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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Sieben Jahrhunderte Wikileaks

| 351 Lesermeinungen

Die Mittel ändern sich, das Leck bleibt: In bester alteuropäischer Tradition bemüht sich Wikileaks um die Verbreitung von Informationen, die nicht von allen gern öffentlich gelesen werden, aber um so interessanter sind. Manche Vorgänger kamen damit zu Ruhm und andere auf den Scheiterhaufen, und allen errichtete man Denkmäler. Es wäre fein, wenn es bei Julian Assange noch sehr lange dauern würde, bis es dazu einen Anlass gibt.

Normalerweise wird hier immer etwas ironisch über die eingebildeten Stützen der Gesellschaft aus westdeutschen Wohlstandsregionen berichtet. Diesmal, ausnahmsweise, nicht. Diesmal geht es um diejenigen, die diese unsere Gesellschaft wirklich stützen.

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1323. Ein gewisser John Lutterell reist an den Papsthof von Avignon, um dort den Philosophen William von Ockham wegen Häresie zu verklagen. Nach einem fünfjährigen Prozess befindet eine Kommission, als deren Ankläger Lutterell fungiert, Ockham der Häsresie für schuldig. Unter anderem hatte Ockham die Frechheit besessen, im Sinne von Aristoteles eine Widerspruchsfreiheit in philosophischen Diskussionen zu fordern. Zudem begann er, sich am prunkvollen Papsthof Gedanken über das eigentlich geltende Armutsgebot der Kirche zu machen. Letztlich bleibt ihm nur die Flucht zum deutschen Kaiser Ludwig dem Bayern, unter dessen Herrschaft und Schutz er eine Reihe von den Päpsten verhasste Bücher schreibt. Ockham lehnt das scholastische Denken ab, in dem nur das weitergelehrt wurde, was als erwiesen und richtig galt, und setzt eigene Beobachtungen dagegen. Davon ausgehend, walzt Ockham die Widersprüche zbd Doppelmoral der kirchlichen Oberhäupter aus. Die exkommunizieren ihn dafür und hätten ihn wohl gerne verbrannt, wenn sie ihn erwischt hätten.

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1415 ist es dann so weit: In Konstanz verbrennt man den tschechischen Kirchenreformer Jan Hus. Der hatte es ab 1402 gewagt,  in der Volkssprache zu predigen und den Menschen damit bisher Klerikern vorbehaltenes Herrschaftswissen nahe zu bringen. Zudem trat er für das damals revolutionäre Philosophieprinzip der „Gewissensfreiheit“ ein, und machte ausserdem eine Reihe von Skandalen der Amtskirche weithin öffentlich. 1408 versuchte der Erzbischof von Prag, ihm die Erlaubnis zur Predigt zu entziehen und ihn damit mundtot zu machen. Hus hielt sich nicht daran und brachte weite Teile der böhmischen Bevölkerung hinter sich. Von dem, was damals mit drei streitenden Päpsten die Kirche sein wollte, wurde er exkommuniziert, und versuchte, in Konstanz seine Lehre zu verteidigen. Dafür gab es eine Zusicherung für freies Geleit, aber schon nach drei Wochen wurde er festgenommen, dann gefoltert, verurteilt und auf dem Scheiterhaufen mit seinen Werken verbrannt. Seinen Freunden schrieb Hus:

„Das aber erfüllt mich mit Freude, daß sie meine Bücher doch haben lesen müssen, worin ihre Bosheit geoffenbart wird.“

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Als Luther 1517 mit seinen Thesen einige unangenehme Wahrheiten über den Papst und etliche Fürsten öffentlich verbreitet, über Nepotismus, sinnlose Schlächtereien in Gottes Namen, den Aberglauben an Ablässe, später auch über Ränkespiele der Kurie und andere Verfehlungen, über die man sonst nicht zu tuscheln wagte, so man sie überhaupt erfuhr – hatte er mehr Glück. Und einen sicheren Hafen, in dem er und seine Helfer Zuflucht fanden. Und Druckerpressen, um ihre Ansichten zu verbreiten. Auf allen Kanälen übrigens; die Reformation und Gegenreformation setzten  nicht nur auf gelehrte Schriften, sondern wüste Beschimpfungen des Gegners („Sau aus Ingolstadt“ für den Katholiken Eck), auf Sex and Crime der verrufenen Einblattdrucke, um der jeweils anderen Seite ihre Defizite aufzuzeigen. Nebenbei machte Luther die Bibel auch denen zugänglich, die nicht Latein beherrschten, und sich so selbst einen Einblick in ihre Religion verschaffen konnten. Das 1521 – juristisch fragwürdig zurückdatierte – Edikt des Reichstages von Worms, das unter anderem das Drucken und das Lesen von Luthers Werken verbot, hatte diesmal nicht wirklich gute Chancen gegen die Druckerpresse.

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Mehr „Glück“, wenn man so will, hatten die Behörden dann im Jahre 1600 bei Giordano Bruno. Der ehemalige Dominkanermönch hatte eine Vorliebe für die in seiner Zeit wiederentdeckten Philosophen der Antike und neumodische Astronomen, und postulierte die Unendlichkeit des Weltalls – was in jener Epoche der Kirche vorne beim geozentrischen Weltbild und hinten bei der christlichen Philosophie nicht passte. Unstet und häufig auf der Flucht irrlichterte Bruno durch Europa, oft im Streit mit seinen  Kollegen, und verhasst für seine amüsanten Texte über die Nickeligkeiten des gelehrten Betriebs. Bruno war eine Rampensau, das Gesicht und der Frontmann einer ganzen Generation von Forschern, die keine Lust mehr hatte, alte Lügen zu glauben. In Venedig schliesslich wurde er von einem Gastgeber an die Inquisition verraten, nach Rom verbracht, erst von der Kirche und dann von den staatlichen Stellen verurteilt, und dann auf dem Campo del Fiore öffentlich verbrannt. Damit er nicht zum Volk reden konnte, band man seine Zunge fest. Den Richtern, die ihn zum Schweigen bringen wollten, sagte er:

Mit größerer Furcht verkündet Ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme.

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Tatsächlich schreitet die menschliche Entwicklung fort, und der Philosoph und spätere Schöpfer der Enzyklopädie Denis Diderot wird nicht umgebracht, als er 1749 im Gefändnis von Vincennes landet. Trotzdem wollte man ihm damit den Mund schliessen; die Zensur lastete ihm den erotischen Erfolgsroman „Die indiskreten Schatzkästchen“ an, der ein Jahr zuvor anonym und mit erfundenem Druckort erschienen war. Darin breitete Diderot hemmungslos die sexuellen Zustände am französischen  Hof zu aller Leser Gaudium aus. Die Handlung war zwar in  Afrika angesiedelt, aber jeder wusste, um welche Unterleiber es da ging. So viel Erkenntnis über die Lustbarkeiten für alle Untertanen waren dann doch zu viel – Diderot musste eine Weile schmoren, und schrieb derweilen weitere Schweinereien. Später gab es genug Versuche, ihm die Enzyklopädie mit dem Wissen für die Allgemeinheit zu verbieten, oder auch seine skandalträchtige Beschreibung der Zustände in Nonnenklöstern, in die junge Frauen gezwungen wurden. Es half nichts. Diderot war zu erfolgreich, man konnte es sich nicht leisten, ihn mundtot zu machen.

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Eine französische Revolution später hatte Deutschland einen Erfolgsdichter namens Heinrich Heine. Ein Bestsellerautor. Ein genialer Schreiber, ein gnadenloser Reporter seiner Zeit. Und Deutschland hatte Zensoren. Die sorgten dafür, dass man von Heine möglichst wenig bemerkte, was bei einem Bestsellerautor natürlich nur teilweise gelang – zu gern wurde er gelesen. So etwa folgendes Gedicht von 1827, kurz vor seiner Übersiedling nach Frankreich, das nichts und alles über die Zustände sagt:

Die deutschen Censoren —  —  —  —
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1962 zitierte der Spiegel aus internen Unterlagen des Verteidigungsministeriums, die deutlich machten, dass die Bundesrepublik einem Angriff der Sowjetunion wenig entgegen zu setzen hätte. Aufgrund einer Anzeige wegen „Landesverrats“ wurden der Herausgeber Rudolf Augstein und mehrere Redakteure verhaftet – der Autor des fraglichen Artikels auf Veranlassung von Verteidigungsminister Franz-Josef Strauss unter falschen Beschuldigungen in Spanien. Augstein war 103 Tage in Haft, während sich die Affaire durch den Druck der Bevölkerung und der Medien zur Staatskrise auswuchs. Strauss musste zurücktreten, und das Verfahren wurde 1965 mit einem Freispruch für die Angeklagten beendet. Seitdem war man relativ sicher, wenn man geheime Unterlagen publizierte. Immerhin.

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2010 wird Julian Assange, der Gründer von Wikileaks, in England aufgrund eines internationalen Haftbefehls aus Schweden (Hintergründe hier) verhaftet. Eine vorläufige Freilassung gegen Kaution wird abgelehnt. In den USA wird Druck auf Firmen und Institutionen ausgeübt, Wikileaks aus dem Internet zu verbannen, zu zensieren, die Spenden zu  blockieren, und zudem versucht, Assange vor Gericht zu bringen. Der Verteidigungsminister der USA hält die Verhaftung für eine „gute Nachricht“. Der mutmassliche Informant der von Wikileaks verbreiteten Informationen über die Kriege in Afghanistan und im Irak, und der diversen Vorgehensweisen des Aussenministeriums bishin zur Bespitzelung der UN, ist seit Monaten in Haft. Die Prozesse, wenn es dazu kommt, werden so fair sein, wie sie eben sein können in einem Land, in dem ein Präsident zugeben kann, persönlich Folter angeordnet zu haben, und dafür nicht zur Rechenschaft gezogen wird.

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Ich persönlich bin mir mit Blick auf die 7 Jahrhunderte Wikileaks sehr sicher, dass man Assange wie seinen Vorgängern einst auch ein Denkmal errichten wird. Man wird über seine Verfolger und ihre Verbrechen verächtlich reden, wie man heute verächtlich über Scheiterhaufen denkt, und sich über diese seine Zeit wundern, da die Bürger, die nun endlich frei und mündig gewesen wären, nicht genug getan haben, diejenigen zu schützen, die die Wahrheit sagten, und jene gewähren liessen, die sie bewusst belogen. Historiker werden vielleicht die Unterlagen finden, die Aufschluss über die Menschenjagd unserer Tage und die erste Phase des 1. Datenweltkonflikts liefern, und den Kopf schütteln über die Büttel der schreibenden Zunft, die das auch noch unterstützt haben. Für den Historiker mag es tröstlich sein, sich vorzustellen, dass es irgendwann eine Statue geben wird, die trotz Taubenkot und davor spielenden Kindern zur Wahrheit und Offenheit mahnt. Schon aus heutiger Sicht wäre so eine Art Heinedenkmal sehr nett, wie es Kaiserin Sissi auf Korfu hatte.

Und nicht ein Denkmal wie das, das für Giordano Bruno auf dem Campo del Fiore an der Stelle errichtet wurde, wo man ihn ermordet hat.

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351 Lesermeinungen

  1. Danke, Don! Die spießigen...
    Danke, Don! Die spießigen Stützen der Gesellschaft können also doch rebellisch sein! Ja, es ist die Tradition der Aufklärung in Reinstform, die da vor uns im Internet präsentiert wird.
    *
    Die idiotische Anbetung des Geldes
    ist so viel wert wie ein feuchter Keks.
    Unsere Herrscher verlogen? Gott vergelt es,
    doch es erklärt den Erfolg von Wikileaks.

  2. Lieber Don, jetzt werden Sie...
    Lieber Don, jetzt werden Sie aber pathetisch, und lächerlich. Geheimhaltung, oder vielmehr die Möglichkeit der Geheimhaltung, ist nicht der Feind, sondern die Voraussetzung für Offenheit. Wikileaks wird Misstrauen und Angst, ja Paranoia, säen. Entscheidungsträger werden immer weniger bereit sein, sich offen zu äußern, wenn das was sie sagen, von ihrem Gesprächspartner aufgezeichnet wird und später als Beweismittel gegen sie verwendet werden kann, nicht unbedingt von dem Gesprächspartner selbst. Die Auflösung der Unterscheidung zwischen dem privaten und öffentlichen Bereich war einer der großen Ziele des Totalitarismus. Das Öffnen und Lesen anderer Leute E-Mails unterscheidet sich nicht grundsätzlich von Öffnen und Lesen anderer Leute Briefe. In der Tat hat Wikileaks die Rolle des Zensors der Welt an sich gerissen. Eine Rolle, die eine erstaunliche moralische Arroganz und Größenwahn erfordert. Auch wenn einige Übel von ihm aufgedeckt oder einige notwendige Wahrheiten gelüftet werden. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Im Übrigen, wo zeigt Herr Assange so etwas wie Genius?

  3. Werter Don,
    ohne die Arbeit...

    Werter Don,
    ohne die Arbeit von Wikileaks damit abwerten zu wollen (obwohl es dort natürlich auch einiges zu kritisieren gibt) muss ich doch sagen, dass Ihre Vergleiche mit der Geschichte teils etwas unpassend sind – von Ockham über Luther bis Heine habe die genannten Personen viel eigene kreative oder philosophische Arbeit betrieben und nicht in erster Linie die Meinungen anderer verbreitet. Ich denke, wenn man diesen Unterschied unter den Tisch fallen lässt, wird man der Sache nicht wirklich gerecht.
    .
    Man könnte Wikileaks genauso in eine Kulturgeschichte des Geheimnisverrates einbetten – was natürlich auch nicht ganz angemessen wäre, da das Ausplaudern der Geheimnisse ja durch andere erfolgt und Wikileaks nur das Transport- und Verbreitungsmittel darstellt (und dabei wie viel kritisiert wird mittlerweile auch eine gezielte Auswahl trifft).

  4. Es ist erstaunlich und...
    Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich, mit welchen Methoden es Rechtsstaaten versuchen, Wikileaks kleinzukriegen. Es ist wieder mal ein Exempel, das da auf internationaler Bühne statuiert wird, und es ist wieder ein triftiger, weiterer Grund, dem „Rechtsstaat“ und seinen „Volksvertretern“ zu mißtrauen.
    .
    Trotzdem bin ich mir über die wirklichen Errungenschaften von Wikileaks noch nicht ganz im Klaren. Skandale Aufzudecken, im Sinne des investigativem Journalismus, ist das eine. Aber alles andere? Diskrete Interna, Gespräche, Planungen, die keinen Rechtsbruch darstellen, jede Partei gleichermaßen verfolgt oder durchführt, und die letztlich nur zum reibungslosen Ablauf der internationalen Diplomatie beitragen? Wollen wir denn etwa unsere gegen das iranische Atomprogramm Verbündeten Araber brüskieren? Nein, das wollen wir nicht – aber dieses und anderes hat Wikileaks nun geschafft.
    .
    Trotzdem muß ich sagen, sind die Depeschen äußerst amüsant. Man kann sich doch bildlich vorstellen, wie Sarkozy den russischen Außenminister am Revers packt „menteurrr!!!“ schreit und der Russe mit versteinerter Mine erwidert!
    .
    So, und nun setze ich mich erstmal wieder an meinen Flügel und musiziere ein bisschen, als Tagesauftakt.

  5. Geehrter Don,

    herzlichen Dank...
    Geehrter Don,
    herzlichen Dank für Ihre erfrischend präzise und weise Einordnung des Wikileaksphänomens in die abendländische Geschichte.
    Frei nach Max Liebermann: „Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte“
    Gar nicht erstaunlich ist die rattenhafte Wut, mit der JA derzeit verfolgt wird, McCarthy lässt grüssen.
    Freundliche Grüsse
    Ihr Wahlschweizer

  6. Am liebsten würde ich nun mit...
    Am liebsten würde ich nun mit lauten Bravorufen durch die Strassen des Reichshauptslums gen Arbeitsstätte ziehen, aber terroralerte Autoritäten würden mich wohl einer peinlichen Befragung unterziehen. Und bei der Erklärung ich hätte da eben gerade was zur Geistesgeschichte der Häresie, des Verrats und der Aufklärung und zu diesen undichten Netzen und so gelesen, würden wohl eher Zweifel an meiner eigenen Geistesgeschichte hervorrufen. Und ich muss halt zur Arbeit, wegen Zahlungsmitteln und …, naja, ich schweife ab. Danke!

  7. Sie haben Galilei vergessen,...
    Sie haben Galilei vergessen, von dem jeder weiß, dass er, nicht die päpstlichen Astronomen, die Erdbewegung nachgewiesen hat, wofür er nicht etwa ein reiches Gehalt bis zum Lebensende bekam, sondern schmählich auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. (Schon Kopernikus war ja, wie jeder weiß, vom Papst wegen seines Buches übers heliozentrische Weltbild nicht geehrt, sondern gevierteilt und verbrannt worden.) Und Assange wird, wie jeder weiß, inzwischen in den Kellern des Vatikan gefoltert.

  8. suomiradio one would have...
    suomiradio one would have time to think better, to assist the colonies in the battle against England. we would n t have that stupid worse like now..

  9. Endlich eine gelungene...
    Endlich eine gelungene Vogelperspektive zu diesem derzeit klein-klein diskutiertem Thema. Danke dafür. (Hab auch lange drauf gewartet)

  10. Ich empfinde eine diebische...
    Ich empfinde eine diebische Schadenfreude darüber, daß den „professionellen“, arroganten Schnüfflern amerikanischer Regierungsstellen und Geheimdienste die eigenen geheimen Daten geklaut wurden.
    .
    Dümmer gehts doch nicht oder ?
    Schade, dass Leslie Nielsen nicht mehr da ist.
    Der hätte aus dem Stoff noch was gemacht.
    .
    Die Reaktion der desavouierten Schlapphhüte ist höchst unsportlich.
    Silvio Berlusconi konnte wenigstens darüber lachen, das hat mir imponiert.

  11. Werter Don,
    vielen Dank für...

    Werter Don,
    vielen Dank für diesen sehr guten Artikel aus Ihrer Feder.
    Es scheint, als würden einige Menschen vergessen, dass das Volk der Souverän ist, und nicht irgendwelche Regierungen. Das ist in unseren Kreisen leider auch nicht mehr jedem klar, fürchte ich….
    Der Datenweltkonflikt inklusive der Attacken auf Kreditkartenbetreiber ist für mich mit einer eine Mischung von leichtem Erschaudern und Bewunderung verbunden, wie immer bei zivilem Ungehorsam.
    Ob man rausfindet, wieviele der Besucher von mastercard.com nur mal schauen wollten, ob der Seitenaufruf wirklich nicht funktioniert?
    Schöne Grüße aus dem Norden,
    Moritz

  12. Danke für diesen...
    Danke für diesen übersichtlichen und mutmachenden Artikel!

  13. Werte Arabella, Ihre...
    Werte Arabella, Ihre Unwissenheit schützt uns nicht vor Ihren Kommentaren. Sie sollten Ihre Leaks vielleicht bei Wikipedia stopfen. Galilei wurde nicht verbrannt, Kopernikus wurde weder gevierteilt noch verbrannt, auch wenn Ihnen das offenbar lieber gewesen wäre…

  14. @ Arabella
    Ich denke Arabella...

    @ Arabella
    Ich denke Arabella wollte einen irgendwie gearteten Witz machen. ich habe ihn leider nicht verstanden. Genausowenig wie ich den Impetus von WikiLeaks verstehe.

  15. Ernst Wilhelm, gibt es...
    Ernst Wilhelm, gibt es irgendeinen vernünftigen Grund, warum ich nicht wissen darf, dass die USA die UN ausspionieren, im Jemen einen verdeckten Krieg führen und einen Mailwurf in der FDP haben?
    .
    Ich sehe es genau andersrum: Wikileaks ist die beste aller möglichen Welten. Der nächste verkauft das Material vielleicht an die Chinesen oder Iraner. Wenn etwas öffentlich ist, kann man wenigstens noch erklären. Das Problem wird erst dann gross, wenn etwas nicht öffentlich bleibt, und man sich nicht wehren kann.

  16. Cyber-Krieg!
    "They searched...

    Cyber-Krieg!
    „They searched for him here
    They searched for him there
    They searched for Assange everywhere“
    Und kaum zu glauben, Assange hat sich in einem Londoner Club einquartiert!

  17. Wer eine Ahnung davon haben...
    Wer eine Ahnung davon haben möchte, was die Offenlegung von Berichten für die Quellen dieser Berichte bedeutet, dem liefert „Fair Game“ leichtverständliches Anschauungsmaterial. Und ich meine nicht die Hauptdarsteller.
    Wenn man wegen Wikileaks wieder nur auf die USA schaut, sollte man auch vor der eigenen Haustür kehren. Das deutsche Informationsfreiheitsgesetz und die Transparenzverordnung sind wesentlich restriktiver als die US-amerikanischen Pendants.
    Wikileaks zeigt, dass Informationen Macht sind, lässt aber teils die damit einhergehende Verantwortung vermissen. Eigentlich hätte ich von unserem geschätzten Don erwartet, dass er auch diesen Mangel an Erziehung anspricht.

  18. Werter...
    Werter Don,
    D´accord……spannend war Ihr Schnelldurchgang in zeitloser
    Wahrheitsfeindschaft allemal. Nachfolgende Generationen
    werden sich gewiss noch mit dem Scheitern von Aufklaerung
    und Wissenschaft, spaetestens mit Beginn des 20. Jahrhundertes,
    befassen.
    Ob Julian Assange mit Ihren Gleichsetzungen nicht etwas viel der
    Ehre zuteil wurde, wird sich auch noch zeigen. Mich persoenlich
    erinnert der indiskrete Australier bis dato noch eher an den
    Ahnvater des Journalismus, den Renaissance-Römer Aretino.
    Und wie Sie sicher wissen, bestehen bis heute Zweifel, weshalb
    der Vatikan Aretino gewaehren liess. Cui bono ?
    So es sich tatsaechlich um brisante Geheimnisse gehandelt haben sollte,
    waren eigentlich die militaerischen Schilderungen aus Afghanistan
    schon bedrohlich genug, um das globale Noetigungspotential und die
    euroamerikanischen Staatshackerdivisionen in Gang zu setzen.
    Wieso jetzt, und erst nach Publikation der state-department-cables ?
    Hat Hillary Clinton Angst, dass die Indiskretionen aus dem US-Aussen-ministerium nur so wenig Aufsehen erregen, wie die Iraq-files ?
    Nun mag ich wohl laenger spekulieren, ob Assange noch ein Parallelwerk
    entwickelt, welches ihn wirklich auf das Niveau von Luther, Diderot oder
    Heine hebt. Tatsaechlich ist uns wohl seit der Urzeit der Tagebuchschreiber
    (frz.: journalistes) noch nicht bewusst geworden, wie gezielte und unerwuenschte Indiskretionen die subtilen Bewegungen der Massen-
    psychologie ansteuern.
    Mit unzensierbaren Gruessen
    Multireal

  19. Cui Bono?
    .
    @Ernst Wilhelm:...

    Cui Bono?
    .
    @Ernst Wilhelm: Was die Mächtigen schreiben, resp. tun, ist niemals privat! Wer hat sie gewählt, und wofür? Dass sie dem Untertanen frech ins Gesicht lachen, während sie sich hinter seinem Rücken in ihrer eigenen Welt wähnen, dem Untertanen keine Rechenschaft mehr schuldig (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1264)?!
    .
    Unabhängig davon sollte man natürlich auch bei dieser Art des „Investigativen Journalismus“ (vgl. hierzu auch meine „Kritik“ zu Jürgen Roth, den ich übrigens sehr schätze, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1197) immer fragen – cui bono? Stützt er das System, in dem er es rein ethisch zu verbessern sucht, oder gar es selbst vor sich zu schützen sucht (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1260), oder untergräbt er es?
    .
    Wir werden das niemals ganz erfahren. Aber alleine diese Fragestellung hält uns wach.

  20. Ein sehr guter Artikel! Und...
    Ein sehr guter Artikel! Und sicherlich alles im richtigen Zusammenhang. Der Haken ist nur: zu Zivilcourage gehört leider auch, zu akzeptieren, sein bequemes Leben auf’s Spiel zu setzen. Ich bin dazu nicht bereit, denn der Druck gegen Wikileaks hat schlimmere Hysteriewerte erreicht, als die Hysterie rund um Terror sowieso schon. Die Kollateralschäden werden endlos sein und nur wenige von denen, die später in der Geschichte als Märtyrer gegen Unterdrückung gefeiert werden, wollen heute auch Märtyrer sein. Ich selbst werde erst meinen Kopf aus der dunklen Masse stecken, wenn ich keine andere Wahl mehr habe. Heute wird im Allgemeinen zwar nicht unbedingt mit Tod gedroht, wohl aber mit wirtschaftlicher und sozialer Vernichtung. Das beste Beispiel dazu sind die Vorwürfe gegen Assange: Vergewaltigung. Da bleibt bei den Unterdrückern immer die Hoffnung, daß genug hängen bleibt, damit er nicht zum Märtyrer wird. Man sieht, wieviel Angst unsere Regierenden mittlerweile haben, wenn sie so weit gehen.

  21. ... drum, schöner Artikel,...
    … drum, schöner Artikel, aber mal Rechtschreib- oder Tippfehler korrigieren scheint zuviel zu sein.

  22. @ErnstWilhelm: Bei der...
    @ErnstWilhelm: Bei der Aufdeckung von Korruption und Kriegsverbrechen ist es natürlich wesentlich einfacher, die Bedeutung einer Plattform wie „Wikileaks“ zu verstehen. Diplomatenpost ist natürlich eine zweischneidige Sache. Aber auch hier sind ja zahlreiche Vorgänge offenkundig geworden, die öffentlicher Kritik durchaus bedürfen. Aber auch dieser lasche Umgang mit geheimem Material durch die amerikanische Administration ist natürlich eigentlich ein Skandal, der erst durch eine Publikation durch „Wikileaks“ so richtig nachvollziehbar wird. Und nicht zuletzt kann „Wikileaks“ letztlich nur auf die Vorgänge zurückgreifen, die auf ihren Servern gelandet sind. – Die bundesdeutschen Finanzämter haben übrigens auch kein Problem damit, zugespielte oder gekaufte Bankdaten gegen deutsche Bürger zu instrumentalisieren…

  23. Vielen, vielen Dank, Don...
    Vielen, vielen Dank, Don Alphonso!
    Sie erinnern mich an einen Klassenkameraden, den Sartre in les mots beschrieben hat. Dessen hervorstechenste Eigenschaft war folgende: Aus ihm sprach immer die Wahrheit (Was in meiner Formulierung der Aussage – sofern man diese auch für Sie gelten lassen will – ja gerade nicht meint, dass Sie immer die Wahrheit sagen).

  24. Vom aufgeklärten Absolutismus...
    Vom aufgeklärten Absolutismus zur absoluten Aufklärung; hat da nicht jemand neulich gegen google gebloggert? Geht dann der Streit darum, wer Person der Zeitgeschichte (A-B-C-.. Promi) ist, damit man dessen Innerstes man nach außen kehren darf? Gut, dass die nachwachsende Generation dank facebook et al. gar nicht mehr weiß, was Privatsphäre ist.

  25. High Society ?

    Schön...
    High Society ?
    Schön beschrieben. Allerdings geht es heute bei Wikileaks nicht um Kritik oder um rokokohafte Sittengemälde, sondern um Sicherheit, Terrorismus und „kollaterale“ Verletzung der Privatsphäre höchst gewöhnlicher Leute.
    Vor allen Dingen geht es nirgends um Zensur.
    Sondern schlicht um tendenziösen und höchst undurchsichtigen Verrat mit dem Aufkleber „freie Information“. Das liegt also schon ein bisschen anders.
    Das ist der Unterschied zu den sehr schönen Geschichtchen um die katholische Kirche und ihre Orgien.

  26. Na, immerhin:
    "Kremlin...

    Na, immerhin:
    „Kremlin suggests WikiLeaks founder for Nobel Prize“ in:
    http://en.rian.ru/russia/20101208/161685835.html

  27. Ja ich wundere mich auch...
    Ja ich wundere mich auch darüber, dass sich die Leute nicht schämen ob ihrer unmoralischen Handlungen, sondern dass sie zürnend den Leuten nach Leben, Freiheit oder Gesundheit trachten, die davon berichten. Anscheinend gibt es zwar eine Evolution des Körpers, aber keine des Geistes. Wir sind halt im Grunde immer noch, die gleichen alten Affen und haben nix dazu gelernt.
    Danke für Ihren Beitrag

  28. Chapeau! In der FAZ gibt es...
    Chapeau! In der FAZ gibt es tatsächlich einen (!) klaren Kopf.

  29. Werter Don Alphonso, eine...
    Werter Don Alphonso, eine beachtlich Ahnengalerie in die Sie den Herrn ähm, wie heisst er nochmal, einreihen.

  30. Wehrter Don,
    ein schöner...

    Wehrter Don,
    ein schöner Artikel, doch eine Frage muss ich Ihnen stellen:
    “ Ist Unwissenheit nicht ein tragbarer Mantel in kalten Tagen“?
    Ich glaube mal gehört zu habe wie jemand sagte:
    “ Wir sind wie eine träge Herde Kühe, schauen kurz auf und
    grasen dann gemütlich weiter“.
    So wir es auch hier sein.
    Herzlichst P.

  31. Hier kann man übrigens eine...
    Hier kann man übrigens eine Petition unterschreiben, die folgendes fordert:
    Wir fordern Sie auf, das scharfe Vorgehen gegen WikiLeaks und seiner Partner sofort zu stoppen. Wir ermahnen Sie, die demokratischen Prinzipien und die Gesetze für Meinungs- und Pressefreiheit zu respektieren. Falls WikiLeaks und die Journalisten, mit denen Sie arbeitet, gegen Gesetze verstoßen haben, sollten diese in einem ordentlichen Gerichtsverfahren verurteilt werden. Sie dürfen keiner außergerichtlichen Einschüchterungs-Kampagne ausgesetzt werden.
    http://www.avaaz.org/de/wikileaks_petition/?cl=853057078&v=7725

  32. Um zu wissen, dass im Jemen...
    Um zu wissen, dass im Jemen (und andernorts) schmutzige Kriege gibt, brauchen wir nicht Wikileaks. Wir brauchen es, um mögliche Gründe zu verstehen. Allerdings ist Assange selbst Bellizist, ohne aber zu erklären, wann er einen Krieg für gerecht hält. Genau hier aber, bei der inhaltlichen Position, wird der eklatante Unterschied von Assange zu denen deutlich, in deren Tradition ihn Don Alphonso hier stellt. Wer immer Assange ein Denkmal bauen will, muss erklären, welchen Beitrag Assange in der o.g. Tradition geleistet hat. Derzeit kann ich das nicht erkennen, ausser das die Rolle, die Assange derzeit spielt, uns allen zeigt, wie wir sind. In kurz: Assange ist kein Luther, er ist maximal ein Drucker, der sich der Guttenberg’schen Erfindung auf neue Weise bedient – eigentlich aber ist Assange nur ein zufällig berühmter Nägellieferant. Immerhin.

  33. specialmarke, bedenken Sie,...
    specialmarke, bedenken Sie, dass die katholische Kirche im Mittelalter allein in Deutschland ca 600 Mio Hexen verbrannt hat. Nach Meinung einiger Forscher waren es sogar deutlich mehr.

  34. Super. Ein echter...
    Super. Ein echter Stützen-Artikel, der volle Silberkanne sagt, wer Stützen sind. Und wer nicht.
    .
    In dem es mal nicht um dumpfbürgerlichen Materialismus geht zwischen Kanne, Steuerfahndung und Spreizfingerchen. Obwohl das genüssliche Beschreiben desselbigen „Tugenden“ einen, zumindest mich, natürlich auch rebellmarktisch macht, aber halt nur in homöopathischen Dosen.

  35. Man kann das aber auch anders...
    Man kann das aber auch anders sehen: im Gefängnis kann Herr Assange wenigstens mal ungestört ausschlafen, denn er sieht aus als ob er seit Tagen kein Auge mehr zugemacht hat. Ich kann das aus eigener Erfahrung völlig nachvollziehen. Als ich einmal drei Tage überhaupt nicht geschlafen hatte, bin ich für zwei Wochen in ein Kloster gegangen. Zuzugucken, wie das schwere Holztor nach dem Abendgebet verschlossen wurde, hatte einen ausgesprochen beruhigenden Effekt.
    .
    Später haben sich dann Schnüffler unter die Gäste gemischt, aber mit denen konnte ich dann ohne weiteres wieder umgehen – nachdem ich wenigstens einmal gut ausgeschlafen war.

  36. Es scheint Leser zu geben,...
    Es scheint Leser zu geben, denen die Parallelen noch immer nicht dämmern.
    Sind wir längst wieder zurück im Mittelalter, ohne es zu wissen…?
    Beschränkt sich Freiheit heute wieder auf „Brot-und-Spiele-fürs-Volk“…?
    Damit wären wir nicht nur zurück im Mittelalter, sondern zurück im alten Rom.
    Alea iacta est! Dank WikiLeaks.

  37. P.s. Hier ist die Beschreibung...
    P.s. Hier ist die Beschreibung des Klosters (Schwanberg):
    ‚Fliehburg, Kulturzentrum und heiliger Berg: Der Schwanberg ist seit jeher ein besonderer Anziehungspunkt für Menschen. Das durch Steilhänge geschützte Hochplateau des Steigerwaldes war schon in keltischer Zeit Siedlungs- und Zufluchtsort.‘

  38. Ernst Wilhelm, richtig. Aber...
    Ernst Wilhelm, richtig. Aber bitte verraten Sie mich nicht. Es bleibt nun einmal nur die Heiterkeit, das Lachen, bleibt, den Dumpfsinn noch etwas weiter zu treiben, noch mehr ins Alberne zu führen. Wie Sie lasen, wird das aber selbst das nicht kapiert… Wie sagte schon unser großer Schiller: „Es ist ein einförmig Ding um das Menschengeschlecht…“

  39. Am schönsten ist die...
    Am schönsten ist die Vorstellung eines Assange-Denkmals. Mit Taubenkacke obendrauf und Männerpisse links hinten dran.
    .
    Die Einordnung in die Ehrenreihe der genannten Herrn halte ich wie einige Vorposter für übertrieben. Den Mut und das Selbstbewußtsein dieser Männer hat er sicher, aber für eine Gleichsetzung fehlt auch mir seine eigene kreative Leistung.
    .
    Für eine historische Einordnung Assanges ist es viel zu früh. Es wird sich noch erweisen müssen, ob er in die Kategorie von Luther und Diderot fällt oder doch eher in die von Ethel und Julius Rosenberg (nach denen in der DDR allerdings trotzdem Straßen benannt wurden).

  40. Der wichtigste Beitrag von...
    Der wichtigste Beitrag von allen. Jeder autopoietisch blödstolze Medienbüttel sollte ihn sich auf die Kontaktlinsen eingravieren lassen.
    Danke!

  41. immer wenn Menschen im "Sinne...
    immer wenn Menschen im „Sinne der Wahrheit“ für die Wahrheit sprechen, gehen bei mir sämtliche Alarmglocken an, denn meistens kommen dann die anderen Lügen aus der anderen Ecke. Man könnte auch sagen zwei Wahrheiten treffen aufeinander.
    In meiner Wahrheit ist der nette Herr Assange deutlich in die Falle des Größenwahns und der moralischen Überheblichkeit getappt, was allerdings nichts mit Wikileaks oder der Idee der Informationfreiheit zu tun hat, sondern einzig mit der Macht, die die Informationen ihm eröffnet haben.
    Ob Kirche, Kaiser, König oder Kanzler, die Macht hing und hängt an politischen Ämtern. Das die Informationsgesellschaft die Möglichkeit bietet, diese Verbindung von Macht und Amt zu lösen ist einer der interessanten Aspekte unserer Zeit. Das Macht sich erhalten will ist klar. Das Ohnmacht jede Information die sie finden kann nutzt um Macht zu erlangen ist auch nicht neu, wie die erwähnten Beispiele aus der Geschichte zeigen.
    Interessant an den Forderungen nach Zugang zu Information finde ich jedoch, dass die Forderung umso lauter wird, je mehr Macht im Spiel ist. Schliesslich soll die Krankenkasse ja nicht zu viel über Lieschen Müllers Krankengeschichte wissen, wogegen Lieschen Müller am Besten auch noch die sexuelle Orientierung aller Vorstandsmitglieder der Krankenkasse kennen sollte.
    Das Gleichgewicht „Viel Macht-wenig Information gegen wenig Macht-viel Information“ geht meiner Meinung nach aber nicht auf, weil viel Information eben sofort Macht bringt.
    Wenn es eine Wahrheit gibt, dann hat sie in diesem Machtkampf ganz bestimmt wenig Chancen.

  42. @Devin08
    richtig, wie Sie...

    @Devin08
    richtig, wie Sie sagen cui bono? vermutlich stabilisiert wkileaks das system.
    herr leyendecker von der sz wäre für mich so ein paradebeispiel dafür. uninteressante politische skandale aufdecken, bei den wichtigen sagen, dass das verschwörungstheorien sind und den kritischen journalisten mimen.

  43. @DA und alle
    zu Ockham sehr...

    @DA und alle
    zu Ockham sehr schön und leicht zu lesen das Kapitel aus:
    Kurt Flasch: Einführung in die Philosophie des Mittelalters. 3. Aufl. WBG, Darmstadt 1994, ISBN 3-534-04570-X.
    nebenbei: aus einem Jesuitenschülermund ein Lob von Ockham zu hören. Sie leugnen ja damit den Universalrealismus… Siegt am Ende doch noch die Reformation in Deutschland. G-tt sei es zu danken, es geschehen noch Zeichen und Wunder.
    @plindos: Wollen Sie nicht einen Exorcismus hier starten? Lieber Gruß und den Termin im Juli nicht vergessen..

  44. " als er 1749 im Gefändnis...
    “ als er 1749 im Gefändnis von Vincennes landet.“ nur zur Vollständigkeit halber der Hinweis auf diesen marginalen Rechtschreibfehler.
    Sehr gute Arbeit und wundervolle Analogie durch die Jahrhunderte. Danke.

  45. @ DracoGrisu
    Alle Welt spricht...

    @ DracoGrisu
    Alle Welt spricht über Assange. Über die Person Assange. Wie es damals über die Personas Jan Hus oder Diderot ging. Vielleicht gelingt es aber mit dem Portal Wikileaks, dass das irgendwann (jetzt grad nicht mit der Schwedengeschichte, blöd auch) mal abgekoppelt wird von Personen mit Einzelmacht und Einzelallüren.
    .
    Es wäre historisch einmalig: ein Werk gegen die Intransparenz von unten von vielen. Und unabhängig von der Überheblichkeit oder Dummheit einzelner seiner „Gallionsfiguren“. Der Traum der Netzaktivisten: keine Macht für Niemand.
    .
    Zur Macht: Wissen ist Macht. Und wenn alle endlich wissen, dass im Irak sinnlos auf Zivilisten geballert wurde von einer selbsternannten Weltrettungsmacht, dann ist es ein gutes Wissen, das zu Veränderung führen kann.
    .
    Dein Beispiel mit dem Wissen über sexuelle Orietierung ist genau das, was es nicht braucht. Daher fand ich auch die Wikileaks-Aufdeckung der diplomatischen Lügenbarone grenzwertig. O.k., ich weiß seitdem, das Guttenberg nicht so integer ist, wie er tut, sondern ein Streberchen vor dem Herrn ist. (Das wird lustig, denn morgen fahre ich nach Oberfranken zu einer Hochzeit. Und wenn nach dem Tee das Gespräch auf Politik kommt und ihren da oben in Kulmbach udn Kupferberg heißgeliebten Guttenberg, weiß ich nicht, ob ich alte Linke die Klappe halten kann… :-) , hach, eine Hochzeit sprengen… gn)
    .
    Und hoffe auf Besseres als wohlfeilen Diplomatentratsch, wie zum Beispiel auf die Ankündigung, über Wallstreet auszupacken. Das fetzt besser.

  46. @ arabella 12:51 Unterstellt,...
    @ arabella 12:51 Unterstellt, es kämen pro Hexe ein Mann hinzu: Wer, zum Teufel, hat uns davon abgehalten, die Welt mit 1,2 Mrd Menschen zu unterwerfen?

  47. @ Arabella: Entschuldigen Sie,...
    @ Arabella: Entschuldigen Sie, aber die Zahl 600 Millionen Hexen ist doch wohl mehr als nur leicht übertrieben. Da hätten alle Frauen des Mittelalters und alle Männer dazu verbrannt werden müssen. Wahrscheinlich hätte Schwarzafrika auch noch brennen müssen.
    Selbst die Nazis, die erwiesener maßen antikatholisch waren, haben max 9. Mio als Zahl angegeben, insgesamt sind wohl unter 100.000 Frauen auf diese bestialische Art hingerichtet worden.

  48. @Arabella: ich staune: 600...
    @Arabella: ich staune: 600 Millionen – und man hat Sie vergessen..?

  49. Ich schließe mich den...
    Ich schließe mich den Skeptikern bezüglich Wikileaks/Assange an. Ich halte ihn zuvörderst für eine Abenteurernatur (Pizarro war auch eine), die mal wieder das Potential des Internets zur weltweiten Veröffentlichung ins deutliche Licht gesetzt hat. Allerdings haben die Veröffentlichungen, anders als die derer, in deren Reihe Sie ihn stellen, etwas hochgradig Parasitäres. Es ist nämlich keine große Kunst, ein paar CDs auf einen Server zu hauen. Der Skandalisierungsgestus, der doch bei der Presse über Jahrhunderte immer wieder Wirkung zeigte, wird auf diese Weise völlig stumpf. Es ist kein komponiertes Bild, das da gebracht wird, sondern einfach ein Schnappschuß Rohdaten. Ja, man sieht sich mitunter Schnappschüsse gerne an und kann sie mitunter auch gebrauchen. Aber sie sind in der Regel nicht dazu angetan, ein allgemeingültigeres Verständnis zu befördern; dazu müsste man sich sehr viel Arbeit machen und sehr viele Schnappschüsse sichten. Aber auch das kann ein sorgfältig überlegtes Bild, bei dem darauf geachtet wird, möglichst alles als relevant erachtete abzubilden, nicht ersetzen. – Am treffendsten bisher fand ich die Einordnung eines Kommentators (hier oder anderswo), der das ganze unter „Popkultur“ einsortierte.

  50. Da sagen manche, WikiLeaks...
    Da sagen manche, WikiLeaks hätte „keinen großen Skandal“ aufgedeckt.
    .
    Ich finde, die Art und Weise, wie „westliche Demokratien + Rechtsstaaten“ ihre Diplomatie gestalten, ist für sich genommen ein einziger Skandal.
    Wir können sehen, dass die Staaten, deren Bürger wir sind, und die Regierungen, die wir gewählt haben, ihre eigenen Gesetze systematisch brechen. Eben nicht ausnahmsweise, sondern „fortgesetzt und ewerbsmäßig“.
    .
    In einer Demokratie hätten eigentlich Institutionen wie Parlament, Justiz und Presse die Aufgabe, die Staatskriminalität zu unterbinden. Da sie, wie nun jedermann sehen kann, seit Jahrzehnten weder willens noch in der Lage sind, ihre Aufgabe zu erfüllen, müssen die Bürger eben eigenmächtig handeln.
    .
    Dass man in den USA vor 1865 die Sklaverei und in Europa vor 1800 die Hexenverbrennung für eine „ganz normale Sache“hielt, ändert daran ja nichts.
    .
    Die Argumente gegen WikiLeaks sind Argumente für den Erhalt bzw. Wiederherstellung des Feudalsystems. Damals betrachteten die Herrscher den Staat als ihr Familieneigentum und ihre Diplomatie als Privatsache.
    Wenn sich jetzt so freie Demokraten von WikiLeaks an die „DDR Stasi“ erinnert fühlen, dann beweist das nur einmal mehr, dass Liberalismus und Feudalismus im Kern ja dasselbe sind.

  51. @Arabella
    600 Mio Hexen, gab...

    @Arabella
    600 Mio Hexen, gab es überhaupt soviel Weltbevölkerung?
    Außerdem wars nicht im Mittelalter sondern in der Neuzeit.

  52. @Vroni: Nein, Wissen führt...
    @Vroni: Nein, Wissen führt nicht zwangsläufig zu Veränderung. Dazu braucht es die Gelegenheit, Fähigkeit und den Willen, etwas zu ändern. Und das ist etwas sehr anderes.
    @BertholdIV: Sie bemerken jetzt auch schon seismographisch Protestantisierungstendenzen?!

  53. So,so Julian Assange im ...
    So,so Julian Assange im Panoptikum der Jahrhunderte in Reihe mit Leuten, die in ihrem Leben etwas riskiert haben und für ihre Ideale in den Tod gegangen sind (bzw. gegangen wurden). Was hat denn ein Assange zu fürchten, außer als Buchautor und verfolgte Unschuld zu beträchtlichem Reichtum zu kommen? „Wie ich m(eine) Wahrheit verkündete“ oder „Allein gegen den Yankee-Imperialismus – Teil 967“. Hat doch der vor kurzem der vom Don so überaus geschätzte Kollegen Sascha Lobo im TV bitter beklagt, hier würde sinngemäß der Informant aus der US-Armee zu „52 Jahren Knast“ verurteilt. Ist hier mal jemand auf die Idee gekommen, dass 1,6 Gigabyte Textdaten nicht notwendigerweise alle mit der Aufdeckung eines Kriegsverbrechens zu tun haben? Das Kohorten von Journalisten viele Namen mit XXX unkenntlich machen, ist wohl mehr als zufällig. Wann haben wir den nächsten „Helden der Freiheit“ bei WikiLeaks der z.B. wegen unzweifelhafter Verfehlungen einzelner oder von mir aus ganzer Polizeireviere, selbstherrlich alle Daten und Kontaktpersonen bei der Bekämpfung von organisierter Kriminalität veröffentlicht? Mit tödlichen Folgen für Familien, Freunde und die eingesetzten Beamten? Bitte noch mit Bild und Wohnort und wo die Tochter des Staatsanwalts zur Schule geht? Brauchen denn Demokratien überhaupt Geheimdienste und verdeckte Ermittler? Falls Organisationen wie die Mafia, NPD-Spinner oder todessehnsüchtige Islamisten doch existieren sollten, kann man sich sicher über demokratische Kontrollen unterhalten – aber über die grundsätzliche Existenz? Verschwinden diese Leute durch die Veröffentlichung von vertraulichen Informationen? Hier im Forum hat man’s doch sonst so mit der Privatsphäre im Internet, Google ankläffen ist ja auch ungefährlich. Hier ein sehr lesenswerter Artikel von einer Seite für Sicherheits- und Verteidigungspolitik:
    http://www.geopowers.com/wikileaks-ueberall-1238.html
    Das Verbrechen macht mich schaudern aber die Tugend ekelt mich an.

  54. Da lädt also ein frustrierter...
    Da lädt also ein frustrierter Obergefreiter ohne große Probleme über längere Zeit Daten aus dem internen Netz, die dort jedem, der Zugang zum Netz hat auch zur Verfügung stehen. Dann gibt er sie an einen nicht ganz uneitlen jungen Mann weiter, der sich wohl weniger die Befreiung der Welt vom Geheimnis auf die Fahne geschrieben hat, der diese Unmenge von überwiegend Belanglosem veröffentlicht. Nun wissen wir endlich, was wir vorher nur vermuteten. Die Veröffentlichung dieser Diplomatenpost ist für mich nur Petzerei, aber keine Heldentat. Als wenn man mir die Tagebücher meiner großen Schwester zuspielte. Ich ahne, was sie dort über mich geschrieben hat. Muss ich es wirklich wissen. Hat jemand geglaubt, die internen Schreiben der US-Diplomatie würden in dem selben schmeichelhaft-diplomatischen Ton verfasst, wie offizielle Kommuniques? Wohl kaum. Hilft es der Welt, das wir es jetzt genau wissen? Hilft es mir und meinem Nachbarn, den ich immer so freundlich grüße, wenn er erfährt, dass ich ihn für einen Asympathen halte? Die wahllose Veröffentlichung von internem Schriftverkehr ist destruktive Wichtigmacherei. deshalb kann ich noch keine Spende für das Assange-Denkmal zusagen.

  55. Obwohl- wie Sie eingangs...
    Obwohl- wie Sie eingangs erwähnten- der Beitrag aus dem Rahmen der bisherigen fällt, ist er einer Ihrer Besten den ich bisher (von Anbeginn an) gelesen habe.Gratulation Don !!

  56. elbsegler, das Aufschreiben...
    elbsegler, das Aufschreiben der Meinung, dass Aristoteles doch nicht so schlecht und Platon ein Idiot war, hätte auch im Mittelalter keinen umgebracht. Das kann man auch kleinreden, und das ist im Übrigen auch gerne mal gemacht worden – der kleine Pfaffe da aus Oxford, was will der denn. Aber das Verkünden setzte die Leute einem hohen Risiko aus. So: Wie weit traut man einem Staat, dessen Diplomaten schon losgeschickt werrden, DNA-Proben von UN-Mitarbeitern zu sammeln? Weiter als dem Papst in Avignon?

  57. @ El Chalten: Interessanter...
    @ El Chalten: Interessanter Standpunkt, besonders der vergleich mit dem Polizeirevier lässt mich grübeln. Ich gebe Ihnen recht, dass etwas mehr Sorgfalt bestimmt angebrachter gewesen wäre. Die Hexenjagd auf Assange jetzt allerdings lässt mich am Zustand und dem Wertekanon unserer Demokratie auch zweifeln.
    Die alte Debatte, wieviel Kontrolle verträgt und braucht die Freiheit?
    Und das die US Regierung sich selbst nicht als moralisch über den Vorfall erhaben ansieht, zeigt ja ihre verzweifelte Telefonaktion im Vorfeld der Veröffentlichung. Und erklären Sie mir, warum man UN Botschaftern hinterher spioniert und auch Kreditkartenbelege und Informationen sammelt! Macht man da nicht den Teufel zum Belzebub?

  58. Als Bill Clinton was mit...
    Als Bill Clinton was mit seiner Praktikantin hatte, war das Anlass für ein Impeachement.
    .
    Soviel zum Thema „Privatsphäre“.

  59. Lieber elbsegler,
    Dann halten...

    Lieber elbsegler,
    Dann halten Sie es auch für eine Belanglosigkeite, dass die USA Druck auf die deutsche Justiz ausüben, damit die passive Amtshilfe leistet bei der räuberischen Entführung, Freiheitsberaubung und Misshandlung unbescholtener Menschen?
    .
    Langsam frage ich mich wirklich, was an meiner Feudalismus-Agenda eigentlich so absurd sein soll. Bin ich jetzt Mainstream?

  60. Super Text!

    Danke.

    Das wird...
    Super Text!
    Danke.
    Das wird hoffentlich der meistgelestenste!
    Auch wenn die Einordnung in die Ahnenreihe vielleicht etwas übertrieben ist. Aber sie ist es halt auch höchstens etwas. Am Ende ist es Wurscht, ob Assange oder irgendjemand anderes, der die Idee fortführt, das Denkmal bekommt. Wichtig ist, dass es jemand bekommt. Und sei es nur für die Verdeutlichung, dass wir auf dem Planeten Zensur leben, auf dem alle Herrschenden mehr oder minder viel Zensur üben …

  61. @HansMeier: wenn Sie bitte...
    @HansMeier: wenn Sie bitte etwas Butter bei die Fische tun könnten? Das Problem mit der mangelnden Vereinbarkeit von Gesetzen zuhause und Gesetzen anderswo existiert seit der Steinzeit, zum Umgang damit (denn als Gleichung lösbar ist es nicht) hat sich die Diplomatie herausgebildet. Deren Ausführende sich wohl nun zukünftig die Anrede „euer Durchleucht“ anhören müssen. Weder der Abscheu vor Maximilian Harden noch Argumente gegen Wikileaks sind ein Plädoyer für ein Feudalsystem. Sowohl Demokratien als auch Firmen bringen es im allgemeinen durchaus hin, wehrhaft zu sein.
    @El Chalten: Ja, dieser Punkt gehört explizit mal genannt.

  62. @Don Alphonso
    Wie weit traut...

    @Don Alphonso
    Wie weit traut man einem Staat, dessen Diplomaten schon losgeschickt werden, DNA-Proben von UN-Mitarbeitern zu sammeln? Gar nicht. Ich habe ihm auch schon vor der Veröffentlichung dieser Posse nicht getraut. Er traut mir ja auch nicht, wie ich bei jeder Einreise bemerken darf. Sind wir wirklich so gutgläubig, wie wir hier tun?

  63. Auch ohne sich zu exponieren...
    Auch ohne sich zu exponieren kann man wikileaks unterstützen:
    Mit einer Spende an die Wau Holland Stiftung http://www.wauland.de
    Wau Holland Stiftung Kto-Nr. 2772812 BLZ 52040021 Commerzbank Stichwort #wikileaks

  64. @Vroni

    Ich denke nicht, dass...
    @Vroni
    Ich denke nicht, dass es den Netzaktivisten darum geht keine Macht für Niemand herzustellen. Es geht natürlich darum die Macht an den kleinen Mann zu geben und da es sich um Netzaktivisten handelt, schränkt sich diese Macht auch schon wieder auf Menschen mit Netzzugang ein.
    Wissen ist auch nicht Macht, sondern die Interpretationsmöglichkeit einer Information in einem Wertezusammenhang ergibt die Macht. Es gibt kein gutes oder schlechtes Wissen. Erst die Möglichkeit mit einer bestimmten Information gezielt Einzelpersonen oder Personengruppen zu beeinflussen ergibt die Macht:
    Herr X ist mein Nachbar und ich weiss über ihn, dass er in seiner Jugend psychisch krank war. Ein Wissen ohne Wertung. Der Anstand verbietet mir dieses Wissen gegen seinen Willen in der Nachbarschaft zu verbreiten (Sowas würde nur das Westviertel tun ;-)). Herr X wird Minister und vertritt genau meine Interessen (Ok, unrealistisch ;-)). Ich werde mich hüten, mein Wissen zu teilen. Jetzt wechselt Herr X aber die Fronten und plötzlich ist mein Wissen Gold wert. Darin steckt die Macht des Wissens.
    Wo also ein konservativer gezielt Wissen streut oder versteckt um „die da unten“ unter Kontrolle zu halten, streut bzw. verstecken die alten Linken ;-) Wissen um „die da oben“ endlich zu kriegen, zu entmachten, blosszustellen, was auch immer.
    Was mich an dieser politischen Verlogenheit ärgert ist die Behauptung „der Wahrheit zu dienen“.
    Wikileaks ist sicher eine gute und wichtige Einrichtung und ich bin gespannt, wie es die Demokratie beeinflussen wird (Das es das tut, davon bin ich überzeugt), aber Machtfreiheit und Gewaltfreiheit sehen für mich anders aus.
    Wenn es so „fetzt“ es der Wallstreet mal so richtig zu zeigen, dann fahren Sie doch einen Sprengstofflaster dorthin. Zwischen Wortgewalt und Waffengewalt besteht nämlich nur ein kleiner Unterschied (jaja, ich überspitze bewusst ein wenig).

  65. finde es ist überhaupt kein...
    finde es ist überhaupt kein argument, das zu früheren zeiten die gewalt,
    die von herrschenden an kritikern der macht und veröffentlichern zensierten schriftgutes ausgeübt wurde, handgreiflicher und physisch massiver war.
    schliesslich pflegte man dermaleinst ja auch hier und da mal eine revolution
    oder einen aufstand mit blutrünstigen mitteln durchzuführen.
    wo das heute noch immer geschieht, sind die machthaber jedoch so weit
    vom volk entfernt und so massiv militärisch abgeschirmt, das sich fast keine persönliche gefährdung mehr ergibt.
    auch ist es kaum noch üblich, als staatschef durch seinen amtsnachfolger geköpft, verbrannt, gepfählt oder sontwie gekillt zu werden.
    wo also bush seine pension geniessen darf und darüber hinaus noch was nachgelegt kriegt, wenn er seine memoiren veröffentlicht, kann man wohl
    davon ausgehen, das assange ausreichend opfermut beweist, wenn er
    ganz einfach im knast sitzt, ohne zusätzliche spanische stiefel oder ein
    streckbett auf staatskosten.
    finde die forderung, authentizität sei durch körperliches leiden zu beweisen,
    um einen wirklichen geschichtlichen anspruch zu generieren, bewegt sich
    eigentlich im bereich der gedanklichen welt etwa eines idi amin.

  66. @DA
    "Wie weit traut man einem...

    @DA
    „Wie weit traut man einem Staat, dessen Diplomaten schon losgeschickt werrden, DNA-Proben von UN-Mitarbeitern zu sammeln?“
    Und wie weit traut man einem Einzelnen, der sich nichts Geringeres zur Aufgabe gemacht hat, als die (westliche?) Welt durch Skandälchen in ihren nicht besonders demokratischen Grundfesten zu erschüttern? Und dem ich zutraue dafür auch über Leichen zu gehen, was Wikileaks allerdings niemals veröffentlichen würde?
    Die Grenze zwischen Skeptizismus und Paranoia ist fliessend und leicht unbemerkt zu überschreiten. (Das geht an niemanden persönlich!)

  67. @colorcraze
    was heist...

    @colorcraze
    was heist seismografisch. An der Uni Regensburg – mit dem „unseligen“ Inhaber des Lst für Moraltheologie, der den Gehirntod akzeptierte – obwohl der andere Inhaber, der jetzt viel in Shows, vor kurzem aus dem hangar 7 in Salzburg, auftritt und zumindest sein Bruder gewissen Nähe zur CDU hat, ist m.E. fachlich noch viel viel schlechter, aber …- zurück zur Uni regensburg und deren kath. theol. Fakultät; Okkham gilt da schon als der Theologe der Reformation.

  68. Ernst Wilhelm, verstehen Sie...
    Ernst Wilhelm, verstehen Sie nun? Man droht zu verzweifeln, aber fällt immer wieder ins Lachen zurück, in den Galgenhumor, wohl wissend, dass keine Hoffnung besteht.
    .
    Keine, specialmarke, keine.

  69. @El Chalten: interessanter...
    @El Chalten: interessanter Link, danke. Jo, unumkehrbarer GAU ist schon ganz richtig und seh ich genauso. Aber es werden noch diverse GAUs folgen, das Internet hat seine Eigenlogik.

  70. @DracoGrisu: Don hat die Sache...
    @DracoGrisu: Don hat die Sache jetzt mal in den Zusammenhang „Pressefreiheit“ und „Fortschritt durch Veröffentlichung“ gestellt. Man könnte sie jetzt mal noch mehr unter dem Gesichtspunkt „Verantwortung“ und „Recht“ (eingedenk der Grenzen des Rechts oben und seitlich) diskutieren.

  71. @ specialmarke 14:48 lass es...
    @ specialmarke 14:48 lass es uns nachholen. Das Zündholzmonopol ist gefallen.

  72. @ DracoGrisu
    "Wenn es so...

    @ DracoGrisu
    „Wenn es so „fetzt“ es der Wallstreet mal so richtig zu zeigen, dann fahren Sie doch einen Sprengstofflaster dorthin.“
    .
    Dieser überinterpretierende Ton ad personam ist nicht angemessen. Mit fetzen ist doch nicht ein Terrorattentat gemeint. Ich glaubs ja nich…
    .
    Zum Wissen:
    Es ist der Anfang, der Anfang überhaupt erst einmal etwas über eine Sache erfahren, gehört zu haben. Am besten von glaubwürdiger Quelle, natürlich. Was dann danach kommt als (Ketten-)Reaktion, weiß doch im Grunde so wirklich niemand. Auch Grisu der Drache nicht.
    Zum Verlogensein:
    Es ist in der Tat verlogen zu sagen, man hätte DIE Wahrheit.
    Es gibt nicht EINE Wahrheit.
    Es ist auch verlogen, zu behaupten, der andere hätte gesagt, er hätte DIE Wahrheit und ihn deswegen anzugreifen (Strohmannargument nennt das der Kampfrhetoriker glaube ich).
    .
    Ich habe nirgendwo lesen können, dass Wikileaks behauptet, DIE eine Wahrheit zu haben. Es sind diverse Enthüllungen was sie anbieten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. [Die letzte investigative Enthüllungsarbeit von der ich Respekt habe war die zu Watergate.]

  73. @ colorcraze
    "@Vroni: Nein,...

    @ colorcraze
    „@Vroni: Nein, Wissen führt nicht zwangsläufig zu Veränderung. Dazu braucht es die Gelegenheit, Fähigkeit und den Willen, etwas zu ändern. Und das ist etwas sehr anderes.“
    Es ist der Anfang, liebe Colorcraze. Mit Wissen fängt es: an.
    .
    Auch wenn einige hier mutmaßen dass „das Volk“ wieder mal zu unfähig oder zu faul ist, trotz seines Wissens über Nicht-mehr-Geheimwissen seinen Hintern hochzuheben (oder zumindest mal andere als innerlich Dauer-Gegelte zu wählen …
    … dass gewissen Mäöchtigen der Hintern auf Grundeis geht, könnt schon ein Zeichen sein, dass sie unangenehmerweise zumindest untereinander neu ran müssen. Auch nicht schlecht.

  74. @hansgeier333: die Versuchung...
    @hansgeier333: die Versuchung ist groß, auf das Angebot Ihrer Mitwirkung einzugehen, aber am Ende petzt nur wieder jemand, der mitgelesen hat…

  75. Wikileaks ist für mich das...
    Wikileaks ist für mich das Leitsymptom, das deutlich zeigt, dass der Journalismus, die angeblich vierte Macht im Staate, versagt. Er ist dermaßen von den Regierungen auf Stand gebügelt, das man Wikileaks geradezu erfinden müsste, gäbe es WL noch nicht.
    .
    Es genügt anscheinend nicht ein mal mehr, mühsam ausländische Zeitungen zu lesen, um sich informiert zu fühlen (z. B. über Bankster). Von deutschen Zeitungen will ich gar nicht reden. Einfach mit diesen Tipps&Tricks- und Gottschalk-ist betrübt-Blättern den Fisch einwickeln oder darin Kartoffelschalen entsorgen, das ist das Beste.

  76. Lieber Don,
    .
    das ist eine der...

    Lieber Don,
    .
    das ist eine der besten Auseinandersetzungen mit Wikileaks aus der geschichtlichen Perspektive, die ich bis jetzt gelesen habe. Denn bisher sind die meisten sehr unreflexiv in der Gegenwart verfangen.
    .
    WikiLeaks (und alle anderen derartigen Quellen, die hoffentlich balde hier und da entstehen werden) sind Garant für die Transparenz. Die Transparenz, die zwar die Regierungen von ihren Bürgern verlangen, selbst jedoch keineswegs unter Nacktscanner stellen möchten. Denn sie wissen, was dann zu Lichte kommt. Und wenn es rauskommt, dass die Regierungen die besten KGB- und Stasi-Methoden anwenden, dann liegt es an den Regierungen selbst, nicht an den Whistleblower, wenn eine Krise ansetzt.
    .
    Daher ist Assagne für mich tatsächlich ein moderner Bruno (oder auch Robin Hood). Wir brauchen mehr solche Personen.
    .
    Und an alle Skeptiker: es geht hier nicht um Effekthascherei, Skandälchen oder Ähnliches. Wenn ein Unrecht auf der politischen (oder egal auch welchen) Ebene geschieht, nennt man es dann Zivilcourage, dieses Unrecht zu ignorieren? Klar, kann man die Folter, Bespitzelung und Geldschmierereien verschweigen, doch eines Tages gibt es einen Knall – wie in der Wirtschaft in den letzten Jahren. WikiLeaks könnte dies vermeiden, allein schon weil man sich nun immer fragen muss: „Und wenn’s rauskommt?“. Wikileaks&Co als unabhängiges Steuerelement für das eigene Gewissen – das ist es, was die Politiker und Witschaftsleute heutzutage dringend brauchen.

  77. Und, man glaubt es kaum...:...
    Und, man glaubt es kaum…:
    http://www.amazon.co.uk/gp/product/B004EEOLIU

  78. @ specialmarke 17:48 Wir...
    @ specialmarke 17:48 Wir lassen es natürlich wie einen Unfall aussehen. Die heilige Inquisition wird uns beistehen.

  79. @Merzmensch,
    das ist jetzt...

    @Merzmensch,
    das ist jetzt fies.
    .
    Den tollen Vergleich, dass WikiLeaks so was ist wie ein Nacktscanner für unsere herrschene Klasse, den wollte ICH doch jetzt gerade anbringen.

  80. Dann halt nochmal....
    Dann halt nochmal.

  81. Was ist denn in die FAZ...
    Was ist denn in die FAZ gefahren? Bisher voellig dem „System“ hoerig, traut sie sich doch zaghaft die Wahrheit zu verkuenden. Oder moechte sie sich nur absichern fuer den Fall, dass sich die Wahrheit langfristig zur Gaenze durchsetzen sollte?

  82. Und das Gequieke der nackten...
    Und das Gequieke der nackten Schweinchen kommt einem auch seltsam bekannt vor.
    .
    Klar macht der das alles nur für Geld und um berühmt zu werden! (Wir wären auch gerne berühmt und tun so viel dafür).
    .
    Und ein Risiko geht er auch nicht ein! Britische Gefängnisse sind besser als jedes Sanatorium und in westlichen Demokratien kriegt er im Knast eine kostenlose Gesundheitsversorgung! (Während unsereiner täglich hart arbeitet und Steuern zahlt, um diesen Luxusknast zu finanzieren).
    .
    Wenn der wirklich mutig wäre, würde er die Dokumente aus Iran oder Nordkorea klauen! Ha!
    .
    Wenn die Dokumente wenigstens irgendeinen Skandal enthalten würden! Dass westliche Demokratien Menschen rauben und foltern, mit illegalen Waffendeals afrikanische Bürgerkriege am Laufen halten und sich die USA von deutschen Spenden einfach mal 15 Prozent abzweigen, das wussten wir doch alle längst oder konnten es uns denken. Nein, solche Klatschthemen sind nun wirklich kein relevantes Thema für eine seriöse Presse.
    .
    (Im Gegensatz zu Lena Meyer-Landrut, die mutmasslichen Stasi-Verstrickungen von Gregor Gysi, die Reform der Uefa, die 500 besten Armbanduhren, oder das 500. Interview mit Joachim Gauck (der ist nämlich wirklich mutig).

  83. don,
    das haben ockham, hus,...

    don,
    das haben ockham, hus, luther (obwohl, bei dem bin ich mir nicht ganz sicher, bauern, die rechte und juden, die zins wollten, konnte er überhaupt nicht ab), giordano bruno, diderot und heinrich heine nicht verdient.
    .
    und immer wieder die fragen:
    wenm nutzt es? wovon soll abgelenkt werden?
    .
    (wer war eigentlich maximilan harden?(

  84. auch-einer, ich finde, man...
    auch-einer, ich finde, man kann durchaus über Traditionen reden, warum auch nicht?
    .
    Georg Rodler, was soll in die FAZ gefahren sein? Ich schreibe halt, was ich für richtig halte, und stelle es zur Diskussion, mehr ist da nicht.

  85. @hansgeier333: Ihre...
    @hansgeier333: Ihre gefährliche Anmache findet man bereits überall im Netz (s.o) Wir lassen es wie einen Unfall aussehen (Hahaha!!!) Der Vatikan wird Sie exkommunizieren – wegen Amtsanmaßung. Sie sollten aus den Fehlern der Amerikaner lernen und neue Wege suchen. – Keine Gespräche mehr über Zündhölzer…

  86. Schräglage
    .
    @bertoldIV:...

    Schräglage
    .
    @bertoldIV: Richtig, wenn Sie sagen – vermutlich -, nur die Süddeutsche Zeitung scheint da mehr zu wissen als Sie und ich, und das halte ich wiederum für bedenklich. Ich meine, dass wir wachsam bleiben sollen, das bedeutet aber nicht vorurteilsvoll-ideologisch. Aus der Geschichte des Klassenkampfes wissen wir, wie leicht anarchistische, bzw. individualterroristische Aktivitäten von den Geheimdiensten benutzt/unterwandert/instrumentalisiert werden, das bedeutet aber nicht, dass per se solche Aktivitäten solchermaßen denunziert gehören. Das Denunzieren werden uns die Geheimdienste früher oder später schon noch abnehmen.
    .
    Im Moment finde ich den Vergleich mit Aretino (Kurtisanengespräche, http://de.wikipedia.org/wiki/Ragionamenti) von Sakowitz ganz nützlich, ja gar ein wenig amüsant, denn bringt er auch das Thema Sexualität auf treffende Weise mit rein. Gleich ob man Assange bequem wegen „sexueller Perversion“ aus dem Verkehr ziehen möchte, wie das gerade versucht wird und von den USA entsprecht goutiert – zum totlachen, wenn ich daran denke, ich erwähnte es bereits (http://blog.herold-binsack.eu/?p=707), welcher sexueller Verbrechen sich der CIA im Komplott mit Päderastennetzwerke (auch US-Präsidenten sollen darin verwickelt gewesen sein, https://www.mosquito-verlag.de/Buecher/Mind-Control/Die-TranceFormation-Amerikas) zu verantworten hätte -, oder ob er tatsächlich so ein „Perverser“ ist, wo ich dann aber meine, dass die sexuelle Perversion derart Teil des Systems der Macht ist, dass jede Art von Kritik aus dieser Ecke nur selbstentlarvend sein kann. Auch wenn die ganze Wikileaksgemeinde aus perversen Lüstlingen bestünde, was ändert das am Wahrheitsgehalt ihrer Veröffentlichungen?
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    Mal ganz abgesehen davon, dass ich spätestens seit dem Spektakel um den Kachelmann den Begriff der „sexuellen Belästigung“ für wenigstens anrüchig halte. Frauen, die von solchen Leuten nicht „belästigt“ sein wollen, sollen sie einfach meiden! Aber ganz offensichtlich wirkt die Würze der Macht derart betäubend, dass gewisse Damen erst zu Sinnen kommen, wenn sie „ein Messer am Hals spüren“, denn sind sie doch das Fleisch, das da so scharf gemacht werden soll. Wie gesagt, ich behaupte nicht, dass das so passiert ist (im Fall Kachelmann wie anderswo), aber wenn, dann doch wohl so oder so ähnlich! Vielleicht sollte frau endlich begreifen, dass es in der Nähe der Macht höchst gewalttätig zugeht. Und ja: auch ein Herr Assange hat Macht, spätestens in dem Moment seines Erfolgs. Das macht ihn so sexy, nicht wahr? Also Vorsicht, liebe Damen, vergesst eure Keuschheitsgürtel nicht, wenn ihr die Nähe zu solchen Herren sucht, oder seit bereit – für ihre Spielchen! Oder aber, begreift endlich, dass Ihr im Patriarchat vom Grund her schon „flach gelegt worden seid“, und offenbar es gar nicht bemerkt- oder viel zu spät -, wenn ihr daraus in die Schräglage kommt.
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    Das war jetzt mal politisch sicherlich nicht sonderlich korrekt gesprochen, doch was tut man nicht alles – im Dienste der Wahrheit.

  87. @auch-einer
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    Wovon Assange...

    @auch-einer
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    Wovon Assange ablenken will? Ich nehme an sich selbst von den Frauen.

  88. @Vroni: was da anfängt und...
    @Vroni: was da anfängt und kaputtgeht, ist noch nicht so ganz raus. Ich streite nicht ab, daß Assange da ein Husarenstück vollbracht hat, und halte es durchaus für möglich, daß Wikileaks als Bestandteil einer Weltöffentlichkeit aufgrund von Spenden eine Weile erhalten bleibt (daß man es einfach so abwürgen kann, halte ich für unwahrscheinlich, da spricht die Netzlogik dagegen). Nur sehe ich in einer diffusen Wut gegen alles, die meint, jedes Handeln unter Rechtfertigungsdruck setzen zu müssen, nichts per se Konstruktives, sondern in vielen Fällen einen Bestandteil von Alltagserschwernis.

  89. Wenn es wenigstens Kaiser...
    Wenn es wenigstens Kaiser wären.
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    Aber es sind nur…

  90. Unsere Geschichte hat gezeigt,...
    Unsere Geschichte hat gezeigt, dass „Entlarven“ immer an einzelnen Personen ausgelassen wird. Man braucht nur einen kleinen Vorfall und ein unangenehmer Zeitgenosse wird aus dem Weg geräumt. –Wehe denjenigen die den Mund aufreißen– So auch in diesem Fall.
    Um so entsetzlicher ist, dass ich mich dieses Mal in einem gewissen Konflikt befinde. Die Pressefreiheit ist wichtig um Regierungen unter Kontrolle zu halten. Gelangen allerdings Informationen an die Weltöffentlichkeit, die diese in ernste Gefahr bringen, dann ist „schweigen“ nicht immer die schlechteste Lösung… zumindest im Moment. Denn diese Informationen gelangen natürlich auch an Leute, die darauf basierend neuen Hass schüren und fühlen sich in ihrem Handeln auch noch bestärkt.
    Fakt ist, die USA haben unter Busch große Fehler gemacht, der Westen hat sich blenden lassen und sitzt jetzt mit in der Tinte… Hoffen wir, dass nicht der „Tintenkiller“ die Konsequenz ist…

  91. @ specialagent, na gut, wir...
    @ specialagent, na gut, wir machen waterboarding. Hat der letzte Präsi abgesegnet. Bleibt nur noch die allerletzte Frage: Nehmen wir blättrigen Tee aus der Silberkanne oder doch lieber Abendmahlwein?

  92. So war das im Stalinismus: Der...
    So war das im Stalinismus: Der Diktator sagt was im Radio und schon ist es Gesetz.
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    Und genauso ist es heute: Das US State Department sagt, WikiLeaks sei illegal und schon werden ihm die Accounts abgeschaltet.
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    Wer sagt es denn: Dass mit der Gewaltenteilung war auch nur so eine verrückte Idee von einem durchgeknallten Rokokofranzosen.

  93. Lieber Ich,
    "Gelangen...

    Lieber Ich,
    „Gelangen allerdings Informationen an die Weltöffentlichkeit, die diese in ernste Gefahr bringen, dann ist „schweigen“ nicht immer die schlechteste Lösung… “
    Dieses vornehm durchdacht klingende Schweige-Argument wird ja nicht das erste Mal gegen Wikileaks gebracht. Ich frag‘ mich dabei immer, wer/was denn bitte bei Nichtschweigen in ernste Gefahr kommen soll. Wer ist „diese“? Diese Regierungen?
    Aber ja bitte!
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    Die Weltöffentlichkeit?
    Zu abstrakt, wer soll das genau sein? Konkreter bitte.
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    Die Welt? Konkreter bitte.
    Wie geschieht das, die WELT mit Informationen in Schaden zu bringen?
    Ist ihr nicht vielmehr geschadet, wenn Organisationen/Regierungen heimlich im stillen Kämmerlein seltsame untransparente Dinge beschließen, um sagen wir mal Entwicklungsländer kleinzuhalten, damit weiter gehungert wird?
    .
    Einzelpersonen?
    Im Moment ist das wohl Assange, dem Schaden droht, der seinen Schädel hinhält.
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    Ich bin ja gern bereit, das Schweigen-Argument als eine ernstzunehmende Option ins Auge zu fassen. Mir fällt nur nichts konkretes ein, was dafür spricht.

  94. "Edikt des Reichstages von...
    „Edikt des Reichstages von Worms, das unter anderem das Drucken und das Lesen von Luthers Werken verbot, hatte diesmal nicht wirklich gute Chancen gegen die Druckerpresse.“
    Das passt wirklich sehr gut!

  95. @ Colorcraze
    Die "diffuse...

    @ Colorcraze
    Die „diffuse Wut“, wie du sie nennst, sollte doch schon reichen, um gewissen Personen zu zeigen, dass sie ihr Limit erreicht haben. Es ist eine Warnung an sie. So ist das nun mal, wenn Menschen, die lange ausgehalten haben, in „Stimmung“ kommen. Es ist keine Hilfe, da den Topfdeckel ganz feste zu halten und den Leuten ihre Wut vorzuwerfen. Es wäre geholfen, dieser Wut nachzugehen und zu schauen, woher sie kommt.

  96. auf alle fälle hat wl seine...
    auf alle fälle hat wl seine verdienste im sinne der freiheit, und es waren staatliche stellen dumm genug, auf ihre daten nicht aufzupassen.
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    das bemerkenswerte ist doch, dass man sich kaum wundert, wie es hinter den mauern der *hüstel* ‚macht‘ zugeht.
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    dass ‚macht‘ unsichtbar ist und der machtlose sichtbar, hat merzmensch m.e. richtig dargestellt.
    dass nun ‚macht‘ in des kaisers neuen kleidern dasteht, und sich niemand wundert, wie es beim kaiser darunter ausschaut, damit muss der kaiser nun leben.
    nur, dass er äusserst schlecht gelaunt den schneider mit anzweifelbaren vorwänden einbuchtet.
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    liebe Der Tiger, es dürfte ganz ausserordentlich zu bezweifeln sein, dass es für einen staatsfeind gemütlich und entspannend sein dürfte, inhaftiert zu sein. so eine zelle ist verflixt klein und hat nur einen ausgang, und der ist verschlossen oder wird zuweilen von zwei unfreundlichen schränken mit den überzeugenden argumenten verstellt.
    französische gefängnisse zum beispiel sollen ziemlich ungemütlich sein, s. http://www.zeit.de/2010/18/DOS-Frankreich-Gefaengnis?page=1
    auch der dortige umgang mit demonstranten lässt, gelinde gesagt, sehr zu wünschen übrig. in frankreich! ausgerechnet!
    ah! ça n’ira pas, pas, pas!
    la liberté expirera,
    le despotisme triomphera,
    ah! ça n’ira pas, pas, pas!
    die aussage ist doch die: sei brav, andernfalls wird keine garantie auf unversehrtheit geleistet. gerade die ‚westviertel‘ fühlen sich nicht betroffen von entwicklungen, die zunächst vorwiegend in milieus stattfinden, mit denen sie nichts zu tun haben möchten, deren angehörige dennoch bürger sind. nicht etwa bürger zweiter klasse.
    man kann auch mit guter erziehung, abgespreiztem fingerchen und sehenden auges in die unfreiheit schlittern.
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    zu befürchten steht ganz ernsthaft, dass sich die fortschritte, auf die eine bürgerliche, demokratische gemeinschaft einst so stolz sein durfte, nicht etwa weiterentwickeln, sondern im gegenteil ganz klar den weg zurück gehen.
    die machthaber möchten unbeobachtet bleiben, damit nicht zu sehen ist, was sie aus welchen motiven und mit welchen mitteln treiben.
    was darf der missmutige citoyen daraus folgern: die staatsleitung spinnt. freiheit – das war einmal.
    hat hier jemand den eindruck, dass sich diese entwicklung aufhalten liesse?
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    lieber HansMeier555/ 20.17 u: danke, sie haben recht.
    schade, denn ich eigentlich mag die frühen länder der freiheit, und besonders folgende worte: we hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed (na gut: by their creator) with certain unalienable rights, that among these are life, liberty and the pursuit of happiness.

  97. Früher hat sich die...
    Früher hat sich die Herrschaft noch auf Gott und das Christentum berufen.
    Dann auf die Humanität, Rechtsstaat, Demokratie und Menschenrechte.
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    Und jetzt?

  98. @hansgeier333: Na klar, ...
    @hansgeier333: Na klar, Meßwein auf Haderlumpen…

  99. @Devin08

    "Aus der Geschichte...
    @Devin08
    „Aus der Geschichte des Klassenkampfes wissen wir, wie leicht anarchistische, bzw. individualterroristische Aktivitäten von den Geheimdiensten benutzt/unterwandert/instrumentalisiert werden, das bedeutet aber nicht, dass per se solche Aktivitäten solchermaßen denunziert gehören. Das Denunzieren werden uns die Geheimdienste früher oder später schon noch abnehmen.“
    perfekt gesprochen: so ist es nicht nur bei der RAF passiert…ich hätte als michael buback nicht den prozess gewollt, sondern es beim buch belassen. eine solche anarchische aktion wie das buch oder die tehater der fat sind wirksamer. eher können sie pudding an die wand nageln als in einem prozess, wie jetzt in stuttgart etwas erreichen.
    ich hatte vor langer zeit mal öfters im allianzkonzern mit einem „der“ juristen bei projekten zusammengearbeitet. ich wäre da als gegnerischer anwalt ihm an die „gurgel“ gegangen. sie bekomemn auf jede frage einen dermaßen eleganten unsinn geantwortet, der aber gar nichts mit der sache zu tun hat…wenn sie den blogg im swr über den prozess in stuttgart lesen. unglaublich, da sind zeugenaussagen nicht aufgenommen worden, da geht es auf einmal um grünstreifen…
    zu kachelmann nur soviel – analog mit thurnher aus dem falter bin ich der meinung, dass der burda konzern kartellrechtlich zerschlagen werden muss und der tatort aus hannover eine/n neuen hauptdarsteller/in benötigt

  100. Werden unsere Nachfahren...
    Werden unsere Nachfahren dereinst über den Assangen Imperativ des politischen Handelns grübeln?

  101. "hat hier jemand den eindruck,...
    „hat hier jemand den eindruck, dass sich diese entwicklung aufhalten liesse?“
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    Doch, Donna Laura, es ist an jedem Einzelnen solche Systeme durch das unauffaellige Streuen von Sand ins Getriebe zu stoeren, zu verlangsamen, zum Motorwechsel zu zwingen. Ein ganz klein wenig Verzicht auf Bequemlichkeit des Citoyen (dass der Cohn-Bandit diesen Begriff unter die deutsche Schickeria brachte, ist eine Gemeinheit) ist dann allerdings vonnoeten. Es ist das kein grosser Verzicht, aber ich kenne meine Leute aus der gehobenen Unterschicht, das wird nix. Sie haben sich alle zum Wohle ihrer eigenen Grunzgemuetlichkeit korrumpieren lassen.
    Manche Parole aus der mittleren Zeit des Kommunismus hat d o c h noch ihre Gueltigkeit. Eine davon heisst: Fuenf Finger bilden eine Faust.

  102. @Devin08
    in anarchischer...

    @Devin08
    in anarchischer tradition, überleb(t) – nicht nur in der alten kirche – manch werk nur in der darstellung durch die gegner. das wäre als weitere methode der weitergabe der wahrheit noch zu bedenken. die wahrheit somit im exil in den büchern der gegner.

  103. aus der SZ:...
    aus der SZ:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/buch-ueber-verena-becker-gesammelte-verdaechtigungen-1.1011839
    Verena Becker und ihr Anwalt Walter Venedey beim Prozessbeginn im September in Stammheim
    und jetzt die Homepager der Sozietät in Wiesbaden (sic!) – man beachte die Kollegen
    http://www.pvkgl.de/walter-venedey.html

  104. Sollte eigentlich heissen: Ich...
    Sollte eigentlich heissen: Ich glaube an niemand, nur an mich selbst.

  105. @hansgeier333:...und sie soll...
    @hansgeier333:…und sie soll gestehen; es waren keine 600 Millionen, sondern höchstens 60 000 Hexen, die die RKK verbrennen lassen mußte…

  106. "Es ist das kein grosser...
    „Es ist das kein grosser Verzicht, aber ich kenne meine Leute aus der gehobenen Unterschicht, das wird nix. Sie haben sich alle zum Wohle ihrer eigenen Grunzgemuetlichkeit korrumpieren lassen.“
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    cher Filou, ganz recht, michel schnarcht nach kräften – das ist ja meine befürchtung.
    allein im wohlausgesuchten, erweiterten freundeskreis wird schon geseufzt, wenn mal gespräche über den euro in fragen zu freiheit, aufklärung etc. münden. diskussionen über hausverschönerungen werden viel lieber geführt.
    nur kommt es auch immer darauf an, in welchem staat das haus steht.
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    wie soll der staat aussehen*), in dem man leben möchte – das ist doch die frage, nach der zu handeln ist.
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    unkonkretes sand im getriebe… halten sie xyz mal beim durchreg- äh durchwurschteln mal auf…
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    (stuttgart21 wäre ein ziemlich schlechtes beispiel für sand, doch ein gutes beispiel für politisches strategiespiel. wie bereits beschrieben: s21 kommt, es wird nur viel teurer. und das solle der bürgerwille sein. das kommt davon.)
    —–
    *) das kann man herunterbrechen über die nachbarschaft bis zu den beziehungen, die man lebt.

  107. Teil des Kaders der...
    Teil des Kaders der herrschenden Bourgeoisie
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    @bertoldIV: Der Burda-Konzern, sprich: Herr Burda persönlich, wird in „Undercover“ von Schmidt-Eenboom explizit als ein „IM“ („IM“ stammt jetzt von mir) des BND bezeichnet. Das absolut Traurige an der Geschichte: dieser feine Herr befand sich dabei in allerbester wie reichlicher Gesellschaft. Und diese diffuse Hetze – auch und gerade um das Thema Sexualität – passt natürlich auch in das „Programm“ solcher Organisationen. Stand doch gerade der BND von Anfang an im Dienste der Fortsetzung des Faschismus mit anderen Mitteln. Konservative, sprich: faschistische, Provokation, im Stile der Goebbelschen Volksverhetzung. Alles zu dem Zwecke die Öffentlichkeit derart zu verunsichern, dass sie reif ist für antidemokratische-reaktionäre Ziele. Im Zuge solcher Aktivitäten standen dann u.a. die Notstandsgesetze 1 und 2 („2“ steht für die Verschärfung dessen, was man in gewissen Kreisen auch „Zusammenrottung“ nennt, nach den islamischen Terroraktivitäten kann man schon als einzelne Person für eine Zusammenrottung aus dem Verkehr gezogen werden, nach den RAF-Attentaten waren das mal 3) auf der Agenda.
    An solchen Beispielen wird deutlich, dass ein kapitalistischer Großkonzern alles andere ist als eine harmlose AG, GmbH, GmbH & Co.KG (obwohl man schon letztere als kriminelle Vereinigung bezeichnen könnte, zum Zwecke nämlich des Beraubens der Mitkonkurrenten)…, sondern als Teil des Kaders der herrschenden Bourgeoisie.

  108. Zitat aus einem anderen...
    Zitat aus einem anderen Blog:
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    „Die Frage bringt es auf den Punkt: Hätte Wikileaks die Invasionspläne der Alliierten in der Normandie veröffentlicht, wenn sie ihr zugespielt worden wären?
    Die Antwort ist klar: Selbstverständlich hätte Wikileaks die Invasionspläne publiziert.“

  109. Teil des Kaders der...
    Teil des Kaders der herrschenden Bourgeoisie – Korrekturfassung
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    @bertoldIV: Der Burda-Konzern, sprich: Herr Burda persönlich, wird in „Undercover“ von Schmidt-Eenboom explizit als ein „IM“ („IM“ stammt jetzt von mir) des BND bezeichnet. Das absolut Traurige an der Geschichte: dieser feine Herr befand sich dabei in allerbester wie reichlicher Gesellschaft. Und diese diffuse Hetze – auch und gerade um das Thema Sexualität – passt natürlich auch in das „Programm“ solcher Organisationen. Stand doch gerade der BND von Anfang an im Dienste der Fortsetzung des Faschismus mit anderen Mitteln. Konservative, sprich: faschistische, Provokation, im Stile der Goebbelschen Volksverhetzung. Alles zu dem Zwecke die Öffentlichkeit derart zu verunsichern, dass sie reif ist für antidemokratische-reaktionäre Ziele. Im Zuge solcher Aktivitäten standen dann u.a. die Notstandsgesetze 1 und 2 („2“ steht für die Verschärfung des Begriffes dessen, was man in gewissen Kreisen auch „Zusammenrottung“ nennt, nach den islamischen Terroraktivitäten kann man schon als einzelne Person für eine Zusammenrottung aus dem Verkehr gezogen werden, nach den RAF-Attentaten waren das mal 3) auf der Agenda.
    An solchen Beispielen wird deutlich, dass ein kapitalistischer Großkonzern alles andere ist als eine harmlose AG, GmbH, GmbH & Co.KG (obwohl man schon letztere als kriminelle Vereinigung bezeichnen könnte, zum Zwecke nämlich des Beraubens der Mitkonkurrenten)…, sondern als Teil des Kaders der herrschenden Bourgeoisie anzusehen ist.

  110. falls die leserschaft kurz die...
    falls die leserschaft kurz die komfortzone der faz kurz verlassen möchte und sich in die welt der ordnungsliebenden begeben könnte. „Die Verhaftung bringt Assange zurück in die Realität“ titelt das oeuvre. und die leserkommentare zerreissen den tönenden gatekeeper, in nicht geringer position bei einem grossen kreuzberger verlag, in der luft. entweder sitzt ein wikileaks maulwurf in der kommtentarredaktion oder die wahrnehmung der (stammtische) wählerinnen und wähler ändert sich gerade massiv.

  111. Filou, ich glaube, man hätte...
    Filou, ich glaube, man hätte Wikileaks dann eher für eine „Operation Mincemeat“ benutzt.

  112. halberrusse, nicht die...
    halberrusse, nicht die Kommentare sind das Wunder, sondern die Tatsache, dass die Seite noch im Netz ist.

  113. Filou hat das Problem mit...
    Filou hat das Problem mit Wikileaks auf den Punkt gebracht, dröhnendes Schweigen bei allen Anhängern in vielen deutschsprachigen Foren.
    Und was Don Alphonso dazu gebracht hat, William von Ockham oder Giordano Bruno in den gleichen Topf wie Assange zu werfen, wird er wissen. Ich weiss es nicht, denn für diesen Ritterschlag ist Assange die Leistung schuldig geblieben.
    Abgesehen davon könnte man im Rückblick durchaus vertreten, dass die Meinungsfreiheit im 18. Jahrhundert manchmal weiter war, als heute. Es gab nämlich noch keine Schlachtinstanzen in Form von Massenmedien. Und Gegner wie Verfechter der Meinungsfreiheit entstammten derselben kleinen, exklusiven Schicht. Die ausserhalb der Kirche bestenfalls aus taktischen Gründen und zeitlich begrenzt der Auffassung war, man müsse Andersedenkende verbrennen. Andersdenken war in dieser Schicht die Norm.

  114. Wem der Warhollookalike zu...
    Wem der Warhollookalike zu trendy ist und wer ihm deshalb von vornherein zu wenig street credibility bei seinen Whistleblowerhappenings zugesteht, koennte sich einmal diese Helden des grauen bundesdeutschen Alltags anschauen. Sie haben Skandale aufgedeckt (Gammelfleisch, Altenheim) und stehen heute als Deppen dar, weil ihre und unsere demokratisch gewaehlten Stellvertreter ein entsprechendes sie vor beruflichen Nachteilen schuetzenden Gesetz ablehnen.
    ARD/Monitor: Zivilcourage macht vogelfrei: Kein Schutz für Whistleblower in Deutschland. http://www.wdr.de/tv/monitor/index5.phtml

  115. @donna laura – gestatten Sie...
    @donna laura – gestatten Sie mir, Sie darauf hinzuweisen, dass Ihnen die Erfahrung fehlt, vogelfrei zu sein. Wenn man vogelfrei ist, ist eine kleine geschützte Zelle sehr wohltuend – oder glauben sie etwa, dass mein Zimmerchen im Kloster ein Salon gewesen wäre? Übrigens wurde auch Luther zu seinem eigenem Schutz auf der Wartburg eingesperrt. In einem britischen Gefängnis kann Herr Assenge nichts passieren. Kein von irgendeinem amerikanischen Auftraggeber angestifteter Spinner kann ihn umbringen oder entführen.
    .
    Es ist verständlich, dass Sie sich das nicht vorstellen können. Ich hingegen lebe schon jahrelang mit dieser Möglichkeit. Deswegen gebe ich schon seit Jahren der FAZ systematisch eine Kopie von allen wichtigen Dokumenten und informiere sie regelmäßig darüber, was ich mache. Diese Informationen liegen im FAZ Archiv für den Fall, dass mir etwas passiert.
    @Filou – da fällt mir gerade ein, ich vergaß ihre Frage im letzten Blog nach dem Wohlbefinden meines Mannes zu beantworten. Es geht ihm sehr gut, und er beobachtet das, was ich so täglich mache, mit erstaunlicher Gelassenheit.

  116. Liebe Donna Laura, der Staat!...
    Liebe Donna Laura, der Staat! Der Staat, das musste ich irgendwann lernen, hat nur ein Interesse: Den Selbsterhalt des Staates, der Staatsbuerger kommt erst an irgendeiner Stelle. Auch musste ich lernen, dass der Staat weder moralisch noch unmoralisch ist. Ein verbrecherischer Staat erhaelt seine Kraft (und seine Idee) aus der Zuarbeit der Individuen, genauso im umgekehrten Fall, wenn der Staat ein vollendet christliches Zusammenleben anstreben sollte. Es ist die Haltung aller Einzelnen, die den Kurs des Schiffes bestimmt.
    (Undifferenziert wegen der gebotenen Kuerze (die Laenge ueberlasse ich gerne Devin), muss ich auf einzelne Erfahrungen mit Griechen (kannste in der Pfeife rauchen) und Israelis (die positivsten Irren des Universums)-und Hollaendern (verschnarchtes Gottvertrauen) zurueckgreifen. Ich glaube daran, dass man im Einzelnen den Charakter der Gemeinschaft erkennen kann.

  117. Übrigens, Filou - was würde...
    Übrigens, Filou – was würde ein Pharmariese machen, wenn er Informationen über einen Staatsanwalt erschnüffelt hätte, der gegen ihn ermittelt? Na?
    http://www.guardian.co.uk/business/2010/dec/09/wikileaks-cables-pfizer-nigeria
    Das ist unfassbar.

  118. 'die welt' würde sicher auch...
    ‚die welt‘ würde sicher auch zu dieser form der wiederherstellung von recht und ordnung applaudieren: http://www.telegraph.co.uk/education/8192330/Tuition-fees-Angry-scenes-as-students-demonstrate-in-Parliament-Square.html

  119. Der Vollständigkeitshalber...
    Der Vollständigkeitshalber möchte ich noch hinzufügen, die Kontaktaufnahme ging von der FAZ aus. Keine andere Zeitung oder Fernsehsender hat sich das bisher getraut.

  120. Don, das muss ich morgen mit...
    Don, das muss ich morgen mit ausgeschlafenem Geist lesen.
    (Ich leide schon wieder am Bordeauxline-Syndrom und kann momentan nur einem einzigen Gedankenstrang folgen.)

  121. Eigentlich eine 1/2 Flasche...
    Eigentlich eine 1/2 Flasche Beaujolais Primeur.
    (Preiswert, gut trinkbar)

  122. Donna Laura, fragen Sie mich...
    Donna Laura, fragen Sie mich nicht nach den Franzosen. Liebe macht blind.

  123. ich meine damit: dort geht's...
    ich meine damit: dort geht’s um studiengebühren… wo leben wir hier eigentlich?

  124. @devin08
    was sagen sie...

    @devin08
    was sagen sie eigentlich zu dieser wiesbadener anwaltskanzlei?
    wenn wir schon bei der unterwanderung der zeitungen durch die geheimdienste sind. was ist mit der taz los?
    hat jemand hier aus dem blogg, wie ich anteile an der taz? ich würde gerne, wie schon öfters auch der chefredakteurin/taz mitgeteilt, ebendiese ablösen. vielleicht frage ich herrn dieckmann, ob er auf der nächsten gesellschaftersitzung eine mehrheit mit organisiert.

  125. BertholdIV (bevor ich gleich...
    BertholdIV (bevor ich gleich meine katzenverhaarte Heia besteige), was haben Sie denn gegen die Taz? Die wird doch langsam aber sicher liberal. Vor ein paar Tagen brachte sie das ausfuehrliche Interview von Broder und Sarazzin. Nicht das allerschlechteste Zeichen. Finde ich.
    Ach, das (!) meinten Sie?
    Dann waere ich aber sehr entaeuscht.

  126. @filou
    nein. Damit haben Sie...

    @filou
    nein. Damit haben Sie recht, das war ein gutes zeichen. Mir passt die neue chefredakteurin nicht und mir ist als gesellschafter nicht klar, wie frau ines pohl das werden konnte. Aber nicht alles kann von den geheimdiensten unterwandert sein oder?

  127. Wohlmögende Bürger zeichnen...
    Wohlmögende Bürger zeichnen Kriegsanleihen, bzw. spenden der Wau-Holland Stiftung:
    Bank Account: 2772812-04
    IBAN: DE46 5204 0021 0277 2812 04
    BIC Code: COBADEFFXXX
    Bank: Commerzbank Kassel
    German BLZ: 52040021
    Subject: WIKILEAKS / WHS Projekt 04
    Herr Schäuble gewährt hierfür sogar Steuerabzug. Silberne Teekannen müssten per Post geschickt werden.
    PS: ich lese Ihre Episteln gerne.

  128. Liebe Webgemeinde, da mache...
    Liebe Webgemeinde, da mache ich nun etwas, was ich noch nie getan habe, nämlich Forumsdiskussionen wie diese hier im Web zu verfolgen. faz.net, SPON, taz usw. Habe ich vorher noch nicht gemacht, weil einem der gesunde Menschenverstand ja sagt, dass das eh nix bringt (und übrigens auch alle, die ich kenne, die sich schon mal an so etwas beteiligt haben). Aber bei Wikilieaks war ich dann doch mal neugierig, was so gedacht wird, „im Netz“. Und was soll ich sagen? ICH HATTE VÖLLIG RECHT. Zu 99,999% totaler Stuss. Lauter Nullen, die sich vorm Rechner zu Heldenzwergen aufpumpen. Meine Frage: Warum tut ihr euch das an?

  129. Weil ich gerne plaudere, und...
    Weil ich gerne plaudere, und mehr muss das auch gar nicht sein.

  130. Assange ist einen Schritt zu...
    Assange ist einen Schritt zu weit gegangen. Die Cables sind nur eine ärgerliche Petitesse, die angekündigten Veröffentlichungen bezüglich BoA und GS haben eine andere Dimension. Hier drohen möglicherweise Informationen veröffentlicht zu werden, die den Wechselkurs des US$ ebenso wie die Bond- und die Aktienkurse in die Tiefe rauschen lassen können. Dagegegen haben verständlicherweise nicht nur die genannten Banken, sondern ebenso sehr die US-Regierung etwas.
    Nachdem Assange mit (unverdächtiger) schwedischer und britischer Hilfe ins Netz gegangen ist, wird man ihn höflich befragen und am Ende wird er alle Zugänge zu den WL-Servern preisgegeben haben und alle Komillitonen werden enttarnt sein. Danach wird das kurze Leben des Julian Assange am Zellengitter erhängt enden. Großes geheucheltes Entsetzen. Damit konnte niemand rechnen. Aber angesichts der ihm vorgeworfenen Vergehen wird die Weltöffentlichkeit verstehen, dass eine solche Verbrechernatur sich lieber davonstiehlt, als Verantwortung für die begangenen Vergehen zu übernehmen. Den enttarnten WL-Mitarbeitern wird man klar machen, dass sie nicht so enden müssen, aber so enden könnten. Das wird in den allermeisten Fällen ausreichen. Wenn nicht, dann wird es auch für solche Fälle eine Lösung geben, die nicht auf der Titelseite der FAZ stehen wird.
    WikiLeaks indes wird trotzdem weiter existieren. In Zukunft werden es Strohmänner der CIA betreiben. Ein Portal, das zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Inhalte verbreitet – mit weltweiter Beachtung durch die (unkritischen) Medien – kann sehr nützlich sein. Selbstverständlich wird ab und an auch mal etwas kritisches oder despektierliches über die USA und ihre Institutionen berichtet, aber das gehört ja dazu, wenn man glaubwürdig bleiben will. Und jetzt sollten wir über die bevorstehende Hochzeit im britischen Königshaus parlieren. Wird William seine Kate noch in der Hochzeitsnacht betrügen?

  131. @ specialagent: Wir können´s...
    @ specialagent: Wir können´s auch machen wie weiland Brutus und seine Kumpane: Küchenschlacht. Jeder darf mal ran. Gemeinsamkeit macht stark. Aber wie ich sehe, haben Sie die Angelegenheit schon zu unser aller Zufriendheit gelöst. Kein dummes Geschwätz mehr von a…

  132. wer gejagt wird, hat keinen...
    wer gejagt wird, hat keinen platz mehr, wenn der jäger mächtig, hinreichend skrupellos ist und den aufenthaltsort kennt.
    .
    lieber don, so manches ist unfassbar, weil nicht sein darf, was nicht sein d a r f – normativ gesehen.

  133. Ich plaudere auch gerne. Aber...
    Ich plaudere auch gerne. Aber nicht mit Leuten, die Aluminiumhüte tragen.

  134. @Vroni: jaja, immer schön...
    @Vroni: jaja, immer schön sozialpädagogisch, dann wird alles gut. Also z.B. die Veröffentlichung der Liste für die USA vitaler Anlagen goutiere ich garnicht, denn es laufen heutzutage einfach zuviele Leute rum, die am Durchdrehen sind und die man nicht mit der Nase auf solche Punkte stoßen muß.
    @Fragezeichen: weil man dabei Neues erfährt.

  135. Exzellent!

    Meine...
    Exzellent!
    Meine Hochachtung!!!

  136. @BertholdIV: was gegen große...
    @BertholdIV: was gegen große Geheimdienstunterwanderung spricht, ist einfach das fehlende Geld.

  137. Bei allem gebührenden...
    Bei allem gebührenden Respekt, und mit der Bitte um Nachsicht, verehrter Don, aber Assange in eine Reihe mit Ockham, Hus und Bruno zu stellen halte ich für abenteuerlich, um es extrem dezent Auszudrücken. Die Sache mit WikiLeaks und Julian Assange riecht doch nun wirklich ganz fürchterlich schlecht. New York Times, Spiegel, Guardian als Wächter der Wahrheit und der freien, kritischen Meinung, sämtliche Mainstream-Medien in WikiLeaks-Dauerbefeuerung, das ganze garniert mit reichlich Revolutionsromantik und dazu dann die unvermeidlichen bösen Buben in Form der USA und diverser US-basierter Großkonzerne und Banken und obenauf der strahlende Ritter, der mit üblen Machenschaften der Mächtigen und bösen Sexgeschichten von infamem Weibsvolk mit Geheimdiensthintergrund ungerecht beschuldigt und darob gar schröcklich verfolgt und gepeinigt wird? Also bitte, das ist doch derart viel zu schön und hochdrammaddisch, um wahr zu sein! Ich frage mich, wie viele kritische Geister im Netz während der letzten paar Monate und insebsondere der letzten Tage in die siebenschlössige Falle namens WikiLeaks getappt sind und ob und wann sie es denn endlich bemerken. Vielleicht, wenn das Internet aufgrund all der aktuellen praktischen und zielführenden Ereignisse dann rigoros staatlich reglementiert und kontrolliert werden wird und schluß ist mit lustig, kritisch und Blog. Irgendwo las ich dieser Tage etwas vom 11. September des Internets …

  138. @ Don Alphonso: Danke fuer Ihr...
    @ Don Alphonso: Danke fuer Ihr Bekenntnis zu Assange/ Wikileaks.
    .
    Wie so oft teile ich das Sentiment im Prinzip, allerdings nicht im Detail der veroeffentlichten Depeschen aus Diplomatenkreisen.
    .
    Skandaloes sind Befehle, Diplomatenleben auszuspionieren. Erhellend fuer die Normalbuerger zu erkennen, dass die Botschaften (sicher auch unsere eigenen) ganz andere Aufgaben haben neben der Repraesentation.
    .
    Dass Wikileaks uns solche Erkenntnisse gebracht hat, ebenso wie zuvor die Brutalitaet des Krieges in Afghanistan und Irak, das ist lobenswert.
    .
    Aber nicht lobenswert ist die Entscheidung, die diplomatischen Indiskretionen noch indiskreter zu verbreiten. Denn diese Texte werden nun sehr genau gelesen werden und duerften mancherorts schwerwiegendere Folgen haben als den Jobverlust in der FDP Zentrale.
    .
    Wirklich kritischer Investigationsjournalismus muesste dann hingehen und auch ueber die Folgen der eigenen Berichte Zeugnis geben, und zwar ueberall- auch in China, auch in Afghanistan etc.
    .
    Und da nun stiehlt sich Wikileaks/ Assange aus der Verantwortung- denn man ist ja nur Portal. Man hat ja niemanden verraten, das waren ja andere. Und wenn die sich schnappen lassen- deren Pech.
    .
    Und diese Haltung verdirbt mir den Spass an Wikileaks enorm.
    .
    Mal ganz davon abgesehen dass ich derzeit noch in einem Land lebe, in dem die Seite gesperrt ist, und ich mir meinen Weg dahin tunneln muss…

  139. Was ist schon Wikileaks? Wenn...
    Was ist schon Wikileaks? Wenn morgen diese Webseite zumacht, dann machen übermorgen 10 andere auf. Es ist das Internet, das die Welt verändert. Wie man sieht haben die westlichen Regierungen einige Mühe das unter Kontrolle zu halten. In China scheint man da schon weiter zu sein.

  140. HJM, ich setze gerne noch was...
    HJM, ich setze gerne noch was drauf – wussten Sie, dass es nicht unüblich war, Ketzern zur „Sicherheit“ bei den Prozessen auch noch gleich Sodomie zu unterstellen, wenn man davon ausgehen musste, dass sie sich anderweitig vielleicht rauswinden? So geschehen beim Gegenpapst Johannes XXIII., ebenfalls zu Konstanz. Natürlich muss man solchen Traditionen nicht folgen. Aber ein Blick in die Geschichte kann nicht schaden.

  141. Wenn Konservative von Merkel...
    Wenn Konservative von Merkel bis Palin heutzutage christlich-jüdische Werte anstelle von Aufklärung und Freiheit in den Vordergrund stellen, so stellt sich die berechtigte Frage, was diese Fassade verdecken soll. Wikileaks verschafft uns Durchblick, dafür sollten wir dankbar sein. Und was noch bedeutender ist: Die Lecks und Risse, die uns Einblick gewähren, werden von Insidern des Systems selbst produziert, nicht durch Angriffe von außen. Das System kann sich also seiner selbst nicht mehr sicher sein. Hoffentlich ist es wahr, daß Wikileaks jederzeit zu einer Eskalation fähig ist.

  142. @ Don Alphonso: Geschieht auch...
    @ Don Alphonso: Geschieht auch heute noch ausserhalb Europas- gerade zum zweiten Mal mit den selben Hauptdarstellern in Malaysia:
    http://www.theaustralian.com.au/news/world/anwar-ibrahim-pleads-for-support/story-e6frg6so-1225953433729

  143. Mondry (10. Dezember 2010,...
    Mondry (10. Dezember 2010, 03:18)
    .
    Vermutlich selber Diplomat, was? Auf Ihr Posting habe ich präemtiv schon gestern, 18:59 geantwortet.
    .
    Also mich erinnert WikiLeaks NICHT an die Stasi, sondern an die Gauck-Behörde. Und die ehemalige DDR-Nomenklatura muss ja seit 1990 auch damit klar kommen, dass jeder alle ihre Akten einsehen kann.

  144. Lieber Filou,
    .
    versteh ich...

    Lieber Filou,
    .
    versteh ich Sie richtig: Unsere Diplomatie beschäftigt sich hauptsächlich damit, die Hitler und Holocauste dieser Welt einzudämmen und jetzt kommt dieser Assange und erschwert ihnen die Arbeit.
    .
    Ist es das, was Sie andeuten wollen?

  145. Im 17. und 18. Jahrhundert...
    Im 17. und 18. Jahrhundert spielten auch die Holländischen Zeitungen ein ähnliche Rolle wie heute Wiki-Leaks.
    Ausserhalb HOllands waren sie verboten, wurde aber trotzdem an allen Höfen mit großem Vergnügen gelesen.
    Dasselbe könnte auch Assange helfen: Denn nicht nur auf der Strasse, sondern auch in manchen Ministerialbüros (auch in D, auch in den USA) herrscht jetzt viel klammheimliche Freude.

  146. Dem Internet sei Dank (Bill...
    Dem Internet sei Dank (Bill Gates u. Co gehört schon seit Jahren der Friedensnobelpreis), denn das weltumspannende Internet macht es möglich, dass Wikileaks auch mal ran darf. Denn die Zeit wird verkürzt, förmlich gepresst, denn die Archive werden doch ansonsten erst nach 20 Jahren gelüftet, um endlich die Wahrheit preiszugeben.
    Doch Völker höret die Signale, was hat die Quellenforschung doch nicht alles an
    Quellen sammeln müssen von Scherben nun bis zu bites, aber man muss es ver-
    stehen und die modernen Archiologen sind weiterhin Abenteuerer, die der (mitunter) ungeliebten Wahrheit auf der Spur sind. Nur die „Alten Helden“ sind nun mal nicht mehr, doch die Heutige, sind’s noch und wollen geschützt werden vor der Wut oder vielleicht nur dem Unverständnis der Menschen, die doch gar nicht so recht verstehen wollen, warum dies alles notwendig ist.
    Aber das Internet wird, nur die Fakten auflegend, zur Zensur, Ethik ist wieder
    gefragt, hüben wie drüben, darf man das, wenn ja, wieviel und wenn dann, warum. Wer nicht fragt, bleibt dumm. Tausend tolle Sachen, gibt es überall zu sehen, eins, zwei muss man fragen, um sie zu verstehen..,
    Aber, die Ethik und die daraus folgernden rechtlichen Konsequenzen werden von „Oben“ weiterhin genormt und nur dank der Medien und des weltumspannenden Internets, wird den „Mächtigen“ direkt und unmittelbar auf
    die Finger und weiter nach oben und unten geschaut.
    Also früher, da konnte man ja nichts machen, die Mächtigen hatten die Macht unisono, heute ticken die Uhren anders, denn wahre Demokraten sind interessiert und möglichst gut und schnell informiert.
    Die Geschichte und deren einhergehende Technik wird durch Buchdruck, Film und Internet transparent, wenn man sie lässt und Menschen deren Mulitiplikationsform sinnvoll nutzen. Was dann daraus wird und wie denn dann
    sich alles zuspitzt, kann Orwellsche Züge erhalten, wenn nicht die Betroffenheit
    erst die menschliche Einstellung offenbart.
    Gut ist es, dass die öffentliche Neugier nicht versandet, die Medien DAS publizieren, was Öffentlichkeit macht und Hacker und Investigative IHRE
    Wahrheit suchen und aufzeigen, nur was jeder daraus interpretiert und
    denkt, dass soll doch Anleitung zum Handeln oder Auseinandersetzen sein.
    Es bewegt doch viele, so dass die Welt und deren ethísche Prinzipien frei
    nach Kant Wege zu mehr Frieden oder je nach dem Unfrieden führen.

  147. Ein sehr schoener Artikel,...
    Ein sehr schoener Artikel, werter Don.
    Nebst all den Meinungen hier und anderswo ist es doch erfrischend zu sehen, DASS diskutiert wird. Schauen sie sich die schiere Anzahl der Kommentare an, ist das nicht toll, dass wikileaks-Veroeffentlichung + Assange-manhunt u.a. Derartiges ausloesen? Nebenbei zeigt so mancher sein wahres Gesicht, seien es Personen oder Firmen oder ganze Regierungen. In Zeiten, in denen niemand mehr Verantwortung fuer sein Tun uebernehmen will, kommen die Veroeffentlichungen gerade recht

  148. @HJM

    Haetten Sie all dem mehr...
    @HJM
    Haetten Sie all dem mehr Glauben geschenkt, waeren die Dokumente von kleinen Provinzzeitungen veroeffentlicht worden?
    Welchen Nutzen hat die angebliche Falle Ihrer Ansicht nach und fuer wen?
    Zur Anklage der USA: Hm, wessen Drohnen toeten willkuerlich Menschen, wessen Geheimdienste entfuehren willkuerlich Staatsbuerger anderer Laender und halten sie fest, wessen Armee ist in Irak+Afghanistan eingefallen? Es laesst sich nicht leugnen, dass die USA der Ausgangspunkt sind. VISA, Mastercard, Amazon…leider, leider auch amerikanische Konzerne, die meinen, ploetzlich ihre politische Seite entdecken zu muessen.
    Dafuer braucht es nun nicht einmal wikileaks, um das zu wissen.

  149. 'Staatsanwältin Marianne Ny...
    ‚Staatsanwältin Marianne Ny aus Göteborg hob hervor, dass nach schwedischem Recht Nötigung oder Vergewaltigung in einem minder schweren Fall vorliegen kann, wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl fühlt oder sich ausgenutzt vorkommt.‘ (faz)

    herr assange wird sich nach dem sex mit den beiden schwedinnen schon seit einiger zeit sehr unwohl fühlen. nachdem sich herausgestellt hat, daß er nach seiner benutzung und vor der anzeige von beiden schwedinnen auf allen kanälen als sexualtrophäe herumgereicht wurde, dürfte er sich auch ausgenutzt vorgekommen sein… nötigung oder vergewaltigung im minder schweren fall? das nächste thema hier sollten die rechte der männer sein. männer haben ein recht darauf, daß auch frauen sich nach dem sex schlecht fühlen!

  150. Ich darf hier nochmal auf den...
    Ich darf hier nochmal auf den Beitrag in der Daily Mail hinweisen:
    .
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-1336291/Wikileaks-Julian-Assanges-2-night-stands-spark-worldwide-hunt.html?ito=feeds-newsxml
    .
    Da ist es nicht nur besser erklärt, sondern auch gewissermassen im Original.

  151. @ Hans Meier555: Bin weder...
    @ Hans Meier555: Bin weder Diplomat, noch diplomatisch…
    .
    Und verstehe auch nicht, inwieweit Ihr Beitrag von 18.59 gestern die gleichen Punkte aufgreift wie mein Beitrag von 3.18 heute. ?

  152. @filou: Sind Sie schon jemals...
    @filou: Sind Sie schon jemals auf den Seiten von wikileaks gewesen?
    Bevor wikileaks in aller Munde war durch die letzten Aktionen, wurden unzaehlige andere Berichte von allen moeglichen Staaten und Organisationen veroeffentlicht, u.a. die Internetzensurliste der australischen Regierung und vieles, vieles mehr, was unentdeckt bleiben sollte. Vielleicht vorher recherchieren bevor man sich hier echauffiert.

  153. Was die Grünen gerade...
    Was die Grünen gerade treiben!
    @BertoldIV: Man muss nicht fragen, was aus der TAZ geworden ist, sondern was die Grünen gerade treiben (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1249)!
    @Filou: War die Länge nach Ihrem Geschmack?

  154. @Mondry
    .
    entschuldigen Sie,...

    @Mondry
    .
    entschuldigen Sie, ich war etwas zu pauschal und zu voreilig.
    .
    Anonsten nehme ich an, dass derjenige, der Material an WikiLeaks weiterreicht, sich darüber im klaren ist, dass das dann auch publiziert wird.
    .
    Aber auch hier müsste man sich konsequenterweise fragen, ob es nicht die US-Diplomatie ist, die den Quellenschutz zu schlampig betrieben hat.
    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, dann stammen die Informationen gar nicht aus den wirklich geheimen Unterlagen, sondern aus so einem „vertraulichen Intranet“, auf das tausende von Personen Zugriff hatten.
    Wenn ich einen Informanten habe, der wirklich geschützt werden muss, dann darf der in diesem Netz einfach nicht auftauchen.
    .
    Viele Beobachter haben schon angemerkt, dass der „ganz grosse Skandal“ bei den Berichten ja gar nicht dabei sei und „die Insider das alles längst gewusst hätten“.
    In diesem Falle würde ich sagen, dass gerade die Normalität, die Routine, mit der diese Art von Diplomatie betrieben wird, der Skandal ist, und eben so das Komplizentum der Insider-Journalisten, die alles ebenfalls „längst wussten“, aber in ihren Berichten immer bemüht sind, das Bild vom „demokratischen Rechtsstaat“ aufrechterhalten.
    Diese Klasse von Hofpolitologen, die immer noch behaupten, das seien ja alles nur „Ausnahmen“ und Hoffnung verbreiten, man könne die übliche Staatskriminalität mit (nichtöffentlichen) parlamentarischen Untersuchungsausschüssen im Zaum halten.

  155. @Devin08
    ja die FAZ hat das...

    @Devin08
    ja die FAZ hat das schon schön durchschaut, dass die kanzlerin den grünen sagt: jetzt dürft ihr noch zwei runden junggesellinenabscheid bei castor, s21 und sarrazin spielen, aber dann geht es in den ehehafen mit mir in zwei/drei jahren; den guido halte ich als kanzlerin ein zweites mal nicht mehr aus

  156. kann jemand beim Sortieren...
    kann jemand beim Sortieren helfen:
    die im Blog aufgeführten historischen Größen haben ihre Geheimnisse der geistigen Nacht entrissen und vertreten;
    wikileaks entreisst die Geheimnisse anderen und veröffentlicht sie gegen deren Willen;
    wie kann man das einordnen?

  157. dem feudalismusprojekt von...
    dem feudalismusprojekt von HansMeier555 kommt die wl-aktion äusserst gelegen: freies internet verbiet- äh auf einhalten der gesetze (welcher?) pochen.
    .
    irgendwann haben sich die filou’schen ‚grunzgemütlichen‘ daran gewöhnt; daran abarbeiten werden sich nur noch ein paar hunderttausend ’spinner‘, und dann geht es weiter:
    einfach die ausgestaltung der bürgerfreiheit überprüfen.
    im namen des xyz-schutzes.
    .
    wie unser geschätzter gastgeber und elbsegler zu recht anmerkten: inwieweit kann man einem staat trauen, der seinen bürgern nicht traut?
    .
    nacktscanner gibt es bereits (alternative wird irgendwann die unangenehme untersuchung im nebenraum sein; doch wer ist schon so blöd, mit einer stange dynamit im südpol zu reisen?), fingerabdrücke in den ausweisen dito, dns-chips sicher auch irgendwann, per handy kann man standorte bereits jetzt relativ unproblematisch verorten, rfid ist auch so ein tolles projekt, webseiten erstellen interessensprofile, ohne dns-probe kein einziger arzttermin, kein einziger versicherungsabschluss, autos springen nicht mehr an, wenn auch nur ein insasse eine einzige oighohoipraline zu sich nahm, am besten schafft man auch noch kurzfristig mal eben das bargeld aus der welt.
    .
    das dümmste ist nur, dass diese techniken nicht wirklich wie versprochen in mehr sicherheit für den bürger münden, sondern eher in sicherheit für die ganoven, die diese mittel zu verwenden verstehen, und die sicher sein können, dass der hausbesitzer nicht anwesend sein wird, oder wieviel bargeld in der hosentasche über den markt schwebt.
    .
    ungeheure datenmengen werden schon jetzt verwaltet, die zunächst zu nichts zu gebrauchen sind. ungeordnete daten ergeben noch keine sinnvolle information. wehe aber, wenn die daten irgendwie gegen die person verwendet werden können.
    .
    es ja nicht peinlich, was man in seinem leben tut, doch möchte man wirklich nicht, dass der nachbar über das eigene sinnen und treiben bescheid weiss,
    denn ein wenig geheimnis, ein wenig bewahren der privatsphäre gehört zum freien indiviuum dazu – und ganz ehrlich: ich möchte auch nicht wissen, wofür er sich ausser für die rosenzucht noch interessiert.
    wobei der nachbar das noch halbwegs einordnen könnte, nicht aber jemand völlig unbekanntes.
    .
    für den fall, dass jemand unangenehm wird, kann man ja schon mal seinen ruf ruinieren, am besten auf dem sexuellen gebiet – wie der don anmerkte, ein traditionell beliebtes mittel -, da fühlen sich die meisten michel berufen, imaginär in der unterhose des opfers zu wühlen und die stärksten emotionen zu entwickeln. irgendetwas bleibt immer hängen.
    .
    was hier aus vielen beiträgen herausspricht, ist grundsätzliches misstrauen – weil transparenz fehlt, massstäbe wie die einhaltung der menschenrechte (heute ist tag der menschenrechte) von nicht wenigen anonymen institutionen, um es weitgefasst zu formulieren, nicht gehalten werden, und vertrauen, das man so gerne haben dürfen würde, regelmässig enttäuscht wird.
    .
    es gäbe noch eine sicherheit: vertrauen haben in das misstrauendürfen.

  158. @tiberiat
    .
    "wikileaks...

    @tiberiat
    .
    „wikileaks entreisst die Geheimnisse anderen und veröffentlicht sie gegen deren Willen“.
    .
    Es geht hier doch nicht um irgendeine Privataffäre X oder Y
    .
    Es geht um die Frage, ob die Staaten der westlichen Welt humane, rechtsstaatlich verfasste Demokratien sind oder nicht. Und WikiLeaks kann nun deutlich zeigen, in welchem Maße dieser Anspruch längst erodiert ist.
    .
    Und darin sehe ich eine Rechtfertigung für die Publikation einer Riesenmasse von Dokumenten. Denn bisher pflegten uns die Staatsbürgerkundelehrer im Falle von Skandalen immer damit zu beschwichtigen, das seien doch nur Einzelfälle, und dass die „demokratischen Selbstheilungskräfte“ wie Parlament, Presse und Justiz geeignet wären, im Großen und Ganzen Rechtsstaatlichkeit schon zu garantieren.
    .
    Ich erinnere mich an ein Gespräch mit so einem Komsomolzen auf einer Weihnachtsfeier 2003, der meinte, die Guantanamogefangenen würden doch bestimmt bald freikommen und sicher jeder eine Millionenentschädigung erhalten und deswegen mache er sich um die gar keine Sorgen. Seitdem sind sieben Jahre vergangen, in denen der Komsomolze sich zum Doktor der Politologie promovierte, während die Gefangenen immer noch in Guantanamo sitzen.
    .
    Vergleichen Sie doch einmal:
    Und wenn heute herauskommt, dass irgendein völlig unbekannter rumänischer Lyriker vor 35 Jahren für die Securitate gearbeitet hat, dann schreibt das deutsche Feuilleton darüber ganzseitige Aritkel voll und jeder, dafür nicht zu faul ist, zeigt sich zutiefst betroffen über die dostojewskischen Abgründe der menschlichen Seele und die menschenverachtende Skrupellosigkeit totalitärer Regimes.

  159. Perfektes...
    Perfektes Katzengejammer
    .
    @BertoldIV: Richtig, und beide tun so, als würden sie sich bekriegen. Irgendwie ähnelt das dem Raunzen von rolligen Katzen, wo man als nichtverstehendes Menschlein, welches Sex mit seiner Liebeslyrik (vgl. die patriarchalische Liebeslyrik unter: http://www.herold-binsack.eu/downloads/Hafiz_die_Homo_Erotik_der_Nihilismus.pdf ) verwechselt, glauben könnte, die wollten sich an die Gurgel gehen. In Wahrheit testen sie ihre Macht und damit die Rolle in dem dann folgenden Liebespiel: wer hat das Sagen, und wer muss sich unterwerfen? Doch letztlich gewinnen immer die Kätzinnen, obwohl es so aussehen mag, als würden sie von den Männchen hart ran genommen werden. – Perfektes Katzengejammer! Vielleicht ist das der Grund, warum das Gendergetue derzeit so en voque ist. Ein bisschen scheint sie doch gelernt zu haben – die Bourgeoisie -, vom Feminismus ihrer Klassengenossinnen. Es ist nur die Frage, wer den Joker wirklich zieht – die Alice, meine ich. Meines Wissens gehört die Merkel zur Seilschaft der Schwarzer, nicht die Roth.

  160. specialmarke & hansgeier, Sie...
    specialmarke & hansgeier, Sie wollen Flammen? Ganz wie Sie wünschen, wir haben das notiert. Sobald Sie hier eintreffen, was nach unserer Berechnung recht bald geschehen dürfte, werden wir für Sie etwas ganz besonderes vorbereiten.
    Mit feurigen Grüßen
    G. van Deibel
    Hölle 5/Vorbehandlung (Erzlumpenbräterei)

  161. verehrter G. van Deibel, der...
    verehrter G. van Deibel, der war gut!

  162. Herr van Deibel, seit wann ist...
    Herr van Deibel, seit wann ist die Hölle partnerschaftlich organisiert? Übrigens habe ich schon drei Ablasszettel auf Wolke sieben gebucht, mit direktem Blick auf den Hauptstadtslum. Wann veröffentlichen Sie eingentlich die Liste Ihrer päpstlichen Besucher?

  163. tiberiat et al. - die wende...
    tiberiat et al. – die wende 1989 hat eigentlich auch nur dinge an den tag gebracht, die sich jeder schon irgendwie denken konnte: die wirtschaft ist uneffektiv und ineffizient, aus kostengründen wird umweltschutz nicht so ernst genommen, das politbüro hat verchromte mischbatterien, fährt gebrauchte volvos und citroens, geht zur jagd und frißt bananen, die mauer behindert die reisefreiheit und wer’s trotzdem versucht, wird eingelocht, die stasi hat inoffizielle mitarbeiter, die ihre mitmenschen ausspionieren und mielke ist ein hohlkopf. diese dinge wurden im verlauf der wende natürlich gegen den willen der machthaber öffentlich. sie zeigten im nachhinein an sich nur die trivialität und lächerlichkeit eines machtapparates, mit dem dennoch andere staaten ernsthaft verhandelten, vor dem viele in der eigenen bevölkerung respekt bis angst hatten, der seinen bürgern durchaus das leben zur hölle machen konnte und von dem nach seinem machtverlust kein hund mehr ein stück brot genommen hätte. gab es damals irgendjemanden, der nicht wirklich überzeugter bestandteil dieses machtapparates gewesen ist, der sich darüber beschwert hätte, daß diese ‚geheimnisse‘ gegen den willen des politbüros und in ihrer vollen kleingeistigkeit an die öffentlichkeit gebracht wurden?

  164. Danke für diesen Kommentar....
    Danke für diesen Kommentar.

  165. Ich muss gestehen, der Artikel...
    Ich muss gestehen, der Artikel reiht wikileaks und die damit verbundene Person Assange meiner Meinung nach in einen Personenkreis ein den er so nicht verdient hat.
    Mit großem Amusement lese ich die Artikel. Dass die FDP nicht ganz integer ist, war mir zwar klar, seit sie ihre Seele an die Hotellobby verkauft haben, aber es kommen durchaus interessante Sachen ans Licht.
    Problematisch sind die Veröffentlichung der Depechen aber durchaus. Ich denke Diplomatie kann nur gemacht werden, wenn eben nicht jeder weiß, was hinter der Bühne gespielt wird. Zu sagen, die Welt hätte ein Recht darauf zu erfahren obirgendwo unrechtmäßig Krieg geführt wurde oder gefoltert wird/wurde halte ich für reichlich naiv. Das wurde die letzten hundert Jahre auf der Welt gemacht und wird auch in Zukunft gemacht werden. Wenn man sich nur ein harmlosen Buch darüber anschaut, wie manche Geheimdienste in den letzten dreißig Jahren Interessensvertretung in der Welt durchgesetzt haben, dann kann ich nicht sagen, dass der Inhalt der Depechen ein Steigerung zu dem darstellen oder nun irgendjemand seine weiße Weste verloren hat( die er vorher nie hatte).
    Gruß vom Kaktus

  166. donna laura: 'doch wer ist...
    donna laura: ‚doch wer ist schon so blöd, mit einer stange dynamit im südpol zu reisen?‘ – vielleicht greift diesen gedanken ja der eine oder andere hersteller von scherzartikeln für den ’südpol‘ auf, um die adrenalinjunkees unter seiner kundschaft zu befriedigen (‚jetzt neu: vibro-pershing! voll für’n ar…!).

    hust, sorry. es mußte raus.

  167. @Mondry: danke für den Link,...
    @Mondry: danke für den Link, was in Australien-Asien abgeht. Diese Region ist von hier aus sowieso vollkommen unterbelichtet, obwohl es _die_ aufsteigende Region ist.
    @HansMeier: ich schätze, daß z.B. die Dokumente zum Unglück der Loveparade von D-intern kommen (vorgestern war die Wikileaks-Seite mal wieder vollständiger, nicht nur mit den US-Sachen), weil man gewarnt hat, übern Tisch gezogen worden ist und nicht noch die Verantwortung angehängt bekommen will. Über D ist bis jetzt nichts dabei, was völlig neben den bekannten Spuren liefe.

    Was ich als zeitgenössische Zeitungsleserin an Cablegate halt schon recht faszinierend finde, ist, daß es eine gleichzeitige Übersicht über die verschiedenen Weltregionen und das Verhältnis der Länder untereinander (in politischer Hinsicht) liefert. Und oft auch über das jeweils übliche Verhältnis Geschäft-Politik (ich denke da an Pfizer in Nigeria und Visa in Rußland). Wo hätte man sonst je etwas über das Saudi-Arabische Zeitungswesen erfahren?

    Aber manches wirklich Aussagekräftige liegt auch einfach so, von Privatpersonen ins Netz gestellt, herum. Ich denke da an die Reiseberichte über Nordkorea, die viel mehr über den Zustand des Landes aussagen als irgendwelche Raketenzählereien.
    @Alasondro Alegré: was finden Sie daran unrecht, wenn amerikanische Firmen sich nach amerikanischem Recht richten? Meinen Sie, deutsche Firmen richten sich nach was anderem als deutschem Recht, schweizerische nach einem anderen als schweizerischem usw.? Durch die multinationale Tätigkeit von Firmen und das weltweit vorhandene Internet hat man nunmal die ganze Zeit diese Abgrenzungs- und Überlappungsproblematik.

  168. Don Carlos, das war schon vor...
    Don Carlos, das war schon vor dem Fall der Mauer alles bekannt, im Westen wollte es nur niemand recht glauben. Und meine sozialistischen Mitstudenten sowieso nicht. Der eine und andere war dann mal in die DDR eingeladen und erzaehlte mit leuchtenden Augen allen anderen von freundlichen und zufriedenen DDR-Buergern.

  169. Lieber Devin, nehmses nicht...
    Lieber Devin, nehmses nicht ernst. Es war ein kameradschaftlicher Knuff in die Seite.

  170. tiberiat, wer finanziert denn...
    tiberiat, wer finanziert denn die fröhliche Heimlichtuerei? Wer zahlt, schafft an, sagt der Volksmund. Als Wähler möchte man doch bestens informiert sein.

  171. kaktus, "Eine kleine Stadt in...
    kaktus, „Eine kleine Stadt in Deutschland“, John le Carré, rororo 1511. ISBN 3-499-11511-5.

  172. hansgeier, in der Regel...
    hansgeier, in der Regel antworten wir nicht, aber Sie bringen uns (vor allem die Springteufel) zum Lachen. Die Ablasszettel geben wir ja heraus, haben Sie das mit der Wolke wirklich geglaubt? Sie werden ein Spaß sein…
    Herzlich
    G. van Deibel
    Hölle 5/Vorbehandlung (Erzlumpenbräterei)

  173. @donna laura: Sie sprechen mir...
    @donna laura: Sie sprechen mir mit Ihrem Gruseln über die möglichen totalitären Konsequenzen der heutigen Technik durchaus aus der Seele. Aber es kommt halt drauf an, in was für Aggregaten man sie verwendet und in welcher Weise. Da kommen Gestaltung und Verantwortungsethik ins Spiel.
    @Don Carlos: ich hab in den 90ern jemand kennengelernt, die bei der Erstürmung der Stasiakten dabeiwar. Es ließ sich nicht durchgehend halten, wiewohl es die spontan Versammelten versuchten, so gut es ging. Der CIA transportierte einiges ab („Rosenstolz-Akten“, mW inzwischen wieder in D zurück). Ich schätze, daß die Chinesen (natürlich auch die Russen, und wenn sie nicht völlig verblödet und desorientiert sind, auch die Europäer) sich schon eine kleine Abteilung leisten werden, die fleißig Wikileaks sammelt und analysiert.

  174. lieber Don Carlos, aber bitte...
    lieber Don Carlos, aber bitte gerne doch – man trug mir eine adresse zu, wo sie so etwas bekommen können, wenn sie möchten.
    alternativ mit darin verborgenen glöckchen, die beim gehen munter klingeln und die leute verwirren, und beim gang durch den scanner alarm auslösen.
    .
    sie müssten sich nur in das geschäft hineintrauen…
    .
    [was folgt, ist nicht sehr wohlerzogen – bitte, empfindsame gemüter nicht weiterlesen (der don und alle neugierigen müssen da durch):
    natürlich könnten sie bei der untersuchung eine komplett kompostierbare, sehr preisgünstige b0mbe an den ausgang setzen. – das passt auch zu ‚hust, sorry. es mußte raus.‘ viel spass (;-))) ]

  175. 1971: Die Pentagon-Papers in...
    1971: Die Pentagon-Papers in den USA. Die New York Times wurde damals beschimpft und verklagt, heute sind die beteiligten Personen Volkshelden.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Pentagon_Papers

  176. @Filou: Ja, unser Trauzeuge...
    @Filou: Ja, unser Trauzeuge (echter Märker), seines Zeichens Inscheniör, sagte auch, das, was er erfahren konnte über die Stellung der DDR-Industrie, sagte ihm auch schon X Jahre vorher, daß es nicht mehr lange weitergeht. – Wir werden sehen, in welchem Maße sich Europa halten kann, wenn die USA immer mehr auf russisches Niveau sinken. China, Indien und Brasilien werden weiter zulegen (nicht geradlinig, aber doch) auf dem Industrialisierungspfad, den Europa schon ziemlich verlassen hat und die USA noch mehr. Und es ist abzusehen, daß es mit dem Ende der Ölzeit noch ziemlich böse wird, wenn den Arabern das Geld ausgeht.

  177. In der internationalen...
    In der internationalen Diplomatie gibt es nur eine Regel: das Recht des Stärkeren. Das versteht nur keiner, alle meinen immer, es wäre Friede, Freude, Eierkuchen.
    .
    Wahnsinn, habe auf Spiegel Online gerade gelesen, was da in Afrika abgeht – gegen die Skrupellosigkeit Chinesen und Russen sind die Amerikaner ja geradezu Witzbolde. Die Demokratie schränkt den Handlungsspielraum dann wohl doch ein bisserl ein… Dieser Assange ist bisher ja auch „nur“ im Gefängnis, wenn das die russischen Depeschen wären, hätte er schon seit langem Polonium intus…

  178. @colorcraze
    .
    Beileibe soll...

    @colorcraze
    .
    Beileibe soll mein Beitrag nicht allein auf amerikanische Firmen beschraenkt sein.
    Schreiber HJM vermutete anti-amerik. Ressentiments hinter dem wikileaks-Trubel, dies wollte ich unter Verweis auf Tatsachen wiederlegen.
    Mich wundert und veraergert es zudem, dass sich die genannten Firmen (hier auch z.B. die schweizerische Postfinance) ploetzlich ihrer Gesetzestreue besinnen, die bisher nicht so deutlich in Erscheinung getreten ist. Dies allein aufgrund von Vermutungen, denn dass wikileaks Illegales getan hat mit der Veroeffentlichung ist immerhin noch strittig. Ich habe nichts davon gehoert, dass Herrn Zumwinkels Konten aufgrund von Vermutungen gesperrt worden waeren oder Visa Zahlungen von Herrn G.W. Bush nach seinem Gestaendnis, persoenlich befohlen zu haben, illegale Foltermethoden anzuwenden.

  179. @Devin08: Sie meinen, die Lage...
    @Devin08: Sie meinen, die Lage ist so heikel, daß wir eine dritte Amtszeit Merkel bekommen? Hm. Also ich denke, falls die USA wider Erwarten durchdrehen und Palin wählen, dann ja, sonst hoffe ich doch noch auf eine gewisse Regenerationskraft.

  180. *husthusthust*, liebe...
    *husthusthust*, liebe colorcraze, verantwortungsethik…
    .
    wenn soviel abstand von der nie richtig etablierten aufklärung dabei ist (nicht in bezug auf sie gemeint!), ist dies ein merkwürdiges wort, das den konfliktpartner in schach halten sollte.
    wer immer beispielsweise von sicherheit parliert, möchte damit erreichen, dass das gegenüber unterstellt, man wolle sie schaffen.
    der erfahrung nach findet statt, was möglich ist. wenn nicht legal, so illegal; das kommt ganz auf die institution an.
    .
    das interessante an der ganzen causa ist, dass machtverhältnisse recht klar aufscheinen. was zuvor nur vermutungen gewesen sein dürften, wurde nun teilweise bestätigt. zumindest dürfte evident sein, dass überall mit wasser gekocht wird, nicht selten mit brackigem, und dass man nun sehen darf, wer diese suppe auslöffeln musste, welche folgen dies zeitigte und wer dabei zusah.
    .
    cher Filou, was ich sehr gerne noch von ihnen erfahren möchte: wie streuen sie konkret unauffällig sand ins getriebe, um zum motorwechsel anzuregen?

  181. @devin08
    sehr hübsch ihre...

    @devin08
    sehr hübsch ihre analyse. d.h. cem Ö. ist die katze, die sich bald unterwerfen muss und papa jürgen t. begleitet ihn bald als treusorgender vater, wenne r den antrag stellt. cem ö ist aber wirklich auch fotogener als guido. die kanzlerin verfährt also nach dem motto: lasst jüngere, schönere und interessantere männer um mich sein – gerne auch mit verwegenen kottletten
    Wenn da mal nur nicht die hochzeit ausfällt.., ich glaub da nicht dran – noch

  182. @DA
    haben sie eigentlich die...

    @DA
    haben sie eigentlich die post bekommen, oder ist die im österreichischen weihnachtspostverkehr stecken geblieben?

  183. @Hölle GbR: Nun mal im Ernst....
    @Hölle GbR: Nun mal im Ernst. Hatten Sie 600 Millionen Hexen im Durchlauf? – Wir wollen nur die Wahrheit und von der Feuerprobe zur Wahrheitsfindung hatten wir ja ausdrücklich Abstand genommen…

  184. Bislang ist noch nichts da...
    Bislang ist noch nichts da (kann aber auch am Umstand liegen, dass es im falschen Briefkasten gelandet ist, da muss ich mal nachfragen)

  185. seltsam aber sehen sie doch...
    seltsam aber sehen sie doch mal nach im falschen briefkasten…

  186. ja, filou, ich erinnere mich...
    ja, filou, ich erinnere mich noch gut an den permanenten ansturm westdeutscher flüchtlinge auf den freundlichkeits-und-zufriedenheits-staat. die grenzer hatten alle hände voll zu tun, um die dadurch absehbare überlastung der ostdeutschen sozialsysteme durch miserabel ausgebildete wirtschaftsflüchtlinge abzuwehren. zum glück hatte helmut kohl mitleid und dafür gesorgt, daß sie wenigstens sozusagen ihr eigenes essen mitbringen, nachdem sie mit hilfe ostdeutscher kollaborateure die brandenburger tore des anti-unzufriedenheits-walls geöffnet hatten und nun marodierend durch das biotop streiften, um sich mit dingen einzudecken, die sich sich zuhause nicht leisten konnten. ;D

  187. donna laura, eigenartig,...
    donna laura, eigenartig, nicht!? die einen bekommen kärtchen von autoverwertern unter den scheibenwischer gesteckt, die anderen von händlern für scherzartikel aus flensburg.

  188. assange also als "superstar"...
    assange also als „superstar“ einer neuen aufklärung? interessanter gedanke, nur werden wir es wahrscheinlich nicht mehr erleben, wenn man dem wikileaks-gründer ein denkmal errichtet, vielleicht auf dem platz vor einem amerikanischen gerichtshof, wo er verurteilt wurde.
    insofern leben wir nun mal im jetzt und heute und haben mit der welt von übermorgen wenig zu schaffen, in einer zeit also, wenn es keine geheimnisse mehr gibt, nicht mal im sensiblen diplomatischen bereich, sondern wenn alles transparent ist und dieser zustand gegenüber der früheren barbarei um 2000 als allein maßgebend beurteilt wird. wann wird das sein? im jahr 2098? wie wunderbar doch die zukunft konstruiert werden kann!
    bei dem herrlichen gedicht von heine ist mir allerdings eine jüngere geschichtswissenschaftliche publikation eingefallen, in der über die tiefe verzweiflung von zensoren berichtet wird, die tag für tag diesen ganzen elenden schrott lesen mußten (nicht heine, aber andere autoren…), sie als dummköpfe zu bezeichnen, ist nicht ganz abwegig, weil diese beamten für andere aufgaben kaum verwendbar waren, doch erlebten sie als halbwegs gebildete menschen dennoch seelische höllenqualen, die sie auch in privaten aufzeichnungen festhielten.
    Vgl. Grezgorz Kucharczyk: Cenzura pruska w Wielkopolsce w czasach zatorów (1815-1914) [Die preußische Zensur in Großpolen zur Zeit der Teilung], Poznan 2001.

  189. Sehr geehrte Donna...
    Sehr geehrte Donna Laura,
    .
    mit Bezug auf Ihre Anfrage von 13 Uhr und 21 Minuten, kann ich Ihnen mitteilen, dass das Erzeugen von Stoerfaellen situationsabhaengig ist. Ein Klemptner, eine ausgewiesene Kapazitaet seines Faches erklaerte es mir so:
    „Lass die Arbeit absolut perfekt aussehen, verlasse dich aber darauf, dass keiner den absoluten Ueberblick hat, baue einen kleinen, auffaelligen Fehler ein. Nach einiger Zeit hast du wieder eine kleine Reparatur zu erledigen.
    .
    Hochachtungsvoll,
    Filou F. Filou
    -Fachaufsicht geniale Schlampereien-

  190. Man kreide es mir bitte nicht...
    Man kreide es mir bitte nicht als Charakterfehler an, wenn ich gestehe, dass ich stets bessere Empfänger für mein Mitleid als Zensoren kenne.

  191. specialmarke, van Deibel...
    specialmarke, van Deibel prüft gerade einen neuen Brandentschleuniger für unsere Privatkessel. In aller Kürze: hier unten verstehen wir Ihre Obsessionen mit Päpsten und Hexen nicht. Im Mix unserer Seelenqualen bilden die nur Spuren. Wenn es Sie denn sö höllisch interessiert: wir sengen&brennen nicht nach Beruf oder Stellung, sondern nach dem Dekalog. Und unsere meisten Residenten (nicht „Besucher“, wer uns vorgestellt wird, kommt, um zu bleiben) kamen wegen Vergehen gegen das 9. Gebot. Überrascht Sie das wirklich? Sie nicht, oder?
    Wir sehen uns
    B. Herder-Fliegen
    Hölle 5/Vorbehandlung (QM & Fehlbrände)
    )

  192. (Eigentlich muesste ich jetzt...
    (Eigentlich muesste ich jetzt arbeiten)
    .
    Also Don Carlos, in einer meiner Semesterferien diente ich mal als Minibar-Roller bei der DSG. Zu meiner Route gehoerte auch Oebisfelde-Grenze. Da konnte man schon mal „Rueckkehrer“ beobachten; Leute, die ihr Heil im Osten suchten-und, man staune-zurueckgeschickt wurden.
    Einer stand da mit seiner Familie, drei Koffern und einem Farbfernseher (Telefunken). Wie er mir erzaehlte, war er drei Wochen zuvor ins Vaterland der Werktaetigen eingereist (mit Fernseher), aber es habe ihm dann doch nicht so gefallen, sagte er. Ich hatte eher die Vermutung, dass selbst die DDRler ihn nicht brauchen konnten.
    Pleite war er auch noch. Ich schenkte ihm eine Flasche Personalbier.

  193. Donna Laura, es soll...
    Donna Laura, es soll „unauffaelig“ heissen.
    (Sone Schlamperei)

  194. (Und ich müsste kochen)...
    (Und ich müsste kochen)

  195. cher Filou, sabbotasche its...
    cher Filou, sabbotasche its ien stachle, dcoh ehre nru lästich und nicht sonderlich effektiv. zum einsturz gebracht haben diese wönzigen nadelstiche die ddr nicht, dazu schien meiner unmassgeblichen ansicht nach einiges mehr zu gehören.
    .
    und wenn unser lieber geschätzter gastgeber hier im roten salon mal wieder diese hübschen rechtschreibebesonderheiten anbringt, auch wenn dies amüsiert und die welt schmetterlingsbunter sein lässt, ändert dies etwas an irgendeiner staatlichen politik?
    .
    im übrigen beschreiben sie mit der vorgehensweise, die sogar ohne intentionales handeln funktioniert, nicht nur die deutsche bahn sondern auch das hiesige steurrrecht, das laut auskunft eines ausgewiesenen fachmannes ohnehin 4/5 der weltweiten literatur zum thema darstelle.
    .
    lieber Don Carlos, aus flensburg gibt es doch nur die benachrichtigung, dass das gepunktete konto wieder mal aufgefüllt werden müsste.
    .
    um noch ein draufzusatteln: neinnein, viel weiter südlich [sic!] soll es diese gegenstände, für die sie sich so brennend zu interessieren scheinen, käuflich zu erwerben geben. angeblich deutlich sichtbar für alle wissbegierigen und vor sich hin krähenden schulkinderchen, die in der tram am schaufenster vorbeizuckeln…
    .
    lieber don, ich koche schon eine ganze weile (aber nicht in hölle 1-13).

  196. @Hölle GbR, eine Frage zur...
    @Hölle GbR, eine Frage zur Orientierung: Handelt es sich hier um die katholische oder um die protestantische Hölle? Kurz, ist die häufigste Übertretung nun das „Begehren der Frau des Nächsten“ oder „falsches Zeugnis ablegen“? – Man muß doch wissen, warum man mit Ihnen in Geschäftsbeziehung treten soll…

  197. lieber specialmarke, fern...
    lieber specialmarke, fern davon, mich in ihre kleine unterhaltung einmischen zu wollen – wenn ich mir eine kleine bemerkung erlauben dürfte: in diesem unseren zusammenhang wäre es unter umständen günstiger, zu fragen, ob dies hölle ost oder hölle west sein solle…

  198. cara donna laura, ;) der...
    cara donna laura, ;) der kommentar muß Sie nicht verlegen machen. er bezog sich nicht auf Sie, sondern entlehnte Ihnen nur das thema und spann es weiter. nichts für ungut? es ist doch weihnachten…

    und ich muß jetzt ein, zwei weihnachtsengel glücklich machen.

  199. Eine bittere Erkenntnis zu den...
    Eine bittere Erkenntnis zu den qualitätsjournalistischen Ansprüchen mancher „Edelfedern“ (gell SZ?) ist ja die Aussage bezüglich Wikileaks: „Das müssen wir alles gar nicht wissen.“
    Das sagen Journalisten. Das ist nun wirklich Verrat.

  200. specialmarke, alle Ihre Fragen...
    specialmarke, alle Ihre Fragen werden wir Ihnen gern beantworten! Und auch alle die Fragen, die Sie heute noch nicht stellen. Nur ein kleines wenig Geduld! Sie werden es bereuen ;-)
    G. van Deibel
    Hölle 5/Vorbehandlung (Erzlumpenbräterei)

  201. Wir haben doch schon die...
    Wir haben doch schon die Hölle auf Erden. Welche Geschäftemacher erdreisten sich also, daraus noch ein Abschreibungsmodell zu machen? Irgendein van Deibel oder van Gammel findet sich immer, der die Verlustzuweisungen gegen schmale Gebühr auf steuersparwillige Idioten verteilt. Sollen sie doch erstmal den FC Bayern auf Vordermann bringen! Bratwürste reichen wohl nicht und Geld schießt schon lange keine Tore mehr. Leidlich amüsierte Xantippen helfen auch nicht weiter.

  202. Werter Don,...
    Werter Don, selbstverständlich hat man die Sodomie immer gerne hergenommen, seien es Templer oder Gegenpäpste oder ungezählte andere unliebsame Herren gewesen, die man loswerden wollte, aus vielerlei Gründen. Dies scheint dem Herrn A. ja nun erspart zu bleiben, das wäre aber auch zeitgeistgemäß genderbetrefflich nicht zielführend, würde ich denken.
    Mein Mißtrauen richtet sich auch keineswegs im Eigentlichen gegen das ganze nun Stück für Stück erfahrbare Geplapper und Gezischel von ungezählten Diplomaten und die daraus erwachsenden mehr oder minder erhellenden Informationen über den leidlich bekannten Verrottungszustand der Welt, insbesondere des sogenannten „westlichen“ Parts derselben. Was mich vielmehr masiv stört und mir ein ganz und gar ungutes Bauchgefühl vermittelt ist die Frage, wem das alles nutzt und wer das alles zahlt und warum, und wozu das dient. Ja, es dient der „Wahrheit“, die ist hehr und schön und gut. Leider aber es will mir partout nicht einleuchten, daß eine Veranstaltung dieser Dimension aus lauter Menschenliebe geschieht, um den Planeten besser zu machen, das wäre eine doch zu naiv zauberhafte Vorstellung anhand des realen Zustands der Welt.
    An Herrn Alasondro Alegré: Da haben Sie mich völlig falsch verstanden! Keineswegs vermute ich hier etwa Antiamerikanismus hinter der Sache, sondern ich bin überzeugt daß genau diese Karte von den Drahtziehern dieses Schauspiels sehr gezielt benutzt wird, um den Glauben zu erwecken, derlei Ressentiments seien im Schwange, um genau den Effekt zu erzielen, den man wünscht, was offensichtlich ja wunderbar funktioniert. Auftritt also der glorreichen Hacker-Helden von „Anonymous“, die den ersten Trigger liefern, der die eigentliche Sache ins Rollen bringen wird. Schon werden erste Stimmen laut, die im Zuge der ganzen Scharade lauthals eine striktere Kontrolle des Netzes fordern. Wie ich schon zuvor sagte: Eine siebenschlössige Falle. Gewieft erdacht, die Umstände mithilfe von Perfidie und Intrigue genau dahin zu bringen, im (baldigen) Ende alternativlose (…) Gründe zu haben das Netz absolut und rigoros kontrollieren zu können. Die WikiLeaks-Wahrheits-Sahnecremefüllung und der Assange-Märtyrer-Zuckerguss mit Vergewaltigungs-Bitterkrokantstückchen drin nebst den Anonymous-Trüffelchen obenauf plus der ohnedies weltweit vorhandenen antiamerikanischen Stimmungslage mit allen zugehörigen Emotionen verlocken massiv zum Verspeisen der so wohlfeil dargebotenen Torte. Die schrecklichen Bauchschmerzen kommen dann nach der euphorischen Enthüllungs-Freiheits-Elysiums-Völlerei. Es bleibt spannend …

  203. Nun - Spenden. So teuer sind...
    Nun – Spenden. So teuer sind ja ein par Serverplätze auch nicht.

  204. Sicher, Herr Alphonso, sicher....
    Sicher, Herr Alphonso, sicher. Es könnte so sein. Ich will auch nur äußerst ungern die pessimistische Unke geben, die zynisch stets nur das Schlechte in allem sieht. Zu gern glaubte ich an die Geschichte mit der Wahrheitsliebe und alledem, es würde mich ja zutiefst beglücken, wenn die Dinge auf diesem Planeten sich endlich einmal derart zum Besseren wandelten und die Offenheit und Wahrheit tatsächlich vermittels dieser Form Fuß zu fassen in die Lage versetzt würden! Und dennoch: Es ist dieses alles zu aalglatt perfekt. Es fügt sich gar zu fein in die Zeit und die Zustände. Die Gefühle der durch die Krise in all ihren Ausfromungen geplagten Masse werden allzu exakt angesprochen. Pardon, aber kein Studio würde wohl eine solche Geschichte zur Verfilmung annehmen. Nicht mal für die Familienunterhaltung zur Weihnachtszeit …

  205. BertholdIV@: Sie haben sich ja...
    BertholdIV@: Sie haben sich ja wacker geschlagen. Der Termin im kommenden Juli
    bezügl. des Kanzlers Chr. Knorr v. Rr. selig geistiger Hinterlassenschaft ist fest „eingebont“ und unvergessen. Ansonsten: Advent, Advent ein Lichtlein brennt und immer fleissig singen: „Morgenglanz der Ewigkeit“.
    ..
    @@: Revival of 1984.
    ..
    Das ist der „Vorzug“ der Höllenverwaltung: Genaueste und penible Kenntnis der Grundlagen. Zum 9. Gebot deshalb ein „Was ist das?“: Du sollst deswegen nicht mitsteigern, wenn Deines Nächsten Hütte offeriert wird.

  206. @HJM: Verschwörungstheorien...
    @HJM: Verschwörungstheorien brauchen wir – glaube ich – nicht, um diese Vorgänge als Teil eines gesellschaftlichen Wandlungsprozesses zu begreifen, der allerdings wohl auch nicht in einer besseren Welt enden wird. Die jetzige Geschichte ist wahrscheinlich eher Teil der Geschichte des Niedergangs der USA als Weltmacht. Und dieser Niedergang wird noch sehr lange sehr unangenehm für uns alle sein. Und natürlich ist die Geschichte auch ein Stückchen Internetgeschichte. Und sie ist möglicherweise eine Fußnote in der Geschichte der Frauenenmanzipation. Und wenn die angesagten Bank-Dokumente öffentlich werden, gibt es noch eine Fußnote zur Geschichte der Finanzwirtschaft. – Ja, und das Ganze hat für uns Zuschauer noch die Qualitäten einer aufregenden Krimiserie. Und wir spenden diesmal nicht für Tiere, sondern für Serverkosten, damit das Spektakel weitergehen kann…

  207. Und noch ein Aspekt, der...
    Und noch ein Aspekt, der bislang kaum beachtet wurde. Die amerikanischen Diplomaten haben eine riesige Menge „content“ produziert, an dem sich die Medien ohne Rücksicht auf Urheberrechte schamlos bereichern. Ein Volk lacht sich an der „Teflon-Kanzlerin“ kaputt, ohne den geistigen Urheber für seine kreative Leistung zu entlohnen. Hätte Bildzeitungswagner diesen Einfall gehabt, wäre sein „Brief an Deutschland“ wieder mal gerettet gewesen…

  208. Lieber Herr Meier,
    nein, meine...

    Lieber Herr Meier,
    nein, meine ich nicht, falls Sie sich auf meinen Gedanken vom Mainstraem der Niedertrachten beziehen sollten. Die Nazidiktatur z.B. war erwuenscht. Was dann in der Folge geschah, war keineswegs unerwuenscht. Selbst der Krieg wurde positiv aufgenommen. Es war doch viel zu verfuehrerisch, im besetzten Polen als Herrenmensch auftreten zu duerfen, in schoene Wohnungen einzuziehen deren Vorbewohner so geheimnisvoll verschwanden, ein auskoemmliches Gehalt von der IG-Farben in Auschwitz zu bekommen-bei niedrigen (polnischen) Lebenshaltungskosten. Nur der komische Geruch aus Nord-West stoerte manchmal.
    Haette es damals so etwas wie WL gegeben, niemand, wirklich niemand wuerde Auschwitz geglaubt haben. Die WL-Veroeffentlichungen dieser Tage scheinen nur deshalb so glaubhaft, weil es eben nicht um gigantische Verbrechen geht, sondern nur um Kollateralschaeden von Industrie, Forschung, Diplomatie etc.
    Redet noch jemand von Seveso, Three-Miles-Island, Gruenenthal oder der Hispano-Suiza-Affaire des Herrn Strauss? Nur Beispiele.
    Den Gulag brachten Einzelpersonen ins Bewusstsein. Die Watergate-Affaire kam durch einen einzelnen Wisthle-Blower ans Licht.
    Es sind die mutigen Einzeltaeter, die etwas bewirkten oder bewirken wollten-keine Schwaetzer. Wl schaute nicht hinter die Kulissen von Nordkorea, Iran oder Israel (in Israel war es Vanunu-wieder ein Einzeltaeter).
    Es bleibt abzuwarten, bis WL einen Status bekommt wie die BUNTE-nur ohne Burda. Oder vielleicht doch mit ihm? Man kann aus allem ein Geschaeft machen.

  209. Bisher hatte ich leider noch...
    Bisher hatte ich leider noch keine Zeit auf den Kommentar unseres sehr verehrten Gastgebers von 03:39 einzugehen. Mir wirft man natürlich auch alles vor – allerdings nur hinter meinem Rücken. Ganz am Anfang war das noch nicht so. Da steckte man mir die verleumdenden Dokumente noch zu. Aber weder bin ich geflohen, noch habe ich mich versteckt, noch habe ich irgendwelche Anzeichen gegeben, dass mich so ein Schrott dazu bringen könnte, meine Rechtsposition aufzugeben. Stattdessen benützte ich das verleumdende Material dazu, Disziplinarverfahren gegen mich selbst anzuordnen. Damit hatte niemand gerechnet, denn das hatte sich noch nie jemand getraut und es ist allen Beteiligten – außer mir – ausgesprochen schlecht bekommen. Und jetzt hat (leider) keiner mehr den Mut, mir juristisch verwertbare Hinweise von dem Dreck zu geben, der auf mich geworfen wird.

  210. @mawu: Ja. Ist so.
    @donna...

    @mawu: Ja. Ist so.
    @donna laura: Ja gewiß geht es immer um die Möglichkeiten der Macht. Aber man hat da schon ein bißchen Spielräume in der Ausübung und im Begreifen und Antizipieren längerfristiger Möglichkeiten.
    @bertholdIV: Cem Ö. ist ein ganz interessanter Fall. Er ist sowohl als grüner Schwabe als auch als Deutschtürke völlig glaubwürdig. Die Frage ist nur, reicht sein politisches Talent und Profil, eine größere Rolle zu übernehmen? – Tränen-Roth muß man jedenfalls von Ämtern fernhalten, das gibt nur Unglück. – Daß Künast Regierende wird, hoffe ich nicht, nicht wegen ihrer Person – ich denke, sie könnte schon bürgermeistern – sondern wegen der illusionistischen Ansinnen, die die Grünen haben. Da wähle ich im schlimmsten Fall eher noch Linke, damit der Wolf erhalten bleibt. Die sind sonst überall komplett spinnert, aber in Berlin haben sie ein paar pragmatische Leute, die das für die Stadt richtige tun.
    @HJM: soweit ich das bisher beurteilen kann, sind es die Europäer, die Wikileaks ziemlich ungestört laufenlassen. Die Server stehen wohl in diversen europäischen Staaten. Ansonsten schließe ich mich specialmarke an.

  211. @Tiger: Respekt, auf so einen...
    @Tiger: Respekt, auf so einen Einfall muß man erstmal kommen.
    @specialmarke: richtig, genau das meinte ich mit „parasitär“.

  212. @HJM: Also, mit Ihrem "das ist...
    @HJM: Also, mit Ihrem „das ist zu aalglatt“ stehen Sie sich, glaube ich, selbst im Weg, so wie seinerzeit mein Ex, der einfach nicht mitkommen wollte zur Mauer, „weil man da eh nicht durchkommt“. Als ich ankam, war sie nur in Ost-West-Richtung offen, aber nach etwas Drängen gings dann auch in die andere. Ein bißchen unauffälliges Nachhelfen – eine Schranke hochheben – und ruhig und freundlich zulaufen und dann selber sehen, was los ist…

  213. Werter Collega Don Alphonso,...
    Werter Collega Don Alphonso, mich düncket Ewrer Wohlgeborn wöllen sich doch nit allzuweyt in historici fürwitzig dasz Näsleyn touchirn, sodasz ad loco Euch, halten zu Gnaden, in praesentio der eyn oder ander Servicio gar moderat ein Lüntleyn anprennet? Etwan per divisio: „Quam saepe summa medio in culo latent“

  214. Und die ehemalige...
    Und die ehemalige DDR-Nomenklatura muss ja seit 1990 auch damit klar kommen, dass jeder alle ihre Akten einsehen kann.
    .
    hansmeier, die ärgern sich darüber, dass sie vom trog vertrieben worden sind. die akten interessieren dort niemanden mehr. kann auch damit zusammenhängen, dass man damit keine posten mehr freischiessen kann.

  215. Es gilt die revolutionäre...
    Es gilt die revolutionäre Option nicht aus den Augen zu verlieren
    .
    @BertoldIV: Sie haben recht. Ein großbürgerlich-kleinbürgerliches Bündnis ist in der Form des Regierungsbündnisses nicht so einfach. Denn dem Wesen nach ist die bürgerliche Demokratie wohl eine kleinbürgerliche, d.h. dem Versprechen nach, doch auf der ganzen Linie wird das Kleinbürgertum dabei über den Löffel barbiert, was ja auch daran zu erkennen ist, wie der sog. Mittelstand schikaniert wird. Das mag der Grund dafür sein, dass es im Kleinbürgertum eigentlich dauernd gärt. Man muss sich nur die konservativsten Leserbeiträge hier in der FAZ mal so richtig zu Gemüte führen. Wann weiß wirklich nicht, wann ihre Fundamentalopposition einem konservativen Dünkel und wann ihren zum Teil durchaus berechtigten sozialen Interessen entspringt. Das Kleinbürgertum, was ja keine eigentliche Klasse ist, sondern ein Konglomerat aus Klassenresten, deklassierte in aller Regel, hängt an seinem linken Flügel an der Arbeiterklasse (derzeit auch als Prekariat) und an seinem rechten liebäugelt es mit der offenen Diktatur der Bourgeoisie, sozusagen: jederzeit bereit zum Mitmarschieren, bei beiden (oder auch zum Intrigieren, wenn möglich).
    .
    Die Grünen haben da eine Entwicklung hinter sich, dass man beide Flügel in einer Partei vorfindet, wobei die sog. Ultralinken, die Partei Ditfurths, nicht mehr mithalten konnten und beizeiten ausscherten. Was ihnen zur Ehre gereicht, zu mehr aber auch nicht. Aber ein kleiner Rest davon liebäugelt mit der Partei „Die Linke“ (nicht wirklich mit der Revolutionären Linken). Cem Özdemir gehört zur Fraktion der Demagogen, will heißen: der Ultrarechten im Priestergewand, er predigt gerne, besonders zum Grundgesetz. Trittin, als ehemaliger Funktionär des Hamburger „Kommunistischen Bundes Nord“ (KB-Nord), dürfte den Linken wohl nahe stehen, aber als der ewige Renegat. Die Anderen sind Schnee von gestern und eigentlich schon abgewirtschaftet, deswegen versucht es die Roth in Berlin, im letzten Anlauf, damit sie nicht ganz abschmiert. Was uns blühen könnte, wenn das Bündnis funktioniert, ist eine Art „Querfront“ aus einem ultrarechten, sprich: „eisernen Kanzler“ (zu Guttenberg), einem linken Arbeitsminister (Trittin, die Schwarzer als Staatssekretärin für gleichgeschlechtliche Familien mit im Boot), einem zu allem fähigen Verteidigungsminister (Özdemir), einem konservativen Finanzminister (Schäuble wohl nicht mehr, aber vielleicht einer aus dessen Seilschaft), einem strammen Minderheitenminister (incl. dessen Zuständigkeit für heterosexuelle Familien – Seehofer?), und einem Innenminister als Joker aus den Reihen derer, welche die stärkste Partei stellen. Sieht doch nett aus, oder?
    .
    Wenn beide könnten, wie sie wollten, würden sie es in etwa so machen! Das Problem ist tatsächlich die Bandbreite in grundsätzlichen Fragen. Die Schwarzer, so schwarz sie auch geworden sein mag, würde diese Bandbreite geradezu auf personifizieren und damit dauerhaft skandalisieren. Wir können das gerade am Aufstand innerhalb der FDP gegen Westerwelle beobachten. Der Bourgeoisie platzt so langsam der Kragen bzgl. der Extravaganzen ihrer Diven. Die Bajuwaren wären fähig die Rechte der Heteros notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen, dabei vielleicht Schützenhilfe durch eine kirchliche Bulle einfordernd. Das könnte dann auch den Streit zwischen Katholiken und Protestanten auf neue Höhen schrauben. Und Deutschland an den Rand eines theokratisch inspirierten Aufstandes treiben. HansMeier555 wird da wohl schon die Chancen einer feudalen Renaissance eruiert haben.
    .
    Ich bin mir nicht sicher, ob das Finanzkapital sich solche Sperenzien leisten möchte. So eine unkomplizierte Technokratendiktatur aus Brüssel stünde ihr dann wohl schon näher. Und um genau diese Frage geht es dann auch: kriegen wir diese kleinbürgerlich-konservativ-linke-nationaldeutsche Querfront, oder eine Brüsseler Großbourgeoisie-Technokratendiktatur, einen Sarkozy-Gabriel-Bonapartismus (wofür ja eigentlich der Lafontaine schon mal bereit zu stehen schien, na wer weiß, wenn „Die Linke“ mit ins Boot kommt?) gewissermaßen. Das absolut tragische daran ist, dass das wahrlich nicht nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera ist, sondern Europa ebenso katastrophal zerreißen würde, wie schon mal gehabt – nämlich wie unter den ersten Bonaparten. Allerdings stellt sich dies heute in einem wesentlichen Punkt völlig neu dar. Unter dem 1. Kaiser aller Franzosen, dem Napoleon I, konnte man noch eine historisch-fortschrittliche Richtung, ja die einzig mögliche, ausmachen, und diesen Riss sozusagen herbeiwünschen. Auch Heine und Marx konnten angesichts der versteinerten europäischen Reaktion von Wien bis Petersburg nur auf einen Napoleon setzen. Heute hingegen wüsste ich wirklich nicht, was die schlimmere Option wäre: ein kleinbürgerlich-nationaldeutscher Aufstand oder eine großbürgerliche europäische Diktatur? Und wenn das alles nicht so wahnwitzig Irre wäre, würde ich beinahe sagen: es sind spannende Zeiten, in denen wir leben. Und es gilt die revolutionäre Option dabei nicht aus den Augen zu verlieren.

  216. Wir wissen immer noch nicht,...
    Wir wissen immer noch nicht, was Leute wohl dazu bewegen mag, den FOCUS zu lesen.
    Aber es werden wohl dieselben sein, die WikiLeaks nicht mögen.

  217. @Filou
    Hinter die Kulissen des...

    @Filou
    Hinter die Kulissen des Iran und Nordkoreas schauen?
    .
    Das wäre jawohl eher Aufgabe der Geheimdienste CIA und BND, die wir mit unseren Steuergeldern finanzieren.
    .
    Assange jetzt den Vorwurf zu machen, dass er als Einzelperson da nicht mehr Geheimnisse aufklären kann als professionelle Geheimdienste, ist ja wohl unfair.
    .
    Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass westliche Regierungen ihre tatsächlichen, eingebildeten oder erfundenen ERkenntnisse in dieser Richtung nicht propagandistisch ausschlachten würden. Dafür stehen ihnen Milliarden Dollar zur Verfügung, wozu brauchen sie da noch einen Assange?

  218. @Filou
    .
    In der alten BRD gab...

    @Filou
    .
    In der alten BRD gab es eine von Bund und Ländern finanzierte Einrichtung namens „Erfassungsstelle für Menschenrechtsverletzungen in der DDR“ in Salzgitter.
    Um 1988 stellten die SPD-regierten Bundesländer die Zahlungen an diese Institution ein. DAs stand wohl im Zusammenhang mit dem ominösen SPD-SED-Papier.
    Damals bereiteten sich alle darauf vor, dass 1990 erstmals Rot-Grün regieren und die DDR völkerrechtlich anerkennen würde.
    Das hielt man für den ganz normalen Gang der Dinge.
    .
    Mich hat das damals sehr geärgert, fand aber in meinem Umfeld dafür kaum Verständnis oder auch nur Interesse. Und das habe ich nicht vergessen. Heute geht es mir ähnlich, nur andersrum. Für die damals Gleichgültigen ist die Frage, ob Gysi nicht vielleicht doch ein Spitzel war, heute, 22 Jahre später, immer noch brennend aktuell und relevant. Was Guantanamo, Abu Ghuraib etc. betrifft, sagen sie, dass es genügt, auf die Selbstheilungskräfte der Demokratie zu vertrauen.
    Und wenn diese Kräfte doch nichts heilen? — Na gut, dann ist die Welt eben so und man kann halt nichts machen und in Nordkorea ist es noch schlimmer.

  219. @colorcraze: Nun, ich war...
    @colorcraze: Nun, ich war dabei in Berlin an jenem 09. November, mittendrin im Gewühle, wie ungezählte andere auch, nachdem ich zuvor herzhaft verlacht wurde weil ich reichlich schnell eine klare Meinung hatte zu den unmittelbaren Folgen von dem, was der Herr Schabowski da in jener Pressekonferenz zum Besten gegeben hatte. Es kam an diesem Abend, was nun alle kennen. Am frühen Abend dieses Tages wurde ich also ausgelacht, weil ich die Meinung vertrat, daß das, was Schabowski da gesagt hatte in der Pressekonferenz, die Welt völlig umkrempeln würde. Als ich drei Tage später im Freundeskreis sagte, der Osten würde alsbald vom Westen nicht über den Tisch, sondern unter selbigem durch den Dreck durchgezogen wurde ich wiederum ausgelacht und als Unke bezeichnet. Im Übrigen wußte Momper, damals Regierender von Berlin, seinerzeit bereits mindestens seit dem 29. Oktober 1989 von der kommenden Maueröffnung, ergo wußte es die westberliner und westdeutsche Politik dann auch und die Vorbereitungen des Westens für den Mauerfall waren längst getroffen, wie inzwischen bekannt ist >http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a5421/l0/l0/F.html#featuredEntry – hätte man die heute bekannten Tatsachen damals als Meinung vertreten, wäre man als kruder Verschwörungstheoretiker herzhaft verlacht und verhöhnt worden …

  220. @colorcraze - Danke!...
    @colorcraze – Danke!

  221. Ich habe nun vielfältige...
    Ich habe nun vielfältige Meinungen gelesen und danke allen Kommentatoren dafür. In summa fühle ich mich wie der Johann Buddenbrook: Kurios!
    Mich stören ja immer diese pauschalisierenden Zuordnungen Wessi/Ossi. Aber ich muß jetzt wirklich mal in die geschätzte Runde fragen: Haben Sie es wirklich geglaubt, glauben Sie es wirklich, daß die Demokratie eine moralische Veranstaltung wäre? Daß die Demokratie als Konzept betrachtet irgendetwas mit einem Optimum verbindet und nicht nur die am wenigsten schlechte Lösung ist? Daß die Declaration of Independence mehr als nur Literatur ist? Natürlich ist die Diplomatie kein sauberes Geschäft, natürlich ist der Mensch nicht gut. Wo ist der Neuigkeitswert? Ich habe es häufig betont und tue es wieder: der Nutzen der Historie für das Leben ist größer als ihr Nachteil. Ich schaffte mir heute die Memoiren des Herzogs von Saint-Simon an. Diese trugen, wie bekannt, sehr zum Verfall der französischen Monarchie bei. Aber war es danach besser? Ist Rocroy schlimmer als Passchendaele? Die Toten erzählen es mir anders. Wieviele Tote wird Herr Assange zu verantworten haben? Herr Assange übrigens erscheint mir eher ein Cagliostro als ein Bruno zu sein. Manche arcana imperii sollten verborgen bleiben. Nicht weil es recht wäre, sondern weil es das Leben vereinfacht. Quod erat demonstrandum.

  222. ..., was zieht der alphonso so...
    …, was zieht der alphonso so alles an sich, die Geister die man rief, na den Rest kann ich sparen. Gelungen, gelungen Gratuliere, man sieht sie leben in historischen Mauern

  223. @HJM: ja, wiewohl die Masse...
    @HJM: ja, wiewohl die Masse der Leute in der BRD, besonders meine Generation und jünger, eher so dachte wie von HansMeier beschrieben, gab es immer noch einige, die die Entwicklung beobachteten.
    Ein Westberliner LKW-Fahrer, der wohl ganz in der Nähe der Bornholmer Straße wohnte, erzählte, er habe schon Wochen vorher immer weniger Kontrollen erlebt, und ein paar Tage vor dem 9. hätten sie einen Ostberliner rausgelassen, der dann ganz verstört unten gestanden sei und den er mehrere Tage beruhigt habe mit „wird schon wieder“, bis er dann doch wieder seine Familie sehen konnte. Ich nehme schon an, daß es in der Westberliner SPD Leute gab, die derlei gesprächsweise mitbekamen und wegen Auffälligkeit weitererzählten, denn das Westberliner Biotop hielt schon zusammen.
    Ein in Greifswald Studierter, der wohl in den 60ern nach Westen flüchtete, schwört Stein und Bein, daß er bereits 1988 überall verbreitet habe, daß die Maueröffnung bald bevorstehe.

    Vonwegen Nordkorea, ich fand wie gesagt die Reiseberichte von dem Schweizer und den Deutschen, die es schafften, auf einer für Ausländer eigentlich verbotenen Strecke zu fahren, recht vielsagend. Ich denke nicht, daß Geheimdienstler da mehr und Verläßlicheres rausfinden würden als irgendwelche einfach neugierigen Privatleute.

    @HansMeier: Nicht nur die Leser des Focus, auch die der Bunten und vieler anderer Blätter, die in Lebensmittelgeschäften meist zahlreich ausliegen, sind mir ein völliges Rätsel.

    @Devin08: über Ihre Personenzusammenstellung mußte ich nun doch lachen, nein, derart karnevalistisch wird es sicher nicht werden.

    Über die österreichischen Reaktionen auf Wikileaks, wie im Guardian berichtet, mußte ich sehr lachen. Sie fanden den Ärger des amerikanischen Botschafters, der wohl jahrelang vergeblich versuchte, sie zu irgendeiner Art von Engagement oder auch nur Interesse zu bewegen, einfach „unerklärlich“.
    http://www.guardian.co.uk/world/2010/dec/10/wikileaks-reaction-world-reaction
    Und die Nepalis sind bitter enttäuscht, daß über sie nichts zu finden ist.

  224. @spökenkiecker das heisst in...
    @spökenkiecker das heisst in Fachkreisen : erselbstmordet.
    Meiner Meineung nach die wahrscheinlichste Methode Herrn Assange ( Ansage) ( mund)tot zu machen.
    Hier noch ein wenig Popcorn :http://alternativlos.org/10/
    habe die Ehre

  225. @HansMeier, zur Person...
    @HansMeier, zur Person Assange: dem kann man keine Vorwuerfe machen. Er ist nur ein Leitwolf der Bewegung. Ganz alleine wird er ja wohl nicht agieren. Auch gegen Wikileaks ist im Grunde nichts einzuwenden. Nur finde ich das ganze Theater um die sogenannten Enthuellungen reichlich uebertrieben. Ich habe die Neigung, einen hellen Spruch von Wolfgang Neuss annaehrungsweise zu zitieren: „…wird jetzt viel ueber Katastrophen berichtet. Dann wird’s wohl Weihnachtszeit sein!“
    .
    Die „Erfassungsstelle“ hielt ich damals fur ein Relikt des Kalten Krieges, ihre Oeffentlichkeitsarbeit fand im Kanal von Richard Loewenthal statt, den ich irgendwie nicht ausstehen konnte, obwohl…? Heute sehe ich das etwas anders. Eine leichte Zunahme an Weisheit moechte ich mir nicht absprechen.
    Voellig verschissen hatte L. mit einem Bericht ueber afghanische Freiheitskaempfer, die in Deutschland zum Kriegsfilmberichter ausgebildet werden sollten. Da hatten sich die Strammrechten ‚was Feines ausgedacht. Ich sehe es heute noch vor mir:
    Loewenthal ueberblendet, Stimme im Off, Bild: baertige Maenner auf einem Kinderkarussel, jeder mit einer S8-Kamera in der Hand, auf einem Holzpferdchen sitzend.
    Kommentar (sinngemaess): Um die Freiheitskaempfer bei der Filmarbeit an den Stress in Gefechtssituationen zu gewoehnen, wird hier ein spezielles Trainingsprogramm exerziert…
    Wie, was? Nee, kein Witz! Das war wirklich so. Es war grotesk. Noch grotesker wurde es, als ich die Stimme des sog. Ausblders erkannte. Sie gehoerte einem guten Bekannten, den ich wegen seiner Bewunderung fuer die Nuernberger Wehrsportgruppe Hoffmann besonders verachtete. Der Bursche wollte immer ‚was mit Film machen.
    .
    Wie kam ich jetzt darauf? Achso, Erfassungsstelle. Nach dem Mauerfall interessierte sie mich wieder mehr. Dies lag allerdings daran, dass ich mich mit der traurigen Realitaet meiner Geburtsstadt beschaeftigen musste.
    .
    Ehrlich, fuer 1990 sah man eine Rot-Gruen-Koalition am Horizont?
    SED-SPD Papier ist mir ebenfalls terra incognita. Bei Gelegenheit machen Sie mich schlau? Das finde ich wirklich interessant. Was habe ich in dieser Zeit bloss fuer Allotria getrieben, dass das meiner Aufmerksamkeit entgangen ist.
    Gruesse F.

  226. @specialmarke10:

    Die...
    @specialmarke10:
    Die „Wunderwaffe“ Urheberrecht einzusetzen ist in diesem Falle leider nicht möglich.
    http://www.law.cornell.edu/uscode/17/105.html

  227. @Filou
    .
    Sehr richtig der...

    @Filou
    .
    Sehr richtig der Hinweis auf Löwenthal. Ja, es waren tatsächlich nur noch diese unsympathischen und etwas peinlichen Stammrechten, die sich für so was interessierten.
    .
    Aber schon damals ging es doch ebensowenig um Löwenthal, wie es heute um Assange geht, sondern um Menschenrechtsverletzungen in der DDR. Und die Diktatur dort war ja wirklich übel, auch wenn das 1988 niemanden (ausser Dregger, Löwenthal & Co.) noch interessierte. Aber jeder konnte es wissen.
    .
    Tja, und dann kam die Wende und plötzlich waren alle besessen von DDR-Unrecht und DDR-Skandalen allen voran der SPIEGEL, und der peinliche Löwenthal wurde abgelöst durch Wolf Biermann, Pfarrer Eppelmann und Joachim Gauck. Und die gibt es heute noch und sie werden zumindest im Milieu der Bundesverdientskreuzträger als moralische Autoritäten anerkannt.
    .
    Leider habe ich von keinem von denen jemals ein kritisches Statement zu Guantanamo, Abu Ghuraib oder zum Raketenschlag in Kundus gehört. In seiner Eigenschaft als Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung warnte Günter Nooke vor zu viel Kritik an der amerikanischen Folterpraxis.

  228. @solong
    informiert sein...

    @solong
    informiert sein ja;
    nur was fangen wir damit an?
    wir waren noch nie so gut informiert wie heute, und weiter?
    hat jemand bisher eine plausible Erkärung für das Thema Banken- oder Finanzkrise erhalten?
    wikileaks informiert, gut;
    nun führen 16 Jährige einen Internetkrieg;
    warten wir bis die ersten Befürworter ihre persöhnliche Krankenakte oder Finanzverhältnisse in wikileaks finden, dann wird sich die Meinung schnell drehen, was öffentlich bekannt sein darf und was nicht;

  229. wunderbarer Artikel ! Es sind...
    wunderbarer Artikel ! Es sind immer nur wenige Sekunden im Licht, in denen die Kakerlaken sichtbar sind. Meist arbeiten sie unsichtbar, im Verborgenen…wir erleben gerade diese hellen Sekunden, denn die Kakerlaken sind gerade richtig gut zu sehen.

  230. @savall "Nicht weil es recht...
    @savall „Nicht weil es recht wäre, sondern weil es das Leben vereinfacht. “
    Oho! Wenn ich solch simple Philosophie oder gar Tun auf reale Beispiele übertrage, wird mir Angst und Bange: es ist zwar nicht Recht, meine Nachbarn abzuknallen, aber endlich nerven sie nicht mehr. Oder wie ist das sonst gemeint?

  231. Wikileaks...die US-Diplomaten...
    Wikileaks…die US-Diplomaten machen mir einen Heidenspaß: mit dem Vatikan sprechen wollen!!! (Haha!) Den Vatikan verstehen wollen!!! (Hahaha!!!)

  232. Da hat man es mit den Spaniern...
    Da hat man es mit den Spaniern sehr viel einfacher, die bereitwillig berichten, wie sie in der EU den Amerikanern gegen Venezuala helfen wollen:
    .
    Pressed by the
    Charge to help the EU develop a constructive position,
    Jimenez said that Spain would try to do something, but would
    want to avoid an appearance of directly interfering in
    Venezuela’s internal affairs. She said a possibility was to
    get a statement at the EU or European Parliament level.
    Jimenez also said the Spanish Government was working behind
    the scenes, feeding information to journalists on the threat
    to democracy in Venezuela.
    .
    http://wikileaks.de/cable/2007/11/07MADRID2159.html

  233. Wir reden nur über...
    Wir reden nur über Diplomatie, Jeeves, nicht über das Leben im allgemeinen. Ich behaupte nicht, daß man derartig in allen Lebenslagen vorgehen könnte. Wenn man allerdings im Verkehr zwischen den Staaten statt gesunden Pragmatismus zu praktizieren über moralische Grundsatzfragen streiten wollte, dann landet man schnell bei Konflikten, die bis zum letzten Mann und zur letzten Patrone ausgefochten werden. Ich bin ganz einfach der Meinung, daß jeder Staat Leichen im Schrank hat. Symbolische und tatsächliche. Anders ist Machtausübung nicht zu praktizieren, das zeigen 4000 Jahre überlieferter Menschheitsgeschichte. Nach meiner Erfahrung sind jene Regierungen vorzuziehen, die mal Fünfe gerade sein lassen. Die Regimes mit der absoluten Wahrheit haben Gulag und KZ. Und ich habe das Recht, von der schmutzigen Wäsche der internationalen Diplomatie verschont zu bleiben. Ich billige derartige Machenschaften nicht, nehme sie aber als unvermeidbar hin. Wenn sie heute die Zeitung gelesen haben, dann wissen Sie, daß in Pakistan bereits Propagandalügen über Indien mit Verweis auf Wikileaks verbreitet werden. Die Zukunft wird es zeigen, für wieviele Kriege, wieviele Tote Assange die indirekte Verantwortung haben wird.

  234. @Savall
    .
    "Und ich habe das...

    @Savall
    .
    „Und ich habe das Recht, von der schmutzigen Wäsche der internationalen Diplomatie verschont zu bleiben. … Die Zukunft wird es zeigen, für wieviele Kriege, wieviele Tote Assange die indirekte Verantwortung haben wird.“
    .
    So Zitate sammel ich. Mehr davon bitte!
    .
    P.S.: Unterm Ancien régime war auch der Sex viel besser.

  235. Mit dem Kommentar von...
    Mit dem Kommentar von „specialmarke“ um 12:04 ist, denke ich alles offen gelegt. specialmarke ist das Wikileaks für alle, die hier bis zuletzt auf Niveau hofften.

  236. da war nochwas mit dem...
    da war nochwas mit dem Zündholzmonopol und Xanthippen…

  237. danke ! seit dem 2.12. lese...
    danke ! seit dem 2.12. lese ich immer nur englisch/es, endlich mal was in deutsch, das ich lesbar finde.
    und ja, Ihre historischen beispiele sind ja „pars pro toto“ und für mich immer lesens- und erinnerungswert.
    .
    WL ist lediglich eine „plattform“. in allem, was von JA per YT frei ansehbar ist, hat er sich halt als „das gesicht“ präsentiert; es gab und gibt da ja auch andere.
    .
    „mehr vom selben“ und „history repeating“ indem „der bote“ mundtot etc. gemacht wird.
    .
    und anscheinend hat „die deutsche Politik“ immer noch nix, weder seit Spiegel, Cicero und El-Masri gelernt – dort herrscht für mich der einzig erkennbare und dauerhaft anhaltende sog. fachkräftemangel.
    und sog. investigativen journalismus ? der wäre in D ja nun mal wieder ansatzweise möglich. auch fehlanzeige.
    oder ist Ihnen bzw. ihnen etwas zum Guardian vergleichbares in D bekannt , das ich übersehen haben könnte ?
    .
    das ist m.E. erst die „spitze eines eisberges“ der mittels WL jetzt mal „hochgeploppt“ ist.
    .
    aktuelles popcorn
    http://www.youtube.com/watch?v=oZRDXoAvolQ&feature=youtu.be

  238. Wenig Ueberraschendes von...
    Wenig Ueberraschendes von Wikileaks gelernt: Saudi Arabien mag Desperate Housewifes und David Letterman. Die Araber sind wirklich gegen den Iran. Angereichertes Uran stand einen Monat lang in Lybien auf den Tarmac (Libya almost nuked itself in hissyfit over a tent). Sylt gehoert zur langen Liste strategisch wichtiger deutscher Orte fuer die amerikanische Wirtschaft. Danke Mr. Assange.
    Was mich nicht ueberrascht: Es wird spioniert und ueber andere geredet. Ja wo leben wir denn.
    Ueber den Pfitzer Test hat die Washington Post in 2000 geschrieben. http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/10/01/AR2008100100973.html?sid=ST2008100101390&s_pos= Das muss man leider den Westviertlern sagen: Ja, auch Ihr Fond enthaelt Aktien von Pfitzer. Habe selbst in der genetischen Medikamentenforschung gearbeitet. Bis heute war die Firma dreimal kurz vor dem Bankott. Ihr derzeitiger Schwerpunkt: antibiotikaresistente Baktieren. Wie die meisten anderen hatte sie nie das Glueck, ein sogenanntes Blockbuster Medikament zu finden. Ein Heer von Wissenschaftlern, Laboranten, Aerzten, Verkaefern, etc. in Brot zu halten wuerde die Faehigkeiten des kleinen Anarchisten Assange uebersteigen, der nicht einmal Transparenz und Offenheit in seiner Truppe zulaesst. Die naechste Petze bitte ueber ein Land wo die Wahrheit was kostet. Russland gefaellig, China, Iran ?

  239. ...
    @Aroma
    .
    Investigativer…?
    Wir könnten schon, aber wir WOLLEN und wir BRAUCHEN es nicht.

  240. Nach gesunden feudalen...
    Nach gesunden feudalen Maßstäben ist jegliche Presse, die ohne allerhöchste Erlaubnis irgendwelche Nachrichten verbreitet, ein grosses Ärgernis! Und es ist auch höchst unverantwortlich.
    .
    Nicht jeder hat das so gut Begriffen wie Savall:
    .
    „Anders ist Machtausübung nicht zu praktizieren, das zeigen 4000 Jahre überlieferter Menschheitsgeschichte! … Und ich habe das Recht, von der schmutzigen Wäsche der internationalen Diplomatie verschont zu bleiben. Die Zukunft wird es zeigen, für wieviele Kriege, wieviele Tote Assange die indirekte Verantwortung haben wird.“
    .
    Ich sag es ja: Das mit der Demokratie war eine peinliche Verirrung, die bald überwunden sein wird und über die unsere Enkel die nächsten 4000 Jahren verständnislos die Köpfe schütteln werden.

  241. @hansgeier333: wir wollen doch...
    @hansgeier333: wir wollen doch nicht jeden gleich verbrennen. Freies Wort für Schnurpelchen…

  242. ...und obwohl der Vatikan...
    …und obwohl der Vatikan wahrscheinlich eher dagegen wäre…

  243. Nun, es mag sein, daß Sie mit...
    Nun, es mag sein, daß Sie mit Ihrem Spott recht haben, HansMeier555. Was ist aber, wenn ich recht habe? Konstantinische Schenkung? Mathildische Güter? Emser Depesche? Zwischenfall von Tonkin? Alles sehr demokratisch in den Medien verbreitet? Wikileaks? Cui bono? Wo sind die 250.000 Dokumente über die chinesische Industriespionage. Wo sind die 200.000 Dokumente über Polizeikorruption in Rußland? Wo sind die 500.000 Dokumente über die iranische Atombombe? Cui bono? Mir ist eine USA-Weltherrschaft erheblich lieber als eine persische oder chinesische. Könne Sie erraten warum?

  244. Lieber expat,
    .
    leben Sie...

    Lieber expat,
    .
    leben Sie vielleicht zufällig in diesem komischen Schwellenland, wo ein Präsident ein Impeachement an den Hals bekam, weil er mit der Praktikantin…?

  245. Apropos schmutzige...
    Apropos schmutzige Wäsche:
    .
    Die aller-allergrößte Enttäuschung war für mich, dass diese WikLeak Dokumente kaum was über Sex enthalten. Da war die Geschichte mit VW damals doch weitaus lustiger.
    .
    Auch in dieser Hinsicht hatte das Ancien régime einfach mehr zu bieten.

  246. zu 15:37, lieber Meier, ming...
    zu 15:37, lieber Meier, ming jott, der Clinton! Impaechement gabs nicht. Nur beinahe. Ansonsten war’s prima Gossip. Keith Richard sprach dazu den ultimativen Satz: „Der Mann hat eine Menge Aerger um die Ohren, da brauchte er halt einen Blow-Job!“

  247. Ich bin ja nur ein kleiner...
    Ich bin ja nur ein kleiner Serf bei meinem Arbeitgeber, einem relativ grossen Multinational. Letztens war ich in die Rettung eines Vertrags mit einem internationalen Kunden involviert. Klaere Qualitaetsproblems, die potenziell die Existenz vieler Kleinunternehmer in Asien gefaehrden. Wie sind wir dorthin gekommen: Eklatante Qualitaetsmaengel, mitverursacht durch staendigen Kostendruck. Ein junger, sehr cleverer Techie in Asien findet ein Problem in einer technischen Loesung die vom technischen Chief stammt. Das der Fall viel Aufmerksamkeit hat, geht seine email ein Stueck nach oben in der Fuehrungshierarchie. Seine Analyse ist korrekt, der technische Chief jedoch wiegelt ab, nicht so wichtig. Ich weiss, dass es es richtig ware, die Sache, nicht lebenswichtig aber ein Qualitaetsmangel, zu beheben, jedoch waege ich ab: der Chief, der vor ein paar Jahren noch als Endreissiger duchgehen konnte, hat seine Gesundheit der Firma gegeben. Es muss demuetigend fuer ihn gewesen sein, was Stress seinem Koerper angetan hat, bis zum Bypass. Daher ganz klar, ich werde ihn nicht denjenigen Leuten ausliefern, die ihm auf den Fersen sind und informiere ihn nur unter vier Chat Augen ueber das Problem mit seiner Loesung. Auch weil er ganz einfach der bessere, moralischere Chief ist als die Konkurrenten. Dem cleveren Techie in Asien muss ich jedoch irgendwie wissen lassen, dass er recht hat, moralisch gehoert sich das so. Nur wie, natuerlich kann ich keine elektronische Spur hinterlassen. Dieses banale Beispiel belegt, dass vollkommene Offenheit nicht moeglich ist, dass keine komplexe Organisation ohne Hinterzimmer Gespraeche auskommt. Transparenz und eine funktionierende Hierarchie ist das Resultat moralischen Verhaltens der Teilnehmer, nicht dessen Ausgangsposition. Ich wuerde sagen Ehrlichkeit und Moralitaet korrelieren in grossem Masse mit dem Alterungsschub den Personen in leitenden Taetigkeiten im middle age nach Uebernahme der Position erfahren. Nur wenige sind von ihrer physischen Konstitution stark genug, den Druck sichtlich wegzustecken.

  248. Wer würde unter uns...
    Wer würde unter uns Humanisten nicht dem Delinquentchen das letzte Wort missgönnen?

  249. @Filou
    .
    Doch gab es ein...

    @Filou
    .
    Doch gab es ein Impeachment. Nur dass es nicht mit seiner Amtsenthebung endete.
    .
    In den USA war das alles eine unglaublich ernsthafte politische Affäre, die bis ins letzte aufgeklärt werden musste!
    .
    Dieselbe Abschaumelite, die das damals mit solchem Nachdruck betrieben hat, fühlt sich heute in ihrer „Privatsphäre“ verletzt, wenn WikiLeaks…

  250. @HansMeier, wer zwei...
    @HansMeier, wer zwei autoritaere Gesellschaften erlebt hat (DDR & Bundeswehr), weiss danach sich so zu verhalten, dass er sich fast alles erlauben kann. es ist eine Frage der Taeuschung, der Tricks, der provisorischen Wahrheiten-also Politik. Im Kleinen wie im Grossen.
    (Manipulation hatte ich noch vergessen)

  251. @hansgeier333: Kunstfiguren...
    @hansgeier333: Kunstfiguren verbrennt man nicht, schon gar nicht die „Hüterin des Niveaus“…

  252. .@expat.
    schön...

    .@expat.
    schön be/geschrieben.
    In` Brand eins` gab´s vor Jahr und Tag eine Reportage über Fehleranalyse >Toyota; war sehr interessant.
    Wir haben ´mal intern während meiner Lehrzeit versucht ähnlich sensibel zu handeln.

  253. @ HansMeier555 14.37h.

    Ob...
    @ HansMeier555 14.37h.
    Ob Assange sexy ist? Der Photograf, der für das Int Herald Tribune Magazin von heute eine full-page Aufnahme von Assange machte, kommentierte „Julian is totally in another world. Somehow he’s quite sexy“. Was meinen die weibliche Bloggerinnen hier?

  254. Was ein Mann schöner ist als...
    Was ein Mann schöner ist als wie ein Aff, ist ein Luxus, wie die Tante Jolesch einmal so treffend bemerkte.

  255. @HansMeier555 - achnee/achja...
    @HansMeier555 – achnee/achja „unter welchem stein“ leben Sie als ggf. sog. weisser, priviligierter cis mann ? (pardon DA, rein rhetorisch/ironisch)
    .
    DESHALB gibt es dieses u.a. sog. internet (sonst wären wir nicht HIER)
    .
    und deshalb wird wohl, nur so n.b. als beispiel von der dt. netzagentur das sog. 2-klassen-netz aktuell diskutiert (link liefere ich gerne nach) – JMStV anybody ?
    am amerikanischen wesen sind „die deutschen“ ja schon längst genesen.
    .
    es ist eine art kunst, negative blockaden im kopf lösen zu können. dann kann handeln folgen.
    und eine auch als rein rhetorisch zu betrachtende frage nach der „sexyness von JA“ hat m.E. garnichts mit Dons aktuellem beitrag hier zu tun.
    (der zusammenhang von testosteron und regelmässiger sportlicher betätigung ist nachgewiesen, insbes. bei „herren der schöpfung“ nicht erst ab dem 35. LJ)
    .
    n.b. unabhängig davon ist es vollkommen unüblich, dass jmd. in UK nach anhörung durch den richter (wg. „alleged rape“) OHNE kaution einfach inhaftiert wird – The Guardian berichtete.
    soweit u.a. zur historie AD 2010.

  256. p.s. Don noch ein schneller...
    p.s. Don noch ein schneller gedanke : als bürgerInnen brauchen wir nicht mehr x-jahre warten wie vor 700 oder 200 jahren. wer will kann es real-time mitverfolgen, sich informieren wie z.b. jetzt
    http://www.livestream.com/pdfleaks
    (unterschied secrecy ./. privacy) und die „vertrauensverluste“, die verifizierbar sind.

  257. @Filou: ???...
    @Filou: ???

  258. apropos Humanoide und...
    apropos Humanoide und Schoenheit:
    http://www.youtube.com/watch?v=PktUzdnBqWI

  259. nach vollbrachter...
    nach vollbrachter nachmittäglicher familienfeier mit kaiserschmarrnbergen, weihnachtslikör und kaminfeuer *hicks* dürfen meine ermatteten äuglein von theoretischen äusserungen zu – männlicher schönheit lesen! danke!
    .
    kurios zwar, dass j.a. damit konnotiert wurde, aber sei es drum.
    geschätzter lieber don, da darf ich ihre werte tante mit allem gebotenen respekt höflichst korrigieren, mit einem rustikalen beispiel, das ihr einleuchten dürfte (ich brachte es bereits einmal an): http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,717505,00.html.
    .
    zu vollkommener schönheit gehört auch ein schöner geist.
    (da dürfte mancher hier der erleichterung anheimfallen – immerhin: die halbe wegstrecke sei geschafft.
    doch, vorsicht, der freude nicht zu früh frönen – bescheidenheit erst macht schönheit sichtbar…)

  260. Pah! Dafür bleiben bei uns...
    Pah! Dafür bleiben bei uns die Hälse dick und unbeugsam, die Beine kurz zum Dableiben, und die Bäuche rund für das Überleben im Winter.
    .
    (Ich muss jetzt auf eine Party, und bin länger weg, der nächste Beitrag schaltet sich später seler frei – und da geht es dann auch um Sex.)

  261. Lieber Don, natürlich dürfen...
    Lieber Don, natürlich dürfen sie wissen, dass die USA die UN ausspionieren, im Jemen einen verdeckten Krieg führen und einen Mailwurf in der FDP haben. Aber das ist nicht die Frage. Die Idee hinter WikiLeaks ist, dass das Leben ein offenes Buch sein soll. Dass alles, was gesagt und getan wird, sofort allen offenbar wird. Dass geheime Absprachen, Taten oder Gespräche grundsätzlich falsch sind. Niemand und keine Organisation sollte etwas zu verbergen haben. Die Bestrafung von Geheimnisverrat ist illegitim und verwerflich. Ich finde diese Ansicht zutiefst kindisch. Und zur besten aller Welten. Wer soll sich denn hier wehren? Wir, die wir mittelfristig ohne Risiko aus unseren gut geheizten Wohnstuben schwadronieren oder der Informant in Bagdad, Islamabad oder Kabul, der jetzt um sein Leben fürchtet.

  262. Arabella, ich verstehe!...
    Arabella, ich verstehe!

  263. Lieber Devin08, ich verstehe,...
    Lieber Devin08, ich verstehe, NIEMALS. Ein Blogger in Baku wendet sich an die norwegische Botschaft, um über Übergriffe halbstaatlicher Stellen auf die Opposition zu berichten. Hinterher wir er von ein paar Schlägern übel zugerichtet. Das ist in Ordnung, schließlich darf es nicht privat sein. Ein Oppositionspolitiker in Almaty wendet sich an die amerikanische Botschaft und teilt Interna über kriminelle Machenschaften der Präsidentenfamilie mit. Er wird ins Gefängnis gesteckt. Das ist in Ordnung, schließlich darf es nicht privat sein. Ein Journalist in Moskau spricht mit einem Mitarbeiter der deutschen Botschaft über die Verwicklungen russischer Oligarchen in den Skandal um den Autobahnbau durch den Wald von Chimki. Er wird erschossen. Das ist in Ordnung, schließlich darf es nicht privat sein. Devin, das ist die Welt von der Sie anscheinend träumen.

  264. @specialmarke
    Ist schon klar....

    @specialmarke
    Ist schon klar. Die Amerikaner und deutsche Finanzämter sind korrumpiert und deshalb hat WikiLeaks Recht. Eine verquere Logik.

  265. Danke expat, für Ihr kleines...
    Danke expat, für Ihr kleines Beispiel zum Nichtfunktionieren vollkommener Offenheit. Nur eine Frage bleibt. Die Entscheidungsträger werden mit dem Alterungsschub ehrlicher und moralischer. Und der Druck bleibt. Kein Widerspruch?

  266. @ErnstWilhelm
    .
    Mir scheint,...

    @ErnstWilhelm
    .
    Mir scheint, Sie haben da was missverstanden. Es geht definitiv NICHT um die Frage, ob alles alles transparent sein muss und ob Vertraulichkeit per se abgeschafft werden soll.
    .
    WikiLeaks spioniert ja auch selber keine Geheimnisse aus, sondern stellt lediglich ein Plattform zur Verfügung für diejenigen, die Geheimnisse anbieten. (Das ist wohl auch ein Hauptgrund, warum es wenig chinesisches, iranisches und nordkoreanisches Material gibt sondern allenfalls westliches Material über diese Länder).
    .
    Es ist ziemlich genau das, was der „investigative Journalismus“ schon immer getan hat, nur eben im kleineren Umfang und auf einer klaren kommerziellen Grundlage.
    .
    Zum Argument, dass Quellen (z.B. Dissidenten in totalitären Diktaturen) geschützt werden müssen:
    Für den effizienten Quellenschutz sind nun wirkilch die Diplomaten selbst verantwortlich! Die Verantwortung dafür kann man nicht auf die Journalisten abwälzen.
    .
    Die jetzt publizierten US-Dokument waren aber niemals wirklich „geheim“, sondern wurden aus einem Netzwerk runtergeladen, auf das tausende vonPersonen Zugriff hatten. Wenn sich dort Informationen über gefährdete Personen (Dissidenten in Diktaturen etc.) befunden haben sollten, dann hat der jeweilige US Führungsoffizier fahrlässig gehandelt, nicht WikiLeaks.
    Wenn der Assange da drankommen konnte, dann hätte der turkmenische, iranische oder chinesische Geheimdienst das vermutlich auch gekonnt.

  267. @expat: danke für die...
    @expat: danke für die Beschreibung. Mit „Transparenz und eine funktionierende Hierarchie ist das Resultat moralischen Verhaltens der Teilnehmer, nicht dessen Ausgangsposition.“ schneiden Sie glaube ich äußerst wichtige Punkte an. – Ich selbst habe um 2000 herum in einer Internetfirma Zustände ohne schließbare Türen erlebt: die Personalverantwortlichen hatten schlicht keine Möglichkeit, mit einem Angestellten unter 4 Augen zu Reden. Chefgespräch fand in vollbesetzter U-Bahn statt, nur während des Fußwegs zur Firma bestand so etwas wie Vertraulichkeit, weil da gerade keine anderen drumherum waren. – Man kann nicht gleichzeitig für alle alles sein, das untergräbt jegliche Professionalität und Dauerhaftigkeit.
    @HansMeier: wenn es nicht um die Frage geht, daß alles offen sein muß, dann geht es zwangsläufig um die Frage, was wie wo offengelegt werden kann und soll, und was wie wo hinter welchem Zaun gehalten werden kann. Diese Frage hat sich schon immer gestellt. Nun, in Zeiten des Internets und der im Vergleich zu den letzten 500 Jahren abnehmenden Bedeutung des Westens in der Welt, stellt sie sich wieder, und muß beantwortet werden.

  268. @ErnstWilhelm– Mit ihrer...
    @ErnstWilhelm– Mit ihrer Opferrollenverteidigung stimme ich auch nicht überein, das heißt, etwas nicht zu veröffentlichen, weil es dem Opfer schaden könnte. Es ist ja nicht so, dass der ARD, der ZDF und die Zeitungen (neben der FAZ) nicht von meinem Rechtsfall wissen. Sie trauen sich nur nicht, korrekt zu recherchieren und bei mir mal vorbeizukommen. Dann aber würden sie feststellen, dass ich nicht die arme verfolgte Maus bin, von der man ihnen immer erzählt hat, dass man sie schützen muss. (Allerdings könnte es natürlich auch sein, dass die Journalisten besagter Medien selbst zu viel Angst um ihr Leben haben, um mit mir Kontakt aufzunehmen.)

  269. Ich will hier natürlich...
    Ich will hier natürlich niemanden davon abhalten, Dinge dramatisch darzustellen, und wie man sieht, schalte ich auch das allermeiste frei – aber wenn es so wie beschrieben ist, würde sich das Thema für das Thema eher anbieten, als die Kommentare in diesem Blog.

  270. Ernst Wilhelm, wie immer ist...
    Ernst Wilhelm, wie immer ist es eine Abwägungsfrage. In der SZ steht ein Beitrag von Leyendecker, der Wikileaks verdammt – man kann sich richtig vorstellen, wie dieser sich als Allwissender gern sehende und sich auch entsprechend gern betüteln lassende Journalist jetzt aufschreit, weil man ihn nicht mehr braucht. Bislang dachte man als Leser vielleicht, die Regierenden tun und die Medien decken auf – mit Leyendecker wird eigentlich klar, dass die Mediengerade nicht aufdecken, sondern neben dem grossen, verschlossenen Tor der Politik und der Wirtschaft noch ein kleines Bezahltor betreiben, das die Grundlage ihres Verdienstes ist. Und dadurch wird niemand gehen, wenn plötzlich die Mauer eingerissen wird.
    .
    Die Frage ist, was uns – und nicht die Machthaber – mehr bringt: Wenn wir dumm und ahnungslos bleiben? Oder wenn die anderen befürchten müssen, dass wir in der nächsten Sekunde wissend werden? Das ist die spannende Frage, die Wikieaks stellt. Darauf kann man so und so antworten. Ich lese zum Beispiel gerne, dass die spanische Regierung Journalisten mit Geschichten über Venezuela geschmiert hat, um sich bei den USA einzuschleimen – und als dann die USA trotzdem den Verkauf von Waffen an Venezuela verboten haben, prötzlich Chavez bei denb Spaniern wieder willkommen war.

  271. @DA
    der Hieb gegen Herr...

    @DA
    der Hieb gegen Herr Leyendecker – well done. Das wurde Zeit. Ich halte ihn für einen der „unsäglichsten“ Journalisten. Das Problem ist, dass viele ich auch ihn anfangs oder für einige Zeit für einen ernsthaften Journalisten halten. Wie sie sagen, er hat nur wirklich unbedeutendes aufgedeckt, inszeniert sich aber als…

  272. Auf den guten alten Chomsky...
    Auf den guten alten Chomsky ist immer noch Verlass:
    “We should understand — and the Pentagon Papers is another case in point — that one of the major reasons for government secrecy is to protect the government from its own population.”
    Weiter die Beobachtung, dass nur die Perspektive der Herrschenden zaehlt:
    “When they talk about Arabs, they mean the Arab dictators, not the population“
    Interessen, Sorgen und Meinungen der Bevoelkerungen kommen in den Depeschen nicht vor, sie sind irrelevant, oder allenfalls Haltungen, die beeinflusst und bearbeitet werden muessen.
    http://chomsky.info/interviews/20101130.htm

  273. Leyendecker fühlt sich...
    Leyendecker fühlt sich einfach übergangen. Vielleicht sollte Wikileaks ihn bei der nächsten Vorabinformation auch einen kleinen exklusiven Brocken hinwerfen, an dem er sich dann abarbeiten kann. Ich habe ein Streitgespräch mit ihm gehört. Er klang richtig gekränkt…

  274. don,
    werde ich durch wikileaks...

    don,
    werde ich durch wikileaks wissend?
    oder ist das ein haufen unübersichtliches material, dessen glaubwürdigkeit letztlich auch im ungefähren steckenbleibt?
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    herr leyendecker (der transparente, kein guter verbündeter, ich weiss) argumentiert in diese richtung, wichtig ist nicht die information an sich sondern ihre überprüfung auf ihre mutmassliche richtigkeit und in ihre einordnung in bereits bekannte zusammenhänge (also das, was auch das wesentliche der geheimdienstlichen arbeit ist, der säzzer). weiter sagt er, dass professionelle internetrecherche bei den qualitätsmedien bereits üblich sei, wobei rechercheure mit kenntnissen in arabischer sprache und schrift, so leyendecker, deutlich im vorteil sind.
    .
    herr leyendecker schreibt in seienm komentar, dass ein wesentlicher unterschied zwischen seiner auffassung von journalismus und dem der generation wikileaks besteht. der schluss, dass edelfedern in zukunft entbehrlich sind, weil inzwischen jeder sein eigener rechercheur sein kann*), ist ein naheliegender, dass dies gerade die bestbezahlten journalisten am meisten trifft, liegt ebenfalls nicht weit ab. ebenfalls nicht weit davon entfernt ist die wahrnehmung, deren grund in mir der hausherr dieses blogs selber gelegt hat, dass das berufsbild sich wandelt, dass es bei „irgendwas mit medien“ mittlerweile darum geht, die kundschaft mit belanglosigkeiten zu beschäftigen.
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    so gesehen ist der vergleich mit dr. martin luther nicht abwegig, konnte doch mit seiner bibel in deutscher sprache und deutscher schrift nunmehr jeder sein eigener theologe sein.
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    was der urheber selber schnell erkannte, und dann auch dazu aufrief, diejenigen zu erschlagen, die nach der lektüre der heiligen schrift schon auf erden ihre rechte einforderten. wahrscheinlich sah er seine eigene position für ebenso gefährdet an, wie herr leyendecker die seine. luther verbündete sich mit den fürsten. mit wem wird sich leyendecker, mit wem sich assange verbünden?
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    ——-
    wenn das mit jeder sein eigener investigativer journalist so in etwa hinkommt – das gegenteil wäre, jeder sein eigener paparazzo – ist dies tatsächlich ein beitrag zur aufklärung, der beendigung der selbstverschuldeten unmündigkeit.

  275. Eine interessante...
    Eine interessante Weiterentwicklung der Wikileaks-Sache scheint mir der Aufruf an Jedermann, das cablegate-Material zu durchforsten, selbst journalistische Produkte zu verschiedenen Themen herzustellen und über das Web zugänglich zu machen. Schafft ein, zwei, drei…viele Leyendeckers – über seine ethischen Bedenken kann man sich ja ganz gut hinwegsetzen. – Für viele Themen gibt es ja unter Nichtjournalisten wirklich erstklassige Kenner und Fachleute, die in der Lage sind, diese Diplomatenberichte zu sichten und mit den dazugehörigen Informationen anzureichern…

  276. Oder ein Beitrag , der...
    Oder ein Beitrag , der Dummheit Schaden zu tun, wie ein fröhlicher Wissenschaftler bemerkte, als er noch dicht war.

  277. WikiLeaks und das Aussterben...
    WikiLeaks und das Aussterben des Journalismus?
    Eine gewagte These. Die Welt ist nicht zu Unrecht arbeitsteilig. Ich jedenfalls haette keine Lust, mich nach des Tages Arbeit hinzusetzten, um in WL’s Dokumentenwust nach etwas zu suchen, das mich weiser machen koennte.
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    Wir habendurch Demokratisierung des Computers bereits viel zu viele dilettierende Angeber auszuhalten. Und bloggende Welterklaerer gibt es sowieso schon genug.
    Der Beruf des Journalisten sollte allerdings einer ordentlichen Evaluation unterzogen werden.

  278. Wenn hier nur Leute mit...
    Wenn hier nur Leute mit Volontariat schreiben dürften, könnten Sie weiter allein „drüben“ mit mir vorlieb nehmen. Heine hatte übrigens auch kein Praktikum gemacht. Und Tucholsky war schreibender Jurist.

  279. Heine und Tucholsky sind...
    Heine und Tucholsky sind schlechte Vergleichgroessen gegen das was heutzutage so rummeinert. Und Volontairsartikel im SPIEGEL erkennt man seit Jahrzehnten am Geruch.

  280. @auch-einer: „Werde ich...
    @auch-einer: „Werde ich durch Wikileaks wissend?“ – Gute Gegenfrage, das ist das Problem dieser Art von 1:1-Internet-Dokumentveröffentlichung. Siehe auch die Dokumente aus Duisburg, wie erwähnt. Das läßt sich nicht so zuspitzen, daß man auf einen mit dem Finger zeigt und sagen kann: der ist schuld.

    Hab gerade den Print-Spiegel gelesen, die hatten ein paar interessierende Artikel. a) Herfried Münkler über das Staatsgeheimnis, b) über die Schweiz und Österreich im Lichte aller (dem Spiegel liegt ja wohl das gesamte Paket vor) amerikanischen Kabel, c) noch 1, 2 andere Artikel über Sicherheit beleuchtet durch Netzwerkadministratoren.
    Münkler sagt, daß sich China und Rußland mit ihren Restriktionen gewiß bestätigt sehen, und irgendwo fällt noch das Wort von der „Balkanisierung der Information“.
    Womit die schwärende Wunde Europas denn doch mal wieder angesprochen wäre.

    Ansonsten noch über Weber/Trichet (Weber sägt sich mit seiner monomanen Art langsam selbst ab, weil er zuwenig kapiert, daß er in einem hochpolitischen Feld agiert, bei dem er gleichzeitig seine pubertären Kinder und den Ruf seines Hauses im Griff halten muß). Biancheris Worte in Gottes Gehörgang, daß die Europäer bis jetzt noch einfallsreiche Leute genug hatten, angemessen zu reagieren.

    Überhaupt denke ich öfters an Kochs letztes Interview. Darin sagte er, daß das politische Geschäft in einer offenen Demokratie wie in D brutal wäre und diverse Verletzte hinterließe – aber _es ginge so schneller_. Ich muß sagen, dieses letzte Interview hat meine Meinung über Koch seinerzeit ziemlich gewandelt, der hat doch weitaus mehr begriffen gehabt, als ich dachte.

    Es ist halt ein Gewabere, wie man innerhalb Europas genug Flexibilität wahrt und gleichzeitig eine gemeinsame Linie nach außen zuwegebringt, ohne sich untereinander zu verkrachen und die Luft abzuschnüren. Dazu muß Zusammenhalt vorhanden sein, aber wie erreicht man den am besten, wie bringt man dazu möglichst viele, so daß die Richtigen mit drunter sind, miteinander zusammen.

    Vonwegen Verletzte, zu Odenwaldschule (weiterexistieren oder entschädigen) und Vollmers Rundem Tisch war auch was: es wird deutlich, daß noch jede Zeit wenn schon nicht Tote, dann doch Verletzte forderte. Wenn man an den Nobelpreis denkt, dessen Stiftung ja auch nur möglich war, weil die vielen Verunfallten nichts abbekamen, stellt sich auch die Frage nach dem Preis welchen Fortschritts.

  281. @DA: nach "Leyendecker" mußte...
    @DA: nach „Leyendecker“ mußte ich jetzt erst mal gucken. Nun ja, anscheinend interessierte er sich vor allem für das, was Max Weber als „notwendiges Beutemachen der Berufspolitiker“ einordnete.

  282. @Filou: ...dann haben wir...
    @Filou: …dann haben wir noch Günter Wallraff – auch kein gelernter Journalist, schrieb trotzdem Reportagen…

  283. @auch-einer: "wenn das mit...
    @auch-einer: „wenn das mit jeder sein eigener investigativer journalist so in etwa hinkommt – das gegenteil wäre, jeder sein eigener paparazzo – ist dies tatsächlich ein beitrag zur aufklärung, der beendigung der selbstverschuldeten unmündigkeit.“
    So 1:1 geht das nicht, denn so dauert es zulange, also müssen arbeitsteilige Gruppen dazwischen.

  284. Also, specialmarke und...
    Also, specialmarke und hansgeier333 texten am gleichen Bildschirm, das habe ich jetzt verstanden. Es wird doch, Don Alphonso, nicht Ihrer sein? Und bei den anderen Mehrfachnamenidentitäten würde ich zusammengezählt auf etwa fünf Kommentator(inn)en kommen. Zum Glück hat´s ab und an Zaungäste und Zugvögel hier.

  285. @Filou ("dilettierende...
    @Filou („dilettierende Angeber“): ich würde sogar so weit gehen zu sagen, wir haben ein Deprofessionalisierungsproblem.

  286. Arabella, darf ich fragen, wie...
    Arabella, darf ich fragen, wie Sie zu der Einschätung kommen?
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    Die manchmal sehr ungeordnet auftauchenden Kommentare liegen im Kern daran, dass ich jeden Beitrag vor dem Freischalten lesen muss, und erst dann freischalten kann – manchmal von oben nach unten, manchmal umgekehrt. Und selbst dann dauert es etwas, bis die Kommentare angezeigt werden. IP-Schnüffelei betreibe ich nicht, aber ich würde schon meinen, dass zu grosse stilistische Nähen auffallen würden. Ich kann mich natürlich auch täuschen, aber ich habe in diesem Geschäft über 10 Jahre Erfahrung, und gehe mit einem gewissen Grundvertrauen in die Sache. Bei jetzt fast 40.000 Kommentaren auf diesem Blog insgesamt würde ich mal eher nicht davon ausgehen, dass es schwerpunktmässig nur von ein paar Leuten gemacht worden wäre.

  287. colorcraze, ich glaube, wenn...
    colorcraze, ich glaube, wenn man viel mit Journalisten zu tun hat, fallen einem noch genug andere Probleme ein. Dass sich ein paar Nichtausgebildete daran wagen, ist da relativ unbedeutend, das kann man ja ignorieren.

  288. @Arabellas - um es ganz klar...
    @Arabellas – um es ganz klar zu sagen, ich bin keine Blog-Marionette unseres verehrter Gasgebers.

  289. @ specialmarke: Sie Dilettant...
    @ specialmarke: Sie Dilettant haben jämmerlich versagt. Es ligt immer noch zuviel Duft von Dummheit in der Luft! Jetzt muß das Hackebeil ran…

  290. @specialmarke, Sie machen mir...
    @specialmarke, Sie machen mir Spass. Meine Walraff-Bilbliothek ist ziemlich vollstaendig. Es ist recht verdienstvoll, Missstaende aufzudecken, damit viel Geld und Ruhm zu erwerben ist nicht zu verurteilen; so soll es sein. Aber ein bisschen reflektierter haetten seine Werke schon sein duerfen. Und glauben Sie mir, stilistisch ist er eine Katastrophe, seine Weltsicht simpel und immer noch fruehe 60er, seine Haltung die eines verhinderten Poseurs. Verhindert wegen seiner Postionierung im linken Milieu-waere er mehr in der Mitte, waere eine Art Hans Habe im Blaumann (mit vergoldetem Sichelchen am Halskettchen). Ach, und wie war das doch noch mit den nichtgenannten Koautoren, die er beschaeftigen musste, weil er vor lauter Aufdeckungsarbeit nicht an die Schreibmaschine kam?
    .
    Sich auf den Lorbeeren auszuruhen gilt als anruechig. Es gibt aber Faelle, wo es wunschenswert ist.

  291. "Gasgeber" ist schoen gesagt....
    „Gasgeber“ ist schoen gesagt.

  292. Nun, Arabella, wie viele Hexen...
    Nun, Arabella, wie viele Hexen wurden denn jetzt wirklich verbrannt? – hansgeier333 auf meinem Schoß hat übrigens schon wieder die Streichhölzer hervorgezogen. Ich werde ihm wohl wieder einen Klapps geben müssen…

  293. 40.000 würde mich nicht...
    40.000 würde mich nicht beunruhigen. Das wären bei 10 Leutchen gerade 4000 pro Person. „specialmarke/hansgeier333“ schafft ca 10-15 Kommentare pro Tag, ist dann mit seinem Pensum in einem Jahr durch. Gehen tut das.
    .
    Gerade die Frauenrollen stammen kaum vom Don, lieber Tiger. Und ein Original wie Sie schafft niemand nebenher.
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    Und ok, vielleicht ist der Kommentator „specialmarke/hansgeier333“ nur umgekehrt einer, der den Alphonsostil kopiert.
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    Wie auch immer, es ist ein köstlicher Spaß. Ad multos annos!

  294. Mist bleibt halt Mist
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    @Ernst...

    Mist bleibt halt Mist
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    @Ernst Wilhelm: Sie unterstellen, dass die angesprochenen Regierungsstellen die Veröffentlichungen von Wikileaks benötigten, um die genannten Opfer zu denunzieren! Ich erzähle Ihnen eine kleine Geschichte, mittelbar erlebt: Vor einigen Jahren berichteten mir einige Leute in einem bestimmten Viertel einer bestimmten Großstadt in Deutschland, dass sie massiv von Nazis belästigt werden. Dem ging voraus, dass mir aus beruflichen Zusammenhängen ein Mitglied dieser Bande bekannt war, das kurz zuvor einen Sozialhilfeantrag in diesem Bezirk gestellt hatte, ich also wusste, um wen es ging. Es ging um eine, nicht nur in Deutschland bekannte Faschistenbande. Die Bewohner erklärten, dass jedesmal, wenn sie bei der lokalen Polizeistation vorsprachen, um sich zu beschweren, kurz danach die Nazis Bescheid wüssten, incl. des Namens des Beschwerdeführers. Etwa 10 Jahre später lese ich in der Zeitung, dass genau diese Polizeistation k ü r z l i c h umbesetzt worden sei (10 Jahre später!), wegen gewisser „rechter Verwicklungen“ der ganze Polizeistation. Mehr stand da nicht und mehr geschah auch nicht. Denn erstens sind diese Polizisten nur umgesetzt nicht entlassen worden, zweitens hat sich dort überhaupt nichts geändert. Will heißen: Egal wie oft man Mist umzubetten sucht, es bleibt immer Mist. Dies geschah in der Zeit, wo das Innenministerium Hessens – unter Bouffier – dem CDU-Mitglied und Journalisten Michel Friedman zum Personenschutz Staatsschützer zuordnete, welche der Dienststelle selber als Nazisympathisanten bekannt waren. Michel Friedman hat es sich damals nämlich nicht nehmen lassen, die Umbenennung des Feldschutzes des Ordnungsamtes in eine „Ordnungspolizei“ zu skandalisieren, nämlich als einen Rückgriff auf jene „Ordnungspolizei“ ganz besonders in Frankfurt belastet ist durch nationalsozialistische Exzesse. Man hätte diesen Begriff – so Friedman – wohl nicht ganz unwissend wieder einzuführen versucht. Bouffier musste zähneknirschend die „Ordnungspolizei“ in „Stadtpolizei“ umbenennen. Zum Dank dafür, verordnete man dem frechen Michel jene Läuse ins Fell. Ist das nicht nett? Heute ist dieser Bouffier unser Ministerpräsident. Sie können sich vorstellen, wie sicher man sich in einem solchen Bundesland fühlen darf. Sollte Wikileaks diesen Herrn belastendes Material veröffentlichen – eines Tages – ich wäre nicht überrascht.
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    Und so müssen Sie sich das auch vorstellen bzgl. der von Ihnen hier vorgebrachten Argumente. In diesem Fall hortet sich der Mist in den jeweiligen Dienststellen der Auswärtigen Ämter an. Wir hören jetzt wohl mal gerade wieder, wie das Deutsche „Amt“ diesbezüglich aufgeräumt/umgebettet werden soll, und nicht nur, dass wir da beobachten können, wie die ganze Rechte Presse da vor Wut schnaubt, und wie sich gewisse Leser dem anschließen, nein, wir dürfen konstatieren dass: Mist immer Mist bleiben wird.
    .
    Was hier Wikileaks veröffentlicht sind genau die Belege dafür, wie gewisse Dienststellen des Westens im Besonderen – von den übrigen benötigten wir solche Berichte vermutlich gar nicht – in Sachen Demokratie und Menschenrechte gewissermaßen eine „doppelte Buchführung“ betreiben. Ich könnte Ihnen diesbezüglich weitere Beispiele benennen, über bestimmte Dienststellen des Deutschen Auswärtigen Amtes, habe es aber vorgezogen – vor Jahren schon -, dies an Jürgen Roth mitzuteilen. Durchaus möglich, dass er das in irgendeinem Zusammenhang mal berichten wird – verfremdet natürlich, so hoffe ich doch. Denn diese Beispiele wären in der Tat zu authentisch und würden Angehörige von mir gefährden.
    .
    Ergebnis bleibt für mich, dass das Auswärtige Amt auch heute noch gar nicht selten mit faschistischen Regimes gemeinsame Sache macht, und das auf höchster Ebene, und zwar nicht nur dort, wo man das professionell zu betreiben hätte – beim BND im Kosovo vielleicht (So hält der BND den Kosovo für Europas e i n z i g e n Mafiastaat/Jürgen Roth). Da diese faschistischen Regimes oft mit der Organisierten Kriminalität identisch sind, bedeutet das auch gemeinsame Sache mit international bekannten Kriminellen zu machen, zwangsläufig, aber auch zum Teil wissentlich. Wie käme ich also dazu, anzunehmen, dass man sich solchen Dienststellen anzuvertrauen hätte.

  295. @colorgraze, Filou: Was die...
    @colorgraze, Filou: Was die Professionalität von Journalisten betrifft, wäre aber festzustellen, daß noch in den 60er Jahren häufig Mittlere Reife ausreichte, um an einer kleineren Zeitung als Volontär angenommen zu werden, bei den Zeitungen mit Vollredaktion wurde zumeist bereits Abitur verlangt. Heute wird in der Regel ein Fachstudium oder eine Ausbildung an einer Journalistenschule verlangt. Das Problem heutzutage ist wohl eher der große Arbeitsanfall und die Unmöglichkeit, sich mal ausführlich um ein Thema zu kümmern. Das bieten nur noch wenige Medien ihren Mitarbeitern. Es werden Gerichtsberichte geschrieben, ohne daß der Reporter in der Verhandlung saß. Die Anklageschrift, ein Anruf bei der Pressestelle des Gerichts und vielleicht noch beim Verteidiger – fertig ist die Reportage. Leute, die mit zehn Leitzordnern unterm Arm in einer Redaktion erscheinen, werden wieder hinauskomplimentiert – keine Zeit. In neun von zehn Fällen ist es ja doch nur ein Querulant – aber als Querulant wird man eigentlich nicht geboren, man wird dazu gemacht – und diese Fälle enthalten oftmals einen Kern schreiender Ungerechtigkeit. Nur ergibt das keine schnelle Geschichte mit klarer Rollenverteilung – also läßt man die Finger davon. Die amerikanische Publizistikforschung über die Rolle des Redakteurs hat den zutreffenden Namen „gatekeeper-Forschung“: der Journalist als Schleusenwärter…

  296. specialmarke/hansgeier333,...
    specialmarke/hansgeier333, ganz im Vertrauen und unter uns: Ich hatte der Don Alphonsoschen Tradition, alle paar Einräge sein staubiges Feindbild „Katholiken“ hervorzuzaubern und sich daran ad nauseam abzuarbeiten, ironisch kommentiert und dabei den üblichen Blubb von wegen dem armen Galilei und den Trillionen Hexen (die „kleine Eiszeit‘ des Mittelalters komnnte nur durch hinreichend Hexen-CO2 beendet werden) noch etwas aufgeblasen. Mir ist aber auch klar, dass Ironie von Lesern im Internet fast nie erkannt wird. So hartnäckig unverständig wie Sie, liebe specialmarke, ist aber sonst kaum wer. ErnstWilhelm z.B. hats schneller gerafft.

  297. @ specialmarke: Spatzenschrot...
    @ specialmarke: Spatzenschrot gegen Zugvögel? Die Gedanken sind frei, muss denn aber gleich jeder Stumpfsinn ins Netz? Wie auch immer. si vis pacem, (p)ara bella

  298. das Niveau hat schon wieder...
    das Niveau hat schon wieder sehr gelitten, hansgeier333. Wo ist Schnurpelchen?

  299. < ironie >Arabella, da haben...
    < ironie >Arabella, da haben Sie von mir aber noch nichts über Protestaten gelesen, ich hasse zwar alle gleich, aber die Lutheraner extra ausser der Regel – so drückt man es aus, damit es jeder versteht.

  300. Ironie des Schicksals....
    Ironie des Schicksals. Niveaulimbo. Gute Nacht.

  301. Arabella, ein Witz ist nicht...
    Arabella, ein Witz ist nicht deshalb ein Witz, weil der Autor es dafür hält. Und Ihr Umgang mit Fakten wird wohl kaum einer der Leser so verstanden haben. Man hätte eher eine Wette auf Ihre Haarfarbe gemacht…

  302. < Resignation > Wie beknackt...
    < Resignation > Wie beknackt sieht das denn aus? Wer sowas zum Kapieren braucht, den können wir nicht erlösen. < Resignation >
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    < Erklärung > Text enthielt eine Anspielung auf Goethe. < Erklärung >

  303. Wer ist Goethe?...
    Wer ist Goethe?

  304. Joethe ist der, wo laut...
    Joethe ist der, wo laut Raddatz von Frankfurt mit der Eisenbahn nach Weimar…
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    Jute Juete Joethe! Wo bleibt jetzt Thomas Mann? Den hatten wir auch lange nicht mehr hier.
    Boell kam bisher hier niemals vor.
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    Gymnasialliteratur muss wieder an die Front!

  305. < keine Ironie > Das wäre...
    < keine Ironie > Das wäre wirklich etwas Neues, Don Alphonso, also her mit der Protestantenschelte! < keine Ironie >
    .
    < leiser Spott > Aber überteiben Sie es nicht, es gibt auch Religionen, die keinen Spaß verstehen. < leiser Spott >
    .
    < Besser Wissen > „Leo X. war noch nicht mal Geistlicher, als er zum Papst gewählt wurde.“ Er mag seine Schwächen gehabt haben, dazu gehört der Laienstatus aber nicht. Das Kirchenrecht fordert nicht, man müsse „Geistlicher“ sein, um zum Papst gewählt zu werden. < Besser Wissen >

  306. Im Momeent ziehe ich gerade...
    Im Momeent ziehe ich gerade über die Ehe von uns Fürdieehezuspätgeborenen her. Auch das ein Thema, bei dem viele keinen Spass verstehen.

  307. @Arabella: "Und bei den...
    @Arabella: „Und bei den anderen Mehrfachnamenidentitäten..“ aua, aua, bei Ihnen zieht sich der Horizont aber auch ein. Glauben Sie’s mir einfach, daß mehr Leute da draußen sind als Sie im Moment meinen.
    @DA: das mit dem „Deprofessionalisierungsproblem“ bezog sich nicht unbedingt nur auf Journalisten, sondern auch Hausmeister, Klempner etc.
    @specialmarke: Interessant, ihre Anmerkungen zur Veränderung der Journalistenprofession. Demnach werden sie immer mehr „meta“ und zu häuslichen Schreibtischrührern, anstatt in einer Redaktionskonferenz ihre Linie zu finden oder einer echten Geschichte an echten Orten mit echten Begegnungen nachzuschnüffeln. Aber ich glaube, es hängt auch viel an der Einnahmesituation der Zeitungen, neben den veränderten Ansprüchen.
    @Tiger: nun ja, ich nehme an, das was Sie im letzten Satz sagten, ist es. Diese Kartoffel ist einfach zu heiß.
    @Devin: Die Sache mit der Mafiotisierung ist eine schwierige – man kann die nicht immer draußen halten.

  308. ja. ich gebe es zu. ich...
    ja. ich gebe es zu. ich gestehe alles. ich wars. ich ganz allein.
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    ich habe in das feld namen nicht immer nur den namen geschrieben, den sie hier und jetzt da lesen. auch der ist nicht mein richtiger name, der steht auf einem anderen faz-blog eher versehentlich aber doch zutreffend. mehr sage ich nicht, ausser, dass wenn sie im faz.net eingeloggt sind, im blog der name aus dem net erscheint, jedenfalls, ich habe sie gewarnt.
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    was kann ich denn auch dafür, dass ich manchesmal der kunstrat fraischdörfer sein wollte, wenn von kunst die rede war, der zuchthausprediger süptitz, wenn es eher um kirchliche dinge ging. oder, wenn es um geld ging, der nikolaus marggraf, der mit der diamantenmanufaktur.
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    nur der luftschiffer gianozzo bin ich nicht, leider, aber da war eben einmal ein anderer schneller mit den tagebüchern dieses aeronautikers fertig. der feldprediger attila schmälzle bleibt mir noch, aber hier geht es, dem hausherrn und seinen gästen sei dank, eher selten ums militär, so bestand bislang keine veranlassung.
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    auch jetzt wäre ich gern ein anderer, aber der cand. theol. richter aus dem voigtland kannte noch keine journalisten (sagte da eben der hausherr: der glückliche?!!). dickens wäre eine fast unerschöpfliche fundgrube, aber es geht hier kaum um angelsächsches, kommt vielleicht noch.
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    aber gab es da nicht den freytag mit seiner auf die bühne gebrachten edelfeder bellmaus für

  309. Nachdem sich der Thread hier...
    Nachdem sich der Thread hier aufgrund der Länge schon totlädt, würde ich vorschlagen, die Verdächtigungen auszusetzen und zum normalen Off-Topic zurückzukehren.

  310. Mäuschen, lassen Sie's gut...
    Mäuschen, lassen Sie’s gut sein. Mehrfachrollen können spaßige Zwischenspiele bieten, und mitunter sind sie sinnvoll, weil es sonst zu gefährlich wäre. Aber die wenigsten haben Lust auf ständigen Rollenwechsel. Sie möchten durchaus als Träger einer kontinuierlichen Lebensgeschichte wahrgenommen werden.

  311. @DA: normales Off-Topic ist...
    @DA: normales Off-Topic ist gut.

  312. < Ironie > Tja Don, Ihnen...
    < Ironie > Tja Don, Ihnen fehlt die Ausdauer! Vielleicht sind Sie deshalb unverehelicht? < Ironie >
    Allerdings sind mir Hagestolze sehr sympathisch. Sie entziehen sich dem Erwartungsdruck, was ja nicht immer einfach ist.

  313. @Arabella: "daß Ironie im...
    @Arabella: „daß Ironie im Internet fast nie erkannt wird.“ Dem ist so. Nehmen Sie diese Ihre Erkenntnis ernst und handeln Sie danach.

  314. < Ironie > colorcraze, Sie...
    < Ironie > colorcraze, Sie Fackelträger der Höflichkeit, wie heißt das Zauberwort? < Ironie >

  315. @DA: bloß normales...
    @DA: bloß normales Off-Topic…

  316. Hier ist eine Frage an die...
    Hier ist eine Frage an die Stützen der Gesellschaft: Ich wurde gerade per E-Mail von meiner Cousine in den USA davon informiert, dass ihre Mutter (meine Tante) im Alter von 99 Jahren gestorben ist. Bisher bekam ich solche Nachrichten in einem schwarzgeränderten Brief und konnte mir ohne Probleme einen Tag Zeit nehmen, einen passenden Kondolenzbrief zu schreiben. Was ist der Internet Knigge in einem solchen Fall? Die E-Mail enthält nicht einmal eine reale Adresse an die ich einen echten Kondolenzbrief schicken könnte.

  317. @Tiger: hm, wenn nur eine Mail...
    @Tiger: hm, wenn nur eine Mail ohne Adresse kommt, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als per Mail zu antworten. Falls Sie im Sinn haben, zur Beerdigung hinzufahren, fragen Sie halt vorsichtig (aber schnell). Wenn nicht, formulieren Sie einen Kondolenzbrief wie sonst auch, und schicken den halt per Mail.

  318. @Arabella: Sorry, Sie machen...
    @Arabella: Sorry, Sie machen auf mich den Eindruck eines ungezogenen jungen Mädchens, das weder weiß, was es will, noch was es nicht will.

  319. @colorcraze - ein getippter...
    @colorcraze – ein getippter Kondolenzbrief statt eines handgeschiebenen? Ich bin wahrscheinlich einfach zu altmodisch. Danke für den Vorschlag, ich werde tippen.

  320. "No one outside of the...
    „No one outside of the Washington establishment and the myriad foreign leaders shamed by revelations of their penchant for hatred, hubris and pedestrian peccadillos can seriously argue that the release of these classified documents has done anything but good for the cause of peace and political transparency.
    Whether about Iraq, Afghanistan, or the minuate of American diplomacy, they have shed crucial light on some of the most important issues of the day and will make it much harder for Western or Middle Eastern governments to lie to their people about so many aspects of the various wars on/of terror in the future.
    Indeed, if there’s anyone who deserves the next Nobel Peace Prize more than the courageous American soldier, Bradley Manning, who is alleged to have given the documents to Wikileaks in the first place, I’d like to know.“
    Interessant, dass man sich das im westen von Al Jareera sagen lassen muss.
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    http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2010/12/2010129102245193184.html

  321. @DA: Al-Jazeera ist Katar, und...
    @DA: Al-Jazeera ist Katar, und Katar scheint in der arabischen Welt so etwas Ähnliches zu sein wie die Alpenländer für Europa: Nahtstelle und Fettauge. Speziell die Schweiz war ja auch immer für recht informative Zeitungen gut. Vielleicht wächst Al-Jazeera noch eine wichtige Rolle für die arabische Pressefreiheit zu, und sie trauen sich auch selber was.

  322. @Tiger
    Schreiben Sie den...

    @Tiger
    Schreiben Sie den Kondolenzbrief mit Hand, scannen ihn dann ein und schicken ihn als angehängte Bilddatei.

  323. @Don
    .
    Schreiben Sie doch mal...

    @Don
    .
    Schreiben Sie doch mal was über Bundesverdienstkreuze und ihr Trägermilieu.

  324. „Kein Verbrechen, dass es...
    „Kein Verbrechen, dass es nicht riskiert“
    .
    @Colorcraze: „Die Sache mit der Mafiotisierung ist eine schwierige – man kann die nicht immer draußen halten.“ Oh ja, wenn Markt und Kapital „A“ ist, zu dem man sich entschieden hat, dann sind Marktmanipulation, Verbrechen an Mensch, Natur und sonstiger Kreatur, ergo: Kriminelles Kapital sicherlich „B“! Und wie konstatiert Marx so treffend schon im Kapital? „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren (anfeuern).“ (MEW Bd. 24, Das Kapital I, S. 788/Fußnote zu dem englischen Ökonomen T.J. Dunning, der sich im Quarterly Reviewer ausschließlich darauf zu kaprizieren suchte, dass „das Kapital Tumult und Streit fliehe und von ängstlicher Natur sei“, zitiert nach: http://www.barth-engelbart.de/?p=677)

  325. Der Orient ist voll...
    Der Orient ist voll friedliebender Blumenkinder. Die irakischen Kurden wissen ein wohlklingendes Lied auf die eingeflogenen Duefte des lieben Herrschers Saddam zu singen.

  326. HansMeier555, über...
    HansMeier555, über kartellbildende Regionalmittelständler, denen die Frau durchgebrannt ist und die deshalb die Sekreärin zum Essen mitnehmen? Oh weh.

  327. @DA: Ja, das wär doch mal...
    @DA: Ja, das wär doch mal eine Erzählung, die man gern hören würde: wie rettet man sich vor schädigender Konkurrenz. Ob Kartell der EU-Staaten, Kartell auf regionaler Ebene, oder Kartell durch Familienzusammenhalt: das Thema ist zukunftsweisend!

  328. @Devin: ja, schon, aber zur...
    @Devin: ja, schon, aber zur Zeit dreht sich das Kapital im Kreis um sich selbst, weil es keine Blase zum Aufstampfen findet, und probierts mit Streit, was aber auch nicht recht hinhaut.

  329. @HansMeier: haben Sie ein...
    @HansMeier: haben Sie ein Glück, daß Sie nicht physisch greifbar sind, sonst hätte ich Sie für diesen Satz mit beiden Händen gewürgt, daß Ihnen die Luft knapp wird. (Holly vermutlich auch. Außer er hat D/Europa schon aufgegeben.)

  330. Na na... wer wird sich hier...
    Na na… wer wird sich hier gleich Frau Palin als Gefängnisbesuch für Assange andienen…

  331. Das wird lecker. Die Palin ist...
    Das wird lecker. Die Palin ist huebsch und erfahren. Gute Frauen koennen Jungs schon mal gewisse Ideen ausreden.
    .
    (Wie sagten die 68er? Sexuelle Repression…)

  332. Schickt doch lieber Lisa Ann!...
    Schickt doch lieber Lisa Ann!

  333. Oder in Abwandlung eines...
    Oder in Abwandlung eines Kommunardenspruchs: „Was heisst hier Meinungsfreiheit? Ich hab‘ Orgasmusschwierigkeiten.“

  334. ist das jetzt lockeres ...
    ist das jetzt lockeres off-topic Geplaudere ? mfG. T.

  335. Pfui! Man muss doch damit...
    Pfui! Man muss doch damit rechnen, dass das hier irgendein extrem evengelikaler CIA-Mitarbeiter liest und dann glaubt, er sei bei der Liberation statt bei der FAZ gelandet, und am Ende steht es falsch bei Wikileaks.

  336. @DA: da hilft nur eins:...
    @DA: da hilft nur eins: FAZ-Blogs archivieren forever! Damit man hinterher auch noch sieht, was wir vorher gesagt haben!

  337. @DA h 23:00
    die ...

    @DA h 23:00
    die CIA-goofballs sind doch viel zu blöde diese Seite zu finden,
    dann schon eher der Mossad, aber die sollen sich doch auch `mal
    amüsieren und die petzen nicht (so viel) . mfG. T.

  338. Berthold IV, dieser Fall,...
    Berthold IV, dieser Fall, also, irgendwie fehlen mir Provinzpflanze da einfach die Worte.

  339. @spezialmarke:
    wer ist ...

    @spezialmarke:
    wer ist Lisa Ann ?

  340. Lisa Ann ist eine...
    Lisa Ann ist eine amerikanische Schauspielerin, die vorzugsweise freizügigere Rollen übernimmt. Sie erlangte vor zwei Jahren in ihrer Rolle als Serra Paylin unter Kennern einige Berühmtheit, als sie Sarah Palin parodierte.

  341. @DA
    mir auch (Worte fehlen)....

    @DA
    mir auch (Worte fehlen). Thomas Gottschalk hat jetzt gestern auch noch Frau Schwarzer eine Plattform geboten. Ceterum censeo – über den Strafprozess kann ich nichts sagen – aber wenn man auf der gegenseite offensichtlich? herrn burda oder zumindest seinen konzern hat, dann braucht es schon einen anwalt der z.b. markus wolf uns manch anderen verteidigt hat. aber vielelicht wird ja auch die emdienlandschaft in der brd danach neu geordnet: merger burda-spinger?

  342. @franzgeyer444: Neulinge wie...
    @franzgeyer444: Neulinge wie Sie sollten erst einmal die normalen Mittel ausschöpfen, wenn Sie wissen wollen, wer Lisa Ann ist: entweder hansgeier333 fragen oder bei Wikipedia nachsehen… Also, versuchen Sie es mal!

  343. ...
    Raffiniert-feige
    .
    @Colorcraze: Wie raffiniert „feige“ besonders das deutsche Kapital ist (und wie stumpfsinnig und zugleich hinterhältig-kreativ dessen konservativ-medialer Anhang), lässt sich wie folgt beschreiben:
    .
    „Der Albtraum der deutschen Bourgeoisie
    Ein wenig erstaunt bin ich doch über die Naivität der Konservativen. Frei nach Lenin, ist die EU unmöglich bzw. ein reaktionäres Unterfangen. Doch das Bündnis zwischen Goldman-Sachs und Ackermann (vgl.: „Die Europa-AG“, siehe unten) steht für ihre einzige, wenn auch besonders reaktionäre Möglichkeit, sehr zum Ärger der Briten auch, die dadurch ihre Sonderstellung verlieren. Eine solche EU ohne den Euro wäre daher denkbar, doch unnötig. Denn geht es doch darum, nicht nur die (Menschen-)Materialreserven, sondern eben auch die Finanz- wie Devisenreserven Europas zu bündeln und irreversibel dem Dollar unterzuordnen. Der Euro ist eine Reserveeinheit des Dollars, nicht dessen Konkurrent. Solches ginge auch mit einer DM, doch nicht so bequem? Und eine solche – wie gesagt – Dollarunterwährung kann solange „leben“ wie der Dollar selber. Der Binnenmarkt Deutschlands spielt hierbei sowenig eine eigenständige Rolle, wie Nationalstaaten oder auch nationale Proletarierklassen überhaupt. Die Verarmung der europäischen Massen betrifft aus US-Perspektive nur die Hilfstruppen. Europäische nationalkonservative Werte werden dabei völlig obsolet. Und auf einem solchen Schlachtfeld ihrem nationalen Klassengegner (alleine) gegenüber zu stehen, das wäre der Albtraum der deutschen Bourgeoisie.“
    .
    Die FAZ hat übrigens für den von mir schon am 11.12.2010 um 11:39 gesendeten Beitrag „Die Europa-AG“ ein Tag gebraucht (am 12.12.2010, 12:09 Uhr habe ich ihn ein 2. Mal gepostet) um ihn schließlich zu senden. Allerdings dann nicht als den 2. Versuch, sondern als den 1 gewissermaßen. Das sieht dann nicht nur so aus, als wäre dieser Beitrag doch rechtzeitig gesendet worden, was er definitiv nicht ist, sondern soll auch noch an Aktualität verlieren, in der Hoffnung nämlich, dass dann die Karawane weiter gezogen ist. Auch solche miesen Tricks sind so raffiniert wie feige, und das ist mir nicht zum ersten Mal passiert – in der FAZ. Doch in diesem Fall ist diese Taktik offensichtlich nicht aufgegangen, was man an den Bewertungen erkennen kann (vgl.: http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E738EC9CE82774398B39C737FB15C589A~ATpl~Ecommon~Scontent.html und: http://blog.herold-binsack.eu/?p=1272).

  344. aber vielelicht wird ja auch...
    aber vielelicht wird ja auch die emdienlandschaft in der brd danach neu geordnet: merger burda-spinger?
    .
    was ist eigentlich aus dem reich den druckers bauer geworden?
    der passt auch noch zu den zwei damen.

  345. eben höre ich, dass eine...
    eben höre ich, dass eine gewisse yvonne bauer seit zwotem dezember hujus die geschäfte des heinrich bauer verlag kg führt.
    na alsdern! verlagsgruppe dreimäderlhaus und frau dr. hosenanzug wird nach ihrer abwahl (ich habe nicht gesagt, in welcher legislaturperiode, leider) auch kein hartzvier-fall, dafür herausgeberin bei der bravo.

  346. @BertholdIV/DA: es ist halt...
    @BertholdIV/DA: es ist halt ein Beziehungsfall, und da graust einen eh, wenn dies vor Gericht kommt – weil so genau will mans gar nicht wissen.
    @Devin: Nein, das denke ich nicht, daß die EU unmöglich ist. Sonst wäre sie schon lange weg. Tocqueville hat sich nur mit dem Tempo geirrt, es geht weit langsamer als bei den USA. „Hinterhältig-kreativ“ klingt ja so, als ob es gelingen könnte, wenigstens ein Stück. Unterwährung des Dollar war es, aber das kann auch ganz schnell kippen.

  347. Zum Thema wikileaks wär Deine...
    Zum Thema wikileaks wär Deine Meinung auch auf der blogbar in meinen Augen unbedingt gefragt! Das Thema ist zu wichtig, als dass man es nur vor dem vor dem Landhaus-Kamin mit der Pfeife in der Hand und den Tigerköpfen an der Wand bespricht… ;-)

  348. Ein echter Don - besser geht...
    Ein echter Don – besser geht kaum! Wir ziehen den Hut, neigen das Haupt und sagen“danke“ … .

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