Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Weltstadt in dieser Welt sein

| 278 Lesermeinungen

Kaum ein Begriff, den man in besseren Kreisen oftmals bemüht, ist so überbewertet und mit falscher Bedeutung überfrachtet wie "Weltstadt". Stadt ist in Ordnung, wenn sie sauber ist, und südlich des Mains liegt, aber bitteschön: Welt? Von welcher Welt reden wir? Von dieser Welt mit ungarischen Nazis und Bürgerkriegen, mit Finanzkrisen und globalem Elend? Diese Welt soll eine Stadt definieren? Schlimme Vorstelling, das.

Die nachfolgend dargestellten theoretischen Betrachtungen gründen sich auf langjährige praktische Erfahrung auf dem Bauplatze.
Le Corbusier

Hallo Don Alphonso

… damals in der New Economy waren wir… Pool in Elmau… und wie Du Dich erinnerst bin ich doch dann… jetzt bin ich in Berlin… mache das Eventmanagement für… und für […] machen wir eine grosse Party im […] zur Modewoche… die wollen natürlich auf alle Kanäle… und was meinst Du, wäre das nicht was für Dein Blog… die […] kommt auch, aber ich dachte, sowas wie damals, beim First Tuesday… Du kannst ruhig über die herziehen, das darf und soll böse sein… Je fieser desto besser… Kosten tragen wir natürlich… Schöne Grüsse Deine X.

Bild zu: Weltstadt in dieser Welt sein

Liebe X.,

[vorgeschobene Termingründe für Absage, aber weil die X. wirklich eine Nette ist, auch Einladung zum Rodeln] Dein Donniboy

Hi Don,

echt, das wäre mal was… total nett von Dir… würde so gerne mal wieder in die Berge… aber es ist doch echt schade… ich hab Dein Blog gelesen… ein wenig Metropole und Weltstadtsociety wäre doch mal was Spannendes… ich führ Dich rum… Du haust rein… wie 2001 bei diesem Typen, der dann schnell nach München musste, weil der Staatsanwalt seine Firma hops nahm… ich mein, es ist Berlin, solche Geschichten gibt es gerade bei der Modewoche Dutzende… also gib Dir einen Ruck und komm, das wird wieder wie damals… Dein Xilein

Liebe X.,

oh ja, das wäre echt toll, aber das Hinterhaus, und dann ist da noch eine Rohrsache und die Erziehung von unfolgsamen Müttern vor meiner Einfahrt… ja das damals, das war lustig… aber leider… ich wäre wirklich gern… und die g’schmierten Burdahüpferl von Lös Bradsn hätte ich sowas von unterge… vielleicht nächstes Jahr? Immer der Deinige, Donniboy

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Ehrlicherweise hätte ich es natürlich so formulieren sollen:

Liebe X.,

ich sehe durchaus den Fortschritt, wenn Ihr heute Burlesketänzerinnen engagiert, und sich etwaige Geldgeber nicht mehr an Gründerinnen in eben jenem Moment in der Sauna schadlos halten müssen, da ich und meine Bekannten da auch reinwollen, wie damals beim Founders Forum. Auch finde ich, dass Du es mit Deinem Wechsel raus aus München durchaus gut getroffen hast, denn eigentlich war diese Szene zwar auch durchgeknallt, von sich selbst besoffen und grössenwahnsinnig, aber halt auf so eine nüchterne Erbsenzählerart, wie man es auch heute noch auf Burdas DLD sehen sollte. Das ist, keine Frage, in Deinem jetzigen beruflichen Umfeld natürlich anders: Irr, aber auch ziemlich pleite aus Prinzip. Und ich meine es auch gar nicht böse, wenn ich sage: Du passt da besser hin als hinter den Tresen bei der Namensschildausgabe in der Funktion als Eye Candy. Es freut mich für Dich, dass Du es geschafft hast, Dich aus diesen unseren damaligen Kreisen zu lösen, und neue Kreise zu finden. Ehrlich.

Ehrlich gesagt, wäre es auch gar kein Problem gewesen, mich in den Zug zu setzen und zu kommen; vermutlich hätte ich mich noch nicht mal rasieren und duschen müssen, es ist ja Berlin, bessere Kreise. Es liegt aber gar nicht an Berlin als Stadt, auch in München habe ich eine Sache abgelehnt – es ist genau das, was Du mir zeigen möchtest: Die Weltstadt. Die grosse, weite Welt in einer Stadt, dieses funkelnde Wort aus jenen Tagen des späten 19. Jahrhunderts, als der Planet durch Dampfer und Lokomotiven zusammenschnurrte, und die Metropole die Zukunft der Stadt wurde. Es raste die Bautätigkeit, es verschlang der Bagger Boden, Gras und Felder und hinterliess das Gewusel, die Hektik, die Menschenmengen, die man braucht, um Kolonialreiche, Finanzmärkte, globalen Handel oder wenigstens die S-Bahn nach Adlershof bei 5 Millimeter Neuschnee zu betreiben. Metropole. Betonburg, Mauerimperium, Asphaltadern, Lichtkuppeln wie die, die ich sehe, wenn ich beim Tegernsee hinten rausschaue. Städte so gross, wie man sich das vor 100 Jahren nicht erträumen konnte. Wie das schon klingt. Ganz gross.

Bild zu: Weltstadt in dieser Welt sein

Dafür plante Le Corbusier, dafür dachte das Bauhaus, dazu entwickelte man den Internationalen Stil und die Hochhäuser, die Strassenraster und die Ausfallstrassen für die weniger Glücklichen, die mit der Welt gleich mitbeherrscht wurden, und auf halber Strecke zwischen dem Zentrum und dem Aussen lebten. So eine Metropole kann gar nicht anders als zentralistisch, sie muss alles in sich hineinfressen und in sich wiedergeben. Und das war eine tolle Sache, als aus China das Porzellan kam, und nicht der Wirtschaftsspion, als aus Afrika seltene Früchte und kein Elend importiert wurde, als man von der Karibik das Mahagoniholz kannte, und nicht die Bilder des Hungers und der Not, als Russlands Säufer und Spieler noch reich und adlig waren, und keine Mafiosi, die ihr Schwarzgeld in Immobilien anlegten. Weltstädte, meine liebe X., sind dann schön, wenn die Welt schön ist, oder wenigstens schön erfunden werden kann. Das Silber meiner viktorianischen Kannen aus London gleisst, aber niemand wusste oder weiss, unter welchen Bedingungen es gefördert wurde. Und niemand darf in solchen Dingen ignoranter sein, als die Elite solcher Weltstädte. Sie haben eine Pflicht, das zu vergessen.

Dafür haben Frankfurt und London Finanzdistrikte, dafür hat München Grünwald und Berlin inzwischen wieder Potsdam, da wohnt man entweder abgeschieden draussen oder abgeschottet drinnen. Und das muss auch so sein, liebe X., denn wer sollte sich als Elite wohlfühlen, wenn die hereinbrandende Welt dieser Städte so unschön ist. Wenn diese Welt dazustossen will, so arm, schäbig und chancenlos, wie sie oft ist, braucht man rote Kordeln, Türsteher und Sicherheitspersonal, um sie zurückzuhalten, damit sie jenseits billigen Träumen nachhängen kann. In der Nacht aber, wenn die Elite ihre italienischen Stoffe in die begehbaren Kleiderschränke verbringt, braucht sie Videokameras, Überwachung, noch mehr Sicherheit. Ich habe hier den Prospekt einer AAA-Lage in Deinem Berlin, liebe X., da wird mit modernster Sicherheitstechnik geworben. Gleich auf der ersten Seite. Da bleibt dann die Welt draussen vor den Sicherheitszonen – drei gestaffelte Zonen, das muss man sich mal vorstellen, und drinnen machen gehen sie über das Internet in eine andere Welt. Oder oben auf dem Dachgarten, wo alle gemeinsam einen Kräutergarten haben. Die drei Sicherheitszonen sind ihre Welt, die Welt da draussen hat den Rest der Weltstadt. In Moskau, Shanghai, Kairo, Rio, New York, Brazzaville, überall das gleiche, noch etwas krasser vielleicht. Die Städte wachsen, weil die Welt nicht mehr kontrollierbar und in ihnen wie eine Bombe angekommen ist. Es sind echte Weltstädte geworden. Und darin Schutzzonen für Dich als bevorzugter Funktionskörper, für mich sicher auch und die 10% der Bevölkerung, die sich das leisten kann. Der Rest liest Sarrazin, die Bunte oder Spiegel Online und hat, soweit überhaupt besitzend, Angst vor dem nächsten Einmarsch der Welt in Form der Inflation. Weltstädte eben. Kampfzonen. Klassenstacheldrahtgrenzen. Die anderen in der Zone zwischen den Tiefgaragen. Unbetretene Areale, bestenfalls Renditeobjekte, schlimmstenfalls aufgegeben. Sieg sieht anders aus, die Überwachungskamera ist nur ein Mittel der Abwehr, eine Defensivstellung in einem Konflikt ohne Fluchtwege.

Bild zu: Weltstadt in dieser Welt sein

Liebe X., manche sagen, ich würde den Idealen vergangener Zeiten hinterher trauern, aber wer heute noch „Weltstadt“ mit einem Funkeln im Auge sagt, ist nostalgisch bis zur Realitätsverweigerung. Mit dem Dampfer und der Lokomotive kam die Welt nah genug, um sich beherrschen zu lassen, aber heute ist sie so nah, dass sie mit all ihren unbeherrschbaren Facetten zur Bedrohung wird. Und diese Veranstaltung, zu der ich kommen soll, diese Vorstellung von irgendwie avantgardistischen, neuen, strassennahen Kleidern an Kotzbrechsuchtlerinnen mit internationalem Aussehen, mal ehrlich: Das ist doch nichts anderes als die Selbstversicherung, dass man diese urbane Welt da draussen auch irgendwie sein könnte, und dabei weiter in den drei Schutzzonen so feiern kann, als gäbe es das Andere gar nicht. Als wären die Herren nicht nur die Herren über Deine Zeit und Einfälle, sondern immer noch Herren der Welt. Als wäre die Weltstadt eine grosse Lounge, als wäre der pappige Nudelbrei im B******* und die billige, gesponsorte Puffbrause mit französischem Etikett beim Empfang der B***** der Beweis, dass man international noch nehmen kann, was man will. Dass man noch eine Wahl hat, und eine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, während die Globalisierung alles in Krise gleichschaltet. Ts.

Ungeachtet dessen wünsche ich Dir natürlich jeden erdenklichen Charme, und wenn Du den H. von Deinem Arbeitgeber heiratest, diesen Blondling, den ich auch noch von damals kenne, wird es mir ein wenig weh tun. Sehr viel weher jedenfalls als das Ende der Weltstädte.

Rodeln im Februar?

Dein Donniboy. 

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278 Lesermeinungen

  1. @DA
    ich habe schon...

    @DA
    ich habe schon befürchtet, sie lassen die dld unerwaähnt, wo die sz doch so schön dafür wirbt..
    http://www.sueddeutsche.de/digital/muenchen-internet-konferenz-dld-idealismus-nach-art-des-silicon-valley-1.1050537

  2. 3 Sicherheitszonen? Wie dumm...
    3 Sicherheitszonen? Wie dumm ist das? Neulich auf dem platten Land (OK, USA), Original null Kriminalität außerhalb der Fußweite der Ghettos habe ich die Gated Communicites gesehen.
    Aber ich muß ja auch nicht alles verstehen. Ich bleibe aber dabei: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wie Gier.

  3. Das ist eine Welt und eine...
    Das ist eine Welt und eine Weltstadt-Idee, die mir nichts sagt und zu der ich nichts sagen kann. Fashion Weeks aber waren mir schon immer suspekt. Möglicherweise ist der Kern des Weltstadt-Gedankens der, daß er auch so etwas zuläßt und diesem sich selbst Bedeutung zuweisen läßt, ohne daß andere gleich anreisen müssen.

  4. Werter Don,
    um die Zukunft...

    Werter Don,
    um die Zukunft unseres Landes wäre mir weniger bange, wenn auch die von Ihnen veranschlagten oberen 10% Sarrazin lesen würden und sich nicht in ihrer heilen Welt der Schutzzonen verbarrikadieren würden. Ich mag Ihren Blog mit seinen teils überraschenden Einsichten, doch in Ihrem permanenten Berlin- (und auch Sarrazin-) Bashing werden wir nicht zueinander finden.
    Gruß aus Berlin

  5. AAA-Lage und...
    AAA-Lage und AAA-Sicherheitstechnik brauchen die, die Angst haben.
    .
    T.C. Boyles „América“ drängt sich mir auf: Wo die feinen Herrschaften, hübsch abgeriegelt, am Schluss doch mit den Elenden untergehen. Feinste Lektüre.

  6. Hi Donniboy,
     
    sehr...

    Hi Donniboy,
    sehr schade! Ich hatte sooo gehofft, Du würdest nach Berlin kommen und ich hätte Dich ein wenig für Deine nichterfolgte Einladung als Internet-Gelehrter zum DLD entschädigen können. Für das kommende Wochenende wird vordersibirische Kälte angekündigt und wir hätten auf dem Mont Klamott rodeln können. Aber Du traust Dich ja nicht mehr in die Hauptstadt, seit der Diekmann Deine Zeche im Caligula zahlen musste und gedroht hat, Dich dafür lebenslänglich als Kolumnenschreiber zu verskl…zu verpflichten. Na ja, bleibst Du halt am Lago di Protzo und verschanzt Dich weiter hinter Torten und Silberkannen.
    Zuckersüße Grüße
    Dein Xilein

  7. Lieber Don,
    nun wird es mit...

    Lieber Don,
    nun wird es mit jedem Jahr einsamer. Doch die Berge und der See werden immer da sein. Eines fernen Tages fährt der Rodel von den Bergen direkt in den See. Ich weiß nicht, ob die Topografie das auch wirklich zulässt, aber gewiss ist, dass dann endlich in allen Dingen Ruh ist. Allein hinter der dritten Sicherheitszone ist alles zu ewigen Remmidemmi verdammt.

  8. Oder Amen. Ab er bevor wir mit...
    Oder Amen. Ab er bevor wir mit dem Rodel in den See fahren nehmen wir oben noch ein Taesschen Tee zu uns. Und geniessen den Ausblick uber die, die immer da sind. Die Berge. Ueber allen Wipfeln ist Ruh. ….Und ab gehts!

  9. König Salomon empfing einmal...
    König Salomon empfing einmal einen sehr reichen Bürger der ihn um Rat bat, da sein Leben voll von dummheit, eitelkeit geprägt sei.
    Der König sprach zu ihm:
    „Du glaubtest Du hättest an dem Dimmer der den Leuchter dimmt einen elektrischen Schlag bekommen? Der Herr Elektriker der in Dein Haus kam sagte, in Deinem Beisein, dass es gar nicht möglich sei an dem Plastikgehäuse des Dimmers einen Schlag zu bekommen? Die Person die bei Dir das Haus bestellt wendete sich dann auch an Dich? Sie sagte, dass der Elektriker sagte, in Deinem Beisein, es sei nicht möglich an dem Plastikgehäuse einen Schlag zu bekommen?
    `Soll er den Dimmer trotzdem auswechseln?´, fragte Dich Dein Diener? Im Beisein des Herrn? ( Anm.: des Herrn Elektriker)
    Burlesker Tinnef!
    Fahr einen Golf in grau mit Stahlfelgen! Hole ihn sogar persönlich ab! Aus Wolfsburg! Deine Frau wird dich verlassen, endlich.
    Und wenn in Deinem neuen non-A Domizil die kleinen Kopftuchmä.. – nein, die rumänischen Notebookklauer in der Diele stehn:
    Dann scheuche sie persönlich fort! Andernfalls kaufst Du ein neues.
    Das ist Leben. Das hat Effet. Und nun geh.“

  10. ich denke, es wird Zeit fuer...
    ich denke, es wird Zeit fuer Bukowski…..
    http://www.charlesbukowski.20m.com/home.html
    Silberkannen? geschenkt. Silber ist wirklich geschenkt….. (also ich wuerd mich damit auch eindecken – wenn, ja wenn der Gegenwert nicht Monat fuer Monat fuer Schulgelder etc draufginge…….;-)
    http://cgi.ebay.de/Gorham-925-Sterling-Silber-Mokka-Mocca-Kanne-um-1875-/380290560123?pt=Silber&hash=item588b15707b
    leider hat Buk nichts zu Silberkannen geschrieben.
    THE ALIENS
    from The Last Night Of The Earth Poems
    you may not believe it
    but there are people
    who go through life with
    very little
    friction of distress.
    they dress well, sleep well.
    they are contented with
    their family
    life.
    they are undisturbed
    and often feel
    very good.
    and when they die
    it is an easy death, usually in their
    sleep.
    you may not believe
    it
    but such people do
    exist.
    but i am not one of
    them.
    oh no, I am not one of them,
    I am not even near
    to being
    one of
    them.
    but they
    are there
    and I am
    here.

  11. oh.... bevor ichs...
    oh…. bevor ichs vergesse:
    Viel Spass (??????) beim Lesen….. „Neues“ von den Drogenbossen aus Sao Paulo….. hier in einer englischen Fassung
    Josino Moraes
    Latin America Economic Researcher
    http://www.josino.net
    Notes: Marcola is the first nationwide criminal leader of note in Brazil. Perhaps, the
    most important in Latin America.
    PCC stands for Primeiro Comando da Capital – First Command of Capital. Here, capital
    means the city of Sâo Paulo. CV stands for Comando Vermelho – Red Command.
    1.Are you from the PCC?
    More than that. I am a sign of new times. I was poor and invisible… During decades
    you never looked at me… And formerly it was easy to solve the problem of poorness.
    The diagnosis was “obvious”: rural migration, unevenness of income, a few slums
    (favelas), thinning peripheries … It is the solution that was never coming. What did
    they do? Nothing at all. Did the federal government sometime allocate an allowance for
    us? We have just appeared in the news during humble up downs on the hill or on
    romantic songs about the “beauty of the hills at dawn”…. those things . Now, we are
    rich because of the multinational drug corporation. And you are very, very afraid. We
    are the late beginning of your social conscience. Got it? I am cultured. I read Dante in
    the jail.
    2- But… the solution would be
    Solution?….There´s no solution at all, buddy. The idea itself of solution is already a
    mistake. Have you ever looked at the size of the 560 slums in Rio de Janeiro? Have you
    ever flown in helicopter over the periphery of São Paulo? What solution? The solution
    would only come up with many billion dollars spent with a high-level ruler, an immense
    political will, economic growth, revolution in the education, general urbanization… and
    should everything be almost under the baton of an enlighten tyranny, that should
    jump over the secular bureaucratic paralysis, which was passing over the accomplice
    legislative (or you think that 287 leeches are going to act? If they let it be, they are
    going to steal up even the PCC….) and even the court, which obstructs punishments.
    There would have to be a radical reform of the penal process of the country, there
    would have to be communication and intelligence between municipal, state, and federal
    police officers (we do conference calls among prisons …). And all that would cost some
    billion dollars and would implicate on a deep psychosocial change on the political
    structure of the country. In other words: it is impossible. There is no solution.
    3- Are you afraid of dying?
    It is you who are afraid of dying, not me. As a matter of fact, here in jail you cannot
    come in and kill me … but I can order to kill you out there…. We are human bombs. In
    the slum there are a hundred thousand human bombs… We are in the centre of the
    insoluble itself, really… You are the good and I am the evil and, in between, the
    frontier of death, the only frontier. We are already another species; we are already
    other animals different from you. Death for you is a Christian drama on a bed, a heart
    attack… Death for us is the daily meat laid down in a ditch… Didn’t you intellectuals
    used to talk about class struggle, about „be marginal (from law), be hero“? So it is; we
    arrived, here we are! He, he… You’ve never expected for these new warriors of cocaine,
    have you?
    I am intelligent. I read. I read 3.000 books and I read Dante … but my soldiers are all
    strange anomalies of the twisted development of this country. There is no more
    proletariat or unhappy ones, neither exploited ones. There is a third kind growing up
    outside, cultivated in the mud, educating on the absolute illiteracy, graduating in the
    jails, like a monster Alien hidden in the cracks of the city. A new language has already
    grown up. – Don’t you hear the wiretaps made „with the permission of the Justice“?
    Maybe so. It is another language. We are facing a kind of post-misery. That’s it. The
    post-misery generates a new culture of killing, aided by modern technology, satellites,
    cellular phones, internet, modern weapons. It is the shit with chips, with megabytes.
    My commanded ones are a mutation of the social being; they are funguses of a great
    dirty mistake.
    4- What changed at the periphery of town?
    Money. Nowadays, we have it. Do you think that someone with US$ 40 million like
    Beira-Mar is not in charge? With 40 million the prison is a hotel, an office… Which
    police officer would go to burn up such a gold mine, got it? We are a modern rich
    corporation. If an official hesitates, he is fired and thrown out in the „microwave“ …
    he, he…
    You´re the broken state, managed by incompetents. We have fast methods of
    management. You´re slow and bureaucratic. We fight in our territory. You fight in a
    strange field. We don´t fear the death. You are quite scared. We´re well armed. You
    combat with blunderbuss. We are in the attack. You, in the defense. You have mania
    for humanism. We are cruel, merciless. You transform us into superstars of crime. We
    see you as clowns. We´re helped by the people of slums, by fear or love. You´re
    hated. You´re regional, provincial. Our guns and products come from outside the
    country, we are global. We don´t forget you. You´re our customers. You forget us as
    soon as the outbreak of violence passes.
    5- But, what should we do?
    I’ll give you a tip, even against myself. Catch the barons of cocaine! They have
    congressmen, senators, generals, they even have an ex-president of Paraguay in the
    business of cocaine and arms. But who is going to do that? The army? It has no
    money. It has no money even for feeding their recruits…
    The country is broken, financing a failed State at interests of 20% a year, and Lula is
    still increasing the public expenses, employing 40,000 swindlers. Is the army going to
    fight against the PCC and the CV? I´m reading Klausewitz – On the War. There´s no
    prospect of success. We are devouring ants hidden in the breaches. We even have
    antitank rockets! Perhaps, we´ll get some stingers. To destroy us you would have to
    launch an atomic bomb over the slums. As a matter of fact, we´re able to get one of
    these “dirty bombs”? What you say? A radioactive Ipanema? (Ipanema, in Rio de
    Janeiro, is the most famous beach in Brazil).
    6- But, there will be no solution?
    You will only get some success if you stop defending “normality”. There isn’t any
    normality at all. You have to recognize your own incompetence. But I´ll be frank: we´re
    all in the center of the insoluble. The difference is that we live from it, while you… have
    no way out, just the shit. And, we are already living off it. Look at me, pal! There´s no
    solution! Do you know why? Because you don´t even understand the extension of the
    problem. As divine Dante wrote : „Lasciate ogna speranza, voi che entrate!“ (Lose all
    your hopes, you who enter here. We are all in hell).
    Final Notes:
    • Data from São Paulo City Hall indicate 1,565 slums in 2007 (Folha de São Paulo
    – 7/14/2008 – C3), 3 times, thus, the number said by Marcola !
    • The 287 leeches to whom Marcola refers, I presume that they are from Brazilian
    National Congress so his data is very, very underestimated.

  12. apropos Silberkanne - ich mag...
    apropos Silberkanne – ich mag ja lieber Edwardian um 1900 – keine Raritaeten, aber eben sehr elegant. ca. 1 Euro pro Gramm des verarbeiteten Silbers. Auch dies Verhaeltnis wird noch sehr in die Hoehe huepfen. Denke ich.

  13. Wir befinden uns wie gesagt im...
    Wir befinden uns wie gesagt im Kondratieff Winter. Man marschiert wieder.

  14. ..lass nach. Noch ist´s...
    ..lass nach. Noch ist´s dunkel draussen- Sicherheitsz. 1, der Hund des Nachbarn bellt Sicher.z 2 – nochmal den Schlüssel der Haustür – Sich.z 3. – rumgedreht. Hinter den Vorhängen mich köstlich amüsiert. Ort, 700 Einwohner- Sicherheitsz. 4. Puuh! Noch mal gut gegangen.

  15. Das schöne am städtischen...
    Das schöne am städtischen Wohnen (incl. Umland-Radeln) ist, dass man je nach Lust und Laune alles haben kann; natürlich muss man in der Lage sei, die oft amüsanten Begebenheiten auch sehen zu können.
    Viele Menschen sind leider in ihrer vorgefassten Meinung so verfestigt, dass sie auch nur Einfalt um sich herum wahrnehmen können.
    Man sollte doch viel mehr die Überraschungen, der sich ständig wandelnden Stadt genießen…und, noch was: je älter man wird, desto praktischer ist es, nahe an der Kultur zu wohnen.

  16. Sicherheitszonen wohin man...
    Sicherheitszonen wohin man auch blickt – selbst in den Bergen!
    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/wef_davos_armee_sicherheit_1.9208113.html

  17. Werter HansMeier444
    Was halten...

    Werter HansMeier444
    Was halten Sie von Murdoch? Wäre er nicht ein ganz vorzüglicher Feudalherr?
    http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E7F36342F5EB84B668D592A540E67EDE0~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    .
    Bester Don – werden Sie ebenfalls bespitzelt (siehe oben)?

  18. Weltstädte waren schon vor...
    Weltstädte waren schon vor 100 Jahren No-go.
    Marcel Proust wohnte dort, schrieb aber lieber über Combray und Tansonville.

  19. Marx und Engels kündigten in...
    Marx und Engels kündigten in ihrem „KOmmunistischen Manifest“ an, auch den Gegensatz zwischen Stadt und Land zu überwinden.
    Letzterer war explizit der Meinung, Siedlungen mit mehr als 20.000 Einwohnern seien bereits zu groß und daher „von Übel“.

  20. In der jungen Sowjetunion gab...
    In der jungen Sowjetunion gab sogar mal ein Gesetz, dass die Ansiedlung neuer Industriebetriebe in Moskau verbieten wollte. Die bereits vorhandene Industrie wollte man gleichmäßig übers Land verteilen.
    Aus irgendwelchen nicht näher bekannten Gründen wurde das dann nicht konsequent umgesetzt.

  21. Bald ist die ganze Berliner...
    Bald ist die ganze Berliner Innenstadt eine Sicherheitszone für mittelschichtige Karrieristen. Es gibt in den nächsten 30 Jahren nur 2 sichere Wohngegenden. Berlin oder Edeldörfer wie Tegernsee.

  22. Keine Industrie zu besitzen...
    Keine Industrie zu besitzen ist einer der vielen Vorzüge Berlin. Eben doch kein Slum, sondern eine gemütliche Universitäts- und Beamtenstadt. Ein MarburgTübingenGöttingen im Maxiformat. Fahrradtauglich. Und Personal kann man kriegen.

  23. Der Text wird durch den...
    Der Text wird durch den Kontrast mit den Fotos noch viel spannender. Sie regen zum Träumen an darüber, was Stadt eigentlich auch sein könnte ….
    Sieht für mich nach Nord-Italien aus, aber wo? Können Sie einem Banausen wie mir, der die Bauwerke nicht erkennt, da weiterhelfen?

  24. Sehr verehrter Don!
    .
    Dass Sie...

    Sehr verehrter Don!
    .
    Dass Sie nicht nach Berlin wollen, können wir gut verstehen. Würden wir auch nicht wollen. Aber wir haben unseren eigenen Vorschlag. Besuchen Sie uns heute Abend in Davos. Da gehen nur Stars hin, und Rodeln kann man da auch. Eine gigantische Sicherheitsanlage in der vollen Natur, keine Großstadt weit und breit. Zusammen werden wir uns sicher köstlich amüsieren.
    .
    Bitte beeilen Sie sich, wir sind schon auf dem Weg
    .
    Madame und Tiger

  25. @Don Alphonso
    Exta fraîche,...

    @Don Alphonso
    Exta fraîche, soll heissen, vor kurzem abgelichtet:
    „Le Corbusier,Sentier des Douaniers, RCM“
    http://www.fotos-hochladen.net/uploads/lecorbusiersentierq5ayuxbv.jpg

  26. Grimaldeli, danke!
    .
    derast,...

    Grimaldeli, danke!
    .
    derast, das ist Siena, und Siena hat Le Corbusier bei seiner ersten grossen Bildungsreise durch die kompakte Verbauung auf kleinem Raum enorm beeindruckt.

  27. Auch wenn Berlin zu den...
    Auch wenn Berlin zu den Städten gehört, deren Namen man auch südlich des Weißwurstäquators nicht ignorieren kann, muß man es ja nicht gleich für die Weltstadt schlechthin halten. Vielleicht kann der werte Herr Blogger das Geld, welches er an Fahrkarten nach Berlin gespart hat, in einen Flugschein nach Tokio investieren. Natürlich liegt die Bevölkerungsdichte ein wenig oberhalb derer, die man am Tegernsee mißt, aber man muß sich weniger Sorgen machen, daß einem die Silberkannen geklaut werden. Dafür aber findet man eine Stadt, die gleichzeitig ihr kulturelles Erbe pflegt und trotzdem die Erungenschaften der Welt gierig aufsaugt und den örtlichen Bedürfnissen anpaßt. Wem das zu hektisch ist, der kann noch immer den Zug nach Kyoto nehmen. Weltstädte, die den Namen verdienen gibt es durchaus, aber man darf sich nur nicht von New York, Moskau oder Rio blenden lassen. Rodeln kann man nördlich von Tokio übrigens auch, aber statt in den See legt man sich danach lieber in ein Mineralbad.

  28. Berlin ist nicht Paris und...
    Berlin ist nicht Paris und Eleganz kann man nicht kaufen. Weiß ich.
    Aber was bitte ist Lös Bradsn?
    .
    „Ratlos in Davos“. Ein gutes Motto für 2011.

  29. Il Signor Bruschino, ganz...
    Il Signor Bruschino, ganz meine Meinung. Hatte bereits vor einiger Zeit für diesen März gebucht und freue mich sehr auf die … nun… sehr andere Definition von Ästhetik, mit der ich dort in Berührung kommen werde.

  30. Um den Werbespruch einer der...
    Um den Werbespruch einer der hautstädtischen Lokalblättchen abzuwandeln:
    .
    Berlin ist, wenn sich ein Haufen Dörfer für eine Metropole hält.
    .
    Tatsächlich verläßt der indigene Berliner seinen Kiez nur äußerst ungern und widerstrebend (da braucht es nicht einmal Absperrungen) – diejenigen die das tun, kommen bei näherem Hinsehen eher aus dem Schwabenland oder aus der Türkei.
    .
    Wahrscheinlich ist die Nofretete der einzig prominente Kiezwechsler.

  31. Wir sind Berlin!...
    Wir sind Berlin!

  32. ... und andere Peinlichkeiten...
    … und andere Peinlichkeiten kann man übrigens hier nachlesen:
    http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article203032/Die_50_besten_Berlin_Sprueche.html

  33. Es gibt ein von Burda...
    Es gibt ein von Burda finanziertes Modeblog mit dem Namen „Les Mads“, dessen Autorinnen nicht nur zu Beginn „vergassen“, den kommerziellen Hintergrund offenzulegen, sondern auch noch hin und wieder die äussersten Grenzen der journalistischen Sittsamkeit austesten. Und natürlich so französisch wie im Badischen abgefüllte Billigalkobrause. Ich erlaube mir deshalb, diese Barfänühs als Lös Bradzn zu titulieren.
    .
    Aber um es nochmal deutlich zu machen: Es geht nicht um Berlin, sondern um so gut wie jede zentralistisch organisierte Stadt mit Bedeutung über die Landesgrenzen hinaus.

  34. Ein paranoides Manifest..Dr....
    Ein paranoides Manifest..Dr. Sommer übernehmen Sie..

  35. Also nicht auch um München?...
    Also nicht auch um München? (Ich frag‘ ja nur…)

  36. Ähem, München is a...
    Ähem, München is a Bussibussi-Dorf, ka Weltstadt.

  37. Ich war letzthin in München...
    Ich war letzthin in München aus, Schwabing/Maxvorstadt, da gab es keinerlei Flaschenasoziale (also so wie in Berlin, wo das Rumlaufen mit der Bierflasche in der Hand nicht selten ist) – ich denke, der Weg für München in eine rigide Klassentrennung ist weiter, weil sich gewisse Gruppen dort gar nicht halten können. Für ein digitales Grattlertum ist es einfach zu teuer. Die Klassentrennung funktioniert in München aber anders als in Berlin: Es gibt den Trend zum „Münchner Süden“ seit knapp 200 Jahren. Sagen wir mal so: München bekommt mehr die Sonnenseiten der Globalisierung ab – ich will aber nicht ausschliessen, dass sich das nicht auch mal ändert. Und dann wird es ähnliche Phänomene geben.
    .
    Es ist einfach ein Sonderfall. Hängt aber auch an der Nadel der Globalisierung.

  38. Die Reiseroute:
    "Lasciate ogna...

    Die Reiseroute:
    „Lasciate ogna speranza, voi che entrate!“
    Sehr schön geschriebe!
    Aba wollen rein. In Deutschland: Schönes Land, gute Menschen, viel Arbeit. Excellent.
    Komme von Dorf in Kongo-(Kinshasa)-très mal ici la. Dóublier le passè. Il n’y a aucune possibilité pour un bon emploi pour les jeunes. Mais, isch abe gute Bildung. La famille Conseil a décidé de qu’aller à l´Allemagne. Bon!
    La famille recueille l’argent de tous les membres adultes. C´est normale.
    Comme l’argent de voyage j’ai cinq mille €.
    10.000.–€ réponse de Schleußergang vous apporte garantis par l’Allemagne.
    Contrat terminé: Erste mal geschissen. Du weisste was das ist? Bon!
    Le début est facile: Mit Ferryboat nach Brazzaville über Kongo River. Alles lustik.
    Avec un gros camion à travers le pays à la frontière pour l’Afrique centrale.
    Die Comrades füfunswansisch junge Mensche 18 bis 25 Jahre alt.
    Deux jeunes filles entre nous.
    Bistu in swei Tage in l’Afrique centrale. Huhu.
    Wollen rein: wenn nich, passeport iste futschi- alles Geld auch. Pouvez vous comprenez cela ? Eine fille musse mache tricitraci snell derriér la baraque mit police. Bon! Iste lustik. Nix fur pauvre fille.
    Merveilleux, que le voyage se poursuit.
    Is nich lange bistu in swei Tag dans le Republic du Tschad.
    La fontière.
    Même procédure comme la dernière fois avec une différence.
    Deux filles musse mache tricitraci snell derriér la baraque mit police.
    Vous avez à payer dans la garde frontière 75.-€.
    Pouvez vous comprenez cela? Bon!
    Camion isse kaputt, Du wartest swei Tag, max nix. Hastu nix zu fresse, iste kalt sehr in Nuit.
    Voila,merveilleux, que le voyage se poursuit.
    Ah, il y aest une points de contrôle par le police et l’armée. Recherche de terroristes d’Al Qaeda.
    Les arabes veulent pas filles de mais également deux garçons. Vous avez à payer 175.-€. Pouvez vous comprenez cela? Bon!
    Neue Camion. Du musste bezahle neue Ticket, iste neues Spiel. Ass klar? Une mille € en espèces, comprends. Sons du kannst bleibn wo du wolle. Compris? Alles gaaaz normal.
    Aha, il est la frontière avec la Libye. C’est ennuyeux à la même procédure qu’avant.
    Pour chaque personne cinq cents € à payer un droit d’entrée. C’est le tarif local. Huhu. Nous sommes très proche de l’Europe.
    Aller à la ville de port magnifique de Derna.
    Vous devrez attendre trois jours dans un hébergement moche, mille € de frais de pension complète. Compris? Alles gaaaz normal.
    Avec le reste de l’argent, vous devrez payer le voyage en Crète, en Grèce. Du nix wolle? Ok! Nous appelons à la police, vous êtes un voleur.
    Vous reconnaissez que vous êtes un bon garçon.
    Le bateau de pêche très, très vieux nous motive 112 en Crète pendant la nuit.
    Il s’agit de tempête. Bateau fait naufrage au large de la côte. Sept personnes sont enregistrés de la garde côtière de Greece. Die anderen tot. Bums! Eine fille auch.
    Maintenant, je vis dans un camp pour retourner moi au Congo. C est la vie.
    Demain, je vais essayer clandestin de venir à Munich. Je n’ai pas d’argent mais courage.
    Pour être un paradis. Huhu!

  39. Ach, DER Kram ist das. Wer´s...
    Ach, DER Kram ist das. Wer´s braucht…
    Da ist keine klare Linie drin und schon gar kein ‚Style‘. Null.

  40. Don Alphonso@: Le Corbu hatte...
    Don Alphonso@: Le Corbu hatte am Olympiastadion mitgeplant für die Interbau. Ist auch nach einigem Ach & Krach seinerzeit realisiert worden.
    Mit luxuriösen ca. 2,25 m lichter Raumhöhe soweit ich weiß. Für den neuen Menschentyp.
    http://www.corbusierhaus-berlin.de/

  41. Donnyboy, ich habe jetzt die...
    Donnyboy, ich habe jetzt die Grippe und wenn ich den Karl Valentin richtig verstanden habe, brauche ich aus der Apotheke eine Arznei namens „Dypropiinylbabiturasaurusaminophenazon“ !
    *
    Will sagen, ich bin voll mäkelig heute! Daher: Eine Geschichte, wo einer nach Berlin fahren soll, aber nicht fährt, ist keine Geschichte. Eine Geschichte, wo einer gegen seinen Willen fahren soll und dann tatsächlich fährt, (gezwungenermaßen oder entführt), das ist eine gute Geschichte. Wenn man dann noch erfährt, dass Donnyboy eigentlich Xilein liebt, diese aber demnächst ein blonden Jüngling heiratet und Donnyboy dies seelisch einfach nicht verkraftet und daher seinen ganzen Frust an einer Stadt auslässt, die er wie Xilein nie verstanden hat, dann muss ich sagen: Der Donnyboy hat das Talent zur Tragödie.
    *
    Dein Yastilein

  42. "...was Spannendes"... DAS...
    „…was Spannendes“… DAS Modewort darf ja auf keinen Fall fehlen. Ich bekam gestern auch eine Anfrage eines TV-Produzenten, und der Schmackhaftigkeit wegen ist es natürlich, aber na klar, ein „hochspannendes Thema“.

  43. "Kommissär Bärlach hatte...
    „Kommissär Bärlach hatte Zürich nie gemocht. Vierhunderttausend Schweizer auf einem Fleck fand er übertrieben.“

  44. @Plindos: Das...
    @Plindos: Das Le-Corbusier-Haus in Berlin ist ein wirklich abschreckendes Beispiel des Funktionalismus, das hinten und vorne nicht funktioniert. Ich war schon drin und habe mit Bewohnern gesprochen – ist allerdings ein viertel Jahrhundert her. Ich bin nach den Gesprächen zufrieden in meine Gründerzeitwohnung 1880 in Charlottenburg zurückgekrochen. Das Le-Corbusier-Haus ist kaum besser als Plattenbau…

  45. @Plindos, das Ding kenne ich....
    @Plindos, das Ding kenne ich. Dosenoeffnerkueche, Baden nach 22 Uhr verboten, breite Gaenge (Kinderspiel verboten), unten Supermarkt (Groesse ausreichend fuer drei Milchtueten), hinterm Haus grosse Wiese (betreten verboten), grosse Balkone (Sonnenschirme verboten. Dito Blumenkaesten, Verletzung des Urheberrechtes).
    Damalig Pressepolemik: „Die Wohnmaschine“.

  46. Ähm, Schwabing, da war doch...
    Ähm, Schwabing, da war doch was?
    http://www.br-online.de/bayern2/kalenderblatt/gesellschaft-schwabing-schwabinger-krawalle-ID1276245357348.xml
    Vielleicht deswegen schon nicht die richtige Gegend für ‚das Rumlaufen mit der Bierflasche‘, oder? Kollektives Gedächtnis, und so.

  47. Ein sehr geschätzter Freund...
    Ein sehr geschätzter Freund und Copilot wohnte im Corbusierhaus und war sehr angetan:
    .
    http://holgi.blogger.de/stories/927796/

  48. Metropolenbegeisterung ist...
    Metropolenbegeisterung ist heutzutage v.a. für Teenager typisch, denen auch das abgeschmackteste und blödeste Musical Vorwand genug ist, 500 km im Autobus nach HH zu fahren und dort Diskotheken cool zu finden, die man im Heimatdorf ätzend gefunden hätte.
    .
    Berlin ist keine Ansammlung von Dörfern, sondern von factory outlets.
    .
    Nicht-Orte erkennt man zuverlässig am Nichtvorhandensein relevanter Reliquien. Weder Marcus noch Petrus noch ein Schweisstuch noch ein Stück vom heiligen Kreuz — was soll dort schon gedeihen.
    .
    Dafür gibt es Wolkenkratzer, Bürotürme, oder zumindest Büroturmprojekte.
    .
    Gar nicht zu reden vom Riesenland, das zwar von Bibelfanatikern gegründet wurde, aber auch 300 Jahre später immer noch keinen einzigen bedeutenden Kirchenbau oder Wallfahrtsort vorzuweisen hat.

  49. @specialmarke, hatten Sie...
    @specialmarke, hatten Sie etwas mit der Baubaracke hinter’m Corbusierhaus zu tun?

  50. Jeeves3, richtig seltsam wird...
    Jeeves3, richtig seltsam wird es, wenn auf einer rein privaten Veranstaltung ein Jurist oder Steuerberater von seinem spannenden Beruf erzählt. Unwillkürlich fragt man sich, ob der jetzt jeglichen Realitätsbezug verloren hat. Ich empfinde die inflationäre Ver(sch)wendung des Wortes jedenfalls als höchst peinlich. (Besser wird’s auch nicht, wenn der Beruf von einer Frau ausgeübt wird. Die Damen haben dazu noch irgendwie alle eine Minnie-Mouse-Stimme.)

  51. Nebenbei - würde ich Le...
    Nebenbei – würde ich Le Corbusier nicht schätzen, hätte ich ihn nicht zitiert. Es gibt ein phantastisches Buch über seine Erfahrungen am Mittelmeer auf Basis einer Ausstellung in Marseille:
    .
    „Le Corbusier et la Méditerranée“
    .
    Das ist sehr zentral, wenn man sein Schaffen verstehen will. Und mir geht es ähnlich wie ihm: Wenn man in Siena steht, versteht man, wie Verbauung funktionieren kann, ohne dass die Stadt deshalb lebensunwert wird, Man kann Städte nicht wie Dörfer organisieren, oder auch nur wie Altstädte, es braucht andere Lösungen. Und welche, die sich damit abfinden. Abgesehen davon ist Altbau von 1880 etwas anderes als der gleiche Altbau im Jahren 2011.

  52. @DA: aha, Ihr Kopilot weiß...
    @DA: aha, Ihr Kopilot weiß die Freuden der Stadtbesichtigung der Einheimischen also zu schätzen. Mir würde bei Corbusier-Bauten auch die Decke auf den Kopf fallen (der hat mW immer diese fürchterliche Raumhöhe propagiert, wo er sie überall gebaut hat, weiß ich nicht. MW gab es in Berlin seinerzeit große Auseinandersetzungen mit der Bauverwaltung, die eine höhere Raumhöhe durchsetzen wollte). Ansonsten bringt es Don Aldduck auf den Punkt mit der Kiezigkeit.

  53. V, vielleicht sind das auch...
    V, vielleicht sind das auch einfach nur seltsame private Veranstaltungen, auf denen Sie sich herumtreiben?

  54. @V: tatsächlich, die Leute...
    @V: tatsächlich, die Leute sagen „spannend“? Ich dachte, das Wort sei schon vor 10 Jahren ausgestorben.

  55. Le-Corbusier-Haus in Berlin...
    Le-Corbusier-Haus in Berlin vs. Wohnwürfel in München.
    :-)
    http://www.spiegel.de/img/0,1020,212702,00.jpg
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-10869-12.html

  56. Vor 100 Jahren hatte so ein...
    Vor 100 Jahren hatte so ein Pariser Innenstadtbezirk auf gleichem Raum etwa fünfmal so viele Einwohner wie heute. Da war das Leben in den Metropolen natürlich noch etwas aufregender und lustiger, nicht so eine endlose Kaffehauslangeweile wie heute.

  57. HansMeier555, vielleicht...
    HansMeier555, vielleicht könnte Köln die Knochen (oder einen Teil davon, vielleicht ein paar Rippen) von einem der drei durch v. Dassel importierten und nun im Schrein liegenden mutmaßlichen Könige stiften? Wäre doch ein Anfang – und die Domstadt hätte ja immerhin noch zwei…

  58. don, grosse klasse. - mehr...
    don, grosse klasse. – mehr briefromane!

  59. HansMeier555. Die Geschichte...
    HansMeier555. Die Geschichte der Kanalisation ist sehr interessant (ich möchte jetzt nicht ’spannend‘ sagen). Übrigens, gab es in Paris damals eine Kanalisation? In HH fing man 1856 damit an. Die Fertigstellung erfolgte stinkende Jahrzehnte später, so auch in Berlin. Hut- und Stiefelmoden haben mitunter auch einen, äh, etwas besonderen Hintergrund. Soviel zu den guten alten Zeiten.

  60. HM555, mit Tuberkulose und...
    HM555, mit Tuberkulose und Cholera lebt es sich dann natürlich auch erheblich schneller, wenn man noch was erleben will.
    .
    colorcraze, das waren seine Erfahrungen in Nordafrika. Ich habe mal in Israel in einer alten Karawanserei gewohnt, da waren die Deckender Zimmer gerade mal 1,90 hoch. Das ist fürwirklich südliche Länder vollkommen in Ordnung. Ausserdem war Heizung in den 30er Jahren noch ein anderes Thema als heute.

  61. muscat. Nö....
    muscat. Nö.

  62. Die ein Mensch-ein...
    Die ein Mensch-ein Raum-Richtlinie auch bei Sozialwohnungen ist immerhin ein erfreulicher Fortschritt, Paris war vollgepfecht und das Wien der letzten Jahrhundertwende/Ringstraßenzeit ebenso. – Heute kam ich in einen Bezirk den ich nicht so oft frequentiere, etwas zentraler, sozial gemischt aber insgesamt weitaus wohlhabender und bürgerlicher als mein Wohnbezirk (in dem es keine Bettler gibt, nur zu Bayram und unmittelbar vor Weihnachten sind zwei unterwegs, hier wird nicht gespendet, viele Leute hier sind selber arm) und ich bemerkte nicht nur viele Bettler, sondern eine Art Gewährenlassen, ja Institutionalisierung. An der Klosterkirche, vor der alteingesessenen Apotheke, vor der Buchhandlung. Viele Leute lächeln, grüßen, geben, man kennt einander schon. Solchen Umgang mit der Armut (und Akzeptanz der sozialen Desintegration) kannte ich bisher nur aus Italien. Die gleichaltrigen Freunde und ich kennen die Stadt noch ganz ohne Bettler und Obdachlose, die jungen Leute nicht mehr.

  63. Werter Don, Absicht und...
    Werter Don, Absicht und Wirklichkeit klaffen in der Architektur oftmals sehr weit auseinander – und das auch bei Le Corbusier. Seine funktionalistischen Ideen sind ihm ja eigen Angaben zufolge bei einer Dampferreise nach Südamerika gekommen. Vollversorgung und Service bei knappstem Raum haben ihn damals sehr beeindruckt und die „Marseiller Platte“, die allerdings besser ausgestattet war als das Berliner Nachfolgemodell, war ein direkter Reflex auf diese Dampferreise. Die Ästhetik seiner Bauten war damals zweifellos überzeugend, aber seine architektonischen Konzepte brachten ihm den Ruf ein, ein „Theoretiker einer Art räumlichen Eugenik zu sein“. Seine „Unités d’Habitation“ (Wohneinheiten) haben letzten Endes sehr viele Ähnlichkeiten mit Heimen, Krankenhäusern, Gefängnissen. Urbanes Leben im öffentlichen Raum ist da nicht vorgesehen; das sind höchstens Verkehrsflächen. Und die „splendid isolation“ eines Stadtpalais oder eines Landhauses gibt es in seinen Unités auch nicht: Wenn Ihr Nachbar gerade Lust auf Punk hat, müssen Sie gnadenlos mithören; ausserdem können Sie mitzählen, wie oft seine Waschmaschine schleudert, denn die Waschmaschinen im Keller funktionieren schon lange nicht mehr. Die von Filou so bezeichneten Dosenöffnerküchen sind entstanden, weil Le Corbusier glaubte, das die Bewohner ihre Hauptmahlzeiten in einem Restaurant in der obersten Etage einnehmen würden und sollten. Was wäre das heute: eine Dönerbude, eine Pizzeria oder ein Automatenlokal? In Berlin hat man das Restaurant bei der Planung dann wieder gestrichen, es aber versäumt, die Küchen zu vergrößern – ging in diesem Planungsstadium wahrscheinlich nicht mehr. Das Totalitäre in seinem Denken hat ihn ja auch zur Überzeugung gebracht, daß Hitler der Baumeister eines großartigen Europas werde…
    .
    Filou, liegt es sich wenigstens auf seiner Liege gut?

  64. colorcraze. Vielleicht haben...
    colorcraze. Vielleicht haben Sie ja mal die Möglichkeit als stille(r) BeobachterIN/ZuhörerIN an einem Bewerbungsgespräch teilzunehmen – an und für sich keine tolle Sache, aber manchmal leider notwendig – alles, ALLES ist immer und unbedingt spannend, egal ob bei jung oder alt, Männlein oder Weiblein. Auch 2011 noch; extrem nervend, weil einfach unglaubwürdig. (Die Frage „Welche Drogen haben Sie eigentlich genommen?“ drängt sich zwar auf, bleibt aber dennoch unausgesprochen, obwohl manchmal, aber nur manchmal…)

  65. @colorcraze Raumhoehe hat ja...
    @colorcraze Raumhoehe hat ja auch was mit Konvektion von Warmluft zu tun. Die ist nicht so ganz frei waehlbar.

  66. Os Welldschadt Kölle:
    Vun dä...

    Os Welldschadt Kölle:
    Vun dä Hillije Drey Köönije jeven mia kä Zippelche wech. Damöt dat emol klaa is.
    Dä Huhe Dom bliev ooch he. Bess de Franzuuse kohme noh de Revoluschionskrieje
    (Se wissen doch de Joethe un de Kanonad vo Valmy etc. pp,) woar Kölle än Freye Reichsschadt ne, do levten em Meddelallte 40.000 EW, et wor de jrösste Schadt em Reisch. 2/3 vun de Fläsche intra muros woren at Acker un Wingerte.
    Zwejendäm han mia de Köllsche Buur neve de Jongfrau un däm Prenz em Dreyjeschtirn op Karneval.
    ..
    Tünnes: Mach emol ne Satz met Schabau (Champagner)!
    Schäl: Kann isch nit!
    Tünnes :´Sch hab au kahl Föss (kalte Füsse)!
    ..
    Mahd et jood, dreymol Kölle Alaaf, kawumm, kawumm, kawumm un ere een Rakeeet!
    http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln#Gr.C3.B6.C3.9Fte_Stadt_im_mittelalterlichen_Deutschland
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kronleuchtersaal_in_der_K%C3%B6lner_Kanalisation

  67. darf nicht fehlen. Ich will...
    darf nicht fehlen. Ich will nicht behaupten, dass Stuttgart Weltstadt sei, aber:
    http://www.stuttgart.de/weissenhof/index.php

  68. mhh niedrige decken in...
    mhh niedrige decken in potentiell warmen gefilden? in der arabischen welt setzt man eher auf hohe decken, damit sich die hitze dort oben staut wo ganz sicher kein kopf mehr hineinragt.
    niedrige decken würde ich auch eher in nördlichen gefilden unterbringen, wo man sich über hohe decken und kalte räume ärgert …

  69. Minirock-und-Stiefel-Mode ist...
    Minirock-und-Stiefel-Mode ist ganz praktisch im ländlichen, städtischen und molochigen China. Überall dort wo die Damen Toiletten benutzen, die sie nicht selbst putzen.

  70. Dann schätzen Sie, Don, auch...
    Dann schätzen Sie, Don, auch Nikolaj Ostrowski?

  71. "Das Haus", so der Architekt...
    „Das Haus“, so der Architekt Le Corbusier, „ist eine Maschine zum Wohnen“.
    Besonders in Ingolstadt ;-)
    Ein cm mehr in der Unité dHabitation in Marseille. Naturellement, er war einer der grössten Selbstpropagandisten, wer? Le Corbusier. Streng und ungerecht, wie mir welche erzählten, die in seinem Büro für Hungerlohn schuften durften, damit sie dann in ihrer Vita schreiben konnten: Collaborateur adjoint au Bureau du LC.
    http://www.phantomspeisung.net/index.php?cat=21

  72. Der Brauch, einer Siedlung...
    Der Brauch, einer Siedlung einen Namen zu geben, stammt aus der Hordenzeit, als man sich die Futterplätze merken musste.

  73. @DA
    schauen sie doch mal, wer...

    @DA
    schauen sie doch mal, wer da alles im zukunftsrat ist, ein verleger (ihr spezieller freund) und ein präsident, der auf mehreren tausend wissenschaftlichen veröffentlichungen mit obensteht….
    http://www.bayern.de/Zukunftsrat-.2623.10310641/index.htm
    nachdem edmund das tafelsilber verschleudert hat, werden jetzt die ländereien: passau an oberösterreich, oberfranken an thüringen..
    bayern schafft sich ab, gutes gelingen dabei

  74. Berliner, laßt nicht alle...
    Berliner, laßt nicht alle Hoffnung fahren. Bei dem Radau wandern die Drei Könige freiwillig aus.

  75. Et Jüppche. Leck mich en de...
    Et Jüppche. Leck mich en de Täsch. Da hatte ich noch nicht drüber nachgedacht – aber klar! Dann braucht Köln auch nur noch ein Zweigestirn. Die Jungfrau fällt weg – Männer in Frauenfummel laufen ja auch ausreichend auf dem CSD rum! Jedem Dierche sin Pläsierche.

  76. V@: Geht doch, man hätte m....
    V@: Geht doch, man hätte m. E. hätte man noch mehr knappsen können! Für den neuen Urbanitäter alles noch viel zu opulent.

  77. cher donot,
    eine niedrige...

    cher donot,
    eine niedrige raumhöhe verhinderte den aufenthalt sowohl von gary, ciccio und des terminators sowie der älteren söhne unter dem ausladenden kronleuchter, insofern ist so etwas für nôtre monde absolut indiskutabel.
    selbst wenn man ihn über dem esstisch aufhinge, würde dies unmöglich sein: direkt in die lampen zu blicken, statt einander ins die augen, tsts…
    zum glück ist unsere burg da ganz anders.
    .
    gut und konsequent gedacht zwar, und sicher hat das entwerfen strikter bauten nach theoretischen vorgaben le corbusier eine riesenfreude bereitet (dies kann ich nachempfinden, solange ich da selbst nicht wohnen müsste)- mais bon, chacun à son goût.
    .
    mindestens zwei wohnung bräuchten wir davon, wenn es denn eine solch böse fee gäbe, die einen dermassen zwiebelte, und ein wenig umbauzeit, um die wohnungen zusammenzulegen.
    achja: sie sollten übereinander gelegen sein…
    (wieso denke ich jetzt eigentlich schon wieder an das umbauen…? maladie professionnelle!)
    neinnein, die faulheit ruft: sollen doch die zwergl da einziehen.
    .
    cordialement,
    laurette

  78. @Don Alphonso
    Le Corbusier...

    @Don Alphonso
    Le Corbusier habe ich in Frankreich gesehen,
    ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sofern man von den Massenwohnblocks spricht. Zeigen Sie weiter itanlienische Impressionen, das beruhigt, danke.

  79. Mer kann och üvverdrieve,...
    Mer kann och üvverdrieve, Frosch.

  80. V, ich hatte da ("Minnie...
    V, ich hatte da („Minnie Mouse-Stimme“) spontan eher an eine Karnevalsparty gedacht. Ist ja nicht mehr weit hin.

  81. ...un Schabau is keine...
    …un Schabau is keine Schampus. In Koelle is dat ne Aufjesetzte. Un de Koenije blivve em Dom. Wer dat met dem Schabau nit wiess, kumt och nit us Koelle, dat is en Vallsiffikat, is ne Immi vun droewwe.

  82. specialmarke, die mit dem...
    specialmarke, die mit dem Pferdefellbezug? Hab‘ ich nicht. Voriges Jahr verschenkten wir zwei LC1 an den Sohn. Original sino-siennesische Faelschung. Wie man darin sitzt? Keine Ahnung. Die Katzen moegen sie.

  83. Ohne Bombe, kein funktionales...
    Ohne Bombe, kein funktionales Bauen. Die Bombe war ein Strukturelement der Berliner Stadtplanung nach dem Zweiten Weltkrieg.
    .
    Es gibt bedeutendere Berliner Orte als die locations der modischen Metropole-Schmocks, und das ganz ohne polizeiliche Sicherheitszone. Sie liegen versteckt in den tiefen Wäldern des alten Westens. Was dort verhandelt wird, ist leider nicht renditefähig, dafür umso weltstädtischer. Seit längerem schon.
    .
    Vergleiche mit der völkischen Großstadtkritik mögen dümmlich sein, aber ich habe hier noch kein Argument gefunden, das nicht schon von anderen von 1890 bis nach dem Kampf um Berlin vorgebracht worden wäre.

  84. Filou@: Dat wisse me hä ooch,...
    Filou@: Dat wisse me hä ooch, dat vaschteht doch suns keyne. Ühr sit selves ne Immi (um nit Pimock ze sarre). Ühr seyd no lang nit aan Schmitze Backes vüürbey.

  85. Also, die Urbanität, der...
    Also, die Urbanität, der Charme einer Stadt für Besucher und Einheimische, ersteht weniger durch die dort aufgehäufte Baukunst, als durch die Bewohner. Wenn man Dons Berlin-Allergie betrachtet, ergibt sich die wahrscheinlich vor allem aus dem Mangel sehr guter Bäckereien (Ich habe dort nie eine gefunden) und dem Übermaß an Politikern und Ministerialbeamten(Das kann eine Stadt ruinieren). Beides wird man kaum ändern können. Und die Baukunst hat in der Stadt wenig altes und wenig neues hervorgebracht, das überzeugen könnte. Das Beste an Berlin sind in der Tat die Gründerzeithäuser in den Kiezen als Wohnstätten, sofern sie einigermaßen instand gehalten oder gesetzt wurden. Und vielleicht noch die ehemaligen Fabriketagen in den Hinterhöfen. – Zur Subkultur im heutigen Berlin vermag ich nichts zu sagen, aber die erschreckt uns alten Leute ja meistens nur…

  86. Filou. Schabau weed net nur us...
    Filou. Schabau weed net nur us verjorenem Jesums (Ops un Druve) jebrannt, mer kann et och (us Koon) zesammemixe. Loss mer eine nünne…

  87. @Filou: war das nicht eher...
    @Filou: war das nicht eher eine schwarzbunte Kuh? – Ich erinnerte mich nur, daß Sie mal „LC“ ausgepackt haben und dachte natürlich prompt an die Liege…

  88. Jupp, ahle Strunxer, isch han...
    Jupp, ahle Strunxer, isch han escht rheinisch blood in ming Adere. Vun mingem Jrossvadder, der wor Rektor in Bunn. Vun nem Luetzeum. Biste baff, wat? Bei uns hadden sojar de Mariellschen Abitur. Han aewwer jehierod.

  89. Damit ich hier nicht falsch...
    Damit ich hier nicht falsch verstanden werde (Nazis und die Weissenhofsiedlung). Es ist zu sagen das LC auch teilweise großartige Raumkompositionen geschaffen hat.
    Wallfahrtskapelle Notre Dame du Haut de Ronchamp.
    Kloster Sainte-Marie de la Tourette. (…..aber die Idee die Räume nur über Lüftungsklappen…..)
    Das Parlament in Chandigarh (Indien).

  90. Diese Berliner Modenschau zum...
    Diese Berliner Modenschau zum Beispiel überzeugt mich nicht…

  91. Dä Filou is ene schlächte...
    Dä Filou is ene schlächte Jrosche?
    .
    Do kann mer nit hinlore. Et Jüppche, is et dann nüdich? Besser Unrecht ligge wie Unrecht dun.

  92. @specialmarke, nach meinem...
    @specialmarke, nach meinem Wissen waren die ersten Originale echtes Hottehueh. Irgendwann, aber erst in speten 60ern, muss es deswegen Aerger gegeben haben und man bezog ab dann mit Muhkuh. So genau weiss ich das nicht mehr, aber die Richtung stimmt schon.
    .
    @V, jaehn, aewwer aezt spaeter.

  93. Ich habe keine Berlinallergie....
    Ich habe keine Berlinallergie. Ich ertrage nur das Metropolengerede nicht, nur weil man ein Regierungsviertel und ein paar in scheusslichen Galerien verirrte, geschmacklose Russen in Gucci und jede Menge internationalen Anlagebetrug in der Immobilienwirtschaft hat. München ist nicht weniger überschätzt; ich halte es dort inzwischen keinen ganzen Tag mehr aus, dann nervt die Aggressivität der Läute und der Dauerlärm. Alles, was ich gern sehen würde, wäre ein minimales Einsehen in die Strukturprobleme solcher Menschenanhäufungen und das Eingeständnis, dass gross nicht immer gleich gut ist.
    Und wen jeder Einwohner einer Erklärung a la „Berlin ist der Reichshauptslum, runtergekommen, stinkend, verdreckt und abgewirtschaftet“ unterschreibt und dann anfängt, sich ein wenig besser zu benehmen, fahre ich auch wieder hin.

  94. Vielleicht....
    Vielleicht.

  95. Nächstes Jahrhundert....
    Nächstes Jahrhundert.

  96. Wenn jemand bereit ist, den...
    Wenn jemand bereit ist, den entsprechenden Lohn, die Dreckzulage und die Schutzimpfung gegen Malaria, Pest, Pocken und Aussatz zu bezahlen.

  97. Aber ich habe nichts gegen...
    Aber ich habe nichts gegen Berlin!

  98. muscat. (Ja, irgendwie fühle...
    muscat. (Ja, irgendwie fühle ich mich momentan auch stark an Karneval erinnert – ich werde dann wieder die wohl bekannten rheinischen Innenstädte meiden – mer kann och üvverdrieve.)
    Mir fallen halt immer wieder die sehr hohen und piepsigen Stimmchen von bestimmten, eloquent daher salbadernden, jüngeren oder vermeintlich junggebliebenen Damen in Hosenanzügen auf.

  99. Das einzige Gebäude des 20....
    Das einzige Gebäude des 20. Jh. mit metaphysischem Mehrwert ist das Lenin-Mausoleum.

  100. Jawollja, auch Don Alphons...
    Jawollja, auch Don Alphons nicht:
    http://www.youtube.com/watch?v=VCoVE8qBLVM

  101. Und Berlusconis Villa auf...
    Und Berlusconis Villa auf Sardinien!

  102. Werter Don, dreimal die schon...
    Werter Don, dreimal die schon zu Beginn unüberwindbare Hürde zu erhöhen, ist nicht fair. – Nun, man wird das interpretieren müssen. Wenn das keine Allergie ist, ist es eben was anderes, schlimmeres…

  103. Rektor vun ner Schull in Bunn...
    Rektor vun ner Schull in Bunn (Bunn, wat es dat?), Filou, do kanns leje wie ene Dudezeddel.

  104. Mei, das ist doch gar nicht so...
    Mei, das ist doch gar nicht so schwer: Wenn man die Impfungen nicht zahlen will, soll man halt anfangen, das Leprosenheim da wo der Springerkonzern drin ist abzureissen. Woanders hat man das bereits um 1600 getan.

  105. ...spaet abends fiel mir die...
    …spaet abends fiel mir die Decke auf den Kopf. Es war war eine viel zu warme Nacht in Berlin. Der Laerm der Lietzenburger drang in mein Zimmer. Es war keine Konzentration moeglich. Da nahm ich meine Papiere und verzog mich in eine Kneipe in der Meinekestrasse. Bis zum Schluss plauderte ich mit der einzigen Bedienung an der Theke. Dann fruehstueckten wir in einem Café. Anschliessend fuhren wir zum Wannsee.
    Badehose vergessen.
    .
    Man muss nicht in Mitte wohnen, leben, trinken und lieben.

  106. mal wieder nicht zum thema,...
    mal wieder nicht zum thema, aber was soll’s
    http://derstandard.at/1295570843918/Tierschuetzer-Prozess-Livebericht-Polizei-schleuste-zweite-Person-in-Tierschuetzerszene-ein
    sehr „absurde“ veranstaltung

  107. Die süße x: Donniboy, hast...
    Die süße x: Donniboy, hast du etwas gegen Berlin?“
    Donniboy: „Nichts wirksames!“

  108. Plindos 15:23. Man sollte...
    Plindos 15:23. Man sollte vielleicht mal über eine Wanderausstellung à la Tutanchamun nachdenken. Den Aufschrei möchte ich hören!

  109. jüppche, filou,
    kabänes ist...

    jüppche, filou,
    kabänes ist für den kölner, was der schaumwein für den berliner.
    .
    wenn ihr mal päffgen seid, trinkt eins für mich mit.

  110. Don um 16.31 Uhr. "dann nervt...
    Don um 16.31 Uhr. „dann nervt die Aggressivität der Läute…..“ Haben Sie sich vielleicht
    in der Nähe des Doms aufgehalten? Das Geläute kann schon sehr laut sein, verstehe.

  111. Da sind wir ja schon vier....
    Da sind wir ja schon vier. Sollen wir einen Karnevalsverein gruenden?

  112. lieber BertholdIV,
    danke, daß...

    lieber BertholdIV,
    danke, daß Sie das erwähnen; eine SoKo für ein Unternehmen nach Wunsch,
    ein Prozeß wie er nur in Wiener Neustadt möglich ist (in Wien wäre das nicht ganz so glatt gelaufen) alles mit dem Ziel, einer Gruppe von Tierschützern die Existenz zu vernichten (Jobs verloren, Gerichtsort abseits des Wohnortes, Reise-und Anwaltskosten) und das alles um unser gutes Steuergeld!

  113. Da ging ich hin, das...
    Da ging ich hin, das notleidende frz. Kunsthandwerk zu unterstützen, aber 4T waren mir dann doch zu heftig (Filou, Bruder in Geldbeuteldicke). Aber man studiert ja gern mal ein bißchen Verkaufstechnik für bessere Produkte. 4 Monogrammmaler hätten sie noch, die innerhalb von 15 Sek exakt den Schriftzug setzen können.
    War wieder nichts mit angehender Erbtante. Muß ich wohl noch üben.

  114. @colorcraze, ????...
    @colorcraze, ????

  115. @specialmarke: ich glaube, da...
    @specialmarke: ich glaube, da treffen Sie einen wahren Punkt mit den fehlenden sehr guten Bäckereien. Das ist das Wohlhabendensegment, und dafür fehlt hier einfach das Einkaufspublikum in der nötigen Beständigkeit, so daß die sich auch halten können.
    @HansMeier: Pergamonmuseum. – Beamte gibt es hier gefühlt ein Hunderstel bis ein Tausendstel von Karlsruhe. Liegt u.a. daran, daß kaum noch verbeamtet wird, nur noch angestellt, und für Junge praktisch Einstellungsstop besteht. Mit ein Grund für die fehlenden Bäcker.

  116. V@:Bey sonem Filou kann et dir...
    V@:Bey sonem Filou kann et dir glatt passiere dat dia de Sischerunge dureschbrenne. Dä Filou ne Mischling, lurens do. Watt wellste maache. Mia sin all Minsche. Ea hätt et ewer jood dropp de Jung. Kumm, loss merens eyne drünke john.
    ..
    Bonn es schön, de jiht et nix, ewer et wollt än Jroßstadt wäde, met Flair un esu.
    Als Strof krete se, de Schadt, dä lange Eujen un dä Telecom-Turem un dä bedriessene Rothus-Turem. Itz han se noch eyne drop kreje met däm Superdressdünge do, met däm WCCB (World-Congress-Centrum-Bonn). Met äne Superbetruchsaffär vu jlobalen Ausmassen draankleve, die wo sisch jewäsche hätt. Met de united Schpaarkasse vo Kölle un Bonn, un met de Schtadt zesamme em Drömdöppe.
    Do es et met däm Klüngel vollll en de Botz jejange.
    Am Eng hanse do noch en 100 (i.W. einhundert) Johr draan ze bezahle. Watt willste maache, do mähste nüss, do laachste disch ens kapott.

  117. Der Weg vom Tegernsee nach...
    Der Weg vom Tegernsee nach Ingolstadt führt fast zwangsläufig über München. Man kann zwar auch den Mittleren Ring nehmen (bäh) oder gleich die A99 (ganz bäh) – aber was tut man nicht alles um diesem Millionendorf zu entgehen in dem ein Corbusier nie eine Chance hatte.
    Grüße aus dem Münchner Süden von einem der bestenfalls New York noch interessanter findet als Berlin – und weiterhin recht viel Spass in euren 20000 Seelen Käffern.

  118. @foersterliesel
    ich habe die...

    @foersterliesel
    ich habe die „jungen leut“ immer im regen demonstrieren gesehen vor kleider bauer in der mariahilfer straße. etliche polizisten davor. ich hab zu ihnen mal gesagt, sie mögen doch am kohlmarkt demonstrieren, da wären die besseren adressen und ob sie sich dort nicht trauen. trotzdem habe ich mir deren newsletter schicken lassen. sehr engagiert die aktionen von ihnen und wahrscheinlich bin ich jetzt in der datenbank der polizei. seis drum.
    das ist ein trauerspiel: täusche ich mich oder wird die justiz seit ein paar jahren verstärkt vom „övp/raiffeisen-komplex“ für politische aufgaben „eingespannt“: bawag, bandion-ortner etc.,
    mir kommt das ein bisschen als reichsteilung vor, die roten dürfen dafür den bp und den nationalbankpräsidenten stellen

  119. @Foersterliesel
    lesen sie mal...

    @Foersterliesel
    lesen sie mal bitte von 15:21 bis 15.27 auf
    http://derstandard.at/1295570843918/Tierschuetzer-Prozess-Polizei-hatte-zweite-Person-in-Tierschuetzerszene-eingeschleust
    gutachter auf „frischer tat“ ertappt im gerichtssaal, trotzdem keine befangenheit: er hat halt „vergessen“.

  120. colorcraze, specialmarke: das...
    colorcraze, specialmarke: das muss mit dem Aussterben der Wilmersdorfer Witwen zu tun haben, Möhring und Kranzler sind keine Tortencafés mehr. Wienercaféhaus vielleicht?

  121. Hier sind wir also in der...
    Hier sind wir also in der Provinz – wobei nach einigen französischen Modephilosopher der 80er sich die allgemeine Kultur der 30er immer nur aus der Peripherie gesunden konnte – und in eben dieser Provinz lässt uns der Autor dieses Machwerks digitaler Vermögenszuwächse verhungern! Orson Wells oder Welles? hingegen wählt Vendig.
    Warum wohl?

  122. HansMeier555@: Was nur daran...
    HansMeier555@: Was nur daran fehlte war eine Art hieratischer Schrift um kundzutun, dass hier der einbalsamierte Leichnam eines Gottkönigs zu besichtigen sei. Hätte A. Hitler vor den Grenzen Rußlands Halt gemacht, die Hofschranzen hätten ihm sicherlich später ähnliche Weihen nach seinem „erfüllten“ Leben zukommen lassen. Bestimmt hatte A. Speer in sich schon mit solchen Entwurfsgedanken für die Ausstattung der Hauptstadt „Germania“ (Berlin) gerungen. So etwa in der Art von Etienne-Louis Boullée: Kenotaph für Isaac Newton.

  123. Aus der Metropole fliehen, in...
    Aus der Metropole fliehen, in die Kolonien investieren, in Genf leben: Dieser Voltaire war seiner Zeit voraus.

  124. @icke: als ich noch in Moabit...
    @icke: als ich noch in Moabit wohnte (vor 25 Jahren) munkelte man, daß es in der Quitzow(!) vor Zeiten Tortenbäckereien gegeben hätte, die ausgefahren hätten. Ja, nach WK2. Kudamm war ich schon „ewig“ nicht mehr, mein Mann stellte neulich entsetzt fest, daß es kein einziges Kino mehr dort gibt. Das nächste war das am Alex in dem Glaswürfel (schick, WIMRE ist der von diesem russischen Architekten, der nur zeichnet), und man teilte sich sämtliche Plätze mit weiteren 5 Nasen. Das Kranzler war so ein strictly-fifties-Café, das mich bereits beim ersten Erblicken abstieß; daß einem so etwas gefällt, muß man wahrscheinlich in den 1950ern jung gewesen sein, wie meine Eltern, Onkel und Tanten. Der Anblick der Torten sagte mir auch schon, daß das nichts für mich wäre, so wie ich mich auch nur ein einziges Mal überreden ließ, bei Eis-Henning Eis zu essen – nach WK2, schlechter Zeit und Berlinblockade konnte man sich über sowas sicher freuen, aber ich bin mit italienischem Eis von Cortinenser Eiskonditoren und Kuchen und Torten von Zuckerbäckern aufgewachsen, deren Vorfahren in Wien gelernt haben, und die zahlungskräftige Schweizer Kundschaft bedienen. Also *hüstel* schon ein anderes Niveau. Es muß aber mindestens einen guten Tortenbäcker geben, denn das kleine Café, in dem ich sonntags Zeitung lese, hat ein paar gute Tartes und Mousse-au-Chocolat-Kuchen, also was rechts, und die holen das von einem Bäcker hierzustadt. Wiener Caféhaus kannte ich 2, das am U-Bhf Westend war vor Jahren noch gut, aber was im Rogacki als aus dem Wiener Caféhaus kommend angeboten wird, braucht den Vergleich mit Coppenrath&Wiese oder bulgarischer Gipstorte in keiner Weise zu scheuen.

  125. @F-FOR_FAKE: Vänäzia, Sie...
    @F-FOR_FAKE: Vänäzia, Sie sagen es. Überhaupt der einzige Ort, an dem sich die wirklich Wichtigen treffen könnten. Davos ist doch nur für Schwätzer.

  126. Colorcraze, in der tat, Sie...
    Colorcraze, in der tat, Sie haben weit gesucht! Ich meinte das am U Bhf Neu-Westend. War dort auch schon seit Jahren nicht mehr.
    Kranzlers 50er Jahre Stil ist Denkmal geschützt, aber sonst sind diese Cafés wo einst die Tanten ihre Torte aszen, soweit ich das mitbekommen habe, sowohl Kranzler wie Möhring ende letzten Jahrtausends mehr oder weniger pleite gegangen und dann unter Modernisierung des Angebots (ne, nich so das Wahre),weitergeführt worden.
    Mein Bruder berichtet, dass es in Freiburg i.Br auch nur noch ein richtiges Tortenétablissement gibt (brauchten wir mal, um Herrn icke diesen Aspekt Deutscher Kultur zu zeigen). Wobei, in Freiburg pfeffern die ja den Weisskäse zu den Kartoffeln.
    Meine Mutter, in Franken aufgewachsen, war über die Qualität Berliner Brotes seinerzeit so verzweifelt, dass sie es gar mit selberbacken versuchte. War auch nichts.

  127. Solange es Ratingagenturen...
    Solange es Ratingagenturen gibt, müssen wir mit Berlin leben – und sterben.
    Nirgends aber gibt es schönere Café als in Wien, meine ich.

  128. colorcraze@:...
    colorcraze@: Psycho-Historiker. Für mich ein völlig neuer Begriff, mittels diesem kann man selbst bei der Beurteilung und Einordnung von Torten und deren Schichtung in diversen Kulturstadien und Epochen Neues erfahren . Ähnlich wie Archäologen ihre Stratigraphien ablesen. Vänäzia sähen, eine Torte ässen & dann stärben.

  129. Also, im Café Kranzler war...
    Also, im Café Kranzler war ich auch mal, als auf dem Kudamm ein Demonstrationszug von Studenten von der Polizei aufgelöst wurde. Ich war neu in Berlin, wußte nichts näheres und wollte da nicht hineingeraten. Ich setzte mich kurzentschlossen hinter die Panoramafenster, umgeben von alten Damen, trank einen Kaffee und guckte zu, wie die Studenten im Laufschritt vorbei strömten… das nenne ich Urbanität.

  130. Nu, Paris mag Er auch nicht,...
    Nu, Paris mag Er auch nicht, dabei gibt es in dieser Gegend ganz vorzügliche Entremets, sogar in tristen Örtern des weiteren Speckgürtels. Der Succès des hiesigen Tortenbäckers ist ganz vorzüglich, dabei erwähne ich noch nicht einmal den Opéra. Sogar Obstkuchen kann er.

  131. plindos: Rettet dem Dativ,...
    plindos: Rettet dem Dativ, aber ist mittels nicht mit Genitiv?

  132. @icke: einen Marzipanmodelleur...
    @icke: einen Marzipanmodelleur gibt es noch in der Quitzowstraße. Wenn Sie das Brandenburger Tor verzehren wollen, bitte…

  133. ja, so sehen sie aus die...
    ja, so sehen sie aus die Wasserträger im Hamsterrad unserer Zeit…

  134. @icke: wah, Café suchen in...
    @icke: wah, Café suchen in Freiburg war schon in den 70ern und 80ern eine Katastrophe, in der Kaiser-Joseph-Straße gab es nur sowas alteingesessen Grottiges, das es in den Frühachzigern noch nichtmal geschafft hatte, seine 50er-Jahre-Einrichtung zu überarbeiten. Und das gibts immer noch?

    Ja, in Südbaden ißt man Pellkartoffeln mit Quark. Kräuterquark, meistens. Und auf garkeinen Fall mit Leinöl (als ich meinem Vater erzählte, in Berlin esse man Kartoffeln mit Leinöl, wollte er es nicht glauben: „Leinöl?? Das kann man doch nicht essen! Das nimmt man für die Farbe!“).

    Fränkisches Brot ist sehr speziell, ich schätze, wenn man da drauf geeicht ist, verzweifelt man überall auf der Welt am Brot. Mir hat das Berliner Landbrot mit Butter auf Anhieb gut geschmeckt, nur daß es in Berlin mit dem hellen Brot so problematisch ist, hat mich dann zeitenweise etwas leiden lassen.

    Also das am Neu-Westend war zumindest vor 5 Jahren noch wirklich gut. Es gab aber auch am Spandauer Damm etwas vor dem Krankenhaus Westend eins, das sich „Wiener Caféhaus“ nannte, das ist aber schon lange zu. Da ging dann ein Griechengrill rein, weiß nicht, ob der noch ist. An der Brücke S-Bhf Westend bauen sie doch jetzt schon das zweite oder dritte Jahr rum, es ist sehr ungemütlich dort.
    Ich vermute, es gibt noch ein drittes oder viertes, wenn das Zeug im Rogacki wirklich aus Neu-Westend wäre, wäre das eine arge Enttäuschung (Aufmachung top, aber keinerlei Geschmack).

    Irgendwo Nähe Uhlandstraße war ich mal in einem Café, das war richtig nett, ansprechende Einrichtung, nicht groß, ich meine mich zu erinnern, daß es mir gut geschmeckt habe, aber Torte wars wohl nicht, sondern irgendwas anderes eher bäckerartiges.

    @nico: doch, Waldshut.

  135. Filou, ein Karnevalsverein?...
    Filou, ein Karnevalsverein? Vielleicht noch mit dem Don als Maskottchen? Hätt‘ was. Und unser Motto für den Zug: Ein Bayer in Köln?

  136. @Plindos: Gebäck und Torten...
    @Plindos: Gebäck und Torten sind ein europäisches Kulturgut, das Chinesen erstaunt. Ein zusätzlicher Grund, neben dem Geschmack, daß wir es beibehalten sollten.

    In Vänäzia wäre ich mit Kuchen eher vorsichtig, italienische Torten (in der Leibnizstr. gabs ein italienisches Café) schmecken furchtbar fad und zuckrig, also nichts wirklich Eßbares. Obstkuchen hab ich am Lago aber mal einen guten bekommen.
    In Vänäzia war ich schonmal, aber gestorben bin ich nicht dran, dem öffentlichen Trinkbrunnen sei Dank.

  137. @muscat (10:34) –‘Ratlos...
    @muscat (10:34) –‘Ratlos in Davos’, ist auch mein Eindruck. Da halfen auch die aufmunternden Worte über gemeinsame Normen für eine neue Realität des Herrn Medwedjew aus Moskau nicht.
    .
    Morgen gibt es die Visionen des Herrn Sarkozy aus Paris. Sie reflektieren:
    .
    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/wef_davos_armee_sicherheit_1.9208113.html
    .
    „Die Sicherung des Luftraums ist dagegen Sache der Armee. In Payerne sind dazu während des Grossanlasses elf FA/18 Kampfflugzeuge stationiert. Unterstützt werden sie von mehreren PC-7-Flugzeugen.
    .
    Aus Sicherheitsgründen dürfen der Luftraum über Davos und die Flugplätze in der Region vom 25. Januar bis 31. Januar von der Zivilluftfahrt nur eingeschränkt genutzt werden.
    .
    Flugzeuge, die unerlaubterweise in den Luftraum eindringen, werden von den Kampfflugzeugen abgefangen – was immer mal wieder vorkommt. 2009 wurden drei und 2010 zwei Fälle registriert.
    .
    Kommt es jedoch zu einem Ernstfall, muss Verteidigungsminister Ueli Maurer über den Einsatz von Waffen entscheiden. Der Befehl für einen allfälligen Abschuss gelangt innerhalb weniger Sekunden zum Piloten.
    .
    Unterstützung erhält die Schweiz bei der Luftraumüberwachung vom benachbarten Ausland: Deutschland und Frankreich informieren die Schweizer Luftwaffe über ihre Lufträume, Österreich hat gar eigene Flugzeuge während des WEF im Einsatz.
    .
    Neben der Sicherung der Luftraumes führt die Luftwaffe Überwachungsflüge und Lufttransporte zu Gunsten des Kantons Graubünden durch.“
    .
    Passend zum Thema Flugzeugterror ist auch der Pilot Chesley Sullenberger da, der vor fast genau zwei Jahren ein Passierflugzeug erfolgreich vor Manhattan im Hudson River wassern ließ. Sicher eine großartige Leitung, aber wir überlegen uns natürlich, was ein Pilot auf einem Wirtschaftsweltforum macht. Madame meint, er sei vielleicht ein V Mann von der US Personenüberwachung.

  138. Im Bo******** lernt man mehr...
    Im Bo******** lernt man mehr über Berlin, als man je wissen wollte.

  139. lieber Berthold IV,
    kennen Sie...

    lieber Berthold IV,
    kennen Sie die Werbung der AMA? Immer in den bunten Sonntagsbeilagen…
    Die ÖVP vertritt die Bauern, die bekanntlich keine Tierschützer sind, Justiz in NÖ ist monocolor und bei den Pelzhändlern scheint man auch keine Unkosten bei der Motivation der Maßgeblichen zu scheuen. Pelztragen ist out, der Markt schrumpft, es gibt kaum noch Kürschner, der teure Pelzsalon Liska führt auch sehr viel Couture, weil Pelz allein eben nicht mehr genug bringt und Zobel hat den Nerz (den Sie schon am Flohmarkt und bei Humana kaufen können, von den Oma-Persianern ganz zu schweigen) ersetzt. Bei Pelz sehe ich ein Ende der Tierquälerei kommen, aber Fleischessen ist immer noch ein riesiger Massenmarkt und wird es wohl bleiben. – Und Heinz Fischer und der Nowotny (der immer so gern Finanzminister werden wollte) – fragen Sie dazu mal Leute die früher im Roten Börsenkrach waren, vielleicht treffen Sie einen im Cafe Engländer.

  140. @icke, schoene franzoesische...
    @icke, schoene franzoesische Torte? Bitteschoen:
    http://www.fotos-hochladen.net/view/verstort6p4d508a.jpg

  141. In Venice sind nur die vongole...
    In Venice sind nur die vongole empfehlenswert wegen des guten Meerwassers. Passende Lektüre von Thomas Mann. Für Süßwaren muß man nunmal nach Franlreich, Belgien, Schweiz. Und Deutschland.

  142. @Tiger: die hätten mal lieber...
    @Tiger: die hätten mal lieber keinen Eventmanager, sondern einen biederen Rothaus-Wirt mit ein paar Wagen Tannenzäpfle mit dem Treffen beauftragt, und es einfach als „Meinungsaustausch-Hockete“ tiefer gehängt, dann würde es nicht so aufgeblasen hohl dahergekommen. Es gibt keine Gemeinsamkeiten, und keiner weiß weiter. Daß Sie den Notlandepiloten eingeladen haben, immerhin, der kann sie vielleicht auf Ideen bringen, wie sie selber notlanden müssen.

  143. lieber BertholdIV,
    oder ins...

    lieber BertholdIV,
    oder ins Hebenstreit, Rockhgasse, beim Juridicum

  144. @Der Tiger 21.37 - weiter...
    @Der Tiger 21.37 – weiter immer weiter, Klassenbewusstsein muss gezeigt werden!
    @HansMeier555 12.05 – die bedeutenden Kirchenbauten der Pilgrims waren die Clipper, wie die Flying Cloud, mit denen sind viel Geld verdient worden. Spinoza war den Pilgrims sicher bekannt, deshalb wurde auf prunkvolle Kirchen verzichtet. In meinem Staedtchen befinden sich einige dieser kleinen weissen neuenglaendischen Holzkirchen, sehr schnuckelig und einladend.

  145. specialmarke, in Tunis und...
    specialmarke, in Tunis und Kairo gibt es jetzt auch die von Ihnen geschätzte Urbanität. Ob Glasfassaden ein gemütlich-genüssliches Beobachten beim Kaffeeschlürfen garantieren, wage ich zu bezweifeln. Dreifach-Sicherheitsglas ist dort wohl noch nicht obligatorisch. Wir wollen nicht hoffen, dass Arabella in Nordafrika ihre Auszeit nimmt. Ein Sonnenstich könnte ihren geistigen Zustand irreparabel beeinträchtigen.

  146. sogenannte weltstädte sind...
    sogenannte weltstädte sind keine städte >von welt< . jeder ort kann mittlerweile eine weltstadt sein, gesetz der fall , in diesem wohnt eine person >von welt<

  147. Vielleicht noch einmal kurz...
    Vielleicht noch einmal kurz zurück zu Le Corbusier: Leider kenne ich kein echtes Inneres, jedoch in der Cité de l’Architecture im Pariser Palais Chaillot ist eine Wohnung der Marseiller Unité (Original oder Bühnenbild, ich kann mich nicht erinnern) aufgestellt. Bezüglich der Raumhöhe ist dieses Objekt bemerkenswert, denn es ist zweistöckig. Schlafräume sind niedrig und auf zwei Geschossen verteilt. Der Wohnraum ist nur einstöckig mit entsprechendem Luftraum, höher als in einer wilhelminischen Wohnung in Berlin, wo gerade im Kinder- und Jugendlichenwohnbereich Hochbetten seit vierzig Jahren gern eingebaut wurden und in erstaunlicher Zahl bis heute stehen blieben. Die Treppe zu diesen Hochbetten sind durchwegs eher Leitern, die Räume meist durch den Holzbalkeneinbau entstellt; beim Objekt in Paris erstaunt dagegen die sehr flache Treppe mit ungewöhnlichem Verhältnis von Steigung und Treppentiefe.
    Meine Berliner Wohnung ist 3,80 m hoch, am westdeutschen Berufsschwerpunkt wohne ich unter einer 2,50 m hohen Decke – ich hätte wohl auch mit weniger hohem Raum kein Problem – gerade weil ich Kronleuchter nur dort aufzuhängen bereit bin, wo sie hingehören. Ich glaube, dass der Einfluss der Raumhöhe auf das Wohlbefinden nicht von entscheidender Wichtigkeit ist – die Proportionen müssen stimmen. Und das scheint so bei Le Corbusier, besonders erkennbar durch die Raumdramaturgie zwischen Schlafräumen, Sanitärraum, Fluren auf der einen und Wohnraum auf der anderen Seite.

  148. Sehr geehrter Herr Alphons,...
    Sehr geehrter Herr Alphons, lieber Herr Filou, verehrte Mitschreibende,
    .
    offensichtlich schreiben hier viele Unwissende über Dinge, die sie noch nie bewohnt haben:
    Das Corbusier-Haus am Olympia-Stadion in Berlin-Westend.
    .
    Die Duplex-Wohnungen sind schlichtweg spektakulär, der Blick über die Stadt ist einmalig, mittlerweile ist das Entree saniert, einzig die internen „Straßen“ sind, sagen wir ‚mal, gewöhnungsbedürftig.
    Die Geschoßhöhe entspricht im Übrigen den normalen deutschen Bauvorschriften, ist wie in jedem Neubau, das war auch der Grund, daß sich Corbu im Nachhinein von diesem Bau distanziert hat, da die Räume nicht gemäß seinem Modulor dimensioniert sind.
    .
    Und zum Westend läßt sich sagen, daß man in 10 Minuten am Kurfürstendamm und in 20 Minuten am Gendarmenmarkt ist, ich habe vorne den Wannsee und hinten den Grunewald, lebe bürgerlich im besten Sinne und wenn ich den Prenzlauer Berg erleben will, wähle ich in der Garage den Smart aus und tauche ein in eine andere Welt, die aber keineswegs so furchtbar ist, wie sie unser Chronist aus dem tiefen Süden gerne beschreibt.
    .
    Lieber Her Alphons, ich glaube einfach, daß Sie in Ihrer Berliner Zeit schlichtweg die falschen Leute kennen gelernt haben, zu viele Medienmenschen, zu viele linksliberale Pseudointellektuelle und daß Sie sich einfach nicht die Mühe gemacht haben, Berlin wirklich kennen zu lernen.
    .
    Ich als Hanseat und langjähriger Wochenendinsulaner – und das ist nun wirklich ein anderer Hintergrund als Ingolstadt und der Rentnersee – habe mit etwas Bemühen Ihr verhaßtes Berlin durchaus lieben gelernt, denn ich habe mir die Mühe gemacht, die Menschen, die diese Stadt ausmachen, zu ergründen.
    .
    Deshalb meine Bitte:
    Es ist doch wirklich unter Ihrem Niveau, immer wieder die gleiche Leier anzustimmen, Sie können doch auch ganz anders. Lassen Sie Berlin ‚mal stecken.
    .
    Beste Grüße aus dem bürgerlichen Westend,
    Ihr hugoservatius.

  149. Und trotzdem habe ich nicht...
    Und trotzdem habe ich nicht verstanden, was nun dagegen spräche, hin und wieder mal eine Modenschau zu organisieren, egal ob in der Metropole oder der Kolonie. Oder auf der Gorch Fock.
    .
    Perücken, Bundhosen, Rüschenblusen, Accessoire-Degen, Livreen, Korsette, und all so was.

  150. 'It's hard to be a saint in...
    ‚It’s hard to be a saint in the city‘
    B. Springsteen
    Auch wenn man ihn nicht mag, in dem Fall hat der Mann recht.

  151. @hugoservatius
    Eine vornehme...

    @hugoservatius
    Eine vornehme Gegend, und das Fußballstadion gleich nebenan?

  152. Wenn ich denn mal kurz...
    Wenn ich denn mal kurz zusammenfassen dürfte, was wir bis jetzt über Weltstädte herausgefunden haben:
    – Berlin: Ist keine, versucht aber verzweifelt eine zu sein und imitiert dabei Wien (Konditoreien, Schnitzel)
    – München: Knapp daneben ist auch vorbei
    – Davos: Hat von einer Weltstadt nur das Sicherheitskonzept (und kann sich dieses auch nur 1 Woche pro Jahr leisten)
    – Wien: Ist eine einzige Konditorei
    – Waldshut: Hat die schöneren Konditoreien
    – Freiburg: Hat auch eine Konditorei
    – Paris: Weiss noch nicht, ob es weltstädtisch sein soll
    – Köln: Ist eine Weltstadt – aber nur zur Karnevalszeit (ergo nur angetrunken bis besoffen erträglich)
    – Venedig: Ist (neben NY) die einzige Weltstadt
    Folgerung: Ein Corbusier macht noch keinen Sommer!

  153. Lieber HugoServatius, wie...
    Lieber HugoServatius, wie schoen, mal wieder von Ihnen zu hoeren. Gestern Nacht konnte ich nicht recht einschlafen, da liess ich mir das Corbusierhaus und die Grundidee desselben aus der Sicht eines Kurzzeitbewohners durch den Kopf gehen. Wohlgemerkt, ich interessiere mich fuer Architektur seit meinem Ausschwimmen aus dem Elternhaus nur aus der Perspektive des naiven Benutzers unvollkommener Raeume. Ich haette da einige Anmerkungen.
    Weil ich aber Besitzer und Nutzer eines Hamsterrades bin, muss ich mich damit bis heute Abend gedulden.
    Gruesse aus dem Land schmaler, steiler Treppen, auf denen man keinen Sarg halbwegs anstaendig ins Erdgeschoss bringen kann.

  154. Es wird ja wohl auch niemand...
    Es wird ja wohl auch niemand ernsthaft behaupten wollen, Zürich sei eine Weltstadt, nur weil das hier
    http://de.wikipedia.org/wiki/Centre_Le_Corbusier
    da steht !

  155. Den Zustand Münchens könnte...
    Den Zustand Münchens könnte man auch an der Verfassung seiner Banken festmachen. Der einstige Stolz in Form der beiden selbständigen Institute Bay. Hyp. und Wechselbank, später globalisierungskompatibel Hypo-Bank genannt, und Bay. Vereinsbank konnte nicht einmal gemeinsam überleben und schlüpfte als Unterabteilung unter das Dach einer italienischen Sparkasse. Der klägliche Rest, der als Hypo-Real-Estate nun noch herumgeistert und jeden Monat Milliarden aus der deutschen Steuerkasse verschlingt, ist ein weiteres Symbol des Abstiegs. Aber auch bei der Bay. Landesbank brüllt schon lange kein Löwe mehr, sondern kreist der Pleitegeier über der Maxvorstadt. Die einst selbständige Bayerische Raiffeisenzentralbank gleich gegenüber hatte schon vor Jahren aufgegeben und den Reigen des Untergangs eingeleitet.
    Es entsteht der Eindruck, daß in München vor allem selbstgefällige Leute am Herumwerkeln sind. Eine erstarrte Metropole, wo die Claims abgesteckt sind und es sich nicht lohnt, diesen verstaubten Haufen aufzumischen.

  156. @Kopfgeburt
    Was ist mit...

    @Kopfgeburt
    Was ist mit London, NY, Hongkong, Singapur, Schanghai?
    .
    Ceterum censemus Romam esse delendam.

  157. Oh, München ist ohne jede...
    Oh, München ist ohne jede Frage krachend präpotent und inzwischen impotent; die Weltmärkte haben uns auf dem Bankensektor eine hineinbetoniert, von der wir uns auf 20 Jahre so schlecht wie die Bankgesellschaft Berlin erholen werden. Ich denke aber, dass München und Bayern das als Chance zur Reorganisation auf das nutzen sollte, was man wirklich kann, am besten ohne Schmiergeldskandal wie bei Siemens. Immerhin haben wir ein Bürgerbegehren gegen Hochhäuser gehabt! Stark in der Provinz, mit dem Weltmüll sollen sich andere rumschlagen.
    .
    Das ist spiessig, aber lukrativ.

  158. Sehr geehrter Hans Meier...
    Sehr geehrter Hans Meier 555,
    .
    nein, das Westend ist keine „vornehme“ Gegend, es ist eine bürgerliche Gegend im besten Sinne, dort ließen sich vor 1933 diejenigen Ihre Häuser im Stil der Moderne bauen, die eben nicht in Grunewald oder Dahlem wohnen wollten.
    Und die Nähe zum Olympia-Stadion ist eigentlich ganz schön, wir gehen zu den Konzerten in der Waldbühne immer zu Fuß. Genau wie zu unserem Segelverein.
    .
    Beste Grüße aus Berlin,
    hugoservatius.

  159. Tip für Tortenliebhaber. Die...
    Tip für Tortenliebhaber. Die Landfrauenkooperative St Märgen im Schwarzwald. In der Golden Krone gibts Torten, die 15 jährige Knaben MacD abschwören ließen und Rezepte, mit denen man auch ein Studium in Freiburger Konditoreiwüsten überlebt.

  160. Nun, wer ein...
    Nun, wer ein Familienappartment im Inneren der Unité d’Habitation Marseille ansehen möchte, kann das hier ja tun, falls ihm klaustrophobische Empfindungen fremd sind. Der von Le Corbusier geschaffene Modulator legt eine Sitzhöhe von 43 cm fest, eine Tischhöhe von 70 cm – das ist was für Zwerge.
    Und natürlich hat man eine fantastische Aussicht, wenn man auf der richtigen Seite in einem der oberen Geschosse wohnt – wenn nicht, dann nicht…

  161. @HM555
    Das sind alles Orte...

    @HM555
    Das sind alles Orte ausserhalb unseres (persönlichen) Weltenkreises. Sie wissen ja selber, wo sich Don Alphonso am liebsten aufhält.
    .
    Gut, London hat eine gewisse Daseinsberechtigung für Schneider und Schuster. Aber ist es deswegen schon eine Weltstadt?
    Und die anderen??
    HK und Shanghai -> China -> Billigware und Kinderarbeit
    Singapur -> Chinas Vorposten
    NY nach dem Bankencrash?
    .
    Nie und nimmer…!

  162. München hat niemals die...
    München hat niemals die Strippen gekappt zu seiner Vergangenheit. Das hat die Stadt so liebenswert und erfolgreich gemacht. Die meisten deutschen Großstädte haben hingegen jegliche Geschichte vor 1945 negiert und auch baulich dafür gesorgt, daß die vielen Lücken des Krieges mit unidentifizierbarer Masse aufgefüllt wird, an deren Fliesen und Glasbausteinen (als Kölner Pissoirstil bekannt) jedes Gefühl von Tradition und Geschichte gut abfließen kann. Einzig München hat man das in Deutschland zugestanden.
    Zur Zeit entdecken die Menschen wieder ihre Geschichte. Damit ist München nicht mehr einzigartig in Deutschland.

  163. icke@: Gramgebeugt: Der Dativ...
    icke@: Gramgebeugt: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (wahlweise Feind). Blinder Eifer schadet manchmal. Der Regelverstösse sind hierorts „ville“…

  164. Don Sebastian@: Sie sprechen...
    Don Sebastian@: Sie sprechen das große Tabu der deutschen Nachkriegs(bau)- geschichte an. Jedes Bauen, welches sich an dem Zerstörten orientieren wollte, galt von vornherein als reaktionär. Was der Frankfurter Innenstadt beispielsweise angetan wurde, zeugt entweder von Orientierungslosigkeit oder von bodenloser Dummheit, wenn nicht Geschichtsvergessenheit, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Rede vom großen damaligen Mangel kaschiert nur den geistigen. Die neue, seit den Siebzigern, protzige Spargelsilhouette Frankfurts hat der Stadt ebenfalls nichts von dem alten Flair der Vorkriegszeit wiedergeben können.

  165. ...und wie werden Amsterdam,...
    …und wie werden Amsterdam, Bruxelles, Bordeaux, Edinburg, Florenz, Kopenhagen, Prag, Stockholm, vom werten, kritischen Publikum eingeschätzt? Hä?

  166. Donnyboy, Eure Mieten am...
    Donnyboy, Eure Mieten am Tegernsee liegen doppelt so hoch wie in die in Berlin! Wie kann man sich ernsthaft über die Einkünfte von Herrn Sarrazin oder Frau Schröder aufregen, wenn man selbst zu den Profiteuren einer bayrischen Mietorgie zählt? :-)

  167. @ikonist: Und ein Teppich ist...
    @ikonist: Und ein Teppich ist dann wohl eine Tasse für Sie?

    @hugoservatius: sehr schön, daß Sie wieder da sind, ich grüße Sie! Ah, demnach hat sich die Bauverwaltung seinerzeit doch durchgesetzt – zum Glück. In Berlin sind die Leute nicht so klein wie in manchen südlicheren Gegenden (und England). Ich habe bis jetzt mal ein russisches, englisches und amerikanisches U-Boot touristenbesichtigt. Die sind idR nach den entsprechenden Minimalmaßen für Durchschnittsgrößen gebaut. Das amerikanische fand ich sehr geräumig, das russische ein bißchen, und beim englischen kam ich gerade noch durch.
    @specialmarke: der Modulor war halt Le Corbusiers Körpermaß. Ist ja schon irgendwie verständlich, daß man Räume der eigenen Körpergröße besser anpassen kann als einer anderen.

    @Kopfgeburt: Eine gewisse Verzweiflung mit der Weltstädtischkeit mag in Berlin durchaus gegeben sein, ein Bezug zu Wien war allerdings ausschließlich mal ein paar Jahre durch Abgucken eines Straßenpflasters gegeben – wenn Sie das schon als Imitation ansehen, dann halten sie es heutzutage wohl für eine Imitation Asiens, weil es hier diverse asiatische Schnellimbisse gibt. Nein, die Berliner wehen ab und zu grundsätzliche Ideen an. Preußen als Großmacht (Friedrich Zwo), die Haskala (Mendelssohn), die Luftfahrt (Johannisthal), die Elektrik (Siemens, Rathenau), die Mondfahrt (Frau Luna, Wernher von Braun). Derzeit arbeitet die Berlin-Brandenburgische Akademie die Historie des Koran auf (der wird bis jetzt nämlich völlig ahistorisch gesehen). Das ist nicht pillepalle.
    (Waldshut ist Peripherie Zürich, Davos ein touristischer Ausleger)

    @Filou: (wg.“?“) Limoges-Verkaufsveranstaltung in einem Hotel-Konferenzraum. –
    Ja, die schmalen, steilen Treppen sind eigenartig in NL, aber diese Häuser werden zumindest mancherorts auch rigoros abgerissen und durch Wohnblocks ersetzt.

    @DA: mit anderen Worten, die Münchner gehen mal wieder vor Wien in die Knie.

    @smaug: Soso, die Freiburger müssen bis nach St.Märgen fahren.

    @HansMeier: London ist derzeit arg beschäftigt, weiterzukommen (Öl in der Arktis und vor Amerika, Umgang mit Internetleaks), Hongkong dürfte inzwischen ziemlich verprovinzialisiert sein, Shanghai noch nicht so wirklich auf der vollen Höhe, und Singapur kreist nach der nächsten Gelegenheit. NYC kämpft.

  168. @Plindos. Frankfurt war das...
    @Plindos. Frankfurt war das bauliche Experimentierfeld, München das Wiederaufbaufeld der neuen BRD. Wenn es sich auch häufig auf die Fassade beschränkte. In Sichtweite des Römers sollen gerade ganze Straßenzüge aus der Nachkriegszeit niedergelegt werden, um der Stadt ihr Gesicht wiederzugeben. Kann man radikaler mit einer verkorksten Städtebaupolitik abrechnen?

  169. @Plindos: Frankfurt ist ein...
    @Plindos: Frankfurt ist ein ganz interessanter Fall, weil die einzige deutsche Stadt mit diversen Hochhäusern in der Mitte. Dort würde ich es nicht als Umbau oder Einbruch ansehen, sondern als höhere Urbanisierungsstufe.
    In Nürnberg hat man übrigens die Nachkriegsneubauten wieder in der alten Größe in die Lücken eingesetzt, aber das ist wohl relativ atypisch. –
    Städteliste: so bedeutend wie München halt – regieren ihre Provinz. Außer Brüssel, das ist eine Art großes Bonn-Bad Godesberg zu BRD-Zeiten.

  170. ... und Donnyboy, wenn ich...
    … und Donnyboy, wenn ich demnächst mit meinem 25 jahre alten T3 in den Süden via Innsbruck aufbreche, findet man Dich dann dort irgendwo?
    – Oder verströmt die kleine Stadt an der dummen Donau wie alle ‚westdeutschen‘ Städte den Charme eines kürzlich aufgelösten Straflagers, deren freigelassene Insasssen wütend und mit hängenden Schultern durch die Straßen hasten und sich an Allem und Jedem rächen wollen, den sie für ihr Unglück verantwortlich machen können?
    – Gibt es denn dort wie überall auch eine zubetonierte Fußgängerzone, also jene Exerzierplätze staatlich geförderter Wohlstandwunderkonsumenten, in denen die ehemaligen Insassen ihren derzeitigen Gesellschaftswert im halböffentlichen Gespräch auf der Straße beweisen müssen?
    – Kann man denn am Tegernsee überhaupt am Ufer entlang spazieren, wenn jeder Trampelpfad durch Seegrundstücke verbaut ist und diese auch noch durch ausgewachsene Rottweiler (in Tier- oder Humanversion) wütend bewacht werden?
    – Werde ich mein deutsches Heimatgefühl stärken können, wenn wieder ein Volksgenosse 300 Meter über ein Feld gerannt kommt, um mir mitzuteilen, dass ich dort „nicht stehen dürfte“, er mich zwar nicht anscheißen will, er es aber trotzdem der Polizei melden müsse? (Worauf der wirklich coole Polizist einen Lachkrampf bekommt? Was ist das für ein Land, in dem sich die Polizisten mit den Freaks verbrüdern?)
    *
    Oder soll ich gleich weiter nach Italien brettern, wo man mir ein anerkennendes Lächeln, einen Capuccino und einen Ramazotti spendiert?

  171. @coloraze. Die Höhe der...
    @coloraze. Die Höhe der Neubauten auf die Höhe der Altbauten zu beschränken dürfte in Deutschland eher der Regelfall sein, wenn sich auch die Geschoßanzahl dabei verdoppelte, sodaß häufig ein Hochparterre, alt, oberhalb des 1. Stokcwerks, neu, liegt. Wer ein erschreckendes Beispiel dafür sehen möchte, wie es aussieht, wenn Neubauten doppelt so hoch sind, wie die nebenstehenden Altbauten, der fahre nach Lüttich.

  172. die einladung zu den...
    die einladung zu den veranstaltungen und die bitte um erwähnung im blog waren ja nur vorgeschoben. in wirklichkeit war es die subtile bitte um tätige mithilfe beim abschiedfeiern vom junggesellinnensexualleben. weil da im pool von elmau sogar schonmal etwas lief, wäre der voreheliche vollzug ja auch keine rein altruistische tat gewesen, das selbstwertgefühl einer verzweifelten jungen frau vor der ehe noch einmal anzuheben, die besondere überwindung hätte kosten können, sondern besäße sicher eine durchaus eine egoistische komponente. vielleicht hätte sie sich das mit der ehe bei der gelegenheit ja vielleicht nochmal überlegt. aber in berlin…!?

  173. Mode, Life- und Hairstyle....
    Mode, Life- und Hairstyle. Alles nur verzweifelte und teure Versuche sich von Menschen zu unterscheiden, die wie Industrieküken oder Industrieschweine zusammengefercht werden. Schlimmer sind jene, die diese autarke „Gesellschaft“ beliefern. Ich bin Friseur. Ich war Friseur in einer Metropole. Ich weiß, was da abläuft. Die meisten Friseure haben den Boden verloren. Leben in einer schwebenden Traumwelt. Dort werden rein irreale Abhängigkeiten untereinander geschaffen. Einzig aufrecht erhalten durch den Intellekt. Ich habe dieser Großstadt den Rücken eher zufällig zugekehrt. Jetzt nach Jahren in einer Welt voller realer Abhängikeit, Natur, Luft und Ruhe ist jeder „Ausflug“ in die Großstadt Stress. Die Menschen die einem dort begegnen habe ich früher genossen und diese haben mich sofort wahr genommen. Jetzt sind es nur wenige Zentimeter die manchmal trennen, aber in Wirklichkeit liegt ein ganze Welt dazwischen.
    Metropolen entwickeln sich so sehr an ihren ganz eigenen Idealen, daß ich sie mich nicht mehr erreichen. Sie sprechen eine andere Sprache. Friseure aus den Metropolen, die ich nun nur noch sporadisch treffe leben binnen weniger Jahre in einer so was von weiter „entwickelten“ Welt, daß ich nicht mal mehr deren Worte verstehe.
    Metropolen sind meiner Meinung nach nahe am Abgrund. Der Zenit ist überschritten. Ich bin froh, nicht ein Teil im großen Sarg zu sein, sondern von außen zuzuschauen. Wenn die Metropolen sterben werden, dann wird sich auch meine Welt ändern. Ich hoffe ich werde es überleben.
    Die Erde wird zurück schlagen. Irgendwann. Bald.

  174. colorcraze@ Könnten Sie...
    colorcraze@ Könnten Sie freundlicherweise dazu etwas Näheres schreiben: „….sondern als höhere Urbanisierungsstufe“?

  175. @HenryPetersen - Nein, ich bin...
    @HenryPetersen – Nein, ich bin nicht in Davos. Leider leide ich noch immer an dieser Schweinegrippe, und ich will schließlich nicht die gesamte Weltwirtschaft damit anstecken.

  176. yast2000@: Auch die Maßstäbe...
    yast2000@: Auch die Maßstäbe wurden völlig verzerrt: Die alten Bürgersteige* (die übriggebliebenen verwandelt zu Radrennbahnen) in diesen Betonkübelzonen der ewig gleichen Kettenbetreiber fanden keinen Ersatz.
    *Bürger gibt es kaum noch welche, eher anspruchslos gekleidete Kappenbewehrte Anorakdeutsche.

  177. @ plindos: die Sache mit dem...
    @ plindos: die Sache mit dem Genitiv oder Dativ war eine echte Frage: nach vielen Jahren im Ausland gerate ich manchmal ins Schwimmen.
    @don: schliesse mich hugo servatius an: lassen Sie doch Berlin mal Berlin sein!

  178. colorcraze@: Es waren ja nicht...
    colorcraze@: Es waren ja nicht nur Moses Mendelssohn und die Haskala, sondern, trotz der Napoleonischen Besetzung Berlins, die Berliner Salons, die das anspruchsvolle, geistige Klima in Berlin mit bestimmten. Welches grosso modo von 1780 bis 1914, z. B. Max Liebermann in der Spätzeit, teilweise bis 1940, anhielt.
    Der Potsdamer Einsteinturm des Architekten Erich Mendelsohn kann ja nicht direkt zu Berlin gezählt werden, letzterer hatte dort ab 1918 sein Büro, aber er zeugt davon, was sich so in jener Zeit in den Zwanzigern alles an Aufbruchstimmung abspielte.

  179. @ Plindos: Als jemand, der...
    @ Plindos: Als jemand, der zwar in Ostberlin groß geworden ist, aber schon mit 12 Jahren Westfernsehen gucken und SPIEGEL lesen durfte und mit Leuten am Tisch saß, die später als Liedermacher und Schauspieler ausgebürgert wurden, muss ich erklären: Man darf zwar nichts sagen, weil die Westdeutschen den ostdeutschen Wiederaufbau vorbildlich und unter persönlichen Ofern finanziert haben. Aber diese alten Intellektuellen, die sehr oft selbst aus Westdeutschland kamen, hatten schon Recht; der größte Makel an Westdeutschland ist, dass es nicht so gründlich entnazifiziert wurde wie der Osten. Und diese Folgen spürt man bis heute, wenn versucht, durch seine „Heimat“ zu reisen.

  180. Man kann hier nach Belieben...
    Man kann hier nach Belieben auch andere Städte nennen, Beispiele sind ja im Text. Es geht auch nicht um die Stadt, sondern um die Welt.

  181. @Plindos: Verdichtung durch...
    @Plindos: Verdichtung durch mehr Geschosse, also mehr Personen pro qm. Ich seh das als deutliche Bebauungsstufen: einstöckige Hütten, zweistöckige Häuschen, fünfstöckige Stadthäuser, Hochhäuser. Völlig abweisen will ich Ihren Einwand aber nicht, denn es könnte durch die Entmischung von Geschäft/Wohnen trotzdem zu längeren Wegen und einem Verlust an städtischer Dichte gekommen sein. Hochhausstädte sind recht eigen; in Sanaa sind es wohl noch so ziemlich „Geschlechtertürme“ (also Großfamilienhäuser), von Sao Paulo ist mir bekannt, daß oben die Reichen den Hubschrauberlandeplatz haben und unten die Armen auf der Straße sind, im Embarcadero-Viertel in San Francisco stehen jetzt Wohntürme, die unten oft nichtmal Geschäfte oder Hotels drinhaben.
    @Don Sebastian: Hm, ganz so summarisch kann mans mE für D nicht abdecken, auch habe ich noch kein Beispiel gesehen, wo man es geschafft hätte, aus 1 Geschoß durchgängig 2 zu machen, hier in Berlin ist bei Enpassungen in Baulücken üblich 6 statt 5, an Ecken ist man aber gern über die vorige Höhe hinausgegangen. Von Köln, Düsseldorf, Ruhrgebiet habe ich zuwenig Eindrücke, als daß ich da zu einem Zusammenhang käme, mir fielen beim Durchfahren mit der Bahn nur vereinzelte, wie ich fand, recht elegante, Hochhäuser auf. Zu Lüttich kann ich Ihnen nur voll zustimmen. Das ist abartig, diese vollkommen zerrupften Straßen mit den halb und ganz hohen Häusern. Statt das man Abriß und Neubau straßenweise macht, so daß es dann auch aussieht.

  182. @Pllindos. Es gibt nur noch...
    @Pllindos. Es gibt nur noch wenige Menschen, die dem entsprechen, was man früher einen Flaneur nannte. Die meisten Menschen machen stets ein beschäftigtes Gesicht auf der Straße, als würde nur dieses toleriert werden. Damit sie niemals in Verlegenheit kommen, wurde das Handy erfunden.

  183. "Es geht auch nicht um die...
    „Es geht auch nicht um die Stadt, sondern um die Welt.“ Große Worte, Don Alphonso!

  184. @schwarzkutte: (Ihr Blog) ach...
    @schwarzkutte: (Ihr Blog) ach ja, Brokdorf… muß ich überlegen, was war es damals? Ach ja, die Fahrt durch das unglaublich maigrüne Naturschutzgebiet (im Vergleich dazu waren die Berliner Straßenbäume grün-grau), Kontrolle mit Blablubb, Tränengasbeschuß aus dem Hubschrauber, Weitsprung über Bewässerungsgräben, gemeinsames Ausrupfen einer frei in der Landschaft stehenden Leitplanke durch ca. 30 Personen, Rückfahrt mit beinah verlorenem Laufzettel auf dem Transit, und die fremdartige Raststätte mit mokantem Kellner und Chemiebrot… (Frisieren) Hm, und ich dachte, die Kiezfriseure seien auch nicht anders als die in Kleinstädten. Daß es solche mit Metropolenanspruch auch gibt, sehe ich (Beispiele in der Nähe), aber ich habe eben auch schon viele „kiezigen“ gesehen.

  185. Die Städte selbst sind doch...
    Die Städte selbst sind doch nur eine Kulisse für die Menschen, die gerade den Weltgeist atmen, deshalb wechseln sie ja auch ständig den Ort. Man kann sie auch leicht erkennen: Es sind jene Orte, wo junge Leute hinziehen, Familien gründen und alternative (oder neuerdings auch restaurative) Lebensformen ausprobieren: Das war durch den Mauerfall Berlin, das war mal die niemals schlafende Stadt New York, das war durch die Hippie- und Schwulenbewegung San Francisco, das war auch mal das Silicon Valley, das war auch mal das romantische Paris, London, Sydney, Tokio, Bangkok, Tel Aviv und Beirut hatten auch ihre hippen Phasen. Heute ist das schwieriger auszumachen, weil die Menschen mehr und mehr über das Internet kommunizieren und auch in den abgelegensten Orten einen vernünftigen Lebensstandard erreichen.
    *
    Wenn es also heute überhaupt gelungene Städte gibt, für die der Weltgeist gilt: Barcelona, Toronto, Marrakesh, Shanghai, Sao Paulo, Saigon und auch Kairo wird zurückkommen. Die Häuser sind übrigens schon da.

  186. @ sterne. In jeder Zelle ist...
    @ sterne. In jeder Zelle ist die ganze Welt.

  187. Don Sebastian@: Ein sog. Handy...
    Don Sebastian@: Ein sog. Handy haben nur Menschen, die sich keine Sekretärin leisten können, hatte mal vor Jahren der verst. Capital“-Herausgeber Johannes Gross sich in dem alten FAZ-Magazin dazu geäussert.
    Selber hab ich beides nicht ;-)
    Der grösste Luxus in der Gegenwart: Zeit zu haben.
    colorcraze@: Jemenitische Hochhausbauten sind wirklich großartig, Abstandsflächen minimalst daher ausnehmend städtisch wirkend. Unseren Hochhäusern mangelt es an Geschlechtern.
    Don Alphonso@ Ah, Sie meinten die Weltameisenhaufen?

  188. @ Tiger, gute Besserung für...
    @ Tiger, gute Besserung für Sie.
    Hat man Ihnen Tamiflu verordnet? Bin ich jetzt indiskret? Sorry, ich kann’s nicht
    lassen.

  189. @colorcaze. In Köln und...
    @colorcaze. In Köln und Düsseldorf konnte dank der Flächenbombardierung von Null angefangen werden, sodaß Unterschiede zwischen Alt und Neu nicht so oft zu sehen sind. Ob allerdings diese Homogenität des Durchschnittlichen erträglicher ist, als die derben Kontraste, da will ich mich nicht festlegen. Fest steht aber, daß in Düsseldorf und Köln die Innenstadtlagen deutlich billiger sind, als beliebte Vororte. Der Kölsche ist also bestrebt, so weit wie möglich entfernt von seinem geliebten Dom zu wohnen (solange er die Turmspitze noch sehen kann).

  190. @ sterne: Orbem, non urbem!...
    @ sterne: Orbem, non urbem!

  191. icke@:..und ich dachte schon....
    icke@:..und ich dachte schon. Aber im Ernst, hier aus unserem nahegelegenem Weltstädtchen das Blättchen, nein nicht die FAZ, da haben´se auch ernstliche Schwierigkeiten mit. Vieleicht liegt´s an den jungen Volontären..

  192. Dann also die einzige Stadt,...
    Dann also die einzige Stadt, die ewige. Dort, wo die einzige wirklich eschatologisch relevante Institution ihren Sitz hat. Dort, wo alle Wege hinführen.

  193. "Der Architekt, und wäre er...
    „Der Architekt, und wäre er ein Genie, ist nicht der Gestalter der Gesellschaft; er ist nur berufen, der vorhandenen oder gewollten Gesellschaft das entsprechende Gehäuse zu schaffen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Geist zum Ausdruck zu bringen.“ (Max Frisch)

  194. "Es geht nicht um die Stadt,...
    „Es geht nicht um die Stadt, sondern um die Welt“ – die Welt besteht zum Großteil aus Unland, Meer, und Gegenden, in denen man 2 Tage bis Wochen laufen muß, bis man wieder auf jemanden trifft. Wenn mans geografisch betrachtet. Wenns jedoch eher um den Weltgeist geht… dann könnte man sich überlegen, ob z.B. das winzige Zug da nicht eine durchaus wichtige Rolle spielt mit seinem Rohstoffhandel.

  195. "Die Menschen müssen...
    „Die Menschen müssen begreifen, daß sie das gefährlichste Ungeziefer sind, das je die Erde bevölkert hat.“ (Friedensreich Hundertwasser)

  196. HansMeier555: No doubt,...
    HansMeier555: No doubt, that´s the real revelation.

  197. @Abfallentsorger - Mir hat man...
    @Abfallentsorger – Mir hat man gar nichts verordnet, denn ich bin nicht zum Arzt gegangen. Das Tigerbaby, von der ich die Grippe habe, hat mir berichtet, dass sie ihren Arzt anrief als ihr Freund zwei Tage über 39.5 Fieber hatte. Der Arzt sagte ihr: ‘Schweinegrippe, haben hier im Moment alle. Glauben Sie, ich kann die alle in meine Praxis einladen? Schicken sie ihren Freund vorbei, wenn es ihm nach 5 Tagen nicht besser geht.’ Da es mir nach 5 Tagen wieder etwas besser ging, bin auch ich nicht zum Arzt gegangen.

  198. @Don Sebastian: ah... wohl...
    @Don Sebastian: ah… wohl darum spuken mir bei „Köln“ nur so ein paar äußerst triste Bilder im Kopf rum (war als Kind mal 1, 2 Tage in Köln, vor ca. 40 Jahren). Über die Lebensqualität oder Urbanität kann ich nichts sagen, manche, die länger dort waren, fanden sehr lobende Worte; mein Mann wäre am liebsten nach 2 Tagen geflohen („Nur Verrückte! Trinken schon am Mittag Bier!“), was sonst gar nicht seine Art ist.
    @specialmarke: das hat der Max Frisch gut umrissen.

  199. "Man versteht es nicht,...
    „Man versteht es nicht, zwischen schrankenlos zudringlicher Intimität und vollkommener Interessenlosigkeit aneinander die mittlere Distanz zu finden.“( Alexander Mitscherlich: Die Unwirtlichkeit unserer Städte)

  200. Berlin. Vor 20 Jahren...
    Berlin. Vor 20 Jahren Hauptstadt der DDR. Ich bin ein Berliner (Pres. Kennedy).
    TTFN
    fionn

  201. Koeln ist auch nix fuer...
    Koeln ist auch nix fuer Normalos.
    (Die eine Haelfte ist schwul, der Rest sind Tuerken)

  202. specialmarke@: Na ja, in den...
    specialmarke@: Na ja, in den Dreissiger Jahren war bei A. Mitscherlich nicht so sehr viel von seiner Empfinsamkeit zu verspüren. Er hatte als Natinalbolschewist im Kreis um Ernst Niekisch, E. v. Solomon, Ernst Jünger kräftig mit Hand in den Berliner Saalschlachten angelegt. Gab auch eine Zeitschrift „Widerstand“ mit heraus. So geht´s halt mit weltstädtischen Brauseköpfen.
    Dazu GeorgChristoph Lichtenberg (1742-1799) Pysikprof. in Göttingen in seinen „Sudelheften( 893):
    „Von allem, was ausgerechnet wird in der Welt, geschehen zwei Drittel gedankenlos.“

  203. Das Thema Metropole ist immer...
    Das Thema Metropole ist immer wieder Reizthema bei den Diskussionsteilnehmern. Vielleicht, weil Deutschland das einzige Land ist, welches keinen Hauptort hat. Und das gibt dem Land stets die Möglichkeit, sich wie in früheren Zeiten wieder zu teilen, wenn Kleinteiligkeit von Vorteil ist. Im Moment sehen wir ja auf EU-Ebene das genaue Gegenteil und die Ergebnisse sind nicht wirklich berauschend.

  204. Da Tamiflu die Vermehrung von...
    Da Tamiflu die Vermehrung von Viren behindert, soll möglichst früh, d.h. wohl binnen 24 Stunden nach Auftauchen der ersten Sympmtome, begonnen werden es zu nehmen, sonst sind da schon zu viele Viren und es nutzt nix mehr…
    Ansonsten, ein guter „Blockbuster“

  205. fionn - nehme an Sie sind...
    fionn – nehme an Sie sind nicht Frankophon ? – Berlin, vor 20 Jahren Vorposten der Freien Welt im Kommunistischen Meer (oder auch schwarze Insel im roten Meer)

  206. @ Filou: hatten Sie...
    @ Filou: hatten Sie Mengenlehr? Gibt es eine Schnittmenge?

  207. "Vielleicht, weil Deutschland...
    „Vielleicht, weil Deutschland das einzige Land ist, welches keinen Hauptort hat. “
    .
    Bonn war perfekt.

  208. @icke, wie fanden Sie das...
    @icke, wie fanden Sie das Toertchen?
    (Mengenlehre? Ich bin so oft von einer Schule geflogen)

  209. @DA
    nein: bonn war nur dem was...

    @DA
    nein: bonn war nur dem was eigentlich… von adenauer geschuldet, bevorzugte den katholisch/untramontanistischen/jenseits des limes etc…. – wie immer man das beschreiben mag – teil/leseart deutschlands. adenauer, so ehrenwert er auch war hatte im entscheidenden kairos (krise der weimarer republik) kein geschick/glück was auch immer – leider. leider ist es frankfurt nicht geworden. bonn hat dem land auch nicht gut getan und die konstruktion brd west war m.e. ein konstrukt um im kalten krieg zu punkten. ontologisch m.e. ohne wesen/sinn etc.

  210. Don Sebastian@: Die deutschen...
    Don Sebastian@: Die deutschen Könige und Kaiser waren Reisende, die Machtausübung geschah unter den Karolingern, Ottonen, den Saliern und Staufern über die Pfalzen. Es war ein Spezifikum im deutschen Reichsraum, dass die jeweiligen Feudalfürsten durch diese Methode einigermassen im Zaum gehalten werden konnten. Ein Abglanz davon sind immer noch die „Aufmüpfigkeiten“ der Länderministerpräsis. Zumal letztlich bis zum Reichsdeputations-Hauptschluß, 27.04.1803, Regensburg, das Kaisertum seit dem Hochmittelalter ein Wahlkaisertum war. Jede Wahl, z. B. in Frankfurt, war immer mit einem durchaus offenen Ergebnis behaftet. Eine echte Metropole konnte sich so nie entwickeln. Prag oder Wien waren Orte der eigenen Hausmacht, nie Reichshaupstädte im eigentlichen Sinne, wie es z. B. Rom, Paris oder London waren. Aachen, Frankfurt waren Krönungsorte aber keine Haupstädte.
    ..
    Berlin wurde erst Haupstadt des Deutschen Reiches, von Preußen dominiert, nach dem gewonnenen Krieg von 1870-71. Die „angebotene“ Krone durch die Reichsfürsten nahm der preußische König Wilhelm I. in Versailles erst nach eindringlicher Überredung durch Bismarck an.

  211. Don Alphonso@: Bonn war...
    Don Alphonso@: Bonn war gemütlich.

  212. icke@: Die "Schnittmenge" wird...
    icke@: Die „Schnittmenge“ wird oft als eine Art Metapher von Politikern in Reden gebraucht. Vielleicht weil sie keine Mathe konnten?

  213. @Foersterliesel
    lieben vielen ...

    @Foersterliesel
    lieben vielen Dank für den begriff „Roter Börsenkrach“. sehr interessant die gruppierung. interessanterweise hat der eine kollege aus der schwarzen/mittelschulverbindung es gar nicht gekannt, dafür aber eine andere eher anarchistische linke gruppe

  214. Filou, Herzlichen Dank! Sehr...
    Filou, Herzlichen Dank! Sehr kitschig… Mit der Sorte habe ich nicht so die Erfahrung.
    Genaugenommen fand ich süsse, französische Backerzeugnisse sehr lange unzulänglich. Viennoiserie ist nicht mein Fall, und vieles Andere ist reiner Kitsch. Und dann kam ich in meinen tristen Vorort und versuchte mal, anlässlich eines Besuchs, die kleinen, nicht ganz billigen, wunderhübsch zurechtgemachten Gebilde, die da Progrès, Opéra, Succès usw. heissen. Da fiel ein Stein meines Chauvinistischen Schutzwalles.
    Überhaupt: das was Frankreich D’land voraus hat, sind die kleinen, sehr ordentlichen, spezialisierten Lebensmittlegeschäfte: Boulangerie/Pâtisserie, davon haben wir neben mehreren mässigen zwei ausgezeichnete vor Ort, Boucher, bei dem jedes Fleisch anders schmeckt usw. Und alles ohne schickimicki und döntjes, einfach so zum Leben dazugehörig.

  215. icke 19.03h
    Que si....

    icke 19.03h
    Que si.

  216. @DA: Nein, nach 89 nicht mehr....
    @DA: Nein, nach 89 nicht mehr. Zuwenig Polen.
    @icke: wenn wir nach dem Transit mit Vollgas die AVUS hochfuhren, seufzten wir erleichtert: „Die offene Anstalt in der geschlossenen!“
    @Don Sevastian: Italien hat auch keinen Hauptort, die Niederlande nicht, Polen dito, und über die Schweiz kann man hinsichtlich dessen auch diskutieren. Nix bsonders also.

  217. @plindos
    in wien nennen sie...

    @plindos
    in wien nennen sie münchen auch oft gemütlich. ich glaube das ist kein lob

  218. fionn, gehe ich recht in der...
    fionn, gehe ich recht in der Annahme, dass Ihr Name damit nicht zusammenhängt? Ich weiss, es ist sehr ungehörig von mir, und Sie haben auch ein n mehr, aber ich stolpere jedes mal über Ihren Namen.
    .
    colorcraze: so lange sind Sie schon dabei? Sozusagen Veteran des Kalten Krieges?

  219. @icke, ich liebe die...
    @icke, ich liebe die franzoesische Provinz. Ich will hier nicht zu ausfuehrlich werden, obwohl es am Rande das Thema Weltstadt streift; immer wenn ich in Paris bin, forsche ich nach dem offensichtlich Provinziellen dieser Stadt.
    .
    Wer Mathematik nicht kann, schrieb einer meiner Lieblingsautoren, ist zu faul zum denken. C’est moi.
    (Interpretation der Schnittmenge=Biotop fuer Bekloppte)

  220. Plindos: Bei "die eine Hälfte...
    Plindos: Bei „die eine Hälfte und der Rest“ dürfte es eigentlich keine Schnittmenge geben, aber: ist der Ruf erst ruiniert – und filou hat angefangen, da hab ich mich dann doch gefragt ob es in Köln vielleicht Menschen gibt, die sowohl Türken als auch schwul sind.

  221. lieber Berthold IV,
    der Rote...

    lieber Berthold IV,
    der Rote Börsenkrach war in den 70ern die Institutsgruppe der Ökonomen,
    die meisten sind Keynesianer und Professoren geworden, es gibt aber auch ein paar Banker. Anarchistische Gruppen gabs nicht, Ihr CVer hält wohl alles außerhalb
    des eigenen Rudels für anarchistisch.

  222. plindos,
    das müsste...

    plindos,
    das müsste neuerdings, so als kleine universitätsstadt, noch sehr viel gemütlicher sein. noch ein vorzug, köln ist mit der vorgebirgsbahn zu erreichen.

  223. @don alphonso. Bonn verhält...
    @don alphonso. Bonn verhält sich vom heutigen Standpunkt aus zu Berlin, wie Porsche zu Opel. Genauer, 928 zu Chevette.
    @colorcraze. Können Sie sich Italien ohne Rom vorstellen? Holland ohne Amsterdam? Polen kenne ich nicht, aber Breslau, Danzig und Stettin dürften diese Lücke nicht ausfüllen. Es ist natürlich nie in allen Belangen eindeutig, so wie für den Vatikan, aber am Ende gibt es doch den einen Punkt. In Deutschland sehe ich ihn nicht. Versuchen Sie, Berlin zu sagen, es geht nicht, zumindest nicht bei mir!

  224. @icke. Empfehle Lenotre für...
    @icke. Empfehle Lenotre für den nächsten Ausflug in die Metropole, das Baguette reicht schon fast, so gut ist es. Kostete vor 15 Jahren schon 9 FF, also heute wohl 4 tEuro, http://www.lenotre.fr. Auf jeden Fall findet man dort am Sonntag Morgen keine Anorakdeutschen, zumindest nicht auf der Victor Hugo, dafür umso mehr Bein.

  225. @icke: Bis zu meinem 50. ist...
    @icke: Bis zu meinem 50. ist es nicht mehr weit, und als die Mauer fiel, wohnte ich schon 5 Jahre in Moabit (im ersten oder zweiten Jahr ging der Spott um, „wir können uns jetzt Senatssitz nennen.“, weil damals ein Skandal zu Verhaftungen von Senatsmitgliedern führte*). Das erste mal in Berlin war ich ein paar Jahre zuvor. Besetzte Häuser und Hinterhofkonzerte waren die damaligen Hauptattraktionen. An der Mauer ging man spazieren, um die Graffitti zu begucken oder zu ergänzen; in Kreuzberg hatten Ex-Bauern auch Gärtchen auf dem Mauerstreifen angelegt. In Schöneberg hörte ich rübergeschmuggelte Aufnahmen einer Ostberliner Punkband.
    *Für Auswärtige: Moabit ist ein von Kanälen und der Spree abgegrenzter, armer Teil des damaligen Bezirks Tiergarten, heute Mitte. In Berlin (West) war „Moabit“ das Synonym für „Knast“, denn dort steht ein großer, und das größte Gericht gerade um die Ecke.

  226. @Don Sebastian: Italien ohne...
    @Don Sebastian: Italien ohne Rom kann sich ganz Norditalien ganz prima vorstellen, die haben da keinerlei Schwierigkeiten damit. Ich auch nicht so sehr, denn Rom war etwa 1000 Jahre vor allem Kirchenstaat. – Und wie erkennt man in Holland Amsterdam, wenn man das an die Hauswand genagelte Stadtschild gerade verpaßt hat? Das ist doch dort wie Ruhrgebiet, eine einzige Agglomeration. – Warschau und Krakau haben sich schon so manchen Kampf geliefert, und Danzig gegen die beiden. – Ja, sicher, Berlin ist wahrscheinlich die jüngste Hauptstadt Europas, von daher noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber das kommt dann schon noch mit der Zeit.

  227. Ich erachte Genf als...
    Ich erachte Genf als Weltstadt, Zürich aber als Provinzstadt. Also – Berlin Weltstadt, München Provinzstadt? Doch München muss Geld (ungefähr €1,3 Mrd, so ARD TV) nach Berlin schicken und nicht umgekehrt.

  228. @Foersterliesel
    "der Rote...

    @Foersterliesel
    „der Rote Börsenkrach war in den 70ern die Institutsgruppe der Ökonomen,
    die meisten sind Keynesianer und Professoren geworden, es gibt aber auch ein paar Banker. Anarchistische Gruppen gabs nicht““
    ja danke ich lese mich gerade in deren homepage etc. ein, sehr interessant. gestern war ich am vortrag von dr. thomas mayer (db). ich finde ihn witzig, kompetent, nicht dieses lavierende cdu gerede wie sein vorgänger..
    „Ihr CVer hält wohl alles außerhalb des eigenen Rudels für anarchistisch.“
    ich frage nochmal nach dem namen der gruppe, aber tendenziell haben sie natürlich recht.

  229. Solange sich die ganze Welt um...
    Solange sich die ganze Welt um mich dreht, weiss ich natürlich auch, wo die Weltstadt ist.
    (mit grössenwahnsinnigen Grüssen aus Xxx)

  230. ....und was diese ausmacht!!...
    ….und was diese ausmacht!!

  231. @don sebastian: danke für den...
    @don sebastian: danke für den Hinweis. Da ham wa noch nen Unterschied zwischen Berlin und Paris: dort catert Coppenrath und Wiese, hier eben jener Le Nôtre.
    Und um mich zu revanchieren: Café trinken am Thresen gegenüber dem Palais de Justice, morgens vor 9/ 1/2 10. Am Besten an einem lauen Frühsommertag. Danach kann man auch zu Notre Dame rüberschlendern, es ist schon geöffnet, die Besucherströme fliessen noch nicht, nur ein paar Schemen machen ihrem Lieblingsheiligen einen Morgenbesuch.

  232. @colorcraze: klar, mal wieder...
    @colorcraze: klar, mal wieder ein Bauskandal! Die Freunde bei Canisius berichteten von weinenden Kindern der damals eingebuchteten Herren. Die taten einem dann doch wieder leid.
    Ist schon lange kein Senat mehr über einen Bauskandal gefallen, dabei dachte ich in jüngeren Jahren, das sei der gemeine Anlass für einen Regierungswechsel. Kann mir gar nicht vorstellen, dass das heute sauberer ist als zu Stobbes oder Diepgens Zeiten.
    Und re Weltstadt: das reden doch nur die Zugezogenen sich selber und Reiseveranstalter potentiellen Kunden ein, um sich wichtig vorzukommen bzw. Kasse zu machen.

  233. auch genial: den ostdeutschen...
    auch genial: den ostdeutschen das bundesdeutsche baurecht aufdrücken, baumärkte ansiedeln, neubauten fördern, den wirklich letzten feldweg mit asphalt erschließen, blühende windrad- und solarpaneellandschaften erzeugen und dann nach italien abhauen, romantische bilder von gassen schießen, die man in ostdeutschland 1990 auch bekommen, jedoch als heruntergekommen bezeichnet hätte und von der schönheit des ursprünglichen in italien oder sonstwo schwärmen. das ist wie das ganze jahr bis zur besinnungslosigkeit racken, um sich drei wochen lang am originalschauplatz über das italienische lebensgefühl mit den pfeifenden arbeitern auf dem baugerüst freuen zu können. irgendwie scheint es sich bei dieser erneuerungs- um arbeitsgeilheit um eine kollektive sublimierung zu handeln. auf älteren bildern sahen die städte jedenfalls nicht so geleckt und tot aus wie heute. hatten aber mehr charme.

  234. @plindos
    schauen sie...

    @plindos
    schauen sie mal:
    http://sueddeutsche.de/politik/debatte-um-zoelibat-in-der-katholischen-kirche-ratzingers-brandbrief-1.1052132
    die pipeline und der arbeitskreis, sehr aktiv vom jetizigen bischof bekämpft….
    http://www.josef-bayer.de/akr/pipeline/index.htm
    immer eine „interessante“ zeitung während des studiums
    @försterliesel
    ein kollege hat mir erzählt, dass herr mock einmal versehentlich bei der kommunistischen jugend unterschrieben hat – verwechslung mit kommunistisch
    hoffentlich ist bxvi nicht das gleiche wiederfahren

  235. auch-einer@: Die weissrote...
    auch-einer@: Die weissrote Rheinufer-u. Vorgebirgsbahn (KBE) gibt es schon Jahzehnte nicht mehr. Alles gegenwärtig mit Köln/BN ein Vekehrsverbund samt U-Bahnen in beiden Weltstadtmetropolen, Farbe ist hoffnungsfrohes Grün bzw. grellbunte, poppige Werbung über die gesamten Waggons gezogen. Für die Graffitisprayer sehr mager. sic transit gloria mundi. Wie lange waren sie schon nicht mehr in der Region?
    Der Wirtschaftsraum weist höhere Zuwachszeiten als zu Zeiten des appenen „Bundes“ aus.

    DA: Zum Weltstadtfeeling gehören die von Zeit zu Zeit endemisch auftretenden Katastrophenthriller/movies. Auch sei der Hinweis gestattet, dass so eine Metropole, eine Art Durchlauferhitzer, wenn es die angesagte „Jeunesse dorée“ ankömmt, schon mal Revolutionen ausbrüten kann, die den Gang der Weltgeschichte empfindlich verändern können.

  236. bertholdIV@:Lebe nicht...
    bertholdIV@:Lebe nicht zölibatär.
    icke@: Kenne sehr viele Türken die in der Region K/BN leben. Es sind äusserst familiäre, strebsame, intelligente Menschen. Deren intimes Innenleben kenne ich nicht, braucht mich auch nicht zu interessieren. Für die Masse der mehrheitlich autochthonen Bevölkerung gilt das Gleiche. Die Loveparades finde ich persönlich geschmacklos, der Karneval ist teilweise grenzwertig anzusehen. Letzterer geht nicht auf die römischen Saturnalien zurück, sondern war ein ironischer Akt des Widerstandes gegen Preußen im 19. Jhdt. Köllsch ist trinkbar, vor allem beim Früh.

  237. Plindos, auch-einer sprach von...
    Plindos, auch-einer sprach von der Vorgebirgsbah. Die ging vom Barbarossaplatz, den aber braucht man nicht zu kennen, ausser man muss nach Efferen oder Bruehl.
    Die Rheinuferbahn hatte am Endbahnhof Hohenzollernbruecke die erste digitale Zeitanzeige der BRD. Das ist Weltstadtniveau. Sag ich doch.
    .
    Das ist eine Gemeinheit von icke, ueber einen Kaffee gegenueber dem Justizpalast zu reden; hier scheint eine beinahe fruehlingshafte Sonne schraeg auf meine Ruderbank (Galere)…
    .
    Wie schliesse ich jetzt den Weltstadtkreis? Nachher gehe ich zu Lidl und kaufe drei Flaschen Chianti. Kein Spitzenwein, aber trinkbar.
    .
    Willkommen in der grossen Welt!

  238. Paeffgen, geht...
    Paeffgen, geht auch….
    (…muss aufhoeren. Meine Chefin kommt.)

  239. lieber BertholdIV,
    ums...

    lieber BertholdIV,
    ums Rechthaben solls nicht gehen, CVer sind keine intellektuelle Elite, sondern
    Knaben vom Land die einen Job haben wollen. – Der arme Mock, hat mir immer leid getan, schon bevor er erkrankte. Die Short-Affaire fand ich nur widerlich, schließlich sind die Großbürgersöhne in der österreichischen Innenpolitik mit der Lupe unauffindbar.

  240. Filou@: Das gehörte alles zur...
    Filou@: Das gehörte alles zur Köln-Bonner-Eisenbahn AG (KBE). Die Vorgebirgsbahn hatte/hat eine direkte, elektrisch betriebene, Querverbindung von Brühl nach Wesseling zur Rheinuferbahn. Früher, bis in 20iger Jahre fuhr die VB bis in die Innenstadt von Bonn, dampfbetrieben, auf Straßenniveau über die Vorgebirgsstr., Maxstr. bis zum Friedensplatz. Dä Mang Sching Schäng, wo häste der jelosse? (Johann,wo hast Du den Mangoldschein?) So eine Bäurin aus dem Vorgebirge, die mit Gemüse zum Markt im „Spezialabteil“ mit ihrem Mann fuhr.
    Wenn ich nicht irre, gehörte der Summs mal zum grösseren Teil alles einem bekannten Clan des Rheinischen Kapitalclubs mit direktem Einstieg zur hohen Politik.
    So wurde u. a. Bonn zu Bonn.
    Sie müssen zugeben, Paeffgen ist nicht so nah am Dom.

  241. Plindos, ich war ins tiefste...
    Plindos, ich war ins tiefste Blödeln versunken…

  242. Geht mir auch dauernd so, aber...
    Geht mir auch dauernd so, aber deshalb wurde ich ja auch Blogger.

  243. Meine Chefin strich mir uebers...
    Meine Chefin strich mir uebers Haar:“Brav, Buebchen, wir Du Deine Arbeit tust.“
    Nun ist sie wieder weg.
    (Das mit der Frauenquote ist totaler Kokolores, wie mein Beispiel zeigt)
    .
    Also das mit der Dampflokomotive weiss ich nicht mehr. Als die KBE in meiner Biographie erschien, war sie elektrifiziert und das Abteil fuer Reisende mit Traglasten war abgeschafft. Bis Bonn bin ich nie gekommen.
    .
    Paeffgen ist dafuer naeher am Kwartier Lataeng. Die Frage ist ja, Taxi und weniger saufen, oder mehr Bier und langerer Fussweg. Des Geldes wegen.
    .
    Was ist, gruenden wir hier nun das „Missionswerk rheinischer Frohsinn/ AO“?

  244. @Foersterliesel
    die short...

    @Foersterliesel
    die short affaire wird aber immer mal wieder hervorgezogen, leider.
    die charakterisierung der cvler. ja so kann man das verstehen und dann erklärt sich deren seltsames verhalten, wie loyalität wieder besseres wissen. ich war jung und brauchte das geld oder bin schon so alt und habe immer noch keinen g’scheiten job.
    in der oberen pfalz heist es zum thema geldheirat – die frauen im blogg mögen mir verzeihen – s geld is ausgeb’n un der dapp bleibt. so auch hier die seele verkauft und kein g’scheider job, posten…

  245. Sie sollten ins Dschungelcamp...
    Sie sollten ins Dschungelcamp mit Ihrem HB-Männchen Naturell. Deutschland wäre begeistert.

  246. @icke: hm, „Weltstadt“ ist...
    @icke: hm, „Weltstadt“ ist immer auch eine gewisse geistige Haltung zu einer Weltsicht mit hoher Reichweite, und eine aktuell passende Lebensart dazu. Zu Zeiten des Kalten Krieges waren die Westberliner mMn da schon in ganz anderer Weise gefordert, sich gegenüber „der Welt“ (Washington, London, Paris, Moskau) zu verhalten, als es die Berliner heute sind, da sie griesgrämig das Brötchen zerkrümeln, das sie sich noch leisten können. Die Westberliner Funktionseliten kannten sich alle untereinander, hielten die Geschäfte in der Stadt, und repräsentierten gegenüber den auswärtigen Mächtigen. Ich habe nicht den Eindruck, daß sich inzwischen wieder eine einheitliche tonangebende Schicht gebildet hätte, sondern daß es recht verbindungslos nebeneinander herläuft. Die Bau- und Sonstwasskandale bestehen nicht mehr darin, daß man ausgewählte Einheimische über Gebühr reich macht, sondern darin, daß man sich von Auswärtigen übertölpeln läßt (S-Bahn, Spreedreieck). Um Spinnern Geschäftsideen abzuringen, fehlen die Reichen (aber das ist ja scheints selbst in München der Fall, wenn man DeM glaubt).
    @Don Carlos: naja, die Renovierungswelle im Osten war zur Rettung der vorhandenen Substanz bitter nötig, aber jetzt ist es halt wieder wie so oft die Auseinandersetzung mit 100 unpassenden Varianten. (Plastikfenster und Styroporgeklebe bei Altbauten halte ich auch für ein Verbrechen).

  247. Der Gärtner, mittlerweile...
    Der Gärtner, mittlerweile habe ich verstanden, dass Sie dieses Blog und meine Person nicht schätzen – trotzdem kommen Sie offensichtlich nach über einem Jahr nicht davon los. Das, ganz ehrlich, finde ich erstaunlich. Oder sammeln Sie nur Belastungsmaterial, um es bei der FAZ gegen mich zu verwenden?

  248. Filou@:Also nüngzisch sin...
    Filou@:Also nüngzisch sin isch jrad nit. Könnt ja noch op misch zokumme, üm Jodeswille nä, bloß dat nit. Watt nähme mia als Jründungslokal?
    Wer Bonn nisch jekannt, kännt de Welld nit….un wieso Schefin?
    Don Carlos@:Sind Sie schon mal von Mailand nach Padua/Venedig offenen Auges gefahren? Furchtbar, ein einziger Speckgürtel, unterbrochen von einigen Maisfeldern.
    Molto bene!
    DA: Extremradfahren, Tour d`afrique: In welchem Feld sind Sie das nächste Mal dabei?Dodici mila miglia! Il caffè del mattino per essere eccellenti! http://www.faz.net/s/Rub9F27A221597D4C39A82856B0FE79F051/Tpl~Ecommon~Sressort.html

  249. colorcraze: Das erste...
    colorcraze: Das erste „Weltstadt“-Gebäude, das ich in Berlin zu Gesicht bekam – es war damals noch nicht fertig, weil Pleite und Skandal auch schon da waren – war der Steglitzer Kreisel. Nicht weit davon entfernt nahm ich meine erste Wohnung. Das war eine typisch Berliner Geschichte mit allen Inkredenzien. – Ist der Kreisel jetzt abgerissen, oder köchelt das Ganze noch immer? – Oh, ich lese eben in Wikipedia, daß die Hauptakteurin Sigrid Kressmann-Zschach ein Ehrengrab auf dem Waldfriedhof Zehlendorf erhalten hat..

  250. die schaffung örtlicher...
    die schaffung örtlicher wohnungs- und gewerbebauvorschriften bei verbot des abschreibens von anderen und unter berücksichtigung der finanziellen leistungsfähigkeit einer region, die abschaffung der bauvorlageberechtigung, das verbot von baumärkten sowie der zwang zur verwendung regionaler baustoffe würde mehrere probleme lösen: abschaffung der uniformität und wiederaufleben der regionalen eigenheiten von architektur, stärkung der regionalen identität nicht nur am tegernsee, kostengünstigeres bauen für finanzschwache regionen und damit einfachere gewerbeansiedlung durch niedrigere baustandards, entstehung regionaler baustoffhersteller mit regionalen arbeitsplätzen, kurze transportwege, höhere qualität durch nähe zum aufgebrachten kunden. geht man von der herkunft der aktuell verwendeten baumaterialien aus, ist jedes kuhdorf weltstadt.

  251. Was ist, gruenden wir hier nun...
    Was ist, gruenden wir hier nun das „Missionswerk rheinischer Frohsinn/ AO“?
    *
    Ich kann nicht mittun, ich bin heute schon verpflichtet, anlässlich des Geburtstages einer zugereisten Kölnerin, also mit Kostümzwang. Mein Protest wurde wie folgt niedergemacht:“Dat dörf doch nid wor sein. Dat janze Johr en Segelklamotte rumrennen un zo Fasteleer well se enen op seriös machen.“
    *
    Das Wetter ist einfach zu schön. Da kann man einfach nicht ernsthaft über den Untergang des Abendlandes sinnieren.

  252. Don Carlos@: Das finden...
    Don Carlos@: Das finden aaaaber alle Beteiligten (mit Ticket) wunnnebaa!

  253. @ Filou: Ich bin dabei.
    Wenn...

    @ Filou: Ich bin dabei.
    Wenn ich auch sagen muss das der rheinische Karneval mir nicht so liegt.
    Auch wenn ich mal als Teufelchen verkleidet auf einem Wagen im Zoch (aber nicht in Köln) mitgefahren bin-man mag es mir nachsehen, ich war noch in der Adoleszenz(laut WHO) oder davor(Definition in D).

    Ich kenne ja Chatter treffen, gibts auch DA Fanclubtreffen?
    Vielleicht können wir sogar konkurrierende Klüngel (rote Funken, blaue Funken etc.) gründen…

    Wer weiß´wer wen schon kennt? Das ist „Cloak and Dagger…ähm, befriending“ hier.

    Cheers,
    RealMash

  254. Also simmer schon5. Wir haben...
    Also simmer schon5. Wir haben ja noch Zeit. Bis Wieverfasteleer ist es noch was hin.
    Windsbraut kommen Sie doch als Rheintochter. Wiggelaweia.

  255. @colorcraze: ganz Berlin im...
    @colorcraze: ganz Berlin im Veteranen Blues (Ach damals vor Stalingrad äh Pankow?) Ich habe die Stadt Anfang der 90er verlassen. Dank Ihnen wird mir jetzt einiges klar. z.B. Wat hat denn der Herr Gastgeba hia?

  256. filou,
    hiermit bewerbe ich...

    filou,
    hiermit bewerbe ich mich als korrespondierendes mitglied.

  257. Keine Weltstadt im Land zu...
    Keine Weltstadt im Land zu haben, ist eine Gnade.
    .
    Am besten zu sehen an den besonders stark zentralisierten Ländern wie Frankreich, England und Russland.
    Da wird die Hauptstadt zum Moloch, der alles aufsaugt und den Rest des Landes zur tumben Provinz degradiert, bis am Ende überhaupt kein Ort mehr übrig bleibt, an dem man gerne sein möchte.
    Die Großstadt ist körperlich eine Qual (erst recht mit Kindern), aber die Provinz ist geistig tot.
    .
    Deutsche freut euch über die Vielzahl der lebenswerten Kleinstädte.

  258. In Sachen Metropole hätte ich...
    In Sachen Metropole hätte ich noch zwei Anmerkungen. Ad primo: welche Metropole hat bei Geburt schon Metropole werden wollen? Wenn man von Brasilia und dem Dschungel-Kaff der burmesischen Militärs absieht. Achja, ich vergaß den kasachischen Irren, der seine Hauptstadt nach einem Fahrrad-Team benannt hat. Wenn man also von solchen Unfällen absieht, dann sind die Metropolen gewachsen oder gewuchert, auf jeden Fall nicht als prästabilierte Idee entstanden. Über dieses Problem sollte man mal nachdenken. Nun ist LE gewiß keine Metropole. Aber im Vergleich zu dem Dreckskaff (Sorry!) in dem ich großwerden durfte und das die optimale Polisgröße von 16.000 Einwohnern hatte bin ich für jeglichen Hauch von Zivilisation äußerst dankbar. Ich gebe es zu: ich will City, ich will ÖPNV, ich will ein Kino in Fußmarschweite, ich will ein Dutzend Antiquariate pro Quadratkilometer. Und Tegernsee und Konsorten will ich nur im Urlaub. Ad secundo: Berlinbashing ödet mich mittlerweile an. Berlin ist nicht nett, aber es ist das beste was wir haben. Also take it or leave it. Nehmt die Museumsinsel, keiner wird gezwungen, in den Prenzlauer Berg oder nach Neukölln zu gehen. Wer wissen will, wieso Berlin einmal einen exzentrischen Charme hatte:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_%E2%80%93_Die_Sinfonie_der_Gro%C3%9Fstadt

  259. Mon dieu, so teuer sind ein...
    Mon dieu, so teuer sind ein paar Tage in einer Kleinstadt (Davos mit 10 000 Einwohnern).
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Davos-und-die-Superreichen/story/18340187

  260. lieber BertholdIV,
    ja, die...

    lieber BertholdIV,
    ja, die gscheiteren CVer sind gegen besseres Wissen loyal, postenmäßig zahlt sich das zumeist schon aus; für Rote gilt das übrigens ebenso. Wenn man eine Fabrik oder eine RA-Kanzlei oder eine Ordination erbt, dann kann man sich das ersparen, aber wenn man talentiertes Lehrerkind ist? Bei guter Konjunktur und erhöhtem Arbeitskräftebedarf kann man sich auch etwas später im Proporz positionieren: schwarzer Sohn aus der Provinz kann in Wien auf roter Karte reussieren. Die umgeKehrten Beispiele (im Journalismus z.B.) sind selten.

  261. HM555,
    ja, da haben Sie recht!...

    HM555,
    ja, da haben Sie recht!

  262. für Berthold...
    für Berthold IV
    http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1323

  263. HansMeier555@ Darf ich als...
    HansMeier555@ Darf ich als (Schein-)Toter überhaupt noch hier mitkommentieren?
    Filou@ Nur unter der einen Bedingung meinerseits: Nicht zu Karneval!!!
    icke@: Der Dativ muß es in sich haben: „Direkt aus Davos aus hohem Mündchen im TV gerade gehört:“..und stehen wir in Konkurrenz zu Länder() mit mehr als einer Milliarde Einwohner()…“

    Wenn die Argumente ausgehen, Aussitzen nicht mehr helfen kann, dann werden Knüppelgarden in Bewegung gesetzt und Panzer gegen das mündige Volk aufgefahren. General sucht liebes Volk.
    …und er war uns immer ein guter Verbündeter, deswegen… so der Präsi einer großen befreundeten Macht.

  264. windsbraut@: Es wird nicht...
    windsbraut@: Es wird nicht über den Untergang des Abendlandes schpäkuläät
    werden, sondern über dessen Reconquista. Aass klaa?
    Was für ein Schiffchen führen Sie den überhaupts?

  265. apropos Weltstadt, Athen...
    apropos Weltstadt, Athen erwägt den Rückkauf von Staatsanleihen mit Hilfe von Krediten aus dem Rettungsschirm.
    d.h ich leihe mir Geld, kaufe meine Schuldpapiere zurück und lagere diese dann in der eigenen Staatsbank.
    d.h. die europ. banken sind ihre staatsanleihen los und der südwestviertler von marienburg bis blankenese wird der direkte gläubiger. hmmm, nicht schlecht, der grieche

  266. ad secundum:
    ich habe keinen...

    ad secundum:
    ich habe keinen Fernseher, aber das ZDF wird Titeln, “ Eine Lösung der Griechenland-Krise rückt in greifbare Nähe“, und das Glotzvolk behält seine Festverzinslichen, Dt. Staatsanleihen und ähnliches Quallengift.

  267. @gheluveld
    das ist ein...

    @gheluveld
    das ist ein riesengeschäft für die griechen. ich erzähle aller welt, dass ich zahlungsunfähig bin, die preise meiner anleihen verlieren dann 20, 30, 40 % je nach laufzeit und ich kaufe diese dann zu diesem preis mit dem neuen geld (rettungsschirm)von nervösen anlegern zurück. es darf nur keiner merken, was da läuft. aber dazu gibt es ja gute investmentbanken, die das lautlos können

  268. ad tertium
    ich halte nichts...

    ad tertium
    ich halte nichts von Anlagetipps im Netz, aber hier, ich rieche schon den Brodem der Katastrophe, die Ausnahme:
    Noch gibt es für Euro-Weichwährung gute Gegenwerte. Boden, Aktien, und wers noch nicht hat, eine ETW zum Eigengebrauch, wer eine sicheren Job hat , verschulde sich moderat.
    Alles, was als Gegenwert eine Währung, d.h. bedrucktes Papier hat (siehe oben) bitte verkaufen.

  269. @Foersterliesel
    Danke, aber...

    @Foersterliesel
    Danke, aber ich habe die 2,8 EUR (Warum ist diese schreibweise, denn jetzt in?, die ist doch nicht korrekt, für z.b. 2,76 bekomme ich in der traffic nicht den falter)
    in die druckausgabe schon investiert.
    apropos reussieren. will man in einer schwarzen zeitung in wien arbeiten, da wüsste ich jetzt gar nicht in welcher?
    prinzipiell ist das problem: wann tritt man einer partei bei oder lässt sich einordnen. zu früh, dann kann es die falsche sei, zu spät, dann rentiert es sich nicht mehr.

  270. @Foersterliesel

    Priester ohne...
    @Foersterliesel
    Priester ohne AMt ist schon eine gute Lösung, zumal, das was diese Priester tun i.d.R. ja wirksam (sakramental) ist
    ansonsten zur dauerbrenner katholische ehe
    https://www.zenit.org/article-22342?l=german&utm_campaign=germanweb&utm_medium=article&utm_source=zenit.org/g-22342
    ich glaube die lösung wäre für die rkk – (1) wurde für einen ökumenischen kirchentag schon mal vorgeschlagen:
    1) ein eucharistisches fasten
    2) ein verzicht auf katholische ehschließung
    insbesondere von den der sehr gläubigen katholiken in der rkk als zeichen der solidarität zu den von den hirten ausgeschlossenen
    als „folklore“ wie jetzt gehandhabet ist beides zu schade.
    wie sagte ein pfarrer zu einer bekannten: die jungen leute sollen doch einfach nicht mehr katholisch heiraten, sondern einfach tun, was sie so und so tun, dann haben sie all den wickel danach nicht

  271. @icke: "Dank Ihnen wird mir...
    @icke: „Dank Ihnen wird mir jetzt einiges klar“. Ja? Wasn? Daß Berlin heute eine Art geistiges Groß-Bad-Godesberg (Horizont bis zum Nachbarhaus), regiert nach Art der Aktiengesellschaft ist? Daß statt Zuverlässigkeit, Professionalität und Blickigkeit nur noch Erschöpfungszustände herrschen?

  272. @Don Carlos: "geht man von der...
    @Don Carlos: „geht man von der herkunft der aktuell verwendeten baumaterialien aus, ist jedes kuhdorf weltstadt.“ – Aber ja doch. Hamburg beliefert sein Hinterland billigst. Blankenese will doch auch nur leben.

  273. @colorcraze:

    "Geistiges...
    @colorcraze:
    „Geistiges Groß-Bad Godesberg“ kann nicht sein. Ich fuhr vor 20 Jahren einmal im Monat zwei Wechselpritschen mit Faßbier und Flaschenkästen, je 12 Tonnen, per Bahntransport geliefert nach Wuppertal, zum Großhändler nach Bonn. Die Ladung war für die Kneipe der Bayrischen Landesvertretung höchstdero. Abnehmer war ein Großhändler im Norden Bonns. Ich vermute, die allgegenwärtige Austrocknung der Berliner Politik ist eine Folge mangelnder Bierlogistik in der Steppe Brandenburgs. Die Kieferschaden-Proleten kriegen das wohl nicht gebacken. Den Kombibahnhof in Moabit gibt es nicht mehr und die Bruchbude in Großbeeren wohl auch nicht. Ich würde den Sitz des Bundes-Gesamtkunstwerks nach München verlegen. Wegen der dortige Brauereidichte wäre die Versorgung problemlos. Übrigens: ich hatte nur Bier der Sorte mit dem „.aula…“ mit. Die anderen Marken müssen ja auch noch irgendwie dahin gekommen sein.
    Von diesen Dehydrierten kann man nun mal keine Arbeitsleistung erwarten. Ist in jeder Wüste so.
    gruß fb

  274. Urbane Zusammenballungen haben...
    Urbane Zusammenballungen haben – heute wie damals – nur einen Zweck:
    Die Villen dieser unserer Klasse mit einem cordon non volontaire ergebener Sklaven zu umgürten.

  275. "Ich vermute, die...
    „Ich vermute, die allgegenwärtige Austrocknung der Berliner Politik ist eine Folge mangelnder Bierlogistik in der Steppe Brandenburgs.“
    .
    interessanter gesichtspunkt. bötzow gibts schon lange nicht mehr, patzenhofer auch nicht und berliner kindl-schultheiss kommt nicht gut, seit es bei radeberger ist. berlin trockengelegt, wer hätte das gedacht, wenn man sich noch an die obszöne schaumweinsauferei vor zwanzig jahren erinnert.
    .
    es ist schon so, fassbier und flaschbier sind out, auch im wallotbräu. beim fachhändler des vertrauens gibt es weisses schnupfpulver (nein, kein gewöhnlicher bairischer schneeberger, das richtig potente zeug aus den anden, fair gehandelt) das fördert die beredsamkeit im ausschuss und im plenum und die potenz für die zeiten ausserhalb der politischen willensbildung.

  276. @auch-einer/Folkher Braun: Ja,...
    @auch-einer/Folkher Braun: Ja, der Wandel der Drogenkultur ist ohne Zweifel da. Bier war in den 70ern das unerläßliche Schmiermittel der Zusammenkünfte, bis vielleicht 2000 auch anderer Alkohol (Prosecco, Cocktails). Danach ging es dann mehr und mehr zurück als Geselligkeit, es zogen nur noch einige Touristen mit dem Vorsatz, sich in Rekordzeit die Birne zuzukippen, herum. Seit den 90ern stieg die ständige Verfügbarkeit von Kaffee enorm, ich würde sagen, auf 500 Meter kommt man auf 1 oder 2 Kaffeeausschankstellen. Kokser kenne ich aktuell keine, weiß aber, daß das wohl seit ca. 1900, vielleicht mit Unterbrechungen, immer präsent war; Anfang der 80er hörte ich mal von „Kokswelle“ sprechen, Mitte der 90er auch. In welchem Maße das inzwischen wo verbreitet ist, weiß ich nicht, ob sies in Ruhleben (Kläranlage) messen, auch nicht (in London messen sies wohl in der Themse, unter merklicher Beteiligung der Banker dort).

  277. lieber BertholdIV,
    schwarze...

    lieber BertholdIV,
    schwarze Zeitung, naja WienerZeitung phasenweise, SN und OÖN und Die Presse. Wobei Wechsel (auch zum Standard ) möglich sind; viele jüngere Leute in Die Presse schreiben sehr liberal, wollen dort vermutlich nicht alt werden. Aber ein Voluntariat ist sehr viel eher möglich, wenn der Papa z.B. ein konservativer ÖAABler war, wenn man ein Schülerzeitungsseminar in der PolAk gemacht hat und wenn frau nicht Anführerin einer studentischen Protestwelle war. Mit größerer Bekanntheit gehen dann auch Wechsel von z.B. Kronenzeitung zum Kurier (z.B.als Dichand auf einen Schlag das Interview, die Nanny und das Horoskop auswechselte)

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