Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Lockerungsübungen und Fesselspiele

| 114 Lesermeinungen

Immer zu Weihnachten kommen die Kinder zurück in die Stadt, und wundern sich, was aus all dem geworden ist, was man sich beim Wegzug erhoffte. Das wilde Leben zum Beispiel scheint sich nicht wirklich einzustellen, und das trotz der überall sichtbaren erotischen Aufladung. Ein Widerspruch tut sich zwischen dem eher keuschen Leben und der knisternden Illusion auf.

Was, Bordelle? Da brauche ich über ganz Wien nur ein großes Dach machen z lassen.
Kaiser Joseph II zur Frage, ob man die Einrichtung von Bordellen erlauben sollte

Bankdirektorentöchter gab solche und solche. Es gab die wirklich zahmen und für gute Ehen gezüchteten Kinder des einen Institutsvorstehers. Und dann gab es den nicht weniger abgerichteten, aber sich zäh widersetzenden Nachwuchs eines Mannes, dem es nicht gegeben war zu verstehen, wieso gerade er bei seinem Kinde so versagte. Das tat der Beliebtheit all dieser Kinder keinen Abbruch; die einen heirateten sehr bald und wurden gute Mütter, die andere schickte dereinst ihren Freund los, um einen komplizierten Cocktail zu holen, griff sich einen Bekannten und tat mit ihm, bis ihr Freund wiederkam, erstaunliche Dinge. Jeder, der es sah, war zu feige zu fragen, warum sie das tat, obwohl es uns durchaus interessiert hätte. Und genauso zu feige waren alle, es ihrem Freund zu berichten. Das gab ihr dann ein paar Wochen später die Gelegenheit, ihn nach Lust und Laune abzuservieren. Das jedoch, zu ihrer Ehrenrettung, nicht öffentlich.

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Das alles ist ein Viertel Jahrhundert her, aus der ungebändigten Bankdirektorentochter wurde eine Münchner Vorzeigeanwältin mit Vorzeigebeziehung. Angesichts sonstiger gesellschaftlicher Veränderungen sollte man eigentlich meinen, dass sie sich gegen den Konsens unserer Tage entwickelt hat: Frauenzeitungen besprechen Sexaulpraktiken, die damals vielleicht in Schmuddelmagazinen aufgetaucht wären, das Internet lädt ein zur Dauerbespassung mit Pornographie, Scheidungen sind vollkommen normal, und von den Oligarchen lernen heisst in gewisser Weise auch, die Frau als Trophäe zu besitzen. Es gibt aufreizende Wäschewerbung an jeder Strassenbahnhaltestelle, und sogar in der kleinen, dummen Stadt an der Donau fahren Taxis Werbung für Orte der Prostitution umher – vor 25 Jahren wäre das unvorstellbar gewesen, und wenn ich ehrlich bin, finde ich auch heute keinen besonderen Gefallen daran.

Wenn früher halbnackte Frauen allenfalls einen Katalog für Kfz-Zubehör aufwerteten, war das eben eine Sache für Leute, die sich beim Fahrzeugkauf keine Freuden der Zubehörlisten leisten konnten. Wenn in der Zeitung mit übergrossen Buchstaben für unterkleine Leserhirne nackte Frauen waren, wusste man davon nur aus Berichten. Und wenn heute ein Geschäft für erstklassige Tonmöbel oder ein italienischer Seidenhersteller mit Anleihen bei Fesselungskünsten hausieren gehen, wirft das ganz andere Fragen in die Richtung meines Umfeldes auf: Warum, liebe vermögende Kundschaft, sollt ihr euch davon angesprochen fühlen? Und: Warum macht ihr euch nicht mal etwas locker, das ist doch alles ganz normal, ihr Spiesser.

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Tasächlich könnte man meinen, dass inzwischen die Freiheiten grösser wurden; schliesslich finden solche Themen auch Eingang in Rederunden des TV-Geräts, und wie man anhand der veröffentlichten Neigungen eines bekannten Wettermannes erfahren darf, scheinen diese Praktiken gar nicht mal so selten zu sein. Eine ganze Reihe von Frauen lässt sich dafür bezahlen, damit sie ihre entsprechenden Erfahrungen ausplaudern, und auch im Fall von Julian Assange und seinen schwedischen Liebschaften war deren zweiter Weg nach dem Gang zur Polizei gleich zu einer Zeitung, die nicht davon Abstand nahm, dergleichen Informationen in die Öffentlichkeit zu tragen. Inzwischen haben sich in der Sache auch noch zwei andere Personen, sagen wir mal, geäussert, wenngleich nicht ganz so negativ, aber mit unbändigem Mitteilungsbedürfnis. Und es scheint, als käme auf ein paar Schock der unehelichen Tätigkeit „überführten“ Politiker höchstens ein Journalist, der wegen Erpressung eines Schauspielers abgeurteilt wird.

Warum also machen wir uns nicht locker, um die mitschwingenden Fragen der Produktwerbung zu beantworten. Es ist genau diese geteilte Wahrnehmung der falschen Lockerheit: Einerseits wird uns vermittelt, alles sei ganz normal und vollkommen üblich. Andererseits sieht man recht schön, wie es ausgeht, wenn man sich tatsächlich mal nicht so hat: Allein schon die vergleichsweise unschuldige und nun wirklich nicht besonders spannende Angelegenheit eines marktüblichen Ehebruchs ist, wenn man nur ein wenig bekannt genug ist, eine Geschichte wert. Schaurige Details, nach denen das Publikum dürstet, sind da noch nicht mal zu berichten. Ich denke, ich wikileake keinerlei Geheimnis, wenn ich berichte, dass an den Haken der Decken unserer Häusern in erster Linie Kronleuchter hängen. Da ist gar kein Platz für gefesselte Menschen, die mit jeder Bewegung nur die zarten Drähte unserer bevorzugten Beleuchtung beschädigen würden; eher wird das Licht einfach aus Gründen der Diskretion ausgemacht. Die klassische Nebenbeziehung läuft nach meiner Beobachtung weniger auf Promiskuität oder lose Sitten hinaus, sondern vielmehr auf ein Ende der alten Ehe zur Etablierung einer neuen Beziehung, die wieder nur den gleichen Vorstellungen huldigt. Da ist wenig zu holen, für die Herrschaften von der Presse. Was für sie dann vermutlich auch die Attraktivität des eher lockeren Wettermannes ausmacht.

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Im Vergleich zu früher kann man da nur verlieren: Jegliche Frivolität, jeder kecke Spruch eines Libertins über die Nichtigkeit der Liebe wird entwertet, wenn es einem, ein paar Stufen geistloser, inhaltlich identisch aus den Massenmedien entgegenschallt. Man ist kein Rebell gegen eine verkrustete Sexualmoral, sondern das, was alle sein wollen, vulgo nachgerade normal. Aber auch nur so lange, bis man auf die Idee kommt, dergleichen auszuleben: Die Moral, die dann zurückschlägt, hat sich in den letzten Dekaden kaum geändert. Sie ist vermutlich sensationslüsterner und offener, sie hat weniger Hemmungen und ist überhaupt sehr doppelmoralisch. Aber danach fragt keiner; man will nur wissen, wie locker sich der Gegenstand der Berichterstattung gemacht hat, oder wie fest die Knoten waren. Eine absurde Situation für bessere Kreise: Man soll sich nach den Regeln einer enthemmten Gesellschaft verhalten, um dann nach den Regeln der alten Gesellschaft verurteilt zu werden.

Womit wir wieder bei der Bankdirektorentochter sind: Was damals faszinierend anders und mutig war, wäre heute eher banal, vielleicht sogar etwas geschmacklos. Und bei aller Sexualisierung gibt es in den grossen Städten genug Kinder besserer Familien, die erst gar keine Beziehung mehr haben, in der sie den Partner betrügen könnten. Wo immer das enthemmte Dasein auch sein mag – es ist nicht bei all jenen, die sich morgen bei ihren Eltern fragen lassen müssen, wann es denn endlich mal klappt, wann der Nachwuchs sich endlich mal locker macht und einen Partner anbringt. Gar nicht so leicht, wenn der Zeitgeist für diese Lockerheit gleichzeitig die Laszivität der Erotikprodukte und das geziemende Wohlverhalten der Grosselterngeneration anmahnt.

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Gern würde man hier natürlich Abgründe sehen, schreckliche Schlünder des Sündenpfuhls, doch steht zu befürchten, dass letztlich nur die Fassade bleibt: Man tut viel, um attraktiv zu bleiben, man kleidet sich gut und genügt sich im Wissen, dass man gefallen mag. Der Rest der Angelegenheit, der so stressig, aufreibend und risikobehaftet erscheint, ist vielleicht gar nicht so wichtig. Und so werden danach Opern besucht, Bücher gelesen, oder wenigstens Männer- und Frauenzeitschriften konsumiert, die Verführungen verheissen, die man lieber anderen überlässt. Es gibt keine Abgründe. Nur Desinteresse und Kronleuchter an den Haken. Wer noch keinen hat, bekommt ihn vielleicht morgen geschenkt, und schläft bald darunter ein. Allein, ungebunden, aber immerhin unter Kronleuchtern.

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114 Lesermeinungen

  1. Allein, ja, ungebunden, ja,...
    Allein, ja, ungebunden, ja, einsam, nein, verzweifelt, nein, guter Laune, ja.
    mfG. T.

  2. Vielleicht bin ich ja zutiefst...
    Vielleicht bin ich ja zutiefst altmodisch, aber diese ganze Bett-Bodenturnerei, da geht es (für mich) doch nur um eines-dieser bestimmte, leicht brechende Blick, diese ganz besondere Lächeln (cette certein sourire), diese Fallenlassen, von jemandem den man wirklich und aus dem Herzen mag. Und da halten mich auch die vermaledeiten Genickschmerzen nach einem Tag am Rechner nicht ab-da muss Mann durch. (Gibt ja Schmerztabletten-aber bis die wirken…)

    Und wenn es das nicht gäbe, wenn man bezahlte anstatt zu schenken? Dann würde man Sand essen um den Durst zu löschen. Aber es gibt Menschen, die zu dumm sind das zu merken, und die müssen dann mehr Sand, schärfer gewürzten Sand, Sand mit Seilen und pieksigen Kristallen haben im Bestreben das geschmacklose Fade zu übertünchen.

    Tucholsky sagt einmal, Leben heißt auswählen, was zu einem passt ergreife man und halte es fest. Das andere lasse man vorbeigehen. Wer das nicht versteht, der wird alles wahllos mitnehmen. Und nichts festhalten können.

    Das Problem mit Ansprüchen ist, das man ihnen zu allererst einmal selber genügen muss, und danach noch andere finden muss, die man von solchen Normen überzeugen kann, oder Menschen finden muss, die sie ohnehin teilen. In unseren Tagen wird man für den dreifachen Salto vom Kleiderschrank und die rot-schwarze Reizwäsche wohl einige finden.

    Aber eine Dame, die einen so zum Schwitzen bringt, wie das beim Schachspiel in der Thomas Crown Affair (alter Film, Rene Russo war aber auch nicht schlecht) die Faye Dunnaway –
    das dürfte wohl seltener sein. Und, wie ich denke, auch mehr wert.

    Allen ein Frohes Fest und das Ihnen das beschert wird,
    nach dem Sie sich gesehnt haben, was immer das auch sein mag.
    „Whatever gets you through Christmas, its all right, its all right…“
    Frohes Fest,
    RealMash

  3. das ist mitt das Traurgste was...
    das ist mitt das Traurgste was ih je über die Stutzen der Gesellschaft geleseen habe.
    (Die Schreibfehler sind ja heutzutage obligatorisch?)

  4. "...das ist doch alles ganz...
    „…das ist doch alles ganz normal, ihr Spiesser.“
    Wohl wahr, werter Don. Als Hippies in Ibiza sind wir schon zu Francos Zeiten nackt in die Wellen gesprungen. Nicht nur in die Wellen; und das haben offensichtlich nicht wir erfunden. Aber die Feigheit vor dem „Feind“ gab’s auch dort unter ehemaligen Eliteinternatsschülern aus bestens aufgeklärten Kreisen.
    Die geschilderte „Cocktail-Bestellung“ ist ein schönes Beispiel. In meinem Ibizahaus stand frühmorgens mal ein Freund in der Halle (da hat man nachts noch keine Türen abgeschlossen) und rief in Richtung Schlafzimmer, ob ich seine Freundin „gesehen“ hätte. Dafür kam der Mann 20 Km über Land gefahren und fuhr dann auch wieder nachhause. Ich habe nie verstanden, weshalb der nicht einfach die Treppe hochkam und sich seine rothaarige Prinzessin mit den süssen Sommersprossen aus meinen Bettlaken gefischt hat…
    Die Moral von der Geschicht‘: Besitzdenken ist bei Bettgeschichten fehl am Platz. Mich hat noch nie eine Frau „besessen“, ich wollte auch nie eine „besitzen“. Wer den Rest seines Lebens mit der selben Frau schlafen will, muss ein Langweiler sind. Dasselbe gilt natürlich für Frauen und ihre Männerauslese. Echte Sammler sollten sich ihre schönsten Spielzeuge neidlos teilen. Echte Lieben wie Geliebte. Neben anderen Vorzügen ist das unterm Strich sogar wirtschaftlicher…

  5. Sehr verehrter Don! Was für...
    Sehr verehrter Don! Was für ein amüsantes Weihnachtsgeschenk! Besonders über diesen Satz habe ich laut gelacht: ‘Man soll sich nach den Regeln einer enthemmten Gesellschaft verhalten, um dann nach den Regeln der alten Gesellschaft verurteilt zu werden.’
    .
    Man kann dieses Verhalten der Allgemeinheit aber auch zu seinem persönlichen Vergnügen ausbauen, das heißt, so tun als hätte man ein Verhältnis um den Leuten Klatschfutter zu geben, wenn man gar keins hat, (da von einem gewissen Alter an und in gewissen Situationen die Durchführung eines Verhältnisses careerlimiting ist).
    .
    Wenn dann der Partner des intellektuellen Sexes mitzuspielen in der Lage ist, steht dem weihnachtlichen Amüsement nichts mehr im Wege.

  6. wie weit die libertinage...
    wie weit die libertinage wirklich gediehen ist, sehe ich auf den heckscheiben mancher autos, auf denen die halter „todesstrafe für kinderschänder!“ fordern. insgesamt sind die sitten nicht freier sondern sehr viel kommerzieller geworden, dafür hat sich die moral sehr verdoppelt, ja, verdreifacht.

  7. Trias, dann passt es...
    Trias, dann passt es ja.
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    Real Mash, man muss natürlich sagen, dass gerade Tucholsky ein Meister im Mitnehmen war und jede Menge damit zu tun hatte, die sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen. So hübsch er schtreiben konnte, rein menschlich soll es nicht leicht gewesen zu sein, mit ihm eine Beziehung zu führen, und das war nicht allein Schuld der Groupies.

  8. Frohe Weihnachten erstmal,...
    Frohe Weihnachten erstmal, guter Don Alphonos! Arbeite nicht allzu viel, sonst bekommst du das Christ-Out-Syndrom…
    *
    Was den Text angeht: Das Thema ist nicht der Sex, den kann man heute an jeder Straßenecke haben. Das Thema ist auch nicht das Geld, jeder vierschrötige, studierte BWLer kann heute ein Neureicher werden. Das Thema sind auch nicht die besseren Kreise, weil es sie gar nicht mehr gibt, es sei denn, sie schillern durch hohe humanistische Bildung und sind trotzdem nicht arm.
    *
    Armut beginnt heute im Kopf und im Herzen. Wer keinen Charakter und keinen Bezug zur Welt hat, kann eben nicht lieben, und darum geht es: Um die Liebe, um Sehnsüchte, um heimliche Leidenschaften, um die Kunst, um eine ebenso vollwertige wie auch zerrissene Persönlichkeit, die Trost am Busen eines Menschen findet, der er selbst nicht sein kann. So einfach ist das…

  9. tiberiat, drübergegangen,...
    tiberiat, drübergegangen, korrigiert, weitere Anmerkungen gerne in die Kommentare. (Betrachten Sie es als Geschenk an die Leser)
    .
    Tillmann, es geht doch weniger um Besitzstreben, sondern eher um die Frage, was die lockere Haltung letztlich für Folgen hat. Das sieht man sehr schön, wenn man sich mal zu Recherchezwecken bei einem Elite-Partnerdingens anmeldet und durch die Profile geht. Eine gewisse Asexualität des gesamten Lebens, scheint es mir, ist da durchaus nicht unüblich. Soweit, dass es überhaupt noch um Besitzansprüche ginge, kommen viele gar nicht mehr.

  10. Der Sex war besser
    unterm...

    Der Sex war besser
    unterm ancien régime.

  11. Lustkiller
    Dein Name ist...

    Lustkiller
    Dein Name ist Bürgertum

  12. Lieber Tiger, mir ist es ja...
    Lieber Tiger, mir ist es ja auch sehr wichtig, mich mit einer Art Wolke der Indiffernz zu umgeben – ich finde, es geht niemanden etwas an, was ich so treibe, Gedanken verrate ich gerne, aber alles andere ist bestenfalls gut gelogen. Allerdings hängen an meinen Haken wirklich nur Kronleuchter, das kann ich bestätigen.
    .
    auch-einer, ich würde da vielleicht am ehesten von einer Doppelunmoral sprechen wollen – weil, die Todesstrafe für den alleinstehenden Thailandtouristen, der sich nicht für die Landschaft interessiert, fordert keiner.

  13. HansMeier555, nach der...
    HansMeier555, nach der Litaratur dieser Zeit würde ich sofort zustimmen – allerdings ist diese Literatur auch etwas, sagen wir mal, überzeichnet; ganz so leicht war es damals mit der Frivolität auch nicht, nicht umsonst landete Diderot wegen solcher Werke im Gefängnis von Vincennes. Manche sagen ja, dass diese Bücher die Phantasie einer weitgehend doch sexuell unterdrückten Gesellschaft waren, bei der zwar jeder „Ich liebe Sie“ sagte, aber das alles keine Bedeutung haben musste. Schwierig. Andererseits, Heine war bürgerlich und auch frivol.
    .
    yast2000, danke, desgleichen, Weihnachten bedeutet mir eher wenig.
    .
    Man mus sleider auch sehen, dass das moderne Leben nict mehr besonders leidenschaftlich ist. Zu viel Ablenkung, zu viele Optionen, man schaffe die Glotze und das Internet ab, und di Sache wäre vermutlich schnell wieder anders. Dann müsste man sich bemühen und dabei sein, mitspielen und sich einbringen – genau das verhindern die Medien.

  14. Gesündigt wurde seit...
    Gesündigt wurde seit Menschengedenken und nicht zu knapp. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Lästig ist mittlerweile, daß sich alle ständig darüber äußern müssen, jede Bagatelle öffentlich gemacht werden muß. Jeder will seine 15-Minuten-Berühmtheit haben. Es ist mir so zuwider. Und man kann sich davor kaum schützen. Der indezente Wetterprophet ist das beste Beispiel. Ich schaue kein Fernsehen, ich lese weder Yellow Press noch die Zeitung für Sehschwache und trotzdem werde ich permanent mit dieser Nullität belästigt. Man müßte schon in der Mitte Islands sitzen, um von diesem Schmarrn nichts mitzubekommen. Wo ist die Dezenz geblieben? Ist es ein schlechtes Zeichen, weil wir doch dekadent sind? Ist es ein gutes Zeichen, weil wir offensichtlich keine wirklichen Probleme haben?
    .
    So, und jetzt Friede auf Erden und allen Menschen ein Wohlgefallen.

  15. @ HansMeier555
    Betrifft: ...

    @ HansMeier555
    Betrifft: ‘Lustkiller – Dein Name ist Bürgertum’
    Sind Sie sich da sicher?
    ‘Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!’ (J. W. von Goethe – Willkommen und Abschied)

  16. die diskrepanz zwischen...
    die diskrepanz zwischen tatsächlichem leben und dem bild, das der öffentlichkeit offeriert wird, wird aus guten gründen aufrecht erhalten, denn in der tat sind moralische urteile anderer meist eher negativ gefärbt, was vielleicht auch mit gewissen nagenden totsündengefühlen zusammenhängen könnte; zudem wurde es eine auseinandersetzung mit dem eigenen leben und den eigenen wünschen bedeuten, was für die meisten lästerer zuweilen aufgrund des mangels an ‚rechner‘-kapazität nicht angenehm sein muss, weswegen andere lebensmodelle oft von vornherein abgewertet werden würden.
    .
    lieber don, sie haben recht: da genügt so manchen ein absurdes photo aus der werbung , um sich weltoffen und verrucht vorzukommen.
    .
    „Echte Sammler sollten sich ihre schönsten Spielzeuge neidlos teilen.“, lieber Tillmann, ganz meine meinung.
    dennoch sollte man m.e. kriterien anlegen dürfen, wer alles in die sammlung hineindarf. denn sie sollte schon erlesen sein.
    – und das ist ein umstand,
    den so mancher der lästerer nicht begreift: wenn man schon libertiner als üblich sich tatsächlich verhielte, dann könne man auch noch den letzten penner beglücken, also ihn. werch ein illtum!

  17. donna laura, aber sicher,...
    donna laura, aber sicher, meine liebe, ohne Ästhetik kein Genuss. Ob nun bretonische Sommersprossen (siehe Anekdötchen), hamburgisch-blonder Ponyschnitt, mediterran-verrückte Kringellocken oder rotzfreche Wiener Lippen; erlesen und echt und frisch muss es immer sein! Auch im höheren Alter würde ich eher verhungern als bei MacDonalds zu essen.
    Ich wünsche Ihnen einen appetitlichen Weihnachtsbraten ;-))

  18. Doch
    der Sex war...

    Doch
    der Sex war besser
    unterm ancien régime.

  19. Werter Don, vielen Dank für...
    Werter Don, vielen Dank für das Eingangszitat; war dieser JosephII tatsächlich so ein auf-/abgeklärter Monarch?
    Am meisten verwirrt mich aber dieser öffentliche Schrei nach Transparenz, die die einen von den anderen fordern.

  20. Uff, endlich bin ich mit der...
    Uff, endlich bin ich mit der Weihnachtsbaumdekoration fertig. Da hängt jetzt mein ganzes Leben und jeder, der auf der Straße vorbeikommt und durch das große ungardinte holländische Fenster guckt, kann es an ihm inspizieren. Jeder Kringel am Baum hat eine Geschichte. Oben schwingt sich absoluter Nobelkitsch in Form eines Engels, der sogar so nobel ist, dass er auf die Titelseite der FAZ könnte. Meinen kleinen kanadischen Lachs aus Stoff mit Weihnachtsmütze dagegen würden die Herren Schirrmacher und Kollegen wohl nicht als Kulturbeitrag werten.

  21. @Don Alphonso:
    Schon wahr,...

    @Don Alphonso:
    Schon wahr, man lese nur Schloss Gripsholm.
    Aber, wie er so trefflich schreibt, er betrog jede Frau mit seiner Schreibmaschine. Und er war ja wohl nicht wirklich wahllos-
    nur vielseitig. ;-)

    Wie ist das kopulationsverhindernde Potential eines Blogs?
    Oder ist das nur Beziehungsverhindernd?

    Sie kennen den Mathematikerwitz mit Frau und Freundin?
    Prioritäten!

    Erst muß mich der Mensch interessieren, faszinieren. Und dann kann man schauen, was man herausfinden kann, wenn die Mensch sich garnichtmehr verstecken kann. Wenn man nicht mehr lügen kann, weder mit Worten noch mit Push-Ups. Die Bibelformulierung „Und sie erkannten sich“ bezieht sich ja genau darauf. Das haben die schon richtig verstanden (und mach anderes ist natürlich nicht diskussionswürdig).

    Aber wenn da nur so eine hohle Larve ist? Da können andere als Lückenfüller dienen, ist nicht meine Welt.
    Nicht das ich da für die Dame überhaupt in Betracht gekommen wäre (saure Trauben? Wer weiß…).

    Ich schaffs nicht mich bis in die Eifel durchzuschlagen-fällt die Bescherung für mich aus. Die Geschenke der anderen sind schon herangeschafft, werde ich Weihnachten wohl über eine Telco verfolgen. Merry Christmas, Mr. Roboto.

    Cheers,
    RealMash

  22. <p>Mein Christbaum ist ja...
    Mein Christbaum ist ja schon lange fertig und hängt am besagten Haken.
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    Und kein Baum musste dafür sterben!

  23. Savall, ich fürchte, es ist...
    Savall, ich fürchte, es ist inzwischen inmitten der Gesellschaft angekommen, und wird auch nicht mehr weggehen. Ob die Urteile irgendwann nachziehen werden? Ich glaube nicht. Auf dieser Ebene sind letztlich alle gleich und gleich verletzlich. Die Antwort darauf ist vermutlich ein hoher Zaun, gute Vorhänge, Schweigen und Umgang mit diskreten Menschen. Ich möchte nicht urteilen, aber lernen, denke ich, sollte man.
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    Der Tiger, nun war Göthe zwar sicher zu seinem Ärger irgendwie zu spät neigschmeckter Unterklassenadel, aber ganz sicher wollte er kein normaler Bürger sein.

  24. Don, auch Askese will gelernt...
    Don, auch Askese will gelernt sein! Auch Enthaltung hat einen kulturellen Anspruch! Wenn die Kerzen wenigstens echt wären… :-)

  25. geschätzter HansMeier555, ist...
    geschätzter HansMeier555, ist das schon so lange her bei ihnen?
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    lieber Tillmann, jaja, keine sorge, es besteht eine anregende auswahl in der *hüstel* menüabfolge…

  26. donna laura, das moralische...
    donna laura, das moralische Urteil hat den Vorteil, dass man dafür nicht argumentieren muss, es ist leicht, billig und gleichzeitig unumstösslich. Die Waffe des zu kurz Gekommenen gegen die Anderen. Schon immer. Und prinzipiell gestehe ich ja auch jedem das Recht zu, Dinge zu tun, die ich persönlich für falsch halte – Kinder zeugen etwa – aber die gleiche Toleranz gerade in sexuellen Dingen empfinde ich als absolut wichtig – daran zeigt sich nämlich, wie tolerant eine Gesellschaft wirklich ist. Es geht um den individuellen Spass zweier Menschen, der im Rahmen der Gesetze erst mal keinen stört oder verletzt oder schädigt. Jedes Urteil darüber ist dagegen eine Verletzung der persönlichen Integrität eines anderen. Ich möchte den besagten Wettermann nicht vorverurteilen – aber schlimm finde ich das Rennen zu den Medien und das bezahlen lassen für Sexgeständnisse.
    .
    HansMeier555, beglücken Sie uns mit Belegen! Syphilis, so hört man, soll nicht wirklich ein Spass gewesen sein.

  27. donna laura, das war unter der...
    donna laura, das war unter der Gürtellinie. Aber gut.
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    Liebe Minna, der Legende zufolge war Joseph II, sparsam wie er war, eher bei günstigen Freundenmädchen zu finden, denn bei in der Regel kostspieligen Hofmätressen. Wie man an führenden Gestalten der FPÖ/BZÖ sehen konnte, hat sich diese Weisheit nicht zwingend allerorten erhalten. Ahem.

  28. lieber don/14.19 u, ganz...
    lieber don/14.19 u, ganz recht! allein schon das wort ’sexgeständnisse‘. es gibt eben eine ganze reihe von zeitgenossen, die liebend gerne ihre ungezogene, verklemmte, um nicht zu sagen: 4n4lgesteuerte nase in die unaussprechlichen der anderen steckt – um sie danach zu rümpfen.
    (allein, der mensch i.a. ist von furchtbarer neugier geplagt, findet alles zum thema $€x g€il und stellt vergleiche an und gibt nichts davon gerne zu. ein wahrer ennui!)

  29. RealMash, erfahrungsgemäss...
    RealMash, erfahrungsgemäss ist hier auch am 24. noch einiges an Betrieb – es kann ja nicht jeder Sissi gucken. Tucholskys Frau hat sich scheiden lassen mit der Begründung, sie habe es satt, über Frauen zu klettern, wenn sie in das Ehebett wollte, nur um dort eine Frau zu finden, die sie fragt, was sie hier wollte.
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    Bloggen und Sex… es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass es heutigentags einge Bloggerpaare gibt, die sich über das Netz kennengelernt haben. Ebenso unbestreitbar ist es, dass ich mitunter Post finde, in der ich zum Vater irgendwelcher Kinder erkoren werde. Ich finde das nur begrenzt erbaulich, aber abgesehen davon bin ich ohnehin in einem Alter, da das alles keine grosse Rolle mehr spielt. Und wie sagte Assange nicht so schön? A gentleman doesn’t count. Generell ist die Bloggerei als Anbahnungsgelegenheit nicht besser oder schlechter als eine normale gesellige Runde, allerdings nur, wenn man in einer grossen Stadt lebt. In Käffern wie den Meinigen ist man immer noch auf klassische Methoden fern der Internets angewiesen.
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    yast2000, echte Kerzen stecken in diesem Raum ein Dutzend in den Apliken. Man kann das umstellen, wie man will.

  30. @Tillmann:
    Ich würde sagen,...

    @Tillmann:
    Ich würde sagen, es muss etwas sein, das die Aufmerksamkeit fesselt, obs die Augen sind die besonders hell und klar sind, besonders schöne Lachfalten wenn sie lächelt, ein besonders anmutige Handhaltung, ein Lachen das alles verspricht aber nichts garantiert: es geht ums delikate, exquiaite, auch wenn das nur für den einen Aspekt gilt, der einen zunächst gestimmt macht zu schauen ob da noch mehr ist.

    MacDonalds würde ich vielleicht essen, aber sicher nicht im Bett. Es gibt Prioritäten.

    Wer ein wirklich im Holzofen gemachtes Schwarzbrot mal gegessen hat, der ist für den Konsum der billigen Fertigprodukte verdorben. Wer einen auf der Alm geselchten Schinken einmal pobiert hat, dem kann man mit dem San Daniele Schinlen der im Supermarkt als Industrieprodukt verkauft wird, nichts abgewinnen.

    Essen muß ich aber, und drum muß ich da Abstriche machen, wenn die Logistik nicht stimmt.

    Des anderen kann ich mich enthalten, bis mir wieder was vor die Nase schwimmt, das passt.

    Oder halt meine Ansprüche reduzieren und auf scharf gewürztes Gammelfleisch umstellen. Wers braucht.

    So wie sich das Grundböse beim auswalzen im Fernsehen und den anderen Medien als das banale, rücksichtslose zeigt, so wird aus der verbotenen Frucht ein Haufen mechanischer Anleitungen , die zu befolgen sind. Beides entmystifiziert und banalisert etwas, das weit über das unmittelbar zu beobachtende hinausweist, beides ist tragisch auf verschiedene Weise. Und nicht sehr gesund, denke ich.

    Cheers,
    RealMash

  31. Es ist eben alles, wie es ist....
    Es ist eben alles, wie es ist. Und es ändert sich doch so viel.
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    In den USA in San Franzisko kam vor vielleicht ca. 10 Jahren eine junge Frau, wohl „Lesbe“, „männlliche Hälfte einer solchen Beziehung“, angehende Maschinenbau-Ingenieurin von ca. Mitte 20, „ganz unschuldig und völlig neu und eben jenseits von Konvention“ auf die Idee eine Maschine (Eigenkonstruktion) zu bauen, die in der Liebe dank elektrischer Unterstützung ausdauernd war, wenn frau wollte stundenlang.
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    Und unsere Vorurteile waren dahin gegangen, dass das Geräusch solcher Maschinen spieziell frauen unangenehm wäre, als störend empfunden würde. Aber vielfach weit gefehlt: Zu Zeiten macht frau das gar nichts, vielmehr die Ausdauer zähl mehr, wie das Leben bewies. Und aus einer Maschine wurden viele, eine ganze postmodern-polyperspektiv weite Bandbreite viele.“ Einfach bauen und ausprobieren, nicht so viel denken und planen“.
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    Und ganz Generationenkonform (für die Jahrgänge von ca. 1975) wurden die Ergebnisse online gestellt – gegen Bezahlung gab es mehr als bloße teaser – und der übergroße finanzielle Erfolg wirkte selbstverstärkend, was damit zu tun haben konnte, dass junge, sexulle aktive Frauen tatsächlich in großen Zahlen aus eigenen Stücken kamen sich selbst stunden/tagelang im Höhepunkt zu erleben – und auch gegen die Online-Stellung der Filme nichts hatten. Es also Bedarf gab fürs Zuschauen bei echten Orgasmen, sagen wir es doch.
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    Woraus sich über die Jahre etwas entwicklte: eine ganze Gruppe von pages nämlich, allesamt dem echten, nicht dem gespielten Climax verpflichtet – pages, welche nach und nach nichts anderes mehr wollten, als die gesamte mögliche Bandbreite von Menschen und Sexualität real-live abzubilden (unter Weit- u. Engfassung des Begriffs „Perversität“.))
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    Und es ist, wie es ist: Hin- u. wieder einmal mag auch das Seil den Kronleuchter ersetzen, ohne dass das am Ende mehr wäre, als Lebensfreude.
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    Es wird zuviel geurteilt und entweder-oder gewählt weiterhin. Das „oder“ steht am besten nur in journalistischen Überschriften zwischen den Begriffen. Nur eines von zwei wählen können verkleinert die Bandbreite der Möglichkeiten halt fahrlässig oder dumm.
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    Natürlich darf z.B. frau alles sein, was sie möchte, und wann und wie ihr danach ist: Heilige und Hu.., Mutter und beste Freundin, spröde abweisend oder aggressiv forndern, einschmeichelnd oder von oben herab: Alles hat seine Zeit. Nichts soll oder muss.
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    (Und gibt nichts Dümmeres als beste Freundinnen vom Typus „den mußtest Du ja auch verlassen, der konnte sich ja nicht entscheiden, was Du für ihn sein solltest, Hausmütterchen oder Karrierefrau“ – wir essen ja auch nicht den ganzen Tag immer nur Radieschen.)
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    Interesant nicht mal, dass die dummen Westvertel mal mehr ganz zum Schluß zu kommen scheinen.
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    „Westviertel goes USA“ also, der Megatrend wird sich nicht aufhalten.
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    In San Franzisko hat man inzwischen wohl ein starkes Gebäude gekauft, extra für sich, „the armory“ – „kink“( resp. „behind kink“) halt gibt den integrierenden Überblick/Überbau ( inzwischen ca. 27 unterrschiedl. Unterpages insgesamt, wie war gerade feststellten – manche spielen sogar „Upper Flor“ – man schaue ggfls. selber, falls man wahrnehmen möchte, „was u. u. per Ende 2010 ist“. Neigungen sind wohl stärker noch individuell, als es Schichten wahrhaben wollen, Don schreibt davon, gibt Beispiel)
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    (Und natürlich interessiert sich jedergerade auch „Home de Lettre“ für „Sein und Zeit“. (Nein, es gibt nichts zu entschuldigen) – und auch nur am Rande)
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    Und Grüße.

  32. lieber RealMash, schön, mal...
    lieber RealMash, schön, mal wieder etwas von ihnen zu lesen. ich hoffe, dass, wenn sie es schon nicht zur party in die eifel schafften, sie wenigstens auf ein döschen ravioli zurückgreifen können. die sollen sogar bei stromausfall essbar sein.
    .
    lieber geschätzter don, liebe runde, jetzt muss ich mich zu meinem bedauern für ein paar tage zurückziehen, denn demnächst ist ende der ruhe: die hungrigen horden fallen gleich ein! en garde!

  33. ...
    http://www.youtube.com/watch?v=1zH0Gw3u4BQ Peter Acworth hat übrigens 14,5 Millionen Dollar bezahlt für the Armory “ (damals noch 15 Websites) – Erwachsene Menschen, und selbstverständlich weltmarkttauglich.

  34. @Don Alphonso

    Ich verstehe...
    @Don Alphonso
    Ich verstehe heute Ihren Text nicht so ganz. Verzeihen Sie- ich liege mit Fieber im Bett.
    Wollen sie deviantes Sexualverhalten bewerten? Oder wollen sie die Doppelmoral dieser Gesellschaft kritisieren, die BDSM-„light“, von in dummen Blättchen beworben, erst neugierig liest, und nachher will es keiner gewesern sein? Wollen sie das überhaupt kritisieren oder diesem Vorgang zustimmen? Oder ihn nur darstellen?
    Etwas ratlos,
    Refjur

  35. Da konnte Joseph II aber von...
    Da konnte Joseph II aber von Glück sagen, daß er Kaiser in Österreich war
    und nicht König von Schweden ist.

  36. Dafür hat er andere...
    Dafür hat er andere Niederlagen kassiert.
    .
    refjur, ich wende mich konkret gegen die Scheinleichtigkeit über der tatsächlichen Schwere, wenn es Hart auf Hart kommt.

  37. Ein Fest der Liebe (Teil...
    Ein Fest der Liebe (Teil I)
    .
    Auf dem hoelzernenen Kuechensee liegt der Waesserungsautomat des Dachgartens. Er liegt da seit November. Man kann ihn ja nicht dem Frost ueberlassen. Ich finde keinen Platz dafuer. Muss ein Platz gefunden werden.
    .
    Heute klebt ein Post-It dran: „Der Krempel muss weg!“
    Post-It von mir: „Das ist kein Krempel!“
    .
    (Wird fort gesetzt)

  38. RealMash, ich vermute, dass...
    RealMash, ich vermute, dass gerade die Distanz, das Nichtdaraufeinlassen, heute eine eigene Qualität einer Zeit ist, in der die Unverbindlichkeit ein so wichtiges Thema in vielen Lebensbereichen ist. Gerade auch, weil Firmen genau das Gegenteil einfordern.
    .
    perfekt!57, naja: Perversion ist auch dem Wandel der Zeiten unterworfen, da sollte man sich keine allzu grossen Illusionen machen. Modeschnickschnack, wie so vieles andere auch.

  39. @Don – Den Kronleuchter zu...
    @Don – Den Kronleuchter zu schmücken ist eine fabelhafte Idee. Ich werde den Lachs da dranhängen zusammen mit ein paar Schmuckstücken, die ich in meinen 20iger und 30iger Jahren geschenkt bekam und die für eine gealterte Dame nicht teuer genug aussehen und es auch nicht sind.
    .
    Sehr verehrter Don – Damit bedanke ich mich für diesen amüsanten Text, der mir sehr geholfen hat, die heutige Hausfrau-show mit Humor zu ertragen. Ich wünsche Ihnen und allen e-Gästen hier einen gesegneten Heiligabend.
    Der Tiger

  40. Ah! Pettycoat Regime!...
    Ah! Pettycoat Regime!

  41. Ein Fest der Liebe (Teil...
    Ein Fest der Liebe (Teil II)
    .
    Gegenueber liegt die Kirche. Die Glocken laeuten.
    „So spaet noch eine Beerdigung?“
    „Idiot! Weihnachtsmesse!“
    .
    (Wird fortgesetzt)

  42. ...nicht nur Herr Assange hat...
    …nicht nur Herr Assange hat da ein einschlägisches Problem.

  43. @DonnaLaura:
    Ich lese immer...

    @DonnaLaura:
    Ich lese immer mal wieder sporadisch, aber kam bei der Überlast die ich bis Heute hatte nicht zum posten-auch fand ich mich in den meisten Zusammenhängen auch nicht relevant. Ich bin immer über Ihre Postings erfreut, wenn es mir auch manchmal an der Bildungsbreite gebricht, jede Anspielung hier zu verstehen.

    Aber eigentlich lohnt sich Kochen für eine Person kaum. Ich hab mir zwischendrin Erbsensuppe aus einer Erbswurst gekocht-kennt das noch jemand? Ich erinnere mich aus Kinderzeiten an den Geschmack-und er ist noch genauso. Nur die geröstetetn Toaschstacheiben habe ich verhessen. Die Erbswurst habe ich im eisernen Vorrat für die Autobahn zusammen mit einem kleinen Kocher für gelierten Spiritus
    http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=112265&k_id=1217&hot=0
    der da drauf kommt
    http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=102979&k_id=1205&hot=0
    , noch ein Kochtopf und etwas Wasser, schon hat man ein warmes Süppchen ;-)

    Hab ich mir nach achtzehn Stunden im Winterstau auf dem Hunsrück (oder wars der Westerwald?) vor einigen Jahren geleistet.

    Jedenfalls sei allen ein schönes Weihnachtsfest gewünscht, und ich sollte mich vielleicht mal mehr mit Sekundärliteratur über Tucholsky anstatt mit Büchern von Tucholsky beschäftigen. Hat er also auch Wasser gepredigt und Wein gesoffen-nun ja, man ist nicht überrascht.

    Allen eine schöne Bescherung, und den Himmeln ein Wohlgefallen,
    RealMash

  44. Lieber Don Alphonso,
    --
    das...

    Lieber Don Alphonso,

    das ist ein ausgezeichneter Aufhänger, für eine der unangenehmsten Momente meines Lebens.

    Nehmen wir mal an, ich hätte für einen weltweit tätigen Mobilfunkkonzern gearbeitet, und sei ein Experte für die besondere Hardware eines Lieferanten. Nehmen wir weiter an, dieser Lieferant sei in einer Lieferkette drin, die sich von einer Bundesanstalt als Kunde, über eine Bank mit angeschlossener Elektroabteilung, die bereits angesprochenne Telekommunikationsfirma, und eben jenen letzten Lieferanten erstreckt, und ich hätte als Projektleiter gerade ein neues paralleles Projekt, so etwas wie eine Vor-Vorwahl mit Preisansage der Verbindungsmiute, durchgeführt.

    Dann hätte ich in Verhandlungen mit dem Lieferanten gestanden, und denen zugesagt sie im Testmanagemant und der Qualitätssicherung zu unterstützen, hätte aber noch keinen Vertrag mit denen schriftlich fixiert gehabt. So bald der Vertrag da ist, muss man den Konflikt anzeigen, das ist klar-aber bis dahin kann man ja noch nichts erzählen-Projekte in der Schwebe begagckert man nicht.

    Fernerhin nehme man an, der Lieferant sei so happy gewesen über die neue Unterstützung, das man während einer Präsentation mich in einer Power-point Folie als neue koordinierende Kraft dem international tätigen Unternehmen vorgestellt hätte-in dem der Abteilungsleiter eier Abteilung saß, der ich unterstützend aushalf, weil schlicht keine entsprechenden Kräfte auf dem Markt ausfzutreiben sind. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nicht mal einen Bestätigungsmail.

    Man sieht den Zug heranbrausen-nicht immer ist ein Licht am Ende des Tunnels etwas gutes.

    Ich kam nun von einem nachmitäglichen Testeinsatz ins Hauptgebäude zurück, froh echte Arbeit im Gegensatz zum schwammigen Projektleiter-Gelaber (das ja auch sein muss), gemacht zu haben.

    Ein Gruppenleiter kam mir entgegen, den ich seit fast fünf Jahren kenne, und mit dem ich immer fruchtbar und nahtlos zusammengearbeitet habe. Fragt mich kurz nach Fortschritten, um dann unvermittelt zu fragen: „Sag mal, wie häufig ist Dein Name eigentlich (und den gibts in ganz D vielleicht in der Vorname, Nachname Kombination 10 mal, einer ist mein Patenonkel, Bauunternehmer in Bonn, und bereits tot)? Ich habe Dich (was nicht stimmt, war der Abteilungsleiter gewesen) auf der Folie von ** als Testmanger gesehen?“

    Mann-oh-Mann. Da muss ich nicht nur Pionierarbeit als Qualitätsmanger machen, das muss ich bei ** auch noch so einige wirtschaftliche Gepflogenheiten klarmachen…

    Ich habe dann eine Standpauke bekommen, das man mich wegen des Interessenkonflikts (den ich so nicht sehe), auf keine Fall weiter beim Dienstleister buchen könne! Unmöglich! Alles ganz furchtbar! Und Überhaput. Gut, wir ordern noch mal 80 Stunden, weil wir schlicht keinen anderen bekommen *ROTFL* Hat meinem Ego wahrscheinlich mehr gut getan als es das sollte.

    Kurzum: in gewissen Bereichen der Industrie gibt es einen absoluten Mangel an Spezialisten, ich bin sicher, weil man mich regelmäßig auf andere Projekte abwerben will.

    Ich weiß das im Automotive Markt derzeit aufgestockt wird, was geht.

    Telekommunikationsprovider die früher für üble Gehaltsdrückereien, bekannt waren, suchen wieder unlimitiert, die Billigheimer die es für zu wenig Geld gemacht haben, haben den Karren derart an die Wand gefahren, das sie jetzt zahlen müssen was gefordert wird, damit die Fehler wieder in Ordnung gebracht werden.

    Kurzum-an bestimmten Stellen ist der Arbeitsmarkt wieder ein Anbieter-markt, und de Firmen wissen das und spielen entsprechend mit. Andererseits: Die wenigsten hier haben es nötig Arbeiten zu gehen (zumindest wenn ich die Postings richtig verstehe, einige wohl auch _nicht_mehr_), insofern, wen kümmert das außer mir noch…
    Ciao,
    RealMash

  45. @Don Alphonso
    24. Dezember...

    @Don Alphonso
    24. Dezember 2010, 17:15
    Was ist schon Perversion?
    Das Auffinden eines Bankier Edouard S. tot im Latex oder die Spielchen eines Herrn Wetterfroschs aus der prueden CH?
    Das sind Geschichten fuers Volk.
    In meiner Generation hiess es doch so schoen: „Wer zweimal mit der gleichen…..“
    Nun, zweimal war schon des oefteren, aber zaehlen tun wir das nicht, d.h. die Ehen, das geht noch mit einer Hand, die affaires….?!? dreistellig, sicher, mais pourqoi pas?
    Im Elsass heisst es so schoen: Mit der Nachbarin was haben, ist typisch franzoesisch! Sich erwischen lassen, ist typisch deutsch!
    .
    Und trotzdem bin ich als alter Hase heut abend allein zu Hause.
    Mein Sekretaer ist mit seiner Familie in Bordeaux „ches le beaux-parents“.
    Meine Freundin ist bei ihren Eltern.
    Da diese aber einiges juenger vom Jahrgang her sind als ich (nur vom Jahrgang her!!!), hab ich die Einladung dankend abgelehnt.
    Ein alternder Hippie (hab mir in der Klinik die Haare schulterlang wachsen lassen) mit Vollbart?
    Das sieht mehr nach Connery im Highlander aus.
    Ich glaub, da wuerde ich die Eltern etwas ueberfordern.
    So werd ich den Abend bei einem Glaeschen Bordeaux und etwas Musique mit meinem Lab verbringen, bevor es dann in die Messe geht.
    Es kann eh nur besser werden, als gestern.
    Gestern gegen 23h war ich in Menton mit meinem Lab und 3 alten Damen, welche vom Bridge kamen, eine Stunde im Fahrstuhl eingesperrt.
    Lustig wars aber mit den Dreien. Es kam keine Panik auf.
    Bon fete a tous!

  46. Na denn, frohe Weihnachten....
    Na denn, frohe Weihnachten.
    Möge das zum Fesseln usw. benutzte Zeug geschmackvoll sein – und wer im Geiste zu reisen versteht kann sich ja auch mit la nouvelle Justine begnügen. Sonst, habe mir sagen lassen, dass die grösste Erotik des Angedeuteten, der Phantasie bedarf weshalb die in Anzeigen und Medien breitgetretene wohl eher „débandant“ sein dürfte.

  47. Stille Nacht, Heilige...
    Stille Nacht, Heilige Nacht,
    Don Alphonso hat ´nen Blog gemacht,
    Ein Stern geht auf, die Krippe kracht,
    das Jesuskind hat sich totgelacht.

  48. Lieber Grimaldeli, voller...
    Lieber Grimaldeli, voller Herzenswaerme:
    http://www.youtube.com/watch?v=wQQzihD-7cQ
    .
    Fest der Liebe (Teil III)
    Nix los. Kein Aerger. Alle voll gefressen, leicht besoffen, ein paar teure Pullen Bordeaux sind noch ueber. Morgen ist auch noch ein Tag.
    Pax vobiscum.

  49. @icke, die Verheissung ist...
    @icke, die Verheissung ist imer mehr als die Erfuellung.

  50. Zu viel gegessen. Auch nach...
    Zu viel gegessen. Auch nach drei Mal Schnee schippen Bauchgefühl wie Blei. Ab 0:30 neue Skandale austauschen. Aber jetzt erst einen Magentee.

  51. Grimaldeli, es wird besser...
    Grimaldeli, es wird besser gehen.
    .
    Irgendwas muss sich seit meiner Schulzeit fundamental geändert haben; gerade die Sache mit der Ehe und dem Kinderkriegen schien uns damals irgendwie nicht so einsichtig, wie das heute wohl wieder ist. und natürlich kann man auch fragen, ob nicht vielleicht das Pendel der erotischen Aufladung auch wieder mal zurückschwingt, und sich über „Jugendschutz“ zur neuen Spiessigkeit entwickelt. Naja, manchmal ist es gut, einfach zu alt für das Umdenken und Umlernen zu sein.

  52. @Grimaldeli:
    Sie haben sich...

    @Grimaldeli:
    Sie haben sich mit guter Fassung durch das „Bad Luck“ gestern gearbeitet. Möge Ihnen das „Good Luck“ Heute und in den nächsten Tagen dafür zum Ausgleich winken!

    @Don Alphonso: Was Regeln betrifft, habe ich da den Entwickler und Hacker Ansatz.

    Ein Hacker macht einen Fehler nur einmal unabsichtlich, fortan nur noch mit Absicht.

    Regeln sind wichtig, und zu respektieren. Das sorgt dafür das man vorher nachdenkt, bevor man sie bricht.

    Das Problem mit all diesen Geschichten, die dann als Affären, Prostiuierte am Straßenrand, Küchenmesser am Hals…breitgetreten werden, ist, das sie einfach billig sind.

    Eine Frau Klatten, die Ihrem Bedürfnis nach Liebe und Abenteuer, dem gewollt werden nach den Kindern nachgibt, eine knallharte Geschäftsfrau, die ganz weich wurde als es um Liebe und Abenteuer ging, und die es in der Öffentlichkeit aushielt diesen Betrug beim Betrug vor Gericht zu zerren, das war eine Geschichte, die hatte Dramenqualität. Da sind keine schmutzigen Details in die Öffentlichkeit gelangt (weil die gute Frau auch so heftig hätte Stress machen können, das sich das die übliche Journaille nicht getraut hat…), aber Ihr Gesicht das man vor einer Verhandlung fotografiert hat, einen Hauch von Schmerz und ganz viel Härte und Selbstkontrolle, was für ein Drama! Aber darüber redet niemand, und sie macht mit SGL Karbon weiter Milliarden, nur einsam und wie es mit Ihrem Mann und Ihr nach der Affäre läuft, können wir uns auch nur ausmalen…

    Vielleicht ist es da besser unwichtig zu sein, so daß man in solche Erpressungsfallen gar nicht erst gerät, oder die Bettqualitäten die man hat oder nicht letztlich niemand interessieren.

    Wobei die Frage wäre, ob Tucholsky Heute nicht auch zur Jagd und zum Abschuss freigegeben wäre, während es damals keinen so wirklich interessiert hat, nach und vor dem Krieg…da ging es um anderes als um wer hat mit wem.

    Ich hatte in der Apotheke Heute ein interessantes Gespräch mit einer Dame aus Kroatien, die uns Deutschen mal gehörig den Marsch geblasen hat, was wir immer mit unseren Krisen hätten, und das sie das seit zehn Jahren höre, und letztlich alles super laufe bei uns.

    Wohl wahr, wenn man sieht was in Ex-Jugoslawien gelaufen ist und noch läuft…

    In dem Sinne kann ich vielleicht für die ganzen sexuellen Eskapaden, die berichtet werden ein Formulierung benutzen, die ich gefunden habe und sofort in sie verliebt war: Das alles ist doch letztlich so eine „pedestrian tragedy“.

    Frohe Weihnacht!
    RealMash

  53. @Filou: Ich stimme nicht ganz...
    @Filou: Ich stimme nicht ganz überein.
    Die Verheißung ist immer ganz anders als die Erfüllung. Und wenn man ganz viel Glück hat, ist sie sogar schlechter.

    Aber der erste Schluck an einem heißen Tag von einem stark gehopftene Bier…und der Rest fällt ab.

    Der erste gierige Kuß, und zwei Menschen werden die Knie weich, er lehnt sich an die Wand damit er sie halten kann…und nach drei Monaten hat man sich beim Frühstück nichts mehr zu sagen.

    Das ist ganz oft so. Da haben Sie recht. Aber es ist eben kein Naturgesetz, und man sucht ja auch die Ausnahme, nicht die Regel.
    Cheers,
    RealMash

  54. Fest der Liebe (Teil IV)
    .
    Es...

    Fest der Liebe (Teil IV)
    .
    Es wird Irre. Madame kriegte ein iPad geschenkt. Vater und Sohn sitzen jeweils mit ihrem Klapprechner am Tisch. Jeder sucht bei YouTube nach „Jauchzet frohlocked…
    Der Wahnsinn nimmt seinen Anfang. Wo wird es enden?

  55. Fest der Liebe (Teil...
    Fest der Liebe (Teil V)
    .
    Schon wieder „Ercole Amante“ ueberspielt. Diesmal fuer den iPad von Madame. Madame ist entzueckt. Wie preiswert ist es doch mit einem Spielzeug aus Copertino das Herz einer Dame zu erringen, statt eines Colliers vom Quai des Orfèvres.
    Vierzig Wachskerzen sind am Baum niedergebrannt. Es schneit nicht. Das Thermometer zeigt -2 Grad.
    Golden laechelt der Calvados im Glase. Ich werde mit Bach’s Weinachtsoratorium mich dem Sonnenaufgang entgegensaufen. Einer wird gewinnen. Vermutlich wird es die Sonne sein. Der Verlierer bleibt in den Federn und verflucht das Tageslicht.

  56. Es passt nur am Rande, ist...
    Es passt nur am Rande, ist aber doch vielsagend zur Doppelmoral.
    Ein Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme:
    .
    KURTZ (dictates to tape)
    „They train young men to drop fire on people. But their commanders
    won’t allow them to write fuck on their airplanes because it’s obscene! „

  57. Vom Albdruck widernatürlicher...
    Vom Albdruck widernatürlicher Liebesheiratspostulate zu Boden gedrückt, lockern sich die Bürger mit abendlichem Porno.
    .
    Es gibt heute massenhaft Bildvorlagen vom Hochleistungssex, von Spielzeugen und Porno, aber eine glaubhafte literarische Vorlage für einen niveauvollen Seitensprung (nach dem man locker wieder zurückhüpfen kann), den gibt es auch nicht mehr, nur noch Scheidungskriege.
    .
    Um 1800 gab sich das Bürgertum tugendhaft und familienfreundlich. Heute ist aber auch mit Familie nix mehr, und was bleibt dann übrig? Ein Houellebecquesches Kampfwichsertum.
    .
    Schöne Weihnachten und gutes Neues Jahr…

  58. "Irgendwas muss sich seit...
    „Irgendwas muss sich seit meiner Schulzeit fundamental geändert haben“
    .
    da schieben sich wohl mehrere entwicklungen übereinander:
    .
    es fehlt der reiz des verbotenen und die lockung des unbekannten. damit wird der geschlechtsakt letztlich zur leibesübung. sexualität und vieles andere mehr passiert im kopf. inzwischen gibt es noch andere, sehr viel einfachere angebote, sich reizen auszusetzen.
    .
    die ansprüche an den einzelnen und damit auch an den partner und die partnerschaft und den sie krönen sollende nachwuchs sind enorm gestiegen. die neue spessigkeit ist eher den wirtschaftlichen umständen geschuldet, wer seinen status bedroht sieht, wird schnell unleidlich.
    .
    die kombination schleichende verarmung bei sich steigernden ansprüchen befeuert die sarazin-rezeption, zunächst in den nord-und südvierteln, das westviertel kommt auch noch drauf. langsam sollten sich auch welche finden, die bereit sind, diese kundschaft abzuholen (das wäre was für den ehemaligen dreipunkteverein der ohnehin mal wieder auf der suche nach neuen leitbildern und, vor allem, wählern, ist).

  59. RealMash, natürlich läuft...
    RealMash, natürlich läuft bei uns alles super;
    …man wird doch noch jammern und klagen dürfen. Die schwäbische Hausfrau
    findet immer eine Ecke die nicht perfekt geputzt ist, wie sonst wird man Exportweltmeister?

  60. Sehr geehrter Don! Der...
    Sehr geehrter Don! Der Kommentar
    Der Tiger vom 25. Dezember 2010, 10:17
    stammt nicht von mir.
    Lisbeth Heuse

  61. Bedauerlich. Sowas ist nicht...
    Bedauerlich. Sowas ist nicht die feine Art, ich bitte dringend darum, dergleichen bleiben zu lassen. Danke.

  62. @yast2000: "Armut beginnt...
    @yast2000: „Armut beginnt heute im Kopf und im Herzen“ wie wahr. Und wohl nicht nur heute.
    @auch-einer: hm, man will zuvielen Ansprüchen gleichzeitig gerecht werden, und weiß nicht, welches die wichtigen wären.
    @DA: Sie haben den Stuck bemalt!!! Jetzt ist es raus!! (Wenn Sie Single sind, wäre ein Weihnachtsbaum eine deutliche Verschwendung, von daher geht Ihre Weihnachtsdeko völlig i.O.).

    So, und nun muß ich mich wieder dem Tortenaufschneiden, Toastbraten und Plattenrichten widmen. Und dabei zusehen, daß mein Patenkind nicht den Weihnachtsbaum umrennt. – Mittagessen in der Wirtschaft war vorzüglich. So gute Spätzle hab ich noch selten gegessen.

  63. Den Stuck? Die Decke ist zur...
    Den Stuck? Die Decke ist zur Hälfte hellblau! Nichts langweiligeres als weisse Stuckdecken!

  64. @Grimaldeli, in solchen...
    @Grimaldeli, in solchen Lebenslagen zeigt sich der wahre Bonvivant, souverän meißtert er jede Lebenslage – auch an ebendiesen Tagen.
    @Don/Donna Laura, soweit haben Sie Ihre Jünger schon getrieben, man meldet sich gar schon ab. Die höchste Weihe. Der blog-olymp schein erreicht.

  65. Ich sehe darin keinen Olymp;...
    Ich sehe darin keinen Olymp; wenn ich mal eine Weile nicht da bin oder aus anderen Gründen weniger schreiben kann, sage ich das einfach, damit sich niemand ignoriert fühlt. Es sind nur ein paar Worte, aber die tragen doch sehr zum Wohlbefinden bei.

  66. @minna: Eben nicht-Vize...
    @minna: Eben nicht-Vize Exportweltmeister! Vize!
    Die Chinesen haben uns mit Faktor elf oder zwölf mehr Menschen überholt!

    Und ich hab unlängst gelesen das sogar die Iren produktiver seien als wir ( wie üblich, Statistiken lügen nicht, aber es gibt bösgläubige Statistiker! ) pro Kopf-ich nehme an man hat die Zahlen vor dem Crash aus Bubble-economics Zeiten genommen.

    @DA: Nico wies daraufin das sich auch Donna Laura abmeldete!
    So rum wird ein Schuh daraus.

    War gerade draußen-unangenehmes Wetter, Auto liegt unter einem Zentimeter Eispanzer und dreißig Zentimeter Schnee-HOCH! Und das in Karlsruhe! Fröhliche Eiszeit…
    Frohe Weihnachten,
    RealMash

  67. @Geehrter Don, Sie waren nicht...
    @Geehrter Don, Sie waren nicht gemeint mit dem Abmelden, sondern Donna Laura. Und Olymp sehe ich absolut positiv, eine hohe Wertschätzung. Kunden zu gewinnen und sie zu behalten, ist zweierlei. Das wissen wir doch.

  68. Naja, Kunde, wenn überhaupt,...
    Naja, Kunde, wenn überhaupt, ist die FAZ. ich würde es vielleicht so sehen: es ist einfach ein serh angenehmer Ton, für den ich dankbar bin.

  69. @DonAlphons and all:
    --
    Sie...

    @DonAlphons and all:

    Sie können es ja nicht wissen, aber bevor AmericaOnline mir den Spaß mit Horden von P****** verdorben hat, waren solche Umgangsformen im Usenet normal. Und wenn jamnd über die Stränge schlug, dann hat man sich kurz mit seinem Admin verständigt. Und dann war gewöhnlich ganz schnell Ruhe. Und wenn das nochmal passierte…

    Three strikes and you are out hätten wir damals als zu zögerlich erachtet. Ich durfte auch einmal beim Admin erscheinen, da jemand sich mein nicht gelocktes Account geschnappt hatte, auf das ich ihn aufzupassen bat.

    Das war das Ende einer Freundschaft, so einen Vertrauensbruch verzeiht man nicht.

    Und wie wir als Hiwis Studies gezwiebelt haben die eine Workstation einfach ausgeschaltet haben anstatt sie ordungsgemäß herunterzufahren-Hirnerweichung durch PC’s halt-der durfte hinterher die Unterwäsche wechseln-und es ist für vier Wochen nicht mehr vorgekommen-bei keinem Studie, und wenn man die normale Aufmerksamkeitsspanne von Studies kennt-wir müssen sehr überzeugend gewesen sein.

    Ach, lang ists her…

    Zugegebenermaßen wären die Zugänge nicht so preiswert Heute, aber wir bräuchten auch weniger Bandbreite für Pornographie oder dem saugen von illegalen Downloads…

    ciao,
    RealMash

  70. @RealMash, der Don arbeitet...
    @RealMash, der Don arbeitet und trinkt zuviel Tee aus Silberkannen von 1800haumichblau. Ist das eigentlich gesund?
    .
    Zum Beitrag: Im Graf von Monte Christo war heute – in etwa – zu hören: Offenheit im Dienste der Wahrheit kann der Anfang einer schönen Begegnung sein. Insofern war man beim Dreh seiner Zeit voraus.
    Fazit: drop your pants off! Immer und überall.
    Kronleuchter aber sind eindeutig besser. Heute gibt es Hasenpfeffer und morgen Fasan mit Kartoffelgratin frei nach Escoffier, meinetwegen auch Bocuse`alter Schule. Ohne Kronleuchter und einen Margaux schmeckt das einfach nicht.

  71. Frohes Fest und angenehme...
    Frohes Fest und angenehme Feiertage! Ruhe den Gestressten, Anregung den Gelangweilten, Entspannung den Genervten! Schnee denen, die ihn wünschen und milde Atlantikfeuchte den andren. Hier in Wien feuchtes Schmuddelwetter, aber Ruhe in den besseren Bezirken; in der Vorstadt wird bereits seit Beginn der Schulferien geballert und geknallert und das wird sich zu einem Bombennacht-Crescendo zu Sylvester steigern. Liebe Grüße in die Runde!
    PS: zum Thema hab ich als alte Frau nix beizusteuern; zu meiner Zeit waren irritamenta malorum einfach noch nicht notwendig.

  72. zu weihnachten mit den besten...
    zu weihnachten mit den besten wünschen:
    http://derstandard.at/1292462547013/STANDARD-Interview-Ich-weiss-sowieso-ich-bin-Bischof-der-besten-Kirche

  73. @Nico: sicher nicht, denn was...
    @Nico: sicher nicht, denn was die damals so alles in die Legierungen gekippt haben…kann sein das für DA schon mal keine Feuerbestattung mehr in Frage kommt, der müßte dann Rauchgas entschwefelt und Schwermetallgefiltert werden…und ob die Seele durch denk Kat kommt-man weiß es nicht…

    @Foersterliesel: I beg to differ-
    da war Lichtanlassen dasselbe wie Heute an einem Kran freischwebend über New York mit einer Filmcrew und dreißigtausend Watt Scheinwerfern…
    Ich meine Lichtschalter hat jeder, aber wo kriegst Du Heute auf die schnelle einen Kran und dreißigtausend Watt her…sowas muß ja organisirt sein, das nimmt etwas die Spontanität.

    @all: Ich bin ja so zahm, ich untersuche gerade LED Projektoren, die kann man auch senkrecht betreiben (Wäremabfuhr!), und dann die Visualisierung zur Musik an die Decke projezieren…
    das nenne ich multi-purpose. Und das einzig moralisch grenzwertige wäre, das ich das Gerät bei der Steuer absetze. Wie bei jedem guten deutschen wäre da eine körperliche Reaktion schon garantiert, bei dem Gedanken an den Steuerbetrug…*G*

    Das Viagra des Sachbearbeiters…

    Möglicherweise hätte sich Zumwinkel mit der Argumentation aus der Affäre ziehen können…“Sorry, aber ich habs für meine Frau getan…“

    Dieter Bohlen hätte so argumnetiert…

    Pedestrain Tragedy…ja, stimmt.

    Frohes Fest der Liebe,
    RealMash

  74. Vielleicht sind einige...
    Vielleicht sind einige Interpretationen einfach in die falsche Himmelsrichtung unterwegs?
    Eine 12jährige bei der Frage, was ,,Sex“ denn eigentlich ist: das, was man braucht, wenn man an der Tankstelle Schokolade verkaufen will. 3 Monate später wurde sie in ganz anderem Zusammenhang gefragt, was sie denn mal im Leben so vorhat, wovon sie träumt. Ihre Antwort: also wenn ich gesund bleibe, ein gutes Abschlusszeugnis bekomme und einen geilen Body habe stehen mir alle Türen offen.
    D.h. ihr ,,geiler Body“ ist nicht ihr Körper, aber ein wichtiges Karrierewerkzeug, ein Drittes. Dementsprechend sollte man wohl bei der Frage nach dem Lust-Mangel-Syndrom nicht nach irgendwelchen Pillen schauen oder noch stärkeren ,,Kicks“. Wer Lust hat mag ein wenig googeln und sich darüber amüsieren, wie verzweifelt und panisch überall nach körperlich faßbaren Ursachen gesucht wird. Man sollte stattdessen sich mit dem Begriff der Entfremdung auseinander setzen.
    Zum vitalen Libertin gehört der Tabubruch, das Verbotene. Wenn das Tabu vulgarisiert wird bleibt diese Art von Vitalität erschöpft im Gras liegen.

  75. So entzaubern wir alles.
    Und...

    So entzaubern wir alles.
    Und haben dann nichts mehr.

  76. lieber real...
    lieber real mash,
    Lichtanlassen? wir haben uns zu jeder Tageszeit aufeinandergestürzt

  77. @Filou
    Nein, ich vermute wir...

    @Filou
    Nein, ich vermute wir dämmern schlechtgelaunt eine nicht vorhersehbare Weile dahin, bis wir eine neue, noch verbotene, Magie finden. Leider habe ich im Moment keine Ahnung wo ich suchen sollte. Es ist einfach zu kalt dafür.

  78. Irgendwie bleibt im Blog...
    Irgendwie bleibt im Blog weitgehend unberücksichtigt, daß Sex ganz einfach sehr viel Spaß macht, vor allem mit der/dem passenden Partner/in. Und auf dem Kontinent, auf dem ich gerade lebe, sieht man das alles sehr unverkrampft. Aber: „Treue“ habe ich hier gelernt; und noch nicht einmal zwangsweise. Eher genußweise! – Tabubruch? Was ist das?

  79. lieber sungura,
    Spaß? Spaß...

    lieber sungura,
    Spaß? Spaß ist doch völlig unbedeutend.

  80. @Foersterliesel:
    Recht so!
    Und...

    @Foersterliesel:
    Recht so!
    Und wenn das mal nicht mehr so ist,
    dann stimmt auch was anderes nicht.
    Und dann hilft das hier beschriebene Gerät
    http://www.youtube.com/watch?v=xbpPIYy_YQk
    auch nichts mehr.
    Cheers,
    RealMash

  81. Während ich den ersten...
    Während ich den ersten Weihnachtsfeiertag auf der Basis Hirschfilet auch noch gut zu überstehen versuchte, habe ich mir überlegt ob unser werter e-Gastgeber jetzt wohlmöglich auch bei einem großen Familienschmaus sitzt, an dem einer der gewitzten jungen Teilnehmer plötzlich ganz unschuldig fragt: ‘Don, schreibst Du immer noch diesen Blog?’ Woraufhin alle älteren Tischgäste interessiert fragen: ‚Du, ein Blog?’ – ‚Welchen Blog?’ – ‚Ein FAZ Blog?’ – ‚ Gibt es denn so etwas?’ – ‚Stützen der Gesellschaft … über was schreibst Du denn da?’… usw. usw.

  82. Während ich den ersten...
    Während ich den ersten Weihnachtsfeiertag auf der Basis Hirschfilet auch noch gut zu überstehen versuchte, habe ich mir überlegt ob unser werter e-Gastgeber jetzt wohlmöglich auch bei einem großen Familienschmaus sitzt, an dem einer der gewitzten jungen Teilnehmer plötzlich ganz unschuldig fragt: ‘Don, schreibst Du immer noch diesen Blog?’ Woraufhin alle älteren Tischgäste sich zu interessieren beginnen und fragen: ‚Du, ein Blog?’ – ‚Welchen Blog?’ – ‚Was ist ein Blog‘ – ‚Ein FAZ Blog?’ – ‚Seit wann machen denn DIE so etwas?’ – ‚Stützen der Gesellschaft … über was schreibst Du denn da?’… usw. usw.

  83. @ filou 23:nochwas am 24.12:...
    @ filou 23:nochwas am 24.12: Na hoffentlich hält wenigstens das Paradies was es verspricht.

  84. gelegentlich: vielleicht...
    gelegentlich: vielleicht sollte man dem jungen Ding dann noch eine andere Regel näher bringen: nie schicker/eleganter als die Chefin!!! So ist Alles relativ.

  85. Der Tiger, Schnneeradeln,...
    Der Tiger, Schnneeradeln, Schneeräumen, Rechnungen überweisen.

  86. ...’Die FAZ lässt Dich...
    …’Die FAZ lässt Dich schreiben, was Du willst?’ – ‘Und jeder kann das lesen?’ – ‘Auch in China?’
    .
    Und jetzt, sehr verehrter Don, verabschiede ich mich und wünsche Ihnen eine angenehme Nachtruhe – es war mir, wie immer, ein großes Vergnügen mit Ihnen und den anderen e-Gästen zu plaudern!

  87. In China stehe ich sicher auf...
    In China stehe ich sicher auf der Zensurliste.

  88. Zunächst besten Dank an...
    Zunächst besten Dank an Wolfram Siebeck, Ideengeber (und Kraftspender bei 60 Kubikmeter handgeschaufeltem Neuschnee) für Quiche mit Räucherlachs und für den drei Tage abgelagerten Mahlberger Schlosskuchen, nicht mit Walnussparfait wie im Original, sondern aus Faulheit mit trivialem Vanille-Schoko-Möwenschiss-Eis. Gekauft im Jeden-Tag-ein-bisschen-besser-Markt (rückwirkend gedacht heisst das, er war vor drei Monaten also 90 Trippelschritte schlechter, oder?). Wer nur auf dem Wochenmarkt kauft, Feinkost und handgepressste Olivenöle zuwelchemzweckauchimmer, kennt nicht die Regale vor dieser Supermarktkasse. Die Gesellschaft soll ja gesünder geworden sein, die enerdschigetränkte Jugend raucht angeblich weniger, also sind die Regale vor der Kasse weniger mit Zigaretten gefüllt, stattdessen finden sich dort: Rasierer. Doppelpacks mit Gleitgel. Das junge Weibchen vor mir packte also drei light-Jogis, einen Eisbergsalat,Shampoo, Toastbrot und Putenfilet auf das Band, überlegte noch kurz, und griff aus demselben Regal ein Viererpack AAA-Batterien. Kennt jemand ein Handy, eine Kamera, Lockenwickler oder Toaster mit AAA-Batteriefach? Ich nicht, überall Lithium-Batterieantrieb als Depressionslöser. Die triple-A-Technik landet sicher dort, wo die BeachBoys singen von den GoodVibrations. Schöne Feiertage, junge Single-Dame !

  89. TV-Fernbedienung, würde ich...
    TV-Fernbedienung, würde ich vermuten. In dem Ding meiner Eltern sind auch AAA-Batterien drin.

  90. Foersterliesel, noch heute...
    Foersterliesel, noch heute werde ich in den Bergen sein!
    .
    Der Tiger, es gibt manchmal Nachfragen zu diesem Blog hier, aber das Internet spielt bei uns eigentlich so gut wie keine Rolle. und ich glaube, die wollen das auch gar nicht so genau wissen.

  91. Ihre Eltern haben auch so ein...
    Ihre Eltern haben auch so ein Ding? Pfui. Die sind aber locker…

  92. Die 68er Generation steht da...
    Die 68er Generation steht da ja nicht so drauf, ich halte ja viel von Vögeln. Achtziger oder Granget, zum Beispiel.

  93. Ich sage es nur ungern, aber...
    Ich sage es nur ungern, aber bei Glühwein sollte man vorsichtig sein.

  94. Nix Glühwein....
    Nix Glühwein. Originalinterview in Lokalzeitung, junge Dame:“ Ich habe drei von den Dingern. Zwei für vorne, eins für hinten“. Madame war entsetzt. Zu Recht, bei ihrem Elternhaus. Allerdings, nichts menschliches ist uns fremd, und ein wenig profitieren wir von den Gesundheitsfolgen solchen Treibens. „Fortschritt durch Technik“ ist ein weites Feld…

  95. @staff aureaus: Fernbedieungn?...
    @staff aureaus: Fernbedieungn? LED-Taschenlampen? Außentemperatursensoren? Ihnen ist schon bewußt, das die Triple A nur einen Bruhchteil der Kapazität der Mignon haben?

    Wie heißt der Hit der im MOment überall gedudelt wird-elektrisches Gefühl?
    http://www.magistrix.de/lyrics/Juli/Elektrisches-Gefuehl-1084735.html

    Ja, das ergibt so gesehen Sinn.

    Ich kenne mehr als eine Dame, die dann bei triple A zwischendrin Batterien wechseln müßte.

    Was den Alkohol betrifft, geht nicht der Fluch des Trinkers: Alkohol, sei verdammt, Du gabst mir das wollen, du nahmst mir das können?

    Einen schönen zweiten Weihnachtstag noch,
    RealMash

  96. Wer es mag. Ich bin da - im...
    Wer es mag. Ich bin da – im Gegensatz zum Essen – ziemlich meinungslos.

  97. @staff aureus: O.K., wenn die...
    @staff aureus: O.K., wenn die mehrere hat…dann kann das langen.
    Sozusagen mechanich promiskuitiv. Gut das wir noch keine Vibratoren mit KI haben. Die wären dann Eifersüchtig miteinander.

    Was blöde Witze in dem Gebiet betrifft: Ich habe mal per Telefon zu einem Kumpel gesagt: Für USB gibt es alles, bestimmt sogar Vibratoren.

    Kurz Pause, Kumpel benutzt Google und lacht sich schlapp.
    Ja, gibts, sogar mit Remote Control.

    Also Zugriff übers Netz. Wenn man den Hackt-ist das in Schweden schon Vergewaltigung wenn man das Ding remote schneller stellt (oder was man da auch alles einstellen können wird)?

    Es gibt alles was man sich vorstellen kann, und dann noch einiges, was zumindest ich mir nicht vorstellen kann. Und dann wird sicher noch einiges übrig bleiben, was sich jetzt noch keiner vorstellen kann.
    Aber die Leute haben ja viel Zeit…

    Frohe Weihnachten,
    RealMash

  98. Ist etwas Werbung gestattet?...
    Ist etwas Werbung gestattet? Für antike Technik, die eher nicht in Auktionshäusern auftaucht. Aus Velhagen&Klasings Monatsheft, Februar 1926, Seite 1:
    “ Sanotherm Heizkissen.Unentbehrlich zur Krankenpflege.Auch dem Gesunden gewährt es grösste Behaglichkeit an kalten Tagen, bei kalten Füssen und als Bettwärmer. Zur Gesundheits- und Schönheitspflege: Sanax Vibrator und Penetrator. Fabrik: Elektr.Gesellschaft „Sanitas“, Berlin N24.“
    Und da Weihnachten nun fast vorbei ist, im selben Heft ab Seite 701: „Münchner Fasching“. „Der Norddeutsche kann sich von dem Umfang dieser Feststimmung keinen Begriff machen. Er wird es nicht einmal verstehen, wenn er es erlebt.“

  99. @icke, tja, das Paradies. Ein...
    @icke, tja, das Paradies. Ein Standartprodukt wie Cheeseburger oder Bockwurst. Da weiss man, was man kriegt. Aber das haben dann ja alle. Das will ich nicht. Seit Jahren spare ich auf mein Exklusivparadies: ein Faesschen Koelsch, ein leerer Aschenbecher und eine immerwaehrende Fernbedienung. 72 Jungfrauen? Geh’weg! Ich brauche meine Zeit zum Trinken.
    Mit meiner engelgefluegelten Katze auf der Schulter werde ich mit liebevollem Blick die Untaten meiner Nachgeborenen in rechte Wege zu leiten versuchen.
    (Der talibanische Guertelmacher meines Vertrauens gruesst mich in der letzten Zeit so freundlich)
    Serviervorschlag: http://www.youtube.com/watch?v=Am5wJEGJ-sY

  100. AAA>..die...
    AAA>..die dünnen?..länglichen?
    Stirnlampen und F-Radrückleuchten!..aber welchen Einfluss haben die Dinger auf die seel. Energie?

  101. ..<>seel. Energie:.
    Da hat...

    ..<>seel. Energie:.
    Da hat sich doch jemand aus dem Blog für jap. Haiku. interessiert.
    In der heutigen Züricher-online steht ein sehr schöner, ausführlicher Artikel über das Wesen jap. Naturbetrachtung
    „Heilige Bäume“
    ..man verzeihe mir das Abschw. vom urspr. Thema..
    und schöne Feiertage!

  102. Liebe Grüße aus China!...
    Liebe Grüße aus China!

  103. Ich sags ja immer-Live is...
    Ich sags ja immer-Live is stranger than fiction.

    Schaue ich doch eben nach einer Wetterstation.
    Amazon-suche Wetterstation und Thermometer.

    Sortiert nach Preis, da weiß ich meist vorher ungefähr wann wir in den Bereich kommen in dem ich suche.

    Item 710
    http://www.amazon.de/gp/search/ref=pe_59931_23088401_pe_114/?ie=UTF8&hidden-keywords=-B000VWYJLI&rh=n:11047741#/ref=sr_pg_30?rh=n%3A10925031%2Cn%3A!10925241%2Cn%3A112769011%2Cn%3A11047741&page=30&sort=price&hidden-keywords=-B000VWYJLI&ie=UTF8&qid=1293370164

    Item 809
    http://www.amazon.de/gp/search/ref=pe_59931_23088401_pe_114/?ie=UTF8&hidden-keywords=-B000VWYJLI&rh=n:11047741#/ref=sr_pg_34?rh=n%3A10925031%2Cn%3A!10925241%2Cn%3A112769011%2Cn%3A11047741&page=34&sort=price&hidden-keywords=-B000VWYJLI&ie=UTF8&qid=1293370176

    Ich denke was soll das, und dann finde ich das
    Item 818
    http://www.amazon.de/gp/search/ref=pe_59931_23088401_pe_114/?ie=UTF8&hidden-keywords=-B000VWYJLI&rh=n:11047741#/ref=sr_pg_35?rh=n%3A10925031%2Cn%3A!10925241%2Cn%3A112769011%2Cn%3A11047741&page=35&sort=price&hidden-keywords=-B000VWYJLI&ie=UTF8&qid=1293370185

    Gut, da hast Du also Deinen geschlossenen Regelkreis, Aktuator und Fühler. Jetzt fehlt noch das Buch über Regelkreise dazu…
    Bei der Suche nach einer Wetterstation. Feuchtemeßgeräte, sozusagen.

    Frohe Weihnacht,
    RealMash

  104. "dem Wandel der Zeiten...
    „dem Wandel der Zeiten unterworfen, da sollte man sich keine allzu grossen Illusionen machen. Modeschnickschnack, wie so vieles andere auch.“
    .
    sehen wir teils auch so. kernbereiche der veränderung – zumal wenn sie verantwortung und freiheit auch in sich tragen, eigenverantwortlicher statt obrigkeitlicher machen, haben sich in den letzten jahrzehnten allerdings meist zum besseren verändert, also in der regel verfestigt.
    .
    man kann freiheit und verantwortung (beide immer, wie bekannt, zwei seiten ein- u. derselben medaille) unter anleitung lernen oder aus sich selbst heraus entwickeln. beides steht frei nebeneinander, ergänzt und bereichert sich, nüchtern aber unpolitisch gesehen, also unvoreingenommen – und für gesellschaften gilt dies genauso, wie für individuen. (.. auch wenn Dogmatiker allerorten Ängste hatten, haben, entwickeln werden …)
    .
    Gerade deswegen sah und sehe ich „san franzisko“ vor allem eben auch als gesellschaftliches experiment – und zwar u. a. teils sehr wohl und evtl. sogar auch stellvertretend für den rest der welt mit, eben zuerst als arbeitgeber. (http://www.kink.com/k/values.jsp – alles dort ist vorbidlich, eben natürlich auch dies „safe, sane and consensual“) – (In Deutschland gab und gäbe es von Weltmärkten überforderte? Auch Arbeitgeber oder Politiker? – Ja sicher, warum nicht?)
    .
    Die Freiheit ist unteilbar und gilt für alle und alle Bereiche des Lebens.

  105. "trends hin zu" sollten sich...
    „trends hin zu“ sollten sich verbessert/verfestigt haben nicht „kernbereiche“, tut uns leid.

  106. @RealMash: Kocher, Wasser und...
    @RealMash: Kocher, Wasser und Suppenwürfel (sollen von den Mongolen erfunden worden sein) im Auto zu haben*, wenn man in einen Winterstau zu geraten droht, ist gescheit. Sozusagen Outbackausrüstung für Minus, und mit Sicherheit ein angenehmerer Zeitvertreib als nur vor sich hinzubibbern. Ansonsten, daß sich Kochen für 1 Person nicht lohnt, war schon immer so und wird auch immer so bleiben, weswegen man sich mit anderen verabreden oder eben essen gehen muß, wenn man als Einzelperson auf ordentliches Essen wert legt.

    *) oh ja, ich kenne Erbswurst aus Campingtagen. Ich aß sie am liebsten mit ganz wenig Wasser, so richtig suppenwürfelscharf (ich hatte als Kind mal eine Phase, in der ich mich mit Begeisterung über allerlei Suppenwürfel und Soßenpulver hermachte. Trocken, nicht angerührt. Das ist schon lange nicht mehr so, inzwischen verabscheue ich Soßenwürfel und mache meine Soßen nur noch mit „echten“ Zutaten. Aber erwähnen wollte ichs, falls sich jemand über die Kulinarik seiner Kinder entsetzt: keine Angst, das geht vorbei.)

  107. @staff aureus: Mich verfolgen...
    @staff aureus: Mich verfolgen inzwischen Alpträume, in denen ich Elektrokrempel heimlich nachts in die große Mülltonne verstecke, und am nächsten Morgen hat es wieder wer rausgezogen und die Sch… ist wieder nicht weg. Ob man an Weihnachten nicht mal Potlatch feiern sollte? Also alles Überflüssige wegwerfen? Fest der befreienden Entrümpelung statt wieder Ramsch anziehen?

  108. xie xie! xiansheng konfuzi!...
    xie xie! xiansheng konfuzi!

  109. @colorcraze: Es war eher...
    @colorcraze: Es war eher nostalgisch als gut-also eher Kult ;-)
    Klappspaten, reflektierende Decke und Schlafsack nicht vergessen, dann kann nicht mehr all zu viel schief gehen. Aber, wenn man das alles in dem Auto hat, das zur Inspektion ist, und in dem Mietwagen den man für die Zeit hat halt nicht…

    Btw-ich habe als Kind Zundhölzer abgeleckt-nur den Phosphor Teil.
    Hausarzt (alt, war noch im zweiten Weltkrige gewesen) zu meiner bersorgten Mutter: Lass ihn, wenn der das ißt braucht er es…

    Ich bin Heute nicht mehr feuergefährlich ;-) und explodiere so gut wie gar nicht mehr…
    Cheers,
    RealMash

  110. @colorcraze
    26. Dezember 2010,...

    @colorcraze
    26. Dezember 2010, 16:47
    Fuer den Winter braucht man eine Standheizung.
    Wenn ich sehe, wieviel Leute sinnlose Extras, wie Sonderlack oder Breitreifen mit Alufelgen etc. fuer ihre Wagen kaufen und an den wichtigsten Dingen fehlts….!
    Ich war heut grad auf ueber 1600 m Hoehe im wirklich tiefen Schnee, auf dem Turini. Nach dem langen Spaziergang mit den Hunden und dem guten repas aus dem Restaurant kommend, 10 Minuten vorher meine Fernbedienung gedrueckt und mein DB-G (kein SUV) ist mollig warm. Gut fuer den Menschen und fuers Material.
    .
    Kochen fuer eine Person geht schon, macht aber nicht den gleichen Spass.
    Ich hab lieber das Haus voll und koche fuer diese.
    OK, schnell Gebratenes, wie ein Entrecote mit einer selbstgemachten Bernaise, das geht fuer einen allein.
    .
    Erbswurst kenn ich noch aus meiner Pfadfinderzeit und vom Militaer. Ich sage nur schrecklich. Da lobe ich mir das alte Recept meiner Grossmutter, „Erbsen mit Schwemmkloesschen“.
    Wenn ich das im Winter hier bei uns auf der Basis einer Bouillon von einem Ochsenschwanz (am Tag vorher ein paar Stunden koecheln lassen), zubereitet hab, stehn die Menschen Schlange.
    .
    Der Electromuell geht an der Cote ganz andere Wege. Habe das grad vor ein paar Tagen wieder in Menton gesehn.
    Dort stellt man den Sperrmuel, egal, ob Moebel oder electrokram, einfach neben die Tonne.
    nach ein paar Stunden ist das in der Regel weg.
    Ich sah z.B. neulich eine B&O Receiver aelteren Jahrgangs mit Boxen in relativ gutem Zustand. Auf dem Rueckweg vom Spaziergang, nach ca 30 Minuten hatte das Teil schon einen Liebhaber gefunden.
    Auch eine Art von Receycling.

  111. @colorcraze, bei einem...
    @colorcraze, bei einem potlatch wird doch nicht entrümpelt, Müll entsorgt, vielmehr wird Wertvolles gegeben. Der abgebende Häuptling steht um so höher im Range, je wertvoller die Gaben waren. Erinnert mich an die Fälligkeit der Steuererklärung.

  112. @Grimaldeli: oh ja,...
    @Grimaldeli: oh ja, Standheizung, da sagen Sie was Wahres. Nur, wenn man in einen Winterstau gerät, der sich 6 h nicht auflöst, kann man sie nicht durchgehend laufenlassen…
    ah, bei Ihnen gibt es anscheinend noch „funktionierenden Sperrmüll“, wenn auch nicht organisiert. Das war früher in D immer ein großer Spaß, aber es ist dann irgendwann so verlottert, daß man es abgeschafft hat. Leider. In meiner Jugend haben ich und andere sich dabei mit Begeisterung mit brauchbaren Sachen versorgt – Sofas, Tische, Stühle…
    Ihre Essensvorschläge gefallen mir immer gut. Bearnaise wär mal wieder was, zumal unser Estragon (wir haben jetzt eine dauerhafte und schmackhafte Sorte gefunden) auf dem Fensterbrett wächst und wächst und mal gekürzt gehört.

    @staff aureus: haha, Steuererklärung als Potlatch. Na, da müßten wir schon skandinavische Verhältnisse haben.

  113. Standheizung wurde heute auch...
    Standheizung wurde heute auch von der Beifahrerin gefordert, weil Leder im Sommer heiss und im Winter – nun ja, Luxus halt.

  114. @Don Alphonso
    28. Dezember...

    @Don Alphonso
    28. Dezember 2010, 02:25
    Eben kein Luxus!
    Wenn sie in z.B. zuerich morgens aus dem Hotel kommen, alle PKW sind eingeschneit und Ihrer ist abgetaut, mollig warm und startbereit….., da faengt der Tag doch schoen an! Und das fuer, ich glaub heutzutage fuer rund 1000 euro. Die Breitreifen und das Metallicc sind teurer…..

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