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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Privilegierung der Unterprivilegierten

| 171 Lesermeinungen

Jeder will Privilegien haben, aber niemand will sie anderen gönnen - aus diesem Konflikt erwachsen die Spaltkräfte unserer Gesellschaft. Dummerweise sind es vor allem meine Privilegien, nach denen anderen Leuten der Sinn steht. Insofern fände ich es gar nicht schlecht, würde man ihnen vermitteln, dass ihre eigenen Privilegien letztlich doch sehr viel besser als die meinigen sind. Und alle wären zufrieden.

Energieeffizienzklasse: A (sogar 10% sparsamer als der Grenzwert zur Energieeffizienzklasse »A«), Waschwirkungsklasse: A
Waschmaschine Privileg PWF 1525

Ich stelle erstaunt fest, dass die Taschen immer noch zugenäht sind. Ein Jahr ist es her, da ich diese Jacke kaufte und an den Tegernsee brachte, weil sie mit mit ihrem Stoff von Loro Piana passend für diese Umgebung erschien. Das Privileg, mich in Merinowolle  nach draussen zu setzen oder am See zu spazieren, habe ich offensichtlich nie in Anspruch genommen. Mit einem leisen Gefühl des Unverständnisses für mich selbst schneide ich die Taschen auf, während draussen der Besuch am Frühstückstisch wartet. Es ist der 5. November, im Norden regnet es wohl, aber hier scheint die Sonne, und schon bald ziehe ich die Jacke wieder aus: Zu warm ist es an der dunklen Holzwand. Langsam fällt mir wieder ein, warum ich die Jacke nicht getragen habe: Wenn ich hier war, war eigentlich immer das Wetter zu schön für Merino. Ich glaube, das ist es, was mit dem Wort „privilegiert“ in unserem Kulturkreis heutzutage wirklich umschrieben wird: Über so viele Privilegien zu verfügen, dass man sie gar nicht mehr wahrnehmen kann.

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Das hat sich übrigens in meiner Schicht in den letzten 100 Jahren radikal geändert. Um 1910 herum waren es noch Privilegien, TBC und Cholera entfliehen zu können, ohne Hunger über die eigene Ernährung zu befinden, und all die Annehmlichkeiten zu geniessen, die die Heimatstadt der jeweiligen Honoratiorenschicht angeboten hat. Was die Oberschicht, vom Goldrandgeschirr und den wertvollen Nussbaummöbeln abgesehen, tatsächlich für sich in Anspruch nehmen konnte, entspricht nach heutiger Vorstellung gerade mal dem Existenzminimum. Existenzminimum vor 100 Jahren sehe ich, wenn ich in die Küche gehe: Damals wohnten auf diesen 10 Quadratmetern zwei Menschen mit ihrem ganzen Besitz; es war das zum Betrieb des Hauses nötige Personal, und das war schon erheblich besser gestellt als die Wechselbeleger von Betten, wie man sie in Berlin kannte.

Wir sind also alle recht weit gekommen, in den letzten 100 Jahren. Ich muss mich entscheiden, ob ich mit dem Gast am nächsten Tag zum Leonhardiritt nach Kreuth, zum Einkaufen nach Brixen oder am Abend doch lieber auf das Konzert in Schloss Tegernsee will, und finde es auch hart und ungerecht, wenn darüber debattiert wird, ob man einem alleinstehenden Hartz-IV-Bezieher nur maximal 25 Quadratmeter Wohnraum zugestehen soll. Man kann – und das wird oft genug bei Sozialdebatten getan – auch das als Privileg betrachten, eben das Vorrecht, nicht auf der Strasse krepieren zu müssen, ein Vorrecht auch vor anderen Bürgern der Europäischen Union: In Italien etwa, nur 150 Kilometer von hier, würden solche Zustände als fast paradiesisch gelten. Allein, es schweift der Blick vor allem im eigenen Land, und dort erscheinen die einen als privilegiert, und andere eben nicht.

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Oder, vielleicht zutreffender: Unterprivilegiert und überprivilegiert. Tatsächlich haben wir ja alle unserer Privilegien, nur sind die einen beliebt und die anderen  – weniger beliebt. Privilegien der Unterprivilegierten sind halt jene Vorrechte, für die sich niemand erwärmen kann, der andere in Anpruch nehmen möchte. Und es steht zu befürchten, dass es mir nicht gelingen mag, meine Situation als für jene anderen ohnehin nicht förderlich zu umschreiben: Ständig muss ich zum Erhalt meines Rufes als Gastgeber Ländergrenzen überwinden, ich muss nach den richtigen Spezialitätengeschäften suchen und darf nicht auf Abzocker hereinfallen, eine falsche Haltung zu Tisch würde sofort Missbilligung auslösen, und undenkbar wäre es, meinem schnellen Hunger nachzugeben und, durch die Öffentlichkeit laufend, mir einen triefenden Döner in den Mund und auf die Kleidung zu schmieren.

Das Problem ist: Die Folgen meiner Überprivilegien, die Zwänge und die Verärgerung über sinnlosen Konsum, den ich gar nicht mehr merke – das alles ist den Unterprivilegierten zumindest zu Beginn, bei der Eroberung meiner Möglichkeiten egal. Sie hätten gerne die angenehmen Seiten, würden gern im offenen Sportwagen über die Alpen brausen, aber dabei nicht Messen von Biber, sondern die neueste CD aus Mallorca hören. Sie würden sich nichts dabei denken, wenn sie in Brixen am kleinen Käseladen von Maria Rossi, Grosse Lauben 14 achtlos vorbei gingen und auf dem Weg zum Parkplatz den dortigen Dönerstand frequentierten. Auch wären sie nicht angetan vom Angebot bei Hutter, die keine Baseballkappen mit buntem Aufdruck führen. Sprich, ihr eigenes Privileg, sich nicht meiner Schicht entsprechend benehmen zu müssen, würde nicht dadurch verschwinden, dass sie über meine Privilegien verfügen könnten. Umgekehrt, fürchte ich, könnte ich nur wenig mit dem Recht anfangen, ohne gesellschaftliche Ächtung den Inhalt aller Folgen von RTL-II-Trash mit Frau zu Guttenberg aufsagen zu dürfen und das in einem Umfeld zu tun, das ein Oktoberfest für kein Verbrechen an München, sondern für eine Möglichkeit der Abendgestaltung hält.

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Kurz, ich habe ernste Zweifel, ob man mit einer Privilegierung der Unterprivilegierten zwangsläufig die Welt zu einem besseren Ort machen würde. Als ich dann so im Sonnenschein durch das spätherbstliche Südtirol gleite und der warme Wind die Musik von Rameau in die Landschaft unter ersten verschneiten Gipfel trägt, als ich sehr zufrieden und im Reinen mit mir bin, denn nun trage ich die vergessene Jacke – da frage ich mich trotzdem, ob diese Ausdiffernzierung der Gesellschaft in Besitzer beliebter Privilegien und Inhaber weniger beliebter, aber übrig bleibender Vorrechte nicht auch meine Schuld ist. Weil ich das nicht nur so sehe, sondern auch so kommuniziere. Ich rede verächtlich über anderer Leute Betragen, nur weil ich zufällig durch kulturelle Prägung anders bin. Ich bin im Glauben gefangen, die richtige Privilegien zu besitzen, wie sie von der Mehrheit der bürgerlichen Gesellschaft definiert werden, ich füge mich diesen Vorurteilen und versuche, der Aufhübschung anderer Möglichkeiten durch Werbung und PR – man schaue nur mal in die Werbeprospekte von Discountern, Billigfliegern, Massenveranstaltungen und Möbelhäusern – meine Weltsicht entgegen zu setzen. Und wundere mich dann, wenn manche sich dann tatsächlich um meine Privilegien mit bisweilen wenig schönen Mitteln bemühen, und bemühen müssen, denn es sind nun mal Privilegien, die nur einer begrenzten Zahl von Menschen offen stehen können.

Kurz, es werden – auch von mir – Privilegien propagiert, die ohne Verdrängung, Übergriffe oder Umverteilung gar nicht für andere verfügbar sind. Vielleicht sollte man deshalb genau den anderen Weg gehen, und jenen, die die Märkte der anderen aus Eigeninteresse bespielen und ihnen einreden, Hackfleisch für 2,99 das Kilo wäre eine gute Sache – einfach das Feld überlassen. Vielleicht sollte man ruhig MTV junge Herren versenden lassen, die der Existenz in Rostock, Marzahn, Neukölln und Frankfurt (Oder oder Main, suchen Sie sich eines nach Blieben raus) sprechsingend gute Seiten abgewinnen. Möglicherweise sollte man allen Menschen mehr Zufriedenheit mit ihrer Situation predigen, statt mit sehr viel mehr Leistung mehr an Möglichkeiten zu versprechen, mit denen sie sich nur begrenzt wohlfühlen werden. Vielleicht wäre es ganz sinnvoll, die Privilegien der Oberschicht gar nicht mehr als Ziel darzustellen und vielmehr andere Priviligien – pro forma natürlich – als gleichwertig hinzustellen. Mit der deutschen Leitkultur, die man ja angeblich hat und die jeden Bierdimpfl nach der 10. Mass immer noch dem muslimischen Universitätsprofessor voranstellt – nedamoi an deitschn Oighohoi dean de dringa, de kenna goa koa Kuitua hom – sieht man ja: Es funktioniert gar nicht so schlecht.

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Da muss man weitermachen. Letzthin schrieb ich am Rande in dieser Zeitung über Berliner Jungvolk, das überhaupt keine Lust hat, eine normale Existenz mit normalen Umgangsformen zu führen – man lobe sie dafür. Im Viertel meiner Eltern versuchen Bauträger gerade, grosse Grundstücke mit Toskanabunkern zuzupflastern, damit sich auch weniger begüterte Zeitgenossen den Traum vom Westviertel gönnen können, wenngleich auch nur in niedrigen Gelassen mit Gartenanteil – man sage ihnen, dass die anderen Viertel doch auch hübsch und freundlich sind. Zufriedene Menschen betrachten ihre Zufriedenheit als wichtigstes Privileg, dorthin müssen wir kommen, dann ist auch keiner mehr unterprivilegiert.

Und in meiner Jacke, von einer Bekannten wenig liebevoll als „Rottacher Hundedecke“ tituliert, würden andere in anderen Regionen sowieso nicht gut aussehen, und am Ende sich noch gegen Träger eines Urban Street Chics unterprivilegiert vorkommen. Es passt schon alles, wie es ist, würde ich sagen.

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171 Lesermeinungen

  1. Geht einem in Berlin auch so,...
    Geht einem in Berlin auch so, die Privilegien hier zu leben sind zu vieldimensional, als dass man sie auch nur ansatzweise umfänglich bewusst wahrnehmen oder nützen würde. Schön ist das Leben…

  2. Ach Donito,
    Du warst mit dem...

    Ach Donito,
    Du warst mit dem „Klassenkampf von oben“ gestartet und bist jetzt beim „Alles soll bleiben, wie es ist“ angelangt.
    Wo bleiben die letzten Funken revolutionären Kampfgeistes?
    Was war mit „Egalité“ und „Umverteilung“?
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    „Anarchie und Luxus für alle!“ (Zitat)

  3. @Geehrter Gastgeber, ein...
    @Geehrter Gastgeber, ein schönes Wort am Sonntag. Doch der Stoff, aus dem weltliche Jackenträume sind – auch mich wärmt er zuverlässig -, ist von Loro Piana. Reimt sich zwar nicht, aber soviel Zeit muß sein.
    Ja, die Discounter werden dafür sorgen, daß die Unterprivilegierten gar nicht aufzustreben brauchen, denn es gibt ja bereits Premium-Qualität im unteren Preislevel. – ich ließ mich dazu bei Butter vs. Mayo an dt. Bäckereithresen aus.
    Urban Street Chic-Träger würden sich mit Ihrem „Hundejäcken“ sehr nackt vorkommen und wohl zuerst in den nächsten cloth-app-shop laufen, um entsprechende Werbe- und Botschaftsträger auszulösen und zu applizieren.

  4. Good afternoon, DA. re Ihre...
    Good afternoon, DA. re Ihre Rottacher Hundedecke. Have you already got leather patches sewn on the elbows (Es ist ein Muss).

  5. Aber das lustige ist doch, das...
    Aber das lustige ist doch, das denjenigen, die der sog. Unterschicht angehören (in Wirklichkeit geht solches Betragen ja bis weit in die Mittelschicht, und auch bei Neureichs siehts oft eher düster aus), dass denen, naja, vielleicht nicht gerade der Döner, aber dass denen RTL II inkl. Mademoiselle Guttenberg, der Flachbildfernseher, die bunten Billigklamotten, die BILD-Zeitung, die Ballermann-Hits-CD und die Ressentiments gegen andere Unterschichts-Segmente meist von genau solchen Leuten (gewinnbringend) kredenzt werden, die selbst wiederum auch einen konservativ-bürgerlichen Upperclass-Lebensstil pflegen wie hier propagiert, höchst ungern mit dem Pöbel verkehren außer in der Form, von ihm beflissen bedient zu werden, und über ihre Kunden insgeheim die Nase rümpfen, im Sinne „Sollen sie meinen Dreck ruhig mal schön kaufen, besser hat es dieser Pöbel nicht verdient!“. Als Manager, als Aktionäre, als politisch oder religiös Engagierte wirken diese feinen Leute darauf hin, dass das Geld statt in Bildung ud Aufklärung lieber in Prestigeprojekte, Steuererleichterungen und Lobbygeschenke investiert wird, damit dieser angeblich so unerquickliche Status quo auch ja erhalten bleibt.
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    Geht es gegen die Bildzeitung, rufen sie empört nach Pressefreiheit. Wird das Niveau des Privatfernsehens beklagt, preisen sie die Freiheit des Medienunternehmers. Sollen Hauptschulen abgeschafft werden, wird erbittert dagegen gekämpft. Soll Fastfood auf Packungen als ungesund und fetttriefend gekennzeichnet werden, werden alsbald Lobbyisten nach Brüssel entsandt, solches zu verhindern. Besteht die Gefahr, Angehörige der Unterschicht könnten, Gott bewahre, auf einer Universität landen, werden flugs Studiengebühren eingeführt.
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    Und anschliessend jammert man scheinheilig über den allgemeinen Niedergang.

  6. So ist es, lieber Don Alphonso...
    So ist es, lieber Don Alphonso und ganz nebenbei haben Sie auch das Geheimnis des Glücks entschlüsselt.

  7. Was Lederflecke angeht: Es ist...
    Was Lederflecke angeht: Es ist nicht England, zum Glück.

  8. Bilder her! Wir wollen den...
    Bilder her! Wir wollen den wohligen Wanst im wollenen Wams sehen!

  9. Ich weiß nicht, lieber Don...
    Ich weiß nicht, lieber Don Alphonso, wie Sie es halten, aber ich entschuldige mich stets für mein Verhalten, wenn es angebracht ist, aber niemals (niemals) für mich. Ich könnte mir vorstellen, daß es bei Ihnen ähnlich ist. Dann aber fällt schon auf, für was Sie sich entschuldigen und für was nicht. Alles, für das Sie sich nicht entschuldigen, ist, ein Spießbürger zu sein. Das gilt vor allem im ästhetischen Sinn. Jemand mit einem existentiellen Kunstverständnis hinterfragt seinen eigenen Geschmack und das, was er mit einem macht. Aber er richtet sich nicht darin ein wie in einer Gartenlaube und beurteilt den Geschmack anderer allein danach, daß sie nicht in so einer schönen, behaglichen Gartenlaube wohnen wie man selbst. Er will auch gar nicht sehen, das die vermeintlich geschmacksmäßig Herausgeforderten (Überforderten) ihren Geschmack als allgemeine ästhetische Norm für alle durchsetzen, die nicht am Tegernsee wohnen. Ich will glauben, daß Mario Barth in den angeblich so miefigen 1950ern unmöglich gewesen wäre. Aber wenn ich es sage, bin ich uncool. Jedenfalls nach dem Urteil von Spießbürgern, die sich für cool halten. Ihre Texte erinnern etwas an den Monolog des Trimalchio während seines Gastmals.

  10. In Lüchow-Dannenberg...
    In Lüchow-Dannenberg empfiehlt sich eher ein langgeschnittener Zweireiher aus Gore-/Sympatex über kniehohen geschnürten Gummistiefeln. Südwester und Taucherbrille sind obligatorisch. Merino-Unterwäsche soll hilfreich sein. Odlo tut´s aber auch. Typischer Dresscode für Weltverbesserer mit understatement. Die Unterschicht wird in Ostfriesennerz und C&A-Jeans niedergemacht.

  11. "Oighohoi" - lieber don, sie...
    „Oighohoi“ – lieber don, sie und die wimmerls bringen mich noch dazu (ein zugegebenermassen mörderisch mieses) bairisch zu parlieren (ich und mundart – jamais!), weil ich es sonst nicht begreife, aber dieses wort wird in meinen sprachschatz aufgenommen!
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    nein, ich kann nicht behaupten, dass ich mich des privilegs erfreuen darf, öffentlich in der eigenen nase bohren zu dürfen, und die zahlreichen automobile und andere fortbewegungsmittel sowie der verfeinerte stil unserer küche, die nicht auf irgendweclhe fertigprodukte aus der tricatel-industrie zurückgreift, benötigen zeit (nun, die habe ich, aber lieber für anderes).
    http://www.youtube.com/watch?v=7utY7xwyxmo&feature=related
    s. bes. 0:26 und 2:08
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    das problem sind heutzutage die personalkosten: eine köchin und ein fahrer würden das leben wesentlich angenehmer gestalten, und bitte gerne noch ein hausmädchen.
    können sie sich vorstellen, wie viele personenstunden es dauert, bis man den kohlrabi alleine für unsere übliche runde (9-12 pers.) unter der woche (vom wochenende ganz zu schweigen, da kommen die erben aus den internaten zurück!) vorbereitet hat?
    irgendein gefährt hat doch immer eine macke oder beginnt, vor dreck zu starren, und wenn es kein zeitgenössisches ist, so sind es die oldtimer, wie auch unser verehrter lieber gastgeber ganze baritonarien heruntersingen könnte. öltropfen, die aus dem nichts kommen, sind so rätselhaft wie das phänomen der ausweitung der galaxie…
    ciccio rollt den wagen dann über die grube – und hat schon mal ganze motoren penibel auseinander – und nach gründlicher reinigung und neufetten wieder zusammengeschraubt, aber das macht ja nicht jedem freude. für ihn ist es buddhismus.
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    das kann kein trost sein für die, die den gleichen lebenstil pflegen wollten, wenn es tatsächlich der g l e i c h e wäre. meist wird nur nach der aussenwirkung geschielt, oder auf das vermeintlich vorhandene bankkonto, die dekare oder hektare.
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    mehr als skurrile einblicke gewähren einige privatsender in das sog. leben der sog. superreichen – ich habe mir berichten lassen, es seien dies regelmässig zuhälter oder modeschööpfer. das muss zu frustration führen, aber – wohl absichtlich, s. De nada – eben zu fehlgeleiteter, denn kein veritabler vorstandvorsitzender käme auf die idee, seine burg, seine familie und seine weihnachtsgeschenke von schrägen medienvögeln abfilmen zu lassen.
    so glaubt der verelendete, dass man nur ein paar zündende ideen oder ein paar strichpferdchen haben müsste, und schon sei alles geritzt.
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    für alle anderen: weniger besitztümer und gesellschaftliche verpflichtungen sind manchmal einfach mehr
    – im idealfall eine von anderen gut sanierte und trockengewohnte altbauwohnung zur miete (!) mit nicht massiven, grazilen möbeln ohne komplizierte kronleuchter, eine überschaubare, staubfreie vitrine für das silber, einem eigenen parkplatz im hof und die bushaltestelle um die ecke, und dann noch ein wenig distinguiertheit und die richtigen adressen für die schönen dinge im leben. das reicht völlig.
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    Olpütz, mir ist der gedanke bei der lektüre ebenso ins auge gesprungen.
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    cher Filou / gestern, naja, als ich diesen sommer hören musste, dass ihre eingeweide den beschleunigungsgang eingelegt hatten, dürfte das schlimmste längst überstanden gewesen sein. und dann verträgt ein gestandener mann, der schon wieder am calvados nippt, auch ein paar witzchen. sie kennen mich doch: in ihrer damaligen lage hätte ich ihnen nie eins – äh – auswischen wollen… (froh bin ich, dass die jüngste windelfrei ist).
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    übrigens gehen die tarnfarben heute ins olivgelbe über, aber die innenseiten der unterarme bereiten noch probleme. so richtig greifen geht nicht, und die pc-maus ist das schlimmste instrument.

  12. liebe Fionn,
    ich bin auch ein...

    liebe Fionn,
    ich bin auch ein Lederfleckenanhänger: auf Pulloverellenbogen, Flintenschultern, Knien und Hosenböden. Aus London kann man sich einen Vorrat fertig zugeschnittener Lederflecken mitbringen.
    und zu den Privilegien:
    glücklicherweise hat Don nicht vergessen die unbequemen (Haltung und Selbstreflexion) zu erwähnen

  13. lieber steelydan,
    was bitte...

    lieber steelydan,
    was bitte ist „Odlo“ ?

  14. marcus tullius, das "Gastmahl...
    marcus tullius, das „Gastmahl des trim.“ ist nur ironisch zu verstehen, wäre es ernst gemeint , hätt´s ein gebildeter Römer nicht ertragen.
    dem Don alphonoso geht allerdings, da stimme ich mit Ihnen überein, eine selbstironische Distanz, ergo auch Distinktion ab, es würde aber auch nicht zu ihm passen. hier ist alles so gemeint wie es dasteht, eben schön bodenständig deutsch.

  15. Und wir sprachen hier noch...
    Und wir sprachen hier noch darüber, ob man „Stilmittel Ironie und Kunstfigur“ dazuschreiben soll.

  16. @ foersterliesel. Aha -...
    @ foersterliesel. Aha – „Lederflecken“ auf deutsch … one lives and learns.
    @ DA – dare to be different. Tweed jacket with a bow tie?
    http://eleventhdoctorcostume.blogspot.com/2010/05/tweed-jacket.html

  17. Don Alphonso, ich meine Ironie...
    Don Alphonso, ich meine Ironie als Haltung, nicht als Stilmittel, habe aber mehr fact finding betrieben als Kritik zu üben, ich finde das schon recht unterhaltsam, was sie machen.

  18. Es gibt da ein Privileg,...
    Es gibt da ein Privileg, welches die meisten Privilegierten nicht haben und meistens auch für nicht statusgemäß halten, und welches Hartz4 Empfänger oft nicht zu nutzen wissen: Zeit. Wenn man Milliarden Euro und Zehntausende von Rechtsexperten gegen sich hat, spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Frau Merkel und alle anderen, die sich mir in den Weg legen, haben nie Zeit. Den Luxus, über ein Problem ausführlich nachzudenken, wollen sie sich nicht leisten. Also handeln sie zu schnell und aus der Situation heraus und liegen dann immer falsch. Ich hingegen kann nicht nur warten, sondern habe auch genügend Zeit, mir im Voraus zu überlegen, was ich in welcher Situation machen werde. In 90% der Fälle habe ich eine vorbereitete Reaktion schon, bevor eine Situation überhaupt erst eintritt.
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    Als ich vor über zwölf Jahren darüber nachdachte, welchen Wettbewerbsvorteil ich habe, um mit Europa zu gewinnen, ging mir auf, dass Zeit das einzige ist, von der ich mehr habe als meine sehr privilegierten Gegner. Konsequenterweise musste ich zusehen, meine Ressource Zeit zu optimieren. Konsequenterweise hat es überhaupt keinen Sinn, mir einen attraktiven Posten anzubieten… aber um das zu verstehen, nahmen und nehmen sich die Damen und Herren Privilegierte eben einfach nicht die Zeit.

  19. Hier bei uns in Genf sind wir...
    Hier bei uns in Genf sind wir ohnehin schon etwas privilegierter, und sicherlich laufen hier mehr Frauen mit Sonnenbrille im Haar und Pullover um die Taille, und Männer mit Pullover um den Hals herum als im verharzvierten Deutschland, aber im Grunde kann sich das bei Ihnen auch die normale Chantal und der normale Kevin leisten.
    Bei uns sehen Sie waschechte Prinzessinnen im McDonald und beim Döner sitzen. Allerdings muss man schon den Blick dazu haben, die Spreu vom Weizen zu trennen: viele Genferinnen mit Migrationshintergrund verkleiden sich als Prinzessinnen, aber Kenner sehen, dass das nicht echt ist, denn sie haben den Berlin-Kreuzberg-Look. Es gehört mehr dazu: das Gesicht muss edler sein, ebenso der Stoff, der dann – eleganter umgeworfen und elegantere Falten werfend – schon von hinten die Edel-Tschdorette erkennen lässt.
    Ebenso die Prinzen: der Stoff ihrer Hosen sieht teuer aus, ebenso ihre Schuhe, und am gepflegt gestutzten Bart sieht an, dass noch am Morgen der Luxusotel-Coiffeur dran war.
    In Deutschland hat man weniger Stil. Ich kenne dies aus der Münchner Maximilianstrasse und aus dem Käferzelt auf der Wiesn: die Möchtegern-Schickis werfen sich in den bajuwarischen Preussenlook – oder preussischen Bajuwarenlook – und denken dann, sie wären wie Gutti und Gemahlin. Falsch! Hinter Gutti & Co steht jahrhundertelange (In-)Zucht und Ordnung – das sieht man denen aus den Poren herausspritzen.
    Fazit: Stil kann man sich nicht kaufen, sondern man muss ihn haben. Wobei Ausnahmen die Regel bestätigen.

  20. Jacken, ach ja, das ist auch...
    Jacken, ach ja, das ist auch so ein lohnendes (Neben-)Thema. In Berliner (!) U- und S-Bahnen wie in Berliner Bussen und auf den Straßen trägt zur Zeit jeder Dritte seinen Namen auf seiner Jacke und/oder seinem Rucksack:
    Jack Wolfskin. Ich nehm’s mit Humor.
    Natürlich trag ich weder Jacke noch Hemd, auf dem irgend etwas draufsteht; ob Jack Wolfskin-Reklameträger so etwas ebenfalls bemerken?
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    Hutter? Gibt’s den nicht (auch) in Meran, und ebenfalls unter den „Lauben“? Meinen Urlaubs-Sonnen-Strohhut kauf ich da jedes Jahr aufs Neue.

  21. suum quietschke...
    suum quietschke

  22. Eigentlich ist aber doch unser...
    Eigentlich ist aber doch unser Herr Don der Unterprivilegierte; nur da er zufrieden ist, kann, soll und braucht man es ihm eben nicht sagen.
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    Wir kennen auch Leute, die sind ganz selbstverständlich immer voran, egal was sie tragen („von nichts bis alles“), fallen ggfls. eins zu eine Miliion auf, wenn sie sich nicht vorsichtig vorsehen.
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    Das ist aber eben nicht „Westviertel“, wir wissen.
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    Und man muss die Bauträger loben: nur so werden, durch Vertrieb/Erniedrigung der Westviertel, andere Zeiten eingeläutet, in denen dann diese alten Westviertel Geschichte sein werden, und im neuen Heute längst irgendwo anders wohnen, dort noch viel glücklicher sind.
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    Man soll also nichts gegen den Besitz von Gegenständen sagen, sie bedeuten so viel und können so sinnstiftend sein. Unbedingt macht sich ja auch an der vorbeiziehenden Besitzereigniskette der Besitz von Selbstwahrnehmung und ganz wichtigem Selbstbehalt an eigener Biographie fest. (Manche sind ohne das sogar innerlich in Gefahr!)
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    Hier: In Gerolstein wurde gerade ein „Kasernen-Teilneubau“ eingeweiht, kurz vor der wahrscheinlichen Schließung der möglicherweise längst überflüssig gewordenen Kaserne. Und selbstverständlich machen sich für die Soldaten und die Offiziere der Soldaten und manche Stadtväter etc. auch ihre Biographien daran fasslich fest. Wie wichtig! („Richtfest für Wirtschaftsgebäude der Eifelkaserne“ http://www.volksfreund.de/nachrichten/videos/region/)
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    Und wenn ich groß bin, werde ich auch nur noch Nimero tragen, damit mich noch irgendwas streichelt, wenn nicht meine Frau. Im Ernst: Wir wissen nie, was wir gerade tragen. (Aber oft ist es auch Merino, g. Wir tragen selten nur eine Schicht, meist mindestens zwei, zugegeben). Dafür immer ohne zu grübeln, wir sind.
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    Wir empfehlen dann ggfls. besser doch gleich da zu siedeln, wo es andere auch tun, da wo es eben keine solchenBauträger gibt, im Raum Genf, CH, z.B., falls man noch jung genug ist, solchen Schritt zu wollen (hier sind ja alle jung). http://www.sothebysrealty.com/en/home.aspx , ruhig das Intro anschauen, darin weiter, eben z.B. Vaud o. ä. Genfer See. Sb’s haben, wie uns scheint, auch das einzig richtige Motto, zum Blog passend, auch wenn der Blog das nicht weiß (wie kan er auch): „For the ongoing collection of live“
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    Sowas könnte doch ganz nett sein, man müsste nur in der kleinen dummen Stadt rechtzeitig verkaufen, nicht wahr? (Westviertel sind aber eben doch nicht wirklich sozial mobil, ohne zu werten) http://www.derham.ch/fr/vente/details/maison-1815-clarens-0-104027 (Am unteren Rand eine Reihe von Bildern verfügbar. 11 Zimmer von 1880 auf 330 qm, dazu 1,8 Mio Grundstück? Ungefähr ok und auch vom Stil her ungefähr (zu Merino) passend. Wie gesagt wirklch nichts Großes, eben gerade nur so passend … (Dusche und Bad würde ich allerdings rausreißen, weil eher bloß ätzend, und auch der „Deko-„Gartenschirm eher noch Baumarkt oder gehobenes Versandhaus, da möchte man eben doch Teak im Ensemble sehen. Wem „Garpa“ nicht zu billig ist: http://www.garpa.de/gartenmoebelgarpa.html Ungefähr bei „Rothesay“ fängts nun mal an http://www.garpa.de/rothesay_baenke.html (Wie wohl Mutter Theresa auf so einer Bank gesessen hätte?))
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    Und woanders sind auch die Honoratioren so klug und gelassen, eben „kein bißchen Bauträger im Hirn“. So sieht Gelassenheit, eben gerade auch in Besitzfragen, aus, meinen wir: http://www.tannay.ch/cms/index.php?page=autorites (Tannay, Ch, Genf, um die Ecke von Ernesto Bertarelli und Schumi) Vor allem Kleidung ist ja so wichtig!
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    Und Grüße!

  23. @liebe foerster´s liesel:...
    @liebe foerster´s liesel: Funktionsunterwäsche aus Kunstfasern; klebt bei Nässe nicht so wie Wolle oder Baumwolle. Eingetragenes Warenzeichen der odlo corporation („Die ultimative Sportbekleidung“).

  24. Es gibt eben einen Unterschied...
    Es gibt eben einen Unterschied zwischen „echten Westvierteln“ und „optischen Hochstaplern“ in Merino. Die sehen zwar gleich aus, unterschieden sich aber doch. Und so schön, wie er das gesagt hat, kann das heute nun mal keiner sonst.
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    Herausragende Einzelne verändern den Lauf der Welt. Woran Europäer eher auch nicht glauben. Und außerdem müsste Frau Dr. Merkel ja dann auch noch den Lauf der Welt ändern.
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    Das Werk in mir fühlt sich autonom. Ich bin seine Fessel.
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    Ego-Infarkt – „Die Veränderungen sind doch längst stattgehaben, wir konstatieren bloß nur noch unsere Meinung“.
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    http://www.youtube.com/watch?v=hVq9K3lGtN4 „Time-Elevator“ Auch für Depressionsresistente immer ein Gewinn. „I just moove from hotel to hotel …“

  25. Gemäß des genialen und...
    Gemäß des genialen und amüsanten Beitrages im Feuilleton der FAS vom 20.02.2002: „An allen Tagen sollst du ruhn“ Thesen zur Kultur der arbeitslosen Gesellschaft – muß man die Unterprivilegierten als „..die wahren Adeligen von heute…“ bezeichnen. Denn sie konsumieren das, was kein Mensch wirklich braucht, worauf aber der Wohlstand ganzer Gesellschaften und Industriezweige ruht. Eine Privilegierung scheint also längst realisiert, nur leider – oder Gottseidank – wissen sie nichts davon, sonst organisierte man sich womöglich, um mehr einzufordern, als man ihnen gemeinhin zugesteht. Wie das zu verhindern ist, hat @de nada ja beschrieben. Soz. Netzwerke tun ihr übriges. Es bleibt also so, wie es ist.
    Uns aber, denen Döner, Urban Street Chic, Mario Barth und anderes Unsägliches fremd ist, quälen deshalb Fragen nach dem Sein im jetzt. Wie verhalte ich mit all dem erlangten Wissen. Hierzu empfehle ich einen amüsanten Artikel in – Don, Entschuldigung – der Süddeutschen von gestern: Rubrik Wochenende „Lasst euch gehen“ Höchste Zeit für einem neuen Hedonismus. Einfach köstlich und lesenswert! Der Beitrag endet im übrigen ähnlich wie der obenstehende.

  26. Wer sagt denn, dass Merkel &...
    Wer sagt denn, dass Merkel & Co über Probleme nachdenken?. Dafür haben sie doch ihre Pferdeflüsterer.

  27. don, es ost voll und ganz...
    don, es ost voll und ganz vaerstaendlch, dass man sich nicht als demokrat waehnt in anbetracht der tatsachen , wohl nicht spd bzw. gruene waehlen, nicht jammern.
    Gruesse!
    Hans Meier, kein feudali, eher paar sklaven!!

  28. Beim Lesen höre ich Bach,...
    Beim Lesen höre ich Bach, Magnificat, und zu Privilegien und Privilegierten passt ja gut:
    dispersit superbos mente cordis sui.
    Deposuit potentes de sede
    et exaltavit humiles.
    Esurientes implevit bonis
    et divites dimisit inanes.
    Ob Bach die Querflöten (in der späten, die 1724er Weihnachtsfassung hatte Blockflöten) ironisch gemeint hat dazu?
    Ihr ergebener Diener

  29. @ Der Tiger: Sie sprechen mir...
    @ Der Tiger: Sie sprechen mir aus der Seele. Zeit zu haben ist für die meisten aus der sogenannten (oder auch: selbsternannten) Elite ein gar nicht mehr vorstellbarer Luxus geworden und in den meisten Karrierewegen gar nicht mehr vorgesehen. Das führt nicht nur zu vielen reflexartigen falschen Entscheidungen, sondern zuallererst zu einem erschreckenden Verlust an Lebensqualität.
    Für mich war das einer der wichtigsten Gründe, aus einer „gutbezahlten und interessanten“ Arbeitsstelle auszusteigen und mich in der Selbständigkeit einzurichten – und dann weiter darauf zu achten, dass ich auch in diesem Zusammenhang nicht durch die fremdbestimmten Anteile der Arbeit aufgefressen werde.

  30. Donna Laura (14:57), gute...
    Donna Laura (14:57), gute Schule? Ninon de l’Enclose?

  31. Also, mein lieber Guter,...
    Also, mein lieber Guter, richtig schlau werde ich aus den Privilegien nicht. Kann ja sein, dass ich mit meiner humorlosen, protestantischen Strenge anderen ein bisschen auf den Geist gehe, aber es muss leider sein: Die Figur ‚Don Alphonso‘ ist eine Stütze der Gesellschaft, aber eben auch ein ‚Spießer‘, der darunter leidet ein solcher zu ein. Wenn der Spießer wirklich eine Stütze der Gesellschaft ist, lebt er in einer hoffnungslos konservativen Gesellschaft, die durch jede Veränderung bedroht ist, dem Untergang anheim zu fallen. Der Witz ist nur, dass Don Alphonso gar kein Spießer sein will, weil er darüber reflektiert; ein Spießer hat aber nun mal die Eigenschaft, nicht zu merken, dass er ein solcher für seine Umwelt ist und kann deswegen eben nicht darüber nachdenken. Es gibt auch kein hinreichend neurotisches Motiv, dass einen gesunden Menschen quasi über die Jahre zum Spießer macht, sondern letztlich ist es seine freie Entscheidung, lebenstechnisch selbstgenügsam zu sein und als Lebenshöhepunkt der ‚Lust am Verrat‘ zu frönen. Oder an einer Strickjacke, die auch eine hundedecke sein könnte? Verrät ein solches Wesen sich letztlich nicht selbst, weil aus seiner Umgebung, die einem schon die Eltern vorgelebt haben, einfach nicht wegkommt und er sich an Dingen erfreuen muss, an denen sich schon Generationen vor ihm abgefreut haben? Oder so?

  32. @yast2000

    Ganz wunderbar! In...
    @yast2000
    Ganz wunderbar! In der Tat äußert sich dieses Phänomen auch in Berlin, zugezogene Spiesser, die gerne Großstädter wären, ihre Provinzmentalität jedoch nie ablegen können und alles an ihr messen und damit in hoher Konzentration der Anwesenheit ihrer Klientel das eigene Umfeld ebenfalls durchprovinzialisieren. Gelassener, kosmopolitischer und souveräner Großstädter wird man durch generationenlanges Training. Hingegen eine große Provinzklappe und einige Jahre des Streunens durch eine Großstadt reichen nicht hin, das führt nur zur Disqualifikation und Delegitimierung.

  33. Lieber Don, wenn es mit den...
    Lieber Don, wenn es mit den Privilegien ganz arg lästig wird: spenden Sie doch etwas Geld für einen guten Zweck! Sie werden sehen: das erleichtert der Privilegien drückende Last sehr.

  34. perfekt 57
    .
    "Hier: In...

    perfekt 57
    .
    „Hier: In Gerolstein wurde gerade ein „Kasernen-Teilneubau“ eingeweiht, kurz vor der wahrscheinlichen Schließung der möglicherweise längst überflüssig gewordenen Kaserne. Und selbstverständlich machen sich für die Soldaten und die Offiziere der Soldaten und manche Stadtväter etc. auch ihre Biographien daran fasslich fest. Wie wichtig!“
    .
    erst verkommen lassen, dann umfänglich sanieren, dann schliessen, so sieht das beim deutschen kommiss aus, sagte mir jemand, der das wohl miterlebt hat.

  35. @Grüß Gottchen

    Stimme zu,...
    @Grüß Gottchen
    Stimme zu, bin in Berlin geboren und aufgewachsen. Siehe Link.

  36. @sterne, 19:19: Das tut er...
    @sterne, 19:19: Das tut er doch, unser Don!

  37. Hey Don,
    .
    hat es die...

    Hey Don,
    .
    hat es die Situation, in der sich lieber prollig schlecht benommen hätten, aber es sich nicht erlaubten, denn je gegeben?
    Könnte es sie jemals geben?

  38. Das oben erwähnte...
    Das oben erwähnte Zeit-Privileg des Hartzers ist nichts wert. Das lernt man bereits in der Schule, wenn man eine unerwartete Freistunde hat. Zeit ist inflationärer als jede Geldwährung. Was hätte man in 12 oder 15 Monaten Wehrdienst alles nebenbei mit seiner Zeit anfangen können! Oder in den vertrödelten Semestern an den früher noch freien Hochschulen!
    Ich würde Don Alphonso niemals mit dem Spießertum in Verbindung bringen, ob Kunstfigur oder nicht. Selbstreflexion in Vollendung ist der absolute Kontrast zum Spießbürger. Großstadt oder Tegernsee mögen in Stilfragen eine Rolle spielen, nicht aber bei Fragen der Haltung.

  39. Ich glaube, ja, dass die...
    Ich glaube, ja, dass die Zeiten, in denen das Privileg der wohlhabenden Geburt mit irgendwelchen wie auch immer gearteten Pflichten verbunden war, schon lange, lange vorbei ist.

  40. Margaret Wente, Don Alphonsos...
    Margaret Wente, Don Alphonsos Gegenstück in der „Globe & Mail“ hat einen „Elitometer“ erfunden — ein Punktsystem zur zuverlässigen Selbstberechnung, ob man zu den Privilegierten zählt oder nicht.
    Spielen Sie Golf? +10. Spielen Sie Skat? -10.
    Sie trinken Caffè macchiato? +5. Sie trinken Cola? -5.
    Hatten Sie ein Kindermädchen? +20. Waren Sie ein Kindermädchen? -20.
    Sie studierten in Harvard? +40. Sie wissen nicht, wo Harvard ist? -40.
    Sie lieben Corelli? +15. Sie lieben Korallen? -15.
    Sommerferien in Cap d’Antibes? +10. Auf Mallorca? -10.
    Man kann sich selbst weitere Fragen ausdenken (etwa: Sie lesen die FAZ? +10. Sie lesen Bild? -10). Mit der höchsten Punktzahl gehören Sie eindeutig zur privilegierten Elite.

  41. Heiner Müller antwortete auf...
    Heiner Müller antwortete auf die Frage, warum er immer noch in der DDR lebte: „Weil ich hier keine Steuerklärung ausfüllen muss“.

  42. Ich hoffe, daß es bald wieder...
    Ich hoffe, daß es bald wieder ergiebig schneit, sodaß wir endlich wieder Rodeln gehen können! Dies, oder so schönes Wetter, wie bisher, damit ich mich wieder auf’s Rennrad schwingen kann, sobald mein Handgelenk wieder gesundet ist!
    .
    Und, Don Alphonso, im Prinzip sind die von Ihnen propagierten Zustände ja schon größtenteils eingetroffen. Im Gegensatz zu anderen monetären Emporkömmlingen würden Sie sich ja wohl kaum tätowieren und in clownesken Klamonnten auf die Straße verschandeln, wie etwa der Durchschnittsfußballer hier in München.

  43. @hansgeier333 - auch die...
    @hansgeier333 – auch die Pferdeflüsterer gehören zu den Privilegierten. Um ein komplexes Problem zu begreifen, sind auch sie viel zu action-orientiert, hyperaktiv und unkonzentriert, und machen deswegen unreflektierte und letztendlich falsche Vorschläge.

  44. Offensichtlich ein Beitrag...
    Offensichtlich ein Beitrag für die Wiedereinführung einer Monarchie unter
    Dirk Nonnenmacher.

  45. Privilegien heute:
    Begüterte...

    Privilegien heute:
    Begüterte Zeitgenossen sind trotz Google nach wie vor wie in feudalen Zeiten privilegiert. Denn ihre Gemäuer sind von Mauern und weiten Grundstücken umgeben. Keine Streetview-Kamera durchdringt den dunklen Hain. Wie früher, als deren Luxus-Heim dem zudringlichen Blick des niederen Pöbels^^verborgen war.
    Alles kann so bleiben, wie es ist.
    .
    Nur die Plebejer (misera plebs = das elende Fußvolk) müssen, ob sie wollen oder nicht, ihre Buden ablichten lassen. Ich will jetzt wissen, wo der Google-Gründer wohnt … und ob man sein Heim im Streetview sieht …

  46. Oder wie Kai Diekmann...
    Oder wie Kai Diekmann ProBoniBanker-das Volk zahlt alles-Blog
    propagiert:
    Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist…

  47. @auch-einer/perfekt: also das...
    @auch-einer/perfekt: also das mit den Neubauten ein halbes oder ganzes Jahr vor Schluß kann ich aus meiner Beobachtung bestätigen, nicht an Kasernen, sondern Firmen. Mir ist da seither immer mulmig, wenn eine alteingesessene Firma plötzlich „hübsch erneuert“ wird. Wenn nur getüncht wird, steht nur Verkauf an, aber wenn schon neu gebaut wird, sollte man genauer reinhören.
    @HansMeier: da hat der Heiner Müller mal ein in breiten Kreisen verständliches Motiv angesprochen.
    @DA: Sie sind ja mehr der Übern-Berg-, äh, italienischen Variante verpflichtet, von daher sind Sie von Lederflecken dispensiert. Zu rustikal (oder alpin) per la piazza. Man trägt ja auch keine Ärmelschoner mehr als schreibender Mensch.

  48. ugottwald, wie sich im...
    ugottwald, wie sich im weiteren Verlauf der zitierten Operette Fledermaus dann zeigt, wird weder vergessen, noch ist man besonders glücklich, aber zu ändern ist dann doch sehr viel.

  49. Lieber Tiger, ich dachte da...
    Lieber Tiger, ich dachte da eher an Kaisers Kamarilla. Mehr in der Hose als im Hirn. Und sowieso nur auf Eigennutz bedacht. Lobbyisten halt. Die Hartzer haben keine Lobbyisten. Brauchen sie auch nicht, denn sie haben ja keine Probleme, die sie nicht selbst lösen könnten, außer vielleicht die Wahl des nächsten Superstars. Im alten Rom hat man die Provinzen (auch) für die Getreideversorgung des Pöbels geplündert. Wo liegen Deutschlands Provinzen?

  50. Wie ich mir's doch dachte:...
    Wie ich mir’s doch dachte:
    fein unsichtbar hinter Mauern.
    http://www.rp-online.de/digitale/internet/Wo-der-Google-Gruender-wohnt_aid_607921.html
    Haben Bürgerrechtler herausgefunden. (Ich bin unschuldig.)

  51. Dann darf ich mal albern sein:...
    Dann darf ich mal albern sein: Es heisst: Gluecklich ist, wer verfrisst, was nicht zu versaufen ist.
    .
    (So, und jetzt geh‘ ich ins Maxim.)

  52. @ Dr. Hoinz: Schonmal...
    @ Dr. Hoinz: Schonmal gehartzt? Da kriegt man ein ganz anderes Zeitgefühl. Manche Dinge sind auf einmal nicht mehr soooo wichtig. Und auch die persönlichen Ziele werden anders. Zumindest weniger. Gelassenheit macht sich breit. Fatalismus sowieso. Das Privileg des viel Trinkens und lange Ausschlafens haben sonst nur Könige. Die anderen Rampenlichtsteher müssen sich dafür schämen oder mindestens beschimpfen lassen. Der Hartzer wird nur für seine Existenz als solche gescholten, aber nicht mehr für einzelnes Fehlverhalten. Aussätzige nannte man sie wohl früher.

  53. Ist es nicht gerade das...
    Ist es nicht gerade das Privileg der Priviligierten ihre Privilegien frei zu nutzen bzw. auszuüben?
    Am vormittag auf dem Weg zum Golfplatz mit dem Cabrio über die Landstraße zu gleiten, aus den Lautsprechern „Modern Talking – Cherry Cherry Lady“ dröhnen zu lassen, so dass Passanten mit dem Kopf schütteln, beim Mittagessen auf der Terasse, mit Blick auf das 16. und 18. Grün sowie den 12. und 17. Abschlag, über den Sinn des Lebens zu Philosophieren und Anschließend noch einmal schnelle 9Loch zu gehen.
    Auf dem Heimweg ist Modern Talking erstummt, stattdessen folgt man nun den Klängen Mozarts kleiner Nachtmusik.
    Am Abend Auf eine Mallorca-Party die zwänge der Priviligierten ablegen, lautstark Singend, den geistigen Ergüssen von Mickie Krause (http://www.youtube.com/watch?v=Eo8DPWrk9jE) folgen, jedoch mit dem Wissen, dass die Möglichkeit bestünde, mit gleich Priviligierten, bei Käse und Wein inhaltslosen Smalltalk zu machen.
    Ist es nicht dies, das einen „Priviligierten“ zu einem „Priviligierten“ macht? Die Wahl zu haben und seiner Klasse entfliehen zu können, und auf die Frage des ‚Warums‘ mit einem einfachen „Weil ich es kann“ zu antworten?
    Dieses „können“ bleibt den „Unterpriviligierten“ verwehrt. Sie können ihrer Klasse nicht entfliehen, freilich versuchen sie es, doch letzendlich wird es ihnen nicht gelingen.
    Man könnte also, wenn man sich als „Priviligierter“ nicht von den Zwängen seiner Kaste löst, den „Unterpriviligierten“ durchaus auf den ersten Blick nicht sichtbare Privilegien zusprechen, müsste im selben Zug jedoch auch von einem „goldenen Käfig“ der „Priviligierten“ sprechen.
    Wie hieß es so schön in einem Kinderlied?
    „Froh zu sein bedarf es WENIG und wer froh ist, ist ein König“
    Dies, werter Don Alphonso, bestätigt Ihre aufgestellte These „Die Privilegierung der Unterprivilegierten“
    Aber ist es so einfach?

  54. Die Leitkultur die Sie...
    Die Leitkultur die Sie predigen ist keine Leitkultur sondern Perversenkultur, hat mit Deutschland und Demokratie nichts zu tun.
    Vergessen Sie es, denn Ihr Reichtum ist kein ehrlicher Reichtum, sondern Reichtum der durch Kriege und Raub im 20. Jahrhundert gekommen ist.
    Verarschen können Sie vor allem diejenigen nicht, die nicht nur durch den 2. Weltkrieg einmal sondern durch die DDR mehrmals enteignet worden sind. Ihre elitäre überhebliche Arrgoganz schreit zum Himmel!
    Wenn sie zuviel Geld haben, dann geben Sie es mir, als Entschädigung für mehrere Stasiliquidierungsversuche, weil ich in der DDR, NEIN zu Kommunismus gesagt habe. Diese Arroganz und Überheblichkeit ist widerlich.
    Im übrigen ist es vielen Menschen lieber, ehrlich arm zu sein, als unehrlich reich und aus kriminellen neureichen Elterhäusern zu kommen!!!
    Wenn Sie durch politische Gewalt einen kaputten Körper haben, weiß ich nicht, ob Sie noch lachen würden. Aber sie kaufen sich dann neue Organe, nehmen Chemie, saufen sich den Kopf zu und denken dann immer noch, dass Sie im Recht sind!
    Entschädigen Sie die echten Opfer der DDR-Diktatur mit jeweils 1 Millionen € und schon haben Sie ein paar Millionäre mehr im Land.
    Dann kann ich mir auch ncoh im Nachhinein die Narben von einem Autounfall verschönern lassen, die Spuren von DDR-Gewalt!!!
    Unverdienter Wohlstand, der mit Lug und Trug am eigenen Volk zustande gekommen ist, ist nie von Dauer.
    Der Untergang einer Hochkultur steht bevor.
    Das was Ihr modern nennt, das nenn ich pervers, anmaßend und dem Ekel verfallen, allein gutes Benehmen kann Eueren Schein nicht kaschieren, habt Ihr Euch jemals gefragt warum mit Euch niemand etwas zu tun haben will, denn Euere Feiern sind keine Feiern, sondern Entgleisungen und „the russian way of live“, weil Ihr ohne Alkohol Euch nicht traut!
    Viel Spaß!!!! Jeder der in Deutschland in einem ehrlichen demokratischen Elternhaus aufgewachsen ist und der die Geschichte nicht leugnet, lacht sich über Euere Leitkultur kaputt!!!
    Werte? Die habt Ihr doch alle kaputt gespielt!
    Das ich nicht lache!!!! Gerade Ihr seid für mich nicht besser als die Leute in Neukölln und in Marzahn, weil ihr mindestens genauso leugnet! Mir war der Reichtum der echten Oligarchen wesentlich lieber, als Euer angeblicher moderner Scheiß!!! Das was Ihr bietet ist Werteverfall und Wegwerfkultur und dann denkt Ihr auch noch, Ihr seid voll im Trend!!!!Es gibt auch ein Volk, was sich nicht verdummen läßt, weil es realistisch einschätzen kann, was es kann und was nicht.
    Leugnet nur weiter Geschichte und macht so weiter, ist Euch unter den Nazis egal gewesen, ist Euch egal gewesen dass wir 40 Jahre DDR hatten und nun müssen alle damit zurecht kommen. Betrügt alle Menschen, die nie die Voraussetzungen hatten und glaubt fest daran, dass Euch irgendjemand etwas neidet!
    Ich wollte als Frau nie jedermanns Mädchen sein, nie mit Silikonbusen auf dem Tisch tanzen und nichts anderes können, als gut aussehen!!!!
    Die Beine breit machen kann jede Frau, dumme Politikerinnen haben wir auch genug. Und Männer die dumme Frauen brauchen auch!!!
    Sonst würde Euch ja niemand mehr hofieren und huldigen!!!
    Denn andere für sich arbeiten lassen und anderen Menschen erzählen wollen, wo das Leben lang geht, um hinterher festzustellen das wir einen kriminellen Staat haben, dass hatten wir Deutschen ja nun über 100 Jahre!
    Und ich wollte auch nicht von Mielke geliebt werden!!!
    Die Welt der Reichen, dass ich nicht lache.
    Habt Ihr noch immmer nicht kapiert: „Aber der Kaiser ist ja ganz nackt!“
    Die Geschichte wird Euch wieder einholen, denn Ihr habt jeglichen Bezug zu Werten und zur Realität verloren!!!! Lieber würde ich sterben, als in so einem Lügen und Perversen-Kreis zu verkehren!!! Der Schein der Normalität.
    Geld ist wichtig und nützlich, schmutziges Geld ist und bleibt schmutziges Geld.
    Es ist ein Hohn, wie ihr Euch selbst und andere Menschen belügt und betrügt.
    Für mich ist ein ehrliches Herz und ein klarer, cleaner Geist wesentlich wichtiger als Euere Geistlosigkeit. Ihr steigt in jedes Boot ein, nur um an Geld zu kommen, mit Ehrlichkeit, Verläßlichkeit und Werten wie Achtung anderen Menschen gegenüber könnt Ihr gar nichts anfangen. Weil Ihr Euch selbst nicht achtet!!!
    Wahrscheinlich seht Ihr Euch nicht mal selbst im Spiegel an, weil Ihr denkt, dass Ihr die Tollsten seid.
    Wenn man solche besoffenen Geister und Euere Untersschichtmedien sieht, was fast alle Sender inzwischen betrifft, dann muß man schnell die Fernbedienung nehmen und abschalten, damit man sich nicht bekotzt.
    Das ist die Wahrheit von Menschen, die sich vielleicht doch lieber von Mielke dazu hätten überreden lassen sollen, auf Euch zu schießen, als konsequent zu Gewalt nein zu sagen!!!! Dann müßten wir Euere Lügen und Eueren Schwachsinn nicht weiter ertragen. Die Wahrheit kommt sowieso ans Licht und die Geschichte wird wie immer rückwärts bewertet.

  55. Sie schreiben im Prinzip, dass...
    Sie schreiben im Prinzip, dass es gut ist, dass gerade Sie reich sind und andere Menschen wenig haben, weil Sie in Ihrem Cabrio Messen von Biber hören. Ist das jetzt Ironie oder ist das ernst gemeint?
    Ich denke, Sie unterschätzen Menschen mit geringem Einkommen. Wer kaum Geld hat, kauft nicht bei Aldilidl, Ikea oder H&M ein, weil es an Stilbewusstsein mangelt, sondern weil die Alternative wäre, ohne Möbel zu wohnen, nackt umherzulaufen und Sonnenlicht zu essen. Wenn Arme reich wären, würden Sie bestimmt innerhalb von Wochen lernen, argentinische Rindersteaks zu essen und Versace zu tragen.
    Wird „Tatort Internet“ mit Stephanie von Guttenberg wirklich speziell von „unterpriviligierten“ Menschen geschaut? Als Co-Moderator arbeitet ja schließlich die Ministergattin von Guttenberg und nicht der Jürgen von 9 Live. Gibt dazu eine Statistik oder behaupten Sie einfach mal dreist, diese Sendung würde von Armen konsumiert? Die Bildzeitung hat ja auch Gerhard Schröder als bekennenden Leser.

  56. Ein spätes, herzliches...
    Ein spätes, herzliches Dankeschön für diesen Beitrag. Der Tag endet gut.

  57. AriadneMedea, mein...
    AriadneMedea, mein individuelles Einkommen verdanke ich meiner eigenen Arbeit, und was mehr ist, mit Verlaub, ist schon etwas älter als nur 20. Jahrhundert.
    .
    Jaheira, nun, die Kunstfigur im Text denkt ernsthaft darüber nach, der Autor sieht es natürlich mit Ironie.

  58. schoepka, bitte, gern...
    schoepka, bitte, gern geschehen!
    .
    Krösus, man kann natürlich aus der Art schlagen und sich andere suchen, die es ähnlich treiben, aber nach meinem Erleben ist die ganze Angelegenheit letztlich doch eine, die Unterordnung unter gewisse Selbstversatändlichkeiten verlangt, und das so leicht, dass sie gar nicht als solche wahrgenommen werden. Es ist dann eben so, wie sollte es auch anders sein.

  59. Ariadne, entweder verkaufst Du...
    Ariadne, entweder verkaufst Du Deine sicherlich interessante Geschichte und machst richtig Kohle oder hältst endlich die Klappe. Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall immer noch die unterdrückte Osseliese mimen die nach Kohle schreit stößt bei manch unterprivilegiertem Wessi ganz schön sauer auf.
    Krösus, wie kann man seiner Klasse entfliehen? Ein Protzproll würde sicherlich nicht in unsere Kiosk-Trinkergemeinschaft integriert. Weder Golfschläger noch Cabrio zählen hier etwas. Ein Knast-Tattoo vielleicht. Hier will auch keiner einer anderen Klasse angehören. Man hat sich eingerichtet und kommt zurecht. Die Verachtung durch die bürgerlichen Klasse perlt ab wie eine übergelaufene Flasche Bier. „Freedom is just another word for nothing left to loose“ wird hier tagtäglich ausgelebt. Hier kann sich keiner einkaufen wie in einen Golfclub oder die Rotarier. Und zum Philosophieren braucht man auch keinen Golfclub. Wozu braucht man überhaupt einen Golfclub? Um mit Freunden die Zeit zu vertrödeln und Geschäfte anzubahnen? Geht auch am Kiosk mit Würfeln und Karten. Nur dass die deals hier nicht so groß und illegal sind. Sogar ein Freudenhaus ist ganz in der Nähe. Also, warum denn in die Ferne (Golfclub, Malle) schweifen?

  60. Staunend werde ich inne, daß...
    Staunend werde ich inne, daß man Ariadne und Medea zugleich sein kann. Dazu kann eine(n) nur eine unerwiderte Liebe zu verblichenen Stasi-Chefs befähigen.
    Dennoch, Don: Allmählich wird’s ernst für Ihr Oligarchen-Konto aus längst entschwundenen Jahrhunderten. Rüber mit der Kohle in den vergewaltigten Osten! Christian Wulff scheppert schon mit den Bundesverdienstkreuzen.

  61. Re dunnhaupt 7.11 um 20.38h ...
    Re dunnhaupt 7.11 um 20.38h „Elitometer“
    Doch wenn gerade Hinz und Kunz Golf spielen muss man/frau einen anderen Sport entdecken, oder? (Squash, Croquet z.B. oder was sonst?) Es gibt doch die sog. „inverted snobbery“.
    P.S. Meine Mutter wurde nie eine neue Gucci Handtasche kaufen; die alte die sie 1981 erwarb liess sie bei Gucci in Zürich vor ca. 15 Jahren „auffrischen“.

  62. Einkommenssteuer...
    Einkommenssteuer wohnortabhaengig super

  63. ganz schnell, da früh,

    habs...
    ganz schnell, da früh,
    habs mir doch gedacht, was blieb Ihnen denn anderes übrig um aus der Casch-mir (selbstverständlich mit V.Ausschnitt)
    Falle rauszukommen?
    Die vergessene Merinowolle, selbstverständlich mit Rundhals und Hemd drunter,
    das Hemd hat Knöpfe am Kragen. Wo a la.
    Und bitte lieber Alfons,
    laß das gequacke über Berlin. In Berlin leben Politiker, Lobbymenschen,
    Journalisten und Studeten, versorgt von Abschreibungs-Projekten und
    1 € to Go, Gogo-4 Sterne Buden.
    Wie willst du aus diesem Gebräu da oben eine zivilisierte Stadt schaffen.
    Das mach mir mal vor.

  64. <p>Lieber Don...
    Lieber Don Alphonso,
    ein gelungener Beitrag – für hüben wie drüben.
    Es gibt – so möchte ich hinzufügen – auch eine Möglichkeit der Entledigung des Privilegierten-Zwanges für obere Schichten; man muss dazu lediglich die Dimension wechseln:
    Man sei wieder Kind! Kinder sind alle gleich. Jedes Kind spielt mit jedem anderen Kind – schichtenunabhängig (bis die Eltern einschreiten).
    Auch der Oberschichts-Angehörige kann frei von Zwängen werden, wenn er sich wie ein Kind verhält.
    Einfach ausprobieren: es geht und ist schön! (Habe ich mir sagen lassen ;-)

  65. Zusatz zu den unartigen...
    Zusatz zu den unartigen Kindern.
    Stimmt, ganz richtig, der Bürger (ich meine jetzt den spießigen Chabrol-Bürger)
    in Berlin ist weg, oder es gibt einfach zu wenig. Warum auch immer.
    Also Ver WG t man die guten 140 Quatratmeterwohnungen (Zimmerdecken hoch
    3,20, Fußboden Dielen) an die unartigen und unreifen Jugendlichen, die unter dem Motto Ihrer Eltern, wir haben die Nase voll von Euch, ja,ja wir bürgen für die
    Miete, macht einfach daß ihr nach Berlin kommt. Wir wollen unsere Ruhe.
    Da strömen Sie nun daher aus Hamburg und München mit dem BAFÖG in der
    Tasche in die offenen Arme von Wowi, arm aber sexy. Für Clubs reicht die Kohle
    nicht, dafür sind sie der Schrecken eines jeden Hauses, da die Wohnung 4 x im Monat zur Stehbierhalle dient. Das alles unter dem Motto, kommen darf jeder der 2 Biere tragen kann.
    Hieraus habe ich gelernt daß das Aphorismus:
    Um das Niveau zu heben, muß man die Ansprüche senken.
    nicht stimmen kann.
    Denn drunter gehts nimmer.
    Wie der Westdeutsche Wohlstandsmüll zu behandeln ist, weiß hier keiner so richtig.
    Nur gut, daß die Eltern niemals ihre Kinder aufsuchen, die unterbewußte
    Angst, daß sie vielleicht auf die Erziehung ihrer Kinder angesprochen würden,
    hält sie fern.

  66. Wer einmal die Tölzer...
    Wer einmal die Tölzer Leonhardi-Fahrt sah, hat Privilegien mit eigenen Augen sehen können. Da ist man fest in Tracht und Tradition verwurzelt und seiner so selbstbewusst, dass auch ein Münchner Bischof nicht umhin kann, sich einen langen Tag an den Wegesrand zu stellen, und die vorbeiziehenden Privilegierten segnen zu müssen.
    .
    Ach, und der Oleander und das Wandelröschen beispielsweise auf der Terrasse – das sind auch höchst privilegierte Wesen. Denn sie werden gehegt und gepflegt, gedüngt und gewässert, vor Läusen bewahrt und im Winter gewärmt, ohne dass sie irgendetwas dafür tun müssten.

  67. Don, also bitte, das hatten...
    Don, also bitte, das hatten wir doch schon. Loro Piana, dieser langweilige Segelheini, pah! Schauen Sie sich lieber mal den Bruno Cucinelli an, der besitzt wenigstens ein ganzes Kaff.

  68. Also ich muss jetzt doch mal...
    Also ich muss jetzt doch mal sagen, dass der Don ein Naturtalent ist. Er erschien mir heute Nacht wirklich im Traum, saß in einem schwarzen Jackett auf einer uralten, mit rotem, verschlissenen Samt überzogenen Couch vor einem Marmortisch und erklärte mir im bräsigen Ton: „Ein provinzieller Spießer, der ein Freak sein will ist auch nichts anderes als ein beinharter, kosmopolitischer Moralist, der partout die Welt verbessern und damit auch die Menschen umerziehen will!“
    *
    Es gibt nicht viele Leute, die ich persönlich gar nicht kenne und mir dann im Traum erscheinen. Es gibt noch weniger Leute, die es wagen, mir ihre Meinung in das Gesicht zu sagen. Danke, Don! Zu allem Überfluss hast Du auch noch recht!

  69. @Vroni: naaa, wieviel illegale...
    @Vroni: naaa, wieviel illegale Putzfrauen und Schwarzgärtner dort wohl zugange sind?
    @Ephemeride: ach, das Wandelröschen. Es ist nicht mehr, es hat zuviel Unfug getrieben. Lang lebe, nein, lang lebt die Geranie, ob deutsch oder englisch. Die erfreut mit zuverlässigem Blühen, um die kümmert man sich gern.

  70. specialmarke, mehr als den...
    specialmarke, mehr als den Jahresbeitrag an die Bayerische Gesellschaft zur Förderung des Teekannenimportes hat der Don meines Wissens nicht gespendet.

  71. Hansgeier333 – deutsche...
    Hansgeier333 – deutsche Provinzen? Da fällt mir sofort Berlin ein. Ich finde die Haltung nirgendwo so provinziell, wie in Berlin.

  72. yast 2000

    das glaub ich...
    yast 2000
    das glaub ich nicht.
    Schwarze Jackets a la Tom Ford
    tragen Kellner, Bedienstete von Bestattungs-Instituten,
    sonstige Dienstleister, logischerweise Architekten.
    Ein Mann von Welt braucht von allen Dingen der Welt,
    am wenigsten ein Schwarzes Jacket

  73. Das ist ja wirklich...
    Das ist ja wirklich interessant: Der Konservative ist also ein Anbeter des Eigentums, der damit zum eigentümlichen Menschen wird und es sich selbst als Freiheitsgrad gestattet, zum Spießer zu werden. Der freiwillige Spießer ist also ein persönliches Geschenk an sich selbst, um mehr Zufriedenheit zu erlangen. Worum es ja letztlich im Leben geht…
    *
    Der im weitesten Sinne linke Moralist ist dagegen unzufrieden, weil er die Welt retten muss und sich daher ständig im Widerstreit mit seiner Außenwelt befindet. Im Freudschen Übertragungssinne will er aber mit der ‚Gesellschaft‘ eigentlich seine Eltern retten, was unmöglich ist, weil diese bereits als Spießer zufrieden sind. Gleichzeitig ist er aber die Keimzelle neuer Ideen und damit für den Fortschritt der Gesellschaft wichtig…
    *
    Dann erfüllt aber der Konservative die undankbare Aufgabe einer Bremse in der Gesellschaft, die sich zu schnell oder aber in die falsche Richtung bewegt. Nur, wer bestimmt das? Angesichts der wechselvollen deutschen Geschichte kein ganz unsymphatischer Gedanke, muss ich offen sagen; man muss ja als bekennender Konservativer auch nicht sein Gehirn an der Garderobe abgeben.

  74. @ Der Tiger
    *
    Es gibt nur noch...

    @ Der Tiger
    *
    Es gibt nur noch ganz wenige echte Berliner, die verbal aus der Hüfte schießen können. Berlin wird ja seit über 50 Jahren von einer Unmenge an Provinzlern geflutet, die die Stadt nie verstanden haben und sogar Bürgermeister werden wollen. (‚Mein Freund, der Baum‘ und so…) Die echten Berliner haben erlebt, dass ihre Stadt und ihre Familien über 28 Jahre lang geteilt waren. (Ich bin vor dem Mauerfall mal in meine eigene Heimatstadt ausgereist, das soll mir erst mal jemand nachmachen.) Berlin ist übrigens keine Provinz, wie New York oder London auch keine Stadt, sondern eine Metropole, in der auswärtige Landeskinder und echte Auswärtige zu Recht ihr Glück versuchen. usw. usf.
    *
    Vielleicht sollte man mal einen Blog über Berlin versuchen, so wie Don Alphonso einen über den Tegernsee hat.

  75. kiss me Tiger, kiss me...
    kiss me Tiger, kiss me Tiger,
    richtig,
    deshalb sollten die Vielen die sich auf den Weg nach Berlin machen,
    nicht dort Ihre verlorene Haltung suchen .
    Lichtenberg:
    Die größten Dinge werden durch andere zuwege gebracht,
    die wir nichts achten,
    kleine Ursachen, die wir übersehen,
    und die sich endlich häufen

  76. Ach warum schuf die Natur
    Mich...

    Ach warum schuf die Natur
    Mich zur Kammerjungfer nur?

  77. Ich hoffe, wir bleiben von...
    Ich hoffe, wir bleiben von ungarischen Gräfinnen verschont.
    .
    yast2000, das wäre aber vermutlich eine traurige Angelegenheit – und ausserdem versucht sich schon die Konkurrenz darin:
    .
    http://blog.zeit.de/berlinjournal/
    .
    Ohne jetzt den ganz durchschlagenden Erfolg zu haben. Berlin ist einfach nicht interessant.

  78. Und weil einmal Versagen nicht...
    Und weil einmal Versagen nicht reicht, probieren si es jetzt schon wieder:
    .
    http://blog.zeit.de/filter/

  79. sterne, in der Tat gibt es...
    sterne, in der Tat gibt es zwei Themenkomplexe, die ich immern wieder mal anschreibe und dann aufgebe: Das eine ist das verhältnis zu käuflicher Zuneigung und das andere zu Mildtätigkeit. Beim ersten Thema habe ich keinerlei Erfahrungen, beim anderen – das ist mir irgendwie zu haarig.
    .
    muscat, ich ziehe halt irgendwas aus dem Kleiderschrank. Ich bin da nicht so. Hauptsache, es hält beim Fahren warm und sieht nicht schlimm aus.

  80. Berlin ist einfach nicht...
    Berlin ist einfach nicht interessant.
    richtig
    man versuchte es nie mit Kir Royal, sondern mit Persico.
    errinnert mich an den unleidlichen Abend an dem Rainer Maria in einem
    Lokal unweit des Savigny-Platzes (nicht das in der Kantstraße)
    grölend kundtat: Ich bin der größte lebende Resi in Deutschland.
    Was umgehend vom Nebentisch.
    Wir wissen das Rainer ,beantwortet wurde.
    Berlin ist die Hauptstadt der Ignoranz.
    Und das ist doch sonnenklar, das macht bestimmten Spezis schwer zu schaffen.

  81. @Don Alphonso

    Warum ist...
    @Don Alphonso
    Warum ist Berlin nicht interessant? Ehrliche Antwort… :-)

  82. Weil dort krampfhaft versucht...
    Weil dort krampfhaft versucht wird, Berlin und interessant zu sein. Man muss sich doch nur das Blog der Zeit anschauen: Man betütelt sich gegenseitig und ignoriert den Umstand, dass es ausserhalb von Berlin-Mitte niemanden interessiert. Nur eine Blase.

  83. Vielen Dank fuer den Artikel,...
    Vielen Dank fuer den Artikel, endlich ist mir klargeworden dass die Texte nur dann wirklich Sinn ergeben, wenn man akzeptiert dass Don Alphonso eine Kunstfigur ist. Das heisst also, dass man sich sowohl mit dem Autor, als auch der Kunstfigur beschaeftigen kann, und auch der Beziehung zwischen den beiden.
    Ich bin ein naiver Naturwissenschaftler und verwende gerne die Annahme, dass es nur eine Realitaet gibt, die nicht von unseren Gedanken ueber sie abhaengt. Daher mein Glaube, dass die Aufgabe jedes Wortes in einem Text darin besteht, bei der Vermittlung genau eines Gedankens zu helfen.
    Nun haette ich eine technische Frage, die wahrscheinlich nur unglaeubiges Lachen hervorrufen wird: Ist die Freude beim Lesen von Don Alphonsos Gedanken eine Folge des Verstandnisses wie sich Autor und Kunstfigur zu einander verhalten, oder koennen die Texte auch ohne weitere Filterung genossen werden? Das heisst, hat man mehr Spass, wenn man sich die zugrunde liegende Realitiaet vor die Augen fuehrt, oder ist das nur eine Zeitverschwendung weil es um die Realitaet nicht geht.

  84. @DA Auch wenn Sie ihn nicht...
    @DA Auch wenn Sie ihn nicht mögen:
    „Welt am Sonntag: Sie waren unter anderem bei der NPD, in einer riesigen Moschee, in der Gedenkstätte Dachau, bei DDR-Nostalgikern – sind Sie jetzt eigentlich klüger als vorher oder eher verwirrter?

    Broder: Mitten in unsere Reise platzte die Enthüllung, dass im Außenministerium der Nazis echte Nazis gearbeitet haben sollen. Auf so einen Witz muss man erst mal kommen. “
    http://www.welt.de/fernsehen/article10768343/Deutsche-haben-Talent-sich-selbst-niederzumachen.html
    zu Berlin: – D I S C L A I M E R Lesen Sie diese Web-Site nur nach Rücksprache mit Ihrem Beichtvater oder Psychotherapeuten-
    http://www.kreuz.net/article.12161.html

  85. Das ist doch logisch, der...
    Das ist doch logisch, der Berliner ist kein Berlin-Mitte-Typ.
    Was soll er bitte mit dem WischiWaschi-Hedonismus von überall her
    anfangen.Berlin Mitte ist der Tummelplatz der Touristen.
    Da hats man schon schwer, als Münchner ,ist eh klar, die Ewigkeit und
    dramaturgische Schwere von Schwabing kann nicht ersetzt werden-
    In Berlin zieht die Karawane einfach weiter, wenns denn sein muß, wird noch
    Britz zum Szene-Viertel inszeniert.
    In den 80ern war Berlin voll mit Malern,
    heute sind wir voller Autoren, wer in Berlin wohnt: schreibt 1 Buch.
    Die Maler sind gegangen, die Autoren werden folgen, was dann kommt
    werd ich auch noch erleben

  86. @ Don Alphonso
    Das ist richtig...

    @ Don Alphonso
    Das ist richtig und hat wirklich damit zu tun, dass Berlin von Provinzlern geflutet wird, die dort wie kleine Kinder versuchen, Großstadt zu spielen. Aber diese aufgeregte Ödnis von sich selbst verwirklichenden Dorftrotteln gehört nun mal zu einer Metropole dazu, dass ist in New York und London oder auch Paris nicht anders. Spannend wird die Geschichte doch dann, wenn man sich die politische Klasse in Berlin mal unter diesem Gesichtspunkt anschaut: Die kommen hier nämlich auch nicht klar, weil sie keinen Bezug zu ihrem Zuhause haben; deswegen gibt es ja diesen ‚Raumschiff-Effekt‘ der Regierung, der diese Woche übrigens auch von Peter Sloterdijk im SPIEGEL frontal angegangen wird. Als Templiner kann man natürlich sagen, ‚Multikulti ist tot‘, als Berliner kann man das nicht, wenn man irgendwann noch einmal durch Kreuzberg oder Neukölln ungeschoren durch die Straßen spazieren will.

  87. @Florian
    *
    Der Kniff, durch...

    @Florian
    *
    Der Kniff, durch die Schaffung eines alter ego eine ironische Distanz zu sich selbst zu schaffen, ist künstlerisch uralt. Seine Ursprünge gehen auf den ‚Simplicissimus‘ zurück. Das Neue, wirklich Komische an Don Alphonso ist aber, dass er diese ironische Distanz zu sich selbst nicht zur eigenen Überhöhung benutzt, sondern um Ansichten und Lebensweisen zu schildern, die eigentlich veraltet sind. Und seine Leistung besteht darin, dass er die verschiedeneen Perspektiven auseinanderhalten kann, was eine echte intellektuelle Leistung ist. Er nimmt in Robert Musil’s Sinn eigentlich ‚Urlaub von sich selbst‘ und schreibt gegen eine Moderne an, die ihm (dargestellt durch Kunstfigur) zu rational ist.
    *
    P.S. Naturwissenschaftler sind niemals naiv, sie denken nur anders. Physiker gelten z.B. als ‚intellektuelle Allzweckwaffen‘. (Klimaforscher ausgenommen ;-)

  88. @ Florian
    Wegen Ihre...

    @ Florian
    Wegen Ihre „technischen“ (ist doch nicht technisch, mönsch) Frage:
    Es geht m. E. um das Geflirre. Seriöser ausgedrückt: den Spannungsbogen dazwischen: zwischen den Behauptungen einer zynischen großbürgerlich tuenden Kunstfigur und dem, was er wirklich ist. Das ist der Dreh, auf Neudeutsch: Spin. Dreh zwischen konservativ tuenden Behauptungen, die näher betrachtet gar nicht so konservativ sind, sondenr mit den Schubladen spielen. Mit diesem Spin kann man mitten im Nest des Feindes die unmöglichsten oder rebellischsten Sachen hintenrum sagen, ohne je dafür eine gelangt zu bekommen :-) Man ist wie ein Pfund Seife: Duftend aber Glitschig. :->. Das triggert die „normalen“ Leser, denn zynisches großbürgerliches Rumgekotze regt viele auf. Das triggert aber auch den konservativen FAZ-Leser. Es regt ihn auch auf, denn es ist ihm möglicherweise zu wenig großbürgerlich oder es schimmern Risse durch, die ihm wenig behagen. Das Don’sche Triggern ist aber immer noch witzig. Hat aber etwas nachgelassen. Vergleich dazu: die Zeitschrift aus Hamburg mit den großen Buchstaben triggert auch unentwegt. Aber alles andere als witzig, sondern platt an dumpfe Regungen.
    .
    So einen schlauen Spin versuchen auch manche Kommentaristen. Das macht das Blog hier für einen Zyniker-Leser so lesenwert, dass viele den von ihnen bewunderten Spin nicht so gut hinkriegen. Sie verraten durch Scheinpositionen (die sie dann nicht richtig durchhalten) dem geübten Leser mit der schwarzen Seele mehr über sich, als ihn lieb ist. :-). Vom Don aber weiß man immer noch nix Gscheids. Außer, dass er in einer Rentneridylle wohnt. Doch selbst das ist nicht kalr, denn er wohnt auch woanders. Außer man kennt ihn persönlich (und dann mehr persönlich als durch bloßes Händeschütteln.) Wahrscheinlich ist er schüchtern und hasst laute Geräusche…

  89. Die "Fledermaus" und der Blog...
    Die „Fledermaus“ und der Blog hier — ich seh da keinen grossen Unterschied.

  90. Was meinst du:

    sind wir hier...
    Was meinst du:
    sind wir hier Alle Clowns in der Manege?

  91. @Don

    Leider mal wieder falsch...
    @Don
    Leider mal wieder falsch in der Analyse, die ganz Welt interessiert sich für Berlin, doch keiner für den Tegernsee. Aber dieses Trauma werden Sie auch eines Tages bewältigen, freilich nur in Therapie.
    Und was den Kleidungsfetisch angeht, hätten Sie auch jemals nur kurz Berührung mit Intellektuellenkreisen gehabt, so wäre die Erkenntnis präsent, das der Träger eines H&M-Shirts oftmals geistreicher, ethischer und moralischer als der eines teureren Modells ist, denn im Fordergrund steht als Lebensanspruch nicht der Fokus auf den schnöden Mammon sondern geistige Leistungen.

  92. @Florian: bei einem gelungenen...
    @Florian: bei einem gelungenen Text funktioniert beides. Ich hatte mich nach dem ersten Ansehen von „Leben des Brian“ gefragt, wie man den Film ohne gehabten Lateinunterricht, Bibel-, Religions- und Politikkenntnisse richtig lustig finden könnte, konnte etwas später an ebensolchen Anderen dann aber feststellen, daß es trotzdem sehr gut funktionierte.
    @DA: die Berliner Westviertel haben nicht wie die Tegernseer eine solche dralldreist ungebrochen wohlhabende Geschichte; die Vereinigung hat in West und Ost zu Bedeutungs- und Wohlstandsverlusten geführt. Die ganzen Blogs werden von Zugezogenen bestückt, die echten einheimischen Berliner selbst sind mehr damit befaßt, den Alltag zu überstehen und äußern sich wenig öffentlich (und wenn, dann ist es idR die Kleingärtnerfraktion).

  93. @Florian – ich habe nicht...
    @Florian – ich habe nicht ungläubig gelacht, sondern ihre Überlegung interessant gefunden. Ihre Frage beschäftigt mich schon seit längerem, denn warum ich Dons Blog von Anfang an amüsant fand, würde ich auch gerne wissen. Ich denke, das Talent einen Blog zu unterhalten (was mehr ist als nur Beiträge und Kommentare zu schreiben) hat man, oder man hat es nicht. Zum Vergleich:
    .
    @Don, ich habe mir blog.zeit.de/berlinjournal angeguckt, so ein Kitsch! Und dann gibt der Kerl auch noch an, dass er neben seinem Vollzeitjob zwei Bücher zu publizieren gedachte. Die sind sicher genauso kitschig und einfallslos wie sein Blog Beitrag.

  94. Ich will glauben, daß Mario...
    Ich will glauben, daß Mario Barth in den angeblich so miefigen 1950ern unmöglich gewesen wäre.
    Paar Jahre später gabs aber schon einen, nannte sich Cookie ,
    die Sendung hieß wohl seventy-seven-sunset-strip.
    Gewisse Ähnlichkeiten und Banalitäten sind nicht auszuschließen.
    Virgilisch war die Sen dung nie.

  95. Aber welches ist nun die Stadt...
    Aber welches ist nun die Stadt in D, die mit Berlin am wenigsten Ähnlichkeit hat?
    .
    Augsburg vielleicht?

  96. Wie durch Paris die...
    Wie durch Paris die Seine,
    fliesst das Mittelmeer durch Afrika.

  97. @Florian: um Ihre Frage zu...
    @Florian: um Ihre Frage zu beantworten: ich denke, sowohl als auch. Gucken Sie sich die Beiträge der Autoren hier an. Sie wissen dabei gar nicht, ob es sich dabei um wirkliche Symphatisanten handelt (also reale Personen) oder ebenfalls um Kunstfiguren, über die reale Personen vielleicht ihre geheimen Wünsche reflektieren. Sie können letztlich also alles reininterpretieren.

  98. ich wüsst' so gern, wie denn...
    ich wüsst‘ so gern, wie denn ein „Toskana (mit k) -Bunker aussieht!

  99. Sehr geehrter Herr Colorcraze,...
    Sehr geehrter Herr Colorcraze, habe meine Zweifel ob unser Gastgeber bis ins Berliner Westviertel vorgedrungen ist – da in Dahlem, wo der Herr Superintendent wohnte, der freundlich ältere Herr, der im Bus zu sterben beliebte.
    Der einzige Unterschichtler den ich näher kenne – wissen, Sie so jemand zudem man in der Schule sagte, als er als Berufwunsch KfZMechaniker nannte, er solle mal nicht träumen, Aushilfsschauermann sei doch auch ganz ordentlich – so jemand, der kein Kaschmir trägt, viel zu teuer, so einer macht um die ganzen Schnundmöbelläden einen Riesenbogen und klappert sämtliche Trödler ab, weil er nur Vollholz traut und ässe auch nie einen Döner, weil er der Kühlkette misstraut.

  100. Diese Neukleidungstrends mit...
    Diese Neukleidungstrends mit Werbeträgerplastiksäcken a la Wolfskin, North Face uva. haben aber auch sowas von uniformen Charakter, dass ich sie trotz Wasser- und Windfestigkeit nie kaufen würde. Oft sind es gerade auch die offensichtlich unrobustesten und -trainiertesten die sich mit solcher Outdoorkleidung labeln, wofür sie ansich viel Geld bekommen müssten, anstatt es auszugeben, da sie bei einigen Herstellern nicht nur Logo und Namen auf einer Körperhälfte, sondern gleich auf Vor- und Rückseite tragen. Die Innenstädte auch in D sind inzwischen voll von solchen unindividuellen und unkreativen humanen Werbeträgern, keiner hat mehr Mut zum eigenen Stil, angepasst wie im Kopf so auch in der Kleidung.

  101. @Florian
    Sie sollten sich...

    @Florian
    Sie sollten sich vielleicht mal ein wenig mit der Erkenntnistheorie beschäftigen.
    Also, es mag sein, dass es nur eine Realität gibt, die Realität wird jedoch von jedem subjektiv wahrgenommen. Es ist also völlig müßig sich zu fragen, ob man mehr Spaß mit den Texten des Dons hätte, wenn man mit nur mit der ‚Realität‘ vertraut wäre.
    Und selbst wenn Sie davon ausgehen, dass die Aufgabe jedes Wortes in einem Text darin besteht, bei der Vermittlung eines Gedankens zu helfen, kann der Gedanke ja auch der folgende sein: Dass der Text von möglichst wenigen Leuten verstanden werden soll. Das finden Sie im deutschen Wissenschaftsbetrieb ziemlich häufig.

  102. Don Alphonso08. November 2010,...
    Don Alphonso08. November 2010, 11:59
    ‚…sterne, in der Tat gibt es zwei Themenkomplexe, die ich immern wieder mal anschreibe und dann aufgebe: Das eine ist das verhältnis zu käuflicher Zuneigung und das andere zu Mildtätigkeit. Beim ersten Thema habe ich keinerlei Erfahrungen, beim anderen – das ist mir irgendwie zu haarig. …‘
    Don, das ist dasselbe Thema: ‚Käufliche Zuneigung‘ ist Ausdruck materieller, ‚Mildtätigkeit‘ ist Ausdruck ideeller Prostitution im nichtsexuellen Sinne.

  103. Puh, Vroni, das musste jetzt...
    Puh, Vroni, das musste jetzt nicht sein.

  104. Zeitgeistbeobachter, ich...
    Zeitgeistbeobachter, ich denke, da steht einfach der Wunsch im Vordergrund, dass es praktisch wie ein Rentnersack sein soll, aber etwas anderes vermitteln.
    .
    yast2000, es ist nicht so einfach, über etwas zu schreiben, von dem man entweder keine Ahnung hat, oder nicht verstehen kann, was man letztlich bewirkt, weil man Armut nicht kennt. Beide Themen sind einfach zu fremd.

  105. Da gabs mal einen Herrn...
    Da gabs mal einen Herrn Kierkegaard, der legte sich anfänglich massig Namen zu,
    seine Begründung hinterher war einleuchtend:
    es war die Furcht,für das Geschriebene vor sich und anderen als reale Person
    einzustehen.
    Er nannte sich einen Souffleur
    Dann sagte er ganz einfach:
    Es ist also in den pseudonymen Büchern nicht ein Wort von mir selbst.
    Irgendwie ein anderer Rimbaud.
    Es mangelt immer am Wissen über die Lebensgeschichte der Bloger.
    Somit darf auch ein jeder drauflos-soziologisieren.
    Zwischen den Zeilen der Anderen, draufrum und auch drumherum.

  106. In meinem Fall: Langweilig,...
    In meinem Fall: Langweilig, normal, durchschnittlich, konfliktvermeidend und eher schüchtern.

  107. steelydan08. November 2010,...
    steelydan08. November 2010, 02:05
    .
    das büdchen als der golfklub der unbemittelten, so habe ich das noch nicht gesehen. hat aber vieles für sich.
    .
    es gab da einen aufsatz von enzensberger über den gesellschaftlichen reichtum, er empfahl damals, ihn zu geniessen, solage es ihn noch gäbe.
    eine gute empfehlung.
    .
    leider wird das absolute privileg, zeit für sich und seine bildung zu haben (sog. akademische freiheit) hier und jetzt und eben abgebaut zugunsten einer verdummung, zurichtung und verarmung der jugend, der das auch noch als bildungsoffensive verkauft wird.

  108. dosto 08. November 2010, 12:38...
    dosto 08. November 2010, 12:38
    „Die Maler sind gegangen, die Autoren werden folgen, was dann kommt werd ich auch noch erleben“
    .
    die architekten waren schon da, bleiben nur noch die musiker.
    wilhelm busch hat dazu das nötige gesagt. das thema ist auch schon durch, aber soviel: ohropax soll da hilfreich sein. oder man geht gleich mit angelegtem i-pod ins konzert.

  109. yast200008. November 2010,...
    yast200008. November 2010, 12:57
    „Physiker gelten z.B. als ‚intellektuelle Allzweckwaffen‘. “
    .
    das können sie der bundeskanzlerin erzählen.

  110. Ich sehe schon, ich muss bald...
    Ich sehe schon, ich muss bald wieder meinem Bildungsauftrag an dieser Stelle nachkommen.
    .
    Berthold v. F., ich hätte ja auch nichts gegen mehr Desinteresse für den Tegernsee, aber diejenigen, die hier bis zu 15000 Euro für den Quadratmeter Wohnraum zahlen, vernehmen den Wunsch nicht. Aber im Ernst: Man muss doch nur mel dieses Zeit-Blog da anschauen: Die Autorin hat sicher viel Ahnung und Szenekenntnis, aber so gut wie keine Resonanz. Das wirklich gur laufende Blog der deutschen Medien schreibt ein mittelalter Bayer aus einer Region, in der sich andere den Urlaub oft nicht mehr leisten können.
    .
    Abgesehen davon: Ich war ja anderthalb Jahre im Zentrum dieser Welt, habe im roten Salon gelesen und in obskuren Kellern gefeiert – und verstehe, dass man sich dort für das Zentrum hält, weil es alle so sehen und bestätigen. Aber am Ende war es halt auch nur die Nebenbühne eines Ostberliner Kafftheaters und ein Keller, der wie alle anderen Keller so modrig wie die Kunst roch, die darin gezeigt wurde.

  111. @Vroni: aaah, lernen von Las...
    @Vroni: aaah, lernen von Las Vegas… (das ist eine Drohung:) 2006 fuhren wir durch Las Vegas und bekamen erzählt, man sei dort äußerst bauwütig, jeden Tag machten 10 Kirchen und 6 Schulen neu auf (keine Gewähr für die Zahlen, aber die Neubauviertel waren unübersehbar). Es beschlichen mich Zweifel an dieser Investition, zumal es hieß, daß der Pegelstand am Hooverdam (wo das Trinkwasser und der Strom herkommen, sonst ist da nur gleißende Wüste) so niedrig sei wie noch nie. Nun ja, die Immobilienkrise kam bald – und mein Mann und ich können sagen, wir haben sie mit eigenen Augen gesehen!
    @icke: Tscha, Dahlem gewiß, aber dort würde man vermutlich eher 2 Wochen im Monat Kirchentagsuppe essen als Journalisten eine Wohnung zu vermieten, geschweige denn verkaufen. (Ich bin übrigens eine Frau. Aber Sie lesen noch nicht so lange mit.)

  112. In meinen Kreisen ist es der...
    In meinen Kreisen ist es der Studienabbrecher, den kann man immer zum Geschäftsführer machen, oder notfalls eben zum Literaten, wenn gar nichts anderes geht.

  113. @DA: Szenekenntnis=Ahnung?...
    @DA: Szenekenntnis=Ahnung? Nanu? Szene ist üblicherweise der Andockplatz für die Außenstehenden, kein „Mischehenvermeidungsball“ (um diese recht treffende Wortschöpfung nochmal zu würdigen). Die Kneipe für alle, nicht die, wo die Einheimischen unter sich bleiben.
    @auch-einer: Ja, die heute 20-30jährigen haben es schwerer als wir. Sie allerdings die ganze Zeit zu bemitleiden hilft ihnen auch nicht. Was sie bräuchten, wären feste Jobs.

  114. Unterprivilegiert käme ich...
    Unterprivilegiert käme ich mir, glaube ich, nur dann vor, wenn Frau Schwarzer eine Laudatio auf mich halten würde.

  115. Ich denke die Musiker waren eh...
    Ich denke die Musiker waren eh auch schon da, so in den 70ern,
    ehemalige Loft-Zeiten -SO 36-
    Kann dazu leider nicht Stellung nehmen, als Bowie aus Amerika nach Berlin kam,
    ging ich nach Amerika.
    Wir beide können uns nicht ausstehen.
    Jetzt ist es mal wieder umgekehrt.
    Ansonsten sind mir jede Menge Heimstudios bekannt, selbst in Dahlem und Wannsee. Alle technisch 1A. Nur am Output mangelt es.
    Als Musikus fühlst du dich ja ans Kreuz genagelt, downladen für Null,
    oder ab ans Apple.Kreuz wenn du es schaffst.
    Der Musiker ist wieder ein Troubadour, er tourt.

  116. Die Diagnose war...
    Die Diagnose war Gedächtnisschwund,
    bei der Untersuchung in der Neuro.
    Sie sagten auch, ich würd’ gesund,
    doch der Schreck fuhr mir bis ins Euro.

  117. @ Don
    wer ist denn auch so...

    @ Don
    wer ist denn auch so Wahnsinnig um über die Berliner Szene zu schreiben,
    die Zeit versucht es auch über Maxim Biller.Jedoch seinen Freundschaftskreis
    als -Die Szene- zubeschreiben erzeugt Gelächter, obwohl es bestimmt Teile der Scene sind.
    Es ist auch nicht ratsam bestimmte Wahrheiten über die Scene zu schreiben.
    Du bekommst nämlich in irgendeiner Kneipe auf dem Klo die Bierflasche
    überzogen.
    Auf dem Klo ist die Scene immer antreffbar, aber auch am verwundbarsten.

  118. windsbraut:
    > Also, es mag...

    windsbraut:
    > Also, es mag sein, dass es nur eine Realität gibt, die Realität wird jedoch von
    > jedem subjektiv wahrgenommen.
    Ist zwar ein anderes Thema, aber mit der freundlichen Genehmigung des Moderators moechte ich gerne klarstellen: Das Praktische an der Realitaet ist, dass sie sich nicht aendert, und insbesondere nicht subjektiv ist.
    > kann der Gedanke ja auch der folgende sein: Dass der Text von möglichst
    > wenigen Leuten verstanden werden soll. Das finden Sie im deutschen
    > Wissenschaftsbetrieb ziemlich häufig.
    Um die Realitaet effizient zu beschreiben wurden zahllose Fachbegriffe erfunden, deren Bedeutung sich Laien oft verschliesst. Missbrauch laesst nicht den Ruecklschluss zu, dass die zugrunde liegende Idee falsch ist.

  119. @windsbraut:
    Bielefeld?...

    @windsbraut:
    Bielefeld?

  120. @Foersterliesel
    ganz ein...

    @Foersterliesel
    ganz ein anderes Thema: Was mir als Gastarbeiter in Aut auffällt ist diese unglaubliche Abneigung gegen den Formel 1 Fahrer aus Hessen.
    Wie schnell „Nationalismus“ wieder aufblühte
    Man beacjhte dies ist eine Diskussion im Standard, über andere zeitungen will ich gar nicht reden:
    http://derstandard.at/1288659806690/Man-bleibt-sich-treu
    Apropos der Kommentator in RTL und für alle Fluggäste:
    http://www.rvs.uni-bielefeld.de/publ…S/ComAndRep/LaudaAir/LaudaRPT.html

  121. Das unkontrollierte Klonen von...
    Das unkontrollierte Klonen von Jack-Wolfskin-Menschen und ähnlichen Spezies in Funktionskleidung ist die Hauptgefahr, die unsere Gesellschaft von innen zerstört.

  122. Ach Don, anderthalb Jahre aus...
    Ach Don, anderthalb Jahre aus der Provinz in die Großstadt. Viele Provinzler sind ihr ganzes Studium und länger hier, verstehen die Stadt jedoch nicht im Ansatz, aufgrund eigener unzureichender Kultivierung und Vorbildung und stattdessen Dogmenverhaftung, und verschwinden dann klangheimlich wieder, was der Stadt dann wieder sehr gut tut. Schade nur, dass sie es nicht früher lernen, dass man mit irgendwelchen Kleidungskodizes und snobistischen Trivialia in einer Stadt wo Geist, Kreativität und Innovation mehr zählen selbst nicht zählen. Die dann dauerhaft bleiben, passen meist von Anfang an oder sich irgendwann gut an das kosmopolitische Großstadtleben an. Und dass Sie die Stadt nie verstanden haben, vielmehr überfordert waren, haben wir gelesen und ihre Abwesenheit und Flucht an den Tegernsee war dann wohl der weisere Entschluss, für alle Beteiligten. Wie müsste mir langweilig sein, wenn ich tagein und tagaus über eine so unbedeutende Gegend von unzähligen weltweit wie Tegernsee schreiben müsste. Berlin hingegen ist global einzigartig und da lohnt es sich seine kostbaren Lebensjahre wirklich intensiv zu leben. Danke Gott dafür!
    Aber das bezieht sich natürlich nur auf die fiktive Figur des Don, Parallelen mit real lebenden Personen wären nur sehr sehr zufällig. ;-)

  123. Genau das meine ich mit der...
    Genau das meine ich mit der ignoranten Blase: Ausgepustete Belanglosigkeit. Arm und unsexy, aber eingebildet bis sonstwo. Kleinkariert und grossmäulig. Ich bin sicher kein Apologet Bayerns, aber da rennt wenigstens nicht mehr jeder rum und versucht krampfhaft, den anderen von der Idealen Welt zu überzeugen. Aber bitte, ich will niemanden bekehren: Genauso, wie für manche Vorstadtkinder Rapvideos gut sind, werden manche Schwaben Berlin lieben.

  124. Zur Stuetzung der muscatschen...
    Zur Stuetzung der muscatschen Behauptung (der filouschen Vermutung) dies hier:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727976,00.html

  125. @BertholdIV: (Kreuz.net mit...
    @BertholdIV: (Kreuz.net mit Bildzeitung) da haben Sie ja was aufgegabelt. Zur Personalie kann ich mich nicht äußern, da ich über den fraglichen Herrn überhaupt nichts weiß, aber das Bild’sche Empfangskomitee dürfte schon das sein, mit dem er irgendwann in Berührung kommt, wenn er hierherzieht. Daß es in dieser Stadt Katholiken gibt, macht sich wenig bemerkbar – oder nimmt irgendwer Wowereit als katholisch wahr (er ist es wohl)? Die letzten beiden Dinge, die ich von der katholischen Kirche hier in Erinnerung habe, waren die Schulden, entstanden durch allzuviel Armenfürsorge, und die Promotion der „proReli“-Abstimmung. Daß Kardinal Sterzinsky nach wie vor Erzbischof ist, erfuhr ich erst jetzt durchs Googeln…

  126. @DA: ach, wärnse halt mal im...
    @DA: ach, wärnse halt mal im Rogacki Fischsuppe essen gegangen und zum Dessert ein Stück Kuchen draußen. Dort herrscht nicht nur Herz und Schnauze, sondern da wird auch wirklich Material bewegt. Nur an Zehlendorfer Rechtsanwälten darf man sich nicht stören.

  127. Bei Ihnen eine schlüssige...
    Bei Ihnen eine schlüssige Handlung: Medien-, Finanzamt-, Klassentauglich… aber Respekt. Es gibt nix Gutes ausser man tut es. Sollen Sie sich doch alle über die Fließbänder und die damit meist guten Sozialleistungen freuen. Selbstbestimmung ist halt teilweise anstrengender…

  128. Schon wieder die...
    Schon wieder die Berlindebatte.
    Gääääääääääääääääääääääähn.
    .
    Wer von Augsburg nicht reden will, soll von Berlin schweigen!
    .
    Damit Silentium und gute Nacht.

  129. @colorcraze
    Ja mit kreuz.net,...

    @colorcraze
    Ja mit kreuz.net, da habe ich was aufgegabelt. Man muss wissen wie manche in der RKK „ticken“. Warum reden wir nur von Muslimen, die nicht auf dem Boden der Verfassung stehen… Vielleicht ist diese ja bei Anhängern von kreuz.net gar nicht immer konsensfähig – Ist ja nur eine Verfassung von Personen geschaffen, die im Irrtum sind, also nicht in der RKK (Die Sedisvakanz-Anhänger lasse ich jetzt außen vor, dann würde es noch komplizierter werden)

  130. Irgendwie muss ich dann doch...
    Irgendwie muss ich dann doch ein wenig kommentieren, bevor ich an meinem eigenem Kommentar vor Überdruck an Wut ersticke.
    Für den Schreiberling, der sich als „priviliegriert“ bezeichnet, ist es eine Sache von Markenkleidung und gesellschaftlichen Verhalten, was( man möge es ihm doppelt vergönnen)dem jungen Herren von allmächtigem Geblüt Gebrechen verursacht. Ist also Erfolg ,ein gutes Auskommen mittlerweile ein Privileg für den armen ,armen Sportwagenfahrer? Ist es ein Privileg mit klassischer Musik im Sportwagen zu sitzen? Ist es ein Privileg seinen Urlaub in Kurortenähe zu verbringen? Ist es also soweit ,die Millionen verdienen nur die „Priviligierten“.
    Was für eine Schwachsinnsweisheit.Aber so spricht nur einer,der das Eierschaukeln sich nicht verdienen musste und der sich für etwas Besseres hält, was er im Grunde aber nicht ist, denn im Zweifelsfalle ist er genauso sterblich, hat dieselben Bedürfnisse, wie all seine treuen Gefährten der Welt, die ohne Privileg eine Karriere gemacht haben, die jeden Tag ihrem Traum zum Glück schrittweise näher kommen und der kann so unterschiedlich aussehen, oder eben kleine Bildungsbürger mit der „Hartz4 GoldCard“. Es ist der Weg der die Zufriedenheit ausmacht, aber selten das Ziel , das einen befriedigt. Es ist der Antrieb weiterzugehen und neidlos auf die goldenen Teller glotzen zu können, Champagner zu trinken und dann mal wieder einen Asti,um dann festzustellen: Freunde,das was mich priviliert (mich auszeichnet) ist die Gesellschaft in der ich mich befinde, Menschen mit denen ich etwas teilen kann z.Bsp gute Gespräche, Essen etc. Ich teile gerne, das priviligiert mich, das macht mich erst edel und gut und nicht welche Markenklamotte ich trage. Ich trinke gerne einen Schluck trockenen Rotwein und höre dazu ausgesuchte Werke von Brahms oder eine Oper von Verdi.
    Ich brauch kein Privileg , das mich zum gebildeten Menschen und zum Herren erhebt. Denn mein Privileg ist, das ich keine Unterscheidung zwischen Schichten mache,es ist mir egal woher einer kommt. Solange ich mit demjenigen kommunizieren kann, bin ich priviligiert durch dessen Präsenz.
    Als ob Mißgunst den „Unterprivilierten“ auszeichnen würde und die Zufriedenheit das neugepredigte Wasser, die Welt besser machen würde. Erstens ich als Mensch hab diese Schmähungen nicht nötig und wie gesagt ich trinke gerne ein Glas Rotwein. Das Privileg des Priviligierten interessiert mich kurzum nicht. Denn das was er nicht hat, krieg ich umsonst und ohne das Gefühl mir fehlt was.“Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen. Heil den unbekannten höhern Wesen, die wir ahnen!“ Um es mit Goethe zu erklären.
    Und sorry, aber der gehört ganz sicher nicht zu den höheren Wesen!

  131. Um die Debatte zu...
    Um die Debatte zu versachlichen, würde ich vorschlagen ein seriöses soziologisches Institut damit zu beauftragen, im Rahmen einer breit angelegten Vergleichsstudie die Jack-Wolfskin-Quote in einer repräsentativen Auswahl von deutschen Innenstädten zu ermitteln. Um den Ansatz von HansMeier555 aufzugreifen, sollte dabei Augsburg als Index (=100) fungieren.
    Die Ergebnisse werden dann objektiv zeigen, wo Berlin steht.

  132. lieber Berthold IV.
    naja, vor...

    lieber Berthold IV.
    naja, vor allem der Ostösterreicher tönt gern so; gegen die zahlreichen Deutschen die hier arbeiten hat aber kaum wer was. Nicht einmal gegen die Numerus clausus Flüchtlinge. Meine Rennsportkenntnisse und -interessen begannen und endeten auch wieder mit Jochen Rindt, auch irgendwie ein bißchen ein Deutscher. Und Niki Lauda ist nur interessant weil ich die Familie kenne und weil er wirtschaftlich so aktiv ist. Red Bull wird von mir heiß gehaßt, alles ist voll mit diesen schrecklichen Dosen, die schon die Schulkinder zum Jausenpackerl mitbekommen; einmal hab ich sogar einem Kleinkind im Sitzwagerl die Dose weggenommen und der Mutter Geld für Apfelsaft gegeben.
    Taurin (deswegen Red Bull) bekam man früher als Aufputscher in der Apotheke, jetzt bekommt man es nur mehr mit dem Rezept vom Tierarzt (trächtige Katzen bekommen es zugefüttert).

  133. Dr. Hoinz, in Berlin ist...
    Dr. Hoinz, in Berlin ist übermäßig stark North Face präsent, wobei auch Wolfskin nicht zu kurz kommt, aber wohl eher im Süden dominieren dürfte. Die wandelnden Werbelitfaßsäulen nehmen von Tag zu Tag zu, ein Indiz für die wachsende Gleichschaltung, und unter Studenten ein klares Zeichen für die extremen Defizite des Bologna-Bildungssystems.
    Aber zumindest gibt es in Berlin noch genug kreatives Potential, das die zugereisten Provinzlinge immer wieder mit ihrer eigenen Trivialität konfrontiert.

  134. Vor allem gibt es die...
    Vor allem gibt es die Behauptung, dass es sowas gibt – der Woipertinger auf Berlinerisch. Wo soll es denn sein, dieses Potenzial, und wo wirkt es jenseits des Subventionsmolochs?

  135. @ Don: Behauptung? Potential?...
    @ Don: Behauptung? Potential? Subventionsmoloch?
    Auch wenn den Streit nicht lösche,
    ich sag was, ich bin so frei.
    Am Ende verderben viele Köche
    gekonnt den heißen Meinungsbrei.
    … usw. usf. … siehe Link

  136. Liebe Tigerkralle, bin gerade...
    Liebe Tigerkralle, bin gerade in der Bundeshauptstadt, im alten Neureichen-Viertel um den Nollendorffplatz. Auf der Straße ist gutes Deutsch selten. Wie in Ffm. Alles andere macht die Begleitung/Umgebung. Oigohoi hört sich hier an wie HoTschiMinh. Don´s Landsmannschaft soll ja einen atombombensicheren Bunker nebst Paulaner-Direktleitung geordert haben. Hilft aber auch nicht gegen den November-Blues. Die Stadtwerke nehmen gerade die Kunden aus. Zwengs Privatisierung. Da haben alle mitgeholfen. Also passiert nix. Die Privilegierten regieren, die Unterprivilegierten resignieren. Alles beim alten.

  137. Warum wird auf Augsburg ...
    Warum wird auf Augsburg und Bielefeld so gerne abfällig eingegangen,
    während Berlin Frankfurt oder eben der Tegernsee bis zum bitteren Ende
    ausdiskutiert werden ? Sind doch beide gar nicht so übel , denke ich.
    Aber an ein Privileg möchte ich erinnern, daß den Menschen im Ruhrgebiet
    widerfahren ist, anstatt auf der A 40 im Stau zu parken, wie alltäglich,
    konnte man mit dem Fahrrad anreisen und auf Bierbänken und -tischen
    picknicken und was auch immer trinken. Erstaunlicerweise waren sogar
    Leute dabei die nicht in Fallschirmseide gekleidet waren und den Unter-
    schied zwischen dem Schauspielhaus in Bochum, dem Folkwang Museum
    in Essen und dem Adolf Grimme Preis in Marl u.v.a. kennen. Hier besteht
    nicht unbedingt ein kulturelles Vacuum. mfG T.

  138. @foersterliesel
    Zu Niki lauda...

    @foersterliesel
    Zu Niki lauda möchte ich nicht viel sagen, – man kann sich ja den bericht der Untersuchungskomission ansehen auf der Seite der Uni Bielefeld – ich benutze kein Flugzeug seiner Fluggesellschaften…
    Aber die Hasstiraden – ich bin jetzt auch nicht der Fettelfan – und das im Standard erschrecken schon ein bisschen, da ist die nationale Seele anscheinend sehr erregt, wenn andere drohen besser zu sein…
    Auch eine Erfahrung

  139. O Vroni,
    danke für die...

    O Vroni,
    danke für die Aufklärung. Was an diesen Dingern, den neuen, mein‘ ich, toskanisch sein soll, das weiss der Henker. Mit Säulchen vor dem Balkon wären sie Marbellja, nicht? Wieder mal nur ein Aufkleber zum Vortäuschen ersehnten Lebensgefühls.

  140. @Trias Es gibt viele nette...
    @Trias Es gibt viele nette Flecken und zu besprechende Zeitgeisterscheinungen. Auffällig in diesem Blog und deshalb so unterhaltsam ist jedoch, dass sich die „Kunstfigur“ Don konstant für den Tegernsee und sein Leben rechtfertigt und dafür ein eigenes Blog betreibt, das finde ich skurril und ist ganz nach meinem innovativen satirischen Berliner Geschmack. Sicher gibt es auch Blogs für Dinkelscherben, Castrop-Rauxel, Bullerbü, Röhrmoos, Bückeburg, Fuchstal und vergleichbar hoch interessante Orte, die ich jedoch mangels Zeit noch nicht gefunden habe. Ansonsten gilt grds., kennste einen See, kennste alle und ich kann mich rühmen, nicht nur einen zu kennen.

  141. @Globaltraveler. ...
    @Globaltraveler. Dankeschön. lch mag Satire ausgesprochen gern, aber
    es muß doch nicht unbedingt Castrop-Rauxel sein um auf die tatsäch-
    lich vorhandene Kultur im Ruhrgebiet zu reagieren. Unsere Laternen-
    parkenden Kleinwagen werden inzwischen auch nicht mehr über nacht
    eingerußt und manche hatten nicht nur das Privileg in Bayern zu studieren
    sondern auch über zwanzig Jahre im Ausland verbracht zu haben.
    Manche sind trotzdem zurückgekommen, einfach weil sie es immer noch
    mögen. 200 m zur nächsten Kuh, 400 m zum stillgelegten Bergwerk(Zeche).
    Es war ironisch gedacht, aber trotzdem wahr. mfG T.

  142. OOPS! habe ich völlig ...
    OOPS! habe ich völlig vergessen , so eine Art Pointe,
    wenn man einen Alligator gesehen hat kennt man sie alle. mfG T.

  143. @Trias Das ist wohl wahr, das...
    @Trias Das ist wohl wahr, das Ruhrgebiet ist vielfältig und die Menschen oft sehr individuell und auch Berlin sehr zugetan, vermutlich beruhend auf der ebenso unkonstanten und wechselhaften Geschichte im ständigen Fluss. Dabei sind Ruhrgebietler in Berlin auch recht entspannt und unaufgeregt, anders als die Zeitgenossen aus vielen wirklichen Provinzen des Landes, welche für sich annehmen, sogleich nach Verlassen des Hauptbahnhofes erst einmal Großstadt spielen zu müssen, wie es ihnen medial an der heimischen Glotze inszeniert wird. Doch Großstadtleben zeichnet sich gerade durch eine gelassene Souveränität im Miteinander und nicht aufgeregtes, egomanes und präsentes rumlabern und -hopsen aus.
    Übrigens gilt natürlich auch, hast Du einen Elefanten gespürt, kennst Du sie alle.

  144. Gute Nachrichten für alle...
    Gute Nachrichten für alle Privilegierten mit Kindermangel: Höchste Versorgungssicherheit (mit Folsäure, siehe rechts oben) wird mittlerweile gewährleistet!
    Da ich nicht nur Folsäuremangel habe, sondern auch ein Computer-Halbidiot bin: Wie kann man die Werbung auf dieser Seite hier unterdrücken? Ich frage mich wirklich, was in der zuständigen Media-Agentur schief gelaufen ist. Das Banner sollte doch eigentlich auf der amazon-Seite von Thilos Pamphlet erscheinen…

  145. Toskanafraktion....
    Toskanafraktion.

  146. @ Florian
    „Das Praktische an...

    @ Florian
    „Das Praktische an der Realität ist, dass sie sich nicht ändert, und insbesondere nicht subjektiv ist.“
    Falls Sie für Ihre Aussage einen wissenschaftlichen Beweis erbringen können, ist Ihnen der nächste Nobelpreis sicher. Genauso gut könnte ich behaupten, dass Realität eine durch Drogenmangel verursachte Illusion ist.
    *
    „Um die Realität effizient zu beschreiben wurden zahllose Fachbegriffe erfunden, deren Bedeutung sich Laien oft verschließt“.
    *
    Ja, das ist richtig, wie Sie hier so schön selbst beweisen. Denn der Unterschied zwischen Laien und Fachmann ist der, dass letzterer weiß wovon er spricht, eben dass die Annahme einer existierenden Realität, die in irgendeiner Weise auch erkannt werden kann, eben nur eine Annahme ist, die nicht zu beweisen ist. Glaube also, nicht Wissen.
    *Meine Intension es aber eigentlich, Sie darauf hinweisen, dass Ihre Annahmen Ihnen vielleicht von vornherein den Blick einengen und beim Erkenntnisgewinn im Wege stehen, denn dies ist ein virtueller Teesalon und keine physikalische Versuchsanordnung.
    *
    @HansMeier555
    Und Bielefeld, Herr Meier, dass wissen Sie doch genau so gut wie ich, Bielefeld existiert gar nicht.

  147. @muscat
    Na, wie beruhigend,...

    @muscat
    Na, wie beruhigend, wenn es mir schon an Zeit, Geld und Kinder mangelt, kann ich mich mit Folsäure trösten.
    Sachdienliche Hinweise die zur Unterdrückung von Werbung dienen, werden vertraulich behandelt und dankbar entgegengenommen.

  148. Gibt es da nicht solch ein...
    Gibt es da nicht solch ein sehr nützliches add-on mit der Abkürzung ABP für den Firefox?

  149. es kann sich jeder...
    es kann sich jeder privilegiert fühlen, den das absolut unberechenbare schicksal nicht als kaninchen in den stall einer pharmazeutischen versuchsanstalt gestellt hat.

  150. Jack Wolfskin... Eine deutsche...
    Jack Wolfskin… Eine deutsche Marke, uebrigens. Die gelb-lila plastikgewordene komprimierte Sehnsucht nach „Jack London“ und „Wolfsblut“. Worin bekanntlich ein Hund ueber den ewigen Winter philosophiert. Urspruenglich war Hans Hundefell als Label angedacht, doch dann kam die schwaebische Mutter des Firmengruenders mit einem Geistesblitz zu Hilfe, also sie ihm auf den langen Buerofussmarsch nachrief: „Hans, zieh aber bloss dei Jack oa, sonsch friersch dr an Wolf!“ A star was born.

  151. Ohne Folsäure kein Don.......
    Ohne Folsäure kein Don…. Aus irgendwelchen Werbeeinnahmen muß er doch bezahlt werden…

  152. @windsbraut
    Aber den Grundkurs...

    @windsbraut
    Aber den Grundkurs Philosophie in der 12. Jahrgangsstufe – den gab es auf unsrem Gümmie.

  153. War da nicht vorhin von Berlin...
    War da nicht vorhin von Berlin die Rede? Colorcraze! Ist das wirklich so. Ich kenne die Stadt ja nur aus der Zeit der Halbierung-und zum Mauerfall 12 Stunden. Hmmm….
    http://www.tagesspiegel.de/meinung/berlin-ist-eine-zumutung-ein-alptraum-die-hoelle/1976678.html

  154. @DA
    auch wenn es hier nicht...

    @DA
    auch wenn es hier nicht gerne gesehen ist das Thema: aber eine skurile Gerichtsverhandlung möge hier doch Asyl bekommen, wenn schon alle zeitungen so brav schweigen:
    http://www.swr.de/blog/terrorismus/?p=2310

  155. nun abermal,
    Leute es ist doch...

    nun abermal,
    Leute es ist doch gar keine Frage der Tegernsee ist out.
    In Rottach-Egern schleichen Leute rum die aussehen wie nichtwechselbare
    Große Geldscheine. Den Sittencodex von diesen Leuten hat ihnen Veblen
    verpaßt. Pinters Zwerge lesen die nicht.
    Kreative Leute verpassen sich heute aber 2 Seen, falls der eine die Temparatur nicht hält, deshalb ist nicht der Tegernssee (an 1 Tag kommt man nicht zum Schliersee und zurück, natürlich geht man zu Fuß)
    Darum, er kann sich beruhigen der Don, nur noch die allerletzen Provinzler
    interessieren sich für den Tegernsee, da die Avantgarde doch schon
    längst weiß, daß der Bär am Kochel/Walchensee abgeht.
    Die Hipster allerdings bevorzugen keine irgendwann mal in der
    Tertiär angelegten Seen, sondern um die Postmodernen Seen, die
    um Merseburg und Senftenberg begraben sind.
    Allerdings kommen wir jetzt in ein Gebiet. daß eh keiner kennt,
    der dort nicht unmittelbar geboren wurde.
    Ich will mich auch gar nicht weiter über einige Gegenden dort in Nähe auslassen, denn ihre Touristen-Leere ist eigentlich ein großes Privileg,
    das sich langsam aber sicher auch ändert.
    Also ihr lieben Westdeutschen, ich habe jetzt ne Lanze für Ostdeutschland
    in die Erde gerammt, weil es noch über mehr Vorurteile als Tegernsee
    verfügt, und derweil anders als in Tegernsee dort das ganz normale schnöde Leben gelebt werden muß.
    Mein Vorschlag deshalb, die interessanteste Stadt in Deutschland
    ist Halle in Sachsen -Anhalt.
    Ich bin kein Ostdeutscher, kein armer Sack, Tegernsee wär immer drin,
    schon beinahe zu billig als Status und wer jenseits von Gut und Böse ist,
    darf in jede Stadt-auch nach Halle.

  156. BertholdIV, sehr gerne, wenn...
    BertholdIV, sehr gerne, wenn ich fertig mit dem neuen Beitrag bin,m schaue ich auch rein.

  157. apropo,
    kann mir einen den...

    apropo,
    kann mir einen den Untschied im Velbschen System
    zwischen einem Bayrischen Lodenmantel von Frey
    und einer Jack Wolfskin Jacke erklären.
    Ich denke das ist alles ein Rotz. Jeder möchte vor Urigkeit strotzen.
    Es lebe der Gallo und seine Gallinas

  158. Dosto, Halle? Da sagen'se was....
    Dosto, Halle? Da sagen’se was. Wenn diese Stadt verkaeme, waere es ewig schade.

  159. @DA
    aber nur reinschauen,...

    @DA
    aber nur reinschauen, nicht dass

  160. Grundregel:
    Immer wenn sich...

    Grundregel:
    Immer wenn sich die kritische Anzahl von Neukommentatoren eingestellt hat, gibt es wieder eine Pockenepidemie, halt nein, eine: Berlindebatte.

  161. jack wolfskin wird...
    jack wolfskin wird überbewertet.
    das tragen in den kleinen städten inmitten des sächsischen dreiecks inzwischen die rentner zum einkaufen. meine frau sagt eben, schon die kinder ab fünf und dann durch alle altersklassen. so findet jeder sein abenteuer.
    die kataloge sind gut gemacht, leider ist das alles aus kunstfasern hergestellt. für den ders mag, sicher eine feine sache.

  162. @Filou: ja sicher ist das so....
    @Filou: ja sicher ist das so. Der Sommer dieses Jahr ging selbst mir auf die Nerven (ich wohne an einer sonst recht ruhigen Ecke; die touristischen Kampftrinker sind eher eine Spezialität in Mitte-Ost und Kreuzberg-Friedrichshain). Kein einziges Wochenende musikfrei. Da dieses Jahr der 100ste Todestag der preußischen Königin Luise war, drehte auch die Schlösserstiftung voll auf und verschandelte den Schloßpark mit einem Cafézelt. Als ob es in der Nähe nicht genug Wirtschaften gäbe, die auch mal was verdienen wollen. Man hätte fürs schöne Wetter eher Picknickkörbe (Decke, volle Kaffeekanne, Teller, Gabeln, Kuchen) verkaufen sollen, damit sich die Massen verteilen. Immerhin hatten die Gärtner sehr schön gepflanzt, das erfreute mich. Aber gestern, als mir zum Essen mal wieder nach Obskurblättchen war, las ich in der „Welt“ eine ganze Seite über abartige Geschmacksverirrungen der Schlösserstiftung wie Werbeplakate in der Schloßstraße und die Idee eines Neubaus (dem Verbrecher gehört der Kopf abgebissen) _vor dem Schloß_, nur um irgendwelche Massen „zu empfangen“. Als ob die Rudelbildung nicht seit Jahrhunderten und weltweit auf freien Plätzen mit irgendeiner Statue in der Mitte erfolgte. Da das Heimatmuseum Charlottenburg bald umzieht ein Stück die Straße runter, würde das 80er-Jahre-Gebäude, in dem es jetzt ist, frei und dort hätte man dann Platz für großen Andenkenladen, Klos, Kassen und Pläne. Sagt der Bezirksstadtrat. Ich hoffe ja, daß Bezirk und Stadtentwickler da den Deckel drauf halten können, und es nicht erst soweit kommen muß, daß die Anwohner rabiat werden müssen. Ansonsten sollte der gemeine Tourist in der Lage sein, mit der U-Bahn anzureisen und die 500m zum Schloß zu Fuß unter Bäumen zurückzulegen, wie es sich gehört. Bus gehört sich eben nicht, und hat Abstand zu halten, basta. Wenn es auf dem Tien An Men mit Fähnchen und Sonnenschirmen geht, dann geht es hier sowieso, weil viel kleiner. Muß man halt mal Faltplänchen in hoher Auflage drucken und immer fleißig verteilen. – Womit ich mich in dem Tagesspiegel-Text am meisten identifizieren kann, sind die Kampfradler und verpeilten Fußgänger. Wobei mir hier oft die Gehwegpest entgegenkommt, also Fahrradfahrer ( meist –innen), die meinen, den Gehweg für sich gepachtet zu haben, auch wenn hinter den Bäumen ein durchgehender Radweg ist. Und zur U-Bahn runter oder hoch bewegen sich dann die Schnarchnasen (sie verwechseln Durchgangswege mit ihrem Bett zuhause) in Zeitlupe.

    @HansMeier: ich warte ja auch die ganze Zeit auf den Kulturbeitrag zu Augsburg, aber irgendwie scheint das immer nix zu werden. (Kulturbarriere Protestantismus, vermutlich.)

    @BertholdIV: damals, als das mit dem Kalifen von Köln akut war, hab ich ja auch schon gespottet, daß der und Bischof Dyba wohl ein unzertrennliches Paar bilden würden. Bei solcher Glaubensmilitanz muß ich immer an meine Groß- und Urgroßeltern denken.

    @dosto: Psst! Werden Sie wohl Ruhe geben und über die besten traumhaften Geheimtips ohne Toskanabunker schweigen!!

    Und ansonsten hoffe ich, daß die Erwähnung von Dingen wie Tattoos, Barths, Plastikmarken u.dergl. nun mal wieder reicht für die nächsten 12 Monate.

  163. @windsbraut 09. November...
    @windsbraut 09. November 2010, 12:32
    Mensch, jetzt hamse mich aber..
    habe einen Kunden in Bielefeld… hab ihm auch immer Rechnungen geschrieben…
    und… und..
    kein Geldeingang!!
    .. jetzt fass ich mir meinen Controller—

  164. Toll. Ich schreibe "Jack...
    Toll. Ich schreibe „Jack Wolfskin“ in einen launigen Kommentar und sieben Kommentare beschäftigen sich dann damit. Komm ich jetzt ins Färnseh?

  165. Das Thema "Jack Wolfskin" wird...
    Das Thema „Jack Wolfskin“ wird so lange an Bedeutung gewinnen, bis es ins Aldi-Sortiment Eingang gefunden haben wird.

  166. Liebe Frau Colorcraze,
    verhaut...

    Liebe Frau Colorcraze,
    verhaut man sich vor lauter Kiez-Seeligkeit einfach mal um 100 Jahre? Werden in Charlottenburg früh Verstorbene uralt?

  167. @Don Alphonso
    Danke für die...

    @Don Alphonso
    Danke für die Antwort. Ich finde die Kunstfigur so überzeugend realistisch, dass ich verwirrt war.

  168. Bitte - es ist leicht, sie zu...
    Bitte – es ist leicht, sie zu schreiben, weil sie nicht allzu weit weg von mir ist, in den gleichen Wohnungen lebt etc..

  169. @Don Also doch der schwule...
    @Don Also doch der schwule Lebenspartner, besser spät outen als nie, aber wir haben es ja schon immer vermutet.

  170. @Urs: ja, Sie haben völlig...
    @Urs: ja, Sie haben völlig recht, 200 Jahre. War mir wohl irgendwie zuwider weil es nicht 250 waren, was mir eher jubiläumswürdig erscheinen würde. 200 ist nach meinem Gefühl „krumm“. – Kiezselig bin ich nicht so, wie Ihnen die, die mich vom Sehen (aber nicht ratschen) her kennen, bestätigen werden; aber wenn meine bauliche Umwelt verhunzt werden soll, werde ich schon grantig, schließlich bin ich hierhergezogen, weil es mir hier gefiel.

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