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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die nicht kommenden Kinderlein

| 213 Lesermeinungen

In 15 Jahren, wenn all die Kinder von Nido-Eltern in der Pubertät stecken und gegen das rebellieren, was ihre Eltern ausmachen, werde ich eine tolle Zeit haben. Bis dahin muss ich mich aber erst mal mit Begehrlichkeiten beschäftigen, die im Leben eines kinderlosen Sohnes aus besserem Hause während der Feiertage nun mal nicht ausbleiben können.

„Auf geht’s zur Oma!“
Aktueller Titel von Nido

Meine Grossmutter hatte natürlich immer Recht, und so auch in jenen Momenten, als sie auf den nicht zu leugnenden Sachverhalt hinwies, dass wir ja irgendwo hin müssen mit unserem Besitz. Damit meinte sie nicht, wie spätere Generationen, die Schweiz, sondern eben jene späteren Generationen: Anhäufen ist richtig, Besitz ist wichtig, aber am Ende muss da jemand sein, dem man es weitergeben kann. Meine Lösung des Problems – alles durchbringen bis auf den letzten Cent und hochscherschuldet in Luxus und Amoral sterben, was sich bei Wikipediaeinträgen immer besonders gut macht – erschien ihr nicht als gangbarer Weg.

Bild zu: Die nicht kommenden Kinderlein

Folglich war sie nicht weniger päpstlich als der Papst, wenn sie die „Schei…-Pille“ verdammte, sonst nämlich hätte mich längst schon eine „eingfanga“ und wir hätten „wieda a Kind im Haus, wia sich des ghert.“ Sagt man bei uns in Bayern „wie sich das gehört“, wird damit zweierlei ausgedrückt:  Weitere Debatte überflüssig. Und die Grossmutter hat wie immer Recht. Dann wechselten wir das Thema in Richtung zu meinen Ernährungsgewohnheiten, die fleischhaltiger und fetter sein dürften, damit ich ein „gstandnes Mannsbuid“ werde. Wobei das eine mit dem anderen in seiner Logik zusammengehörte – damals waren Merkmale wie „dünn“ und „körperlich beschäftigt“ eher Attribute der armen Leute. Zur Fortpflanzung wurden damals eher die dicken, zufriedenen Privatiers bevorzugt, deren Anlagen in mir übrigens mehr als ausreichend vorhanden sind.

Heute ist das jedoch anders, und auch daran mag es liegen, wenn ich am 25. Dezember am frühen Morgen mit irgendwelchen, sonst in dieser Stadt nicht anwesenden Leuten beisammensitze, und mich über die Veränderungen des abgelaufenen Jahres unterhalte. In meinem Alter ersäuft man die Trauer über die verschwindende Jugend gern in Wein, den man nicht mehr so wie früher zu Nikolaschka- und Betonmass-Zeiten erträgt, und in dieser einen Nacht löst es die Zungen und alle reden in Sprachen, derer sie sich in ihrer Bank, der Kanzlei, dem mittelständischen Unternehmen oder wieder daheim bei ihren Eltern nicht befleissigen würden. Wir können das, wir müssen nicht nach Hause und uns um Kinder kümmern, das bleibt jenen vorbehalten, auf deren Gesundheit und Andenken hier getrunken wird. Früher hatten wir jährlich Verluste zu beklagen, inzwischen sind wir kampfgestärkt und hochmotiviert, was die erfolgreiche Kindervermeidung angeht. Böse Zungen würden vielleicht sagen: Wir nähern uns dem Alter, in dem man keine Schei…-Pille mehr braucht.

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Trotzdem ist noch nicht alle Hoffmung vergeben, zumindest nicht bei der Generation, die uns hervorgebracht hat. Die Generation, die es nicht nötig hatte, sich aufputschende wie unterkluge Beschreibungen wie „Supermammi“ unzuhängen, weil die Frauen Erziehung und Beruf unter einen Hut brachten – bei uns hiess das noch abwertend „Glucke“, was jetzt durch die Hintertür mit SUV, Bugaboo und vernidot wieder in den Diskurs walzt, und sich auch auf Dauer nicht in Berlin-Mitte endlagern lassen wird. Das waren halt Eltern, für die Scheidung ebenso wenig eine Option für das Leben war, wie die Realschule für ihre Kinder, und die nicht 24/7 irgendwelche Rückmeldung brauchten, was für tolle Eltern sie sind. Der Vorteil: Wir hatten eine gute Erziehung und waren nicht Ergebnis einer Psychotherapie unzufriedener Falschverheirateter. (Wenn ich ehrlich sein darf: Mag ja sein, dass wir beim Kinderkriegen Versager sind – die anderen sind Versager beim Kindernichtkriegen. Darauf einen Nikolascka, wie früher). Der Nachteil: Echte Eltern mischen sich auch weiterhin ein. Nur etwas anders als ihre eigenen Eltern.

Einer der beliebten Sprüche, die wir zu hören bekommen, kommt ganz subtil daher: „Will Deine Freundin/Dein Freund/etwaig irgendwann kommender Geschlechtspartner bei momentanem Singledasein nicht doch vielleicht irgendwann mal Kinder?“ Die Frage wird nicht nur einmal, sondern alle paar Wochen gestellt, natürlich auch zu Weihnachten, und es ist so eine Art Warnsystem: Sollte die Empörung einmal nicht so drastisch und resolut ausfallen, sollte statt einen „Nein“ ein „Naja“ erklingen, weist es auf einen weichen Punkt hin – vielleicht tut sich ja was, vielleicht ändert sich eine Einstellung, und vielleicht kann man da etwas weiter bohren. Gibt es Torschlusspanik? Hat der andere einmal zu oft versäumt, sich die Schattenseiten des Kinderkriegens zu vergegenwärtigen?

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Das Unschöne ist: Man kann bei diesem Spiel nur verlieren. Natürlich gibt es rationale Erklärungen für Kinderlosigkeit – aber keine ist so gut, als dass sie nicht mit einem „Ah geh“ abgetan werden könnte. Es folgt ein „Wir haben damals doch auch und obendrein noch und trotz diesem und jenem ist es gelungen und sogar als Du damals 10 Semester mehr haben wir und erinnerst Du Dich noch an den Sportwagen und das ging doch auch also das sind doch alles keine Argumente“. Der Subtext lautet: „Es geht Dir doch gar nicht ums Kinderkriegen. Du hast Angst davor, es nicht so wie wir zu packen.“ Und leider ist der Subtext gar nicht mal so falsch. Also, ich will trotzdem keine Kinder. Aber

Aber Kinder im Sinne der die Eltern aufziehen ist nochmal etwas anderes, als auf dem Flohmarkt auf dem Arkonaplatz orangen Plastikmüll der 70er Jahre für die Küche kaufen, oder darauf zu achten, dass die Kinder schon mit 4 Jahren im richtigen Kindergarten und später in einer Protzschule mit latinisierter Endung abgeladen werden können. Auf der einen Seite sind da aber Zwänge durch das soziale Umfeld, die es früher nicht gab – bei uns wurden Kinder nur ins Internat oder an kirchliche Schulen geschickt, wenn sie zu dumm oder zu gewalttäig waren. Niemals wäre es unseren Eltern eingefallen, uns wegen 2 Zentimeter Schnee mit dem Auto an der Schule abzuholen. Auf der anderen Seite war Erziehung damals wohl auch mit erheblich mehr Aufwand verbunden, angefangen beim ordentlichen Benehmen bis zu einem gesellschaftlichen Umfeld, das in Bezug auf Verfehlungen reichlich intolerant war – Eltern hafteten nicht nur finanziell für ihre Kinder. Ungeachtet dessen stimmt es natürlich: So wie früher kann man heute Kinder nicht erziehen. Selbst, auch das eine Erkenntnis am frühen Morgen des 25. Dezember, wenn wir uns einig sind, dass Kinder weder ein Mobiltelefon für Gewaltvideos noch ein Internet oder gar Computer für Mörderspiele bräuchten – wir wären vermutlich das Schlimmste aus beiden Welten.

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Nachlässig, weinerlich und inkompetent wie die Nido-Supereltern, und völlig rückwärtsgewandt und überzogen, gehärtet und für die Moderne ruiniert von den Ansprüchen unserer eigenen Eltern. Gut, vielleicht ist es auch wirklich nur so, dass wir einfach keine Kinder wollen, sehr wahrscheinlich sogar – aber diese These hat einen entscheidenden Vorteil: Sie vermag es, die eigenen Eltern zufrieden zu stellen. Denn weder finden sie selbst Gefallen an dem, was momentan den von ihnen erarbeiteten Ruf des Wortes „Eltern“ ruiniert, noch sind sie in der Lage, auf das gierige Schlucken der Anerkennung ihres damaligen Tuns zu verzichten. Zu verführerisch ist das Eingeständnis, dass sie es wirklich besser konnten. Echte Eltern kriegt man am Elternstolz. Nur Supermammis brauchen Nido.

Ich bin mir sicher, dass diese von Kinderlosen in leicht bezechter Stimmung ersonnene Strategie erst mal eine Weile funktionieren sollte. Zu sehr sollte man die eigenen Eltern dabei natürlich nicht verwöhnen und loben, sonst zieht das „Wenn Ihr mir mit 4 Jahren mehr Spielzeugautos/Barbiepuppen gekauft hättet, würde ich jetzt nicht durch diese Zurücksetzung gefrustet bei der Mille Miglia mitfahren/Teresa ausräumen“. Nächstes Weihnachten, wenn es sich abgenutzt hat, und wir alle wieder ein Jahr älter und die Partner immer noch unwillig sind, werden vermutlich in Tradition der Grossmütter jüngere, zeigungsfähige Alternativen offeriert, wofür man wiederum neue Antworten braucht. Aber irgendwann ist man einfach zu alt. Und hat seine Ruhe, solange man nur die Polizei oft genug ruft, um Nidomammis abzuschleppen, die ihren Panzer vor dem Haus in der Feuerwehrzufahrtszone vergessen haben.

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213 Lesermeinungen

  1. "Es geht ... doch gar nicht...
    „Es geht … doch gar nicht ums Kinderkriegen“, sondern darum, dass man nicht den lebensweg der (nicht nur eigenen) eltern zu beschreiten gewillt ist:
    devianz non placet.

  2. 10 mal Lachen kosten 35 €...
    10 mal Lachen kosten 35 € (im Abo). Gar nicht so viel für ein Satire-Magazin, oder?
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    Wieso hasst man die eigene Generation eigentlich immer am meisten?

  3. verehrter Don,
    sehr hübsch...

    verehrter Don,
    sehr hübsch wieder und (da partienweise sehr authentisch) auch sehr anrührend.
    Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend: so zwischen 50 und 60 werden manche schlußendlich ja doch noch eingfangt, und zeigen dann ganz stolz Babybilder herum. Oder fahren der Generationskollegin mitten am Graben so ein neumodisches Kinderwagerl in die Kniekehlen…

  4. moin Don, Du hast einfach...
    moin Don, Du hast einfach Angst vor dem Leben, das ist alles. Du hast einfach Angst vor den wirklichen Herausforderungen, die durch die allgemeinen und eigenen Ansprüche an Verantwortung und Ethik entstehen. Das ist verständlich, aber billig. Das Dumme daran ist, daß man damit Erfahrungen vermeidet, die einen erwachsen werden lassen. Das wird bei Dir wohl ausbleiben müssen (wie bei Frau Merkel etc.).

  5. Don Alphonso, diese Kunstfigur...
    Don Alphonso, diese Kunstfigur hat zum Kinderkriegen eine armselige Einstellung.
    So viel entgeht ohne Kinder. Ja, die unbeschwerte Zeit der Jugend ist mit einem Säugling vorbei, verantwortungslose Freiheit geht verloren. Viel besseres wird gewonnen. Wer braucht applaudierende blog-Kommentatoren, wenn die eigenen Kinder täglich Bestätigung rücksenden ? Besser als eine Katze liegt ein Kind im Arm.

  6. zur Pille: warum bezahlt die...
    zur Pille: warum bezahlt die Solidargemeinschaft der Kassenpatienten die Pille für bis zu 21-jährige Frauen? Kann der Sozialstaat sich die Nicht-Fortpflanzung leisten? Eine Regierung eines schrumpfenden Volkes sollte Sozialgesetze machen, die Kinder begünstigen, statt Kinder verhindern. SGB V § 24a ist schädlich.

  7. Vielleicht weiss Don nicht...
    Vielleicht weiss Don nicht alles ueber die Gruende seiner Abneigung. Furcht vor der Verantwortung darf und muss man ihm zugestehen. Es ist keine reine Freude der liebevolle verantwortungsvolle Vater eines Kindes, besonders eines Sohnes zu sein, angesichts der daemlich schnatternden Mutterkuehe im Kindergarten-oder wartend vor der Schule. Wie bitte? Ha, ich erlaubte mir den Luxus meinen Sohn einige Jahre als 70%ige Bezugsperson zu betreuen. Wir konnten uns das leisten. Soehne, meine Damen, gehoeren an die Hand ihrer Vaeter. Besonders die weibliche Erziehung von Knaben zwischen dem 3ten und 10ten Lebensjahr ist der blanke Verrat der Frauen an ihren Soehnen.
    Vaeter wuerden wahrscheinlich sehr gerne fuer einen gewissen Zeitraum die Erziehung uebernehmen. Es geht nicht. Die Arbeitswelt ist nun mal anders eingeteilt. Davon abgesehen, wer jemals den konkurrenzneidischen Blick von Frauen auf das prima Verhaeltnis zweier dicker Kumpel (Vater und Sohn) gesehen hat, kriegt ungemuetliche Gedanken.
    Uebrigens: waere statt eines Sohnes eine Tochter gekommen, ich garantierte fuer ein schoenes Maedchen, dass reiten und schiessen haette koennen und jeden weibisch verzogenen Anbeter ausgeweidet haette, wie Donna Laura ihre Wildschweine.

  8. Bevor man über Kinder...
    Bevor man über Kinder nachzudenken beginnt, sollte man dafür doch auch die/den richtige/n PartnerIN haben, oder? Wieso sich also den Kopf über den zweiten Schritt zerbrechen?

  9. Irgendwann wird das Sammeln...
    Irgendwann wird das Sammeln von Silberkannen fad und das Stöbern in oberitalienischen Städten inmitten Heeren von Rentnern entnervend, der letzte Sturz mit dem Bike auf der Neureuther Abfahrt war ziemlich übel und dann diese gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Mietern und anderen nichtwohlmeinenden Nebenmenschen – nun, wir werden sehen. – Warum sollten wir daran zweifeln, daß Don Alphonsos Großmutter nicht, wie immer, recht behält…
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    Ach ja, es wird Ihnen selbstverständlich aus dieser Runde nicht an väterlichen und mütterlichen Ratschlägen fehlen. Und eine ganze Palette neuer Themen tut sich auf. Die „Stützen“ werden auf viele Jahre gerettet sein und die FAZ wird ein richtiges Familienblatt…

  10. "letzte Sturz mit dem Bike auf...
    „letzte Sturz mit dem Bike auf der Neureuther Abfahrt war ziemlich übel“
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    Nicht verschreien, ich habe heute in der Kurve einen 110°-Ausbrecher gehabt, das kann den Spass hier fast so übel vermiesen wie ein Kind – weil mit Kind ginge diese Bloggerei hier nicht mehr.

  11. Erfahrungsvermeidung läßt...
    Erfahrungsvermeidung läßt sich von den Fortpflanzern lernen. Sie mutieren zu lebensängstlichen Monothematikern, und angesichts der bei Eltern beobachtbaren Infantilisierung, der regressiven Vergluckung und eines regelmäßig bestürzenden Realitätsverlustes hinsichtlich der Talente und der Bedeutung ihres Nachwuchses, würde ich die These von der Förderung des Erwachsenwerdens durch das Kind mit einem Fragezeichen versehen.
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    Vielmehr scheint es, als entströme der Mutterbrust zusammen mit der Milch auch die der schlichten Denkungsart. Denn nur so ist zu erklären, wie Peter Petersen, ganz erfüllt von der eigenen Tiefsinns-Kompetenz, Platitüden flachster Provenienz aufbietet, um seinen Vermehrungsgötzen, der schon beim kleinsten Hauche der Kritik wackelt, noch einmal zu retten.
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    Dass dieser Rettungsversuch ohne die ehrenrührige Abwertung des Hausherrn nicht auskommt, ist verständlich, aber erbärmlich.

  12. cher Filou, oder wie donna...
    cher Filou, oder wie donna laura die weibisch verzogenen anbeter…

  13. Gibt es einen richtigen...
    Gibt es einen richtigen Zeitpunkt für Kinderkriegen? Und dann wurde ich innerhalb 2er Jahre zweimal Vater zweier Söhne. Alles nicht geplant. Aber der Boden war bereitet. Hätte ich planen können? Nur keine Kopfgeburten, einfach einmal zulassen. Der Beginn war Lust. Und nach 10 Jahren muß ich sagen: Ich kann mir gar nicht vorstellen, kein Vater zu sein. Natürlich war viel Kampf gegen Besserwisser-Omis, die doch alles schon durchgemacht hatten. „Warten Sie nur ab, wenn er zahnt.“ Dabei: Toll, wenn der Sohnemann endlich keine Windeln mehr braucht. Und noch etwas: Niemals Ratschlagbücher lesen! Kinder kann ich niemals erziehen. Alles ist gegenseitig eu. Nichts ist mehr wie es war. Aber tatsächlich: Einfach einmal der Natur freien Lauf lassen. Gut, wenn zwei das selbe wollen. Alles andere kommt von allein…

  14. Dann bewahren sie Ihr ganzes...
    Dann bewahren sie Ihr ganzes Barockgeraffel mal schön auf.
    Und pflegen sie die Immobilien ordentlich.
    Wer auch immer es nach Ihrem Ableben an die Oligarchen vertickt, wird es Ihnen danken.

  15. Die schier atemberaubende...
    Die schier atemberaubende Anmaßung der Fortpflanzungsideologen ist darum so furchtbar, weil sie so grundlos ist.
    Bringt ihr wenigstens euren Kindern bei, dass Eigenlob stinkt, oder werden die später mal genauso?
    .
    Hatten wir hier aber schon mal im Februar 2009. Don hat das Thema variiert, aber die Kindsköpfe kippen dieselbe abgestandene Plörre gerade nochmal in die Kommentarsektion.

  16. @ Rodenbach: Wenn Kinder, dann...
    @ Rodenbach: Wenn Kinder, dann so. Aber mit Ihren Einsichten und Ihrer Haltung sind Sie seltener als ein Einhorn.

  17. nun ja, der Blog-Titel...
    nun ja, der Blog-Titel „Stützen der Gesellschaft“ ist schon eine Themaverfehlung. „Weicheier der Gesellschaft“ wäre passender.

  18. Sie können den Titel ja mal...
    Sie können den Titel ja mal googeln, das schadet der Bildung nicht zwingend, und erspart gewisse Peinlichkeiten.

  19. Erst mal gebe ich dem Don...
    Erst mal gebe ich dem Don einfach recht, auch wenn er höchstens 3% der Problematik angerissen hat.
    *
    Zum zweiten muss ich mal festhalten, dass die doofe DDR alle möglichen Probleme hatte, aber dieses Problem hatte sie nun mal nicht. Für die Bundesrepublik heißt das konkret, dass sie wie alle Unrechtssysteme einmal darüber nachdenken sollte, warum 40% aller studierten und damit aufgeklärten Menschen Deutschland den Nachwuchs regelrecht verweigern. Ich gehöre auch zu diesen Dissidenten und sage gleich: Es geht nicht um die Kinder!
    *
    Wenn man nun drittens die ganze Wahrheit über dieses Phänomen öffentlich machen würde (Wikileeaks?), gäbe es in Deutschland einen Aufstand: Eine Mischung aus Kachelmann, Sarrazin, alternden Nazi-Emanzen, nicht entnazifizierten Partnerinnen, ein Schuß RAF gepaart mit einem rechtsradikalen Stammtisch, aus Zügen geschmissenen Kindern, ein bisschen MIssbrauchsdebatte bis hin zu der brennenden Frage, warum Deutsche ausgerechnet für Rassenfragen so anfällig sind. Will das jemand wirklich hören?
    Und wenn ja, warum nicht?

  20. @DA , 7:45: Wunderbar, Sie...
    @DA , 7:45: Wunderbar, Sie wenden sich ja schon den praktischen Fragen zu. – Selbstverständlich kann man mit Kind bloggen; es ist eigentlich der ideale Nebenjob zur aktiven Vaterschaft. Am Anfang wird man nachts alle zwei Stunden geweckt und muß das Kleine beruhigend im Arm wiegen – ganz nebenbei kann man die letzten Kommentare freischalten und ein paar hübsche Fotos machen, die Ihre Gemeinde bei passendem Thema bewundern darf. – Vielleicht hat das Kind ja auch noch eine Mutter, die nicht nur durch eine beruflicher Karriere außer Haus glänzen will. – Oder wäre ihnen eine Leihmutter lieber? – Leihmutter und Amme wird Ihnen sicherlich hansmeier555 mit seinem neuen Startup-Unternehmen „Fleissig – Sauber – Anspruchslos“ vermitteln…

  21. Müssen es denn immer (oft mit...
    Müssen es denn immer (oft mit Hilfe teurer Wunschkinderdoktoren und lästiger Prozeduren) selbstgemachte Kinder sein? Wer ein Kind hegen und pflegen, fördern, sich an seiner Entfaltung freuen und auch was vererben will, findet doch genug zu tun: Patenschaften, Pflegekinder, Adoptionen, Mentoring, Stipendien stiften etc etc.

  22. Liebster! Kann ich wenigstens...
    Liebster! Kann ich wenigstens den Erguß meiner angebeteten Kunstfigur zum Eigengebrauch erwerben, oder eintauschen gegen Silberkannen?

  23. "... alles durchbringen bis...
    „… alles durchbringen bis auf den letzten Cent…“ Hah, jetzt ist es raus. Jetzt
    weiß ich, wem man die gigantische Finanzkrise verdankt! …und die Verschwörer
    treffen sich immer am 25. Dezember und das auch noch in der Früh.
    Das ist gemein, wie sollte man auch darauf kommen.

  24. Baby auf dem Arm schützt...
    Baby auf dem Arm schützt möglicherweise vor Stalkerinnen…

  25. "Und plötzlich waren wir...
    „Und plötzlich waren wir Viele…“,
    .
    das Stat. Bundesamt meldet für das Jahr 2009 22841 Mehrlingsgeburten
    davon 22052 Zwillinge, 753 Drillinge und 36 Vierlinge.
    .
    Geht doch!

  26. icke is Spiesser, icke hat...
    icke is Spiesser, icke hat zwei Blagen und denkt sich: wenn ich eh bis 72 schaffen muss, bis es in den Ruhestand geht, dann sind die paar Jahre für Nos 1 und 2 sicher drin. Im übrigen suum quique. Und wie man dem workaholischen mosaischen Kollegen, der die Interrelligiösen Probleme mit seiner Goite von einer Freundin aufzuschieben versucht, auch Onkels und Tanten sind wichtig. Eltern können nämlich nicht Alles.
    Bis denn: Guten Rutsch, und dass die Verhüterli halten (Fussballmannschaft wollten wir auch nicht)

  27. Werter Don, wenn Sie engros...
    Werter Don, wenn Sie engros einkaufen, haben Sie in 3 Jahren donna laura
    überholt.

  28. Danke, Don Alphonso, endlich...
    Danke, Don Alphonso, endlich wieder ein Beitrag, bei dem ich nicht den Eindruck habe, Sie wollen mit einer bei Manufactum erworbenen Pseudo-Moral der besseren Kreise dem Pöbel eins auswischen. Vielleicht liegt es nur daran, dass ich mit Ihnen ausnahmsweise völlig konform gehe. Die Verantwortung will ich auch nicht. Die Welt braucht keine Kinder, schon gar nicht meine. Sie bekommt ohnehin zu viele davon, von den falschen Menschen obendrein. Aber jeder ist nur für sich selbst verantwortlich, die anderen (die Viel-zu-vielen, die Neider, die Zu-kurz-gekommenen, die Ressentimentgeladenen…) zwangsweise zu sterilisieren ginge mir auch gegen den Geschmack. Das gab es schon, das ist keine Lösung.
    Mein privater Rückzug: Ein Bild einer Katze in der Brieftasche (es muss nicht die eigene sein). Bei jedem aufdringlichen Vorzeigen der frisch geschossenen digitalen Babyfotos eines/einer sich erfolgreich (sic!) frisch vermehrten hat man etwas, was man auch zeigen kann. „Sooo süüüßß! Nicht wahr?“ Das betretene Schweigen, die entsetzten Augen danach sind Gold wert. Mir jedenfalls.
    Früher habe ich in meiner jugendlichen Ignoranz dafür plädiert, einen Kinderführerschein einzuführen: Ohne bestandene Prüfung – keine Kinder! Bis ich darüber ins grübeln kam, wer denn prüfungsberechtigt sein würde. Eine Ministerin mit sieben Kindern? Abscheulich. Der Bischoff? Dann lieber das Monthy-Python-Komitee. Die Stützen der Gesellschaft? Schreck laß‘ nach!
    Allseits alles gute zum neuen Jahr!

  29. Der Don könnte ja begabten...
    Der Don könnte ja begabten Bloggernachwuchs in Indien adoptieren. Damit jemand die Sache später mal weiterführen kann. Mir fehlt hier sowieso ein bißchen das Exotische!

  30. Wo hier die Themen "Braten in...
    Wo hier die Themen „Braten in der Röhre“ und „Wollmäuse“ besprochen werden: wie säubere ich einen zwetschgendatschiscamorzamürbetarte-mehrfachinnenbeschichteten Backofen, nach der Fressorgie der letzten Tage?
    Wie lange muß ein Chinchilla bei sanfter Vorhitze im Ofen herumhüpfen, bis ausreichende Reinigung erreicht ist?

  31. Also, ich fände ja eigentlich...
    Also, ich fände ja eigentlich noch interessanter: wie kann grössere Gelassenheit bei den Kinderhabenden wie bei den Kinderlosen bewirkt werden?
    Mr Lux, sein Se ein bisschen nachsichtig: wes Herz voll ist, des Mund läuft über, und die Ankunft von so ein paar Pfund Menschlein können das Herz füllen. Sagen Se einfach Ja und schmunzeln, das Ding mit der Katze ist doof.
    Und alle: nehmen Sie es nicht so bierernst.
    Und Anekdote: eine Supermammi(?) mit mehr Kindern als für den Würmelingpass nötig, verpasste ihrem Sohnemann, erste Klasse Grundschule, Nachhilfe für den Intelligenztest, damit er auf seiner „école d’élite“ einen Jagdschein für Faulheit und Rabatz im Unterricht bekäme. (Hochbegabte dürfen das, andere fliegen).

  32. @ Erstazbutler: erst...
    @ Erstazbutler: erst auswischen dann Pyrolyse (ausbrennen) dann nochmal ausbrennen, schliesslich wenn nötig ohne Brille betrachten.

  33. Eltern nicht verwöhnen: Die...
    Eltern nicht verwöhnen: Die Erziehung von Kindern, die selber keine Kinder haben wollen, kann im bilanzierenden Rückblick kaum als erfolgreich bewertet werden.

  34. Wäre evtl. noch ein...
    Wäre evtl. noch ein Gesichtspunkt: Wir haben in Trier seid vielen Jahren einen guten Bekannten (Musiker, Pianist), der bekommt deshalb keine Kinder, weil er, wenn man so will, „die weibliche Hälfte einer Männerbeziehung ist“ (nur leider gibt es für Beziehung keinen Kandidaten).
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    Wenn ich ihn schon mal im PKW mitnehme, schaut er immer demonstrativ nicht auf den Weg, denn wer will schon wissen, wo was ist? Es gibt immer nur einen Punkt, einen Mittelpunkt, eine zentrale Wichtigkeit (und zwar wechselnd, Gefühle z.B., oder wie der Fahrer sitzt oder die Hand hält beim Fahren: das kann/muss man auswendig lernen, immer auch über 120 Min. lang, das ist wirklich wichtig und sollte unbedingt fü alle Zeit nicht vergessen sein. Wo aber Thionville liegt? Wie weit? ist ja wohl bloß nur für Dumme. Und überhaupt nicht „tuntig“. (Kinder müsste der ja selber kriegen, denn er ist ja die weibliche Hälfte. Aber selber (lustbetont?) was worein stecken? Völlig augeschlossen.)
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    Aber plaudern kann er mit dem Klavier, „wie eine männliche Sheherazade“. Absolut brilliant, dabei sehr kurzweilig und höchst unterhaltsam. Nur komponieren, selber etwas hervorbringen wird er nie lernen, weil er es nicht kann, wie er selbst sagt – „und weil er es auch nicht will“.

  35. Vor allem aber WÄIS KANI -...
    Vor allem aber WÄIS KANI – der absoute Prototyp aller und jeder KI („Kinderlosen Intelligenz“):
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    „Was trägt man zu einem Date, wenn es draußen schneit und friert?
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    Ich würde sagen, nicht viel, eigentlich nur das Allernötigste. Sie tragen ein kleines, süßes Träger-Kleidchen mit einer blickdichten Strumpfhose und Stiefeletten, mit denen Sie sowohl an einer Bar stehen als auch behände in den hohen Schneehaufen vor seiner Autotür springen können. Der Trick ist die warme Strickjacke zwischen nackten Schultern und Wintermantel sowie einer der guten alten Wollschlüpfer, die unsere Omas als kleine Mädchen immer trugen. Es gibt die moderne Version aus Wolle mit Seide in jeder Wäscheabteilung. Zur Not schneiden Sie einfach einer alten Wollstrumpfhose die Beine ab und ziehen Sie über die Strumpfhose. Sie werden sich wundern, wie sehr Ihr kleines unsichtbares Geheimnis Ihr Selbstbewusstsein an diesem Abend verbessern wird.“
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    http://www.welt.de/print/wams/lifestyle/article11828269/Alleine-Silvester-feiern.html „Böller & Strumpfhosen bewegen die Welt“, das ist wohl wahr.

  36. "Echte Eltern kriegt man am...
    „Echte Eltern kriegt man am Elternstolz. Nur Supermammis brauchen Nido.“ Genau Don Alphonso. An Ihnen geht ein hervorragender Papa verloren. Aber wenn das mit der Bloggerei dann nicht mehr möglich wäre, bleiben Sie lieber kinderlos…

  37. Danke für soviel...
    Danke für soviel Bloggerfleiß zwischen den Jahren.
    Der Beschluss, sein eigenes Aussterben mündig zu verantworten, verdient Anerkennung. Rudelvermehrung ist sicher nicht der Zweck unseres Daseins.

  38. Es ist nicht nett, Wäis Kani...
    Es ist nicht nett, Wäis Kani und Intelligenz in einem Satz zu verwenden.

  39. "An Ihnen geht ein...
    „An Ihnen geht ein hervorragender Papa verloren.“
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    Das sagt man mir öfters, besonders, wenn ich sage, dass man Kinder idealerweise am Tegernsee aufzieht, mit dem Berg gegenüber und viel Auslauf, wo möglich, und viel Schutz, wo nötig. Leider denke ich aber, dass ich als Vater für Kinder ziemlich doof und bescheuert wäre. Oder anders gesagt; Ein Kind, das zu mir passt, müsste erst mal von anderen gezeugt werden.
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    Besucher, gern geschehen: Blogger kennen keine Winterpause und kein Sommerloch, schliesslich geht das Leben weiter, wenn die Nachrichten verstummen.

  40. (Will sagen: In meinen Augen...
    (Will sagen: In meinen Augen gibt es Blogger. Und Leute, die Blogsoftware bedienen. Das hat in etwa so viel miteinander zu tun wie Kochen und Kochsendungen anschauen und dabei Chips essen)

  41. Gefunden: Wo Dumme sitzen...
    Gefunden: Wo Dumme sitzen (Location, Ingländ) und (edel!) die Zeit totschlagen grad egal … .
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    „Meine Schwester und ich saßen auf dem breiten, dunkelgrünen Chesterfield-Samtsofa in der Bibliothek unseres Ferienhauses in Südengland und taten das, was wir dort immer tun: neben­einander vor unseren MacBooks sitzen, schweigend auf die Monitore glotzen und im Netz rumblödeln. …
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    Bevor ich hier in eine falsche Schublade gesteckt werde, möchte ich betonen, für wie ungeheuer fortschrittlich ich es halte, dass überhaupt etwas wie H&M existiert. Als ich ein Teenager war, gab es Esprit und Benetton für die Mittelschichtskinder. Danach kamen Lacoste und Chevignon. Fand ich alles blöd. Ich wollte Jil Sander, Joop und Daniela Bechtolf. Ankleiden mit Attitüde war damals entsetzlich schwierig, alles war entweder zu spießig oder zu teuer. Aber man wusste eine neue ­Lederjacke zu schätzen und trug sie mindestens drei Jahre. ….
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    Aber heute sind wir in einer Gesellschaft gelandet, in der das Etikett so viel Gewicht bekommen hat, dass der Inhalt überhaupt nicht mehr infrage gestellt wird. Es ist eben nicht mehr überall Nutella drin, wo Nutella draufsteht!
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    Die Aufgabe der Billigtempel war, Mode zu demokratisieren und dadurch die Menschheit zu verschönern. Aber das Gegenteil ist geschehen!
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    Niemand widmet sich der Kunst des Sich-Ankleidens. Alle rennen in dem Schrott rum, der ihnen für zu viel Geld angedreht wurde. Wegen eines Schildchens!
    Ich bin also gegen Demokratisierung von Mode, denn Demokratie ist nur gut für ein Volk, das damit auch umgehen kann. Die anderen müssen unter einer Diktatur leben. Zu viele Möglichkeiten führen zu geschmacklicher Verwahr­losung und machen alles kaputt. …“
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    http://www.ftd.de/lifestyle/luxus/:waeis-kiani-in-bester-gesellschaft-es-lebe-die-diktatur/50188498.html
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    Und hier „DL – Deutsche Lernforschung“ (Eltern lernen ihr Kind und sich selbst beser kennen … .) http://www.spiegel.de/video/video-1100311.html
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    In der Tat, früher war alles besser.
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    BIOBLIOTHEK! Dafür muss man lesen können, nicht nur schreiben, Frau K..

  42. Ich les' den Blog nicht...
    Ich les‘ den Blog nicht regelmäßig, aber wenn, dann ist gar zu oft, dass Kinder-Nicht-Kriegen ein Thema. Kommt mir das nur so vor, oder haben Sie, werter Don, doch ein Problem damit?
    Vielleicht sollten Sie weniger Nachdenken und einfach mal drauf los zeugen, mann ist der Sache (dem Erziehen von Kindern) dann durchaus gewachsen. Und für Ihren Blog wird auch weiterhin Zeit bleiben. Nur wird das Thema dann nicht mehr die Kinderverweigerungshaltung der Stützen der Gesellschaft, sondern wie bizarr sich da so manche (-r) verhält.

  43. Ich kriegs auch als Frau nicht...
    Ich kriegs auch als Frau nicht hin, den Don wg. seiner Kinderverweigerung zu missionieren oder zu rügen. :-)
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    Psst: Diese Mütter sind zudem gar nix Neues. Die gab es nämlich früher schon. Echt jetzt. Ich weiß das (brillantes Gedächtnis wie eine alte Elefantenleitkuh über die, die mich damals als junge Mami bis aufs Zahnfleisch nervten). Denn ich hab Anno 77 selber eins aufgezogen.
    .
    Die Mütter auf dem Land zu 77 gingen erstaunlicherweise grade noch. Am wildesten wurde es, als ich 80 in eine Großstadt zog. Die Mamis dieser SIEMENS-Koffermännchen-ähm-Manager-Schlafsiedlung dort waren die Härte. Ein übler Nachtmahr, der leider tags am hellwachen Leib stattfand und nicht mehr enden wollte. Überbesorgtheit, Etepetete-Getue, man fuhr die Kinder den kleinsten Fußweg. Am liebsten damals schon mit dem Landrover, würg. Deren Kinder waren regelrecht eingekerkert, vollkommen verplant (Ballet, Musik, Pferde) und durften nicht zum normalen wilden Spielen raus. Könnten sich ja dreckig machen. Meine Tochter war vollkommen verzweifelt und wusste mit diesen Prinzessinnen wenig anzufangen.
    .
    Hätte ich das alles vorher gewusst, wäre ich auf dem Land geblieben und hätte mich da eingegraben. Dumm aber glücklich. Mein Studium? (Deswegen war ich wild auf Großstadt und wollte hin…) Pah! Glaube, ich hab nix gscheids gelernt dort… Ich glaube mittlerweile sogar, ich wäre als Tischlerin, Friseuse oder Tortenbäckerin glücklicher geworden. Soviel Kunden aus der Hölle wie im Designbereich kanns bei Tischlern oder Tortenmachern gar nicht geben. Die Kunden kaufen entweder die Torte und sind glücklich & fett. Oder kaufen sie eben nicht, weil sie sich lieber mit Knäckebrot geißeln wollen. Fertig. So gehört sich das. Und ich hätte nicht Psychotrickser werden müssen, nur weil der Kunde dem Konzept vollprall den roten Faden rauszieht. Von Cannes nach Kotzen.
    .
    Die Alternative, das Vermögen zu verballern, ist eine höchst reizvolle Idee. Wenn man eins hat. Es gäbe aber auch noch die Möglichkeit, eine Stiftung zu gründen: den World Kidlife Fund. Die sich dafür einsetzt, dass Koffermännchen-Kinder in ihrem Habitat artgerecht aufwachsen. Ohne Lillyfee-Plastik und mit viel herrlichem Dreck.
    .

  44. Valis, es geht, wenn dann, um...
    Valis, es geht, wenn dann, um Kindernichtkriegen oder auch Kinderlosigkeit, was etwas ziemlich anderes ist, oder, wie hier, um die Frage, wie sich einfach innerhalb und ausserhalb von Generationen Auffassungen verschieben. Jedes halbe Jahr mal, würde ich meinen, ist das Thema. Und es passt, weil es nach Weihnachten passierte. Übermorgen dann etwas anderes.
    .
    Vroni, verballern kann viel bedeuten. Da bin ich ganz offen, nur was ich nicht möchte ist, dass es dieser Staat bekommt.

  45. Ach je, diese Millionen gute...
    Ach je, diese Millionen gute Gründe, keinen Nachwuchs zu bekommen, bis hin zum Argument nicht mehr bloggen zu können…entlarven sich selbst. Irgendjemand hier hat von der „Aufgabe verantwortungsloser Freiheit geschrieben“, ich denke, dass trifft genau den Punkt. Am erbärmlichsten ist noch der Hinweis, ja nicht so sein zu wollen wie die Eltern, die ja ach so dämlich waren, Kinder zu bekommen. Kriegt einfach keine Kinder, das ist vollkommen ok, aber verschont Eure Umwelt mit diesem vor Selbstverliebt und Egozentrik triefenden Pseudoargumenten.

  46. Hm, die Erklärungen sind alle...
    Hm, die Erklärungen sind alle zu kompliziert.
    Meine Mutter: „Warum hast Du keine Frau oder Kinder?“
    Ich, aufseufzend: „Die Weiber sind alle zu zickig, ich würde ja, aber…“

    Thema durch. Mit der Einstellung von mir gibt sie spontan auf.

    Außerdem habe ich ja für Frauen einen zweistufigen Test:
    1.) Man muß mit Ihnen Einkaufen gehen können (gerne auch für mich) ohne das man sie umbringen will (Aber vielleicht finden wir im fünfzehnten Geschäft eine Jacke die noch viel schöner ist…Du kannst unmöglich in drei Minuten fünf Hemden gekauft haben (eigener Rekord, sie lief noch rein, da war ich schon wieder auf dem Weg raus-ich kenn meine Marke, ich kenn meine Größe, die Verkäuferinnen kennen mich, ich seh mir die Farben an (nein, nein, ja, ja, nein, ja, O.K., davon zwei, Kasse Bitte!) und bin durch.)
    2.) Die Katzen müssen sie mögen ( Die Tiere haben einen ganz feinen Instinkt…).

    Wenn 1. und 2. O.K., dann kann man weitersehen.

    Ansonsten schließe ich nicht aus, das es eine Frau gibt, für die ich die Tests ignoriere. Ich lass mich überraschen.

    Cheers,
    RealMash

  47. Mei, I hob denkt, d`Nido war a...
    Mei, I hob denkt, d`Nido war a Schunkelsänger im Apres-Ski am Tegernsee, den ma ned kenna muas, und sa Oma a ned. Obba s´is fui schlimma:
    http://www.nido.de/blattkritik/?id=250
    Der Blog-Titel sollte wohl eher heissen: Die nicht kommenden Käuferlein.
    Gegen den Beitrag „Wie streng muss ich sein?“ waren die Hitler-Tagebücher dieses Verlagshauses gehobene Literatur.
    Don, alles verziehen!
    Stecken´s den Sternsingern bald a Göid in die Büchse, aber keine Münzen an das Hamburger Himmelselement.
    Und machen Sie gelegentlich mit Ihrem virtuellen sechzehnjährigen Sohn einen Ausflug zur staatlichen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung,
    http://www.drugcom.de/?uid=02752ff2ab8dad269bfe597eb09663c0&id=cannabischeck
    und fragen ihn: „Wie groß ist dein Risiko?“ Dann werden Sie lesen können: „Du hast in der letzten Woche 3 mal gekifft. … Wenn du diese niedrige Konsumfrequenz beibehalten würdest, wäre das Risiko, dich zu schädigen oder abhängig zu konsumieren, relativ gering.“
    Merke: als virtueller Vater kann man seinem Sohn durchaus Stroh-Rum, Vodka und Obstler verbieten. Es gibt mit staatlichem Segen Alternativen, mit geringem Risiko. Zuständig für diese Risikobewertung: ein junger liberaler Gesundheitsminister. Warten wir es ab: der Rückflug über die Fünf-Prozent-Hürde vielleicht mit dem Motto: Gebt das Hasch frei !?

  48. Wie wärs mit einem Häuschen...
    Wie wärs mit einem Häuschen oberhalb Merans?
    .
    (Und zwar garaniert ohne Golfplatzblick, wie man denkt)

  49. ... kaum hat elton john ein...
    … kaum hat elton john ein kind adoptiert schreibt don alphonso über dieses thema, gibt es da zusammenhänge ? … geehrter, teekännchen & putten sammelnder, herr alphonso ! … etwa den mann fürs leben gefunden !? ;-)

  50. "nur was ich nicht möchte...
    „nur was ich nicht möchte ist, dass es dieser Staat bekommt.“
    .
    Na dann setz hurtig einen Schrieb auf und geh zum Notar. Ganz einfach.
    Morgen kann für jeden der letzte Tag sein. Wie mein Ex-Schwager (46) bemerkte (uups!), der unvorsichtigerweise wg. einer übersehenen geplatzten Vene nachts unbeaufsichtigt im Krankenhaus verbutete. Speiseröhrenvarizen, zu hoher Pfortaderdruck. Er liebte den Alkohol zu sehr.
    .
    O.k. ich hör schon auf mit den Horrorgeschichten. Aber wie sagt man: Die Einschläge kommen näher.

  51. @Vroni: Ich bin der Mittler...
    @Vroni: Ich bin der Mittler zwischen Marketing einer großen Firma und einer mittelgroßen Web-Agentur. Mache ich neben dem Projekt noch mit, hat sich wegen diversen Integrationen so ergeben.
    Ich nehme also auf, was Marketing einfällt, fasse das zusammen und schicke es an die Agentur, mit der ich dann die unklaren Punkte kläre und ggf. bei Marketing nachfrage, was die sich vorstellen.

    Ich habe mich bei der Agentur mal für eine unklare Formulierung entschuldigt-und die haben gesagt, das mein unklares genauer ist, als das klarste vom Kunden.

    Und wenn ich an die Hölle denke, die ich da erlebe (ich versuche Ihnen zu helfen, und entweder weigern sie sich die Erklärung zu hören (die Frau ist auch Mutter, das färbt wohl in der anderen Richtung auch ab)), oder, weil die Agentur etwas nicht geliefert hat, zieht man zwei Mann hoch Morgens um neun in mein Büro (ich bin normalerweise um 6:30 da um noch einen Parkplatz zu kriegen), nur um zu verkünden: „Wir sind sehr enttäuscht von Dir. Wir müssen das eskalieren…“(O-Ton…). Ich glaube ich hätte mir um ein Haar den Kiefer ausgerenkt. Ich hab was angefordert das ich noch nebenbei mache, und die kommen und wollen eskalieren weil die Agentur etwas was sie mir zugesagt haben nicht geliefert haben…

    Lieb Vroni, glauben Sie mir, in freier Wildbahn ist diese Sorte Kunde noch _ganz_ anders, als im relativ eingeschränkten Schadensumfeld Web.

    Die Agentur liebt mich ;-) weil ich Ihnen das Gelichter vom Hals halte…

    Ahoi,
    RealMash

  52. Oder ging es dem verfressenen...
    Oder ging es dem verfressenen Hausherrn um das gleichnamige Restaurnt?
    Dann hat er Pech: „Vom 24.12.2010 bis einschließlich 02.01.2011 haben wir Betriebsferien. Ab dem 03.01.2010 sind wir wieder für Sie da.“

  53. rockbock, wenn Sie hier...
    rockbock, wenn Sie hier mitreden wollen, arbeiten Sie mal an Ihrer Argumentation. Und kommen Sie dann wieder, wenn Sie noch die Kraft nach dieser Maloche haben.

  54. Verehrte Forenten
    Kinder haben...

    Verehrte Forenten
    Kinder haben oder nicht – Wurscht bei einer Verdoppelung der Weltbevölkerung in weniger als 50 Jahren.
    Hinzukommt das ziemlich hinterfotzige Gebärden der Natur, welches uns und den weiblichen Trägersystemen von Zeit zu Zeit die absolute Notwendigkeit von Nachwüchsen einredet und zur Kopulation zwingt.
    Wenn man die lieben Kleinen dann aufzieht bleiben nochmals 20 Jahre Infantilismus im eigenen Hirn. Danach sind wir im Greisenalter und hofften vergeblich auf die Anteilnahme der Kinder als deren Teil des Generationenvertrags…
    Es taugt zu Weihnachten eben auch ein Muscat de Rivesaltes im Wechselspiel diverser Cointreaus… Das schmokern haben wir ja schon lange aufgegeben. Keine Upmans, Monte Christos und Cohibas mehr in diesem Leben…

  55. @Vroni: Jaaa! Auch ich erlebte...
    @Vroni: Jaaa! Auch ich erlebte mal 2 solche Kinder in den 1970ern. Ich fand sie äußerst sonderbar, da sie zu keinerlei Initiative zu bringen waren. Dafür räumten sie brav und betont wohlerzogen Töpfe weg. Ja, das machten sie schön, aber wozu zum Kuckuck soll man schön Töpfe wegräumen? Töpfe wegräumen reicht, wichtig ist, daß das Essen schmeckt. – Wie ich von meiner Mutter hörte, ist zumindest eins der Kinder wohl seit geraumer Zeit körperlich schwer krank. Da dachte ich im Nachhinein, vielleicht warf eine Krankheit den Schatten voraus, und sie waren deswegen so unlebig. Es kann aber durchaus auch an der Erziehung bzw. am von Ihnen treffend angesprochenen Einkerkern gelegen haben.
    @Försterliesel: genau, und Tante sein reicht mir z.B. völlig. Ich will die Kinder schon sehen ab und zu. Aber ich glaube, einigermaßen pflegeleicht werden sie erst wieder ab Kindergartenalter. Mutter zu sein wäre mir nur möglich gewesen mit Ganztagskindermädchen, großem Haus (mit Auslauf) und vielen ähnlichen Bekannten. Sowie einem Mann, der eine Einstellung wie Rodenstock hat. Aber mich selbst 24/7 um kleine Kinder kümmern zu müssen hätte mich definitiv in den Wahnsinn getrieben oder ich hätte sie umgebracht bzw. beides. Ich bin das Gegenteil einer Glucke. Ich möchte es mit Erwachsenen zu tun haben. Ich habe es bis jetzt jedes Mal gemerkt, nach 2 Wochen werde ich völlig kinderallergisch.
    Kinder 3, 4 Stunden am Tag würde ich wahrscheinlich aushalten, aber um Himmels Willen nicht mehr.

  56. @ Realmash
    Gelichter...

    @ Realmash
    Gelichter fernhalten, das ist auch ein wachsender Teil meiner Aufgaben. Bin mittlerweile Spürhund und rieche sie. Aber wer zum Deifi hat „das“ großgezogen.
    Wenn Manche die Geisteswissenschaftler Minderleister nennen, was sind dann jene.
    .
    Kinder haben ist schön. Aber wie sie werden, das hat man nur bedingt im Griff. Die Umgebung „erzieht“ mit. Auf das Gewaaf der Verwandtschaft damals, wann es denn endlich wieder so weit sei und nur ein Kind das wäre doch nix, hatte ich sonderbarerweise ohne Mühe einen dicken Pelz entwickelt und meine Ohren nur zur Deko angeklebt. Im Abwürgen war ich auch klasse.
    .
    Sonderbarerweise klappt das, was bei nervigen Tanten ohne Mühe subversiv klappt, bei Höllenkunden nicht. Ich muss noch an mir arbeiten, die stetige Selbstverkommnung ist das Ziel :-) Endstufe: Erz-Stoiker. Vorbild: Soldat Schweijk.

  57. Verehrter Don, mein Argument...
    Verehrter Don, mein Argument bei Diskussionen dieser Art ist oft: keine Kinder zu haben/ zu wollen ist mein persoenlicher Beitrag zum Verringerung meines carbon footprints. Rationell gesehen. Und dann trifft man dann doch wieder auf den allerliebsten 6jaehrigen Sohn einer Freundin, Wuschelkpopf, Knopfaugen, der Charme auf 2 Beinen und denkt sich doch wieder: vielleicht doch…?!

  58. bin erst bis h 20:oo ...
    bin erst bis h 20:oo gekommen, soviel Blödsinn habe ich ja sellten
    gelesen, muß an den Kindern liegen, die verderben den gesunden
    Menschenverstand. Entweder man hat sie oder nicht. Soll doch jeder
    selbst entscheiden. „No women, no cry“ Das kommt von der west-
    fälischen Weihnacht. Ansonsten wünsche ich allen einen guten Rutsch, T.

  59. In diesem kalten,...
    In diesem kalten, unmoralischen Staat Kinder ? Niemals. Kinder sind das größte Armutsrisiko. Wenn man nicht gerade Baron Münchhausen, oh Verzeihung ich meine natürlich zu Guttenberg heißt, kann man sich auch keine Kinder leisten. In diesem Ausbeuterstaat ist alles verloren auch Kinder. Wenn der Normalbürger Kinder bekommt, dann nur damt die Oberschicht wieder eine Masse zu Verfügung hat, die sie ausbeuten und versklaven kann.

  60. Tja, da haben wir den Salat:...
    Tja, da haben wir den Salat: Die einen wollen/haben Kinder und sind glücklich damit. Die andern haben keine (oder glauben das wenigstens) und sind es ebenfalls: Chacun à son goût !
    Wer sich da vertieft bemühen will kann ja den Mamablog aus der Schweiz un peu examinieren: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/
    .
    Das schöne ist ja, dass man die Kinderfrage heute bis ins hohe Alter aufschieben kann (die moderne Medizin macht’s möglich). Mit diesem Argument, bester Don, müssten Sie doch auch Ihre hartnäckigen FragerInnen beruhigen können. – Meinen Sie nicht ?

  61. moin,moin, gerade vom ...
    moin,moin, gerade vom Albtraum aufgewacht.
    lch bin als Kind auf die Welt gekommen : unvorstellbar. mfG. T.

  62. Werter Don, auch SPON glaubt,...
    Werter Don, auch SPON glaubt, daß Sie noch die Kurve kriegen…

  63. Lieber Don,

    es ist alles gar...
    Lieber Don,
    es ist alles gar nicht so schlimm, wie es suggeriert wird. Man stelle sich vor, es gibt auch sehr viele unendlich liebe und aufgeweckte Kinder, die jede Nacht 12 Stunden schlafen, die man fast überall mit hinnehmen kann, die sich für Kunst und Kultur interessieren und gerne ins Lokal gehen, weil sie dort ungeniert stundenlang in einem schaumbekrönten Babychino herumstochern können und von italienischen Kellnern umgarnt werden. Die Malen wollen, sich für klassische Musik interessieren und fröhlich allerlei exotische Speisen probieren.
    Das eigentlich Schlimme in Deutschland sind die Prenzelberger Stöhnmuttis (siehe Jana Hensel) oder die „Alles-Sooooo-Anstrengend“-Hausmuttis auf dem Land, überhaupt scheinen Kinder das gewaltigste Großprojekt seit dem Bau des Hoover-Staudamms zu sein, völliger Quatsch!
    Man sollte einen Artikel über die „andere Art der Emanzipation“ schreiben, dass nämlich alle mal endlich mit dem Stöhnen und der übertriebenen Verpimpelung ihrer Blagen aufhören und die Frauen gefälligst klaglos Arbeit und Kinder nebeneinander auf die Kette kriegen sollten. (Dafür gilt es allerdings die politischen Voraussetzungen zu schaffen.)
    Um es auf den Punkt zu bringen: Kinder machen Spaß, Kinder entschleunigen das Leben, Kinder lassen einen die ungeheure Vielfalt und das Glück des Lebens ganz neu entdecken, man – Frau – muss es nur wollen :-)

  64. Heirat, Kinderkriegen,...
    Heirat, Kinderkriegen, Scheidung …. Sterben sogar. „Whatever you do, you will regret it“ (wie mein Schwiegervater pflegte zu sagen).

  65. Trias, ha ha, sehr gut!...
    Trias, ha ha, sehr gut! Völlig d’accord.
    .
    Und hackt nicht so auf der armen kleinen Perserin Wäis Kiani herum. Die Feinde meiner Feinde (und das sind die Susis nun mal) sind meine Freunde. Meistens jedenfalls.

  66. @Don Alphonso
    Sicherlich...

    @Don Alphonso
    Sicherlich bleibt es jedermann unbenommen zölebatär zu leben;
    warum, nun das haben Sie ja reichlich dargelegt;
    nur wozu, das ist mir noch nicht so ganz klar geworden.
    Der Verweis auf den Blog scheint mir nicht hinreichend, es werden größere Taten ins Werk gesetzt, auch mit Kindern.

  67. Vielleicht liegt das...
    Vielleicht liegt das wechselseitige Unverständnis jener Generationen bezüglich der Kinderfrage darin begründet, dass man früher einfach Kinder bekommen hat, weil das der Lauf der Dinge war, während man sich heute immer mehr angewöhnt, das ganze Leben als Konsummeile zu betrachten; man nimmt sich, wovon man denkt, dass es einem gefällt und was man sich leisten zu können glaubt. Selbst die Parnterwahl wird nicht mehr dem Zufall und damit dem natürlichen Fluss des Lebens überlassen, das zeigt die zunehmende Frequentierung von Online-Partnerbörsen deutlich. Es nützt aber nichts, den Menschen ihre immer perfekter inszenierte, egozentristische Selbstverwirklichung vorzuwerfen: die Massenmedien feiern schon seit Jahren den designten Übermenschen ohne Fältchen und ohne Fett, das schauspielernde-singende und zugleich Business-School-promovierte Model, das fünf Sprachen spricht.
    Die Mutter von heute gehört vier Wochen nach der Geburt wieder auf den Laufsteg (siehe H.K.). Immer mehr Frauen versuchen sich inzwischen leider an solchen Ansprüchen zu messen und tun sich damit Gewalt an. Wenn sich die Leute wieder auf sich selbst besinnen und die Unwägbarkeiten des Daseins (dazu gehören auch die Kinder) sowie die natürliche Begrenztheit der eigenen Individualität wieder schätzen lernen, haben sie auch hierzulande eine Chance, aus dem Teufelskreis der ewig unbefriedigenden persönlichen Gewinnmaximierung auszubrechen.

  68. Keine Ahnung, was sie ist,...
    Keine Ahnung, was sie ist, aber bei der Welt ist diese Person die Sättigungsbeilage zu Broder und Co., insofern sehe ich da keinen Anlass zu Nettigkeiten. Und was den SPON angeht: Der ist nur scharf auf die Follow Ups mit spektakulären Familientragödien.

  69. Natürlich sind Kinder ein...
    Natürlich sind Kinder ein Hindernis für ernsthaftes Schreiben! Das ist klar. Es ist, als ob einem das Blatt im schönsten Moment immer wieder weggezogen wird und man von vorn beginnen muß. Dann wird man entweder verrückt oder wahnsinnig. Oder man hat eine Kinderfrau!

  70. Jessas, Jessas: Es gibt eh zu...
    Jessas, Jessas: Es gibt eh zu viele Kinder, Beitrag zur Verringerung des Carbon Footprint… Jessas!
    Hat der Don irgendwo einen Wettbewerb ausgerufen: Das dämlichste Argument gegen Kinderkriegen? 1. Preis: Jahres-Abo Nida, zweiter Preis: Jahres-Abo Verhüterli?!
    Immerhin, ob solcher Gründe musste ich immerhin lachen und nicht bloß mit dem Kopg schütteln.
    Na ja, wenigstens war da ein Kommentator, der so ehrlich war, es auf die eigene Kappe zu nehmen und sich zur mangelnden Bereitschaft zur Verantwortung bekannte. Was anderes sollte es denn sein, ausgerechnet in Deutschland?

  71. @Korell: wahre Worte! Mein...
    @Korell: wahre Worte! Mein (superschlauer) Rat: Einfach mal abschalten! ;-)

  72. @filou, 28.12.-17:09
    "Vaeter...

    @filou, 28.12.-17:09
    „Vaeter wuerden wahrscheinlich sehr gerne fuer einen gewissen Zeitraum die Erziehung uebernehmen. Es geht nicht. Die Arbeitswelt ist nun mal anders eingeteilt.“
    Das halte ich für blanken Unsinn. Wer sich frühzeitig den Luxus eines Partners auf Augenhöhe gönnt, hat später die freie Wahl. Nicht nur für die Elternzeit. Ich kümmere mich seit 3 Jahren um unsere adoptierte Tochter. Dafür bin ich aus meinem Top-Job ausgestiegen und arbeite freiberuflich. Meine Frau hat hat ihre Karriere nochmal gepusht – sie sorgt für das Notwendige – ich für das Schöne. Wer diese Wahl nicht hat, hat sich bereits vorher entschieden. Und das blöde Geschnattere geht meiner Frau nicht weniger auf den Geist, als mir. Schon weil sie selbst eben auch nicht blöde schnattert …..

  73. @Korell
    Ihre Darlegung...

    @Korell
    Ihre Darlegung gefällt mir; insbesondere den Schluss den Sie ziehen.

  74. Im Gegensatz zu Fräulein K....
    Im Gegensatz zu Fräulein K. meint es der Broder aber ernst – deswegen ziehe ich dem im Zweifel viel lieber einen über die Rübe.

  75. Der Rechtfertigungsdrang...
    Der Rechtfertigungsdrang beider Gruppen (Eltern und Kinderlosen) ist hier wie immer überwältigend: Auf Ethik, Verantwortung u.Ä. greifen manche Eltern zurück, um ihr Dasein zu rechtfertigen, während Kinderlose auf einen angeblichen Paradigmenwechsel zurückgreifen, der zwischen ihnen und der Generation ihrer Eltern stattgefunden habe. Als gäbe es hier ein ausschlaggebendes Argument. Das Kinderkriegen hat im Grunde sehr wenig mit rationellen Entscheidungen zu tun. Manche wünschen sich welche, kriegen sie aber nicht, manche wünschen sie sich nicht und kriegen sie doch. Natürlich denkt man aber meistens nur an „win-win“ Situationen, wo man sich keine Kinder wünscht und keine kriegt oder wo man sich welche wünscht und die dann auch kriegt. Nun ist es mal so, dass Kinder ein Teil des Lebens sind, egal ob man welche hat oder nicht, ob man sich welche wünscht oder nicht. Die Kluft zwischen Wünschen und Kriegen weist darauf hin, dass Realität und Wille nur teilweise – und manchmal zufällig – zusammenfallen. Dass man übers Kinderkriegen entscheiden – und dann auch dafür argumentieren kann, ist wirklich nur ein hinzukommendes Phänomen.
    Beide Strategien bezeugen von einer Unsicherheit, die beide Gruppe teilen.

  76. Kinder sind zu 25% ihrer Zeit...
    Kinder sind zu 25% ihrer Zeit nett und erbaulich, der Rest ist eine einzige Plage (so nennt man die geliebten Geschöpfe ja auch).

  77. Dulcinea 10:00 Uhr sagt:...
    Dulcinea 10:00 Uhr sagt: „Natürlich sind Kinder ein Hindernis für ernsthaftes Schreiben!“
    Das wußte schon Thomas Mann. Die Kinder durften, streng geregelt, vormittags kurz zu ihm, dann wieder raus. Hätte er auch noch auf das Zeugen verzichtet, wäre uns Golo erspart geblieben. Auch das wußte Vater Thomas: „Golo, ein schreckliches Kind“ (Tagebücher).
    Aber da war es schon zu spät, wie ohnedies die Fülle nervenbelästigender Zeitgenossenschaften auf verantwortungslose Fehlzeugungen verweist.

  78. Ach, ach - immer diese...
    Ach, ach – immer diese Kinderbashingbeitraege, das sind doch letztendlich nur die Klickstrecken der Bloggerei, alle regen sich auf, jede Menge Kommentare, laberrababer – und was ist gewonnen? Nix, nur eine etwas gepimpte Statistik … so Don, und jetzt wieder schoen weiterrentnern am Tegernteich. (Und immer schoen auf die Broteinheiten achten … )

  79. Wunder über Wunder:
    die...

    Wunder über Wunder:
    die meisten der hier Schreibenden sind als Erwachsene in die Welt eingetreten.
    Klarer Fall für eine Differentialdiagnose von Dr. House! Köstlich!

  80. Gurkenhobel, weder von den PIs...
    Gurkenhobel, weder von den PIs noch von den Kommentarzahlen – würde man das machen wollen, müsste man eher Themen wie Sex und aktuelle Politik fahren. Wie auch immer, Kinder sind nun mal ein enorm wichtiges Thema in meinen Kreisen, das kommt dauernd vor, fast so wie das Wetter – ich bringe es also in Relation zur Bedeutung eher selten.
    .
    Und wenn Sie Ihre Anwürfe in eine Frage gepackt hätten, würden Sie jetzt auch nicht so trollig aussehen.

  81. Bedeutung? Schon, aber eben...
    Bedeutung? Schon, aber eben nicht fuer Sie. Sie sind raus aus dem Thema das haben wir ja nun hinreichend oft lesen duerfen, und damit ist dann ja auch mal gut. Und: nicht immer gleich herum moppern – „trollig“ – wo gibt es denn sowas …

  82. ...wie die Großmutter schon...
    …wie die Großmutter schon wußte: Schei***pille. Damit wurde ein ´Problem´ und
    die dazu eingeübten Problemmusterlösungen doch arg durcheinandergewirbelt.
    .
    RealMash, so wie Sie Ihren beruflichen Alltag beschreiben, bräuchten Sie wohl
    eine Frau mit einem großen Mitgift – an Geduld.

  83. Niemand muss hier irgendwas...
    Niemand muss hier irgendwas lesen, und nachdem die Kommentare hier mein unbezahltes Provatvergnügen sind, darf ich Ihnen hier auch meine unbezahlte Privatmeinung zu Ihren Einlassungen zum Besten geben, und die geht nun mal in Richtung „verbesserungswürdiges Benehmen“.

  84. Kommt in den Gesprächen Ihrer...
    Kommt in den Gesprächen Ihrer Kreise auch das Thema der Lagerung von Nabelschnurblut vor? Würde mich einfach mal interessieren, ob der Reklamealgorithmus bei den ZEIT-Lesern („Deutschland kann auf Baby-Boom hoffen“) Wirkung zeigt.

  85. So etwas wie Gurkenhobel...
    So etwas wie Gurkenhobel meinte ich, als ich 11:36 von „verantwortungslosen Fehlzeugungen“ sprach.

  86. Nörgler, ich mag Kinder gern,...
    Nörgler, ich mag Kinder gern, auch mein eigenes! Doch, doch! Allerdings ist das Leitmotiv meines Lebens die Unterbrechung geworden. Und das ist frustrierend, das wissen alle!

  87. don, diesen Beitrag schreibe...
    don, diesen Beitrag schreibe ich gerade mit Tochter auf den Unterarmen, Tisch und Bauch. (1 Monat alt, selig schlafend). Gehen tut es also schon das bloggen mit Kind. Besonders, wenn man einen kleinen Rentier-Bauch hat. (Nicht Waschbär nicht Ren sonder Rent – ier -Bauch.

  88. Gestern gelesen: Mitte 2011...
    Gestern gelesen: Mitte 2011 wird es 7 Milliarden Menschen geben, im vergangenen Jahr Zuwachs von 80 Millionen …
    Noch menr Kinder ???

  89. Ich bin, Dulcinea, zutiefst...
    Ich bin, Dulcinea, zutiefst davon überzeugt, dass es Kindern gut geht, deren Eltern, wie Sie, Mißempfindungen gegenüber dem Kind zulassen können.
    Ungesund hingegen ist das krampfige ‚Das darf nicht sein, ich muß das Kind nur lieben und lieben‘. Denn das Verdrängte kehrt zurück, sagt Freud, und wenn es zurückkehrt, dient das nicht dem Kindeswohl.

  90. Darf ich fragen: wer oder was...
    Darf ich fragen: wer oder was sind vernitot & nido?
    MUSS man das kennen und bin einfach nur zu alt?
    Oder zu doof?
    Oder sind’s nur die leider üblichen (aber bereits weniger gewordenen) Vertipper?
    Bei Google gab’s nur Verweise auf eben diesen Text hier oben.

  91. Kinder sind das eine, der...
    Kinder sind das eine, der Partner das andere… Und sich mit den eigenem Kind erpressen zu lassen, der Horror….

  92. @Nörgler (12:18): hahaha! Ich...
    @Nörgler (12:18): hahaha! Ich würds ja eher unter unfertiger Erziehung verbuchen – noch zuwenig Benimm in Gemeinschaft gelernt (man schneit nicht einfach irgendwo rein und pupst, das ist Großkinderniveau Klingelstreich, sondern sagt was, worauf die anderen antworten können).
    @Dulcinea (12:20): Ja, das mit der Unterbrechung ist vor allem bei kleinen Kindern sehr anstrengend. Es scheint aber z.B. doch manche Arten des Schreibens zu geben, die sich mit Kindern vereinbaren lassen – J.S. Bach muß diverse Stücke umtost von Kindergeschrei geschrieben haben, und Mrs. Rowlings schrieb Harry Potter ja eigentlich für ihre Kinder. Bei manchen gehts anscheinend. Aber im Allgemeinen ist wohl schon Virginia Woolfs „Room of one’s own“ vonnöten.

  93. Bei diesen Jeep-Muttis gibt es...
    Bei diesen Jeep-Muttis gibt es auch nur max. 5-10 Physiognomievarianten…genau wie deren Ehegatten, ähneln die sich schon sehr.

  94. Was aber ein wirkliches Thema...
    Was aber ein wirkliches Thema ist, aber kaum einer unserer lieben hochmotivierten Klimaschützer und Weltretter erwähnt (da sind sie so smart wie der Papst), ist Geburtenkontrolle. Unser Planet steuert auf ein exponentielles Menschenwachstum zu, das kann nicht gesund sein.
    .
    Was tun? Wie in China damals die Leute zur Einkind-Ehe zwingen?
    (Dann bringen sie ihre Mädchen heimlich um.)
    Oder ebenfalls unethisch Kontrazeptiva nur ab und an und nur ein bisschen ins eh schon von Chemikalien oder Choledra-Erregern verseuchte Trinkwasser? Kondome gratis?.
    .
    Oder doch besser schauen, dass es weltweit den Frauen materiell und mental besser geht. Die histo-soziologische Erfahrung hat gezeigt, dass wenn es den Frauen besser geht und der Machismo nicht mehr übermächtig ist plus die Leute einen gewissen Wohlstand erreichen, Kinder nicht mehr im Übermaß gezeugt werden. Weil sie als alleinige Altersvorsorge oder als Macho-Vorzeigeprojekt der Ego-Männlichkeit oder Frauenfruchtbarkeit nicht mehr notwendig sind.

  95. @Propersina: Schön, dass Sie...
    @Propersina: Schön, dass Sie so global denken. Tun Sie das auch beim Einkauf, bei der Urlaubsplanung, bei der Neuwagenanschaffung oder nur, wenn es um die eigene, „verantwortungslose“ Bequemlichkeit oder zumindest die individuelle Priritätensetzung geht? Insbesondere bei geburtenlosen Akademikern habe ich da immer so ein komisches Gefühl, wenn globale Gründe für das individuelle Kinderkriegen angeführt werden Bitte nicht falsch verstehen, ich plädiere lediglich für mehr Ehrlichkeit bei dem Thema Fortpflanzung, das biologisch der einzige Grund ist, warum wir überhaupt leben, gleichzeitig aber immer weniger Lust haben, dies zu tun.

  96. proserpina, das Gute an...
    proserpina, das Gute an solchen Zahlen ist, daß niemand das Gegenteil beweisen
    kann; diese Daten werden von einem Monopol verkündet.
    Im Übrigen dürfte bei diesen Größenverhältnissen Welt/Deutschland die
    Geburtenzahlen in D statistisch weder signifikant noch relevant sein.

  97. Wann kommt eigentlich der...
    Wann kommt eigentlich der Tiger und erzählt von ihrer tollen Muttererfahrung samt Rechtsfall? Ist langsam überfällig.

  98. DA schreibt "Da bin ich ganz...
    DA schreibt „Da bin ich ganz offen, nur was ich nicht möchte ist, dass es dieser Staat bekommt.“
    Liebbester Don, dir kann geholfen werden … ich geb dir hier meine Kontonummer 0732874999999 – 000 34 … btw da nascht dann nur dein Nachbarstaat mit 25 % KeSt mit …. besten Dank im voraus und einen guten Rutsch … jojodimogi :-))))

  99. Lieber Herr Alphonso, Sie sind...
    Lieber Herr Alphonso, Sie sind trotzdem ein netter Mensch. Vor allem, weil Sie alten, kaputten Bildern ein Heim geben.

  100. peter perlich, dummerweise hat...
    peter perlich, dummerweise hat das mit dem Freischalten so lange gedauert, weil ich mir eben jenen Bauch gerade mit Bergwandern und Rodeln wieder abtrainiere. Da ist also kein Platz für ein Kind.

  101. Jeeves, zu alt....
    Jeeves, zu alt.

  102. Hallo Ihr alle...

    ... seid...
    Hallo Ihr alle…
    … seid gar nicht so wichtig für die Welt, wie eure Kommentare es meinen machen könnten. Mit einer Ausnahme: für – falls vorhanden – eure eigenen Kinder, da könntet ihr ganz einfach die wichtigsten Menschen auf dem Planeten sein.
    Und das ist auch schon die Krux all der Kinderlosen: müssen ständig ihrgendetwas tolles beruflich oder sonstwie machen, weil sie das eigentliche Grundthema der Evolution vefehlt haben, die Fortpflanzung.
    Was bleibt diesen, sind die Ausreden, warum sie es nicht getan haben oder tun werden. Nur die weht halt der Wind bald davon…

  103. miner, 13:26: Köstlich, aber...
    miner, 13:26: Köstlich, aber wahr!

  104. BesteR Helo
    ...aber Sie wissen...

    BesteR Helo
    …aber Sie wissen schon, dass Sie keine Existenzberechtigung mehr haben wenn ich einmal tot bin?!

  105. "... gerade mit Bergwandern...
    „… gerade mit Bergwandern und Rodeln wieder abtrainiere. Da ist also kein Platz für ein Kind.“
    Mit Verlaub, Euer Gnaden: Bergwandern und Rodeln mit Kindern ist wesentlich lustiger und abmagernder. Außerdem können Eltern von Kindern weit interessantere Dinge lernen als umgekehrt.
    Collateral benefit: Die Blagen, schon in den Pampers mit Handys ausgerüstet, sind gegen eine kleine Taschengelderhöhung auch bereit, die Bergwacht anzurufen, wenn Papa unversehens auf dem Geröll zu Tal saust. Oder wenn Mama mit einem Kreislaufkollaps als Schlittenzugtier ausfällt.

  106. Oho, also, gerade vorhin habe...
    Oho, also, gerade vorhin habe ich zwei Elternpaare mit Kindern überholt, es war wie der hier an die Wand gemalte Teufel: Supereltern mit Designerkindern. Ein Ehepaar vom Typus Supersport aus der Law Firm, das andere vom Typus Ministerienhocker. Eines voraus und nörgelnd, eines hinten dran und wütend, dazu im Nieselregen beleidigt dreinschauende Kinder, die wissen wollten, wie weit es noch ist (1,5 Stunden, ich war so nett, es ihnen zu sagen). Eltern dann streitend. Dazu Kinder jammernd. Da möchte man niederknien und seinem Schöpfer danken, dass man allein ist.

  107. Gute Kopfgeburt, oder heisst...
    Gute Kopfgeburt, oder heisst es in Ihrem Falle guter?
    Nee, die Existenzberechtigungen habe ich nur für meine Kinder, nicht für Sie.
    Und noch was, wenn wir tot sind, und das werden wir eines Tages alle sein, dann leben die mit Kindern weiter in deren Genen und Erinnerungen. Die ohne aber sind ausgelöscht, genauso wie die Bites in deren unerheblichen Blogs.

  108. "Und das ist auch schon die...
    „Und das ist auch schon die Krux all der Kinderlosen: müssen ständig ihrgendetwas tolles beruflich oder sonstwie machen, weil sie das eigentliche Grundthema der Evolution vefehlt haben, die Fortpflanzung.“ HELO, es ist ja das Gegenteil wahr: Elternschaft dient viel häufiger als Trost – weil es mit dem „tolles beruflich oder sonstwie“ nicht klappte. (Und das ist dann leider auch eine Form von Kindesmissbrauch.)

  109. "Da möchte man niederknien...
    „Da möchte man niederknien und seinem Schöpfer danken, dass man allein ist.“ Sie als Atheist? Wie machen Sie das denn? – Allerdings anlaßbedingt haben Sie recht.

  110. Also, es ist ja jetzt bald...
    Also, es ist ja jetzt bald Silvester, wo wieder gute Vorsätze gefaßt werden. Ich hätte da einen, den ich ganz vielen Menschen ans Herz legen wollte: das blöde Geschwätz von der Überbevölkerung der Welt endlich mal steckenlassen. Das ist so 20stes Jahrhundert. Ich kanns nicht mehr hören. Ja, mein Gott, bis die Bremse wirkt, sind wir wahrscheinlich 10 Mrd. Aber die Bremsspuren sind deutlich zu sehen, ob brachiale 1-Kind-Politik in China, unverstanden geringe Geburtenrate in Europa und Rußland, Massaker in Ruanda (viel Geburten, viel vorzeitiges Ableben) oder sonstwas. China ist derzeit Industriemacht, wie Deutschland in den 60ern Industriemacht war (nur natürlich viel größer), Indien und Brasilien werden diesem Pfad folgen. Die USA und Europa können sich am Kopf kratzen und aushirnen, wie es jetzt weitergeht mit dem Konsolidieren bei Energieverbrauch light. Die Chinesen denken da schon auch drüber nach. Ich schätze, man muß wieder mehr Verläßlichkeiten schaffen. Dann wird man auch wieder handlungsfähiger.
    @Helo: Wir werden alle störben! Tell news.

  111. @DA
    meine these: Es planzen...

    @DA
    meine these: Es planzen sich so viele „i***“ fort, besser meine kinder nehmen denen den platz weg.

  112. @DA apropos sport.
    Der trek...

    @DA apropos sport.
    Der trek shop in wien hatte gerade sale. sollte wärmer werden um das neue rennrad auszuprobieren

  113. bertholdIV, diese Auffassung,...
    bertholdIV, diese Auffassung, die hat wirklich was. Hier am Berg herrscht übrigens gerade Tauwetter…

  114. @Tomahawk: sehr guter Hinweis....
    @Tomahawk: sehr guter Hinweis. Ja, es ist schon so, daß man durch längere intensive Interaktion mit Kindern (darum tue ich mir die 2 Wochen jährlich auch an) einiges Überraschende und bisher noch garnicht Bewußte über Menschen allgemein lernt. Zum Beispiel: wie bringe ich sie dazu, Verträgliches zu tun (etwa, zu zweit miteinander zu spielen), etwas zu lernen (z.B. daß man hinterher aufräumt), aber Unverträgliches (z.B. Metallauto mitten ins Gesicht hauen) zu lassen? Da muß man öfters mal neue Verhaltensweisen ausprobieren, weil es auf die erste Art einfach nicht geht.
    @DA (13:38): Hahahaha! So, genau so, sieht die echte Familienallergie aus, die man sich nach einer Überdosis zuzieht.

  115. Helo, der aufgehende Stern am...
    Helo, der aufgehende Stern am Satirehimmel, benennt präzise, worauf gerade mal geschissen ist:
    „Die Existenzberechtigungen leben mit Kindern weiter in deren Genen und Erinnerungen.“

  116. Ja, ich bin alt, Arabella....
    Ja, ich bin alt, Arabella. Drum: bitte lass(t) mich nicht ganz doof sterben:
    Was ist vernidot und nido?

  117. Schon bezeichnend, dass dem...
    Schon bezeichnend, dass dem deutschen Bürgentum nach knapp 200 Jahren politischer Dominanz nix besseres mehr einfällt, als entschlossen auszusterben.
    .
    Der Don hat vollkommen recht, dieses Thema alle drei Monate mal wieder provokant zu pushen. Denn auch das Private ist ja politisch.
    .
    Maria Theresia wusste ihre 16 Geburten nicht nur mit Regierungstätigkeit erfolgreich zu vereinbaren, der üppig spriessende Nachwuchs war ja auch ein Machtfaktor. Ähnlich galt das auch für die reichen Bankiers- und Fernhändlerfamilien. Verwandten kann man vertrauen, man sie in ferne Länder schicken und dann mit ihrer Hilfe ein Netzwerk bilden, das man braucht, um die Konkurrenz zu schlagen…
    .
    Ob so ein VWL-Mathematiker errechnen könnte, wieviel den deutschen Unternehmen einfach dadurch an Substanz verloren geht, dass Schlüsselpositionen an unzuverlässige Mietlinge vergeben werden müssen, weil eigener Nachwuchs nicht zur Verfügung steht (weil es ihn nicht gibt oder weil er auf Selbstfindungstrip in Nepal weilt?).
    .
    Wer langfristig denkt, weiss auch, dass man keine „Kinder“ oder „Babys“ auf die Welt bringt, sondern vollwertige Menschen, die halt nur die ersten Jahre viel Betreuung brauchen.

  118. "Mag ja sein, dass wir beim...
    „Mag ja sein, dass wir beim Kinderkriegen Versager sind – die anderen sind Versager beim Kindernichtkriegen. “
    Heehe, sehr schön.
    Dass die Kinderkrieger und Nichtkinderkrieger nicht miteinander klarkommen, liegt daran, dass sie nicht miteinander reden. Weil sie in komplett andere Welten eintauchen. Die einen gegen zum Pekip, die anderen fahren viermal im Jahr nach Südtirol. Dass man sich dann permanent versichert, es gehe einem gut, ist logisch. Niemand, der unfreiwillig keine Kinder hat oder unfreiwillig Kinder hat, wird öffentlich zugeben, dass das Mist ist. Der eine wird die Freiheit loben, der andere erzählen, wie toll es ist, die Entwicklung eines Kindes mitzuerleben.
    Dummerweise ist auch an beidem was dran … Aber man kann nicht alles haben …

  119. Nido ist eine vom Team von...
    Nido ist eine vom Team von Neon entwickelte Zeitschrift für junge Falmilien, die eine Blaupause ist: Einerseits für die neue Mittemütterlichkeit und andererseits für Dutzende ähnlicher Lifestyleprojekte a la „moderne Mama in Work-Life-Balance schmeisst den Laden“. Motto: „Weil wir noch immer nicht erwachsen werden, erfreuen wir uns als infantile Deppen im Rückspiegel unseres SUVS an den Bälgern, die sich uns nicht aussuchen konnten, und nieten da bei Radler um, wenn wir nicht in der Parkverbotslücke asozialer als Mantaproll sind und Vorrechte für die Zukunft der Nation fordern, wenn einer dann den Abschleppwagen ruft.“

  120. "Dem Heiratesantrag...
    „Dem Heiratesantrag davongerannt“
    http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Dem-Heiratsantrag-davongerannt/story/13105389
    Ist Ihnen auch sowas passiert?? (Heiratsantrag abgelehnt)

  121. Einmal ist eine Beziehung an...
    Einmal ist eine Beziehung an der Frage Heiraten und Kinderkriegen mitgescheitert. Auch, aber nicht nur. Was sehr schade war, aber kein Anlass, plötzlich Windelfan zu werden.

  122. @HansMeier: 'Wer langfristig...
    @HansMeier: ‚Wer langfristig denkt, weiss auch, dass man keine „Kinder“ oder „Babys“ auf die Welt bringt, sondern vollwertige Menschen, die halt nur die ersten Jahre viel Betreuung brauchen.‘ Das ist durchaus richtig. Die Jahre ziehen sich allerdings.
    @DA: So wie Sie die „Nidos“ beschreiben, könnte es sich um umgestiegene Bravo-Leser handeln. Zu denen pflegte ich Zeit meiner Jugend ein ähnlich verärgertes Verhältnis.

  123. Weshalb wir Hege und Pflege...
    Weshalb wir Hege und Pflege von Kindern hier als „infantil“ bezeichnet?

  124. Ja, Fionn! Ich habe bislang...
    Ja, Fionn! Ich habe bislang zwei Anträge abgelehnt. Ungelogen.

  125. Nidus, das Nest. Keine...
    Nidus, das Nest. Keine weiteren Fragen.

  126. DA: Danke....
    DA: Danke.

  127. Ich dachte ja auch erst, Nido,...
    Ich dachte ja auch erst, Nido, das sei wahrscheinlich so ein postmodernes Streichquartett, aber als ich dann nach Dons Hinweis mal näher reingeschaut habe, kam ich dahinter: dabei handelt es sich um das beste Argument des 21. Jahrhunderts dafür, sich doch endlich mal sterilisieren zu lassen. Nachhaltig.

  128. Werter Don, Ihr Beitrag 15:37...
    Werter Don, Ihr Beitrag 15:37 wäre doch eigentlich schon wieder die nächste „Stütze“ gewesen, natürlich etwas ausführlicher…

  129. @ hansmeier555: Neben Ihrem...
    @ hansmeier555: Neben Ihrem Geschäftsmodell „Fleissig – Sauber – Anspruchslos“ zum Verleih von Dienstpersonal könnte man vielleicht auch „Kinder-Leasing“ für Halb- und Unentschlossene anbieten: Hartz-IV-Kinder kämen dann in Kontakt mit der besseren Welt, zu der sie sonst keinen Zugang haben, und die Bildungspauschale wäre überflüssig. Die Kinder werden in eine nette kleine Uniform gesteckt, damit man sich für sie nicht schämen muß. Und das Beste: man kann den Leasingvertrag jederzeit kündigen, wenn man die Nase voll von den Plagen hat…

  130. Werther Don,
    .
    Ihre...

    Werther Don,
    .
    Ihre Großmutter hatte schon recht, was soll der ganze Quatsch, wenn man in der nächsten Generation nicht mehr beim Spaß dabei ist? Stellen Sie sich mal vor, die Eltern Ihrer liebsten Klassenkameraden hätten schon vor 30/40-plus-ein-bißchen Jahren nach Ihrer heutigen Meinung gehandelt, wer würde Ihnen dann charmant bei der Mille Miglia „franzen“?
    .
    Ich habe Sie doch richtig verstanden, dass es mit der Teilnahme geklappt hat?
    .
    Guten Rutsch wünscht Ihnen
    .
    Paulchen P

  131. @ Alle (Blogger sowie...
    @ Alle (Blogger sowie Bloggerinnen). Wer würde eine(n) attraktive geschiedene junge Frau resp. gutaussehenden Mann heiraten, who (es geht schneller in english ohne der/die/das) already has a child (not a baby) from a previous marriage, has own money/Vermögen, has a good job (if a man), is a good cook (if a woman) a car, apartment/house etc.
    Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Kinder kriegen der Ehe im Weg steht. Stimmt’s?

  132. @ colorcraze:
    (Fortsetzung;...

    @ colorcraze:
    (Fortsetzung; die Enter-Taste machte was Unerwartetes.)
    … Kindergeheul aussitzen, sich ungerührt als Rabenvater verunglimpfen lassen. Allmählich auf noch vorhandenes Spielzeug hinweisen, das — sofern Ihre Kinder keine hartgesottenen Hooligans sind, was nie ganz auszuschließen ist — in der Folge, wenn auch widerstrebend, weggeräumt wird. Sobald die Blagen schlafen, Atemschutz anlegen, Müllsack aus dem Eimer bergen; Spielzeug entnehmen, in die Badewanne tun und über Nacht in Essigreiniger, Sagrotan und Wasser baden. Morgens gründlich spülen, nachmittags den Kindern zurückgeben. Passender Spruch: „Jürgen Trittin fand Claudia Roths hygienische Direktiven reaktionär, machte alles ökologisch einwandfrei sauber und brachte eure Sachen persönlich vorbei.“ (Kindgerechte Übersetzung des Adjektivs „reaktionär“ bereithalten! „Pfui“ oder „bah“ reicht nicht.)
    (3) Kind 1 haut Kind 2 ein Metallauto mitten ins Gesicht?
    Therapie: einfach, da ökonomische und kinetische Parameter offenbar schon mit der Muttermilch eingeflößt werden. Auf diesen ruhend, reicht Rhetorik: „Was? Du schlägst deiner Schwester mit diesem kostbaren, von chinesischen Intellektuellen liebevoll handlackierten Mattel-Ganzmetall-Druckguß-Modell die Nase platt? Weißt du, welchen Sammlerwert dieses Auto haben wird, schon bevor du meinen Cayenne um einen Baum wickelst?“ (Es folgt ein kurzer Hinweis auf die unaufhaltsame weltweite Inflation, auf die Eltern und Kinder nolens volens zusteuern.)
    Sodann die Conclusio: „Weißt du was? Wenn du deiner Schwester die Nase platthauen willst, dann nimm doch“ (Wälzer hinter dem Rücken hervorziehend) „unseren 3 Kilo schweren Sammelband von Grimms Märchen. Der ist noch wirksamer*, dies aber stumpf, und wir müssen anschließend nicht so viel Blut aufwischen.“
    * Da heutige Kinder schon in der Kita Englisch lernen und das Wort „wirksam“ nicht unbedingt auf Anhieb verstehen, empfehle ich die Wendungen „gives you more bang for the buck“ oder „has more impact“.

  133. fionn, nee, stimmt nicht....
    fionn, nee, stimmt nicht. Kinder sind m.E. einer der letzten verbliebenen Gründe für eine Eheschließung. Und nein, ich würde keine zwei Kinder (Mann + Sprössling) heiraten wollen. Mir reicht eines.

  134. Wusste überhaupt nicht, dass...
    Wusste überhaupt nicht, dass so ein Organ namens „Nido“ überhaupt gibt.
    Aus verscheidenen Gründnen muss ich meine Zeit gut einteilen und kann es mir nicht leisten, ZEIT, Spiegel, WErbebroschüren oder den Allüren von Nichtnachbarn große Beachtung zu schenken.
    Sorry, muss jetzt zurück an den Spieltisch.

  135. Es sagt ja auch schon genug,...
    Es sagt ja auch schon genug, dass die ganze Nachwuchsfrage hier nur unter dem Aspekt behandelt wird, ob einem das Aufziehen von kleinen Kindern nun Spaß macht oder nicht.
    So als hätten die knapp 60 Jahre, die so ein Kind nach Erreichen des 18. Lebensjahrs noch vor sich hat, mit einem selber dann nichts mehr zu tun, als bräuchte man Kinder nur zum bemuttern, verhätscheln etc. und nicht dazu, dass sie mal im Unternehmen, in der Partei, im Verein, in der Gesellschaft die Nachfolge antreten könnten.

  136. @Nihao: Ich habe mich wohl...
    @Nihao: Ich habe mich wohl falsch ausgedrückt, Sie haben mich falsch verstehen wollen oder Sie meinten jemand anderes (in diesem Falle pardon). Es gibt nicht zu viele Kinder, es gibt zu viele Menschen (auch wenn colorcraze et al das so nicht einsehen mögen. Nun gut – jedem seine Statistik). Der einzige Punkt, an dem ich persönlich zur Lösung dieses Problems meinen winzigen Hebel einsetzen kann, sind die Kinder. Kinder nicht zu kriegen ist erlaubt, wenn auch bei manchen verpönt. Erwachsene umzubringen klingt vordergründig vielversprechend, ist jedoch verboten.
    Ganz ehrlich: Keine Verantwortung für andere zu übernehmen. Ja, dazu stehe ich. Kinder zu kriegen ist aber mitnichten der einzige Grund, warum wir leben. Wir leben nur, weil andere Kinder gekriegt haben. So rum ist richtig. Wir müssen die Fehler unserer Vorfahren nicht wiederholen.
    Übrigens bedeutet „nido“ sowohl auf Italienisch wie auch auf Spanisch „Nest“, wie bei Nestle (siehe das Logo der schweizer Firma). Bei „vernidot“ muss ich passen.

  137. Dachte schon "Nido" sei eine...
    Dachte schon „Nido“ sei eine
    Verbalhornung von “ Nie Da“ wenns darauf
    ankommt…

  138. Sau -> versaut, Kater ->...
    Sau -> versaut, Kater -> verkatert, Nido -> vernidot.

  139. @icke: Neinnein, das verstehen...
    @icke: Neinnein, das verstehen Sie falsch, nicht die Hege und Pflege von Kindern ist infantil. Es ist das über Gebühr ausgedehnte Brutfieber, also so eine Art Dauerglucksigkeit, die Kritik hervorruft. Beispiel: daß Eltern, besonders beim ersten Kind in den ersten 6 Monaten, stolz sind wie Bolle und das Gefühl haben, Bäume ausreißen zu können, ist völlig in Ordnung. Aber wenn sie dann mit ihren 2- und 3jährigen immer noch meinen, der Rest der Welt habe sich jederzeit ihren Launen zu beugen, in voller Fahrt zu bremsen, die Arbeit zu unterbrechen, zu jeder Zeit zur Verfügung zu stehen, dann kriegen sie halt einen Rüffel. Und was der eigentliche Kern des Infantilitätsvorwurfs ist, ist eher eine Wahrnehmung von Erziehungsunwilligkeit, also wenn man den Eindruck hat, die Kinder werden von den Eltern künstlich blöd gehalten, weil sie in Verkennung der Wirklichkeit ihre Kinder vergöttern und anhimmeln statt sie als sich entwickelnde Menschen, die man bei ihrer Selbständigwerdung unterstützen muß, wahrzunehmen.

  140. Kinderlose sterben aus.

    Wir...
    Kinderlose sterben aus.
    Wir gehören zu einer der ersten Generationen, in denen man mit hoher Wahrscheinlichkeit und ohne Nebenwirkungen Kinder vermeiden kann, ohne zölibatär zu leben. Damit besteht erstmals die echte Wahl zwischen Kinderkriegen und Kindervermeiden. Vermutlich gibt es ein paar Gene oder zumindest Meme, die dem Kinderkriegen eine höhere oder niedrigere Priorität gegenüber Fahrten nach Südtirol und weiteren Vergnügungen geben. Jene Ausprägungen solcher Gene und Meme, die zur Kindervermeidung führen, werden ausgemendelt. Und das ganze geht vielleicht auch recht schnell – der Nachteil in der Evolution ist doch recht stark.
    Insofern lohnt sich Aufregung bei dem Thema nicht – in 100 Jahren wird man über diese Diskussion und ähnliche nur lächeln. Wenn der Don keine Kinder will, dann ist das jetzt aus seiner Sicht gut für ihn. Durchsetzen wird sich diese Haltung auf Dauer aber nicht. Insofern schaue ich auf meine bislang drei, lächele, und denke bei mir, dass man sich das Leben auch selbst künstlich schwer machen kann.
    Ich lese diesen Blog gerne. So amüsant bekommt man dekadenten Weltschmerz selten serviert. Und ab und an eine gute Anregung.

  141. @colorcraze:
    Was hier als...

    @colorcraze:
    Was hier als Fortsetzung eines per eiaculatio praecox entfleuchten Ratschlags eines Vaters dreier Chaoten gemeint war, aber verlorenging und nirgends ausapert, is‘ a wengerl sinnlos. Also trag‘ ich nach, als immer noch lernender Vater von drei bezaubernden Chaoten:
    (1) Was? Die zwei wollen nicht miteinander spielen?
    Therapie: Selbiges strikt verbieten, Kinder in getrennte Zimmer oder entfernteste Ecken eines Raums verbannen. Weggehen. Nach 5 Minuten „zufällig“ vorbeikommen und entdecken, daß der Reiz des Verbotenen ebenso wirkt wie auf Erwachsene. Kinder abermals trennen und gemeinsames Spielen verbieten. Nach einer Stunde achtlos vorbeigehen, das gemeinsame Spiel nicht bemerken; im Gehen dem Gekicher der Blagen lauschen, die einen „Großen“ übertölpelt haben.
    (2) Nichts wegräumen?
    Stinkenden Müllbeutel (notfalls mit Altlasten olfaktorisch aufgemotzt) hereintragen. Herumliegendes Spielzeug einsammeln und — mit Hinweis auf Hygiene, Christian Wulff und Claudia Roth — in den Beutel werfen; diesen sodann publikumswirksam vor dem Haus in den Mülleimer schmeißen …
    (… oben geht’s weiter)

  142. Es sagt ja schon alles, das...
    Es sagt ja schon alles, das das Thema hier nur unter dem Aspekt abgehandelt wird, ob das Aufziehen von Kleinkindern einem nun Spaß macht oder nicht.
    .
    Das B-tum legitimierte seine soziale Dominanz (in Abgrenzung zum amoralinsüßen Adel) ja nicht zuletzt mit seinen famliären WErten (über welche sich der Rokokoaristokrat schon vor 230 Jahren so höhnisch hätte äußern können wie der Don jetzt über die heutigen Kampfmütter).
    Wenn das B-tum jetzt auch diesen Werten Abschied nimmt, was soll dann noch übrig bleiben ausser einem amorphen Haufen zufällig geerbt habender Kampfwichser, von denen zu befürchten steht, dass sie das Thema „Seniorensex“ demnächst ganz stark machen wollen?

  143. Vernidot ist ein sehr leichter...
    Vernidot ist ein sehr leichter Weißwein von der Rhone. Ist aber kaum im Handel, noch ein Geheimtipp. Der Don kennt sich aus.

  144. ...also Nido bedeutet...
    …also Nido bedeutet ital./span. Nest. Mal abgesehen davon wieviele Migrantenfamilien diese Sprachen hier sprechen, wenn das der Herr Ramsauer
    hört, wo er gerade auf Deutschkurs ist. In seinem Ministerium dürfen Computer
    nur Klapprechner genannt werden – dem wohnt kein Zauber inne.

  145. @Paulchen P: ich kann Ihre...
    @Paulchen P: ich kann Ihre Überlegungen in keiner Weise nachvollziehen. Wenn es mich (oder DA) nicht gäbe, würde uns keiner vermissen und wir wüßten zwangsläufig, da wir ja sowieso nie existiert hätten, auch nichts von irgendwelchen Zukunftsentwürfen unserer Eltern und Großeltern. Man kann nicht nichts zu etwas aufblasen.
    @FinMike: Ihre Anwandlungen nach dieser Lektüre sind mir verständlich.
    @fionn: och, ich kenn da ein paar, wo es das Zusammenleben in keiner Weise behindert, daß Frau oder Mann aus erster Ehe halbwüchsige Kinder mitbrachten. Das scheint keineswegs abzuschrecken.
    @Tomahawk: „Kindergeheul aussitzen“ – ja, das ist mitunter schwer nötig, vor allem, wenn sie mal wieder Grenzen austesten wollen (und das wollen sie oft, seufz). Aber 2- und 3jährige Kinder mit Claudia Roth oder sonstwem vollzuplappern käme mir nichtmal in meinen Alpträumen in den Sinn, Eltern und Großeltern der Kinder glücklicherweise auch nicht. – Der 2jährige ist sehr dynamisch, klettert viel rum etc., aber ist etwas grobmotorisch und kapiert noch nicht, daß man bei allgemeiner Unlust eher Ruhe geben sollte als zu randalieren (es sind Erwachsene, die auf die Brille bekommen haben). – Englisch?? Allemannisch, Deutsch und Türkisch sollten reichen für den Anfang.

  146. Sieh an, sieh an. Ich war also...
    Sieh an, sieh an. Ich war also nicht der einzige, der blass jeder Ahnung war, was dieses Wort bedeutet — aber erstaunlicherweise der einzige, der schlicht frug.

  147. @nido

    ich würde, mit...
    @nido
    ich würde, mit Freuden. Brauche die Schrazln dann nicht selber gebären und durchs Brüllwürfelalter bringen, ist doch klasse.
    Und heiraten: wer braucht das denn zwingend, wozu? prinzipiell nichts dagegen. Aber es hält nicht zusammen, was nicht zusammen gehört, und es ist nicht nötig, um zusammen zu bleiben. Es ist nicht viel mehr als ein Grund, eine schöne Party feiern zu dürfen

  148. @fionn, Forts.:
    und wissen Sie...

    @fionn, Forts.:
    und wissen Sie was das beste an einem Partner mit Kind ist? Jemand anderes hat die Entscheidung, dass dieses Kind gekriegt werden soll, bereits getroffen, jemand anderes ist also im Falle eines Falles schuld, dass es den Partner an der Sebstverwirklichung hindert.
    Das ist beim heute verbreiteten Wahn, in seiner Persönlichkeitsentwicklung wahnsinnig was zu verpassen (vor allem Männer) und jederzeit alles im Griff haben und alles mit dem ach so eigenen und freien Willen zu entscheiden zu müssen (vor allem Frauen) sehr entspannend für die folgende Beziehungen… der Bösewicht der/die einem das angetan hat, ist endlich entsorgt, aber das Kind ist trotzdem noch da

  149. Was bin ich froh daß ich ganz...
    Was bin ich froh daß ich ganz schlimm stockschwul bin und das ganze Drama um die süßen Nervbratzen für mich nur in Form meines Patenbuben existiert. Der Halbmann, den ich sehr schätze, weil er ein gescheiter und anständiger Bengel ist, nannte mich letzthin doch tatsächlich vor versammelter Mannschaft am Geburtstag seines Vaters „Tante Henriette“, woraufhin ich ihn streng zurechtwies, daß er mir derlei Keckheiten erst vorbringen darf wenn er nachweislich Haare im Schritt hat. Er fands hochlustig und hub an mir was von „aber heute rasieren die doch da alle …“ zu erläutern, ich fand das ja toll, daß die elfjährige Rotzbacke so herrlich frech ist, seine Mutter und andere anwesende heterosexuelle Elterntiere waren, glaube ich, sehr entsetzt.

  150. Danke, colorcraze. Aber, gibt...
    Danke, colorcraze. Aber, gibt es solche Leute wirklich? Vielleicht bin ich hier viel zu tief im französischen Spiessersthan – eine hinter die Löffel hat noch niemandem was geschadet/warte nur, bis wir zu hause sind, auch wenn’s dann keine gibt, aber können Leute wirklich noch um ihren Dreijährigen wickeln? Ich meine, dass die Kinder nicht immer so wohlerzogen reagieren, wie man es gerne hätte und man selber das Zaubermittel dazu nicht gefunden, kommt vor. Aber, dass man das wirklich für normal hÄlt?
    Nido gibt es übrigens nach google (neon/nido) erst seit 2009 – nidos kinder dürften dann auch erst 1 sein.

  151. HJM -sehen Sie, deswegen meine...
    HJM -sehen Sie, deswegen meine ich als überzeugtes Elterntier, dass es auch kinderlose Onkel, Tanten und – nein, das wäre von einem Hetero wohl doch nur unverschämt – unbedingt geben muss. Wenn Se nur humor haben und nicht meinen, die Kinderlosigkeit so vorbringen zu müssen wie andere ihren Veganismus.
    Man jut, dass der kleene nicht die Büx runtergelassen hat um das erste kleine Härchen zu zeigen

  152. titkjang: und die...
    titkjang: und die Witwenrente…

  153. @ rab (Kinderlose sterben...
    @ rab (Kinderlose sterben aus..) / @ titakjang (…jemand anders hat die Entscheidung …. bereits getroffen..) Ihre zum Nachdenken anregenden Bemerkungen sind der Beweis dafür, dass DA’s Blog „hors concours“ ist.
    Thank you!

  154. <p>@ HansMeier555 19:07: Bitte...
    @ HansMeier555 19:07: Bitte übersetzen Sie den Begriff „Kampfwichser“ gendergerecht für alle GleichstellungsbeauftragtInnen. Meinen Sie damit vielleicht auch die B[itte nicht. So etwas kann mich in arge Nöte bringen. Don]?

  155. @ icke, 21:00 Uhr:

    Gott sei...
    @ icke, 21:00 Uhr:
    Gott sei gedankt, dat tat er nicht! Ich wäre ja zuammen mit der Kindsmutter ohnmächtig geworden vor Schreck! Man mag außerdem bitte heutzutage als männliche Tante doch höchst ungern in auch nur den Hauch eines Ruchs geraten – sowas geht ja flott bei dem ganzen Wahn dieser Tage. Noch ein sehr fundierter Grund, sich (zumal in meinereiner Sorte pulleraffinen Ausrichtung) von Balgen jedweder Art und Güte weit, weit fernzuhalten, sofern sie halt nicht die Gottskinner, da kann man schwerlich eremitisch sein. Die Pädo-Hysterie kennt ja, könnte man zuweilen denken, keinerlei Grenzen des Absurden mehr und wird schlimmstenfalls auf alles scheel angewandt, was nicht der „Norm“ gefällig. Alles sehr unkommod, heutzutage, das.

  156. Artikel 5, Absatz 1, Satz 3:...
    Artikel 5, Absatz 1, Satz 3: Der Don macht was er will. Gute Nacht und schönen Gruß nach Ungarn.

  157. @na_logo, ich hatte...
    @na_logo, ich hatte geschrieben „wir konnten uns das leisten“. Wenn Sie es sich ebenfalls leisten konnten, sind Sie zu beglueckwuenschen. Viele andere Maenner koennen das nicht-selbst wenn sie wollten. Die Verstrickungen im traditionell-familiaeren Netz, im beruflichen Netz (haemische Kollegen, verstaendnislose Chefs, die „normative Kraft des Faktischen“), nicht zu vergessen, das Bestreben des Staates, Familien mit Kindern nur als Erpressungsmittel zu benutzen, machen derartige Entscheidungen sehr schwierig.
    .
    Die Familienpolitik der BRD seit Anno Tobak macht es den Menschen sehr leicht, sich fuer Kinderlosigkeit zu entscheiden. Ueber die Verantwortung der Eltern fuer die Kinder bekommt der Staat den Griff ueber die Individuen. Und nur der „Bessergestellte“ kann es sich einigermassen leisten, dem Staat auf die Finger zu hauen. Andere nicht. Das sind die meisten.
    .
    Von Obigem mal abgesehen, habe ich den Eindruck, dass sich die deutsche Gesellschaft in Richtung einer emotionalen Erbarmungslosigkeit entwickelt. Auf diesem Wege stoeren Kinder nur. Kinder fordern mehr als nur Toleranz und sogenannte Erziehung. Der Weg eines Kindes zum Erwachsenen fordert mehr als nur das Nachdenken der Eltern ueber eine planbare Karriere, aber auch mehr als nur emotionale Zuwendung. Kinder zu verstehen und anzuleiten hiesse fuer einen Erwachsenen auf die ganz eigenen Erfahrungen von Kindheit zurueck zu fallen.
    Nach den hier gelesenen Kommentaren zu urteilen, sind hier einige Krueppel entstanden.
    Wurde ich diese Leute als repraesentiv ansehen wollen, kann ich nur sagen: Schafft euch ab!

  158. Steelydan, ich lasse hier sehr...
    Steelydan, ich lasse hier sehr viel zu, und das, ohne dass mich jemand dafür bezahlt, und meistens auch, ohne dass sich jemand dazu genötigt sieht, das irgendwie mit einem „Danke“ zu belohnen. Das macht mir nichts. Aber der besagte, editierte Teil hatte nichts mit diesem beitrag zu tun, und ging nach meinem Dafürhalten zu weit. Jeder kann auf seinem Blog im Internet schreiben, was er will, da habe ich kein Problem mit – aber hier muss ich einfach eine Balance finden. Mir macht das Editieren keinen Spass, aber wenn jemand das nicht akzeptiert – dann ist es eben so.

  159. @Tomahawk: ah, jetzt wird es...
    @Tomahawk: ah, jetzt wird es klar. *Kicher*. Ja, das Verbünden gegen die Erwachsenen haben die beiden schon entdeckt. Ich glaube, wenn man das ab und an fördert wie von Ihnen beschrieben, entwickeln sie ein lebenslang gutes Geschwisterverhältnis.
    @rab: Kinderlose erzeugen (Staats-, Kirchen-, Öffentlichkeits-, sonstwas)Institutionen, Kindererzeuger Familien.
    @HansMeier: ach, das Bürgertum. Ich bin Mittelklasse, eine Art Bürgertum (in Form von Ladenbesitz und Handwerk) währte bei meinen Vorfahren 2 Generationen, die davor waren schlicht freie Bauern. Ich bezweifle, daß die sich als Bürger betrachtet haben.
    @tiktakjang: „Brüllwürfelalter“ werd ich mir merken. Das paßt!!
    @icke: naja, sowohl die Kinderdressierer wie die Aus-der-Distanz-Beobachter und die einfach gut mit ihren Kindern zurechtkommenden Eltern gibt es wirklich.

  160. ist es nicht entzückend, wie...
    ist es nicht entzückend, wie ein kleiner giftiger pfeilfrosch seine fünf bis sechs kaulquappen (okay: pro saison) einzeln hoch in einen regenwaldbaum schleppt, in eine bromelie setzt und füttert? welch eine mühe!
    .
    liebes icke/28.12., 20.28 u, das mit der fussballmannschaft könnte man ihnen hier verübeln, doch ich bin äusserst weit entfernt davon, ausgerechnet ihnen zu grollen:
    mir ist die fussballmannschaft – gemischt übrigens – äh: zugestoss*hüstel*, äh, jedenfalls ist sie so passiert, ohne dass ich etwas unternehmen wollte, weil sieben soviel arbeit wie fünf machen, auf drei weitere kommt es nicht an (in der scheune lagen noch alte ziegel für den neuen anbau); schliesslich reichte es mir mit der vermaledeiten schwangerschaftsdiät. meine jüngste ist jetzt frische drei, mein ältester packt, auch auf unser betreiben, weil schliesslich doch alles raus muss, gerade seine definitiven umzugskisten mit meissnerscher roter rose 1. wahl.
    .
    ciccios eifersüchtig motiviertes ansinnen, ein kleines weiteres mädchen mit seiner intelligenz und meiner schönheit in die welt zu verhelfen, oder bitte auch umgekehrt, musste ich nicht nur aus dynastischen, sondern auch aus erbschaftssteuerrechtlichen gründen ablehnen.
    .
    „Ein Kind, das zu mir passt, müsste erst mal von anderen gezeugt werden.“ – geschätzer don, lieber gastgeber: sollte ich mal meinen zweiten vorbeischicken? er wird sie sehr amüsieren, denn er kennt sich mit punzierungen und mit theaterstücken aus dem 19. jh. für sein zartes alter recht gut, vielleicht zu gut aus. er lacht allerdings recht laut, gerade bei frivolitäten.
    .
    lieber RealMash, tests würde ich nie durchführen, dazu vertraue ich mir selbst viel zu sehr.
    wie wäre es mit der klassischen methode: beschnuppern und sich wundern, dass der andere in wirklichkeit noch toller ist als man überhaupt zu denken wagte – der duft noch betörender, der wimpernaufschlag und der schmachtende blick mehr als verführerisch…
    natürlich ist meine situation eine völlig andere: verheiratet, nicht nur kinderreich, an die scholle verpflichtet. doch geht männliche schönheit (auch wenn man mit ihr schon lange jahre verheiratet ist), die sich mindestens auch, aber eben nicht ausschliesslich im äusserlichen verwirklicht, selten unbemerkt an mir vorbei. brauchen tue ich das nicht. aber es ist nett.
    .
    zu scherzen aufgelegte/r helo, 29.12., 14.44 u, ! „Und noch was, wenn wir tot sind, und das werden wir eines Tages alle sein, dann leben die mit Kindern weiter in deren Genen und Erinnerungen.“
    – gute güte, wer will sich etwas erwarten, staub bleibt staub, und wenn man sich zuweilen an die etwas unrühmlichen gedanken den altvorderen gegenüber gewärtig wird – dann: bitte nicht. bitte dann kinderlos bleiben.
    wer kinder hat, versündigt sich stets.
    nicht weiter schlimm, aber wirklich kein grund, kinder zu bekommen.
    .
    lieber BertholdIV/29.12, 2010, 15.05 u: ganz recht! die deppen der welt demographisch niederzwingen!

  161. Moin.

    Darf ich unterthänigst...
    Moin.
    Darf ich unterthänigst daran erinnern, dass die statistische Bundes-Durchschnitts-Ehe 13,7 Jahre dauert? Wenn wir annehmen, dass in der Frühphase der Anbahnung dieses Vertrages die Erbinformationen kombiniert wurden, würde das bedeuten, das nach dieser Zeit einer der beiden leiblichen Elternteile mit dem +/- 13-Jahre-Kothen alleine rumkaspert. Na Mahlzeit. Man kann ihn/sie dann nur noch via Privatschule und MBA-Studium entsorgen. Seine/Ihre nicht erlernten Sozialtechniken kann er/sie dann an diversen Industriebelegschaften ausprobieren.
    Die andere Version wäre die aus der Frühphase der Industrialisierung bekannte Methode, dass Frau möglichst viele Kinder hat, die für das Einkommen sorgen, egal, wer jeweils der Samenspender war. Es sicherte ihr Überleben. Die Version haben wir heute über H4.
    Dann möchte ich noch an die Tatsache erinnern, dass selbst MBA oder Promotion in Hassenichgesehn nicht daran hindert, auf einer Praktikantenstelle zu landen. M.a.W. das oben beschriebene 13,7-Jahre-Projekt ist a priori schon illusorisch, weil die regelmäßigen und erforderlichen Einkünfte fehlen.
    Des weiteren wäre anzufügen, dass sich die bundesrepublikanische Bevölkerung seit 20 Jahren systemkonform verhält, indem sie der mangelnden Nachfrage nach Arbeitnehmern das Fehlen ebensolcher folgen lässt. Das ist eben Marktwirtschaft. Willst Du kein Praktikant werden, musst Du nicht geboren werden.
    Nebenbei: ich bin Jahrgang 51. Ich bin froh, keinem Kind erklären zu müssen, was in diesem Laden hier abgeht.
    gruß fb
    (Kothen = münsterisch für Kind)

  162. @colorcraze: Ich kann es nicht...
    @colorcraze: Ich kann es nicht beweisen, aber ich denke, dass die meisten Institutionen zu allen Zeiten (einschließlich in guten Teilen ihrer Geschichte der katholischen Kirche – das Zölibat diente wohl insbesondere der Deligitimation der Priesternachkommen hinsichtlich des Erbens der Pfründe bzw der Stelle) von Kinderhabenden errichtet wurden

  163. @fb
    ach je, da scheinen ja...

    @fb
    ach je, da scheinen ja ganz schreckliche Erfahrungen mit der Berufswahl zustandegekommen zu sein. Oder doch nur Hörensagen aus SPON und ähnlichen Medien? Das sollte man nicht zu ernst nehmen.
    Jedenfalls entspricht dies nicht meinen und meiner Freunde und Bekannten Erfahrungen; außer vielleicht denen, die sich jahresweise in der Wissenschaft durchschlagen – aber das ist eben eine (bewundernswerte!) Form des erkenntnissuchenden Masochismus.

  164. Don, das Genörgele mit...
    Don, das Genörgele mit umsonst und kostenlos bringt uns nicht weiter. Wenn HansMeier555 hier seinem gerechten Zorn freien Lauf lässt, wird man doch etwas weiterspinnen dürfen und Butter bei die Fische verlangen können. OK, Vergleiche mit noch lebenden (amtierenden) Personen …

  165. @ Filou
    "Ueber die...

    @ Filou
    „Ueber die Verantwortung der Eltern fuer die Kinder bekommt der Staat den Griff ueber die Individuen.“
    .
    Genau so ist es. Man wird – mit Familie – lenkbarer, erpressbarer.
    Genauso ist es jedoch auch, dass es meist tief in einem drin ist, eine eigene Familie für sich haben zu wollen. Das kann ein Staat für sich nutzen.
    Bewusst Kinderlose können dann auf offizielle Erlaubnis den Ruch von Renegaten kriegen und gedisst werden. Diese Freigabe an den Volkszorn ist vorsichtig gesagt unschön.
    .
    „Von Obigem mal abgesehen, habe ich den Eindruck, dass sich die deutsche Gesellschaft in Richtung einer emotionalen Erbarmungslosigkeit entwickelt.“
    .
    Erbarmungslosigkeit ist ein hartes Wort. Drang zur kalten Perfektion, der sich alles unterordnen muss, gefällt mir besser.
    Die sehe ich auf zwei Seiten:
    Bei denen, denen Kinder einfach zu viel „Noise“ in ihrem Leben machen würden und sich daher vehement gegen sie aussprechen.
    Aber auch bei denen, die ihre Kinder auf Linie „durchzüchten“ wollen.
    Beide sind auf ihre Art unbeugsame, kalte Perfektionisten, leben das jedoch verschieden aus. Dann ist mir – auf meine pragmatische Weise – der kalte Perfektionist lieber, der offensiv auf Kinder verzichtet. Der etwas weniger Unsympathischere.
    .
    „Kinder zu verstehen und anzuleiten hiesse fuer einen Erwachsenen auf die ganz eigenen Erfahrungen von Kindheit zurueck zu fallen.“
    .
    Und da sehe ich einen Punkt, der noch kaum angesprochen wurde. Die Babyboomer-Generation, zu deren jüngeren Ausläufern auch ich gehöre (wuchs in den frühen Sechzigern auf, in den mittleren Siebzigern war ich Teenager, der unter seinem doch sehr harten Vater ächzte). Wurde streckenweise als Kind und junger Mensch doch recht rau und mit grober Verständnislosigkeit angefasst. Auch geschlagen. Das versuchten diese Babyboomer, so auch ich, in ihrer eigenen Familie zu kompensieren. Mit Verständnis, Weichheit, Zuhören. Sie wollten alles besser machen, ihren eigenen Kindern das geben, was ihnen fehlte. Vielleicht auch aber mit etwas zuviel Zucker in den Arsch blasen und mit etwas zuviel Harmoniesucht. Das erzeugt leider Kinder, die einem auf dem Kopf herumtanzen und ganz schön Stress machen können.
    (Mann, was war ich verglichen damit für ein leicht lenkbares Kind…, aus Furcht vor elterlichem Unmut…)
    .
    Für mich ist die Babyboomer-Generation DIE Sandwich-Generation, die ständig von beiden Seiten Feuer kriegt. Von ihren „Alten“, jetzt weit 70 und 80 jahre alt, die aber immer noch nicht das Herumkritteln und die stellenwesie raue Gangart lassen können. Und von ihrer eigenen „Brut“, die die lebendige Rache dafür darstellt, was passiert, wenn man in der Erziehung Konsequenz vermissen lässt. Wegen zuviel an Weichheit und aus verstehbarer Furcht vor zuviel Strenge hat man sie so zu verantworten. Weil man zuviel Härte selbst erlebt hat und das seinen Kindern nicht antun wollte.
    Solche sagen sich übrigens auch oft: lieber keine Kinder.
    .
    So eine Verweigerung ist eine andere Art Kindes-Verweigerung wie oben. Die nicht aus kaltem Perfektionswunsch des eigenen Lebens entstanden ist, sondern deren Leitstern der Kummer darstellt, den man selbst als Kind in einer harten Umgebung hatte und den Bedenken, dass man Erziehung nicht hinkriegen wird, weil man ein zu weicher, weinerlicher Trottel ist.
    .
    Ich war ein etwas zu weicher Trottel :-) Perfektionistisch war ich eher nicht.
    Was ich heute vorsichtig gesagt als Rückfall in Zuchtideen sehe, die schon mal als überwunden galten, haut mir die Fragezeichen aus den Ohren und aus der Seele. Ja, ich bin auch ein linker Trottel. Pass nicht mehr in diese Welt.
    Versteh ich alles nicht mehr. Bin zu alt für diese elitären Zucht-Dinge.

  166. Beste Vroni
    Boah, ey! Langer...

    Beste Vroni
    Boah, ey! Langer Beitrag!!!
    .
    Nur kurz 2 Sächelchen dazu: Als Eltern macht man (gemäss der nächstfolgenden Generation) eh‘ nur alles falsch. Aber schlussendlich darf man das nicht zu eng sehen (und nicht zu sehr mit sich selber verknüpfen) – und wenn sich die Brut wider erwarten dann doch einigermassen entwickelt – umso besser!
    Jedenfalls erscheint mir die Linie „weicher Trottel“ erstrebenswerter als „gefühlloser Perfektling“.
    .
    (….und ansonsten stelle ich mich gerne zur Verfügung, Ihnen mit aufbauenden Worten („fishing for compliments?“) weiter zur Seite zu stehen….)

  167. Filou, wenn Sie den Eindruck...
    Filou, wenn Sie den Eindruck haben, daß sich die deutsche Gesellschaft zu
    einer emotional erbarmungslosen entwickelt, täuschen Sie sich m.E. nicht.
    Aber auch das ist nicht vom Himmel gefallen und geschieht einfach so.
    Die hiesigen geistigen Eliten haben das unter dem Begriff der „Kultur der Kälte“
    propagiert.

  168. Danke, Don, danke, danke,...
    Danke, Don, danke, danke, danke. Es ist das Privileg der Borderliner, die Grenzen auszuloten. Als geschiedener Vater zweier Söhne, die offensichtlich meine Plattfüsse und mein freches Maul geerbt haben, möchte ich mein Mitleid mit meinem ehe- und kinderlosen Cousin offenbaren, der mit Anfang 50 seine (Junior-) Professur mit einer aufgeblähten fünfundzwanzig Jahren alten Diss ersessen/erschlichen hat und die weite Welt mit seinen stat(ist)ischen Erkenntnissen bereist und beglückt. suum cuique. Die immer noch emotionale Bindung zu meinen (Sau-)Wänsten und deren Wachsen und Werden zu beobachten, möchte ich nicht missen. Und sie nicht meine Warnungen vor den wahren Stützen der Gesellschaft.

  169. @ Kopfgeburt
    "Langer...

    @ Kopfgeburt
    „Langer Beitrag!!!“
    .
    Kürzer gings nicht, denn das hätte länger gedauert.

  170. steelydan, verbeißen Sie sich...
    steelydan, verbeißen Sie sich nicht an Hansmarke. Das ist nur umsonst, nicht kostenlos. Der Rest hier taugt schon etwas.

  171. @DonnaLaura:
    Die Option der...

    @DonnaLaura:
    Die Option der Überraschung gibts immer. Der Test dient nur dazu, die eigenen überbordenden Erwartungen etwas im Griff zu halten.

    Etwas angenehmes wahrzunehmen ist immer eine gute Sache. Ich bin leider nur unsagbar dämlich Angebote wahrzunehmen, was mir da weibliche Freunde schon gesagt haben, welche Dame ich jetzt wieder nicht erhört habe (zugegeben, einmal absichtlich nicht, der Rest aus Dummheit). Aber inzwischen wird das mit den weiblichen Angeboten wohl dramatisch weniger.

    Ciao,
    RealMash

  172. @Vroni: Ähnliche vita....
    @Vroni: Ähnliche vita. Konsequenz das es wirklich „passen“ muß, weil ich es nicht so versieben will wie meine altvorderen.

    Konsequenz. Es ist selbst für mich verdammt schwer, meinen Ansprüchen gerecht zu werden, wie das für die Damenwelt ist-
    offenbar recht problematisch. Ich werde „anstrengend“ oder „intensiv“ gezeiht.

    Wie geht man Heute mit Problemen um:
    Richtig, ausweichen.

    Nun denn.
    Cheers,
    RealMash

  173. Wo krieg ich bloss den...
    Wo krieg ich bloss den seichten Vernidot her, ma chere Arabella?

  174. Man kann ja die „Stützen...
    Man kann ja die „Stützen der Gesellschaft“ als Bruchstücke einer großen Konfession lesen. Mir gewähren die „Stützen“ dank völligem Unbeteiligtsein an ihrem Milieu wertvolle soziologische Einblicke (wissen eh schon: der Nutzen der Historie für das Leben und so). Nach Betrachtung der Diskussion kann ich nur feststellen, daß Korell völlig recht hat. Das Leben in seiner gegenwärtigen Form und in dieser Region wird offensichtlich nicht als Dasein, sondern als zu lösende Schulaufgabe angesehen. Und am Ende gibt es Noten. Stimmt aber nach meiner Erfahrung nicht. Die Geburtenraten haben sich zu allen Zeiten weitgehend unabhängig von den Entscheidungen Einzelner entwickelt. Oder andersherum: die Einzelnen meinten, freie Entscheidungen zu treffen, während die Umstände für sie entschieden. So nach der Pest 1348, nach dem Dreißigjährigen Krieg, oder im 18. Jahrhundert, als das Heiratsalter im Durchschnitt 25 Jahre betrug, um die Fertilitätsphase der Frauen zu verkürzen (trotzdem im Schnitt 7 Geburten bei drei überlebenden Kindern). Auch wir sollten etwas zurücktreten und eine erweiterte Perspektive ins Auge fassen. Nach dem WK II gab es einen enormen Geburtenüberschuß, eben durch den Krieg und seine Folgen verursacht. Dieser Geburtenüberschuß wandert jetzt durch die Statistiken und macht die Politiker wuschig. Dabei wird sich das Problem eine Generation später von selbst gelöst haben. Die andere Seite ist der relative Wohlstand unserer Gesellschaft, der auch früher zu einem Einbruch der Geburtenrate führte. Auch das wird sich, leider, wohl eines Tages ändern. Ich hoffe, nicht zu meinen Lebzeiten. Im übrigen wünschte ich mir mehr Gelassenheit in dieser Frage. Wie gesagt, es gibt am Ende keine Noten.

  175. Entschuldigung nochmals für...
    Entschuldigung nochmals für meine Lexik, es soll sich niemand persönlich beleidigt fühlen.
    In das Privatleben anderer Leute mische ich mich prinzipiell nie ein und belästige sie auch nicht mit dem meinen.
    Aber es macht schon einen Unterschied, ob halt der eine oder andere keine Kinder will, oder ob sich die traditionell dominierenden Schichten sich nun dafür entscheiden, die Kinderlosigkeit zur allgemeinen Norm zu erheben.
    .
    Vor 120 Jahren war jeder vierte Mensch ein Europäer (resp. „christlicher Abendländer“), heute ist es nur noch…
    .
    Also es wird den Vertretern der westlichen Werte wirklich schwerfallen, den Moslems und allen anderen zu vermitteln, dass sie unsere Zivilisation übernehmen sollen, wenn wir selber kein Bedürfnis zeigen, sie an unsere eigenen Kinder zu vererben, weil es zuviel Mühe macht, etc.
    .
    Wenn sich die faulen Bürgerlein dann wenigstens dazu entschliessen könnten, still und friedlich auszusterben, wäre es ja auch wieder nur halb so schlimm. Aber stattdessen pochen sie immer agressiver auf ihre „Leitkultur“.

  176. Savall, Sie vergessen das...
    Savall, Sie vergessen das Jüngste Gericht. Keine Noten, naja, aber denken Sie an die Seelenwaage. Dennoch, das mit der „Schulaufgabe“ ist witzig. Ergänzend glaube ich, dass auch der Investorengedanke hier verbreitet ist: wie investiere ich mein Kapital an Zeit, an Netzwerkkontakten usw. so geschickt, dass höchster Benefit (ausgesprochen: Bännöfitt) resultiert? Bei idealer Selbstoptimierung muss noch was gehen.
    .
    steelydan, entweder an die Rhone reisen – was sich immer empfiehlt – oder den Don um die Schlüssel zu seinen Weinkellern bitten. (Der Bursche gibt den Asketen, um alles selber zu trinken. Daher die Blogpausen und die jeweils eilige Behauptung, man brühe nur Tee.)

  177. Der Don hat noch nicht die...
    Der Don hat noch nicht die Richtige zum Kinderkriegen gefunden.
    Möge es klappen mit der richtigen Kontaktanzeige:
    „Gemütlicher, genussfreudiger, großer Teddybär, akademisch gebildet und gutsituiert, sucht…“
    http://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2010-12/kontaktanzeigen-buch-switzerland?commentstart=1#cid-1053175
    …have fun…

  178. Zum Thema "Familie" ein...
    Zum Thema „Familie“ ein Beitrag, ebenfalls „ZEIT“:
    „Die gefährliche Sehnsucht nach der Familie“
    „Mit der Familie scheint es wie mit dem Kochen zu sein: Immer mehr Menschen begeistern sich für Kochsendungen im Fernsehen, immer weniger Menschen kochen selber.“
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-12/familie-heute?page=2
    Da hat der Don ein Thema besetzt, die anderen machen´s nach
    (und im ZEIT-Kochblog: „Mal einen Braten in die Röhre schieben“ verlinkt zu Boeuf à la mode)

  179. vor zwanzig jahren: zehn...
    vor zwanzig jahren: zehn örtliche schulen mit je 400 kindern aus dem jeweiligen ort.

    heute: eine schule für etwa 300 kinder aus zehn orten.

    die hölle hat einen namen. mag der einzelne eigene kinder begrüßen oder ablehnen, ihr fehlen erzeugt eine kranke, alte, unsympathische, starre gesellschaft. der bau der vorhandenen villen, schulen, öffentlichen gebäude aus den 1910er, 1920er und 1930er jahren mag schweren zeiten vorausgegangen sein – von armut oder pessimismus zeugen sie nicht. genausowenig wie von mangelnder handwerkskunst, unterentwickeltem ästhetischen empfinden oder minderwertigkeit des materials. im gegensatz zu dieser kinder- und freudlosen, nachts rolladenverdunkelten wüste aus baumarktmüll, durchzogen von breitreifenfreundlichen, jedoch offensichtlich nicht winterfesten asphaltstraßen. ‚you’ve never had it so good…‘

  180. Ja, Arabella, das mit der...
    Ja, Arabella, das mit der Selbstoptimierung ist wohl der große Trugschluß unserer Zeit. Ich befasse mich zufällig gerade mit dem Apokalypsenkommentar des Beatus von Liebana (Stierlin, Visionen der Apokalypse). Wenn ich mir so die Bilder anschaue, dann wird die Frage mit den Blumen und Bienen am jüngsten Tag unser kleinstes Problem sein.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/10/B_Facundus_191v.jpg
    Außerdem halte ich es mit Terry Pratchett: es erwartet jeden im Jenseits das, woran er vorher geglaubt hat. Vermutlich werde ich mich in der Bibliothek von Babel wiederfinden. Aber man hat ja dann eine Ewigkeit Zeit…

  181. Also es gibt Länder, da wird...
    Also es gibt Länder, da wird man mit einem kleinen Kind auf dem Arm oder an der Hand automatisch an jeder Warteschlange vorbei nach vorne geschoben, man kann sich gar nicht wehren. (An der Flughafenpasskontrolle wird man sofort zum Diplomatenschalter komplimentiert, etc.).
    Kommt man nach D-land zurück, spürt man den harten Kontrast. Da steht dann ein halbes Dutzend mittelalter Frauen vor einem ungerührt in der Schlange und ärgern sich lieber 20 Minuten lang über das Babygeschrei…

  182. Da Sie gerade hier sind,...
    Da Sie gerade hier sind, lieber Savall: Platée? Ja?

  183. "Also es wird den Vertretern...
    „Also es wird den Vertretern der westlichen Werte wirklich schwerfallen, den Moslems und allen anderen zu vermitteln, dass sie unsere Zivilisation übernehmen sollen, wenn wir selber kein Bedürfnis zeigen, sie an unsere eigenen Kinder zu vererben, weil es zuviel Mühe macht, etc.“
    .
    der prozess der zivilisation ist einerseits einer gewissen einsicht und nachdenklichkeit geschuldet. faulheit, bequemlichkeit und geschleckigkeit tragen noch viel mehr dazu bei.
    .
    die meisten von „den moslems und allen anderen“ hatten schon hochkulturen, als die römer als kulturbringer zu uns kamen.
    .
    das neue an der westlichen zivilisation ist, dass die produktion so umfangreich und effektiv ist, dass die gesamte bevölkerung der unmittelbaren sorge um ihr überleben enthoben ist. das wird durch eine recht rigorose vernutzung der produktionsfaktoren erreicht, bis jetzt versuchen andere, das nachzumachen.

  184. Traurig, aber wahr, Herr...
    Traurig, aber wahr, Herr Meier. Die kleinen freundlichen Gesten, daran mangelt es sehr haeufig.
    Aber es gibt regionale Unterschiede. Manchmal sind die Menschen auf der anderen Seite des Stromes (in meinem Fall der Rhein) ganz anders als die vom gegenueberliegenden Ufer.

  185. "die meisten von "den moslems...
    „die meisten von „den moslems und allen anderen“ hatten schon hochkulturen, als die römer als kulturbringer zu uns kamen“. auch-einer, bravo, das muss endlich einmal gesagt werden dürfen. Die über 3000-jährige islamische Kultur ist sowieso allen überlegen.

  186. Ähm, Platée ist unser,...
    Ähm, Platée ist unser, Filou. Und es gibt eine Menge Blumen-und Bienen-Action. Aber das war ein anderes Land und eine andere Zeit, nicht?

  187. Verehrte Arabella, dieser...
    Verehrte Arabella, dieser „Vernidot“, wie Sie sagten „ein leichter Weisswein von der Rhone“, der würde mich doch sehr interessieren. Ich schätze derartiges. Vielleicht haben Sie mir noch ein paar Details? – Ich wäre Ihnen sehr zu Dank verpflichtet.

  188. Manchmal beschleicht mich der...
    Manchmal beschleicht mich der Gedanke, dass der Wunsch keine Kinder in die Welt zu setzen oft nur die Folge einer Angst vor Bindung ist, bei Männern auch der Angst vor den Folgen gegenüber Frau. Wie hieß es vor der Einführung der DNA-Tests so schön: pater semper incertus.
    Ich mag Kinder. Ja sie sind manchmal nervig und manchmal sehr. Mit kleinen im Trotzalter würde ich übrigens nicht argumentieren und auch pädagogische Tricks verfangen da oft nicht. Dann ist die Rückbesinnung auf die untere Grenze physischer Gewalt zuweilen ein probates Mittel weitere Trotzanfälle zu beenden.
    .
    Ich fand den Verweis auf J S B und sein Komponieren umringt von spielenden, Musik machenden usw Kindern so klasse! Haben Sie übrigens schon mal versucht sich eine Melodie im Kopf vorzustellen während neben Ihnen jemand auf dem Cembalo etwas ganz anderes spielt? Dann wissen sie was J S B geleistet hat. Er hat ansonsten seine Kinder ernst genommen. Sie haben nicht nur beim komponieren wenig gestört, aus der Bachforschung und der Analyse der Handschriften wissen wir dass sie (mit Sicherheit die Jungs. möglicherweise auch die Tochter) ab 11 oder 12 aus der Partitur Papis die Stimmen heraus kopiert haben für die Aufführungen der Kantaten. Die Veränderungen der Handschrift bis sie den elterlichen Haushalt in Leipzig verließen sind in der Forschung seit den 60ern dokumentiert (da zahlt sich doch aus wenn man Mitglied in der Bachgesellschaft ist).
    .
    Verehrte Donna Laura, hängen Sie etwa doch am Rosenporzellan? Sie geruhten bereits zweimal zu bemerken dass Ihr Ältester es für seine Studentenbude einpackt. Bedenken wegen seines Renommées hätte ich da nicht, er sollte eher darauf achten welche Mädels die Teller umdrehen und bei Erkennen des Zeichens grinsen.
    Stiften Sie ihm noch einen schönen Piranesi Stich als Deko (wenn er eher auf düster cool machen will aus den Carceri, sonst eine Vedute), dann passt das scho.
    Und einen Gruß unbekannter Weise an Ihren Berthel, ich habe seinerzeit auch früh angefangen und hatte auch das Bedürfnis an den Wochenenden die Geliebten daheim meiner Mutter vorzuführen, die sie in Diskussionen (von Haushalt und Kochen über Berlin früherer Jahre bis zu Gedichten, gern unter wörtlicher Rezitation einzelner Beispiele) verwickelte.
    (und ich hielt mir auch gern Optionen offen)

  189. <p>@ Donna Laura: herzlichen...
    @ Donna Laura: herzlichen Glückwunsch. Wir sind damit zu spät dran, um uns zu fragen, ob es zu mehr als zum gemischten Doppel reichen soll.

  190. icke, bitte, gern geschehen....
    icke, bitte, gern geschehen.

  191. Weinfreund, im oberen...
    Weinfreund, im oberen Abschnitt der Rhône ist die Heimat einiger der größten Weine Frankreichs. Hier ist die Syrah die alles beherrschende Rotweinsorte. Auf den Teillagen Côte Blonde, Côte tres Blonde und donna laura bringt sie in guten Jahren mächtige, tiefdunkele, würzige und sehr lange lagerfähige Weine hervor, die nach der Flaschenfüllung meist einige Monate gut zu trinken sind und sich dann für einige Jahre völlig zu verschließen. Nach einigen Jahren Lagerung erreichen sie dann allmählich ihre Trinkreife, die dann oft einige Jahrzehnte währen kann.
    Der Weinbau der nördlichen Rhône wird von Handelshäusern wie marquee speciale, Jeeves und La tigresse beherrscht, aber immer mehr Winzer bauen ihre Weine selbst aus um sie dann in eigener Regie zu vermarkten. Empfehlenswerte Winzer sind beispielsweise René de Color-Kraz, und Jean-Jaques Geiérmeiér.
    Hier spielt aber auch eine seltene Weißweinsorte eine große Rolle, die Vernidot. Vernidotist eine schwierige Rebe, deren Weine meist früh getrunken werden müssen, an der nördlichen Rhône gewinnt man aus ihr jedoch lagerfähige, sehr fruchtige, leichte Weißweine, der Appellationen Dondublog und Château Ingolville, immer sehr teuer, aber oft auch phantastisch gut.
    Sehr gute Produzenten sind Yves Grimaldeli, Georges Filou und François Savall.

  192. Merci Monsieur le Don...
    Merci Monsieur le Don

  193. @Filou – ‚Sie konnten es...
    @Filou – ‚Sie konnten es sich leisten’, wollen Sie damit sagen, Sie blieben zu Hause und Ihre Frau hat Geld verdient? Ich konnte es mir nämlich auch leisten, neben zwei Häusern, zwei Autos, Reitstunden für die Kinder, Putzfrau etc. meinen Mann zu Hause zu lassen, um unsere Töchter zu erziehen. Hat denen auch gut getan. Aber im Gegensatz zu Ihnen, gefiel es meinem Mann – wie mir schien – zu den diversen Treffen der Klassenmütter zu gehen. Als einziger Mann wurde er da nach Strich und Faden verwöhnt.

  194. War weiter keine Anspielung,...
    War weiter keine Anspielung, lieber Savall. Wollte nur wissen, ob angeschafft. Hats gefallen, oder bin ich nur der einzige Irre?

  195. Parbleu! Allerwerteste...
    Parbleu! Allerwerteste Arabella, ich bin begeistert ob Ihrer Connaissance. Merci bien! – Wir werden sicher noch viel von Ihnen hören, n’est-ce pas?

  196. @HansMeier: um mal Ihrem...
    @HansMeier: um mal Ihrem mehrfachen Einwurf „Es sagt ja schon alles, das das Thema hier nur unter dem Aspekt abgehandelt wird, ob das Aufziehen von Kleinkindern einem nun Spaß macht oder nicht.“ ein bißchen nachzugehen.

    Für Urgroßeltern und Großeltern waren die Kinder, nachdem sie die Schule hinter sich hatten, zunächst ein paar Jahre Arbeitskräfte in der eigenen Wirtschaft, die dann einem Kind übergeben wurde, und schließlich zahlten alle Kinder ihnen eine Rente, und das unverheiratet und kinderlos weiterhin im Elternhaus wohnende Geschwister (das sich qua Fabrikarbeit – „die zahle für Wiiber soviel wie für Männervolch“ – eine eigene gute Altersrente hatte erarbeiten können) pflegte sie zum Schluß. Als meine Mutter und meine Tante bereits im Rentenalter waren, pflegten sie ihre beiden kinderlosen Tanten (Garten umgraben und dergleichen), ins Altersheim wollten die nicht, ambulante Pflege nahmen sie einige Jahre in Anspruch, schließlich verstarben sie im Krankenhaus bzw. Pflegeheim (der Aufenthalt dort war zum Glück nur kurz).

    In der Enkelgeneration (also meiner) gibt es einen Bruch. Zum einen hat keiner der Enkel ein Geschäft der Eltern weitergeführt bzw. weiterführen können; die ökonomisch Erfolgreichsten und auch Kinderhabenden sind alles Angestellte, während die Elterngeneration durchgehend selbständig war. Von ca. 20 Personen sind in der Enkelgeneration gerade mal 2 selbständig, ein Cousin mit einem gut laufenden Autogeschäft und denn wohl doch inzwischen 2 Kindern, und eben ich (Frau, selbständig, kinderlos: bisher in 4 Familiengenerationen noch nie vorgekommen.). Eine kinderlose Cousine hat Kinder adoptiert, die anderen Cousinen haben alle eigene Kinder. Das Lebensalter, in dem sie ihre ersten Kinder bekamen – Ende 20, Anfang 30 – war auch in der Eltern- und Großelterngeneration so. Es gibt 3 kinderlose Cousins, zwei heirateten spät, der andere lebt als Single (nicht im Elternhaus) und kümmert sich um den Garten seiner Eltern, die anderen haben Kinder. Zum anderen, bis zur Elterngeneration war der Lebensmittelpunkt stets das eigene Haus mit seiner eigenen Wirtschaft (ob Hof, Werkstatt oder Laden), in meiner Generation ist das bei _keinem_ so (selbst bei meinem Auto-Cousin sind Wohnhaus und Werkstatt getrennt). Ein paar haben Häuser, die meisten Wohnungen (und ich bin schätzungsweise die einzige ohne Auto, allerdings auch die einzige, die in der Innenstadt einer Großstadt wohnt).

    In der Urgroßelterngeneration war bei den Kindern wohl die Sorge, daß sich Heuernte und Schule nicht überschneiden, denn dafür brauchte man jede Hand. Schulzeit war damals WIMRE 7 Jahre für Mädchen und 8 Jahre für Jungs. Die Großväter machten auswärts in der nächsten Kleinstadt eine Lehre; es war direkt nach WK1 kein Honigschlecken; bis sie es zu einem eigenen Geschäft und Haus gebracht hatten, waren sie Xmal umgezogen – zum Teil auch schon mit Frau und kleinen Kindern. Bereits die Großeltern väterlicherseits hatten nur 2 Kinder, der ältere Sohn fiel in WK2. Die Großeltern mütterlicherseits brachten es auf 5, wobei eines sich mit einem halben Jahr eine bösartige Enzephalitis zuzog und die ca. 10 Jahre, die es lebte, gewindelt und gefüttert werden mußte. Die Schulzeiten im Krieg waren eher chaotisch, insgesamt aber waren die Schulzeiten der Elterngeneration bereits ein bißchen länger als die der Großelterngeneration. 3 der Kinder machten eine Lehre im väterlichen Geschäft, einer eine Lehre auswärts. Sowohl Großvater väterlicherseits, Vater wie Onkel hatten sich das Geld für die Meisterschule selbst verdient. Die Großmütter arbeiteten ohne Lehre im Laden des Mannes mit, Mutter und Tante dann als Verkäuferinnen mit Lehre im elterlichen Geschäft, bis sie einen Mann mit einem eigenen hatten. In meiner Generation dann machten 4 von ca. 20 Abitur samt Studium, davon sind 2 kinderlos und verheiratet, 1 hat 3 Kinder und ist geschieden, 1 hat 2 Kinder und ist verheiratet. Die anderen machten Realschule, 2 Hauptschule, und alle hinterher eine Fachlehre.

    Wie man sieht, gab es in jeder Generation Kinderlose, auch kinderlos Verheiratete. Ob die Quote von 50% Kinderlosigkeit bei den Studierten was besagt, ist bei 4 Personen als Gesamtzahl schwer auszumachen. Jedenfalls sind sie nicht die einzigen Kinderlosen. Die, die in meiner Generation Kinder haben, haben im Durchschnitt weniger. Maximalzahl ist 3, häufig sind 2, in der Elterngeneration waren es 2×6 und 2×2, Großeltern 5 bzw. 2, Urgroßeltern 8 bzw. 4. Das Vater-Mutter-2-Kinder-Muster taucht aber jedenfalls bereits in der Großelterngeneration, also in den 1920ern, auf. Davor hatte man wohl entweder 4+ Kinder (oft) oder garkeine (selten).

  197. Tigresse, nee, es war...
    Tigresse, nee, es war komplizierter, hat dennoch funktioniert. So verschob ich beispielsweise meine Arbeitszeiten in die Nacht, strukturierte meine Taetigkeiten nach den Gegebenheiten des Kinderalltags, meine freie Zeit bestand aus erlaubter Flucht nach Kanada oder Israel und Wochenenden bei Freunden in der Stadt (da gab es viel psychologische Arbeit zu tun. Dem Einen war die Gattin weggelaufen, der Andere hatte sich einen Billardtisch angeschafft etc.).
    Die Urlaube wurden zwiefach gemacht; einmal Vater und Sohn, danach alle drei.
    Nur mit den anderen weiblichen Erziehern, also den Muettern, das wollte nie recht klappen. Ich war selbst als Kind im Hort, in der Schule, beim Militaer, beim Studium reichlich inkompatibel. Zwang ich mich aus Opportunitaet zur Anpassung, wurde ich sofort ungluecklich und musste mit Freunden ins Brauhaus. Die robusten und teuren Segnungen des Heiligen Koebes in der Cathedrale des Bieres zu Koeln waren (und sind) immer noch eine grosse Wohltat.
    Ob ich diese Zeit schoen fand? Hm…! Dem oben Beschriebenen koennen Sie entnehmen, das ich lieber ein saufender Bohemien denn ein disziplinierter Buerger gewesen waere. Aewwe et kuett wie et kuett un et haett noch immer joot jejange, sagt der Rheinlaender-und hat deswegen eine schlechte Reputation.
    .
    (Anekdote am Rande:
    „Sag mal, warum warst Du eigentlich so hinter mir her?“
    „Ich wollte ein Kind von Dir!“
    „Ah, und warum hast Du nicht gleich gesagt?“
    „Ja dann waerest Du doch weggelaufen!“
    .
    Wo Madame Recht hat, hat sie Recht)

  198. Très chère Arabella, da...
    Très chère Arabella, da hätten wir noch Verdot – klingt fast wie Vernidot – ist zwar nicht weiß, dafür rot – auch nicht schlecht – zwar nicht lieblich – aber das macht nichts. – Ich würde sagen, wie nehmen ihn trotzdem…

  199. ...gewissermaßen als...
    …gewissermaßen als Hausmarke.

  200. Weinfreund, der Herr Don hetzt...
    Weinfreund, der Herr Don hetzt uns zum nächsten Beitrag. Für den Wein ist das nichts, aber beklagen wir uns nicht: selten genug schreibt er, der Don.

  201. Arabella, mehr schreiben geht...
    Arabella, mehr schreiben geht nicht – ich möchte ja auch noch Privatier sein, zumindest jeden 2. Tag.

  202. danke für den Link zur...
    danke für den Link zur Prenzl-Berg Super-Mami.

  203. @Filou: ach,...
    @Filou: ach, „erbarmungslos“ ist ein gar schweres Verdikt. Nicht daß ich allzuviele Eltern in meinem Alter kenne, aber ich finde die eigentlich alle recht freundlich und geduldig zu ihren Kindern. Die Väter geben sich weitaus mehr mit den Kindern ab als früher, das ist neu. Es wird sehr viel mit den Kindern geredet, allerdings auch viel Kopfloses. Die Kinder werden mit noch mehr Spielzeug zugeschüttet als meine Generation, und in meiner war es schon viel. Das Syndrom, den Kindern eher was zu kaufen als mit ihnen seelenvoll zu spielen (dafür braucht man wenig Material, aber etwas Phantasie), scheint immer noch vorhanden.

    Die Elterngeneration war schon etwas strenger. Mit Töpfchen war mangels Wegwerfwindeln deutlich mehr und vor allem weitaus früher Drama (jetzt gibt es u.U. das Problem, daß die Eltern den Umstieg vertranen), mit aussuchen etwa von Kleidern war schlicht gar nichts, das war Mamas Repräsentationsdomäne. Papa hatte nur am Sonntag Zeit, mit den Kindern zu spielen – Samstag wurde nämlich gearbeitet. Daß Väter in der Generation meines Vaters oder Großvaters mit Kinderwagen auf der Straße paradiert wären, war vollkommen undenkbar. Kinderwagen war 100% Frauensache. Daß die Mütter den Unterhalt herangeschafft und die Väter die Kinder erzogen hätten, gab es bei den mir Bekannten nirgends. Zwar arbeiteten die Mütter zunehmend auch, wenn die Kinder etwas größer waren – das Hausfrauenmodell schmolz ab -, aber das meist dann, als die Kinder in die Schule kamen. Den Nachmittag verbrachten sie dann unbeaufsichtigt mit Schlüssel und machten mit den Bananensattelfahrrädern (wie hießen die Dinger nochmal? BMX-Rad oder so?) die Umgebungsstraßen unsicher, denn ums Haus galt Lärm- und Ballspielverbot wegen der Schichtarbeiter, die ja auch ihren Schlaf brauchten. Kindergärten gab es, an Personal wurde genommen, was man kriegen konnte, selbstverständlich ohne jede pädagogische Schulung oder Erfahrung. Entsprechend ist mir vom Kindergarten vor allem in Erinnerung, was alles nicht ging (nur 1 Kinderklo benutzen, weil es sonst den Putzfrauen zuviel ist; kein Wasser zum Sandelen verwenden, weil das Dreck macht; als Klopapier gabs zerschnittene Bild-Zeitung, die Pickel am Po machte; der Kakao zum Vesper war ungenießbar, weil völlig verkocht; die leitende Schwester Oberin war verbittert, konnte Kinder eigentlich nicht ausstehen und verzapfte was von Buße, wogegen ich mich bereits mit 4 streng verwahrte, denn schließlich hatte ich nichts verbrochen), und nur wenig, das mir gefiel (der traumhafte Ausflug zu einer blühenden Magerrasenwiese im Wald). Ein Notendurchschnitt von unter 1,5 war keineswegs ein Grund, das Aufnötigen übelschmeckender, angeblich das Lernen fördernder Säfte aus der Apotheke zu unterlassen. Prinzipiell ging Geschäft vor (das war bereits bei den Großeltern so), und gegen die Zweifel, die Kinder könnten die Schule nicht schaffen oder würden zu lange dafür brauchen und kämen dann nicht mehr rechtzeitig ins Erwerbsleben, halfen keine noch so guten Noten. Weshalb mir, abweichend von Savall, Noten bereits herzlich wurscht waren als ich Abitur machte. Für das mir anempfohlene Ehrgeizverhalten meines Cousins bezüglich Sport empfand ich nur reine Verachtung, auch lernte ich frühzeitig, daß nur Beschäftigttun vor Beschäftigtwerden mit Unangenehmerem schützt.

    @prince Matecki: aha, Erfahrung spricht *gg*. Ja, sehe ich genauso. Wenn zum Trotz wieder nicht die Jacke angezogen werden soll, wird bei Nichtreaktion auf kurze Begründung („es ist aber zu kalt draußen für Pullover“) eben Kind festgehalten und angezogen. Das Rabää dabei ist mir dann egal. Meine Schwägerin, 7 Jahre jünger als ich, hat einen etwas abweichenden Stil. Sie läßt die Kinder sehr viel aussuchen und fragt sie bei vielen Dingen, was ihnen lieber ist. Damit sind sie nach meinem Eindruck manchmal überfordert, sie wollen dann 10 Minuten das und 10 Minuten später ganz unbedingt was anderes. Es ist ja schon gut, wenn sie lebhaft sind und einen Willen entwickeln, aber ich finde, manches haben Kinder einfach nicht zu entscheiden, weil Erwachsene das besser wissen. Und man braucht ihnen auch nicht alles kaufen, wofür sie 3mal schwärmen, manches kann man ihnen ausreden und manches vergessen sie sowieso wieder.

  204. Doch, doch, Filou, es hat...
    Doch, doch, Filou, es hat gefallen. „Indes Galantes“ hatte etwas mehr … Esprit. Aber das kann auch an der Oper und nicht nur an der Inszenierung liegen. Ich finde diese Art der Operninszenierung sehr ansprechend. Kannte ich bisher nur aus Glyndebourne (Figaro, Zauberflöte). Auf jeden Fall muß man nicht irre sein, um so etwas zu mögen. Hoffe ich jedenfalls.
    .
    Interessanter empirischer Nachweis, colorcraze. Ich nehme es als Bestätigung meiner These, daß der Einfluß soziologischer Faktoren letzten Endes größer ist als der persönliche Wille.

  205. @Savall: "daß der Einfluß...
    @Savall: „daß der Einfluß soziologischer Faktoren letzten Endes größer ist als der persönliche Wille“ sehe ich auch so. Und nach meinen beschränkten Beobachtungen war Filou als kindererziehender Vater ein Pionier.

  206. @Filou: Wir Rheinlaender haben...
    @Filou: Wir Rheinlaender haben keine schlechte Reputation.
    Wer uns kennt, mag uns, wer uns nicht kennt, kann noch überzeugt werden, und wer nach dem zwölften Kölsch noch nicht gewonnen ist, kann uns immer noch kennen lernen…

    Rheinländer sind keine Phlegmatiker, sondern trinkfeste Stoiker.

    Haben Sie mal Alt getrunken?
    Kein Wunder das der Neanderthaler so eine fliehende Stirn hatte, wenn er gekonnt hätte, wärer der ganze Kopp den Gesöff ausgewichen.

    Prost,
    RealMash

  207. @colocraze, stimmt. Aber wir...
    @colocraze, stimmt. Aber wir waren mehrere. Und wir waren Grossstadterzogene (Koeln). Ich tat mein Werk in der hoellaendischen Provinz. Sich dort durchzusetzen konnte man nur mit einer uebergrossen Portion Verachtung.
    .
    @RealMash, Alt? Um jottes willen! Niemals. Oder nur bei grossem Durst, also grosser Not. Als ich nach Koeln kam, aus dem Nahen Osten (DDR), irritierte mich die Art der Koelner. Das vaeterliche Erbgut (Bonn) aber sorgte nach einiger Zeit fuer die rechte Assimilation. Es hat gedauert. Nun sitzt es tief.
    .
    @Savall, bevor mich der Tiefsinn mit all seinen Bedraengnissen erwischt und mir dabei die voellige Bloedsinnigkeit meiner Existenz erklaert, amuesiere ich mich lieber auf hohem Niveau. Platée ist eine meiner Lieblingsopern. Es gibt leider keine Referenzinszenierung, darum muss ich sie so nehmen wie sie ist. Aber eins sage ich Ihnen, bevor ich mir zum zweiten Mal eine Fassung des Haendelschen Belsazar in der Kulisse des Warschauer Ghettos angucke, werde ich eher zum Jerry-Lewis-Fan.
    Noch ein Tip gefaellig? Ok: Moliere/ Lully, Le Bourgois Gentilhomme, Version originale de 1670. Originalversion will heissen: Rampenlicht aus Kerzen, Instrumente als Nachbau, Sprache Franzoesisch des 17ten Jhdt. (vermutlich), Ballett wegen nicht vorhandener Choreografie nachempfunden. Als Apetizer dies hier, der Ohrwurm von 1670:
    http://www.youtube.com/watch?v=LhS8TCckC6A
    (achso: Martin Fraudreau, Le Poeme Harmonique, www. alpha-prod.com)
    Vier Stunden Schwarzbrot mit Honig. Mein lieber Scholli.

  208. Uebrigens, colorcraze (20:41),...
    Uebrigens, colorcraze (20:41), so aehnlich war es wohl bei mir. Nur war meine Welt zweigeteilt; die Hauptzeit verbrachte ich in der DDR, die Geringere als Gastkind (meine Mutter blieb als Geisel im Osten) im Rheinland. Als Kind lernt man schnell die Widersprueche beider Deutschland pragmatisch in einem eigenen Weltbild zu vereinen. Das war in Gesellschaft und Schule beider Welten nicht sehr hilfreich, denn wenn die Erwachsenen mit ihren auswendig gelernten Weisheiten ankamen, grinste ihnen die naive kindliche Geradlinigkeit entgegen. Man war ziemlich allein. Unangenehm, aber lehrreich. Und es gab die Gegenwelt aus Buechern, Waeldern, wilden Spielen, dem ganzen kindlichen Anarchismus, von dem die „Grossen“ nichts wussten-und die „Kleinen“ nichts erzaehlten. Die Kinderwelt war geteilt in kommunizierbares fuer Eltern und Lehrer (das waren in der Regel opportunistische Luegen) und die realistische Kinderwelt (Pipi Langstrumpf kannten wir nicht) die vor Allem geschuetzt werden musste.
    Ueber kindliche Aengste und Sorgen will ich hier nicht reden. Die Erinnerung daran treibt mir allerdings Zornesroete auf die Stirn.
    Was bleibt ist eine tiefe Abneigung gegenueber paedagogischen Schwaetzern.

  209. @Filou: ach, schau an, sogar...
    @Filou: ach, schau an, sogar mehrere Gleichgesinnte. Wann war denn das? Früh/Mitt/Spätsiebziger oder wann anders?

  210. Danke für den Tipp, Filou....
    Danke für den Tipp, Filou. Herrn Moliere schätze ich sehr. Kennen Sie zufällig den Moliere-Film von Ariane Mnouchkine? Da gibt es eine wundervolle Szene, die Sprache des 17. Jahrhunderts betreffend, als sich Moliere als Tragöde versucht. Es muß irgendwas von Corneille oder Racine sein. Auf jeden Fall müht er sich an der Rampe mit tiefstem Tremolo, rollendem R und ausladenden Gesten seine Alexandriner dem Publikum nahezubringen. Tja, das Publikum läuft davon. Anschließend versucht er es mit mehr freiwilligem als unfreiwilligem Humor. Eine kluge Entscheidung.

  211. Don, ich will ein Kind von Dir...
    Don, ich will ein Kind von Dir ;-))
    (um einfach die Diskussion hier abzukürzen, ich kann nämlich nicht mehr, lesen mein ich)

  212. Lauf, Don, lauf!!!!!!!!!!!...
    Lauf, Don, lauf!!!!!!!!!!!

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