Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Was Sie am Tegernsee alles haben müssen

| 118 Lesermeinungen

Jedes Jahr das gleiche Problem: Was schenkt man denen, die schon alles haben, und zudem vieles, was das Finanzamt und die Kinder gar nicht wissen brauchen? Dank der Wirtschaftskrise eröffnen sich 2010 ganz neue Möglichkeiten, die hier skizziert der werten Leserschaft vielleicht helfen mögen, den reichen Erbonkel zu erfreuen. Oder wenigstens anderen helfen, so zu tun, als seien sie nillionenschwere Erbonkel, was, unter uns gesagt, demnächst gar nicht so schwer sein muss, in diesem Europa des gemeinschaftlichen Geldnachdruckens.

Aber vielleicht sind das ja nur alles Hirngespinste.
Curzio Malaparte, Die guten englischen Manieren

Wie Sie vielleicht gesehen haben, hat das FAZ-Feuilleton eine Reihe von Geschenkideen vorgelegt – interaktiv und darauf vertrauend, dass aus berufenem Munde die Empfehlungen gern angenommen werden. Mein Mund als Korrespondent des Westviertels der westdeutschen Wohlstandsgürtel dagegen ist eher verrufen, eine zwangsläufige Entwicklung angesichts meiner eher niederträchtigen, bisweilen indiskreten und, ja sogar! mitunter ehrlichen Aussagen, so dass ich es natürlich nicht wagen kann, mich wenig kreativ einfach dranzuhängen und Ihnen die gesammelten Werke meiner Lieblingsjesuiten ohne jeden Kommentar ans Herz zu legen. Ausserdem habe ich ein Herz für die ältere Leserschaft, die zu oft gar nicht weiss, wie man ein Abspielgerät bedient. Bücher, davon gehe ich aus, haben Sie sowieso selber und zudem ihren eigenen Buchgeschmack, wenn Sie sich schon in dieses absonderliche Eckchen der FAZ verirren. Und ausserdem finde ich, darf es ruhig auch mal etwas Grösseres sein.

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Was das wieder kostet!
Eine Wohnung am Tegernsee. Das hier ist Deutschland, eng, kalt, grau und klimatisch Gottes Fluch gegen seine Bewohner. Fünf Monate Winter, Depression, Anlass für Selbstmorde und das, was hierzulande als neue deutsche Literatur aus Leipzig gilt. Im Winter wurde die Zwölftonmusik erfunden und der neue Stuttgarter Hauptbahnhof geplant. Fünf Monate, in denen die Mitmenschen so geistreich wie Schweizer und höflich wie Berliner sind. Die schlechteste aller möglichen Welten. Ausser natürlich in den Orten, wo der Winter ein weisser Zauber ist. Wenn unten in  Deutschland Nebel liegt, scheint hier oft die Sonne auf dem Berg. Wenn Sie noch überlegen, warum Sie sich die Matschspritzer bei Warten auf den öffentlichen Nahverkehr antun, rodeln wir über weiss gezuckerte Berge zu Tale. Meinen neuen Personalausweis habe ich hier ohne Nummer, aber 10 Minuten nach Büroschluss bekommen. Die Menschen sind freundlich und haben zudem auch das Geld, sich diese Freundlichkeit leisten zu können. Vielleicht wohnen Sie auch noch im Reichshauptslum Berlin und denken über den Wunsch ihrer Gattin nach, jetzt doch den Sprung ins Grüne zu wagen, wo doch die Kinder (mehr dazu unten) anstehen, oder gar der Umzug nach Stuttgart, wo es auch Demos gibt, die aber sogar zu einem Ergebnis führen – denken Sie an Ihre eigene Zukunft, auch Sie werden alt, grau und als Leser dieser Zeitung schwer reich (sonst würden Sie den Freitag lesen, die taz oder Spiegel Bildlein), und wenn sie alt und reich sind, brauchen Sie eine passende Umgebung, in der sie ein Vollgasopa sein können, den Ihre Kinder gerne besuchen. Das ist nicht Bad Homburg oder Willmersdorf. Das sind wir. Sparen Sie sich Stuttgart, kommen sie lieber gleich. Unsere Bahnhöfe haben sogar Fachwerk, und gerade mal zwei Gleise, die man braucht: Eines zum Dallmayr und zur Oper nach München und eines zurück.
(Wohnungen und Häuser in guter Lage von 2700 bis 12000 Euro/m², darüber auf Anfrage)

Was längst fällig war
Ein guter Perserteppich. Sehen wir den Tatsachen ins Auge, die Eurozone hat einige insolvente Mitglieder, und wer nicht – wie wir am Tegernsee – mal eben in einen Wald zum Holzklauen und Bärenfellschiessen gehen kann, wird sich überlegen müssen, wie er a) sein Geld sinnvoll investiert und es b) im Winter warm bekommt. Parkett mag hübsch sein, aber es macht auch den Boden kalt. Ein Perserteppich macht den Boden weich, warm, flauschig, und wenn er hundert Jahre halten soll, haben Sie alle Gründe, Ihren Kindern Manieren beizubringen und zu verbieten, in der Wohung Strassenschuhe zu tragen. Dann hat die Putzfrau, die Sie sich bald nicht mehr mit Ihren Weicheuro leisten können, weniger zu tun. Der Teppich sieht aus wie Luxus, ist aber Sparsamkeit.
(Perserteppiche in guter Qualität ab 800 Euro/m², gebraucht bei Auktionen mitunter auch 1/100, oder gleich bei Wohnungsräumungen organisieren. Nur keine Hemmungen, der Verfasser hat das auch schon getan, und wenn der Euro zusammenbricht, ist das eine gute Übung)

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Was unbedingt sein muss
Eine Teekanne aus massivem Silber. Mindestens. Silber behält als Edelnetall seinen Wert, und bis Sie es einschmelzen müssen, können Sie damit Tee servieren. Tee regt an, ist gesund, kostet nicht viel und ist ein guter Grund, Ihre Kinder zu zwingen, aufrecht am Tisch zu sitzen. Es gibt kaum ein Luxusprodukt, das gegenüber Besuchern so viel hermacht, und gleichzeitig so billig im Betrieb ist.
(Teekannen mit 2 Pint Volumen und 20 Unzen Gewicht bei Ebay UK ab 250 britischen Peseten, kostenlos dazu das Gefühl, dass es anderen zu einem Zeitpunkt schon sehr viel schlechter geht, an dem Sie noch glauben, dass es Ihnen gut gehen wird.)

Was süchtig macht
Bessere Kreise sind nicht süchtig. Das tut man nicht. Aber in schlechten Zeiten wie diesen kann eine Sucht natürlich eine gute Ausrede sein. So könnte man etwa zusammen mit dem Besuch beschliessen, dass man süchtig nach dem Wein ist, der schon im Keller lagert, sowie nach ganz frisch und selbstgemachten Nudeln mit Kürbisfüllung, wie in Mantua, mit Bergbauernbutter, den man aus Österreich eingeschmuggelt hat. Tatsächlich gibt es in Rottach einen Edelitaliener, bei dem man dafür erhebliche Summen los wird – für Teig mit Kürbisfüllung, deren Preis knapp über Null liegt. So eine Sucht hilft da durchaus sparen. Die Kindern können nebenbei kochen lernen. Und nachher das Abspülen! Und das Sparen! Die werden später dankbar sein, wenn sie es brauchen.
(Bei Frasinelli in Meran kostet ein praktisches Raviolibrett mit Nudelholz 14,95 Euro, ein simpler Ausstecher aus Messing 6,95 Euro)

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Was den Verstand schärft
Curzio Malaparte, Zwischen Erdbeben. Malaparte war der Mann, der es schaffte, dass ihm als Freund und Feind des italienischen Faschismus gleichermassen kurz vor dem Tod sowohl die Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei als auch in der katholischen Kirche angetragen wurde. Ein begnadeter Schreiber, dessen Reiseberichte bei Eichborns anderer Bibliothek erschienen sind, und gerade für 16,95 Euro verramscht werden. Reichlich billig für Erkenntnisse aus einem an Extremen reichen Leben, ein Eulenspiegel des 20. Jahrhunderts und ein Rollenmodell für uns, die wir nie wissen werden, wer als nächstes am Tegernsee einmarschiert: Rote Horden oder der nächste Banksterkongress in Rottach-Egern.

Was zu Herzen geht
Fragen Sie Ihre Kinder, ob sie rund um Weihnachten in der Lage sind, Wiederholungen aller Filme von Don Camillo und Pepone auf ihren Rechnern vom TV oder einer Tauschbörse aufzunehmen und auf DVD zu brennen. Die schwierigen Zeiten im Nachkriegsitalien sind nicht so weit weg, wie Sie vielleicht glauben, und zudem handeln die Filme von Menschen ohne PR-Berater, die bereit sind, für das in Zeiten der Banksterrettung schnell vergessene Gemeinwohl über ihren Schatten zu springen, wenn sie sich nicht gerade die Köpfe einschlagen. Erfreuen Sie sich an Politik, die noch mit Maschinengewehren, Fäusten, Intrigen, Gottes Hilfe, Predigten und Traktoren gemacht wurde, und nicht von Wikileaks und plappermäulenden Verteidigungsministern, die sich bei den Amerikanern mit Indiskretionen anbiedern.

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Was bleibt
Der Ferrari. Am Parkplatz. Das ist ja das Problem am Tegernsee: Es ist hier unmöglich, die Schleuder so abzustellen, dass sie im Blick ist, wenn man irgendwo damit angeben will. Die einzige Ausnmahme am ganze See ist die Fischhändlerei in Tegernsee, aber dort kann man den Bentley auf Dauer ebenso wenig stehen lassen, wie den Aston Martin, denn dahinter wartet schon der nächste asoziale Fussballspieler in seinem Hummer auf seinen Hummer. Hier stehen Zig Millionen in Blech in den Garagen, und man kann damit weder rasen noch auffallen. Deshalb würde ich zur Anschaffung eines Gefährts raten, das im Unterhalt wenig kostet, viel Prestige hat und zudem überall beim Besitzer abgestellt werden kann: Ein Rennrad. Idealerweise kein Neurad aus Taiwan, sondern ein ehedem völlig überteuertes, seltenes und extravagantes Rad, das mehr als 10 Jahre auf dem Buckel hat. Zom Beispiel ein Kestrel 500 SCI, dessen von NASA-Designern entwickelter Rahmen 1992 allein schon völlig irrwitzige 4990 Mark kostete. Mark, echtes Geld, nicht Eurolira! Die passende Fama – das ist halt das Rad, das man damals so kaufte, und das ist halt jetzt am Tegernsee, zum Brötchenholen und ins Cafe reicht es immer noch – macht den Zuhörern klar, dass man schon ein klein wenig länger nicht ganz arm ist, und vor der Zeit als Vollgasopa auch schon ein Vollgasmittelalter war. Achten Sie auf ein Bapperl eines ortsansässigen Radlhändlers – es hilft bei der Vertuschung ihrer wenig repräsentativen Jahre in Berlin  bei dieser Beratungsklitsche.
(Knallrote Carbonschleudern aus den 90er Jahren bei Ebay, zwischen 200 und 400 Euro)

Was für Kinder
Gute Erziehung. Machen Sie die Augen zu und stellen Sie sich vor, wie all die Kinder der Nido-Eigentlich-sind-wir-noch-nicht-reif-für-Kinder-Eltern sein werden, wenn sie mal in die Pubertät kommen. Das wollen Sie nicht. Das will ich später auch nicht am Tegernsee.
(Kostenlos bei Ihren Grosseltern)

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118 Lesermeinungen

  1. Danke. Besonders für den Satz...
    Danke. Besonders für den Satz über das plappermäulende Verteidigungsministerlein! Frisch gegelt lässt es sich halt besser ins Gedärm kriechen…

  2. Oh, wie hab' ich das vermisst:...
    Oh, wie hab‘ ich das vermisst: ein Fahrrad! Endlich wieder das Foto von einem Fahrrad.
    Und Weihnachten gibt’s keine Kasel? Traenende Kinderaugen: Oooch, keine Kasel! (Heul).

  3. Danke, Monsieur Don! Ich gehe...
    Danke, Monsieur Don! Ich gehe aber nicht d’accord an zwei Punkten. Erstens sind Kinder doch ganz nett, vor allem zu Xmas. Ich verschenke diesmal Comics, echte japanische, die sind einfach Spitze! Und manche Kids machen die sogar nach, mit ihren Haenden. Und mir fehlen wieder mal die Musikinstrumente als Wertanlage. Auch gut fuer die Kids, man kann sie zwingen zum Geradesitzen beim Ueben. Habe mir die Steinweg-Preisliste schicken lassen und musste mich selber setzen. Fuer Sie kein Problem? Schaetzen Sie den Listenpreis eines 155cm Fluegels! Und rechnen Sie auf den cm um! Abramowitschs Yacht will ja auch keiner mehr – zu teuer? Die kostet bei 163m mehr als eine Million pro Meter.
    Zum Weihnachtsfest gehoert Selbstgebackenes, und selbst Musiziertes. Sonst fehlt was. So ein richtiges Klavier macht mehr her als ein Aston Martin, Sie muessen es nur bei offenem Fenster spielen. U.U. auch im Winter. Da merken die Leute, dass Sie kein Fussballer sind. Schoene Gruesse nach Bavaria, aber die besten Klaviere macht Ihr zum Glueck noch nicht… Und lassen Sie die armen Brits in Ruhe – deren Peseten steigen doch wieder im Kurs…

  4. Willmersdorf ist gut. Viel...
    Willmersdorf ist gut. Viel besser als Wilmersdorf. Aus dem Bayerischen hergeleitet könnte es sich aus Will mer’s Dorf zusammensetzen (gäbe mit einem L ja keinen Sinn). Das doppelte L schafft auch Gerechtigkeit: Charlottenburg hat zwei T und mit dieser einst reichsten Stadt Preussens ist Wilmersdorf seit einiger Zeit vereinigt. Heute heisst es Charlottenburg-Wilmersdorf, durch eine Bezirksreform, die mein Wohnbezirk Friedenau bereits zum zweiten Mal hinter sich gebracht hat. Jahrzehnte lang dachten fast alle, Friedenau gehöre zu Steglitz. Gefehlt, es wurde in der Nachkriegszeit an Schöneberg angegliedert und dieses dann vereinigt mit Tempelhof. Wo wohnt also der Friedenauer? Ja, in Tempelhof-Schöneberg. Wohnt man nun – offensichtlich privilegiert – in Rottach-Egern, hört sich das ähnlich an – es scheint sich auch um keine logische Kombination zweier Flurnamen zu handeln. Allerdings mit weniger Silben als in Berlin.

  5. Solides ist angesagt. Echte...
    Solides ist angesagt. Echte Adventskränze, echte Weihnachtsbäume mit echten Kerzen. Miele-Waschmaschinen, Liebherr-Kühlschränke. Perserteppiche sowieso, wer weiß, wie lange es die noch gibt (keine zerhackten Ziegler-Muster, natürlich). Und die unvermeidliche Tüte Rahmkamellen.

  6. mir fiele noch ein schneepflug...
    mir fiele noch ein schneepflug für unser kleinstes auto, das mit dem schlanken nähmaschinenmötorchen hinten, ein – custom made selbstverständlich.
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    dies schlüge einen schlitten hinsichtlich unterhaltsamkeit vortrefflich, da auf schneematsch zielgerichtet wie eine motte im sinkflug.
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    liebe colorcraze, wohin nur mit den falschen quinquagénaires?

  7. @DA: Zeigt das...
    @DA: Zeigt das Wintertraumphoto den Tegernsee gerade jetzt, oder ist das eine Archivaufnahme?
    Danke fuer den Artikel, ich habe trotz der „Wuerze“ gleich Weihnachtsgefuehle bekommen…

  8. Gern geschehen! Hier nochmal...
    Gern geschehen! Hier nochmal in gross: Das war gestern um 12.15 Uhr auf der Neureuth.
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    http://faz-community.faz.net/cfs-filesystemfile.ashx/__key/CommunityServer.Blogs.Components.WeblogFiles/stuetzen/30novgr.jpg

  9. ich dachte, das im hintergrund...
    ich dachte, das im hintergrund seien abraumhalden im donezk-becken… ;P

  10. @DA: Endlich etwas...
    @DA: Endlich etwas weihnachtlich Besinnliches. Vielen Dank!
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    Als etwas, das man haben muss, werde ich meiner Lieblingsnichte einen Stuxnet-Virus zur freien Verfügung schenken. Es sind ja die persönlichen und ausserordentlichen Geschenke, die Freude machen…

  11. @ DA. "so geistreich wie...
    @ DA. „so geistreich wie Schweizer“. Sie machen mir ein Kompliment – how kind of you.

  12. Kopfgerburt, gern geschehen....
    Kopfgerburt, gern geschehen. Vergessen Sie aber nichtm die Zielrichtung zu ändern; bei den Iranern gibt es nichts mehr zu holen
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    Don Carlos, wenn der Blick nach Westen schweift, bleibt er in Deutschland, nur links hinten sieht man den Rofan auf von Österreichern seit ein paar Jahrhunderten widerrechtlich annektiertem bayerischen Gelände.

  13. Was ich an diesem Blog am...
    Was ich an diesem Blog am meisten mag ist das so herrlich herrisch politisch unkorrekte Statement, das hier immer so locker und süffisant grinsend aus der Hüfte geschossen wird. So diese beiden zum Beispiel:
    Fünf Monate, in denen die Mitmenschen so geistreich wie Schweizer und höflich wie Berliner sind. Die schlechteste aller möglichen Welten
    Reichshauptslum Berlin
    Junge junge dafür müssten sie entweder einen Orden, ich schlage mal den Hubertusorden vor, vielleicht auch den Königlich Bayerischen Haus Ritter Orden vom Heiligen Georg (hier denke ich wäre zumindest ein Capitula Comthure fällig) aber mindestens also wirklich das äußerste Minimum wäre dann wohl das König Ludwig Kreuz, an die stolze Tegernsee’er Brust geheftet bekommen.
    Ansonsten bitte schon darum, dass sie mal einen Vorschlag für eine Bibliothek, die man als angehender Bildungsbürger haben muss, hier auflisten.

  14. Ganz wunderbar, werter Don,...
    Ganz wunderbar, werter Don, die verbalen Gonadenrempler, welche Sie des Nachts wieder einmal ausgeteilt haben.
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    Wie ich neulich schon an anderer Stelle berichtete: In Fès wären Sie bei den Silberkannen preislich besser weggekommen. Aber Sie müssten schon hinfahren; auf Ebay gibt es von dort nichts Gescheites.
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    Haben Sie bei den Feuilleton-Empfehlungen (ganz hinten auf der Extraseite im Print) eigentlich die „Empfehlung“ von Maxim B. gesehen? Köstlich.

  15. Danke, bitte. So etwas kann...
    Danke, bitte. So etwas kann ich mir doch nicht entgehen lassen.
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    Filou, früher, in den Zeiten vor Ballerspielen, SM-Utensilien und Prn0videos, da waren Räder ein beliebtes Geschenk zu Weihnachten.

  16. Driver, irgendwie gehe ich...
    Driver, irgendwie gehe ich davon aus, dass in solchen Haushälten auch ein Klavier irgendwie über Erbgänge eingelaufen ist, wie fünf Silberbestecke und Rosenthal für 10 Generationen. Dieser Fluch ist einfach da, den muss man nicht verschenken.
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    Beat, ich kenne mich da nicht so aus, wenn es so ist, dann wird es wohl so sein da oben.

  17. colorcraze, und echte...
    colorcraze, und echte Glühbirnen, aber kein Leuchtnikolaus! Hier am See hält man sich mit der Illumination glücklicherweise zurück.
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    donna laura, so schlimm wird es dieses Jahr wohl hoffentlich nicht kommen.

  18. Blackjack, das kann ich gern...
    Blackjack, das kann ich gern tun. Ansonsten muss man nicht nur fies sein, man muss es sich auch leisten können. So meine Devise. Und nettes publizistisches Umfeld gibt es doch sowieso genug, oder?
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    muscat, ich lese die gedruckte FAZ eigentlich nur im Urlaub, und nachdem ich einmal das Vergnügen mit dieser Person hatte, lese ich den gar nicht mehr. Ich mag keine Leute mit öffentlich zur Schau gestellten schlechten Manieren, die sich nicht trauen, sich zu ihrem Versagen – im Fall Hegemann – zu bekennen.
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    Und was teekannen angeht: Ich habe eine aus Israel, die ist auch nicht schlecht. Aber mein Herz schlägt nun mal für britisches Silber, gerne aus politisch unkorrekten Kolonialzeiten.

  19. Ihren Rodel könnten Sie in...
    Ihren Rodel könnten Sie in der Nähe von Fès übrigens ebenfalls einsetzen. Quasi die Tegernsee-Landschaft von Marokko.
    http://www.visitmorocco.com/index.php/fre/je-vais-a/Autres-villes/Ifrane/Actif

  20. Eben. Deswegen war die...
    Eben. Deswegen war die Buchempfehlung ja auch so köstlich. Sie lautete in etwa so: „Ich kann für dieses Jahr einfach keine Empfehlung abgeben. Tut mir leid.“

  21. Curzio Malaparte, ......
    Curzio Malaparte, … limitierte und numerierte Erstausgabe (1. – 6. Tsd.), Fadenheftung, Rückenschild mit Goldprägung: die Vollausstattung im Antiquariat für nur wenig mehr zu erstehen: macht den Zuhörern klar, dass man schon ein klein wenig länger … dabei ist. Aber bitte beim Schwadronieren mit dem Buch in der Hand nicht die Szene mit Fritz Lang, Brigitte Bardot et al. auf dem Dach seiner Villa vergessen: Wußten Sie eigentlich … nun dazu mehr ein andermal.

  22. DA@:
    Erstklassig die Aufnahme,...

    DA@:
    Erstklassig die Aufnahme, bis in jedes topographische Detail hinein. Schrägaufnahme aus einem Spyviewer? Verständlich, dass Sie sich in Radler-Gedanken schon an der kommenden Sommersaison erwärmen, bei diesen gefühlten Minustemperaturen.

  23. Was für Kinder.
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    Zeit. Zeit,...

    Was für Kinder.
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    Zeit. Zeit, die Eltern und Großeltern mit den Kindern verbringen. Beim Spielen, Vorlesen, Musizieren und bei Tische lernen die Kleinen die Benimmregeln (fast) von allein. Sie schauen sich diese bei den Grossen nämlich ab.
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    Was für Eltern.
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    Das Leuchten in den Augen der Kinder, wenn der als Nikolaus verkleidete Nachbar (ein freundlicher Polizist) die Geschenke bringt.

  24. Was für eine todchice...
    Was für eine todchice Geschenkidee, ein Ferrari-rotes Oldtimer Rennrad! Die Vorstellung, auf einem solchen Rad im Nerzmantel morgens ins Dorf zu fahren, um die Papier-FAZ zu holen, ist sehr verführerisch! Allerdings fiel mir dann auch sofort ein: wenn mich dabei das Personal der hiesigen amerikanischen Botschaft sieht, schreiben sie womöglich einen Bericht über meinen ungewöhnlichen chiken Outfit, und der erscheint erst in der Wikileak, und dann ungefragt im Spiegel. Ob ich mir das zumuten will?

  25. @filou: Rebellmarkt lesen. Da...
    @filou: Rebellmarkt lesen. Da gibt es permanent Fotos von Rädern … (OK, aktuell nimmt der Schlittenanteil wieder zu …).
    „Das hier ist Deutschland, eng, kalt, grau und klimatisch Gottes Fluch gegen seine Bewohner. Fünf Monate Winter, Depression, Anlass für Selbstmorde“
    Irland ist schlimmer. Fast genauso kalt und grau nur ohne Schnee …

  26. Und zudem voll mit Iren, den...
    Und zudem voll mit Iren, den Cousins der Berliner.
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    Der Tiger, ich glaube, in Zukunft läuft das zwischen dem Aussenamt und den Botschaften nur noch mit den kleinen Zettelchen, die man auch von der Mafia kennt.

  27. Tach zesamme! Wie is et? Jood?...
    Tach zesamme! Wie is et? Jood? Hauptsach!
    Watt willste maache, dat is ons ze düür in Tejernsse än Filla füa ze koofe. Lever en aal Barack in de Eiyfel in Blankenem (-heim) medem kleene Fischdeiysch un em Mopet´sche en dä Karaasch, als medem Maseratti em Schtau. Med mingem Wichsdös´che do küsste överall duresch, bess aan dä Pommesbud.

    Ja Jong, dat kann isch derens saache, de träcke ons över de Deesch wo de dabeyschtehs, wenn dau dia dat Schpäll ens beluure däs med de Miljaade, um watt ons de en däm Kaff Berlin beduppe don. Ääsch woren et fünefunvääzisch dafun, jetz sinder et fünefunaggsisch füa de Schärem füe dä Ire, de wo denn anjeblisch ja nit han wulle. Wo sümme dann, em Kindejaade? Me könne dat Jeld doch net driesse, mia mösse dofüa ens aabigge.

    Ming Pänz sin at radedoll wejen däm Fäss. Bap, watt krieje mia ens jeschenk? Nüüs, sachen isch drop, üa hat ja noch de Krämpel vum letzte Mol net kapott. Paff, dann ist es auf einmal aus mit den leuchtenden Kinderaugen. Wie affjeschnigge. Keyn Benimm.
    Tschö, ne. Maat et johd!

  28. Ein alter Kachelofen. Eine...
    Ein alter Kachelofen. Eine Stunde ordentlich durchgeheizt, glüht er bis spät in den Abend hinein vor sich hin. Meine beste Entscheidung der letzten Jahre, ihn nutzbar zu er- und den letzten verblieben Ofenbauer alter Schule bei Laune zu halten.

  29. V, ich persönlich finde ja,...
    V, ich persönlich finde ja, dass man sich für Kinder zuallererst die aktive Verhütung schenken sollte. Aber das ist mir dann doch zu teuer, auf lange Sicht.
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    Plindos, normales 28mm spät am Abend. Das Ding brauche ich nächstes Jahr beruflich für meinen Trip zum London Tweed Run.

  30. slothro, naja, so etwas zieht...
    slothro, naja, so etwas zieht nur, wenn man alt genug dafür ist – und ich stamme aus einer Zeit, da man die Bücher nicht mehr gern anfasst. Und zum gut deutschen Bildungshubern ist die handsignierte Nobelpreisausgabe von Thomas Mann immer noch unübertroffen.
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    muscat, wenn ich in Nordafrika wäre, würde ich mich jetzt an den Strand setzen. Rodeln ist nur so beliebt, weil es gerade möglich ist.

  31. @donna laura: Schneepflug...
    @donna laura: Schneepflug fürs Wägelchen ist eine sehr gute Idee!! Ich glaube nämlich, daß wir jetzt noch ein paar Schneewinter in Folge bekommen. Meine Mutter erzählte von der Anschaffung einer Schneefräse in der Nachbarschaft (dort waren bereits 40 cm Schnee). Ich wurde nicht ganz schlau draus, wie das funktioniert, denn anscheinend spuckt es den Schnee aus dem Kamin wieder aus. Es ist wohl was für die kleineren Flächen mit den vielen Ecken. Na, ich werds zum Jahresende bestimmt noch sehen. – Les faux: naja, 1, 2 gar putzige als Erinnerung behalten, den Rest schonend artgerecht entsorgen. Man muß ab und an entrümpeln. Hab jetzt auch paar gar zu schlechte Bücher weggeschmissen.
    @DA: die Illuminierungsseuche scheint dieses Jahr auszubleiben, jedenfalls bis jetzt.
    @V: ja, sehr gut. So soll es sein.
    @anderl: sehr richtig, und weiterhin alle paar Jahre durchputzen lassen. Erhält Ofen und Ofenbauer.
    @et Jüppche: Fischteich und Garten sind eine nachhaltige Investition und gehören auf alle Fälle zum Grundsoliden.

  32. Ach ja, noch ein anderer...
    Ach ja, noch ein anderer Vorschlag, weil das „Mängelexemplar“ denn doch mein Auge beleidigt: Bücher zum Buchbinder bringen und ordentlich bearbeiten lassen.

  33. Tegernsee - das eignet sich...
    Tegernsee – das eignet sich für Kommenta(to)re(n) aller Art. Darf ich ergänzen?
    Mich hat die „Schlichtung“ bei S21 begeistert. Das war ein Schauspiel, fein aufgeführt von Befürwortern und vermeintlichen Gegnern. Und das Ergebnis: Nachbesserung, alles wird größer, luxuriöser und – teurer. Bezahlt mit Geld, das von wirklich sinnvollen Bahnprojekten in anderen Bundesländern abgezogen werden muss. Und nun auch wirklich abgezogen wird. Denn wer wollte nicht gern zahlen um des ach so mühsam errungenen lieben Friedens willen? Wer wollte auch zugeben, dass er auf eine Posse hereinfiel?
    Inszeniert wurde das Stück „gute Schwaben gegen böse Schwaben“. Das Publikum wacht nun auf und findet sich königlich betrogen. Und lernt: es gibt keine guten oder bösen Schwaben. Es gibt nur clevere. Die ihr Ziel (mehr Geld nach Stuttgart auf Kosten der anderen Länder) gemeinsam elegant erreichten. So gekonnt gaben sie sich unbeugsam, dass nun niemand der Abkassierten zu protestieren wagt. Traten doch die Befürworter von S21 als Retter der deutschen Wirtschaft, also unser aller auf – und die vermeintlichen Gegner als Retter der Bürgerrechte, also unser aller.
    Sehr klug sagte ein Schwabe am Ende der Schlichtung: „hier gibt es nur Gewinner.“ Und die sind alle Schwaben. Verloren haben – andere.
    (Bevor wir aber die schlauen Schwaben übermäßig bestaunen: Das Modell ist alt, etwa bei der Polizei: Good cop und bad cop verhören, der Verhörte denkt, er kann sich mit good cop solidarisieren, um bad cop eins auszuwischen: Dabei ist good cop genauso Polizist wie bad cop – und dient nur der Nasführung. Ach, wie haben sich alle „Bürgerrechtler“ im Lande mit den Scheingegnern von S21 solidarisiert. Dabei sind auch die genauso Schwaben wir die Befürworter, und dienten nur der Nasführung. Good schwab und bad schwab haben beste Arbeit geleistet. Für Stuttgart.)

  34. Ach Don, kommen Sie: So ein...
    Ach Don, kommen Sie: So ein paar Bücher kann man doch immer gebrauchen …
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    Was das wieder kostet: Wielands Werke, historisch-kritische Ausgabe, erscheint bis 2019. Weil niemand davor und danach so genaues, leichtes, geschmeidiges Deutsch geschrieben hat.
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    Was längst fällig war: Die handliche, gut kommentierte moderne Leseausgabe von Brockes. Und von H. P. Kurz. Von Haller. Von Hagedorn. Von K. J. Weber. Was, die gibt es alle nicht? Verstehe: In Schwanzlurchien haben die Verleger besseres zu tun. Hunderttausend tibetanische Racheteufel an ihren Hals!
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    Was unbedingt sein muss: Montaignes Essais (übersetzt von Tietz). Weil er demonstriert, wie gelassen man in düsteren Zeiten sein kann, und weil wir das vielleicht noch brauchen werden.
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    Was süchtig macht: Mörikes Gedichte. Mörikes Gedichte? Ja, eben drum.
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    Was den Verstand schärft: Schmidts Zettel’s Traum. Weil auch jemand, der im Traum nicht daran dächte, diese Schwarte durchzuackern, zumindest die tolle Typografie bewundern kann.
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    Was zu Herzen geht: Sebastian Sailer, Schriften im schwäbischen Dialekte. Ein Prediger der Barockzeit erklärt seinen Schäfchen die Welt, oder: Aufklärung goes Komödiantenstadel.
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    Was bleibt: Der Kranich ruft – chinesische Lieder der ältesten Zeit. Weil Gedichte, die schon 3000 Jahre überstanden haben, wohl noch etwas bleiben werden. Und wegen der glänzenden Übersetzung von Günther Debon.
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    Was für Kinder: Bibliothek absperren, Schneemann bauen lassen. Die Flausen kommen noch früh genug.

  35. lieber V, auf dass der nachbar...
    lieber V, auf dass der nachbar den nikolaus nicht mit knecht ruprecht verwechselt.
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    lieber egghat, danke für ihren hinweis auf die selbsternannten citoyens und deren – angesichts der unübersichtlichen verhältnisse – hoffentlich im sande verlaufende aktion!
    ansonsten dürfte dann noch irgendwo die vergessene rute herumliegen…
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    passive vermeidung ist keine option, lieber Don Alphonso.
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    werte runde, wie man sieht, wird hier zunehmend in bunten zungen parliert. so möchte auch meine bescheidene die sprachlandschaft bereichern:
    leu sui l’aure qu’amas laura, e chatz le lebre ab lo bou, e nadi contra suberna.

  36. ah, lieber Giannozzo, ihr tipp...
    ah, lieber Giannozzo, ihr tipp kommt zu spät! die flausen sind bereits da.
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    die minima moralia tragen auch den stempel mängelexemplar. aber gerne doch!

  37. Werter Don,
    wirklich schade,...

    Werter Don,
    wirklich schade, dass ich den Malaparte schon habe, sonst könnte ich ihn mir jetzt schenken.
    Da Sie ja planen, zum Tweed Run zu erscheinen, hätten Sie dieses Stöffchen eigentlich auch auf ihre Liste setzen können. Zeitlos, haltbar (ich will mir das Wort „nachhaltig“ schenken), kurz: alles, was man braucht, um über den Winter zu kommen.

  38. Pardon: H. P. *Sturz* heißt...
    Pardon: H. P. *Sturz* heißt der Mann natürlich.

  39. Giannozzo, es hätte niemand...
    Giannozzo, es hätte niemand gemerkt (außer mir und ich bin charmant).

  40. @driver: Sie Ärmster ! Wohnen...
    @driver: Sie Ärmster ! Wohnen Sie etwa so, daß Ihre Nachbarn Sie bei offenen Fenstern hören können ?

  41. Arabella, da wird uns die...
    Arabella, da wird uns die „Schlichtung“ eines Konfliktes als Erfolg verkauft, obwohl die Streithähne mit iihrem Schaukampf nur eines im gemeinsamen Sinne hatten: mehr Geld in die eigene Stadt holen. Das erinnert an die Palästinenser, die mit der Dauer-Inaussichtstellung, EU-Gelder könnten ihre Streitlust vielleicht mildern, zur reichsten Population der arabischen Welt wurden. Der Trick klappt eigentlich immer, solange es Deppen zum Abkassieren gibt.

  42. und noch ein Tipp...
    und noch ein Tipp @tegernseeopa: Rokoko-Figuren ! Überdauern verlustfrei schlechte Zeiten, und können auch süchtig machen. Die Herren Bätz und Kiedorf haben diese Sucht ausgelebt (siehe link), und eine Wunderwelt aufgebaut, voll Charme, Witz und winzigen Überraschungen. Sehenswert ! Zum Mitnehmen, und Verschenken, gibt es gleich in der Nähe die Aelteste Volkstedter Manufaktur mit Werksverkauf.

  43. Sind es noch Kursgewinne oder...
    Sind es noch Kursgewinne oder ist es schon Inflation?

  44. Der Mangel am...
    Der Mangel am „Mängelexemplar“ besteht in der Regel nur im Aufdruck „Mängelexemplar“, für das die Buchpreisbindung entfällt, was wiederum kein zu bemängelnder Mangel ist. Die Stempelaufdrucke lassen sich leicht mit einer geeigneten Schleifmaschine entfernen, wenn man darüber verfügt. Von Lösemitteln und Fleckentfernern ist abzuraten…

  45. Einen Sunbeam braucht am...
    Einen Sunbeam braucht am Tegernsee kein Mensch. Hat auch keiner einen.

  46. @Hans Meier555
    ein ganz...

    @Hans Meier555
    ein ganz normaler Blähbauch, wie nach Erbsensuppe. Axel W. wird das Lefax-Männchen bald therapieren, wenn er darf…

  47. ("... den kleinen Zettelchen,...
    („… den kleinen Zettelchen, die man auch von der Mafia kennt.“)
    .
    Burn after reading!
    Einzigstes wo noch gehen tut.

  48. specialmarke, die riesige...
    specialmarke, die riesige Kerbe können Sie nicht übersehen haben. Da hat wer schon noch einen Magel eingeschlagen, vor dem Stempeln. Und das passiert leider oft, soll irgendwie ehrlicher nach einem Mangel aussehen. Bücher, die jünger sind als 160 Jahre, kauft man vernünftigerweise aber nicht.

  49. Es ist keine Inflation,
    es...

    Es ist keine Inflation,
    es sind 1.000.000.000 + 1.000.000.000 + 1.000.000.000 +1.000.000.000+600.000.000 EUR an Finanzhilfe für die Banken, innerhalb der letzten zwei Jahre, wie EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia heute mitteilte. Haben die Finanzdelfine schon „Danke für den Fisch“ gesagt ?

  50. Ein besonders exklusives...
    Ein besonders exklusives Weihnachtsgeschenk wären kleine Zettelchen mit der Aufschrift „1 x Schneeräumen“ und rechtsgültiger Unterschrift des Schenkers – aber die Geschenkkultur ist ja vollkommen im Eimer… Leider kann ich solche Zettelchen auch nicht verteilen – mein Rücken … Warum kann man über das dumme Weihnachtsfest nicht einfach hinweggehen?

  51. @Arabella: Sie haben...
    @Arabella: Sie haben natürlich recht- die Kerbe können wir nicht ohne Verunstaltung herausschleifen, aber mir sind schon häufig „Mängelexemplare“ ohne solche Blessuren untergekommen. – Erklären Sie mir noch, warum man keine Bücher kauft, die jünger als 160 Jahre sind, obwohl sich gerade diese häufig in digitalen Bibliotheken und Archiven finden, da in der Regel keine Verwertungsrechte zu respektieren sind?

  52. specialmarke, wegen des...
    specialmarke, wegen des Papiers. Vor über 160 Jahren ging das „Knowhow“ der Herstellung von gutem Papier unwiederbringlich verloren. Die letzten echten Papiermacher nahmen es vor 1850 mit ins Grab. Gerade umgekehrt also helfen mir digitale Bibliotheken: die alten Bücher will ich haben, fühlen. Die jüngeren mag ich lesen wollen, aber ihre braunes brüchiges Papier nicht anfassen.

  53. Was unbedingt unter den...
    Was unbedingt unter den Weihnachstbaum gehoert, ist ein absolut wasserdichtes Faltboot und eine Flusskarte der Biele (Gewaesser bei Bielefeld), sowie ein Guide Gastronomique zu allen vegetarischen Restaurants links und rechts des Ufers.
    (Ich selbst spende gerne das schoene Buch „Schlucken zwei Spechte“ von Harry Rowohlt sowie „Stoppen mit Rauchen im 107ten Lebensjahr“ von Jopi Heesters mit einem Vorwort von Jan-Philip Reemtsma.)

  54. @Filou: Ich lese, daß Sie...
    @Filou: Ich lese, daß Sie Ihre stinkenden Zigarillos in der Biele versenkt haben, von einem Schlauchboot aus. Das war ein schönes Weihnachtsgeschenk für Ihre Gesundheit. Und man sieht Sie jetzt klarer…

  55. Filou, Sie sind mir einer....
    Filou, Sie sind mir einer. Schon mein Großvater aus Oberau sang (beim Aufstieg auf den Herzogstand) gern: Die Biele fließt durch Bielefeld, die Teger in den See. Die Lüne fließt nach Lüneburg, die Hase in den Klee.

  56. @Arabella: Das Wissen um die...
    @Arabella: Das Wissen um die Herstellung von gutem Papier ging nicht verloren, sondern die Haderlumpen als Folge der Einführung der Baumwolle wurden knapp. Da hat man das neue Knowhow entwickelt, aus einem Baum ein Buch zu machen; und dem kapitalistischen Verleger war die Kurzlebigkeit seiner Produkte so recht, wie der Automobilindustrie der Rost…

  57. specialmarke, dazu hoere ich...
    specialmarke, dazu hoere ich den Klang des gespielten Klavieres.

  58. Werter Don,

    vielen herzlichen...
    Werter Don,
    vielen herzlichen Dank für einen weiteren sehr geistreichen Beitrag hier in Ihrem kleinem Refugium in den schier unergründlichen Weiten des Internets.
    Ihre durchaus abschätzige aber überaus amüsante Bespötellei der Nicht- Freien- und Hansestadt Berlin gehört wohl zu den besten „running gags“ der digitalen Neuzeit. Vielen Dank auch dafür !
    Dieser Jahr konnte ich Ihren Geschenkempfehlungen sozusagen bereits vorgreifen und zufällig ein, bis auf ein paar Kleinigkeiten, tadelloses kupferfarbenes Koga-Miyata Renngefährt aus den späten 80ern für sagenhafte 0,00 Euro erstehen. Der Voreigentümer hätte es wohl schlicht dem Alteisenhändler zur Verschrottung überlassen (wo das gute Stück doch aus Chrom-Molybdänstahl geschmiedet ist…tztztz…).
    Ihrem abschreckenden Bericht des „kleinen Fahrradausflugs“ im Italienischen zum Gedenk, hoffe ich das Schmuckstück bereits nächsten Sommer zum tweed run in London einsetzen zu können und bei der Gelegenheit direkt vor Ort eine der von Ihnen angepriesenen Silberkannen zu ergattern.
    So, nun freue ich mich an der weissen Pracht die draußen vom Himmel fällt, einem „Mängelexemplar“ von Schillers gesammelten Gedichten und Balladen aus dem Inselverlag, sowie einer guten Tasse Earl Grey.
    In diesem Sinne: Auf eine glorreiche Zukunft zwischen Perserteppichen, silbrig glänzenden Teebehältnissen sowie lukullischen Genüssen aus Oberitalien !

  59. specialmarke, Hahnemuehle...
    specialmarke, Hahnemuehle macht noch Papiere aus Hadern. Meistens fuer kuensterische Bedarf.
    http://www.hahnemuehle.com/site/en/169/home.html

  60. Die Hadern allein machen das...
    Die Hadern allein machen das Papier nicht, sonst könnte man es heute wieder herstellen – für Liebhaberinnen. Kann aber keiner.

  61. @Arabella: Natürlich kann man...
    @Arabella: Natürlich kann man säurefreies Papier herstellen, das nicht der Zersetzung unterliegt. Als man Holz als Faserlieferanten für die Papierherstellung benutzte, mußte man das Lignin des Holzes mit schwefeliger Säure auflösen, um an die Fasern zu kommen. Dies Prozedere war bei den Leinenlumpen nicht notwendig. Die Restsäure im Papier bewirkt jedoch auf lange Sicht eine Verbräunung und Zersetzung, die den historischen Buchbeständen seit ca 1850 sehr zugesetzt haben. Am schlimmsten davon betroffen sind Zeitungsbände in den Archiven. Es gibt jedoch heute Verfahren der Massenrestaurierung, durch die der Säurefraß gestoppt werden kann.

  62. ist es nicht auch doch noch...
    ist es nicht auch doch noch ein klein wenig die software, die ein gutes buch ausmacht?
    .
    das klingt jetzt zwar ein wenig banause, doch das wäre weit gefehlt: ein schönes buch wird sehr geschätzt.
    vermutlich halte ich es hier mit unserem lieben gastgeber
    – lieber ein vom inhalt her angenehmes buch, aus einem verlag, der zuweilen pretiosen fertigt (auch der eichborn-verlag schafft dies), nur dass eben dies bewusste kleinod unglücklich zu boden ging, und das ganze auch noch zu einem vernünftigen preis, der einem die entscheidung ungeheuer erleichtert – zudem man meist noch mit mehr als nur einem einsamen exemplar zur kasse schreitet.
    je mehr gegenwert für das bare, desto mehr freiheit.
    die kleine delle, mein gott.
    .
    liebe runde, erst kürzlich habe ich bücher aus dem suhrkamp-archiv erstanden – mit notizen und stempelchen.

  63. "Statt entschiedener...
    „Statt entschiedener Verfolgung zeigen sich Spuren von Kooperation zwischen Behörden und Terrorismus, der dringende Tatverdacht lautet auf Kumpanei und wechselseitige Instrumentalisierungen zwischen Staat und Verbrechern, Linksterrorismus und Geheimdiensten.“
    Zitat aus:
    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~ECDB8DD489CFA43A0968EDF318CCC523D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Im Moment lautet die Erzählung aber noch: Prof. Buback hat sich verrannt, ode rich sehe keine amerikanischen Panzer in Bagdad

  64. ... 6 Std. und 35 cm später...
    … 6 Std. und 35 cm später …
    .
    @driver: Sie Glücklicher ! Sie mussten sicher nicht 100 m von den Garagen bis zur Strasse vom Schnee befreien. (morgen früh das gleiche nochmal). Wie das wohl am Tegernsee ist ? Macht der Schnee die Menschen gleich, wenn der Hausmeisterservice nicht mehr von Miesbach nach Rottach durchkommt ?

  65. Wir hatten heute tagsüber...
    Wir hatten heute tagsüber vielleicht 1 Zentimeter Neuschnee – wir sind zu hoch oben für Eure Wolken.

  66. Dann war Alois Hingerl,...
    Dann war Alois Hingerl, Dienstmann Nummer 172 auf dem Münchner Hauptbahnhof, vielleicht gar nicht im Himmel, auf einer Wolke, sondern wurde von zwei blonden Rottacher Witwen abgeschleppt, mit dem Zug nach Gmund am Tegernsee, über die Wolken. Wähnte sich dort schwebend, vitaminiertes Manna trinkend mit Rotem-Bullen-Geschmack: kein Wunder, das er grantelt. („Ha-ha-lä-lä-lu-u-uh – – Himmi Herrgott – Erdäpfi – Saggerament – – lu – uuu – iah!“!). Fahren nicht vom Tegernsee die Kuriere nach München, um der Landesregierung „göttliche“ Weisungen zu bringen ? Alphonso sei dank: jetzt habe ich den Ludwig Thoma verstanden.

  67. @BertholdIV: nun ja, Kraushaar...
    @BertholdIV: nun ja, Kraushaar hat das Buch ja nun herausgebracht. Find ich jetzt nicht unbedingt unglaubwürdig, seine These. Allerdings halt genauso heikel wie das Botschaftsmaterial veröffentlichen – ruiniert Leben und Vertrauensbeziehungen.
    @DA: Schneebericht: etwas weniger als 1 cm Neuschnee trotz dünnem Schneegestöber den ganzen Tag. Hier ist es halt trocken.

  68. @Donna Laura
    "lieber vom...

    @Donna Laura
    „lieber vom Inhalt her ein angenehmes Buch….“
    .
    Ihr Punkt ist der voll auf den Kopf getroffene Nagel: Die Form darf den Inhalt nicht überwiegen. Oder weswegen wohl wage ich es nicht, die aus der Studienzeit vollgekritzelten Reclam-Bändchen dem Schlund des Molochs zu überreichen!?
    Der Inhalt MUSS stimmen, die Form darf/soll es auch. Es aber dann auch wirklich mit beidem zu schaffen, bleibt wohl (zB der Kosten/des Platzes wegen) den Westviertlern überlassen, so sie denn Geschmack haben.

  69. Was muss ich demjenigen...
    Was muss ich demjenigen schenken, dem ich andeuten will, was für ein geschmackloser Banause er ist, aber so, dass er es, obwohl er es wirklich ist, trotzdem versteht? — Gar nicht so einfach.

  70. colorcraze, heute Nacht kam so...
    colorcraze, heute Nacht kam so einiges runter.
    .
    Hansmeier555, ich würde einen röhrenden Hirschen aus Swarowskikristall nehmen.

  71. @DA
    "Hansmeier555, ich würde...

    @DA
    „Hansmeier555, ich würde einen röhrenden Hirschen aus Swarowskikristall nehmen“
    In der Kärtner Straße hat jetzt ein flagship store von denen aufgemacht. Die Ferngläser sollen ja ganz gut sein, aber der Schmuck, das ist m.E. der Weltmarktführer in…

  72. @colorcraze
    ich denke dabei...

    @colorcraze
    ich denke dabei wird es auch enden: Ein paar Bücher, die zumindest interessante Thesen vertreten, Kraushaar, Buback.. ein Theaterstück am Frankfurter Autoren Theater von Wolfgang Spielvogel
    Und am gericht in Stuttgart wird man halt wegen vieler Ungereimtheiten kein vernünftiges Urteil zusammen kriegen. Aber unterhaltsam ist die ganze Sache schon und lehrreich

  73. HansMeier555
    Mein Vorschlag...

    HansMeier555
    Mein Vorschlag ist: Dieter Bohlens gesammelte Werke (musikalisch und literarisch) im edlen Schuber.
    Härtere Variante: alle Staffeln von Big Brother aus dem deutschen Privatfernsehen. In Plastiktüte eines Discounters.

  74. staff aureus, die...
    staff aureus, die Landesregierung kriegt von hier vielleicht gerade noch mal das Bier, um die Sorgen zu ersäufen – der helfen auch keine SWeisungen nixn mehr.
    .
    donna laura, obwohl mir natürlich der Reflex zu hochwertig wirkenden Büchern der anderen Bibliothek nicht fremd ist, wurde ich doch von einigen Inhalten so enttäuscht, dass ich die Sache nun entspannt und ohne falsche Hoffnung angehe. Es stört mich auch nicht, wenn ein Buch äussere Mängel hat – wir verramschen ja auch nicht Menschen mit Falten.

  75. @Don: Aber man kann dem...
    @Don: Aber man kann dem Faltenträger ja eine Tube Antifaltencreme schenken oder einen Gutschein für den Fachmann, der dieses Mißgeschick wieder zu richten weiß…

  76. donna laura, gutes Papier...
    donna laura, gutes Papier verhindert ja nicht unbedingt, dass man es sinnvoll bedruckt. Ich habe gerade reiches Vergnügen an einem Ossian auf bestem Papier – Keltenkult in feinem Gewand.

  77. donna laura, gutes Papier...
    donna laura, gutes Papier verhindert ja nicht unbedingt, dass man es sinnvoll bedruckt. Ich habe gerade reiches Vergnügen an einem Ossian auf bestem Papier – Keltenkult in feinem Gewand.

  78. SwarowsKIKRIstall? Don, welch...
    SwarowsKIKRIstall? Don, welch schöner Hahnenschrei am Morgen!
    .
    BertholdIV: Taugen die Ferngläser wirklich? (Neutrale Frage, ich suche ein gutes, nicht zu schweres, ohne mich recht auszukennen.)

  79. ...und für HansMeier555 ein...
    …und für HansMeier555 ein Mützchen für die kalten Tage, gehäkelt mit Blumen oder als Narrenkappe…

  80. Was mich en passant mal...
    Was mich en passant mal interessieren würde…die Feinunze Ag (momentan bei €21,80) wird doch in 999er (999/1000) Feinsilber gehandelt.
    Welchen Reinheitsgrad hat eigentlich Teekannensilber?

  81. @BertholdIV: Wen wollen Sie...
    @BertholdIV: Wen wollen Sie denn beobachten? – Vielleicht tut es ein Hacker-Kurs beim CCC…

  82. Das Wissen um die...
    Das Wissen um die Papierherstellung ist durchaus noch vorhanden, Arabella, und wird auch noch praktiziert. Bei Zerkall können Sie feinstes Velin wie im Jahre 1800 erstehen. Natürlich sündhaft teuer.
    http://www.zerkall.com/Deutsch/Index.Deutsch.html
    Ein passender Papierhändler ist Römerturm. Die haben alles vom feinsten.
    Da wir gerade über Bücher reden: ich empfehle eine DVD. Nämlich „How to make a book with Steidl“. Ein Highlight für alle Bibliomanen. Leider ist die Kauf-DVD noch nicht erschienen, aber der Film wird noch in einigen Kinos gezeigt.

  83. @Arabella, ich will mich ...
    @Arabella, ich will mich ja eigentlich nicht einmischen, aber wenn es um
    Ferngläser und Mikroskope geht würde ich doch eher eine Firma wie
    Zeiss et.al. empfehlen . Ob ich einem Kitsch-Produzenten vertrauen würde
    weiß ich nicht so recht. mfG. T.

  84. @Remington, das macht mich...
    @Remington, das macht mich auch neugierig, glauben Sie es wird eine
    Antwort darauf geben ? mfG.T.

  85. @Remington:
    Sterling Silver...

    @Remington:
    Sterling Silver 925 oder 935!

  86. liebe Kopfgeburt, exakt - die...
    liebe Kopfgeburt, exakt – die fachbücher waren im gebrauch, was nicht abzustreiten ist. es immer wieder ein vergnügen zu sehen, worauf man damals sein augenmerk richtete – das ist eine richtige kleine reise in die vergangenheit, die so fern nicht ist, doch es manchmal zu sein scheint.
    .
    nicht so selten schlage ich bei angeboten zu, wenn etwas dabei ist, was ich ohnehin bereits begehrte (diesmal nicht androphil gemeint) , schliesslich möchte ich meine zu geld gefrorene energie nicht zum fenster hinauswerfen und schön im ‚westviertel‘ bleiben.
    .
    liebe Arabella, das habe ich mit keiner zeile abgestritten, ganz im gegenteil, wie sie lesen konnten.
    .
    doch die einigermassen kostspielige buchbinderbeglückung kann ich nicht ganz nachvollziehen, vom caritativ-kulturellen effekt mal abgesehen. denn dann müsste man seine bücher ja mit weissen baumwollhandschuhen lesen oder waschzwang entwickeln, und sie jedesmal den kindern abnehmen, mit den grässlichsten ermahnungen. das ist hier doch kein gentechniklabor.
    bücher sollen interessant und schön sein, und gerne nach gebrauch aussehen, solange man nicht gerade die sachertorte zwischen die seiten klebt.
    .
    lieber don, lächelnde zustimmung meinerseits. die andere bibliothek hat sich etwas von insel abgeschaut. manesse sieht auch ganz wertig aus.
    doch manchmal langweilen manche bücher ganz furchtbar, oft wenn sie empfohlen oder geschenkt wurden. oft frage ich mich: where is the beef, where is the pudding?
    .
    es gibt natürlich unterschiedlich gelagerte interessen an den inhalten der bücher; so hat gary ein faible für gut erfundene, in sich plausible utopien. elegant formulierte inhalte sind eher mein interessengebiet.
    .
    als geschenk für meine belle-mère eignen sich immer wirtschaftsfachbücher. das wirkt bei ihr ähnlich wie die adelsbücher (HansMeier555: sic!), die seit jahren den markt überschwemmen: staunende und verwunderte ehrfurcht. es immer immer erheiternd, an grenzen zu stossen.
    .
    bester Savall, angesichts der stärke des bütten eignet sich diese papiersorte hervorragend für die memoiren einer eintagsfliege, n’est-ce pas?

  87. @specialmarke
    niemanden, aber...

    @specialmarke
    niemanden, aber danke für den tip. Vielleicht muss ich nach den Währungsschnitten und Reformen in den nächsten Jahren wieder auf anderem Gebieten mein Geld/Peseten/Lira etc. verdienen.
    Im Moment übe ich im Kopf das Umrechnen EUR-Österreichische Schilling neu

  88. @Remington - Wenn man eine...
    @Remington – Wenn man eine Sterling silberne aus England hat, sind es 92.5 Prozent, manchmal ist deswegen auch „925“ aufgestempelt. In Deutschland ist 800 normal, manchmal auch 880.
    Richtig altes Silber hat weniger akkurate Silberanteile und individuelle Repunzen (Stempel). Wenn man sich auskennt, kann man damit das genaue Alter und den Herstellungsort, beziehungsweise Hersteller seiner antiken englischen Teekanne bestimmen.
    Beim täglichen Gebrauch merkt man den Unterschied zwischen „Sterling“ und „800“. Sterlingsilber zerkratzt leichter.

  89. Savall, danke. Aber leider:...
    Savall, danke. Aber leider: „Heute wird die Firma von der vierten Familiengeneration geleitet und zählt zu dem kleinen Kreis international renommierter Anbieter echter Büttenpapiere. Die Papiererzeugung erfolgt nach wie vor mit einem Rundsieb, auf dem das Papier in Bogen geschöpft wird. Die Bogen weisen daher vierseitige Büttenränder auf, die eines der wesentlichsten Merkmale von echtem Büttenpapier sind.“ Schreiben die bei Zerkall wirklich. Stellen Sie sich folgenden Text bei BMW vor: „Heute wird die Firma von der vierten Familiengeneration geleitet und zählt zu dem kleinen Kreis international renommierter Anbieter echter Automobile. Die Automobilerzeugung erfolgt nach wie vor mit einem Transportband, unter dem das Auto aus Teilen zusammengesetzt wird . Die Autos weisen daher vierseitig Räder auf, die eines der wesentlichsten Merkmale von echten Autos sind.“ Oder anders: es kommt nicht auf äußere Merkmale, etwa auf die Ränder an, die schneidet man ohnehin beim Buch, sondern auf das Material. Ist das auf Herstellerseite nicht verstanden, kann man vom Kauf nur abraten.

  90. Wirklich letzter Beitrag zum...
    Wirklich letzter Beitrag zum gestorbenen Papier: Die schreiben auf jeder Seite mehrfach von den „vier echten Büttenrändern“. Das macht aber das Papier nicht aus. Genauso könnte man bei der Zinnfigurenproduktion von den „echten Gießgraten“ sprechen. Die sagen nichts über das Material aus und – sind sogar ein Bestimmungsstück, dass ursprünglich gar nicht gewünscht war. Hätte man zur Goethezeit Papier gerühmt, weil es „Büttenrand“ hat, wäre man verlacht worden. Erst heute ist dieser tatrsächliche Nachteil der vorindustriellen Produktion zu einem Qualitätsmerkmal aufgestiegen: „Nur echt, weil nicht perfekt!“

  91. Werter Don,
    erinnern Sie sich...

    Werter Don,
    erinnern Sie sich noch an das Video vn Wham, mit dem überdudelten Lied mit irgendwas mit LastChristmas…? So sieht Weihnachten bei Bentheim-Burgs aus. Unser Chalet in Österreich oder der Bergbauernhof in der Schweiz. Bei jedem Gebäude steht ein G-Modell, das den dortigen Witterungsverhältnissen angepasst ist. Dunkelblau das eine, dunkelgrün das andere. Wunderbar, wie diese Urgesteine sich durch meterhohen Schnee pflügen. Alle anderen mit ihren Hummern und ML, GL, Cayenne und den anderen Murksgeräten aus Taiwan kann man in diesen Extremsituationen davonfahren.
    Wie wollen Sie bei dem Wetter mit einem Rennrad zum Bäcker??? Vielleicht dann doch das 90er Jahre Cannondale Raven. Carbonoptik, bester Rahmenbau und eine Form, die alle nachbauen wollten….
    Die Eurolira ist perfekt. Alle mit einem wenig Luxusschnickschnack wollen es auf einmal loswerden. Auch bei Immobilien. Man schaue sich bei dem verhassten Immobilienscout die hamburger Karlstraße an, suche sich ein Haus mit mindestens 8 Zimmern und lasse einen Einzugsbereich von 5 Kilomtern zu. Dadurch erreicht man die Preisgabe aller Statdvillen von zahlungssäumigen Hanseaten, die ihre nicht mehr ganz jungen Häuser an den Mann bringen wollen. Wunderbare Möglichkeit vier oder fünfmal 2,4 bis 8 Mio. Euro wegzubekommen und Wertanlagen für den kommenden Aufschwung nach dem Abschwung zu erwerben. Weg vom Tägernsä hin zur Alster.
    Beste Grüße vom Flughafen Salzburg (was der wohl kostet?)
    MvB-B

  92. @Don, danke!
    (Man muss immer...

    @Don, danke!
    (Man muss immer nur wissen, wen man fragen kann).
    .
    Und an wen verschenke ich jetzt die „Wirtschaftlichen Grundbegriffe“ von C. Schmitt?

  93. Markus, grüßen Sie...
    Markus, grüßen Sie Runkel-Det (für alle: Detlev von Westhofen-Runkel) von mir und bitte entschuldigen Sie nochmals, dass ich nicht kommen konnte.

  94. Es gab sogar mal in 60ern...
    Es gab sogar mal in 60ern bibliophile Taschenbuecher. Ein paar verrueckte Drucker irgendwo im Taunus stellten sie her und verlegten sie auch. Juengere deutsche Autoren wie Wohman und Chotjewitz waren da vertreten. Bei meinem letzten Umzug vor vielen Jahren hielt ich sie zum letzten Mal in der Hand: der Zustand war immer noch perfekt.
    Ha, jetzt weiss ich’s wieder „Eremitenpresse“ hiess der Laden. Wo sind die bloss hin? Ich vermute, sie sind in’s billige Wendland gezogen, um durch die Zonenrandgebiets-Zulage finanziell entlastet zu sein.
    Huebsche Buecher machten die. Bin ich noch heute stolz drauf.

  95. Als ich gerade diesen Artikel...
    Als ich gerade diesen Artikel las
    http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E4269F352B2FE498F93EF65EDD5CD83D9~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    fiel mir noch ein inflationsunabhängiges Weihnachtsgeschenk ein: einen Satz von 100 gemischte antiken Glühbirnen. Hab ich mir schon gekauft. Man kriegt sie noch ganz günstig, muss nur wissen wo. Als der Mann im Laden die verbotenen Objekte unterm Ladentisch hervorzog, fragte er: ‘Warum nicht gleich mehr, die meisten hiesigen Sammler bevorzugten den 500er Satz.’ Das hat mich nicht überzeugt, denn: ‘Ich brauche nur so viele bis die in Brüssel einsehen, dass die Alten umwelt- und gesundheitsfreundlicher waren.’

  96. Aus sportlichen Gruenden...
    Aus sportlichen Gruenden vermeide ich ja meistens die Konsultation von Wikipedia, diesmal musste es aber sein-das Gedaechtnis (der Buckel, das Hinkebein, die verqualmten Augen):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Eremitenpresse

  97. @Arabella: ich verstehe Ihr...
    @Arabella: ich verstehe Ihr Mißtrauen zunehmend, denn auch ich bin ein Mensch, dem es auf gutes Material ankommt. Ich habe gerade nach Christbaumständern gegoogelt. Bei Amazon gibts den amtlichen von Krinner, aber meinen Sie, es stehen Maße und Material dabei? Vollkommen idiotisch. Soll man sich das Zeug schicken lassen und zurückschicken, als Strafe dafür daß sie zu blöd sind, eine rudimentäre Produktbeschreibung zu verfassen? Die gleiche Idiotie bei Papier – keiner schreibt was zu Rohmaterial und Haltbarkeit. Stattdessen: Wasserzeichen. Ja wenn ich eins nicht brauchen kann auf meinen Aquarellen, sind es störende Wasserzeichen.
    @donna laura: um Gottes willen, doch nicht als belämmertes Schondeckchen. Gegenstände haben zu dienen und sich nicht zu Herren zu machen. Daß sie dabei Gebrauchsspuren und Patina annehmen, gehört so.
    Nein, als werterhaltende Reparatur, weils aus dem Leim gegangen ist, zu arg einstaubt, wenn mans offen stehen läßt (ich bin im Putzen eher ungeschickt und habe keinen Ehrgeiz, darin Meister zu werden – also sinne ich auf zuviel Putzen vermeidende Gestaltung), oder weil man einige Zettel dauerhaft drin halten will, der Einband zerfleddert oder abgesplittert ist und dergleichen. Liebgewonnene 70er- und 80er-Jahre-Büchern kommen so allmählich in das Alter.
    @DA: Sie erwähnten israelische Teekannen. Was haben die für Formen? Bauhäuslerisch? Imperial erwarte ich da nicht so, die sind nicht so nachmacherisch drauf.
    @MvB: Häuser mit 8 Zi + könnten gehen, Flughafen Salzburg ist eine Totgeburt (rentiert sich nicht, weil zu schwierig anzufliegen und deshalb als Ausweichflughafen eher nicht zu gebrauchen). Ich hab hier um die Ecke immer ein Haus im Auge, bei dem ich denke, da könnte sich jemand mit Geld und Geschmack eine mittlere Wohnung zusammenlegen für gelegentliche Stadtbesuche und untendrin die Hausmeisters wohnen haben. Weil es recht hübsch wäre, wenn mans ordentlich renovieren würde.

  98. @HansMeier: verschenken? Ok,...
    @HansMeier: verschenken? Ok, an mich.

  99. A geh, der Thomas Mann? Jaa...
    A geh, der Thomas Mann? Jaa freilich – aber so lang immer, nicht wahr. Gäb´s noch an Tee?

  100. @Arabella:Wenn sie die vier...
    @Arabella:Wenn sie die vier Büttenränder abschneiden, haben sie imer noch handgeschöpftes Papier. Die Zellulosefaser, aus der es besteht, könnte aber immer noch aus Holz oder Reisstroh, oder sogar aus Brennessel bestehen. Die Leinenfaser eines echten Hadernpapiers ist reißfester…

  101. specialmarke: Genau!...
    specialmarke: Genau!

  102. lieber HansMeier555, liebe...
    lieber HansMeier555, liebe colorcraze, alles eine frage der konkurrenz – stellen sie sich das gesicht meiner belle-mère vor, wenn sie die grundbegriffe in den änden ält?
    na eben, unbezahlbar!

  103. Die wichtigste Aufgabe des...
    Die wichtigste Aufgabe des strategischen Investors ist es, zu entscheiden, wer der Feind ist.

  104. @HansMeier555: Also...
    @HansMeier555: Also Weihnachtsmann oder Christkind…

  105. Dankeschön!...
    Dankeschön!

  106. @specialmarke/Arabella:...
    @specialmarke/Arabella: Damals, als ich noch ein Kind war, verschickten meine Eltern noch Weihnachtskarten, auf deren Verpackung „echt Hadern“ stand. Später gab es dann Karten in Leinenoptik. Heutzutage gibt es noch lumpiges brasilianisches Eukalyptusweichholzpapier für Drucker. Es wird Zeit, daß es mal wieder ein besseres Segment gibt – daß die ganzen traditionellen Papierfirmen inzwischen nur noch rumramschen, ist eine äußerst bedenkliche Entwicklung. Daß die elende Videothek bei mir auf der Ecke, die man in Google Street View noch sieht, bereits seit über einem Jahr durch den Showroom eines Antiquitätennachbauladens abgelöst wurde, gibt mir aber Hoffnung, daß bei anderem der Ramsch doch auch allmählich wieder verdrängt wird.

  107. Don Alphonso - Die vorgestrige...
    Don Alphonso – Die vorgestrige Eröffnung der Rodelsaison war herrlich! Curzio Malaparte ist übrigens eine tolle Idee! Mir gefallen sie ja, die Generalisten und Universalgenies: Schreiben, Filmen, eigene Musik dazu und Architektur. So gehört sich das in einer bis ins kleines Fitzelchen spezialisierten Welt mit ihren Unmengen an Fachidioten. Wo haben Sie denn eigentlich das Mangelexemplar her?
    .
    Und was die Empfehlungen betrifft halte ich mich eher an die Musik, als an die Literatur. Und da wir ja keine Fußballer sondern Klavierspieler sind:
    Vassilis Tsabropoulos, The Promise, ECM Records

  108. Driver - die bei Steinweg...
    Driver – die bei Steinweg haben auch versucht, mir weiszumachen, daß ein neu gekauftes Instrument eine Wertanlage sei. Das wäre ja wirklich das erste Mal. Laut Gutachten beträgt der Zeitwert eines optimalen Instruments nach drei Jahren 78%…
    .
    donna laura – Zu unseren Kindern braucht eigentlich nur der Krampus zu kommen.

  109. Wie man es sich vorstellen...
    Wie man es sich vorstellen könnte:
    .
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,732333,00.html
    .
    Manches scheint archaisch, anderes fehlt. Aber ein paar Ansätze sind schon dabei.

  110. @Filou: ah, danke für die...
    @Filou: ah, danke für die Erwähnung von Eremitenpresse und Wohmann! Von der wollte ich nämlich mal was kaufen, las letzthin eine Besuchsreportage über sie und mußte sehr kichern über den Satz „die Hausarbeit hat sowas Infinitesimales…“, den sie einer ihrer Figuren in den Mund legt.
    @mawu: ach, die Fachidioten haben wir hinter uns, glaube ich, jetzt haben wir eher die Nullschwaller und Universaldilettanten, oder so ähnlich. – Nehmen Sie halt Bechstein.

  111. colorcraze, inzwischen ist die...
    colorcraze, inzwischen ist die Wohmann ein etwas sehr viel aelteres Maedchen geworden, da gibt man schon mal was Kichernswertes von sich.
    Aber: die Buecher von Eremitenpresse gefielen mir ausgesprochen gut, wobei der Inhalt mich erstmal nicht interessierte. Sie hatten etwas Exclusives fuer einen Studentenbeutel (Eitel ist der Mensch, hilflos und bloed).
    Gekauft hatte ich „Die Bütows“, das Bild einer Apothekerfamilie (gruesse nach Ingolstadt) der 60er Jahre-und hat mir richtig gut gefallen. Ich habe seitdem ein Faible fuer Apothekerstoechter-optisch sagt mir deshalb die Palin zu. Wegen der prallen Erinnerungen. Sehr prall. Kurzsichtige braune Augen, fast noch schoener als die von Loreley Lee. Aber die war blond und aus Schenectedy.

  112. @BertholdIV: was wäre denn...
    @BertholdIV: was wäre denn ein vernünftiges Urteil? Das würde doch zwangsläufig ein Faß aufmachen, wer damals wen wie gedeckt hat, und weitere Anklagen hervorrufen. Gegen lebende Personen, versteht sich. – Der Schäuble hat mit seinem Flugzeugabschießen-Testballon doch damals eh die Frage gestellt, „gebt ihr mir auch Absolution, wenn ich sowas tue?“. Nein. Eben nicht. Weil das eine Ausnahmesituation bleiben soll und ungeregelt. Und deshalb halt das ganze Gewürge, wenn sich abzeichnet, daß da wohl auch z.T. ungesetzlich gehandelt wurde, aber letztlich die Situation in den Griff bekommen wurde.

  113. @Filou: ah! "Die Bütows" habe...
    @Filou: ah! „Die Bütows“ habe ich mir auch ausgeguckt. Einfach wegen dem Titel. Ich versprach mir etwas vage an Loriot und Fontane Anschließendes. Soso, Apothekerfamilie in den 1960ern. Na, das 20. Jahrhundert will ja auch mal festgehalten werden.

  114. colotcraze, welche Bütows...
    colotcraze, welche Bütows haben Sie gelesen?

  115. Moin.

    Aufgrund der...
    Moin.
    Aufgrund der Tegernsee-„Hype“ (heißt das so?) in diesem blog bin ich da vor 14 Tagen mal hingefahren, von Brixlegg über´n Achenpass und oben nicht nach Tölz sondern zum See. Was ich jetzt nicht verstanden habe: was ist an dieser Gegend so besonders wichtig? Der Tümpel wäre, stände er in den Niederlanden, längst vor 200 Jahren mit von Windmühlen angetriebenen Wasserpumpen trockengelegt und das Torf abgestochen worden. Stattdessen finden man abwärtsfahrend in Bad Wiessee eine erhöhte Konzentration jener vom Professor Porsche selig seinerzeit entwickelten Ackerschlepper, die wo heute aber den Namen eines scharfen Gewürzes (oder so ähnlich) tragen. Man sieht sie aber mehr auf der Wiese mit den Rädern nach oben liegend als fahrend, woraus sich die investigative Frage an D.A. zwangsläufig herleitet: Könnte es sein, dass man mit dem Zulassungskennzeichen „MB“ Fahrzeuge fahren darf, ohne jemals eine Fahrerlaubnis erworben zu haben? Vornehmlich also vom Mc Cormick abgeleitete Schlepper mit fester Kabine (und abgedunkelten Scheiben)?. Nächste Frage (nur so aus dem Auto beobachtet): Könnte es sein, dass die dort zu beobachtenden Fußgänger nur zwangsweise anwesend sind? – Ich meine: sie laufen dermaßen desorientiert herum, so dass ich vermute, es sind von der Arbeitsagentur in München dorthin verfrachtete arbeitslose Schauspieler, welche die 1€-Aufgabe haben, Menschen in der Öffentlichkeit darzustellen, damit die Gegend nicht endgültig verwaist aussieht. Denn der Neubürger nebst vom Porsche abgeleiteten US-Militär-SUV (der vom Arnold), gehen sowieso nicht vor die Tür, weil das Parken des Panzers vor der Pizzabude stressig ist. Der lässt aus Öko-Grunden bestimmt den Pizzadienst mit dem Fahrrad hereinrodeln. Als ortsfremder Besucher möchte ich bemerken: London City ist da stressfreier.
    gruß fb

  116. @Filou: bis jetzt noch...
    @Filou: bis jetzt noch garkeine. Ich gedachte mir ein noch käuflich zu erwerbendes Restexemplar der Eremitenpresse zuzulegen, weil Sie die Verarbeitung dieser Büchlein so lobten. Und zwar die Version „Mini-Roman“. Sind andere besser?
    @BertholdIV: Tja, Italien schweigt sich meistens aus, bzw. es herrscht eine äußerst strikte Trennung zwischen Öffentlichkeit, politischer Klasse und dem, was wirklich an Macht- und Verteilungskämpfen läuft. Der Artikel ist ganz gut, weil er das nacheinander Sichtbare zumindest erwähnt. Man sieht die Einflüsse und einige Handlungen, aber wie das alles miteinander verknotet war und von wo welche Intention kam, darauf kann ich mir keinen wirklichen Reim machen. Fakt ist, daß die Amerikaner sich vor der KPI fürchteten, und zumindest diverse Teile der italienischen Gesellschaft auch. Ob da nun eine Fraktion meinte, ein Faschismusrevival durchbringen zu können, weiß ich nicht, vielleicht. Oder das sollte als Drohkulisse aufgebaut werden, und eskalierte dann durch Nachahmungstaten „von der anderen Seite“.

  117. "Die Butows" von Eremitepresse...
    „Die Butows“ von Eremitepresse auf alle Faelle kaufen. Gute Geschichte. Und wenn Sie Geld haben, die Restbestaende auch, selbst laese man sie nicht. Sind es wert.

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