scherte sich aber wenig darum. Ausserdem wollte ich ja nicht gerade die hessische Bevölkerung vormärzlich zum revolutionären Kampf aufrufen ;-)
    minna@:Schade, dass es keine Zeitmaschine gibt-man stelle sich vor, wie z.B. Angelika Kauffmann auf diese heutigen Möglichkeiten reagiert hätte. Ist natürlich nicht zulässig da alle sonstigen Rahmenbedingungen nicht stimmen würden. Eine, die auch Signore Don Alphonso den Weg gen Ialien bahnte. Mark Twain hatte so ene Story mit einem entspr. Plott um den Protagonisten am Hofe von King Arthur durchgespielt.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33043/1.html
    Was die 68iger anbetrifft, die meisten davon, die ich aus meiner generation so kennengelernt hatte schielten doch eh nur auf die staatl. Fleischtöpfe bzw. nach einer Sinkure möglichst im bekämpften Apparat.
    Don Alphonso@: Bestechend wie Sie die Typen mitsamt ihren Manieren abtropfen lassen.
    BertholdIV@:Da haben Sie aber zwei Knaller, Frau Merkel & Herrn Schlingensif, zusammengebracht. Mir persönlich wäre es lieber, wir hättens mehr klassisch.

  219. Bis in meine spaete Jugend...
    Bis in meine spaete Jugend hatte ich ein festes Bild des Spiessers. Dieser war der Typ des Hausmeisters mit Blockwartvergangenheit und bestimmte mein Feindbild. Anfang der 80er musste ich umlernen; der rechte Spiesser starb aus und wurde durch den linken Spiesser ersetzt. Und der hat jetzt das Sagen, hartnaeckig, unbelehrbar und furchbar furchtsam. Er verteidigt seine vermeintliche Freiheit so vehement, dass er die Freiheiten der Anderen nicht akzeptieren kann. War die Farbe des alten Spiessers Braun, veraenderte sie im Laufe der Zeit nach Rot, spaeter nach Gruen.

  220. Filou, wirklich noch sauer...
    Filou, wirklich noch sauer wegen des Rauchverbots?

  221. Gianozzo, es ist das nicht...
    Gianozzo, es ist das nicht Rauchverbot an sich. Mich aergert der faschistoide Ansatz der dahinter steht. Sowas kann man elegant, charmant loesen. Dann habe ich damit kein Problem. Aber bornierte Kampagnien…
    …achwas, ich gehe jetzt eine rauchen. Stinkig, lang und qualmreich.

  222. Chapeau Monsieur Filou, zu...
    Chapeau Monsieur Filou, zu deutsch: Sauba sog i. Es geistert ja durch die Geschichte die Saga, dass Napi III mittels des Präfekten Baron Haussmann (1809 bis 1891) deswegen die Boulevards durch das alte Paris fräsen liess, damit bei entspr. Emeuten besser die potentiell revolutionäre Pariser Bevölkerung per Kartätschfeuer der Geschütze und Mitrailleusen der Garde Mobile niedergehalten werden könne. Die neuen magnifiquen Prospecte lösten auf jeden Fall damals einen Grundstücks-und Bauboom ohnegleichen aus. Womöglich tritt genau dies als unbeabsichtigte Nebenfolge der neuen Googlemasche ein?
    Der Spiesser ist, von seiner kleinbürgerlichen Art her gesehen, eben in seiner Genstruktur als ein sehr wendefreudiges Wesen bekannt im Soz.-Wissen….

  223. Filou 19:13, Sie sprechen mir...
    Filou 19:13, Sie sprechen mir aus dem Herzen.

  224. Plindos, Ihren "Schlingensif"...
    Plindos, Ihren „Schlingensif“ finde ich grossartig.

  225. filou,
    merci bien....

    filou,
    merci bien.

  226. @Gianozze, danke, ich hatte...
    @Gianozze, danke, ich hatte nur an die Arbeislosigkeit gedacht. Zeitungsabos verkaufen sich ja wohl auch so. Und die n Staubsauger von Vorwerk fuer n Tausender an der Haustuer kaufen, nehmen dann auch die Wandschilder vom Druecker. Solche Leute kommen da nicht von selbst drauf. Denken Sie sozial.

  227. Ansichten und Lebenshaltungen...
    Ansichten und Lebenshaltungen ändern sich mit dem Alter. Die Nikotinsucht bleibt.

  228. @minna: Sie sind mir mit Ihrer...
    @minna: Sie sind mir mit Ihrer lebensnahem Art sehr wert. Aber was Sie jetzt gesagt haben, hat mich schier aus den Socken gehauen: Industrialisierung der Bildung. Das ist eine ganz neue Blickrichtung, darüber sollten wir wirklich mal Gedanken zusammentragen. Mir fällt ad hoc nur die Einführung der Schulpflicht aus Gründen der gewerblichen Erfordernisse ein, meine verstreuten Beobachtungen zur Veränderung der Schulen und des Unterrichts, das Auftauchen von Kindern in Büros, die Onlineplattformen, und die Konzernunis.

    @Foersterliesel: oh, danke für das Kompliment, das ich gerne erwidere – ihre Beiträge lese ich auch sehr gerne. Über das „Fatum“ mußte ich sehr schmunzeln. Ich hörte mal von einem recht bizarren Balkonverhalten – ein Mieter hatte sich eine Dusche auf den Balkon gebaut. Er trat dann wohl nackt aus der Wohnung und duschte sich draußen, auch im Winter. Nun ja. Er nahm das mit dem Urlaub auf Balkonien vielleicht etwas arg strandtouristisch. So wie die, die sich einen richtigen Pflanzendschungel hinstellen, es etwas arg waldhaft nehmen. Und sonst ganz viel heile heile Segen für Ihren Arm!

    @perfekt: Über ihre Liebeserklärung an die klugen Frauen bin ich so errötet, daß mir zuerst die Tastatur versagte. Ich kann sowas nicht so schön ausdrücken, drum nur kurz: wir Frauen lieben die Männer mit ihrer Unternehmungslust und ihrem offenen Geist auch sehr.

    @nico: Wandflächen und Riesenschilder sind doch auch so völlig Nullerjahre. Wo haben Sie während der Zeit gelebt? Nie durch eine Stadt mit entsprechend verkleideten Baugerüsten gefahren? Wie ich schon zu HansMeier sagte, braucht man die durch Google Street View eher weniger als mehr. Und die Seuche der öden ramschigen immergleichen Markenläden in den Innenstädten und Einkaufszentren zieht sich von Mailand bis Berlin (in der Galleria gibt es einen McDonalds) und würgt einen an jedem Flughafen.

    @DA: ständige Erreichbarkeit ist eine Seuche, das Verstellen des freien Blicks mit Ablenkungen ebenso.

  229. Lieber Plindos, das musste ja...
    Lieber Plindos, das musste ja mit den Boulevards so kommen. Paris war seit ewigen Zeiten ein furchtbares Dreckloch, und nach den Tagen der Commune brauchte man Strassen durch die man ohne Kollateralschaeden (Gebaeude) Kanonkugeln schiessen konnte. Auch hier war mal wieder der Krieg der Vater des Gedanken-und wie so oft, er hat der Stadt ueberhaupt nicht geschadet.
    .
    Louis XIV ist sicher wegen der unhaltbaren Zustaende rund um den Louvre nach Versailles gefluechtet: Luft, Sonne und das ganze Arrangement ein leuchtendes Zeichen der beginnenden Aufklaerung. Dem Mann verdanken wir viel.
    (Kommt zwar nicht ins Schwaermen, wuenscht sich aber doch sowas aehnliches fuer die Republik. )

  230. colorcraze, ich war ja dieses...
    colorcraze, ich war ja dieses Wochenende lang genug offline, würde ich sagen.

  231. Es sollte angemerkt werden,...
    Es sollte angemerkt werden, dass in England Balkone nur erlaubt sind, wenn alle Nachbarn zustimmen, auf deren Grund man sehen kann.
    Auf der anderen Seite werden von jedem Engländer im Schnitt täglich! 300 (Dreihundert) Bilder durch Überwachungskameras aufgenommen.
    So einfach sind die Zusammenhänge mit privaten Einsichten nicht.

  232. @DA: auch Sie dürfen mal...
    @DA: auch Sie dürfen mal offline sein. Wobei mir gerade die Organisationsfrage bei der Vertretung der Freischaltung einfällt.
    @Eduard Heindl: alles Puritaner!!

  233. Ich habe ja einige Mitarbeiter...
    Ich habe ja einige Mitarbeiter u.a. dank Deus Ex Machina.

  234. colorcraze, freut mich!
    Was...

    colorcraze, freut mich!
    Was Sie bezüglich der Bildung ansprachen, ich dachte an die Produktionsmethode..
    .
    Es wurde doch schon alles durchindustrialisiert: Handel, Dienstleistungen, Sport, Kultur, Medizin
    einzig Bildung bleibt noch und wenn man hört welche Vorschläge seit Jahren
    gemacht werden, da hätte auch die Automobilindustrie Schwierigkeiten mit der Modellpalette nachzukommen.
    Die Parolen sind doch da: der internationale Vergleich-und Vergleichbarkeit, Wettbewerb, Effizienz auch der Kosten, die Rendite – kurz das Humankapital
    muß gemanaget werden. Der Streit geht m.E. nur darum – von wem?

  235. @Plindos, ich glaube es war...
    @Plindos, ich glaube es war mit Haussmann und Paris etwas anders:
    In der Schirn in Frankfurt gab es in 2006 eine sehr gute Aussstellung dazu:
    Warum geht Hollein eigentlich nicht nach Wien zurück? Sollte einem zu denken geben:
    Der katalog dazu
    DIE EROBERUNG DER STRASSE VON MONET BIS GROSZ
    Herausgeben von Max Hollein, Vittorio Magnago Lampugnani, Karin Sagner, Matthias Ulrich. Mit einem Vorwort von Max Hollein und Texten von Matthias A. Amann, Dominik Bartmann, Richard R. Bretell, Vittorio Magnago Lampugnani, Caroline Mathieu, Karin Sagner, Harald R. Stühlinger und Matthias Ulrich. Deutsch/englisch, 322 Seiten, 240 Abbildungen, Hirmer Verlag, München, ISBN: 3-7774-3175-3 /ISBN-13: 978-3-7774-3175-8.
    VERGRIFFEN
    Wenn Sie mal in frankfurt sind, direkt in der Schirnm drin gibt es eine Buchhandlung, die müssten den Katalog noch haben.
    Ansonsten: http://www.schirn.de

  236. @minna: Hm, das was Sie da...
    @minna: Hm, das was Sie da ansprechen, war besonders bezüglich der Unis, die ja spätestens seit den 80ern einfach Massenbetriebe sind; ein Studium hat ja heute einen ganz anderen Stellenwert als vor 60 oder 100 Jahren, nämlich schlicht Minimalforderung für viele Jobs. Also gewissermaßen Ausbildung bis zum 30. Lebensjahr vom Staat. Daß man sich da in allerlei Winkelzügen versucht, war eigentlich zu erwarten. Aber ich muß jetzt ins Bett. Gute Nacht!

  237. @Plindos
    "BertholdIV@:Da haben...

    @Plindos
    „BertholdIV@:Da haben Sie aber zwei Knaller, Frau Merkel & Herrn Schlingensif, zusammengebracht. Mir persönlich wäre es lieber, wir hättens mehr klassisch.“
    Gefiel Ihnen das Werk Schlingensiefs nicht – Ah geh… Ich fand einiges sehr gut v.a. die „politischen“ Sachen (Container, Baden im Wolfgangsee) über die anderen verstehe und interessierte ich mich zu wenig. Aber schad um ihn.
    Ansonten finde ich einfach ernsthafte Analyse der Politik der Kanzlerin fad, besser sie rechts liegen lassen und abwinken
    Trotzdem überrascht mich ein bisschen Ihre Antwort – wir müssen ja den Zwist zwischen Ultramontanisten und Hussitenfreund plegen. Bischof Kurt Krenn hat doch auch Nitsch ganz positiv beurteilt.

  238. und natürlich: Kunst als...
    und natürlich: Kunst als kritische Kunst
    das ist theologisch witzig:
    http://www.church-of-fear.net/deutsch/index.html
    so weit weg von der realität?
    http://www.piusbruderschaft.de/component/content/article/717-aktuell/4468-eine-trendwende

  239. minna, Ihren...
    minna, Ihren interpretatorischen Ansatz zur Industrialisierung der Bildung finde ich schön. Allein die Begriffsbildung ist prima.
    .
    Foersterliesel, gute Besserung.
    .
    liebe donna laura, schmollen Sie? Dies täte mir aufrichtig Leid. Und dies alles wegen Christoph Schlingensief? Dies hat er nicht verdient. Bitte, bitte melden!

  240. O je, Schlingensief.
    Ein...

    O je, Schlingensief.
    Ein netter Kerl und Nichtkünstler, der versuchte, alles, was gutes Theater ausmacht, durch Schreihälsigkeit und eine starke Dosis Titanic-Ironie zu kompensieren.

  241. Nein, die Engländer sind...
    Nein, die Engländer sind keine Puritaner, sondern Anglikaner. Und die stehen theologisch der Alleinseligmachenden näher als den Puritatern.

  242. Ja, lieber HansMeier555,...
    Ja, lieber HansMeier555, Schlingensief war die aktivistische Agonie der political correctness. Aber wie lebendig diese leider noch ist, zeigt die tränenreiche Abschiedsnummer. Für Honoré Daumier wäre diese ein gefundenes Fressen. Lesenswert finde ich heute die NZZ (Frau Villiger-Heilig).

  243. Es war mir das Vortaeuschen...
    Es war mir das Vortaeuschen von Ironie, um die schoepferische Hilflosigkeit eines Irrwischs zu verschleiern.

  244. @rosinante.
    Ist die NZZ diese...

    @rosinante.
    Ist die NZZ diese alte Zeitung (jünger als die WZ), die jetzt bunt ist und sich halbstark generiert um die eigene Bedeutungslosigkeit zu übergehen. Vor zehn Jahren interessant zu lesen, heute nur noch bunt, aber mit Kakuro (ist aber auch am Rückumschlag der Blätter der DGVM)
    @plindos: Das könnte Sie interessieren:
    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E345ED2EEF1A84CA784F4B3FC1ADE4326~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Sehr treffend seine Analyse zwischen dem „heidnischen“ Wiesbaden und dem linkskatholischen Frankfurt. Wo man dann lieber lebt, stellt sich danach nicht mehr.

  245. @plindos
    Bei dem Stadtdekan...

    @plindos
    Bei dem Stadtdekan gab es einmal ein Gerangel in St. Mauritius (Hostienraub).
    Wenn Sie seine Statur kenne, lachen Sie darüber. Ein sehr sympathischer Mensch und guter Theologe

  246. die ganze bildungsdiskussion...
    die ganze bildungsdiskussion läuft, es ist ein jammer, auf der semantischen schiene.
    .
    eigentlich geht es doch nicht um bildung. bildung ist etwas höchstpersönliches, man kann es erwerben, wenn man das will und die zeit und die möglichkeit dazu hat oder erhält – stichwort gesellschaftlicher reichtum. was derzeit durchgezogen wird, ist eine reform der ausbildung, der vermittlung berufspraktischer kenntnisse und fertigkeiten unter kostengesichtspunkten, das heisst, ide jungen leute sollen optimal vernutzbar sein und der weg dorthin soll nicht viel kosten. dieses verdummungsprojekt las bildungsreform zu bezeicvhnen ist ebenso frech wie trickreich, gegen bildung kann schliesslich keiner sein. das kind beim namen nennen will auch keiner, schliesslich wollen alle, die politik beruflich treiben, an den trog.
    .

  247. minna, um den gedanken...
    minna, um den gedanken weiterzuspinnen, es geht um ein verarmungs- und verdummungsprojekt grossen ausmasses.
    .
    verarmungsprojekt deswegen, weil in zukunft die arbeit nicht nur weniger sondern billiger wird. verdummungsprojekt deswegen, weil etwas bildung den ganzen menschen ziert, die wirtschaft aber ausgebildete, das heisst mit den entsprechenden berufspraktischen kenntnissen und fertigkeiten versehene atbeitskräfte benötigt.
    .
    praktisch ausgedrückt: der bachelor maschinenbau in fünf jahren kann nicht nur weniger, als der maschinenbauergeselle vor fünfzehn jahren, er wird dafür auh weniger lohn oder gehalt bekommen.
    .
    es ist an der zeit, enmal einen blick auf das ausbildungssystem der ddr zu werfen. das war alles andere als eine sozialdemokratisch – sozialpädagogische veranstaltung, es ging da recht hart und direkt um leistung und um deren ersatz durch anpassung. eigentlich doch genau das, was heute wieder vn der jugend verlangt werden soll, oder? das mit dem plan klappt heute nicht mehr so gut, aber es gibt stellschrauben, mit denen man freie entscheidungen lenken kann.

  248. Ja, BertholdIV, die NZZ ist...
    Ja, BertholdIV, die NZZ ist der Methusalix in Europa. Und halbstark? Wegen der Farbe? Sie hat sich im letzten Jahrzehnt politisch wohl zu stark geöffnet. Aber sie hat immer noch ein unverwechselbares Profil (ich meine nicht die Sonntagsausgabe). Die Farbe wäre m.E. nicht notwendig gewesen. Aber sie schadet auch nicht.

  249. Filou, schöne...
    Filou, schöne Charakterisierung der Arbeit von C.S..

  250. @Rosinante
    halbstark weil sie...

    @Rosinante
    halbstark weil sie in den letzten Jahren – seit 5 Jahren lese ich sie nur noch ab und zu, davor war ich zeitweise Abonnent – den krawallbruder gibt. Nicht jede Außenseitermeinung oder rechte Meinung ist damit schon richtig, weil sie nicht main stream ist. Und das Feuilleton – ich hatte mal einen Briefwechsel mit einem Redakteur anlässlich der Rede von BXVI in Regensburg. theologisch m.E. sehr ungebildet, aber da er den Papst einmal privat getroffen hat… kannte er sich dann aus.

  251. @Rosinante
    "Sie hat sich im...

    @Rosinante
    „Sie hat sich im letzten Jahrzehnt politisch wohl zu stark geöffnet. “
    Erweiterung des politischen Spektrums zwischen G.W. Busch und Sarah Palin. War jetzt böse und unfair- Sorry -, nein denen/NZZ geht es einfach kalt rein und man hofft halt auf…
    letzte Woche hat mir die JF auch ein 4-Wochen Abo angeboten. da werben renommierte Leute dafür

  252. "Wenn ich einmal in Rente...
    „Wenn ich einmal in Rente bin… Das wäre schon nett. Und am Morgen den Bäckerjungen grüssen, und den Enkeln zu winken, wenn sie wieder zurück müssen.“ Enkel? Don, haben Sie sich da nicht verschrieben, oder…?

  253. Das mag die Vision der...
    Das mag die Vision der dortigen Bewohner sein, aber ganz sicher nicht meine Vision.

  254. auch-einer 12:53
    ...das seh...

    auch-einer 12:53
    …das seh ich auch so. Ich frag mich nur warum interessiert das keinen, wenn
    junge Leute dazu aufgefordert werden in jungen Jahren einen großen Teil
    ihrer Lebenszeit damit zuzubringen angelernte Hilfskräfte, die jederzeit ersetzbar
    sind, zu werden.
    Erst der Einkommensverzicht durch längeren Schulbesuch und
    Studium, um danach schlecht bezahlt zu werden.
    Alles nur um statt im ´blauen Anton´ im ´weißen Kittel` zu arbeiten?

  255. Hier noch was Amüsantes zum...
    Hier noch was Amüsantes zum Thema „automatisierte Empfehlungen.“ Ich hba‘ mal bei Overstock.com in den USA eine Gypsy-Kings-CD gekauft. Während des Kaufs behauptete die Webseite, dass Leute, die Gypsy-Kings-CDs kaufen, auch in sich gerollte (selbstaufrollende) Gartenschläuche kaufen. Neugierig geworden, hakte ich nach:
    „Dear Sir or Madam,
    your web page http://www.overstock.com/cgi-bin/d2.cgi?PAGE=PROFRAME&PROD_ID=95863 claims that people who buy Gypsy Kings CD’s also often buy coiled garden hoses. Is that really true?
    I’d be very grateful for your reply.
    Best regards, …“
    Und hier die Anwort: „Thank you for your interest in Overstock.com. Yes, this is apsolutely true. Customers on our site tend to buy products from many different sections from our site. “
    Ob wer gern in sich gerollte Gartenschläuche kauft, auch gern die Gypsy Kings hört?

  256. Kardinalzahl, vielleicht sind...
    Kardinalzahl, vielleicht sind die Gypsy Kings in Wirklichkeit gerollte Gartenschläuche?

  257. Sie sind unter uns! Ich habe...
    Sie sind unter uns! Ich habe es immer gesagt.

  258. @minna: blaue Antons und...
    @minna: blaue Antons und weiße Kittel gibts nicht mehr viele, wenn man die mal als Synonyme für solide, lebenslange Arbeit nimmt. Das heute Typische gleicht eher dem Kellnern und der Putzfrau, will mir scheinen – immer auf dem Sprung sein zum Nächsten, ein Tag die Woche hier, den nächsten da. Man will das lernen anders portionieren, die lange Schulphase am Stück und dann ab und an mal etwas Fortbildung.

  259. Kundenprofile die mithilfe...
    Kundenprofile die mithilfe geografischer Informationen erstellt werden, – durchschnittliches Einkommen und Immobilienpreis, welches Auto man hat, Essgewohnheiten, – Tofu versus Schnitzel, – das alles wird schon lange in Profile integriert. Ich denke, den Arbeitgeber interessiert die Fassade meines Hauses wenig. Er hat mit der Postleitzahl alle Informationen die er braucht.

  260. colorcraze, mich hat die...
    colorcraze, mich hat die Äußerung einer Bekannten irritiert, die fest entschlossen
    ist ihre Kinder ( Zwillinge, wurden gerade eingeschult, sie selbst natürlich Abitur)
    n i c h t auf eine Gymnasium zu schicken.
    Die Schuldiskussion muß ihr fürchterlich zugesetzt haben.

  261. Ich halte es fuer sehr...
    Ich halte es fuer sehr fragwuerdig, wenn Eltern die formale Bildung ihrer Kinder nur unter dem Nuetzlichkeitsaspekt betrachten. Bildung an sich hat einen Wert. Es ist voellig gleichgueltig, ob das Kind studiert oder nur eine Lehre macht. Wichtig ist, dass der Mensch etwas weiss, ein wenig mehr bitteschoen als unsere Schulweisheit traeumen laesst. Formale Allgemeinbildung hilft dem Suchenden zu wissen, wo und was er suchen muss, und sie gibt ihm das grundlegende Handwerkszeug zur Arbeit an die Hand.
    Was auch immer die jeweilige Bildungspolitk sich gerade einbildet richtig zu machen; es besteht kein Grund, seiner eigenen Einsicht NICHT zu folgen. Das macht das Leben nicht einfacher (Einfachheit ist fuer die Dummen und Faulen), bereichert aber das Leben. Diese ideelle Bereicherung ist es letztendlich, die eine Gesamtheit in Bewegung haelt. Der sture Blick auf die Gebrauchsfaehigkeit einer Ausbildung zu einer grunzgemuetlichen Lebenfuehrung ohne jede Herausforderung halte ich fuer unterschichtlich. Genau dort landet dann aber der herablassend feixende Mittelschichtler, der genau nur das kann, was er gelernt hat, nichts mehr dazulernt, neidisch auf die erfolgreichen Abenteurer blickt, oder aber den mutigen Scheiternden mit haemischen Kommentaren zu begluecken.

  262. @minna: na wenn sie gerade...
    @minna: na wenn sie gerade eingeschult wurden, muß man ja auch erstmal sehen, wie sie mit der Schule klarkommen. Das steht ja erst in 3 1/2 Jahren oder noch später an das Thema. Ansonsten ist „das Handwerk retten“ bestimmt auch nicht so die falsche Idee. Wobei ich allerdings auch Abiturienten kenne, die eine Handwerkslehre gemacht haben und auf diesem Gebiet arbeiten. Ich für mein Teil mußte damals sehr drum kämpfen, aufs Gymnasium zu dürfen, und ich bin froh drum, daß das gelang (in BaWü ist nicht viel mit Elternmitspracherecht und ich hatte damals eine Klassenlehrerin, die meinen Eltern zuredete), denn andernfalls wäre ich wegen permanenter geistiger Unterforderung wahrscheinlich auf Dauer unleidlich geworden. Danach… wenn mein damaliger Freund nicht nach Berlin gegangen wäre, wäre ich wahrscheinlich heute noch in der Firma, in der ich eine Lehre gemacht hatte.

  263. Filou,
    so hab ich mir das auch...

    Filou,
    so hab ich mir das auch immer gedacht; scheine mittlerweile total falsch
    zu liegen.
    Die Verunsicherung muß sehr groß sein; lieber igelt man sich ein.
    Auch Artikel über die schulbildungswilligen
    hier lebenden Türken auf SPON, werden wohl kaum noch als Herausforderung
    aufgegriffen. Sowenig wie zuvor die Berichte über die gebärfreudigen Muslimas.
    .
    Ich fürchte, diese ganzen Aufputschkampagnen der vergangenen Jahre verkehren sich in ihr Gegenteil.

  264. colorcraze in Bawü, da hab...
    colorcraze in Bawü, da hab ich mal eine nette Geschichte gehört:
    in einem Dorf wollte der Lehrer und der Pfarrer unbedingt eine Schülerin
    aufs Gymnasium bringen. Der Vater war dagegen. Sie taten sich mit der
    Mutter zusammen und erzählten dem Vater, daß es sich um eine Hauswirt-
    schaftsschule handelt. Der Vater soll sich immer noch wundern wie lange es
    dauert Hauswirtschaft zu lernen.

  265. colorcraze: Ich hoffe für das...
    colorcraze: Ich hoffe für das Handwerk. Vielleicht wird es von Computer und Internet
    genauso gerettet wie schon mal durch den Elektromotor.

  266. @Kardinalzahl
    23. August 2010,...

    @Kardinalzahl
    23. August 2010, 18:37
    Seltsam, ich habe nachgeschaut! Ich habe tatsaechlich Discs von den Gypsy-Kings und auch diese Art von Gartenschlaeuchen!

  267. minna, Der Spiegel, Nr. 34,...
    minna, Der Spiegel, Nr. 34, Seite 136. Auf das Aufheulen freue ich mich jetzt schon.
    (Ist Claudia Roth schon aus dem Urlaub? Auf die freue ich mich dann ganz besonders.)

  268. Was für eine Farce. Es ist...
    Was für eine Farce. Es ist erstaunlich wie sehr hier sowohl Opel als auch Google denunziert und vorverurteilt wird. Hätte der Autor die selben Worte gefunden, wenn es Mercedes, Audi oder VW-Kamerawagen wären? In Deutschland wird eine Google-„Panik“ vertrieben die ihresgleichn sucht. Häufig auch von solchen Personenkreisen, die Google Street View nie zu Gesicht bekamen, geschweige denn überhaupt jemals einen Computer anhatten. Aber es war doch eigentlich schon immer so in der Geschichte: Wehe wenn der „kleine Mann“ sich auch mal was gönnen möchte, was sofort die „Herren“ auf die Barrikaden treibt.

  269. Opel verurteilt? Aber was....
    Opel verurteilt? Aber was. Opel baut die besten Strassenblockaden der Welt. Will man eine Barrikade bauen: Es gibt nichts Besseres als einen Opel dafür.

  270. Andere Meinungen gibt es...
    Andere Meinungen gibt es natürlich auch:
    http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2010/08/23/bekenntnisse-eines-schulterzuckers.aspx

  271. Filou, haben Sie Erbarmen; was...
    Filou, haben Sie Erbarmen; was steht da?

  272. @minna
    24. August 2010,...

    @minna
    24. August 2010, 13:52
    Spiegel n°34 S.136: Ein Artikel von Thilo Sarrazin
    „WAS TUN?“

  273. Danke Grimaldeli,
    ...ich mag...

    Danke Grimaldeli,
    …ich mag den Mann ja; einer der soviel L u s t hat, es sich mit allen zu verderben.

  274. @minna
    24. August 2010,...

    @minna
    24. August 2010, 15:44
    Bei seinem Aussehn ist das wohl die einzige Moeglichkeit auf sich aufmerksam zu machen. Mich wundert nur, dass die rote Horde ihn noch nicht aus ihrem Restpostenverbund aussi geworfen hat.

  275. Grimaldeli, die Roten haben es...
    Grimaldeli, die Roten haben es versucht. Wenn ich’s recht weiss, ist er dann freiwillig gegangen.
    Was haben gegen dessen Analyse? Sie ist doch gut mit Zahlen belegt.

  276. @Filou
    24. August 2010,...

    @Filou
    24. August 2010, 18:47
    Ich weiss, er hat irgenwo recht, aber ich bin weit weg und sehe nur mal wieder, wie die Deutschen mit Problemen umgehn. Das hat ein Geschmaeckle der Vergangenheit, desolais!

  277. @Grimaldeli, ich will mich mit...
    @Grimaldeli, ich will mich mit Ihnen ja nicht streiten, aber finden Sie nicht, dass in Ihrer Haltung, eine unausgesprochene Unterstellung von Rassismus liegt?
    Nun gut, Sie sind weit weg, aber nahe genug an Marseilles. Und die in F momentan stattfindende Diskussion zur Haltung der Franzosen zu den gents de voyages duerfte Ihnen auch nicht entgangen sein.
    Lassen wir die Zeit entscheiden. Wir sind ja nicht mehr von Nazis bedroht.

  278. @Filou
    24. August 2010,...

    @Filou
    24. August 2010, 19:35
    Kein Rassismus! Den gibts bei uns nicht.
    Bei mir sitzen die Moslems mit den Juden und den Christen an einem Tisch, wir essen und trinken zusammen und haben unseren Spass. Nein, Rassismus ist wohl das letzte, was man mir unterstellen kann.
    Jedoch habe ich ein gestoertes Verhaeltnis zu allem was deutsch ist. Ich bin zwar in Westdeutschland geboren, aber meine Vorfahren kommen aus der Gegend von Bressanone, also aus der GegEnd, welche unser Don so sehr liebt.
    Die Deutschen, die ich kennengelernt habe in meinem Leben, nun, reden wir nicht drueber. Aber es gibt z.B. keinen einzigen Deutschen in meinem sozialen Umfeld hier unten. Und das ist auch gut so.
    .
    Und ob die Bedrohung Nazi oder STASI heisst, what’s the difference, is eh gleich schlimm.
    .
    gents de voyages: Wir haben in den lezten 3 Monaten einen Anstieg der Einbrueche im Umland von 60%!
    Man hat eine Bande geschnappt. Alles Rumaenen.
    Letztes Jahr wurden in unserer Gegend, bevorzugt auf Autobahnraststaetten, Touristen nachts mit Gas betaeubt und ausgeraubt. Eine Sonderheit der Gendarmerie hatte sich mit Nachtsichgeraeten auf die Lauer gelegt. Alle erwischt. Nationalitaet: s.o.
    Selbst in MC haben die Pickpockets ihr Revier. Nur unsere Ueberwachung hat was fuer sich. Aber das schreckt wiederum Banden, wie die PinkPanther nicht ab. Die ueberfielen am hellichten Tag am Casino ein Schmuckgeschaeft. Und woher kommen die? Aus Montenegro und Serbien!
    http://www.welt.de/die-welt/article3742339/Die-erfolgreichste-Diebesbande-der-Welt.html

  279. @Grimaldeli, ich unterstelle...
    @Grimaldeli, ich unterstelle Ihnen doch keinen Rassismus! Wenn Sie den Sarazzin genau lesen, ist es eine Klasseanalyse gegenwaertiger BRD-Verhaeltnisse mit einem Teil gewisser Neubuerger. Eigentlich kann Ihnen das auch wurscht sein. In Berlin sind die Verhaeltnisse nun mal so.
    Strich drunter, weil jeder von uns sehr weit vom Ereignisort lebt-und unter unterschiedlichen Umstaenden.
    .
    PS. Googeln Sie mal „Buschkowski Neu-Koelln“. Das ist lustig.
    Gruesse ins besonnte Paradies.

  280. @grimaldeli 19:35H:
    nee ist...

    @grimaldeli 19:35H:
    nee ist klar. Moslems und Juden und Christen – alles Rassen. Wo bleiben die Atheisten, werden die ausgegrenzt? Scherz beiseite – von dem Rest glaube ich auch kein Wort. Wenn Sie mit Deutschen so viele Probleme haben, warum lesen Sie dann überhaupt deutschsprachige Netzseiten? >2 hell

  281. @xyz
    25. August 2010,...

    @xyz
    25. August 2010, 20:41
    ….. warum lesen Sie dann überhaupt deutschsprachige Netzseiten? >2 hell
    .
    Warum liest man Deutsche Presse?
    Nun, nennen Sie es empirische Untersuchungen oder was Sie wollen.
    Ich lese auch die Times oder die Arabian Business, oder, oder….
    Den ganzen Tag Golf oder Tennis spielen ist nicht so mein Ding.
    Und, was Sie nicht glauben, weiss ich nicht. Ich weiss nur, dass hier in MC die Menschen (nicht Rassen), so dicht beieinanderwohnen, dass fuer Rassismus kein Platz ist.
    Natuerlich gibt es die einzelnen Clubs der Laender, auch fuer die Deutschlaender.
    Aber spaetestens zum „Bal de la Croix Rouge“, wie Ende July zum Beispiel, sind wir wieder alle vereint in einer Sache, in einem Saale.
    Ich wuensche einen schoenen Tag. Das Meer ruft! Wir wollen aufs Wasser…
    Extra fresh: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/cimg3468hjv4b17l.jpg

  282. @Grimaldeli
    Aha. Empirische...

    @Grimaldeli
    Aha. Empirische Untersuchungen, klar. Oder Langeweile. Da MC vermutlich für Monaco steht, kann es Ihnen doch eh egal sein, was Google in D macht. Gibt es Street View in Monaco? Ist wiederum mir egal (gilt auch für D). Jeder darf fotografische Aufnahmen von Gebäuden in D machen, also kann man sich das Ganze gehypte Getue um den Dienst sparen. Ein Einbrecher muß immer noch vor Ort die Lage prüfen, bevor er irgendwo einsteigt, da nützt ein irgendwann von Street View aufgenommenes Foto gar nix, und in MC sind ja eh überall Kameras.
    Viel Spaß beim Schwimmen.

  283. xyz
    26. August 2010,...

    xyz
    26. August 2010, 10:30
    Langeweile? Was ist das? Wir hatten heute Supersegelwetter!
    .
    MC koennte auch MultiCulti heissen; Aber es stimmt in Monaco haben wir ueberall Cameras, jedoch kein SV. Und das ist auch gut so. Die Probleme, wie Don mit den Randalierern in seiner seltsamen Stadt hat, gibts bei uns nicht.
    Wenn jemand Alkohol auf der Strasse trinkt, ist sofort die Police da und man darf das Getraenk sofort selbst entsorgen und zwar in die Canalisation.
    Wie Sie schon schrieben, wird Ihnen das aber „wiederum egal sein“!
    Bon nuit!

  284. hallo ihr beiden, jetzt ist...
    hallo ihr beiden, jetzt ist aber gut mit dem streiten ;) dafür gibt es monoca sicherlich andere probleme – wenn die ganzen rechen pipel ohne freunde durch die gassen schlendern und abends auf dem zimmer hocken wird es sicherlich auch probleme geben, aber die sieht man und spürt man eben nicht direkt

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