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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der angenehme und unerfüllte Kinderwunsch

| 299 Lesermeinungen

An der Äusserung von Kinderwünschen kann bei vielen besseren Töchtern nicht der geringste Zweifel bestehen. Vorbildlich machen sie sich Gedanken, wie denn dereinst mit dem Nachwuchs umzugehen sei, und wie er am besten in das eigene Leben passt. Antworten finden sich jedoch nicht so schnell, und auch die Kinder selber können etwas länger dauern. Oder auch vor lauter Überlgen gar nicht mehr kommen.

Dieser Text ist voller Unterstellungen, unbewiesener Behauptungen und haltloser Spekulationen wie der, dass der Autor hofft, ohne Steinigung davon zu kommen.

Ich kenne zwei Arten von Kinderwünschen. Da sind einerseits jene, die unbedingt alte Kinderbetten aufbauen wollen, die in Speichern neben Modelleisenbahnen und dem kleinen Uhu auf neue Besitzer warten. Es sind die, die sehr harte Kriterien an Partner stellen, denn wenn es der Vater der Kinder sein soll, muss die Ehe auch für immer halten. Es sind die, die der Probleme spotten und die weniger erbaulichen Erfahrungen anderer – ich beispielsweise kann wochenlang selbst erlebte und genossene Horrorgeschichten über das Betragen schlechterer Söhne aus besserem Hause erzählen – geflissentlich ignorieren. Die machen das einfach, die glauben – und wenn ich mir einige Bekannte aus der ehemaligen DDR anschaue, gar nicht ganz zu Unrecht – dass sich alles schon finden wird, wenn die Kinder erst mal da sind. Im Kern ist das die typische Haltung von Frauen der Epoche vor der Pille, wo man sich dem Unvermeidlichen eben stellte.

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Trotzdem würde ein Herr Sarrazin bei der Gesamtschau meiner weiblichen Bekannten aus gut situierten Elternhäusern mit einem gewissen Entsetzen über den Zustand konservativer Kreise vermutlich gleich nochmal ein Buch schreiben: “Apothekerstöchter und Rechtsanwältinnen ziehen den Stöpsel unseres deutschen Genpools”. Und so ganz unrecht hätte er damit nicht, denn tatsächlich ist in meinem Umfeld die Fortpflanzungsrate extrem gering. Und bitte: Das ist katholisches Bayern, dem es an nichts mangelt. Und hier nun  finden sich die schwarzen Schafe, denen ich als Bock anzugehören das Vergnügen, die klipp und klar sagen: Meine Gene gehören mir, ich kann Kinder nicht leiden, Sex bedeutet Vergnügen und Annehmlichkeit und nicht Erhaltung der menschlichen Rasse, denn von denen gibt es sowieso nicht zu wenig. Damit testet man auch gleich in voller Härte jene Grenzen der kleinstädtischen Meinungsfreiheit aus, die manche bei der windelweichen Geldeinfatschelung von Herr Sarrazin verletzt sehen wollen – gern gehört wird dergleichen im Bürgertum nicht.

Die klassische Reaktion nämlich lautet: “Ja was – wo sollen wir denn sonst mit unserem ganzen Vermögen hin – Du willst doch nicht, dass dieser und jener Neffe alles erben?” Und das ist noch die mildeste Variante, denn der Ruf als gewissenloser Lüstling, der entsteht erst hintenrum. Ich bin noch ein Mann, da hat man ein klein wenig Verständnis. Aber bei Frauen macht das keinen wirklich guten Eindruck: Sie sollten keine schwarzen Schafe sein. Denn klein ist die Welt, ein jeder kennt jeden, und generell gilt es als schicklich, wenig Angriffsflächen zu zeigen. Und so höre ich durchaus von Kinderwünschen. Aber sicher! Wenn.

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Wenn einmal der richtige Partner dafür gefunden ist. Das ist gar nicht so leicht, denn wie es systemkonform nun mal üblich ist, und wie Tanten sicher auch nickend zustimmen, geht nicht irgendwer. Gutes Elternhaus, gute Manieren, gute Ausbildung, guter Beruf, durchsetzungsfähig nach Draussen und liebevoll nach Innen, treu, beständig, zuverlässig, klassische gute Tugenden, und nach Möglichkeit dennoch kein Spiesser und Langweiler, sondern charmant, geistreich und witzig. Kurz, ein Typ Mann, der mindestens so reizend wie das Einhorn im Minnesang ist, und in etwa auch so häufig anzutreffen ist. Solange behilft man sich eben mit einer Lösung, die nicht für Kinder, sehr wohl aber für das eigene Dasein taugt. Generell jedoch ist man trotz dieser eher als locker zu bezeichnenden Haltung später für eine echte Ehe und noch später Kinder zu haben. Absolut!

Wenn es in die Karriere passt. In die Karriere passt so etwas wie ein Kind genauso gut wie ein Laternenpfahl in die Kühlerhaube, die Frage ist nur, wann der Schaden am geringsten ist. In Zeiten der Globalisierung keine einfache Sache, schliesslich drohen immer Entlassungen und Rationalisierungen, ein neues Modell kommt auf den Markt, oder der Chef stellt ein neues Projekt in Aussicht. Kinder? Sofort! Wenn es nur nicht gleich ist. Und so einfach das Kind bei den Schwiegereltern abladen will man auch nicht. Auch eine Wurfprämie á la Sarrazin würde daran nichts ändern.

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Wenn man ausserdem einen sicheren Hafen gefunden hat. Denn die eigene Wohnung ist nicht gross genug, da fehlt ein Kinderzimmer und ein getrenntes Schlafzimmer, und man kann nicht einfach umziehen: Diese Region hat 13% Mietsteigerung letztes Jahr erlebt, Wohnungen sind rar, das hier ist nicht Berlin Mitte, wo laufend Mittvierziger kapieren, dass sie doch etwas zu alt sind und zurück nach Stuttgart gehen. Da muss eine richtige Lösung her, eine sichere, zuverlässige Lösung, dann kann man sofort ans Zeugen gehen. Und zwar gleich zwei Kinder, denn eines allein wird nur so ein asoziales Einzelkind. Also: Zwei Kinderzimmer. Und mindestens 500 Quadratmeter Garten. Aber nicht die alte Bruchbude von Tante Viola.

Denn wenn, dann muss es auch sicher sein, dass das Kind optimal aufwächst: Richtiges Viertel, richtige Schule, richtiger Kindergarten. Bloss keine schlechten Einflüsse von aussen, gleich das richtige Umfeld. So tönt es mich allerorten an, lauter Supermütter in spe, die nur das Beste wollen. Natürlich tickt die biologische Uhr, natürlich wollen sie Erfüllung, gleich hinter der nächsten Kurve im Leben, darauf spekulieren die dummen Tanten und der vermutlich erheblich genbedingt klügere Herr Sarrazin in Berlin: Man muss das nur fördern, ein kleiner Schritt noch und dann neun Monate, und alles ist gut. Denn die Frauen wollen ja, wie sie selbst erklären. Unbedingt. Dann ist auch Schluss mit der Geldverschwenung für Beautyurlaube und dem Typen, den man immer irgendwie befremdlich fand, und der statt ein paar Wochen nun schon Jahre an ihrer Seite ist, dann kommt Ruhe in das Leben, und wenn die nicht mehr ganz junge Dame dann zum Schluss kommt, dass es jetzt doch nicht mehr geht – dann glauben sie auch noch morgen an die Umfragen, nach denen Akademikerinnen unbedingt Kinder haben wollen würden, wenn sie nur bessere Möglichkeiten und staatliche Unterstützung bekommen.

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Mir dagegen erscheint das, ich bitte um Verzeihung, alles ein wenig vorgeschoben, oder wenigstens leicht märchenhaft, und irgendwo wird Eselsköpfen von falscher Liebe gesungen. Ich würde nicht behaupten, dass dieser Mainstream existiert, um einer repressiven Umwelt die verlangten Lippenbekenntnisse zu liefern, ich glaube auch nicht an Legionen von Teufelsweibern unter der Verkleidung reprodiuzierbereiter Anwältinnen und Ärztinnen, aber die Diskrepanz zwischen dem, was behauptet wird, und dem, was getan wird, ist offensichtlich. Es gibt ganz hervorragende Gründe für dieses gleichzeitig kinderliebe und kinderverhindernde Verhalten, alles logisch, in sich stimmig und 100% tantenkompatibel – aber genau hier setzen meine Zweifel an, denn vorgebracht werden diese Thesen eben nicht von Tanten, sondern von vergleichsweise liberal aufgewachsenen und selbstständigen Frauen. Das wirklich Erstaunliche an dieser Haltung ist der Hintergrund der Umverteilung in diesem Land: Die fragliche Gruppe und ihr familiäres Umfeld haben eigentlich keine materiellen Gründe, auf Kinder zu verzichten, wenn es nicht gerade vier Kinder sein sollen, die alle mit 3 Jahren englisch und mit 4 chinesisch lernen, mit 6 ihr eigenes Pferd bekommen und nach dem Abitur private Elitehochschulen besuchen müssen. Geld ist in diesen Kreisen das kleinste aller Probleme. Mir deucht, da kommen einfach die modernen und mitunter reichlich irrwitzigen Anspruchshaltungen an die Kinderaufzucht jenen entgegen, die sich auf all die Hürden und Probleme berufen, bis sie dann endlich 45 und die Tanten unter der Erde sind. Gesellschaftlich akzeptierte Supermütter wären sie ja trotzdem geworden, wenn es nur gegangen wäre, sagen sie mit einem gewissen Seufzen.

Aber sechs Wochen auf die Seychellen ist auch nicht schlecht.

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299 Lesermeinungen

  1. Lieber Don,
    über Kinder...

    Lieber Don,
    über Kinder wollte ich ja schon länger mal mit Ihnen plaudern. Das Schicksal Ihrer KlassengenossInnen beruhigt mit irgendwie. Ist doch tröstlich, daß frau in diesen Kreisen auch noch banale Probleme hat. Tiktaktiktak, und das bis 45. Ich habe alles schon mit 27 erledigt. ABER: Ich habs nicht bereut. War toll. Heute ist mein Offspring 16 und fährt parkende Autos zusammen, wie es für den Don eine Freude wäre… Sie wachsen einem ans Herz, gell. Und obwohl ich kein Anwalt bin, muss ich irgendwelche Stellungnahmen verfassen. Und hinterher noch meinem Offspring erklären, was ein Kratzer im Lack kosten kann. Sie sehen, was ich sagen will? Ja, genau, Ihre Erbtante hat recht, und Sie verpassen was. Und Ihre KlassengenossInnen? Ich schlage vor, deren Wurfprämie verteilen wir um, z.B. an arme Forscher wie mich, dann hätte ich sogar noch eine Tochter. Und noch viel mehr Spaß. Und für die hätte ich auch ein deutsches Klavier gekauft und Arbeitsplätze geschaffen in D., notfalls auf Kredit. So wirds wieder nix. Und die Unterschicht kauft ihre Trainingshosen und “Gästenothosen” in China.
    Zwingen können wir ja keinen mehr, aber bereuen tuns doch die meisten hinterher. Just take your time!

  2. Castelli - das muss schon sein...
    Castelli – das muss schon sein – kommt allein aus Italien. Ich versuche auch gar niemanden, vom Kinderkriegen abzuhalten, jeder wie er mag, aber generell denke ich schon, dass es ein Stück weit Privatvergnügen ist.

  3. Ganz ohne...
    Ganz ohne Schwangerschaftsrisiko macht es doch auch keinen Spaß.

  4. Steinigung - i wo!
    Nach dem...

    Steinigung – i wo!
    Nach dem Spezial vom Sonntag (“Die Frauenfalle”) bin ich eher dankbar für diesen ehrlichen Beitrag. Eine gute Freundin von mir wird ebenfalls bald zu dem Thema veröffentlichen (allerdings nicht in einer Zeitung, und das ist wohl auch besser so).
    .
    Dennoch: Familie ist etwas Schönes. Ich wünsche jedem Menschen eine Familie, die für ihn da ist und ihn liebt. (Wirklich ekelhaft, diese katholischen Gutmenschen, ich weiß.)

  5. Lieber Don, Ihre Analyse ist...
    Lieber Don, Ihre Analyse ist unterhaltsam aber natürlich nicht neu. Im Übrigen bewegt sich die Rede kinderloser Mittvierziger in etwa auf dem Niveau der Rede des Papstes über Sex.

  6. "aber generell denke ich...
    “aber generell denke ich schon, dass es ein Stück weit Privatvergnügen ist.”
    Well said!
    Kinder sind süß und nett. Ich mag Kinder gerne und habe als Student als Babysitter gearbeitet.
    Wer welche haben will, der soll sie bekommen. Gerne auch vom Steuerzahler die Schulen und Universitäten dazu.
    Aber diese ganzen weiteren Subventionen (Kindergeld, Kinderfreibeträge, Elterngeld, Erziehungsgeld) sind doch nur eine Fortführung der Blut und Boden Ideologie. Früher hieß es “Kinder für den Führer”, dann Kinder für die Rentenkasse und nun anscheinend wieder “Kinder zur Erhaltung der (deutschen) Kultur.
    Wenn es wirklich um die Bevölkerungspyramide ginge oder um einen Generationenvertrag, könnte man auch arme Waisenkinder aus überbevölkerten Dritte Welt Ländern adoptieren..
    Nein, es ist und bleibt Privatvergnügen.

  7. Don, was willst du jetzt...
    Don, was willst du jetzt hören. :-)
    .
    Als gestandenes Weiberts in den besten Jahren kann ich nur eines sagen:
    Egal welche Bildung und welches konservative Gebärmaschinen-Milieu und egal welche Lifestyle-Ansprüche, es liegt daran, ob für die Frau auf den Mann Verlass ist. Nur dann kriegt sie heutzutage mit dem Kinder.
    .
    Es kann also auch am Kerl liegen.
    Und mit Verlass meine ich nicht, dass er viel Kohle scheffelt. Mit Verlass meine ich, dass er da ist, dass er zuhört und auf Menschen eingehen kann. Auf kleine Menschen eingehen kann.
    .
    Noch einen weiteren Sohn, der quengelt (in Verkleidung eines Kerls) braucht keine Frau, sondern sie braucht einen Partner, der mitzieht. Und nicht bereits während ihrer Schwangerschaft sich in fremden Betten wälzt (weil “er das halt mal braucht”), oder wenn das Kind klein ist und schreit sofort nach einem schallgedämpften Betonzimmer ruft und ab sofort in Büro-Überstunden verschwindet.
    .
    Davon scheint es eine Menge* Kerls zu geben. Und mit denen kann man als Frau durchaus sehr lustige Zeit verbrigen, aber keine Kinder großziehen. Weils selber Kinder sind, die Jungs. Wer tut sich das als kluge Frau an: Auch noch für ihrem eigenen Kerl die pflegende Dauer-Nanny sein und aus diesem Allround-Mami-Sumpf (der ihr auch noch jede Erotik nimmt) nimmer rauszukommen. Keine.
    .
    * Natürlich gibt es auch andere. Aber wohl recht wenige.

  8. Werter Don,
    Sie sprechen mal...

    Werter Don,
    Sie sprechen mal wieder aus, was viele unserer Kreise denken aber die Frauen unter 45 nie sagen würden. Herzlichen Dank hierfür, denn auch ich gehöre zu der Zielgruppe übereifriger Tanten-Wünsche und hänge an meiner kinderlosen Lebensweise. Mein latent schlechtes Gewissen haben Sie mit Ihrer Darstellung zum Schweigen gebracht, herzlichen Dank hierfür,
    Ihre Ava Astor

  9. Seit einiger Zeit verfolge ich...
    Seit einiger Zeit verfolge ich Ihre Kolumnen, gebe zu, dass ich nicht immer alles verstehe, obwohl ich aus Bayern stamme, aber vermutlich in ein anderes intellektuelles Gefälle falle. Ich möchte nur eine einzige Idee zu Ihrem aktuellen Beitrag zu bedenken geben: Manchmal verbrämt man das Unmögliche (und das scheint in der “Oberschicht” öfter unmöglich als in der “Unterschicht” – wenn ich damit jetzt so davonkomme, würde es mich ebenfalls sehr wundern….) hinter dem Nicht-Gewollten und leicht durchschaubaren Ausreden. Will sagen, vielen Frauen gelingt es aus welchen Gründen auch immer nicht, Kinder zu haben (wenn sie mit der Uni fertig sind, die ersten wackeligen Schritte im Job hinter sich haben und auch noch einen tollen Kerl gefunden haben, bzw. sich finden haben lassen).
    Dies ist jedoch betrüblicherweise kein Tee-Thema bei Tante Viola, weil die (ungewollte) Kinderlosigkeit – noch betrüblicher – immer noch eines der größten persönlichen Versagen der modernen “Alles-geht-alles-ist-möglich-und-auch-zum-halben-Preis”-Idee ist.
    Dennoch, ich finde Ihren Beitrag großartig.

  10. Solche Spielplätze kenne ich...
    Solche Spielplätze kenne ich auch- einen in Bangkok (Lumpini- Park), der an Wochenenden praktisch überquilllt mit den Kleinen, und einen in München, gleich um die Ecke. Dort hat es etwa 1:1 Deutsche und Ausländerkinder, trotzdem ist er bei weitem nie so voll wie der in Bangkok.
    Aber- zum Thema: den Fall, daß man die Kleinen nicht bei den Schwiegereltern abladen kann, den kenn ich auch. Die Generation der Großeltern, bestens situiert und abgesichert, mit eingener Villa und eigenem Fuhrpark, könnte heute schon einen sustantiellen Beitrag zur Vermehrung der besseren Kreise leisten, wenn sie denn wollten… (!) “Du packst das, wir helfen, unter der Woche können die Kinder zu uns, wir bringen sie in den Kindergarten und holen sie ab, nach der Schule können sie zu uns, wir können sie später auch zum Sport / Ballet / in die Musikschule bringen, solange wir noch können … .”
    Nein, leider sieht die Realität gerade in unseren Kreisen in den meisten Fällen ganz anders aus: “Wir haben unsere Verpflichtungen (Damenkränzchen, Golf, Vernisagen, Theaterabo, ein bißchen Haus- und Vermögensverwaltung, Urlaubs- und Reisepläne) im übrigen brauchen wir unsere Ruhe. In einem Fall hat sich die liebe Schwiegermama ein Sofa direkt vor dem TV aufgebaut und guckt den ganzen Tag lang irgendwelche IQ- fördernde Serien…
    Die Generation der Senioren hat nicht verstanden, daß mit Enkeln zusammen zu sein auch jung hält, weil man gefordert ist. Natürlich stand für uns die Oma noch 24 Stunden am Tag zur Verfügung und wurde entsprechend eingesetzt, ich kann mich gut erinnern. Aber dies als Verpflichtung zu sehen und heute ebenfalls einen Beitrag zu leisten- das kommt nicht mehr in Frage.
    So stellt sich die Frage, ob es tatsächlich die heute jungen Frauen sind, die zu bequem, zu mutlos, zu hedonistisch eingestellt sind, oder ob es nicht häufig auch an der Bequemlichkeit der Großeltern- Generation scheitert, die das alles mitgenommen hat, aber nicht weitergeben mag? Wahrscheinlich ist es ein bißchen von beidem.
    Liebe Blog- Leser, fallen Sie bitte nicht über meinen Kommentar her- sowohl in meiner eigenen Familie wie auch bei guten Freunden habe ich schon alles gesehen. Natürlich auch Omas und Opas, die stets gerne da sind und helfen wo man sie ruft und wo sie gebraucht werden (nicht häufig). – Die Fälle, in denen die großelterliche Unterstützung dankend abgelehnt wird kenne ich natürlich auch. Aber die sind wirklich sehr selten.

  11. @Don: Da ist was Wahres dran....
    @Don: Da ist was Wahres dran. Liegt vielleicht auch daran, dass man ja überall völlig – pardon – bekloppt gemacht wird. Schon in der Schwangerschaft wird ungefragt der Bauch angefasst, wird man wahlweise als Übermutter/Rabenmutter abgestempelt weil man das Kind stillen/nicht stillen will, ganz zu schweigen von der Frage ob, warum, warum nicht und wann man wieder arbeiten will. Ist das Kind erstmal da, erntet man missbilligende Blicke wenn man es wagt mit Kind in die Öffentlichkeit zu gehen oder es – schockschwerenot – irgendwo in einer zurückgezogenen Ecke im Café zu stillen (öfter bei meiner Schwägerin erlebt, Kind war wirklich ganz ruhig und lieb und wurde dezentest unterm Spucktuch gestillt, trotzdem haben sich manche Leute lautstark aufgeregt). Jeder mischt sich ungefragt in Erziehungsbelange ein (klassisches Beispiel: Kind mit Trotzanfall im Supermarkt). Dann wird man panisch gemacht weil dem Kind ja allerhand passieren könne, und wenn man dem Grundschüler nicht bis ins Klassenzimmer den Schulranzen trägt gilt man in den Augen andere Übereltern schon fast als Kindesmisshandler (grade aktuelles Problem bei anderem Bruder) usw. usw. Da kann ich schon viele verstehen, die auf das ganze Theater keine Lust mehr haben.

  12. Kinder kommen oder sie kommen...
    Kinder kommen oder sie kommen nicht. Eine andere Haltung kann ich dazu nicht einnehmen. Krampf und Hysterie um den Kinderwunsch oder Nichtwunsch haben mich im privaten Umfeld -gelinde gesagt- zur Genüge irritiert.
    Driver, die einen, wie ich, bereuen nicht, das sie keine haben, die anderen, wie meine bessere Hälfte, bereuen nicht, dass sie welche haben. Für den einen passt es, für den anderen halt weniger.
    Don, aus meiner begrenzten Sicht des Zugereisten scheinen mir die Frauen hier im Osten, sofern denn die eigene Sozialisation noch teilweise in der DDR verlief, in der Tat pragmatischer an die “Kinderaufzucht” heranzugehen als die Geschlechtsgenossinnen im Westen. Man muss dabei aber sehen, dass Kinder zu haben und zu arbeiten in der DDR wohl kein Widerspruch war und man jenseits der 25 bereits als “spätgebärend” galt. Habe ich mir sagen lassen

  13. immer wieder spengler... diese...
    immer wieder spengler… diese intellektualisierung des schicksalhaften, nicht planbaren, unsicheren. man soll sicher nicht unvernünftig sein, aber sich gegen alle unbilden abzusichern, alles vorauszuplanen, alles zu bedenken ist eine zivilisatorische krankheit, die jegliche lebensfreude und wirkliche kulturelle entwicklung dämpfen, deren voraussetzungen im gefühl und in der akzeptanz der realität bestehen.

  14. Man sollte die Kinder nicht so...
    Man sollte die Kinder nicht so wichtig nehmen und ihnen vor allem nicht alles in den Allerwertesten blasen. Gelassenheit ist wichtig. Und: selbst sollte man zu Vorbild taugen. Ich behaupte nicht das alles bestens geregelt zu bekommen. Aber unsere drei (wir fünf leben übrigens sehr gern in 85 qm) sind bisher eigentlich ganz in Ordnung. Und ich möchte ihr Lachen, ihre Weisheiten, ihren Kindermund und ihre Fortschritte um nichts in der Welt mehr missen.
    Aber richtig ist schon: mehr Geld heißt nicht mehr Kinder.

  15. Also ist es schlicht Egoismus...
    Also ist es schlicht Egoismus und Individualismus. Den Tanten wird dann erzählt man hätte ja gerne, aber leider kommt nun mit Ende vierzig schon die aufsteigende Hitze… Ja leider! Welch ein Pech!

  16. Tja, was soll man dazu sagen?...
    Tja, was soll man dazu sagen? Wenn die Wahrheit an die Tür klopft, rufen manche Leute eben: “Hau ab, ich bin damit beschäftigt, die Wahrheit zu finden!”

  17. Werter Don,
    so böse und...

    Werter Don,
    so böse und zugleich so auf den Punkt treffend waren sie schon lange nicht mehr. Ja es ist nicht das Geld, das fehlt, denn sonst würden die Menschen, die nur sehr wenig haben nicht Kinder bekommen; sondern es ist das zuviel an Egoismus und Selbstzentriertheit. Ich bin mir wichtig und alles andere ist Schönfärberei, um das eigene Gewissen zu beruhigen. Das Leben heißt nicht nur für die eigene Lustbarkeit dazu sein, sondern sich der Verpflichtung zu stellen, die einem das Leben stellt. Und biologisch betrachtet sind wir nur hier, um die Gene zu vererben und katholisch betrachtet, nun das wissen sie wohl besser als ich: Gehet hin und mehret Euch.
    Und gerade diese höhere Anforderung an das Selbst müsste doch Ihren Kreisen gefallen und bewegen sich doch zu bewegen für die nächste Generation. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Unfruchtbarkeit (ob gewollt oder ungewollt) die einzige “Krankheit” ist, die sofort mit Aussterben der eigenen Gene bestraft wird durch Mutter Natur.
    Aber eine interessante Diskussion kann sich hier ja jetzt entwickeln

  18. @ Don Carlos:
    Volle Zustimmung...

    @ Don Carlos:
    Volle Zustimmung meienrseits, Leben heißt sich darauf einlassen und dann das Beste daraus zu machen. Pläne macht der Mensch nur, um Gott zum lachen zu bringen. Sicherheit und Abgesichertheit sind Illusionen, die einem das Leben verderben.

  19. Don, der Text ist viel zu...
    Don, der Text ist viel zu lang. Erhört werden Sie nur, wenn Sie alles auf die Kurzfassung eindampfen: “Liebe höhere Töchter, bittebitte heirate mich endlich eine!”

  20. Und übrigens sind Babys schon...
    Und übrigens sind Babys schon im ersten Jahr in der Lage, ihren Stuhl zu kontrollieren bzw. rechtzeitig Signal zu geben. Vor 100 Jahren haben die Leute das gewusst. Erst in den letzten Jahrzehnten ist dieses Wissen verloren gegangen. Das Alter, in dem Kinder trocken werden, steigt seit 1960 kontinuierlich an. Heute kommt es vor, das Kindergartenkinder noch Windeln tragen.
    Da hat die Pampers-Lobby ganze Arbeit geleistet.

  21. Ja Don Alphonso, manche Frauen...
    Ja Don Alphonso, manche Frauen haben zuviel Respekt vor der Aufgabe, Kinder großzuziehen, genauso wie andere versuchen, sich ohne weitere Leistungen über das Kind als wertvolles Mitglied der gesellschaft zu definieren.
    Ob die Damen mit 45 aber wirklich glücklich sind, in der Rolle von Miss und Lady de Bourgh (sie wären ja solche Meister, wenn sie denn gelernt hätten) das bezweifle ich. Ich kenne mehrere, die zumindest teilweise traurig sind, nie Mutter sein zu können. Und manche Frauen werden nicht einmal Tante.
    Es fehlt nur der Mann, auf den Frau sich hinreichend verlassen kann. Unabhängig vom Geld der eigenen Familie.
    Also Don, wie wärs?
    Nur wer nichts macht, macht auch nichts falsch….
    Etwas Politik noch: Merkel/Zypries hätten besser nichts am Scheidungsrecht geändert. Der Mann unterhalb der Stützen braucht jetzt nur noch die Kinder einer jungen Freundin anzuerkennen, um der “alten” Ehefrau unterhaltsmäßig den Finger zu geben.

  22. Sehr geehrter Don...
    Sehr geehrter Don Alphonso,
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    Sie haben es wirklich wunderbar beschrieben, wie die Mechanismen wirken, bis es dann endgültig zu spät ist.
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    Meine Geliebte war ein richtiges Business-Weibchen, heute Paris, morgen Kopenhagen, übermorgen London und immer mit sitzender Frisur. Für sie war es ganz klar, niemals Kinder zu haben, schon wegen der Karriere. Ich habe immer nur gelächelt und sie zum Flughafen gefahren.
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    Und irgendwann war die Zeit reif, ohne es auszusprechen wurden wir nachlässiger in der Verhütung und –zack- wurde sie schwanger. Dass sie dann so freundlich war, mich auch noch zu heiraten, ist ein anderes Thema. Die Wandlung von Eltern und Schwiegereltern in Erwartung des ersten Enkelkindes war allerdings bemerkenswert. Dass die Kinder im Leben klarzukommen haben, war selbstverständlich, aber in welchem Umfeld und mit welcher Ausstattung das Enkelkind aufwächst, war auf einmal das große Thema im Familienumfeld. Ganze Industriezweige leben davon, dass stolze angehende Großväter viel Geld in Kinderwägen und die sonstige Erstausstattung stecken. Ich stand immer nur daneben und habe gelächelt.
    .
    Ein einziges Kind ist nach meiner Beobachtung auch in Großunternehmen durchaus akzeptiert. Die Karrierefrau hat sich ihren Kinderwunsch erfüllt, für ein Kind lassen sich Betreuungslösungen finden, die Karriere leidet nicht zwingend. Gut, frau ist etwas weniger spontan, nicht für jedes Projekt immer und überall verfügbar, das Leben muss mehr organisiert werden, aber es geht.
    .
    Ein zweites Kind allerdings wird ein Problem. Ja gut, zwei Kinder zu haben ist ja noch nicht wirklich asozial, aber es stehen Fragen im Raum. Die Frau hat doch jetzt die ersten ernsthaften Führungsaufgaben, was will sie eigentlich wirklich?
    Der (damalige) Bekannten- und Freundeskreis, alle maximal ein Kind, fragt: „Habt ihr euch das auch wirklich gut überlegt?”
    Hatten wir nicht, sonst hätten wir es vermutlich nicht getan. Ich habe nicht mehr nur gelächelt, ich habe mich riesig gefreut. Aber der Spagat bleibt. Wenn eine Ehe heutzutage scheitert, ist eine Frau ziemlich bald wieder wirtschaftlich ganz auf sich selbst gestellt. Also muss es beruflich irgendwie weitergehen, das Leben wird organisiert. Was sagt die Statistik? (Aus dem Gedächtnis: 1,3 bis 1,4 Kinder pro Frau!?)
    .
    Die Entscheidung fällt mit dem dritten Kind. Die Frau hat sich aufgegeben. Die Karriere lässt sich nicht fortsetzen. Auf der anderen Seite stehen die knappen Betreuungsplätze für Kinder berufstätiger Mütter auf einmal nicht mehr zur Verfügung. Priorität haben die Alleinerziehenden und berufstätige Mütter mit vorzugsweise nur einem Kind. Frau wird ganz sanft aus dem System gedrängt, sie würde mit drei Kindern zu viele Kapazitäten binden. So ist meine Frau derzeit einfach nur Mama. Dafür winken jetzt Ehrenämter im Umfeld von Kindergarten und Grundschule: „Könnten Sie nicht…Sie sind doch immer so gut organisiert“. Wenn die Kinder größer werden, ist sicherlich auch noch mal ein 400 Euro Job möglich.
    .
    Wir haben nie versucht zu berechnen, was es uns rein finanziell kostet, den Status von dinks (double income no kids) aufgegeben und uns unter den grundgesetzlich garantierten Schutz der Familie gestellt zu haben.
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    Ich würde es trotzdem immer wieder so machen. Es kommt so viel zurück von den Kindern. Ich lächle immer noch.

  23. Dieser Diskurs ist etwas...
    Dieser Diskurs ist etwas breiter angelegt und geht tiefer in die Lehre und Gesellschaftpolitik als ich dachte :
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32272/1.html
    Der Artikel ist aus 3.2010 also gut ein halbes Jahr alt. Der Autor ist recht wandlungsfähig und Uniprofessor in München, ein anderer Beitrag von ihm :
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33302/1.html
    .
    In Summe sollte man die Diskussion nicht auf Blogs und Foren beschränkt sehen, es scheint als ob diese Diskussion schon viel weiter ist.
    Sarrazin ist da nur noch ein Versuchsballon, wer kann schon einem Banker ohne entsprechende Ausbildung wirklich Vorwürfe machen, wenn es etwas verwirrte Ideen publiziert. Das Umfeld aus dem heraus er schreibt bleibt ausgeblendet.
    Es ist eine hochpolitische Diskussion mit entsprechenden Auswirkungen auf Gesellschaft und Werte in der Öffendlichkeit.

  24. Hallo HansMeier555,
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    Sie...

    Hallo HansMeier555,
    .
    Sie sprechen das “Mentale Topfgefühl” an, schönes Thema. Angeblich haben Kinder das vor dem vierten Lebensjahr nicht.
    Auf meine Frage an die Krippenerzieherin meines Sohnes, wie es denn mit der Förderung des “Trockenwerdens” gehandhabt wird, bekam ich die Antwort: “Wir haben festgestellt, dass man da SO viel kaputt macht, wenn man das fördert. Das Topfgefühl entwickeln die schon ganz von allein.”
    .
    Ist schon klar. Englisch und Chinesisch müssen sie können, aber in die Hosen kacken ist völlig normal. Bis zur Einschulung geht das in Ordnung.
    .
    Don Alphonso: Entschuldigen Sie bitte mein Kleinkindelternvorkabular.

  25. Don,
    gehen Sie es doch bitte...

    Don,
    gehen Sie es doch bitte einfach ein wenig gelassener an. Wenn Sie erst mit der besten Ehefrau von allen verheiratet sind, werden Sie eines Tages feststellen, dass diese auch die beste Mutter von allen sein wird. Und diese Frau wird Ihnen dann sagen, was Sie zu tun haben. Ihren Blogbeitrag hierzu hat schon ein anderer für Sie getextet:
    ich bin ein Sammler ein Jäger
    ein guter Ernährer
    ein Schrauber ein Dreher
    ein Ganz-Früh-Aufsteher
    ein Broker ein Seller
    ein Intellektueller
    ein Helfer ein Heiler
    im Grunde ein Geiler
    bin ein Schöpfer ein Macher
    Beschützer Bewacher
    ein Forscher ein Retter
    adretter Jet setter
    gedstählter Don Juan
    ein Bild von einem Mann
    so steh ich vor Dir
    und höre dann:
    Zieh die Schuh´aus!
    bring den Müll raus!
    paß aufs Kind auf!
    und dann räum hier auf!
    geh nicht spät aus!
    nicht wieder bis um eins
    Ich verstehe was du sagst
    Aber nicht was du meinst
    (Roger Cicero).

  26. Kleiner Nachtrag:
    .
    gebt den...

    Kleiner Nachtrag:
    .
    gebt den kindern das kommando
    sie berechnen nicht, was sie tun
    die welt gehört in kinderhände
    dem trübsinn ein ende
    wir werden in grund und boden gelacht
    kinder an die macht
    .
    sie sind die wahren anarchisten
    lieben das chaos, räumen ab
    kennen keine rechte, keine pflichten
    ungebeugte kraft, massenhaft
    ungestümer stolz

  27. @ M. Radloff: Gerechtigkeit...
    @ M. Radloff: Gerechtigkeit wird niemals erreicht, ich denke das neue Gesetz hat auch gute Seiten, aber darüber könnte man wohl lange und trefflichst streiten.
    @apreslude: Ich habe gelächelt bei Ihrem Kommentar, sehr nett geschrieben. Ich denke sie haben die richtige Entscheidung getroffen.
    @Holly01: harter Toback, den Sie hier verlinken. Erschreckend und er enthält Sprengkraft, die unsere Gesellschaft noch erschüttern kann, wenn wir uns nicht einer ehrlichen Diskussion: Quo vadis Germania / Europa stellen. Doch jede Reform wird ja sofort durch Lobbygeschrei und Egoismus im Ansatz zerstört. NUn langfristig zahlen wir dann halt alle mehr, aber : ” iss ja egal, hauptsache heute is noch schön!”

  28. Kinder sind Privatsache was...
    Kinder sind Privatsache was sonst. Die Zeit, wo man dem Führer Kinder schenken musste, sind schon eine Weile vorbei. Ich kann mir ein Leben ohne Kinder und Familie nicht vorstellen. Für den Don ist es ein Alptraum. Darum ist es auch konsequent, wenn er ganz bewusst kinderlos bleibt. Auch gut. Wahrscheinlich waltet in beiden Fällen Egoismus.
    Warum muss aus der einen oder anderen Einstellung eine Ideologie gemacht werden? Die “in-diese-Welt-kann-man-doch-keine-Kinder-setzen”-Attitüde ist ebenso lächerlich wie dieses Superelterngehabe mit Maximalförderung inklusive pränatalem Sprachunterricht.

  29. @atomfried
    Diese...

    @atomfried
    Diese Geburtsvorbereitungs- und Elternkurse sind oft getarnte Verkaufsshows für die entsprechenden Firmen. Was dort abgeht, ist geradezu kriminell und lässt sich nur noch mit der Finanzberatung für Rentner vergleichen.

  30. Verehrter Don...
    Verehrter Don Alfonso,
    .
    Nachdem wir feststellen können, daß “Sarrazin-Sprech” offensichtlich der einzige deutsche Sprech ist, den die Bürger wirklich verstehen hier meine Stellungnahme zu Ihrem Thema:
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    Klar, daß sechs Wochen auf den Seychellen nicht schlecht sind, aber auch die Elitetorten müssen endlich mal begreifen, daß von Nichts nichts kommt.
    .
    Bei sechs Wochen Seychellen muß Elite wenigsten für vier Wochen Geschäft mitnehmen um ihren Anspruch zu rechtfertigen. Reicht doch völlig aus von 22:00 bis 02:00 in der Bananenbar zu plaudern, um dann von 02:00 bis 04:00 am Stand unter Palmen für Nachwuchs zu sorgen. Schlafen von 04:00 bis 07:00 (sonntags bis 07:30) und dann wir der Rechner gebootet und Werte geschaffen ! Alles andere ist Weichwissenschaft, Erbsenzählerei, Rechtsverdreherei oder Investmentbanking ! … Also minderwertig !
    .
    Das ganze Gequatsche von Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung sollten Damen und Herren Elite mal wirklich umsetzen. Anstatt in die Kanzlei von Pappi einzusteigen oder die Arztpraxis von Mammi zu übernehmen, hätten sie diese an ein Migrantenkind übergeben können. Das wäre ein konstruktiver Beitrag gewesen. Durch den Ehrgeiz dieser Nachfolger wäre unsere medizinische Grundversorgung wenigstens annähernd auf dem Niveau vergleichbarer Industrieländer. So muß das deutsche Westviertel seine kinderlosen oder spätgebärenden und somit erbschwachen Töchter zu depressiven Finanzspekulantinnen zur Beratung schicken, die zwar wissen wie man sich vom Berater der Ärztebank zu einer Hochrisikoanlage verführen läßt, die aber nicht wissen was sie tun müssen um ihre Anlagen weiterzugeben.
    .
    Der smarte Rechtverdreher aus dem Golfclub wars halt doch wieder mal nicht. An seinem Gang schon hätte die wirkliche Elitedame erkennen müssen, daß jener zu oft ohne Begleitung in Thailand gewesen ist und seinen Hintern nur noch mit Mühe in seinen Roadster zwängen kann. Wenn Dame das schon nicht geblickt hat, dann hätte sie spätestens diesen Kontakt vor 8 Jahren abrechen müssen, als Sie beim ersten Besuch in seinem Penthouse kein einziges Penthouse vorgefunden hat. Nicht mal ein Robert Crumb Comic lag damals auf dem Sofatisch. Statt dessen Bücher ohne Beschriftung im Bücherschrank. Solche Kleinigkeiten machen den großen Unterschied. Da muß man doch Verdacht schöpfen und sich endlich nach einem richtigen Kerl umsehen. Nicht ein einziges Mal hatte er sie angesülzt (von Liebe und soweiter …). Statt dessen hatte er sie endauernd vollgequatscht mit langweiligen Geschichten von seinem neuen Dreier, seiner neuen Golftasche, seinem neuen Chef, von seinem Wellnesswochenende in Tegernsee, … daß er jetzt nach seinem Urlaub in den Tropen auf Sushi stehen würde. Mann Frau ! Wo war Dein Hirn, daß Du nicht gemerkt hast, daß es da gehörig fischelet !

  31. meine erbengemeinschaft in spe...
    meine erbengemeinschaft in spe tobt und lärmt heute ungezogenerweise etwas herum (ich muss da gleich mal korrigierend eingreifen), daher nur ganz kurz:
    .
    liebe Vroni, sie haben völlig recht, ohne den richtigen mann dazu wird das nichts, und es scheint gar nicht so wenige herren der schöpfung zu geben, die beziehungsunfähig sind, sehr zum leidwesen aller.
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    schon während des studiums durfte ich drei kinderchen das licht der welt erblicken lassen, sehr zur verwunderung des lehrkörpers habe ich sogar noch wundertaten an der uni vollbracht.
    nun gut: ich habe ja auch vorteile, nicht nur, aber ganz wichtig doch: finanzieller art. somit kann man sich hilfe holen.
    die eltern, die familie haben eigentlich den kopf geschüttelt, aber beim siebten wurden sie endlich ruhig. und jetzt, mit dem letzten töchterchen ist ende gelände.
    .
    das ging nur mit meinem einhorn, lieber don.
    .
    dass die produktionsweise ausserordentliche freude bereitet, sei verschwiegen. dass sie diese ergebnisse zeitigt, ist das schönste geschenk.
    .
    aber teuer! die ausbildung der grösseren wird von den grosseltern grosszügigerweise übernommen, und ansonsten haben wir uns eine lebensform zusammenphilosophiert, die einigen hier bekannt sein dürfte und die ein meistens fröhliches leben mit ziemlich vielen menschen auf einem doch recht grossen raum ermöglicht.
    ausserdem ist es praktisch: die pferde werden geteilt etc.
    aber chinesisch-unterricht? ich bin froh, wenn die hier die sprachkakophonie der erwachsenen beherrschen. das genügt vollauf.
    und wenn es so viele sind, erziehen die sich auch immer etwas gegenseitig, und einiges läuft tatsächlich nebenher.
    das schwierigste ist, dass man wirklich alle gleich mit liebe und geborgenheit zuschüttet, auf dass keines irgendwie benachteiligt sei.
    .
    aber stellen sie sich allein mal unseren täglichen superwaschtag vor: die ganzen bunten, verschieden grossen unterhöschen, die söckchen, die hemdchen. sortieren sie das mal richtig… seufz… da landet immer was in der falschen schublade… immer.
    .
    eine familie ist nicht jedermanns sache, muss es auch nicht sein.

  32. Es ist boshaft aber trotzdem...
    Es ist boshaft aber trotzdem stelle ich mal fix den Kontext her :
    Ich habe das nicht so genau mitbekommen, aber wurde da bei den H4ern nicht gerade erst etwas bei Geld und Kindern geändert?

  33. @Holly01: Ach Gottchen, der...
    @Holly01: Ach Gottchen, der Heinsohn… wer liest denn so was? Zu viele, wahrscheinlich.

  34. Betrifft: Angenehmer...
    Betrifft: Angenehmer Kinderwunsch
    Darf ich Ihnen ein Foto von meinen beiden (mittlerweile schon erwachsenen) Babytigern schicken?

  35. apreslude, "Ich lächle immer...
    apreslude, “Ich lächle immer noch.” Das haben Sie sehr schön geschrieben.
    Sie sind nicht allein – ich glaube, ich habe gerade wieder das Grinsen im Gesicht, dass ich ungefähr zwei Wochen lang nach Geburt meines Sohnes vor drei Jahren nicht ablegen konnte…
    … und dann 18 Monate später bei Geburt seiner Schwester wieder trug.

  36. Es ist nicht einfach, dem Job...
    Es ist nicht einfach, dem Job gerecht zu werden, wenn Zuhause Kinder sind.
    Es ist nicht einfach, den Kindern gerecht zu werden, wenn man für die Firma 100% zu geben hat.
    Und wahrlich bleibt vielleicht immer ein Teil auf der Strecke. Die Kinder, der Beruf oder man selbst.
    Was fehlt denn dann den besagten Damen? Rückrat.. weil sie sich keinen anstrengenden Herausforderungen stellen wollen?
    Ob ich den Kokolurus mancher Mütter mitmache oder nicht, liegt auch am Selbigen.
    Leben ist nicht planbar. Schon gar nicht, wenn man Kinder hat.
    Aber das macht es auch spannender.
    Wenn mich meine kleine Enkeltochter aus ihren blauen Augen anstrahlt.. und sie dabei ihre Arme um meinen Hals legt – sagt sie manches Mal: Oma , ich hab dich lieb.
    Ein Kind ist aufrichtig und ehrlich. Immer. Und gerade das macht sie besonders wertvoll.
    Solch einen innigen Moment, indem man große Verbundenheit fühlt… kann kein Job oder unverbindlicher Sex ersetzen.

  37. @DA
    die gefahr, dass die...

    @DA
    die gefahr, dass die apothekerstochter sich so lange sich ziert, bis man sich andersweitig “handelseinig” werden muss. ich glaube solchen töchtern geschieht es zu recht so. Grämen Sie sich nicht DA

  38. Sie leben in einer Welt, die...
    Sie leben in einer Welt, die nicht sehr schön erscheint, …wenn man dies hier liest. Dann liest man in Ihrem Blog – ebenfalls heute & wunderbar formuliert – , wie schön die Welt doch ist. Ist der eine womöglich die Entschuldigung für den anderen Artikel? “Entschuldigung” ist natürlich zu hart, nehmen wir besser: Ergänzung.

  39. @ V das Lächeln geht im...
    @ V das Lächeln geht im fränkischen Dialekt bis hin zum “Flüssle” was ein eher doof wirkendes verzücktes Lächeln beschreibt.
    und @ Donna Laura
    Kinderglück ist etwas zum erleben und erfahren. Anders als die Kosten und Mühen läßt es sich weder berechnen noch gut beschreiben.

  40. Ich finde das ja nicht schlimm...
    Ich finde das ja nicht schlimm – nur amüsant, das ist alles.
    .
    bertholdIV, ich denke, wenn die es so wollen (oder besser, nicht wollen), dann ist es ihr gutes Recht.

  41. Wasabi, ich habe als Kind...
    Wasabi, ich habe als Kind schon literarische Begabung durch gutes Lügen und Erfinden von Krankheiten bei Schulunlust an den Tag gelegt. Aber im Ernst, es geht gar nicht um eine Entscheidung, sondern um das Hinauszögern derselben, bis die Vorwürfe abflauen.
    .
    Der Tiger, ich fürchte, meine Liebste würde mich kreuzigen, wenn hier Bilder junger Damen herumlägen.

  42. Habe ich eigentlich schon mal...
    Habe ich eigentlich schon mal von der Aussage meines Schwiegervaters geschrieben, der da sagte: In Berlin werde es wohl bald nurmehr adelige Türken geben, da diese beiden Gruppen die einzigen seien, die noch in größeren Mengen Kinder in die Welt setzten…
    @ Donna Laura: Ich schmelze dahin vor Bewunderung (keine Ironie) – sind es wirklich 11?? Ich bin ja schon mit dreien völlig ausgelastet…
    @ DA: Oh jaaa, Seychellen, egal wie lang, bitte…

  43. NUn, donna laura, das...
    NUn, donna laura, das Vergnügen wird beim Einsatz von Ehehygiene nicht kleiner – ich rede da aus begrenzter, aber schon vorhandener Erfahrung. Den Rest muss man mögen, manche sind dazu einfach bestimmt – wogegen ich nichts einzuwenden habe – aber andere tun sich damit eben schwer und suchen Vermeidungsstrategien. Und sagen sich später, naja, so toill wäre das aber auch nicht gewesen, und auch das lässt sich oft genug gut begründen.
    .
    Lebe No. 6, ich fürchte, da sind die grundlegenden Fehler, wenn man sie denn so nennen will, schon vor 30, 40 Jahren gemacht worden (schuld sind sowieso immer die Eltern). Man kann es durchaus “Wertewandel” nennen. Ich beschreibe das ja nur. Alles andere ist meine Privatsache.

  44. Es fehlen auch Kinderbilder....
    Es fehlen auch Kinderbilder. Genau wie die Kinder selbst.

  45. "Ehehygiene".
    Was für ein...

    “Ehehygiene”.
    Was für ein Wort aus den muffigen 50ern.

  46. cvk, dem Manne kann geholfen...
    cvk, dem Manne kann geholfen werden!
    http://twitter.com/prenzlbergmutti
    .
    apreslude, natürlich ist das Berufsleben nicht gerade ein Ponyhof, und natürlich wird das Kind dort behandelt wie jedes andere Krankheitsrisiko – muss man nicht gut finden, aber so ist das im Kapitalismus, der sich nicht um Nachwuchs schert, der später mal für eine andere Firma arbeitet (darauf hatten die Fugger übrigens andere Antworten). Ich glaube nur nicht, dass sich allzu viel ändern würde, wenn man die Möglichkeiten verbessern würde. Der Beruf ist da nur eine vorgeschobene Problematik, in Wirklichkeit dürfte es oft so sein, dass man einfach keine besondere Neigung verspürt, aber nicht als herzloses Monster dastehen will.

  47. werter Weltenbummler,
    Ihre...

    werter Weltenbummler,
    Ihre Beobachtung in Bangkok finde ich erstaunlich; schließlich unterscheidet sich
    die thail. Alterspyramide nicht wesentlich von der unsrigen.
    Vielleicht liegt es am Angebot und Inder und Nepalesen trauen sich da einfach
    nicht hin?

  48. Ava Astor, gern geschehen (und...
    Ava Astor, gern geschehen (und generell denke ich, man versteht das alles schon richtig, nur ist es bequemer so)
    .
    Don Ferrando, die Kinderförderung ist ein eigenes Ding, so richtig überzeugt bin ich davon auch nicht, und wenn ich recht informiert bin, war das ja auch nicht immer so. Allerdings steigen mit denm Ansprüchen für Kinderhaltung (Freiland etc.) auch die Forderungen an die Subventionen, und das finde ich weniger gut.

  49. aber mal ehrlich: wenn das...
    aber mal ehrlich: wenn das frauen sind, an die kein mann drangeht, der in ihnen den wunsch nach erweiterung ihres selbst weckt und der selbst auch kein interesse an der erweiterung seines selbst mit einer solchen frau in sich entdecken könnte oder daß die zuneigung beider nichtmal ausreicht, diese sorglose gelassenheit zu erzeugen, in der nachwuchs ein schicksalhaftes, jedoch generell freudiges ereignis und nicht hauptsächlich eine belastung darstellt, dann dienen diese ausreden wahrscheinlich nur zum erhalt des selbstwertgefühls, welches unterschwellig ahnen mag, daß beide partner sich gegenseitig für nicht fortpflanzungswürdig betrachten und anscheinend auch nicht in der lage sind, einen fortpflanzungswürdigen partner zuerst zu erkennen und dann sein interesse zu wecken. eigentlich bitter.

  50. @ Michael Radloff, wer sich...
    @ Michael Radloff, wer sich nicht selbst zum besten haben kann, der ist gewiß nicht von den Besten. Goethe.

  51. lieber don, den einsatz von...
    lieber don, den einsatz von gewissen artikeln kenne ich auch, sonst gäbe es hier sicher noch mehr. ausserdem muss ich weitere wünsche abwehren, eine weitere principessa wird von mir nicht mehr in die welt gesetzt.
    aber ehehygiene, geschätzter don? allein das wort, in ihrem fall?

  52. Werter Don,
    natürlich werden...

    Werter Don,
    natürlich werden Sie nicht gesteiningt, der Artikel enthält viel Wahres. Nur ein Hinweis: Männer die Spielplätze fotografieren, müssen sich in unserer Gegend extrem in Acht nehmen..die Vermutung ist einfach, dass nicht ein guter Artikel bebildert werden soll, sondern das Bildmaterial für andere Freizietaktivitäten benutzt werden soll.
    Schöne Grüße aus dem Norden

  53. liebe Vroni,
    ganz richtig,...

    liebe Vroni,
    ganz richtig, nicht nur die Frauen zögern, auch die Männer sind sehr ambivalent und deshalb wirds oft nix. Ganz Raffinierte (oder solche mit Papakomplex) nehmen sich einen Alten; der mag zwar früher auch ambivalent gewesen sein, jetzt aber isser mürbe und dankbar. Und was er sozial und finanziell bietet ist auch klar und kein uneingelöstes Versprechen mehr. Und wegrennen tut er auch nicht mehr.
    Denn das deutsche Ideal ist da:
    http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E5837F58A56034608A1C1AF4EBD2A54DB~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
    die Realität aber oft hier:
    http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-verlassenen-macchiato-muetter/

  54. Mit Vergnügen komme ich Ihrer...
    Mit Vergnügen komme ich Ihrer Befürchtung nach: Das gesamte virtuelle “Glas-haus ” in dem Sie als Solitär (sorry ich vergass die Begleiterin) hausen, samt Rädern und hist. Autochen bewerfe ich voll Lust und Inbrunst mit Steinen, richtig dicken Wackersteinen. Natürlich würde ich das nie und nimmer physisch tun. In Echt, versprochen! Parole d`honneur.
    Im Ernst:
    Sie und viele, die Ihnen Beifall klatschen, sind die Derrieregarde einer versprengten Schar säkularisierter heiliger Egomanen der “Kirche zur sog. Aufklärung”, die vermeinen die Welt sei extra zu deren hedonistischen Freuden entstanden. Mein Trost, allesamt dieser Art von Gläubigen werden noch allzubald der Illusionen beraubt sein. Für meine Phillipika liefere ich selbstverständlich keine näheren Gründe, mir ein Beispiel an der hohen, aktuellen Politik nehmend, es “ist (wäre)nicht sehr hilfreich”.
    Ach was, keiner wird Ihnen Vorwürfe für Ihre Art der Enthaltsamkeit machen, gänzlich Ihre Privatsache, indirekt hat es natürlich öffentliche Folgen. Sie kennen natürlich die Dialektik, dass Nichthandeln auch Folgen impliziert. Ihre Tanten haben
    mein vollsten Verständnis.
    An meinen drei Enkelkindern habe ich auf jeden Fall meine helle, ungetrübte Freude.
    Was Ihnen so entgeht, kann aus dem nachst. Link entnommen werden ;-)
    http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Elternschaft/s_356.html
    Bis bald mal wieder.

  55. <p>Ich meine das nicht böse,...
    Ich meine das nicht böse, sondern nur zur Vermeidung meiner Magengeschwüre, aber dieser dem Spiegel Online Panorama würdige Beitrag da in der FAZ ist wie vieles andere von der gleichen Autorin eigentlich nichts, was ich hier als Link sehen möchte.

  56. @ Don Alphonso: Diese Mal sind...
    @ Don Alphonso: Diese Mal sind Sie ja wirklich in Bestform…”Kurz, ein Typ Mann, der mindestens so reizend wie das Einhorn im Minnesang ist, und in etwa auch so häufig anzutreffen ist. ” / “In die Karriere passt so etwas wie ein Kind genauso gut wie ein Laternenpfahl in die Kühlerhaube, die Frage ist nur, wann der Schaden am geringsten ist. ” Bei solch wunderbaren Zitaten ist mein Tag gerettet, wobei wir Männer uns da ja mit einbeziehen müssen. Entgegen der landläufigen Meinung kann ich nicht bestätigen, dass Männer vollkommen anspruchslos sind. Dass mit den steigenden Ansprüchen auf Freiland-Kinderhaltung auch die Forderungen an Subventionen steigen ist typisch für unser Völkchen, aber deswegen nicht weniger abzulehnen, da haben Sie vollkommen recht, Don.

  57. lieber Don,
    soso, na dann halt...

    lieber Don,
    soso, na dann halt (nochmal) diesen link:
    http://www.profil.at/articles/1035/560/276778/die-mutter-utopie
    und die Empfehlung Elisabeth Badinter zu lesen. Bekömmlicher so?

  58. @Plindos: Ich weiß, ich war...
    @Plindos: Ich weiß, ich war nicht angesprochen aber der Satz “Sie und viele, die Ihnen Beifall klatschen, sind die Derrieregarde einer versprengten Schar säkularisierter heiliger Egomanen der “Kirche zur sog. Aufklärung”, die vermeinen die Welt sei extra zu deren hedonistischen Freuden entstanden.” ließ mich aufhorchen. Verstehe ich das richtig, dass Sie in der Entstehung der “Welt” einen spezifischen “Sinn” sehen? Wenn ja, welcher (höhere?) Sinn steckt hinter der Entstehung der Welt und auf welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für den persönlichen Lebensstil der Menschen? Und wer hat den Sinn & Zweck der Welt respektive unseres Daseins definiert?

  59. Keine Steinigung, dafür ein...
    Keine Steinigung, dafür ein großes Stück Torte für den Don. Mindestens. Seit meinem Vierzigsten entgegne ich sämtlichen Vorwürfen, ein kinderloser Egomane zu sein, mit einem gelassenen “Jou”. Jetzt gilt es nur noch, den torschlusspanischen Mittdreissigerinnen auszuweichen. Und “Ehehygiene” ist ein schönes Wort. Sollte man drauf achten, um nicht doch noch für einen kleinen Jonas zahlen zu müssen. Und nein, ich bin jetzt nicht zynisch, sondern habe nur zu oft miterleben müssen, wie der Ehegatte sechs Jahre (Einschulung !) nach erfolgreicher abgestoßen wurde.

  60. Sollte heißen "nach...
    Sollte heißen “nach erfolgreicher Zeugung”, ‘tschuldigung.

  61. Ganz genau liebe...
    Ganz genau liebe Försterliesel.
    Und viele Männer haben auch einfach nicht den passenden Charakter dazu. Muss man mal sagen.
    .
    Dann lieber kinderlos bleiben als Frau als einen Spielbuben oder Schnösel extra an der Backe, der einem wegen seiner Unreife auch keine große Hilfe ist. Eher als Zusatzkind quengelt.
    .
    Großeltern, habe ich gehört, sind auch nicht mehr, das was sie waren. Anstatt mit dem Enkelchen Apfelkuchen zu backen, treiben sie sich foreveryoung auf den Malediven rum und wollen konsumistisch “das Leben genießen”. Nachdem sie ihre Kohle in “Anlagen” gesteckt haben.
    .
    Würde ich auch keine Kinder mehr wollen.
    Bin auf dem Bauernhof inmitten von Großmutter, Geschwistern, Eltern, Tanten und Onkel aufgewachsen. Da war das Kind einfach Teil von allem. Und die Mutter musste auch nicht dauend solo und pflichtschuldigst um das Kind herumeiern wie heutzutage. Es verlangte niemand, dass meine Mutter eine perfekte Mutter zu sein hatte mit Babyschwimmen und frühkindlicher Musikerziehung und Trallala. Meine frühkindliche Musikerziehung war das Schnattern de Gänse und das Muhen der Kühe, der tuckernde Traktor in der Ferne … Aus mir ist trotzdem was geworden. Und stukkariert bin i aa. Sie (meine Mutter) war: einfach da und das ausreichend und gut. Wenn sie mal nicht da war, war die Oma und die Tante da. War auch super.
    .
    Daher bin ich eher für Großfamilien.
    Aber mach das mal mit den ganzen Anforderungen der angeblich so tollen Flexibilität im Job. Schnell wg. der Firma für 2 Jahre nach Hamburg ziehen … und so Sachen. Da ist was gesellschaftlich kaputtgehauen worden. Finde es jedenfalls unfair, es nur den jungen Frauen anzulasten, dass sie zu wenig Lust zum Kind hätten oder nur so täten, aber die Kinderplanung dauernd rauszögerten. Das alles ist multifaktoriell.

  62. @ muscat 11:14 : Ich denke...
    @ muscat 11:14 : Ich denke mal, die regelmässigen Leser des Blogs wissen darum, dass ich sowohl sprunghaft, als auch extrem in meiner Meinung bin.
    Der Abstand der sich daraus ergibt ist sicherlich ein guter.
    Ich schau ja auch solche Sachen wie :
    http://video.google.com/videoplay?docid=2472456726520598454#
    Das sind 2h meiner raren Zeit, aber gut investiert fand ich.
    Ich habe von Chemtrails gesprochen, als keiner wusste was das sein soll und alle gelacht haben, als ich es erklärt hatte.
    Da bin ich nur froh, dass seit dem Vulkanausbruch auf Island dieser niemals dagewesene und niemals vorhandene Effeckt bei uns in der Gegend nicht merh aufgetaucht ist.
    Ich mag diese ganzen Wolken am Himmel.
    Ich mag auch Deutschland, weil abseits der ganzen Aufgeregtheit und öffendlichen Diskussion Millionen Menschen einfach ein gutes Leben, nach ihrer eigenen facon haben. Mann/Frau sollte immer einen Mindestabstand zu den Nachrichten und Kathastrophen einhalten, sonst kann man nur noch depressiv durch das Leben laufen und wer hätte schon etwas davon?

  63. Don, die Links sind...
    Don, die Links sind tatsächlich grausam, aber Foersterliesel hat ansonsten schon recht.
    .
    Plindos, auch wenn ich mich in dem Fall zu den Beifallklatschern zählen würde, zur “Derrieregarde…” gehöre ich, wie die meisten anderen hier, ganz sicherlich nicht. Egomanen hingegen, die gleichzeitig Familienväter bzw. -mütter sind, habe ich mittlerweile zur Genüge kennengelernt. Die Egomanie äußert sich da oftmals nur in anderer Form.

  64. @Foersterliesel 16....
    @Foersterliesel 16. September 2010, 13:45
    Erst habe ich gehofft, dieser Artikel über die “Taunus-Mamis” sei ironisch gemeint, je länger ich las, umso klarer wurde mir, nein, die Damen sind echt und so ist das da. Nachdem ich spontan eine Emesis erleiden musste kann ich jetzt wieder schreiben. Bis zum letzten Absatz musste ich zittern, dann kam endlich mein Lieblingswort: Charity, nur noch “getopt” von Charity-Lady. ´Tschuldigung ich muss mal wieder kurz raus. …… Da bin ich dem Herrn mal wieder dankbar, weder am Tegernsee noch im Vordertaunus leben zu müssen. Wieso keimt in mir konservativem Knochen nach dem Lesen eines solchen Artikels nur noch der Gedanke an eine Revolution auf?

  65. Lieber Don,
    können Sie mir...

    Lieber Don,
    können Sie mir nur eine handvoll Kompensationen für die freiwillige Kinderlosigkeit nennen, die Ihnen nicht schon beim Schreiben peinlich, weil Ihrer Phantasie unwürdig sind (dazu zähle ich so Gründe wie: in Ruhe Tee trinken wollen, genügend Geld für Bücher und Schuhe zu haben, keine Kindersitze auf Fahrrädern über 2000 EURO anbringen zu wollem, kein Kinderbett neben den Foltergeräten der Hl. Inquisition in ihren Räumen…). Akzeptiert sind: Selbsthass, Glaube an den Sinn des Martyriums, das Sie als Vegetarier und Nichttrinker leben….etc.

  66. @ Blackjack 11:04 : Sry, ich...
    @ Blackjack 11:04 : Sry, ich hatte das überlesen. Die Karawane zieht schon lang in eine Richtung, die dem Menschen auf der Strasse schon irgendwie klar ist. Wir werden relativ selten direkt belogen. Es sind ja meist Dinge die nicht gesagt werden oder Teile werden weggelassen.
    Mal ganz ehrlich und Hand auf das Herz : wer von uuns allen tut das nicht selbst 10 mal pro Tag?
    Also warum erwarten, dass die Profis anders handeln?

  67. elbsegler, mir ging es beim...
    elbsegler, mir ging es beim Lesen ähnlich. Wahrscheinlich wegen Verwendung der Worte “Powerpoint” und “Blackberry” im Text. Löst sofort einen bestimmten Reflex bei mir aus. Schlimm.

  68. Helene, Sie werden lachen: Der...
    Helene, Sie werden lachen: Der Umstand, dem ich mein drittliebstes Rennrad verdanke, ist die Unfähigkeit des Vordersitzers, einen Nachläufer dranzuschrauben. Ich mag das!
    .
    Und Sie sollten respektieren, dass man 200 Jahre nach der Philosophie im Boudoir Kinder auch aus den simpelsten Gründen für sich ausschliessen kann. Mögen meine Gründe noch marginaler als alles andere sein: Sie reichen von vorn bin hinten aus. Wenn Sie das anders handhaben, werde ich mich freundlich über den Kinderwagen neigen und Dutzidutzi sagen.

  69. Im Übrigen gibt es Texte,...
    Im Übrigen gibt es Texte, für deren echte Inhalte ich garantieren würde. Und andere Texte, da scheinen mir die Pointen einfach nur schlecht erfunden. belassen wir es dabei.

  70. Jetzt lasst den Don halt mal...
    Jetzt lasst den Don halt mal in aller Ruhe kinderlos und ehelos sein.
    Das ewige Missionieren…, der werd nimmer katholisch…
    .
    Er ist halt ein bloggender Hagestolz. Akzupetierts. Und von mir aus darf er dann auch das Hagestolzenrecht haben:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hagestolz#Das_Hagestolzenrecht

  71. Zum Nachtrag (14:58), lieber...
    Zum Nachtrag (14:58), lieber Don: in Ihrem Fall würde ich nie etwas Anderes unterstellen (und Sie verwechseln mich, auch wenn ich gern die 15 Jahre jünger wäre).

  72. @ Don Alphonso : Lassen Sie...
    @ Don Alphonso : Lassen Sie sich bitte nichts einreden. Wenn Sie die richtige Frau treffen, wird diese Ihnen sagen, dass Sie sie lieben und heiraten möchten. Natürlich werden Sie zustimmen.
    Kinder planen ist dumm, die kommen immer ungelegen und werden trotzdem immer grossgezogen.
    Eltern machen immer alles falsch, das ist ihr Job ………… aber keiner kann die Freude nachempfinden, wenn man erwachsene Kinder im Kreis ihrer Freunde mit nacktpopo-Babyphotos erfreuen kann … priceless.

  73. Lieber Don,
    vergessen Sie...

    Lieber Don,
    vergessen Sie nicht, dass Sie als Mann das alles nicht zu 100 Prozent unter KOntrolle haben…

  74. HansMeier, ach ja, der...
    HansMeier, ach ja, der Samenraub…

  75. @Elbsegler – Die FAZ...
    @Elbsegler – Die FAZ Beschreibung der Kronberg-Mütter fand ich ausgesprochen zutreffend, was ich aus eigener Erfahrung beurteilen kann, da ich in dem Taunusstädtchen aufgewachsen bin. SUV’s gab es in den 60ziger Jahren noch nicht, aber Zweitwagen, Golf im Schlosspark und so einen Womens club, der auf Kultur machte. Meine ganze Erziehung war ganz darauf gerichtet, aus mir eine Kronberger Powermadame zu machen.

  76. liebe muscat, richtig, das...
    liebe muscat, richtig, das Foersterliesl hat absolut recht (danke für die links; mir war klar, dass das keine satire ist… herrlich! armer elbsegler/grossfamilie ist immer besser wegen der verschiedenen positionierungsoptionen des einzelnen).
    .
    schwierig ist es, kinderlosigkeit v.a. frauen anlasten zu wollen. es gibt so dermassen viele männer, die so absolut nicht papa gerufen werden möchten, und mit denen vertreibt man sich zwischen studium, praktikum, beruf und fitnessstudio seine zeit, vielleicht sogar ganz nett, aber nicht ganz zielführend.
    und dann hat eine (freundin von mir) den richtigen, aber es zappelt in der probe nichts. soll die dame dann losziehen, wenn sie es eigentlich nicht wollte, und mit einem anderen die verschmelzung vorantreiben und bei dem bleiben – oder bei dem ersten? ist das nicht eine heftige enttäuschung für den mann? wie ginge es ihr dabei?
    und natürlich muss man keine kinder bekommen, man sollte sich dafür nicht einmal rechtfertigen müssen, finde ich.
    [wie es oben bereits erwähnt wurde, muss kinderbesitz nicht zwingend die helle freude sein, und er ist es bestimmt auch nicht für jeden.
    ich hoffe ja auch immer, dass nichts schief läuft; wir haben ja elf lose laufen…].
    im prinzip kann man bei dem thema hinsichtlich bewertungen nur seinen mund halten.
    egomanen gibt es unter eltern haufenweise: ich und meine brut!
    .
    cvk, es ist wahr. und es reicht.
    .
    lieber don, dann lassen sie uns doch mal über techniken reden.
    um im bild zu bleiben: gackern sie nicht nur, sondern legen sie auch mal:
    was haben sie denn aus der boudoir-filo herausgelesen
    bzw. was meinen sie genau?
    .
    HansMeier555 kann gleich mitmachen: wenn nichts reisst oder platzt, hat man als mann recht gute chancen, die kontrolle, soweit man sie in dem hoffentlich ekstatischen moment noch behalten möchte, zu behalten.
    vor allen zu zeiten von aids. aids? oh, diese krankheit, stimmt ja…
    sie meinen, weil die holde weiblichkeit so etwas wie die pille einnähme. na, eine unpässlichkeit in der kleinen kammer mit der wasserspülung und das baby winkt schon…

  77. lieber Elbsegler,
    zumeist...

    lieber Elbsegler,
    zumeist gefallen mir Ihre Äußerungen sehr gut, deswegen verstehe ich die Emesis nicht so recht. Die Taunus-Mamis kenne ich nicht persönlich, wohl aber Schulkolleginnen die trotz z.B. abgeschlossener Facharztausbildung dann immer nur Mutter und Hausfrau und engagiert in Wohltätigkeit waren, bei denen die ein bißchen Sprachen und jenen die später dann Kunst(geschichte) studierten, tritt der Typus gehäuft auf.

  78. lieber Plindos, sie...
    lieber Plindos, sie erschrecken: hedonismus wirkt in ihrem beitrag verdammenswert… kinderhaben und hedonismus scheinen sie nicht vereinen zu wollen, nein, vielmehr wirkt es so, als ob kinder [aber auch das leben an sich/heutzutage (s. ihr raunen von politik)] mit leiden in verbindung zu bringen seien – abgesehen von der geburt wäre ich da vorsichtig.
    gesetzt den fall, es wäre so, denn wer will schon leiden: wieso bekommt man überhaupt noch kinder?
    wenn ich mich im kind spiegele, und ich leide im umgang mit dem kindi, was folgere ich dann daraus?
    bekommt man kinder aus pflicht?
    .
    bitte, das riechfläschchen – oder den eimer, schnell…

  79. @plindos
    sehr schön, dass Sie...

    @plindos
    sehr schön, dass Sie wieder in diesem Kreis publizieren. Etwas mehr Katholische Weisheit tut diesem Gremium gut. Ansonsten wollen wir hoffen, dass die im Moment stattfindende Remissionierung der Engländer (als Danke für die damalige Missionierung regensburg, passau… 739) gelingt.

  80. Wem das alles zu unromantisch...
    Wem das alles zu unromantisch ist – der wird hier fündig:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2010/09/16/liebe-netz-und-zaertlichkeit.aspx

  81. Foersterliesel, den...
    Foersterliesel, den allermeisten Taunus-Mamis möchte man nicht vorgestellt werden. Glauben Sie mir.

  82. lieber don, vielen dank für...
    lieber don, vielen dank für den link –
    .
    übrigens, j’écoute…
    nur weil dingsbums betonte, nachwuchs sei zu vermeiden, folgen sie? machen sie immer, was man ihnen sagt?

  83. Nein, aber ich finde die...
    Nein, aber ich finde die Argumentation von Dolmancé zumindest in diesem Punkt überzeugender als vieles, was ich von anderer Seite gehört habe.

  84. was meinen sie genau?...
    was meinen sie genau?
    textabgleich kann ich hier leider nicht machen, weil ich nicht da bin, wo meine bibliothek ist.
    tod bei geburt? das wäre ein argument.

  85. redet da ein Blinder über...
    redet da ein Blinder über Farbe?

  86. nein, pardon, warten sie, da...
    nein, pardon, warten sie, da war etwas, es war grob gesagt ein nihilistisch anmutendes argument…
    bitte, wären sie so freundlich, es hier noch einmal anzuführen?
    .
    wenn ich jetzt einen kindle hätte! ein königreich für ein buch!
    (der genannte monsieur hatte mich anderweitig beeindruckt, weniger argumentativ, qed.
    leseerfahrung: jeder liest etwas anderes aus einem werk heraus.)

  87. @muscat – die Taunus-Mamis...
    @muscat – die Taunus-Mamis bestimmen sowieso selbst, wen sie sich vorstellen lassen. Diesen Satz fand ich besonders treffend: ‘Man trifft sich daheim im Wohnzimmer, reihum. „Deshalb achten wir auf eine gewisse Homogenität“, erzählt Präsidentin von Knebel bei einer Tasse Tee im „Lucullus“, einem Edelitaliener …….’

  88. donna laura, nach einem...
    donna laura, nach einem längeren Exkurs über die Grausamkeit der Chinesen zu Neugeborenen gibt es einige weitere Ausführungen darüber, dass die Liebe zu Kindern allein zivilisatorisch bedingter Mummenschanz sei, begleitet von den Ermahnungen, welche Sexualpraktiken *hüstel* dergleichen Zeugung sicher verhinderten. Zwar wird Dolmancè dann ermahnt, dass seine Ideen ja vor allem seinen Wünschen entsprängen, bei der klassische Sexualität nicht im Zentrum steht, aber die generelle Überlegung, dass der Kinderwunsch auch von der Umgebung massgeblich eingeprägt und vielleicht weniger eine freie Entscheidung ist, die hat schonn was. Im Kern ist es die alte Debatte zwischen Natur und dem dem, was dem Menschen als natürlich erscheinen mag.

  89. (Mein Kopf ist mein Kindle)...
    (Mein Kopf ist mein Kindle)

  90. Was hat der Blog denn hier...
    Was hat der Blog denn hier losgetreten? Will noch jemand seine Fertilität zur Schau stellen? Wie peinlich ist das denn?

  91. @försterliesel 16....
    @försterliesel 16. September 2010, 15:44
    Ich habe nichts gegen Frauen, die sich auch mit guter Ausbildung entscheiden, “nur” “Hausfrau und Mutter” zu sein. Auch das ist Arbeit und kein Vergnügen. Es gibt nur kein Geld dafür. Was bei mir zur schwallartigen Entleerung des Mageninhaltes führte, ist dieses Geschwafel von über das erlesene Publikum und sein so wichtiges noch erleseneres Alltagsleben. Mich k..zen Leute an, die Glauben, nur weil sie Geld haben, seien sie schon was besonderes. Und von diesem Artikel geht eine derart unangenehme Anmutung aus, dass es nur noch weh tut.
    “Sinn und Anerkennung beziehen diese Frauen aus den diversen sozialen Tätigkeiten.” “Denn neben der Position (und damit Gehalt) des Mannes sowie dem Gedeihen der Kinder zählt hier durchaus, wer welche wohltätigen Ämter bekleidet, wer auf seinen Veranstaltungen mit Prominenz aufwarten kann (kommt gar die Linsenhoff-Erbin, ein Mitglied der BMW-Familie Quandt oder der Prinz von Hessen?). Und wie viel Geld beim Fundraising zusammenkommt.” Solche Sätze lösen jedenfalls in mir einen Würgereiz aus. ich kenne auch solche Typen. Ich kenne aber auch Frauen und Männer, die auch nicht alle arm sind, die ohne großes Tamtam ehrenamtlich tätig sind. Mir fehlt die Demut in diesem Artikel.

  92. dankedon.
    .
    (seufz, meine...

    dankedon.
    .
    (seufz, meine häusles und kindles besetzen den kopf-kindle. blöd – noch – nicht ganz, aber vergesslich. achja. das alter…)
    .
    meine rede: oktrois sind abzulehnen.
    dazu muss man sie zunächst erkennen.
    und gnothi seautón.

  93. Der Tiger, das habe ich ja...
    Der Tiger, das habe ich ja auch gar nicht bezweifelt.

  94. Sterne:

    "Sollen Kühe und...
    Sterne:
    “Sollen Kühe und Debatten fliegen
    musst Du nur das Kinder kriegen
    oderdentlich verdammen.
    Dann lodern hell die Flammen.”

  95. (Allerdings geht es hier nicht...
    (Allerdings geht es hier nicht um Kinder, sondern eigentlich um Doppelmoral und Anpassung.)

  96. Nach stuermischer Ueberfahrt...
    Nach stuermischer Ueberfahrt und wundersamer Rettung http://www.youtube.com/watch?v=n1EwRCqHBjk
    (Abbildung aehnlich. Boot nur kleiner und deshalb unruhiger) und 16-stuendiger Ackerei flussaufwaerts, darf ich hier etwas ueber Kinder ja (warum?) und nein (warum?) lesen.
    Obwohl ich frustrierter (wegen der Kinder) Althedonist bin, hat sich diese Frage nie gestellt. Kinder sind nett. Noch netter, wenn man sie anstaendig und wuerdig behandelt, nicht ueberfordert, nicht staendig rummaekelt und schon garnicht hohe elterliche Erwartungen in die kleinen Seelen pumpt. Ach, es ist alles graue Theorie (und gruen des Lebens gold’ner Baum).
    A propos gruen: Beim Aufrauemen ein Wurstbrot vom letzten Sommer gefunden.
    .
    Ansonsten ist es ein Frauenthema. Ich verabschiede mich deshalb schnell.
    (Autopilot, Funkgeraet und Gasflasche abschrauben)
    .
    Bussi an die Damen der Besseren Gesellschaft.

  97. @sterne 16. September 2010,...
    @sterne 16. September 2010, 16:46 “Was hat der Blog denn hier losgetreten? Will noch jemand seine Fertilität zur Schau stellen? Wie peinlich ist das denn?”
    Danke, das das jemand mal sagt.
    Das protzen mit der Fertilität hier hat ja das Niveau von Leuten, die Bilder von ihrer Frau oder Ihren Kindern am Schreibtisch im Büro haben. Da können Sie sich gleich neue geschäftspartner oder AG suchen, oder leuten, die Ihrern Bogaboo als Rammbock beim Einkauf und in der U-Bahn benutzen…. übertroffen nur noch von leuten, die Ihre hunde nicht an der Leine halten.
    Mit Nachwuchs prahlt man nicht m.E.

  98. BertholdIV 16. September...
    BertholdIV 16. September 2010, 17:16
    “Mit Nachwuchs prahlt man nicht”
    Stimmt! Mit Nicht-Nachwuchs auch nicht.
    Neues Thema bitte, verehrter Don!

  99. Na na, wer wird mich denn bei...
    Na na, wer wird mich denn bei der Torte stören wollen!

  100. Tja, bei uns und in unserem...
    Tja, bei uns und in unserem Freundeskreis (95% Akademiker) wird fleißig geworfen. Und die Damen sind nicht mal alle verbeamtet. Nein, auch Anwältinnnen bekommen Kinder. Aber die meisten sind halt doch Richterinnen oder Lehrerinnen.
    Kinder sind halt einfach super. Kann ich nur sehr empfehlen. Ohne verpasst man gehörig was. Mit ist, als ob das Leben plötzlich eine vollständige Dimension gewinnt. Was es auch tut.

  101. http://www.bugaboo.com/home...
    http://www.bugaboo.com/home

  102. Lieber Don, man kann auch die...
    Lieber Don, man kann auch die Abtreibung verdammen. Und bekommt noch beeindruckendere Reaktionen.

  103. @elbsegler 16. September 2010,...
    @elbsegler 16. September 2010, 17:31
    stimmt auch.

  104. @Elbsegler (16:51)
    Gerade weil...

    @Elbsegler (16:51)
    Gerade weil der Stil des Artikels einem typischen Teil des Taunus Milieus entspricht, ist er so gut. Dass Ihnen, die von ihnen zitierten Sätze, Magenprobleme schaffen, kann ich verstehen. Aber der Grund Ihrer Reaktion ist das beschriebene Milieu und nicht die mangelnde Demut der FAZ, denn die Sätze spiegeln genau wieder, wie gewisse Leute aus diesem Milieu denken.
    @Filou
    Interessante Reaktion, ich habe mir schon immer gedacht, dass Sie unter dem Trauma leiden, von einer Taunus-Mami erzogen worden zu sein.

  105. @Don Alphonso
    Ich bitte um...

    @Don Alphonso
    Ich bitte um Entschuldigung. Selbstverständlich hat die Torte Vorrang. Gerne auch ein zweites Stück!

  106. Kann man nicht besser...
    Kann man nicht besser beschreiben, oder ?
    http://www.youtube.com/watch?v=PrmKDmfAz4M

  107. @Tigresse, das war jetzt...
    @Tigresse, das war jetzt Ironie, nehme ich an.

  108. Kindergebetchen
    Joachim...

    Kindergebetchen
    Joachim Ringelnatz
    Erstes
    Lieber Gott, ich liege
    Im Bett. Ich weiß, ich wiege
    Seit gestern fünfunddreißig Pfund.
    Halte Pa und Ma gesund.
    Ich bin ein armes Zwiebelchen,
    Nimm mir das nicht übelchen.
    Zweites
    Lieber Gott, recht gute Nacht,
    Ich hab noch schnell Pipi gemacht,
    Damit ich von dir träume.
    Ich stelle mir den Himmel vor
    Wie hinterm Brandenburger Tor
    Die Lindenbäume.
    Nimm meine Worte freundlich hin,
    Weil ich schon so erwachsen bin.
    Drittes
    Lieber Gott mit Christussohn,
    Ach schenk mir doch ein Grammophon.
    Ich bin ein ungezognes Kind,
    Weil meine Eltern Säufer sind.
    Verzeih mir, daß ich gähne.
    Beschütze mich in der Not,
    Mach meine Eltern noch nicht tot
    Und schenk der Oma Zähne

  109. donna laura@: Allgemein:...wie...
    donna laura@: Allgemein:…wie sangen die Alten so schön: pater incertus. Natürlich bin ich kein Savanarolla, dewegen können Sie den K…eimer wieder wegstellen. Belassen Sie´s bitte beim Riechfläsch´schen. Wenn schon, dann bin ich eher ein Epikuräer.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hedonismus
    BertholdIV@:Weit her ist´s mit meiner katholischen Weisheit nicht, weil erst seit kurzem ein Konvertit (-eneiferer): Gründe weswegen sind genau in jener Thematik zu finden, die in etwa hier gestreift wurden: Haltung zur Abtreibung, zur Pille, Stammzellenforschung u. ä. So gesehen bin ich nach allermodernster Auffassung ein Macho, Chauvi (nist), einfach unverbesserlich.
    Obwohl es zur Zeit Konstantin d. Gr. (dieser Massakrierer in Byzantinium 25.000-30.000 Leuteln an einem Tag) in Trier und Köln um 325 n. Chr. Christengemeinden gab.
    Vroni@: Bedauerlicherweise werde ich von Ihnen (obwohl mir Vieles von Ihren Kommentaren gefällt) sicherlich wieder geduscht werden:
    Rührend wie Sie Ihr Herkommen aus einer Traditionsbewussten Familie beschreiben und sich dann, die Umstände sind eben halt leider nicht so, gleichsam selbsten heraus exculpieren.

  110. Auch bei der koerperlichen...
    Auch bei der koerperlichen Liebe geht es doch darum, die Seele zu spueren.

  111. BertholdIV16. September 2010,...
    BertholdIV16. September 2010, 17:16 @sterne@: ;-) ….auch Sie wurden mal gezeugt und ausgetragen…..

  112. Lieber mit den Wänsten auf...
    Lieber mit den Wänsten auf dem Spielplatz die Zeit vertreiben als mit dem Don die Wespen vom Kuchen. Wie wär´s mal mit einem Blog über Kinderfahrräder unter 9 Kilo fahrfertig?

  113. @sterne, hier protzen...
    @sterne, hier protzen Rentner(innen) mit ihrer Proliferation. Aber sie strafen sich auch selbst und hören den ganzen Tag – wie seit 40 Jahren – Reinhard Mey.

  114. <p><span...
    Das soll die Seele sein???

  115. Das haben Sie verblüffend gut...
    Das haben Sie verblüffend gut erkannt, Plindos. Aber die inhärente Beleidigung, meine Eltern seien solche erlternschaftsstolze Toren wie die Rentnergang hier, die sparen Sie sich einfach. Kleiner Tipp: Preisen Sie sich vor Ihren Enkelkindern, auch die wollen die Widrigkeiten des Lebens früh kennenlernen…

  116. Nein, hier muss ich dem...
    Nein, hier muss ich dem Kommentator von 18:08 Uhr Recht geben. Selbst wenn er’s mal wieder nicht so gemeint hat.

  117. @ filou: Noch ´ne Pulle...
    @ filou: Noch ´ne Pulle Calvados vorm Einschlafen? Und die liebe Seele hat Ruh´.

  118. @plindos
    habe aber nie/selten...

    @plindos
    habe aber nie/selten erlebt, dass meine Eltern mit mir gepralt hätten – gut sie hatten bei dem kind auch keinen grund dafür, aber trotzdem: man prahlt nicht damit. dua dea Sindn fiarchdn. Das ist extremer hochmut oder? Es gibt zu viele ungewollt kinderlose…
    BTW: Was ist ein Konvertiteneiferer? traut sich PM Cameron BXVI zu verhaften und nach Den Haag zu überstellen?

  119. Kinder sind keine Menschen,...
    Kinder sind keine Menschen, sondern Sachen: Privatsachen.
    .
    Das unterscheidet sie von alten pflegebeduerftigen Ex-Hedonisten. Fuer die muss die Soldargemeinschaft aufkommen. Zumindest wenn sie keine Kinder haben.

  120. @Don
    ... hab ich doch meine...

    @Don
    … hab ich doch meine Freude dran!

  121. Auch wenn ich als Jg.63er...
    Auch wenn ich als Jg.63er nicht zu den Rentnern gehöre, so mag ich doch Reinhard Mey.
    Ausserdem gibt es mindestens 2 Themen über die kann man sich austauschen, aber nicht wirklich diskutieren, denn die Entscheidungen sind einfach zu individuell und persönlich : Heirat und Kinderwunsch.
    Kritik ist da immer gleich so … persönlich.

  122. @ Plidos
    "Rührend wie Sie Ihr...

    @ Plidos
    “Rührend wie Sie Ihr Herkommen aus einer Traditionsbewussten Familie beschreiben und sich dann, die Umstände sind eben halt leider nicht so, gleichsam selbsten heraus exculpieren. ”
    Wieso “exculpieren” (redns halt Deutsch mit mir).
    Ich hab doch Nachwuchs.
    Wollt bloß net damit angeben.

  123. @steelydan, wat is dat dann...
    @steelydan, wat is dat dann nu?

  124. @Hollyß1, 19:05
    Wenn diese...

    @Hollyß1, 19:05
    Wenn diese Entscheidungen zu individuell sind, um sie von der Person ablösen zu können, dann sind sie nicht generalisierbar und fallen aus der Ethik heraus; die hat es nämlich nur mit in irgendeiner Art allgemeinen Sätzen zu tun. (“Sei X irgendein Mann zwischen y und z Jahren, der Torten mag und gerne mit dem Rad fährt. Dann darf/muss/kann/sollte X …”). Eine mögliche Begründung dafür könnte sein, dass diese Entscheidungen ohnehin kontingent sind. Ich sehe übrigens nicht, wieso man da Einrede oder selbst Kritik unbedingt persönlich nehmen müsste. Wenn sie aus der Ethik herausfallen, sind sie auch weniger tauglich zum moralischen Rechten über andere, jener beliebtesten Art der Polemik.
    @HansMeier555 19:00
    … drum besser wär’s, dass nichts entstünde.

  125. Aber bitte! Man darf nicht das...
    Aber bitte! Man darf nicht das vor keuschen Ohren nennen, was keusche Herzen nicht entbehren können.

  126. lieber Elbsegler,
    aha,...

    lieber Elbsegler,
    aha, verstehe. So wollen die Leute sich sehen; wie Der Tiger schon sagte, und der Artikel ist affirmativ.
    liebe sterne,
    “mit den Kindern protzen” warum so streng ?, – ist doch ein unschuldiges Vergnügen, der Narzißmus wird halt auf die Kinder verschoben, das entlastet.
    Eine wohltätige Dynamik, sonst müßte man sich ewig selber für seine Ideale abstrampeln und so strampelt man sich für seine Kinder ab, Ideale sind unerbittlich und grausam. So wie die Anforderungen an Sammlerstücke.

  127. Man kann Steine - kostbar wie...
    Man kann Steine – kostbar wie sie sind – auch sinnvoll verwenden, statt zu verschwenden.

  128. Sechs Wochen auf den...
    Sechs Wochen auf den Seychellen!
    .
    Wo normale Menschen doch schon nach zwei Wochen Strandurlaub vor Langeweile krepieren.

  129. Dipsy sollte auch was dazu...
    Dipsy sollte auch was dazu sagen, na vielleicht taucht er noch auf. Ist er eigentlich
    Lefebrist ? Leider hab ich das vergessen.

  130. Dass Frauen nicht mit...
    Dass Frauen nicht mit irgendjemandem eine Familie gruenden wollen, der ihnen im Zweifel unterlegen ist (es gibt ja bekanntlich weniger Akademiker als Akademikerinnen etc.), ist verstaendlich und entspricht der Tatsache, dass Frauen nicht mehr von ihren Eltern vergeben werden oder heiraten muessen, um versorgt zu sein.
    Dass das zur Folge hat, dass gerade die schoensten und kluegsten Frauen solo und kinderlos bleiben, ist die unangenehme Konsequenz, aber keine Ausrede.
    Ich bin uebrigens ein maennlicher Schreiber.

  131. Sehr geehrter Blogschreiber,...
    Sehr geehrter Blogschreiber, ich kann Ihnen im großen und ganzen zustimmen. Bin in der selben Situation (weiblich,jung, Akademiker, keine Lust auf Kinder), doch habe das Glück, dass mich keiner allzusehr damit nervt, wann ich denn endlich gedenke usw.
    Ich stimme da einem der Vorredner zu, Kinder kommen oder eben halt nicht. Man sollte sich weder übermäßig Gedanken darüber machen noch allzuviel hineininterpretieren in Kinderwunsch/kein Kinderwunsch.
    Besonders lahm sind ja diese Gutmenschen-Eltern, die einem glauben erzählen zu müssen, wie toll Kinder doch seien und wieviel Spaß etc. … und überhaupt, die Verantwortung… man verpasst eben was, wenn man nicht die Erfahrung…
    (Haustiere und andere Hobbies wie Musikmachen oder Segeln bringen auch Spaß und Verantwortung, doch ich geh damit nicht missionieren und ich verlange auch nicht von der Gesellschaft die Finanzierung meines Privatvergnügens. Mal ehrlich, wer bekommt denn bitteschön Kinder, um der Gesellschaft einen Gefallen zu tun?)
    Aber genauso nervig sind die militant Kinderlosen, gerne gepaart mit einer leichten Kinderphobie, die gleich die Polizei rufen, wenn im Mietshaus mal das Baby plärrt.
    Ich persönlich halt mich einfach für keine gute potentielle Mutter und habe auch keine Lust, in diese Welt Kinder zu setzen. Aber ich drück das niemandem auf, soll jeder, wie er glücklich wird ;)

  132. Nicht unbedingt ein Freund...
    Nicht unbedingt ein Freund Ihrer Artikel fühle ich mich jetzt doch angesprochen – nicht, weil ich zuwenig Kinder habe, sondern, weil ich seit langem das emotionale Elend der kinderlosen Ehepaare über 60, 70 und darüber mitansehe.
    Etwa 5% der Ehepaare sind aus biologischen Gründen Kinderlos. Nicht mehr! Alle anderen sind Lifestyle-bedingt-kinderlos, bis auf Ausnahmen. Live Style-Kinderlosigkeit ist Egoismus und die Vermeidung emotionalen Elends im Alter ist Egoismus. So what? Erstere Haltung entspricht der Grille, letztere der Ameise in Fontaines Fabel.
    Aber wieso werden Kinder nicht als Wert an sich, als Personen, als natürliches Phänomen, als Wunder, Freude gesehen? Warum immer nur als Belastung? Ich glaube, die Herrschaften sind einfach zu schlaff, saft- und kraftlos, degenerierte Zombies.

  133. Ach so,

    nebenbei erwähnt...
    Ach so,
    nebenbei erwähnt sind die 68er nicht nur an Mengenlehre und damit SQL Schuld, sondern auch an dem da:
    http://www.youtube.com/watch?v=5jrPchJ8tR4

  134. @Filou/16. September 2010,...
    @Filou/16. September 2010, 17:11
    A propos gruen: Beim Aufrauemen ein Wurstbrot vom letzten Sommer gefunden.
    .
    Kann mir nicht passieren! Mein Bordhund wuerde so etwas sehr schnell finden!
    Mast und Schotbruch! Und, wie vor ca. einer Woche gesagt, bei uns wirds kuehler! Bon Vacance!

  135. Herrlicher Artikel :) Lob an...
    Herrlicher Artikel :) Lob an den Autor!

  136. Lieber don alphonso,
    es ist ja...

    Lieber don alphonso,
    es ist ja sehr beruhigend, dass Männer wie Sie genau wissen welche Beweggründe Frauen denn nun wirklich haben, wenn es um die Kinderfrage geht
    Ein bisschen langweiliger Zynismus und ein gut plazierter Artikelin einer großen Tageszeitung ist ja auch schnell geschrieben.
    Ihre intellektuellen Genossen im Geist nicken es dann auch gerne ab, um dann mit Mitte 50 wie Plasberg und Verbündete noch mal die Romantik der Vervielfältigung auszuleben- natürlich mit der Frau im gebärfähigen Alter.

  137. Hallo zusammen,

    ich kann zu...
    Hallo zusammen,
    ich kann zu dem Thema das Buch von Karsten Sieback empfehlen: Kinderlose Akademiker.

  138. "Ich stimme da einem der...
    “Ich stimme da einem der Vorredner zu, Kinder kommen oder eben halt nicht.” Richtig – aber es hängt halt wesentlich davon ab, ob man die Pille nimmt oder eben nicht. Oder? Und vielleicht sollte auch der Partner das Recht haben, mitzureden.
    Aber dann sollten und müssen Sie auch die Konsequenzen tragen: “Ich persönlich halt mich einfach für keine gute potentielle Mutter und habe auch keine Lust” Meine Kinder werden später keine Lust haben, für Ihre künstliche Hüfte, Ihren Diabetes oder Alzheimer aufzukommen. Nein, nicht finanziell (Sie können es im Zweifel gar nicht zahlen), sondern zeitlich, emotional und aus Lustlosigkeit.
    Sie tragen Verantwortung für Ihre Haustiere? Hoffentlich brechen Sie nicht darunter zusammen! (Der Hund kommt doch ins Tierheim und die Katze versorgt sich selbst, wenn Sie nach Malle wollen – oder?) Segeln? Mache sie sich man nicht so dicke, dat büschen Brise (Ich hab Hochseeschifferpatent und -Erfahrung – zur Erklärung).
    No, Ma’m, sie sind auf’m simplen Egotrip, vielleicht zu jung (?intellektuell geblieben), um über die Nasenspitze hinaus …… Nulloweer

  139. Es gibt soviele Frauen, die...
    Es gibt soviele Frauen, die sind wie geschaffen für die Liebe. Und tolle Kinder kriegt man mit gaanz viel Lust – und ohne wie.
    .
    Und es gibt zunehmenden Mond und abnehmende Fruchtbarkeit. Wobei mit der abnehmenden Fruchtbarkeit zunehmende Freiheit einhergeht. Daher zunehmende Freiheit bei abnehmendem Mond. Wenn man keine Kinder will. Sonst ist es genau umgekehrt.
    .
    Und wenns der wirklich einzig Richtige ist, kommt Eisprung zur Lust. Denn Eisprung ist schlau. Und so geixxx … Der weiß nämlich, was er will.
    .
    (Und die ganzen genannten Schlauen hat man in Verdacht, dass sie doof sind, denn “Eisprunggeilheit” hat frau eher nur ohne Pille, weil sonst ja keine Eier springen. Soviel Klartext aber bitte nur in der Nacht und ganz verschämt am Rande. Wenn mir frau was von “keine Kinder” erzählt, frage ich dezent schon mal nach ob und welche Pille sie nimmt …und wie lange schon (u.a weil viele seit 16 die Pille nehmen, nie als erwachsene Frau ganz frei springende Eilust hatten. Und am besten sehr bewußt frei.) Und ob sie also überhaupt ihre ganze Lust und Sexualtät wirklich (schon) kennen. U. a. sehr frech und dreist, aber hilfreich. Gibt solche von 35 oder 40, die wissen nix…. . Fein große Fräuleins. Und studiert. Sicher. Und dabei auch stehen gebleben. Und armselige bis verfluchte Männerschweine auch, die sich ins Büro flüchten, und lassen frau mit der Brut, die Freude ist/wäre hochignorant und egozentrisch vollkommen alleine, gibts leider auch zu häufig: Am besten schnapp und ab!)

  140. Nach Inhalation der Beiträge...
    Nach Inhalation der Beiträge komme ich zu dem lapidaren Schluß:
    Kinder bekommt man nicht mit dem – Kopf -, – gilt anscheinend für Weiblein und Männlein gleichermaßen.

  141. Man sollte vor lauter Planen...
    Man sollte vor lauter Planen und Denken nicht den Ruf des Schicksals überhören, der erschallt nämlich manchmal nie wieder. Der Ruf kommt zwar immer zur unpassendsten Zeit, aber es hilft alles nichts, man muß springen, bevor das Wasser gefriert oder das Flußbett austrocknet.

  142. Ich bin 41 Jahre, Akademiker...
    Ich bin 41 Jahre, Akademiker (männlich) und habe mir auch viel gedanken darum gemacht Nachwuchs zu bekommen. Ich habe eine tolle Frau(Kroatin), die auch bereit wäre noch schwanger zu werden.
    Ich will keine Kinder, weil die Familienpolitik in Deutschland männerfeindlich ist.
    Ich werde in 10 Jahren nach Thailand auswandern und mir dort ein stress freies Leben mit viel Entspannung machen. Schau Deutschland!

  143. Kinder verlangen es dem...
    Kinder verlangen es dem Menschen ab, sich selbst und sein eigenes Ich zurückzunehmen und in den Dienst von etwas Übergeordnetem zu stellen, kurz selbstlos zu sein.
    Das sind die Werte, nach denen ganze Kohorten auf der Suche sind und die weh tun, doch dafür das schnöde menschliche Dasein mit einem höheren Sinn erfüllen.

  144. Dass der Kinderwunsch nur...
    Dass der Kinderwunsch nur vorgeschoben ist, ist eine Möglichkeit. Ich halte es aber für plausibler, dass die Erwartungen wegen des Umfelds so hoch gehalten werden und nicht als Vermeidungsstrategie. Wenn sie nicht mindestens mit einem aufstrebenden Abteilungsleiter daher kommt, lächeln die Freundinnen schon mitleidig.
    Dazu kommt die völlig falsche Annahme, man hätte noch so viel Zeit. Die Fruchtbarkeit nimmt aber schon bei Dreißigjährigen rapide ab.
    Mittelstandsfamilien brauchen mehr Wertschätzung. Dazu gehört eine großzügige steuerliche Entlastung und die klare Botschaft der Politik, dass eine Investition in die Kinder von Akademikern einen deutlich positiven Erwartungswert hat. So skurril das klingt, hier braucht es Transparenz durch “life-cycle Costing”.

  145. Dieser Beitrag des Don ist...
    Dieser Beitrag des Don ist nach meinem Eindruck handwerklich so ziemlich das Beste, was je nach 80 Straßenkilometern und 1000 Höhenmetern mit Prellungen geschrieben wurde. – Kurioserweise fällt die Debatte ausgesprochen flachland-tirolerisch aus. – Liegt hier ein Fall vor von: “Contra factum non valet argumentum”?

  146. Lieber Don Alphonso, wenn man...
    Lieber Don Alphonso, wenn man so ein Thema anpackt, muss Mann ein weniger konsequenter sein. Wir leben recht ähnlich, wir sind beide intelligent und unsere Mitleser sind es hoffentlich auch. Sagen wir also nicht, wir haben keine – aus wie auch immer gearteten Gründen – Kinder, sondern wir führen ein selbstbestimmtes Leben. Sagen wir also nicht unappetitlicherweise Ehehygiene, (das klingt wie ein Mann in der Drogerie, der Frauenstreu haben möchte, weil er heiraten will), sondern wir sagen psycho-soziale Hygiene; das ist wirklich konsequent wie der Architekt seines eigenen Lebens. Sagen wir also auch nicht Armutsfalle, sondern beklagen wir uns darüber, dass der für eigene Kinder erforderliche Reichtum derart ungerecht verteilt ist, dass man den Nachwuchs eben nicht sechs Wochen zu einem Lieblingsort Seychellen mitnehmen kann. Manche Hochintelligente und Hochsensible sind übrigens auch derart angewidert von ihrer eigenen Verwandtschaft, dass sie sich ohne Ekel gar keine derartigen sozialen Beziehungen vorstellen können. Und schließlich sei noch auf Lebensformen verwiesen, in denen Kinder unpässlich sind: Oscar Wilde oder Simone de Beauvoir sind nicht wegen ihrer zahlreichen Nachkommen berühmt geworden. Wenn man das alles vorgebracht hat, verstummen die Flammenwerfer der Evolution sehr schnell. Nicht die falschen Leute kriegen die Kinder, sondern die Welt muss leider auf unsere verzichten. Sollte ich meine Meinung einmal ändern, sage ich es rechtzeitig der Frau, die mich verdient hat.

  147. 6 Wochen Seychellen ... wozu...
    6 Wochen Seychellen … wozu … zum Kindermachen ?

  148. Also, jetzt mal Butter bei die...
    Also, jetzt mal Butter bei die Fische: Ich bin angestellte Anwältin, schwanger und verdiene (noch) ca. 2000,- netto (erste Erkenntnis für manche: nicht alle Anwälte verdienen sich den Arsch wund). Die Ankündigung meiner Schwangerschaft hat bei meinem Chef für ziemlichen Ärger gesorgt, weil ER ja eigentlich weniger arbeiten wollte. Der Job meines Partners ist inzwischen leider der Wirtschaftskrise zum Opfer gefallen, eine neuer noch nicht gefunden, Arbeitslosengeld gibts nicht, da zu kurz angestellt (vorher selbständig). Wir suchen seit anderthalb Jahren eine bezahlbare gemeinsame Wohnung in Hamburg und werden mangels auch nur eines einzigen Angebots bis heute (Vermieter meiden Rechtsanwälte als Mieter) unsere kleine Familie in der Wohnung meines Partners auf 50 qm ohne Balkon gründen. Ich würde gern nach 6-9 Monaten wieder anfangen zu arbeiten, a) weil ich von meinem Chef nicht aufs Abstellgleis geschoben werden will, b) weil ich gern arbeite, c) weil ich mich nicht dauerhaft finanziell von meinem Partner abhängig machen will und d) weil wir von meinem Elterngeld nicht dauerhaft über die Runden kommen und zumindest zur Zeit nicht viel anderes Einkommen da ist. Problem: Auch die Kita-Suche, die wir seit Ende des 3. Monats betreiben, ist bislang erfolglos.
    Wir hatten uns trotz der noch nicht geregelten Job- und Wohnsituation entschieden, es einfach mal zu probieren mit der Nachwuchszeugung – bevor es vielleicht zu spät ist. Ach ja, ich bin 39 und hätte gern schon früher Kinder gehabt, aber mein letzter Partner hat mich jahrelang vertröstet und dann irgendwann festgestellt, dass er Kinder doch doof findet. Dem nächsten (jetzigen) habe ich daher gleich gesagt, dass es mit uns nix wird, wenn er keine Lust auf Familie hat, und wir haben uns nicht jahrelang beschnuppert, bevor wir losgelegt haben.
    Und jetzt lese ich diesen Beitrag, in dem auf Frauen herumgehackt wird, die gern einen Mann möchten, der aus der Pubertät raus ist und im Groben weiß, was er will, die sich ein einigermaßen geregeltes Umfeld für sich und die Familie wünschen, bevor sie loslegen, und die fürchten, aus ihrem Job rauszufliegen. Lieber Verfasser: Das sind keine Ausreden, das sind reale Probleme. Ich kenne selbst Kolleginnen, die aus dem Job gemobbt worden sind, sobald das Kind da war. Es ist zum Kotzen und es ist immer noch Alltag. Und es kann nun mal nicht jede Akademikerin Beamtin oder Richterin werden. In der Wirtschaft aber wissen die Herren in den oberen Etagen es immer noch wirksam zu verhindern, dass Frauen Beruf und Familie verbinden können – das gilt für Anwälte genauso wie in anderen Branchen.
    Also hört doch endlich mal mit der Verteufelung der Frauen auf. Viele von uns reiben sich verdammt auf, um alles unter einen Hut zu bekommen, und das Problem sind NICHT die gut versorgten Wellness- und Charity-Hühner. Das Problem sind Politiker, die den Ausbau der Kitaversorgung blockieren, die anstatt Wohnungsbau immer neue Bürobauten in den Städten genehmigen, die dann leerstehen, und Männer, die tagsüber ihr Berufsleben leben und abends zu (Haus)Frau und Kindern nach Hause fahren – aber nicht verstehen, warum Frauen auch ein Berufsleben UND Familie wollen.
    Ich wüsste gern, wieviel Prozent der berufstätigen Männer für ihre Kinder den Beruf komplett aufgeben oder aber eine Auszeit nehmen (mehr als 2 Monate fürs Elterngeld!) und danach ihre Arbeitszeit dauerhaft reduzieren würden. Es heißt dann immer, das geht nicht, weil es zu einem Karriereknick führt. Genau. Bei den Frauen auch. Aber wenn die sagen, das geht nicht, weil es zu einem Karriereknick führt, dann sind sie karrieregeile Miststücke. Von mir aus – aber dann möchte ich diesen Stempel auch den (geschätzt) 97% der Männer aufgedrückt sehen.

  149. Zu kurz gedacht, Don, und zu...
    Zu kurz gedacht, Don, und zu lang geschrieben.
    Und Ihr krampfhaftes Sarrazin-Bashing ist langweilig.

  150. Nachtrag:

    Habe nichts gegen...
    Nachtrag:
    Habe nichts gegen der Familie Kinder,
    gegen Geschirr und Kuscheln im Winter.
    Nur will ich, wenn das Leben schon so spült,
    dass man sich dabei nicht Scheiße fühlt.

  151. Gilt auch für promovierte...
    Gilt auch für promovierte Frauen um die 30: Hast Du Kinder, kriegste keinen Job; hast Du ‘nen Job, kriegste keine Kinder. Die Ballade vom kinderfreundlichen Arbeitsmarkt.

  152. Während die Oberschicht in...
    Während die Oberschicht in diesem Blog das Für und Wider des Kinderwunsches diskutiert, produziert die Unterschicht völlig unreflektiert neue Kinder. Das negative Szenario am Ende von Sarrazins Buch wird somit mit Sicherheit verwirklicht, durch die Blume gibt der Autor des Textes das ja auch zu. Im Unterschied zu mir scheint es ihm egal zu sein.

  153. Angesichts der...
    Angesichts der Refeudalisierung aller sozialen Verhältnisse werden auch die Eliten wieder Geschmack an der Reproduktion finden.
    In einer Wirtschaft, wo nicht mehr die beste Leistung, sondern die größere Staatsnähe und die bessere Vernetzung den Ausschlag über Erfolg oder Mißerfolg gibt, werden große Familien die besten Karten haben. Je mehr Geschwister, Onkel, Neffen, desto besser. Diese kann man dann für Aufgaben abstellen, die man irgendsoeinem Angestellten nicht übertragen möchte, egal welches Diplom er hat und wie schlau er ist: Solange er nicht zur Familie gehört. Da müsste er schon die Tochter heiraten.
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    Und diese Form der Vermögenskontrolle ist am Ende auch finanziell viel günstiger als diese astronomischen Abfindungen, die heute (aus demselben Grund) sonst so gezahlt werden müssen.
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    Das Vorbild wäre so eine kleine deutsche oder italienische Fürstenfamilie aus dem 17./18. Jahrhundert. Die produzierten dann genau den Elite-Nachwuchs, der an allen europäischen Höfen immerzu gebraucht wurde: Standesgemäße Kandidaten für die Ämter in Armee, Staatsdienst, Diplomatie, Kirche, Hofstaat, etc., — und bildeten Zusammen ein Netzwerk, das ihrem Herkunftsort große Dienste tun konnte. Auch wenn grade kein Wiener Kongreß tanzte.
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    P.S.: Wenn man den Beitrag des Don liest, dann hat man den Eindruck, dass es kein deutsches Milieu gibt, in dem die sexuelle Revolution, die wir lose mit “1968” assoziieren, stärker gewirkt hat, als im vermögenden Bürgertum. Nicht immer bestimmt das Sein das Bewußtstein.

  154. @ Péregrinateur 16. September...
    @ Péregrinateur 16. September 2010, 19:56 :
    Zitat aus Wiki:
    “Die Ethik (altgriechisch ἠθική (ἐπιστήμη) ēthikē (epistēmē) „das sittliche (Verständnis)“, von ἦθος ēthos „gewohnter Sitz; Gewohnheit, Sitte, Brauch; Charakter, Sinnesart“, vergleiche lateinisch mos) ist eines der großen Teilgebiete der Philosophie und befasst sich mit Moral, insbesondere hinsichtlich ihrer Begründbarkeit. Cicero übersetzte als erster êthikê in den seinerzeit neuen Begriff philosophia moralis[1], der seitdem in der lateinsprachlichen Philosophie verwandt wurde.
    Die Ethik – und die von ihr abgeleiteten Disziplinen (z. B. Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie) – bezeichnet man auch als „praktische Philosophie“, da sie sich mit dem menschlichen Handeln befasst (im Gegensatz zur „theoretischen Philosophie“, zu der die Logik, die Erkenntnistheorie und die Metaphysik als klassische Disziplinen gezählt werden).”
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    Ich kann den Inhalt Ihres Beitrags nicht verstehen. Ich beziehe mich also auf die Verbindung Ethik->Sozialphilosophie.
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    Man kann über alles Reden (wertfreier Austausch). Man kann zu allem raten (Statements abgeben). Über einiges kann man nicht diskutieren (diskutieren mit dem Ziel einen Konsens herzustellen).
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    Eine Entscheidung, wie die einen Partner zu heiraten oder mit diesem Partner Kinder zu zeugen ist eine ziemlich persönliche weil :
    Grundlage ist die Summe der persönlichen Erfahrungen im Leben (wie man alles aufgenommen, verstanden und erlebt hat) und diese Summe der Grundlagen mus man mit einer/m andere/m zusammen bringen. Insbesondere Elternhaus und Kindheit, also die weitgehend verletzliche und abhängige Phase des Erwachsen werdens.
    Klingt synthetisch, ist aber bei längerem hinschauen nachvollziehbar. Der Kinderwunsch hat auch eine gesellschaftlich-, familiäre Größe (Möchtegerngroßeltern, Geschwister usw.), die das Paar mit berücksichtigt.
    Die Summe ist dann eine (wie ich schon geschrieben habe) sehr individuelle und persönliche Entscheidung.
    Da es eine wichtige Entscheidung ist, kann man bei den intelligenz begabten (nicht hormongesteuerten) und glücklichen (nicht im Training verunglückt, was aber auch keine Katastrophe sein muss) davon ausgehen, dass diese mit recht viel Bedacht getroffen wird.
    Ich kehre das an der Stelle mal um : Ich würde mir da von keiner/m reinreden lassen und halte das für den Durchschnittsfall.
    Wo Sie da den ethischen Aspekt sehen ist mir allerdings unklar. Falls Sie auf die Gesellschaftsreproduktion abheben, dann kann ich dazu nur sagen : ist für meine Entscheidung keine relevante Größe gewesen und ich kenne niemandem, bei dem/der das anders war.
    Falls Sie auf den sozialen Aspekt von gesellschaftlichem Geben und Nehmen anspielen, dann s.o. Reproduktion.
    Das ist, bleibt und wird sein (für mich) eine rein persönliche Entscheidung des jeweiligen Paares.
    Freier Geist in einer freien sozialen Umgebung zieht für mich die meisten Pluspunkte bei der Betrachtung.

  155. Recht hat er. ich bin 40,...
    Recht hat er. ich bin 40, kinderlos und wußte dies schon mit 14. Meine Mutter wettete dagegen, aber ich denke, die wette verliert sie. schlechtes gewissen habe ich nicht, denn das was ich in die rentenkasse eingezahlt habe, muss auch erst mal gemacht werden. außerdem bin ich ein Kinder der 70/80er. D.h. ich habe den Zeitraum miterlebt, in dem Ehen, die früher für immer geschlossen wurden jetzt mittlerweile eine gefühlte statistische Haltbarkeit von ca 3-7 Jahren haben. Männer sind fein raus, gut sie Zahlen unterhalt, aber ihr Leben verändert sich nicht. bei Frauen verändert sich alles. und sie geraten in eine Abhängigkeit. Oder extremen Leistungsdruck. Meine Bewunderung und Respekt allen Frauen, die arbeiten UND den Nachwuchs großgezogen haben. Um den Erhalt der Spezies Mensch mache ich mir weniger Gedanken bzgl. der Nachwuchszahlen als eher bzgl. Umweltverschmutzung, Superviren, nächsten Krieg. Das Aussterben der Deutschen sehe ich gelassen, weil ich es ja nicht mehr mitkriegen werde. so what? welchen Neanderthaler kratzt es, dass es ihn nicht mehr gibt? abgesehen davon, bin ich 14jährig tief beeindruckt gewesen, von Professor Hoimar von Dittfurth (möge ich ihn richtig geschrieben haben): der Ast auf dem wir leben. Aussage: es gibt zu viele Menschen! Es hat nicht sollen sein. vielleicht ganz gut so, denn ich wäre eine strenge Mutter geworden. vielleicht schade, weil ich versucht hätte mein Kind zu fördern und ihm Werte zu vermitteln. Jetzt allerdings noch anfangen mit Nachwuchs, damit ich am Gehstock gehe, wenn mein Kind aus der Schule kommt. Nein danke. sowas find ich unfair dem Kind gegenüber. selbst wenn es 30 wird, bevor ich sterbe, weiß ich, dass ich 30 war, meine Eltern noch sehr brauchte.
    sollen die Männer lernen Kinder zu kriegen. Sollen Kinder lernen wieder Kinder zu sein: nämlich lernen! und nicht andauernd Glücksbefriedigung schreien und einfordern. Anscheinend bin ich ein Dinosaurier in der falschen Zeit und darf dankbar sein, dass ich mir das Wie, Wann und Ob in der falschen Zeit glücklicherweise selbst aussuchen konnte.

  156. Caterwaul, das mögen Sie so...
    Caterwaul, das mögen Sie so sehen, aber angesichts der Kommentare sollte es Ihnen klar sein, dass andere da eine andere Meinung haben. Und es nicht ganz wenige sind.
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    Anwältin, wie Sie der Einleitung entnehmen, ist es mir durchaus klar, dass es Frauen gibt, die sich ohne viel Trara den fraglos vorhandenen Problemen stellen und es einfach darauf ankommen lassen. Die Frage, die ich stelle, ist aber eher, ob diejenigen, die sich der Sache nicht stellen und es aber angeblich gern tun würden, für ihr unerfülltes Supermuttertum nicht andere Gründe haben könnten.

  157. Im Grunde müsste hier jeder...
    Im Grunde müsste hier jeder noch mal seine Eltern um deren Meinung fragen.

  158. Caterwaul, das Lustige ist...
    Caterwaul, das Lustige ist doch, dass Thilo sogar schon von seinem neuen Brötchengeber gebasht wird:
    http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-37E2C529-8DB438C5/bst/hs.xsl/102863.htm
    (Zur Sicherheit noch mal kurz hier nachschauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Verlags-Anstalt )

  159. 2.000 euro netto. als...
    2.000 euro netto. als anwältin. in hamburg. pro woche? ansonsten wäre das reine verschwendung von zeit, kraft und geist bei spartanischsten lebensumständen.

  160. @muscat
    Es sit aber auch nihct...

    @muscat
    Es sit aber auch nihct einfach einen Ort zum publizieren zu finden, der nicht Bertelsmann oder Holzbrink gehört. Prof. Dr. Klaus J. Bade war ja an der Uni Osnabrück. Das ist ja bezüglich Bertelsmann schon mal geographisch gut.

  161. Das ist dasselbe Lied wie das...
    Das ist dasselbe Lied wie das des ewigen Studenten.
    Prokrastination zeugt immer gleichgestrickte Argumentationsmuster. Die Hausarbeit oder Examensarbeit soll ja perfekt werden, denn: “was nützt eine 3 in dem Fach was man studiert? Da nimmt einen ja doch keiner!”
    Um eine perfekte Arbeit abzuliefern muss man aber auch in der perfekten Kondition sein. Leider hat man ja nun – um seine Probleme mal zu besprechen -gestern noch ein par Bier getrunken und da kann man heute noch nicht anfangen – lieber gut erholen und morgen ganz frisch ans Werk gehen… u.s.w…
    Nur das eben ein Examen mit 3.3 besser ist als kein Examen. Kommt diese Erkenntnis, zeigt sich, ob der Wille zum Studium wirklich da ist oder ob man einfach faul ist.
    Ist ein Kind, dem nicht das letzte Quentchen IQ aus seinem Leib (genetischen Potential) gepresst wurde schlechter als gar kein Kind?

  162. Immer dieser Stress. Will man...
    Immer dieser Stress. Will man Kinder, fehlt der Mann, oder der Job steht auf wackeligen Füßen oder das Geld reicht nicht. Will man keine Kinder, ist man ein Egoist oder ein Schmarotzer an der Zukunft.
    Hat man Kinder, ist man ein Schmarotzer an der jetzigen Gesellschaft.
    Kinder sind was tolles, für diejenigen, die so empfinden. Und Eltern sind was gräßliches für unerwünschte Kinder oder für Kinder, die nur produziert wurden, um später die Ziele zu erreichen, die ihre Eltern immer selber erreichen wollten, oder wegen der Konvention, oder…..
    Einfach mal locker bleiben und ein bisschen mehr Selbstbewusstsein zeigen. Und Toleranz für andere Lebensentwürfe.
    Und wenn mann/frau dann noch auf die Erbschaft pfeift, kann mann/frau sich auch vor die Tanten/Nachbarn/Eltern/Freunde stellen und die Wahrheit sagen.
    Obwohl die Meisten dazu erstmal in sich gehen müssten, um diese Wahrheit zu entdecken ;-)

  163. @Don: Klar gibts viele die...
    @Don: Klar gibts viele die durchaus andere Gründe haben, aber man muss schon eine Menge Kies haben damit der finanzielle und berufliche Aspekt vernachlässigbar wird. Und das trifft wahrscheinlich nur auf eine so kleine Anzahl von Frauen (und Männern!) zu, dass man der Mehrheit wohl durchaus glauben kann, wenn andere Gründe vorgeschoben werden. Die Realität ist denke ich eher so wie es die Anwältin hier beschreibt.
    Wenn ich mich auf einen garantierten Kitaplatz (mit arbeitskompatiblen Öffnungs- und Urlaubszeiten) ab dem 1.Jahr verlassen könnte und genug Geld hätte mir zusätzlich eine Putzhilfe/Tagsmutter für Krankheits-und andere Notfälle zu leisten wäre ich schon längst Mutter (ich mag nämlich Kinder sehr, ich finde Kinder zauberhaft und würde mich gerne an einem eigenen erfreuen, ganz egoistisch und nicht um irgendeine Nation vor dem Aussterben zu bewahren). Aber momentan hieße das, mich möglicherweise auf Jahre hinaus finanziell von meinem Mann abhängig zu machen, womöglich nie wieder in den Beruf zurückkönnen und im Falle einer Trennung wahrscheinlich erhebliche Einbußen im Lebensstil hinnehmen zu müssen. Wenn ich deswegen noch auf Kinder verzichte und Leute das egoistisch finden, bittesehr, dann bin ich halt eine Egoistin.

  164. unellen, das Sezenario lautet...
    unellen, das Sezenario lautet Einzelkind, drei, vier Häuser in einer absoluten Boomregion, recht lockere Arbeit im System der Väter, praktisch unkündbar, Putzfrau seit 10 Jahren vorhanden, vorhandenes Vermögen würde vermutlich auch bis zum Lebensende reichen. Um diese Klasse geht es.

  165. "Meine Kinder werden später...
    “Meine Kinder werden später keine Lust haben, für Ihre künstliche Hüfte, Ihren Diabetes oder Alzheimer aufzukommen. Nein, nicht finanziell (Sie können es im Zweifel gar nicht zahlen), sondern zeitlich, emotional und aus Lustlosigkeit.”
    Tja, das ist schade, denn ich komme gerne für Ihre Kinder auf, indem ich satte Steuern zahle, damit es Kindergärten, Horte, Schulen, Kindergeld, Kinderfreibetrag, Elternzeit etc. gibt. Ich habe damit überhaupt kein Problem, auch nicht emotional ;)
    “No, Ma’m, sie sind auf’m simplen Egotrip, vielleicht zu jung (?intellektuell geblieben), um über die Nasenspitze hinaus …… Nulloweer”
    Eigentlich nicht wert, auf diese Beleidigung zu antworten, aber was solls, hab grad Kaffepause & bin friedlich gestimmt. Unterstelle ich Ihnen etwa Egoismus, wenn Sie Kinder zeugen? Sie wollen mir ja nicht erzählen, dass Sie aus irgendwelchen altruistischen Gründen Kinder bekommen. Wollen Sie etwa alle Menschen im zeugungsfähigen Alter zwingen, Kinder zu bekommen, nur damit Ihr Weltbild wieder stimmt? Tut mir leid, aber das geht mir dann doch ein bisschen zu weit. Die Menschheit ist weit davon entfernt, auszusterben, da sollten Sie sich mal nicht den Kopf drüber zerbrechen… ;)
    Hoffe, Sie sind ebenso rumdum zufrieden mit Ihrem Lebensplan wie ich und wünsche Ihnen alle Gute :)

  166. @Don: Okay, solche Leute kenne...
    @Don: Okay, solche Leute kenne ich nicht ;-)
    Ich führe es aber dennoch darauf zurück, dass es für Frauen eben nicht als gesellschaftsfähig gilt zuzugeben dass man einfach keine Kinder will – bei Männern wird das aus mir unbekannten Gründen eher akzeptiert.

  167. Liebe unellen. "womöglich nie...
    Liebe unellen. “womöglich nie wieder in den Beruf zurückkönnen”, “im Falle einer Trennung” – das ist Plan B. Wer Kinder möchte, der setzt Plan A um, d.h. einfach machen.
    “finanziell von meinem Mann abhängig” – na und? Das darf eine Frau in der Rolle als Mutter sein. Warum auch nicht?

  168. @ Holly (14:38 uhr)

    als das...
    @ Holly (14:38 uhr)
    als das gefasel fuer und wider und i mog ned oder “egoisten”-bruellerei. typen wie DU sind es, weswegen ich niemals unsere daemliche rasse fortpflanzen werde. aus angst, es koennten phreaks/verschwoerungstheoretiker wie du werden. und das meine ich sehr ernst!

  169. Don Alphonso,
    wenn es wirklich...

    Don Alphonso,
    wenn es wirklich nur um diese Klasse geht, dann ist der nicht erfüllte Kinderwunsch ganz klar geheuchelt. Die Gründe: Egoismus, Indivdualismus. (Noch andere Vorschläge?)
    .
    Dann ist diese Diskussion aber spätestens seit dem 16. September irgendwo bei 10:00Uhr beendet.
    .
    Doch hier wird sehr viel weitreichender diskutiert. Anwältin und unellen bringen hier jetzt mal die wirklich interessanten Aspekte nach vorn.
    .
    So, jetzt werde ich wieder die Torte geniessen und weiterlesen…

  170. @V : Tja, schön wenn Sie das...
    @V : Tja, schön wenn Sie das für sich so sehen. Ich bin als Planungsingenieurin da vielleicht ein bischen berufsgeschädigt, ohne vernünftige Planung gehe ich noch nichtmal Lebensmittel einkaufen ;-) und finanziell von jemandem abhängig zu sein ist für mich persönlich einfach eine totale Horrorvorstellung. Ich will auch weiterhin Geld für Dinge ausgeben, die in den Augen meines Mannes totaler Schwachsinn sind ohne ein schlechtes Gewissen zu haben dass ich diese Geld nicht selber verdient habe. Ich weiß dass das irrationaler Blödsinn ist (den wie schon richtig gesagt wurde ist Kindererziehung auch Arbeit), aber ich ticke halt so. Führen Sie doch mal eine Umfrage unter Männern durch, ich wette dass ein Großteil auch nicht finanziell von der Ehegattin abhängig sein wollen würde, auch nicht in der Rolle als Vater.

  171. Ob sich die Türken nicht...
    Ob sich die Türken nicht langweilen werden, wenn sie erstmal ganz unter sich sind?

  172. BertholdIV, das mag sein, doch...
    BertholdIV, das mag sein, doch was soll dann das ganze Integrationsgelaber der Bertelsmann Stiftung? Was wird unterm Strich der Effekt bei Projekten der Stiftung ‘pro Integration’ sein, wenn diese u.a. aus Einnahmen von Thilos Bestseller finanziert werden?
    Liebe Bertels-PR-Männer, liebe Liz, bitte schnell den Multi-Kulti-Klüngel umwidmen in ‘Aktion pro Meinungsfreiheit’ mit dem Hl. Thilo als Gallionsfigur. Dann passt es ja wieder.

  173. So allmählich drehen hier...
    So allmählich drehen hier einige Leute frei. Das Thema ist eben sehr stark emotional aufgeladen. Fehlt nur noch die Begründung, dass jemand keine Kinder will, damit nicht noch einmal so ein Mensch wie er selbst den Planeten verunziert.
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    @FritziDinkelbacher
    Ganz tief durchatmen! Vielleicht wird Holly ja bald von einem UFO abgeholt und alles wird gut.

  174. ... möchte jemand noch etwas...
    … möchte jemand noch etwas Tee? Kekse? Bitte schön.
    Ein schöner Tag heute für eine nette Plauderei, so kurz vor dem Wochenende.

  175. an V,
    .
    "finanziell von meinem...

    an V,
    .
    “finanziell von meinem Mann abhängig” – na und? Das darf eine Frau in der Rolle als Mutter sein. Warum auch nicht?
    .
    Warum nicht? Weil die 50er Jahre vorbei sind!

  176. muscat, Berthold IV,
    das ...

    muscat, Berthold IV,
    das wundert mich die ganze Zeit. Wie kann Bertelsmann ein Buch herausbringen,
    das die Kanzlerin als nicht hilfreich findet. Wieso läßt Liz Mohn das zu?

  177. DA 8.54 h , 2. Absatz.,...
    DA 8.54 h , 2. Absatz., gefällt mir

  178. Die Massen werden die Klassen...
    Die Massen werden die Klassen unter sich begraben
    .
    Es gibt einen ganz einfachen Grund, warum wir Kinder haben sollen, und zwar nicht nur die der anderen. Nicht etwa wegen der Erhaltung der Art, denn sollte die einmal gefährdet sein, bin ich mir sicher, dass der herrschenden Wissenschaft schon ein Rezept zu einfallen wird, nein wegen dem, was wir so tun. Warum tun wir es? Für wen wir es tun?
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    Ich hätte es nicht nötig gehabt, noch mal ein Kind auf die Welt zu setzen, in zweiter Ehe, wo das Kind aus erster Ehe schon erwachsen war. Und, es mag sein, dass ich es hauptsächlich deswegen getan habe, weil man einer jungen Frau – und meine Frau ist so einiges jünger (mehr verrate ich nicht) -, den Kinderwunsch nicht verweigern kann, da kann man die Ehe gleich wieder annullieren. Nein, nachdem das Kind auf der Welt ist, sehe ich die nochmals erweiterte Perspektive. Die Gründe und die Sorgen bzgl. meines ersten Kindes sind schon nicht mehr als aktuell zu bezeichnen. Vieles hat sich seitdem geändert, wo es Sinn macht, mitzuwirken. Wo es darauf ankommt, dem eigenen Kind, im Verbunde mit allen Kindern, zu helfen, einen besseren Weg zu finden, als den, den man selber bisher beschritt. Das kann man wohl auch als Sozialpädagoge oder Erzieher der Kinder anderer, aber das ist nicht dasselbe.
    .
    Der Kampf um das Wohl, des gegenwärtigen, wie mehr noch des zukünftigen, des eigenen Kindes nämlich, richtig begangen und richtig verstanden – nicht als ein Klassenprivileg, wie bzgl. des Dons Kandidaten -, ist immer ein starkes Motiv die Gesellschaft verändern zu wollen. Mit neuen Ansätzen und neuen Mitteln.
    .
    Gegenstand der Hauptdebatte ist gegenwärtig die Bildungspolitik. Eine, die nicht nur Klassenschranken zu überwinden hätte, sondern auch nationale, wie auch ganz persönliche. Die Schule der Zukunft (eine vielleicht „inclusive“) wird zum Vorbild für eine klassenlose, wie für eine „schrankenlose“, Gesellschaft, oder die Schranken bleiben, für beide: für die Bildung wie für die Gesellschaft. Und letzteres wäre dann wirklich das definitive Ende unserer Art.
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    Die Aufrechterhaltung von Klassenprivilegien und anderen Schranken zwecks Förderung nämlich vorgeblich besonderer Begabungen wird dem Druck der Massen weichen (müssen). Und dies nicht, weil diese Massen so revolutionär sind, oder gar so klug (die „Dümmsten“ sind laut Ortega ehe die, die sich für die „Klügsten“ halten, da für Spezialisten), nein, weil das Kapital keinen anderen Weg mehr hat. Die Verwertung des Werts erfordert jetzt jedes einzelne Hirn, und darunter möglichst kein dämliches. Und die Globalisierung macht jede Klassengesellschaft zum Witz.
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    Nicht, dass ich etwa meinte, die Klassen würden sich etwa einfach so auflösen. Nein, aber erst die kommende Epoche wird die der Massen sein, dahingehend möchte ich jetzt einen Ortega etwas korrigieren (und auch einen Lenin, der da hoffte, all das noch zu seiner Zeit erleben zu dürfen). Deren Ahnungen gingen der Zeit nur voraus. Und Massen werden die Klassen unter sich begraben, wie all die anderen Helden, die da glauben, unersetzbar zu sein.

  179. @minna
    Profit?...

    @minna
    Profit?

  180. @minna
    So wie es jetzt...

    @minna
    So wie es jetzt ausging, ist es für die Kanzlerin super ausgegangen

  181. Auch ich - Anfang 40 - habe...
    Auch ich – Anfang 40 – habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Seit dem 3. Monat nach der Geburt bin ich wieder berufstätig. Das erste Jahr für 30 Stunden, danach 40 Stunden. Dasselbe Gehaltslevel wie “Anwältin” in Hamburg. Wer – in der Annahme, dies sei mangels ausreichender Bezahlung eine Verschwendung von Ressourcen, der irrt. Nur wer seinen Verstand auch intensiv nutzt, baut nicht ab.
    Die Großeltern sind freiheitlich weltenbummlerisch unterwegs. Tagesmutter ab dem 3. Monat, Kindergartenplatz – angemeldet vor der Geburt! – ab dem 6. Monat. Trotz nur viermonatiger Abwesenheit vom Arbeitsplatz wurden fachlich anspruchsvollere Aufgaben “vorsorglich” an jüngere männlich Kollegen vergeben.
    Auch ich hätte gerne früher Kinder bekommen. Mein letzter gleichaltriger Partner wollte – “ich mache das doch für uns” – zunächst in gesicherten Verhältnissen am Ziel seiner Forscherkarriere angekommen sein. Nach fast zehn Jahren gab ichs auf. Er hingegen traf ein junges, ihn bewunderndes Madel, mit dem er nun auch Kinder hat.
    So kommen immer einige Faktoren zusammen. Wir machen es auch nie richtig. Bekommen wir früher in dieser Situation Kinder: Samenraub. Bekommen wir sie später: Egoistisch, das arme Kind!
    Im Gegensatz zu mir wurden meine männlichen Kollegen mit Kindern bei Anberaumung von Terminen am Wochenende bisher nicht gefragt, ob ihre Kinder versorgt seien.
    Dem Windelwissen des HansMeier555 und anderen Kollegen hier soll auf die Sprünge geholfen werden. Ein etwas Einblick in medias res kann nicht schaden.
    Zwischen “Stuhlgang kontrollieren” und “rechtzeitig Signal geben” ist zu differenzieren. Ein Baby gibt im ersten Jahr oft ein “Signal” in Form eines “Warnpupses” oder es wird unruhig. Wer sein Baby im Tragetuch eng am Körper liegen hat (bevorzugt nackt), kann hierfür sensibilisiert werden. Ob “rechtzeitig” – das ist Ansichtssache und hängt von den Umständen ab (welche Jahreszeit, in der U-Bahn?). Praktizierbar? Mit ausreichend Wechselwäsche, guter Waschmaschine und viel Zeit … Vom “Gefühl” des Harndrangs im ersten Lebensjahr zu unterscheiden ist die Kontrolle des Stuhlgangs und der Blasenschließmuskeln (frühestens Ende des 2. Lebensjahres ist das Nervensystem soweit gereift!). Wer das nicht glaubt: Selber ausprobieren. Ein Säugling lässt übrigens pro Tag so zwischen 20 bis 30 mal am Tag Urin.

  182. atomfried, darf ich Ihnen auch...
    atomfried, darf ich Ihnen auch noch eine Tasse anbieten?
    .
    Ich vernehme, Ritterlichkeit und Liebe seien aus der Mode gekommen? Sind Sie sich da wirklich sicher?

  183. Juristin und Anwältin, vielen...
    Juristin und Anwältin, vielen Dank für die Einblicke (bloggen bildet). Eigentlich sind Ihre beiden Kommentare, nebeneinander gestellt, schon ein eigener Beitrag. Ich bin fast am Überlegen, ob man das nicht tun sollte…

  184. ...
    HansMeier555,
    Zwist?
    .
    BertholdIV,
    …sieht es so aus?

  185. @ Anwältin
    "... die gern...

    @ Anwältin
    “… die gern einen Mann möchten, der aus der Pubertät raus ist und im Groben weiß, was er will, die sich ein einigermaßen geregeltes Umfeld für sich und die Familie wünschen, bevor sie loslegen, und die fürchten, aus ihrem Job rauszufliegen. Lieber Verfasser: Das sind keine Ausreden, das sind reale Probleme. Ich kenne selbst Kolleginnen, die aus dem Job gemobbt worden sind, sobald das Kind da war. Es ist zum Kotzen und es ist immer noch Alltag. Und es kann nun mal nicht jede Akademikerin Beamtin oder Richterin werden. ”
    Liebe Anwältin, so ist es.
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    “In der Wirtschaft aber wissen die Herren in den oberen Etagen es immer noch wirksam zu verhindern, dass Frauen Beruf und Familie verbinden können – das gilt für Anwälte genauso wie in anderen Branchen.
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    Das weiß ich nicht, ob das immer 100%-ige Absicht ist und nur von denen.
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    Da sind unser beider Geschlechtsgenossinnen leider auch kräftig im Spiel.
    Welche auf sich gegenseitig herumhacken, wer denn die “üblere” Mutter sei, die, die nur zuhause herumhocke und glucke oder die, die sich in unserer wunderschönen mobilen Wirtschaft den Hintern aufreiße. Das ist eine verzerrte schwarzweiße Denkweise, mit der sich eben auch die Frauen selbst gegenseitig dauernd ihr Glück verhindern und sich selbst ein Bein stellen: Das ewige Schielen nach der “richtigen” Methode und das sich gegenseitig schlecht machen.
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    Zu dieser selbst bereiteten Schwierigkeit gibt es dazu eine Menge Herren, auch hier in diesem Blog, die glauben, alles über “solche und andere Frauen” zu wissen und gelehrt über Fruchtbarkeitsphasen schwadronieren. Zu solchen Männern fällt mir eigentlich nix mehr ein (in meinem privaten Umfeld sind solche längst von mir “eliminiert”) und unhöflich möcht ich auch nicht werden müssen, also halt ich hier diesen gönnerhaften Männern gegenüber die Klappe …, sonst werd ich letzteres. Und zwar arg.
    @ unellen
    Das trifft es auf den Punkt: Frauen dürfen offiziell nicht zugeben, dass sie halt mal keine Kinder wollen, einem Mann ist das eher gestattet.
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    Der Grund kann sein: Immer noch Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, was die “Moral” und “unsoziales” Verhalten angeht. Mann darf egoistisch sein, Frau nicht.
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    Frau sein heißt immer noch: Du musst verdammt nochmal superweiblich, superlieb und supersozial sein. Nur dann darfst du dich beweisen, supertoll sein (viel wissen, viel können, etc.-blabla-etc.). Wenn du “nur” können und wissen willst, dazu dein Leben genießen willst, hältst du als Frau besser die Klappe, sonst wirst du im 21. Jahrhundert moralisch als Hexe verbrannt.
    .
    Doppelmoral in unsere tollen Zeit.
    Es hat sich nix geändert. Manchmal komm mir die 60er – bis auf die üblen Betonfrisuren – fortschrittlicher vor.

  186. @elbsegler / 17. sept. 11.23...
    @elbsegler / 17. sept. 11.23 uhr
    Stimmt, angewidert angesichts der Angehoerigen sowie dem weiten Rest unserer human conditions, letzten Endes ist es das Erschrecken ob das Wissen um mein eigenes Wesen .. es gilt dies niemals fortzufuehren!

  187. V, sehr gerne vielen...
    V, sehr gerne vielen Dank!
    .
    Wenn Mode der Geschmack der Masse ist, dann ja auf jeden Fall. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob jemals Ritterlichkeit und Liebe wirklich Mode war.
    .
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Frau von mir finanziell abhängig ist, und Sie sich erst recht nicht. Trotzdem sind wir keine Zweckgemeinschaft, sondern eine Ehe im klassischen Sinne mit Liebe und Kind.

  188. Die drei Freundinnen ( Liz...
    Die drei Freundinnen ( Liz Mohn, Angela Merkel, Friede Springer ), was ist da die
    Macht der einen ohne die Macht der anderen wert?

  189. @minna
    ja.
    1)Präsidium der...

    @minna
    ja.
    1)Präsidium der Bundesbank pflegeleichter – man muss ja noch viele Staatsanleihen aufkaufen, also muss das Risikomanagement auch passen.
    2) SPD maximal geschädigt s. umfragen
    3) sich selber als Hüterin der Menschenrechte plaziert (die Nummer mit den Atacken auf BXVI nutzte sich ab)
    4) allen möglichen Konkurrenten deutlich gesagt, dass sie nicht scheut das Brandzeichen “rechts” Ihnen auf die Stirn zu brennen und sie zu entsorgen
    5) Das Meisterstück liefert sie im Moment in Stuttgart ab, in dem sie den letzten verbliebenen oder neuen Konkurrenten Mappus in ein tolldreistes Projekt hineindrängt

  190. Warum haben die Versicherungen...
    Warum haben die Versicherungen eigentlich noch nicht den Markt für eine Vollkaskomami wie unellen 10:38 entdeckt? Warum nur Putzfrauen und Klempner für Rentner?

  191. Nachtrag:
    Wenn Männer...

    Nachtrag:
    Wenn Männer diejenigen wären, die körperlich Kinder kriegen können, wären wir bereits ausgestorben.
    .
    Auch das vielgerühmte Seepferdchen, wo das Männchen anstelle des Weibchens die Brut im Bauch hält und gebärt, ist ein kleiner Asozialer. Denn, sobald die Kleinen geschlüpft sind, interessiert sich das männliche Seepferd einen Papp um sie. Es wirbt schon wieder um neue Weibchen. Die Kleinen müssen schauen, wie sie selber klarkommen.

  192. "das Szenario lautet...
    “das Szenario lautet Einzelkind, drei, vier Häuser in einer absoluten Boomregion, recht lockere Arbeit im System der Väter, praktisch unkündbar, Putzfrau seit 10 Jahren vorhanden, vorhandenes Vermögen würde vermutlich auch bis zum Lebensende reichen. Um diese Klasse geht es.”
    .
    Das ist ja meine Rede: die heutige bürgerliche Elite hat sich feige in ihre Löcher verkrochen. Sie haben selbst von sich und ihrer ganzen Existenz eine so miserable Auffassung, dass sie es vorziehen, ganz auszusterben. Sie werden schon wissen warum.
    Da kann man nur hoffen, dass Europa mal wieder einem Stier begegnet. Auch wenn der dann zwei Hörner hat und nicht nur eines.

  193. @Vroni (17.09.10 12:34)
    Och,...

    @Vroni (17.09.10 12:34)
    Och, nö, bitte jetzt nicht auch noch so was. Das pöse Seepferdchen! Hat es sich sein asoziales Verhalten etwa bei den Fischinnen abgeguckt, die irgendwo einen Haufen Eier ablegen und sich dann verdrücken? Und die Eier müssen dann schauen, wie sie klarkommen.

  194. @ Don
    ... "Einzelkind, drei,...

    @ Don
    … “Einzelkind, drei, vier Häuser in einer absoluten Boomregion, recht lockere Arbeit im System der Väter, praktisch unkündbar, Putzfrau seit 10 Jahren vorhanden, vorhandenes Vermögen würde vermutlich auch bis zum Lebensende reichen. Um diese Klasse geht es.”
    .
    Genau.
    Und auch Frauen in dieser Klasse sei es doch bitte gestattet, individuell egoistisch sein zu dürfen und offen sagen zu dürfen, dass sie keine Kinder wollen. Allein die Vorstellung, unter Schmerz gebären zu müssen, muss nicht jeder Frau behagen.
    .
    Stattdessen “müssen” sie so tun, als ob sie doch irgendwann Kinder wollten, damit sie nicht in bescheuerte Diskussionen reinrutschen. Damit kein Fass aufgemacht wird, das sich nie mehr schließen lässt. Lüge* ist manchmal klug. Dann hat Frau ihre Ruhe.
    .
    In diese bekloppten Diskussionen Männer dieser Klasse deutlich weniger reinrutschen. Man gönnt ihnen ihre Sportautochen oder ihr Karrierchen ohne Kinder eher. Auch wenn es dem Don doch passiert und ihm im Verbund Mama und Tanten auf den Fersen sind: Es ist nichts im Vergleich dazu, wenn einer kinderunwiligen Frau Mama und Tanten auf den Fersen sind. Da könnt sie gleich sagen, dass sie lesbisch ist oder in einem Pornofilm mitdreht. Gleicher Aufstand.
    .
    * Lüge ist klug: Als ich mich selbständig machte, wollte man von auch mir überall hören, dass ich doch wahnsinnig viel Angestellte einstellen will.
    Wollte ich eben nicht, habe es ihnen aber nicht gesteckt und immer brav das Häkchen dort gemacht. Nicht auszudenken, dass man mich deswegen nicht gefördert hätte. …. Wollte auch nicht als asozialer Bratzen hingestellt werden, der nicht bereit ist, die BRD im Jahre 2001 post Christum natum nach dem New Economy Crash vom Fluch der Arbeitslosigkeit zu erlösen. Die Atlasin, die Welt auf ihren Schultern …
    Lügen ist manchmal: erlaubte Notwehr. Damit man nicht unnötig unter Druck gesetzt wird.

  195. erfolgen heutzutage...
    erfolgen heutzutage partnerwahl und kinderwunsch tatsächlich nach rein rationalen gesichtspunkten wie finanzielle unabhängigkeit von einem partner, geregelte arbeitszeiten, gesicherte berufliche perspektive, wohnungsgröße, vorhandensein von kinderbetreuungsmöglichkeiten, unterstützung durch familienangehörige, vielleicht auch noch bildungsmöglichkeiten und berufliche entwicklungsmöglichkeiten für das kind!? wie sieht dann erst die planung für den unvermeidlichen zeugungsakt aus…? ist die erfahrung und daraus folgende verallgemeinerung tatsächlich so realitätsfern und exzentrisch, daß gegenseitige zuneigung, gegenseitige anziehung und gegenseitiges vertrauen derartige gedanken einfach überlagern, unterstützt durch das vertrauen in sich selbst, zukünftige, zufallsabhängige und deshalb nicht kalkulierbare probleme schon irgendwie meistern zu können? meine hochachtung gegenüber menschen, die angesichts derartiger analyse ihres bevorstehenden lebens nebst allein der erwartbaren risiken morgens überhaupt noch aus der koje kriechen. ich würd liegenbleiben.

  196. "In diese bekloppten...
    “In diese bekloppten Diskussionen Männer dieser Klasse deutlich weniger reinrutschen.”
    .
    Man unterschätze nicht die Einmischkompetenz bayerischer Kuhdörfer, wo man über das Thema redet, wie die Briten über das Wetter.

  197. Ach, Elbsegler.
    Das...

    Ach, Elbsegler.
    Das Seepferdchen deswegen: Es wurde und wird gerne von sanften Männern als Vorbild gesehen, dass Männer bessere Mamis sein können.
    .
    Sind sie nicht, zumindest die Seepferdchen nicht.

  198. Männer haben es natürlich in...
    Männer haben es natürlich in jeder Beziehung besser.
    Ausser vielleicht in einer: Sie müssen einen Beruf finden, der eine Existenz garantiert, um nicht als vollkommene Versager zu gelten. Für sie gibt es da keinen “Plan B”.
    .
    Wer sich als Mann konsequent nur noch mit Kinderaufzucht befassen wollte, der würde damit, vorsichtig gesagt, auch die “Grenzen der Meinungsfreiheit” bzw. der Toleranz gegenüber anderen Lebensentwürfen austesten.

  199. Geschätzer DA,

    dazu - also...
    Geschätzer DA,
    dazu – also Ihrem Standpunkt zur Familiengründung – ein Zitat aus der Rezension des “Spiegel” von “Die Freiheit” von J. Franzen, zu einem ählichen topos:
    “Was wäre, wenn man eine Wahl hätte? Wenn man das Konzept Familie ablehnte, sich nicht in diese Verstrickungen hineinbegäbe, man allein bliebe, sich menschliche Beziehungen holte, wie man sie braucht, Optionen offenhielte, sofort bereit, das Schlechtere für das Bessere wegzuwerfen? Wenn man also das bleibt, was die moderne Gesellschaft unter frei versteht? Stünde eine solche Figur am Ende einer Erzählung über mehrere Jahrzehnte besser da als die armen Familienmenschen, die ob ihrer unerfüllten Träume und verpassten Gelegenheiten ihre Wut immer weniger unter Kontrolle halten können, Schlafstörungen bekommen oder zu viel Alkohol trinken?”
    Ich persönlich denke, die Antwort auf die Frage lautet: Nein!

  200. Was sagt es eigentlich über...
    Was sagt es eigentlich über den Menschn unsd seine Zeit aus, wenn er den intimsten Augenblick seines Lebens öffentlich diskutiert? Heißt das, er ist besonders weltoffen? Oder bemüht er sich wie weiland die DDR-Bevölkerung um einen sozialistischen Klassenstandpunkt?

  201. Wenn man ALLE Fakten, die sich...
    Wenn man ALLE Fakten, die sich aus der Tatsache des Kinder-Habens ergeben, bereits vor der Erschaffung von Nachkommenschaft einmal probehalber auf sich nehmen müsste, angefangen von der Beschränkung der Bewegungsfreiheit, der Aufgabe der “Zeitsouveränität”, der Zunahme der zu bewältigenden Arbeit, des Spagats in die Arbeitswelt, der Kosten für “Aufbewahrung”, Bildung, Freizeit der lieben Kleinen usw., würden wahrscheinlich die wenigsten Kinder tatsächlich das Licht der Welt erblicken. Denn die Befriedigung i.S.v. Liebe, Zuwendung, Vertrauen etc., die Kinder den Eltern geben, dürfte für viele potentielle Eltern gerade aus dem Bereich der Besserverdienenden, die (fast) alle Freiheiten genießen, nicht den ausreichenden Ausgleich für all diese Lasten darstellen. Möglicherweise sind also die Damen, die im obigen Artikel beschrieben werden, auch nur besonders weitsichtig. Oder umgekehrt diejenigen, die sich für die Elternschaft entscheiden, besonders optimistisch?
    Im Übrigen freue ich mich für meine Eltern/Schwiegereltern, wenn sie heute die “Früchte ihrer Arbeit” genießen und reisen, ihr Geld (pfui, böses Wort) ausgeben und es sich gutgehen lassen. Natürlich darf man für jede Hilfe dankbar sein, aber man bekommt doch Kinder nicht, damit sich die Großeltern um den Nachwuchs kümmern, sondern weil man sich selbst für alt/reif/groß genug hält, das Leben selbst zu meistern… Inkonsequent jeder, der sich dann über den Egoismus der älteren Generation aufregt. Eine solche Anspruchshaltung ist mir zutiefst zuwider.
    Bloggen bildet in der Tat, besonders hier, allerdings gibt es doch manchmal Informationen, die vielleicht in der eigenen Windel besser aufgehoben wären als im Netz…

  202. Don Alphonso, schnell, ein...
    Don Alphonso, schnell, ein neues Thema, hier gehen den Leuten dermaßen die (See)Pferde durch, dass es schon nach verbrannter Erde riecht.
    Etwas über Torten. Oder Champagnoloschaltungen, hips! Schnell!

  203. Ein Kind. Kostenpunkt? ...
    Ein Kind. Kostenpunkt?
    Per Zufall, sah ich dies heute im “Wall Street Journal” (von gestern):
    A US middle-income family spends USD222’360.– (for one child, from baby up to it is 18years old).

  204. Früher mal gab es ja auch...
    Früher mal gab es ja auch Ammen, Kinderfrauen, Hauslehrer…

  205. Müsste die Welt nicht so...
    Müsste die Welt nicht so langsam eine bessere werden, wenn diejenigen, die keine Kinder wollen, sie auch tatsächlich nicht bekommen? Also ich kann mit den Kinderlosen ganz gut leben. Und mit ehrlichen Kunstfiguren wie dem Don sowieso.
    Das Problem ist doch eher, dass es so viele gibt, die nicht wissen was sie wollen, weil sie immer danach schielen, was sie wollen sollen und daher diese unerträglichen Ausreden produzieren und eben ab und zu auch ein Kind.
    Massenhafte Kinderlosigkeit in einer Bevölkerung oder einer bestimmten Gruppe ist ein Ausdruck dafür, dass in dieser Gruppe kaum jemand mehr an eine Zukunft für sie glaubt. Es gab Indianerstämme, die nach Ankunft der Europäer bei ihnen ausgestorben sind.
    ich denke mal, soweit sind wir noch nicht. Das Land baut sich halt um, ist ja auch nicht das erste Mal. Ein Herr S., der in seiner Zeit als Berliner Finanzsenator durchaus unheilvoll für die Erziehung in Schulen und Kitas gewirkt hat, hat in meinen Augen schon allein deswegen kein Recht, sich als Mahner und Warner aufzuspielen.
    Aber egal ob die Leute Kinder haben oder nicht, sie werden sich mit Erziehungsfragen beschäftigen müssen, weil es jetzt schon zu viele Kinder gibt, die nicht erzogen werden zusätzlich zu denen, die nicht so erzogen werden, wie der mainstream es gerne hätte. Und daraus ergibt sich die Frage, wie weit von außen in Familien und Familienplanung eingegriffen werden darf, und ob man das überhaupt wirksam kann. Da geht es um sehr viel mehr und ganz anderes als ein bißchen Meinungsfreiheit für einen Beamten im Pensionsalter.

  206. Und heute gibt es immer noch...
    Und heute gibt es immer noch Internate.
    .
    Also ich versteht das nicht, warum die Eliten ihr kulturell-soziales Kapital mit der gleichen inbrünstigen Leidenschaft vernichten, mit der sie ihr finanzielles zusammenraffen und horten wie der Zwerg unterm Berg.

  207. Warum, warum? Wieso sind...
    Warum, warum? Wieso sind Frauen anders als Männer; Männer anders als Frauen? Ich hoffe ja mittlerweile darauf, dass uns die Evolution irgendwann zu Zwitterwesen werden lässt. Dann haben wenigstens alle die gleichen Probleme. Dieser Gender-Mist ist nun wirklich nicht mehr zu ertragen.
    .
    Bis dahin heißt es wohl leider weiter:
    “Warum leckt sich der Hund die E*er? Weil er´s kann.”

  208. Wann beginnt das Leben?
    Wenn...

    Wann beginnt das Leben?
    Wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund tot ist.

  209. BertholdIV,
    da kann man nur...

    BertholdIV,
    da kann man nur sagen: “Hut ab”

  210. cvk - da verdrehen Sie den...
    cvk – da verdrehen Sie den Sachverhalt, wenn Sie implizit behaupten, manche bekämen Kinder, damit sich die Großeltern um den Nachwuchs kümmern. Woher nehmen Sie diese Information?
    Sie vertreten die Auffassung, man bekäme Kinder, “weil man sich selbst für alt/reif/groß genug hält, das Leben selbst zu meistern”. Aha.
    Dass man sich selbst für alt/reif/groß genug hält, um das Leben zu meistern, halt ich – insbesondere für die in Frage stehende Gruppe der Frauen zwischen Ende 30 und Mitte 40 für selbstverständlich. Übrigens völlig unabhängig vom Umstand, ob man Kinder möchte oder nicht! Wir sind in persona der jahrzehntelange Praxisbeweis.
    Zurück zu Oma und Opa. Ich denke, es handelt sich hier nicht um eine Anspruchshaltung im Sinne von “bitte betreue die Kinder rund um die Uhr”.
    Wir sind für die Großeltern und für unsere Kinder da, wenn sie uns brauchen. Wenn sie krank sind, wenn sie bettlägrig sind, wenn sie ansonsten unsere Unterstützung möchten. Wir helfen bei Computerproblemen von Großeltern, organisieren so einiges und beantworten den Großeltern Rechtsfragen. Wir halten zusammen und helfen uns gegenseitig. Das macht eine Familie aus. Von daher auch:
    Liebe Großeltern, verbringt ein bißchen (!) Zeit mit den Enkelkindern, solange es noch Kinder sind. Und verschiebt es nicht! Die Jahre gehen fix vorbei und schneller als man denkt, könntet auch Ihr körperlich oder geistig nicht mehr dazu in der Lage sein. Und stattdessen auch – unsere – Pflege benötigen.

  211. Ach so, ich wäre übrigens...
    Ach so, ich wäre übrigens für dog (oder cat) content im nächsten Beitrag.
    Da wird´s auch nie langweilig.
    .
    Ein wunderschönes Wochenende allerseits!

  212. Auf die Gefahr hin, von allen...
    Auf die Gefahr hin, von allen Kinderlosen und Feministinnen nun aufgefressen zu werden, gebe ich offen zu, dass die besten Momente meines Lebens die waren, an denen man mir mein ganz neugeborenes Tigerbaby in die Arme legte – obwohl ich rationell weiß, dass die Geburten davor härter waren als jeder Bergsteigung, die ich je gemacht habe.
    @Juristin an Anwaltin
    Man kann diese ganze Windelwechselangelegenheit auch mit Humor angehen. Mein zweites Tigerbaby war zu faul, die Windel abzuschaffen. Mit Windel war es frei und konnte ungestört im Garten spielen. Ohne Windel hätte es von Zeit zu Zeit sein Spiel unterbrechen und ins Haus auf die Toilette gehen müssen. (Tigerbabys haben einen sehr eigenen Willen). Die Montessorischule nahm aber leider keine Windelkinder und so habe ich meinem Tigerbaby eine Woche vor ihrem dritten Geburtstag ein Angebot gemacht: „My dear lady, nächsten Sonntag hast du Geburtstag, da gibt es viele Geschenke”, glückliches Kopfnicken, „aber, my dear lady, ich kann nur Geschenke kaufen, wenn ich kein Geld mehr für Windeln ausgeben muss. Also entweder kriegst Du ein Riesenpaket Windeln, genug für ein weiteres Jahr, oder es gibt viele Geburtstagsgeschenke. Du hast die Wahl und eine Woche Zeit, es auszuprobieren. ”
    .
    Das Tigerbaby zog die Stirn hoch und optierte etwas muffelig für „keine Windeln”. Über das durchschlagende Ergebnis war sogar die Nanny (mit Kindererziehungshintergrund) baff.

  213. @minna
    ja. von der Frau kann...

    @minna
    ja. von der Frau kann man was lernen, aber wenn man dann auch so werden muss wie sie…. Matt 16,26

  214. Das macht man nicht nur mit...
    Das macht man nicht nur mit eigenwilligen Tigerbabys, auch Schlingelkinder werden so auf den rechten Weg gefuehrt.

  215. HansMeier555 14:29,
    ...da war...

    HansMeier555 14:29,
    …da war man eben noch aristokratisch eingestellt; m.W. hängen Französinnen
    diesem Modell – Kinder nach der Geburt in fremde Hände zu geben mehr an,
    als Deutsche.

  216. Genial :-)

    *herzlich gelacht"...
    Genial :-)
    *herzlich gelacht”

  217. verehrter don/10.43, ich wäre...
    verehrter don/10.43, ich wäre mir nicht so sicher, dass man ihnen die wahrheit über die jeweilige fertilität erzählt. schliesslich ist so etwas äusserst privat. da steht so manche lieber als vermeintliche egomanin da, als dass sie schmerzliche medizinische details vor einem, der keine kinder will, verbreitet. schliesslich ist infertilität nicht mit hämorrhoiden zu vergleichen; letztere stellen viel weniger ein psychisches verletzungspotential dar als ersteres.
    .
    liebe unellen und atomfried, sie haben völlig recht, finanziell abhängig zu sein, ist kein spass. die gleichgewichte in der partnerschaft verschieben sich in ungute richtungen.
    und unellen, ich kenne rechtsanwälte in den dreissigern, die sind nicht übel, arbeiten mehr als vollzeit, aber bekommen am ende nur € 1400 netto heraus; wechseln ist nicht so leicht, wenn man bereits häufiger die stelle wechselte oder wenn man an versprechungen des ag glaubt; sonst gilt man als unstet. ansonsten: juristen haben ein berufliches risiko. da kann man m.e. gleich geisteswissenschaftler werden; da weiss man zumindest so richtig um sein risiko und kann etwas dagegen unternehmen.
    .
    geschätzte Vroni/12.02 u, meine vollumfängliche zustimmung haben sie!
    es reicht, dass eine frau sich für jeden quark erklären muss.
    diese auseinandersetzungen sind so ermüdend wie leider nutzlos.
    ich gehöre daher privat zur verschwiegenen sorte.
    da kann von mir gerne jemand ‘doppelmoral!’ schreien. aber sicher – und ich habe meine ruhe.
    .
    lieber Don Carlos, schauen sie, wenn man nicht ein wenig in die zukunft blickend an die menschenproduktion herangeht, kann mensch leicht in der -äh- ‘gosse’ landen. kalkulation ist notwendig, umso mehr je weniger finanzielle ressourcen da sind. mein glück war, über den daumen peilen zu dürfen.
    sehe ich das zu kaufmännisch?
    kalkulation ist dagegen tatsächlich unnötig, wenn es nur um den – ergebnisbefreiten – vorgang an sich geht…
    .
    HansMeier555, meine wenigkeit zählt in ihrem feudalistisch sein wollenden kosmos wohl nicht?
    denn ich gleiche Don Alphonso locker aus. ganz locker. ausserhäusige erziehung ist zumindest bei uns usus. zusätzlich gibt es noch hausfreund und hausfreundin, das hausfaktotum – und Der Gärtner… es ist immer jemand in der burg.
    .
    Der Tiger, herrliche geschichte!

  218. @Elbsegler
    Sie haben die...

    @Elbsegler
    Sie haben die Scheidung vergessen.

  219. @muscat: Liebste Muscat, ich...
    @muscat: Liebste Muscat, ich muss Ihnen leider widersprechen. Bis auf ein paar biologische Unterschiedlein sind Männer und Frauen gar nicht so verschieden:
    http://www.faz.net/s/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/Doc~E3FF129A8A956427093EDAF0DD8E6A6F5~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    sie sind sich sogar im Schnitt viel ähnlicher als Individuen untereinander.
    @Der Tiger: ich bin sowohl kinderlos als auch Feministin und käme nicht im Traum auf die Idee sie aufzufressen. Ich kenne übrigens auch viele Väter die diesen Moment als schönsten ihres Lebens beschreiben :-). Ich kann das absolut verstehen (die Momente in denen ich meine Neugeborenen Neffen und Nichten das erste Mal im Arm hatten sind bei mir auch ganz oben auf der Liste der schönen Momente) , kann eben aber auch die Leute verstehen die beim Anblick eines Babys denken “Ihhh, schreiendes kleines Monster, geh mir weg damit”. Jeder halt wie er oder sie mag :-)

  220. Liebe Anwältin. Ich wünsche...
    Liebe Anwältin. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei der Suche.

  221. Können die Herrschaften die...
    Können die Herrschaften die Kindereien bitte lassen und sich ernsthaften Themen zuwenden? Primär stellt doch die Frage, welchen grünen Tee man bevorzugt genießen soll.

  222. @Metten1
    Heiratet man heute...

    @Metten1
    Heiratet man heute noch?

  223. "Das macht man nicht nur mit...
    “Das macht man nicht nur mit eigenwilligen Tigerbabys, auch Schlingelkinder werden so auf den rechten Weg gefuehrt.” Filou, wie süüüüüüß!

  224. (@Don: Hatte Dich Tantchen...
    (@Don: Hatte Dich Tantchen nicht vor biertrinkenden Frauen gewarnt?)
    Phase 1: (1933-45): Kinder sind Pflicht
    (Es soll heute noch Muetter geben, die Kinder fuer Kriege gebaeren)
    Phase 2: Wir haben ueberlebt. Unseren Kindern wird die Welt gehoeren
    Phase 3: (1970-2008): Auseindersetzung mit Phase 1:
    Fuer Dich nicht. Fuer mich nicht. (Die Erde ist ueberbevoelkert, da muessen die Deutschen ein gutes Beispiel geben)
    Phase 4: Das mit dem guten Beispiel ist ja richtig doof.
    .
    Beispielrechnung Kranzgeld: 20 Jahre a 12 Monate a 200 Euro= 50k€.
    Und bevor Dir Deine Tochter den Kopf verdreht, ist es besser zu fluechten.

  225. liebe unellen, besten dank...
    liebe unellen, besten dank für den link. “Frauen wurden dann zu den aktiveren Bombern.” – hat mir naheliegender weise besonders zugesagt.
    .
    hier etwas für die ganz schwachen gemüter, zum tee: http://www.youtube.com/watch?v=WAAFMKWHfAY&feature=related
    .
    die kleinen schreienden mönsterleins rufen dauernd an, ergo werfe ich mich mit meinem schlappen wägelchen auf die a-bahn.
    .
    geschätzter don, wenn sie uns alle mal zum lachen bringen wollen: machen sie doch mal einen blog zu klassenspezifischen vornamen.

  226. @ Trouvaille
    "Das Problem ist...

    @ Trouvaille
    “Das Problem ist doch eher, dass es so viele gibt, die nicht wissen was sie wollen, weil sie immer danach schielen, was sie wollen sollen und daher diese unerträglichen Ausreden produzieren und eben ab und zu auch ein Kind.”
    .
    Das ist nicht: ein Problem.
    Das ist: normal. Das Leben ist so. Es ist normal, nicht gleich alles supergenau zu wissen, entscheiden zu können und zu wollen. Jede Entscheidung zu etwas ist gleichzeitig der Verlust des anderen. Kann manchmal lebenslang dauern.
    Es wird leichter und entspannter für einen, wenn man das anerkennt und gelten lässt.
    .
    “Ambiguity is a way of life”
    (Memoriertes Zitat, von J. Joyce)

  227. donna laura, auch Schantall...
    donna laura, auch Schantall und Schakkeliene finden die Idee voll doof.

  228. Ich finde es interessant in...
    Ich finde es interessant in diesem Thread wieder vieles zu lesen, was DA schon im Artikel genannt hat. Diese Erkenntnis scheint den Postern allerdings nicht ganz einzuleuchten.
    Interessant finde ich dabei vor allem die Vorraussetzungen, die vielen heute notwendig erscheinen um überhaupt Kinder aufziehen zu wollen.
    Das Männermaterial scheint es ja hauptsächlich zu sein, ist ja seit Jahren ein beliebtes Argument um was weiß ich zu rechtfertigen. Das Geld scheint es auch zu sein, wobei da vielen irgendwie das Maß verloren gegangen zu sein scheint:
    Nehmen wir mal @Anwältins Beispiel. 2000 Euro netto sind mit 13. Gehalt fast 50.000 Euro Brutto. Das sind 15.000 Euro Brutto mehr als der deutsche Gehaltsschnitt (der liegt bei 35.000) damit befinden sie sich gehaltstechnisch schon unter den oberen 25% der Deutschen, 75% verdienen weniger. 50.000 Euro ist in etwa das was man als (männlicher) Ingenieur mit einigen Jahren Berufserfahrung bekommt. BTW. bei 60.000 wären sie schon unter den oberen 12% bei 80.000 schon unter den oberen 8%
    Idealerweise findet ihr Mann ja bald was neues, dann dürften sie ja sogar nochmals deutlich drüber liegen.
    Das ist außerdem etwa das was meine beiden Eltern ZUSAMMEN verdienen, die aber zwei Kinder großgezogen haben, beiden eine Uni-Ausbildung gesponsert haben und ihr eigenes kleines Häuschen gebaut und abbezahlt haben.
    Wenn ihnen das als zu wenig erscheint um Kinder aufzuziehen, dann ist es um unser Land im allgemeinen schlecht bestellt, bedeutete dies nämlich dass sich 75% der Deutschen keine Kinder leisten könnten.
    Beispielhaft ist dies für eine von der Realität völlig abgekoppelte Diskussion. Meine Eltern fuhren Golf und hatten einen einfachen Kinderwagen und ein Haus mit einer Wohnfläche von vielleicht 80 qm. Die Familien in meiner Umgebung kämen sich ohne drei Maxi-Cosys, zwei Kombis, Kinderwägen mit denen man auch die Rallye Paris-Dakar fahren könnte und genug Wohnfläche damit jedes Kind mindestens zwei Zimmer hat schon steinzeitlich vor.
    Mich würde außerdem mal ganz persönlich interessieren, was Frau am Männermaterial auszusetzen hat. Meine Perspektive ist da nämlich durchaus nicht objektiv geht aber zur unterschwelligen Aussage “Alle Männer sind kindische Schweine” ganz und gar nicht konform.
    Ich hör das oft, allerdings meistens von Frauen, die nie im Traum daran denken würden einen dieser familientauglichen Männer auch zum Partner zu nehmen. Meist gekoppelt mit “Ich weiß gar nicht warum der immer noch alleine ist, der gäbe einen so tollen Familienvater ab”
    Im Endeffekt sollten sich alle Anwesenden mal intensiv mit ihren Eltern unterhalten, ich fürchte für viele ist ein Realitätsabgleich dringend erforderlich, wer nicht gerade aus adeligem Hause ist dürfte erstaunt sein welche Entbehrungen die eigenen Eltern auf sich genommen haben dürften um die Kinder durchzubringen.
    Insofern mag ich de Hedonismus im Alter sogar ganz gut verstehen. Ma hat viel dran gegeben, jeden Pfennig dreimal umgedreht, jetzt sind die Kinder aus dem gröbsten Raus und man will einiges nachholen.
    Da erscheint mir einiges was hier im Thread so als Grund gegen Kinder vorgebracht wurde gelinde gesagt albern.
    Im Endeffekt gibt es kein Leben in dem immer alles möglich ist, jede Entscheidung hat Konsequenzen und die größte kollektive Suggestion heutzutage ist das man immer alles haben könne.
    Wer Kinder hat gibt etwas auf, geht Abhängigkeiten ein, gewinnt dafür etwas anderes und wer keine Kinder hat gibt auch etwas auf gewinnt dabei etwas anderes.
    Abhängigkeiten geht dabei jeder ein, nicht nur die Frauen. Es mag für sie als Frau unvorstellbar sein von einem Mann abhängig zu sein. Tun sie mir aber mal den Gefallen und fragen sie am WE ihre Väter ob die immer nachts ruhig schlafen konnten wenn man mal wieder 60 Stunden die Woche in einem ungeliebten Beruf gearbeitet hat, weil die Familie ja auf das Gehalt angewiesen war.
    Kinder sind kein Bullet Point auf dem tabellarischen Lebenslauf, ich gewinne nur so langsam den Eindruck das es für viele genau das darstellt.

  229. Richtig schön kinderfeindlich...
    Richtig schön kinderfeindlich waren ja auch die ersten Christen.

  230. habe ich sogar, sogar Pfund....
    habe ich sogar, sogar Pfund. Ich war der erste in diesem Thread, ich habe das alles schon gesagt. Klar wuerden alle gern mehr Kinder haben, aber mit den Gehaeltern und unter den Bedingungen geht’s nicht. Das trifft uebrigens beide Geschlechter, geht nicht direkt gegen Frauen. Wobei: Die Oberschichtmaedels haben kein Problem mit dem “System ihrer Vaeter”, die werden auch schon dafuer sorgen, dass alles so bleibt. Jetzt gehe ich meine 2,000 ausgeben wie ein Mann…

  231. "Allein die Vorstellung, unter...
    “Allein die Vorstellung, unter Schmerz gebären zu müssen, muss nicht jeder Frau behagen. ”
    .
    Das ist aber nun mal und und dummes Zeug. Kinder zur Welt bringen ist reine Muskelarbeit. Die Gebärmutter zieht sich zusammen und treibt das Kind aus. Und damit da keine was falsch macht, denn Reproduktion ist das Höchste, ist der Vorgang relativ vollautomatisch gesteuert: Die Wehen kommen, so wie die Sache es braucht.
    .
    Es ist und bleibt aber eine Muskelarbeit: Weiß frau das und geht da rein statt dagegen – und weiß wie, dann ist es Muskelarbeit, anstrengend aber eher nicht schmerzhaft.
    .
    Anstrengend war es eher früher, bevor das so Kenntnis und Kultur wurde (und Frauen unter Schmerzen Kinder bekamen wg. der Dummheit und Unkenntnis früherer Ärzte, also Männer). Pressen, flach atmen (“hecheln”) und ausruhen gehören zusammen. Wird heute allgemein gelernt. (Man merkt, man war schon bei ein paar Geburten dabei). Und frau ist na klar hinterher froh, dass und wenn es genau so lief. Ich habe schon Wetten erlebt, frau gegen Hebamme: “In 1,5h ist es da!” – Worauf Hebamme den üblichen Durchschnittshebammenkram erzählte: “Jaja, mal sehen, wenns immer so ginge, wir machen da auch keine Rekordfahrt von, Höhere Mächte sind auch im Spiel, wir hatten da schon ganz andere Fälle, (darf ich mal fühlen, Moment mal bei ihnen ists aber schon weit, warum kommen Sie damit erst jetzt)”, usw., usf. . den ganzen Mittelschicht”idioten”-Soziologiekram halt.
    .
    Und man(n) wagte dann für frau Partei zuergreifen: Und sowas von knapp wäre er, der voll blöde Dummkopf, der keine Ahnunhg hat, da ganz plötzlich fast des Kreissaals verwiesen worden … . (Dabei kannte der nur seine Frau – und deren Erfahrung …)
    .
    Und das Kind war nach 50 Minuten da. Reine Muskelarbeit, nix Schmerz. (Anstengung schon)(Es war auch nicht das Erste (das hatte wirklich fast 2h gebraucht), der Weg war ja auch schon gebahnt: tatsächlich.) – Und der Hebamme wars nicht recht: Ist ja auch schlimm, wenn normal gesunde Vorgänge keine teuren Sonderspezialisten brauchen … . (Und frau auch noch recht hat, weil sie ihren Körper kennt.)
    .
    Also ich kenne Mütter, die haben richtig Spaß am Kinderkriegen. (Und die dazugehörigen Väter auch)
    .
    Und klar immer Klinik, mit allem, was möglich ist. Sicherheit muss sein, u. u. die erst gibt die Lockerheit.
    .
    Was man aber nicht braucht, mit leidlicher Erfahrung, ist der ganze Event- und Happeningmist. So mit gedämpftem Licht, Musik, Gedudel, dazu wärmende, geweihte komma selbstgestrickte Heilwollsocken, Einfühl-Massagen für die Waden, meinetwegen auch Karma-Rücken-Intensivstreicheln für Fortgeschrittene ,etc. braucht man alles nicht: Das alles lediglich das, was es ist: “sozialnormierter Mittelschichtblödsinn für Hirni-Anfänger” (sorry für die deutlichen Worte)
    .
    Was es braucht ist ein Kreißsaal. Ein richtiger Kreißsaal. Mit Bad und Fliesen und viel Platz und viel Neonlicht von oben und reichlich sauberem Qualitätswasser vom Wasserwerk und überhaupt. Das ganze Programm. Und die Farbe der Fliesen der/den Erfahrenen sowas von schnuppe. Ob 5 oder 45 Jahre alt (in dem bekannte gelb) völlig Brille: Denn der Vorgang ist so selbstzentrierend und in sich tiefstes Geheimnis und Freude, da braucht es keine Gimmicks. (Im Gegenteil “geht die Sache erstmal richtig los schmeißt die Erstgebärende gleich erstmal alle blöden Gimmicks weg, die sofort als völlig überflüssig erkannt werden, und sagt “nun lasst mich erstmal in Ruhe mit dem ganzen Schwachmat”” Und dann gehts zur Sache. Muskelarbeit halt. (Man kann auch nicht im Stadion volle Pulle 400 Meter im Kreis laufen und ständig friemeln an einem unterwegs noch allemöglichen Leute rum und fragen ständig alle 30 Meter “gehts noch?” Da könnste um dich schlagen, garantiert.)
    .
    Also.

  232. @Vroni
    also just do it als...

    @Vroni
    also just do it als Konsequenz? Wie die Amerikaner, die ja ganz ohne Kindergeld und Kinderbetreung einfach mal so mehr Gebären als wir.
    Macht Sicherheit ängstlich?

  233. "Das ist nicht: ein...
    “Das ist nicht: ein Problem.
    Das ist: normal. Das Leben ist so. Es ist normal, nicht gleich alles supergenau zu wissen, entscheiden zu können und zu wollen. Jede Entscheidung zu etwas ist gleichzeitig der Verlust des anderen. Kann manchmal lebenslang dauern.
    .
    Es wird leichter und entspannter für einen, wenn man das anerkennt und gelten lässt.”
    .
    Klase Vroni, genau os ist es. und muss man erstmal hinkommen. dDurch leben einfach.
    .
    Ich sage dazu häufig, als mein Beispiel: “Wir sind alle vom blöden Zeitungsjournalismus verbildet. Denn dämlicher Journalismus stellt zwischen zwei Begriffe, die, wenn überhaupt, nur entfernt bis konträr etwas miteinander zu tun haben das “oder”. ” (Denn “oder” emotionalisiert, schafft eher abhängige Leser. (“i got them emotionaly hooked”, oder so). Also:
    .
    “Müssen ab 2020 alle Frauen sieben Kinder kriegen – oder – machen das ab dann nur noch die Männer?”
    .
    Und das Leben will aber, das ich “und” wähle. Ein Kind und noch ein Kind und ein Rennrad und ein Urlaub und ein Windelpaket und eine Arbeitsstelle und ein Konzertabo und ein Auto und ein Besuch bei Oma und einmal Masern und eine Ferienreise und ein Zelt und ein Sonnenaufgang und ein Hotelzimmer … . (Nur um das mitdenken erprobt zu haben: jawohl, man kann das Zelt (zumal unaufgebaut, g) ins Hotelzimmer stellen: ja. Und umgekehrt …? … bräuchte es ein eher sehr großes Zelt.)
    .
    Und man merkt sofort, wie reich das “und” macht. Und wie arm Journalismus.

  234. Und so viel verlieren tut man...
    Und so viel verlieren tut man auch gar nicht.
    Oder glaubt jemand mit 25 immer noch, Parties, Kino und Disco seien das “wahre Leben”?

  235. Ich finde manches für mich...
    Ich finde manches für mich auch schon mal plausibler, wenn ich die ganze Sache quasi einfach mal eine Zehnerpotenz runterbüchse. Was würde ich also von Jemandem (mann/frau) halten, der von sich sagen würde:
    .
    “Also so Orgasmus, dass brauche ich nicht für mich. Da bin ich gerne bereit für mein ganzes Leben drauf zu verzichten. Was soll mir das auch bringen? Immer diese ganze Verwirrung und Verwirrtheiten hinterher und vorher für ein paar Sekündchen evtuellen Pseudo-Glücksgefühls? Und im Grunde doch eher alles ganz unbewiesen, nach allem was man da so hört, wenn man nur mal wirklich ganz ehrlich ist. Und dann diese Unsicherheit. Und wohin damit? Und immer nur alleine womöglich, nein das wär’ nichts für mich. Und außerdem macht es klebrig, muss man sich (unnütz!) waschen für danach, usw. usf. Nein, da verzichte ich lieber gleich ganz auf sowas und gehe viel lieber und objektiver besser weil unbelasteter durchs Leben!” usw., usf.
    .
    Und natürlich hat Dr. Don mit diesem Blog auch die Frage nach der Liebe gestellt. So ganz allgemein. Ob man ihn lieben/mögen kann/würde/tut so wie er ist. (Klar kann man, sicher, keine Frage)
    .
    Und Babyportal ist gar nicht mal so schlecht. http://www.babyportal.de/hockergeburtsvideo.html – Ab ca. 59. Sekunde sieht man die Schmerzen.
    .
    Also Geburt ist wohl was Tolles. Ganz besonders für Junge, Gesunde und Glückliche. Finden wir, kann man sein der Meinung.

  236. Werter Don - mir fehlt erneut...
    Werter Don – mir fehlt erneut die Leichtigkeit bei diesen “Frau wäre lieber Mann oder umgekehrt oder beides” Themen. Bitte mal wieder eine Automobilistengeschichte mit kalorienschwerem Mampfanteil.

  237. Ich bin mit den bisherigen...
    Ich bin mit den bisherigen Erfahrungen in meinem Leben ganz und gar nicht unzufrieden. Aber ich bedaure, dass mir zwei Dinge immer verwehrt bleiben: Die Menstruation und die Fahigkeit zu gebären.

  238. @Grimaldeli, haette ich eine...
    @Grimaldeli, haette ich eine Ratte an Bord gehabt, waere das Wurstbrot weg gewesen.
    Ansonsten war’s ungemuetlich, Sie Gluecklicher am Mittelmeer, Wind 5-6 SW (Regen), 2 Schlaege, 1x hoch am Wind, 1x halb. Typische Ijsselmeerwellen (kurz und hart).
    Im Fluss Mast legen und dann, Hirn auf Null (kann ich gut), steh’ste 16 Stunden auf dem Diesel. Gegen den Strom. Boot 10 km/h, Strom 5 km/h. Oben auf dem Deich ueberholen einen die Rentner am Rollator.
    Vielen Dank fuer die Ferienwuensche, sie bekommen ihre Gueltigkeit erst in 14 Tagen.
    Salut!

  239. Rosinante, dafuer muessen wir...
    Rosinante, dafuer muessen wir uns taeglich rasieren.

  240. Da jetzt alle über das...
    Da jetzt alle über das Geburtsereignis reden, ist es an der Zeit zur Diskussion zu bringen, dass der interessanteste Moment eigentlich der ist, wenn die Kinder gescheiter werden als man selbst. Die kleinen Tiger, die gerade noch Babys waren, immer noch finanziell völlig von einem abhängig sind und jeden Tag in die Schule gehen, während man schaffen muss, demonstrieren auf einmal im zarten Alter von zwölf oder dreizehn, dass ihr Gehirn zehnmal schneller funktioniert als das von Erwachsenen. Seit meine Tigerladies siebzehn Jahre alt wurden, versuche ich nicht einmal mehr, ihnen gleichzutun, und der einzige Vorteil, den ich noch ihnen gegenüber habe, ist Geduld.

  241. Rasieren ist was für...
    Rasieren ist was für Bankberater.

  242. Da hat aber Madame wieder mal...
    Da hat aber Madame wieder mal den falschen Griff getan. Die will, dass ich das mache. Aber der gings ja auch nicht um Schoenheit, die wollte einen Erzeuger.

  243. Nimmste blos geen Bariser,...
    Nimmste blos geen Bariser, sacht se. Die sin hier aus Igelit*. Do machense ooch Subbenwierfel draus.
    .
    * http://de.wikipedia.org/wiki/Igelit
    .
    Das will heissen: Weitergabe von Genen durch Vermeidung von Suppenwuerfeln?
    .
    Jo, stimmd. Geheirad hammer dan im Adommeiler. Windreder gobs ja noch nischt. Mer ham doch nie wos gehobt. Beloochen un betroochen hamse uns. Un die Weiber ooch. Mochen rum nooch Gnaus-Ochino, und dan laesense de Gurve vergehrtrum.
    .
    Und wie war die Geburt?
    .
    Nuja. Gurve vergehrt gelesen, Gind Steislooche. Loogsch, oder? Un dan hadde der Ginderwogen n’en blatten. Un dr Dauvpode hadden abbes Been…
    .
    Der Inspizient laesst dezent den Vorhang fallen.
    Licht aus! Kinders, wir treffen uns gleich in der Kantine.

  244. @vroni
    Vielleicht hab ich mich...

    @vroni
    Vielleicht hab ich mich zu verkürzt ausgedrückt, also als Ergänzung:
    d’accord, was die grundsätzliche Nicht-Vorausplanbarkeit im Leben angeht, das ist in der Tat kein Problem, sondern einfach so das Leben.
    Problematisch finde ich nur Leute, die – aus welchen Gründen auch immer – wenig eigenen Willen entwickeln und danach schielen, was so als Norm angesehen wird und welche Lebensführung andere von ihnen erwarten, und sich nicht mehr fragen, ob diese Vorgaben ihnen überhaupt passen. konsequenz ist dann oft Übereifer bei der Erfüllung dieser Vorgaben, und dann braucht man ja so alles mögliche vom geräumigen Haus im Grünen bis zu Markenklamotten und der einen ganz bestimmten Schule für das Kind, weil es sonst ja nix damit werden könnte. Und wie das Kind sich entwickelt, dafür gibt es dann auch erstaunlich konkrete Planvorstellungen.
    Ich habe beruflich hin und wieder auch mit solchen Eltern und ihren Kindern zu tun. Es ist nicht erfreulich und nach solchen Begegnungen denke ich, dass man keinen größeren Fehler begehn kann, als alles nur richtig machen zu wollen.

  245. Don toller Beitrag. Wenn Sie...
    Don toller Beitrag. Wenn Sie mit einer der Damen bekannt sind, geben Sie Ihr den Rat einfach die Wahrheit zu sagen. Ich weis aus Erfahrung das es geht und man dann ruhe hat. Denn Eltern und Verwandte reagieren dann dem Entsprechend.
    mfg

  246. lieber Filou, der Monatszyklus...
    lieber Filou, der Monatszyklus und die Rasur werden von Männerseite gerne kompensatorisch genannt. Und dahinter stehen dann die Faktoren Zeit und Pflicht. Aber ich meine den Breich von Empfindung, Aufnahmefähigkeit und Durchlässigkeit. Aber dieser Aspekt berührt das hier verhandelte Thema nur sehr am Rande.

  247. In puncto Kinderkriegen ist...
    In puncto Kinderkriegen ist mir die Einstellung der Amerikaner (so kritisch ich ihre Lebensweise sonst sehe) um einiges sympathischer als die unsere.
    .
    Vieles hängt wohl auch davon ab, wie man die eigene Kindheit erlebt hat. Vielleicht sind es gerade die überbehüteten Einzelkinder, die große Scheu haben, weil sie eine lockere, unbekümmerte Einstellung selber nicht kennengelernt haben.

  248. @Trouvaille:

    das ist auch...
    @Trouvaille:
    das ist auch meine Erfahrung. Ich kenne leider zu viele Leute die nach einer inneren “Checkliste” leben, wo man ganz wie bei den Neumodischen “Achievements” in Computerspielen so viele Punkte wie möglich abhaken muss.
    Abitur? Check. Studium? Check. Hoch bezahlter Beruf mit Karrierepfad? Check. Ehepartner mit ähnlichem Bildungs- und sozialem Status? Check. KInder, Haus, zwei Autos? Check.
    Dabei habe ich immer den Eindruck, dass kaum eine der Optionen dieser Liste wirklich eigene Wünsche ans Leben sind sondern viel externe Erwartungen sind.
    Ganz nach dem Motto: Ich glaube das ich das zu wollen habe. Ich kenne ein Ehepaar die jetzt mit Mitte dreissig alles erreicht haben, was man erreichen kann.
    Eigenes Haus im Nobelviertel bereits bezahlt, hoch dotierter Job mit 6-stelligem Gehalt, zwei Kinder, großer Garten und eigentlich ein relativ sorgenfreies Leben.
    Allerdings kenne ich auch kaum ein Ehepaar das so unglücklich mit ihrem Leben ist wie die beiden. Ich habe die beiden in den letzten Jahren kaum über Spaß und Zufriedenheit, dafür aber oft über ihr anstrengendes und überforderndes Leben und die Unzulänglichkeit des Partners den hohen Ansprüchen zu genügen.
    Ich erlebe bei so fremd bestimmten Leuten oft, das sie die Frage nach dem “Warum?” nur mit einem lapidaren: “Das gehört sich halt so” beantworten können. Überhaupt die schwierigste Frage die sie so jemandem Stellen können ist die einfache Frage nach dem Warum? Darauf können ihnen diese Leute kaum Antwort geben.
    Insgeheim wissen sie auch selbst das viele der Erwartungen keine eigenen Wünsche sind und das sich einiges auch nicht mit den ehrlichen eigenen Vorstellungen ans Leben deckt aber ihnen fehlt dabei oft der Mut oder die Konsequenz ihre eigenen Vorstellungen auszuleben und gegen die Kritik von außen zu verteidigen oder schlicht die Einsicht was denn überhaupt die eigene Vorstellung ans Leben ist.
    In meiner Erfahrung sind es gerade solche Menschen, die abweichende Lebensstile ganz besonders heftig angreifen, da sie gleichgesinnte in ihrer Umgebung brauchen die ihnen bei der Validation ihres Lebensentwurfs helfen.
    Lustig ist wird es wenn dann nicht der kinderlose Single in der Runde sitzt (da hat man ja einen gemeinsamen Gegner) sondern jemand mit gleichem Lebensentwurf der sich aber bewusst dafür entschieden hat. Niemand spricht mit einer solchen Ehrlichkeit auch die Schattenseiten des Lebensentwurfs an, wie jemand der sich bewusst dafür entschieden hat.
    Die glücklichsten Menschen die ich kenne sind die die sich bewusst für ein Leben entschieden haben, die unglücklichsten die die sich für einen Lebensentwurf von außen entschieden haben.
    Komischerweise kommen die Vorwürfe an den eigenen abweichenden Lebensentwurf in meiner Erfahrung immer von letzteren.

  249. @ FritziDinkelbacher 11:08 :...
    @ FritziDinkelbacher 11:08 : Entschguldigen Sie das ich Ihre visuelle Ruhe gestört habe, ich bemühe mich um Besserung.

  250. lieber Rosinante: wollen wir...
    lieber Rosinante: wollen wir tauschen?
    .
    lieber Filou, die holde weiblichkeit rasiert sich auch – oder schlimmeres-, auf deutlich grösseren flächen.
    .
    radfahrer und schwimmer sollten sich ja auch die beine rasieren.

  251. Es gibt diese Momente, da bin...
    Es gibt diese Momente, da bin ich absolut glückselig angesichts der Tatsache, daß ich stockschwul bin und sich manche Fragen schlicht nicht stellen.

  252. @Jeff Kelly,...
    @Jeff Kelly, erstaunlicherweise kommen aber die ungluecklichen Fremdbestimmten in der Aussenwelt ganz gut vorwaerts, waehrend derjenige mit der selbstbestimmten, originelleren Lebensplanung das Umschiffen gesellschaftlicher Klippen gelernt haben muss. Manchmal ist er auch gezwungen, sich in bestimmten Situationen zu tarnen-manchmal bis zur Unsichtbarkeit. Dass er somit zum fremdbestimmten Handel gezwungen wird, ist eine arge Ironie.

  253. @Jeff Kelly, ersetze...
    @Jeff Kelly, ersetze “gesellschaftliche Klippen” durch “Klippen der Konvention”.

  254. Nach meiner Erfahrung werden...
    Nach meiner Erfahrung werden auch Männer von Torschlusspanik getroffen – wenn sie um die 30-40J. alt sind – da ihre Zeitgenossen meistens
    sehr mit Frauen, Kindern, Haus&Garten (und nicht zuletzt Karrieren) voll ausgelastet sind.

  255. Donna Laura, Eugene Ionescu,...
    Donna Laura, Eugene Ionescu, “Die Kahle Saengerin”?

  256. liebe donna laura, Ihr Angebot...
    liebe donna laura, Ihr Angebot in Ehren, aber dies ist, wie es ist. Seine Nation (oder Etnie), seine Eltern und sein Geschlecht kann man und frau sich nicht aussuchen. Alles Andere ist ab einem gewissen Zeitpunkt selbst zu verantworten. Sorry für den Sermon. Dennoch bleibt für mich das angesprochene und unerfüllbare Desiderat. Stört Sie das?

  257. Ja, auch wir finden "Tigers"...
    Ja, auch wir finden “Tigers” Ausführungen wunderbar. Schon als er das erste Mal von “Tigerlady” sprach (, und deren Entwicklung zur Mutter kurz aber treffend schilderte,) haben wir mitgeschmunzelt: So ist es, der Mann kennt das Leben (sollte man(n) sich dazu versteigen zuzugeben, dass man manchmal zu sich selbst auch schon mal so ungefähr gesagt hat “Frauen sind eben am Ende doch auch Tatsachenfolger?” Ja hat man(n). Und liegt eben viel Weisheit von Mutter Natur drin, dass Frauen eben auch das stark sein können.
    .
    Und dann die Schilderungen der “Tigerbabys” erst … . Wirklich nett, wirklich klug.
    .
    Und “Westviertel” waren schon immer zeitlich hinterher. Das ist nichts Neues. Und kann/soll auch nicht verändert werden.
    .
    “August 1939 – Europa hatte noch einmal einen schönen Sommer gehabt” – unser Merksatz dafür, ganz einfach auch mal nicht zu vergessen, zu leben. Egal, was die anderen, “the horde”, gerade machen.
    .
    Sozialnormierung und Gruppenzugehörigkeit sind bestimmt vieles, wenn nicht alles. (Doch: Quelle vieler Ängste und Sorgen für viele. Gerade auch schon wieder für manch Arme unter den Reichen. Oder so.)
    .
    Und Frauen sind genial. Gerade sie sind als Kinderlose oder bloße Büro”tussen” besonders arm. Arm dran. (Auch die hochqualifizierte, kinderlose sagen wir Rechtsanwältin/Unternehmensberaterin ist es. Genau deswegen. Und unter anderem desweiteren auch deshalb: Weil sie keinen Mann hat. Z. B. so einen, wie Tiger. Der immer nur lacht (also “jaja” sagt, also annimmt) und den “Dingen” glücklich freien Lauf läßt: Ja wir kennen das: So sieht sie nämlich aus, die gelebte Verantwortung. Gerade, wenn es Verantwortung für immer ist und sein soll.)
    .
    Und wenn wir nicht 2010 leben würden, wo es das ganze Leben auf Video und im Internet geben würde, wie arm (und ängstlich(er)) wäre das erst, nicht wahr? Zum Glüclk läßt sich die Zeit nicht zurückdrehen, und Menschheit ist als Generationenabfolge gedacht (tatsächlich). Was für die einen (geben wir es zu: blöderweise) noch “offensive”, ist für die anderen längst normal: Wie schön.
    .
    “I am the warchief” sagte es aus dem PC meines Sohnes.

  258. Wer nicht mehr so jung, oder...
    Wer nicht mehr so jung, oder verwitwet/geschieden ist weiss den Komfort eines Londoner Club zu schätzen : dort kann man mit Billiards und Kartenspielen die Zeit vertreiben sowie die Zeitungen f.o.c. (free of charge) lesen, oder im Bar mit Bekannten (other members) chatten.
    Und was im Dining Room serviert wird ist typisch english (z.B. roast beef mit Beilage “Yorkshire Pudding”, roast potatoes and horse-radish sauce). Und als Nachtisch Sherry Trifle.
    Als Gast bin ich einmal zum Lunch im Reform Club eingeladen worden.
    http://www.reformclub.com/home/events

  259. Und Klasse Jeff Kelly: Besser...
    Und Klasse Jeff Kelly: Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Alles genau richtig und wahr.
    .
    Bliebe evtl. noch eine Anmerkung:
    .
    “.Ich kenne ein Ehepaar die jetzt mit Mitte dreissig alles erreicht haben, was man erreichen kann. Eigenes Haus im Nobelviertel bereits bezahlt, hoch dotierter Job mit 6-stelligem Gehalt, zwei Kinder, großer Garten und eigentlich ein relativ sorgenfreies Leben.”
    .
    Nämlich die, dass dies mit Mitte Dreißig dann eine hervorragende Basis ist, die nächsten, ebenfalls notwendigen Schritte zu tun: Nämlich die Selbstentfremdung aufzugeben und sich und den Lebensentwurf genau dorthin weiter zu entwickeln:
    .
    “Die glücklichsten Menschen die ich kenne sind die, die sich bewusst für ein Leben entschieden haben, die Unglücklichsten die die sich für einen Lebensentwurf von außen entschieden haben.”
    .
    Und die Genannten sehr wohl eben auch intellektuellen und materiellen Voraussetzungen bieten eine hervorragnde Basis dafür: Objektiv viel besser, als ohne all das. Als als arme Schlucker. (Und es sei gesagt: Außerdem handelt es sich der Schilderung nach ja eh bloß um “Aufsteiger”, “social climber” also, nicht um solche, die eh schon immer da waren, wo sie hingehörten: oben halt.)
    .
    Schließlich ist die “developing crisis” mit Mitte Dreißig u. u. auch völlig normal: Wenn das Umfeld stimmt werden die wirklich wichtigen Dinge zu Recht als solche erlkannt – und das Leben zukünftig aktiv auf sie hin gelebt.
    .
    Klartext: Die Arbeitsstelle ist da oft bloß hinterlich, zumal wenn finanzielle Unabhängigkeit eh gegeben ist, oder sich herstellen läßt. Und zumal wenn Einer/Eine eh eher unternehmerisch aus sich selbst zu schöpfen versteht, Aufgaben selber definiert, nicht sie (eher phantaiselos) in einer Organisation als vorfindlich lieber finden würde, statt selber zu finden/erfinden//zu sein.
    .
    Ich bin die Quelle, keiner sonst.
    .
    Und der nächste wichtige Schritt kann sein, dann mit spätestens 40 – und auch wieder völlig aus sich selbst heraus – die “Kariere” (wie auch immer) zu unterbrechen, um einmal ein paar Monate oder auch Jahre lang, Pflegefall/Sterbebegleitung zu machen, denn nichts sind dämlicher als Erwachsene, die auch davon keine Ahnung haben.
    .
    Erst wenn ich selber Kinder gezeugt, (mit) entbinden und auch selber selber Pfelge/Sterbebegleitung gemacht habem, weil der Wunsch nach ganzheitlicher Kenntnis in mir lag, dann kann ich sagen ich bin erfahren, ich kenne das ganze Leben.
    .
    Ud es wird dem Leben auch weiter daran gelegen sein. und es wird auch solche weiter herstellen.
    .
    Büroexistenz? Ohne Kenntnis des Lebens? Haben wir eher zu viel als zu wenig. Auch alles bloß Flucht/Vermeidemechanismen.
    .
    “Tu was” sag’ ich immer. Geh hin auf den nächsten Schrottplatz beim nächsten Regen und interview den Schweißer, dann weist Du, was er gesagt hat. (Und kann auch Krankenhaus, Westviertel, Treffen der Lit.-Nobelpreisträger sein oder Foreign Affairs.)
    .
    Gibt aber diese Unterschiede: Bin ich Quelle, haben ich zu geben, oder bin ich Sand, dann läuft alles durch mich weg, findet keinen Halt (Dann nützt auch die schönste Karriere nichts. Sie bliebe am Ende auf Sand gebaut.)
    .
    (Zum Glück ist die Gesellschaft mehr, als bloß Karrieremenschen an Arbeitsstellen nebst Kapitalakkumulation. http://www.youtube.com/watch?v=xrBgzsqIg3A)

  260. Mit Verlaub, die Kommentatoren...
    Mit Verlaub, die Kommentatoren hier rutschen ins Bodenlose. Blog kaputt.

  261. An Englishman - or it could...
    An Englishman – or it could equally be a German :) – buys an Ipad for himself and an Itouch for his son. His wife is annoyed and says “What about something for me?” So he buys her an Iron.

  262. sterne, ich lasse hier einen...
    sterne, ich lasse hier einen wundervollen Sommernachmittag ausfallen, um ein neues Betätigungsfeld zu schaffen.

  263. sterne, zu diesem Thema kann...
    sterne, zu diesem Thema kann niemand etwas vernünftiges schreiben geschweige kommentieren. Es weckt in allen nur das schlechteste.
    Nehmen Sie die Kommentare einfach positiv: als Zeichen, dass der Don noch lebt und nicht vom Radl fiel. Ist doch schon mal etwas.

  264. genau fionn - und eben deshalb...
    genau fionn – und eben deshalb habe wir das bügeleisen schon vor 20 jahren aufgegeben. “No aplliances for her!” ist ein bleibt ein Zentralsatz der zivilisation.
    .
    Deswegen: Gehe ich was kaufen, kaufe ich immer für Sie zuerst. Und falls dann noch was übrig ist, kämeh ganz vielleicht und auch nur wirklich schlussendlich gimmicks in Frage.
    .
    (Und was man für Sie kauft? Na keine Frage, immer nur eines: Den Diamanten von ein Karat und mehr. Solche nutze sich nicht ab, veralten nie, haben immer voraussehbare Folgen: Ein wunderbares Lächeln nämlich. Und so weiter. Und weil Frauen nun mal genial sind und wir Männer nicht, kann es ganz evtl. auch etwas sein, etwas ganz Persönliches und eben nur für Sie, was ganz genau dasselbe ausdrückt wie der Diamant von ein Karat und mehr. Wobei: es muss schon sehr genau dasselbe sein. Denn “dasselbe” und “genau” gibt es schließlich in millionenfach feinst zu differenzierenden Schattierungen, nicht wahr? (Und nur dumme Männer … )
    .
    Und für alle weiblichen Blogger und alle Frauen der Welt, extra von uns: http://www.debeers.com/ Bitte hereinspaziert. Und bitte suchen SIE sich alles aus. Für die Hinterlegung jeder Summe ist ausdrücklich bereits immer gesorgt. Weil SIE es uns wert sind.

  265. Kinderwunsch? Auch den gibt es...
    Kinderwunsch? Auch den gibt es auch schon lange in deutscher Sprache, nur halt anders:
    .
    “Er ging den Weg, den er gehen musste, ein wenig nachlässig und ungleichmässig, …” Seite 12f, Absatz III, http://fliiby.com/file/222617/h6fjzwp22n.html – bis Ende III, Seite 14. Von Kindern ist da merkwürdigerweise auch nicht die Rede.
    .
    (Nein, wir projezieren uns nicht, wir sagen nur, dass das da steht, und das es möglicherweise solche gibt, u.a. unter südlichen Sonnen oder im gelben Wagen, wie beschrieben. Und Meistererzählungen sind Maßstab. Werden nicht an etwas gemessen. Schaffen, sind neues Maß.)

  266. @DA 18. September 2010,...
    @DA 18. September 2010, 13:29
    Der Blogg endet damit heute? Gibt es auch einen Leichd’drunk?

  267. @ sterne 12.20h
    Re F.A.Z....

    @ sterne 12.20h
    Re F.A.Z. Blogs: Wer die Wahl hat, hat die Qual, s. “Alle Blogs”.

  268. Um es nett zu sagen: Ich...
    Um es nett zu sagen: Ich empfehle Sanchos Esel und Deus Ex Machina.
    .
    Ansonsten geht es hier weiter und weiter und weiter, solange mir was einfällt oder die FAZ noch will. Ende sehe ich keines.

  269. lieber Filou, nein, die...
    lieber Filou, nein, die aktuelle frisur von Rosinante würde ich mir nicht zulegen. aber meine menstruation und die ab jetzt von mir nicht mehr zu nutzende fruchtbarkeit hätte ich ihn gerne zugebeamt.
    .
    perfekt!57/12.45 u, auauau, sie äussern eine äusserst kritisierenswerte meinung:
    frauen ohne kinder seien arm dran.
    das ist eine unakzeptable, weil herabsetzende und verächtlichmachende aussage.
    doch schreit kaum einer auf, leider.
    frauen-bashing funktioniert immer noch.
    und das ganze schwach verbrämt mit völlig überzogenen lobhudeleien.
    verherrlichung als muttertier ist mir gerade als ebensolches völlig zuwider.
    wer bin ich denn? ein wurfmaschine? und sonst nichts wert? also bitte!
    .
    aber drehen sie mal den spiess um und postulieren sie, das männer ohne kinder arm dran seien. dann ginge es hier rund.
    .
    mein lieber schwan, frauen definieren sich n i c h t über kinder, nicht über männer.
    aussage ende.
    .
    lieber Jeff Kelly, das haben sie schön und m.e. treffend beschrieben.

  270. perfekt!57, haben Sie...
    perfekt!57, haben Sie getrunken?
    Werter DA, ein schönes Thema – “Die vornehmste und ehrenvollste Aufgabe, die uns Leben auferlegt, ist das Heranziehen der nächsten Generation” – hätte gern gewusst, von wem es ist, kann aber nur zustimmen.
    Liebe Frauen, nur Mut! Und lasst unsere Männer bitte Männer sein, die einfühlsamen Jungs haben schon ein Freund.

  271. Wie wär´s mal mit:...
    Wie wär´s mal mit: Campagnolo gegen Shimano oder Fiat (inclusive Farrari) gegen General Motors (inclusive Opel)? Die Wehwehchen von hochadeligen Suffragetten tangieren das Westviertel ohnehin nur periphär, abgesehen von Level-3-Promissen wie die Dame (?) mit dem blubb.

  272. Weiter? es geht immer...
    Weiter? es geht immer weiter.
    .
    Vielleicht heute nachmittag evtl. mit einem Besuch mancher Westviertler in der oberen Unterstadt? Zu einem Wet-T-Shirt-Contest? Natürlich ganz insgeheim nur. Und “home is, where the heart is” nicht wahr? Denn wer keines hat, muss sich sowas am besten einreden.
    .
    Buddy Jones: Ah, thanks, IKE… Yes, it’s WET T-shirt TIME AGAIN Here at the Brasserie… Home of THE Tills …huh huh… And it’s the charming Mary from Canoga Park Up next in her bid for the semi-finals… Hi, Mary…howya doin’?
    .
    Having been filled senseless by the boys in the crew, MARY does not recognize the former religious personage from her nights in the rectory basement during which she acquired her basic manual skills…confounded by his sport coat, she replies…
    .
    Mary: Hi!
    .
    Realizing that she no longer recognizes him…or even appreciates the patient religious training he had given her in the past, BUDDY JONES, like a true WET T-SHIRT EMCEE type person, proceeds to say various stupid things to waste time, making the contest itself take longer, thereby giving the mongoloids squatting on the dance floor an opportunity to buy more exciting beverages…liquid products that will expand their consciousnesses to the point whereby they might more fully enjoy the ambiance of Miami By Night…
    .
    Buddy Jones: Where ya from?
    .
    Mary: Ah, the bus…
    .
    Buddy Jones: Which one?
    .
    Mary: You know…the last tour… You know…Leather
    .
    Buddy Jones: Oh…you were the girl stuck to seat 38 Phydeaux III… why don’t you get in position and take a deep breath, because this water is very, very cold, but it’s goin’ to be so stimulating. And Mary’s the kind of Red- Blooded American Girl who’ll do anything…
    .
    Mary: Anything…
    .
    Buddy Jones: I said anything…for fifty bucks That’s right!
    .
    Mary: I really need the fifty bucks you know I gotta get home!
    .
    Buddy Jones: Yeh, I know, your father is waiting for you in the tool shed…that’s right, you heard right…our big prize tonite is fifty American Dollars to the girl with the most exciting mammalian protuberances…
    .
    Mary: Here I am!
    .
    Buddy Jones: …as viewed through a thoroughly soaked, stupid looking white sort of male person’s conservative kind of middle-of-the-road COTTON UNDERGARMENT! Whoopee! And here comes THE WATER!
    .
    Mary:EEEK!
    .
    Buddy Jones: No, you’d squeak more if the water got on you…sounds like you just got an ice pick in the forehead…AND HERE COMES THE ICE PICK IN THE FOREHEAD …a million laughs, Mary! Anyway; good golly, what a mess…she’s totally soaked…yeh, totally committed to the fifty bucks…That’s it just step into the spotlight…let the guys get a good look at ya honey!
    .
    Mary: Here I am!
    .
    Buddy Jones: Whaddya say, fellas? Nice setta jugs? Now Mary, how’s about shakin’ it around a little…
    .
    Mary: Ooooh!
    .
    Buddy Jones: Oh my goodness, look at her go!
    .
    Mary: Oooh! I’m dancing! I’m dancing!
    .
    Buddy Jones: Ain’t this what living is really all about! Here’s your fifty bucks Mary…
    .
    Mary: Oh great! Now I can go home!
    .
    Buddy Jones: Home is where the heart is.
    ..
    Mary: On the bus.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=58mWAWxIclo&feature=related
    .
    http://www.stlyrics.com/songs/f/frankzappa1574/wettshirtnite73893.html

  273. Kleines Interlude gefaellig?...
    Kleines Interlude gefaellig? Passt!
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=7z8LmH0s9lQ

  274. @perfekt!57/18. September...
    @perfekt!57/18. September 2010, 13:53
    Diamanten von De Beers?
    Warum nicht von Algordanza, einem jungen, aufstrebenden, innovativen Schweizer Unternehmen mit Sitz in Chur?
    http://bazonline.ch/wissen/technik/Mutti-war-ein-Goldstueck-jetzt-ist-sie-ein-Diamant/story/23373234

  275. "aber drehen sie mal den...
    “aber drehen sie mal den spiess um und postulieren sie, das männer ohne kinder arm dran seien. dann ginge es hier rund.” stimmt genau. leider vertreten männer auch schon mal dumme sachen laut.
    .
    “mein lieber schwan, frauen definieren sich n i c h t über kinder, nicht über männer. aussage ende.” exakt richtig. dem würden wir nie wiedersprechen. und alles gegenteilige mit bekämpfen. könnte aber evtl. auch gelten “mütter definieren sich teilweise anders als frauen”? also genauso als frauen? aber nur auch etwas anders? und auch dem würden wir zustimmen, es unbedingt mit fördern! genau das wollten wir u .u. gesagt haben. und wir haben frauen und mütter dazu schon befragt. und auch frauen, die zu müttern geworden waren … . (komisch, warum das in manchen zusammenhängen abwertend klingen soll)
    .
    “she said her stereo was four-way – and i’d love it in her room”
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=A175TP5dtP0&feature=related

  276. Mon cher Grimaldeli. Une...
    Mon cher Grimaldeli. Une réponse geniale.

  277. Wir hatten es wohl schon...
    Wir hatten es wohl schon öfter gesagt: Recht eigentlich ist Herr Dr. Don ja wohl längst kein “Westviertler” mehr. Ist er das, stellt er eher rückwärts gewandte Noch-Selbstversuche an. (Psychologisch ganz normaler Vorgang alle paar Jahre bis Jahrzehnte, wie man weiß: man muss/will mal wieder wissen, wo man herkam, während man geht.)
    .
    Nein, er ist inzwischen eher längst ein Nord-Süd-Allviertler geworden. Wie schön.
    .
    “Camarillo Brillo” von 1970 – einfach eine Erzählung. Ein “ich” und eine “sie” kommen vor. Und wird geschildert, was war.
    .
    “She said she was
    A Magic Mama
    And she could throw a mean Tarot
    And carried on without a comma
    That she was someone I should know
    .
    She had a snake for a pet
    And an amulet
    And she was breeding a dwarf
    But she wasn’t done yet
    .
    And so she wandered
    Trough the door-way
    Just like a shadow from the tomb
    She said her stereo was four-way
    An’ I’d just love it in her room
    .
    Well, I was born
    To have adventure
    So I just followed up the steps
    Right past her fuming incense stencher
    To where she hung her castanets
    .
    She stripped away
    Her ranchid poncho
    An’ laid out naked by the door
    We did it till we were un-concho
    An’ it was useless any more”
    .
    Wer sowas schon mal erlebt hat, hat doch was erlebt? Muss sich für nichts schämen, oder?
    .
    http://www.hitslyrics.com/f/frankzappa-lyrics-1574/camarillobrillo-lyrics-74235.html
    .
    Hier in einer Live-Aufnahme von 1979 http://www.youtube.com/watch?v=P4EzT7KHgEU&feature=related
    .
    “Is that a Mexican poncho
    or is that a Sears poncho?
    Hmmm…no foolin’ …”

  278. spengler bezeichnete sie im...
    spengler bezeichnete sie im kapitel ‘die seele der stadt’ als ‘ibsenweiber’, ‘noras’ und ‘nanas’. auch einige der hier geäußerten haltungen und meinungen hat er vor fast hundert jahren bereits vorhergesagt. doch all der intellekt ist wertlos, wenn man dadurch auch bloß objekt ist.

  279. @ Jeff Kelly,

    a) Um mal bei...
    @ Jeff Kelly,
    a) Um mal bei den Fakten zu bleiben: Ich verdiene ca. 40.000,- BRUTTO p.a., und es wundert mich sehr, wie Sie von einem Monatsnettogehalt von ca. 2000,- auf 50.000,- Jahresbruttogehalt schließen. Ich bekomme auch kein 13. Monatsgehalt, wie Sie es offenbar für selbstverständlich halten.
    b) Sie schreiben: “Meine Eltern fuhren Golf und hatten einen einfachen Kinderwagen und ein Haus mit einer Wohnfläche von vielleicht 80 qm.”
    Das ist schön für Sie, und so etwas in der Art wünschen wir uns auch:
    Wir haben ein kleines, 15 Jahre altes Auto (kleiner als ein Golf). Da aber kein Kinderwagen in den Kofferraum passt, ohne die hinteren Sitze umzuklappen (und dann müsste einer von uns dreien zuhause bleiben), werden wir luxussüchtigen und verwöhnten Besserverdiener uns nun auf die Suche nach einem etwas größeren machen.
    Wir würden von den derzeit 50qm auch gern auf ca. 80qm aufstocken. Aber wir möchten unsere Zeit nicht mit 2-3 Stunden Fahrtweg zur Arbeit und zurück verschwenden, sondern gern einigermaßen zentral und gut an den ÖPNV angebunden wohnen bleiben. Denn diese Zeit würden wir lieber mit dem Nachwuchs verbringen, anstatt abends erst nach Hause zu kommen, wenn der andere Elternteil ihn ins Bett gebracht hat.
    Eine 80qm-Wohnung im inneren Bereich von Hamburg kostet auf dem freien Wohnungsmarkt von 12,- Euro an aufwärts kalt, also ab ca. 1400,- inkl. Nebenkosten. Das obere Ende des Mietenspiegels in HH für 80qm- Neubau-Wohnungen liegt bei 9,82 bzw. 11,16 (gute Wohnlage) /qm. Aufgrund der Wohnungsknappheit werden die wenigen angebotenen Wohnungen – meist kein Neubau, also laut Mietenspiegel um einiges günstiger – aber eben meist zwischen 12,- Euro und 15,- kalt vermietet. Da die Angebote nach 1-3 Stunden wieder aus den Internetbörsen verschwinden, gibt es offenbar auch zu diesem Preis genügend Interessenten. Zudem strömen viele potentielle Käufer auf den Mietmarkt, da es auch im Eigentumssektor einen starken Nachfrageüberhang gibt.
    Um zu zeigen, dass ich nicht maßlos übertreibe, ein konkretes Beispiel: Ich habe heute von der Wohnungsbaugenossenschaft, in der ich Mitglied bin (ich bin dort seit vier Jahren auf der Warteliste für eine größere Wohnung), ein Angebot für eine Neubauwohnung mit 75qm unterm Dach erhalten (überall Schrägen und Veluxfenster, in jedem Raum mehrere Stützpfeiler, kein Fahrstuhl) – für 12,50 Euro /qm kalt. Hierbei handelt es sich wohlgemerkt um das Angebot einer gemeinnützigen Genossenschaft.
    Wenn ich in ein paar Monaten in Elternzeit gehe und mein Partner dann noch keinen Job hat, bleibt uns ein festes Monatsbudget von ca. 1300,- Elterngeld, dazu kommen – nicht kalkulierbare – Einnahmen meines Partners aus freien Aufträgen, die in diesem Jahr auf Grund der Wirtschaftskrise extrem mager ausfielen.
    Ich überlasse es der geneigten Leserschaft, zu beurteilen, ob ich ein Luxusproblem habe. Ich selbst bin der Meinung, dass der einzige “Luxus”, den wir uns wünschen, eine Wohnung in einem Wohnviertel ist, das nicht in die Kategorien “Vorort” und “sozialer Brennpunkt” fällt. Ich lege keinen Wert auf Besserverdienerghettos (derzeit wohnen wir in einem sehr gemischten Viertel mit über 30% Ausländer- äh, Migrantenanteil und fühlen uns dort sehr wohl), aber ich habe auch nicht eine so qualifizierte Ausbildung hinter mich gebracht, um in einem Trabantenviertel zu wohnen.
    Ach ja, der “einfache” Kinderwagen Ihrer Eltern: Wir werden einen von Freunden ausleihen oder gebraucht kaufen – genau wie die übrige Erstausstattung, soweit möglich.
    So, und nun setze ich mich wieder an meine Dissertation, denn arbeitswillige Anwälte gibt es wie Sand am Meer, und man ist ja sooo leicht zu ersetzen – einen billigeren und jüngeren kriegt der Arbeitgeber immer. Eine bessere Bezahlung erreicht man (besonders als Frau mit dem Handicap, eventuell Kinder zu bekommen) kaum ohne zusätzlichen Titel, Juristin wird das bestätigen können.
    @ Don Carlos:
    Für Sie freue ich mich, dass Sie Ihren Geist nicht unter spartanischsten Lebensumständen verschwenden müssen wie so viele Ihrer Mitmenschen. Um mal bei den Anwälten zu bleiben: Es gibt viele, die weniger verdienen als ich. Mal abgesehen von denen, die nach dem Examen gar nicht erst einen Job finden und gezwungenermaßen selbständig werden – von denen verdienen sich nicht wenige mit Aushilfsjobs etwas dazu. Und das sind nicht nur die Kandidaten, die mit Hängen und Würgen die Hürde der Examina genommen haben. Volljuristen verdienen übrigens bei den Big Four (!) als Berufseinsteiger inzwischen teilweise weniger als 3000,- / Monat brutto.

  280. Anwältin, ich bedaure das...
    Anwältin, ich bedaure das sagen zu müssen, aber wenn gemeinnützig mieternützig wäre, würden die das auch so nennen.

  281. Ich habe den Text gern...
    Ich habe den Text gern gelesen, da mir ein paar Puzzlestücke fehlen, um ein guter Vater zu sein und damit wir hoffentlich irgendwann wieder zusammen ziehen. Ansonsten, ist das Leben wieder allein sehr angenehm. Ich sehe die Kleine sehr gerne und ihre Mutter gibt mir sehr viel inneren Halt.

  282. Es war kein wirkliches...
    Es war kein wirkliches Entsetzen, als ich heute Abend feststellte, dass meine Ohrlöcher nun endgültig zugewachsen sind. Aber sind Perlenohrringe nicht Erbstücke, die man keinem Schmuckkästchen vererben kann? Hoffen wir, dass das Erstgeborene ein Mädchen wird.

  283. anwältin, ich weiß, was...
    anwältin, ich weiß, was askese ist. aber ich kann auch implizit aufwand-nutzen-kalkulationen aufstellen, die mir sagen, wenn mein finanzielles potential für bestimmte regionen nicht ausreicht. der rest ist akzeptanz der realität und eine gewisse überheblichkeit, mich nicht an unterbietungswettstreits zu beteiligen. es hat alles seinen preis – auch sich billiger zu verkaufen als andere.

  284. @Anwältin:

    "Um mal bei den...
    @Anwältin:
    “Um mal bei den Fakten zu bleiben: Ich verdiene ca. 40.000,- BRUTTO p.a., und es wundert mich sehr, wie Sie von einem Monatsnettogehalt von ca. 2000,- auf 50.000,- Jahresbruttogehalt schließen.”
    Ich muss da nicht schliessen sondern nur meinen eigenen Gehaltszettel ansehen. In Steuerklasse 1 oder 4 müssten sie 46.000 Euro Jahresbrutto verdienen um netto auf 2000 Euro zu kommen. Wie es bei Ehegattensplitting und Steuerklasse 3 aussieht weiss ich zwar nicht, die Rechner im Internet kommen aber auf ähnliche Werte, weswegen ich ihre Zahl auch gerne glaube.
    Mir ging es auch weniger darum ihren Lebensentwurf zu kritisieren sondern ich habe lediglich darauf hingewiesen, das sie mit einem solchen Gehalt bereits laut offizieller destatis Statistik der Einkommensverteilung zu den oberen 25% der deutschen Bevölkerung und laut Definition des DIW zur Oberschicht (da darf jetzt jeder gerne mal drüber lachen) gehören.
    Gesamtwirtschaftlich gesehen liegt der durchschnittliche Bruttoarbeitslohn aus unselbstständiger Arbeit bei 23.000 Euro (alle Arbeitnehmer) bzw. 32000 Euro (nur Vollzeitbeschäftigte) mit Medianen von 20.000 bzw. 30.000 Euro.
    Zitat “…Danach gehören nur 60 Prozent der Menschen in Deutschland noch zur Mittelschicht mit monatlichen Nettoeinkommen zwischen 860 und 1.844 Euro (…). Stark gestiegen ist vor allem die Zahl der Menschen mit niedrigem Einkommen, von 18 Prozent 2000 auf fast 22 Prozent 2009.
    Ich möchte auf den Rest ihres Posts nur ungern näher eingehen, erstens weil es mir nicht darum ging sie zu einer öffentlichen Rechtfertigung zu nötigen und zweitens weil ihr Alltag kein Außergewöhnliches Schicksal darstellt sondern in Akademikerkreisen Normalität.
    Wir können uns umgekehrt gerne über die aktuelle Situation der Ingenieure und Informatiker in Deutschland unterhalten (wo Firmen wie Siemens mit einer Zeitarbeiterquote von 70% über Fachkräftemangel jammern)
    Es würde dennoch kaum etwas ändern. 75% der deutschen Bevölkerung lebt von weniger Geld als sie. Über 50% von deutlich weniger. (50% deckt etwa den Bereich von 0 – 30.000 Euro Brutto ab).
    Ich weiß selbst das man trotz dieser Tatsache kein Luxusleben führt, es bringt mich aber trotzdem wieder auf das Thema Ansprüche zurück. In den restlichen 75% der Bevölkerung gibt es genug Familien die Kinder in die Welt setzen.
    Wenn sie sich trotz vergleichsweise guter finanzieller Situation schon außer Stande sehen eine Familie zu versorgen hat Deutschland als Staat ein riesiges Problem und eigentlich müssten wir eine Diskussion Pro/Contra Kinder nicht führen. Keine Kinder zu haben wäre dann nämlich absoluter Mainstream.
    Da dies nicht der Fall ist deckt sich ihr eigener Anspruch an eine notwendige und hinreichende finanzielle und soziale Situation fürs Kinder großziehen eben nicht mit der Realität.
    Andere Familien, die von ähnlichen Löhnen leben müssen, tun dies schon lange nicht mehr im Kerngebiet einer Westdeutschen Großstadt sondern sie wohnen eben an Orten wo man dann doch “mit 2-3 Stunden Fahrtweg zur Arbeit und zurück” zurechtkommen muss oder eben einem Wohnviertel der Kategorie “Vorort” oder “sozialer Brennpunkt” fällt.
    Ich könnte mir von meinem Gehalt München auch nicht mehr leisten, deshalb wohne ich auch nicht dort. Ich kenne Familien mit deutlich höherem monatlichen Einkomme als ich die teilweise von Augsburg oder Ingolstadt aus nach München pendeln (150 km einfach).
    Andere Familien in ihrer Situation finanzieren sich das durch absolut schmerzhafte Einschnitte in den persönlichen Lebensstil.
    Worauf ich hinaus will ist folgendes: Das was sie gerade erleben war auch bereits vor 20 Jahren Alltag. Glauben sie meine Eltern hätten sich ihren Kinderwagen selbst neu gekauft? Auch damals hat man sich das benötigte bei Freunden, Verwandten oder der eigenen Familie geliehen (oder wurde beschenkt) hat den Hausbau nur gestemmt weil man zu großen Teilen in Eigenleistung gebaut hatte und nahm den ersten Urlaub im Ausland als die Kinder schon zweistellige Alter erreicht hatten.
    Das macht ja gerade die Absurdität aus die DA in diesem Artikel so treffend beschreibt. Stellen sie sich einfach mal vor das auch Familien mit Bruttoeinkommen weit jenseits der 70.000 Euro die gleichen Argumente vorbringen wenn es um die Gründung einer Familie geht.
    Ich möchte sie wirklich nicht persönlich angreifen und wollte ihre Beschreibung eigentlich nur beispielhaft für viele ähnlich gelagerte Wortmeldungen zitieren.
    Ihre Beschreibung der Lage zeigt mir aber vor allem eines was sie vermutlich nicht sehen mögen. Sie können sich Kerngebiet Hamburg schlicht und ergreifend nicht leisten, der Rest ist wie Don Carlos treffend bemerkt hat: “Akzeptanz der Realität”
    Ansonsten bleibt es mir nur erneut darauf hinzuweisen, dass sie bereits zu einer sehr exklusiven Gruppe gehören, die Wahrscheinlichkeit noch wesentlich mehr als bisher zu verdienen mit zunehmendem Bruttobetrag also schon exponentiell abnimmt.
    Ab 60.000 Euro Brutto befinden sie sich nämlich bereits unter den oberen 5%
    Diese Tatsache sollten sich alle Mitdiskutanten zu Herzen nehmen wenn sie die Widrigkeiten der Kindererziehung diskutieren. Die meisten wären nämlich – nähme man Sarrazins Thesen wörtlich – auf der falschen Seite seiner Thesen da auch für ihn förderungswerte Familien erst dort beginnen.
    Einstiegsgehälter der Big Four für Potentials mit Prädikatsexamen (Ich weiß es gibt offiziell keines mehr aber sie wissen was ich meine) liegen im übrigen nach wie vor bei 89.000 Euro und aufwärts. Für das Gehalt sitzen sie aber auch Montag bis Samstag 9:00 – 22:00 Uhr in der Kanzlei.

  285. @Anwältin: In Lübeck oder...
    @Anwältin: In Lübeck oder Lüneburg ist es günstiger als in HH – so ist das nunmal am Mietmarkt. Da Sie ja scheinbar noch am Anfang Ihrer Karriere stehen gehts ja auch mal ein paar Jahre als Pendlerin im Öpnv. Irgendwann passt dann auch Ihr Gehalt zu Ihren Ansprüchen oder umgekehrt.

  286. Wenn ... ich einmal reich...
    Wenn … ich einmal reich wär’ … dadideldideldideldum …
    Entscheidend ist doch das derzeitige Haushaltsnettoeinkommen. Zwei Erwachsene plus – vermutlich – ein Kind. Da sind so um die 1.300 EUR (zzgl. Kindergeld) wahrlich nicht viel. Im Zustand einer Schwangerschaft nicht gerade mutmachend.
    Aber es ist natürlich viel einfacher erstmal reinzuhauen, oder? Was möchtens denn gerne – ein bißerl Sozialhäme oder ein bißerl Sozialneid? Das ganze gemischt mit ein bißerl Viertelwissen und umgekehrt proportional dazu die Überheblichkeit?
    Die “Big Four” (KPMG, PwC, Deloitte, Ernst & Young) haben im Vergleich zu großen RA-Kanzleien eher niedrige Einstiegsgehälter (schon richtig: um die 40 Ts p.a. – aber zzgl. Boni). Dieselben Arbeitszeiten natürlich. 3.350 EUR brutto / Monat -> 2.000 EUR netto /Monat. Warum? Weil das WP-Examen winkt …

  287. @Juristin: Einfach loslegen -...
    @Juristin: Einfach loslegen – es kommt nicht aufs Einstiegsgehalt an sondern auf die “Gehaltsverdoppelungszeit in Jahren”. Da sind Sie als Buchhaltungs- und BWL-affine Juristin (bevorzugt mit Banklehre und Auslandspraktika) bei den Big Four nicht schlecht aufgehoben. Wenn Sie sich allerdings bereits vor dem Einstieg unterbezahlt und von 10 bis 12 Stunden Tagen auf Dauer überfordert fühlen, werden Sie selbst die erste Verdoppelung kaum erreichen. Bei den Big Four werden Sie voraussichtlich in den ersten 10 Jahren (in der jährl. Prüfungssaison) mindestens die Hälfte der Zeit in Hotels abseits von Heim, Brut, Bett und Herd zubringen.

  288. @ Juristin 17:21 :
    Wenn Sie...

    @ Juristin 17:21 :
    Wenn Sie persönliche Verhältnisse offen, ehrlich und ungeschönt preis geben, dann machen Sie sich extrem angreifbar für Spott, Hähme und “unter dem Gürtel” Attacken. Wenn Mann/Frau schon nichts gutes zu schreiben hat, dann kann man sich selbst immer noch bissel grösser fühlen, indem man sich auf die stelt, die man vorher umgetreten hat.
    Nehmen Sie es nicht so persönlich, es scheint mir Teil einer deutschen Mentalität zu sein (nicht DER deutschen Mentalität).

  289. @Anwältin: Boah, die Mieten...
    @Anwältin: Boah, die Mieten in Hamburg sind ja echt übel…
    Könnten Sie sich denn vielleicht vorstellen in etwas provinziellere Gefilde umzusiedeln? Hier im Saarland z.B. kann man sehr günstig wohnen; mein Mann und ich zahlen für eine 100qm Maisonette-Wohnung (in einem Mehrfamilienhaus, gebaut in den 80ern) warm 550€ im Monat. Wir verdienen zwar auch etwas weniger (er ca. 40.000 € im Jahr, ich 33.000 €), aber das ist angesichts der Mieten quasi schnell wieder ausgeglichen…
    Ich wünsche Ihnen übrigens trotz aller Widrigkeiten eine schöne Schwangerschaft und Elternzeit!

    Übrigens finde ich Arbeitszeiten von 9.00 – 22.00 Uhr nicht nur unmenschlich, sondern auch ineffizient. Niemand kann mir erzählen, dass man mehr als 8 Stunden am Tag wirklich produktiv arbeiten kann.
    @Holly01: Sie sprechen leider sehr wahre Worte.

  290. @unellen: es nützt einem...
    @unellen: es nützt einem nichts, eine billige Wohnung zu haben, wenn an dem Ort weder Arbeitgeber noch Kundschaft zu finden sind, und man sich folglich am Arbeitsort noch mindestens ein Zimmer erhalten muß, zusätzlich zu ermüdender und teurer Fahrerei.

  291. Was hat es mit Häme oder Neid...
    Was hat es mit Häme oder Neid zu tun? Heutzutage ist ein Studium leider keine Garantie für ein sorgenfreies Leben im Luxus. Man kann das beklagen, man kann versuchen einen Lebensstil zu führen für den man kein Budget hat oder man akzeptiert es einfach.
    Noch dazu, wenn man trotz der Situation für deutsche Verhältnisse gut dran ist.
    Außerdem KPMG, PWC? ich hätte bei Anwälten eher an Freshfields und Co. gedacht?

  292. Ich kann nur für meine...
    Ich kann nur für meine Branche sprechen, und da gibts genug Arbeit. Bezüglich Fahrzeiten zur Arbeit: Mein Mann braucht 10 Minuten (mit dem Rad) ich 20 Minuten (mit dem Auto). Aber wie es mit Stellen in der Rechtsbranche aussieht weiß ich natürlich nicht. Das Saarland ist ja mehr ein Industriestandort.

  293. @unellen: wenn Sie solche...
    @unellen: wenn Sie solche Fahrzeiten haben, haben Sie sich Ihren Wohnort _sehr_ passend ausgesucht. Da kann man Sie nur beglückwünschen.
    @Jeff Kelly: mpf, Studium ist heute ungefähr das, was vor 40 Jahren Realschulabschluß war.

  294. Ich muss zum Arbeitsplatz nur...
    Ich muss zum Arbeitsplatz nur vier Zimmer weit gehen – mit dem eigentümlichen Gefühl, dass ich Sie alle irgendwie immer bei mir zuhause habe.

  295. @colorcraze: Ja, ich bin da...
    @colorcraze: Ja, ich bin da auch sehr froh drüber. Man muss aber dazusagen, dass ich dafür in einem absoluten Kaff wohne (was nach Meinung vieler Saarländer auch unter “ganz schlechte Gegend” fällt, weil “türkenverseucht”. Dabei gibts grade mal 3 Dönerbuden, davon zwei in Gehreichweite. Das ist für mich sozusagen das Dönerbudenminimun ;-)). Kulturell ist natürlich leider nicht viel los hier, da muss man halt ab und zu nach Luxemburg fahren.

  296. Im Zuge der Diskussion habe...
    Im Zuge der Diskussion habe ich mir mal den letzten Bericht der Bundesregierung vorgenommen. Das mal als Follow-Up zur Diskussion, da mich der Vorwurf des Neids doch etwas ärgert.
    Mal ein paar interessante Zahlen (Stand wenn nicht anders angegeben leider 2005).
    Durchschnittseinkommen aller Beschäftigter 23.000 Euro (Median 20.000), Durchschnittseinkommen aller Vollzeitbeschäftigten 33.000 Euro (median 30.000 Euro).
    Armutsgrenze liegt somit bei 10.000 (50% des Median) und die Niedriglöhne beginnen bei 13.200 Euro (2/3 des Median).
    Rechnet man nur Vollzeitbeschäftigte wären es immer noch 15.000/19.800.
    Gleichzeitig gingen “unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, die zwischen 1,1% und 2,0% variierte, die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer real zwischen 2002 und 2005 von durchschnittlich 24.873 Euro auf 23.684 Euro um 4,8% zurück”
    Die Mittelschicht ist definiert als 50% bis 150% des Median, die Mittelschicht belegt also laut Definition den Bereich von 10.000 – 30.000 bzw. 15.000 bis 45.000 Euro Brutto. Das ist schon mal an sich keine homogene Gruppe.
    Gehen wir für die weiteren Betrachtungen einmal von der positivsten Betrachtungsweise aus und nehmen nur die Werte für Vollzeitbeschäftigte und verwenden statt des Medians den Durchschnittswert so würde die Unterschicht als die Gruppe definiert, die zwischen 0 und 16.500 Euro pro Jahr verdient, die Mittelschicht als Gruppe die zwischen 16.500 und 49.500 Euro und der Rest wäre Oberschicht.
    Das ist Welten von der Definition des Begriffs “Mittelschicht” entfernt wie ihn Journalisten und Autoren meiner Meinung nach begreifen. Nähme man an dieser Stelle Sarrazin beim Wort so bezöge er sich bei seinem Buch in weiten Teilen auf die Mittelschicht, wo er die Unterschicht meint und auf die Oberschicht, wo er die Mittelschicht meint.
    Mithin käme niemandem der im Moment Partei für Sarrazin ergreift in den Genuss seiner Ideen.
    Der Begriffskanon ist längst überholt insbesondere wenn man sich einmal anschaut was man sich heutzutage selbst mit > 45.000 Euro Brutto alles noch und was nicht mehr leisten kann.
    Dabei befinden sich fast 29% der Deutschen im 10. Dezil der Einkommensverteilung. (d.h nimmt man alle Einkommen und teilt sie in 10 gleichgroße Happen so haben 29% aller Deutschen gerade mal einen Anteil von 10% am Gesamteinkommen). Die unteren 50% der Einkommensverteilung (bis Dezil 5) verteilen sich auf 82% der Deutschen. Die Restlichen 50% verteilt sich auf 18% das ist jetzt Stand 2008).
    Das heißt 82% der Deutschen machen gerade einmal 50% der Bruttoeinkommen aus, 18% die restlichen 50%.
    Berechnet man zu den Dezilen die Durchschnittsverdienste stellt sich folgendes Bild dar.
    10. Dezil 1700 Euro
    5. Dezil 21.000 Euro
    3. Dezil 35.000 Euro
    2. Dezil 43.000 Euro
    Das bedeutet, dass die Mittelschicht laut Definition die Dezile 7 bis 2 belegt was insgesant einem Anteil von 38,8% der Deutschen ausmacht, 0,5% wären dann im 1. Dezil und die Unterschicht wären dann laut Definition 60% der Deutschen. Ist natürlich ein wenig Milchmädchengerechnet aber daran sieht man schon mal wie wenig diese Termini aussagen.
    Umgekehrt bedeutet das auch:
    mit 34.000 Euro Bruttoeinkommen gehören sie bereits zu den oberen 12,5% der Deutschen, mit 42.000 Euro Bruttoeinkommen zu den oberen 6,5%.
    Alle Zahlen natürlich nur wenn man die Vollzeitbeschäftigten rechnet, rechnet man alle Einkommen sehen die Zahlen anders (und die Beträge niedriger aus)
    Nie sah ich so deutlich, dass Deutschland ein echtes Niedriglohnland ist.
    Die Zahlen zeigen eines deutlich: Eine Mittelschicht so wie sie in den Köpfen vieler Deutscher begriffen wird (insbesondere auch Journalisten und Politiker) exisitiert schon nicht mehr, die Bevölkerungsgruppe die laut Definition der Mittelschicht angehört macht auch nur noch knapp 35% der Bevölkerung aus, wobei der überwigende Anteil dieser Gruppe unter 30.000 Euro pro Jahr verdient.
    50% des Gesamteinkommens verteilen sich auf 18%, 10% des Gesamteinkommens auf 50% und der Bereich dazwischen wird immer kleiner.
    Dabei ist von der oft behaupteten “Spaltung” der Mitelschicht nichts zu sehen, der Anteil an Mittelschichtler die in die Oberschicht aufsteigen ist verschwindend gering im Vergleich zu den breiten Teilen die in die faktische Unterschicht absacken.
    Die Vermögensverteilung ist übrigens noch krasser.
    Quellen:
    http://www.bmas.de/portal/26742/property=pdf/dritter__armuts__und__reichtumsbericht.pdf

  297. @unellen: haha, klingt ja wie...
    @unellen: haha, klingt ja wie mein Herkunftsort. Diese kleinen Industriekäffer sind sich doch alle gleich *gg*. Ja, dort ist es auch recht langweilig. Dafür hatten meine Eltern mit ihrem Haus mit angebauter Werkstatt seit Geschäftsgründung Arbeitswege wie DA zu seinem Blog.
    @Jeff Kelly: jetzt haben Sie also rausklamüsert, warum die einigermaßen gutausgebildete Mittelschicht auf der Flucht ist. Nun ja. Man merkts auch ohne Zahlen.

  298. Ich wusste das auch ohne...
    Ich wusste das auch ohne Zahlen, hier im Thread scheint sich das nur noch nicht rumgesprochen zu haben

  299. Jemand mit der Lebensaufassung...
    Jemand mit der Lebensaufassung des Don könnte womöglich Freude daran haben, auf die Betrachtungen und Argumente von Kierkegaards Verführer zurückzugreifen.
    .
    Aber Vorsicht! Denn eines scheint ja vollkommen ausgeschlossen: Dass der schwindelfreie Ästhet Johannes, als er zu seiner Cordelia fuhr, oder Cordelia, als sie sich ihrem Johannes hingab, an Hygiene gedacht haben könnten.
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    Entweder oder? Weder noch!

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