Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die ungeschriebenen Gesetze der Indiskretion

| 109 Lesermeinungen

Einerseits wäre ein Leben ohne Indiskretionen langweilig. Andererseits ist es aber auch nicht nett, Dinge zu sagen, die man nicht sagt. Zum Glück gibt es für diese streitenden Interessen eine Regelung, mit der man beiden Seiten gerecht wird, und sich damit herausreden kann, nicht ungerecht gewesen zu sein. Als kleiner Sevice für die Leser hier eine kleine Erläuterung der richtigen Indiskretion.

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Ein gewisses Grundgesetz, das nicht in der bayerischen Verfassung steht.

Hin und wieder, wenn es etwas zu erzählen gibt aus Ehestreitigkeiten und Problemen mit Kindern, von der Razzia beim Anlageberater und vom nicht ehrenwerten Betragen oder auch nur der Ödnis der politischen Kaste – bremst man sich mir gegenüber plötzlich und sagt: Aber schreib darüber ja nichts im Internet!

Und schaue verblüfft unschuldsvoll, mit pausigen Bäckchen und plüschigen Mondkalbaugen, und schwöre leichtfertig heiligste Eide auf alle Säulenheiligen der Evangelen und und beim Barte der Kapitalismuspropheten, dass ich gar nie nicht je auf den Gedanken gekommen wäre, das im Internet auszubreiten. Daheim erforsche ich dann die Ruinen meines Gewissens, und muss aber tatsächlich auch sagen:  Ich habe die Gesetze der Indiskretion tatsächlich mehr verinnerlicht, als es diesem von Plauderei lebendem Berufe fürderlich wäre. Aber es sind Gesetze, und ich halte mich daran. Vielleicht können wir mal anhand von Beispielen darüber reden, wie Indiskretion gesetzlich geregelt ist: Sie ist ja nicht verboten. Sie muss in meinen Kreisen nur im Rahmen der Gesetze bleiben.

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Denn natürlich lieben alle die Indiskretion. Sie ist, banal gesagt, Herrschaftswissen. Gerade in dummen, kleinen Städten wie der meinigen und ihren besseren Kreisen kann das über Generationen zusammengetragene Wissen über den jeweils Anderen über Erbkrankheiten und Vermögen, über Risiken etwaiger Schwiegermütter und beruflliche Chancen Auskunft geben. Diesen Sommer etwa musste ich bei einer Mieterin die Fenster neu einlassen, was man eigentlich jedes Jahr tun sollte. Währenddessen plauderten wir etwas, und sie erzählte mir von den Problemen einer Freundin mit einer Vermieterin in der Altstadt. Die wollte diese Freundin aufgrund eines leitenden Engagements in einem Netzwerk dazu bringen wollte, die Wohnung während eines Semesters an eine bestimmte, ihr untergebene Person unterzuvermieten. Für die Mieterin ist so ein Ansinnen ein undurchschaubares Verhalten, aber für mich… die sind seit Generationen in der Stadt verschrien, die vermieten an Auswärtige, weil hier keiner bei denen mieten würde, sie selbst ist eine ganz Gaache, wie die schon ihren Mann rumkommandiert, da lohnt sich der Streit nicht, die Freundin solle lieber kündigen und sich was anderes suchen, ich glaube nämlich, die Frau H., die einen guten Ruf hat, die könnte noch was haben.

Ich hoffe, ich war jetzt nicht zu indiskret. Niemand kann ahnen, um wen es hier geht – ausser ein paar Dutzend Lesern, die ohnehin wissen, welche stadtbekannte Brietschhena und welche Vereinigung ich meine. Aber so hilft dieses Wissen, die richtigen Leute und Geschäfte zusammenzuführen und den wenig erbaulichen Mitgliedern der Gesellschaft das Investmentobjekt Altstadt ein klein wenig zu – ach so wir wollten ja über die Regeln sprechen. Also, die Regeln. Man darf indiskret sein, wenn man die richtigen Parameter im Auge behält:

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1. Je besser einen Indiskretion für den Betroffenen ist, desto freizügiger darf sie geäussert werden.
Nehmen wir der Einfachheit halber einmal an, ein nicht mehr ganz junger, allein lebender Mann erwirbt eine Wohnung am Tegernsee und damit an dem Ort, wo der typische Bayer idealerweise dem Krebstod entgegendämmert. Der junge Mann wird natürlich den Teufel tun und in seinen Kreisen damit angeben, dass er jetzt Miesbacher ist und jeden zweiten Konzerttermin absagt, weil die Konzerte im Schloss Tegernsee doch so viel besser sind, und die Staatsoper erreicht er in 40 Minuten, und erst das Programm für Alte Musik in Schloss Ambras, danach gerne noch ein wenig Ausgehen in Innsbruck – niemals würde der junge Mann auch nur den Eindruck erwecken wollen, er halte sich jetzt für etwas Besseres als die Deppen, die sich eine Ostimmobilie, ein Skorpionloch in Dubai oder in Auflösung befindliche Fonds für Geschäftshäuser haben aufschwätzen lassen. Diesem jungen Mann also kann es nur recht sein, wenn in Umlauf gebracht wird, dass er ab und an auch am Tegernsee in seiner neuen Wohnung ist, doch doch, man hat ihn auch schon besucht, gegenüber ist der Berg, die Sicht ist schön, und man hat dort durchaus angenehme Möglichkeiten, eventuell wäre das sogar eine Wohnung, wo es sich ein Paar gut gehen lassen könnte… Der nicht mehr ganz junge Mann könnte, darauf angesprochen, ganz anders reagieren als, sagen wir mal, ein anderer, dessen Fehlinvestitition in Morgan Stanley P2 Value und Degi Europa die Runde machen: Ach ja, da habe ich so eine kleine Wohnung… aber die Terrassse ist ganz nett… kommen Sie doch mal vorbei, wenn Sie nach Innsbruck fahren… da sind in Schloss Ambras übernächste Woche wirklich hinreissende Konzerte… und natürlich würde ich mich freuen, Ihre Tochter auch mal wieder zu sehen… wie geht es ihr denn in Berlin?

2. Je älter die zugrunde liegende Geschichte ist, desto leichtherziger darf geplaudert werden.
Wie es eben so geht, wenn sie was mit Medien machen wollte, und die Agentur nicht richtig auf die Beine kommt. Daheim wäre das nicht passiert, da kennt man die richtigen Leute, aber Berlin ist undurchschaubar, da gilt man als Besitzer eines Dentalbetriebes wenig. Aber über solche Pleiten darf man natürlich nicht reden, denn es würde an der übergreifenden Sicherheit sägen, dass die Kinder es doch besser haben werden. Nun ist diese unsere Welt klein, und moderne Vorstellungen von der Verzeihbarkeit einer Insolvenz oder eines anderen Debakels sind nur begrenzt verbreitet. Vor wenigen Jahren ging hier die Damenausstatterin der gesamten Gesellschaft aus bester Familie bankrott: Das weiss jeder, aber man redet nicht darüber. Das Thema wird totgeschwiegen, obwohl es in der Zeitung stand. Über den Megapetrolskandal, der diese Kreise als Investoren direkt betraf, kann heute schon wieder gelacht werden. Und was vor dem Krieg war – nun, jeder weiss, dass damals die Sitten andere waren, das waren noch harte Männer, und wenn einer meiner Vorfahren berüchtigt war, weil er nach dem Kauf grosser Ladungen von Getreide und erbitterten Verhandlungen immer noch seinen grossen Hut hingehalten hat, damit man ihn noch einmal kostenlos fülle – dann ist das eine spassige Anekdote, die jeder gern wissen darf. Diejenigen, die ihn hassten, sind lange tot, und ich selbst habe nichts, aber gar nichts davon geerbt, solange ich nicht gerade Antikmärkte besuche.

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3. Gleichrangige müssen vor Untergebenen bevorzugt versorgt werden.
So etwas würde man unten, wo man sich neue Möbel aus Geschäften mit XXL-Namen holt, sowieso nicht verstehen. Man muss auch gar nicht mit denen darüber reden, dass man die Konzerte derjenigen, mit denen man seit Generationen freundschaftlich-respektvoll verkehrt, jetzt nicht als optimal betrachtet. Das kann man unter seinesgleichen sagen und hoffen, dass es ein wenig die Runde macht, weitergetragen wird, und bei den entsprechenden Personen als leiser Ratschlag ankommt. Das ist natürlich ein gewisses Risiko, denn aufgeblasen und böse interpretiert wird aus einer leichten 12-Ton-Kritik schnell ein Anlass, durch den man als niveauloser Trottel dargestellt wird – aber in der Regel wissen die Beteiligten, dass solche Mittel ebenso billig und wohlfeil anderen zur Verfügung stehen, und jede Übertreibung das Risiko in sich birgt, als unzuverlässige Ratschkattl dazustehen. Das würde einen aber schnell von der Versorgung mit Indiskretionen abschneiden. Also redet man, profitiert von der Weitergabe und respektiert die ehernen Gesetze der Sozialkontrolle. Dafür sind die Informationen auch exklusiv, und man muss nicht die Köchin ausfatschln.

4. Dafür kann man die Untergebenen als Kanal für die Dinge nutzen, die man eigentlich nicht sagen kann.
Denn es gehört sich nicht, Untergebene, die nur untergebene Informationen haben, um Indiskretionen anzubetteln. Wer klug ist, bedenkt den Umstand, dass die Gesetze der Sozialkontrolle nur in Schichten greifen, die sich gegenseitig für das Leben und über den Tod hinaus verpflichtet sind. Untergebene werden bezahlt, und ihre Verpflichtung endet am Tag, da man nicht mehr bezahlt. Wenn überhaupt. Meistens erzählen sie trotzdem alles weiter, von dem sie glauben, dass sie es erzählen können. Das wiederum ist ein Vorteil, denn genauso, wie es mitunter ratsam sein kann, diskrete Indiskretionen unter gesellschaftlichem Druck zirkulieren zu lassen, kann es sinnvoll sein, sich die Eigenarten von Untergebenen zu eigen zu machen, wenn die Indiskretion gross sein soll, ihre Aufdeckung aber den Urheber nicht schädigt. Ein Beispiel: Schleicht sich das Aas von Nachbar heimlich in den Garten, um die ihn störenden Rosen an der Grenze abzuschneiden, und glaubt er, dass die Konvention es nicht zulässt, dass man ihn dafür ausrichtet, weil er dann antworten könnte, wer wolle schon so einen Blumenverhau über seinem Zaun haben, aber er wisse von gar nichts – passiert also so ein Frevel, und kann man nicht direkt reagieren; nun, dann erzählt man es eben der Putzfrau, die auch bei allen anderen zu Gange ist, nur nicht beim Grattler nebenan, der alles seine Frau machen lässt. Und man erzählt es zuerst mit den schillerndsten Farben und grössten Gefühlen – um dann zu sagen, man wünsche aber nicht, dass es die Runde macht, und man könne es hier niemandem sagen, nur eben der Putzfrau, der vertraue man sich an, so ein Verbrechen, die schönen Rosen…. Information wants to be free, sagen heute Internetfreunde, aber das wissen wir schon lang. Free, und vor allem: Big.

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5. Man lacht nie über das Unglück anderer Leute.
Auch die grösste Befriedigung muss stets unter dem Mantel des Bedauerns daherkommen. Nie sei die Rede: „Dieses miese Drecksstück aus der Medikamentengosse hat mir schon in der Schule die Mädchen ausgespannt, ich spucke auf die Reste seiner verpfuschten Ehe.“ Stets sage man: „Ich verstehe das überhaupt nicht, er was doch so beliebt und immer voller Charme, es ist wirklich nicht zu begreifen, wie das passieren konnte – ach so? Sie wissen das noch nicht? Der Ärmste lebt in Scheidung! Schlimm! Also, bei den tollen Vorbildern, die er hatte, seine Eltern hatten es bei der Arbeitsbelastung durch zwei Apotheken auch nicht leicht, aber sie blieben durch dick und dünn zusammen, aber heute zählt das nicht mehr. Naja. Darf ich Ihnen noch ein Stück Kuchen anbieten?“ Je grösser die Zufriedenheit, desto grösser auch das Bedauern, in dem die Indiskretion vorgetragen wird.

Man hat also, grob gesagt, fünf Parameter, zwischen denen man eine Indiskretion aufhängen und gestalten kann. Neue, banale Indiskretionen werden anders verbreitet als böse, etwas ältere Geschichten, man kann die Mottenkiste des Alten bemühen, um Neues in Traditionen zu stellen und Nettes, Nachdenkliches sagen, ohne sich als Giftspritze geben zu müssen. Natürlich ist das komplex und nicht zwingend ehrlich, aber man kennt es nicht anders. Und es hilft, wenn man, wie ich, einen Beruf ausübt, der nur begrenzt den Standesdünkeln entspricht.

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109 Lesermeinungen

  1. lieber geschätzter gastgeber,...
    lieber geschätzter gastgeber, sehr unterhaltsam schildern sie unsere sehr unterhaltsamen, erheiternden, wenngleich anstrengenden familientreffen.

  2. Seit wann ist Bloggist ein...
    Seit wann ist Bloggist ein anerkannter Beruf?

  3. Lang ist es her, da kannte ich...
    Lang ist es her, da kannte ich einen jungen Mann, der bei einer bundesweit agierenden Firma mit Einheitskleidung beschaeftigt war. Er fiel etwas aus dem ueblichen Rahmen. Selten hatte er die Neigung, seinen Herkunftsort, weit ab seines Taetigkeitsortes, zu besuchen. Er blieb da, wo er war. Er kaufte Buecher, er kaufte Schallplatten, er schrieb viele Briefe, bekam viele Briefe mit merkwurdigen Briefmarken-und schiss auch sonst auf die Braeuche dieser Mikrogesellschaft ausserhalb seines bezahlten Taetigkeitsbereiches. Ausserdem war er staendig klamm bei Kasse.
    Eines Tages fragte ihn der Sicherheitsbeauftragte der Firma, ein Zweibesternter, den man wegen seiner Art der Arbeitsausfuehrung allgemein verachtete, den jungen Mann: „Sajensema, F., sie gehen selten aus, sie fahren nie nach Hause, sie ham nix mit Weibern (er kannte die einschlaegigen Lokale. Anm.d.Verf.), sie sind dauernd pleite…
    …was machense eijentlich mit ihrem Jehalt?“
    Nun, sagte der Freund, einmal im Monat fahre ich mit meiner Kohle nach Koeln. Dort miete ich mich im Puff ein. Am Sonntag nehme ich den letzten Zug nach hier und freue mich dann wieder aufs Monatsende.
    Buecher, Platten, gute Weine, eine heimliche Freundin in der Stadt; das alles waere keine Erklaerung gewesen. Die mit dem Bordell musste es sein.
    Danach war Ruhe, keiner fragte mehr. Es kam der Tag, da der junge Mann seine Berufskleidung gegen eine beschaedigte Pepitahose (legendarisch uebrigens) eintauschte. Beim Abschied nahm der oberste Chef den jungen Mann beiseite und fragte ernsthaft interessiert, wo sich dann das Etablissement, welches ihm die Jahre so versuesste, befaende.
    Seitdem weiss der junge Mann, wie hilfreich eine miese Reputation sein kann. Niemals mehr wurde er von dieser Firma belaestigt. Er studierte fuerderhin froehlich vor sich hin und vermied seitdem jeden Kontakt mit Randdebilen jeden Standes.
    (Diese Geschichte ist wahr. Sowahr ich Filou heisse. Der junge Mann ist immer noch mein bester Freund)

  4. Ja a solchana Indiskretä wia...
    Ja a solchana Indiskretä wia dea do umananada lafa duat, des gibts jo norrmal goa net. Üm diafstn Vatraun hob i eahm do nurr aangedeutet, dass i wos lafa hob, scho woas des de gonze Gmoand. A so a Hammi a so gschadea, a so dreckata Schpitzbua. Ha, oba mia hom eahm dawischt, es woar pfeilgrad nur a Testlauf, mit meine Schpezis warr des beim Postwirt ois obgschprocha woarn. Itza hotsn dabatzt. Hom mia a Gaudi ghobt. Wissens eigentlich dass dea in seim…oiso i sog Eahna i kennt Eahna Romane vo dem seim moralischn Sittenvafall vazölln… i wui jo nix gsogt hom…dea is jo a net direkt, wia mo so sagt, vo hier. Un des wui a Gschudierda sein? Do kennt eim jo scho des Grausn okemma, in wos fier Zeitn unsaoans lebn muass. So eppas homa do herin früa goar nie net g´kannt. Mei, aus is!

  5. "Und es hilft, wenn man, wie...
    „Und es hilft, wenn man, wie ich, einen Beruf ausübt, der nur begrenzt den Standesdünkeln entspricht.“
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    In wiefern das? Kurze aber diskrete Antwort möglich? Und gibt es viele solche Berufe?
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    Und wir sind auch schon gespannt, wie die klassische Musik des 21. Jahrhunderts klingen wird, schließlich sind wir Zeitgenossen. (Wo sie aufgeführt werden wird? Bis auf Weiteres wahrscheinlich auch weiterhin eher nicht im Konzerthaus. Mindestens Wasser- oder Bergwerk muss sein.)

  6. Was die Welt, wenn man so...
    Was die Welt, wenn man so will, hier heute auch noch rein kommentiert:
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    „Whitmans Niederlage ist auch ein Eingeständnis Kaliforniens, dass es einen Neuanfang derzeit nicht wagt. Zwei Jahre lang ist sie in den Wahlkampf gezogen. Sie hat mehr als 140 Millionen Dollar ausgegeben, so viel wie kein anderer Kandidat in Kalifornien vor ihr, zehnmal so viel wie ihr Konkurrent Jerry Brown, das meiste Geld stammte aus ihrem Privatvermögen. Mehr als 90 Wahlkampfbüros unterhielt sie in ganz Kalifornien, sie flutete die Fernsehstationen mit ihren Spots, bis zu 1300 am Tag. Ihrem Chefstrategen Mike Murphy zahlte sie 92.000 Dollar pro Monat.
    .
    Es war ein Wahlkampf der Superlative, so wie es die Amerikaner lieben und ganz besonders die Kalifornier – aber der Optimismus, die Freude am Neuanfang, die Kühnheit, ja der Irrsinn, der den kalifornischen Mythos ausmachte, waren verlorengegangen, das Streben, der erste Staat im Land zu sein, die Avantgarde Amerikas. …
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    Dabei ist Kaliforniens Lage desolat. Der Staat ist pleite, die Bibliotheken müssen die Öffnungszeiten verkürzen, öffentliche Parks und Strände schließen, und der Staat hat nicht einmal mehr genug Geld, um regelmäßig die Gehälter seiner Angestellten zu zahlen. Kalifornien hat die schlechtesten Kreditbedingungen im ganzen Land. Das Bildungssystem ist miserabel, im landesweiten Ranking kommt Kalifornien auf Rang 46 von 50 Bundesstaaten. Dieser Staat, darüber sind sich die Analysten inzwischen einig, ist nahezu unregierbar geworden.
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    Kalifornien hat alles versucht, und nichts hat funktioniert, sogar Arnold Schwarzenegger, die große amerikanische Heldengeschichte, der fleischgewordene kalifornische Traum, hat den Staat nicht retten können. „Schwarzenegger hat alles versucht“, sagt Joe Matthews … „Er hat es mit den Demokraten versucht, mit den Republikanern, mit den Gemäßigten, er hat jeden möglichen Weg ausgelotet, ohne Ergebnis, aber genau das ist sein großes Verdienst: Er hat gezeigt, dass in Kalifornien nichts funktioniert“, sagt Matthews.“
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    Mal sehen also, wie lange sich die Tergernseen und die kleine Stadt halten können, falls es demnächst gälte „Germany goes California“ – und ob man Schwrzenegger jetzt evtl. den T-see nahelegen sollte, als evtl. auch sehr gute und angemessene Gegend für seinen Altersruhesitz, falls er nicht dort sogar weiter tätig sein wollte?

  7. Sorry, hatte den Link...
    Sorry, hatte den Link vergessen:http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,726867,00.html

  8. Verstellungskünstler sind ja...
    Verstellungskünstler sind ja nicht als solche geboren.Und vielleicht ist es auch gefährlich, mit seiner Rolle zu spielen, denn was anderes findet ja in diesem Moment nicht statt-das könnten verlorenen Momente sein.

  9. Mama, hob i mei Mama gfrogt,...
    Mama, hob i mei Mama gfrogt, stimmt des?!: Die Würde des Menschen ist antastbar.
    D´Mama hot drauf gsogt: Des kimmt scho drauf o, weas is. Frog mi net ollaweil a so bled! Schwing di, mach dei Hausaufgabn!

  10. Don, Sie reden wirklich wie...
    Don, Sie reden wirklich wie eine Großtante! Meinen Sie nicht, Sie übertreiben?

  11. Ich habe grössten Respekt vor...
    Ich habe grössten Respekt vor Grosstanten!

  12. Ich meine bei Ihnen eine...
    Ich meine bei Ihnen eine gewisse Affinität mit Lord Peter feststellen zu können – Sie sind nicht rein zufällig verwandt? Oh, ich bin doch nicht etwa indiskret geworden?

  13. sehr hübsch, sehr gelungen...
    sehr hübsch, sehr gelungen wieder, lieber Don!

  14. Bitte!
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    Aber nicht doch, mein...

    Bitte!
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    Aber nicht doch, mein bester V. Wirklich nicht.

  15. lieber V, ich finde des dons...
    lieber V, ich finde des dons schilderungen ganz treffend. im grossen und ganzen findet dies so oder ähnlich statt. wirklich. das kann man selbst auch wunderbar nutzen, weil es stets irgendjemanden gibt, dem man so bei der bewerkstelligung seines rufes *räusper* ‚helfen‘ kann.
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    der bürgermeister – wie hier allgemein bekannt, ein beliebtes opfer, eigentlich das einzige, meiner schlechten neigungen, die ich gar nicht habe – könnte ein liedchen davon singen, wenn er nur wüsste, woher der wind weht, der ihm die glitschigen blätter zubläst, auf denen er ob seiner intelligenz und schläue doch stets aufs tolpatschigste auszurutschen versteht; ach ja: und wenn er singen könnte.
    [das versucht er meist erst nach ein paar bier zuviel, hat mir die mutter des schlossers erzählt, was in letzter zeit auch häufiger vorkomme, zumindest habe ihr dies die schwester seines nachbars links erzählt. ich meine, ich kann das ja nicht beurteilen, weil ich das nie gesehen habe – so spät bin ich gar nicht mehr unterwegs -, aber der arme kerl. und auch noch ärger mit seinem ältesten. keine wunder, denn…]
    .
    dergestalt verdecken wir auch unsere lebensweise; nach vorne sittsam, gute familie, hilfreich, bescheiden etc..
    wenn sie lügen gerade heraus erzählen, dann glaubt ihnen diese niemand, ganz im gegenteil.
    nein, man steckt hier jemandem etwas im vertrauen, lässt dort eine kleine „indiskrete“ bemerkung zwischen wasserkochen und teesiebsuchen fallen – sie sehen, es läuft alles auf die inszenierte indiskretion hinaus. nur was unter dem siegel der verschwiegenheit weitergereicht wird, macht zuverlässig die runde. sie müssen sich nur merken können, was genau sie sagten.

  16. Der Bürgermeister ist ohnehin...
    Der Bürgermeister ist ohnehin meist eine tragikomische Figur.

  17. Was soll man sagen, Don! Mit...
    Was soll man sagen, Don! Mit der ‚Lust am Verrat‘, die ja eine Indeskretion letztlich darstellt, ist das eben so eine Sache. Sie wirkt moralisch billig, weil sie den Tabubruch quasi voraussetzt, und dann sollte es wenigstens eine Kriminalgeschichte werden. Oder man sollte auf Richard Senneth und seine ‚Tyrannei der Intimität‘ verweisen. Die nächste Geschichte handelt bitte von ‚Diskretion pur‘, und zwar von jemand, der einen Beruf ausübt, der den Standesdünkeln entspricht.

  18. "Lebensüberdrüssige Notare...
    „Lebensüberdrüssige Notare erzählen von Geschäftsessen und Aktenzeichen“.

  19. Am liebsten sind mir...
    Am liebsten sind mir wohlmeinende Zeitgenossen, die einem höchst wichtige, (meistens traurige und durchaus diskreditierende) Dinge über nahestende Personen mitteilen — aber nicht als klare Behauptung („ich weiss es“), sondern nur als Insinuation („ich habe den Eindruck, dass“) und dabei aber hundertprozentigen Quellenschutz beanspruchen („Sag ihm auf keinen Fall, dass ich Dir das gesteckt habe“).
    Solche Wohltäter(innen) gehören zwar zum Teufel geschickt. Andererseits ist es aber auch nicht so, dass man gegen ihre Insinuationen immun wäre und von anfang an vollkommen sicher sein könnte, dass das alles nicht stimmt.

  20. Kleine Bitte an den ...
    Kleine Bitte an den Gastgeber : könnte man die Beiträge von Wimmerl,
    egal ob jung oder alt, nicht wenigstens sinngemäß übersetzen und als
    Anhang irgendwie hinzufügen ohne dem Original Schaden zuzufügen?
    Spaß verstehe ich ja, aber das erscheint mir doch ein bißchen dick auf-
    getragen zu sein. mfG, T.

  21. Sehr schön geschrieben Don...
    Sehr schön geschrieben Don Alphonso, so richtig aus dem Leben.
    Wenn ich mir die Kommentare der Analysten oder Anlageberater anschaue, dann arbeiten die auch nach dem Prinzip : das muss jetzt aber unter uns bleiben …..

  22. Mein Problem ist kaum die...
    Mein Problem ist kaum die Indiskretion. Sondern mehr die Diskretion. Als Kleinbloggist der ich bin, natürlich nicht vergleichbar mit dem großen Don Alphonso, lebe ich schriftstellerisch in meiner Kleinstadt von der Indiskretion. Insofern stimme ich Don Alphonso zu: es geht um Herrschaftswissen. Hier vor allem bei der politischen Camarilla. Der ist zu viel Information beim Wahlbürger höchst suspekt. Erwartet und gewünscht ist Vertrauen. Ohne lästiges Nachfragen. Die Reaktionen auf mein schandbares Geschreibsel sind dann auch recht aufgeregt. Da fragt dann auch mal ein dickbäuchiger Bürgermeister, ob man mir nicht juristisch abfordern könnte, meine Informanten preis zu geben. Dafür hat man mir sogar die Polizei nach Hause geschickt. Und bei den Informannten gibt es den Reflex: „schreib das bloß nicht im Internet.“ Heldentum ist diesbezüglich wenig verbreitet, dafür aber der Wunsch, mit meinem Arsch durchs Feuer zu reiten. Die Frage: „darf ich sie zitieren?“ löst meist helle Panik aus. So ist mein Blog im Dorf ein Synonym für das Böse = Internet geworden. Aber eine kleine nachdenkliche Minderheit liebt mich dennoch. Still, aber nachhaltig

  23. Als kleiner Trost kann ich da...
    Als kleiner Trost kann ich da nur sagen: Langsam regt sich da noch mehr. Sogar bei uns:
    .
    http://tegernseerstimme.de/
    .
    Vielleicht gibt es ja mal einen Zusammenschluss der Indiskreten unter dem Dach von wir in NRW?

  24. Wow geradezu ein kleiner...
    Wow geradezu ein kleiner Almanach der inner familiären und bürgerlichen Diplomatie!
    Ich habe mich sehr amüsiert, nur bedauere ich mal wieder zutiefst, das meine Freundin ihre kleine Silberkanne nicht vorkam. Wo ist sie hin, oder ist die Frage zu indiskret?

  25. Nein, bitte nicht...
    Nein, bitte nicht übersetzen!
    .
    Wimmerl muss bairisch bleiben, wers nicht versteht, versteht es halt nicht. Es gibt immer welche, wos nix angeht.
    .
    Nordleuchter, Fischköpfe und märkische Sandsäcke können ja auch gerne mal was plattes schreiben.

  26. Don, das interessanteste an...
    Don, das interessanteste an Ihrem Artikel ist das, was Sie nicht schreiben. Was war das wohl, über das Sie ‚gar nie nicht je auf den Gedanken gekommen wären, das im Internet auszubreiten’?

  27. Jede Indiskretion "muss aber...
    Jede Indiskretion „muss aber unter uns bleiben“. Nur dann hat sie die Aura des Geheimnisses, das gebrochen wird. Wahrhaft kommunikative Talente steuern ihr Bild in der Öffentlichkeit fast nur über gezielt gestreute Indiskretionen. Die gesteuerte Indiskretion hat mehrere Vorteile: sie verbreitet sich schnell und zuverlässig, man kann an ihrer Verbreitung erkennen, wer wirklich verschwiegen ist und man kann Über- und Untertreibungen lancieren, die als offene Information nicht möglich wären, ohne an Seriosität zu verlieren. Und dann das Schönste: Das Dementi. Auch dazu gibt es wieder interessante Untergruppen, die vielfältig einsetzbar sind. Die Indiskretion hat auch für den Verteiler einen hohen Mehrwert. Er kann sich als ungewöhnlich gut informierter Kenner profilieren: „Was? Das wussten Sie noch nicht?“ So kann die Weitergabe der Indiskretion gleich noch als Demütigung des Informierten genutzt werden. Manchmal ist dieser Effekt wichtiger als die Indiskretion selbst.

  28. Der Tiger: Blut, Schweiss,...
    Der Tiger: Blut, Schweiss, Tränen und Demenz, aber keine Abgründe.

  29. das dementi ist der stempel...
    das dementi ist der stempel der bestätigung.
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    liebe, verehrte Der Tiger, jetzt waren sie auch fast schon ein wenig indiskret, und das in aller öffentlichkeit, was so gar nicht ihrem selbstbild zu entsprechen scheint.
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    ich bleibe dabei, kleine gehässigkeiten personen gegenüber, mit denen ein hühnchen zu rupfen wäre, kommuniziert man nur über abgesicherte kanäle. trasch hält gesund, macht spass und erhöht das gruppenzugehörigkeitsgefühl, man sollte es nur nicht übertreiben mit der negativwerbung. man kann auf diese weise auch leute gesellschaftlich gesehen reinstallieren.
    .
    ich für meinen teil hatte heute morgen ein kleines unglück mit dem zaumzeug: immanuel stieg plötzlich, was er nie macht, und ich hatte die zügel über die unterarme gelegt (ich sass nicht auf, sondern war vor ihm gestanden, um den stirnriemen zu korrigieren), die sich beim heftigen zug in den knöpfen der jacke verfingen, und da die ärmel hochgeschlagen waren, rutschten sie mit heftiger zugkraft über die blossen unterarme und schlugen zu – freakunfall.
    unglaublich,
    v.a. unglaublich blöd, ich weiss.
    andererseits ist immanuel ein sehr friedliches ross und gar nicht schreckhaft. jedenfalls sehe ich jetzt ganz toll aus. tiefrot. aua. auf das royalblau freue ich mich schon (tippen kann ich noch, aber wer weiss wie lange das gut geht.), und auf das braungelb erst.
    so oder so gibt das ein amüsement! vom pferd zu fallen wäre keine alternative gewesen, da auch sehr blöd. alors!
    .
    und die ballsaison beginnt bald wieder. oje.
    jetzt muss ich mir etwas überlegen.
    bis dahin helfen vielleicht langärmelige pullover, aber keine blusen mit manschette – zu hart!

  30. Bin erst bei den ersten...
    Bin erst bei den ersten Zeilen, aber eine Frage drängt sich bereits auf. Was ist „die Fenster neu einlassen“. Jährlich? Ich putze meine Fenster, sogar zwei- bis dreimal jährlich, aber „einlassen“? Eine bayerische Floskel?
    Verzeihen Sie meine Unkenntniss wie Neugier?

  31. Wimmerl, HansMeier: Auch die...
    Wimmerl, HansMeier: Auch die Schweizer wissen: Dialekt ist schön und gut und heimelig und für andere exotisch, wenn gesprochen. Aber schreiben? Natürlich schreiben Berner oder Zürcher in Deutsch, denn man möchte von allen verstanden werden. Wer das nicht möchte, bittesehr. Ich jedenfalls versuche nicht, es zu entziffern und zu verstehen. Ich könnte hier aber gerne portugiesisch … (ein Scherz).

  32. @ donna laura:
    Blöder Unfall...

    @ donna laura:
    Blöder Unfall ,aber eigentlich perfekt um Don’s Liste oben zu ergänzen.
    6. Ausnutzung günstiger Umstände:
    Falls sich Ungemach ergab und man Blessuren davon trug, kann eine Bemerkung unschuldige Bemerkung: Ich bin vom Pferd gefallen mit richtiger Betonung auch ganz andere Rückschlüsse erlauben. Und schon punktet Frau im Scheidungsrosenkrieg gewaltig. Der (Noch)Gatte ist diskredetiert euf lange Zeit.

  33. @Holly01
    Bei Analysten und...

    @Holly01
    Bei Analysten und Anlageberatern hat das aber andere Gründe. Diese tun so, als wäre das, was sie sagen, speziell auf Sie als Kunde zugeschnitten („Hach, jetzt wissen Sie etwas, was ich längst nicht allen anderen sage.“).
    …und vermeiden so erfolgreich den Eindruck, dass sie auch nur mit Wasser kochen.

  34. Indiskretion ist doch ein...
    Indiskretion ist doch ein soviel eleganteres Wort als Klatsch und Tratsch…

  35. Die Schwester der Indiskretion...
    Die Schwester der Indiskretion heisst Intrige.

  36. Früher haben die Frauen...
    Früher haben die Frauen erzählt, sie seien die Treppe heruntergefallen…

  37. Die Indiskretion ist das eine,...
    Die Indiskretion ist das eine, aber kaum steuerbar ist doch die Einbildung :
    a.) wäre es nicht interessant wenn….
    b.) es könnte doch sein dass…..
    c.) da ist doch bestimmt etwas dran, dass…….
    d.) ich könnte mir gut vorstellen, dass…..
    e.) das ist sicher so!
    a.) hab ich schon immer vermutet…….
    .
    Aber immer sehr unterhaltsam.

  38. Kein Kommentar, nein, eine...
    Kein Kommentar, nein, eine rossinische Unterstreichung:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=mLC4H0NoVQg

  39. Liebe donna laura, darf ich...
    Liebe donna laura, darf ich Ihnen zu Abendhandschuhen raten?

  40. HansMeier555@: Hallo! An...
    HansMeier555@: Hallo! An schöna Gruass soi Eahna ausrichtn, des brauchts net dass Eahna einimischn, hota gsogt, sogt da. Mei wiara hoit a so is, dea oidi Grantla. Mia hom heit i da Schui aufkriagt des Büachl “ Der Verrat im Zwanzigsten Jahrhundert“ von Margret Boveri z´lesen. A so a Ölend, wo heit doch mei Dog is zum Chillen. Dea Lehra is a echta Oasch. I da Paus hob i eam oba gsteckt , das de Braninger Resi ollawei kokst, zwegn dem hot sie die guatn Notn, grad zwegn dem. Die blede Goaß de bledi.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Margret_Boveri

  41. Dann gibt es auch noch die...
    Dann gibt es auch noch die unabsichtlichen Indiskretionen, wenn man durch einen dummen Zufall plötzlich Dinge erfährt, die einen betreffen, aber nichts angehen.
    .
    Das mitgehörte Gespräch von Personen, die nicht wussten, das man im Nebenzimmer sitzt; der liegengelassene Brief; ein blockierter Computer, nach dessen Wiederherstellung man probeweise ein paar Dateien öffnet.

  42. Wimmerl darf nicht übersetzt...
    Wimmerl darf nicht übersetzt werden! Das äußerste Zugeständnis wäre ein Link auf ein Deutsch/Bairisches Wörterbuch! Ansonsten empfiehlt sich langsames, lautes Lesen für jene, die nicht über den bairischen Sprachschatz verfügen.
    /
    Zu Reinigungs- und ähnlichem Personal pflege ich ein stets gutes Verhältnis, erstens aus Respekt, zweitens aus Nützlichkeitsgründen (Schlüssel vergessen o.ä.) und drittens natürlich auch für die im Artikel so treffend beschriebene „stille Post“.

  43. donna laura@: Im Edhigkuarrs...
    donna laura@: Im Edhigkuarrs hom mia gleant, dass des Ross, des wo Eahna vom Zeigl ausganga is, fia Rechts wegn Emmanuel Kant hoaßn miasst…un an dem seine kadegorischn Sprüch hält si eh koana. Mei Bapa, mei Oider, hält a nix davo.
    Zwegn dem is Eahna des Ross a ausganga. Hams mi?

  44. Erinnere mich, da wara ich...
    Erinnere mich, da wara ich jünger – die Mauer stand noch – und wie man so sagte politisch aktiv. Da gab es einen Landessekretär von dem gesagt wurde, wolle man dass etwas schleunigst allbekannt werde, so sollte man es diesem unter dem Siegel der höchsten Verschwiegenheit zuflüstern.
    Aber das hübsche an Diskretion ist doch, dass alle so tun können als gäbe es das Unschöne nicht. Es hat etwas charitables.

  45. Warum, Gnädigste,...
    Warum, Gnädigste,
    kommunizieren Sie die blutige Bläue nicht offensiv? Sie den Ballgästen einfach, das sei ein Tattoo. Die spätere Erleichterung, dass dem doch nicht so ist, wird allgemein zur Freude gereichen.

  46. HansMeier555@: Entre nous: Was...
    HansMeier555@: Entre nous: Was wollen Sie mit dieser Empfehlung an Mme. Donna Laura? Das wurde doch schon diskret unter die Leute gebracht, dass dies keine Spuper-Novität mehr ist. Die Gattin des B………..en beansprucht den Beweis für die Gesellschaftsfähig-keit des Tattootragens.

  47. Eigentlich zum Lachen, wenn es...
    Eigentlich zum Lachen, wenn es nicht so armselig wäre:
    http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E82451CE5D76D4F80AE5D5D157DBA6B91~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Indiskretion ist DAS Geschäftsmodell der Banken; deswegen verstehe ich die Aufregung nicht ganz.

  48. Also, i soag, das Wimmel ist...
    Also, i soag, das Wimmel ist doch ausgezeichnet zu verstehn. Das wär doch a Sakrileg, das zu übersetzen. Wer Sprachschwierigkeiten hat, der übe mit Marcus H. Rosenmüller, besonders mit „Wer früher stirbt, ist länger tot“, natürlich mit Untertiteln. Das „H.“ übrigens steht für Hausham. Und das wiederum ist nicht weit von Gmund entfernt, allerdings auf der schäl Sick des Berges. Was die Indiskretionen betrifft, so ist das ein altbewährtes Mittel. Ich lese gerade Samuel Pepys‘ Tagebücher. Schon vor 350 Jahren hat man das gleicherweise gehandhabt. Allerdings stelle ich fest, daß man weniger gearbeitet hat (nur bis 12 Uhr) und zeitiger zu Bett ging (um 9). Ansonsten: business as usual. Immerhin danke ich dem Don für die systematische Übersicht. Ich sag ja, als Proll gewinnt man hier Einblicke…

  49. @escalerade_de_caracol, 04....
    @escalerade_de_caracol, 04. November 2010, 15:04
    Vorsicht! Die Indiskretion darf nicht mit dem berühmt/berüchtigten Busch- oder Flurfunk gleichgesetzt werden. Letzterer lebt auch aber nicht nur von Indiskretionen, vor allem aber von einer Waffe, die noch schlimmer ist: dem Gerücht.

  50. Eine sehr lebenspraktische...
    Eine sehr lebenspraktische Auflistung des förderlichen Umgangs mit Informationen, die man zu Nachrichten veredeln kann, jaja. Besonders gut gefällt mir 4; 5 ist mir etwas zu wienerisch, da habe ich als Piefke nicht die wirkliche Ader dafür. Ansonsten sollte man die Wimmerls natürlich nicht übersetzen, nur so behalten sie ihr echtes Lokalkolorit.

  51. @perfekt: Das Lied "sink with...
    @perfekt: Das Lied „sink with California, when it falls into the sea“ ist schon etwas älter, kam mir bei Ihren Ausführungen aber wieder in den Sinn (80ies-Revival).

  52. Savall@: Hawedäre! Sogn´s...
    Savall@: Hawedäre! Sogn´s Herr Nochboa, sand Sie vleichd a Breiss? No, i moan hoit, weil Sie sogn fier sogn-„soag“-a so red koa Mensch net. Soag des is a Sarg. Hams mi? Schaun´s die Krampfhenna, a gewisse Frau Annamierl Renftlmaier, wann de red dann rödet jöne Frau Preissisch-Deitsch, i moan Schrift-Deitsch, weis amoi, i sogs eahna gans im Vatraun bittschön, a Frisöse in Bonn gweng is un a Gschpusi mit am Abgeorrnedän (bay., verh., kath.) ghobt hot, dea wo schpäda Schdaadssegredär worn is, af den Nam vo dem guadn Mo kimm i nimma. Itza moant des narrische Luada, des Narrische, sie wöre ötwas Bösseres. Net warr. A Kind hots a vo dem ghobt, is itza aa scho vaheirat. A so eppes kimmt net vo alloans, he,he…Mei, wias hoit a so gehd i dera Wöld, gell!

  53. Ich bin ein Sachse, Wimmerl,...
    Ich bin ein Sachse, Wimmerl, also mutatis mutandis a Saupreiß, jesses. Machense aber nur so weider. Man goutiert das auch jenseits des Weißwurst-Äquators.

  54. Wimmerl d. Ä und ...
    Wimmerl d. Ä und Junior,
    hoffe doch, Sie haben nichts Wichtiges mitzuteilen, da mir dieser Dialekt etwas
    zu zeitraubend ist. Bayerisch ja, aber nur gesprochen.

  55. Ich könnte es mit erfundenen...
    Ich könnte es mit erfundenen Übersetzungen machen, das würde den Spass trefflich erhöhen.

  56. @Hansmeier (15:02) – .......
    @Hansmeier (15:02) – …. oder sich verplaudert und dann nervös versuchen das Gesagte passend zu biegen. Darüber könnte ich Bücher schreiben. Und dann natürlich der gewisse neugierige Blick, wenn ich jemanden vorgestellt werde, der mich eigentlich noch nicht kennen sollte. Die Leute wissen ja nicht, dass ich es ihnen ansehe, weil ich schon sehr oft diesem Blick begegnet bin, der nur eines ausdrückt: „Ach, so sieht die aus….“

  57. liebe Donna Laura,
    es gibt...

    liebe Donna Laura,
    es gibt Salben die Blutergüsse und Flecken schneller verblassen lassen – in der Apotheke fragen, dann können Sie mit Alabasterarmen in die Ballsaison! lieben Gruß!
    Wimmerl sen.&jun. bitte so belassen!

  58. @wimmerl
    Ne, saachens Wimmerl,...

    @wimmerl
    Ne, saachens Wimmerl, watt soll datt? Aff un zo ist et ja janz löstisch, dinge Bairisch ze lese, ävver nitt ze off. Isch will ja nit kratzbööschtich sinn, ävver wenn isch jitz aafange däät, opp Kölsch ze schwaade, dann kütt hie kinne Minsch mi mett. Janz bestemp. Un dat wör schad, udder nit? Dä Lück hann doch nit de Zick, dinge Sprooch ze liehre. Joode Naach und mach et jott, leeven Wimmerl.

  59. Der indiskrete Charme der...
    Der indiskrete Charme der Bourgeoisie.

  60. Ich war mal in einer Runde wo...
    Ich war mal in einer Runde wo eine Indiskretion besprochen wurde. Einer sagte dann:“Hier ist nicht der Platz davon zu reden“. Alle waren erstaunt und etwas betreten. Dann trat der Sprecher zwei Schritte vor und sage:“Aber hier ist der Platz“ und legte richtig los. Zeigt doch Stil.
    An Donna Laura: Wenn schon lange Handschuhe, dann nur keine aus schwarzem Latex. Sie wissen ja was dann passiert!

  61. S´God beianand! Mei hob i mi...
    S´God beianand! Mei hob i mi daschrockn! Mei Schpezi aus Mingga is gestan auf d´Nochd incognido bei uns dahoam afn Hof kemma. Kalkweiss sei Letschn, fast grea im Gsicht hot ausgschaugt. A Jamma! Brakdisch mid dem letztn Zügal is a vo Mingga extra umikemma. A Ölend. Jo wos hostn, hobi eahm gfrogt. Aus is, aus is, hot a gsogt, sogta. Woos isn, i wieda? Mei die ADRIA! I drauf: ????. O mei, O mei herst eahm jamman. Und dann: Kärnten, Kärnten! I drauf:????. Ois kimmt auf, sogta wiara si dafangt hot. I drauf:???!!!! Koana wuis gweng sei und i woid doch blos helfa gö. sogta. Aufm Scheißhaus vo dem Nobelhotel hinta da Bar hob i de olli -pecunia non olet- zsammabracht, domits net ruchbar wiad, vastehst? Host mi? sogta. I sog eahm i vasteh nix! Brauchst a net, sogta, i vastehs a nimma. Oba da Krimi ged olaweil no weida: „Bayern LB sagt Fusion mit West LB ab.“ sogta un fongt a z´woana. Ois is furt, i schteh alloans do, koana wuis gweng sei. Olli zoagn auf mi aufi: I wer´s gweng. De Sauhund de gescheadn, de Lausa, de lausign. Sogta. Itza hoasts, i woas a net ob des Grücht vom Schdaadssegredär kemma duat, i hätt de Regiarung zum Wankn bracht. Mei aus is, de gonze scheeni Brovision is im Oasch, des Göld, des Göld, des Göld ist furt, un da Porsche aaaaahaahaaaaiii! Aufschlucht-zend (dea Softi) wiaft a si an meim ugwaschn Hals, mei i bi halt grad beim Türl vom Stall eina, wia mei Oidi gruafa hot, de Kuah Nr. 71 warr grod am Kailbln.

    Itza bin i ma am üballegn ob i überhaupts no sei Schpezi bin. Schliassli muass i an an Hof un mei Familje dengga, gö?! Un de nextn Wahln stengan a o. Ma muass jo schliassli schtrategisch denken. Oba itza amoi Obacht, I wead glei a moi mein Schpezi vo da Baywa aruafa, wos ieberhapts an de Grücht woar is! Itza hob i an Zidda in de Knia! Mei, aus is! Oidi! geh bring ma an doppltn Schnops!
    http://www.sueddeutsche.de/geld/skandalbank-in-kaernten-reich-reicher-hypo-alpe-adria-1.70908
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ger%C3%BCcht
    http://www.weber-museum.de/werk/geskrt/

  62. elbsegler@: Watt sähste Jong?...
    elbsegler@: Watt sähste Jong? Do häss do nix ze kammelle, domet dat emol klaa es, ey füa alle Mole!

  63. Liest eigentlich bei FAZ...
    Liest eigentlich bei FAZ online keiner Korrektur?

  64. Werter Don, wieder mal, wie...
    Werter Don, wieder mal, wie die letzten Beiträge, sehr amüsant! Eine Frage noch: Hat man Ihnen die 12-Ton Kritik wirklich so übel genommen?

  65. Da geh ich doch lieber...
    Da geh ich doch lieber Holzfällen. Schlimm. Was ist mit der Achtung vor den Mitmenschen? Indiskretion lässt sich nur dann freien Herzens betreiben, wenn man selbst auch bereit ist, ähnliches über sich im Umlauf zu wissen. Mit anderen Worten: wenn einem des ganze Getratsche eh egal ist und man im Grunde genommen ganz genau weiß, dass eine Geschichte sich aus einem internen Blickwinkel generell anders schreibt als aus einem externen. Aber man hat ja sonst nichts anderes zu tun, über das Wetter zu reden oder das letzte Konzert oder Theateraufführung – schnell abgehandelt. Die in den Stücken eigentlich verhandelte tiefe Thematik der Wut und Trauer gegenüber einer verlogenen Gesellschaft kann man schließlich ausblenden, was bleibt ist ein klingelndes Handy oder ein peinlicher Versprecher, und damit ist man schließlich nach ein paar Sätzen durch, gefolgt von ein paar Lachern und bedeutungsvoll ausgetauschten Blicken, die nichts weiter sagen als: Nicht wahr, wir alle brauchen nichts weiter als nur ein bisschen Unterhaltung? Da ist man sich für nichts zu Schade, Leid wird zu Drama, Schmerz zu Tragik und damit hebt es sich auf eine Ebene der Entfremdung, die zu Amusement berechtigt. Schande.

  66. Sehr geehrter Gast! Als...
    Sehr geehrter Gast! Als Schande finde ich diese Art von Indiskretion überhaupt nicht. Natürlich hat jede Geschichte mehrere Seiten. Aber das bedeutet doch nicht, dass man deswegen eine Geschichte verschweigen soll. Ich hab da eine sehr schöne extra für Sie über die Leute mit dem ‘Ach, so sieht sie aus ….’ Milieu. Als Steinmeier noch Außenminister war, waren wir beide bei der Anhörung zum Lisabon Vertrag im Bundesverfassungsgericht. Natürlich hat der Herr Außenminister die elegante Dame gesehen, die im Gerichtssaal herumschlenderte (Herr Lafontaine vielleicht auch). Aber angesprochen haben die Herren (oder ihre Leutnants) sie nicht, weil sie sie ja nicht kennen sollten. Aus Gründen, die ich in vorherigen Blogs schon erwähnt habe, sprach ich meinerseits auch keinen an.
    .
    Bei der Urteilsverkündigung guckten wir uns sogar auf einen Meter Abstand mehrere Sekunden lang direkt in die Augen. Ich wartete im Besuchereingang, als die Limousine mit dem Herrn Außenminister ankam. Er marschierte durch den Prozessteilnehmereingang, der vom Besuchereingang durch eine Glasscheibe getrennt ist. Als er mich auf der anderen Seite der Glaswand sah, blieb er stehen und schaute mich sehr erstaunt an. Ich denke er hatte mich nicht ein zweites Mal erwartet – warum wohl?

  67. @Wimmerl: da bin ich ja...
    @Wimmerl: da bin ich ja gespannt, wie das noch ausgeht. Aber Österreichern trau ich zu, Bayern zu überlisten.

  68. @wimmerl d.Ä.
    Watt soll dä...

    @wimmerl d.Ä.
    Watt soll dä Quatsch? Hässte zufill Schabau jetrunke? Watt bäste su krabitzisch? Isch lass mir doch von dir nit de Mungk verbiede. Du bruchs nit jlich ze schandeleere, blos weil isch opp Kölsch schwaad. Sun Jezänks dät dem Don nit jefalle. Leeve un leeve lasse, dat es kölsche Eijenart!

  69. @Der Tiger
    Ja, warum wohl? Sie...

    @Der Tiger
    Ja, warum wohl? Sie sprechen in Rätseln, gnädige Frau. Ich hab mit Frank Walter noch nicht darüber gesprochen.

  70. @ gast 13:14 : Es gibt einen...
    @ gast 13:14 : Es gibt einen recht alten Spruch : Wer nicht da ist hat verloren.
    Will sagen, das trifft jeden und es macht jeder.
    Indiskretion ist unangenhem, aber bösartig ist es sehr selten. Üble Nachrede wäre da eher der Begriff.
    Ich habe den Text von DA eher in der Rubrik gesehen, wo die Frauen und Männer beim Austausch amüsanter realer Geschichten „Spass“ haben oder sich gegenseitig vor absehbaren Fehlern bewahren, weil Insiderwissen weitergereicht wird.
    Schon oft so, dass Frauen und Männer da getrennte Zirkel haben. Warum eigendlich? Ist der Tonfall so unterschiedlich?

  71. Es schätzt hier wohl niemand...
    Es schätzt hier wohl niemand die Vorteile des vertraulichen Gesprächs? Wer lieber in Rätseln redet und Sensationslust sät, der zäumt das Pferd mit falschen Zügeln auf. Weitererzähler gibt es zu Hauf. Nur Sinnvermittler – die stehn nicht zum Kauf.

  72. liebe runde, herzlichsten dank...
    liebe runde, herzlichsten dank für die guten wünsche und tipps.
    .
    gerne erstatte ich bericht: heute ein sattes und tiefes rotbraun – sehr indianisch. und genauso versuche ich mit dem schmerz umzugehen.
    .
    lieber Wimmerl junior, immanuel geht es nach wie vor prächtig, man sollte ihn nur mal wieder ausreiten…
    .
    auf lange handschuhe werde ich aus nicht nur aus stilgründen wohl verzichten (schon gar keine aus latex, denn sonst wird man noch vom tierarzt zwangsverpflichtet, zur nächsten kalbung mitzukommen, wo man doch schon so passend gekleidet sei. ausserdem wüsste ich nicht, wo es die gibt, ausser bei der pauli. rosa küchengummihandschuhe sind wohl nicht so chic.), nein, auch aus praktischen gründen, da ich mir nach dem nasepudern schlecht in der damentoilette die hände waschen könnte, ohne durch tarnfarben an den unterarmen aufzufallen.
    .
    ich werde einfach mal wieder ein älteres valentinokleid tragen, welches sich durch besonders lange ärmel und eine mit zarter spitze besetzte rückenpartie auszeichnet.
    und dann werde ich in gesprächen auf meine bescheidenheit ob des alten kleides abheben.
    das cavalli mit den langen ärmeln und dem zauberhaften décolleté könnte ich auch wieder heraussuchen.
    nur zum arzt darf ich die nächste zeit nicht…
    .
    der terminator, dessen nickname doch gar nicht so unpassend ist, hat mir zwei salben in die hand gedrückt, eine gegen entzündung, eine gegen die farbe. schliesslich kennt er sich mit körperlichen beeinträchtigung wie veilchen und prellungen gut aus.
    hoffen wir, dass sie wirken.
    .
    derweil lasse ich mich verwöhnen: rote rosen, torte, gary stellt sich an den herd und zaubert – alle sind so lieb! schmilz…

  73. Meine Tante Lena hatte einen...
    Meine Tante Lena hatte einen Presseausweis in der grossen Stadt, die immer und alles offen hat. Lena war keine Jornalistin, den Ausweis hatte sie irgendwie bekommen. Er ernaehrte sie, denn damals waren Buffets noch gut bestueckt und von vortrefflicher Qualitaet. Eines Abends hatte sie Durst und wollte deshalb zu einer Modeschau. Mich nahm sie mit, denn Durst ist erst zu Zweit richtig schoen.
    In der Stuhlreihe vor mir sass die in Berlin weltberuehmte Schauspielerin Sydne Rome. Sie drehte sich zu mir um-und sah mir sekundenlang erstaunt in die Augen. Kannten wir uns von frueher? Waren wir uns bereits mal bei einer Durstoffensive in die Arme gefallen? Erkannte sie mich wieder? Warum wohl? Und wieso?
    Wer weiss das? Bildet Diskussionkreise. Schreibt Aufsaetze. Fragt eure Lehrer.

  74. @Wimmerl d.A.
    Ja, was ist denn...

    @Wimmerl d.A.
    Ja, was ist denn das? Kuh #71 ??? Sind wir hier am Fliessband? Haben die Heimatfilme mich Preussen jahrelang hinter das Licht gefuehrt? Was ist mit Reserl oder Zenzi??

  75. Da es Ihnen anscheinend die...
    Da es Ihnen anscheinend die Sprache verschlagen hat, gebe ich Ihnen ungefragt die Antwort: Weil Leute sich mein Leben nicht vorstellen können.
    .
    Es gibt da verschiedene Variationen. Die einen glauben ich handle aus purem Egoismus, um soviel Geld wie möglich aus meinem Fall herauszuschinden. Da ich jahrelang nichts weiter getan habe als Verträge in Millionenhöhe zu verhandeln, scheint denen das naheliegend.
    .
    Andere, die vom Verhandlungstalent nichts wissen und mich nie in Aktion gesehen haben, glauben ich sei eine arme Sau auf deren Rücken sie fabelhaft Karriere machen können.
    .
    Beiden Gruppen ist gemeinsam, dass sie sich nicht vorstellen können, dass ich meinen Rechtsfall in erster Linie aus intellektuellem Interesse führe. Leute meiner Gesellschaftsschicht kaufen sich in meinem Alter einen schicken Sportwagen oder ein Boot. Ich habe meinen Rechtsfall. Ich brauche keinen schicken Sportwagen. Es genügt mir, in meiner Küche einen Ferrarikalender hängen zu haben; und wenn ich cruisen will, steige ich auf das Boot meiner Freunde, lasse mich bekochen und erzähle ihnen als Gegenleistung die neusten Indiskretionen.

  76. wolff@: Damit Sie mich besser...
    wolff@: Damit Sie mich besser verstehen, ich weiß ja nicht welche Filme Sie so
    sehen, bei uns gehts ganz unromatisch & ökonomisch zu. Die Zenzi steht im blauen Overall hinter dem Laptop und behält die Melkanlage im Auge, ebenso die Futterzuteilung auf den Gramm genau mit Beimischung. Alles Superökonomisch.

    elbsegler@: Leven Jong, nimm et nit esu trachisch, dat wor´ne Tesfalll ne, isch woar jet nerviös wejen minge Frünk s. o. do sin isch usjeratet ne. Mach et joot ne un bliev aanständisch. Loss de Füngere över de Bettdeck!

    Mia mocha itza Schluss, da Wimmerl mit Ohang megen nimma. Ea kimmt koana vo dera Bagasch nimma. Thanks for standig ovations. Pfiat enk!

  77. oh, lieber Filou,
    ich weiß...

    oh, lieber Filou,
    ich weiß warum Sydney Rome Sie so angesehen hatte: Sie hatten einen entzückenden Staubzuckerschnurrbart von den Jourkrapfen, wußtens aber nicht.

  78. Sehr geehrter Gast! Noch einen...
    Sehr geehrter Gast! Noch einen kleinen Nachtrag. Wenn Sie nun glauben ich würde Indiskretionen nur in Dons Blog oder meinen Freunden auf ihrem Boot erzählen, haben Sie sich sehr getäuscht. Gegen ein starkes Vereinigtes Europa sind schließlich nicht nur die Nationalisten der diversen europäischen Länder, sondern noch viel mehr, die anderen Herrschaften der Globusses. Konsequenterweise haben auch die ein Interesse an meinem Rechtsfall, und ich habe die Vertretern der diversen Supermächte regelmäßig mit den passenden Indiskretionen versorgt – a full time job, unbezahlt.

  79. Zwecks Verbüßung einer...
    Zwecks Verbüßung einer längeren Haftstrafe … rubbish, was rede ich da nur … konnte ich der zwischenzeitlich geführten charmanten Plauderei erst jetzt wieder beiwohnen. Für Indiskretion sind wir ja immer dankbar; ein sehr vorzügliches Standardwerk, was die bayerischen Verhältnisse betrifft, war seinerzeit Richard W. B. Mc Cormacks „Tief in Bayern“. Die Lebzeiten des – Gott hab‘ ihn selig – ehemaligen Archontens sehr humorvoll berührend. @ gens wimmerliae: perge, perge !

  80. @Wimmerl d.J.

    Vielen Dank...
    @Wimmerl d.J.
    Vielen Dank fuer ihre wertvollen Kommentare werter Meister Wimmerl.
    Ich fand sie besonders faszinierend da sie anscheinend in einer exotischen Sprache geschrieben wurde; ein Lingo der mir bekannt vorkommt, der mir aber teilweise unverstaendlich blieb. Das ist natuerlich mein Nachteil, aber ich hoffte mit Hitech Spellchecker eine Uebersetzung zu finden. Aber der kam auch nicht gut klar. Schade.
    Ich werde mich jetzt bemuehen „mol Bayrisch zu lerne, damit mer zusamme schwaetze kenne.“ Was?
    In the meantime, keep those funny comments coming. They are appreciated.
    @Don Alfonso
    Ihr Paragraph 5 von wegen man sollte sich nicht ueber das Unglueck anderer freuen, erinnerte mich nur an ein Wort: „Schadenfreude“. Das hat so einen tollen Klang dass man es sogar in der Anglowelt gerne benutzt. Life’s like that.
    Pax vobiscum

  81. Frundsberg, ich möchte da...
    Frundsberg, ich möchte da noch „Aus der schlechten, alten Zeit“ eines an Bayern verzweifelnden Autors hinzufügen, das ich leider nicht gerade am Tegernsee habe und dessen dessen Name mit Zwecks Frühdemenz – Unsinn, was rede ich da – gerade nicht einfällt. Aber ich trage es nach. Lang, oder von Lang oder irgendsowas war der Name.
    .
    Wimmerl, bhiaddi Good.

  82. Filou, solche Tanten mögen...
    Filou, solche Tanten mögen als Neffe spannend sein, als Kollegen sind sie ein Graus. Ich wurde man als Leiter eines Büros bei einem Fressempfang einer Mitarbeiterin dieses Büros vorgestellt, die mir ganz dreist erklärte, sie wäre vom Chef beauftragt, darüber etwas zu machen. Ich weiss schon, warum ich diesen Stand weniger als Reinigungspersonal schätze.
    .
    dona Laura, ich bin erfreut, von diesem weich-glimpflichen Ende zu hören. Die Damen des 19. jahrhunderts wussten schon, warum sie ab und an ihn Ohnmacht gefallen sind.

  83. gast - doch, natürlich. Das...
    gast – doch, natürlich. Das muss genauso sein, aber man sollte nicht daauf verzichten, gekonnt und je nach Notwendigkeit zwischen Schweigen und Plaudern zu irrlichtern. Ich erzähle hier ja auch viel über mich und die Meinigen – aber sehr vieles davon würde ich nie, also, wenn ich da nur an Grosstante Paule denke, die ja damals in Hamburg, also das war so
    .
    Holly01, diese getrennten Zirkel – ich glaube weniger, dass Männer da besonders indiskret sind. Hochgefürchet ist in meiner Stadt der sog. Kaffeeklatsch gewesen, was stets drei Stunden dauerte und dann wusste jede wieder alles. Allerdings hat sich das heute auch etwas fragmentiert, unter anderem durch elektronische Mittel, was ich sehr schade finde.

  84. lieber don, herzlichsten dank...
    lieber don, herzlichsten dank für ihr mitgefühl hinsichtlich meines malheurs.
    heutige farbe: tieferes braun.
    schmerz: vorhanden.
    aussichten: vermutlich besser als gedacht.
    die roten rosen: duften dick und satt vor sich hin.
    frühstück: kommt gleich, wird von gary zubereitet.
    achja…
    .
    wenn ich den hinweis auf den ‚anderen ort‘ des buches von lang o.ä. jetzt recht verstand, stottert ihr ‚kindle im kopf‘ auch manchmal, nicht wahr. oh, was bin ich erleichtert!

  85. @ "sie müssen sich nur merken...
    @ „sie müssen sich nur merken können, was genau sie sagten“
    .
    Einer von vielen gleichberechtigt nebeneinander stehenden möglichen Zeitvertreiben.
    .
    Es gilt wohl aber auch:
    .
    Wer schreiben kann, hat keine Probleme.
    Wer Probleme hat, kann nicht schreiben.
    Schreiben ist kein Problem.
    .
    Der Kampf gegen das Gute fällt allemal leichter.
    .
    Die menschengemachten Probleme sind weiter auf dem Vormarsch. Daher bleiben wir zurück.
    .
    Nein, wir sind nicht selbstreferentiell. Wir tun nicht mal so.
    .
    Man bleibt doch besser beim Kleinen, Leicht-Fasslichen aus dem eigenen Lebenskreis: Andere Nationen haben sich ihre Arroganz auch selber zuzuschreiben. (Mit solchen Überlegungen wirkt man auch nicht gleich so überheblich)
    .
    Unsere Westviertel: Wozu Steuerrückerstattung und Staatsverkleinerung gut sind.
    .
    Zwei gegeneinander stehende Lügen sind noch keine Wahrheit. Warum Westviertel gegen Lobbyistengleichgewichte sind. (Sie wollen ihre Vermögen behalten, nicht zu teuren Aufführungen klatschen)
    .
    Und zum letzten Sejus: Mitleid, welches nichts ändern kann, ist kein nutzloser Utilitarismus. (Davon sollte man aber möglichst frei sein, stört Mitgefühl doch lediglich beim reinen Genuß: Wozu eigene Entschlüsse oft taugen.)
    .
    Und tschüß!

  86. zu einem schon oft...
    zu einem schon oft besprochenen Thema (den link habe ich über die Taz sic!) gefunden:
    http://www.springerlink.com/content/905w12134245114w/fulltext.pdf
    Wie gesagt die RKK schläft wieder mal, wenn ich mich da nur an das Seminar vor einigen Jahren des (auch jetzt noch) Inhaber des Lst. für Moraltheologie an der Uni Regensburg denke…

  87. @Wimmerl
    Maach et jott,...

    @Wimmerl
    Maach et jott, Wimmerl, aber nit ze off!

  88. Was ist hier los?...
    Was ist hier los? Kommunikationskrise? Oder alle in Gorleben? Soll ich mal erzaehlen, wie ich in K. eine Fahrpreiserhoehung NICHT verhinderte?
    .
    Foschbaa!

  89. Nein, nur ein Tag in Südtirol...
    Nein, nur ein Tag in Südtirol und gescheiterte Bitte an jemanden, das Freischalten betreffend. Sehr zu meinem Leidwesen.

  90. lieber don, es tut mir leid,...
    lieber don, es tut mir leid, das zu hören.
    die spärlich eingetröpfelten kommentare geben ihren bedauern, dass das ende des kaffeekränzchenzeitalters vorbei sein könnte, recht.
    im prinzip lebt auch hier alles von rechtzeitigem austausch (simultanität ist selten zu erreichen, aber sie funktioniert manchmal, was sehr witzig ist).
    beim kaffeekränzchen bleibt es auch nicht aus, ein trefflich platziertes bonmot noch mit torte im mund loszuwerden, auf das alle ins prusten kommen, auch wenn es ungezogen sein mag, doch bei schlagfertigkeit ist timing die halbe miete.
    .
    ich hoffe doch sehr, dass ihr ausflug zu käse, speck und trüffel ein angenehmer war und noch andere mitbringsel, auf die man sich hier schon sehr freut, berichtenswert sind.
    in gespannter erwartung…

  91. Geschätzter Don Alphonso, das...
    Geschätzter Don Alphonso, das hat man davon, wenn man die Dinge nicht selbst in der Hand hat. Und wenn man wie donna laura zu fest am zügel hält, ist es auch nicht recht.
    Ihnen muß ich keine gute Besserung wünschen, sehr wohl aber donna laura.

  92. Nun, ich kann nicht 24 Stunden...
    Nun, ich kann nicht 24 Stunden am Tag aufpassen, und ob sich das bald durch eine andere Fraigabepaxis ändert – was ich sehr hoffe – wird sich zeigen.
    Ansonsten: Das sind jetzt fast 100 Kommentare bei diesem Beitrag und damit immer noch so einige, und das wäre auch nicht schlecht, würde man einen Beitrag danach bewerten wollen. Mal istv es so, mal anders. Ich weiss ohnehin nie, was interessiert, anregt und begeistert.

  93. Umgeben Sie sich mit der Aura...
    Umgeben Sie sich mit der Aura der Diskretion! Damit werden Sie den Hebel der kleinsten Indiskretion vervielfachen.

  94. Also beim Thema Indiskretion...
    Also beim Thema Indiskretion waere wohl mehr Spass zu erwarten gewesen. Nuja…!.
    .
    Donna, meine allerliebste Meisterin der Diskretion, gerade erfuhr ich von Ihrem Unglueck. Ich wuesste wohl ein Mittel, verrate es aber nicht, denn Sie haben mich im Juni hilflos auf meinem Toepfchen sitzen lassen. Rache ist Blutwurst. Trotzdem ist mein Mitleid bei Ihnen. Heile, heile Gaenschen!

  95. Den Eindruck 24 Stunden am Tag...
    Den Eindruck 24 Stunden am Tag aufzupassen haben Sie in den letzten knapp zwei Jahren phasenweise mir zumindest schon vermittelt.
    Die Güte eines Beitrages hängt bei mir nicht an der Zahl der Kommentare.
    Und ganz im Vertrauen, nur unter uns (Sie müssen nicht freischalten, löschen nach lesen! – hohe Diskretion ist hier unabdinbar) mich würde der Verbleib des Sunbeam schon interessieren – und die ehemals geplante Reise, 1913, Sie wissen.

  96. Samstagabende (hier bei Föhn...
    Samstagabende (hier bei Föhn und Wärme) sollte man in belebender Gesellschaft und nicht online verbringen; vielleicht könnten wir die Diskussion beleben wenn wir zum Indiskretionstechnischen zurückkehren.
    Da gibts doch diese Leute die anbandeln, in gute Gesellschaft oder zu guten Geschäften kommen wollen. Durch Indiskretion haben sie erfahren daß X den Y kennt und dem Y wollen sie vorgestellt werden. Sie laden sich ein bei X, oder laden den X und den Y (der sie ja gar nicht kennt) zu sich ein. Da sie dabei stolpern können netzwerken sie, im Netzwerk kann man sich an jeden heranmachen. Aber auch wer aus gutem Grund nicht netzwerkt, ist vor dreisten Überfällen nicht geschützt. Ein im hellhörigen Vorzimmer beim Schuheaufbinden geführtes Telefonat über Z, und deren Bruder Y mit der Firma soundso wurde vom Nachbarn gegen den man aus gutem Grund schon mal die Polizei aktivieren mußte mitgehört. Ein paar Tage später wird man im Park von einem Herrn (besser gesagt eben keinem Herrn) aufgehalten, den zwei finstere und sonnenbebrillten Gestalten mit tätowierten Unterarmen (nicht jugendlich, daher Indikator für längeren Verbleib an ereignisarmen Orten) adjutieren. Man wird eingeladen, genauer gesagt genötigt, einen Kontakt zu Z. herzustellen und kann sich grad noch mit Hinweis auf einen Termin, den man einzuhalten habe weil die besorgten Wartenden sonst gar noch die Polizei mobilisieren würden, freiwinden.

  97. Dr.Hoinz,
    sehr gut!...

    Dr.Hoinz,
    sehr gut!

  98. lieber Schluchten-Ossi,...
    lieber Schluchten-Ossi, herzlichsten dank für ihre lieben wünsche!

  99. Der Sunbeam kam bis zur...
    Der Sunbeam kam bis zur Zuilassung, bekam dort eine kleine, unerhebliche Liste mit und beschloss zwei Ecken weiter, dass er gerade nicht mehr mag. Das alte Problem mit dem Thermostat. Schon wieder.

  100. werter Don, ich gehe ...
    werter Don, ich gehe einmal davon aus, daß es sich bei Ihrem Sorgen-
    kind um den Sunbeam Alpine Tiger MK l handelt, der den doch eigent-
    lich sehr robusten 4,3 Liter Ford V8 (260 cubic inches) als doch recht an-
    genehmen Vortrieb nutzt. Motormäßig alles sehr ähnlich zu den zeitgleich
    gebauten Ford Mustangs. Vielleicht sollten Sie sich wirklich einmal über-
    winden und den ein oder anderen Mustang Experten zu Rate ziehen. Von
    denen sind bestimmt auch viele in Bayern, ob in Ingolstadt weiß ich nicht.
    Wäre es indiskret zu fragen, ob Sie sich in diese Niederungen nicht her-
    ablassen möchten ? mfG T.

  101. Nein, es ist ein Sunbeam 90...
    Nein, es ist ein Sunbeam 90 Mk. III mit 2,3 Litern. Und diesmal war es wirklich einfach nur Pech.

  102. Don Alphonso06. November...
    Don Alphonso06. November 2010, 07:29
    .
    karl heinrich ritter von lang
    ein sehr zu unrecht kaum mehr bekannter, der grössere beachtung verdient hat. zum einstieg: der artikel „karl heinrich von lang“ in der wikipedia
    .
    seine memoiren, im original die memoiren des karl heinrich ritters von lang, gibts antiquarisch. eben im zvab nachgesehen: die originalausgabe in 2 bänden, braunschweig, vieweg, 1842, je nach erhaltung zwischen eur 80,00 und eur 450,00.
    der faksimile-nachdruck von palm & enke, erlangen, 1984, ab eur 20,00.
    danke, herr palm, danke herr enke, schade, dass sie das nicht zehn jahre früher verlegt haben, was habe ich damals gesucht.
    die ausgabe bei köhler von 1957 ist gekürzt, daher das original vorzuziehen.
    .
    wers noch wohlfeiler und auf der stelle will, so eigentlich das richtige für einen novembersonntagvormittag, wird bei google books fündig.

  103. Auch einer, vielen Dank für...
    Auch einer, vielen Dank für das Auswetzen meiner Erinnerungsscharte. Daheim wäre es nur ein Griff zur Jugendstilausgabe gewesen, aber hier…. das Elend einer zerrissenen Bibliothek.

  104. Gern geschehen, donna laura,...
    Gern geschehen, donna laura, Sie liegen, wie man sieht , vielen hier am Herzen.
    Wertester Don, heißt das jetzt, daß der berühmte Hut ihres Vorfahren, der zum Getreide scheffeln, auf den Sunbeam geworfen – nein, geschmettert – wurde?
    Oder wird an der Ecke auf weitere Patina gewartet?

  105. don alphonso, ich habe zu...
    don alphonso, ich habe zu danken.
    .
    durch die recherche beim zvab habe ich herausgefunden, dass der palm&enke nachdruck wohlfeil zu haben ist. soeben habe ich bestellt.

  106. Die besten Indiskretionen sind...
    Die besten Indiskretionen sind immer noch diejenigen anhand derer man den Verrat und Beziehungsgeflechte transparent zu machen vermag. Unseren Journalisten mangelt es meistens an der nötigen Sorgfalt was Recherche angeht.

  107. Ist wohl so, die Schwätzlust...
    Ist wohl so, die Schwätzlust wird arg ausgebremst und erstirbt, wenn sie nicht alsbald der versammelten Teerunde zur Kenntnis gegeben wird.
    @Filou: das mit dem Vorurteile bestätigen, um seine Ruhe zu haben, funktioniert bei derartig gestrickten Leuten; ich hatte das als Lehrling mal mit Zeugen Jehovas (ich behauptete, ich sei Teufelsanbeter, von da an hatte ich Ruhe). Viel schlimmer sind aber noisige (= ihre Nase überall hineinsteckende) Briefträger, die Post ans Bett bringen, weil die Wohnungstür nicht abgeschlossen ist oder sich sonstwie in die Wohnung drängen und Inquisition am Küchentisch halten. Allerdings habe ich diesen Typus seit den 80er Jahren nicht mehr erlebt. Ausgestorben ist er aber nicht, die Tochter jenes Briefträgers steht im Ruche des Erbschleichens, macht nun aber was anderes, WIMRE Nachlaßauflösung oder derlei.

  108. <p> Aber es sind Gesetze, und...
    Aber es sind Gesetze, und ich halte mich daran. Vielleicht können wir mal anhand von Beispielen darüber reden, wie Indiskretion gesetzlich geregelt ist: Sie ist ja nicht verboten. Sie muss in meinen Kreisen nur im Rahmen der Gesetze bleiben.

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