Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die heiligenverdammte Adelsherrlichkeit

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Es geht auch ohne Frondienst und Zwangsabgabe: Während die Schlossruinen des Adels nur durch Despotie halbfertig wurden, setzen Zivilgesellschaften bei kriselnden Grandhotelfonds ganz auf Glauben und Idealvorstellungen

Reich mir die Hand mein Leben, komm auf mein Schloss mit mir
Lorenzo da Ponte, Don Giovanni

Wäre es einem 1720 als gewöhnlicher Bürger vergönnt gewesen, hier zu stehen, und hätte man zum Schloss hinübergeschaut

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hätte man viele Gründe gehabt, Klage zu führen. Heute sieht die unvollendet gebliebene Anlage alles ganz hübsch aus, aber 1720 baute dort ein bayerischer Kurfürst namens Max Emanuel den üppigen Palast für eine Kaiserwürde, nach der er vergeblich trachtete. Unter allen Massstäben, selbst denen des verschwendungsfreudigen Barocks, war dieses Schloss eine gigantische Fehlinvestition, und wurde wegen fehlender Mittel allenfalls halbfertig. Als normaler Bürger, der bis vor ein paar Jahren aufgrund der Ambitionen dieses Herrschers unter Krieg und Besatzung leiden musste, hätte man innerlich vielleicht über den Bauherrn geflucht. Der baute, man selbst hatte zu zahlen. Geholfen hätte das Fluchen wenig: Die Besitz- und Machtlosen wussten, dass sie von den Besitzenden und Mächtigen keinerlei Wohltaten, oder auch nur kostenloses Verständnis zu erwarten hatten.

Fast drei Jahrhunderte später, in einer Demokratie, die den Adel abgeschafft hat, ist das alles wieder vergessen.

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So muss ich mir immer wieder in durchaus gebildeten und sicherlich nicht armen Kreisen einen speziellen Spruch anhören, der vielleicht für den Betreffenden kein Lob, aber durchaus eine Anerkennung ist: Der XY sei so reich, dem könne man vertrauen, der habe es gar nicht nötig, einen über das Ohr zu hauen. Das sagt man über Lokal- und Überregionalpolitiker, die finanziell ausgesorgt haben, und in der Rolle des wichtigen Entscheiders gefallen. Man sagt es aber auch über jene Herrschaften, denen man sein Geld anvertraut in der Hoffnung, sie würden es mehren.

Jedem halbwegs vernünftig denkenden Menschen müsste eigentlich klar sein, dass diese reichen Geldverwalter ihren Reichtum nur auf drei Arten anhäufen konnten: Entweder, sie entwickeln mit dem Geld etwas, mit dem sie anderen viel Geld abnehmen können. Oder die entwickeln etwas, das so aussieht, als könnten sie anderen das Geld abnehmen, aber in Wirklichkeit nehmen sie es den Investoren. Oder aber sie nehmen es von beiden Seiten. Dass beide Seiten gut fahren, die Investoren und die Käufer der Produkte, ist undenkbar – der Mittelmann wäre dann logischerweise nicht reich, sondern pleite. Dieser reiche Mensch, dem man also angeblich wegen seines Reichtums vertrauen kann, kann gar nicht anders, als jemandes Geld in seine eigenen Taschen zu leiten. Die Frage ist nur: Ist man auf der richtigen Seite, so es sie denn gibt.

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Womit wir bei Heiligendamm wären, dem ehemals mondänen Seebad von Westsibirien am kleinen, baltischen Eismeer. Heiligendamm wurde in jenen Zeiten mondän, als die Bewohner von Berlin noch nicht aus Geldmangel, sondern wegen fehlender alternativer Transportmöglichkeiten die nächstbeste Brühe ansteuerten, die ungestraft man als „Meer“ bezeichnen konnte – die Engländer reisten nach Italien und Südfrankreich und hatten somit gar keine Gelegenheit, die Berliner auszulachen. Kaum hatte man das Bad zu Heiligendamm mit ein paar Zwischeninsolvenzen einigermassen fertig, nutzte man die neuen Reisemöglichkeiten, um Soldaten in Kriege zu transportieren, die man mit Pauken und Trompeten verlor, und weil die Zeiten danach stets mieser als die frühere Epoche waren, kam man zum Schluss, dass diese pickelgehaubte Zeit der Ganzkörperbadekondome, relativ betrachtet, viel mondäner war.

Jedenfalls – eine Fondsgesellschaft namens Fundus eines gewissen Herrn Jagdfeld machte sich anheischig, von nicht ganz armen Zeitgenossen Geld einzusammeln, und damit den Glanz von Heiligendamm im Funkeln seiner Kronleuchter wieder entstehen zu lassen. Hand in Hand wollte man die Blumengirlanden des Kapitalismus zusammen mit der Strukturfürderung durch die eisigen Winde der Region flattern lassen, und mit der Legende des mondänen Seebades würden auch bald wieder die neuen Reichen aus Berlin anreisen, und bald schon würde man trefflich verdienen, indem man den Traum der Investoren zum Miet- und Ferientraum der anderen machte. So war der Plan.

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Die Ausführung sieht nun aber leider so aus, dass nach vielen Jahren voller Pleiten, Pech und unvermieteter Betten die Altinvestoren zur Gesellschafterversammlung gebeten werden, wo man ihnen mitteilt, dass die ganze Sache am Abgrund steht. Vielleicht geht man bald pleite, vielleicht veräussert man noch schnell Grandhotel und unfertige Projekte. Vielleicht aber verzichten die Investoren auf 90% ihres Kapitals und dadurch auch auf Einflussmöglichkeiten, und helfen, noch ein paar Millionen nachzuschiessen, mit denen man neue Kredite bekommen könnte, um das inzwischen etwas, sagen wir mal, patinierte Grand Hotel um ein paar Attraktionen reicher zu machen. Dann, so sagt es das Konzept einer nicht ganz billigen Beratungsfirma, könnte man schon 2013 mit den ersten Ausschüttungen rechnen. Oder vielleicht auch mit höchstrichterlichen Urteilen, behaupten vermutlich manche Anlageranwälte, die sich anheischig machen, das schöne Geld gegen etwas schönes Geld wieder zurückzuholen, oder es wenigstens zu versuchen. „Frohsinn erwartet dich hier, entsteigst du gesundet dem Bade“, lautet der Wahlspruch des Seebades, aber wohl kaum des Stahlbades, das nun für die Beteiligten mit wenig erbaulichen Optionen unausweichlich scheint. Und ob es trösten mag, dass die Geber der öffentlichen Fördermittel für das Projekt noch weniger mitreden dürfen?

Auch sie Opfer, Opfer des Glaubens, man müsse nur den Reichen vertrauen, die wüssten schon, wie es geht, sie würden einen gerne mitnehmen, zu Glanz und Wohlstand. Je grösser, je phantastischer die Illusion, je opulenter die Versprechung und je ruhmreichere Legenden dem Projekt innewohnen, desto leichter scheint man zu überzeugen, werden Menschen gläubig. Je mehr Geld im Spiel ist, desto sicherer mag erscheinen, dass es auch da bleibt und nicht verschwindet, es ist ja so viel, und so viel besitzt auch der oberste Visionär. Man muss keine Raubzüge mehr machen oder Büttel losschicken, die Untertanen zu plündern. Es ist eine Sache von Glauben und Vertrauen, und der Möglichkeit, Eintritt zu erhalten, dabei zu sein, sich ein klein wenig als Besitzer fühlen zu können, wo andere allenfalls zahlende Gäste sind.

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Wäre der Erbauer von Schloss Oberschleissheim kein absolutistischer Fürst gewesen, hätte man ihm seinen Paternalismus nicht abgenommen und wäre er gezwungen gewesen, seine Tage als adliger Promi für das Volk zu fristen, vielleicht hätte er auf die vielen Blumengirlanden im Palast gedeutet, und sie zum Zeichen der Verbundenheit zwischen ihm und seinen neuen Partnern erklärt. Aber wie schon erwähnt, damals war man wegen schlechter Erfahrungen mit den Reichen der Zeit etwas vorsichtiger: Als in etwa zeitgleich August von Sachsen versuchte, die gerade erfundene Porzellanproduktion als Aktiengesellschaft zu teilprivatisieren, gab es zu wenig Vertrauen. Man ahnte zutreffend, dass der Fürst nur Investoren zum Betrieb eines Werkes brauchte, dessen Erzeugnisse er bestellte, aber nicht bezahlte.

Wer hätte dann wegen ein paar Symbolen, einer Vision und Versprechungen in einen übergrossen Palast für ein paar reiche Herrschaften investiert? Keiner. Völlig zurecht, denn schnell zeigte sich, dass Schloss Nymphenburg nahe bei München zwar auch teuer, aber sehr viel beliebter war. Vielleicht sollte man, wenn man es mit Reichen zu tun hat, stets daran denken, dass man formal den Adel abgeschafft hat – nicht aber die Cagliostros, die Max Emanuels, die Arcanisten, die Hofschranzen, die Geldmacher und Schuldscheinausschreiber, die geklauten Denkschriften und Lobreden, die Cretins der Mächtigen, die man durchfüttern muss, den Ämterkauf, die Paläste, Hofnarren, Büttel und Fernsehköche des ganzen Spektakels. Nur die Titel sind weg, die Einrichtung ist billiger, und die Musik ist schlechter geworden. Und man zahlt anders, aber immer noch genauso für die Grillen der reichen Leute, die es nur scheinbar nicht nötig haben, einen über das Ohr, oder bei Bedarf auch über den Schädel zu hauen.

Disclosuratio: Zu dero Zeyt ich den Beitrag begonnen habe, wusste ich sintemalen nichts von den gar hässlichen Makeln kleinen Unachtsamkeiten in der Dissertatio des Herren zu Guttenberg.

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291 Lesermeinungen

  1. Die Plagiatsseiten sind...
    Die Plagiatsseiten sind inzwischen umgezogen:
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    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki

  2. Warum die Disclosuratio?
    "Der...

    Warum die Disclosuratio?
    „Der XY sei so reich, dem könne man vertrauen, der habe es gar nicht nötig, einen über das Ohr zu hauen. Das sagt man über Lokal- und Überregionalpolitiker, die finanziell ausgesorgt haben, und in der Rolle des wichtigen Entscheiders gefallen.“
    Passt doch perfekt.
    .
    Wir können ja schon mal Wetten abschließen, zu welcher Drückerkolonne er in den nächsten 6-18 Monaten wechseln wird.

  3. GuttenPlag? GuttenGeissel...
    GuttenPlag? GuttenGeissel wäre wohl nicht dezent genug gewesen.

  4. Muscat, das bezog sich auf...
    Muscat, das bezog sich auf einige Fälle aus der kleinen, dummen Stadt an der Donau, man suche nur mal nach „Megapetrol“ und „Skandal“; unbekannter, aber regionalk bedeutend: Der Fall eines Architekten mit besten Beziehungen zum Rathaus. Oder letztes Jahr ein Freund von Stiftungen in Liechtenstein. Oder vor drei Jahren ein bestens vernetzter Anwalt, der Geld aus Anderkonten mitnahm.

  5. (Und ganz ehrlich, ich finde...
    (Und ganz ehrlich, ich finde den Vergleich zwischen Oberschleissheim und Heiligendamm wirklich spannender, da kulturhistorisch wirklich relevant, im Gegensatz zur Frage, was dieser fränkische Herr geleistet hat)

  6. Schade. Simplistisches framen,...
    Schade. Simplistisches framen, mal wieder.
    Long Beach, New England, Wallstreet, Singapur, Hongkong, Virgin Islands, wo immer, zu welcher Zeit immer, wer immer. Menschen prassen gerne, sonst schnurrt die Wirtschaft nicht. Der eine mit Sportwagen, der andere mit Schnörkeln an der Wand. Manche verstecken’s, andere zeigen’s. Ein anderer Gesichtspunkt kommt hinzu: Warum hat der blöde Pfau so teure Schwanzfedern, der herrliche Platzhirsch so majestätisches Geweih? Ganz schöner Aufwand. Warum gehen Toreros solche Risiken ein? Sonst klatschen die Damen nicht. Damen lieben Sieger im Schaulaufen und die Schau muß richtig schmerzhaft was kosten, sonst könnte’s ja jeder. Warum pflastern alle alle Städte mit Glas- und Marmor- Phalli zu? Warum verbrennen die AGs Millionen und Milliarden in Aktienrückkäufen? Regierungen ohne Paläste, alles nur in praktischen, grauen Plattenbauten ist doof. Gold ist viel schöner, und Diamanten erstmal. Die Preise gehen durch die Decke, weil die BRIC Reichen allen Glitzer aufsaugen. Immer schön auf dem Teppich bleiben. Moralisierende Partisan Agitation ist langweilig.

  7. Mei wie schön, so habe ich...
    Mei wie schön, so habe ich also beim ersten Anblick richtig gesehen: Schloß Schleissheim.
    Genial der Ausdruck: Ganzkörperbadekondom ;) Nun bei mancher Figur wäre das heute noch vorteilhaft.
    Was solche Fehlinvestitionen von den heuteigen Luftschlössern allerdings unterscheidet, ist, das sich heute auch das einfache Volk erfreuen kann. Bei reinen Geldgeschäften ist das wohl anders. Da sind mir die realen Schlösser doch lieber!
    Ja mei was habt Ihr denn alle mit Guti, machen das nicht fast alle so? Und benötigt unser zukünftiger Kanzler einen Dr. Der bekommt dann genug h.c. an den Adelshelm geheftet.

  8. In Oberfranken (bin gebürtige...
    In Oberfranken (bin gebürtige Oberfränkin) denkt man nicht, dass man den ganz Reichen vertrauen könne, denn die wären ja so unabhängig und hätten es nicht nötig.
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    In Oberfranken, dem Land der armen Flößer, Weber und der gescheiterten Grenzlandpolitik denkt man so: „Die sind so reich, die machen eh was sie wollen.“ Und duckt sich beizeiten.
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    Und auch: „Die Reichen sind die hungrigsten“. Weisheit eines geschundenen nordbairischen Volksstamms. Woanders, z. B. in wohlhabenderen Oberbayern, mag man aber schon immer anders gedacht haben, zugegeben.

  9. PS: Lustig, gerade vor einer...
    PS: Lustig, gerade vor einer Std habe ich auch über Schleissheim und Märchen gebloggt, ohne Ihren Artikel schon gekannt zu haben.

  10. Der gemeine Steuerzahler bis...
    Der gemeine Steuerzahler bis hinunter zum Hartz-IV-Mehrwertsteuerzahler hat sich auch schon an König Anno Augusts heiligem Damm beteiligt, der schon seit langem gebrochen ist. Als Abschreibungsmodell konzipiert, mit Krediten des Fonds und denen der Anteilsfinanzierer unterfüttert, ist eine klassische Schrottimmobilie entstanden, die nur noch von heißer Luft zusammengehalten wird, tauglich allenfalls als ständige Residenz irgendwelcher Gipfel. Ganz in der Nähe des Brandenburger Tores soll noch so ein vermögensverbrennendes Objekt stehen, das trotz besserer Auslastung den Anlegern wenig Freude bereitet.

  11. Blackjack, wie man sieht, ist...
    Blackjack, wie man sieht, ist es eine gute Zeit für zufällige Koinzidenzen.
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    Vroni, wenn es nach mir ginge, gäbe es ein Bundesland Franken und einen Korruptionsvergleich mit Altbayern und Hessen – dann wissen wir endlich, wer die gressan Hund san.

  12. Spannender wäre ein Vergleich...
    Spannender wäre ein Vergleich von Oberschleissheim und dem Berliner Bundeskanzleramt in 100 Jahren, -wenn das Bundeskanleramt dann überhaupt noch steht, weil es einem noch „repräsentativerem“ Bau weichen musste…

  13. @DA: "die Einrichtung ist...
    @DA: „die Einrichtung ist billiger, und die Musik ist schlechter geworden“.
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    Und meistens auch die Fassade. Zumindest optisch ist staatliche (und das war 1720 der Souveraen) Verschwendungssucht meist langfristig besser ertraeglich.

  14. Gretel, chinesische...
    Gretel, chinesische Statthaltereien in entlegenen Kolonien waren noch nie schön.
    .
    Mondry, auf die ganz, ganz lange Sicht rentieren sich sogar Barockschlösser ein wenig.

  15. Also das nicht ganz stilreine...
    Also das nicht ganz stilreine Neuschwanstein rentiert sich. Nicht damals.
    Aber für die Finanzkasse des heutigen bairischen Finanzministeriums.

  16. Worin, ist eigentlich dieser...
    Worin, ist eigentlich dieser Franken-Restbayern Twist begründet? Ich hab in einem Vorstellungsgespräch recht doof geschaut, als der Personalchef meinte, ob ich als Franke in München gut ohne Therapeut zurecht komme……..

  17. Werter Don,

    wie von Ihnen...
    Werter Don,
    wie von Ihnen richtig bemerkt gilt der alte Spruch aus dem Investmentbanking: There is no free lunch – einer zahlt immer…
    Boah, die zahlen 200bp für ein risikoloses Geschäft (risikolos = AAA-Rating), da müssen wir zuschlagen..
    Schöne Grüße aus dem Norden,
    Moritz

  18. "GuttenPlag? GuttenGeissel...
    „GuttenPlag? GuttenGeissel wäre wohl nicht dezent genug gewesen.“ Nö. Plag von Plagiator, nicht von Plage als Vorstufe der Geissel.

  19. kaktus, ich glaube, der Zwist...
    kaktus, ich glaube, der Zwist ist uralt.
    Freie Franken seit Chlodwig gegen unzivilisierte gscherte Alpengoten.
    .
    Ebenfalls als Franke in München: München ist eine sehr schöne Stadt, wenn die Münchner nicht wären. Sagen Niederbayern, Oberpfälzer und Franken. Was Berliner und Rheinländer von hier sagen, ist mir nicht bekannt. Sie werden wohl ihre Sonnenbrillen ins Haar hoch-schoppen, ihren Trachtenjanker anziehen, ins Café Tambosi gehen und verständnislos gucken.

  20. China hatte noch nie...
    China hatte noch nie überseeische Kolonien.
    .
    Bin gespannt, wie das wird.

  21. Und ob denen unser...
    Und ob denen unser raubkopiertes Porzellan gefällt.

  22. Kleine beckmesserische...
    Kleine beckmesserische Korrektur: Abgeschafft wurde der Adel in Deutschland nie (höchstens als Stand entmachtet, die letzten Privilegien fielen in den 1920ern), die Monarchie hingegen schon.

  23. Wenn das stimmt, mein lieber...
    Wenn das stimmt, mein lieber bettelbaron, ist es aber nun höchste Zeit! Sonst werden wir eines Tages doch noch auf die Laternen zurückgreifen müssen, und wenn wir dazu die Sarrazenen aus Nordafrika holen müssen.

  24. Bzgl. Herrn zu Guttenberg bzw....
    Bzgl. Herrn zu Guttenberg bzw. den kleinen Unachtsamkeiten in seiner Dissertation bemitleide ich seine bisherigen Anhänger, indem ich Don Alfonso Worte „Auch sie Opfer, Opfer des Glaubens, man müsse nur den Reichen vertrauen, die wüssten schon, wie es geht, sie würden einen gerne mitnehmen, zu Glanz und Wohlstand.“ plagiiere.

  25. Adelsabschaffung in A:...
    Adelsabschaffung in A: offiziell schon gehabt, inoffiziell hat es sie nie gegeben.

  26. schleissheim und die...
    schleissheim und die einführung abendländischer kultur in baiern – holländische Ingenieure für die großartige Planung des wasserbaus, welsche Architekten und künstler für die gebäude, osmanische zwangsarbeiter für die ausführung, finanzierung mit französichen subsidien, störung spanische träume durch den herzog von marlborough mit folge der jahre im belgischen exil, die reiche ernte der niederlage in form von rubensgemälden und dort angeheuerten künstlern. die bilanz kann sich sehen lassen, für die untertanen wars meist weniger spassig. und heute?
    a propos nächstbeste brühe: wer vom tegernsee aus heiligendamm gegen schleissheim setzt, muss sich den hinweis auf die münchner eliten gefallen lassen, die seinerzeit an selbigem see ihrerseits den mangel alternativer transportmöglichkeiten kompensierten. die bayerische riviera damals übrigens lindau. Nur hat leider dort kein herr jagdfeld fehlinvestitionen (es trifft vermutungsweise keine armen) plaziert, so daß einige der besten gebäude der maximilianszeit rentableren grundstücksverwertungen zum opfer fielen, wegen denen hinzufahren sich wirklich nicht lohnt.

  27. Vielleicht wird ja die von...
    Vielleicht wird ja die von Schavan geplante Bundes-Elite-Uni dort einziehen und für Mieteinnahmen sorgen.
    .
    Mit zu Guttenberg als Rektor und Husni Mubarak als Gastprofessor (Politologie, Cyberwar studies).

  28. Die "Brühe" wird dem...
    Die „Brühe“ wird dem Usedomspotter aber nicht gefallen …

  29. Wer "Koinzidenzen" für...
    Wer „Koinzidenzen“ für „zufällig“ hält, gehört nicht mal zur selbsternannten „Elite“.
    Si tacuisses……

  30. So Schlösser hätten auch den...
    So Schlösser hätten auch den Vorteil, das künftige Konolialherren (ob Chinesen, Russen, Polen, Afrikaner oder Afghanen) nicht lange überlegen müssten, wo sie ihr Hauptquartier aufschlagen.

  31. Irre ich mich oder wurde...
    Irre ich mich oder wurde dieses Landhäuschen nicht zur standesgemäßen Aufbewahrung eines bairischen Monarchen (Otto) recycelt, der dann gegen Schluss für eine Weile auf die Seite geschoben wurde, weil der Nachfolger den Gang der Dinge nicht mehr abwarten und auch ein bisserl König sein wollte? Mal sehen, wer in einigen Jahren in unseren Bank- und Versicherungspalästen herumgeistert. Bei Parallelbesetzung wären sicher noch einige Sinekuren für zu entsorgende Stützen der Politik zu finden. Beispielweise in der Bundesbank? Zumindest wären es Positionen mit Aussicht.

  32. Guttengeissel hat Charme....
    Guttengeissel hat Charme. Vielleicht war ein Vandale unter den Vorfahren? Da gab es mal einen König Godigisel. Wer weiss…

  33. Leonore, kennen Sie das...
    Leonore, kennen Sie das Stilmittel der Ironie und die Methoden, sie offensichtlich zu machen?

  34. @ Don, Leonore: Man kann für...
    @ Don, Leonore: Man kann für Koinzidenzen nicht nur den Raum dehnen, sondern auch die Zeit! Will sagen, es galt schon immer, dass Alkohol was für Leute ist, die mit Drogen einfach nicht umgehen können… :-)

  35. Zur Abfassung von...
    Zur Abfassung von Dissertationen im Besonderen (A) und im Allgemeinen (B):
    (A)
    1.) Es ist wie mit dem Geld: Je mehr davon als Geldmenge im Umlauf ist,
    umso weniger ist es kurioserweise wert.
    2.) In welchem Verhältnis steht der Zitationsapparatus zum originellen geistigen und eigenständigen Ertrag?
    3.)ius ubique docendi: Von wie vielen Titelträgern wird dies wirklich ausgeübt?
    Normaler Erwerb:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Doktor
    Käuflicher Erwerb:
    http://doktortitel.net/
    (B)
    Bis etwa um 1800 wurden Doktorarbeiten, wie selbstverständlich, in Latein aufgesetzt, formal gestützt durch These, Antithese, Synthese. Der Doktorand hatte seine These vor einem gelahrten Promotionscollegio in Latein vorzutragen und zu verteidigen. Die meisten Arbeiten umfassten i. d. R. nicht mehr als 3-10 Seiten, ohne Apparat.
    ..
    Schreiber obiger Zeilen hatte sich durch DAen div. MINT-Fächer und anderer Wissenskulturen(fächer) im Laufe seines Lebens hindurchgemüht und kommt zu dem Schluß, daß abgesehen von den wohl notwendigen Tabellen und Diagrammen,
    der echte Ertrag die viele Schreibarbeit oft kaum gelohnt hatte.
    DA@
    Die Schlösser der Potentaten waren m. E. seit der ausgehenden Renaissance eigentlich eine Art Hotelbetrieb der hohen und höchsten Feudalkreise/klasse. Sie dienten der Propaganda, Unterbringung und div. gesellschaftlich-dynastischer Ereignisse, als da waren: Heiraten, Geburten, Todesfälle, Thronbesteigungen, Huldigungen, dem diplomatischen Verkehr. Genau genommen der ähnliche Umstand weswegen von Staats wegen man in der sog. westlich-demokratischen Gegenwart bei z.B. G8-Gx-Veranstaltungen, wegen dem Klimawandel, drohender nationaler & internationaler Staatsbankrotte, Veranlassung alliierter Boykott- oder Einmarsch-massnahmen zusammenkommt. Allerdings mit dem feinen Unterschied: Alle Teilnehmer sprachen Französisch, hatten eine ausgedehnte Kavalierstour (masc.) durch Europa hinter und verstanden sich auf einen guten Geschmack. Das Bezahlen für Unterkunft, Verpflegung, Absicherung und div. ev. Lustbarkeyten oblag allerdings den Untertanen wie heutzutag dem mündigen Bürger.
    Da es nur eine geringe und relativ teure Medienarbeit/verbreitung/diffusion gab, wurde man dankenswerterweise vom tagtäglichen Anblick der gichtgeplagten agierenden Figuren & Woll-Lüstlinge verschont….

  36. coincidencia oppositorum sagte...
    coincidencia oppositorum sagte schon Nikalaus Cusanus. Ein eintretender Grenzfall, wenn´s nimma weida gehd.

  37. Don Alphonso, dieser Satz...
    Don Alphonso, dieser Satz „Dass beide Seiten gut fahren, die Investoren und die Käufer der Produkte, ist undenkbar – der Mittelmann wäre dann logischerweise nicht reich, sondern pleite.“ ist platt – und darüberhinaus Unsinn. Dass er Unsinn ist, ergibt sich aus der Übertragung auf das Alltagsleben: Verkäufer ist ein Hersteller, Käufer ist ein Abnehmer, Mittelmann ist ein Händler. Und nach Abschluss eines Geschäftes fahren üblicherweise alle drei Parteien gut. Der Hersteller fand einen Käufer, den es ohne Händler vielleicht nie gegeben hätte. Der Käufer fand ein Produkt, dessen Hersteller er ohne Händler nie gefunden hätte. Und der Händler fand einen Käufer und einen Verkäufer, die er zusammengebracht hat. Ansonsten sehr schön geschriebener Artikel, wenn man von dem klitzekleinen Schönheitsfehler absieht, dass es sich bei den Investoren bei Jagsfeld weder um die geistig noch um die materiell Armen handelt. Hier investieren Leute, die individuell durchaus reicher sein können, als Jagdfeld selbst. Also nimmt es ein Reicher den Reichen – WENN Sie denn Recht haben, dass die Anlage von vornherein unseriös war (nein, das sagen Sie natürlich nicht. Als guter Schreiber wissen Sie, dass der Leser es schon richtig interpretieren wird).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  38. Ganz ohne Dünkel: Leute, die...
    Ganz ohne Dünkel: Leute, die so dumm sind oder waren „in sowas“ Geld „zu investieren“ (also – und höchstlich unreflektiert – den ganzen Mechanismen unterliegen, die er schildert) sollte man besser überwiegend bloß aus der Ferne grüßen müssen. Höchstens. Und auch das ganze Umfeld muss man nicht kennen, keinen Umgang pflegen. Keine biographischen Details auswendig behalten oder absorbieren. Eher kann man „Tucholsky im Ausland“ kennen („wer so schreibt wie der, hat hier bei uns nichts verloren … „).
    .
    Wir sind aber bei ihm, dem Dr. Don – oder soll man eher sagen: er bei uns?
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    Die Zahlenfakten sind so auffällig: 1720 – das war vor allem 72 Jahre nach dem verheerenden Krieg von 1618-1648 nicht wahr? Und immerhin hatte die (mitteleuropäische) Menschheit sich in der Zeit so weit erholt, soviele Überschüsse angesammelt (eben auch in Form von Zukunfts= Kreditglauben) dass u.a. auch solche Gebäude entstanden, wie gezeigt, „wenn auch nicht ganz fertig“.
    Und nun könnte man billig argumentieren – und ganz ohne Untergangsprophet zu sein: Wie sich die Zahlen gleichen. 2017 schon ist 1945 – und ein abermals verheerender Krieg – 72 Jahre her. Allerlei Dekadenzauffälligkeiten unserer Zeit hätten dann womöglich ein ähnlich‘ Ursach‘. (Und wären damit auch schon wieder langweilig, vom Standpunkt des Intellektuellen aus gesehen, weil bloße Wiederholung)
    .
    Tucholsky erkannte unter anderem wohl auch diese Möglichkeit des Blog-Fortschitts an: http://images.zeno.org/Literatur/I/big/tuab2101.jpg
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    (Und eine Depression muss heute sowieso keiner mehr haben, auch ganz ohne Pillen zu nehmen nicht.)
    .
    „Und Testosteron beobachtet linear, entlang des Zeitstahls“, weiß die heutige Populärwissenschaft wohl – „Östrogen ist dafür eher für Beziehungen, also rund, schön rund, also im Kreis“. (Und Mann und Frau können sich lieben).

  39. @schepenese: "Mal sehen, wer...
    @schepenese: „Mal sehen, wer in einigen Jahren in unseren Bank- und Versicherungspalästen herumgeistert.“ da verweise ich zum beispiel mal auf köln – gerlingquartier. Eine tüchtige gesellschaft aus nettetal bastelt an umwandlung zu luxuswohnungen. beteiligt auch herren aus wien. eine schnurrige geschichte. anschließend geeignet für eine untersuchung wie schützt eigentlich der denkmalschutz (welcher?, bzw für wen gilt er?), oder auch, wieviel prozent (undeklarierte und verfälschende) kopie darfs sein, um noch von einem original zu sprechen. zuständigerseits nicht als sachliche, sondern politische frage verstanden, steuerrelevant. mit der annahme, hinterher merkts sowieso keiner mehr, hat sich aber schon ein kriegsminister vertan.

  40. Liebe Kommentatoren,

    ich habe...
    Liebe Kommentatoren,
    ich habe mich nach reiflicher Überlegung entschieden, mit meinem Verein „Excellence in danger“ eine Fernsehsendung „Tatort Fakultät“ zu entwickeln, in der wir präparierte adelige Doktoranden auf schleimende, kriecherische Doktorväter ansetzen und die danach mit ihrer Willfährigkeit konfrontieren. Häberle und Klippel dürfen nicht die einzigen bleiben, die wir entlarvten.

  41. @BlackJack ("Ja mei was habt...
    @BlackJack („Ja mei was habt Ihr denn alle mit Guti, machen das nicht fast alle so? Und benötigt unser zukünftiger Kanzler einen Dr.“)
    Nein, es machen eben nicht alle so. Und in der Tat braucht man für Kanzler — ein Amt, für welches ich das fränkische Medienkonstrukt freilich für völlig ungeeignet halten würde — keinen Dr.-Titel. Aber Guttenberg meint halt, den müsse man haben, schludert eine Diss. zusammen, obwohl ihm wissenschaftliches Ethos fremd ist. Ich hab nichts dagegen, wenn jemand im elterlichen Betrieb Geld scheffelt. Aber sich dann noch en passant einen Titel zu verschaffen, weil’s halt geil aussieht, das ist eine Anmaßung und Provokation.
    P.S. Wenn man bedenkt, dass auch Joschka Fischer mal der beliebteste Politiker war und welche Popularität außerdem Frau Kässmann genießt, dann wundert einen in D. ohnehin nichts mehr …

  42. Kein Respekt bei twitter:...
    Kein Respekt bei twitter: „Copy-Karl und Porno-Steffi…“

  43. Aber liebe Stephanie, doch...
    Aber liebe Stephanie, doch bitte bloß keinen „Tatort“ – „Tatort“ das sind doch bloß Märchen, ist Fernsehen fürs Volk.
    .
    Wenn man das macht, dann doch bitte richtig: Wir mieten in Rom ein Gebäude, genannt „Circus Maximus“.
    .
    Oder richtiges Drama auf der nächsten Bühne. http://www.reproarte.com/files/images/A/allori_christofano/judith_und_holofernes_B.jpg
    .
    Habe ich am Telefon gerade auch eben gesagt: Ein wirklicher Aristokrat würde jetzt aus Afghanistan gar nicht mehr wieder nach Hause kommen. Sondern würde und müsste sich dort kodexhalber noch heute Nacht direkt die Kugel geben. (Dabei möchte das Volk ihn lieben – und lebendig, aber(wieder) rein.)

  44. Das Internet, ein noch...
    Das Internet, ein noch rechtsfreierer Raum als die Promotionsordnung.

  45. Wollt damit endlich gucken,...
    Wollt damit endlich gucken, wie es in Heiligendamm aussieht, ohne hinfahren zu müssen: http://www.grandhotel-heiligendamm.de/de/home/begehung/
    Drehschwindel. Jetzt ist mirs gscheit schlecht.

  46. ...
    http://www.sueddeutsche.de/politik/doktortitel-in-der-politik-der-club-der-akademischen-schoenfaerber-1.1061445-2
    das ist natürlich der zweite hammer. ein fernsehprof. erlaubt eine diss., die man mit aufwand einer facharbeit selber verfassen kann. ich schlage vor für eine neue diss. vergleich der wertvorstellungen meiner familie mit der der kath. kirche

  47. Man könne nochso viel mehr...
    Man könne nochso viel mehr machen „mit Heiligendamm“, teilweise zumindest.
    .
    Passend zur überalterten Gesellschaft. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1390375/
    .
    Oder hören: http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=196846&datum=20110217&playtime=1297930583&fileid=0f998eb2&sendung=196846&beitrag=1390375&/

  48. Werter Don, wieder ein...
    Werter Don, wieder ein schöner Beitrag! Ja, die Geldvermehrer! Gerne auch mit Schneeballsystem aber immer mit rethorisch geschulten Einpeitschern um dem Bürger das Geld aus der Tasche zu ziehen! Die Finanzbranche hat da viel gelernt von den unseligen amerikanischen Fernsehpredigern aus den 80´er Jahren!
    Und zu Gutenberg: Ja mei , hams nen halt erwischt! Ich würde mal vermuten das bei mehr als 50% aller Dissertation kräftig abgekupfert wird. Aber heutzutage hat kaum noch ein Doktovater Zeit für eine genaue Überprüfung der eingereichten Werke.
    Grüße FS

  49. da muß der investor aber auch...
    da muß der investor aber auch geschlafen haben. das sonst übliche finanzierungsverfahren für großprojekte in ostgermanien ist eigentlich: geld und fördermittel einsammeln, bauträger beauftragen, bauträger (pro forma) bezahlen. der bauträger beauftragt dann lokale firmen, nimmt die vollendeten gewerke ab und geht dann pleite. die dußligen firmen, die sich um die aufträge gerissen haben, machen nase. investor behält sein hotel, bauträger gründet ein neues unternehmen, unbezahlte baufirmen reihen sich in das heer der mißmutigen zonis ein. kurz, normalerweise kann man mit einem hotel, dessen herstellung nichts gekostet hat, auch keine solvenzprobleme bekommen. so baut man heute in deutschland. schön blöd, wenn sie’s nicht so gemacht haben. oder das beim bau gesparte geld ist schon verpraßt. die baufirmen werden nicht nochmal so doof sein. aber vielleicht die anleger…?

  50. ..wird diesmal stolpern, weil...
    ..wird diesmal stolpern, weil er kein Bauernopfer bringen kann. Beim Plagiieren kann er niemandem die Schuld zuschieben.

  51. @vroni-AUCH ohne Hinfahren:...
    @vroni-AUCH ohne Hinfahren: ebay: GrandHotel Heiligendamm , Sofort Kaufen für 79,00 Euro, Kostenloser Versand.

  52. @ nauplius 17. Februar 2011,...
    @ nauplius 17. Februar 2011, 11:31 Zitat: „Simplistisches framen, mal wieder.“
    Wird hoffentlich ein Simpli-zi-stisches werden……..

  53. (Hoppala, dumm gelaufen....
    (Hoppala, dumm gelaufen. Dieser wie immer unwesentliche Kommentar kam in den falschen Themenbereich. Don! Gnade!)
    .
    Es gibt keinen Grund Badeorte an der Ostseekueste nicht zu verachten. Es gibt Ausnahmen, sicherlich, aber die kenne ich nicht.
    Heiligendamm, Monate vor dem Gx-Gipfel: ueberall steht Polizei und man ahnt, dass grobe Polizeifinger zum soundsovielten Mal mein Autokennzeichen in einen Computer tippen. Wer jetzt mein Auto klaut, kommt sicher nicht sehr weit. Aber wer sollte schon mein Auto haben wollen?
    .
    In einer schmalen, Waldstrasse links vor dem Grand-Hotel befindet sich eine Klinik fuer Neureichen-Menkenkes (man hat ja sonst schon alles), vor dem Hotel ist alles tot, gegenueber ist es noch toeter. Man ahnt: das Kaff besteht aus besagtem Hotel, sonst nur aus Nebengebaeuden. Richtung Strand, fast am Meer ziehen sich Richtung Osten ein paar Villen, deren Charme am Sozialismus schwer gelitten haben. Manchmal sieht man noch alte Beschriftungen „Ferienheim Klara Zetkin des FDGB der LPG Rote Ruebe, Calbe/ Saale“, oder so aehnlich. Damit endet die Ortschaft. Ein paar Authochtene haengen dort ab. Der alte Kiosk ist geschlossen. Wahrscheinlich schon seit 1989. Wer in Heiligendamm sein Geld liess, haette genausogut Friedhofszertifikate fuer Koeln-Mauenheim erwerben koennen.
    .
    Erzaehlte ich eigentlich schon mal, dass ich als Reisender unter einem Ungluecksplaneten geboren bin? Bin ich! Denn zwei Jahre spaeter fuehrte mich einen Laune nach Kanada-zu genau dem Ort in dem ein Teil des naechsten Gx-Gipfels stattfinden sollte, Deerhorst-Resort bei Huntsville (Ontario). Der Unterschied zu Heiligendamm bestand darin, dass es da nicht so furchtbar steril aussah. Die Shopping-Mall in Huntsville ist auch keine Reise wert. Und was heisst hier schon viel Wald, viel See? Ich bin kein Trapper.
    .
    Heiligendamm? Weg, bloss weg! Dann lieber noch Stralsund. Oder Prerow. Prerow ist nett.

  54. Wenn Bürgen Schlösser bauen!...
    Wenn Bürgen Schlösser bauen! Kommt leider sehr sehr selten vor.
    .
    Angesichts der Tatsache, dass wir heute Religionsfreiheit total besitzen und niemand mehr da ist, der einem den Ablaßhandel verbieten könnte, wäre womöglich auch der Bau von gotischen Kathedralen wieder eine nette Investitionsidee?
    .
    Würde man die gleiche Herausforderung wählen wie unsere Vorväter im 13. und 4. Jahrhundert, dann würden wir heute versuchen, mit der uns heute zur Verfügung stehenden Stahlbetontechnik so hohe Türme zu bauen wie irgendwie möglich. Die ja dann weder Büroräume noch Fernsehantennen tragen müssten, sondern nur ein goldenes Kreuz! Ob da 2 bis 3 Kilometer Höhe wirklich unrealisierbar wären? Mit Gottes Hilfe und Millionen von Kleinaktionären?

  55. Ach, naja. Denken Sie an den...
    Ach, naja. Denken Sie an den Suezkanal. Zuerst wurde Geld eingesammelt, und dann ging die Firma pleite. So mehrfach hin udn her, und nun bringt der Suezkanal 20% des ägyptischen BIP. War also letztlich doch eine gute Idee. Oder Wernher von Braun. Anfang der 40er: „es stellte sich heraus.“ – Nie das, was die Finanziers und Auftraggeber hören wollen. Es wurde dann richtig übel mit Bomben auf Engelland. Aber letztlich hat er dann doch die Rakete zum Mond gebaut, die dort wirklich an- und zurückkam.
    Entwicklung dauert Zeit und bricht manchen Geschäftsleuten das Genick.

  56. Filou, gerade noch die kurve...
    Filou, gerade noch die kurve gekriegt… wer in den niederlanden wohnt, sollte nicht mit scheiße werfen.

  57. Ich nehme mal an, dass nicht...
    Ich nehme mal an, dass nicht nur mir auffiel, wie ähnlich unser Herr zu Guttenberg unserem Lothar Matthäus sieht.
    Welcher ist nun eigentlich der mit den hübschen Klamotten?
    Der mit der Brille? Oder der mit dem Gel?

  58. Wenn wir nicht zwei Jahrzehnte...
    Wenn wir nicht zwei Jahrzehnte hinter uns hätten, in denen die selbe Sorte Politiker immerzu „Exzellenz“ und „Brillanz“ und „Rankings“ gefordert hätte und sich einfach nicht damit abfinden wollte, dass irgendein Wissenschaftler Ruhe hat zum Arbeiten.
    .
    Was soll denn bei dem ganzen Gehechel anderes herauskommen als Schaumschlägerei und Betrug?

  59. Ah, Don Carlos,...
    Ah, Don Carlos, Kuestenbewohner? Na, nu hoerrense mal. Erschtens bin ich ein wirklicher Sympatisant des Osten. Zweetens, mein Gudster, finde ich nicht nur Ostsekuestenkaeffer bloed, nee, die an der Cote-d’Azur und die in Italien gehen mir genauso auf den Zeiger. Und die Leute, die sommers die Gegend bevoelkern, wuerde ich jedem Drachen zum Frasse vorwerfen (huebsche Jungfrauen ausgenommen. Die kommen danach in den stinkenden Schlund).
    Und nur zur Information: bin ich an hoellaendischen Kuesten, verlasse ich das Boot nur zum Bierkaufen. Nur in London taete ich an Land gehen. Aber da war ich zu Schiffe nur einmal.
    Und Holland? Da gefaellt mir wenig. Aber eines kann ich Ihnen sagen: als Staat an sich ist es Klasse. Da koennen sich die Deutschen was von abschneiden. Wieso? Ganz klar: Partei hin oder Partei her; Es geht denen im Parlament um die Sache. Nie um irgendeinen ideologischen Dreck. Und wissen Sie, was langfristige Rechtssicherheit ist? Kommen Sie her. Hier kann man ueber einen langen Termin planen, ohne dass einem ein Guido, oder ein idiotischer Hannoveraner oder eine buntbekleidete Schnatze oder ein Taxifahrer (so bloed muss man als deutscher Waehler erst mal sein!) die Lebensplanung umkippt.
    .
    Alles klar? Wir treffen uns gleich in der Eckkneipe. Wenn die zu ist, verkloppen wir einen Gruenen. Heissa, das wird lustig!

  60. Vielleicht eine hübsche...
    Vielleicht eine hübsche Aufgabe für die Kommunikationswissenschaft-Beststudenten: Entwickeln Sie für den Herrn Minister eine Medien-Strategie, wie er sich da jetzt wieder herauswinden kann.

  61. @ Filou: Prerow war mal nett,...
    @ Filou: Prerow war mal nett, ist aber mittlerweile tot organisiert und hat den Charme eines mäßig besuchten Friedhofs. Überhaupt haben es die Deutschen geschafft, sämtliche Ostseebäder, (aber auch Sylt), zu einem gut organisierten Erholungs-KZ mit Parkraumbewirtschaftung durchzustylen, in dem jeder sofort mit Blicken gemordet wird, der es wagt, fröhlicher und intelligenter auszusehen als der Durchschnitt. Und das ist wirklich nicht schwer…
    P.S. Apropos Volksgemeinschaft, steht die KDF-Anlage in Prora eigentlich noch?

  62. yast2000, Prora ist Usedom...
    yast2000, Prora ist Usedom (Ohsodumm), Prerow ist Darss. Das mit der Froehlichkeit und der Intelligenz ist ein weltweites Problem, mit Ausnahme Israels (die sind anders spiessig).
    Prora stand damals noch. Aber es gibt ja Denkmalschuetzer, die jedem Versuch der Renaturierung im Wege stehen. Wenn Prora gesprengt wird, stehe ich mit einer Bierkiste dabei und freue mich wie zu Weiberfastnacht in Koeln.
    (Ich habe hier eine geheime Liste der zu sprengenden Objekte)

  63. Werter Filou,

    was halten Sie...
    Werter Filou,
    was halten Sie von Hiddensee? Idyllisches Eiland und nicht kopierbar, NOCH nicht!

  64. Werter yast2000

    bitte schauen...
    Werter yast2000
    bitte schauen Sie hier
    http://www.ruegen-kompass.de/ruegentour/prora.htm

  65. Die neuen Leiden des alten...
    Die neuen Leiden des alten Enoch
    oder
    der Spott in den Augen der dritten Geigen

  66. Prora ist natuerlich Ruegen....
    Prora ist natuerlich Ruegen.

  67. An Arcanisten wird es niemals...
    An Arcanisten wird es niemals fehlen, denn das Arcanum ist unerläßlich. Mit der schnöden Wahrheit: gebt mir euer Geld, damit es nicht länger eures sondern meines sei, kann man keinen Staat und keine Geschäfte machen. Die unheiligen Investoren sollten sich mit dem Gedanken trösten, daß a) ihr Geld nicht verschwunden ist, sondern nur den Besitzer gewechselt hat und b) man doch eine zeitlang das Gefühl hatte, mondän zu sein. Ungefähr so wie ein Lottospieler von Samstagnacht bis Sonntagmorgen. So ein Vergnügen ist eben nicht billig, sonst wäre es nicht mondän. Und außerdem muß man erst einmal das Geld haben, um es verschwenden zu können. Nunja, mancher verschwendet auch das Geld anderer Leute…
    Der Böttger jedenfalls war auch erst Goldmacher, bevor er das Porzellan aus dem Ofen zog. Oder wohl vielmehr in Vorwegnahme fränkisch-freiherrlicher Art bei Tschirnhaus ein wenig guttenbergte. Wie bei Goldmachern so üblich, brauchte man ein Pfund Münzgold um ein Gran alchymisches Gold herzustellen. Warum sollte das heute anders sein? Aber sehen wir es doch positiv: man sollte in Heiligendamm ein alchymisches Labor einrichten. Wer weiß, was dabei herauskommt?

  68. Lieber HansMeier555, 19:16:...
    Lieber HansMeier555, 19:16: Ich würde angesichts der Flut von Plagiatsstellen – es sind inzwischen mehr als 50 bekannt – dem Minister raten, sich gänzlich von dieser Dissertation zu distanzieren und zuzugeben, daß er damals einen Fehler bei der Auswahl seines Ghostwriters gemacht hat. „Ich habe ihm vertraut, aber er hat mich hintergangen“. Und selbstverständlich verzichtet er auf diesen Titel, „denn ich brauche ihn ja eigentlich auch nicht, wenn ich von Mann zu Mann mit meinen Soldaten über unseren schwierigen Job in Afghanistan rede.“

  69. @yast: Bah, die Bauruine Prora...
    @yast: Bah, die Bauruine Prora steht auch noch in 50 Jahren, wenn sich da keiner mit neuartigen Sprengversuchen dranwagt (auch Sprengstoff kostet Geld, das man nicht hat). Als wir das das erste Mal gesehen haben, waren wir fassungslos. Einfach so eine Bauruine in die Landschaft betonieren (ein Grund, warum es nie fertig wurde, waren zu harte Wände). Bauruine. Ewige Bauruine. Weil völlig beknackt geplant. Viel zu kleine Zimmer, viel zu niedrige Decken, viel zuwenig Läden im EG, viel zuwenig Treppen, viel zuwenig Klos. Kann man keinem Touristen mehr zumuten.

  70. @HansMeier (19:06): hahaha....
    @HansMeier (19:06): hahaha. Eben.

  71. <p>Savall, mit den Arcanisten...
    Savall, mit den Arcanisten verbindet sich ein Dank nach dem Auslesen des ersten Buches; das andere wird meine Lektüre in den Frankfurter Tagen.
    .
    specialmarke, ich sehe drei Lösungen:
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    1 Mubarak: Internet und Telefone abschalten, Panzer auffahren lassen, und die JU und Bildabobesitzer auf die Journalisten hetzen.
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    2. Klassisch: Oh mein Gott wie konnte das nur passieren! Ich habe den Rohentwurf meiner Arbeit eingereicht! Schrecklich! Die fertige Arbeit hat mein Hund gefressen.
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    3 Hegemann: Ich darf das, das ist Kultur, und wer was anderes sagt, wird meinen Gelbruder Dieckmann kennen lernen.

  72. Filou, prora, rügen. wenn Sie...
    Filou, prora, rügen. wenn Sie so navigieren, war london ein zufallstreffer.

    holland ist landschaftliches katastrophengebiet. der vergleich der deutschen politik mit der holländischen ist allerdings als billige retourkutsche genauso fies wie ein vergleich holländischer frauen mit belgischen. allein die zusammensetzung der tage und räte beweist, daß deren zusammensetzung das resultat massiver wahlfälschung sein muß. kein mensch mit einem rest verstand würde diese typen wählen. schlußfolgerung: die deutschen sind opfer dreister wahltrickser. außer einpeitscher nauplius – täter.

  73. @ Filou: Ich will ja nicht...
    @ Filou: Ich will ja nicht meckern. aber Prora ist Rügen, Rügen ist nicht Usedom. Der Darss wiederum ist eine Halbinsel östlich von Rostock und ist das Cape Cod der Berliner im Frühling und im Herbst, sonst aber nie. In Tel Aviv kann man am Strand sitzen, chillen, quatschen und Musik hören, manchmal lassen sich die Studenten deine Adresse in Berlin geben. Im Sinne eines strengeren Umweltschutzes und wegen der Gefahr der optischen Körperverletzung sollte man Strände generell nur für fröhliche und intelligente Menschen zugänglich machen, denn alles andere kann ich auch im Berliner Zoo haben.
    @ Prinzessin auf der Erbse: Hiddensee ist echt schnuckelig, leider darf aber der VW-Bus nicht auf die Insel und ich weigere mich bis heute, Hotelzimmer zu beziehen. (Es sei denn wie letztes Jahr in Freiburg, wo der Anlasser über den Jordan ging und der ADAC netterweise eine Nacht in Downtown spendierte.) Es dürfte keine Insel in Deutschland geben, auf der sich derart viele gescheiterte Künstler, Ex-Kommunisten und soziale Autisten befinden, wie auf Hiddensee. Außerdem ist es einer der wenigen Flecken, wo man sich selbst in der dritten Person begnen und sprechen kann…

  74. Schritt eins:
    .
    Zeit gewinnen!...

    Schritt eins:
    .
    Zeit gewinnen! Das Verfahren so lange wie möglich in der Schwebe halten. Andere Skandale werden diesen überlagen.
    .
    Also verweigern Sie die geforderte Stellungnahme.
    Verweisen Sie darauf, dass Sie als Verdächtiger ein Zeugnisverweigerungsrecht besitzen und dass in der Kanzlei ihres Anwalts ist noch keine Anklageschrift eingegangen sei.
    .
    Machen Sie der Universität klar, dass Sie sich auf ihre Spielchen nicht einlassen sondern es im Zweifelsfall auf eine ordentliche Gerichtsverhandlung ankommen lassen werden. Diese werden Sie in die Länge ziehen und nach zwei Jahren, wenn alles vergessen ist, still und leise mit einem Vergleich beenden.
    .
    (Für diese richtige Antworten erhalten Sie 100 Punkte und ein Gratisabo des „Cicero“.)

  75. Bester Don, 20:41, ich gebe...
    Bester Don, 20:41, ich gebe mich geschlagen, habe einfach nicht genug Fantasie. Das mit den Panzern ist bei diesem Job eigentlich naheliegend. Und ich selbst hätte zu viele Skrupel, für das Desaster meinen Hund verantwortlich zu machen. – Aber bei Fräulein Hegemann könnten Sie sich eigentlich allmählich mal entschuldigen – was das Mädel gemacht hat war ja im Vergleich zu Guttenbergs Missetaten wirklich eine harmlose Jugendsünde…
    .
    …und die Universität Bayreuth sollte endlich den Titel einer Exzellenz-Universität erhalten.

  76. Aber, aber, HansMeier555,...
    Aber, aber, HansMeier555, woher diese bürgerlichen Anwandlungen? Das ist ja reiner Medienpopulismus. Nein, das muß auf gut feudalistische Art geklärt werden: Es ist denen Untertanen nicht verstattet, den Maßstab ihrer geringen Begreifungskraft an die Entscheidungen der Obrigkeit zu legen. So. Wenn der fränkische Freiherr auf eine Adelsakademie gegangen wäre, hätte das alles nicht passieren können. Immerhin muß man zugeben, daß die Guttenbergs für die Bausubstanz ihres Stammsitzes einiges tun. In diesem Zusammenhang fällt mir der unheilige Bauunternehmer Schneider ein. Man erinnert sich? Der mit dem seltsamen Toupé und den vielen Schulden? Hier in Leipzig hat er uns eine restaurierte Mädler-Passage (mit Auerbachs Keller, dem aus dem „Faust“) hinterlassen. Es ist schon für schlechtere Dinge Geld verschwendet worden.
    .
    Es möge nützen, Don Alphonso. Im übrigen frage ich mich, wie es wohl mit der deutschen Geschichte weitergegangen wäre, wenn die Wittelsbacher tatsächlich die Erblande mit den Österreichischen Niederlanden vertauscht hätten. In dieser Richtung hätte Schleißheim verkehrstechnisch günstiger gelegen. Es ist alles eine Frage des richtigen Zeitpunkts. Dann wird mitunter auch unpassende Geographie wieder passend. Die Frage ist natürlich, ob Heiligendamm 300 Jahre durchhält.

  77. Vielleicht kann der Hegemann...
    Vielleicht kann der Hegemann der Verteidigung ja den Ghostwriter auf der Gorch Fock kielholen oder zumindest in der Takelage überwintern lassen.
    Man bekommt heute einfach kein gutes Personal mehr. Soll man jetzt auch noch Dissertationen selber schreiben? Quelle outrage!

  78. Wat Ruegen betrifft, siehe...
    Wat Ruegen betrifft, siehe weiter oben. So oft komme ich ja auch nicht eine Wueste, die bluehen koennte, wenn…. ja wenn!
    .
    Also lieber Carlos, am 22.5. 2011 findet in Halle/Saale der „XXX. Internationale Kongress der Choleriker“ statt. Danach wird die Stadt wieder aufgebaut.
    .
    Und nun stellen Sie sich mal folgendes vor: 80% der Niederlaender leben unter dem Meeresspiegel. Sie leben in Frieden mit sich und der Welt. Na machen Sie das mal in der ehemaligen Taeterae. Soviele Rettungstaucher gibts garnicht. Nirgends!
    .
    Und was hollaendische Frauen betrifft, moechte ich Ihnen Recht geben. Mit einer Ausnahme natuerlich. Raten Sie mal mit welcher? Richtig! Bei den Nazis haette sie einen astreinen Arierernachweis vorlegen koennen.
    Und was die Belgierinnen betrifft: mein lieber Scholli, Sie haben entweder keine Ahnung (in der DDR waren Maedels aus dem kapitalistischen Ausland rare und begehrte Subjekte) oder Sie taten zufaellig einen aesthetischen Gluecksgriff. Sie kennen das biblische Gleichnis vom Bauern und den Kartoffeln? Gottes Taten sind gross, und seine Entscheidungen unergruendlich. Ich weiss, wovon ich rede.
    .
    Wat is nu? Gehen wir gleich ein paar Gruene verkloppen? Nach dem Durst, versteht sich.

  79. Prinzessin a.d.E., Hiddensee,...
    Prinzessin a.d.E., Hiddensee, die Insel von Gerhardt Hauptmann; als Kind trieb man uns in Horden dort hin. Auch diese Insel wird leider nicht huebsch bleiben. Es komen doch jetzt schon zuviele Faehrboote mit Touristen. Ich fuerchte…

  80. verspätet, @holofernes
    Danke...

    verspätet, @holofernes
    Danke für den Verweis von Heiligendamm auf Lindau am Bodensee; schöne Parallelen: In Heiligendamm hat der J. die Fassaden restauriert, in Lindau macht das der Prof. M.
    @meier
    In Sachen „chinesische Kolonien“ muss man mal die alten Begriffe über Bord werfen. Die Chinesen arbeiten hart an der Sache: http://tinyurl.com/69lfucr
    .
    @Karl-Theodor
    Sie sind wohl zu jung, um noch das Meisterwerk „Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945“ zu kennen. Mit einer ganz kleinen Änderung im Titel (Die politische Entwicklung in der Oberpfalz…) und minimaler Überarbeitung wären Sie auf der sicheren Seite gewesen.

  81. Es wird wohl Lösung 1 werden....
    Es wird wohl Lösung 1 werden. Die thugs von der Gorch Fock und von den Stuttgart21-Demos, das Tagesschau-Büro zu Kleinholz, den Spiegel anzünden. SMS auf alle Bundesbürger-Handies: „Es ist alles nicht so, wie ihr denkt. Das kommt aus dem Ausland. Geht zurück an die Arbeit. LG, KT“. Dabei wäre Lösung 3 wirklich smarter, er müsste sich doch nur die passenden Kronzeugen suchen. Ein paar Feullietonartikel hier, eine 3Sat-Sendung da, und aus Paris würde sich auch jemand zu Wort melden. Als Gipfel könnte er dann bei einem Theaterfestival seine eigene Dissertation performen. Danach würde er dann Kanzler, oder wenigstens Professor für Germanistik und Theatralik.

  82. Original: Joachim Ringelnatz...
    Original: Joachim Ringelnatz – Ameisen
    In Hamburg lebten zwei Ameisen,
    die wollten nach Australien reisen.
    Bei Altona auf der Chaussee,
    da taten ihnen die Beine weh,
    und da verzichteten sie weise
    dann auf den letzten Teil der Reise.
    Kritik: Sinnliches Gedicht mit sehr schönen Reimen, welches aber dramaturgische Schwächen aufweist. So erfahren wir zum Beispiel nicht, auf welchem Erdteil die Ameisen ihre Wanderung begannen und können so die Umstände ihrer Entscheidung zum Abbruch nicht schlüssig nachvollziehen.
    Plagiat: my himself – Eiben
    Bei München standen zwei Gemeine Eiben,
    die wollten partout zuhause bleiben.
    In Schwabing, Baum an Baum,
    lebten sie den heimeligen Traum.
    Doch heute beschlossen sie spontan,
    wir fahren einfach Angelkahn!
    Kritik: Starke Geschichte mit kraftvollen Protagonisten, die ihre Trägheit gegenüber dem Leben überwinden, sich aus ihrer vertrauten Umgebung fortbegeben und sogar zu neuen Ufern aufbrechen.

  83. Zur Akademikerhochnaesigkeit...
    Zur Akademikerhochnaesigkeit moechte ich hier gerne auschnittsweise Burkhard Müller-Ullrich zitieren:
    .
    „Wenn man schon Abitur haben muß, um eine Azubistelle als Koch zu bekommen, verschiebt sich unser akademisches Titel- und Status-System natürlich ins Österreichische. Ohne Doktor wird man schon von keinem Taxifahrer mehr ernstgenommen, denn der ist selber Doktor.“

  84. @ Plindos: Vielleicht hat der...
    @ Plindos: Vielleicht hat der Gutti gar nicht selbst geschummelt, sondern es war bloß der arme Student, der die Dissertation für ihn anfertigte. Für sowas hat man doch schließlich seine Leute. Ist fatal, bemerkte Schlich. Hähä, aber nicht für mich.

  85. ha...? jetzt mal nicht...
    ha…? jetzt mal nicht überheblich werden wegen der paar seemeilen nach london. der abstecher war wohl eher ein versehen. also die aussage lautete eigentlich, daß holländerinnen durchaus angenehm für’s auge sind, belgierinnen jedoch durchgehend nicht, obwohl direkte nachbarn.

  86. Don Carlos, Krieg den...
    Don Carlos, Krieg den Blaukreuzlern, Friede den Kneipegaengern. Wir Zwei gehen jetzt einen trinken und lassen die Weibergeschichten mal ausser Acht.
    Is doch’n Vorschlag, oder?

  87. Ein Werbefilm der...
    Ein Werbefilm der Exzellenz-Universität mit KTvG…

  88. Das schöne an Hiddensee sind...
    Das schöne an Hiddensee sind fehlende 4 rädrige Schwanzverlängerungen, fehlendes zu verspekulierendes Privateigentum an Grund und Boden (zumindest was die Süder betrifft) sowie der Nationalparkstatus. All das wird dafür sorgen, dass Vollpfosten wie Jagdfeld dort nicht zum Zuge kommen.

  89. "Und was heisst hier schon...
    „Und was heisst hier schon viel Wald, viel See? Ich bin kein Trapper.“
    .
    Vielleicht empfehlen die Heiligen Schriften deshalb dem Manne allesamt als ultimativen Flucht- u. Endpunkt aller Umherschweifbewegungen die Arme einer liebenden Ehefrau. (Wo auch immer die sei, er wird sie finden, den Blick von der Welt nach innen, wahrnehmend aufs Gefühl gerichet).

  90. Als Adam pfluegte und Eva...
    Als Adam pfluegte und Eva spann
    Wo war denn da der Edelmann?
    Wie sind wir nur auf die Verallgemeinung von Frauen aus Belgien und Holland gekommen? Es gibt solche und solche, auch bei uns, aber das Aussehen hat ja viel mit ihren finanziellen Moeglichkeiten zu tun. Was sagen wir wenn man uns Maenner so verurteilen wuerde? Nur Geist, Leistung und Intellekt zaehlen? Wenn einer „handsome“ ist dann ist er gleich eine Flasche, Schwul oder beides und man muss ihn sofort klein machen. Wenn moeglich mit einem Problem das mit dem Job nichts zu tun hat.
    @Filou: Das mit der Kneipe ist der beste Vorschlag, da mache ich sogar mit und bestelle die erste Runde. Auch ein Blinder trinkt gerne mal einen Korn – oder so aehnlich.

  91. dank für die einladung. aber...
    dank für die einladung. aber es gab schon ein anderes angebot.

    es gäbe noch lösung 4: der titelverteidiger behauptet selbstbewußt, daß die anderen bei ihm abgeschrieben haben.

  92. Was haben Internetforen den...
    Was haben Internetforen den Blogs voraus?
    In den Foren kann man getrost nach dem ersten Beitrag abrechen, die folgenden sind was für eingefleischte Verschwörungstheoretiker und haben mit der Eingangsfrage nichts mehr zu tun.
    Beim Blog ist das beim ersten Eintrag schon so.

  93. Gerade im Radio gehört: Zu...
    Gerade im Radio gehört: Zu den kleinen Unachtsamkeiten in der Dissertation des Herren zu Guttenberg, gehören nach Aussage eines Herrn vom Grimme-Institut , kopierte Rechtschreibfehler und:sogar Bewertungen!
    Das kann Herr zu G. eigentlich nur mit Käsmannschen 1,5 Promille zur damaligen Zeit erklären. Zapfenstreich. Dann regnets Orden.

  94. Er (oder wer auch immer) war...
    Er (oder wer auch immer) war nüchtern genug, um lange Passagen zu übersetzen:
    .
    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Seite_236
    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Seite_237
    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Seite_238
    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Seite_239
    .
    Das wird noch sehr lustig. Besonders, falls man noch versuchen sollte, ihn zu halten, und hofft, dass es jetzt vorbei ist mit der Recherche.

  95. @gabriele
    Rechtschreibfehler...

    @gabriele
    Rechtschreibfehler scheinen ja mittlerweile epidemisch zu sein.
    Welchen Orden hättens denn gerne?

  96. @tiberat: In Sachen Orden kenn...
    @tiberat: In Sachen Orden kenn ich mich nicht aus, Orden halt, die jene Kreise-in denen der Herr zu G. verkehrt- beeindrucken:
    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html
    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/632-das-guttenberg-dossier-teil-2.html

  97. Was gern vergessen wird: zur...
    Was gern vergessen wird: zur Lumperei gehörten zwei: ein betrügender, krimineller Doktorand, aber auch ein ebenso charakterloser Doktorvater. Seltsam, dass Häberle so ungeschoren davonkommt.

  98. Was gern vergessen wird: zur...
    Was gern vergessen wird: zur Lumperei gehörten zwei: ein betrügender, krimineller Doktorand, aber auch ein ebenso charakterloser Doktorvater. Seltsam, dass Häberle so ungeschoren davonkommt.

  99. Seit 150.000 Jahren etwa...
    Seit 150.000 Jahren etwa schreiten wir hilfreich, edel und gut, herrlich herrisch, hoch- stirnig, hoch- mütig und klug über Wüstensand, Gletscher, Steppe, Wald und Aue. Weise Worte, wie wir, kicken wir zwischen unseren Köpfen hin und her vielleicht seit 70.000 Jahren. Schreiben und Lesen, da, wo zum ersten mal so richtig fette Reiche nicht mehr zählen konnten, was sie alles hatten und durften und allen Anderen erzählen mussten, was die nicht hatten und nicht durften, am Nil und im Zweistromland, naja, da wo der Sprengstoff gerne fliegt und die Museen plötzlich leer werden (hat’s jemand gesehen?), vor 6, 5 oder 4000 Jahren.
    Im Herzoglich Mecklenburg Strelitzschen Staatskalender von 1793 (die konnten lesen und schreiben), in dem der Populace die wichtigen Dinge kundgetan werden, die durchläuchtigen Kindergeburtstage, wem was gehört, wer was darf und was nicht, lese ich auf Seite 1: Chronologische Zeitrechnung: „Vom Anfange der Welt zählt man nach Calvisii Rechnung 5742 Jahre, nach Lutherii Rechnung 5763 Jahre, nach jüdischer Zeitrechnung 5553 Jahre. Von der Sündflut zählet man nach Calvisi 4059 Jahre,“ usw.
    Die wussten das, in Neustrelitz, vor 217 Jahren, offiziell, amtlich. Halb Nordamerika weiß das heute auch. Alle wissen alles, überall. Warum? Weil sie, die mit den drolligen Aufbauten auf dem Kopf, es uns erzählen. Jawoll, endlich nicht mehr Kästchen sortieren müssen, im eigenen Kopf. K.T. wehren Sie sich, mannhaft, gegen diese Schmutzkampagnen. Durchhalten!
    Gehn mer halt Grüne verkloppen im Park, Tidelie.

  100. Seit 150.000 Jahren etwa...
    Seit 150.000 Jahren etwa schreiten wir hilfreich, edel und gut, herrlich herrisch, hoch- stirnig, hoch- mütig und klug über Wüstensand, Gletscher, Steppe, Wald und Aue. Weise Worte, wie wir, kicken wir zwischen unseren Köpfen hin und her vielleicht seit 70.000 Jahren. Schreiben und Lesen, da, wo zum ersten mal so richtig fette Reiche nicht mehr zählen konnten, was sie alles hatten und durften und allen Anderen erzählen mussten, was die nicht hatten und nicht durften, am Nil und im Zweistromland, naja, da wo der Sprengstoff gerne fliegt und die Museen plötzlich leer werden (hat’s jemand gesehen?), vor 6, 5 oder 4000 Jahren.
    Im Herzoglich Mecklenburg Strelitzschen Staatskalender von 1793 (die konnten lesen und schreiben), in dem der Populace die wichtigen Dinge kundgetan werden, die durchläuchtigen Kindergeburtstage, wem was gehört, wer was darf und was nicht, lese ich auf Seite 1: Chronologische Zeitrechnung: „Vom Anfange der Welt zählt man nach Calvisii Rechnung 5742 Jahre, nach Lutherii Rechnung 5763 Jahre, nach jüdischer Zeitrechnung 5553 Jahre. Von der Sündflut zählet man nach Calvisi 4059 Jahre,“ usw.
    Die wussten das, in Neustrelitz, vor 217 Jahren, offiziell, amtlich. Halb Nordamerika weiß das heute auch. Alle wissen alles, überall. Warum? Weil sie, die mit den drolligen Aufbauten auf dem Kopf, es uns erzählen. Jawoll, endlich nicht mehr Kästchen sortieren müssen, im eigenen Kopf. K.T. wehren Sie sich, mannhaft, gegen diese Schmutzkampagnen. Durchhalten!
    Gehn mer halt Grüne verkloppen im Park, Tidelie.

  101. Ich glaube, es stand bei...
    Ich glaube, es stand bei Brecht das Beispiel eines chinesischen Weisen, der in der Lage war, ein komplettes Werk nur aus Zitaten zu kompilieren. Dies galt als höchste Kunst. Bei Betrachtung des Guttenplags möchte man meinen, der Freiherr übte sich in Beherrschung dieses Metiers. Ich war ja gestern noch der Meinung, daß es sich um eher läßliche Sünden handelt, die zur moralischen Diskreditierung mißbraucht werden. Aber mittlerweile sieht es für mich wirklich nach arglistiger Täuschung aus. Die pure Menge, die Verteilung über die ganze Schrift, Übersetzung, minimale Korrekturen. Das ist kein copy & paste mehr (auch nicht tugendhaft, aber naja), sondern das war Absicht. Vielleicht hat er es wirklich wie der Fürst von Ligne gemacht und einfach seinen Schreiber beauftragt.

  102. Frei nach Gerhard Polt...
    Frei nach Gerhard Polt (zusammencopiertes Küchenlatein):
    Amici Liberatores, in manufactum communis aliquid copiis suprafactum libellum esse
    nobilissimi permissione semper vivum urbis et orbis in speciialis per opera in productione ius docere in res publica allemania nostrum futuris ministrabili singularis
    per votum et creatione de universitatis bavariae univocis senatus collegio perspicere et cognoscere naturam retum bayreuthensis superfluxus ad gaudium de praeceptor et defensor populus germaniae. Unum per fastidium et superbia, ab ovo ordiri. Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas: ab hac enim est actio.

  103. "Guttenberg wies in Berlin die...
    „Guttenberg wies in Berlin die Vorwürfe zurück, er habe Teile seiner Dissertation abgeschrieben.“ Das ist mehr als beachtlich: Mit dem Faktum des nichtzitierten Abschreibens konfrontiert, erklärt der Bursche, er habe nicht abgeschrieben. Man sollte von einem „zuGuttenberg-Syndrom“ sprechen: die Verweigerung des Eingeständnisses noch im Angesicht der Fakten.
    .
    Forderungen nach Rücktritt sind also unsinnig. Ein Politiker muss genaus das können: „Ich habs nicht gestohlen“ rufen, obwohl ihm das Diebesgut aus der Tache schaut. Copy-Karl ist ein Vorbild seiner Zunft.

  104. @wolff: So in der Art sollte...
    @wolff: So in der Art sollte man mal weiterdenken, inwiefern academia sich nur noch als Angestelltenlieferant für Konzerne versteht. Und wehe, wenn nicht, dann wird gebuht und empört, wollen wir doch sein ein einzig Volk von Subalternen, an denen Fleiß gewürdigt wird.
    @DA: was mich am ersten Bild arg schmerzt, ist das Flachdach des Mittelrisalits. Das ist einfach ungehörig und gibt dem ganzen Ensemble etwas Kaputtes.

  105. "Er will aber bis zur Klärung...
    „Er will aber bis zur Klärung der Plagiatsvorwürfe seinen akademischen Titel ruhen lassen.“
    .
    Das ist die Krönung der politischen Kunst: Ein akademischer Titel kann nicht „ruhen“. Er ist kein Amt, das man „ruhen lassen“ kann. In der realen Welt.
    .
    Guttenberg hingegen kann.

  106. Minister Zu Guttenberg hat mir...
    Minister Zu Guttenberg hat mir zugesichert er werde in der Plagiatsaffäre hart durchgreifen. Der Doktorvater ist bereits suspendiert, ebenso wurde die inkriminierte Universität vorläufig geschlossen. Das Tragen des juristischen Dr.-Titels durch andere als Mitglieder der Familie Familie zu Guttenberg wird unter Strafe gestellt.

  107. Wissenschaft und Gesellschaft...
    Wissenschaft und Gesellschaft oder
    Neues aus der zukunftsorientierten Biotopforschung.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34222/1.html

  108. Filou@: Oba schaug´S werter...
    Filou@: Oba schaug´S werter Herr Filou, Sie sand doch sölba aa a sölchana. Unsane getarnte Republik is ebenst duach und duach vollakademisieat. Mia hobn halt ein hoches Büldungsnifo un san im Kern feudalistisch gesinnt. Habedähre.

  109. wolff, es war der vergleich...
    wolff, es war der vergleich eines vergleichs. es war auch keine verallgemeinerung und schon garnicht böswillig. einfach mal hinfahren, umsehen und eigenes urteil bilden.

    das gemeine an dem plagiatsvorwurf ist ja, daß der beschuldigte einer gruppierung angehört, deren gesetze jeden bürger zu verschiedensten nachweisen und rechtfertigungen zwingen: zeugnisse, prüfungs- und praktikumsnachweise, diplome, lehrgangsnachweise, einkommensnachweise, rechnungen, geburtsurkunden. alles muß nachgewiesen werden, ansonsten keine leistungen, keine anerkennungen. aber wie sich zeigt, ist den angehörigen dieses clubs das doch alles scheißegal. dann sollte es aber auch für alle scheißegal sein. ansonsten sind wir wieder bei willkür.

  110. Interview anno 2035 mit...
    Interview anno 2035 mit Guttenberg im Seniorenstift.
    „Herr Guttenberg, was machen Sie denn so?“
    „Ich schreibe ab und zu.“
    „Neuerdings auch zu?“

  111. @specialmarke
    "ach das könnte...

    @specialmarke
    „ach das könnte schön sein“; das herzige Filmchen; „Dr. Inns“bruck in seiner
    historischen Interpretation, jetzt auch in Bayern möglich. Da möchte man doch
    noch mal schnell promovieren. Das Drama gewinnt ja ganz allmählich die Breite
    eines wagnerischen Epos und das auch noch vor authentischer Kulisse.
    Der Mann will jetzt zeigen, was er aushalten kann. Ob der Ordonanzoffizier Walther schon sein Angebot auf dem Tablett gereicht hat. Bleib standhaft K.T., das Publikum möchte noch eine Weile unterhalten werden.
    Ein politischer Siegfried heimtückisch gemeuchelt von beckmessernden, die zahlreichen Einstichstellen nachweisenden, Zitatenwilderern, das gäbe einen guten Stoff für eine neuzeitliche Sagenbildung, natürlich exklusiv in einer ausschließlich der Volks“bild“ung selbstverpflichteten Publikation.

  112. @ Bernhardiner: Ein...
    @ Bernhardiner: Ein Jura-Kollege Guttenbergs reimte einst ein Nachtlied, das dem Afghanistan-Wanderer zu denken geben sollte:
    Über allen Gipfeln ist Ruh,
    In allen Wipfeln
    Spürest du
    Kaum einen Hauch;
    Die Vögelein schweigen im Walde.
    Warte nur, balde
    Ruhest du auch.

  113. In Fussballerkreisen nennt men...
    In Fussballerkreisen nennt men hautzutage einen solchen Herrn einen „Seuchenvogel“ (zit. nach Herrn Klopp)

  114. ...kaengt ein Uru,
    Warte nur,...

    …kaengt ein Uru,
    Warte nur, balde
    Kaengerst auch du.

  115. Das einzige, was wir haben,...
    Das einzige, was wir haben, ist das , was alle, ob mit Hirn oder ohne, ob eine Zelle oder viele, auch haben: Fällt der Stein nach oben, fällt er nach unten? Scheint die Sonne von unten, von oben? Fließt Wasser bergauf? Wenn das so ist, dann müsste auch das so funktionieren. Tut’s das? Tut’s das nur bei mir, oder bei den bösen Anderen auch? Immer? Kann ich mich in den Flieger setzen, oder überlasse ich das lieber den Fakiren und Druiden? Alles andere ist Gockelei.
    Sag ich einfach mal so frech, bis mich jemand von etwas anderem überzeugt, und erwarte Prügel.
    Gruß.

  116. Das Motto der...
    Das Motto der wissenschaftlichen Vertriebsfirma „vincit veritas“ weist
    berechtigter Hoffnung auf akademische Korrektheit den Weg.
    Möglicherweise wurde sogar schon eine realistische Einschätzung der Verwertungsmöglichkeit umgesetzt.
    Das bemakelte Schriftstück in den Warenkorb gelegt, zeigt bei Abfrage
    eine Liquidationssumme von 0,00; vorausseilende Korrektur?

  117. Strg+C, Strg+V ist ja nicht...
    Strg+C, Strg+V ist ja nicht schreiben. Also hat Gutti schon recht, er hat nicht abgeschrieben.

  118. FAZ titelt:...
    FAZ titelt: „Guttenbergschreibt Doktortitel vorerst ab.“ Klar tut der das, er hat ja auch die Doktorarbeit schon abgeschrieben… (Gratuliere dem sonst eher nüchternen Blatt zum Wortwitz…)

  119. hansgeier333, ja, da war der...
    hansgeier333, ja, da war der Verseschmied im Harz unterwegs. Als Minister übrigens war der Herr Dichter in vielen Bereichen seiner Amtsführung ein Filou (sorry filou) wie der Copykarle.

  120. KT liest im Max Liebermann...
    KT liest im Max Liebermann Haus Schulkindern Märchen vor.
    http://www.epochtimes.de/articles/2011/02/18/679244.html
    Seine Pressemitteilung: Der Megalo- Kindskopf träumt auf dem Mond.
    Was ist das für ein verirrter, armseliger Wichtelzwerg! Wer hilft ihm denn da mal runter vom Sockel?
    Das einzige, was wir haben, ist das , was alle, ob mit Hirn oder ohne, ob eine Zelle oder viele, auch haben: Fällt der Stein nach oben, fällt er nach unten? Scheint die Sonne von unten, von oben? Fließt Wasser bergauf? Wenn das so ist, dann müsste auch das so funktionieren. Tut’s das? Tut’s das nur bei mir, oder bei den bösen Anderen auch? Immer? Kann ich mich in den Flieger setzen, oder überlasse ich das lieber den Fakiren und Druiden? Alles andere (fast) ist mehr oder weniger Gockelei.
    Sag ich einfach mal so frech, bis mich jemand von etwas anderem überzeugt. Prügel überraschen mich nicht.
    Gruß.

  121. @colorcraze, 12:34: Das Dach...
    @colorcraze, 12:34: Das Dach des Schlosses Oberschleissheim hat mich auch gestört. Sieht aus wie ein Notdach aus der Nachkriegszeit, befindet sich so aber auch auf einem Schloßmodell von 1725. Es handelt sich allerdings nur um die Gartenansicht (gewissermaßen der Hinterhof). Die Front der Anlage sieht etwas besser aus…

  122. @Bernhardin von Saragoza: I...
    @Bernhardin von Saragoza: I wo, der Minister hat die Verse in einem Holzhäuschen auf dem Kickelhahn bei Ilmenau vorgefunden. Bevor man ihm auf die Schliche kam, ist das Häuschen dummerweise abgebrannt…

  123. Werter ADon Alphonso,
    Nun...

    Werter ADon Alphonso,
    Nun haben Sie schon zum zweiten Mal die Neufassung der Protokolle verlinkt (18. Februar 2011, 09:46 ). Ist das wirklich noetig? Oder verstehe ich da was falsch und es geht ihnen darum, eine Neuauflage des Berner Prozesses zu provoziieren? MfG, Aach a mentsch

  124. Fast alle Fragen auf der Welt,...
    Fast alle Fragen auf der Welt, gut, schön, wichtig, … werden verständlich erst durch den Zusatz: Für wen?
    Keine Bange, Adel stirbt nie aus. Adel ist ein Universal, viel universaler als Sprache, Religion, Artefakte. Alles kann passieren und alles passiert, garantiert. Stabiles Patriziertum, auch über viele Generationen, gibt’s nicht nur bei allen Zweibeinern und Primaten, auch Vierbeinern und Vögeln. Das sitzt tief. Daran rütteln keine 500 Marxe. Wer immer exponiert ist, wird getestet, gezupft, bekleckert: Steht er fest, oder wackelt er. Manchmal hilft ja ne Burg drumrum. Deswegen gibt’s so viele. Alle wollen Prinzessinnen und Prinzen, ob Alaaf oder Wein, auf Deibel komm raus.

  125. Weil´s eh woahrr...
    Weil´s eh woahrr is!
    Reflexionen über die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen drängen sich auf. Oder über die Aussagenlogik von Wahr/Falsch-Prädikaten.
    Ab wieviel Prozent „copy & paste“, enthalten in einer wissenschaftlichen Arbeit, fällt es der Welt wie Schuppen von den Augen (Redundanzprinzip i. d. Wahrnehmung)?
    http://ruessmann.jura.uni-sb.de/Lehre/WS96/Denken/Erlaeuterungen/deduktiv.htm
    http://de.wikipedia.org/wiki/Maximen_und_Reflexionen

  126. specialmarke, ja, der Minister...
    specialmarke, ja, der Minister hatte sogar später noch einen Kontrollbesuch unternommen und Tränen der Erleichterung vergossen, weil die Kreideschrift, von der er damals abgeschrieben hatte, schon verblasst war…
    .
    Später, gereifter allerdings nannte der Minister eine andere Sammlung geklauter und verfälschter Schriftstücke ganz augenzwinkernd-humorig „Dichtung und Wahrheit“.

  127. "Menschen in diesem Land...
    „Menschen in diesem Land erwarten, dass ich mich um das fordernde Amt des Verteidigungsministers mit voller Kraft kümmere und das kann ich auch. Wir stehen vor einer historischen Bundeswehrreform. Und ich trage die Verantwortung für die Soldaten im Einsatz, wie ein Ereignis an dem heutigen Tag einmal mehr auf bittere Weise zeigt.“
    .
    Dieser Mann benutzt den Tod eines anderen Menschen, um sich vor Kritik zu schützen. Für so ein entsetzliches, schamloses, schäbiges Verhalten gibt es zutreffende Bezeichnungen, vor allem die Namen einiger unbeliebter Tierarten. Leider darf man diese Namen nicht benutzen. Daher formuliere ich so: Guttenberg geht lachend über Leichen.

  128. @specialmarke: auch für eine...
    @specialmarke: auch für eine Gartenfront sieht es einfach kläglich aus. Eben wie Notdach. Kein Wunder, daß der Weltgeist hier eher weniger residierte.
    @Plindos: meine Studienarbeiten waren von jenem altertümlichen Schlage – sie fielen auf durch ihre geringe Seitenzahl.
    @confratre: so ungefähr. Eine andere Sache ist noch die, soll man jederzeit Titelüberprüfungen zulassen, auch wenn derjenige Mensch garnicht in diesem Fach unterwegs ist. Gewiß, es würde die Anzahl der Titel entblähen, aber gleichzeitig wären sie „für außerhalb“ dann auch nicht mehr für irgendwas nötig oder nütze, weil sie ja eh nur wissenschaftsintern wären – und wer will schon wissenschaftsintern arbeiten (die, die sich über Guttenbergs Dr. aufregen schon teilweise, es scheint mir zum Teil der frustrierte Mittelbau aus Lehrern ohne Stelle zu sein) – Unternehmer braucht die Welt, nicht Gelehrte.

  129. Auch auf die Gefahr mich...
    Auch auf die Gefahr mich unbeliebt zu machen, schusch, muß ich insistieren. Wenn es denn nur Kopieren und Einfügen gewesen wäre. Nicht schön, aber manchmal verzeihlich. Wirklich vergessene Quellenangabe, Aufblähen des Umfangs, ideologischer Kotau, Faulheit, Ironie für Kenner (ich zum Beispiel liebe nicht gekennzeichnete Zitate), alles möglich. Aber die kleinen, häßlichen Verbesserungen, Korrekturen, Übersetzungen zeigen, daß dort einer ein schlechtes Gewissen hatte, mit Vorsatz handelte, betrügen wollte. Das ärgert mich wirklich. Getretner Quark wird breit, nicht stark.

  130. Es ist nur allzu...
    Es ist nur allzu verständlich, dass Herr zu Guttenberg den Titel nun nicht mehr im Namen führen möchte. Er schämt sich, an einer Universität promoviert worden zu sein, die eine solche Arbeit annimmt.

  131. Lieber Karl Theodor Maria...
    Lieber Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr zu Guttenberg,
    Du hast mich übertroffen! Bald werden meine Münchhausiaden vergessen sein.
    Guttenbergiaden und Kopiekarliaden treffen den Geschmack der jüngeren Zeit in deer Tat besser!
    Viele Grüße
    Dein altes Vorbild
    Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen

  132. Wissen Sie, colorcraze, warum...
    Wissen Sie, colorcraze, warum auch meine zwei Abschlußarbeiten (kein Doktor, bewahre) so dünn waren? Ich mußte den ganzen Kram auf einer mechanischen (!) Schreibmaschine tippen. Man kann sich ungefähr vorstellen, welche Laute ich bei einem Tippfehler auf der letzten Zeile ausstieß. Insofern ist der Freiherr auch ein Opfer der Technik. Es wird den … Faulenzern einfach zu leicht gemacht. Ich habe eine undeutliche Erinnerung an einen Zeitungsartikel, in dem Prüfungsbehörden so eine Art Plagiats-Check über spezielle Suchmaschinen zur Pflicht gemacht wurde. Da scheint im freiherrlichen Fall wohl die Einsicht, dem könne man vertrauen, der habe es gar nicht nötig, sich ungebührlich Bahn gebrochen zu haben.

  133. Geistesadel, der war gut!...
    Geistesadel, der war gut!

  134. Eine Gesellschaft, die von...
    Eine Gesellschaft, die von Aristokraten beherrscht wird, stelle ich mir wie ein Leben unter einer Dauerpressekonferenz von Guttenberg vor: Voller dreister Lügen, schlechter Charakterzüge und Benehmen wie der Pöbel.

  135. @sterne
    Hans Meier ist besser....

    @sterne
    Hans Meier ist besser. Zitat „Mir tun die Eltern leid“.

  136. Ich stell mir das wie Bahrain...
    Ich stell mir das wie Bahrain vor.

  137. Wird die Univ. Bayreuth...
    Wird die Univ. Bayreuth versuchen, ihre Reputation wieder herzustellen? Wird sie sich von Guttenberg und Häberle distanzieren? Wird sie den ermogelten Titel abererkennen? Wird sie Plagiator Guttenberg und seinen Steigbügelhalter Häberle als das benennen, was sie sind?
    Sicher nicht. Dazu fehlen Mut und Anstand. Allerdings sollte man als junger Mensch nun sehr genau überlegen, ob man an der Universität Bayreuth (Slogan „Elitekopierwerk Bayern“) studieren und damit die eigene Reputation beschmutzen will.

  138. Ich denke, sie wird solange...
    Ich denke, sie wird solange prüfen, bis keine Nachfragen von Journalisten mehr kommen.

  139. Steigbügelhalter Häberle -...
    Steigbügelhalter Häberle – köstlich. Was hat den Kerl bloß geritten, die hingekleisterte Plagiatesammlung aus Guttenbergs Kopierstube mit „summa“ zu beurteilen? Warum hat der Mann so beiläufig sein Lebenswerk verspielt, sich selbst so jämmerlich zerstört? Für ein paar Herablassungen eines Freiherrn?
    .
    Herr Häberle, war es das wert?

  140. Aber Herrn zu Guttenberg und...
    Aber Herrn zu Guttenberg und die Universität Bayreuth trifft doch gar keine Schuld. Der Verlag hat geschlampt, hat Fußnoten, An- und Abführungszeichen vergessen…

  141. So, und nun widmen wir uns...
    So, und nun widmen wir uns alle der Dissertation von Gregor Gysi. Ein besonders kreativer Jurist, geradezu fruchtbar.

  142. Ach was, so lange wird die...
    Ach was, so lange wird die ehrenwerte Promotionskommission der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zu Bayreuth gar nicht brauchen – laut § 16, Abs. 3 der Promotionsordnung hat sie nur festzustellen, daß keine „Täuschungsabsicht“ des Kandidaten Guglberg vorlag – und schon ist das Verfahren „geheilt“.

  143. Niemand hat die Absicht, eine...
    Niemand hat die Absicht, eine Doktorarbeit zusammen zu googeln.
    .
    (Gewidmet dem kampfstrampler)

  144. Die Uni wird untertänigst um...
    Die Uni wird untertänigst um Nachbesserung bitten. ER wird dies huldvoll zusagen (für den Sankt-Nimmerleins-Tag), und damit ist das Problem gelöst. Auch der Messias (d. h., der erste) hatte schließlich keinen Doktortitel. – Anschließend Nachbereitung durch B**d („Jetzt spricht die tapfere Stefanie über ihre schwerste Stunde: Die Hetze gegen meinen Mann brach mir das Herz / Er wollte unseren Soldaten helfen und musste nachts Fußnoten zählen“) und nach einer Schamfrist durch die Qualitätspresse („Stehvermögen gezeigt … Durchsetzungsstark … mehr denn je ein Hoffnungsträger“).
    .
    Übrigens, aktuell 30 Prozent Plagiatsseiten (and counting).

  145. Hiermit gebe ich mein...
    Hiermit gebe ich mein Ehrenwort, ich betone Ehren, dass ich in meiner Doktorarbeit, ich betone Doktor, nicht betrogen habe.

  146. Lieber Filou, die rigorose...
    Lieber Filou, die rigorose Überprüfung sämtlicher Dissertationen führender Politiker könnte noch ein schönes und nachhaltiges Projekt der Internet-Gemeinde werden. Aber jetzt gilt es erst einmal, den Verteidigungsminister zu seinem Ende zu bringen. Und die Faschingszeit zu überstehen. – Was meinen Sie, werden die Rosenmontagsumzüge das Thema noch aufgreifen?

  147. Liebe macht blind, das sagt...
    Liebe macht blind, das sagt jeder, weiß aber fast niemand, oder immer erst nachher. Adel macht viel blinder, alle, ausnahmslos. Das sagt niemand und alle tun so, als ob sie es nicht wüssten.
    DA, 18,14, Verstehe ich überhaupt nicht. Stimmt auch überhaupt nicht. Wer oder was ist denn diese Kategorie? Es sind einzelne Menschen, so individuell und verschieden wie alle anderen auch, ebenso schlau und so trottlig, so nett und so grapschgierig, aufrecht oder hintenrum, wie alle anderen auch. Wie Menschen sich verhalten hängt viel von Situationen ab, in denen sie sich unversehens wiederfinden, bzw. in die sie sich selbst hineinmanövrieren. Solange ich keine Kategorie Mensch sehe, frei von Fehler, frei von Schuld, halte ich Ihre Position für Propaganda. Adel bashing finde ich ebenso unergiebig, wie alle anderen Kategorien- bashings. Mir geht’s ja ähnlich, wenn ich dieses Grimassieren sehe und diese Worte höre, dreht sich mir alles um. Es ist mir ein völliges Rätsel. Aber so geht es mir immer seit ich den ersten Politiker in der Kamera gesehen habe, ziemlich ausnahmslos, egal, welche Region, Religion oder Ethnie. Ich sehe in ihm ein verirrtes, verwirrtes Kind, das keinen Fluchtweg mehr findet. Da gibt’s eindeutig schlimmeres. Gruß und Respekt dafür, dass Sie mir bisher noch nicht die Tür vor der Nase zugeschlagen haben.

  148. @specialmarke, man warte die...
    @specialmarke, man warte die Stunksitzung ab. Ein wenig davon war ja schon hier zu lesen. Der eine oder andere Kommentar ging bereits in diese Richtung.
    .
    (Frueher fluechteten wir zu Karneval ins entfernte Ausland. Aber nachdem selbst der German Club in Missisauga (ON) uns mit German Fashing belaestigte, zogen wir das duldsame Ertragen der hiesigen, furchtbaren Variante des niederlaendischen Karnevals vor)
    .
    Der Gysi ist einer naeheren Betrachtung wert. Isch shwere bei Allah, ey.

  149. gerade im bayr. Radio. ... 68...
    gerade im bayr. Radio. … 68 % der Deutschen stehen hinter Guglberg … hahaha

  150. Naja... Umfragen... mal...
    Naja… Umfragen… mal abwarten.

  151. Bei Faz.net - nun nicht gerade...
    Bei Faz.net – nun nicht gerade ein linker Autonomensumpf – ist die Stimmung enorm negativ gegenüber dem Herrn. Ich denke, in besseren Kreisen wird das Folgen haben.

  152. Naturgesetze live im TV...
    Naturgesetze live im TV erlebbar: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

  153. geehrteter Don Carlos, ...
    geehrteter Don Carlos, leider etwas spät,
    Sie haben vollkommen Recht, mit dem Hamsterrad #69 habe ich zum
    Glück nichts mehr zu tun, und ich wünsche lhnen dasselbe, nett gemeint.
    #69: geklaut von Filou et. al.
    (Habe ein paar Klammern vergessen, aber es ist ja keine Dissertation)
    mfG. T.

  154. Filou hat bei seinem...
    Filou hat bei seinem segelschein bestimmt auch abgeschrieben, sonst wäre er nicht so milde…

  155. DA@: Der Autonomensumpf ist...
    DA@: Der Autonomensumpf ist dort anzusiedeln wo man per Sender -(Meinungs)monopol Staatsfernsehen, ARD & ZDF, Stimmung päppelt und Meinungsvielfalt per Talkshows signalisiert. Die wohlfeilen Kabarettisten-Witzchen werden als Camouflage gern schmunzelnd zur Kenntnis genommen. Man stelle sich vor, die FAZ würde mit allgem. Gebührenerhebung finanziert. Lachhaft. Weg mit diesem Mainzelmännchenmonopoly.

  156. Trias, har...? versteh ich...
    Trias, har…? versteh ich nicht… echte bildungslücke.

  157. Stimmungen sind Stimmungen,...
    Stimmungen sind Stimmungen, wer will schon gewählt werden. Kategorien sind halt solche Kategorien. Und Folgen in Kreisen, Vorgärten und Hinterhöfe, da gibt es Spannenderes. Man muss auch nicht immer alle Dinge im Cocktailmixer anrühren. Ich halte tatsächlich was von frieh thought, frieh spietsch, etc. Von Lizenzen dafür halte ich weniger. Beste Grüße, anyway.

  158. Man muss das im Zusammenhang...
    Man muss das im Zusammenhang sehen mit all den Phrasen zur Bildungspolitik: Vom Mantra, dass „Bildung unser wichtigstes Kapital“ sei, über die rassistische Stimmungmache gegen angeblich „bildungsferne Unterschichten“ bis hin zur sektbuffetseligen Exzellenzhechelei an den Universitäten.
    .
    Das alles wird von Gemütern vorangetrieben, für welche Bildungseinrichtungen, christliche Seefahrt und Rokokoschlösser, nie was anderes waren als Phantasiewelten für sadomachistische Sozialphantasien.
    .
    Sobald das Koks nicht mehr wirkt, denken sie wieder BILD-Wagner:
    .
    „Ach was, scheiß auf den Doktor“!
    .
    Da wird sich der Fleischhacker Mühe geben müssen, um das noch zu toppen.

  159. Demnächst gibt er eine...
    Demnächst gibt er eine Haarprobe ab, um zu beweisen, dass er nicht kokst.

  160. @Don Carlos h 20:23
    bitte ...

    @Don Carlos h 20:23
    bitte seien Sie nicht so harsch zu Filou, ich versuche seit Monaten etwas
    über Calvados aus ihm herauszubringen, aber er ist wie ein scheues Reh
    und prahlt lieber mit seiner Blondinen-Schule anstatt interiessierten Mit-
    menschen ein wenig Bildung zu vermitteln. Und daß er wegen böser
    Winde einmal nach London gesegelt ist, kann man ihm ja wohl schwer-
    lich als Plagiat anlasten. GPS gab es ja noch nicht immer. mfG.T.

  161. So, jetzt reichts mir!
    Von...

    So, jetzt reichts mir!
    Von Calvados muss man nichts wissen, wenn man ihn trinkt. Das ist wie mit der Liebe. Wenn man davon nicht besoffen wird, muss man bei Freud (Vermutung) nachlesen.
    .
    Segelscheine braucht man nicht fuer 8m-Dosen. Nicht in Holland. Die lieben den freien Markt. Der regelt alles. Selber schuld wennste versaeufst. GPS war damals noch sehr teuer. Radar ist fuer Angeber.
    .
    (Wenn ich mal echt gute Laune habe, darf man mich nach der Geschichte mit den 240 Dosen Bier fragen. Gute Story. Heute nicht. Schlechte Laune. Madame hat sich einen Kleiderschrank vom grossen Spanplattenvermarkter aufschwatzen lassen. Wer zaehlt die Wut, wer kennt die Namen?)

  162. Trias, die beiden holländer...
    Trias, die beiden holländer hatten ihn wahrscheinlich als notproviant oder/und fender mit. wir sind alle froh, daß es nicht zum äußersten kam und er uns etwas garn zum besten gibt.

  163. @Don Carlos:
    Sie haben ...

    @Don Carlos:
    Sie haben vollkommen Recht, ich habe das dummerweise selbst formuliert,
    und nicht unbedingt den Höhepunkt meiner schreiberischen Karierre ge-
    funden. Eigentlich wollte ich Ihnen nur ein wenig zustimmen um mich dann
    mit einem Bier (das kein Kölsch ist) zurückzuziehen. lch werde mir einen
    Ghost-Writer zulegen. Gelogen, Nöö.
    (ziemlich nah an Geologen, reiner Zufall) mfG. Trias.

  164. @Savall (18:11), kein TippEx?...
    @Savall (18:11), kein TippEx? Ich hatte TippEx. Ganz viel. 40 Seiten, einseitig, 1,5 Zeilen Abstand. Zwei Flaeschchen. TippEx, kein Calvados. Aber drei Kisten Schultheiss (ekelhaft) von Kaiser’s. Damit konnte man sich die Benotung schoensaufen. Das waren noch Zeiten, ach!

  165. don,
    .
    dieses land wird mit...

    don,
    .
    dieses land wird mit der glotze, bild und bams regiert. leider, ist aber so.
    .
    es gab einmal einen bayerischen ministerpräsidenten, der einen zwischenrufer mit der frage nach dem bestehen der reifeprüfung (wörtlich: hobn sö überhapt abituah?!!) den meister zeigte. viele wahlberechtigte haben nicht promoviert, ja, nicht einmal ein wissenschaftliches studium absolviert und fühlen sich dennoch reif genug für die wahlhandlung oder deren unterlassung. für die, und das sind die meisten, ist diese auseinandersetzung eher exotisch.
    was viel wichtiger ist: der vonundzu hat dermassen schlag bei frauen, dass man ihn in dieser hinsicht fast schon mit brandt oder kiesinger vergleichen könnte. jetzt kommt noch der mitleidseffekt.
    .
    wegloben geht nicht, kein posten da (wofür zahlt dieses land all die gelder an die uno, wenn die dann erst nicht da sind, wenn man sie wirklich einmal braucht?).
    schassen geht nicht, dann wird er noch schneller kanzler (der muss bloss beförderungen versprechen, schon ist der putsch da; fast schon wie im alten rom, wer die prätorianer für sich hatte, hatte auch den rest für sich).
    bleibt also frau dr. bundeskanzler nur, ihn zu lassen, wo er ist, und auf das eintreten einer gewissen amtsmüdigkeit zu warten, wie das ja auch plan a bei seiner bestallung als verteidigungsminister war.
    .
    fragt sich nur noch, woher der angriff komt, und wer wessen geschäfte führt (nun, der cdu kommt es doch ganz gelegen, wenn der parteifreund von der schwesterpartei grenzen aufgezeigt bekommt. dass die lichtjahre der bundeswehrführung guten grund haben, um ihre stellen zu fürchten, darf als bekannt gelten; da perlt im casino sicher der schampus, wenn der jetzige herr verteidigungminister der vorherige herr verteidigungminister sein wird).

  166. @Don Carlos: danke und ...
    @Don Carlos: danke und amüsant
    @Filou: Sie wissen also auch nicht mehr über Calvados als ich.
    Besaufen kann ich mich selber, mfG. Trias.

  167. @Trias, war es etwa Ihr...
    @Trias, war es etwa Ihr Wunsch, dass ich Sie besaufen soll?
    Ich hoffe, dass dieses Thema damit beendet ist. Bei einem eventuellen Update werden Sie es rechtzeitig erfahren.
    @Don Carlos, ich liebe jede Rauferei. Die Frage ist, sollen wir so weitermachen? Oder koennen wir das nicht auf eine andere Ebene legen?

  168. Ich wollte ja wirklich nicht,...
    Ich wollte ja wirklich nicht, aber christliche Seefahrt ist einfach zu schön, gefällt mir. War neulich ne ganze Weile auf einer Karibik Insel, Nauplius plantschen und so. Kleines, entlegenes Kaff, wie Afrika. Was in deren Köpfen rumtobt, wie tief Sklaverei sich in diese Gehirne eingebrannt, eingefressen hat, heute immer noch, war ein wirkliches Erlebnis für mich. Ich hab’s nachgelesen: 350 Jahre Sklaverei, lohnt sich wirklich, für’s christliche Menschenbild, wir und die. Portugal, Spanien, kürzlich, ein paar Wochen, da waren ja mal die lieben Mauren. Sie haben auch schöne Sachen hinterlassen. Aber die christlichen Könige fanden die irgendwie nicht so doll und dann kam die Inquisition in Spanien und Portugal. Lohnt sich zu lesen, genau, im Detail, in jedem Detail, für’s christliche Menschenbild, wirklich. Karl V, Phillip II, interessante Menschen, interessante Zeit, Escorial, unglaublich. Kann man lange Zeit verbringen, ist wirklich ein Erlebnis, aber vielleicht nur für manche. Warum sollen eigentlich alle immer einer Meinung sein? Ich hab ja schon ganz doll wichtige Menschen, meistens zu lange, aus der Nähe erlebt. Mein Respekt gegenüber Kleider-, Sprech-, Sitz-, Lach-, Denk- und sonstigen Ordnungen ist dabei nicht gewachsen. Gelegentlich wundere ich mich über Menschen, vor allem, worüber sie sich aufregen, ohne genau hinzusehen. Wie leicht, schnell und häufig da was platzt. Tja, Draufhauen, immer gut, nur zu. Am liebsten setze ich mich irgendwo hin, ohne Gockel, und schaue mir selber an, wie etwas funktioniert. Dort ist die Welt erstaunlich in Ordnung, und erstaunlich häufig auch wunderschön. Lebende Zellen sind wirklich interessant. Applaus ist langweilig, Cosi fan tutte auch und wer wann welche Stimmungen hat, ist sein Problem. Guten Schluck und wohl bekomm’s. Bis die Tage denn.

  169. Foraminiferen aus der ...
    Foraminiferen aus der Karibik taugen ja nicht viel,
    aber sie sind immerhin noch ehrlich, mfG. T.

  170. Jetzt sind laut CSU also die...
    Jetzt sind laut CSU also die „Kommunisten“ an allem schuld, es wird immer doller. Als nächstes haben ihm dann wohl die Taliban die Doktorarbeit untergeschoben, und Osama bin Laden hat sie höchstpersönlich verfasst, um Deutschland und der CSU zu schaden. Oder nordkoreanische Geheimagenten haben ihn hypnotisiert und so gezwungen, bei Anderen abzuschreiben. Vielleicht haben auch die somalischen Piraten aus den arabischen Meeren die Doktorarbeiten heimlich ausgetauscht und die echte mit ihrem Piratenschiff entführt, um Guttenberg so zu erpressen. Oder war es gar ein Doppelgänger aus dem Weltall? Ein Dämon vom Nordfriedhof? Ein Fluch einer Alten aus dem 13. Jahrhundert? Hat es mit den Sonnenflecken zu tun? Schalten auch Sie wieder ein, wenn es heißt „Die CSU erklärt uns die Guttenbergplagiate“.

  171. @Filou, Danke, ich kann ...
    @Filou, Danke, ich kann das allein, war ja nur eine höfliche Frage. mfG.T.

  172. Die Kommunisten wären sogar...
    Die Kommunisten wären sogar am BayernLB-Debakel schuld, wenn man einen gehabt hätte.
    .
    Im Ernst, für die CDU ist es unschön, aber für die CSU um die Zukunft.

  173. Vielleicht nimmt der Herr ja...
    Vielleicht nimmt der Herr ja wie Arabella eine Auszeit und geht den Usambara-Uhu suchen.

  174. Für die Wahrung des...
    Für die Wahrung des Nobilitätsprinzips ist ein so mediokrer Namenszusatz wie der des „Dr.“ schon immer so nötig – um es auf gut fränkisch zu sagen – wie ein Kropf gewesen. In unseren eleganten Kreisen verkneift man sich bereits die Erwähnung derartiger akademischer „Meriten“; allenfalls in dem kleinen extrem nepotistischen Schmelztiegel zurück gebliebener Fusskranker der germanischen Völkerwanderung, syrischer Schankwirte und hepatitischer Bartauszupferinnen nördlich der Alpen wird noch – inmitten der Überreste eines erlöschenden Hofbyzantinismus einer abbröckelnden Filzkultur – noch devot diesem mittlerweile an jdem Kaugummiautomaten käuflichen Präfixes vor der eigenen Mediokrität gedacht. Und das hat der viel Gescholtene eugentlich nicht nötig …

  175. Appendix: Gibt's eigentlich...
    Appendix: Gibt’s eigentlich noch einen/ den Plattentipp, Euer Liebden `Es muss ja nicht gleich erwas vom Enoch Dirigiertes sein …

  176. Aber gerne! Was ich sehr...
    Aber gerne! Was ich sehr gemocht habe, ist Telemanns jüngst erschienenes Oratorium „Der Tag des Gerichts“, läuft bei mir seit Tagen. Eingespielt vom Bach Consort Leipzig unter Gotthold Schwarz, erschienen bei Rondeau. Kein Witz, es ist wirklich eine grandiose Aufnahme.

  177. Früher hat man sich das...
    Früher hat man sich das Officierspatent gekauft – Adelstitel gab es ja uch „per aftera ad astra“ . Wir Alle finden uns jedoch bei „Lucy“ in einem tansaniaschen Graben wieder …
    Nevertheless, das Leben besteht aus Unterschieden, und – quod licet iovi …

  178. "Weber: Schon vor gut vier...
    „Weber: Schon vor gut vier Jahren habe ich zusammen mit Kollegen dem ehemaligen österreichischen Wissenschaftsminister und heutigen EU-Kommissar Johannes Hahn nachgewiesen, dass er große Teile seiner Doktorarbeit unzitiert abgeschrieben hat. Doch anders als jetzt im Fall von Herrn zu Guttenberg hatte die Universität Wien leider kein Interesse diesem Fall weiter nachzugehen. Bis heute wurde die Arbeit von Herrn Hahn von der Universität nicht komplett auf Plagiate hin untersucht – und das obwohl seine Arbeit die wissenschaftlichen Standards ähnlich unterbietet wie die von Verteidigungsminister zu Guttenberg.“
    aus: http://www.tagesschau.de/inland/interviewstefanweber100.html
    das ist auch so ein offenes geheimnis in wien. und der herr wurde sogar eu kommissar

  179. Sicher schon wieder so ein...
    Sicher schon wieder so ein Kommunist.

  180. Foraminiferen sind eigentlich...
    Foraminiferen sind eigentlich immer schön, aber sie sind halt etwas anderes.

  181. @Filou, eigentlich wollte ...
    @Filou, eigentlich wollte ich ja still sein und provozieren kann ich mich
    selbst: warum sind Sie auf einmal so grantig, besonders wenn es auf
    Calvados kommt? Liest die beste Ehefrau von allen mit? mfG.T.

  182. Sehr gute Analyse der...
    Sehr gute Analyse der Rechtfertigung KT’s vom Bendlerblog. Möchte ich niemanden vorenthalten. Von Sascha Stoltenow:
    Das Statement von zu Guttenberg ist perfekt, die Bilder dazu zeigen aber auch, unter welch enormer Anstrengung er dabei steht:
    http://www.youtube.com/watch?v=Khe9du-6k_M&feature=player_embedded
    Anbei noch eine Übersetzung:
    …Für diese Stellungnahme bedurfte es keiner Aufforderung – sie gab es auch nicht.
    Von Angela Merkel lasse ich mir nichts sagen, und von sonst niemandem auch nicht. Ich bin ich und stehe über allem.
    Meine von mir verfaßte Dissertation ist kein Plagiat.
    Das hat niemand behauptet, so dass der Satz immer richtig ist, denn die Dissertation ist die gesamte Arbeit.
    Sie ist über etwa 7 Jahre neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden und sie enthält fraglos Fehler.
    So dumm, das Offensichtliche nicht zu zugeben, bin nicht mal ich. Ich scheue aber auch nicht davor zurück, auf die Tränendrüse zu drücken und meine Frau und meine Kinder zu instrumentalisieren. (Anm. Ich habe als junger Familienvater auch wissenschaftlich gearbeitet. Würde ich das anführen? Nein. Würde ich es als Kommunikationsberater empfehlen? Auf jeden Fall!)
    Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewußt getäuscht oder bewußt die Urheberschaft anderer nicht kenntlich gemacht. Sollte sich jemand durch inkorrektes Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten bei insgesamt 1.300 Fußnoten und 475 Seiten hierdurch verletzt fühlen, so tut mir dies aufrichtig leid.
    Bei einer so umfassenden Arbeit können Fehler passieren. Das versteht jeder. Und: “Es wurde nicht bewußt getäuscht” ist nicht gleich: “Ich habe nicht getäuscht.” (Wie es allerdings möglich ist, unbewusst so viele Stellen in die Arbeit zu kopieren, vermag ich nicht zu sagen.)
    Die eingehende Prüfung und Gewichtung dieser Fehler obliegt jetzt der Universität Bayreuth.
    Und Ihr haltet jetzt bitte schön das Maul!
    Ich werde selbstverständlich aktiv mithelfen festzustellen, inwiefern darin ein wissenschaftliches Fehlverhalten liegen könnte und werde gerne bis zum Ergebnis der Prüfung vorübergehend auf das Führen des Titels verzichten – allerdings nur bis dahin, anschließend >würde ich ihn wieder führen. Ich werde bei mir keine anderen Maßstäbe setzen, als ich sie bei anderen angesetzt habe.
    Ich zieh mein Ding durch. Wissenschaft nimmt eh keine Sau ernst. Aber eigentlich habe ich recht.
    Die Menschen erwarten, daß ich mich um mein Amt als Verteidungsministers mit voller Kraft kümmere. Eine historische Reform der Bundeswehr gibt hierfür genügend Anlass. Ebenso die Verantwortung für die Soldaten im Einsatzgebiet wie ein Ereignis des heutigen Tages erneut vor Augen führt.
    Es gibt wichtigeres, und ich werde auch weiterhin tote (und lebende) Soldaten instrumentalisieren, wenn es mir nutzt.
    Genau so muss man das machen. Optimale strategische Kommunikation, denn im öffentlichen Diskurs kommt an:
    Er hat einen Fehler gemacht, er hat sich entschuldigt, er ist Opfer einer Hetzkampagne, er hat wichtigeres zu tun, und alle, die ihn jetzt noch kritisieren sind kleinmütige Neider. Er wird unsere Land in eine strahlende Zukunft führen.
    Perfekt eben.

  183. @nauplius,
    Sie haben Ahnung,...

    @nauplius,
    Sie haben Ahnung, die sind wundervoll und wunderschön unter dem
    Mikroskop, aber damals dachte ich törichterweise ich könnte mir das
    nicht leisten, ziemlich dumm von mir, eine liebe Komilitonin übernahm
    dann und promovierte . Es war eine wundervolle Zeit für sie, beruflich
    nicht hilfreich, aber sie raucht noch Marihuana und ist guter Dinge.
    Ich sende noch heute ab und zu passende Samen für die heimische
    Zucht und frage mich wie ich ohne Titel überhaupt zurechtkommen konnte.
    Mich hat es ohne titel nach Amerika verschlagen und jetzt lasse ich mich
    hier bei Bier und Wein von Filou veräppeln. auch nicht schlecht, mfG.T.
    Lange Geschichte, kurzer Sinn …. was soll´s.

  184. @Filou
    war mir nicht bewußt...

    @Filou
    war mir nicht bewußt daß Sie so schlechter Laune sind. mfG.T.

  185. Es fehlt einfach ein einfaches...
    Es fehlt einfach ein einfaches Normalverfahren, das jedem Honoratior zum Titel verhilft, ohne ihn gleich zu kriminalisieren.
    .
    Warum macht man es nicht wie in der Filmindustrie und bezeichnet einfach den Geldgeber als „Produzenten“? Dann wäre jedermann klar, dass er die Arbeit nicht selbst geschrieben hat und er würde das auch nicht behaupten. Eine Eigenleistung wäre aber trotzdem vorhanden — diese bestünde darin, sich mit Geschmack und Sachverstand den richtigen Ghostwriter auszusuchen, der dann auch eine wirklich gute Arbeit schreiben kann, „produziert“ vom Geldgeber.
    .
    Wäre nicht DAS die ideale Lösung zur Finanzierung des der Geisteswissenschaften? Effizienter als all diese Promotionsstipendien? Der Produzent erhielte dann den von ihm so ersehnten Titel („Dr. honoraris causa“), der namentlich nicht genannte Ghostwriter einen Batzen Geld (weitaus mehr als das Regelstipendium) — und damit die heute so selten gewordene Möglichkeit, mal ein paar Monate lang wirklich ungestört Wissenschaft zu betreiben. Mit den so finanzierten Forschungsergebnissen wäre dann auch der Allgemeinheit geholfen.
    .

  186. Gestern veröffentlichte...
    Gestern veröffentlichte Wikileaks dieses email:
    Von: supersteffi777@gmail.de
    Gesendet: Donnerstag, 17. Februar 2011 16:21
    An: daddy@guttenberg.de
    Betreff: Karl-Theodor
    Lieber Enoch,
    ich habe mir noch einmal die Gedichte angeschaut, die Karl-Theodor damals für mich geschrieben hat. Und wißt du was! Das „Schönes Fräulein darf ich´s wagen, mein Geleit ihr anzutragen?“, das mich damals überzeugt hat, das ist gar nicht von ihm. Sondern von einem Johann. Das hat Dein Sohn (!) von irgendeinem Lakaien abgeschrieben! Ich bin wirklich erschüttert.
    Steffi.
    .
    Von: daddy@guttenberg.de
    Gesendet: Donnerstag, 17. Februar 2011 23:11
    An: supersteffi777@gmail.de
    Betreff: AW:Karl-Theodor
    Verehrte Stefanie,
    mensch, wie oft soll ich es Dir noch sagen? Der Typ, den Du geheiratet hast, ist nicht mein Sohn, sondern eine Kopie davon. Klar!?
    LG Enoch

  187. Ach, Filou, Tipp-ex zu...
    Ach, Filou, Tipp-ex zu DDR-Zeiten? Dafür hätte ich eventuell meine Oma verkauft. Oder doch wohl besser nicht. Auf jeden Fall war es äußerst mühsam. Vor allem, da ich von den vorgesehenen vier Wochen zwei mit Feuchtwanger-Lektüre verbrachte (Füchse im Weinberg und Der falsche Nero, wenn ich mich recht erinnere). Danach war natürlich Streß angesagt, was aber wiederum half. Mein Dopingmittel war übrigens ein Getränk, das im Volksmund auf den Namen „Blauer Würger“ hörte. Das war dumm, aber unvermeidlich, des Zeitverlustes wegen. Nun, zum plagiieren fehlte mir die Zeit. Es ist bei solchen Arbeiten nach meiner Erfahrung immer viel einfacher, den Text selbst zu schreiben als ihn mühsam zu montieren. Ich verstehe den Freiherrn in dieser Beziehung nicht. Der Guttenberg-Counter steht momentan bei 62,8 %. Sollte er auf über 90 % gehen, dann würde ich die Arbeit für Kunst halten.
    .
    BTW: Die Geschichte mit den 240 Bierbüchsen auf der Englandfahrt würde mich auch sehr interessieren. Wenn ich recht erinnere, dann galt die Formel: eine Büchse pro Mannstunde? Das dürfte die Navigation in den Abendstunden komplex gestaltet haben. Jerome K. Jerome ist Ihnen sicher geläufig? Falls unglücklicherweise nicht: Lesen machen!

  188. trias,
    wie sieht es...

    trias,
    wie sieht es eigentlich mit dem titelwesen in den us of a aus?
    .
    eigentlich hätte ich vermutet, ein sonderbares nebeneinander formloser gleichheit, die für anderswo sozialisierte fast schon peinlich wirkt.
    auf der enderen seite eine lobesurkunden- und tätigkeitsbezeichnungskultur, die ihresgleichen sucht, in kakanien war das noch weitgehend echt, überm grossen teich ist jeder ein manager, oder bezeichnet sic so und wird so bezeichnet. den man allein an die ladenkasse lassen kann.
    .
    (es gibt in den usa kein duales ausbildungssystem. wer mehr will als ungelernte oder angelernte tätigkeiten, erwirbt diese fähigkeiten über ein college-studium)
    .
    sind das nur neobachtungen am fuss der pyramide und weiter der spitze zu sieht es anders aus? und: inwieweit nehmen die usa unsere zukunft vorweg?

  189. @ Frundsberg: Ebendort haust...
    @ Frundsberg: Ebendort haust der Usambara-Uhu!

  190. @hansgeier333: Schon wieder...
    @hansgeier333: Schon wieder die Streichhölzer in der Tasche? Das transatlantische Plazet haben Sie wohl auch schon…

  191. Trias, Wir haben es nicht...
    Trias, Wir haben es nicht leicht mit unseren Köpfen und mit unseren Erwartungen. Die Möwenküken sehen etwas längliches mit rotem Klecks und denken, es sei Mammas Schnabel. Die blöden Fische sehen etwas glitzern und beißen herzhaft ins Metall. Pech gehabt. Sind wir sicher, dass hinter dem, was wir für wahr halten, auch immer Wahrheit steckt? KT posiert als Tempelritter und die Teutonen grölen. Ein paar Buchstaben in einem Familienamen und die Teutonen glauben, endlich seien sie wieder wer. Wir alle sehnen uns nach Gerechtigkeit, aber wer hat uns eigentlich Rosengärten versprochen? Männerköpfe rivalisieren und Frauenköpfe sind auch nicht von Pappe. Man muss sich davon ja nicht irritieren lassen. Ich habe, und das geht jetzt wieder auf die Nerven, größten Respekt vor Streitkräften, nicht zum Bumm machen, dann ist es zu spät. Um Bumm zu verhindern. Leben kann verdammt gefährlich werden und niemand ist allein auf der Welt. Deswegen fühle ich mich wohler, wenn erfahrene Steuerleute mit Augenmaß und innerer Aufrichtigkeit die Ruder in der Hand haben, egal wie sich ihre Familiennamen buchstabieren. Wer sagt, dass die Dinge leicht und einfach sind? Philipp II, dieser heilige mit gutem Geschmack aus gutem Hause, in dessen Reich die Sonne nicht unterging: 3 Staatsbankrotts, Armada futsch und Inquisition, die wirkliche Hölle auf Erden. Frohes Schaffen.

  192. berthold,
    muss ein...

    berthold,
    muss ein glückliches land sein, dieses österreich.

  193. Lieber HansMeier555, 9:12:...
    Lieber HansMeier555, 9:12: Dieses von ihnen vorgeschlagene Modell der Forschungsförderung mit Ehrendoktor für den Geber haben wir ja hier in Deutschland auch schon. Da fallen zwar keine Ghostwriter-Tätigkeiten an, dafür aber sogar reguläre Forschungsstellen. Aber das ist den meisten Interessenten wohl zu teuer. Nicht jeder ist da so spendabel wie Dr. h.c. Carsten Maschmeyer – der Adel insbesondere war schon immer sehr knausrig…
    .
    Was halten Sie von der generellen Abschaffung der akademischen Titel – gewissermaßen aus gegebenem Anlaß? Bei Berufungen und Bewerbungen reicht ja die Prüfung der Bewerbungsunterlagen, wie das überall sonst üblich ist. Die akademischen Titel sind ja letztlich auch nur Distinktionsinstrument, wie es früher das „von“ im Namen war, beziehungsweise die Nennung im Gothaer Adelsverzeichnis. Man könnte wirklich darauf verzichten…

  194. Der Fall Guttenberg-Häberle...
    Der Fall Guttenberg-Häberle sollte eigentlich alle Universitäten beunruhigen. Bislang will man sich aber gegen Gefälligkeitspromotionen nur halbherzig wehren: indem der Promovierte angegangen wird. Die liebedienerischen Promotoren, also die Häberles der Zunft, kommen ungeschoren davon. Natürlich müsste ein Missbrauch des professoralen Amtes ebenfalls bestraft werden, und das konsequent. Deshalb wird es weiterhin Gefälligkeitspromotionen geben: neue Regeln gegen betrügerische Professoren müssten – von Professoren beschlossen werden.
    .
    Überraschend dagegen ist, wie sehr Mittäter Häberle von den Medien geschont wird. Sicher, von der Sueddeutschen ist nichts zu erwarten. Heribert Prantl hat in einem Kommentar bereits erklärt, Häberle sei „über allen Verdacht erhaben“. Diesem Befehl, den erhabenen Häberle zu schonen, haben alle Untergebenen Prantls verstanden.
    Aber warum halten sich auch alle anderen Journalisten an die lex Prantl? Prantl redet natürlich Unsinn. wer eine banausenhaft zusammengepantschte Zitatenssuppe mit der (selten vergebenen) Höchstnote bewertet, ist nicht über Verdacht erhaben, sondern verdächtig: des schamlosen Betruges oder zumindest der grundstürzenden Dämlichkeit. Beides zeigt Häberle als unfähig und damit untragbar. Aber – alles schweigt. Alles duckt sich weg. Warum?

  195. Die Unterstellungen in diesen...
    Die Unterstellungen in diesen Kommentaren sind abstrus.

  196. Savall, jedes einelne Blatt...
    Savall, jedes einelne Blatt meiner Arbeit sah furchtbar aus, nachdem beinahe jede Zeile mit TippEx verpinselt gewesen ist. Gluecklicherweise hatte ich Zugang zu einer kostenlosen Xerox-Maschine, die mir strahlend schoene schwarz-weiss Kopien auswarf. Das war mein Glueck, denn wie immer war ich spaet dran.
    Schultheiss war das Dope erster Wahl nur deshalb, weil der halbe Liter nur um die 60 Pfennige kostete. Plus Flaschenpfand. Nach Ende der Aktion lief ich fuenf mal mit zwei Plastiktaschen zwecks Pfandkassierens zum Supermarkt. Jede Tasche=7 Flaschen wegen der Reissgefahr. So kam man wenigstens mal wieder an die frische Luft.
    .
    Die Geschichte mit den 240 Bierdosen faellt in die Kategorie „Koarl, bring noch mal ’ne Runde Grog, und dann erzaehle ich die reine, lautere Wahrheit. Und der Klabautermann soll mich strafen, wenn ich luege“.
    .
    Ich entnehme Guttis Homepage, dass er als StUffz d.R. entlassen wurde. Das finde ich seltsam. Mit Abi aus so einem gutem Hause geht man dort mindestens als Fahnenjunker (also Uffz. OA), wenn nicht gar als Faehnrich oder Leutnant ab.

  197. Nun, ich habe den Eindruck,...
    Nun, ich habe den Eindruck, Häberle kriegt auch noch sein Packerl:
    .
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/die-uni-bayreuth-zittert-mit-guttenberg/3860696.html

  198. Vielleicht. Dass er jedenfalls...
    Vielleicht. Dass er jedenfalls nicht geschlampt hat, sagt Häberle selbst: „Die Arbeit ist kein Plagiat. Sie wurde von mir in zahlreichen Beratungsgesprächen eingehend kontrolliert.“ Wenn Häberle in diesen „zahlreichen Beratungsgesprächen“ nichts gemerkt haben will, ist er dumm wie Stroh. Falls er Gründe hatte, nichts zu bemerken, bin ich gespannt, sie von ihm zu erfahren.

  199. Mein alter Doktorvater...
    Mein alter Doktorvater Häberle ist soeben in Montevideo gelandet. Er wird dort sowie als Gastprofessor auch an den Universitäten von Tripolis und Khartum lehren, wo er nicht mit kritischen Fragen belästigt wird. Das, so Häberle, sei er sich wert.

  200. Was dieser Herr Häberle da...
    Was dieser Herr Häberle da gemacht hat, heißt gewiß Flurschaden. Warum, frage ich mich, soll ich durch Fleiß und wissenschatliche Arbeit Dr. Arabella werden, wenn es auch durch Kopieren+Einfügen unter den Augen eines korrupten Doktorvaters geht – und das viel schneller und ganz mühelos? Jeder Doktorand steht nun unter Verdacht. Und wer willl, dass (Promotions-)Studium und Universitätstitel wieder etwas wert sein sollen, muss ganz gut aufpassen, dass es keine Häberles mehr gibt.
    .
    Ansonten war der Urlaub traumhaft. Und hier ist immer noch alles unverändert. Schön, wenn man weg sein kann und zuhause passiert nichts.

  201. Oh, Filou, einen...
    Oh, Filou, einen Xerox-Kopierer gab es bei uns auch. Allerdings brauchte man für seine Benutzung eine Genehmigung des Betriebsdirektors. Es gab sogar ein gedrucktes Formular dafür. Keine Frage, daß man ihn für eine schnöde Ingenieursarbeit keinesfalls hätte nutzen dürfen. Wie auch immer, ich sehe auf den naiven Kerl, der ich damals war, mit ein klein wenig spöttischer Sympathie zurück. Wenigstens hat er nicht guttenbergt. Gegen eine gute Geschichte ist übrigens nichts einzuwenden, egal ob selbst erlebt oder gut erfunden. Ich bin ein heftiger Verehrer Zamoniens und deshalb bin ich für jede Mythenmetzsche Abschweifung dankbar.
    .
    Ein summa cum laude übrigens, Don Alphonso (und sterne), hätte sich schon wegen des Laberthemas verboten. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich leider immer wieder unter Anfällen von Ethos, was heutzutage nicht gern gesehen wird.

  202. Mes amis, auch in Bayern wird...
    Mes amis, auch in Bayern wird letztlich das Ministerium den Proff ernennen, nicht die Hochschule selbst. Die Hochschule ist also nachgeordnet, ausfuehrendes Organ, politisch abhaengig. Man kann sich denken, was daraus fuer eine Kultur erwaechst. Haette Gutti sich aber doch auch denken koennen, dass das rauskommt. Trotzdem: Viel schlimmer ist der Zerfall der Universitaet zur Titelabholbude. Macht den Laden dicht, das waere ehrlich. In Amliand und UK gibt’s doch anti-plagiarism-software, und ganze Kommitees. Muessen die CSU-Granden nochmal die Lederhose ausziehen und mehr mit dem nackten Laptop machen…

  203. Geklaut wird eben überall....
    Geklaut wird eben überall. Ein Cartoonist von der FAZ hat sich sogar hier im Blog bei den Kommentaren bedient, äh inspirieren lassen (18.02., 18.11): http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E86B754268FD04191B0964C94EFF9E0EE~ATpl~Ecommon~SMed.html

  204. zu Guttenberg sagte, "es...
    zu Guttenberg sagte, „es obliege ihm nicht zu beurteilen, was der Vorgang für seine Glaubwürdigkeit und Autorität bedeute.“ Und: „Aber beidem gerecht zu werden, bleibt mein Anspruch.“
    .
    Köstlich. „Der Vorgang“, sagt der Mann. Nicht „mein Betrugsversuch“. Und: er will „seiner Glaubwürdigkeit gerecht werden“. Wie das? Durch noch einen Betrug?
    .
    Diese Hochstapler weiß genau: Mundus vult decipi. Aus dem wird noch was ganz großes, ganz übles.

  205. Guttenberg und Häberle beim...
    Guttenberg und Häberle beim Doktorspiel erwischt

  206. Naja: Es sieht alles danach...
    Naja: Es sieht alles danach aus, als habe Häberle wohl eine gewisse Nähe zum Politik- oder Parteienspektrum, dem Guttenberg angehört. Und solche Politstar-Dissertationen werden dann eben wohl durchgewunken. Und jetzt kommt alles raus. Das allein ist der Fehler, das war nicht geplant.
    .
    Es gibt quasi a) eine öffentliche Moral, kodifiziert in den Prüfungsordnungen und Gesetzen, kommuniziert in Reden und Werken. Gegen die hat sich scheinbar G., hat sich wohl auch H. natürlich – eigentlich – versündigt. Gleichzeitig gibt es b) eine zweite Privat-Moral der Hinterzimmer und Ehrenkodices und Seilschaften. Nach der ist das nicht mal eine lässliche Sünde, sondern eben Usus, normal, aberr diskret zu handhaben. Und die Schummelei wird jetzt nun vom politischen Gegner aufgebauscht und instrumentalisiert. Dagegen muss man sich eben wehren. Die Kleinen hängt man vielleicht, die Großen aber lässt man laufen. Siehe auch Steuerhinterziehung vs. Brötchen“diebstahl“, etc. Er hatte eben gar keine Zeit für eine richtige Arbeit, hat den Doktor aber alleine schon für seine Lebensleistung und Rolle verdient. Man soll da nicht so kleinlich sein. Es darf aber eben nicht rauskommen, die Schummelei, und zu deutlich werden, weil es dann dem eigenen Lager schadet. Diese Moral gilt nur fallweise, natürlich nicht für gewöhnliche Studenten – für die gilt die allgemeinere Moral a).
    .
    Nun kollidieren diese beiden – sonst friedlich koexistierenden – Moralen vor unser aller Augen, und das Ergebnis ist ein merkwürdiger Eiertanz mit Unterhaltungswert. Man könnte nun auch moralisierend „Doppelmoral“ dazu sagen. Aber wen reißt der abgedroschen klingende Vorwurf noch vom Hocker, selbst wenn er erwiesen ist? Er erinnert nur an sauertöpfische Rechthaber und Moralapostel. Und nutzt doch nur solchen. KT aber nutzt ganz Deutschland. Das ist wichtiger. Im Moralsystem b).

  207. Unsere Vorstellungen und...
    Unsere Vorstellungen und Bilder von der Welt und den Anderen wachsen im eigenen Kopf und wir beamen sie gern den Anderen auf den Pelz. Solche Vorstellungen sind immer mal wieder infektiös und können sich, mit etwas Pech, auch epidemisch ausbreiten. Amen.

  208. war Zweitgutachter, der wird...
    war Zweitgutachter, der wird jetzt auch überlegen, ob es das wirklich wert war.

  209. @auch-einer
    ja, gemäß dem...

    @auch-einer
    ja, gemäß dem motto, glücklich wer vergisst, was nicht zu ändern ist…
    und man muss auch hier viel vergessen..

  210. @DA
    was braucht auch bayreuth...

    @DA
    was braucht auch bayreuth eine uni. die zeiten der grenzlandförderug sind doch seit zwanzig jahren vorbei..

  211. "Eine Gesellschaft, die von...
    „Eine Gesellschaft, die von Aristokraten beherrscht wird, stelle ich mir wie ein Leben unter einer Dauerpressekonferenz von Guttenberg vor: Voller dreister Lügen, schlechter Charakterzüge und Benehmen wie der Pöbel.“ Hatten wir schon. Es war die Gesellschaft, in der das deutsche Klein- und Grossbürgertum die deutsche Nation unter patriotischem Hurrageschrei in zwei Weltkriege führte. Nein, nach 1871 hatte der Adel in Deutschland nicht mehr die Herrschaft!

  212. @ auch-einer : mit dem ...
    @ auch-einer : mit dem Titelwesen an amerikanischen Unis habe ich mich
    kaum befasst, finde aber eine gesunde Portion Skepsis angebracht. mfG.T.

  213. Man sollte sich wirklich auch...
    Man sollte sich wirklich auch mal um die Wirtschaftsweisen, Verfassungsrichter, Bundesanwälte kümmern — und um die Banker natürlich.
    Und nur die Totalschäden ans Licht bringen, kleine Schummeleien gar nicht beachten.
    .
    Mal gucken was da zusammenkommt.
    .
    Die Kristina Schröderköhler hat es geschickter gemacht. Nicht so dumm, nicht so dreist.

  214. @specialmarke
    .
    Echt, das...

    @specialmarke
    .
    Echt, das gibt’s schon? Und ich dachte, das feudale Vordenkerei…

  215. Die Lebensgewohnheiten des...
    Die Lebensgewohnheiten des Usambara-Uhus (Bubo vosseleri) sind bislang nicht hinreichend untersucht. Es gilt jedoch als sehr wahrscheinlich, dass seine Lebensweise weitgehend der des Guinea-Uhus und der des Mittelfranken-Uhus gleicht. Das Nahrungsspektrum umfasst mutmaßlich kleine Politiker und Vögel sowie Reptilien und Freiherrn. Auch die Fortpflanzungsbiologie ist bislang nicht abschließend erforscht, sie geschieht wohl nur in der Nähe von Kopiergeräten an grünen Hügeln. Gelege wurden in den Monaten Oktober, Dezember, Januar und Februar erfunden. Ein noch nicht flugfähiges Plagiat wurde im Februar beobachtet. (Quellenangabe: keine)

  216. @hansmeier555
    ja frau...

    @hansmeier555
    ja frau schröder war da sehr geschickt. allerdings braucht es dazu auch einen prof., der sich für so einen „blödsinn“ hergibt, wie umfrage in der eigenen bundestagsfraktion und auswertungen… ist das nicht auch nah an der befangenheit,w enn ich als prof. mit politikern mein tagesgeschäft mache und jemanden auf der anderen seite (des rheins) aus diesem klientel promoviere

  217. @b4
    Für einen Medienskandal...

    @b4
    Für einen Medienskandal reicht das aber nicht.
    .
    Spötteleien unter Kollegen gibt es dann wohl, aber die Politologen nimmt eh keiner ernst.

  218. bertholdIV@ Bayreuth brauchte...
    bertholdIV@ Bayreuth brauchte und braucht diese Uni, wg. Nacharbeitung & Kommentierung der Bayreuther Festspiele. Das sehen Sie, so gesehen, mit Verlaub, falsch.
    ..
    Der Herr gewesene Legationrat Johann Paul Friedrich Richter alias Jean Paul, ehemals Dauergast der Bayreuther Rollwenzelei, hätte heutzutag bestimmt aktuell in des „Dr. Katzenbergers Badereise“ einige vergnügt labyrinthische Sätze von Titanenhafter komischer Wucht eingefädelt.
    Etwa so:…Auch schien es unter den Aspekten der rosenrot dahindämmernden Zeitläufte, dem mitreisenden und nachsinnenden Doktorvater H. doch etwas blümerant zu werden hinsichtlich seiner begeisterten Beurteilung der jüngstens eingereichten Magister-resp. Prom.-Arbeit des Herrn z. G…….g, alldieweil Dr. Katzenberger allzu spöttisch aus dem „Zäckinger Tagblatt für die Höhern Stände“ süffisant wenig Schmeichelhaftes während des Schaukelns der rumpel-pumpelnden Diligence darüber passagenweis vorlas und ihn allgemach ein ganz und gar völlig entgeistertes Aussehen über seiner Halsbinde verlieh, ja geradezu, was ihn fast den Verstand raubte, Schweisstropfen auf die Denkerstirn trieb, kichernd verbarg des Dr. Katzenberger Töchterlein ihr Amusement auf ihrem artigen Gesichtlein hinter einem parfumierten Spitzentüchelchen, so mühsam, ein ein sie entsetzlich juckendes Losprusten zurückhaltend.

  219. Wir brauchen bessere Umfragen....
    Wir brauchen bessere Umfragen. Zur Zeit kann sich der VMinister hinstellen und frech erklären: Ich werde nicht zurücktreten, mein Volk braucht mich…

  220. Nun, Schlösser habe schon...
    Nun, Schlösser habe schon etwas für sich, so man sie fertig baut, nicht nur on the long run. „On the long run we are all dead“ (das ist ein Zitat!).
    .
    In was für erbärmlichen Zeiten leben wir. Man folge der Reiseroute und zähle die Attacken (denen in Kunduz „nur“ – Vorsicht, Ironie auf dem Weg zum Zynismus- Einheimische zum Opfer fielen) und dann bewerte man den Frontbesuch.
    Kann es sein dass die OMF (opposing militant forces, der ISAF Euphemismus für die anderen) unsere hohen Besucher aufklären und dann die Attacken vom Stapel lassen? Und kann es sein dass die in den Polizei- und ANA ( Afghanistan National Army) Bataillonen „Schläfer“ haben?
    Kann es dann sein dass solche Besuche unsere Jungs gefährden?
    Und in welchen Zusammenhang (wie schon oben beobachtet) werden dann unsere Gefallenen gebracht?
    .
    Man kann ja nicht mehr zum Duell fordern, leider. Selbst gegen den Souverän konnte man bis 1914 blank ziehen als Zeichen der Forderung und der Verachtung, in der Regel kam man dann für ein oder zwei Jahre auf Festung, wobei man dort meist standesgemäß untergebracht war und verpflegt wurde.
    Aber dafür war einem der Respekt der Kameraden gewiss.
    .
    Nachschrift: Ich habe meine Promotion ( Westfälische Wilhelms Universität Münster, „Sehr gut“) selbst in die Schreibmaschine geschrieben, die Literatur damals in den 70ern selbst in der Uni-Bibliothek herausgesucht, auf Karteikarten erfasst, alle Angaben zur Vorgeschichte unserer Versuche mit Zitaten und der entsprechenden Literatur dokumentiert und alle Versuche selbst durchgeführt. Ob das den Stand der Wissenschaft wesentlich befördert hat vermag ich nicht zu bewerten, immerhin gibt es sogar Sekundärliteratur dazu.

  221. Konsequenterweise müsste er...
    Konsequenterweise müsste er auch seinen Oberbefehl über die beiden BW-Unis „ruhen lassen“ und irgendjemandem anderen übertragen. Nur bitte keinem Folterbefürworter.

  222. Jean Paul Richter, gewester...
    Jean Paul Richter, gewester Meiningen-Coburger Legationsrat
    „Auswahl aus des Teufels Papieren“ I. Aviso
    ….Ich schämte mich, das in deutscher Sprache beschmierte Papier, da es keine anderthalbe Pfund wog, großen Gewürzhändlern anzubieten, deswegen ließ ich alles, wie man sieht genau und ohne Druckfehler abdrucken damit’s einige Zentner würde und man es besser einem hiesigen Gewürzhändler antragen könnte: dabei kann man’s noch vorher alle deutsche und polnische Gelehrte (deren ich in Frankfurt, Braunschweig, Naumburg viele auf den Gassen sah) zu ihrer Lust durchlaufen lassen. Wahrhaftig wenn man so zusieht, wie sehr ein alter und ein junger Gelehrter nachdenken muß, und wieviel er sich und seinem Sessel ab- und aussitzet, um nur ein oder zwei Pfund weiser und stilisirter Bücher zu schreiben, so preiset man Handel und Wandel von Herzen, es sei nun mit Material- oder mit schneidenden Waaren oder mit Vieh, und lässet weder Söhne noch Töchter studieren. Gut ists, daß dieses Buch wie ich hoffe vom Teufel gemacht ist. Der Setzer der es ganz durchgesehen (denn ich hatte noch nicht Zeit dazu und frag‘ auch gar nichts darnach) will mir dafür haften, daß im Grunde lauter fatale Stachelschriften darin leben und weben, die nach den Menschen beissen und schnappen….. Zitatende
    (aus Spiegel-Online, Projekt-Gutenberg.DE

  223. "Je grösser, je...
    „Je grösser, je phantastischer die Illusion, je opulenter die Versprechung und je ruhmreichere Legenden dem Projekt innewohnen, desto leichter scheint man zu überzeugen, werden Menschen gläubig.“
    .
    Es scheint aber, als würden nun auch Teile der islamischen Welt von so etwas wie einer „Aufklärung“ erfasst. Man kann sich von Vorbilder und Vätern emanzipieren, „vom Glauben zum Wissen konvertieren“:
    .
    „Mein Vater stand meiner Reise nach Deutschland skeptisch gegenüber.
    Das religiöse Oberhaupt der Zwanzigtausend-Seelen-Gemeinde konnte
    nicht hinnehmen, dass sein Sohn ein Dasein unter „Ungläubigen“ in
    Deutschland dem Leben als Imam, als sein Nachfolger vorzog. Der
    Abschied verlief ohne Umarmung, unter Spannung und Tränen. Mein Vater
    vermochte nicht, mir Lebewohl zu wünschen. Nur Allah allein hat die
    Macht! Waren seine Abschiedsworte. Ich war die größte Investition seines
    Lebens. Außer mir hatte er nichts mehr. Was sollte ich ihm sagen? „Vater,
    es tut mir Leid! Alles wofür du stehst, alles was dein Leben ausmacht, ist
    nichts für mich? Ich kann nicht die Entschuldigung für dein Leben sein.
    Schau dass du deine Träume allein verwirklichst! Deine Welt ist nicht die
    meine. Ich kann nicht mehr im Haus des Gestern wohnen, denn es ist
    voller Ratten. Deine Welt hat mich erdrückt und verkannt. Ich kann mein
    Leben nicht aufgeben, damit dein System weiter lebt. Ich wünschte, ich
    könnte mich so anlügen, wie ich dich oft angelogen habe. Aber ich ertrage
    die Verlogenheit nicht mehr. Dein System hat mir großes Leid zugefügt,
    ich kann es nicht mehr mittragen. Noch ein gebrochener Mensch als Imam
    wäre keine gute Idee. Du bist zu alt und angeschlagen, um etwas zu
    verändern, und ich bin noch zu jung und zu verbittert, um so zu tun, als
    wäre alles in Ordnung. Ich kann den Leuten keinen Gott verkaufen, der
    nicht zu mir spricht. Ich kann mich nicht in die Träume der Menschen
    einmischen, während meine Träume gefangen sind. Ich muss gehen und
    versuchen zu retten, was noch zu retten ist.“
    .
    http://www.dradio.de/download/132821/
    .
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/1343653/
    .
    Solange nicht auch noch Deutschland seine Konten überzieht … . („Noch ein gebrochener deutscher Arbeitehmer/Präkarier …“ an Stelle von „Noch ein gebrochener Mensch als Imam wäre keine gute Idee“ in dem Text gesetzt)

  224. "Der Herr gewesene Legationrat...
    „Der Herr gewesene Legationrat Johann Paul Friedrich Richter alias Jean Paul, ehemals Dauergast der Bayreuther Rollwenzelei, hätte heutzutag bestimmt aktuell in des „Dr. Katzenbergers Badereise“ einige vergnügt labyrinthische Sätze von Titanenhafter komischer Wucht eingefädelt.“
    .
    plindos, einige wenige sätze, das war des meisters art nun eben nicht.
    das hätte für ein ganzes buch ausgereicht, im titan wäre noch viel platz dafür gewesen.
    .
    danke für den einschub zu dr. katzenbergers badereise. einfach nur schön.
    ich kann mir schon vorstellen, wie es dann weitergegangen wäre, bis der ordinarius I. classe, inhaber der lehrkanzel für publizistik und konstitutionalistik an der alma mater bayreuthensis, professor doktor peter heberle, träger verschiedener hoher orden des in- und auslands schreiend davongerannt wäre, nachdem ihn dr. katzeberger mittelst eines brutal aufgedrängten fachgesprächs über die technik wissenschaftlichen arbeitens ihn zunächst ausführlich mit seinen forschungsgebieten vertraut gemacht um ihn dann in die praxis der präparategewinnung einzuführen. spätestens an der table d´hote wäre dann, ob einiger leibspeisen des herrn dr. der professor doctor iur utr. peter heberle nicht nehr zu halten gewesen.

  225. Wir könnten uns unseren Dr....
    Wir könnten uns unseren Dr. Don übrigens in ein paar Jahren auch gut als Chef des Deutschlandfunks vorstellen („falls er mal wieder von der „splendid isolation“ zurück in Linie und Verantwortung wollte“, würden manche wohl früher dazu gesagt haben.)
    .
    Wie gesagt: für uns hätte das was. Sicher steht wahrscheinlich schon ziemlich fest, wer das mal werden soll oder kann usw., aber dennoch: wir fänden die Idee schon mal gut.
    .
    Evtl. hätte das ja auch was: Vom Blogger der FAZ zum Chef des Deutschlandfunks – mit weiter besten Kontakten zu den Herausgebern in Frankfurt, usw.? Das hätte nichts? Wäre auch der FAZ wurscht bis gleichgültig?
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Steul
    ..
    Neulich im Radio eine der bekannten Podiumsdiskussion „Zukunft der neuen Medien etc.“ – und klar war Steul erkennbar der Einzige von Format, der hartnäckig weiter Strategie und Vision und Verantwortung und Tatkraft auf der Ebene der Strategie diskutierte – die anderen allesamt höchstens techn. Taktiker, die die Enge ihres Urteils und Horizonts nicht mal vergleichsweise erkannten, weiter den einsatz technischer Taktiken schon für Strategie hielten.
    .
    Steul wird gerade erst 60 – und ist voll fit. Und trotzdem könnten wir uns einen Dr. Don irgendwann da genau richtig und gut vorstellen – eben deshalb.
    .
    Ein interessante Aufgabe halt auch, so ein Laden. Hier mal ein Tagesprogramm, welches es zu führen und zu verantworten gilt: http://www.dradio.de/dlf/
    .
    Der DLF – darf man es sagen? – kann bald besser und solider gemacht sein, als die FAZ, wie bekannt, denn der DLF ist schließlich finanziell volkommen unabhängig. Wenn man so will ausschließlich Deutschland, dem Journalismus und der Freiheit der Meinung verpflichtet.
    .
    Nun denn.

  226. Ich plaudere gern, aber als...
    Ich plaudere gern, aber als Journalist würde ich nur ungern alt werden . zu viel schlechter Umgang mit fragwürdigem Personal.

  227. ocb: 'KT aber nutzt ganz...
    ocb: ‚KT aber nutzt ganz Deutschland.‘

    W E M . . . !?

  228. Ach, Jean Paul! Um sich den...
    Ach, Jean Paul! Um sich den ganzen Dreck des Lügenzwergs zG aus dem Kopf zu blasen, sollte man vielleicht mal wieder die wunderbare Szene nachlesen, z. B. beim Vollmann, wie der Meister seinen Doktortitel angetragen bekam: Nach der vierten Bowle abends in Heidelberg von den Professores Hegel und Voß (dem Sohn des Übersetzers), ein h.c. war es wohlgemerkt, und damit kein erschlichenes Bayreuther Jodeldiplom, sondern einfach eine wunderbare Laune in einer Zeit, als deutsche Universitäten noch Köpfe hervorbrachten und nicht – das Gegenteil.

  229. @Savall (18. Februar 2011,...
    @Savall (18. Februar 2011, 18:11): vielleicht. Wies halt manchmal so läuft. Das Beispiel des Bauunternehmers Schneider wurde ja schon gebracht: daß das völlige Vermeiden solcher „Pannen“ wünschenswert wäre, bezweifle ich halt. (Kein TippEx… hm, und Deckweiß oder Weißlack auch nicht?)
    @specialmarke: hm, ich glaube, für Rosenmontag ist es zu spät, für Wagen jedenfalls.
    @bertholdIV: das Beispiel zeigt (und ich nehme nicht an, daß das ein Einzelfall ist), daß heutzutage im Zeitalter von Wikileaks und ständigen Hysteriewellen auch solche früher diskret beschwiegenen Angelegenheiten die Möglichkeit haben, breit und quer in die Öffentlichkeit zu kommen.
    @HansMeier: keine ganz schlechte Idee, aber wenn ich mir dann so die Gründung von religiösen Fakultäten und Universitäten in den USA anschaue, macht es mich doch arg schaudern…
    @Prince Matecki: ist die Sache mit den geöffneten und geklauten Briefen denn nun abgestellt oder immer noch nicht?

  230. The gelled hair, the tie (a...
    The gelled hair, the tie (a Windsor knot) – mmm!
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Guttenberg-duepiert-auch-Merkel-/story/16754166

  231. Zur Info. This is knot a...
    Zur Info. This is knot a Windsor not!
    http://www.martin-gerster.de/pics/news/Steinbrueck.jpg

  232. Naja, colorcraze, unsereiner...
    Naja, colorcraze, unsereiner ist eben nicht von Adel und hat also die erwähnten Anfälle von Ethos. Die Abgabe einer Seite mit Tippfehlern, ganz zu schweigen von Guttenbergereien, wäre mir mental vollkommen unmöglich gewesen. Freilich, ich bin kein Politiker und deren moralische Verfaßtheit ist mir unzugänglich. Insofern kann ich kein Urteil abgeben. Andererseits bin ich ein Leser (vollkommen snobistisch; ich lese nur das, was ich mag). Und als Leser kann ich nur _ein_ Urteil über den Freiherrn fällen: damnatio memoriae.

  233. Bubo, Kindheitserinnerungen...
    Bubo, Kindheitserinnerungen erquicken, aber Wiki?
    Es gibt Tierchen, die kommen nur in manchen Wässern vor, nicht in der Blumenvase. Biologie ist so lange Ulk, bis die ersten Zellen fehlen. So etwa sieht’s ja aus, wenn man rein guckt: http://mediatheque.epfl.ch/sv/modules.php?include=view_photo.php&file=index&name=gallery&op=modload&id=AllStainedCells_WM&set_albumName=Blue_brain_project
    Dualismus und Monismus sind vertraute Dauerbrenner. Da passiert so viel und ich wundere mich manchmal, wie eingesessen doch die Sehweisen zwischen Sciences und Humanities sind und bleiben.
    Manche holpern und stolpern immer und fühlen sich nicht unwohl dabei, so ist es halt. Mir sind auch noch nicht wirklich viele nicht komisch aussehende und sprechende Menschen begegnet, aber Jean Paul hat was.
    Keine Mission, eher im Gegenteil. Aber der alte Fritz interessierte sich nicht für Familiennamen, nur war es bei ihm noch ‚alternativlos‘.
    Irgendwie hatte das neue Zeitalter, das gerade am Nil begann, mich daran erinnert, dass die Zeiten sich ja immer wieder mal wenden, mit sehr viel Morgenröte. Ist Suleiman noch an Bord? Ich hatte gehört, dass Sorgen über die Armee sich doch wieder ausbreiten. So sind mir gelegentlich etwas inkontinent Skurrilitäten entschlüpft. Das tut man nicht beim Tee, ich weiß. Bonne nuit.

  234. @Savall
    Tippfehler habe ich...

    @Savall
    Tippfehler habe ich manchmal absichtlich stehen lassen. Das sollte Glück bringen, manchmal hat es das auch.

  235. Die Betroffenheit über ein...
    Die Betroffenheit über ein simples Plagiat ist deswegen so groß, weil wir gerade das Ende einer konservativen Ära erleben, die mit dem 11. September 2001 begonnen hat und mit der WikiLeaks-Affäre ihr Ende einläutete. Konservative Episoden machen historisch immer Sinn, wenn sie auf Episoden großer geschichtlicher Umbrüche folgen, wie es der Mauerfall und und die Globalisierung waren. Die Unfähigkeit der derzeitigen Führungen, das Machtsystem zu reformieren, welche sie an die Macht gespült hat, ist immer ein sicheres Symptom für das Ende. Die Schulden infolge der Finanzkrise, die andauernde Verteilungsungerechtigkeit und ein nutzloser Krieg am Hindukusch sind nur einige stinkende Symptome des Niedergangs, die Europa-Idee ist ausgereizt und der Euro ungeliebt. Effektivität und Wirtschaft können durchaus starke gesellschaftliche Motoren sein, wie uns die Internetrevolution gezeigt hat, aber sie brachte auch eine Generation von Burn-Out-Kandidaten hervor, die ihr Leben als moralisches Projekt begreift, dass mit einem sozialveträglichen Ableben beendet wird. Die Leute neigen zwar zur Schlichtheit, aber mit der Würde von Menschen, die gar nicht mehr geboren werden, hat es auch nicht viel zu tun.

  236. Mich erinnert er nicht an...
    Mich erinnert er nicht an Barschel, sondern eher an Christoph Daum.
    .
    Ob Haarproben nach so viel Gel noch Aussagewert haben können, weiss ich nicht.

  237. In der New Economy gab es für...
    In der New Economy gab es für den Zustand der überzogenen Selbstgewissheit ohne weisses Pulver das schöne Wort „naturprall“.

  238. Die Frage 'Wer' etwas sagt und...
    Die Frage ‚Wer‘ etwas sagt und tut ist immer wichtiger als das ‚Was‘ gesagt und getan wird, wie ein Reflex, und jeder hält sich selbst für alternativlos. Nicht viele Menschen finden ein ‚Was‘, das ihre Neugier und Interessen verführt. Wir sind geblendet von diesem ‚Wer‘, Ich oder Du.
    KT, ich bin Dir aufrichtig dankbar. Ein schöneres Experiment könnte niemand ersinnen zu der Frage, wie Menschenköpfe funktionieren. Diese beiden Buchstaben, „z u“ bewegen viel in den Köpfen. In seinem Kopf: Ich, Ich, Ich, Alles Meins, Alles Meins, Alles Meins. Das war’s. Sonst nichts. Klarere Belege dafür, wie KT’s Kopf mit Information, mit Gedanken, mit der Arbeit anderer Menschen und mit Evidenz umgeht, könnte niemand sich wünschen. Antisocial, total daneben. Bite and run. Nur, wohin? Pakistan vielleicht, da muss jetzt schnell mal was passieren.
    Die Teutonen, ihre Volksvertreter, ihre Akademiker einiger südlicher Gaue, scharren mit den Füßen, scheppern mit Sense und Gabel, Met tropft aus den Mundwinkeln, um ihren Ritter St. Michael gegen all diese Schmutzkampagnen aus dem rotzroten Bremen in Schutz zu nehmen. Nicht nur die Mehrheit der Menschen, unsere Macher, Stoiber, Seehofer, Schäuble, Angela auch: Es muss jetzt endlich einmal Schluss sein mit dieser ewigen Denkerei! Gähnende Leere. Sie haben nichts anderes.
    Also, sapere aude hat was, für manche, free speech auch.
    Grüß Gott.

  239. Die Frage 'Wer' etwas sagt und...
    Die Frage ‚Wer‘ etwas sagt und tut ist immer wichtiger als das ‚Was‘ gesagt und getan wird, wie ein Reflex, und jeder hält sich selbst für alternativlos. Nicht viele Menschen finden ein ‚Was‘, das ihre Neugier und Interessen verführt. Wir sind geblendet von diesem ‚Wer‘, Ich oder Du.
    KT, ich bin Dir aufrichtig dankbar. Ein schöneres Experiment könnte niemand ersinnen zu der Frage, wie Menschenköpfe funktionieren. Diese beiden Buchstaben, „z u“ bewegen viel in den Köpfen. In seinem Kopf: Ich, Ich, Ich, Alles Meins, Alles Meins, Alles Meins. Das war’s. Sonst nichts. Klarere Belege dafür, wie KT’s Kopf mit Information, mit Gedanken, mit der Arbeit anderer Menschen und mit Evidenz umgeht, könnte niemand sich wünschen. Antisocial, total daneben. Bite and run. Nur, wohin? Pakistan vielleicht, da muss jetzt schnell mal was passieren.
    Die Teutonen, ihre Volksvertreter, ihre Akademiker einiger südlicher Gaue, scharren mit den Füßen, scheppern mit Sense und Gabel, Met tropft aus den Mundwinkeln, um ihren Ritter St. Michael gegen all diese Schmutzkampagnen aus dem rotzroten Bremen in Schutz zu nehmen. Nicht nur die Mehrheit der Menschen, unsere Macher, Stoiber, Seehofer, Schäuble, Angela auch: Es muss jetzt endlich einmal Schluss sein mit dieser ewigen Denkerei! Gähnende Leere. Sie haben nichts anderes.
    Also, sapere aude hat was, für manche, free speech auch.
    Grüß Gott.

  240. Eine Zusammenstellung von...
    Eine Zusammenstellung von Umfrageergebnissen…

  241. "Mein Dings ist kein...
    „Mein Dings ist kein Plagiat“.
    .
    Dieser Satz könnte ihn teurer zu stehen kommen als das Machwerk selber.
    .
    Es war eben doch ein Fehler, überhaupt dazu was zu sagen. Er hätte Mutti zum trotz verkünden sollen, dass er auf Post aus Bayreuth wartet und sich ansonsten „zu laufenden Verfahren nicht äussert“. Alle weitere Fragen bitte an die Universität Bayreuth. Punkt.
    .
    Fragen an ihn jetzt nur noch zu den Toten in Afghanistan.
    .
    Dann haben seine PR-Jungs zwei Wochen Zeit, sich zusammen mit der Uni Bayreuth eine Strategie auszudenken, wie sie das hindrehen. Und sein „wissenschaftlicher Dienst“ kann zugleich ein paar Dissertationen von SPD- und Grünen Politikern googlen. Wenn dort nur ein ganz klein wenig was zu finden ist (ein, zwei fehlende Fußnoten), dann wird es für BILD ein leichtes sein, so zu tun, als „täten das doch alle“…

  242. Wem es gelingt, seinen eigenen...
    Wem es gelingt, seinen eigenen Zellen davon zu flattern, sage mir bitte Bescheid. Möchte ich zuschauen. Ich placke mich dauernd mit den blödesten Zipperlein. Müde werde ich auch manchmal.
    Manchen geht es ähnlich wie mir. http://carta.anthropogeny.org/about/carta
    Warum meine Dinger so oft doppelt auftauchen, weiß ich nicht, ärgerlich, tut mir leid.

  243. hans meier
    die spd-volte von...

    hans meier
    die spd-volte von wegen ghostwriter (an sich offensichtlich, herren haben personal, auch für sowas) ist also auch als ablenkungsmanöver zu verstehen?

  244. nauplius@: sapere aude und der...
    nauplius@: sapere aude und der wunderbare Hinweis auf das blaue Neuronengewitter liessen auf einmal ein eigenartiges Nachgewitter in meinem beschränkten Gehirnskastl auf schimmern: Zwei Aristokratenbilder, beides Grafen, jeder auf seine Weise fehlbar wie wir alle, ohne Ausnahme. Nämlich der Oberst, (Laufbahnbeginn im Reiterregiment 17 in Bamberg) dessen Gedenktafel im Bamberger Dom angebracht ist und im Bendlerblock mit dem Ruf auf den Lippen: Es lebe Deutschland! vom schnell zusammengestellten Peloton (wenigstens das, der Schuft hätte ihn hängen lassen, wenn er ihn die Fänge bekommen hätte) erschossen wurde und gleichzeitig jener, der jetzt in diesem Block Residierende. Wobei Letzterer vermutlich auch subjektiv meint durchaus das Richtige für dieses Land getan zu haben. Ehrgeiz hatten, haben sie beide. Will sagen, wir sollten in unsere Kommentare auch ein Gran Nachsicht einfliessen lassen. In der Sache selber, worüber hier diskutiert wird, fällt es allerdings in der Tat schwer, ohne weiteres zum Tagesgeschäft überzugehen.

  245. Ob er sich innerlich geschämt...
    Ob er sich innerlich geschämt hat, als er die fertige Datei auch noch mit einer schwülstigen Phrase Frau und Töchtern widmete?
    .
    Fast halte ich es für möglich, dass er die Entstehungsgeschichte seines Produkts so stark verdrängt hatte, dass er inzwischen selber an seine eigene Autorschaft glaubte?
    .
    Die armen Kinder.

  246. Die Redaktion von Zeit-Online...
    Die Redaktion von Zeit-Online hat offenkundig Probleme mit den Emotionen ihrer Leser und entfernt reihenweise Kommentare: „Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Wortwahl…“

  247. Plindos, danke. Ich möchte...
    Plindos, danke. Ich möchte niemanden verletzen, im Gegenteil. Ich hoffe, KT setzt sich auch wieder einmal vor seinen Kamin, liest schöne Texte und lümmelt sich mit seinen Kinder zusammen auf dem Teppich herum und albert, dass die Wände wackeln. Hier waren die Degen gezogen, nicht von mir. Aber unsere nonstop flimmernden, rauschenden Mattscheiben lassen ja gar nichts mehr zu unseren so schön verzweigten Zellen vordringen, wenn nicht gleichzeitig auch Gefühle erregt werden. Es sind doch Gedanken-, Wort- Spiele, Fragezeichen. Mal schauen, was sich daraus ergibt. Ich selber haue fast nur Bälle ins Aus oder ins Netz und ich lerne viel dabei. Aufrichtigen Dank und großen Respekt für Mitspieler und Veranstalter. Dieses sind schönere Spiele als die mit stumpfen Gegenständen, Schwarzpulver e.a., oder als gar keine Spiele, oder die mit Klimpergroschen, Glitzerkram und Chefsesseln, ergiebiger auch, lebendig. Ja ist denn das gestattet? Ich weiß es auch nicht, man muss es ausprobieren. Frei- Frau, Frei- Herr. Nicht nur Einzelne, Alle Menschenköpfe. Bergpredigt, ohne komische Mütze auf dem Kopf.
    Ich halte jetzt meinen Schnabel, versprochen. (Mal sehen, wie lange ich das schaffe.)
    Herzliche und dankbare Grüße.

  248. @Plindos: Ihr Neuronengewitter...
    @Plindos: Ihr Neuronengewitter wird möglicherweise auch durch die familiären Bande der beiden Familien genährt worden sein. Aber zu mehr als ein paar Sottisen à la Jean Paul über den Ehrbegriff des fränkischen Kleinadels wird das wohl nicht hinreichen. – Eine Dissertation schreiben kann man über so etwas natürlich allemal…

  249. Genialer Gedanke, grade auf...
    Genialer Gedanke, grade auf Guttenplag gelesen:
    .
    Die Uni Bayreuth könnte ihm zwar diesen Doktortitel aberkennen, aber im gleichen Moment einen Ehrendoktor verleihen (sagen wir mal, wegen seiner Verdienste um die Soldaten im Afghanistaneinsatz).
    .
    Wenn die Bayreuther da nicht mitmachen, könnte ja zur not eine der Bundeswehr-Unis einspringen.
    .
    Oder gleich so eine Regelung, dass jeder MdB oder MdL automatisch auch den Ehrendoktor erhält.

  250. hans meier,
    wieso eine...

    hans meier,
    wieso eine regelung?
    wenn die betroffenen zu promotion berechtigten nicht selber begreifen, dass sie sich mit dem verleihen der ehrendoktorwürde an ihnen gewogene mdb und mdl treue fürsprecher schaffen, warum sollte ich ihnen zu der erkenntnis verhelfen. noch besser käme eine honorarprofessur, da können die abgeordneten aus dem nähkästchen plaudern, irgendein bezug zu irgendeinem studienfach wird sich doch herstellen lassen. wenn nicht, haben dei immer noch die akademischen freiheit.

  251. Ich warte stündlich darauf,...
    Ich warte stündlich darauf, dass da auch was kommt und bitte darum. Vom Tegernsee aus gesehen ist der doch weit genug weg, so dass der Standort von dessen Schloss und die Kamtschatka wohl fast miteinander verschmelzen, wg. rancune, derer sich la noblesse gerne bedienen.

  252. @HansMeier555: Nach dieser...
    @HansMeier555: Nach dieser super gelaufenen PR-Geschichte wäre dem fränkischen Kleinadelsvertreter zu raten, in den nächsten Jahrzehnten keinen Doktortitel mehr zu führen. Das weckt doch sofort intensivste Erinnerungen an diese noch nicht ausgestandene Geschichte und wirft die Frage auf: ist das jetzt ein echter, oder ein gekaufter oder gar ein geschenkter? – Als PR-Berater würde ich dem Herrn empfehlen, künftig nur noch als Karl Guttenberg aufzutreten – vielleicht hat er dann noch eine Zukunft…

  253. Grade ein richtig beklemmender...
    Grade ein richtig beklemmender Gedanke: Was ist, wenn er seine Arbeit (a) tatsächlich selber zusammengeflickt hat und dabei (b) glaubte, alles richtig zu machen (das schleimige Lob seiner Professoren im Ohr), und (c) ehrlichen Stolz auf sein Werk empfand und es (d) eben darum auch noch zu einem seriösen Verlag brachte (anstatt es im Hinterhof-Copyshop 100 mal ausdrucken zu lassen und dadurch der „Publikationspflicht“ zu genügen).
    .
    Das wäre zumindest eine ERklärung für seinen Auftritt vorgestern.
    .
    Und jetzt liefen zwei Tage lang die Telefondrähte zwischen ihm und dem Häberle heiß: „Ja aber Sie haben doch gesagt… ja aber ich habe gedacht… aber Sie fanden den Text doch wirklich gut.. .und muß ich wirklich die Quelle auch dann zitieren, wenn ich mit der Passage voll einverstanden bin und sie im Grunde von mir sen könnte… ? Das habe ich doch im ganzen Studium immer so gemacht und trotzdem nur Bestnoten bekommen… Herr Professor? Sind Sie noch dran?
    .
    — Weinkrampf —

  254. @plindos
    sehr schön...

    @plindos
    sehr schön gesprochen. ich habe an der uni in diesem fall naturwissenschaften erlebt, dass ergebnisse für fertige diss verschoben wurden.
    dass gutenbergs arbeit ein plagiat ist, glaube ich braucht nicht mehr weit diskutiert zu werden, aber es ist auch kein so einzelfall s.o.
    schlimm ist, dass er sich genötigt fühlte so vorzugehen.
    ich hoffe, dass das nicht in der badewanne endet (für ihn und seine familie). zeigt der ganze vorgang nicht – insbesondere wenn man die letzten aussagen von prince matecki ließt, dass er nur um mit dem sich nach dylan thomas benennenden musikdichter zu sprechen “ only a pawn in their game “ ist.
    mir graust, da vor allem für kt, wenn ich kommentare (df, die kanzlerin..= höre, die ihn zum durchhalten auffordern. ein guter freund, würde ihm raten, jetzt die notbremse zu ziehen…

  255. HansMeier555,
    ich glaube sie...

    HansMeier555,
    ich glaube sie sehen das viel zu kompliziert. Der Häberle hat für die CSU Gutachten geschrieben und der Zweitkorrektor Streinz ist eh ein Parteispezl vom KT. War zu der Zeit CSU Stadtrat in Landshut. Ist häßlich, aber ich denke, es ist mehr auf der Ebene gelaufen. Zu der Zeit gab es ja auch schon Google und spezielle Software an den Unis um diese Art von Zusammenkopiererei aufzudecken. Stellt sich die Frage, ob nicht kontrolliert wurde (selbst vom Zweitkorrektor) weil die Arbeit über jeden Zweifel erhaben war, oder man sich eh kannte. Die mündliche Prüfung fand wahrscheinlich im Wirtshaus beim CSU Stammtisch und ein paar Halben statt.
    kaktus

  256. @kaktus
    Okay, aber warum haben...

    @kaktus
    Okay, aber warum haben die dem dann nicht den Tip gegeben, von einer (echten) Veröffentlichung lieber abzusehen, im übrigen die Sache so diskret wie möglich zu behandeln?
    .
    Wenn man ein Dienstleister sein will, der politischen Freunden halbseide Sachen durchwinkt, dann muss man sie doch auch ein wenig coachen, im beiderseitigen Interesse.

  257. Also, das ist mir zu...
    Also, das ist mir zu schwierig. Ich hab das noch nie verstanden, wann man aufsteht, wann man sich setzt, wann man welchen Löffel wie in den Mund steckt, wann und wie lange man auf wen wartet, wer zuerst und wer zuletzt, wann man was redet, wann was nicht. Und dabei sind wir ja noch nicht beim Stammbäume klettern. Meine erste große Niederlage, mit 6 Jahren etwa. Männer müssen Reden halten, Tischreden. Alle waren schon durch, ich der letzte. Kein Entkommen. Kurz zuvor hatte ich ein neues Wort gehört: Frauenzimmer. Ja was ist das denn? Mein böser älterer Bruder wusste das überlegen, diktatorisch: Na klar, ne Frau halt. Komisch. Aber bösen älteren Brüdern widersprechen ist nicht immer leicht, nachfragen auch nicht. Tapfer stand ich auf und redete. Es sollte ja was Dolles sein, also über das dolle Essen vor kurzem, in dem dollen Gemäuer in dem dollen Park hinter dem dollen Wald. Da saß nämlich in meiner Nähe eine ungewöhnliche Dame, unbekannt, dunklere Locken, braunere Augen und dunklere Häärchen mit ungewöhnlicher Aussprache und unglaublich glitzernden Klunkern auf ihrer Pfirsichhaut. Ich war hingerissen, platt, weg. Davon wollte ich mitteilen und besang mit ganz dollen Worten dieses erlesene „Frauenzimmer“. Na da war aber was los.
    Worte und Kontexte sind nicht immer so eindeutig, wie man meint, war mein take home.
    Kamtschatka hatte ich mir schon mal ziemlich fest vorgenommen. Irgendwann wird’s was. Gruß.

  258. @kaktus
    an der uni regensburg...

    @kaktus
    an der uni regensburg gab es in physik einen prof. phil…, der immer strahlengutachten für die bayerische staatsregierung machte…
    ein freund (sehr guter mathematiker aus gus) hat einem bekannten – strammes ju mitglied – einen mathematischen beweis für seine diss in physik gemacht. die danksagung dafü war dann dünn und der bekannte ist jetzt prof. an der uni ingolstadt. welch ein jammer

  259. Leider bin ich bei diesem...
    Leider bin ich bei diesem Thema wie immer geistig schwer ueberfordert und muss darum in Form eines Zitates (die Stuetze der Undenker) ein kleines, grelles Schlaglicht werfen, wofuer ich Richard Wagner sehr dankbar bin:
    .
    „Sollte es nicht um eine Dissertation gehen? Dissertation? Wozu braucht man die eigentlich noch, außer für die Gehaltseinstufung im Staatsdienst? Jährlich werden zigtausend Seiten in die Form einer Dissertation gepresst. Das Meiste davon ist umgeschichteter Sprachmüll, der von einer akademischen Tonne in die andere verfrachtet wird.“

  260. @plindos: Der Ruf war wohl "Es...
    @plindos: Der Ruf war wohl „Es lebe das heilige Deutschland“, jedenfalls nach Hoffmann „Widerstand, Staatstreich, Attentat“ ( bei mir daheim 2. Auflage mit der detaillierten Auflistung im Anhang wer am 20.07. wann was tat).
    Mit der Glaubwürdigkeit ist es so eine Sache, vor allem wenn man Rogorismus predigt und andere für Verschweigen schnell in die Wüste schickt.
    .
    @colorcraze Es ist wohl in den letzten Wochen nicht mehr vorgekommen, aber die Staatsanwaltschaft hat keinen eindeutig für alle geöffneten Briefe tatverdächtigen ermitteln können.

  261. HansMeier555,

    ich weiß es...
    HansMeier555,
    ich weiß es nicht. Ich vermute mal, sie haben damals noch nicht damit gerechnet, dass er in die Champions League der deutschen Politik vorstößt und so im Rampenlicht steht. Bzw. haben die Arbeit einfach aus Faulheit, wie es sicher oft usus ist, gar nicht ganz gelesen. Denn, ich behaupte mal ganz stark, hätten alle der Prüfer die Arbeit komplett gelesen, dann wären ihnen zwangsläufig stilbrüche aufgefallen. Das kann ich einfach nicht glauben, dass es einem nicht auffallen will, wenn ich permanent aus X Quellen kopiere, und niemanden will das aufgefallen sein. Nein, da wurde ganz pragmatisch korrigiert. Vorne bisschen das Inhaltsverzeichnis durchgeblättert, dann vllt in der Mitte irgendwo mal reingelesen was einen interessiert und dann nochmal ein 20 Seiten Fazit irgendwo. Alles sehr ordentlich ( War ja auch von „Profis“ geschrieben). Geguckt ob das alles ordentlich ist und dann mal die mündliche abgewartet und mit den Kollegen besprochen. Und fatal man kannte sich ja. Wenn ich das richtig seh, war der Zweitkorrektor in der CSU PArteihierarchie unter der Person die er zu dem Zeitpunkt bewerten sollte.
    Wenn ich mir überlege, wie gnädig selbst bei mir in der Schule Kinder von Parteifreunden der Lehrer behandelt wurden, schwannt mir da böses.
    Ich sag mal so, wenn man nicht nur provinziell sonder in Berlin seine Spielchen spielen will, wo man als CSU Mitglied dann auch nicht unantastbar ist wie in der bayrischen Proinz, dann muss man das ganze professioneller und besser planen.
    Was mich interessiert. Welcher seiner Pr-Berater ihm empfohlen hat, die Hälfte der Hauptstadtpresse zu veräppeln.
    gruß Kaktus

  262. @kaktus
    Wäre natürlich...

    @kaktus
    Wäre natürlich interessant, die Gutachten mal zu lesen.
    .
    Sind die streng vertraulich? Oder darf man die auf Wunsch einsehen? Aufbewahrt werden sie doch hoffentlich.
    .
    Falls sich mal ein Mitarbeiter der Uni-Verwaltung ein paar Mark verdienen will, könnte er doch SPON oder der FAZ eine Kopie anbieten. Oder WikiLeaks (umsonst).

  263. Ich bezweifle dass da Beratung...
    Ich bezweifle dass da Beratung im Spiel war. Am Freitag war seit dem frühen Morgen Fernsehen vor der Wache am Bendlerblock, ich selbst bin rein durch energisches Vorbeigehen ungefragt geblieben (und das war wohl auch besser so) und später machte die Wache die Rolltore zu, um Durchlaufen der Reporter zu verhindern. Wäre Herr BM mit Dienstwagen rausgefahren zur Bundespressekonferenz, hätte es Gewühl gegeben und die Aufforderung aus dem (allein durch die Zahl der Kamerateams gebremsten) Auto heraus was zu sagen.
    Und zum Sprecher BMVg in der BPK herrschte wohl ein so herzliches Verhältnis das selbst die Übermittlung eines Sprechzettels per Fax nicht konsequent genug erschien.
    Außerdem wollte der Herr BM die ganze Kraft seiner Persönlichkeit in die Waagschale werfen. Da bat man dann die draußen Wartenden herein. Schließlich ist das gut biblisch.

  264. Der nächste Held der Massen...
    Der nächste Held der Massen ist geboren. Ein Scholz in Hamburg wird so mit Erwartungen und Hoffnungen überfrachtet, dass er sich vor Wählern kaum retten kann.
    Absolute Mehrheit im Senat scheint nach den Hochrechnungen sicher.
    Es scheint sich in Deutschland eine Mentalität des Nichtwählens und des Wechselwählens zu etablieren.
    Damit verlieren die sogenannten Volksparteien jede Machtbasis und es ist nur eine Frage der Zeit bis eine Welle daher kommt und den lagerwahlkampf propagiert.
    So wird die deutsche Politik auch in diesem Punkt amerikanischer.
    .
    Hat Scholle eine Doktorarbeit geschrieben ? ……………..

  265. kaktus, Madame und ich haben...
    kaktus, Madame und ich haben uns weggeschmissen.
    (Uns schossen die Traenen in die Augen)

  266. prince Matecki@: War aus der...
    prince Matecki@: War aus der Erinnerung erwähnt, aber Sie haben recht.
    In den Erinnerungen des rheinischen Freiherrn Philipp von Boeselager, seinerzeit als Kavallerieoffizier an der Ostfront eingesetzt, der ebenfalls in den „20. Juli 1944“ involviert war, wird der Ausruf, so wie Sie ihn korrigieren, ebenfalls bestätigt. Danke.

    In der vieldiskutierten Angelegenheit um den Bundesverteidigungsminister Herrn K. T. zu Guttenberg hält sich das FAZ.Net kühl an die derzeitig zugängliche Faktenlage bezüglich der Personalia in der Kundusfrage. Und die sieht nicht gut aus für den Minister.
    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E077FB93A734442E0B1767418E542CFFD~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  267. Scholz hat keinen Doktortitel....
    Scholz hat keinen Doktortitel. Aber immerhin ist er zugelassener REchtsanwalt.

  268. Nur am Rande, ich mag den...
    Nur am Rande, ich mag den Scholz.
    Soweit man eine öffendliche Person ohne direkte Bekanntschaft mögen kann.
    Ich sehe da nur den „FDP-Schaukeleffekt“ mit 16% -> 4% oder auch Obamaeffekt, von mir aus auch einen Berlusconieffekt (wenn man die Hoffnung, das einer von da Oben schon weiss wie er das alles handhaben muss, nach Vorne zieht).
    Es sind alles Hoffnungen und Irrungen, die immer in Enttäuschung enden.
    Es ist auch spannend wann die Aussagen der Merkel in Bezug auf Spanien in D durchschlagen : Es kann nur Unternehmensgewinn verteilt werden (in Bezug auf Löhne im Schwellenlandbereich des Euro).
    Wird da die Presse fragen dürfen, warum der Staat als Mitesser der größte Verbraucher bei den Gewinnen ist und immer als erster in die Taschen greift?
    .
    Die Diskussion um den vonundzu hat die Menge der Deutschen kaum verstanden, weil die Masse davon ausgeht, das es immer so war und so wein wird.
    Die Talare mit ihrem abgehobenen Anspruchsdenken haben ihren Einfluss schon in den frühen 70´gern verloren (genau wie ihre Inhalte).

  269. @nauplius („Warum meine...
    @nauplius („Warum meine Dinger so oft doppelt auftauchen, weiß ich nicht“): hektisch zweimal den Knopf gedrückt statt einmal. Das war jetzt einfach.
    @HansMeier: (10:27) – ja, das wärs gewesen, aber der Rat kommt zu spät. Ansonsten muß man wahrscheinlich wirklich sehr viel verdrängen, wenn man als Politiker vorne dabei sein will. Kennedy z.B. seine gelegentlichen Totalausfälle (als er Präsident wurde, hatte er wohl schon mehrfach die letzte Ölung hinter sich). (16:04): eben, eben.
    @Prince Matecki: (Briefe) ungut. Man hätte schon gerne gewußt, wer da mit welcher Motivation dahintersteckt. So geht das irgendwann wieder los. – Ja, das beschäftigt-eilige Vorbeigehen wirkt am besten gegen unangenehmes Aufgehaltenwerden, wie ich in meiner ersten Woche in Berlin seinerzeit anläßlich einer Fahrscheinkontrolle (ich hatte keinen und war auffällig gekleidet) lernen durfte.
    @Holly01: ach, find ich garnicht schlecht, daß mal eine Partei eine richtige Mehrheit kriegt und mal eine Weile ohne Koalitionspartner machen darf. Zumal sich die SPD dadurch ein Stückchen regenerieren kann, was sie ja nötig hat.

  270. nauplius@: Keine Bange, das...
    nauplius@: Keine Bange, das Hauen und Stechen ging ganz von alleine los. Mir ging
    es in meinem Kommentar lediglich darum einmal innezuhalten. Schnell landet man/ich in den Affekten, wie sie diese Elias Cannetti in „Masse und Macht“ nachzuweisen versuchte. Allzu gutmütig darf man allerdings auch nicht bei seinen Skrupeln sein, wie mir in seinem Beitrag Herr specialmarke 20. 02. 11, 13:02 nahe zu legen versuchte.
    ..
    bertholdIV@: Die Wirklichkeit ist allemal kruder, als es jede angestellte Vermutung schliessen liesse.
    ..
    Holly01@: Meinten Sie es etwa so, wie im nachstehenden Link nachlesbar?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Unter_den_Talaren_%E2%80%93_Muff_von_1000_Jahren

  271. Bergpredigt. Ich bin kein...
    Bergpredigt. Ich bin kein Prediger, kein Prophet, kein Missionar, ich bin ein armes, kleines Würstchen, wie jeder andere auch, vielleicht gelegentlich etwas frecher und dümmer, als manche andere, aber auch wieder nicht so frech und dumm, wie manche andere. Ich überfrachte diesen Dampfer hier mit diesem Thema, ist auch breiter gemeint. Die vorliegenden naturwissenschaftlichen Daten machen diese Jahrtausende alten, über viele Jahrhunderte zusammengeschriebenen und oft sehr kontrovers zusammengetragenen Texte, Metaphern, Mythen und Weltbilder ohnehin zu einer nicht einfachen, eindeutigen Angelegenheit. Es zanken sich ja auch alle über alles darin, in allen Religionen. Ich finde Universals interessanter als Partisans. Alle Menschen zu allen Zeiten in allen Regionen, da kommen dann schon nachdenkenswerte Fragen an die Oberfläche. Mehr oder weniger geschlossene feel good clubs, oder solche, bei denen man an der Pforte erst einen Fetzen abgeschnipselter, wertvollster Haut einreichen muss, interessieren mich selber nicht so sehr.
    Wenn ich einzelne Neubund Textstellen auf mich wirken lasse, lese ich darin vielfach eine universale, aufgeklärte Modernität, die alle Christen zu allen Zeiten meilenweit, um Größenordnungen überfordert hat. In der derzeitigen Welt wieder aufflackernder religiöser Auseinandersetzungen scheint Christentum insgesamt zu verschwinden innerhalb des frames: Alte Männer, die ihre Finger nicht aus den Hosen kleiner Jungs lassen können. Das ist Teil der kirchlichen Realität, aber es sind nicht alle Gedanken, die darin stecken und daraus hervorgegangen sind. Gerade wenn Menschen sich mit Messern und Kanonen gegenüber stehen, was verdammt häufig passiert, bekommen diese Gedanken Aktualität. Niemand soll hier jeden Unfug zustreicheln und für Dogmen bin ich ohnehin nicht der richtige und jeder muss seine eigenen Hausaufgaben selber machen. Wenn unsere obersten Staatsfunktionen die Position einnehmen, alles sei einerlei, dann stelle ich hier einfach mal einige Sätze in den Raum, damit alle auch darüber stolpern. Mal schauen, was passiert. Ich habe nicht recht. Ich weiß es auch nicht. Aber einige dieser Sätze dieses jungen Mannes vor 2000 Jahren, ohne Mütze auf dem Kopf, in der Auseinandersetzung mit den mächtigen Wissenden und Strippenziehern seiner Zeit gefallen mir, heute. In den geringsten Deiner Brüder, hier und heute, da steckt er und in denen, die Fehler gemacht haben und die immer und überall mit aufgehetzten Meuten und viel Hahahalalie- Gejubel geschlachtet werden sollen und werden, wer immer es ist. Muss ja nicht jedem gefallen.
    Unis, ich sehe keine Alternative, im Gegenteil, aber da hilft vielleicht nichts als weiter öffnen, europaweit, weltweit. Internet ist eine explosionsartig wachsende Schrotthalde, in der auch manchmal was glitzert. Die Unis Berlin, London, Riverside, CA, waren für mich damals Lebensretter. Global peer pressure ist gnadenlos aber das einzige Korrektiv. Ohne eigenwillige, kantige Köpfe gibt es nur Hofschranzen, die gar nicht merken, ob die Kiste in den Bach fährt oder bergauf, weil sie von Geldkoffern, oder goldenen Schnörkeln träumen, oder auch nur von Fleißkärtchen.

  272. @ Plindos 18:05 :
    Ich meinte...

    @ Plindos 18:05 :
    Ich meinte das eher so :
    Jemand der einen Doktortitel anstrebt tritt vor seine Fachkollegen und sagt : seht her, ich bin nicht nur dazu in der Lage alle praktischen und intellektuellen Aufgaben unseres Fachbereichs zu meistern, nein ich -> will beweisen <- , dass ich dazu in der Lage bin Informationen eigenständig zu sammeln, zu interpretieren und neue Schlüsse und Inhalte zu schaffen. Das ist für mich Minimum. Von Forschung und Lehrer will ich da nichts sagen. Das Verhalten, welches dem Hr. von und zu unterstellt wird ist unter diesem Aspekt eine Form von Offenbarungseid und Selbstaufgabe, welche jeder selbst einsortieren muss. Ein Arbeit der Selbstfindung mit einem Plagiat zu beginnen, ist wie zur Schlacht auszuziehen und vor dem ersten Schuss zu desertieren/flüchten. Just my 5 Cent.

  273. nauplius@: Was denken sie...
    nauplius@: Was denken sie wohl, was die Regierende, hineingezwängt in ihr strammes Hosenanzügelchen, samt zusammengelesener Schar zu der Arabellion sagt und denkt, ? Jetzt wo die die Chose sogar noch mit knatternden Maschinengewehren musikalisch untermalt wird wie in Lybien und volle Möhre in die Massen gehalten wird…..Was, wenn hier im Ländchen auf einmal den Hartz-IV-Empfängern die Sache zu bunt wird und der elan vital herüberschwappen würde? Dann könnte der schneidige BMdVtg mal so richtig à la Noske zeigen was er so drauf hat. Die leidige Promotionsfrage wäre dann natürlich famos vom Tisch. Haben sich die Herrschaften eigentlich schon mal Szenarien für die nahe und fernere diesbezügliche Zukunft unter den veränderten Auspizien ausgemalt? Man wird ja wohl nochmal fragen dürfen. Mit Rettungsschirmen für marode Banken und Staaten ist es dann auf jeden Fall nicht mehr mit getan.

  274. Fully coherent, needed no...
    Fully coherent, needed no further comment.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Plagiat

  275. @confratre: oh, die Alpträume...
    @confratre: oh, die Alpträume von Geld ausgehen und Staatsbankrott bestehen weiter, keine Sorge.

  276. @confratre: einen Noske sehe...
    @confratre: einen Noske sehe ich nirgends, es gibt schlicht keinen. Wenn sowas passiert, dann geht es ab wie in Tunesien, nicht wie in Ägypten.

  277. @Plindos: Meinen Beitrag...
    @Plindos: Meinen Beitrag (13:02) : dieses Schmierentheater hält man doch nicht tagelang aus – da flieht man halt in die Ironie…

  278. specialmarke@: Ihr Hinweis war...
    specialmarke@: Ihr Hinweis war es wert! Ironie hin und her. Ausserdem: Gut und sorgfältig gewürztes Essen schmeckt einfach besser.
    ..
    „…der Schrecken aller Regalbauer“ oder wie Frau Prof. Dr. Deborah Weber-Wulff, FHTW in praxi seit 2001 (sic!) e m p f a h l eingereichte Arbeiten im Schul- u. Hochschulbereich „durchzuchecken.“
    http://www.f4.fhtw-berlin.de/~weberwu/papers/plagiat.shtml
    Deren neue Homepage ist „vollkrass“ tagesaktuell.

  279. @ Confratre 20:54 : In D gibt...
    @ Confratre 20:54 : In D gibt es ausreichend geschulte Sicherheitskräfte, die eine Demo von beiden Seiten aus steuern und ver-/entschärfen können. Je nach Gusto und Vorgabe des Einsatzleiters.
    Ausserdem kann man sicher sein, ein deutscher Polizist schiesst bei Befehl genau so zuverlässig wie er bei „Zugriff“ loslegt und zugreift.
    D ist nicht mit den Staaten der arabischen Liga zu vergleichen. Die Propaganda, Desinformation und Abwehr gerade und auch in Konkurrenz zu den Diensten der westlichen und östlichen Dienste ist eingeübt und es gibt praktisch keinen Reporter irgendeines Medium der aus der Reihe tanz.
    Sogar die alternativen Medien sind gut kontrolliert und werden mit immer neuen Ablenkungen, Ideen und Gerüchten (von innen) beschäftigt und gefüttert.
    .
    In Deutschland geht kein Arbeitstag für ein wachsendes BIP verloren. Dafür stehen hunderttausende eifrige Helferlein morgens früh auf und legen sich abends spät schlafen.
    Und das ist auch gut so.

  280. Confratre, danke.
    Also, ich...

    Confratre, danke.
    Also, ich bin keine Herrschaft und ich weiß auch nicht, was das Hosenanzügelchen denkt und sagt. Selber fragen, denn fragen darf man nicht nur, sondern muss man, finde ich. Ich habe auch nichts zu sagen, ich gebe hier nur meinen Senf ab, zum Leidwesen vieler. Ich habe zu viele blutige Nasen und sonstwas gesehen, auch live. Ich mag lebende Zellen in Menschen, keine zerdetschten. Menschengruppen können ganz ruhig und friedlich sein, aber sie können auch sehr gefährlich sein, wenn sie sich aufregen. Ich selber finde wichtig, dass Gesellschaften nicht zu weit auseinander driften, sondern sich zu Hause fühlen. Sehr viel hängt an Ökonomie, d.h. Arbeitsplätzen und die entstehen großenteils im Handwerk, Mittelstand, Startups. Nachfrage schafft Arbeitsplätze. Ohne Nachfrage wird’s schwer, keiner kann sie aus dem Ärmel schütteln. Jeder selber ist beteiligt. Mir ist es oft schwer gefallen, aber es ist nicht unmöglich, trotz meines Schnabels, den ich oft schwer halten kann. In meinem Fall verdienen das Geld immer die anderen. Ich gelte als Träumer. Innere Sicherheit und Äußere Sicherheit sind bei uns zum Glück in verschiedenen Häusern / Händen untergebracht. Das sind sehr wichtige professionelle Funktionen, damit eben nicht einfach rein geballert wird. Wenn ich mich selber aufrege, und das passiert, dann nehme ich es mir erstens nicht allzu übel, zweitens versuche ich, heraus zu finden, was es wirklich ist, was mich erregt und dann, drittens, versuche ich heraus zu finden, was ich selber tun kann, um das zu ändern. Das ist dann nie etwas weltbewegendes, was aber doch hilft. Wenn ich darauf hoffe, dass der Staat sich ändert oder das System, was ja jeweils immer nur einzelne individuelle Menschen in einzelnen Positionen sind, dann muss ich in der Regel zu lange warten. Die Promotion finde eine persönlich menschliche Frage, keine Sicherheitsfrage. Aber wirklich, ich habe hier gar nichts zu sagen, ich tu’s nur.

  281. @ specialmarke: Hat er das...
    @ specialmarke: Hat er das nicht schön gesagt, unser Bruder Confratre 20:54:
    „Arabellion“?! Der Funke zündet und springt über. Da hilft auch keine Ironie…

  282. @Confratre: da wird sich ...
    @Confratre: da wird sich Arabella aber freuen, oder haben Sie sie noch
    nicht kennengelernt? Werden Sie schon noch, gerade putzmunter frisch
    aus dem Urlaub zurück. Alles Gute, T.

  283. ja wie war das eigentlich wenn...
    ja wie war das eigentlich wenn man im Schwarzkopien / Raubkopien von CD oder DVD macht der im Kino Filme mitschneidet, die gibt man dann nicht mal als eigene Arbeit aus????? Hör ich da Handschellen klappern, ne im Leben nicht, wie früher die kleinen hängt man die Großen…….

  284. Ja, so ist das nun mal....
    Ja, so ist das nun mal. Demokratie. Kein Tripolis in Sicht.

  285. Er muß morgen also doch...
    Er muß morgen also doch antreten.
    Respekt, Mutti, Respekt!
    Wir unterschätzen Dich immer noch…
    .
    Was für ein Dribbling, was für eine Partie. Ganz großer Fußball.

  286. Meine Frau und ich sind doch...
    Meine Frau und ich sind doch schließlich eine Familie.

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