Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Zukunftsfähigkeit der Lokalfürsten

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Vielleicht geht es bei Stuttgart21 gar nicht um Bäume oder Bahnhöfe, um geschönte Gutachten und explodierende Kosten: Vielleicht geht es um den Klassenkampf von Bürgern, die ihre Ruhe haben wollen, gegen andere Bürger, die mobil, effizient und schnell sein wollen. Dazwischen in schlecht sitzenden Anzügen, fettfleckigen Hosen und ohne einen passablen Friseur: Die Lokalfürsten, die von den einen gewählt und von den anderen für zukunftsfähig gehalten werden wollen.

Wir haben alle Vorteile der Kleinstadt gegen alle Nachteile der Grossstadt eingetauscht.
Mein Musikalienhändler

Ich gehe auf einen beliebigen Empfang in einer fremden Stadt. Gleich neben dem Buffet hanswurstet ein immer noch geschmacklos, aber für seine Verhältnisse halbwegs zivilisiert aussehender, lokaler Würdenträger herum, und möchte die grosse Welt willkommen heissen. Letztere ist, da zumeist fremd, reichlich desorierntiert und teilt sich in zwei Gruppen auf: Jene, die den Abend unter sich zu bleiben gedenken und jene, die niemanden so richtig kennen und deshalb allen die Hand hinstrecken, die sich nicht schnell genug abwenden, was in dem Gedränge unmöglich ist. Wie heissen Sie ne kenn ich nicht ich schau dann mal ob da jemand ist den man sonst so kennt und rempelt sich weiter. Geh nach rechts, Mann! Da ist der lokale Würdenträger! Mit dem wirst du dich blendend verstehen. Du und der lokale Würdenträger, ihr seid die armen Würstchen des Abends: Du bist fremd. Und der lokale Würdenträger muss einen Ort repräsentieren, der niemanden interessiert und den die meisten bald, drei Kreuze und Davidsterne* in jüdisch-christlicher Tradition oder wie das heute heisst schlagend verlassen. Solange kann er aber der fremden Wurst die Hand schütteln, ein Bild machen lassen, und, wenn er am Ende vielleicht heruasgefunden hat, wer dieser Typ denn war, sagen: Ach ja, damals war ja der Dingens aus Bummens da, sehr netter, kluger Mann. Und Die fremde Wurst kann im sich als Metropole ausgebenden Slum sagen: Äh, ja, da war auch noch dieser komische Typ vom Regionalmarketing, retardierter Simpel, aber beim nächsten Buch vielleicht ein guter Kontakt zum Literaturhaus.

Bild zu: Die Zukunftsfähigkeit der Lokalfürsten

Dergleichen ahnt vielleicht der Würdenträger, aber statt das zu tun, was seine Vorgänger getan hätten – das Öl erhitzt, die Stadttore verrammelt und ein paar zwielichtige Typen, Bankster und Popliteraten mit zu vielen Kontakten nach draussen im Gefängnisturm verrotten lassen – beginnt mit dessen flauem Gefühl am nächsten Morgen die Erkenntnis, dass sich die kleine Stadt diesen weltgewandten, händeschüttelnden Würsten, die hier niemanden kennen und morgen woanders auch keine Kontakte haben, die Anwesenheit zu erleichtern. Denn solange der Fremde nicht gerade aus einer Schicht kommt, die Herr Sarrazin nicht leiden kann, steht er für jene grosse Welt, für den globalen Zusammenhang und damit auch die Zukunftsfähigkeit, an der teilzuhaben heute dem Lokalfürsten so wichtig ist, wie dem Verleger das E-Book-Projekt.

Und so kommt es dann, dass sich so ein Schüttelschorsch, wie wir in Bayern sagen, plötzlich nicht mehr als Lokalfürst gut genug ist, sondern sich an einer Magistrale fühlt. Dass er sich erträumt, die Welt käme in sein Kaff, wenn die Wege dorthin nur schnell und hindernisfrei sind. Die Stadt solle Teil eines grösseren Ganzen werden, Brücke von Ort A, wo man das Kaff nicht kennt, nach Ort B, wo man kein Geld für so eine Reise hat – also ungefähr so wie die Welthauptstadt des Schwabentums Stuttgart zwischen Paris und Bratislava. Da rodet man bekanntlich ein paar Bäume und haut an deren Stelle Schüler ungespitzt in den Boden. Da gibt man den alle Wege beendenden Kopfbahnhof einer grossen, bedeutenden Stadt auf, und macht sich zur Durchgangsstation. Zukunftsfähigkeit nennt sich das, und alle vom Bau profitierenden Wirtschaftsgrössen und deren Politiker finden das wichtig. Nicht mehr im Weg stehen, sondern der Globalisierung den Weg freiräumen.

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Es ist ein erstaunliches Geschäft, das die Lokalpolitik da betreibt: Für den scheinbar wichtigen Anschluss an die Welt werden die Sorgen und Bedürfnisse und Gelder der eigenen Bürger gerne ganz hinten angestellt. Aber keiner der durchrauschenden Weltbürger wird je dort kurz aussteigen, den Verantwortlichen die Hände schüttel und sagen: Danke für diesen schönen Bahnhof! Danke für die drei Minuten, die ich jetzt schneller durch Euer Kaff bin. Warum auch: Die wollten das genau so. Die Weltbürger, die der Likalfürst im Kopf hat, kommen nicht nach Stuttgart, um zu sagen: Endlich! Stuttgart! Sie kommen, um so schnell wie möglich wieder weg zu sein. Die Weltenbürger begreifen das als Selbstverständlichkeit: Eine Subvention ihres Lebensstils, ihrer Geschwindigkeit und Heimatlosigkeit. Mit etwas Glück sagen sie sich vielleicht noch: Von einer Firma, die den Staat bei Milliardenkosten immer noch dazu bringt, seine Bürger zusammenzuschlagen, kann man durchaus Aktien kaufen. Auch wenn noch einiges zu einem Petrolkonzern fehlt, dessen Manager in Afrika Staaten dazu veranlassen, ihre Kritiker umzubringen: So ist das mit der Globalisierung, Baby.

Auf der anderen Seite stehen die, die eher bleiben, Häuser bauen und dort alt werden möchten, und die durchaus wissen, dass ein nachgepflanzter Baum länger als ihr Leben brauchen wird, um wieder ein alter Baum zu werden. Für einen Durchrasenden ist ein Baum nur ein grüner Streifen vor dem Fenster oder ein Hindernis, für den Bleibenden dagegen so etwas wie die Zukunftsfähigkeit seines eigenen Ortes. Aber genau diese Erkenntnis scheint Lokalpolitikern beim Händeschütteln mit Auswärtigen abhanden gekommen zu sein. Das passiert heutzutage oft, wenn sie in den richtigen Westvierteln wohnen und in Städte verreisen, wo sie befürchten müssen, von Anwälten, Beratern, Finanzfachleuten, Lobbyisten und all den anderen Funktionsvortäuschern als Dorfdepp behandelt zu werden. Das eigene Westviertel und die Anerkennung der Welt sind wichtig, der Rest ist das Problem derjenigen, die nicht in guter Lage wohnen.

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Im Mittelalter, jener Zeit, aus der Siena stammt, die Stadt, die hier auf den Bildern zu sehen ist, gab es Mauern und Tore. Unter den Toren musste jeder unterschiedslos durch, sich gleichsam wie unter einem Joch beugen, und wenn er das Wappen oben in der Mauer passiert hatte, stand er unter dem Recht der Stadt, die er betreten hatte. Man mag das heute vielleicht reaktionär finden, und das ist es vermutlich auch: Daraus entsprint bis heute diese in Siena überdeutliche, aber auch andernorts übliche Haltung, dass dies hier nicht die Stadt aller, sondern die Stadt der Bürger ist, in der man sich zu benehmen habe, wenn man fremd ist. Der Durchreisende – und jeder flotte Manager auf dem Weg zum Termin ist das mehr als jeder Asylbewerber – muss sich eben den Interessen derer unterordnen, die hier dauernd leben müssen. Das fängt damit an, dass man keine Kippen auf den Boden wirft, und endet damit, dass man den Ort der anderen nicht als störendes Hindernis beim Rasen, sondern als Bereicherung betrachtet – oder wenigstens so tut. Alles andere ist schlechtes Benehmen.

So wie die Haltung jener, die mit dem eigenen ICE gerade durch die Stuttgarter Kinderstube Richtung Stuttgart21 donnern wollen. Um das nicht zu verstehen, oder nicht nachvollziehen zu können, muss man schon sehr im Beschleunigungsraum der Globalisierung gefangen sein. Oder an eine Zukunft glauben, die nur die eigenen Interessen und die der eigenen Klientel im Auge hat, und nicht die Belange derer, die in den Lehrbüchern der Ökonomie ohnehin nur noch als Kostenfaktoren und in den Powerpoints der PR als Ziel von Influence definiert werden. Daraus erwächst diese ebenso einfache wie dummdreiste S21-Logik: Wenn Ihr jetzt nicht spurt, bauen sie in Korea, China oder Bahrein den Bahnhof auf ein paar Minuten Zeitersparnis um, weshalb alle Firmen dorthin ziehen und ihr, das Bürgertum, werdet arbeitslos sein. Eure Kinder werden keine guten Schulen mehr haben und im Internet mit alten Säcken reden, eure Häuser werden von Arabern übernommen und überhaupt geht damit das jüdischchristliche Erbe unter. Deutsche Demonstranten schaffen Deutschland ab.

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Dass man in München den Wahnwitz des vor allem für die mobile Elite geplanten Transrapids zwischen Bahnhof und  Transrapid bürgerschaftlich verhindert hat, hat bislang übrigens noch nicht zum Niedergang von München, sondern allenfalls der dafür einstehenden CSU geführt. In Italien verrammelt jede klügere Stadt seit längerem die Tore für den Autoverkehr, und die Touristen kommen trotzdem, ja, sie geniessen es sogar, nicht über den Haufen gefahren zu werden. Noch nicht mal in den von der Umverteilung profitierenden Westvierteln schätzt man mobile Eliten, die hier einfallen, um das Ruder von jenen zu übernehmen, die schon vorher da waren. Für mobile Eliten und ihre Politiker und Journalisten mag es schwer verständlich sein, aber ihre Zukunftsfähigkeit, die sich darin begründet, dass sie und ihre Produkte überall so schnell wie möglich sein können, ist absolut nicht die Zukunftsfähigkeit der Bürger, die eigentlich dort zufrieden sind, wo sie gerade sind. Sonst wären sie nicht dort. Sondern vielleicht auf einem Empfang, wo sie nur mitleisdig den Kopf über den herumwurschtelnden Lokalfürsten schütteln können, der so gern zukunftsfähig wäre. Und nach der Zerstörung des Bürgertums vielleicht noch als kleines Rädchen im System der falschen Zukunft mitdrehen darf.

* copyright Kurt Tucholsky

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349 Lesermeinungen

  1. Seit einiger Zeit wird nicht...
    Seit einiger Zeit wird nicht mehr einfach nur vom christlichen Abendland, sondern gewissermaßen als Entschuldigung und politisch überaus korrekt, vom jüdisch-christlichen Erbe gesprochen. Ich habe mit Sicherheit nichts dagegen, möchte aber die Frage stellen, ob man diesen auffälligen Wechsel an einem bestimmten Datum, oder Ereignis festmachen kann? Vielleicht irre ich mich auch nur…

  2. <p>Christliches Abendland...
    Christliches Abendland heisst immer: Ich bin zu blöd, die Schattenseiten der letzten 1200 Jahre zu kennen.
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    Jüdisch-Christliches Erbe heisst oft mitunter: Ich finde es geil, mein Herrenrassentum so zu verkleiden, dass ich mich notfalls auf Deinen Antisemitismus rausreden kann, wenn Du mich für den stinkenden Fascho hältst, der ich bin. Dabei wird es schwer sein, einen Juden zu finden, der sich auf dieses angebliche Erbe berufen möchte: Als ob es noch nicht genug Geschlichtsklitterung und Fälschung in dem Bereich gegeben hätte.
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    Klar gesagt: Es gibt kein jüdisch-christliches Erbe. Die allerwenigsten, denen das aus dem Maul trieft, kennen vom Judentum mehr als die Kipah. Christentum und Judentum sind allein schon wegen der Frage des Messias absolut unvereinbar gewesen, und das Verhältnis hat sichvon 800 bis 1945 dann auch merklich verschlechtert, um es höflich zu formulieren.

  3. Nun ja, angesichts unseres...
    Nun ja, angesichts unseres eigenen Musiksaal-Debakels ist es natürlich arrogant, an Bahnhofs-Katastrophen andernorts herumzunörgeln. Aber wenn ich mal so nachdenke, hat die große Stadt am Neckar samt der ihr innewohnenden Industrie 3 (Protz-)Anläufe zur Globalisierung gemacht: Da war der Kauf eines maroden US-Autobauers durch ein bis dahin solides einheimisches Unternehmen, dann der Versuch des anderen einheimischen Autobauers, einen niedersächsischen Fußballvereinsbetreiber zu übernehmen, und jetzt, wo man mit den Autos durch ist, kommt noch der Milliarden-Versuch auf der Schiene. Aller guten Dinge sind eben drei! Da wir in letzter Zeit viel über Bücher gelesen und geschrieben haben, empfehle ich einen Blick in Barbara Tuchman, Die Torheit der Regierenden. Oder ein Goebbels-Zitat, wenn’s genehm ist: Die Dummheit der Menschen kann man gar nicht überschätzen. Wo er recht hat, hat er recht.
    Zu unserer Entschuldigung: Die hiesigen SdG haben sich zunächst auf die Schulreform konzentriert. Vielleicht kommt die Konzerthalle noch dran, wenn beim Innenausbau die richtigen Kostensteigerungen auftauchen.
    Schaun mer mal. K

  4. Naja, die Musikhalle, da...
    Naja, die Musikhalle, da könnte man doch, wenn sie unbezahlbar wird, ein paar Blindgänger aus dem 2.Weltkrieg hinbringen, sie in einem Megaevent mit Bürgermeisteransprache und Buffet sprengen und eine künstliche Insel daraus machen.

  5. cher don, merci!
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    Kalchas...

    cher don, merci!
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    Kalchas schneidet es an, mein bürgermeister bestätigt es am laufenden band:
    vorzeigeprojekte sind ein beliebtes spielzeug für das politisch tätige dorfdeppentum:
    hofiert, umgarnt, zum teil mit hotelgutscheinen, extramegapunkten fürs meilenkonto und zuweilen mit entgegenkommenden damen genötigt, dem schenkenden auch etwas gutes zu tun, um der bringschuld zu entkommen. und danach gibt es den nächsten reisegutschein…
    … nein? eine vollkommene täuschung?
    okay, dann geht es folgendermassen:
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    es säuseln im dämmern kurz vor dem einschlafen merkwürdige putti dem politikerchen zu, dass sich sein, s e i n name an der wand lesen wird, er, e r wird [{(mit-)}]verantwortlich zeichnen, unsterblich, u n s t e r b l i c h werden, die lorbeeren schweben ein –
    bis am nächsten morgen sich der lokaljournalist der grossen kreis(ch)zeitung bei ihm meldet, und ihm von der anderen seite her klarmacht, wie wichtig, w i c h t i g man sei, s e i, S E I!
    .
    und weiter dreht sich das hamsterrad der vermeintlichen eigenen
    importanz, wo impertinenz und impotenz sich im worte vermählen.
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    eigentlich jedoch sieht die ganze angelegenheit i.a. so aus:
    ‚many journalists have fallen for the conspiracy theory of government. i do assure you that they would produce more accurate work if they adhered to the cock-up theory.‘
    da wird gestolpert und gemacht, oder wie einer der altkanzler es formuliert hat: durchgewurschelt.
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    jetzt scheint es so auszusehen, dass s21 auf jeden fall nicht günstiger wird, aber ganz sicher anders. etwas.
    dafür teurer, nicht nur etwas, denn man müsse ja neu planen.
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    zum schreien fand ich das bild von w. sssitttler neben den landesgrössen.
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    die künstliche insel, lieber don, könnte es in s auch geben, wenn die gründlich murks bauen bei der grundwasserabsenkung u n d noch solche blindgänger hineinlegen.
    was der ww2 nicht hinbekommen hat, das müsste wenigstens jetzt doch zu schaffen sein…
    dann gibt es ganz viel tümpel für diejenigen polit-knall-frösche, die sich das wasser nie abgraben lassen.

  6. Mein lieber Scholli, da haben...
    Mein lieber Scholli, da haben Sie aber einen gewaltigen ……abgefeuert, den Ihnen so schnell keiner von den Supercowboys samt deren Superleitcowgirl (Dr.rer.nat.) ver-
    zeihen wird. Immerhin ist dies der Blog der großen Überregionalen hinter deren Gral nur kluge Köpfe anzufinden wären.

    Die Bonner Stadtduodezfürsten z. B. mußten seinerzeit, nachdem ihnen und dem Bund die Bürger die linksrheinische IC-Streckenführung über die Eifel vemasselt hatten, mit ansehen, wie danach rechtsrheinisch über den Westerwald via Siegburg und Montabaur das Bähnle sich seinen Weg durch die Walachei bahnte. Ab einer gewissen Assymptotenanäherung zum Grenzwert hin ist der sog. Zeitgewinn im Übrigen völlig irrelevant, wenn man bedenkt, daß z. B. die Schleicherei mit dem Taxi, der ausgefallenen Subway, dem Bus, Streiks in Paris oder sonstewo etc. am Ende der Adventurereise den eingefahrenen Supergewinn wieder, womöglich voll, zunichte machen. Siehe H. Kohl:…mann muß immer schaun was hinten raus kommt.

    Was geht eigentlich in den Hirnen von Politikern und beamteten Magistralenplanern vor, die vorgeblich nur unser Bestes im Sinne haben? Sie denken wohl noch immer in Großkategorien wie Volk ohne Raum (ha!) oder von Brest bis Wladiwostok. Infolge der demographischen Entwicklung seit der glorreichen Einführung der Pille schauts doch eh schon seit Langem ganz Mau aus im Staate. Von der jetzt erst voll ins Bewusstsein gerückten Zuwanderung aus fremden Kulturen und der im Großen gescheiterten Integration der Migranten einmal abgesehen. S. Ralph Giordano aktuell.

    Die Zukunftsfähigkeit liegt womöglich auf ganz anderen Gebieten? Wow, da fällt mir noch ein, wie die lieben Vorturner der Nation, um der Bildung nach dem schiefen Turm von Pisa, eine Beschleunigungs-Komponente verpasst haben, an der meine Enkel jetzt schon schwer zu kauen haben: Ein Jahr weggekürzt (gut aufgepasst im Bruchrechnen?) dafür Aufblähung des Stundenanteils/Tag zuungusten von Otium, Spiel
    und Sport. Die Litanei wäre eigentlich noch länger zu führen, es reicht für jetzt mal mit der Raunzerei.
    After this, please, now goes it loos, its all clear:
    http://www.youtube.com/watch?v=0zxYgXO-oGA
    http://www.youtube.com/watch?v=0Fksc1kzWz8&feature=fvw

  7. Ich sage nur ein...
    Ich sage nur ein Wort:
    .
    Stadtsparkassen!

  8. Bei S21 scheint doch der...
    Bei S21 scheint doch der einzige, wirklich spürbare Vorteil in den durch die Tieferlegung zu gewinnenden Bebauungsflächen zu liegen (für wen auch immer sich dieser Vorteil anschließend auszahlen wird). Alles andere klingt mir sehr nach Marketinggedöns. Das ist nur mein Eindruck, ich habe mich nie intensiv mit den Zahlenwerken befasst. Ich wüsste nur gerne, warum man, wenn man offensichtlich an manchen Orten so vehement einen Drang zur Tiefe verspürt, nicht bereit ist, die Erdverlegung von Hochspannungskabeln ebenso großzügig aus öffentlichen Töpfen zu subventionieren.

  9. Meine Herren Autofahrer!
    1)...

    Meine Herren Autofahrer!
    1) Muss ich jetzt mein Pseudonym ändern?
    2) Die „künstliche Insel“ in der Stadt gibt es schon: Odaiba in der Bucht von Tokyo. Ist schön, alles auf Müll aufgebaut und befestigt, der metabolische Distrikt. Es gibt sogar einen Park, einen McDoof, ein Schiff aus Beton (Maritimes Museum), ein SF-Gebäude mit Kugeletage und eine Freiheitsstatue (sic!). Was wollt ihr noch? Da kommt HH nicht hinterher…
    3) Funktioniert doch! Alle Fahren Bahn, der Shinkansen ist pünktlich, und das Fahrrad ist meist auch eine Option. Alle sind glücklich!
    4) Was die in Stuttgart brauchen, ist maln richtiges Erdbeben.
    5) Und kein Wort mehr über „Kostensteigerungen“. Wer zuerst die eigene Schuldenuhr überholt, hat gewonnen. Das sind derzeit immer noch die Amis, obwohl ohne ICE und ohne richtige Autos. Und ohne bikes.
    Viel Spaß im Ländle!

  10. Plindos, die kriegen das doch...
    Plindos, die kriegen das doch gar nicht mit, ist doch nur Internet.
    .
    Und was den Stuttgartern Bildung wert ist, hat man ja gesehen: verprügelt werden Schüler und nicht, sagen wir mal, bildungsferne Berliner Schichten, die weder wissen, was ein Salon im 18. Jahrhundert war, noch sich mit der spätrömischen Epoche auskennen.
    .
    Anderes schönes Beispiel: Steueroptimierte Fonds für Frachtschiffe, damit billiger chiniesische Kleidung und Schuhe importiert werden können…

  11. "und weiter dreht sich das...
    „und weiter dreht sich das hamsterrad der vermeintlichen eigenen importanz, wo impertinenz und impotenz sich im worte vermählen.“
    Beste Donna Laura, selten so gelacht!

  12. @DA
    Ob die Frage des Messias...

    @DA
    Ob die Frage des Messias so das trennende ist? Ich glaube mit Brox und all den alten Kirchengeschichtlern, dass das mit der Ermordung des Bruders Jesu, des Jakobus beginnt. So steht es zumindest in der Apostelgeschichte und damit fällt eines der Bindeglieder zwischen Griechisch und Hebräisch sprechenden Anhängern weg.
    http://www.hagalil.com

  13. Ich glaube, es ist vor allem...
    Ich glaube, es ist vor allem das „WTF?“ mit dem der Jude auf der Strasse diesen komischen Leuten begegnete, die irgendwann anfingen, mit den Heiden rumzumachen und schlecht über ehemalige Bekannte redeten.

  14. noch ein Nachtrag zum...
    noch ein Nachtrag zum christlichen Abendland. Mit Kurt Flach muss man Augustinus verstehen, denn dort wurde das Abendland geschaffen.
    Augustin. Einführung in sein Denken. Reclam, Stuttgart 1980, 3. Aufl 2003 ISBN 3-15-009962-5
    M.E. ist die größte Verherung, die Augustinus Denken hinterlassen hat, seine Aussagen zum freien Willen, aber vielleicht dreht man diese Fragestellung zurück und erklärt sie als das was es ist ein philosophisches Scheinproblem.

  15. Oder wie ich gestern im...
    Oder wie ich gestern im Fernsehen hoerte (sic!); Der Bahnhof bleibt oben, dafuer kommt Stuttgart unter die Erde.

  16. geschätzter Observator, es...
    geschätzter Observator, es war mir ein genuss, sie zu erfreuen!
    .
    lieber Plindos, ‚raum ohne volk‘ meinten sie wohl… wäre vermutlich praktischer und gerade im moment desiderat.
    .
    lieber Don Alphonso, korrekt. der blogbeitrag würde wohl erst bekannt, wenn er ausgedruckt, bunt markiert und in leids-folie in der mappe läge.
    .
    was war eigentlich noch mit der genialen idee des ppp?
    die waren ja alle froh, dass sie als die ersten in d diesen zungenbrecher aussprechen konnten (geil, ich kann’s! ich bin vorreiter! gggeil!).
    die gemeinden freuen sich heute noch…
    an einen haken hat keiner der gemeindekarpfen bei der powerpoint-präsentation (nein, ppp ist etwas anderes) gedacht.
    .
    (und ich habe mich immer bei den anhörungen im gr gefragt, wieso wird dieses lukrative geschäft denn angeboten, wenn v.a. nur die gemeinde den gewinn hat. tja, das kleingedruckte hätte man verstehen müssen. englisch hätte man können müssen, und das nicht nur dem überforderten justiziar zur geflissentlichen vor-entscheidung überlassen. auf bürger hört ja keiner; investigative zwischenfragen werden gar nicht gerne gesehen, man könnte die limitiertheit im eigenen hirnkastl bemerken.
    als gewählter will man ja nicht gequälter sein.
    ächz.)
    .
    dafür soff der haushalt ab, und mit ihm mindestens der stadtkämmerer.

  17. Stadtsparkasse? Dann koennte ...
    Stadtsparkasse? Dann koennte Ihnen auch das gefallen „Meeresfischzuchtanlage“, 600 km von der Kueste entfernt, im Saarland. Dafuer wurde von den Kumpanen sogar die Kommunalverfassung geaendert. Kostenpflichtiger Link (da Internet)
    http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&dox={6947664B-B96A-E377-84A5-79DE980331E8}&rub={EC1ACFE1-EE27-4C81-BCD3-621EF555C83C}

  18. DA@: Das ehemals sehr reiche...
    DA@: Das ehemals sehr reiche Erbe gab es schon, nur haben viele Menschen in Deutschland der Tat kaum mehr eine blasse Ahnung davon. Die traurige Geschichte begann in Deutschland schon lange vor Beginn des sog. III. Reiches. Von Beginn des 19. Jhdts. an sah es bis 1933 so aus als ob es zu solchen Bestialitäten wie zur Zeit der Kreuzzüge nie mehr kommen würde.
    Die Geister der Aufklärung liessen diese Hoffnung als berechtigt erscheinen.
    Schon im I. WK liess das HQ unter Ludendorff mit seinem Ukas, daß Juden nicht mehr zu befördern seien etc. erkennen wohin die Richtung gehen sollte. Der Nährboden war vorbereitet u. a. durch den Wagner-Clan oder dem Wiener OB Lueger.

    Im MA ging es zum ersten Mal los:
    Schon der erste Kreuzug gab eine Kostprobe davon, was danach im Zweiten folgen sollte.
    Der Bischof Albrand von Worms war wenigstens so anständig und hatte die jüdischen Bürger des Ghettos in seine Burg gelassen, als der 2. Kreuzzug mit seinen Banden im Gefolge von Pest und Cholera (welches den Juden angelastet wurde) gen Palästina walzte. Dennoch wurde die Burg schliesslich auch erobert mit allen grässlichen Folgen.
    http://www.ursulahomann.de/JudenInRheinlandPfalz/komplett.html
    http://www.geo.de/GEO/kultur/geschichte/4887.html?p=4

  19. Witzig ist ja auch dass der...
    Witzig ist ja auch dass der Reisende ein paar Kilometer vor unserer Spätzlesmetropole in einen Tunnel einfährt, dann an der U-Bahn Station namens HBF Stuttgart hält, und erst nach Kilometern wieder aus einem Tunnel ausfährt. Also hat man allenfalls den Aufmerksamkeitswert dass der Fragende sich darum bemüht was jetzt wohl da minutenlang über der Erde zu sehen war…
    Sienna hat sich doch auch so ein Mega Bauobjekt geleistet. Ich glaube mich noch zu erinnern dass der Dom wohl viermal so groß geplant war und letztlich viel kleiner gebaut wurde. Da hat damals einfach das Geld gefehlt. Das wäre doch auch einmal eine schöne Geschichte lieber Don – die bestimmt eine Entsprechung in der heutigen Zeit findet…
    Ich freue mich schon darauf dass die Grünen die stärkste Landtagsfraktion stellen werden…
    …kann man sich wirklich darauf freuen? Nein, denn werden sie ebenfalls in die Spätzle-Connection eingegliedert…

  20. Don,
    besten Dank für Ihre...

    Don,
    besten Dank für Ihre Ausführung, meine Frage bezieht sich allerdings mehr auf den Zeitpunkt des Wechsels der Begriffe.
    Ich meine festgestellt zu haben, dass seit der lauten Diskussion um Sarrazin die politische Klasse sich um die neue J-C Phrase bemüht – im Sinne von: „So kommet Muslime, Juden und Christen wollen euch in die große Gemeinschaft aufnehmen!“.
    Das ist Anbiederei, und mir deswegen suspekt.

  21. Soweit ich das sehe, ist das...
    Soweit ich das sehe, ist das einzige, was wirklich gegen S21 spricht, der Preis! Natürlich gibt es demokratisch legitimierte Entscheidungen, aber die waren eben auch auf Grundlage eines geringeren Preises getroffen als tatsächlich dann irgendwann anfallen wird. Prinzipiell sind Kopfbahnhöfe aber Sch*** – es sind nämlich eben nicht „drei Minuten“, die am Ende verloren gehen, soncern i.d.R. deutlich mehr; Die Lok muss häufig umgekoppelt werden, bzw. zumindest die Fahrtrichtung gewechselt, oft muss man umsteigen, was bei der Unpünktlichkeit der Bahn auch nur zu Stress führt etc. Die Frage, die sich stellt, ist aber, ob für die wenigen durchgehenden Züge (oder die paar mehr, die es dann gäbe) nicht ein oder zwei durchgehende Gleise gereicht hätten, die man dann evtl. in Tunneln hätte durchführen können.

  22. lieber don, ttf. aber über...
    lieber don, ttf. aber über andere möglichkeiten zu sinnieren, wäre hättentäte.
    .
    bester v, das dekamerone 3/10 zu bemühen ist dennoch nie schlecht, wenn es nur nicht wieder wortgeklingel sei.

  23. " Das ist Anbiederei, und mir...
    “ Das ist Anbiederei, und mir deswegen suspekt.“
    .
    Mir verurscht das eine Gänsehaut.

  24. pardon, eine korrektur: es...
    pardon, eine korrektur: es muss heissen: dekameron 3/1.
    immer diese psalmen!

  25. ...und der Kreis in dem das...
    …und der Kreis in dem das ausgekocht wird, muß sehr klein sein.

  26. Verehrteste, mit Zahlen haben...
    Verehrteste, mit Zahlen haben Sie es eben nicht, weder mit Psalmen noch mit der Algebra. (Und mit der Rechtschreibung auch nicht.)
    Sie wissen, dass Boccaccio in der grossen Mehrzahl von treulosen Frauen schreibt? Das sollte Ihrem John Wayne, oder war es Gary Copper(?), besser nicht auf die sicher sehr große Nase gebunden werden.

  27. Da kommt mir eine Lösung in...
    Da kommt mir eine Lösung in denn Sinn, die Neubaustrecke nach Ulm bauen, ohne Bahnhof, dafür aus ein wenig Blech ein „Siegburg“-Stuttgart irgendwo im Süden, neben den Flughafen, bauen – nur noch ein Drittel der Kosten, die Schienen vor Stuttgart Hbf kann man dann auch größtenteils abbauen (zwecks Bauland, sind dann eben gefühlte 2 ha weniger) und die Fahrzeit zwischen Paris und Bratislave wäre noch mehr verkürzt.
    Als nächstes führt die bahn dann noch einen Sprinter ein … ohne Halt in Deutschland
    Die ‚abwertung‘ wäre damit ebenfalls erreicht, denn die Beschleunigten fahren nicht mal mehr durch Stuttgart
    … Leistet sich nicht gar Paris lediglich Kopfbahnhöfe …

  28. Ja, aber Paris bildet sich die...
    Ja, aber Paris bildet sich die Bedeutung auch nicht nur ein.

  29. Wieder mal ein sehr...
    Wieder mal ein sehr bedenkenswerter Beitrag, lieber Don.
    Ich frage mich allerdings, warum S21 erst jetzt nach fast 16 Jahren Vorlauf die Demonstranten auf den Plan ruft, die zudem eine recht bunte Mischung abgeben, von Walter Sittler bis hin zum in Bremen lebenden Mann von 21Lenzen, der in S auf der Durchreise zu Freunden am Bodensee am samstag mal schön knallkrawall machen will.
    Demofreiheit finde ich richtig, doch fehlen in D eben plebiszitäre elemente in der verfassung wie in CH z.B.

  30. "und es wurde dort zum...
    „und es wurde dort zum Sprichwort, der lustigste Gottesdienst sei der, den Teufel heim in die Hölle zu schicken.“ Dekameron, 3. Tag, 10. Geschichte.
    .
    Liebe Donna Laura, darf ich Sie nunmehr Alibech nennen, oder was wollen Sie mir andeuten?
    Wortgeklingel ist jedenfalls mein Ding nicht.
    Ihr V

  31. "Die allerwenigsten, denen das...
    „Die allerwenigsten, denen das aus dem Maul trieft, kennen vom Judentum mehr als die Kipah.“ Die kennen die Kippa? Das wär schon etwas.

  32. "Sie glaubte ihm und fragte,...
    „Sie glaubte ihm und fragte, was er mit den Neunen sagen wolle, die er zu bedienen habe.“ Dekameron, dritter Tag, erste Geschichte.
    Donna Laura, auch Masetto betrieb kein Wortgeplänkel, sondern stand seinen Mann – hüstel.

  33. Jede Onlinezeitung bekommt den...
    Jede Onlinezeitung bekommt den pr0n, den sie verdient.

  34. Ihr habt das noch nicht...
    Ihr habt das noch nicht verstanden: Man verbringt seine Zeit damit, sich gegenseitig die Schlösser abzufackeln und dann wieder aufzubauen.
    .
    Oder Bahnhöfe: Deswegen Durchgangsbahnhof für Milano!
    .
    Vor dem Roten Schloß bin ich mal in die Hand eines Lokalfürsten geraten, seitdem meide ich jedwede Art von PolitkerInnnen.

  35. "Schüttelschorsch"...
    „Schüttelschorsch“
    großartiges Wort!
    ;-)

  36. @plindos
    haben Sie Gerschom...

    @plindos
    haben Sie Gerschom Scholem’s „Von Berlin nach Jerusalem“ gelesen? er zeigt darin, wie skeptisch er immer gegenüber diesen versuchen war sich in die Deutsche
    Gesellschaft zu „integrieren“/nachzuahmen etc.

  37. D. A. wieder in voller Fahrt....
    D. A. wieder in voller Fahrt. Der verhinderte Transrapid nicht zum Niedergang Münchens, wohl aber für volle Taschen der sicher zahlreichen Gutachten. Aber immerhin. Und um dieser Speichellecker- und Lokalfürstenmentalität Einhalt zu gebieten, ist fast jedes Mittel recht. Ist nicht die ICE-Bahnstrecke Frankfurt-Köln aus ebensolche Gründen aus dem Boden gestampft worden, wenn zeitgleich zig Bahnhöfe und Gleise der Agonie harren.
    Ja, Siena sollte als Vorbild dienen, dann kann man auch mal wieder an Orte wie Schliersee, die man aus der Kindheit kennt – auf dem Weg nach Italien -, um dort aufzutanken. Heutzutage, so mußte ich erfahen, kommt man da kaum mehr über die Straße.

  38. Danke für den schönen Text,...
    Danke für den schönen Text, der so anmutig Ihre Siena-Bilder umspielt.
    Und STANDING OVATIONS für den Appendix von 12:04, in Sachen christl.-jüd. Erbe (sic!)
    Treffer, und versenkt. Sagenhaft.

  39. soso, bester Shoppenhower, sie...
    soso, bester Shoppenhower, sie haben den grossen kopf eines rosses und zählen erbschen? nun denn.
    .
    an dieser stelle unterstreiche ich es gerne: einer meiner wallache heisst immanuel, was ihnen kaum gefallen dürfte. aber zumindest nicht atman (auch nicht batman).
    stellen sie sich ihr alter ego, dessen denken man hier freundlich zugeneigt ist, mit einer plastiktüte hinter seinem liebling hertrottend vor. undenkbar! seine tiraden hätten die hunde getroffen, nicht die frauen.
    wer verschmäht wurde, verschmäht irgendwann die gruppe des verschmähenden selbst, wenn er nicht aufpasst. das hat er nicht nur notiert, sondern scheinbar leider selbst auch gelebt – doch das ist eben die differenz zwischen erkenntnis und praxis.
    ein gigant am schreibtisch, im morgenrock ein zwergerl –
    das real-schicksal so manchen philo-scheusals… bitter.
    .
    was an gary gross ist, ist nicht seine nase, sondern – [im folgenden unverständlich, da im damenhaft-vornehmen hüsteln weggedrückt].
    er ist ein phänomen und das ding an sich hat seinen eigenen willen als objektive kraft. stellen sie sich das mal vor.
    .
    treue… das dekameron finden sie nicht witzig? meinen sie nicht, dass man dreien treu sein kann? doch das ist ansichtssache.
    .
    liebes V, mit wortgeklingel sind doch nicht sie gemeint, sondern diejenigen, die die jct plötzlich im munde führen, weil es en vogue sein könnte.
    will sagen: die alte ringparabel sollte geltung haben und ernst genommen werden. c’est tout!

  40. Vielen Lesern dürfte die...
    Vielen Lesern dürfte die Anspielung auf Shell und Ken Saro-Wiwa entgehen – ein post scriptum oder ähnliches würde helfen.
    Es ist immer wieder erstaunlich, was wir uns alles gefallen lassen: Wer einen Paß will, muß seine Fingerabdrücke abgeben und darf sich bei der Ausreise als Zuckerguß noch in den Nacktscanner stellen; Zwangsgebühren für den öffentlich-rechtlichen Dreck; Milliardengeschenke für die armen Bankiers; Bürgerrechte wie die Rede- und Versammlungsfreiheit werden mit Füßen getreten – wo Leute wie Mappus und Grube wirken, da wächst kein Gras mehr.
    Alexander Lebed sprach einmal von der Eselsgeduld seiner Landsleute – wir sollten darauf achten, daß man uns nicht dasselbe vorwerfen kann.

  41. Naja, Grube war früher bei...
    Naja, Grube war früher bei EADS – da kann man noch froh sein, wenn die seine alten Produkte nicht bei der neuen Firma einsetzen, um Widerstände zu brechen.

  42. @Don
    Ne das passende zubehör...

    @Don
    Ne das passende zubehör für den Asymetrischen Krieg kommt von KMW taktische Mobilität heist da die Zauberformel.Ob in Stuttgart oder Kabul Quick Reaction Forces sind überall einsetzbar…
    „Sie ist Bestandteil des Einsatzkontingents und operiert innerhalb der Grenzen des bestehenden Mandats des Deutschen Bundestages. Der Auftrag kann Patrouilleneinsätze, Absicherungsoperationen von öffentlichen Veranstaltungen, den Schutz von Konvois, Evakuierungsoperationen, den Einsatz gegen gewaltbereite Menschenmengen und den Einsatz als taktische Reserve des Regionalkommandeurs Nord umfassen. „

  43. donna laura@: Trägt hier...
    donna laura@: Trägt hier nichts zur Thema direkt bei, aber immerhin:
    In Nepal gibts das ja ganz offiziell geben, Polyandrie. Ein wunderschönes Land soll´s
    sein, konservierendes Hochgebirgsklima. Wär doch was?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Polyandrie
    Kommentar zu:
    treue… das dekameron finden sie nicht witzig? meinen sie nicht, dass man dreien treu sein kann? doch das ist ansichtssache.

  44. Es scheint in der Tat einen...
    Es scheint in der Tat einen unwiderstehlichen Sog für Kommunalpolitiker zu solchen sinnwidrigen Biggus-Dickus-Projekten zu geben. Da heute in der Technikbeilage gerade der Gotthard-Basistunnel behandelt wurde, fiel mir wieder schwer unser Leipziger Stuttgart21-Äquivalent, der City-Tunnel, auf den Magen. Der Gotthard-Tunnel ist 57 km lang, Baubeginn 1996, Fertigstellung 2017, 9 Mrd. Euro Kosten und man ist eine Stunde früher in Mailand. Unser Tunnel ist 1,4 km lang, Baubeginn 2002, Fertigstellung 2013 (oder irgendwann später), Kosten 1 Mrd. Euro und man ist 10 Minuten früher in Chemnitz. Wenn ich schon nach Chemnitz muß, warum muß ich dann verflixt nochmal früher ankommen? Der Tunnel war übrigens seinerzeit auch mit ICE und Kopfbahnhof begründet worden. Der Witz dabei ist, daß ICEs aus bautechnischen Gründen nicht durch den Tunnel werden fahren können. Schilda ist überall und keiner kann’s hindern. Es gab damals im Stadtrat nicht eine Partei, die gegen den Wahnsinn gewesen wäre und die man hätte wählen können.
    .
    Stuttgart hat seine historische Mission erfüllt, als Hölderlin sein Gedicht über die Stadt schrieb.
    „Glückliches Stutgard, nimm freundlich den Fremdling mir auf!
    Immer hast du Gesang mit Flöten und Saiten gebilligt,
    Wie ich glaub‘ und des Lieds kindlich Geschwätz und der Mühn
    Süße Vergessenheit bei gegenwärtigem Geiste,
    Drum erfreuest du auch gerne den Sängern das Herz.“
    Warum wollen die nur, daß alle unter dem glücklichen Stutgard drunterdurch fahren? Süße Vergessenheit bei abwesendem Geiste?

  45. Tucholsky. In der FAZ. Ich...
    Tucholsky. In der FAZ. Ich fasse es nicht!
    Das erklärt natürlich auch die Unterstützung der DKP-Bande die gegen Stuttgart 21 ist.

  46. Alles schön und gut.

    Aber...
    Alles schön und gut.
    Aber kann Stuttgart21 näher an die bayrischen Städte heranwachsen?

  47. Kopfbahnhöfe sind unpraktisch...
    Kopfbahnhöfe sind unpraktisch und teuer und so unhübsch anzusehen. Und weil diese Weisheit Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat, wird ab 2012 auch jede Garage zur Durchgangsgarage umgebaut! Das Wenden eines Automobils kostet nämlich durchschnittlich 10 Sekunden, hochgerechnet auf 30 Mio Normalo-Karossen und 10 Mio Protz-SUV spart das am Tag in Deutschland allein 111.111 Stunden!

  48. Don, nun Sie haben einen...
    Don, nun Sie haben einen Boccaccio verdient, und dürfen sich geschmeichelt fühlen.
    .
    donna laura, das war mir durchaus klar, wenig klar ist mir immer noch der sehr konkrete Bezug auf einen bestimmten Psalm, der vielleicht nur einer Ihrer Launen entsprang. Der Hinweis auf Dekameron hätte genügt. Das Missverständnis trug jedenfalls zu meiner Erheiterung und kurzweiliger Lektüre am Nachmittag bei. Insofern darf ich mich artig bei Ihnen bedanken.

  49. Sehr schöner Text Don...
    Sehr schöner Text Don Alphonso, danke Ihnen herzlich.
    .
    @ T.I.M.12. Oktober 2010, 13:29 : Die Röhren haben in Stuttgart keinen Normdurchmesser sondern sind wegen der „sehr schwierigen“ Bodenverhältnisse erheblich kleiner im Durchmesser. Die Bahnsignale werden mit einer Drahtlostechnik übertragen, da Signale wegen der begrenzten Platzverhältnisse nicht verbaubar sind.
    Vor 16 Jahren hat man kommuniziert bis zum Baugebinn sei diese Technik Stand der Bahntechnik.
    Es gibt heute aber weder ÖPNV noch Bahnloks die diese Drahtlostechnik nutzen können.
    Das heisst, man baut für sehr viel Geld zu Lasten der Bürger die die aus Köln bewkannten Risken tragen einen Techiksalat, den man dann garnicht nutzen KANN!
    Dazu kommt, das durch die Grundwasserregulierung die Oberfläche absacken wird (ungleichmässig), dei Schäden dei dabei entstehen kann man nur schätzen, nicht vorhersagen. Die üblichen Vermessungen um Gebäudebewegungen zu dokumentieren sind weitgehend hinfällig, da sich ja alles mehr oder weniger ungleichmässig bewegen wird. Ein Beweis für Schadesersatz ist damit extrem schwer zu führen.
    Das las sich vor 16 Jahren nicht nur billiger sondern auch sinniger.
    (Aus verschiedenen Quellen des Internet zusammengezogen.)

  50. @ midlifecrisis12. Oktober...
    @ midlifecrisis12. Oktober 2010, 16:00 : Vergssen wir unsere strammen Sicherheitskräfte nicht.
    Da werden Deutsche mit Raketen abgeschossen, bekommen das Schild „möglicher“ Terrorist auf die Leiche gelegt und die Politik findet das offensichtlich ok.
    Wenn die Raketen beim nächsten mal in Berlin Kreuzberg einschlagen, legen wir dann noch C4 neben die Leichen und liefern eine gute Storyline zur Beruhigung der Massen?

  51. War soeben in München:...
    War soeben in München: Kopfbahnhof! Was für ein Klasse Ding. Dort spielt die Musik. Man kann nur schmunzeln, dass die dummen Schwaben sich ihren Kopfbahnhof für Milliarden nehmen lassen. „Du zahlst 20 Milliarden dafür, dass wir dir ein Juwel stehlen.“ „Hajo, dös basst!“ Wie liebe ich die Bayern, die sich für so dämlich nie verkaufen ließen.

  52. "Über dem Westviertel kommt...
    „Über dem Westviertel kommt nichts mehr“ (Don).
    .
    Aber was hat da zu bedeuten, wenn das Westviertel von Stuttgart nicht mehr genug Interesse und Selbstbewußtsein aufbringt, um so ein Wahnsinnsprojekt rechtzeitig zu verhindern?

  53. Stuttgart war bisher auf...
    Stuttgart war bisher auf meiner mentalen Landkarte als unerquicklicher Ort irgendwo dort im Südwesten verzeichnet. Eine Bastion der Engstirnigkeit und der CDU, jenseits der Achse Hamburg – München; eine Art vorgelagerte Kolonie der Schweiz und der Bräsigkeit, eine Bremsbacke jeden Fortschritts, Hort der biederen Anständigkeit und des Maschinenbaus, der seine Jugend penetrant nach Berlin exportiert. Einmal vor Jahren musste ich aber dort mit längerer Wartezeit umsteigen, und habe von daher den besagten Park recht angenehm in Erinnerung. an den Bahnhof erinnere ich mich nicht. Als mich nun die ersten Berichte vom geplanten Bahnhofsbegräbnis erreichten, ging es mir wie wohl vielen Anderen: Ich hatte eifernde, schwäbelnde Frömmler und rechthaberische Ökofritzen im Kopf, sah schimmernd weiße Hallen in Computeranimationen, und schüttelte nur den Kopf: Warum dieser Undank! Dann aber nahm das Gewese um den Bahnhof immer mehr zu, und ich begann einmal nachzulesen, was denn diese Leute so sehr erregt. Ich studierte Zeitungsberichte, Blogs und #S21-Twittermeldungen, ich sah mir die Filme „Projekt Stuttgart21 im Jahre 1997 – Offene Bürgerbeteiligung“ und „OB Wolfgang Schuster eröffnet das schönste Weindorf Deutschlands“ auf der Website youtube an, und begann langsam zu begreifen, dass die das völlig ernst meinen, und gute Gründe dafür haben. Mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass diese Schwaben nicht nur die besten Autos und Werkzeugmaschinen, sondern auch die besten Proteste Deutschlands herstellen, und wünsche ihnen Erfolg bei ihrem Ansinnen, dass der Bahnhof oben, und das Einkaufszentrum mit Gleisanschluß darunter als CAD-Zeichnung im Schrank des Architektenbüro verbleiben möge.

  54. Wohl noch nie „Local Hero“...
    Wohl noch nie „Local Hero“ mit dem alten Lancaster gesehen? Das kommt von den vielen italischen Schmökern.

  55. Die leidvolle Geschichte des...
    Die leidvolle Geschichte des Stuttgarter Modernisierungs- und Abrisswahns begann leider schon viel frueher, erinnert sei nur an das Kronprinzenpalais oder die Hohe Karlsschule. Diese mussten uebrigens betrueblicherweise dem Individualverkehr weichen, welchem auch Don Alphonso so zugeneigt ist.
    Und es sind doch eher die sehr einheimischen Unternehmer, die fuer das Projekt lobbyieren. Um wirtschaftliche Vorteile auf Kosten der Allgemeinheit daraus zu ziehen? Aber nicht doch! Sondern weil sie den Flair der weiten Welt in Ihre Provinzmetropole holen wollen.
    Flair hat es naemlich dort nicht. Und ein U-Bahnhof wird daran nichts aendern.

  56. ...was ich vergaß:
    München;...

    …was ich vergaß:
    München; Transrapid zu FJS wäre sicherlich übertrieben, aber die aktuelle S-Bahn-Anbindung ist auch nicht das gelbe vom Ei. Wunderbarer Flughafen, aber entweder man muss so oder so elendig gurken, bis man endlich am Hbf. bzw. Marienplatz ist. Und dann wird auch immer an einer der beiden S-Bahnlinien rumgebaut… aber das ist ja hoffentlich von begrenzter Dauer.

  57. @donna laura: ja, so in etwa...
    @donna laura: ja, so in etwa läufts wohl. Ich bin auch eher eine Anhängerin der Situativitätsthese. Verschwörungen, ach, wären zu schön um wahr zu sein.
    @DA: naja nun, Stuttgart ist nicht Siena, was den Autoverkehr anbetrifft. SIW ist Stuttgart von Autoverkehr recht durchflutet (genauer: unsere täglichen Staus gib uns heute). Ich weiß nicht, wie die ÖPNV-Anbindung Stuttgart-Sindelfingen jetzt ist, zu meiner Berufsschulzeit (ja, das ist lange her) war sie mau. Da nützten auch die vielen Gleise im Bahnhof nichts.

  58. Savall, mir wurde erzählt,...
    Savall, mir wurde erzählt, der Leipziger OB habe die Tunnelchose sinngemäß mit den Worten kommentiert, dass die kürzestes U-Bahn der Welt ja auch eine Touristenattraktion sei. Ist das nur eine u-bahn legend, oder hat der Mann wirklich einen so schrägen Humor?

  59. @de nada: "...auch die besten...
    @de nada: „…auch die besten Proteste herstellen“ – das ist wohl eigentümlicherweise so. Erinnert mich etwas an Wyhl (Anti-AKW-Protest im badischen Teil in den Spätsiebzigern). Damit kam die Landesregierung damals auch nicht durch. Nun ja, wenn die Stuttgarter halt meinen, S21 geht garnicht, dann müssen sie halt jetzt durchhalten und eine Rückabwicklung der Planung samt Neuplanung durchsetzen. Das hängt nicht so hoch, daß da schon EU-Verträge dranhingen (nur eine Zusage für einen Teil EU-Geld für die Neubaustrecke nach Ulm gibt es mW), aber der DB und der Stadt Stuttgart wird das heftig auf die Füße fallen. Teuer wirds sowieso.

  60. Ihr habt ja alle so recht!...
    Ihr habt ja alle so recht!

  61. "Naja, Grube war früher bei...
    „Naja, Grube war früher bei EADS – da kann man noch froh sein, wenn die seine alten Produkte nicht bei der neuen Firma einsetzen, um Widerstände zu brechen.“
    .
    auf dr schwäb´sche eisebahne
    kommt emol dr grube g´fahre,
    hot zwoi bombe unterm arm,
    achtung, achtung, grossalarm.
    und dr mappus rennt in keller,
    dr ob schuschder ischd no schneller
    und zum schluss kommt au no grennt
    dr´mediator geissler, bloss im hemd.

  62. @Don
    sind alle mit S21...

    @Don
    sind alle mit S21 beschäftigt, so dass keiner mehr hier dabei ist?
    http://www.sueddeutsche.de/politik/raf-prozess-gegen-verena-becker-akribische-suche-nach-beweisen-1.1009329

  63. RAF ist so irgendwie gar nicht...
    RAF ist so irgendwie gar nicht das Thema dieses Blogs.
    .
    auch einer, feine Mundartdichtung!

  64. Geschätzter Colorcraze, ja,...
    Geschätzter Colorcraze, ja, die schwäbische Sturheit und Beharrlichkeit und auch das nachgesagte Querulantentum bewirken da wirklich Erstaunliches. Teuer wird es nun sowieso, das ist wohl wahr, denn das Orchester wurde schon bestellt. Aber diese Art von „Bürgerbeteiligung“ darf man den entsprechenden Damen und Herren einfach nicht durchgehen lassen, der Preis wäre auf Dauer zu hoch. Das ist wie mit den Füttern von Hunden bei Tisch: wenn sie einmal gelernt haben, es gibt da was, kommen sie immer wieder an und man hat keinen Frieden mehr. Am meisten empört mich ja dieser Grube: Angestellter eines Staatskonzerns, und möchte seinen Arbeitgeber darüber belehren, gegen was dieser protestieren darf – da hört sich doch alles auf.

  65. Zuzutrauen wäre es ihm,...
    Zuzutrauen wäre es ihm, Observator. Allerdings würde ich das nicht unter Humor subsumieren. Der hat das sicher todernst gemeint. Bestätigen kann ich den Spruch allerdings nicht. Immerhin hat sich unsere hiesige Politikerkaste in immer neuen Dummsprüchen geübt, um die Nutzlosigkeit, Unwirtschaftlichkeit und die immer weiter wachsenden Baukosten zu übertünchen. Ich kann den Stuttgartern nur raten, bei ihren Protesten zu bleiben. Auch wenn jetzt Geld verlorengeht. Wenn der Bahnhof gebaut wird, wird alles nur schlimmer. Der City-Tunnel sollte mal 1 Mrd. DM kosten, jetzt sind es 1 Mrd. EUR. Der Bau sollte ursprünglich Anfang 2010 abgeschlossen sein. Derzeit ist man bei irgendwann im Jahr 2013. Tja.

  66. Die "J-C-Phrase", wie sie oben...
    Die „J-C-Phrase“, wie sie oben genannt wurde, ist in der Perspektive der longue dureé doch ein doch feines Angebot an die Muselmanen: 1000 Jahre vogelfrei, dann zahlt ihr sechs Millionen und dürft für den Rest Euerer Tage mit uns sein. Wer möchte da nicht dabei sein?
    .
    Leider haben die Alliierten so viel von den deutschen Städten übrig gelassen, dass es noch genügend Möglichkeiten zur Verschandelung der Innenstädte gab. Im Anfang waren die „Verkehrsachsen“, dann kamen aus schlechtem Gewissen die Fußgängerzonen samt Einkaufspassagen, Kreisverkehre und nun halt schicke Unterführungen zur Konversion von Industriebrachen. Um Marxist zu sein, bin ich als Kind von 68ern entweder zu jung oder zu alt, doch ohne scharfe ökonomische Analyse der Gschaftelhubereien zwischen Schwippschwagern, Bettschwestern und Saufbrüdern versteht man den Aufruhr nicht. Wirklich irritiert hat mich, dass der CEO eines deutschen Konzerns demokratische Grundrechte außer Kraft gesetzt sehen mochte und nicht umgehend vom „demokratischen Spektrum“ der Parteienlandschaft gevierteilt wurde, wie sich das in einer ordentlichen Demokratie gehört. Man wünscht sich insgeheim, dass bald eine 80-jährige Oma im Schlosspark zu Tode geknüppelt wird.

  67. Hier im Blog fehlen ein paar...
    Hier im Blog fehlen ein paar bekennende Protestanten und Schwaben.

  68. lieber Plindos, herzlichen...
    lieber Plindos, herzlichen dank für den link. allein, der umstand ist hier bekannt. doch muss man jedesmal heiraten?
    aber raten sie mal, warum ich so viel vergnügen daran finde, dass ciccio so heisst? weil es vortrefflich passt, in jeder hinsicht, in wirklich jeder:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Cicisbeo.
    .
    lieber V, ich sehe es gerade – und lache so laut wie die halbe runde im besagten büchlein! pflichtschuldigst und etwas peinlich berührt muss ich um verzeihung bitten –
    es war nicht so einerlei,
    ich memorierte zu frei:
    – denn 3/10 war es nicht,
    da erzählt von einem wicht,
    so war es doch 1/3!

    (jetzt dichte ich sogar mit den angeln und den sachsen…)
    .
    doch hier stand das telefon nicht still: auch auf meiner baustelle wird zurzeit etwas herumgemurkst!
    daneben standen aufmerksamkeitsheischend die besten ausreden der welt und bestätigten mir fortlaufend: heute ist mal wieder die hölle los… (wie sie zurecht andeuten, wäre dies 3/10 gewesen, aber für diese recht nette methode interessieren sie sich noch nicht, denn dafür sind sie eindeutig zu klein).
    .
    immerhin habe ich sie zum lesen und (auch mich) zum herzhaften lachen gebracht. also noch einmal mein herzliches pardon…
    http://www.youtube.com/watch?v=TkP2Z73Rm7w&feature=related.
    wer ist perfekt… ich bestimmt nicht, auch wenn ciccio dies andauernd so sagt…
    (immerhin, so geht buchpromotion!)

  69. Anglophile Ingenieure und...
    Anglophile Ingenieure und Programmierer kennen das Sprichwort: „why fix it, if it ain’t broken?“

  70. @Savall: der Stuttgarter...
    @Savall: der Stuttgarter Untergrund ist offenbar schwierig. Allerdings ist das oft so. Warum fällt mir immer Köln ein… und über Prag las ich neulich auch Klagen, es sei zur Zeit unbewohnbar wegen Tunnelbau und Horden besoffener Billigtouristen..
    @de nada: nun ja, wie gesagt, Wyhl haben sie ja seinerzeit auch nicht durchgebracht. Ich denke, das würde eine baden-württembergische Landesregierung schon aushalten, sich mal die Nase anzurennen. Die nächsten 30 Jahre läufts dann wieder.
    @DA: ich glaube, es geht weniger um Paris-Bratislawa als um London-Istanbul. Und Karlsruhe-Stuttgart-München als Teilstrecke davon.

  71. @Savall: beim Gotthardttunnel...
    @Savall: beim Gotthardttunnel geht es nicht nur um „schneller durch den Berg kommen“, sondern auch um mehr Fahrspuren. Da herrscht nämlich üblicherweise Stau wie im Ruhrgebiet um halb sechs. Wohl so ziemlich ganztägig.

  72. @DA: wobei der Zug über...
    @DA: wobei der Zug über Brüssel und Frankfurt kommt und nach Wien weiterfährt. Und die Haltestation nach Frankfurt eben -hüstel- München sein sollte.

  73. Vom Berufsverkehr in und um...
    Vom Berufsverkehr in und um Stuttgart hat der Autor wirklich keinen Schimmer!
    Und Sinn und Zweck von S21 hat er auch nicht verstanden.

  74. Ist eigentlich etwas dran an...
    Ist eigentlich etwas dran an dem Ondit, dass gegen S21 nie irgendwelche Rechtsmittel eingelegt worden sind, als noch Zeit dafür war?
    Mich erinnert das irgendwie an den alten Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis: Vogonen, viele Vogonen…

  75. XTX 22:38: ...ich würde Ihnen...
    XTX 22:38: …ich würde Ihnen gespannt zuhören, wenn Sie etwas zum Sinn und
    Zweck von S21 sagen könnten.

  76. Hach, insgesamt ist es doch...
    Hach, insgesamt ist es doch erfreulich, daß die Mehrheit der Leserschaft hier einem lächerlichen Bahnhofsumbau in der lächerlichen Süd-West-Ecke unseres an lächerlichen Ecken der europäischen Nachbarschaft kaum nachstehen müssenden Landes keine große Bedeutung beimißt, sieht man von einige Hobby-Schaffnern und Obrigkeitsphobikern einmal ab.
    Beim Umzug von Bonn nach Berlin konnte Schäuble erst ab Köln-Deutz im Güterwagen mitfahren. Bald führt ein Tunnel von Paris bis Preßburg. Wo liegt das Problem? In ein paar Bäumchen vor dem vor dem Stuttgarter Bimmelbahnhof?

  77. London-Istanbul, mit dem Zug?...
    London-Istanbul, mit dem Zug? Ich finde Paris-Bratislava schon verwegen. Die Zeiten von Interrail mit den schönen D-Zügen Amsterdam-Rom und Frankfurt-Athen sind leider vorbei. Bumsbomber fliegen uns für neunneunundneunzig überall hin. Aber vielleicht sind die Lokalfürsten weiser als wir alle denken und richten schöne neue Bahnhöfe in, damit die hochqualifizierten Arbeitsmigranten aus nahen und nicht ganz so nahen Kulturkreisen auf keinen Fall weiterfahren wollen. Es sagt uns nur keiner, Stuttgart 21 wird das Ellis Island des 3. Jahrtausends sein! Anatolen und Penner werden vorher rausgekehrt, denn hier herrscht die Hausordnung der Deutschen Bahn AG — und die hat es in sich.

  78. Ich möchte mich mangels...
    Ich möchte mich mangels ausreichender Sachkenntnis nicht zu dem Thema Stuttgard 21 äußern. Allerdings möchte ich anmerken, das der Kommentar derart selbstgerecht und polemisierend geschrieben ist, dass man von der formalen Verpackung durchaus (begrenzt) auf den materiellen Inhalt schließen kann. Polemisierung mag Absicht des Autors gewesen sein, es drängt sich aber angesichts der offensichtlichen (und selbst für Kommentare ziemlich platten) Selbstdarstellung der Verdacht auf, dass sachliche Argumente nur insofern eine Rolle gespielt haben können, als sie in den Werbetext der intelektuellen Selbstherrlichkeit passen.

  79. Hallo

    @ minna

    die...
    Hallo
    @ minna
    die information stand bereits ausführlich in der FAZ.
    man kann übrigens auch in stuttgart aussteigen – wenn man mit dem zug ankommt : – )))
    aber leute die über die alpen düsen – umweltschädlich – und aus der provinz kommen sollten lieber bei der postkutsche bleiben – umweltfreundliich.
    sehr witzig die kommentare.
    stimme XTX zu.

  80. unwichtig, wie Sie...
    unwichtig, wie Sie meinen.
    .
    colorcraze, München ist keine Stadt zum Durchreisen, und schon gar nicht mit der Bahn.

  81. Werter Don, Sie lassen sich...
    Werter Don, Sie lassen sich scheinbar völlig zurecht von Ihren Groupies für Ihre literarische Beiträge feiern. Leider verhält sich die inhaltliche Substanz indirekt proportional zur äußeren Form.
    Klar Formuliert: sie tischen uns hier ziemlichen Humbug auf; aber dafür bestens dekoriert!
    .
    Übrigens könnte es evtl. tatsächlich Personen im Abendland geben, denen weder der Geifer aus dem Mund läuft, noch sich nicht als Herrenmenschen aufführen. Dafür besitzen sie sogar noch die Unverfrohrenheit, solche Belanglosigkeiten wie den Exodus oder den Dekalog zu kennen.

  82. Mappus-Dei

    Ein Orden, um den...
    Mappus-Dei
    Ein Orden, um den uns die Welt beneidet.

  83. Werter Koch, dann zeigen Sie...
    Werter Koch, dann zeigen Sie doch mal bitte den „Humbug“ auf. Ansonsten würde ich bei der Beschäftigung mit dem Judentum dringend raten, nicht mit griechischen Begriffen anzukommen; der „Dekalog“ ist erheblich weniger als die Halacha. Dann wirkt das auch erheblich glaubwürdiger.

  84. @Koch
    Was ist der Exodus?...

    @Koch
    Was ist der Exodus?

  85. dear FinMike, wo sie schon an...
    dear FinMike, wo sie schon an der richtigen quelle sitzen: meinen sie, dass die neuen züge dergestalt angetrieben werden würden: http://www.youtube.com/watch?v=wA5gkwLeHfU&feature=related?
    dies wäre zumindest eine neue energieform, die sich eventuell beamen liesse. in einiger zukunft erst, selbstverständlich.
    .
    wenige beschweren sich über das hiesige niveau? keine sorge, das wird noch tiefer gelegt: in schtuaged.
    wir geben hier nur die präsidenten in der mappus-show ab…
    http://www.youtube.com/watch?v=lhmjnYKlVnM&feature=related

  86. maximpouska, stand alles...
    maximpouska, stand alles ausführlich in der FAZ…ääh wann?
    …oder doch bei Douglas Adams?

  87. Muss schön sein, im Hinterhof...
    Muss schön sein, im Hinterhof der FAZ den Blogrebell zu geben, während sie vorn auf dem Bürgersteig den Sarrazin und Wasserwerfer auffahren lassen.
    Shalom

  88. @Don
    für das...

    @Don
    für das Nicht-Thema
    http://taz.de/1/leben/buch/artikel/1/200-seiten-die-aerger-machen-werden/

  89. Ist der blog eigentlich ein...
    Ist der blog eigentlich ein Selbstlauf oder findet hier Zensur statt? Jedenfalls ist er mir eine wohltuende Insel – erschreckend, nicht wahr?

  90. maximpouska ich vergaß, als...
    maximpouska ich vergaß, als angelernte Badenerin werd ich wohl in Stuttgart
    aussteigen, wo denken Sie auch hin; da wart ich lieber bis ich nach Istanbul
    durchfahren kann.

  91. In den letzten Stunden...
    In den letzten Stunden bemuehte ich mich um tiefere Erkenntnis zu S21. Mir kreist der Hut. Es ist viel, es ist komplex weil es eine in die Zukunft gerichtete Massnahme ist. Ich habe begriffen, dass sich nicht nur Landesfuersten und andere hybride Angeber damit beschaeftigten, sondern auch solide, phantasielose Ingenieure und Bauplaner. Kapiert habe ich auch, dass die Angelegenheit seit mehr als 15 Jahren jedem Buerger Stuttgarts bekannt war. Keiner hat recht gemukscht, vielleicht war vielen unwohl bei der Idee, aber erst heute steht der Buerger auf. Steht er auf, weil ihm erst jetzt etwas bewusst wurde? Steht er auf, weil das Lieblingsbaeumchen seines Dackels gefaellt werden wird? Steht er auf, weil dieses wahnsinnig schoene Gebaude namens Bahnhof (ich kenne diese Missgeburt) abgerissen wird? Steht er auf, weil seine ueber die Jahrzehnte planerisch ruinierte Stadt noch einmal eine Chance bekommt?
    Ich glaube NEIN.
    Ein allgemeines Unwohlsein des gewoehnlichen Buergers wird hier instrumentalisiert. Es ist die vorletzte Gelegenheit einer Glaubenrichtung, die sich Partei nennt, um noch ein Mal etwas vorgeblich Bedeutendes zu tun.
    Stuttgart kam mir immer vor wie das Ende des Festlandes. Die Weiterreise (damals, als ich kein Auto hatte) nach Schnait (heute Weinstadt (oh, traenenreicher Bloedsinn!)) war eine Verlaengerung der Bahnfahrtqualen um eine Stunde. Von Ulm kommend, in Stuttgart umsteigen muessen hiess 6 Stunden naechtliches Warten auf den Zug nach Koeln. Kid und Kurz: Stuttgart ist eine verkehrstechnische Wueste. Es ist nun mal so: Stuttgart koennte ein huebsches, begehrliches Maedchen sein-es zieht sich leider falsch an. Notorisch.
    Es ist also im Sinne eines jeden Reisenden, so schnell wie moeglich diese komische Braut wieder zu verlassen.
    Dafuer darf kein Preis zu gering sein. Stuttgart 21 ist eine prima Idee.

  92. @ Unwichtig: Du bringst es auf...
    @ Unwichtig: Du bringst es auf den Punkt – nicht mal schön zu lesen der Kommentar…

  93. Da haben die Stuttgarter...
    Da haben die Stuttgarter jahrhundertelang an ihrer Stadt gebaut, und da kommt so ein Bund und wischt alles weg. Man wirft ihnen gerne vor, dass sie sich nicht rechtzeitig um die Sache gekuemmert haetten, aber mit welchem Recht? Haetten sie sich darum kuemmern muessen? Never!

  94. herr unwichtig: 'selbstgerecht...
    herr unwichtig: ’selbstgerecht & polemisierend‘ das ist nun wirklich unzutreffend. Sie kommen aus der humorbefreiten zone? ich wuerde die petitessen des don allenfalls als ‚pompoese provintzhaftigkeit‘ bezeichnen. auf diese weise kann man siena, lokalpoltik und stuttgart21 ungeniert zusammenbringen. gut geschrieben ist es in jedem falle, abgesehen von den typos. nun ja, die nachbarschaft zu herrn filser praegt eben. man kommt doch nicht hierher, um fakten und ernsthaftigkeit zu tanken. goodness.
    .
    zu stuttgart selbst faellt mir nichts ein, ausser, dass man es am besten abschaffte oder der bevoelkerung entkrampfungspaste verschriebe. ich war vor einiger zeit mal auf der durchreise in koeln und hatte zum umsteigen etwas mehr zeit auf dem bahnhof als angenommen. denn: ich hatte mich verbucht und musste auf den spaeteren zug warten, da mein nachtabteil nicht uebertragbar war. koeln braucht uebrigens nicht umgebaut zu werden. es ist so ein vorkommnis nicht ganz so schlimm wie es sich anhoert, denn es wurde schneller nachts um zwei als ich dachte. da gibt es, und das sollte stuttgart wenigstens auch koennen, beheizte glasverschlaege. dort sass an jenem abend eine interessante truppe ebenso von der bahn verprellter wie ich. ich erinnere mich an eine konversation mit einem ehepaar. die herrschaften hatten nach einer veranstaltung den letzten zug verpasst und der naechste fuhr erst 6am. es gab also menschen, die waren schlimmer dran. dies war zudem kurz nach dem legendaeren manoever zur sicherung des koelner stadtarchives, des sichersten der welt. eine lokalpolitische meisterleistung, die ihresgleichen sucht. don, haben Sie je dazu einen beitrag verfasst? in jedem falle bekam ich eine ausfuehrliche darstellung der verkettungen des lokalkluengels. es war mir danach vollkommen einsichtig, dass dieses so grossartig angelegte projekt wirklich ganz zielstrebig und im einklang mit behoerdlichen verordnungen bis hin zu seiner vollendung durchgezogen werden konnte. fazit: man gebe den zuschlag fuer stuttgart21 der koelner untergrundbahnbautruppe und das problem loest sich von selbst.
    .
    nb. don. ich sah, Sie waren letztens in der printausgabe vertreten. haetten Sie nicht auch gleich die ganze seite uebernehmen koennen? das gedicht von johannes erbrecher unter Ihrem beitrag war die reinste zumutung, aber der kommentar dazu, der war noch schlimmer. Sie mit Ihrem ossifimmel haetten es wenigstens anstaendig zerlegt. wann also beginnen Sie mit der literaturkritik?

  95. wie immer spannend.....die...
    wie immer spannend…..die komentare und wortwichtigen…..“denn grade wo man nichts versteht, der schnabel um so leichter geht“
    es ist mir immer wieder ein großes vergnügen, diesen blog lesen zu dürfen…

  96. Wohleb's Rache.
    .
    oder:...

    Wohleb’s Rache.
    .
    oder: „Caterpillar: Steh nicht im Weg!“
    http://www.faqs.org/photo-dict/photofiles/list/845/1273bulldozer.jpg

  97. Vielleicht liegt die Zukunft...
    Vielleicht liegt die Zukunft Deutschlands tatsächlich in unabhängigen Kleinstaaten, die ihr Glück in die eigene Hand nehmen und eigene Regeln aufstellen, ohne sich nach Berlin oder gar Brüssel zu richten. Den damit einhergehenden Macht- und Kapitalverlust werden diese Zentren aber kaum widerstandslos aufgeben. Für die Menschen, die nun ihre kleine Schweiz auf eigenem Boden haben, dürfte die Lebensqualität aber beachtlich steigen, selbst, wenn sie ein paar Pünktchen Wirtschaftskraft kosten sollte. Ich bin aber eher der Meinung, daß es in einer lebenwerten Umgebung den Menschen auch wirtschaftlich besser gehen wird.

  98. Was Manfred Rommel zu alledem...
    Was Manfred Rommel zu alledem gesagt hätte?

  99. Lieber Don, wer das ...
    Lieber Don, wer das jüdisch-christliche Erbe in Bausch und Bogen verneint, unterschlägt etwas vorschnell, dass auch die Mutter Jesu Jüdin war. Da schwingt also zumindest reichlich begriffliche Ungenauigkeit mit.

  100. also was die Proteste angeht,...
    also was die Proteste angeht, da bin ich misstrauisch. Man sollte mal den politischen Nutzen der Gegner (Landtagswahlen) mit dem der Befürworter (das Projekt wird ja schon seit Anfang der 90er Jahre geplant) abwägen. Da werden von den Gegnern Gutachten zitiert, die angeblich unter Verschluss gehalten wurden obwohl sie Teil der regulären Ausschreibungsunterlagen und somit bei der Ausschreibung jedermann zugänglich waren. Aus den dort bei den Bohrproben gefundenen Hohlräumen werden gleich mal Horrorszenarien mit angeblicher Gefahr für Leib und Leben gemacht. Alles nicht besonders glaubwürdig in meinen Augen (mal ganz davon abgesehen was es für viele Bauunternehmen bedeuten wird wenn das Projekt nicht durchgeführt wird, die haben wahrscheinlich extra dafür Leute eingestellt und sonst keine Aufträge mehr angenommen weil sie davon ausgegangen sind dass sie mit dem Projekt auf Jahre hin genug Arbeit haben werden).
    Finde es protestmäßig auch nicht besonders geschickt Polizeiwagen zu besetzen, Polizisten zu beschimpfen und mit Kastanien zu bewerfen. Was natürlich nicht rechtfertigt Leuten mit dem Wasserwerfer ins Gesicht zu schießen.
    Warum fahren denn so wenige Leute mit der Bahn? Weils zu lange dauert. Warum wird bei uns technisch Brilliantes wie der Transrapid erfunden? Damit die Leute wieder mal aus Prinzip dagegen sind und der dann in China gebaut wird.
    Ich sehe es tagtäglich in meinem Job, egal was man baut und egal ob es einen Nutzen für die Öffentlichkeit gibt, die Leute sind dagegen. Repariert man eine marode Straße, einen maroden/zu kleinen Abwasserkanal: die Anwohner sehen nur dass sie ein paar Monate nicht direkt vor ihrer Haustür parken können der einen kleinen Umweg fahren müssen und sind dagegen. So dagegen, dass sie teilweise die Bauarbeiter beschimpfen und bespucken und sofort was von Schiebung, Korruption und was weiß ich nicht schimpfen. In einer Ortschaft hatte ich tatsächlich den Fall dass eine dringende Straßenerneuerung deswegen erst später durchgeführt wird weil dort der Ortsvorsteher wohnt und sonst die Leute wieder mal von Vetternwirtschaft faseln und der Ortsvorsteher sonst nonstop lustige Beschimpfungen per Telefon erhält.
    Aber egal, Hauptsache dagegen.
    Übrigens: Ja, der Untergrund von Stuttgart ist schwierig (Anhydrit-Vorkommen). Und ja, Kopfbahnhöfe sind unpraktisch. Selber war ich grade in Paris und konnte nur den Kopf schütteln über die Herrscharen von Leute, die keuchend ihre Koffer vom gare du nord zum gare de l’est und umgekehrt schleppen.

    Was die Chose mit dem jüdisch-christlichen-whatever Abendland angeht, so bin ich jedoch ganz d’accord mit Don Alphonso.

  101. Naja, laßt mich auch mal...
    Naja, laßt mich auch mal meinen Senf dazulegen:
    Nach einigen Jahren in der Schwabenmetropole weiß ich, daß das dortige Westviertel der Killesberg ist. Mit wunderschönem Blick auf … die Gleisanlagen am Bahnhof. Wer kann es den Westviertlern also für übel nehmen, wenn sie sich die Gleisanlagen nebst Geräuschen unter die Erde wünschen, damit obendrauf ein schickes Viertel mit Park und angenehmerer Draufsicht gebaut wird. Und von dem vielen Geld werden sie mit Ihren Bauunternehmungen etc. auch noch profitieren.
    Nachdem das geklärt ist, die Zugfahrt München- Frankfurt mit dem Hochgeschwindigkeitszug über Stuttgart in 3:35 h (sonst könnte man natürlich auch über Würzburg in heute 3:10 h fahren, wo nicht nur der Wein besser ist): Die Strecke hat zwei Teile- zügiges Reisen ab Stuttgart bis Frankfurt in 1:17 h und Bummelzug mit Kaffee verschütten etc. zwischen München und Stuttgart in 2:28 h. Wäre nicht die ewig langsame Verbindung zwischen München Innenstadt und dem Flughafen FJS (45 min), käme heute kein Mensch mehr auf die Idee, für diese Strecke den Zug zu nehmen.
    Den Transrapid haben übrigens nicht die Münchner Bürger verhindert- da gab es sogar welche, die wollten ihn (so wie es in Stuttgart auch Anhänger von 21 gibt- es wurde ja lange genug- seit 20 (!) Jahren- darüber geredet und geplant), nein, das war ex-Bahnchef Mehdorn, der ihn weg intrigierte.
    Habe ich mich jetzt als Transrapid- & S21- Befürworter geoutet?- Nicht so ganz, ich bin Steuerzahler, Anhänger der Idee eines schuldenfreien Staats, und denke, Geld in diese Projekte sind bessere und nachhaltigere Investitionen, als das Geld Banken (und deren Mis-Managern) in den Rachen zu stopfen, weil sie unsere Spargroschen in Übersee mit Engagements verzockt haben, aus denen die dortigen Institute raus wollten.
    Im übrigen hätten die Bürger Ihren Abgeordneten in den letzten 20 Jahren in S schon verklickern können, daß sie bei einer Zustimmung für S21 nicht mehr gewählt werden (so, wie die CSU die Quittung für den Transrapid- Ausstieg bekommen hat). Auch, wenn beides zuerst Projekte des Bundes sind.

  102. ...ein paar wirklich...
    …ein paar wirklich unwichtige!!.. Gedanken zum Problem. Durch Zufall sprachen wir ´drüber
    im Zug , ein Mitglied unserer Ornitologengruppe(>Fachtagung) und ich am ersten Ferientag auf dem Weg in die Schweiz.
    „Ist diese Bahnhofsgeschichte denn sooo wichtig???“..und-“ die Schwaben benehmen sich doch sonst immer so ordentlich“; ..(mein:)“die sollen das unter sich ausmachen beendete das Thema“.
    Im Engadin dann die wahnsinnig schöne Räthlibahn,, die sich am Albula durchs Gebirge schlängelt; Weltkulturerbe!
    @plindos
    Die ice- Strecke schlängelt sich durch den Westerwald, meine Heimat!.
    Toll, dass der Zug so leise fährt; ..
    Sch…, man sieht ja überhaupt nix!!
    ..angeblich ging es bei der Streckenwahl um den geringeren „Landschaftsverbrauch“..
    ;..ich selbst bin sie nie gefahren.
    ..ach ja ..;zum Schluss:..das Aostatal;
    Lands/Staatstrasse, Autobahn und Bahnlinie teilen sich den Weg durch eine der schönsten Gegenden der Welt
    ..musste dass sein; ..man sieht, es geht bzw. ging..aber ..jeder soll selbst entscheiden..

  103. @Weltenbummler
    genau: Von...

    @Weltenbummler
    genau: Von Frankfurt aus ist die Strecke über Würzburg und Nürnberg schneller und es macht einfach keinen Sinn über Stuttgart zu fahren. Aus eigener Erfahrung: Das Nadelöhr ist doch, dass die Strecke Nürnberg-Frankfurt leidlich langsam ist.

  104. >>Du und der lokale...
    >>Du und der lokale Würdenträger, ihr seid die armen Würstchen des Abends: Du bist fremd. << Die Allemanen wollen lieber Abstand gewinnen, im Gegensatz zu den Amis die "nice and friendly" sein wollen, stimmt's? Zugrunde liegen duzen und siezen, m.M.n. Here's a true story: I worked once in the Swiss office (for exports) of a US Silicon Valley company. The boss was Swiss-German but for some reason he left and was replaced by a new man from the head office in California. He introduced himself to the ca. 100 Swiss employees at a meeting in the staff dining room and introduced himself : "My name is Robert Jones but I want you all to call me Bob. I will leave the door of my office open at all times so if anyone has anything to discuss with me, just come in". Schock, horror - was this man intending to abolish the established hierarchy where each of us knew his/her status and function in the firm? However, Bob's Swiss-German secretary soon took action. After a couple of weeks, Bob's office door was always closed and on his correspondence, under his signature, were the words Dr. Robert G. Jones, Generaldirektor

  105. Liebe Filou,

    Sie haben die...
    Liebe Filou,
    Sie haben die Grundintension der Stuttgart 21 Gegner tatsächlich erfasst. Das Projekt ist seit fast 2 Jahrzehnten hängig. Wer sich dafür interessiert, der konnte sich umfassend informieren.
    Selbst aus Baden blickt man hinter die Stuttgarter Vorhänge und was da passiert ist mehr oder weniger unappetitlich. Ich war am letzten Samstag in Stuttgart (weder zu Pro noch zum Contra – Zug) und konnte einen kleinen Einblick in die Realität gewinnen.
    Was gerade bürgerlichen Schwaben ärgert: die doch ungeheuren Baukosten. Das Land Baden-Württemberg ist mit fast 46 Mia. verschuldet. Nun soll für die Summe von 7 – 20 Mia. ein einziger neuer Bahnhof mit Gleisanschluss nach Ulm gebaut werden. Das ist in der Tat viel Geld (insb. vor dem Hintergrund der möglichen Schuldenreduktion) und sorgt auf der bürgerlichen Seite auch zurecht für Misstimmung.
    Es ist nun aber so, dass sich die klassische Gegenbewegung aus den üblichen Verdächtigen rekrutiert. Einer der führenden Köpfe: Ganglof Stocker, ex DKP, heute für die SPD im Stuttgarter Stadtrat. Dazu reichlich grün. Abgeschossen wird der Vogel aber von Boris Palmer. Grüner OBM in Tübingen. Wie ich aus gut informierten Tübinger Kreisen hörte, befindet sich der Herr gerade auf Kosten des Steuerzahlers in Elternzeit (ob man das mit dem Posten eines OBM vereinbaren kann, sei einmal dahingestellt). Jedenfalls bemüht sich Herr Palmer redlich um «Vermittlung» (er ist der, der mit seinem Nachrechnen zu immer neuen Milliardensummen kommt). Freilich in einer Zeit, wo er sich eigentlich um sein Kind kümmern sollte (aber vielleicht ist bei den Grünen endlich der diskrimierende Charakter der Natur durchgesickert: jedenfalls kann ein Mann noch nicht stillen). Pikantes Nebendetail: Palmer kandidierte in 2004 für den Stuttgarter OBM Posten. Mit anderen Worten: er betreibt Wahlkampf, finanziert vom Tübinger Steuerzahler.
    Wer dann die Protestler anschaut weiss, welchen Geistes Kind sie sind: Frauen mit grauen und verzottelten Haaren, unrasierte Männer, reichlich rote Fahnen, Gewerkschaftsbutton usw.. Aberwitzig: Schülerproteste. Da werden Schüler von einer linksradikalen Lehrerschaft angestachelt; der Unterricht fällt aus. Die Schüler werden in ernste Gefahr gebracht. Man kann nur hoffen, dass irgendwelche Eltern Strafanzeige gegen irgendeinen dieser Hetzer erstatten.
    Geradezu lustig ist die Diskussion um Baumfällaktionen im Schlossgarten. Natürlich sind das grosse, schöne und (aber!) alte Bäume. Ewig leben die ohnehin nicht mehr, irgendwann braucht es Ersatz.
    Stuttgart ist zudem eine Ansammlung von Tunneln. Erfahrungen sind da reichlich vorhanden. Das Land wird sich sicher kein zweites Staufen antun.
    Grotesk dann wieder die grüne Position: auf der einen Seite alles auf die Schiene bringen wollen; Autos am liebsten verbieten. Wird dann aber etwas die Bahninfastruktur gemacht, dann wird protestiert.
    Zumal sind die wenigsten Demonstranten auch Stuttgarter. Häufig ist es ein reiner Protesttourismus (ist auch irgendwo verständlich: die Dorf- und Weinfestlesaison ist zu Ende).
    Das einzige für mich diskutable Argument: die Kosten.
    Ich finde es nur wieder mehr oder weniger tragisch, wenn Don Alphonso hier seine grüne Mainstrammeinung verkünden muss.
    Herzliche Grüsse
    Dipsy

  106. Nicht dass ich besonders stolz...
    Nicht dass ich besonders stolz drauf wäre, aber wenn ich 1400 Kilometer allein in einem Roadster fahre, um 80 Kilometer durch die Toskana zu radeln: Dann würde mich schon mal interessieren, wo ich dem „grünen Mainstream“ angehöre. Das sollte ich eigentlich wissen – aber ich weiss davon nichts.
    Wer sich übrigens mal bei Parkschuetzer.de umschaut, sieht sehr viele normale Leute.

  107. Nun enttäuschen Sie mich...
    Nun enttäuschen Sie mich wirklich Don Alphonso. Es ist doch gerade Teil dieses Mainstreams, dass immer die «anderen» Einschränkungen hinnehmen müssen. Der Hedonist sieht keinen Grund für eine persönliche Einschränkung (bzw. man kompensiert ja an irgendeiner, meist nicht genannten anderen Stelle).
    Sie können ja auch nichts dafür. Sie sind in einem Zeitalter aufgewachsen, wo die grüne 68er Generationen vollkommen auf den Zeitgeist geschlagen hat.
    Und, bei Parkschützer haben Sie prinzipiell recht. Nur, wissen die meisten normalen Leuten dort um Matthias von Herrmann. Dauerdemonstrant und Interviewpartner einiger linksradikaler Medien.
    Ich bedauere wirklich, Ihren Blog hier zunehmend verpolitisiert zu sehen. Freilich, irgendwann ist alles über Silber und Antiquitschen geschrieben. Dann wäre es nur aufrichtig, ein Projekt abzuschliessen. Warum diese ehrwürdige Zeitung aber für Ihre linksgrünen Ergüsse herhalten muss … . Kommt irgendwann noch ein Reisebericht aus Capalbio?

  108. Bedaure, aber das ist doch...
    Bedaure, aber das ist doch etwas zu leicht gemacht: Nur weil man mal ab und zu Positionen vertritt, die auch bei den Grünen (hoer im Übrigen noch nicht mal deckungsgleich) auftreten, soll man gleich dem Mainstream huldigen?
    .
    Ich bin es ja gewöhnt, dass man mich bei solchen Fragen immer gleich gerne in die Extreme der anderen Seit stecken möchte, manchen bin ich zu reaktionär (Tegernsee! Bergwandern! Bayern!), anderen zu spiessig (Silberkannen! Internet nicht so wichtig! Torten!), manchen zu sozialdemokratisch (Ausgleich! zu wenig nett zur CSU!) und eben manchen zu grün. Am Ende bin ich, wie ich bin.
    .
    Übrigens gibt es auch in meiner Heimatstadt den Versuch, den Stadtpark zu beschneiden. Mit ähnlichen Deppenargumenten wie „Die Uni geht vor die Hunde wenn wir nicht ein paar Privatinvestoren erlauben, da ein Wohnheim reinzuklatschen. Auch da sind die Gegner in allen Schichten. Weil Parks nicht rot, grün, gelb oder schwarz sind, sondern angenehm für die Bürger.

  109. sehr gut.
    übrigens ist es...

    sehr gut.
    übrigens ist es keine 100 jahre her, da musste ein mensch, der in lübeck bürger werden wollte, 3 bürgen unter den vorhandenen bürgern auftreiben.
    bis eben hab ich darüber gelacht.

  110. @ Dipsy
    Auch wenn Sie mit...

    @ Dipsy
    Auch wenn Sie mit Ihrer Meinung über die Protestierenden nicht falsch liegen: richten wir doch den Blick einmal auf die S21 Befürworter – wen sehen wir denn da? Den üblichen politisch-industriellen Komplex: prestigesüchtige Provinzpolitiker, Lobbyisten und den notorischen Verbandsklüngel. Ob das besser ist? Die sind aber zugegebenermassen deutlich besser angezogen als die Gegner.

  111. Dass ein Dipsy, wenn er...
    Dass ein Dipsy, wenn er DonAlphonso liest, jedesmal vor Wut in den Schreibtisch beißt, begründete allein schon den Existenzsinn dieses Blogs. Denn wie sagt Karl Kraus: „Die Schufte, die man nicht abschaffen kann, wenigstens zu ärgern, ist auch ein ehtischer Zweck.“
    „Warum diese ehrwürdige Zeitung aber für Ihre linksgrünen Ergüsse herhalten muss …“ – Heul doch :-))
    Und wenn Sie ausgeheult haben, Dipsy, könnten Sie versuchen der Vorstellung Raum zu geben, dass diese ehrwürdige Zeitung es darum tut, weil es nach Auffassung dieser ehrwürdigen Zeitung gar keine „linksgrünen Ergüsse“ sind. Wir wär’s denn mal, Sie würden diesen Gedanken ausprobieren, sofern Sie nicht bereits das Wort „Gedanken“ im Zusammenhang mit Ihrer Person als Zumutung betrachten.

  112. An den hochwollöblichen...
    An den hochwollöblichen Blogvorsteher Don Alphonso:
    Das Thema ist abgebrannt, der Blogmensch schreit nach Novellen!
    S 21 hat die hohe Politik errecht, man mutmaßt und munkelt, S. FAZ.net page one.
    (Selbst Msr. Filou schreibt äusserst ernsthaft, dann wird es wirklich bedenklich)
    (Hat der Roadster wenigstens nen Katalysator?)

  113. Wer sich über das Projekt...
    Wer sich über das Projekt Stuttgart 21 informieren möchte,
    wird nicht daran gehindert.
    Auf den Pro – Seiten können endlos Texte aus den Hochglanzbroschüren
    der vergangenen Jahre nachgelesen werden.
    Auf den Seiten der Gegen – Bewegungen werden Sie auf viele unterschiedliche
    Ausführungen stoßen, die in den letzten Monaten Dinge beim Namen nennen, die
    von den Verantwortlichen bisher verschämt unter Verschluss gehalten wurden.
    Von Vetternwirtschaft, Klüngeleien und Korruption ist der Schwabe erst dann
    geschockt, wenn Fakten auf dem Tisch liegen.
    Seit kurzer Zeit liegen derart viele unglaubliche Fakten auf dem Tisch,
    daß auch dem bräsigsten Graubartzausel die Hand ausrutschte und er eine
    Kastanie in die Menge des uniformierten Schwarzen Blocks warf.
    Für diese unerwartete Eskalation der Gewalt hatte die Landesregierung
    vorgesorgt.
    http://www.oldblog.de/?p=1368
    Sie nahmen einem 66jährigen das Augenlicht, um Ingenhofens Lichtaugen
    im Schlossgarten installieren zu können.
    Das ist u.a. (auch) der Grund für die jetzige Verbittertheit der Gegner von s21.

  114. Plindos, kreativ werde ich...
    Plindos, kreativ werde ich immer erst ab Donnerstag.

  115. Meine Meinung als...
    Meine Meinung als Grün-Wähler zu Stuttgart-21
    Stuttgart-21 ist für mich als Grün-Sympathisant ein sinnvolles Projekt und sollte zumindest in den bisher geplanten Grundzügen realisiert werden. Hinsichtlich Kommunikation und Konfliktlösung in den letzten Jahren und Tagen zu viel falsch gelaufen. Die technischen Einwände gegen Stuttgart-21 rechtfertigen bei nüchterner Betrachtung aber nicht einen Stopp von Stuttgart-21. Viele Sachargumente sprechen für das Projekt.
    Geotechnische Risiken: Diese sind alle beherrschbar und ausreichend Erfahrungen zur Handhabung liegen vor (Gipsformationen, Karst, Thermalwasserquellen, etc.). Bei Stuttgart-21 wird kein technisches Neuland betreten.
    Bau- und Bahntechnik: Bahntechnisch (Betrieb und Fahrplan) ist das Projekt auf dem neusten Stand. Zahlreiche ähnliche Bahnhofsprojekte sind im Bau oder Betrieb. Der unterirdische Flughafenbahnhof in Zürich wickelt problemlos seit 30 Jahren mehr Züge ab, als dieses umgerecht auf die Gleise in Stuttgart-21 jemals erfolgen soll. Ein Durchgangsbahnhof schafft eine deutliche Beschleunigung, Fahrplanstabiilität und mehr Sicherheit im Bahnverkehr.
    Architektur der Nebenflügel am HBF: Über Geschmack lässt sich lange streiten. Bei allem Respekt vor alter Bausubstanz, für mich sind die Nebenflügel nicht erhaltenswert.
    Bestehende Parkanlagen: Eine Dilemmasituationen ist die Baustellennutzung der Parkanlagen. Fällen von alten Bäumen tut mir auch weh. Durch Stuttgart 21 wird in der Innenstadt künftig mehr Grünfläche entstehen. Sollen wir Windenergieanlagen abstellen, obwohl dadurch Vögel getotet werden?
    Baustellen: Alle derzeit üblichen Massnahmen zum Schall- und Staubschutz werden unternommen. Immerhin bedeutet Stuttgart-21, dass viele Zehntausend Menschen künftig ruhig schlafen können, da der Bahnverkehr unterirdisch geführt wird.
    Kosten. Diese sind sicherlich gewaltig. Aber Stuttgart-21 rechnet sich – trotz der grossen Zahlen. Die Neubaustrecken Köln-Frankfurt und Hannover–Fulda sowie der Hauptbahnhof Berlin haben die Bahn und den Öffentlichen Verkehr enorm gestärkt. Diese Investionen haben sich gelohnt – trotz Mehrkosten und damaliger Kritik. Die Wirksamkeit von Investionen in Bahnnetzen ist bei Knoten und Hauptstrecken immer am grössten.
    Ökologie: Wenn man Mobilität nicht grundsätzlich in Frage stellt, so ist insichtlich Energiebetrachtungen und CO2-Ausstoss das Projekt im besten Sinne nachhaltig. Vorgeschlagene Alternativen erzeugen bei gleichem Investitionsvolumen und/oder Verkehrsbeschleunigung mehr Energiebedarf und CO2-Freisetzung. Von der realistischen Alternative “mehr Strassesnverkehr“ muss man erst garnicht reden.
    Jedem Gegner von Stuttgart-21 empfehle ich eine Schweizreise als Inspiration für Grossprojekte und zum Angstabbau. Bei allem Respekt vor Wahlkampf liebe Parteien – nehmt Eure Verantwortung für künftige Generationen wahr. Bitte fördert nicht eine Protest- und Angstkultur, sondern schafft Mut für grosse und gute Zukunftsinvestionen. Investieren statt kurzsichtig konsumieren und profilieren!

  116. (Und auch nur, wenn ich gut...
    (Und auch nur, wenn ich gut gegessen habe)

  117. ((Weisse Trüffel bitte mit...
    ((Weisse Trüffel bitte mit Eilpost nicht an die Redaktion, sondern direkt per Boten im Ferrari an den Autor))

  118. statt jct: wie wäre es mit...
    statt jct: wie wäre es mit ‚abendland‘?
    nur aufpassen, dass die chinesen hier nicht die lichter ausknipsen.
    gute nacht.
    .
    dipsy, zu den fakten, nur um ihre antenne zu justieren: nur im teletubbyland ist in stocker in der spd; das wäre zu absurd.
    und die bäume hätten verflucht alt werden können. einige hundert jahre, wenn es platanen sind, was schwer zu vermuten.
    zudem ist dies hier ein roter salon; nur aufgrund seiner farbe und zu unterscheidungszwecken heisst der sich einige zimmer nebenan befindende grüne salon unseres gastgebers so.
    .
    nun, man fragt sich schon wieso erst jetzt die proteste so aufschäumen, und auch noch derart kanalisiert.
    die frage ‚cui bono‘ stellt sich, und dann landen wir prompt bei den landtagswahlen.
    ergo: das volk ein spielball,
    mit zunder recht gut anzuheizen
    in unzufrieden stimmenden zeiten wie diesen.
    (im übrigen ist es nie eine gute idee, sich anweisungen der exektive zu widersetzen. falls eine demonstration aus dem ruder zu laufen droht, ist es besser, die veranstaltung rasch zu verlassen.)
    .
    wer bleibt oben, und wer säuft ab?
    die fdp?
    flutscht gerade grandios leise in den gulli.
    die spd?
    müht sich ab, als fdp-ersatz durchzugehen und hofft, dass die grünen sich mit den schwarzen so streiten, dass eine zusammenarbeit der beiden unmöglich wird. man hat mir zugetragen, dass der spitzenkandidat ohnehin zu jung sei für den posten des mp (’schwabenalter‘ nicht erreicht).
    .
    doch: dies wird den grünen gelingen, von denen einige mit dem säbel kämpfend sich blutige gefechte mit den regierungsgranden liefern. der ‚besonnenere‘ grüne, der den kollegen (als bauernopfer, das sich aufreibt und es aufgrund der beschäftigung nicht recht merkt, was wirklich los ist) vorschickte, könnte jedoch durchaus an den verhandlungstisch…
    bauernopfer wird es einige geben.
    politik liefert ein herrliches schauspiel!
    und hey, das alles nur für uns…
    .
    ansonsten bedaure ich, dass ein monumentales bauwerk, über dessen so furchtbar graue schönheit man sich sehr differeziert austauschen könnte, das den ww2 einigermassen unbeschadet überstand, jetzt von architekten und stadtplanern massiv verändert wird. wundern tut es mich nicht.
    .
    lieber Don Alphonso, möchten sie den ferrari eingewickelt in glanzpapier oder doch lieber so, dass die nachbarn ihn sehen können?

  119. @ dipsy. 10.08h Es ist zu...
    @ dipsy. 10.08h Es ist zu vermuten, DA kommt auf diesem Blog in den Genuss vom „literary licence“.

  120. Ach verehrte Damen und Herren,...
    Ach verehrte Damen und Herren,
    Sie haben es nicht verstanden.
    Es geht nicht um „bis Istanbul mit der schwäbischen Eisenbahn ud von da an weiter bis Damaskus“. Das ist nur Marketingpoesie.
    Es geht auch überhaupt nicht nicht um den Bahnhof.
    Der dumme Bahnhof ist nur ein Appendix des wirklichen Projekts, und wird deshalb auch von 16 oberirdischen auf 8 unterirdisch enge Gleise runtergestutzt. Übrigens dann mit Umsteigzeiten von 1 Minute. Wie? Das schaffen sie nicht ? Pech gehabt. Nehmen Sie eben den nächsten Zug. In zwei Stunden.
    Worum es wirklich geht, ist ein kleiner Appetithappen hinter dem Bahnhof, sprich zu erschließendes Stadtentwicklungsgebiet, heute noch in Form von Gleisanlagen des dann nicht mehr genutzten (Güter-)Bahnhofs.
    Dafür muß der alte Bahnhof weg, sonst kommt man da nicht richtig dran, dann wird der eben unter die Erde gebracht, koste es was es wolle, und sei es die Macht. Der Reibach wird dann mit einem neuen Park und Wohngebiet, Entschuldigung mein Fehler, soll natürlich heißen mit Bürohochhäusern und Einkaufszentren gemacht.
    Dafür wird dann so ca. 15 bis 20 Jahre lang der Stuttgarter Kessel lahmgelegt und die Innenstadt unbewohnbar gemacht.
    Zum Vergleich:
    als die häßliche Hauptstadt ihren häßlichen Potsdamer Platz samt neorömische Dekadenzarchitektur im angehängten Regierungviertel baute, belastete das die Anwohner auch so ca. 15 Jahre.
    In Stuttgart wird es noch schlimmer. Denn da fehlen die märkisch-kartoffelackerbreiten Magistralen, die einst die wilhelminischen Stadtumbauler und die indianerfriedhofgeilen Nazis reißen ließen.
    Viel Spaß. Wer sich dagegen nicht wehrt hat, mit Verlaub gesagt, einen an der Waffel oder verdient da kräftig mit und wer den Mappus immer noch für Merkels mißverstandenes Murkelchen, dem Unrecht getan und die Frau Gönner für eine integre Person hält dei nur an die Zukunft denkt (sic!), nun der hat keine Waffel mehr, um es mal frei nach Lessing zu formulieren.
    Gruß
    MD

  121. Es ist so: Nach den Stützen...
    Es ist so: Nach den Stützen könnte ich praktisch überall als Blogger oder Ichsageeuchwasihrtunmüsst für erhebliche Summen anfangen – aber ich mag die FAZ und die FAZ kann offensichtlich damit ungehen, dass es eine Erweiterung gibt, die Online ganz vorzüglichen Spass bereitet. Sonst wäre das hier nicht so, wie es ist. Das hat mit Literatur oder Blattlinie nichts zu tun: Es passt einfach zu den Lesern von FAZ.net. Nicht immer, nicht zu allen, aber doch so, dass man sich eher in anderen Bereichen fragen müsste, ob das noch der Leserschaft entspricht.

  122. Ach Don Alphonso. Bayern,...
    Ach Don Alphonso. Bayern, Tegernsee, Wandern als reaktionär? Entschuldigung. Aber sowas kann doch allenfalls von ein paar zugekifften Berlinern kommen. Die nehmen Sie doch nicht etwa ernst?
    Was an Silber, Torten und einer fehlenden Affinität für das Internet spiessig sein soll, müssen Sie mir auch erklären. Da wird wohl Werthaltigkeit mit Spiessigkeit verwechselt. Jedenfalls sehe ich keinen Grund, eine Ikeaplastikkanne einer Silberkanne vorzuziehen (zumal das Silber postive Auswirkungen auf das Hautbild hat); Industrieware einer guten Torte (Stichwort: regionale Nachhaltigkeit, Unterstützung kleiner Konditoren) vorzuziehen und seine Tage im Internet zu verschwenden. Man bemerkt bei der jungen Generation zunehmende Konzentrationsschwächen. Es gab einen, mittlerweile heimgekehrten, Ordinarius für römisches Recht, der den C.I.C. 5x gelesen hat und ihn dann mehr oder weniger auswendig konnte. Das ging aber nur, weil sein Hirn nicht (wie leider heute und hauptsächlich durch das Internet) mit vermüllt wurde.
    Was uns fehlt sind doch die langfristigen Perspektiven. Politik für Generationen und nicht für Monate. Das alte Preussen (ich meine nicht das wihlemninische, ich meine das Preussen Humboldts) ist zudem geworden was es war, weil Friedrich langfristige Projekte angestrebt hat und nicht jeden popeligen Bedenkenträger, nicht jeder kurzfristigen Meinungschwingung nachgegangen ist. Gerade durch das Internet ist ein langfristiges Denken gar nicht mehr möglich. Bergwandern hilft da den Kopf frei zu bekommen. Insofern: kümmern Sie sich nicht um die Berliner dieser Welt. Das sind arme kleine Würstchen die sich für Individualisten halten und dabei doch vollkommener Mainstream sind.
    Ich weiss nun wirklich nicht, was die CSU von der Sozialdemokratie unterscheidet. Seehofer ist genauso populistisch wie Gabriel. Oder wie sagte er es doch so schön, „sozial“ wäre sein Markenkern. Die CSU unter Seehofer ist nun wirklich nicht mehr konservativ. Warum der von der Basis getragen wird (oder, wird er überhaupt?) verstehe ich wirklich nicht.
    Und, wo kann man Rosen für den Stadtpark der kleinen dummen Stadt spenden? Gibt es da ein Spendenkonto? Oder kann der Austin direkt liefern?
    H. VonderInsel. Der Verweis auf die Lobbyinteressen der Befürworter ist wenig hilfreich. Politik besteht nun einmal aus einem Interessenausgleich. Lobby und Politik sind nicht zu trennen. Alles andere ist der, mit Verlaub, reichlich dumme Vorwurf jener, die sich selbst nur um das beste für die Menschen kümmern und dann selbst fleissig die eigenen Taschen füllen (gerade die linke Staatsklientel ist da das allerbeste Beispiel). Natürlich profitiert da der ein oder andere Unternehmer. Streitet auch gar niemand ab. Nur werden neben dem Staatsmilliarden auch unzählige private Milliarden verbaut. Tausende von Jobs in der Bauindustrie werden da gesichert. Millionen an Steuern gezahlt. Es ist nun einmal systemimmantent, dass Steuern nur dann gezahlt werden können (die linksgrün übrigens ganz fleissig ausgibt), wenn es eine Wertschöpfung gibt. Eine solche Wertschöpfung gibt es aber nun nur durch Baukräne. Protestbewegung und vergammelnde Gleisanlagen zahlen nun einmal keine Steuern. Wann gab es eigentlich einmal einen Lobbyvorwurf in Richtung grün in Sachen Solarindustrie. Den gab es eigenartigerweise nie.
    Nunja Nörgler, wenn Sie diese Zeitung kaufen würden und dann die Beiträge der Herausgeberschaft zur Kenntnis nehmen würden, dann wüssten Sie um die Meinung dieser ehrwürdigen Zeitung. Da die Berliner Gartishartz-IV-Protestmentalität Ihnen aber den Kauf eines so konservativen Blattes verbietet, können Sie selbstredend keine Kenntnis davon nehmen.
    Es stellt sich für letztlich allein die Frage, ob grün auch protestieren würde, wenn sie selbst in der Landesregierung wären. Ob die SPD auch dann einen Volksentscheid zulassen würde? Sehr wahrscheinlich nicht. In Stuttgart geht es nicht um diesen Bahnhof. Es geht allein um die Machtfrage. Nachdem Mappus wesentlich besser ankommt als Oettinger, fürchten linksgrün einmal mehr um Stimmen. Jedes Mittel ist dann recht. Beim grünen Landesvorsitzenden (Mister Rollkoffer) wird es halt irgendwann eng mit den Pensionsansprüchen (zumal er 2009 aus dem Europaparlament geflogen ist).

  123. DA@:
    Empfehlung vom chef de...

    DA@:
    Empfehlung vom chef de cuisine pour jeudi:
    Radi de la saison
    Weißwürschtl (saucisse blanche)
    Schweinebraten an Sauerkraut
    avec Knödelen à la bavaroise > Semmeln
    apres
    château morelle (prunus cerasus) avec Schnaps

  124. Dipsy, um das nicht in eine...
    Dipsy, um das nicht in eine Generaldebatte um meine Person ausarten zu lassen: Ich bin nun mal wie viele andere aus meiner Schicht, einfach aufgrund der generellen Möglichkeit, so zu sein, nicht einfach mit klassischen Begriffen der Politik zu umschreiben. Das ging früher vielleicht einigermassen, aber heute, in Zeiten des liberalen Wohlstandes, geht die Persönlichkeitsentwicklung in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Wege. In der Folge ist das einzige Millieu, in dem man daheim ist, das eigene Zuhause – aber auch das ist mit zwei Wohnorten in guten Gegenden mit Bergblick und Altstadthaus und 200 Quadratmeter für eine Person ganz ordentlich, wenn die Decken hoch genug für Kronleuchter sind.

  125. Plindos, ich radle nachher eh...
    Plindos, ich radle nachher eh gleich ins Altmühltal, dort ist dergleichen ab und an zu finden.

  126. (Wie auch immer - danke,...
    (Wie auch immer – danke, Dipsy, genau über dieses Thema müsste man eigentlich mal schreiben)

  127. "Jedes der Völker glaubt...
    „Jedes der Völker glaubt seine Erbschaft, sein wahres Gesetz und seine Gebote zu haben, damit es sie befolge.“
    Liebe Donna Laura, bitte entschuldigen Sie meine späte Antwort – der Abend gehört den Kindern und der Familie, die Nacht der besten Ehefrau von allen.
    Um meinen Ruf ist mir nicht bange, gleichwohl es mich doch sehr erleichtert, dass der Ihrige durch unser Intermezzo unbeschadet bleiben wird.
    Ihren Link zu YouTube werde ich leider erst im Laufe des Tages öffnen können, und mich danach nochmals zu Worte melden. Ich muss jedoch gestehen, dass dies mein erster Besuch dieser Seite sein wird; in Bezug auf elektronische Medien bin ich beinahe Asket: kein Facebook, kein Twitter, kein SMS, und seit fast 2 Jahrzehnten kein TV.
    Dieser Blog stellt gewissermaßen eine Ausnahme dar – der Plauderei mit netten Leuten und des guten Tees wegen.
    Ihr V

  128. Mir scheint's, DA kommt auf...
    Mir scheint’s, DA kommt auf diesem Blog in den Genuss von „literary licence“ (in grossen Mengen). Doch wie die Amis sagen, „If you can’t stand the heat, get out of the kitchen“
    Some like it hot!!

  129. Ach Don Alphonso. Ich glaube...
    Ach Don Alphonso. Ich glaube nach wie vor, dass Sie die Trennung zwischen Don Alphonso und der Person die da dahinter steckt ganz gut hinbekommen. Insofern dabattiere ich auch nur über Don Alphonso. Und auch nur über die Meinung, nicht über die Person.
    Worüber wollen Sie denn schreiben?

  130. Und was die Einschätzung von...
    Und was die Einschätzung von „Nörgler“ angeht – das ist genau das Problem vieler Konservativer: Dass sie gar nicht begreifen, wie ihr eigenes Millieu gerade atomisiert wird. Dazu muss man nicht in die Umfragen schauen, das erlebt man, wenn man darin wohnt, allenthalben. Das musste die CSU irgendwann erkennen, das wird die CDU bei den Schwaben erkennen, und nur, weil ein Kommentar in dieser Zeotung nicht deckungsgleich mit einem anderen Kommentar ist, ist er noch lange nicht auf die Rückseite der Gesetzestafeln vom Berg Sinai gekratzt. Das Bürgertum hat in den letzten 10, 15 Jahren erst 68 für sich entdeckt. Ich kann nichts für die Scheidungen (oder nur ganz selten), ich kann nichts dafür, dass die ehemals verachteten Körndlfresser heute so normal sind, dass einem jeder am Tegernsee versichert, dass die Kühe zu Tode gestreichelt wurden, und die härtesten Gentechnikgegner gleichzeitig die überzeugten Restchristen sind, während ansonsten der Kirchenaustritt normal wird: Konservativ ist heute nicht mehr die erste Reihe in der Demo gegen die Wehrmachtsausstellung, sondern etwas, das zu beschreiben nicht leicht ist. Und man bekommt es auch mit einem Leitartikel nicht mehr in den Sack.

  131. Sollen wir hier wirklich über...
    Sollen wir hier wirklich über Stuttgart 21 diskutieren? Ich resigniere hier dann doch. Im Grunde gebe ich Peter Reinke (13.10.10, 11:42) recht. Natürlich sind die Kosten immens. Aber die Neugestaltung entlastet viele Stuttgarter Bürger erheblich vom Eisenbahnlärm und schafft neue Bau- und Grünflächen. Die selbsternannten Parkschützer sind doch eher Parkverhinderer, denn das Projekt bringt mehr doch Grün in die Stadt. Aber das ist alles müßig. Würde unter heutigen Verhältnissen jemand den Bau eines U-Bahnsystems vorschlagen, er hätte keine Chance mehr. Ob wir noch einmal das Abenteuer der Elektrifizierung durchsetzen könnten – ich wage es zu bezweifeln. Ein Eisenbahnnetz mit Innenstadtbahnhöfen – undenkbar. Hier macht sich ein eigenartiger Konservatismus breit, der auch an dem, was schlecht ist, nichts ändern will. Kopfbahnhöfe sind Verkehrsanlagen von vorgestern, umständlich und platzraubend. Dass es sie in vielen Städten noch gibt, bedeutet noch lange nicht, dass sie sinnvoll sind. Das Pariser System ist alles andere als praktisch. Zum Umsteigen durch die halbe Stadt fahren zu müssen, produziert enormen Zeitverlust und unnötigen Verkehr.

  132. Zum Thema S21: Wenn ich als...
    Zum Thema S21: Wenn ich als Privatmann und Unternehmer kein Geld hätte – eine grausige Vorstellung – und sogar meine Kreditlinie vollends ausgereizt wäre, dann könnte ich kein weiteres Haus bauen, keine neuen Bücher kaufen usw.
    Als Politiker würde ich ebenso verfahren – kein Geld in der Kasse, allerorten Verschuldung , bedeutet eben sparen müssen. Alle(!) Großprojekte müssen verschoben werden, bis man diese wieder bezahlen kann. Ohne Ansehen der politischen Coleur.
    Vielleicht ist das aber zu einfach, und die jetzige politische Klasse bekäme eine zu lange Zeit über keine Kick-Backs von der Industrie, d.h. den Banken, und ginge bankrott.

  133. Tinky-Winky@: Divinus...
    Tinky-Winky@: Divinus perfectionis magister, schon, schon, aber das Wilhelminische
    Preußen/D.-land war doch insgesamt gesehen durchaus mit an der damaligen tête mondiale, von den militarischen Auswüchsen abgesehen. Da könnten wir uns mancherlei Hinsicht ein Scheibchen von abschneiden. Selbst Herrn M.R.R. Eltern fanden es anziehend genug um sich in Berlin niederzulassen.
    Wenn gestandene, erzkonservative Württemberger spez. Stuttgarter Provenienz
    rufen: S´schischt gnua! dann ist das sachlich und gemütvoll auch so gemeint. Das natürlich hunderterlei div. Süppchen aus den div.sten Antrieben mit abgekocht werden, gehört nun mal mit zum Diskurs seit 2.500 Jahren abendländischen Politspektakels. Auch das jeweilige Unterwäschehervorziehen der jeweiligen Gegner (was natürlich eine echt infame Sauerei ersten Grades ist).

  134. Don, im übrigen bin ich der...
    Don, im übrigen bin ich der Meinung, dass man die wahren Konservativen heutzutage hier findet: http://www.humanistische-union.de/
    Egal welcher politischen Partei die Mitglieder angehören.
    .
    Für meinen Teil ist aber für heute Schluss mit Politik.
    Mit freundlichem Gruße in den schönen Süden,
    Ihr (parteiloser) V

  135. Bettelbaron@: Sie kennen...
    Bettelbaron@: Sie kennen anscheinend die ortsübliche Kehrwoche nicht?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schwäbische_Kehrwoche

  136. Nachdem bei diesem Thema auch...
    Nachdem bei diesem Thema auch eine Menge astroturfendes Störpotential unterwegs ist, habe ich jetzt mal einen allzu knalligen Kommentar gelöscht. Sollte es den Falschen erwischt haben, so müsste ich lügen, würde ich sagen, dass ich es bedaure.

  137. "Zukunftsfähig" meint vor...
    „Zukunftsfähig“ meint vor allem das, was die ewig fortschrittsfixierten Traditionalisten dafür ansehen: also die sterile Monotonie solcher Stadtsilhouetten wie Dubai, Singapur, Shanghai, Las Vegas …

  138. @plindos. Ja, das ist eine...
    @plindos. Ja, das ist eine Wissenschaft für sich. Danke für den schönen Verweis!

  139. Zitat elbsegler (Beitrag 12.25...
    Zitat elbsegler (Beitrag 12.25 Uhr): „Würde unter heutigen Verhältnissen jemand den Bau eines U-Bahnsystems vorschlagen, er hätte keine Chance mehr. Ob wir noch einmal das Abenteuer der Elektrifizierung durchsetzen könnten – ich wage es zu bezweifeln. Ein Eisenbahnnetz mit Innenstadtbahnhöfen – undenkbar.“
    Ganz genau das geht mir auch gehörig auf den Senkel. Es ist inzwischen egal was gemacht wird, es findet sich immer jemand der dagegen ist, weiteres Beispiel das mir einfällt: Naturschützer gegen offshore-Windkraftanlagen. Man könnte auch sagen Deutschland verharrt im Stillstand.
    Ganz abgesehen davon finde ich es irgendwie ein seltsames Demokratieverständnis wenn da Leute in den Park hingehen zum Protest und sich mit Slogans wie „Wir sind das Volk“ anmaßen, für die gesamte Bevölkerung zu sprechen.
    Als Ingenieurin kann ich Ihnen allen übrigens versichern dass es einem um jeden Baum wehtut, der weichen muss und dass man immer versucht, das zu vermeiden. Niemand setzt sich hin und denkt: Oh fein, neues Projekt, mal sehen wieviele Bäume wir da fällen lassen können.

  140. Ach, so bitter würde ich das...
    Ach, so bitter würde ich das mit der Technikverweigerung gar nicht sehen.
    .
    In München gibt es ja das lokale Bürgerbegehren und den Bürgerentscheid. Und da gab es zwei spannende Entscheidungen:
    1. Die Untertunnelung des Mittleren Rings. Da war die politische rotgrüne Mehrheit dagegen, weil sie weniger Autoverkehr wollte. Und hat verloren. Der mittlere Ring wurde untertunnelt, für ein paar Minuten weniger Stau der Pendler.
    .
    2. Das Verbot von Hochhäusern. Dagegen waren praktisch alle politischen Lager und die Medien. Aber die Bürger sahen das Protzelend im Norden der Stadt und stimmten gegen die Trümmer.
    .
    Es kann also so oder so ausgehen.

  141. Da wir immer noch bei S21...
    Da wir immer noch bei S21 sind: Kann es sein, daß Projekte dieses Kalibers auch in D längst in Händen der Mafia sind, und zwar nicht der bewährten sogenannten Bau-Mafia, sondern der realen italienischen Mutterversion? Man liest des öfteren, daß letztere über BW nach D vorstößt, das würde gut ins Bild passen. Und S21 wäre eine Stützungsaktion für die Ehrenwerte Gesellschaft, also auch so herum genau in den Blog passen. K

  142. @V, 12:29; uneingeschränkte...
    @V, 12:29; uneingeschränkte Zustimmung und dass seit mehr als 2000 Jahren
    „Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
    (Marcus Tullius Cicero )

  143. ..sophistisches...
    ..sophistisches Gebrabbel..
    Was hier an konstruktiven, weil zukunftsfähigen Kommentaren abgegeben wird, kann man an einer Hand, nein, an einem Finger abzählen.. @Weltenbummler nähert sich der Problematik doch wenigstens pragmatisch..
    Ich selbst möchte mich zu der Thematik S21 wegen mangelnder Kenntnis nicht äussern, kann lediglich eine weitere „fleischgewordene“ Frucht der Auseinandersetzung in die Arena werfen, zu bestaunen unter http://www.whudat.de/?p=13512
    Vielleicht sollte man den Frotschritt an sich vorbeiziehen lassen, solange man keine Ahnung hat wohin die Reise denn gehen soll..
    Interessant sind die neuen Konstelationen, die sich zwischen rechts und links, oben und unten, um ein gemeinsames Thema herum bilden.. „Rettet den Schlosspark!“ vs „Fortschritt für alle!“ Auch Stuttgart scheint in der Postmoderne angekommen..

  144. Plindos, das Trennende...
    Plindos, das Trennende zwischen Christen und Judentum kann man nicht an einzelnen Ereignissen und Perioden festmachen, sondern muss anhand der mehr als Jahrtausend alten systematsichen, antisemitischen Blutbeschuldigungen durch die Christen gesehen werden. Dazu muss man wissen, dass das aufkommende Christentum in der Antike als jüdische Sekte betrachtet und verfolgt wurde. Man glaubte, das christliche Abendmahl lasse direkte Rückschlüsse auf kannibalistische Akte dieser neuen Sekte zu. Nachdem das Christentum Staatsreligion geworden war, stellte man schnell fest, dass man auf diese bewährte, am eigene Leibe erlebte Weise ganz famos Sektierer, Häretiker und insbesondere Juden verunglimpfen und verfolgen konnte: Juden, so die Anschuldigung, brauchen das Blut christlicher Kinder für ihre Rituale. Bis ins 20. Jahrhunderte wurde von Vertreten der katholische Kirche und katholischen Medien an diesen Beschuldigungen festgehalten, in Italien auch noch nach 1945, dort hielt sich ein Opferkult um einen angeblich von Juden zu Ritualzwecken ermordeten Jungen(Simon von Trient) noch bis Mitte der 60er Jahre. Das ist die „christlich-jüdische“ Tradition des Abendlandes.

  145. V, mit Verlaub. Aber ich...
    V, mit Verlaub. Aber ich bekomme wirklich Schreikrämpfe, wenn ich da lese, welche Inhalte diese humanstische Union vertritt. Das ist ein ganz klassisches Beispiel der Besetzung von Schlüsselbegriffen. Die Würde des Menschen spielt im richtigen Humanismus tatsächlich eine Rolle. Aber eben: diese Würde setzt Selbstachtung voraus. Gerade in der Hartz-IV Gesellschaft dürfte diese Selbstachtung fehlen. Würde wird zudem nicht durch materielle Werte (5 Euro mehr für die Hartz – IV Community) verwirklicht.
    Diese humanistische Union ist irgendein Label einer linksextremen Gruppierung. Allein schon die Ziele (Wir über uns) verraten, wessen Geistes Kind dieser Laden ist. Abschaffung des Verfassungsschutzes, aktive Förderung benachteiligter Gruppen (wer immer auch benachteiligt sein mag), wirksamer Schutz vor Diskriminierung (allgemeine Totschlagphrase), Abschaffung von Kirchenprivelgien (Hetzjagd auf das allgemeine Feindbild der 68er).
    Und, wer steckt dahinter? Frau Professor Will, HU Berlin. Ab 1968 in der SED. Propagandasekretärin der FDJ. 1993 zur SPD gewechselt. Ich glaube kaum, dass Frau Professor sich der Freiheit (Bildung und Kultur um der Freiheit willen – darum geht es im Humanismus) verpflichtet fühlt.

  146. Ich wünschte, wir hätten in...
    Ich wünschte, wir hätten in Europa mehr jüdisch-christliches Erbe. Allein der Gedanke, mehr Menschen in Europa wären Christen – nicht nur auf dem Papier… Leider geben stattdessen Deppen den Ton an.

  147. Ich glaube, bis heute ist das...
    Ich glaube, bis heute ist das Verbrechertum, das im Wort „Immobilienentwickler“ sitzt, mit noch keinem Wort der deutschen Sprache angemesssen gewürdigt worden. S21 steht für ein geistige-moralisches Tieferlegen, das noch deutlich unterhalb derjenigen rangiert, die sich mit moralischen Schmiss über Randgruppen hermachen, indem sie von einem „jüdisch-christlichen“ Erbe sprechen.
    .
    Und irgendwie kann ich kaum anders, als mir zum Begriff „jüdisch-christliches Erbe“ in unserem Land vor allem jene vorzustellen, jenes vermeintliche Bürgertum in unserem Land, das an den Hebeln der Macht bzw. beim tätigen in-die-Macht-Hebeln den Holocaust zu verantworten haben.
    .
    S21 mit seiner idiotischen und später Fahr- und Lebenszeit vernichtenden Spurenhalbierung, die auch nicht mit den Mitteln sekundengenauester Softwaretechnologie in seiner Schadwirkung aufzuhalten sein wird, ist in meinen Augen eine Art Endlösungsvision für den Bahnhof Stuttgart von Immobilienbesitz maximierenden Immobilienentwicklern.
    .
    Weniger hässlich formuliert ist S21 ein Verbrechen, das zum Nutzen weniger auf Kosten aller Übrigen begangen wird.

  148. Nebenbei: Nimmt man das...
    Nebenbei: Nimmt man das Christentum als eine Art Sondererscheinung bzw. Ableitung aus dem Judentum, das es gelegentlich schafft, einige gute Seiten der jüdischen Religion zu bewahren und teils sogar weiter zu entwickeln, vergisst man überdies das Johannesevangelium, die Briefe des Paulus und den geistig-mentalen Abschaum der sogenannten Apokalypse, nimmt man darüber hinaus die zumeist einigermaßen reinen Herzen vieler Anhänger des Christentums, die im Wesentlichen die goldene Regel zu verinnerlichen suchen, und rechnet man dann dazu, dass sich ein gewöhnlicher Jude doch gar nicht so sehr von einem gewöhnlichen Christen unterscheidet (und übrigens auch nicht von einem gewöhnlichen Muslim), außer vielleicht in einigen Detailfragen, dann bleibt am Ende dennoch nicht viel übrig, was für eine gemeinsame „jüdisch-christliche“ Tradition taugt.
    .
    Pardon.
    .
    Ich versuch das einmal etwas anders zu erklären: Es macht einfach keinen Spaß, ausgerechnet von den reaktionärsten Politdeppen für ihren zutiefst reaktionären Scheißdreck mit dem Wort „jüdisch-christliche Tradition“ vereinahmt zu werden, also ausgerechnet von Leuten, die bei der Vorstellung von Gulags für Muslime ihren inneren Reichtsparteitag feiern würden.
    .
    Ich hoffe, so ist es klarer.

  149. zunächst : der name ist kein...
    zunächst : der name ist kein pleonasmus, der stuttgarter verkörpert die klassischen schwäbischen tugenden („furchtlos & treu“), allerdings zeitverzögert. Bei größeren konflikten sucht er zunächst trost im vielfältigen kulturellen angebot ( von oper- über literatur- bis zum theaterhaus ) um zeit zu schinden, die zeit, in der er hofft, der kelch gehe an ihm vorüber. Sieht er sich aber zum handeln (protestieren, demonstrieren) gezwungen, weil alles andere eine dauerhafte beleidigung seiner intelligenz zur folge hätte, geht dieser stuttgarter erst von der strasse, wenn er sein ziel erreicht hat. Ob das nun stur oder zielgerichtet ist sei dahingestellt. Informationen zum werdegang des projekts s 21 gibt es an anderer stelle zuhauf, u.a. eine gemeinderatsversammlung vom september 1997, in der die strategie, dieses projekt durchzu“knüppeln“ (tarnen, täuschen, lügen ) bereits deutlich wird. Der ernsthafte versuch eines bürgerbegehrens mit 67000 unterschriften ( 20000 sind erforderlich ) wurde von ob-schuster kaltlächelnd in die tonne getreten. Wir sind hier in stuttgart seit dem 28.august 2010 in einem rechtsfreien raum. Es riecht nach faschismus und ich gebe zu bedenken, der faschismus der zum weltkrieg II führte, kam auch nicht fix und fertig zur tür herein. Insbesondere das effektive zusammenwirken von politik, kapital und medien (stuttgarter zeitung, stuttgarter nachrichten, südwest-presse und südwestrundfunk ) sollte uns unbedingt hellhörig werden lassen.

  150. Der ein oder andere entarnt...
    Der ein oder andere entarnt sich mit dem Hinweis, es rieche nach Faschismus selbst. Alles was nicht der linksgrünen Einheitsmeinung entspricht ist ja bekanntlich „fascho“.
    Zudem der weitere Hinweis (Zusammenwirken von Wirtschaft und Politik) auch historisch falsch ist. Wehler sollte doch nun aufgezeigt haben, dass es sich bei dem breiten Zusammenarbeit von NSDAP und Wirtschaft um ein Brecht’sches Ammenmärchen handelt. Die gab es nicht in dem Ausmass wie Brecht sie gerne gehabt hätte.

  151. "Es ist inzwischen egal was...
    „Es ist inzwischen egal was gemacht wird, es findet sich immer jemand der dagegen ist.“ – unellen, das mag so sein. Aber so ist das halt in einer Demokratie. Würden Sie lieber in einer chinesischen Megacity leben, wo die Verwaltung mal eben ganze Stadtviertel ausradiert, um in Rekordzeit noch eine schicke Stadtautobahn in die Gegend zu klotzen? (Oder einen Transrapid – der übrigens selbst in Shanghai defizitär und unausgelastet fährt.) Außerdem: Vielleicht ist die Zeit der sinnvollen Großprojekte in unseren überschuldeten, übersiedelten und zugebauten Landstrichen ja auch einfach vorbei. Vielleicht wäre es ja tatsächlich vernünftig, sich mehr Gedanken über banale, langweilige Dinge wie Energieeffizienz, Sicherheit, Kosten bestehender Systeme zu machen (funktionierende Klimaanlagen in Zügen wären z. B. ein guter Anfang), als auf Teufel komm raus neue „Visionen“ zu entwickeln (Gruß an Helmut Schmidt), die ideologisch in eine Zeit gehören, als es etwas ganz Tolles war, einen noch größeren Bahnhof und ein noch schnelleres Dampfschiff zu bauen.

  152. Ich hatte es befürchtet!...
    Ich hatte es befürchtet! „S21“ ist ein Thema, dass nicht ansatzweise sachlich zu diskutieren ist. Ein lärmender alter Kopfbahnhof mit seinem Staub und Dreck einschließlich des zuführenden Schienennetzes muss etwas wunderbares sein. Die Anwohner werden es genießen, wegen des rein- und Rausfahrens doppelt soviel Verkehr erleben zu dürfen wie bei einem Durchgangsbahnhof. Bau-Mafia, Faschismus, III. Weltkrieg, Verbrechertum, geistig-moralisches Tieferlegen. Das ist eine Sprache zu der mir nichts mehr einfällt.
    Auch das Argument, S21 könne wegen des Staatsdefizits nicht gebaut werden, ist interessant. Wenn etwas auf Pump finanziert werden sollte, dann Infrastrukturinvestitionen, die auch zukünftigen Generationen noch zur Verfügung stehen. Müssten dann nicht die Renten gekürzt werden, die über den Zuschuss aus dem Staatshaushalt auch auf Pump finanziert werden?
    Von mir aus kann das Projekt abgeblasen werden, ich fahre selten mit dem Zug über Stuttgart. Aber diese Hysterie ist ein Grund weniger in diese Stadt zu fahren oder dort zu investieren. Schmort in euren Kessel schön im eigenen Saft, atmet den Feinstaub des geliebten Kopfbahnhofs in tiefen Zügen ein und freut euch, dass ihr es denen da oben mal richtig gezeigt habt.
    Dann wird das Geld eben für andere Projekte in Deutschland verwendet. Vielleicht freuen sich dann mehr Bürger darüber.

  153. @anderl

    In Aut besser in...
    @anderl
    In Aut besser in Tirol gibt es ein Anderl
    Anderl (Andreas) Oxner von Rinn war, nach einer Ritualmordlegende, ein dreijähriger Bub, der am 12. Juli 1462 im Nordtiroler Dorf Rinn von ortsfremden Juden im Zuge eines Rituales ermordet worden sein soll.
    Im Jahr 1475 wurden die Gebeine des Kindes, angeregt durch den angeblichen jüdischen Kindsmord an Simon von Trient, in die Pfarrkirche von Rinn überführt. Die eigentliche Legende vom Ritualmord entstand allerdings erst um 1620. Der damalige Arzt am adeligen Damenstift in Hall, Hippolyt Guarinoni soll von dem Mord gehört haben und verfasste daraufhin im Jahr 1642 ein Buch über den Vorfall: „Triumph Cron Marter Vnd Grabschrift des Heilig Unschuldigen Kindts“. Der angebliche Tatort, der Judenstein bei Rinn, wurde daraufhin zum Wallfahrtsort und damit zu einem Beispiel des Antijudaismus in der katholischen Kirche. Weitere Schriften über den Ritualmord an Andreas von Rinn stammen von Pater Hadrian Kembter (1745), Pater Benedikt Cavallesio (1747) und Flaminius Cornelius, Senatsherr von Venedig.
    Papst Benedikt XIV. erlaubte die Verehrung des Anderl durch die päpstliche Bulle „Beatus Andreas“ vom 22. Februar 1755 und nannte ihn „selig“ (beatus). Durch Volksschauspiele, die auf den Schriften von Guarinoni basierten und bis ins Jahr 1954 veranstaltet wurden, verbreitete sich die judenfeindliche Legende. Die Brüder Grimm veröffentlichten die Geschichte des Anderl im Jahre 1816 in ihrem ersten Band deutscher Sagen. 1893 erschien die Schrift „Vier Tiroler Kinder, Opfer des chassidischen Fanatismus“ des Wiener Geistlichen Joseph Deckert, mit welcher er die Legende weiter verbreitete und auch für die modernen Formen des Antisemitismus dienstbar machte.
    Der Festtag des „Anderl von Rinn“ wurde schließlich 1953 vom Innsbrucker Bischof Paulus Rusch aus dem kirchlichen Kalender getilgt. 1985 wurden die Gebeine des Kindes aus der Pfarrkirche entfernt. 1994 wurde der Kult um den Judenstein von Bischof Reinhold Stecher offiziell verboten, der auch ein Fresko mit der Darstellung des Ritualmords in der Ortskapelle überdecken und die Kirche in „Mariä Heimsuchung“ umbenennen ließ.
    Trotzdem findet nach wie vor alljährlich am Sonntag nach dem 12. Juli eine privat organisierte Wanderung von lokalen und regionalen Rechtsextremisten und katholischen Fundamentalisten zum „Judenstein“ bei Rinn statt. Entgegen der allgemeinen Linie der katholischen Kirche und entgegen den begründeten wissenschaftlichen Erkenntnissen über diese Legende haben sich einzelne Katholiken zustimmend zur Begehung des Festtags geäußert und sehen die Fiktivität des Ritualmords als nicht erwiesen an. Dazu gehören der vom Dienst suspendierte und in Österreich 1998 wegen Volksverhetzung verurteilte Kaplan und Mitorganisator der Wanderung, Gottfried Melzer, der Theologe und Engelwerk-Mitglied Robert Prantner und der ehemalige St. Pöltner Bischof Kurt Krenn.
    Auf der rassistischen Website Stormfront wird die antisemitische Legende unter Berufung auf Prantner weiterhin verbreitet.
    Und dann noch in Deggendorf die Deggendorfer Gnad

  154. @gianozzo
    Es geht hier im...

    @gianozzo
    Es geht hier im Wesentlichen nicht um das Projekt. Ob das viele Geld gut investiert ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Sich hier an großen Zahlen zu berauschen bringt nichts. Aber wir leben eben nicht als Rechtlose in einer chinesischen Megacity unter dem Regime der KPC, sondern in einem Rechtsstaat. S 21 wurde in jahrelangen rechtlich bis in Detail ausgestalteten Verwaltungsverfahren geplant und von allen demokratisch gewählten Gremien bestätigt. Mit welchem Recht, mit welcher demokratischen Legitimation setzen sich jetzt irgendwelche Leute mit der Landesregierung und der Bahn an einen Tisch, um „auf Augenhöhe“ zu verhandeln? Ich werde morgen mal „auf Augenhöhe“ mit der BfA über meine Rente verhandeln und mit meiner Stadtverwaltung über eine Baugenehmigung – und wenn das nicht so läuft, wie ich es will, dann rufe ich die Wiederkehr des Faschismus aus. Ich frage mich, auf welcher Seite hier eigentlich die neuen Faschisten gesucht werden müssen.

  155. naja, man wird doch noch...
    naja, man wird doch noch drüber reden dürfen.

  156. Elbsegler, die Diskussion mit...
    Elbsegler, die Diskussion mit diesen Damen und Herren bringt nichts. Es geht nicht um Sachargumente. Alles was da irgendwie an „Sachargumenten“ kommt ist lediglich vorgeschoben. Bemühungen um eine sachliche Diskussion scheitern an Befangenheits- und Lobbyismusvorwürfen. Jene, also die Befürworter würden bezahlt werden und überhaupt sind eben alles Faschisten und Verbrecher.
    Allein diese Rhetorik verrät doch alles. Und der Protest kommt eben nicht unbedingt aus Stuttgart. Der kommt von ausserhalb, aus den bekannten Zentren der ausserparlamentarischen Opposition.
    Und so versammelt sich dort die übliche Protestklientel: Hartz-IVler, Gewerkschafter, DKP und Linksparteibonzen, aufgestaffelte und naive Schüler, Indymedia-Klientel und und und. Oder ist ernsthaft zu erwarten, dass der übliche Schwabe wochentags auf die Strasse geht? Der normale Schwabe schafft da.
    Schon wenn von linksgrüner Seite das Kostenargument vorgetragen wird, muss man doch mit dem Kopf schütteln. Seit wann sorgen sich jene um die Staatsfinanzen?

  157. DA, das will ich doch hoffen,...
    DA, das will ich doch hoffen, dass man wohl noch darüber reden darf!

  158. @Herrn Alphonso: SPON meldet...
    @Herrn Alphonso: SPON meldet das Ende der SPD und von Frau Merkel. Bitte übernehmen Sie. (Partei der modernen Konservativen).
    @Savall: Kürzeste U-Bahn-Strecke befindet sich vor dem Kasseler Hauptbahnhof.
    @De Nada: Es soll noch einen übriggebliebenen Weg geben, um mit einem 4m hohen LKW oder Bus nach Stuttgart zu kommen.

  159. anderl@:Mir ist die Thematik...
    anderl@:Mir ist die Thematik geläufig. Kenne auch entspr. nähere Historien von Deggendorf und Passau. „Natürlich“ war und ist es so.
    ..
    Dipsy@: Vergallopiert. Möchten Sie jetzt eine grundbautechnische und sonstig Ingenieurmässige Dikussion hier anfangen, vielleicht die neuesten Euro-Normen für Statik und Signaltechnik auseinanderklamüsern? Oder das Für und Wider alternaternativer Streckenführungen samt Kostenvergleichen en detail zerpflücken? Können Sie haben, aaaaber bedenken Sie, das würde hier im Salon nur entsetzliches Gähnen und eine Abwanderung ohnegleichen provozieren. Möchten Sie das wirklich?

  160. elbsegler, die Faschismuskeule...
    elbsegler, die Faschismuskeule ist hier fehl am Platz, völlig d’accord. Was allerdings den Grünen Tisch anbelangt: Keine Macht der Welt kann einen Herrn Mappus dazu zwingen, sich an denselben zu setzen, wenn er sich keine politischen Vorteile davon erhofft. Was hindert ihn daran, die Sache einfach durchzuziehen? Offenbar doch die Einschätzung, dass die Krawallmacher vor Ort für große Teile der BW-Bevölkerung stehen, auch der konservativen (in Dipsys geschliffener Rhetorik: „der üblichen Schwaben“), und dass er als Hardliner keine Wahl gewinnt. Hier geht’s ganz einfach um das politische Kalkül des Herrn Mappus (und natürlich auch um das der anderen Seite).

  161. @ H. Vonderinsel

    Nehmen Sie...
    @ H. Vonderinsel
    Nehmen Sie das mit dem Besserangezogensein der Befürworter wieder zurück, aber bitte sofort! Nix als t-shirts mit komischen Kaninchen drauf…(http://laufenfuerstuttgart.wordpress.com): gräßlich, das. Ich habe wenigstens ein gebügeltes Hemd an.

  162. BertholdIV@:Nicht zu vergessen...
    BertholdIV@:Nicht zu vergessen die Bacharacher Werner-Legende, kann man unwidersprochen und unkommentiert im WWW finden. Man fasst sich an den Kopf.
    http://www.net-art.net/kropp/sagewer.htm

    Giannozzo@:Mir fällt dazu das Milliardenteure und damals von der SPD hochgepriesene stillgelegte Plutoniumdingsbumms zwischen Kalkar und Kleve ein.

  163. @ Elbsegler
    "Dann wird das...

    @ Elbsegler
    „Dann wird das Geld eben für andere Projekte in Deutschland verwendet. Vielleicht freuen sich dann mehr Bürger darüber.“
    Ja, richtig! Genau das ist doch das erklärte Ziel der Projektgegner! Die sagen: Das Geld wird hier in Stuttgart sinnlos verbraten, wohingegen es der Bahn an anderer Stelle fehlt, etwa beim Güterverkehrsausbau der Strecke Karlsruhe-Basel.
    Die Bahn hat hunderte von Problemzonen und Nadelöhre in D, nur in Stuttgart gerade nicht. Warum also hier die Milliarden verballern, und nicht einsetzen, wo das für den Bahnverkehr sinnvoll ist.
    Und wenn man sich diese Frage stellt, dann kommt man eben darauf, dass S21 kein Bahnprojekt, sondern ein Immobilienprojekt ist.
    .
    „S 21 wurde in jahrelangen rechtlich bis in Detail ausgestalteten Verwaltungsverfahren geplant und von allen demokratisch gewählten Gremien bestätigt.“
    Ich unterstelle Ihnen mal, dass sie es nicht besser wissen, und daher das Mappus-Mantra repetieren.
    Den gewählten Gremien wurde weit über ein Jahrzehnt etwas von 2 Milliarden erzählt, weil man wußte: Sagt man die Wahrheit, wird gar kein Gremium dafür stimmen.
    Noch bei Unterzeichnung der letzten Verträge 2009 wurden 3 Millarden Obergrenze versprochen. Danach erklärte Mappus, oberhalb 4,5 Milliarden halte er selbst das Projekt für tot.
    Vorgestern abend peilte Herr Grube schon mal 4,8 Millarden an, und der Bundesrechnungshof hat 12 – in Worten: zwölf – Milliarden errechnet.
    .
    Die Gremien wurden getäuscht, belogen und betrogen. Und damit ist das Projekt gerade nicht demokratisch legitimiert.
    Wenn ich einen Prozeß gewinne, weil ich im Prozeß so geschickt betrüge, dass der Richter mir auf den Leim geht und ein Urteil zu meinen Gunsten spricht, aber nachher kommt das heraus – was glauben Sie, elbsegler, was passiert, wenn ich mich dann hinstelle und sage, nö, ich habe hier doch das Urteil und ich verlange jetzt Rechtssicherheit? Na, was glauben Sie?

  164. Dipsy, schreien Sie bitte,...
    Dipsy, schreien Sie bitte, richtig laut.
    .
    ego, eben. Ab und zu mal ins Geschichtsbuch schauen, bevor man versucht das Rad neu zu erfinden. „Der Staatsdienst muß zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.“ Auch von Cicero. In diesem Sinne.
    .
    Sterne, Deisten oder Agnostiker wären mir persönlich lieber.

  165. Ihr Text, Herr Alphonso, ist...
    Ihr Text, Herr Alphonso, ist ein explosionsartiges Zucken verschütterter Ansichten und wenn ich das noch sagen darf: Ich habe sie deutlich wahr genommen.
    Chapeau für diesen Erguss.

  166. Oh je, Dipsy. "geht nicht um...
    Oh je, Dipsy. „geht nicht um Sachargumente“ „Alles…lediglich vorgeschoben“ „Befangenheits- und Lobbyismusvorwürfen“ „verrät doch alles““bekannten Zentren der ausserparlamentarischen Opposition“ „übliche Protestklientel“ „Hartz-IVler, Gewerkschafter, DKP und Linksparteibonzen, aufgestaffelte und naive Schüler“ „Der normale Schwabe schafft da“ „Seit wann sorgen sich jene um die Staatsfinanzen?“
    Dipsy, das nennt man semantische Werturteilserschleichung. Sie tun doch sonst so klug. Warum erbrechen Sie hier einen solchen Stammtisch-Schwall?

  167. @Dipsy
    Ich bin zu weit weg, um...

    @Dipsy
    Ich bin zu weit weg, um beurteilen zu können, wer da so demonstriert. Im Fernsehen sind ja immer dieselben Gesichter. Was mich stört, ist, dass die Gegner von S21 die andere Seite als Lügner, Verbrecher, Faschisten und was weiß ich noch alles bezeichnen, aber selbst ständig Wert auf ein faires Verfahren legen. Diese extreme Schwarz-Weiß-Malerei nervt. Nur weil man mit den reichlich vorhandenen legalen Mitteln das Projekt in 16 Jahren nicht verhindern konnte, wird jetzt mit allen Mitteln der Demagogie gearbeitet und Angst und Schrecken verbreitet. Da wird ohen Rücksicht auf Verluste unser demokratisches System demontiert, ohne dass klar ist, was die besorgten Großmütter denn nun wollen. Offenbar wollen sie eine Willkürherrschaft, die sich nach den lautesten Protestierern richtet. Man könnte glauben, in ganz Stuttgart wurde noch nie eine Baugrube ausgehoben, geschweige denn eine Ubahn oder Tiefgarage gebaut, so gefährlich ist das da. Der Lärm und Dreck, den die jetzigen Bahnanlagen produzieren und die städtebaulichen Nachteile der die Stadt zerschneidenden Bahnanlagen spielen keine Rolle. Da beklagt man sich, dass der neue Bahnhof nicht mehr 16, sondern nur noch 8 Bahnsteige hat. Selbst der kleine Modelleisenbahner weiß, dass in einem Kopfbahnhof mit 16 Bahnsteigen weniger Züge abgefertigt werden können als in einem Durchgangsbahnhof mit 8 Bahnsteigen. Das umständliche Rein- und Rausrangieren, die komplizierten Gleisharfen auf dem Vorfeld bewirken, dass ein Kopfbahnhof viel schwerfälliger und umständlicher zu betreiben ist. Die Stadt bekommt wertvolle Flächen zum Wohnen und Arbeiten in der Innenstadt zurück, die Parkflächen werden größer als jetzt. Das alles spielt keine Rolle. Die Kosten sind natürlich gigantisch. Die spielen aber sonst wenn es um die Umwelt geht auch keine Rolle. Abgesehen von den Kosten kann ich in dem Projekt mehr Vor- als Nachteile erkennen. Aber Kosten sind relativ. Wenn heute jemand ausrechnen würde, was das System der U- und S-Bahn in Berlin (sorry, D.A.) kosten würden, wenn man es jetzt beginnen wollte, würde es einem die Sprache verschlagen. Es wäre aber kein Grund, es nicht zu bauen. Weigert sich eigentlich heute noch ein „Umweltschützer“ den einst heiß umkämpften neuen Münchner Flughafen zu benutzen? Hat schon mal jemand die Bewohner der Gebiete um den alten Flughafen Riem gefragt, ob ihnen der Fluglärm sehr fehlt?
    Nein, es ist eine sehr merkwürdige „Bewegung“, die manche Stuttgarter da erfasst hat. Mir macht das Staats- und Demokratieverstädnis dieser Leute Angst.

  168. Chat Atkins@: Vielleicht geht...
    Chat Atkins@: Vielleicht geht es Frau Reski dann eines Tages auch wie ihrer Kollegin, der Journalistin Frau Politkowskaja in Russland. Bis heute ist nicht heraus wer ihr die Kontrollschüsse gegegeben hatte.
    Die Mafia ist auch im mittelständischen Gewerbe, in den Speckgürteln großer und kleiner Gemeinden, angelangt, über Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW zieht der Krake an der Strippe. Die Pizza-connection ist nur noch ein Neben-strang.
    Die Bundes und Landeskriminalämter wissen darüber schon ein Liedchen zu singen….nur singen dürfen sie es nicht. Die deutschen Bürger haben gepennt und sind eingelullt worden, by the way schlichtweg kastriert.

  169. Zum Thema Stuttgart 21 wurde...
    Zum Thema Stuttgart 21 wurde zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem.

  170. Wehrter Don,
    wie könnt Ihr in...

    Wehrter Don,
    wie könnt Ihr in einer so schönen Stadt wie Siena
    nur an Stuttgard denken?
    Herzlichst P

  171. Heute in faz.net: "Der bei...
    Heute in faz.net: „Der bei einem Polizeieinsatz im Schlossgarten schwer verletzte Demonstrant Dietrich W. bleibt auf einem Auge blind.“ Wieder einmal eine Meisterleistung „unserer“ Polizei. Aber machen wir uns nichts vor: die gewohnte Komplizenschaft von Polizei und Justiz wird auch hier sicherstellen, dass die Täter in Uniform straffrei bleiben.

  172. Ja, Anderl, 1945, kurz nach...
    Ja, Anderl, 1945, kurz nach der Befreiung durch die Russen, kam es zum ersten Pogrom in Polen nach nach der Vertreibung der Nazis. Da stuerzte sich das katholische Christenvolk, just der einen Moerderbande ledig, um den restlichen Ueberlebenden derselben Moerderbande an’s Leben zu gehen.
    Ort der Handlung: Kielce.

  173. Don "Grenzen der Technik und...
    Don „Grenzen der Technik und der Hirne“: Was zum Teufel ist denn das für ein Klassefahrrad? BEsondere Marke? Jahrgang? Lage?

  174. Lieber Don,
    Ihre Beiträge...

    Lieber Don,
    Ihre Beiträge sind wunderbar, so kulturdurchtränkt und so pointiert und wenn man dazu was postet fühlt man sich gleich wie in besserer Gesellschaft; — wenn Sie jetzt noch Ihre Meinung ein klein wenig dem CDU-Standpunkt annähern könnten, dann wären sie wirklich perfekt.
    .
    Meine ich.

  175. „Es geht nicht um...
    „Es geht nicht um Sachargumente,“ sagt Dipsy, und wo er recht hat, hat er recht. Seine an rassistische Stereotype angelehnten Exaltationen sind wahrlich kein Sachargument: „Wer dann die Protestler anschaut weiss, welchen Geistes Kind sie sind: Frauen mit grauen und verzottelten Haaren, unrasierte Männer, …“ Klar, Linke stinken, sind verwahrlost und verkommen.
    Ich möchte nicht wissen wie das ist, wenn Dipsy mal unsachlich wird.
    .
    „Da werden Schüler von einer linksradikalen Lehrerschaft angestachelt; der Unterricht fällt aus.“
    Linksradikale Lehrerschaft? In Baden-Württemberg?? Dipsy halluziniert.
    Und den Schüler möchte ich sehen, der heutzutage demonstriert, wenn der Lehrer sagt: Geh‘ demonstrieren! Was der Lehrer damit erreicht ist, dass der Schüler ihn auslacht und ihm den Stinkefinger zeigt.
    Das war die ureigenste Entscheidung der Schüler selbst. Und an diesem Tag haben sie mehr gelernt als in einem Jahr Sozialkundeunterricht.
    Das macht ja die Diskussion mit Ihnen, Dipsy, so trostlos, dass Sie permanent mit frei Erfundenem argumentieren.
    „Man kann nur hoffen, dass irgendwelche Eltern Strafanzeige gegen irgendeinen dieser Hetzer erstatten“, hyperventiliert Dipsy.
    Diese Hetzer hätte schon längst die Schulbehörde mit Leidenschaft sich vorgeknöpft – wenn es denn solche „Hetzer“ gegeben hätte. Daher gibt es auch keine Strafanzeigen von Eltern, schon gar nicht dann, wenn Eltern es ausdrücklich begrüßen, dass ihre Kinder gegen S21 demonstrieren. Und das sind, auch wenn Dipsy zerspringt vor Wut, ziemlich viele.
    .
    Was Mappus und auch unseren Dipsy schier in den Irrsinn treibt, ist die völlige Bedeutungslosigkeit irgendwelcher Linken innerhalb des S21-Protests. Die S21-Gegner entstammen dem gesetzten Stuttgarter Bürgertum.
    Der auf dem linken Auge nicht eben blinde Landes-Verfassungsschutz hat das gründlich durchleuchtet. Ergebnis: vereinzelte erfolglose Versuche linker Trittbrettfahrer, jedoch keinerlei wirksamer linker Einfluß, bürgerliche Mitte ist Träger des Protests.
    Das heißt: Wo der VS überhaupt keine linke Wirkung sieht, sieht Dipsy ausschließlich Linke.
    Schaun Sie Dipsy, solche Dinge sind es, die ich meine, wenn ich von Ihren Halluzinationen spreche.

  176. @Giannozzo13. Oktober 2010,...
    @Giannozzo13. Oktober 2010, 15:22
    Man muss nicht „in einer chinesischen Megacity leben, wo die Verwaltung mal eben ganze Stadtviertel ausradiert, um in Rekordzeit noch eine schicke Stadtautobahn in die Gegend zu klotzen…“: Durch Verhinderung von Stuttgart-21 ist man auf dem besten Wege, eine zusätzliche Stadtautobahn in Stuttgart zu erzwingen (Kleine Anekdote: Im Fernsehen wurde kürzlich eine Gegnerin von Stuttgart-21 portratiert, die sich selbst als „leidenschaftliche Porschefahrerin“ vorstellte).
    Im Übrigen wurden durch Volksabstimmungen mit jeweils grosser Mehrheit in der Schweiz unter anderem beschlossen und sind im Bau oder im Betrieb:
    – Lötschberg Basistunnel (3 Mrd EUR); im Betrieb seit 2007
    – Gotthard + Ceneri Basistunnel (7 Mrd + 1 Mrd EUR); im Bau
    – Durchgangsbahnhof Zürich (Durchmesserlinie) (1.5 Mrd. EUR); im Bau
    – CEVA Genf (Fern/S-Bahnlinie mit 4 unterirdischen Stationen 1 Mrd. EUR); im Bau
    Basisdemokratie würde zu mehr Bahnprojekten in Deutschland führen.
    Dass der 1. Teilabschnitt des Transrapid in Shanghai zur Zeit defizitär fährt, war von Anfang an klar, da die Streckenverlängerung noch nicht realisiert ist. Nach Ende der Expo wird dort in 2010 mit dem Bau der Streckenverlängerung von etwa 150 km (!) begonnen.
    Durch Infrastruktur entstehen übrigens „unsere überschuldeten, Landstriche“ nicht. Mit den Hypo-Real-Estate-Verlusten hätte man Stuttgart-21 mehrfach finanzieren können.
    Schliesslich ist Stuttgart-21 ein Beispiel, wo „banale, langweilige Dinge wie Energieeffizienz, Sicherheit, Kosten“ angegangen werden, d.h. Stuttgart-21 ist ein Beispiel, wie die Energieeffizienz, die Sicherheit und Rentabilität im Öffentlichen Verkehr verbessert werden kann.

  177. @BertholdIV
    Die Route...

    @BertholdIV
    Die Route München- Frankfurt via Stuttgart ist nur beispielhaft zu sehen. Das Problem ist der Abschnitt zwischen München und Stuttgart, der z.B. auf dem Weg von München nach Mannheim zu befahren ist.
    Wenn man bedenkt, daß neben den stündlichen ICEs 2x täglich hier auch TGV eingesetzt werden, man schämt sich doch vor den Franzosen, daß wir es nicht fertigbringen, im wirtschafts- und exportstärksten Raum Europas eine vernünftige Schnellbahn hinzubringen.
    Unser ICE fährt seit nunmehr über 20 (!) Jahren, abgesehen von Stuttgart- Mannheim und Würzburg- Hannover die ersten Jahren auf Streckenführungen, die noch für den Adler & Co. gebaut wurden (auch Stuttgart- Ulm, siehe Lied, „Auf der schwäb’sche Eisenbahne“). Kann das sein?
    Alle Umweltschützer rufen „Güter gehören auf die Bahn“, statt Bahntrassen werden aber Autobahnen gebaut. Und die paar neuen Bahntrassen sind für den Güterverkehr untauglich (zu steile Steigungen). Wer wird sich in Zukunft noch darüber wundern, wenn überhaupt keine Infrastrukturinvestitionen mehr angepackt werden? – s.o. elbsegler
    @der stuttgarter schwabe
    Das Aussitzen wollen und nachher protestieren ist das Problem. Die Grünen waren von Anfang an dagegen (was mich sehr gewundert hat, sind sie doch immer fürs Bahnfahren), haben aber zu wenig Stimmen bekommen um sich substantiell Gehör zu verschaffen. Wen wunderts- in einer Stadt, deren Existenz vom Auto abhängt (abgesehen von den beiden großen u.a. Bosch, Mahle, …).
    Da das Projekt über 20 (!) Jahre angelaufen ist (ich erinnere mich sehr genau an meine Zeit in der Spätzlesmetropole) und durch ALLE demokratischen Instanzen ging, sollte es genauso gehen, wie bei einer kirchlichen Trauung: „Wer bis hier geschwiegen hat möge schweigen für immer“. Das Geschrei heute halte ich jedenfalls nicht mehr für angemessen.

  178. Zu der erhitzten,...
    Zu der erhitzten, „psychopathologischen“ (so der Mediator) Diskussion um S 21 und der Schtuagarder Filzdeckelwirtschaft und seine Myzelstränge nachst. Link, leider inhaltlich mit anschliessender Windjammerei behaftet.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33487/1.html

  179. Werter elbsegler,
    ...ein glaub...

    Werter elbsegler,
    …ein glaub ich kluger Mann – war es Herr Luhmann – soll mal gesagt haben:
    .
    “ Dagegen sein, ist auch dabei sein.“

  180. Sterne, das ist mein 1992...
    Sterne, das ist mein 1992 selbst aufgebautes Studentenrad, ein Razesa – wir hatten ja nichts.

  181. Außerordentlich....
    Außerordentlich.

  182. Nein, es sind eben gerade...
    Nein, es sind eben gerade nicht die „üblichen Verdächtigen“.
    .
    Wenn die 21er Recht hätten und das Projekt demokratisch legitimiert wäre, dann dürfte es diese Proteste doch gar nicht geben.
    .
    (… „alles von Moskau aus gesteuert“?)

  183. Weltenbummler, die...
    Weltenbummler, die demokratischen „Instanzen“ nutzen als Ausrede nicht. Es ist absolut in Ordnung, dass sich Menschen, die vom Wirken dieser (garnicht immer so demokratischen) Instanzen wenig mitbekommen, dann engagieren, wenn die Katstrophe beginnt. Ein grinsendes „Zu spät!“ darf es in einer echten Demokratie nicht geben. Rechte hat auch der, dem spät klar wurde, was gespielt wird.
    .
    Nebenbei: wer Kinder zusammenschlägt oder zusammenschlagen lässt, ist keine „demokratische Instanz“. Sondern Abschaum.

  184. @HansMeier555: Bekennender...
    @HansMeier555: Bekennender Protestant? Hier. Aber kein Schwabe.
    Hoffend, Ihnen geholfen zu haben – Ihr J.C.

  185. natürlich, Nörgler, sind...
    natürlich, Nörgler, sind linke unrasiert und zottelig. Schauen Sie sich doch einmal die Antifafraktion an. Ich kenne jedenfalls keinen Linken, der gepflegt aussieht.
    Und, was soll nun der Witz, die Lehrer wären eher konservativ. Da müsste es einen spürbaren Wandel vom StudentInnenleben hin zum Berufsleben geben. Höchst unwahrscheinlich.
    Jedenfalls lässt Ihr Vokabular nun wirklich keinen Bürgerlichen vermuten. Sie fühlen sich eher enttarnt!

  186. @weltenbummler
    Beispielhaft...

    @weltenbummler
    Beispielhaft hin oder her. Die db sollte einfach ihre Mittel sinnvoll einsetzen.
    M.E. ist eine Neubaustrecke Würzburg-Frankfurt oder Nürnberg-Frankfurt weit sinnvoller als S21 (der Umbau des Banhnhofs); über eine Strecke München-Stuttgart ließe sich auch reden.
    Ein Durchgangsbahnhof hilft Reisenden, die über diese Station „drüber “ fahren, aber nicht, denen,d ie dort aussteigen. ich behaupte mal 90 (80)% der in Stuttgart ankommenden steigen um (v.a. U- und S-bahn). In frankfurt und München ist das auch so, das haben Metropolen/Oberzentren nun mal so an sich.

  187. Lieber Don,
    sollte es Ihnen...

    Lieber Don,
    sollte es Ihnen denn wirklich nicht möglich sein, Ihre Beiträge so zu verfassen, dass ich mich als eingefleischter CDU-Wähler in meinem Welt-Bild bestätigt fühle?
    .
    Ansonsten darf in ihrem Blog alles so bleiben wie es ist.

  188. Überhaupt sind...
    Überhaupt sind Demonstrationen in einer funktionierenden Demokratie wie unserer völlig überflüssig. Denn wer in einer Demokratie demonstriert, zeigt damit nur, dass er sich von demokratisch legitimierten Gremien getroffenen Entscheidungen widersetzt, und damit letzten Endes der Verfassung, auf der diese Legitimation beruht. Kurzum: Demonstranten gehören als Verfassungsfeinde eingesperrt. Besonders die zotteligen.

  189. Beitrag zur Begrifflichkeit...
    Beitrag zur Begrifflichkeit von Demonstration.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Demonstration
    HansMeier555@:
    Was ist denn nun Ihr eingefleischtes spez. Weltbild? Ist das so eine Art Tatoo? Darf ich diese Frage überhaupt stellen ohne jenem Erodierungen quasi körperverletzender Art zuzufügen?

  190. LPK, Sie schreiben:...
    LPK, Sie schreiben: „Interessant sind die neuen Konstelationen, die sich zwischen rechts und links, oben und unten, um ein gemeinsames Thema herum bilden.. „Rettet den Schlosspark!“ vs „Fortschritt für alle!“ Auch Stuttgart scheint in der Postmoderne angekommen..“, und obwohl ich Ihnen teils zustimme, frage ich mich doch, was für eine Definition von „Fortschritt“ hier verwendet wird. Wir reden hier von einem Bahnhofsprojekt, das in seiner weißen Makelosigkeit (zumindest in den ersten Wochen) an den Film „2001“ erinnert – Visionen aus den 60ern des letzten Jahrhunderts. In den 50ern träumte man schon diese Träume, „Personal Helicopters“, schwimmende Atomkraftwerke, zum Glück kam es nicht so. Denn in den 80ern – also als S21 geplant wurde – waren aus den „Space Age“-Träumen und der naiven Technikeuphorie längst die Challenger-Katastrophe und Tschnernobyl geworden. Fortschritt, wie ich ihn heute sehe, findet etwa in sozialer Interaktion mit filigranier digitaler Technik statt, wie hier, oder bei erneuerbaren Energien. Den Wirkungsgrad von Solarzellen zu erhöhen – das ist Fortschritt. Ein weiteres Einkaufszentrum, darunter eine überdimensionierte U-Bahnstation, das sind doch die Fortschrittsgedanken von gestern, die Träume der Weltausstellung von 1964. Auch der Plan, nun das Grundwasser unter Stuttgart um Meter abzusenken, erinnert mich eher an stalinistische Elektrifizierungsprojekte und Machbarkeitswahn, als an etwas, das aus der Zukunft kommt. Die Gegner dagegen kommunizieren blitzschnell über das mobile Internet, und werden aber als „Fortschrittsfeinde“ hingestellt.
    http://www.youtube.com/watch?v=mQEzzE8KNP0&feature=related

  191. Dipsy, dann hatten die...
    Dipsy, dann hatten die Einsatzkräfte und die Verantwortlichen ja richtig Pech, dass sie ausgerechnet für die Erblindung eines 66-jährigen Rentners und früheren Ingenieurs aus Stuttgart verantwortlich sind, bei so viel zugereisten Chaoten aussenrum. (Entschuldigung, aber manchmal hilft nur noch Sarkasmus)

  192. Hansmeier, Sie sind nicht...
    Hansmeier, Sie sind nicht komisch.

  193. @Kalchas (13.10.10 13:26):...
    @Kalchas (13.10.10 13:26): _Das_ habe ich mich auch schon gefragt. Denn mich verblüfft dieser regelrechte Volksaufstand. Das sind keine Grüppchen, das ist wirklich das Volk. Wenn Mappus klug ist, rettet er seinen Kopf und die CDU indem er nachgibt, so wie seinerzeit Filbinger bei Wyhl nachgeben mußte. Von außen sieht alles so logisch und einfach aus: bessere Fernverkehrsdurchfahrt, neues Stadtviertel zusätzlich. Aber irgendwas muß daran wirklich oberfaul sein, denn sonst würden die Schwaben nicht auf die Straße gehen (was sie sonst nie tun).

  194. @colorcraze,
    das Volk? Wieviel...

    @colorcraze,
    das Volk? Wieviel Einwohner hat Stuttgart? Wieviele standen auf der Wiese? Wieviel Prozent der Einwohner waren das?
    Was ich nicht weiss: wie war die Zusammensetzung der Demonstranten? Wieviele Rentner, wieviele Schueler, wieviele Studenten, Angestellte, Hausbesitzer, Hundefreunde, Baumumarmer etc?
    Der Verein der Freunde des Juchtenkaefer? Ich hab‘ mal gelernt, dass Insekten die erfolgreichste Spezie unseres Planeten sind, also unkaputtbar. Wie laecherlich ist jetzt dieses Argument? Gegen einen Bahnhof?
    Ich bezweifele sehr ob DAS VOLK sich da aeusserte.

  195. @ an alle: Der Dipsy ist eben...
    @ an alle: Der Dipsy ist eben ein schlichtes Gemüt. Nun lasst ihn doch mal in Ruhe!

  196. Das mit Stuttgart und den...
    Das mit Stuttgart und den Schwaben ist doch irritierend.
    Bei Wiki nachgelesen:
    1962 erreichte die Bevölkerungszahl in Stuttgart ihren historischen Höchststand
    von 640.560 Einwohnern.
    Am 31.12.2008 waren es noch 600.068, davon 40% mit Migrationshintergrund
    ( höher als in Ffm). Bei den unter 5-jährigen liegt der Anteil bei 64%.
    …und deren Zukunft muß man planen.
    Spätzle-Connection? Wohl kaum.

  197. Und von den Jugendlichen...
    Und von den Jugendlichen ziehen wiederum 84% nach Berlin und machen die Stadt noch unbewohnbarer.

  198. Liebe Leser und...
    Liebe Leser und Leserinnen!
    .
    Überschätzt bitte den Dippsy nicht, der mit vielen seiner Äußerungen wohl weniger das „i“, denn ein „e“ in seinem Pseudonym verdient hätte. Wie Chat Atkins schon sagte: Lasst ihn in Ruhe. Seine entwirktlichte Seele, mit der er einer verzweckten Welt hinterher jagt und von ihr gejagt wird, die wird niemals ruhig, wenn sein Leben sich nicht wandelt. Jetzt ist es so:
    .
    Er wird sich schon nicht überzeugen lassen, und schon garnicht durch ein gutes Argument. Auch nicht davon, dass die Gegner von S21 grundsätzlich genauso respektabel sind als Mensch wie ein jeder andere gute Mensch, der sich in Fragen des Gemeinwesens engagiert.
    .
    Wer sich seiner fluchähnlichen, zwanghaften Getriebenheit entgegenstellt, wer ihm auch nur aufmerksam zuhört, kann dem Entwirklichten doch nichts geben, weder einen neuen Gedanken, noch eine graduelle Revision dessen, was er bislang gedacht hat. Er kann nicht.
    .
    Bitte, versteht das einfach. Ruhe ist das Beste für ihn, und zu wünschen ist ihm, dass er eines Tages einer Bestimmung begegnet, die ihn wirklich ausfüllt, statt wie jetzt ein gehetztes Leben aus Feindschaft und aus Verzweckung geborener Ignoranz zu führen.
    .
    Gebt ihm Ruhe.

  199. Dipsy! Hallo!
    Lassen Sie...

    Dipsy! Hallo!
    Lassen Sie sich’s nicht verdriessen. Ich erhebe mein klitzekleines Glas zu Ihrem Wohl.
    Salute!
    .
    (Leider gab es nur Schluckspecht-Calvados bei Geant-Casino in Gassin. Der teure ist seit Wochen alle. Kein Wunder.)

  200. D.A. tja, es handelt sich bei...
    D.A. tja, es handelt sich bei Stuttgart ja nur um das politische Zentrum des
    drittgrößten deutschen Bundeslandes.
    Da darf man gespannt sein, welches
    Westviertel es zukünftig auf dem Killesberg geben wird.

  201. Ganz anderes, aber sehr...
    Ganz anderes, aber sehr unerfreuliches Thema: Manchmal öffnet sich hier ohne dass man klickt ein Video für den Müllhaufenhersteller Volvo. Ich schaffe es nicht trotz Klicken auf dem x-Knopf, den Dreck zu schliessen – statt dessen geht deren idiotische Werbeplattform auf. Haben andere das Problem auch?

  202. @Don, nein. Ich nicht....
    @Don, nein. Ich nicht. Irgendwann und irgendwie habe ich mal Pop-Ups blockiert (steht bei Explorer ganz oben gelb in einer Zeile).
    Ich sehe nur immer Alice. Aber die gefaellt mir. Die ist lecker.

  203. Filou fragt: "Wieviele standen...
    Filou fragt: „Wieviele standen auf der Wiese? Wieviel Prozent der Einwohner waren das?“ Antwort: 150.000, das sind 25 % der Bevölkerung, also ein völlig irrelevanter, geradezu sektenhaft kleiner Bevölkerungsanteil.
    Jedoch: Die Zahl der Gegner insgesamt ist leicht höher als die der Demonstranten. Im August ermittelte Forsa: Von den Stuttgarter Bürgern sind 30% für S21, 67% dagegen, 3% sind unentschieden.
    Nach Dipsy-Logik wären damit mehr als 2/3 aller Stuttgarterinnen und Stuttgarter zottelige, ungepflegte Linke – eine mutige These, die Dipsy mit den Stuttgarter Bürgern einmal vor Ort diskutieren sollte.
    .
    Auch in Baden-Württemberg insgesamt herrscht der Alt68er-Mainstream stinkender roter Socken: 26% sind für S21, 51% dagegen, 23% sind unentschieden.
    .
    Doch diese Zahlen sind vielleicht gar nicht so wichtig; sagt uns doch Onkel Mappus, dass S21 kein Lokal- oder Regional-Furz ist, sondern deutschlandweite Bedeutung hat.
    Hierzu ermittelte TNS Emnid Anfang dieses Monats: 26% aller Deutschen sind für S21, 61% sind dagegen, 13% sind unentschieden.
    Unter den Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien gibt es jeweils eine Mehrheit gegen S21.
    Diese Alt68er haben tatsächlich alles unterwandert!

  204. Da wird unsereiner glatt zum...
    Da wird unsereiner glatt zum Sponti: Die Claqueure des Don geben sich´s mal so richtig. Wie der Westviertler doch seine Nonchalance verliert, wenn´s nicht nur um´s heilix Blächle, sondern an die eigetragenen Grundmauern geht. Wo bleibt die Solidarität mit den Wendland-Bauern? Die kämpfen grünlinks unterstützt doch auch schon seit Generationen gegen das Loch unter ihnen, vormals Hermann-Göring-Werke genannt. Zehn Jahre Baustopp ohne Mediator! Einfach durch Nichtstun. Volksbelustigung statt Volksabstimmung! Und immer feste druff zwischen zwei Kehrwochen. Ich lach bis Ostern!

  205. Habe daselbe Problem mit dem...
    Habe daselbe Problem mit dem Verrostet-schon-im-Prospekt-Hersteller Fiat.

  206. @ Volvo: Nein, Don, ich habe...
    @ Volvo: Nein, Don, ich habe dieses Volvo-Ding noch nie gesehen.

  207. @Nörgler, wieviel...
    @Nörgler, wieviel Angereiste?
    Davon mal ab. Welche Motive? Und wieso so ploetzlich? War doch alles schon lange bekannt.
    Wissen Sie, was ich hier vermisse? Handfeste Argumente vermisse ich. Bloekende Buerger kenne ich seit meiner 68er-Sozialisation. Hysteriker und Spinner (damit meine ich vorlaeufig explizit nicht die Sttuttgarter Demonstranten) habe ich reichlich erlebt. Man fand mich damals immer in der Mitten. Ich habe viele Demonstranten und Demonstrationen erlebt. Glauben Sie mir: die meisten verdienen keinerlei Respekt. Die sind nur da, weil ein Bauchgefuehl ihnen etwas eingibt. Oder, kurz und polemisch gesagt: Die gehen dahin, weil die Katzen in der Gardine haengen, die Frau haesslich ist und die Toechter pubertaer nerven, die Kneipen sind noch zu und der dritte Mann zum Skat gerade verstorben ist.
    Nix da. Es ist ein Spiesseraufstand um vermeintliche Besitzstaende. Aber eben nur vermeintliche. Die Ursache liegt tiefer verborgen. Es kann nur nicht deutlich formuliert werden. Der Spiesser kann das nur rabulistisch, weil er es nicht so genau weiss. Er hat aber Recht. Er, der Buerger, zielt auf eine Regierung, die ihm nichts rechtes an die Hand zu geben weiss. Schon seit vielen Jahren nicht.
    Die politische Welt ist komplex. Der Normalmensch kann sie nicht durchschauen. Muss er auch nicht, denn dafuer hat er seine gewaehlten Volksvertreter. Auf diese muss er vertrauen koennen. Aber quer durch die Parteien glaubt der Buerger beschissen worden zu sein. Ob Schroeder zum Gas geht, Fischer irgendwie beraet, Gunda Roestel zu EOn (?) geht, Rezzo sich irgendwo fett frisst-alle diese Volksvertreter sind dem Wahlbuerger irgendwann durch die Lappen gegangen. Der Glaube ist dahin, weg! Selbst die Religion scheint keinen Halt mehr bieten zu koennen.
    So steht der Spiesser vor einem Nichts. Dann, es ist nichts anderes mehr da, zaeehlt der Dackel, der Baum, der Kaefer. Der Buerger meint eigentlich etwas anderes. Er weiss es aber nicht zu sagen, er hat ja auf Dackel gelernt. Und Rote schlotze. Und Kehrwoche. Und Schaffe beim Daimler.
    Dumm gelaufen. Sehr dumm. Aber selbst schuld.

  208. D.A. das geht mir auch dauernd...
    D.A. das geht mir auch dauernd so; nicht nur hier.

  209. Filou 1:18
    Wunderbar auf den...

    Filou 1:18
    Wunderbar auf den Punkt gebracht! Und dann verliert man seinen Prozeß
    wegen einer Hufnasenameise, die so klein und so selten ist, daß sie noch
    nie jemand gesehen hat.
    .
    Schlimmer kann man nicht verlieren.
    .
    Noch schlimmer, wenn man glaubt, damit auch noch öffentlich angeben zu
    müssen, wie der Chef einer deutschen Airline es vorgemacht hat.

  210. Auch der deutsche Spießer hat...
    Auch der deutsche Spießer hat sein Kleingedrucktes; und im Ernstfall ist das so
    klein, so unleserlich… also irgendwie im Nanobereich.

  211. Da bekommt dann der Spruch,...
    Da bekommt dann der Spruch, nicht nur eines Herrn Grube:´pacta sunt servanda`
    eine ganz eigentümliche Bedeutung.

  212. @Filou
    "Sie sind doch nicht...

    @Filou
    „Sie sind doch nicht das Volk!“
    (Zitat)

  213. @Filou
    Sie müssen einfach nur...

    @Filou
    Sie müssen einfach nur „Spiesser“ durch „Bürger“ ersetzen, dann haben Sie meine volle Zustimmung.
    Das Volk, welches um das Schafott herumstand, wo Marie Antoinette geköpft wurde, war auch nicht gerade die Auswahl, die man zu sich nach Hause hätte einladen wollen. (Ca ira, ca ira…?)
    .
    Nein: Es war einfach eine absurde, verrückte, wahnwitzige Idee, diesem Spiesserhaufen zu erlauben, seine Regierung selber zu wählen — und dann auch noch so, dass jeder zottelige Linke genauso viel Stimmrechte hat wie der ordentliche Hausbesitzer. Was soll aus dem Abendland werden, wenn jeder herangekarrte Berufskrakeeler demonstrieren oder publizieren darf, ohne dass man ihn zuvor auf seine intellektuelle und charakterliche Eignung überprüft hätte?!
    .
    Wann endlich wird der Sarrazin kommen, der das Tabu zerbricht und ganz offen die Wiederherstellung feudaler Zustände fordert?

  214. "Souverän ist, wer bestimmen...
    „Souverän ist, wer bestimmen darf, wer das Volk ist“. (Stalin)

  215. Ui, Dipsy, schauen Sie...
    Ui, Dipsy, schauen Sie mal:
    .
    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E6D4CBB2E456347AE9F30A1F8291B16CF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    .
    Noch mehr Freunde kommunistischer Chaoten bei der FAZ! Diesmal bei der Politik!

  216. ich bin genau derselben...
    ich bin genau derselben Meinung dass Geld in Infrastrukturprojekte allemal besser investiert ist als in der Rettung irgendwelcher Banken oder anderer Unternehmen. Schon alleine wenn ich mir in meiner direkten Umgebung anschaue wieviele kaputte Straßen, Abwasserkanäle, Schulgebäude und Kindergärten mit den Mitteln des Konjunkturpaketes saniert wurden finde ich das eine gute Sache (abgesehen davon dass es etlichen Firmen, unter anderem auch meinem Brötchengeber über die Wirtschaftskrise hinweggeholfen hat).
    Zu Dipsy fällt mir mal wieder nicht mehr ein. Solch ein Gebaren ist der Befürwortung des Projektes absolut unzuträglich.
    Dass sich die SPD nun dagegen ist den mehr als fragwürdigen Polizeieinsatz untersuchen zu lassen kann ich nun wiederum gar nicht verstehen.

  217. Re Offroaders - die...
    Re Offroaders – die Volksabstimmung in der Schweiz in Mai 2011
    Die schwarze Liste der Offroaders:
    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-schwarze-Liste-der-Offroader/story/10290852

  218. @HansMeier555: "Der...
    @HansMeier555: „Der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur ist, daß man sich in einer Demokratie den Diktator aussuchen kann.“ (ich glaube, auch Stalin)

  219. @Don
    "Die Weltenbürger...

    @Don
    „Die Weltenbürger begreifen das als Selbstverständlichkeit: Eine Subvention ihres Lebensstils, ihrer Geschwindigkeit und Heimatlosigkeit.“
    Danke.
    Übrigens: Flugbenzin ist steuerbefreit.

  220. Nun Don Alphonso, auch ein...
    Nun Don Alphonso, auch ein Ingenieursstudium schützt nicht vor Torheit nicht. Selbst bei Physikern ist diese Form von Schwachsinn vorhanden. Jedenfalls hätte der Herr, wenn er sich an die Anweisungen der Polizei gehalten hätte, dort nie sein dürfen. Aber da kam wohl das rebellische aus der Jugendzeit wieder auf.
    Nun Nörgler. Die Forsa Umfragen sind wohl mit einiger Vorsicht zu geniessen. Insbesondere vor dem Hintergrund der doch sehr einseitigen Berichterstattung der linken Stuttgarter Zeitung. Zudem ist gegen Forsa schon einmal der Vorwurf der Manipulation laut geworden. An sich ist das Ergebnis aber auch erstaunlich. Forsa kontaktiert am frühen Abend. Da sind doch alle Gegner demonstrieren?!
    Filou. Hier haben wir eben eine unglückliche Verkoppelung. Es gibt eben durchaus die vielzittierten Bürger der Stadt die da protestieren. Die protestieren aber wegen der enorm hohen Kosten (und über den Punkt muss man tatsächlich diskutieren). Nun hat sich eine unheilige Allianz gefunden. Die wahren Bürger glauben um eine breite öffentliche Zustimmung; die Chaoten instrumentalisieren aber diese Bürger. Wenn linksgrün mit dem Kostenargument kommt, dann ist das purer Hohn. Baden-Württemberg ist eben nach wie vor das Musterländle. Die Machtergreifung von linksgrün höchst unwahrscheinlich. Nachdem der gute Cem im letzten Jahr aus dem Europaparlament gewählt wurde, fehlen ihm schlicht ein Einkommen. Es geht hier neben dem Protest der Dauerprotestler eben auch um Hoffnungen auf einträgliche Mandate. Die Rimowakoffer aus früheren Mandaten sind alle schon bei ebay verkauft und dann wird es langsam eng. Insbesondere bei den Grünen (Cem will in den Landtag, Palmer will OBM in Stuttgart werden). Mit Sachpolitik haben die keine Chance.
    Don Alphonso. Mir ist bei diesem Bericht nun nicht ganz klar, was da kommunistisch sein soll. Soldt macht eine schlichte Stuttgarter Lagebeschreibung und wiederholt öffentlich vorgetragene Fragen. Allerdings gibt es auch in dieser Zeitung Zersetzungstendenzen. Bahners, Geyer, Minkmar. Unter Heinrich Simon hätte es sowas nicht gegeben!

  221. HansMeier555, wir Frauen...
    HansMeier555, wir Frauen stimmen Ihnen natürlich zu.
    .
    Absolut!
    .
    Wir brauchen ein neues Feudalwesen
    mit einer Frau an der Spitze (Kaiserin Angela)
    und in allen verantwortlichen Positionen (Käßmann konvertiert und wird Päpstin).
    .
    Oder wollten Sie das etwa anders regeln?

  222. Dipsy, was muss man eigentlich...
    Dipsy, was muss man eigentlich tun, um in den Ruf von Zersetzungstendenzen zu kommen? Einen roten Sattel auf dem Rennrad haben?
    .
    Bei allem Respekt vor der Vergangenheit glaube ich nicht, dass irgendeine Zeitung heute noch so arbeiten und publizieren könnte, wie vor 50 Jahren. Diejenigen, die es teilweise tun – Bayern Kurier, Vorwärts, Rheinischer Merkur, Welt – werden weggefegt. Nur SPON und Bild sehe ich in der komfortablen Situation, dass sich Dummheit immer gut verkauft. Wer nicht zu reden bereit ist, mit dem wird eben nicht geredet. Man ist heute frei in seiner Entscheidung, etwas zu lesen. Dass die Stützen manchen ärgern, weil sie einerseits in der bürgerlichen Wolle gewirkt und andererseits nicht linientreu sind, nehme ich gern hin. Ich halte nichts von Linientreue. Und nach meinen Erlebnissen in meinem Umfeld bin ich nicht allein. Der Rest ist Fleischhauer und enorm langweilig.

  223. Danke an die KommentatorINNen,...
    Danke an die KommentatorINNen, die mir wieder einmal vorführen, dass Politik (und Religion) mein Ding nie sein wird.
    .
    Ich meide Diskussionen mit erhitzten Gemütern, und führe lieber ein ruhiges Gespräch mit kühlen Köpfen.
    .
    Bis denn, Ihr V
    .
    P.S.: Und nochmals, kein Geld haben bedeutet den Gürtel enger zu schnallen und Luftschlösser Luft und Traumhäuser Traum bleiben zu lassen. Gleiches gilt für Bahnhöfe.

  224. Was man dafür tun muss?...
    Was man dafür tun muss? Formulieren wir es anders, was darf man nicht tun mein lieber Don Alphonso.
    Es gilt schlicht sich für das Gemeinwesen einzusetzen. Wer es nicht tut, der wird mit dem Zersetzungsbann belegt. Einsetzen heisst aber: ich selbst bemühe mich zunächst um die Gesellschaft die ich gerne haben möchte (das beginnt bei alltäglichen Dingen wie dem Kauf regionaler Produkte) und rufe nicht ständig nach Vater Staat (der richtet es schon, dann muss ich mich nicht kümmern). Auf der anderen Seite gilt es demokratisch gefasste Beschlüsse zu respektieren.
    Ich lasse mir gerne eine gewisse Naivität unterstellen; ein schwelgen im Geist liberalen bürgerlichen Geistes des 19. Jahrhunderts. Allerdings ist mir die Konzentration von Machtpolitikern wirklich zu hoch. Stuttgart 21 beweist das eigentlich vorzüglich. Ein Sachpolitiker würde um der Sache wegen diskutieren und bei verlorenem Kampf den Rückzug antreten. Ein Machtpolitiker ist aber nur da um seine eigene Macht zu erhalten bzw. überhaupt an die Macht zu kommen. Ich verachte sowas wirklich. Aber, es ist auch irgendwo verständlich. Was sollen denn die Seehofers, Wulffs , Cems, Lafontaine, Gysis, Claudias, Guidos, Sigis machen, wenn sie nicht mehr in der Politik sind? Einen normalen Job dürften die wohl kaum bekommen – zwangsläufig muss also der Posten im Sandkasten der Politik verteidigt oder eben erfochten werden.
    Der ehemalige Feullitionchef dieser Zeitung und spätere Heidelberger Ordinarius für Politologie, Professor Dolf Sternberger und sein Schüler, Herausgeber dieser Zeitung, Professor Joachim Fest haben diese Entwicklung ja bereits vor 25 Jahren kritisiert. Politik war einmal der Tummelplatz von gestandenen Damen und Herren die sich durch Unabhängigkeit ausgezeichnet haben. Unabhängig, weil bereits etwas erreicht hatte, auf die Groschen aus der Politik nicht angewiesen war und eben auch nein sagen konnte. Ganz üblich war der Eintritt in die Politik mit dem Pensionsalter.
    Heute haben wir hingegen eine Ansammlung von Studienabbrechern und Sozialversagern in der Politik. Gabriel hat an einer Volkshochschule unterrichtet, die dicke Andrea nun die Promotion abgebrochen, die Claudia irgendwas theaterliches (das kann sie aber nun wirklich gut), Seehofer war an einer Fachhochschule (!!!) und und und. Da kann man durch alle Parteien durchgehen. Da kann keine gute Politik rauskommen.
    Dem Vorwurf der Zersetzung setzt sich auch aus, wer die langfristige Perspektive missachtet. Stichwort: Politik für Generationen. Heute machen wir, um der Machterhaltung willen, Politik für Monate. Wundern uns dann aber, wenn wir in vielen Bereichen von aufstrebenden Entwicklungsländern überholt werden.
    Da kommen wir auf fast direktem Wege zur Qualität der Presse. Auch ein Bildungsfaktor. Nachdem die linksgrüne Bildungspolitik für die Verdummung der Schüler gesorgt hat (Abschaffung des altsprachlichen Unterrichts, Kürzung der Naturwissenschaften, Aufblähen von Schwätzfächern) ist der Aufstieg solcher Medien nun wirklich nicht verwunderlich. Eine Bildungspolitik, die nicht auf die Schaffung von Bürgern ausgerichtet ist, die führt zwangsläufig zum Konsum von Bild und Spiegel. Ein aufrechter Bürger ist aber unerwünscht. Unsere Politikerkaste würde damit gefährliche Konkurrenz zulassen (stellen Sie sich einmal Seehofer im diekten Wahlkampf mit einem erfolgreichen Familienunternehmer vor). Diese Bildungspolitik geht an unseren Universitäten weiter: was da unter dem Stichwort der Spezialisierung durch Bologna läuft ist nichts anderes als ein Verdummungsprozess. Hatte der Student zuvor die Möglichkeit auch einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen, so wird er heute durchgeschleusst, gehetzt, nachdenken über prinzipielle Fragen des Daseins sind kaum noch möglich. Angenehmer Nebeneffekt für die Politik: wir „bilden“ wirkliche Fachidoten aus. Von Bürgern keine Spur. Da hat es unsere Politikerkaste einfach.
    Wenn das Bürgerliche fehlt, dann fehlt auch das Interesse für nüchterne, sachliche Presse. Presse verkommt zur reinen Meinungsmache. Zuvor gab es nüchterne Berichterstattung und die persönliche Meinung im Kommentar oder Leitartikel. Heute haben wir (und die Tendenz ist auch bei der FAZ und NZZ zu sehen) eine Vermischung von Meinung und Berichterstattung.
    Man muss nicht allzu tief bei Demandt nachgelesen haben um linksgrün als Dekadenzsyndrom zu entlarven. Der neue Diokletian heisst Gabriel oder Cem oder Lafontaine.

  225. @Carrie Chapman Catt
    Ein...

    @Carrie Chapman Catt
    Ein feudalmatriarchalisch aufgeklärter Absolutismus, das wär’s.
    http://www.amazon.de/Wir-streiten-die-Macht-Katharina/dp/3981080858/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1287047751&sr=8-1
    .
    Das wäre doch allemal besser als eine Staatsauffassung à la Erich Mielke.
    .
    @Dipsy
    Spielt es eine Rolle, ob der Herr dort sein durfte oder nicht?

  226. @Dipsy
    Darf ich Sie so...

    @Dipsy
    Darf ich Sie so verstehen, dass Sie Stuttgart-21 aus privaten Spenden finanzieren möchten?

  227. Dipsy, lese ich da Neid...
    Dipsy, lese ich da Neid heraus?

  228. Lieber Dipsy,
    .
    Warum sind Sie...

    Lieber Dipsy,
    .
    Warum sind Sie dann eigentlich gegen die Wiederherstellung feudaler Verhältnisse?
    Der Adel jedenfalls hat sich früher jederzeit fürs Allgemeinwohl eingesetzt, und zwar nicht nicht theoretisch, sondern als Offizier mit seinem Leben und seiner Gesundheit.

  229. V@:
    Aus neutraler Sicht...

    V@:
    Aus neutraler Sicht gesehen, damit Ihnen keiner Ihre wohlverdiente Ruhe stört und
    der Herrgott wird´s schon richten:
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Die-Welt-sieht-anders-aus-als-vorher/story/31374929

  230. @Dipsy
    Die Frage ist doch...

    @Dipsy
    Die Frage ist doch nicht, ob Ihnen Özdemir oder Gabriel als Politiker gefallen.
    Die Frage muss doch lauten, was man prinzipiell dagegen tun kann, dass solche Figuren öffentliche Ämter usurpieren können.
    Und das, lieber Dipsy, werden Sie nun einmal nicht bestreiten können: Unsere derzeitige Verfassung bietet gegen derartige Auswüchse einfach keine wirksame Handhabe. Sie schlägt denjenigen, die sich fürs Gemeinwesen engagieren wollen, alle Mittel aus der Hand, die sie bräuchten, um mit den zersetzenden Kräften fertig zu werden.
    .
    Folglich müssten wir einen radikalen Umbau der Verfassung anstreben. Ich würde ja vorschlagen, man sollte sich an der Goldenen Bulle von 1356 orientieren — auch wenn ich mir jetzt nicht ganz sicher bin, ob auch Dolf Sternberger das gut geheissen hätte.

  231. "Ich meide Diskussionen mit...
    „Ich meide Diskussionen mit erhitzten Gemütern, und führe lieber ein ruhiges Gespräch mit kühlen Köpfen.“
    .
    Sehr vernünftig, lieber V. :-)
    .
    Dipsy ist noch so weit wie Sie.
    Er will zwar kluge „Sach“-Politiker, aber wenn er sie hat, sind sie ihm ganz sicher zu langweilig. Zu wenig unterhaltsam.
    .
    Don vermisst ab und an unseren ehemaligen Landesvater, FJS, Machtmensch. Man konnte sich so schön an ihm reiben.
    @ Dipsy
    Bin sicher, politische Lohnschwätzer finden schon ein Plätzchen, wenn es in der Politik nicht mehr so läuft. Es bieten sich an: Lottogesellschaften und Aufsichtsratsmandate bei Energieunternehmen und die EU. So weich fällt kein anderer Lohnschwätzer, der den „Fehler“ machte, von Anfang an in der freien Wirtschaft zu arbeiten.
    .
    Zu Ihrer Kritik, dass wir alle einem Verdummungsprozess anheimgefallen sind: reine Intellektualität ist eh heutzutage überschätzt. Ich verdumme auch ab und zu ganz gerne, denke Blödsinn oder ganz gerne an gar nichts oder welche Torte ich demnächst back‘ (Mokkatorte ist jetzt dran….)
    .
    Es fehlen uns heute nicht die Superklugen, die rer. nat. -Brainies, die Geistewissenschaftler. Davon gibt es trotz des schändlichen Verdummungsprozesses und trotz Bologna sogar so viele, das einige unter ihnen Taxi fahren müssen.
    Nein, uns fehlen die Weisen. Nja, sie fehlen nicht richtig, sie sind schon da, aber sie sind stumm und nehmen kaum am „politischen“ Diskurs teil.
    .
    „Geht der große Sinn zugrunde,
    so gibt es Sittlichkeit und Pflicht.
    Kommen Klugheit und Wissen auf,
    so gibt es die großen Lügen.
    Werden die Verwandten uneins,
    so gibt es Kinderpflicht und Liebe.
    Geraten die Staaten in Verwirrung,
    so gibt es die treuen Beamten.“
    (Tao te King)

  232. "Nur SPON und Bild sehe ich in...
    „Nur SPON und Bild sehe ich in einer komfortablen Situation.“
    Wielange noch, wenn man bei jeder Nachricht aus der Gegenwart nur die
    Schublade „Opa erzählt vom Krieg“ aufgezogen wird, um dort nach Verpackungsmüll zu kramen.

  233. @HansMeier555 13. Oktober...
    @HansMeier555 13. Oktober 2010, 08:20
    „Im Härbscht had dr Schwabe koi Zeit dsum Demonschdrieren, weil er da nämlich die Birnen eindünschdn muss!“

  234. war der unterschied zwischen...
    war der unterschied zwischen juden und christen nicht der, daß die einen noch auf ihren messias warten, während der glaube der anderen darauf beruht, daß ihr messias schon dagewesen sei…? insofern kann es eigentlich keine jüdisch-christliche tradition geben, sondern nur eine jüdische und eine christliche tradition. verwunderlich, daß weder der zentralrat der juden, noch die kirche auf diese gleichsetzung ihrer religionen reagiert haben. aber vielleicht erschien es ihnen auch zu banal, selbst cdu-mitgliedern solche grundlegenden dinge noch erklären zu müssen.

  235. Krieg führen zum Gemeinwohl,...
    Krieg führen zum Gemeinwohl, soweit kommt´s noch. Schon mal was von Bauernlegen gehört, Meierndreimalfünf? Großes Gemeinwohl angesagt. Auf die ostelbischen Krautjunker nebst säbelrasselnden Seelenverwandten können wir in deren Sinne Gemeinen wohl verzichten. Besides, der Mann von edlem Adel fährt heute Speedboat und richtet keine Schindmähren mehr zugrunde.

  236. @filou
    Es heißt viertele...

    @filou
    Es heißt viertele schlotze.
    Ansonsten vielen Dank dass Sie uns an Ihrer Weishaftigkeit teilnehmen lassen, Gott im Himmel sei dank, dass wenigstens Sie es begriffen haben, also Stuttgart meine ich. Da lebe ich nun schon so lange hier, aber erst Ihre Worte liesen mich die wahrhaftige Wahrheit erkennen. Wollen Sie es nicht mal probieren als Politiker? An Sie könnten wir alle glauben… Ich flehe Sie an…Wir haben doch sonst nichts mehr.

  237. Dipsy@:Sie gehen ja gern hier...
    Dipsy@:Sie gehen ja gern hier im Blog das Grundsätzliche an. Einiges von dem was Sie vorbringen könnte ich glatt mittragen. Nur Sie pressen zuviel auf einmal durch das Nadelöhr. Warum ummanteln Sie sich nicht mit einer Toga und geben den neuen
    Cicero? Damit will ich Sie nicht lächerlich machen sondern greife nur Ihre Diokletianvergleiche auf.

    Wir leben nicht mehr in einer Honoratiorenrepublik des alten Zuschnitts, mit allen ihren Vorzügen, nicht mehr in einem noch nicht deindustrialisiertes Land, mit einer stolzen Arbeiterschaft, sehr guten Universitäten, klargegliederten Gymnasien und Oberrealschulen. Alles Umständ die, samt seinem Bildungbürgertum unser Vaterland im Übrigen auch nicht vor der braunen Pest bewahrten. Gewiss: Was soll ich mit einem kostümierten BA der früher einmal eindeutig z. B. als Dipl.-Ing. identfiziert werden konnte?

    Das Wort Zersetzung erinnert fatal an die Sprachregelungen der vergangenen Diktaturen. Und wenn schon, auf Mist wachsen schöne rosen.
    D. Sternberger und J. Fest sind tot und ruhmreiche Vergangenheit.
    Wir müssen uns besinnen worüber wir noch an geistigem Besitzstand verfügen.
    Die Kohl´sche geistige Wende war ja wohl eher ein Verläppern um nicht zu sagen ein Rohrkrepierer.
    Im Gegensatz zu Ihnen und Anderen bin ich aber dennoch der Meinung das in der Causa S21 etwas aufbricht welches eine erreichte Grenze aufzeigt: Nämlich die Bürger es leid sind, das ihre Innenstädte (& Vorstädte?) einfach sang-und klanglos an Developper verscherbelt werden. Was das Gros der sog. Cities auszeichnet ist doch die totale, in Bauten umgesetzte, Banalität unserer geistigen Verfasstheit. Gehen Sie doch nur mal durch die Fußgängerzonen irgendeiner Stadt, da möchte man doch gar nicht mehr gesehen werden, Buchhandlungen suche ich dort sowieso vergebens. Nichts gegen den Handel, aber müssen es überall die gleichen Ketten sein? Klar doch, etwas anderes rechnet sich nicht. Wer hatte die Dreistigkeit gehabt und genehmigte, dass sich an der A3 dier Fleischklopsverkaufsstätte so dicht und penetrant vor die wunderschöne Silhouette des Siebengebiges schieben durfte? Das ist nur ein herausgeggriffener Fall an Gemeinheit.

    Zu S21 möchte ich weiter nichts mehr sagen, weil es mit obig Geschildertem direkt zusammenhängen würde. Es ist eher sekundär, wer da wo und wann momentan sein eigenes sog. politisches Süppchen abkocht. Zukünftig wird sich schon zeigen wieviel politisches Gestaltungsvermögen in unserem Gemeinwesen noch stecken mag.
    Es zeigt sich zumindest gegenwärtig wie so oft: Der Fisch fängt mit dem Kopf zu stinken an.

  238. HansMeier555@: Leib und Leben...
    HansMeier555@: Leib und Leben einsetzen? Da denkt doch der JEDERMANN gleich an die Rente, Versicherung, was krieg ich dafür. Feudalismus ohne Meriten wäre schliesslich auch sehr fad. Erläutern Sie doch einmal dem werten Publikum wie Sie´s im Detail und weiterer Ausführung meinen? Oder hegen Sie die Auffassung , eine
    Palastrevolution mit Herrn zu Gbg. wäre der Beginn einer neuen Ära?

  239. @Plindos
    Zunächst mal sollte...

    @Plindos
    Zunächst mal sollte sich jeder, der sich zu höheren Aufgaben berufen fühlt, wieder einen Degen umbinden und Fechtstunden nehmen. Damit er auch in der S-Bahn Frauen und Kinder gegen Kriminelle effizienter verteidigen kann.
    .
    Aber auch ein freiwilliger Einsatz am Hindukusch wäre nicht unwillkommen.
    .
    Wer in seiner Jugend gezeigt hat, dass er selbst mit seinem Leben und seiner GEsundheit für all unsere christich-westlichen Werte eingetreten ist, für die Hl. Dreifaltigkeit, die Frauenemanzipation und die Martkwirtschaft, der wirkt dann auch im Laufe einer späteren Politikerkarriere doch gleich viel glaubwürdiger.

  240. Manche denken, der Adel habe...
    Manche denken, der Adel habe seine privilegierte Stellung ausschliesslich der Geburt zu danken gehabt.
    .
    Welch abgeschmackter Irrtum!
    Damals konnte sich nur oben behaupten, wer ein ganzer Kerl war. Jagen, Reiten, Tanzen: Ohne dem ging es nicht.
    Sich einfach nur von irgendeinem Nichtvolk wählen und anschliessend von Leistungsträgern finanzieren lassen, das gab es nicht.

  241. cher Filou, versuchen sie es...
    cher Filou, versuchen sie es doch bei leclerc in cogolin. oder in einem der fachgeschäft in la-croix-valmer oder cavalaire.
    .
    dass die welt an sich komplex ist, dürfte klar sein; vertrauen sollte man, normativ gesehen, haben können in die politische klasse,
    de facto vertrauen d ü r f e n sie jedoch nur in wenige exemplare, die ihnen persönlich bekannt sind. die meisten sind so zuverlässig wie ihr elektroinstallateur oder wie ihr nachbar fünf häuser weiter, oder meiner.
    ich meine den, der sich selbst mit dem hammer auf den daumen haut, und dann den hund dafür verantwortlich macht und die katze tritt, weil der hund den braten bereits roch und die fliege machte (okay, das war jetzt gemein).
    .
    die personen, die sie anführen, sind ungeheuer abgehoben, schon lange per nάρκισσος durch die aura der selbstgefühlten adligkeit in die sterne geschossen… und umgeben sich nur noch mit ihresgleichen, den titanen.
    .
    dass recht viel zyklopismus daraus resultiert merken sie nicht mehr.
    .
    wer vor dem nichts zu stehen glaubt, sollte mal wieder zu schopenhauer greifen; mehrere zusammenfassungen dürften kürzlich in den gazetten zu lesen gewesen sein.
    .
    ca ira, auf den spruch habe ich gewartet.
    vielleicht ist s21 ein indikator für den grad des unbehagens in der jetzigen gesellschaft. zu s21 halte ich mich vornehm zurück: zu viele scherben, zu viele schergen…
    .
    lieber V, politik ist schon interessant, wenn sich nur die anderen die köpfe gegenseitig einschlagen. ich halte es mit waldorf und statler, wenn sie wetten hinsichtlich des erfolgs der muppets schliessen, denn:
    .
    danke für den link, lieber gastgeber! ceterum censeo … dass die spd als käse-ersa- äh… fdp-ersatz durchgehen möchte – das roch man bereits von weitem (s. mein kommentar am 3.10, 22:43u/mordlustige toskanafraktion)). so viele schöne pöschtle … die sind so frustriert. zu recht.
    .
    zur technik I: liebe runde haben sie das auch manchmal, dass plötzlich worte nicht mit dem inhalt übereinstimmen? z.b. wie „ein schwelgen im Geist liberalen bürgerlichen Geistes des 19. Jahrhunderts“ nicht mit besagtem zu tun hat, wie man der textumgebung entnehmen kann. ist das ein virus?
    .
    zur technki II: aber aber, lieber gastgeber, volvos bieten eine deutlich bessere qualität als die sch(w)äbischen erzeugnisse aus stuttgart… unaufdringlicher luxus, der sich immer beim umsteigen auf andere autos bemerkbar macht, weil er dort dann fehlt… und ziemlich sicher sind sie, wie ich leider bereits ausgiebig testen dürfte. sie schliessen daraus messerscharf, dass wir auch so ein pferdchen im stall haben. es wiehert freundlich und zuverlässig, ist vergleichsweise rasant, dabei unauffällig, frisst aber fast nichts…
    man wartet nämlich noch auf den familienkombi aus weissach… da werden dann die abgeschossenen rehe und wildsäue hineingewuchtet. der suv ist mir dafür zu hoch.

  242. HansMeier555, heute ist der...
    HansMeier555, heute ist der o.b.-triathlon der oberen mittelklasse: reiten, radfahren, tennis.
    .
    wenn sie meinen, dass ihre sportarten noch immer qualifizierten, dann könnte man mit der hiesigen entourage schon ein kabinett besetzen…
    das wäre ihnen sicher nicht recht. zu feudal?

  243. Einerseits kann man hier den...
    Einerseits kann man hier den Kommentar lesen:

    ‚Hatte der Student zuvor die Möglichkeit auch einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen, so wird er heute durchgeschleusst, gehetzt, nachdenken über prinzipielle Fragen des Daseins sind kaum noch möglich. Angenehmer Nebeneffekt für die Politik: wir „bilden“ wirkliche Fachidoten aus. Von Bürgern keine Spur.‘

    also der wunsch an den staat, ‚er bilde mich zum bürger aus, biete mir die möglichkeit, mal über meinen beschränkten provinztellerrand hinauszublicken, er hetze mich dabei aber nicht, gebe mir zeit zum nachdenken und verschone mich, zum fachidioten ausgebildet zu werden‘. es besteht demzufolge beim autor die erkenntnis, kein bürger im sinne einer intellektualität, einer weltläufigkeit oder einer bestimmten persönlichkeitsstruktur zu sein. gleichzeitig scheint der begrüßenswerte wunsch zu bestehen, diese eigenschaften zu erlangen. was allerdings durch den anspruch zunichte gemacht wird, diese formung der gesamtpersönlichkeit möge anstrengungslos und ohne zeitdruck und durch den staat erfolgen.

    andererseits ist im selben kommentar – und zwar vor o.g. zitat – zu lesen:

    ‚Einsetzen heisst aber: ich selbst bemühe mich zunächst um die Gesellschaft die ich gerne haben möchte … und rufe nicht ständig nach Vater Staat (der richtet es schon, dann muss ich mich nicht kümmern).‘

    nun denn: hic rhodos, hic salta…

  244. Hah, na sowas, dann wär ich...
    Hah, na sowas, dann wär ich ja vom Halbadel, kann Reiten, Fechten, Schiessen, nur die Jagd lässt mich kalt. Im Übrigen: Sie sind ausgewichen….und ausserdem was ist irgendein Volk, bescheiden gefragt, Bittschön? Als der Lehensadel in den reinen Erbadel überging, war´s eh mit Hussa und Draufdran auf eigene Rechnung schon bald vorbei.

  245. @ Dipsy: Studienabbrechern und...
    @ Dipsy: Studienabbrechern und Sozialversagern in der Politik. Gabriel Volkshochschule , dicke Andrea Promotion abgebrochen, Claudia irgendwas theaterliches, Seehofer Fachhochschule (!!!) und und und.
    Sehr schön gesagt. Und dann noch dieser blinde und begriffsstutzige Ingeniör bei der S21-Demo. Das akademische Proletariat ist überall. Und weil alle dumm sind außer uns, kürzen diese Stümper dann auch noch die Unis und Schulen zusammen. C4-Gehälter gibts ja nun nicht mehr, nur noch W3. Und der Proff verkam zum Realschullehrer. Wie wäre es mit einem Deal? Sie bauen S21 und ihre „Magistrale“, aber retten dafür die Uni mit einem C4-Konjunkturpaket… Die kinderlosen Akademikerinnen mit Habilitation können wir aus Kostengründen von der Förderung ausnehmen.

  246. HansMeier555 13:47. Sie...
    HansMeier555 13:47. Sie vergaßen die Beteiligung an Feldzügen, das Schlachten und Morden.
    .
    Möchten Sie gerne wieder Krieg führen?

  247. Dipsy hätte ja recht, wenn er...
    Dipsy hätte ja recht, wenn er seine Gedanken nur zu Ende denken würde.

  248. @Minna
    Krieg führen wir so...

    @Minna
    Krieg führen wir so oder so. Ich möchte Krieg führen wie Sport, wo sich beide Seiten (sagen wir mal: KSK und Taliban) zuvor über den Ort der Schlacht und die Art der Waffen einigen, nach ARt der alten Ritter.
    Etwa so: vormittags Kamelrennen, nachmittags Zielschiessen mit Marschflugkörpern.
    .
    Und der Sieger erhält dann für ein Jahr das Territorium und darf dort die Steuern einziehen.

  249. Dank Leibeigenschaft und...
    Dank Leibeigenschaft und Großgrundbesitz war das von-und-zu-Leben wohl noch halbwegs erträglich. Jagen, reiten, tanzen, welch große Beschwernis! Und fechten für den vornehmen Herrn! Der Marschallstab lag eh schon im Tornister. Das größte Problem der Herreinreiter war, keine Bürgerliche zu ehelichen.

  250. HansMeier555. Sie gehen doch...
    HansMeier555. Sie gehen doch schon lange mit Ihrer Idee vom Feudalwesen schwanger – was ist darin konkret die Rolle der Frau?

  251. HansMeier555 07:44. Sie sind...
    HansMeier555 07:44. Sie sind demnach also auch gegen das Frauenwahlrecht?

  252. hansgeier333, bürgerliche...
    hansgeier333, bürgerliche jeglichen geschlechts zu ehelichen, wäre nicht notwendig…
    dies zöge man nur in erwägung, wenn man mit bürgerlichen kriterien an liebeleien heranginge.
    meistens heiratet man doch recht zeitig, so dass an eine solche ehe, ohne unglücksfälle zu erleiden, nicht zu denken wäre.

  253. "Ich möchte Krieg führen wie...
    „Ich möchte Krieg führen wie Sport“
    .
    Und ich möchte KEINEN Krieg führen. Nicht wie Sport und sonst auch nicht!

  254. HansMeier555. Sind Sie stolz...
    HansMeier555. Sind Sie stolz auf Ihren menschenverachtenden Zynismus?

  255. Haben Sie jemals in einem...
    Haben Sie jemals in einem Lazarett gearbeitet, HansMeier555?

  256. Hätte absolut nichts dagegen,...
    Hätte absolut nichts dagegen, wenn sich die vornehmen Sprösslinge zweitausend Kilometer abseits der Heimat bewähren wollen würden. Leider ist es eher so, dass sie auf örtlichen Kraftfahrtstraßen mit zuviel cavalli vorm Bleifuß die Sau rauslassen und mit ihrem blauen Blut die Straßengräben benetzen. Der cursus honorum ist zur Hausstrecke verkommen.

  257. Driver, ich würde Ihnen ja...
    Driver, ich würde Ihnen ja gerne zustimmen wollen. Aber, schauen Sie sich doch einmal die heutige Professorenschaft an! Da fehlt doch jeder akademische Habitus. Früher, unter Ministerialdirektor Althoff, da hat man noch richtige Professoren berufen. Aber heute?
    Nunja, HansMeier555. Eigentlich wird die ganze Republik ja aus privaten Spenden finanziert. Nur merkt es niemand. Nach wie vor zahlen 20% der Gesellschaft ca. 80% der Steuern. Gerade aus der Protestbewegung dürfte kaum Geld zufliessen; vielmehr fliesst gerade dort das Geld ab (Lehrer, Hartz – IV). Ansonsten kann ich den Wunsch nach einer Herrschaft des Adels gut nachvollziehen. Da wäre Kontinuität da. Weitsicht. Keine Profilierungssucht. Mein Spiegel bestätigt das.
    Plindos. Ich teile ja auch Ihre Auffassung in Sachen Immobilienentwickler. Nur sind die Stuttgarter Gleisanlagen nicht das Braunschweiger Stadtschloss, nicht die Münsteraner Innenstadt. Die Alternative zu Stuttgart 21 ist nicht die Görlitzer Altstadt. Und selbst, wenn man sagt, ECE baue nur hässliche Dinger (wo ich voll und ganz zustimme) was ist denn da die Alternative? Zuwuchern lassen? Ich glaube kaum, dass sich eine Gruppe von Privatinvestoren finden lässt, die dort ein zweites Görlitz hochzieht (oder jede annehmbare Form von Städtebau). Sowas kann nun einmal nur «entwickelt» werden und dazu braucht es privates Kapital.
    Don Carlos. Bildung ist natürlich zunächst Sache des Einzelnen. Aber, man lese den guten Wilhelm von Humboldt, auch erste Aufgabe des Staates. Und Sie haben können sich an den heutigen Universitäten eben keinen Freiraum mehr nehmen. Machen Sie das dann folgt schlicht die Exmatrikulation. Insofern denken Sie erst darüber nach was Sie schreiben.

  258. Übrigens, Dipsy, ich bin da...
    Übrigens, Dipsy, ich bin da gerade über etwas gestolpert:
    .
    „Ich habe in der „FAZ“ bis zum letzten Tag Autoren gedruckt, die als Linke bekannt sind, auch DKP-Mitglieder, also beispielsweise Wolf Biermann, Peter Härtling, Walter Jens, Peter Maiwald, Peter Rühmkorf. “
    .
    Sagte schon vor über 20 Jahren ein gewisser M.R.R. der FAZ zum Spiegel, der damals noch ein Magazin war, und keine Onlineresteverwertung.

  259. Don Alphonso. Sie liegen da...
    Don Alphonso. Sie liegen da vollkommen richtig. Auch Dolf Sternberger hat in diesem Blatt alles gedruckt und jede Meinung (also fast jede) akzeptiert. Nur hat er das aus einem liberalen Gedanken heraus gemacht.
    Wenn nun heute aber die Geyers, Bahners und Don Alphonsos über Andersdenkende herziehen (gerade zuletzt: Dr. Thilo Sarrazin), dann hat das schon eine andere Qualität.
    Auf der einen Seite wird bewusst eine Fremdmeinung zugelassen. Auf der anderen Seite bewusst difamiert und in bestimmte Ecken gestellt. Da unterscheidet sich der liberale Denker vom Linken. Wie es Isaiaj Berlin einmal so schön formulierte: andere Liberale langweil(t)en ihn. Er lese lieber die anderen Positionen um so die Denkweise zu verstehen (was ihm natürlich zugleich Munition gab). Aber, mit dem Meinungspluralismus hat es linksgrün ja nun wirklich nicht so. Man könnte da historische Parallelen ziehen.

  260. Lieber Don,
    auf einer anderen...

    Lieber Don,
    auf einer anderen Spielwiese von Ihnen habe ich sie kürzlich ob Ihrer Polemiken kritisiert, hier bin aber wieder ganz bei Ihnen: „am Ende bin ich, wie ich bin“ (13. Oktober 2010, 11:21), dafür einen großen Dank. Und lassen Sie sich bitte, selbst wenn es mir nicht immer schmeckt, auch weiterhin nicht vom Politisieren abhalten.
    .
    Dipsy, bei allem Respekt für andere politische Ansichten als die meinigen: Ihre Schwarz-Weiß-Sicht der Dinge ist borniert. Sie trauern einem „akademischen Habitus“ hinterher? In welcher Welt leben Sie eigentlich?

  261. Ich kann hier für niemanden...
    Ich kann hier für niemanden reden ausser für mich selbst, aber es gibt Debatten, die man nicht mit netten Wortspielereien und einem Griff in das Regal führen kann, in dem die gesammelten Werke von Doderer neben anämischen Debütanten aus Leipzig stehen. Insgesamt finde ich ja solche Debatten immer noch extrem reduziert und still angesichts dessen, worum es da geht: Man könnte ganz anders und hätte in früheren Zeiten auch erheblich anders. Gut, zugegegen, mir fehlt das „Sowohl als Auch“- Gen, das lange diese Zeitung mitbestimmte, ich komme recht schnell auf Punkte und mache aus meinem Herzen keine Mördergrube der Feinstsinnigkeit in einer groben Welt. Aber es wird durchaus nicht allgemein verteufelt, und die Klagen halten sich in vertertbaren Grenzen, mag mir scheinen. Wer gleichgerichtete Sachen lesen will, muss den Focus oder Cicero bemühen.
    .
    Ausserdem schätze ich es aus grundsätzlichen Überlegungen nicht, im Sinne einer bestimmten, angenommenen Entwicklung in einen Topf mit anderen geschmissen zu werden, mit denen ich einfach aufgrund meiner Tätigkeit und Verantwortlichkeit beruflich nichts zu tun habe. Da ist kein System oder eine Zusammenrottung. Ich war vor der FAZ so und werde nach der FAZ immer noch so sein – man bedenke bitte, dass ich das hier eher als Gaudi denn aus Notwendigkeit heraus betreibe.

  262. Es geht doch auch nicht um...
    Es geht doch auch nicht um gleichgerichtete Sachen. Es geht um die Bewahrung dessen, was einem diese Freiheit hier ermöglicht. Das sind nun einmal die bürgerlich-liberalen Werte. Nicht einmal Marx bestritt diesen Pluralismus der bürgerlichen Welt; er störte sich nur an der daraus resultierenden Verteilung.
    Sie bekennen sich also endlich dazu ein Hanno zu sein. Das ist ja irgendwo sehr aufrichtig. Gaudi hin odr her, man muss sich doch dann wirklich nicht mit subtilen Elementen verbünden. Ich habe Wildschweinfilet gekauft. Vielleicht lasse ich Ihnen ein Stück. Vom Wein nehmen Sie ja nichts.

  263. Werte M...a Cauer schauen Sie,...
    Werte M…a Cauer schauen Sie, es gibt doch so viele schöne weibliche Vornamen,
    muß es unbedingt dieser sein?

  264. Herr Dipsy, das...
    Herr Dipsy, das Staueraufkommen besteht nicht nur aus Steuern vom Einkommen. Es soll auch sogenannte Umsatzsteuern in diverser Höhe geben, die jeder Koofmich auf seinen Preis draufschlagen und abführen muss. Und gerade Hartz-IV-Bezieher können kein Geschäftsessen einkommen- und umsatzsteuerlich geltend machen. Auch der Vorsteuerabzug ist ihnen nicht geläufig. Das Einkommensteueraufkommen ist lächerlich gering zum Umsatzsteueraufkommen, um das sich Bund, Länder und Gemeinden so gerne prügeln. Sonnen Sie sich weiter als big spender der BRD!

  265. @Hans+hans: Zu den oberen...
    @Hans+hans: Zu den oberen Herren: Wäre Shackleton Norweger gewesen, hätte er sein Ziel erreicht und wäre mit ungefähr zwei Leuten zurückgekommen.
    .
    Mir scheint, Don und Andrea arbeiten für die Terrorabwehr (Pullach) mit dem Ziel Guttenberg zum Kanzler zu machen.
    Wenn das die Merkel mitkriegt….

  266. Liebe Camilla Jellinek,
    .
    Nie...

    Liebe Camilla Jellinek,
    .
    Nie war die Stellung der Frau besser als im Feudalismus. Niemals gab es so viele Frauen in Führungspositionen. Im 18. Jahrhundert wurde schon einmal ganz Europa von Frauen beherrscht, mit Ausnahme freilich des stockschwulen Preussens.
    Und das war ja auch kein Zufall. FEudale Verhältnisse sorgen für die beste Verinbarkeit von Beruf und Familie. Ein Heer von Ammen, Kindermädchen, Hofmeistern, Küchenhilfen und Kammerfräuleins sorgt dafür, dass die Kinder rundum versorgt sind und die Mutter trotzdem jeden Abend auf den Ball gehen kann.
    .
    Es wird wirklich langsam mal Zeit, gegen die Folgen dieser Antifeudalismuspropaganda anzukämpfen, mit welcher bürgerliche Ideologen unseren Kindern seit 250 Jahren die Hirne verkleistern.
    .
    Und hier muss ich unmittelbar an das anknüpfen, was Dipsy und Filou über die linken Zottelspiesser so treffend formuliert haben.
    Genau dieses miesepetrige, verbissene, geizige, neidische, sanskülottische Jakobiner- und Puritanerpack war es doch, dem wir das Elend unserer heutigen Demokratie verdanken. Diese rabiaten und beschränkten Handwerker waren es auch, die die Frau aus dem öffentlichen Leben verbannt und in die Küche gesperrt haben. Sogenannte „Aufklärer“ wie Rousseau und andere Proto-Ökofaschisten lieferten die passende Ideologie dafür. Dieses GEsindel war es, das blöd grinsend und gaffend um das Schaffott herumstand, auf dem eine Marie Antoinette geköpft wurde. Kein Wunder, dass unsere heutige politische Ordnung so ist wie sie ist.

  267. Obendrein bin ich auch...
    Obendrein bin ich auch Vegetarier.

  268. Der Mann von Welt kauf doch...
    Der Mann von Welt kauf doch kein Wildschweinfilet. Er schiesst es selber oder fährt es wenigstens um oder tot. Und legt es ein in Essig, Öl und Jägermeister. Parlieren wir also über den Burgunder nebst dessen Jahrgang dazu. Oder eher ein Bordeaux Grad Cru? wer kann helfen?

  269. Was hatte die Grande Dame für...
    Was hatte die Grande Dame für Frankreich und die Welt getan, außer ihren Rock und den etat etwas aufzublähen?

  270. Herr Orvar-Odd,
    Frau Merkel...

    Herr Orvar-Odd,
    Frau Merkel müht sich gerade auf Regionalkonferenzen, auf denen behauptet
    wird die CDU hätte eine Basis und einen intelektuellen Überbau.

  271. Lieber Dipsy,
    die...

    Lieber Dipsy,
    die bürgerlich-liberalen WErte haben aber auch die Entstehung der Sozialdemokratie und hundert Jahre später die Katastrophe 1968 ermöglicht.
    Das ist Ihnen doch klar?
    .
    Vom heutigen Standpunkt aus würde ich sagen: Der klassische bürgerliche Liberalismus mit seiner spezifischen Vorstellung von Rechtstaat, Verfassung, Humanität, Pluralismus, Gewaltenteilung, Individualrechten, etc. pp. — das war eine nette Idee, hat aber leider nicht geklappt. Denn diese Idee setzte ja mit Kant voraus, dass Menschen zur Mündigkeit befähigt sind und dazu, von ihrer Vernunft Gebrauch zu machen.
    .
    Diese Illusion ist längst zerplatzt wie eine Seifenblase.
    Wenn man mich heute fragen würde, was „human“ ist, dann würde ich antworten: „Der gnädige Verzicht darauf, den armen Menschen ihre Unmündigkeit zum Vorwurf zu machen.“
    .
    Die Humanität der privilegierten Schichten kann heute nicht mehr darin bestehen, sich zu „bürgerlich-liberalen“ WErten zu bekennen, die erfahrungsgemäss die Entstehung einer mafiösen, hässlichen, postkulturellen und postreligiösen Bananenrepublik begünstigen.
    .
    Humanität muss heute m.E. so definiert werden, dass gerade die Leistungsträger ihre Pflicht erkennen, die Bürde zu tragen und für die Unmündigen Mitverantwortung zu übernehmen — für den Erhalt ihrer Arbeitskraft wie auch für deren Seelenheil.
    .
    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit — das gehört in die Mottenkiste.
    .
    Das Motto für das Projekt Abendland 21 heisst dagegen:
    .
    Zuwendung, Distinktion Gnade!

  272. ...und wenn donnalaura Recht...
    …und wenn donnalaura Recht hat mit den Scherben und den Schergen, dann
    wird es Zeit die schwäbische Kehrwoche bundesweit einzuführen.

  273. Die Enttäuschung der in Halle...
    Die Enttäuschung der in Halle Anwesenden muß riesengroß sein, sowohl bei
    der Vorsitzenden wie beim Parteivolk. War man doch davon ausgegangen in die
    natürliche durch nichts zu erschütternde Machtpartei der BRD eingetreten zu sein.

  274. Lieber Onkel...
    Lieber Onkel HansMeier555
    wenn es nicht so absurd wäre müsste ich den Kopf schütteln. So kann ich lachen. Dafür danke.

  275. @Perdita
    Absurd sagen Sie,...

    @Perdita
    Absurd sagen Sie, ja?
    Aber haben Sie auch Argumente, hm? Hm?

  276. Liebe Donna Laura, ich habe...
    Liebe Donna Laura, ich habe heut mal wieder am Bier genippt. Ein Hoffnungsschimmer tat sich auf, der wollte angegossen sein. – Ein bißchen haben Sie mich jetzt aber doch geschockt: Volvo. Das kann nicht Ihr Ernst sein?! 70er-Jahre-Lehrer-Sicherheitskarossen?? Die fahrbaren Burgen der intellektuellen Angst?! Also wissense, nö. Sowas kommt mir nicht in die nicht gemietete Tiefgarage vom Nachbarhaus.

    Wo kommen nur all die desorientierten Touristen her, die sich nicht trauen, sich durchzufragen und den Stadtplan verkehrtrum halten?

    Rehe und Wildsäue rumwuchten: gute Sache dies. Trainiert die Körperkraft und ist was für den Speisezettel. Heute las ich „Wildschweinsauerbraten“. Die Umlagen waren mir allerdings etwas suspekt (Preiselbeeren zu Sauerbraten? Eher nicht.). Wie ist denn Ihre werte Erfahrung mit Sauerbraten abseits von Rind? Schmeckt das gut, besser, schlechter, oder einfach anders? (Reh, ich täte gern mal Rehsauerbraten machen. – Den Tip mit dem Entenei hab ich nicht vergessen. Für den Fall, daß mir mal eins unterkommt.).

    @Dipsy: je. Sie erstaunen mich immer wieder, weil Sie einer der ganz wenigen Menschen sind, die andere in hermetisch getrennte Säcke zu stecken – noch? wieder? – in der Lage sind. Als meine Eltern jung waren und ich noch ein Kind, hatten diese mitunter ähnliche Anwandlungen. Später wurden sie recht anders.

    @DA: nö, das Volvoproblem habe ich hier akut nicht, aber es kommt mir öfters vor, daß mir der komplette Browser einfriert und abstürzt, wenn ich eine x-beliebige Seite der Online-FAZ aufmachen will, weil zuviel Firlefanz geladen wird.

  277. Erschütternd, dass sich hier...
    Erschütternd, dass sich hier in der Kommentarsektion einer freiheiltlich-bürgerlichen Zeitung Marxisten und profunde Marxkenner wie Dippsy austoben. ;-)

  278. Dipsy, verstehe - mit Ihrer...
    Dipsy, verstehe – mit Ihrer genialität sind Sie natürlich den pseudointellektuellen an der uni ein dorn im auge. nur mut, qualität kann man nicht unterdrücken.

  279. HansMeier555. Frauen in...
    HansMeier555. Frauen in Führungspositionen. Im Zentralstaat ganz oben, ja durchaus. Und berechtigt durch die Erbfolgeregelungen. Aber wieviele Frauen waren in führenden Positionen in den Ministerien, beim Militär, in der Kirche, in den Zünften, den Kaufmannschaften (MANNschaften!), an den Universitäten? Wann hat die erste Frau in Deutschland ihr Medizinstudium absolviert?

  280. HansMeier555 20:23,
    hätte...

    HansMeier555 20:23,
    hätte jetzt nicht gedacht, daß Sie auch in der Ost-CDU sind. Hie die Basis und
    dort der intellektuelle Überbau.
    Davon abgesehen, so wie Sie die menschliche Natur beschreiben, wo wollen Sie
    diese Leistungsträger, die sich mit-und einfühlend um das Wohl ihrer Untertanen
    kümmern eigentlich hernehmen?
    Hilft es wirklich eine Utopie, die sich in Luft aufgelöst hat, durch eine noch größere
    Utopie zu ersetzen?

  281. Sind Sie eigentlich...
    Sind Sie eigentlich verheiratet, Hans Meier?
    .
    Wenn ja, weiss Ihre Frau, was Sie hier so von sich geben?

  282. HansMeier555, weiter so, mit...
    HansMeier555, weiter so, mit absatz 2 sind sie schon mal auf dem richtigen weg. aber aufgeben nie.
    immerhin ist ihre argumentation recht schlüssig – und sehr amüsant. danke!
    .
    colorcraze, volvo, ach, nur ein pferd unter vielen. aber einen werde ich wohl immer irgendwo haben. wissen sie, so doof sehen die gar nicht mehr aus, das leder ist toll und äusserst strapazierfähig. und sie widerstehen einem aufprall eines anderen wagens recht überzeugend, v.a. für die insassen. die airbags sehen recht eindrucksvoll aus, wenn ausgefahren. es hätte auch ganz anders ausgehen können, wenn ich nämlich in meinem kleinen schlappen flitzerchen gessen hätte… reines glück.
    rehsauerbraten, hm. sollte ich mal wieder … pfifferlinge…

  283. Völker der Welt - schaut auf...
    Völker der Welt – schaut auf dieses Land ! …. Ich meine hiermit allerdings die Schweiz. Dort entstehen, basisdemokratisch mit grosser Mehrheit jeweils beschlossen:
    – moderner öffentlicher Nah- und Fernverkehr statt automobiler Wahnsinn
    – neue attraktive unterirdische Bahnhöfe (Zürich und Genf)
    – neue Alpentunnel – morgen ist der Durchschlag beim längsten Bahntunnels der Welt, dem Gotthard Basistunnel
    Ein Unterschied zu Deutschland ist, dass in der Schweiz solche Projekte selten durch hysterisches Parteien- und Protestgeschnatter sondern durch Bürgervernunft ermöglicht werden. Allen Gegnern von Stuttgart-21 sei zum Angstabbau und zur Motivation zu Zukunftsinvestitionen eine Reise in die Schweiz empfohlen.

  284. hansmeier, bin nicht (immer)...
    hansmeier, bin nicht (immer) gerne Ihrer Meinung, obwohl man die Cato Fraction nicht aus den Augen lassen soll. Sie lassen es vermissen, dass die faehigsten von den katholiken die ueblichen gannoven sind Also lassen wir die Christen (wie auch Moslems) auseer Spiel. Ich empfehle aeltere Religionen als … Wiedergesinnung. Eigentlich ist es zu schade drueber nachzudenken, weil wir an Jesus verecken, wobei wir beim Dzeus einheitlich gewoennen. Lassen Sie mir etwaqs merken, und ich betrachte Ihre Ansicht ueberhaupt nicht minderwertig, bzw. absurd, Sie ueberschaetzen die Macht der kk und ich weiss, was ich sage – komme ich doch aus dem vatikan kolonisierten Polen, besinnen Sie sich auf etwas aeltere Kulturen. Gruesse !

  285. minna. Entschuldigen Sie bitte...
    minna. Entschuldigen Sie bitte vielmals. Ich überlasse das Feld einer Freundin.

  286. „Nur mit ach so kreativen...
    „Nur mit ach so kreativen Finanz-„Produkten“ können wir unseren Wohlstand nicht erwirtschaften. […] Unsere industrielle Basis hat uns nicht nur einigermaßen stabil durch die Wirtschaftskrise gebracht: sie ist auch die Grundlage des Wohlstandes für morgen. […] Etwa 30 Prozent trägt die Industrie zur Wertschöpfung in Deutschland bei. Es ist aber kein Naturgesetz, dass das für alle Zeiten so bleiben muss.“ (Zitat aus der wiwo 40/2010).
    .
    @Don: Ich habe die Tage Wallraf in der Bild gelesen. Also sowas.

  287. HansMeier555@ Lassen Sie sich...
    HansMeier555@ Lassen Sie sich von Ihrem furor nicht abbringen! Auch wenn hier viele lachend den Kopf schütteln, das gehabte Experiment seit 1789 ist vorbei. Deswegen implodiert auch so ein Ding wie S 21, wobei die Grünen, ohne es zu merken im gleichen morschen Kahn wie die übrigen Parteien, einschliesslich jener mit dem hohen (leider hohlklingenden) C, sitzen. Der ratlose Jammer von Herrn Verleger Klett heute im Feuilleton der FAZ spricht doch Bände, weil er genau spürt, das da Fundamente weich werden. Wenn das nicht wahre Symbolik ist, wie das Archiv der Stadt Köln, deren Gedächtnis, wegsackte, dann erkennt man doch wo wir angelangt sind.

    Werter alias Dipsy, Sie sollten das gelassener sehen, manches erledigt sich von allein. Die Massen haben eben wider alle Hoffnung keine Qualitäten hervorgebracht. Wenn man sich die Bilder von Picasso gegen den Strich ansieht, der Mann war zweifelsohne genial, so war doch eindeutig erkennbar, das Bestialitäten ungeahnten Ausmaßes hereinbrechen würden, wie es ja auch kam. Die Klassik z. B. in Preußen war nur ein zeitlicher Aufschub gegenüber der Barbarei des Banalen.
    Die Guillotine zuvor war in ihrer effizienten Banalität der erste maschinelle Taktgeber. Die Mitrailleuse später war´s um Grade mehr an Zukunftsfähigkeit. Die wahnsinnige Hitlerei, der Stalinismus, der Maoismus sind aus dem gleichen Schoß gekrochen, es waren doch die Massen die den Popanzen zujubelten.

  288. @Scipio
    .
    Ceterum censeo Romam...

    @Scipio
    .
    Ceterum censeo Romam esse delendam.
    .
    Fräulein Jellinek!
    Was wollen Sie mit einem Medizinstudium? Wir reden doch von Führungspositionen.

  289. colorcraze, 14. Oktober 2010,...
    colorcraze, 14. Oktober 2010, 20:58
    Nur mal so am Rande: Ich habe das „Volvo-Problem“ mit Firefox als Browser und den „Add-ons“ Adblock Plus und NoScpript gelöst. Da taucht keine Werbung mehr auf und der überflüssige Datenmüll wird erst gar nicht geladen.

  290. Don, sicher ist es nur ein...
    Don, sicher ist es nur ein technischer Fehler, dass mein Beitrag* vom gestrigen späten Abend nicht mehr zu lesen ist. Könnten Sie da mal nachschauen, bitte?
    *HansMeier555 08:01 bezieht sich darauf.

  291. Nun hansgeier555. Schauen wir...
    Nun hansgeier555. Schauen wir uns Ihre Ausführungen einmal im Detail an. Wir haben ca. 141 Mia. an Lohnsteuern. Den stehen 130 Mia. an Umsatzsteuer gegenüber. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass ein einkommensstarker Haushalt mehr konsumiert als ein Hartz-IV Haushalt. Die 350 Euro ganz in 16%-Konsum verpulvert (sehr grosszügige Annahme, eher sollte man von 7% ausgehen) ergibt ein durchschnittliches Steueraufkommen von 672 Euro im Jahr. Rechnet man das auf 82 Mio. Einwohner hoch, dann würde der Steuerertrag des Bundes gerade einmal bei 55 Mia. liegen.
    Die Rechnung wird für Hartz-IV noch ungünstiger, wenn man die veranlagte Einkommenssteuer (ca. 33 Mia.), die Körperschaftssteuer (ca. 16 Mia., hinter jeder jur. Person steht zwangsläufig eine natürliche Person), Gewerbesteuer (ca. 41 Mia.), Erbschaftssteuer (ca. 5 Mia.), Grunderwerbssteuer (ca. 6 Mia.) hinzu addiert. Selbst wenn man einen hohen Alkohol- und Tabakkonsum bei Hartz-IV unterstellt, dann ist die Rechnung nach wie vor ganz eindeutig zugunsten dieser 20%. Von lächerlich kann daher gar keine Rede sein. Aber natürlich. Die nüchternen Zahlen widerlegen natürlich das Märchen von der Umverteilung von unten nach oben.
    HansMeier555, ich teile Ihre Auffassung hinsichtlich der Entstehung der Sozialdemokratie eigentlich nicht. Das beruht auf einer historisch falschen Annahme. Landläufig heisst es ja, die bösen Unternehmer hätten die armen Arbeiter ausgebeutet und so in ein soziales Elend gestürzt. Die Sache ist einfach etwas komplizierter. Die Sache ist vielmehr so, dass die Schaffung von Sozialsystemen/Armenfürsorge (was am Ende ja nichts anderes als die Bereitstsllung einer bedingungslosen Grundrente bedeutet) die Preise für Wohnungen nach oben getrieben haben und die Stundenlöhne für Arbeiter nach unten. Es gab bereits 1834 in England umfassende Kritik an sozialstaatlichen Leistungen (Chadwick Bericht, Royal Commission on the Poor Law). Ganz ausgezeichnet dazu auch die Ausführungen von Karl Polanyi, The Great Transformation (dt. Ausgabe bei Suhrkamp erschienen). Er ganz kurz: Erst der Tod der Armenfürsorge machte die Geburt eines funktionierenden frühkapitalistischen Arbeitsmarktes möglich.
    Sie haben natürlich hinsichtlich der Ausführungen zum bürgerlichen Liberalismus (aus einer praktischen Sicht) ganz recht. Nun, genau darin geht es ja in der humboldtschen Bildungsidee. Der aristoteliker Humboldt wollte Bildung nicht um ihrer selbst willen, vielmehr sah die Bildung als Schlüssel zur Demokratiefähigkeit (zum Gesamtverstädnis muss man da wohl eher auf Aristoteles greifen: Eugen Fink, Metaphysik der Erziehung. Dort die Ausführungen zu A., nicht die zu Plato). Folgerichtig ist es damit eigentlich auch, der Sozialdemokratie, den Grünen und 68 allgemein ein antidemokratisches Ziel (ob bewusst oder unbewusst kann mal dahin gestellt bleiben) vorzuwerfen (wo dann die Ausführungen zu Plato passen). Ich will Sie hier nicht schon wieder mit Hegel quälen. Aber es ist doch an sich erstaunlich (aber kaum verwunderlich), dass die Hegelrezeption sowohl im Nationalsozialismus als auch im roten Sozialismus jeweils ihren Höhepunkt erreicht hat. Auf die Vorliebe für Hegel bei linksgrün muss nun wirklich nicht noch einmal hingewiesen werden.
    Colorcraze. Sie machen mir als (unterschwellig) den Vorwurf der Undifferenziertheit. Das ist nun wirklich mein Lieblingsvorwurf (ich höre ihn regelmässig und gebe offen zu eine Vorliebe für Schubladen zu haben). Ich muss/darf Ihnen im Gegenzug aber den Vorwurf der fehlenden Abstraktion machen. Regelmässig ist es doch so, dass diejenigen, die nach Differenziertheit rufen, schlicht nicht in der Lage sind, eine Erscheinung einem allgemeinen Phänomen zu zuordnen. Kant fiel hier schon. Ich kann ihn nur zur Lektüre empfehlen; Spinoza hilft aber auch schon weiter.
    Don Carlos. Ich will Ihnen da gar nicht weiter antworten. Ich darf Ihnen nur die Ausführungen von Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford) zur verstimmten Freiheit an unseren Universitäten ans Herz legen (aktuelle Ausgabe des Merkur).
    Danny Dilemma. Ihre Ausführungen zur Eidgenossenschaft sind zuzustimmen. Allerdings zeigt sich auch dort die Fragilität des Systems. Dolf Sternberger hat das System Schweiz den Systemen der europäischen Nationalstaaten gegenüber gestellt. Vereinfacht man die Geschichte, dann ist die Schweiz irgendwann einfach stehen geblieben. Bei Kant, Humboldt und Aristoteles (Escher war ja ein grosser Liebhaber von Humboldt – wenn auch dieser Staatsaufbau natürlich historisch gewachsen war). Hingegen sind die «fortschrittlichen» Nationalstaaten auf dem Geiste Hegels aufgebaut. Forsthoff formulierte es so: der starke Staat ermöglicht die persönliche Freiheit (einer der Gründe, warum Hegel heute noch –aber vollkommen unzutreffend- im Kontext einer liberalen Staatslehre gelesen wird). Bei Rousseau (auch ein Herakletiker wie Hegel) als auch Hegel, als auch Marx tritt im Verlaufe des Staatseins zwangsläufig das Phänomen der Entfremdung auf. Entfremdung des Bürgers von seinem Staat (dazu ganz ausgezeichnet der Heidelberger Emeritus Friedrich Müller, Folgeproblem der anthropologischen Begründung der Staatstheorie bei Rousseu, Hegel und Marx, bei Duncker und Humblot erschienen). Dieses Entfremdungsphänomen tritt in der Schweiz nicht auf – setzt aber, ganz Humboldt folgend, eine hohe Bildung der Bevölkerung voraus. Es ist an sich ja erstaunlich, dass in der Schweiz genau das Gegenteil von dem Eintritt, was man der direkten Demokratie vorwirft: Anfälligkeit für Populismus und kurzfristige Entscheidungen. Verwiesen wird da ja nur allzugern auf die Möglichkeit von Volksentscheiden in der Weimarer Verfassung. nur ist das auch wieder vollkommen unzutreffend. In Weimar gab es ganze 3 Volksentscheide. Alle sind gescheitert. 2 der 3 kamen von extremistischen Parteien. Das Volk war und ist auch in Weimar eben nicht ganz so anfällig für Populismus gewesen, wie man es gerne gehabt hätte.
    Der Erklärung, warum diese Karte immer wieder gerne gezogen wird, findet sich im Stammbaum der deutschen Staatslehrer. Carl Schmitt, persona non grata, ist und bleibt der geistige Vater der deutschen Staatslehre (Schmitt ist ganz klassischer Hegelianer). Er ist Doktorvater oder Doktorgrossvater der allermeisten deutschen Staatsrechtlehrer. Nicht wenige Vertreter der Kieler Stosstruppfakultät waren am Verfassungsconvent beteiligt. Aufgetischt wird uns ja nach wie vor das Ammenmärchen der Schuld des Kelsen’schen Positivismus am Aufstieg des Nationalsozialismus. Das ist rechtshistorisch absoluter Blödsinn. Die starke Clique der Schmittianer kann diesen Mythos aber aufrecht erhalten.
    Achso, Sie umgehen dieses Volvoproblem ganz einfach, indem Sie eine uralte Variante des Internetexplorer installieren. Dann funktioniert das Ding einfach nicht und bleibt da wo es sein soll.

  292. Ups, pardon, der wurde wohl...
    Ups, pardon, der wurde wohl einmal zu viel freigeschaltet, und ist wieder verschwunden. (Und nun wieder da) Tücke des Systems.

  293. Was ich vergessen habe, Don...
    Was ich vergessen habe, Don Alphonso Sie müssen mir diese Vergesslichkeit nachsehen, ist ja der Hinweis darauf, dass die Gründungsväter der EU eigentlich ein Modell ähnlich der Schweiz vor Augen hatten (dazu ganz exemplarisch die Rede zur Wiedereröffnung der Frankfurter Universität von Walter Hallstein, freilich bezogen auf das Privatrecht).

  294. Herr Alphonso, etwas neues,...
    Herr Alphonso, etwas neues, schnell. Zur Not nur etwas anderes. Sonst müssen wir um Dipsy und Herrn Meier fürchten, ein Infarkt ist schnell ereifert. Und dann? Wir brauchen die beiden noch.

  295. HansMeier555.
    .
    Auch an...

    HansMeier555.
    .
    Auch an Krankenhäusern und medizinischen Fakultäten gibt es Führungspositionen.
    .
    Und als Fräulein reden Sie mich bitte nicht an, es sei denn Sie möchten, dass ich Sie Männlein nenne!

  296. Danke schön, Don Alphonso,...
    Danke schön, Don Alphonso, für Ihre Bemühung in meiner Sache.
    Sie sind wirklich ein sehr zuvorkommender Gastgeber.
    Meine Freundinnen und ich werden gerne ab und an vorbeischauen, auch um dem einen oder anderen über die Stränge schlagenden Chauvi Paroli zu bieten.

  297. sterne, ich eile, ich fliege!...
    sterne, ich eile, ich fliege!

  298. Dipsy, haben Sie eine...
    Dipsy, haben Sie eine guenstige Einfuehrung in die Staatsphilosohie erstanden, sie schon bis zum Schmitt-Kapitel durchgearbeitet und sogar teilweise verstanden? Rousseau und selbstredend Hegel: „Herakletiker“? Klingt wie Diabetiker. Oder litten sie gar unter einer Muskelschwaeche?
    MfG
    G.S.

  299. Don Alphonso@:Sie hatten es...
    Don Alphonso@:Sie hatten es für Gestern zugesagt, nun dürfen Sie sich nicht wundern, dass Chauvinismus, Alt-und Neuväterliches, Reaktionäres (moi) und beissendes Neumütterliches breitmacht in Ihrem geschätzten Blog. Sogar Frl. Jellinek liest uns die Leviten.

    Das Doppelgestirn Devin@ und Dipsy@ führt uns in die theoretischen Antagonismen im Staate per Politik-Seminar ein, unverdrossen….Resumée: Anfänglich ging es hier im virt. Raum um Wertpapiere(?), Roadster, Westviertel, Räder, Gute Küche & Weine etc. Es hängt eben Alles mit Allem zusammen.

  300. Ach G. Schoenbauer. Lesen Sie...
    Ach G. Schoenbauer. Lesen Sie doch einfach die Ausführungen zur Wirkungsgeschichte Heraklits bei Heidegger/Fink: Heraklit. Erschienen bei Klostermann. Vielleicht dazu Schmitts autobiographische Zeilen über seine Berliner Studienjahre in der Eclectica.
    Dann können wir uns gerne weiter reden.

  301. Plindos, sogar Diener der...
    Plindos, sogar Diener der Leser wie ich haben mal ein Recht auf Schlaf, Nahrungsaufnahme und das Aufhängen venezianischer Spiegel mit 40 Kilo Gewicht.

  302. Nescis mi fili, quantilla...
    Nescis mi fili, quantilla prudentis mundus regatur

  303. Rodeln, Radeln, Torten,...
    Rodeln, Radeln, Torten, Knödel, Pilze, egal was.
    Nur bitte schnell serviert, Don.

  304. Es gibt lauwarmen Kohl an...
    Es gibt lauwarmen Kohl an bürgerlicher Tischdecke.

  305. Don, so ich es richtig in...
    Don, so ich es richtig in Erinnerung habe benutzen Sie Firefox.
    Auf Seite http://www.mozilla-europe.org/de/firefox Version 3.6.10 und dann unter Empfohlene ADD-ONS bekommen Sie alle Einstellungen, damit sind Sie alle Reklame und alles andere was Sie nicht wollen los.
    mfg

  306. Plindos. Auch Ihnen biete ich...
    Plindos. Auch Ihnen biete ich das ‚Männlein‘ an.
    Wenn Sie Abkürzungen bevorzugen, bitte:
    Mäl. Plindos
    .
    Klingt doch nett, oder?

  307. Schön, wenn man über den...
    Schön, wenn man über den Dingen* schwebt.
    .
    * und rechthaberischen deutschen Kleingeistern, die sich als Stützen wähnen

  308. Ansonsten, nette Plauderei...
    Ansonsten, nette Plauderei hier, denke ich, bevor ich mich auf die Cartagho Nova hinaus beewege :-)
    und immer dran denken, mehr Baume pflanzen!
    Gruss!

  309. wenn jemand fragen wuerde, ich...
    wenn jemand fragen wuerde, ich habe dieses Jahr schon paar Stueck angepflanzt

  310. Liebe Leserinnen, können Sie...
    Liebe Leserinnen, können Sie auf dem Bild jemanden wiedererkennen?

  311. Bitte etwas Mässigung (und...
    Bitte etwas Mässigung (und Beibehaltung eines einzigen Namens, wenn ich bitten darf).

  312. Frau Camilla Jellinek, wer...
    Frau Camilla Jellinek, wer soll das sein – sieht aus wie die Figur von Sarotti??
    mfg

  313. Herr Alphonso, ein...
    Herr Alphonso, ein Hörerwunsch: Schreiben Sie gelegentlich eine Eloge auf Ihr Lieblingsrennrad.

  314. Dipsy@:...und wie sehen Sie...
    Dipsy@:…und wie sehen Sie Schmitt´s Weinerlichkeiten im Glossarium (Aufzeichnungen der Jahre 1947-1951) bei Duncker & Humblot, Berlin erchienen?
    Auch seine teilweise herablassende Art gegenüber seinem Freund Ernst Jünger?
    Seine Ausführungen zu Juan Francisco María de la Salud Donoso Cortés und seiner Politischen Theologie a. O. haben allerdings durchaus faszinierende Seiten, wäre was für HerrnHansMeier555, sofern nicht eh schon bekannt.

    Don Alphonso@:Ächzen Sie nicht so laut, Sie haben sich das Spiel voluntaristisch angetan ;-) Sie sollten 85 Liegestütz jeden Morgen wie unser ehem. frühvollendeter Außenminister machen, dann schaffen Sie 4o kg locker vom Hocker. Gutes Ausdauertraining für die nächste Radltour Transafricana.

  315. LaRou46. Das Männlein kann...
    LaRou46. Das Männlein kann man in Brüssel bewundern, meist jedoch ohne feudale Verkleidung.
    .
    Don, besten Dank für die Veröffentlichung des Bildes. Ich gelobe auch Mäßigung.

  316. Werte Camilla Jellinek,
    ich...

    Werte Camilla Jellinek,
    ich hatte in meinem bisherigen Berufsleben gehäuft weibliche Chefs. Feministinnen
    und ´Emanzen´waren nicht darunter, dafür sehr selbstbewußte, in ihrem Denken
    unabhängige auch teilweise machtbewußte. Eine davon, auch allgemein sehr
    bekannte Unternehmerin, ließ sich mal zu der Aussage verleiten: „Wegen mir, hätte man die Emanzipation nicht erfinden müssen.“
    …und wenn ich jetzt mal etwas persönlich werden darf: eine Alice Schwarzer ist
    für mich- heute – eine ´alte Vettel´.

  317. Camilla...
    Camilla Jellinek@:
    Goldisch……vielleicht Alexander Puschkin als zaristischer Kadett? Sein Vater stammte ja aus dem christl. Äthiopien. Das im Link gezeigte Bild ist beinahe ein flagranter Verstoß gegen die herrschenden Regeln der PC in D-land ;-). Ansonsten: No problem, as you like it. Ohne Stoffwechsel gehts nun mal nicht. Hier das Original:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Manneken_Pis
    Ich persönlich finde das Attribut Fräulein ja überhaupt nicht ehrenrührig, ist nur dazu gemacht worden im Zuge der Aufgeregteiten nach 1968 und der sog. gender studies. Die Fräuleins die ich kennenlernte, sind mir alle in guter und auch würdiger Erinnerung geblieben, mache davon wurden denn später auch Frauen.
    Ganz Ihr Mäl. Plindos h.c.

  318. minna. Nur zu. Es ist nicht an...
    minna. Nur zu. Es ist nicht an mir Alice Schwarzer zu verteidigen (das könnte Sie auch ganz gut alleine).
    Ich rufe Ihnen aber gerne in Erinnerung, dass es ohne ‚Emanzen‘ kein Frauenwahlrecht gäbe, Frauen keinen Zugang zu Universitäten hätten, usw.
    Vermutlich hätten Sie auch keine Möglichkeit gehabt sich Ihren Beruf frei auszuwählen und stünden um diese Uhrzeit jetzt daheim am Herd, auf den Herrn Gemahl wartend, dem Sie nach dessen Ankunft die vorgewärmten Hausschuhe anziehen würden. Hübsches Bild.

  319. Frau Camilla Jellinek, wer das...
    Frau Camilla Jellinek, wer das Männlein ist dürfte bekannt sein. Ich wollte von Ihnen wissen, wen man wiedererkennen soll und was die Uniform soll.
    mfg

  320. Plindos. Ich habe das...
    Plindos. Ich habe das Glossarium nicht vollständig gelesen (es steht aber im Bücherregal). Das ist natürlich auf den ersten Blick ein extrem weinerliches Werk. Was man allerdings auch irgendwo nachvollziehen kann. Bis 36 wahrlich der Starjurist des Reiches. Danach verschmäht. Nun der venia legendi beraubt und allein in Plettenberg. Ganz ohne Bibliothek (die hatten die Amerikaner, er bekam sie ja dann irgendwann zurück und musste sie aber verkaufen). Die Frage, ob Schmitt weinerlich war kann m.E. erst dann abschliessend beantwortet werden, wenn man seine Person versteht. War er in seinem Wirken als Jurist/Lehrer gnadenloser Opportunist oder ist die innere Logik seines Werkes auf Heraklits Zyklizitäts- bzw. Flussdenken zurück zu führen.
    Ich habe da für mich keine abschliessende Antwort gefunden. Ich tendiere jedoch eher in die Richtung der inneren philosophischen Logik. Wobei es freilich gute Gründe für die gegenteilige Meinung gab (insb. die Annahme des Rufs an die Berliner Handelshochschule 1927).
    Bei einer nüchternen Betrachtung muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass an Schmitt natürlich auch ein Exempel der Allierten statuiert wurde. Jedenfalls haben nach 45 einige Profes. wieder Rufe erhalten, die wesentlich Ekelhafteres als Schmitt geschrieben hatten (insb. aus der Kieler Stosstruppfakultät). Denen hat man das wohl aber als Jugendsünde verziehen. Schmitt hingegen war schon fast 60 und als Kronjurist des Reiches eine Art Verkörperung des nationalsozialistischen Rechtsdenkens (zu empfehlen sind da übrigen die Ausführungen des Andersdenkenden, Philipp von Heck im Privatrecht oder eben Kelsen im Staatsrecht).
    Natürlich ist das Glossarium voll von bösartigen Bemerkungen. Radbruch als geistiges Pin-up Girl bezeichnet usw..
    Ich bin nun wirklich kein Schmittianer. Allerdings sind die Werke Schmitts für das Gesamtverstädnis des Staates, für das Gesamtverstädnis des Verfassungsrechts von herausragender Bedeutung. Die säkularisierten Begriffe der Theologie sind natürlich irgendwo faszinierend. Allerdings bei Betrachtung der Kirchengeschichte nicht allzu sehr. Die Institution Kirche (insb. aus der Perspektive der Verfestigung des Glaubens) steht natürlich vor ganz ähnlichen Problemen wie die Politik.
    Ich selbst beschäftige mich gerade etwas intensiver mit den Ausführungen von Blumenbergs zur Metaphorologie. Ich hoffe da ein grösseres Verstädnis für das Werk Schmitts zu bekommen.

  321. Sterne, das würde leider ein...
    Sterne, das würde leider ein sehr pubertäres Stück über ein vollkommen überteuertes und quietschbuntes Stück Titan aus einer zu bekannten italienischen Firma werden.
    .
    Und ansonsten geht es jetzt hier weiter:
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2010/10/15/das-bedenken-der-veraenderung.aspx
    Oder auch nicht. Wie es beliebt.

  322. Sorry: Zumindest in Bezug auf...
    Sorry: Zumindest in Bezug auf die Schriftstellein Elfriede Jellinek muß ich mich korrigieren, sie müßte korrekterweise mit Frau angesprochen werden, da sie verheiratet ist. Zu ihrem Werk kann ich ehrlicherweise nichts sagen, da ich bisher kaum Texte von ihr gelesen habe.

    Camilla Jellinek@: Wir sollten beide von unseren Albernheiten ablassen, OK?

    minna@: Frau Alice Schwarzer ist zwar nicht mein Fall, dafür aber finde ich, auch nur persönlich gemeint, die Titulierung „alte Vettel“ bösartig und unverschämt.

  323. Plindos, ich möchte...
    Plindos, ich möchte allerdings auf einen galanten Handkuss vor Publikum bestehen dürfen, danach sei Ihnen verziehen.

  324. Plindos da Sie ein Mann sind...
    Plindos da Sie ein Mann sind dürfen Sie Frau Alice Schwarzer in schutz nehmen ansonsten gebe ich Frau Minna recht.
    mfg

  325. Lady Camilla,
    .
    erst vor ein...

    Lady Camilla,
    .
    erst vor ein paar Tagen traf ich an einem exquisiten Kulturbuffet einen Literaten, der seit Jahrzehnten davon lebt, deutsche Gegenwartsautoren in seine Muttersprache zu uebersetzen.
    Ich fragte ihn, wessen Bücher er am wenigsten gemocht hätte.
    .
    Dreimal dürfen Sie raten, welchen Namen er mir — ohne eine Sekunde zu zögern — genannt hat.

  326. Minna,
    warum eine so grobe...

    Minna,
    warum eine so grobe Beleidigung? Ich jedenfalls bin Frauenrechtlerinnen wie Alice Schwarzer sehr dankbar, auch wenn ich manches was sie z.B. über Abtreibung gesagt hat, schlimm finde. Übrigens erinnere ich mich, dass mein Großvater, ein Kavalier der alten Schule mit ganz entgegengesetzten Ansichten, sie für sehr attraktiv und aufgeweckt gehalten hat.

  327. HansMeier, Sie schreiben?...
    HansMeier, Sie schreiben?

  328. "Bei einer nüchternen...
    „Bei einer nüchternen Betrachtung muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass an Schmitt natürlich auch ein Exempel der Allierten statuiert wurde. Jedenfalls haben nach 45 einige Profes. wieder Rufe erhalten, die wesentlich Ekelhafteres als Schmitt geschrieben hatten (insb. aus der Kieler Stosstruppfakultät). Denen hat man das wohl aber als Jugendsünde verziehen. Schmitt hingegen war schon fast 60 und als Kronjurist des Reiches eine Art Verkörperung des nationalsozialistischen Rechtsdenkens…“
    .
    wenn wir schon dabei sind, den sündenbock gab es vor den alliierten und auch danach wieder.
    .
    es wird wohl so gewesen sein, dass die übriggebliebenen einfach zu viele waren. so wurde der kriegsgerichtsrat a.d. finanzamtsvorsteher und der ns-rechtsdenker lehrstuhlinhaber, verzeihung, ordinarius. die juristischen päpste und meisterdenker zu zeiten anfang der siebziger hatten zum grossteil ihre juristische karriere schon vor 1949 eingeleitet, oder wie das heute heisst, ihre biografie begann nicht erst mit der gründung der bundesrepublik.
    .
    wobei der einfluss carl schmitts nicht unterschätzt werden kann. das mit dem freund-feind gegensatz (der feind meines feindes ist mein freund) steckt tief und lässt sich bis weit ins linke denken verfolgen, materialismus hin oder her, nur: politik läuft etwas anders als über freundschaft oder feindschaft, das ist was für knaben, in der politik geht es um interessen und fallweise entscheidungen.
    .
    bleibt die frage, warum all diese vorbelasteten dann als demokraten dann, ma ja, zumindest ihre arbeit getan haben (das geld haben sie auch gern genommen). praktische nutzanwendung, vielleicht sind gerade diejenigen, die dreck am stecken haben und die wissen, dass die deswegen, sagen wir, ersetzbar sind, nicht nur bequemer zu führen sondern auch williger.
    .
    ach so, die schwabenmetropole.
    es ist ein liebenswürdiger zug am stuttgarter, ich sage das jetzt als ein von haus aus oberschwabe, dass ihm machbarkeitswahn, grosskotzerei, durchstecherei und allerhand widerwärtigkeiten im zusammenhang mit einer partei, die einfach zu lange an der macht ist, als dass sie noch ein verständnis dafür hätte, was wünschenswert, möglich, vernünftig, machbar ist, kurz, aber auch schon jedes augenmass verloren hat, abstossen und im innersten zuwider sind. leider kommt diese einsicht spät, vielleicht zu spät.

  329. HansMeier555. Sie liegen,...
    HansMeier555. Sie liegen, glaube ich jedenfalls, ein wenig daneben.
    Camilla ist nicht Elfriede, aber beide Damen sind Österreicherinnen.

  330. Camilla Jellinek@: Gern...
    Camilla Jellinek@: Gern ausgeübt. Surrender with condition (>Mäl.), aaaaber nur bei Damen.

    auch-einer@: Interessant ist ja wirklich , dass Carl Schmitt von vielen Linken gelesen wurde. S. auch der verst. Schriftsteller und Dramatiker Heiner Müller.
    Bezüglich des Schmitt´schen Feindschemas: Man sollte seinen Feinden ggf. auch verzeihnen können, gebe zu ein äusserst schwieriges Geschäft. Nach 1917 wurden in Rußland nicht alle zaristischen Kader per Genickschuß erledigt, die Maschinerie des Staates konnten nur sie bedienen. Es hätte ja auch, wenn die Alliierten es zugelassen hätten, nach 45 eine „Nacht der langen Messer“ geben können. Wäre dies wünschenswert gewesen?

  331. "Dann habe ich gemerkt, dass...
    „Dann habe ich gemerkt, dass man auch aus negativen Emotionen viel Energie beziehen kann“, sagte er.
    „Den Thomas Bernhard haben Sie auch übersetzt?“ fragte ich.
    „Ja, aber den fand ich sehr angenehm, richtig nett.“ sagte er und streichelte seine dicke Wampe.

  332. Plindos. Die linke Leserschaft...
    Plindos. Die linke Leserschaft ist für Sie „interessant“? Ich finde sie überhaupt gar nicht interessant. Sie ist geradezu logisch. Hegel hier und Hegel da. Wesentlich mehr muss da kaum ausgeführt werden. Anzumerken ist auch die recht fleissige Schmitt Lektüre einiger RAF Protagonisten (insb. die Theorie des Partisanen stiess da wohl auf besonders viel Wohlwollen).
    Auch, einer. Nunja, diese Sündenbockpolitik ist eigentlich ganz typisch für die Bewältigung von Krisen jeder Art. Sei es nun eine solche Zivilsationskrise wie die des WK II; sei es auch ganz aktuell die Finanzmarktkrise. Es ist ja nicht so, dass nur die bösartigen Bankmanager an der Krise schuld wären. Man hat da auch noch ein paar Mio. konsumgeile Amerikaner. Gehängt werden jeweils die grössten mit der gefühlten grössten Verantwortung. Bei den Juristen des 3. Reiches war das auch ganz zweifellos Schmitt.
    Ganz so die Arbeit getan haben die Herren übrigens nicht. Maunz soll wohl bis zu seinem Tode unter einem Pseudonym in der deutschen Nationalzeitung publiziert haben.
    Ich muss mich nun bis mindestens Dienstag verabschieden. Sollten Sie mich vermissen: reichlich Alkohol. Das Ergebnis ist ganz ähnlich.

  333. plindos, ich denke, der...
    plindos, ich denke, der grösste humanist von allen war stalin, oder nicht?
    .
    von einer nacht der langen messer war bei mir nicht die rede.

  334. Herr Alphonso, dies ist ein...
    Herr Alphonso, dies ist ein wunderbarer Text. Alles in allem hoffe ich, dass das Gesummse, das dem Freischalten vorausgeht und folgt, sie nicht febril werden läßt.
    Gruß aus Wien.

  335. Werte Bergsteigerin,
    ich halte...

    Werte Bergsteigerin,
    ich halte nachwievor Frau Schwarzer für eine intelligente und vor allem für
    eine sehr medienerfahrene Frau, wenn sie sich ein Image zulegt, daß einem
    zu solch einer Einschätzung verleitet, dann weiß sie auch was sie tut.
    Warum? Keine Ahnung!
    Die Reaktion Ihres Großvaters wundert mich nicht. Man kann noch heute
    altgewordene `Chauvis´treffen, die von der „Roten Heidi“ schwärmen . ;-))

  336. Minna,
    wenn Sie kein Ahnung...

    Minna,
    wenn Sie kein Ahnung haben, warum so etwas aus ihrem Mund oder ihrer Tastatur raus purzelt, dann schweigen Sie doch.

  337. auch-einer@: Wenn Sie das so...
    auch-einer@: Wenn Sie das so sehen wollen. In den Anfängen der DDR wurde er, Stalin, zumindest so dargestellt. 1917 war er nur als Bankräuber für die Kommunisten tätig. Beschlagnahmte mit einem Coup den Goldschatz der russischen Nationalbank.
    Vor der Revolution war er zeitweilig als Spitzel für die zaristische Geheimpolizei, die Ochrana, tätig. Humanismus kann sehr wandlungsfähig sein, zumindest etiketten-mässig. Das mit den Messern war keine Unterstellung, sondern das es dazu hätte kommen können…

  338. Es ist zwar schon einige...
    Es ist zwar schon einige Kommentare her, aber da mußte ich doch so sehr staunen, dass ich es nochmal aufspieße:
    Dipsy sagt: „Die Forsa Umfragen sind wohl mit einiger Vorsicht zu geniessen. Insbesondere vor dem Hintergrund der doch sehr einseitigen Berichterstattung der linken Stuttgarter Zeitung.“
    Welche Stuttgarter Zeitung meinen Sie? Der Öffentlichkeit bekannt ist bislang nur die konservative „Stuttgarter Zeitung“, die von Anfang an für S21 trommelte, dass es nur so seine Art hatte. Insoweit stimmt immerhin „einseitig“.
    Manchmal glaube ich, Sie sind nicht ganz von dieser Welt.

  339. Liebe Minna, die Schwarzer ist...
    Liebe Minna, die Schwarzer ist tatsaechlich eine greisliche, oide…
    …aber fangen wir von vorne an. Irgendwann in den fruehen 60er volontierte diese Dame beim Hassblatt „pardon“ (moege es in Friede ruhen). Diese Zeit muss aber praegend gewesen sein fuer ihr spaeteres Wahnbild von der unterdrueckten Frau. Ich war damals noch verdammt jung und staunte nicht wenig ueber diese Idee, denn ich lernte viele Frauen in mittleren Fuehrungspositionen kennen. Alles meine Chefinnen-und ich verstand mich mit denen hervorragend.
    Dann entwickelte Frau S. ein Marktlueckenblatt, dass genau der Leserschaft der weiblichen Loser entsprach. Genau wie bei Maennern, gibt es auch bei Frauen viele, die, aus welchen Gruenden auch immer, die richtige Kurve nicht kriegen. So what?
    So, und nun hatte sich die S. erfolgreich im Markt positioniert, begann sie unverzueglich das zu tun, was sie ihren angeblich unterdrueckten Geschlechtsgenossinen vorwarf: sie wurde Hure. Eine veritable Medienhure. Keine Talkshow, kein Quiz ohne Alice. Den Hoehepunkt der Altersprostitution hat sie inzwischen erreicht; sie schreibt Kolumnen fuer das beruehmte Arsch-Titten-und Nuttenblatt aus Hamburg. Ist doch toll oder?
    Ueber ihr Redaktionsregime nur soviel: Henryk M. Broder hatte, als er noch Koeln lebte, eine Redakteurin von „Emma“zur Freundin. Das konnte Alice, die Broder sehr gut aus der Vergangenheit kannte, nicht zulassen. Der Frau wurde gekuendigt. Ratzfatz, aus die Maus.
    Am entlarvensten war ein sogenanntes Streitgespraech im Fernsehen mit der Dings, aeh, Verona Feldbusch. Da hatten sich zwei Richtige getroffen! Man muss Verona nicht moegen, aber dieses Zickengefecht ging eindeutig an die huebschere (und schlauere).
    …Krawallschachtel. Was die mit ihren Theorien in der Frauenwelt fuer Verheerungen anrichtete, ist unvorstellbar. Alice ist weiblichen Geschlechts, aber, da bin ich mir sicher, eine Frau war sie nie.

  340. Eine Frau war sie nie
    Das...

    Eine Frau war sie nie
    Das spricht doch für sie.
    (Nobody’s perfect).
    .
    Zumindest in puncto Islam müssten Sie mit ihr doch konform gehen. Zumal Alice in ihrer scharfen Islamkritik trotz allem dreimal reflektierter und, wie mir scheint, auch redlicher ist als Broder oder Sarrazin.

  341. Sehnse Herr Meier, der Broder...
    Sehnse Herr Meier, der Broder ist genau wie Frau Schwarzer Teil der Medienwelt. Auf beide moechte ich mich nicht kaprizieren. Sie dienen beide der Unterhaltung, der manipulierten Wahrheit, sie verdienen damit Geld-und darum darf man als Nutzer derer Medienprodukte seine eigene Meinung haben. Wer des Lesens faehig ist, hat mit deren Aeusserungen keine Probleme. Die eine findet die Maennerwelt widerlich, der Broder sieht den Islam halt so.
    Staenkern gehoert zum Geschaeft. Aber wem sage ich das? Die Bemerkung ueber Rosinante werde ich Ihnen noch lange nachtragen. Das war eine ganz feine Sache. Als Mensch mit Kopf, der Sie sind, haben Sie das doch wirklich nicht noetig.

  342. Danke LaRou46,
    Danke...

    Danke LaRou46,
    Danke Filou:
    Jetzt würde mich noch interessieren, wer sich hinter der selbsternannten
    Freundin großer Frauenrechtlerinnen des 19.Jhdt. verbirgt, die mich so
    freundlich mit den plattesten Sprüchen eingedeckt hat.
    Herta? Erika?

  343. minna, das ist irgendeine...
    minna, das ist irgendeine Redactrice aus dem Koelner „Frauenturm“. Der Frauenturm ist Teil des mittelalterlichen Befestigungswerkes der Stadt und befindet sich am Rand der Lehrer-und Kuenstlerverseuchten Suedstadt. Der Frauenturm gehoert Alice Schwarzer und beherbergt die Redaktion von „Emma“.

  344. minna, vielleicht hilft das...
    minna, vielleicht hilft das weiter:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sufragette

  345. "Sympathischer Loser", das ist...
    „Sympathischer Loser“, das ist doch ein Kompliment. Über Don Quixote mag billig spotten, wenn man niemals seine Fallhöhe erklommen hat.
    .
    „Publizistien manipulieren und verdienen damit Geld“ — Was soll ich Ihnen dazu jetzt sagen. DAs ist eben eine der vielen Fehlentwicklungen der letzten 250 Jahre, dass so was möglich ist.

  346. Ach was, Publizist, Ich bin...
    Ach was, Publizist, Ich bin beruflicher Plauderer, das ist alles, und das reicht mir vollkommen.

  347. Konservativ sein heisst, sich...
    Konservativ sein heisst, sich von Eltern und Erbonkeln Lebensweise, Meinung und Lebenspartner vorschreiben zu lassen, in der Erwartung, während der zweiten Lebenshälfte dann selbst den eigenen Nachkommen alles vorschreiben zu dürfen.
    .
    Jetzt bleibt die Frage (vielleicht auch ein Blog-Thema?) was im Unterschied dazu nun „liberal sein“ heissen könnte.

  348. Falsch geraten, Filou, ich bin...
    Falsch geraten, Filou, ich bin weder Redakteurin noch Leserin der „Emma“, noch werde ich sonst irgendwie dafür bezahlt, hier Kommentare zu schreiben.

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