Home
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Weitersagen Kommentieren (155)
 

Die Elite als letztes Aufgebot

20.11.2010, 15:15 Uhr  ·  Zu den unabdingbaren Grundvoraussetzngen einer Elite gehört es, dass im Krisenfall weniger elitäre Schichten weniger gut davonkommen. Das hat die letzten paar Jahrhunderte auch ganz gut funktioniert, nur droht nun mit dem Debakel des irischen Zusammenbruchs und des Euro diese sinnvolle Einrichtung wirkungslos zu werden. Kein Wunder, wenn die Elite nicht erbaut ist.

Von

The losses that we are incurring continue to reduce our capital.
Aus einem Statement der Allied Irish Bank

Ich weiss ja nicht, ob Sie sich besonders gut informiert fühlen – ich bin immer etwas angefressen, wenn ich erst mal die Zeitungen anderer Länder konsultieren muss, um zu erfahren., dass es im Euroland Irland in diesen Wochen einen veritablen Bank Run gegeben hat:

Irish bank customers have withdrawn an estimated 11% of deposits over just a few weeks.

Eine hübsche, umfassende Analyse in zwei Teilen finden Sie übrigens hier – ja, es ist nicht ganz einfach zu verstehen, aber der Bank Run des 21. Jahrhunderts hat keine Schlangen mehr, wenn er beginnt, sondern nur noch, wenn die letzten Dummen es merken, und vor denen haben Sie nach dem Lesen einen Wissensvorsprung.

Bild zu: Die Elite als letztes Aufgebot

Ich möchte an dieser Stelle vielleicht einmal das Prinzip vereinfacht erklären: Obwohl die irischen Banken eine Bad Bank haben, in die sie ihre riskanten Papiere ausgelagerten, trauen weder die Iren noch die institutionellen Investoren diesen Banken über den Weg. Vermutlich, weil sie alle nicht glauben, dass weder die Banken selbst noch der irische Staat die verbliebenen Restrisiken und Finanzierungsprobleme dieser Banken stemmen können. Also fliesst Geld ab, die Banken sollten inzwischen ziemlich wenige Reste an Eigenkapital haben, und müssen Besitztümer verkaufen, was das Vertrauen nicht gerade verstärkt – und andere möchten dann auch an ihr Geld. Es bleiben jene, die Schulden haben, und jene, die einspringen – die Europäer, die mit der Gemeinschaftswährung des Euros das Vertrauen in Irland haben müssen, das Iren und Investoren nicht mehr haben. Wem nun würde man mehr Wissen um Irland unterstellen? Den Iren und den Investoren oder europäischen Politikern, die Panik wegen ihrer Währung und ihren eigenen, in Irland tief verstrickten Banken haben?

Glaubte man also bisher, dass die Iren mit ihrer Bad Bank ein Fass mit Boden gezimmert haben, sind sie als Staat ohne Vertrauen das nächste Fass ohne Boden. Kleinigkeiten wie möglicherweise hochgehende Kreditausfallversicherungen – das sind diese weitgehend unregulierten Zockerpapiere, von denen man vor zwei Jahren aus den USA viel gehört hat – lassen wir mal beiseite. Nur die englischen Banken, scheint es, sind in so einem Fall noch übler dran als deutsche Banken. Kurz, die EU muss zahlen, will sie den nächsten unkontrollierbaren Flächenbrand verhindern, auch wenn die Iren angesichts solcher Aussichten das Geld lieber daheim haben. Schauen wir den Tatsachen ins Auge: Zuerst wollten die irischen Banken für die Verluste selbst haften – das hat nicht funktioniert. Dann wollte der irische Staat für die Verluste haften – das hat auch nicht funktioniert. Jetzt will die EU für den irischen Staat haften – das hat…

Bild zu: Die Elite als letztes Aufgebot

Das hat zur Folge, dass wir uns vielleicht auch mal umschauen sollten, wie sich das irische Banksystem nach dem irischen Staat und der irische Staat nach Rettern umschaut, nur für den Fall, dass es weniger gut funktioniert, als es die Währungsunion glaubt. Vielleicht steht ja auch hinter uns jemand, der, wenn uns das Problem über den Kopf wächst, für uns einen Rettungsfonds auflegt und sagt, dass er wegen unserer Bedeutung, dem Euro oder einfach nur wegen unserer regionalen Spezialitäten gerne hilft. Wir schauen uns um, und sehen – niemanden. Da ist keiner. Hinter uns ist nichts und niemand. Wir sind, wenn man so will, der letzte Verteidigungsring. Forderungen, die die irischen Banken und Irland nicht erfüllen können, werden zwar an uns weitergereicht, aber wir selbst können das nicht. So gesehen ist es auch ein Bank Run gegen uns – diese letzte Bank, das sind wir. Und aufgrund der Reichtumsverteilung in diesem Land vor allem wir, die Bessergestellten, denen diese Kolumne gewidmet ist.

Einerseits hat das eine innere Logik, denn die Reicheren wären auch diejenigen, die mit ihren mit Eurozahlen bedrucktem Papiervorräten am Härtesten von massiven Problemen des Euro betroffen wären. Andererseits muss man sich natürlich fragen, wozu man zu den Privilegierten gehört, wenn man sich am Ende dennoch wie jeder andere reichlich schutzlos an der letzten Verteidigungslinie des eigenen Geldes wiederfindet. Privilegiert hiess bislang immer, dass man jemanden findet, der das Unerfreuliche übernimmt: Eine Putzfrau für das Haus, eine Polin als Altenpflegerin, eine Sekretärin als Ersatz für die ungeliebte Ehefrau, einen Politiker zur Wahrung der Interessen, ein Konzertverein als Kulturnachweis anstelle der musikunwilligen Kinder. Das gesellschaftliche Leben würde leiden, müsste man das wirklich alles selbst besorgen. Beim Rest hatte man sich daran gewöhnt, dass der Staat sich als Ausgleich für die Steuerlasten irgendwie drum kümmert: Mit Schulden, Sparprogrammen bei anderen, was auch immer. Ja, man konnte den Eindruck haben, dass der Staat diese Aufgabe auch halbwegs ernst nimmt. Jetzt jedoch verfällt er auf die Idee, seine Besten als Feuerwehr in die kokelnde Ruine Irlands zu schicken, mit der faden Ausrede, besser dort löschen, als demnächst selbst zu verbrennen. Wozu hat man denn dann Politiker?

Bild zu: Die Elite als letztes Aufgebot

Letzthin erzählte mir ein Freund von der veränderten Wahrnehmung der Arbeitslosen in der Öffentlichkeit. In den 70er und 80er Jahren galten Arbeitslose noch als Opfer der Systems, denen man helfen müsste, eine Arbeit zu finden. Und obwohl es in Zeiten der Globalisierung und der Verschiebung von Arbeit eine Illusion ist, obwohl einfach nicht genug Arbeit da ist, wurden aus dem Opfern in der Darstellung die Täter gegen das System. Anerkennung und Privilegien wurden Stück für Stück nach oben verschoben, Zurückbleibende durften mehr und mehr angegriffen und unter Druck gesetzt werden. Aufstieg in Deutschland bedeutete, immer vor der Grenze der Benachteiligten auf dem Areal der Bevorzugten zu bleiben. Elite zeichnete sich dadurch aus, stets die Schafe in Trockenen zu haben. Die anderen müssen, aber man selbst kann, die anderen haben Pech, man selbst eine Alternative. Und nun steht man zusammen mit denen an der Frontlinie zum irischen Debakel und ist gleichermassen betroffen. Die Verschiebung der sozialen Grenzen zwischen Können und Müssen hat sich, so eine denkbare Interpretation, in Zeiten der Krise massiv beschleunigt, und uns eingeholt.

Der Prozess des Verstehens setzt hier vielleicht gerade erst ein, und welche Folgen er haben wird – wer weiss. Ich vermute, dass das Ausweichen auf Gold, Immobilien und Silber als Ersatzwährung damit genauso zu tun hat, wie die mit der Krise einsetzende Sucht nach Geschichten vom heilen Leben auf dem Land – beides sind im Übrigen klassische Krisenreaktionen des Bürgertums, die früher gar nicht so schlecht funktioniert haben. Es bleibt eine Absetzbewegung, man könnte auch sagen Fahnenflcht; die Hoffnung, dass es irgendetwas geben möge, über das der Sturm der Zeit achtlos hinweg geht, weil er andernorts mehr Opfer findet. Die ebenso bestechende wie simple Logik lautet, dass die anderen auch nichts davon haben, wenn man selbst alles verliert.

Bild zu: Die Elite als letztes Aufgebot

Vielleicht würde man hier gerne klare Antworten lesen und nicht düsteres Geraune, eine Umfrage vielleicht mit Prozenten und eine Expertenmeinung. Ich weiss nur, dass jenes “bitte ohne uns”, das man allenthalben zu hören bekommt, ein “macht das mit den anderen” ist, was nicht eben für Solidarität spricht. Wenn diese minimale Solidarität noch nicht mal, angefeuert durch die Veränderungen der Globalisierung und Umverteilung, in einem Land durchzusetzen ist, sollte man sich vielleicht wirklich überlegen, ob der erheblich grössere Kontext innerhalb eines Staatenbundes funktionieren kann, gerade, wenn neue Umverteilungen als “alternativlos” angepriesen werden. Eliten, die keine Alternativen haben, sind keine Eliten mehr. Es mag in Wirklichkeit jetzt schon so sein, aber man tut gut daran, sie es nur soweit merken zu lassen, dass sie wenigstens die ersten beim Bank Run sind, bevor es das Wort Währnungsschnitt in die Hauptnachrichten schafft.

Denn, wie gesagt: Hinter uns steht niemand. Wir sind das letzte Aufgebot.

 

  Weitersagen Kommentieren Empfehlen Drucken
 

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Lesermeinungen zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 6000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung der Lesermeinung weisen wir am Beitrag den Klarnamen des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Lesermeinungen von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Lesermeinungen zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Weitere Artikel

Datenschutzerklärung

Allgemeine Nutzungsbedingungen von FAZ.NET und seinen Teilbereichen

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Lesermeinungen automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden
Lesermeinungen zu diesem Artikel (155)
Sortieren nach
0 donalphonso 20.11.2010, 15:24 Uhr

Die Bilder kommen übrigens...

Die Bilder kommen übrigens nicht aus Irland, sondern aus einer anderen kaputten Krisenregion: Steingasse, Salzburg i. Balkan.

0 Marinus van der Lubbe 20.11.2010, 15:48 Uhr

Oh je, habe soeben "Die Elite...

Oh je, habe soeben "Die Elite rettet sich selbst" gegugelt, da finden sich alte Gespenster mit Aktenzeichen 15/5496. Wie praktisch für die Regierung, daß grad rechtzeitig der Feind angreift... (als Holländer, oder sonstig Fremdländischer, sollte man jetzt sicherheitshalber einen weiten Bogen um den Spreebogen machen)

0 donalphonso 20.11.2010, 15:52 Uhr

Verschwörungstheorien sind...

Verschwörungstheorien sind mir eigentlich auch fremd, aber aus rein wirtschaftspolitischer Sicht können sich die EU-Haushälter fast bei der Terrorgefahr bedanken.

0 Foersterliesel 20.11.2010, 15:59 Uhr

Steingasse, Mönchsbergstiege,...

Steingasse, Mönchsbergstiege, das Haus von Stefan Zweig...

0 Georgi Dimitrow 20.11.2010, 16:01 Uhr

Marinus, wir sehen uns beim...

Marinus, wir sehen uns beim Prozess. Da werde ich den Göring fertig machen.

0 HansMeier555 20.11.2010, 16:39 Uhr

Nehmen wir an, es kommt zum...

Nehmen wir an, es kommt zum Waehrungsschnitt. Leiden darunter dann auch Besitzer von Immobilien und profitablen Unternehmen? (Wenn man mal von Spekulanten absieht, die vielleicht zu überhöhten Blasenpreisen gekauft haben)? . Und wer leidet denn überhaupt darunter ausser denjenigen, die immer unter Inflation leiden, weil sie in Bargeld (bzw. ins Sparbuch) investiert haben?

0 HansMeier555 20.11.2010, 17:19 Uhr

Und warum kann man es nicht...

Und warum kann man es nicht einfach so machen: Den systemrelevanten Feudalherren die Gewinne garantieren und stattdessen einfach die übrigen Staatsausgaben wegkürzen? In England geht es ja auch. . Als ein paar Studenten dagegen protestierten, hat die FAZ doch gleich über die verwöhnte "Anspruchsgesellschaft" gejammert, welche die "ökonomische Notwendigkeit" der Maßnahme nicht einsehen wollte. . Für alle, die den Feudalismus wiederhaben wollen, ist diese Krise die Chance des Jahrhunderts. Ein paar zerbrsöselnde Glasscheiben werden uns nicht vom großen Ziel abbringen.

Na endlich wieder beim Thema,...

Na endlich wieder beim Thema, den Iren sei Dank. Bald trinken wir alle Guinness, um Irland zu retten. Aber auf den Währungsschnitt haben wir doch beide schon gewettet. Nur 555 hat Angst, dass seine Sachwerte mit reigezogen werden ins schwarze Loch. Weiß mans? Zwangswirtschaft umfasst eben auch Wohnraumzwangswirtschaft. Statt der historischen Blasen (Tulpen, dotcom, Immo) sollte man lieber die Bedingungen der Währungsschnitte erforschen. Wer kam da immer am besten weg? Bei uns beim letzten Mal sicher doch die Sachwertebesitzer. Die Unternehmen wurden ja nicht angetastet, und die Immobilien auch nicht. Warum haben das alle klaglos akzeptiert? DAS war der eigentliche Marketing-Triumph. Verkündet alles mit Zigarre im Gesicht! Zum irischen "Tiger"-Modell mit Wohnungen für Zuwanderer, die Wohnungen für Zuwanderer bauen, erlebt eben jetzt eine kleine "Delle". So what? Das schafft Jobs im gepflegten Kommentatorentum. Analgetipp Silber? MfG

0 perfekt!57 20.11.2010, 17:43 Uhr

Es handelt sich u.a um einen...

Es handelt sich u.a um einen Mega-Trend. Die Kriege und Irak und Afghanistan und unsere daraus resultierenden Kriegsschulden haben bloß stark beschleunigend gewirkt. (So, dass es jetzt bald auch der Letzte gemerkt hat) . Vollbild und 480p empfohlen: http://www.youtube.com/watch?v=cr4CvYyHsJo&feature=player_embedded#! Zu Anfang mindestens schon mal bis 1:06 ansehen. In: . http://bundes.blog.de/2010/11/19/doku-peter-scholl-latour-ende-weissen-weltherrschaft-teil-10006640/ (Teil 2) . http://bundes.blog.de/2010/11/19/doku-peter-scholl-latour-ende-weissen-weltherrschaft-teil-10006622/ (Teil 1)

Nur ´ne dumme Frage: Könnte...

Nur ´ne dumme Frage: Könnte es sein, daß da jemand die Pseudo-Bombe in Afrika ins Gepäck gelegt hat, um das Thema "Irlandkrise" zu wechseln?

0 Don Ferrando 20.11.2010, 18:12 Uhr

Gerade weil Sie ja nicht ganz...

Gerade weil Sie ja nicht ganz unrecht haben, ist es betrüblich, daß Sie so in Bildzeitungsmanier falsch übersetzen: " in a few weeks" heißt eben nicht "letzte Woche", sondern ist doch wohl ein etwas längerer Zeitraum. 11% der Einlagen ist natürlich eine ganze Menge, aber noch kein Run. . Trauen Sie der Kraft der Tatsachen nicht, daß Sie zu solchen Diekmannschen Mitteln greifen müssen?

0 donalphonso 20.11.2010, 18:16 Uhr

Pardon, keine Absicht - ich...

Pardon, keine Absicht - ich hatte da vorher ein anderes Zitat stehen, habe dann aber die Meinung gegen die Fakten ausgetauscht und vergessen, das darüber zu ändern.

0 donalphonso 20.11.2010, 18:21 Uhr

Trotzdem ist es ein Bank Run -...

Trotzdem ist es ein Bank Run - alles andere wäre meines Erachtens (man betrachte auch die anderen verlinkten Beiträge) eine Verharmlosung.

0 dunnhaupt 20.11.2010, 18:35 Uhr

"Das letzte Aufgebot" ist...

"Das letzte Aufgebot" ist genau, was Nouriel Roubini erst gestern andeutete. Die Euroländer seien alle turmhoch gegeneinander verschuldet. Sobald einer pleite zu gehen drohe, werde er "gerettet", indem die anderen ihre Schulden noch weiter erhöhen. "Worauf warten die Europäer eigentlich noch", fügte er hinzu, "etwa dass einer vom Mond kommt, um sie alle zu retten?"

0 Stilllegung der herschenden Klasse 20.11.2010, 18:44 Uhr

Herr Don: Freedom is just an...

Herr Don: Freedom is just an other word for nothing left to lose. (JJ) (oder Artikel 14(2) des GG). . Richtig erkannt: Wir werden von Idi**** regiert. . Laufzeiten werden verlängert, obwohl das (abgesehen von ein paar Lobbyisten) keiner will, es technisch nicht notwendig ist und der Entwicklung anderer Energiequellen schadet. . Flughäfen werden gebaut. Ein Aufsichtsratsmitglied (Wowereit) solidarisiert sich mit den Demonstranten gegen neue Fluglinien, die ahnen, dass diese einfach nur lange verschwiegen wurden, um das Projekt nicht zu gefährden. . Die "Generation Joschka" demonstriert gegen einen Bahnhofsneubau, weil sie weiß, dass der neue sicher keine 100 Jahre hält und nur glänzt. . Atommüll wird durch die Gegend gefahren, bis auch die/der letzte Polizist_in grün wählen wird. Werden wir mit Fähnchen winken, wenn der Kram aus Gorleben wieder abtransportiert werden wird?

0 hansgeier333 20.11.2010, 18:45 Uhr

Mir dünkt, das sei hier...

Mir dünkt, das sei hier Fölleton? Hat jemand Aktientips für die Vorweihnachtszeit? Wo steht der Dollar nächstes Jahr?

0 perfekt!57 20.11.2010, 18:55 Uhr

Ähnliche oder auch als viel...

Ähnliche oder auch als viel schlimmer empfundene Photos könnten man übrighgens in so ziemlich jedem nordostfranzösischen Dorf oder Kleinstadt dort machen. . Auch dort, so wirkt es "ist der Staubsauger der Kapitalkonzentration genau so massiv am Werke gewesen". Teilweise sieht es für mich dort schon ungefähr so aus, wie in mancher DDR-Kleinstadt von ca. 1980. Spätestens gleich neben der Hauptstrasse "fängt oft direkt schon der Bruch an". Und auch in mancher "Grand Rue" möchte man nicht wirklich so genau hinschauen. . Sarkozy am 20.10. in Deauville wirkte auf uns da in manchen Augenblicken teilweise fast schon "wie ein Zocker auf einer Operettenbühne", sehr wohl sehr wohlmeinend im Interesse seines Landes agierend: Neben Stabilität für den Euro wären auch jede 5 oder 20 oder 30 Milliarden Euro extra, die von irgendwo anders her hereinverhandelt würden, ein Segen für sein Land, besonders für "in der Fläche weit ab gelegene Randlagen". (Wären sie tatsächlich, falls sie dahingelangen könnten oder würden) . Auch da wird Google Street View uns demnächst noch zu ganz neuen Einsichten bringen. . Wer z.B. genannte franz. Kleinstädtchen dort vielfach noch so wie noch vor 20 Jahren in Erinnerung hätte - eben weil er so lange dort nicht mehr gewesen wäre - würde heute bestimmt sehr überrascht sein, wie weit - teils sehr weit - es auch dort nach unten gegangen ist, zumindest rein äußerlich.

0 Schluchten-Ossi 20.11.2010, 19:24 Uhr

Sehr geehrter...

Sehr geehrter hansgeier333, Sie überraschen mich mit Ihrer Anfrage. Wenn ich Ihnen heute sagen würde, kaufen Sie X, müssten Sie sich ja wieder auf mich verlassen, wenn es Zeit wäre, X wieder zu verkaufen. Und würden Sie mich erreichen können? Oder ich Sie? Und das Ganze noch rechtzeitig. . Ich schaffe es ja als Teil des arbeitenden Volkes nicht einmal, der reizenden donna laura zu antworten in Bezug auf des Gastgeber´s Unterleib - werteste donna laura, I don´t know and I don´t really care - he seems to be satisfied with himself & that´s enough. . Fionn Huber aus Zug könnte eventuell willens sein, Ihnen zu helfen. . Silberkannen, Perserteppiche, Oldtimer und Immobilien sind ansonsten Ihnen geläufige Speicherformen für Vermögen, eventuell noch Trüffel (aber nicht die aus China!), die Sie aus des Hausherren Vorlieben kennen gelernt haben. . Und der US Dollar steht nicht, er liegt. . Mit den besten Grüßen aus einer Schlucht

0 BertholdIV 20.11.2010, 19:39 Uhr

@DA Für die BRD ist das gut....

@DA Für die BRD ist das gut. Man will endlich wieder unterschiedliche Zinsraten zwischen der BRD und Irland. Ansonsten könnte man ja EuroBonds rausgeben. s.a. http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=3861&alias=wzo&cob=528211

0 HansMeier555 20.11.2010, 19:54 Uhr

Es gibt immer noch zwei...

Es gibt immer noch zwei Rettungsanker: 1) Der Steuerzahler 2) Die Notenpresse

0 Kulturraum Südfriesland 20.11.2010, 20:19 Uhr

Aktientipps für Hans: Also...

Aktientipps für Hans: Also ich schaffe es ungefähr den Dax nachzuzeichnen, benötige aber rund 30% mehr Kapital als beim ETF. Tipp1: ETFs kaufen.(Herzschonend). Dann gibt es "taktische" Aktien, wie Banken, aber: andere sind meist schneller. Dann gibt es "strategische" Aktien. Boom-Aktien, Vor-Boom und Nach-Boom. Wenn auf 500m Fußgängerzone 5 Mobiltelefon-shops kommen.... . Und dann gibt es die alte Leute-Methode: die sind gut, die will ich. Und bis 40%-Verlust zwickt es nur ein bißchen. Geht auch, ist nur etwas ineffektiv.

0 HansMeier555 20.11.2010, 21:14 Uhr

Wäre ich ein rationales...

Wäre ich ein rationales Subjekt wie z.B. eine Bank, dann würde ich jetzt auf Teufel komm raus irische Anleihen kaufen und die hohen "Risiko"-Zinsen kassieren. . In der sicheren Annahme, vom mitteleuropäischen Steuerzahler "gerettet" zu werden, wenn Irland schlapp macht. . Aber nehmen wir doch nur einmal an, rein theoretisch, man würde das ABC und das kleine 1x1 der fairen Marktwirtschaft absurderweise tatsächlich mal anwenden und einfach: Nun ja, den irischen Staat für zahlungsunfähig erklären, Zins und Tilgung aussetzen, in Umschuldungsverhandlungen eintreten und den Gläubigern klarmachen, dass sie einen zweistelligen Prozentsatz abschreiben müssen -- tja was wäre dann die Folge? -- Der Weltuntergang vermutlich.

0 perfekt!57 20.11.2010, 21:23 Uhr

@ donna laura . so vieles muss...

@ donna laura . so vieles muss überhaupt noch richtig erkannt/richtig gestellt werden. . z. b. all die jungen männer-künstler, die früher bis schon immer in all diesen höhlen einsam oder als klein/kleinstgruppe ihre - na klar toll testosteronbefeuerte - kreativität rausließen, auf der suche nach sich selbst und ihrem talent und der welt ... . . dabei waren es natürlich intelligent-junge, liebreizend-kluge, natürlich-unbekümmert-unerschrockene junge frauen, die dort wunderbar einfühlsam herausragende werke schufen. hier der film: http://www.youtube.com/watch?v=BK86Lk5TRaU (720HD) . selbstverständlich eine auch mit der rechten hand ebenso geschickte linkshänderin, die frei hand und aus sich selbst ganz einfach so die kreaturen bannte. . was die männer damals stattdessen mit großer wahrscheinlichkeit gemacht haben? mit äxten und keulen und steinmessern sicherheit hergestellt, auch reiche erobert wahrscheinlich.

0 colorcraze 20.11.2010, 21:42 Uhr

@HansMeier: Ich glaube nicht,...

@HansMeier: Ich glaube nicht, daß das derzeit funktioniert, wenn ich das Ächzen im Hörrohr von der anderen Seite des Atlantiks richtig interpretiere. @BertholdIV: die Österreicher sind ja geradezu rührend, wie sie aus der ganzen nervösen Zerfahrenheit noch ein stimmiges Bild malen. Sie sind von ihrem festen Glauben, es sei ein Papa da, der's richtet, nicht abzubringen - alldieweil sich nun auch nach Bayern die von Sarrazin den Berlinern in bitteren Schlucken verabreichte Medizin "kleinere Brötchen backen, sparen, selber machen" durchfrißt, wie ich den Ausführungen unseres werten Gastgebers entnehme.

0 Sterngucker 20.11.2010, 21:55 Uhr

@ HansMeier555 Es gibt nicht...

@ HansMeier555 Es gibt nicht zwei, sondern 3 Rettungsanker. An den 3. hatte sich unser geschichtsbeflissener Bimpeskanzler 1992 zurückerinnert, als die Kassen auch schon mal Ebbe hatten und unser rollender Finanzminister hat die Notrufnummer bestimmt noch imHinterkopf. http://img547.imageshack.us/img547/8906/19920903zwangsanleihe.jpg So eine nette unverzinsliche Euro - (Zwangs-) Anleihe, statt Zinsen mit jährlichen Steuergutschriften,so oder so ähnlich. Geld liegt ja wohl genug auf den Konten rum.

0 hansgeier333 21.11.2010, 01:52 Uhr

Es überrascht doch immer...

Es überrascht doch immer wieder, dass die Ossis twenty years after immer noch gedanklich in ihren Schluchten vergraben sind. Wird wohl noch Jahrzehnte dauern, bis sie Ironie und ehrliche Meinung trennen können. Mag am real existierenden Ossi-Dumpfbacken-Idiom liegen. Ähndschie lässt grüßen. Angaschemang angesagt. Was für eine Idiotie!

Vielleicht werden die ganzen...

Vielleicht werden die ganzen schlechten Nachrichten ja auch gebraucht, um die Immobilienblase in Irland und anderswo nicht platzen zu lassen?

0 BertholdIV 21.11.2010, 09:27 Uhr

@HansMeier Dr. Thomas Meyer...

@HansMeier Dr. Thomas Meyer z.B. sagt öffentlich, wie schon auf EU-Ebene am Hair-Cut für gr. Anleihen gearbeitet wird

0 donalphonso 21.11.2010, 09:33 Uhr

"Schluchten-Ossi" ist eine...

"Schluchten-Ossi" ist eine liebevoll-bayerische Umschreibung für die Bewohner des befreundeten Österreichs.

0 Werner Vthier 21.11.2010, 10:27 Uhr

Ist ja ganz lustich die...

Ist ja ganz lustich die Debatte hier. Wenn ich das richtig gelesen habe, heißt Währungsschnitt von sagen wir 1:10, wie vielleicht in dem ein oder anderen Bankvorstand oder einer EU-Institution diskutiert, gleichzeitige Einführung von einem Neuro für zehn Euro. Neuro könnte ein Nord-Euro sein und damit eine territoriale EU-Konfiguration, die früher Europa der zwei Geschwindigkeiten hieß. Dann könnte man darauf hoffen, daß sich Sachwerte wie jetzt beim Euro schnell wieder auf 1:1 im Jetzt-Stand erholen. Als Mensch mit normalo-einkommen hieß es 2002 mit der Euro Einführung gefühlt: Einkommen halbiert, Ausganben verdoppelt. Das ist dann nicht die Quote 1:2, sondern 1:4. Oder Variante 2 wäre halt 40 Westmark für jeden, wie 1948 bei völliger Entwertung und Entschuldung alter Währungsbestände. Was nutzt unter solchen Bedingungen ein Bank-Run? Man halt wertlose Scheine zu Hause.

0 donalphonso 21.11.2010, 10:35 Uhr

Ich denke, man muss da...

Ich denke, man muss da staffeln: Bis 100 Euro 1:1 (die wütenden, armen Massen), 10000 bis 30000 1:1,5 (die Rentner), alles darüber 1:2 (und sie vorher ahnen lassen, dass Graubünden schöne Berge und Banken hat).

0 donalphonso 21.11.2010, 10:36 Uhr

(bis 10.000)...

(bis 10.000)

"Währungsschnitt" ist ein...

"Währungsschnitt" ist ein Wort das beruhigt, nicht? Fast wie "simsalabim" und die Sache läuft wie früher schön geschmiert weiter, ja?

0 Schluchten-Ossi 21.11.2010, 10:48 Uhr

Danke, wertester Don Alphonso,...

Danke, wertester Don Alphonso, danke.

Deutsche sollen deutsche...

Deutsche sollen deutsche Aktien kaufen. Doch Aktien sind wie Kleinkinder, man muss auf sie ständig aufpassen. Leider sind die "Bond Vigilantes" (ich mag diesen Ausdruck) z.Zt. überall - gestern in Griechenland, heute in Irland, morgen in ????

"Hinter uns steht niemand. Wir...

"Hinter uns steht niemand. Wir sind das letzte Aufgebot" Das ist zum Glück ( oder leider?) nicht ganz richtig. Hinter allem steht die EZB und wird - egal ob das Herrn Weber passt oder nicht - die Löcher durch drücken einer Taste auf dem EZB Gelddrucker am Ende auffüllen. Das gibt m.E. noch mal 24 Monate und dann wir werden mit dem Neuro weiter wurschteln. Stimmt, die Statuten der EZB müsste man ändern, aber wie die Geschichte lehrt sind sich Politiker in solchen Fällen oft recht schnell einig geworden.

0 HansMeier555 21.11.2010, 11:48 Uhr

Einfach ganz normal pleite...

Einfach ganz normal pleite gehen lassen, wer pleite ist. Das wäre die klassische bürgerliche Lösung. Wir führen stattdessen den Feudalismus wieder ein. Recht so.

Zum Inhalt dieses Artikels...

Zum Inhalt dieses Artikels werde ich keinen Kommentar abgeben. In einer Demokratie darf jeder seine Meinung haben. Bevor ich aber meine Meinung auf einer seriösen Seite verbreite, sollte ich doch noch einmal überprüfen, ob sich nicht unzählige Rechtschreibfehler in meine Gedankenergüsse eingeschlichen haben. Die Schreib- und Grammatikfehler machen das Ganze nämlich leicht lachhaft!

0 Witze für Wendländer 21.11.2010, 14:08 Uhr

Der Unterschied zwischen dem...

Der Unterschied zwischen dem Gorlebensee und dem Arendsee? Das Wasser im Gorlebensee ist wärmer und man darf die Fische nicht essen. . http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/17541/das_schwarze_loch_im_anglersee.html . In Klartext: Es gibt keine Endlagerung.

@Izzy: Ich litt auch unter all...

@Izzy: Ich litt auch unter all den Tipp- und anderen Fehlern. Doch man gewöhnt sich dran und dann ist es nicht mehr so arg. Ich verbuch es mittlerweile als "Stil".

Driver, herrlich, Ihr...

Driver, herrlich, Ihr Tipp(fehler) im letzten Satz. . In Genf scheint es die oben beschriebenen Probleme übrigens nicht zu geben. Stattdessen Bresaola-Panini für 20 Sfr. So what... Die wußten schon, warum sie uns ihren talentierten Dr. A in den Vorstand der größten deutschen Bank und damit ins Kanzlerinnen-Beratergremium geschickt haben. Zum Verar***en gehören halt immer zwei.

Wie können die EZB/EU diese...

Wie können die EZB/EU diese "Wild West" bond vigilantes stoppen? Maybe the answer is "circling the wagons"* (as the Americans say) i.e. protection against attack. In the case of the Eurozone it is a question of how to protect sovereign bonds/debt from attack in future. I suggest the EZB alone should be responsible in future for issuing bonds of Eurozone member countries like Ireland, Greece and any others which so far needed (or will need) a bailout. Some loss of sovereignty, transferred to the EZB, would be the price to be paid by such countries for future security. * The expression "circling the wagons" - goes back to the time when American settlers travelling westwards positioned themselves to resist attacks from American Indians by making a circle of their covered wagons.

0 Lisa Freuntlich 21.11.2010, 16:07 Uhr

Es ist wieder eine Blase an...

Es ist wieder eine Blase an der man gut verdienen kann: Ich bin immer gut damit gefahren, in Anlagen zu investieren, die der Mainstream ablehnt. Wenn auch ansonsten vernünftige Menschen irre geworden sind und einem fundamental nicht nachvollziehbaren Trend folgen, dann schaue ich mich immer nach geeigneten Anlagen um. Ich decke mich schon seit einem halben Jahr mit Griechenland-Bonds ein und verkaufe Gold auf Termin.

"Einerseits hat das eine...

"Einerseits hat das eine innere Logik, denn die Reicheren wären auch diejenigen, die mit ihren mit Eurozahlen bedrucktem Papiervorräten am Härtesten von massiven Problemen des Euro betroffen wären. " (Don) . Kann ich nu gar keine Träne mitweinen. . Bei uns in Bayern ganz ohm (Armengebiet) sagt man: Hauptsach' es trifft kann Arma."

Lisa Freuntlich, ich finde es...

Lisa Freuntlich, ich finde es gut, dass sich hier auch EZB-Mitarbeiter mal zu Wort melden. Marktpflege muss sein!

0 gheluveld 21.11.2010, 16:42 Uhr

Vroni, das hat eben keine...

Vroni, das hat eben keine innere Logik,die Reicheren haben immer noch ihre, wenn auch verschuldeten, Immobilien, Aktien, ihre Jobs, und wenn ich mich im Viertel umsehe, wird überall renoviert, Kamine gezogen, Terrassen erneuert, Gärtner beschäftigt, man kriegt kaum einen Termin beim Dachdecker. Das sind zum großem Teil Leute, die 10 Stunden am Tag arbeiten, die da investieren.

The Telegraph (London) online...

The Telegraph (London) online currently >>Ireland will request an EU and IMF bailout of up to £80 billion on Monday as it prepares to unveil a four year programme of steep tax rises and deep spending cuts.

@ gheluveld : Reiche fallen...

@ gheluveld : Reiche fallen immer weich. Kriegt der Ärmere im Laufe seines Lebens durch das Leben selbst gelehrt: Sie teilen unter sich auf und sorgen dafür, dass auch der Dämlichste oder Korrupteste von ihnen nicht ganz ohne dasteht. Vitamin B. Man ist eine große, in sich geschlossene Familie. Keiner rein, aber auch keiner raus. . Was mich beschäftigt und was ich wirklich denke: Die Kosten für gecrashte EU-Länder zahlen doch ganz andere in der EU: Ganz normale Steuerzahler.

0 HansMeier555 21.11.2010, 17:41 Uhr

Fionn Stimmt die Rechnung...

Fionn Stimmt die Rechnung so? 90b/4m=45.000/Ire - Das heisst, auf jeden einzelnen Iren käme eine Summe so hoch wie ein normales europäisches Familienjahreseinkommen? Einfach so, geschenkt? - Wenn es wenigstens gleichmässig auf die Bevölkerung verteilt würde! - Stattdessen kriegen es die neuen Feudalherren, die sich davon wiederum einen grossen Puff aus Meinungsnutten halten, von denen die edelsten dann in FAZ-Leitartikeln über die Faulheit der "Anspruchsgesellschaft" lamentieren, wenn bei Studentendemos ein paar Glasscheiben zu Bruch gehen.

0 HansMeier555 21.11.2010, 17:43 Uhr

Wie war das noch mal: Xeber...

Wie war das noch mal: Xeber dem Westviertel kommt nix mehr?

0 hansgeier333 21.11.2010, 18:23 Uhr

Man soll im Suff keine...

Man soll im Suff keine Kommentare schreiben. Andererseits ist der blog nüchtern nicht zum aushalten.

Dieser Artikel spricht...

Dieser Artikel spricht ziemlich genau aus, was ich die ganze Zeit denke: http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~ED8CCCE35B28C46D08B8B8E3219EC84B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html

0 HansMeier555 21.11.2010, 19:03 Uhr

Huch, wie peinlich, es sind...

Huch, wie peinlich, es sind nur 22.500.

Hans Meier, bei allem...

Hans Meier, bei allem Sarkasmus: wo könnte es Ansätze für eine neue antineoliberale APO geben, wenn jetzt sogar das Bildungsbürgertum beim Bespoke Master des Vertrauens Olivgrün bestellt? Diese Ruhe im Land ist doch schaurig zombiehaft, da stimmt doch was nicht.

@ HansMeier555 @...

@ HansMeier555 @ 17.41h Genauer gesagt, sind es 4,61M Iren. (CIA World Factbook). Irland schuldet deutschen Banken ca. €150B - eine Gefahr für Deutschland, oder? https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/ei.html

0 colorcraze 21.11.2010, 20:36 Uhr

@Vroni: oh ja, diesen Artikel...

@Vroni: oh ja, diesen Artikel habe ich auch mit zusammengezogenen Augenbrauen gelesen. Merkel und Asmussen sollen sich bloß nicht übern Tisch ziehen lassen, zumal die irische Regierung das auch für ein Danaergeschenk zu halten scheint. Ackermann wird sich mit der City verbündet haben, die Schwierigkeit dürfte sein, in GB jemand zu finden, der sich die anzukratzen getraut. Denn GB steckt naturgemäß in Irland noch tiefer drin wie Ds Westviertel. Die Banken werden halt doch mal einige Abschreibungen vornehmen müssen, und vielleicht müssen auch 1, 2 hops gehen. Staaten sind wichtiger als Banken. - So wie das alles läuft, muß ich immer wieder an die Sache denken, die mein Mann vor einiger Zeit im Fernsehen gesehen hat: Fallschirmspringer - jung, aber sehr erfahren - springt aus großer Höhe ab, Fallschirm öffnet sich kaum. Bei der Fallgeschwindigkeit, die er aufnimmt, hat er keine Chance, seinen Reservefallschirm zu öffnen. Er kann auch nicht lenken, und unter ihm ist ausgerechnet das einzige geteerte und befestigte Stück Gelände, ein großer Parkplatz. Er begreift seine Situation und sagt in die Kamera, mit der er seine Sprünge immer aufnimmt, nur trocken: "Das überleb ich nicht. Good-bye, Welt.". Er bewegt sich aber weiterhin so, wie er es gelernt hat und ihm zum Reflex geworden ist, wird anscheinend vom Wind denn doch ein Stück weggetrieben, knallt schließlich in eine hohe Brombeerhecke und - überlebt. Nur ein Rippenbruch, blaue Flecken und halt Dornen, aber das war nach wenigen Wochen überstanden. Sie haben es dann versucht nachzuvollziehen, wie es dazu kam, daß er das tatsächlich überlebte. Es gab nicht den einen, durchschlagenden Effekt, alles half ein bißchen, und alles zusammen hat denn eben doch gereicht. Ich hoffe, daß es letztlich so ausgeht...

0 colorcraze 21.11.2010, 20:48 Uhr

@hansgeier: dochdoch, mit...

@hansgeier: dochdoch, mit Kaffee, Zigaretten, Kräutertee, Schweinebraten und Raclette hält man das aus. Davonlaufen nützt nämlich nichts. @fionn: mpf, man muß zusehen, wie man die Gefahr kleinbröselt... es stehen deutsche Interessen gegeneinander und in GB noch weitaus größere, das ist im Moment sehr akut.

0 BertholdIV 21.11.2010, 20:51 Uhr

@HansMeier555 mich irritiert...

@HansMeier555 mich irritiert immer, dass es nur um die Banken geht. http://www.dowjones.de/site/2010/11/munich-re-irland-macht-der-versicherungsbranche-keine-sorgen.html Wenn das stimmt (bei Zahlen, die das Bafin rausgibt...) und die Versicherer keine PIIGS Bonds halten umso schlimmer. Warum: Aus den Aktien ist man raus, also bleiben nur v.a. Deutsche, Französiche etc. Staatsanleihen. Damit können sie aber keine Garantieverzinsung insbes. für die alten Verträge erwirtschaften.

0 colorcraze 21.11.2010, 20:59 Uhr

@Vroni ("Reiche fallen immer...

@Vroni ("Reiche fallen immer weich"): naja, Frau Schickedanz ist ein eklatantes Gegenbeispiel aus neuerer Zeit. @Besucher: 1. ich kanns nur immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen: wir befinden uns im tiefen Tal des Kondratieff. Bis wir uns bekrabbelt haben, ist das Jahrzehnt um. 2. Das tiefe Tal der Superhexen und anderer 70er-Jahre-Kram paßt da nicht, wichtiger ist der tägliche graue Kampf gegen Verlotterung und Wirrsinn mit Besen, Schaufel und Wecker, wie ihn unser Gastgeber hier anführend betreibt.

0 BertholdIV 21.11.2010, 21:02 Uhr

@fionn Danke für den Link auf...

@fionn Danke für den Link auf die CIA Seite. Ein gutes Lexikon und dabei sehr aktuelle Zahlen

0 colorcraze 21.11.2010, 21:13 Uhr

@BertholdIV: ich weiß nur,...

@BertholdIV: ich weiß nur, daß die Allianz in Indien viel Neugeschäft haben soll - ob der Rest der Welt noch den Saft hat, um für Europa Tropf zu spielen, weiß ich nicht. Ich habs ja in d.e.m. schonmal gesagt, für meine Generation ist es bezüglich Rente die offene Wette, was sich eher auflöst, Konzern oder Staat.

ein heiles Leben auf dem Land...

ein heiles Leben auf dem Land mit bestenfalls durch Tätigkeiten erworbene Stellungen... Ansteller und Angestellte geregelt durch das vis á vis und die Höhe der Zahlungen... Von der Stadt aus betrachtet, hat sich die Arbeit der günstigen ländlichen Regionen entweder zu HiTech gewandelt oder wird jetzt in China, Osteuropa erledigt. Den Rest ziehts in die Städte, welche bald aus allen Nähten platzen... Ok, nicht im Osten... Bringt der Prozess des Verstehens vielleicht eher die Arbeit auf das Land zurück?! Kurze Wege werden wieder Trumpf, wenn die Mobilität teurer wird. Ah, des werd scho... Deswegen kauft Nestle auch vermehrt Ackerflächen...

Ach colorcraze (auf Wunsch...

Ach colorcraze (auf Wunsch von Bescher editiert, Don), ich kann doch nicht mit schrulligem Zahlenhokuspokus aus den Zwanzigern an die heutige Realität herangehen und ihr naturgesetzliche Qualitäten zuschreiben - wo bleibt denn da der Unterschied zu der Neoliberalensekte mit ihrem Anführer von der LMU? (A.W. Schlegels bekannteste Bild wurde übrigens "Pavianbild" genannt - wie komm´ ich gerade jetzt da drauf?)

0 Maman est folle 21.11.2010, 21:18 Uhr

80-100 Milliarden Euro fuer 2...

80-100 Milliarden Euro fuer 2 oder 3 irische Banken - koennen sie das bisschen Kleingeld nicht bei ihren irischen Wettbewerbern einfordern, die den Stresstest im Spaetsommer bestanden haben?

0 HansMeier555 21.11.2010, 21:28 Uhr

Lieber Besucher, was ist...

Lieber Besucher, was ist "Bespoke"?

0 hansgeier333 21.11.2010, 21:52 Uhr

Kann jemand das bitte in...

Kann jemand das bitte in Whiskyjahre umrechnen? 1 Whiskyjahr = 150 (Am)Pullen á 0,7 Liter. Nehmen wir 10 Euro pro (Am)Pulle. Schließlich ist Ausverkauf.

0 donna laura 21.11.2010, 22:02 Uhr

düster und leider nicht ganz...

düster und leider nicht ganz falsch beobachtet, geschätzter Don Alphonso. . wobei ich anmerken möchte, dass die terrorgefahr stets vorhanden ist, mit schwankenden und sich langsam steigernden akutheitsgraden; man kann nur den damit befassten behörden für ihre wichtige und, von aussen besehen, gute arbeit sehr danken. . es wird hier jetzt doch hoffentlich niemand im ernst glauben, dass die terrorgefahr seit dieser woche im vergleich zur vorwoche eklatant gestiegen ist; eher im vergleich zum vorjahresmonat. . deshalb und weil demnächst weihnachtsmärkte und adventssamstage aktuell werden, war es angesichts der unübersichtlichkeit der finanznachrichtenlage ungeheuer nützlich, wieder einmal die terrorgefahr in erinnerung zu rufen. . wenn es so sei, dass die eliten als kanonenfutter an die klippe geführt werden, kann man daraus nicht folgern, dass sie mitnichten gut vertreten werden? und dass die vertreter gut und rasch über den tisch gezogen wurden, von ganz anderen eliten, die durchaus überleben werden, weil sie tatsächlich global mobil sind? . in der tat gehe ich davon aus, dass das westviertel, das hier vom geschätzten don als elite umschrieben wird, bei finanziellen belangen längst nicht mehr dieses gewicht mitbringt. das westviertel ist bestenfalls wohlhabend. liebe Vroni, wenn personen aus dem westviertel als reiche beschrieben werden, so gilt ihr satz, dass ein reicher weich falle, nicht. . veritable eliten sind heute schwerreich (ab dreistelligem millionenbereich (nicht sek), teilweise gut vernetzt, äusserst beweglich, und können oftmals für sich sonderkonditionen aushandeln (lassen). doch was ihre kollegen und deren 'sanfte' landung anbelangt: sie können auch loslassen... . wenn man etwas zu verlieren hat, so sind übrigens die "klassische[n] Krisenreaktionen des Bürgertums" ein guter tipp, gepaart mit mobilität. . *räusper*, liebe colorcraze, lieber hansgeier333, nur zu, dröhnen sie sich à la russe zu. dann haben wenigstens die anderen einen wettbewerbsvorteil.

hansgeier, wieviel waere das...

hansgeier, wieviel waere das in Calvados?

0 donna laura 21.11.2010, 22:17 Uhr

offensichtlich ist hier nicht...

offensichtlich ist hier nicht nur maman voll...

@ colorcraze "@Vroni ("Reiche...

@ colorcraze "@Vroni ("Reiche fallen immer weich"): naja, Frau Schickedanz ist ein eklatantes Gegenbeispiel aus neuerer Zeit." ? Mir ist nicht bekannt, dass sie unter der Brücke lebt. Eine ihre Villen hattse sicher noch. . Habe ich jetzt aus Wikipedia (Tschulligung für diese schnöde Quelle auf die Schnelle): "Im September 2009 wurde bekannt, dass Schickedanz Beteiligungen an der Nürnberger Firma ICN Immobilien Consult hält, die nach eigenen Aussagen in ihrem Internetauftritt im Jahr 2008 Umsätze „im deutlich zweistelligen Millionen- Euro-Bereich“ erwirtschaftete und 2009 Wohn- oder Geschäftshäuser zu Kaufpreisen von bis zu 15 Millionen Euro als Anlageobjekte suchte. Teile der deutschen Medien schlussfolgerten daraus, dass Schickedanz wohlhabender als vermutet sei."

0 hansgeier333 21.11.2010, 22:21 Uhr

Allerliebste donna laura, mit...

Allerliebste donna laura, mit Verlaub, ich bin besoffen noch besser als "die anderen" nüchtern. Mein Wettbewerbsvorteil liegt im Westviertel.

0 colorcraze 21.11.2010, 22:32 Uhr

@Besucher: wenn Sie sich an...

@Besucher: wenn Sie sich an Zahlen festbeißen, kann ich nichts dafür. Es geht um gewisse Rhythmen und Trends der ökonomischen Entwicklung, die sich seit Jahrhunderten nachweisen lassen. Lesen Sie halt mal was historisches, lesen Sie Braudel. - Wenn Sie eine heute passende Jugendkultur auf dem Reißbrett schaffen wollen, nehmen sie sich die 1910er (Wandervogel) und frühen 1960er (swinging London) zum Vorbild, spiegeln diese, versehen sie mit einer Prise häuslichem Überleben und Romantik, so in etwa. Denn die Volatilität (das blasige Geschäume) werden wir so schnell nicht los, es ist ständig mit Überraschungen zu rechnen, und es geht noch eine Weile bergab. Und die jetzt zwischen 20 und 30jährigen drehen langsam am Rad, weil sie nicht wissen, wohin mit sich.

0 Dr. Hoinz 21.11.2010, 22:36 Uhr

China wird uns möglicherweise...

China wird uns möglicherweise "retten".

Grosses Buero. Mutti sitzt am...

Grosses Buero. Mutti sitzt am Telefon und versucht schon seit Stunden eine Verbindung mit Suedafrika herzustellen. . Mutti: Ja? Na endlich! Ist bei euch auch die Post privatisiert? Wie? Achso, ja hier auch. Hoer' mal, wir kriegen hier in Europa ein fettes Problem mit den Iren. Ja doch, naechste Woche oder so. Also das ist so: ich hab'doch damals mit dem Ackermann...wie? Ja doch, und jetzt versucht der und seine Kollegen mich wieder zu betuppen. Was? Ja, ist mir auch peinlich. Haette ich vielleicht nicht machen sollen. Wie sagte mal der Adenauer: Meine Herren, die Situation ist da. Pass mal auf, lange Rede kurzer Sinn. Kannst du nicht 'was machen so mit Terrorismus oder so? Doch! Wenns bloed laeuft, war's 'n dummer Negerscherz. Und ich schick dann den Maiziere vor, der erklaert uns dann die Bedrohung, so mit Weihnachtsmarkt und S-Bahn, also S-Bahn nicht, die Faehrt ja kaum noch... ...richtig erfasst mein Guter, dann gucken alle entsetzt nach ihrem Rauschgoldengel und die ganze Kiste mit der Moerderkohle geht im Rauschen unter. Wie? Willste machen? Klasse! Wenn ich naechstes mal vorbei komme, schiess ich dir ein Nashorn. Geht zurueck. Auch an deine Frau! Hat die immer noch diese Kittelschuerze von Neckermann? Sag'ich doch. Unzerstoerbar. Ich muss jetzt aufhoeren, wird mir sonst zu teuer. Du weisst doch, die Krise. Ja Bussi.

0 colorcraze 21.11.2010, 23:18 Uhr

@donna laura: "das Westviertel...

@donna laura: "das Westviertel ist bestenfalls wohlhabend". Ja. Mittlere (finanziell) bis obere (bisher funktionell) Mittelschicht halt. Nicht daß ich was anderes erwartet hätte. Den Artikel mit der 300-Mio-Grenze hatte ich auch gelesen, schätzungsweise kommt es aber auch dabei noch sehr darauf an, wie mans anlegt in diesen Zeiten. Ich könnte mir vorstellen, daß man es heutzutage auch in 20 Jahren schaffen kann, von 300 Mio auf 0 zu kommen. "Schwerreich" würde ich anderswo ansiedeln. Um zwischen 1960 und 1980 von 30 Mio auf 3 zu kommen mußte man sich schätzungsweise mehr vertun. - Zudröhnen? Mit selbstgezogenem Melissentee? Das wird schwierig. Ob mein schauspielerisches Talent ausreichen könnte, es zu simulieren, habe ich noch nicht versucht. - Rumhektiken würde mich derzeit allenfalls unnötig Reserven kosten. - Terror: jaja. Ich bemerke schon seit ca. 8 Wochen vermehrtes Tatütata von der Hauptstraße her, wieimmer man das bewerten will (andere Route der Krankenwagen? Öfters Komapatienten Richtung Einkaufszentrum? Vermehrte Zusammenbrüche?).

0 donna laura 21.11.2010, 23:19 Uhr

wenn sie meinen, lieber...

wenn sie meinen, lieber hansgeier333, dass der notar, der apotheker, der ingenieur, der chefarzt und vor allem der bürgermeister noch langsamer sind, so pflichte ich ihnen bei, nicht allein aus gründen der höflichkeit. aber meine famille hat ja überlebensstrategien in allen varianten seit vielen jahrhunderten eingeübt. . apropos elite, cher Filou, was halten sie denn von folgender dame: http://www.youtube.com/watch?v=njFjfR0Dnmc.

0 donna laura 21.11.2010, 23:54 Uhr

beste colorcraze, nein, einen...

beste colorcraze, nein, einen solchen artikel habe ich mangels interesses nicht gelesen; erfahrungswerte, nichts weiter... es geht hier schliesslich nicht um entfernung zur armut, sondern um entfernung zum einfluss.

Chere Donna Laura, Madame ist...

Chere Donna Laura, Madame ist mit Schwesterchen im Heiligen Koeln, so kann ich mich den Freuden des unkontrollierten Lebens hingeben: da was machen, dort was tun, auf's Schoenste ungestoert sein. Ich habe heute viel Zeit, bin guter Laune und arbeite den Privatluxus ab. Ha, der Zufall will, dass ich gerade heute diese Oper auf M.s iPod spielte. Eine ARTE-Produktion, die ich mit meinen Kuechenradio aufnahm. Ich liebe diese Arie. Ich kann sie auswendig. Frueher, ganz fruher, noch viel fueher, als ich mich mangels anderer Aufgaben voll dem Liebeskummer hingeben konnte, sang ich sie einsam vor dem Fenster meiner Angebeteten. Einmal allerdings uebertrieb ich es: ich nahm einen Freund mit, welcher Geige mit der Hingabe Einsteins spielte-und genau so falsch. Es nahte ein Streifenwagen, wir schlugen uns in die Buesche. Der Geiger eroberte das Herz des Maedchens. Mich zu troesten verriet er mir indiskret, dass ihre schoene Form einer zwiebelartigen Kleidung zu danken war. Das ist jetzt abseits des heutigen Themas. Wenn's unser Hausherr nicht freischaltet, werde ich ich Ihnen anders antworten. Warum provozieren Sie mich auch? Selbst schuld. (Ausserdem: ich koennte niemals Eneas sein. Wars's der Vater den er fluechtend auf dem Ruecken trug, oder ein Kind? Egal. Ich hab' genug an meinem Buckel.)

0 hansgeier333 22.11.2010, 00:29 Uhr

Liebste donna laura, hicks,...

Liebste donna laura, hicks, Schnelligkeit ist bei Ihnen ein Kriterium?

Mein Rat: Legen Sie Ihr...

Mein Rat: Legen Sie Ihr Vermoegen in Schaps an. Ich frage Sie, wo bekommen Sie sonst noch 40% fuer Ihr Geld? Bespoke: Britisch Englisch fuer massgeschneidert. Jemand der es sich leisten kann zum Massschneider zu gehen, ist ein "bespoke Gentleman". (Fuer Rechtschreibefanatiker: Habe kein sz auf der Tastatur) Wie viele andere habe ich was erlebt und gelernt dass nie alles schlecht geht oder immer richtig laeuft. Nur Mut, man muddelt sich auch diese Krise und die Sonne geht morgens wieder auf. Was suchen Sie? Perfekte Systeme und absolute Sicherheit? Bei uns Menschen?? Wieder ein wunderbarer, klarer Blog der zum Denken anregt mit treffenden Photos.

@ DA : "Eliten, die keine...

@ DA : "Eliten, die keine Alternativen haben, sind keine Eliten mehr." . Man kann natuerlich gerne jetzt ueber die Definition der Elite streiten, auch darueber, ab welchem Vermoegen man von Elite (genauer: Vermoegenselite) spricht. . Letztlich aber haben echte Eliten eines gemein mit den komplett privileglosen: die Moeglichkeit, ihr Glueck anderswo zu versuchen. Das kann, wer zeitig sein Vermoegen verschiebet, und das kann der, der sowieso nichts mehr zu verlieren hat. . Wer das nicht kann, das sind die Mittelschichtler, mit Betrieb, Hypothek, und Autokredit. . Leztlich leider also das von Ihnen hier beschriebene "Westviertel", das sich zwar sicherlich selbst als Elite ansieht, dieser aber nur bei subjektiv stimmiger Definition zugehoert.

0 HansMeier555 22.11.2010, 08:03 Uhr

Salzburg ist trotz allem nicht...

Salzburg ist trotz allem nicht Balkan, sondern kommt direkt hinter Berchtesgaden. . Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Wolfgan Murnberger.

0 BertholdIV 22.11.2010, 08:12 Uhr

"colorcraze21. November 2010,...

"colorcraze21. November 2010, 22:13 @BertholdIV: ich weiß nur, daß die Allianz in Indien viel Neugeschäft haben soll - ob der Rest der Welt noch den Saft hat, um für Europa Tropf zu spielen, weiß ich nicht. Ich habs ja in d.e.m. schonmal gesagt, für meine Generation ist es bezüglich Rente die offene Wette, was sich eher auflöst, Konzern oder Staat." So hat mir das die GTZ auch mal erzählt und wie gerne sie mit der Munich RE und der Allianz zusammenarbeiten. Alles unter dem Titel Mikrokredit, Mikroversicherung etc.

Wolff 05.17h "bespoke" - ...

Wolff 05.17h "bespoke" - Details wie "bespoken" - as spoken/discussed. Ich war einmal beim Schneider in Savile Row London mit meinen Eltern. Der Schneider hat meinen Vater mit "Sir" (Good morning, Sir)angesprochen (wie üblich) doch es ging weiter mit "Sir": "Would Sir prefer a narrower trouser leg?" and "Would Sir prefer this pattern"? usw.

Elite qua Geburt? - Wo...

Elite qua Geburt? - Wo stünden wir heute, wenn wir einhergehend mit ökonomischen Theorien eine 100% Erbschaftsteuer hätten. Dies setzt voraus, dass zumindest alle EU-Staaten dies ebenso handhaben würden, damit man nicht nach Österreich oder woanders ausweicht. Jeder müsste mehr-oder-weniger für sich selber sorgen und könnte sich nicht auf dem Ererbten ausruhen. Wäre dies besser, oder ist es nur ein Trugschluss?

Die Verlustzahlen zum...

Die Verlustzahlen zum Einlagenabfluss stammen übrigens aus einer Studie der Citigroup. Nach Fertigstellung der Studie kam ein Zwischenbericht der Allied irish Bank, die seit Anfang des Jahres bis Mitte November 13 Mrd. Euro Einlagen verloren hat. http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/2010/11/zahl-des-tages-191110-20000000000.html Die Diagnose ist also eindeutig: Es gibt einen Bankrun und man kann sich sicher sein, dass sich die Geschwindigkeit in der letzten Woche deutlich erhöht hat. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, wieso von Dienstagabend bis Freitagabend ein derart massive Umschwung in der Meinung auf beiden Seiten eingesetzt hat: Am Dienstag schloss Irland noch aus, Geld zu benötigen und die EU wollte nur Geld geben, wenn Irland seine Steuern erhöht. Schon am Freitag wurde klar, dass Irland jetzt doch Geld braucht und am Sonntag gab die EU jede Gegenforderung auf. Ansonsten möchte ich auch nochmal den sehr guten Artikel in der FAS empfehlen, auch wenn Vroni es schon getan hat: http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~ED8CCCE35B28C46D08B8B8E3219EC84B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html Wir machen hier keinen Bailout für Irland, sondern für die irischen Banken. Und wenn man die Kette bis ganz zum Ende durchgeht, retten wir eigentlich die deutschen und die britischen Banken, die jeweils mit etwa 150 Mrd. Euro (Brutto-)Kreditvolumen in Irland engagiert sind. Es ist kein Zufall, dass Ackermann am Tag der Irlandverhandlungen in Brüssel war ...

0 Caoimhe Butterly 22.11.2010, 09:29 Uhr

schluchtenossi, Sie titeln den...

schluchtenossi, Sie titeln den Don Alphonso Ihren Wertesten? Nicht so knapp mit der Ehre, ich rühme ihn als meinen Allerwertesten!

0 donalphonso 22.11.2010, 09:41 Uhr

Was soll 100% Erbschaftssteuer...

Was soll 100% Erbschaftssteuer bringen? Kambodscha2.0? Die totale Machtergreifung von Firmen und Institutionen?

0 donna laura 22.11.2010, 09:49 Uhr

bei fluchtbewegungen schon,...

bei fluchtbewegungen schon, mein bester hansgeier333, bei fluchtbewegungen schon. und wenn schon schnelligkeit, dann sollte die vorangehende analyse sowie die daraus abzuleitende strategie beizeiten, also noch schneller bewerkstelligt worden sein. . wie geht es ihnen nach dem gestrigen schluckauf? schmerzende haare? sehen sie, der don braucht keinen alkohol, um einen oder zwei kater zu haben... . liebe/r Mondry, vous avez raison, sans doute. . liebe fionn, über ein solche anrede würde sich unser lieber geschätzter gastgeber angesichts der unmengen erbeuteten englischen silbers, unter denen man ihn vermutlich kaum hervorzuziehen vermag, auch freuen, doch er würde es nie zugeben, bescheiden, wie er ist. you are, aren't you, sir? . kurioses ebs, dann dann gründen wir eben eine dachkonstruktion, und alle exerbinnen und exerben bekommen eine anstellung und ein schönes gehalt. und sie nicht. zufrieden? . lieber egghat, ganz recht. zufällig tritt acreman nie vor die kameras... und wer schon soll dies je im ernst geglaubt haben.

0 HansMeier555 22.11.2010, 09:52 Uhr

@Mondry Genau meine Rede. Wer...

@Mondry Genau meine Rede. Wer in einer prosperierenden dummen Stadt zwei oder drei Mietshäuser besitzt, gehört darum noch lange nicht zur "Elite". . Elite, das sind genau diejenigen Familien, die von der jetzigen Spekulation profitiert haben und jetzt von der Rettungsaktion profitieren. Elite ist, wer die Regeln bestimmt, die für andere dann gelten. Elite ist, wer sich eine Volkspartei oder gleich die öffentliche Meinung als Haustier halten kann. Elite sind die Kleptokraten, nicht diejenigen, die am Ende haften. Die These des Don ist darum ein Widerspruch in sich.

0 steelydan 22.11.2010, 10:06 Uhr

Warum nicht 120% wie bei...

Warum nicht 120% wie bei Alcohol? Alles wird geklont und gebrannt. Totes Meer statt Roter Khmer. Wir laufen übers Wasser, wenn es und bis zum Hals steht.

0 hansgeier333 22.11.2010, 10:20 Uhr

donna, ma chére, für wen kam...

donna, ma chére, für wen kam denn die Irlandkrise überraschend? Vielleicht für Feuilletonisten. Der Aggregatzustand des Vermögens hat sich dadurch nicht verändert. Man kann in aller Ruhe sein Glas auf die hektischen Verrenkungen der dafür zuständigen Zeitgenossen heben. Ändern wird sich vorerst nichts. Niemand hat die Absicht, Don´s Silberkannen plattzuwalzen. Habe meinem Kater Auslauf gegeben. Frische Luft tut ihm gut.

0 colorcraze 22.11.2010, 10:53 Uhr

@Filou: So ähnlich könnte es...

@Filou: So ähnlich könnte es gelaufen sein. Und die Kaida-Kinder sind ganz besoffen davon, daß sie Wirkung erzielt haben: Polizei zeigt sich. Boah, ey! Daß sie damit ein neues Konjunkturprogramm ersparen, wissen sie natürlich nicht. Sie sind ganz wild darauf, daß ihnen endlich mal ein Papi die Hosen strammzieht und ihnen sagt, was sie zu tun und zu lassen haben, drum träumen sie ständig von Kreuzrittern, die sie aber einfach nicht finden, weil sie dafür 806 Jahre zu spät dran sind. Sie stoßen nur auf Städter, die die Augen verdrehen oder sich an den Kopf fassen. @Mondry: Ja. @donna laura: Einfluß... stell ich mir heutzutage schwer planbar vor, weil die Apparate sehr fragmentiert sind, die Höhe von Empörungswellen kaum abschätzbar und die Reaktionen chaotisch-unvorhersehbar. Auch wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und die richtigen Leute kennt. Und manche hauts auch runter, obwohl sie eigentlich nach bisherig-durchschnittlichem Ermessen alles richtig gemacht haben. Sich mit Familienerfahrungen zu befassen ist jedenfalls etwas tröstend, wenn man es sich unter dem Gesichtspunkt anschaut, daß es immer wieder Nadelöhre gab, durch die man durch mußte. @DA: doch mal zur Eingangsfrage "fühlen Sie sich gut informiert?" - Selbstverständlich nicht.

0 colorcraze 22.11.2010, 11:26 Uhr

@hansgeier: "für wen kam denn...

@hansgeier: "für wen kam denn die Irlandkrise überraschend?" - Wo sie recht haben, haben sie recht. Die war seit Griechenland angekündigt. - (ganz was anderes) Ein paar Reiche, die Unternehmer sind, scheinen einen geradezu mönchischen Lebensstil zu haben: sie haben eine Schlafkoje im Flugzeug, und sind eigentlich nur ständig unterwegs. Sie haben zwar vielleicht ein paar Wohnungen, die stehen aber eher als Container rum, präsent sind sie eher instantan für ein paar Stunden an einem bestimmten Ort. Sie richten sich erst gar nicht mehr ein.

0 specialmarke 22.11.2010, 12:02 Uhr

Liebe donna laura, warum so...

Liebe donna laura, warum so abgrenzend? - Wir bekommen 100 Prozent Erbschaftssteuer und alle bekommen dafür ein voraussetzungsloses Grundeinkommen. Sie natürlich auch und jedes ihrer elf Kleinen und Gary Grant natürlich auch...Wir wären zumindest der Illusion etwas näher, in der besten aller Welten zu leben. - Und HansMeier333 darf sein bedingungsloses Grundeinkommen natürlich als seine Apanage betrachten...

0 Observator 22.11.2010, 12:15 Uhr

@hansmeier555, 12:48 und...

@hansmeier555, 12:48 und folgende Geben Sie sich keine Mühe, es will immer noch keiner wahrhaben, dass wir schon längst wieder im Feudalismus leben. Weil alle glauben, sie gehörten dazu...

0 HansMeier555 22.11.2010, 12:20 Uhr

Solange die feudale Elite vom...

Solange die feudale Elite vom STeuernzahlen definitionsgemäss befreit ist und die niederen Schichten nur von der Hand in den Mund leben, hat eine 100prozentige Erbschaftssteuer nicht viel Sinn. Besser man lässt dem Pöbel die Illusion, er könnte durch jahrzehntelange Übung von Fleiss und Gehorsam einen Batzen für die Enkel zurücklegen.

0 steelydan 22.11.2010, 12:32 Uhr

@ specialmarke: Wir haben doch...

@ specialmarke: Wir haben doch schon ein Grundeinkommen. Es heißt nur anders, benannt nach so einem Drehtür-Manager (Politik/Wirtschaft). Gut, es ist kein Einkommen, weil man damit nicht auskommt. Aber die bedingungslose Unterwerfung unters Amt ist schon dabei. Was soll das mit der Erbschaftsteuer? Wir wollen die Kohle doch schon zu Westviertlers Lebzeiten. Die Knochen werden immer älter. Das ist eine ganz subtile Form der Steuerhinterziehung. Machen wir´s wie bei den Kapitalgesellschaften: Alle dreißig Jahre sind sie dran. Fiktiv gestorben, sozusagen. Da können sie sich selbst ihren eigenen Epitaph eingravieren. Johannes Heesters müsste schon zum drittenmal Erbschaftsteuer zahlen. Und die Grufties würden sich wie weiland die Ro-80-Fahrer mit erhobenen Fingern grüßen: Nicht: den soundsovielten Motor hab ich drin, sondern: so oft habe ich schon Erbschaftsteuer gezahlt und lebe noch!

0 steelydan 22.11.2010, 12:48 Uhr

Einer geht noch: Wie wär´s...

Einer geht noch: Wie wär´s mit einer Steuerermäßigung auf die Erbschaftsteuer, wenn der/die Erblasser/in etwas früher ... ähem ... schont die Kranken-/Rentenkassen und die Polinnen könnten sich wieder auf das konzentrieren, was sie am besten können: ...

0 donna laura 22.11.2010, 12:50 Uhr

selbst scheinbare surprisen,...

selbst scheinbare surprisen, mein teuerster hansgeier333, sind in diesem zusammenhang selbstredend keine überraschung mehr, da sind wir doch völlig d'accord. . vermutlich liegt der gefühlte überraschungsfaktor, auf den sie abheben, in der art (um nicht zu sagen: stil) des journalistischen artikels, stets neuigkeitsanmutung generieren zu müssen. . einigermassen witzlos wäre es, doch u. u. ehrlich, wenn ein redakteur schreiben würde: 'wie sich bereits vor drei monaten abzeichnete...', wenn er i.a. nur nicht wieder die nachrichten von den einschlägigen agenturen, die ihrerseits ihr material verkaufen möchten und deren input man im abonnement gekauft hat, abpinseln und mit einigen ornamenten, die dem chefredakteur und dessen besitzer zu gefallen sind, versehen würde. aber dafür gibt es ja andere quellen. . unter den tisch, cher Filou, wollte ich sie nicht fallen lassen - ich kam nur noch nicht dazu, ihnen zu antworten. die kleinen wollten in den schnee, der keiner ist. jetzt sind sie glorreicherweise nass und voller matsch, so wie die stiefelchen, die mäntelchen, die mützchen, die hunde, der eingang. naja, in längstens zehn jahren wird auch das überstanden sein, dann fängt die letzte pubertät an. manchmal möchte man zu glauben geneigt seien, dass wir nachbarn seien, wenn wir schon dieselbe musik hören... etwas niederländisches (mit untertiteln für die hilflosen) hätte ich auch noch auf lager, hören sie mal: http://www.youtube.com/watch?v=D3AnMKhqeD8. die dame hat ein sehr schönes organ, und, wie alles menschengemachte, ist es nicht die perfektion, die besticht. . liebe colorcraze, kamelfarbene mäntel sollten dieses jahr der letzte schrei sein.

0 hansgeier333 22.11.2010, 12:56 Uhr

Der Supermarkt meines...

Der Supermarkt meines Vertrauens verramscht Sixpacks von Guinness und einem anderem irischen Bölkstoff, dessen Namen ich mir nicht merken kann. Müssen die deutschen Brauereien jetzt darben oder behält der (insbesondere bayerische) Nationalstolz die Oberhand?

0 HansMeier555 22.11.2010, 13:18 Uhr

Vielleicht könnte man sagen:...

Vielleicht könnte man sagen: Die süddeutschen kleinstädtischen Mittelständler seien das "letzte Aufgebot". . Aber die sollen sich nicht beklagen. Die sind es doch, die Schwarz-Geld und die feudale, pardon neoliberale, Bankeraristokratie immer mit politischer Legitimation ausgestattet haben, und das gewiss auch weiterhin tun werden. . Darum sage ich ja: Das Bürgertum ist nicht mündig, es kann und will sich nicht "selber" regieren. Es braucht einen Feudalherren über sich, und jetzt kriegt es einen.

0 hansgeier333 22.11.2010, 13:19 Uhr

Verehrteste donna laura, man...

Verehrteste donna laura, man ist vielleicht früher vor den roten Horden geflohen, aber heutzutage: die fahren doch auch Porsches, wenn auch gebrauchte, und haben ihre Datschen in den Bergen, genossenschaftlich organisiert, natürlich. Und wohin wollen Sie denn flüchten? Russen und Turbanisten sind schon da. Kein Ersatz fürs Westviertel oder einen abgetrennten Teil davon. Und sogar Extremspekulantinnen in Herzogenaurach oder dümmlich-naiven Milliardärsgemahlinnen unweit Nürnberg wird gehuldigt, vorausgesetzt, sich behalten Haltung, will heißen, ihren Nerz und make-up an. Sind das nicht auch Erbinnen, die ihren Göttergatten rein zufällig überlebt haben?

0 specialmarke 22.11.2010, 13:59 Uhr

@steelydan: das...

@steelydan: das Grundeinkommen, auf das Sie anspielen, ist weder ein zureichendes Grundeinkommen, wie Sie ja selbst erwähnen, noch ist es bedingungslos. Es handelt sich hier eher um eine Prämie fürs Männchenmachen vor den Knechten des Arbeitsamtes oder der Jobcenter. Wenn das Grundeinkommen auch für die besseren Kreise akzeptierbar sein soll, dann muß es schon "bedingungslos" sein, gewissermaßen eine Apanage fürs Nichtstun...Außerdem wird natürlich das Bargeld abgeschafft, um den Noch-Reichen die aufwendigen Fahrten in die Schweiz zu ersparen...

0 colorcraze 22.11.2010, 14:00 Uhr

Ach, die Idee von den...

Ach, die Idee von den Australiern, wie sie reich werden könnten, hat mir gut gefallen: einfach jedem Nordchinesen jedes Jahr ein Paar Wollsocken verkaufen... leider hat das bis jetzt nicht geklappt.

0 colorcraze 22.11.2010, 14:14 Uhr

...

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EFEC7B59173F446DA9A5C56A1DB4265D2~ATpl~Ecommon~Scontent.html Eiei, wer hat da wieder einen Weg zum Abzapfen gefunden?

0 steelydan 22.11.2010, 14:28 Uhr

Werter specialmarke, die...

Werter specialmarke, die apanage fürs nichtstun, war das nicht früher die Besoldungsklasse "C"? Mit Einführung der Juniorprofessuren mag sich das geändert haben.

Niederlaendisch ist keine...

Niederlaendisch ist keine Sprache der Poesie. Flaemisch schon eher. Aber auch da hab' ich meine Zweifel. Kommense mir nicht mit Brel. Der gefaellt mir franzoesisch dann doch besser, obwohl ich mich dabei sehr abmuehen muss. (Bei passender Gelegenheit erzaehle ich von meiner Liaison mit Marianne. Das wird sehr komisch.) . Zurueck zum Thema. Ich bin mittellos, hab' nix zu verlieren, kann daher nicht wirklich mitplaudern.

0 colorcraze 22.11.2010, 15:41 Uhr

@donna laura: bei Ihnen hat es...

@donna laura: bei Ihnen hat es also immerhin schon Matsch? Hier regnet es den ganzen Tag und wurde keine Stunde richtig hell. - Also kamelfarben, nein, das ist mir wirklich zu retro, meine Oma und meine Patentante, beide verstorben, hatten sowas, ich sehe es vor meinem geistigen Auge deutlich vor mir. Ich werde wohl beim hergebrachten Berlin-Mitte-grau bleiben. Aber es ist jetzt definitiv Mützenwetter, es wird langsam kalt an der Kopfhaut, die Haare reichen nicht mehr als Isolation. @Filou: ach, ein Dach überm Kopf hat man schon noch, unter dem man über den Winter zu kommen gedenkt.

0 colorcraze 22.11.2010, 15:50 Uhr

@HansMeier: ich warte nun...

@HansMeier: ich warte nun schon seit geraumer Zeit auf ihren Fingerzeig, um wen es sich denn bei diesem ominösen Feudalherren handeln sollte, ich sehe immer noch keinen. Dafür leuchtet nun sogar der italienische Staat in die Vatikanbank hinein (auf der Suche nach Geld von Römern, was sonst).

0 Schnurpelchen 22.11.2010, 16:15 Uhr

Wenn man länger nicht...

Wenn man länger nicht hinschaut, geht das Kommentarniveau in den Keller. . Einer geht noch: Wie wär´s mit einer Steuerermäßigung auf die Erbschaftsteuer, wenn der/die Erblasser/in etwas früher ... ähem ... schont die Kranken-/Rentenkassen und die Polinnen könnten sich wieder auf das konzentrieren, was sie am besten können: ... . Wie bitte? Rassisten raus!

0 donna laura 22.11.2010, 16:54 Uhr

cher Filou, nun, die dame ist...

cher Filou, nun, die dame ist gewiss keine flämin, insofern ist der sound ein anderer. brel, wenn er sich am flämischen versucht, klingt schon recht amüsant, auch das ansonsten hübsche mijn vlakke land. . geschätzter hansgeier333, möchten sie für ihren kater noch etwas hering, bevor sie im nerz, mit gebrauchtporsche und die taschen voller geld die rotweissbekreuzten berggipfel erobern? und hicksen sie nicht zusehr, wenn sie am grenzer vorbeifahren, das hinterliesse sicherlich keinen guten eindruck.

0 f.luebberding@web.de 22.11.2010, 17:22 Uhr

Das Problem ist nicht Irland,...

Das Problem ist nicht Irland, sondern ob die Banken in Spanien und Portugal einen bank run erleben werden, weil die Investoren der Meinung sind, dass zwar Irland noch rekapitalisiert werden kann (womit sie richtig liegen), aber spätestens Spanien eine Nummer zu groß wäre. Dann hätten wir ein Problem, denke ich.

0 BertholdIV 22.11.2010, 17:55 Uhr

neue runde im streit merkel -...

neue runde im streit merkel - ackermann. http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E48C628CD507F45ACB99CB82590449203~ATpl~Ecommon~Scontent.html der sprecher der kanzlerin ist grenzwertig. das alte spiel: alllianz/cdu gegen db/spd. @DA wollen Sie nicht mal was zu ethischen investments-microfinanz schreiben. ich hätte ein paar schöne charts wie das bistum essen für kredite mit 25% p.a. wirbt

0 donalphonso 22.11.2010, 18:07 Uhr

Heute ist erst mal die...

Heute ist erst mal die Erbschaftssteuer und die 68er dran.

0 BertholdIV 22.11.2010, 18:39 Uhr

also ja?. d.h. um es...

also ja?. d.h. um es theologisch einzuordnen: nach der kolportierten nähe des opus dei - ein stützpunkt scheint ja im bistum essen zu sein, kardinal hengsbach - zu manch undemokratischen regierungen in südamerika, wird jetzt mittels finanzmarkt gearbeitet. g-tt-s segen für bxvi, alleine im bistum essen bedarf es noch großer aufräumarbeiten.

0 gheluveld 22.11.2010, 19:18 Uhr

DA schön gesprochen, die...

DA schön gesprochen, die verlorene Generation der 40 Jährigen als letztes Aufgebot, aber letztes Aufgebot muss ja nicht unbedingt Niederlage bedeuten, denken wir doch an Churchill 1940, im Rücken nur der Antlantik.

0 Wimmerl d. Ä. 22.11.2010, 20:34 Uhr

Bscht, mei hob i mi...

Bscht, mei hob i mi derschrockn. Heit hob i afm Sch...heisl des ominöse Intafiju mitm Bundesfinanzminista in da heitgn FAZ glesn, die Süddeitschi woar ausganga. Dea hot iebahaupts nix gsogt af de Frogn de wo eahm gstöllt wurdn. No net amoi s Göld fier an neien Pressäschprächa hot dea Grischipi mea i seim Etat. -- Kuaz un guat, i als Kommandör vo unsra Freiwillign Feiaweahr, i hob mid mia sölba a Gonfarens abghoitn un bschlossn, das mia nimma aussifoahrrn wanns brenna duat, wan net diesfallsig vom Brandgeschädigten a ausfallbsicherte Büarrgschaft auf Goldbassis vorrliegn duat. Wo kemma mia denn do hi, wonns a so weida geht? Kennt jo a jeda kemma un schrein un singa: Bei uns do herin bräääänts!!! -- Un welches Oarrschloch vo da Hypo Real hot de Depfa for etlichen Joahrrn nocha no Dublin gschickt mecht i amoi vo meine Schpezln in Mingga wissn? San mia itza de Freiwillige vo Dublin oda wos is? -- Mia hom scho amoi brophülagdisch bei uns do herin im Landl dea Monarchistischn Faeinigung a neis Lebn eiblosn. Ma woas jo net wos kimmt, göllt? Pfüat Eich. -- BertholdIV@: Damit des amoi klarr is, mia hom nix un mia gebn a nix. Mia san söba oarrm dro. Unsa Schoför, unsane Köchin, da Gärtna, da Hauslehra, de Magd, da Knecht, olli san ma oarrm dro.

0 donna laura 22.11.2010, 20:47 Uhr

(pst, liebe colorcraze, nur...

(pst, liebe colorcraze, nur ganz beiseite gepflüstert: vielleicht ist es ihnen mein ungeheuer flaches scherzlein verborgen geblieben, doch wenn sie schon von nadelöhren im zusammenhang mit finanziell besserdastehenden parlieren - was ich recht interessant fand-, so biete ich ihnen das kamel. fragen sie BertholdIV, der wird es genauer wissen als meine wenigkeit.)

0 colorcraze 22.11.2010, 21:33 Uhr

(ich wußte nicht, daß Sie...

(ich wußte nicht, daß Sie zur Bibelfestigkeit neigen)

0 HansMeier555 22.11.2010, 21:36 Uhr

@colorcraze In Italien gibt es...

@colorcraze In Italien gibt es Berlusconi, in Anglosachsen den Murdoch, und bei uns ist die Feudalherrschaft bislang noch sehr korporativ verfasst. Sie traut sich noch nicht so recht, zwölfspännig vorzufahren. Ich sehe meine Mission ja auch darin, ihr dazu den Mut zu geben. . Guttenberg ist es übrigens nicht. Der ist einfach nur ein Politker.

Liebe Laura, ich habe noch mal...

Liebe Laura, ich habe noch mal hingehoert. Gerne sogar. Die Kremer haette ich glatt als Belgierin durchgehen lassen, bei dem sanft rollenden "R" und der pronociation ueberhaupt. Ich mag die Belgier. Aber ach, sie ist in den Niederlanden geboren... ...was mach ich bloss? Meine Vorurteile und Rothschilds Geld...

0 donna laura 22.11.2010, 21:48 Uhr

(es ist gut, wenn man weiss,...

(es ist gut, wenn man weiss, wogegen man redet.) . lieber geschätzter HansMeier555, jetzt gackern sie bereits seit stunden, legen sie doch mal.

0 steelydan 22.11.2010, 21:48 Uhr

Schnurperlchen, seit wann...

Schnurperlchen, seit wann drücken drei unschuldige Pünktchen Rassismus aus? Sie müssen sich den Rassismusvorwurf gefallen lassen, denn Sie müssen furchtbar schlechtes im Sinn gehabt haben, sonst hätten Sie sich nicht so echaufffiert. Was können den Polinnen am besten? Natürlich Polen glücklich machen, was sonst? Honni dingsda, qui mal y pense.

BertholdIV, wissen Sie bei...

BertholdIV, wissen Sie bei Angie und Joe eigentlich noch, wer hier gerade wessen Nut... äh... Vortänzer ist? Oder gehören einfach grundsätzlich beide zu einer Gruppe von Leuten, denen man nicht vorgestellt werden möchte?

0 donna laura 22.11.2010, 21:55 Uhr

cher Filou, ich sah gerade...

cher Filou, ich sah gerade ihren beitrag am horizonte, als ich meinen vorigen absandte... die belgier mag ich auch, besonders ihre alten stoffe, die historischen gebäude, das essen - so verträgt man auch das flache, graue wetter. m.e. klingt sie eindeutig nach gemässigter niederländerin; doch die sprechen ja auch nicht alle gleich. vermutlich haben die vielfältige übung, in verschiedenen sprachen zu singen, und die anforderungen des liedes die belgische sanftheit eingeschliffen.

0 hansgeier333 22.11.2010, 22:07 Uhr

Verehrteste donna laura, die...

Verehrteste donna laura, die Kurvenhatz und das Gipfelstürmen überlasse ich lieber unserem Don, der kann das viel besser. Ist mir auch zu glatt und neblig um diese Jahreszeit. Außerdem schielt der Kater schon wieder auf das letzte Aufgebot auf dem Beistelltisch. Fisch gibt es erst wieder am Freitag, zum Frühstück aus dem Glas. Bis dahin kann ich mir vorsorglich Gedanken machen, welchem von meinen verzogenen Abkömmlingen ich erbschaftsteueroptimierend eine Schenkung unterjubele, Zug-um-Zug gegen groben Undank.

Laura, Laura, die...

Laura, Laura, die Belgierinnen... ..kurz vor meiner Einberufung zu des geteilten Deutschland Fahnen trampte ich nach Bruessel, in der Hoffnung, die Besitzerin einer so sanften Sprache zu treffen. Sie wollte mich nicht behalten. Voll Kummer, Zorn und Entaeuschung zog ich dann des Kanzlers Rock an, um heldenmuetig einen komfortablen Gammeldienst zu versehen. Es wollte halt keine Heldengeschichte draus werden.

0 colorcraze 22.11.2010, 22:15 Uhr

@HansMeier: und Sie meinen,...

@HansMeier: und Sie meinen, Sie können die dazu bringen, sich zu ... outen? Ich glaube, das werden sie aus wohlverstandenem Eigeninteresse unterlassen.

0 colorcraze 22.11.2010, 22:18 Uhr

donna laura/HansMeier: JAHRE!...

donna laura/HansMeier: JAHRE!

0 colorcraze 22.11.2010, 22:26 Uhr

@BertholdIV: Bistum Essen...

@BertholdIV: Bistum Essen also, soso. Die geheimen Abgründe des Ruhrgebiets?

0 HansMeier555 23.11.2010, 06:53 Uhr

Wenn sich das relativ reiche...

Wenn sich das relativ reiche Irland sich von ärmeren Staaten retten lässt, dann sollte das Westviertel doch auch können.

@ HansMeier555: Hat es doch,...

@ HansMeier555: Hat es doch, kann es doch, wird es doch- denn wenn auch die besitzlose Unterschicht eigentlich mobiler ist, ist sie doch meist auch mental sesshafter (evtl. der Grund, warum sie da unten ist...). Und muss deshalb in den Mietshaeusern wohnen, die den Westviertlern gehoeren; in deren Geschaeften einkaufen, deren Arztpraxen und Apotheken besuchen.... . Solange also nicht gerade der Untergang des Abendlandes auf dem Programm steht, wird es schon gehen. . Allerdings mag mancher Westviertler am Ende doch etwas aermer dastehen- sowohl finanziell als auch bzgl. Selbstachtung. . Aber keine Angst, das geld ist ja nicht weg. Das haben dann bloss andere. . Die Selbstachtung auch.

0 HansMeier555 23.11.2010, 07:17 Uhr

@colorcraze Typisches...

@colorcraze Typisches Bürgerliches Vorurteil! Immer diese Angst, man könnte durch ein zu stolzes Auftreten Neid und Protest auslösen. Völlig unbegründet. Das gilt alles nur, solange die Gleichheitsillusion gilt, unter "peers" oder solchen, die es bleiben wollten. Man beneidet Geschwister, Klassenkameraden, Nachbarn, aber nicht seine Systemrelevanz den Feudalherrn. Auf dessen Gloire und Pomp ist man auch als Zuschauer stolz: "Schaut her, was wir für einen grossen, reichen, mächtigen Herrn in unserer Stadt haben!" . Alle grossen Revolutionen beginnen im Kopf. Den inneren Bürgerhund in uns selbst zu überwinden, das ist die Aufgabe, vor der wir jetzt stehen.

0 HansMeier555 23.11.2010, 08:44 Uhr

Und Sie sagen immer noch, es...

Und Sie sagen immer noch, es ginge Ihnen nicht schnell genug? Genügen Ihnen Griechenland und Irland noch nicht? Oder der Umstand, dass Rupert Murdoch und die Milliardärsgosse Amerika längst so regiert wie Berlusconi Italien? Das diese Leute immer noch keinen Stil haben, ist bedauerlich, aber auch natürlich. Alarich war auch noch nicht so kultiviert wie Lorenzo die Medici. Ein klein wenig Zeit müssen wir denen schon noch lassen.

0 steelydan 23.11.2010, 09:22 Uhr

Meiern555, keine Bange, wir...

Meiern555, keine Bange, wir haben doch schon längst den schleichenden Sozialismus. Die Hinterteile der Politik-Powerfrauen werden sich immer ähnlicher. Das führt wiederum zu einem gleichmacherischen Schnitt ihrer Kostüme. Und was überm Kragen rauskommt, ist auch beliebig. Ein bißchen Geschimpfe, ein bißchen Egozentrik, das war´s.

0 BertholdIV 23.11.2010, 10:58 Uhr

@colorcraze Ja bib, Bank im...

@colorcraze Ja bib, Bank im Bistum Essen hilft einen Microfinanzfond zu vertreiben und manch anderes für den Fond. Wäre ja okay, wenn nur die 25% Zinsen an die Endabnehmer nicht wären. http://www.opusdei.at/art.php?p=39543

0 BertholdIV 23.11.2010, 11:00 Uhr

@muscat Ich weiss zumindest,...

@muscat Ich weiss zumindest, wem ich eher vertrauen würde und das ist sicher nicht die Dame aus der Uckermarck. Was sich der Pressesprecher da erlaubt ist schon eine Unverschämtheit m.E. Da sind schon Leute wegen geringerer Dinge wegen Rufschädigung verurteilt worden

0 BertholdIV 23.11.2010, 11:04 Uhr

@colorcraze Das bistum war...

@colorcraze Das bistum war halt unter kardinal hengsbach als hort des opus dei verschrien. womit ich nichts gegen das werk G-tt-s gesagt haben will. skaliert auf die zeitumstände, sind sie sicherlich harmloser als die jesuiten im 17 jh m.E.

0 donalphonso 23.11.2010, 13:47 Uhr

25% Zins? Wie geht das mit dem...

25% Zins? Wie geht das mit dem katholizismus zusammen?

0 BertholdIV 23.11.2010, 13:57 Uhr

zu wenig? nein: also das ist...

zu wenig? nein: also das ist ein microfinanzfond. offiziell läuft die verwertungskette: fond => microfinaninstitut (bank, lagerhaus etc.) => z.B. bauer. das mikrofinanzinstitut muss 25% im Durchschnitt verlangen: ´14% für risikovorsorge (ein witz, damit kann ich was weis ich versichern). dazu dann noch margen und die 5-8% an den fond. wohlbemerkt das ist währungsgesichert. in local currency ist das noch mehr. die bank im bistum essen geht damit sogar auf roadshow, wirbt investoren, versucht beim finanzministerium zu gunsten des fonds zulassungen zu erwirken... und die zeit schreibt dann noch über ethisches investment in diesem fond. soll ich ihnen noch ein paar weitere infos geben? wäre ein guter artikel für die fas.

0 donalphonso 23.11.2010, 14:12 Uhr

Nicht wirklich mein Gebiet,...

Nicht wirklich mein Gebiet, aber immer nur her damit (ich versuche so lange mein Kinn wieder nach oben zu kriegen)

0 BertholdIV 23.11.2010, 15:19 Uhr

kommt per post an die dumme...

kommt per post an die dumme stadt an der donau

0 donalphonso 23.11.2010, 15:23 Uhr

Das ist nett, vielen Dank -...

Das ist nett, vielen Dank - die alte Jesuitenburg hat solche Nachrichten sicher gerne.

0 BertholdIV 23.11.2010, 15:40 Uhr

ich hoffe die Österreichische...

ich hoffe die Österreichische Post arbeitet schnell. Ich sende es auch priority

0 colorcraze 23.11.2010, 20:42 Uhr

@HansMeier: "Immer diese...

@HansMeier: "Immer diese Angst, man könnte durch ein zu stolzes Auftreten Neid und Protest auslösen." - Angst ist das nicht, sondern Gewißheit, daß. Die Hauptschwierigkeit dabei ist, diesen Habitus in allen Situationen zu wahren, Wie es für Glaubwürdigkeit notwendig ist, und das lernt man entweder von Kind an oder man hält es nicht durchgehend durch. - @BertholdIV: 25% ist schon bissel arg happig. Aber je kleiner der Kredit und je kleiner der Kreditnehmer, desto teurer. Wie man daran wieder mal exemplarisch sieht.

0 BertholdIV 24.11.2010, 08:05 Uhr

@colorcraze mit dem "stempel"...

@colorcraze mit dem "stempel" des bistum essens geht das dann schon. Aber wohlbemerkt: diese kredite gehen z.b. an bauern mit denen man schon lange geschäftsbeziehungen hat

Währungsschnitt ... es ist...

Währungsschnitt ... es ist mutig, dieses Wort überhaupt in den Mund zu nehmen: Das hieße ja, dass der Euro gescheitert ist. Es hieße vielleicht sogar, dass die EG/EU/EWU/"schlag mich tot" gescheitert ist. Und einige würden vielleicht sogar sagen, dass der Kapitalismus gescheitert ist ... ach, nee, die Herren (und Damen) Ökonomen werden diesbzgl. immer wieder eine Ausrede, ähm Erklärung finden, warum unser Wirtschaftssystem unschuldig ist an allem Unbill. Wir gefällt, dass der Artikel mehrfach Andeutungen dazu enthält, dass die bürgerlichen Reflexe von Rücksichtslosigkeit und Egomismus zeugen. Und Muffensausen bekommen wir nun, weil wir ahnen, dass der Volksmund oft genug Recht hat: "Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus." -- Schön dumm, dass wir erst den "Sozialschmarotzern" ihr Recht auf Zigaretten abspenstig machen ... und bald wohl selbst das Rauchen aufgeben müssen.

0 HansMeier555 24.11.2010, 14:46 Uhr

@colorcraze Na und. Der...

@colorcraze Na und. Der heutigen Oberschicht fehlt einfach die Bereitschaft, es mal darauf ankommen zu lassen. Wer Elite sein will, muss auch über Zivilcourage, halt nein: Courage verfügen.

(pardon wegen der Verzögerung...

(pardon wegen der Verzögerung - in großen Sachen ist es hoffentlich immer noch genug, gewollt zu haben :-) ) Lieber HansMeier, ich meinte den Maßschneider. Colorcraze: Sie begründen Kondratjeffs Theorie mit Braudels strukturalistischer Geschichtsschreibung? Das würde ich gerne näher erfahren. Die Rezeption seines voluminösen Hauptwerks verläuft meiner Ansicht nach nicht zufällig exakt um Deutschland herum: 1949 erschienen, 1953 ins Spanische übersetzt, 1954 ins Englisch, gleich danach ins Italienische und erst 1990! ins Deutsche, wohingegen das kindlich-holzhackerhafte Geschichtsauslegen in Kondratjeffs hierzulande auf Anhieb furchtbar beliebt war. Warum? Weil sich hinter dem breiten Rücken der kindlichen Auf- und Ab-Kurven hervorragend jede soziale Schweinerei verstecken lässt - und hier ist eben die Analogie zu den Neoliberalen mit ihrer unkritischen Marktverherrlichung.

0 Köstlich 25.11.2010, 00:30 Uhr

Werter Don, die 100%...

Werter Don, die 100% Erbschaftsteuer muss man nur zu Ende denken, dann hat man keine Angst mehr vor übermächtigen (privaten) Firmen sondern nur vor (politischen) Insitutionen Denn die politischen Institutionen gewinnen in unserem real gelebten Sozialismus (bedingungsloses Grundeinkommen!) immer weiter an Boden. Wir brauchen ein privates Real-Geld, das gedeckt ist durch die Anteile an Arbeit (Aktien aber keine Renten!) und Kapital (Boden = Grundbuchanteile). Die Verwaltung wird in Form eines privaten Fondsmanagements erbracht. Dies muss auch ermöglichen, dass private Fonds wertlos werden. Erst mit einem Real-Geld, das nicht durch die heutigen Institution (EZB und Banken) beliebig vermehrbar ist entfällt die Angst vor der Inflation. Um zu den 100% Erbschaftsteuer zurück zu kommen: Im Todesfall wird kein Anteil vererbt, sondern erst der Todesfall ermöglicht der privaten Verwaltungsgesellschaft die Anteile erneut zum dann aktuellen Wert an die nachwachsende Generation auszugeben. Mehr Todesfälle als Nachwachsende in der Population -> der Wert des Real-Geldes sinkt. Klingt sozialistisch ist aber pure Marktwirtschaft!

"Niemand nimmt den Deutschen...

"Niemand nimmt den Deutschen etwas weg" sagt Klaus Regling, Chef des Euro-Rettungsschirms! http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/11/25/euro-rettungsschirm-chef-klaus-regling/niemand-nimmmt-den-deutschen-etwas-weg.html Und der muss es ja wissen... (ha-ha-ha)

0 Maximilian 25.11.2010, 12:20 Uhr

Hier wird wieder einmal...

Hier wird wieder einmal ausgesprochen, was jeder Befürchtet. Der Euro entwickelt sich zu einem Fass ohne Boden. Deutschland ist die Lokomotive, die den Euro mit aller Kraft aus der Miesere ziehen will. Allerdings ist diese Lokomotive selbst schon etwas angeschlagen, und mit den Rettungen die jetzt kommen droht sie endgültig kaputt zu gehen. Die Liste der Länder die sich selbst noch halten können wird immer kleiner. Länder die über Jahrzehnte hinweg Mist gebaut haben werden mit milliarden Subventionen belohnt. Ich sag mal 5-6 Jahre noch vielleicht...dann ist der Euro am Ende. Sobald Deutschland nicht mehr zahlen kann ist alles aus. Es gibt zwar noch andere reiche Staaten, aber die sind alle zu klein um viel zu bewegen. Österreich etwa ist auch reich, aber bei 1/10 der Einwohnerzahl kann Österreich niemals soviel Leistung erbringen wie Deutschland. Deutschland opfert sich jetzt für die EU. Ist ja ein grossherziger Gedanke, der zwar dem Deutschen Bürger auf dauer alles wegnehmen wird was er sich erarbeitet hat, aber dennoch grossherzig. Das traurigste finde ich ist, unsere Eltern und Urgrosseltern haben viel getan damit wir heute in einem reichen Land leben. Während sie gearbeitet haben, haben sich andere Länder wie Griechenland durch Korruption, unwillen usw ausgezeichnet. (Im D zb leben die Menschen um zu arbeiten, in Italien zb arbeiten die Menschen um zu leben.) Und jetzt nimmt man uns den zusätzlichen Reichtum den wir hart erwirtschaftet haben einfach weg, und verteilt ihn auf die "armen" Länder...die das Geld dann gleich mal sauber veruntreuen. (Die Mafia wird bezahlt, Griechen Bestellen Panzer, Polen kauft Bomber, und in der Ukraine fehlt gleich soviel Geld das keiner mehr weiß wo es eigentlich hin verschwunden sein könnte.) Und nach Jahrzehnten der Umverteilung, gehen diese "armen Staaten" jetzt auch noch Bankrott. Da gibt man ihnen milliarden, und nach 20 Jahren brauchen sie einfach noch mehr. Das sind irgendwie so richtige "Looser-Staaten". Italien kann ohne die Mafia nicht einmal ein Müllproblem in einer Stadt lösen. Was soll man noch viel dazu sagen, ausser das sie wohl unfähig sein dürften. Als würde heute ein Grieche, Ukrainer, Pole..... an meine Tür klopfen, und 1/10 meines Gehalts einfordern. Weil er hat ja ein "Recht" drauf hat. Und nach 10 Jahren kommt er dann, und verlangt das ich ihm 1 vollständiges Jahresgehalt gebe, weil er sonst in den Konkurs schlittert. Und zusätzlich soll ich ihm aber monatlich weiterhin die 10% meines Gehaltes schicken. die EU ist ei0ne gute Idee, aber in diesem Anlauf wird sie scheitern. Weil die Menschen einfach zu dumm sind, eine gute Idee umzusetzten. Vielleicht schaffen wir es ja beim 2ten oder 3ten oder 4ten..........Versuch. Diesmal sehe ich kaum noch Chancen. Korrigiere...Chancen für die EU sehe ich in Hülle und Fülle. Es gäbe eingie gute Chancen für uns. Nur die werden alle nicht genutzt. Nach dem Prinzip der freien Marktwirtschaft hätte man 2008 die Banken pleite gehen lassen müssen. Ich sage nicht das mir das gefallen hätte, aber prinzipiell ist es eine Marktverzerung wenn sich der Staat einmischt. Das führt zu noch mehr ungleichgewichten.

Ach noch was.: Genießen wir...

Ach noch was.: Genießen wir das hier und heute...dieses Weihnachten wird alles noch so sein wie wir es gewohnt sind.Geschenke, essen in Hülle und Fülle, schöne Bäume, viel Zeit zum philosophieren. Wer weiß ob es in 10 oder 20 Jahren auch noch so ist. Ich hoffe es, bin mir aber nicht ganz sicher. Aber dieses Jahr wird nichts schlimmes mehr passieren was zu irgendeinem Kollaps führt. Denke ich zumindest. Also ein schönes Fest an alle, und am 31. lassen wir es einmal mehr so richtig krachen! :)

0 colorcraze 25.11.2010, 20:29 Uhr

@HansMeier: Nur wenns drauf...

@HansMeier: Nur wenns drauf ankommt, werter Hans Meier, nur wenns drauf ankommt, und solange alles schön genau so läuft, wie es einem zuträglich ist und die Delegierten ihre Arbeit tun, widmet man sich zufrieden lächelnd den schöneren Dingen und angenehmeren Menschen. Wozu sich mit einem Repräsentationsapparat belasten, der einen unnötig einschränkt? @KaWi: Ach, Sie müssen nicht auf jedes Geraune was geben. Vieles ist auch einfach Quatsch. Wenn man nach denen geht, die meinen, der Euro könne nicht funktionieren, hätte er von Anfang an nicht funktionieren dürfen. Wenn jemand „Hyperinflation“ sagt, schauen Sie immer genau, ob es ein Deutscher ist, und rechnen dann maximales Trauma mit ein, um die Aussage realistisch gewichtet zu bekommen. @Besucher: Herrn Kondratieffs Werk kenne ich nicht, das von Herrn Braudel habe ich mir in den 1990ern gekauft, also als die deutsche Übersetzung rauskam. Nicht weil ich in irgendeiner Weise vom Fach bin, sondern einfach aus Interesse. Und ich finde es wirklich sehr gut, und kann damit eine Menge anfangen, weil es eben viele Aspekte in einer Makroperspektive übereinanderblendet und Entwicklungen anhand historischer Daten aufzeigt. Zur Rezeptionsgeschichte sagen Sie mir in der Tat was Neues, ich wußte nicht, daß das schon 1949 herauskam. Daß es in D so lange nicht rezipiert wurde, kann ich mir nur so erklären, als daß die Deutschen vor allem mit sich selbst und ihrer aktuellen Situation zu tun hatten (es wurde gar ein „deutscher Sonderweg“ proklamiert, was aus heutiger Perspektive, nachdem D wieder eins und in Europa mittendrin ist, recht abwegig erscheint), und somit hatte einfach keiner den Kopf frei für langfristige Betrachtungen. Es liegt mir ausgesprochen fern, den Kondratieff-Zyklus, den Braudel unter anderen mit Material unterfüttert, als irgendetwas Isoliertes und allein Wirksames anzusehen. Aber ich denke schon, daß es ein Rhythmus ist, der sich nach wie vor als Faktor für Strukturhaltbarkeit bzw. –labilität oder –umbau bemerkbar macht. (Ich rede und denke eher in Begriffen. Diese sind, anders als Definitionen, randunscharf.) @Köstlich: nein, man hat dann auch keine Angst vor staatlichen Institutionen mehr, man weiß dann einfach, daß man sofort ans Ende der Welt flüchten muß, um seinen Nachkommen noch eine Chance zum Überleben zu erhalten. @Max: ach, ich denke eigentlich, in 20 Jahren ist es wahrscheinlich einigermaßen i.O., aber bis dahin werden noch diverse Aufregungen bereitstehen.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.